Bochumer Volkszeitung eangSprels: monatlich MM 8.16 oder haldmonatlic 1.08 einschl. Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Begugspreises Unzeigenpreise: Gesamlauflage 6 Big. Ausgabe A e Pfg, Ausaade B 9½ Vig. Ausgabe C 8 Pig. Texianzeigen: Ausgabe A 40 V'g., Ausgaben B u. C 26 Big. se mm. Gältig: Preisliste Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eflen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen. Bochum, Mühlenstratze 18=14, Gernruf 647 46. Vostscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Zute=Ste. 12. Fernruf 2096, Bostscheckkonto Essen 1960; Essen=Steele, Rentfalenstr 308 Hernr. 582 30, Bostscheckkonto Tortmund 193 86; Wattenscheid, Gretheitstr. 15, Servr. 1876, Postscheckk. Dortm 30430 Deuc und Berlag: Schörmann 4 Klagaes Bochum Nr. 1 Englische Denkschrift in Vorbereitung! Fragevogen als letzter Versuch?— Reuter droht sogar mit Rückzug Londons von der Nichteinmischungspolitik! könig Leopold an van Zeeland Ein Ruf zur Vernunft! Eine internationale wirtschaftliche Studienkommission soll geschaffen werden General Jordana Ministerpräsident? Für das Außenministerium werden Messia und Sengronitz genannt an die anderen Mitglieder des Nichteinmischungsausschusses sende. Man hoffe, auf diese Weise von jeder Regierung den klaren Standpunkt sowohl gegenüber dem Plan als Ganzem als auch seinen Einzelheiten zu erhalten. In unterrichteten englischen Kreisen wurde Sonntagabend allgemein als sicher angenommen, daß der Hauptunterausschuß des Nichteinmischungsausschusses am Montagvormittag zusammentritt, um den neuen englischen Fragebogen entgegenzunehmen Ueber die Einzelheiten dieses Fragebogens wird vorläufig nichts bekanntgegeben, jedoch nimmt der Korrespondent der„Sunday Times“ an, daß in ihm die einzelnen Regierungen aufgefordert werden, zu jedem der Hauptpunkte im englischen Plan Stellung zu nehmen. Die Ausschußmitglieder würden ferner gebeten, den Fragebogen sofort ihren Regierungen zu übermitteln und Lord Plymouth würde darum bitten, daß die Antwort— wenn möglich— rechtzeitig in London eintreffen soll, um eine Sitzung des Vollausschusses nicht später als Freitag zu ermöglichen. Der englische Plan, so schreipt der Korrespondent weiter, stelle einen vernünftigen Ausweg aus den gegenwärtigen Meinungsverschiedenheiten über die Frage des Verfahrens dar. Selbst wenn einige Regierungen ausweichende Antworten geben würden, so wäre die Lage geklärt, da es sich dann nicht mehr um einen Streit über das Verfahren, sondern um Meinugsverschiedenheiten über die Hauptpunkte des englischen Planes handeln würde. fort, keine Illusionen. Er sei aber überzeugt, daß der Augenblick günftig sei, um diesen Versuch zu unternehmen. hull begrüßt die Vorschläge DNB Wasbington, 24. Juli.(Funkspr.) Außenminister Hull äußerte sich am Sonnabend in der Pressekonferenz zu dem Vorschlag des Königs der Belaier, eine internationale wirtschaftliche Studienorganisation zu schaffen. Der Außenminister bezeichnete diesen Plan als „ermutigend und sehr zeitgemäß". Hull fügte hinzu, es könnten gar nicht genug sachliche und unparteiische Studien und Untersuchungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen nationaler und internationaler Natur durchgeführt werden. Er. Hull, würde sich freuen, wenn man sich in allen Hauptstädten und Außenministerien mit den Fragen eingehend befaßte, die mit einer Neuordnung der Weltwirtschaft zusammenbängen. Baldige Beralung Zusammentritt des Unterausschusfes bevorstehend TNB. London, 25. Juli.(Drahtb.) Wie von amtlicher enalischer Seite mitgeteilt wird, bereitet die englische Regierung zur Zeit eine Denkschrift vor, die durch den Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses diesem unterbreitet werden soll. Das Dokument werde wahrend des Wochenendes fertiggestellt, um sodann entweder am Montag oder spätestens am Dienstag dem Nichteinmischungsans schuß in einer zu diesem Zwecke zusammenzu= rufenden Sitzung vorgelegt zu werden. Der diplomatische Neuter=Korrespondent melbet zur Nichteinmischung, nach breitägigen privaten Verhandlungen bestehe nach wie vor Uneinigkeit über das Verfahren bei der Prüfung der britischen Nichteinmischungsnarschläge. Die Anregungen, die bis jetzt von der britischen Regierung erwogen worden seien, hätten sich schließlich doch nicht als geeignet erwiesen, eine angemessene Lösung des Probleme zu erreichen. Es sei ein toter Punkt erreicht Die Meinungsverschiedenheiten, so erklärt der Reuter=Korrespondent, seien bekanntlich durch das italienische Beharren entstanden, die Fragen Landkontrolle“ und„Anerkennung Kriegführender Rechte“ vor der„Zurückziehung der Freiwilligen zu erörtern. Diese Ansicht sei von Deutschland und Portugal unterstützt, von England, Frankreich und Sowjetrußland aber abgelehnt worden, und es seien keine Anzeichen vorhanden, TNB. Brüssel, 24. Juli.(Drahtb.) Ministerpräsident van Zeeland wird die ersten Ergebnisse seiner Untersuchung der weltwirtschaftlchen Lage, die er im Anftrage Englands und rankreichs durchführt und die ihn bereits nach London, Paris und Wasbington führte, demnächst firieren. Damit ist der erste Abschnitt der Misnon van Zeelands beendet. Die ersten Schlußfolgerungen, die sich aus dem bisberigen Verlauf der Untersuchung ergeben, wurden am Freitagabend in einem Brief veroffentlicht, den der König an den Ministerpräsidenten van Zeeland gerichtet hat. In diesem Brief regt König Leopold die Schaffung eines inter nationalen wirtschaftlichen Studienorgans an, das universellen, ständigen und unabhängigen Charakter haben und dessen Aufgabe darin besiehen soll, die Elemente einer weltwirtschaftlichen Organisation und die ständige Anhassung dieser Organisation an den dauernden Wechsel der wirtschaftlichen Faktoren zu studieren. Diese Organisation soll möglichst unabbangig von nationalen Einflüssen ein. Es wird für wichtig gehalten, daß an dieser Organisation hervorragende Sachkenner auf dem ebiete der Industrie, des Handels, der Landwirtschaft, der Finanzen und der Arbeit beteiligt sind, wohei ausdrücklich betont wird, daß diese Sachtenner auf Grund ihrer versönlichen Eignung und nicht in Ansübung eines Mandats mitarheiten sollen. lleber die Ziele und Aufgaben der in Anssicht genommenen weltwirtschaftlichen Neuordnung heißt es in dem Brief wörtlich: „Es ist nicht möglich, durch die Senkung der Zollschranken oder eine andere Teilmaßnahme der Unordnung, die den Frieden bedroht, ein Ende zu bereiten. Wenn man wirklich den Krieg ausschalten und die Menschen zu kriedlicheren Gefühlen zuruckrufen will, müssen wir den Mut haben, dee wirtschaftlichen Fragen in ihrer Allgedaß eine der Gruppen nachgeben würde. Da der tote Punkt bestehen bleibe, könnten britische Kreise kaum damit einverstanden sein, daß eine Frage des Verfahrens die Ursache einer Verzögerung bilden solle, und sie würden erfreut sein, wenn Italien einen klaren Grund für seine Haltung angeben oder von sich aus einen Kompromißvorschlag vorbringen würde. Wenn Italien sich zu keiner dieser beiden Möglichkeiten entschließe, würden Gründe zu der Annahme vorhanden sein, daß Italien nicht den britischen Wunsch nach einer Beschleunigung einer Verwirklichung der Nichteinmischung teile. Die britische Regierung könne sich dann veranlaßt sehen, ihre Vorschläge zuruckzuziehen und eine neue Stellungnahme gegenuber der Nichteinmischung einzunehmen Der diplomatische Korrespondent der„Times“ berichtet, daß der französische Botschafter Corbin nach Paris gefahren sei, um sich mit seiner Regierung zu beraten. Corbin werde bereits am Montag wieder in London sein. Man erwarte, daß eine Sitzung des Hauptunterausschusses des Nichteinmischungsausschusses für Montag oder Dienstag einberufen werde. Am Freitagabend habe man erfahren, daß Corbin die Bereitschaft der französischen Regierung übermittelt habe, einen neuen Weg einzuschlagen. um den Arbeiten des Hauptausschusses des Nichteinmischungsausschusses aus der Sackgasse zu belfen. Das neue Verfahren, das in London beraten worden sei, würde darin bestehen, daß man einen Fragebogen über alle Vorschlage des britischen Planes meinheit zu betrachten und den großen Problemen, die sich drohend vor der ganzen Menschheit erheben, eine Lösung zu geben: der Verteilung der Rohstokfe, der Verteilung der Zahlungsmittel, der internationalen Ver teilung der Arbeit, dem Gleichgewicht Induserie= und Agrarländern usw.“ Ueber die Schwierigkeiten, die die Verwirklichung dieses Programms mit sich bringen, mache er sich, fahrt der König in seinem Schreiben Neue spanische Nationalregierung? DRB St. Jean de Lut. 25. Juli(Drabtb.) Augenblicklich wird eine neue spanische Nationalreaieruna. die den„Technischen Ausschuh“ ersetzen soll, gebildet. Wie aus zuverlassiger Quelle verlautet, ist General Graf Jordana. der Vorsitzende des Technischen Ausschussee, zum Miniktersrälidenten ausersehen. Als Innenminiker nennt man General Martinez Anido. der diesen Posten schon in der Reaierung Primo de Riveras bekleidel hatte. Ferner werden genannt, ohne daß die Verteilung der Posten aber schon ganz sicher ist; der bekannte Dichter Peman als Provaaendaminister und Graf G1adalborce. der unter Primo de Rivera Minister fütr Attentlache Arbeiten war, für den gleichen Posten. Das Auhenministerium soll Jose Bananae Messia. dem Außenminister Primo de Riveras, oder Sangroniz, dem Chef des diplomatischen Kabinette der Nationalreaierung, unterstellt werden. Queivo de Llano oder Nicolas Franco. der Bruder des Staatecheso General Franco, sind für den Posten des Kriegsministers vorgesehen. Um den Polten des Zinansminikers bewerben sich Ventos, ein langiabriger Vertrauensmann des Finanspolitikers Cambo. Cbapaprieta, der als Finanzreformer bekannt ist, und Amado. dem jetzt schon die Leitung der Finanzen der natio ialen Regerung anvertraut ist. Amade wird aber vielleicht auch den“ des Präsidenten der Bank von Spanjen übernehmen. Ein Schritt des französischen Botschafters DNB Berlin, 24. Juli.(Drahtb.) Der französische Botschafter Francois Poncet hat sich gestern abend in das Auswärtige Amt begeben und gegen die in der deutschen Presse veröffentlichte Nachricht Verwahrung eingelegt, wonach ein Kontingent Soldaten und Offiziere der französischen Fremdenlegion nach Spanien geschickt worden wäre. Er bat außerdem das Dementi wiederholt, das sofort in diesem Zusammenhang von der französischen Regierung veröffentlicht worden war. Von deutscher Seite wurde hierbei dem französischen Botschafter u. a. vor Augen geführt, in welchem Umfang der französische Nachrictendienst gerade in letzter Zeit immer wieder unrichtige, die deutsch französischen Beziehungen vergiftende Meldungen über Deutschland verbreitet. Ankauf gezogener Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches vor dem Fälligkeitstermin. ANB Berkin, 25. Juli.(Drahtb.) Die zur Einlösung am 1. Oktober 1937 gezogenen Auslosungsrechte der Anleibeablösungsschuld des Deutschen Reiches werden bereits vor dem Fälligheitstermin, und zwar vom 2. August 1937 ab, unter Abzug eines zum jeweiligen Reichsbankdicontlatz zu berechnenden Diskonts, frei von Provision, angekauft. Der Anhauf der Auslosungsscheine erfolgt durch die Reichshankanstalten, in Berlin durch die Nostro=Börsenabteilung der Reichsbank, Jägerstraße 55. Die Inhaber der Auslösungsscheine, die vor dem 1. Oktober 1937 m den Besitz des Einlösungsbetrags gelangen wollen. können schon jetzt ihre Stücke der nächstgelegenen Reichshankanstalt zum Anhauf übergeben. Die Auszahlung des Einlölungsbetrages, unter Abing des Diskonts, erfolgt nach Prüfung der Stüche vom 2. Auqust 1037 ab. Der Ankauf der ausgelosten Schuldbuchforderungen erfolgt zu denselben Bedingungen durch die Reichsschuldenverwaltung. Der Koc-Attentäter mar ein bezahlter Verbrecher DNB Warschau. 24. Juli.(Drabtb.) Der Fortgang der Untersuchung über das Attentat auf Oberst Koe erbrachte weitere eindeutige Belege dafür, daß der Verbrecher geoungen war. Als er am Tage vor der Tat sein Elternhaus in einer Ortschaft der Wojewodschaft Posen verließ, sagte er, daß, wenn er wiederkomme, die ganze Neuer deulscher Aulo-Triumph Caracciola gewann den Großen Preis von Deutschland vor v. Brauchitsch und Rosemeyer. Hasselberg Deutscher Fliegermeister Rekorde bei den Leichtathletik Meisterschaften Berichte im Sportteil! Famjlie reich sein werde. Im Laufe des letzten Sonntags traf er in Warschau ein und begab sich dann wenige Stunden vor dem Attentat, wahrscheinlich in Begleitung eines Helfershelfers, mit der Vorortbahn nach Swidry= Male. wo sich das Sommerbäuschen des Obersten Koc befindet. Hier erst scheinen die nötigen Fingerzeige über die Durchführung des Verbrechens an ihn erteilt und ihm die Bomben übergeben worden zu sein. Der Aktionsplan zeugt von sachgemäß exakter Vorbereitung, an der sich mehrere Personen beteiligt haben müssen. Uebrigens wird berichtet, daß die Familie des Attentäters seinen Tod mit großer Rube, ja Gleichgültigkeit zur Kenntnis genommen hat. Die Mutter interessierte sich weniger für den Verlust ihres Sohnes als für das Fahrrad, mit dem er sich von Hause entfernt hatte. Die ganze Familie erfreut sich in der Nachbarschaft eines denkbar schlechten Rufes. Einstellung von Freiwilligen in die Luftwaffe im Frühjahr 1935. Das Reicholuitfahrtministerium gibt bekannt: 1. Es steht nur noch kurze Zeit zur Verfugung für die Annahme von Freiwilligen Den Bewerbern wird dringend angeraten, sich so= fort bei einer Fliegerersanabteilung, einer Luft nachrichtenersatabteilung oder einer Luftnachrichten= bteilung shech zu melden. Die Anschriften der jenannten Dienststellen sind bei jedem Wehrbezirkstommando und jedem Wehrmeldeamt zu erfahren. Das„Merkblatt für den Eintritt als Freiwilliger in die Lu twaffe“ wird ebenfalls von den genannten Stellen ausgegeben. 2. Einstellungsgesuche bei anderen militärischen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers. 3. Bei der Flak=Artillerie und beim Regiment General Göring werden im Frübjahr 1938 keine Freiwilligen eingestellt. 4. Der Zeitpunkt für die Meldungen von Freiwilligen für die Herbsteinstellungen 1938 bei der Fliegertruppe. der Flak=Artillerie, der Luftnachrichtentruppe und dem Regiment General Göring wird noch durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben. Ein Erfolg vor Madrid sische Armee die in dem Abkommen rückziehung ihrer Truppen durchführt. Ein deutsch-italienisches Jugendlager bei Köln DNB. Köln, 25. Juli.(Drahtb.) In der Nähe von Nideagen wurde am Sonnabendabend ein deutsch=italienisches Jugendlager durch Stabsführer Wrrmann Lauterbacher eröffnet. In einem großen Viereck waren die Teilnehmer der Hitlerjugend und der faschistischen Jugend angetreten, als beim Auflodern des Feuers Hartmann Lauterbacher das Wort ergriff. Er begrüßte die italienische Jugend auf deutschem Boden und erinnerte daran, daß die Fühlungnahme zwischen nationalsozialistischer und faschistischer Jugend bereits kurz nach der Machtübernahme eingesetzt habe. Man sei sich schon damals darüber klar gewesen, daß es in erster Linie die Jugend sei, die eine immer tiefere Verständigung zwischen den Nationen schaffen könne. Der Reichsingendführer und der italienische Jugendführer, Staatssekretär Ricci, seien sich schon damals darüber einig gewesen, daß es nicht Aufgabe der Jugend sei, viel zu reden und Ansprachen zu halten, sondern durch Taten die Uebereinstimmung und das Verständnis zwischen beiden Nationen darzulegen und zu vertiefen. Stabsführer Lauterbacher schloß mit einem Hoch auf den König von Italien und Kaiser von Aethiopien, auf den Führer Adolf Hitler und auf Benito Mussolini. Mit den Liedern der Nationen klang die Feier aus. Jesuitenpater vor dem Sondergericht Sechs Monate Gefängnis wegen Kanzelmißbrauchs Am Donnerstag und Freitag stand vor dem Sondergericht in München der Jesuitenpater Ruvert Mayer unter der Anklage, fortgesetzt öffentlich betzerische Aeußerungen über leitende Personlich keiten des Staates und deren Anordnungen gemacht zu haben, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben. Weiter wurde ihm vorgeworfen, durch die gleiche Handlung fortgesetzt als Geistlicher in Ausübung seines Beru es in Kirchen Angelegenheiten des Staates in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstand von Erörterungen gemacht zu haben. Die Vergehen des Angeklagten bestanden in vollig unzutreifenden beyerischen Aeußerungen zu der Abstimmung über die Gemeinschaftsschule, zu der Presseberichterstattung über Strafverfahren gegen katholische Geistliche und Ordensangehörige und schließlich zum Nationalsozialismus und seinem Schrifttum. Im Zusammenbang mit dem Konkordat hat der Angeklagte sogar von„Staatsbetrug“ gesprochen. Gegen die Presseverofsentlichungen über die Geistlichen=Prozesse hat er systematisch Mißtrauen gesät und gedroht, wenn das so weitergebe, dann würden katholische und evangelische Geistliche eine„ganz gewaltige Stinkbombe hineinwerfen müssen“. Die in der Anklage aufgeführten Aeußerungen gibt Pater Mayer bis auf einige wenige Punkte unumwunden zu, bleibt aber dabei, daß er als durch und durch„unpolitischer Mensch“ bei seinen Angriffen nur die Religion im Auge gehabt habe. Der Reichsregierung habe er keine schlechten Absichten hinsichtlich des Konkordats unterschieben wollen. In Bezug auf die Prozesse hielt ihm der Vorsitzende vor. daß nicht durch diese Prozesse und die Berichterstattung über sie, sondern durch die Straftaten pflichtvergessener Geistlicher und Ordensangehöriger selbst dem geistlichen Stande so großer Schaden zugefügt worden sei. Der Staatsanwalt stellte'est, daß der Angeklagte schon mit seinen Aeußerungen in der Oeffentlichkeit über die Gemeinschaftsschule, die eine ausgesprochen sersetzende Tendenz hatten, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht habe. Seine Worte über das Konkordat hätten den Eindruck erwecken müssen, als wolle er dem Staat eine betrügerische Handlung unterstellen, während er ihn hinsichtlich der Prozeßberichterstattung ebenfalls darauf hinwies, daß die Autorität der Kirche durch die Straftaten selbst untergraben werde. Der Angeklagto habe durch seine Predigten den inneren Frieden gefährdet, in den Zuhörern Zweifel über die Rechtssicherbeit erweckt und sich damit eines Vergehens des Kanzelmißbrauchs schuldig gemacht. Er habe aber auch gegen das Heimtückegesetz verstohen. da er mit Absicht und vollem Bewußtsein Zwiespalt und Mißtrauen ins Volk getragen habe. Als strafmildernd ließ der Staatsanwalt gelten, daß der jent 61täbrige Angeklagte nicht vorbestraft ist, daß er im Felde eine tapfere Haltung bewieken und sich am Kamp' gegen den Bolschewismus beteiligt hat Straferschwerend sei die Hartnäckigkeit und Verbissenheit des Angeklagten, sowie die Tatlache, daß er seine Angriffe gegen den Staat in Prediaten, die teilweise auch versammlungsmäßig au gezogen wurden, erhoben hat. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten abellalich einem Monat Untersuchungshaft. Die Verteldiger hoben die Verdienste des Angeklagten im Felde und im Kampf gegen den Bolschewiemus hervor und versuchten nachzuweisen, daß Verstöhe gegen das Heimtückegeset nicht vorliegen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen einea Fortgesetzten Vergebens gegen 6 1300 des Strafgeletzbuches in Tateinheit mit einem fortgeletzten Vergeben gegen das Gesetz vom 20. 12, 31 (Heimtückeasken) zu einer Gesangnisstra'e von sechs Monaten unter Anrechnung von Mochen Untersuchungshaft und zur Traguna der Kesten. Der Haftbekehl wurde aufgeboben. und zwar mit Rücksicht auf die Erklärne des Ange'lagten, daß er gegen die Gesetze nicht nerstoken werde In diesen Tagen kamen zwei weitere Falle von Sinzelmißbrauch zur Aburteklung, die Brunete von den Nationalisten genommen Nach heftigen Kämpfen mit den Koten DNB. Salamanca, 24. Juli.(Drahtb.) Die nationalen Truppen haben an der TeruelFront am Sonnabend ihren Vorstoß im Abschnitt von Albarracin in südwestlicher Richtung fortgesetzt und nach heftigem Gefecht wurden mehrere Bolschewistenstellungen am Südhang des Bergstockes Muels de San Juan eingenommen. Die Nationalen sind somit an mehreren Punkten an der Grenze der Provinz Cuenca angelangt. Die nationalen Truppen haben ferner an der Front von Madrid auch am Sonnabend wieder Erfolge erzielt. Im Verlauf der durch Artillerie und Flieger unterstützten Kampfhandlungen gelang es ihnen, nördlich von Quijorna und Brunete dem Fluß Peralejos entlang vorzudringen und nach erbittertem Kampf den Gegner aus einigen hartnäckig vertei= digten Schützengräben zu verdrängen. Südlich von Brunete stehen die nationalen Truppen an den ersten Häusern dieser Ortschaft, die infolge der nun bald zwei Wochen andauernden Kampfhandlungen völlig zerstört ist. Zu dem Vorstoß der nationalen Truppen auf Brunete an der Madrid=Front werden jetzt nähere Einzelheiten bekannt. Am Sonnabend früh 6 Uhr eröffneten 60 Bataillone der Nationalen nach dreitägiger Kampfpause einen zweiten Angriff auf die feindlichen Stellungen im Einbruchsabschnitt von Brunete. 