Dolks Ausgabe A Bochumer Volkszeitung 2 100 einschl Botenlohn Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Anzeigenpreise: O-famtauflage 8 Big. Ausgabe A 6 Pfg, Neb. B 8% Bla Ausgabe C 9 Via. Texiangeigen: Ausgabe A 40 Pfg, Ausgaben B u C 25 Pfg. ie mm. Galtig: Preislinfür den rheinisch=westfälischen Industriebezirk 66. Jahrgang Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum, Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Vostscheckkonto Dortm. 6146: Hattingen, Biktor=Lute=Ste. 12. Fernruf 2095, Gostscheckkonte Essen 1960; Essen=Steele, Mensalenstr. 302 Hernr. 582 30, Postscheckkonte Dortmund 198 86; Wattenscheid, Grethettstr. 15, Fernr. 1876, Postscheckk Dortm 30430 Deuc und Berlaa: Schörmann 4 Klagges Bochum Nr. 18 1937 Zusammenbruch einer Lügenhetze: Volschewistische Flieger bombardierten die drei Dampfer im Mittelmeer DNB. Salamanea, 8. Aug.(Drahtb.) Nach hier vorgenommenen endgültigen Feststellungen besteht nunmehr kein Zweisel daran, daß es sich bei den letzten Ueberfällen in der Nahe der algerischen Küste auf brei Dampser um bolschewistische Flieger handelt. Nationale Flieger sind überhaupt nicht auf See gewesen. Salamanea herrscht starke Empörung darüber, daß wiederum ohne jeden Anlaß die Schuld an dem Zwischenfall nationalen Fliegern in die Schuhe geschoben wurde. Mit Recht weist man darauf hin, daß, wenn es sich um rote Flieger handelt, ein gewisser Teil der Beltpresse stets von unbekannten Fliegern während, wenn die Attentäter unbekannt sind, die Schulb skrupellos den Nationalen angehängt wirb. Schon die Tatsache, daß unter den beschossenen Schiffen ein italienisches— also ein dem nationalen Spanien besonders befreundetes— Schiff sich befand, sollte jedem ruhigen und objektiven Benbachter gesagt haben, daß hier nationale Flieger überhaupt nicht in Frage kommen können. Es sei in diesem Zusammenhang auch an den Ueberfall auf das Panzerschiff „Deutschland“ erinnert, das gleichfalls von holschewistischen Fliegern in einer, wie erinnerlich, besonders heimtückischen Art und Weise mit Bomben belegt wurde. lleuer rokspanischer Bombenangriff auf ein Schiff. n0. Paris, 8. Aug.(Drahtb.) Die Funkstation von Marseille hat einen Funkspruch des Dampfers„Kristakia“ aufgesangen wonach das Schiff etwa 18 Meilen westlich von Algier von einem Flugzeug bombarbiert worden sei. Wie der„Temps" berichtet, hat der Dampfer, der einen Notruf funkte, durch einen zweiten funkspruch den Notruf rückgängig gemacht und wissen lassen, daß er seine Reise fortsetze, da an Bord nichts beschadigt sei. tes bürfte sich abermals um eines der rotpanischen Bombenflugzenge handeln. die seit einiger Zeit den Schiffsverkehr am Ausgung des Mittelmeeres beunruhigen und es in erster Linie darauf abgesehen haben, zu verhindie nationalspanischen Häfen Malaga, Algeciras, Centa und Cadiz anzuaufen. „Moskaus Gegenstoß gegen die Londoner Lektion“ Die italienische Presse zu den bolschewistischen Fliegerangriffen. 89/B. Mom. 8 Aug.(Drahtb.) Die feigen nllegeranariffe auf die drei Dampfer Nonioia",„British Corporal" und„Diebel Amour“ werden von der römischen Sonnagsbresse als neuer Sabotagevernen nach Art der Zwischenfälle der„Barletta“ und der„Deutschland“ verurteilt. Nach Ansicht des Direktors der halbamtlichen Soce d'Italia" ist in diesen Ueberfällen von nogenannten Flugzeugen unbekannter Herkunft" ererste Gegenstoß Sowjetrußlands nen die in London erhaltene Lektion zu sehen. Nachem seine betrügerischen Manöver ssononer Ausschuß mißlungen seien, vernchre der Bolschewismus, seine Abenteuter„mhe zur See mit Bomben und Tor906 wieder aufzunehmen. Dieser Versuch sei gesabezeutige Lage recht kennzeichnend, aber auch Lond. und es wäre immerhin angezeigt, wenn sa,iesem Zusammenhang seine AufmerkMittelmeer lenken würde. Im gennen oürfe man in Moskau nicht glauben, daß dies Kottenmächte wehrlos und untätig le Wutausbrüche und Ueberfalle hinnahmen. Die römische Sonntagspresse verzeichnet die geharnischte Sprache der deutschen Blätter gegen diesen neuen vorbedachten Piratenstreich, mit dem die spanischen Bolschewisten neue Verwirrung hervorzurufen und damit die Sabotagetaktik Moskaus unterstützen wollten. Auch gibt sie ihrem Befremden darüber Ausdruck, daß ein Teil der Auslandspresse die„Flugzeuge unbekannter Herkunft“ als nationalspanische oder gar deutsche Flugzeuge ausgeben wolle und hebt in diesem Zusammenhang das amtliche Dementi der nationalspanischen Regierung hervor. England weist drei deutsche Jonrnalisten aus Die deutsche Regierung peinlichst berührt DRB Berlin. 8. Aug.(Drahtb.) Eine Reihe von englischen Zeitungen meldet heute früh die Ausweisung der drei deutschen Journalisten Crome, Wrede und von Langen. Wie wir erfahren, ist seitens der deutschen Regierung kein Hehl daraus gemacht worden, daß sie von den englischen Maßnahmen auf das peinlichste berührt ist. Da die englische Regierung den Standpunkt zum Ausdruck gebracht, daß der Aufenthalt der fraglichen Persönlichkeiten im Interesse der deutsch-englischen Beziehungen unerwünscht sei, wird begreiflicherweise auch auf deutscher Seite diesem Gesichtspunkt entsprechend verfahren werden. „Eine englische Provokation“ Der Zeitungsdienst Graf Reischach zur Ausweisung seines Londoner Vertreters. DMB Berlin, 8. Aug.(Drahtb.) Unter der Ueberschrift„Eine englische Provokation“ schreibt der Zeitungsdienst Graf Reischach: Die englische Regierung hat sich veranlaßt gesehen, den Leiter unseres Londoner Büros, Pg. Dr. von Langen, die Erteilung einer weiteren Aufenthaltsgenehmigung zu verweigern. Gründe für diese Maßnahme, die politisch und tatsächlich einer brüsken Ausweisung gleichkommt, werden nicht angegeben, sondern es verlautet, daß die bisherige politilche Tätigkeit Dr. von Langens im Auslande Anlaß zu dieser Handlung gewesen sei. Gleichzeitig wurde der Mitarbeiterin Dr. von Langens, Frau Zinzow, die weitere Aufenthaltsgenehmigung verweigert. Dieses Verhalten einem angesehenen Journalisten, dem Vertreter der großen nationalsozialistischen Gaublätter, gegenüber kann nur als eine bewußte und beabsichtigte Unfreundlichkeit gegenüber der deutschen Presse aufgefaßt werden. Die Person und die Arbeit Dr. von Langens, der nunmehr gerade vier Wochen als Leiter unseres Londoner Büros tätig war, geben nicht den geringsten Anlaß für die brüske Art, mit der der weiteren Arbeit Dr. von Langens in England ein Ende gesetzt wurde. Welches Vertrauen in die Person Dr. von Langens gesetzt wird und welch großen Ansehens er sich erfreute, geht allein schon daraus hervor, daß die RSDAP ihm während seiner Tätigkeit in lien zum Ortsgruppenleiter in Rom ernannte. Pg. Dr. von Langen hat während seiner mehrjährigen Tätigkeit als unser Korrespendent in Rom stets seine Aufgabe darin gesehen, mit der für einen deutschen Journalisten selbstverständlichen Loyalität seinem Gastlande gegenüber die politischen Probleme zu behandeln und zu beurteilen. Wenn von englischer Seite die bisherige Auslandeurbeit Dr. von Langens als„Begründung“ herangez gen wird, so ergibt sich der gerade im Augenblich der englischen Bemühungen um einen Ausgleich mit Italien besondere kuriose Zustand, daß diese Italien gegenüber lonale Arbeit jetzt den englischen Stellen unerwünscht war. Die Methoden, die man von englischer Seite unserem Vertreter gegenüber anzuwenden beliebte— die Verweigerung der Gründe für die Ausweisung sind als besonders ungewöhnlich zu bezeichnen—, lassen den Schluß zu, daß man sich in amtlichen englischen Kreilen doch wohl scheut, zuzugeben, daß ein gewisser seinerzeit von der berüchtigten Madame Tabouis verfaßter und sich durch die im„Oeupre“ selbstverständlich bewußte Verdrehung und Entsellung der wirklichen Verhältnisse ausgezeichneter Artikel, der von Verleumdungen der Person Dr. von Langens in bezug auf seine Tätigkeit als Ortsgruppenleiter in Rom strotzt, zu den „sachlichen“ Unterlagen der amtlichen englischen Stellen gehört. Die gleichzeitig erfolgende Verweigerung einer meiteren Aufenthaltsgenehmigung der Mitarbeiterin Dr. von Langens, die erst vor knapp 14 Tagen ihre Arbeit aufgenommen hat, bestärkt den Verdacht, daß es nicht nur darum geht, eine personelle Aenderung Es sind immer dieselben Gesundheit der Jungen und Mädel oberstes Gesetz.— Neue großzügige Maßnahmen der Reichsjugendführung. DNB. Berlin, 8. Aug.(Drahtb.) Das amtliche Organ des Jugendführers des Deutschen Reiches,„Das funge Deutschland“, gibt eine Verfügung des Gesundheitsamtes der HJ. bekannt, wonach mit Wirkung vom 1. Juli 1937 in den HJ.=Gebieten ein Etat geschaffen wird, der den HJ.=Aerzten und BDM.=Aerztinnen die gesundheitliche Ueberwachung des Dienstes, der Lager, Fahrten und Sonderveranstaltungen erleichtert. Dieser Etat sieht die Einsetzung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vor, die ihre ganze Kraft ausschließlich der Gesundheitsführung der HJ. widmen und dadurch die ehrenamtlichen Dienststellenleiter in ihrer Arbeit etwas entlasten können. Eine weitere Erleichterung der Arbeit der mit der Gesundheitsführung Beauftragten sollen die zur Verfügung gestellten Kraftfahrzeuge bieten. herbeizuführen, sondern daß England die Arbeit unseres Londoner Büros lahmzulegen wünscht. Die Tatsache und die besonderen unfairen Umstände, unter denen die Ausweisung der Mitglieder unseres Londoner Büros vor sich ging, sind jedenfalls nicht anders als eine bewußte Unfreundlichkeit von seiten Englands aufzufassen und schwerlich geeignet, die Pressebeziehungen und damit wohl auch die allgemeinen Beziehungen zwischen den beiden Ländern freundlich zu gestalten.— Wenn unser Vertrauen in die Person und die Arbeit Dr. von Langens überhaupt noch eine Steigerung hätte erfahren können, dann wäre dies durch die unfaire Handlungsweise Englands unserem Korrespondenten gegenüber der Fall. Unglaubliche Brunnenvergiftung Wer ist der Friedensstörer?- Eine unglaubliche Stellungnahme des „News Chronicle“ ONB London, 8. Aug.(Drahtb.) Die Begrüßungsansprachen. die zwischen dem Führer und dem neuen spanischen Botschafter in Berchtesgaden gewechselt wurden, werden von der gesamten Londoner Morgenpresse auszugsweise wiedergegeben. Die libemale„News Chroniele“ benutzt die Gelegenheit, in einem Leitaufsatz einen ihrer häßlichen, boshaften Anarisse gegen Franco und Deutschland zu richten. So haben Blätter vom Schlage des„News Chroniele“ es stete gehandhabt: Soweit sich feststellen läßt, brachte keines von ihnen den Brief, den die höch. sten kirchlichen Würdenträger des nationalen Spanien— unter ihnen Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe— an die auslandischen Bischöfe richteten, um diese aufzufordern, die Wahrbeit über die tatlächlichen Verhältnisse in Sowjetspanien zu verbreiten. Wenn aber der Führer des Dritten Reiches mit einem ausländischen Staatsmanne Frie densreden wechselt, dann ist das für diese Zeitungen ein Signal, auf ihre schmutzige Weise wahre Friedensarbeit zu stören. * Was sich zwei große englische Zeitungen,„News Chroniele" und„Daily Herald“, dieser Tage leisteten, hal mit verantwortungsbewußter Journalistik nichts mehr zu tun. Da ist ein Schmähen und Begeifern eines fremden Staates und Volkes, zu keinem anderen Zweck, als um in der Welt Haß und Feindschaft gegen dieses Volk auszusäen. „News Chronicle“ hat den Empfang des spanischen Botschafters beim Fuhrer und die dabei ausgetauschten freundschaftlichen Reden zum Anlaß genommen, eine ganz gemeine Bemerkung zu machen, die sich einmal gegen dae nationale Spanien, zum anderen aber und vornehmlich gegen das Deutsche Reich richtet. Dieselbe Zeitung, außerdem aber auch der „Daily Herald“, verdächtigen gleichzeitig die nationalspanische Luftwaffe, die Angriffe auf das englische Schiff„British Corpora!“ und den italienischen Dampfer„nonglola“ ausgeführt zu haben. Dabei wird mehr oder weniger deutlich gesagt, es handele sich dabei um eine deut'che Maßnayme, genau wie man seinerzeit, als das englische Kriegssann„unter“ auf eine rotspanische Mine lief, in englischen Zeitungen die Lügenmär verbreitete, es sei von einem deutschen Schiff torpediert worden. Auch jetzt wieder ist einwandfrei festgestellt, daß die Luftangriffe auf den britischen und den italienischen Dampfer von Sowsetfliegern ausgeführt wurden Darüber aber schweigen sich jene Zeitungen, die nun einmal aus uns unerklärlichen Gründen eine heiße heimliche Liebe zu den bolschemistischen Mordbrennern haben, aus, genau wie sie auch in der Vergangenheit alle Schandtaten Wieder dreifacher Antafrinmnh der deutschen Wagen im Großen Preis von Monte Carlo! * Frankreich im Leichtathletik=Länderkampf hoch geschlagen. Großartige Schwimm=Meisterschaften Henkel Deutscher Tennismeister Nichter und Scheller wieder Radsportmeister Berichte im Sportteil) von Valencia mit dem Mantel ihrer Nachsicht zudechten in dem Glauben, der Welt damit die Wahrheit vorenthalten zu können. „Newe Chronicle“ hat es bisher auch nicht für notwendig empfunden, seinen Lesern die Erklärung der spanischen Bischöfe über die an der hatholischen Kirche Spaniens durch die ValenciaRoten verübten Schandtaten mitzuteilen. Diese Taktik, die einwandfrei nachgewiesene Tatlachen verschweigt, wenn sie den roten Gesinnungsfreunden unangenehm sind, dafür aver Greuellügen erfindet, um Staaten in der Achtung der Welt herabzuletzen, die die geschworenen Gegner dieser roten Weltzerstörer sind, muß einmal mit aller Deutlichkeit angeprangert werden. Einsichtige Engländer haben noch jüngst in Rede und Schrift sich sehr nachdrüchlich dafür eingesetzt, daß man im internationalen Leben Toleranz gegenüber anderen Regierungsformen übe. Das zielte auf die Leute von„Newe Chronicle" und„Daily Herald“, die da glauben, die sogenannte parlamentarische Demokratie sei die Patentmedizin für die Völber, und die autoritär regierte Staaten schon um dieses Regierungsfystemswillen für irdische Teufeleien halten. Der Führer hat damals, als ei vor Eurora sein großangelegtes Friedensprogramm entwickelte, mit Nachdruck einen Runkt hervorgehoben: Die Notwendigkeit, durch eine Entgiftung der öffentlichen Meinung und durch die Verhütung gefährlicher Presseverhetzungen überhaupt erst einmal eine friedliche, verständiaungsreife Atmolphäre zwischen den Völkern zu schaffen. Was„News Chronicle“ und „Daily Herald" soeben wieder taten, ist das gerade Gegenteil. Es ist gefährlich und verbrecherisch, in den breiten Volksmassen Vorstellungen über ein anderes Land zu erwecken, die geeignet sind, die Volksmeinung gegen dieses Land einzunehmen. Wie die Schmutzfinken, die namentlich in der Redaktion des„News Chronicle“ zu sitzen scheinen, es mit ihrem Gewissen und mit dem Begriff von journalistscher Ehre vereinbaren wollen, daß sie Tatsachen fälschen, Lügen in die Welt setzen und einen Staat, der sich bemüht, mit England in Freundschaft zu leben, moralisch zu diffamieren, das mögen sie mit sich selbst abmachen. Sie sollen sich aber gesagt sein lassen, daß das deutsche Volk sich solche Verunglimpfungen nicht gefallen läßt. Das wird ihnen auch noch auf anderem Wege deutlich gemacht werden. Neuer Mahnruf Lebruns DNB Paris, 8. Aug.(Drahtb.) Während Ministerpräsident Chautemps in Montargis und Finanzminister Bonnet in Perigueux über die allgemeine Politik sowie die wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten Frankreichs sprachen, nahm der Präsident der Republik Lebrun in Luneville das Wort im Anschluß an ein Essen, das die Stadtverwaltung ihm zu Ehren anläßlich der Einweihung eines neuen Stadions gegeben hatte. Der Präsident schilderte ebenfalls die Schwierigkeiten, denen sich die neue Regierung bei ihrem Antritt gegenübergesehen habe, und gab der festen Ueberzeugung Ausdruck, daß die von ihr getroffenen Maßnahmen Früchte tragen werden. Es sei jedoch notwendig, daß die Parteien und der einzelne sich mit der„Pause einverstanden erklärten, von der schon so oft die Rede gewesen sei. Sie dürften vor allem nicht durch die ständige Ruhestörung die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen sabotieren, noch bevor sie sich überhaupt auswirken könnten. Man müsse sich immer die Worte des Ministerpräsidenten vor Augen halten, wonach ein dauerhafter Fortschritt nicht ohne Ordnung in den Finanzen, ohne Ordnung auf der Straße und ohne gesteigerte Erzeugung möglich sei. Die italienischen Manöver abgeschlossen DNB Mailand. 8. August(Drahtb.) Die Sommermanöver in Venetien sanden mil einem vierstündigen Durchmarsch der beteiligten Streitkräfte durch die Hauptstraße von Conegliano. wo das Hauptquartier seinen Sitz hatte, und mit einer Ansprache des Kriegs=Staatssekretärs Pariant an die aufmarschierten Truppen einen festlichen Abschluß. Als Ergebnis der militärischen Uebungen wurde festgestellt, daß die Eildivision und die Motordivision in gleicher Weise ihre ausgezeichneten Eigenschaften bewährt haben. Beide Truppengattungen werden als neues wirksames Mittel in den Händen des Militäroberkommandos bezeichnet, wenn auch über die Organisation und die Aufgaben der Motordivision noch keine abschließenden Urteile gefällt worden sind. Luftmanöver über London Fast 400 Flugzeuge werden eingesetzt. DNB London. 8. August(Drahtb.) Heute Montag und Dienstag werden, wie schon kurz gemeldet, große Luftmanöver über der englischen Hauptstadt stattfinden. Insgesamt werden 176 Bomber aller Größen Scheinangriffe auf London und die weitere Umgebung durchführen, während für die Verteidigung 222 Maschinen zur Verfügung stehen. Die Angriffe beginnen Montag abend um 6 Uhr und werden 15 Stunden lang fortgesetzt. Für den Dienstag ist dieselbe Zeitdauer vorgesehen. Durch die Manöver soll die Londoner Luftabwehrorganisation der Territorialarmee geprüft werden Als Angriffsziele sind verschiedene wichtige Punkte, darunter die Hafenanlagen von Tilbury, das Oelmagazin im Themsehafen, die Gaswerke in Colcester, verschiedene Flugplätze und die Munitionswerke in Enfleld festgesetzt worden. 36 814 Millionen Dollar amerikanische Staatsschuld DNB Washington. 8. Aug.(Drahtb.) Die neueste Veröffentlichung des Schatzamtes zeigt ein weiteres Ansteigen der amerikanischen Staatsschuld seit dem 1, August. Die Staatsschuld betrug am 5. August 86 814 Millionen Dollar und hat damit eine neue Rekordhöhe erreicht. Justizreform-Kompromiß im Senat angenommen DNB Washington, 8. Aug.(Funkspr.) Der sechsmonatige Senatsstreit über die am Samstag Annahme der Kompromißvorlaae, die de unteren Bundesgerichtshöfe vorsieht. Roojevelts ursprüngliche Forderungen, die eine Reform des obersten Bundesgerichts umfassen mußten bekanntlich wegen des Widerstandes im Senat fallen gelassen werden. 75 Jahre Opel-Werke Jubiläumsfestakt in Rüsselsheim Glückwunschtelegramm des Führers DNB Rüsselsheim, 7. Aug.(Drahtb.) In feierlichem Rahmen sand in Rüsselsheim, an der Stätte, wo vor 75 Jahren der Begründer der Opel=Werke, Adam Opel. leine Tätigkeit mit dem Bau von Nähmaschinen begann, die 75-Jahrfeier der Adam Opel AG. statt. Die ganze Stadt hatte sich aus diesem Anlaß festlich geschmückt. Der Festakt wurde in Anwesenheit der 20 000 Mann starken Gefolgschaft und von zahlreichen Gästen aus den übrigen Betrieben der OpelWerke und aus dem Auslande in dem weiten Raum des Opel=Bahnhofes, der zur Festhalle hergerichtet war, veranstaltet. Nach dem Fahneneinmarsch und einem musikalischen Vorspiel begrüßte der Betriebsführer der Adam Opel AG. Dr. Fleischer die Vertreter der Partei und des Smaates. In seiner Ansprache hob Di. Fleischer die wirtschaftliche Bedeutung der Opel=Werke und die Schicksalsgemeinschaft hervor, mit der nicht nur die 22 000(einschl der 2000 Arbeiter des Brandenburger Werkes) unmittelbaren Werksangehörigen, sondern auch die der Vorindustrien und vor allem der Opelhändler verbunden sind. Die Ausfuhrorganisation habe es ermöglicht, daß mn diesem Jahre bereits 22 000 Wagen nach dem Auslan de geliefert worden seien und daß bis Jahresschluß wohl 35 000 Wagen verkauft sein würden. Es sei das Schicksal Deutschlands, in fleißiger Arbeit Werte zu schaffen und, neben der Versorgung des heimischen Bedarfes, sie im Verkehr mit anderen Ländern einzusetzen. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Worte Dr. Leys, daß Deutschland ein Kapital habe, das ihm keine Macht der Welt rauben könne: die Fähigkeit und die Tüchtigkeit seiner schaffenden Menschen. Dr. Fleischer ehrte sodann 20 Gefolgschaftsmitglieder durch Verleihung der Diamantenen Ehrennadel des Werkes für mehr als 50jährige Dienstzeit, nachdem im vergangenen Jahre bereits erstmals Geheimrat von Opel diese Radel erhalten hatte, und teilte mit, daß der vor einigen Jahren errichteten Adam Opel=Gedächtnisstiftung eine weitere Million RM. zugewiesen worden sei. Ministerialdirektor im Reichsverkehrsministerium Dr. e. h. Brandenbura sprach namens des Führers und Reichskanzlers und der Reichsregierung der Führung und Gefolgschaft herzliche Glückwünsche zum Jubiläum aus und übermittelte gleichzeitig die Grüße des Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht und des Reichsverkehrsministers Dr. Dorpmüller. Weitere Glückwünsche sprach sodann ein Vertreter der deutschen Opelhändler aus. Die Glückwünsche der Auslandsunternehmungen überbrachte der Vizepräsident der General Motors Corporation, Grant, der auf die 75jährige Opelfabrihation deutscher Wertarbeit, die überragenden Fähigkeiten deutscher Konstrukteute und die Qualitätsleistungen deutscher Arbeiter sowie die Motorisierungserfolge der letzten vier Jahre in Deutschland hinwies. Im Auftrage des verhinderten Reichsorganilationsleiters Dr. Ley überbrachte dann Hauptamtsleiter Claus Selzner Grüße und Wünsche für die Opelwerke. Die Deutsche Arbeitsfront sei glücklich, dem Betrieb das Leistungsabzeichen für vorbildliche Lehrlingsausbildung überreichen zu konnen. Der Festakt wurde mit einem Siegheil auf den Führer und dem Absingen der Rationalhymnen beendet. Im Anschluß daran wurde für den Begründer des Werkes, Adam Opel, ein auf der Verkehrsstmße Frankfurt M.—Mainz, die mitten durch das Werk führt, befindliches Denkmal feierlich enthüllt. Nach der Denkmalsweihe wurde ein Korso der 21 historischen Opelwagen abgehalten, die in den Betriebsjahren 1897 bis 1934 fertiggestellt worden sind. Aus Anlaß des Jubiläums traf eine ganze Reihe von Glückwunschtelegrammen ein. lo u. a. vom Führer und Reichskanzler, der auf das Huldigungstelegramm der Werksleitung mit seinen besten Wünschen für Leitung und Gefolgschaft und weitere erfolgreiche Arbeit erwiderte, ferner vom Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, vom Reichskriegsminister von Blomberg, vom Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, vom Reichsarbeitsminister Seldte. vom Reichsorganilationsleiter Dr Len. vom Reichssportführer von Tschammer und Osten und vom Staatssekretär Dr. Lammers. 307000 Besucher wurden gezählt Starker Erfolg der 12. Großen Deutschen Kundfunkausstellung DRB Berlin. 8. Aug.(Drahtb.) Nach einem hinreißenden Programm des Reichssenders Stuttgart hat am Sonntag abend die 14. Große Deutsche Rundfunkausstellung Berlin 1937 ihre Pforten geschlossen. Während der zehntägigen Dauer haben 307 000 Besucher die Drehkreuze passiert; 82000 Personen mehr als im Vorjahr. Nach den bisher bekannt gewordenen Kaufobschlüssen hat die diesjährige Rundfunkausstellung im Vergleich zu den Vorjahren auch in dieser Hinsicht den weitaus größten Erfolg aufzuweisen. Dieser günstige Abschluß der diesjährigen Rundfunkausstellung ist nicht zuletzt, vielleicht vor allem sogar der ganz ausgezeichneten Arbeit der einzelnen Reichssender zu verdanken. Jeder Sender hat behanntlich mitten in den Messehallen ein vollständiges Tagesprogramm durchgeführt. Diese zu Sendesälen hergerichteten Hallen standen im Mittelpunkt des Interesses der 300 000 Belucher, die zum Teil in 111 Sonderzügen und 400 Groß=Omnibussen aus allen Gauen des Reiches nach Berlin gekommen sind. Bereits im Jahre 1933 wurde die bis dahin übliche Händler= und Industrieschau durch die Ergänzung der praktischen Rundfunkarbeis des lebendigen Rundfunks, zu einem schönen Beispiel des neu anbrechenden Gemeinschaftsgeistes. Seit dieser Zeit ist die alljährliche Große Deutsche Rundfunkausstellung in Berlin stets Ergebnis einer erfokgreichen Zusamrenerbeit von Industrie, Handel, Rundfunk und Höterschaft gewesen. Der Reichsintendant des deutschen Rundfunks. Dr. Glasmeler. hatte den Intendanten diesmal die Aufgabe gestellt, in den Berliner Messehallen mit den neuesten künstlerischen Kräften ihres Sendebereiches aufzumarschieren. Das Beste sollte für die Besucher gerade gut genug lein. Die Arbeit aller Sender insgesamt, sollte— so lautete die Aufgabe— ein überzeugendes Bild geben von der Vielfalt deutschen kulturschöpferischen Willens und Könnens. Das Lied der Landschaften und Gaue sollte hier zulammenklingen zu der großen Sinfonie deutschen Kulturreichtums. Die Arbeit war von vollem Erfolg gekrönt. Außerordentlich zugkräftig waren auch die Fe senderbühne und der Fernsehempfänger. Die Belucher haben zum ersten Male richtig erhennen können, wie reichhaltig und lebendig das Programm des Fernsehsenders Paul Nipkow ausgestattet und wie vorzüglich bereits der Empfang ist. Eine besondere Anerkennung verdienen auch die Funkingenieure des Berliner Funkhauses. Die Arbeil der Reichelender ist von ihnen in hervorragendem Maße betreut und den Hörern vermittelt worden. „Durch gesündere Ernährung zur Nahrungsfreiheit“ der Deutschen bewegung.— Eröffnung der Ausstellung„Die Auferstehung des Paracelsu“ DMB Düsseldorf, 8. Aug.(Drahtb.) Aus Anlaß der Reicheausstellung„Schaffendes Volk“ hielt die Deutsche Volksgesundheitsbewegung ihr erstes großes Treffen am Samstag und Sonntag in Düsseldorf ab. Die Deutsche Volksgesundheitsbewegung umfaßt heute bereits 6 Millionen Mitglieder, die in der Reichsarbeitsgemeinschaft der Verbände für raturgemäße Lebens= und Heilweise zusammengeschlossen sind. An dem Treffen nahmen etwa 8000 Mitglieder der Reichsarbeitsgemeinschaft aus allen deutschen Gaen sowie auch viele ausländische Vertreter teil. Als Auftakt wurde am Samstag nachmittag durch den Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft Wegener m Beisein des Reichsärzteführers Dr. Wagner die Ausstellung„Die Auferstehung des Paracelsus" eröffnet. Der neue Leiter der Staatsanwaltschaft am Volksgerichtshof u Amt. 7. Aug.(Drahtb.) Im festlich geschmückten Hauptsitzungssaal des Volksgerichishofes wurde am Sonnabend der bisherige Generalstaatsanwalt Friedrich Parey aus Celle in lein Amt als Leiter der Staateanmaltschaft des Volksgerichtshofes eingeführt. Unter den Ehrengästen bemerkte man neben zahlreichen Vertretern von Staat, Partei und Wehrmacht den Präsidenten des Reichskriegsgerichts, General der Artillerie Heitz, den neuernannten Obereichsanmalt Brettle aus Leipzig. Vertretet des Kammergerichtspräsidenten und des Generalstaatsanwaltes beim Kammergericht, sowie Reichsanwalt i. R. Jorns. Abschluß der Reichstagung der Ganwirtschaftsberater Dem überaus anregend verlaufenen ersten Zusammenkunft der Gauwirtschaftsberater der NSDA P. zu Wuppertal folgte nun der abschließende zweite Tag, der unter Führung des Gauwirtschaftsberaters Pa. Amon einen nicht minder interessanten Verlauf nahm. In der Gauhauptstadt Düsseldorf fanden sich am Samstag er Leiter der Kommission für Wirtschatfspolitik der NSDAP., Pg. Bernhard Köyle und. mit ihm die Gauwirtschaftsberaeschurennt zusammen, um sich auch mit den Problemen des Eisens und des Stahls im Rahmen des Themas der Tagung„Wege und Sill zur ereihenr zu befassen.„Aus der Werkstatt des deutschen Eisenhüttenmannes" hieß 3 Sindertyema, dessen technische Seite Dr. Ing das geschäftsführende Vorstandsmitdeutscher Eisenhüttenleute. beadelte. Einleitend gab der Redner einen Ueberblick über dO ganisation des Vereins und die instituts als eines grostrie. Anschließerd.— Dutschen Eisenindnurie. Anschließend sprach er über die deutschen Eisenerzvorkommen, deren Ausbeutung und Aufbereitung. In Auftau und Forschungearbelt Inktitutei dust allen oichtigen Tagesfragen Gortrnag del brof. Dr. Vomp ein. Scheer=Hennings, Direktor des Stahlwerksverbandes, sprach dann über wirtschaftliche Tagesfragen der Eisenindustrie. Ein Rundgana durch das Institut gab interessante Aufschlüsse über die Arbeit im Dienste der Wissenschaft und Praxis Um die Mittagsstunde empfing Gauleiter Florian den Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP., Bernhard Köhler und die Gauwirtschafsberater in der Rheinterrasse. Am Nachmittag wurde ein mehrstündiger Rundgang durch die Reichsausstellung„Scharfendes Volk“ durchgeführt. Mit einem Zusammensein im Hauptrestaurant der Ausstellung fand die so erfolgreich verlaufene Tagung ihren Abschluß. den 8. August Tagung für das VolksbüchereiDB Jena. 8. Aug.