Bochumer Volkszeitung Bezugsireis: monatlich RM 2.15 oder halbmonatlich RM 1.08 einschl. Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rükzabung des Bezugspreises Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 20. Ausgabe A& 20, Aus. gabe B 3½ Pig, Ausgabe C 8 Pig. Textanzeigen: Ausgabe A 40 7 Ausgaben B u C 25 Pig. se mm. Gültig: Preisliste 8 Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Pattingen und Wattenscheid Geschäftsltelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger beschaftsstellen. Bochum, Muhlenstraße 12=16. Fernruf 647 44. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lutze=Ste. 12, Hernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950; Essen=Steele, Westfalenstr 302 Fernr. 592 30, Postscheckkonto Torimund 193 66; Wattenscheid. Freiheitste 15. Fernr. 1976. Poltscheckk Dortm 30430 Deuc und Verlag: Shürmann à Klagaes Bochum Nr 18 Freitag, den 26. Februar(Kath. Alexander, Evgl. Nestor) 19337 Dr. Goebbels auf einer Großkundgebung in Köln: „Deutschland der Schutzwall gegen den Bolschewismus 44 „Warnung vor dieser Weltgefahr ist keine Einmischung in die inneren Verhältnisse anderer Staaten!"—„Die marschierenden Kolonnen unseres Volkes sind die Avantgarde einer besseren Welt" zeß zurückzuführen.“ Dr. Goebvels hob hervor, daß es einzig und allein der Tatkraft der nationalsozialistischen Regierung zu verdanken sei, wenn das deutsche Volk im internationalen Konzert heute wieder mitspielen könne. Der Führer hätte die ihm gegebene Macht gebraucht, und es sei ihm zu verdanken, daß der Versailler Vertrag in seinen schmäh lichen Bedingungen annulliert, das Rheinland befreit und eine neue starke deutsche Wehr macht geschaffen worden sei. In sarkastischer Weise kritisierte Dr. Goebbels die dem Nationalsosialismus gemachten gegnerischen „Prophezeiungen“. Das Gegenteil ihrer Behauptungen habe sich verwirklicht. Deutschland habe eine feste Währung, die deutsche Wirtschaft sei wieder aufgeblüht, die Arbeitslosigkeit fast beseitigt, das deutsche Volk in einer großen 68 Millionen Menschen umfassenden Gemeinschaft fest zusammengeschlossen. In Deutschland herrsche eine disziplinierte innere Ordnung und nie zuvor habe man von einem so einigen Deutschen Reich sprechen können wie heute. Die deutsche Macht habe in der Welt wieder an Ansehen gewonnen. Anhaltender, immer wieder aufbrausender Beifall begrüßte die Erklärung des Ministers, daß Deutschland nicht daran denke, irgendjemanden anzugreifen, und daß der Weltfriede nur solange gefährdet gewesen sei, als Deutschland noch keine Macht besaß.„Nur wenn jemand gerüstet ist“, rief der Minister unter neuen Beifallsstürmen aus,„kann er ein wahrer und echter Friedensfreund sein. Wenn man keine Waffen besitzt, ist Pazifismus eine sehr gefährliche Krankheit“. Ernst und eindrucksvoll wies der Minister anschließend auf die bolschewistische Gefahr hin. Deutschland sei heute der Schutzwall Euro pas gegen den Bolschewismus. Moskau sei ein stets angriffsbereites Unruhezentrum für ganz Graciani an den Duce Europa. Deutschland habe nicht die Zweiteilung Europas vorgenommen, es wolle nur sich und Europa schützen vor den Drohungen der Moskauer Komintern. Warnung vor dieser Weltgefahr sei keine Einmischung in die inneren Verhältnisse anderer Staaten. Spanien sei ein Schulbeispiel für den Revolutionsprozeß, der von Moskau ausgehe. In seinen weiteren Ausführungen stellte der Minister die konstruktive Außenpolitik Deutschlands der sogenannten Kollektivisierungspolitik anderer Staaten gegenüber. Minutenlanger Beifall brauste durch die Halle, als Dr. Goebbels erklärte, daß Europa nicht durch ein Netz von Kollektivverträgen gerettet werden könne, sondern nur durch Vereinbarungen, die die zwischen den einzelnen Staaten bestehenden Reibungen und Differenzen aus dem Wege räumen. In Deutschland gebe es nicht eine einzige Stimme des Gegensatzes zur Führung der deutschen Außenpolitik. Und diese Tatsache gebe dem Führer die Möglichkeit, auf weite Sicht zu arbeiten. Der Minister schloß seine über zweistündige, immer wieder von tosendem Beifall unterbrochene Rede mit folgenden Ausführungen: „Wenn ein Volk Grund hat, voller Hoffnung in seine Zukunft zu schauen, so ist es das unsere. Wir stehen heute wieder auf festem Boden. Wir haben die ewig schwankende Zeit bezwungen und dem Volk den Glauben an die eigene Kraft zurückgegeben. Vielleicht sind wir dazu bestimmt, nicht nur Fackelträger unseres eigenen Volkes, sondern die Fackelträger einer neuen Zeit überhaupt zu werden. Eine alte Welt bricht zusammen und versinkt, mit uns steigt die junge, bessere Welt, das bessere Europa empor. Die marschierenden Kolonnen unseres Volkes sind die Avantgarde einer besseren Welt. Wir können mit Recht von uns sagen: „Mit uns zieht die neue Zeit!“ Ras Desta gefangen genommen Er wurde sofort erschossen TNB. Köln, 26. Febr.(Drahtb.) Donnerstag sprach Reichsminister Dr. Goebbels auf einer Großkundgebung der NSDAP. in der Kölner Rheinlandhalle. Die alte Hausestadt stand an diesem Tage völlig unter dem Eindruck eines bedeutsamen politischen Ereignisses. Der Ruf„Dr. Goebbels“ hatte wie einst in der Kampfzeit die Massen aufgerüttelt, und doch hat sich seitdem viel geändert. Heute grüßte den Eroberer Berlins, den bewährten Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung, der heute an verantwortlicher Stelle des Reiches mit der gleichen Hingabe, wie einst in der Opposition, für das Reich Adolf Hitlers eintritt, eine einige, geschlossene Bevölkerung mit herzlicher und aufrichtiger Freude. Mit ihr verbindet sich die große Dankbarkeit der Grenzmark, weil Dr. Goebbels, selbst ein Sohn des Rheinlandes, sich in der politischen Notzeit oft für die Schaffung eines neuen Deutschland eingesetzt hat, Bresche auf Bresche schlug, bis auch hier die Fahnen zum Siege getragen werden konnten. Obwohl die Ankunft von Dr. Goebbels erst in den letzten Stunden bekannt geworden war, hatte sich doch eine große Menschenmenge auf dem Bahnhofvorplatz eingefunden, die den Minister stuumisch begrüßte. Was für die Berliner der Sportpalast ist, das bedeutet den Kölnern die Rheinlandhalle. Denn auch sie ist eine fast historische Stätte großer nationalsozialistischer Kundgebungen. Bereits Stunden vor Eröffnung der Versammlung umlagerten dichte Menschenmassen die Eingänge der riesigen Halle. Sie waren aus allen Teilen des Grenzgaues Köln=Aachen gekommen, um Dr. Goebbels zu hören. Als der Minister in Begleitung von Gauleiter Grohé die Halle betrat, brausten ihm Stürme der Begeisterung und des Willkomms entgegen. Es dauerte Minuten, bis sich der Begrüßungsjubel gelegt hatte und der Minister das Wort ergreifen konnte. Er setzte sich zunächst mit jenen Elementen auseinander, die als letzte Ueberbleibsel einer parlamentarischen Systemherrlichkeit noch gelegentlich versuchen, der nationalsozialistischen Staatsführung Ungelegenheiten zu bereiten, obgleich gerade sio es gewesen sind, die das deutsche Volk an den Rand des Abgrundes gebracht haben und die nicht nur innenpolitisch, sondern auch in der Verteidigung deutscher Lebensrechte nach außen vollkommen versagt haben. Die nationalsozialistische Bewegung habe in den zurückliegenden vier Jahren des Aufbaues und der politischen Erfolge das historische Recht erworben, die deutsche Nation zu führen „Wir verfolgen“, erklärte der Minister unter stärkstem Beifall,„nicht nur ein Ziel, sondern wir wenden auch die geeigneten Mittel an, die zu ihm führen. Wir gaben Deutschland sein Leben, seine Ehre und seine Freiheit wieder und sind damit allein schon vor dem Urteil der Geschichte gerechtfertigt. Wir Nationalsozialisten sind aus dem Volke gekommen und fühlen uns als die Vollstrecker des Volkswillens. Wir sind niemals auf Popularitätsbascherei ausgegangen, sondern taten das, was wir bei der furchtbaren Lage, in der sich Deutschland bei unserer Machtübernahme befand, für notwendig hielten.“ Es sei, so betonte Dr. Goebbels unter starkem Beifall, das historische Verdienst des Führers, daß die deutsche Nation geschlossen, einig und stark sei. Im weiteren Verlauf seiner Rede skizzierte der Minister das Bild, das sich der nationalsozialistischen Bewegung bei ihrer Machtübernahme bot. Als wir gerufen wurden, hatten alle anderen Mittel versagt. Wir waren der letzte Answeg. Wenn wir gescheiter! wären, dann bätte es für Deutschland keine Rettung mehr vor dem Bolschewismus gegeben. Es hat ungeheurer Anstrengungen bedurft, um 5 Millionen arheitslose Volksgenossen in den ProduktionsproORB Rom, 25. Fehr.(Drahth.) Ras Desta, der sich mit dem Rest seiner Rebellen in das Seengebiet geflüchtet hatte, ist von den ihn verfolgenden italienischen Abteilungen gefangen genommen worden. Noch am Mittwoch hatte, dem enalischen Korresvondenten der römischen Vlätter zufolge, der sogenannte anelinische Gelandte in London behauptet, Ras Desta werde zu den Krönungsfeierlichkeiten nach London kommen. Wie in unterrichteten italienischen Kreisen, die der Gefangennahme des ebemaligen Heerführers des Neaus größte Vedeutung beimessen, weiterbin verlautet, soll Ras Desta sosort erschossen worden sein. Die Operationen, die zur Gefangennahme des Ras Desta führten, werden in einem längeren Bericht des Vizekönigs Marschalls Graziani an den Duce ausführlich geschildert. Ras Desta, der, wie hervorgehoben wird, Unterwerfungsverhandlungen nur dazu benutzt habe, um seine noch verfügbaren Rebellen um sich zu versammeln und dann auch weitere Verhandlungen abgelehnt habe, sei es nochmals gelungen, in das Seengebiet zu entfliehen, wo er am 24. Februar mit den letzten Resten seiner Anhänger umzingelt und gefangen genommen worden sei. Bei der Aktion seien den italienischen Abteilungen vier Geschütze, 30 Maschinengewehre und über 5000 Gewehre in die Hände gefallen. Mit Ras Desta, der sofort nach seiner Gefangennahme erschossen worden sei, sei, wie der Bericht abschließend betont, der letzte Rebellenführer bezwungen und damit auch der letzte Versuch eines bewaff neten Widerstandes gebrochen worden. Nach Abschluß der militärischen Operationen leien jetzt alle Voraussetzungen für die friedliche Kolonisierung Aethiopiens gegeben. Die römischen Nachmittagsblätter feiern in riesigen ganzseitigen Ueberschriften die Gefangennahme und Erschießung des letzten Reoellenführers Ras Desta als das Ende jeglichen äthiopischen Bandenunwelens Damit sei, dem halbamtlichen „Giornale d'Italia“ zufolge, ein für alle mal die endgültige Herrschaft in Aethiovien aufs neue bewiesen. Zugleich hätten aber auch die Stimmen der ewigen Besserwisser eine eindeutige Widerlegung durch die Tat erfahren. Im Querschnitt des Tages Reichsanleihe zeichnen! Das Reich legt in Fortsetzung der zur Konsolidierung der schwebenden Schulden bereits vor längerer Zeit begonnenen Kreditaktion abermals in Form von Reichsschatzwechseln eine Reichsanleihe in Höhe von 500 Millionen R M auf. Die Bedingungen und die sich daraus ergebende Rendite sind die gleichen wie die der vorigen Anleihe. 100 Millionen RM werden wieder vom organisierten Kredit fest übernommen, die restlichen 400 Millionen RM werden von dem bekannten Anekonsortium unter Führung der Reichsbank zu 44 Prozent zur offentlichen Zeichnung ausgelegt. Die Zeichnungen beginnen am 4. März und werden am 18. März geschlossen. Die Lage des Kavitalmarktes ist günstig. Die Wechsel der Golddiskontbank, die als kurzfristiges Anlagepapier außerordentlich beliebt sind und deren Unterbringung immer ein gutes Barometer für den Umfang der Anlage suchenden Kavitals bildet, sind in der letzten Zeit in ungewöhnlich starkem Umfange aufgenommen worden. Mit einer Umlaufsumme von 1150 Millionen RM liegt der Betrag des in ihnen kurzfristig angelegten Kapitals um etwa 700 Millionen RM hóher als vor drei Monaten. Schon damit ist die Flüssigkeit des Geldund Kapitalmarktes, eine der wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg der neuen Reichsanleihe, belegt. Es kommt hinzu, daß überhaupt eine starke Nachfrage nach Rentenpapieren beiteht. Die letzte Reichsanleihe ist zwar noch nicht an der Börse eingeführt, aber die Kurse, die im freien Handel erzielt werden, liegen auf der Höhe des Emissionskurses, ein Zeichen dafür, wie sehr das Publikum dieses Papier schätzt. Ueberhaupt hat das Ergebnis der letzten Reichsanleihe, nicht nur der Höhe des gezeichneten Betrages nach, der bekanntlich über 500 Millionen hinausging, das Interesse und das Vertrauen des Publikums erwiesen, auch die Zusammensetzung der Zeichnungen verrät, daß Reichsanleihen in immer weiteren Kreisen begehrt werden. Die sogenannten Kleinzeichnungen, unter denen man Zeichnungen von 1000 RM und darunter versteht, haben sich von der vorletzten zur letzten Anleihe ungefähr verdoppelt und auch die immer mehr in die Breite gehende Verteilung der Zeichner auf alle Berufs= und Wirtschaftsschichten ist ein Beweis dafür, daß diese Reichsanleihen als eine allgemeine Volksangelegenheit angesehen werden. Das ist auch aus ganz nüchternen und rechnerischen Ueberlegungen berechtigt. Die Verzinsung ist günstig Die langfristigen Schulden des Reiches sind im Verhältnis zu denen anderer Länder klein. Wenn die neue Reichsanleihe begeben sein wird, werden rund 4.8 Milliarden RM schwebende Schuld in langfristige Schuld umgewandelt sein. Diese Anleihen dienen damit letzten Endes dazu die große Arbeitsbeschaffungs= und Wirtschaftsbelebungsaktion des Reiches, deren Erfolg sichtbar vor aller Augen liegt, zu finanzieren. Die ungeheuren Werte, die damit für die Volksgesamtheit geschaffen wurden und die sich dauernd ja weiter in einer aufsteigenden Koniunkturlinie auswirken, bilden die beste Sicherheit, die den Zeichnern geboten werden kann. Ein Zahlenvergleich zeigt, wie groß diese Sicherheit ist: der Gesamtbetrag der bisher ausgegebenen langfristigen Anleihen des Reiches wird vollständig aufgemogen durch das Mehraufkommen an Steuern im Jahre 1036 gegenüber 1032. Besser kann die produktine Anlage des Anleihekapitals gar nicht belegt werden * Eine Ablage Die Reichsregierung hat dem Völkerhundssekretariat mitgeteilt, daß sie sich an den Arbeiten des Genfer Rohstoffausschusses nicht beteiligen wird. Damit ist eine Entscheidung getrofsen worden, die anders von Deutschland nicht erwartet werden konnte. Deutschland gehört dem Völkerbund nicht mehr als Mitglied an und es hat also nuch keine Veranlassung, sich an den Arbeiten eines nom Völkerbund eingesetzten Ausschusses zu beteiligen, zumal keinerlei Gewähr dafür besteht, daß diese Arbeiten irgend ein praktisches Ergebnis haben werden. Die Einsetzung dieses Rohstoffausschusses mutet überhaupt wie eines jener bekannten Genfer Verlegenheitsmanöner an. Durch die deutsche Forderung nach Kolonien und ihre schließlich ja nicht zu widerlegende Begründung, daß ein Staat, der zu den größten Industrieländern der Erde gehört, einen ungehinderten Zugang zu den Rohstoffauellen haben muß. ist die Rohstoffrage in die internationale Debatte hineingemorfen worden. Von englischer Seite suchte man der Stellungnahme zum Kernnunkt der ganzen Forderung dadurch auszumeichen, daß man bei verschiedenen Gelegenheiten etwas von einer„Neuverteilung der Rohstoffe" murmelte, ohne zu sagen, wie Ohne jede Begründung! 10 Reichsdeutsche aus Sowjetrußland ausgewiesen Aber es bleiben immer noch 33 Reichsdeulsche in Haft man sie sich ohne eine Neuverteilung des Kolonialbesitzes denkt. Es wurden geheimnisvolle Andeutungen über wirtschaftliche Vereinbarungen und Aehliches gemacht und, als das deutsche Ver langen nach einer allein Erfolg versprechenden Regelung der Rohstoffrage nicht verstummte, hielt man es schließlich für ratiam, die ganze Angelegenheit anden Völkerbund zu verweisen, der immer noch Mittel und Wege gefunden hat, um die dringenditen Probleme der Welt zu zerreden. Mett wird auch jetzt nicht herauskommen. Genf hat ohnedies in wirtschaftlichen Fragen eine unglückliche Hand womit nicht gesagt sein soll, daß es in politischen Dingen eine glücklichere habe. Wirtschaftliche Erfolge vermag der Völkerbund aber beim besten Willen nicht aufzuweisen, gleichviel, ob es sich um die Weltwirtschaftskonserenz oder die gelegentlichen Anläufe zur Ordnung des Währungswirrwarrs handelt. Schöne Reden, gut aussehende Anträge und nachher nichts. Noch im September 1935 empfahl der Wirtschaftsausschuß des Völherbundes zur Behebung der Wirtschaftsnot der Welt zweiseitige Verhandlungen auf der Grundlage der Meistbegünstigung. Der Beschluß blieb Papier wie alles, was in Genf fabriziert wird. Die handelspolitische Praris der Länder, die in Genf ihr Mekka sehen, ging weiter völlig entgegengesetzte Wege. Woher soll Deutschland die Hoffnung nehmen, daß man nun die Rohstoffrage ernstlich anfassen und einer Lösung zuführen wird? Es hat wirklich keinen Zweck, daß es sich an diesen Beratungen beteiligt, * Oberst Koc's Programm Schon seit längerer Zeit weiß man, daß die polnische Staatsführung die bisherige Gruppierung der Regierungsparteien nicht als ausreichend tragfähig für ihre Politik ansieht. Marschall Rydz=Smigly, dessen hervorgehobene Stellung im Staatsleben ihm allmählich eine ähnliche überragende Bedeutung zuweist, wie der verstorbene Marschall Pilsudski sie innehatte, hat deshalb schon vor Monaten dem Obersten Koc den Auftrag erteilt, die Programmgrundlage für die Schaffung eines neuen politischen„Lagers der nationalen Konsolidierung" zu entwerfen. Oberst Koc hat setzt im Rundfunk Richtlinien verkündet, die das künftige Programm umreißen sollen. Aus ihnen lassen sich einige Punkte als richtungweisend herausschälen. Da ist zunächst die unbedingte und kompromißlose Absage an den Kommunismus, der, wie Oberst Koc sagte, dem polnischen Geiste so fremd sei, daß er in Polen keinen Platz habe. Ein kommunistisches Polen würde aufhören, Polen zu sein. Als gleichberechtigter staatlicher Faktor neben der Verfassung, der Person des Staatspräsidenten und dem nicht gerade besonders freundlich erwähnten Purlament soll in Zukunft die Armee im politischen Leben erscheinen. Damit hängt zusammen, daß alle autoritären Tendenzen, die schon jetzt in Poler Geltung haben, verslärkt werden sollen. Wirtschaftlich von Bedeutung ist, daß der Lage der Landbevölkerung besondere Beachtung geschenkt werden wird. Oberst Koc führt eine Reihe von Reformen an, die zur Sanierung des Bauerntums durchgeführt werden sollen. Das Problem ist für Polen besonders drin gend, da eine Uebervölkerung der Landwirtschaft vorhanden ist, der übrigens auch durch eine stärker Entwicklung der Industrie begegnet werden soll. Bezüglich der nationalen Minderheiten betont Oberst Koc den guten Willen zu brüderlichem staatsbürgerlichen Zusammenleben, aber er will doch keinen Zweifel daran aufkommen lassen, daß Polen ein polnischer Rationalstaat zu sein wünscht Auch zur Frage des Judentums sind in dem Programm einige Ausführungen gemacht. Es wird die Eindämmung der für eine gesunde Entwicklung des polnischen Mittelstandes in den kleineren Städten so schädlich gewordenen Monopolstellung des Judentums in Handel, Industrie und Handwerk verlangt. Neurath berichtete dem Führer DNB. Berlin, 25. Febr.(Drahtb.) Der Reichsminister des Aeußern Freiherr von Neurath ist mit seiner Gattin aus Wien zurückgekehrt und in Berlin wieder eingetroffen, nachdem er in München Gelegenheit genommen hatte, dem Führer und Reichskanzler über seine Reise zuberichten. Der deutsch-österreichische Kultur ausschuß Die deutschen Mitglieder bereits in Wien eingetroffen. ORB Wien, 25. Febr.(Drahtb.) In dem Schlußkommunique über die Wiener Beratungen des Reichsaußenministers von Neurath war die Bildung eines zwischenstaatlichen Ausschusses zur Vertiefung der gegenseitigen kulturellen Beziehungen angekündigt worden. Dieser Ausschuß wird bereits am Donnerstag konstituiert werden. Von deutscher Seite werden dem Ausschuß Legationsrat von Twardowski(Auswärtiges Amt), Geheimrat Gürich(Kultusministerium) sowie Regierungsrat von Weißenhof und Dr. Megerle(Propagandaministerium) angehören. Oesterreich wird nertreten durch Minister a. D. HammersteinEquord, Sektionschef Dr Egon Löbenstein, Gelandter Max Hoffinger und Sektionsrat Dr. Wilhelm Wolf. Die vier deutschen Herren sind am Donnerstag früh in Wien eingetroffen. Bei den Beratungen wird es sich zunächst darum handeln, die einzelnen besonders dringenden Fragen des gegenseitigen kulturellen Verkehrs, die bereits in den Beratungen der Staatsmänner erörtert wurden, einer Besprechung zu unterziehen und hiernach ein Arbeitsprogramm festzulegen. Der Führer und Reichskanzler empfing am Dienstag den früheren schweizerischen Bundespräsidenten Bundesrat Dr. h. c. Schultheß anlaßlich seiner Anwesenheit in Berlin DB. Berlin, 25. Febr.(Drahtb.) Der deutschen Botschaft in Moskau wurde beute vom Außen kommissariat amtlich mitgeteilt, daß zehn der seit Monaten in Haft befindlichen Reichsdeutschen im administrativen Gerichtsverfahren zur Ausweisung aus der Sowjetunion verurteilt worden seien. Bis jetzt wurden keinerlei Gründe für die Auswei sung angegeben. Es handelt sich um vier der in Moskau und sechs der in Leningrad verhafteten Reichsdeutschen. Ihre Namen lauten: ranz Melchior, Ingenieur Milhelm Pfeiffer, Viehhändler Arthur Thilo, Ingenieur, Otto Goldschmidt, Chauffeur, Eugen Klein, Werkmeister, Otto Fischle, Werkmeister. Tatjana Bärwald, Studentin, Paul Bärwald, Ingenieur(Vater der Tat jana), Lord Londonderry fordert: DNB Amsterdam, 25. Febr.(Drahtb.) Der ehemalige englische Luftfahrtminister Lord Londonderry veröffentlicht im„Telegraaf“ einen Artikel, in dem er nachdrücklich fordert, daß England und die Welt endlich den in Versailles gemachten Fehler wiedergutmachen sollten. Der„Vertrag“ von Versailles sei eine tragische Dummheit gewesen: Wenn erst alle Einzelheiten über den„Vertrag“ behannt geworden seien, werde er der einstimmigen Verurteilung durch die Geschichte anheimfallen. Bedauerlicherweise habe auch England an einer Politik teilgenommen, die dahin zielte, Deutschlund für ewige Zeiten in der Zwangsjacke von Versailles halten zu können. Während des unglücklichen Zustandes zur Zeit der sogenannten„Weimarer Verfassung“ habe niemand Deutschland und seine Wünsche beachtet, niemand habe sich darum gekümmert, bis zu welcher Tiefe der Erniedrigung ein Staat sinken mußte. Die berechtigten Forderungen Deutschlands auf dem Gebiete der Abrüstung und Gleichberechtigung seien in den Wind geschlagen worden. Deutschland sei daher gezwungen gewesen, sich sein Recht selbst zu nehmen. Sehr eingehend schildert der Verfasser die Tatsache, daß dem deutschen Volke ein Führer erstand, der in unglaublich kurzer Zeit den Deutschen ihren Nationalstolz wiedergegeben habe, die Lage von Grund auf änderte. Trotz aller Schwierigkeiten habe der Führer sein Programm durchgeführt. Er habe einem Volk, das unglaublich Schweres erleiden mußte, Jamoras Wohnung ausgeräumt DRB Salamanca, 26. Febr.(Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Wie demoralisierend die Erfolge der spanischen Nationaltruppen an allen Fronten auf die Bolschewisten gewirkt haben, geht daraus hervor, daß jetzt selbst das Eigentum der Bolschewisten nicht mehr vor ihren eigenen Leuten sicher ist. In Madrid hat so ganz allgemein eine Plünderung der Wohnungen aller aus Madrid geflüchteten Vonzen eingesetzt Mit besonderer Freude stürzte man sich zu allererst auf die Wohnung des ehemaligen Oberbonzen Alcala Zamora und raubte sämtliche von ihm auf seiner überstürzten Flucht zurückgelassenen Juwelen, Schmuckstücke und Dokumente. Bemerkenswert ist bei diesem Einbruch selbit die Tatsache, daß die beiden Söhne Zamoras, die auf seiten der Volschewisten kämpfen, die Wohnung vor der Plünderung nicht schutzten. Emil Larisch, Techniker, Otto Walther, Lithograph ... Die Ausweisung dieser zehn Reichsdeutschen bedeutet für sie zwar die Wiedergewinnung der Freiheit, gleichzeitig aber auch den Verlust ihrer bis herigen Existenzgrundlage. Die Ausweisung im administrativen Verfahren ist eine Strafe, die ein Verschulden vorausetzt, für welches indessen die Sowsetlehörden bisher den Beweis nicht erbracht haben. Da im Laufe der letzten Monate 13 Reichsdeutsche in der Somjetunion verhaftet worden sind. bleiben von ihnen noch immer 33 in Haft. über die von den Sowietbehörden trotz zahlreicher Schritte der deutschen Botschaft bisher jede Auskunft verweigert worden ist Es muß erwartet werden, das auchüberihr Schicksal möglichst bald Klarheit geschaffen wird sein Selbstbewußtsein wiedergegeben, es gelehrt, daß es dieselben Rechte und Ansprüche geltend machen könne wie jedes andere Volk der Welt. Lord Londonderry geht dann auch auf die Gründe ein, warum Deutschland so oft in England mißverstanden wurde, und schreibt, der grundlegende Fehler in der Beurteilung des Dritten Reiches sei darin zu suchen, daß die Engländer die Dinge in Deutschland ausschließlich mit englischen Maßstäben messen. Die Zeit sei gekommen, um die diplomatische Atmosphäre zwischen England und Deutschland von nutzlosen Vorwürfen und Verdächtigungen zu säubern. England solle dem Dritten Reich ehrlich die Freundeshand reichen. Der Verfasser meint, die deutsch=englische Verständigung sei die notwendige Verständigung zwischen den Staaten Europas. Die Verständigung sollte eingeleitet werden durch eine Konferenz der Mächte, auf der Deutschland die Möglichkeit gegeben würde, seine Ansprüche anzumelden. England sollte die Tatsache der Wiederherstellung Deutschlands als Weltmacht frank und frei anerkennen, rät Londonderry zum Abschluß, und danach trachten, die Beziehungen zwischen England und Deutschland so gut wie möglich zu gestalten. Denn die Sicherung des Friedens der nächsten Jahre hänge in hohem Maße von der deutschenglischen Freundschaft ab. Auch die Tresors des früheren Kommissars Lerrour sowie anderer ehemaliger„Politiker“ wurden vollig ausgeräumt. Angemusterte Flegel beschimpfen Geistlichen Ueberiall auf einen Passanten. DNB Pario, 25. Februar(Drahtb.) In Pervignan beschimpte eine Gruppe frisch gemusterter Rekruten in übelster Weise einen Geistlichen, dem sie beim Verlassen des Musterungsbüros begegneten. Als ein Schwerkriegsverletzter die Burschen zurechtwies, wurde er von ihnen angerempelt. Ein vorheikommender Arzt ergriff für den Kriegsverletzten. der sich nicht zur Wehr setzen konnte. Partei. Hierauf slürse sich die acht Flege auf den Arzt, schlugen ihn mit der Faust ins Gesicht und ergriffen die Flucht. Starke Reichsbankenklastung in der dritten Februar-Woche DNV Berlin, 25. Febr.(Drahtb.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 2. Februar hat sich die Entlastung des Noteninstituts auch in der dritten Woche des laufenden Monats fortgesetzt. Die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren, die sich schon bis zur Monatsmitte um rund 107 v. H. des zusätzlichen Zugangs in der letzten Januarwoche ermäßigt hatte, ist in der Berichtswoche um weitere 194,5 Millionen RM oder 11., v. H. zurückgegangen. Damit ergibt sich für die ersten drei Februarwochen ein Abbau der zusatzlichen Ultimospitze um 151,7 v. H. gegen 130,1 v. H. im Vorjahr Dieser starke Kreditrückfluß zur Reichsbank kennzeichnet die außerordentlich flüssige Geldmarktlage, die ja inzwischen auch Ver anlassung zur Auflegung einer neuen Reichsanleihe gegeben hat. Der oben erwähnte Rückgang der Kapitalanlage beruht ausschl. auf dem Rückgang des Wechsel= und Scheckkonto, das sogar um 195,1 Millionen RM niedriger ausgewiesen wird. Auf den übrigen Anlagekonten sind die Veränderungen nur unvedeutend Dagegen zeigt das Konto„sonstige Aktiva“ einen Zu gang um 51,9 Millionen RM, der jedoch nur zu einem verhältnismäßig kleineren Teil durch eine weitere Inansprunchahme des dem Reiche eingeräumten Betriebskredites bedingt ist. Andererseits fällt entlastend ins Gewicht die zunayme der Giroguthaben, die um 30,7 auf 782 Millionen RM gestiegen sind. Wie üblich, haben in der dritten Monatswoche nach den Steuerüberweisungen der Länder die öffentlichen Guthaben zugenommen, während bei den privaten ein Rückgang zu verzeichnen ist. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 136,9 und an Scheidemünzen 41,4 Mill MM aus dem Verkehr zurückgeflossen. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf stellt sich am 2. Februar auf 6126 Millionen RM gegen 6308 in der Vorwoche, 6205 am Ende der dritten Januarwoche und 554 am entsprechenden Stichtag des Vorjahres. Die Gold= und Devisenbe stände haben geringfügig um 0.1 auf 72,6 Mill. RM zugenommen; davon entfallen 67,1 Mill RM auf die Goldbestände und 55 Millionen RM auf die Bestände an deckungsfähigen Devisen. Tedt gegen die„Bern-Zieh“ Die Frage der Verdeutschung technischer Ausdrücke. DNB. Berlin, 25. Febr.(Drahtb.) In einer technischen Zeitschrift vom 10. Februar 1137 wird unter der Ueberschrift„Familientag derer von Zieh“ der Vorschlag einer Verdeutschung von technischen Ausdrücken gemacht, die ihren Ursprung nicht in einem deutschen Wort haben. Demnach soll die Lokomotive „Zieh“ heißen. In einem früheren Aufsatz in der gleichen Zeitschrift war für Elektrizität das Wort„Dern“ vorgeschlagen.„Bern=Zieh soll heißen: elektrische Lokomotive. In seiner Eigenschaft als Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP. macht der Generalinspettor für das deutsche Straßenwesen, Dr. ing. Fritz Todt, in herzerfrischender Weise gegen einen solchen Unfug Front. In einem Runderlaß an die Dienststellen des Hauptamtes für Technik heißt es u. a.: „Ich erspare es mir, weitere Beispiele dieses Unfags aufzuführen. In der Technik, beim Militär, in vielen anderen Kultur= und Lebensgebieten gibt es Gebrauchswörter allgemeiner Beden tung, unter denen sich nicht nur ein Volk, sondern die ganze Welt etwas vorstellen kann(z. B. Technik, Elektrizität, Automobil, Lokomotive, LeutnantRegiment, Artillerie). Die Bedeutung der deutschen Technik wird nicht dadurch gehoben, daß ein vant Menschen nichts Besseres zu tun haben, als in Form eine, neuen Art von Rätselspiel sich darin zu üben, für althergebrachte, in der ganzen Welt verstandene Ausdrücke, deutsche Neuworte zu erfinden, die zur Folge haben, daß kein Deutscher, ohne ein erklärendes Wörterbuch die deutsche Technik in ihrer Sprache versteht, vor allem aber, daß das gesamte Ausland mit der deutschen technischen Literatur überhaupt nichts mehr anfangen kann Das nationalsozialistische Deutschland weiß das Ansehen des deutschen Volkes und die Leistungen der deutschen Technik durch andere Maßnahmen zu fördern und zu erhalten als durch derartige Spie lereien. Ich bitte, von diesem Unfug ein für allemal Abstand zu nehmen und verbiete den Gebrauch derartiger Wörter für die Dienststellen des „Hauptamtes für Technik der NSDAP.“ und für den„Nationalen Bund deutscher Technik“ Die zweite Dankanfer=Siedlung der 5A. Verlin, 25. Febr.(Druhtb.) Die zweite Siedlung aus den Mitteln des„Dankopfers der SA“ wird am Sonntag, dem 28. Februar, nachmittags 15 Uhr, in Kitzingen bei Würzburg durch den ersten Spatenstich des ReichskassenverwalHauptschrift.eiter: Joseph Hasler, Bochum. Stellvertr. des Hauptschriftleiters: Peter Schiffers, Bochum. Verantwortlich: Für den politischen, und den gesamten Unterhaltungsteil: Joseph Hasler, Bochum— für den lokalen Teil Bochum, für und Musik: Peter Schiffers, Bochum— für Westdeutsche Umschau Verbreitungsgebiet und den Umbruch der Ausgaben Hattingen. Wattenscheid unE.=Steele: Georg Wilhelm Kruse, Bochum, für den lokalen Teil Hattingen und E.=Steele: Dr. Kloners, E.=Steele, für Sport, Handel und den lokalen Tei! Wattenscheid: Ferdinand Julius Landefeld. Bochum. für den Bilderdienst die einzelnen Abteilungsleiter.— wur den Anzeigenteil Bochum Karl Lenge. Bochum; für den Anzeigenteil Hattingen/E=Steele: Ellv Macker Hattingen; für den Anzeigenteil Wattenscheid: Hermann Lüther, Wattenscheid.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig.— Verlag und Druck: Schürmann& Klagges. Bochum. — D.=A. I. 1937 über 1200°(davon Ausgabe A: Westfälische Vorkszeitung Bchum über 8200; Ausgabe B: Voltszeitung für Ennepe=Ruhr/ Steeler Zeitung über 2600; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscherd über 1200). Verständnis für Deutschland „England sollte dem Dritten Reiche ehrlich die Freundeshand reichen!“ Die Kriegslage in Snonien Diese Karte gibt einen Ueberblick über den ungefäh en Stand der Fronten gegen Ende Februar. Die weiße Fläche bezeichnet die Gebiete, die von den Nationalisten bereits bekreit wurden, die grau gekennzeichneten Landesteile werden noch von den Roten beherrscht.(Scherl=Bilderdienst=M) 1. Beilage der Volks-Zeitung Freitag den 26. Februar 1937 Nummer 48— Seite 5 Bochumer Cageschrom Mon merke! Freitag, den 26. Februar Sonnenaufgang 7.25 Uhr.=untergang 1809 Uhr. Mondaufgang 19,51 Uhr.=untergang 8,15 Uhr. * 1775 Der Kartograph Adolf Stieler in Gotha geboren(gestorben 1836) 1802 Der französische Dichter Viktor Hugo in Besancon geboren(gestorben 1885) 1810 Der französische Karikaturzeichner Honore Daumier in Marseille geboren(gest. 1879) 1834 Der Erfinder des Steindrucks Alois Senefelder in München gestorben(geb. 1771) 1835 Der Ethnograph Rich. Andree in Braunschweig geboren(gestorben 1912) 1818 Der Geograph Emil Deckert in Tauchau bei Leipzig geboren(gestorben 1916) 1867 Der Geograph u. Forschungsreisende Siegfried Passarge in Königsberg geboren 1871 Friedenspräliminarien zu Versailles 1935 Gesetz über Einführung des Arbeitsbuches * Drum jauchze, meine Seele, Drum jauchze deinem Herrn. Verkünde und erzähle Die Gnade nah und fern. Den Wunderborn im Blut, Die sellge Himmelsspeise, Die auf verborgne Weise Dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Arndt. Noch nicht geborgen Die beiden Hauer, die am Dienstag abend auf er fünften Sohle im Flöz Röttgersbank II in einem Streb, der plötzlich zusammenbrach, eingeschlossen wurden, sind bisher noch nicht geborgen. Die Bergungsarbeiten werden mit allem Nachdruck betrieben. Es ist möglich, daß man die beiden Knappen noch im Laufe der Nacht oder in den Morgenstunden des heutigen Tages findet. Reifeprüfung an der Realgymnasialen Studienanstalt am Waldring. Am Mittwoch, dem 21. Februar 1937, fand unter dem Vorsitz des Oberstudiendirektors Dr. Gebbardt an der Realgymnasialen Studienanstalt die mündliche Reifeprüfung statt. Den 4 Oberprimanerinnen Liesel Cramer, Renate Leidenroth, Trude Naumann und Herta Schultze wurde das Reifezeugnis zuerkannt. Zwei von ihnen erhielten die Note„Gut“. Grock gastiert in Bochum Grock, der Mann, der eine Welt zum Lachen brachte, kommt auf seinem einzigartigen Triumphzug durch Deutschland am 16. März zu einem einmaligen Gastspiel nach Bochum. Vor 219 Jahren Am 26. Februar 1718 kam in Bochum ein Erlaß der Regierung zu Cleve auf Befehl des Königs heraus, der den Juden verbot, Häuser anzukaufen. 1774 gab es in Bochum 62 Juden, 1789 waren sie auf 149 angewachsen und 1815 waren sie wieder auf 74 zurückgegangen. 1935 worden in Bochum 789 Juden verzeichnet. Reit= und Geschirrsattel gestohlen. Wie erst jetzt bekannt geworden, wurden aus einem Lager an der Ferdinandstraße ein Reitsattel und ein Geschirrsattel gestohlen. Wer hat den Diebstahl veobachtet oder kann sonst zweckdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, er bittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizei präsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 212. Handtaschendiebstahl. In der Nacht wurde einem Mädchen in einem Hotel an der Königsallee die Damenhandtasche aus der Fensternische entwendet. Beschreibung der Tasche: schwarze Seidenstofftasche, innen weiß gefüttert, ohne Bügel. An der Vorderseite der Tasche waren aus länglichen schwarzen und runden Silberperlen Muster gestickt. In der Tasche befanden sich 2 Patenschlüssel, ein Hausschlüssel, ein geflochtenes Kopfband, 1 Taschentücher und eine kleine lederne Geldbörse mit Wer kann zu diesem Diebstahl irgendwelche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch ver traulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 212. (!) Zusammenstoß. Gegen 19,30 Uhr erfolgte an der Ecke Brück= und Hohenzollernstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Personenkraft wagen und einem Kraftrad. Der Fahrer des Kraftrades und eine auf dem Sozius des Kraft rades sitzende Person erlitten leichte Verletzungen. Der Personenkraftwagen wurde leicht, das Kraftrad schwer beschädigt. : Noch gut gegangen. Um 22,25 Uhr erfolgte auf der Wittener Straße, Ecke Oskar Hoffmann Straße, ein Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Personenkraftwagen. Das Fahrrad wurde schwer beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Erwerbt die Mitgliedschaft im Reb! „Bereitschaft im Frieden bedeutet Schutz im Kriege. Der Reichsluftschutzbund stellt eine Organisation im nationalsozialistischen Reiche dar, in welcher allen deutschen Volksgenossen ein großes Betätigungsgebiet zugewiesen ist. Alle deutschen Männer und Frauen und die deutsche Ingend sind zur Mitarbeit aufgerufen, um Gesundheit, Leben und Eigentum gegen Luftangriffe zu schützen. Es ist eine Forderung an den Gemeinschaftsgeist, wenn der Reichs=Luftschutzbund immer und immer wieder mahnt. die Mitgliedschaft zu erwerben. Deutsche Männer und Frauen und deutsche Jugend, erwerbt die Mitgliedschaft im Reichs=Luftschutzbund!“ Reichsberufsweltlampf der Fachgruppe„Leder“ am Freitag. Es kämpfen: Sattlerhandwerk, Autosattler, Riemensattier und Pelsterer. Praktische Prüfung am Freitag von 8—12 Uhr, Alleestraße 22. Theoretische Prüfung: 14—18 Uhr in der Trankgasse. Warum Die zweite Wandertagung in Westfalen=Sud In der Jugendherberge Hohensyburg findet am Wochenende(27. bis 28. Februar 1937) vie zweite Für die Mitglieder der Ortswaltung A fand gestern abend in der Tonhalle eine Versammlung statt, in der der Kreisobmann Beilke. Witten. zum Thema..Du und der Vieriahresplan“ sprach. Der Redner schilderte zunächst die wirtschaftliche Situation, wie sie gekennzeichnet ist durch eine Abhängigkeit in jeder Beziehung vom Ausland, die der Nationalsozialismus bei seiner Machtübernahme als ein sch immes Erbe vorgefunden habe. In klarer Erkenntnis der Notwendigkeiten habe der Führer tatkräftig und zielbewußt seine Arbeit aufgenommen und die Erfolge haben bewiesen, daß seine Anschauungen und Grundsätze richtig waren. Der zweite Vierjahresplan sei der grandiose Versuch des deutschen Volkes. gestützt auf die Arbeitskraft des schaffenden Menschen, auf die Genialität der Er inder und auf das Können der Techniker und genieure, aus deutschen Boden jene Rohstoffe zu schaffen, die die Welt uns vorenthält, die aber zur Inganghaltung der deutschen Industrie, die damit für das Leben unseres Volkes unentbehrlich sind. Gelingen kann dieser gewaltige Plan nur, wenn im Innern der soziale Friede bewahrt bleibt, wenn das deutsche Volk die Opier. die ihm im Hinblick auf das großartige Ziel auferlegt werden müssen. geduldig auf sich nimmt. Am Beispiel Frankreichs zeigte der Redner. wie unsinnig es ist. Löhne zu erhöhen. ohne die Produktion zu steigern. Zum Schluß appellierte der Redner an alle, in kameradschaftlicher, anstandiger und sauberer Gesinnung auch in den Betrieben zusammenzuarbeiten, dem Rufe „Kampf dem Verderb“ gebührend Gehör zu schenken, Tagung der Wanderwarte des Gaues WestfalenSüd statt. Das Schulungsprogramm sieht für den Samstagabend u. a. eine politisch=weltanschauliche und eine sozialpolitische Schulung vor. Aus der Fülle der am Sonntag stattfindenden Veranstal tungen die schon in den frühen Morgenstunden be ginnen, sind besonders die Vorträge über Sinn und Zweck des AdF.=Wanderns".„Herbergen und Heime",„Gesundheitsdienst“ und„Geländedienst“ hervorzuheben Sonntag Eröffnung des Reichsberufswettkampfes im Bergban Feierstunde der 5J auf Zeche„Rosenblumendelle“. Pa. Armann und Padberg sprechen. Am Sonntag morgen um 8 Uhr wird der Reichsberufswettkampf der Gruppe Bergbau mit einer Feierstunde der Hitler=Jugend auf der Schachtanlage „Ro'enblumendelle“ in Mülheim=Heißen eröffnet. Im Rahmen dieser Feierstunde, deren Durch ührung in Händen der Gebietsführung Ruhr=Niederrhein der HJ liegt. sprechen der Leiter des Reichsberuswettkampfes. Obergebietsführer Armann, und der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau. Amtsleiter Padberg. Sodann ergeht das Kommando zum Beginn des Reichsberufswettkampfes im Bergbau. Der Feier schließt sich eine Besichtigung der Schachtanlage„Rosenblumendelle“ und des Wettkampfes unter Tage an. Es folgen dann Besichtigungen verschiedener Wettkampstätten der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau. Die Eröffnungskundgebung wird vom Reichssender Köln übertragen. Das Jugendamt der DAF hat für die angrenzenden DAF=Gaue und HJ=Gebiete Gemeinschaftsempfang angeordnet. jeder an seinem Platz seine Aufgabe zu erkennen und sich tatkräftig für ein größeres, schöneres und mächtiges Deutsch and einzusetzen, au daß das deutsche Volk sich endgültig und fur immer aus der Fesseln des internationalen Kapitals befreit. Das Grußwort sprach der Ortswalter Behrendt, der auch zum Schluß das Führer=Heil ausbrachte. Von der prächtig geschmückten Bühne grüßte das mächtige Zahnrad, das Zeichen der Deutschen Arbeitsfront. Aufschwung im deutschen Fernsprechwesen. Die Zahl der Fernsprechhauptanschlüsse im deutschen Reich belief sich Ende Jan. 1937 auf 1 260 200. Damit ist der höchste Stand, der in Deutschland je erreicht wurde, nämlich 1955 700 Fernsprechhauptanschlüsse Ende Mai 1931, überschritten. Die Gesamtzahl der Sprechstellen, deren Höchststand Ende Mai 1931 3212800 betrug, ist schon Ende Januar 1936 wieder erreicht worden; sie betrug Ende Januar 1937: 3 404 000. Eigentümer eines Herrenfahrrades gesucht. Bei dem 5. Kriminal=Kommissariat, Nebenstelle Linden=Dahlhausen, ist folgendes Herrenfahrrad sichergestellt: Marke„Dürkop“, Nr. 392598, schwarz lackiertes Gestell, nach oben gebogene Lenkstange, gelbe Felgen, schwarzes Schutzblech, flache Glocke, braune Wertzeugtasche, Rücktrittvremse. Eigentumsansprüche können bei der vorgenannten Dienststelle geltend gemacht werden. Die„glücklichen Sechs“ eine Ballett=Revue, die zurzeit in Deutschland gastiert und wie die anderen auserwählten Künstler, durch KdF. gewonnen sind, bringt wieder eine große Ueberraschung auf dem Polizeifest. In wunderschön ausgewählten Kostümen voll Ter Humor und Anmut bezaubern sie die Zuschauer. Vor etwa zwei Monaten war diele Darbietung die Sensation des Berliner„Wintergartens“. Jede einzelne dieser Tänzerinnen ist eine große Künstlerin und beherrscht ein Sonderfach. Ob dieses Ballett nun akrobatisch tanzt, klassische Schule oder einen Stepptanz auf Spitze bringt, immer sind es Delikatessen der Tanzkunst. Die Eintrittskarten sind restlos ausverkauft Der Einlaß am 27. Februar 1937 beginnt um 19 Uhr und findet nur an der Auffahrtsseite statt. Beginn des Programms mit militärischer Pünktlichkeit um 20 Uhr. Während der Vorführungen werden die Saaltüren geschlossen. Trura, der berühmte Artist und Seilakkrobat, be kannt aus dem gleicnamigen Film, wird ebenfalle auf dem Polizei est vertreten sein Foto: Tobis Europo Konzert der 500 im Schützenhof Das Konzert der 500. das gestern vor ausverkunftem Hause im Schützenhof unker der mitreißenden Stabführung des Kapellmeisters Leopold Re wein dargeboten wurde, war unstreitig der künstlerische Höhepunkt des diesjährigen Konzertwinters, ein Ereignis, das die Besucher stark beeindr Die kritische Würdigung dieses Konzertes lassen wir morgen folgen. s de deucher start deeinor nen.. Morsen oiben.Sh-Folo fer Du und der Vierjahresplan Kreisebwann Beilfe sprach in der Versammlung der 9AF, Orlswaltung Allsiadt Großzügige Werbemaßnahmen Wir werben für deutsches Gut AE. SI AV Ba O..a.Männernereine Zitzung des Beirases des Kreis=Männervereine Bochum. Vorsitzende des Kreis=Männervereins Boch verbürgermeister Dr. Piclum hatte gestern Mitglieder des Beirates zu einer kurzen, in der Satzung des Vereins geforderten Sitzung im Nathauzusammengerufen. Stadtdirektor Benking beglückwünschte das Bei ratsmitglied Schriftleiter Peddinghaus zu seinem B. Geburtstag und dankte ihm für die hervorragende Unterstützung, die er auch den Bestrebungen des Adten Kreuzes habe zuteil werden lassen. Der Männerverein, zu dessen Hauplaufgaben die Unterstützung der angegliederten Sanitätskolonne durch die Beschaffung der notwendigen Bekleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände gehört, schüttet in diesem Jahr für diesen Zweck eine Summe von 1000 Mark aus, die der Mitgliederzahl entsprechend folgendermaßen auf die einzelnen Kolonnen verteilt wird: Bochum=Altstadt 264 Mark Langendreer 195 Linden=Dahlhausen 175 Werne 179„ Gerthe 188 Bereits vor einem halben Jahr hat man Maßnahmen für eine großzügige Werbung beraten, sie sollen jetzt durchgeführt werden. Mit den Arbeiten ist ein Ausschuß betraut worden. Es ist beabsichtigt, Bochumer Firmen anzugehen und sie um Unterstützung der Sanitätskolonne zu bitten. Der Betrag, der nötig wäre, um alle Sanitätskolonnen im Bereich der Großstadt Bochum gut und vorschriftsmäßig einzukleiden und auszurüsten, ist sehr beträchtlich. Man