: 32 2.-== 2a-— — 5 a e 2. 2 (9 2 9 2 5 n 2 2 2 2 3 5 E: e 2e — 35 Volk Ausgabe A Bochumer Volkszeitung Besvasire's: monatlich RM 8.15 oder haldmonatlich AM 108 einschl Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung rechtfrtigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Bezugspreises. Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 Pig., Ausgabe A 6 Pfg, Ausgabe B 3½ Pig Ausgabe C 8 Pig. Textanzeigen: Ausgabe A 40 Pig., Ausgaben B u. C 25 Pig. se mm. Gültig: Preisliste 9 für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenscheio Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum, Mühlenstr. 12-14, Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger beschäftsstellen Bochum. Muhlenstraße 12-14 Fernruf 647 46 Vostscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lutze=Ste 12, Fernruf 2095. Postscheckkonio Essen 1950; Essen=Steele, Westfalenstr 302 Fernr. 582 30, Postscheckkonto Tortmund 193 66; Wattenscheid Freiheustr 15. Fernr. 1976 Postscheckk Torim 30430 0 Druck und Veilag: Shürmann à Riagare Bochum Nr.(2 Montag, den 15. März(Kath. Longinus, Evgl. Christoph) 9:37 heiliger Kreuzzug!" Eröffnungder Antibolschewistischen Schau Ansprachen von Landesleiter Brust und stellv. Gauleiter Vetter Die Große Antibolschewistische Schau„Der Bolschewismus“, die mehrere Wochen hindurch in der Hochschule für Lehrerbildung in Dortmund gezeigt wird, wurde am Sonnabend im Goldsaal der Westfalenhalle, der mit den Fahnen der drei beteiligten Länder und mit Tannengrün festlich geschmückt war, feierlich eröffnet. Landesstellenleiter Pg. Bruft konnte eine stattliche Anzahl hervorragender Vertreter der Wehrmacht, der Partei und der Behörden aus Westdeutschland und anderen Teilen des Reiches begrüßen. Sein besonderer Gruß galt den Konsularvertretern von Italien, Ungarn, Brasilien, Jugoslawien, Portugal und anderen Ländern sowie einer starken Abordnung faschistischer Schwarzhemden. Der Gau Westfalen=Süd sei stolz darauf, so führte Pg. Brust aus, diese Schau, die so erschopfend zeige, was an Greueln, Bitterkeit und Elend von der Weltpest des Bolschewismus hervorgerufen wurde, nach Dortmund bekommen zu haben. Der Redner dankte der italienischen und der ungarischen Regierung für ihre Beteiligung an der Ausstellung und verlas darauf ein Telegramm des italienischen Propagandaministers Alfieri, der der Schau den besten Erfolg wünchte. Weiter gelangte ein Brief des italienischen Generals der faschistischen Miliz Alessandro Mechiori, Rom, an den Leiter der Ausstellung Na. Fromme zur Verlesung, in dem der General seinem Vedauern Ausdruck gibt, bei der Eröffnungsfeier nicht anwesend sein zu können. Die Schlacht, die wir gemeinsam gegen den drohenden Kommunismus kämpfen, sei ein heiliger Kreuzzug zur Verteidigung von Kultur, Familie und Heimat. Es sei kein Zweifel, daß wir den Kampf siegreich bestehen würden und daß der zwischen Rom und Berlin gegen den Kommunismus errichtete Wall ganz Europa von der drohenden Gefahr befreien werde. Wir fragten nicht danach, ob das übrige Europa uns dafür danken werde. Es sei sicher, daß, seitdem Italien und Deutschland diese Schlacht, die die Faschisten im Jahre 1919, um den Duce geschart, begonnen hätten, gemeinsam durchführten, sich die beiden Länder noch besser kennen gelernt hätten und sich nun brüderlich vereint fühlten. Dieses gegenseitige, auf gleichartige Gefühle und gleiche politische Anschaunngen begründete Verstehen werde es Deutschland und Italien auch in Zukunft ermöglichen, gemeinsam zu marschieren. Er grüße den großen Führer des neuen Deutschlands, das mit dem Nationalsozialismus seine ganze Kraft und die Sicherung einer besseren Zukunft erreicht habe. Die Mitteilung des Generals Melchiori wurde von den Versammelten mit stürmischem Beifall aufgenommen. Sodann ergriff der stellv. Gauleiter Vetter das Wort, der u. a. ausführte: In diesen Tagen, in denen die antibolschewistische Schau hier den Arbeitern der Stirn und der Faust gezeigt wird, sind gerade 17 Jahre seit jenen schrecklichen Märztagen verflossen, in denen von verblendeten Nachkriegspolitikern verführte und irregeleitete Menschen einer neuen Weltanschauung kämpfend den Weg bereiten wollten. Sozialdemokraten und Kommunisten, seit Jahrzehnten in Deutschland für ein neues Arbeiterrecht eintretend, glaubten, daß nach Beendigung des für unser deutsches Vaterland verhängnisvoll verlaufenen Krieges nunmehr ihre Zeit gekommen sei, um das Staatsregime in die Hand zu nehmen. Der Kapp=Aufstand bot die willkommene Gelegenheit, loszuschlagen, um die sozialistischen Menschlichkeitsideale: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit Gewalt zu erkämpfen. Der aus den verschiedensten politischen Parteien zusammengesetzten Regierung konnte es in der damaligen Zeit unmöglich gelingen, das deutsche Volk so zu regieren, wie es nach dem Weltkriege für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes so dringend notwendig gewesen wäre. Die damaligen Minister, an der Spitze der spätere Reichs= und Staatskommissar Karl Severing, sahen ihre Aufgabe nicht darin, für Ruhe, Frieden und Arbeit zu sorgen, sondern sie schürten den deutschen Arbeiter und damit die Masse des deutschen Volkes zum Klassenkamp mit seinen verderblichen Folgen auf. Um den heutigen Kampf gegen den Bolschewismus verstehen zu können, ist es notwendig, sich in jene Schreckenstage zurückzuversetzen, die gerade die Bevölkerung unseres Industriegevietes durchzumachen hatte. Am 13. März 1920 versuchte bekanntlich der Generallandschaftsdirektor Kapp zur Wiederherstellung der Ordnung und Sicherbeit in Deutschland einen Staatsstreich mit dem Erfolge, daß die sozialdemokratische Regierung floh und zu einem Mittel griff, das sich in nichts von den kommunistischen Kampfmethoden zur Errichtung einer proletarischen Diktatur unterschied. Allenthalben wurde zum Generalstreik aufgerufen und damit die Fackel in das Pulverfaß geworfen. Sozialdemokraten, Unabhängiae und Kommunisten, durchsetzt mit Beauftragten aus Sowjetrußland, fanden sich unter einer anarchistischen Führung zusammen, erklärten die Diktatur des Proletariats und die Bewaffnung der Roten Armee. Diese Armee, die sich roter Soldatenbund nannte, hatte ihre Hauptzentrale in München, Berlin, Hamm und hier in Dortmund. Schon 1919 betrug Der Ehrentag des Generalfeldmarschalls „Der erste Trenhänder der Wehrmacht!" Der Führer übermittelt persönlich seine Glückmünsche und ernennt Blomberg zum Chef des Infanterie-Regiments 73 DMB Berlin, 13. März.(Drahto.) Die 40jährige Wiederkehr des Tages, an dem Reichskriegsminister Generalfeldmarschall Werner von Blomberg in das deutsche#eer eintrat, wurde am Amtssitz des Ministers, am Tirpitz=Ufer, durch einen schlichten und würdigen Festakt begangen. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht zeichnete seinen hochverdienten Mitarbeiter durch seine persönliche Anwesenheit bei dem Festakt aus. Ein Doppelposten hatte am Eingang zum Reichskriegsministerium Aufstellung genommen. Das ebenfalls dort gelegene Wohngebäude zeigte die Ministerflagge. Gegen 11 Uhr warschierte die von der Wachtruppe gestellte Fahnenkompagnie mit den Traditionsfahnen des Füsilier=Regiments Generalfeldmarschall Prinz Albrecht von Preußen(hannoversches) Nr. 73, in das der Jubilar vor 40 Jahrgn als Leutnant eingetreten war, sowie je eine Ehrenkompagnie der Kriegsmarine und der Luftwaffe auf dem Hof des Kriegsministeriums auf. Eine große Menge von Volksgenossen hatte sich vor dem Gebäude und auf dem gegenüberliegenden Ufer eingefunden, um Zeuge der An= und Abfahrt des Führers und der sich anschließenden Parade zu sein. Kurz vor 11 Uhr traf der Führer und Reichskanzler ein, von stürmischen Heilrufen begrüßt. Der Glückwunsch des Führers. Den Höhepunkt der militärischen Ehrungen bildete die Glückwunschansprache des Führers. Zu diesem Festakt war die gesamte hohe Generalität und Admiralität erschienen. Wenige Minuten vor 11 Uhr betrat Generalfeldmarschall von Blomberg den Saal und begrüßte die anwesenden Offiziere. Unmittelbar darauf erschien der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht mit den Oberbefehlshabern der Wehrmachtteile, Generaloberst von Fritsch, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder und Generaloberst Göring. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sprach sodann dem Generalfeldmarschall seine Glückwünsche aus. In seiner Ansprache würdigte er einleitend die großen geschichtlichen Wandlungen, die sich in den vergangenen vier Jahrzehnten in der Welt und in Deutschland vollzogen haben. Von Anfang an sei es der Wille der NSDAP gewesen, eine neue starke Wehrmacht und die politischen, wirtschaftlichen und psychologischen Voraussetzunegn dafür zu Der Führer beglückwünschte Generalfeldmarschall von Blomberg. Presse-Illustrationen=Hoffmann=M.) die Gesamtstärke dieser größtenteils bewaffneten Massen über hunderttausend Mann. Von Mitte März av bis Anfang April gibt es überall scharfe Kämpfe und furchtbares Blutvergießen. Insbesondere spielten sich die blutigen Unruhen in Dortmund, Essen, Hagen Dinslaken, Bochum, Wetter, Witten, Gevelsberg und verschiedenen anderen Orten ab. Wer von uns erinnert sich nicht des heroischen Kampfes einer kleinen Batterie der damaligen Reichswehr unter Führung von Hauptmann Hasenclever in Wetter, als sie sich einer Uebermacht von Rotgardisten gegenübersah, 64 Mann, darunter auch ihr Führer, dieser heldnemütig kämpfenden Batterie mußten ihr Leben lassen. Hier in Dortmund befand sich der Kern des Freikorps Lichtschlag, der am frühen Morgen des 14. März von den roten Massen mit Geschützen und Minenwerfern in einem furchtbaren Straßenkampf niedergemetzelt wird. Der Hauptstoß der Roten Armee richtete sich gegen Westen, wo am 17. und März bewaffnete Arbeiter, die in den damaligen Hauptquartieren in Hagen gesammelt waren, mit der Eisenbahn in die Bochumer und Wattenscheider Gegend gebracht, von wo sich der schaffen. Daß diese Neugestaltung der deutschen Wehrmacht reibungslos und ohne Erschütterung gelungen sei und daß das alte Heer und die junge Partei sich gefunden hätten, sei die Erfüllung seines tiefsten Herzenswunsches und zugleich das große Verdienst des Reichskriegsministers. Eine Armee könne nicht im luftleeren Raum leben, sie müsse auf dem Boden einer Weltanschauung stehen. Daß die Brüche zur nationalsozialistischen Weltanschauung geschlagen werden konnte, sei dem Verständnis und der grenzenlosen Loyalität des Reichskriegsministers zu verdanken. Nur auf dieser Grundlage sei es möglich gewesen, die großen Entschlüsse zu fassen, die zur Neugeburt der deutschen Wehrmacht führten. Anknüpfend an die Verdienste der Reichswehr äußerte der Führer: „Ich darf das eine wohl sagen: Die heutige deutsche Armee, sie wäre— abgesehen von den unendlichen sachlichen und auch seelischen Leistungen der einzlnen Chefs der Wehrmachtteile— in dieser kurzen Zeit nicht denkbar gewesen ohne den Generalfeldmarschall von Blomberg! Das ist geschichtliche Tatsache!“ Dafür danke das ganze deutsche Volk dem Generalfeldmarschall. In der deutschen Armee werde der Name des Reichskriegsministers für immer weiter leben. Er bleibe auch in Zukunft der erste Treuhänder der Wehrmacht. Der Führer gab darauf dem Generalfeldmarschall die Ernennung zum Chef des Infanterie=Regimentes 73 bekannt und beglückwünschte ihn zu seinem Jubiläum. Generalfeldmarschall von Blomberg dankte dem Führer mit bewegten Worten. Ueber allem Wandel der Zeit hinweg, so betonte er, hätten sich die Ideale und Tugenden des deutschen Soldaten nicht gewandelt. Diesen Idealen zu folgen, sei für jeden Soldaten Pflicht und Wille. Daß die Wehrmacht jetzt wieder hocherhobenen Hauptes ihre Pflicht erfüllen könne, sei das unsterbliche Verdienst des Fühteis.„Und wenn ich Ihnen nun meinen tiefempfundenen Dank sage für den heutigen Tag, dann ermeitert sich dieser Dank zum Dank und Gelöbnis der ganzen Wehrmacht.“ Nach Beendigung des Festaktes verabschiedete sich der Führer von dem anwesenden Führerkorps der Wehrmacht. Der Reichskriegsminister gab ihm bis zum Ausgang des Gebäudes das Geleit. Parade vor dem Reichskriegsministerium. Der Generalfeldmarschall nahm dann in seiner Wohnung die Glückwünsche der Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtteile sowie die ihm vom Heer, von der Kriegsmarine und von der Luftwaffe dargebrachten Geschenke entgegen. Inzwischen hatten die Fahnen= und Ehrenkompagnien am Tirpitz=Ufer Paradeaufstellung genommen. Beim Erscheinen des Reichskriegsministers erstattete der Kommandierende General des III. Armeekorps, General der Infanterie von Witzleben, Meldung. Der Reichskriegsminister schritt darauf in Begleitung des Generalobersten Freiherrn von Fritsch, des Generaladmirals Dr. h. c. Raeder und des Generalobersten Göring unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front ab. Bei dem anschließenden Vorbeimarsch, den der Reichskriegsminister mit seiner Begleitung von einem erhöhten Podium aus abnahm, überflogen drei Flugzeugstaffeln den Schauplatz der Ehrung. zügellose Haufen nach Rotthausen wälzte, nachdem man sich Gelsenkirchens bemächtigt hatte. Recklinghausen, Dinslaten, Haltern, Wulfen und Sythen wurden von den Roten gestürmt. Ueberraschend schnell war die Rote Armee auf wachsen, die zum größten Teil mit den moderusten Waffen ausgerüstet waren, die man, fremdes Eigentuw in diesen Tagen verachtend, überall beschlagnahmte. Der 19. März 1920 wird für alle Zeiten ein Gedenktag für in treuer Pflichterfüllung in den Tod gegangenen Kämpfer am Essener Wasserturm bleiben. Die Erinnerung an jene schrecklichen Tage, bei denen von der Essener Einwohnerwehr 18 Tote und von der staatlichen Sicherheitspolizei 20 Tote zu beklagen waren, ist in verschiedenen Chroniken von damaligen Teilnehmern an diesen Kämpfen f estgehalten worden. Die Greueltaten, die sich am Essener Wasserturm abspielten, waren so furchtbar, daß sie kaum wiederzugeben sind. Wilde Schreie der Angst und des Entsetzens gellten von den Fenstern der dem Wasserturm gegenüberliegenden Häuser, die mit Zuschauern dicht besetzt waren. Ein unablässiges Feuer wurde von den Roten auf die wehrlos im Wasserturm Eingeschlossenen eröffnet, bis sie tot niedersanken. Als das grausige Werk vollbracht war, wurde ein Wagen herangeholt, auf den man die zu Haufen daliegenden Leichen unter den brutalsten und abstoßendsten Arußerungen und Handlungsweisen warf, während andere meist betrunkene Scheusale höhnisch grinsend dabei standen. Friedlich lebende Menschen, bei denen man Widerstand vermutete, wurden in jenen Tagen auf die grauamste Weise in den Tod getrieben. Das war der Beginn des Bolschewismus, hinter dem das Antlitz aus dem Osten lauerte: SowjetDeutschland— Weltrevolution! Das Betrübliche in der damaligen Zeit war, daß verfassungstreue Arbeiter gegen ihre eigenen Arbeitskameraden stellenweise bis zum Weißbluten für ihre Sache kämpften. Diesem mörderischen Wüten und Ringen konnte erst nach einigen Wochen mit Mühe Einhalt geboten werden. Aus den Aufständen des Jahres 1920 wuchs eine neue Saat, die für das Schicksal unseres Vaterlandes von weltweisender Bedeutung wurde. Zur gleichen Zeit, als noch die Rotgardisten unsere Heimat beunruhigten, bildete Adolf Hitler, unsre Führer, den Grundstock zu einem neuen Heer, den braunen Sturmabteilungen die zu einer beispiellos disziplinierten, unerhört opferbereiten politischen Armee zusammengeschweißt wurden, kraft einer grenzenlosen Vaterlandsliebe und staatsmännischen Genialatiät. In 14jährigem Kampf hat der Führer mit seinen getreuen Anhängern erreicht, daß der Kommune, dem Bolschewismus in Deutschland, für immer das Handwerk gelegt wurde. Jedes Jahr dieses Kampfes bis zur Macht fielen unzählige tapfere Kämpfer unserer Bewegung dem feigen und meuchelmörderischen Treiben der Kommune zum Opfer. Wir alle wissen heute, welcher Mut und welche Tapferkeit in jenen Jahren dazu gehörte, sich offen als Anhänger der Bewegung zu zeigen und ihr unbeirrt um manche Schicksalsschläge zum Siege zu verhelfen. Als mit dem 30. Januar 1933 der Nationalsozialismus die Regierung übernahm, da stellte der Führer bei der neuen Kabinettsbildung auf den gefährdetsten Posten, dem des Preußischen Innenministers, seinen besten Mann: Hermann Göring. Denn darüber mußte man sich Anfang 1933 klar sein, daß mit der Uebernahme der Macht der Erzfeind des Nationalsozialismus, der Kommunismus hzw. Bolschewismus noch nicht beseitigt war. Fast schien es am 27. Februar 1933,, also knapp vier Wochen nach der Machtübernahme, als der Reichstag brannte, daß der Kommunismus noch einmal mit aller Macht versuchen wollte, eine Gefahr für Deutschland heraufzubeschwören. In dem Erfolg hatte sich die Kommunne aber gründlich verrechnet, denn noch in gleicher Nacht schlägt Hermann Göring zu und setzt die bekannten kommunistischen Hetzer hinter Schloß und Riegel. Die Reichstagswahl vom 5. März 1933 sowie der denkwürdige 21. März von Potsdam haben dem Kommunismus in Deutschland endgültig das weitere Dasein versagt. Die antibolschewistische Schau, die heute in dieser Stadt der Oeffentlichkeit übergeben werden soll, wird zu einem Zeitpunkt gezeigt, da der Führer und Reichskanzler vor der ganzen Welt dem verbrecherischen und in der Mehrheit jüdisch angeführten Bolschewismus den Kampf angesagt hat, zu einem Zeitpunkt, da führende Großmächte der Erde den Weltfeind Nr. 1 erkannt und sich zu seiner Abwehr und Ausrottung im eigenen Land zusammengeschlossen haben, zur Rettung der Menschheit vor Sadismus, Weltkrieg. Mordbrennerei und organisiertem Verbrechertum. Es ist ganz selbstverständlich, daß aus der erdrückenden Fülle des zusammengetragenen Materials nur ein geringer Bruchteil zur Schau gebracht werden kann. Wenn diese Ausstellung heute in einer Zeit des friedlichen Aufbaues in unserem Vaterlande veranstaltet wird, so will sie den deutschen Volksgenossen zweierlei zeigen: Einmal sollen wir an Hand der hier gezeigten Darstellungen die große Gefahr erkennen, in der unser deutsches Vaterland geschwebt hat, wenn nicht unser Führer von Anfang an mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dem Bolschewismus entgegengetreten wäre. Weiter aber will die Ausstellung uns allen die Wahrheit über das Wesen und Wirken des Bolsche wismus zeigen und uns gleichzeitig vor diesem Weltfeind, der sich in allen Ländern in verheerender Weise breit macht, eindringlich warnen. Wir alle wissen, welche Schrecken und Leiden der Bolschewismus im vergangenen Jahre und auch heute noch dem spanischen Volke gebracht hat. Aus diesen erschütternden Tatsachen, die sich in fremden Landen abspielen, wollen wir die Erkenntnis herleiten, daß unser deutsches Vaterland, dem der Bolschewismus ebenso stark wie anderen Ländern drohte, heute wieder in geeinter Volksgemeinschaft zusammensteht. Wenn wir durch die interessante vielseitige Ausstellung gehen, wollen wir aber auch in Ehrfurcht der 600 Gefallenen, darunter allein 120 Polizeibeamte, gedenken, die in den Kämpfen um den Bolschewismus Blut und Leben für ihr Vaterland dahingaben. Wir gedenken dabei auch der vielen Kämpfer unserer Bewegung, die ihr Leben im Kampf gegen den Volschewismus für ein neu erstandenes großes Drittes Reich dahingaben. Sie werden für uns Ueberlebende ein ewiges Vermächtnis an eine Zeit bleiben in der Deutschland ebenfalls dem Volschewismus mit dem Einsatz aller Kräfte entgegentreten mußte. In dem stolzen Bewußtsein, daß wir heute wieder ein großes deutsches Vaterland haben, in dem jeder Volksgenosse mit Ruhe und Sicherheit seinem Erwerb nachgehen kann, erklare ich diese Ausstellung in Dortmund für eröffnet. Nach dem Sieg=Heil auf den Führer erklangen die Nationathymnen Deutschlands, Italiens und Ungarns. Nach der Beendigung der Eröffungsfeier begaben sich die Teilnehmer geschlossen zur Hochschule für Lehrerbildung, um die Ausstellung zu besichtigen. Dreimal 100 000 Mark! Die Verteilung des Deutschen Die Ausführungsbestimmungen- Der Führer entscheidet über die Verteilung DNB. Berlin, 13. März.(Drahtb.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlicht im Reichsgesetzblatt Ausführungsbestimmungen zum deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft, den der Führer und Reichslanzler am 30. Januar 1937 gestiftet hat. Der Nationalpreis wird, wie erinnerlich, jährlich an drei verdiente Deutsche in der Höhe von je 100 000 RM verliehen Die Verleihung des Preises geschieht in einem feierlichen Akt, der alljährlich auf dem Reichsparteitag der NSDAP stattfindet. Die Durchführung dieses Aktes obliegt dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und Reichspropagandaleiter der NSMAP im Einvernehmen mit dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Die Vorschläge für die Verleihung werden auf dem Gebiet der Kunst von den Präsidenten der Einzelkammern innerhalb der Reichskulturkammer und auf dem Gebiet der Wissenschaft vom Reichsund Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Vollsbildung gemacht. Unatchängig davon sind vorschlagsberechtigt für beide Gebiete: der Beauftragte des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung in der N3DAP. der Reichsorganisationsleiter, der Reichsjugendführer, der Reichsführer der SS, der Stabschef der SA, der Chef der Kanzlei des Führers, der Reichsarbeitsführer, der Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP. Die Vorschläge werden vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda dem Führer und Reichskanzler eingereicht. Dieser entscheidet über die Verteilung. Die Einreichung der Vorschläge an den Beichsminister für Volksaufklärung und Propaganda soll bis zum 1. Juni und die Vorlage an den Führer und Reichskanzler bis zum 1. Juli eines jeden Jahres erfolgen. Zugleich mit dem Geldpreis wird ein goldenes tragbares Ehrenzeichen sowie eine Urkunde ausgehändigt. Vorstoß nun auch von Südost her Roter Widerstand vor Guadalagara gebrochen Die Zivilbevölkerung veranstaltel Kundgebungen u. fordert übergabe DNB. Salamanca, 13. März.(Vom Sonderberichterstatter des DNB.)— Nationale Truppenabteilungen der verstärkten Division Madrid unter Befehl des Obersten Asensio führten in den frühesten Morgenstunden des Sonnabends aus ihren, der Ortschaft San Martin de la Vega vorgelagerten Stellungen einen Angriff durch. Der Vorstoß wurden in südöstlicher Richtung, auf den Tajuna=Fluß zu, vorgetragen und brachte bereits am Vormittag einen Geländegewinn von 10 Kilometer. Der Angriff diente zur Sicherung der rechten Flanke der auf der Linie Madrid—San Martin de la Vega stehenden nationalen Streitkräfte. Die starke Artillerietätigkeit an diesem Abschnitt läßt vermuten. daß die nationalen Truppen binnen kurzem auch zu einem Angriff auf die feindlichen Stellungen östlich von Mahrid antreten werden, wodurch der im Norden von Guadalajara auf diese Stadt vorgetragene Angriff entlastet werden würde. Den neuesten von der Front eingetroffenen Nachrichten zufolge haben die nationalen Truppen an der Guadalaiara=Front ihren Vormarsch weiter fortgesetzt. Die an der Landstraße Madrid Soia operierende Gruppe hat den bolschewistischen Widerstand bei Copernal gebrochen und befindet sich in der Nähe der Ortschaft Hita. Die nationale Luftwafse belegte bolschewistische Banden, die sich auf den Landstraßen sammelten, erfolgreich mit Bomben In der Nacht zum Sonnabend fand nach hier eingetroffenen Nachrichten in der Provinzhauptstadt Guadalaiara eine große Kundgebung der Bevölkerung statt, die stürmisch die Uebergabe der Stadt verlangte. Da die Polizei sich weigerte, auf die Zivilbevölkerung zu schießen, wußten sich die bolschewistischen Häuptlinge nicht anders zu helfen, als die landremden Söldner der Internationalen Brigade zu alarmieren, die die erregte Vorksmasse schließlich auseinandertrieben. General Moscardo der den erfolgreichen Vormarsch der nationalen Truppen an der Nordost=Front Madrids führt und bereits dicht vor der Stadt Guadalatara ist. Der Name des Generals wurde durch seine heldenhafte Verlelbigung des Alkazar in der ganzen Welt berühmt.(Scherl=Bilderdienst=M.) Kleine Tageschronit Der Reichsverkehrsminister hat angeordnet, daß mit Wirkung vym 1. April 1937 ab das bisherige Reichskommissariat für Seeschiffsvermessung entsprechend seiner Bedeutung für den deutschen Schiffbau und für die deutsche Schiffahrt im Inund Ausland seine frühere Bezeichnung „Reichsschiffsvermessungsamt" wieder aufnimmt. * Nach Londoner Blättermeldungen aus Helsinki ist die durch die Wahl des finnischen Ministerpräsidenten ausgelöste Krise in Finnland setzt mit der Bildung eines neuen Kabinetts unter der Führung von Professor Casander gelöst worden. Der neue Ministerpräsident gehört der Fortschrittspartei an. Der der gleichen Partei angehörende bisherige Außenminister Dr. Holsti bleilt in seinem Amt. Im übrigen besteht das neue Kabinett aus künf Mitgliedern der Landwirtschaftspartei und fünf Marxisten, * Der Jugendführer des Deutschen Reiches wandte sich in einer Rundfunkrede über den deutschen Kurzwellensender an die gesamte reichsdeutsche Ingend im Ausland.„Wenn ihr." so führte er dabei aus,„als reichsdeutsche Jugend im Ausland heute mit derselben Hingabe wie eure Kameraden hier im Reich euren Dienst in der Jugendbewegung, die den Namen des Führers trägt, leistet, so dürft ihr sicher sein, daß wir euren Dienst für das größere, alle Deutschen in der Welt umfassende„Deutschland", bewundern und anerkennen." * Der rumänische Kultusminister Angelescu trifft am Dienstag zu einem offiziellen Besuch in Warschau ein. In Besprechungen mit dem polnischen Kultusminister wird die Durchführung der Konvention über kulturelle Zusammenarbeit beider Länder behandelt werden, die während des Besuches des rumänischen Außenministers Antoneseu in Warschau unterzeichnet worden ist. * Dem am Schluß der Berliner Arbeitstagung des Weltrundfunkvereins ausgegebenen amtlichen Bericht ist als wichtigste Tatsache zu entnehmen, daß der im Jahre 1938 in Kairo stattfindenden Weltkonferenz für Fernmeldewesen die Ausarbeitung eines Planes zur systematischen Verteilung der Kurzwellenbereiche vorgeschlagen wird. * Am Sonnabend abend fand im Uhlenhorster Fährhaus in Hamburg das traditionelle Liebesmahl des Ostasiatischen Vereins Hamburg=Bremen statt, bei dem Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller, Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann und Gauleiter Bohle porcen Ribbenkrop bei Eden DNB London. 