20 bis 30 Kilometer westlich Madrids. Vor ihrem Angriff belegten etwa 40 nationale Flugzeuge die feindlichen Stellungen mit Bomben. Das Feuer von 20 Batterien begleitete den Vorstoß der Infanterie, der um die Mittagszeit zur Umzingelung und Einnahme von Brunete, dem südlichsten Brennpunkt des Einbruchsabschnittes, führte. Das Schwergewicht des Kampfes lag auf dem Straßenabschnitt Villaviciona=Brunete, wo zwei nationale Tankkompagnien die Infanterie wirksam unterstützten. Den beiden, im Kampf um Bilbao bewährten freiwilligen Brigaden von Navarra gelang es, die am meisten gefährdete Stelle der nationalen Front an der Ostspitze des Einbruchsabschnittes bei Villafranca de Castillo um einen Kilometer zu erweitern. Oestlich Brunete betrug der Geländegewinn bis zum Nachmittag 2 Kilometer Tiefe und 3 Kilometer Breite. Die Infanterie konnte sich auch bis dicht an die Ortschaft Quijorna beranarbeiten. Der Feind war auf die nationale Offensive vorbereitets und leistete beftigen Widerstand. Auf seiner Hauptnachschubstraße Valdemorillo=Brunete spielte sich unter dem Feuer der nationalen Artillerie, die mehrere feindliche Lastwagen traf. ein reger Autoverkehr ab. In Brunete fanden die einmarschierenden Soldaten zwei 17= und 18jährige Krankenschwestern der Falange, die der Feind überrascht hatte, von den Kommunisten gekreuzigt vor. Die Erschließung der Eisenvorräte Staatliche Ausbeute der Erzlager Gründung der Reichswerke AG. für Erzbergbau und Eisenhütten hermann Göring“ DNB Berlin, 21. Juli(Drahtb.) Der Beaustragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsdent Generaloberst Göring. sprach am Freitag nachmittag vor Vertretern der eisenschaffenden und verbrauchenden Industrie. des Eisenbandels, der Bauwirtschaft u. a. über Maßnahmen und Verpflichtungen, die kunftig für die Eisenwirtschaft gelten. Im Laute der Sitzung teilte Generaloberst Göring mit. daß er eino Gesellschaft ins Leben gerufen habe, die unter Führung des Reiches die Aufgabe hat, die Eilenerzvorräte des deutschen Bodens im nationalwirtschaftlich notwendigen Ausmaß zu erschließen und auszununen. Die Gesellschaft führt den Namen Reichowerke A. G. für Erzberabau und Eisenhütten„Hermann Görina“. Sie hat ihren Sin in Berlin. Den Aulsichtsrat bilden: Staatssekretär Körner als Vorsiner. Direktor Dr. Voß. Deutsche Revisions= und Treuhand A. G., als stellvertretender Vorsiner. der Generalsachverständige Ingenieur W Keppler. Ministerialdirigent Nasse. Reichsinanzministerium. Ministerpräsident Klagges. Braunschweig. Präsident Lange, Berlin. Generaldirektor Röhnert. Lüdenscheid. Zum Voriter des Vorstandes wurde Paul Pleiger bestellt. Mit dem Ausbau der Hüttenwerke hat die Reichswerke AG. für Erzberabau und Eisenbütten„Vermann Göring“ die Brassert=Kommanditgesellschaft. Berlin. beauftragt Von der Gesellschaft werden zuerst Werke im Bereich der Eezvorkommen im Salzgitter=Gebiet. in Baden und in Franken errichtet Zum Abschluß der Besprechung sprach der Generalbevollmächtigte für die Eisen= und Stah bewirtschaftung. Oberst von Henneken, über die nächsten Aufgaben seiner Geschäftsgrupve Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring. hat am 23. Juli 197 folgende Anordnung erlassen: 1 Berabauberechtigte können zum Zwecke des Aufschlusses und Abbaues von Mineralien zusammengeschloßsen werden. 6 2 Der Zusammenichluß kann in der Form erfol= gen. daß den Vergbauberechtigten grgen, Einbrin= gung von Berabauberechtigungen und Mutungen Beteiligungen an einer Gesellichekt, die den Auf= chluß und den Abhau der Mineralien übernimmt. gewahrt werden. Das Reich kann sich an der Gesellschaft beteiligen. Seine Beteiligung braucht nicht in der Ein= bringung von Berabauberechtigungen und Mutun gen zu bestehen Das Reich kann sich auch durch eine von ihm beherrichte Gesellschaft beteiligen De Bergbauberechtigungen geben einschließlich der Bergwerksbestandteile auf die Gesellschaft über. 8 3 Die Rechts orm des Zusammenschlusses und die Richtlinien für die Sanungen der Mitglieder bestimmt der Beauftragte für, den Vierjahresplan Falls die Mitglieder über die Höhe der Anteile nicht einig werden. entscheide: der Beauftragte für den Vierjahresp an. s4 Zu den Mineralien im Sinne dieser Bestimmung gehören die noch dem geltenden Recht verleibungs= sähigen Mineralien mit Ausnahmo von Steinkohle Praunkohle. Steinsalz so= wie der Kali=Magnesia= und Borsalze mit den mit diesen Satzen auf der nämlichen Laaerstätte vorkommenden Salz= und Solquellen 8 5 Der Gesellschaft kann die Errichtung und der Betrieb von Au bereitungs= und Verbüttungsanlagen und die Beteiligung an anderen Körverschaften gestattet werden 6 6 Diese Anordnung tritt mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. allerdings weientlich geringfügigere Vergehen betrafen In Landsbut wurde der 35jährige Kooverator Sebastian Pitzl wegen Kanzelmißbrauches anstelle einer verwirkten Gefänanisstrafe von zwei Monaten zu 600 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte nach der Verlesung eines Hirtenbriefes von der Kanzel Aeußerungen getan, die geeignet waren, den öffentlichen Frieden erheblich zu stören In Ellwangen kam ein weiterer Fall zur Verhandlung. Hier stand vor der Großen Strafkammer des Landgerichts der von 1935 bis 1836 im Neuler Kreis als Seellorner tätig gewesene katholische Vikar Franz Balles wegen Kanzelmißbrauches auf der Anklagebank Der Angekaate wurde im Sinne des 8 1202 St6B zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. hingerichtet! Der Weg zweier Landeoverrater DNB Berlin. 25. Juli(Drabth.) Die Jusriapressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Die vom Volksgerichtshof am 17. Februar d. J. wegen Landesverrates zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilten Jose Mischnia. 28 Jahre alt, und Paul Matichek. 27 Jahre alt, sind Samstag morgen bingerichtet worden. Mischnia und Matischek. die Grensbewodner waren, wurden eines Tages von einem ausländischen Grenzbeamten angesprochen und durch Geldzuwendungen für den fremden Nachrichtendienft angeworben, dessen Ausspähungsaufträge sie mit größter Bereitwilligkeit aus ührten. Neun Mal innerhalb eines Vierteljahres trafen sie sich mit ihren auslandischen Auftraggebern. um ihre Beobachtungen peersmgehen und neue Auftrage entgegenzunehmen. Ihre Handlungsweise war um lo nieder scheise war trächtsger und staatsgefährlicher, als sie durch ihren Verrat der geplanten und vorberei teten Truppenstandorte und der Verteidigungsmaßnahmen im Grenzgebiet das Fortschreiten und die Wirksamkeit des vom deutschen Volk stürmtsch begrüßten Wiederaufbaues der deutschen Wehrmacht gefährdeten. Patriarch Barnabas verschieden MB Belarad. 21. Juli(Drahtb.) Das Oberhaupt der serbischorthodoren Kirche. Patriarch Barnabas(Warnawa) ist in der vergangenen Nacht nach längerer schwerer Krankheit verschieden Barnahas wurde 1890 im Sandschak Nowipalar geboren und 1930 zum Patriarchen gewahlt. Er win= mete seine aanze Arbeitskraft dem Aufbau der serbisch-ortbodoren Kirche. die sich in den Jahren. in denen er sie als Oberhaupt leitete. stark entwickelte. Dem neuen Deutschland brachte Patriarch Barnahas Verstandnis und Sompathie entgegen. Noch keine Zurückziehung der japanischen Trunnen Eine Erklärung des sapanischen Militärattaches in Peiping. DB Tientsin, 25. Juli.(Ostasiendienst des D9B) Der sapanische Militämttaché in Peiping hat. Blättermeldungen zufolge, eine Erklärung abgegeben, wonach die sapanischen Truppen vor Peiping vorläufig noch nicht zurüchgenommen werden sollen. Man werde erst einen günstigen Zeitpunkt abmarten, der von der Genaugkeit abhangen werde, mit der die 20. chineNeuer Zwischenfall auf dem Amur Mandschurisches Schiff von Sowjettruppen beschossen und beschlagnahmt. DMB Tokio, 24. Juli.(Ostasiendienst des D9B Nach einer Meldung der Agentur Domei ist es auf dem Amur zu einem neuen Zwischenfal gekommen. Ein mandschurisches Schiff wurde unweit von Heihoi von sowjetrussischen Truppen beschossen und später beschlagnahmt. Nähere Einzelheiten über diesen neuen sowjetrussischen Uebergriff, der in sapanischen Kreisen erhebliches Auflehen erregt hat, liegen noch nicht vor. Studienfahrt der Kundfunkintendanten Acht Todesopfer eines Antobusunglücks in Frankreich TNB. Paris. 25. Juli.(Drahtb) Autovus, der englische Ausflügler beforderte, ist auf der Straße von Abbeville nach Bouloge in Nordfrankreich mit einem anderen Autobus, auf dem sich eine Schar Kinder mit ihren Eltern befand, zusammengestoßen. Bis jetzt sind rund brei Tote und 20 Verletzte feitgestellt worden. Der schwere Verkehrsunfall dat auber den be= reito gemeldeten drei Toten weitere(Unf To. desopser gefordert, und zwar zwei junge Madchen. zwei Frauen und einen Mann. Mehrere Ver= letzte befinden sich in Lebensgefahr. Eins der gemeinsten Verbrechen am Volk geahndet Schwere Zuchthausstrafen für gewerbemehge Abtreibung. DNB Hambura. 24. Juli(Drahtb.) Das vamburger Schwurgericht verurteille den 4Mahrigen Geors Schult wegen gewerbsmäßiger Abtreibung zn fünf Jahren Zuchtdaus und fünf Jahren Ehrverlust. Schultz hatte sich. wie die Beweisaufnabme klar ergab. in mehreren Fällen dieses Verbrechens schuldig gemacht. Jn der Verbandlung bestritt er zwar alles und versuchte. den Tatbestand in den entscheidenden Punkten als barmlos hinzustellen, jedoch gelang die Ueberjübrung des Angeklagten, der auch sonst als wenis wahrheitsliebend ailt. restlos. Drei Mitangeklage wurden wegen vollendeter Abtreibung bezw. Beihilfe zu Gefängnisstrafen verurteilt. Großfeuer in einer Karlsruher Nähmaschinenfabrik DNB Karloruhe, 24. Juli.(Dmahtb.) Samstag vormittag brach in der Nähmaschinenfabrik Haid und Neu ein Großfeuer aus. Es entstand in dem Verbindungsstück der Bauten und 8 und griff auf den langgestrechten zweistöchigen Bau 8 über. Mehrere Berufs= und Wernafener= wehren bekämpften den Brand, der durch starken Südwestwind immer wieder angefacht wurde. Gegen Mittag stürzte der Dachstuhl des 100 Meter langen Baues 7 ein. Den Feuerwehren gelang es aber, den Gauptteil der Lackiererei im Bau 8, wo vor alle leicht brennbare Stoffe lagerten, zu schützen. Die Belegschit der Firma bemühte sich, unter myferien Ein= latz. Maschinen und sonstiges Mobiliat aus den umstehenden gefährdeten Bauten in Sicherheit zu bringen. Nach etma dreistündiger angestrengter Lösch= arbeit mar der Brand lohalisiert. Der Dachtoch des Baues 7 und ein Teil des benachbarten Flügels sind zerstört. Die Ursache des Brandes und die Höhe des Schadens stehen noch nicht fest. Noch leicht unbeständig Wetterbericht der Wetterdienktstelle Effsen=Mülbeim Aussichten für Montag: Bei zeitweise frischenden westlichen Winden wechselnd bewölkt und nicht regnerischer, wenig veränderte Temperaturen Aussichten für Dienstag: Bei abflauenden Winden aus West wolkig bis heiter, ansteigende Temperaturen. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Eumaß freundlicher. Hauptschriftleiter: Joseph Haßler, Bochum. Stellvertr. des Hauptschriftleiters: Peter S#1ffers a Urlau Berantwortlich: Für den polltischen. kultupolitischen Unterbaltungsteil: Joseph Haßler. Bochum— für den 1rlen Xell der Ausgabe Bochum 1. B. Werner Krugef. Nochum- für Westdeutiche Umschau und Verbreitungsgebiel: Werner Krüger. Bochum, für den loko Hauingen und E=Eieele: De. Joseph K10Nlers. E. inr Grort, Handel und den lokalen Fell Wattenscheid: Veror nand Julius Bandeseld Bochum: für den einzelnen Abteilungsleiter— Für den Anzeigenten Narl Lenge. Bochum; für den Anzeigentell Hatt Steele: Efln Becer, Hattingen: für den Angeigentell dermann Lütder Wattenscheid— Kur Zeil in cum P.n VI 1987: Ader 11 500(davon Ausgate eitsäiiche Bolksaeitung Bochum über 7700: Volkszeitung für Ennepe-Ruhr/ Steeler Zeitung über C: Morgenzeitung Wattenscheid über 1100). und Direktoren der Reichsrundfunkgesellschaft DNB Vonn. 25. Juli(Drabtb.) Die Intendanten sämtlicher zwölf Reichssender und die Direktoren der Reichsrundfunkgesellschaft trafen sich in Bonn. von wo sie unter Führung des Reichsintendanten Dr. Glasmeier eine Studienfahrt durch Westdeutschland und besonders durch den Sendebezirk des Reichssenders Köln unternahmen. Diese Fahrt entspricht einer Anregung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda. Dr. Goebbels. der gewünscht batte, daß die Leiter der einzelnen Reichssender nicht nur ihren eigenen Arbeitsbereich, sondern darüber hinaus das Gesicht der Landschaften und der deutschen Stämme ganz Deutschlands aus eigener Anschauung genau kennen lernen. Reichsintendant Dr. Glasmeier hat darauf als erste dieser Fahrten die durch Westdeutschland angesetzt. Der Nürburgring und Bura Vogelsang. die Grenzstadt Aachen und die Hansestadt Köln. die Städte Düsseldorf und Duisburg sowie das Industriegebiet sind die Hauptstationen dieser Etappe. die am 27. Juli bei den Erternsteinen und in Bielefeld enden wird. Bochumer Montaa, de Sonnenaufgang 4,30 1835: Der Geologe ur Stubel in Leit 1840: Der Forschungsn Loesche in Zös Der Antropolog Solln bei Münch 1932: Untergang des „Niobe“ im Fel Zum kom. Ob von Lün Durch den Regierung Sfadtrat Dr. Loe kommissarischen Warneh Oberbürgermeiste worden. Stadtrat Dr. Loerbro hei der Bochumer Stadti von 1924 bis 1928 in men die Stelle eines Sy stammt aus Saarbrüchen, boren wurde. Nach studierte er bis zum Ar Tübingen Rechts= und eriten Augustiagen 1914 den ganzen Krieg. zuletz Nach Kriegsende nahm e auf und schloß es im Ja des Referendareramens a Nach der Absolvierung de Stadtraf Dr. Loerbrochs nehmen ein. Seine Lau tung Bochum begann 1931 erfolgte! stratsrat, im Dezember Jurist hat sich Stadtrat tungsabteilungen des He Verwaltungen der Grun fahris= und Schulämter triebswerken große Verdi= nennung zum Stadtrat si dezernat und das Jugend rige Amt hat er bis zuse großer Umsicht und glänz= Feuer in ein Ein Helfer bei der 2 Freitag. gegen 20.30 polizei nach der Witten war in dem Laden eine entstanden, das einen und Anstreichermaterial kampfung des Feuere wie einen Hausbewohn wunden im Gesicht, al wurde ins Augusta=Kre 250 Den Auftakt zum 1 in den Anlagen des Gef tierfarm“ an der Zie der Kleinen unter Vorar und Güttenmerke, der vo Blumenstraße bis zum Einder aus den Bochum= die wiederum, wie in de Vereins gewesen sind. S getrübter Freude verleben atz sie nicht allein sind, lid ihrer erinnern und indere Kinder von ihre leine Aufmerklamkeiten Zur Feier des Tages nit Guirlanden und Fa kleinen unter flotten 2 ommen vorgelehen= rchführt. auf dem Amur Sowjettruppen beschossen nahmt. stasiendienst des DNB.) entur Domei ist es auf ten Zwischenfall churisches Schiff sowjetrussischen Truppen tahmt. diesen neuen sowjetanischen Kreisen erhebsen noch nicht vor. Kundfunkten fahtb.) Die Jntendan= der und die Direktoren trafen sich in Bonn. es Reichsintendanten dienfahrt durch Westrch den SendebeKöln unternahmen. Inregung des Reichsund Propaganda. Dr. satte. daß die Leiter cht nur ihren eigenen r hinaus das Gesicht tschen Stämme ganz hauung genau kennen blasmeier hat darauf durch Westdeutschland nd Bura Vogelsang. Hansestadt Köln. die ra lowie das Jn= pauptitationen dieser sen Erternsteinen und ies Antobusinkreich (Drahtb.) Ein usflugler be. von Abbeville nach sit einem anderen ar Kinder mit ihren ßen. Bis jetzt sind Verletzte feitgehat auber den be= eitere(Un! To. tr zwei junge MadNann. Mehrere Verfahr. Verbrechen ndet e gewerbemenge Drahtb.) Das pam= e den 49jahrigen werbsmaßiger ren Zuchtdaus chult hatte sich. wie in mehreren Fäl= gemacht. Jn der alles und versuchte. enden Punkten als lang die Ueberiübh sonst als weniz Drei Mitangeklagte reibung bezw. Beiteilt. Karlsruher abrik (Dmahtb.) Am NähmaschinenGroßfeuer aus. stück der Bauten 7 rechten zweistöcigen und Werksfeuer= der durch starken acht wurde. Gegen 100 Meter langen jelang es aber, den 18, wo vor allem 1 schützen. Die Be= 1ter mpferiEm Ein= viliat aus den umSicherheit zu brinngestrengter Lösch= Der Dachstoch de= arten Flügels sind des und die Höhe ländig le Effen-Mülbeim ei zeitweise aufvechselnd bewölkt eränderte TempeBei abflauenden seiter, ansteigende cklung: Em Norntang dn M1. Sen fan. 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 172— Seite Bochumer Tageschronik Man merke Montaa, den 26. Juli 1937. Sonnenaufgang 4,39 Sonnenuntergang 20.32 1835: Der Geologe und Vulkanforscher Alphons Stübel in Leipzig geb.(gest. 1904). 1840: Der Forschungsreisende Eduard PechuelLoesche in Zöschen geb.(gest 1913). Der Antropologe Johannes Ranke in Solln bei München gest.(geb. 184). Untergang des deutschen Segelschulschiffes o0e“ im Fehmarn=Belt. 1916: Zum kom. Oberbürgermeister von Lünen ernannt Durch den Regierungsprasidenten in Arnsberg ist Stadtrat Dr. Loerbrocks, Vochum, zur kommissarischen Warnehmung der Geschäfte des Oberbürgermeisters in Lünen berufen worden. Stadttat Dr. Loerbrocks ist jetzt im zehnten Jahr hei der Bochumer Stadtverwaltung tätig, nachdem er von 1924 bis 1928 in einem industriellen Unternehmen die Stelle eines Syndikus innegehabt hatte. Er stammt aus Saarbrüchen, wo er im Jahre 1894 gehoren wurde. Nach Ablegung" der Reifeprüfung studierte er bis zum Ausbruch des Weltkrieges in Tübingen Rechts= und Staatswissenschaften. In den eriten Augusttagen 1914 zog er ins Feld und machte den ganzen Krieg. zuletzt als Leutnant d. R., mit. Nach Kriegsende nahm er das Studium sofort wieder auf und schloß es im Jahre 1920 mit der Ablegung des Referendareramens an der Universität Bonn ab. Nach der Absolvierung des großen Staatseramens tmt Stadtraf Dr. Loerbrochs bei einem industriellen Unternehmen ein. Seine Laufbahn bei der Stadtvermaltung Bochum begann als Magistratsossessor. Am 1. April 1931 erfolgte die Beförderung zum Magistratstat, im Dezember 1934 zum Stadtrat. Als Jurist hat sich Stadtrat Loerbrochs in den Verwaltungsabteilungen des Hoch= und Tiefhaues, in den Verwaltungen der Grundstücks=, Verkehrs=, Wohl= ahris- und Schulämter sowie in den städtischen Betriebswerken große Verdienste erworben. Mit der Er= nennung zum Stadtrat übernahm er das Wohlfahrtsdezernat und das Jugendamt. Dieses überaus schwierige Amt hat er bis zu seiner setzigen Ernennung mit großer Umsicht und glänzendem Geschick bekleidet. Feuer in einem Ladenlokal Ein Helfer bei der Brandbekämpfung verletzt. Freitag. gegen 20.30 Uhr, rückte die Feuerlöschnach der Wittener Straße 420 aus. Dort war in dem Laden eines Anstreichermeisters Feuer entstanden, das einen Teil der Ladeneinrichtung und Anstreichermaterial vernichtete. Bei der Bekampfung des Feuers durch den Eigentümer sowie einen Hausbewohner erlitt letzterer Brandwunden im Gesicht, an Hals und Händen; er wurde ins Augusta=Krankenhaus gebracht. HI. startet zu großer 850 Norddeutschlandfahrer traten gestern morgen die Reise an Nun war mit dem gestrigen Sonntag endlich der Tag herangekommen, der die Teilnehmer der ersten Norddeutschlandfahrt der vom 25. Juli bis 7. August zur Abfahrt rief. Emsig war in den vergangenen Tagen von den Jungens— es nehmen an der Fahrt sowohl Mitglieder der HJ. als auch des Deutschen Jungvolks teil— gerüstet worden, damit man nur ja gestern morgen zeitig genug klar war. Gegen 8 Uhr rückten denn auch bereits die Fahrtengruppen an und nahmen auf dem Bahnhofsvorplatz Aufstellung. Natürlich herrschte gleich eine ganz ausgezeichnete Stimmung, denn mit hohen und höchsten Erwartungen sahen alle der großen Fahrt durch herrliche Gegenden unserer norddeutschen Gaue entgegen. Mit den Jungen hatten sich auch die Angehörigen in großer Zahl eingefunden, um noch ein letztes Abschiedswort austauschen zu können. Bei ihnen allen herrschte aber nur eitel Freude darüber, daß es nun endlich so weit war. Die Jungen machten restlos einen frischen und fehr disziplinierten Eindruck. Mit größter Sorgfalt war alles verpackt und verstaut worden, so daß Oberbannführer Strube bei seiner Besichtigung zu Beanstandungen keinen Anlaß fand und die Jungen mit herzlichen Abschiedsworten und den Wünschen für eine glückhafte Fahrt entlassen konnte. In musterhafter Ordnung ging es dann auf den Bahnsteig, wo alsbald der Sonderzug die Reiselustigen aufnahm. Kurz nach 9 Uhr rollten sie dann mit begeisterten Heilrufen davon, dem großen, lockenden Ziel entgegen. Mögen den Jungen auf ihrer wechselreichen Urlaubsfahrt durch niegeschaute norddeutsche Gebiete schönstes, sommerliches Wetter beschieden sein. Letzte. Musterung vor der Abfahrt durch Oberbann= führer Strube. Tren, willig und selbstlos! Die bleibende Parole unserer alten Soldaten-60 Jahre Kreisverband Bochum- Jubelfeier im Parthaus Kameradschaft zwischen Männern, in Stahlgewittern angesichts des tausendfach lauernden Todes geschlossen, ist eine der Tugenden, die unser Volk immer wieder aus dem nachtdunklen Unheil seiner tiefsten Erniedrigung auf die sieghafte strahlende Höhe seiner Macht emporgeführt hat. Ein solches Ringen verlangt Männer, barte, kampferprobte Kameraden. Ohne sie gäbe es beute kein Drittes Reich. Und diejenigen, von denen hier die Rede sein soll, haben nicht den kleinsten Baustein zu diesem unermeßlichen Werk beigetragen. Was das neue Reich von allen ohne Unter schied fordert, Treue, Gehorsam und Selbstlosiakeit, sind für Frontsoldaten nicht nur Begriffe oder wohltönende Worte, jahrelang war ihnen all dieses oberstes Daseinsgesetz und ging ihnen in Fleisch und Blut über. So sind die meisten von ihnen in den Jahren des Zwischenreiches das geblieben, was sie waren, Frontsoldaten, die ihre Pflicht tun. Und wenn die größte und älteste Vereini250 Waisenkinder wurden bewirtet Kinderfreude auf der Kleintierfarm. gung Bochumer Frontsoldaten, der Kreisverband Bochum des Deutschen Reichskriegerbundes im Kyffhäuserverband an diesem Wochenend ihr sechzigsähriges Besteven feiern durfte, so konnte sie in ihrem Rechenschaftsbericht mit Stolz auf Leistungen und Erfolge hinweisen, die aus kameradschaftlicher Verbundenheit, geboren aus dem Fronterlebnis, erstanden sind. Nach der Arbeit frohe Feste! Unter diese Losung hatte die Kreisverbandsführung das Jubiläum gestellt. Keine langen Festreden und sonstiges drum und dran, Freude und Erholung sollte der Abend den Kameraden und ihren Angehörigen bringen Und diese begrüßenswerte Absicht wurde vollständig erreicht. Um die achte Abendstunde war die große Parkhaustergasse dicht besetzt, als das Trompeterkorps der Abt. Artillerie Reaiment 16 Hamm unter Leitung von Musikmeister Schmittmann den Viktoria=Marsch in den Sommerabend schmetterte. Sommeravend ist vielleicht etwas übertrieben, denn schon um diese Zeit war es draußen beträchtlich kühl. Zudem hingen drobende Wolken am Himmel und es schien jeden Augenblick, als wenn sich die Schleusen öffnen würden. So hatte man auch mit der Illumination bis zum letzten Augenblick gewartet und erst, als die meisten Besucher schon erschienen waren, wurden die zahlreichen roten, blauen, grünen und gelben Lampions an langen Drähten befestigt. Als sich dann gegen neun Uhr Dunkel berabließ, tauchten ne im Verein mit den vielen kleinen und großen, hellen und dunklen, farbenprächtigen und schlichten Lämpchen die Terrasse in ein anmutsvolles Zwielicht, aus dem sich die roten Fahnen des Dritten Reiches und des Auffhäuserbundes als leuchtende Mahnmale von dem graudunklen Gemäuer des Parkhauses abhoben. Nach einigen Musikstücken