Bochumer Volkszeitung nonatlic 1.18 edet haldmonailia 1.08 einsch Botenioon. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt leinen Anspruch auf Rückzahung des Bezugspreises Angeigenpreise: Gefamtauflage a Big Ausgabe A 8 Ofg, Ausgab. D%% Dia. Ausgabe C 8 Big. Lexianzeigen: Ausgabe A 60 Dig Ausgaben B# C 25 Pig se mm. Gültig: Preislin= Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum, Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64740- 64748 Bochumer Stadtanzeiger beschäftsstellen Bochum. Mühlenstratze 12-14 Hernruf 647 46. Vostscheckkonto Dorim. 6146: Hattingen, Riktor=Buge=Ste 12. Fernruf 2096. Vostscheckkonto Essen 1950; Essen=Gieele. alenstr 309 Gernr. 582 30, Postscheckkonte Torimund 103—; Wattenscheid Greiheitstr 15. Fernr. 1876. Postscheckt Dorim 30430 Deuc und Berlag: Schürmann 4 Kiggaes Bochum Nr Donnerstag, den 1. Juli(Kath. und Evgl. Theobald) 19337 Das französische Ermächtigungsgesetz angenommen! Bonnet kündigt neue Abwertung an! Vorübergehend sogar Verzicht auf den Goldstandard?— Neuer Kurs noch völlig unbestimmt!— Wahrscheinlich auch Zurückziehung vom Währungsabkommen! Unser Bild zeigt Ministerpräsident Chautemps bei der Abgabe der Regierungserklärung (Scherl=Bilderdienst M) 380 gegen 228 Stimmen ORB Paris, 30. Juni.(Drahtb.) Die franKische Kammer hat in den frühen Morgenstunden des Mittwoch das Ermächtigungsgesetz der Regierung Chautempo mit 380 gegen 228 Stimmen angenommen. Die Vorlage geht nunmehr an den 9enat, wo die öffentliche Ausprache voraussichtlich am Donnerstag stattfinden wird Die Nachtsitzung der Kammer entsprach dem Ernst der Lage. Vor allem die Rechte ließ es an scharfer Kritik an dem zurüchgetretenen Kabinett Blum nicht fehlen; dellen Finanzpolitik wurde gebrandmarkt, und man machte es für die jetzigen Schwie= righeiten verantwortlich. Den Bemühungen des neuen Finanzministers Georges Bonnet steht man auch in der Opposition wohlwollend gegenüber. Aber immer wieder ham die Besürchtung zum Ausdruck, daß leine an sich gut zu heißenden Absichten an dem Widerstand gewisser Kreise der Volkefront selbst scheitern würden Großtes Aufiehen riefen die Ausführungen des Finanzministers hervor, der unummunden zugeben mußte. daß das Schatzamt heute nur noch über einen Barbetrag von 20 Millionen Franken versugt, denen rund 25 Milliarden notwendige Ausgaben gegenüberstehen. Der Finanzmmister, dessen ungeschminkte Darstellung der kritischen Lage starken Eindruck machte, gab zu, daß nur eine neue Franbenabwertung und Steuer= erhöhungen sowie strenge Sparmaßnahmen zu einer Besserung führen könnten Die Kommunisten die bie zuletzt starke Zuruckhaltung übten, hatten sich erst in letzter Minute bereit erklärt, für ne Vorlage zu stimmen. Das„Echo de Parte wll im Zusammenhang mit den Abmemichten der Regierung wissen, daß Finanam' de Bannet nicht die Absicht habe, den Franke m e ie feite Parität zu bringen. Anstatt den“— leichehnds zu verschwenden und so den Frankenkure Af etwa 125 gegenüber dem englischen Pfund zu halen. werde man ihn bis 130 und vielleicht sogar 135 sinken lassen. Dann werde man den Ausgleichofonds einsetzen, um die Partiät wieder auf 125 zu bringen und um dadurch eine Rückhehr der ausgewanderten Kapitalien herbeizuführen. Wenn das Vertrauen wieder herge= stellt und gleichzeitig der Haushalt durch den Verzicht auf neue Ausgaben ins Gleichgewicht gebracht sei, hoffe man mit einer verstärkten Rückkehr dieser Kapimlien und werde dann an die Möglichkeit einer Konvertierung der Renten denken können. Der Finanzminister habe aus Walhington gewille Zusicherungen mitgebracht und der französische Panzattaché in London habe mit dem englischen Satzamt bereits enge Fühlung genommen. Sowohl ur amerihanische wie auch die englische Regierung eie der Ansicht, daß die augenblichlichen Finanzope itionen Frankreiche ehr wohl mit dem Dreierabkommen vereinbar seien. Iis„Oeuore“ ist ebenfalls der Ansicht, daß man den Franken nicht wie im Jahre 1926 sofort stabilisieren werde. Man würde vorübergehend auf den Goldstandard verzichten die Vorschüsse der Bank von Frankreich, die bisher n 10 Milliarden Franken festgesetzt waren, würden n Blatt zufolge, auf 15 Milliarden erhöht werden. 6 der Erhöhung der direkten und der indirekten Steuern verspreche man sich eine Mehreinnahme von sieben bie acht Milliarden Der„Intransigeant“ faßt die augenblichliche Lage in folgender Ueberschrift zulammen:„Der Auriol-Franken ist tot.— Der neue Franken ist geboren." Der Poincare=Franken 65,5 Milligramm Gold, der Auriol=Franken: 43 bis 49 Willigramm Gold, der Franken 1937: X-Milligramm Gold. Was für Folgen die Aufgabe der im Abwertungsgesetz vom Oktober 1936 festgelegte Goldmindestgrenze des Franken für die Zukunft praktisch haben dürfte, ist vorerst noch nicht zu übersehen. Zurzeit scheinen Verhandlungen zwischen den Schatzämtern von Frankreich, England und den Vereinigten Stanten im Gange zu sein. Der Frankenkurs ist infolge der Börsenschließung nicht festzustellen. Wann die Börse wieder geöffnet wird, steht noch nicht fest. An sich war geplant, die Börse nach Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes wieder zu öffnen. Unkontrollierbare Gerüchte wollen jedoch von einer Schließung bis zum Montag wissen. Schätzungsweise schmankt der Frankenkurs gegenüber dem Pfund zwischen 116 und 121. Der Kurs vom 28. Juni betrug 109,55. Auch vom Senat angenommen DNB Paris, 30. Juni(Drahtb.) Der Senat hat das Ermächtigungsgesetz mit 167 gegen 82 Stimmen angenommen. Ministerrat DNB. Paris, 30. Juni.(Drahtb.) Am Mittwoch um 19 Uhr traten die Mitglieder der Regierung Chautemps unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik zu einem Ministerrat zusammen. Am Donnerstag wieder Börse DNB. Paris, 30. Juni.(Drahtb.) Während der Ministerrat tagte, wurde bekannt, daß die Börse am Donnerstag wieder geöffnet sein wird. Frankreich zieht sich vom Währynasabkommen zurück? ONB London, 30. Juni.(Draht.) Nach einer Newyorker Meldung des„Datly Telegraph“ ist die franzosische Botschoft in Washington angewiesen worden, der amerihanischen Regierung mitzuteilen, daß sich Frankreich möglicherweise von dem englisch= französisch-amerikanischen Währungsabkommen zurüchziehen müsse. Tokio, 30. Juni.(Ostasiendienst des DNB.) Nach einem Bericht der japanischen Awantung=Armee ist es in der Nahe der von Sowjettruppen widerrechtlich besetzten Amur=Inseln Sennufa und Bolshoi zu einem schweren Gefecht zwischen drei sow jetrussischen Kanonenbooten und einer mandschurisch-japanischen Grenzwache gekommen. Bei dem Kampfe wurde ein Sowjetkanonenboot versenkt u. ein anderes senner beschadigt Die drei sowsetrussischen Kanonenboote waren, entgegen den am Montag zwischen dem sapanischen Botschafter Shigemitsu und der Sowjetregierung getroffenen Vereinbarungen, nach welcher Litwinow-Finkelstein dem japanischen Botschafter die Zurückziehung der Sowjettruppen und die Wiederberstellung des status quo auf den Amur Inseln zugestanden hatte, erneut in mandschurisches Hobeitsgebiet eingedrungen und hatten die mandschurisch japanischen Grenztruppen beschossen(!). die Sowjets ziehen Kanonenboole zusammen Tokis. 30. Juni.(Cstasiendienst des TNW.) Wie die Agentur„Domei“ meldet, ist die aus zehn Kanonenbooten bestehende sowjetrussische AmurFlotte in unmittellarer Nachbarschaft der Inseln Sennuka und Bolspoi, des Schauplaues des ge meldeten schmeren Gesechtes zwischen Son setkanonenbooten und mandschurisch-sapanischen Grenztruppen, zusammengezogen worden Frankreichs Wirtschaft am Abgrund Drakonische Maßnahmen des Kabinetts Chautemps Die französische Finanzkrisis nahert sich ihrem Höhepunkt. Das zeigt der Beschluß des Kabinetts Chautemps, die französischen Börsen auf unbestimmte Zeit zu schließen, unverkennbar an. Man weiß kein anderes Mittel mehr, um der Spekulation einen Riegel vorzuschieben und die Goldflucht aus dem Lande abzudämmen. Dazu soll für alle Zahlungen auf in Gold oder Devisien fällige Handelsschulden ein Moratorium bewilligt werden, wenn der Schuldner das verlangt. Das ist der andere tief einschneidende Eingriff in den freien Wirtschaftsverkehr. Beide Maßnahmen stellen natürlich noch nicht positive Reformen dar, die das Frankreich von heute in seiner finanziellen und wirtschaftlichen Struktur so notwendig braucht. Sie sperren gewissermaßen das Vorgelande für die Durchführung der Projekte der Regierung nur ab und sollen verhindern, daß diesen Plänen durch spekulative Quertreibereien Schwierigkeiten gemacht werden. Wie Chautemps und Bonnet sich die Gesundungspolitik denken, ist noch nicht bekannt. Das Erbe der Regierung Blum ist katastropbal. Das Defigit des Staatshaushalts für 198 beträgt Milliarden Francs. Für 1937 ist es vorläufig mit 46 Milliarden angegeben, der Generalberichterstatter im Senat meinte aber, es werde schließlich lich 9 Milliarden Francs erreichen. Das Schatzamt werde im laufenden Jahre fast so viel Kredite aufnehmen müssen, als die ordentlichen Budgeteinnahmen betragen, d. h. rund 40 Milliarden Francs Eine solche Lage sei unbaltbar. Man muß sich fragen, wie das reiche Frankreich in eine solche Lage kommen konnte. Es ist wirtschaftlich anderen Ländern gegenüber erheblich begünftigt. Die Flächenausdehnung des Landes ist im Verhältnis zur Bevöllerungszahl Frankreich ist, abgesehen von den Vereinigten Staaten von Amerika, von den hoch entwickelten Wirtschaftsstaaten der mit der niedrigsten Bevölkerungsdichtigkeit. Auf einen Quadratkilometer kommen in Frankreich nur 74 Einwohner, in Deutschland 137, in Groß=Britannien 180. in Italien 132. Dazu kommt, daß dieser im Verhältnis zur Bevölkerung, die zu ernähren ist, reichlich bemessene geographische Lebensraum, eine für die landwirtschaftliche Ausnutzung günstige Formation und günstige klimatische Bedingungen besitzt. Die Landwirtschaft findet in Frankreich überaus glückliche Voraussetzungen. Sie ist auch heute noch trotz des industriellen Einschlages der größere und wichtigere Teil der wirtschaftlichen Produktion des Landes. Aber man darf nicht vergessen, daß Frankreich auch hinsichtlich der Bodenschätze für die industrielle Erzeugung verbältnismäßig günstige VerDie politischen Kreise Japans beobachten die weitere Entwicklung mit steigender Besorgnis, besonders nachdem man auf Grund der Unterredung des japanischen Botschafters Shigemitsu mit Litwinom=Finkelstein allgemein mit einer Beruhigung gerechnet hatte Der japanische Bolschafter zu schärsstem Prolest beauflragt DNB Tokio. 30. Juni(Ostasiendienst des Der japanische Botschafter in Moskau Sdigemitsu ist am Mittwochabend telegrasisch beauftragt worden, wegen der durch die Sowiete verursamten neuen ernsten 3wilchenlälle. die zu dem Gesecht zwischen mandschurisch=japanischen Grenztruppen und Sowietkanonenbooten auf dem Amur führten, bei der Sowietregierung schärlsten Pretest einzuleaen. * Wegen des Zwischenfalles auf dem Amur hat das japanische Auswartige Amt folgende Erklärung abgegeben: Die Lage auf dem Amur an der mandschurischsowsetrussischen Grenze war schon lange deswegen sehr gespannt, weil die sowjetrussischen Truppen die beiden Inseln Kanchatzn und Khinamubo besetzten, um den Wasserweg zu schließen. Aber da der sowjetrussische Außenkommissar Litwinow auf den schärfsten Protest der javanischen Regierung bin dem japanischen Botschafter Shigemitsu gegenüber die ZurückStatt Entspannung- neue Verschärfung! Neue sowjetrussische Uebergriffe Schweres Gefecht zwischen Sowjekkanonenbooten und mandschurischjapanischen Grenztruppen- Ein Kancnenboot versenkt, ein anderes schwer beschädigt aufweist. Es ist der zweitgrößte Erzwuzent der Welt, und wenn es auch in seinem Achlenreichtum hinter England und Deutschland zurücksteht, so ist seine Lage, im Ganzen gesehen, doch günstiger als die vieler anderer europäischer Länder, zumal es an zwei Meeren liegend, und mit einem gewaltigen Kolonialreich in nächster Nähe bedicht, geopolitisch=wirtschaftlich außerordentliche Vorteile genießt. Das für den Ausbau und die Entwicklung der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion notwendige Kapitel stand Frankreich vor und nach dem Weltkriege reichlich zur Verfügung Alleidings muß man sagen, daß die besondere Einstellung des Durchschnittsfranzosen zum Gelde, seine Risikoscheu, seine Hineigung zu fest verzinslichen Renten trotz des gewaltigen Reichtums des Landes an Sparkapital der französischen Wirtschaft nicht den Auftrieb und die Entwicklungsmöglichkeiten gegeben hat, wie das bei einer mehr dynamischen Wirtschaftsauffassung im Volke hätte sein können. Dieses Sparerpublikum mit seiner Aengstlichkeit ist durch die Politik Blums, aber übrigens auch schon durch die finanzpolitischen Bedenkenlosigkeiten seiner Vorgänger stark geprellt worden. Es ist nicht mehr gewillt, dem Staate seine Ersparnisse im Anleihewege zur Verfügung zu stellen. Die letzten beiden großen französischen Anleiben waren Mißerfolge. Da man sich aber um eine ordentliche Ausgleichung des Staatshaushalts nicht bemühte, mußte die Bank von Frankreich immer wieder mit kurzfristigen Krediten einspringen, um die Staatsbedürfnisse zu befriedigen. Dieser ungesunde Zustand trieb das Großkavital aus dem Lande. Man konnte nie wissen, was kommen würde, zumal die französische Handelsbilanz stark passiv ist. die Golddecke der Währung, die zwar immer noch 56 Prozent ausmacht, zurückgeht der Währungsausgleichsfonds in Hohe von 10 Milliarden Francs so gut wie aufgebraucht ist und nun auf das Gold der Bank von Frankreich zurückgreifen muß und als Folge aller dieser Tatsachen der Frane von heute schon wieder niedriger steht als bei der Abwertung im September vorigen Jahres. Damals kostete das englische Pfund 10 Francs, beute muß man 110.00 Francs dafür bezahlen. Blum mit seinen bedenkenlosen sozialen Experimenten, die dem Staate und der Wirtschaft schweres Geld kosteten, dazu die hemmungslose Aufrüstung, für deren Kosten man niemals ordentliche Deckung suchte, haben das Vertrauen in die Finanzpolitik der Regierung verwirtschaftet. Die französische Volkswirtschaft aber leidet unter den Lasten, die ihr durch die sozialistischen Erperimente aufgebürdet wurden und sie sieht noch nicht einmal ein Ende ab. Wenn sich z. B. das französische Hotelgewerbe unter dem Druck der ihm in völliger Verkennung seiner Struktur aufgezwungenen 40Stunden=Woche sich genötigt sieht, zum Protest mit der Schließung aller Betriebe am 3. Juli zu drohen, obwohl Paris jetzt in der Ausstellungszeit voller Fremder ist. so ist das ein bedenkliches Zeichen dafür, wie weit die Dinge schon gediehen sind. Und der Einzelhandel will sich diesem Proteststreik anschließen. Es ist in Frankreich heute so, daß infolge der von Blum der Wirtschaft auferlegten Lasten die Unternehmungen nicht mehr rentieren oder aber Preise verlangen müßten, die ihre Wettbewerbsfähigkeit vernichten. Zu der Vertrauenskrisis kommt also eine tatsächliche Produktionzkrisis. Die Aufgaben, die von Chautemps und Bonnet gelöst werden müssen, sind gewaltig und schwer. Im Augenblick weiß noch niemand, mit welchen Mitteln das geschehen soll. Große Steuererhöhungen sind sicher. Aber wird der Wirtschaft damit geholfen, wenn auch der Staat vielleicht zunächst damit eine gewisse Erleichterung seiner finanziellen Nöte erlangen sollte? Die Franc-Abwertungsverordnung Ministerrat DNB. Paris, 30. Juni.(Drahtb.) Finanzminister Bonnet hat dem Präsidenten der Republik eine Verordnung zur Unterzeichnung vorgelegt, die wie folgt lautet: Artikel1: Die Bestimmungen des Artikels 2 und des ersten Absatzes des Artikels 3 des Währungsgesetzes vom 1. Oktober 1936 wurden durch folgende Bestimmungen ersetzt: Artikel 2: Der neue Goldgehalt des Franc, die französische Währungseinheit, wird später durch eine im Ministerrat beschlossene Verordnung festgesetzt. Die Bedingungen der Geldumwechselung der Banknoten der Bank von Frankreich werden noch durch eine im Ministerrat zu beschließende Verordnung festgelegt. Artikel 3, Absatz 1: Bis zum Inkrafttreten der ersten, im vorliegenden Artikel vorgesehenen Verordnung wird ein Währungsstabilisierungsfonds die Aufgabe haben, die Beziehungen zwischen dem Frane und den fremden Devisen zu regeln. Artikel 2: Es wird die am soundsovielten 1987 zwischen dem Finanzminister und dem Gouverneur der Bank von Frankreich abzuschließende Abmachung gebilligt, deren Wortlaut der vorliegenden Verordnung beigefügt wird. Artikel 3: Gebilligt werden die Bestimmungen der Verordnung vom 28. Juni 1937 betreffend die Aussetzung der Einforderung der Zahlung von Handelswechseln und anderen Handelsverbindlichkeiten, die auf Gold oder auf auslandische Währungen lauten Artikel 4: Die vorliegende Verordnung wird dem Parlament gemaß den Bestimmungen des Ermächtigungsgesetzes zur Ratifizierung unterbreitet werden. ziehung der Streizkräfte versprach, schien die Lage einstweilen beruhlgt worden zu sein. Dieses Versprechen ist leider von der sowfetrussischen Seite nicht eingehalten worden. Die somjetrussischen Truppen, die die Inseln besetzten, zogen sich namlich nicht zurück, sie nahmen vogar erne vosvozierende Haltung ein Angesichts dieser Sachlage waren die japanisch mandschurischen Ghrenzschutztruppen dazu ge zwungen, ihrerseits auch Selbstverteidigungsmaßnahmen zu treffen, was schließlich zu die sem bedauerlichen Zwischenfall führte. Die japanische Regierung bedauert sehr diese unehrliche Haltung der Somjetregierung und sie hofft, daß die Somiets sobald wie möglich ihre Ztreitkrafte zurückziehen, um den Zustand nicht weiter zu verschlechtenn. Internationale Wirtschaftler Gäste der Berliner Industrie- und Handelskammer Am Dienstagabend gab die Berliner Industrie= und Handelskammer in den Räumen der Börle für die Mitglieder des Kongresses der Internationalen Handelskammer, der z. 3. in Berlin tagt, einen Empfang. Reichsbankpräsident Dr. Schacht im Gespräch mit dem Ehrenprasidenten der Internationalen Handelskammer, van Vlissingen, und Staatsrat Reinhardt. und restlose Erfassung der Küchen= und Nahrungs. mittelabfalle nicht mehr lange auf sich warten lassen und damit das Ziel der zusänlichen Mast von einer Million Schweinen pro Jahr aus bisher nicht verwerteten Abfällen erreicht wer= den. Einsatz des Reichsarbeitsdienstes für die Erntenothilse Bauernsöhne und Landarheiter werden heurlaubt DNBBerlin, 30. Juni(Drahtb.) Auf Veranlassung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generalcherst Göring, hat der arbeitsführer. Reichsleiter Hierl, folgende Anordnung erlassen: Die zur Zeit im Reichsarbeitsdienst eingezogenen Arbeitodienstpflichtigen seinschlißlich der Wehrmachtfreiwilligen), die als Bauernsöhne und Landarbeiter ans der Landwirtschaft stammen oder langere Zeit in der Landwirtschaft tatig waren, sind von jebt ab bis zur vollendeten Einbringung der Ernig zu beurlauben. Die Beurlaubungen sind im Einvernehmen mit den Kreisbauernführern moglichst an jene Stellen zu lenken, die von dem sonststigen Erntenoteinsatz deReichsarbeitsdienstes nicht erfaßt werden können. Die Beurlaubung erfolgt seitens des Reiche= arbeitsdienstes ohne Gebühren, die tarifmaßige Entlohnung ist durch den Betriebsführer an die Beurlaubten zu leisten. Die Beurlaubten haben zum Schluß jeder Woche eine von der Ortspolizeibehörde bestatime schriftliche Meldung über ihren Aufenchalt an der angenomme= nen Arbeitsstelle an ihre Reichsarbeitsdienst=Dienststelle(Reichsarbeitsdienstabteilung) zu fenden. Empfang der Jhk.-Kongreßteilnehmer durch Dr. Schacht Berlin, 30. Juni.(Drahtb.) Im men der gesellschaftlichen Veranstaltungen anläßlich des Berliner Kongresses der Internationalen Handelskammer hatten Reichsbankpräsident Dr. Schacht und Frau Schacht die Kongreßteilnehmer mit ihren Damen zu einem Tee=Empfang am Mittwochnachmittag in den Weißen Saal des Berliner Schlosses und die anschließenden Festräume geladen, zu dem außer dem Präsidium und den Mitgliedern der Handelskammer von deutscher Seite zahlreiche Vertreter von Ministerien, der Partei und der Behörden sowie Kabinettsrat in London Persönlichkeiten aus der Industrie=, Handels= und Bankwelt teilnahmen. Dr. Schacht als Gastgeber begrüßte zusammen mit seiner Gattin die Gaste im Weißen Saal und hatte für jeden ein liebenswürdiges Wort. Bald entrollte sich in den stilvoll ausgestatteten, prunkvöllen Räumen des Schlosses, die von den Gasten viel bewundert wurden, ein zwangloses gesellschaftliches Bild. Auch diese Veranstaltung dürfte ihren Zweck, die in Berlin weilenden ausländischen IHK.=Kongreßteilnehmer zueinander und zu den maßgebenden deutschen Wirtschaftskreisen in engere Fühlung zu bringen und damit über das feste Vortragsprogramm hinaus zum gegenseitigen Verständnis beizutragen, voll erfüllt haben. Geteilte Ansichten über die Spanien=Frage Ernste Besorgnis über die französischen Währungsmaßnahmen DNB. London, 30. Juni.