13. März(Drahtb.) Nach seiner Rückkehr aus Deutschland hatte Botschafter von Mibbentrov am Sonnabend vo mittag eine Unterredung mit dem britischen Außenminister Eden. Bei dieser Unterredung wurden die die beiden Länder interessierenden Fragen berührt. Weitere Besprechungen sind demnächst vorgesehen. Freiwillige für den Floktendienst Das Oberkommando der Kriegsmarine gibt bekannt: Zu Beginn jedes Vierteljahres werden Freiwillige fürden Flottendienst der Kriegsmarine eingestellt. Meldung mindestens ein Jahr vorher. Dienstzeii 4—5 Jahre, für Unteroffisiere 12 Jahre und mehr. Zurzeit besteht Bedarf an Freiwilligen, die einen der folgenden Beru'e erlernt haben; Schlosser und Elektriker aller Arten. Mechaniker und Feinmechaniker. Schmiede und Kupferschmiede, Klempner. Installateure, Musiker aller Instrumente. Die Freiwilligen müssen deutsche Staatsangehörige. deutschblütig, wehrwürdig, unbescholten und unverheiratet sein und den Geburtsjahrgängen 1916 bis 1921 angehören. Sie müssen nach marineärztlichem Urteil tauglich für langfristige Bordverwendung sein. Das Einstellungsgesuch ist mit dem Vermerk:„Einstellung in den Flottendienst“ an den II. Admiral der Ostsee(Einstellung) in Kiel oder An den II. Admiral der Nordsee(Einstellung) in Wilhelmshaven zu richten. Frühzeitige Meldung ist schon mit Rücksicht auf den vorher abzuleistenden Arbeitsdienst notwendig. Näheres enthält das„Merkblatt für den Eintritt in die Kriegsmarine“, das durch das Wehrmeldeamt zu beziehen ist. Einstellung von Schiffsiungen, wie sie in der Vorkriegszeit für Schulentlassene unter 17 Jahren üblich war, sindet nicht mehr statt. Schulent assenen, die später in die Kriegsmarine eintreten wollen, wird mit Rücksicht auf die bevorzugte Einstellung von technisch Vorgebildeten empfohlen, ein Handwerk zu lernen. Zum 1. April: Außerkurssetzung von Reichssilbermünzen DNB Berlin, 14. März.(Drahtb.) Es wird nochmals daran erinnert, daß der Reichsminister der Finanzen durch Verordnung vom 29. Dezember 196 die alten 1=Mark=, 1-Reichsmark= und 5=Reichsmarkstücke außer Kurs gesetzt hat. Ab 1. April 1937 gelten sie nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel. In den folgenden Monaten, und zwar bis zum 30. Juni einschließlich, werden diese Münzen von den Reichsund Landeskassen noch in Zahlung genommen und gegen andere Zahlungsmittel umgetauscht. Ab 1. Juli 1937 hört die Einlösungspflicht auf. Die Münzen haben dann nur noch ihren Metallwert. Die Außerkurssetzung umfaßt alle Mark= und 1=Reichmarkstücke aus Silber und die großen 5Reichsmarkstücke. Die zur Erinnerung an besondere Begebenheiten geprägten 5=Reichsmarkstücke sind von der Außerkurssetzung nicht ausgenommen. In Kurs bleiben demnach von den 1=Reichsmarkstücken nur die aus Nickel geprägten Münzen und als 5=Reichsmarkstücke nur die kleinen 5=Reichsmarkstücke. Es liegt im Interesse jødes Volksgenossen, die in Rede stehenden Münzen so schnell als möglich in Zahlung zu geben, damit sie in den Besitz der mit der Einziehung beauftragten Reichsbank gelangen. hinterlegungswesen für das ganze Reich einheitlich geregelt Nach dem Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch war das Hinterlegungswesen der Landesgesetzgebung vorbehalten. Als Folge dieser Regelung galten bis jetzt 17 verschiedene Hinterlegungsordnungen im Reich. Diesem Zustand macht die auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner von der Reichsregierung am 10. März 1937 verabschiedete Hinterlegungsoronung ein Ende, indem sie das Hinterlegungswesen für das ganze Reichsgebiet einheitlich regelt. Als Hinterlegungsbehörden bestimmt das Gesetz Hinterlegungsstellen und Hinterlegungskassen und überträgt ihre Aufgaben den Amtsgerichten und den Kassen der Instizverwaltung. Da die Hinterlegungsgeschäfte auf dem Gebiet der Justizverwaltung liegen, ist gegen die Entscheidungen der Hinterlegungsstellen Beschwerde im Aufsichtswege zugelassen. Hinterlegte Gelder werden vom Reich unter bestimmten Voraussetzungen verzinst. Hinterlegte Wertpapiere sind von den Hinterlegungsbehörden zu verwalten. Das Gesetz und die dazu ergehende Durchführungsverordnung bestimmen im einzelnen, welche Geschäfte bei den Wertpapieren vorgenommen werden können. Eine Hauptschriftleiter: Joseph Hasler, Bochum. Stellvertr. des Hauptschriftleiters: Peter Schiffers, Bochum. Verantwortlich: Für den politischen, kulturpolitischen und den gesamten Unterhaltungsteil: Joseph Hasler. Bochum— für den lokalen Teil Bochum, für Theater und Musik: Peter Schiffers, Bochum für Westdeutsche Umschau Verbreitungsgebiet und den Umbruch der Ausgaben Hattingen. Wattenscheid unE.=Steele: Georg Wilhelm Kruse, Bochum. für den lokalen Teil Hattingen und E.=Steele: Dr. Joseph Klösters. E.=Steele, für Sport. Handel und den lokalen Teil Wattenscheid: Ferdinand Julius Landefeld, Bochum. für den Bilderdienst die einzelnen Abteilungsleitkr— Für den Anzeigenteil Bochum: Karl Lenze, Bochum: für den Anzeigenteil Hattingen/E.=Steele: Elly Becker, Hattingen; für den Anzeigenteil Wattenscheid: Hermann Luther, Wattenscheid.— Zur Zeit in Preisliste Nr. 8 gültig.— Verlag und Druck: Schürmann& Klagges, Bochum. D.=A. II 1937 über 11 500(davon Ausgabe A: Westfälische Volkszeitung Vochum über 7800; Ausgabe R: Voltezeitung fur Envens-Nuhr/ Steeler Zeitung über 2600; Ausgabe“ Morgenzeitung *Wattenscheid über 1100). Montag, den 15. März 1937. 1. Beilage der Volks-Zeitung Nr. 62— Seite 5 Zur Abwechselung wieder mal Regen Von Samstag bis Monlag Zur Abwechslung tegnete es wieder einmal. Wn haben ja auch so lange keinen Regen mehr gehabt! Nun, da wir den 15. März schreiben, kann man wohl schon ein Urteil über diesen Frühlingsmonat fällen: Der März benimmt sich daneben! So kann man wohl sagen. Er macht es uns diesmal sehr schwer, das Erwachen des Frühlings zu beobachten. * Denn mag es auch noch so stürmen und winden und regnen, der nahende Frühling fordert gebieterisch seine Rechte. Weide und Haselnuß schmücken sich mit Kätzchen und Troddeln und schütten gelben Blütenstaub auf den Weg. Da hält es auch die anderen Vorboten des Lenzes nicht mehr in ihrem dunklen Verlies. Die Anenome, das Buschwindröschen, strebt dem Licht entgegen und Leverblümchen und Veilchen können auch nicht mehr widerstehen. Finkenruf und Drosselschlag, Lerchen= und Rotkehlchengesang ertönt aus dem noch blattlosen Gezweig der Bäume Ja, der Frühling raunt und webt in allen Ecken schon, aber der Regen läßt uns nicht dazu kommen, dieses Weben aus nächster Nähe studieren zu können. * Samstag wai es ja wieder einmal so stürmisch und ungemütlich, daß man keine Lust verspürte, draußen weit herumzulaufen. Der Regen war manchmal so stark, daß man seine Einkäufe auf das notwendigste beschränkte. In solchen Regenstunden zeigt die Stadt ihr mürrischstes Gesicht. * Nun wissen wir ja, daß vom Frühjahr als dem Uebergang vom Winter zum Sommer eine besonders ruhige Witterung nicht zu erwarten ist. Andererseits lehrt die Erfahrung, daß der erste Frühlingsmonat, der März, einen eigenen Wettertyp hat, nachdem für gewöhnlich bis dahin in der Atmosphäre eine weitgehende Beruhigung eingetreten ist. Und daß der März auch große Temperaturschwankungen bringt. Diese Feststellung haben wir ja auch in diesem Jahr machen können. Das erste Wochenend des März war ausgesprochen winterlich, beim zweiten verzeichnete das Thermometer 10 Grad Wärme und nur der Regen läßt sich nicht verjagen. * Erfahrungsgemäß erfolgt gegen Märzmitte eine auffallende Umstellung der Wetterlage, so daß für gewöhnlich mit Frühlingsanfang warmes, ja geradezu sommerliches Wetter einsetzt. Aber wir glauben nicht, daß wir in diesem Jahr diese Regel bestätigt finden, wir sind vielmehr der Ansicht, daß der dies jährige Frühling ausgesprochen unbeständig sein wird und auch weitere starke Temperaturschwankungen bringen wird. * Der gestrige Sonntag war ja etwas besser wie sein Vorgänger. Vormittags war es zwar noch naß unter den Füßen, doch bis zum Nachmittag hatte ein schwacher Wind die Straßen und Bürgersteige trocken gefegt. Wer um diese Zeit gegen Himmel blickte, der konnte die untrüglichen Zeichen, daß die holde Zeit der jungen Liebe und alten Lieder naht, beobachten: die Soldaten des Himmels, die luftigen Wolkenkinder, die auf zärtlichem Blau jagen=weißschimmernde Schwadronen des neuerwachten Lebens. Bei ihrem Anblick befällt das Herz eine seltsame Unruhe und steigert sich ins Maßlose * Doch alle Beklemmnis fiel, als die junge Märzsonne die grünen Raine im Stadtgarten, in den kleinen Vor= und Ziergärten innerhalb und außerhalb des Bannkreises unserer Stadt betupfte und die ersten Boten des Lenzes weckte. Zaghaft haben sie alle, die Krokusse, Märzveilchen und Schneeglöckchen ihre zarten Köpfchen zwischen die dünnen Grassträhnen, als wollten sie den Lenz einläuten. In solchen Stunden lohnt sich ein Spaziergang durch unseren alten Park, in dem es nun schon in bunten, schillernden Farben leuchtet. Gleich Amethyst und Tovas äugen die blaßblauen, dottergelben und reinweißen Blüten in enggeschmiegten Gruppen und weben entzückende Kolorite in den grünen Teppich. Ihr Aufleuchten bedeutet den Abschluß der monatelangen Begetationsruhe, und nun wissen wir auch, daß es mit Macht auf den Frühling zugeht. * In Dortmund wurde Samstag die große Antibolschewisten=Schau„Der Bolschewismus“ eröffnet, über die wir schon in unserer Samstagsausgabe ausführlich berichtet haben. Da man zur Besichtigung dieser Schau Sonntagsfahrkarten benutzen kann, darf erwartet werden, daß auch aus unserer Stadt sehr viele Volksgenossen die Gelegenheit benutzen werden, um einmal einen Blick in das wahre Gesicht des Bolschewismus zu tun. * Samstag konnte man auf der Hattinger Straße den neuen Autobuszug auf seiner ersten Fahrt von Bochum nach Wuppertal sehen. Es handelt sich um einen neuartigen Omnibustyp mit Großraum=Anhänger, der die Aufgabe hat, den oftmals gerade auf dieser Streche stark einsetzenden Stoßverkehr zu bewältigen. Die Firma Büssing hat mit diesem neuen Anhängertyp eine Konstruktion geschaffen, die allen Anforderungen entspricht, was Fahreigenschaft und Sicherheit angeht. Der Wagen ist gut abgefedert. * Am gestrigen Sonntag traten alle Schützen zum WHW=Opferschießen an. Im engeren Stadtbezirk schossen die im Schützenbund vereinten Vereine auf dem modern eingerichteten Schießstand der KKSV „Hermann Löns". Die zehn besten Schützen erhielten massin vergoldete und versilberte Radeln. In den Außenbezirken schossen die Vereine auf ihren Schießständen. Die Beteiligung war außerordentlich stark, so daß man auf ein gutes Ergebnis rechnen kann. Um einen Einblick in die Arbeit der städtischen Mädchenberufs= und Fachschulen zu geben, veranstaltet die Fachschule eine Ausstellung, die noch bis Mittwoch geöffnet ist. Vornehmlich wird die Radelarbeit an zahlreichen Stücken gezeigt. Aber neben diesen Arbeiten zeigt die Schule für Kinderpflege= und Haushaltsgehilfinnen noch Proben aus dem Werkunterricht und der Beschäftigungslehre. Der Besuch dieser Ausstellung kann allen empfohlen werden. * In der städtischen Gemäldegalerie hat eine Wanderausstellung der Vereinigung westsälischer Museen ihren Einzug gehalten. Sie zeigt Landschaftszeichnungen niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts. Außerdem zeigt der Bochumer Maler Hans Werdehausen in einer besonderen Ausstellung Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen„Sizilien 1936, Land und Leute“. * Die bedeutendste Veranstaltung am gestrigen Sonntag war zweifelsohne das Konzeit des RS=ReichsSymphonie=Orchesters, das am gestrigen Abend im Schützenhof stattfand. Wir kommen auf diese Veranstaltung morgen noch zurück. * Der Pauluskirchenchor veranstaltete gestern abend in der Christuskirche seine traditionelle„Musikalische Feierstunde“, die auch eine Neukomposition des Chorleiters Berthold Schmiedeknecht brachte. Als Solisten wirkten mit Studienrat Hermann Schneck(Orgel), Kammermusiker Otto Schneeberg(Flöte) und Wilhelm Thiemann(Gesang). * Mit dem gestrigen Sonntag verabschiedeten wir uns von dem Eintopf. Noch einmal waren die Helfer und Helferinnen des WHW unterwegs, um die Eintopfspende einzusammeln. Auch wurde als äußeres Abzeichen des letzten Eintopfsonntags die Ansteckblume von allen getragen. + Der gestrige Eintopfsonntag stand auch im Zeichen des Opferschießens der Schützen im Deutschen Schützenverband. Es war das dritte Opferschießen der Schützen, zum ersten Male aber nach der nun erfolgten Vereinheitlichung des deutschen Schützenwesens und Eingliederung desselben ins deutsche Sportwesen. Dem Tage des Opferschießens war eine wochenlange planmäßige Organisation und Werbung vorangegangen, um das Schießen zu einem alte Schützen umfassenden zu gestalten und das Ergebnis de letzten beiden Jahre das mit 100 000 Mar! im Reich gewiß ein sehr ehrenvolles für die Opiergesinnung der Schützen war, noch wesentlich zu steißern. Der Gau Westfalen, zu welchem der erweiterte Schützenkreis Bochum gehört, hatte zur Förderung des Winterhilfsschießens der weitfälischen Schützen silberne und goldene Ehrennadeln in sinnvoller Ausgestaltung eigens als Winterhilfsnadel für die Teilnehmer herausgegeben. Weiter erhiett jeder Schützenverein für seine Beteiligung am Opferschießen eine besondere Ehrenurkunde. Im Stadtbezirk Bochum haben sich alle dem deutschen Schützenverbande augeschen Schützenvereine am Sonntag rege an dem Schießen beteiligt. Schon vom frühen Morgen an herrschte auf allen Schießständen lebhaftes Treiben, obwohl am Vormittag das Wetter zu wünschen übrig ließ. Im edlen Wetteifer knallte Schuß auf Schuß bis tief in den Nachmittag hinein. Erst die einsetzende Dunkelheit bereitete dem Operschießen ein Ende. Nach Belieben konnte der Schütze zur Wehrmannoder auch zu der Kleinkaliberbüchse greifen. Eine Reihe der Vereine hatten zur Anregung des Wetteifers Schießpreise gestiftet oder sonstige Förderungsmaßnahmen getroffen. Das Schießen und der dabei bewiesene Einsatz zum Kampfe gegen Hunger und Kälte im Rahmen des großen Winterhilfswerk sah am Sonntag in der Stadtmitte, wie auch in allen Vororten die Bochumer Schützen auf den Schießständen * Der gestrige Sonntag stand im Zeichen des Opferns für das Winterhilfswerk. Von morgens bis abends wurde die Büchse nicht kalt und Schuß auf Schuß hallte in die Sonntagsstille der Stadt und tat damit den Opferwillen der Schützen kund. Weniger erfreulich war, daß der Wettergott als einziger Miesmacher seine„Aprilschauer“ am Morgen des Sonntags auf den Schießstand herabprasselte. In der Mittagsstunde kam jedoch die Sonne hervor und gab den ehrgeizigen Schützen damit die Vorbedingung für gute Schußleistungen. Die zehn besten Leistungen erzielten die Schützenkameraden Hermann Kordt 56 Ringe, August Richard 56 Ringe, Willi Donath 55 Ringe, Hans Kaiser 54 Ringe, Görtz 54 Ringe. Niederbäumer 51 Ringe, Fritz Erzfeld 53 Ringe, Helmut Simonis 52 Ringe, Robert Jromverg 50 Ringe und konnten sich somit mit dem vom Deutschen Schützenbund herausgegebenen goldenen bzw. silbernen WHW=Abzeichen schmücken. Neben dem Erfolg für das Winterhilfswerk kann wohl behauptet werden, daß mancher Volksgenosse, der bisher wegen mangeinder Gelegenheit dem Schießsport noch fern stand, für den edlen Sport gewonnen worden ist. Der alte Spruch in Schützenkreisen„Die besten Schützen kommen zum Schluß“, hat sich auch dieses Mal wieder erwiesen. Nachdem nach Eintritt der Dämmerung die Schießliste bereits abgeschlossen war, meldeten sich noch einige Schützenfreunde und wollten absolut nicht versäumen, ihren Obulus zum WW zu entrichten. Schütze Adolf Dick vom KKSV. Tiegelstahl Bochum brachte es trotz des schlechten Büchsenlichtes noch auf 55 Ringe und Schütze Hugo Strathmann vom Bürgerschützenverein Brenschede auf 51 Ringe mit fünf Schuß auf 12er Ringscheibe. Aufmarsch der Gauinspektion I Tagung der Gaugmtswalter des Gaues Westfalen Süd in Herne An diesem Wochenend stand Herne im Zeichen des Kreistreffens. Im Rahmen dieses Kreis tages fand am gestrigen Sonntag ein Aufmarsch der Gauinspektion 1 statt mit den politischen Kreisen Bochum, Ennepe=Ruhr. Wanne Eickel. Wattenscheid. Witten und Herne=CastropRaurel. Die Tagung der Gauinspektion und Gauamtsleiter begann Sonntag früh im Hotel Schlenkhoff. Nach Begrüßungsworten durch Kreisleiter Nieper sprachen die Gauinspekteure Schucht und Meister und der stellv. Gauleiter Better über die Ideale und Ziele der NSDAP In der überfüllten Lichtburg fand eine festliche Feierstunde statt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen war Antreten des Gaustabes und der gesamten Gauinspektion 1 auf dem Adolf=Hitler=Platz. Nach einem Festzug durch die Stadt, die in schönstem Fahnenschmuck prangte, wurde die Tagung mit einer Kundgebung geschlossen, auf der stellv. Gauleiter Vetter noch einmal das Wort nahm. Unsere Aufnahwe zeigt die Bochumer Gauamtsleiter und Gauwalter auf dem Marsche nach Herne. SK-Fotos: Herker Jungbauern und Jungmädel zum Reichsberufswettkampf angetreten Am vergangenen Samstag fand der Reichsberufswettkampf der Gruppe„Nährstand“ für den Bezirk der Kreiswettkampfleitung Bochum statt, die das Gebiet der Kreisbauernschaft Bochum, zu der auch Herne, Wanne=Eickel, Wattenscheid und Witten gehören, umfaßt. Die Jungbauern mit und Am heutigen Montag wird die Witwe Anna Loges 85 Jahre alt. Sie kann diesen Ehrentag noch in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel begehen. Am 15. März 1851 erblickte sie in einem Dörschen bei Warburg das Licht der Welt. Wir wünschen dem greisen Geburtstagskind noch einen weiteren frohlichen Lebensabend! Leichte Verkehrsunfälle Auf dem Löbkerring löste sich der Anhänger von einem Sattelschlepper und fuhr gegen die Mauer des Schlachthofes, kippte um und wurde stark beschädigt. Personen sind nicht verletzt worden. * Auf dem Parkplatz des Bahnhofsvorplatzes wurde ein dort parkender Personenkraftwagen angefahren und leicht beschädigt. Personen sind nicht verletzt worden. * Samstag nachmittag wurde ein hiesiger Arzt aus der Stolzestraße 21 von einem schweren Verkehrsmnfau an der Ecke Vorkstraße betroffen. Er stieß mit seinem Auto mit einem hiesigen Firmen=Lastauto zusammen, wobei er neben einem Rasenbeinbruch arge Kopf= und Brustverletzungen erlitt, die speziglärztliche Behandlung erforderten. * Im Stadtteil Weitmar wurde das dreijährige Söhnchen Helmut der Eheleute Fa., Am Steinknapo 10 wohnhaft, von einem Radfahrer angefahren; es erlitt hierbei einen Schlüsselbeinbruch und mußte dem Bergmannsheil zugeführt werden. )( Ein entsetzlicher Unfall. In den Mittagsstunden des Sonntags ereignete sich an der Kreuzung der Rottund Viktoriastraße ein schwerer Verkehreunfall. Ein 21jähriger Bergmann aus Essen=Katernberg stürzte beim Versuch vor einer ihm kreuzenden Straßenbahn zu bremsen und geriet mit der rechten Hand unter die Straßenbahnräder. Mit zerquetschter Hand wurde der Verletzte ins Bergmannsheil eingeliefert, wo ihm die rechte Hand amputiert werden mußte. V Bauunfall. Auf seiner Bauarbeitsstelle stürzte bei Materialarbeiten der in der Nordstraße 11 wohnende 37jährige Maurer Paul Kr. derart heftig, daß er empfindliche Beinschäden erlitt und ins St. Elisabeth=Hospital mußte. V Bei der Arbeit abgestürzt. Der 17jährige auf der Essener Straße 27 wohnende Lehrling Fritz He. geriet bei der Arbeit mit einer Leiter ins Rutschen. die umschlug, wobei er zu allem Unglück in einen Porzellanbehälter stürzte. Er erlitt empfindliche Armund Handverletzungen, die die Ueberführung inAugusta=Krankenhaus erforderlich machten ohne Fachschule traten je nach Leistungsklasse beim Pauern Heinrich Sudhoff, Bochum=Laer, und beim Landwirt Hans Fohr, Bochum=Kornharpen, an. Unsere Aufnahme zeigt einen Schüler am Pflug. Die Junggärtner waren auf 4 Wettkampfbetriebe verteilt, während die Landmädel bei dem Landwirt Walter Schuth ihre Prüfungen abzulegen hatten. Den interessanten Ortswettkämpfen wohnten auch der Kreisjugendwalter der DAF und der Sozialstellenleiter des Oberbannes Industriegebiet bei. Hohes Alter Man merke Montag, den 15. März 1937. Sonnenaufgang 6.46, Sonnenuntergang 18.33 Uhr. Mondaufgang 7.20, Monduntergang 22,45 Uhr. Mond in Erdnähe. 14 v. Chr.: Julius Cäsar in Rom ermordet Nob. 100 v. Chr.). W: König Heinrich I., der eigentliche Gründer des Deutschen Reiches(geb. um 876) schlägt die Ungarn an der Unstrut. 1811: Erschossen der deutsche Freiheitskämpfer und Mitbegründer der deutschen Turnkunst Karl Friedrich v. Friesen in La Lobbe von französischen Bauern(geb. 1875). 1830: Der Dichter Paul peyse in Berlin geb. (gest. 1914). 1842:: Der Tondichter Luigi Cherubini in Paris gest. geb. 1760). 854: Der Mediziner Emil v. Behring in Hansdorf bei Deutsch=Eylau geb.(gest. 1917). 1900: Der preußische Staatsmann Robert Viktor v. Puttkamer in Karzin in Pommern gest.(geb. 1828). 1923: Schlageter sprengt die Eisenbahnbrücke bei Kalkum. 15: Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Frankreich. Antibolschewistische Sonntagsrückfahrkarten nach Dortmund Zum Besuch der Großen antibolschewistischen Schau„Der Volschewismus“ in Dortmund vom 13. März bis 4. April werden Sonntagsrückfahrkarten oder Blankosonntagskarten nach Dortmund auf eine Höchstentfernung von 50 Kilometern ausgegeben. Geltungsdauer wie folgt: 1. Hinfahrt am 20. März und 3 April ab 0 Uhr bis 22. März 12 Uhr und 4. April 24 Uhr. Rückfahrt am 20. März ab 12 Uhr bis 22, März und 5. April 24 Uhr. 2. am 17. März von 0 Uhr bis 24 Uhr. 3 vom 23. März 0 Uhr bis 1. April 24 Uhr einschließlich als Festtagsrückfahrkarten zur Hinund Rückfahrt an jedem Tage. Am 13. März, 20. März und 3. April vor 12 Uhr und am 17. März gelten die Sonntagsrückfahrkarten nur gegen Vorzeigen einer Eintrittskarte. Staatssekrefär Dr. Krohn sprach über„Wesen und Wert der Sozialversicherung“. Zum Abschluß der sozialwissenschaftlichen Vortragsreihe der Verwaltungsakademie Bochum sprach im letzten Vortrag der Staatssekretär des Reichsarbeitsministeriums Dr. Krohn über„Wesen und Wert der deutschen Sozialversicherung“ Nachdem er einleitend die Grüße des Reichsarbeitsministers übermittelt hatte, befaßte er sich in einem einstündigen Vortrag mit dem Thema. Er wollte, so führte er aus, nicht von den täglichen Dingen der Sozialversicherung sprechen, sondern von übergeordnetem Standpunkt aus das Wesen der Sozialversicherung betrachten. Aufgabe der Versicherung sei, Schäden zu verhüten, beseitigen und nötigenfalls Entschädigung zu gewähren. Eingehend behandelte er die Frage: Selbsthilfe oder Fremdhilfe. Der Deutsche habe immer zur Selbsthilfe geneigt. Die Industrialisierung breitester Volksschichten habe aber der Selbsthilfe eine andere Form aufgezwungen, und die Gemeinschaftshilfe herbeigeführt. Der Rahmen der Hilfe aus der Familie, der Betriebsgemeinschaft und der Berufsgemeinschaft wäre zu eng geworden. Die Hilfe der kirchlichen und privaten Wohlfahrtseinrichtungen und der staatlichen Fürsorge seien als Almosen zu betrachten, ohne deren hohen Wert abzuerkennen. Durch Bismarcks geniale Tat sei die Lücke durch die Sozialversicherung als Zwangseinkichtung zum Sparen ausgefüllt. Die Sozialversicherung ist organisierte Eigenhilfe, nicht Fremdhilfe, deren wesentliche Merkmale das Sparen ist. Sehr ausführlich befaßte er sich mit dem Wert der Sozialversicherung. Der wirtschaftliche Wert des Einzelnen, dem der zwangsweise Abzug der Beiträge zwar eine Vermögensbeschränkung bringt, liegt in der Leistungssicherung. Die Krankenkassen wenden für joden Krankheitsfall ohne Krankengeld 24—30 Mark auf. Jeder Wochenhilfefall erfordert 170—200 RM. Für den Unternehmer bedeutet zwar die Bezahlung seines Anteils an der Versicherung einen erheblichen Ausfall an Gewinn, demgegenüber tritt aber durch die Versicherung die Ablösung der Fürsorge= und Haftpflicht gegenüber dem Arbeitnehmer, zu dem der deutsche Unternehmer nach alter deutscher Ueberlieferung verpflichtet ist. Gewaltige Summen fließen der Allgemeinheit durch Zahlungen an Aerzte, Krankenbäuser, Medikamente und den Angestelltenapparat zu. Nachdrück lichst trat er dem Schlagwort„Soziale Last“ entgegen. Die Sozialversicherung gibt der Allgemeint jeden Pfennig und Heller in den verschiedensten Formen wieder. Der Umsatz der Sozialversicherung jährlich hat die Höhe von 4 Milliarden erreicht und das Vermögen hat bereits wieder die Höhe von 5 Milliarden. Groß sei der sittliche Wert, der in der organisierten Selbsthilfe liege. Die Sozialversicherung weckt die Kräfte der Gemeinschaft. Zum Abschluß seiner Ausführungen gab der Staatssekretär das Versprechen, daß an dem Sanierungswerk der Sozialversicherung, insbesondere der Knappschaftsversicherung, weiter gearbeitet werde. Des Führers Wille hat die Sozialversicherung vom Abgrund des Zusammenbruches gerettet. Er appellierte an die freudige Mitarbeit an dem großen Werk der Sozialversicherung. Das Pferd wollte nicht. Gegen 9,15 Uhr am Samstag ereignete sich an der Ecke Hohenzollernund Brückstraße ein merkwürdiger Unfall. Das Pferd eines Milchhändlers hatte vor etwa 3 Wochen an dieser Stelle einen Antonnfall und legte sich aus Anast vlötzlich hin. Jede menschliche Arbeit war umsonst. Nach einstündiger Arbeit wurde der Wagen des städtischen Fuhrparkes geholt, der das Tier abtransportieren sollte. Der Tierarzt hatte abgeraten, das Pferd abschlachten zu lassen, deswegen soll es nun eine längere Erholungspause haben. Kaum war das Pferd in dem schmalen Wagen des Fuhrparkes, als es sich plötzlich von selbst erhok und stand. Das löste natürlich ein herzhaftes Gelächter bei dem zahlreichen Publikum aus. Stähtischer Musikverein Bochum. Heute. Montag, 15. März. findet im Haus Rechen eine Chorprobe statt. Die Probe beginnt für Damen um 7.30 Uhr, für Herren um 9 Uhr abends. Leitung: Professor Reichworn Hühnermarder am Werk „Ich will mit der Polizei nichts zu tun haben". Wie oft hort man diesen Ausspruch aus dem Kreise der Volksgenossen! Während man auf der nen Seite bei eigenen Schäden gern die Hilfe der Polizei in Anspruch nimmt, schließt man auf der anderen Seite ängstlich die Türen, wenn es gilt, durch Angaben zur Ueberführung von Volksschädlingen behilflich zu sein. Volksgenossen, überwindet die Scheu vor der Polizei! Es muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß alle Angaben und Mitteilungen vertraulich behandelt werden. Angaben, die zur Ermittelung des Täters führen, sind ein Beitrag zur Volksgemeinschaft. Denkt nicht, was ich schon angeben kann, ist ohne Bedeuung. Auch die kleinste Wahrnehmung kann unter Umständen zum Erfolg führen. Im Januar d. J. wurde in der Presse auf einen Volksschädling hingewiesen, der die Hühnerställe armer Volksgenossen aufsuchte und Hühner in roher Weise abschlachtete. Dieser Täter konnte bisher noch nicht ermittelt werden In der Nacht zum 12. März 1937 wurde einem Volksgenossen ein Hühnerstall an der Fuldastraße erbrochen und daraus 5 Hühner und 1 Hahn entwendet, die an Ort und Stelle algeschlachtet wur den. Als traurige Uebereste blieben die Köpfe der Tiere am Tatort zurück. Es handelt sich um 3 rebhuhnfarbige Hühner, ein schwarzes, ein weißes Huhn und um einen rebhuhnfarbigen Zwerghahn. In der Nähe des Tatortes wurde ein zweiter Einbruch in einen Hühnerstall versucht. Durch den Diebstahl wurde einem Volksgenossen nicht nur empfindlicher Schaden zugefügt, sondern auch die Freude an weiterer Tierhaltung genommen. An alle Volksgenossen ergeht nochmals die dringende Bitte, bei der Fahndung nach diesem Unhold behilflich zu sein, damit er seiner gerechten Strafe nicht entaeht. 