(Drahtb.) In den Räumen der thüringischen Landesstelle für volkstümliches Biichereiwelen in Jenn begann am Freitag eine vom Reichserziehungsministerium einberufene Tagung für das Volkobüchereiwesen, an der neben den Sachbearbeitern der Landesunterrichtsverwaltungen eine Reihe von Vertretern staatlicher Behörden und Vertreter der Parteigliederungen teilnahmen. Regierungsrat Dähnhardi vom Reichserziehungsministerium gab einen Bericht über den gegenwärtigen Stand des Volksbüchereiwelens und über die Maßnahmen, die den planmäßigen Ausbau der Büchereien zum Ziele haben. Er teilte mit, daß nunmehr in allen Teilen des Reiches Volksbüchereistellen ihre Arbeit aufgenommen maben und daß im Rahmen der diesjährigen Buchwoche mit der Eröffnung von 2 50 neuen Volksbüchereien zu rechnen sei. Im Anschluß an seine Ausführungen wurden die Richtlinien für die Volksbüchereiarbeit in Stadt und Land erörtert und die neuen Grundlätze für die volksbibliotheharische Fachausbildung dargelegt. Kleine Tageschronik Am Sonnabend begann in der Ernst Merck=Halle in Hambura im Rahmen der Guttempler=Tagung die Konferenz für Rauschaiftbekämpfung. an der allein von der Partei und ihren Gliederungen rund zweihundert Vertreter. Generalarzt Dr. Meyer als Vertreter des Reichskriegsministers und zahlreiche Vertreter von Bebörden aus dem ganzen Reich teilnahmen. In der Soldatenstadt Wünsdorf im Süden Berlins haben sich zum ersten Mal die ebemaligen Angehörigen der Panzertruppen des Weltkrieges aus allen deutschen Gauen zu einem Kame= radschaftstreffen eingefunden und sich unter Fübrung des letzten Kriegskommandeurs Major(E) Boonschlegel in einer Kameradschaft zusammengeschlossen. Im Zuge der Erböbungen der Posttariie gibt das französische Postministerium bekannt, daß vom 9 August ab auch die Telefongebühren mit dem Ausland eine Erhöhung erfahren werden. Vorläufig bleiben sedoch die Telesongebühren mit Belcien, Großbritannien. Luxemburg, Holland und der Schweiz von dieser Erhöhung ausgenommen, ebenso die Telesongebühren mit Algerien. Tunis. Marokko und Indochina Die dem italienischen Regierungschef unterhrer teten Pläne zur Erreichung der völligen wirtschaftlichen Unabbängigkeit Italiens auf dem Gebiete der Zellulose für die Zwecke der Zellstoffaserindustrie sind nach einer Meldung der Agenzia Stefani von Mussolini genebmigt worden. Die Pläne sollen in Zusammenar beit zwischen Landwirtschaft und Industrie größter Beschleunigung in Angriff genommen werden. In Lembera wurde der„Ukrainische Sportverband", zu dem etwa 60 Turn= und Sportorganisationen gehören, und der Ukrainische Akademische Sportklub behördlich geschlössen. Abschluß der Welterzieherkonferenz Starke Beachtung der deusschen Erziehungsgrundlave DNB Tokio, 8. Aug.(Ostasiendienst des D978) De Welterzieherkonfereng wurde am abend abgeschlossen. Starke Beachtung fand vor allem die Beteiligung einer Vertre tung des deutschen Reichserzuhungsministerime. Mitglieder der deutschen Abordnung legten in nursprachen mit der ausländischen Erzieherschaft neuen deutschen Erziehungsgrundsätze unter besonderer Betonung der Vereitschaft Zusammenarbeit der Völker dar. In den eingein Konferenzabteilungen behandelten die deutschen treter vor allem die Sondergebiete der Jugenderziehung, des Hochschulwesens sowie de zieherischen Bedeutung des Rundfunks. achtet wurde ferner die Vorführung deutscher richtsfilme im japanischen Kultusministerium. Haupischriftleiter: Joseph Hasler Bochum(g. 8i. in urta Stellvertreier des Hauptschriftleiters: Peter 6011 Bochum. Verantwortlich: Für den politischen, kukturpolitischen und Unterhaltungsteil: Joseph Hasler, Bochum(s. 8t. Mn in Vertretung: Peter Schiffers. Bochum: sur ernet Teil der Ausgabe Bochum: Peter Schiffers, 1. P. hen Nriae.. Bochum: für Westdeutsche Umschau: Kruse, Bochum 1g. Zi. im Urlaub), 1. B. Werner Nru8 für das Verdreilungsgediet der Ausgabe Bochum un Umdruch: Werner Krüger, Bochum; für der Ausgaben Hattingen und Essen=Steele: Dr. 0 sters. Essen=Stecle 14 Zi. im Urlaub), 1. R. Berornes en Vandeseld Bochum: für Sport, Handel und dr Tenl Wattenscheid: Ferdinand Julius Bandeseld.gar für den Bilderdienft die einzeinen Abtellungsleie den den Anzeigentell Nochum: Karl Lenge. Pocue ngen Anzeigentell Hallingen/E Bieele: Ellv Pecker. matfür den Anzeigenten Wattenscheit: Heimann PU tenscheid.— Zue Zeit in Preististe Nr* anteg VIl. und Truck: Schürmann 4 Klagacs Nochum. 997 Aber 11 800(baron Rusgade 4: Moainan e seitung Bochum über 7600. Ausgade R: No Ennepe=Ruhr/ Siceler Zeilung über Morgenzeitung Wattenscheid über 1100). Vochi Montag, der Sonnenaufgang: 5,0 Mondaufgang: 8,49 Der Augenarzt von Bayern 1 Der Flugtechnik bei Rhinow jest. 101 Der Geograph Ammerland gest. 1915 Einnahme Warse Prinz Leopold 1919 Der Naturforsch Jena gest.(geb.1 19 Der Karikaturenz Berlin gest.(geb. 1 Erster Weltflug Zeppelin“. Tödlicher Im Untertagebetriel anlage geriet am Sonn= der Hauer Stefan St= gewinnung unter herei Trotz sofort aufgenomm der Bedauernswerte nu den. Der Verunglückte ren und war verherat derne, Ewaldstraße. Von einem Anh Todlie Gegen 12 Uhr erfolg weg in der Höhe der Lastkraftwagen und ei sammenstoß. Letzten kraftwagen und trug schenkelbruch, eine Bein und Hautabschür Gesicht davon. Er wurl in Gerthe eingeliefert.“ rad wurden leicht bescha Am gleichen Tage, a dem Harpener Hellweg. ter Kreuzungg Castrope rer von dem Anl maschine überfahr Die Leiche wurde zur Le straße überführt. Das zertrümmert. Um 17.20 Uhr wur nind auf der Hauptstra im Stadtteil Langendre angeahren. Das erschütterung und Kniendas Knappschaftskrankenl geliefert. Gegen 7 Uhr erfolg * Löhkerring. mit Anbänger und ein Julammensto" Personenkraktaa Stirnwunde und Ver . Lersonenkraftwagen wagen leicht beschädig Am Donnerst Uhr veranstaltet „Kraft durch Fre tum Brauchtum. abend. Der 1 Volksgenossen no zu schön, wenn die sich m friedlichen J nelung und Ent Auch an diese gemeinschaftl er reuen. Wir m mu unseren Volt laden auch zu d derzlich ein Unsere Aufgal chen durch und das natürliwecken. Wo echt niemand seb wirken m Betriebsgeme reitung Karl der NSG.Kd Blaso itung des in? neinen Heinrich reserent Willi K Auch dieser A erden. Komn Aind sturzt durch da m Unglück hatte San —ohnchen Ernst Trenvengeländer und ns Krankent nde und einem Haut werden „Straßenbahnkaltest rece Ma wen lankenstei e un Einn undung! ' Haltestelle Hochbass direktor des Stahl1über wirtschaftliche trie. Ein Rundsab interessante AufDienste der Wissenempfing Gauleiter kommission für WirtBernhard Köhler und der Rheinterrasse. mehrstündiger RundssteltungSchafMit einem Zusamder Ausstellung fand e Tagung ihren AbJolksbüchereiIn den Räumen le für volhstümliches am Freitag eine vom inberufene Tagung vesen, an der neben desunterrichtsverwaltunrn staatlicher Behörden erungen teilnahmen. rdt vom Reichserzie= Bericht über den olksbüchereiwelens und den planmäßigen 1 Ziele haben. Er teilte Failen des Reiches Irbeit aufgenommen der diesjährigen Buch250 neuen VolksIm Anschluß an seine htlinien für die VolksLand erörtert und die ksbibliotheharische Fachschronik der Ernst Merck=Halle der Guttempler=Tagung bekämpfuna. und ihren Gliederun= reter, Generalar" Dr. lichskriegsministers und örden aus dem ganzen ünsdorf im Süden n Mal die ebemaligen ruppen des Weltbauen zu einem Kameund sich unter Fübsandeurs Major(E) Kameradschaft zusamgen der PostPostministerium beuch die Telefonland eine Erorläufig bleiben jeeldien, Großbritander Schweiz von die= enso die TelesongeMarokko und Indogierungschef unterbrer der völligen wirtaiakeit Italiens ulose für die Zwece nach einer Meldung Russolini genebsollen in Zusammenat= und Industrie mit Ingriff genommen werder„Ukrainische n etwa 60 Turn- uno und der Ukrainische rdlich geschlossen. Velterzieher8) Die Sonn= g fand ertreteriums. in Aus= aft die rundchaft zur ingelnen en Vereutschen der er= tark be= UnterSodun 4 8. u. ers: Peter Sciffers. und des Urlaub). lota Werner Wilbein und n 1. len gar den 8. Auguft 1. Beilage der Volks-Zeitung mummer 184— Seite 5 Bochumer Oageschronik Man merke Montag, den 9. August 1937: Sonnenaufgang: 5,01 Sonnenuntergang: 20,0 Mondaufgang: 8,49 Monduntergang: 20,43 1839 Der Angenarzt Karl Theodor, Herzog von Bavern geb.(gest. 1909). 1 Der Flugtechniker Otto Lilienthal bei Rhinow gest.(geb. 1848). 11 Der Geograph Friedrich Ratzel in Ammerland gest.(geb. 1844). 1915 Einnahme Warschaus durch die IX. Armee Prinz Leopold v. Bayern). 199 Der Naturforscher Ernst Haeckel in Jena gest.(geb. 1834). 1 Der Karikaturenzeichner Heinrich Zille in Berlin gest.(geb. 1858). 1Erster Weltflug des Luftschiffes„Graf Zeppelin“. Tödlicher Grubenunfall Im Untertagebetrieb einer Niemker Schacht anlage geriet am Sonnabend in der Morgenschicht der Hauer Stefan Stepanski bei der Kohlengewinnung unter hereinbrechendes Hangende.— Trotz sofort aufgenommener Rettungsarbeit konnte der Bedauernswerte nur als Leiche geborgen wer den. Der Verunglückte stand im Alter von 45 Jah ren und war verhe ratet. Er war wohnhaft in derne, Ewaldstraße. Von einem Anhänger überfahren Todlich verletzt Gegen 12 Uhr erfolgte auf dem Castroper Hell in der Höhe der Heinrichstr., zwischen einem Lastkraftwagen und einem Radfahrer ein Zu sammenstoß. Letzterer geriet unter dem Lastkraftwagen und trug einen linken Unter schenkelbruch eine Fleischwunde am linken Bein und Hautabschürfungen am Kopf und Gesicht davon. Er wurde im Maria=Hilf=Hospital in Gerthe eingeliefert. Der LKW und das Fahr rad wurden leicht beschädigt * Am gleichen Tage, gegen 15 Uhr, wurde auf urbener Hellweg, etwa 120 Meter oftwärts ter Kreuzungg Castroper Straße, ein Radfahrer von dem Anhänger einer Zugmaschine überfahren und tödlich verletzt. die Leiche wurde zur Leichenhalle in der Blumenstraße überführt. Das Fahrrad wurde vollständig zertrummert. Um 17.20 Uhr wurde ein dreijähriges nind auf der Hauptstraße vor dem Hause Nr. 33 im Stadtteil Langendreer von einem Motorrad angesahren. Das Kind erlitt eine Gehirn erschütterung und Knieverletzungen. Es wurde in Knappschaftskrankenbaus in Langendreer ein geliefert. Gegen 7 Uhr erfolgte auf der Herner Straße, Löbkerring.ichen einem Lai kraftwagen mit Anhänger und einem Personenkraftwagen ein Zusammensto" Hierbei wurde eine Insassin sonenkraftwagens verletzt. Sie erlitt eine enrnwunde und Verletzungen am Hinterkopf und „ dem Josephskrankenhaus zngeführt. Der versonenkraftwagen wurde schwer. der Lastkraftleicht beschädigt. Wieder Volkstumsabend im Hatshof! Am Donnerstaa, dem 12. August 1937 um 19.30 uhr veranstaltet die Deutsche Arbeitsfront. NS6 Freude“. Kreis Bochum. Abtlg. Volksum Brauchtum, den nächsten VolkstumsDer letzte fröhliche Abend wird allen d. sgenossen noch gut in Erinnerung sein. Es ist schon, wenn man an diese Feierabendstunden en die sich mitten im Getriebe der Großstadt sriedlichen Innenhof des Rathauses zur Erelung und Entspannung abspielen. auch an diesem Abend wollen wir uns alle wieer gemeinschaftlich bei Spiel. Gesang und Tanz teuen. Wir möchten alle Bochumer Volksgenossen t unseren Volkstumsabenden bekannt machen und den auch zu diesem Abend alle nochmals recht derzlich ein. Unsere Aufgabe besteht darin, in jedem deutschen nchen durch unsere Volkstumsarbeit den Geist das natürliche Streben zur Gemeinschaft zu den. Wo echte deutsche Volksweisen erklingen. darf niemand sehlen. de wirken mit: MGV.„Gußstahlglos" ( Betriebsgemeinschaft Bochumer Verein, unter erturg Karl Beckmann. Volkstanzaruppe KdF.“. Leitung Fritz Jansen. Das Bomer Blasorchester(Bauernkapelle), unter tung des in Bochum seit 1900 bekannten Kapellmriners Heinrich Herbst Gesamtleitung: KreisWilli Kraft. vieser Abend verspricht voller Fröhlichkeit Herihen. Kommt darum alle am Donnerstag zum sind sturzt durch das Treppengelander. Glück eTaluck hatte Samstagnachmittag das 4jähn Sohnchen Ernst der Ebeleute R. aus der onie Stahlbausen, das heim Spiel durch das aceugelander und in den Flur stürzte und zusaa besinnungslos liegen blieb. Man schaftte wuind ins Krankenhaus. Außer einer Kopfweiree und einem Hand'nöchelbruch konnten keine werdenVerletzungen festgestellt „Verletzungen Straßenbahnkaljestelle verlegt. Seit Samstag sreanau, ist die Straßenbabnba testelle und TeilWene Glankensteinerstraße in Bochumgent auf der Linie 8 und A Bochum=HattinDieinn undung der Schoßstraße verlegt.— daltestelle Hochbassin kommt in Fortfall. Marscheinheit Westsalen in Köln Die Marscheinheit des Gebietes Westfalen, die mit 90 Hitlerjungen die stärkste des Reiches ist, traf auf dem Marsch nach Nürnberg am Samstag, 7. August, um 18 Uhr in Köln=Demtz ein, wo sie auf der Deutzer Freiheif vom Gebietsmusikzug empfangen wurde. Nach einem Marsch über die Hängebrücke wurden die Bannfahnen im Rathaus aufgestellt. Sonntagmorgen machte der Reichssender Köln um 10 Uhr eine Funkaufnahme von der Marscheinheit. Nach einer Besichtigung des Kölner Zoos wurden die Bannfahnen um 14 Uhr wieder abgeholt. Die Marscheinheit Westfalen fährt dann mit dem Dampfer nach Bonn weiter. Die Jungen übernachten in Bonn und marschieren am Dienstag weiter nach Bad Honnef. Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerstag, dem 12. Auggust im Stadtleihamt, Trankgasse 5, stattfindende Versteigerung der verfallenen Pfänder aus dem Monat Dezember 1936 wird aufmerksam gemacht. Die Großstadt- ein Brutofen war der Sommer 33 Grad heizten das Wochenend ein Nun sind die Wünsche nach einem brennenden August doch noch in Erfüllung gegangen. Alle, die jetzt ausspannen dürfen, waren schon Pessimisten geworden, da die Sonne sich von Tag zu Tag versteckte. Denn wenn man schon den Sprung in die Ferien gewagt hat, dann will man auch braungebrannt zurückkommen, will überhaupt etwas von diesen Ferienwochen haben und genießen. Ja, Sonne, Sonne und nochmals Sonnel * Nun war sie mit einemmal wieder da an diesem Wochenend, das man lo leicht nicht wieder vergessen wird. Ueber dem Bochumer Asphalt kochte die Hitze, zwischen den Häusern kochte die Hitze und der Bochumer kochte mit, weil er sich Samstag ergeben über seine Arbeit beugte. Und während seine Feder trage über das Papier glitt, während sich Zahlenkolonne an Zahlenkolorne reihte, das Telefon rasselte, da wurden Wünsche lebendig und lebhaft. Vor dem michrigen Bürofenster tat sich plötzlich weite Landschaft auf, die unter dem Winde atmete, und die Sehnsucht überkam ihn, diese Landschaft an diesem Wochenend voll genießen zu können. * Und der Wunsch ging in Erfüllung, glühender Sonnenschein lag an beiden Tagen draußen auf den Stoppelfeldern, ja zur Freude aller war das Wetter noch warmer und schöner geworden, als man gedacht hatte. Einige gab es, die sogar über diese allzu große Hitze weidlich geschimpft hatten. Allerdings muß man ehrlich zugeben, daß die 3 3 Grad Wärme doch des Guten allzu viel war. Denn Bochum war an diesem Wochenend ein richtiger Brutofen. Das merkte man so recht, wenn man mis dem kühlen Hausflur nach draußen kam. Da schlug einem eine glühende Lohe entgegen, die einem zuerst den Atem benahm. * Was Wunder also, daß die so geplagte Menschhen Nuylung suchte, am liebsten und erfolgreichsten natürlich im und am Wassei. So kam es, daß die Freibäder in unserer Großstadt wieder einmal Rehordbesuch zu verzeichnen hatten. Oder aber man lag gemütlich im Grase, als habe man Millionen und im Augenblick nichts anderes zu tun, als in den blauen Himmel zu schauen. Die Sonne scheint, die Vögel singen(oder auch nicht bei dieser Bruthitze), durch die Bäume fließt der Wind und vor einem rauscht die Ruhr, auf deren Rücken Paddler sich von der Sonne braten lassen. Die Straßenbahn hatte natürlich alle Reservewagen eingesetzt, um den Ausflugsverkehr bewältigen zu können. Wer zum Weitmarer Holz fuhr, wurde noch ein Stück weiter gefahren. Seit Samstag ist die Haltestelle„Blankensteiner Straße“ nach dem Restaurant„Zum roten Hirsch“ verlegt. Am ersten Tag gab es natürlich viel Aerger, da die tägliche„Kundschaft“ von dieser Aenderung noch nichts erfahren hatte. * Bei der Sonntagsfahrt in die Außenbezirke sah der Großstädter, daß draußen die Ernte in Hocken schon zum Einfahren bereit steht Auch der goldbraune Weizen fällt schon unter der Sense. Viele Felder sind bereits leer und schon wissen wir, daß der Sommer zur Reige geht. * Doch vorläufig sind uns die schönen Tage noch geschenkt, zwar gewitterhaft, schwül und voller Wolken(die den Amateurknipser hoch erfreuen), wie es am gestrigen Sonntag der Fall war, doch mit der glücklichen Aussicht, daß die Feriensonne noch weiter scheinen wird, wie sie von den amtlichen Wettermachern für die nächste Zeit noch garantiert wird. Und so werden auch die im Ausverkauf erstandenen Sommerkleider noch zur Geltung kommen. * Uebrigens ging der diesjährige SommerSchlußverkauf am Samstag zu Ende. Wie wir hören, waren die Bochumer Geschäftsleute mit dem Ergebnis zufrieden. Samstag abend schon waren viele Schaufenster ihrer Ausverkaufsartikel entkleidet und schon bieten sich die ersten modischen Herbstneuheiten an. Ob die Bochumer Geschäftswelt in diesem Jahr endlich einmal aus ihrer Reserve herausgeht und durch eine besondere Werbung auch einmal zeigt, daß sie noch da ist? Andere Städte sind schon fleißtg dabei, die Herbstlaison mit neuen Einfällen zu propagieren. Ob Bochum ihnen auch diesmal wieder das Feld kampflos überlassen wird? Kommende Großveranstaltungen der Bochumer NSKOV Amtswalterlagung mit Lichtbildervortrag Zu einer Arbeitstagung traten die Amts walter der NSKOV. Kreis Bochum am Samstagabend im Saal Hahnefeld, Hermannshöhe, zusammen. Die Tagung erhielt durch die Anwesenheit des Gauamtsleiters, Parteigenosse Struckmann eine besondere Note. Kreisamtsleiter Pg. Deuschle, der die Ta gung eröffnete, befaßte sich einleitend mit den Die einen kamen, dieanderngingen Am Samstag abend gegen 9.30 Uhr trafen die Hitleriungen und Jungvolkangehörige, die 14 Tage vorber die Fahrt nach Schleswig angetreten hatten. wieder in Bochum ein. 850 Jungen batten 14 Tage lang an der Küste des Meeres die Seanungen eines Ferienlagers gekostet, und braun gebrannt, munter und gesund entstiegen sie am Samstag abend dem Zuge, herzlich von ihren Angehörigen in Emp sang genommen. Man sah manchen Hitlerjungen und manchen Pimpf mit gepacktem„Affen“ durch die Stadt der elterlichen Wohnung entgegenstreben. dabei leuchtete jedem die Freude über diese schönen 14 Tage aus den Augen. Sie haben nun einer gleichen Anzahl ihrer Kameraden Platz machen müssen. die gestern vormittag die Fahrt antraten. Dabei sah man vor dem Hauptbahnhof das gleiche Bild wie vor 14 Tagen. Erwartungsfroh nahmen die Jungen Aufstellung, sie wurden einer letzten Musterung unterzogen, dann ging es hinauf auf Jen Bahnsteig, wo der Abschied von den Angehörigen leicht fiel, denn man wußte, daß die Jungen schönen Ferientagen in schönen deutschen Gauen entgegenuhren. SK-Fotos: Herker kommenden Großveranstaltungen der NSAOV. Kreis Bochum. Der Zweck dieser Veranstaltungen sei in erster Linie, der Oeffentlichkeit zu zeigen, daß es noch viele Frauen und Männer gibt, die im besonderen Maße den Dank der Allgemeinheit verdienen. Zum anderen haben diese Veranstaltungen die Aufgabe, die Kameradschaft zu pflegen und zu vertiefen. Um die finanzielle Grundlage dieser Veranstaltungen zu sichern, veranstaltet der TuS. Bochum am 29. August wieder eine größere vielseitige Sportveranstaltung, bei der mit guten sportlichen Leistungen aufgewartet werden wird. Um dieser Veranstaltung den Erfolg zu sichern, sei es notwendig, daß sich alle Amtswalter restlos in den Dienst der Werbung stellten. Im Monat September folgt dann am 2. September das Herbstfest der Hinterbliebenen. Dieses Fest wird in der Kaiseraue aufgezogen werden. Hier sollen den Kameradenfrauen bei Kaffee, Konzert und bester Unterhaltung einige frohe Stunden des Lachens und des Frohsinns bereitet werden. Auch die Kameradenfrauen sollen Gelegenheit haben, in ihrem Kreis die Kameradschaft zu pflegen. Die zweite Großveranstaltung gilt den schwerbeschädigten Kameraden. Am 19. September findet die alljährliche Schwerbeschädigtenfahrt des NSKK. statt. Die schwerbeschädigten Kameraden sollen an diesem Tage hinaus gefahren werden in die Schönheit des Sauerlandes und so Gelegenheit haben, die Heimat besser kennen zu lernen. Der Nachmittag dieser Fahrt wird dann in einem Städtchen des Sauerlandes einige frohe Stunden der Unterhaltung bringen und soll zeigen, daß der Geist der Frontkameradschaft heute noch fester denn je besteht. Eine weitere Großveranstaltung bringt der 12. September mit dem Wanderpreisschießen der NSKOV.=Kameradschaften des Kreises Bochum. Hierzu berichtete der Kreisschießwart Berabüser. Neben dem Wanderpreis des Oberbürgermeisters und des Kreisamtsleiters hat nun auch der Gauamtsleiter Struckmann einen Wanderpreis gestiftet. In den einzelnen Kameradschaften hat bereits ein eifriges Uebungsschießen eingesetzt. Kreisamtsleiter Deuschle berichtete dann anschließend über die kommende Winterarbeit. Der Kreis beabsichtige, seine Amtswalter zu schulen, und zwar in fachlicher Hinsicht. Fragen des Versorgungsrechtes werden durch Männer der Praxis in sechs bis acht Vorträgen behandelt. Er schnitt ebenfalls kurz die Frage der Siedlung an und bezeichnete den Stand der umfangreichen Vorverhandlungen als günstig mit der Versicherung, daß in Kürze Endgültiges mitgeteilt werden könne. Mit großem Interesse folgten dann die Amtswalter den grundlegenden Ausführungen des Gauamtsleiters Struckmann über die vielseitigen Fragen, die die Kriegsopfer interessieren. Er würdigte die vorbildliche Kleinarbeit, die im Kreis Bochum geleistet werde und eine Voraussetzung zum Erfolg sei. Des weiteren schilderte der Redner seine Eindrücke und Erfahrungen bei den Veranstaltungen in Northeim und beim Reichstreffen in Berlin. Ein Lichtbildervortrag aus den Tagen des Besuches in Northeim und Berlin ließ noch einmal die schönen Stunden aufleben, die die Teilnehmer in echter Frontkameradschaft dort verlebt haben. Kreisamtsleiter Deuschle versicherte, daß im kommenden Jahr Bochum allein einen Sonderzug nach Northeim fahren lassen werde. Schon jetzt müsse für diesen Zweck in den Kameradschaften gespart werden. Die Lichtbilderstreifen werden in den kommenden Monaten in den einzelnen Kameradschaften geeigt werden. Die Tagung klang aus mit einer hieg=Heil auf den Führer, 5, 6 Eine geologische Streife durch die Wiemelhauser Steinbrüche In sommerlicher Hitze brachte am Samstag nachmittag die Vereinigung für Heimatkunde Bochum eine Halbtagswanderung zur Durchführung, die diesmal zu den Steinbrüchen in Wiemelhausen führte. Trotz der Ferienstimmung hatten sich zahlreiche Freunde der Vereinigung zu diesem interessanten Streifzug eingefunden. Die Führung hatte in dem Heimatfreund Saamann einen ausgezeichneten Kenner der geologischen Verhältnisse unserer engeren Heimat gefunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Schriftführer der Vereinigung Erich Palussek übernahm Wanderführer Sackmann die Leitung. Das Ziel der Streife waren die Steinbrüche an der Querenburger Straße. In Höhe der Wasserstraße zieht sich eine alte geologische Grenzscheide entlang. In Richtung Norden zog sich vor unendlich langer Zeit das Kreidemeer, währenh in füdlicher Richtung das höher gelegene Küstengehiet lag. Der erste Besuch galt dem alten stillgelegten Steinbruch zwischen Steinring und Wasserstraße. An den steilen Abhängen erklärte Heimatfreund Sackmann die geologische Entwicklung der klar ersichtlichen Ablagerungen. Dieser Steinbruch bildete einst eine Fundgrube der Geologen, denn in seiner dicht unter dem Boden hervortretenden Kreideschicht vermochte man zahlreiche interessante Funde, wie versteinerte Muscheln, Seeigel usw. zu finden. Eifrigst wurde nun in der Kreideschicht gesucht und einige Glückliche fanden dann auch kleine versteinerte Muscheln bezw. Abdrücke. Hieran schloß sich die Besichigung eines Ziegeleibetriebes, die ebenfalls recht anregend für die Teilnehmer verlief. Auch hier kletterte man in die Tiefe des Steinbruchs, wo an Hand der gewaltigen klaren Dienstag Urteilsfällung im Bestechungsprozeß vor dem Bochumer Schwurgericht Steinschichtungen nochmals ein guter Ueberblick der geologischen Entwicklung der heimatlichen Erde festzustellen war. Längere Zeit verweilten dann die Teilnehmer der Wanderung in den Imberyschen Steinbrüchen an der Querenburger Straße. Hier war den Besuchern ein Einblick in einen umfangreichen Steinbruchbetrieb gegeben, der recht viel Neues bot. Abschließend vereinigten sich die Teilnehmer im Lokal Grunewald, wo man noch einige Stunden zwanglosen Beisammenseins pflegte und die im Laufe des Streifzuges gemachten, Eindrücke noch einmal austauschte. Der Streifzug war dank der ausgezeichneten Führung allen Teilnehmern ein schönes Erlebnis. 24 Schwaben in Bochum. Auf einer von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführten Wirtschaftskundlichen Studienfahrt besichtigten 24 Volksgenossen aus Schwaben Bochumer Betriebe. 3500 westfälische SA=Männer fahren nach Nürnberg. Die SA=Gruppe Westfalen nimmt mit 3500 SA=Männern an dem Reichsparteitag in Nürnberg teil. Primiz in der Propsteikirche. Der vor einem halben Jahr in Rom, wo er auch seine Studien betrieb, geweihte Neopresbyter Wilhelm Hameyer, wohnhaft Horst=Wessel=Straße 19, feierte am gestrigen Sonntag in der Propsteikirche sein erstes heiliges Meßopfer. Der Primiziant wurde in feierlichem Zuge zur Kirche, die ebenfalls Festschmuck angelegt hatte, geleitet. Ihm assistierte Propstdechant Peters, während die Vikare Agethen und Dr. Werth levitierten. Die Piarrgemeinde nahm an der Primizfeier herzlichen Anteil. + In der Samstagssitzung des Schwurgerichtsprozesses Moskopp— Dr. Kotter kam der Verteidiger Moskopps, Rechtsanwalt Dr. Dörpinghaus, zu Wort. In einer über drei Stunden währenden Rede nahm er vom Standpunkt der Verteidigung zu den Ausführungen des Staatsanwaltes in dessen Anklagerede sowie zu den schwerwiegenden Ergebnissen der 14tägigen Beweisaufnahme Stellung. Auch er wies auf das Außergewöhnliche dieses Prozesses hin, das durch die Länge der zurückliegenden Zeitdauer der Ereignisse bedingt sei. Angesichts dieser Tatsache sei desto größer die Verantwortung, mit der man an die Urteilsfindung heranzugehen habe, um so mehr bei der ungeheueren Fülle von zeitlichen und materiellen Vorgängen eines Verfahrens, das von seiten des Mitangeklagten Dr. Kötter mit der Preisgabe des Ansehens und der Ehre seines Vaters seinen Anfang genommen habe. Wie der Staatsanwalt nahm auch der Verteidiger zu den einzelnen Kernpunkten des Prozesses kritisch Stellung, ebenso zu der Frage des Einmannschiedsverfahrens, dessen Reformbedürftigkeit gerade dieser Prozeß dargetan hat. Der Verteidiger beschäftigte sich eingehend mit den wichtigeren Feststellungen des Prozesses und kam hin und wieder zu anderen Schlußfolgerungen als der Vertreter der Anklagebehörde. Er würdigte bei den Betrachtungen der Ergebnisse der Schriftvergleichung insbesondere das Gutachten des Schriftsachverständigen Dr. Popp, der zwar eine Fälschung als nicht nachgewiesen erklärt, aber auch die Möglichkeit einer solchen nicht für ganz ausgeschlossen angesehen habe. Der Verteidiger war der Ansicht, daß sich das Problem dieses Prozesses verenge, wenn man die Glaubwürdigkeit Dr. Kötters und Moskopps gegeneinander abwäge. Bei der Fertigstellung des Kaiserhofprotokolls sei von Großkopf mit dem Angeklagten Dr. Kötter eine jammervolle Komödie gegen den Angeklagten Moskopp gespielt worden, bei der Dr. Kötter eine kriminelle Befähigung gezeigt habe. In diesem Kampfe der Gegenseite gegen Moskopp habe Dr. Kötter eine derart schöpferische Phantasie entwickelt, daß man ihm auch die Fälschung eines Schriftstückes, wie das der Bochumer Vereinbarung, zutrauen könne. Ein Mann wie Dr. Kötter, der die Schande des Vaters ausbeute zu geschäftlichen Zwecken, sei auch zu anderen Taten fähig. Der Verteidiger kam nach Vortragung vieler Bedenken gegen eine schuldhafte Beteiligung Moskopps an den Straftaten, die dieser Prozeß abzuurteilen hat, zu dem Schlußantrag, Moskopp freizusprechen aus Gründen mangelnder Beweise unter Berufung auf den alten Spruch: Im Zweifelsfall für den Angeklagten. Es trat dann eine kurze Pause ein, nach deren Beendigung die Angeklagten das letzte Wort erhalten. Beide Angeklagten verzichteten darauf angesichts der ausführlichen Darlegungen ihrer beiden Verteidiger. Seitens des Gerichtsvorsitzenden wurde der Termin zur Urteilsverkundung auf Dienstag vormittaa 11 Uhr angesetzt. Raus mit der schlechten Luft! Es geht um die Gesundheit- Neuer Aufklärungsfeldzug der 9AF. vom 8. bis zum 14. August Seit drei Jahren setzt sich das Reichsamt „Schönheit der Arbeit" für die Idee „Schönheit der Arbeit in den Betrieben und in den Arbeitsräumen ein. Aufklärungsfeldzüge wie„Sures Licht— gute Arbeit", „Kampf dem Lärm",„Schafft Grünflächen" waren Meilensteine auf dem Wege zur gesunden Arbeit. Durch Werbeschriften, Beratungen und Veranstaltungen, die auf die einzelnen vom Reichsamt durchgeführten Aktionen abgestellt waren, wurden die Betriebsführer gewonnen, die zur Gesunderhaltung ihrer Gefolgschaften neue schönere und bessere Arbeitsräume erbauten, die aus wüsten und verkommenen Lagerplätzen herrliche Grünanlagen schafften und diese den Gefolgschaftsmitgliedern zur Benutzung freigeben. Millionenbeträge wurden für diese Zwecke ausgegeben. Und es hat sich gezeigt, daß der beschrittene Weg richtig war und sich durch diese Aufklärungsarbeit ein anderer Geist in den Betrieben entwickelte, ein Geist, der die Arbeit segensvoll befruchtete. „Gesunde Luft im Arbeitsraum“ ist das Thema des neuen Aufklärungsfeldzuges, den das Reichsamt in der Zeit vom 8. bis 14. August durchführt. Wir kennen die Luftverhältnisse in den Betrieben, in denen es zu heiß, in denen es zu trocken ist und in denen es nach allen möglichen„schönen“ Bochum erhält eine Schweinemastanstalt für 500 Tiere- Neue Maßnahmen des Ernährungshilfswerkes im Gau Westfalen=Süd Die Sicherung der Ernahrungsgrundlage des deutschen Volkes durch die Einleitung und Durchführung von ganz besonderen Maßnahmen ist die Hauptaufgabe des Ernährungshilfswerks der NS V. dessen Kreissachbearbeiter und Kreisamtsleiter des gesamten Gaugebietes Westfalen=Süd sich im„Haus Dorney“ in Dortmund=Kley zu einer Arbeitstagung, an der auch Vertreter der Landesbauernschaft Westfalen des Hauptamtes der NSV teilnahmen, zusammentraten. Gausachbearbeiter Kalshaus stellte einleitend Sinn und Zweck des Ernährungshilfswerks heraus, hob die große Bedeutung der planmäßigen Einsamm. lung und Verwendung der Küchenabfälle für die Schweinemast hervor und betonte, daß es gelte, das Ernahrungshilfswerk auf die breiteste Grundlage zu stellen. Ueber den Stand der Arbeiten des Ernährungshifswerks der NSV in den einzelnen Kreisen des Gaues Westfalen=Süd gaben die Berichte der Kreissachbearbeiter bemerkenswerte Aufschlüsse. So konnte aus dem Kreise Altena=Lüdenscheid berichtet werden, daß die Finanzierung einer Schweinemastanstalt in Lüdenscheid, in die vorläufig 200 Schweine gelegt werden sollen, sichergestellt sei In Bochum haben die Arbeiten für den Ausbau eineg von der Stadt zur Verfüsung gestellten Hofeg zu einer Schweinemastanstals für Tiere besonnen. Die Ansammlungen in Bochum haben ergeben, daß damit eswa 41000 bie 5000 Schweine gefüttert werden können. In Tortmund ist bereito eine vorbildliche anstalt mit 519 Schweinen in Betrieb. Gegenwärtig werden hier nur in einem Gebiet mit knapp 90000 Einwohnern Küchenabfälle gesammelt, und zwar ergeben diese Sammlungen täglich 140 Zentner. Im Ennepe=Ruhr=Kreis wird durch Zusammenfassung verschiedener Städte ein Gemeinschaftsbetrieb geschaffen werden, der Ende dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden kann. Die Stadt Hagen hat ein früheres städtisches Gut zur Verfügung gestellt, das durch weiteren Ausbau 320 Schweine aufnehmen kann. Auch aus den anderen Kreisen konnten überaus erfreuliche Fortschritte in der Schaffung von Schweinemastanstalten gemeldet werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch den Vorbereitungen für die planmäßige Durchführung von Aehren=, Buckeckern=, Eicheln= und Kastanien, ammlungen gewidmet. In der Maisaktion 69 der Kreis Brilon vorbildliche Arbeit geleistet. Der planmäßig betriebene Maisanbau hat hier Erfolge gezeitigt, der alle Erwartungen übertraf. Der Maisanbau erfolgte hier vornehmlich in Schulgärten. Schließlich konnte noch aus verschiedenen Kreisen bekanntgegeben werden, daß die HJ und die Schulkinder bei den Sammlungen eingesetzt werden konnten.