(Draht.) Das vritische Kalinett trat am Mittwochvormittag zu einer Sitzung zusammen, in der hauptsachlich außenpolitische Fragen behandelt wurden. Das Kabinett beschäftigte sich mit der spanischen Frage, und zwar insbesondere mit der Frage des Nichteinmischungsabkommens, sowie serner mit den Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der französischen Währungskrise stehen, und endlich mit dem Bericht, der von der Königlichen Untersuchungskommission in Palästina erstattet worden ist. In London waren die Ansichten in der spanischen Frage am Mittwoch durchaus geteilt. Wahrend man in hiesigen politischen Kreisen glaubt daß mit dem Zusammenbruch des Seekontrollplanes und der Gefährdung der Landkontrolle durch die Maßnahmen Portugaldie sogenannte Nichteinmischungspolitik überhaupt gescheitert ist. ist man in maßgebenden englischen Kreisen anscheinend noch nicht geneigt, die gesamte Nichteinmischungspolitik für verloren zu geben. Eine endgültige englische Stellungnahme wird erst nach der Freitagsitzung des Nichteinmischungsausschusses erfolgen Die französischen Währungsmaßnahmen haben in London selbstverständlich ernste Besorgnis ausgelost, und es erhebt sich die Frage, inwieweit durch die franzosischen Maßnahmen das Dreimachte=Wahrungsal kommen und der britische Wahrungsausgleichsfonds betroffen werden. Man dürfte in London der Ansicht sein, daß das Wahrungsabkommen nicht unmittelbar berührt wird, und daß zunachst einmal abgewartet werden muß. welche Maßnahmen die franzosische Regierung tatsachlich ergreift. Der Bericht über Palästina ist in der Kabinettssitzung verabschiedet und wird nunmehr in Druck gehen. Wie verlautet, handelt es sich um ein Dokument von 400 Seiten Lange, das voraussichtlich um den 10. Juli herum dem Unterhaus in Form einer Regierungsdenkschrift zugeleitet wird. Der Inhalt der Denkschrift ist bis zur Veröffentlichung geheim, jedoch steht fest, daß die Denkschrift nur Empfehlungen enthalten wird Die Aenderungen und das Statut Palastinas hingegen werden noch längere Zeit auf sich warten lassen, da alle Maßnahmen nicht nur das bri Parlament passieren, sondern darüber hinaus vom Völkerbund genehmigt werden müssen, da Palastina Mandat ist Ministerpräsident Göring veranlaßt: Beschleunigte Durchführung des Ernährungshilfswerkes! Planmäßige Erfassung der Küchen- und Nahrungsmittelabfälle Zusätzliche Mast von einer Million Schweinen pro Jahr hauptamtsleiter Hilgenfeld zum Reichsbeauftragten ernannt 99 Berlin, 80. Juni(Drahtb.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, hat den Leiter der NEVolkswohlfahrt, Hauptamtsleiter Hilgenfeld, zum Reichsbeauftragten für die Erfassung und Ber. wertung der Küchen= und Nahrungsmittelahfalle bestellt. Die NE=Volkswohlfahrt hat den Auftrag, die in den deutschen Haushaltungen, den gewerblichen und industriellen Betrieben bislang nicht verwerteten Küchen= und Nahrungsmittelabfälle planmäßig zu erfassen, einzusammeln und zur Schweinemast zu verwerten, Die erforderlichen Maßnahmen werden nach den im Einvernehmen mit dem Leiter der Geschaftsgruppe Ernahrung, Etaatssekretar Backe, vom Hauptamtsletter—nenfeld aufgestellten Richtlinien in allen deutschen Gemeinden beschleunigt durchgeführt. Das zur Durchführung der Küchenabfall=Erfassung und=Verwertung geschaffene Ernährungsbilsswerk arbeitet bereitg in mehr als der Hälfie aller größeren und mittleren Städte mit gutem Er= folg Es hat sich gezeigt, daß die Abfuhr der Küchen= abfälle und ihre Hrischverfütterung für Schweinemait ohne besondere Schwierigkeiten durchzuführen sind, wenn die organisatorischen und sonst notwendigen Vorbereitungen mit der gehotenen Sorgfalt getroffen werden. Nachdem nunmehr auch die Durchführung des Ernährungshilfswerks auf Veranlassung des Ministerpräsidenten Göring in die Hand von Haupt amtsleiter Hllgenfeld gelegt ist, und die inzwischen angestellten praktischen Versuche zu einem gewissen Abschluß gekommen sind, wird die allgemeine Der kanadische Ministerpräsident beim Reichsaußenminister DB Berlin. 30. Juni(Drahtb.) Zu Ebren des in Berlin weilenden Ministerpräsidenten von Kanuda. The Rigbt Hon. William Lvon Mackenzie King veranstaltete der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neuratb. heute ein Frübstück Belgien wendet Oslo-Erleichterungen auch auf Deutschland an DNB Berlin, 30. Juni.(Drahtb.) Die belgische Regierung hat der Reichsregierung mitgeteilt, daß sie die in den„Abkommen zur Entwicklung der Handelsbeziehungen" vom 2. Mai den OsloStaaten zugesagten Kontingenterleichterungen der belgisch=luxemburgischen Wirtschaftsunion— Liste A zu Artikel 1— ab. 1. Juli auch auf deutsche Waren anwendet. Neues Handelsabkommen zwischen Deutschland und NiederländischIndien DNB Berlin, 30. Juni.(Drahtb.) Das Abkommen über den Warenverkehr zwischen Deutschland und Niederländisch Indien vom 6. Juni 194 läuft am 30. Juni ab. Verbandlungen, die dieser Tage in Berlin geführt worden sind, haben zur Unterzeichnung eines neuen Abkommens geführt, das wiederum für die Dauer von drei Jahren abgeschlossen ist. Das Abkommen sicht außerdem bisher für einige deutsche Erreugnisse in Niederländisch=Indien geltende Jollermäßigungen vor und regelt ferner die Einfuhrmöglichkeit für eine Reibe deutscher Waren in Niederländisch=Indien. Auch für den Absatz einiger niederlandisch=indischer Erzeugnisse in Deutschland ist eine Regelung getroffen worden. Bolschewistisches„Hauptquarlier“ unter nationalem Feuer Erfolgreiche Einkreisungsmanöver an der Nordfront. DNB Bilbao. 30. Juni(Drahtb.) 1Nach einer mehrtägigen Pause konnte die nationale Lu twaise am Mittwoch bei gutem Wetter ihre Tätigkeit an der Nordfront erlolgreich wieder aufnehmen. Bombenilugzeuge bombardierten die bolschewistischen Stellungen an mehreren Frontabschnitten. Mittwochmorgen nahm auch die Infanterie ihren Vormarsch wieder auf und besetzte taktisch wichtige Stellungen auf den Manzano=Höhen nordwestlich von Palmase da sowie einige Dörfer Die Bahnlinie Bilbao—Valmaseda ist bereits ganz vom seinde gesäubert. Durch die Einnahme einiger Punkte an der Straße Valmaseda— Castro Urdiales liegt auch der Ort Larreo. der nach der Flucht der baskischen Oberbäuptlinge aus Bil= bao„Hauptqnartler" der basklschen Bolschewisten war, von zwei Seiten im Feuerbereich der nationalen Artillerie Auch die Truppenabteilungen, die südlich von Palmaleda in westlicher Richtung vorstohen, um sich mit den nationalen Truppenabteilungen im Frontabschnitt von Villarcavo zu vereinigen, boben ihr Ziel fast erreicht. Durch die militärischen Operationen der letten Tage an diesem Frontabschnitt ist das noch in der Hand der Bolschewisten belindliche Gebiet zwischen Orduna. Nave und Po. Hauptichrikileiter: Jotepd 6 a0101, Bochum Stellverie des Hauptschriftleiters: Geter 8 4 1.: 8 Pochum. Verantwortlich: Zür den politiichen futturpolttilchea und den Unterhaltungsteil: Jolepd 6 a 01er. Sochum- I0r den lokolen Leil Bochum inr Lheater und Musik. Geter 6 Pochur10. Beltdeuische Um dau und Berbieiungsgebiett Grerg Milbeim Rrule. Bochum. für den lokalen Teil Haitingen und 9 Gieele; De Josepd C f.1. 9-ieele. für Evort. Handel und den lokalen Bei Wattenscheih: Berdi= nand Rultue Cendele1d Sochum ille den Mdeedienst die eingeinen Abiellungsteney- Hülr den Ungeigenien Pochum: Kart Penae Nochum: für den Anzeigentell Hausigen/& Sieele: Gfr Beger Hauingen: Mr den Angeigenten Mattencheid: Hermann V019e: Ranenscherd Aue den in Greis». a antila ge Frn* Crmanr a aages. mT9 00 bavon Ausgabe A ee Rotteunng Phum Aber 1700 Nusgan Volkszeilung I0e Ennepe-Ruhr: Sieeler Bellung Uber 3400; Ausgabe G: Morgenzeitung Wattenscheid über 1100) Donnerstag, den 1. Juli 1937 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 151— Sei. 5 Polizeipräsidium, Bochum, Uhlandstraße 35; die Zulassungsstelle für die Stadtkreise Herne, WanneEickel und Castrop=Rauxel im Polizeiamt Herne, Hermann=Göring=Straße 6 bis 11. — 25jähriges Dienstjubiläum. Der stadtische Obergärtner Wilhelm Sahm begeht am 1. Juli 1937 sein 25jähriges Dienstjubiläum. Verkehrsunfall. Gegen 19,30 Uhr erfolgte auf dem Castroper Hellweg, in Höhe des Hauses 413, zwischen zwei Personenkraftwagen ein Zusammenstoß. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. 10 Jahre beim Dienste. Auf eine zehnjährige Tätigkeit im Haushalt des Dr. med. Lackmann, Rosenstraße, kann am heutigen Tage Frl. Elisabeth Hellermann zurückblicken. Was ein offener Steinbruch verrät Wo die Kohle ausstreicht Wie es überhaupt zur Bildung von Steinflözen kam In zwei bebilderten Artikeln haben wir unsere Leser an die Wiege des Ruhrbergbaues geführt. von Witten bis ins Muttental, wo schon im Mittelalter die Kohle abgebaut wurde. Dazumal wurde die Kohle noch über Tage gefördert und wurden Stollen vorgetrieben mitten in den Berg binein. wie wir es beutg noch bei der Zwergzeche Jupiter Sperrung der Wasserstraße zwischen Stens= und Hasenkampftrahe in Bochum Der Polizeiprasident in Bochum teilt mit: Wegen Ausbauungsarbeiten muß die Wasserraße in Bochum zwischen Stens= und Hasenkampraße ab 1. Juli 1937 für den gesamten Fahrverkehr auf die Dauer von 2 Monaten gelperrt werden. Sperrungen und Umfahrten sind durch Schilder deutlich kenntlich gemacht. Aus Richtung Stiepel: Um ahrt durch die Straße„Am Kublenkamp“. Gewerbeaufsichtsamt nun in Dortmund Das Preuß. Gewerbeaufsichtsamt Bochum teilt folgendes mit: Zum 1. 7. 1937 wird das Preuß. Gewerbeaufsichtsamt mit dem Gewerbeaufsichtsamt Dortmund vereinigt. Der Sitz des neuen Gewerbeaufsichtsamtes ist Dortmund, Kaiserstraße 6. Von dem genannten Zeitpunkt ab wird der Dienstverkehr von dem neuen Gewerbeaufsichtsamt Dortmund übernommen. Eine neue Isolierstation im Beramannsheil. Im Zuge des Ausbauplanes und der Modernisierung. des der knappschaftlichen Berufsgenossenschaft der Sektion II gehörenden Krankenhauses Bergmannsheil, in auf dem füdlichen Teil des Anstalisgelandes, in der Nähe der Hunscheidstraße, ein Neubau errichtet worden, in dem die Ilolierstation ein neues Heim findet. Der einstöckige. freistebende Neubau entbält etwa 16 Krankenzimmer, die sehr freundlich ausgestattet sind Nach der Umlegung der Jolierstation in den Neubau. die demnachst erfolgt, werden die bisherigen Raume dieser Station für andere Zwecke zugänglich gemacht Eigentümer von Kraftfahrzeugen Was ist beim Wohnungswechsel zu beachten! Der Polizeiprasident in Bochum teilt mit: Der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges muß der Zulassungsstelle Anzeige erstatten, wenn er seine Wohnung wechselt, das Fahrzeug veräußert, es umbaut oder außer Betrieb setzt. Zieht er mit dem Fahrzeug in den Bezirk einer anderen Zulassungsstelle, hat er sich bei der einen abzumelden und bei der anderen anzumelden. Wechselt er seine Wohnung im Bezirk der gleichen Zulassungsstelle, sind die Angaben über die Wohnung im Kraftfahrzeugbrief und=schein und in den amtlichen Karteien zu berichtigen. Es ist auch der Zulassungsstelle zu melden, wenn Aenderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, z. B. der Motor ausgewechselt, der Aufbau geändert, zu einem Kraftrad ein Beiwagen beschafft wird. Dabei ist immer der Kraftfahrzeugbrief vorzulegen. Wird das Fahrzeug— nicht nur vorübergehend— außer Betrieb, gesetzt, so sind Kraftfahrzeugbrief und=schein abzuliefern. Ohne punktliche Erfüllung dieser Verpflichtunen durch die Eigentümer der Kraftfahrzeuge ist ie richtige Führung der Kraftfahrzeugkartei bei den Behörden nicht moalich. Nachlässigkeit der Kraftfahrzeughalter bei diesen Obliegenheiten muß streng bestraft werden, und zwar mit Geldstrafe bis 150 oder mit Haft bis sechs Wochen. Jeder deutsche Eigentümer eines Kraftfahrzeuges sollte aber aus eigenem Antrieb diese Pflichten gegenüber dem Staat, der den Kraftverkehr vielfaltig fördert, erfüllen. Die Zulassungsstelle für die Stadtbezirke Bochum, Wattenscheid und Witten befindet sich im im Muttental erleben können. Die Rentabilität dieser kleinen Zechen war abhängig von der Dichte des Flözes und seiner störungsfreien Koblenader. Wie Störungen manchmal verlaufen, kann man noch heute an einer Stelle wo die Kohle offen zu Tage ausstreicht, sehen Unsere Aufnahme zeiat den Steinbruch, der binter dem Bargrücken Steinbausen auf dem Wege von Bommern nach der Ruine Hardenstein offen liegt. Es ist das Flös„Finefrau“, das hier 25 cm stark durch den Berg verläuft. Die weißpunktierte Linie zeigt die Koblenader, die unten wagerecht verläuft und dann durch Störungen und Verwerfungen unterbrochen wird, bis sie etliche Meter Preisbarometer für unsere Hausfrauen Der Höhepunkt des Angebots an Gemüse und Obst ist bald erreicht. Bohnen, Erbsen, Blattgemüse und Knollenfrucht bieten eine reiche Abwechslung für den Mittagstisch. An den Obstständen beherrscht das Beerenobst das Feld. Eine bunte Pracht gewähren die Blumenstände mit Schnittblumen. Die Preise notierten wie folgt: Spinat 25, Stielmus 6, Kopfsalat 10, Spitzkohl 15, Wirsingkohl 18, Blumenkohl 30, Rhabarber 10, Radieschen 5, Kohlrabi 10—12, Wurzel 18—20, Zwiebel 15, rote Beete 10, Schlangengurken 25—30, Erbsen 30, große Bohnen 18, Buschbohnen 25—35, Wachsbohnen 50, Himbeeren 50, Erdbeeren 30—35, Waldbeeren 33—38, Stachelbeeren 30—35, Johannisbeeren 30, Kirschen 40—55, Aprikosen 30—35, Pfirsiche 35—50, Tomaten 30, Bananen 25—35, Eier 8 bis 10. Molkereibutter 155—160, Rindfleisch 80 bis 1, Schweinefleisch 80—120, Kalbfleisch 90—130, Hammelfleisch 12, Schellfisch 30—40, Kabeljau 30, Schollen 30, Rotbarsch 25—30, grüne Heringe 25, Fischfilet 40. höher im Berg dann wieder wagerecht ansetzt. Es ist das eine ganz normale Ablagerung mit Störungen und flachem Land als Deckgebirge. An' solche Störungen muß der Bergmann immer gefaßt sein und sie wäre vor allem beim jüngsten Bergbau an der Tagesordnung. Gerade hier in dem Wittener Bezirk bildet das Steinkohlengebirge von der Nachtigallbrücke an. die unterhalb Steinhausen gelegen ist. bis zur Bleiche oberhalb der Bommerner Brücke nach Süden bin drei ostwestlich gestreckte Mulden und die zum Teil von einer größeren Störungszone durchsetzt sind. Je mehr der Bergbau weiter nördlich vom Weichbild der Stadt Witten einsetzte, je weniger war die Kohle an zahlreichen Talhängen aufgeschlossen und umso mehr wird das flösführende Karbon von jüngeren Ablagerungen, dem Mergel, Jahrgang 1917 überlagert, der hlel nach Norden zu rasch an Mächtigkeit zunnimmt. Trotzdem hatte man damals schon verschiedene Stollen bei Langendreer und Werne aufgefahren, von denen der von Vollemond, wie es ursprünglich hieß, am weitesten nach Norden vorgeschoben war. Wenn auch die auf unserer Aufnahme sichtbare Kohlenader abbauunwürdig war, so ist doch festzustellen, daß schon Flöze von 40—50 cm Dichte abgebaut wurden. Min kann sich die mühselige Arbeit des Bergmanns in einem solch niedrigen Loch selbit ausmalen, der hier Tag für Tag gezwungen war. der Koblenaber nachzugehen und die dort lagernde Kohle abzubauen. Unsere Aufnahme bietet auch einen weiteren geo ogischen Einblick in die flözführenden Sandsteinschichten unseres Reviers. Geologisch bietet sich die Steinkohlenformation unserer Gegeny als ein Faltungssystem dar, das von jüngeren Schichten diskordant umlagert wird. Das Material der Karbonschichten entstammt einem im Süden unseres Vaterlandes frisch au gefalteten Gebirge, dessen Verwitterungsmaßnahmen in einem klachen, langgestreckten Trog abgelagert wurden. Schon bei der Ablagerung erfolgte eine natürliche Separationd standteile. Die Gerölle und groben Sande setzten sich zuerst ab, während die leichteren Materialien und tonigen Sinkstoffe weitergetragen wurden. Hieraus entstand die Schichtenfolge von grobkörnigen und feinkörnigen Sandsteinen sowie Sand= und Tonschiefern. War der Trog angefüllt, so kam es zur Verlandung. Die hierbei sich bildende Vegetation gab das Material der Kohlenflöze. Infolge der eingetretenen Gleichgewichtsstörung der Erdrinde sank nun der Trog ab und wurde wieder neu angefüllt. Dieses stufenweise Absinken und Wiederauffüllen bewirkte die Bildung des Karbons mit Sanden. Tonen und Steinkoblenflözen, lo wie es hier im Bi.de sichtbar ist. Erkrankungen im Urlaub Eing Stellungnahme der Düf Eine der wichtigsten Streitfragen zur Urlaubszeit ist die, welchen Einfluß die Erkrankung eines Gefolgschaftsmitgliedes auf seinen Anspruch auf Erholungeurlaub hat. Das Amt für Rechtsberatungsstellen im Zentralbüro der DAg gibt seine Stellungnahme in dieser Frage dahin bekannt, daß es unzuläfsig ist, den Urlaub in die Zeit einer Erkrankung des Gefolgschaftsmitglieds zu legen. Dies wäre mit dem Zweck des Urlaubs, der zur Auffrischung der körperlichen und geistigen Kräfte bestimmt ist, unvereinvar und verbietet sich auch deshalb, weil das Gefolgschaftsmitglied wahrend der Krankheitszeit regelmaßo obnehin einen Anspruch auf Fortzahlung des Lebnes oder Gehaltes hat. Nur dann ist die Anrechnung von Krankheitstagen auf den Urlaub zulätsig wenn ein Anspruch auf Fortzahlung des Gehaltes wahrend der Krankheitszeit nicht oder nicht mehr bestehr und wenn das Gefolgschaftsmitglied sich mit einer Verrechnung des Urlaubs ausdrücklich einverstanden erklärt. Ist der Urlaub bereits festgelegt und erkrankt das Gefolgschaftsmitglied nachtränlich vor Antritt des Urlaubs, so kann eine Abänderung der Urlaubefestsetzung dann verlangt werden, wenn betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Erkrankt das Gefelaschaftsmitglied während des Urlaubs, so hat es nich der vom Reichsarbeitsgericht vertretenen Auffassung weder Anspruch auf Gewährung eines Nachurlaubs noch auf besondere Verütung der Krankheitstagc. Zur Planung Genehmigung der Reichskammer erforderlich. Der Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste Westfalen=Süd weist darauf hin, daß immer noch Bauunternehmer den Baupolizei=Behörden Pläne einreichen, die zur Planung die Genehmigung der Reichskammer nicht besitzen. Bauunternehmer, die wirklich planen wollen, bedürsen des braunen Ausweises der Reichskammer, der auf einen Antrag über die zuständige Innung nach Prüfung erteilt wird. Personen, die planen, ohne die Erlauonis der Reichskammer zu besinen, machen sich strafbar. wird gemustert! „Jan und die Schwindlerin“ Alired Schieske als Jan, links: Freca-Renate Bortseldt als Deutschamerikanerin Straaten. SK=Fotos: Herker Gestern abend ging als westdeutsche Erstaufführung die Komödie des Nordländers Peer „Jan und die Schwindlerin“ über die Bochumer Bühne. Unter der Regie von Viktor Ablero steuerte das Lustivielensemble des Bochumer Stadttbeaters mit viel Laune und Spielfreudigkeit die vieraktige Komödie zu einem ganz großen Erfolg. Schon nach dem ersten Akt brach lauter Beifall los, der sich von Szene zu Siene steigerte. Am Schluk mukten die Spieler und Viktor Ahlers sich immer wieder zeigen. Es waren kostliche Stunden, die man gestern im Stadttbeater erleben konnte Wir kommen morgen auf die Auffuhrung näber zurück Musterung 1937, Gestellungsaufruf und Aushebung der Wehrpflichtigen in Bochum, Witten, Waltenscheid, herne, Wanne-Eickel und Castrop-Kauxel Das Polizeipräsidium in Bochum teilt mit: 1. Auf Grund des Wehrgesetzes vom 21. Mai 1935 und des Reichsarbeitsdienstgesetzes vom 26.6. 1935 ist jeder männliche Volksgenosse deutscher Reichsangehörigkeit wehrpflichtig 2. Im Jahre 1937 werden alle männlichen Reichsangehörigen, die Jahre 1917 geboren sind und die Zurückgestellten des Jahrgangs 1916 zur Musterung berangezogen Zur Musterung und Aushebung gelangen die Zurückgestellten der Geburtsjahrgänge 1914 und 1915. Ausgehoben werden die im Jahre 1915 und die im ersten Viertelfahr 1916 geborenen Dienstpflichtigen. Die unterliegen der Gestellungspflicht. Hierzu gehören auch die bei früheren Musterungen zurückgestellten Dienstpflichtigen, deren Zurückstellungsfrist abgelaufen ist oder deren Zurückstellungsgründe weggefallen sind 3. Die Musterungen und Ausbebungen finden in den oben aufgeführten Stadtbezirken während der Zeit vom 21. Juni bis Ende Juli 1937 statt. Es werden gemustert und ausgehoben die gestellungsyflichtigen Einwohner der Polizeireviere 1—5 uno—12 in Bochum des Wehrdeg. 6 u. 7 in Wattenscheid 13—15 in Witten 16—18 in Wanne=Eickel des Meorpes 19—21 in HerneKommandos Nu.2 in Castrop=Rauxel Herne 5. Die Dienstpflichtigen erhalten eine schriftliche Gestellungsaufforderung, aus der hervorgebt. zu welcher Zeit und in welchem Lokal sie sich zu melden baben Dienstpflichtige in Bochum Witten. Wattenscheid, Herne, Wanne=Eickel und Castrop Rauxel die bis zum 10. Juli 1937 keine Gestellungsaufforderung erhalten haben, müssen sich trotzdem stellen. Die Meldung hat beim zuständigen Polizeirevier(siebe Ziffer 4) zu erfolgen Ein Dienstpflichtiger, der durch Krankheit an der Gestellung zur Musterung oder Ausbebung verhindert ist bat hierüber ein Zeugnis des Amtsarztes oder eines anderen beamteten Arztes oder ein mit dem Sichtvermerk des Amtsarztes versehenes Zeugnis einzureichen. Entsprechende Gebühren müssen von den Dienstpflichtigen selber getragen werden Ist ein Dienstpflichtiger. der sich zur Musterung der Aushebung zu stellen hat, am Musterungstage oder Ausbebungstage aus zwingenden Gründen vom Orte seines dauernden Aufentbaltes abwesend. muß er Dauer und Grund der Abwesenheit und seine Anschrift möglichst zwei Wochen vor Beainn der Musterung oder Aushebung der zuständigen volizeilichen Meldebehörde persönuch oder schriftlich anzeigen. 6. A) Zur Musterung sind folgende Papiere mitzubringen: a) Geburtsschein; b) Nachweise über die Abstammung(Ahnenpaß); c) Schulzeugnisse und Nachweise über Berufsausbildung(Lehrlings= und Gesellenprüfung): d) Arbeitsbuch; dieses hat der Unternehmer dem Dienstpflichtigen zu diesem Zweck auszuhändigen: e) Ausweise über Zugebörigkeit zur HJ(Marine=. J., Luftsporteinbeiten der OJ.), zur SA.(Marine=SA.), um zum NS.=Reiterkorps zum Deutschen Seglerverband, AATETETETTTTEE zweite Halbjahr beginnt Wird der Juli warm oder naß? Ferienanfang— Theaterschluß— Saison=Schlußverkäufe zum DLV. Deutscher Luftsportverband) und über die Ausbildung in diesem, zum NSJN. zum MLV. Reichsluftschutzbund). zum ZWM.(Freiwilliger Wehrfunk— Gruppe Marine—. zum DASD.(Deutscher Amateursende= und Empfangsdienst zur TN.(Technische Nothilfe), zur Freiwilligen Sanitätskolonne(Rotes Kreuz), zur Feuerwehr; f) Nachweis über den Besitz des Reichssportabzeichens oder des SA.=Sportabzeichens: g Freischwimmerzeugnis, Rettungsschwimmerzeugnis, Grundschein, Leistungsschein, Lehrschein der deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG.); h) Nachweis über fliegerische Betätigung; für Angehörige des fliegerischen Zivilpersonals der Luftwaffe, der Luftverkehrsgesellschaften und der Reichsluftverwaltung die Bescheinigung des Dienststellenleiters über fliegerisch=fachliche Verwendung und Art der Tätigkeit: 1) Fuhrerschein(für Kraftfahrzeuge, Motorboote); k) Bescheinigung über die Kraftfahrzeugausbildung beim NSKK.