hielt der derzeitige Zührer des Kreisverbandes Bochum, Major a. D. Bering die Festansprache, die gemaß soldatischer Tradition mit einem Gedenken der Toten des großen Krieges und der Gefallenen der Bewegung begann. Im trauten Billig- billig- billig! Heute beginnt der Sommerschlußverkauf— Zwölf Tage des günstigen Einkaufs. Alljährlich, wenn der Sommer im Zenith steht, findet im ganzen Reich der Sommerschlußverkauf statt. Er beginnt diesmal mit dem 26. Juli und umfaßt zwölf Werktage. Diese zwölf Tage sind die Zeit des günstigen Einkaufs, die jeder nach Kräften nutzen muß. Diese zwei Wochen des Schlußverkaufs bringen sowohl der Geschäftswelt wie der Käuferschaft wichtige Vorteile. Ihr Zweck ist in erster Linie, daß in den Geschäften die Lager geräumt werden, daß die Sommerbestände restlos verkauft werden, damit Platz geschaffen wird für die beginnende Wintersaison. Jeder weiß, daß sich der Sommerschlußverkauf fast ausschließlich auf Modeartikel erstreckt. Kleider, Mäntel. Anzüge, Stoffe. Hüte. Schuhe und alle möglichen Artikel, die der Mode unterworten sind, sollen jetzt abgestoßen werden, damit die Lager frei werden, um die Bestände für die Wintersaison aufzunehmen. Damit ist durchaus nicht gesagt, daß etwa nur Dinge zum Verkauf gelangen, die bereits an der Grenze der Mode stünden und etwa mit dieser Saison„erledigt“ sind. Im Gegenteil— die Käuferschaft, und ganz besonders natürlich die Frauen, werden Gelegenheit haben. im Sommerschlußverkauf manches gute Stück zu erwerben, das auch im kommenden Jahre noch der Mode stand hält. Sehr viele Menschen haben sich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, diesen Sommerschlußverkauf(genau so wie auch den Winterschlußverkauf) besonders auszunutzen. Er liegt freilich zeitlich zu spät. als daß man etwa seine gesamte sommerliche Ausrüstung dabei erstehen könnte. Dies würde auch gewiß nicht im Interesse der deutschen Wirtschaft und genau so wenig im Interesse des Kaufers liegen. Aber es gibt eben doch viele Dinge. die man auch noch gegen Ausgang des Sommers orwerben kann, weil man genau weiß, daß sie auch im kommenden Jahre noch gut getragen werden können. Außerdem wird niemand bebaupten können, daß der Sommer mit dem 1. August schon vorüber sei— wir können auch jetzt noch mit einer langen Reibe schöner, heißer Sommerwochen rechnen! Ganz besonders für die Frauenwelt bedeutet der Schlußverkauf immer eine gewisse Sensation Schon Wochen vorher werden dafür Pläne entworfen. Man hat hier einen hübschen madischen Sommerstoff gesehen, dort ein reizendes Sportkleid oder eine der wunderhübschen bunten sommerlichen Jacken. Manchmal war bei Beginn des Sommers vie leicht der Etat für Anschattungen an Kleidung erschöpft— also hat man sich getröstet; dann werden wir es vielleicht im Schlußverkauf noch billig kaufen können„Billia— billia— billig“ ist die Parole. Aber das nicht allein: wir sollten lieber sagen„billig und aut" Die Notwendiakeit. sparsam zu denken und zu wirtschaften, sollte jede Frau davor zurückhalten, ein Stück zu kaufen, nur weil es billig ist! Auch im Schlußverkauf muß die Ueberlegung herrschen: wir kaufen, was wir brauchen, und menn wir die Augen offen halten, werden wir auch im Schlußverkauf billig und gut kaufen! Kameradenkreise hieß der Redner dann die vielen Gäste und Ehrengäste willkommen. Von letzteren seien u. a. als Vertreter des Polizeivräsidenten SS.=Untersturmbannführer Hanweg, Oberstleutnant Blümel als Kommandeur des Wehrbezirkskommandos, der Führer des Soldatenbundes Oberleutuant Pean, vom Offizierkorps der Schupo Hauptmann Müller und der Kreisamtsleiter der NSKOV. Deuschle genannt. Ihnen galt ein besonderer Gruß, der mit der Hoffnung verknüpft war, daß sie von dem Zusammensein der alten Soldaten einen denkbar guten Einruck mitnehmen möchten. Landesgebietsführer Generallentnant a. D. Koch hatte wegen dienstlicher Verhinderung seine Glückwünsche schriftlich übermittelt und dem Bochumer Kreisverband noch einmal ausdrücklich bestätigt, daß er die soldatischen Tugenden der Pflichterfüllung und Kameradschaft stets in hervorragendem Maße gepflegt habe und sicher auch in alle Zukunft diese Tradition hochhalten werde. Für den Landesführer Böhmke war Stahsführer Major a. D. Hobusch erschienen. Diesem sowie dem Ehrenführer des Bochumer Kreisverbandes, Bergwerksdirektor Hilgenstock wurde ebenfalls ein herzlicher Willkommensgruß entboten. Anschließend gab Major Bering einen kurzen Bericht über die Gründung und Entwicklung des Kreisverbandes, worüber wir in unserer are und Den Auftakt zum diesjährigen Waisenkinderfest in den Anlagen des Geflügelzüchtervereine„Kleintlerkarm an der Ziegelstraße bildete der Festzug der Kleinen unter Vorantritt der Kapelle der Eisenund Hüttenmerke der vom Schwanenmarkt durch die Blumenstraße bis zum Festplatz führte. Etwa 250 einder aus den Bochumer Waisenhäusern waren es, die wiederum, wie in den Jahren vorher, Gäste des Vereins gewesen sind. Sie sollten einige Stunden unjetrühter Freude verleben und sich dessen bewußt sein, ah sie nicht allein sind, daß es Menschen gibt, die m ihrer erinnern und ihnen gern die Liebe, die indere Kinder von ihren Eltern empfangen, durch leine Aufmerklamkeiten ersetzen wollen. Zur Feier des Tages waren die Anlagen festlich Mt Guirlanden und Fähnchen geschmückt. Als die cleinen unter flotten Marschklängen ihren Gnng niel man hielten, wurden sie freundlich begrüß und bald an sauber gedechten Tischen mit Kaffee und Kuchen reichlich bewirtet Auch für Unterhaltungspiele hatte die Vereineführung Sorge getragen. Auf dem der Kleintierfarm gegenüber liegenden Sportplatz durften sich die Kinder nach Herzenslust tummeln. Eierlaufen, Sachlaufen und Tauziehen bereitete den Kleinen große Freude und bald darauf erklang auf dem weiten Platz helles, befreiendes Kinderlachen Inzwischen erprobten Mitglieder und Besucher der Kleintierfarm ihre Kunst im Schießen. Und wer nicht das Schwarze traf, wußte, daß sein Scherklein für die Waisenkinder verwendet wurde. Den tüchtigen Schützen winkten nette Preise, so daß auch das Schießen für alle Beteiligten einen gewissen Reiz ausübte. Der Kommandeur des Wehrbezirkskommandos Bochum, Oberstleutnant Blumel, bei der Unterhutng mit den Trägern des Goldenen Militärverdienstkreuzes. Links im Hintergrund in Uniform, Kreisführer Mator a. D. Bering SK-Fotos= Herker dann fortzufahren, daß die 11000 Mitglieder in den bundert Kameradschaften, die der Verband in nationaler und sozialer Hinsicht in hlands schwerster Zeit stets ihre Pflicht ern natien Als Beweis führte der Redner nur dee ie Tatsache an, daß allen Widerständen zum Tron 2= Kreisnerband seinen Gefallenen an der anse ein herrliches Denkmal zum Zeichen nverbrüchlicher Treue gesetzt habe. Bei der dieses Monuments im Jahre 1927 habe man gelobt den Geist der Wehrhaftigkeit in aller Zukunft aufrecht zu halten, den Glauben an emne grone deutsche Zukunft niemals zu verlieren. Man schloß die Feierstunde damals mit dem inständigen Ruf: Herr, mach uns frei! Und wer bätte in jenen Micksalsschweren Tagen geahnt, daß kaum sechs Jahre später dieser heiße Wunsch durch Adolf Hitler in Erfüllung gina. Wir wurden glückliche Zeugen einer groten Zeit und erlebten, daß der Führer seinem Volk auch die Wehrhaftigkeit wiederschenkte. Unser Dank sei das alte Gelöbnis: treu, willig und selbstlos kür ein Ziel, für Dentschland Mit einem Siea=Heil auf den Führer und dem Gefang der Hymnen klang die Festrade aus. Tamit war der einzige Punkt des offiziellen Programms erledigt. Die weiteren Stunden galten der Erholung. Nachdem die uniformierten Mußker mit prachtvoller Klangdisziplin und in bervorragendem Rhythmus eine Melodienfolge aus Verdis„Nigoletto“ vorgetragen hatten, erfreuten wohltönende Tenöre und Bässe des Gußstahlglocke“ unter der Stabführung von Mufikdirektor R. Hoffmann mit stimmgewaltigen Chören, die begeisterten Beifall ernteten. So wechselten Darbietungen in bunter Reihenfolge. Zum Abschluß luden im Saal spritzige Walzermelodien und feurige Märsche zum Tanz ein, womit jeder anf seine Rechnung kam. Es war ein Abend voller Harmonie und schönster Festesfreude, der den alten Soldaten nenerlich zum Bewußtsein gebracht hat, daß eine Freundschaft, die„draußen“ geschlossen wurde, nie zu Bruch gehen kann, und sollten die Menschen und die Welt sich tausendfach ändern. Dieses Bewußtsein wird sie auch im Alltag mit steter Zufriedenheit erfüllen. Weka. Tägliche Unfallchronik Freitag, gegen 16,15 Uhr, wurden auf der Dorstener Straße in Höhe des Hauses Nr. 158 zwei Mädchen beim Ueberschreiten der Fahrkahn von einem Auto angefahren und verletzt. Am gleichen Tage, gegen 20,45 Uhr, fuhr eine Radfahrerin auf der Kreuzung Gahlenschestraße und Von=der=Recke=Straße gegen einen PKW. und erlitt einen Bluterguß am linken Knie. Gegen 23.10 Uhr erfolgte auf dem Ruhrschnellweg, etwa 250 Meter östlich der Eisenbahnbrücke an der Grenze Werne=Lütgendortmund ein Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen und einem Radfahrer. Letzterer erlitt einen schweren Schädelbruch und wurde ins kath. Krankenhaus Lütgendortmund gebracht. Morgen Volkstumsabend im Hatshof Schon vor einigen Tagen machten wir auf den worgen. Dienstag. im Ratshof stattfindenden Volkstumse bend aufmerksam. Musik. Gesang und Volkstänze bilden den Inhalt dieser Veranstaltung, die dazu herufen ist. das Brauchtum unserer Stadt aufleben zu lassen. Es ergeht der Ruf an alle sich an diesen Volkstumsabenden, die sich ungekünstelt und natürlich auswirken müssen, zu beteiligen, um mehr unp mehr Fröblichkeit und freudige Lebensbeiahung um sich greilen zu lassen bis endlich auch der letzte Griesgram hiervon angesteckt find Fröhlich und lustig! ist die Parole dieses Abends. der vollkommen kostenfrei ist. denn die Mitwirkenden, das Mandolinenorchester Hordel unter der Leitung von O. Kornmann, die Beramanns=Singegruppe der NSG„Kraft durch Freude“ unter der Leitung von Clewinghaus und die Tanzaruppe des Turnvereins Brenschede, stellen sich aus Liebe zur Sache zur Verfügung Solch ein Abend muß erleht werden. Also pünktlich um 20 Uhr im Ratshof einfinden! Kinderfest am Lohberg Reicher Fahnen= und Wimpelschmuck gab der gestern ein festliches Gepräge Das diesjährige Sommerfest war ausschließlich den Kindern vorbehalten. Der Verein hatte alles aufgeboten, ihnen einige Stunden voller Freude au bereiten. Am Vereinsheim nahmen die Kinder Aefstellung, um dann verschiedene Spiele zu machen, mahei besonders das Pfeilstechen großen Spaß berertete. Höhenunkt des Vergnügens war das Geperletheater. Die schönen Stunden vergingen den Kleinen viel zu schnell. Nicht bezahlt und noch Geld berausverlangt! Schwindeleien um ein Fünkmarkstück Am Mittwoch vergangener Woche, gegen 16 Uhr. trat in hiesigen Geschäften eine Frau als indlerin auf. Sie kaufte eine Kleinigkeit und gar an mit einem Fünfmarkstück bezahlt zu haben. An der Kasse sagte die Frau der Kassiererin, daß sie die Pfennigbeträge zahlen könne. Nachdem die Betrügerin eine Weile in ihrer Geldbörse nach dem passenden Gelde gesucht hatte, sagte schließlich zu der Kassiererin, sie möge ihr schon so auf das Fünfmarkstück herausgeben, sie habe in paßendes Geld. Als der Kassiererin auskamen, daß sie das Geld erhalten hätte, erzählte die Frau, daß die 5 RM. ihr letztes Geld mesen sei und sie schilderte hinterher ihre Notlage sie sagte, ihre Kinder hätten nichts zu essen. venn sie daa Geld nicht sofort bekäme. In einem Salle ist ihr der Betrua geglückt, im anderen Falle ist ee heim Versuch geblieben. Beschreibung: Etwa 10 Jahre alt, 155—1,60 Meter groß, sehr schlank, blondes glattes Haar, hinten zusammengesteckt. Iblane Angen, tiefe Blans Alten Man trieb„Bauernfang" erklärt Zeuge Ludowig beim fünften Verhandlungstag im Bestechungsprozeß in Bochum Am fünften Tag des Schwurgerichtsprozesses oskopp— Dr. Kötter werden die Erörterungen der technischen Seite der dem Gerichtsverfah= ren zugrunde liegenden Vorgänge fortassetzt. Es wurde mit der Vernehmung des Direktors Ludowigs von den Rheinischen Kalksteinwerken begonnen. Der Zeuge bestätigt, daß die Firma Moskopo mit dem zweiten Bauauftrag zur Absenkung der Bahnstreche Aprath—Wülfmth'eitens der Kalksteinwerke bedacht worden sei. gewissermaßen als Entschädigung, weil die Firma bei der Abwichlung des ersten Auftrages der Verlegung der Provinzialstreche nach Velbert infolge der Schwierigkeiten nicht auf ihre Rechnung gekommen sei. Durch die Vergebung des zweiten Bauvorhabens an Moskopp habe man dieses zur Abgeltung bringen wollen. Aus den zur Ver= lesung gelangenden Schreiben der Kalksteinwerke wird diese Ansicht bestärht. Die gleiche Wahrnehmung läßt ein zur Verlesung kommendes Schreiben Moskopps zu, während der Angeklagte Moskopp erklärt, daß diese Ansicht der Kalbsteinwerke erst viel später, zur Zeit der Abrechnung über die ausgeführten Bauarbeiten, zum Ausdruck gelangt sei. Er selbst müsse diese Ansicht bestreiten, er habe sich bei Ausführung des ersten Bauvorhabens eine weitschichtige, im Bauplan nicht vorgesehene Arbeit gefallen lassen müssen, wodurch er viel Geld eingebußt habe. Hier stehen wieder Ansichten gegen Ansichten. Erneut gelangt das Verhalten des Schiedsrichters bei Besichtigung des Baugeländes zur Erörterung. Der Zeuge und der Angeklagte Moskopp gehörten in ihrer Studentenzeit einem Korps an. Der Zeuge hat dem Korps Kenntnis von der in dem Bauverfahren eingenommenen Haltung des Moskopp gegeben, die er als nicht vereinbar mit den Grundlätzen des Korps angesehen hat. Es habe gedroht, daß es zu einem Verweis des Moskopp kommen werde. Auf Wursch des Korps habe er jedoch seinen Antrag zurüchgezogen, ihn aber später erneuert, als die Aufdeckung der Angelegenheit durch Großkopf erfolgte. Dieses Versahren habe mit dem Ausschluß Moskopos aus dem Korps geendet. Der zmischen den Parteien abgeschlossene Vertrag lah für die Arbeit des Schiedsrichters für den angenommenen Teilbetrag von 40 000 Mark der Nachforderungen Moskopps ein Honorar von 600 Mark vor, das zu gleichen Teilen von beiden Parteien getragen werden sollte. In der Samstagsverhandlung des Schwurgerichtsprozesses kam es in dieser Hinsicht zu zahlreichen Fragen und Gegenfragen des Gerichtes, der Verteidigung und der beiden technischen Gutachter Dr. Derikatz und Overhoff. Der Vor= sitzende wies damauf hin, daß es nicht notwendig lei auf die Einzel= und Hauptsummen der Bauangebote einzugehen. Im Rahmen des technischen Beiwerkes des Prozesses genüge es, zu erörtern, wie weit der Schiederichter von den Bedingungen und Unterlagen des zur Entscheidung zu bringenden Streitobjekies abgewichen sei. Nach einer Pause wurde als Zeuge der Geschäftsführer der Rheinischen Kalksteinwerke Gökzen vernommen. Dieler erklärte, daß es sich um Differenzen in Höhe von 40 bis 42 000 Mark gehandelt habe, über welche der Schied=richter die Entscheidung treffen sollte. Frühere Differenzen leien nach seiner Ansicht bereinigt gewelen. Bel der Be= sprechung, welche Direktor Ludowigs in Essen mit dem Schiedsrichter Kötter in Gegenwart Dr. Kötters hatte. war der Zeuge zugegen. Aus dieser Besprechung habe man die Ueberzeugung mitgenommen, daß der Schiedsrichter nur über ein Streitobjekt von 40000 Mark entscheiden werde. Auf die Frage des Ge= richtsvorsitzenden, ob der Zeuge Ludowigs schon zur Zeit des ersten Antrages auf Aufhebung des Schedespruches heim Eslener Landgericht der Ansicht gewelen, daß zwischen Moskopp und dem Schiedsrichter„gemuschelt“ sei. erklärte der Zeuge Ludowia:„Der Ver= dacht bestand bei mir schon absolut. Während der Zeit der Bearbeitung des Schiedsgerichtsverfahrens war ich der Auffassung, daß hier ein„Bauernfang“ getrieben werde. Darin wurde ich bestärkt, als der Schiedsspruch vorlag, den ich so ungeheuerlich sand. daß ich das Gefühl hatte, zwischen Moskopp und dem Schiedsrichter müsse etmas vorgegangen sein, mas nicht in Ordnung mar. Das Gericht vereidigte die Zeugen aus Wülfrath Ludowigs, Götzen und Hothaus. Zeuge Erich Moskopp, ein Bruder des Angeklagten Moskopp. hat eine Zeitlang die Arbeiten des ersten Bauvorhobens in Wülfrath geleitet. Er ergeht sich in eingehenden Ausführungen über die vorhanden gewesenen Wassermängel und sonstige Schwierigkeiten, die der Fortführung der Bauarbeiten entgegentraten. Die Verbandlung wurde in der zwei= ten Mittagsstunde auf Montag vormittag vertagt. Geute erstattet der Sachverständige Dr. Derihatz lein Gutachten. „Berg der hundert Zechen" wanderten die Bochumer Heimatfreunde. Sehr starke Beteiligung hatte die Samstagsnachmittagswanderung der Vereinigung für Heimatnunde zum„Berg der hundert Zechen“ im Ruhrtol gefunden. Zahlreiche Hemattreunde wnden ich in Witten ein. wo der Führer der Wanderung. Schriftleiterg Peddinghaus, die Leitung übernahm. Es aing zunächst über die Ruhebrücke nach Bommern. Hier ermartete die Heimatfreunde in Bergamts=Oberin'pektor a. D. Wilhelm ein guter Kenner des heimischen Bergbaues. Der Höhenrlichken. der sich in südwestlicher Richtung von Bommern nach Herbede hinzieht, wird als Geburtsstätte des Ruhrbergbaues bezeichnet Hier, wo die Flöze Kreftenscheer, Mausegatt und Finefrau zutage traten, entstanden 1732 die ersten Stollenbetriebe, die naturgemäß lehr primitio betrieben wurden. Die nahe Ruhr bot eine gute Transvortmöglichkeit. So entstanden längit des Bergrüchens im Laufe der Zeit mehrere Stollenbetriebe, deren Zahl sich im Laufe der Jahre auf über 100 erhöhte. Mitte des nergangenen Jahrhinderte kamen diese Stollenbetriebe zum Erliegen und nur die drei heute noch vorhandenen Pütts Jupiter, Gereon und Cleverbank sind letzte Zeugen der einstigen Blüte des Bergbaues in dieser Gegend. Unter sachkundiger Führung ging es an den Südabhängen des Ruhrtales entlang. Zahlreiche alte verfallene und verschüttete Stolleneingänge ließen erkennen, wie umiangreich einit hier der Kohlenberghau betrieben wurde. Die Wanderung führte hann in das Muttental, wo ein Besuch des noch in Betrieb bekindlichen Zechenbetriebes„Jupiter", eingeschaltet wurde. Zum Abschluß fanden sich die Heimatfreunde in einem der zahlreichen freundlichen Lokale des Ruhr= tales zum gemütlichen Beilammensein ein. In die angeregte Stimmung nach der lehrreichen Wande= rung rakle recht aut der Vortrag des Schriftleiters Peddenalens über die Geschichte des Hauses Witten. Schloß Steinhausen und der Ruine Harden= stein. Der Besitz des Hauses mar sehr wechselreich. bis er 1321 aufgeteilt wurde. Hermann von Witten erhielt Haus Witten und Gerhard aon Witten Schloß Steinhausen. 1505 starb das Geschlecht der Herren von Witten aus und ihr Besitztum kam durch Heirat an die Herren von Holstein, die auf Hardenstein laßen. Nach weiterem Wechsel ermarb 1815 die Familie Lohmann Haus Witten, wähtend der Unternehmer Dünkelberg das Schloß Steinhau'en und die Ruine Hardenstein vor einigen Jahrzehnten erwarb. In den späten Abendstunden kehrten die Heimatfreunde heim mit dem Gefühl, wieder ein Stück tiefer in die Geschichte der Heimat eingedrungen zu kein. unter den Augen, kleines, blasses Gesicht. Sie trug eine bunte Kittelschürze und hatte eine Einkaufstasche bei sich Mülleilungen, die vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalvolizei in Bochum. Polizeipräsidium. Ublandstrañe 35. Jimmer 239. Telephon 60661. Nebenstelle 223. Gleichzeitig ergeht an die hiesige Kaufmannschaft die Bitte, bei Auftreten einer verdächtigen Person sofort die Krivo anzurufen und die Verson bis zum Eintreffen eines Beamten festzuhalten. Möchten Sie 50 000 Mark gewinnen? Der Reichsluktschnubund aibt mit seiner neuen Lotterie eine solche Chanee. Eine Armee ist heute in unserem Vaterland für den Luftschutz tätig. 65000 Dienststellen des Reichsluftschutzbundes sind über unsere Heimat verteilt. 2100 Luftschutz=Schlen des Reichsluktschutzbundes bilden die Selbstschutzkräfte aus— 120000 RLB-Amtsträger leiten die für den Selbstschutz erforderliche Arbeit: 5 Millionen Kräkte wurden für den Selbstschutz bereits ausgehilbet. 12 Millionen Mitglieber hat heute der Reichsluktschutzbund Eine Armee der Abwehr neben der Armee der Bewaffneten! Wie diese unser Vaterland vor Angriffen zu Wasser und zu Lande schützen soll. so steht an der Seite des militärischen Luftschutzes, der Luftwaffe, die Armee des zwilen Luftschutzes um die Bevölkerung vor den Gefahren von Luftangriffen zu bewahren Wie vom Reiche die Mitarbeit eines jeden bei den großen Aufgaben der Arbeitsbeschaffung und der Winterhilfe durch Auflage von volkstümlichen genehmigt wurde, so ist auch für die großen Aufgaben des Reichelukt. schutzbundes eine Lotterie ausgegeben worben kann sich mit ihrem Gemi neben diesen anderen sehen lassen. Steben doch 20000 Mark als Gewinne bereit. Ein 50=Pig Los kann 25000 RM. geminnen ein Dopvellos 50000 RM' Der Svielplan verzeichnet die gewaltia 0hl von 75 066 Gewinnen und 2 Prämien! Wenn keron 12 Millionen deutsch Volksgenossen durch Mitaliedschaft im Reicheluktschutzbund freiwillia ihr Scherflein keitragen so kannst auch du deine Dankbarkeit kür die Vorsorge des Führere zu deinem persönlichen Schutz baburs beweisen daß dn die große Aufaabe des zinilen Lu“t duch Sanf von Lofen unterstünest. Daß du auch schön geminnen kann“ wird en weiterer Anreis sein, die Tasche zu offnen Nentenzahlungen heim Hauptpoltamt Die nächsten Heeresrentenzablunggen finden am 2 Juli. die Aussahlung der Versicherungsrenten am 31. Juli im Hauptpostamt in der Zeit von 7.30 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr statt Neuer Richter beim Arbeitsgericht Bochum. Der technische Leiter des Städtischen Gas= und Elektrigitätswerkes in Herne, Pa Karl Ecked, wurde durch den Regierungspräsidenten für die Dauer von drei Jahren zum Arbeitsrichter beim Arbeitsgericht in Bochum ernannt Von der Deutschen Arbeitofront Gau Westfalen=Süd, wurde Karl Ecken zum Mitalied des Fachgruppenbeirats für öffentliche Betriebe be= rufen. 