— Ueber den gegenwärtigen Stand des Ernährungshilfswerks in Westfalen=Süd und über die geplanten Maßnahmen gab zusammenfassend Gausachbearbeiter Kalshaus einen Ueberblick. Durch die in Hamm. Iserlohn, Bochum, Herne, Unna, Wetter, Schwelm, Lüden. scheid und Siegen vorgesehenen Einrichtungen würden in absehbarer Zeit Unterbringungsmoalichkeiten für weitere 2972 Schweine geschaffen werden. Bis zum 31. Dezember d. J. verfüge das Ernährungshilfswerk in Westfalen=Süd über 2500 Schweine in zweimaliger Mästung. Dag bedeute, haß damit der Parkt in West. falen=Süd wöchenslich mit 100 Schweinen beschickt werden könne. Besonders sei dabei aber zu betonen, daß das Ernährungshilfswerk keine Konkurreng für Schweinehalter darstellen wolle, es wolle lediglich ausgleichend und zusätzlich eingreifen. Die ganzen Einrichtungen und Maßnahmen des Ernährungshilfswerkes dienten dem einen Zweck, die deutsche Ernährungsgrundlage zu sichern. Bei der ganzem Arbeit müsse planmäßig und Schritt für Schritt vorwärts gegangen werden. Es werde auch besondere Sorgfalt der sachgemäßen Lagerung all der eingesammelten Abfälle und Früchte zugewandt werden wie auch die Verwertung nach bestimmten Richtlinien vor sich gehe. Die vom Ernahrungshilfswerk gemästeten Schweine könne man als die„Patenschweine der deutschen Volksgenossen“ bezeichnen. Dr. Havermann von der Landesbauernschaft Westfalen(Münster) brachte zum Ausdruck, daß die maßgebenden Männer des Reichsnährstandes dem Ernährungshilfswerk mit fütterungstechnischen Ratschlägen und mit Hinweisen bezüglich der Lagerung und des Ankaufs der Schweine zur Seite stehen werden. Abschließend betonte Pg. Humm(Berlin) vom Hauptamt der NSV. daß durch ein Hand=inHandarbeiten der Gemeinden, der NEV und des Reichsnährstandes dem Ernährungshilfswerk der Erfolg nicht versagt bleiben könne. Dingen zum Nachteil der dort schaffenden Menschen riecht. Nur frische Luft, gesunde Luft kennt man dort nicht. Wir kennen wohl die Maßnahmen, die getroffen wurden, um frische Luft in die Arbeitsräume zu bringen: Oeffnen der Fenster und besondere Entlüftungsanlagen. Daß diese Maßnahmen je nach den Umständen nicht immer als ausreichend anzusprechen sind, ergibt sich von selbst: Oeffnen der Fenster bringt Durchzug mit sich, der gesundheitsschädlich sein kann, und häufig genug sind die Entlüftungsanlagen unzureichend. Nach den in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen gibt es heute nur wenige Betriebe, die auf dem Gebiet der Ent= und Beluftung als vor= bildlich anzusprechen sind. Diese gewonnenen Erfahrungen sollen nun durch die Aufklärung zur praktischen Verwendung in die Arbeitsstätten hineingetragen werden. Die Aufgaben zur Abstellung der vorhandenen Mängel sind schwierig, sie können nur gelöst werden, wenn alle beteiligten Stellen, Wissenschaftler und Techniker, Betriebsführer und Hygieniker, gemeinsam an die Entrümpelung der Luft in den Betrieben und dort, wo sich viele Menschen in geschlossenen Räumen— Theatern, Gaststätten usw. — zusammenfinden, herangehen. In einem Aktionsausschuß, der aus den zuständigen Organisationen gebildet wird, wird man si.“ mit dem Gedanken der gesunden Luft am Arbeitsplatz eingehend befassen. Die dort gewonnenen theoretischen Ergebnisse werden in die Praxis umgesetzt, so daß der Industrie und den übrigen interessierten Kreisen noch eine lohnende Aufgabe bevorsteht. Der Hauptzweck aber, den diese Aktion verfolgt, ist die Gesunderhaltung des schaffenden Menschen, um ihn vor den Einflüssen der schlechten Luft ausreichend zu schützen. So gewinnt denn der eit der A n zu schup. Gedanke„Schönheit der Arbeit“ einen immer brei teren Raum, der durch die jetzt eingeleitete Aktion „Gesunde Luft im Arbeitsraum“ ein Schritt weiter ist auf dem Wege:„Fröhliche und gesunde Menschen in deutschen Betrieben! Ein aussichtsreicher Winter! Ein aussichtsreicher Winter steht jedem bevor, der sich entschlossen hat, Vormieter im Stadttheater Bochum zu werden. Er hat sich der Sorge enthoben, an vielen Abenden zu fragen, wohin er geht und was er sich vornehmen soll. Durch Abnahme einer Vormiete fühlt er sich gesichert, er weiß nau, daß seiner eine Fülle von AAnregungen durch die Schauspiele, Opern, Overelten und Tanzabende im Stadttbeater Bochum sicher sind. Deshalb, im eigenen Interesse: Erneuern Sie Jhre Vormiete, und zwar mög= lichst noch währenh der Theaterferten, Sie haben dann noch die beste Gelegenbeit, Ihre Wünsche bekanntzugeben. Die Kasse steht Ihnen täglich vormittags von 10—18 Uhr und nachmittags, außer Mittwochs und Sonnabende, von 4—7 Uhr zur Verfügung. Ruf 610 51. „Druck“ und„Papier“ vereinigt. Die praktische Betreuungsarbeit der Reichsbetriebsgemeinschaft „Papier und Druck“ hat die Notwendigkeit einer Zusammenfassung der Betreuung der Betriebe beider Reichsbetriebsgemeinschaftten unter einer Leitung ergeben. Der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat daher angeordnet: Die wiro mit sofortiger Wirkung mit der RGB„Deua- unser der Bezeichnung Reiche betriebsgemeinschaft„Druck und Pavier“ zusammengelegt. Die Leitung übernimmt der bisherige Westfalen=Süd leitet Pa. Jenke die Betriebsgemeinschaft„Druck und Papier“. Eigentümer einer Damenarmhanbuhe gesucht o und wann wurde im Monat Anril 1227 Mischgetränke für heiße Tage Wo als wann wurde im Monnt April 1337 burch Wohnungseinbruch eine goldene Damenarmband uhr mit schwarzem Ripsband entwendet? Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei in Bochum Polizeipräsidium, Uhlandstr. 35, Zimmer 244, woVA. Womit man den Durst an heißen Tagen am besten stillt, ist weitgehend Geschmacklache. Ob es die bei Kindern wie bei Erwachsenen viel beliebte Eiswaffel am besten tut, ist zweifelhaft. Manche bevorzugen kalte Milch, eisgekühlten Tee. Selterwasser oder Bier, andere wieder warmen Kafsee und beitzen Tee. Richtig ist gewiß die Tatsache, daß zum Löschen des Durstes ein Getränk, wenn es nicht zu hitzig genossen wird, dieselben Dienste tut wie ein kaltes. Hausfrauen versuchen gern etwas Neues auszuprobieren und neuartige Mischungen zuzubereiten. Immer mehr Anklang haben die sogenannten Milchmischgetränke gefunden, die sich leicht und ohne große Kosten herstellen lassen. Besonders beliebt ist neuerdings die Vermischung von sauer gewordener Milch(die stark geschlagen wird) mit dem Saft von Erdbeeren. Johannisbeeren, Himbeeren oder Kirschen. Man kann sich die Mühe des Saftauspressens auch sparen, indem man die eingezuckerten Früchte in die saure Milch quirlt. Bei frischer Milch kann der Zucker fehlen, die Beeren werden dann aber vorher mit einem Löffel zerkleinert. Man tann schließlich auch saure Milch mit Fruchtsirup vermischen, muß dann aber die Süße durch etwas Zitroneniakt mildern, sonst gibt es kaum ein zum Durstlöschen geeignetes Getränk. Zitronensaft tropfenweise mit Milch verbunden, ergibt übrigens ein gutes Heilmittel bei im Sommer häufig auftretenden Darmstörungen. Die Mischungen von frischer Milch mit Mineralwasser haben unsere Großmütter noch nicht gekannt. Es gibt ein beliebtes und wohltuendes Getränk nach anstrengenden Märschen, beim Sport und nach jeder tüchtigen Körperarbeit. Ein ordentlicher Schuß Beerensaft erhöht den Wohlgeschmack. Mit entrabmter Milch, die sich auch zu Quarg verwandelt haben kann, lassen sich gut zerstoßene Kirsch= und Nußkerne verbinden, wobei auch das Fruchtfleisch Verwendung findet. Das Getrank muß einige Zeit kühl aufbewahrt werden und macht dann der Hausfrau besondere Ehre. Zur Bereitung von Bowlen braucht man nicht unbedingt Alkohol zu nebmen, den man im Sommer überhaupt etwas sparsamer verwenden sollte. Es tut auch ein reiner Obstmost oder sogar ein Gurkensaft. Das Rezept dazu sei zum Schluß angeführt: Das Fleisch einer jungen geschälten, kernlosen Gurke wird mit 125 Gramm Zucker und ein wenig abgeriebener Zitronenschale 2 Stunden kalt gestellt. Danach gießt man eine Tasse kalten Tee. eine Flasche alkoholfreien Wein und, nachdem die Gurkenstücke wieder berausgenommen sind, einen Schuß Mineralwasser dazu. Lebensmittelindustrie kauft für 1,8 Milliarden Km VA. Die deutsche Lebensmittelindustrie ist als Kaufer von Nahrungsmitteln einer der wesentlichiten Abnehmer der deutschen Landwirtschaft. Allein im letzten Wirtschaftsjahr betrug der Wert der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die die Lebensmittelindustrie verarbeitet hat, 1.8 Milliarden RM. bei einem gesamten Großhandelswert der von der Landwirtschaft gewonnenen Erzeugnisse von 9.7 Milliarden RM. Die größten Abnebmer in der Lebensmittelindustrie sind die Getreidemühlen. Der Wert der Rohstoffe, den die Getreidemühlen von der Landwirtschaft bezogen haben, belief sich auf 800 Millionen RM. Es folgen dann die Fleischwarenindustrie mit 800 Millionen RM, die Brotindustrie mit 100 Mill. RM und die Süßwarenindustrie mit RM. Die Milchindustrie ist mit 66 Mill. RM am Absatz beteiligt. An letzter Stelle stehen die Mineralwasserindustrie mit 9 Mill. RM. die Wermukweinindustrie mit 2 Mill. RM und die Essenzindustrie mi 15 Mill. RM. 60 Flugzeuge landen in Geseke. Am 19. und August findet der Rheinland=Westfalen=Flug an dem nach der bisher vorliegenden Meldung" Flugzeuge teilnehmen werden. Am Samstag, dem 1. August, müssen alle Teilnehmer auf dem neuen Geseker Flugplatz„Hellweg“ landen. Für die Tankeinrichtung sorgt die Gruppe 10 des NSFfl. Die HJ=Fahrtengruppen kommen aus Schleiien zurück. Am Sonnabend um 21 Uhr fand in gau die Abschlußkundgebung der Westiälischen P.“ Fahrtengruppe statt. Der Sonderzug für fahrt nach Westfalen hat am gleichen Abend lau verlassen. Die Geltung des Reichsmieten= und des Mieterschutzgesetzes. Das Reichsmietengesetz b März 1922 regelt die Höbe der Mieten. Mieterschutzgesetz vom 1. Juni 1923 will den ter vor einer unberechtigten Kündigung Nachdem beide Gesetze durch die Verordnung vom 2. April 1936 neu gefaßt wurden, sind nunmehr auch die Bestimmungen der bekannten Verordnung des Preiskommissars zu beachten. Soweit nungen dem Reichsmietengesetz unterliegen, bleib diese Regelung grundsätzlich unberübrt. Aber es darf keine höhere als die gesetzliche Miete neu einbart werden. War am 18. Oktober 190 Stichtag der Preisverordnung, eine böhere vereinbart, so darf sie weiterhin gefordert i den. Bei allen anderen Räumen jedoch mun auch neue Mietverträge den Mietzins als ob Grenze beibehalten, der an diesem Tage gan. ausnahmsweise sind Erhöhungen zulässig. 1.. dann, wenn der Benutzungswert sich ändert oder der Mietwert der Räume stige Veränderungen gestiegen ist. Auch die weisliche Erhöhung der Lasten kann zu eiler Mietssteigerung führen. Bei Meinungsversa. denheiten haben die Preisbildungsstellen Einzelanträge auf Erhöhung der Miete zu e scheiden. Zum Beispiel konnen Mietesteigerbngen dann berechtigt sein, wenn eine zung oder eine elektrische Lichtanlage eina wurde, so daß kein Zweifel über eine des Mietwerts besteht. Wer will unter die Soldaten? Amann Mittwoch, dem 11. August, veranstaltet Arbeitstront. NSG.„Kraft durch Freude Kreis Po= chum, auf der Terrasse des Parkhauseg ein e Militärkonzert, ausgeführt von dem Musirz Flakremmentes 4, Dortmund. Das Nachmers sert beginnt ab 16 Uhr. Für abende Veranstaltung vorgesehen mit einem an großen Manoverhall. Die Karten Ngen Amtswaltern und Warten sowie in der der NSG.„Kraft durch Freude, Kortumstr. ve. haben. Mit ein 7i Jahre wird d Vieles wird darum in Geschichte Berlins ber wenig wird erzählt1 Berliner— vor 250 im Jahre 1630 zog Herr von Buckow nach Berlin. AE das Bürgerrecht als 1 Er binterließ einen Geburtsjahr wir nicht gena nut. daß Christian Wendlan alls das Bürgerrecht erwar nehmen daß er in diesem den ist. Da die Großjährig bei Vollendung des 21. Leb allo Christian Wendland u 1645 gevoren sein. Berliner Lokal=Sch Herr Christian Wendlan catel, hatte aus seinen drei drei Tochter und starb am muß aber zu leinen Lebzei gehabt haben. denn er hat macht, eine Art Stadt=Chro= er fortlaufend eintrug. was digkeiten in Berlin begab. richten aus dem Berliner L. werden konnte, und bei wi zeugte er sich wohl auch selb Geichehnisse. Er übte also fo aus, die heute etwa die L Berliner Tageszeitung wahr Herr Christian Wendland „Den 18. Augu auf einem Seile, welches er an Herrn Tonnenbinders(P. mit anderem am Mühlenbo Gaukelen. Den 10. Septembe Frau mit dem Leintäntzer nach Hamburg verreiset), nal Er ließ sie an St. Nicolai und nahm bald wieder eine Mordversuch an einer dem Jahre 1675 ber land in einer eingebenden nachtlichen Raubüberfall auf menter Den 13. November gege Nahmens Anna Maria, so Neister Peter Baumens. Bü= dier. seinem Hause. in der 6 gen. oben in seiner Wohnftu ich binter dem Vette, verste Nachte. da sie Peter Baume morderlicher Weise angefallen tum Messer, welches sie Aeble abzuschneiden. Welche also. daß sie zwar den Schn Dutgel nicht gefroffen. Der! nit ihr gewranget. bis die ner gelegen, inm zu Hilfe tinen Schnitt von ihr über Diese Bende haben sich gea ange gewehret, biß unten in a haben dann die Becker die Stubenthür mit Ge Peter Baumen nebst seiner 1 Den 12. Januarn Baumen die Kähle ab vor dem Berlinischen Rathan der neuen Wagebude gel und sie berne Feuerwerker m Jahre 1682 haben ter, wie man von Herrn Der Mann, de Nr. White und White ist ein sehr o. etwa so wie bei u ler und Schulze. Einer amitie der Wh gemacht. d sondern ihm von Autoare Unterschriften, die in Mr. White ste baar dankerfüllte nette te dem Schreiber o lieben hat. Die Kund herauskomm vielgereisten und berühmte Fi de Deeur. kurs und konnen bekannt Privatleben hinwird. wenn siesi n hren Namen 30 ort gibt es Vere hren aestu ns. Bittsteller umt e einer die mo. ungestort eine Konald White Vistenkarte und r heiße Tage rit an heißen Tagen am Geschmacksache. Ob es wachsenen viel beliebte zweifelhaft. Manche beihlten Tee, Selterwasser armen Kafsee und heidie Tatsache, daß zum ränk, wenn es nicht zu n Dienste tut wie ein n etwas Neues auszu= lischungen zuzubereiten. iben die sogenannten funden, die sich leicht tellen lassen. Besonders ermischung von sauer stark geschlagen wird) eren. Johannisbeeren an kann sich die Mühe aren, indem man die saure Milch quirlt. Bei ker fehlen, die Beeren mit einem Löffel zerauch saure Milch mit dann aber die Sübe ildern. lonst aibt es geeignetes Getränk. ZiMilch verbunden. ermittel bei im Sommer rungen. ischer Milch mit insere Großmütter noch beliebtes und wohlgenden Märschen. beim gen Körperarbeit. Ein t erhöht den Wohlge= ch. die sich auch zu an. lassen sich gut zer= verbinden, wobei auch a findet. Das Getrank ahrt werden und macht Ehre. Bowlen braucht man nebmen, den man im arsamer verwenden er Obstmost oder sogar dazu sei zum Schluß jungen geschälten. kern= bramm Zucker und ein schale 2 Stunden kalt eine Tasse kalten Tee. Zein und. nachdem die enommen sind. einen strie kauft für den Km mittelindustrie ist als einer der wesentlichnten dwirtschaft. Allein im der Wert der land= die die LebensmittelMilliarden RM. bei vert der von der Land= gnisse von 9.7 Milliarsehmer in der Lebens= idemühlen. Der Wert emühlen von der Land= ef sich auf 800 Millioie Fleischwarenindustrie Brotindustrie mit 106 industrie mit 180 Mill. mit 66 Mill. RM am Stelle stehen die MineRM. die Wermutweindie Essenzindustrie m Am 14. und 15. estfalen=Flug nden Meldung lm Samstag, dem er auf dem neuen en. Für die Tank= des N nen aus Schlesien or fand in GloWestiälischen H zug für die Rückchen Abend Brei= a= und des Mittengesetz vom 2 Mieten. Das 23 will den Miendigung schützen. Verordnung vom n, sind nunmehr nten Verordnung Soweit Wohnterliegen, bleibt erührt. Aber es e Miete neu verktober 1936, ne böhere Micte 1gefordert wern jedoch mussen etzins als overe Tage galt. Nur zulassig. 1. 2 t sich wesentlich äume durch Auch die nachkann zu einer ingestellen über Miete zu entgerung nenden eutsche Bo= großes de wit Aeoh Mit einem„Leintäntzer" durchgebrannt Eine alte Stadtchronik erzählt Berliner Lokal=Berichterstattung vor 250 Jahren 7a Jahre wird die Reichshauptstadt alt Vieles wird darum in diesen Tagen über die Geschichte Berlins berichtet werden. Aber nur wenig wird erzählt werden vom Alltag der Berliner— vor 250 Jahren Im Jahre 1630 zog Herr Berthold Wendland von Buckow nach Berlin, erwarb hier im Jahre AE das Bürgerrecht als Grundbesitzer und starb sid Er hinterließ einen Sohn. Christian, dessen Geburtsjahr wer nicht genau kennen. Wir wissen nur. daß Christian Wendland im Jahre 169 ebenalls das Bürgerrecht erwarb, und wir dürien annehmen daß er in diesem Jahre großjährig gewor= den ist. Da die Großjährigkeit zu dieser Zeit erst bei Vollendung des 21. Lebensjahres eintrat, wird alo Christian Wendland wahrscheinlich im Jahre 1615 gevoren sein. Berliner Lokal=Schriftleitung Herr Christian Wendland war dreimal verhei= tetet, hatte aus seinen drei Ehen neun Sohne und diei Tochter und starb am 11. September 1701. Er mus aber zu seinen Lebzeiten reichlich freie Zeit gehabt haben, denn er hat sich das Vergnügen gemacht. eine Art Staot=Chronik zu schreiben, in die er fortlaufend eintrug, was sich alles an Merkwür digkeiten in Berlin begab. Er sammelte alle Nachrichten aus dem Berliner Leben, denen er habhaft werden konnte, und bei wichtigen Anlassen überzeugte er sich wohl auch selbst von dem Ablauf der Geichehnisse. Er übte also fast die gleiche Tätigkeit aus, die heute etwa die Lokalschriftleitung einer Berliner Tageszeitung wahrnimmt. Herr Christian Wendland berichtete also aus dem Jahre 1673:„Den 18. Augusti that ein Leintäntzer auf einem Seile, welches er mit einem Ende oben an Herrn Tonnenbinders(Poststraße 16) Giebel und mit anderem am Mühlenboff festgemacht, seltzahm Haulelen Den 10. September lief Carl Walthers Frau mit dem Leintäntzer davon(der Mann war nach Hamburg verreiset), nahme ihm viel Geld mit. Er ließ sie an St. Nicolai=Kirchentbür anschlagen und nahm bald wieder eine andere..." Mordversuch an einem Backermeister! Aus dem Jahre 1675 berichtet Christian Wendsand in einer eingehenden Darstellung über einen nächtlichen Raubüberfall auf einen Berliner Bäcker menter Den 13. November gegen Abend ist ein Weib. Nahmens Anna Maria, so hier wohl bekannt, in Meister Peter Baumens, Bürgers und Beckers all= dier, seinem Hause, in der Streloschen Straße geleoben in leiner Wohnstuben gegangen und hat sch binter dem Bette verstecket bis 12 Uhr des Nachts, da sie Peter Baumen. zu Bette liegend. norderlicher Weise angefallen, in Willens, ihn mit eiem Messer, welches sie erst neu gekauft, die sanle abzuschneiden. Welches aber Gott gewendet. 1o. daß sie zwar den Schnitt vollbracht, aber die nicht getroffen. Der Mann hat sich so lange " ihr gewranget. bis die Magd. so in der Kamgelegen, ihm zu Hilfe gekommen, welche auch Inen Schnitt von ihr über der Backen bekommen. Bende haben sich gegen sie im Finstern so enne gewehret, biß unten im Hause Lerm worden. haben dann die Becker Knechte zu Hülffe komStubenthür mit Gewalt geofinet und also deiei Haumen nebst seiner Magd errettet.“ .Den 12. Januarn ward das Weib. so er Paumen die Kähle abschneiden wollen, alhier Berlinischen Rathause enthauptet, nachmals a der neuen Wagebude gebracht, woselbst ihr die daut abgezogen und sie hernach anatomirt worden.“ Feuerwerker=Wettbewerb m Jahre 1682 haben die Verliner Feuerwer= ct. wie man von Herrn Christian Wendland er fahrt, einen Triumph über einen franzosiichen Kollegen davongetragen. „Den 10. April wollte ein Frantzos ein groß Blockhaus von 48 Stücken Holtz gemacht, mit einem Schuß aus einer halben Cartaune in Brandt stecken und zersprengen. Allein es war vergeblich, denn der Schuß thätt keinen Effect und hätte beynahe gar gefehlt. Den 15 versuchte er es noch einmal. aber auch umsonstt. Den 23. steckten unsere Feuerwerker es mit dem ersten Schuß in Brandt“ Kleine Lokalnotiz aus dem Jahre 1689:„Am 21. Dezember war ein Elephanke hier zu sehen vor 2 Groschen.“ Festung im Gewitter Man lese. was Christian Wendland über die Wirkung eines Gewitters berichtet: Den 31. August(1691), gegen Abend um 14 auf 6 Uhr. entstunde ein unvermuthlich Donnerwetter. welches sich über Spando und der Vestung zusammengezogen und durch Gottes Schickung in den Pulverthurm geschlagen, wovon die Vestung sehr ruiniert, wie auch in der Stadt viel Schaden geschehen, also, daß fast kein Haus zu finden, welches nicht erschüttert wäre an Fenstern. Thüren und Ofen nicht Schaden genommen hatte.“ Aus dem gleichen Jahre berichtet Christian Wendland über eine Tragikomödie, die sich am Silvesterabend zugetragen hatte: „Den 31. December. Abends um 10 Uhr. wollte ein Schersant von der Garde, einer von Adel, Strauß genannt, von der Dorotheenstadt herein in den Neuen Thor über den Klappen gehen, welche aber schon aufgezogen. Und weil er entweder aus Trunkenheit oder Blindheit solches nicht gesehen. ist er ins Wasser heruntergefallen. Weil nun die Wache ins Thor nicht hat können zu ihm kommen. indem die Schlüssel nicht bey der Hand gewesen, ist er. ebe man selbe gehohlet. versoffen, und hat das neue Jahr nicht erlebet.“ Lachen wir heute darüber, wenn wir diese „Wichtigkeiten“, die Christian Wendland in seiner Stadt=Chronik aufgezeichnet hat, 4esen? Sicherlich aber wir sollten mit unserem Lachen etwas vor sichtig sein. Am Ende lachen wir sonst später einmal über uns selbst, wenn wir dann lesen, was Berlin von heute an lokalen Tagesereignissen und Merkwürdigkeiten hervorbringt, nicht wah.? Probe für die Festspiele zur 700-Jahrfeier Berlins Auf dem Reichssportfeld in Berlin fand soeben die erste große Arbeitsprobe für die Jubiläumsspiele„Berlin in sieben Jahrhunderten deutscher Geschichte“ statt. Man sicht Ritter, die sich für eine Szene umkleiden.(Scherl=Bilderdienst M) Urenkel mit seinen vier Urgroßmüttern Ein seltenes und vielleicht einzigartiges Bild, das vier Urgroßmütter mit ihrem Urenkel zeigt. Es ist der kleine Fritz Ossenbühl aus Tecklenburg in Westfalen. Er hat das Glück, daß alle seine vier Urgroßmütter noch bei guter Gesundheit am Leben sind.(Scherl=Bilderdienst=M) Travemünde als Sprungbreit nach Newyork! Deutschlands neue Nordatlantikflugzeuge auf Proveflügen über der Lubecker Bucht— Typ lia 139 besitzt einen Aktionsradius von 5000 Kilometern. Die Deutsche Lufthansa wird noch im August von Travemünde aus mit einem Zweischwimmerflugzeug vom Typ Ha 139 eine neue Reihe von Versuchsflügen über den Nordatlantik durchführen. Nachdem bereits im Vorjahr die Deutsche Lufthania eine Reihe von Versuchsflügen über den Nordatlantik ausgeführt hatte, wird noch in diesem Monat der Start zu neuen Flügen nach Nordamerika erfolgen. Die Maschine, die diesmal zum Einsatz kommt, ist ein Zweischwimmerflugzeug vom Typ der Ha 139. Im Gegensatz der Do 18 vom letzten Herbst verfügt die neue Maschine über einen größeren Aktionsradius. Sie kann ohne Brennstoffaufnahme eine Strecke von 5000 Kilometern zurücklegen. Die vier Motoren sind auf Rohöl eingestellt, da die Erfolge der vorjährigen Versuchsflüge, die ihr Gelingen zum großen Teil der Verwendung des Jumo 205 verdanken, den Schwerölmotor in der Luftfahrt endgültig eingeführt haben. Die Schiffswerft von Blohm und Voß in Hamburg, die die Ha 139 herausgebracht hat, hat mit der neuen Type das größte Schwimmerflugzeug der Welt geschaffen. Ebenso wie im Vorjahr die beiden Do 18=Maschinen vor ihrem Start nach Newyork eine Reibe von Versuchsflügen über der Ostsee durchführten, so stellte auch die Ha 139 ihre Ozeantauglichkeit bei verschiedenen Probestarts unter Beweis. Im letzten Herbst war Warnemünde und das Gebiet über der Ostsee zwischen der deutschen Küste und Dänemark Uebungsgelände der Flieger. Dieses Mal wurden die Probestarts von Travemünde aus vorgenommen. Von hier stieg die ka 139 Tag um Tag in den grauen Himmel, um ihre stolzen Kreise zwischen Nord und Süd. zwischen Ost und West zu ziehen Travemünde und nicht Bremen wie im Vorjahr soll auch der Ausgangsplatz der diesjährigen Nordatlantikflüge der Deutschen Lufthansa werden. Die beiden Ha 139=Maschinen werden genau wie seiner zeit der„Aeolos“ und der„Zephyr“ Lissabon und Horta auf den Azoren zum Hauptstützpunkt ihrer Flüge über den Ozean wählen Es ist Absicht der Deutschen Lufthansa. ihre Maschinen gerade in einer klimatisch außerordentlich ungünstigen Zeit fliegen zu lassen. Wenn aber unter diesen Umständen ein Flugzeug mit planmäßig vorher berechneter Pünktlichkeit seinen Kurs einzuhalten vermag und leine Landung zur Brennstoff, oder Post. zur Personen= oder Nachrichtenaufnahme vorschriftsmäßig durchführt, dann hat es erwiesen, daß auch die Schwierigkeiten des Nordatlantik durch die moderne Technik besiegt werden. Im übrigen ist bei dieser Gelegenheit vor falschen Erwartungen zu warnen, die bisweilen in Publikumskreisen vertreten worden sind. Die Errichtung einer nordatlantischen Flugstrecke dient selbstverständlich nicht in erster Linie dem Personenverkehr. sondern zunächst ausschließlich der Postbeförderung. Der Personendienst wird nach wie vor auf den Luftschiffverkehr beschränkt bleiben, der durch die Lieferung von Helium aus den Vereinigten Staaten in absehbarer Zeit wieder aufgenommen wird Lacht Ench Lanne! Wenn eines Dichters Gedichte nicht gehen, dann dichtet der Dichter eben seine Gedichte für die Zukunft. Zu dieser Zunft der Unverstandenen und Verkannten gehörte auch der Dichter Grünenbliebe. Die möblierte Wirtin brachte ihm die Morgenpost. „Alles zurück“, spottete sie. Der Dichter stand wie eine Statue. „Ich bin eben meiner Zeit in allem voraus, liebe Frau!