1. Wer hat in der fraglichen Nacht verdächtige Wahrnehmungen gemacht? 2. Wem sind geschlachtete Tiere zum Kauf angeboten worden? 3. Wer kennt den Täter? Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum. Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 245, Fernruf 60661, Nebenstelle 221. an der Bergschule in Bochn Am 13. März fand in der Bergschule zu Bochum in Gegenwart des Bergschulvorstandes und seines Vorsitzenden, Oberbergrat Keyser, die feierliche Abschlußprüfung je einer Bochumer und Essener Grukensteigerklasse statt. 19 Bergschülern des Bochumer und 24 des Essener Lehrgangs konnte das Zeugnis der Befähigung zum Grubensteiger zuerkannt werden. Von der Bochumer Grubensteigerklasse wurde mit dem Gesamtzeugnis„sehr gut“ ausgezeichnet der Beraschüler Hymmen Mit„gut“ bestanden die Bergschüler Niedballa, Schulte, Stipp und Christowzik. Von der Grubensteigerklasse der Bergschule Essen erhielten das Gesamtzeugnis„gut“ die Bergschüler Alings, Meyer, Olbricht und Vogel. 2 Bochumer und Essener Bergschüler wurden mit wertvollen Buchprämien ausgezeichnet. Im Anschluß an die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses durch den Bergschuldirektor Prof. Dr.Ing. Fr. Herbst sang der Schülerchor das Lied „Die Himmel rühmen“. Hiernach sprach der Klassenlehrer der Bochumer Klasse, Dipl.=Ing. Meuß. die Abschiedsworte, in denen er anknüpfte an das Wort„Unsere Schicksale sind nicht außer uns, sondern in uns und unserm Willen". Ein nützliches Glied der Volksgemeinschaft müsse vor allen Dingen ein fester Charakter und eine Persönlichkeit mit dem Willen zum Guten sein. So bedeute das „Schicksal“ nicht das äußerlich Erreichte im Leben des Menschen, sondern die Vervollkommnung des Menschen zu einer sittlich hochstehenden Persönlichkeit, die allein zum Führen von Menschen berufen ist. Die Glückwünsche des Lehrkörpers legleiten sie auf dem weiteren Lebenswege. Den Schluß der Abschiedsfeier verschönte der Schülerchor durch den Vortrag eines„Alter Bergreihen“. der Gruppenverwaltung Vochum der Gelsenkirchener Vergwerks A.=G. Im großen Parkhaussaal hielt am Samstag abend die Vetriebsgemeinschaft der Gruppenverwaltung Bochum der Geisenkirchener Vergwerks A.=G. einen Kameradschaftsabend ab, der sich durch einen harmonischen Verlauf besonders kennzeichnete und einige Stunden Freude und Frohsinn bereitete. Bergassessor Kersken übermittelte die Grüße des verhinderten Gefolgschaftsführers, Bergwerksdirektor Eichler, der dem Kameradschaftsabend einen guten Verlauf wünschte. Der Abend solle zeigen, daß in der Betriebsgemeinschaft auch eine Gemeinschaft der Freude sei. Um sich ganz der Freude des Abends hinzugeben, sei es notwendig, für einige Stunden die Alltagssorgen zu vergessen. In diesem Sinne wünschte er dem Abend einen schönen Verlauf. Mit dem Westfalenlied begann der fröhliche Teil des Abends. Der rheinische Humorist Hans vom Rhein verstand es vorzüglich, füt Stimmung und Humor zu sorgen und so dem Kameradschaftsabend zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. Der letzte Schlag gegen Hunger und Kälte Am 20. und 21. d. M. tritt wiederum die Einheit aller Schaffenden, die Deutsche Arbeitsfront, zur letzten diesjährigen Reichsstraßensammlung an. Erneut wird sich die Opferfreudigkeit in allen Betrieben kundtun. Betriebsführer, DAF-Walter und Gefolgschaftsmänner stehen bereits in Vorbereitung auf einen sicheren überzeugenden Erfolg. Einstellung von Anwärtern für den gehobenen mittleren Pustfachdienst. Bei der Deutschen Reichspost soll wieder eine Anzahl von Anwärtern für den geyobenen mittleren Postfachdienst eingestellt werden. Die Bewerber, die das 23. Lebensjahr nicht überschritten haben sollen(Ausnahme: gedienter Jahrgang 1914), müssen die Reifeprüfung (Abitur) abgelegt haben und der HJ., der SA., der SS., dem NSAK. oder der NSDAP. angehören und dort die weltanschauliche Schulung der NSDAP. mit Erfolg durchlaufen haben. Bevorzugt werden diejenigen Bewerber— sonstige Eignung vorausgesetzt—, die sich vor dem 30. Januar 1933 für die nationalsozialistische Volkserhebung außergewöhnlich betätigt haben, und solche, die ihrer aktiven Dienstpflicht bei der Wehrmacht in Ehren genügt haben. Auf sportliche Durchbildung wird kesonderer Wert geleat. Einstellungsgesuche sind an die Reichsvostdirektion zu richten, in deren Bezirk der Bewerber seinen Wohnsitz hat. Sie können nur in Betracht gezogen werden, wenn sie bis zum 31. März 1937 vorliegen. Symphonie=Konzert des Städtischen Orchesters Bochum. Auf das am Donnerstag, 18. März, um 20 Uhr im Stadttbeater stattfindende SumphonieKonzert des Städtischen Orchesters— Vormicte 7. Veranstaltung— wird nochmals besonders hingewiese.n Am Anfang des Programms steht die Symphonie C=Dur(Linzer) von Wolfgang Amadeus Mozart. Dann folgt das Klavier=Konzert in Es=Dur von Peter Tschaikowsky Den Beschluß macht die Ballett=Suite von Mar Reger. Die Werke von Tschaikowsky und Reger werden zum ersten Male in den städtischen Veranstaltungen aufgeführt. Das Klavier=Konzert spielt Udo Dammert, München. Leitung: Städt. Kapellmeister Professor Leopold Reichwein.— Karten von 60 Pfa. an sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen zu baben. Schülerkarten mit einer 50prozentigen Preisermäßigung werden nus an der Konzertkasse ausgegeben. Vorbestellungen unter Nr. 61051. Brieksendungen mit Waren nach Ingoslawien Nach Mitteilung der Postverwaltung von Ingoslawien muß jeder Briefsendung nach Jugoslawien mit zu bezahlendem Wareninhalt die vom Absender unterschriebene Urschrift der Warenrechnung beigefügt sein, ähnlich wie es schon für Postpakete vorgeschrieben ist. Beim Fehlen der Rechnung geht die Sendung zurück. der Mädchen=Fach= und Haushaltungsschule. Fachgemeinschaft der Drogisten Die Deutsche Drogistenschaft, Kreisgruppe Bochum, hielt am Mittwoch, dem 10. März, in der Gaststätte Fritz Velten ihre erste diesjährige Mitgliederversammlung ab. Der Kreisgruppenleiter Pa. Fritz Knepper jun. gab einen eingehenden Bericht über die Tätigkeit der Deutschen Drogistenschaft im Jahre 1936. Erfreulicherweise konnte auch im Drogenhandel, wie aus dem Bericht hervorging, eine erhebliche Umsatzsteigerung festgestellt werden. Dem Kreisgruppenleiter wurde von der Versammlung einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Eingehend sprach Pg. Knepper noch über die Aufgaben der Drogistenschaft im Vierjahresplan, insbesondere bezüglich der Verwertung von Altmaterial und im Kampf dem Verderb. Der Vorsitzende der Prüfungskommission Hans Stelzer berichtete über den guten Verlauf der Anfang März algehaltenen Prüfung an der Drogistensachschule Bochum, die unter Vorsitz des Prüfungskommissars Hartmann aus MünchenGladbach durchgeführt worden ist. Die Jungkaufleute und Lehrlinge im Drogenhandel haben sich auch sehr zahlreich, wie aus der Versammlung festgestellt werden konnte, am Reichsberufswettkampf beteiligt. Nach Besprechung von Fachfragen, Lehrlingsfragen und Fragen über die Ausgestaltung von Fachgemeinschaftsabenden wurde die Versammlung mit einem Gedenken an den Führer eschlossen. Mit einer eindrucksvollen und übersichtlichen Ausstellung wartet die Mädchen=Fachschule in ihren Räumen an der Fahrendellerstraße auf, die ein beredtes Zeugnis für ihre Leistungen im vergangenen Schuljahr ist. Hier wird das Mädchen in wichtigen Aufgabengebieten seines Berufes als deutsche Hausfrau vorbereitet und zwar vornehmlich auf dem Gebiet der Nadelarbeit. Die jungen Mädchen erhalten hier die für ihre Arbeit im Haus und Familie notwendige Ausbildung. Sie werden in den verschiedenen Lehrgängen und Kuisen dahin gelenkt, mit einfachsten Mitteln, bei Verwendung deutscher Werkstoffe, geschmackvolle Wertarbeit zu schaffen. In den verschiedenen Räumen der Schule haben die einzelnen Lehrgänge ihre Erzeugnisse ausgestellt. Die Lehrgänge für Wäschenäher zeigen, wie in erster Linie auf peinlich saubere Räharbeit Wert gelegt wird. Die Ausstellungsstücke von Wäsche in einfachster bis feinster Ausführung sind deutsche Werkstoffe in wirkungsvollster Verabeitung. Reben Bettwäsche sieht man Herrenwäsche, Tischdecken usw. Besonders gefördert wird die Stepptechnik, durch die bei Verwendung einfachsten Werkmaterials eindrucksvolle Arbeit geleistet wird. Die kunstgewerblichen Arbeiten sind unter Verwendung volkskundlicher Motive sehr nett und geschmackvoll. Die Ausstellung des Jahreslehrgangs der Haushaltungsschule ist sehr vielseitig. Auch hier das Bestreben, neue deutsche Werkstoffe zu verarbeiten. Von der einfachsten Wäsche bis zum guten Kleid zeigt die Ausstellung hübsche saubere Arbeit. Großer Wert wird selbstverständlich auf das Ausbessern beschädigter Wäschestücke gelegt. Als Grundlage der Arbeiten dienen eigene Entwürfe, die im Zeichnen und Farbenlehre basieren. Die Ausstellung der Kinderpflegerinnen und Haushaltsgehilfinnen stellt das Bedürfnis des Kindes an Wäsche und Kleidung in den Mittelpunkt. Wäsche, Spielanzüge, Schürzen usw. verraten eine geschmackvolle Auffassung der Schülerinnen. Hier werden ferner Werkproben von Herstellung einfachster Gegenstände zur Beschäftigung des Kindes gezeigt, aus Papier bergestellte Mützen, Helm oder Schwert usw. Der letzte Naum zeigt dann Arbeiten des Schneiderkurses, der gern von berufstätigen Mädchen besucht wird. Hier sind in geschmackvoller Weise Stiche vom einfachsten Kleid bis zum Festkleid bei richtiger Verwendung des zierenden Schmuckes ausgestellt. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß sich ein Besuch der Ausstellung, die noch bis Mittwoch geöffnet ist, in jeder Hinsicht lohnt. Abschied und neuer Anfang Schulentlassungsfeier der Kaufmännischen Schulen. Mit inen Lehrern, zahlreichen Betriebsführern, Vertretern der DAF und ihren Eltern hatten sich gestern vormittag im großen Saal der Verwaltungsakademie 280 Schüler der verschiedenen Klassen und Abteilungen der Kaufmännischen Schulen der Indusitie= und Handelskammer Bochum zu einer schlichten Entlassungsfeier versammelt, die Jungen und Mädel auf die Bedeutung dieses Schrittes, mit dem der junge Mensch den umhüteten Lebenskreis der Schule verläßt, um sich im Leben zu bewähren, aufmerksam machen sollte, die in der Ansprache des Direktors ihnen nochmals die Aufgaben vorzustellen und den großen Aufnag ausdeuten wollte, den das Leben jedem gibt. Abschied und neuer Anfang, in diesem Gefühlsund Gedankenkreis standen die Lieder, die Sprechchöre, der aufrüttelnde Appell„Ermutigung“ von Sehmel. Bei der Wichtigkeit und bei der Aktualität des Kolonkalproblems, das zwai jeden angeht, den Kaufmann aber doch wohl im Hinblick auf seinen wesentlich wirtschaftlichen Charakter besonders interessiert, ist es verständlich, daß auch ein kurz formulierter, sehr übersichtlich gegliederter Vortrag eines Schülers über diese Frage in die Vortragsfolge aufgenommen wurde. Die Entlassungsrede hielt der Derektor der Kaufmännischen Schule Luche, der einmal den Auftrag behandelte, den jeder einzelne erholt und den, der an jede Generation ergeht. Die Schule habe sich bemüht, Jungen und Mädel für diese Aufgaben zu rüsten, sie bereit zu machen, auf daß ihren Dienst im Beruf, ihren Dienst für Volk und Staat ganz tun könnten. Darum sei die Arbeit in der Schule hart gewesen, sie sei mit Ernst angepackt und in fester Disziplin vorangebracht worden. Wer in irgendeinem Betriebe eine Arbeit aufnimmt, soll wissen, daß er Gefolgsmann wird, daß er Glied einer neuen Gemeinschaft wird, die an ihn neue, andersgeartete Forderungen als Schule, Elternhaus und HJ es taten, stellt. Richt in Zwang solle der junge Mensch in den Betrieb gehen, sondern in freier Entscheidung Gefolgsmann werden. Dabei solle er beachten, daß auch die kleinste Arbeit nicht zu gering ist, als daß sie nicht der Mühe und Sorgfalt des Fleißigen wert wäre, daß gerade auch an ihr sich Zuverlässigkeit, Arbeitseifer und Fleiß erweisen könnten. Neben dieser persönlichen Aufgabe sei jeder Generation ein besonderer Auftrag geworden, an dessen Erfüllung jeder Einzelne nach Kraft und Können mitzuarbeiten verpflichtet sei. Mit einigen prägnanten histotischen Beispielen verdeutlichte dies der Redner. „Macht Euch die Erfahrungen der Aelteren zunutze, stellt Euch große Aufgaben, erprobt Eure jungen Kräfte und wachst daran“, so schloß Direktor Lucke seine Ansprache. Anschließend überreichte er verschiedenen Schülerinnen und Schülern, die sich im Unterricht und durch ihre Haltung ausgezeichnet hatten, Erinnerungs= und Abschiedsgaben, wertvolle Bücher, die zu einem großen Teil von der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel und von der Vereinigung ehemaliger höherer Handelsschüler gestiftet waren, und ließ die Feierstunde dann mit dem Führerheil und den beiden deutschen Hymnen ausklingen. Bei dem Fahrzeugwerk van Lienen Der eindrucksvolle Verlauf des im oberen Saal des Parkhauses stattgefundenen Kameradschaftsabende stellte der Betriebsgemeinschaft das beste Zeugnis aus. Die Gefolgschaftsmitglieder waren restlos zur Stelle. Nach einigen einleitenden Worten des Betriebsobmannes Willer nahm der Gefolgschaftsführer van Lienen das Wort zur Begrüßungsansprache. Die anschließenden wirtschaftlichen Darlegungen des Geschäftsführers Esser klangen recht hoffnungsvoll für das Jahr 1937. Voraussetzung sei dabei die restlose Einsatzbereitschaft eines jeden Gefolgschaftsmitgliedes. Nach einem warmen Abendimbiß kam der Frohsinn zu Worte, der in dem Bochumer Humoristen Jirwes einen Vertreter hatte, der Stimmung und Fröhlichkeit zu schaffen verstand, so daß der Abend recht unterhaltsam verlief V Von der Nachtschicht ins Hospital. Der 37jährige Dreher Willi Ru. aus der Baumhoffstraße 64 wurde von einem Werksstück derart unglücklich getroffen, daß er neben einer Gehirnerschütterung arge Kopfwunden erlitt, die seine Ueberführung ins Krankenhaus erforderten. V Berufsunfall. In der Nachtschicht wurde der auf der Vergstraße wohnende 47jährige Richard Ze. im Grubenbetrieb einer benachbarten Zeche von dem Hangenden getroffen; er trug erhebliche Beinverletzungen davon Montag, den 15. März 1937 Der Westen vom Adlerpokal ausgeschaltel Die Handballer von Mitte und Süd=West bestreiten die Endrunde— Westfalen schaffte es nicht mehr Hornberger überlegener Sprintersieger Die Teilnehmer der Endrunde um den Adler preis am 4. April stehen fest: Mitte und Südwest ertämpiten sich am Sonntag die Berechtigung, im entscheidenden Schlußspiel um das neue Symbol des deutschen Handballs gegenüberzutreten. West deutschland hatte auf die Kampfkraft und die spie terische Erfahrung der Westfalen gerechnet, zumal te auf eigenem Boden den starken Gegner aus dem Sau Südwest empfingen. Aber in der Törtmun der Kampfbahn erschien ein Gegner, der in seiner ganzen Mannschaft keinen schwachen Bunkt auf wies, Kampfeseiser mit reiser Technik paarte und so langsam aber sicher durch ein überlegenes Feld spiel die Westsalen niederrang. Da nutzte den Söhnen der„Ruten Erde“ auch nicht ihre vielge Mit ctwa 30 Zuschauern hatte der Kampf nicht ganz den erwarteten Publikumserfolg aufzuweisen, was durch eine Reihe großer Parallelveranstaltungen aber durchaus erklärlich ist. Die Bodenverhaltnisse waren durch den starken voraufgegangenen Regen nicht günstig. Unter diesen mißlichen Umständen litten die körperlich stärkeren Westfalen wesentlich mehr als die leichteren und dadurch weitaus beweglicheren Gäste. Trotzdem zeigten die Westsalen in der ersten Hälfte das bessere Spiel, da der Sturm die größere Geschlossenheit und Ruhe sowie das bessere taktische Verständnis aufwies. Er traf aber auf eine Hintermannschaft, die in einer Bombenform war, was nicht wunder nimmt, da allein drei Spieler hiervon in der Olympia mannschaft standen und weitere zwei schon die deutschen Farben im Länderspiel tragen konnten. Dagegen spielte der schnellere und beweglichere Sturm der Gäste zu engmaschig und zu ungenau, um sich gegen die stabile und sichere Abwehr der Westsalen, in der Torwart Hempelmann allerdings vom ersten Augenblick an keinen sicheren Eindruck machte, durchsetzen zu können. So bleibt denn das Spiel gute 10 Minnten lang torlos, da beide Deckungen auf„sicher“ spielen. Die Westfalen brechen dann zuerst den Bann und konnen sich durch einen unbaltbaren Schrägwurf von Röttger in Führung bringen. Etwas mehr Be wegung bringt dieser Erfolg, doch landen die Würfe nun mehrfach an der Latte, bis durch einen Freiwurf von Spalt von Südwest der Ausgleich erzielt wird. Das etwas genauere Zuspiel im Angriff der Westfalen gibt diesen leichte Vorteile, so daß ihnen zwangsläufig nun zwei Erfolge durch Menning und Roß glücken. Doch bis zur Pause hat Spalt, der im Aufbauspiel eigentlich recht schwach arbeitete, dafür um so gefährlicher bei den Freiwürsen war, auf 3:2 auf geholt Nach Wiederbeginn ändert sich das Kampfbild vollkommen. Wohl vermag sich Westsalen in der ersten Minute durch einen Freiwurf von Mennig bis 4:2 in Front zu bringen, doch ist bei Südwest eine Leistungssteigerung im Angriff unverkennbar, so daß die Besucher innerhalb kurzer Zeit durch einen Freiwurf von Spalt und eine ausgezeichnete Leistung des linken Läufers Stahl zum Ausgleich kommen. West salen hat wenige Augenblicke später Gelegenheit, durch einen Freiwurf von Röttger abermals in Front zu gehen. Obwohl nun die Zuschauer die einheimische Mannschaft sehr lebhaft anfenert, behalten die Süddeutschen ihre Nube und vermögen auch durch einen seinen Flankenlauf ihres Rechtsaußen Utgenannt er neut zum Ausgleich zu kommen. Der Kampf erreicht nun seinen Hobepunkt. In der nachsten Zeit bewährt sich die Spielerfahrung der Gäste. Während Westfalen überhastet und aufgeregt spielt, behalt Südwest die klare Linie und kann auch dann etwa 10 Minnten vor Schluß durch den besten Stürmer Embach zum erstenmal die Führung erringen. Dieser Trefser mußte von Westfalens Hüter unbedingt ge halten werden. Noch einmal greifen die WestfalenStürmer mit Unterstützung ihres Verteidigers Knantz mächtig an, aber Keimig im Südwest Tor erweist sich als ganz großer Konner. Kurz vor Schluß stellt Süd west durch einen abgegebenen Freiwurf durch Becker den Endsieg sicher. Der Sieg der süddeutschen Mannschaft ist unbe dingt verdient, denn sie zeigte die bessere Gesamt leistung und war in der Hintermannschaft hervor ragend besetzt. Jeder Spieler tat hier seine Pflicht. Im Sturm siel lediglich der Halblinke Spalt etwas ab, der sich durch seine Freiwurfe aber wieder ver dient machte. Die Westsalen versagten im Angriff vollkommen, wo man die Ausdauer und den richtigen Kräfteeinsatz vermißte. Neben Mittelstürmer Röttger, der gut von Dascher bewacht wurde, gefielen die bei den Außenstürmer Gebrüder Noß. Aus der Hinter nannschaft sind die beiden Verteidiger zu nennen, während die Läufer nicht überragten, aber auch nicht enttäuschten. Mitte überrannte Bayern In München versagten die Bayern, denen man eine Leistung gegen seinen Gegner Gan Mitte zugetraut hatte, vollkommen. Nichts war mehr von dem kampjerischen Eiser zu verspüren, der in rühmte Schußkraft, die zwar für fünf Tore gut war, aber den sieben Treffern des Gegners nicht gleichkommen konnte. Die Bayern sorgten auch diesmal wieder für eine Ueberraschung, allerdings im umgekehrten Sinne. Sicherlich mußte man den Gau Mitte als Sieger erwarten, aber daß die Bayern sich mit 15:3 Toren schlagen ließen, lag doch außerhalb aller Vermutungen. Zwei starke, spielerisch hochstehende Mannschaften haben sich für den Endkampf durchgerungen. Es sind tatsächlich die besten Gauvertretungen, wenn sich auch in allen Nunden gezeigt hat, daß zwischen den Gauen kaum ein wesentlicher Unterschied besteht. Und diese Feitstellung dürfte wohl das erfreulichste Ergebnis des Kampfes um den Adlerpreis sein. den beiden voraufgegangenen Runden den Süddentschen zwei überraschende Siege einbrachte. Sehr schlecht war vor allem die Hintermannschaft, die es dem Gästesturm nicht schwer machte, die erstaunliche Torserie zu schießen. Die Elf des Gaues Mitte war gleichmäßig gut besetzt. Ausgezeichnet war das Stel lungsspiel. Die Hintermannschaft hatte keine schwierigen Aufgaben zu lösen, zumal der Bavernsturm sich immer in der Mitte aufhielt. Bis zur Halbzeit hatten die Mitteldeutschen schon neun Tore geschossen. Nur verzagt wagten die Bavern sich noch hier und da nach vorn. Nach der Pause hatten die Süddent schen den Sturm zum Bundesgenossen, kamen so etwas mehr auf und schossen auch drei Tore. Aber die Mitte Mannschaft spielte unaufhaltsam. In steter Aufeinanderfolge fielen die Torc, so daß Bayern schließlich mit 3:15(029) überaus hoch geschlagen blieb. Die Kämpfe des Sonntagnachmittag haben bei den Ningermeisterschaften in Ludwigshafen bereits eine gewisse Klärung gebracht. Wenn nicht alles trügt, werden Georg Gehring(Ludwigshafen) im Schwer gewicht und Werner Seelenbinder im Halbschwer gewicht ihre Titel behaupten, während im Mittelgewicht der Favorit Ludwig Schweikert(Berlin) den Hallenser Schedler in der Meisterschaft ablösen wird. Meister Gehring traf bereits in der dritten Runde auf Altmeister Hornsischer(Nürnberg) und bezwang ihn, genau wie im Vorjahr in Mannheim, mit 2:1 Punkten. Seelenbinder mußte noch einen zweiten Kampf in der vierten Runde austragen und besiegte Feilhuber(Neuaubing) sicher. Er kann jetzt nur noch die Meisterschaft verlieren, wenn er in seinen beiden letzten Kämpfen gegen Litters und Böhmer entscheidend besiegt würde. Im Mittelgewicht hat Schwei kert seinen gefährlichsten Mitbewerber Laudien schla gen können, so daß jetzt nur noch Schedler und Schrö der als Mitbewerber in Frage kommen. Ergebnisse: Mittelgewicht:(fünfte Nunde): Schröder schlug Hamper nach 1:50 Minuten entscheidend;— Schweikert schlug Laudien 3:0 nach Punkten:— Schedler schlug Meyerer nach 1:0 Minuten entscheidend. Ausgeschieden Meyerer. Noch vier Ninger sind im Wettbewerb. Halbschwergewicht:(vierte Runde): Sec lenbinder schlug Feilhuber nach zwei Minuten ent scheidend. Fünfte Runde: Litters schlug Kliesmann nach Punkten:— Bohmer schlug Feilhuber nach drei Minnten entscheidend. Ausgeschieden: Alies mann und Feilhuber. Noch drei Ringer sind im Wettbewerb. Schwergewicht:(dritte Runde): Staiger schlug Reuter nach 6:30 Minuten entscheidend.— LieNach einer mehrwöchigen Pause veranstaltete die Deutschlandhalle wieder Radrennen, die mit rund AM Besuchern einen guten Anklang fanden. In dem Flieger-Omnium Deutschland— Ausland siegten die auslandischen Fahrer Huns, Pecqueur und Weltrekordmann Maurice Richard gegen die deutschen Vertreter Merkens, Schon und Ehmer mit 40:36 Punkten. Bester Fahrer war zweifellos Toni Mer kens, der den Fliegerkampf, das Punktefahren und das 5 Kilometer Rennen binter Motoren gewann. In den Verfolgungsrennen spielten aber die deutschen Fahrer eine unterlegene Nolle. Wie schon kürzlich gegen die Italiener zeigte es sich, daß wir in dieser Wettbewerbsart viel zu schwach sind. Vor allen Din gen sehlt den Deutschen die Kraft, rundenlang ver bissen durchzustehen. Ganz bervorragend fuhr der Stundenweltrekordmann Richard. In den Dauerrennen hielten die beiden deutschen Fahrer Lohmann und Stach die Franzosen Paillard und Lemoine im Schach. Lohmann halle längere Zeil Das Frankfurter Hallensportfest ein Erfolg Das Hauptereignis des Frankfurter Hallensport festes am Samstag abend war der Sprinterdreikampf über 3 mal 60 Meter, der ganz überlegen von dem Deutschen Meister Hornberger(Eintracht Frankfurt) gewonnen wurde. Hornberger gewann alle drei Kämpfe und siegte im Gesamtergebnis mit 18 Punkten vor dem Mannheimer Neckermann(15 Punkte), der stets den zweiten Platz belegte, und Steinmetz(Karlsruhe) mit 11 Punkten. Vorchmeyer spielte überraschend für die Entscheidung keine Rolle, lag einmal auf dem dritten und zweimal auf dem vierten Platz, so daß er in der Gesamtwertung nur den vierten Nang belegen konnte. Hinter ihm blieben noch Leichum und Metzner. Im Kugelstoßen sehlte Stöck. Wöllke hatte es nicht schwer, seinen Gegner Lampert überlegen zu schlagen. Ergebnisse: Sprinterdreikampf: 1. Lauf: Hornberger 1. Neckermann 7,0; 3. Vorchmener 7,9; 4. Steinmetz; J. Leichum; 6. Metzner. 2. Lauf: 1. Hornberger 7,7; 2. Neckermann 7,9; 3. Steinmetz 7,0; 4. Borchmeyer; 5. Leichum; 6. Metzner. 3. Lauf: 1. Hornberger 7,8; 2. Neckermann 7,9; 3. Steinmetz 7,9; 4. Borchmener; 5. Leichum; 6. Metzner. Gesamtergebnis: 1. Hornberger 18 Punkte;. Neckermann 15 Punkte; J. Steinmetz; 4. Borchmeyer; 6. Leichum; 6. Metzner.— Kugelstoßen: 1. Wöllke 15,72 Meter; 2. Lampert 14,22 Meter;„. Luh(Gießen) 13,50 Meter.— Handball: Eintracht Frankturt gegen SW. Wiesbaden 121(1.— Faustball: Lichtluftbad Frankfurt gegen TV. 1800 Frankfurt 11:11.— Basketball: Mannschaft„Sportfeld= gegen Universitätoinstitut für Leibesübungen 7:1.