Bochumer Volkszeitung Bezugsireis: monatlich RM 2.15 oder halbmonatlich RM 1.09 einschl Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Bezugspreises. Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 Pig., Ausgabe A 6 Pfg, Ausgabe B 3½ Pfg. Ausgabe C 2 Pig. Textanzeigen: Ausgabe A 40 Pia Ausgaben R pla le mm Gltig: Preislifte Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen. Bochum, Mühlenstraße 12=14. Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lutze=Str. 12, Fernruf 2095, Postscheckkonio Essen 1950; Essen=Steele, Westfalenstr 802 Fernr. 592 30, Postscheckkonto Tortmund 193 66; Wattenscheid. Frethe#tr 15 Jernr 1976 Postscheckk D. rim 30430 Teucuad e......um Nr 13 Samstag—Sonntag, den 16. und 17. Januar(Kath. und Evg'. Marcellus— 2. Sonntag n. E.) 1937 Die Aufgaben der deutschen nationalsozialistischen Polizei „Die Polizei für das Rundsunkansprache des Reichsführers SS und Chefs der deutschen Polizei zum„Tage der deutschen Polizei 193?“ DNB Berlin, 15. Jan.(Drahtb.) Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei Himmler sprach am Freitag um 20,15 Uhr anläßlich des Tages der deutschen Polizei 1937 im deutschen Rundfunk. Himmler führte nach einem eingehenden Rückblick auf die Entwicklung der deutschen Polizei seit der Uebernahme der Macht über die Aufgaben der Zukunft aus: „Wenn ich einzelne Aufgaben nenne, so greife ich als erste die Regelung der Frage der Verkehrspolizei heraus. Die Verkehrspolizei lag bisher in den Händen des Verkehrsministrs. Durch das Verständnis des Reichsministers von Eltz wurden mir als Chef der deutschen Polizei die Befugnisse der Verkehrspolizei auf die Dauer von zwei Jahren übertragen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch eine bis ins kleinste gehende Organisation zur Warnung vor den gefährlichen Stellen auf den Straßen, durch die Einrichtung der motorisierten Straßenpolizei, die in rund 40 größeren und kleineren Bereitschaften über das ganze Reich verteilt ist, ferner durch dieZusammenarbeit mit dem sich zur Verfügung stellenden NSKK. unter Führung des Korpsführers Hühnlein rülig sinnlose und durch nichts zu verantwortende hohe Zahl von Verkehrstodesfällen und Verletzungen wertvollster deutscher Menschen auf ein Minimum herabzudrücken. Ich darf hier zum ersten Mal erwähnen, daß diese Aufgabe nur gelöst werden kann, wenn auch jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau— ob Kraftfahrer, Radfahrer oder Fußgänger— verständnisvoll unter Zurückstellung eigener bequemlicher Willkür und Nachlässigkeit zum Wohle des Ganzen mitarbeiten. Die Aufgabe der Polizei kann auf die Dauer auch auf diesem Gebiete nur sein, bedauerliche Ausnahmefälle eigensüchtiger, asozialer und dem Ganzen gegenüber verbecherischer Elemente mit der Antorität des Staates zur Vernunft zu bringen. Den größeren Teil der Aufgabe sehen wir in der Anleitung der Selbsterziehung des deutschen Volkes zu Ritterlichkeit und Rücksichtnahme gegeneinander und in unserer niemals aufhörenden Werbung und Bitte um die Mitarbeit von Ihnen allen. Ich darf Ihnen zwei weitere Gebiete aus der Fülle des Nofwendigen vor Augen führen: die BeEmpfung der Vergehen und Verbrechen gegen den § 175 und die Bekämpfung der Abtreibung. Wir sind schon in den vergangenen Jahren mit tiefstem Ernst und in der bitteren Erkenntnis, daß ein Wachsen oder auch nur ein Fortleben dieser beiden Seuchen jodes Volk an den Abgrund bringen muß, unnachsichtlich an die Verfolgung dieser Scheußlichkeiten herangegangen. Ich sehe davon ab. Zahlen zu nennen, weise aber darauf hin, daß die Zahl der Verbrechen auf diesen Gebieten, obwohl sie in Deutschland niedriger liegt als in den meisten europäischen und außereuroväischen Ländern, dennoch erschreckend hoch ist. Hier auf diesen beiden Gebieten sehen wir unsere erste Pflicht in dem unnachsichtlichen und unbarmherzigen Vorgehen gegen die Verführer und Täter und in der Anregung und Mithilfe bei der Erziehungsarbeit der Organisation der Partei zur Beseitigung aller der Umstände, die das deutsche Volk um seine Männer und Frauen bringen und um seine Kinder, seinen größten Reichtum, betrügen. Auf dem einen Gebiet