“ Die Wirtin nichkte: „Bis auf die Miete, Heir, bis auf die Mietel Der Mann, der seinen Namen verleihl White und sein seltsamer Berus. ahite ist ein sehr verbreiteter Name in Engeiwa so wie bei uns in Deutschland die Mülund Schulze. Einer aus der weitverbreiteten einamitte der Whites hat aus dieser Tatsache sabceschaft gemacht, das ihn nicht nur glänzend sondern ihm auch zu einer einzigartigen ue ung von Autogrammen verholfen hat. Diese serschriften, die in dem schmalen Sammelbuch des samen Mr. White stehen, unterzeichnen meist ein wer danterfüllie nette Zeilen, bekundend, daß Mr. eleh Schreiber der Widmung seinen Namen schen dat. Die Kundschaft dieses seltsamen Menrhemnur ganz selten aus den Mauern der deutenznubt herauskommt, besteht durchweg aus bemer den vieigereisten Leuten. Herzöge sind dar„ berühmte Filmstars. Diplomaten, große der Silene, kurz und gut lauter Männer, die in snentlichkeit lehr bekannt sind. Das hat benche angenehme Seite, aber auch manche remonnen bekannte Persönlichkeiten sich ganz ann slbatleben hingeben: wenn ihr Name gebosels: wenn sie sich vorstellen müssen oder in hren Namen angeben, weiß man, wer sie ne0 ort gibt es„Ehrungen“, die sie gern verwen möchten. Verehrer und Verehrerinnen komAuhmeen gestürzt, die ewigen Parasiten des Hitisteller und Abenteurer, stellen sich ein. ben neeiner dieser Großen der englischen Gean Me. ungestort eine Reise machen, so kann er sich sein dnald White wenden. Der aibt ihm dann oistienkarte und die Erlaubnis, sich für eine bestimmte Zeit schlicht„Mr. Donald White“ zu nen nen. Nun könnte ja solch eine hervorragende Persönlichkeit, die wünscht, sich sozusagen in eine reizvolle Unbekanntheit zu hüllen, auch einfach einen 1beliebigen Namen annehmen. Aber das ist. falls es ein erfundener, durch keinerlei realen Hintergrund gestützter Name ist. meist etwas gefährlich und kann a Mißverständnissen führen. Mit Mr. Donald White ist dieser reale und zuverlässige Hinterarund oder besser diese Hintergrundpersönlichkeit da. Außerdem hat es mit den Visitenkarten dieses Herrn noch eine besondere Be wandtnis. Sie sind erstens schwer nachzuahmen, vermutlich, weil sie wie manches andere Dokument von Wichtigkeit ein Geheimzeichen im Druck haben und zweitens haben sie noch eine besondere Bedeutung als„Geheimausweis“. White steht mit einem Reisebüro in Verbindung. das überall auf der Welt seine Vertretungen hat. Mr. White selber reist, wie gesagt, böchst selten, und doch wird seine Visitenkarte auf der ganzen Welt mit großer Hochachtung betrachtet, besonders von den Agenten jedes Reisebüros. So kann es sein. daß Mr. Donald White gleichzeitig in Kapstadt. in Newnork und in Paris seine Visitenkarte in einem der Büros abgibt. Und überall wird sich dasselbe ereignen: Man wird den schlichten Mr. White äußerst liebenswürdig behandeln. man wird ihm jede Auskunft und jede Unterstützung angedeihen lassen Natürlich haben auch schon gerissene Gauner und Hochstapler versucht. Mr. Whites Oriainalvisitenkarten von ihm zu erlangen, zu stehlen oder nachauahmen. Aber dank eines ausgezeichneten Ueberwachungssystems und der ungemeinen Klugheit des schlichten Mr. White soll das bisher noch nie gelungen sein. Denn Mr. White hat einen einzigartiagn Ruf zu verteidigen, einen Ruf und einen Beruf, der wohl einer der seltsamsten auf dieser Erde sein dürfte.—nn. Das Krankenhaus ohne Patienten Aerzte und Schwestern ständig bereit. Eine der Merkwürdigkeiten von London. die keinem Fremden gezeigt werden, und von denen auch die wenigsten etwas wissen, liegt auf einer Insel in der Themie, bei Rotherhite. Es ist ein vollständiges Krankenhaus, zu dem eine besondere Brücke führt. Aerzte, Schwestern. Betten, Küche und Laboratorium sind da und jederzeit bereit. aber keine Patienten! Und das ist für die Volksgesundheit ein Glück. Das Krankenhaus ist ausschließlich zur Aufnahme von Pockenkranken bestimmt. Da sich aber seit drei Jahren kein derartiger Fall in London ereignet hat, so bekommen Aerzte. Schwestern und sonstiges Personal ihr Gehalt für nichts als„Bereitsein“. Das Krankenhaus wurde vor 100 Jahren errichtet, als die Pocken schwere Verheerungen unter den Einwohnern Londons anrichteten. Aber seit der Erfindung der Schutimpfung durch den enalischen Arzt Edward Jonner ist nach und nach diese furchtbare Seuche in England wie in ganz Europa zurückgegangen und hat ihren Schrecken verloren. Kürzlich wurde angeregt, das Krankenhaus auf der Insel bei Rotherhite eingeben zu lassen. Man hat sich aber nicht dazu entschließen können, solange eine, wenn auch nur geringe Möglichkeit besteht, daß der eine oder andere Pocken'all noch in London vorkommen kann Und lo wird dieses sonderbare Hospital hoffentlich noch lange leerstehen, leer von Patienten, aber bereit mit seinen Aerzten und Schwestern, mit Kuche und Laboratorium. „Mona Lisa“ lächelt auf Briefmarken Werden sie die Sammler anerkennen? Gewöhnlich werden neue Briefmarken von der Postverwaltung des betreifenden Landes herausgegeben. In Frankreich ist es das Staatsmuseum. das jetzt eine Neuerung in dieser Beziehung plant. Die in Aussicht genommenen Markenneubeiten werden auch nicht von den Postämtern, sondern nur vom Loupre. dem berühmtesten Museum der Seinestadt. zu beziehen sein. Besagte Marken werden den Kunstpostkarten eingedruckt, die der Loupre an seine Besucher vertreibt. Demgemaß will man als Markenbilder auch die berühmtesten Gemälde des Louvre wählen. Als eines der ersten wird die berühmte.....ona Lisa“ Leonardo da Vincis a s Briefmarkenbild erscheinen. Dieses bekannteite Gemälde des Louvre hat ein abenteuerliches Schicksal hinter sich. Es war einer der größten Skandale der Vorkriegszeit. als die„Mona Lisa“ aus dem Museum gestohlen wurde und spurlos verschwand. Aber nach Jahren tauchte das Gemälde ebenso geheimnisvoll wieder auf. wie es abhanden gekommen war Die näheren Einzelheiten dieses sonderbaren Falles sind nie ganz aufgeklärt worden. Alle Behauptungen jedenfalls, die„heimgekehrte“ Mona Lisa sei eine Fälschung und ihr berühmtes Lächeln habe sich verändert, haben bisher einer ernsthaften Untersuchung nicht standgehalten. Und nun wird die Mona Lisa Briefmarkenbild! Wie weit es überhaupt möglich ist. Gemälde auf dem engen Raum einer Briekmarke wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. ist noch raglich. Ebenso fraglich, ob die Sammlerwelt. die über die Begriffsbestimmung einer Briefmarke“ sehr strenge Regeln hat. diese Wertzeichen überbaupt als Sammelstücke anerkennen wird. Die Dyoi E 23. Fortsetzung.) Horaz Sormet wollte heute um sechs Uhr, wie alle Tage, seine Arbeit beenden, als sich die Tür öffnete und ein hochgewachsener eleganter Mann eintrat. Es war Aristide Bourin, der grüßte und nach Mademoiselle Marguerite fragte. „Ich weiß nicht... ob sie heute kommt, Monsieur.“ „Sie hat es mir gesagt. Ich möchte auf sie warten." Berlegen sah ihn der alte Schuster an. Er fühlte sich unsicher in Gegenwart dieses selbstsicheren Mannes von Welt. Verlegen wischte er den Staub von einem wackligen Stuhl und bat, Platz zu nehmen. Aristide gab sich leutselig und versuchte, den Schuster ins Gespräch zu ziehen. Aber der Schuster mit dem poetischen Namen Horaz erwies sich sehr einsilbig. Aristide erfuhr lediglich, daß er vor sechsundzwanzig Jahren die Heimat verließ und nach Südamerika auswanderte und sich vor siebzehn Jahren hier in St. Laurent am Maroni niederließ. Das Geschäft ernährte seinen Mann. Er hatte keine großen Bedürfnisse, das Leben war billig, und so hatte er immerhin einige Ersparnisse auf der Bank. Mit Marguerite war er befreundet, ja, so durch Zufall. Wie sie noch heiße? Marguerite Demuson. Ja, das sei alles, was er wisse. Ob er Marguerite liebe? fragte der Schuster Bourin lächelnd. Bourin mußte lachen. „Nein, mein guter Alter“, sagte er gutgelaunt, „Mademoiselle haßt die Männer, wenigstens die jungen Männer. Ich habe lediglich etwas Geschaftliches mit ihr zu besprechen.“ Endlich kam Marguerite. Sie trug ein einfaches Kleid aus hellem, musselinartigem Skoff, aber sie trug es wie eine Dame. Bourin erhob sich bei ihrem Eintreten. Ruhig und unberührt reichte sie ihm die Hand. „Da bin ich. Was haben Sie mir also zu sagen?“ „Ich möchte mit Ihnen allein sprechen.“ „Vater Sormet kann alles hören. Er kann schweigen. Und ich will, daß er alles hört.“ „Nun gut. Ich fragte Sie, ob Sie sich zweihunderttausend Franken verdienen wollen...“ „Und ich erkläre Ihnen, daß ich dazu bereit bin, wenn... mir die Bedingungen zusagen. Bitte sprechen Sie deutlicher, damit ich sehe, was für Scherze Sie vorhaben.“ „Sie kennen die Sträflinge Nummer hundertsiebzehn und hundertachtzehn?“ „Sie meinen den Engländer und den Deutschen?“ fragte Marguerite interessiert.„Die keinen Alkohol trinken?“ „Ja. Ich will nicht behaupten, daß die Sträflinge nur alkoholische Getränke trinken. Nein, sie trinken auch Obstsaft in Mengen, aber... sie geben doch dem Alkohol den Vorzug, und ein Sträfling, der Kantinenerlaubnis hat, verläßt die Kantine immer betrunken.“ „Ich denke, das ist verboten?“ „Ja, es soll sich keiner betrinken, aber... man merkt ihnen wenig an. Erst wenn sie nach der Baracke gehen, dann spürt man es. Sie passen auf.“ „Ganz interessant das alles. Aber kommen wir jetzt zu dem Geschäft, das ich Ihnen vorschlagen will.“ „Sie machen mich neugierig.“ „Haupfmann Ceutra hat mir von Ihrem Schicksal erzählt, Mademoiselle, ich...“ „Lassen Sie das aus dem Spiel“, wehrte das Mädchen mit lodernden Augen ab.„Mein Schicksal geht niemand etwas an.„Was wollen Sie?“ „Ich brauche Ihre Hilfe zur Befreiung meiner ehemaligen Freunde. Ich spreche von dem Engländer und dem Deutschen!“ Marguerite starrte ihn an, als zweifele sie an seinem Verstande. „Sind Sie toll geworden? Keine Maus kann aus Sankt Laurent heraus.“ „Das scheint nur so“, gab Bourin ruhig zurück.„Es muß einen Weg geben. Die beiden schmachten... unschuldig in der Verbannung, Mademoiselle! Wissen Sie, was das bedeutet? Ihr Prozeß soll neu aufgerollt werden, das ist aber nur möglich, wenn wir sie frei haben, wenn sie selbst aktiv mit an die Aufgabe herangehen. Sie müssen einen Weg finden. Ich zahle Ihnen zweihunderttausend Franken. Fünfzigtausend Franken zahle ich jetzt auf den Tisch Vorschuß. Bedenken Sie, das ist ein Kapital. Das setzt Sie in den Stand, nach Frankreich zurückzukehren. Es sind umgerechnet immerhin noch so viel wie gut zwanzigtausend Goldfranken, sogar noch mehr. Sie können sich drüben ein Leben nach Ihrem Wunsch und Willen einrichten.“ „Sie... wollen die beiden nach Europa bringen?“ Ja: „Und was würde aus mir?“ „Sie kommen mit. Eine Jacht kreuzt draußen an der Mündung des Maroni und nimmt uns auf.“ Marguerite saß stumm, mit vorgebeugtem Oberkörper. Sie schien zu überlegen. Zweihunderttausend Franken! Ah... das machte frei, das gab ihr den Rückhalt, daß sie sich drüben eine neue Existenz, ein neues Leben aufbauen konnte. Zweihunderttausend Franken waren ein Vermögen! Sie sah hinüber zu Horaz Sormet, in dessen Augen Angst und Sorge lag. Angst, daß Marguerite zu Schaden kommen könne und... daß er dann allein, seines einzigen Freundes bar, hier leben müsse. Plötzlich wandte sich Marguerite an den Alten. „Horaz, möchtest du nicht auch wieder nach rankreich?“ Verlegen sah sie der alte Mann an. „Ja... das möchte ich schon immer. Aber ... was fang' ich drüben an. Ich bin alt. Und wenn ich mir zehntausend Franken gespart habe, davon bleibt gewiß nicht viel übrig... wenn ich nach drüben fahre.“ „Vater Sormet... du mußt mir dann nachkommen! Ja? Ich... will's versuchen.“ Sie hob das Gesicht voll zu Bourin empor. „Ich will's versuchen!“ sagte sie entschlossen. „Zahlen Sie an Vater Sormet fünfzigtausend Franken!“ Bourin atmete auf. Gottlob, das war besser gegangen als er gedacht hatte. Er zog die Brieftasche und zahlte den Betrag auf. Das Madchen schob das Geld dem alten Manne zu.„So, Vater Sormet... nimm das Geld und verwahre es gut. Mache dein Geld von der Bank flüssig, und wenn du hörst, daß alles geglückt ist, dann fahrst du mit dem nachsten Dampfer nach Frankreich. Du erwartest mich in dem Dorf, wo du geboren bist. Ich komme dorthin... oder ich schreibe dir, wo wir uns dann treffen wollen.“ Der alte Mann nickte und nahm das Geld mit zitternden Händen und verbarg es. „Gut“, sagte Marguerite,„ich werde den beiden Männern zur Freiheit verhelfen. Sie mussen vierzehn Tage Geduld haben. In vierzehn Tagen etwa erhalten wir aus Frankreich wieder eine große Frachtsendung. Ich fahre dann mit dem Lastauto nach dem Hafen Sankt Laurent. Der Wagen wird von Jose Martout geführt. Mit dem bin ich gut bekannt. Ich erhalte immer zwei Sträflinge zur Hilfeleistung mit und außerdem zwei Soldaten. Die Soldaten und der Chauffeur sind stinkend faul. Die ganze Arbeit machen die Sträflinge. Bisher war es immer so, daß das Anto bis zum Kai fuhr, dann zog sich der Chauffeur zusammen mit den beiden Soldaten in Meesters Kneipe zurück. Stockbetrunken nahmen wir sie dann mit nach Hause. Den Wagen steuerte ich. Hoffen wir, daß es diesmal genau so geht, denn sonst müßten wir wieder einige Monate warten.“ „Der Plan ist ausgezeichnet. Und was habe ich dabei zu tun?“ „Sie sorgen für ein Motorboot mit Segeleinrichtung. Das muß vorn am Badeplatz liegen. In dem Motorboot müssen Sachen und Lebensmittel für uns sein. Wir fahren den Maroni entlang bis aufs offene Meer. Die Jacht muß hinter der Hoheitszone kreuzen.“ „Das wird geschehen. Wann, glauben Sie. wird die Flucht beginnen?“ „Ich richte es so ein, daß wir um die Mittagsstunde dort eintreffen. Wenn die ärgste Hitze ist Dann ist der Hafen wie verlassen, und meine Soldaten und der Chauffeur ziehen sich sofort zuruck Ich sorge für zwei Uniformen, die die beiden im Wagen anziehen, und dann fahren wir los. Zwei Stunden lang kann der Wagen stehen, ohne daß einer Verdacht schöpfen wird. Und in den zwei Stunden, hoffe ich, haben wir, wenn Sie für ein schnelles Boot sorgen, das offene Meer erreicht.“ „Gut! Ich verlasse mich auf Sie. Ich nehme Wohnung in Sankt Laurent und erwarte Ihre Nachrichten.“ „Wo logieren Sie?“ „Wo kann man anders als im„Kaiser von Frankreich“ in diesem elenden Nest logieren, Mademoiselle!“ gab Bourin seufzend zurück, und dann ging er. Als die beiden allein waren, sagte der alte Schuster, heiser vor Erregung:„Du... du denkst ... daß es klappen wird, Marguerite?“ „Ja, Vater Sormet!“ „Dann werden wir Frankreich... unser schönes Frankreich, wiedersehen...!“ In den müden Augen lag mit einem Male ein sehnsüchtiger, schwärmerischer Ausdruck. Um diese Stunde saßen Chester und Odmar auf ihren Lagern, und ihre Herzen schlugen schneller vor Erregung. Bourin wollte sie frei machen? Odmar bat ihm im stillen alles ab, was er ihm zugetraut hatte, und er sagte es auch Chester; aber der schüttelte unwillig den Kopf. „Ich... mochte gern, aber ich kann nicht an Bourins Uneigennützigkeit glauben.“ „Uneigennützig ist er bestimmt nicht. Man will dich für die Laudons gewinnen!“ „Ich werde nie für die Laudons arbeiten. Ich kann es ja auch nicht, solange ich vor der Welt schuldig bin. Laudons arbeiten stark mit Frankreich. Was soll ich bei ihnen?“ „Und. Isabelle?“ Chesters Haupt sank nieder, dann sah er den Freund mit einem Ausdruck tiefer innerer Verzweiflung an. „Odmar... hast du schon einmal geliebt?“ Diese Frage griff ans Herz. Odmar legte den Arm tröstend um des Freundes Schulter. „Ich bin an den Frauen nicht vorbeigegangen, aber die richtige habe ich noch nicht gefunden.“ „Ich habe Jenny geliebt... und Jenny... hat mich auch geliebt. Oder sonst müßten alle ihre Worte und... ihre Briefe Lüge sein. Ja, ja, ich sehe es schon ein... ich bin verfemt, man bat mich schuldig gestempelt... verurteilt... vor der Welt zum Verbrecher gemacht. Und bin es doch nicht. Aber eine liebende Frau... sie muß doch das fuhlen. Meinst du es nicht? Sie muß vertrauen bis ans Ende der Welt. Wie lange sitzen wir hier? Ein Jahr... ein volles Jahr der Qual! Und... das genügt schon, um mich zu vergessen.“ „Sie ist eine Frau, vielleicht eine schwache, gebrochene Frau. Bedenke, wie man vielleicht anf sie eingetrommelt hat. Wie man sie murbe gemacht hat. Sir Mortimer ist ein Ehrenmann. Du weißt, daß er um deine Freiheit kampft. Aber Sir Mortimers Frau Milly... ist eine Dame der Gesellschaft. Ich fürchte, daß sie dem armen Ding keine Ruhe ließ. Vielleicht hat ne ihr gedroht, daß der... Skandal Sir Mortimer und der Firma schaden kann. Man weiß es nicht. (Fortsetzung folgt.) Jan von Werth Ein Reiterroman von FranzHerwig Abdrucksrechte durch Verlagsas Manz. Mchen von Jussac gezogen zu sein, den hatten Jahre gegraben. Ihre Augen waren leblos und verschleiert. In Jan kam ein großes Mitleid empor, wie er sie so daherkommen sah, so— seltsam, so abgestorben gleichsam. Mitleid und noch etwas anderes, dessen Bedeutung er jetzt noch nicht ahnte. Er begann unruhig zu werden. Jose Maria bemerkte es und sagte: „Vorsicht, Jan!“ „Ich halt's nicht aus!“ raunte er. „Denk an sie. Sie wird beobachtet.“ Aber plötzlich, gerade, als Marie=Anne drei Schritte von ihm entfernt war, erhob er sich, so, als wäre sein Gebet eben beendet, erhob sich und machte Front, als wollte er sie vorüberlassen. Da sah sie ihn. Ihre Augen taten sich auf, wie Wetterleuchten in dunkler Nacht. Ihre Hände wurden emporgezogen wie von fremder Gewalt, und um ihren Mund blühte ein zögerndes Lacheln auf, das Jan die Augen feuchtete. Dann neigte sie fast unmerklich den Kopf und war vorbei. Jan stand noch lange und schluckte an seiner Erregung. Und als sie wieder auf dem freien Platz standen in der hellen, lebendigen Sonne, preßte er Jose Marias Arm an sich und sagte: „Herzbruder! Alter Herzbruder! Ich bin kein Philosoph. Aber wer mir sagt, daß das Leben ein Dreck ist, den will ich mit so guten Gründen abführen, wie meine Klinge je gesprochen hat.— Sag', wachsen nicht Flügel auf meinem Rücken? Nein? Mir ist's, als könnte ich geradewegs davonfliegen.“ Jose Maria sagte lachelnd: „Uebrigens würde mir ein guter, kühler Trunk nicht schaden. Weißt du, so gerade aus dem Keller in einer Tonkanne!“ „Immer du mit deinen irdischen Genüssen!“ „Muß wohl, wenn du davonfliegen willst." Er klopfte ihn auf das wohlgerundete Bäuchlein. „Uebrigens nimm dich in acht, daß du damit nicht an der Turmspitze hängen bleibst!“ 37. Fortsetzung.) Der eintönige Glockenschlag kam von SaintSpire. Sie traten ein. Die düsteren gotischen Schiffe waren leer. Jose Maria führte Jan eine Seitenkapelle, dort sah Jan die Platten des Fußbodens fortgenommen; eine Gruft gähnte. Ueber Jan stürzten schwere Gedanken. Er packte des Freundes Arm und raunte: „Was geschieht hier? Sprich! Was—“ „Die Gruft wartet auf einen Bewohner, Jan.“ Er zog ihn mit sich in das Mittelschiff. „Und für die Seele jenes armen Toten, Jan, wollen wir beten.“ Jan packte ihn an beiden Schultern. „Jose Maria! Dul Rede! Was soll das alles! Treibst du ein ruchloses Spiel mit mir? Jener Tote— du— ist es ein Weib? Ist es—?“ „Nein. Ihr Gatte!“ Jan ließ die Arme sinken und stöhnte befreit auf. Dann rieb er sich die Hände und sagte: „Ein rücksichtsvoller Kavalier, der Herr Jussac. Abzugehen! Er war ein haßlicher alter Kerl im Leben— aber nun er tot ist— wohlan!“ Er kniete nieder. „Siehst du“, flüsterte der Abbé,„ich wußte es.“ „Und ich werde sie sehen?" Der Freund nickte nur. Als vom Eingang her das Geräusch von Schritten laut wurde, begann Jans Herz zu klopfen. Die Orgel hob an zu brummen. Schwer und taktmäßig dröhnte der Schritt der Träger, denen die Bahre mit dem toten Jussac auf den Schultern schwankte. Sie gingen an den Freunden vorüber. Und in dem Gefolge von zwölf, vierzehn Personen ging Eine, tief verschleiert, aber aufrecht: Marie=Anne. Jan sah von der Seite die zarte Linie ihres Profils. Er mußte sich bezwingen, sonst wäre er aufgesprungen. Die dumpfen Klänge der Totengebete schollen aus der Kapelle. Die Glocke läutete noch immer. Endlich hörte man den schweren Schlag der Grabplatte. Gebet und Glocke schwieg. Und nun kam das Trauergefolge zurück. Merkwürdig viele Kavaliere, die nach Offizieren aussahen! Sie gingen in weitem Abstand vor MarieAnne, die am Arme einer grauhaarigen Dame schritt. Jan sah jetzt ihr Gesicht. Es war ruhig und kühl. Ein weher Zug lag um ihren Mund, aber der schien nicht von dem Leid um Jan war verliebt. Jose Maria hätte es bemerkt, auch wenn Jan weniger vertrauensselig gewesen ware, Er war verändert, unruhiger als sonst, und, was das schlimmste war: schwärmerischer. Er fand Gefallen an einsamen Schlendereien durch den Vincenner Wald, an langen Reden, die schwungvoll begannen und plötzlich abbrachen, und an Seufzen. An Seufzen, ja, denn er wußte so gut wie nichts über die Meinung Marie=Annes. „Und selbst wein ich wüßte", sagte er zum Herzbruder,„daß sie mich liebt, wie ein Weib ihren Gatten lieben soll— so—“ „Nun? Sprich weiter!“ „Verdammt! Wenn ich sie kussen würde, glaubte ich immer den alten Jussac zu schmecken. Zackerbombenundflöh!“ Und dann— fliehen mit ihr? Wo er sein Ehrenwort gegeben, nicht zu fliehen? Die Befreiung abwarten? Sollte er sie dann entführen? Dadurch würde sie ihres Vermögens beraubt. Zwar schadete es nicht viel— aber immerhin! Dem Kardinal Grund zum Händereiben zu geben, wenn der Geld und Güter einziehen konnte? Freilich konnte es ihm niemand verwenren, sein Weib sich zu suchen, wo er wollte. Aber wie die Dinge hier lagen— die Partei der Königinmutter regte sich wieder—, fanden sich leicht zwei falsche Zeugen, und Marie=Anne saß fest. Fürs erste schien Richelieu ihm allerdings seltsam wohlgesinnt. Er lud ihn zu einem großen Fest ein, das auf seinem Schlosse Conflans stattfand. Jose Maria fallt vom Pferd, und Jan steigt wieder in den Sattel. Ludwig der Dreizehnte hörte jeden Morgen die Messe in Sainte=Chapelle. Eines Tages begab auch Jan sich dorthin und richtete es beim Verlassen der Kapelle so ein, daß er dicht am Portal mit dem König zusammentraf. Der winkte ihm grüßend mit der Hand. Jan konnte nun nicht anders, als draußen dem Könige seine Reverenz zu machen. „Wie geht es Euch, Werth? Es ist hübsch, daß Ihr an Gotteshäusern nicht vorbeigeht. Uebrigens bin ich Euch dankbar, daß Ihr Herrn Durante halbwegs am Leben gelassen habt. Er sagt, Ihr hättet ihn ebensogut abstechen können, denn Ihr waret ein Meister.“ „Sire, als er den ersten Stich weghatte, schwor er, damals nur deshalb so rasch nach Frankreich abgereist zu sein, weil er Euer Majestät einen wichtigen Dienst leisten zu müssen glaubte.“ es vaor In der Tat? Und darauf hab Ihr ihm vergeben? Ihr seid wirklich ein Edelmann, und ich bin Euch von Herzen gewogen! Jan lußte die Hand des Königs. „Darf ich es wagen, Eure Majestat um einen Gefallen zu bitten?“ Ludwig sah sich unsicher um und rieb sich die Hände. Er wußte nicht, was er sagen sollte. „Eine Bagatelle, Sire. Ich kenne hier in der Nahe eine junge Witwe, der Euer Staatskanzler, jedenfalls aus guten Gründen, nicht sehr gewogen ist. Eine Frau de Jussac, Sire. Sie ist ein weng unvorsichtig, wie Frauen so sind. Und da ich ior von früher her verpflichtet bin und sie vor Aergerem bewahren möchte, wäre ich glücklich, sie nen zu können. Das heißt, auf mich wurde ne nicht hören. Wenn ich daher Eure Majestat anflehen darf, ihr zwei Worte zu schreiben, etwa so. „Haltet Euch ruhig und gehorcht Seiner Eminens. dem Herrn Kardinal“— nichts weiter, so wurde ich Gelegenheit haben, ihr diese Zeilen zustelle zu lassen." „Werth, ich tue Euch gern jeden Gefallen— „Dank, Sire, ich wußte, daß Ihr meine Bitte gewahren würdet!“ „Der Herr Kardinal würde sehr ungebalten sein, daß ich mich in seine Angelegenheiten mische. Wenn Ihr versprecht, auch im Namen der Dame, daß er nichts erfährt... Nun gut, kommt zwei Stunden in den Loupre, und man wird e den Brief aushändigen. Oder besser, kommt Nich, es würde auffallen; ich werde Euch den 5e schicken. Aber nur, weil ich Euch verpflichtet din, Werth. Und geht nun, meine Herren sehen Euch schon mit eifersüchtigen Augen an Jan entfernte sich zwei Schritte und hiien dann stehen. Einer der Edelleute hatte in Tat höchst ungehörige Blicke auf ihn An diesen trat er heran und sagte verbin lachelnd: „Wünscht Ihr etwas von mir? Ich Werth." Der Franzose verneinte sehr höflich. ihn stehen und ging pfeifend davon. weit. Dicht dabei war eine Garküche, wo m kannte. Dort ließ er sich einen Kapaun a Rost braten, und nachdem er seinen Hure Zurs stillt hatte und selbstverständlich seinen 2 auch, ging er zu einem Kleiderhändler,n ein himmelblaues Atlaswams, saß auf nach Vincennes zurück. Der Brief des war schon da, gesiegelt, woran Jan am lag. Dann hielt er Jose Maria eine den hübsche Rede, der ihm darauf eigenhändig Bart in eine so abenteuerliche Form la. Samm, Herr de Meilleraye ihn, als er in der 24 rung den Donjon, in einen großen hullt, verließ, anhielt, da er ihn nicht ert (Fortsetzung folgt) Mit 103:48 P. Der 11. Leichtathlet Frankreich drückte am ganz seinen Stempel au nonalstaffel in verschie meinen Ueberraschung1 eblte von den vor wen stern nur Schaumberg,1 zeimeisterschaften in Fre taavormittag machtend Stadtrundfahrt und anse Rathaus vom Bürgerme trage des Oberbürgerm. leiter Karl Fiehler, franzosischen Gaste dank sischen Leichtathletikverbe sprach Reichsfachamtsleit die Begegnung zwischen als den Landerkampf der nete und der Stadt Min Vorarbeiten seinen Dank in ein dreifaches Sieg schaft aus. Schon lange vor Bewarteten Landerkampfes Tausende1 die Range des Stadions in prachtigem Flaggensch gen bestens getrofsen we bester Verfassung befand, fur ein gutes Gelingen der Kampfe unterhieltd darte Deutschland die W gasten waren Vertreter der Stadt und des deutsch übungen. Die französis ark vertreten. Als die den Fahnenträgern N. Leutschland, in das Ste der Jubel der Massen lo nußte die Mannschafte lauschten Wimpel aus,d gesungen und dann began Als erste Konkurrenz estartet. Zunachst peru cinen Feblstart und beim seben, so daß nur drei L Porchmeyer lag sofort an ranzosen Malfrendt und Netern entspann sich ein mener in 10.5 vor Scheu noch sicher niedergerungen Leutschland führte nach Punkten. Zehr interessant war zunachst fuhrte Lana Dei ranzosen Leichtnam und ner Harbig am Schluß laa Spitze vor Lana. barbig schoh sich mehr den letzten 100 m lief einen prachtigen Zweikamt mann gewonnen wurde. beiden nachsten Platze ann folgte durch1 Killer Munchen der Star eine eindeutige Angelegen war. Der Start klapptest veraer und Neckermann aber hart bedrängt von hei essonnaud. An dieser Ne mehr. Hornberger und Ne das Ziel vor W. nand(224). m Speerwurf waren klar 16 ur die Ueberraschung so Wurf von 66.0 n em) auf den zweit Frankreich wurde mit 5 Landsmann Frinot(54,77 Kugelstoßen gab es Topp eUtsche Meister Woll n Platz aanz knapp v eiden Franzosen Noel(1 Auch im 400 m Pauf end R. in om Start wea setzte sich olat von dem Franzosen! Linnhoff Robens Jone auf der outets und in 189 Zweil 9 und Marcisac 30.9 Se das spannen wurde der 1500 m.8a an surg verzichter ganz vorzugliches Rennen letzten Metern förmlich in der aleichen Zeit lulammenbrach. Der drit wart umstritten, n vor Nitter De Ztabhochspru in ersten franz. aberraschuna. Nirt utschland und Dutter= enzen. Wann, glauben aß wir um die Mittagsdenn die ärgste Hitze in erlassen, und meine Solziehen sich sofort zuruc rmen, die die beiden im n fahren wir los. Zwei Wagen stehen, ohne daß vird. Und in den zwei n wir, wenn Sie für 1, das offene Meer erch auf Sie. Ich nehme rent und erwarte Ihre s als im„Kaiser von elenden Nest logieren, in seufzend zurück, und waren, sagte der alte ung:„Du.. du denkst Marguerite?“ ankreich... unser schön...!" In den müden ale ein sehnsüchtiger, n Chester und Odmar ihre Herzen schlugen machen? illen alles ab, was er er sagte es auch Chester: g den Kopf. aber ich kann nicht an glauben.“ bestimmt nicht. Man gewinnen!“ Laudons arbeiten. Ich lange ich vor der Welt beiten stark mit Franklen?" jeder, dann sah er den uck tiefer innerer Verhon einmal geliebt?“ Herz. Odmar legte den undes Schulter. n nicht vorbeigegangen, noch nicht gefunden.“ t... und Jenny Oder sonst müßten alle Briefe Lüge sein. Ja, ich bin verfemt, man lt... verurteilt cher gemacht. Und bin liebende Frau... sie einst du es nicht? Sie de der Welt. Wie lange r... ein volles Jahr genügt schon, um mich leicht eine schwache, gewie man vielleicht anf die man sie murde ge= r ist ein Ehrenmann. eine Freiheit kampft. u Milly.. ist eine ch fürchte, daß sie dem ließ. Vielleicht hat sie Skandal Sir Mortimer n. Man weiß es nicht.