hofft, wenigstens einen gewissen Teil dieser Gesamtsumme auf dem oben angegebenen Wege hereinzubekommen. Mit einigen allgemeinen Fragen zum Punkt Verschiedenes wurde die kurze Sitzung beendet. Ein neuer Stadkfilm Ein Schmalfilm von den bedeutendsten Ereignissen des Jahres 1935 in unserer Stadt. Auf Veranlassung des Oberbürgermeisters hat die städtische Bildstelle einen Schmalfilm geschaffen. der noch einmal die größten Ereignisse. Kundgebungen. Aufmärsche und Feste des Jahres 1935 im Bilde zusammenfaßt. Der unerwartete Besuch des Führers, des Ministerpräsidenten Göring, der Gautag Westsalen=Süd, der Ausmarsch der Bochumer Junggesellen nach Harpen, die Tagung des Kyffhäuserbundes, die Ueberführung der vom Bochumer Verein geschaffenen olympischen Glocke vom Werk zum Rathausvorplatz. die Weihe des Ehrenmals des Bochumer Vereins und des Denkmals der 07er am Stadtparkeingang werden im Bilde nochwal lebendig. Man sieht auch bildtechnisch ausgezeichnete Aufnahmen von diesen Veranstaltungen, men freut sich, wenn man sich selbst oder Bekannte auf dem Filmstreifen sieht. Der Film wird an Schulen verliehen, aber auch Vereine können ihn zur Ausgestaltung ihrer Kameradschaftsabende usw. benützen. Die Stadtverwaltung hat die Absicht, diese Art der lokaten Geschichtsschreibung zur Schaffung einer lebendigen und anschaulichen Chronik weiter auszubauen und z. B. auch Filme von der Altstadt, vom Leben und Weben in unserer Stadt überhaupt herstellen zu lassen, die nicht nur für die Lebenden überaus interessant sind, sondern noch mehr für die Jugend Bochums und die kommenden Generationen ein wertvolles Anschauungsmaterial zur Entwicklung unserer Großstadt darstellen werden. Der Film, dem man durch Schallplatten leicht eine zweckmäßig musikalische Untermalung geben kann, wurde gestern im Sitzungssaal des Rathauses zum ersten Male gezeigt Schaufensterwettbewerb im Einzelhandel Unter diesem Leitgedanken wird in der kommenden Woche in der Zeit vom 28 Febr. bie 6. März als Teilaufgabe für alle im Einzelhandel tätigen Jugendlichen innerhalb des 4. Reichsberufswettkampfes der Schaufensterwettbewerb durchgeführt. Ab Sonntagmittag wirbt in über 40 Städten des Gaues Westfalen=Süd der Nachwuchs im Einzelhandel im Rahmen dieses Wettbewerbs für deutsche Erzeugnisse. Es werden in diesen Tagen bewußt die Blicke des kaufenden Publikums auf deutsche Ware und deutsche Artikel gelenkt. Selbstverständlich zählen hierzu auch solche Waren, für die teilweise Rohstoffe einzuführen sind, die aber in Deutschland verarbeitet und fertiggestellt wurden. Bewußt wurde der Schaufensterwettbewerb 1937 in das Zeichen einer verbrauchslenkerischen Aufgabe gestellt, so daß also auch hierbei die politische Aufgabe des Reichsberufswettkampfes sinnfällig zum Ausdruck kommt. Dieser politischen Aufgabe kann umsomehr Rechnung getragen werden, da dieser Wettbewerb besonders darauf abgestellt ist, die Oeffentlichkeit anzusprechen. Darüber hinaus wird aber jedem einzelnen Teilnehmer die Wichtigkeit der Werbung vor Augen geführt. Der noch in der Berufsausbildung befindliche Nachwuchs erhält Anregungen zur Vertiefung und Erweiterung der seitberigen Kenntnisse. Die vorbandenen Anlagen sollen gestärkt und weiter entwickelt werden. Das Schaufenster ist das Spiegelbild des Einzelhandels. Die Kundenwerbung auf diesem Gebiete ist eine Lebensnotwendigkeit für den deutschen Kaufmann. Fur die besten Leistungen werden Ehren urkunden verliehen Diese Auszeichnung erhalten aber nur hervorragende Leistungen. Hierbei werden selbstverständlich die gegebenen Verhältnisse berücksichtigt. Es kommt darauf an, daß der Teilnehmer mit den vorhandenen Mitteln die größtmöglichste Werbewirkung erzielt. Ein mit wenig zusätzlichen Mitteln henjerichtetes Schaufenster wird, wenn es den übrigen Anforderungen entspricht, höher zu bewerten sein, als eine mit großem Kostenaufwand gemachte Dekoration. Dies ist deshalb besonders wichtig, weil gerade in den kleineren Geschäften oft kostspielige Hilfsmittel für die Schaufensteraestaltung fehlen. Es kommt vor allen Dingen auch darauf an. welche Idee und welcher Plan der Arbeie zugrunde gelegt wurde. Daher wird sich jeder Teilnehmer vor der Ausführung seiner Arbeit einen Pan machen, in dem umrißartig festaelegt wird wie die Dekoration ausgeführt werden soll. Schon zu allen Zeiten war es Aufgabe und Verdienst des deutschen Kaufmanns, Mittler zu sein zwischen wirtschaftlicher Leistungskraft und den Verbraucherwünschen des einzelnen Volksgenossen. So wird auch der Schaufensterwettbewerb dem E handel bei seiner Arbeit helfen, dem deutschen Gut und der deutschen Leistung den Markt zu erobern! „Der westfölische Hellweg“ Die Heimatvereinigung Bochum hatte ihre Mitglieder und Freunde der Heimatforschung zu einem Vortragsabend in der Verwaltungsakademie eingeladen. Der Vereinsführer Bürgermeister i. R. Ibing hieß die Anwesenden herzlichst willkommen. insbesondere den Redner des Abends Studienrat Pfisterer. Dieser hatte zum Vortrag das Thema „Franken und Sachsen im Kampf um den westfälischen Hellweg“ gewählt. Dieser Vortrag, so führte der Redner aus, sollte eine Ergänzung des letzten Vortrages sein, der sich mit der Forschung des nordwestdeutschen Raumes befaßte. Einleitend umriß er die Bewegung der germanischen Stämme 800 Jahre v Chr. nach dem Westen. Diese Bewegung erhielt 50 v. Chr. eine Unterbrechung durch den Vorstoß der Römer nordwärts durch das Burgunder Tor rheinabwärts. So blieb den Germanen nur ostwärts der Weg zur freien Entwicklung längst des Osthanges der Karpathen nach dem Süden offen. Der Name der Sachsen tritt geschichtlich erstmalig 15 v. Chr. auf. Sie hatten ihr Kerngebiet in der Gegend des heutigen Hamburgs. Der Name der Franken tritt zuerst in der Geschichte um 234 bis 276 auf und der Alemannen um 213 n. Chr. Er schilderte eingehend die Entwicklung des Frankenreiches. Unter Ch'odwig, dem Frankenkönig, wurden die Frankenstämme zusammengefaßt. Erst der Zerfall des Merowinger Reichs mit seiner Aufteilung schwächte dieses Reich. Dann schilderte er die Entwicklung der Sachsen. die erstmalig 696 über die Lippe den Hellweg in ihre Gewalt brachten. Karl der Große schlug dann die Sachsen und sicherte den Hellweg durch die Anlage einer Anzahl von Reichshöfen u. a. auch in Bochum, dieser muß in der Nähe des heutigen Elisabeth=Krankenhauses gelegen haben In großen Zügen schilderte der Vortragende den Kampf der Franken gegen die Sachsen. Nach dem Zer'all des Reiches Karls des Großen gründete dann der Sachsenherzog Heinrich I. das erste deutsche Reich Hieran schloß sich eine rege Aussprache an, die stärkstes Interesse der Anwesenden zum Vortrag bekundete Für die Heimbeschaffungsaktien der 5J. Gemeinschaftsarbeit zwischen Reichskammer der bildenden Künste und Reichsjugendführung. Um eine dauernde Gemeinschaftsarbeit zwischen der Reichskammer der bildenden Künste und der Reichsjugendführung herbeizuführen, hat der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste mit dem Reichsiugendführer ein bedeutendes Uebereinkommen geschlossen. Das Abkommen wirkt sich zunächst auf die in die Kammer eingegliederten Architekten aus, die bevorzugt und grundsätzlich für das umfangreiche Programm der Schaffung von gesunden und würdigen HJ=Heimen, 9o=Führerschulen und dergleichen im gesamten Reichsgebiet herangezogen werden. Es sollen Heime gebaut werden, die durch Schönheit. Zweckmäßigkeit und Ausdruckskraft würdige Repräsentanten der Jugend Adolf Hitters, ihres Lebens und ihrer Arbeit sind. Die Auswahl der Architekten erfolgt durch den bei der RIF. bestehenden Arbeitsausschuß für Architekten im Benehmen mit der Reichskammer. Um die Auswahl vorzubereiten, veranstaltet die RIF eine Reihe von Tagungen, die der Vorbereitung der ausgewählten Architekten auf die ihnen gestellte Aufgabe dienen werden. Die Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste stehen zu diesem Zweck in enger Fühlungnahme mit geeigneten Architekten ihres Gebietes. Da bei den kleineren Bauau gaben, insbesondere in den kleinen Gemeinden, die Geldmittel sehr beschränkt sind, ist als Beitrag der deutschen Architektenschaft für die große Heimbeschaffungsaktion der Hitler=Jugend eine allgemeine Herabsetzung der Gebühren zugestanden worden. Es wird erstrebt. die Architekten möglichst gleichmäßig für größere und kleinere Aufgaben anzusetzen. Szenische Aufführung der Gesangsschule Glettenberg Die Aufführung der beiden Opern=Einakter „Der betrogene Kadi“ und„Der Dorfbabier“, welche die den Bühnengesang studierenden Schüler der Gesangschule Glettenvera im Eryst=Moritz=Arndt=Haus veranstalteten, hatte eine starke Zugkraft. Szenische Aufführungen erfordern eine mühevolle Kleinarbeit: die Verbindung von Gesang und Spiel muß etappenweise gewonnen werden. Der Oberspielleiter der Münsteraner Oper Dr. W. Rule hat sich um die Inszenierung der beiden Operchen sehr verdient gemacht. Jeder Darsteller, auch wenn er eine längere Arie zu singen hatte, belebte sie durch eine charakteristische Gebärde. Den Ensembles merkte man die leitende Hand eines erfahrenen Regisseurs besonders an, vor allem in den humorvollen Situationen des„Dorfbabier“, wobei die mimische Bewegung der Musik angepaßt war und die Auflockerung des Spiels nicht zum geringsten zum Erfolg des Abends beitrug. Im Vordergrunde steht auch diesmal die rein gesangliche Seite, denn nur auf Grund eines ausreichenden Stimmaterials ist der Uebergang in den anstrengenden Beruf des Bühnensängers gutzuheißen. Glucks Einakter„Der betrogene Nadi", der in der Art der französischen komischen Oper kleine ariose Stücke eine harmlose Handung begleiten läßt, ist nicht bequem zu singen. Um so mehr Anerkennung verdienen die Ausführenden, welche sich um eine gelockerte Tongebung, deutliche Textaussprache und gute Phrasierung der schönen, geradezu volkstümlich anmutenden Melodien, die man dem Tragiker Gluck kaum zutraut, bemühten. Hans Rump setzte als„Kadi auf Seitensprüngen“ seinen voluminösen Baß ein, der sich auch von eintöniger Schattierung freihielt. Eine geschmackvolle, die ariose Linie behandelnde Fatime war Käthe Königsbüscher, welcher auch die dramatischen Akzente der Eifersucht lagen. Emmy Stübe zeigte als hübsche Zelmire eine erfreuliche Verschmelzung von ausdrucksvollem Gesang und schalkhaftem Spiel. Ihr angenehmes Sprechorgan im Dialog fiel angenehm auf. Wirkungsvoll stand ihr die mit naturalistischer Cha rakterisierung der Färberstochter gesungene Omega von Marie=Luise Sieburg gegenüber, welche eine zündende Komik zu vergeben hatte. Adolf Warrings Tenor, angenehm in der Farbe und elastisch gut in der Höhe, muß noch lockerer werden; er spielte den Liebhaber der Zelmire ansprechend. Ein köstlicher Regieeinfall war der westfälische Dialekt, den Josef Schneider als Färber Omar waschecht sprach, und der natürlich die Komik noch steigerte. Sehr hübsch klangen die Duette und das Schlußensemble. Der 1796 in Wien uraufgeführte„Dorfbarbier“ von Johann Schenk, welcher vom Geiste des italienischen Intermezzos und von Dittersdorf und besonders in den komischen Ensembles von Cimarosa beeinflußt ist, hat uns mit seiner, dem anspruchslosen Geschmack der damaligen Zeit entsprechenden Handlung(ein von seiner Kunst eingenommener Dorfbader heilt seine Patienten mit Schinkenkuren und wird, als er sich um sein Mündel Suschen bewirbt, von dem Schulmeister Rund und dem Liebespaar überlistet) nicht viel zu sagen. Dafür aber entschädigt die frische volkstümliche Musik, in welcher manche humoristischen Feinheiten stecken(D=Dur=Arie des Laux, Duett mit Suschen, das Duett zwischen Laux und des in gemimten Vergiftungskrämpfen sich windenden Josef und die das Burleske streifenden Ensembles. Musikalisch war der Einakter sorgfältig und mit gesunder Stilauffassung einstudiert worden. Alle Aufführenden befleißigten sich eines gelockerten Parlandos und einer empfindungsvollen Kantilene in ariosen Sätzen. Sehr gut schnitt Herbert Beil als wichtigtnender, verliebter Dorfbabier ab, welcher ein schönes, gleichmäßig entwickeltes Baßorgan beherrscht ausnutzte, auch in musikalischer Hinsicht. Emmy Stübe, in der Noloratur gefördert, sang und spielte das Suschen anmutig. Erwin Zirwes, ihr Partner, hat angenehmes Tenormaterial, das im Volumen größer werden mun. Otto Thiel, ein stimmbegabter Tenorbuffo, gefiel durch musikalische Sicherheit und frisches Spiel, evenso der rettende Schulmeister von Josef Schneider. Gut charakterisierte Luise Weymuyle die lustige Witwe Margarethe mit resonanzvollem Alt. Hans Nump, Erich Wolf und Hermann Friese, drastische Bauerngestalten, ergänzten stimmkräftig das Ensemble. Ein ausgezeichneter Begleiter am Flügel war Kapellmeister Fritz Rohde, dem man für Diesen Abend gern ein kleines Orchester gewünscht hätte. Der Beifall war nach beiden Aktschlüssen sehr stark. Dr. Bernhard Zeller. Drei ereianisreiche Tage im Stadttheater Vochum. Die drei kommenden Tage bieten im Stadtthenter Bochum sowohl im Schauspiel wie in der Oper Werke von unvermindertem Wert. Während morgen, Samstag(27. Februar) zum ersten Male für diese Spielzeit, neu eingerichtet nach der Inszenierung der SchillerWoche, die„Rauber“, das große Jugenddrama des Dichters, in Szene geht(Brauner Ring, Beginn 19,30 Uhr, folgt am Sonntag als erste Fremdenvorstellung der Spielzeit„Romeo und Julia“(Blauer Ring. Beginn: 19 Uhr). Diese Fremdenvorstellungen, eine Einchrichtung der vergangenen Spielzeit, die sich in hervorragendem Maße bewährt hat und vor allen Dingen zu den„Faust"=Aufführungen des Spieljahres bis in den Sommer hinein jeden Sonntag Hunderte von Menschen nach Bochum führte, dürften „Einsiedel“ Der unbekannte Soldat des Weltkrien. Die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung hat das Rhein=Ruhr=Theater beauftragt, auch in Bochum die Legende des unbekannten Soldaten des Weltkriege„Einsiede!“ von Gottfried Walter Klucke, die zahlreichen Volksgenossen durch die wiederholten und er'olgreichen Sendungen des Reichssenders Köln bekannt gewor den ist. zur Darstellung zu bringen. „Einsiede!“, der namenlose und unbekannte Frontsoldat. der mitten unter uns lebt, ist allen Frontkämpfern und Kriegsopfern ein Zeuge des stil len Heldentums des deutschen Frontsoldaten, allen deutschen Männern und Frauen ein berufener Mahner der Nation und ein Künder der neuen Zeit. der deutschen Jugend aber ein Vorbild und Lehrer echt so datischer Gesinnung und wahren deutschen Geistes. Um möglichst allen Mitgliedern der NSKOV. und auch unserer Jugend in der Darstellung„Einsiede!“ ein unvergeßliches Erlebnis zu vermitteln. sind für Bochum zwei Aufführungen am 2. und 3. März 1937, abends 20 Uhr im Evgl. Vereinshaus. Bochum. Mühlenstraße, festgelegt worden. Da mit einem starken Andrang zu rechnen ist und eine weitere Wiederholung der Aufführung zur Vochum nicht ermöglicht werden kann, ist es ratsam, sich rechtzeitig Eintrittskarten zu sichern. Der Eintrittspreis beträgt RM 0.50. Karten sind zu haben bei allen Amtswaltern und in der Geschäftsstelle der NSKOV. Trankaasse 5. KdF-Sonderfahrt zur Automobilausstellung nach Berlin! Die erste Fahrt zur Automobilausstellung in bekanntlich seit einiger Zeit ausverkauft, doch besteht die Möglichkeit, daß der Sonderzug des Gaues Westfalen=Nord benutzt werden kann. Er fährt am Freitag, dem 5. März, abends 23 Uhr ab Münster. Ankunft ist Samstag morgen in Berlin, Potsdamer Bahnhof. Die Rückfahrt erfolgt ab Berlin Sonntag. 7. März, gegen 23 Uhr, so daß die Ankunft in Münster am Montag morgen um 7 Uhr erfolgt Die Fahrt kostet ab Münster 13,40 RM und enthält außer Eintritt zur Automobilausstellung und Stadtführung eine Uebernachtung von Samstag auf Sonntag mit Frübstück am Sonntag morgen. Anmeldungen nimmt die KdF=Verkaufsstelle Kortumstraße 62 entgegen. * Zum Wintersport nach Winterberg! Am kommenden Sonntag fährt ein Sonderzug zum Preise von 2.90 RM nach Winterberg. Abfahrtstation ist Witten=West um 5.38 Uhr. Die Teilnehmer erhalten für die An- und Abfahrt 75 Prozent Ermäßigung. Anmeldungen in der AdF=Verkaufsstelle Diebstahl eines Koffers. Gegen 18,30 Uhr wurde einem 14jährigen Knaben an der Ecke„Am Holtkamr“ und Blankensteiner Straße, während er sein Fahrrad ausbesserte, ein 50X25X12 em großer, brauner Koffer entwendet, in dem sich 2 Pedale befanden. Wer kann zu diesem Diebstahl irgendwelche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 216. Nach Berlin berufen. Der bisher bei der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau in Bochum beschäftigte Pg. Bergwerksdirektor Friedrich Wi h. Landgraeber ist mit sofortiger Wirkung zum Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe des Herrn Ministerpräsidenten Generalobersten Göring einberufen worden. sich in diesem Jahre mit gleicher Beliebtheit fortsetzen. Shakespeares„Romeo“ stand, wie auch noch die allerletzten Aufführungen zeigten, bisher im Mittelpunkt des westdeutschen Theaterinteresses. Hunderte von Auswärtigen, vor allen Dingen aus den benachbarten Großstädten, fanden sich zu den bisherigen „Romeo“=Aufführungen ein, so daß sich die Intendanz veranlaßt sah, schon jetzt mit den Fremdenvorstellungen„Romeo und Julia“ an Sonntagen zu beginnen. Auswärtige erhalten bei Vorzeigen der Fahrharte Ermäßigung. Es ist zu erwarten, daß diese erste Fremdenvorstellung sehr stark besucht wird, so daß Vorbestellung durchaus anzuraten ist. Am Montag: Wiederholung des großen Erfolges der Kölner Oper mit Beethovens„Fidelio“(Vormiete C). Zwei Gastspiele von außergewöhnlicher Bedeutung im Stadttheater Bochum. Wie bereits an dieser Stelle angezeigt wurde, steht der Anfang des kommenden Monats im Zeichen zweier großer Gustspiele im Stadttheater. Am Samstag, 6. März, gastiert die Stagione d'opera italiana mit den ersten Kräften der Mailänder Skala unter der Leitung des Dirigenten Lucon mit Verdis „Rigoletto". Vormieter haben bedeutende Ermäßigung. Beginn des Vorverkaufs: 1. März. Einige Tage später, Mittwoch, 10. März, tanzt Harald Kreutzberg,„der Welt bester Tänzer“, im Stadttheater. Kreutzberg kommt diesmal nach seinen großen Erfolgen in Berlin auf der Olympiade und den Tanzfestspielen und den Gastspielreisen nach apan und China mit neuem Programm. Beginn des Vorverkaufs: 5. März. Zu wenig Soße? Zu dünne Soße? Zu helle Soße? Zu schwache Soße? man solche Soßen streckt, bindet, bräunt, verbessert? So: 1 Knorr Bratensoßwürfel fein zerdrücken(also niemals in die vorhandene Soße bröckeln), mit Wasser glattrühren, einige Minuten vor dem Anrichten zum Fleisch gießen, dann mit durchkochen. Fertig! Hauptsache dabei: Rnon Bratensoße wenn der die Diiziplin eines deutschen Künstlers besessen hätte! Borodin kompeniert aber zusammen mit meyreren anderen Musikern ein recht seltsames Bühnenwerk, das sich„BallettOper“ nennt und den Tiel„Mlada“ führt! Nebenbei entwirft er eine Oper„Fürst Igor“, von der er nicht einmal annimmt. daß sie jemals aufge ührt wird. Am 27. Februar 1887 stirbt der zum Professor und Militararzt avacierte Musiker plötzlich an einem Herzschlag. Nach seinem Tode redigiert und instrumentiert Glasunow, einer der wenigen ruisischen Meister, der das Geheimnis der vollendeten Form kannte den nachgelassenen„Fürst Igor“. Und entdeckt es als genialen Wurf, als eine großartige Vertonung des russischen Nationalepos vom Feldzug gegen die Tartaren Die Oper wird im Hofopernhause in St. Petersburg aufgeführt, der große durchschlagende Erfolg bleibt aber aus. Etwa 40 Jahre nach dem Tode des Komponisten wird die Oper im Auslande— in Paris und auch in Deutschland aufgeführt, und erntet starken Beifall. Eine Szene aus der Oper, die feurig=sinnlichen„Polowetzer Tänze“ erringt sogar einen Welterfolg. Konnte Borodin ahnen, daß eben diese„Polowetzer Tänze“ zu eisernem Bestand aller Rundfunktprogramme der Welt ge hören werden? Knabe im Cellokasten (wo-Meldung.) In Naris hat im sogenannten Studentenviertel, dem Quartier latin, die Polizei einen eigenartigen Totenfund gemacht. Dort ist vor rund einem halben Jahr in eines der großen Mietshäuser ein Russe gezogen, Graf Kerkoff. ein Musiker— man hat ihn zwar niemals spielen hören, aber er ist immer beim Verlassen des Hauses mit einem Cellokasten unter dem Arm fortgegangen. Die ersten paar Wochen hat er auch seine Miete bezahlt, dann stockte es, jedoch immer. wenn der Wirt mahnte, war noch am selben Tage Geld vorhanden. Beschäftigung als Musiker schien er nicht zu finden; augenblicklich ist Paris von Musikern überlaufen. Er ist vielleicht auch gar nicht auf Erwerb aus gewesen, denn, wie jetzt durch die Polizei festgestellt ist. hat er nach Aussagen von meh reren Kindermädchen einen großen Teil des Tages dort in einem Park gesessen und die Vögel gefüttert, immer neben sich den Cellokasten; gesprochen hat er mit niemand. Auch seine Zahlungen, wenn der Wirt mahnte, haben sich erklärt: er hat regelmaßig bei einem Pfandleiher goldene oder silberne fremdländische Met illen versetzt. Eines Tages ist er dann an seinen Wirt herangetreten, nachdem er alles bezahlt hatte, und hat ihm gesagt, er verreise auf längere Zeit, der wirt möchte doch seinen Koffer und seinen Cellokasten für ihn aufbewahren. Nach Monaten ist nun die Nachricht aus Amerika an den Wirt gekommen, der Graf habe dort ein glückliches Unterkommen gefunden, man möge nur seinen Koffer und das Cello verkaufen. Taran hat sich der Wirt auch gemacht. Im Koffer war nichts Nennenswertes und im Cellokasten— die wohlerhaltene Leiche eines sehr hübschen Knaben, so wohlerhalten und frisch, als wenn das Kind noch atmete. Der Wirt stürzte sofort zur Polizei, aber auch sie hat weiter nichts feststellen können, als daß kein Mord an dem Kind vorliegt. Man vermutet, daß es das eigene Kind des Grafen Kerkhoff ist, von dem er sich auch im Tode nicht hatte trennen wollen, weshalb er den Knaben einIm Marz trägt jede T:i: diese Plakette Diese Türxlakette wird vom Winterhilfswerk für den Monat März ausgegeben.