— Smal 6 Meter=Staffel: Männer: 1. Vonsportverein 1:01,3; 2. Polizei=2V.; 3. Nv. Höchst. Frauen: Polizel=2 V. 1302; Eintracht Frankfurt; 3. Jg. Sportverein. Ingend: 1. Sportklub 1880 1:25— Ningen: Leichtgewicht: Mundschenk(Mainz) Sieger über Hösberger(Frankfurt), Weil(Neuisenburg) Sieger über Schäfer(Offenbach) nach Punkten. Weltergewicht: Schäfer(Ludwigshafen) siegte nach sechs Minuten über Flick(Mainz). bern schlug Rudolph nach vier Minuten entscheidend; Gehring schlug Hornfischer 2:1 nach Punkten;— Beu schlug Hufnagel nach 13:30 Minuten entscheidend. Ausgeschieden: Rudolph, Neuter und Hufnagel. Noch sunf Ringer sind im Wettbewerb. Am Sontagvormittag wurde die vierte Runde im Mittel= und Halbschwergewicht begonnen. Im Mittelgewicht spitzten sich die Kämpfe um den Titel zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Titelverteidiger Schweikert(Berlin) und Landien(Wilhelmshaven) zu. Schweikert hatte große Mühe, den starken Bamberger Köstner zu besiegen. Laudien legte Sturm (Meiningen) schon nach vier Minuten. Ausgeschieden sind Schwartzkopf, Hamper, Hahl, Köstner, Sturm und Walter. Im Halbschwergewicht warf Seelenbinder Kliesmann, der bisher nach ihm der aussichts reichste Teilnehmer war, schon nach drei Minuten. Ausscheiden mußten nach den ersten drei Kämpfen der vierten Runde Ehret und Hildebrandt Ergebnisse: Mittelgewicht(nierte Runde): Schwartzlopf(Stuttgart Wangen) unterliegt Hamper(Fürth) 3:0 nach Punkten; Laudien(Wilhelmshaven) schlug Sturm(Meiningen) nach 1:00 Minuten entscheidend; Schröder Verlin, sching Walter(Kiel) nach 2n Minuten entscheidend; Schweickert(Berlin) schlug Köstner(Bambern) 3•0 nach Punkten; Schedler(Halle) schlug Hahl(Lampertheim) nach 11:00 entscheidend; Meyerer(Hanan) schlug Schwartzkopf(Stuttgart= Wangen) nach 3:15 Minuten entscheibend. Stand nach der vierten Runde: Schweickert und Laudien je ein Punkt, Meyerer drei Puukte, Schedler und Schröder je vier Punkte. schwergewicht: Seelenbinder(Berlin) schlug Kließmann (Königsberg) nach 3:00 Minnten entscheidend; Böhmer (Neichenball) schlug Ehret(Ludwigshafen) 350 nach Punkten: Litters(Lampertheim) schlug Hildebrandt Kiel) 3•0 nach Punkten. Ausgeschieden: Ehret und Hildebrandt. ausgesetzt und mußte schwer kämpfen, um den Endsieg vor Stach zu erringen. Der Berliner gewann zwei Läufe und blieb insgesamt nur um 57 Meter geschlagen Ergebnisse: Omnium Teutschland— Ansland: Fliegerkam.: 1. Lanf: 1. Merkene; 2. Pecqueur; 3. Ehmer.— 2. Lauf: l. Huns: 2. Richard: 3. Schon.— Punktefahren: 1. Mer kens s Punkte, 5:m Minuten: 2. Ehmer 7 Punkte; 3. Richard b Punkte; 1. Huys 4 Punkte: 5. 2chön 3 Pkr.; . Pecqueur 2 Punkte.— Verfolgungsrennen: Ausland holt Deutschland nach 3:22,6 Minnten ein.— Austra lisches Verfolgungsrennen: 1. Lauf: Huns holt Merkens und Schön nach zem,a Minnten ein.— 2. Lanf: Michard nolt Pecaneur und Ehmer nach 2.0 Minuten ein. Verfolgungsrennen über a kmt 1. Richard 6:25 Minuten: 1. Huns a m zurück.— 5 km hinter Motoren: 1. Merkens 4:55,6 Minnten; 2. Ehmer 5 m: 3. Pecqueur 60 m: l. Schön' 710 m zurück(Defekt).— Gesamtergebnis in der Einzelwertung: 1. Merkens 17 Pnnkte; 2. Nichard 1a Punkte;». Puys 11 Punkte; 1. Ehmer 12 Punkte; b. Die Bombendeckung des Gegners brachte Westfalen um den Sieg Dortmund sah einen 7:5(3:2)=Sieg von Süd=West Gehring—Seelenbinder—Schweikert Wichtige Vorentscheidungen bei den Ringermeisterschaften Ausländersieg im Flieger=Omnium Radrennen in der Deutschlandhalle— Lohmann siegle bei den Stehern Neuer Europarekord von Schlaucy(Gera) Im Vordergrund der Sonntag=Vormittaakampfe beim 11. Jahnschwimmen in Halle stand ein Rekord versuch von Heinz Schlauch(Gera) im 100-m Rückenschwimmen. Dem Unternehmen des Thüringers war ein Erfolg beschieden. Obwohl Schlauch durch seine maßige Wendetechnik viel Zeit verlor, war er noch schnell genug, um mit 5:21,8 Min. nicht nur einen neuen deutschen, sondern sogar noch einen neuen Europarekord aufzustellen. Die alten Höchstleistungen waren mit 5:30 Min. im Besitz des Magdeburgers Gerstenberg. Schlauch legie die Strecke mit folgenden Zwischenzeiten zurück: 100 m in 1:13,5 Min., 20) m in 2:37, 300 m in 4:01 und 100 m in 5:21,8 Min. Neue Erfolge der Spitzenreiter in England In der englischen Fußballmeisterschaft der ersten Liga ging es am Samstag wieder ohne großere Ueberraschungen ab. Die beiden Spitzenreiter gaben sich keine Bloße und behaupten nach wie vor die Fuhrung. Charlton Athletik spielte zu Hause gegen Manchester United und holte einen sehr sicheren 3:0=Sieg heraus. Weitaus schwerer hatte es dagegen Arsenal. Der Titelverteidiger mußte auf fremdem Platz gegen Leeds United schon sein ganzes Können einsetzen, um nach aufregendem Kampf mit 4:3 die Punkte zu entführen. Die in Schottland angesetzten Meisterschaftsspiele fielen sämtlich den ungewöhnlichen Bodenverhältnissen zum Opfer. Nur zwei Pokalspiele konnten durchgeführt werden, die mit den erwarteten Siegen von Morton und Clyde endeten. Ergebnisse: 1. Liga: Birmingham— Brentford 4:0. Charlton Athletic— Manchester United 3:0. Chelsea gegen Wolverhampton Wanderers 0:1. Grimsby Town gegen Sheffield Wednesday 5:1. Leeds United gegen Arsenal 3:4. Liverpool— Preston Northend 1:1. Manchester City— Huddersfield Town 3:0, Middlesbrough— Bolton Wanderers 2:0. Portsmouth gegen Sunderland 3:2. Stoke City— Derby County 1:2. Westbromwich Albion— Everton 2:1. Mitte—Nordhausen 0:0 In Nordhausen erlebten 4000 Zuschauer bei strömenden Regen zwischen den Mannschaften von Mitte und Nordhessen einen spannenden Kampf. In der Mitte=Elf war besonders das Schlußdreieck ausgezeichnet. Tzschach im Tor meisterte die gefährlichsten Schüsse, und die beiden Verteidiger Riechert und Halle klärten immer wieder die Lage. In der Läuferreihe war Werner der beste Mann. Dagegen zeigte sich der Sturm zu unentschlossen, wenn sich günstige Torgelegenheiten boten. Nordhessen stellte die körperlich stärkere Mannschaft, die sich auf dem glatten Boden überraschend gut hielt. Aber auch hier vergaß der Sturm, in dem drei Spieler des Spielvereins Kassel das Innentrie bildeten, das Schießen, und auch bei den Nordhessen war die Verteidigung der beste Mannschaftsteil. So mußten die Tore ausbleiben. Das 0 Unentschieden wird den Leistungen beider Vertretungen gerecht. Laila Schon=Nilsen, Norwegens vielseitige Sportlerin, zeigte jetzt bei den Hallen=Tennismeisterschaften Norwegens in Oslo, daß sie auch recht gut Tennis spielen kann. Sie lam bis in die Endrunde, in der sie nur knapp von der Titelverteidigerin Frau Werring mit 6:3, 2:6, 7:5 geschlagen wurde Pecqneur 10 Punkte; 6. Schön 7 Punkte.— GGesamtergebnis Dentschland— Aus and 240 Punkte. Danerrennen, 10 km: 1. Lohmann 9 B Minuten; 2. Stach 40 m: 3. Lemoine 100 m; 4. Paillard 170 m zurück. — 20 km: 1. Stach 18:42 Minuten; 2. Lobmann 2. m: 3. Paillard 170 m; 3. Lemoine 020 m zursick.— 2 fm: 1. Stach 18:51 Minnten; 2. Lohmann- m: 3. Lemoine 50 m: 4. Paillard 70 m zuruck.— 20 km: 1. Lemoiwe 19:14,2 Minuten; 2. Lobmann 50 m; 3.m; 4. Paillard 100 m zuruck.— Gesamt: 1. Lohmann 10.017 Im: 2. Stach M.660 Im: 3. Paillard 10.u# Im: 1. Lemoine 68,880 fm Moritz gewann Köln-Schuld— Köln Die mittelrheinische Straßenrennzeit wurde mit der Fernfahrt Köln—Schuld—Köln über 126 Kilometer verheißungsvoll eröffnet. Die Felder in den Hauptklassen waren etwas klein, dafür gab es aber sehr schöne Kämpfe, aus denen der Kölner A Fahrer Moritz als überlegener Sieger hervorging. Großartig fuhr die B=Klasse, die am Wendepunkt ihren Vorsprung von zwei Minuten auf drei Minuten vergrößert hatte. Auf der Ruckfahrt gelang es dann aber Moritz als einzigen A=Fahrer die B-Klasse zu erreichen. Die letzte Steigung veranlaßte den Kölner zu einem weiteren Vorstotz, der ihm einen Vorsprung von drei Minuten einbrachte. Ergebnisse: Koln-Schuld—Köln, 12# Kilometer: 1. Jojef Moritz Koln) 3::49.7 Stunden; 2. P. Bebver(Nöln). BFahrer, 33221 Stunden; 8. J. Kropp(Aachen), hrer: 4. Aneller(Vonnl. B Fahrer, beide dichtauf; v. Böttcher(Kölnl. A Fahrer, 3:10:20 Ztunden; 6. Tadat Gölnl, A Fahrer. 31520 2tunden; 7. Kurt Bokarren (Remscheid), A Fahrer. Eichenkranzlahrer, S Kilometer: 1. W. Kartenberg Köln) 2:2:53,5 Stunden; 2. W. Müller(Wuppertal): Hammerschlag(Bonnl; 4. H. Brauten(Köln), alle dichtauf. Deutsches Fußball=Panorama 13 Gaumeister wurden bereits ermittell— Es fehlen noch Niederrhein, Ostpreußen und Schlesien Waldenburg: Schlesien— Ostpreußen 8.0(250. Nordhausen: Mitte— Nordhausen 0:0. Pommern: 2. Spiel um die Gaumeisterschaft: Polizei Stettin gegen Viktoria Stolp 3:5. Bewag— Wacker M 3:3; Viktoria 80— Union Overschöneweide 2:0; Spandauer 2V.— Minerna M 22. Schlesien: Beuthen 00— Ratibor W 2:1; Reichsbahn Gleiwitz gegen Breslau 02 1:1; Vorwärts Breslau— Hertha Breslau 5:2. Sachsen: Wacker Leipzig— Polizei Chemnitz 12; ViB. Leipzig gegen Guts Muts Dresden 3:0; Dredner SC.- 26. Hartha 4:4; Riesauer SV.— Fortuna Leipzig 3:1; SC. Planitz— Thüringen Weida(6S.) 8:0. Mitte: Wacker Halle Kricket Viktoria Magdeburg 0:4; Stadtelf Erfurt— Militärelf 5:3. Nordmark: TSV. Eimsbüttel— Viktoria Hamburg 5:0; FC. St. Pauli— Sperber Hamburg 1:1— Altona 95— Bor. Harourg(Ges. 4•4. Niedersachsen: Eintracht Braunschweig— Arminia Hannover 0:4; Göttingen 0— Werder Bremen 2:10. Nordhessen: Spielng. Niederzwehren— Aurbessen Marburg 3.6. Südwest: FK. Pirmasens— Wormatia Worms 0:0; Kickers Offenbach— Eintracht Frankfurt 022; S2V. Frankfurt gegen 3V. Wiesbaden 5:0; Sportfreunde Saarbrücken gegen Borussia Neunkirchen 1:3; Union Niederrad gegen FV. Saarbrücken 0:2 Baden: 2V. Waldhof— VfL. Neckarau 8:1; ViB. Mühlburg gegen Spielng. Sandhofen 1:0. Württemberg: Stuttgarter Nickers— Sportfreunde Eßlingen 4:4; Union Böckingen— FV. Zuffenhausen 0:1. Bayern: München 1800— Schweinfurt(5 2:1; 1. FC. Nurnberg— Bayern München 5.0; ViB. Ingolstadt Ringsee gegen ASV. Nürnberg 2:1. Fußball im Ausland Schweiz: (Pokalvorschlußrunde): Graßhoppers Zürich— Ser vette Genf 7:3; Lausanne Sport— FC. Biel 5:2. Italien: C. Mailand— FC. Bari 4:0; FC. Bologna— FC. Neapel 2:1; FC. Turin— Ambrosiana Mailand 1 Frankreich: Olumpique Lille— RC. Noubair 28; FC. Sochaur gegen CS. Metz 2:1; Olympique Marseille— Nacina Straßburg 40; FC. Antibes— Red Star Olympiqne Paris 2:0. Tschechoslowakei: Slavia Prag— Mährisch Slavia 622; SK. Nachod gegen Sparta Prag 0:4. Oesterreich: Favoritner AC.— Austria 122; Bienna— Florids= dorf 2•0. Holland: Endspiele um die Landesmeisterschaft: Be Quick gegen Feyenoord 3:2; Ajax— Go Ahead 2:1.— Meister schaftsspiele der 4. Abteilung: BWV.— Juliana ans gefallen; Bleijerheide— Longa 0:1. Handball Westfalen: Arminia Vieleseld— TV. Spenge 3:4; M2V. Münster— Westfalia Somborn 9:3. Niederrhein: Nasensport Mülheim— 2V. Lintfort7 Mittelrhein: TV. Niederseßmar— TV. Rieden 5:4; VB. Aachen gegen TV. Gummersbach 10:3; Alemannia Aachen gegen M3N. Mülheim 9:10; Militär=SV. Koblenz— TV. Ehrenfeld 15:1. Schalke schoß 100 Toi VfR Köln endaültia Me'ster Die Spiele in den westdeutschen Gauen Im Gau IX(Westfalen) standen die beiden Meisterschaftsspiele des Gaumeisters im Vordergrund. Beide fanden in der Glückaufkampfbahn statt und wurden mit 7:1 gewonnen. Am Samstag erlebten rund 2000 Zuschauer den verdienten Sieg über Westsalia Herne. Schon bei der Pause stand es 3:0. Die meisten Tore schoß Kalwitzki. Kuzorra fehlte in diesem Tressen. Am Sonntag hätte es sich der SV Höntrop nicht träumen lassen, gegen eine geschwächte Schalter Elf mit dem gleichen Ergebnis zu verlieren. der Pause lautete hier die Führung der Knappen 1:1. Die Niederlage war eben unvermeidbar. Das dritte Treffen zwischen den absteigenden Vereinen Tus. Bochum und Erle 08 endete 2:2(0:0). Im Gau X(Niederrhein) aav es vor guten Zuschauerzahlen durchweg Siege der Favoriten. Duisburg 90 hatte in Düsseldorf große Mühe, einen etwas glücklich errungenen 2:0=Vorsprung schließlich mit 2:1 (1:0) zu behaupten. Fortuna Düsseldorf wartete in Benrath vor vollbesetztem Platz gleich mit einem 4:1 (3:0) Sieg auf, der jedoch in dieser Höhe nicht verdient war. Die Benrather Stürmer hatten ungemein großes Schußpech. Rot=Weiß Oberhausen schickte Schwarz=Weiß Essen nach meist ausgeglichenem Kampf mit 2:0(1:0) geschlagen heim. Der Sieg wurde erst menige Minuten vor Schluß sichergestellt. Ham born 07 machte mit VfL Preußen Krefeld nicht viel Federlesens und gewann leicht mit 6:2(2:1). In die Punkte teilten sich nur SV Wuppertal und Duisburg W, die sich ein typisches Kampfspiel ohne besondere Höhepunkte lieferten. Im Gau XI(Mittelrhein) steht der Gaumeister nun endlich auch fest. Zwar war an der Meisterschaft des VfR Köln schon lange nicht mehr zu zweifeln, aber es fehlte noch ein Punkt, dererst aestern gegen die Spielv. Andernach gelang, die sich mit 2:7 1:4) geschlagen bekennen mußte. Der Kölner SC 99 fand bei Beuel recht viel Widerstand. Seine drei Tore wurden durch die Gäste wieder ausgeglichen, so daß es mit 3:3(1:0) zur Punkteteilung kam. Einen leichten Sieg von 4:1(1:0) feierte der Bonner über Tuf Neuendorf. Die Gäste waren spieltechnisch unterlegen und fielen vor allem nach der Pause ab. Der Kölner EfR mußte sich dagegen mächtig ins Zeug legen, um die Bonner Tura niederzuhalten. Der 2:0=Vorsprung bei der Pause konnte nicht ganz gehalten werden, aber zum Erfolg reichte es doch noch mit 2:1. Nun scheint sich auch hier die Abstiegs lage geklärt zu haben. Tura Bonn ist zwar noch in Gefahr, aber von Tuf Neuendorf und der Spielvg. Andernach darf man doch kaum noch einen Punkt gewinn erwarten, so daß diese beiden Vereine ab steigen sollten. In Zahlen gesehen Turu Düsseldorf— T3V Duisburg 99 1:2(0:1) Rot=Weiß Oberh.— Schwarz=Weiß Essen 2:0(1:0) Hamborn 07— VfL Preußen Krefeld 6:2(2:1) SSV Wuppertal— Duisburger FV 08 3:3(2:2) Tabelle: Die deutsche Turnmannschaft gegen Finnland Die für den zweiten Länderkampf gegen Finnland, der am Karfreitag in Hamburg veranstaltet wird, auf gestellte deutsche Turnmannschaft fand sich am Wochen ende in Hof zu einem letzten Prüfungsturnen zusam men. Die 5000 Zuschauer fassende Adolf=Hitler H war an beiden Tagen vollbesetzt. Leider mußte Reichsmännerturnwart Schneider bekanntgeben, daß die Olympiasieger Alfred Schwarzmann und Ernst Winter aus dienstlichen Gründen nicht teilnehmen konnten Aci dem Auswahl= und Schulungsturnen wurden von allen beteiligten Turnern glänzende Leistungen geboten. Reichsmänner=Turnwart Schneider entschloß sich, als achten Mann den Sachsenmeister A. Müller Leuna fur Ernst Winter=Frankfurt a. M. aufzustellen. Leider kann damit gerechnet werden, daß Alfred Schwarzmann auch am Tage des Länderkampfes nicht zur Verfügung steht. An seine Stelle tritt dann Bran denburgs Meister Hans Pludra. Für den Länderkampf wurde folgende Mannschaft bestimmt: A. Schwarzmann Berlin, Konrad Frey Kreuznach, Walter Steffens Hamburg, Franz Beckert=Neustadt, Matthias Volz=Schwabach, Willy Stadel Konstanz, Inozenz Stangl=München, A. Müller=Leuna. Ersatz mann ist G. Schmelcher=München. Einen Dreikampf Plath— Csik— Borg im 200 "Ueter=Kraulschwimmen will der Ungarische Verband i Juni in Budapest aufziehen. Am Samstag war Herne dran Schalke 04— Westsalia Herne 7:1(3:0) Daß auch der Tabellenzweite lange nicht an die Leistungen eines Schalke 01 heranreicht, bewies das Spiel, das bereits am Samstag in der Kampfbahn „Glückauf“ vor etwa 200 Zuschauern zum Austrag kam. Zwar zeigten die Herner gute Spielübersicht und auch famose Ballbehandlung, allein das Spiel der„Knappen“ war doch zu überlegen und so sprang ein 7:1=Sieg heraus, der nach den beiderseitigen Leistungen verdient ist. Schalke stand mit Klodt, Vornemann, Pörtgen, Szepan und Urban. Kuzorra legte also eine Ruhe pause ein. Die Herner kamen mit zurzeit stärkster Mannschaft und stellten sich mit: Pregenroth. Kroll, Krüger, Kenderiki, Niklas, Klein II. Kannacher, Bonner, Kurek, Goswiak, Klein I. Bei Schalke stachen besonders drei Spieler hervor, das waren Szepan, Tibulski und Vörtgen. Leider wurde Valentin vor der Pause verletzt und schied aus. Aber auch dann noch bestimmte Schalke immer noch das Spiel. Der alte Stratege Szepan übertraf sich selbst und er war an den Torerfolgen seiner Mannschaft hervorragend beteiligt. Die Herner hielten zwar vorübergehend das Spiel offen. Es fehlte aber im letzten Augenblick der nötige Einsatz und die Ueberlegung in der Ballführung. So vermochte die Schalker Verteidigung die gegnerischen Angriffe viel leichter abstoppen, als es erwartet wurde. Schon der erste Spielabschnitt brachte drei schöne Erfolge der Schalker. In der zweiten Minute schon hieß es 1:0. Szepan köpfte geschickt an Pörtgen und über den Herner Torhüter, der zu früh herauslief. sandte Schalkes Mittelstürmer ein. Dann zeigt Pregenroth schöne Leistungen, denn zweimal kann er „Bomben“ von Szepan geschickt abwehren, und noch einmal wirft er sich Pörtgen in den Schußwinkel. Nach einer schlechten Herner Abwehr konnte Kalwitzki in der 35. Minute auf Vorlage von Szepan das 2:0 herstellen und nach einem Lattenschuß des Herner Linksaußen Kannacher kam Schalke kurz vor der Pause zum dritten Treffer. Kalwitzki hatte hoch aufs Tor gegeben, beim Sprung von Pörtgen und dem Herner Torwart rollt das Leder ins Netz. Bereits sechs Minuten nach Wiederbeginn schraubte Szepan das Ergebnis auf 4:0 und eine Minute später führt eine schöne Kombination Urban— Szepan— Kal witzki durch letzteren zum fünften Treffer. Noch zweimal setzte sich der Schalker Sturm durch Szepan und Pörtgen erfolgreich ein, bis dann Herne durch den Halbrechten Goswerk zum verdienten Ehrentreffer kam. Zu den Nachmittagskämpfen am Schlußtag des Dortmunder Reit= und Fahrturniers wies die Westsalenhalle ein fast ausverkauftes Haus auf. Das Programm war recht vielseitig und sah außer einem Jaadspringen, das in zwei Abteilungen durchgeführt wurde, noch ein Amazonenspringen als Hauptprüfungen vor, die die Besucher in ständiger Spannung hielten. Im Jagdspringen der Klasse L um den Preis des Stabs chef der SA blieben in der Abteilung A vier Bewerber von neun gestarteten fehlerfrei. In der zweiten Abteilung gelang von 16 Teilnehmern nur drei der fehlerlose Parcours. Die Sieger der Abteilungen waren Schulführer Schmidt Krefeld auf Harras bzw. SS=Untersturmführer Seyfert, der mit 40 Sekunden allerdings um eine Sekunde hinter dem Sieger der ersten Abteilung blieb. Zum Amazonen=Jagdspringen traten insgesamt 21 Teilnehmer an. Die Prüfung ging über den mittelschweren Kurs und sah 13 Hindernisse vor. Frl. v. Heeren=München, die sich auf den letzten Turnieren so stark in den Vordergrund schob, wartete auch hier wieder auf Gustav Langes Fahnen weihe mit der besten Leistung auf. Vorzügliches Pferdematerial stellte sich in der Dressurprüfung für Reitpferde Klasse S vor. O. Lörke erhielt auf Kronos die beste Auszeichnung und sicherte sich dadurch den Preis des Reichssportführers von Tschammer und Osten. Die bekannten Schaubilder, die zwischendurch vorgeführt wurden, sanden wiederum großen Anklang. Und mal 7 Tore bei Höntrop Schalke 04— SV Höntrop 7:1(4:1) Im zweiten Spiel standen die Schalker gegen den in letzter Zeit sich so hervorragend geschlagenen SV aus Höntrop. Auch hier bewiesen die„Knappen“ ihr nicht erreichtes Können, so daß ein verdienter 7:1 Zieg heraussprang. Schalke mußte auf den im Spiel gegen Herne verletzten Läufer Valentin verzichten: für ihn wurde Berg eingesetzt, während Sontow stürmte. Die Höntroper waren mit Groth, Timpert I. Gost, Riemke, Or, Drerler, Timpert II, Przetak, Knust, Happel und Hoppner gekommen, vermochten sich aber nicht durchzusetzen. Ihr Spiel ging im ersten Abschnitt noch an, aber dann fiel die Mannschaft mehr und mehr auseinander. Die Pothosen kamen zu Beginn recht gut ins Spiel, aber als sich Schalke gefunden hatte, træt doch ein deutlicher Unterschied zutage. In der 20. Minute eröffnete Szepan auf Vorlage von Urban den Tor reigen, und sechs Minuten später führten die Knap pen durch zwei schöne Tore von Urban bereits mit 3:0. Dann zeigte sich Sontow als Torschütze; den ihm von Pörtgen vorgelegten Ball schoß er scharf plaziert ein. Der Ehrentrefser der Höntroper fiel bereits vor der Pause. Rechtsaußen Timpert flankte herein, Höppner paßte bedränkt an den hereingelaufenen Timpert zurück, der Klodt mit präzisem Schuß schla gen konnte. Auch nach der Pause gehörte den „Knappen“ das Feld, wenngleich auffiel, daß Höntrops Kampfkraft noch nicht gebrochen war. Nach einem Fehler des Höntroper Verteidiger Timpert erhöhte Kalwitzki nach etwa zehn Minnten auf 5:1 und in der 25. Minute machte nach gutem Zusæm menspiel des Sturmes Sontow das halbe Dutzend voll Nun wartete alles auf den hundertsten Tref fer. Zwar stellte sich Höntrop diesem Vorhaben kräftig entgegen, aber der Schalker Sturm schaffte es doch denn Urban schoß das 100. Tor Selbstlos paßte Szepan nach gutem Durchspiel an seinen Vereinskameraden und dann war ein Vorhaben geglückt, daß man sich im Schalker Lager vor genommen hatte. Hundert Tore bislang, eine Leistung, die für sich spricht und dabei steht noch ein Spiel aus. In der Gesamtwertung war Schalke eine Klasse besser. Her vorragende Leistungen zeigte wieder einmal der Ball künstler Szepan, während im Lauf Bera und Ti bulski hervorstachen. Bei Höntrop gefielen die beiden Außenläufer Reimke und Drexler. Das Spiel des Mittelstürmer Knust ging an, allein, er fand nicht die nötige Unterstützung. rgebnisse: Jagdspringen Kl. 2, Abteilung A: 1. Harras(Schulführer Schmidt) 0/20 Sek.; 2. Amsel(SA.=Rottenführer Brüggemann) 0/48 Sek.: 3 Amarant(SA.=Scharführer Waltermann) 0/45 Sek.(0 Teilnehmer).— Abteilung B: 1. Monarchin(SS.=Untersturms. Seyfert) 0/40 Sekunden; 2. Lohengrin(SS.=Scharführer Becker) 0/48 Sekunden; 3. Alte Liebe(SA.=Sturmführer Prümer) 0/44 Sekunden. (16 Teilnehmer). Amazonen=Jagdspringen Kl. M: 1. G. Langes Fahnenweihe(Frl. v. Heeren=München) 0/43,8 Sek.; 2. G. R. Pfordtes und H. Küppers Nora III(Frl. Backhausen) 0/46,8 Sek.; 3. SS.=Obersturmf. v. Salviatis Großfürft (Frl. Smend) 0/46,2 Sekunden.(24 Teilnehmer). Tandems, Eignungsprüfung für Gespanne: 1. Gespann Wilh. Klopps(Fahrer Goemann); 2. Gespann der Schule Hannover(Fahrer Oberstlt. Ruppert); 3. Gespann Rud. Schmidt(Bes.).(9 Teilnehmer). Dressurprüfung Kl. 2: 1. Otto Lörkes Kronos(Bes.); 2. SS.=Obersturmf C. H. Andreas Burgsdorff(M. Wätjen); 3. Kav.=Schule Hannovers Absinth(Oblt. Wilcke). (17 Teilnehmer). Eignungsprüfung für Jagdpferde Kl. L: 1. H. Küppers Buragraf(Bes.); 2. O. Lörkes Moselländer(Oblt. Brinckmann); 3 Frl. Margarethe Böhms Anita IV Bes.).(6 Teilnehmer). Am Samstagabend wurde beim Dortmunder Reitturnier das erste schwere Springen um den Preis des Reichekriegsministers und Oberbefehlshabere der Wehrmacht entschieden. 15 schwere Hindernisse waren aufgebaut bis zu einer Höhe von Lerdon wieder Sechster in Brüssel Abschluß des FJE=Kongresses Deutsche Fechter geehrt Der F.)E=Kongreß ging am Sonntag in Brüssel zu Ende. Der Antrag der FJJE, der die Wiedergewinnung der Amateureigenschaften für Berufsfechter befürwortete, wurde mit Stimmenmehrheit, doch unter ziemlich verklausulierten Bedingungen angenommen. Nach Vergebung der diesjährigen Weltmeisterschaften an Paris(19. Juli) wurden die Ausschüsse gebildet und allgemeine technische Fragen besprochen. Den deutschen Fechtern Erwin Casmir und Erkrath de Bary wurden für die Verdienste bei den Olympischen Spielen 1W36 die Goldene Nadel und das Ehrendiplom üerreicht. Das internationale Fechtturnier brachte mit der Endrunde den Höhepunkt. Lerdon mußte in der Gesamtwertung mit nur zwei Siegen gegen Lion (Frankreich) und Booy(Holland) mit dem sechsten Platz vorliebnehmen. Endsieger wurde Gardere (Frankreich) vor dem Belgier Paternoster. Schlußergebnis: 1. A. Gardere(Frankreich) 5 Siege, 17 erh. Treiser; 2. Paternoster(Belgien) 4/17; 3. Lion(Frank reich) 4/24; 4. Aerts(Belgien) 3/23; 5. van der Werwe(Belgien) 824; 6. Lerdon(Deutschland 2/26; 7. Booy(Holland) 030.— Anschließend führ ten Lerdon und die belgische Meisterin Addams noch einmal den Florett Elektromelder vor Niederrhein—Südwest im Amateurboxen Kurz nach den deutschen Meisterschaften wird am kommenden Mittwochabend in Essen ein vielverspre chender Großkampf der Amateurboren vonstatten gehen. Die starken Gaue vom Niederrhein und Südwest tragen einen Freundschaftskampf aus.„Die vom Niederrhein“ kämpfen mit sechs Gaumeistern gegen die Besten aus dem Südwesten. Im Bantam= und Halbschwergewicht werden die tüchtigen Essener Madrak und August Fox sicherlich eine wertvolle Verstärkung der niederrheinischen Mannsche Die einzelnen Paarungen lauten: Fliegengewicht: Bamberger(Ludwigshafen) gegen Palussek(Essen).— Bantamgewicht: Rappsilber (Frankfurt) gegen Madrak(Essen).— Federgewicht: Schöneberger(Frankfurt) gegen Heese(Düsseldorf). Leichtgewicht: Puffay(Saarbrücken) gegen Beich (Mülheim=Ruhr).— Weltergewicht: Ims(Frankfurt) gegen Knoth(Düsseldorf).— Mittelgewicht: Frey (Saarbrücken) gegen Klöckner(Oberhausen). Halbschwergewicht: Köhler(Darmstadt) gegen For(Essen). Schwergewicht: Leis(Darmstadt) gegen Runge (Wuppertal). Namen, die für sich sprechen, weist also das Pro gramm genug auf. Die Kämpfe von Bremen sind noch in bester Erinnerung und es ist sicher, daß der Gankampf in Essen ein besonderes Ereignis werden wird. Rennen zu Dortmund l. Rennen: 1. Sceränber(Stocks); 2. Milotti; 3. Salius. Ferner: Georgina, Persica, Lonka, Perlschnur. Sieg B. Platz 11, 11. 11, 12. EW.: 96. 2. Rennen: 1. Magold Matusik); 2. Enthustast; 3. Vagabund. Ferner: Feuerland, Ancona, Meerfunge, Hoarz Sieg 12, Platz 24, 16, 15. EW.: 428. 3. Rennen: 1. Manzanares(M. Schmidt); 2. Sandmann; 3. Maruka Sarro. Sieg 17, Platz 14, 18. EW.: 58. 4. Nennen: 1. Mailänder(Jallas); 2. Altai; 3. Feste Lup. Ferner: Similor, Reizjäger, Kurzer Kopf, Musca. Aldebert, Gängerin. Sieg M, Platz 20, 15, 17. EW.: 784. 5. Nennen: 1. Xenia(Weber); 2. Sintflat; 8. Landesfreund. Ferner: Geländeritt, Charokns, Steinadler, Ostgote, Dobler, Waldtensel. Sieg 37, Platz 20, 31, 39. GW.: 272. 6. Rennen: 1. Ahnherr(v. d. Vlugt); 2. Wernigerode; 3. Stauffen; 4. Hausmarke. Ferner: Gemse, Kohinoor, Szegeban, Sendtlitz, Gamin, Marmolata, Hansheim, Athenerin, Maktodnia. Sieg 97, Platz 21, 31, 2, 28. GW.: 3140. 7. Rennen: 1. Panzerflotte(Nolte); 2. Glockenspiel; 3. Birgit. Ferner: Grenzeslust, Erbmädel 2. Sieg 25, Platz 17. 16. EW.: 120. Rennen zu Anteuil 1. Rennen: 1. Archimede II(Pelat); 2. Pop; 3. Savarin II. Ferner: Lightning. Sieg 18: Platz W. 17. 2. Rennen: 1. Epohé II(Dun); 2. Runawan; 3. Wimar. Sieg 11. 3. Rennen: 1. Ingré(Bonaventure); 2. Lehigh; 3. Erpressor. Ferner: L'Arbre Broyé, Le Miarmolin, Pamphilos, Dugreygall, Bellonaque, Maestro, Vandaval, Pommard II. Rallne Puisane, Larringes, Merlot, Prince d'Econen, Tonia, Gna Koné. Sieg 20; Platz 20, 40, W. 1. Rennen: 1. Bleu Horizon(Besitzer); 2. Presse Puré; 3. Kwasind. Ferner: Mecene, Elzevir, Aneth, Sieur d'Orbendelle. Hule Loa. Guilleri. Sieg 17; Platz 13, 22, 15. 5. Rennen: 1. Eos 1I(Ball); 2. Valdor II; 3. Lang Bian. Ferner: Badeh, Nochy Condé, Kislar, Pouranoi Pas II. Blenette, LEstaque, Grand Gala, Licinic, Amontilade. Sieg 123; Platz 3, 29, 46. 6. Rennen: 1. Trombon MRochet); 2. Nilson; 3. Bon aus. Ferner: Le Fétiche II, Milan, Anca. Sieg 10; Platz 14, 20 insere Voraussagen Nennen in Saint Clond 1. Rennen: Master Gray— Simouste 2. Rennen: Lucia II— La Heziere Z. Rennen: Paulettoli— Melina 4. Rennen: Come In— Intrepide 5. Rennen: La Blottiere— Priocer 6. Rennen: Tache— Amici 1,45 Meter, 30 Pferde traten zu dem Wettbewerb an. Es wurde gut geritten und fünfmal wurde der schwere Kurs sehlerlos erledigt. SS.