“ (Fortsetzung folgt.) tre Majestat um einen t um und rieb sich die das er sagen sollte. Ich kenne hier in der er Euer Staatskanzler, den, nicht sehr gewogen Sire. Sie ist ein wenig sind. Und da ich ihr bin und sie vor Aergee ich glücklich, sie wart, auf mich würde sie der Eure Majestat anzu schreiben, etwa so: sorcht Seiner Eminens. lichts weiter, so würde diese Zeilen zustellen ern jeden Gefallen— daß Ihr meine Bitte ürde sehr ungehalten Ingelegenheiten mische. im Namen der Dame, Nun gut, kommt in e, und man wird der besser, kommt nicht, erde Euch den Euch verpflichtet bin, ine Herren Kavaliere ichtigen Augen an. Schritte und blieb delleute hatte in der ke auf ihn geworten. ind sagte verbindlich von mir? Ich bin el Volkssport und Leibesübung Montag, den 9. August 1937 Zum elften Male ein deutscher Sieg Mit 103:48 Punkten gewannen Teutschlands Leichtalhleten den Länderkampf gegen Frankreich— Neuer deulscher Hochsprungrekord Der 11. Leichtathletik Länderkampf Deutschland Frankreich drückte am Sonntag der Stadt Munchen ganz seinen Stempel auf. Frankreich hatte seine Na nonalstaffel in verschiedenen Disziplinen zur allge meinen Ueberraschung verjüngt, und bei Deutschland eblte von den vor wenigen Wochen ermittelten Mei stern nur Schaumberg, der sich an den deutschen Poli zeimeisterschaften in Frankfurt beteiligte. Am Sonn taavormittag machten die Wettkampfer zunachst eine Stadtrundfahrt und anschließend daran wurden sie im Rathaus vom Bürgermeister Dr. Tempel am Auf trage des Oberbürgermeisters von München, Reichs leiter Karl Fiehler, herzlichst begrüßt. Fur die franzosischen Gaste dankte der Prasident des Franzö sischen Leichtathletikverbandes, Mericamp. Dann sprach Reichsfachamtsleiter Dr. Ritter von Halt, der die Begegnung zwischen Deutschland und Frankreich als den Landerkampf der guten Kameradschaft bezeich nete und der Stadt München für die ausgezeichneten Vorarbeiten seinen Dank aussprach. Seine Rede klana in ein dreifaches Sieg=Heil auf die franzosische Mannschaft aus. Schon lange vor Beginn des mit Spannung erwarteten Landerkampfes umsaumten Tausende von Zuschauern die Range des Stadions. Der Kampfplatz zeigte sich in prachtigem Flaggenschmuck. Da alle Vorbereitungen bestens getroffen waren und sich die Anlage in bester Verfassung befand, waren alle Voraussetzungen fur ein gutes Gelingen gegeben. Bis zum Beainn der Kampfe unterhielt der Musikzug der SS.=Stan darte Deutschland die Wartenden. Unter den Ehren gasten waren Vertreter der Partei, der Wehrmacht, der Stadt und des deutschen Reichsbundes für Leibee bungen. Die französische Kolonie war ebenfalls art vertreten. Als die Mannschaften, gefuhrt von den Fahnenträgern Noel=Frankreich und Stock eutschland. in das Stadion einmarschierten, brach der Jubel der Massen los. Dr. Nitter von Halt be grußte die Mannschaften, die Mannschaftsführer lauschten Wimpel aus, die Nationalhymnen wurden gesungen und dann begann der große Kampt Als erste Konkurrenz wurde der 100-Meter=Lauf estartet. Zunachst verursachte der Franzose Stolt nen Feblstart und beim zweiten Start blieb Stolt sehen, so daß nur drei Läufer um den Sieg stritten Porchmeyer lag sofort an der Spitze, gesolgt von den tranzosen Malfrendt und Scheuring. Auf den letzten detern entspann sich ein harter Kampf, den Borc in 105 vor Scheuring(10,6), der Malfrend noch sicher niedergerungen hatte, für sich entschied Leutschland führte nach dem ersten Wettbewerb mit Punkten 3,90 m, alle weiteren Versuche scheiterten. Sieger wurde Vintousky durch die geringere Zahl von Fehl sprungen. Ramadier Frankreich schaffte nur 3,80 m und beleate den vierten Im Weitsprung, Hochsprung und Dis kuswersen gab es wiederum deutsche Doppelerfolge. Den Weitsprung holte sich der Leipziger Long mit einem Sprung von 7,42 m. Auf den zweiten Platz kam Grampp mit 6,96 m vor den Franzosen Joan blanc mit 6,93 und Paul mit 6,83 m. Im Hochsprung wurde endlich der deutsche Rekord verbessert. Nachdem Weinkotz schon mehrmals vergeblich versucht hatte, 2 Meter zu überspringen, gelang ihm beim Länder kampf gegen Frankreich dieses Vorhaben. Sein wei terer Versuch, 2,03 m zu überspringen, mißglückte. Der zweite Deutsche Augustin bewaltigte 1,90 m und wurde damit Zweiter vor Mantran Frankreich(1,85) und Puyfourcat Frankreich(1,80). Im Diskuswerfen war Schroder wieder der überlegene Mann. Mit 48,55 m hatte er seinen Sieg sicher vor Lampert Deutschland 46,78), Noel und Winter Frankreich, die 45,86 und 14,17 m warfen. Im 5000-m Lauf gab es den erwarteten Sieg von Syring Das Rennen nahm einen spannenden Verlauf. Syrina und Poharec Frankreich wechselten sich mehrmals in der Führung ab, aber auf der letzten Runde war der Franzose dem Endspurt von Syring nicht mehr gewachsen, so daß Syring unangesochten in 15:07,2 Min. Sieger wurde. Der zweite Deutsche Eberhard konnte im Endkampf Poharec sogar noch abfangen und für Deutschland einen weiteren zweiten Platz retten. Auch im 110-m=Hürdenlauf hielten die deutschen Doppelersolae an. Vom Start weg führten die beiden Deutschen Wegner und Kump mann mit knappem Vorsprung. Wegner warf eine Hürde und Kumpmann zwei. Wegner siegte in 15,0 Sek. vor Kumpmann 15,2, Mathiotte 15,4 und Elie 16,1 Set Die beide den Landerkampf abschließenden Staffelwettbewerbe wurden ebenfalls eine sichere Beute der Deutschen. In der 4 mal 100 m Staffel hatte Frankreich nie eine Siegchance, denn während die deutsche Mannschaft in 11,1 Sek. siegte, benötigten die Gaste 42,8 Sek. In der 4 mal 400 m Staffel siegte die deutsche Mannschaft in 3:14,4 vor Frankreich in 3:16,8. Der erste deutsche Laufer Kisters holte gegen Boisset 5 m Vorsprung heraus, der erst von dem Franzosen Wit mer, der für Macillac gestartet war, etwas verringert wurde. Deutschlands Schlußmann, Linnhoff, lief aber wieder ein vorzügliches Rennen und vergrößerte den Vorsprung auf 10 Meter. Deutschland trug im Gesamtergebnis einen überlegenen Sieg von 103:48 Punkten davon, der von den Zuschauern mit großem Beisall aufgenommen wurde. Gall siegte in der großen Klasse 170000 beim Großen Molorrad=Preis von Deutschland— Revanchekampf zwischen DKW und Guzzi Man kann den Großen Motorrad=Preis von(NSU) führend aus der ersten Runde zurück, doch Deutschland, der am Sonntag auf der 8,6 km lan schon wenige Kilometer später erschienen die Eng gen Strecke des Sachsenrings bei Hohenstein Ernst= lander Wyite und Daniell in Führung. Diese bei thal ausgefahren wurde, als eine Wiederholung oder den Fahrer jagten sast ungefahrdet eine Runde nach gar Revanche des Großen Preises von Europa be der andern mit Gleichmaßigkeit und Sicherheit. White zeichnen, zumal die Besetzung noch besser war als lag in der letzten Runde in der Zielkurve noch an das Starterfeld in Bern. Bei glühender Hitze um der Spitze, nahm die Kurve aber zu weit, und schon saumten 17000 Zuschauer die Strecke, wiederum ein zog Daniell an ihm vorbei und sicherte sich so den Punkten. Sehr interessant war auch der 800-m-Lauf Zunachst fuhrte Lang Deutschland vor den beiden ranzosen Leichtnam und Goir, wahrend der Dresde ser Harbia am Schluß lag. Nach 400 m eroberte Goir die Spitze vor Lana. barbig schob sich mehr und mehr nach vorne. zuf den letzten 100 m lieferten sich Harbig und Goir einen prachtigen Zweikampf, der von unserem Rekord mann gewonnen wurde. Die Franzosen belegten die beiden nachsten Platze ann folate durch den Olympiastarter Franz Miller Munchen der Start zum 200-m.xauf. der eindeutige Angelegenheit unserer Vertreter Dar. Der Start klappte sofort. Die Deutschen Horn und Neckermann lagen sofort an der Spitze, „ hart bedrängt von den Franzosen Malfrendt und denonnand. An dieser Reihenfolge änderte sich nichte vornberger und Neckermann passierten beide in c7 das Ziel vor Walfreydt(22,2) und Besson nand(224) em Epeerwurf waren die Deutschen ebenfalle klar überlegen. die Ueberraschung forgte hier Laqua, der mit mnem Wurf von 66M m den Olympiasieger Stöck auf den zweiten Platz verwies. Dorech wurde mit 36.25 m Dritter vor seinem andsmann Frinot(54,77 m). dom Kugelstoßen gab es ebenfalls einen deutschen Doppelsiea s deutsche Meister Wollke belegte mit 15,35 m den seise. Platz ganz knapp vor Konrad(15.22) und den Franzosen Noel(14.71) und Drecq(14,07). Nuch im 400 m Lauf endeten die beiden Deutschen in Front. stes Start wea setzte sich Linnhoff an die Spitze, ac diar von dem Franzosen Jone, Robens und Marcil Linnhoff gewann in 48,8 Sek., wäh s obens Jone auf der Schlußgeraden noch über agren und in 489 Zweiter wurde. Jove benötiats und Marcisac 209 Sek.— Wohl das spannendste Rennen auf 2* 1500m. Lauf, bei dem Deutschland anannburg verzichten mußte. Stadler lief ein e aurzügliches Rennen, kämpfte den Favoriten gennand Frankreich, der mit 5 m gefuhrt hatte, auf Min Metern förmlich nieder und siegte mit 3.58 ran der gleichen Zeit wie Normand, der im Ziel emans Der dritte und vierte Platz war menn dr umstritten, nur daß hier der Kranzose Beweis, wie volkstumlich der Motorsport in Deutsch land geworden ist. Kluge nahm Revanch Das Rennen der kleinen Klasse gestaltete sich so sori zu einem Revanchekampf zwischen DKW und der italienischen Marke Guzzi, die in Bern durch Tenni aum Siege gekommen war. 35 Runden= 301 km mußten die Maschinen der 250 cem Klasse fahren. Ewald Kluge auf DKW setzte sich sofort an die Spitze des Feldes und vergrößerte seinen Vorsprung stan dig. Nur die schnellen Guzzi, Winkler auf der zwei ten DKW und die englischen Erelsior mit Ginger Wood und Manders konnten das scharfe Tempo mit balten. Im Verlauf fiel Winkler mit den beiden Engländern immer mehr zuruck. Stanley Woods auf Guzzi gab in der 16. Runde auf. Kluge hielt sich un entwegt an der Spitze. Als er aber tanken und die Kerzen wechseln mußte, überholten ihn Tenni und Sandri. Aber Kluge schoß bald wieder an die Spitze. Noch einmal mußte Kluge Kerzen wechseln, und wieder ziehen die zahen Italiener an ihm vor bei. Jetzt raste der Deutsche eine Rekordrunde mit 127,1 kmisid. herunter und setzte sich wieder in klare Front. Sein Sieg war ungefahrdet, und in der neuen Rekordzeit von 2:29,30 Std.= 121,6 kmistd. brauste Kluge durchs Ziel. Auf den nachsten Plätzen folgten die Italiener Tenni und Sandri, wahrend Walfried Winkler, der 1935 mit 114 km/std. den Re kord aufgestellt hatte, überrundet wurde. Norton nicht zu schlagen In der 3 cem=Klasse ist die Führerstellung der englischen Norton ungebrochen. Zwar kehrten Mel lors(Velocette) und unser Meister Fleischmann Sieg in der Rekordzeit von 2:17:52,3 Std.= 123,9 km sid. vor White und Fleischmann. Gall siegte in Rekordzeil Trotz des deutschen Sieges von Gall in der großen Klasse, ein Sieg, über den wir uns restlos freuen dür sen, muß man vor allem dem Engländer Guthrie für seine fabelhafte Leistung hochste Anerkennung zollen. Nur großes Pech brachte ihn um den schon sicheren Sieg. Von der fünften Runde lag der Engländer auf seiner Norton in Führung, und nur Gall vermochte einigermaßen seinem wilden Tempo beizuhalten. Schon schien Guthrie der sichere Sieger zu sein, als er in der letzten Runde stürzte und zum Ausscheiden gezwungen wurde. Gall auf BMW kam dadurch zu einem unangesochtenen Sieg in der Rekordzeit von 2:35:44,4 Std.= 133,4 kmestd. Auch auf den weiteren Plätzen endeten deutsche Maschinen. Guthrie überrundete einen Fahrer nach dem an dern, und schließlich lag nur noch der zahe Gall mit ihm in einer Runde. Niemand zweifelte mehr an dem Sieg des Engländers. Da in der letzten Runde er eilte ihn das Geschick. In der Nötzhold Kurve, zwei Kilometer vor dem Ziel, blockierte plötzlich seine Ma schine, und Guthrie stürzte schwer. Er zog sich einen Unterschenkelbruch und Gesichtsverletzungen zu. Gall steuerte seine Maschine jetzt ungefährdet als Sieger in Rekordzeit nach Hause. Erfreulich, daß auch auf den nachsten Platzen deutsche Fahrer einkamen, Mans feld(TKW) wurde Zweiter, seine Markengefährten Bodmer und Herz folgten auf den nächsten Platzen. Der Sieger Gall, der mit 138,7 kmesid auch die schnellste Runde des Taaes gefahren hatte, wurde von Korpsführer Hühnlein in einer kurzen Ansprache ge feiert und besonders zum Gewinn des Ehrenpreises des Fuhrers begluckwunscht. Brauchitsch gewann den Großen Preis von Monaco ber Slabhochsprung brachte mit dem eineersten französischen Sien Vintousky=Frankreich, Muller schtand und Dutter=Deutschland übersprangen Die Graebnisse: Großer Preis von Monaco 1e Runden gleich 318 km): 1. Manfred v. Brauchitsch (Mercedes=Beng) 8.07:90 Std. gleich 40,B kmitd.(neuer Rekord); 2. Rudolf Caracciola(Mercedcesena) 808 482 Stunden; zwei Runden zurück: B. Christian Kauß(Mer cedes Benz); drei Runden zurück: 4. Rosemener(Auto Union); 5. Zehender(Mercedes Benal: B. Farina 1Alfa Romeo): fünf Nunden zurück: 7. Sommer(Alsa No meol; acht Runden zurück:». Nüsch(Alla Romeo): 16 Runden zurück: N. Pintacuda(Alla Nomeo). Nach einem hinreißenden Zweikampf mil Caracciola Nach einem hinreißenden Zweikampf mit dem deutschen Meister Rudolf Caracciola, der in der 80. Runde mit 1:46,5 Min. und 107,4 kmstd. einen neuen Rundenrekord in einer Zeit aufstellte, wie sie nicht einmal im Training erreicht wurde, siegt Manfred von Brauchitsch auf Mercedes Benz in neuer abso luter Rekordzeit von 3:07:23 Std. und erkampft den Großen Preis von Monaco zum dritten Mal hintereinander für Mercedes Benz. Auf der gleichen deut schen Marke hatten Fagioli und Caracciola in den beiden vergangenen Jahren gesiegt. v. Brauchitsch beendete mit 101,8 kmstd. zum ersten Mal dieses schwere Rennen mit einem über 100 kmstd. liegenden Durchschnitt. Zweiter wurde Caracciola auf Mer cedes Benz. Vier Mercedes=Benz waren am Start, alle kamen ans Ziel, drei auf den ersten Platzen. Sprintermeister Borchmeyer wird am 1. Novem ber auf die Dauer eines Jahres die Reichsakademie für Leibesübungen in Berlin beziehen, um Sport lehrer zu werden. Später, wird Borchmeyer in Stuttgart beruflich tätig sein Der EB Dubois Essen führte am Sonntag seine lente Freiluftveranstaltung durch. Nachdem die Esse ner Gladbed geschlagen hatten, wurde nunmehr auch Solingen 95 vor gutem Besuch mit 1216 Punkten be zwungen Deutsche Leichtathleten siegten in Holland Im Amsterdamer Olympia=Stadion wurde am Sonntag ein gut besetztes internationales Leichtathletik=Sportfest ausgetragen, bei dem auch verschiedene deutsche Männer und Frauen an den Start gingen und zu teilweise schönen Erfolgen kamen. Im 80=Meter=Hürdenlauf der Frauen gab es durch Steuer(Duisburg) und Eckert(Frankfurt) einen deutschen Doppelerfolg, während die beiden Sprinterlaufe über 100 und 200 m die Holländerin Coen jeweils vor der Berlinerin Dörffeldt gewann. Die 1 mal 100=Meter=Staffel der Frauen holte sich Deutschland mit Eckert, Dörffeldt, Albus und Kurz in 49,9 Sekunden gegen die holländische Nationalstaffel. In den Kämpfen der Männer gewann Osendarp die beiden Sprinterstrecken. Finlav(England) durchlief die 110 Meter Hurden in 14,6 Sekunden und seine Landsleute Brown(400 m), Stothard(800 m), Webster(Stabhochsprung) und Wright(1500) kamen zu weiteren eindrucksvollen Siegen. England gewann auch die Sprinterstaffel in 42,2 gegen Holland (43). Im 1500-Meter=Lauf zeichnete sich der junge Wuppertaler Stieglitz aus, der hinter Wrigth in 3:57,1 Minuten den zweiten Platz in 3:58 Minuten belegte. Im 800 Meter=Lauf wurde Schmidt auter Zweiter hinter Stothard(158.8 gegen 1:59) und Kluppsch belegte über 400 m den zweiten Platz hinter Brown. Jahnwekturnen in Freyburg Ueber 400 Turner, darunter in erster Linie Altersturner, waren am Samstag und Sonntag aus dem ganzen Reich zum Jahnwetturnen nach Freyburg an der Unstrut gekommen, um ihre Kräfte in Mehrkampfen zu messen. Höhepunkt war der Jahnerinne rungsstaffellauf, der den Halleschen Tus V in 1240 als Sieger vor dem MTV Merseburg sah. Die Mehrkampfergebnisse: Sebenkampf: Kl. 3a(Jahrgang E1—97): 1. K. FrankeHof 16 Punkte; Klasse 35 Jahrgang 68—92): 1. J. Wernigen=Duisburg 107 Punkte. Sechskampf: Klasse 2 (Jahrg. 87 und älter): 1. J. Gradl=Nürnberg 162 Punkte. Vierkampf Klasse 9(Jahrgang 91—04): 1. F. SchneiderGautz 73 Punkte. Funfkampf Klasse 1(#abrg. 0—18): 1. R. Kübel=Planen 102 Punkte. 2. F. Ritter=Apolda 94 Punkte, 8. H. Baumann=Gautz 92 Punkte Deutschlandriege begeisterte in Villingen Nachdem die Nationalmannschaft der Turner in barter Trainingsarbeit zum ersten Male mit den soeben bekannt gewordenen Uebungen der Weltmeisterschaft 1938 in Prag vertraut gemacht worden war, trat die Mannschaft am Sonntag in Villingen in einem der großen Schauturnen vor die Oeffentlichkeit. In der Besetzung Pludra, Beckert, Stadel, Volz, Schmelcher, Stangl, Steffens und Frey zeigte der Turner=Nationalmannschaft in Villingen hervorragendes Können am Barren, Pferd, an den Ringen, bei den Freiübungen und am Reck. Sie turnten fast fehlerlos und bewiesen, daß sie bei dem Schauturnen auf dem internationalen Turnfest zu Paris die deutschen Farben in gewohnter Weise vertreten werden. Karch=Zimmermann Rhönsieger Abschluß des 18. nationalen Segelflngwettbewerbs Noch einmal war am Sonntag der Berg der deut schen Flieger, die Wasserkuppe in der Rhön, das Ziel von Tausenden von Besuchern, die den Abschluß der 18. nationalen Rhön miterleben wollten. Mit großtem Eiser setzten sich die Piloten in ihren Ein= und Doppelsitzern zu letzten segelfliegerischen Großleistungen ein. Sieger der 18. nationalen Rhön und da mit Gewinner des Ehrenpreises des Reichsministers der Luftfahrt wurden die beiden Münchener Segelflieger Karch—Zimmermann, die 1675 km zurückgelegt, neun Zielflüge durchgeführt und 5054 Punkte errungen hatten.— Steinert von der NSIK Gruppe Dresden belegte vor dem Stuttaarter Beck den zweiten Platz. Den Preis für die größte Höhe erhielt der Breslauer Segelflieger Bleck mit 4090 m, der damit endaültig den Prinz Heinrich Preis der Lüfte gewonnen hat. Den Preis für die größte Gesamtzielstreckensumme wurde dem Stuttgarter Beck zuerkannt. Ergebnisse 18. nationale Rhön 1. Karch-Zimmermann(BdL München) 1675 km 9 Zielflüge, Gesamtpunkte 3054; 2. Bräutigam Steinert N3 Gruppe Dresden) 1477 km. 5, 9790,1: 3. Beck N2JK Stuttgart) 100 km. 9, 2842,8; 4. Haase Gruppe Berlin) 1405 km. 7, 3; 6. Treuter(98.76 Gruppe Weimar) 1081 km. 7, 2016; 6. Kracht(Dw? Aachen) 2024 Punkte: 7. Schmidt(Munchen) 240 Osann(Darmstadt) 272; 9. Medicus(Nürnberg) 7714; Blech(Breslau) 207. Dauerrennen werden auch am 15. August auf der Nadrennbahn am Schanzenberg in Saarbrücken ab gewickelt. Bisher wurden die beiden Teilnehmer am Endlauf zur deutschen Meisterschaft, Krewer Koln und Ifland Düsseldorf. fest verpflichtet. Die deutsche Turnriege, die am Pariser Weltaus= stellungs Turnen teilnimmt, sammelt sich in Kaiserelautern und wird sich dort am 11. Angust in einer Schanturnen vorstellen Deutschlands Schwimmer in Düfseldorf Spannende Kämpfe um den höchsten Titel des deutschen Schwimmsports- Vielversprechender Nachwuchs Weiß auch Meister im Turmspringen Zum fünflen Male Alberl Richter Das äußere Bild bei den Deutschen Schwimm Meisterschaften konnte nicht prächtiger sein. Von einem unbewölkten Himmel leuchtete eine strahlende Sommersonne, die dem schönen Schwimmbad im Düsseldorier Rheinstadion hellen Farben glanz verlieh. Die deutsche Schwimmerjugend, unter ihr besonders stark und vielversprechend vertreten unser Nachwuchs, kämpfte hier um die höchsten Titel des deutschen Schwimmsports, der auch in Düsseldorf bewies, daß die Linie des stetigen Aufstiegs zielsicher eingehalten wird. Der Sonntagvormittag begann bei ansprechen dem Besuch mit der Entscheidung im Kunstspringen der Frauen. Neun Springerinnen zeigten sowohl in der Pflicht als auch in der Kür, daß seit dem ver gangenen Jahr das allgemeine Können wesentlich gesteigert wurde. In der Kür glänzte die junge Daumerlang durch einige hervorragende Sprünge, die ihr noch sehr sicher den Sieg mit 107,48 Punk ten vor Schloßnagel mit 105,30 Punkten und Eckstein (Erkenschwick) mit 99,68 Punkten einbrachten. zeitenmal Weiß! Ehrhard Weiß holte sich auch im Turmspringen den Titel, und zwar wiederum in einer solch überragenden Form, daß er einfach nicht zu schlagen war. Schon nach den Pflichtsprüngen hatte Weiß eine klare Führung. Sein Sieg mit 135,86 Punkten war natürlich stets ungefährdet. Auf dem zweiten Platz kam erwartungsgemäß der Frankfurter Stork mit 120,61 Punkten vor Homm(Spandau 04) mit 116.88 Punkten. Am Nachmittag hatten sich wider alle Erwartun gen nur etwa 3000 Zuschauer eingefunden. Das ist um so bedauerlicher, als es gerade diesmal eine Reihe ausgezeichneter Leistungen und überaus spannender Kämpfe gab. Gleich der erste Wettbewerb brachte einen wichtigen Höhepunkt: die 4 mal 100 Meter Kraul staffe der Männer, die vom Bremischen SV in 4:13,4 Minunten gewonnen wurde. Düsseldorf 00 kamen wohverdient in 4:13,4 Minunten auf den zweiten Platz vor Spandau 04. „Gisela“ wieder Meisterin Das 100 Meter Kraulschwimmen für Frauen spitzte sich sofort zu einem prachtvollen Kampf zwi schen der Titelverteidigerin Gisela Arendt und der jugendlichen Inge Schmitz zu. Arendt siegte mit sicht barem Handschlag in 1:07,3 Minuten vor der Span dauerin in 1:07,8 Minuten. Fischer) 9:2,3; 2. Spandau 0t 0:53,5; 3. Amateur SW Daisbura N:#,8: 4. Waspo Stettin 10:0,2; 5. Westfälen Tortmund 10 05,2; 6. Bremischer 3V 2. Mannschaf: 10:14,1 Min.— 4 mal 2 m Bruststafsel: 1. 2V Glad beck 13(Lammers, Vorsmüller. Schulte, Heina) 11:40; 2 Hellas Magdeburg 11:50,2; 3. 1. Frankfurter SC 12:01,2; 4. Westfalen Dortmund 12:07,6; 5. A3V Bres lauer 12:13,7; 6. Hamburger SV 70 12:16,2 Minuten.— Kunstspringen: 1. Weiß=Neptun Dresden 1en.2; 2. EsserIserlohn 166,2; 3. Mahraun Poseidon Berlin 163,46; l. Haster=3V Bewag Berlin 143,0: 5. Hoff=Spandan 0 140,2; 6. Lorenz=Wünsdorf 137,06 Punkte. Frauen: uom Kraul: 1. Ruth Halbsguth Nixe Charlotten burg 5:53,2; 2. Ruch Karnatz=Düsseldorf W 5:50,9; 3. Ulla Groth ASV Breslau 6:00,4; 4. FeltmannPoseidon Dresden 6:01,7; 5. L. Franke=Aachen( 6:16,4: 6. N. Küppers=Halle(N 6:15,7 Min.— Bruststaffel 8 mal 30 Meter: 1. Damen SV Duisburg(Depuht, Piecheida, Wollschläger) 9:44,8; 2. Nire Charlottenburg 9:56,4; 3. Kreseld 93 10:02.2: 4. Poseidon Worms 10:07,4; 5. Nire Magdeburg 10:11,5: 6. Bund Duisburger Schwimmer innen 10:25.4 Min.— Lagenstaffel(1M. 20, 11) m l. Nire Charlottenburg(Halbsguth, Engelmann, Arendt deutscher Rekord 5:10,4; 2. Krefeld M 5:50,2; 2. Stillinge Dessau 6:01,3; 4. 1. Duisburger TSC 6.0,5; 5. Dussel dorf 98 6:07,8; 6. Schöneberger D2C 6(6 Min springen: 1. Suse Heinze Schöneberger D3C 3,—. Anni Kapp Alliang Frankfurt 37,57; 2. G. Daumerlang Nixe Charlottenburg 3,55; 4. O. Eckstein=dinn Erkenschwick 33,M; 5. Bauer Neptun Dresden 3 Kempf=3V Augeburg 3,53 Punkte Vereine ohne Winterbad Kraulstaffel 4 mal 100 m, Manner: 1. Allensteiner Sportschwimmer 4:W.6; 2. SV Hof 1331,5:— Poseidon Worms 4:41,4; 4. Germania Mainz Mombach 4:w,5; o Delphin Wittenberge 1:66,2; 6. Gütersloher 3 im 4:57,4 Minuten.— Lagenstafsel 100, 30, 100 m, Manner: Regensburger Turnerschaft bim,7; 2. Poseidon Worme 3. Allensteiner Sportschwimmer 5e5A: 4. S4 5:465; 5. 3V Wiesdorf 5:47; 6. Weißenfeller SB. 5:4,6 Minuten. Deutsche Fliegermeisterschaft für Berussfahrer Auf der Berliner Olympiabahn wurde am Samtaa die Deutsche Meisterschaft der Berufsflieger vor 200 Zuschauern ausgetragen. Zum fünften Male sicherte sich der ehemalige Amateur=Weltmeister A. bert Richter den Titel. Sein großer Rivale war er wartungsgemaß sein Landsmann Toni Mertens, der ihm auch einen harten Kampf lieferte. Im ersten Entscheidungslauf kam Richter zu einem recht über legenen Sieg mit einer Radlänge, aber im zweisen Lauf drehte Merkens den Spieß herum und gewann nach hartem Kampf mit Handbreite. Der entschei dende dritte Lauf brachte nochmals erbitterten Kampf. Richter trat frühzeitig zu einem 3 m Spurt an. Merkens griff ihn entschlossen an, konnte aber nur noch bis auf Handbreite auflaufen. Den drit ten Platz sicherte sich Lorenz vor Marklewitz Als Rahmenkampfe lieferten sich unsere besten Steher Verfolgungsrennen. Im ersten Lauf gewann Stach gegen den Düsseldorfer Island nach 7:9 M nuen mit 60 m. Lohmann holte Schindler bereits nach 5:55 Minuten ein, wahrend Schön nach hartem Kampf gegen Metze nach 8:07.2 Minuten mit fünf Metern gewann. Henkel hielt den Titel im Lande Fritz Scheller wieder Amateur=Straßenmeister e Grath in fünf harten Sätzen geschlagen— Deutsche Erfolge im gemischlen Doppel Wollschläger vor Genenger Ueber 200 Meter Brust lieferten sich die beiden Rivalinnen Trude Wollschläger(Duisburg) und die Meisterin und Olympiazweite Marthe Engfeld=Ge nenger(Krefeld) den erwarteten großen Kampf. Wollschläger siegte eindeutig mit 1' Metern Vor sprung in 3:02,9 Minuten vor Engfeld=Genenger in 3:06,8 Min. und Heidemann(Dessau). Aeußerst dramatisch verlief das Rennen über 20 Meter Brust für Männer. Balke und Sietas schlugen gleichzeitig an, und das Zielgericht entschied auf totes Rennen. Zwischen den beiden Schwimmern wurde sofort ein Entscheidungskampf um den Titel angesetzt. Plath siegte nach großem Kampf 200 Meter Kraul für Männer, ein Rennen voller Kampf und Spannung bis zum Schluß! Plath er oberte sich erwartungsgemäß die zweite Meisterschaft, und zwar noch mit einem deutlichen Vorsprung in 2:18,8 Minuten vor Heibe in 2:19,6 Minuten, Heimlich und Fischer. Das zweite tote Rennen gab es in der 3 mal 100 Meter Kraulstaffel der Frauen, in der Spandau 01 mit Bartelt, Pollack und Schmitz und Nire Charlot tenburg mit Warenholz, Halbsguth und Arendt gleich zeitig anschlugen. Für Spandau wurden 3:40,5 Mi nuten, für die Niren 3:40,7 Minuten gestoppt, doch erkannte das Zielgericht auf totes Rennen. Auch diese Staffel wurde zwischen diesen beiden Mannschaften nen angesetzt. Vor dieser Staffel fanden unsere besten Springer und Springerinnen, die am Vormittag in den Titel kämpfen auf den ersten Plätzen endeten, mit ihren clanzvollen Vorführungen lebhaften Beifall. Henner Henkel hat die Hoffnungen erfüllt, die man nach dem Ausscheiden unseres Meisters Gott fried von Cramm in ihn gesetzt hatte. In einem spannenden, erbitterten Ringen schlug er im Endspiel des Männer=Einzels bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland den Australier Mc. Grath, zurzeit seines Landes bester Weltrang listenspieler, in fünf Satzen 1:6, 6:3, 8:6, 3:6, 6:1 und sicherte sich damit zum ersten Male den Titel eines deutschen Meisters. Zuerst fiel die Entscheidung im Frauen Doppel. Frau Sperling holte sich hier mit der Hollanderin Rollin Couquerque als Partnerin den Titel und da mit die zweite Meisterschaft gegen de la Valdene Zehden, die 2:6, 1:6 unterlagen. Henkel fand zu Beginn nicht die rechte Einstellung zum Spiel des Anstraliers; er versuchte ihn von der Grundlinie aus zu überspielen, und hatte damit na türlich keinen Erfolg. Ehe sich unser Davis Pokal Spieler seinen Schlachtplan zurechtgelegt hatte, war ihm der erste Satz mit 6:1 genommen. Schon im zweiten Satz änderte sich das Bild. Henkels Vorhand schüsse aus dem Mittelfelde jagten Me. Grath in die Ecken, und der Australier mußte viel laufen. Immer wieder ließ Henkel ihn aus Netz kommen, um ihn dann zu überspielen, und mit 6:3 ging der zweite Satz an den Deutschen. Mit 8:ß holte sich Henkel auch den psychologisch so wichtigen dritten Satz, obwohl der Australier 3:1, 4:2, 5:3 führte und zwei Satz bälle hatte, die Henkel aber abwehrte. Plotzlich fand Henkel auch sein Flugballspiel wieder, er machte drei Spiele hintereinander und gewann diesen Satz. Den vierten Satz gab Henkel wieder mit 3:6 ab: offensichtlich schonte er sich etwas, um dann im sünf ten Satz ungehindert davonziehen zu können. Mc. Grath kam gar nicht mehr zu Worte, lag im Nu 1:5 im Hintertreffen. Bei diesem Stande hatte er zwei Siegbälle; der erste wurde abgewehrt, den zweiten schlug der Australier ins Netz, und damit hatte Hen kel in sunf Satzen 1:6, 6:3, 8:6, 3:6, 6:1 das Spiel und die Meisterschaft gewonnen. Im Gemischten Doppel gab es dann noch einen deutschen Erfolg durch Horn/ Denker. Es gelang dem deutschen Paar, die starke Kombination Sperling Farqubarson 2:6, 10:8, 6:2 zu schlagen und Frau Sperling damit um ihre dritte Meisterschaft zu bringen. Die letzte Entscheidung in Hamburg brachte das Mannerdoppel. Fur die Endrunde hatten sich die Engländer Wilde/Butler und die Australier Craw ford und Me. Grath durchgesetzt. Die beiden Paare kampften mit äußerster Zahigkeit um den Titel und lieferten sich einen Kampf, dessen funf Satze sich überaus lang hinzogen. Die Australier gewannen den Kampf mit 5:7. 6:1. 2:6. 