— Amt für Schulen—, den Reiterschein des Reichsinspekteurs für Reit= und Fahrausbildung: l) Nachweis über die Ausbildung beim Roten Kreuz: n) Nachweis über Seefahrtzeiten— Seefahrtsbuch—, über den Besuch von Sesfahrtschulen, Schiffsingenieurschulen, der Debegfunkschule — Patente—; n) Sportseeschifferzeugnis, den Führerschein des Deutschen Seglerverbandes, den Schein Ceiner Seesportschule, das Seesportfunkzeugnis: o) Nachweis über geleisteten Arbeitsdienst(Wehrpaß, Arbeitspaß oder Arbeitsdienstngß, Dienstzeitausweise, Pflichtenheit der Studentenschaft); p) Nachweis über geleisteten aktiven Dienst in der Wehrmacht, Landespolizei oder SS.=Verfügungstruppe; a) Annahmeschein als Freiwilliger der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes oder der SS.Verfügungstruppe. Dienstpflichtige mit Sehfehlern haben das Brillenrezept mitzubringen. B) Zur Aushebung sind mitzubringen: a) Wehrpaß: b) etwaige sonstige Unterlagen über das Wehrdienstverhältnis: c) bei Verlust des Wehrpasses eine Bescheinigung der Wehrersatzdienststelle, daß der Verlust zur Ausstellung eines neuen Wehrpasses gemeldet worden ist; d) Nachweise, wie sie unter 6a) gefordert sind, soweit sie nach der Musterung erworben oder Aenderungen in ihnen vorgenommen wurden. 7. Gesuche um Zurückstellung sind schriftlich spätostens 2 Wochen vor der Musterung an den Herrn Polizeipräsidenten— Abteilung E— in Bochum zu richten. Die erforderlichen Beweismittel sind beizufügen. Treten die Gründe für die Zurückstellung erst nach diesem Zeitpunkt ein, kann der Antrag bei der Musterung oder nachträglich bei der Kreisvolizeibebörde gestellt werden. Der Dienstpflichtige hat Behauptungen über seine Person durch Vorlage von Urkunden und Stellung von Zeugen und Sachverständigen zu unterstützen. Zurückstellungsanträge der zur Aushebung gelangenden Dienstpflichtigen können nur berücksichtigt werden, wenn die Gründe erst nach der Musterung eingetreten sind. Zurückstellungsgesuche befreien nicht vom Erscheinen zur Musterung oder Aushebung, desgl. entbindet die Versäumnis einer Gestellungsfrist nicht von der Gestellungspflicht. 8. Die Dienstpflichtigen müssen gewaschen, mit geschnittenem Haar und mit sauberer Wäsche erscheinen. 9. Anspruch auf Reisekosten und Entschädigung für Lohnausfall für Dienstpflichtige besteht nicht. Für während der Musterung abhanden gekommene Sachen kann kein Ersatz geleistet werden. 10. Wer sich durch Nichtgestellung, durch unerlaubte Entfernung, durch Selbstbeschädigung oder durch Vorschützen von Gebrechen der Dienstpflicht zu entziehen versucht, hat schwere Strafen zu erwarten. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Die Berufsberalung des Arbeitsamtes Bochum macht Jahresbilanz Nachdem nunmehr die Beratung und Vermittlung von Jugendlichen, die Ostern 1937 die Schule verlassen haben, im wesentlichen abgeschlossen ist, ist die Abteilung Berufsberatung bis zum 15. 7. 1937 nur noch in dringenden Fällen für die Beratung geöffnet. Das gewaltige Arheitspensum des letzten Jahres das mindeltens etwa 9000 Ratsuchende umfaßte, macht eine gründliche statistische Ueberarbeitung der ganzen Unterlagen notwendio Das Arbeitsamt bittet die Betriebsführer, bis zum Herbst mit der Anmeldung von neuen Lehrstellen zu warten, weil dann mit der Rüchkehr der Jugendlichen aus der Landwirtschaft wieder eine erhebliche Anzahl von geeigneten Bewerbern für die Lehrstellenvermittlung zur Verfügung stehen. + Verhängnisvolle Unfälle. Der Ofenmann Jo. Schö., Christstraße 42. kam auf seiner Arbeitsstelle an einer Presse, für die er Material heranschafsen wollte, so unglücklich zu Fall, daß er am rechten Bein erhebliche Verletzungen davontrug.— Der 24jährige Dreher Alfons Me., Hermannshöhe 16, wurde bei der Arbeit von einem herabfallenden Gegenstand so unglücklich getroffen, daß er mehrere Zehenbrüche erlitt. Beide Verletzten mußten dem Elllabeth-Krankennhaus zugeführt werden. Ins Bergmannsheil wurde der 16jährige Jungarbeiter Erich Gr. Sedansttaße 16, eingeliefert. Bei der Bedienung einer Kreisläge gab plötzlich die Schutzvorrichtung nach, mobei der Junge den Halt verlor und in die Kreisläge geriet. Arbeitskameraden befreiten ihn mit erheblichen Verwundungen am Oberschenkel aus seiner gefährlichen Lage. Nun sind wir über die Höhe des Jahres und einen verregneten Peter= und Paul=Tag in den Juli hineingeklettert, der heute seine rote Einauf den Kalenderblatt prangen hat. Sonst schien mit diesem Tage der Sommer erst richtig anzufangen, aber veuer hat er seinen Sonnensegen schon im Juni vorweggenommen. Wir sind ihm deswegen nicht böse, denn in der kleinen sommerlichen Atempause, die uns in unserm Meeresklima geschenkt wird, trieft zu oft der Regen, als daß man von einem ungetrübten Sommerglück sprechen könnte. Nun aber, nachdem wir schon mancherlei an sommerlichen Freuden, von der eisgekühlten Altbierbowle über Erdbeeren, Johannis=, Waldund Stachelbeeren bis zu sonnenerfüllten Wochenends, erlebt haben, kommt der zweite Abschnitt all der Annehmlich. keiten. die uns in der parkdurchiluteten Großstadt das Sommerleben bringt. Die Wassersportler, die Tennisleute, kurz alles, was sich im Sport Kraft durch Freude holt, nehmen nun den zweiten großen Anlauf Die Kleingärtner sehen voll Stolz ihre Mühen reifen. Eine geradezu verschwenderische Fülle der Rosen rankt sich um Hüttchen und Tore, und es ist eine Freude, da draußen zu leben. Und viele andere packen im Juli den Rucksack und radeln und reisen in die Welt. Noch steht der große westdeutsche Ferienstrom Gewehr bei Fuß: aber wer nicht auf die Schulferien Rücksicht zu nehmen der sieht zu. daß er den Juli erwischt, denn da ist de. Sommer doch noch ein ganz anderer Kerl als im August wo leere Felder und kurze Abende unser Ferienglück trüben. diesem Jahre beginnen die großen Ferien schon früb. Während für die norddeutschen Landslente die Schulferien schon Anfang Juli beginnen. ist Jür Westdeutschland der letzte Schultag am 21. Um diese Zeit macht auch das Stadttheater Schluß. Es wird die glanzvoll verlaufene Spielsaison mit Shakespeares„Antonius und Kleovatra“ beschließen, um im September dann mit den Königsdramen des großen Engländers die neue Saison anzusteuern und im Oktober den ersten Zyklus mit der Shakespeare=Festwoche abzuhalten. Eigentlich muß man sich wundern, daß das Theater hiesmal so lange aushält. Im Prospekt stand als Schlußtermin der 12. Juli; im vorigen Jahre dauerte die Spielzeit bis zum 17. Juli und diesmal geht es bis zum W. Juli. Um diese Zeit beginnen die Saison=Schlußverkaufe, die bis in den August hinein bauern. Wenn wir diese Tage an der Hand haben, dann hat in der Natur bereits das erste herbstliche Sterben begonnen. Das erste Laub ist in diesem Jahre schon im Juni gefallen. Aber im Juli fallen die Bätter zahlreicher, auch wenn wir nicht gern zugestehen wollen, daß der Sommer inmitten seiner uppigen Schönheit zu sterben anfängt. Auch in der Vogelwelt wird es mertlich stiller. Der Gesang der Vögel verstummt immer mehr, die Zeit der Mauser läßt die Sänger sich in stille Winkel zurückziehen ein Federchen nach dem anderen fällt aus dem Gefieder und sie zu erneuern kostet viel Kraftanstrengung. Auch bringt der Juli gewöhnlich die höchsten Tagesdurchschnittstemperaturen des Sommers. In diesem Jahre haben wir schon im Juni Höchsttemperaturen gehabt, und das ausgerechnet in der ersten Dekade, zu einer Zeit also da die Durchschnittstemperatur für gewöhnlich nur 15—17 Grad beträgt. Im Juli wiederholen sich jene Tage mit 33 und 35 Grad. Gewöhnlich ist der Juli auch derjenige Monat, in dem sich in trockenen Perioden die Dürre am stärksten auswirkt, da die unablässi.g scheinende Sonne auch die letzte Feuchtigkeitsreserve aus dem Boden saugt. Nur für dieses Jahr kann man auf unangenehme Ueberraschungen gefaßt sein. Wenn nicht alles trügt, so wiederholt sich der Sommer vom vorigen Jahr, in dem bekanntlich der Juli total verreancte. Gerade der Juli ist der Monat klimatischer Extreme. Manchmal ist er ungewöhnlich trocken und heiß. in ausgesprochen kühlen und seuchten Sommern kann er aber auch durch Dauerregen die Ernte gefährden. Lasset uns frob sein wenn er diesmal den goldenen Mittelweg einschlägt. Ort Wittstoch Biwach bezogen. Und wie das nach Dienitschluk so üblich ist. haum war alles sauber und vorschriftsgemäß hergerichtet, die Abendmahlzeit eingenommen, da fanden sich auch schon die Bewohner der Ortschaft, allen voran natürlich neugieriges junges Weibervolk, ein, um zu sehen, wie unlere Soldaten„Feierabend“ machen, den es ja bekanntlich bei ihnen niemals gibt. Und um der schaulustigen Menge etwas zu bieten, inizenierten einige findige Köpfe im Handumdrehen einen Sängerwetthampf. Es soll sogar nicht nur laut, sondern auch schön gesungen worden sein und die edlen Kampfer gaben sich stubenweise ebenso große Mühe, wie einst die vornehmen Ritter beim sagenhaften Sängerwettstreit auf der Wartburg. Alte und neue Volkslieder, Soldatenlieder, selbst Schlager wurden vorgettagen, bis, ja bis die Stube 40 in Aktion trat. Und was man sang? Bochumer Jungens können singen und pfeisen Genügt der Wink mit dem Telegrafenmast? Beun lodernden Schein des prasselnden Biwackfeuers schmeiterte die Kameradschaft einer staunenden Zuhörerschaft den prächtigen Kantus vor, daß man immer und überall im Leben ein echter Bochumer Junge bleibe, werauf man sich verlassen könne. Dazu wurde aus Leibeskräften gepfiffen, wobei Hals= und Stirnadern schwollen. Die Einwohnerschaft von Wittstock war ob dieses Liedes restlos begeistert und verlangte stürmische Wiederholung. Bei jeder Strophe der gleiche Erfolg. Stube 40 wurde zum Sieger erklärt. Bliebe nur noch hinzuzufügen, daß diese. Sieg ausgiebig begossen wurde. Ja, unser Bochumer Jungenslied hats immer noch in sich! Er hatte einen Augenblick „gedöst“ Gerichtsverhandlung über ein folgenschweres Motorradunglück 4t Vor einem halben Jahr trug sich auf dem Hindenburgdamm, bei der Kreuzung der nach Westenfeld und Höntrop führenden Straße auf Wattenscheider Geliet, ein schweres Motorradunglück zu. In früher Moraenstunde befuhr ein Motorradfahrer, seine junge Frau auf dem Soziussitz. die Straße. Ein Lastkraftwagen näherte sich, ohne ersichtlichen Grund verlor der Führer des Kraftrades die Gewalt über seine Maschine und raste auf das Auto. Bei dem Zusammenprall erlitt seine Frau tödliche Verletzungen, er selbst wurde schwer verwundet in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er lange Wochen darniederlag. Jett hatte sich der Mann vor der Strafkammer des Landgerichtes Bochum wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Wie die Verhandlung ergab, vermochteie Ursache des schweren Unglücksfalles nicht anzugeben. Er unternahm die Fahrt auf einem geliebenen Rad, ohne vorher Alkohol genossen zu haben und völlig ausgeschlafen. Neben der Möglichkeit, daß er mit der Bremswirkung der fremden Maschine nicht genau vertraut war, nahm der Staatsanwalt an, daß der Fahrer im Augenblick des Unglücks„gedöß“ und seine Aufmerksamkeit irgend welchen anderen Dingen zugewendet hatte. Den Lenker des Lastkraftwagens traf keine Schuld. Staatsanwalt und Gericht waren der Ansicht, daß der bedauernewerte Mann durch den Verlust seiner Frau bart genug gestraft sei und erkannten auf eine Sühne von 50 anstelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe. Wieder Gastarbeiter aus Potodam. Die Na= tionalpolitische Erziehungsanstalt Potsdam hat wieder 9 ihrer Jungmannen in der südwestsälischen Industrig als Gastarbeiter untergebracht. Diele Jungmannen schaffen auf dem Eichener Walzwerk. Berulosportler werden beirent. Nachdem die oraanisatorischen Vorarbeiten für die Erlassung der Berufssportler in der DAJ nunmehr abgeschlossen sind. hat die RBG„Freie Berufe“ auf Anordnung des Oraanisationsamtes eine Facharuppe„Verusosport“ errichtet, in der die Berufssportler sozialpolitisch und weltanschaulich betreut werden keit bis zum Zeitpunkt der Einberufung beboben sind. Bedinat tanglich. Bedingte Tauglichkeit wird durch Fehler und Gebrechen nach Spalte B der Fehlertabelle begründet. Hierunter sind Fehler aufgeführt, die zwar die Gesundheit nicht beeinträchtigen, die Leistungsfähigkeit aber, wenn auch nicht erheblich, herabsenen, jedoch eine kurzfristige Ausbildung zulassen. Zeitlich untaualich. Zeitlich untauglich sind solche Dienstpflichtigen und Freiwilligen, die in der körperlichen Entwicklung stark zurückgeblieben sind, oder die infolge überstandener Erkrankungen noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Leistungsfähigkeit sind, oder die zur Zeit der Untersuchung an heilbaren Krankheiten leiden, deren Heilung bis zur Einberufung aber noch nicht mit Sicherheit erwartet werden kann. Beschränkt taualich. Beschränkte Tauglichkeit haben Untersuchte mit erbeblichen körverlichen Fehlern und Gebrechen, die die Leistungsfähigkeit zwar herabsetzen, jedoch noch eine beschränkte dienstliche Verwendung zulassen. Während beschränkt Taugliche im Frieden zur Ausbildung in der Wehrmacht nicht herangezogen werden. wird ein Teil derselben als„förderungsbedürftig“ in den Reich=arbeitsdienst eingestellt. Die hierfür in Betracht kommenden Dienstpflichtigen werden nach den vom Reichs= und Preutzischen Mi= nister des Innern erlassenen besonderen Bestimmungen durch den bei der Musterung anwesenden Vertreter des Meldeamtes des Reichsarbeitsdienstes als „förderungsbedürftig“(F) vorgeschlagen Untanglich(für Walsendienst). Bei Beurteilung der Untauglichkeit muh der Arst prüsen, ob der jestacstellte Fehler den Untersuchten nur für den Waffendienst untauglich macht; denn die Ergebnisso der militärärstlichen Untersuchungen sollen auch für andere Zwecke(a. B. allgemeine berufliche Verwendbarkeit) nunbar gemacht werden können. Es ist hierbei von der Voraussetzung auszugeben, daß ein Untersuchter auch mit einem erbeblichen körperlichen Fehler oder einer nicht heilbaren Erkrankung im bürgerlichen Erwerbsleben sehr gut noch eino voll leistungsfähige Arbeitskraft darstellen kann. auch wenn er den Sonderanforderungen des Dienstes in der Wehrmacht und im Reichearbeitsdienst nicht gewachsen ist Vollig untanalich. Als völlig untauglich sind Unterluchte zu bezeichnen. die infolge hocharadiger geistiger oder körperlicher Fehler und Gebrechen dauernd berufsunfähig sind oder nur unter besonderen Voraussetzungen eine beschränkte Tätigkeit ausüben können. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um hilflole Krüppel. Geisteskranke und Idtoten.„ „... sind wir immer noch die Bochumer Jungens!" Bochumer Soldaten errangen bei einem Sänger wettstreit mit unserer„Bochumer Hymne“ einen ungeahnten Erfolg Unter der großen Menge Post, die jeden Tag auf einer Schriftleitung einläuft, befinden sich hier und da auch Briefe und Karten, dine von Bochumern stammen, die irgendwo in der Ferne ihrer Heimatstadt gedachten. Grüße an die Schriftleitung zu senden, ist seit langem schöne Tradition aller Sportvereine, lo oft man sich auf Gastspielreisen begibt. Seitdem nun aber Bochums Söhne ohne Unterschied des Ranges und Standes das Ehrenkleid der Uniform, sei es die des Arbeitsdienstes oder der Wehrmacht, anzogen, sind diese Zeugen treuen Gedenkens keine Seltenheit mehr. Aus West und Ost, von den Bergen und vom Meer erreichen sie uns und berichten von Taten und Ereignissen, die mit der Heimat irgendwie in Zulammenhang stehen. Leider ist es nicht möglich, jede dieser gutgemeinten Nachrichten zu veröffentlichen In diesen Tagen erreichte uns jedoch eine, die es verdient, erwähnt zu werden. Die Stube 40 der Beobachtungsabteilung Frankfurt(Oder) ist richtig, goldrichtig sagen ihre Bewohner sogar. Und das mag schon ein Fingerzeig sein, daß der größte Teil ihrer Belegschaft mit Ruhrwasser getauft ist und Bochumer Schulbänke gedrückt hat. Heute trägt man den grauen Reck und schloß als echte Söhne der roten Erde, speziell vom Marbach, in seiner Garnison treue Kameradschaft. Da war vor einiger Zeit nun eine Uebung angesetzt und nachdem sich mehrere Jungen einen langen Tag mit Staub und Hitze, mit Tüchen des Geländes und der Aufgaben herumgeschlagen hatten, wurde abends in dem Generalversammlung der Baugenossenschaft Bochum und Umgebung In der Panzergrotte hielt die Baugenofsenschaft Bochum und Umgebung Mittwochabend ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Biermann leitete die gut besuchte Versammlung. Nach seinen Begrüßungsworten erteilte er Vorstandsmitglied Dorf das Wort zur Erstattung des Geschäftsberichtes. Den ausführlichen Darlegungen entnehmen wir die wichtigsten Zahlen. Die Bilanz schloß mit 4 111 308,69 RM ab. Auf der Aktivseite sind die Wohngebäude mit 4080 554,58 RM. auf der Passivseite u. a. die Hyporhekenschulden mit 3 624 670,43 RM, das Geschäftsauthaben der Mitglieder mit 169 585,53 RM ausgewiesen. Die Gewinn= und Verlustrechnung schloß mit 277 207,49 Reichsmark ab und wies einen Reingewinn von 36 563,88 RM aus. Die Mieteinnahmen betrugen 275 171.92 RM. Für Abschreibungen wurden 45 771,38 RM aufgewandt, der Zinsendienst beansprukte 123 338,06 RM. Die Mitgliederzahl stieg um 23 auf 786 mit 857 Anteilen und einer Haftsumme von 428 500 RM. Neubauten wurden nicht errichtet. Für Instandsetzungsarbeiten wurden ro. 20000 RM aufgewandt. Die Verteilung des Reingewinns wurde wie folgt vorgeschlagen: 10 Prozent gesetzliche Rücklage 4000 MM, Rücklage 10000 RM, Banerneuerungsfonds 16 211.56 RM, 4 Proz. Dividende 6352,32 RM. Der Vorstand hat sich entschlossen, für die Siedlung Weitmar eine Senkung der Nutzungsgebühren ab 1. Juli 1937 vorzunehmen. Für den Aufsichtsrat sprach der Vorsitzende Biermann, der auf die innere Stärlumg der Genossenschaft hinwies. Einstimmig Militärärztliche Urteile bei der Musterung Für Dienstpflichtige und Freiwillige Bei der diestahrigen Musterung. die gegen= wärtig durchgeführt wird. gelten die neuen Bestim= mungen über die militärärztlichen Untersuchungen. die jent vom Reichskriegsminister und Oberbesehlshaber der Wehrmacht in Kraft gesent sind. Das militärärztliche Urteil hat zu lauten: „tauglich“.„bedingt tauglich“,„zeitlich untauglich“. „beschränkt tauglich“,„untauglich(für Waffendienst)“,„vollig untaualich“. Tanalich. Entscheidend ist der Gesamteindruck des Untersuchten, weniger die Zahl der A=Fehler. Als tauglich sind auch die Untersuchungen zu beurteilen, bei denen unbedeutende, vorübergebende Erkrankungen festgestellt werden, die mit großter Wahrscheinlichstimmte die Versammlung dem Bericht, der Bilanz und der vorgeschlagenen Reinverteilung zu. Die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates erfolgte ebenfalls einstimmig. Die aus dem Aufsichtsrat ausscheibenden Mitglieder Biermann und Lobing wurden wiedergewählt. Neu gewählt wurden in den Aufsichtsrat die Mitglieder Meblis und Augestin. Kundfunk im H)-Zeltlager Der Reichssender Köln in den Zeitlägern der westsälischen Hitler=Jugend In Verbindung mit der Rundfunkabteilung des Gebietes Westfalen führt der Reichslender Koln zwei große Sendungen aus den Sommerzeltlägern der HJ. durch. Alle Zeltläger im Gebiet Westsalen werden hiermit aufgefordert, einen Sendevorschlag von 7 bie 19 Minuten einzureichen. Die Sendung soll vor allen Dingen einen fröhlichen Charakter tragen, sie soll zeigen, daß die Jugend Sinn für Humor hat. Es können u. a. Kurzlzenen, Satiren, Erzählungen und Bänkelgesänge eingereicht werden. Weiter können in Vorschlag gebracht werden kleine Ausschnitte aus dem Lager= und dem sonstigen Dienst des Alltags. Jeder Vorschlag muß mindestens zwei Minuten Musik oder ein Lied enthalten. Aus den Sendevorschlägen die spötestens bis zum 21. Juli an die Abteilung Rundkunk eingesandt werden mussen, werden die zwei besten Einsendungen für die Sendung ausgewählt. Geoh Das verzagte Herz Eine Geschichte von heute Von Joachim Fischer Sie bauten draußen an den Inseln die große Brucke. Seit Monaten arbeiteten die Manner schon und jetzt hatten sie begonnen, die riesigen Eisenkonstruktionen zu montieren. Die Bauern und Fischer standen oft und schauten zu den gewaltigen Eisenträgern, die von den Kranen gehoben und getragen wurden. Sie sahen mit staunenden Augen, wie sich die Brücke hinausschob über das gischtende Wasser, wie sie dann lag auf den Pfeilern. Und wenn die Brücke dann fertig war, dann waren sie dem Land verbunden, dann brauchten sie die Fähre nicht mehr. Dann begannen sie zu leben. Im Gasthaus wohnten die Monteure und Werkführer, junge Burschen meist, die aber ernsthaft waren und nicht so wild, wie jene, die Monate zuvor gekommen, die großen Erdarbeiten ausge führt und die riefigen Betonmaschinen aufgestellt hatten. Die Bauern und Fischer kamen oft, abende in die rauchschwimmende Gaststube und sprachen mit den Mannern. Die waren weit in der Welt berumgekommen, hatten in Australien, in Kapstadt und in Danemark Brucken gebaut, batten Wasserleitungen in Sudamerika und Stauwerke in Island geschaffen. Sie kannten die Welt, hatten überall gearbeitet und sprachen darüber, ernsthaft und bedachtig. Erfullt von der schweren Arbeit. Die Jungeren unter ihnen lagen oft abends in der vergehenden Sonne im Gras, lachten mit den Madchen, aber sie waren nicht so wie all die anderen Burschen, die immer nur mit den Madchen pielen und die sie wenig ernst nahmen. Manchmal jedoch wünschten die Madchen, daß sie nicht so zurückhaltend waren, daß sie mit ihnen tanzen sollten, und dann sagten sie rasch und ein wenig ungut, es seien doch recht langweilige Burschen. Nur einer war dabei, der lachte immer, er hieß Franz und war groß und hatte schwarzes lockiges Haar. Den mochten sie alle und wenn er unten am Wasser saß, da kamen sie dann und hörten ihm zu, wie er erzahlte.