sehen wir unsere Aufgabe in der manchmal durch barte Maßnahmen zu erfolgenden Erziehung verführter junger Burschen. Auf dem anderen Gebiet sehen wir unsere vornehmste Pflicht sowohl in der engsten und tätigen Zusammenarbeit mit den infrage kommenden vorhandenen und noch ins Leben zu rufenden Einrichtungen zur ehrenvollen Aufnahme junger. werdender deutscher unehelicher Mütter als auch in unserem Eintreten gegen jede unberechtigte gefellschaftliche Aechtung dieser Mütter. Eine dritte Aufgabe, die ich herausgreife, ist die weitere radikale Bekämpfung der kriminellen Verbrechen. Wir werden uns hier nicht scheuen, gegen alle unverbesserlichen asozialen Elemente vorzugehen.— Auch hier bei der Bekämpfung der Kriminalität brauchen wir die tätige und verständnisvolle Mithilfe jedes deutschen Volksgenossen. Es muß ein Ehrgeiz jedes Dorfes und jeder Stadt werden, so wenig wie möglich Kriminalfälle während eines Jahes zu haben. Ich nehme ein weiteres Gebiet: Wir werden uns in den kommenden Monaten und Jahren mit nimmermüder Energie der Verfolgung aller die Allgemeinheit und die vom Führer zum Wohle des deutschen Volkes gestellten großen Aufgaben schädigenden Erscheinungen wie Spionage, Devisenschiebungen, Bestechungen, Bestechlichkeiten, Uebervorteilung des Nächsten oder des Staates und unanständige Eigennutzung irgendwelcher Not des deutschen Volkes widmen. Wir wissen, daß wir uns damit manchen deutsche Volk in seiner Gesamtheit uns mit vollem Herzen versteht und uns darin unterstützt. Ich greife ein letztes Gebiet heraus: Es 1. die Tätigkeit der Geheimen Staatspolizei. Wie in der Vergangenheit, so sehen wir auch in der Zukunft unsere vornehmste Pflicht darin, alle höswilligen Gegner und Feinde des nationalsozialistischen Staates unschädlich zu machen. Es ist gleichgültig. wer hier Gegner ist. Kommunisten, politisierende Konfessionen oder Reaktionäre. Alle die, die glauben, als Jünger Moskaus durch illegale Tätigkeit dieses Deutschland des Friedens, der Arheit und des Aufbaues in den erbarmungsvollen Zustand anderer Länder verwandeln zu können, werden wir ebenso verfolgen, wie unbelehrbare Darüber kann es keinen Zweifel geben, daß die Woche, wenigstens in ihrem Anfang, unter sehr kritischen Zeichen stand. Eine dunkle, gewitterschwangere Wolke hing über Europa und drohte, jeden Augenblick sich zu entladen. Die infame Hetze, die von Moses Rosenberg entfacht und von einem Teil der französischen Presse allzu bereitwillig und fahrlässig weitergetragen worden ist, hatte eine so ernste Verschärfung der politischen Situation heraufbeschworen, das Schlimmstes zu befürchten war. Doch im Augenblick der höchsten Spannung löste sich alles wieder in Wohlgefallen auf, ein paar Worte des Führers genügten, das drohende Gewölk zu zerteilen und die Lage, die eben noch so ernstlich zugespitzt schien, zu entspannen und die politischen Sorgen Europas mit einem Schlage wieder zu zerstreuen. Diese erfreuliche Wendung ist zweifellos ein bedeutsames Anzeichen dafür, daß die Stellung Deutschlands in der Welt eine sehr starke und feste ist und daß des Führers Wort und Stimme im internationalen politischen Konzert außerordentlich schwer wiegt, Alle. die gehetzt und Deutschland als den Friedensstörer in Europa hingestellt hatten, beeilen sich, das Wort des Führers ganz groß herauszustellen. Vielleicht unfreiwillig geben sie damit sogar zu, daß Dentschland der einzige Friedensgarant in der Welt ist, denn wenn der Führer nicht dem französischen Botschafter gegenüber die Erklärung über Marokko abgegeben hätte, wer weiß, wohin die Entwicklung gegangen wäre, die doch einigen Mächten bereits aus den Händen zu gleiten drohte. Wenn es ja nach den bolschewistischen Hetzern gegangen wäre dann wäre Europa vielleicht in eine Situation geraten, die ihm zum Verhänanis hätte werden müssen. Ob nun wohl die Völker und ihre regierenden Männer aus den kritischen Tagen gelernt haben werden? Die Frage nach dem geistigen Urbeber der Hetze, den ganz dontlich mit Namen zu hören, Reaktionäre oder konfessionelle Meckerer, die aus kleinlichen Gründen— weil ihnen diese oder jene Einrichtung nicht paßt— meinen, Gegner