(Scherl Bilderdienst M) balsamierte. Von dem Vater, wahrscheinlich nur ein angeb licher Graf Kerkhoff, hat man in Amerika noch keine Spur finden können bechs Schwestern werden „ausgekauft“ ho=Meldung) Vor kurzem gab es in einer Warschauer Fa milie guten Herkommens viel Lärm um sieben Töchter. Ausge rechnet Ada, die jüngste der sieven Schwestern, wollte heiraten. Ein junger Warschauer Bankdirektor Joseph Miller hatte um ihre Hand angehalten. Nun ist es aber im allgemeinen dort Sitte, daß sich Töchter in der Reihenfolge ihres Alters verheiraten und daß die jüngeren zu warten haben, bis die älteren den Mann ihrer Wahl gefunden haben. Hier war es nun gar die jüngste, die sich über jegliche Sitte und Ueberlieferung hinwegsetzen wollte. Sollten die anderen Schwestern ihretwegen sitzen bleiben? Aber der zukünftige Bräutigam und Schwager erwies sich als ein Mann von Einsicht. Er verhandelte einzeln mit den sechs Schwestern und erklärte jede von ihnen für ihr mißachtetes Vorrecht entschadigen zu wollen. Sie wurden alle mit ihm einig. Jeder wurden nn Zlotys ausgezahlt. Die Hochzeit fand statt. Das bose Ende kam indessen hinterher. Denn jetzt fiel es der Schwiegermutter ein. daß sie bei dem„Auskauf“ vergessen worden war. Sie verlangte von Miller ebenfalls eine Entschädigung, weil er sie mit„sechs Töchtern zurückließ, die niemand zu heiraten wünscht, weil Herr Miller die hübscheste für sich genommen hat". Der also belangte Schwiegersohn aber behauptet jetzt, sein Möglichstes getan zu haben und verweigerte die Entschädigung an die Schwiegermutter. Die reichte die Klage ein. Ein Warschauer Gericht wird demnächst in dieser seltsamen Angelegenheit zu entscheiden haben. 100 000 Francs für eine zerschlagene Nase Der Graf M. von Liphart Ratshoff beansprucht von der Leitung einer dänischen Ausstellung 100000 Francs Schaden ersatz für eine zerbrochene Nase. Es handelt sich dabei allerdings um eine ganz besondere Nase, nicht um ein gewöhnliches Feld Wald= und Wiesenriechorgan. Die Nase gehört nämlich zu einer Büste von Houdon. Sie war in Berlin=Charlottenburg ausge stellt und wurde dann nach Kopenhagen transportiert. Bei der Ankunft in der dänischen Hauptstadt stellte sich heraus, daß auf dem Transport die Nase abgeschlagen worden war. Da die Ausstellungsleitung sich weigerte, die Entschädigung zu zahlen, kam die Sache vor die Gerichte. Der Graf wurde mit seiner Klage abgewiesen, mit der Begründung, das Kunstwerk sei nicht sorgfältig genug verpackt gewesen. Damit hat er sich aller dings nicht zufrieden gegeben, sondern Berufung eingelegt und die Sache schwebt nun beim höchsten dänischen Gericht. Innsbruck, Wetterbericht von amtswegen Vier Stunden hinter Innsbruck war ein kleines Postamt. Und vor dem Postamt hing der amtliche Wetterbericht, den jeden Morgen die Innsbrucker Wetterwarte herüberdepeschierte. Da die Dorfbewohner sich um den Bericht nicht kümmerten, so fiel es auch nich weiter auf, daß seit Jahr und Tag unverständlich Dinge auf dem Zeitel standen. Eines Tages aber kam ein Fremder des Weges und sand lange vor Zettel Mene Tene Ufrasin. „Was heißt denn das?“, erkundigte er sich am Schalter. „Dös is der Wetterbericht, der wo von Innsbruck kommt.“ Aber das kann doch kein Mensch entziffern?“ „Is ja auch der amtliche Code“, brummte der Beamte unwillig „Haben Sie denn keinen Schlussel zum Entziffern da?“ „Freili ham wir anen, i hab ihn selber verwahrt“ „Und warum entziffern Sie dann den Wetterbericht nicht?“ Der Beamte meinte ruhig: „Ja mei, weil wit halt die Tabellen seit an Jahr nimmer finden cnnen.“ Freitag. den 26. Februar 1937 Liebe auf Grube Rosine Roman von Erich Degenkolb l. Fortsetzung.) „Die Mutter wollen wir mit diesen Dingen nicht aufregen, Rinder!“ bat am Schlusse der Vater.„Wollen damit warten, bis sie wieder gesund ist! Hat Fritz geschrieven?“ forschte Marianne. „Noch nicht wieder!“ Lisa achtete fast nicht auf diese Unterhaltung. Zwar war ihr Fritz nicht gleichgültig, aber im Augenblick beschäftigte sie sich mehr mit der Affäre Lossow. In Lisas Kopfe wirbelten die Gedanken. Klar und deutlich sah sie im Augenblick nur ein: Die Trennung von Leopold! Denn jetzt mußte Leopold anfangen, Geld zu verdienen! Der Vater schreckte ne aus ihren Träumereien:„Na, nun lasse mal den Kopf'nicht hängen, Lisa! Und— nun schreibe man an Fritz. Der Junge wird warten! Plötzlich fragte Marianne:„Jetzt könnte doch Nachricht von Oskar da sein?“ Spohr hatte diese Frage nicht erwartet. Sie war ihm peinlich. Immer, wenn Marianne von Oskar aufing, kam er sich schuld bewußt vor, denn er wußte doch die ganze, für Marianne niederschmetternde Wahrheit. Marianne wartete lange auf Antwort. Endlich sprach der Vater:„Ja, Kind— ich glauve, da— stimmt etwas nicht!“ Ganz langsam hatte er gesprochen. Die Worte waren ihm nicht schneller eingefallen. Lisa meinte:„Fritz ist doch bald schon drei Wochen zurück! Wenn Oskar in Deutschland wäre, hätte er doch längst von sich boren lassen!" Schon lange hatte Marianne eine dunkle Ahnung. Aber sie hatte sich tapfer dagegen gewehrt. Nun aber überkam sie ein so vanges Gefühl, daß sie sprechen mußte. „Ich glaube— es ist etwas passiert! Hat denn nicht Fritz mal von ihm gesprochen, Vater?“ „Fritz? Ja— der hat ihn beim Rückmarsch noch gesehen. Sein Negiment soll hinter ihm marschiert sein! Dann müßte er doch..., sie sah dem Vater voll ins Gesicht. Vater, du weißt die Wahrheit?“ Spohr konnte nicht mehr ausweichen. Die Augen seines Kindes sahen ihn so fragend an, daß er nicht mehr schweigen oder gar lügen konnte. Er nickte müde.„Es ist eine traurige Zeit, Kinder! Ja— ich kann dir's nicht länger verschweigen: Oskar— ist auf dem Rück marsch in die Heimat— von einer verirrten Kugel getroffen—“ „Gefallen?!“ Schmerzvolle Entspannung von langer, banger Qual erfüllte dieses eine, kleine Wort, das doch so schwer war wie die Faust eines überzeitlichen Titanen, so unsagbar schwer für den, dem es ein Stück Leben aus dem Herzen riß... * Michael Jank hatte es sich nehmen lassen, den Fritz zu besuchen. Sie hatten sich herzlich begrüßt, wie es sich für zwei alte Ka meraden gehörte. Und nun waren sie schon öfter zusammengekommen und batten ihre kleinen Erlebnisse ausgetauscht. Michael arbeitete unter dem alten Holland, den er als eine Seele von Menschen schilderte. „Na, du kennst ihn ja lange genug. Fritz! Muß sich doch gut wohnen bei ihm?“ „O ja— ich bin zufrieden! Und in der Arbeit selbst habe ich es genau so gut getroffen wie du, vielleicht noch besser! Du wirst doch auf deinem Zügle manchmal mächtig an die Pfötchen frieren, was?" „Schon, aber— lat mal erst Frühling sein— und Sommer!“ „Da könnte ich dich jetzt schon drum beneiden! „Na, laß mal— ist bloß ein kleiner Ausgleich!“ Du hast es im Winter besser— ich im Sommer! Die Rechnung stimmt ganz genau! Da sie beide aus einem Ort stammten, blieb es nicht aus, daß sie sich gegenseitig fester aneinander anschlossen. Einer erzählte dem andern so seine kleinen Sorgen, tauschte Erfahrungen aus beide ergänzten sich. Michael berichtete alles Mögliche von der Grube. Und Fitz weibte ihn in die kleinen Geheimnisse der Maschinenhalle ein. Sie waren in den Wochen ihres Dienstes auf der Grube Rosine zwei Arbeiter geworden, die man zu allem brauchen konnte. Nur nicht zu schäbigen Streitereien, wie sie leider öfter unter der Belegschaft vorkamen. Kalinski spielte da vielfach die unrühmliche Rolle eines Hetzers, der sich aber, wenn es zu ernenten Reibereien kam, feige drückte. „Was ist das eigentlich für ein Kerl, der Kalinski, Michael? Du wohnst doch neben Kalinski in der Schmidtstraße. „Ich gebe ihm aus dem Wege, wenn ich gerade kann', versetzte Michael,„denn der Mensch kommt mir unheimlich vor! Las war ein wenig übertrieben. Und es klang erst recht nicht überzeugend aus dem Munde Michaels, der ein baumlanger Kerl war und über anerkennenswerte Muskelkräfte verfügte. Und daß er mit seinen Armen auch gut umzugehen verstand, das wußte Fritz aus Erfahrung. Er hatte so manches Mal in beißen Stunden neben ihm gestanden. Draußen im Nahkampf! „Na, du wirst dich doch nicht vor ihm fürchten? „Nee, das nicht, aber ich möchte nicht gern mit ihm zu tun kriegen! Ich überlege da nicht lange und schlage zu! Und das bringt nichts ein.“ „Hast recht, Michael! Lassen wir für heute den geschäftlichen Teil! Wenn du Lust hast, kannst du jetzt noch ein bißchen mit runterkommen zu Hollands. Wir wollten heute abend eine kleine Abendunterhaltung veranstalten, weißt du, so ein bißchen Laute und Gesang. Ich spiele und singe, und die Renate singt, und die beiden Alten brummen auch mit. Wird ganz gemütlich, paß mal auf.“ „Na ja, mir ist schon recht. In dem Nest hier ist ja sowieso weiter nichts los und— im Kino war ich schon! Die spielen einen mächtig abgedroschenen Schinken. Flimmert einem die Augen kaputt!" Also stiegen sie die paar Stufen abwärts. * „Ich bringe eine einsame Seele mit, ist es recht? „n Abend!“ Michael versuchte, sich zu verbeugen. Das batte er von Fritz gesehen, aber ihm selbst gelang es nicht so. Er war herzlich willkommen. Da gab es keine großen Formalitäten. Fritz nahm seine Laute spielgerecht vor sich, schlug sie an und sang. Alle stimmten ein. Einfache Volkslieder stiegen. Dazwischen schaltete Fritz ein Scherzlied ein. Er verzog dabei das Gesicht und machte Gesten, wie ne zu einer gesungenen Situation paßten oder wie er sich's dachte. Die Alten lachten manchmal recht berzlich. Renate lachte auch mit, und sie sah dabei bewundernd auf Fritz. Sie hatte ihn richtig gern, den Fritz, und bedauerte es oft, wenn er abends nicht ein wenig berunterkam und erzählte oder Lante spielte. Ihr fehlte etwas, wenn sie ihn mal einen Tag nicht sah. Fritz konnte Renate auch gut leiden. Er freute sich immer über ihr frisches, unbekümmertes Wefen und über ihre Bescheidenheit, die ihr ein Lachen ließ, trotzdem die Zeit ihrer Ingend recht wenig Erfreuliches gab. : 22e. t 22 k kDer Kaisersaal im Kömer zu Frankjurt wird Nationalheiligtum Der historische Kaisersaal im Romer zu Frankfurt am Main, der in den vergangenen Jahrhunderten so oft Schauplatz großer Ereignisse und vor allem der Kaiserkrönungen war. soll jetzt jeder Benutzung entzogen und als Nationalheiligtum in seinet ursprünglichen Gestalt erhalten bleiben. Die Kaiserbilder sind erneuert worden, so daß die herrliche Ausmalung heute wieder in altem Glanze erstrahlt. (Scherl=Bilderdienst=M.) Tas einzige, was die Grubensiedlung an Abwechslung aufzuweisen hatte, war eben das Kino, das Michael schon erwähnte. Eine Schänke war natürlich auch da, aber da gab es keinen Tanzboden. Ganz selten kam es einmal vor, daß wandernde Künstler hier Einkehr hielten, und das an sich anspruchslose Publikum für Stunden aus dem Alltag hob. So mußte man eben sehen, wie man daheim auf seme Kosten kam. Fritz tat sein Möglichstes, Erbeiterung unter die Menschen zu fragen, denen er näherstand. Die Abende bei Hollands waren immer recht gemütlich. Bog sich auch nicht der Tisch unter der Last leiblicher Genüsse, eine Tasse Aaffee war immer da. Und auch die schmeckte, wenn man fröhlich und guter Dinge dabei war. Michael Jank kümmerte sich viel um Renate. Er suchte immer ihre Nähe und freute sich wie ein großes Kind, wenn er ihr einen Gefallen tun konnte. Der alte Holland hatte es wohl gemerkt: Michael hatte ein Auge auf Renate geworfen. Er mochte den großen, guten Kerl leiden und sah es nicht ungern, daß er sich um sein Madel zu schaffen machte. Von Fritz wußte er auch, daß er in Liegnitz eine Braut hatte. Gegen elf Uhr sprach Michael vom Gehen. Er hätte ja noch lange Zeit gehabt, aber er fand es vornehmer, die Leute nicht zu lange aufzuhalten. Renate brachte ihn bis zur Haustür. Sie schloß auf und wünschte ihm eine gute Nacht. Michael wollte schnell noch ein paar Worte sagen, aber da war die Türe schon zu, er kam, wie immer, eine Minute zu spät! Er überlegte zu lange, das ist in vielen Fällen verkehrt. Und gerade in der Liebe muß man manchmal scharf aufpassen, daß man den richtigen Angenblick erwischt. Gemächlich schritt Michael die Straßen fürbaß. Es war reichlich dunkel, denn Lampen brannten nur ganz vereinzelt. Er war also ganz allein mit sich und seinen Gedanken. Möchte eine Frau für mich sein, die Renate, sinnierte er. Plötzlich blieb er stehen, er sagte seine ausgedachten Worte vor sich hin und malte sich dabei die Wirkung aus. Das war vor Kalinskis Hause. Iin der Nachtstille hörte er zwei Männer miteinander reden. Tabei fiel auch der Name„Jakob“. Das weckte seine Rengier. Er verhielt sich ganz ruhig und wartete. * * Am Grasrand der Straße war er ungehört ein paar Schritte näher an die Männer herangekommen, die ihn bei der Dunkelheit bestimmt nicht sehen konnten, zumal er fast bewegungslos hinter einem Baum horchte. Das war sonst keine Manier von ihm, aber in diesem Falle ging es um seinen Freund. Die Männer im Dunkeln flüsterten. Er verstand nichts. Der eine von beiden wurde aufgeregter. Der Stimme nach mußte es Halinski sein. Jetzt konnte er einige Brocken aufnehmen „... und dann sind wir erledigt! Der Kerl muß weg!“ „Is schwer! Tüchtiger Kerl!“ „Ha— ich wüßte schon.. Michael wußte nicht, wer damit gemeint war. Aber er hatte deutlich nrher de Naren Ja“ ahärt Ziemlich erregt suchte Michael danach sein Zimmer auf, das im übernächsten Hause lag. Bevor er einschief, suchte er vergebens nach einem Zusammenheng——— 3. Am Morgen darauf erschien Jakob wie gewohnt pünktlich im Maschinenhaus. Ingenieur Beier war mit dem Direktor Schmidt nach einer benachbarten Grube zu Verhandlungen gegangen. Vorarbeiter Kalinski meldete sich:„Einen schönen guten Morgen, Herr Jakob!“ Fritz sah das sauere Lacheln in Kalinstis Gesicht. Aber es siel ihm nicht auf, denn der Mann schien ihm gleich mit einer Maske auf die Welt gekommen zu sein. Denn er hatte ihn nie anders als mit diesem undeutbaren Lächeln gesehen, hinter dem sich alles andere denn Freundlichkeit verbarg. Nacheinander rückten nun die weiteren Schichtgänger an. Die Männer der Nachtschicht trollten mit müden Gesichtern uber den Hof— heimwärts. Kalinski fragte, ob noch etwas Besonderes fur ihn vorliege. „Nein, Kalinsk.. nichts! Halt— doch! Sind die Bunker voll?“ Alle! „Gut! Heute nachmittag soll wahrscheinlich eine Presse mehr laufen! Liegt ein großer Auftrag vor!“ Kalinski ging. Jakob sab ihn zu den Bunkern hinaufsteigen Dann trat er selbst seinen Rundgang an. * Kalinski trat oben mit Paniak, seinem Vertrauten, zusammen. Paniak war der Anwärter auf Kalinskis Posten, wenn er selbst, Kalinski, wie er sich's ausgedacht hatte, ehe dieser Jakob ins Werk kam, den Werkmeisterposten innehätte, den zurzeit Jakob provisorisch einnahm. Aber Beier batte schon Andeutungen fallen lassen, die Kalinskis jahrelange Hoffnungen um Anfrückung zu Wasser machen würden. Kalinski haßte Jakob. Er ließ sich nichts merken. Hinter einem Lacheln verbarg er seine schwarzen Gedanken. „Du. Paniak!“ winkte Rahniki. „Na was ist?“ Hast du die Säge? Paniak nickte. „Paß auf: Wenn Jakop bei den Pressen ist, gebe ich dir von unten ein Zeichen!“ „Is gnt!“ Jakob gab eben die letzten Weisungen, Presse Nr" flott zu machen. „Die Ingangsetzung wird Herr Beier selbst veranlassen. Seben Zie noch einmal alle Lager nach, Scheitbauer, und— richtig Ocl geben. Pressen Sie einmal Probe, damit wir dann keinen Aufenthalt haben, wenn der Ingenseur zurück ist!“ „Wird besorgt!“ Kalinski winkte nach oben. Paniak nickte nur. Jakob verließ die Maschinenballe, und prüfte die Bestände unter dem weitgespannten Dach des Freilagers. Die Maschinen liefen. Die Transvortbänder knarrten über die Rollen, Presse Nr. 1 hammerte. Kalinski horchte angespannt. Jetzt vernahm er ein gleichmaßigre, metallisches Rauschen, das nur seinem Obre auffiel, weil er wußte, worum es ging. p. Paniak kniete auf einem Quertritt der großen Eisentreppe, die zu den Bunkern hinaufführte. Mit der Metallsäge bearbeitete er eine Trittplatte. Er kam ordentlich in Schweiß dabei. Viel Zeit war nicht zu verlieren, denn jeden Augenblick konnte Jakob auf seinem Rundgange auch hier erscheinen. Paniak sah in die Tiefe! Zeyn Meter! Das würde genügen! Paniak, dieser Teufel, schabte nun mit einem Meisel an rostigen Stellen der eisernen Treppe das braunbröckelige Metall ab, spuckte darauf und rührte es zu einem dicken Brei. Diesen kratzte er in den Sägeschnitt, holte eine Handvoll Rohkohlenstaub und über streute den Einriß damit. Dann wischte er sich mit dem Aermel über die triefende Stirn und begab sich an seinen Arbeitsplatz bei den Bunkern, jenen riesigen Behältern, in denen die Rohkohle lagert, bis sie zur Verar beitung kommt. * Michael Jank hatte Fritz warnen wollen. Aber er konnte nicht abkommen. Sonst fuhr er mit den Materialzügen die Kohlen dem Werke zu. Heute war er an einen Bagger gestellt worden, weil eine Kraft durch Krankheit ausfiel. Er trat von einem Bein aufs andere, nicht nur, weil es noch immer reichlich kalt war, sondern vor innerer Unruhe. Er hatte das Gefühl, daß irgend eine Teufelei im Gange sein müsse. Immer und immer wieder vergegenwärtigte er sich das Teilgesprach vom Abend vorber. Gutes war damit sicher nicht gemeint gewesen. Holland war nicht in der Nähe. So stand Michael mit seinem Wissen an der schürfenden Maschine, gebannt, gefesselt sozusagen, fern dem Werke. Zug um Zug fuhr ab. Michael sah nach. Es war so einfach, eine Nachricht nach dem Werke gelangen zu lassen. Und doch— er mußte bier stehen und durfte seinen Platz nicht verlassen! Ta hatte er einmal etwas von Gedankenübertragung gehort. Wenn nur ein Körnchen Wahrheit daran war, dann mußte Fritz jetzt an Michael denken und seine stumme Warnung vernehmen. Michael dachte angestrengt und dachte nur das eine: Achtuna— Fritz— Gefahr! * Gruve„Rosalie“ lag eine halbe Fahrstunde von der Grube „Rosine“ entfernt. Sie hatte sich noch immer ringfrei halten können. Vielfach waren von der„Hertha=Bergbau=Aktiengesellschaft", der auch die Grube„Rofine“ gehörte, Anstrengungen gemacht worden, die Grube„Rosalie“ aufzukaufen. Ohne Erfolg. Nun war vor wenigen Tagen Direktor Schumann von der „Rosalie“ von sich aus an die„Hertha“ herangetreten und hatte um Verhandlungen gebeten. Fortsetzung folgt. Die mächtigen Fünf Zum 50. Todestag von Alexander Borodin am 27. Februar. Von Dr. von Andreewskn. Die russische Musik ist heute— nicht zuletzt durch die Darbietungen der unzähligen russischen Emigrantenkapellen und Kosakenchöre in der ganzen Welt beliebt geworden. Dabei sind es freilich nicht immer Musikstücke von besonderem künstlerischen Wert die neben echter Volkskunft geboten werden, sondern of: volkstümlich sich gebende Salonmusik. Trotzdem hat die Popularität der russischen Kapellen auch ein steigendes Interesse für ernste russische Tonkunst erweckt. Was nun die russische Kunstmusik betrifft, so ist sie die jüngste in Europa— denn sie ist keine hundert Jahre alt. Nachdem die erste russische Oper— Glinkas„Leben für den Zaren“ in seinem Vaterland keinen durchschlagenden Erfolg erringen konnte, da das große Publikum ausschließlich für die italienische Oper schwärmte, bedeutet die Bildung eines Vereins von fünf jungen Umstürzlern in der Entwicklung der russischen Musik ein Markstein. Im Jahre 1865 schlossen sich fünf junge Leute zusammen, die den verschiedensten Berufen nachgingen, um in ihren Mußestunden Musik zu treiben. Es waren: der Mediziner Borodin, der Marineleutnant RimskyKorsakow, der Naturforscher Balakirew und zwei schneidige Gardeoffiziere, Mussorgsky und Cäsar Culi. Diese jungen Stürmer und Dränger wollten eine nationale russische Tonkunst ins Leben rufen. Im jugendlichen Ungestüm stürzten sie alle Götter in den Staub— vor allem die Italiener. Vor Beethoven allerdings neigten sie sich in Ehrfurcht. Wagner glaubten sie als einen„lebensfremden Romantiker“ verneinen zu müssen, ohne dabei zu bedenken, daß ihre künstlerische Weltanschauung sich mit Wagner eng berührte — vor allem bei Mussorgsky, der in dem Wort den Grundpseiler der Oper sah, und ein munkalisches Volksdrama ins Leben rufen wollte Die jungen Künstler, die sich die„Mächtigen Fünf“ nannten, verfaßten ein Manifest, in dem sie ihr Programm entwickelten. Bezeichnend ist die Tatsache, daß sie die„Sinfonie als Form“ für erschöpft hielten, und zwar weil Beethoven auf diesem Gebiete nach ihrer Meinung das letzte Wort gesagt hat. Andererseits aber verlangten sie„eine sinsonische Gestaltung der Oper“, was wiederum echt wagnerisch anmutet. Nie und nimmer sollte man, so hieß es weiter, dem billigen Publikumsgeschmack entgegen kommen. Als Grundelement einer neuen, national=revolutionären Opernkunst sollte das ewige, unerschöpfliche bodenverwurzelte russische Volkslied sein. Alexander Borodin, der nach Beendigung seiner Medizinstudien sich auch noch der Chemie widmete, hatte eigentlich wenig Zeit für die praktische Durchführung des künstlerischen Programms, das er mit unterschrieben hatte. Dieser im Jahre 1834 geborene Universalmensch, war eine echt slawische Natur, unergründlich in seinen Widersprüchen und unberechenbar, Genie und Dilettant in einer Person. Seine Kameraden von der Wissenschaft pilegten zu sagen, er wäre ein guter Musiker und ein schlechter Chemiker, während die Musiker achselzuckend meinten: Borodin ist ein ausgezeichneter Gelehrter auf dem Gebiete der Chemie. hat aber keine blasse Ahnung von der Musik. Borodin betrachtete auch seine Musikbegeisterung niemals a seinen Beruf; bekannt war seine heute sonderbar anmude Bemerkung:„Anständige Menschen verkaufen ihre Musik nicht wie anständige Frauen ihre Liebe nicht für Geld feilhalten.“ Und dennoch: im Jahre 1867 komponierte Borodin eine Sinfonie, die auch zünftige Musiker aufhorchen läßt. Es folgen einige Lieder, die man auf russisch als„Romanzen“ bezeichnete und dann ein wahres Meisterwerk— die zweite Sinfonie in H-moll. Sie gelangte in die Hände Liszts. den übrigens die Mächtige Fünf„als Musikpapst“ noch schätzten und findet seine Anerkennung. Borodin unternimmt daraufhin in den 80er Jahren eine Pilgerfahrt nach Weimar. Liszt äußert sich in begeisterten Worten über den Russen und läßt seine Werke bei einem Manifest aufführen, so daß Borodin sich vor Freude kaum beherrschen kann und den ehrwürdigen Meister in seine Arme schließt— wiederum ein echt russischer Ausbruch! Es ist die ewige Tragödie des russischen Künstlers: trotz genialer Einfälle bleibt alles fragmentarisch, unvollendet, zum größten Teil unreif. Was hätte ein Boro in erreichen können, Der Zuave an der Almabrücke steht bereits im Wasser Von dem Hochwasser, das weite Teile Europas heimsucht, wird auch Frankreichs Hauptstadt betroffen. Das Wasser der Seine ist bereits so hoch gestiegen, daß der allen Besuchern von Paribekannte Zuane an der Almabrücke bereits mit den Füßen im Wasser stehe(Scherl=Bilderdienst=M.) 2 2 ?3 . . roß Bochum meldet. Bochum-Hordel gab Kassenwart O. Blanke den Kassenbericht. An Im Silberkranze. Das Fest ihrer Silverhoch zeit konnten die Eheleute Karl Heikmann und Frau Maria geh. Schmaller aus der Günnigfelder Straße begehen. Glückauf zur goldenen! Vorschuß wegen Lohnanstalls. Die Verwalunn der Zeche„nnover“ kommt ihren Gefolgschafts mitgliedern, die infolge der Betriebsstörung trotz der Urlaubstage noch einen Lohnausfall hatten, durch eine Vorschußzahlung entgegen. Der Vorschuß, der den feiernden Gefolgschaftsmitgliedern am nächsten Abschlagszahltage ausgehändigt wird. wird in Raten vom Lohn abgehalten. Voraussichtlich wird ab Montag die Förderung wieder noll aufgenommen. Bochum-Gerlhe „Der deutsche Kalibergban“. In einem der letz ten Vorträge, die im Rahmen der Berufserziehungsmaßnahmen für ältere Bergleute im Winterhalbjahr 1936=37 unternommen wurden, sprach Dipl.