— Aino, die Tochter von Hans Jens, dem Fischer, die saß bei ihm und hörte mit lächelnden Augen zu. Aino wußte nicht recht, ob sie diesen Franz liebte, denn sie konnte den blonden Adrian, dem sie verlobt gewesen war, nicht so rasch vergessen. Adrian aber hatte ein reiches Madchen, drüben in der Stadt geheiratet und Aino schmerzte noch jeyt das Herz, wenn sie daran dachte, was ihr Adrian getan. Franz sprach manchmal mit Aino, so wie von ungefähr. An einem Sonntag saßz sie unten am Wasser, sah auf die spielen den Wellen und wünschte sich Freude in ihr Herz. Es war Sonnenschein unter endlosem Himmel, der keine Wolken vor sich schob. Da setzte sich Franz zu ihr und wie er sich beugte, da legte er für einen kleinen Augenblick die große braune Hand auf ihre Schulter, er schwieg, lachelte sie nur ein wenig an. So saßen sie, bis die Sonne unterging. Realos lag das Meer und im aufkommenden Winde erzahlte Franz von seinen Fahrten. Aino konnte ihn sich gut vorstellen, wie er dort auf den Brücken stand, weit fort in den Landern, zwischen denen wieder das Wasser lag, vielleicht das gleiche Wasser, das hier vor ihnen, vor den Dünen auf den Sand schwappte. Franz sprach von den vielen glücklichen Stunden, die er schon durchlebt habe, und mit einem kleinen Lächeln um den Lippen gab er so die Menschen wieder, die seinen Weg gekreuzt, ein wenig mit ihm verweilt und dann wieder zurückgeblieben waren. Und wenn ihn Aino so sprechen hörte, dann verlor sic sich in die Kleinheit ihres Lebens, das sie hier führte, in der Enge der alltäglichen Arbeit, die sich glich von Tag zu Tag. Ihr Herz verzagte balb vor der Aussichtslosigkeit ihres Seins, sie sprach davon zu Franz und er bat sie dann, doch die wenig schönen Dinge zu vergessen und aus der Fülle, aus der kleinen winzigen Fülle seiner Lebenswahrheit gab er den geringen Rat, daß nur der des Glückes teilhaftig werden könne, der es sich bewahre. Aino wurde unsäglich schwer dabei, sie dachte an Adrian und sein wildes Lachen, sie dachte an die schönen Stunden, die sie mit ihm gehabt und das war doch garnicht so lange her. Sie spürte den Arm des jungen Franz, er griff mit seiner festen Hand zu und seine Worte waren leicht und gut und meinten immer nur das eine, daß sie vergessen möge, was ungut sei und bäßlich. „Dann kannst du auch wieder lachen und brauchst nicht mehr so die kleinen Falten an den Augen zu haben. Denn werden sie dich wieder beneiden, dich. dein Leben, deine Liebe, die du dann wieder zu irgendeinem Menschen haben wirst“ Aino liebte ihn sehr, wie er so sprach, aber er schien es nicht zu wissen Das Wasser trug die letzten altternden Sonnenfunken. Und Aino dachte, daß sie trotz des Mannes, der neben ihr saß, grenzenlos allein sei. Franz sprach wieder, leise, nahezu für sich. er dachte vielleicht nicht einmal an Aino, er sprach vom Leben und der Leidenschaft des Schickfals und dann sagte er mit Worten, die garnicht von ihm zu sein schienen:„Das Leben schenkt echt nur wenig glück liche Stunden und man muß auch alles versuchen, diese Glücksstunden zu mehren— auch du, Aino. Das Madchen legte die Hand auf seinen Arm— er konnte so herrlich jung lachen und dann wieder war er so ernst, so maßlos überlegen, so völlig im Gegensatz zu seinen Jahren und seiner Art, die er zur Schau trug. Aino hatte ihn gern gekußt, sie hatte ihm gern gesagt, daß sie ihn liebe, trotz Adrian und dessen böser Tat. Aber sie hatte nicht den Mut dazu. Franz legte=sich zurück, er schaute in den blau dammernden Abend.— schwarze Wölkchen, vielleicht waren sie kobaltblau— bunkle, ferne, schimmernd wehenden Winde. „Wenn die Brücke fertig ist, Aino, dann fahr schwimmende Wolkenstreifen zogen mit dem aufich wieder fort, bleibe irgendwoanders ein paar Monate und dann geht es weiter, mein ganzes Leben lang. Ist das nicht schön?" Aino hatte ein Lächeln in den Augen, es verglomm vor diesen Worten. Fast lautlos kam es von ihren Lippen—„Nun glaubte ich, ich hatte einen Menschen gefunden, jetzt geht er mir wieder verloren.“ Franz hatte es gehört und nahezu lautlos, so wie es das Madchen sprach, rief er den Namen:„Aino, Madchen.“ Aino glitt das Lächeln wieder in die Augen, es wanderte über das schmale Gesicht, wunderbare ihrem Gesicht veränderte sich kein Zug— Adrian — Franz. Es ist eine große Stummheit zwischen ihnen beiden, es ist still und zauberisch ruhig an diesem Abend. Ein wenig zuckten ihre Lippen, da zog Franz den Mund zu sich herab. Sie küßten sich und Liebe ist ein Versprechen, Mein Gott— ihre Lippen lösten sich und Aino legte ihren Kopf an seine Wange. Ein ferner heißer Wind wehte um ihre Glieder und alles schien vergessen.„Wie sind wir so ruhig.“ Es war aufschwimmende schwingende Stille. Nur der Wind war. „Ist es wahr, Aino, daß du mich kebst?“ Und das Mädchen legte die Hand des Mannes an ihr Herz.„Warum, Aino, liebst du mich?" „Frage mich, warum ich die Sonne liebe.“ Franz spielte mit den langen schmalen Fingern. war eine wundersame Unentschlossenheit in ihm, sie brachte ihm das Herz zum Singen. Bis es bebte. Sie wird so viel Freude von mir erdaher neuerdings mit dem Problem um, GauraxFliegen künstlich zu vermehren, um die Giftspinnenplage endgültig auszurotten. Denn die„Schwarze Witwe“ ist für gewisse Gegenden Amerikas zu einer wirklichen Gefahr geworden. Ueberall legen die giftigen Insekten ihre Gespinste an und stechen jeden, der unversehens damit in Berührung kommt. Mancher, der nachts das Licht in der Garage oder in Farmstallen einschalten win hat mit der„Schwarze Witwe“ Bekanntschaft gemacht. Das Ende dieser Bekanntschaft ist nicht selten eine Beerdigung. Amerika besitzt eine reichhaltige Kollektion von Giftspinnen, und die„Schwarze Witwe“ ist ohne Zweifel das sonderbarste und gefährlichste Musterstück darunter. M. Konzert mit Vogelchören Ein kulturhistorisches Kurissum vor 200 Jahren. Der Name Hervier de Chanteloup ist heute kaum noch bekannt, hatte aber vor zwechundert Jahren Klang in ganz Europa. Hervier de Chanteoup bekleidete eine Stellung am Hofe Ludwigs XIV. Von Kindheit an war er ein leidenschaftlicher Vogelfreund. Sein Haus war voll von Kafigen, deren Insassen nach Hunderten zahlten. Am stärksten waren Kanarienvögel vertreten, Chanteloup war von der Manie besessen, die Vogel musikalisch auszubilden. Er spielte seinen Schülern Musikstücke auf den verschiedensten Instrumenten vor: Flöten, Schalmaien, Oboen. Er hatte auch Erfolg; wenigstens wird behauptet, daß er die Vögel so weit gebracht hatte, daß sie auf sein Zeichen ihren Gefang abstimmten und zu singen aufbörten. Die Zeitgenossen des sonderbaren Mannes berichteten über die gewöhnliche Harmonie seiner Vögelchore. Nach jahrelanger Arbeit erreichte Chanteloup, daß die Vogel mit großer musikalischer Präzision, wenigstens im Rhythmus, Musiknummern, meistens Gavotten und Menuells aufführten. Der Sonderling brachte seinen Zöglingen nicht nur das Singen, sondern auch das Tanzen bei. Mehrere Vogelpaare konnten auf ein Zeichen wirs Derrn Modetänze der damalien Zeit aufführen. Die Vogel vergötterten Chanteloup. Sie kannten seinen Geschmack, setzten sich ihm auf den Kopf und auf die Schulter. Unter dem Vogelchor befanden sich mehrere Solisten, die Chanteloup besonders gern hatte. Die Vogelkonzerte unter der Leitung des sonderbaren Mannes waren in ganz Europa berühmt. Chanteloup bekam den Titel„Vogeldirektor des Königlichen Hofs“ und veranstaltete Hofkonzerte, die sich einer ungeheuren Popularität erfreuten. Die Vögel wurden in reich verzierten Käfigen zum Hof gebracht. Eine glänzende Hofgesellschaft nahm vor ihnen Platz und wartete gespannt auf das Erscheinen des kleinen Mannes mit dem riesigen Kopf und der Nase, die einem Propagandaschnabel äbnelte. Chanteloup verbeugte sich tief, nahm seine Flöte und gab einen Ton an. auf dem der Vogelchor einstimmig einfiel. Hörte der Dirigent aufzuspielen, verstummte der Chor. Jedes neue Motiv wurde von den Vögeln nachgesungen. Chanteloup schrieb ein ausführliches Buch über seine Bemübungen, das auf Kosten der Prinzeisin Condé verlemn wurde. Nach dem Tode dieser einflußreichen Gönnerin verblich sein Stern. Chanteloup trat in den Schatten und mußte sich mit einer kleinen Stellung, die ihn allerdings vor Not bewahrte, begnügen. Er war fest überzeugt, daß seine Seele nach dem Tode sich in einen Vogel verwandeln würde. Er behauptete von einem seiner Lieblingskanarienvögel, daß in ihm die Seele des berühmten französischen Komponisten Lully, des Gründers der französischen Oper, wohne. Im Alter wurde Chanteloup schwachsinnig. Er fühlte sich selbst als Vogel, ging nicht sondern hopste, lag nicht im Bett, sondern legte beim Schlafen den Kopf auf die Schulter und blieb sitzen. Er sprach mit seinen Vorein nicht wie ein Mensch, sondern zwitscherte und versuchte, das Geheimnis der Pogelsprache zu ergründen. Als der Sonderling, hochbetagt, in den fünfzigen Jahren des 18. Jahrhunderts starb, wurde ihm. seinem letzten Wunsch gemaß, ein Grabmal nach sed nem eigenen Entwurf gesetzt. Das Denkmal stellte eine Flöte und einen Haufstengel dar. Hanfsamen war die Lieblingsspeise seiner Vogel. Der Detektiv an der hoteltür Einer der beliebtesten Schauplätze von Gaunern und Großverbrechern ist das internationale Hotel. Amerika stellt auch in dieser Beziehung wieder einen besonderen Rekord auf Besonders schlimm ist es in Newnork, wo alljahrlich das Gangstertum die Hotels und ihre Guste um ungeheure Summen schadigen. Der einzelne Hoteldetektiv ist gar nicht imstande, alle Verdächtigen zu überwachen oder auch nur einen Teil der Fälle, selbst im Einvernehmen mit der Polizei, aufzuklären. Von jeher aber war ihm der allmächtige Portier ein vortrefflicher Bundesgenosse. Seine Menschenkenntnis und Erfahrung hat manchen Verbrecher entlarven helfen. Jetzt ist man in Newyork dazu übergegangen, besondere Kurse einzurichten, in denen die Portiers großer Hotels kriminalistisch geschult werden. In Zukunft wird also der dienstbare Geist und Wachter an der Hoteltür den Gast auch kriminalistisch bebandeln. Er wird ihn mit einem durchdringenden Detektipblick mustern und seine Fragen nach den Wünschen des Gastes werden kaum der Strenge eines Verhors entbehren. Wie weit sich diese Einrichtung bewahren wird. bleibt naturlich abzuwarten. Die Meinung. Kitty war beim Ausseküssen. Die Mutter soh dies von ferne. Sie nahm Kitty ins Gebet. „Wenn Mar noch einmal versucht, dich zu kussen — so sag ihm gehörig die Meinung, Kitty!“ Kitty seufzte: Welche Meinung. Mamal Deine Meinung oder meine Meinung?"(Illustration) Pioniere üben an der Ostseeküste Das Pionier=Bataillon 2 hielt an der Ostseekuste bei Ahlbeck eine grone Landungsübung ab. Ein kleiner flachgehender Dampfer bringt die Schlauchboote mit den Landungsmannschaften in die Nahe des Landungsplanes.(Scherl=Bilderdienst=M.) Spannung des Gluckes war über ihr und sie legte ihre kleine tapfere Arbeitshand auf die Augen des Liegenden.„Nun sehe ich die Wolken nicht mehr— ich glaube, ich liebe dich sehr, Aino.“ Der Himmel ward wie eine große, leere dunkel blaue Glocke, die Einschläge der Wolken waren wieder verweht und Franz faßte nach dem Hals des Madchens und er zog sie leise zu sich herab, bis der Kopf auf seiner Brust lag. Aino hörte sein Herz schlagen, so ruhig, so stark. Ainos Herz war voller Zuversicht— der füße Druck der Hand, den sie nun auf ihrem Rücken spürte— und doch traf es sie wieder wie ein Schlag, als er sagte:„Aino, du darfst mich nicht lieben. Denn du kannst nicht auf mich warten. Dieser Franz, dessen Herz du schlagen hörst, der fährt fort und kommt so bald nicht wieder. Jetzt ist nichts als du und ich— aber wenn ich wieder fort bin?“ Aino richtete sich auf, wandte sich ihm zu, ihr Gesicht war blaß, mit einem tiefen, ernsten Blick. Frang lachelte, aber sie lachte nicht zuruck. „Schwarze Die„Schwarze Witwe“, wie eine der gefahrlichen Spinnenarten genannt wird, verdankt ihr Leben scheinbar einer Laune der Natur. Diese lustige Witwe der Insektenwelt ist mit einem unersattlichen Mordinstinkt begabt. Sie bringt nicht nur ihren eigenen Mann. sobald sie ihn nicht mehr nötig hat, in heimtückischer Art um die Ecke, sie kann sogar einen Menschen töten. Zum Glück kommt sie bei uns nicht vor, dafür aber trifft man sie um so haufiger in Amerika an. Getotet werden kann sie nur durch einen raschen, heftigen Schlag. Gegen Gift anderer Insekten ist si= unempfindlich. Sie leckt das Gift auf und schmatzt dazu wohlgefällig. Jeder Tropfen vom Gift der „Schwarzen Witwe“ ist todlicher als das Gift einer der gefürchtetsten Klapperschlangen. Eine Klapperschlage verspritzt wegen ihrer Große verhaltnismaßig mehr Gift als eine„Schwarze Witwe“, und deshalb sind bei dor Klapperschlange die Todesaussichten noch moßer. Von drei Bissen verläuft im Durchschnitt einer tödlich. Bei der„Schwarzen Witwe“ stirbt im Durchschnitt von zwanzig nur einer. Aber, da sie sehr viel häufiger vorkommt als Klapperschlangen und öfter von ihrem Giftstachel Gebrauch macht, ist die Zahl der Todesopfer, die die„Schwarge Witwe“ jedes Jahr in Amerika verursacht, bei weitem hoher als die der Klapperschlange. Wenn die„Schwarze Witwe“ einen Menschen sticht, fuhlt man zuerst keinen Schmerg. Oft ist es schwer, überhaupt die Wunde zu finden. Doch das Gift verbreitet sich sofart im Blut= und Nervensystem, und bald stirbt das Opfer unter Muskelzucken, Schmergen im Unterleib und Atmungsschwierigkeiten. Nicht selten baben früher die Aerzte die Symptome falsch ausgelegt, und es ist sogar vorgekommen, daß die Kranken wegen eines ganz anderen Leidens operiert worden sind. Solange die„Schwarze Witwe“ noch jung und verhältnismäßiy harmlos ist, wirft sie ihre jungfräuliche Haut ab und stotzt Liebesrufe aus. Das Mannchen fungt die Botschaft auf= und eilt liebeglühend warten— ihm war, wie jenen Männern, die in den Kampf zogen. Man hat am Anfang noch jede Liebe in der Hand und kann sie meisen— alück liche Herrlichkeit des Beginns, leichte Trunkenheit und sommerliche Helle der Erfüllung. Dann kommt es zur herbstlichen Trübung, zur novemberlichen Qual der Eifersucht und es endet in der schweren, schier untragbaren Last der Erinnerung. Im Spielen mit langen schmalen Madchenfingern rann es Franz aus dem Herzen. Aino richtete sich auf und sah auf den Liegenden, sie neigte sich ihm zu und legte den Kopf auf sein schlagendes Herz und sie spürte den rubigen Schlag. Und dann wollte er sprechen, da schloß sie ihm den Mund mit ihren Lippen. Darum konnte er ihr nicht sagen— Aino, ich liebe dich wirklich, ich liebe dich seit gestern, seit heute, seit immer. Darum war alles gut. berbei, ohne zu ahnen, daß der Tod es binnen kurzem erwartet. Zunachst einmal werden sie Mann und Frau, und dann legt die„Schwarze Witwe“ zwei= bis dreihundert Eier, die sie mit einem Beutel umspinnt. Der Gatte ist dabei noch behilflich, aber nach Fertigstellung des zukünftigen Kindergartens erkaltet die Liebe der„Schwarzen Witwe“, plötzlich. Nach ihrer Meinung hat der Gatte seine ebelichen Pflichten mehr als genug erfüllt, und seine Anwesenheit wird nicht mehr benötigt. Wie alle Spinnenmännchen ist er nur halb so groß, wie seine stattliche Frau, und dieser fällt es darum leicht, ihn mit ihren tödlichen Fangarmen zu erdrosseln. Nachdem der arme Kerl tot ist, läßt sich ihn die„Schwarze Witwe“ gut schmecken. Sie verspeist ihn bis auf die unedleren Teile. Nach dieser Schandtat wird die Spinne erst das, was ihre wirkliche Bestimmung zu sein scheint, die stechlustige, gefahrliche„Schwarze Witwe"! So gefährlich nun auch diese Bestie der Insektenwelt ist, die Natur hat Vorkehrung getroffen, daß auch sie sich nicht hemmungslos vermehren kann und sich gegen Feinde zur Wehr setzen muß. Ihr hauptsachlichster Gegner ist die kleine GauraxFliege. Irgendwie scheint die„Schwarze Witwe“ die Gefahr zu abnen, die ihr von dieser Seite droht. Die Ggurar=Fliege legt ihre Eier in die Spinnen= eier. Erst zwei, drei, immer mehr: wenn etwa anderthalb Dutzend voll find, summt die GaurarFliege aufrieden davon. Innerhalb von zwei Tagen schlüpfen kleine Würmer aus den Fliegeneiern, die sich voller Appetit auf die Spinneneier stürzen. Sie verzehren eins nach dem anderen, ohne daß die „Schwarze Witwe“ etwas bemerkt. Nach zwei Wochen summen kleine Fliegen aus dem Kindergarten des Insekts und zu spät erkennt die„Schwarze Witwe“, daß sie um ihren Nachwuchs betrogen wurde. Nur selten kommt es vor, daß einmal ein paar Spinneneier der Gefraßigkeit der Fliegenmaden entgehen. 5o gibt aber immer noch mehr„Schwarze Wit wen“ in Amorika als Gaurar Fliegen. Man gebt Lore kommt für alles auf ROMAN VON AXEL RUDOLPH (13. Fortsetzung.) Nach außen hin ist Lore Glant immer noch die lustige, unbekümmerte, immer optimistische Lore. Sie gibt sich sogar ausgelassener und übermütiger als mmit. um die„Junas“ nicht noch bedrückter zu machen, als sie es ohnehin schon sind. Innerlich aber ist sie alles andere als heiter. Lore weiß, wie schlimm es um die Kapelle Begas steht. Nicht auszuhalten ist das gewaltsam beherrichte Gesicht Silvester Beaas'. hinter dem sie nur allzugur die bittere Sorge stehen sieht. Kaum zu ertragen die gewollte. falsche Fröhlichkeit der Junas! Am allerschwerften aber ist es. zusehen zu müssen, wie jeder einzelne heimlich den Brotkorb höher hanct. auf diese oder jene kleine Liebhaberei verzichtet. Wenn man hel en könnte! Wenn man ihnen doch nur heifen könnte! Aber helfen kann hier nur eines: das oft verlästerte, vielgeschmähte, dennoch so bitter notwendige Geld Und Geld ha: Lore Glant nicht. Da geht der Manager Mallik zum Strand. Neben einer sehr eleganten allzu betont mondainen Dame. „Theater“. tariert Lore Ihre Gedanken machen jäh halt und wandern eine Strecke Weges zuruck. Mallik' Da war ia das Angebot.. die Oper in Callao... zwanzigtausend Lores junge Brust beginnt heftig zu atmen. Fort von den Jungs, von Harry, von Silvester? Nein, das ist ja... unmöglich. Das ist ja längst bedacht, geprüft, verworfen. Aber freilich— da war auch alles noch anders. Da gab es noch keine Schwierigkeiten. Da hatten Silvester Begas und die Jungs noch nicht diese traurigen oder krampfhaft fröhlichen Gesichter. Jetzt. Herrgott, müßte das schön sein, wenn man Silvester Begas, dem guten Kerl. der ohne Bedenken sein Letztes hergab. um zu helfen, jetzt die Tausender auf den Tisch legen könnte. Recht, wie die gute Erbtante aus Amerika! Wenn man da drüben, in Callao, an die Rampe treten könnte mit dem lächelnden Bewußtsein: Silvester Begas braucht nicht mehr so verzerrt zu lächeln! Mar Schamek kann ruhig wieder seinen Skat dreschen. Der kleine Casar Testing darf seinem Mädelchen einen ganzen Arm voll Rosen schenken! Beppo braucht nicht mehr „Kippen“ zu rauchen, sondern kann sich wieder richtige Zigaretten leisten. Und Elly, die liebe, one Schwägerin kann in Davos bleiben, so lange sie will, so lange, bis sie ganz gesund ist! Ja. wenn man dies Bewußtsein hätte— man nüßte singen können... singen... Ob Mallik die Stelle schon besetzt hat! Ob er noch auf sie wartet? Die acht Tage Frist, von denen er sprach, sind längst vorbei, aber— hat er nicht getern Abend noch leise darauf angespielt als sie ihn im Hotel begrüßte? Ja, gewiß, er sagte so etwas. Sie hat nur nicht darauf geachtet, weil ihre Gedanken und Sorgen bei ganz anderen Dingen waren. Eine halbe Stunde noch schwankt Lore Glant zwischen dem Schmerz, fortreisen zu müssen von ihren Jungs und der heißen Sehnsucht, ihnen zu helfen. Dann ist der Kampf entschieden. „Ich werde heute abend zu Mallik gehen und ihm sagen, daß ich bereit bin. das Engagement anzunehmen,“ sagt sie leise zu sich selbst.„Heute abend? Nein, warum so lange warten? Ich werde gleich gehen. Hinunter zum Strand, wo ich ihn sicher treffen werde.“ NACHDRUCK VERBOTEN Da klopit es hart und schnell an die Zimmertür. Silvester Begas steht im Rahmen. „Was ist denn jetzt wieder?“ stoßt Lore erschreckt hervor, als sie sein bedrücktes, blasses Gesicht sieht. „Hast du... eine schlechte Nachricht..?“ „Wir sind erledigt, Lore,“ stöhnt der Kapellmeister, sich auf einen Stuhl sinken lassend.„Wir können heute abend nicht spielen. Haus Böge ist fort.“ „Fort? Wieso? Was soll das heißen?“ „Ausgerissen! Getürmt! Wie du es nennen willst! da! Den Zettel hat er uns dagelassen!„Ich muß fort! Rechnet nicht mehr mit mir Ich muß! Das ist alles! Ich bin natürlich sofort in seine Wohnung gestürzt. Er ist wirklich davon. Seine Koffer hat er mitgenommen! Um sieben Uhr heute früh— also schon vor drei Stunden!— hat ihn einer der Hausdiener des Hotels abreisen sehen. Mit der ernen Fähre nach Esbjerg hinuver!“ „Aber das ist ja... warum denn nur?“ Silvester hebt verzweifelt die Schultern„Keiner weiß es! Aber was sollen wir nun tun? Wir können ihn doch nicht entbehren! Wir haben doch keinen, den wir für ihn einsetzen können! Auch Mallik kann unmöglich in der Eile uns einen neuen Cellisten besorgen!“ „Vorgestern lernte ich am Strand einen kennen, der damit renomierte, ein Meister auf der„singenden Säge“ zu sein“, sagt Lore mit verzweifeltem Humor„Vielleicht nehmt ihr den!“" „Du kannst scherzen.“ Vorwurisvoll schaut Silvister auf, und sein graues Gesicht tut Lore fast körperlich weh.„Aber ich... wie... Das mt für uns das Ende!“ „Noch lange nicht!“ Lore reckt sich kampfbereit mit blitzenden Augen„Alles wird gut werden, Silvester, verlaß dich darauf! Nur Haus Böge müssen wir natürlich erst mal wiederkriegen! Warte mal, da ist Harrys Kursbuch. Hier liegt ein Merkzeichen: Schnellzugsverbindung Esbjerg=TondernHamburg. Natürlich wetzt er nach Hause, nach Berlin! Laß sehen: Der erste Zug geht von Esbjerg um.. um 13 Uhr 5 Minuten. Jetzt ist's erst zehn Uhr. Also ist er noch in Esbjerg!