dieses Staates Adolf Hitlers sein zu müssen oder zu können. Ich weiß, daß ich und meine Mitarbeiter durch die zur Erfüllung gerade dieser Aufgabe notwendigen Härte uns manchen Feind zugezogen haben und noch zuziehen werden. Ich habe aber die Ueberzeugung, daß es besser ist, von wenigen nicht verstanden zu werden, von einigen Gegnern gehaßt zu werden, dafür aber die für Deutschland notwendige Vflicht zu erfüllen. Ich habe Ihnen einige Aufgabengebiete vor Augen geführk und darf nun zum Schluß kommen: Die deutsche nationalsozialistische Partei ist nicht wie in früheren Jahrzehnten der Polizeidiener eines absoluten oder konstitutionellen Staates gegen das Volk, sondern aus dem Volke kommend die Polizei für dieses deutsche Volk. Sie wird immer mehr mit der Schutzstaffel verwachsen, sich immer mehr mit Führer und Männern aus dieser Schutzstaffel ergänzen und wird an erster Stelle ein Beispiel des Zusammenwachsens von Partei und Staat sein. Diese Verankerung im Orden der SS., dieses Gehaltensein an die strengen Gesetze der SS. wird den Angebörigen der deutschen Polizei die Kraft geben, mit innerer Sauberkeit und Anständigkeit in jedem Fall gerecht zu sein, hart undunnachgiebig— wo es sein muß, verständnisvoll und großzügig, wo es sein kann und dabei trotz allem Schmutz und menschlicher Kleinheit, die Welt das allergrößte Interesse hat, ist indes noch immer nicht klar beantwortet. Und doch wäre die Antwort hierauf von der größten Bedeutung. damit die Welt endlich einmal weiß, woran sie ist und der dunklen, friedensstörenden Macht der Giftzahn ausgebrochen werden kann, daß ihr die Lust zu neuer Hetze und neuer Unheilstiftung für immer vergeht. * In Frankreich, wo die Wogen der Erregung am höchsten gingen, und aus einer überreizten Stimmung beraus tagelang wilde Drohungen sogar gegen Deutschland ausgesprochen worden waren, spricht man nun wieder von anderen Dingen Man scheint dort endlich einzusehen, daß es vernünftiger ist, sich mit den realen Erfordernissen der Volitik ruhig und sachlich auscinanderzusetzen, als sich auf die böswillige Hetze eines, ihm allerdings immer noch freundschaflich verbundenen Friedenssaboteurs hin in Abenteuer zu stürzen, bei welchen wirklich nichts herauskommen kann. Seit langer Zeit hört man aus Paris wieder Worte der Verständigung gegenüber Deutschland. Das ist immerhin ein erfreuliches Zeichen. Mit Worten allein ist es allerdings nicht aetan, wenn die Tat nicht folgt, nützen auch schönste Worte und Gesten nichts! Und Frankreich hätte es so leicht. mit Deutschland in ein gutes Verhältnis zu kommen. An Angeboten von deutscher Seite, die auf immer das denkbar beste Einvernehmen unter zwei Nachbarvölkern berzustellen vermöchten, hat es wahrlich in den letzten vier Jahren neuer deutscher Politik nicht gefehlt. Sie stehen auch beute noch zur Verfügung, und Frankreich braucht nur, wenn es wirklich den Willen zu einer Verständigung mit Deutschland hat, darauf zurückzuareifen. Allerdings so— wie einige französische Blätter die Verständigung aufzufassen heinen— daß Krankreich Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiete einiges Entgegenkommen Rufe in die Zeit! Entspannung nach der Krise Der einzige Friedensgarant— Frankreich spricht von Verständigung— Moskau aber hetzt weiter— Deutschland feiert Gedenktage Politische Wochenendbetrachlung von Speclator Geleitworte zum Tag der Deutschen Polizei Durch ihren tatkräftigen Einsatz im Kampf gegen Hunger und Kälte, der im„Tag der Deutschen Polizei" am 16. und 17. Januar seine Krönung erfährt, beweist unsere Polizei, daß sie heute wahrhaft volksverbunden ist und mit den Methoden der vergangenen Zeit nicht das geringste zu tun hat. Dr. Goebbels. * Die Polizei ist der sichtbare Träger der Staatsgewalt. Von ihrem äußeren Auftreten und ihrer inneren Haltung schließt jedermann auf den Staat schlechthin. Das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Polizei ist einer der wertvollsten Maßstäbe defür, wicweit die Grundsätze nationalsozialistischer Staatsführung im Volke selbst verankert sind. Dr. Frick. dreidreiviertel Millionen brachte die dritte Reichsstraßensammlung DNB Berlin, 15. Jan.