=Bergingenieur Pg. Siegert von der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau auf der Zeche Lothringen 1=3 über das Thema„Entwicklung, Wesen und Bedeutung des deutschen Kalibergraues“. Im Anschluß an das Referat fand eine lobhafte Aussprache statt Oeffentliche Versammlung des MTK. Der Krei abschnitt Gerthe im Reichsbund der Kinderreichen hatte Mittwoch abend im Saale Kalthoff zu einer großen öffentlichen Versammlung aufgerufen. Nach kurzen Begrüßungsworten des Kreisabschnittswartes Hemmerich sprach zunächst der Ortsgruppenleiter der NSDAP., Pg. Dr. Hüper. Er führte aus, daß der Nationalsozialismus die gesunde Familie als Keimzelle des Staates betrachte. Er führte weiter die Maßnahmen an, die zur Sicherheit für den deutschen Arbeiter und seine Familie getroffen worden sind. Wenn der national sozialistische Staat die an Geist und Leib gesunde Vollfamilie fordere, so sorge er aber andererseits auch dafür, daß dieser nicht lesondere Lasten auf gevürdet würden. Bei den kleinen Widerwärtigkeiten des Lebens, bat der Redner, nicht zu murren, sondern den Blick auf den Führer Adolf Hitler zu lenken, der allen ein Vorbild sei und die volle Verantwortung für das deutsche Volk übernommen habe. Anstelle von Landesorganisationswart Feller sprach dann Kreiswart Bobber über Ziele und Aufaaben des Reichsbundes der Kinderreichen. Der Werbeabend, zu dem sich die Gerther Bevölkerung verhältnismäßig zahlreich eingefunden hatte, wurde umrahmt von Darbietungen des BDM.(vn.) Bochum-Langendreer Militarrenten für Monat März werden am Samstag für Langendreer und Werne ausgezahlt. Reichsberufswettkampf der Bäcker und Metzger. Mittwoch wurden die praktischen Uebungen des Reichsberufswettkampfes für die Bäcker und Metz ger in der Berufsschule abgewickelt. Die 50 Teil nehmer waren zunächst auf dem Schulplatz der Hasselbrinkschule zu einem Appell angetreten. In gendwalter Linde sprach über die Bedeutung des NBWK. Nach der Flaggenhissung wurde der Ap vell mit dem Führerheil beschlossen. Gegen 18 Uhr waren die Aufgaben erledigt. Alle Teilnehmer er hielten eine Urkunde, die ihnen die Teilnahme am Reichsberufswettkampf 127 bescheinigt.— Sonntag haben die Jungbergleute ihren Wett sampf auf der Zeche„Neu=Iserlohn“. Hier begin nen die Kampfe schon um 6 Uhr, sie werden nur durch eine Pause von 8—9 Uhr und durch eine Mittagspause, während der ein gemeinsames Mittagessen eingenommen wird, unterbrochen. Nach der ersten flüchtigen Prüfung zu urteilen, schnei den die Langendreer=Werner Teilnehmer auch in diesem Jahre gut ab. Jahreshauptversammlung des M(6V.„Con rordio“ Zur diesjährigen Generalversammlung hatten sich am Sonntag die Mitglieder des MGV. „Concordia“ zahlreich im Vereinsheim„Märkischer Hof“ zusammengefunden. Vereinsführer H Blanke begrüßte die Sangesbrüder mit ihren An gehörigen und streifte kurz die wichtigsten Ereig nisse des vergangenen Jahres. Anschließend folgte der Jahresbericht des Schriftwartes Ernst Barke. Besonders gut schnitt der Verein auf dem Lan gendreer=Werner Sängertreffen ab. Anschließend einstimmige Entlastung zuteil. Die anschließend Vorstandswahl hatte folgendes Ergebuis: Ver einsführer H. Blanke, stellv. Vereinsführer Haar mann, Schriftwart Barke, Kassenwart O. Blanke, Vereinsbote Haarmann. Selbstverständlich war, daß der bewährte Dirigent Werner Wetter weiterhin den Chor leitet. Anschließend wurde uber die Werbung neuer Mitglieder und die Ge staltung des laufenden Programms gesprochen. Bochum=Werne Bochum-Hofstede Eine neue Straßendecke aus Kleinschlag erhält die Kleinhordelerstraße in der Eigenheimsiedlung. Durch Pflichtarbeiter wurde die Hordelerstraße mit Teersplitt ausgebessert. Bochum Hiltrop-Bergen DAF=Kundgebung in der Turn= und Festhalle Wie bereits mitgeteilt, spricht am Samstag in der Turn= und Festhalle in Bergen Pa. Schmidt in einer Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront über den Vierjahresplan. Bei der Wichtigkeit die ses Vortrages ist der Besuch aller Volksgenossen angebracht Bau einer Seilbahn. Die Arbeiten zur Er richtung der Großkokerei auf Constantin Schacht 10 in Bochum=Hiltrop gehen rüstig vor wärts. Mit dem Beginn der Herstellungsarbei ten hatte man im Sommer vorigen gonnen. Die Kokerei, die zu den größten und modernsten des Ruhrgebiets gehören wird, soll am 1. Mai d. J. voraussichtlich in Betrieb genommen werden. Um den nunmehr mit der Fertigstellung der Großkokerei erforderlichen Mehrbedarf an Kokskohle, die von der benachbarten Schacht anlage 4=5 bezogen wird, schneller und auf kür zerem Wege herbeizuschaffen, wird demnächst mit der Errichtung einer Seilbahn von der Schacht anlage 4=5 zur Kokerei Schacht 10 begonnen. Der bisherige Eisenbahntransportweg über den Sam melbahnhof beträgt rund 8 Kilometer. Mit dem Transport durch die Seilbahn wird der Weg be deutend verkürzt, beträgt doch die Luftlinienentfernung von Anlage zu Anlage nur 900 Meter. Im Mai soll die Einmeihung stattfinden. Das wuchtige und würdige Ehrenmal fur die Gefal lenen im Stadtteil Werne, das seit längerem be reits im Rohbau fertig ist und an dessen Vollen dung man in letzter Zeit stark gearbeitet hat, soll. einem Beschluß des Ehrenmalausschusses zufolge, im Mai eingeweiht werden. Die Restfinanzierung ist durchaus gesichert, so daß die letzten Arbeiten bei Beginn günstigen Wetters fortgesetzt und ab geschlossen werden konnen. Bochum-Linden-Dahlhausen Arbeiterschulung auf Zeche„Friedlicher Nach har“. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft zur Ar beiterschulung auf der Zeche„Friedlicher Nachbar“ hielt Ortsgruppenschulungswart Kißling beim letzten Vortragsabend einen Vortrag über Zusammenarbeit im Betrieb und über den Sinn der Betriebsgemeinschaft. Redner schloß mit dem Ap pell an alle, mitzuhelfen, daß die vom Geist wahrer Kameradschaft getragene Betriebsgemeinschaft sich immer stärker in den Betrieben durchsetze, seine eifällig aufgenommenen Ausführungen. Abbruchsarbeiten. Auf dem Gelände des still gelegten Preß= und Hammerwertes in Dahlhau sen standen bis jetzt. nachdem die früheren Werks hallen schon vor langerer Zeit abgebrochen wor den sind, noch das Portier= und das Materialen haus. Jetzt werden auch diese beiden Gebäude niedergerissen. Das Hochwasser der Nuhr geht zurück. Nachdem in den ersten Tagen dieser Woche die Ruhr im mer weiter angestiegen war und das Hochwasser bereits ernstliche Sorgen machte, ist jetzt ein Still nand eingetreten. Das Hochwasser gebt sogar wieder zurück. Aus den Tahlhaufer Pfarrkirchenchören. In. nerhalb der beiden Kirchenchöre der Dahlhauser Pfarrgemeinden St. Engelbert und St. Michael ist nach einer gemeinsamen Vorstandssitzung beschlossen worden, in Zukunft eng zusammenzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll in der Weise getätigt werden, daß die beiden Chöre abwechselnd in ihrer Nachbarpfarrkirche singen. Geld oder Acker uuseren Verbreitungsgebiet herne Mer kennt den Warenbetrüger? Dienstag erschien in einer Metzgerei an der Mont=CenisStraße ein unbekannter Mann und übergab dem allein anwesenden Lehrmädel einen Zettel, auf welchem eine handschriftliche Bestellung von Fleischwaren notiert war. Er bat, die Ware nach dem Hause Breddestraße 1 zu bringen. Der Zettel war von Frau Peter Heermann unterschrieben. Als das Lehrmädchen um 19,15 Uhr die Waren im Werte von 830 Mk. zustellte, kam ihr der frag liche Mann an der Haustür in Hemdsärmeln ent gegen und erklärte, er hätte noch 12 Würchen vergessen, die es noch schnell holen solle. Das Madchen entfernte sich und ließ den Korb mit den anderen Waren zurück. Als das Mädchen zurückkehrte, stand der leere Korb auf der Haustreppe des Hauses Breddestraße 1, während der Mann mit der an deren Ware verschwunden war. Im Hause Bredde straße 4 ist eine Familie Heermann nicht mehr wohnhaft. Wohl hat früher dort ein Peter Heermann gewohnt, der aber bereits verstorben ist Der Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 32 Jahre alt, 1.60 m groß. untersetzte kräftige Gestalt rundes volles Gesicht, bekleidet war der Täter mit grunem Lodenbut, grau= und grün=gesprenkeltem Mantel. Der Täter sprach westfälische Mundart. Wer kann nähere Angaben machen? Einbruch und dann vermutlich Brandstiftung Am Montag ist auf einer in der hiesigen Rochen straße gelegenen Hühnerfarm ein Brand ausgebrochen, bei dem ein Sachschaden von ungefähr 1000 Mark entstanden ist. Nach dem Brande feh ten 18 weiße Leghornhühner, von denen ange nommen wurde, daß sie verbrannt sind. Die Er mittlungen haben jedoch ergeben, daß dies nicht der Fall ist. Es besteht daher der dringende Verdacht, daß die Hühner gestohlen worden sind und daß die Täter den Brand vorsätzlich oder fahrläf sig verursacht haben. Wer kann bezüglich des Brandes oder des Diebstahls Angaben machen? Wer hat vor oder nach dem Brande verdächtige Personen am Tatort oder in der Nähe gesehen? Wo sind in den letzten Tagen weiße Leghornhühner zum Kauf angeboten worden? Angaben, die auf Wunsch vertraulich bebandelt werden, erbittet die Kriminal polizei. RUNDFUNK Freitag, 26. Februar Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. Leibesulungen. Fruhkonzert. Kapelle der Ernst Stieberitz — Morgenlied— Morgenruf. Frühkongert(Schallplatten Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen Kalenderblatt 8.10: Hilde BremuA Leitung 7.00 7.10 s.00: Franenturnen. 8.3: Froher Klang zur Arbeitspause. Ge spielt Unterhaltungs=Funkorchester, Leitung: FranMibalonic. 9.2): Kleine Zwischenmusik(Schallplatten 945: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00: Eine deutsche Familie in Kamerun. Hör zenen von Margarete Peltner 10.30: 11.50: Bauer merk' auf. 12.00: Die Werkpaule des Reichssenders Koln in Verbindung mit der TA,. Was sich die arbeitenden Volksgenossen des Sendegebietes wun schen. Es spielt das Westdeutsche Kammerorchester unter Leitung von Hermann Hagestodt 13.00: Mittagsmeldungen— Glückwüniche. 18.15: Mittagskonzert. Das Westdeutsche Kam merorchener, Leitung: Hermann Hageneht 14.00: Mittagsmeldungen 11.15: Allerlei von zwei bis drei. 3.0: Am Büchertisch: Dr. Mahlberg beiprich Neuerscheinungen 15.15: Sendepause. Wirtschaftsmeldungen 10.00: Nachmittagskonzert. Es spielt das Aleine Orchester unter Leitung von Leo Enfoldt. Helene Voccejus 1Sopranl. 1. Das Fest der Insantin Märchenvorspiel(M. Gebbardt). 2. Rot und leuch tend mie Rubin, Serenade(M. Balente). 2. Ec voll Frohlichkeit, Walzerlied aus der Operette„T Zigennerbaron“(Joh. Strauß),(Helene Cocceju Sopran). 4. Maskerade, Folge(A. Sullivan Czardas aus der Operette„Die Fledermans“ oh Straußl,(Helene Coccesus, Sopran). 6. Melodici ans der Operette„Der Tenor der Herzogin“ Nünnekc). 7. O tang' du kleine Geisha, du, Wa zerlied ans der Operette„Die Geisha“ 1once Helene Coccejus, Soprans. 8. Was ic lanan traumte, Lied aus der Operette Der Göttergatte Frz. Lebarl. 9. Liebeswerben(V. Derksen). a, so ist sie, die Dubarry, Lied(Millöcker Madehe Delene Coccesus. Soprans. 11. 2tunt in an. Strederl 12. Au einem bennc. Markt(A Ketekbn). 18. Beb und Bob(R. Temaret 17.90: Die Bunte Stunde. Zusammenstellung Willi. Schaferdiek. 18.30: Liederstunde. Sie boren: Hein; Altan Bariton): Begleitung: Cabert Grape(Klavier), rene Lohmann(Klavier):. 1. a) Zwei Eruden Frederic Chopin), b) Ballade Werk., Nr. IV Frederic Chopins. 2. Lieder: An die untergehende Sonne, Der Einsame, Alinde, Lied des gesangenen Jagers(Frz. Schubert). 19.00: Unterhaltungskonzert. Das Saarbrücker Unterhaltungsorchester unter Edmund Kasper. listen: Lieselotte Wunn(Sopran): Theo Behr (Bariton). a 45: Momentautnahme MM: Erite Abendmeldungen 0.10: Soldaten— Kameraden .10: Soldatenmusik, gesungen und geblasen. spielt das Musikkorps eines Infanterie Regimente 21.20: Wo bist du. Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten 22.0: Zeit, Wetter, Nachrichten ?221.00: Nachtmußik Samstag, 27. Februar u: Morgenlieh— Wetterbericht fur den Bauer B.0: Leibesubungen Fruhkonzert. Kapelle Walter Noaa. Mandolinen=Quintett Bruno Henze 7M: Nachrichten, auschließtend Morgenlied Morgenruf. 8.00: Zeit, Wetter. Wasserstandsmeldungen Kalenderblatt. 8.10: Hilde Bremus: Frauenturnen. 8.M: Uebertragung aus Vielefeld: Blasmusik e spielt der Musikzug der 2N Standarte 174. Lei tung: Musikzugführer Wilhelm Astroth. 1. Salve mperator, Marsch(Fucik). Deutschlands Erwache Ouvertüre(A. Wiggerss. 3. Im schönen Tal der ar, Walzer(H. Löhrl. 1. Ein Sonntag im Alr nein. Melodientolge(H. Steinbecki. 5. Musikalische Zeifenblasen. Melodientolge(Urbacht. B. Gehe.m nisse der Ersch, Walzer(Carenal. 7. Singende Na taillone Marschfolge(K. Nobrechts. 8. Kürassier Marsch„Großer Aurfürst“(W. Zimon/ 9. Regi nentegruß, Marsch 1Steinbeil. 10. Friederien Ner. Marsch(Maded!. 9.40: Zeit, Nachrichten. Wasterstandsmeldunge am: Deutiche Leitung zensests der Greuzen Deutiche Jugend und Landarbeit Das Referat Bauerntum der Reichsiugendfüh rung hat ein 16seitiges Heft herausgebracht, dem die Aufgabe gestellt ist. aufzuklären über„Land arbeitslehre“, die nach einem Erlaß des Reichs bauernführers Ostern 1037 für schulentlassene Jun gen beginnt. In einem Vorwort„Deutsche Ju gend erlerne die Landarbeit“ wender sich der Reichsjugendführer Baldur von Schirach an alle Jungen. Er appelliert an die deutsche Jugend, durch ihren Einsatz die volkverderbende Land'lucht end gültig zu überwinden, die seit Jahrzehnten unser Volk wie eine Seuche immer heimgesucht hat. Heute führt der Weg in die Landarbeit zu einer gesicher ten Zukunft. Das Recht auf eine ordnungsmäßige Ausbildung, die Aufstiegsmöglichkeiten und eine ausreichende Eristenz sind gewahrleistet. Landarbeiter merden heißt heute einen ehrenvollen, geachteten Beruf wahlen und sich einen wichtigen Platz im nationalsozialistischen Bauerntum sichern. Während der Bolschewismus ein recht= und heimatloses Pro letariat zum Werkzeug seiner verbrecherischen Ab sichten macht, gibt der Nationalsozialismus dem Landarbeiter seine Ehre wieder und macht ihn seßhaft. Die eigene Neubauernstelle ist das erreichbare Ziel aller Tüchtigen Im übersichtlich angeoroneten Abschnitten gibi das Heft dann Auskunft über eine Reihe wichtiger Fragen— Landarbeiter einst und jetzt. Was ist Landarbeitslehre“2. Aufstiegmöglichkeiten. Landdienit der HJ. Die Lohn'rage. Urlaub und Freizeit. Junge Dorfgemeinschaft. Der Lehrherr und der Lehrbetrieb. Der Landarbeiter in der Dorfgemein schaft. Im Anhang sind die I. Grundbestimmungen des Reichsnährstandes über die Ausbildung des männlichen Landarbeiternachwuchses angegeben Wanne-Eicke Heute Luftschutzütung im Stadtteil Holsterhausen. Im Stadtteil Holsterhausen findet heute in der Zeit von 17—17.15 Uhr eine Luftschutzübung der Reviergruppe Holsterhausen statt. Zu dem Uebungsbezirk gehören die Julia= und IndustrieHermannGrintrane ur Hausnummer 173 bis Schluß, die Rottbruchstraße von Nr. 22-53 und die Mittelstraße von Nr. 1—20, Während der Uebungszeit bleibt das Uebungsgebiet für den Verkehr gesperrt, lediglich der Straßerbahnverteur bleibt aufrecht erhalten.(h Neuer Lehrgang der hauswirtschaftt. Abteilung der Berufs= und Handelsschulen. Mit Beginn des neuen Schuljahres beginnt bei den Städt. Berufsund Handelsschulen ein neuer Lehrgang der hauswirtschaftlichen Abteilung. Schulentlassene Mädchen werden praktisch und theoretisch in allen Zweigen des Haushalts ausgebildet, wie Kochen, Bakken, Einmachen. Handarbeiten, Nähen, Stopfen, Flicken usw.— Gleichzeitig beginnt ein neuer Abendkursus im Kochen und Backen mit Wochenstunden. Anmeldungen nimmt das Geschäftszim mer der Berufsschule 1 Am Solbad entgegen. Ein neuer Tarif. Die Stadtverwaltung WanneEickel hat einen neuen Tarif für die Kosten zur Herstellung, Unterhaltung und Aenderung von Anschlüssen an die öffentliche Kanalisation herausgegeben, der vom 1. April bis 31. März des kommenden Jahres in Kraft bleibt. Er enthält zunächst eine in Einzelheiten gehende Aufstellung über die Koben für die verschiedenen Arbeiten, weiter die Löhne für die bei solchen Arbeiten beschäftigten Arbeiter und schließlich die Materialpreise Auf alle angeführten Preise des Tarifs wird ein Verwaltungskostenaufschlag von 10 Prozent exhoben. Der Tarif ist bereits vom Regierungspräsidenten in Arnsberg genehmigt worden. Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch Süddeutsche (274. Preuß.) Klossen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 14. Ziehungstag 24 Februar 1937 Jn der heutigen Vormittagsziehung wurden gezenen 2 Gewinne zu 10000 RM. 333626 10 Gewinne zu 5000 KM 56200 131003 201535 290840 295463 6 Gewinne zu 3000 RM 23928 189361 34028 22 Gewinne zu 2000 RM 34204 41212 9591 130141 131250 148962 294564 307224 31382 364061 381007 74 Gewinne zu 1000 RM 11631 21708 27695 29746 40153 47668 55930 65036 74767 93788 100647 106354 145789 153313 170205 175181 192982 206446 213000 226868 23 237397 238195 266963 298865 302363 335041 344399 350783 353912 360519 363924 37930 387908 390511 390727 14 Gewinne zu 500 RM 12199 12702 2070 26214 27047 27675 39626 50509 51343 63950 65870 68256 69331 80104 80855 86239 90372 94119 139572 180359 181237 187223 191703 204761 205206 213588 222546 224069 229543 239578 269154 270784 273163 276792 280374 295706 301340 311165 313877 318241 233765 337296 339042 340987 341830 350097 353434 354420 354489 360706 361518 361736 363017 371043 375083 378553 390705 386 Gewinne zu 300 R 2815 4604 80 10688 11062 12602 12745 15532 18555 2 7 55 30 3249 43576 47469 54801 54858 55318 56164 57184 60289 64207 64692 64716 6561 69916 76684 77069 77210 79430 80929 81294 82452 85230 85635 88830 91033 91056 91199 97644 99993 100087 104654 112019 Jn der heutigen Nachmittagsziehung wurden ae 2 Gewinne zu 2 Gewinne zu 8 Gewinne zu 388998 20 Gewinne zu 127080 129082 346074 38 Gewinne 10 88052 126478 286593 291410 324980 372323 76 Gewinne zu 10712 35739 3 86650 10596 132066 13410 188160 190404 221403 233635 300472 340267 10000 RM. 205693 5000 RM. 246756 3000 RM. 90455 334953 365803 2000 RM 28703 56039 61341 171408 230353 300426 32550 1000 RM. 19156 63360 80872 156656 177482 206389 208100 23536 300189 315476 3900 389704 399658 600 RM 18063 27804 30508 7506 40445 43434 68564 7664 107660 118500 121326 127397 142460 145049 176481 184310 9065 203896 212075 2160 256038 2680 276888 8560 350430 373255 334 Gewinne zu 300 RM. 1041 1319 10118 27013 41426 61560 67343 76309 92011 10194 109350 121362 138170 44955 157703 166344 196450 210290 227496 246920 288696 293820 309162 314870 328778 352576 367978 365220 1642 15801 17168 18847 20662 27488 29309 29347 34006 34283 43466 50772 54300 59968 59806 64339 64513 65424 66346 67042 68037 70252 71258 72180 74421 80018 82316 82501 86049 88076 888 93544 93791 98929 9043 10323 10945 22558 138345 146358 159667 168190 196666 214735 227732 249969 104282 106723 111211 113218 131336 133399 130000 139614 148356 160016 169297 196988 216584 234549 250690 289799 290705 293894 297314 312343 312727 316000 32042 330938 332290 352871 35361 370091 372460 385582 386565 15075 161304 177625 202773 222892 23518 261335 292728 305910 313304 324754 332912 536371 391420 10824 117699 134130 140079 153458 164880 183992 204518 22311 24163 263596 293233 307254 313733 126086 33625 161506 320 130 196374 105s'2 18857 13686 144880 156123 164889 85813 205933 224114 242307 279287 293759 307908 314866 327186 359437 361868 381307 307724 Ismn Gewinnrade verblieben: 2 Geloinne zu je 14101), 8 zu fe 81000. 2 zu je 750 4 zu se 501), 4 zu se 30000, 8 zu te 20 00, 54 zu je 1000, 110 zu fe 5 00, 192 zu fe 8000, 452 zu je 20, 1478 zu je 1000, 2482 zu 1e 500, 2044 zu te 300 Mark. Sort, Sniel, Lurnen Wieder ein 5:0-Siea Kanadas bei den Eishockey=Weltmeisterschaften in London. Im ersten Spiel der Endrunde traf bei den Eishockey= Wertmeisterschaften in London Deutschland auf Kanada. Wie im Spiel der Zwischenrunde blieb auch diesmal Kanada mit 5:0(1:0, 2:0, 2:0) siegreich. Im zweiten Spiel hatte England Mühe, die Schweiz nach torloser regulärer Spielzeit erst in der Verlängerung mit 2:0 zu schlagen. Polizei-Skikämpfe auf dem Feldberg Untersturmführer Dr. Christmann Sieger im Abfahrtslauf Der zweite Tag der Deutschen Polizei=Skiwettkampfe auf dem Feldberg wickelte sich unter weniger günstigen Bedingungen ab. Es regnete in Strömen, als sich rund 160 Läufer dem Starter stellten. Die Strecke war ctwa 1,5 Klm. lang und war mit sechs Pflichttoren besteckt. In der reichsoffenen Klasse endete der Wettbewerb mit einem großen Erfolg der bayerischen Polizisten, die die vier ersten Plätze belegten und erst auf dem fünften Platz von zwei Badenern abgelöst wurden. Sieger wurde SS=Untersturmführer Dr. Christmann=München in 1:08.2 Minuten vor dem Sieger des Langlaufe, Wachtmeister Gumbold, der 1:12,1 Min. benötigte. Wie schon am Vortage erzielten die außer Konkurrenz gestarteten Angebörigen der SS die Tagesbestzeiten. SS=Mann vom Oberabichnitt Südwest kam auf 1:05, 22.Mann Heinrich vom Oberabschnitt Süd auf 083 Min * Nachtlicher Orientierungslauf Winterberg Willingen Am Samstag abend findet nun doch der nächtliche Trientierungslauf des Fachamtes Skilauf der Gaue und XI statt. Die Schneeverhältnisse im ganzen Sauerland und zur Jeit ganz ausgezeichnet, so daß r Lauf bestimmt stattfinden wird.— Der Start rieigt Samstag abend um 20 Uhr auf dem Marktplatz in Winterberg, das Ziel ist die Schule in Willingen. Meldungen sind sofort nach dem Eintreffen der sonderzüge beim Verkehrsverein in Winterberg zu machen.