=Hauptsturmführer Temme schuf mit zwei sehlerlosen Ritten auf Tasso in 69,2 Sek. und Vianka in 71 Sek. gleich eine gute Vorlage. Oberleutnant Frh. von Bongart übertraf den Vertreter des Stalles Georgen als Erster mit seiner Mosel in 702 Sek. Die beste Zeit erzielte dann Oblt. Brinkmann auf Fürst in 67.8 Sek. Als Letzter kam der holländische Oberlentnant Greter auf Carina mit 0 Fehlern und 72 Sekunden in die Entscheidung die in einem Stechen über die sechs äußeren Hindernisse unter den fünf fehlerlosen Pferden herbeigeführt wurdDabei brachte nur noch Carina unter dem Ober leutnant Greter einen einwandfreien Ritt und trug damit den Preis des Reichericasministers davon Sturmführer Temme scheiterte mit Tasso am ersten Gitter und bekam auch für Bianka, die an der ersten Barriere die Stange warf, 4 Fehler anakreidet. Mosel machte unter Oblt. von Bonaart so gar 12 Springfehler und nicht viel besser erging es Fürst, der unter Oblt. Brinkmann 8 Fehler machte General der Kavallerie a. D. Posek überreichte unter stürmischem Beifall dem Holländer Oblt. Greter dcn wertallen Ehrennreis. Westfalenhalle zum Reitturnier fast ausverkauft Nach zehn Jahren wieder ein Chemnitzer Sieg in der Radfernfahrt Bochum-Münster-Bechum- Schild vor Haack, Schultenjohann und Diederichs Ler Startplatz am Kilometerstein 3.6 auf der Dorstener Straße in Bochum=Marmelshagen wies am gestrigen Vormittag das üb iche Vild vor gronen Straßenrennen auf. Der Regen beeinträchtigte zwar etwas die Stimmung der Zuschauer, die sich teotzdem recht zahlreich eingesunden hatten, und der Fahrer, die die letzten Vorbereitungen für die 21. Fernfahrt Bochum— Münster Bochum über 181.6 Kilometer trafen Das Interesse an dem ersten reichsoffenen Straßenrennen dieses Jahres war wieder groß. Aus allen Teilen des Reiches hatten die Fahrer gemeldet und die zahlreichen Anhänger des Straßensports besprachen fachmännisch die Aussichten der Fahrer. Die Anteilnahme beschränkte sich jedoch nicht nur auf Start und Ziel, sondern in den Städten und Ortschaften, die die Fahrer berührten. hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden. Sie sahen nicht allzuviel, denn so schnell wie sie gekommen. entschwanden die Fahrer ihren Blicken. Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuß für die C=Klasse, in der eine ganze Reibe von Fahrern aus dem Industriegebiet um den Sieg kämpfte. Die Jungen fuhren bran und tapfer, was die Zeit von 5:59 Minuten, die der Sieger Gehring=Dortmund erreichte, beweist. Dieser kam mit seinem Landsmann, dem schon in Bahnrennen stark hervorgetretenen Meisberger. am Ziel an und schlug diesen im Spurt. Eine Stunde später startete die B= und A=Klasse. In erster gingen von den 12 gemeldeten nur sechs Fahrer an den Start die 8 Minuten Vorgabe erhielten. In der A=Klasse starteten 18 Fahrer. u. a. fehlte auch der Vorjahrssieger Oberbeck=Hagen, der erkrankt ist. Dafür waren aber sämtliche anderen Favoriten. voran die Chemnitzer, Dortmunder. Bielefelder erschienen. Sie machten sich zunächst an die Verfolgung der B=Klasse, deren Vorgabe von 8 Minuten schon auf der Hinfahrt ausgeholt wurde. Regnete es zu Beginn noch, so wurde das Wetter nach einem Drittel der Strecke besser und auf der Rückfahrt waren die Straßen trocken. Die B=Klasse war noch vier Mann stark, als sie bei Haltern von der A=Klasse geholt wurde. Gemeinsam setzten beide Gruppen die Fahrt zum Wendepunkt in Münster fort, dabei führte lange Zeit der Bochumer Erwin Hoffmann, der sich von der B=Klasse am besten zu den Großen hielt. Auf dem Heimwege bestand die Spitzengruppe in Dülmen nur noch aus eli Fahrern. Die Dortmunder Diederichs und Schmidt machten einen Ausreißversuch, wurden aber geholt. Später fiel Kettels=Bielefeld, ferner der Berliner Steinkraus, der sich mit Hoffmann als B=Fahrer noch in der Spitzengruppe behauptet hatte, zurück. Die neun Fahrer Haack. Schild, Riemann, Gruß. Mayer(alle Chemnitz), Schultenjohann, Diederichs, Schmidt(Dortmund) und als einziger B=Fahrer Ermin Hoffmann strebten gemeinsam dem Ziele zu. Bei der Unterstützung, die sich die fünf Sachsen gegenseitig angedeihen lassen konnten, stiegen deren Aussichten auf den Sieg. In Buer versuchte Gruß auszureißen. Riemann setzte nach und Diederichs führte darauf das Feld heran. Nochmals versuchte Gruß in Erle sein Glück, hatte dabei aber Pech. da das rechte Pedal brach. Er setzte die Fahrt aber fort. Die neun Fahrer blieben weiter zusammen und rüsteten sich zum Endspurt. Diederichs ging als erster nach vorn. 20 Meter vor dem Ziel hatte er noch die Führung, dann rückten die Chemnitzer Schild und Haack mit Schulteniohann am Hinterrod auf, die Diederichs überspurteten und in dieser Reihenfolge durchs Ziel gingen. Dann folgte Diederichs, der wohl zu früh angetreten hatte. Riemann. Erwin Hoffmann, dessen 6 Platz als B=Fahrer sehr beachtenswert ist, obschon der Bochumer nicht gerade taktisch king fuhr und viel Kraft durch ständiges Führen auf der Hinfahrt verbraucht hatte. Siebenter wurde Schmidt vor Mener=Chemnitz und dem tapfer durchstehenden Gruß. Als nächster traf dann wieder ein B=Fahrer, der Berliner Sternkraus, allein am Ziel ein und konnte sich noch den 10. Preis sichern. Vereinzelt oder in Gruppen folgten dann die übrigen des nicht mehr allzustarken Feldes, da die Strecke viele Opfer gekostet hatte. Bemerkenswert ist, daß vor 10 Jahren, allo 1927, ebenfalls drei Chemnitzer in dem Rennen vorn lagen. Günther, der seine Landsleute Meyer und Schindler auf die nächsten Plätze verwies, gewann damals trotz Sturm und Regen in Rekordzeit. Am Ziel hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die den Fahrern. insbesondere den beiden Klassensiegern starken Beifall auf den„Ehrenrunden“ entgegenbrachten. Die Organisation durch den In der Gruppe Bochum der Bezirksklasse herrschte gestern Hochbetrieb. Alle 12 Mannschaften standen im Kampf um die mehr oder minder für sie wichtigen Punkte. Durch einen klaren 3:0-Sieg über den Tabellenzweiten FC Schwelm sicherte sich der MBV Linden die Gruppenmeisterschaft und damit die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Gauliga. Es ist also wieder eine Bochumer Mannschaft Meister geworden. Schon 1934 erkämpften die Märker sich den Titel, verpaßten dann aber ihre große Chance in den Aufstiegsspielen. 1935 schaffte es der Meister Tus Bochum, während 1936 den Bochumer Preußen der Aufstieg im letzten Spiel wieder mißglückte, nachdem die Mannchaft fast bis zum Schluß in Führung gelegen hatte. Schwelms zweiter Platz ist jetzt durch die SpGem. Wattenscheid gefährdet, die den Tabellenletzten KTV Werne mit 4:0 schlug. Im Kampf um den Verbleib behauptete sich Tura Altenvoerde mit 4:1 gegen den SC Dablhausen, es dürfte aber den Wattenscheidern schwer fallen, im letzten Spiel gegen Tura Altenvoerde sich durchzusetzen. Der jetzt auf den vorletzten Platz zurückgefallene FC Witten 92 hat da gegen Dahlhausen und Werne eine etwas größsere Chance, wenn er auch gestern gegen Preußen Pochum 2:4 verlor. Auch die beiden anderen auswärts weilenden Bochumer Mannschaften wurden geschlagen, die Westfalia in Börnig und die TG B.Ehrenfeld in Gevelsberg. MBV Linden— FC Schwelm 3:0 Ver. Preußen 07 Bochum— Witten 92 4. Tura Altenvoerde— SC Dahlhausen 4:1 ausrichtenden RV Sturmpogel Bochum unter Leitung von Josef Klöpver und des Vereinsführers Wulf war wie immer gut. Anschließend wurde dann im Saale Diederichs die Preisverteilung vorgenommen. Die Ergebnisse: 1. Schild=Chemn'tz. 5:18.15 Sid, 2. Haack=Chemnitz. 3. Schu tenjohann=Dortmund. 4. DiederichsDortmund. 5. Riemann=Siegmar=Schönau, 6. E. Hoffmann=Bochum, 7. Schmidt=Dortmund, 8. MayerSpGem. Wattenscheid— STV Werne 4:0 VfB Börnig— Westfalia Bochum 5:2 Sportring Gevelsberg— TG B.=Ehrenfeld 2:1 Die Tabelle: * Gruppe Gelsenkirchen: SC Hassel— Union Recklinghausen 1:1 Gelsenkirchen 07— Union Gelsenkirchen 1:4 Röhlinghausen— SpFr Gladbeck 4:0 Schwarz=Gelb Gladbeck— TB Eickel 5:2 Gelsenguß Gelsenkirchen— BV 12 Gelsenk. 4:4 Viktoria Recklinghausen— VfB Bottrop 1:2 Durch diesen Sieg ist Röhlinghausen Meister. Grupve Dortmund: Arminia Marten— Hagen 72 5:1 DSC Hagen— SC Hörde 5:1 B CBövinghausen— Castrop 02 5:1 TuBV Mengede— Union Haspe 4:1 Chemnitz. 9. Gruß=Chemnitz(alle dichtauf). 10. Sternkraus=Berlin. C=Klasse: 1 Gehring=Dortmund. 5:59.35 Std. 2. Meisberger=Dortmund(dichtauf), 3. Fuchs=Bielefeld. 1. Brozian=Dortmund. 5. Fiedler=Hamm. 6. Becker=Dortmund, 7. Kipper=Bochum, 8. BaumgartDortmund=Hörde. 9. Badorek=Wattenscheid. 10. Bartoschewski=Castrop. Tus Bochum Unentschieden Tus Bochum— Erle 08 2:2(0:0), Nach der ausgezeichneten Leistung des TuS gegen Herten war die gegen Erle schwächer. Das Spiel war nicht gut besucht, die 800 Zuschauer verschwanden fast auf dem großen Platz. Bei großerem Einsatz hatte der Tus einen klaren Sieg herausholen konnen. Erle kämpfte lebhafter, besonders der Sturm war eifrig bemüht, Tore zu schießen. Das Schlußdreieck des Tus, Hannemann— Potthast— Friedrich, arbeitete wie immer zuverlässig, hätte aber doch den zweiten Treffer der Gaste verhindern mussen. Die gesamte Läuferreihe erreichte nicht die Leistung wie gegen Herten. Sie ließ sich zuviel in Einzelkampfe mit dem Gegner ein und verzettelte sich dadurch. Im Angriff kam der linke Flügel Gockel— Menski nicht recht in Fahrt. Die beiden Nachwuchsspieler van Dahlen und Reim setzten sich gemeinsam mit Annanias unermüdlich ein. Er zeigte ausgeglichenes Können und spielte wie immer recht hart. Die versteckten Unsportlichkeiten der Erler übersah der Schiedsrichter wiederhohlt. In der Erler Abwehr bot der rechte Verteidiger Steinke gute Leistungen, ohne aber seine beste Form zu erreichen. Die Laufereihe arbeitete sehr fleißig und bemühte sich besonders um den eigenen Angriff. Dieser wur sehr rührig und stellte mit seinen schnellen Angriffen oft die Bochumer Hintermannschaft vor schwere Aufgaben. Der TuS spielt in der ersten Hälfte gegen Wind und Sonne, hatte aber trotzdem 30 Minuten lang wesentlich mehr vom Spiel als die Gaste. Es wurden zwar Torchancen herausgeawbeitet, aber nicht ausgewertet. Selbst das leere Tor finden die Stürmer nicht. In der letzten Viertelstunde drehte Erle stark auf, blieb jedoch ebenfalls ohne Erfolge, so daß die Seiten torlos gewechselt wurden. Es hatte den Anschein als ob der Tus nun einen Sieg herausarbeiten wollte. Annanias schoß bereits nach wenigen Minuten das Führungtor, doch bereis fünf Minuten später glich Erle durch einen Halblinken aus. Erle hatte nun mehr vom Spiel, aber Menski erzielte durch entschlossenes Nachsetzen das zweite Tor für die Bochumer. Wieder vergingen nur wenige Minuten, und Erle erzwang im Anschluß an einen Freistoß aus einem Gedränge den Ausgleich. In den Schlußminuten setzte Mensti zwei Bombenschüsse neben den Pfosten. Przetak in Nadevormwald. Der bewährte Mittelläufer und Halblinke des SV Höntrop, Przetak, wird mit dem Ende der Meisterschaftssaison von seinem alten Verein scheiden. tak geht nach Radevormwald und wird dort in einem Kreisklassenverein spielen. treffer und Schnitter mußte noch einen scharfen Flachschuß unter sich ins Tor gleiten lassen. Doch Kalfelder stellte schnell das alte Torverhältnis wieder her. Nachdem Witten noch ein zweites Tor erzielt hatte, warf der Gast seine gesamte Mannschaft nach vorn, drängte zwar die Preußen in Abwehr, konnte aber keine Tore erzielen. Westfalia Bochum geschlagen BfB Börnig— Westfalia Bochum 5:2(1:1). Bei den Bochumern wirtte der stellvertretende Vereinsführer Gerhard Berres, der kurz nach dem Kriege einer der besten Bochumer Verteidiger war, mit und bot mit seinen mehr als 40 Jahren eine verhältnismaßig gute Leistung, wenn er es an Schnelligkeit auch nicht mit den anderen jüngeren Kräften aufnehmen konnte. Im ersten Spielabschnitt hielten sich die Gäste recht achtbar, aber in der zweiten Hälfte war doch Börnig tonangebend und schossen drei weitere Tore. Westfalia holte zwar einen Treffer auf, jedoch stellte die Platzmannschaft mit einem weiteren Treffer das Endergebnis her, das Distelrath noch hätte verbessern können. Er brachte es aber fertig, den fast auf der Linie liegenden Ball noch neben den Piosten zu treten. Handball Bezirksmeisterschaft. VTfuB Henrichshütte— Borussia Dortmund 4:3 Frühjahrsgeländelauf in Auerenburg| Die Leichtathleten des Kreises Bochum eröffneten gestern die neue Rennzeit mit dem Fruhjahrsgelandelauf, den man wieder nach Querenburg gelegt hatte, wo die Austragungsbedingungen bekanntlich rea günstig sind. 250 Teilnehmer wurden gezahlt, eine stattliche Anzahl, wenn man bedenkt, daß die und Handvallspieler wegen ihrer Meisterschaftsspiele fehlten. In der Meisterklasse über 5000 m siegte Ossentopp vom TuS Bochum vor Spellerberg=Post=SV Bochum und Fischer=Jahn Hiltrop=Bergen. Ueber die lange Strecke von 10 000 m war der Sieg erwartungsgemaß dem jetzt für den Tus startenden Gaumeister Legge nicht zu nebmen, der den Hattinger Kutzer und seinen Klubtameraden Leinkenjost auf die nächsten Plätze verwies. Der Tus sicherte sich auch in beiden Klassen den Mannschaftssieg. Die Ergebnisse: Jugend 21=22 12000 m Bochum. 9.57 Min., 2. Schiff=TuS Bochum, 3. Karrasch=Jahn Querenburg, 4. Claes=Tura Hattingen, 5. Nöcker=TV 48 Bochum.— Mannschaftswertung: 1. „Jahn“ Querenburg 22 Punkte, 2. Prinz=Regent 24 P., 3. Prinz=Regent 46 Punkte. Jugend 23=24(1000 m): 1. Schriewer=S6 Dablhausen, 8.30 Min.. 2. Ziegler=SC Dahlhausen, 3. Klein, vereinslos. Jugend 19=20(30000 m): 1. Ruhfuß=Prinz=Regent 10.30 Min., 2. Kuhl=Polizei Bochum. 3. Degener=Tus Hannibal.— Mannschaften: 1 Prinz=Regent 17 P., 2. Wanne 85 31 P., 3. TuS Bechum 41 P. Altersklasse(3000 m): 1. Pier=Polizei Vochum 12.15 Min., 2. Nennstiel=Reichsbahn=Tus, 5. Langenfeld=Wattenscheid 01, 4. Stepmann=SC Dahlhausen. — Mannschaften: 1. Polizei Bochum 12 Punkte. Männer 2.(30M m): 1. Korte=TV 48 Bochum, 9.37 Min., 2. Habel=TuS Bochum. 3. Mainka=Tus Bochum, 4. Schwarz=TuS Bochum.— Mannschaften: 1. TuS Bochum. Männer 3.(3000 m): 1. Schulte=Post=SV Bochum 12,10 Min., 2. Schorlan=Reichsbahn=TuS. 3. FuchsPost=SV, 4. Warnat=TuS Bochum.— Mannschaften: 1. Post=SV 11 N 2. Tus Bechum 15 Punkte. Meisterklasse(5000 m): 1. Ossenkopp=TuS 21,30 Min“ Spellerberg=Post=SV, 3. Fischer=Jahn Hiltrop=Bergen, 4. Schulz=TV 48 Bochum.— Mannschaften: 1. TuS Bochum 14 P., 2. Post=SV 15 P., 3 TC Herne 30 Punkte Männerklasse(10 W m): 1. Legge=TuS Bochum 42.58 Min., 2. Kutzer=Tura Hattingen, 3. Leinkenjost=TuS Bochum, 4. Thiele=TC Herne, 5. NiemeierTuS=Bochum.— Mannschaften: 1. TuS Bochum, 9 Puntke. Das Meisterstück der Lindener Ueberzeugender Sieg über den FC Schwelm- 4000 Zuschauer MBV Linden— FC Schwelm 3:0(0:0). Immer noch Die Spiele in den Kreisklassen des Kreises Bochum nen. Auch jetzt deckte Schweim weiter und 10 Mi. nuten später war Mann ebenfalls nach Vorbereitung durch Jezierski zum zweiten Male erfolgreich. Damit war das Treffen entschieden. Schwelm wurde jetzt etwas aktwer, hatte auch zwei Torgelegenheiten, wurde aber mit der gegnerischen Hintermannschaft nicht fertig. Einen schön vorgetragenen Angriff mit folgendem Flankenwechsel von rechts nach links schloß Lindens Lintsaußen Bölting mit einem Treffer ab, den aber der Schiedsrichter wegen Abseitsstellung nicht gab. In den Schlußphasen war Linden wieder vorn und Bölting erzwang in der letzten Minute auch den dritten Treffer. Es war ein schnelles, mit vollstem Einsatz geführtes Spiel. Der Gast kam an die Klasse des MBV nicht heran. Dabei arbeitete seine Deckung, insbesondere der Torwart ganz vorzüglich. Die Mannschaft hatte Ersatz für den Linksaußen und rechten Läufer. Die Defensivtattik erwies sich als verfehlt, zumal die Außenstürmer mehr oder weniger versagten, und dann mangelte dem Sturm die nötige Unterstützung. Der beste Mann des M2V war Jezierski 1. Unübertrefflich war sein Aufbauspiel al Halbrechter. Mann übte das Amt des Vollstreckers diesmal recht geschickt aus. Mertes vollbrachte wieder eine große Arbeitsleistung und auch der junge Bölting trug sein Teil zum Erfolg bei. Von den Läufern war Liedtke in der zweiten Hälfte nicht ganz so auf dem Posten wie sonst. Schrick machte sich als Stopper sehr gut und Schimmelpfennig sorgte für den Sturm. Einige Schnitzer trüben nicht die Gesamtleistung der Verteidiger Bährwaldt und Kropf. Im Tor stand der alte Skorupinski, der nicht viel zu halten hatte. Gut war auch die Leistung des Schiedsrichters, ferner das Verhalten der Spieler. Die Schwelmer ließen es sich nicht nehmen, als erste dem siegreichen Gegner zur Meisterschaft zu gratulieren, dessen Mannschaft auch von dem Lindener Anhang entsprechend gefeiert wurde. Preußensieg über Witten Ver. Preußen 07 Bochum— Witten 92 4:2(0.0). Die Preußen mußten den Laufer Döring ersetzen und hatten dafür H. Glatz eingestellt. Im Angriff waren Kalfelder und Glatz 2 wieder mit dabei. Der durch den Regen aufgeweichte Platz beeinträchtigte die Leistungen beider Mannschaften, die erst in der zweiten Spielhälfte ihr volles Können zeigten. Die erste Hälfte brachte verteiltes Spiel, bei dem die Bochumer die bessere Torgelegenheit hatten. Bis zur Pause blieb es indessen ohne Treffer. Nach Seitenwechsel setzte sich der Angriff der Preußen besser durch. Kalfelder eröffnete den Torreigen mit einem unhaltbaren Schuß. Jetzt wurde Preußen weitaus gefährlicher und Michniewski schoß den zweiten Treffer. Wittens verzweifelte Gegenangriffe scheiterten an der sicheren Preußenabwehr. Ein Weitschuß von Reimöller glitt Wittens Torwart durch die Finger ins Netz. Jetzt kamen die Gäste zum ersten Gegenkeine Klärung den VfB Gerthe wieder ungünstig gestaltet, da er von Preußen Wanne mit 3:1 geschlagen wurde. Dagegen rückt SpSp auf den drittletzten Platz vor. Die Gerther nahmen mit 2:0 an Rasensport Herne für die letzte hohe Niederlage im Pokalspiel Revanche, wahrend Wanne 1911 von Fortuna Herne mit dem knappsten aller Ergebnisse geschlagen wurde. Germania Herne— Teutonia Riemke 5:0 Reichsbahn Wanne— BV Herne=Süd 0:1 SpSp Gerthe— Rasensport Herne 2:0 Preußen Wanne— VfB Gerthe 3:1 Wanne 1911— Fortuna Herne 0:1 SV Sodingen— Jahn Holsterhausen 1:0 In der anderen Gruppe spielten beide Favoriten nur unentschieden. Der SC Altenbochum kam gegen Bochum=West über ein 1:1 nicht hinaus, und der Polizei=SV hatte Mühe, mit Ersatz gegen Westfalia Weitmar dasselbe Ergebnis herauszuholen. Knapp war der Sieg von Langendreer 07 über Concordia. Der TuS 26 Altenbochum wurde von SpSp Stiepel mit 2:1 besiegt und verbleibt nach wie vor auf dem vorletzten Platz. SC Altenbochum— SV Bochum=West 1:1 Westfalia Weitmar— Polizei=SV Bochum 1:1 Langendreer 07— Concordia Bochum 3:2 TuS 26 Altenbochum— SpSp Stiepel 1:2 Der BC Hordel, der in der Gruppe 1 der 2. Kreisklasse in letzter Zeit so erfolgreich war. fällt durch die 2:0Niederlage gegen den Tabellenführer Viktoria Herne wieder zurück, zumal auch Hansa Herne gegen Carolinenglück gewann. Viktoria Herne— BC Hordel 2:0 Hansa Herne— Carolinenglück 3:1 Constantin Herne— VfL Herne 6:1 Fortuna Wanne— Schwarz=Weiß Herne 0:0 In Gruppe 2 siegten durchweg die Favoriten. So Langendreerholz mit 5:1 über Laer 87. WattenscheidOst mit 8:0 gegen Preußen 11 Bochum und der 23C Laer mit 8:0 in Kaltehardt. Es überrascht, daß Werne 19 gegen Fortung Weitmar nur 1:1 spielte und Harpen den SV Wattenscheid mit 4:0 bezwang. Der Endspurt des DSC 31 kommt zu spät. Ihm nützt der 4:2-Sieg in Querenburg nichts mehr. Langendreerholz— Laer 87 5:1 Kaltehardt— LFC Laer 0:3 Fortuna Weitmar— SC Werne 19 1:1 Wattenscheid=Ost— Preußen 11 3:0 STV Harpen— SV Wattenscheid 19 4 Querenburg— DSC 31 Bochum 2:4 3. Kreisklasse. Borussia Bochum— KV Kortum 1:1 MBV. Linden ist Gruppenmeister Aber der Kampf um den Verbleib geht weitei Die Lindener beantworteten die Frage nach der Gruppenmeisterschaft durch einen überzeugenden Sieg über den Tabellenzweiten FE Schwelm eindeutig und führten am vorletzten Spieltage der Meisterschaftssaison die Entscheidung zu ihren Gunsten herbei. Dabei waren die Aussichten in den letzten Spielen durch den Ausfall zweier Spieler und die dadurch hervorgerufenen Ersatzeinstellungen keineswegs rosig und in den beiden Lokaltreffen gegen Ehrenfeld und Westfalia Bochum hatte die Mannschaft keineswegs das frühere Können gezeigt. In dem entscheidenden Treffen fand jedoch der MBV zu seiner früheren Form zurück und siegte als technisch weitaus bessere Mannschaft entsprechend dem Spielverlauf klar und deutlich. Der FC Schwelm war mit großem Anhang nach Linden gekommen. Dort zählte man nicht weniger als 13 Autobusse ohne die vielen Privatwagen und Motorräder aus dem südlichen Ennepe=Ruhkreis. Die mehr als 4000 Besucher fanden den Platz trotz des am Vormittag niedergegangenen Regens ziemlich in Ordnung, so daß sich der Austragung keine Hindernisse in den Weg stellten. Unter starter Anteilnahme der Massen ging das Treffen vor sich, in dem die Lindener ihre größere Reife ausspielen konnten und demgemäß klar gewannen Aber erst dann, als der vorher Rechtsaußen spielende Jezierski 1 nach halbrechts gegangen war, von dort den Angriff organisierte und mit Prachtvorlagen dem Mittelstürmer Mann die Möglichkeit gav, zwei Treffer zu erzielen, die den Kampf entschieden. Der FC Schwelm operierte taktisch falsch, denn er verstärkte, als er merkte, daß er spielerisch nicht mitkam, seine Deckung statt auf Angriff zu spielen Er hatte doch nur etwas zu gewinnen, ein Unentschieden hätte ihm nichts genutzt. Die erste Hälfte des Treffens verlief ziemlich ausgeglichen, obschon Linden im Feldspiel besser war und einen leichten Druck ausübte. Schwelms Mittelstürmer verpaßte vor dem leeren Tor eine gute Chance und kurz darauf machte ihm das Lindens Halblinker Mertes nach. Unter vollstem Einsatz auf beiden Seiten, die sorgsam ihr Tor abriegelten, war das Treffen recht anregend und spannend. Seinen Höhepunkt erreichte es in der zweiten Hälfte. Jezierski 1 tauschte mit seinem halbrechts spielenden Bruder, der durch schwaches und ungenaues Abspiel die Aktionen des Sturmes hemmte, und von diesem Augenblis an hatte der Sturm der Märker das Heft in der Hand. „Antek“ spielte seine Nebenleute ganz prachtvoll frei und gab dazu Vorlagen, die die Situationen vor dem Schwelmer Tor immer bedrohlicher werden ließen. Mit zurückgezogenen Halbstürmern versuchte Schwelm über diese schwierige Etappe hinwegzukommen, aber das nutzte nichts. Nach viertelstündigem Kampf gab Jezierski eine Vorlage an den Mittelstürmer Mann, die dieser dann nur einzuschießen hatte. Schwelms Torwart erwischte den Ball noch mit den Fingerspitzen, obne aber die Flugrichtung verändern zu könErwartungsgemäß wurden auch am gestrigen Sonntag die noch fehlenden Meister in den Gruppen der Kreisklassen nicht ermittelt Teils behaupteten sich die Favoriten, teils gaben sie Punkte ab. In Gruppe 1 der 1. Kreisklasse sicherte Germania ihre Führung durch einen 5:0=Erfolg gegen Teutonia Riemke. die nun in die Mittelgruppe zurückgefallen ist. Aber auch der Tabellenzweite, Herne=Süd, meldet einen Sieg. Nur diese beiden Mannschaften kommen noch für den Titel in Betracht. Der Kampf um den Verbleib hat sich für Das Bebluchenherz INE BAUERNGESCHICHTE VON WILHELM LENNEMANN ner der Heuerleute des Schulze=Rüdinghausen war gestorben.„Sieh“, sagte da r Bauer zu seinem Groß= anecht.„wenn du nun verheiratet wärst, könntest du in das Haus ziehen!“ Das Wort ließ den Knecht heine Ruhe. Hatte nicht kürzlich der Pfarrer gepredigt, für einen Christen gebe es leinen Zufall, alle Gescheh nisse, die ihn träfen, seien n göttlichen Weltplan weislich vorbedacht“ Also konnten auch der Tod des Heuermanns und die Bemerkung des Bauern nicht nur wie ein Zufälliges in sein Leben hineinspielen" Es mußten irgendwie Zweck und Ziel damit verbun den sein! Da war es wohl vorbestimmt, daß er setzt ein Weib nahm und Heuermann wurde Der Sonntag kam mit Ruhe und Stille. Die beiden Knechte und Mägde saßen am Mittagtisch. Marie trug auf: Dicke Bohnen mit Speck! Und setzte sich dann selbst.„Ha“, sagte sie,„Speck, den mag ich für mein Leben gern!" Die Augen des Großknechtes ruhen mit prüfendem Wohlgefallen auf ihr.„So“, sagt er,„da kannst du mein Stück mitkriegen, ist mir zu fett!“ „Danke!“ sagt die Marie und schaut doch verlegen den Jungknecht Fritz an, der neben dem August sitzt. „Sei nicht bös!“ könnte das wohl heißen. Aber Fritz verstand den Blick nicht, war wohl noch zu jung dazu oder zu unerfahren, wenn er auch schon ins 25. ging Den kommenden Sonntag war Kirmes im Nachbar dorf. August hatte sich in seine beste Kluft geworfen: gar einen neuen Schlips hatte er sich zugelegt. „Also denn komm, Marie“, munterte er sie mit einer Selbstverständlichkeit auf, als müsse das so sein Das Mädchen aber wehrte sich:„Ne, Lina kann erst nach's Viehfüttern und Fritz auch erst; da wollt ich mit „Ach was“, bestimmte August mit der betonten Bürde des Großknechtes,„die beiden kommen nach: tis dahin hast du schon viel Spaß gehabt!“ Das Mädchen fügte sich. Stolz zog der Großknecht nit ihr ab. Alles ordnete sich herrlich. Der Herrgott war selbst auf dem Wege, ihm die Tür des Heuer= und Hochzeitshauses zu öffnen. Er brauchte da nur folg sam hinterdrein zu schreiten. Und mitten durch den Trubel und den Lärm der bunten Kirmes führte der Weg. August war aufgeräumt und knauserte nicht Und wo die Wogen am höchsten gingen, Lärm und Musik am lautesten schallten, gefiel's auch seinem fro hen Herzen am besten.„Immer man rin ins Vergni gen!“ jubelte er. In alles,„was man gesehen haben muß“. führte er die Marie, und als er sie dann auf dem Karussell reiten und fahren ließ, stahl er sich heimlich beiseite und kaufte ein Lebkuchenherz, ließ es sich hübsch einwickeln und verbarg es unter seiner Jacke. Das gedachte er ihr auf dem Heimweg als Ab schluß zuzustecken. Das sollte seine Meinung sagen; alles andere mußte sich dann von selbst finden. Aber die Marie war nicht sehr lustig, nicht einmal merklich froh. Sie wurde unruhiger, je mehr es dem Abend zuging; da gingen ihre Augen dauernd die Dorfstraße hinunter„Sie müßten jetzt schon längst hier sein!“ kam es endlich argeriich.„ach, laß die man, wer weiß, wo die beiden sich herumdrücken!“ beruhigte sie der Großknecht,„ich hab' den Fritz nicht nötig und die Lina auch nicht!“ So sehr Marie sich auch die Augen ausschaute. Fritz und Lina ließen sich nicht sehen. Ihre heimliche Freude zerrann, sie wurde mißmutig und verärgert, kaum ließ sie sich noch zum Tanze führen, immer noch eine kleine Hoffnung im Herzen; alle Tische gingen ihre Augen ab;—-— nach dem dritten Tanze verlangte sie nach Hause. Der Großknecht gab nach. Einsilbig schritten die beiden durch die Nacht. Dem Großknecht war es, als lockerten sich da unmerklich die Glieder seiner so sorgsam aufgereihten Kette. Bange Zweifel kamen ihm. Er dachte an das Lebkuchenherz. Nein, da mußte er erst eine Gewißheit haben.