(Drahtb.) Das vorlän= fige Ergebnis der britten Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerks 1936/37 brachte 3 722 135,10 R M. die gerade die Polizei zu sehen bekommt, bejabend für die Güte und den Wert des deutschen Menschen. Wir denken nicht daran, je einen Weg zu gehen, der uns, wie in an deren Ländern, dahin führen würde, daß die Polizei gerade von den guten und harmlosen Menschen ängstlich gefürchtet wird. Unser größtes Ziel ist, vom Verbrecher ebenso sehr gescheut, wie vom deutschen Volksgenossen als vertrauensvoller Freund und Helfer angesehen zu werden. Diesem Ziel dient auch dieser Tag der deutschen Polizei 1937, der um das Verständnis von Ihnen allen wirbt, und für das vor uns liegende Jahr um die Mitarbeit von Ihnen allen zum Wohle Deutschlands bittet. zeigt, daß es bereit ist, mit ihm Handels= und Wirtschaftsverträge abzuschließen, Deutschland jedoch Konzessionen politischer Art zu machen hätte, geht es nicht! Man kann von Deutschland nicht verlangen wollen, daß es seine eben erst wiederhergestellte politische Gleichberechtigung vielleicht wieder preisgäbe und man unterschätzt die wirtschaftliche Situation in Deutschland doch ganz gewaltig, wenn man sich einbildet, sie bedürfe einer Erleichterung von außen ber um jeden Preis, auch den neuen politischen Rückschritts, vielleicht sogar der Preisgabe seiner vollen Souveränität und seiner Ehre. Verständigung mit Deutschland kann Frankreich jeden Tag haben, wenn es sie ehrlich will, jedermann in Deutschland würde das aufrichtig begrüßen, aber sie darf und kann nicht an Bedingungen gernüpft werden, die an die deutsche Ehre gehen, die uns mindestens so hoch steht und so unantstabar ist wie jedem anderen Volke die seine. Dafür sollte man auch in Frankreich Verständnis zeigen! * Inzwischen hetzt Moskau, das auch durch die letzten Erfahrungen nicht klüger und vernünftiger geworden ist, weiter Um die Freiwilligenfrage zu sabotieren, hat es den roten spanischen Machthabern in Valencia den Rat gegeben, die Freiwilligen schnell zu nationalisieren, d. h. ibnen die spanische Nationalität zu verleihen. Die spanischen Roten scheinen nicht abgeneigt, diesem Rat zu folgen und bereiten bereits fieberhaft eine entsprechende„Regierungs"vorlage vor. Ihre Durchführung würde zur Folge haben, daß die Freiwilligen, deren restlose Entfernung aus Spanien in der deutschen und in der italienischen Note gefordert worden ist, als Bürger von Rotspanien nicht mehr erfaßt werden können. Diese Methode ist echt bolschewistisch und beweist wieder einmal mehr, daß es den Moskowitern gar nicht um eine ehrliche Lösung der Nichteinmischungsfrage zu tun ist! Vielleicht ist dieses Moskauer Manöver auch mit Rücksicht auf die von der französischen Regierung kundgegebene Absicht, ein Verbot zur Freiwilligenwerbung in Frankreich zu erlassen, versucht worden. Was aus diesem Verbot, das— selbst wenn es von Kammer und Senat genehmigt werden sollte— erst in Kraft treten soll, wenn eine internationale Vereinbarung in der Freiwilligenfrage zustandegekommen ist, werden wird, steht allerdings im Augenblick noch völlig dahin. Moskau aber scheint trotzdem schon jetzt Frankreich zeigen zu wollen, daß es auch bei einem solchen Verbot, seine Hand und seine Hilfe Rotspanien lassen will. Die Valencia anempfohlene Nationalisierung der Freiwilligen ist nur ein neuer Sabotageversuch, eine neue Demonstration für den Willen Moskaus, in Rotspanien im Spiel zu bleiben! Wie aber auch die Dinge in Spanien bei der böswilligen und gefährlichen Haltung Moskaus sich weiter entwickeln werden, eins ist sicher, es wird dem Bolschewismus nicht gelingen, sich in dem äußersten Winkel Westeuropas festzusetzen und hier eine neue Säule seiner Gewaltherrschaft aufzurichten, von wo aus er Europa unter sein Joch bringen könnte. Deutschland, das heute das 1stärkste Bollwerk gegen den Bolschewismus ist steht auf der Wacht, und auch Italien, das durch die engste Freundschaft mit Deutschland verbunden ist, wird einem weiteren Vordringen nicht tatenlos zusehen. Die Auslassung der„Tribuna“, die wir an anderer Stelle wiedergeben, ist eindeutia für den Abwehrwillen des Faschismus und läßt auch keinen Zweifel darüber zu, welche Bedentung gerade der vielfach falsch gedeuteten deutschitalienischen Freundschaft nach dieser Richtung beizumessen ist. In Deutschland sieht man der Entwicklung in Spanien, die ja nun endlich in ein entcheidendes Stadium zu treten scheint, mit der allergrößten Ruhe entgegen. Mögen andere Völker sich den Kopf darüber zerbrechen, wie sie mit den aus ihrer freundschaftlichen Einstellung gegenüber dem heutigen Sowjetrußland sich ergebenden Konsequenzen und leider immer noch nicht ganz klar erkannten Gefahren fertig werden.