— Auf der Strecke Winterberg—Willingen dit unterwegs ein Kontrollposten anzulaufen. Ein großer Bluff Amerikanische Stimmen gegen Braddock Aus Newyork häufen sich nunmehr die Stimmen, die ebenfalls an den Weltmeisterschaftskampf Schmeing— Braddock glauben. Die Newyorker Borkommission hat offiziell bisher noch nichts verlauten assen, aber es ist durchgesickert, daß sie mit größter gegen Braddock vorgehen will, wenn der Meister nicht seinen Titel gegen Schmeling vertragsgemäß verteidigt. Die Kommission wird Braddock den Titel nebmen, wenn er bis zum 28 Mai nicht in Rewyork vor der Kommission erschienen ist; denn nach den Bestimmungen muß Braddock fünf Tage vor dem Kampf sich in Newyork aufhalten und sich der Kommission vorgestellt haben. Braddock könnte, so schreibt eine Zeitung, dann nur mit Joe Louis um die„ErWeltmeisterschaft“ kämpfen. Im übrigen wird auch bekannt, daß im Kampfvertrag zwischen Louis und Braddock kein Wort von einem Weltmeisterschaftslampf enthalten ist. Die ganze Affäre scheint ein großer Bluff zu sein. Schön- Bellengers allein Rotterdamer Sechstagerennen Reserviert und rubig fuhren die Bewerber in der etzten Nacht des Rotterdamer Sechstagerennens. Ernst wurde es am Donnerstag nachmittag. Urplötzlich ging das Jagen los und nach einer Viertelstunde lagen ichließlich Schön=Pellenaers allein an der Spitze. Willie Vroomen wurde vor der letzten Nacht aus dem Rennen genommen, spater stieg auch Piet van Kempen aus dem Sattel und noch vor der Neutralisation machte auch sein Bruder Jan Schluß Der Stand am Donnerstag nachmittag um 17 Uhr autete 1. Schön=Fellenaers 161 P., eine Runde zurück Jilliet=Buysse 411 P., zwei Runden zurück: J. van Schijndel=v. d. Boeck 176 P., 4. Zims=Küster 148 P., ner Runden zurück: 5. Gebr. Hansen 268 P., sechs Kunden zurück: 6 v. d. Ruit=Charlier 238 P Svortnatizen Oweng als Jazzlänger und Steptänzer Es war klar, daß der dreifache Olympiasieger Jesse wens nicht von seinen Verdiensten als Berufsläufer eben konnte.„Jessie“ hat sich denn auch zeitig umgestellt und die Rennschuhe mit Lackschuben vertauscht Er wiro als Refrainsanger und Tänzer mit einer amerikanischen Neger=Jazzband eine Tournee durch te Staaten machen und hofft, daß er dabei viel Geld derdienen kann. „Eleanor“ endgültig im Beruf —ie Schwimm=Olympiasiegerin von 1932, die Ameita. Elegnor Holm=Jareit die bekanntlich an mpen ncht teilnehmen durfte, da sie auf der Ueberfahrt nach Deutschland sich mehrmals gegen die sportlichen Gesetze vergangen hatte, ist nun endgültig zum Berufssport übergegangen. Sie hat einen Kontrakt unterzeichnet, wonach sie auf der Ausstellung in Cleveland Schwimmvorführungen zeiger foll. 30000 Dollar sind ihr garantiert Barlassina leitet Deutschland— Frankreich. Italiener Barlassina wird den Fußballändersampf zwischen Deutschland und Frankreich am 21 März in der Stuttgarter Adolf=Hitler=Kampfbahn leiemi dar den Wunsch aeäußert, den Itoriene. mader Spieleitung zu betrauen. Der Deutsche Fußball=Bund kam dieser Bitte selbstverständlich nach. kkeo eist kanstas aolsn p. 04 traat am Wochenende soch ein zweites Freundschaftsspiel aus, und zwar am Samstag gegen Blau=Gelb Wuppertal Herber/ Baier vor 80M in Krefeld Die Eissportveranstaltung in Krefeld am Mittwochmit 8000 Zuschauern ein ausverkauftes weisen. am Mittelpunkt des Abends stand das Auftreten des neuen Europameisterpaares Maxi Herber/ Ernst Baier. Sie zeigten eine hervorragende Kür und mußten ungezahlte Zuguben geben. — Im Eishockeyspiel siegten die German Canadians über die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft mit 4:1 (2:1, 0:0, 2:0) Anton Johansson, der langjährige Prasident des Schwedischen Fußballverbandes, wird auf der Generalversammlung seines Verbandes am 27. Februar seinen Rücktritt erklären. 35 Jahre hat er an der Spitze des schwedischen ballsports gestanden. Sein Nachfolger wird der ebemalige Handelsminister Erieson. Die Pokalwettbewerbe zeichnen sich immer durch den eigenartigen Reiz aus, daß sie auch dem scheinbar Schwächeren eine Chanec geben, wenn er ohne Minderwertigkeitsgefühl, mit Mut und Kampfeseiser ins Gefecht zieht. Den besten Beweis hierfür lieferten in der ersten Runde um den neuen Adler=Preider Handballer die„Mittelrheinler“, denen man gegen Sachsen, vertreten durch den Meister MTSA Leipzig, keine Aussichten eingeräumt hatte. Aber die entschlossene Spielführung brachte die mittelrheinische Mannschaft durch einen knappen Sieg eine Runde weiter. Erfreulich in es, daß auch Niederrhein sich über Hessen und Westfalen über Württemberg hinwegsetzten, so daß drei Mannschaften Westdeutschland in der Zwischenrunde vertreten. Die Gegnerschaft des kommenden Sonntags ist wahrlich recht stark. Erst jetzt wird sich entscheiden, ob die ersten Siege auf Glück oder auf wirkliches Können zurückzuführen sind. Niederrhein hat es schwer uuc: Mitte— Niederrhein Der Gau Mitte stellt den Niederrheinlern, die nach Mitteldeutschland, nach Halle, reisen müssen, vor eine überaus schwere Aufgabe. Die Mitteldeutschen spielen im Handball eine führende Rolle. Die Handballer aus Weißenfels und Magdeburg sind Könner, die stets für große Aufgaben bereit sind und zur nationalen Bereitschaftsgruppe zählen. Mit kluger Absicht haben die Mitteldeutschen ihre Mannschaft nur aus drei Vereinen ausgewählt, so daß Einheitlichkeit und verständnisvolles Zusammenspiel gewahrt bleiben. All diese spielerischen Vorzüge der Mitte deutschen sollten den Rheinländern aber nicht den Mut nehmen. Schließlich haben auch sie in ihren Reihen Handballspieler, deren Namen großen Klang haben. Sie werden sich wehren und ohne Zagen die Hand nach dem Siegeslorbeer ausstrecken, wenn auch die berühmte„Papierform“ vielleicht gegen sie spricht. Gau Mitte: Lüdtke(SV 98 Dessau); Knackmuß(Pol. Magdeburg), Ruck(MSV Weißenfels; Peplinski(MTV Magdeburg), Hamrick(Weißenfels, Krause(Pol. Magdeburg): Böttcher(Pol. Magdeburg), Jeller(MTV), Laqua(Weißenfels), Klingler(Weißenfels), Stahr oder Schuler(beide Pol. Magdeburg). Niederrhein: Bonhagen(RSV Mülheim; Oepen, Schwung(Rhen. Düsseldorf); Horn(RSV Mülheim), Brinkmann(Turn Düsseldorf), Eifler (Tura Barmen); Helligrath(TV Tiefenbroich), Daun 2 (BV Solingen), Bründgens(SV Lintfort), Braselmann(Tura Barmen), Schmitz(Tura Barmen). Billard-Meisterschaft in Köln Nachdem am Dienstag in den Ufa=Billardsälen in Köln die Einbanden=Meisterschaft entschieden worden ist, begannen am Mittwoch die Titelkämpfe im 45/2 Cadre der ersten Klasse. Viele Besucher waren Zeugen spannender Kämpfe, die in der Partie Joachim Berlin) gegen Bolz(Köln) ihren Höhepunkt erreichten. Der Verliner siegte mit 400:234 Punkten in nur 18 Aufnahmen. Er erzielte dabei eine Höchstserie von 139 Punkten.— Unerwartet kam der Sieg des jungen Essener Spielers Rudolph, der Tiedike(DüsselLochunti benötigte im Spiel gegen Oidtmann=Wuppertal ebenfalls 32 Aufnahmen, um mit 400:258 erfolgreich zu bleiben. Nur noch Joachim ohne Niederlage Die am Mittwoch abend in Köln begonnenen Nämpfe brachten äußerst spannende Begegnungen, die erst weit nach Mitternacht zu Ende gingen. Die Ausgeglichenheit der Bewerber geht am besten daraus hervor, daß außer dem Berliner Joachim keiner mehr ohne Niederlage ist. Die Ergebnisse: Joachim— Rudolph 400:91 (12 Aufn., 33.33 Gen.=Durchschn., 178 Höchstserie), Tiedtke— Bolz 400:200(21, 11,95, 69), Oidtmann— Förster 400:300 126. 15,38. 10, Sorge— Thielens 400:246(22, 17,18, 146). Dortmunds Kenntermine 12 Renntage in diesem Jahre. Abgesehen von dem besonderen Ereignis, daß Dortmund in diesem Jahre den ersten Start des Rennjahres 1937 erlebt, ist als weitere bemerkenswerte Tatsache zu verzeichnen, daß bei der kürzlich erfolgten Festsetzung der deutschen Renntermine für die Wambeler Bahn zwölf Renntage vorgeseben sind, die in ihren Zeiten durchweg günstig liegen. Nach dem Turfauftakt am Sonntag, 14. Marz, folgt noch ein Märzrennen am Sonntag 21. März. Der Mai setzt dann den Reigen mit zwei Rennveranstaltungen fort, die am Sonntag, 2. Mai und am Himmelfahrtstage, am 6. Mai, zur Durchführung kommen. Nach einer Panse von einem Monat steigen die Sommerrennen am Sonntag, 4. Juli, und Mittwoch, 7. Juli. Den Abschluß der Sommerrennen werden die für Sonntag, 5. Sept., und Mittwoch. 8. Sept. vorgesehenen Renntage bringen. Dann werden sich auf der Wambeler Bahn die Ereignisse förmlich überstürzen. Bereits am Sonntag, 3. Okt., und Mittwoch. 6. Okt., werden weitere Rennen, die Herbstrennen, gestartet. Den Ausklang bilden die beiden Novemberrenntage am Sonntag, 7. Nov., und Mittwoch, 10. Nov.— Die Ausschreibungen für die Märzrennen sind bereits ergangen. Der Dortmunder Rennverein ist bestrebt, die Turfkarten aller Rennen des Jahres besonders reich haltig und vielseitig zu gestalten, damit den Turffreunden Westdeutschlands auch im Jahre 1937 guter Sport auf der Wambeler Bahn geboten wird. unt ne trugen in San Francisco ein weiteres Spiel aus Wieder siegte Perry mit 6:1, 5:7. 11:9. In der Gesamtwertung liegt noch Vines mit 11:10 Siegen in Führung. Hermannsstaffel und Westfalenstaffel am 23. Mai. Am 23. Mai finden im Gau Westfalen zwei große Staffelläufe statt. Im Lippischen richtet der VfB Det mold die Hermannsstaffel aus die offen für die Gaue Westfalen und Niedersachsen ist, und im Westen des Gaues wartet die TSG Herdecke 63 mit der schon traditionellen Westfalenstaffel von Hohensyburg nach Herdecke auf. Die Westfalenstaffel ist offen für alle drei westdeutschen Gaue. Ivar Ballangrud Profi Schwedischen Meldungen zufolge soll Jvar Ballander dreifache norwegische Cisschnellauf-Clympio nike von Garmisch=Partenkirchen, demnächst in 134 als Berufsläufer auftreten. Westfalen müßte siegen Biclefeld: Westfalen— Nordmark Man darf annehmen, daß die Westfalen aus Geislingen gelernt haben, denn die Württemberger hätten dem Favoriten bald ein Schnippchen geschlagen. In Bielefeld wird man sich befleißigen, von vornherein dem Spiel die entscheidende Note zu geben und nicht zu warten, bis schließlich der Sieg am seidenen Faden hängt. Die Norddeutschen stellen einen schwierigen Gegner dar, der kraftvoll und ausdauernd um den Sieg ringt. Vor allem die Abwehr mit Hansen und dem internationalen Verteidiger Bandholz ist schwer zu überwinden. Aber es müßte schon eine Fülle von Mißlichkeiten geben, wenn die Westfalen auf eigenem Boden die Fahne einzuziehen gezwungen waren. Die Mannschaften: Westfalen: Körvers; Knautz(beide Minden), Salzmann(TSC Hagen); Höpfner(Eintracht Dortmund), Küter, Topp(beide Minden): Roß 2(Minden, Fischbach(DSC Hagen), Heilmann(Eintracht Dortmund). Menning(Schalke), Roß1 Nordmark: Reich; Dombrowski(beide Oberalster), Bandholz(Neumünster): Kühn(Pol. Hamburg), Hansen(Oberalster, Pokora(Eimsbüttel); Hesse(St. Georg, Theilig Oberaliter). Rave(Hamm). Pol. Hamburg), Weßling(Winterb.) * In Landau: Südwest Mittelrhein. Ter Gau Mitterrhein, der gegen Tachsen ein wahres Meisterstückchen vollbrachte, hat theoretisch auch diesmal gegen Südwest keine allzu großen Aussichten. Aber vielleicht schaffen e“ auch diesmal wieder Kampfeseifer und Schnelligkeit. Südwest hat schließlich auch seine Schwachen. Sudwest. Keimig(MSV Darmstadt); Pfeiffer (46 Darmstadt), Hauser(SV Wiesbaden). Avemarie (46 Darmstadt), Dascher, Stahl(MSV Darchstadt); Vilbard(MSV), Embach(TSV Herrnsheim), Utgenannt(FK Pirmasens), Pothe(46 Biebrich). Becker (Germ. Pfungstadt). Mittelrhein: Kreutzberg(VfB Aachen); Kaufmann(Mülh. SV). Cönen(VfB Aachen), Pudelko Ehrenfeld), Rheinberg, Breuer(VfB Aachen); Böhmer, Kneip(Mülh. SV), Brandt, Weber(beide T7 Gummersbach), Schiffers(Al. Aachen. In Bremen: Niedersachsen— Bayern. Der Ausgang des vierten Treffens ist völlig offen. Englands Hockey-Frauen für das Länderspiel gegen Deutschland England bat für das Frauen=Länderspiel im Hockey gegen Deutschland am 6. März in Kensington bei London folgende Elf aufgestellt: Harrison; Knott, Collins; Bruneß, Maddor Blaxland; Higgins, J. Dickinson, Goodman; A. Pollard, Dawson. Lediglich Frl. Goodman bat noch nicht international für England gespielt. Die Börsen Düsseldorf: Ruhig und uneinheitlich. Düsseldorf, 25. Febr. An der Rhein.=Westf. Borse schrumpfte die Umsatztätigkeit an den Aktienmärkten noch mehr zusammen. Von wenigen Ausnahmen ab gesehen erfuhren die Kurse leichte Rückgänge, die jedoch über ½ Prozent kaum hinausgingen. Ver Stahl werke konnten ihren Anfangsverlust von ½ Prozent unter mehrfachen Umsätzen nahezu aufholen. Sonst wurden noch Mannesmann ½ Prozent leichter ge handelt. Deutsche Erdöl bei behaupteten Kursen gefragt. Auf dem Elektromarkt verkehrten Siemens 5 Prozent niedriger. Fester tendierten Farben, die Prozent gewannen. Von den Kaliaktien wurden Wintershall ¾ Prozent billiger abgegeben. Auf dem Kurenmarkt war das Geschäft wesentlich ruhiger als an den Vortagen. Die Stimmung blieb jedoch freundlich. Von den Steinkohlenkuren gingen Carolus Magnus mehrfach um 50 RM niedriger um. Deutschlandkure leicht erböht. Constmntin kursmaßig gut behauptet, dagegen konnten Langenbrahm ihre Notiz um 200 RM aufbessern. Heinrich waren gesucht und zogen erneut 100 RM an. Diergardtkure nach der gestrigen Abschwächung ungefähr 100 RM höber. Von Braunkohlenwerten stellten sich Gute Hoffnung ohne Abschlüsse zirka 100 RM böher. Kalikure vernachlässigt. Beienrode gut behauptet. Im Freiverkehr handelte man Burbach zu letzten Kursen. Auf dem Kohlenaktienmarkt setzten Bergbau Lothrin. gen ¾ Prozent höher ein und wurden zuletzt mit plus 1½ Prozent umgesetzt. Lotbringen Genußscheine stiegen um ½ Prozent. Berlin: Aktien uneinheitlich— Umschuldungeanleihe erholt. Berlin, 25. Fehr. Der Ordereingang hat auch im heutigen Verkehr keinen größeren Umfang angenomäußerst schleppend gestaltete. Eine eindeutige TenReichsbund-Pokalendspiel im Berliner Peststadion Das Reichsfachamt Fußball gibt bekannt: Die derzeitigen Witterungsverhältnisse und die starke Vereisung der Spielfläche machen dle geplante Durchführung des Endspiels um den ReichsbundPokal im Olympia=Stadion auf dem Reichsst unmöglich. Das Spiel mußte daher in das Post Stadion verlegt werden. Die für das Olympiastadion erworbenen Karten werden am Samstag an den Berliner Vorverkaufsstellen umgetauscht.“ * Iusball=Landerkampf gegen Danemark Länderspiels gegen Dänemark bekannt. Der Kampf wird am Pfingstmontag, 17. Mai, in der umgebauten Schlesier=Kampfbahn in Breslau veranstaltet. Aus den Turn- und Sportvereinen Der Anschluß des Damen=Schwimmvereins Bochum 1911 an den Turnverein zu Bo chum gegr. 1818 c. S. als Frauen=Schwimmabteilung ist durch den Gauführer Lorenz ge nehmigt worden. Die Uebungsstunden finden nach wie vor Dienstag abends sowohl für Jugenderhalten fachmännische Anleitung. Bis zum 1. April wird die Aufnahmegebühr erlassen. Der Verein für Bewegungsspiele B.=Gerthe hielt im Vereinslokal Borgmann seine Jahreshauptversammlung ab. Die Jahresberichte der einzelnen Abteilungen wurden zur Kenntnis gegeben. Ans besonderen Gründen mußte die Handballabteilung vorübergehend stillgelegt und die Mannschaft aus den Meisterschaftsspielen zurückgezogen werden. Bei Stellung der Vertrauensfrage wurde der bisherige Vereinsführer Bernbard Borgmann einstimmig e Gustav Fabian, Kaisierer Fritz Schröder. Sportwart Fritz Rusche, Fußballebmann Adolf Simon. Jugend obmann Mar Graf. Leiter der Leichtathletik= und Frauenabteilung bleibt Paul Wiedelmann. Das Vereinsheim Borgmann wurde beibehalten. Freitag, den 20. Februar. Kindergymnastik von 16,30 bis 18,30 Uhr. Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn, von 17 bis 18,30 Uhr, für Kiider im Alter von 5 bis 10 Jahren, Gymnastikschalc. Rottstraße 29. Frohl. Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr. Turnhalle des Reform=Realanmnasiums, B.=Dahlhausen, von 16.30 bis 18,30 Uhr. Turnhalle des Reform=Realgymnasiums, B.=Dahlhausen, von 20 bis 22 Uhr in Wattenscheid. Schule an der Voedestraße. Dein Opser zum WHW. soll Dein Bekenntnis zum Sozialismus sein. Wer nicht zum Opfern bereit ist, lehnt den Sozialismus ab und stellt sich so außerhalbunserer Volksgemeinschaft Nennen zu Autcuil 1. R.: 1. Sarastro(Signoret), 2. Lightning, 3. Hue Cocotte. Sieg 25:10, Platz 16, 20:10. Ferner: Cuence, Gatrico, Attacus. Kid. Sieg 22:10, Platz 12. 12:10. Ferner: Radnor. „ R.: 1. Kislar(Bonneau), 2. Brigantin, o. Cake Walk. Sieg 43:10, Platz 21, 37:10. Ferner: Fire Off, Folle, Grenadier 3. Skiff. 1. R.: Chinon. Sieg 160:10. Platz 47. 30.10. Ferner: Pamphilos, Bellovaque, Paradou 2. 5. R.: 1. El Ombu(Sables), 2. Comets Beautn. 3 Marsyas. Sieg 17:10, Platz 12, 11:10. Ferner Beau Luron. 6. R.: 1. Siabemi. 2 Clou de Girofle zwei Pferde gefallen. Sieg 51:10, Platz 19. 14:1. Ferner: Pesaro. Kokoro. denz konnte sich unter diesen Umständen nicht herausbilden. Am Montanmarkt siel stärkeres Interesse für Laurahütte auf, die um 1¼ Prozent anzog. Tagegen ermäßigten sich Klöckner. Buderus und Ver. Stahlwerke um je ½2. Rheinstahl um 5 Prozent. Bei mangels Umsatzes vielfach aus. Wintershall um 7 und Aschersleben um* Prozent ermäßigt. Von den chemischen Werten konnten sich Farben um ¼ Prozent auf 168½ befestigen. Nachfrage zeigte sich ferner für Deutsche Linoleum und am Elektromarkt für Akkumulatoren sowie Licht Kraft(plus 3½ bezw. pus 1½ Prozent). Wasserwerk Gelsenkirchen 1½ und Thüringer Gas 1 Prozent höher bewertet. Zu den Paxieren mit über 1 Prozent hinausgehenden Abweichungen gebörten Metallgesellschaft(plus 1½, Stöhr(plus 1¼ andererseits Braubank(minus 2) Prozent. Auch Reichsbankanteile waren auf kleine Abgeben um ¾ Prozent gedrückt. Am Rentenmarkt gaben Reichsaltbesitz um 7½ Pfg. auf 120.30 nach. Die Umschuldungsanleihe konnte sich dagegen nach den letzthin eingetretenen Rückgängen um 15 Pfg. auf 91,80 erholen. Wiederaufbauzuschläge und späte Reichsschuldbuchforderungen zogen um ½ Prozent an.— Bei der amtlichen Verliner Devisennotierung wurden Pfund und Dollar mit unverändert 1.218 bezw. 2.49 notiert. Der Gulden befestigte sich auf 136.35(136.28), der Schweizer Franken auf 56.80 (66.78) Bochumer Biehmarkt. Bochum, 24. Febr. Auftrieb: 21 Pferde, 602 Schweine, 1 Schaf. Verkaufspreise: Pferde 3. Qualität 150—300, Schlachtpferde 80—150.— Schweine: Ferkel bis 6 Wochen alt 9—12. 6—8 Wochen alt 12 bis 16. 8—12 Wochen alt 16—24; Läufer 3—4 Monate alt 24—38, 4—5 Monate alt 38—50, über 5 Monate alt entsprechend höber.— Schafe 20—30 Mk Marktverlauf: lebhaft. Nachster Viehmarkt: 24. März. Drei westdeutsche Eisen im Feuer Zwischenrunde um den Adlerpreis der Handballer WIRISCHAFTS NACHRICHTAN Der Fußgänger vor Gericht Man liest in den Zeitungen soviel von den erkehrsfünden der Kraftfahrer und der Radfahrer, daß man meinen könnte, es wären die ein zigen Verkehrsfünder. Das wäre aber falsch, denn auch die Fußgänger gehören zu ihnen. Wer als Fußgänger gegen die Bestimmungen der Straßen verkehrsordnung und gegen die hierzu erlassenen Ausführungsanweisungen verstößt, hat ebenfalls mit seiner Bestrafung zu rechnen. Der Fußgän ger ist verpflichtet, den Fahrdamm einer Straße auf dem kürzesten Wege zu überschreiten. Er darf also im allgemeinen nicht schräg über den Damm gehen. Dieses Gebot ist in der Ausführungsanweisung zur Reichsstraßenverkehrsordnung freilich dahin eingeschränkt worden, daß die Jahrbahn nur dann auf dem kürzesten Wege überschritten werden müsse, wenn dies„zur Verhinderung von Schädigungen oder nach den Umständen vermeidbaren Behinderungen oder Belästigungen“ erforderlich ist. Die Gerichte sind aber, wie ein in dem 7. Heft der Juristischen Wochenschrift veröffentlichtes Ur teil des Strafsenates des Oberlandesgerichts Jena zeigt, sehr streng. Sie verlangen nicht nur, daß keine Schädigung oder Behinderung anderer ein getreten ist, machen also die Strafbarkeit nicht von dem eingetretenen Erfolge abhängig, sondern fordern, daß auch keine bloße Gefäbrdung des Jahrverkehrs eingetreten ist. In dem veröffent lichten Fall handelte es sich um eine städtische Straße, die im allgemeinen vom Verkehr stärker benutzt wird. Die Angeklagten hatten den Damm schräg überschritten, ohne daß der Fahrverkehr bebindert oder geschädigt worden war. Gleichwohl hob das Oberlandesgericht das freisprechende Urteil des Amtsgerichts auf, weil die Angeklagten den Nachweis erbringen mußten, daß auch keine Gefährdung des Fahrverkehrs eingetreten ist. Das Urteil geht zweifellos in seinen Anforde rungen sehr weit; es sollte genügen, wenn tatsächlich keine Behinderung eingetreten ist. Gleich wohl wird jeder Fußgänger gut tun, sich nach dem vorstehenden Urteil zu richten, wenn anders er nicht Gefahr laufen will, gerichtlich bestraft zu werden. Bestandenes Physikum. Der Student der Medezin Georg Röver von hier bestand an der Universität Marburg sein Physikum=Examen mit dem Prädikat gut. Verkehrsunfall. Gestern abend ereignete sich negen 19,30 Uhr auf der Brückstraße=Hohenzollernstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Radfahrer. Beide kamen zum Sturz, wobei der Kraftradfahrer nicht unerbebliche Kopfverletzungen erlitt, die ärztliche Be bandlung erforderlich machten. Erdmassen kamen in Bewegung. Das Unwetter der letzten Tage hat die Rasenfläche des steilanführenden Bergaufganges des Schützenhofes an der Castroper Straße derart aufgeweicht, daß der steile Bergabhang, der bereits durch eine Mauer gestützt war ins Rutschen geriet und die Mauer in großer Länge durchbrach. Zum Glück wurden weitere Schäden rechtzeitig verhütet. Die Aufräumungsarbeiten wurden inzwischen aufgenommen, Veranstaltungen und Vereine Kriegerkameradschaft Westwacht„Graf von Haeseler“ Bochum. Die Kameradschaft hielt im Kamerudschaftsheim Balkenhol ihren gutbesuchten Monatsappell ab. Eingangs gedachte der Kameradschaftsführer Soddemann in ehrenden Worten der toten Helden des Weltkrieges sowie der Toten der Bewegung. Zu Ehren der Toten hatten sich die anwesenden Kameraden von ihren Sitzen erhoben. Sodann wurden die Eingänge und die Anordnungen der Parole bekanntgegeben. An dem Opferschießen für das Winterhilfswerk hatte sich die Kameradschaft mit fast 80 Prozent beteiligt und wai das Ergehnis ein äußerst gutes. Auch wurden seitens der Kameraden gute Schießleistungen erzielt. Kamerad Krule ging mit 58 Ringen als bester Schütze aus dem Schießen hervor. Kamernd Scholz erhielt 52 Ringe, Kamerad Mehring und Peinecke je 50 Ringe und die Kameraden Wolf und Stuhldreier je 49 Ringe. Für die Reichsstraßensammlung am 6. und 7. ds. Mis. hatte die Kameradschaft auch mehrere Kametaden als Sammler zur Verfügung gestellt und war auch hier das Resultat ein sehr gutes. Der Kameradschaftsführer dankte allen Teilnehmern für die bewiesene Teilnahme. Noch einmal wurde darauf hingewiesen, daß die Monatsappelle in den Wintermonaten und zwar Oktober bis März um 17 Uhr und in den Sommermonaten April bis September um 19 Uhr beginnen. Die Gewehrsektion wurde neu zusammengestellt und als Gewehrführer der Kamernd Dörndähl ernannt. In Anbetracht seiner Verdienste um die Kameradschaft ernannte der Kameradschaftsführer Soddemann das Ehrenmitglied Kamerad Theodor Schiller zum Ehrenbeiratsmitglied auf Lebenszeit. Englands fliegende Festungen, seine modernsten Kampf= und Bombenflugzeuge, zeigt ein interessanter