81 Grenzlandfahrten. Der BDM. Obergan falen veranstaltet im Juli und Anaußt 81 Grenzlandfahrten nach Oberschleiien. in die Bayerische Ost= mark, nach Poien. Weit= und Ostpreuten und in die Eifel. Jm Rahmen dieser Fahrten weiden Teilnehme= rinnen in der Erntchilfe an der Grenze und in Wochenendwetter: Woltig, strichweise Regen und dabei eine Grohiahl von Veranstaltungen Dieies Wochenend wird uns noch einige 3cie:n Erinnerung bleiben. Nicht weil es strablend oder gar sonnendurchalutet war, wie einige unn liche Optimisten bis zum letzten Augenblick hanten. sondern weil an diesem Tage keit langerer mal wieder der seltene Fall eintrat. daß ein Bochumer in einer Sportdilziplin deutscher Meister wurde. Heinz Hasselberg aelang es. die Meisterschaften für Amateure über 100 Meter im Radfahren für sich und damit für undere Stadt zu gewinnen. Ein prächtiger Erfolg. zudem noch auf unserer Bochumer Bahn errungen, darauf werden alle Radsportler stolz sein. Und wenn der Petrus diesen schönen Lohn als Entschädigung für das wenig angenehme Wetter beschert hat, dann soll ihm noch einmal verziehen sein. Aber viel hätte nicht daran gefehlt und die Austragung der Deutschen Meisterschaften aufder Radrennbahn und einige andere Freiluftveranstaltungen wären ins Wasser“ gekallen. Gottlob versiegten die himmlischen Quellen immer wieder nach wenigen Minuten und die Wärme. verbunden mit leichtem Wind. lies Straßen und Zementbahn immer schnell wieder trocknen. Während man gestern ganz gut ohne Sommermantel geben konnte. war es Samstagabend empfindlich kühl. Bei der Jubiläumsfeier des Kreiskriegerverbandes auf den Parkhausterrassen mußte man soaar in später Abendstunde das drauben räumen und im Saal weiter feiern. Die kurzen Regenschauern gestern störten die Veranstal= tungen nicht welentlich Auch die Volksfeste in Langendreer und Gerthe konnten reibungslos durchge= führt werden. Ebenso wurden die Waisenkinder unter freiem Himmel erfreut Wi= gesagt. wars Weier heller gemesen, bestünde kein Grund zur Klage. aber nur die Hoffnung nicht sinken lassen. Vielleicht istnächsten Sonntag besser Die Erhebung der Wehrsteuer Wichtig für alle Arbeitgeber! Durch das Wehrsteuergesetz vom 2. Juli 1007 sind die Arbeitgeber verpflichtet worden, vom 1. September 1937 ab bei wehrstenerpflichtigen Arbeitnehmern die Wehrsteuer durch Abzug vom Arveirsloyn zu erheben. Für die Uebergangszeit, d. b. die Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember 1937, gilt folgendes Verfahren: Arbeitgeber müssen in dieser Zeit bei allen männlichen Arbeitnehmern deutscher Staatsangebörigkeit, die in den Jahren 1914, 1915 und 1916 geboren sind und ihren Wohnsitz oder gew lichen Aufenthalt im Inland haben, den Wehrsteuerabzug vorzunehmen, ohne daß es eines entsprechenden Vermerks auf der Steuerkarte 1937 bedarf. Der Steuerabzug betragt stets 50 Prozent der einbehaltenen Lohnstener, mindestens 4 Prozent des Arbeitslohnes Der Steuerabzug darf in der Uebergangszeit nur unterbleiben, wenn die Gemeindebehörde auf der Steuerkarte 1937 auf Antrag des Arbeitnehmers bescheinigt, daß der Arbeitnehmer nicht wehrstenerpflichtig ist. Diese Bescheir der Gemeinde wird nur erteilt, wenn der Arbet nehmer nachweist. daß er entweder die zweifährige aktive Dienstpflicht schon erfüllt hat oder zu ihrer Erfüllung einberufen ist oder einberufen wird. oder daß eine endgültige Entscheidung über leine Nichteinbernfung noch nicht getroffen ist. oder daß ein Steuerbefreinngsgrund vorliegt. Arkeitnebmer. die sich nicht für wehrstenerpflichtig balten, müssen daher rechtzeitig bei der Gemeindebeborde unter Vorlage der Steuerkarte und der Unterlagen, aus denen ihre Wehrverbältnisse ersichtlich sind(z. B. Wehrnaß), die Bescheinigung der W stenerfreibeit beantragen Für die Zeit vom 1. Januar 1978 gilt ein anderea Verfahren. Von diesem Aeit. der Arbeitgeber die Wehrstener nurdann ei zubehalten, wenn ein ansdrücklicher Vermerk über die Wehsteuerpflicht auf der Steuerkarte einge= tragen ist. Erntekindergärten eingesetzt. Insgesamt werden an den Fahrten etwa 1200 big 1400 westsälische 8TM. Mädel teilnehmen Nach Düsseldorf zur Ausstellung„Schaffendes Volk" hat die Deutsche Arbeitsiront, NS-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ für Sonntaa. den 8. 8. und 5. 9., je einen Sonderzug bereitgestelll. Die Fahrtkosten einschließlich Eintritt zur Ausstellung betragen RM 2.60. Anmeldungen nimmt die Verkaufsstelle Kortumstrahe 62 entgegen Wer fährt mit Kd.F. zur Rundsunkauestellung? Vom 4. bis zum 8. August hat die Deutsche Arbeite= ront, NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, eine Fahrt zur Rundfunkausstellung nach Berlin vorgeseben. Die Fahrt gebt ab Hagen und koftet einschließlich dreier Uebernachtungen mit Früh= stück und Eintritt 20.20 RM., ohne Uebernachtung und Frübstück 12.20 RM.— Ein zweiter Fonderzug fahrt ebenfalls nach Berlin zur Rundkunkausstellung in der Zeit vom 2. 7.—8. 8. Während dieser Zeit findet das internationale Sportsest im Schwimm= bezw. Olympia=Stadion und auch das NSaCV.Treffen in Berlin statt.— Die Ab. fahrt wird ab Bagen gegen 23 Ubr und die Rückfahrt ab Berlin am 2. B. abends um dieselbe erfolgen. Der Fahrpreis ist derselbe wie für de vorgenannte Fahrt. Die Eintrittskarken zum nationalen Sportfest kosten 050 RM.— Anmeldungen nimmt die Verkaufsstelle Kortumstr. 62 Sammet Eine andere Minzenart ist die die ihren Namen von den runden und kraufen die auch wild an Ufern Gräben und in Gchüschen wichs Aus ihr geminnt man den Kranseminie geist. der für Liköre gebrauche wich. Der aus den getrockneten Blättern gebrübte Fee ist ein aus AMAa und nifte fer Außer Verantmartung der r e. e. Ce a. a de onder. füu kä Hauptlag der Auch der zweite Tag de Meisterschaften sah in den zahlreiche Arbleten und A bahn des Reichssportseldes mehreren Qualisikationon lahmeberechtigung am En» ausen zur 20 m Meistersch bermals der Mannheimer amden die beste Zeit herau Der zwerte 400 m. Zwischen cheiden des Titelverteidige geführt, doch ließ er dann nach. So kam der Stuktaa zum Siea vor Klupsch und ezak und Kisters Düsseldor den. Kürten Dussekdorf hol 55 Sek. vor Stockle=Stutta brock. während der Titelv gleichen Zeit den zweiten dorf und dem Nurnberger 1 Neue 200-Me Die 20 m Meisterschaft riajahre nicht ausgekämpft Frl. Willenbacher(Schwen nach schönem Kampf geaen mann Hamburg. Willenbar Bahn bald die Spitze erkan Schlutangriif der Frankfn Harbig 800-Meier=2 Als das Rennen des T lauf über 800 m bezeichnen ragenden Rennen siegte de Dresden in der neuen deut Minuten, die den seit dem Dr. Peltzer gehaltenen Ne um e Sekunden übertriff der zwolf Bewerber über Munchen und Mertens Wit ersten 100 Meter wurden geleat. Mit dem Beainn derten sich Harbig und Me lieferten sich einen herrlich berger vermochte jedoch nur zu folgen, denn hier setzte unwidersiehlichen Endspurt seinem größten Rivalen in wegbrachte. Unter einem Harbig in die Kurve und werdenden Schritten auf 1 wachsenden Vorsprung here seinen herrlichen Lauf war Gertens wurde Zweiter in Schmidt=Durlach searf und Grau Eßlingen Weinköh wieder Per Kölner Gustav We ter Wimner erwartungsaer semst. Ms einziger überst Hebe von 1.W m. Etwad aegen der zweite Platz de 120. der feinen engeren? mert mit 1,86 m auf den d senthal Königsberg und de die gleiche Hobe von 1,86 n Fehlversuche als Gehmert Weitsprungrekord Jhre erste Meisterschaft im Weitsprung, wo sie mit Em kam und damit ein schuf. Bis zum letzten 2 louerin Franke mit einem Spitze gelegen. Sie konn überbieten und mußte sich Traute Goppner(5,69 m) (5.68) begnügen. begnügen. Das Erbe unserer Olv hal im Speerwersen die 9 ten, die mit der auten Leist mit ber quie stertitel vor Luise Krüge Eberhardt-Eislingen(42.0 Schaumburg über 1500 Der Meisterschaftslauf milgegangenen Entscheidi Schauunburg ließ sich in to Gonburger Körting. Jan Wuppertal führen.E Schaunburg an die Verse dem 800 m in 2:02.2 M Spitze des Feldes. Einm chaumburg d.s Tempe u und einer aus finf lewa 250 m vor dem 31 runpe Stadler=Freiburg had auf den enteilten 9 hotte sein Rennen sein Mt. um mit 5 m Vorspi durchs Ziel zu Min. Zweiter vor iel, 91 Montag, den 26. Juli 1937 Deulschlands Leichtalhleten kämpften um den Meistertitel Hauptlag der 42. Deulschen Leichlathletik=Meisterschaften— 18 Entscheidungen vor 30000 Zuschauern Auch der zweite Tag der Deutschen Leichtathletik Meisterschaften sah in den Vormittagsstunden bereite sahlreiche Arbleten und Atbletinnen in der Kampf pahn des Reichssportfeldes in Tatigkeit, die sich in mehreren Qualifikationswetthewerben die Teil nahmeberechtigung am Endkampf sichern wollten. Das neiste Interesse brachten die Zuschauer den sechs Vor ausen zur 20 m Meisterschaft entgegen, in denen bermals der Mannheimer Neckermann mit 21,7 Se hmden die beste Zeit herausholte Zur Nachmittagsveranstaltung hatten sich im Alumpia=Stadion rund 30 000 Zuschauer eingesunden. Der zwerte 400 m. Zwischenlauf brachte mit dem Aus cheiden des Titelverteidigers Hamann eine betracht iche Ueberraschung. Hamann hatte bis 350 m noch geführt, doch ließ er dann ebenso wie Metzner stark nach. So kam der Stuktgarter Robens in 49,3 Sek. zum Sieg vor Klupsch und Roßler Berlin. Den er ten Lauf hatte Linnhoff in 48,7 Sekunden vor Blazeczak und Kisters Düsseldorf gewonnen. Zwei span ende Zwischenrennen gab es auch über 100 m Hür den. Kürten Dusseldorf holte sich den ersten Lauf in 15 Sek. vor Stockle=Stuttaart und dem Kölner Nott brock, wahrend der Titelverteidiger Scheele in der gleichen Zeit den zweiten Lauf vor Holling=Zehlen dorf und dem Nurnberger Böhm gewann. Neue 200-Meter=Meisterin Die 20 m Meisterschaft der Frauen, die im Olum riajahre nicht ausgekämpft worden war, holte sich Frl. Willenbacher(Schwenningen) in 25,6 Sckunden nach schönem Kampf gegen Kurz Frankfurt und Kubl mann Hamburg. Willenbacher hatte auf der zweiten Bahn bald die Spitze erkampft und hielt auch einem Schlußangrrif der Frankfurterin Kurz tapfer stand. Harbig 800-Meter=Meister in Als das Rennen des Tages muß man den End lauf über 800 m bezeichnen. In einem wirklich über ragenden Rennen siegte der Titelverteidiger Harbia Dresden in der neuen deutschen Rekordzeit von 1:50,0 Minuten, die den seit dem 11. September 1926 von Dr. Peltzer gehaltenen Rekord von 1:51,6 Minuten um Sekunden übertrifft. Sofort nach dem Start der zwolf Bewerber übernahm Harbig vor Lana Munchen und Mertens Wittenberg die Fuhrung. Die ersten 100 Meter wurden in 56,1 Sekunden zuruck gelegt. Mit dem Beginn der zweiten Runde son derten sich Harbig und Mertens vom Felde ab und licferten sich einen herrlichen Kampf. Der Witten berger vermochte jedoch nur bis 550 m dem Dresdener in folgen, denn hier setzte Harbig bereits zu einem unwidersiehlichen Endspurt ein, der ihn im Nu von seinem größten Rivalen im Felde Meter um Meter wegbrachte. Unter einem Riesenbeifallssturm gina Harbig in die Kurve und holte mit immer langer werdenden Schritten auf der Geraden einen ständig wachsenden Vorsprung heraus. Der größte Lohn für berrlichen Lauf war der neue deutsche Rekord. Mertens wurde Zweiter in 1:54,9 Minuten vor Lana H. Schmidt=Durlach(1:55,8), Schumacher=Duf sedorf und Grau Eßlingen. Weinköh wieder im Hochsprung Per Kölner Enstav Weinkötz kam im Hochsprung Amner erwartungsgemaß abermals zur Meister immt. Ms einziger übersprang der Rheinländer die von 1,2 m. Etwas überraschend kommt da der zweite Platz des Berliners Augustin mit der seinen engeren Landsmann Günther Gch mert mit 1,86 m auf den dritten Platz verwie“ No senthal Königsberg und der Kieler Martens hatten die gieiche Hobe von 1,86 m übersprungen, doch mehr fehlversuche als Gehmert aufzuweisen.Weitsprungrekord von Käthe Krauß Jhre erste Meisterschaft holte sich Käthe Krauß Weitsprung, wo sie mit ihrem letzten Versuch auf Hm kam und damit einen neuen deutschen Rekord chuf. Bis zum letzten Durchgang hatte die Bree lancrin„eranre mit einem Sprung von 5,71 m an der bine gelegen. Sie konnte diese Weite nicht mehr überhieten und mußte sich mit dem zweiten Rang vor Traute Goppner(5,69 m) und Engelbardt=Berlin beanugen. as Erbe unserer Olympiasigerin Tilly Fleischer hal im Speerwerfen die Münchener Gelius angetre die mit der auten Leistung von 43,30 m den Mei erlitel vor Luise Krüger=Dresden(42,92 m) und Eberhardt Eislingen(42,08 m) führte. Schaumburg über 1500 Meler sicher in Fronl De: Meisterschaftslauf über 1500 m stand der vor Algegangenen Entscheidung über 800 m nach chaunburg ließ sich in taktisch kluger Weise von dem nburger Korting, Janke-Wittenberg und Stieg " Wuppertal führen. Erst nach 600 m machte sich waunburg an die Verfolgung und erreichte, nach dem 80 m in 2:02.2 Minuten bedeckt waren, die Shitze des Feldes. Einmal in Fuhrung, verscharfte Haumburg d.e Tempe und legte gut 25 m zwischen und einer aus finf Köpfen bestehenden Gruppe va 2 m vor dem Ziel arbeitete sich aus dieser TIne Stadler=Freiburg nach vorne und machte nab auf den enteilten Meister. Doch Schaumburg 1t sein Rennen sein eingeteilt und noch genna Mt. um mit 5 m Vorsprung in 3:54,4 Minuten als ner durchs Ziel zu gehen. Stadtler wurde in Min. Zweiter vor Stieglitz(3:58,8). Zum zweiten Male Kälhe Krauß Einsam an der Spitze unserer Kurzstrecklerinnen steht die Dresdenerin Kathe Krauß, die sich über 100 m mit drei Meter Vorsprung ganz überlegen ihre zweite Meisterschaft holte. Umso scharfer war der Kampf um die Plätze zwischen Dörffelt=Berlin, Win kels Koln und Albus Berlin, die in einer Linie in 12,3 Sekunden das Ziel passierten, so daß erst die Zielphotographie abgewartet werden mußte, um die genaue Reihenfolge zu entscheiden. Die Ziel=Filmkamera mußte auch bei der Entschei dung im 80 m Hurden Lauf der Frauen in Tatiakeit treten. Einen herrlichen Brust an Brust Kampf über die ganze Strecke hatten sich Dempe Weimar und Steuer=Duisburg vor Westphal=Marburg geliesert, dessen einwandfreie Entscheidung erst das Zielbild er geben konnte. Dabei fiel der Sieg an die Wei marerin.— Doris Eckert strauchelte an der dritten Hürde und gab dann entmutigt auf. Robens verlor durch Disqualisikation Der Ausklang der 1000 m Meisterschaft konnte nicht ganz zufriedenstellen. Der Stuttgarter Robens war im Endltuf zweisellos der beste Mann. Er lag 20 m vor dem Ziel knapp aber klar vor Linnhoff, Ki sters und Roßler in Front und in dieser Reibensolge gingen die Teilnehmer, kaum um einen Viertelmeter voneinander getrennt, auch über die Ziellinie. Doch Robens hatte eine Kurde zu scharf geschnitten und war in die Bahn seines Nebenmannes getreten. So mußte der Stuttgarter bestimmungsgemaß disqualifiziert werden, so daß der hoffnungsvolle Linnhoff noch unerwartet zum Meistertitel kam. Die Sieger zeit von 49 Sekunden bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück. Ein prachtvolles Rennen gab es über die 400 m Hurdenstrecke. Der Dusseldorser Kurten führte auf der Innenbahn sast bis zur Halfte des Weges. In der Zielkurve lagen Bohm, Scheele und Hölling auf glei wwer Hohe. Auf den letzten 20 m riß sich Hölling noch einmal mit aller Kraft nach vorne und er gewann sicher in der auten Zeit von 53,3 Sekunden. Schelle benötigte 53,6 Sekunden, Bohm 53,8 Sekunden und Kürten= Dusseldorf 51,1 Sek. Schröder wirft den Diskus 50,44 Meter Unser Weltrekordmann Willi Schroder befindet sich in aufsteigender Form. Hatte er schon im Vorkampf mit 50.02 m die beste Leistung aufzuweisen, so stei gerte er sich mit den letzten Wurfen auf 50.14 m. Aus gezeichnet hielt sich der Königsberger Mehrkampfer Hilbrecht, der mit 48.31 m Lampert(4.,10 m), Buschen 17.414 m) in dieser Reihenfolge auf die Plätze ver wies. Die kurze 110 m Hürdenstrecke brachte einen scho Caracciola siegte beim Großen Preis von Deutschland Mercedes=Benz in Froni— Rosemeyer auf dem dritten Platz Der 10. Große Preis von Deutschland um den Preis des Fuhrers auf dem zehnjahrigen Nurburg ring war ein wirkliches Jubilaumerennen, wie es ein drucksvoller nicht verlaufen konnte. Rudolf Carac ciola, der Sieger im 1. Großen Preis von Deutsch land, der 1926 auf der Avus ausgetragen wurde, der dann weiter in den Jahren 1928, 1931 und 1932 er folgreich war, seierte in diesem Jubilaumsjahr einen von 30000 Zuschauern mit unendlicher Begeisterung aufgenommenen Sieg auf seiner alten Marke Mer cedes Benz. Mit diesem alten Kampen des deutschen Motorsports kam sein Kamerad Manfred von Brau chitsch— der noch letzthin als Pechvogel bezeichnet wurde— zu seinem nicht weniger großartigen zweiten Platz Bernd Rosemener blieb diesmal geschlagen. Er hatte sich schon nach der zweiten Runde die Spitze er obert, fiel aber in der vierten Runde durch große Zeitverluste an der Bore auf den elften Platz zuruck. Doch dieser Kampfer, der bald mit Nudolf Hasse der einzige Vertreter der Anto Union war, ließ sich nicht unterkriegen. Mit Tazio Nuvolari lieferte er sich einen prachtvollen Zweikampf, in dem er für Deutsch land und sein Werk einen nicht weniger gefeierten dritten Platz eroberte. Rudolf Hasse kam hinter Nuvolari auf den fünften Platz. Der Italiener be wies hier wieder einmal seinen vorzüglichen Sport geist und kämpfte verbissen gegen die schnelleren deut schen Wagen an. Dem abwechslungsreichen Rennen wohnten als (Gäste des Korpsführers n. a. Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller, der Adjutant des Führers, Ober gruppenführer Brückner, der Regierungsprasident von Koblenz, Dr. Mischke, und Gauleiter Simon bei Mit dem Startschuß jagt Hermann Lang mit seinem Mercedes Benz vor seinen Kameraden Caracciola, Bernd Rosemeyer, Müller(beide Auto Union), von Brauchitsch(Mercedes Benz), von Delins(Auto=Union), Hasse(Auto Union), Nuvo lari(Alsa Romeo), Kautz(Mercedes Benz), Dr. Fa rina(Alsa Romeo), Seaman(Mercedes Benz) und Hans Stuck(Auto=Union) durch die Südkehre über die Gegengerade hinunter zum Hatzenbach. Das Jubiläumsrennen hat begonnen Rosemeyer mit 137,8 kmstd. in Front Bereits in der ersten Runde hatte sich Rosemeyer auf den zweiten Platz vorgeschoben und griff dann in der zweiten Hermann Lang erfolgreich an, den er zwischen Breitscheid und dem Karussell passierte. Die ungeheure Fahrt— Rosemeyer hatte in der zweiten Runde mit 9:55 Minuten= 137,8 km/std. schon eine neue offizielle Nürburgring Rekordrunde gedreht kostete auch Opfer. Teagno(Maserati), Sommer Alsa Romeo) und Balestrero(Mlfa Romeo) fie len aus. Die vierte Runde brachte eine überraschende Wen dung des Rennens. Von der Döttinger Höhe wurde Rosemeyer noch als führender Fahrer gemeldet, aber an den Tribünen schoß dann Caracciola mit 131,7 km/sid. vor seinen Markengefährten von Brauchitsch und Lang vorbei, hinter denen in der nächsten Runde Scaman als vierter Mercedes Fahrer vor Delius passierte. Rosemeyer kam mit völlig zerfetztem linken Hinterradreisen vor die Vor gefahren. Er verlor nicht weniger als 2:20 Minnten. In der vierten Runde verlor die Auto=Union noch zwei Wagen, Hans Stuck stieg an der Bor wegen undichten Kompressors aus und H der bis dahin sein gefahren war, tauchte zu Fuß vor noch Delins schied auch Scaman(Mercedes Benz) aus Delius zog sich einen Unterschenkelbruch, eine Gehirn erschütterung und Gesichtsverletzungen zu, Seaman einen Bruch des linken Unterarmes und Gesichts verletzungen. Nach der elften Runde lagen die Mercedes Fahrer nach wie vor in sicherster Siegposition, Carratsch fuhrte mit 30 Sekunden Vorsprung vor Brauchitsch, Lang und Nuvolari, der aber heftig von Rosemener angeariffen wurde. Dabei ging Bernd nach dem Ueberholen zum zweiten Male der linke Protektor in Fetzen und er mußte wieder vor die Bor. 3:30 Minuten lag Rosemener hinter dem Mercedes BenzSpitzensahrer, der einen Durchschnitt von 134 Kilo meter drehte, also weit schneller war als im vergangenen Jahre. Zweikampf Rosemeyer—Nuvolari In der 17. Runde schied Hermann Lang aus der Spitzengruppe wegen eines schweren Reifen schadens aus. Da war die andere nicht weniger brennende Frage, ob es Rosemener gelingen würde. Tazio Nuvolari den dritten Platz zu nehmen. Bernd hatte seit der vierten Runde einein halb Minuten gegenüber Nunolari aufacholt und ihn in der 16. Runde abermals überholt, aber durch den Wechsel von allen vier Reisen wieder den dritte: Platz verloren. Doch in der 19. Runde mar Rosemener wieder auf dem dritten Mang. Hinter Rupolari folgten Dr. Farina, Hafse. Kautz und Hermann Lana, der also weit zurückgefallen mar Caracciolas Sieg Nach der 20. Runde hatte Carratich noch einmal blitzschnell die Hinterradreisen gewechselt. aber noch vor seinem Kameraden von Brauchitsch ging er in die vorletzte Runde. Stürmisch gefeiert traf der Jubiläumssieger, der damit seinen fünften Großen Preis von Deutschland und damit auch den Ehrenpreis des Führers gewann, am Ziel ein. In 8:46:00,1 Std. und einem Mittel von 138,2 km std. hatte Carac ciola den vorjährigen Rekorddurchschnitt von Rosemener von 131,8 kmestd. glatt übertroffen. Zweiter wurde der bisher so oft vom Pech verfolgte, jetzt glückstrahlende Manfred von Brauchitsch und Drit ter Rosemener, der in zahem Kampfe sich diesen Platz erobert hatte. Hinter Nuvolari kamen Hasse, Kautz und Lang auf den nächsten Plätzen ein. Kepsführer Hühnlein schmückte Rudi mit dem Siegerkranz, beglückwünichte von Brauchitsch und Rojemeyer somie Nupolari, der wiel Beifall von den Tribünen ermelt. Des Ergebnie 1. Rudolf Caracciola(Mercedes=Beng) 8.46:00,1 Sed. 1082 kmstd.(Rekord); 2. Mantred von Brauchitsch Merredes Benz) 8:46 66,8 Std.= 182.7 Em.Nd. 8. Bernd Rosemeyer(Anto Union) 8:6701,4 Etd.— 170 kmestd.; 4. Tazio Nuvolari=Itallen(Alka Romeo) 3.00.04.2 Stb.— 100.9 km#td.; 6. Rudolf Haße(Anto Union) 90 25.1 Stb.— 101 kmestd.; 6. Cbristian Kautz Schweiz Verredes-Bena) 8:62:10,8 Stb.— 120.7 kmend.; 7. Hermann Lang(Mercedes Benz) eine Runde zurück a 4 4.2 Stb.; 8. Hans Ruesch Schweiz(Alsa Romeo) eine Runde zurück, 8e Eid.; 9. Kenneth Evans=England(Ala Romeol— Runden zurück, 3 97.00.2 Stb.; 10. Graf C. Festetics Ungarn(Maserati) 8 Runden zurud Vor ans.