— In Deutschland begeht man unterdeß Gedenktage, wie sie nur ein friedliebendes Volk feiern kann. Am Sonntag ist der Tag von Lippe, der für die nationalsozialistische Bewegung zu einem Feiertag erster Ordnung geworden ist, denn er leitete mit dem beispiellosen Wahlsiege die Uebernahme der Macht durch den Führer und die Aufrichtung des neuen Deutschland ein. Der Tag wird ganz groß gefeiert werden. Daneben steht der„Tag der deutschen Polizei", der bereits heute seinen Anfang nimmt. Auch dieser Tag hat seine besondere Bedeutung. Will er doch sichtbarlich in Erscheinung treten lassen vor dem ganzen deutschen Volke, was die neue deutsche Polizei im heutigen Staate ist und darstellt, die nicht nur ein anderes Gesicht, sondern auch einen neuen Geist bekommen hat und heute wieder nicht nur der sichtbare Träger der Staatsgewalt, sondern auch der Freund des ganzen Volkes ist. Und endlich beginnt heute auch die große Werbeaktion der deutschen Jugend um die Heimbeschaffung. die mit aller Kraft durchgeführt werden soll.— Solche Tage kann nur ein Volk ansetzen, daß keine politischen Beschwerden hat und das sich frei weiß von den Ränken und Händeln, die draußen außerhalb seiner Grenzen die Welt in Bewegung balten. Gemeinfame deuksch-italienische Abwehrstellung DNB Rom. 15. Januar(Drahtb.) Ausgehend von der Uebereinstimmung Deutschlands und Italiens in der spanischen Frage schreibt die„TriJuna“ in ihrem Leitartikel vom Donnerstag, die Welt solle endlich einsehen, daß diese deutschitalienilche Uebereinstimmung nicht etwa das Ergebnis einer ideologischen Solidarität, sondern vielmehr einer weiter gespannten und zugleich viel tiefergehenden politischen und kulturellen Solidarität Italiens und Deutschlands als europäische Großmächte sei. Die von französischer und sowietrussischer Seite versuchten Verdächtigungen Italiens und Deutschlands seien in sich zusammengebrochen und die öffentliche Meinung Englands habe von der desinteressierten Haltung Italiens und Deutschlands Kenntnis nehmen müssen. Dagegen könnten Italien und Deutschland, die von dem Wunsch erfüllt seien daß der internationale Status quo auf der spanischen Halbinsel und im Mittelmeer keinerlei Aenderung erfahre, die Augen nicht verschließen vor der unbestreitbaren Tatsache, daß in der Form eines politischen Konflikts in Spanien heute ein Kampf ausgetragen wird. der das Ziel einer radikalen Aenderung der bestehenden intcrnalionalen Ordnung verfolgt. Schon allein die Errichtung einer bolschewistischen Regierung in Spanien hätte automatisch zur Folge, daß nicht nur Frankreich der Bolschewisierung verfallen würde, sondern auch der sowietrussische Einfluß in Spanien u. im Mittelmeer die Oberhand erhielten. Eine Festsetzung des Bolschewismus in Westeuropa würde also die bestehenden Verhältnisse und den gegenwärtigen Status quo ganz und gat auf den Kopf stellen. Das solidarische Interesse Italiens und Deutich lands bestehe eben gerade darin, daß eine solche Entwicklung nicht eintritt. Ihre gemeinsame Abwehrstellung gelte weniger Spanien selbst als vielmehr Europa und den Rückwirkungen, die die Errichtung eines bolschewistischen Regimes in Spanien auf die europäische Ordnung haben müßte. Veranstaltungen Mussolinis zu Ehren Görings Rom, 15. Jan.