“ „Wenn er nicht eine andere Strecke gefahren ist. Etwa über Lunderskop=Kolding und von dort über Flensburg weiter!“ „Lunderskop=Kolding,“ sucht Lore eifrig.„Hier haben wir's. Nee, kann er nicht. Der erste Zug dahin geht morgens früh 7,10 Uhr. Den kann er nicht erreicht haben, wenn er erst um sieben hier abgefahren nt. Der nächste geht um 12,11 Uhr. Ist also auch noch abzufangen. Rasch, Silvester! Spendier mir ein Auto nach Nordstrand. Ich fahre ihm nach!“ Silvester Begas, angesteckt von der Tatkraft des Mädchens, ist emporgesprungen.„Soll ich mitkommen, Lore?“ „Keinesfalls,“ lacht sie herzlich.„Wenn er dich sieht, verkriecht er sich womöglich. Wenn einer ihn zurückbringen kann, dann bin ich es. 11. „Spar dir doch lieber das Geld. Hans Böge“ Der Angeredete dreht sich mit einem Ruck herum und starrt fassungslos in das lächelnde Gesicht Lore Glants.„Wie.. wie kommst du denn hierher?“ „Sollst du alles haargenau erfahren“ schmunzelt das Mädchen„Komm erst mal von dem dummen Schalter weg. Du halst ja den Verkehr auf.“ Wirklich, eine Gruppe von Reisenden drängt ungeduldig zur Fahrkartenausgabe. Bestürzt, willentos tritt Haus Böge ein wenig zurück und Lore ergreiit sofort die Gelegenheit, sich bei ihm einzuhaken und ihn weiter gegen den Ausgang zu ziehen. „Aber mein Zug.“ stammelt Hans.„Ich muß.“ Dein Zug geht 13 Uhr 5. Also erst in fünfundvierzig Minuten.“ stellt Lore unbarmherzig fest. „Wir können also in Gemütsruhe drüben im„Central“ erst noch ein Eis essen.“ „Junge, Junge,“ fahrt sie kopfschütteind fort, als es ihr wirklich gelungen ist, den Verdatterten in das Restaurant zu lotsen.„Zum Defraudanten hast du keine Spur von Talent! Du hattest deinen schönen Abschiedsvrief erst hier vom Bahnhof oder gar erst von unterwegs schicken sollen, dann wäre kein Mensch auf die Idee gekommen, hierher zu flitzen und dich rechtzeitig zu stellen.“ „Ich mußte doch Begas benachrichtigen— vor dem Abendkonzert.“ „Sehr schön von dir. Aber was meinst du, ist Silvester Begas damit geholfen daß er„rechtzeitig“ die Nachricht bekommt, daß sein Cellist getürmt ist?“ Hans senkt verzweifelt den Kopf.„Es ist ja wahr. Lore. Es.. es ist gemein von mir. Aber ich kann nicht anders. Ich muß fort!“ „2o was ähnliches haft du ja bereits verlauten lassen. Also nun mal bitte mal raus mit der Sprache, Hans: Was ist 104?“ „Der Teufel ist los.“ stöhnt Hans Bogc.„Hast du sie nicht gesehen?“ Wen? „Yvonne Kerkh! Die rabiate Dame aus Brussel! Zie muß gestern mit dem Nachtzug angekommen sein. Heut in aller Frühe sah ich sie schon vor dem Kurhotel.“ „Und da reißt du. mir nichts, dir nichts aus?“ Haus Böge trinkt hastig einen Schluck von seinem Bier„Noch mehr, Lore! Da ist noch eine, die kleine Dagmar Nicolaisen, mit der du mich neulich trafst. Die hat gestern ihren Eltern eine tolle Saene gemacht. Sie würde nie einen anderen Mann heiraten als den ehrenwerten Hans Böge! Lieber werde sie ins Wasser gehen, und so weiter und so weiter!“ Wenn du dem Madel die Ehe versprochen bast, mußt du zu ihr stehen, Hans“ saat Lore den jungen Mann ernst anblickend. Hans Böge fahrt sich wild durch die Haare. „Das ist ja eben der Blodsinn! Mit keinem Wort hab' ich der Kleinen was vom Heiraten gesagt! Ich habe überhaupt nichts mit ihr. Einen Abendspaziergang in den Dünen, ein paar Ge spräche am Strand— das ist alles! Aber sie selber ist nun mal auf mich versessen! Und ihr Alter— na. kannst dir denken, was das für einen Krach gegeben hat! Die Eltern sind natürlich entsetzt! Ihr wohlbehütetes Töchterchen und ein fahrender Musikus! Ausgeschlossen! Die Herrschaften wüten. Und selbstverständlich bin ich der gemeine Kerl! Ich habe das arme Madel beschwatzt, betört. verführt!“ „Hast du das nicht wirklich ein bisichen? Immer noch ist Lores Gesicht ernst, fast betrübt.„Sieh mich mal an. Hans!“ Der Blick. den Hans Böge auf sie richtet, flackert nicht.„Natürlich hab' ich mit der Kleinen gelieh äugelt im Hotel. Wenn du das verführen nennst. na schön. Aber so wahr die kleine Dagmar zuerst mich mit ihren Schmachtaugen beehrt hat. so wahr hab ich sie zu nichts Ernsthaftem ermuntert. Nicht mal ein Küßchen in Ehren, versichere ich dir! Kann ich jederzeit beeiden. Aber was hilft mir das? Gestern abend hat Dagmar Nicolaisen mir ein Brieflein zustecken hassen. Sie hat ihren Eltern alles gestanden. Ihr Vater wolle mich heute aufsuchen und zur Rede stellen. Er sei furchtbar aufgeregt, aber ich solle nicht weichen. Jhre Liebe gehöre mir— und so weiter! Herrlich, was Haus Böges Augen sind so klar so ehrlich wutend daß Lore wieder lacheln kann „Hm Sag mal. Haus: die Eltern scheinen doch wohlhabend zu sein nicht? Schon moglich Großkaufmann oder so etwas nt der Alte“ „Warum heiraten du die Kleine denn nicht? Ware für dich gar nicht so schlecht, wenn du unter die Haube kämst. Eine gute Partie, ein nettes, junges Madel, das dich gern hat „Ich liebe das kleine Gör doch nicht!“ entfahrt es Haus Böge unwillkürlich. Loree Augen weiden plotzlich ganz hell und froh „Deshalb also? Das ist ein Wort. Hans Boge. Das gefällt mir Da versteh ich sogar daß du ausgerinen bist. Und— wo willst du nun hin?“ „Nach Donogoo Tonka oder wo du sonst hin willst,“ schimpit Haus.„Hat sa alles keinen Aweck. Lore, daß wir uns hier die Köpfe warm reden. Mein Zug „Dein Zug ist vor genau acht Minuten abgefahren. Wenn du ihn einholen willst mußt dn laufen, Haus.“ Bestürzt fahrt Haus Boges Hand nach der Uhr Aber noch ebe er sie herausziehen kann, legt eine andere warme Hand sich auf seinen Arm„Laß uns vernünftig reden, Hans. Du kannst uns das nicht antun, einfach mitten im Engagement davonzulaufen.“ „Wenn ich beim Baden ertrunken ware, mußte es auch ohne mich gehen! „Du bist aber nicht ertrunken, mein Lieber. Silvester kommt in die schwerste Klemme, wenn du heute abend nicht da bist. Also sei lieb und nett und komm wieder mit mir zurück.“ Einen Augenblick zögert Hans Boge, dann schüttelte er energisch den Kopi.„Es ist einfach unmöglich. Lore! Stell dir doch mal die Lage vor! Avonne Kerkb kennst du ja schon von Berlin her. Die in imstande und provoziert heute abend einen offentlichen Standal im Hotel. Dazu die kleine Dagmar und der erbofte Schwiegervater! Tränenerausse, Drohungen, Anklagen, Zornausbrüche aschgraue Möglichkeiten, sage ich dir!“ „Trotzdem. Wenn du dich unschuldig fühlst, mußt du den Leuten das einfach sagen.“ Und wenn der Herr Nicolaisen zum Kurdirektor lauft und sich uber mich beschert? Mich womoglich als schandlichen Verfuhrer hinstelle? Silvener Begas wird einen noch vie größeren Skandal besehen, wenn ich zurückkame, als wenn ich leise weinend verschwinde!“ „Das— ware allerdings möglich“ Lore zieht die Brauen zusammen und denkt angestrengt nach. „Das müssen wir natürlich unter allen Umstanden verhindern.“ Wir? Jch danke. Jch reise ab.“ Lore überhört den Einwurf.„Die Sache mit dem kleinen Fräulein Nicolaisen scheinz mir gar nicht so schlimm.“ überlegt sie laut.„Vorausgesetzt natürlich, daß du wirklich dir nichts Ernsthaftevorzuwerfen hast.“ Fortsetzung folat.) defür sorgen, Blond wegen s keit be Blondes Haar bedar seiner Empfindlichesonderer Pflege. Man wascht es daher nur mit Mitteln, die kein Alkall und keine Kalkseite im Haar zurûclassen und das es nicht nachdunkelt, also mit Für Blondinen besonders zu empfehlen: Schwarzkopf-Schaumpon Sorte„Kamille“ zu 20 Pf. Schwarzkopf-Extra-Blond mit Blondverstärker zu 30 Pf. Jan von Werth Ein Reiterroman von FranzHerwid Abdrucksrechte durch Verlagsanstalt Manz. Mnchenp 4. Fortsetzungn Da zuckte der Mund und große Tranen liefen langsam aus den Augen die staer auf Jan gerichtet blieben „Mein Herr.“ sagte Marie=Anne endlich, mit bebender Stimme,„mein Herr. ich habe an Gott verzweifelt und an den Menschen. Ihr, der Ihr einer Waise helfen wollt, gebt mir den Glauben wieder. Ch. mein Herr, ich vertraue Euch— rettet mich und meine Dankbarkeit wird—“ Jan fiel ihr stammelnd in die Rede: „Sprecht nicht so— nein sprecht nicht von Dank barkeit;— für einen Blick von Euch— das schwöre ich— reiß ich Euch dem Teufel aus dem Rachen, Zacker—“ Aber ehe er vollenden konnte, horte er GrietStimme: „Schnell, schnell, sie sind zuruck.“ Jan fühlte einen Brief in seiner Hand, irgend jemand zog ihn mit: „Hier, hier steht das Faß! Und eile.“ Er stand schwankend im Freien, besann sich und steckte erst den Brief in das Wams Von der Pior her, durch das Dunkel, klangen Stimmen: ha, der Durante, dachte er und packte das schwere Eichenfaß mit beiden Fäusten. Wenn ich ihm das auf den Schadel schlüge!? Und schon setzte er sich herausfordernd in Gang. Aber noch rechtzeitig fiel ihm ein, daß er dadurch Marie=Anne in Gefahr brachte und Griet, Griet selbitverständlich auch Also nahm er das Faß auf die rechte Achsel und ging langsam und breitbeinig vorwärts, indem er den„Winterkönig“ pfiff. Dicht am Tor standen die zwei in den schwarzen Mänteln und sprachen mit dem Torhüter. Beim Nahen Jans traten sie ein wenig zur Seite und ließen ihn vorbei He du,“ rief ihn Durante an— Jan erkannte hn an der Stimme—,„wer bist du?“ „He du.“ erwiderte Jan,„wer bist denn du?“ „Armer Mensch“ raunte ihm der Torhüter zu. „er ist der Herr hier" „Ein vertenfelt frecher Gesell, ma foi,“ lachte Durante grimmig heraus. Ah so. der Herr.“ machte Jan gleichgültig Knecht und Herr sieht in der Dunkelheit wie Spitzbube aus, und ich bin Jan aus dem„Blauen Hecht" und wenn Ihr mehr wissen wollt, so geht ein Stückchen des Weges mit, denn ich bin eilig.“ Und damit ging er die zwei Schritte zur Pforte, öffnete sie und stand aufatmend draußen. In einem Haustor ließ er sein Faß stehen und setzte sich dann in Trab; denn Groß Sankt Martins Glocenspiel sang grade: ting, tana, tung,„Glor reiche Himmelskönigin“, und dann war es neun Uhr * Als Jan im„Blauen Hecht“ ankam, stürmte er wie ein Wirbelwind in die Kammer des Magisterder freien Künste, José Maria und schrie ihm gebieterisch zu: „Steyst du zum Kardinal, oder zur Königin?!“ „Von welchem Kardinal ist die Rede?“ „Vom Walfisch.— oder wie er auch heißt: Richelieu.“ „Ei, ei, Jan, deine plumpen Finger in Politik?“ „Antworte mir rasch, José Maria—!“ „Nun. die Antwort ist nicht eben leicht—“ „Haltst du zu einem Mörder, einem Verfolger der Waisen, einem Walfisch, der die kleinen Fische alle verschlingt?“ „Wenn es so ist wie du saast— dann allerdinge — dann hielte ich nicht zu ihm. Aber—“ Jan ließ ihn nicht ausreden. „Ich danke dir,“ rief er und preßte ihm mit wütender Ueberschwenglichkeit die blassen Hände. „Und nun höre.“ Und sich in der Rede überstürzend zurückeilend, sich verirrend, erzählte er ihm die Erlebnisse des Abende „Und wenn du nicht mitgelt,“ schloß er,„dann dann laß uns die Degen nehmen! Du weißt das Geheimnis, leben darfit du nicht. Sag ja Ser leg aus!" Der andere ließ sich gelassen und vorsichtig auf seiner Bettstatt nieder. „Der kleine Jan“ meinte er gedankenvoll,„ei, ei, plätschert in dem wilden Weltmeer der Politik, wie ein Sängling in der Badewanne. Kleiner Jan, ich sehe schon die Ungeheuer der Tiefe, die nach deinen Beinen schnappen. Deine Weiber müssen ihr Leben lang Kübe gebütet haben daß sie gerade auf dich als ihren Retter verfallen.“ „Höre José Maria,“ stieß Jan durch die Zahne, „sprich nicht ohne Reipekt von der kleinen MarieAnne—!" „Und Griet—?“ „Und auch von Griet nicht.“ „Aber deine kleine Marie=Anne— wie vrasentiert sie sich? Ich denke so mit einem Gänsehale und Sommersprossen, auch dürfte sie lispeln.“ „José Maria!!“ „Du weckst Tugendjosepha, Jan, bezahme dich.“ „Ach. wenn du wußtest— sie ist schön, wie ich nie eine Jungfrau sah. Ihre Haut bleudend wie sonnenbeschienener Schnee, ihre Angen sind tief wie die Mare der Eifel, José Maria, und wenn du ihre Stimme hörst denkst du an Maiabende, wenn die Sonne hinter feuchten Bäumen untergeht.“ Der Magister sah seinen Jan groß an. Der errötet= ohne zu wissen warum und sagte mit leiser Stimme: „Und du wirst ihr Ritter sein. Du der Mann von Geist und hofischem Anstand wirst mit ihr plaudern, wenn erst diese verwünschte Stadt hinter uns lieat. auf den langen Landstraßen, indes ich mit Griet das Lied vom Innsbrucker Landsknecht singe.“ José Maria atmete auf. ein leichtes Lacheln spielte um seinen Mund. „Nun wohl kleiner Jan, ich bin mit von der Lenzfahrt.“ Er wehrte Jan ab. der ihn umarmen wollte. „Aber du sprachst von Pferden. Wo sind sie?“ „Ach höre,“ antwortete Jan,„da gebst du morgen nach dem Ulretor zu, da ist der Gasthof„Zum störrischen Ochsen“. Dort im Stall stehen immer gute Rosse zum Kauf, denn wir dürfen nicht auf Kleppern reiten.“ „Freilich nicht Aber wie steht's mit dem Bezahlen?" „Richtig. richtig. Ja—“ Und Jan kratzte sich hinter dem Ohr. „Laß mich einmal sehen. Da habe ich einen franzosischen Goldgulden, fünf Joachimstaler, aber nicht gekippt und gewippt, und Stücker zwanzig rheinische Heller.“ „Ich habe,“ sagte José Maria,„ich habe—— die Erfahrung. Jan, und die ist mehr wert als deine Gulden, samt den Talern und Hellern. Denn wolltest du zum Roßkauf gehen, du würdest sicher betrogen.“— An diesem Abend trank Jan aus Freude so kräftig, daß Frau Josepha, als er endlich stolvernd und stampfend die Stiege heraufkam, ein wenig furchtsam vor sich hin flüsterte Was redet er da, der secke Mensch?“ Jan aber polterto großspurig vorbei: „Leg aus— hochbeiniger Schuft— leg aus— Ich will den Apfelstich an dir probieren Dein Walfisch soll mich mit Haut und Gebein verschlucken, wenn ich dir nicht den Adameapfel aufspieße. Heran du spitzmäuliger Schurke, Kinderfresser—1 Seit mutig, Freunde. Schießt, schießt. Löst die Bombarden. Und sagt der Mutter, sie soll nicht mehr weinen, ich spieß auch noch den Wal= fisch auf!“ So lang wie der nachste Tag, war Jan noch kein Tag zeit seines Lebens erschienen. Ein wahres Fieber hatte ihn gepackt, das ihn wie einen irrenden Geist im„Blauen Hecht“ treppauf, treppab trieb. Der Magister war schon frühzeitig auf den Roßkauf gegangen und hatte versprochen, am Mittag zurück zu sein, aber Jan wartete vergebens Er ging die wenigen Schritte nach dem Rheinstapel hinunter, um noch zum letztenmal das Bild der lauten und herzhaften Tatigkeit zu sehen. Da zogen die breiten Koagen, tiefbeladen und ein wenig zur Seite geneigt unter dem Druck des großen braunen Segels den Rhein hinauf. Die Fahren trieben langsam hinüber und die ängstlichen Pferde schnaubten und wieherten. Am Ufer lagerten Wälle von Sacken, Mauern von Fassern und Türme von Kisten. Der große Kran, den der Kurfürst hatte bauen lassen, um die Ladegelder allein einzustecken, kreischte unaufhörlich und schwang mit seinem machtigen Arm neue Güter aus den Schiffen an das Land und auf der Hohe des geneigten Uiers zog sich die Weritmauer bin, mit Pforten und Toren. gekrönt von winzigen Giebelhäusern, vor deren Fenstern Blumen blühten, und überragt von den Festungsmauern und der ungebeuren Masse des Turmes Groß Sankt Martin, dessen Schatten den Strom verdunkelte. Jan gedachte der Tage, da er so oit auf einem Sack mit Reis oder Weizen am Werft gesessen hatte, und eine leise Wehmut stieg in ihm auf, daß er dieses alles, was ihm so vertraut war, nun verlassen sollte. Und hier waren auch die Neuigkeiten für ein Blatt Tabak feil, oder für einen kräftigen Schluck Branntwein, Schiffer vom Oberrhein erzahlten von Tilly, wie er in der Pfalz dem Mansfelder und dem Halberstadter im Nacken saß und wie ein prachtvolles Ungewitter die Weichenden immer weiter nach Norden trieb. Hotländer, die von der Schelde kamen, wunten von den Freiheitekämpfen ihrer Brüder zu berichten, von den wilben Spaniern, die immer zahlreicher um den eisernen Spinola sich versammelten, während ihr grooter Moriz" Bergen op Zoom und Breda befestigte und schwur, daß er all die spanischen Katzen in den Wallgräben seiner Festungen ersäufen würde. (Fortsetzung folgt.) Steuerfälligkeit im Monat Juli 1937 Die Stadtkasse Bechum macht darauf aufmerkdaß bis zum 5. Juli 1037 das Schulgeld fur die Staatl. hoheren Lehranstatten und die Unterhalts. beiträge für Juli. b.s zum 10. Juli die Getränkesteuer für Juni, bis zum 15. Juli die Biersteuer und die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für Juni. die Abgaben vom Grundbesin(Staatl Steuer vom Grundvermögen, Hauszins= und Gemeindegrundsteuer nebst Gebühren und Beiträgen). die Veranügungssteuer für ständige Veranstaltungen, die stadt Schulgelder für Juli 1937, die Beiträge zur West andw. Berufsgenossenschaft und die Gebühren für die im Monat Juni 1937 ausgeführten Krankenwagenfahrten an die Stadtkasse. Rathaus. Eingang B. währeny der Kassenstunden von 8—13 Uhr zu zahlen sind. In den eingemeindeten Stadtteilen kann Zahlung an die örtliche Zahlstelle und an den bekanntgegebenen Kassentagen erfolgen Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die im Juli 1237 fallig werdende Bürgersteuer bei den Lohnzahlungen vom 1u. Juli 1937 ab vom Arbeitslohn einzubehalten und an die obenbezeichnete Kasse unter Angabe der Bebebuchnummer abzuführen Die Ueberweisung auf ein Ban!= und Postscheckanto der Stadtkasse wird empfohlen. Die Stadtkasse hat Konten bei allen Bochumer Banken und Postscheckkonto Dortmund 19 637. Ereignisreiches Wochenende im Stadttheater Bochum Wahrend am Sonnabend die zweite westdeutsche Erstaufführung mit„Eine Frau wie Jutta“ starten wird, folgt am Sonnals drittes Operngastspiel der Woche, der zweite Ceil von Wagners„Ring“„Siegfried“. Die Aufführung am Sonntag beginnt um 17,30 Uhr (Vormiete A 32). Heute weitere Wiederholung des im Rahmen der Reichstheaterwoche zur westdeutschen Erstaufführung gelangten Schauspiels von Gerbard Alchinger „Kleinod in die Silbersee gefaßt". Die heutige Besetzung ist die der Festaufführung Die Spielleitung liegt in Händen von Dr. S. Schmitt. Die Königin Karoline von England spielt Heid Kuhlmann.(Vormiete A 31.) X Vorkämpfe um den Reinhardt=Pohal in der Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft Zu den Vorkämpfen um den Reinhardt=Pohal des deutschen Reichskriegerbundes stellte die Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft 12 Mannschaften zu je 4 Schützen. Das Schießen ging auf dem Stand Thiemannshof vor sich. Von diesen Mannschaften erzielte die erste 407 Ringe, die zweite 405, die dritte 375, die vierte 372. die echste 337 und die neunte 345 Ringe. Beste Einzelschützen waren Adolf Lana mit 113, Theoder Walper 112, Fritz Haselewskl 11, Georg Seebach 102 und Gustav Hilgenstöhler mit 101 Ringen. Für Bochum von besonderer Bedeulung Weniger Aufkommen aus Grund= und Gewerbestener? Die Verschiebungen nach den neuen Kealsteuergesetzen und die Auswirtung in den Industriegemeinden- Keine stärkere Besteuerung Aus der Realsteuergesetzgebung vom Dezember 1936 tritt mit dem 1. April nächsten Jahres auch das Grundsteuergrsetz in Kraft. Durch die Einheitebewertung don 1935, die der neuen Realbesteuerung zugrunde gelegt wird, wird eine Reihe von Steuer= gegenständer die nach der bisherigen landesrechtlichen Regelung in verschiedenen Ländern zum Grundvermogen gehörte also grundsteuerpflichtig waren, als„Betriebsvorrichtungen“ zum Betriebs vermögen geschlagen und damit der Gewerbesteuer unterworfen. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, unterliegen sie deswegen vom 1. April 1938 ab nicht mehr der Grundsteuer. Von sehr großer Bedeutung wird dies in manchen Gemeinden mit vielen oder großen Schwerindustriebetrieben, wie z. B. Bochum, sein können. Die Besteuerungsmasse für die Grundsteuer kann sich in diesen Gemeinden für das nächste Jahr demnach bedeutend dermindern, also auch das Grundsteueraufkommen empfindlich verringern. Mit dieser Tatsache befaßt sich ein Rundschreiben des Reichsfinanzministers an die Länder, das im letzten Heft des Reichssteuerblattes Nr. 43 veröffentcht wird. Grundsätzlich, so beißt es darin, sollen die Brundsteuerbebesätze für 1988 so bemessen werden. daß sie— kurz gesagt— das bisherige Grundsteueraufkommen aufrechterhalten. Die Anwendung dieses Grundsatzes auf derartige Gemeinden würde aber, so bemerkt der Minister, dazu führen, daß die für die Grundsteuer zurückbleihende, verhältnismäßg kleine Besteuerungsmasse das gesamte bisherige Grundsteueraufkommen erbringen müßte. Das wäre für die weniger leistungsfahigen Grundsteuerpflichtigen dieser Gemeinde untragbar. Für derartige Gemein den muß dielmehr(auf Grund des§ 8 Abs. 2 des Einführungsesetzs) eine Regelung getroffen werden, durch die das zulässige Grundsteueraufkommen berabgesetzt wird. Da andererseits diese Gemeinden auf das zulässigeGesamtaufkommen an Realsieuern nicht verzichten können wird sich weiter die Notwen= digkeit ergeben, für sie auf Grund des§ 7 Abs. 2 deEinführungsgesetzes eine Erhöhung des Gewerbesteueraufkommens zuzulassen. Vielfach wird nun behauptet, daß darin doch wieder eine stärkere Besteuerung der betreffenden Gewerbesteuerpflichtigen läge, weil eben diese demnächst der Gewerbesteuer, statt der Grundstener unterliegenden„Betriebsvorrichtungen“ schon an sich gewerbe steuerpflichtig seien. Das aber verneint der Reichsfinangminister mit dem Hinweis darauf, daß nach§ 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes der Gewerbesteuerhebesatz für die Rechnungsjahre 1937 und 1838 nur so hoch bemessen werden darf, daß sich kein hoheres Aufkommen ergibt, als bei Weitererhebung der Steuer nach den bisherigen Vorschriften in der Gemeinde für die Rechnungsjahre zu erwarten ware. Die Gemeinden sollen also zwar den natürlichen Steuerzuwachs, der auch bei Fortgeltung der bisberigen Vorschriften eingetreten wäre(3. 