Bildbericht im neuesten Heft der„Sirene“, der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes. Dieser Bericht beschäftigt sich nicht nur ausführlich mit den bedeutenden Aenderungen, die die neuen Tyven aufweisen, sondern gibt auch gleichzeitig genaue Angaben über die technische Ausrüstung und Bewaffnung. Das gleiche Heft zeigt eine schwere Brandkatastrophe und ihre Lehren für die Zukunft. Außerdem bringt es einen großen Bildbericht über neues Land, das an Deutschlands Küsten dem Meere abgerungen wurde, und die Fortsetzung der Artikelreihe „Unser Haus wird luftgeschützt“. * Vortrag über Vienenzucht. Auf Veranlassung der Ortsfacharuppe Imner wird Oberinspektor Jörges aus Münster am 27. Februnt, 17,30 Uhr, in der Landwirtschaftlichen Schule in Bochum, Malteserstraße, einen Vortrag über Auswinterung der Bienenvölker halten. Es kann immer wieder festgestellt werden, daß dieses Thema selbst für„fortgeschrittene" Imker ein heikles ist. J. bewirtschaftet seit Jahren ohne Hilfe über 100 Bienenvölker, z. Jt. 140. Er ist deshalb in weiten Kreisen als Imker mit Geschick und reicher Erfahrung bekannt. Auch nichtorganisierten Imkern ist die Teilnahme dringend zu empfehlen. „Der Deutschösterreicher im Weltkriege“. Am 4. März. 20 Uhr, findet im Hörsaal der Verwaltungsakademie. Wittener Straße, ein Vortrag des Sturmbannführers Pg. Otto Gallian(Lippstad über das Thema:„Der Deutschösterreicher im Weltkriege“ statt. Pg. Gallian war im Kriege Stoßtruppführer der österreichisch=ungarischen Armee und hat die beiden Kriegsbücher„Opfergang von Luck“ und„Monte Asolone“ aus eigenem Erleben heraus geschrieben. Ihm geht der Ruf eines vorzüglichen Redners voraus. Karten sind bei den Ortswarten und in der Vorverkaufsstelle Kortumstraße erhältlich. Der Eintrittspreis beträgt nur 0.10 RM. )( Jahrestagung der Ver. Sp. Fr. Borussia Bochum. Im Vereinsheim Winkelmana(Jnh. H. Menze) am Südhellweg hielten die Borussen ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Nach einem Liede gab Vereinsführer Oskar Frie kurz einen Tätigkeitsbericht über das verflossene Jahr, dem der Jahresgeschäftsbericht durch den stellv. Vereinsführer Albert Fuck, sowie der Kassenbericht durch Kassenwart Heinz Dubbert folaten. Alsdann erteilte man der Vereinsführung Entlastung und wählte zum Vereinsführer einstimmig Oskar Frie wieder der sich folgende Mitarbeiter erkor: stellv. Vereinsführer und Kassenwart: Albert Fuck, Geschäftsführer: Heinz Dubbert, Vereinssport= und Dietwart: Adolf Lamsbach, Pressewart: Josef Pelizäus, Werbewart: Paul Weyand. Zu Kassenprüfern wählte man: Heinrich Götte und Ernst Lach. In den Aeltestenrat kamen: Rober: Wille, Emil Schrey und Fritz Hohns. Nach Erledigung verschiedener interner Angelegenheiten hielt anschließend Dietwart Lamsbach einen bedeutsamen Einfühtungsvortrag über Dietwesen u. Vereinsübungsstunde im R. f. L., der von allen Anwesenden mit großem Interesse aufgenommen wurde. Kameradschaft des ehemaligen Reserve Infanterie=Regiments Nr. 16, Bochum. Im Vereinsheim Hasselkuß fand der gut besuchte Februar=Kameradschaftsalend statt, der vom Kameradschaftsführer Kovold geleitet wurde. Kobold gedachte aus Anlaß des Heldengedenktages der im Weltkriege sowie der im Kampf für das Dritte Reich gefallenen Kameraden. Einem verstorbenen Kameraden wurde ein stilles Gedenken gewidmet. An Eingängen lag eine Einladung der NSKCV. zum Besuch des Bübnenwerkes„Einsiedel“ am 2. März im Evangelischen Vereinsbaus vor, dessen Besuch den Kameraden empfoblen wurde. An der Heldengedenkfeier auf dem Ehrenfriedhofe nahm die Kamerad schaft geschlossen teil. An der Fahnenweihe des VIM PUTZT ALLES gründliche und selonend die Spendenkarte DES DEUTSCHEN WINTERHILFS WERKS AN ALLEN SCHALTERN DER REICHSBAHN Soldatenbundes beteiligten sich innerhalb des Ehrensturmes des Kyffhäuser=Bundes fünf Kame raden. Kamerad Altenhönel hielt einen Vortrag über Verdun. An der Reichs=Straßensammlung unter Beteiligung des Kyffhäuser=Bundes beteiligte sich eine Reihe Kameraden. Das Kleinkaliberschießen zugunsten des Winterhilfswerkes ergab einen Reinertrag von 21.15 Mk. Das nächste Kleinkaliberschießen ist am 28. Februar. vormittag“ 10—12 Uhr auf dem Schießstand des Postsportplatzes am Freigrafendamm. Für den Wanderpreis d Kameradschaft sind fünf Uebungen stehend aufgelegt zu schießen. Nach dem offiziellen Teil des Abends war man noch einige Zeit gemütlich beisammen. Beim Bolzenschießen erhielt diesmal Kamerad Nickel mit 35 Ringen den Uhrzipfel DAF-Volksmusikkurse Wochenplan: Mittwochs: Mandolinenunterricht 17—2030 Uhr Donnerstags: für Laufen und Guitarren, von 14,20—19 Uhr jugendliche Anfänger; 19—21 Uhr erwachsene Anfänger. Geigenunterricht von 17 bis 230 Uhr für Anfänger. Freitags:: für Lauten und Guitarren, 14.30 bie 20 Uhr jugendliche Anfänger. Zusammenspielen mit Blockflöten, Geigen, Lauten und Guitarren 20—21,30 Uhr erwachsene Fortgeschrittene. Sämtliche Kurse finden in der Schule an der Trankgasse statt. Auskunft und Anmeldungen dortselbst oder in der Verkaufsstelle Kortumstraße 62 sowie bei allen Betriebswarten. * AdF=Theaterzettel Am 25. Februar::„Gespenster“; am 27, Febr.: „Die Räuber“; am 1. März:„Fidelio“. Karten zu ermäßigten Preisen sind in der Verkaufsstelle der NSG„Kraft durch Freude“, Kortumstraße 62, zu haben. Roman von Harry Hoff (12. Fortsetzung. „Ja, ja, Glück muß man haben“, begann er,„es war nicht so einfach. Wäre ich zu Fuß weiterge tippelt, so würden sie mich ja bald wieder beim Kragen haben. Aber, weißt du, da kam zufällig ein Lastanto mit mächtigen Kisten, und zwischen den Kisten war noch ein Plätzchen frei, kurzum, so bin ich auf leidliche Art zunächst bis Lyon gekommen. Dort habe ich mir bei dem Louis diese Kluft und einiges Geld gepumpt und bin dann unbehelligt hierhergekommen.“ Pierre stieß einen kleinen Pfiff der Bewun derung aus. Gaston Monlin fragte hastig: J das Geld angekommen?“ „Die tausend Frank aus Marseille?“ Er nahm ein Kuvert aus dem Sekretär,„bitte, hier sind sie!“ Gaston zählte die Scheine und strich das Geld ein.„Du bist ein anständiger Kerl. Schwiegerpapa!“ sagte er anerkennend.„Was macht übrigens Eveline? Ich habe noch keine Zeit gefunden, sie aufzusuchen Halte es zurzeit auch gar nicht für angebracht.“ „O danke. Sie beschwert sich nur immer, daß sie so wenig von ihrem Gatten hat.“ Beide lachten Pierre fuhr fort.„Aber sage mal, du hast ja in einem Steinbruch gearbeitet, wie ich las, was hatte denn das zu bedeuten.“ Moulin kniff zwinkernd die Augen ein.„Tscha, weißt du, der Steinbruchbesitzer sollte sehr reich sein. Es galt da nur etwas auszuschnüffeln. Aber es war dann nichts. Immerhin habe ich einigen Sprengstoff ergattern können.“ „Womit du dann die Brücke bei Etoile hast in die Luft gehen lassen!“ Gaston fuhr wie von der Viper gestochen auf. Brücke? Ich, in die Luft gesprengt? Nein, mein Lieber, das glaubst du doch selber nicht!“ „Gaston, verstell dich nicht! Na schön, ich verstehe schon. Was man nicht weiß, kann man auch nicht verraten. Die Taktik ist gar nicht so falsch von dir.“ Monlin glitt über den Punkt hinweg. „Du sagtest doch es sei etwas Wichtiges für mich angekommen. Wurde es abgegeben?“ „Nein. Eine Postsendung unter Wert Du mußt sie dir holen gehen. Die Frist ist bald abgelaufen“ „Postsendung? Hm, hat sonst niemand nach mir gefragt? Ich meine natürlich nach Paul Bécourt?“ Nachdruck verboten „Nein. Wer sollte denn nach dir fragen?“ „Von wem kam die Sendung, von der du sprachst? Wie hoch war der Wert angegeben „Wert viertausend Frank, Herr Becourt!“ er widerte Pierre lächelnd.„Aber sage mal, bast du auch einen Ausweis auf diesen Namen?“ Moulin strich lässig die Zigarette ab.„Das wäre das wenigste. Den liefert Philippe doch in einer Stunde, wenn es darauf ankommt. Ist er hier?“ „Ja. Im roten Zimmer.“ „Na also. Am besten rufst du ihn cinmal ber. Die andern brauchen mich nicht zu sehen.“ „Wirst du länger bleiben?“ „Hm. ich muß mich zunächst noch verborgen halten. Wie du ja selber sagtest, ist Lebrun hinter mir her. Auf der Place Vendome hat mich heute auch einer so schief angeschaut, wo rätst du mir, mich zu verstecken?“ „Aber du mußt doch zur Post!“ „Na ja, diesen einen Gang mache ich eben noch. Werde ja nicht gleich dabei honvs gehen. Vielleicht kann Philippe mich zu sich nehmen.“ „Ist es nicht besser, ich hole den Brief mit dem Ausweis ab?“ „Unsinn. Du sollst dich keiner Gefahr aussetzen.“ „Gefahr? Wieso?“ „Man kann doch nie wissen. Ich gehe schon. Rufe Philippe!" * Kommissar André blickt von den Akten auf. Lebrun tritt durch die Tür. „Ah. Leprun, Sie persönlich hier in der Hauptstadt?“ „Ja Wie Sie sehen. Erstens war ich zum Vortrag beim Minister befohlen, und zweitens glaube ich, daß es hier sonst auch noch Arbeit gibt. Der stark verdächtige Gaston Monlin muß hier in Paris sein." „Das haben Sie schon beraus. Sie Allerweltskerl? Nehmen Sie einen Kognak?“ „Nein. Danke. Vor Abend nehme ich keinerlei Alkohol zu mir. Sie wissen doch. Also hören Sie. Monlin ist mit dem Anto einer Maschinenfabrik nach Lvon entkommen. Von dort aus ist er dann mit der Eisenbahn dritter Klasse hierher nach Paris gefahren." „Donnerwetter, Sie arbeiten ja präzis wie eine Maschine. Wie haben Sie denn das herausbekom?" „IIch hatte vorsorglich einen Fingerabdruck von ihm genommen. Und dieser fand sich auf einer hier abgegebenen Fahrkarte wieder.“ Saubere Kletnarbeit!“ „Allerdings. Ich halte die Angelegenheit jedenfalls für wichtig genug, um hier persönlich ein wenig Umschau zu halten.“ „Ich hörte, Sie arbeiteten dort mit einem jungen deutschen Kollegen zusammen. Wie läßt sich denn der an, wenn ich fragen darf?“ „Oh. ich bin sehr zufrieden. Dem entgeht auch 'ein Härchen. Durch seine Mitarbeit haben wir bereits fetstellen können, wer der geheimnisvolle Warner war.“ „Wohl Kießling, von dem Sie uns ein Bild übersandten?“ „Jawohl. Das Ganze ist aber noch eine ziewlic rätselhafte Geschichte. Der Deutsche, Herr Seidler, ist gestern früh nach Marseille gefahren. Er hofft dort eine Spur zu finden.“ „So stehen wir also bald vor der Lösung des Falles?" Das will ich noch nicht behaupten Haben Sie übrigens Moulin schon hier in den Akten? „Nein Aber wir können für alle Fälle ja den Fingerabdruck einmal zur daktyloskopischen Abtei lung schicken.“ André trifft die nötigen Anordnungen. Dann wendet er sich wieder seinem berühmten Kollegen 31. Haben Sie Anbaltspunkte, wo er sich hier aufha'ten könnte?“ Nein. Leider nicht. Vielleicht unterstünen Sie mich. indem wir einmal in bekannten Verbrecherlokalen Stichproben machen.“ „Das soll geschehen. Da wäre vor allem das Lokal„maton aris“, grauer Kater. Dort ist schon mancher Gesuchter gefunden worden.“ „Schön. Wieviel Beamte können Sie mir zu einer Razzia zur Verfügung stellen?“ „Ich denke, mit zwanzig Mann kommen Sie aus. Monsienr Lebrun.“ „Schön. Also heute nacht. Vollmachten geben Sie mir?" Selbstverständlich. Persönlich kann ich mich leider nicht an der Sache beteiligen, da ich noch anderes, sehr wichtiges Material zu bearbeiten habe.“ Lebrun empfahl sich. Kurz vor Schalterschluß begab sich Moulin zur Post, um den Wertbrief dort in Empfang zu nehmen. Er fuhr mit einer geschlossenen Tare hin. um sich nicht unnötig auf der Straße blicken zu lassen. Schen hielt er Umschau, bevor er das Postgebände betrat. Auch in dem Schalterraum schrieb er innächst eine Karte, um möglichst unaufällig Umschau halten zu können. Dann erst trat er an den Ausgabeschalter und fragte nach seinem Brief. „Haben Sie einen Ausweis?“ „Bitte!“ Der Beamte verglich die Photographie und die Unterschrift. Eine Sekunde lang blickte er den Empfänger prüfend an. Dann händigte er ihm einen größeren Umschlag aus. Moulin quittierte Dann verließ er gelassen das Postgebäude. Niemand hinderte ihn daran. Er suchte ein abgelegenes kleines Kaffec auf woer in einer Ecke den Brief erbrach. Vier Tausendfrankscheine glitten in seine Hände. Das Begleitschreiben, das dabeilag, war nur sehr#urz. in Maschinenschrift. „Meinem Versprechen gemäß. Kann leider per sönlich nicht kommen." Keine Unterschrift. Doch . da stand noch etwas... ganz leicht mit Bleistift hingekritzelt:„Erbitte Empfangsbestätigung nach Marseille postlagernd unter FF 321“ Moulin murmelte zwischen den Zähnen „Kannst du haben, mein Bursche, aber du wirst noch mehr Blut lassen müssen!“ 4 Noch mehrfach war Seidler zu der Wohnung des verunglückten Lokomotivführers gegangen, um dort zu hören, ov nicht vielleicht doch noch ein Lebenszeichen von Kießling kam. Er hatte die alte Wirtschafterin aufgeklärt, wer er war und hatte ihr andeutungsweise verraten, warum er den Aufentbaltsort des Verschwundenen feststellen wollte Er freute sich, bei der alten Dame volles Verständnis dafür zu finden. „Ja, ja, er hat seinen Freund warnen wollen“. behauptete sie,„und als dann däs Schreckliche trotzdem passiert ist, hat er sich auf und davongemacht um nicht unnötig durch Verhandlungen und Vernehmungen hier in Europa festgehalten zu werden.“ Das deckte sich mit der Ansicht des Kriminalassistenten. Da kam nun nach einigen Tagen ein Telenramm. Aus Marseille Es lautete: „Erfuhr zu spät von dem Unglück. Kann leider nicht mehr persönlich kommen. Herzliche Teilnahme. Kranz folgt.“ Unterschrift:„Werner Kießling“. Seidler zuckte zusammen. Da hielt er endlich den Faden, nach dem er nun schon tagelang eifrig gesucht. Er setzte sich mit Lebrun in Verbindung Seiner Meinung nach müsse er sofort nach Marseille fahren Oder habe der Herr Kommissar etwas einzuwenden? Nein, wieso denn?“ entgegnet der Befragte. „Sie sollen alle nötigen Vollmachten haben. Ich bin sogar jetzt ermächtigt. Sie mit den Befugnissen eines Kommissars auszustatten.“ „Aber wenn Sie nach Marseille wollen, Mon sieur Lebrun“ „Ach, Unsinn Bezüglich des Kießling sind Sie doch am besten im Bilde. Außerdem muß ich mor gen früh nach Paris.“ Seidler benutzte denselben Zug, der neulich ver unglückt war, und langte morgens in Marseille an (Fortsetzung folgt.) Westdeutsche UmDie Vernehmung Kurschildgens noch immer nicht abgeschlossen.— Der erste Vernehmungsbericht der Kriminalpolizei Wuppertal. Die kriminalpolizeiliche Untersuchung gegen den Raubmörder Kurschildgen wurde soweit abgeschlossen, daß der Täter am 24. Februar dem Amtsgericht in Solingen zugeführt werden konnte. Kurschildgen ist geständig. Dr. Hopf die schweren Verletzungen beigebracht und ihn dann lebend in den Lochbach geschleitt zu haben. Er will zu der Tat veran aßt worden sein, weil Dr. Hopf ihn durch Anspiegelung auf seine Vergangenheit gereizt habe. Während er zunächst angab. Dr. Vopf durch Fußtritte schon in der Düsseldorfer Straße schwer verletzt zu haben, änderte er im Lause der Untersuchungen seine Einlassungen und erklärte, in der Düsseldorfer Straße habe er ihn nur durch einen Faustschlag bewußtlos geschlagen und den Bewußtlo'en dann fortgetragen. Die Verletzungen sollen dann erst in der Elsässerstraße entstanden sein, da Dr. Hopf hier beim Herannahen von Passanten um Hilfe gerufen habe. Um nicht die Aufmerksamkeit der Leute zu erregen, habe er ihn dann zum Schweigen bringen wollen. Nach Beibringung der schweren Kopfverletzung will er dann den Bewußtlosen zum Lochbach geschleift haben, damit Dr. Hopf nicht gleich ge'unden und seine Täterschaft festgestellt werde. Nachdem er dort Dr. Hopf niedergelegt habe, will er nach längerer Ueberlegung zu der Auffassung gekommen sein. daß Dr. Hopf auch hier alsbald lebend aufgefunden werden würde. Um Zeit zur Flucht zu gewinnen, habe er darauf den noch Lebenszeichen von sich gebenden Tierarzt in den Lochbach=Tunnel geschleift, damit die Tat möglichst lange verborgen bleibe. Eine Beraubung Dr. Hopfs stellte er entschieden in Abrede, obwohl bei dem Toten keinerlei Gegenstände, außer Schlüsseln, mehr gefunden wurden. Der Mantel des Dr. Hopf wurde später in der Lippestraße gesunden und es steht nachweisbar fest, daß Kurschildgen denselben dort versteckt hat. Das Geständnis des Täters steht in vielen Punkten in krassem Gegensatz zu den Feststellungen der Mordkommission. Die Ermittlungen werden daher noch fortgesetzt. und Ausschau Wegen Schneeverwehungen gesperrt Paderborn. Neuerlich einsetzende Schnee'älle haben den Kraftverkehr im Paderborner Land empfindlich gestört. Manche Ortschaften in der Bürener Gegend waren wie abgeschnitten, und auf den Stratzen, vornehmlich in der Gegend von Lichtenau und Kleinenberg war an ein Weiterkommen nicht mehr zu denken. Bald saßen weit über 100 Kraftwagen. darunter eine große Anzahl schwerer Lastzüge. im Schnee fest, der tei weise eine Höhe bis zu 1.50 Meter hatte Die Reichsstraße Paderborn—Kassel wurde am Mittwochmittag für längere Zeit gesperrt. Bereits am Dienstagabend war auf Anforderung des Landrats von Büren eine Abteilung der Wehrmacht mit Zugmaschinen und Raupenschleppern herbeigerufen worden, die die ganze Nacht unermüdlich arbeitete. Die Hilfsmannschaft wurde am Mittwoch auf 50 Mann verstärkt. Nachdem die Gefahr nunmehr zum großen Teil behoben ist. ist neuerlich Glatteis eingetreten, das schon wieder mehreren Lastzügen zum Verhängnis geworden ist. Mörder Schöler am 4. März vor Gericht. Bielefeld. Die Verhand ung gegen den Mörder von Schloß Holte. Robert Schöler, ist für Dienstag. l. März, vor dem Vielefelder Schwurgericht angesetzt. Zu dem Termin sind 30 Zeugen und mehrere medizinische Sachverständige geladen. Schöler wird bekanntlich der Mord an dem Gastwirt Dresselhaus in Schloß Holte sowie der dreifache Mordversuch an der Ehefrau Josefine Dresselhaus, dem Gastwirt Heinrich Dresselhaus sen. und der damaligen Hausangestellten Christine Kläsener, jetzigen Ehefrau Klaus, zur Last gelegt. Großes Regimentstreffen der 78er Osnabrück. Am 5, und 6. Juni treffen sich alle ebemaligen 78er zum Regimentsappell in der Garnisonstadt Osnabrück. Die besondere Veranlassung ist die Uebernahme der Tradition des Inf.Reg. 78 durch das neue Inf.=Reg. 37. Vorführungen der Wehrmacht sowie ein kameradschaftliches Zusammensein in den auf dem Kasernenhof aufgeschlagenen Festzelten bilden den Höhepunkt des Regimentsappells. Zuchthaus für einen unverbesserlichen Fahrraddieb Köln. Durch häufigen Wechsel seines Tätigkeitsfeldes zwischen Köln. Krefeld, Düsseldorf und Bielefeld hatte Johann Leswang es lange verstanden. die Spuren seiner zahlreichen Fahrraddiebstähle zu verwischen. Als er endlich doch gefaßt wurde, wollte er natürlich nur vom großen Unbekannten gekauft haben. An den Fahrrädern änderte er Form. Sitz und Nummernzeichen. Das Gericht war der Ueberzeugung, daß der Angeklagte weit mehr auf dem Kerbholz hat, als die Anklageschrift aufzählt. Das Urteil lautete unter Ablehnung eines Antrages auf Sicherungsverwahrung anf vier Jahre Zuchthaus. Ein Bruder und der Vermieter der beiden wurden wegen Hehlerei zu sechs und vier Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Ein Landkreis verschwindel Baumbolder. Der Kreis Baumholder wird am 1. April dieses Jahres aufgelöst und dem Kreis Birkenfeld angegliedert. Entstanden war der Kreis Baumbolder im Jahre 1920 durch die Saarabtrennung. Er hatte bis dahin einen Teil des Kreises St. Wendel gebildet. Als die Saargrenze ihn davon trennte, war aus dem bei Preußen verbliebenen Teil ein seibständiger Kreis geschaffen worden, der fünf Bürgermeistereien und etwa 65 Einzelgemeinden um'aßte und dem Regierungsbezirk Trier zugeteilt wurde. Bei seiner bevorstehenden Vereinigung mit Birkenfeld wird er dem Regierungsbezirk Koblenz angeschlossen werden. Der neue Kreis Birkenfeld=Baumbolder erhält dadurch die Größe etwa des Landkreises Trier und wird rund 95000 Einwohner zählen. Katze verursacht Großbrand Adenau. Vor einigen Tagen ereignete sich in Schuld an der Ahr ein Großbrand. Nur dem schnellen und energischen Eingreifen mehrerer Freiwilliger Feuerwehren ist es zu danken, daß sich aus dem Schadenfeuer keine Katastrophe entwickelte. Der Brand hatte, wie man jetzt einwandfrei festgestellt hat, eine seltsame Ursache. Der Besitzer des Anwesens, in dem der Brand ausgebrochen war, hatte während der Ausführung von Stallarbeiten zur Beleuchtung eine Stallaterne verwandt, die an der Stallwand befestigt warDurch den Sprung einer Katze fiel die Laterne zu Boden. Hierbei ergoß sich das Petroleum über den Letzte. WHW-Monat 1936/37 Durch Opfer zum Sieg! Diese Plakette gehört im Monat März on Deine Tür! Boden und entzündete sich. Die Flammen breiteten sich so schnell aus, daß in wenigen Minuten Stall und Scheune in Flammen standen. Versuchen Sie unsere guten Mischungen: 125 9 Beliebte Sorte.... RM-.50 Marke Kaffeekanne RM..60 Kaffeekanne extra RM-.70 Feine Mischungg... RM..75 Eine Spitzenleistung RM-.80 Blaues Wunder Nr. 137 Gottes helllger Wille nahm heute abend 11.30 Uhr unsern lleben Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Heinrich Schafstall zu sich in die Ewigkelt. Er starb nach kurzem, schwerem Leiden, jedoch plotzlich und unerwartet, versehen mit den Heilsmitteln der kath. Klrche. Im Alter von fast 70 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 24. Februar 1937 Gerberstraße 6 Das Seelenamt findet am Samstag, dem 27. Februar 1937, morgens 8.30 Uhr in der Propsteikirche statt. Die Beerdigung st nachmittags 2.30 Uhr, von der Friedkofskapelle Blumenstraße aus. Allen, denen aus Versehen kelne besondere Nachricht zuging. diene dlese als solche. Ou woret so ung, du starbat zu trôh Wer dich gekannt, vergiôt dich nie! Nach Gottes hl. Willen entschllef am Mittwoch, dem 24. Februar 1937, morgens 8.30 Uhr. meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin, Kusine. Nichte und Tante Jungfrau Käthe Frohmann Sie starb nach längerem Leiden, vorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel und versehen mit den Heilsmitteln unserer hl. Kirche, Im Alter von 21 Jahren. Dleses zeigen mit der Bitte um stille Tellnahme an: Frau Wwe. Frohmann geb. Kracht und Anverwandte Bochum. Försterstraße». Linden, Seeburg, Bernshausen, Gelsenkirchen und Wandsbek, den 24. Februar 1937. Die Beerdigung tindet am Samstag, dem 27. Februar, vorm. 10 30 Uhr, vom Engang des Heuptfriedholes am Frelgraferdamm aus stait. Das Seelenamt ist vorher um 8 Uhr in der St. Me nolphuskirche Nach Gottes hl. Willen entschllef am Mittwoch, dem 24. Februar 1937, mittags 12.30 Uhr. unsere Innigstge lebte, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Witwe Maria Hanitz geb. Bültmann Sie starb nach kurzem Leiden, unerwartet, vorbereitet durch elnen christlichen Lebenswandel und versehen mit den Tröstungen unserer hl. Kirche. m Alter von 64 Jahren. In tieter Trauer: Mieze Hanitz Karl Hanitz u. Enkelkind Helga Bochum. Tonderner Straße 19. Dortmund-Hörde, Gelsenkirchen, Dortmund-Aplerbeck, Hagen u. Düsseldorf, den 24. Februar 1937. Alpenkrauter Bronchial= u. Lungen=Tee Paket 1 RM Allein echt zu haben in der Trogerie Fischer, Bochum. Kortumstr., Ecke Rottstraßze. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 27. Febr. 1937, vorm. 10 Uhr, vom Eingang des Hauptfriedhofos am Freigrafendamm aus statt. Das Seelenhochamt ist vorher 8.30 Uhr in der Christ-KönigsKirche. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. JungilauenKongregation St. Meinolphns Bochum Unser liebes Mitglied Jungfrau Häthe Frohmann it gestorben. Beerdigung Samstaa. 10 30 Uhr, vom Eingang des Friedhofs am Freiber um 8 ubrIUrahtSeelenamt in der Meinolphuskirche. Um gahlreiche Beteiligung bittet Per Notstond gesucht. Caie Backwinke Boch., Cortumstr. 37. geflechte Woidendrähte Stecheldrähte Bindedrähte billigat! Große Läger Rosler& Lönne Drehtwern Bochum Redemptoristenstraße 28 30, Nähe Bahnhol Präs dent, und Wattenscheid Lies Deinem Kind. aus der Zeitung vor! För die Bewelse Inniger Anteilnahme beim Tode me ner lieben Frau, unserer qu'on Mutter, aprechen wir hiermit unserer herzlichsten Dank au» Franz Schiffmann und Kinder. Bochum, 26. Februar 1937 Das 30 tägige Seelenamt fôr die liebe Verstorbene findet stett Samstag, 27. Februar 1937, morgens 8 Uhr, in der St. Antoniuskirche zu Bochum, woru freundlichst eingeladen wird. Zwangs=Vers eigerung Sonnabend, den 27. Februar 109 versteigere ich in Bochum folgende Ge genstande öffentlich meistbietend gegen Barzahlung: Eine Druckereieinrichtung, bestebend aus: 1 großen Schnellpresse, 1 Tiegeldruckpresse. 1 Bostonpresse. 1 Hebelschneidemaschine, 1 Perforiermaschine. 1 Pappschere. 1 Abziehmaschine mit Handbetrieb. 4 Regale mit Schrift sayen, verschied. Druckpavier u. a. m Sammelpunkt für Kaufer um 11 Uhr Wirtschaft Scheubly, Rotistr. 36 Der Verkauf findet bestimmt statt. (. Clausen, Obergerichtsvollzieher, Bochum, Christstraße 42. Sie sollten sich erst orientieren über meine günitigen Preise für eichene Schlafzimmer. chöne schwere Zimmer zu niedrigen Preisen, da nur geringe Unkosten. Wilh. Janssen, Bochum. Herner Str. 7. Beacht. Sie die Preise in d Schaufenstern! Jus Zeitung lalt man Saur Mand! Frewvank Verkauf Samstag, den 27. 2., vorm von 7,30 Uhr ab (Anf.=Nr. 901). Schlachthofverwaltung. 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Vor dem Stapellauf des ersten neuen„KdF“-Schiffes Fertigstellung im Frühjahr 1938.— Raum für 1460 Urlauber. DNB Berlin, 25. Februar(Drahtb.) Am„. Mai d. J. wird auf der Werft von Blohm& Voß in Hamburg der erste KdF=Dampfer vom Stapel laufen. Der Einbau der Maschinen, der Inneneinrichtung usw. wird danach unmittelbar in Angriff genommen, so daß das Schiff im Frühjahr 1938 vollendet ist. Das neue Schiff ist ein Zweischrauben=Fahrgastschiff mit Motorantrieb. Es hat einen Rauminhalt von 25 00 Tonnen. Es ist 208.50 Meter lang und 23.50 Meter breit. Im ganzen können 1460 KdF=Urlauber aufgenommen werden. für die 248 zweibettige und 241 vierbettige Kabinen zur Verfügung steben. Die Gesamtfläche der Decks beträgt ungefähr 5000 gm. so daß sämtliche Urlauber mit einem Liegestuhl Platz darauf finden und außerdem reichlich Raum für Bordspiele usw. verbleibt. Im E.=Deck liegt eine Schwimmhalle mit einer Schwimmbeckengröße von 10 Meter Länge und 5 Meter Breite, während auf dem Sonnendeck eine geräumige Turnhalle eingebaut ist. die mit tahlreichen Geräten ausgestattet wird Rückgabe einer deutschen Kelonialflagge Betschafter von Ribbentrop bei der Frier der Anglo (Herman Fellowship INB London, 25. Febr.(Drabtb.) Sir C.and Hollis i von Ribbentrop in den Räumen der Deutschen Votschaft die Flagge, Die vis zum Jahre 1916 auf dem Regierungsgebäude in Tanga(Deutsch=Ostafrika weht hatte. Die Flagge war 1916 in die Hände eines lie später Sir Claud Hollis übergab, Potschafter von Ribbentrop nahm die Flagge mtgegen und sprach Sir Cland Hollis den Dank der deutschen Regierung aus. Die schlichte Feier war durch die Anglo German Fellowship angeregt worden, deren Präsident Lord Mount Temple ebenfalls anwesend war. Leon Degrelle verhaftet Brüssel, 25. Februar(Drahtb.) In einer Versammlung in Gent, in der Ministerpräsident van Zeeland einen politischen Vortrag hielt, kam es am Donnerstag zu Zwischenfällen, in deren Verlauf der Führer der Rer=Bewegung. Leon Degrelle. von der Polizei verhaftet wurde. Wie erginzend dazu berichtet wird, erhob sich plötzlich, als der Präsident der Handelskammer den Ministerpräsidenten zu Beginn de: Versammlung begrußte, Leon Degrelle und forderte den Vorsitzenden auf, nach der Rede des Ministerpräsidenten auch ihm die Möslichkeit zum Sprechen zu geben. Im Saale entstand darauf ein großer Tumult. Polizeibeamte wiesen Degrelle und die mit ihm erschienenen Rexisten aus dem Saal. Darauf wur den Degrelle und seine Begleiter in Polizeigewahram genommen. Die holländischen Nationalfarben Rot=Weiß=Blau. SMB Den Haag, 25. Febr.(Drahtb.) Durch einen am Mittwoch veröffentlichten königlichen Be schluß sind die holländischen Nationalfarben festgelegt worden. Nach diesem Beschluß sind die holländischen Rationalfarben Rot=WeißBlau. Damit ist ein langwieriger Flaggenstreit in Holland entschieden. Zahlreiche Holländer wünschten nämlich als Rationalfarben die historischen Farben Orange=Weiß=Hellblau. Diese alte Farbenzusammenstellung erfreute sich unter der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie beherrschte an nationalen Festtagen die Straßen der Städte. 19 Jahre selbständiges Estland DNB Reval, 24. Febr.(Drahtb.) Der 19. Jahrestag der Selbständigkeit Estlands wurde am Mittwoch im ganzen Lande gefeiert. Mittelpuntk der Veranstaltungen wa reichen Schmuck in den blau=schwarz=weißen Farben und den Farben der in Reval vertretenen fremden Länder aufwies Am Vormittag fanden in den Kirchen aller donfessionen Gedenkgottesdienste statt, an die sich um die Mittagszeit eine grone Parade auf dem Freiheitsplatz anschleß. Tie Parade wurde von dem Staatspräsidenten Konstantin Paets, der am Dienstag seinen 63. Geburtstag feiern konnte zusammen mit dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, General Laido. ne.r. und dem Kriegsminister General Lil! genommen. Ihr wohnte neben der Reaierung auch gesamte diplomatische Korps be Militär gegen aufsässige ägyplische Mönche SMB Kairo, 25. Febr.(Drahtb.) Ein kop:isches Mönchskloster bei Assiut(Oberägypten), dessen 100 Insassen zum Teil erkommuniziert wor den sind und deshalb das Kloster räumen sollten, wird auf Veranlassung der Kirchenbehörden seit 14 Tagen regelrecht belagert. Die Klosterbrüder, die sich bewaffnet und für lange Zeit verproviantiert haben, weigern sich, das Gebäude zu räumen, so daß wan voraussichtlich zur Bezwingung des festungsartigen Klosters Militär einsetzen muß Ein lehrreiches Beispiel: Amerika Arbeiterschaft und Volksvermögen ruinierende Streiks In Deutschland Partei- und Staatssorge für soziale Gerechtigkeit DNB. Berlin, 25. Febr.(Drahtb.) Einen anschaulichen Beweis für die schweren Schäden, die große Streikbewegungen für die gesamte Volkswirtschaft, aber auch für die Streikenden selbst im Gefolge haben, hat der nunmehr abgeschlossene Ausstand der Arbeiter der amerikanischen General Motors geliefert. Anfang Januar trat die Belegschaft dieser großen Automobilfabrik in den Streik. Es war die größte Lohnbewegung, die in letzter Zeit in den Vereinigten Staaten stattgefunden hat. 125 000 Arbeiter waren an ihr beteiligt. Sechs Wochen kämpften sie um Lohnerhöhung und Arbeitszeitverminderung. Der Lohnausfall in dieser Kampfzeit betrug insgesamt rund 17 644 0n0 Dollar. Der einzelne gelernte Arbeiter hatte einen Aus fall von etwa 164 Dollar zu verzeichnen, jeder ungelernte Arbeiter einen solchen von rund 120 Dollar. Das Ergebenis dieser riesigen Lohnbewegung war demgegenüber kläglich: Die Firma erklärte sich bereit, die Löhne in Zukunft um 5 Cents pro Stunde zu erhohen, aber um auch nur den Lohnausfall aus der Streikzeit wieder aufzuholen, muß der Arbeiter 81 Wochen arbeiten Ist das ein Erfolg für den Arbeiter? Sechs Wochen Unruhe, Sorge, Hunger und Kummer, Hetze, Krawall und schließlich ein Verdienstausfall, der trotz Lohnerhöhung erst in mehr als 1½ Jahren ausgeglichen sein wird. Dazu der Produktionsausfall, die Verluste der Firma an Vermögen und Absatz, die schließlich von der gesamten Volkswirtschaft, also wiederum auch von den Arbeitern, getragen werden müssen. Und wer garantiert dem Arbeiter dafür, daß die jetzige Lohnregelung bleibt und im Laufe der nächsten 1½ Jahre bei Aenderung der Konjunktur nicht durch Aussperrung wieder zu seinen Ungunsten abgeändert wird? Was könnte eine richtig geleitete Volkswirtschaft, wie sie Deutsch land beute besitzt, mit den Summen, die in solchen Streiks vertan werden, anfangen! Deutschland setzt alle verfügbare Kraft und alle Mittel rin, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, bezahlten Urlaub für die Arbeiter sicherzustellen, AdF.=Reisen zu finanzieren, Wohnungen und Heimstätten zu bauen und jedem schaffenden Volksgenossen Wege zum sozialen Aufstieg zu öffnen. Im nationalsozialistischen Deutschland gibt es glucklicherweise keine Streiks mehr, aber auch keine Aussperrungen. Partei und Staat sorgen für sozialen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit. Wir haben in den Jahren deutscher Erniedrigung und marxistischer Parteiherrschaft selbst erlebt, was für den Arbeiter bei den Arbeitsstreitigkeiten herauskommt. In den Jahren 1919 bis 101 gab es in Deutschland 33 800 Streiks und Aussperrungen. Nicht weniger als 287 Millionen Arbeitstage gingen dabei verloren, das bedeutete 1½ Milliarden RM verlorene Lohnsummen und sechs Milliarden MM Produktionsverlust! Und das Ergebnis war kläglich: Nur 11 v. H. aller Streiks waren angeblich„erfolgreich“ für den Arbeitnehmer, und auch dann handelte es sich meist nur um einen Scheinerfolg, wie bei General Motors. So war es in Deutschland vor 1933, so ist es heute noch im Auslande. Wer aus dem Anschauungsunterricht, den das Leben selbst erteilt, zu lernen versteht, der zieht die Lehre aus den trüben Erfahrungen der Jahre, die in Deutschland von Streiks und Aussperrungen, von Arbeitskämpfen aller Art erfüllt waren; der zieht aber auch seine Lehre aus dem jetzt abgeschlossenen Ausstand bei General Motors, der der amerikanischen Volkswirtschaft und den Arbeitern so ungeheure Opfer auferlegte. Streitende ungarische Bergarbeiter gegen Gendarme Zwei Tote, drei Schwer= und drei Leichtverletzte. DNV Budapest, 25. Febr.(Drahtb.) Vor einem Schacht der Kohlenbergwerke der Donau=Dampfschifffahrtgesellschaft in Fünfkirchen, wo ein Teil der Meraleute seit Montag unter Tage streikt, versammelten sich am Mittwochnachmittag 300 bis 400 Personen, um nach der Stadt zu zieben, um dort eine Kundgebung zu veranstalten. Unterwegs begegneten sie fünf Gendarmen, die die Menge aufforderten, auseinanderzugehen diese der Aufforderung nicht nachkum und mit Stöcken und Steinen gegen die Gendarmen vorging, gaben diese zunächst drei Warnungsschüsse ab. Auch jetzt gab die Menge nicht nach, sondern griff die Gendarmen an. Diese feuerten darauf vier weitere Schüsse ab, durch die ein Mann getötet und vier Demonstranten(darunter eine Frau) schwer verletzt wurden. Die Schwerverletzten wurden in die Fünfkirchener Chirurgische Heilanstalt gebracht, wo einer von ihnen noch im Laufe des Abends starb. Drei Leichtverletzte wurden gleichfalls ins Krankenhaus gebracht. In der Stadt herrscht überall Ruhe und Ordnung. Im Zusammenbang mit dem Streik in den Koblenbergwerken bei Fünfkirchen teilte der Staatssekretär im Ministerpräsidium, Tahy, am Mittwoch abend mit, über die Ursache des Streits sowie über de gebrauch der Gendarmen werde unverzüglig eine Untersuchung eingeleitet. Der Bergarbeiterstreik dauert an. Die Jahl der Todesopfer des Zusammenstohes um Mittwoch mit der Gendarmerie hat sich auf drei erhöht. Acht Verletzte befinden sich im Krankenhaus. Die Forderungen der unter Tage streikenden Bergarbeiter wurden von der Direktion des Bergwerks abgelehnt. Dadurch ist die obnehin schon erregte Stim mung unter den Bergarbeitern und deren Angehör gen weiter gestiegen. Der Handelsminister Marnemisga hat zu den Vorfällen im Fünfkirchener Kohlenbergwerk erklärt, daß die Behörden jede Verhandlung mit den Streikenden ablehnten. Trostlose Lage im enalischen Elendsgebiet 12 v. H. der Bevölkerung arbeitslos Das Kabinett erwägt Hilfsmaßnahmen DNB London, 25. Febr.(Drahtb.) Ein von der „Morning Post“ in großer Aufmachung veröffentlichter Bericht ist bezeichnend für die trostlose Lage in den englischen Elendsgebieten. Der Bericht, der dem Kommissariat für die Notstandsgebiete eingereicht worden ist, befaßt sich mit der Lage in Südwest=Durham in Nord=England, wo etwa 42 v. H. der Bevölkerung arbeitslos sind. Die meisten Kohlenbergwerke sind außer Betrieb und rund 13 Millionen Tonnen Kohle liegen ungenutzt in den ersoffenen und aufgegebenen Gruben. Der Bericht macht die bemerkenswerte Feststellung, daß eine Neuindustrialiesierung dieses Gebietes in größerem Ausmaß unmöglich und die einzige Lösung Rückkehr zur Landwirtschaft sei. Viele Orte seien von der Umwelt so gut wie ab geschnitten. Ihr Weiterbestehen sei sinnlos, sie sollten zerstört und ihre Bevölkerung an anderer Stelle angesiedelt werden. Die Bevölkerung befinde sich zur Zeit in einem hoffnungslosen und bemoralisierten Zustand Wie verlautet, ist das Gesetz für die Unterstützung der englischen Notstandsgebiete vom enalischen Kabinett in dessen Mittwochsitzung endgültig angenommen worden. Das Gesetz wird wahrscheinlich am Montag dem Unterhaus vorgelegt werden. Wie verlautet, wird die Denkschrift über die Bekämpfung der Not in den Elendsgebieten voraussichtlich am Montagabend in Form eines Weißbuches ausgegeben werden. Die Regierung wird voraussichtlich eine bestimmte Summe für den wirtschaftlichen Aufbau der Elendsgebiete ansetzen und sodann einen Ueberlick über die geplanten tilismaßnahmen größeren Stils geben. DaWeißbuch wird ferner bestimmte Empfehlungen enthalten, die sich wie verlautet, insbesondere mit der Förderung neuer Industrien in den Elendsgebieten beschäftigen werden. Autobusunglück im Freistaat Danzig DNB Danzig. 25. Februar(Drahtb.) Am Donnerstag nachmittag verunglückte auf der Landstraße Wotzlaff—Gottswalde ein Autobus, der sich auf der Fahrt nach Marienburg befand, und der mit 30 Mädels aus dem Arbeitslager Friedrichsbuld(Kreis Rummelsburg in Pommern) besetzt war. Auf der vereisten Landstraße kam der Wagen ins Schleudern, fuhr in einen Graben und überschlug sich. Sieben Mädel wurden mit Verletzungen in das Krankenhaus in Danzig eingeliefert. Einige von ihnen konnten jedoch nach kurzer Zeit das Krankennaus wieder verlassen. Der Kraftfahrer wurde wegen Verdunkelungsgefahr festaenommen und in das lizeigesänanis in Danzia eingelieferi. Zweite Elappe des Dasenfluges glücklich erledigt DNB Kairo, 25. Febr.(Drahtb.) Der zweite kurze einstündige Etappenflug Assuan— Luxor des Oasenfluges ist Mittwoch nachmittag glücklich überstanden worden, nur der Franzose Engernisch mit„Leopard Moth" fiel infolge Ma schinenschadens aus. Namen aus der Kirche Ausgetrelener dürfen nicht öffentlich bekanntgemacht werden MNB Berlin, 25. Februar(Drahtb.) Im Einver nehmen mit dem Reichs= und Preußischen Minister für die kirchlichen Angelegenheiten hat der Reichund Preußische Minister des Innern durch Erlaß vom 8. Februar 1937 wrung ger Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 verboten, die Namen von Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, öffentlich bekanntzugeben. Danach ist es insbesondere auch untersagt, die Namen solcher Personen, wie dies mancherorts bisher üblich gewesen ist, von der Kanzel berab zu verlesen. Koadjutor für den Bischof von Meißen Wie die„Germania“ dem„Osservatore Ro mano“ entnimmt, hat der Papst den Prälaten Heinrich Wienken zum Koadjutor=Bischof des Bischo's Legge- Meißen mit dem Recht der Nachfolge ernannt. Prälat Wienken leitete seit 1921 als Direktor die Hauptvertretung des Deutschen Karitasverbandes in Berlin. Mit der Leitung des Bistums Meitzen war vor einiger Zeit der Bischof von Berlin. Graf von Preysing, einstweilen beauftragt worden Riefenbrand in Magdeburg DNB. Magdeburg, 25. Febr.(Drahtb.)Im Stadtteil Magdeburg=Neustadt brach am Spätabend des Mittwoch im Dachstuhl eines zweistöckigen Lagergebäudes ein Brand aus. Bald hatte er sich auf das ganze Gebäude ausgedehnt, in dem sich eine Möbelfabrik, eine Tischlerei und eine Tabakwarenhandlung befinden. Haushoch schlugen die Flammen und malten den nächtlichen Himmel klutDer Rann Lachen 1 enhat Jewonnen u derReichsVintorhilo sollorie 3525 000 GEWINNE UND O0OPRANIEN 4. 2000002 rot. Riesige Funkengarben wurden durch starken Nordwind über die Häuser dieses dichtbebauten Wohngebietes getragen. Die benachbarten Häuser waren gefährdet. Es wurden daher vosorglich alle Bewohner der Gebäude der anliegenden Straßen alarmiert, um sich gegebenenfalls in Sicherheit bringen zu können. Die aawee Ma deburger Feuerwehr wurde eingesetzt. In einem konzentrisch vorgetragenen Angriff gelang es ihr zunächst die Gefahr für die Nachbarhäuser abzuwenden und schließlich nach Mitternacht die Gewalt des riesigen Feuers zu brechen. Die Löscharbeiten dauerten jedoch die ganze Nacht über Donnerstagmorgen um 8 Uhr waren sie noch nicht beendet. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht geklärt. hochwasser im österreichischen Donaugebiet DMB Wien, 25. Febr.(Drahtb.) Aus Oberosterreich werden infolge der anhaltenden Regengüsse und der Schneeschmelze große Ueberschwemmungen gemeldet. Das Gemeindegebiet der Ortschaft Leonding bei Linz, wo sich das Grab der Eltern des Führers befindet, ist in einen See verwandelt. Ebenso stehen mehrere Ortschaften bei Wels unter Wasser. Auch bei Altkoven an der Bundesstraße nach Passau ereignete sich am Mittwoch ein Dammbruch, wodurch weite Strecken überflutet wurden. Hochwassermeldungen kommen auc aus dem Mühlviertel. Fortdauer der Störungswekterlage Bericht des Reichswetterdienstes Essen=Mulheim vom 25. Februar. Die Bedingungen für die Bildung neuer Störungen auf dem öftlichen Atlantik bleiben weiterhin ungünstig, da fortdauernd kalte Strömungen aus dem Norden auf warme südliche stoßen. Westeuropa wird, wie auch in der letzten Zeit, in dem Einflußbereich dieser Störungen verbleiben. Vorhersage für Freitaa: Stürmisch auffrischende Süd, später Westwinde. besonders in den Morgenstunden verbreitet Niederschläge. Temperatur ansteigend Vorhersage für Sonnabend: Winde aus Nord wen.zelne Schauer, Temperatur abnehmend. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig Lichtspielhaus Nur Sonnabend und Sonntag ALBERS Außergewöhnliche Bochum, Marienstraße 14 Ein Film von Kampf und Sieg des Pflichtmenschen Beginn 10.15 Uhr Einer unserer beliebtest. Darsteller GUSTAV FRÖHLICH Die weltbehannte Sangerin JARWILA"OVOTNA in dem Großfilm Fridericus Mit: Loffe Lang. Aribert Wäscher, Ellen Frank, Adolf Gondre 1, Erna Fentsch, Eb. Leithoff, René Deltgen Dleser spannende Film schildert die abenteuerlichen Fahrten des Kapitäns Kellersperg, selnen Sturz und seinen Triumph, seinen von Liebe und Haß erfüllten Kampf und die schicksalhafte Erfüllung seines Lebens In einer Frau. nach dem gleichnamigen Roman von Walter von Molo Otto Gebühr— Lucie Hotlich— L1 Dagover Carola Hohn— Paul Westermeier— aqnes Straud Sonntag nachm. 2 Uor grobe Jugendvorstellung mit:„Fridericus" Fridericus. Beiprogramm Ein Film, der Sie interessiert! Sonderveranstaltung vom Sperialfilmhaus Hornberg, Berlin Täglich 3.15, 5.40. 8 Uhr Freitag, 26. Fel Geschlossen Samstag, 27. Fe 19,30—22.45 ul Brauner Ring Die Räuber von Schiller Bochum am Bahnhof Sonntag, 28. Febr. 19—22,30 Uhr Blauer Ring 8: Romeo und Julia von Shakespeare Ein neuer Shirley Temple Film in deutscher Sprache. Großes Beiprogramm Sonntag: Jugendvorstellung Shirley Ahoi! Benjamino Ave Maria SeineTochier ist der Peter Ein gewaltider einzigartiger Ufa-Film mis Ab Freltag: Gustav Fröhlich, Lida Baarova Die Stunde der Versuchung En Ula-Film mt: Harald Paulsen, Elisabeth Wendt, Theodor Loss. Ein Gesellsc aftsdrame mit kriminellem Einschlag, das moderne Probleme zwischen Mann und Frau behandelt. Willu Fritsch- Willy Birgel Fiaria v. Tasnady Auch kleine Inserate haben Erfolg! Das neue deutsche Filmkind Traudl Stark hat sich Im Sturm die Herzen aller Bochumer erobert. Traudl Stark. ein begabtes kleines Mädel, darf In diesem Film mit Carl Ludwig Diehl. Olga Tschechowa, Maria Andergast und Paul Hörbiger in einer relzend erdachten. Filmhandlung nach dem prelsgekrönten Roman von Edith Zellweker als kecker, lieber Bub'„Peter“ umhertollen. Dle Presse schreibt:„Die deutsche Konkurrenz“ von Shirley Temple. die frisch lebendige, temperamentvolle kleine Traud Stark! Unnachahmlich Ihre Natürlichkeit und Ungezwungenheit. Alle werden von diesem Film bedelstert sein!“ Grobes Belprogramm nach dem von Milllonen gelesenen Roman in der Berliner Ullustrierten Zeitung.Der Mann ohne Vaterland“ Täglich 3.30 5.30 8 Uhr Sonntags auch 2 Uhr Sonntaa 2 Uhr Kinder-Vorstellang der einzigartige Erfolgs-Fllm Paula Wesselyn für Gemüsegeschaft zu mieten gesucht der dostillon von Lonjumeau9 Die Geschichte vom großen onntags ab 3 Un DeVngshchelt. Drled Im Rahmen olner mus kalischen Komôdie, der Mo' ve der weltberUhmten Adamschen Oper zugronde liegen, worden dio Konflikle um oine große Liebe charmant gel st Leo Slezak, Willy Eichberger, Rose Stratner, Lucie Engliech und Rudoll Karl sind d e Hauptdar steller des Films, dessen Handlung zur Zeit Ludwigs XV und der Pompadour apielt —VUr Jugendliche zugelassen.— Dan: 1. Kulturtilm. 2. Varieté Nr. 4. 3. Wochenschau. Sonntao 2 Uhr Jugend-Vorstellung. 0 JNTUGT Mobelwagen Scharpey sragen Sochum Nuf 633 44 633 45. GLORIA-PALAST Telef. 66776 Bochum Rottstr. 29 Eiche, bill. zu verk. Bochum, Wittener Str. 10, Eing. Grabenstr. Jeder Ist von diesem wundervollen Film begeistert. Auch Sie dürfen diesen herrlichen Film nicht versäumen. Täglich 315 5.40 8 Uhr „Ich, als sparsamer Hausvater", sagte Herr Hase namlich im Hinblick auf die Kälte,„ich krauche einfach ins Bett und warte, bis es wieder wärmer wird! Keine VolksZeitung lesen kann man auch im Bett!“ Fortsetzung folgt! Gut erhaltene Bobhaarmatratze billig zu verkauf. Bochum, Wittener Str. 10, GRAPHISCHE KUNSTANSTALT SCHURMANN& KLAGGES 1Handwerker Zeitung ift eine Werkstan ohne Licht!