(Drahtb.) Zu Ehren des Ministerpräsidenten und Reichsministers der Luftfahrt Generaloberst Göring hat der italienische Regierungschef Mussolini am Donnerstagabend im großen Festsaal des Palazzo Venecia ein Essen gegeben und anschließend einen glänzend verlaufenen Empfang veranstaltet. Trinksprüche wurden nicht gewechselt. Es waren mehrere deutsche und italienische Gäste geladen. Nach dem Essen ließ es sich der Duce nicht nehmen, seine Gäste persönlich durch die vornehmen, mit Kunstwerken aller Art ausgestatteten Räumlichkeiten des Palazzo Venecia zu führen. Das Urteil gegen den Juden Frankfurter rechtskräftig Basel, 15. Jan.(Drahtb.) Nach einer Meldung der schweizerischen Presse ist die Frist zur Einreichung der Kassationsbeschwerde gegen das Urteil im Prozeß gegen den Juden David Frankfurter ungenutzt abgelaufen, so daß nunmehr das Urteil in Kraft tritt Reichsinnenminister Dr. Polizei— Träger der Staatsgewalt! Kundfunkansprache zum„Tag der Pelizei“ Die Runofunkansprache, die Reichsminister Dr. Frick zum„Tag der deutschen Polizei“ am Freitagabend hielt, hatte folgenden Wortlaut: Bei keinem Organ der nationalsozialistischen Staatsführung war der personelle und der verwaltungsmäßige Umbau, den die Revolution Adolf Hitlers nach sich zog, so durchgreifend und so auffallend, wie bei der staatlichen Erekutive. Ist doch die Polizei der sichtbarste Träger der Staatsgewalt Von ihrem Auftreten nach außen und ihrer inneren Haltung schließt jedermann auf den Staat schlechthin. Das Verhältnis zwischen Bevölketung und Polizei ist einer der wertvollen Maßstäbe dafür, wie weit die Grundsätze nationalsozialistischer Staatsfihrung im Volhe selbst verankert sind. Die Grundeinstellung des nationalsozialistischen Staates zur Polizei ist wie unsere Stoatsauffassung überhaupt klar, einfach und naturgegeben. Sie erscheint dem Volke so selbstverständlich, daß wir uns kaum noch denken können, daß es einmal anders war. Die volksfremden Elemente, die sich angemaßt hatten, die Geschicke Deutschlands in die Hand zu nehmen, hatten den Polizeibegriff fast in sein Gegenteil verdreht. Es ist kaum ein halbes Jahrzehnt hei, daß maßgebende Stellen der preußischen Polizei mit dem im Reichsbanner organisierten Landesveriat in Verbindung standen, um die Polizei Thüringens, die ich als damaliger Innenminister dieses Landes nach dem Grundsatz der nationalen Gesinnung und Leistung neu aufbaute, in der lächerlichsten Weie zu bespitzeln und ihr den Prozeß beim Staatsgerichtshof seligen Angedenkens zu machen. Es klingt heute unglaublich, daß es im marristischen Polizeiapparat Vorgesetzte aab, die sich die Anzahl der auf die Republik von Weimar ausgebrachten „Hochs“ dienstlich melden ließen, um daraus auf die Stimmung ihrer Beamten zu schließen. Die Volizei war für sie dazu da, um ihre eigenen ins Wanken geratenen Machtpositionen gegen den Ansturm der jungen Kräfte der Nation zu schützen Dies erschien ihnen wichtiger, als die Polizei ihren eigentlichen Aufgaben gemäß im Kampf gegen Verbrecher und sonstige Schädlinge der Volksgemeinschaft einzusetzen Es ist notwendig, sich an Hand solcher Erinnerungen den gewaltigen Unterschied zwischen der Polizeiarbeit von heute und der von gestern zu veranschaulichen. Im nationalsozialistischen Staat steht die Polizei voll und ganz im Dienste der Volksgemeinschaft. Der Volksstaat Adolf Hitlers hat es nicht nötig, bei jedem geringfügigen Anlaß durch den Masseneinsatz von Polizeikordons seine Macht zu dewonstrieren. Seine Macht liegt in den gläubigen Herzen seiner Staatsbürger verankert, die im Polizeibeamten den Schut, den Helfer und Ratgeber jedes einzelnen sehen, und nicht wie früher ihre Spitzel und Verfolger. Aus dieser Einstellung sind eine Reihe von polizeilichen Maßnahmen zu erklären, von denen die Oeffentlichkeit selten zu hören und zu sehen bekommt, die über zum Schutze des Volkes vor asozialen Elementen unerläßlich sind. Es sind dies Maßnahmen, deren Erfolg letzten Endes jedem Volksgenossen, insbesondere dem kleinen Mann zugute kommen, die deshalb die Mitarheit aller Gutgesinnten notwendig machen. Die nationalsozialistische Polizei, volksverbunden und befreit vom Mißdeutungen und Vorurteilen der Systemzeit, widmet sich heute einer Arbeit, die von Anfang bis Ende auf Gemeinnutz abgestellt ist. Jeder soll mithelfen! Wie diese Mitarbeit jedes einzelnen Volbsgenossen vor sich gehen soll, darüber wird der von mir angeordnete„Tag der Deutschen Polizei“ dem deutschen Volke Aufschluß geben. Alle Gutgesinnten an die Front im Kampf gegen die Schädlinge unserer Volksgemeinschaft, ganz gleich unter welcher Tarnung sie sich zeigen. Der nationale Heeresbericht meldet: Große Offensive an der Malaga=Front Die Küstenstadt Eslopona erobert- Schwere Verluste der Roten an Malerial Salamanca, 15. Jan.(Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Am Donnerstag begann in der Malaga-Front die seit längerem vorberenete große Offensive der nationalen Streitkräfte zu Wasser. zu Lande und in der Luft. Der Heeresbericht des obersten Befebishabers in Salamanca teilt mit, daß die nationalen Truppen nach einer glänzend durchgeführten Operation und siegreich bestandenen Kämpfen die strategisch wichtige Küstenstade Esteponn besetzt haben. Die Bolschewisten ließen in ihren Befestigungen und Schützengräben eine große Anzahl von Toten und viel Kriegsmaterial zurück. An der Madrider Front ist keine Lageveränderung eingetreten. Bei Las Rozas unternahmen die Kommunisten einen Angriff, der jedoch blutig zurückgewiesen wurde. Auch an den übrigen Fronten herrscht geringe Gefechtstätigkeit. Die Zahl der roten Ueberläufer ist wiederum gestiegen In dem Kampfabschnitt La Rozas=Majadabonda unternahmen die Roten den vierten, wiederum erfolglosen Gegenangriff. Unter dem Schutz dichten Nebels sowie zahlreicher, mit Maschinengewehren und Kleinkalibergeschützen gespickter Sowjettanks versuchte die rote Infanterie einen Durchbruch. Die nationalen Truppen ließen die Tanks bis kurz vor dem Eingang der Ortschaft herankommen, um dann eine systematische Jagd zu veranstalten. mit dem Ergebnis, daß sieben Kamnfwagen auf der Strecke blieben. Die Angreifer hatten außerordentlich starke Verluste, die sich bei Las Rozas allein auf über 200 Tote bezifferten. Wie gefangene Kommunisten berichteten, hätten sie den Befehl erhalten, in dichten Gruppen zu je 100 Mann anzugreifen und keinesfalls zurückzuweichen. Die dichten Massen boten den Maschinengewehren der Verteidiger ein gutes Ziel. Durch die hohen Verluste zermürbt, konnten die Angreifer unter großem Geländeverlust zurückgeworfen werden. Mit welchem Einsatz die Roten an diesem Frontabschnitt angreifen, geht aus der großen Menge des .easmarerials hervor, das den Nationalen bei den erfolglosen Angriffen in die Hände fiel. Neben einer Million Schuß und 15 000 Handaranaten wurden 800 Gewehre, acht Personenautos, neun Lastkraf wagen, 25 Maschinengewehre, vier Flammenwerfer, zahlreiche Sänitätswagen und Feldküchen, eine Nadiostation und ein Panzerzug erbeutet. Bemben auf Malaga DNB Paris, 15. Januar(Drahtb.) Nach einer Meldung aus Malaga haben Donnerstag früh zwei nationale Wasserflugzeuge Malaga und einige in der Nähe liegende Ortschaften bombardiert. Eine Bombe fiel auf die Hauptstraße von Malaga, eine andere auf das Gebäude der ehemaligen Bank von Spanien und eine dritte auf ein Kino. Ueberall wurde betröchtlicher Sachschaden angerichtet. Im Hafen von Malaga wurde das Schiff „Aimenp: getroffen, das beschädigt wurde. aber noch manöverierfähig sein soll. Weiter wurden die Bahnhöfe von zwei Vororten von Malaga bombardiert. Dabei wurden zwei Personen getötet und mehrere verletzt. heimstäften der Jugend Der Reichsjugendführer zur Heimbeschaffungsaktion DNB Penzberg(Oberbayern), 15. Jan.(Drahtb.) Als Anftakt zu. Heimbeschof ungsaktion der HitlerJugend sprach am Freitag abend im Rahmen eines Hitler=Jugend=Heimabend= in dem oberbanerischen Bergwerksstädtchen Penzberg bei Bad Tölz der Weichaingendführer. Einleitend wies er auf die besond re Eigenart dieses Heimabends hin, sei doch in diesem Ort durch die Gemeinschaftsarbeit der gesamten Bevölkerung ein neues Hitler=JugendHeim entstanden, das in seiner Einfachheit und Schönheit ein Wahrzeichen unserer Zeit und der nationa sozialistischen Baugesinnung darstelle. Darüber hinaus aber sei es in seiner Entstehungsgeschichte ein Symbol des Dritten Reiches. Durch die Mitarbeit aller sei es möglich geworden, dieses Heim. das ursprünglich auf 49 000 RM veranschlagt war, mit einem tatsächlichen Kostenaufwand von 9000 RM zu bauen. Von