2. durch bessere Erträge, Erweiterung der Betriebe, Neuanlage von Betrieben), mitnehmen können. Soweit jedoch die neuen Vorschriften zu einer Erhöhung des Aufkommens führen, muß dies an sich nach§ 7 Abs. 1 durch eine entsprechend niedrigere Bemessung des Hebesatzes ausgeglichen werden Die vorgenannten Erwägungen haben übrigens auch mit eine Rolle gespielt bei der Ablehnung des Wunsches gus Wirtschaftskreisen, daß die in Frage kommenden Länder, in denen diese Betriebsvorrichtungen sowohl der neuen Gewerbesteuer als auch noch für 1037 der landesrechtl chen Grundsteuer, also einer Doppelbesteuerung unterliegen, ihre Grundsteuervorschriften dem neuen Grundsteuergesetz anrassen sollten. Im Kampf gegen Unfalle. Die RBG„Nahrung und Genuß“ und die Zuckerberufsgenossenschaft führen ab 1. Juli Un allverhütungsvorträge in den Zuckerfabriken durch Hiermit sollen vor allem jene Männer und Frauen erfaßt werden, die in der diesfährigen Saisonzeit in Zuckerfabriken arbeiten wellen. die umgeschult sind, aber mit den Un'allmöglichkeiten bei der Zuckerverarbeitung nicht Bescheid wissen. + Kein besonderes Arbeitsbuch für Minderjährige. Nach dem Gesetz über die Einführung eines Arbeitsbuches vom 26. 2. 35 und den auf Grund dieles Gesetzes ergangenen Durchführungsverordnungen und Bekanntmachungen des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung darf eine Beschäftigung von Angestellten und Arbeitern nur bei Besitz eines ordnungsgemäß ausgestellten Arbeitsbuches erfolgen. Die Beibehaltung der besonderen Vorschriften der Gemerbeordnung über das Arbeitsbuch für Minderjährige hitte zu dem unerwünschten Zustande geführt, daß für Minderjährige zwei im wesentlichen gleichlautende Arbeitsbücher hätten ausgestellt werden müssen. Die Reichsregierung hat daher mit Gesetz über die Aenderung der Gewerbeordnung für das Deutsche Reich vom 16. Juni 1937(Reichsgesetzbl. 1 S. 649) diese Vorschriften der Gewerbeordnung aufgehoben. Sonntagskarten aus besonderem Anlaß Die Reichsbahn wird zu den nachstehend genannten Veranstaltungen Sonntagsrückfahrkarten ausgeben: Zu der vom 3. bis 5. Juli in Essen stattfindenden Wiedersebensfeier des Bundes ehemaliger 135er. Die Karten werden auf eine Höchstentfernung von 75 Kilometer mit folgender Geltungsdauer ausgegeben. Zur Hinfahrt vom 3. Juli 0 Uhr bis zum 4. Juli 24 Uhr(Beendigung der Hinreise“), und zur Rückfahrt vom 3. Juli 12 Uhr bis zum 5. Juli 24 Uhr(Beendigung der Rückfahrt““.) Zu der 700=Jahrfeier der Stadt Iserlohn vom 2. bis 4. Juli. Die Karten werden auf eine Höchstentternung von 150 Kilometer ausgegeben, sie gelten zur Hinfahrt vom 3. Juli 0 Uhr bis 4. Juli 24 Uhr (*) und zur Rückfahrt vom 3. Juli 12 Uhr bis zum 5. Juli 24 Uhr(**). Zu der vom 2. bis 4. Juli in Köln=Deutz auf dem Messegelände stattiindenden 20. ProvinzialPferdeausstellung. Die Karten nach Köln werden im Umkreis von 100 Kilometer und außerdem von Emmerich. Empel=Rees. Haldern(Rheinl.) und Meerhoog ausgegeben: sie gelten zur Hinfahrt vom 2. Juli 0 Uhr bis zum 4. Juli 24 Uhr(*) und zur Rückfahrt vom 2. Juli bis zum 5. Juli 24 Uhr(“*). Zur Rückfahrt am 2. Juli gelten die Sonntagskarten nur dann, wenn sie au der Rückeite mit dem Stempel der Landesbauernschaft Rheinland verseben sind. ur 1hl istdie ter um her ate 31 uch ind hauh des fe des nn der die hts talAnderterStudentinnen im BdM=Lager. Für die Teilnahme an Freizeitlägern des BdM=Obergaues Westsalen meldeten sich auch einige Medizinstudentinnen. Geburtenhilfe für Landarbeiter. In Zukunft wird männlichen Mitgliedern der DAb.. die der RB6. Landwirtschaft“ angehören, und deren Bruttolohn die Grenze des lohnsteuerfreien Einkommens nicht übersteigt, bei der Niederkunft ihrer Ehefrauen eine Geburtenhilfe in Höhe von RM 15.—.bei Zwillingen RM 25.— bezahlt. Vorausgesetzt wird dabei, daß die Eheirauen nicht selbst Mitglied der DAF. sind, da sie in diesem Falle eine Wochenbethilfe bei der DAF. beantragen können * Gemeinschaft ehem. Schülerinnen der Städt. Mädchenmittelschule. Die anläßlich der Feier des 25jährigen Vestehens der Städt. Mädchenmittelschule im März dieses Jahres ins Leben gerufene„Gemeinschaft ehemaliger Schülerinnen der Mädchenmittelschule“ begeht am Sonnabend, 3. Juli, ab 20 Uhr in den Räumen des Parkhauses ihre Gründungsfeier. Ein auserlesenes Programm, das von ehemaligen und jetzigen Schülerinnen ausgeführt wird, verspricht neben Tanz und Gelang frohe und abwechslungsreiche Stunden. Da es sich um eine Gründungsfeier handelt, ist der Kreis der Gäste auf die nächsten Angehörigen beschränkt worden. Alle ehemaligen Schülerinnenn sind mit ihren Angehörigen herzlichst willkommen. ben manz in zuraln et. rn rer rede ann ftet gen ommitTender den nbeoßer. eb. und der chupmit agerGeroß Bochum meldet.... Bochum-Gerthe Silbernes Dienstjubilaum. Der Bahnmeister Bertram Ewald, Castroper Hellweg 32 a. kann am 1. Juti auf eine Bjährige Dienstzeit bei der Westfalischen Straßenbahn zurückblicken Lothringer Bergknappen auf Erholungsfahrt. Am letzten Sonntag unternahmen einige Abteilungen der Lothringer Gefolgschaftsmitglieder eine Erbolungsfahrt ins Grüne. Die Gefolgschaftsmitglieder des Reviers Scheik fuhren mit ihren Angeborigen ins Volmetal. In einem Ausflugslokal beendete man den erlebnisreichen Tag mit frohen Kameradschaftsavend.— Der Bohrbetrieb batte dagegen eine Fahrt ins Rubrtal unternömmen. Von dem Pastoratsberg bei Werden, wo man Mittagrast einlegte hatte man einen wunderbaren Fernblick über das weite Land. Die nächsten die angesteuert wurden, waren Baldenevser und „Gruga" in Essen. Mit Gesang und Humor sorg ten die Arbeitskameraden für gute Stimmung, so daß Langeweile nicht aufkommen konnte. Beim Wirt Blome in Gerthe endete die fröhliche Fahrt mit einem kameradschaftlichen Beisammensein. Verkehrennfall. Dienstagabend gegen 1.3 Uhr ercignete sich auf dem Caitroper Hellweg in der Näbe des Betriebsbahnhofes der Westfälischen Straßenbahn ein schwerer Verkehrsunfall, der nach Lage der Dinge noch glimpfich fur die Beteiligten verlief. Ein aus Bochum kommender Personenkraftwagen versuchte drei nebeneinander fahrende Radfahrer zu ülerholen, als im selben Moment aus entgegengesetzter Richtung ein Düsseldorfer Personenkraftwagen kam. Die beiden Kraftfah. zeuge stießen zusammen, wobei der Düsseldorfer Wagen über den Bordstein auf den Bahnkörer Straßenbahn geriet. Trotz der Schwere des Zusammenstoßes blieben die Insassen der Wanen unverletzt. Die polizelliche Untersuchung wurde kkort eingeleitet. Der Düsseldorfer Wagen mußte abgeschleypt werden. Bochum-Harpen Straheninstandsetzung. Mit besonderer Freude können die Einwohner Kornbarpens die stellung machen, daß die Stadtverwaltung Bochum nach besten Kräften bestrebt ist, das Straßennet des Ortsteiles gründlich in Ordnung zu bring im vergangenen Jahre schon der Grünzeg eine feste Straßendecke erhalten hat, wurde nunmehr in der letzten Woche die gesamte Korn harvener Straße vom Ruhrschnellweg bie zur Eeisenbahnbrücke mit einer Teersplittdecke verBochum-Langendreer Die Kameradschaft der ebem. Jäger und Schutzen hem Vereinsheim Heckert ihren Monateapell Nach seiner Begrußung erteilte Kameradschafts führer Striewisch dem Schießwart Heßmann das Wort. Dieser wies insbesondere auf die ausgezeichneten Schießleistungen der Kameradschaft hin. In den erbitterten Kämpfen um den Reinhard=Pokal wurde die Kameradschaft Sieger des Kreisverbandes. Bester Schütze war Kamerad Hülsewig. Die siegreiche Mannschaft erzielte folgende bemerkenswerte Ergebnisse bei zehn Schuß auf die 12er Ringscheibe, stebend oder liegend freihändig: Hülsewig 115, Schröder 112, Schildheuer 106, Rohmann 10. Damit steht die Kameradschaft unter 34 Teilnehmern an erster Stelle. Mit 19 Ringen Abstand folgt die Kameradschaft Hiltrop. Die siegreiche Mannschaft wird nunmehr den Kreisverband in den Kämpfen des Landesverbandes vertreten. Außerdem errangen die Kameraden Brümmer und Rohmann mit 138 bezw. 152 Ringen die bronzene Nadel, während die Kameraden Hülsewig mit 169 und Heßmann mit 148 sowie Schröder mit 147 Ringen die silberne Nadel eroberten. Sonntag nimmt die Kameradschaft an dem Wanderpreisschießen auf der Kaltenbardt teil. Am 18. Juli beteiligen sich die Kameraden an dem Gauschießen des Ruhrgaues der ebemaligen Jäger und Schützen in Gelsenkirchen. Der in Aussicht genommene Ausflug wird verschoben.(i1) Bochym-Weitwar Das Militarkonzert des Musikzuges eines Flakregimentes, veranstaltet von der Deutschen Arbeitsiront in Verbindung mit der NS. G.„Kraft durch Frende“ bei Brune am Samstag war gut besucht. Der Begrüßung durch den AdF.=Octewart Koppelratb folgte ein buntes Programm. das immer wieder den Beifall der Volkegenossen fand Der Filmabend der NSDAP., der ursprünglich am 30. Juni im Apollotheater stattfinden sollte, ist auf den 7. Juli verlegt worden. Die für den Film penker, Frauen und Soldaten“ gekauften Karten behalten bis dahin ihre Gültigkeit. Bochum-Auerenburg Ein Commerkest veranstaltet in den Gartenanlagen des Ausflugslokals Hugggenkerg die DAJ. in Verbindung mit der NS.=Gem.„Kraft durch Freude“ am kommenden Samstag. Die Kapelle der Schutzpolizei konzertiert. Der Garten wird festlich beleuchtet. Zum Tanz im Freien ist ausgiebig Gelegenbeit Bochum-Linden-Dahlhausen Die Gruppe Bochum=Linden im Volkshund für das Deutschtum im Ausland(BDA.) hielt Montag bei Mönnighoff eine Mitgliederversammlung ab In seiner Begrüßungeansprache wies Gruppenleiter Lehrer Balke auf die Aufgaben und die Bedeutung des Volksbundes bin. Darauf hiel; der Gebietänronaaandawart des Sudetendeutschen Heimatl undes Stolz(Dortmund) einen Vortrag ubr.„Sudetendeutsche in Kampf und Not“. Der Redner schilderte die Geschichte seines Landes, das schon 790 unter Karl dem Großen zum Reich gekommen ist. und hob dabei hervor, welchen Anteil die Bewohner dieses urdeutschen Landes an der Gestaltung deutschen Wesens und deutscher Kultur gehabt haben. Um den Volkstumskampf, der gegenwärtig im Sudetendeutschland ausgetragen wird, müsse jeder Volksgenosse wissen. Mit der Mahnung, daß die Deutschen im Reich sich stets mit den Anslandsdeutschen verbunden fühlen sollten, schloß der Redner seine beifällig aufgenommenen Ausführungen. unseren Verbreitungsgebiet herne Rundfunksendungen aus dem Gan. Der Reichssender Köln sendet am 4. Juli, in der Zeit von 12 kie 13 Uhr Berichte= von den Westsälischen Schwinmeisterschaften aus Herne.— Kürzlich besuchte der Reichssender Köln mit dem Mikropbon einen Ernte=Kindergarten im Witgensteiner Land. Was er dort erlauscht und auf die Schallplatte gebannt bat, wird in der Sendung„Bauer merk auf“ am Montag, dem 5. Juli, um 11,45 Uhr wiedergegeben. Jeden Monat 30 Mutter in Erholung. Die N3V. in Herne hat ihre Fürsorge für erholungs. bedürftige Mütter nunmeyr so ausgebaut, daß in jedem Monat 25 bis 30 Herner Mütter in Erholungsheime der NSV. geschickt werden können. In diesen Heimen, die sich im naben Sauerland und auch auf den friesischen Inseln befinden, gewinnen die Mütter wieder neue Kraft zu aufopferungsvollem Wirken für die Familie, die aber auch wäh rend der Zeit ihrer Abwesenheit nicht unbetreut bleibt. Freiwillig gestellt bat sich eine Frau ohne feste Wohnung bei der Kriminalpolizei. Sie hat einer anderen Frau Kleidungsstücke unterschlagen. Die Kleidungsstücke wurden sichergestellt. Ein blauer Kammgarnanzug gestohlen. In der Zeit vom 27. bis 20. Juni wurde aus einer verschlossenen Wohnung des Hauses Kampstraße 9 ein zweireihiger blauer Kammgarnanzug gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. Wer kann zu diesem Diebstahl Angaben machen? straße 10, Ferd. Steins, Holsterbausener Straße 5, Krüdewagen, Am Lakenbruch 54. Am 3. Juli finden die Auszahlungen statt bei Grünboff, Kurfürstenstraße 77, bei Ferd. Steins. Holsterhausener Straße 5, Schulte=Pelkum, Richard=WignerStraße 54. Die Auszahlung für Witwen und Waisen beginnt jeweils um 15.30 Uhr, für Knappschafts-=Invaliden und Reichsrentner um 16 Uhr. Die Auszahlung für die übrigen Zahlbezirke werden am 5., 6. und 7. Juli vorgenommen. Die Zahllokale werden frühzeitig mitgeteilt. Wonne-Eickel Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Jach gruppe Schuhe, unternahm eine Schulungsfahrt nach Witten. Dort wurde eine Schuhfabrik besichtigt, die den zahlreichen Teilnehmern dieser Fahrt eine Menge neuer Eindrücke und Anregungen vermittelte. Dr. Schaaf dankte der Fagrik leitung für die umsichtige Führung und Pr Hahne richtete an die Arbeitskameraden den Appell, der Schulungsarbeit der Wirtschaftsgruppe auch das nötige Interesse entgegenzubringen. Jahltage der Ruhrknappschaft für den Bezirk der Zahlstelle Wanne=Eickel. Für den Monat Juli sind folgende Termine angesetzt: 1. Juli Hiarich Faßbauer, Hordeler Straße 6° Goebbelbans, Hof straße 26, und Fritz Kreten. Roblinghausen, Bochumer Straße 178.— 2. Juli Rendel. Hinden. Gelsenkirchen Zum zweiten Mal Zwillinge. Den Ebeleuten Bergmann Jendrewski in Geisenkirchen=Hüllen wurde ein Zwillingspaar(Knabe und Mädchen) geboren. Anläßlich des Gautreffens wurde die Familie Jendrewski durch Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Mever und Reichsorganisationsleiter Dr. Ler aufgesucht. Nunmehr haben Gauleiter Dr. Mever und Generaloberst Göring die Ehrenpatenschaft über die beiden kleinen Erdenbürger übernommen. Bei dem vor drei Jahren geborenen ersten Zwillingspärchen der Eneleute Jendrewiki übernahm Reichspräsident von Hindenburg, bei einem vor zwei Jahren geborenen Knaben der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Ehrenpatenschaft Freiballonwettbewerb um den Kirdorf=Pokal. Der Start zum diesjährigen Freiballonwettbewerb um den Emil=Kirdorf=Pokal erfolgt wiederum von dem Ruhrlandfüllplatz der Ortegrupve Gelsenkirchen des NSFN., und zwar am kommenden Sonntag. Es sind zehn Ballone für den Wettbewerb gemeldet. Der Start ist auf 10 Uhr vormittaas festaeletzt. Die Nennungen zum„Kirdorf Pokal“=Ballon= Nennen. Zum diesjahrigen„Emil=Kirdorf=Pokal“Ballon=Rennen das am kommenden Sonntag vom Rubrlandfüllplatz in Gelsenkirchen=Schalke erfolgt, haben folgende Ballone genannt:„Roland", Ortsgruppe Bremen. Führer Nebeltbau:„Köln“. Ortsgruppe Köln. Führer Klein:„Abbrador“, Ortsgruppe Wuppertal, Führer Dahl:„Wicküler 2“, Ortsgr. Wuppertal. Führer Dr. Kaulen;„Stadt Essen 2“. Ortegruppe Essen, Führer Ebener(der vorjährige Sieger);„Münsterland 2“. Ortsgruppe Münster. Führer Pratie;„Düsseldorf?“ Ortsgr. Dusseidorf, Führer Gotze jun:„Düsseldorf 8“ Ortegruppe Düsseldorf Führer Vogel:„Emil Kirdork“ Ortsgruppe Gelsenkirchen, Führer Dr. Vor1935 lische der om. elicht gab ndien kraftmeter er d bedann l. die Ressen Ge. aft zu angsel— Margegen nerten ürger= seine dem rer ist nachen bedeß 4u edes sulame en a Pa= n Uerporelle nit der ür die ülheim hat in Druck= intische hwache rd uns :Bei aufheiren bis testströ1. Tem Spert. Spiel, Turnen Schmeling- Farr verlegt Der ursprünglich für den 9. August in London angesetzte Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft zwischen Max Schmeling und dem britischen Meister Tommy Farr wurde um einige Wochen verlegt. In Aussicht genommen ist der 30. August oder 1. September. Der englische Veranstalter kann zwischen diesen Terminen wählen. Das wahre Gesicht Newyorker Borkommission bekennt Farbe. Nichts ist in der Lage, trefflicher zu beweisen, daß der amerikanische Borsport durch den Kampfabschluß um die Schwergewichts=Weltmeisterschaft zwischen Max Schmeling und Tommy Farr einen schweren Schlag erhalten hat, als die Erklärung, zu der sich jetzt die Achletik=Kommission des Staates Newyork bemußigt fühlt. Der Vorsitzende der Kommission, Phelan, gab bekannt, daß Joe Louis als Weltmeister“ anerkannt werden müsse, jedoch eine Kampferlaubnis für den neuen„Weltmeister“ in Newyork nur in Frage komme, wenn er bereit sei, seinen„Titel“ gegen Max Schmeling zu verteidigen. Ihr wahres Gesicht enthüllt aber die geschäftstüchtige Boxkommission mit der Folgerung, daß sich die Lage natürlich ändere, falls Schmeling nicht gegen Louis anzutreten beabsichtige. Für Europa und die sportlich denkende Welt dürfte der amerikanische Weltmeisterschaftsrummel wohl endgültig überwunden sein. Die Begegnung Schmeling— Farx wird den richtigen Weltmeister ergeben und Amerika beweisen, daß Sport und Geschäft streng auseinander zu halten sind. Kosemeyer schnellster Deutscher Mays beim Training zum Banderbiltpokalrennen noch schneller Am ersten Trainingstag der deutschen Rennfahrer zum Vanderbiltpokalrennen auf der Roosevelt=Bahn bei Newyork wurden Geschwindigkeiten erzielt, die für amerikanische Verhältnisse ganz außergewöhnlich sind. Auf einer Geraden der 5.364 Klm. langen Rundstrecke erreichte Rosemeyer einen„Schnitt“ von 252 Klm.=Std. Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit des Auto=Union=Fahrers über 30 Runden auf der Strecke, die nur zwei Geraden und sieben Kurven aufweist, ist mit 143 5 Klm.=Std. ausgezeichnet, Rose. meyer war damit der schnellste deutsche Fahrer. Schneller war nur noch der sehr wendige amerikanische Alfa=Romeo=Fahrer Mays mit 144 8 Klm.Std. Dabei ist aber zu berücksichtigen, daß Mans schon seit 30 Tagen auf der Bahn trainiert. Caracciola erreichte über 40 Runden einen Durchschnitt von 143.059 Klm.=Std. Von den Alfa=Romeo=Fahrern der Scuderia Ferrari erschien nur Farina auf der Bahn. Er erzielte den guten Durchschnitt von 142.42 Klm.=Std. Rennen zu Roln 1. R.: 1. Feuereifer(Hauser), 2. Barsdorf, 8. Denar. Sieg 56:10, Platz 17, 12, 26 10. Ferner: Sagus, Diplomat, Verafina Mungo. EW 102. 2. R.: 1. Herkules(Nolte), 2. Sirene. 8. Sauhatz. Sieg 48:10, Platz 15, 14, 15:10. Ferner: Solneman, Barbel, Extra, Lore. EW 82 3. R.: 1. Natango(Westhoff), 2. Saarpfälzer, 3. Windior. Sieg 89:10, Platz 16, 24, 17:10. Ferner: kerres Edina. Irmgard. CW 59. 4. Preis der Hanjestadt Koin: 1. Agnus(Sauer), 2. Voltaire 2. 8. totes Rennen zwischen Le Bougnat und Similor. Sieg 70:10, Platz 15, 17, 17, 40:10. Ferner: Agathon, Wolkenflug, Seni, Laputz, Le Majestic, Altei. EW 192. 5. R.: 1. Cyrillus(H. Schmidt), 2. Herzober. 8. Gnom. Sieg 82:10, Platz 14, 80 18:10. Ferner: Manzanares, Mar. Reichsherold. Palapaia. EW 404. 6. R.: 1. Sintflut(Wolff), 2. Schwede. 3. RoyalPantalion. Sieg 104:10, Platz 19, 15, 24:10. Ferner: Mardonius, Progreß, Handschar, Immenau. EW 224 7. R.: 1. Melle(Präger), 2. Romantik, 8. Gräfin Mariza 4. Florian Geyer. Sieg 240:10, Platz 36. 49. 20, 24:10. Ferner: Scolaro, Ahnherr, Cornet, Sextus, Beke, Famula, Hausmarke, Pfalzburg, Gamin, Seeräuber. EW 692. v. Cramm-Budge im Endspiel Cramm schlug Austin, Budge Parker in vier Sähen Der Mittwoch in Wimbledon Dem ereignisreichen Dienstag draußen in Wimbledon reibte sich der Mittwoch entiprechend an Schon das erste Spiel auf dem„centre-court“ schloß mit einem unerwarteten Ende. Hilde Sperling und Helen Jacobs. die schon tags zuvor im Einzel ausgeschieden waren, wurden nun auch im Doppel gestoppt. Henrotin Andrus schlugen das amerikanisch=dänische Paar nach Kampf 7:5, 6:8. 6:2. Man wird nun auf Henrotin=Andrus, die ja schon in Forest Hills alles schlugen, was ihnen vor die Schläger kam, achten müssen. Neben ihnen rechnen sich noch Mathien=Vorke und James=Stammers erste Chancen aus. Im Männerdoppel scheinen die tschechoslowakischen Davispokalspieler Roderich Menzel=Hecht zu den„Hechten im Karpfenteich“ werden zu wollen. Auf Platz 1 spielten sich die Tichechoslowaken am Mittwoch mit 6.3. 6:4, 6:2 über Jamain=Metara als erste in die Vorschlußrunde. Wimbledon lehrte. daß Menzel=Hecht für den Davispokalkampf gegen Deutschland in Berlin bestens gerüstet sind Wieder einmal steht unser Gottfried v. Cramm im Endspiel von Wimbledon. Mit ihm der rotbaarige Donald Budae aus Kalifornien. Am Freitag wird das Finale gesgielt. Der deutsche Spitzenspieler hat in Budge einen Klassemann zu schlagen. Zweimal lief er gegen den letzten Bewerber in Wimbledon schon an. Und da aller guten Dinge drei sind, braucht er beuer nur ein Quemt chen Glück Donald Budge hatte es mit seinem Landsmann Freddy Parker nicht gerade leicht. Den ersten Sat verlor er 2:6. aber die nächsten fielen mit 6:4. 6:4. 6:1 an ibn. Cramm— Austin 8:6, 6:3. 12:14, 6:1 Cramm— Austin wurde erneut zur Zugnummer des Mittwochs. Aber in vier Sätzen war alles schon geklärt. Immerhin: es kostete Kampf. 1046 siegte von Cramm 8:6, 6:3. 2:6. 6:3. Heuer hielt unser Meister den Engländer mit 8:6. 6 3. 12:14. 6:1 nieder. Nennen zu Le Tremblan 1. R.: 1. Maiz(Bernier), 2. Dynamo, 8. Madrilene. Sieg 268:10, Platz 72 48, 50:10. 2. R.: 1. La Valombrosa(Dupuit), 2. Love Apple, 8. Trame. Sieg 48:10, Platz 23. 88, 66:10. 3. R.: 1. Gros Papa(di Cicco), 2 Daralumét. 8. Quibole. Sieg 84 10, Platz 26, 19. 21:10 4. R.: 1. Dark Fellow(Rochettil. 2. Mistigri. 8. Chinchilla. Sieg 101:10, Platz 16 11:10 5. R.: 1. Khorassan(Destandau). 2. Alicourt, 8. Lord Motlen. Sieg 78:10, Platz 27, 15:10. 