6:1, 6:3. Zum vierten Male Frau Sperling Frl. Horn bei den Deutschen Tennis Meisterschaften in drei Sänen geschlagen Härtester Zermürbungskampf in glühendem Sonnenbrand— Von 90 gestarteten 12 Fahrer am Ziel Als Auftakt zur Radsportwoche 107 aus Anlaß der Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ vom 7. bis 15. August in Düsseldorf wurde am Sonntag die Deutsche Meisterschaft im Einer Streckenfahren gestartet. Der diesjährige Titelkampf war eine der hartesten Prüfungen unserer Radsportelite in den letzten Jahren. Im glühenden Sonnenbrand es wurden 30 Grad im Schatten gemessen— waren auf einer 50 km langen Rundstrecke von Dusicldorf über Mettmann, Wülfrath, Ratingen und Kauserewerth zurück nach Düsseldorf 200 km zuruckzulegen. Zum Schluß waren nur noch zwölf Fahrer bei sammen, die in einer geschlossenen Gruppe dem Jiel entgegenstrebten. Zahlreiche Zuschauer erlebten am Aheinufer auf idcaler Straße einen mitreisenden Spurt, den der Titelverteidiger Scheller vom NV 30 Schweinfurt überzeugend nach 6:01:45 Stunden Fahrzeit vor dem Kölner Willi Meurer und dem Chemnitzer Herbert Hackebeil gewann. Ein gegen Scheller wegen Annahme von Erfrischungen einge brachter Protest wurde vom Wettfahrt Ausschuk abgelehnt, da Scheller sich angeblich die Flasche von einem Privatfahrer„genommen“— also nicht„angenommen“— hatte. Die erste Entscheidung bei den Deutschen Tennis meisterschaften in Hamburg fiel am Samstag im Frauen=Einzel. Zum vierten Male hintereinander holte sich die frühere Essenerin Frau Sperling durch einen Dreisatz=Zieg über Frl. Horn den Titel einer deutschen Meisterin. Die deutschen Tennismeister 1937 Männer Einzel: Heinrich Henkel(Deutschland). Frauen Einzel: Frau Sperling(Dänemark) Männer Doppel: Crawford Mc. Grath(Australien) Frauen Doppel: Sperling Couquerque(Dänemark Deutschland). Gemischtes Doppel: Horn Denker(Deutschland). Abschluß der Polizeimeisterschaften Schaumburg=Berlin überlegener Sieger im 1500=Meter=Lauf Mit einer großen Kundgebung im Frankfurter Sportfeldwurden am Sonntag in Anwesenheit des Chefs der Ordnungspolizei General Dalnege die deutschen Polizeimeisterschaften 1937. Sieben Mei sterschaften wurden am Sonntag noch vergeben. Sehr gute Leistungen gab es bereits im 100 Meter Lauf, den Fritsche=Dresden in 10,6 Sek. vor Berlin(10. 7.) und Lammers(11) gewan Mathus Heinz Arendt wieder Meister Ueber 100 Meter Kraul für Männer wurde in zwei Läufen gestartet, so daß für die Plazierung die Zeit ausschlaggebend war. Meister Arendts Sieg in 20:20,8 Minuten war sehr sicher und brachte ihm auch den Titel ein. Im zweiten Lauf siegte der Bres lauer Prziwara in 21:19,4 Minuten. Beim Endlauf über 100 Meter Rücken für Frauen erschienen Inge Schmitz und Gisela Arendt nicht am Start, um sich für den Staffellauf zu schonen. So sand die Titelverteidigerin Rupke(Oblios) eine we sentlich leichtere Aufgabe. Frl. Rupke siegte in 1:21,9 Minnten ganz klar vor Anni Stolte in 1:24 Minuten und der kleinen Heins in 1:25,3 Minuten. seine knappe Niederlage im 100 Meter=Lauf ent schadigte sich Mathus über 4000 m, die er in 49,6 Sek. vor dem Berliner Lasarsch(50,2) zu seinen Gunsten entschied. Eine weitere Meisterschaft holte sich Schaumburg über 1500 m, wobei er sich allen Gegnern klar überlegen zeigte. Der Sieger der 80 m Meister schaft lief die 150 m in 3:56,4 und verwies Schuffel hauer=Berlin und Didering=Wiesbaden auf die Plätze. Der Berliner Pfarr sicherte sich die 500 m in 16:04,1 vor Borgsen=Berlin und Jönssen=Hamburg. Im Weitsprung kam der Münchener Deutschbein mit 6,94 m immerhin dicht an die Sieben=Meter=Grenze heran und sicate vor dem Freiburger Stoll und Fritsche= Dresden. Deutscher Polizeimeister im Handgranatenweitwurf wurde der Kolner Wagner mit 75,79 m vor Baldow Elbing und Goells Berlin. Den Abschluß der Meisterschaften bildete die 4 mal 1 Meter=Staffel, die von der Polizeiverwaltung Berlin in 13,4 vor den Polizeiverwaltungen Konias berg und Stuttaart gewonnen wurde. Den Höhe punkt bildete die feierliche Siegerehrung, die General Dalnege vornahm. Ergebnisse: 100 m: 1. Fritsche Dresden 10,6 Sek., 2 Mathus=Berlin 10,7, A. Lammers 11 Sek.— 40 m: 1. Mathus Berlin M0.6, 2. Lasarsch Berlin 60.2, J. Kranci Berlin 50,3.— 1640 m: 1. Schaumburg Berlin 3:56,4, 2. Schuffelhauer Berlin 45000, 3. Diedering=Wiesbaden 4:10. m: 1. Pfarr=Berlin 16:01,1, 2. Bokgsen Berlin 6:28,A. 3. Jönsson Hamburg 16:54.— Weitsprung: 1. Deutschbein München 6.94, 2. Stoll=Freiburg 6,07, 3. Fritsche Dresden 6.02 m.— Handgranatenweitwurf: 1. Wagner Köln 75 m. 2. Baldow=Elbing 72.M m, 8. Goelle. Berlin 72.12 m.— 4 mal 100 m Stakfel: 1. Pol.=Verwal= tung Berlin 48.4, 2. Pol.=Verwaltung Königsberg 43.0, 3. Pol.=Verwaltung Stuttgart 11.1 Sek. Zickel Europameister mit der Olympiajolle Der zweite Gladbecker Sieg Nach ihrem Vortagssieg in der Bruststaffel feierten die Gladbecker in der Lagenstaffel der Männer einen weiteren Erfolg und verteidigten damit ihren Titel erfolgreich. Der Gladbecker Schlußmann konnte den Sieg in 5:04,9 Minuten sicher vor dem Bremischen SV und Hellas Magdeburg nach Hause schwimmen. Und doch wieder Sietas Zum Entscheidungslauf über 200 Meter Bruft starteten unter atemloser Spannung Erwin Sietas und Balke. Es wurde nun doch ein Sieg des kämpfe risch ungemein zähen Hamburgers, der ganz über legen in 2:44,2 Minuten vor Balke in 2:46,4 Minuten gewann. Auch in der Kraulstaffel der Frauen war ein Entscheidungslauf zwischen Spandau 0 und den Charlottenburger Niren notwendig geworden. Die Niren siegten in 3:36,4 Minuten vor ihren tapferen Gegnerinnen. Die Entscheidungen des Samslag Männer: 100 m Kraul: 1. Fischer=Bremtscher S 50.7 2. Heibel=Bremischer SB 1:01,7; 3. Wille=Universität Ber lin 1:08; 4. von Eckenbrecher=Spandan 04 1.0,9; 5. Hirsch mann=Amateur Duisburg 1:0,7; 6. Matthiä=Amatenr Dnisburg 1:0,8 Min.(Durch Zielrichterentscheid kam Wille auf den dritten Platz vor von Eckenbrecher).— 100 m Kraul: 1. Plath=Wiking M Berlin 4:8,2; 2. Arendt=Poseidon Berlin 5:00; 3. Freese=Bremischer SV 4. Heimlich=2B Reichenbach 5:12,9; 5. Nachmann Bestsalen Dortmund 5:15.2; 6. Schovpmeier=FFC Frei bura k. Br. 5:18,2 Min.— 100 m Rücken: 1. Schlauch eptun Gera 1.00,5: 2. Küpvers=Halle 02 1:M,4; 3. Schwarz=Hellas Magdeburg 1•12,0; 4. Simon=Gladbeck 13 8: 5. Nüske=Waspo Stettin 1:12,9; 6. Ruhfns=Posei Berlin 1:16,1 Min.— 4 mal 200 m Kraulkastel: emischer S 1. Mannschaft(Stend, Freese, In der Europameisterschaft der Olympia Einhand sollen auf dem Attersee gab es einen deutschen Sieg durch den Münchener Ernst Bickel. Unser Favorit hatte in der sechsten Wettfahrt allerdings Pech und mußte wegen Berührung des holländischen Bootee ausscheiden. Sieger der Wettfahrt wurde der Oester reicher Musil. Er hatte damit nach dem Ausfall von Bickel auch die Europameisterschaft gewonnen. Die Rennleitung ordnete jedoch an, daß die wegen Flaute abgebrochene vierte Wettfahrt noch einmal wiederholt werden müsse. Bickel blieb hier vor Ungarn und Ita lien siegreich und stellte so seinen Endsieg sicher, wah rend Musil in diesem Rennen aufgab. Das Schlußergebnis lautet: Europameisterschaft der Olympia Einhandjollen: 1. Ernst Bickel=Deutsch land 415,16; 2. Musil=Oesterreich 355,20; 3. Nadali Italien 349,21 Punkte. Siegfried Ludwigshafen Mannschaftsmeister Die Ringerstaffeln von Siegfried Ludwigshafen und KV 25 Stuttgart trugen am Samstag in Lud wigshafen den Rückkampf der Endrunde zur Deut schen Ringer=Mannschaftsmeisterschaft aus. Nach dem die Stuttgarter den Vorkampf daheim mit 9:8 Punkten knapp gewonnen hatten, mußten ne dies mal eine klare 4:11 Niederlage hinnehmen, die Lud wigshafen den Titel brachte, da das Gesamtpunkt verhaltnis 19:13 zugunsten der Siegfried Ringer lantete. Carionnel holt„seinen" Rekord zurück Jacques Cartonnet, der, obwohl er nie gegen einen erstklassigen Gegner gewonnen hat, mehrmale in der Liste Weltrekordler zu finden ist, hat sich „seinen“ Weltrekord zuruckgeholt. Ueber 100 m Brust, der ureigensten Strecke des Franzosen, schwamm er 1:00,8 Minuten und kam damit als Erster unter die Grenze von 1:10 Minuten, mit welcher Zeit bisher der Amerikaner John Higaine den Weltrekord hielt. Es war der erste Erfolg des „Schmetterlingsstiles“. Drei neue Weltrekorde Schieß=Weltmeisterschaften in Malmi Zu einem wahren Volksfest gestaltete sich der Sonntag bei den Schieß Weltmeisterschaften in Malmi. Ueberaus feierlich verlief die Sieger chrung, bei der die Hakenkreuzfahne zweimal am Siegesmast wehte, zuerst für den zweiten Platz der deutschen Mannschaft im Tontaubenschießen und später noch für den dritten Platz der deutschen Schützen im Pistolenwettbewerb. Als weitere Welt meisterschaft wurde dann mit dem freien Gewehr liegend, knieend und stehend auf 2 Meter ge chossen. Deutschland hatte noch nachgemeldet, aber die ungewohnten Waffen waren für die Deutschen doch starke Nachteile, so daß unter diesen Umständen der siebente Platz in der Mannschaftswertung eine beachtliche Leistung darstellte Gesamtsieger wurde Estland mit 5526 Punkten vor den Finnen mit 5401 Punkten. Beide Mannschaften hatten den bie herigen Weltrekord übertroffen. Weitere Höchst bestleistungen aab es im Einzelwettbewerb stehend durch Elo=Finnland mit 362 Ringen und in allen drei Stellungen durch Kivistik=Estland mit 1123 Ringen. Beide Male wurde der bisherige Rekord des Schweizers Zimmermann mit 360 bzw. 1114 übertrofsen. Kongreß der Schühzen in Helsinki Der Schitzenkongreß in Helsinki nahm einen rei bungslosen Verlauf. Eine der Hauptfragen war die Vergebung der nachsten Weltmeisterschaften, die im Jahre 1939 von der Schweiz in Luzern durchgefuhrt werden. In technischer Hinsicht wurde beschlossen. das Pistolen=Schnellfeuerschießen einer Reform zu unterziehen, wofür zunächst eine besondere Kommis sion gebildet wurde. Bakhuys wird Berufsspieler Hollands volkstümlichster Fußballer der letzten JJahre, Bep Bathuns, wird in der kommenden Spielzeit als Bernsospieler in der franzosischen Mannschaft des AC Reims spielen. Bakhuns, der n 29 Länderspielen das holländische Nationaltrikot trua, vor einigen Jahren von Zwolle nach Haaa kam, ist damit für den holländischen Fußballivort verloren Der Berliner Schwergewichtsvorer Willy Pursch wurde von dem mehrfachen tschechoflowakischen Meister Hampacher in zehn Runden klar nach Punkten geschlagen. Rennen zu Köln l. Rennen: 1. Ebbeslohs Uhnselsen(O. Schmidtl. 7 Ariadne, 3. Anfanger. Ferner: Sinna. Zchnerte 2ien 19; Play: 11, 12. CW.» Nennen: 1. Boltenbergs Handschar 1Wedet Schwede. Ferner: Perdita, Punkting. 00 logna. Sieg: 19; Platz: 12, 14. 12. EW. 10 3. Rennen: I. Weithoffe Natango(Wenhoffl, l. Zandmann. Ferner: Heidefalke, Mogul, Insant. Ars Sieg: 57: Platz: 16, 15, 16. EW. 276 l. Rennen: 1. Bresges' Humbert(Böhlke). Chr lus, 8. Hosoper. Ferner: Freigelst. Omega. Zicd Platz M0. 21. EM. 3er. b. Rennen: 1. Schlenderhans Rurgunder Pr Elritzling, 8. Ebro. Ferner: Sonnenfalter, Palasherdle Alinzen, Laurus. Zieg: 21; Platz: 18, 18,* 6. Rennen: L. Ravensbergs Gabler(Lommeyim Voltaire 2, 8. Winneton. Ferner: Aleptic, Feuerener Barsdorf, Mitropa, Wildiang, Teno. Eleg 114: F de 24, 17, 30. EW. 5 7. Rennen: 1. Landlers Kukuruz(Pinterl. 2 3. Bargello. Ferner; Kohinor. Lebenerende. Eiea 15, 10, 5. GW. 134 8. Rennen: 1. Mydlinghovens Galalith(C 2. Gildetraut, 8. Prasser, 4. Sarro. b. Bronceluster ner: Helmwiege, Mauser, Asti, Golf. Tenar, Strandläufer,(Peta. Siea: M: Platz: 16, 17. M. (M. 1er Rennen zu Hannover l. Rennen: 1. Nap. Schule Hannovers Tragon v. Manteufel): 2. Jelander: 3. Atlae. Ferner scher, Gernot, Ironie, Christiane, Imperator. Plat 14, 14, 18. 62: 5 Nennen: 1. Broichs Gran““ne(2ine I. Mantrod. Ferner: Balatre, Silberner Pseil, cheimnis, Quartett. Sieg 97, Platz 16, 12, . Rennen: 1. Suhrs Granita(Mittm. v. xconatue: 8. Oriolus; 4. Ammergluck. Ferner rita. Mannteusel, Quarter, Margit, Makalle, Miranen Vucis. Drohne, Stammeellaage. 2ieg 15. Flar 114, M, M. E2: 2. l. Rennen: I. Hüners Trosaner(Am. Peteri kules: A. Heinerle. sterner: Jmmertren, Wesersalte. lan 12. 12. 12. En Alleine Asta, Calle, Diana. Sieg 31, Playz 12, 12, 5. Nennen: 1. Michaels Jambus(Rittm. Madadoh; 3. Edelweiß. 2iea 6. Rennen: 1. Dönhoff Waldhüter(Biesseyl. chenau; 8. Heidser und Balte. Ferner: Grachttic. Neandertaler. Steg 8, Platz 16, 10, 7. 2 1. 7. Rennen: 1. Knesebecke Grenzwall Cuintilian; 8. Uferschmalbe; 4. Malcopsis. Pistoja, Frigga, Leony, Erdwall, Wunschloe, Wolgalied. Sieg 20, Platz 21, 12, 12. M. A. Rennen: 1. Schüttes Habmichlich(Kaueri: 3. Marmalla. Ferner: Gracias, Milotti 12. 12. 92: a Rennen zu Deanville Nennen: 1. Hallene Notame(Bridgland): t, ar. 2. Rennen: I. Wertheimers Biuar Atlas 2; 8. Mandoline. serner: Pro fr. 3 net, Pascar. Adalgise, Ephrata . Rennen: I. Granads En Fraude(Tulorct Or; 8. Rhaanodar. Serner:ar l. Nennen: 1. Ades' Blaque und Poupee du Not. Ferner: Tirainen. Nennen I. n ner Brakow. Stea 0 nnen: 1. Riguieré Vanquet(Mahbeli opo 1Fet. Sieg 42, Play 22, 25. Das Wenn wir im de= Austragung des Boc der Strecke„Rund un gaden, daß sich digen Platz im Bochu werde, so bewies scho Fahrt, daß wir mit zaben. Das Melder diesmal übertroffen, sportfreunde war wie am Start und Ziel drängt, sondern übera aber in den vielen K man zahlreiche Zusche den Stand des Renn anfeuerten. Es war interessenten, aktive jedem Rennen auf de man sah auch viele Geschaftsinhaber, die zeugen wollten, wie„i Bei den Teilnehme Ehrgeiz und großen Jahr. Unablassig wi mochte die Sonne au scheinen und der Sch waren sie bestrebt, d gruppe nicht zu verln geschehen war, war die Aussicht auf einer mer waren verschieder gewesen und diele ge hatten. Gewiß waren großer Praxis, es wär wesen, diese Praxis „Rad gefahren“, wie de Das gebt schon daraus Klasse 2, das über dies nen Jahr führte, um war als 1936. Erneu fahrer, die Tag für Te wiesen, welcher Kampfe sonders für die Gruppe die es ja bedeutend se Gruppe mit normalen 19 Fahrer starteten fung. Bei dem sehr we den Geschäftsrädern, h trugen, viel Schweiß. hatte sich eine kleine rern Skalis, Baroth. P gebildet. In zehn Mir durchfahren. Bis auf 2 blieb dann die aus vier gruppe zusammen. Im in der Zeit von 42.821 Baroth und Maars. Tief gegliedert stand Etart des zweiten Renr dem Startzeichen ging a sich das Feld auseinande nußte gehörig in die Pe Runde, die in der vors für die 5.8 Kim. zurün vierkopfige Spitzengrupp zweite großere, und dant ger größeren Abständen einzeln an, warfen ihre ging die Jagd. Ne die nur etwas mehr, n wurden, lagen zwei Ma Gruppe von vier Fahre mit Abstand daß übrige erkämpfte sich ein Fahrer tere folgten im Rudel in Nann fuhr in der vier Schrittmacherdienstste seinen Konkurrenten we nach einer Verwarnung dem Rennen genommen Platzes, auf dem er ein nicht gewertet. Die letzte die schnellste. Sieben gruppe. und in einem1 dann Populo(Elektro Metern genen den vorber Ludwia Mauer) das Rei sten. Dahinter lagen ki eine vierkopfige Gruppe Glückstrahlend fuhren einem goldenen Kranz. u Spalier bildenden Zusche runde". Im Garten de nahm dann Vereinsführen B Sturmvogel 04 die E ) 12 Alberl Richter t für Berusssahrer bahn wurde am Samder Bern l. Zum sunften Male mateur=Weltmeister A. großer Rivale war er ann Toni Merkens, der pf lieferte. Im ersten er zu einem recht über länge, aber im zweiten ieß herum und gewann ndbreite. Der entschei nochmals erbitterten zu einem 300 m 2purt hlossen an, konnte aber auflaufen. Den drit vor Marklewitz ten sich unsere besten Im ersten Lauf gewann Island nach 7:59 M holte Schindler bereits end Schön nach hartem N.= Minuten mit fünf r wieder henmeister in glühendem Sonnenn 12 Fahrer am Ziel riwoche 1037 aus AnSchaffendes Volk“ vom orf wurde am Sonntaa n Einer Streckenfahren itelkampf war eine der r Radsportelite in den en Sonnenbrand— es en gemessen— waren istrecke von Dusieldorf Natingen und Kaisers200 km zuruckzulegen. noch zwölf Fahrer beisenen Gruppe dem Ziel Zuschauer erlebten am se einen mitreisenden iger Scheller vom NR nach 6:01:45 Stunden Willi Meurer und dem I gewann. Ein gegen in Erfrischungen einge m Weitfahrt Ausschuk geblich die Flasche von nen“— also nicht„anZerufsspieler Fußballer der letzten in der kommenden in der franzosischen spielen. Bakhuns, der ländische Nationaltrikot von Zwolle nach Haaa ändischen Fußballivort schtsvoxer Willy Pursch schechoflowakischen Mei den klar nach Punkten Köln huselsen(O. Schmidt Ziona, Schnere Handschar 14e r: Perdita, Punkt 12. EW. 100 ango(Wenhoifl, ke. Mogul, Ansan 6. EW. 276. mbert(Bohlke). geist. Omega. 2 Autgunder(1 onnenfalter, Palanherole lat: 18, 13, 2 EN Gabler(Pommegim. ner: Aleptic, Feuerener Teno. Siea luruz(Pinterl. Lebenerende 16 Galalith(C rro, b. Bronceli (Golf, Tenar, Plat: 1a, 17, ster. Fer= Zilveler. Hannover Gannovers Tragoner r. Atlas. Ferner: Teur ne. Amperator. Zieg 1. Line): 2 ein. . Silberner Pser Plat 16, 12. 18. na im.». dor mmerglud. ern karait, Makalle, Mie se. Sieg 128. Pan ner mmertren, lan hus(Nittm. v. Alie a M. U2: 4 abuter(Piehen ferner: Gracsittich.? 1 7. l.r Grenzwall 4. Malcopsis. crunsoloe, antent 12. 1E.. Abermals ein großer Erfolg Das Geschäftsradrennen„Kund um Weilkämper“- Skaliks und Populo die Sieger Wenn wir im vergangenen Jahr nach der ersten Austragung des Bochumer Geschaftsradrennens auf der Strecke„Rund um Weitkamper“ davon gesprochen gaben, daß sich das Geschäftsradrennen einen standigen Platz im Bochumer Radsportprogramm erobern werde, so bewies schon die zweite Ausrichtung dieser Fahrt, daß wir mit dieser Erwartung recht gehabt zaben. Das Meldeergebnis des Vorjahres wurde diesmal übertroffen, und die Anteilnahme der Radsportfreunde war wieder ungeheuer groß. Nicht nur am Start und Ziel standen die Menschen dicht gedrangt, sondern überall auf der Rennstrecke, besonders aber in den vielen Kurven an den Straßenecken sah man zahlreiche Zuschauer, die mit großem Interesse den Stand des Rennens verfolgten und ihre Leute anfeuerten. Es waren aber nicht nur Radiportinteressenten, aktive Fahrer und diejenigen, die be jedem Rennen auf der Radrennbahn zu finden sind, man sah auch viele Angehörige der Teilnehmer und Geschaftsinhaber, die sich an Ort und Stelle über zeugen wollten, wie„ihr Mann“ im Rennen lag. Bei den Teilnehmern sah man wieder denselben Ehrgeiz und großen Kampfgeist wie im vergangenen Jahr. Unablassig wurde in die Pedale getreten, mochte die Sonne auch noch so heiß vom Himmel scheinen und der Schweiß noch so rinnen. Alle waren sie bestrebt, den Anschluß an die Spitzengruppe nicht zu verlieren, denn wenn das einmal geschehen war, war bei dem dauernden Spurten die Aussicht auf einen Preis dahin. Die Teilnehmer waren verschiedentlich schon im Vorjahr dabeigewesen und diele zeigten, daß sie daraus gelernt hatten. Gewiß waren es keine Straßenfahrer mit großer Praxis, es wäre auch kaum Gelegenheit ge wesen, diese Praxis auszuspielen, aber es wurde „Rad gefahren", wie der fachmännische Ausdruck heißt. Das gebt schon daraus hervor, daß das Rennen der Klasse 2, das über dieselbe Strecke wie im vergange nen Jahr führte, um dreieinhalb Mnuten schneller war als 1936. Erneut haben unsere Geschäftsradfahrer, die Tag für Tag auf den Rädern sitzen, bewiesen, welcher Kampfgeist sie beseelt. Das gilt be sonders für die Gruppe 1 mit kleinen Vorderrädern, die es ja bedeutend schwerer hatte als die andere Gruppe mit normalen Tourenrädern. 19 Fahrer starteten zu dieser recht schweren Prüfung. Bei dem sehr warmen Wetter kostete die mit den Geschäftsrädern, die zum Teil Ballonbereifung trugen, viel Schweiß. Schon nach der ersten Runde hatte sich eine kleine Spitzengruppe aus den Fahrern Skalis, Baroth. Maars, Meier und Horstmann gebildet. In zehn Minuten wurde die erste Runde durchfahren. Bis auf Meier, der zurüchkgefallen war, blieb dann die aus vier Fahrern bestehende Spitzengruppe zusammen. Im Endspurt siegte dann Skalis in der Zeit von 42,82 Min. mit einer Radlänge vor Baroth und Maars. gegliedert standen mehr als 80 Fahrer am Etart des zweiten Rennens, der Gruppe 2, und mit dem Startzeichen ging auch die Jagd los. Weit zog na das Feld auseinander. Wer vorn bleiben wollte nußte gehörig in die Pedale treten. Nach der ersten Runde, die in der vorzüglichen Zeit von 9139 Min. ür die 5.8 Kim. zurückgelegt wurde, gab es eine vierlopfige Spitzengruppe, dicht dahinter lag eine sweite großere, und dann kamen in mehr oder wenigroßeren Abständen die Fahrer rudelweise oder einzeln an, warfen ihre Kontrollkarten ab. und weler ging die Jagd. Nach der zweiten Runde, für e nur etwas mehr, nämlich 9:45 Min. gebraucht wurden, lagen zwei Mann vorn, dicht dahinter eime ruppe von vier Fahrern, dann zwei weitere und mit Abstand das übrige Feld. Jn der dritten Runde erkampfte sich ein Fahrer allein die Spitze, fünf weisere folgten im Rudel in 9:56.2 Min. Der führende Mann fuhr in der vierten Runde mit Hilfe eines Schrittmacherdienstste leistenden Motorradfahrers einen Konkurrenten weit davon jedoch wurde er nach einer Verwarnung von der Oberleitung aus mennen genommen, er ging seines fünften abes, auf dem er einkam, verlustig und wurde nicht gewertet. Die letzte Runde war mit 9:38.8 auch e schnellste. Sieben Fahrer lagen in der Kopfgrüppe, und in einem rasanten Endspurt entschied cann Populo(Elektro Göring) auf den letzten Hetern geen den vorber vorn liegenden Gowitzki Endwig Mauer) das Rennen knapp zu seinen Gunen. Dahinter lagen fünf weitere Fahrer, denen eine vierköpfige Gruppe folgte luckstrahlend fuhren die Sieger, geschmückt mit Inem goldenen Krang, unter starkem Beifall an den Spalier bildenden Zuschauern vorbei ihre„Ehrenunde. um Garten des Restaurants Weitkämper om dann Vereinsführer Wulf vom ausrichtenden Sturmvogel 04 die Siegerehrung vor. In jeder Gruppe gab es zehn schöne und wertvolle Preise. Die beiden Sieger erhielten außerdem ide vom Oberbürgermeister gestiftete Plakette. Vereinsführer Wulf leitete ide Siegerehrung mit einer Ansprache ein, in der er auf den Zweck der Veranstaltung, für die Bochumer Geschäftswelt und ihre Waren zu werben. ferner den Nachwuchs für den Deutschen Radfahrer=Verband zu gewinnen, hinwies. Josef Klöpper händigte darauf den Preisträgern ihre Preise aus, wahrend Stadtinspekter Wulf den beiden Siegern der Gruppen im Auftrage der Stadtverwaltung die Plaketten überreichte. Die Organisation unter der Leitung von Josef Klöpper war gut, ebenso die Kontrolle auf der Strecke. Stürze gab es einige, die jedoch keine ernsthaften Folgen als das eine oder andere verbogene Rad hatten. Nun liemt es an den siegreichen Fahrern, sich als Mitglieder des Deutschen Radfahrer=Verbandes Ptv als Rennfahrer zu betätigen. Die Ergebnisse: Gruppe 1(kleine Vorderräder): 1. Skaliks(Metzgerei R. Schulte), 42,32 Min., 2. Baroth(Lackiererei Kammer), 8. Maars(Backerei Th. Schmidtmeier), 4. Müller(Schröder u. Baum), 5. Waldring(Georg Heusner), 6. Brunstein(Fischhaus Nordsee), 7. Thöne (Lebensmittelhalle Wrobel), 8. Stockhausen(Backerei Bäumer), 9. Lippke(Bockau u. Freese), 10. Eckhardt (Concordia Elektrizitäts=A.=G.). Gruppe 2(große Vorderräder): 1. Populo(Elektro Göring), 39 Min., 2. Gowitzki(Uhren u. Goldwaren Ludw. Mauer), 8. Wolski(Malermeister Volle), 4. Tomicki(Malermeister Mohr), 5. Pohland(Gewerkschaft Noßbach), 6. Kühn(H. u. M van de Sand), 7, Lorenz Malermeister Volle), 8. Jakob(Hellwig u. Ebeling), 9. Brans(Otto Winkelmann), 10. Weißhaupt(Bäckerei Kruse). „Nationales" in Essen Gule Leistungen- Drei Weitspringer über 7 Meter Lange Jahre hatten Essens Leichtathletikfreunde in ihrer Heimatstadt kein überragendes Sportfest mehr gesehen, aber das machte der Postsportverein am zweiten August=Sonntag mehr als#ut. Er Haute in diesen Tagen auf zehn arbeitsreiche Jahre im Sport zurück und richtete ein nationales Leichtathletik=Meeting aus, das sich mit seiner feinen Besetzung sehen lassen konnte und 3000 Zuschauer fand. Westdeutschlands Spitzenkönner standen im Kampf mit guten Kräften aus dem Reich und es gab teilweise gute Leistungen. Zu schönen Erfolgen kamen wieder der Bochumer Buschey und die Frauen des TuS Bochum. Die Ergebnisse: 100 m: 1. Vogelsana ASV Köln 10.7 Sek., 2 Steinmetz=Stuttgarter Kickere 10,8, 3. Melles.776 Vorbeck 10,9.— 200 m: 1. Kalter=Shell Düsse dorf 22.4 Sek., 2. Rotthäuser=Siemens Mülheim 22,7, 3. Wiskopp=DSC Düsseldorf 22,9.— 400 m: 1. Metzner=Eintracht Frankfurt 49.9 Sek., 2. Knemener=TV 48 M.=Gladbach 50,4, 8. Begowic=Duisburg 90 51.2. — 800 m: 1. Hohlbein=Vest=S“ Fran'furt 1:58.6, 2. Heß=Barmer TV 46 1:59,8, 3. Breuer=Duisburg 9 1:50,8.— 5000 m: 1. Meyer=Post Stuttgart 15:37,6, 2. Sacher=EV Rheydt 15:14,4, 8. Osthoff=Siemens Mülheim 15:50,4.— Hochsprung: 1. Kollmeier.TK Gelsenk. 74 1,80 m. 2. Rask=ASV Köln 1.80, 8. Primm=Post Duisburg 1.75 m.— Weitsprung: 1. Völmcke=Hoesch Dortmund 7.23 m, 2, Lettau=Tusem 7.18 m, 8. Kremer=DSC=Düsseldorf 7:00 m.— Dreisprung: 1. Hellerforth=Tusem 18,64 m. 2..Raik=A3V Noln 13,38 m, 3. Bannach=Hoesch Dortmund 13,32 m. — Speerwerfen: 1. Bartels(Schwarz=Weiß Essen) 61.46 m, 2. Buschey=S==Sportgem. Bochum 54,60 m, 8. Wienke=Gronau 09 52.25 m.— Kugelstoßen: 1. Werring=Gronau 09 14.93 m, 2. Bartels=Schwarz=W. Essen 14.82 m, 3, v. d. Weck=Preußen Krefeld 13,60 m. — Diskus: 1. Buschey=SS=Sportgem. Bochum 45,78 m. 2. v. d. Weck=Preußen Krefeld 44,57 m. 3. Frochte=Duisburg 99 42.53 m.— Hammerwerfen: 1. Brauwers=Bergbau Hamborn 44,22 m, 2. Brawzenik=Thyssen=Hütte Hamborn 41,47 m.— 4mal 100. m=Staffel: 1. Schalke W 44 Sek., 2. Bergbau Hamborn 44.2, 8. ASV Köln 44.6.— 3mal 1000.m=Staffel: 1. VfL Oberhausen 7:56,8, 2. DSC Düsseldorf 8:15.2. 8. TV Barmen 8:16,6.— Olympische Staffel: 1. DSC Düsseldorf 8:40,6, 2. Duisburg 99 3:46, 3. ASV Köln 3:46.2.— Frauen: 100 m: 1. Freitag=Barmen 46 12.4 Sek, 2. Schlarp=Post Köln 13,0, 8. Hackert=Tus Bochum 13,1.— Hochsprung: 1. Oppermann=Emmericher TV 83 1.50, 2. Schürmann=TC 74 Gelsenkirchen 1,50, 3. Möller=TR 77 Kupferdreh 1,50(d. St.). — Diekus: 1. Pfeiffer=Barmen 46 35,42 m.— Weitsprung: 1. Schlarp=Post Köln 4.84 m. 2. Reinhardt=TuS Bochum 4.82 m, 8. Hackert=Tus Bochum 4.60 m.— Kugelstoßen: 1. OppermannEmmericher TV 10.65 m. 2. Grün=Tusem 10.15 m. 4mal 100=m=Staffel: 1. TuS Bochum 54,7 Sek., 2. VfL Oberhausen 54,9, B. Tkl. Gelsenk. 55,2 Sek Trabrennen zu Gelsenkirchen Marsiliug W. gewann den Großen Westdeutschen Zuchtpreis Mittelpunkt des Tages stand der Große Westdeutsche Zuchtpreis, der über die lange Strecke von 3000 Meter führte. Neun Bewerber stellten sich dem Starter. Marsilius W. konnte schließlich dank seines hervorragenden Speeds als erster vor dem disqualifizierten Duck, Milosch und Diskont das Ziel passieren. Der Totalisator honorierte die Leistung von Marsilius W. mit der höchsten Tagesquote von 162:10. 1. R.: 1. Milanka(A. Forthmann), 2. Tosca. Norbert Guy. Ferner: Rheinmädel, Nordine, Marie Guy, Henriette. Sieg: 42, it. 58, Platz 18, 17, 18:10. 2. R.: 1. Hanni H.(R. Hartseil), 2 Volly, 8. Estländer. Ferner: Lotte Mochester, Davids Bertha, Bergstein, Peter Todd. Sieg 30, it. 83, Platz 14, 13, 17:10. 3. R.: 1. Jay Lee W.(J. Middeldorf), 2. Desire Guy, 8. Deutscher Vater. Ferner: Arrak(disqu.), Bardame, Brooklyn(o. W.). Sieg 26, it. 66, Platz 84:10 4. R. Großer Westdeutscher Zuchtpreis: 1. Marsilius W.(R. Lörcks), 2. Milosch, 8. Diskont. Ferner: Otti Anvil(4.), Grafschaft, Graf Geßler, Erna Bacon, Primavera, Duck(als L. disqu.). Sieg 162, it. 70, Platz 25, 15, 17:10. 5. R.: 1. Rheinstolz(W. Büchel fr.), 2. von Hüneeld, 8, Prinz Eugen- Ferner: Donna Lee, Guy Albert(disqu.), Mieze B. Sieg 17, it. 56, Platz 10. 2, 10:10. 6. R.: 1. Cito Watta(K. Fischer), 2. Salvator, Ida S.(disqu.), Capitän. Sieg 26, it. 84, Platz 18, 17, 15:10. 7. R.: 1. Lederstrumpf(F. Thomas), 2, totes Ren. nen zwischen Luitpold und Maria R. Ferner: Bardame, Prinzeß Elisabeth Landrichter, Quintilian. Sieg 88, it. 22, 22, Platz 11, 12, 11:10. Agnes Dahmen Dritte Westfalens Ausscheidungsturnen in Dortmund Westfalens Turnerinnen führten in der Dortmunder Eintrachthalle ein Ausscheidungsturnen für die Deutschen Meisterschaften im Gemischten Achtkampf, das Ende ds. Mis, in Greiz ausgetragen wird, durch. Zu den schwierigen Uebungen stellten sich acht Turnerinnen, die alle die erforderlichen Mindestpunktzahlen von 106 P. erreichten. Da aber der Gau Westfalen nur vier Turnerinnen zur Meisterschaft entienden kann, werden die ersten Vier für Westfalen am 21. und 22. August in Greiz antreten. Zuerst wurden die leichtathletischen Uebungen, 75-mLauf, Schleuderballwerfen, Hochsprung, abgewickelt. Bei den Geräteübungen mußte ein Pferdsprung, am Schwebebalken, an den Ringen und am Barren je eine Pflichtübung und außerdem am Barren noch eine Kürübung geleistet werden. Die Leistungen standen auf hervorragender Stufe und verrieten ausgefeiltes Können. Der Gau Westfalen entsendet nun folgende Vertreterinnen nach Greiz: Wirr=Witten, Bittner=Gelfenkirchen, Dahmen=Bochum u. HorstLippstadt. Deutsche Kadsporksiege in Lodz dasselberg im Fliegerkampf erfolgreich Einen glängenden Start hatte die deutschen Bahnen aungenben Sart halle die beuischen Bahn Heide. Ferner: Rosendorn jr., Prinzeß Elisabeth, amateure auf ihrer Polenreise am Somntag in Lodg wo ihnen 7000 Zuschauer einen begeisterten Empfang bereiteten.