„Du. Marie“ hub er an,„da hat der Bauer zu mir gesagt, ich könnte in das Heuerhaus kommen, wenn ich heiraten tät“. Das Mädchen horchte auf:„So, das hat die Frau auch zu mir gesagt!“ August jubelte Er befand sich noch auf rechtem Wege, er perlte wieder auf... Zerrte das Mädchen an der locheren Schnur:„Aber da laß ich dir den Vortritt; zwei Paare gehen da nicht hinein!“ „Paar Paare Ja, hast du denn schon...“ Nä, noch nich... der Fritz..“ „Was ist mit dem Fritz?“ fragte es hart, fast böse Nix is damit, ich meinte nur...“ Bange Stille. In dem Großknecht brandete es hoch, er riß unbarmherzig an den Perlen seiner Gedanken: Hast ihn gern, den Fritz!“ Das Mädchen zögerte im Gang, stand fast. Und leise dann:„Du könntest ja fast mein Vater sein, August, da darf ich's dir sagen: ja, ich hab ihn gern, aber er merkt es gar nicht!“ Und nach einer kleinen Weile:„Wenn du mir ein wenig helfen tätst!“ Wiederum tiefes Schweigen. Alle Perlen fielen zu Boden und rollten dem Fritz zu. Ganz still wurd's in dem Großknecht... Also war da ein Betrug gewesen, und die Dinge hatten ihn genarrt! Oder da war kein blindes Spiel, und die Fäden woben sich Fritz zum Schicksal, und er hielt das Gewebe zu Unrecht in der Hand. Helfen sollt er gar. Sich einspan nen lassen für den Fritz. Dann ging alles wieder fein seinen Gang. Jawohl, aber mußte das Schicksal solch krumme Wege gehen, mitten über sein Herz. Da fiel ihm das Lebkuchenherz ein, das er nach unter der Jacke barg.. Er griff danach. Was haste da!“ fragte das Mädchen. Da hielt sich der Knecht mit starken Fäusten.„Was ch hab'.“ fragte er lang und bedächtig, als wäge er noch jedes Wort.„was ich hab—, da hat mir der Fritz gesagt, wenn er nicht kommen tät. da sollt ich ihm ein Mitbringsel für dich kaufen. Das tat er dir dann ge ben, wenn wir wiederkämen“. „Gewiß und wahrhaftig?“ fragte es freudig. „Es ist für dich“, und damit log der Großknecht nicht. So kamen sie auf dem Hof an. Nacht war, und der Mond hing schräg im blauen Gezelt.„Nu geh in die Ecke am Backofen, wo der Hollerbusch steht“, rict er.„dahin schick ich dir den Fritz!“ Dann polterte er in die Knechtskammer:„Warum bist du nicht gekommen: die Marie hat auf dich a wartet!“ Hinterm Holunderbusch Zeichnungen von Ruth Steinhardt) „Der Fuchs hatt' Kolik“, brummte er,„ nan laß mir mei Ruh!“ „So, und derweil steht die Marie am Backofen!“ zürnte es Mit einem Ruck war der Jungknecht hoch „Also fix in die Hose! Und dies gibst du ihr. Habs für dich mitgebracht“ Der Fritz verstand zwar nicht, wie das gemeint war; aber Marie am Backofen! Das genügte. In 5 Minuten war er draußen. Einen Vorsprung ließ ihm der Großknecht. Dann schlüpfte er in den Pferdestall und lauschte an dem offenen Fenster. Der Hollerbusch stand zum Greifen nahe. Blank fiel das Mondlicht auf ihn. Und da hörte er: „Steht denn auch ein Vers auf dem Herz?“ „Da mußt du mal nachsehn“, wich Fritz vorsichtig aus Papier riß... Ein Streichholz flammte in dem dunklen Versteck auf Das Mädchen las: „Und wenn du meinst, ich liebte dich Warum küfsest du mich nicht!“ Leises Lachen...„Ja, aber das kann ich doch nicht“. fügte sie dann zaghaft hinzu. Endlich hatte der Jungknecht begriffen... Seine Arme fanden den richtigen Halt„So, denn laß mir das nur!“ meinte er Da nickte der Großknecht befriedigt und ging ab. Und da er dann in seiner Kammer lag, fühlte er wohlig, wie sein Herz ganz frei war von Neid und Weh „Aber das hätt' ich doch mein Lebtag nicht gedacht“. sinnierte er,„daß der Herrgott auch für einen armen Knecht alles so einrichten tät“ Und lächelte ganz fein und glücklich:„Ja, du lieber Gott, wenn ich dir nicht geholfen hätt““. Damit war er auch schon selig hinüber geglitten in Schlaf und Traum Lenzbeginn Der Marzwind summt ein leises Lied In kahlen Birkenkronen. Schnepfen streichen schon im Ried. Das Veilchen und der Krokus biüht, Gald leuchten Anemonen Der Lag ist voll von suhem Sang Und tausend Wunderdingen Schon grunt die Saat am Bergeshang, Und Bauern ziehn das Dort entlang, Die Scholle zu beiwingen. Durch braunen Acker stohnt der Pflug, Es wiehern hell die Pferde, Und was der Wind herübertrug, War wohl Musik vom Voge zug Auf fruhlingsfroher Erde. heinrich Sa maner Die Schneebrille Von Hermann Ler „an der Bude erstand er ein Lebkuchenherz“ Privatdozent Will Hiller saß im Fern=D=Zug Köln—Basel und freute sich auf das herrliche Wintervergnügen in den verschwiegenen, schneeeinsamen Bergen des Schwarzwaldes wie ein kleines Kind, das zum ersten Male mit seinem Rodelschlitten auf die glitzernde Schneebahn zieht. Anstrengende Stu dien, fleißige Assistentenfahre, Liebe zur Wissen schaft und eigener Forscherdrang hatten ihn seit seiner Studentenzeit— das war jetzt 12 Jahre her— von dem Wintersport ferngehalten. Schwer war ihm das gesallen, auf die Winterfreuden, denen er als Knabe so gehuldigt hatte, zu verzichten. Nun aber, nachdem der Fleiß und die Mühen ull der Jahre seines wissenschaftlichen Arbeitens durch Lehraufträge belohnt worden da wollte er wieder einmal Mensch sein, ein knabenhaft froher. ungebundener Mensch. Auf in die Berge! Der D=Zug stampfte in die badische Landschaft sinein. Drüben winkten schon die Schneekämme des Schwarzwaldes. Will Hiller sprang auf, trat aus dem Abteil hin aus und stellte sich an das Fenster des Wagendurchgangs. Traumverloren hingen seine Blicke an den weißen Fernen, auf die die sinkende Sonne rosige Schleier malte. Ein freundlicher Gruß einer Damenstimme schreckte ihn aus seinem besinnlichen Schauen auf. Er wandte sich um. Zwei herzhafte Mädchenaugen, ein rosiges Gesicht, umspielt von kecker Anmut der Jugend, lachte ihn an. „Fräulein West, Sie hier?“ stammelte Will Hiller erschrocken und stotterte erst dann einen freundlichen Gruß hinterher. „Jawohl, Herr Doktor. Mir geht's wie anderen Leuten auch. Auf die Berge möcht' ich fliegen.. Die kurze Fahrzeit bis zum Hauptbahnhof Karlsruhe planderte man über Skifahren. Die Bremsen zogen an. Der Zug würde in einigen Minuten halten. Nervöse, ängstliche Fahrgäste drängten schon zum Ausgang „Skiheil", sagte Fräulein Dora West. Tochter des Bankdirektors, und eilte davon. „Skiheil!“ stammelte Privatdozent Dr. Will Hiller und sah der rasch zum Ausgang schreitenden Mädchenfigur sinnend nach. „Ein Blitzmädel“, murmelte er, trat in sein Abteil und machte sich auch zum Aussteigen bereit.. Als Hiller spät abends in der kleinen Privatpension eines Schwarzwaldluftkurortes, den er sich zum Ausgangspunkt seiner Skifahrten gewählt hatte, anlangte, war er die Exinnerung an Dora West immer noch nicht los geworden. Ein Blitzmädel! Schon auf dem Hausball ihrer Eltern vor einigen Wochen war sie ihm aufgefallen, und ihr Wesen hatte ihn angenehm berührt. Mehr aber auch nicht. Keinen Deut mehr. Etwa Liebe? Nein, keine Liebe, nur Sympathie. Als Privatdozent, der in Psuchologie Vorlesungen hielt, mußte er das doch wissen. Das war nur Sympathie, oder psychologisch ausgedrückt: Gleichlagerung ihrer seelischen Struktur. Sonst nichts. So sagte sich Privatdozent Will Hiller jetzt und versuchte Dora West zu vergessen. Es gelang ihm auch, bis er am nächsten Tage in den Bergen einen Sturz machte. Er hatte seine Schneebrille vergessen und war infolge der Blendung durch den Schnee über eine verwehte kleine Birke gestolpert. Wenn dich Dora West sähe, dachte er und wollte sich erheben. Da tönte ein klingendes Lachen hinter ihm. Der Silbersopran Dora Wests war es. „aber Herr Doktor“. sagte sie und stand neben ihm und lachte ihn an und half ihm auf. „Fräulein West. Sie hier?“ Will Hiller war verlegen.„Meine Schneebrille habe ich zu Hause liegen lassen.“ „Ach, Herr Doktor, wie glücklich ist dieser Zufall. Denken Sie, ich habe außer der, die ich trage, noch eine zweite Schneebrille bei mir. Ich trage solche Sachen immer in zwei Stücken mit. Das ist besser. Nehmen Sie eine davon!“ Hiller nahm zögernd und dankend die Schneebrille, setzte sie sich zurecht, schaute verlegen das Mädel neben sich an. „Herr Doktor, ich werde Sie in Ihre Pension begleiten. Schauen Sie, Ihr linker Ski ist etwas gebrochen. Ein neuer Sturz liegt im Bereich der Möglichkeit. Ich könnte es nicht verantworten, wenn Sie hier Hals und Bein brächen. In diesem Falle ist das Laufen zu zweien eine bessere Sache.“ Will Hiller, der Psychologe, der Privatdozent der Seelenkunde, Verfasser eines viel gelesenen einschlägigen Werkes, war in heilloser Verwirrung. Er streckte die Waffen. Er nahm dankend das freundliche Anerbieten an und war, als er in dem kleinen schneeverwehten Schwarzwalddorf ankam, sehr glücklich. Als er avends zum sternenklaren Winterhimmel schaute, da war er sich klar: nicht Gleichlagerung ihrer seelischen Struktur war es, die ihn mit Dora West verband, sondern die Liebe. Und er beschloß, gleich am anderen Morgen die Sache ins Reine zu bringen. Buntc Slizzen... Der Vagebund Ein Jugendfreund des Fürsten Pückler, der Schriftsteller Leopold Schefler in Muskau, war Zeit seines Lebens ein lockerer Vogel, dem allerlet Grillen im Kopf steckten. Eines Morgens in aller Herrgottsfrühe ließ er sich beim Burgermeister melden, der sein Duzfreund war. Mit sorgenvoller Miene fing er an zu klagen: „Denk dir einmal, was uns da passiert ist. Mitten in der Nacht kehrt da in unser Haus so ein armer Teusel ein, der nicht einen Heller bei sich hatte. kein Hemd auf dem Leibe besaß und ganz sämmerlich heulte! Wir konnten ihn nicht wieder loswerden...!“ Der Bürgermeister schüttelte verwundert den Kopf, nahm dann jedoch Amtsmiene an und sagte in gehobenem Ton:„Es ist dir wohl bekannt, lieber Freund, daß es bei Strafe verboten ist, einen Vagabunden bei sich aufzunehmen, dasn noch mitten in der Nacht, wo das Auge des Gesetzes schläft. Es steht sogar empfindliche Buße darauf!“ Schesler wurde noch nachdenklicher.„Und was das Beste ist.“ entgegnete er.„ich gab dem Kerl aus purem Mitleid sofort ein Lager. Ich konnte ihn doch nicht wieder fortschicken, sein Geheul erschutterte mich. Nun hat der arme Teufel keinen Paß und das ist der Grund, weshalb ich eigentlich zu dir gekommen bin. Du kannst mir doch sicher in diesem Fall einmal behilflich sein!“ Der Bürgermeister wiegte sein Haupt bin und her. Gewiß wollte er nicht dem Jugendfreund irgendwie Steine in den Weg legen. Andererseits durfte er als Amtsperson aber auch nicht seine obliegenden Pflichten verletzen.„Sieh mal,“ meinte er,„du hast da einem regelrechten notorischen Bagabunden Platz gegeben. Wer noch nicht einmal einen Paß, geschweige einen Heller bei sich trägt, ist doch unbedingt ein ganz verdächtiges Subjekt, das sofort in den Karzer gehört. Jawohl, Wasser und dürre Grütze, das sind die richtigen Mahlzeiten für einen solchen Schlucker!“ Schefler druckste noch etwas herum, konnte es aber schließlich erreichen, daß der Bürgermeister in eigener Person mit auf den Weg zu seinem Heim ging. Unterwegs jammerte er dem Freunde noch tüchtig die Ohren voll. Er wollte unter keinen Umständen dulden, daß der arme Teufel nun für die eine Nacht, die er so plötzlich da ins Haus geschneit lam, hart büßen sollte. Als die Beiden das Haus des Schriftstellers betraten, führte der den Bürgermeister, der darob sehr erstaunt war, in das Schlafzimmer. Lachend zeigte er auf die Wiege, in der sein neugeborener Sohn lag. „Und das, lieber Freund,“ rief er übers ganze Gesicht lachend aus,„das ist der arme Teufel, der heute Nacht ohne Hemd, ohne einen Heller und ohne Paß mir ins Haus geschneit kam, direkt vom Himmel herunter.“ Fürst Pückler soll sich noch wochenlang über diese Begebenheit amüsiert haben! R. Ludwig. Aerger mit dem Hund Seitdem wir einen Hund haben, kommen wir immer mehr und mehr darauf zurück. Das Ge schäft wird fühlbar dürftiger, und die Kunden, die täglich anriefen und ihre Bestellungen aufgaben. rufen einfach nicht mehr an. An dem allen hat der Hund schuld. Die Sache ist nämlich bei uns so eingeteilt, daß meine Fran den Fernsprecher bedient, während ich mehr oder weniger im Lager arbeite. Nicht einkalkuliert ist die Betätigung des Hun des während des Fernsprechens. Er schnuppert dann an Sachen herum, die ihn nichts angehen, oder er bellt mitten in die Bestellung hinein. Kurz— er hat keine Ahnung von den geschäftlichen Gebräuchen und verdient natürlich die Zurechtweisungen, wie sie ihm dann durch meine Frau erteilt werden. Dem Hund scheinen diese Zurechtweisungen ziemlich gleichgültig zu sein. Aber meiner Kundschaft nicht. Das erfuhr ich von dem alten Geheimrat. den ich mit tiefer Verbeugung auf der Straße an sprach und fragte, weshalb er nichts mehr bestelle. Der alte Herr wurde knallrot vor Jorn. Dann besäuftigte er sich und sagte: „Sie tun mir leid, junger Mann. Das ist alles, was ich für Sie tun kann. Sie müssen ja mit einem fürchterlichen Weibe verheiratet sein!“ Ich protestierte lebhaft. Daraufhin bekam ich die Antwort: „Ich rief da kürzlich bei Ihnen an. Ihre Frau war am Apparat... Sie glauben ja gar nicht, was ich da zu hören bekommen habe...“ „Aber, Herr Geheimrat“, stotterte ich,„es muß sich um ein Mißverständnis handeln. Gerade um Zie war meine Frau immer so sehr bemüht und sagte immer, daß sie alles für Sie persönlich zurechtmachen wolle. Sie läßt mich nicht einmal die Pakete einwickeln. Sie ist untrostlich, daß Sie fortgeblieben sind und kann sich den Grund nicht erklären.“ Der Herr Geheimrat warf sich ins Krenz und mir dann einen vernichtenden Blick zu.„Wissen Sie, was Ihre Frau zu mir gesagt hat? Ich werde es Ihnen wiederholen, obgleich es mir die Schamröte ins Gesicht treibt. So alt bin ich geworden. aber das hat mir doch noch keiner in meinem Leben zu bieten gewagt.. „„Um Himmels willen, was hat denn meine Fran gesagt?“ bebte ich den alten Herrn an. „Folgendes, es war etwa so: Sehr nett, daß Sie wieder bei uns bestellen. Herr Geheimrat. Ich habe lles notiert. Willst du nun gefälligst ruhig sein. du verflixtes Untier; als wenn man den ganzen lieben Tag nichts anderes zu tun hätte, als sich um dich zu kümmern; so, nun kann es weitergehen... da habe ich natürlich angehängt.“ Mich befiel ein Schwindel, und nun wurde mir klar, weshalb es mit der Kundschaft rückwärts ging. P. M. J. Der Bauer Suerhott Im Dorse Bredenkamp bei Hattingen in Westsalen wohnte ein Bauer namens Suerhoff. Sein Name paßte vortrefflich zu seinem Wesen. Er batte für's Lachen Zeit seines Lebens nicht viel übrig gehabt. Er nahm das Leben schwer und ernst und hatte auch wohl seine guten Gründe dafür, denn er hatte mancherlei durchmachen müssen. Doch davon soll hier weiter nicht die Rede sein Eines Sonntags nach der Predigt sprach ihn vor der Kirchentür der Pfarrer an:„Nun mein lieber Suerhoff, wie gehts?“ „Wo sall et gahn, Herr Pastor?“ sagt er.„Et is man mau bestellt, dat Leben makt mi keine Freude mehr.“ „Mein lieber Suerhoff“, sagt der Pastor,„Sie müssen das Leben nicht auzu schwer nehmen. Sie müssen sich auch manchmal eine Freude gönnen, und wenn es möglich ist mal tüchtie lachen Ich will Ihnen mal ein schönes Buch mitgeben, das lesen Sie sich mal durch!“ Er nahm darauf den Alten mit in sein Haus und drückte ihm da in seine harte Hand ein Buch von Wilhelm Busch. Nach einigen Wochen brachte Suerhoff das Buch wieder zurück. „Nun, mein lieber Suerhoff“. sagt der Pastor. „wie hat es Ihnen gefallen?“ „O, chut, Herr Pastor, sier chut. Un wenn id nich wüßt, dat et en cheistlich Bank wer, denn har ick doch woll mannigmal lachen konnt“ Augusinohlenott Groß Bochum weldet Bochum-Altenbochum Schützenverein Altenbochum und Umgegend S1— Alter Verein. Samstag hielt der Verein seine Zusammenkunft ab. Der Vereinsführer Namernd Bastian begrüßte die Kameraden die vollzählig erschienen waren. Schützenkamerad Richard hielt einen Vortrag über die„Russische tum“. Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Der Abend schloß mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer. Noch einige frohe Stunden blieben die Kameraden mit ihren Frauen beisammen, wobei manches frohe Liedchen erklang. Am Winterhilfeschießen nahmen sämtBochum-Hamme Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront. Im Huckeschen Saale fand bei starkem Besuch die erste diesjährige Ortsgruppenversammlung der Ortsgruppenwaltung Hamme statt. Kreisobmann Pg. Meister aus Soest sprach zum Thema„Du und der Viersahresplan“. Hochbetagt. Seinen 80. Geburtstag feiert morgen in auter körperlicher und geistiger Frische der Reicheinvalide Heinrich Volpert, Gahlenschestraße 1M7. Seit Jahrzehnten wird die„Volkszeitung“ von dem Jubilar gelesen. Als Bergmann hat er auf örtlichen Zechen seine Pflicht getan. Den vielen Gratulanten schließen auch wir uns an und wünschen ihm noch viele Jahre in voller Gesundbeit. Der toten Knappen letzte Fahrt. Unter äußerst starker Beteiligung wurden Freitag auf dem Hammer Friedhof die auf der Zeche Präsident zu Tode gekommenen Bergknappen Heinrich Brodowski und Karl Sonhoff zu Grabe getragen. An den offenen Gräbern fand eine erhebende Trauerfeier statt, bei welcher Pfarrer Kraemer eine Grabrode hielt. Für die Zechenverwaltung legte Direktor Knepper ccien frou Bochum-Hordel Persönliches. Ihren 75. Geburtstag feierte Fran Anna Mrowitz, geb. Paulaschewski, Günnigfelderstraße. Zum Geburtstag gratulierten 7 Kinder, 13 Enkel und 2 Urenkel, denen auch wir uns anschließen.— Im hohen Alter von 86 Jahren starb am Freitag abend einer der ältesten Volksgenossen unseres Stadtteils, der Reichsinvalide Gawronski, Sarnsbankstraße 11, Tödlich verunglückt. Bei Ausübung seines Berufes kam der Bergmann Frymarkaus der Königsgruber Kolonie auf der benachbarten Schachtanlage zu Tode. Aus der Herz=Jesu=Kirche. Nachdem am Mittwoch die Mission für die Kinder begonnen hat, finden in dieser Woche für Frauen und Jungfrauen die Missionspredigten in den hl. Messen um 6 und 8 Uhr und um 16 und 20,15 Uhr statt. Bochum-Hofstede Im Silberkranze. Die Eheleute Heinrich Nockemann feierten gestern im Kreise ihrer Angebörigen das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Glück auf zur goldenen,(th) Bochum-Riemke Die Fahnenweibe der Nrun srünpe 1 des R2B Bochum fand Samstagabend auf einem Kameradschaftsabend bei Kepper statt. Die Weihe nahm Standartenführer Hüning vor. In seiner Begrüßungsansprache wies der Reviergruppenleiter Hackert darauf hin, daß die Reviergruppe 1 als erste ihre Fahne weihen könne. Nach einer Festansprache des Werbe= und Propagandaleiters Katzorruk nahm Standartenführer Hüning die Weihe vor. Mit den Worten„Alles für Deutschland und alles für den Führer“ wurde die neue Fahne enthüllt und vom Redner durch Berühren mit der Fahne der Ortsgruppe geweiht. Das weire Programm des Abends bestritt die Polizeisapelle durch schneidige Märsche und Lieder und der Quartettverein„Meoldia“ durch Gesangvorträge und humoristische Darbietungen.(th) Bochum-Hiltrop-Bergen Kameradscha labend. Die Betriebeg Lothringen 4 veranstaltete Samstag in der geschmückten Turn= und Festhalle in Bergen einen gut besuchten Kameradschaftsabend. Betriebszellenobmann Niermann hielt die Begrüßungsansprache. Nach dem ersten, ernst gehaltenen Teil der Vortragsfolge gab es im zweiten Teil des Programms Unterhaltung mancherlei Art. Viel Freude gab es schon beim Einzug der als Oberbayern=Kapelle aufgemachten Werkskapelle. Vortragstünstler Max Knopp sorgte mit seinen Darbietungen für Humor und Stimmung. Die Arbeitskameraden Gebrüder Knop und Kricke führten„Die lustige Gerichtssitzung“ auf und das Soloquartett, bestehend aus drei Gebrüdern Pamp und Bernhard Börtz, erfreute die Anwesenden durch Darbietung heiterer Lieder. Ein großes Berliner Ballenessen brachte den Gewinnern Belohnungen in Form von heißen Würstchen. Drei glückliche Gewinner erhielten die Hauptpreise in Form einer KdF=Fahrt, die die Verwaltung Lothringen hierfür gestiftet hatte.(va) Kameradschaftsabend des Sturms 11 M 69 des NSKK. Einen in allen Teilen überaus gut verlaufenen Kameradschaftsabend, zu dem sich die NSR=Männer mit ihren Angehörigen recht zahlreich eingefunden hatten, veranstaltete am Samstag abend im Saale Punge der Sturm 11/M 69 des NSKK. Nach dem Stander=Einmarsch ergriff der Sturmführer, Obertruppführer Bönnemann, das Wort zu einer kurzen Ansprache. Nach dem vom Sturmmann Hartstock verfaßten und vorgetragenen„Morgenrot“ und das an den Ruhreinbruch durch die Franzosen erinnernde Gedicht„Der Schmied von Buer“, das von Oberscharführer Witte verfaßt und dargebracht wurde, brachte die Singschar Harpen das Husarenlied von Hartstock zu Gehör. Mit dem Deutschland= und Horst=WesselLied und dem Stander=Ausmarsch wurde der erste Teil der Programmfolge abgeschlossen, der noch von musikalischen Darbietungen der Hauskapelle umrahmt war. Im zweiten Teil des Abends kamen Frobsinn und Heiterkeit unter dem als Ansager amtierenden heimischen Humoristen Walter Erdmann zu Geltung. Bochum-Gerthe Bestandenes Eramen. Der Sohn Karl des Bergwerksinspektors Fritz Mühlenbeck, Lothringerstraße 27, bestand an der Technischen Hochschule in München sein Staatsexamen. Silderne Hochzeit. Die Eheleute Julius Manhoff und Frau Henriette geb. Grabowski, Heinrichstraße 10, feierten Sonntag das Fest der silbernen Hochzeit. Glückauf zur goldenen! Oeffentliche Versammlung der N2DAP. Die Ortsgruppe Gerthe der NSDAP hält am Montag im Saale Kalthoff eine öffentliche Versammlung ab, zu der alle Gerther Volksgenossen eingeladen sind. Es spricht Pg. Bürgermeister Schönwalder, MdR, aus Breslau. Reichsbund der Kinderreichen. Dienstag findet im Lokale Borgmann eine wichtige Mitgliederversammlung des Reichsbundes der Kinderreichen statt. NS=Kulturgemeinde Bochum=Gertbe. Die Mittwoch abend um 20 Uhr im Saale Kalthoff stattfindende Großveranstaltung der NS=Kulturgemeinde Bochum=Gerthe ist der Freude gewidmet und steht unter dem Leitwort„Der lachende KraußAbend". Der zu diesem Abend verpflichtete Meister der Vortragskunst, Otto Franz Krauß(Königsberg), wird mit seinem goldigen Humor zwei Stunden herzhaften Lachens bringen. herne 30 Herner Bergleute werden in Kürze Arbeit auf den Gruben des Gesamtbergamtes Obernkirchen und Stadthagen aufnehmen, da dort Bergleute fehlen. Weil er sich der Unterschlagung und des Betruges schuldig gemacht hat, wurde ein 3jähriger Mann, der auf der Bahnhofstraße wohnt, verhaftet. Er hatte Stellungsuchende, die er auf seinem Büro beschäftigen wollte, um ihre Kaution gebracht. Wer hat die Uhr gefunden? Dienstag ist auf dem Wege Siepenstraße—Oberlyzeum—HermannLöns=Straße oder auf dem Schulhofe des Oberlyzeums eine goldene rechteckige Damenarmbanduhr mit einem goldenen Schlößchen verloren gegangen. Das Ripsband war mit einem goldenen Schlößchen versehen. Der Finder wird gebeten, die Uhr bei der Kriminalpolizei abzugeben. Wanne-Eickel Zum 60. Geburtstag von Dr. Frick hat auch die Stadt Wanne=Eickel dem Schöpfer der deutschen Gemeindeordnung ihre herzlichsten Glückwünsche telegraphisch übermittelt. Einen vielseitigen Sommerschulungsplan hat die DAF Wanne=Eickel zusammengestellt, der jedem strebsamen Volksgenossen mit nur ganz geringen Unkosten ermöglicht, sich fachlich weiter zu bringen. Der neue Sommerschulungsplan für den „Handel“ beginnt bereits im April. Bochum-Harpen Im Silberkranze. Auf einen 25jährigen gemeinsamen Lebensweg kann heute das Ehepaar Gustav Rohde und Frau, Luise geb. Uffelmann, Maischützenstraße 29, zurückblicken. Bochum-Werne Im Berufe verunglückt. Der 48jährige Hauer Johann K. aus der Folenkingstraße 33 war mit Verbauarbeiten beschäftigt, als ein Ortsbruch erfolgte uno er von dem hereinbrechenden Gestein getroffen wurde. K. erlitt neben einer- Gehirnerschütterung arge Rücken= und Beinverletzungen und munte ins Bergmannsheil überführt werden. Bochum-Linden-Dahlbausen Luftschutzwerbeveranstaltung. Auf dem Horkenstein fand Samstag eine Werbeveranstaltung des RLB statt. Leider war die Veranstaltung des schlechten Wetters wegen nicht sehr gut besucht. Die Werbeveranstaltung nahm einen guten Verlauf und dürfte ihren Zweck nicht verfehlt haben,(b) Pfundsammlung. Am Dienstag, dem 16. März, wird in unserer Ortsgruppe eine Pfundsammlung durchgeführt. Es wird gebeten, die Spenden zum Abholen bereitzubalten. Tödlich verunglückt. In Ausübung seines Berufes verunglückte im unterirdischen Betrieb der Zeche„Königsgrube“ der Kohlenhauer Heinrich Frymark aus dem Stadtteil Röhlinghausen. Der Verunglückte stand im Alter von 31 Jahren.(b) Verlängerte Schankerlaubnissteuer=Ordnung der Stadt Wanne=Eickel. Die Steuerordnung über die Erhebung einer Schankerlaubnissteuer im Bezirke der Stadt Wanne=Eickel vom 15. März 1934 ist mit Genehmigung des Arnsberger Regierungspräsidenten unverändert bis zum 31. März 1939 verlängert worden. Grock-Gastspiel in Bochum Grock, der Meister des Humors, der mit seinem bürgerlichen Namen eigentlich Adrian Wettach heistt und sich bereits in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen hatte, hat neuerdings das Privatleben wieder mit der Bühne vertauscht. Er wird am 16. März ein Gastspiel in Bochum geben. Ein Ensemble ausgezeichneter Künstler begleitet ihn. Bin ich verschwenderisch? Frage:„Ich bin gewohnt, beim Einkauf meiner Toiletteartikel nicht allzu übertrieben auf den Pfennig zu achten, weil hier alles von der Qualität abhängt. Mein Mann macht mir deshalb Vorwürfe. Sind sie berechtigt?“ Antwort: „Sie handeln richtig, wenn Sie einem Qualitäts=Erzeugnis wie Chlorodont den Vorzug geben, weil Sie wissen, daß zur Pflege Ihrer Zähne nur das Beste gut genug ist. Bei Chlorodont ist eben jeder Pfennig gut angelegt." is unserene Verbreitungsgebiet 26. Fortsetzung.) Den folgenden Morgen benutzte Seidler, um sich zunächst etwas auszuschlafen. Man mußte sich schon bei Kräften halten, da half einmal alles nichts. Auch der Körper forderte seine Rechte. Aber der Schlaf war nicht sehr erquickend. Wirre Bilder verfolgten ihn. Er befand sich wieder in der Kaschemme, entsetzliche Fratzen beugten sich über ihn, wirbelten dann in einem fanatischen Tanz mit ihm um die Tische, von denen klirrend die Gläser und Flaschen fielen. Die„Hafen=Charlotte“ grinste ihm ins Gesicht. Ein Neger bleckte die Zähne und biß nach ihm. Transportarbeiter nahmen ihn auf die Schultern und ließen ihn fallen, da kam schon die Feuerwehr, klingelingeling.. Er fährt aus dem Traum empor, Rrrrrrrring! Rrrrrrrring! Donnerwetter, das Telephon! Schlaftrunken, noch immer verwirrt, nimmt er den Hörer auf.„Ja, hier Seidler!“ „Dier Rückert! Konsul Rückert in Niiza! Herr Seidler, kommen Sie, bitte, sofort hierher. Es ist etwas passiert, dieser Kießling..“ „Was ist mit Kießling?“ „Er ist verschwunden. Und dann... aber kommen Sie, wenn Sie irgend können!