6. R.: 1. Love Secret(Brethes), 2. Allegorsite, 8. Take my Lilin. Sieg 50:10, Platz 24, 43, 81:10. Terassenabend des TV 48 Ein wohlgelungener Werbeabend Das am Sonntag vor acht Tagen wegen Regens ausgefallene Werbeturnen des TV 48 auf der Stadt= varkterrasse fand am#estrigen Abend vor ansbrechendem Besuch statt Bei besserem Wetter wäre die Anzahl der Zuschauer gewiß größer geweien. Die Darbietungen hälten ihn auch verdient gehabt denn die derschiedenen Abseilungen des großen Vereins zeigten auf vielen Gebieten großes Können und prächtige Leistungen, die den starken und verdienten Beifall der Zuschauer fanden. Nach dem Aufmarsch der Turner und Turnerin= nen richtete Vereinsführer Karl Eisermann eine Ansprache an die Anwesenden, in der er auf die Bedeutung des Turnens im Jahnschen Sinne hinwies und für dieses Turnen warb. Insbesondere forderte ex die 16= bis 20jährigen Mädel zum Eintritt in die Vereine auf, wie es der Reichsmädeldienst vorschreibe. Weiterhin warf er einen Rückblick auf das große Kreissportfest, das gezeigt habe, was die Vereine leisteten, und beendete seine Ausführungen mit dem Sieg Heil auf den Führer, dem sich der Gesang der Nationalhymnen anschloß. Dann hatten die Teilnehmer das Wort. Die Jugendturner zeiaten ein Bodenturnen, die Turnerinnen sich in der Schwierigkeit immer steigernde Tischsprünge mit Ueberschlägen, Hocken usw. Die allgemeinen Freiübungen wurden von einer stattlichen Anzahl Männer und Frauen geturnt. Die Männer boten die Uebungen des Kreissportfesteo, die Frauen solche nach einem straffen Marschtempo, die trotzdem locker wirkten. Das Fechten der Männer und Frauen, je ein Gefecht im Florett und eins im leichten Sabel machte die Anwesenden mit diesem im TV 48 sehr gepflegten Zweig der Leibesuhungen bekannt. Die Turnerinnen tanzten darauf einen „Fröhlichen Rheinländer“, und dann zeigten die Allersturner an zwei Pferden, wie man bis ind bobe Alter hinein den Korper frisch und griund erhält. Neulenübungen der Frauen Stabübungen der Turnerinnen, ein Vereinsturnen der Turner an zwei Barren und sestliche Gruppenbewegungen nach Grauerholg, von der Leiterin der Frauenabteilung Frau Krüger, zusammengestellt, die man mit dem folgenden Reckturnen als den Höhepunkt der Veranstaltung bezeichnen kann, sanden ebenso wie der abschließende Marschtanz der Turnerinnen den werdienten und dankbaren Beifall der Zuschauer. Der Werbeabend wurde, obschon einmal Regen drohte. gut abgewickelt und dürfte dem Verein neue Freunde gewonnen haben. Klarer Sieg der Preußen Der TuS verdien/ mit 1:4 geschlagen Die Fußballspielzeit 1936/37 wurde an drem letz= ten Tage in Bochum mit einem Freundschaftsspiel des Tus und der Ver, Preußen 07 beschlossen. Man hatte lange auf dieses Spiel gewartet, darum überraschte es, daß nur 500 Zuschauer erschienen waren. In beiden Mannschaften sah man neue Gesichter so wirkte bei Preuhen der frühere TuS=Torwart Kus= kowitz und beim TuS der ebemalige Mittelläufer Westfalias, Cezorra, mit. Die Gäste bewiesen erneut ihre Beständigkeit und landeten einen klaren und verdienten Sie= Sie waren spielerisch besser und verrieten auch die bessere Kondition. Letztere wirkte sich in der groteren Schnelligkeit und der Sicherheit der Handlungen aus. Der Tus konnte den Fluß des Preußenspiels troy aller Bemühungen nicht hemmen. mußte sich Ueber= legenheitsperioden gefallen lassen, in denen zwangsmäßig die Tore für Preußen fielen. Andererseits besaß der Sturm der Blauen zu wenig Durchschlagskraft, um den Gegner ernstlich zu gefahrden. Die Preußenmannschaft war von vorn bis hinten sehr einheitlich, überragend Wittig als Verteidurer, die gesamte Läuferreihe und die Außenstürmer, die dem ehemaligen Werner Rescher, der den Sturm führte, soviele und gute Vorlagen gaben, daß dieser sich als dreifacher Torschütze einzeichnen konnte. Beim TuS fehlte Hannemann, Cezorra fand sich nicht zurecht und tauschte später mit Rosendahl. Das Fehlen von Masmeier, der halbrechts stürmte, machte sich in der Läuferreibe stark bemerkbar. Im Sturm trat Masmeier nicht so hervor. Hier zeigte der Halb= linke Chlupka gutes Können. Den übrigen Stürmern mangelte der Kampfgeist. Darin tat sich der Verteidiger Safranek hervor, dem allerdings noch das Stellungespiel fehlt. Ein weiter Ball Reinmöllers fand 13 Minuten nach Beginn vom Pfosten aus seinen Weg ins Ney und dann spielten die Preußen in der erststen Hälfte durchweg überlegen. Rescher schoß in der 18. und 43. Minute zwei weitere Tore. Nach dem Wechsel gewann das Spiel an Tempo. Vorerst drängte der Tus und Menski verwandelte einen Flankenball Gockels sehr schon mit dem Kopf. Später übernahm Preußen wieder das Kommando und Rescher sorgte auch für den vierten Treffer. Der Gauführer beglückwünscht Schalke Der westfalische Reichsbund=Gauführer, Brigademeister Schalke 04 einen Glückwunsch, in dem es u. a heißt: Als ich mit dem Reichssportführer Euch beglück= wünschte, reiwie- mit mir a..e wentaluch. Kame= raden Euch die Hand, denn sie alle erfüllte tiefe. ehrliche Freude. Zum drittenmal habt Jhr die „Viktoria“ in die„Stadt der taufend Feuer“ gebracht. Restloser kämpferischer Einsatz trug den Sieg über die Kameraden von Nürnberg davon einszucht. vorbildliche Kameradschaft und Zielstrebiaüber Euch und zum Dank an Euch tritt im noch nachklingenden Jichel die zukunftsschwere Verantwortung Des Dich= lers Wort gilt sinngemäß auch Euch:„Des deutschen Svortes Würde ist mit in Eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit Euch. Mie Euch wird sie sich beben.“ Auftakt zur Tour de France Auftakt zur„Tour de France" Majerug Ueberraschungssieger— Thierbach Vierter Jn der franzosischen Hauptstadt nahm am Miti= woch die 81.„Tour de France“ ihren Anfang. Auch in diesem Jahre stariete eine offizielle deutsche Mann= schaft, die aus unseren derzeit zehn besten Fahrern besteht. Die erste Elappe führt fast durchwen durch das ehemalige Kampfgebiet über Amiens nach dem W3 Kim. entfernten Lille. Ueberraschungssieger und damit erster Trager des Gelben Trikota wurde der Luxemburger Majerus in 6:57:48 mit fast einer Minute Vorsprung vor seinem Landsmann Mersch, dem Einzelfahrer Brackeveldt=Belgien, und dem Dresdner Thierbach, der in 658:51 eine etwa 15 Mann starke Gruppe hinter sich ließ. Weitere Placierung der Deutschen: 17. Gener 7.00:38, 22. Bautz 7.01:59, 27. Wengler 7:06.55, W. Schultenjohann 7:00:1, 52. Weckerling 7:12:30, wald 7:19:55. WIRISCHAFTS. NACHRICHTAN Kapitalerhöhung um 1 Mill. RM. Die hB der Westfalia-Dinnendahl-Gröppel A-G der gestrigen ordentlichen Generalversammlung, die von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Gener geiene wurde, waren 16288 Aktien einsch Die Regularien wurden einstimmig genehmigt und beschlossen, aus dem unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus 1235 in Hohe von 21 742 RM verbleibenden Reingewinn von 121 613 RM. eine Dividende von 6 Prozent(Vorjahr 5 Prozent) zu verteilen. Auf neue Rechnung wurden vorgetragen 24 456 ist ab heute zahllar. Die Generalversammlung beschloß gemäß den Vorschlagen der Verwaltung die Erhöhuig des bisher 1605000 RM. betragenden Grundkap tals der Gesellschaft auf 2605 000 RM. durd gabe neuer auf den Inhaber lautenden Stammaktien zum Nennwert von je 100 RM. Die jungen Aktien werden durch ein Banken=Konsortium, das sich zusammensetzt aus der Dresdner Bank (Berlin), der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft(Berlin), und der Westfalenhank AktienGesellschaft(Bochum), den Aktionären angeboten in der Weise, daß auf 500 RM. alte Aktien 300 RM. neue Aktien bezogen werden können. Der Ausgabekurs beträgt 115 Prozent. Die Kapitalerhöbung soll sofort vorgenommen werden, die Einzahlung auf die jungen Aktien muß innerhalb 11 Tagen nach Ablauf der Bezuasfrist erfolgen Die Durchführung ist bis zum 31. August 1937 begrenzt, Die Wahlen zum Aufsichtsrat ergaben die der bieherigen Anmit Ausnahme von Bergwerksdirektor a. D Droste, der mit Rücksicht darauf, daß das neue der des Auf. sichtsrates kür die Gesellschaft auf sieben festlegt gebeten hatte, von seiner Wiederwahl Abstand zu nehmen GGeneraldirektor Möllenberg führte zur Geschäftslage und zum Geschäftsbericht u. a. foleendes aus: Die fortschreitende und anhaltende Besserung der wirtschaftlichen Belange, die seit 1933 zu verzeichnen ist, hat im Jahre 1936 ihren bisherigen Höchststand erreicht Die Auftragseingänge sind gegenüber dem Vorjahre um das Eineinhalbfache, gegenüber 1933 um das Vierfache gestiegen und haben auf allen Arkeitsgebieten uns ein Arbeitepensum auferlegt, das nur unter Anspannung aller Kräfte sowohl in den Büros wie in den BeFür ein Jayr balcke-hB ein Wendepunkt in Die gestern in der Harmonie zu Bochum abgehaltene 82, ordentliche Hauptversammlung der Maschinenbau=Aktiengesellschaft Balcke in Bochum, in der 30 Aktionäre mit 13 408 Stimmen ein Aktienkapital von 1 840 800 RM vertraten, bedeutete nach den einleitenden Ausführungen des Auf= sichtsratsvorsitzenden Konsul Hans Harney(Düsseldorf) einen Wendepunkt in der Geschichte des Unternehmens, sei es doch nach einer Reibe von Jahren in der Lage, zum ersten Male die Ausschüttung einer Dividende von 4 Prozent vorzuschlagen. Diese Dividende sei keineswegs künstlich herausepreßt noch künstlich herabgedrückt worden. Nach gewissenhafter Ueberlegung und Abwägung werde die Dividende gegeben, wie es Vorstand und Aufsichtsrat glaubten verantworten zu können Sie solle die Gewißheit bieten, daß es aufwärts gebe, ohne Enttäuschungen und Rückschläge zu erleben. Besonders habe sich die Gesellschaft sowehl im abgelaufenen Jahr wie bei der Bilang bemüht, die Liquidität zu verbessern. Einstimmig wurden darauf die Reaularien erledigt, Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt und der Bilanzprüfer wiedergewählt. Die Dividende von 4 Prozent ist ab heute zahlbar. Ueber die gegenwärtige Lage des Unternehmene führte Direktor Kleinebekel in Ergängung des trieben zu bewältigen war. Erfreulich ist, daß dabei auch der Auslandsabsatz mengen= und wertmaßig auf das Dreifache gegenüber 1935 gesteigert werden konnte. Eine weitere Erhohung unserer Auslandslieferungen ist voraussichtlich in diesem Jahre schon zu erwarten Die Erlöse aus diesen Auslandslieferungen sind allerdings immer noch unzureichend. Bei der Vergebung von Großanlagen der Aufbereitung von Kohle und Erze fanden wir eine angemessene und befriedigende Berücksichtigung. Unsere Betriebe waren das ganze Jahr hindurch voll ausgenutzt und arbeiteten störungsfrei. Um den erhöhten betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir der Erneuerung, der Ergän= zung und Erweiterung unserer Betriebsanlagen und maschinellen Einrichtungen besondere Aufmersamkeit gewidmet. Die für diesen Zweck gemachten Aufwendungen sind erforderlich und, richtig angesetzt, auch stets lohnend. Auch die Zukunft macht weitere Investierungen notwendig, für die voll beschäftigt der Geschichte des Unternehmens Geschäftelwrichtes aus, daß der Auftragseingang der in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres den in der gleichen Zeit des Vorjahres über= troffen habe, weiterhin sehr lebhaft sei. Man habe gerade Aufträge erhalten die de Gesellschaft entwickelt und erprobt habe und die sich bestens bewahrt hätten. In ihrem Umfang und in ihrer Bedeutung überstiegen die Aufträge die früheren bedeutend. Darin dürfe man einen Beweis des Vertrauens erblicken, das man den Erzeugnissen und dem Unternehmen selbst entgegenbringe. Dieser Auftrantbestand sichere dem Unternehmen Beschäftigung auf mindestens ein Nahr. Da sich die Liefertermine bis in das Jahr 108 erstreckten, würde man die Aufträge auch terminmäßig ausführen können. Das Gesamtbild zeige, daß man alle Ursache habe, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken, nicht nur bezüglich der Bilangzahlen sondern auch hinsichtlich der Gesamtverhältnisse, wie sie sich bei dem Unternehmen entwickelt hätten Abschließend erklärte der Aufsichtsratevorsitzende, datz die Leitung des Unternehmens an diesem Ergebnis in erster Linie beteiligt sei, sie verdiene das größte Vertrauen, und er sprach ihr sowohl wie der gesamten Gefolgschaft, die in vorbildlicher Weise mit. tätig sei, seinen Dank aus. entsprechende Mittel bereitzustellen sind. Selbstverständlich wurde bei all diesen Maßnahmen auch auf die demnachst notwendig werdende Verlegung unseres Werkes Weitfalia zum Werk Gröppel Rucksicht genommen. Wann diese Verlegung erfolgen wird, ist unbestimmt. Einstweilen steht ein Termin noch nicht in Aussicht. Im neuen Geschäftsjahr hat der günstige Beschaftigungsgrad unserer Werke bisher unvermindert angehalten. Der Auftrageeingang der ersten fünf Monate d J. übersteigt sogar den des Vorjahres nicht unwesentlich. Für den weiteren Verlauf des Jahres ist eine Minderung der Auftragseingänge kaum zu erwarten. Die Durchführung des Vierjahresplanes und die damit“ndene Notwendigkeit der Sicherung und Verbreitung der heimischen Rohstoifgrundlage sowohl in Kohle wie in Erz wird zweifellos noch weitergebende Anforderungen an die technische und wirtschaftliche Leistungsfahialer der deutschen Berabauletriebe stellen. Wir sind deswegen für den weiteren Verlauf dieses Jahres durchaus zuversichtlich gestimmt und glauben ein befriedigendes Ergebnis für 1037 auch bee einem erhöhten Aktienkapital in Aussicht stellen zu können Aur Kapitalerhöhung führte General= direktor Möllenberg aus, daß das Unternehmen und sein Geschäftsumfang in den letzten Jahren eine starke Ausweitung erfahren haben, die es erforderlich und zweckmäßig erscheinen lasse, die disher unverbältnismäßig geringen eigenen Mittel zum erhöhten Umsatz und zum Wert des Anlagevermögens in ein besseres Verhältnis zu bringen. Zum Schluß sprach der Vorsitzende des Aufsichtsrates unter dem Beifall der Versammlung dem Vorstand und der Gefolgschaft somie dem ausfür ihre erfolgreiche Tätigkeit aus. Schlach'viehmärkte Bochum, 80. Juni. Auftrieo: Rinder 185, darunter Ochsen 2, Bullen 44. Kühe 125, Farsen 14: Kalber 431 Schafe 2, Schweine 1634.— Preise: Bullen a) 48, b) 89, e) 84; Kübe a) 43. b) 89, e) 88. d) 25; Fársen a) 44, b) 40, c) 85: Kälber a) 58—88, b) 61—57, e) 40—48, d) 82—88; Schweine a) 63.50, 51) 5350, b2) 53.50 e) 62.50, d) 40,50, e) 49.50. 49.50, g1) 58.50, a2 80 50— Marktverlauf: Rinder und Schweine zugeteilt; Kalber mittel, clnana völlig eingekreist und von der Abrigen bolschewistischen Front abgeschnitten. Auch die an der nach Santander führenden Küstenstraße operterenden nationalen Truppenabteilungen haben sich weiter vorarbeiten können. In diesem Abschnitt haben sich in der Nacht zum Mittwoch über 100 Milizleute den Nationalen ergeben. Die Blutgerichle der Sowjets in Sibirien DNB Warschau 30. Juni.(Drahtb.) Wie die Pat“ aus Moskau meldet, sind von dem Obersten Kriegsgericht der Sowjetunion in Chabarowsk 37 Angestellte der Fernöstlichen Eisenbahn wegen Trotkismus, Spionage zugunsten Japans und Sabotage" zum Tode durch Erschießen verurteilt worden. Das Urteil wurde unverzüglich vollstreckt Die„Pat“ weist darauf hin, daß im Verlaufe des letzten Monats im Fernen Osten unter gleichen Bezichtigungen 131 Versonen erschofsen worden sind. Die offizielle Sowjetagentur hat bisher über derartige Prozesse im Fernen Osten keinerlei Berichte veröffentlicht. Neue schwere Kämpfe an der indischen Nerdwestgrenze 28 Tote. SNB London den 30. Juni.(Drabtb.) An der indischen Nordwestgrenze ist es wieder zu schweren Kämpsen zwischen Eingeborenen und britischen Truppen gekommen, wobei nach englischen Meldungen 26 Eingeborene getötet wurden. Auf Seiten der Engländer betrugen die Verluste 2 Tote und 5 Verwundete. Britisches Bembenflugzeug abgestürzt Drei Besatzungsmitglieder tot. TNB. London, 30. Juni.(Drahtb.) In vr Grafschaft Shropshire stürzte am Mittmochnachmittag ein Bombenflugzeug der britischen twaffe ab und erplodierte. Die drei Besatzungsmitglieder wurden getötet. 16 440-Meler-Höhenflug NB. London, 30. Juni.(Drahtb.) Der britische Militarflieger, Leutnant M. J. Adam, unternahm auf einer Bristol 138 mit einem Begasus=Spezial=Motor einen erfolgreichen Angriff auf den Höhenweltrekord für Flugzeuge. Leutnant Adam erreichte 16440 Meter und übertraf damit die bisherige Weltbestleistung des Italieners Mario Pessi um 785 Meter. Zwei neue Kirchenverordnungen Der Reichominister für die kirchlichen Angelegen= heiten. Kerrl, hat unter dem 25. Juni zwei neue Verordnungen zur Sicherung der Deutschen Evange= lischen Kirche erlassen. Die eine befaßt sich mit dem kirchlichen Finanzwesen, die andere enthalt Bestimmungen für die einzuberufende Generalsynode. In der den Verordnungen beige= gebenen Begründung heißt es: Die 16. Verordnung zur Sicherung der Deutschen Enangelischen Kirche vom 25. Juni 1937 enthält einige Bestimmungen, deren Erlaß für die Zeit bie zur Wahl der verfassunggebenden Generalsynode sich als notwendig herausgestellt hat. Alsbald nach der Behanntgabe des Erlasses des Führers vom 15. Februar 1037, durch den diese Wahl angeordnet wurde, begannen die kirchenpolitischen Gruppen eine lebhalte Wahlagitation, obwohl über die Ordnung und den Zeitpunkt der Wahl nichts behannt war. Dabei haben sich Mißbräuche vornehmlich insofern herausgestellt, als vielfach auch Kirchen zu Wahlagitationen, kirchenpolitischer Hetze, ja zu politischen Ausschreitungen benutzt worden sind.§ 1 der neuen Verordnung bestimmt deshalb, daß die Benutzung von Kirchen zu Wahlzwechen in Zukunft überhaupt verboten ist. Im übrigen ergibt sich aus der Verordnung, daß einige Zeit vor der Wahl der Wahltermin besonders bestimmt werden wird. Bis zur Bekanntgabe des Wahltermins sind durch die Verordnung deshalb weitere öffentliche Veranstaltungen zur Vorbereitung der Wahl sowie die Herstellung und Verbreitung von Flugblättern zu Wahlzwecken verboten. Für die Zeit nach Veröffentlichung des Wahltermins werden besondere Bestimmungen ergehen. Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten hat durch eine 15. Verordnung zur Durch= führung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Enangelischen Kirche vom 25. Juni 1937 die Bestimmungen über die Finanzabteilungen bei den landeskirchlichen Behörden, die sich in einigen Ländern im Laufe der letzten Jahre bewährt haben, zusammengekaßt und ihre Haltung nach einigen Verbesserungen auf den ganzen Bereich der Deutschen Evangelischen Kirche ausgedehnt. Die Bestimmungen über Finangabteilungen dienen dazu, der hirchlichen Finanzvermaltung eine einwandfreie Rechtegrundlage zu geben. Zolche Bestimmungen entsprechen einem dringenden Bedürfnie; lo ist z. B. eine süddeutsche Landeskirche leit mehreren Jahrenn nicht in der Lage, ihren Haushaltsplan in einer den gesetzlichen Erfordernissen entprechenden Weile zu verabschieden. Die Finanzabtellungen haben ferner eine rechtlich einmandfreie somie den öffentlichen Belangen entsprechende Vermaltung des kirchlichen Vermögens, der Statoleistungen und der Kirchensteuermittel zu gewährleisten. Der Führer und Reichskanzler hat am ocwormittag die Ausstellung„Französische Kunst r Gegenwart“ in der Akademie der Künste einbend besichtigt. Der französische Botschafter rancols-Poncet hatte die Liebenswürdigit, den Führer zu begleiten und ihm Erklärunn zu geben. Staatsminister Wagner über Das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen kürzung der freiwilligen Leistungen in Bayern und Verwendung zum Bau neuer Schulen Munchen, 29. Juni(Drahtb.) Vor über 7iom Angehörigen der Gliederungen der Partei hielt in Fürsten eldbrück der Gauleiter des Traditionsgaues München=Oberbayern, Staatsminister Adolf Wagner. eine bedeutsame Rede. in deren Verlauf er auch das Verbältnis zwischen Staat und Kirche eingehend behandelte. Er müsse es mit Bedauern feststellen, lo erklärte der Gauleiter, daß es heute noch eine Kraft und eine Macht gebe, die sich störend im vörkischen Leben bemerkbar mache. Diese Kraft seien die Kirchen. Er wende sich mahnend an sie, um sie zu veranlassen, sich einzufügen in das große Ganze und mitzuarbeiten an den gewaltigen Problemen, die noch zu losen seien. Die Kirchen hätten in der Systemzeit alles andere getan als Leistungen zur Rettung des deutschen Volkes zu vollbringen. Wenn man. fuhr der Gauleiter'ort. schon seitens der Kirchen keine Leistungen des nationalsozialistischen Reiches anzuerkennen geneigt sei, so müßte man doch zum mindesten anerkennen, daß durch diese Leistungen die Einnahmen der Kirchen erheblich gesteigert worden seien. Diese Einnahmesteigerung sei aber keineswegs durch erhöhte Leistungen der Kirche, sondern einzig und allein durch die Leistungen des nationa sozialistischen Reiches verursacht worden. Diese Einstellung der Kirchen zwinge ihn nun. diese freiwilligen Leistungen im Verlauf der nächsten drei Jahre in Bayern nach und nach zu kürzen. Die eingesparten Summen sollten" zum Bau neuer Schulen in Bayern Verwendung finden. Es könne ja nicht die Ausgabe des Staates sein. eine Organisation finanziell zu unterstützen, die nichts anderes als den Kampf gegen den Staat betreibe. Der Staat sei nun einmal dazu da. Stören riede zur Ordnung zu rufen und dafür zu sorgen, daß ihnen rechtzeitig das Handwerk gelegt werde. Das deutsche Volk sei im tiefsten Grund seines Herzens gottesfürchtig und gottesgläubig. Es wolle über seinen Errgott nicht streiten, sondern im Sinne seines allmächtigen Gottes leben Die Ausführungen des Gauleiters wurden wiederholt von minutenlangen, nicht endenwollenden Zustimmungskundgebungen unterbrochen. Dr. Ley kündigt neue große Maßnahmen an! jeder Stadt ein Ausgestattet wie ein erstklassiges Hotel- Gesunde Werkswohnungen anstelle der Mietskasernen- Erholungsheime, Keiseschiffe, Seebäder DNB. Köln. 0. Juni.(Drahtb.) Am Dienstag besuchte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley Köln, um in einer großen Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront zu den Schaffenden zu sprechen. Die Messehalle in Köln=Deutz, in der um 18 Uhr die große Veranstaltung der DAF. begann, war dem Andrang der Massen nicht gewachsen. Selbst nachdem die übrigen Säle des Messegebäudes geöffnet worden waren, fanden noch Tausende keinen Einlaß, so daß man die Veranstaltung durch Lautsprecher nach draußen übertrug. Von begeistertem Beifall begrüßt, machte Reichsorganisationsleiter Dr.- Ley bedeutsame Ausführungen über zukünftige Pläne und Probleme, die nunmehr gelöst werden sollen. Er nannte in dieser Richtung zunächst die Einstufung der Belegschaften in den Betrieben nach dem Alter: denn ein 60jähriger könne mit einem 30jährigen bei der Zusammenarbeit nicht die gleiche Leistung erbringen. Ein sinnvoller Einsatz der Arbeitskräfte an ihren Plätzen nach dem Alter würde die Leistung der deutschen Wirtschaft fährlich um 20 v. H. erdöhen. Das Problem des Lebensstandarde könne nicht von der Lohnerhohung ber gelöft werden, da man nicht vom Lahn, sondern von der Erzeugung der Ware lebe. Dr. Ley kündigte an, daß in jeder Stadt demnächst ein AdF.