* Die Deutschen spielten in allen Wettbewerben eine überlegene Rolle und belegten im Gesamt die ersten fünf Plätze. Sieger wurde Karsch vor Hasselberg, Aeymans, Schorn und Horn, hinter dem Poponczyk den sechsten Platz vor Ihbe einnahm. Ihbe=Karsch gewannen das Zweisitzerfahren vor Hasselberg=Aeymans. Der Bochumer Meister Hasselberg holte sich den Fliegerkampf vor Aeymans und Schorn. Lohmann nur Sechster 8000 auf der Olympia=Radrennbahn Erst am zweiten Tage gestaltete sich die Doppelveranstaltung auf der Berliner Olympia=Rennbahn zu einem Erfolg. 8000 Zuschauer wohnten den Kämpfen auf dem Zement, die in e nem 100=Klm.Dauerrennen als Meisterschaftsrevanche gipfelten, bei. Dauerrennen 100 Klm.: 1. Stach 1:31:33,1, 2. Metze 250, 8. Schindler 270, 4. Schön 290, 5. Ifland 320, 6. Lohmann 2620 m zurück— Prämienfahren: 1. Merkens 8:01, 2. Richter 3. Weselberg 4t Ehmer, — Trostfahren: 1. Kretschmer, 2. Kißlich. 3. von der Ahe, 4. Walter. Sievering/ Ruthenbeck auf Platz Sievering=Ruthenbeck nur auf Platz Bei den Deutschen Kanu=Meisterschaften in Hannover kamen die Linden=Dahlhauser Sievering und Ruthenbeck nur auf Platz. Ersterer wurde Vierter im Einer=Kanadier, während beide im Zweier=Kanadier den dritten Platz belegten. Genianandgeg 5. Klasse 49. Preußisch-Süddeutsche (275. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck vert Auf jede gezogene Rummer sind zwei alei gefallen, ano zwar se einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 1. Ziehungstag 7. August 1937 Jn der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 298098 6 Gewinne zu 5000 RM. 179703 254809 260056 4 Gewinne zu 3000 RM. 130688 272899 2000 KM. 7250 65451 69710 137991 2820 24382 278736 320163 34726 1000 RM. 20339 34311 40274 9 47872 064 7 6,678 176916 199752 206218 208107 221732 233172 237793 246905 261348 273258 296183 296928 290075 308658 36 3482/4506 379261 382662 387290 S2 Ora Ju 500 KM. 12660 17182 17900 20300 31866 31874 34006 38529 39189 42138 92736 e. 892 735. 87635 104842 111281 116383 125439 143356 158696 164534 166583 17181 182231 184936 189557 192973 196033 206798 33 0038125 248067 254169 276496 280540 294245 297320 300379 907433 343909 367015 375519 382204 388225 392307 19. Gewinne zu 300 KM. 1112 1175 14006 25824 29042 33073 34127 37355 38002 45064 48714 54522 58916 66797 70623 81688 86910 87938 89168 93259 96616 98176 99422 106284 106858 107908 110051 115000 116391 117990 123159 123614 130687 150763 153936 168989 164327 166875 175292 178577 184267 187894 190335 191082 196714 196589 197547 200225 291450 216462 226291 228762 224 230614 231785 233696 234165 2241869 243748 248299 249737 259653 260697 264128 98085 299924 302429 301057 303875 311039 33737 342300 342590 300096 336404 38007 369560 371536 372191 385849 8007 On der heutigen Nachmittagsziehung wurden 2 Gewinne zu 75000 KM. 317417 6 Gewinne zu 5000 KM. 49036 214665 12 Gewinne zu 3000 RM. 220652 223962 3546 2 Gewinne zu 2000 RM. 315343 356625 383076 40 Gentnne ju 1000»M. 237 16646 11061 120199 122718 166128 216448 262299 285167 286007 3 5836 339903 343800 380920 386130 112 Gewinne zu 500 RM. 10085 23439 47484 50527 69433 72428 82108 83614 99640 122480 123521 128104 128798 147152 150366 151029 152716 167677 173342 178189 179847 180430 190468 191443 202080 204331 218863 236274 237649 245141 247349 250727 251494 261106 270632 270862 273921 277777 283 301837 306793 309929 343963 371443 372513 375251 399644 gezogen 3050 14665 217370 86276 137578 208050 34316 168403 290360 102321 226902 291524 28835 94657 132399 172908 191067 237517 255929 278075 359644 Gewinne zu 300 RM. 1400 1556 10380 11282 16080 21457 32949 34232 35644 41123 42325 44032 60042 50725 54058 54200 64860 59742 75207 81761 83944 99004 99109 102378 10254 110906 112054 115687 116091 116396 119892 38 12895 1281 13030 18390 1800 1090 3003 21020 2719 11099. 315336 218307 230709 231009 383478 262068 263668 267674 267677 267830 288140 294400 393827 398630 301078 30002 37605 37204 359010 3 120 3602910 304586 30570 387397 320138 378409 384919 286387 200712 Drei Bilder vom Geschäftsradrennen Vinks Heinz Fkaliks, der Sieger der Gruppe 1, rechts Theo Populo, der Sieger der Gruppe 8— Oben: Das starke Feld der Gruppe 9 kurg nach dem Start.(SK. Fotos Groß Bochum weide... Schützentage in Linden 75jährige Jubelfeier des Schützenbundes 1862- Dr. Laarmann Schützenkönig- Frau Wolff Königin Am Samstag und Sonntag stand Linden ganz im Zeichen des 75jährigen Jubelfestes des Schützenbundes 1862. Ueberall wehten die Fahnen des Reiches und die blau=weißen Fahnen des Vereins. Die Sonne meinte es zu gut, als am Samstag nachmittag um 4 Uhr die Schützen vor ihrem Vereinsheim antraten, um geschlossen zum Schießstande zu marschieren. Hier thronte der prächtige Königsvogel auf der Stange. Schon bald krachte der erste Schuß. mit dem Polizei=Inspektor Fries das Königsschießen eräifnete. Nun ging's Schuß auf Schuß. und kurz darauf wurde unter großem Jubel die Krone durch die erste Kompagnie abgeschossen. Durch diesen Erfolg angespornt, schoß die 2. Kompagnie Apfel. Zepter und den linken Flügel. Den rechten Flügel holte wieder die 1. Kompagnie. Dann setzte der entscheidende Kampf um die Königswürde ein. Von den Meisterschützen des Vereins tat unter allgemeinem Jubel Dr. med. Alons Laarmann gegen 20 Uhr den Königeschuß. Jungschützen trugen ihren König iubelnd aus dem Schießstande. Der Schützenbund hatte seit 65 Jahren wieder einen König in seinem früheren Obersten. Die Schützen ließen ihren König hochleben, der dann das Wort ergriff und gelobte, auch als König dem Schützenbunde die Treue zu halten. Sein Gruß galt allen Schützen und dem Führer des Reiches. Die Rede klang aus in ein dreifaches Sieg=Heil. Zur Königin erkor sich König Dr. Laarmann Frau Selma Wolff. Im geschlossenen Zuge ging es dann zum Festzelt in Schwagers Wiese. Das geräumige Zelt erwies sich als zu klein für die vielen Volksgenossen, die im Festzelt dem Königspaar huldigen wollten. Großer Jubel herrichte. als gegen 22 Uhr das Königspaar mit Gefolge ins Festzelt geleitet wurde. Schützenbruder Rechtsanwalt Vogelbruch begrüßte das hohe Paar. Er dankte allen Anwesenden für ihr Erscheinen. Sein Gruß galt vor allen denen, die durch ihr Schaffen dazu beigetragen hatten, das Fest würdig auszugestalten. Am Schlusse seiner Rede gedachte er des Führers mit einem dreifachen Sieg=Heil. Hierauf erklangen die Nationallieder. Die Musik, ausgeführt vom Musikkorps des Infanterie=Regimentes Nr. 39 Düsseldorf spielte unter Leitung von- Musikmeister Jensen den„Einzug der Gäste“ aus dem„Tannhäuser“ von Richard Wagner. Oberst Nehring nahm dann die Königskrönung vor, nachdem er der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung, so wie der verstorbenen Schützen gedacht hatte. Darauf überreichte er dem neuen König Aloys I. die Schützenplakette mit Adler. Dieser krönte seine Königin mit dem Diadem. die den Titel„Selma die Gutmütige“= erhielt. Oberst Nehring bat alle Schützen, ihrem Königspaar die Treue zu halten. Nach einem kurzen Dankeswort des Königs ernannte dieser Alfred Schnier zu seinem Adiutanten und Frau Wortmann zur Adiutantin der Königin. Es folgte ein sinnvoller Prolog, der auf die Bedeutung des Tages hinwies, vorgetragen von Frl. Arens und verfaßt von Dr. Laarmann. Anschließend dankte König Alons I. allen Sprechern und gesobte gerechte Regentschaft und feste Treue zur Schützenlache. Er unterstrich noch einmal die Leitworte des Bundes.„Treue zur Geselligkeit und Treue zum Schießsvort“. Nach der Ehrung einer Reibe verdienter Mitglieder erklang der Königsmalzer, der das Signal zum fröhlichen Treiben für Jung und Alt war Der Sonntag wurde mit einem Platzkonzert des Musikkorps der 39er auf dem Marktplatz eingeleitet. In den frühen Nachmittagsstunden trafen die Schützenvereine der ganzen Umgebung ein, die sich mit dem Schützen bund zum Festzug durch den„Ortsteil formierten. Vor dem Feuerwehrdepot war eine Ehrentribüne aufgebaut, von der die Königspaare von Werne und Linden den Vorbeimarsch der Schützen abnahmen. Dann gings zum Festzelt, wo Oberst Nehrina die Gäste willkommen hieß. Im Laufe des Abends überreichte ein Vertreter des Deutschen Schützenbundes ein Ehrendiplom. Ferner überbrachte Oberst Frewer von der Schützengilde Dahlhausen Glückwünsche und überreichte ein Ehrengeschenk, ebenfalls der Vereinsführer Baumeister die Wünsche des Bürgerschützenvereins Bochum=Werne. Danach ergrif König Aloys I. das Wort, um den Dank des Königspaares auszusprechen. Wieder war das Zelt für die vielen Festteilnehmer zu klein. Der heutige Montag wird den Schlukakt des Festes bringen. Der frühe Nachmittag ist den Kin dern vorbehalten, worauf die Damen ihr Kaffeekränschen halten werden. Ein Bürgerball wird die kroben Tage beschließen. Radfahrweg freigegeben! Samstag wurde der Radfahrweg auf der Hernerstr. von der Fröbelstr. bis zur Straße„Auf dem Dahlacker“, der in der vergangenen Woche in Arbeit genommen worden war, fertiggestellt und zur Benutzung freigegeben. Bochum-Auerenburg Sommerfest unterm dunklen Nachthimmel Der Einladung der Deutschen Arbeitsfront, Ortswaltung Bochum=Querenburg, zum Sommerfest am Samstagabend in den festlich geschmückten Gartenanlagen des Wirtes Hüggenberg im Lottental waren viele Volksgenossen gefolgt. Aus allen Richtungen waren die Tanzlustigen, angelockt von den zackigen Märschen und Tanzweisen des Musikzuges der Motorbrigade Westfalen, nach Hüggenberg gekommen, um in den lauschigen Gartennischen einige Stunden der Freude und des Frohsinns zu verleben. Der Garten war prächtig mit vielen bunten Lampions und Fackeln geschmückt. Fleißig musizierte der Musikzug, fleißig aber drehten sich auch die tanzlustigen Paare im Tanze. Immer noch kamen weitere Gaste, so daß bald kein Platz mehr zu bekommen war. Noch lange bis nach Mitternacht schallten frohe Lieder und Klänge durch das sonst so ruhige Lottental. Dieser Abend sollte den vielen Gästen nicht nur einige Stunden der Entspannung und der Erholung geben, er sollte auch gleichzeitig mit dazu beitragen, die Gemeinschaft zu festigen und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern, und der ist voll erreicht. Sportkurse in dieser Woche. Dlenstag: Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20—22 Uhr, Turnhalle des Realgymnasiums, Langendreer, Unterstraße.— Mittwoch: kaliberschießen für Frauen und Männer von bis 22 Uhr bei Kneist in Langendreer: Volkstanz für Frauen und Männer von 20—22 Uhr im Lokal Landau in Langendreer, Kaiserstraße; Jin=Jitsu für Frauen und Männer von 20—22 Uhr, Realgymnasium, Langendreer, Unterstr. 73. — Donnerstag: Volkstanz für Frauen und Männer von 20—22 Uhr in B.=Werne bei Höhn, Werner Hellweg.— Freitag: Schwimmen für Frauen und Männer von 19—20,30 Uhr im Freibad in B.=Langendreer. Bochum-Werne Jubilar der Arbeit. Der Schmiedemeister Wilhelm Klockmann konnte auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Harvener Bergbau=A.=G. Zeche Neu=Iserlohn) zurückblicken. Ihm wurde im Verwaltungsgebäude der Zeche Robert Müser eine besondere Ehrung durch den Gefolgschaftsführer Bergwerksdirektor Schulze=Höing zuteil, der dem Jubilar die Glückwünsche unter gleichzeitiger Ueberreichung eines Ehrengeschenks aussprach. Besinungslos aufgefunden wurde im Untertagebetrieb der Zeche Robert Müser der Grubenlokomotivführer Brämer und von seinen Arbeitskameraden in bedenklichem Zustande zufage geschafft. B., der einem Unfall zum Opfer gefallen ist, wurde ins Bochumer Bergmannsheil gebracht.(ik.) is auseren Verbreitungsgebiet Wanne-Eickel 15 Kinder fehlten. Die Ferienkinder aus W.Eickel müssen bei den Pflegeeltern besonders beliebt sein. Das konnte die Kreisamtsleitung in Wanne=Eickel wieder einmal bei den jetzt aus Ostpreußzen heimkehrenden Kindern feststellen, von denen auf dem Rückweg 45 fehlten, weil sie die Pflegeeltern einfach nicht fortlassen wollten Waftenscheid Rege Bautatigkeit in Wattenscheid. Im Jahre 1936 wurden in Wattenscheio 111 Wohnhäuser mit 23 Wohnungen, 31 Um= und Anbauten mit 18 Wohnungen und zwei Industriebauten fertiggestellt. Die Bautätigkeit hat auch in diesem Jahre nicht nur nicht nachgelassen, sondern in einem noch stärkeren Maße eingesetzt. herne Einbrecher festgenommen. In der Nacht wurde in das Schlachthaus einer Metzgerei in der Bahnhofstraße in der Nähe des Bahnhofes eingebrochen. Der Täter stahl für etwa 30 Mark Fleisch= und Wurstwaren und entkam vorerst unbekannt damit. In gleicher Nacht wurde auf einer Streife der Schutzpolizei in einem Vorgarten in der Manteuffelstraße ein Mann, welcher angeblich dort schlafen wollte, festgenommen. Durch die Kriminalpolizei konnte diesem nachgewiesen werden, daß er der Einbrecher in das Schlachthaus ist. Die Fleisch= und Wurstwaren wurden in den Gartenanlagen am Bahnhof wiedergefunden. Der Täter hatte sich bei dem Einbruch einen Fuß derartig verletzt, daß er angeblich nicht mehr laufen konnte. Bei dem Täter handelt es sich um einen seit Jahren der Kriminalpolizei bekannten und erheblich vorbestraften Mann. Er hat die Tat eingestanden und ist dem Richter vorgeführt. Leicht verletzt. Auf der Bahnhofstraße, in Höhe der Kaiser=Wilhelm=Str., stießen ein LKW und ein Kraftrad zusammen. Der Fahrer des Kraftrades wurde verletzt und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es stellte sich hierbei heraus, daß die Verletzungen leichterer Natur waren. Der Kraftradfahrer konnte seinen Weg wieder fort* n. ohne andere Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Kraftrad wurde stark beschädigt und mußte untergestellt werden. Beide Fahrer sind von auswärts. Die Geldbörse in der Badeanstalt verloren. In der Badeanstalt macht sich die Unsitte bemerkbar, wonach Badegäste ihre Aktentaschen mit Geld und Wertsachen auf irgendeinem Platz in der Badeanstalt ablegen und sich dann ins Wasser oder auf den Spielplatz begeben. Wiederholt sind solche Badegäste in den meisten Fällen von Kindern bestohlen worden. So geschah es auch am 6. August. Einem Schüler, der seine Aktentasche mit Geldbörse auf einen Mauervorsprung gelegt hatte, wurde von einem unbekannt gebliebenen Schüler die Geldbörse gestohlen. In der Geldbörse waren ein Fünfmarkstück und verschiedene einzelne Groschen und zwei kleine Schlüssel. Ein Bildnis, welches sich auf der Geldbörse befand, stellt das Freiburger Münster dar. Badegäste, helft mit diese Diebstähle, die meistens Kinder auf die Wege des Diebstahls bringen. verhüten. Dies könnnt Ihr am besten, wenn Ihr Eure Sachen bei der Badeanstalt zur Aufbewahrung abgebt.— Wer kann zu dem Diebstahl zum Nachteile des Schülers Angaben machen? Angefahren. Beim Ueberqueren der Bahnhofstraße wurde ein Fußgänger von einem Radfahrer angefahren, wobei der Fußgänger leichte Verletzungen erlitt. Der Radfahrer kam mit dem Schrekken davon. Zusammenstoß. Auf der Bochumerstraße, in Höhe der Jean=Vogel=Straße stießen ein und ein Motorrad zusammen. Der Kraftradfahrer erlitt Blutergüsse. Eine ärztliche Hilfe wurde nicht in Anspruch genommen. Der Fahrer des Personenkraftwagens blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge wurden seils leicht, teils schwer beschä„Bernd von Strünkede stürmt Recklinghausen" Dreitägiges Volksfest in Recklinghausen Bochum-Hamme Zur letzten Ruhe geleitet wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Hebammenvereinigung die plötzlich durch Verkehrsunfall aus dem Leben gerissene 50jährige Hebamme Berta Fillmann, Redemptoristenstraße 69, am Samstagnachmittag auf dem hiesigen Friedhof, nachdem in der Totenhalle des Friedhofes eine Trauerfeier vorangegangen war. Herrliche Kränze und Blumen wurden als Zeichen des Gedenkens am Grabe niedergelegt. Bochum-Riemke Das dreitägige Heimat= und Volksfest in Recklinghausen, in dessen Mittelpunkt das Volksspiel aus dem Mittelalter„Bernd von Strünkede stürmt Recklinghausen" stand, hat alle gehegten Erwartungen erfüllt. Stadtverwaltung und Partei haben eine Veranstaltung aufgezogen, die für künftige Jahre ein gutes Vorbild sein wird. Es soll nämlich in jedem Jahre abwechselnd in den einzelnen Stadtteilen ein solches Heimat= und Volksfest stattfinden, und jedesmal soll aus der Geschichte Recklinghausens eine bemerkenswerte Begebenheit als Schauspiel aufgeführt werden. Zweck solcher Veranstaltungen ist, die Kenntnis der Geschichte Recklinghausens in alle Volkskreise zu bringen und dadurch der Heimatliebe erst den rechten Inhalt zu geben, um aus dieser Heimatliebe und der Verbundenheit von Mensch und Boden die Kräfte zu gewinnen für die Erfüllung der heutigen Aufgaben. Mit einer Feierstunde wurde am Samstagabend das Volks= und Heimatfest eröffnet. In Vorträgen und Ansprachen des Vorsitzenden des Vereins für Orts= und Heimatkunde, Sanitätsrat Dr. Misaeld, des Stadtarchivars Dr. Pennings, des Verfassers des Strünkede=Spieles, des Oberbürgermeisters Dr. Miemeyer, und des Kreispropagandaleiters Hochheimer wurde die stärkere Pflege der Heimatkunde und der Liebe zur Heimat hervorgehoben Der Heimatfreund verlangte Pflege des Heimatgefühls aus der Verbundenheit von Blut und Boden heraus, der Geschichtesforscher aus den Lehren der Vergangenheit, das Stadtoberhaupt im Interesse der Pflege echten Bürgersinns und der Vertreter der Partei, weil aus echter Heimatliebe auch echte Vaterlandsliebe erwachse. Nach dieser Feierstunde, die von Liedervorträgen des Männergesangvereins„Gutenberg“ umrahmt war, wurde im großen Festzelt auf dem Marktplatz der Volks= und Heimattag eröffnet. Gleich am ersten Abend herrschte ein buntes Leben und Treiben im Zelt und eine Fülle von Volksbelustigungen aller Art sorgte schnell für eine frohe Stimmung. Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Schau spiels „Bernd von Strünkede“ Die Straßen von der Emscher bis zum Viehtor waren umlagert von einer dichten Menschenmenge, die aus nah und fern herbeigeströmt war, um dieses einzigartige Schauspiel auf der Straße zu seben. 500 Menschen in der Tracht des Mittelalters konnten schon ein Stadtbild verändern. Es sah in diesem Spiel mit Hellebarden, Dreschflegeln, Morgensternen und blanken Schwertern nach Ernst und Kampf aus So konnte es wohl gewesen lein, wenn vor Jahrhunderfen der Raubritter Strünkede sich gegen die Recklingbäuser wandte, um ibnen so viel Schaden wie möglich zuzufügen. Es war ein lebenswahres Bild, als zum Schluß die Strünkeder das Viehtor stürmen wollten, dort aber durch kochendes Wasser und allerlei andere Kriegsmittel zurückgetrieben wurden und durch einen glücklichen Ausfall der wehrhaften Recklinghäuser schließlich eine Niederlage erlisten, die mit der Gefangenschaft des Ritters und seiner Knechte endete. Dramatisch war auch die Gerichtsszene im Zelt, wo der gefangene Ritter Urfehde schwören und eine Buße zahlen mußte. Nach diesem Festspiel war den ganzen Nachmittag über ein Gewoge in der Stadt, wie es Recklinghausen nur an„großen Tagen“ kennt. Das große Festzelt erwies sich fast zu klein, um alle frobgestimmten Bürger der Stadt fassen zu können. Es war ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes, geschaffen durch Stadtverwaltung und Partei. Frohe Stunden beim KLB in der Kaiseraue Mit dem Sommerfest der Reviergruppe 1 Hofstede, Riemke, Grumme und Vöde des Reichsluftschutzbundes Sonntag nachmittag in der Kaiseraue ging ein langersehnter Wunsch der Mitglieder in Erfüllung, denn man wollte auch einmal nach der Arbeit innerhalb des RLB einige frohe Stunden der Kameradschaft verleben. Gleichzeitig wollte man sich an diesem Tage gegenseitig naher kennen und verstehen lernen, um so für die noch zu erfüllenden Aufgaben im Interesse des ganzen Volkes in echter und wahrer Volksgemeinschaft gewappnet zu sein. Der Einladung zu diesem Fest der größten Reviergruppe der Ortsgruppe GroßBochum waren so viele Volksgenossen mit ihren Kindern gefolgt, das bald kein Platz mehr in dem weiten Garten zu finden war. Kurz nach Beginn des Festes herrschte ein fröhliches Leben und Treiben, denn die maßgebenden Männer hatten für ein schönes und reichhaltiges Unterhaltungsprogramm Sorge getragen. Besonders war dieser Nachmittag den Kindern gewidmet, die sich so recht nach Herzenslust zummeln konnten. Es wäre kein richtiges Fest gewesen, wenn nicht auch für die Frauen gesorgt worden wäre, Sie konnten an einer reichbeschickten Tombola ihr Glück versuchen. Bei etwa 500 Gewinnen werden wohl nicht viele ohne Gewinn nach Hause gegangen sein. Eine fleißige Kapelle spielse schon in den Nachmittagsstunden unermüdlich zum Tanze auf. Leider verging die Zeit viel zu schnell, aber man schied mit der Gewißheit, einige frohe Stunden verlebt zu haben. digt.— Es muß immer wieder betont werden. Fahrer und Fußgänger, seid bei dem Verkehr auf der Straße äußerst vorsichtig und helft Unfalle verhüten. Castray-Kavrel Hafer auf dem Felde zertreten. Von einem un= bekannten Täter wurde der Hafer auf einem Felde in der Mittelstraße zertreten. Der Schaden beträgt etwa 20 Mk. Das Motiv der Tat ist nicht bekannt. Wer kann Angaben über den Täter machen? Leiche gelandet. Am 4. d. Mts. ist aus der Emscher die Leiche eines neugeborenen Kindes geborgen worden. Die Leiche hat nur einige Tage im Wasser gelegen. Das Kind hat nach der Geburt gelebt. Die Kindesmutter ist noch unbekannt. Wer kann über die Herkunft der Leiche oder über die Kindesmutter Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, sind zu machen bei der Kriminalpolizei in Castrop=Rauxel oder jeder anderen Kriminaldienststelle. Wem gehört die Geldbörse? In letzter Zeit konnte in der Badeanstalt in Castrop=Rauxel ein Schüler beim Diebstahl auf frischer Tat ertappt werden. Im Besitze des Schülers befand sich auch noch eine Geldbörse, braunes Leder mit Reißverschluß, die er im Juni oder Juli in gleicher Badeanstalt gestohlen haben will. Der Eigentümer konnte bisher nicht ermittelt werden Vermutlich kommt als Geschädigter ein junger Mann, der einen grauen Knickerbocker getragen und nion beim Bademeister wegen des damals ausgefuhrten Diebstahls gemeldet hat, in Frage. Eine Anzeige ist wegen des Diebstahls jedoch nicht erfolgt. Die Geldbörse kann bei der Kriminalpolizei besichtigt und von dem rechtmäßigen Eigentümer dort in Empfang genommen werden. Wer ist Eigentümer? Im hiesigen Stadtbezitl wurde ein Autoreifen gefunden, welcher vermutlich aus einem Diebstahl herrührt. Der Eigentumer kann sich bei der Kriminalpolizei in Witten melden. Zusammenstoß. An der Ecke Stein= und straße stießen ein Motorrad und ein Lastkraftwagen zusammen. Beide Kraftfahrzeuge wurden beschat digt. Personen wurden nicht verletzt Lebensmüde. Auf der Eisenbahnstrecke AnnenNord—Dorfmund, und zwar kurz hinter der Eisenbahnüberführung in der Baroperstraße in WittenAnnen, hat sich gegen 21 Uhr eine 32 Jahre alle Frau aus Witten=Annen vor einen aus Richtung Dortmund kommenden Personenzug geworfen und uberfahren lassen. Die erheblich verstümmelte Leiche wurde von dem Zugpersonal eines die Strecke passierenden Personenzuges bemernt und darauf die Bergung der Lebensmüden veranlaßt. Welter. NSG. Deutsch=englischer Freundschafteaustausch führte zur Heirat. Die in Grundschott bei Wetter angebahnten freundschaftlichen 2 ziehungen mit den Bewohnern einiger Orte Südengland, die bereits zu mehreren gegen Besuchen führten, haben jetzt auch einen deren Erfolg gezeigt. Ein junges Mädchen a Wetter folgte einer Einladung nach England. sich inzwischen drüben zu verheiraten. Die 5 tung The Evening News in Portsmouth öffentlichte ein Bild des Hochzeitspaarce einen ausführlichen Artikel über die Hochse seier. Essen Stadt Esfen beglückwunscht Krupp von Aus Anlaß des 67. Geburtstages Dr. Krubb Bohlen und Halbachs übersandte Bürgern Dr. Richter in Vertretung des Oberburge sters namens der Stadtverwaltung folgen Glückwunschtelegramm:„Zu Ihrem beun Ehrentage spreche ich Ihnen, dem hochvertee Ehrenbürger der Stadt Essen, sowohl im der Stadt als auch persönlich die n Glück= und Segenswünsche aus. Mone lange Ihrem Werk und Ihrer Familie noch recht in bester Gesundheit erhalten bleiben Tödlicher Verkehrsunfall. Am ereignete sich an der Ecke Kronpringenan Richard=Wagner=Straße ein Verleg. fiel fall. dem ein Menschenleben zupenen Ein Radfahrer stieß mit einem wagen zusammen und wurde so schwe daß er starb. Zwölf bolschen DNB Salama, tionale Heeresber Front von Ar racin wurde geste besetzt. Es wurde Gegners in der N borgen. Zahlreiche sen haben sich wie Von den übrige Fliegere lavega(Provina zwölf Jagdfl Wieder e Salaman tagsstunden des So len Truppenabtei kampfen, den Ort Albarracin, besetzt licher Richtung vo der Landstraße nac Frontabschnitt bei wistische Zusammen nationalen Flieger diert und beschoff im spa TNB Avila, 8. A der Front herrsch Freitag wurden im Celsius gemessen, sein. Allein schon d schattenleten Graben an die Widerstandsk befestigungen bei Vil berrichte infolge der Der 5 beken ONB Salamane Franco empfina der des„Blauen S Besitzung an der afr des Sultans brachte nien die freunds nes Volkes zum Ar Volk von Ifni sich gung identifiziere un zu unterstützen. Bischof mi TNB Moskau, Organs des nik“ wurde im M Anzahl Priester ur tet. Darunter be kiforow. drei Nonnen, insges ten werden gegenre aktwver reli n den Kirchen Or antibolschewif worden. Der DB Bre nalpolizeistelle eklant Jhren in 2 1935 au lungen der K. geben, daß de pit der Mut Jahren in wi Krache, ein wiederholt sch pegen Vorbei mi, in die G e de Kinl Schuttabladep ataben hab gefunden, na Schuttabladenh mb in der lue Reviergruppe 1 HofVöde des Reichsluftnittag in der KaiserWunsch der Mitglien wollte auch einmal es RLB einige frohe verleben. Gleichzeitig age gegenseitig näher „um so für die noch Interesse des ganzen rer Volksgemeinschaft adung zu diesem Fest er Ortsgruppe Großksgenossen mit ihren in Platz mehr in dem r. Kurz nach Beginn iches Leben und TreiMänner hatten für s Unterhaltungsproesonders war dieser idmet, die sich so recht onnten. Es wäre kein n nicht auch für die re, Sie konnten an 1 ihr Glück versuchen. rden wohl nicht viele gegangen sein. Eine in den Nachmittagsanze auf. Leider veraber man schied mit Stunden verlebt zu dieder betont werden. bei dem Verkehr auf ig und helft Unfalle Castray-Kavrel eten. Von einem un= dafer auf einem Felde n. Der Schaden beotiv der Tat ist nicht den über den Täter d. Mts. ist aus der geborenen Kindes gehat nur einige Tage ind hat nach der Geitter ist noch unbeHerkunft der Leiche r Angaben machen? vertraulich behandelt der Kriminalpolizei er anderen Kriminalrse? Jn letzter Zeit n Castrop=Rauxel ein frischer Tat ertappt zülers befand sich auch 8 Leder mit Reißver= der Juli in gleicher 1will. Der Eigenrmittelt werden Verster ein junger cker getragen und no damals ausgeführten Frage. Eine Anzeige doch nicht erfolgt. Die minalpolizei besichtigt Eigentümer dort in Witten n hiesigen Stadtbezitl den, welcher vermutlich hrt. Der Eigentümer polizei in Witten mel= cke Stein= und Wasserund ein Lastkraftwagen zeuge wurden bescht verletzt isenhahnstrecke Annenkurz hinter der Elien roverstraße in Witten hr eine 32 Jahre alte or einen aus Richtung onenzug geworfen un erheblich verstümmelte wpersonal eines spat ersonenzuges bemerkt r Lebensmüden veranWelter. freundschaftlichen nern einiger Orte in mehreren gegenseitigen tzt auch einen beson junges Mädchen aus ng nach England verheiraten. Die 3 in Portsmouth ver Hochzeitspaares un über die Essen aOr ure. a des Oberbürgermen, verwaltung solgenon Zu Ihrem beungen en, dem Hocverrore. en, sowobl im Mamen tlich die herim ans. Mosen. milie noch recht ten bleiben l. Am Kronprinzenin Verlse. ben zum Oplen einem Perioneran rde so schwer Die Sierra de la Cruz besetzt Zwölf bolschewistische Flugzeuge abgeschossen. DRB Salamanca, 8. August(Drahtb.) Der tionale Heeresbericht vom Freitag lautet; Front von Aragon: Im Abschnitt von Alba racin wurde gestern die Sierra de la Cruz besetzt. Es wurden über 100 Gefallene des Geaners in der Nähe der eroberten Stellungen geborgen. Zahlreiche Soldaten und Milizen mit Waffen haben sich wieder im nationalen Lager gestellt. Von den übrigen Fronten nichts Neues. Fliegerei. In einem Luftkamn' bei Torrelavega(Provinz Santander) haben unsere Flieger zwölf Jagdflugzenge abgeschossen Wieder eine Ortschaft besetzt Salamanca, 8. August. In den Nachmit tagsstunden des Sonnabends haben die nationalen Truppenabteilungen, die im Jabalon Gebirge kampfen, den Ort Jabalovas sudöstlich von Albarracin, besetzt. Andere von Campillo in östlicher Richtung vorstoßenden Truppen nähern sich der Landstraße nach Cuenca. Im nördlichen Frontabschnitt bei Calamocha wurden starke bolschewistische Zusammenrottungen beobachtet, die von nationalen Fliegern erfolgreich bombar diert und beschossen wurden. Lähmende hitze im spanischen TNB Avila, 8. Aug.