— In der stehten Runde bleibt an: 11. Marinoni-Mtolten(Alta Romen von Desius aus, so daß Hasse und Rsemenc(chne Jelt); gestartet M. gewertet 11 Caracciola(Mercedes=Benz) führt in der Straßen=Meisterschaft Drei Rennen sind in diesem Jahre zur Ermittlung des deutschen Straßenmeisters im RennwagenMotorsport gultig: das Eifelrennen, der Grotze Preis von Deutschland und der Große Berapreis von Deutschland, der am kommenden Sonntag bei Freiburg(Breisgan) den Schauinsland hinauf ausgefahren wird. Nach dem Eifelrennen und dem Großen Preis liegt der Mercedes=Benz=Fahrer Caracciola mit einem Sieg und einem zweiten Platz(8 Punkten) in Fuhrung vor Bernd Rosemeyer mit 7 Punkten, der einmal zum Zieg und einmal auf den dritten Platz kam. Manfred von Brauchitsch hat 5 Punkte(ein dritter und ein zweiter Platz). Zwischen diesen drei Fahrern liegt nunmehr die Entscheidung. Jeder von ihnen kann noch den Meistertitel für Mercedes=Benz bezw. die Auto=Union erobern. nen Zweikampf zwischen Erwin Wegener und Kunmann Koln. An der vorletzten Hürde kam der Kölner etwas aus dem Tritt, er riß die Hürde und fiel dadurch zurück. So kam Wegener in 14,9 Sekunden noch zu einem leichten Siege vor Kumpmann in 15,1 Sekunden, Glaw=Halle(15,2) und Beschetznik Sckunden. Syring wieder 5000-Meter=Meister Ein Riesenfeld von rund 40 Laufern fand sich am Ablauf zur Meisterschaft über 5000 m ein. Nach 1000 m lag der Berliner Eberhardt in 2:46,5 Minuten an der Spitze, doch nach 200 m, die in 5:50 Min. zurückgelegt waren, hatte sich bereits Meister Spring in Front gesetzt, der auch die 3000 m als Erster in 8:52 Minuten durcheilte. Bei diesem Zeitpunkt gab Eitel auf. Langsam lösten sich Syring, Eberbardt und Raff vom Felde und nach 4000 m(12:01 Min.) setzte ein prachtvoller Endkampf ein. Raff versuchte vergeblich, davonzuziehen. Syring und Eberhardt schlossen wieder auf und noch 2000 m vor dem Ziel lagen alle drei zusammen. Erst dann ging Spring in seiner bekannten Art auf und davon und gewann sicher mit 20 m Vorsprung in 14:53 Minutens. Eberhardt kam in 14:56,4 Minuten vor Raff(14:59,2) ein. Es folgten Ostertag München, Schulze=Dresden und Eberlein=München. Nach ihrem Sieg im Diskuswersen am Samstaa kam die Münchenerin Gisela Muermener am Sonntaa zu ihrem zweiten Meistertitel. Sie gewann das Kugelstoßen mit 12.88 m sicher vor Schröder=Mundenheim(12.68 m), Richters-Hamburg(12 46 m) und Wessel=Iferlohn mit 1231 m, während die Wupper talerin Busch mit 12,03 m nicht über den sechsten Platz hinauskam. Hornbergers feiner 200=Meter=Lauf Für das etwas schwache Ergebnis im 100 MeterLauf entschadigte die Entscheidung über die langere Sprintstrecke von 200 Meter. Hornberger sicherte sich die Meisterschaft über 2 Meter durch einen bestechenden Lauf in der auten Zeit von 21,6 Sekunden. Die Bahnen waren von innen nach außen wie folgt verteilt: Schein. Hornberger, Neckermann, Scheuring, Fischer. Borchmeyer. Letzterer hatte zwar Innenbahn gelost, doch tauschte er freiwillig die Außenbahn dafür ein. Bis 100 Meter aab es durch die Kurve keine Aenderung, doch dann zog Hornberger enorm los, gefolgt von Neckermann und Scheuring. Der Frankfurter siegte mit klarem Vorsprung vor Neckermann, Scheuring und Schein, wahrend Borchmeyer den scharfen Lauf nicht ganz durchstand. Es war vorauszusehen, daß unser Olvmpiasieger (Verbard Stöck nach einer schweren Krankheit noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kraft sein konnte. Keinesfalls soll jedoch die gute Leistung des Breslauers Laqua, der mit 61.58 Meter den Titel holte, geschmalert werden. Stock kam immerhin noch auf 64,12 Meter und verwies damit Dr. Weimann mit 61,63 Meter auf den dritten Platz. Meister im Dreisprung wurde der Dessauer Ziebe mit 14,92 Meter vor dem Titelverteidiger WollnerLeipzig mit 14.51 Meter und Witte Frankfurt mit 14,23 Meter. Die schonen Ansatze, die wir in dieser Uebung im Olympiajahr zu verzeichnen batten, scheinen wieder verlorengegangen zu sein. Gändig=Berlin Maraihonmeister Es gab Stimmen der Bewunderung, als am Spatnachmittag die rund 100 Teilnehmer am Start zum 100 Meter=Lauf sich zur hartesten aller Prufungen, dem Marathonlauf, sich einfanden. Ungeachtet der großen Bewerberschar war das lange, über 42,2 Kilometer führende Meisterschaftsrennen offen wie nie zuvor. Kaum einer hatte dem Berliner Gändig eine Siegesaussicht eingeraumt und doch war es sein Lauf, den er mit über sunf Minuten Vorsprung in der guten Zeit von 2:46:44,2 Stunden unangesochten gewann. Nach den zwei Bahnrunden im Stadion setzte sich Gändig auf der bekannten olympischen Marathonstrecke schon bald an die Spitze, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Sehr schnell hatte der Berliner einen Vorsprung von 100 Meter gegen den Annaberger Wohlgemuth herausgeholt. Weitere 150 Meter zurück folgte Zoller=Munchen. In noch arötzerem Abstand folgten Helber I(Stuttgart) und die Berliner Brauch und Badmer an der Spitze einer großeren Gruppe. Den Wendepunkt passierte Gändig in 1:19:25 Std. mit 300 Meter Vorsprung vor Helber I. Vollmer Gütersloh, Wiedemann Munchen, Wohlgemuth und Franz Brasicke, die jeweils durch erheblichen Zwischenraum getrennt waren. Als die Meldungen vom 39. Kilometer im Stadion eintra fen, war die Entscheidung gefallen und wenige Mi nuten spater lief der Sieger aus dem Tunnel in die Kampfstätte ein. Der Stuttaarter Helber hatte sich auf den zweiten Platz vorgearbeitet. In kurzen Ab ständen folgte als Dritter Wiedemann Munchen vor erliner Bodner—— den Berliner Bodner und Wienzorek EEAEETEE Hasselberg Deutscher Amateur=Fliegermeister Deutsche Amateur-Bahnmeisterschafen in Bochum.— Ihbe=Karsch und Wanderer-Chemnitz die weiteren Titelträger Hinreißende Kämpfe Großartige Kämpfe brachten die Deutschen Meisterschaften, die am Nachmittag auf der Radrennhahn 5000 Besucher gefunden batten, unter denen man de. Führer des deutschen Radsports, Stadtve# Holzbüter(Berlin) mit seinem Stabe, den Schirmherrn der Veranstaltung, Oberbürgermeister Dr. Piclum mit dem Dezernenten für Sport, Stadtbaurat Timmermann, Stadtrat Benking, und weitere Vertreter der Behörden bemerkte. Die Teilnehmer an den Meisterschaftskämpfen gaben ihr Bestes, man 4 4 Heinz Hasselberg, der lachende Sieger und deutsche Meister, der das Erbe eines Oszmella, Engel, Richter und Merkens antrat.(SK=Foto: Herker) merkte es sofort, daß es um den höchsten Titel ging, den der deutsche Radsport zu vergeben hat, und darum wurde bereits in den Vorläufen gekämpft, wie man es in Fliegerrennen in Bochum, das doch eine große Tradition besitzt, noch nicht erlebt hat. Die Eröffnung der Veranstaltung ging sehr eindrucksvoll vor sich. Die Bannerträger marschierten mit sämtlichen Teilnehmern unter den Klängen des Badenweiler=Marsches in die Rennbahn ein und formierten sich vor der Tribüne. Gaubahnfahrwart Watermann erstattete dem Radsport= führer die Meldung. Sodann heftete der Vereinsführer des RV Westfalia Bochum, Philipp Knieb. den Bannern die Bannerschleifen zur Erinnerung an die Meisterschaften an. Der Vorsitzende des Wettfahrausschusses, Gustav Dürwald, begrußte dann Ehrengaste, dankte dem Führer des deutschen Radsports für die Uebertragung der Meisterschaften und überreichte diesem und dem Geschaftsführer des Deutschen Radfahrer=Verbandes Schirmer zur Erinnerung an Bochum eine Grubenlampe mit dem Schlägel und Ersen. Stadtrat Holzhüter wies in einer Ansprache darauf hin, daß Bochum, das so viele große Radfahrer hervorgebracht habe, erstmalig Austragungsstätte der Kämpfe um die höchsten Würden sei, die der deutsche Radsport zu vergeben habe. Er sprach Oberbürgermeister Dr. Piclum den Dank für die große Unterstützung, die er dem Radsport angedeihen lasse, aus und dankte auch dem ausrichtenden RV Westfalia und seinem Vereinsführer für die mühevollen Vorbereitungsarbeiten. Den Fahrern aber wünschte er aute Fahrt und dem Besten den Sieg nach ritterlichem Kampfe. Sodann verlas Stadtrat Holzbüter folgendes Telegramm des Reichssportfuhrers von Tschammer und Often: „Deutsche Meisterschaften sind Prüfstein deKönnens unserer Besten. Jedem Wettkämpfer muß klag vor Augen stehen, daß nur hochste Leistungen die Werte des Sports fördern und daß Gesundheit, Mut, Kraft und sportlicher Kampfgeist dag weiter gesteckte Ziel jeden Wettkampfen sind. Darum bleibe Euer Grundsay: Stärker und schneller.“ Mit der Führerehrung und dem Gesang der Nationalbymnen klang die Rede des Radsportführers Wie Hasselberg Meister wurde Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die leider vom Wetter nicht ganz begünstigt war und wegen einsetzender Regenfälle einmal unterbrochen werden mußte, stand die Meisterschaft am Einsitzerfahren uber 1000 m, in der der Bochumer Hasselbera der geoße Favorit war. dasselberg rechtfertigte denn auch auf seiner Heimathahn die großen Hoffnungen, die auf ihn gesetzt waren, und wurde, nachdem er mehrere Jahre vergeblich nach der Meisterkrone gegriffen hatte, diesmal Deutscher Meister. Er gewann seinen Vorlauf in überlegenem Stil, hatte im Zwischenlauf allerdings zu kampfen, um den Auslandsdeutschen Klug aus Zürich, der sich als ein sehr starker Fahrer entpuppte, im Ziel abzufangen, und schlug dann in den beiden entscheidenden Läufen den Leipziger Karsch ziemlich überlegen. Im ersten Vorlauf des 1000-m-Fahrens gab es einen Zwischenfall. Im vollen Endspurt brachte der Dortmunder Mertens durch regelwidriges Fahren den Berlinex Bartels zum Sturz, der dann drei folgende Fahrer mitriß. Das Rennen wurde abgeläutet und Mertens ausgeschlossen. Bei der Wiederholung zeigte es sich, daß der Kölner Tranden so schvere Verletzungen erlitten hatte, daß er nicht mehr antreten konnte. Der Essener Kraufe gewann vor Bartels. Eine Ueberraschung brachte der zweite Vorlauf, da der frühere Straßenfahrer Riemann(Chemnitz) den Kolner Schorn, der das Rennen sicher zu haben schien, kurz vor dem Ziel überspurtete. Einen großartigen Kampf bot der dritte Vorlauf, in dem mit Purann(Berlin), Ihre (Leipzig) und Horn(Koln) drei Favoriten steckten. Der Berliner wurde nur Dritter und Horn von Ilbe überraschend auf den zweiten Platz verwiesen. Im geschlagenen Felde lag auch der Bochumer E Hoffmann. Im vierten Vorlauf behauptete sich Klug (Zürich) vor K. Walther(Ludwigshafen), während Postler(Bielefeld) und Kempa(Bochum) ausschieden Karsch(Leipzig) gewann den fünften Vorlauf vor Aenmans(Krefeld) und Kinnle(Köln), während im sechsten Hasselberg nichts zu schlagen hatte. Der andere der Brüder Walther qualifizierte sich als Zweiter für die Hoffnungsläufe. Den ersten holte sich Schorn überlegen vor Aenmans und A. Waltber. im zweiten schlug K. Waltber den sich zu sicher wahnenden Horn und Bartels. Der Zwischenlauf schon entscheidend Schon im ersten Zwischenlauf wurde die deutsche Meisterschaft faktisch entschieden, denn ber trafen Hasselberg und Schorn als Favoriten auf Klug und Riemann. Hasselberg fuhr ein taktisch kluges Rennen. er ging rechtzeitig an die zweite Stelle, entledigte sich eines Hauptgegners Schorn, der dann im Spurt noch von Klug geholt wurde. Hasselberg mußte dann nochmals antreten, um Klug, der Boden gewonnen hatte, im Ziel abzufangen. Den zweiten Zwischenlauf holte sich der Leipziger Karsch vor seinem Landsmann Ihbe, K. Walther und Krause. Die Zweier=Endläufe Zur Ermittlung des Dritten und Bierten waren dret entscheidende Laufe zwischen Ihbe und Klug erforderlich. Ihbe war der taktisch überlegene Mann, er siegte im ersten Lauf, und holte sich dann auch mit derselben Taktik den dritten, nachdem Klug den zweiten von der Spitze aus gewonnen hatte. Mit großer Ueberlegenheit schlug Hasselberg Karsch im ersten Lauf um den Titel. Im zweiten ging der Bochumer etwas zu früh an die Spitze und hatte dann einen machtvollen Schlußangriff des langen Leipzigers abzuwehren. Der Sieg des Bochumers löste ungeheure Begeisterung aus. Stadtrat Holzhüter streifte dem neuen Meister selbst das Meisterschaftstrikot über und schmückte ihn mit dem Siegerkranz. Unter den Klängen dey Bochumer Jungenliede= fuhr Meister Hasselberg die Ehrenrunde, von inm Besuchern mit Beifall überschüttet Tann mußte der junge Meister die zahlreichen Glück= wünsche seiner Freunde in Empfang nehmen, er wurde dem Oberbürgermeister vorgestellt und anschließend sprach er auch im Rundfunk, der die Veranstaltung übertrug. Sein Sieg bedeutet auch für das radiportfreudige Bochum, das so viele gute Fabrer hervorgebracht hat, einen grotzen Erfolg. Ihbe-Karsch Zweisitzermeister Elf Paare bewarden sich dann in zwei Vorlaufen einem Zwischenlauf und den beiden Entscheidungen um die Meisterschaft im 2000m-Aweisitzerfahren. Dabei fuhr jedoch Hasselberg nicht wie vorgesehen mit dem Leipziger Karsch sondern mit dem Kolner Kinnle. Den ersten Vorlauf bestritten Ihbe=Karsch. Schorn=Horn, Hoffmalin=Krause, ThoßRiemann(Chemnitz), Aeymans=Postler und Schumann=Kirchner(Erfurt). Die beiden erstgenannten Paare lieferten sich einen harten Kampf. Die Kolner fingen ihre Gegner im Ziel ab, doch wurden erstere als Sieger betannlgegeben, was ipäter wider= rufen wurde. Jm zweiten Vorlauf setzten sich Hassel berg=Kinnle vor den Geor. Walther durch wahrend Schmitz=Kaluweit(Koln=Duisburg), Lewe=Purant (Koln=Berlin), Steinmetz=Hecker(Erfurt) im geschlagenen Felde endeten. Auf Anordnung des Radsportführers wurde der Austragungsmodus, nach dem ursprümdlich die Sieger der Vorlaufe den Meister und die Zweiten den 3. und 4. Platz ausfahren sollten. geandert und noch ein Zwischemlauf einge egt, den dann die Leipziger vor den Kolnern, Gepr. Walther und Hasselverg=Kinnte, die das Rennen so ziemlich aufgeneckt hatten. gewannen In den Entscheidungen behaupteten sich Jhde=Karsch zweimal der Schorn= Horn und wurden dami deutsche Meister, wahrend die Gebr. Walther im Kampf um den dritten Platz ebenfalls zweimal die Oberhand über Hasselberg Kinnie behielten, und zwar von der Spitze auf Und dann Wanderer Chemnitz Immer noch regnete es strichweise, so daß auch die Teutsche Meisterschaft auf der Bahn im Vereins-Mannschaftsfahren uver 1000 m verzogert wurde. Jn den beiden Laufen traten nut drei Mannschaften an. da Schmitter(Koin) die Meldung zuruckarzogen hatte. Zuerst starteten Wonfalla Bochum auf der Zielgeraden und Wanderer Cbemnitz auf der Gegengeraden. Die Bochumer sicher= ten sich anfanglich einen kleinen Voriprung, den machten jedoch die sehr gleichmaßig fahrenden Chem= nitzer bald wieder wett, die Westfalen verloren dann mehr und mehr Boden, ihre Mannschaft bestand später nur noch aus vier Leuten, während bei Chemnitz einer das Tempo nicht mithalten konnte. Die Sach= sen kamen naher und nader, bolten die Gegner zwei Runden vor dem Ziel ein und üverspurteten sie. Die Bochumer hatten insofern Pech, als ihr vierter Mann eine Runde vor Schluß sturzte und dann die Runden nachfuhr. Wanderer Chemnitz siegte in der ganz vorzüglichen Zeit von 5:04.2 Min. Die ipater im Alleingang startende Mannschaft von Falke Erfurt traf ungunftige Verhaltnisse an. Einmal mutzte sie allein fahren, und dann war die Bahn schon recht naß. Trotzdem fuhren die Erfurter sehr gleichmaßig. kamen aber mit 5:26.3 Min. nicht an die Zeit der Cbemnitzer beran, die damit Deutsche Meister wurden, und zwar mit der Mannschaft Schulze. Hackeheil, Schubert, Blankenburg, Kühn Fensl und That. Falke Erfurt belegte den zweiten Platz. Die Rahmenveranstaltungen Saalsporkfest, Sternfahrt, Festzug und Korso Dag Saalsportfest am Samstagabend im gut besuchten großen Saal der Burgergesellschaft bildete den Auftakt zu den Meisterschaftsveranstaltungen. Der Vereinsfuhrer des die Meisterschaften ausrichtenden RV Westfalia Bochum. Knieb, begrüßte die Anwesenden, insbesondere die bereits anwesenden Wanderjahrer der Sternfahrt und als Vertreter des Oberburgermeisters Stadtoberinspektor Surhoff, dem er wie auch der Presse den Dank für die tätige Mitarbeit bei den Vorberentungen der Meisterschaften aussprach. Mit einem Gedenken an den Führer schloß er seine Ausführungen, worauf die Nationalhymnen gesungen wurden. Oberinspektor Surhoff überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters, dankte der Westfalia für die Ausrichtung und wünschte der Veranstaltung einen vollen Erfolg Später sprach noch als Vertreter des verhinderten Gauradjahrwartes Frohnen Bahnfahrwari Watermann Wanne=Eickel), der insbesondere den Saaliport würdigte und für dessen Förderung eintrat. Es wurden großartige Leistungen seitens der Kunstfahrer gezeigt. Der Hobepunkt des Festes war das Auftreten des Deutschen und Europameisterg im Einerkunstfahren Compes(M.=Gladbach, der wie auch sein Lehrer Krahe ein wahrhaft artistisch anmutendes Programm erledigte, serner das ZweierKunstfahren dieser beiden, die so starken Beifall fanden. Ein Kunstfahren der jugendlichen Westfaltmitglieder Becker und Grünwald, ein Jugendreigen des RV Stahlrad Bochum sowie das Zweierund Dreierkunstfahren, das die Weitsalig=Mitglieder Vogt, Zerr, Don und Golds vorfuhrten, wurden ebenfalls mit großem Beifall bedacht. Musikalische Darbietungen des Musikzuges der EA Stan darte 17 umrahmten die schone Veranstaltung die in erster Linie der Forderung des Saalspories, der früher eine weit großere Verbreitung als heute hatte dienen sollte und diesen Zweck auch erfülle haben dürfte Der Korso und Festzug durch die Straßen Bachume, mit der die Haupieer= anstaltung am Sonntag nachmettag eingeleitet wurde nachdem am Vormittag die Wanderfahrer der Sternfahrt auß welen Teilen des Reicheß en Bochum eingetroffen waren, hatte vielg Schaulustige herbeigelockt. Sie sahen nach langer Pause mal wieder das bunte Bild eines Radkorsos, die geschmuckten Rader, Trachten. Kostume und Bannergruppen. Der Korso bewegte sich durch die vorgesehenen Straßen. Im Zuge fiel besonders der RB Adler=Pfeil Solingen auf, dessen Mitglieder die altbergische Schmiedetracht trugen und auch das Modell einer Schmiede mit sich führten. Sehr stark vertreten waren die Bochumer Vereine. besonders die Westfalia als Veranstalter, die ja einer der großten Radsportvereine des Jndu= striebezirks und Westfalens ist. Auf der Hattinger Straße traten die Richter in Tatigkeit und werteten die einzelnen Gruppen des Korsos. Sieger im Schmuck=Korso wurde der RV Wanne=Eickel 1895. im Trachten= und Kostümkorso erwartungsgemaß Adler=Pfeil Solingen und im Korsofahren der RV Pfeil Bochum. 5A-Männer im harten Leistunge kampf Sporikampftage der 8A Gruppe Westfalen in Dortmund Erstmalig in diemm Umfange führte die 2 Gruppe Westfalen am Sonnabend und Sonntag in Dortmund Sportkampftage durch, die zwai in erner Linie Ausscheidungskampfe für die Reichskampfe der SA im August in Berlin sein sollten die aber in der Tat zu einer Veranstaltung wurden, die wesent.4 mehr war. Diese Sportiage mit ihner Fulle an Ern= zel= und Mannschaftsweitbewerben verkorperten Er tüchtigung. Sie zeigten auf, in welcher Art der ar und für sich schon gesunde Sport in den Dienst der Erstarkung und Wehrhaftmachung von Mannern damit eines Volkes gestellt werden kann und gestellt wird. Sie brachten in prächtiger Diigiplin und karmradschaftlicher Unterordnung den Beweig eine starken Leistungskonnens das auf dieser nun r. schaffenen Grundlaae weitere Fortichritte machen wird. Eo wurden diese Dortmunder Sportlampitafür die SA=Gruppe Westialen zu der erkreulichn und befriedigenden Zeitstellung daß die erite Etgrre auf dem Wege dessen Ziel der Auhrer mit d. Schaffung der Ratienaliosalistischen Gompiipiele setzte. erkolgreich erreicht worden ist Aut ev grebe Verntaltun atr Mannschaftsfahren als Abschluß Dag nicht zu den Meisterschaftswettbewerben za= lende 150 Runden=Mannschaftsfahren wurde wegen des unsich ren Wetters auf 1000 Runden verkürzt und von 12 Mannschaften bestritten. Es gab ein ge bos ausiebende Stürze von denen die Mayn= schaft Schulze=Thoß Chemnitz, Schneider=Harazin und Langhoif Postlex betroffen wurde. Ernere schied ganz aus und wegen Sturzes von Pon ei und Scnei= der wulde Langhoff=Harazin im Laufe des Ren= nend eine neue Minniwan gebildet., Sieger beie= den Kurzawa Biermann(Tortmund, de einen gunstigen Moment vor der dierten Werkung ausnutzten. einen Ausreißveriuch machten und daner das Feld überrundeten vor Langhois=Harazin. Gempa=Parte Mertens=Pehmener, und Klug=Bergmann, Zurich= Pochum).— Eine von der Firma Clauberg gesttitete Pramie von 10 RM holte sich der Zurscher w einem teinen Spurt Obgleich die Veranstaltung wirklich nim vom Wetter begunstigt war, wurde ne doch von den Min= nern des Bochumer Radsports, an ihrer Spitze der Weitialiaveremnsfuhreg Ph. Anieb. G. Durwald und den Mitgliedern des Weitsabrausschusses, serner den Leitern der Rahrennbahn Pauler und Ilse dan! guten Vorbereilungsarbeit und den Umstanden ent= sprechend reibungslos abgewickelt, worüber sich auch die Verantwortlichen des deutschen Radsporis und anerkennend aussprachen, als sie am Abend die Heimfahrt nach Berlin antraten. Die Ersebnisse: MM.m. Einsivzerfahren: 1. und Deutscher Meister Hasselberg(Bechum), 2. Karsch(Leipzig). 8. Ihbe Leipzig), 4. Klug(Zürich An.m. Zweifinerfahren: 1. und Deutsche Menter Ibbe=Karsch, 2. Schorn=Horn(Koln). 8. Gebr. Wal ber(Ludwigshafen), 4. Hasselberg=Kinnle(Bochum Koln) nM.m. Mannschaftsfahren Auf der Bahn: 1. Re Wanderer Chemnitz 5:04.2 Min., 2. RC Falke Erfurt 5:26.3 Min. 100.Runden. Mannschaftsfahren: 1. Kurzawa=Biek= mann(Dortmund) 46.20.2, 12 Punkte: eine Runde zurück: 2. Langhoff=Harazin(Bielefeld=Gladbeck). 10 Punkte; 8. Kempa=Harre(Bochum=Dortmund), P 1. Mertens=Viehmeyer(Dortmund=Bielefeld), 5 8. 5. Klug=Bergmann(Zürich=Bochum), 8 F Die neue Nationslmannschaft der Bahn, die nach den Meisterschaftskampfen zusammnegestellt wurde, setzt sich aus den vier Besten des 1000.me sahrens, den beiden besten Tandempaaren und Mannschaft des RI Wanderer Chemnitz zusammen. Germania Bochum in der Schlußrunde der Spiele um den Tschammer. Poka Der Hauptsportwart des Reichsfachamtes hat entschieden, daß das zweimal torlos ausoaangene Spiel zwischen Rot=Weiß Oberhausen und Germand Bochum nicht wiederholt wird, sondern daß beide Mannschaften ihr nächstes Spiel in der Schlußrunde bestreiten. Sie haben also beide die Hauptrunde die auch die Gaumeister eingreifen, erreicht Ein Dortmunder Boxsieg Polizei-5B Bochum mit Ersatz knapp geschlagen Der Polizei=SV Bochum hatte in dem Dortmunder Gegner eine Mannschaft verpflichtet, die bemuht war. mit kampferischem Einsatz an die stolze Tradition ihres VUereins würdig anzuknüpfen. So gao es einen Kampfahend, der die zahlreichen Zuschauer restlos begetiterte. In den Spetzenkampfen gab es bachwer tigen Sport, besonders in den beiden Jedergewichtg kampfen. Die Bochumer mußten— ohne Disselbed und Kaißler— den Griten den knappen Gesamtsieg überlassen bewiesen aber erneut ihre Starke Jgd.