=Haus gebaut werden würde, ausgestattet wie ein erstklassiges Hotel, aber zu Preisen, die für Arbeiter mit dem geringsten Lohn leicht zu erschwingen seien. Er werde weiter darauf dringen, daß die Arbeiter keine Butterbrote mehr in die Betriebe mitzunehmen brauchten. Das„Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten“ im Haus Wachenfeld Die Geburtstagsausgabe des Reichsbundes der deutschen Beamten dem Führer überreicht. DNB. Berlin, 30. Juni.(Drahtb.) Am M0. Juni empfing, wie NSK. meldet, der Führer in der Reichskanzlei den Reichsbeamtenführer Pg. Hermann Neef sowie seinen ständigen Vertreter, Reichsamtsleiter Pa. Fritz Tiebel, die Hauptstellenleiter des Hauptamtes für Beamte, Gauamtsleiter des Amtes für Beamte und die Mitarbeiter an dem„Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten“ zur Uebergabe des diesjährigen Geburtstagsgeschenkes des Reichsbundes der deutschen Beamten. Reichsbeamtenführer Pg. Neef betonte in einer kurzen Ansprache den Sinn und die Bedeutung dieses Lautdenkmals, das vom deutschen Wesen, deutschen Leben und Brauchtum, deutscher Geschichte, Arbeit und Sitte kündet und in dem Volksgenossen aller Altersstufen und der verschiedensten Berufe in ihrer Mundart über wichtige Ereignisse aus ihrem Dasein, über ihr Tagesgescheben, ihre Heimat, unser Volk und Vaterland, über das neue Deutschland, sprechen. Der Führer hörte sich einige der Platten des Lautdenkmals an und sprach mit herzlichen Dankesworten seine Anerkennung über den Wert dieser Arbeit aus, die sich ausgezeichnet in den Aufgabenbereich der neugegründeten Kommission zur Bewahrung von Zeitdokumenten einfüge. Die Arbeit werde für die kommenden Zeiten von der Gefühls= und Gedankenwelt des Nationalsozialismus ein beredtes Zeugnis ablegen. Der Führer bestimmte die Aufstellung dieses Geschenkes der deutschen Beamtenschaft in seinem Heim„Haus Wachenfeld" auf dem Obersalzberg. Das als diesjährige Geburtstagsgabe für den Führer vom Reichsbund der deutschen Beamten geschaffene„Lautdenkmal reichsdeutscher Mund arten“ besteht, wie bereits gemeldet, aus einer Sammlung von 300 Schallplatten, die die mundartliche ManniafaltiaVielmehr sollten die Unternehmer alles daran setzen, gute Küchen einzurichten, die für billiges Geld Essen liefern könnten. Weiter sollen Werkswohnungen geschaffen werden, keine eintönigen und gerade ausgerichteten Siedlungen, auch keine Mietkasernen, sondern Mietwohnungen mit allen hygienischen und modernen Einrichtungen, in denen die Kinder der Arbeiter so gesund aufwachsen könnten wie auf dem Lande. Die Mitgliederbeiträge der DAF. sollten nicht auf die hohe Kante gelegt werden, sondern zur Schaffung von Erholungsbeimen, zum Bau von Reiseschiffen, zur Anlage von Seebädern und zur Durchführung vieler anderer Vorteile für die Schaffenden verwendet werden. Zu dem DA F.=Seebad auf Rügen könnten zum Beispiel, was kein anderes Land verzeichnen könne, Berliner Arbeiter reisen, sich dort sieben Tage aufhalten bei voller Verpflegung und Benutzung aller Erholungsmöglichkeiten. und sie brauchten dafür einschließlich Hinund Rückreise nicht mehr als 18 Mark zu zahlen. Es gebe überhaupt darum, so faßte Dr. Ley zum Schluß seiner fast dreistündigen Rede seine bedeutungsvollen Ausführungen noch einmal zusammen, dem deutschen Arbeiter alles das zu geben, was Deutschland zu geben habe. Mit begeistert aufgenommenem Gruß an den Führer und dem Gesang der Lieder der Nation wurde diese Kundgebung geschlossen, die ein überwältigendes Bekenntnis der Schaffenden zu Partei, Führer und Volk war. keit unseres Vaterlandes aufzeigt. Durch die Zielrichtung der frei und natürlich gesprochenen Texte aus der Vielheit menschlichen Erlebens und die Bindung des einzelnen Sprechers an das Schicksal der Gesamtbeit ist ein Werk vollendet worden, das nicht nur sprachliche und volkskundliche Bedeutung besitzt, sondern darüber hinaus ein einzigärtiges Geschichtsdokument darstellt, dessen ganze Größe sich erst nachfolgenden Generationen erschließen wird. Nach einer Idee von Hauptabteilungsleiter Julius Vogel betraute Reichsbeamtenführer Hermann Neef mit der wissenschaftlichen Seite der Aufgabe die Zentralstelle der Deutschen Mundartenforschung, den Deutschen Sprachatlas, in Marburg an der Lahn(Professor Dr. Mitzka und Professor Dr. Martin); die allgemeinorga nisatorische und künstlerisch=gestaltende Arbeit lag Dr. Fritz Debus ob. In enger Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Landesstellen fur Mundartenforschung wurde dieses Denkmal deutscher Sprache und Gesinnung in etwa sieben Monaten vollendet. Ein Vikar vor Gericht Negen Mahlbeeinflussung verurteilt. Aus Dortmund berichtet das Deutsche Nachrichten=Büro: Ein Schulbeispiel dafür. welche politische Rolle sich manche Geistliche auch beute noch anmaßen, ist ein Prozeß. der am Mittwoch vor dem Sonderge= richt in Dortmund gegen den katholischen Vikar Joseph Pieper. der im vergangenen Jahr in Iserlobn tätig war. verhandelt wurde. Der Beschuldigte war schon im Jahre 1934 wegen Vergebens gegen das Heimtückegesetz angeklagt. Bei dem tetzt zur Aburteilung stehenden, politiich überaus interessanten Fall bandelt es sich um den Verluch einer schweren Wahlbeeinflussung, die sich der Vikar am 23. Märs 1936, einige Zeit vor der letzten Reichstagswahl, hatte zuschulden kommen lassen. Die Zeugenvernehmung ergab einwandfrei, daß der Angeklagte bei einem Besuch im katholischen Krankenhaus in Verlohn zu den Kranken und den anwesenden Besuchern mit Bezug auf die bevorstehende Stimmabgabe gesagt habe:„Se kriegen da einen Zettel mit einem kleinen Kreis drinnen“. In diesen Kreis können Sie hineinschreiben: „Koch mit Gas!“ oder„Mit Gott für König und Vaterlann:— Weiter empahl er den Kranken und den Besuchern, bei der Abstem mung an die(wegen Sittlichkeitsvergehen!) in den Gefängnissen sitzenden Ordensangehörigen und Gert lichen zu denken. Daraus ergab sich eindeutig die ungeheuerliche Tatsache, daß ein Geistlicher bei einer Abstimmung, bei der es doch im wesentlichen um die Rheinlandbefreiung gina. in unverantwortlicher Weise gegen den Staat agitierte. Der Angeklagte konnte nicht bestreiten, diese Aeußerungen getan zu haben. Er versuchte sie aber als einen, wenn auch unangebrachten„Scherz“ hinzutellen Der Verlreter der Anklage betonte, daß die Aeußerungen mit Bezug auf die Ordensangehörigen und die Geistlichen keine andere Bedeutung gehabt haben könnten, als die, welche die Zeugen ihnen auch beigelegt haben, nämlich ungültige Stimmen abzu geben. Das Gericht erkannte, gemäß dem Antrag des Staatsanwalts, auf eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, die aber auf Grund des Amnestiegesetzes nicht zu verbußen ist. wenn eine dreijährige Bewährungsfrist Erfolg hat. In der Urteilsbegründung wurde u. a. ausgeführt, daß die negatkve Wahlpropaganda des Angeklagten nichts anderes sei, als der Absfluß seiner antinationalsozia istischen Einstellung Die Deutung, die der Angeklagte heute seinen Aeußerungen beizulegen versuche, könne man bei bestem Willen nicht anerkennen. Abtreibung im großen Stil Scheußliche Verbrechen in Lyon DNB Paris, 30 Juni.(Drahtb.) Scheußlichen Verbrechen ist man in Lyon auf die Spur gekommen, wo eine Hebamme Abtreibungen in ganz großem Stile durchführte. Eine Haussuchung in ihrer sehr luxuriös eingerichteten Villa führte zunächst zu der Feststellung, daß außer der Zentralheizung nicht weniger als acht große Küchenherde vorhanden waren. In allen diesen Herden bat man dann Sklette von Kindern gefunden. Der Garten der Villa soll ein wahrer Friedhof sein. Ausgrabungen führten zur Freilegung zahlreicher weiterer Sklette. Der Ehemann der Verbrecherin, der wegen Beihilfe verhaftet wurde, gestand, daß seine Frau diese gesetzwidrigen Eingriffe seit 185 in großem Umfange vorgenommen habe. Großfeuer in Berlin-Tegel Getreideschuppen ausgebrannt DB Berlin, 30. Juni(Drahtb.) Mittwoch mittag brach in der Humboldt=Müble in Tegel ein gefährliches Feuer aus, das nacheinander zehn Löschzüge der Berliner Feuerwehr an den Brandort rief. Auf dem Gelände des Mühlenbetriebes brannte ein etwa 600 Quadratmeter großer, zweistockiger Getreideschuppen, in dem mebrere bundert Tonnen Roggen und Mais aufgestapelt waren. Den Anstrengungen der Feuerwehr gelang es. das Feuer auf diesen Schuppen zu beschränken und die Mauer an Mauer mit dem brennenden Schuppen liegenden anderen Lagerhäuser mit Hunderten von Tonnen wertvollen Getreides vor der Vernichtung zu schünen Ein obgefeimter Betrüger DNB München. 30. Juni(Drahtb.) Der seit 1035 in Fürstenfeldbrück anfassige frühere katholische Pfarrer in Mannbeim, Karl Mathes, der suspendiert und im Jahre 1985 erkommunistert worden war, weil er sich verehelicht hatte, suchte eine große Anzahl Klöster auf. gab sich als Geistlicher aus und suchte um Meßstipendien nach. Die Reisen unternahm er mit einem Kraftwagen, den seine Frau steuerte. Etwa 1 Kilometer vor dem jeweilig zu begaunernden Kloster ließ er das Auto halten, zog Priesterkleidung an und begab sich zu Fuß an das Klostertor. Er bekam dann meistens Betrage von 30 bis über 100 RM. die von Gläubigen für regelmäßig zu lesende Messen gestiftet waren. Matbes wurde zu sieben Monaten Gefänanis. seine Frau wegen Mittäterschaft zu fünf Monaten und 20 Tagen Gefäng= nis verurteilt. Zwei Tote bei einem Autounglück. Wesel. Auf der Fernverkehrestraße 8 Wesel— Holland fuhr der Wagen des Bürgermeisters Marschalk von Harlem in Holland in voller Fahrt gegen einen Straßenbaum. Aus dem völlig zertrümmerten Fahrzeug wurden die drei Insassen. der Bürgermeister, der den Wagen selbst gesteuert hatte, seine Frau und der Fahrer lebensgefährlich verletzt ber= ausgezogen. Frau Marschalk starb noch auf dem Transport zum Krankenhaus. Auch der Fahrer ist mittlerweile seinen Verletzungen erlegen. Ein nachfolgender bolländischer Wagen, der sogleich den bewußtlosen Fahrer mit in die Stadt nahm bieß zu allem Unglück auf dem Hansaring in Höbe des Zollamtes noch mit einem anderen Wagen zulammen. Hier entstand jedoch nur ein Sachschaden * Düren. Am Dienstag morgen, am Fest des Patrons der Fischer, wurde in der Rur zwilchen Uerdingen und Untermaubach eine prächtige Bachforelle von sechs Pfund und 70 Zentimeter Länge mit der Handangel gefangen. Dieler Fana bedeutet für die kleinen Gewäller eine große Seltenheit Noch nicht ganz beständig Bericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim vom 80. Juni 1987. Die Zufuhr kühler Meeresluftmassen hat in West= und Mitteleuropa zu weitgehendem Druckanstieg geführt. Daher konnte sich das atlantische Hoch bis in unser Gebiet ausdehnen. Die schwache Störung über Schottland und Island wird uns keine Wetterverschlechterung bringen. Vorhersage für Donnerstaa: Bei frischen westlichen Winden wolkig, später aufheiternd, noch vereinzelt Schauer, Temperaturen bis 20 Grad. Für Freitaa: Bei anhaltender Westströmung wechselnd bewölkt, vorwiegend trocken. Temperaturen wie am Vortage. Weiterentwicklung: Freundlicher. Nachruf Am 29. Juni verstarb nach schwerer Krankhelt Im Alter von 39 Jahren unser Teilhaber und Geschäftsführer w Heinich Hiessing Wir betrauern in dem lelder zu frôh Dahlngeschledenen elnen treuen, zuverlässigen Mitarbelter, Freund und Kameraden, dessen Andenken wir stets In Ehren halten werden. Bochum, den 30. Junl 1937 Die Teilhaber der Firma Niessina& Timmermann Elektrizitäts G. m. b. H. 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Austkalische Veranstallungen der Stadt Bochum Vormiete A.(leztes) Konzert Samstag. 3. Juli 1937, 20.30 Uhr m Schötrennot Symphenie Nr. 9 mit Schlußchor über Schillers Ode„An die Freude“ von Ludwig van Beethoven Mitwirt.nd.: Gertrud Walter-A sdorf(Sopran)/ Eva lûrsens(Alt Walter Sturm Tenor) 1 Ewad Ka deweier(Bas Das Städtische Orchester/ Der Städtische Musi verein/ Bochumer Männer-Gesangverein Leiung! Lo.peld R.l.n.... arten von 60 Rpt ab sind an der Konzertkasse im Staditheter sowie in den bekannten Vorverkautsstellen erhaitlich. Schülerkarten werden nur an der Kasse im Stadttneater ausgegeben. Vormieter der Meister- und Kammerkonzerte erhalten Karten zum ermäßigten Pre se nur an der Kasse im Stadtiheater. Vorbes ellungen unter Nr. 6105 Für die wohltuenden Beweise herzlicher Antellnahme beim Heimgange meines lieben unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters sprechen wir allen unseren tlefgeföhlten Dank aus. Frau Aloysia Sandmann geb. Kaulmann und Kinder Zum 30 tägigen Seelenamt am Samstag. dem 3. Juli 1937, morgens 8 Uhr in der Propstelkirche laden wir hlermit freundlichst eln. Ctadttheater Bochum Tonnerstag, 1. Jult 20—22.15 Uhr Vormiete A 31: Mleinod in die Silbersee gelaß Schauspiel von G. Alchinger Greitag, 2. Juli 19—22 Ubr Schüler=Zoklus 1. Vorstellung: Die Rauber Vinzenzverein Konteren Sochum Zur Teilnahme an der Beerdigung unseres lieben Bingensbrubere Heinrich Hiessing am Camstag, 8. 7., vorm. 10 Uhr, vom Eingange des Hauptfriedhofes und dem Seelenamt 8.30 Uhr in der Christ=Königkirche laden wir die Vinzenzbrüder der drei Parrkon= serengen freundlich ein (r rube in Frieden! Neues, modernes Schlalzimmer be auf bem Tiansvort leicht beichadiat lehr billig ergen bar zu verkauf Mahellager Teckienburg, Boch Rahrerdeller Serade 20 Kassenrollen Irautmann Bechem. Vikteriostr. V. an Maede def. 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Wetter, Wasserstandsmeldungen— Oalenherhlatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 9.30: Ohne Eorgen jeden Morgen. 9.30: Kleine Zwischenmusik(Industrie=Schall olatten 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00: Volksliedungen. Liederblatt 7. 6o finat und spielt die Rundinnkspielschar der 10.20: Sendepause. 11.46: Bauer merk' auf. 12.00: Die Werkpause des Reichslenders Koln In Verbindung mit der TA.. Was sich die arbeitenden Volksgenossen des Senbegebietes wün schen. Uebertragung aus der 9. Garten=Inspektwor der Stadt Köln. Es spielt die Kapelle der Echny volizel, Leitung: Polizeimeister Leeger 18.00: Mittagsmeldungen— Gluckwünsche 18.16: Mittagskonzert. Die Tanzkapelle Willr Rehmy. 1. Tanzmusik. Fortrott(Gerb. Mohr An der Donau, wenn der Wein(Grothe=Melt har): A Die schöne Müllerin, Rheinlande Strube); 4. Es geht ein Lingen, Tango(Völkner 5. Vonn. Fortrott(Rirner); 6. Eines Tages komn die große Liebe. Walzer(Benes); 7. Bella Fie metta. Paso doble(Dölle); 8. Für ein paar Stu den, Tango(Mohr); 9. Hent' bin ich glücklich als glücklich(Jaro): 10. Walzer=Potpourri(Rot recht). 14.00: Mittagsmeldungen 14.16: Mustkalische Kurzweil. Solistilches Mus zieren. Es spielen: Josesa Kastert(Bioline Aurt Schaffer(Violine); Karl Maria Schwam Cello); Marga Bäuml(Gitarre); Erie Rummel(Klavier). 16.00: Sendepause. l0m: Musik am Nachmittag. Es spielt das Unterhaltungsorchester des Deutschlandsenders. Lei tung: Otto Tobrindt. 17.00: Zeitgemäße Gedanken aus dem Romar Michael“ von Dr. Josef Goebbels 17.15: Kammermusik. Sonate e=moll. Werk ür Bioline und Klavier von Edvard Grieg. Aus führende: Herbert Anrath(Biolined: Haus Haa Klavier). 17.45: Von Kampf und Kampfen in Verganger und Gegenwart. Bücherauswahl und Besprechnr von Karl Maria Krinas. 18.M: Blaskonzert. Es spielt der Musikzna de A-Standarte 196 unter Leitung von Musikzug ührer Albert Bötel. 1. Kronpring Albrecht, Marie Philipp): 2. Vorspiel zur Oper„Ravmond“(The nas); 8. Dorkschwalben aus Oesterreich. Walze Jos. Stranßl; 4. König Karl. Marsch(Unrath 5. a) Kirmes=Rheinländer(Lüdecke); b) Armenic Polka(Lüdecke): 6. Einzua der Stadtwache(2 Noack); 7. Alte Kameraden, Marsch(C. Teike 1. Amorettenständchen(Kockert): 9. Flederman“ uracrille(JJoh. Stranß); 10. Heimlich still und eise, Gavotte(P. Lincke); 11. Schneidige Trupve Marsch(Lehnhardt); 12. Zum Städtele hinaus Marsch(Meikner 19.00: Zehn Jahre Garantie. Funkberichte vor Zeugnissen dentscher Wertarbeit auf der Reichsaus tellung„Schaffendes Volk“, Tüsseldor 19.10: Kleines Konzert. Auskührende: Inge Tamphausen(Sopran); Begleitung: Hans Haat Klavier); Ida Gille(Gitarre); Karl Hermann PiUnen(Klavier und Cembalol 106: Momentaufnahme. M00: Erste Abendmeldungen. 20.10: Wie es Euch gefallt. Der große Unterhaltungsabend des Reichssenders Köln. Es singen und spielen: Elisabech Reichelt(Koloratursopran); Herbert Ernst Groh 1Lenor); Karl Schmitt=Walter Bariton): Hans Bund und Ernst Fischer lan zwei rlügeln); Reinhard Fritzsche(Flöte); Noll Hartmann(Begleitung); Robert Gaden mit seinem Orchester und das Große Orchester des Reichssen= dero Köln unter Otto Julius Kühn. Zusammenstellung und Leitung: Ernst Kalthoff. NM: Zeit, Wetter, Nachrichten. 22 2 bis 24.00: Volks- und Unterhaltungsmusk. Abgeschlossene 3-ZimmerWohnung zum 1. 9. od. 1. 10 in der Nahe von Constantin Schacht gesucht. Sich. Mietegahler Ang. u. P 9 7-4 a. d. Gesch. d. Zia Zum 1. Onober oder früher 3—4-Limmer in Rade des Alten Friedhofs(Wittener Str.) von kl. Fam au mieten gesucht. Ang. u. B. 6. 766 a. d. Gelch. d. Zia 5-ZimmerWohnung Stadimitte), parierre, 60 Mk. 1. C kt. au verm. Ang. u. PN d. 006 d 8ia Berlangen Sie eine kostentose Prodelieferung dami Sie lich übergeukönnen, dat Volks-Zeitung alle berechtigten ertuni Und wo Sie ihn kennenlernen konnen, wird morgen verraten!) Alt werden, aber gesund bleiben— wer möchte das nicht? Cin Lebensabend. der von Altersdeschwerden. Sch zuständen und Krankdeiten begleitet wird, ist nicht erfreulich Vielleicht interessiert es Sie. daß gerade diejenigen, die Klosterfrau=Melissengeist als allgemeine Gefundheitshilfe und Vorbeugungsmittel gegen Alters= schwerden gebrauchen, häusig ein gesundes, hodes Alter erreichen. Warum Klosterfrau=Melissengeist, das reine Heilkräuter=Destillat, wirkt gesundend und regulierend auf grundlegende Funktionen des Körpers: Verdauung, Blutdil= . buna. Nerven- und Herztätigkeit. Aektere Leute sollten idn desdalb sosors bei jeder leichten Unpäßzlichkeit gebrauchen, um ernsthaftern Erkrankungen vor= zubeugen. So berichtet z. V. Herr Arnold Grün,(Bild nebenstehend) Nievendelm=Del= ratd. Konradsderg 12. am 10. 6. 36:„Teile Ihnen mit, daß ich sett schon 16 Jahre Klosterfrau=Melissengeist gebrauche. Annähernd 100 Flaschen dade ich schon gekauft und lasse nicht davon ab, solange ich lebe. Bin setzt 88 Jahra alt und Beteran von 1870/71* And weiter am 19. 6. 36:„Ich gebrauche Klosterfrau=Melissengeist gegen Herzschwäche(starkes Herzklopfen). sowie gegen Unwohlsein und Ohrenlaufen und fühle täglich, daß er mir hilft. Auch dei Erkältung nehme ich ein Lilbe= glaschen mit Wafler verdünnt." Den echten Klosterfrau=Melissengeist in der blauen Packung mit den dres Nonnen erhalten Sie bei Jhrem Apotheker oder Drogisten in Flaschen zu RM 29. 1.75 und—.95. Fuo Verbraucher, die Klosterfrau=Melissengeist regelmäßig nehmen, sind Halbliterflaschen zu PM 12.75 und Literflaschen zu W M 24.50 vorteilhafter. Jeder Apotheker oder Drogist besorat sie. 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Ceptember 934) wird mit Zultimmung des Neiche. wirtschaltéministers angcordnel: Nach dem Stande vom 1. Juli sind alle bereits besiedenden oder Bau befindlichen Anlagen von festen Verbrennungemotoren sowie ortsbeweglichen Verbrennungsmot der Ueberwachungsstelle für Mineralol unter Verwendung der dafür berausgegebenen Fragedogen au meld Verbrennungsmotoren im Sinne ser Erhebung sind alle Motoren, die mit flüssigen, gasförmigen oder seiten Kraftstokfen betrieben werden bängig davon. ob sie als Re motoren. nach dem Tiesespringip, oder als Gasmaschinen arbeiten 3. en im Einne dieser Erbebungnpene sind alle Motoren, deren Bestimmunglsausenden es ist. an dem einmal gewählten psscraufenden ständig zu arbeiten, ohne daß ein Wech. ihres Siandortes vorgeseden U Ortsbeweglich im Einne dieser Erdebung sind alle Motoren, die fahrdar sind und deren Bestimmung es ist, den Standort ständig oder geitweilte au wechseln, deren Fahrgestell aber kein poltartlichee Rennzeichen tragt chiifs= und Bootsmotoren jeder Art sind von dieser Erhebung ausgeschlossen *. Jür jeden ortslesten und jeden ortebeweglichen Motor ist ein gesonderter Fragebogen auszufüllen. Diese Grage bogen sind bei den örtlich auständigen Poltaetrevieren in der Zeit vom 1. Bie 15. Juli 1937 abaudolen. 15 Die Bragebogen And bis spätestene aum 1. Auauft 1927 rennandig ausa= fünt und unterzeichnet in doppelter Ausfertigung an die Steffe, bei der fie abgeholt wurden, wieder abanliefern. 6 Zuwiderbandlungen gegen diese Anordnung fallen unter die Strafvorschriften der 88 10, 12 bis 18 der Verordnung über den Warenverkehr vom 4 September 1974 7. Diese Anordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Teutschen Reichsanzeiger in Aratt Bertin. ben 1. Jull 1037 Der Reichsbeaustragte 10r Minerals Reröftentlicht den 1. Juli 1997. Des Cberd#sesemede Ankauf Gols und Silber Ce. 86 Schneider Wartums'. Silber Ankauf Mangen und 8ru düsfeldorter Bellegsabi Mar Anfaulen.a. 0. Sochum: E.Clauberg Fochum Bongardlir 10 Leine Heimar seitung bait 119 über alle Geschehnisse des läglichen Lebens a1 dem Schönes, moderne Lohnzimmer= Büselt a Einzelltüc billig zu verkaufen. Modellager Teckiendura. Bomum Nabrendeller Etrade 20 De nieine Anzeige weth immer Rat ur anige Crod. ttagi sio Jdre Maniche gu lautenbenamiten Wenn ieirgend eimae kaufen odet de laulen wollen. 1. agen Cie e0 awegmähig bure eine Mleinonsetae den Lesern der allen Aretten eingebürgerten Blinden-Verein Dochum Bors.: Rlavierstimmer Wintler, Herner Ste 81. Muf 888 12 96 wird gebeien. nachliehende Handwerter m“ Rofträgen au bedenten: Kord. und Cenbiliechter: Bucen Altendochum. Alenbochumer Strate 79 1e Nr 904 27 Jof owaginikl Ruf dem Ladlacei 47, Kenrad Cdach. Allendochum Beche Ruroltne M20 Sindifiecter Kart Gotti balf Sodum RrenprinsenKraße Raga Nochum Elladste. 17. Jrl Schulle Sochum Meiern. 1. Hewikt. Haepen Grüner Wey 11, Gel. 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