(Drahtb.) An der Madri der Front herrschtunerträgliche Hitze. Freitag wurden im Abschnitt von Brunete 46 Grad Celsius gemessen, heute wird es nicht viel besser sein. Allein schon der Aufenthalt in der baum= und schattenloien Grabenlinie stellt große Anforderungen an die Widerstandskraft der Soldaten. Beim Morgengrauen trat die nationale Artillerie für kurze Zeit in Tätigkeit und beschoß die bolschewistischen Feldbefestigungen bei Villa Nueva de Canada. Später berrschte infolge der Gluthitze völlige Ruhe. Der Sulton von Ifni behennt sich zu Franco Salamanea, 8. Aug.(Drahtb.) General Franco empfina in besonderer Audienz den Bruder des„Blauen Sultans von Ifni", der spanischen Besitzung an der afrikanischen Westküste Der Bruder des Sultans brachte dem Führer des nationalen Spa nien die freundschaftlichen Gefühle seines Volkes zum Ausdruck. Er betonte, daß das Volk von Ifni sich völlig mit der nationalen Bewegung identifiziere und bereit sei, sie in jeder Hinsicht zu unterstützen. Von der GPU verhaftet Bischof mit Priestern und Gläubigen Moskau, 8. Aug.(Drahtb.) Nach Mitteilung des Organs des Gottlosen=Verbandes„Besbosbnik“ wurde im Mai des Jahreg in Orel eine große Anzahl Priester und Gläubige von der GPU verhartet. Darunter befinden sich der Bischof Innokenti „iriforow, zwei Oberpriester, zwölf istliche, drei Diakonen und zwei frühere Nonnen, insgesamt 80 Personen. Die Verhafteten werden gegenrevolutionärer Umtriche, Schadlings= arbent, aktwver religiöser Propaganda usw. bezichtet. zon den Kirchen Orels, so teilt das Atheistenblatt mit seien antibolschewistische Gebete und Predigten gehalten worden. Mädchenmord nach eineinhalb Jahren onfaeklärt Der Täter ein verstochter Kommunist. Breslau, 8. Aug.(Drahtb.) Von der Kriminalpolizeistelle Breslau ist ein Verbrechen aufgekläit worden, das sich vor ungefähr eineinhalb Ahren in Bunzlau ereignete. Dort verschwand Anfang 1935 die 14jährige Schülerin Ilse Wickel angeblich auf einem Besorgungsgang. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeileitstelle haben nunmehr ergeben, daß der fast 40 Jahre alte Artur Krache, der mit der Mutter der Vermißten seit ungefähr sechs ahren in wilder Ehe zusammen lebt, der Täter ist. Ntache, ein alter verstockter Kommunist, der jederholt schon schwer vorbestraft ist, darunter auch regen Vorbereitung zum Hochverrat mit Zuchthaus. in die Enge getrieben, nunmehr gestanden, daß cns Kind erdrosselt und dann auf dem Schuttabladeplatz von Bunzlau in einem Sack vergtaben habe. Die Leiche wurde am Donnerstag Tunden, nachdem eine Arbeitsdienstabteilung den Schuttabladeplatz vier Tage lang umgegmben hatte. * Hll der Aufnlätung des Mädchenmordes in Bunzn ist ergänzend zu melden, daß der Mörder, der elberöchtigte Kommunist Artur Krache, bereits vor dem. Verschwinden der Ilse Wichkel bewußt che Angaben ausgestreut habe. Durch Beder beiden noch lebenden Geschwister der Er= neten, die inzwischen wegen vollkommener Versnmälligung durch ihre Mutter, die sich nächtelang renbutried, in ein Erzlehungsheim gebracht marden sind, wurde in Erfahrung gebracht, daß Krache snt nur an der Ilse, sondern auch an einer *. Schwestern vergangen hat. In diesem Zusamtauchten weitere Anhaltspunkte dafür auf, den. Krache auch an seiner eigenen siebenjähriLcochter vergriffen hat. In dem Augenblick, als sem eigenen Kind gegenübergestellt werden erklärte er sich endlich bereit, ein Geständmasiegen. Dennoch hat Krache planmahig die Vorbereitungen getroffen, die Ilse zu der und zu beseitigen, um wegen des an ihr beganen Sittlichkeitsverbrechens nicht ins Zuchthaus zu tten. Das Mädchen wurde von ihm traktiert de Ann erdrosselt. Den Leichnam vergrub er auf den Millabladeplatz. zeigte keinerlei Reue. Der Haftbefehl Nordverdachts erreichte ihn in Strafhaft wegen es schweren Einbruchsdiebstahls. Frau Wichel herde in Hart genommen weil sie die Sittlichkeitsemen en dco Kraches an ihrer Tochter geduldet hat an ein auf dem gleichen Grundstück wohnender nke festgenommen worden, weil auch er sich Ermordeten und ihrer Schwester vergriffen hat. japanische Botschafter in Schanghai DMIB Schanghai, 8. Aug.(Ostasiendienst des DMB.) Der japanische Botschafter Kawagoe traf am Sonnabend, von Dairen kommend, in Schanghai ein, wo er zunächst bleibt, um interne Besprechungen innerhalb seiner Botschaft und mit den hiesigen japanischen Stellen abzuhalten. Zurzeit ist es noch nicht bekannt, ob und wann er nach Ranking gehl, wo man an sich bereit zu sein scheint, mit Kawagoe Besprechungen abzuhalten, falls er für China arnehmbare Vorschläge zur Entspannung der Lage machen kann. „Es ist noch nicht zu spät“ Die Ranking=Regierung zu Verhandlungen bereit. DNB Schanghai, 8. Aug.(Ostasiendienst des ROB.) Der Sprecher des chinesischen Auswärtigen Amts erklärte am Sonnabend im Zulammenhang mit der Rückkehr des sapanischen Botschafters Kawagoe nach Ranking, daß die chinesische Regierung jederzeit zu positiven Verhandlungen bereit sei, solange die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und der Nanking=Regierung weiter bestehen. Der Sprecher betonte, daß es noch nicht zu spät sei, den Konflikt abzuwenden. Die japanische Zivilbevölkerung abtransvortiert DMB Schanghai, 8. Aug.(Ostasiendienst des DRB.) Die japanische Riederlassung in Hankau, zu deren Schuitz. wie gemeldet, japanische Seesoldaten gelandet worden waren, ist von der sapanischen Zivilbevölkerung geraumt worden, die darauf zusammen mit dem größten Teil des japanischen Militärs auf fünf Kanonenbooten nach Schanghai abtransportiert worden ist. Hiermit ist die Räumungsaktion am oberen und mittleren Bangtse abgeschlossen. Der Schutz des Lebens und des Eigentums der wenigen in Hankau zurückgebliebenen Japaner— es handelt sich um etwa 100 Konsulatsbeamte und Konsulatspolizisten mit ihren Familien— wurde von den chinesischen Garnisonsbehörden übernommen. Die Einzelheiten des durch die chinesischen Behörden für die Dauer der Krisenzeit übernommenen Schutzes der japanischen Niederlassung sind durch ein fünf Punkte umfassendes Abkommen geregelt worden. Zusammenarbeit mit der gesamten Nation DNB Tokio, 8. Aug.(Ostasiendienst des DNB.) Der japanische Ministerpräsident Fürst Konoe gab im Hinblich auf den bevorstehenden Abschluß der Sondersitzung des Reichstaaes eine Erklärung an die Presse. Er führte aus, daß der Reichstag in Erkenntnis des Ernstes der gegenwärtigen Lage alle durch den Zwischenfall in Nordchina verursachten Sonderbudgets angenommen habe. Der Reichstag habe„im wahrsten Sinne des Wortes die nationale Einheit" bekundet, wie auch die gestrige gemeinsame Entschließung aller Parteien die Meinung des gesamten Volkes zum Ausdruck bringe. Der Ministerpräsident betonte abschließend, daß die Lageäußerst ernst, die Regierung aber fest entschlossen sei, in vollster Zusammenarbeit mit der ganzen Ration die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Die heldenmütigen Verleidiger des Alkazar als Gäste in Deutschland Einige der Verteidiger des Alkazar bei Toledo, deren Heldenkampf in der ganzen Welt berühmt wurde, weilen gegenwärtig, vom Ausländerdienst betreut, in Deutschland. In diesen Tagen besichtigten sie ein in der Nähe von Berlin gelegenes Arbeitsdienstlager. Man sieht auf unserem Bilde von links: Hauptmann Rodriao. Kapitän Gomez, Kommandant Mendes, der die Verteidigung des Alkazar leitete, Fliegerkapitän del Val Nunez(fünfter von links) und Spanienreferent Fey(sechster von links) vom Ausländerdienst.(Scherl=Bilderdienst=M.) Der bunte Tag Keine Brandstiftung in Neumünster Neumünster, 8. Aug.(Drahtb.) Die polizeiliche Untersuchung über die Ursache des Brandes bei den Köster=Werken ist abgeschlossen. Es haben sich keinerlek Anzeichen für eine Brandstiftung nachweisen lassen. Großfeuer in einem Antwerpener Warenhaus D9B Brüssel, 8. August(Drahtb.) In einem grohen Antwervener Warenhaus brach in der Nacht zum Freitag Feuer aus. Der gröhte Teil der beiden oberen Stockwerke wurde vernichtet. Ein Uebergreifen des Feuers auf die unteren Stockwerke und auf die neben dem Warenhaus liegenden Gebäude konnte von der Feuerwehr, die von Truppen der Garnison Antwerpen unterstützt wurde, verhindert werden. Bei den Rettungsarbeiten verunglückte ein Feuerwehrmann tödlich. Zugunfall in Belgien DNB Brügge, 8. Aug.(Drahtb.) Am Sonnabendnachmittag entgleiste kurz vor der Einfahrt in den Babnhof Brügge der Personenzug Brüssel—Ostende. Die Lokomotive und der Tender schoben sich ineinander. Der Lokomotivführer wurde schwer verletzt, während der Heizer und 15 Reisende leichtere Verletzungen davontrugen. Zusamenstoß auf der höhe von Dünkirchen Paris, 8. Aug.(Drahtb.) In der Nacht zum Sonntag ist der belgische Kanaldampfer „Princesse Marie Jose“ auf der Höhe von Dünkirchen von dem englischen Frachtdampfer„Clan Mac Neil!“ gerammt wor den, als er mit 709 Fabdgästen nach der belgischen Küste unterwegs war. Die meisten Fahr gaste schliefen im Augenblick des Zusammenstoßes, er bei guter Sicht erfolgte, als der Engländer in den Hafen einlaufen wollte. Die„Clan Mac Neill“ fuhr gegen den Dampfer„Princesse Marie Jose“ auf der Backbordseite auf und brachte ihm ein Leck bei. Durch Abdichten der Schotten hielt sich die„Princesse Marie Jose“ über Wasser. Ohne Panik konnten sämtliche Fahrgäste auf Schley pern des Hafens Dünkirchen an Land gebracht werden, sie fuhren in Sonderzügen nach Östende weiter. Vier englische Passagiere wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, das Befinden von zweien ist als ernsthaft zu betrachten. Riesiger Waldbrand in Südfrankreich Schaden von sieben Millionen Franken DNB Paris, 8. August(Drahtb.) Aus der Umgebung von Mont=de=Marson in Südfrankreich werden umsangreiche Waldbrände gemeldet. Das Feuer entwickelte sich auf einer Strecke von 5 Kilometer in einem Staatowald. Zur Bekämpfung des Brandes ist Militär aufgeboten worden. Der Schaden soll sich auf sieben Millionen Franken belaufen. Schwere Kollision eines französischen Tanks DNB Paris. 8. Aug.(Drahtb.) Bei der Rückkehr von einer Uebung nach ihrem Pariser Standort brach aus einer Tankkolonne eine der schweren Maschinen plötzlich aus. Im gleichen Augenblick versuchte ein Personenwagen auf der anderen Straßenseite, die Kolonne zu überholen. Er zerschellte dabei an dem Stahlkoloß. Immerhin war der Anprall so stark. daß auch der Tank erneut aus seiner Fahrrichtung geschleudert wurde und auf einen zweiten haltenden Kraftwagen auffuhr Sowohl der Fahrer des Tanks als auch die Insassen beider Kraftwagen mußten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Brücke eingestürzl 20 Verletzte. DNB. Gernsbach(Baden), 7. Aug.(Drahtb.) Am Sonntag gegen 22 Uhr ereignete sich hier während einer festlichen Beleuchtung der Anlagen an der Murg ein schwerer Unglücksfall. Auf einem Steg, der von der Straße auf die in der Murg liegende Insel führt, hatte sich eine große Menschenmenge an einer Seite zusammengedrängt. Infolge des Uebergewichts neigte sich der Steg langsam in den zur Zeit nicht sehr hohen Fluß und brach zusammen. 20 Personen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, davon sind vier bis sechs schwer verletzt. Bei den Verletzungen handelt es sich hauptsächlich um Knochenbrüche und Hautabschürfungen. Zugzusammenstoß bei Paris 18 Personen verletzt DNB Paris, 8. Aug.(Drahtb.) In Bercy, einem Vorort von Paris, ereignete sich am Sonnabendmorgen ein Zugzusammenstoß. Der Schnellzug von Bellegarde stieß aus bisher unbekannten Gründen in voller Fahrt auf den haltenden Zug nach Narbonne. Der Schlußwagen dieses Zuges wurde zertrümmert, während der Tender, der Gepäckwagen und die beiden ersten Personenwagen des auffahrenden Zuges aus den Schienen sprangen. In dem Narbonner Schnellzug wurden 13 Personen verletzt, drei von ihnen erlitten schwere Knochen= und Schädelbrüche. hitzewelle über England Bereits drei Opfer DNB London, 8. Aug.(Drahtb.) England hat in diesem Jahre lange auf gutes Sommerwetter warten müssen. Nachdem es wochenlang trübe und regnerisch war, wurde die englische Hauptstadt vor acht Tagen von einer überraschenden Hitzewelle heimgesucht. Die Sonne lag brütend über der Riesenstadt, und die Hitze stieg von Tag zu Tag mehr. Am Wochenende waren 30 Grad, was für englische Verhältnisse schon sehr viel ist, überschritten. Am Freitag hat London den heißesten Tag seit vier Jahren erlebt. Am Sonnabend sind nicht weniger als drei Opfer der Hitze zu beklagen. In allen drei Fällen handelt es sich um ältere Personen, die auf der Straße zusammenbrachen und nach wenigen Minuten an Herzschlag verschieden. Schweres Unglück bei einer Zirkusvorstellung Ein Mast brach durch. ONB Kopenbagen, 8. August(Drahtb.) Vor einem Wanderzirkus, der zur Zeit hier ein Gastspiel gibt. ereignete sich nach Schluß der gestrigen Abendvorstellung:n Unglück, bei dem nach den in der Nacht durchseführten Feststellungen ein junger Mann sofort getötet. zwei Personen lebensgefährlich und vier schwer verletzt wurden. Als lente Nummer des bis Mitternacht sich hinziehenden Programms zeigte ein Luftakrobat einige halsbrecherische Kunststücke an einem 32 Meter hoben Mast. der auf dem offenen Platz vor dem Zirkuszelt an einer öifentlichen Straße errichtet ist. In dem Augenblick nun, als der Akrobat, wie allabendlich vor dem Abstieg, an der Spitze des von ihm in Schwingungen gesetzten Mastes bängend. den einen Fuß in einem Eisenring, den anderen gegen das Holz gestützt, mit freien Händen eine Fahne ent'alten wollte, brach der Mast und stürzte in die Zuschauermenge. Von den Bruchstücken des Mastes wurden ein 25jähriger junger Mann tödlich, weitere sechs Personen schwerdverletzt. Bei zwei Verletzten besteht Lebensgefahr. Wie schwer die Verletzungen des Artisten sind, der in dem Zirkus Schmidt unter dem Namen Kapitän Alberti auftrat, muß erst durch Röntgenuntersuchung festgestellt werden. Die Rettungsarbeiten, die zur Zeit durch Unterbrechung der von den fallenden Stämmen zerstörten Lichtleitung und die dadurch noch gesteigerte Verwirrung des Publikums sehr erschwert wurden. dauerten bis in die ersten Morgenstunden, zu welcher Zeit viele der Leichtverletzten aus der ärztlichen Bebandlung wieder entlassen werden konnten. Als Ursache des Unglücks wird nach den bisherigen Ermittlungen vermutetdaß die Elastisität des Mastes. der durch den Artisten in Schwingungen versetzt wurde, durch die trockene Wärme der letzten Tage allzu stark beointrächtigt worden war 75 000 Km gewonnen Ein guter Anfang bei der Ziehung der Staatslotterie DNB Berlin, 8. Aug.(Drahtb.) In der Nachmittagsziehung der Staatslotterie wurde ein Gewinn von 75000 Mark gezogen, der auf die Nr. 317 417 fiel. Die Nummer wird in der ersten Abteilung in Achtelabschnitten in Hessen=Nassan. in der zweiten Abteilung ebenfalls in Achteln in Baden ausgegeben. Kühler Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülb. Die derzeitige Hitzeperiode, die am Samstag in Frankreich verbreitet Temperaturen bis 37 Grad brachte, hat am heutigen Sonntag ihren Hebepunkt erreicht. Dabei sind auch in unserem Bezirk die Temperaturen bis auf 85 Grad angestiegen. Von Westen vordringende kühlere Luft wird unter Gewittern Abkühlung bringen, aber keine nachhaltige Verschlechterung des Wetters zur Folge haben Vorhersage für Monsag: Bei zwischen West und Nord schwankenden Winden heiter bis wolkig mit einzelnen Gewittern, etwas kühler aber noch warm. Vorhersage für Dienstag: Westliche Winde, heiter bis wolkig und vorwiegend trocken, noch warm Wahrscheinliche Weiterontwicklung: Keine walent liche Aenderung . Nutzholz darf nicht verbrannt werden Eine neue Beroronung Unter dem Datum vom 80. Juli 1937 hat Reichsforstmeister Göring in seiner Eigenschaft als Beauftragter für den Vierjahresplan eine Verordnung erlassen, die der Förderung der Nutzholgewinnung dient. Die wichtigsten Punkte dieser neuen Verordnung bestehen einmal darin, daß zur Verwendung als Nutzholz geeignetes Rohholz weder als Brennholz verwendet noch als solches veräußert werden darf. Ferner werden alle Holznutzungsrechte, die dieser ersten Anordnung entgegenstehen, aufgehoben und in entsprechender Weise vergütet. Diese Verordnung, die in gewisser Hinsicht einschneidende Veränderungen bringt, ist dazu bestimmt, die deutsche Rohstofflage erleichtern zu helfen. Im Rahmen des Vierjahresplanes ist der Holzbedarf, sei es in Form von Ausgangsmaterial für chemische Prozesse oder als Ersatz für metallische und ausländische Rohstoffe, stark gestiegen. Im Jahre 1936 betrug der gesamte Holzverbrauch in Deutschland“8 Mill. Festmeter Holz, 45,6 Mill. Festmeter entfielen davon auf Nutzbolz, während 28.7 Mill. Festmeter als Brennholz verbraucht wurden. Die eigene Nutzholzproduktion reicht nicht aus, um diesen großen Bedarf zu befriedigen. Im genannten Jahre mußten vielmehr 10,2 Mill, Festmeter Nutzholz eingeführt werden. Bisher ist in Deutschland immer noch eine große Menge von Nutzholz— nach Schätzungen 1,2 Mill. Festmeter— in den Ofen gewandert. Das ist nicht nur überall dort geschehen, wo ein privater Waldbesitz zur Verfügung stand, sondern auch wo in Gemeinden und Siedlungen ein gewohnheitsrechtlicher Brauch bestand. So wurden beispielsweise in früheren Zeiten, als Gemeindewald in Staatsbesitz überging, den Gemeinden bestimmte Nutzungsrechte an diesem Wald gewährt, die unter den damaligen Verhältnissen ihren Sinn hatten, in der heutgen Zeit jedoch ihre sachliche Berechtigung längst verloren haben. Mit diesen überbolten Nutzungsrechten räumt die Verordnung endgültig auf, um dafür die volkswirtschaftlich beste Nutzung des deutschen Holzanfalles zu ermöglichen. Die Abfindung der Nutzungsberechtigten geschleht in Form= von Land, oder Waldabfindungen, sowie durch Sachwerte oder durch Geld. Für bestimmte Fälle ist auch eine Rentenabfindung vorgesehen. Unter den möglichen Ausnahmen von dieser neuen Verordnung ist vor allem ein Waldbesitz unter 10 Hektar oder einer geringeren Besitzgröße zu erwahnen. Westdeutsche Um= und Ausschau Vierköpfige Familie ging in den Tod Furchtbare Tragödie einer deutschen Bergarbeiter. familie in einem holländischen Grenzort. Herzogenrath. Eine furchtbare Familientragödie hat in dem holländischen Grenzort Hoensbroe! unter der Bevölkerung große Erregung ausgelöst.. Aus der Maas bei Roermond wurde am vergangenen Montag die Leiche eines etwa achtjährigen Mädchens geborgen. Während die Polizei noch mit den Ermittlungen beschäftigt war, um die Personalien des Kindes zu ermitteln, kam die Nachricht, daß man am Donnerstag fast an der gleichen Stelle die Leiche eines Mannes bergen konnte. An Hand des vorgefundenen Passes wurde er als ein aus dem holländischen Grenzort Hoensbroek stammender Bergmann festgestellt. Da die Wohnung verschlossen war, verschaffte man sich gewaltsam Einlaß und fand nun auf dem Küchentisch zwei Briefe, die an die Eltern des Mannes und der Ehefrau gerichtet waren. Hieraus ging hervor, daß das Ehepaar beschlossen hatte, mit dem achtjährigen Töchterchen und sechsjährigen Jungen aus dem Leben zu scheiden. Inzwischen hat man auch die Leichen der Frau und des Jungen aus der Maas bergen können. Es handelt sich um eine deutsche Bergarbeiterfamilie. Der Wann, der 1930 nach Holland gekommen war, hatte infolge Krankheit seine Stellung verloren. Nach Aussage der Nachbarn hat man bei dem Mann= in letzter Zeit häufig Anzeichen von Schwermut beobachten können. Sehr wahrscheinlich ist die furchtbare Tat im Zustande schwerster geistiger Depression verübt worden. Schwere Bluktat in Eschweiler Eschweiler. Freitag nachmittag trug sich in einem am Markt gelegenen Hause eine schwere Bluttat zu. Eine Frau, Mutter mehrerer Kinder, deren Mann zu einem in dem Hause als Kellnerin beschäftigten Mädchen unerlaubte Beziehungen unterhielt, drang mit einem Küchenmesser bewaffnet in das Haus ein. Hier stach sie blindlings auf das Mädchen ein und brachte ihm schwere Stich= und Schnittverletzungen an den Armen, am Kopf und am Nacken bei. Das schwerverletzte Mädchen wurde dem Krankenhaus zugeführt. Die Frau hatte auch noch die Absicht, an ihrem Manne Rache zu üben, wurde aber daran gehindert. Mit dem Motorrad gegen den Zug RWD Siegen. Donnerstag morgen fuhr ein mit zwei Personen besetztes Motorrad an einem unbe schrankten Ueberweg in Kreuztal einem Personenzug in die Flanke. Das Motorrad wurde mit aller Wucht zur Seite geschleudert Fahrer und Beifahrer. die Brüder Franz und Afons Eberts aus Hilchenbach. trugen schwere Verletzungen davon und wurden dem Krankenhaus in Weidenau zugeführt Betriebeschließung wegen wucherischer Preisgestaltung Dortmund. Vom Regierungspräsidenten— Preizüberwachungsstelle— in Arnsberg ist der Betrieb des Kaufmanns Robert Schwarz in Dortmund, in dem aus gebrauchsfertigen Seifenartikeln unter Zusatz von Wasser eine minderwertige Seifenpaste bergestellt und zu hohen Preisen in den Handel gebracht wurde. geschlossen worden. Vom Tode ereilt. Aldenhoven, Nr. Jülich. Ein landwirtschaftlicher Gehilfe, der auf dem Acker plötzlich durchgebende Pferde aushalten wollte, kam zu Fall und wurde von dem Wagen überfahren. Auf dem Wege zum Krankenhaus erlag er den schweren Verletzungen. Der Verunglückte war verheiratet und Vater mehrerer Kinder. Schiff auf einen Felsen gelaufen RWD Oberwesel. Ein auf der Bergfahrt befindliches Lastschiff rannte infolge eines Ruderschadens auf einen Felsen der„Sieben Junafrauen“ auf und zog sich ein erbebliches Leck zu. Trotz aller Anstrengungen ist es bisher noch nicht gelungen, das Schiff wieder klott zu machen. Der Schifisverkehr erleidet jedoch durch den Unfall keine Störung Nach dem Willen der göttlichen Vorsehung gab heute morgen 5.45 Uhr melne llebe Frau, die Mutter meines Kindes, unsere gute Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Tante, Nichte und Kusine, die Ehefrau Anna Kramer geb. Frewer Für die Erneuerung der Wohnung Tapeten Farben Lacke Lohmann Dorstener 8tr. 94 Ecke Hedwigstr. Ruf 64268 RUNDFUNK Montag, 9 August 5.50: Morgenlied Bauer. Betterbericht für den 5.55: Leibesübungen und Wiederholung der 2 Abendnachrichten. 6.20: Frühkonzert. 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenlied— Morgenruf. Ihre Seele in die Hände Ihres Schöpfers zurück. Sie starb, versehen mit den Gnadenmitteln unserer helligen kath. Kirche, nach 10 monatiger glöcklicher Ehe, nachdem sie vor wenigen Tagen elnem Kinde das Leben schenkte, Im Alter von 29 Jahren. Um ein andächtiges Gebet fôr die llebe Verstorbene bitten: Ewald Kramer und Kind Aoler-Favorit Schreibmaschinen RM 138. monatl. 11.10 AM. Irautmann Viktoriastraße 78 am Handelshef Auf 65434 Familie H. Frewer Familie Jos. Kramer Silber Bochum(Prattwinkelg83), den 7. August 1937. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 10. August, morgens 8.30 Uhr, von der Friedhofskapelle In Bochum- Grumme aus. Das Seelenamt ist anschließend In der St. Liborlus-Klrche. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. Ankauf(Müngen und Bruch) Düsseldorfer sabrif E Macz Ankaufsstelle für Bochum: E.Clauberg Bochum Bongardstr. 10 Frauenhaar1 kauft Buppendoktor Torstener Str. 77 J.Hollenbach, Boch Hermann Hutmacher Ruf 67101 Bochum, Große Beckstr. 19 Erstes Fachgeschäft für Beerdigungswesen — Ueberführungen— Alle Trauerdrucksachen Trauerbriete Gebetszette Dankkarten injeder Ausföhrung schnellstens, preiswert liefert die Druckerei unserer Zeitung Wir haben die B. V.-Aral- und Shell-Tankstelle und die Werkstatt-Anlagen in der Vidumestraße 19 Obernommen. Wir bitten um geneigten Zuspruch. Motorsporthaus Schüler& Co. Bochum, Herner Straße 22. Deine Heimatzeitung! c Zurück! Dr. Garnatz Bochum, Herner Str. 304 ) Zurück! Dr. med. Otto Scholl Facharzt für Hautkrankhelten Bochum, Hattinger Str. 19 Oftmals ist es nicht so leicht— Wie es einem anfangs deucht— Doch, wer gründlich nachgedacht— Weiß am Ende, wie man's macht! Kleinanzeigen überall— Helfen Die auf jeden Fall Gute Hausgehilfinnen zu finden, ist nicht so einfach Die kluge Hausfrau weiß das nur zu gut. Deshald schätzt sie gang besonders die Kleinanzeigen. Sie waren ihr noch immer die besten Helfer der allen Gelegenheiten Die Kleinanzeige kostet so wenig huft Zet sparen und bietet eine große Auswahl Auto- und Riesenluitreiten neugummieren Seyfert à Co., Bochum Herner Straße 77 Rol 684 75 Einkochgläser u. Gummiringe zu gonstigen Preisen bel Schlipper Bochum, Kortumstr. 100 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.2: Konzert für die Arbeitskameraden in den Retrieben. 1. Mit frischer Kraft, Marsch(G. Wendel). 2. Ouvertüre„Artistenleben“(H. Loehr). 8. Melodien aus Gounods Werken(W. Wacek). 4. Volk im Lied, Volksliederpotpourri(C. Robrecht). 5. TanzZuite(S. Kochmann): al Zwischenakt=Gavotte; 5 Grazlöses Intermegzo; e) Liebes=Egene: d) Elefanter Walzer; e) Schluß=Galopp. 6. Angeworfen die Propeller, Marsch(Buder=Kiesow); darin: 1.00: Ratschläge für den Küchenzettel der Woche. 9.20: Sendepause. 9.65: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00: Richard Heinemeyer: Was brachte der Sportsonntag? 10.10: Sendepause. 11.55: Wetter für die Landwirtschaft. 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Koln llebertragung aus den Firmen Desaka, EuropaBalast=Theater und Löwenbräu=Betriebe, Düsseldorf. pielt das Musikkorps des Inf.=Regts. 20 unter Leitung von Musikmeister Jensen. 13.00: Mittagsmeldungen— Glückwünsche 13.15: Schloßkonzert aus Hannover. Das Niederlächsische Einionie=Orchester. Solist: Paul Gummer(Baßbariton). 1. Waldleben=Ouvertüre(F. Kücken). 2. Vier beutsche Volksweisen mit Instrumenten: al So grün als ist die Heide(W. Kempf): Ein Schifflein sah ich fahren(H. Buchhall); e) Als die Preußen marschierten vor Prag(8 Schmidt); d) Viel Freuden mit sich bringet die schöne Sommerzeit(P. Kickstat). 8. Daß ganze Deutschland soll es sein(M. Rhode); 4. Sturmwirt's Töchterlein(H. Blume). 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15: Zur Unterhaltung. Es spielen die Funk schrammeln. 1. Mädel halt mich im Arm. Walger (Joh. Richardn). 2. Lieb' und Lust, Marsch(Kutschera). 8. So ein Ländler fuchhei, Ländler(W Fischer). 4. Der lustige Musikant, Polka(Joh. Rieder). 5. Das Drahn, das ist mein Leben, Walserlieb(C. Lorenz). B. Polka=Liebling(Kusserow) 7. Auf zum Tanz, beut' spielt der Dachauer Franz. Ländler(J. German). B. Der erste Kuß. Polka(P Ziede). 9. Lustiges Wien, Melodienfolge(W. Jansen). 10. Fesch und resch, Marsch(Kroneager). 15.00: Alle Kinder spielen mit: Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald. 1M: Sendepanse 15.45: Wirtschaftsmeldungen 16.00: Musik am Nachmittag. 17.00: Schaffende Menschen auf der Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ in Düßfeldorf. 17.16: Schöne Stimmen. Erna Berger(Indutrieschallplatten). 1. Tirolienne aus der Oper„Die Regimentstochter“(G. Donizetti). 2. Letzte Nose aus der Oper„Martha“(Fr. v. Flotow). 8. Walser der Musette aus der Oper„Die Boheme“(6 Puccini). 4. Solveigs Lied aus„Peer Gynt“ 6 Grieg). 5. Arie der Leila(Es bing die Nacht) auf der Oper„Die Perlenfischer“(G. Bizet). 6. Aus der Operette„Die Fledermaus“(Joh. Strauß): a Mein Herr Maranis, 17 M: Gneches Mariendader Elegie. Sprecher Paul Apel. 18.00: Die Klaviersonaten Schuberts. Gabert Brave spielt die Fantasie=Sonate G=Dur Werk 7 18.B: Jaodipringen, Dressur= und Materialprütungen. Eine Unterhaltung wit Major Braun. 18.45: Neue Flötenmusik von Hermann Unger Ausführende: Reinhard Fritsche(Flöte): Hans Haaß(Klavier). 1. Der„Alte Fritz“ bläst Flöte Drei Stücke nach Gottlieb Mufkat(Urauftührung) 1. Konzertstück. 19.00:„Stuttaart spielt auf!“ 19.45: Momentaufnahme. 2.00: Erste Abendmeldungen. M.10: Die Westdeutsche Wochenschan 21.00: Kurkongert aus Bad Salauflen. Os spiekt 98 Städtische Orchester Gellenkirchen. Leitung: Otto Friedrich. 1. Vorspiel zur Oper„Eurvanthe“ C. M. v. Weber). 2. Rondo aus dem Konzert in G=Dur für Flöte und Orchester(W. A. Mozart). 8. Melodien aus der Oper„Tiefland“(E. d'Albert l. Vorspiel zur Operette„Der Opernball“(R. Heuberger). 5. Romantischer Walzer(M. Heineckes. 6. Sonneberger Spielzeug(W. Ortleb). 7. San Lorenzo, Marsch(C. A. Silva). 20: Zeit, Wetter, Nachrichten. 2.2: Nachtmusik und Tang. Es spielen: Das Kölner Funk=Orchester unter Leitung von Leo Evsoldt und die Kapelle Will Glahe Dienstag, 10. August 5.50: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. 555: Leibesübungen und Wiederholung der 2 Abendnachrichten. 6.30: Fruhkongert. 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenlied— Morgenruf 8.I0: Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt Ei. Ellen Derzabach: Fraucuturnen. legt was vor in Schreibmaschinen, laß Dich von Mercedes-Hessco bedienen. Mercedes, die Schreibmaschine, die Sie suchen! Bochum: Dortmund: Kortumstr. 39 Ruf 63446 Ostenhellweg 47 Ruf 24945 Seit Jahrzehnten Ke Shlman Tapeten 9r0 Auswh Zustellung nech allen Richtungen. 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