=Papiergew: Nach einem flotten Kampf blieb Kaißler 2(B) über Marnzer(D) n. P erfolgreich.— Bantamgew.; Gnte Leistungen zeiate Fröhlich (B) gegen Ernst /D. da aber der Dortmunder klarer mit seinen Treffern durchkam erbelt er den Punkt= sieg.— Jgo Weltergew: Gehemann(B) konnte die Bunktniederlage durch Gehlken D) nicht verhindern. — Jgd=Mittelgew: Pap=(B mußte bereits in der aweiten Runde zu Boden und damit Grandboff(D) den Punktsieg überlassen.— Bantamgewicht: Woyke zeiget amnen seinen Stil und der recht temperomentvolle Schirmer(D) wurde n. P. bezwungen.— Federgewicht: Einen feinen Kampf lieferten sich B und Bürger(D). Tempo und blitzschneller Schlagaustauich gaben ihm eine spannende entschieden war ein gerechtes Urteil.— Den 1 punki des Abends bildete wohl der Kampf gwit dem Gaumeister Gaenserig(B) und In einem unerhört harten Kampf gmang der 2 munder dem Gaumeister sein volleg Können Agenserig sicherte sich den Punktsieg. Seine Harte bewahrte den Dortmunder vor einer en denden Niederlage.— Leichtgewicht und Echerra 1D) lieterten sich enen mäßigen Ra den der Dortmunder n. P gewann.— Weinkauf(B) hatte in dem aut veranlagten. wuchsborer Ehm(T) einen achtbaren re nach'pannendem Kampf auspunktete— Po schwergewicht: Zwe: alte Bekannte trafen sich Aichter(Derne 22) und Berger(D). Nach durc ausgeglichenen guten Leistungen erhielt Berger gebnisse bei den deukschen Leichtathletikmeisterschaften Männer: Tieknewersen: 1. Schröder(Berlin) M.44 Meter, Hilbrecht(Konigsberg) 46.84 Meter, 8. Lampert(Mun hen) 97,40 Meter, 4. Buschen(Bochum) 47,44 Meter, Fritsch(Braunschweig) 45,19 Meter, 6. Blask(Berlin 5,17 Meter Hochlprung: 1. Weinkoy(Koln) 1,28 Meter, 2. Augustin Berlin) 1,90 Meter, 8. Gehmert(Berlin) 1,8 Meter, 1. Rosenthal(Königsberg) 1, Meter, b. Martens(Kiel Meter durch Erechen entschieden), 6. Hausler(Brelau) 1.90 Meter Preisprung: 1. Ziebe(Deßsau) 14,02 Meter, 2. Wollner Leipzig) 14,#1 Meter,* Witte(Frankkurt a. M.) 14,23 Meter, 4. Staib(Stuttgart) 11.,00 Meter, k. Storck(München) 13,03 Meter, 6. Malich(Frankfurt a. M.) 13,00 Meter. n0 Meter: 1. Harbig(Dresden) 1:50,9 Min.(neuer deutscher Rekord).— Mertens(Wittenberg) 1:54,9 Min., 8 Lang(München) 1:55,2 Min., 1. Schmidt(Durlach 135 Min., b. Schumacher(Dusseldorf) 1:36,6 Min., 6. Grau(Eßlingen) 1:36,8 Min. sam Meter: 1. Schaumburg(Berlin) 3:54,4 Min., 2. Stadler(Freibura) 8155,8 Min., A. Stiegliy(Wupper al) 38 Min., 4. Wagenseil(Stuttgart) 4:01 Min., b. Korting(Hamburg) 4202,2 Min., 6. Ritter(Munchen 40.6 Min. mnn Meter: 1. Hornberger(Frankfurt a. M.) 21,6 Sek., Neckermann(Mannheim) 21.9 Sek.,« Scheuring Ottenau) 22 Sek., 4. Schein(Hamburg) 22 Sek., o. Fischer Berlin) 2.2 Sek., E. Borchmeyer(Stuttgart) 32,3 Sek ion Meier: 1. Linnhoff(Charlottenburg)# Sek., 2 Kisters(Dusseldorfl 90.1 Sek., 3. Rösler(Berlin 40.1 Sek., 1. Blazesezak(Wunsdorf 40,2 Sek., b. Klupsch Jena) M3 Sek., A. Robens(Stuttgart) als Erster biuanziert zua Meter Hürden:* Holling(Wunsdorf) M,8 Sek., Scheele(Hambura) 53.6 Sek., 3. Bohm(Nürnberg 68 Sek., 1. Kurten(Dusseldorf) 54,1 Sek., 5. Stöckle Stuttgart) 36 Sek., 6. Nottbrock(Koln) 56,2 Sek Meter: 1. Suring(Wittenberg) 14.53 Min., Eberhardt(Berlin) 14:56,1 Min., 8. Raif(Oberhausen 1450.2 Min., 4. Ostertag(Wunchen) 15:0,2 Min., Schulze(Dresden) 15:12.8 Min., 6. Eberlein(Munchen 162 Min. 2peerwersen: 1. Laqua(Breslau) 64,58 Meter, 2. 2 (Berlin) ot,10 Meter. 8. Weimann(Wittenberg) 61,63 Meter. 1. Boder(Berlin) 61,12 Meter, 5. Karlus(Deslau 000 Meter, 6. Bohrmann(Wiesbaden) 30,M Meter. 10 Meter Hürden: 1. Wegner(Berlin) 11.9 Sek., 2 Kumpmann 18olnl 16,, Sek., 8. Glaw(Halle 15,2 Tek., 1. Beschennik(Berlin) 15,8 Sek., 5. Grosse(Leipzia b.1 Sek., A. Pollmanns(Dusseldorf) 16,6 Lek Waratbonlauf: 1. Gandia(Berlin) W11.2 Sib., 2 Helber 1(Stuttgart) 2351:40,2 Erd., 8. Wiedemann Munchen) 2:53:17.4 Sed., 4. Bodner(Berlin) 200:10, Sid.* Wieczorek(Berlin) 2.36.00,4 Etd., f. Wohl gemuch(Annabera) 2.57:54.2 210 Frauen: 200 Meter: 1. Willenbacher(Schwenningen) 2,6 Lek., Kurz(Frankfurt a. M.) 25,7 Sek., 2. Kuhlmann(Ham bural 2.7 Sek., 4. Boigt(Berlin) 26,2 Sek., 5. Boß Berlin) 2,3 Sek., K. Bies(Berlinl 2,6 Sek. Meter Hürden: 1. Dempe(Weimar) 11,7 Sek., 2 Steuer(Duisburg) 11,8 Sek., 2 Westphal(Marbura 12 Sel., 1. Spitzweg(Munchen) 12.2 Sek., 5. Gelius Munchen) 12.7 Sek., 6. Eckert(Frankfurt a. M.) aufgegeben Beitsprung: 1. Krauß(Dresden) 5.08 Meter(neuer deutscher Rekond), 2. Franke(Breslau) 5.71 Meter, 3 choppner(Danzig) 5,00 Meter, 4. Eberhandt(Berlin Meter, 5. Dippe(Göttingen) 5,55 Meter, 6. Mascher Erturtl 551 Meter. Angelstohen: 1. Mauermeyer(München) 12,8 Meter, Schröder(Mundenheim) 12,0 Meter, 8. Richtere Damburgl 12,# Meter, 4. Wessel(Aserlohn) 12.34 Meter, b. Thiele(Dreaden) 10.20 Meter, 6. Busch(Wuppertal) Meter peerwersen: I. Gelius(München) 41.20 Meter, 2. Eruger(Dreoden) 22.22 Meter, 8. Eberhardt(Eislingen) in Meter. 4. Bolkhausen(Dortmund) 62,07 Meter, b. Pastoors(Koln) 40.02 Meter, B Golemann(Berlin) M.16 Meter. 00 Meter: 1. Kranß(Dresden) 11,9 Sek., 1. Dörfeld Berlin) 128 Sek. 2 Winkels(Köln) 12.8 Sek., 4. Alu Berlin) 12.8 Sek., k. Wendel(Mannheim) 1.7 Sek., Freitag(Varmenl nicht am Start Lapebie gewann die Tour de France Deuische Mannschaft hielt glänzend durch- Bautz auf dem neunlen Platz Emscheidungen am Samstag Die an Zwischenfallen so reiche 31. Tour de France gehort nun auch schon der Veragugenheit an. Am Sonntag stand mit Zurucklegung der 20. Etappe zugleich die Entscheidung in der Gesamtwertung bevor. Der belaische Einzelfahrer Vissers holte sich zwar den Etappensieg auf der letzten Tagesstrecke von Caen nach Paris in 7:23:42 Stunden, doch vermochte dieser Erfolg nichts mehr an dem Gesamtsieg des Franzosen Roger Lapebie zu andern, der in 138:58:31 Stunden als bester Fahrer die über 4110 km führende Rundfahrt beendet hatte. Die deutsche Mannschaft verdient nach Beendigung dieser einzig dastehenden schweren Prufung ein Ge samtlob. Zehn deutsche Fahrer hatten am 30. Juni die erste Etappe aufgenommen und mit sieben Vertretern hatte Deutschland am Schlußtage noch die starkste Mannschaft im Felde, wahrlich eine große Lei stung. Von vornherein hatten wir die Hoffnungen und Erwartungen nicht allzu hoch geschraubt, sehlt doch unseren Berufsfahrern das ständige Trainina vor allem in gebirgigen Landschaften, ein Nachteil, der sich auch deutlich in den Alpen und in den Pyrenaen bemerkbar machte. Allen Anfechtungen zum Trotz tra ten unsere tapferen Fahrer immer wieder zu den schweren Tagesleistungen an, ledialich drei Deutsche mußten ihrer Verletzungen halber aufgeben. Ganz groß hat sich der Dortmunder Erich Bautz gehalten, der zu Anfang der Fahrt sogar über mehrere Tagesstrecken Trager des gelben Trikots war, dann aber vom Pech geradezu verfolgt wurde und zuruck gefallen war. Auf dem letzten Teil der mörderischen Fahrt war aber der Dortmunder immer wieder mit im Vordertrefsen und holte auch gut auf, so daß er in der Gesamtwertung einen achtbaren neunten Platz be legte. 10 000 erwarten die Fahrer Die letzte Etappe der Giganten der Landstraße glich einer wahren Triumpffahrt. Auf den letzten Kilo metern umsäumte eine Menschenmauer die Straßen und in Paris selbst waren die Massen auf den Straßen gar nicht zu übersehen. Im Prinzenpark=Stadion vollführten 40000 Zuschauer wahre Freudentanze bei der Ankunft der Fahrer. Der Sieger der 31.„Tour“ Lapebie wurde von seinen Landsleuten gefeiert, so daß sogar die Polizei zu seinem Schutze eingreifen mußte, so hemmungslos war die Begeisterung der Pariser. Erich Bautz belegte den neunten Platz in 140:05:35 und die Reihenfolge der weiteren Deutschen war 14. Thierbach 140:28:36, B. Gener 141:15:2, 37. Wengler 142:26:35, 41. Wecker ling 143:17:39, 43. Hauswald 144:01:40, 45. Wendel 145:04:00 Std Gesamtergebnie Einzelwertung: 1. Lapebie=Frankreich 1830.31 Std.; 2. Ricini=Italien(Bester Einzelfahrer) 130:05,51 Etd.; 8. Amberg=Schweiz 139:24,47 Std.; 1. Camusso=Italien 130:25,27; 5. Marcaillou=Frankreich 139:84,20; 6. Bissere Belgien(Einzelfahrerl 190187,27 Sid.; 7. Chocque=Frankreich 14003,53 Etd.: 8. Gallien=Frankreich(Einzelfahrer 40:05,04 Std.; 9. Erich Bautz= Deutschland 14005,85 Etd.; 10. Frechaut=Frankreich(Einzelfahrer/ 140:28,05 Stunden. Landerwertung: 1. Frankreich 418.26.28 Std.; 2. Italien 42120.46 Etd.: 8. Deutschland 421:48,50 Etd.: 4. Schweiz 122:34,08 Std.; 5. Spanien 428.40,35 Etd.: 6. Luxemburg 129:18,20 2rd. Henkel holte sich den Titel Die Nationalen Tennismeisterschaften beendel— Frl. Ullstein Siegerin im Fraueneinzel etwas diesigem Wetter wurden am Sonn tag in Braunschweig die Nationalen Tennis meisterschaften von Deutschland abgeschlossen. Im Männereinzel holte sich penner Henkel erwar tungsgemaß den Titel durch einen 6:2, 6:2, 6:2 Sieg über Denker, den er in 45 Minuten ersocht. Im Fraueneinzel fiel der Meistertitel an die Leipzigerin Frl. Ullstein, die in einem schönen Spiel durch ihre bessere Ruckhand gegen Fr. Enger (Berlin) 6:3, 6:4 gewann. Das Ergebnis spiegelt nicht den großen Widerstand wider, den die Ber liner Juniorenspielerin leistete. Im zweiten Satz hatte Frl. Enger mit 8:1 in Führung gelegen Lund Gopiert sicherten sich die Meisterschaft im Männerdoppel in einem hartumkämpften Fünf satzspiel gegen Denker Deitmar. Sie siegten mit 6:4, 6:2. 7:9. 2:6. 6:1 über das favorisierte geane rische Paar. in dem Dettmar eine sehr schwache Rolle spielte. Bester Mann auf dem Spielfeld war der Kieler Kaf Lund Frl. Hamel Heidtmann siegten im Frauen Dor pel 4:6, 7:5, 6:2 über die Berliner Rotweißen Käppel/ Schumann, die nach dem 6:4 im ersten Satz mit 4:1 im zweiten Satz dicht vor dem Siege standen. Den Beschluß bildete der Endkampf im Gemischten Doppel. Hier blieb die suddeutsche Kombination Huß Gopfert über Frisch=Sindern mit 6:3, 7:5 erfolgreich, obwohl sie im zweiten Zatz mit 1:4 im Ruckstand lag. Die Deutschen Meister Manner=Einzel: Heinrich Henkel: Frauen=Einzel: Frl. Annelies Ullstein; Manner Doppel: Lund Gop fert; Gemischtes Doppel: Huß Gopfert: Frauen Doppel: Frl. Hamel Heitmann Ergebuisse: Mannereinzel: Vorschlußrunde: Henkel— Schröter 6:1, 6:0; Denker— Hildebrandt 6:2, 6:1. Schlußrunde: Henkel— Denker 6:2, 6:2, 6:2. Fraueneinzel: Vorschlußrunde: Enger— Weber 6:2, 6:2; Ullitein— Frau Blumenfeldt Happ 6:1, 6:4. Schluß runde: Ullstein— Enger 6:8, 6:4. Mannerdoppel Vorschlußrunde: Dettmer=Denker Schröter=Zindern b:7. G:1, 6:8; Lund=Göpfert— Beuthner Bartkowiak 7:5, 6:3. Schlußrunde: Lund=Gopfert— Dettmer Denkert 6:4, 6:2. 7:9. 2:6. 6:1. Frauendoppel: Vorschlußrunde: Hamel=Heidtmann Frisch=Rost K:1. 26. 7:5: Kappel=Schumann— Happ=Reimann BM8. 6:1. Schlußrunde: Hamel=Heidtmann Kappel=Schumann 4:6. 7:5, 6:2. Gemischtes Doppel: Vorschlußrunde: Frau Happ Göttsche— Huß=Göpiert 2:6, 6:8: Frisch=Sindern— Nei mannHeydenreich 9:7, Ergebnig l. und deutscher Gehermeister Prehn SA=Brigode 2 Leipzig 4.24 91 Std.; 2. Bleiweiß=Berlin 4188:10 Etd.; Pill Berlin 4:82:9, 4. Kirsch E A. Leipzig 4148.28; 5. Johler EA. Leipzig 4.47:16; fl. Koppen=Berlin 4:50; 7. Bernbardt=Dresden 4:51:2; 8. Albrecht Mainz 4:52.36, 9. Oschostag=Berlin 455: 10. Fischer=Braunschweig 4:58:10 Manner ornbener Norchmeyer(Stuttgart) 10,8 Sel Frankurt a. M.) 10,8 Sek., 8. Neckermann Mannbeim) 108 Sek., 1. Scheuring(Ottenau) 10,9 wer(Berlin) 11 Sek., 4. Begellang(Köln) 11,1 m Hindernis: 1. Dompert(Stuttgart) 9:18 Min., Faindl(Nürnbera) 9:2.2 Min., 8. Otto(Berlin) Min., 4. Holthuis(Hamburg) 9:41.6 Min., 5. Seidenschnur(Kiel) 9.586 Min., 8. Helber 1(Stuttgart) 1564 Min. 00 m: 1. Schönrock(Wittenberg) 3100.4 Min., 2. Berlin) 21:64,8 Min., 3. Hönninger(Nürnberg # 106 Min., 4. Bertsch(Stuttgart) 92 77 Min., b. Gebgardt(Dresden) 27 20.6 Min., 6. Luck(Bremen) 22:47,2 Win. Peitiprung: 1. Lona(Leipzia) 7.70 m, 2. Asmus Peiptial 7.47 m, 8. Grampp(Berlin) 7,28 m, 4. Witte Frankturt a. M.) 7,2 m sh. Etechen entsch.), 5. Biebach Sünodorf) 7.2 m, 6. Zeichum(Wünsdorf) 7.00 m Stabhochsprung: 1. Puller(Kuchen) 4.00 m. 2. Sutter retbung) 8.90 m, 8. Hartmann(Breslan) 2,00 m. Pwiben(Bochum) 3,00 m, 4. Krause(Dredden) 3.80 m. s. Vorn(Düffelborf) 8,90 m. Eugelstoßen: 1. Wocllke(Berlin) 16.92 m. 2. Trippe usseldorf) 14.2 m. 8. Konrad(München) 14.B m. (Charlottenburg) 14.7 m. b. Janssen(Berlin) 14.6 m. 6. Lampert(München) 14,61 m Hommerwerfen: 1. Hein(Hamburg) 54,71 m, 2. Blask SHerlin) 54,M m. A. Wolf(Karlsrube) MA4 m. 4. Grenlich(Mannheim) 50,01 m, b. Lehmann(Berlin) 50,00 m Becker(Saarbrücken) 48.05 m. Frauen: Hochsprung: 1. Ratsen(Bremen) 1,08 m. 2. kann(Siell 1,57 m. 8. Lockemann(Jena) 1.60 m. 4. Westhal(Hambung) 1,50 m, 5. Bock(Hannover) 1.20 m. 6. Friedrichs(Würzburg) 1,50 m Diskuswerfen: 1. Mauermener(München) 48,24 m. 2. Archhoff(Detmold) 2,44 m. A. Hagemann(Kafsel) 2.60 R. 4. Mollenbauer(Hamburg) 87,9 m. b. Volkhaufen Tortmund) 37.17 m. fl. Krauß(Dresben) 87.0 m. Prehn=Leipzig deutscher Gehermeister 18. Deutsche Gehermeisterschaft in Bonn Am Sonntag wurde in Bonn die 18. deutsche Gehermeisterschaft ausgetragen. Die Entscheidung lag von vornherein zwischen dem Titelverteidiger Bleiweiß=Berlin und Prehn Leipzig. Der Leipziger ein ausgezeichnetes Rennen und es gelang ihm, Bleiweiß zu entthronen. Der Start erfolgte im Stahion und sofort nach dem Verlassen des Stadions setzte sich Prehn an die Spitze des Riesenfeldes. Er vergrößerte seinen Vorsprung immer mehr und lag nach 20 km 500 m vor Bleiweiß. Er kam noch ziemlich frisch mit klarem Vorsprung von fast vier Minu len im Bonner Stadion an vor dem etwas erschopften Bleiweiß. Einen großen Erfolg trug die SA-Brigade Leipzig davon, denn sie konnte im Mannschafts kampf Reichsbahn Berlin auf den zweiten Platz verweisen. Der Mannschaftssieg fiel an die SA-Brigade 35 Leipzig mit der bekannten Gepackmarsch Mannschaft Prehn, Karsch, Kohler und Nagel mit 10 Punkten vor Reichsbahn Berlin mit 18 Punkten, SS.-Standarte 28 Hambura mit 53 Punkten, SS.=Standarte Deutsch land(GAwangen) mit 78 Punkten, Berliner NG mit Punkten und AC Siegfried Bonn mit 90 Punkten. Titz Bonn 4:80:12.— Mannschaftswertung: 1. EA Brigode B Leipzig. 2. Reichsbahn Berlin. SA.=Gruppe Westfalen verlor in Frankfurt Im Nahmen des Sportfestes der SA Gruppe Hessen kam als erstes Trefsen der Zwischenrunde um die deutsche SA Handballmeisterschaft die Be gegnung zwischen Berlin Brandenburg und West falen zum Austrag. Bis zur Pause hatten die Westdeutschen klare Vorteile und führten beim Wechsel mit 7:4. Kurz nach Wiederbeginn warfen sie ihr achtes Tor, dann kamen die Berliner auf, und im gleichen Maße ließ die Kampfkraft der Westfalen nach. Berlin konnte den Ausgleich er zwingen und sunf Minuten vor Schluß durch zwei meitere Tore noch einen 10:8-Sieg erringen Englands Leichlathleten gegen Frankreich siegreich Bei dem Leichtathletik=Länderkampf England gegen Frankreich, der am Samstag im Pariser Stadion Colombes ausgetragen wurde, gab es emnige ausgezeimnete Leistungen. So erreichte der Englander Robens über 400 m die großartige Zeit von 77,5 Sekunden, und nicht weniger gut war die Zeit seines Landsmannes Wooderson, der die 1500 m in 8:51 Minuten gewann.— Ergebnisse: Ergebnis: 10 m: 1. Holmes=C 10,8 Sek.; 2. Pges 6 ½ m zuruck. — 200 m: 1. Holmes=G 21,6 Sek.; 2. Richardson C 22.— M0m: 1. Roberts G 475; 2. Wilde G 40.— M00 m: 1. Handley E 1:2.4 Min.: 2. Collner=G 1:38,2.— 16000 m 1. Wooderson=G 3:51; 2. Thomas=G 3:56,8.— 3000 m I. Ward-G 14 48,2; 2. Lefenre F 14 40,8.— 110 m Hürden: 1. Thornton E 15 Sek.; 2. Mathiotte=F 16.4 Sek.— m Hindernis: 1. Cuzol=F 9:91,4 Min.: 2. Gallet= 9:2A Min.— Hochsprung: 1. Mantran=# 1,85 m; 2. Nemman=P 1.B m.— Weitsorung: 1. Breach C 7,00 m 2. N. Paul=F 7,04 m.— Stabhochsprung: 1. Ramadier= m: 2. Rintousku=F 4,75 m.— Kugelstoßen: 1. Drecq-N 14,50 m: 2. Noel=F 14,28 m. Diskuswersen: I. Noel-F 47,M m: 2. Winter=F 44,87 m.— Olympische Staffel: 1. England 8:27,8 Min.; 2. Frankreich 3.29,6 Minnten. Italiens dritte Weltmeisterschaft Mannschaftsfechten auf Degen in Paris Einen überraschenden Verlauf nahm die Schlußrunde im Mannschaftsfechten auf Degen bei den Weltmeisterschaften in Paris. Italien, das schon nahe der Ausscheidung war, setzte sich doch noch für die Schlußkampfe durch, aus denen es als Sieger und damit als Weltmeister hervorging. Nachdem Frankreich gegen Schweden mit 10:6 und Italien gegen die Schweiz 8:7(1 Unentsch.) gesiegt hatten, verlor Italien gegen Schweden überraschend mit.:9. Der letzte Kampf sollte dann die Entschei dung bringen. Doch Italien siegte gegen Frankreich allerdings nur durch das bessere Trefferverhaltnis mit 8:8. Frankreich, Italien und Schweden mußten jetzt zu einem Stichlampf antreten. Frankreich schlug Schweden 8:6(2 Unentschieden), verlor dann aber gegen Italien nach einem packenden Gesecht 7:9. Schweden hatte um ein Haar Italien zum zweiten mal geschlagen. Der Kampf endete 8:8, wobei der seltene Fall eintrat, daß die Zahl der erhaltenen und gegebenen Treffer bei beiden Nationen gleich war, so daß das Treffen unentschieden blieb. Italien hatte damit die Weltmeisterschaft errungen Ergebnis: 1. und Weltmeister: Italien 1 Sieg, 1 Unentschieden; 2. Frankreich 1 Sieg; 3. Schweden 0 Siege, 1 Unentschieden. Zu den Kämpfen im Degen=Einzelfechten stellten sich in der Vorrunde 50 Bewerber. Der Deutsche Uhl mann brachte sich nur ganz knapp eine Runde weiter, wahrend Schröder in seiner Gruppe der beste Mann war und als einziger ungeschlagen blieb. Mirsch und Kretschmann hatten den Aufstieg jederzeit sicher, wahrend sich Rosenbauer und Lerdon erst im Stich kampf durchsetzten. Austin und Budge siegten England— U8 A 1:1 nach dem ersten Tag Der schwerste Geaner für die Amerikaner war in diesem Jahr zweifellos Deutschland. Nach dem Ersolg der 113A-Männer über unsere Vertretung erscheint die Aufgabe gegen England in der Herausforderungsrunde, die am Samstag auf den traditionsreichen Tennisfeldern von Wimbledon begann, wesentlich leichter. Nach den beiden Kampfen des ersten Tages steht die Begegnung durch die Siege von Austin und Budge 1:1. Auftin klar überlegen Etwa 1200 Zuschauer erlebten recht spannende Kampfe. Zunachst gelang es Englands Spitzenspieler Auftin, den jungen Amerikaner Frank Parker 6:3, 6:2, 7:5 zu schlagen. In den ersten beiden Satzen hatte der Amerikaner auch nicht die geringsten Chancen. Im dritten Satz zeigte er aber eine verzweifelte Gegenwehr. Doch gelang es Austin durch seinen vorzug lichen Ruckhand, den Gegner zu passieren und auf die Grundlinie festzunageln, obwohl Parker immer wieder versuchte, ans Netz vorzustürmen. Hares tapfere Leistung gegen Budge Im zweiten Kampf traf der Wimbledon=Sieger Donald Budge auf den jungen Englander Cbarles Hare. Budge hatte im ersten Satz Mühe, sich auf das sturmische und temperamentvolle Spiel des Englanders einzustellen. Der Brite führte schon mit 3:1 und stand bei 5:3 zwei Punkte vor dem Satzgewinn. Dann mußte er sich aber den Kanonenaufschlagen und der sicheren Ruckhand des Amerikaners beugen, obwohl er durch seinen unerhörten Kampfgeist noch einmal 13 zu beide erzwang. Der Englander war schließlich stark ermüdet, so daß der Amerikaner zum Schluß verhalt nismaßig leicht mit 15:13, 6:1, 6:2 siegreich blieb Rennen zu Düsseldorf l. Rennen: 1. Thurilind(O. Echmidt), 2. Purpurrose, 8. Gabler. Ferner: Beni, Goldprobe. Sieg M, Play 16, W. Einlaufmette 172. 2. Rennen: 1. Hehlweg(M. Schmidt), 2. Herzober, s. Adare. Ferner: Ballonpost, Windsor. Sieg M, Play 18, 11. Einlaufwette 7 land. Ferner: Lavant, Kurzer Kops. Extra. Sieg 2, Plag M, M. M. Eimlaufwette 92. fl. Rennen: 1. Le Ner(Roßler), 2. Maktonia, 8. Feuer4. Rennen: 1. Elrigling(O. Schmidtl, Z. Chorgerr, Großer deu'scher Sieg in London England mit 68:37 Punkten geschlagen Nach den Erfolgen über Frankreich und Ungarn konnte die deutsche Nationalmannschaft auch den dritten Schwimmländerkampf des Jahres zu einem überlegenen Siege gestalten. Im Londoner Wembley=Bad wurde Englands Vertretung mit 63:37 Punkten ganz klar geschlagen, obwohl es in den einzelnen Wettbewerben teilweise nur knappe Entscheidungen und auch einige Ueverraschungen gab.— Die genauen Ergebnisse des zweiten Tages: Ergebnis: Männer: 1500 m Kraul: 1. Arendt 20500,8 Min.; 2. Leiners 20:35,4 Min.— 200 m Kraul: 1. Wainwright 2:16,6; 2. Plath 2:15,8.— 100 m Kraul: 1. Fischer 1:00,6; 2. Dove 1:01,2.— Lagenstaffel 3mal 100 m: 1. Deutschland(Schlauch, Sietas, Fischer) 3:26,2; 2. England 3:29,1. — Turmspringen: 1. Weiß 119,00 Punkte; 2. Tomalin 113,08 Punkte. Frauen: 100 m Kraul: 1. Schmitz 1:08,6 Min.; 2. Wadham 1:18.— 100 m Rücken: 1. Frampton 1:19,9; 2. Stolte 1:25,4.— 200 m Brust: 1. Wollschläger 3:08,6; 2. Storey 8:11,4.— Kraulstaffel 4mal 100 m: 1. Deutschland(Arendt, Pollack, Schmitz, Halbeguth) 4:44; 2. England 4:52,8.