“ Seidler flog geradezu in die Kleider. So schnell war er noch selten hineingekommen. Er hatte sich hier in Marseille ein Tageszimmer genommen. Die Wirtin war anständig. Er gab ihr noch eine Weisung: „Ich behalten das Zimmer noch. Hier, haben Sie gleich die Miete. Wenn ein Herr nach mir fragen sollte, sagen Sie, daß ich wahrscheinlich schon heute abend um sechs Uhr zurück sein werde. Anderukalls telenhoniere ich.“ In Nizza empfangen ihn Rückerts in höchster Erregung. Frau Asta bittet ihn, Platz zu nehmen. „Ja, ja. Herr Seidler, da haben wir uns ja eine schöne Sache eingebrockt! Ihr werter Freund ist verschwunden und hat noch tausend Frank mitgehei beißen.“ Seidler fährt jäh zusammen.„Tausend Frank? Aber wie war das möglich?" „Er sollte nur meinen Mantel holen, war einige Nachdruck verboten Augenblicke allein im Zimmer. Das Geld hatte in meinem Schreibfach gelegen.“ „Also gestohlen?" „Ja. Wir fuhren nach Monte binüber und aßen dort vor dem Spiel, wie gewohnt, erst zu Abend Als wir dann zum Kasino wollten, stand unser Wagen verlassen da.“ „Gnädige Frau, das ist mir ja furchtbar peinlich! Eigentlich bin ich ja nun schuld an der ganzen Geschichte.“ „Mein Gott, darüber brauchen Sie sich nicht so aurzuregen. Wir hätten ja nein sagen können." „Hätten Sie es nur gesagt!“ „Na, und unser richtiger Chauffeur ist ja auch noch da.“ „Aber die tausend Frank!“ „Werden wir vielleicht auch wiederbekommen. Ich verstehe nur nicht.. die Sache ist mir recht schleierhaft.“ „Mir auch.“ gab Seidler zu.„so etwas hätte ich nicht erwartet. Es wirft ein ganz neues Licht auf die Sache. Das ist also schon gestern abend passiert?“ „Ja“ griff jetzt der Konsul ein,„leider konnten wir Sie nicht mehr erreichen. Wir haben mindestens fünfmal telephoniert.“ „Ich hatte inzwischen auch interessante Erlebnisse Konnte daher nicht zu Hause sein. Hat Kießling sonst noch etwas mitgehen heißen?“ „Nein." „War Ihnen vorher an ihm etwas aufgefallen, ich meine, ob er vielleicht besonders erlegt war?“ „Das haben wir nicht bemerkt. Eigentlich war er immer recht still. Als ob ibn was drückte." Blitzschnill überlegte Seidler. Konnte man mit tausend Frank nach Afrika kommen? Kaum! Soviel ihm bekannt war. lief auch zur Zeit gar kein Schiff dorthin aus. Der Flüchtling hatte gewiß ein anderes Ziel ins Auge gefaßt. „Haben Sie schon Anzeige erstattet?“ fragte er „Nein.“ sagte Frau Asta,„wir wollten erst einmal mit Ihnen Rücksprache nehmen. Sellen wir es noch tun?“ „Es wäre vielleicht doch geboten. Selbstverständlich werde ich aber persönlich auch hinterher sein. Viel kann ich freilich im Augenblick noch nicht tun. Was nötig ist, werde ich gleich noch veranlassen." Noch einmal ließ er sich alles genau erzählen. Dann fuhr er nach Monte Carlo und setzte dort mit seinen Recherchen ein. Vielleicht hatte Kießling wieder das Spiel verlockt. Unmöglich war dies durchaus nicht. Man mußte alles im Auge fassen * Seidler ließ sich bei der Spielleitung melden. Man versprach, ihn zu unterstützen. Die einzelnen Hausdetektive wurden ihm vorgestellt. Da erkannte er einen wieder, der ihn neulich bei seinem Spiel mit Kießling zusammen beobachtet hatte. „Entsinnen Sie sich meiner noch?“ fragte er höflich. „Jawohl,“ entgegnete der Beamte.„Sie sind einmal hier gewesen und haben mit einem anderen Herrn zusammen am Tisch 3 gespielt.“ Der Mann konnte Kießling sogar noch beschreiben. Seidler fragte: „Haben Sie den anderen Herrn noch einmal wiedergesehen?“ „Ja, gestern abend,“ kam prompt die Antwort. „Er spielte aber nur einen Satz.“ „Das wissen Sie auch noch? Erzählen Sie, bitke!" „Er fiel mir schon auf, als er hereinkam. Schien ziemlich erregt zu sein. Nahm auch gar nicht erst Platz am Tisch. Er zog tausend Frank aus der Tasche und setzte den ganzen Betrag auf einmal auf das zweite Dutzend.“ „Na, und?" Seidler war so gespannt, als ob die rollende Kugel jetzt über sein Schicksal entscheiden würde. Der Beamte blickte ihn lächelnd an.— „Der Mann hatte Glück,“ sagte er,„er gewann. Dann verschwand er sofort mit den zweitausend Frank, die er dann erhielt, so schnell, wie er gekommen war. Ein typischer Hasardeur!“ Demnach hatte Kießling dreitausend Frank in Händen. Damit war schon etwas anzufangen. Seidler bedankte sich und verließ die Räume. Auf der Polizei, zu der er sich nun begab, mußte er sich eine ziemlich kurze Behandlung gefallen lassen. Ein kleiner Diebstahl von tausend Frank, was war das schon! Natürlich, man würde der Sache nachgehen. Aber alles schön nach der Reihe Vorläufig lagen noch wichtigere Dinge vor. So sagte das Fürstentum Monaco zu ihm, in dem er keinerlei Machtbefugnisse batte. Er begab sich zunächst nach Nizza und dann von kart aus nach Marseille zurück, wo es wiederum mehrere Ueberraschungen gab * Als er zur Polizei kam, wurde ihm mitgeteilt, daß der leitende Kommissar ion zu sprechen wünschte. Er eilte zu ihm.„Nun, etwas Neues?“ fragte er recht gespannt. „Jawohl, Herr Seidler. Es handelt sich um den Brief, der hier bei der Post abgeholt werden sollte." „Ah. Sie haben den Abholer festgenommen „Nein. Leider nicht. Bis der Beamte die nötige Anweisung geben wollte, fiel dem Nachfrager wohl das Zögern auf, und ehe man sich es versah, war er wieder verschwunden.“ „Das ist fatal. Gerade daran lag Herrn Lebrun so viel. Wie sah denn der Mann aus?“ „Soviel der Beamte durch sein Fenster beobachten konnte, war er gut angezogen und ziemlich breit in den Schultern. Er trug einen braunen Jackettanzug, braune Schuhe und einen graubraunen Hut. Außerdem hatte er einen Stock mit einem Elfenbeingriff.“ „Das ist ja schon etwas,“ erwiderte Seidler, „wenn auch nicht viel. Und wann spielte der Vorfall?“ „Heute nachmittag gegen vier. Es wurde angeordnet, daß Ihnen der Fall gleich nach Ihrer Rückkehr zu melden sei.“ „Ich danke Ihnen verbindlich, Herr Kommissar. Werde die Meldung heute noch an Herrn Lebrun weitergeben. Gibt es sonst etwas Neues für mich?“ Nein. Wüßte nicht.“ Seidler begab sich zu seinem Zimmer. Die Wirlin empfing ihn sofort mit der Nachricht, der angekündigte Herr sei nun dagewesen und werde um nenn Uhr noch einmal wiederkommen. „Gut.“ sagte Seidler und rieb sich vergnügt die Hände,„ich werde hier sein. Führen Sie ihn gleich herein, wenn er kommt.“ In seinem Inneren frohlockte es. Der Streich war gelungen, sein gefährliches Wagnis ist nicht umsonst gewesen. Er ruft inzwischen Lebrun an Teilt ihm aber zunächst nur das Unangenehme, nämlich das Verschwinden Kießlings und das Entwischen des Briefabholers mit. Lebrun ist sehr niedergeschlagen und ärgerlich. Er läßt das auch deutlich merken. „Sehen Sie. Seidler, wir hätten den Kießling doch lieber gleich richtig vornehmen sollen. Nun ist es zu spät. Allerdings hätte auch ich eine Flucht kaum erwartet. Was halten Sie denn davon?“ „Ich stehe selber vor einem Rätsel. Möglicherweise stand er doch irgendwie mit dem Attentat in Zusammenhang.“ „GlaubenSie? Hoffentlich haben Sie alles getan, um seiner nun wieder habbaft zu werden!“ „Das ist geschehen. Herr Kommissar.“ „Die Geschichte mit dem Briefabholer ist Ihnen beschrieben worden?“ Seibler wiederholt die Beschreibung. (Fortsetzung folgt.) Der Reitersturm 6 67 veranstaltete am gestrigen Sonntag ein Kinderreiten zuguusten des WHW. Wegen des regnerischen Wetters fand das Reiten im Tattersaal auf der Herner Straße statt. Für eissn Groschen konnten die Kinder einmal auf dem Pferderucen einen Ritt durch die Halle tun, ein Vergnügen, von dem reichlich Gebrauch gemacht wurde, wie unsere Aufnahme schon erkennen läßt. SK=Foto: Herker Kinderreiten zugunsten des Whw. Volksdeukscher Abend der NSG.„Kraft durch Freude“. In Gemeinschaft mit dem Dtsch Volksbildungswerk der NSG.„Kraft durch Freude“ veranstalt. der VDA., Bezirk Bochum, Donnerstag, den 18. März 1937, 20 Uhr, im großen Saal des Parkhauses(Stadtpark) einen volksdeutschen Abend. Die Vortragsfolge gibt im ersten Teil einen kurzen Ueberblick über die deutsche Geschichte Oesterreichs. Der zweite Teil ist dem alpenländischen Volkslied, humoristischen Vorträgen und der Vorführung von Tänzen und Gebräuchen gewidmet, die von der deutschen Volkskunstgruppe aus Graz in Steiermark vorgetragen werden. Die deutsche Volkskunstgruppe besteht aus Studenten und Studentinnen und kommt unmittelbar aus Deutsch=Oesterreich, so daß sie hier in Bochum ihren ersten Abend gibt. Die Mitglieder der DAF. und die Freunde des Deutschen Volksbildungswerkes sind zu diesem wertvollen Abend eingeladen. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 0,50 NM und für Jugendliche 0.30 RM. Karten sind in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, zu haben. Uraufführung zur Woche „Dramatiker der HJ.“ in Bochum Am Samstag, 20. März, gelangt im Stadttheater Bochum Friedrich Wilhelm Hymmens„Der Vasall" zur alleinigen Uraufführung„Der Vasall“ gehört zu den Stücken, die im Rahmen der Woche„Dramatiker der HI.“ vom 11. bis 18. April unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels und des Jugendführers des Deutschen Reiches von Schirach im Stadt theater Bochum zur Aufführung gelangen. Spielleitung liegt in den Händen von Dr 2 Schmitt. Ein Bochumer Maler stellt aus Siesta am Meer“ Gestern hatte sich in der städtischen Gemaldegalerie wieder ein stattlicher Kreis Kunstinteressierter eingefunden um der Eröffnung zweier neuer, sehenswerter Ausstellungen beizuwohnen. Bei der einen handelt es sich um eine Wanderausstellung der Vereinigung westfälischer Museen, die Landschaftszeichnungen niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts zeigt. in denen das Bild der Landschaft meisterhaft festgehalten ist. Die zweite Ausstellung zeigt Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen unter dem Titel„Sizilien 1936, Land und Leute“, die von dem jungen Bochumer Maler Hans Werdehausen stammen und im vorigen Jahre auf seiner Sizilienfahrt entstanden sind. Galerieleiter Dr. Reiche führte in einem längeren Vortrag in das künstlerische Wollen und Schaffen ein. Beifolgend bringen wir zwei Bil#verke des Bochumers. Wir kommen auf die Ausstellung noch zurück. „Wäscherinnen am Meer“ SK=Fotos: Herker Neuordnung der Vorzugsrente Anträge auf Gewährung bis Monalsende stellen! Vom Wohlfahrtsamt der Stadt Bochum wird uns geschrieben: Das Gesetz zur Aenderung und Ergänzung von Vorschriften auf dem Gebiete des Finanzwesens vom 23. 3. 1934 bringt mit dem 1. 4. 1937 einige Aenderungen in bezug auf die Vorzugsrente. Unverändert geblieben sind die Voraussetzungen für die Gewährung der Vorzugsrente, wie Anleihealtbesitz, Deutsche Reichsangehörigkeit, Wohnsitz im Inlande und Bedürftigkeit. Neu ist die Bestimmung über die Festsetzung eines Endtermins zur Beantragung von Vorzugsrenten. Danach ist der Antrag auf Gewährung oder Wiedergewährung einer Vorzugsrente bis zum 31. 3. 1957 zu stellen. Vom 1. April 1W7 ab ist die Antragstellung nur noch in folgenden 3 Fällen zugelassen: 1. wenn eine Ehefrau den Ehegatten, der eine Vorzugsrente bezogen hat, überlebt. Bedingung ist, daß der verstorbene Ehegatte die einsache oder erhöhte Vorzugsrente bis zu seinem Tode bezogen hat. Der Antrag ist binnen Jahresfrist nach dem Tode des verstorbenen Rentenbeziehers zu stellen; wenn ein Verwandter ersten Grades eines Anleihegläubigers von Altbesitz als Rechtsnachfolger Auslosungsrecht erbalten hat. Ihm steht, wenn er wegen geistiger oder körperlicher Gebrechen dauernd erwerbsunfähig ist, auch nach dem 31. 3. 1187 das Recht zu, Vorzugsrente zu beantragen. Hier kommen gebrechliche Eltern oder Kinder in Frage, die erst nach dem Tode des Anleihebesitzers in den Besitz von Auslosungsrechten gelangt sind, also früher eine Rente nicht beantragen konnten. Eine Antragsfrist ist hierbei nicht vorgesehen; 3. ein Anleihebesitzer, der früher einmal die erhöhte Vorzugsrente hat, die etwa wegen Verlustes der deutschen Reichsangehörigkeit, des inländischen Wohnsitzes oder infolge Fortfalls der Bedürftigkeit erloschen ist, hat nach dem 31. 3. 197 ebenfalls das Recht, den Antrag auf Gewährung der Vorzugsrente zu stellen. Das Recht verfällt aber, wenn andere als die vorgenannten Gründe zum Erlöschen der Rente geführt haben. Die erste Ziehung von Auslosungsrechten nach dem 31. 3. 1937 findet im Juni 1997 statt. An dieser nehmen alle Auslosungsrechte teil, auch die, für welche eine einfache Vorzugsrente bezogen wird. Wird ein Auslosungsrecht eines Rentenbeziehers gezogen, so hat er die Wahl zwischen der Entgegennahme des Auslosungsbetrages mit Zinsen oder dem Uebergang zur erhöhten Vorzugsrente. Entscheidet er sich für die Auszahlung des Ausosungsbetrages, so erhält er ungefähr den fachen Betrag einer Jahresrente. Seine Rente erlischt alsdann. Wählt er dagegen die erhöhte Vorzugsrente, so erhält er laufend jährlich eine Rente von 100 Prozent des Nennbetrages seines Auslosungsrechtes, dagegen eine solche von 120 Prozent, wenn er das 60. Lebensjahr vollendet hat. Die Erklärung über den Verzicht auf den Auslosungsbetrag ist binnen 4 Monaten nach Bekanntgabe des Ziehungsergebnisses an die Reichsschuldenverwaltung abzugeben. Jährlich finden 2 Ziehungen statt, und zwar im Juni und Dezember. Nähere Auskunft über Fra gen der Vorzugsrente wird im Rathaus, Zimmer 219 oder 251, erteilt. Der nordische Gedanke: Festabend des Westfälischen Kontors der Nordischen Gesellschaft im Parthotel Das Westfälische Kontor der Nordischen Gesellschaft veranstaltete Samstag im Spiegelsaal des Parkhotels einen Festavend, der in Ton und Wort, durch Dichter und Komponisten, die der nordischen Gedankenwelt nahestehen oder ihr eng verbunden sind und ihr durch ihr Schaffen Ausdruck gaben, der Vertiefung und Verinnerlichung des nordischen Gedankens diente. In seiner Begrüßungsansprache— es waren Mitglieder des Westfälischen Kontors aus den beiden westfälischen Gauen, Oberbürgermeister, Gauamtsleiter und viele andere hochgestellte Personlichkeiten des öffentlichen Lebens erschienen— sagte der Gauschulungsleiter Dr. Schwarzschulz, daß der Nordischen Gesellschaft gemäß dem Auftrag des Reichsministers Dr. Frick die Aufgabe geworden sei, den nordischen Gedanken zu vertiefen und ihn als ein richtiges Formprinzip des deutschen Menschen immer stärker ins Volk zu tragen. Diese Arbeit beziehe sich allein auf das deutsche Volk, erstrecke sich aber nicht, wie man das so oft anzunehmen geneigt sei, auf Völker außerhalb der deutschen Grenzen. Nur wenigen begnadeten Genies ist bisher der große Wurf gelungen, nordischen Gedankengehalt in ihrem Schaffen rein und unverfälscht Ausdruck zu geben. Auf musikalischem Geviet ist dieser gewaltigen Aufgabe bisher noch keiner gerecht geworden. Man greife darum auf die Werke der großen deutschen Tonsetzer zurück, auf Beethoven und Brahms, die mit gewissen Einschränkungen dem Ideal am nächsten kommen. Der Abend wurde gestaltet vom SeidemannAugrtett aus Hagen, das den Bochumern durch viele Gastspiele bekannt ist dessen saubere und beseelte Musizierfreudigkeit den Gehalt Beethovenscher Sonaten, die gedankliche Tiefe des Streichquartetts C=Moll von Beethoven usw. gebührend ausdeutete, und vom Schauspieler W. Busch, Stadttheater Bochum. Prophetische Künder findet der nordische Gedanke dagegen in Dichtern wie George, dessen hymnisch hohes Pathos, dessen geistiger Adel in Sang und Spruch, dessen eherne Sprache der Propyetie, dessen Mahn= und Drohworte, dessen flammende Begeisterung für die Volkwerdung der Deutschen Willi Busch nachformend und neuschöpfend überzeugend gestaltete. Ausgewählte Stücke kennzeichneten Nietzsches„Also sprach Zaratrusta“ als eindrucksvolle Predigt des gesunden Menschen, des Unverbogenen, den nicht schielenden und heuchelnden Helden. Mit weiteren Gedichten kam dann auch Ernst Bertram, Schüler Georges, zu Wort. Insgesamt bereitete die nordische Gesellschaft ihren vielen Gästen mit dieser erlesenen Darbietungsfolge eine besinnlich-erlebnisreiche Feststunde. Das Straßenrennen Bochum-Münster-Bochum In den Spielen der Bezirksklasse, Gruppe Bochum, erkämpfte sich der MBV Linden durch einen 3.0=Sieg über den FC Schwelm die Meisterschaft und wird daher ar den kommenden Anistiegspielen teilnehmen Die Meistere.f, von links: Skorupiniki Bahrwaldl Schrick, Schimmelpfennig, Liedtke, Kropf, Jezierski II, Mertes, Mann, Jezierski I, Bölting. Oben inks: Die A Klasse am Ziel, der Sieger Schild=Chemnitz vor dem Zielband, hinter ihm Haack Chem.*chulten ohann Dartmund und die weiteren Fahrer der Spitzengruppe.— Rechts der Sieger Schild, mit dem Lorbeerkranz geschmückt, MBV. Linden der neue Gruppenmeister bedeutsame Erleichterung für den Geschäftsverkehr gegenüber den früheren Länderbestimmungen schafft das Gesetz, indem es den Nachweis der Empfangsterechtigung unter bestimmten Ruaussetzungen erleichter t. Für die Hintertegung von Wertpapieren in bestimmten Fall' i. in denen eine länger dauernde Hinterlegung in Frege kommt und der Gesichtspunkt der sicheren Arlegung und Verwaltung im Vordergrund steht, sind neben den Amtsgerichten auch die Reichsbank, die Staatsbanken und andere Kreditinstitute 13 Hinterlegungsstellen zugelassen. Das neue Gesetz tritt am 1. April 1937 in Kraft. Um den reibungslosen Uebergang von den verschiedenen Länderrechten auf das neue Reichsrecht zu ermöglichen, bleiben für bereits a bängige Sachen die bisherigen Vorschriften:eilweise noch einige Zeit in Kraft. Das Gesetz zibt dazu eingehende Uebergangsbestimmungen. Reichsausstellung„Schönheit der Arbeit“ im Bergbau In Gelsenkirchen wurde die Reichsausstellung„Schönbeit der Arbeit im Bergbau“ eröffnet. Mit dieser Ausstellung wendet sich die Deutsche Arbeitsfront unmittelbar an den deutschen Bergmann. Vom 12. März bis 2. April werden aus allen Teilen des Ruhrgebietes unzählige Sonderzüge Bergmänner mit ihren Betriebsführern, Vertrauensräten und Zellenobmännern nach Gelsenkirchen bringen, um hier Anregungen und Vorschläge für ihre Zechen und Arbeitsstellen mitzunehmen. Es wird mit einer Besucherzahl von 50 000 gerechnet. In 12 Räumen Lietet die lehrreiche Schau einen amfassenden Ueberblick über die einzelnen Arbeitsemppen im Verbau. Hier ist das Arbeitsleben des Bergmannes in Schaubildern vom Heim bis zur Arbeitsstelle, durch die Waschkauen in die Grube, von der Lohnhalle zur Steigerstube bis zum Heim weg und seiner Wohnung dargestellt. Im künstlerisch ausgestalteten Vorraum stehen Ehrenmale, die darauf hinweisen, daß die Kunst leim deutschen Arbeiter ihre Heimstätte gefunden hat. Schaltbilder, die mit einer elektrischen Lichtanlage verbunden sind, vermitteln einen Eindruck von dem harten und gefahrvollen Schaffen des Kumpels im Kali=, Braunkohlen= und Stein kohlenberabau. Hier sind vor allen Dingen anständige Abortanlagen unter Tage, saubere und hwaienische Waschkaue über Tage, anständige Ausgestaltung der Steigerstuben und Lohnhallen die wichtigsten Forderungen der Aktion. Ein Aufenthaltsraum für die Gefolgschaft über Tage dokumentiert, mit wie wenig Mitteln man hier einen gemütlichen Raum errichten kann. Schließlich müssen aus der Fülle des Gezeigten noch das Modell eines Stolleneinganges, einer vorbildlichen Lampenstube, eine Waschkaue und der eindrucksvolle Versuch eines mit Solluxlampen bestrahlten Ganges, der den erhitzten Bergmann vor einem plötzlichen Temperaturwechsel und damit vor Erkältung schützt, genannt werden. In einem weiteren Raum hat das Amt Mustermöbel ausgestellt. Sie sollen dem Bergmann eine Anregung sein, wie er im Rahmen des Ehestandsdarlehens für wenig Geld haltlare und zweckmäßige Einrichtungsgegenstände anschaffen kann. Die Deutsche Arbeitsfront führt mit dem Amt „Schonheit der Arbeit", der Reichsbetriebsgemeinschaft„Bergbau“ und dem Amt für Volksgesundheit in diesen Wochen eine große Aktion für die wurdige Ausgestaltung der Arbeitsstellen und für die weitere Erleichterung der Arbeitsbedingungen des deutschen Bergmanns durch. Die hervorragende Reichsausstellung wird zum glücklichen Gelingen dieser gewaltigen Aufgabe bestimmt einen guten Teil beitragen.— Schweres Eisenbahnunglück in Frankreich Entwurzelte Ulme bringt zur Entgleisung bisher dreizehn Tote und mehrere Schwerverletzte geborgen TNB Paris, 14. Marz.(Drahtb.) Am Sonnabend nachmittag ist bei Corquoy, einem Dorfe etwa 30 Kilometer von Bourges, der aris— Mont Dore entgleist. Lokomotive, Tender, Packwagen und der erste Personenwagen fielen zur Seite. Die Ursache des Unfalles ist der in der Gegend herrschende heftige Sturm, durch den ein Baum gerade in dem Augenblick auf die Gleise geworfen worden war, als der Zug herankam. Der Lokomotivführer war nicht mehr im Stande, rechtzeitig zu bremsen. Das Eisenbahnunglück hat ernstere Folgen gehabt, als man zunächst annahm. Die Zahl der Toten wird mit acht angegeben. Jedoch steht noch nicht fest, ob nicht auch noch andere Opfer unter den Trümmern liegen. Etwa zwanzig Schwerverletzte wurden ins Krankenhauz nach Bourges gebracht. Bei einigen von ihnen besteht Lebensgefahr. Die entgleisten Eisenbahnwagen sind völlig ineinandergeschoben worden, so daß die Eisenteile an vielen Stellen auseinandergeschweißt werden müssen, um die Bergungdarbeiten durchführen zu können. Das Eisenbahnunglück hat bisher 13 Todesopfer gefordert, von denen zwei Frauen und ein Kind noch nicht identifiziert werden konnten. Die ganze Nacht hindurch dauerten die Bergungsund Aufräumungsarbeiten an. Man hofft, bis Sonntag abend die Strecke wieder fre zumachen. Der entgleiste D=Zug war in Paris am Sonnabend früh mit Wintersportlern und Wochenendfahrern nach Mont=Dore abgegangen. Der Sturm hatte in einem Schloßpark unweit der Unglücksstelle eine mächtige Ume entwurzelt. Der Baum war einen Abhang hinuntergerollt und hatte sich über die Schienen gelegt. Auf das weithin hörbare Krachen des stürzenden Baumes war der Schloßherr mit allen verfügbaren Leuten herbeigeeilt. Er benachrichtigte den nächsten Streckenwärter und versuchte, mit Sägen und Aexten den Baum, der im ganzen nicht fortzuschaffen war, zu zerlegen, um die Schienen frei zu machen. Leider stand bis zum Herannaben des D=Zuges nur wenig Zeit zur Verfügung. Obwohl der Streckenwärter mehrere hundert Meter entfernt Knallkapseln als Notsignale auf die Schienen gelegt hatte, konnte der Zug nicht mehr angehalten werden. Die Explosion der beiden ersten Signalkapseln scheint der Lokomotivführer im heulenden Sturm überhört zu haben. Als er schließlich die Gefahr erkannte und alle Bremsen anzog, war es bereits zu spat. Die Lokomotive fuhr mit etwa 80 Kilometer Geschwindigkeit gegen den Baumriesen und kippte nach wenigern Metern um. Der erste leichte Holzwagen dritter Klasse schob sich in den Tender. Sieben Abtelle dieses Wagens wurden völlig gerstört. Ihre Insassen fanden den Tod. Die Reisenden in den letzten Abteilen des ersten Wagens kamen mit Verletzungen davon. Die übrigen Wagen blieben unversehrt stehen. Der Lokomotivführer erlitt einen Armbruch und der Heizer eine ernste Knieverletzung. Die unverletzten Fahrgäste, ferner Polizei. Militär und Ortsbewohner machten sich sofort an die Bergungsarbeiten. Bis um 1 Uhr morgens hatte man die 13 Toten aus den Trümmern hervorgezogen. Der Innenminister hat sich an die Unglücksstelle begeben. Wie sich berausstellt, hatte die Eisenbahnverwaltung schon vor mehreren Jahren die Beseitigung des verhängnisvollen Baumes beantragt. Der Besitzer hatte sich aber diesem Wunsche mit Erfolg widersetzt. Jahre 1917 hat unweit der jetzigen Unfallstelle bereits ein Eisenbahnunglück stattgefunden, daß 13 Tote und etwa 50 Verletzte forderte. Der bunte Tag Eine Kahe führt den Tode eines Kindes herbei WLD Baumholder, 13. Mürz.(Drahtb.) Als die Ebeleute Gottfried Strumm für kurze Zeit ihre Wohnung verließen, schlich sich die Hauskatze auf den Wagen des neun Monate alten Kindes und legte sich dem Kinde auf die Brust. Als die Eltern nach Hause kamen, fanden sie ihr Kind erstiat vor; die Katze lag noch auf dem toten Kinde. Drei Kinder in einer Erdhöhle verbrannt DNB Bromberg, 14. März.(Drahtb.) Der Arbeiter Caekalski bei Argenau im Kreise Inowrazlaw hatte, weil er für sich, seine Frau und drei kleine Kinder keine Wohnung fand, in einer Sandgrube eine Höhle ausgegraben, deren Wände er mit Brettern abgesteift hatte. Als die Frau dieser Tage im Walde Holz sammeln wollte, schloß sie die Kinder in der Höhlenwohnung ein, nachdem sie vorher den Ofen geheizt hatte. Aus unbekannter Ursache griff das Feuer auf die Wohnungsgegenstände über. Da die Tür verschlossen war, konnten sich die Kinder nicht retten und kamen in den Flammen um. Die Mutter fand bei ihrer Rückkehr ihre Kinder nur noch als verkohlte Leichen vor. Bei einer Skitour tödlich abgestürzt DNB Innsbruck, 14. März.(Drahtb.) Der 27= jährige Zuckerbäckergehilfe Franz Sechovetz unternahm am Donnerstag mit zwei Freunden eine Tour in die Oetzlaler Alpen. Obwohl ihnen dringend abgeraten wurde, wollten sie vom Salzkogel gegen die Samoa=Hütte aufsteigen. Sechovetz, der seinen Freunden vorausgefahren war, stürzte in eine Gletscherspalte und schlug mit dem Kopf an eine Eisbrücke, so daß er sofort tot war. Die Freunde und andere Skiläufer, die sofort die Bergungsversuche aufnahmen, konnten nur noch den Tod feststellen. Amokläufer verwundet britische Polizeibeamte DNB London, 14. März.