— Kunstspringen: 1. Heinze 90,00 Punkte; 2. Orr 80.0 Punkte. Gesamtergebnis: 1. Deutschland M Punkte; 2. England 87 Punkte. Wasserball: Deutschland— Empire 3C London 16:2(6:1). Kegelländerkampf in Düsseldorf Deutschland schlagt Belgien 5546:5476 Am Sonntag standen sich in der Kegelsporthalle in Dusseldorf die Ländermannschaften von Deutschland und Belgien im Kegeln gegenuber. Jeder Teilnehmer hatte 100 Kugeln in die Vollen und 100 Kugeln abraumen. Nach den ersten zwei Starts in die Vollen hatten die Belgier einen Vorsprung von 21 Holz. Dann warf Lücking=Hagen 357 Holz und verringerte den Vorsprung der Gäste auf 8 Holz. Zum Schluß kamen dann die besten Deutschen Schilling=Rheydt, Vievering Dusseldorf und Dieveler=Aachen, die für Deutschland einen Vorsprung von 61 Holz herausholten. Dann folgte das Abräumen, bei dem die Deutschen ihren Vorsprung auf 70 Punkte ausdehnten, so daß der Landerkampf von Deutschland mit 5546:5176 Holz gewonnen wurde. Bester Einzelkegler in beiden Uebungen war Schilling mit 586 Holz(373 Holz in die Vollen und 213 Holz beim Abräumen). Zweiter wurde Dieveler Hagen mit 577 Holz vor Samiliette, 575 Holz, Vievering=Düsseldorf 569 Holz, Croes Belgien 565 Holz und Lücking=Hagen mit 563 Holz Graf Hagenburg siegt in Zürich Am Samstag begann in Zürich der Kunitflugwettbewerb der 14 Teilnehmer. Der deutsche Meister Graf Hagenburg konnte mit 158,05 Punkten einen schönen Sieg vor den Schweizern Oberlentnant Nuhn mit 119,50 und Oberleutnant Hörning mit 116,32 Punkten erringen. Einen Taumel der Begeisterung löste die Vorführung des neuen deutschen Focke Hubschraubers aus, der von Generalmajor Udet gesteuert wurde, und auch die Staffelflüge der Segelflugzeuge fanden lebhaften Anklang. Die vierte Internationale Züricher Flugwoche war mit einem Sternflug eingeleitet worden. Als Sieger aus diesem Wettbewerb ging der französische Pilot Clement mit dem Flugzeugtnp Taupin hervor, der von Buc=Paris gestartet war und 7W km zurückgelegt hatte. Die größte Strecke legte der deutsche Pilot Polte mit 2356 km zurück, wobei er mit elf Zwischenlandungen bei zehn überflogenen Landesgrenzen für diese Vorschriften der Ausschreibung die weitaus meisten Punkte erhielt, Polte führte zudem noch vier Passagiere mit unerreichte mit seinem schnellen Fluazeug einen Durchschnitt von 205.17 km. landete aber trotz dieser Glanzleistungen doch nur auf dem vierten Platz 8. Gdel=Bitter. Ferner: Sonnenfalter, Marienfels, Mogul. Steg 16, Platz 12, 20, 15. Einlaufwette 20 5. Rennen: 1. Mitra(Buge), 2. Sandmann, 2 Meister. Ferner: Urfaust. Sieg 21, Platz 14, 15. Einlaufwette 20. 6. Rennen: 1. Manzanares(H. Weber), 2. Auburuz, 8. Royal Pantalion. Ferner: Sintflut, Mardonius, Läufer, Sagius. Sieg 28, Platz 14, 15, 19. Einlaufwette M. 7. Rennen: 1. Sertus(Lommatzsch), 2. Musterknabe, 8. Gamin, 4. Melle. Ferner: Ahnherr. Irmaard, Grafin Mariza, Thuribert, Hausmarke, Wernigerode, Romantik. Sieg M0, Platz 17, 15, 20, B. Einlaufwette. Rennen zu Strausberg=Karlshorst 1. Nennen: 1. Volmar(Unterholzner), 2. Palladio, 8. Wendelgard. Ferner: Jidutta. Sieg 22, Platz 14, 13. Einlaufwette# 2. Rennen: 1. Verchenan(Zehmisch), 2. Whist. 2. Sperling. Ferner: Ratsherr. Petrarca. Sieg 91, Platz 12, 12. Einlaufwette 28 8. Rennen: 1. Altopold(Hauserl, 2. Pncomedes, 2 Torquato. Ferner: Carita, Leonatus. Sieg 3. Platz 15, 12. Einlaufwette 68. l. Rennen: 1. Fortunata(Bisek), 2. Brod, 8. Korporal, l. Mathilde. Ferner: Bretonne, Biene, Altater, Prasent, St. Andreas II. Beowulf. Brocken. Einschlag, Feuernelke, Balanda, Brunbilde. Sieg 101, Platz 21, 18. 19, 25. Einlaufwette 11 5. Rennen: 1. Kriegsflamme(Hauser), 2. Goal, 8. Pallas Athene. Ferner: Ronaldine. Gincrusta, Friedberg. Sieg M, Platz W. 41. Einlaufwette 7r 6. Rennen: 1. Abteilung: 1. Efsblume(Streit), 8. Botschafter, 8. Bellona. 4. Zakuska. Ferner: Iller, Tasso, Eid Campeador, Mareon, Fresia, Heimattreude. Sieg 47, Platz 12, 18. 18, 22. Einlaufwette 408.— 2. Abteilung: I. Zibebe(Zuber), 2. Brunhilde, 8. Astrid. 4. Boltvia. Jener: Artos, Mustafa, Immerdein, Ledinchen, Gloriosa, Conwallaria. Sieg W. Platz 14, 15, 31. Einlaufwette 112. 7. Rennen: 1. Mawall(R. Schmidtl. 2. Landois, A. Kampispiel, 4. Hansakind. Ferner: Madchenfreumd, Aehre, Manuela, Maghnar, Walküre. Carla, Opus, Lannenlander. Sieg 1B, Play 22. 16. N. Einlaniwette 9 8. Rennen: 1. Varns(Cohn). 2. Goldrubin. 8. Mark Aurel, 4. Milwankee. Ferner: Tantris, Meldereiter, Pontilex, Paderborn, Neandertal. Pelovonnes, Qwitte, Feuerwarte, Madrilene, Iberis. Sieg 2. Platz 2, 18, 2. Einlaufwette 9148. Rennen zu Maisons=Laffille I. Rennen: 1. Cleveries Duralumet(Nochetti), A Dame Moilen, 8. Nitakrit. Ferner: Sommenal, Argenteutl, Cherinette. Pescofi, Scamp, La Lepriere, Ilbans, Winie Winkle. Sieg 40, Platz 16, 15, 4 2. Rennen: 1. Cozzikas Mont a la Quesne(Johnstonel, 2. Sapotille, A. Mubarak. Ferner: Vorenzo de Medtei, Versus, Baron d'Urse. Le Resultat, Numph. Sieg 96, Play 12, 18, 16 Rennen: 1. Monnats Buckinaham(Saustier), 2. Treize Mai, 8. Philis. Ferner: Diable en Bois, 804. La Jouane, Ba Sans Crainte I1. Airflow. Baremle, Parase, Reich Gandane. Sieg 77, Platz 24, 26. 2 l. Rennen: 1. Wrdeners Gossip(Bridgland), 2. Krawko, 3. Grand Atlas. Ferner: Noi Chevalier, Namean d'Or. Blue Diamond, Bisoutoun. Sieg 19, Platz 16, 18. 5. Rennen: 1 Prevosts Mar Bella(Johnstone). 2. Precipito, 8. Mondicourt. Ferner: Sultano. Estasette, Zwan Lona, Gabalka, Grande Hathor. Kergos. Zieg 61, Mlat 16, 16. 13 6. Rennen: 1. Rurnens Voltage(Madel. 2. Pamil, A. Koptic. Ferner: Toison d'Or III. Cresson, Mme 6 melie, Gaune II. Steg 90, Play 80, 41. . E 4EEE Ein tecres Mutterbers hat aufgehêrt zu schlager Gott der Herr nahm Sonnabend nachmittag 16 30 Uhr meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute treusorgende Mutter meine liebe Tochter. Schwiegermutter Unsere gute Schwester. Schwiegertochter. Schwägerin, Tante, Nichte und Kusine, die Ehefrau Heinrich Scheer Anna geb. Silbernagel nach langem, mit größter Geduld ertragenem, schweren Leiden, öfters versehen mit den Tröstungen der röm.kathol. Kirche, im Alter von fast 43 Jahren, zu sich in die Ewigkelt. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 24. Jull 1937. Kortenptad 7a Am Dienstag. dem 27. Jull. morgens 7.10 Uhr, findet in der Christ-König-Kirche zu Bochum eln Seelenamt als 2. Jahresvedächtnis für den verstorbenen Hans Siewers statt. Hierzu wird freundlichst eingeladen. Hausgehilin n allen Hausarbeiten er ahren, für halbe Tage gesucht Zu erfr. in der Leich. dieser Zia fur Wirtich m Lande u ehrliches, tüchtiges Mädchen gesucht für alle A beiten u. zum Bedienen der Gaste Lute Behandlungu amiltenanschluß. Angeb.» B. A 814 an die Gelch v. Zia Hermann Hutmacher Ruf 67101 Bochum, Große Beckstr. 10 Erstes Fachgeschan fur — Ueberföhrungen— Qualttat und ame Schléter salschen Ende spart: wenn an keine Zeitung liest. Das Seelenamt findet am Mittwoch dem 28. Jull, um 8.30 Uhr in der St. Josephs-Kirche zu Bochum statt. Die Beerdigung ist am gleichen Tage vormittags 10.30 Uhr vom Eingang des Friedhofes am Freigrafendamm. Allen denen, welchen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Sekanatmahun Die Beförderung von Fahrgästen auf er Bochum=Gelsenkirchener Straßen bahnen A=G. und der Westfalischen Straßenbahn Gm b. H erfolgt nack Naßgabe der von der Aufsichtsbehorde unter dem II. Nunt 1920 genehmigten Beforderungsbedingungen. Diese Beforderungsbedingungen sindes rächt sich, wenn fur den Beforderungsvertrag gültig und sind in jedem Straßenbahnwagen zur Kenntnis der Fahrgaste ausgedangt. Außerdem sind die Beförderungsbedin= gungen bei den Diennstollen der unterzeichneten Verwaltung erhaltlich. Es wird besonders auf 17 der Beförderungsbedingungen detr. die Haftung der Bahn aus dem Beforderungeven trage verwielen. Es ist Sache der Fahr= gasse, sich von den Beförderungsbed gungen Kenninis zu verschaffen Bechen-Gelseskircheser Straßesbabses A.4 Westtälleche Straßesbehe A.» b. Tas erfolgreiche unentvehrliche Werde= mittel für jeden Geschäftsmann ist die Zeitungs=Angeige. Wer in der VolksZeitung regelmaßig insertert, schafft lsich Verbindungen in allen Kreisen. Mädchen fur alle Hausarbeiten zum 15. Aug gesucht. Bäckerei Backhaus Viederwenigern, Hauptstr Möbelkäuferll Die neueston Modolle in Schlalz mmern u. 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Gleich herrschte vorzügliche Stimmung: es wurde gesungen und gescherzt und eye man sich recht versehen, war man am Ziel in einem netten Lokal Dortmund=Wellinghofens. Natürlich wurde sich zunächst mal an der reichgedeckten Kaffeetafel niedergelassen und bei wechselreicher Unterhaltung war auch hier die rechte Stimmung bald vorhanden. Nach dem Kaffeetrinken veranstaltete man allerhand lustige Spiele. Ta gab es Eselstechen, Pferderennen, Ballontanz und sonstige neckische Angelegenheiten Mas waren das seine, köstliche Stunden, die undienstbaren Geister“ dort verbrachten. Noch je werden sie daran zurückdenken; denn das es mnen ganz einzig gefallen, konnte man bei der rröhlichen Rückfahrt immer wieder hören. Bochum-Hofstede Gemeiner Streich. Als ein Kraftfahrer aus Bochum=Langendreer in der Nacht zum Samstag seinen Wagen, den er auf der Hiltroverstraße für einige Zeit zum Parken abgestellt hatte, besteigen wollte, mußte er feststellen, daß der rechte Vorderreifen seines Antos von Bubenbänden zerschnitten worden war. Schade, daß man der Täter nicht babhaft geworden ist.(kr) Bochum-hamme Im Silberkranze. Im Kreise ihrer Angehörigen feiern heute die Eheleute Valentin Spill,„An der Maarbrücke“ 94 wohnhaft, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Glückauf zur goldenen!(th) Bochum-Grumme Die Jubelfeier des 40jährigen Bestehens beging gestern der St. Liborius=Arbeiter= und Knappenvereins. Das Fest, das mit dem Patronatsfest der Pfarrgemeinde zusammenfiel, wurde in schlichter Weise gefeiert. In einer Gemeinschaftsmesse am Morgen war Generalkommunion des Jubelvereins, worauf man sich zu einer Feierstunde beim Vereinswirt Göcke zusammenfand. Dem gemeinsamen Kaffeetrinken folgten Prolog und einige Liedervorträge. Vizepräses Vieting entbot ein kurzes Grußwort und gedachte der Toten des Vereins. Sein besonderer Gruß galt den vielen Jubilaren. Die Festansprache hielt Schriftleiter Groß aus Köln, während Sekrtär Elles die Grüße des Bezirksverbandes übermittelte. Präses Vikar Safse, der auch am Morgen die Gemeinschaftsmesse zelebriert und die Festpredigt gehalten hatte, nahm sodann die Ehrung der Jubilare vor: es waren 13 mit 40jähriger und 9 mit Bjähriger Vereinszugehörigkeit. Ihnen wurde ein Buch mit Widmung überreicht. Die Feierstunde schloß mit einem Gruß= und Dankeswort des Ehrenpräses, Pfarrer Dobbelstein. Tage der Freude und des Frohsinns bei den DAF=Volksfesten in Langendreer. uch dem großen Erfolg des Vorjahres wartete auch in diesem Jahre die Ortsgruppenwaltung der Dag Langendreer mit einem Volksfest auf. In festlichem Echmuck prawite das riesige 2000 Quadratmeter große Festzelt. Ebenso einladend war der Eingang zur Niederwestermannschen Wiese ausgestaltet. Gleich Samstag abend herrschte in dem Zelt großes drange. Aus allen Betrieben hatten sich die Arbeitslameraden mit ihren Angehörigen eingefunden, um in frohen Stunden des Tages Mühen und Sorgen zu vergessen. Langendreer und Gerthe Freude“, Po Breidenbach, ein. Den Rest des Tages füllten Gesangdarbietungen verschiedener Chöre, sowie Musikvorträge der tüchtigen Regimentslapelle. Nicht zuletzt seien auch die ausgezeichneten Darbietungen der Volkstanzgruppe der N56 erwähnt.— Am heutigen Tag wird das Volksfest mit einem ausgezeichneten Unterhaltungsprogramm und einem Riefenfeuerwerk seinen Abschluß finden. * Bochum=Gerthe. Das von den beiden Ortswaltungen Hiltrop=Ber= gen und Gerthe vorbereitete Volksfest in Gerthe ist Riesenbetrieb auf dem Kirmes platz in B.=Langendreer.(SK=Foto: Herker) Nit schneidigen Marschweisen der Militärkapelle des Flak=Remmentes 4 unter Leitung von Musikmeister Nehl wurde das Programm des ersten Tages eröffnet. Pg. Engelbrecht hieß die Erschienenen willkommen. Anschließend ergriff der Ortswalter der DUF Langendreer, Pg. Tribschuh, das Wort zu seiner Begrüßungsansprache, in der er den Ortsgruppenleiter der NSDAP. Pg. Brücher, sowie den Kreiswart der NSG„Kraft durch Freude“, Pg. Cbrhardt, Bochum, willkommen hieß. Letzterer bestieg sodann das Rednerpult und legte den aufmerksamen Zuhörern die gewaltige Arbeit der Deutschen Arbeitsfront klar. Alles, was es in Deutschland gebe, set für den deutschen Arbeiter da Seine Worte klangen aus in einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer des deutschen Volkes. Anschließend erklangen die Nationalhymnen. Dann betrat ein 6bor, zusammengesetzt aus der LokomotivführerGesangabteilung und dem MGV der Zeche Mansfeld, dee Bühne. Wuchtig brauste unter der umsichtigen Stabführung des Dirigenten Poll fr. der Psaim der Arbeit auf. Zwei schneidige Fanfarenmärsche der Regimentskapelle becudeten den offiziellen Teil des Abends, worauf bei Tanz und Unterhaltung bie in die frühen Momenstunden gefeiert wurde. Der Sonntaa wurde eingeleitet durch ein Frühkongert im großen Festzelt. Nachmittags fand ein großer Festzug statt. Dieser setzte sich vom Kaisersteg aus unter Vorantritt der Fabnenabordnungen und der Kapelle des Flak=Regimentes 4 in Bewegung. Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnen ins Festselt folgte der Prolog eines Hitler=Jungen„Freut euch des Lebens". Sodann ergriff der Ortswalter der DAF, Pa Tribschub, das Wort. Zunächst begrüßte er den Ortsgruppenleiter der NSTNP Pa Brücher, den Vertreter der Kreisleitung der „Kraft durch Freude“, Pg. Schwarg, sowie den Kreisabschnittsleiter des Reichsbundes der Deutschen Beamten Pg. Klemme. Anschließend sprach er sbeg die Arbeit der Düg und den Sinn derartiger Volksfeste. Seine Worte klangen aus in einem eg=Heil auf den Führer. Im Verlauf des Nachtraf der Gaumant der N6ch Anast durch im vollen Gange. Die Erwartungen zu dem Volksfest, das erste seiner Art in Gerthe und HiltropBergen, erfüllten sich vollkommen. Auf dem großen gestplatz an der Heinrichstraße setzte bereits Sonnabend frühzeitig reges Leben ein. Bald schon war das 1800 Quadratmeter große Festzelt dicht besetztMit schneidigen Marschweisen der Werkskapelle Lothringen 4 unter Leitung des Kapellmeisters Scheffer wurde die Programmfolge eingeleitet. Der MGV„Harmonie“ B.=Gerthe, unter der Stabführung von Musiklebrer Klein(Lütgendortmund) setzte den Reigen der Darbietungen mit einigen Vortragen fort. Ortsobmann Veuboff von der DAFOrtswaltung Hiltrop=Bergen führte in seiner Begrüßungsansprache aus, daß dieses erste RdF=Fest in Gerthe enge Fühlungnahme unter den Volksgenossen bringen solle, um der Gefahr des Nebeneinanderund Auseinanderlebens zu begegnen. Der uns auferlegte schwere Kampf könne seine Kraft nur aus der Freude am Leben schöpfen. Er stellte die dret Festtage unter das Leitwort„reut euch des Levens“ und erkannte besonders an, daß die Pechkokerei Lothringen ihre Arbeitsinvaliden kostenfrei zur Teilnahme an diesem Feste eingeladen hatte. Der erste Versuch, in einem Zelte ein Programm mit deutscher Kleinkunst aufzuführen, gelang. Daß bei diesem Volksfeste unter der unermüdlichen Werkskapelle der Tang zu seinem Recht kam, versteht sich am Rande. Die Stimmung bei allen Festesteilnehmern war jedenfalls so, daß kaum einer vor dem Morgengrauen den Heimweg antrat. Sonntag morgen begann die Werkskapelle Constantin 10 den Reigen von neuem mit einem Frühkongert. In den frühen Nachmittagsstunden setzte veger Verkehr zum Festplatz ein Schiffsschaukeln, Karussels und Verkaufsstände hatten voll zu tun, und selbst die kleinen aber heftigen Regenschauer wußten das Fest nicht wesentlich zu beeinträchtigen. Auch am Sonntag ging es durch bis über den ersten Hahnenschrei.— Heute, Montag nachmittag steht den Kindern etwas ganz Besonderes bei ihrem Kinderfest bevor. Der„Kehraus““ heute qbend wird Bochum-Hordel Ausflug den Werkswehr. Am gestrigen Sonntag unternahm die Werkswehr der Zechen„Hannover“ und„Hannibal“ einen Ausflug, der die Teilnehmer zunächst zum Halterner Stausee führte. Nach einem etwa dreistündigem Aufenthalt in Haltern ging die Fahrt weiter nach Datteln. Hier wurde in einem Lokale Kaffee getrunken. Es schlossen sich frohe und unterhaltende Stunden an. In bester Laune wurde in später Abendstunde die Heimfahrt angetreten.(th) Bochum-Harpen Harpener Knappenverein„Glückauf“. Der Harpener Knappenverein„Glückauf“, der schon einmal mehrere hundert Mitglieder zählte, hatte seine Tätigkeit in den letzten Jahren ziemlich eingestellt. Einige der alten Mitglieder hatten sich jetzt im Lokal der Wwe. Zebeck wieder zusammengefunden. Es wurde der Beschluß gefaß, den Verein neu aufleben zu lassen. Mehrere frühere Mitglieder meldeten sich sofort wieder zur Aufnahme. Als Tagungslokal wurde die Wirtschaft Wwe. Zebeck benannt. Der alte Vereinsführer Wilhelm Menke bleibt in seinem Amt. Mit der vorläufigen Kassenführung wurde Heinrich Lenz beauftragt, während Heinrich Barth den Posten des Schriftführers versieht. Es soll versucht werden, den Verein wieder auf seine alte Stärke zu bringen.(va) Kaninchenzuchtverein W 51. Im Lokale der Witwe Hoffmann hielt der Kaninchenzuchtverein W 51(Blüh=Auf) Bochum=Harpen seine Pflichtversammlung ab. Der Vereinsleiter gab die reichbaltige Tagesordnung bekannt, in deren Mittelpunkt die Herbstausstellung stand. Es müssen alle Alttier=Rammler gemeldet werden, die um den Wanderpokal in Wettbewerb treten sollen. Der Vereinsleiter teilte die neuen Richtlinien für Wirschaftsrassen bei Ausstellung auf Landes= und Reschsfachschauen mit. Ferner wurden die Zuschüsse für Anschaffung von Zuchttieren und solche für Um= und Neubauten von Kaninchenställen besprochen. vochum-Weltmar Von einem Personenauto erfaßt und überfahren wurde die 10jährige Schülerin Hildegard Bu., hier, Cramerstraße 39 wohnhaft, als sie auf einem Spapiergang die Dorstener Straße in Bochum überqueren wollte. Sie erlitt dabei einen rechten Oberschenkelbruch und andere Verletzungen so daß sie dem Augusta=Krankenhaus zugeführt werden mußte. Bochum-Linden-Dahlhausen Bei einem Spaziergang durch Linden fällt einem allenthalben auf, daß die Bautätigkeit reger denn je ist. Neben der Errichtung von Neubauten werden zahlreiche ausbesserungsbedürftige Straßen in Ordnung gebracht. Von den Neubauten wäre zu erwähnen, daß der Block an der Lindener Straße sowie das Wohnhaus des Eigentümers Bertram im Ostholz fertiggestellt und in diesen Tagen bezogen wurde. Die Neubauten an der Hattinger Straße und im Hospitalweg gehen ihrer Vollendung entgegen. Umfangreiche Straßenbauarbeiten wurden an der Dr.=C.=Otto= und der Keilstraße vorgenommen. Der Eingang zum katholischen Krankenhaus und der Brannenweg erhielten eine neue Decke. Die Reparaturen am Nehringskamp sind bald fertiggestellt. Die Straßenbahngesellschaft hat die Gleisanlagen auf der Dr.=C.=Otto=Straße an verschiedenen Stellen überholen lassen. Mit Verschönerungen ist man auch auf den beiden Friedhöfen beschäftigt. Verschiedentlich werden neue Wege angelegt und nicht vorschriftsmäßig gepflegte Gräber eingeebnet. Bochum-Stiepel eine Sense gefallen. Als Samstag die Haustochter Gertrud Schä., die bei einem hiesigen Landwirt beschäftigt ist, Gemüse aus dem Garten holen wollte, stürzte sie in eine am Wege liegende Sense und erlitt dabei schwere Schnittwunden und einen Bruch des rechten Schienenbeins. Sie wurde dem St. Eltsabeth=Krankenhaus zugeführt Wehrhaft und treu! 60 Jahre Kriegerkameradschaft Weitmar-Mark und Neuling Die alten Soldaten des Stadtteils Weitmar=Mark und Neuling, die sich in der dortigen Kriegervereinigung zur Pflege der Frontkameradschaft und der Wehrhaftigkeit zusammengefunden haben, feierten am Wochenende das 60jährige Bestehen ihrer Kriegerkameradschaft. Dieses Fest sollte einen Rückblick geben und zeigen, daß die alten Soldaten sich getreu ihrem Wahlspruch„Wehrhaft und treu“ ausgerichtet haben und im Geiste des Dritten Reiches geschlossen hinter dem Führer Adolf Hitler marschieren. Wenn alte Frontsoldaten aus festlichem Anlaß zusammenkommen, so gedenken sie in alter Tradition der gefallenen Kameraden, um zu geloben, in ihrem Opfergeist weiter zu arbeiten für ein einiges und starkes Deutschland. Zu dieser Gedenkstunde am Ehrenmal trat die Kameradschaft Samstagabend am Festzelt an, um mit klingendem Spiel zum Haus des Vereinsführers Niedereichholz zu marschieren und die Fahne abzuholen. Währenddessen hatte sich die Einwohnerschaft beim Denkmal an der Karl=Friedrich=Straße eingefunden, um Anteil zu haben an der Ehrung der Toten. Im Mittelpunkt der Feierstunde am Denkmal, das die Namen der Gefallenen aus den Kriegen 66. 70 71 und 1914=18 trägt, stand die Ansprache von Pastor Vertelsmann, der die Notwendigkeit eines glaubensstarken und wehrhaften Volkes betonte und den Opfergeist der Gefallenen vries. Nach kurzen Worten des stellv. Kameradschaftsführers Dertmann widmete der Kameradschaftsführer den Toten des Krieges, der nationalsozialistischen Bewegung und des Panzerschiffes„Deutschland“ ein verzliches Gedenken. Krachend rollten dann die Ehrensalven in die abendliche Stille, während leise das Lieb vom guten Kameraden erklang. Die Feier war umrahmt von Darbietungen der Kindermannschen Kapelle und der vereinigten Gesangvereine Weitmars. Anschließend vereinigte sich die Kameradschaft im Festzelt am Neuling zur gemeinsamen Jubelfeier, in deren Mittelpunkt die Ehrung der Jubilare stand. Der Vertreter des Kreisverbandes Bochum Neuhaus, Linden, würdigte in seiner Ansprache die Verdienste der Jubilare, die 40 bzw. 25 Jahre dem Verein die Treue gehalten hatten. Die Jubilare erhielten für 40jährige Mitgliedschaft das Bild des Führers. Ihre Namen sind: Heinrich Eichelbeck, Wilhelm Bauer, Wilhelm Wahl und Heinrich Kemper. Das Jubiläumsabzeichen für 25jährige Mitgliedschaft erhielten: Willi Behrens, H. Kespelhehr und H. Flottmann. In soldatischer Kameradschaft verlief die anschließende Feier, bei der die Teilnehmer auch von der Tanzgelegenheit eifrig Gebrauch machten. Der Sonntag brachte nachmittags den Festzug. an dem sich auch die benachbarten Kameradschaften beteiligten und der durch den festlich geschmückten Ortsteil ging. Im Festzelt begrüßte der Kameradschaftsführer die Gäste, während der Führer des Kreisverbandes Bochum, Major a. D. Bering, die Glückwünsche der Organisation überbrachte. Den Höhepunkt des Sonntags bildete das große Militärkonzert einer Reiterkavelle, die begeistert gefeiert wurde. Heute abend klingt das Fest mit einem Kameradschaftsabend aus. us unseren Verbreitungsgebiet Castrop-Kaurel GHelddiebstabl. Aus einer verschlossenen der Badeanstalt wurden von einem unbekannten Täter 20,70 RM gestohlen. Ein Kleinkraftrad entwendet. In der Nacht wurde von unbekanten Tätern ein vor dem Hause Frohlindenstraße 62 stehendes Kleinkraftrad entwendet. Das Rad ist von rotbraunem Anstrich und hat das Kennzeichen IX— 149745. Kumpel bestohlen. Aus dem Umkleideraum einer Zeche wurden einem Bergmann, während er sich im Bergwerk befand, von einem unbekannten Täter seine Bekleidungsstücke gestohlen. Es bandelt sich um eine graugrüne Hose mit Joppe, ein graugrünes Sporthemd mit angenähtem Sportkragen, ein weißes Netzhemd, einen braunen Ledergürtel und ein paar braune Halbschuhe (Größe 42). Weiter ein paar graue Strümpfe mit Sockenhalter. In einer Brusttasche des Roche befand sich noch eine braune Brieftasche mit verschiedenen Briefsachen. herne Fahrraddiebstäble. Am 21. Juli wurde zwischen 13.90 und 14 Uhr vor dem Hause Werderstraße 51 ein Damenfahrrad, Marke„Stepbanie“, Nr. unbekannt, gestohlen, am 23., gegen 17.20 Uhr, vor dem Arbeitsamt das Damenfahrrad Marke „Sturmbeck", Nr. 104664. Wanne-Eickel Vertretung des Oberbürgermeisters. Oberbürgermeister Günnewia ist vom 26. Juli bis 15. August 1937 im Urlaub. Die Vertretung übernimmt Bürgermeister Bönnebruch=Altdoti. Eine Tote, ein Schwerverletzter bei einem Verkehrsunfall. Samstagabend ereignete sich an der Kreuzung Moltke= und Schwerinstraße ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Ein Hertener Personenkraftwagen stieß dort mit einem Motorrad zusammen, das von dem 38 Jahre alten Hermann Voß aus Wanne=Eickel gesteuert wurde. Bei dem Zusammenstoß wurden Voß und seine auf dem Sozius sitzende 14jährige Tochter auf die Straße geschleudert, wo sie besinnungslos liegen blieben. Man schaffte die Schwerverletzten ins Anna=Hospital, wo die Tochter bald darauf starb. Der Zustand des Vaters ist zwar ernst, aber nicht lebensgefährlich. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt Mit durchschnittener Kehle im Bett aufgefunden. Samstag, gegen 4 Uhr, wurde in der Minister=Frick=Straße eine 62 Jahre alte Frau mit durchschnittener Keble tot in ihrem Bett aufgefunden. Nach den Feststellungen liegt einwandfreier Selbstmord vor. Das Motiv der Tat ist auf Schwermütigkeit zurückzuführen. Feuermelder böswillig eingeschlagen. Gegen 19.30 Uhr wurde der Feuermelder an dem Hause Bickernstraße 2 böswillig eingeschlagen und in Tätigkeit gesetzt. Wer kann bezstalich des Täters Angaben machen? Gelsenkirchen Sechsjahriger Junge Opfer des Verkebrs. Auf der Eckerstraße im Stadtteil Horst wurde das sechs Jahre alte Kind Fritz Rudnitzki aus BuerHorst von dem Anbänger eines Lastwagens überfahren. Der Kleine trug so schwere Verletzungen davon, daß der Tod bald eintrat. Die polizeilichen Nachforschungen ergaben, daß ein Verschulden des Kraftwagenführers nicht vorliegt. einschließlich ausergerönnlich günstige Raufgelegenheit Restposten Strumpfwaren tells mit kleinen Schönheitsfehlern besonders vorteilhaft Baumwoll. Damenstrümpfe E0 mellortPar 50 Damenstrümpfe aue Waschkunstselde 1.10 95. 85, 75, 65, 50, 40 Damen-Kniestrümpfe sos Weschhnstselde 955 85. 75, 50. 40 Kinder-Söckchen mit buntom Rand Gr6. 10 ede weitere Grôde 3 à mehr Kinder-Sportstrümpfe meller...... 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Sie die Auth A.=G. mit der Aufgabe be= trauen wollen?“ „Haben Sie es andero erwartet, Mister Chester Mae Donnetk?“ Da ham ein befreiendes Lachen quo Chesters Munde. „Nein, Herr Staatslekretär.. eigentlich... harbe ich'e auch ermartet!“ Eine Weile standen sich die beiden Männer stumm gegenüber. „Sie sind Engländer", sagte der chinesische Staatsmann.„Sie gehören einer anderen Rasse an, die manchmal... sehr wenig freundlich über uns dachte. Werden Sie beleidigt sein, wenn ich Ihnen lage, daß Sie mir sehr sympathisch sind, Mister Mac Donneth, daß ich wünichte... Ihr Freund zu lein?“ Chester stand verwirrt und lah zu Boden. „Mister Tong=Atase ich danke Ihnen! Das ... ist mir das Schönste... das ist ein Geschenk, de ich zu werten weiß. Und... Ihre Freundschaft mir die höchlte Ehre!“ „Ich freue mich, Mister Chester Mac Donnethl Denken Sie immer an Tong=Amalel Und wenn Sie mich brauchen, ich bin immer für Sie da. Sie wissen heute noch nicht, wie Ihr Leben werden wird. Sie liehen setzt auf einem erponierten Posten und greifen in die Kämpfe um Millionen ein. Sie müslen sehr gut aufpassen, denn im Kampf um Geld... sind manchem Menschen... mancher Firma alle Mittel recht. Denken Sie immer daran, daß ich einen Chester Mac Donneth als Mitarbeiter... als Freund gern aufnehme. Außer einigen Rassegenollen habe ich keine Freunde. Es steht noch zuviel zwischen den Raslen, ms nach der Lösung schreit. Wir brauchen Menschen wie Sie, Mac Donneth. Könner, große geniale Getster die auch... große Menschen sind.“ Wieder trat eine Pause ein. Dann trat Tong=Atase dicht zu Chester und legte de Hand auf seine Schnilter. Er war weit kleiner als Chester. Wir hömpfen um ein neues China, um ein friedliches China, das aufhaut. Unsere Arbeit ift ungeheuer schwer, denn unsere Länder sind übervölkert Unler Reich ist ein Riesenreich, und es bedarf einet eslernen Faust, um das Zeitalter abenteuernder Generäle in China zu beleitigen. Wir haben den Mann dazu, der es schaffen wird. Wir anderen aber müslen mishauen. Ich habe Ihnen den Auftrag gegeben, den ganzen Auftrag ohne Einschränkung, weil ich die lleberzeugung habe, daß ich ihn... in die beiten Ande gelegt habe." Wie soll ich, Chester Mac Donneth, Ihnen das danken, Herr Staatssekretär?“ „Geduld, Mister Chester Mac Donnethl Vielleicht kommt einmal die Zeit, wo Sie wünschten, in Ihrer Stille geblieben zu sein. Aber es wäre nicht recht so. Männer Ihres Könnens müssen herausgestellt werden.“ Die beiden Männer reichten sich die Hände. Angehörige zweier so grundverschiedener Rassen, und doch jeder für sich wertvoll und gut an seinem Platze. „Darf ich Sie bitten, morgen mein Gast zu sein, Miter Chester Mac Donnetts?“ „Mit dem größten Vergnügen!“ „Ich schiche Ihnen meinen Wagen. Und... wenn es Ihnen recht ist, werde ich auch Mister von Schön einladen.“ Aber ich bitte, Herr Staatssekretär. Sie haben zu bestimmen. Ich verstehe mich mit Herrn von Schön ausgezeichnet. Wenn es Ihnen recht ist, werde ich ihm Ihre Einladung übermitteln.“ „Ich wäre Ihnen dankbar.“ Noch einmal schüttelten sich die Männer die Hände, und dann schieden sie voneinander. Tong=Atase aber stand lächelnd vor seinem Spiegel und sah auf sein Bild. „Du, Tong=Alise verstehst du mich? Ich habe einen weißen Mann um seine Freundschaft gebeten! Wunderst du dich nicht, du stummes Ich im Spieger? Nein... neinl Ich wünschte... es gäbe zeh Chester Mac Donneth... wahrlich... China wäre rascher aufgebaut!“ Als Chester ins Hotel zurückham, traf er die Konkurreng in Hochspannung an. Aristide Bourin sprang nervös empor, als Chester eintrat, und lief ihm entgegen. „Kommen Sie direkt von Mister Tong?“ Jal" „Dann waren Sie zwei Stunden bei ihm. Zwei Stunden... wie ich!“ Bourin war befriedigt und rechte sich. „Bin neugierig, mann wir heimfahren können!“ rief Mister Sontwell gelangweilt aus dem Klubsessel. „Ich habe dringend auf den Plnlippinen zu tun!“ „Ich glaube. Sie können Ranking guten Tag' lagen, Mister Sontwell!“ gab Chester bedauernd zurüch.„Die Huth A.=G. hat die Aufträge erhalten!“ Das wirkte wie ein Schlag. Die Männer sprangen auf. Baurin war blaß geworden. „Sie haben..“ keuchte er. „Den Auftrag!“ entgegnete Chester köhl. „Das ist nicht fair! Sie sind mit dem Flugzeug gereist, Sie haben die Streche besucht.“ „Ich möchte Sie bitten, Ihre Worte zu wägen!“ gab Chester zurück, jedes Wort betonend.„Was ich tat, stand jedem freil Ihnen wie allen anderen! Es tut mir leid, meine Herren!" Odmar von Schön war der einzige, der auf Chester zukam und ihm herzlich die Hand drückte. „Meinen Glückwunsch!“ „Danke!“ „Haben Sie schon Ihren glänzenden Erfolg nach Hause gehabelt?“ „Noch nicht, aber ich will es tun. Würden Sie mich einnal zum Postamt begleiten? Oder nein. Feiern wir den Tag! Ich lasse das Kabel durch einen Boy besorgen. Ich habe nämlich auch für Sie eine gute Nachricht. Mister Tong=Atase ladet auch Sie mit ein, morgen sein Gast zu sein!“ „Wahrhaftig? Das heißt.. „Sie haben den Auftrag!“ Odmar von Schön fiel Chester um den Hals. „Den Auftrag! Ah... den Auftrag meines Lebens! Zwei Jahre knauple ich dran. Und nun soll's doch klappen?“ „ich bin fest davon überzeugt!“ Die Feier dauerte sehr lange und siel sehr feucht aus. Aber am anderen Morgen schliefen sie bis zu Mittag, und als gegen drei Uhr der Wagen des Staatslekretärs erschien, waren beide mohl und munter. Sie verlebten einen unvergeßlichen Tag und lernten beste chinesische Gastfreundschaft kennen. Odmar von Schön erhielt den Auftrag seines Lebeno. * London! Mr. Bells Telefon klingelt. Easton, des Präsidenten Prinatsekretär, meldet sich und ist eitel Liebenswürdigkeit. „Sir Mortimer möchte Sie sprechen!“ Bell fliegt hinüber in das Allerheiligste. Mit wichtigem Gelicht empfängt ihn Easton „Große Sache!" flüstert er Bell zu.„Shell ist schon bei Sir Mortimer, ebenso Owens und Bauer.“ Bell tritt ein. Sir Mortimer begrüßt ihn sehr herzlich. Große Freude liegt auf seinem Gesicht. Dann wendet er sich an alle Erschienenen und sagt feierlich: „Meine Herren, ich habe eben ein wichtiges Kabeltelegramm von Mister Chester Mac Donneth erhalten. Er hat... den ganzen Auftrag der chine= sischen Regierung von Nanking erhalten. Bau der Eisenhahnlinie in Honan. verbunden mit vier großen Brüchen und sieben kleinen Brücken. Zwanzig Millionen Pfund' Was sagen Sie dazu?“ Die Herren lagten zunächst nichts. Sie stehen wie nom Donner gerührt. Sie starren sich an und wollen es nicht glauben. Der junge Chester Niac Donneth... hat es tatsächlich geschafft! Das ist unglaublich Dann aber drängen Sie auf Sir Mortimer zu und beglückwünschen ihn. „Staunen Sie nicht, Mister Bell?“ sagt der Präsident zu dem Abteilungschef.„Was sagen Sie zu Ihrem Schützling?“ „Ich hab's gewußt, Sir Mortimer. Der Chester schafft alles!“ „Jawohll Einen Auftrag über zwanzig Millionen Pfundl Hahaha... jetzt möchte ich das Gesicht der Konkurrenz sehen!“ In dem Augenblick öffnet sich die Tür, und Jenny tritt ein. Sie bleibt stehen, zögert. „Verzeihung. Papa... ich störe wohl?“ „No, mein Kind. Komm herein, wir haben einen großen Tagl Ganz groß! Was glaubst du? Chester hat es geschafft!“ „Er hat den Auftrag?" ruft das Mädchen erregt vor Freude. 3. Und seitdem ist ein Jahr vergangen. Chester Mac Donneth hatte es sich anfangs so vorgestellt, daß er nach Erledigung des Nankinger Auftrags heimkehren könne. Aber es kam ganz anders. Chester befand sich schon auf der Heimretse, als ihn ein Kabeltelegramm aufforderte, sich nach Teheran zu begeben, um dort ein Gutachten abzugeben, die eingestürzte Brücke am Bozat betreffend. Chester folgte der Aufforderung. Er gab gewissenhaft sein Gutachten ab und deckte den groben statischen Fehler im Fundamentsbau auf, der den französischen Erbauern viel Geld kostete. Es blieb nicht bei dem Gutachten. Er bekam Fühlung mit den Regierungskreisen und war in der glücklichen Lage, einen guten Auftrag nach London habeln zu können. In Teheran lernte er zugleich den Fürsten von Sokore kennen, einen der reichsten indischen Maharadschas, der großes Interesse für Chester zeigte und der dem jungen Engländer viel von seinem Besitz erzählte. Sie fteundeten sich an, und die Folge war, daß ihn der Fürst von Sokore bat. sein Gast au sein und ihm Vorschläge über die wirtschaftliche Erschließung seines Landes zu machen. Chester habelte nach London. Und Sir Mortimer antwortete in lakonischer Küirze:„Tun Sie, mas Sie für richtig halten. Mortimer Huth.“ Also reiste Chester mit dem Fürsten von Sokore nach Indien. Der alte Fürst war schon weit über die Sechzig, aber noch ein rüstiger sch'anker Mann. Er war sehr zurückhaltend und galt durchaus nicht als Menschenfreund. Aber Chesters Art gefiel ihm, er ging aus sich heraus, und die beiden so verschiedenen Menschen wurden beinahe gute Freunde. In Asien hat man Zeitl Chester wäre es natürlich am liebsten gewelen: Rein ins Flugzeug, raus aus dem Flugzeug, ran an die Arbeit... und dann den Auftrag. Aber wie gesagt: in Asien hat man Zeit. Und Chester mußte Zeit haben. Er wußte, daß große Möglichkeiten vorhanden waren, daß unter Umständen ein Millionenauftrag herauskam. Und so bewies er Geduld. (Fortsetzung folgt.) Jan von Werth Ein Reiterroman von FranzHerwid Abdrucksrechte durch Verlagsanstalt Manz. Mürchen (25. Fortsetzung) „Par le mort bleul“ schrie Durante und riß in dem Klingelzug. Aber Griet zog Marie=Anne mit sich fort, indem sie lachte. Sie hörte noch, wie Dumante unten tobte. Saubere Botschaft für meinen Herrn! Es sind Griefe ins Kloster gekommen, sawohl, leugnet es nicht abl" Oben in ihrer Zelle sank Marie=Anne erschöpft in ihren Lehnsessel. Sie sagte müde: „Du glaubst noch immer an die Menschen. Sie sonnten dir das Aergste antun, und du würdest noch mmer an sie glauben.“ „Ja", lachte Griet und ging in dem schmalen Anum tänzelnd auf und nieder. Sie nichte dem handstoßen Spiegelchen zu:„Meinen Glüchwunsch, Griet, Glückekind: Jan ist Oberst. Ich möchte dich küssen, Griet.“ Marie-Anne hielt sie am Kleide fest. „Du glaubst wirklich, Griet, daß dein Jon—“ „Oberst geworden ist! Der Franzos hat uns mit Neler Nachricht kränken wollen. sonst hätte er es nicht gesagt. Wie er wohl aussieht, der Jan? Braun sicher mb mit einem großen Schnurrhart, nielleicht mit ein raar Marben über der Bache. Aber seine Augen müssen die alten sein. Die guten, kleinen, strablenden Umen." „Nun freuft de dich Und ich—?“ „Du mit, Herzensgräfinl Jon ist treul Die einuige Botschaft, die bis zu uns drang, lautete: Jan ist Weißt du's nicht mehr? Er wird uns retten, 9 oder so. Er vergißt uns nicht.“ Marie=Anne schüttelte den Kopf. Doch, doch! Und sollte er warten müssen, bis er General ist. Aber dann, dann kommt er mit seinen scheren Regimentern nach Paris und—1 Wenn vie nur einen einzigen treuen Menschen fänden, der ihm Nachricht brächtel“ Griet imt zum Fenster. Wenn sie ihr Gesicht feit die Eilenstäbe preßte, konnte sie noch einen Streifen des Gassengrundes sehen. Sie fing plötzlich zu singen „Der Kurfürst Friedrich von der Pfalz, Einen Winter lang war er König, Einen Winter lang stecht ihm Böhmen im Hals. Und als die Schlacht geschlagen war, Da hatt' er verloren Pferd, Schwert und Land. So wird die Falschheit immerdar Zuschanden werden durch Gottes Hand Zuschanden werden durch Gottes Hand!“ „Ich bitte dich, Griet, schließ das Fenster!“ „Ja, setzt. Aber diesen schönen Vero mußte ich noch singen. Gerade ging Herr Durante unten vorbel." „Hat er dich gesehen?“ „Rein, aber gehört. Ich weiß es. Aber er ging nicht einmal schneller. Oh. der hat ein hartes Herz.“ Die Oberin trat erregt ein. „Hier ist gelungen worden. In einem Kloster gelungen! Ich werde die Fenster mit Brettern vernageln lassen müssen." Griet küßte ihre Hand „Ich bin's gewesen, ehrwürdige Mutter. Verzeiht mir. Aber laßt Marie=Anne nicht wegen meiner leiden!“ Die Oberin gab ihr einen leichten Bachenstreich. „Ich habe euch ja liebl Aber der Herr Kardinal ist ein strenger Herr. Weint nicht, Marie=Anne, ich tue euch nichts Böses.“ * erde setzt dachte Jan allerdinge nicht an Paris. le Durante das Auferstehungskloster verließ, laß Jan im„Roten Hahn" zu Nördlingen an der Tafel, zusammen mit dem Generalwachtmeister Fürstenberg, General Aldringhen und einigen Obersten der italienischen Armee, die sich seit Wochen in Franken und Schwaben herumdrückte, um die Reichestädte zur nunft zu bringen. Denn Maadebura mar gefaller vom Schwedenkönig war nicht viel zu hören, und die Kaiserlichen hatten Oberwasser. Die Fenster standen offen. Der Abendwind, der die großen Ulmen an der Georgskirche bewegte, strich den Offizieren um die weinglühenden Stirnen. Guch deemmal das Maul“, rief Aldringhen einem Obersten zu,„dann hebt Ihr den bayrischen Sold!“ Er schlug auf den Tisch. „Sold? Von Bayein Sold, von den Reichsständen Sold? Greif zu, Bruder, praktizier' Wallensteinsche Maxime.„Sold liegt überall', sagte der.“ „Haben ihn drum auch abgesetzt." „Wer hat ihn abgesetzt?“ schrie Aldringhen. „Der Kaiser.“ „Rein, der Kurfürst von Bayern, der Herr Marimilian! Und die Dreckhosen von Reichsfürsten haben ihm zugestimmt. Und weshalb? Angst hatten sie vor ihm, weil seine Soldaten zu essen haben wollten, und weil sie an ihm hingen.„Freßt, Kerls', sagte Wallenstein, wo ifsr Futter findet, und wár's in Kurfürstlich Bayrischem Gebiet'.“ Jan saß besinnlich da und trank andächtig und mit kleinen Schlucken. Sah nett aus in Deutschland, wenn s so war. Und da trat ein schlanker Graukopf in die Tür, schmarz von Kopf bis zu Fuß, mit einer großmnächtigen goldenen Kette über der Brust. „Neumann!“ Aldringhen fuhr hoch und schwankte nach der Tür. Er umarmte den gutmütig Lächelnden und zog ihn an seiner goldenen Kette an die Tafel. Den Herren prölentier' ich hier den Hofkriegetat Neumann aus Wien.— Setz dich, Herzbruder. Wo wehst’ du daher?" „Bin auf München zu. Ich hörte hier, daß der Generl Aldringhen—“ „Und bekamst Sehnsucht, Bruderherz, nach dem guten, alten Aldringhen. Dae lohn' dir die heilige Jungfrau. Trinkl“ „Ihr seid immer noch frisch und allewege lustig. Kein Wunderl Ihr zieht durche Reich, hierhun, dorthin, schlagt zu, macht Beute— und so ein Hofkriegsrat sitzt in seiner Kanzlei oder fährt in der Kutsche durche Land, und der Bauer glotzt und zieht die Kappe. Und hat man etwas ausgedacht, der gemeinamen hatholischen Sache zum Vortetl, so werft ihr Kriegoleute es mit dem Schwerte wieder um“ „Oder unser gnädigster Kurfürst mit dem Maul.“ Der Rat stimmte in das wilde Gelächter diskret ein. Jan wollte von anderen Dingen erfahren und neigte sich vor: „Weiß der Herr Rat. wie es mit Schweden stehr?“ „Herrlich. Man könnte wünschen, einem protestantischen Reichsfürsten zu dienen.“ „Wird man also bæld die Kanonen donnern hören?" „Euer Generalissimus, Herr Graf Tilly, marschiert und weicht und rückt vor und marschiert. Er hat kein Zutrauen.“ „Soll draufgehen, dann kemmt das Zutrauen von selber“, sagte Jan, und seine Augen blitzten. „Ja, Hans", sagte Aldringhen und hob den Pokal.„aber zum Draufgehen gehört Willen, und den hat er nicht. Er nicht, und keiner hat ihn.“ „Der Kaiser“, sprach der Rat vor sich hin. Aldringhen hatte die zwei Worte vernommen, aber trotz des Weins, der in ihm rumorte, ließ er sich nichte merken. „Sag' mir doch, Neumann, mas ich tun soll. Der Kurfürst will drei Regimenter nach Donauwörth haben, der Tilly mein Korps nach Thüringen, der Kaiser schreibt mir, ich soll nach Böhmen ziehen, wo Wallenstein gegen die Tachsen steht. Lehr' mich das Kunststück. wie ich's machen soll.“ „Richtig, Ihr erinnert mich zur rechten Stunde. Der Kaiser sprach auch mir davon, daß Euer Korps in Böhmen wo“ zu gebrauchen wäre. Ich empfehl' Euch, tut ihm den Gefallen.“ „Bin dem Kurfürsten geichworen.“ „Und die gemeinsame Sache?“ „Macht ihr klugen Herren unter euch aus.“ „Das ist'o ja“, rief Jan und stand auf,„niemand meiß, woran er ist. Ein Dutzend Stimmen kräht durcheinander. Der Teufel kenne sich da aus!“ „Und wen woll: Ihr zum Kurfürsten schicken?“ „Werth.— Ja dich, Hans. Kannit de dein Maul nerbrennen bei dem Alten!“ Jan aber ging in lein Quartier, von hundertfältigen Gedanken bewegt. Sah so die Staatskunst aus, dann Gnade Got idem Reichl Malte er, Jan Naer, geglaubt, eine Kriegstat müsse einen hohen Zweck haben! Und nun lah er Zehntausende hingeschlachtet, und alles mir umsonst. Da sollte ein Soldat die Courage behalten! Und ein Reichsfürst paktierte mit dem Reichsfeindl Zacherbombenundflöhl Eher hätte er Pulver aus seiner Tabakerkeise gemaucht als das geglaubt! Und der Kardinal war immer an der Arbeit mit Retze spinnen, letzte keinen Mann ein, heinen(aul, und fie tanzten alle, menn er pfiff „Nein. José Maria, mich ehelt dae Kriegshandwerk anl" Fortsetzmg o) Quasitar Quasitht über Grandle ortum Grundsa ortum Grundig ortum Grundsa 1 Oesl aufhaus Kortum Grundiat Jortum Grundlal s ortum G (uihaus Aemaus 9 Aihaus Jo. 2 haus Ja haus Sorn aus Kortum(rl aus Kortum Gortum aus Kortum. us Kortum us Sortum Korium Pundlatz Korium Srundsatz: Kortum Grundsatz 4 Kortum Grur Korium 8r Nortum 6/ Jorium JortumL ortun. ortum 72 m0 rum ortum l r um r Calt : Cnalid nsian: lita nGrundaß: Suote4 Grundiaf: Cn rundiat: 4 Malitat KAUFHAUS Wieder einmal Sommer-SchlußVerkauf! Wieder einmal eine großartige Gelegenheit Damenkleidung Herrenkleidung Kleider-Stoffe Seiden-Stoffe vieles andere ganz besonders vorteilhaft einzukaufen. Darum jetzt zum us aus Kortn nhont Toche Kaufhaas Koetun. aufhaus Koctum mithaus Foctum mihans Kortran mihaus Kortam mhaus Fortem ufbaes Kortnm Gr— ahaus Fortir Grnd an Goondiot. 1 Grundsah. Au 1 Grundsan: Cu 7 diatz: Qual. 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C 25 Der englis Der ur Beantwor einen Gege DersonDas Ergebnis de London. 2 Unterausschuß deeinmischungsausschussee zusammen, um zu dem bogen Stellung zu neh bessen Entwurf den 26 mischungsausschuffes berei worden ist, soll die Schn dem Streit über das ei zur Beratung des britisch geben haben, beseitigen In der Sitzung erklä Vertreter, Graf Grand in der Reihenfolge in der er angenommen! um die Frage, welcher P werden soll, sei keineswec dern von materiell Verlaufe seiner Ausführ gegen den britische wies darauf hin, daß die sei als der ursprüngliche wecke Mißtrauen und lediglich dazu geeignet. der Nichteinmisch Wenn man überhaupt schlage, dann müsse sich ursprünglichen eng ten. Er bringe daher schlag ein, der sich eng schlag halte.„Ich forde und auverhalb des Komite Grandi wörtlich,„zu bogen den ich unterbrei dem Buchstaben, der For Inhalt nach Punkt für Pi entspricht, wie er von jel der Aussprache angenomn Botschafter von Ribl hierauf, daß Großbritann ergriffen habe und erklärte die Ider der Stellung ve bob sodann hervor, da der britische Fragebogen lediglich eine Anregung rung darstelle, und daß gültigen Fragebogen mög Die von dem britischen stragen erschienen nicht in net, den derzeitigen Erfo tragen. Er schlage dahe Reibenfolge des1 estgehalten werde. sodann darauf bin, daß in der gesamte Punkt D des Szwecke, die Kontroll lten, nicht beri Punkt D sehe ausdrücklich der Kriegführe gen solle, um die Kontrol Seiner Auffassung nach a in drei Punkte: 4) Wiederberstellung de 2) Gewährung der Mei Vervollständigung der Kon Die Zurückziehung Besonders wichtig sei lührnng. daß die Fragestellung des Fragebogens, nämlich wie * Planes erfolgen Anlaß geben könne.S müsse die Fragestellung he Welches ist die Auffassu über die beste Art. den zufuhren. um die Nich wirksam zu übrigen wies der han Deutschland jeder sfrage der Zurückziehung zu hehandeln, da dies ein Vorschlag sei, vorausgesetzt