(Drahtb.) Drei britische Polizeibeamte wurden auf dem Marktplatz von Alt=Jerusalem durch einen Amokläufer verletzt. Ein Beduine lief durch die Straßen, wobei er wahllos mit einer Eisenstange um sich hieb. Ein Polizeibeamter wurde dabei ernstlich Leopold Wölflings Witwe klagt mer wieder Prozesse im Erzhause Habsburg. Von Kaiser Franz Joseph wird berichtet, daß die Liebesgeschichten und Streitigkeiten innerhalb des Erzhauses ihm mehr Aerger verursacht haben, als die Schwierigkeiten der inneren oder äußeren Politik der Doppelmonarchie. Formal bildeten die unzähligen Erzherzöge und Erzherzoginnen eine einzige große Familie, aber in Wirklichkeit lebten sie zumeist in Unfrieden miteinander und scheuten auch nicht davor zurück, die Gerichte zu bemühen. Solange die Monarchie noch bestand, verhinderte die Autorität des Kaisers allzu schlimme Entgleisungen, Seit 1918 jedoch befinden sich die Mitglieder des ebemaligen Erzhauses fortgesetzt im Zustand unerquicklicher Auseinandersetzungen, und zwar nicht nur mit denen, die auch heute noch den Titel Erzherzog oder Erzherzogin tragen, sondern auch mit solchen, die bereits ausgeschieden sind und deren Angehörige oder Hinterbliebene mit Anforderungen hervortreten. Dazu gehört nun neuerdings auch die Witwe Leopold Wölflings. So nannte sich der Erzherzog Leopold Ferdinand aus dem Hause Toscana, übrigens ein Bruder der ebemaligen Kronprinzessin Luise von Sachsen, deren Flucht aus Dresden seinerzeit eine Weltsensation bildete. Leopold Ferdinand wollte bald nach der Jahrhundertwende sich mit einer bürgerlichen Schauspielerin verheiraten. Da ihm der Kaiser die Erlaubnis versagte, mußte der Erzherzog auf alle Titel und Ehren verzichten. Der Kaiser setzte ihm eine Appanage aus unter der Bedingung, daß er nie wieder nach Oesterreich zurückkehrte. Mit seiner Familie schlok der Erzherzog einen Vertrag. auf Grund dessen ihm jährlich 40000 Goldkronen gezahlt wurden. Daraufhin ging der Ersherzog nach der Schweiz und nannte sich nach einem Berg im Böhmischen Erzgebirge Wölfling. Zunächst konnte er aut von seinen Einkünften leben, zumal er sich auch schriftstellerisch betätigte. Seine Ehe ging bald freilich wieder in die Brüche. Nach Kriegsendé durfte er nach Oesterreich zurückkehren, aber die Inflation verschlang sein ganzes Vermögen, so daß er in Armut geriet. Er ergriff die verschiedensten Berufe. Er war Versicheungsagent, Bankbeamter und Weinreisender. Auch trat er in Kabaretts und Filmtheatern auf. In denen er Erläuterungen zu einem Habsburger Film aab. Auch in einer Reibe von deutschen Städten ist er damals aufgetreten. Vor einigen Jahren ging der, wie er sich damals nannte. Privatgelehrte Leopold Wölfling mit Frau Klara Hedwig Pawlowiki, geb. Groeger aus Verlin=Niederschöneweide eine neue Ehe ein. Das Ehepaar machte ein Ladengeschäft auf, doch erging es ihm nicht sonderlich gut. Vor kurzem ist Leopold Wölfling gestorben. Seine Witwe beruft sich nun auf den Vertrag ihres Mannes mit dem Hause Toscana. in dem u. a. auch eine Witwenklausel enthalten ist. Auf Grund dieser Bestimmung verlangt sie von dem Chef des Hauses, dem Erzherzog Joseph Ferdinand, eine einmalige Zahlung von 16 000 Schilling und eine monatliche Rente von 10000 Schilling. Sie begründet ihren Anspruch mit ihrer Notlage, da sie nur 47 Schilling im Monat einnimmt. Der beklagte Erzherzog hat nun bei einem Wiener Gericht die Abweisung der Klage beantragt, da die Klägerin nicht Witwe im rechtlichen Sinne des Abkommens sei. Außerdem habe sie im Laufe der letzten Jahre Zahlungen im Werte von etwa 100 000 Goldkronen erhalten. Das Gericht hat nunmehr die Vorlegung des Originalvertrages verlangt. Butterbrokkönig wird Baron Vor ein paar Tagen ist Arel Svensson zum Baron erhoben worden. Diese Feierlichkeit fand im eßfrohen Dänemark stärkste Beachtung. Denn schließlich weiß dort jeder Mann, daß Swensson der Smoerrebrod=König ist. Smoerrebrod bedeutet wörtlich übersetzt„geschmiertes Brot“ oder Butterbrot. Es mag den Europäer verwundern, daß jemand als Erfinder des Butterbrots bezeichnet wird und dafür sogar noch den Baronstitel erhält. Nun ist allerdings das Smoerrebrod eine ganz besondere Art von Butterbrot, das sich nach und nach Weltruf eroberte und heute so bekannt ist, daß Engländer im Flugzeug nach Dänemark kommen, um bei Spensson Smoerrebrod zu essen. Es handelt sich um eine Scheibe Brot, ein Art Sandwich, mit einer„Garnitur“, die wundervoll abwechslungsreich ist. Aber wieso war es gerade Arel Spensson, der zum Erfinder dieser Smoerrebrods wurde? Er war ein junger Bursche, als sein Vater starb und die Mutter mit 5 Kindern obne Mittel zurückblieb. Er arbeitete in einem Kaufhaus in Kopenhagen als Lehrling, suchte aber für die Abendstunden noch irgendeine Beschäftigung. Er gab ein Inserat auf und erhielt die Antwort eines Gasthauses, das ihm ab 8 Uhr abends eine Stellung anbot. Er wollte nun etwas Besonderes aus dem Haus machen, beobachtete häufig, daß die Gäste besonders in später Nachtstunde noch irgend etwas Pikantes essen wollten. So fing er an, raffinierte Butterbrote zu bauen. Und bald war das Nachtlokal ein gesuchter Platz. Nach zwei Jahren gehörte das Haus ihm. Er baute aus, er baute auf. Aber im großen und ganzen ließ er in dem Haus, in dem er seine erfolgreiche Laufbahn begann, alles unverändert. Noch heute ißt man dort von einer Art Holzteller. Noch immer gibt es dort 200 Smoerrebrods, die er seinerzeit in stillen Tagen und langen Nächten komponierte Enkführt und zur Zeugin eines Verbrechens gemacht In Bukurest erregt großes Aufsehen und Empörung ein grauenhaftes Abenteuer, das eine Hebamme erlebte, und das wohl auch in der Kriminalgeschichte allein dastehend sein dürfte. Eines Nachts läutete bei der Hebamme die Glocke. Die Frau stand auf, und schaute nach, wer sie begehre. Vor der Tür hielt ein großes. elegantes Auto und daneben stand ein sehr gut gekleideter Herr, der sie höflich bat, einzusteigen und mitzukommen zu einer Entbindung. Die Hebamme holte schnell ihre notwendigen Utensilien, stieg ein, und in scharfem Tempo fuhr der Wagen mit ihr davon. Nach wenigen Minuten Fahrzeit zog der Herr. der jetzt neben ihr saß. eine Pistole, hielt sie ihr vor die Augen und sagte:„Sollten sie jemals verraten, oder auch nur die gerinaste Andeutung machen, wohin Sie diese Fahrt führte, dann werden Sie bestimmt erschossen." Darauf holte der Herr blitzschnell eine dunkle Binde aus der Tasche, band sie ihr um dieAugen und steckte ihr einen Knebel in den Mund Die Vorhänge der Limonsine waren beruntergelassen, so daß sich die Frau nicht bemerkbar machen konnte. Nach einiger Zeit hielt der Wagen und ihr Nebenmann und der Kraftwagenlenker faßten sie und schafften sie in ein Haus hinein und dort in das Zimmer der Wöchnerin. Da gab ihr der Fahrtbealeiter eine größere Geldsumme und bat sie. die Entbindung vorzunehmen. Die bebamme, die sich indessen wieder etwas von ihrer verletzt und mußte in ein Krankenhaus gebracht werden, die beiden anderen trugen leichte Verletzungen davon. Großfeuer in einer ostpreußischen Mühle DNB Königsberg, 13. März.(Drahtb.) In den Pinnauer Mühlenwerken in Wehlan brach ein Großfeuer aus. Der Brand entstand in der sogenannten Reinigung. Das aus Holz erbaute Gelände stand sofort in bellen Flammen. Das Feuer griff auf die große Roggenmühle über und bedrohte dann eine Papierfabrik. Diese wurde aber durch den rastlosen Einsatz der Feuerwehren des ganzen Kreises, zu denen auch die Königsberger Feuerwehr kam, gerettet. Ebenso konnte das Feuer an dem großen, viele tausend Zentner Roggen enthaltenden Silo, der auch entzündet worden war, abgelöscht werden. Englisches Motorschiff auf offener See in Brand DNB London, 13. März.(Drahtb.) Nach einer in London aufgefangenen Funkmeldung steht das englische Motorschiff„Silverlarch“ seit drei Tagen auf offener See in Brand. Das Schiff ist auf der Reise von Newyork nach den Philippinen. Der Kapitän hat drahtlose Hilferufe ausgesandt. Er teilte mit, daß er die acht Fahrgäste des Schiffes auf den ersten Dampfer, der ihm zu Hilfe kommen werde, umbooten wolle. Bis jetzt sei es nicht gelungen, das Feuer einzudämmen. Dem Motorschiff„Silverlarch“ ist durch den USA= Kreuzer„Louisville“ Hilfe gebracht worden. Als das Kriegsschiff bei dem brennenden Dampfer anlangte, hatten die Fahrgäste bereits die Rettungsboote bestiegen. Sie wurden von der„Louisville“ an Bord genommen. Entgegen früheren Meldungen wird berichtet, die aus 44 Mann bestehende Besatzung habe sich geweigert, das Schiff zu verlassen, und erklärt, daß sie das Feuer weiter bekämpfen wolle. Die Gefahr, in der sich das brennende Schiff befindet, wird dadurch erhöht, daß seine Ladung aus Rohöl besteht. Doppelmord und Selbstmord DNB Clausthal=Zellerfeld(Oberharz), 14. März. (Drahtb.) Eine furchtbare Bluttat wurde im Stadtteil Zellerfeld entdeckt. In der Wohnung des Einwohners Fuchs fand man die Ehefrau undihre Tochter mit eingeschlagenem Schädel auf. Im Nebenraum fand man Fuchs erhängt vor. Die Ermittlungen ergaben, daß Fuchs die Tat verübt haben dürfte, weil seine Tochter, die seine Frau in die Ehe mitgebracht hatte, wegen leichtsinnigen Lebenswandels der Fürsorgeerziehung übergeben werden sollte. Es bleibt unbeständig Wetterbericht der Reichswetterdienststelle EssenMülheim vom 14. März. Der über dem Kanal liegende Sturmwirbel schickt im steten Wechsel einzelne Störungen auf das Festland. Sie werden die Witterung weiterhin unbeständig gestalten. Bei meist geschlossener Bewölkung wird es dabei auch in den nächsten Tagen noch zu weiteren Regenfällen kommen Aussichten für Montag: Bei frischen, um Süd schwankenden Winden vorwiegend bedeckt mit Niederschlägen; Temperaturen etwas ansteigend. Für Dienstag: Frische südliche Winde, stark bewölkt und immer noch zeitweise Niederschläge; Temperaturen kaum geändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Keine Aenderungen. Aufregung erholt batte, führte auch glücklich die Entbindung aus und verlangte dann, man möge ihr das Badezimmer zeigen. Der Mann begleitete sie und das neugeborene Kind in ein anderes Zimmer, in dem ein großer Behälter mit kochendem 1 Wasser stand. Schnell entriß er der Hebamme das Babn und warf es in das kochende Wasser. Die Hebamme siel darauf in Ohnmacht. Als sie wieder zu sich kam, befand sie sich wieder mit verbundenen Augen, einem Knebel im Munde und gebundenen Händen im fahrenden Auto. Nach einiger Zeit löste man ihr die Handfesseln und setzte sie aus dem Auto heraus. Ehe sie den Knebel aus dem Munde und die Binde von den Augen bekam, war der Wagen verschwunden. Sie konnte also seine Nummer nicht feststellen. Die Frau begab sich darauf zur Polizei, erstattete Anzeige und hinterlegte auch dort den ihr für die Entbindung gezahlten Betrag. Den Nachforschungen der Polzei soll es bereits gelungen sein, einen der Tat verdächtigen Mann aus den ersten Bukarester Kreisen zu verhaften. Da jedoch die Verdachtsmomente nicht ausreichten, ihn zu überführen, und er energisch leugnete, wird sein Name einstweilen geheim gebalten. 300 000-Dollar-Scheck im Fundbüro Im Fundbüro der Newyorker Polizeizentrale erschien kürzlich ein junger Man und übergab dem Beamten einen Zettel, den er eine halbe Stunde vorher in der Wallstreet gefunden hatte. Der Beamte wußte vorerst nicht, was er mit dem Papierstück beginnen sollte, da es in seiner langjährigen Praxis nicht der Fall gewesen ist, daß ein Stückchen Papier als Fundobjekt fungierte. Bei näherer Besichtigung des Zettels stellte es sich heraus, daß der Tarichauffeur— er heißt August Geser und ist vierundzwanzig Jahre alt— einen Scheck gefunden hatte, der von einer großen Newyorker Börsenfirma auf ein Londoner Bankhaus ausgestellt war und auf die phantastische Summe von300 000 Dollar lautete. Der Beamte des Fundbüros verständigte sofort telephonisch die Direktion der Börsenfirma, wobei die groteske Tat sache zutage kam daß der Scheck auf 300000 Dollar nicht vermißt wurde. Es konnte auch nicht festgestellt werden, auf welche Weise der Scheck abhanden gekommen war. Statt Karten! Die Geburt unserer Tochter zeigen in Dankbarkeit und Freude an Hansi Hutnagel geb. Günther Dr. med. E. Hufnagel Bochum. den 12. März 1937 z. Zt. Elisabeth-Hospital Heute gegen 18 Uhr starb nach kurzer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, wohlvorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel und nach Empfang der heiligen Sterbesakramente, meln lleber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel für das Bauvorhaben Zentralfiien hof sollen die Innen- und Außenputz-Arbelie vergeben werden. Die Verdingungs= Unterlagen werden von der Planungs telle, Rathaus, Zimmer 269, soweit der Vorrat reicht, täglich von 4—12 Uhr abgegeben Die Angebote sind verschlossen nit entsprechender Aufschrift bis Dieno= aa, den 23. März 1937, 10 Uhr, an die vorbenannte Tienststelle einzureichen Die Oeffnung der Angebote erfolgt gleicher Zeit im Beisein der Vieter Bochum, den 15 März 1907 Der Oberbürgermeister Radio-Aoparate große Auswahl 10 Monatsraten Pianchaus Marks Bochum Haiser-Wiiheim-Straße. Rul 68575 a-Kauf, Miete AUVinsch Eimausch Auto- und Riesenluftreifen neugummieren Seyfert& Co., Bochum Herner Straße 77 Rul 684 75 Näh- u. Zuschneide-Kurse n Schneiderel und Wäsche 10r Berut und Hausbedart. Tages- und Abendkurse. Schnittmuster-Verkaut Fran Arenz Soch., Mamboldtetr. 11 ,Eingang Diekampstr. Im Alter von 65 Jahren. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbllebenen: Familie Geilmann Bochum, den 13. März 1937. Marlenstraße 29 Dle Beerdlgung findet statt am Mlttwoch, dem 17. März 1937, vormittags 10 Uhr, vom Frledhof Blumenstraße aus; vorher 8 Uhr Levltenamt in der St. Marlenkirche. Allen, denen aus Versehen kelne besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. SCHRÖDER Kortumstr. 25(am Engelbertbr.) Aus Abbruch! Fenster, Türen, Jußboden Schalung, Bauholz und billig abzugeben. Bochum, Klosterstraße 40. Am Mittwoch, dem 17. März 1937, morgens 7.15 Uhr, findet in der St. Liborius-Kirche zu Bochum-Grumme das 30 tägige Seelenamt für den verstorbenen Lokomotivführer Josef Kamperdick statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Die Volks-Zeitung, Dein Heimatblatt! Blinden-Verein Bochum Vors.: Klavterstimmer Winkler Pochum, Herner Str. 21, Ruf 635 13. wird gebeten, nachstehende Handwerker me Aufträgen zu bedenken: Kurd= und Stuhlflechter: A. Fucken Altenbochum, Altenbochumer Straße 79. Tel. Nr. 654.27, 3of Hawazinfkt. Auf dem Dablacker 47 Nenrad Obach, Altendochum, Zeche Karoline 820 Stuhlflechter: Karl Gottschalt. Bochum Kronpringenstratze Unau Bochum Elsatzstr. 17, Schulte Bochum. Meierstr. 8, hewikt, Harpen, Grüner Weg 11, Jrl. Deiß Von=der=Recke=Straße 1000 Maschinenstrickerin Bürstenmacher: dolfmann Weitmar. Haitinger Sir 1980 Handarbetterinnen: Frl. Keller Bochum, Hellweg 89. Verkanssseile: Vertrieb von Blindenardeiten aller Art Herner Str 21. Tel. 635 13 städtisches Orchester Bochum Vormiete 7. Konzert Donnerstaa. 18. März 1937. 20 Uhr im Stadtiheater Symphonic-Konzert W. A. Mozart: Symphonie C-dur(Linzer) P. Tschaikowski: Klavier-Konzert Es-dur M. Reger: Ballett-Suite Die Werke von Tschalkowski und Reger werden zum ersten Male in den städtischen Veranstaltungen aufgeführt. Solist: Udo Dammert(Klavier) Leitung: Leopold Relchweln reise 60 Rpf bis 2.70 RM. Karten sind an der Konzert tasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorver kauf-stellen zu haben. Vorbestellungen unter Nr. 6105 J.Pyra's kauim. Privatschule Bochum, Rottstraße 15, Ruf 64364 gegrundet 1900 Neue Jahres- und Halbjahreskurse ab 1. April 1937. Elnzelkurse. Anmeldungen täglich. Stadt ineate Bochun Montag, 15. März 20—23 Ubr NSKG. Kulturring2 und freier Verkauf Die Räuber Dienstag, 16. März 20—22,30 Uhr Vormiete C 20 Gastspiel der Kölner Oper! Die Bohème adler-Favorit Schreibmaschinen RM 135. monatl. 11.10 RM. Irautmann Bochum Viktoriastraße 73 am Handelshof Auf 65434 Die Vertreterin Deiner Interessen — Deine Tageszeitung— verdient es, Deinen gleich. gesinnten Freunden und Bekannten, die ste noch nicht halten, empfohlen zu werden. Qualität und Billigsen ahrrad Schluter ederzeit Bochum Gußstahl- u. Hum boldtatraßen-Ecke Ständige Anzeigen in unserer Zeitung helfen den Geschäftsverkehr beleben Erz Bruderschaf der hi. Familie Bochum. Mittwoch, 17. Mär10 Uhr Beerdigung des Mitgliedes Heinr. Geilmann vom Friedhof Blu menstraße aus. Hl Messe in der Klosterkirche 30. März 7 Uhr. Die Mitglieder, besonders jene der St. Marien=Pfarret mögen sich recht zahlreich befeiligen. Suche zu sosori einen kath. ehrl Jungen von 16—18 Jahr bet Famtlienan= salußz und guten Lohn. Bauer Anton Harimann Münster 1. W. Schiffaer erdamm 171 Nach Essen tüchtiges, in allen Hausarbeit. erfahr Mädchen nicht unter 20 J., für Ende März od 1. April gesucht. Vorzust. ab Montag vorm. zwisch. 8,30 und 10 Uhr. Zu erfr. l. d. 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Eine Hörolge von Hans Alt. 10.90: Richard Heinemener 118 brachte der Sportsonntag? 10.40: Sendepause. 11.50: Bauer merk' auf 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Koln in Verbindung mit der DAF). Was sich die ar beitenden Volksgenossen des Sendegebietes wünschen. Uebertragung aus dem Reichsbahn=Ausbesse rungswerk Lingen(Ems). Es spielt der Musikzug der SA-Standarte 62 unter Leitung von Fritz Erd brink. 13.00: Mittagsmeldungen— Glückwünsche. 13.16: Schloßkonzert. Das Niedersächsische Sin sonie=Orchester, Leitung: Otto Ebel von Sosen. M wirkende: Solisten des Orchesters. 1. Siebenbürg sche Ouvertüre(Brueckner). 2. Zwei kleine zertüüse(Capalinil. 3. Barbarina. Tanzizene (S. V. Clemusi. 4. Der Karnenal von Venedig Urban). 5. Der Sieger, festlicher Marich(S. B. Clemus). 14.00: Mittagsmeldungen. 4.15: Der lustige Rätselfunk 4.45: Wirtschaftsmeldungen. 15.00: Für unsere Kleinen: Von deldee und der Frau Dinderlinde. märchen von Liesel Drüing. 15.46: Wirtschaftsmeldungen. 10.00: Musik am Nachmittag. Es spielt das Unterhaltungsorchester des Deutschlandssendere Leitung: Otto Tobrindt 17.00: Kleine Kunstchronik, Unterhaltung un guter Rat. Leitung: Wilhelm Wahl. 18.00: Unterhaltungskonzert. Es spielt d Kleine Orchester des Reichssenders Köln unter Le tung von Leo Ensoldt. Kläre Hansen(Sopran Friedrich Eugen Engels(Tenors. 1. Vorspiel zu 3. Akt der Operette„Glück am Ziel“(R. M. Siege 2. Sa, das ist halt so, Wiener Lied(H. Carste). Rosen, flammend rote Rosen, Lied aus der One rette„Eine einzige Nacht“(R. Stolz). 4. Czardae aus der Operette Die Fledermans“ Joh. Strauß). chen Durahlings. s. warzer ans der Spererre„Ein Opernban R. Heuberger). 6. Sei mir gegrüßt, mein holdes Venezia, Lied(Joh. Strauß). 7. Melodien aus der Overette„Schach dem König“(W. W. Goetze). 9. Rosen. Tulpen, Nelken, Lied(P. Lincke). 9. Pierrot und Colombine(G. de Micheli). 16. Frühlingsreigen, Lied(Fleischmann). 11. Melodien aus der Operette„Die Glocken von Corneville“(N. Planquette). 12. Nacht mun es sein, Tango aus„Glückliche Reise“(E. Künneke). 13. Melodien aus der Cperette„Wo die Lerche singt“(Frz. Lebars. 14. Wer uns getraut, aus der Operette„Der baron" Joh. Strauß). 15. Blauer Himmel, Tango(J. Nixner). 16. Du bist wie ein Traum für mich, Serenade(W. Meisell. 17. Persischer Marsch(Joh. Strauß). 10.45: Neues vom Film. 2.00 Erste Abendmeldungen. 20.10: Die Westdeutsche Wochenschau. Zusammenstellung: Thilde Noese. 21.00: Konzertstunde. Es wirken mit: Friedrich Engen Engels(Tenor); Anton Schoenmaker(Violine); Henk Welling(Cello); Egbert Grape(Begleitung); Gaston Dejmek(Klavier). 22.00: Zeit, Wetter, Nachrichten 22.90—94.00: Nachtmusik. Dienstag, 16. März 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. 6.05: Leibesübungen. 6.30: Frühkonzert. Ausfuhrung: Musikkorps eines Infanterie=Regiments. 7.00: Nachrichten: anschließend: Morgenlied— Morgenruf. 8.00: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt. 8.10: Hilde Bremus: Frauenturnen. 6.20: Morgenmusik. Es spielt das Kleine Orchester des Reichssenders Köln unter Leitung von Leo Eysoldt. 1. Vorspiel zu einer Operette(P. Lincke). 2. Erinnerung an Capri(G. Becces. 8. Im Puppenhaus, Folge(J. Englmann) a) Auf der Puppenwiese, b) Menuett, c) Im Puppenhaus, d) Wiegenlied, e) Das Uhrwerk=Auto, Galopp. 4. Morgenlätter, Walzer(Joh. Strauß). 5. Morgen, Lied Nich. Strauß). 6. Melodien aus der Operette„Die laue Mazur“(Fr. Lehar). 7. Gedämpfter Walzer H. Ackermanns). 8. Polo=Spiel(O. Fetrass. 9. Hörst du mein Lied(Schmidsederl. 10. Feuerblumen, Tango(E. Kötscherl. 11. Konzertstück über das Lied „Santa Lucia“(H. Löhrl. 12. Tentonen=Marich B. Lüling). 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. 10.00: Volk auf dem Wege. Hörolge von Guido Waldmann. Der Fund im Walde 9 slötzlich kommt ein Dackel— Sie wissen schon: zwei Hunde lang und'n hal ben hoch— und schnuppert immer so an mir und meinem vollen Rucksack. Na, denke ich, das Hündchen gehört doch wem? Und richtig.. Nana, Herr Hase, wenn das man gut geht! Tja— hätte er damals schon Zeitung gelesen!) Waschmasch nen Wassermolore Wringer Herde Oefen Ersatzteile Reparaturen im Spezialhaus W. Hoischen Bochim Jetzt Kortumltr. 20 am Engelbertbrunnen. K) 733 Sochum Dortmund kompl., fast neuwertig. f. Mk. 350.1u verkaufen. Borgmann Bochum. Brückstr. 59 Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeuts., (274. Preuß.) Klassen-Lotterie Uhne Gewähr Nachdruck verl Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar se einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I uno 11 28. Ziehungstag 12. März 1937 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 30000 RM. 361018 2 Gewinne zu 10000 NM. 125642 4 Gewinne zu 3000 RM. 9312 168389 20 Gewinne zu 2000 RM. 12847 18352 68264 143465 144952 220482 233264 265748 268363 287313 60 Gewinne zu 1000 RM 19938 41803 47114 51186 82773 87056 90333 98r54 103601 114270 122392 153643 160726 186936 188920 190720 209903 211286 226220 243425 273822 275703 302593 327571 335445 347552 360702 368243 384159 391383 110 Gewinne zu 500 RM 381 1884 5247 23348 41227 55871 59432 70264 73015 74357 75895 88777 83802 95421 98109 99474 105630 125392 142741 176526 191070 191110 198764 221807 225825 232196 241539 241927 253115 256390 263262 264709 266088 269699 278460 287396 296359 304756 307063 309589 312963 316991 336373 341337 352911 353554 359138 363698 366465 366800 372738 373965 382675 383466 391137 374 Gewinne zu 300 RM 169 3348 4846 6232 7110 7279 8010 9374 10425 12582 12754 17042 20323 21952 22772 26298 27917 28685 30018 30876 31206 39272 41848 41886 44422 44799 44911 46110 48802 49607 49792 61662 52556 56311 57694 61530 63631 65181 66450 67875 76746 81879 82247 82419 64147 87366 90923 91273 84717 97526 98142 102788 105032 112237 114803 115446 116903 117706 118599 123243 124528 125983 129982 130183 132882 133753 143786 144243 147872 149420 150104 154317 158404 158850 158892 159329 160107 163181 163347 164213 164414 165255 165277 166506 167060 173971 180971 183210 186660 187901 192233 192581 196446 196662 198270 201667 201742 201989 203660 206407 207258 209052 209122 209635 213605 215124 216947 218564 219660 227217 228336 229040 231036 235057 235304 237260 237360 237562 239649 240473 242100 247507 249229 251508 251562 254934 255425 256371 2664487 268654 270278 270503 270724 27150 275417 276469 276699 277771 277922 286894 292693 294205 296320 300458 305152 306990 308686 314485 314517 315178 316332 318948 324181 329552 331533 33174 332174 337348 338620 343214 316906 348459 350650 351543 351811 351820 355573 356219 35600 37306 373661 373919 374203 374559 38158 382807 384674 384826 384995 385994 390172 391822 391944 392183 396984 397054 397174 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 10000 RM. 46997 276931 5000 RM. 185834 324394 3000 RM. 115371 2000 RM. 753 44593 97933 219466 e000 RM. 80719 86366 96440 187241 190098 203838 206410 255845 275346 286343 310909 386997 392356 398814 500 RM. 71048 88243 101920 150300 156599 170840 187026 231747 260562 262364 278638 294319 296306 305019 306437 321282 325970 334102 337028 345860 365873 382266 390364 4 Gewinne zu 4 Cewinne zu 2 Gewinne zu 8 Gewinne zu 40 Gewinne zu 106984 164416 207516 212240 348824 358488 66 Gewinne zu 128674 139679 198475 230309 285704 293786 919197 320358 343071 343657 288 Gewinne zu 300 RM 2523 9212 11797 12137 12269 13100 14534 17066 17452 18160 21714 23023 26698 30409 30817 33069 35795 4129e 42205 42214 43154 44774 46668 50343 56580 56688 58645 59825 66519 66946 74708 74922 83418 84172 85087 87161 87676 89398 96796 97521 103424 104028 114281 117524% 17705 119133 121703 123773 124221 127090 129549 132756 133413 135522 136015 145380 152066 155341 160916 162115 164443 166087 170052 172890 173484 176724 181992 182448 184460 192598 196734 198322 203350 203837 209030 214267 217740 219441 223572 227212 227252 234261 235212 236697 237210 239680 239886 242064 251256 252910 253944 256544 256569 258455 260157 265249 267753 268748 271277 275621 278466 280382 283830 284324 287162 293663 302975 304573 305161 310592 311734 316052 321872 327459 330742 332634 334018 335463 337524 338266 341595 346156 348423 350689 362052 353510 358951 359614 360984 361904 362447 363211 363237 365983 371663 372651 373164 373436 375332 385378 386727 391754 397960 398117 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 4 zu je 10000, 4 zu je 5000, 8 zu je 3000, 34 zu je 2000, 86 zu je 1000, 130 zu se 500, 568 zu je 800 M. Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddentsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwel gleich bohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 29. Ziehungstag 13. März 1937. In der heutigen Ziehung wurden gezogen 4 Gewinne zu 10000 RM. 232632 264496 4 Gewinne zu 5000 RM. 101715 180690 6 Gewinne zu 3000 RM. 42589 178813 319070 20 wewinne zu 2000 RM. 7401 49082 61337 113527 113545 204451 291885 297527 392262 307503 70 Gewinne zu 1000 RM 8705 10659 11760 1930 20816 32620 36374 38353 39319 55253 61147 66643 101283 132731 168102 167720 215718 219132 223907 225791 225907 286313 319978 324482 326717 328661 334072 339195 34236 362593 366782 375183 384081 386461 391094 90 Gewinne zu 500 RM. 5598 18312 23502 27079 29463 54362 57046 88931 93457 97368 100719 106162 124002 134808 137492 148407 157523 160328 165818 174360 183371 183591 212773 220292 224581 228142 230359 230379 232963 235152 269051 278459 291918 293296 303708 304741 319861 320608 325172 337395 341075 366618 379675 392745 394097 414 Gewinne zu 300 RM. 85 2747 6772 8946 10072 11574 12545 13837 14102 16147 18474 18653 21906 24998 25693 31835 33269 34267 34674 35330 38311 40857 41142 42090 43624 48759 51048 52117 62631 52856 54588 55812 55835 61070 64344 65149 65485 65537 66298 79169 82156 82528 83384 84725 85667 89213 66747 72822 75223 75966 76659 77003 78491 79169 82166 82528 83384 84725 85667 89213 6 93828 96476 96527 97673 101490 103092 108359 108398 110434 110892 111315 11168 112020 115154 116069 117304 117995 118744 123106 129025 133858 135189 137509 138904 140423 145658 149362 149782 149837 153122 156344 157604 159673 160734 161831 163151 165449 166848 167998 169769 176123 178025 178744 180317 180619 182421 185242 186891 188095 188273 189912 194022 194242 196078 196492 196676 200883 201120 203157 205311 209607 210886 212529 213130 213742 214253 216152 221500 225277 225770 226476 226757 226834 229167 231276 231608 231770 233472 234744 235305 235677 236726 240969 244443 245186 250036 252369 253407 253414 2°5286 255357 255433 260238 261847 266733 266763 268632 28071 288002 289687 289831 291831 292886 301251 303545 305697 306232 303049 310315 312896 314176 314248 314697 317096 322853 323371 324784 328779 329474 33060 332089 332730 334259 335288 336377 343260 346624 349832 354733 356690 359610 363945 63996 365296 366479 368800 369032 369372 7230 373629 378973 378975 379068 384760 86647 386681 386708 389477 390268 390354 391676 391970 396162 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu se 3000, 14 zu se e 1000, 40 zu re 500, 154 zu je 800 M. 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