diesem schönen Beispiel nationalsozialistischen Gemeinschaftswillens ausgehend, schilderte der Reichsjugendführer die wahrhaft sozialistische Volksgemeinschaft, wie sie heute in der Hitter=Jugend und im Jungvolk von klein auf für jeden Deutschen verwirklicht werde Der Adel eines jeden sei die Zugehörigkeit zu der nationalsozialistischen Bewegung und die treue Pflichterfüllung im Dienste des Führers Sein Reichtum seien die Herzen der Millionen nationalsozialistischer Kameraden, die das gleiche Ideal, dem auch er diene, verkörperten. „Die Heime der Hitler=Jugend“, so fuhr Baldur von Schirach fort, stehen im Dienste dieser sozialistischen Idee. Sie sind das Elternhaus der Verwaisten und die Schulungsstätte der Volksgemeinschaft für die junge Generation. Viele Dörfer sind bereits dem Beispiel dieser Stadt gefolgt, aber immer noch reicht die Zahl der vorhandenen Heime bei weitem nicht aus, um den Bedürfnissen der Hitler=Jugend gerecht zu werden.“ Der Reichsjugendführer forderte die Gemeinden auf. sich an den Heimbeschaffungsausschuß der Reichsjugendführung zu wenden, wenn sie glaubten, daß ihre eigenen Mittel zur Schaffung von mustergültigen Heimen nicht ausreichten. Mit schärkstem Nachdruck wies Baldur von Schirach die Unterstellung zurück, die Hitler=Jugend wolle Paläste oder Villen errichten. Die Heime sollten aber andererseits auch nicht wie alte Baracken oder abgeschobene Eisenbahnwaggons ausseben. Aus gesundheit ichen Gründen kämen auch Wirtsräume und Kellerwohnungen nicht in Frage. „Der Führer hat alle Stellen der Partei und des Staates aufgerufen, unsere Bestrebungen, der Jugend würdige Heime zu geben, zu unterstützen. Namhafte Parteiführer und Minister haben auch chrerseits zur Heimbeschaffung aufgerufen. Ich selbst habe mir das Ziel gesteckt. in diesem Jahr zumindest so viel Heime zu errichten, als zur Sicherung der Durchführung eines ordnungsmäßigen Heimabends in der Hitler=Jugend notwendig sind. Ich bin glücklich darüber daß dieser Appell bereits nach meinem kurzen Aufruf vom 1. Januar so gewaltigen Widerhall gefunden hat. Ich fordere diese Heime im Namen der deutschen Jungen und Mädel und im Namen ihrer Eltern Eine kleine Stadt in Oberbayern hat Deutschland ein Beispiel gegeben.“ Der Reichsjugendführer schloß seine Ansprache mit dem Appell an die Hitler=Jugend, für die Heimbeschaffung zu werben, und er bat alle Volksgenossen, sie verständnisvoll zu unterstützen. Spende der Polizei für das Winterhilfswerk DNB. Berlin, 15. Jan.(Drahtb.) Der Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamten, der der Dienstaufsicht des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei untersteht, hat innerhalb der deutschen Polizeibeamtenschaft eine Sammlung veranstaltet, die den Betrag von 100 832,18 RMergab. Diese Summe wird am„Tag der Deutschen Polizei“ an das Winterhilfswerk abgeführt 104 Jahre alt! Glückwunschschreiben und Ehrengabe des Führers für die älteste Berlinerin. DNB Berlin, 15. Jan.(Drahtb.) Frau Helmie Hansen geb. Andersen vollendete am Freitag ihr 104. Lebensjahr. Sie ist damit die älteste Bewohnerin der Reichshauptstadt Aus diesem seltenen und freudigen Anlaß gingen im Geburtstagshause, Halske=Straße 45 in Steglitz, zahlreiche schriftliche und mündliche Gratulationen ein. Mit besonderem Stolz empfing die greise Jubilarin ein Glückwunschschreiben des Führers, der ihr einen weiteren gesegneten Lebensabend wünschte und außerdem eine Ehrengabe von 100 RM überweisen ließ. Der erste 1625-Tonnen-Zerstörer in Dienst gestellt Samstag, den 16. Januar 1937 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 13— Seite 5 der Woche Fall tun sie letzten Endes noch ein gutes Werk; denn schließlich muß der Kaufmann doch auch von seinen Wintersachen herunter. Wenn er sich jetzt schon wieder, kaum daß der geschäftliche Weihnachtsrummel vorbei, mit seinen Getreuen mühen und plagen muß, um auch diesen großen Schlag richtig vorzubereiten, so wollen wir ihm geine gönnen, daß er ein wirklich erfolgreicher für ihn werden möge. Vielleicht läßt sich bei dieser Gelegenheit so nebenbei ja auch manches für die lustigen Tage des Karneval erstehen, der seit Wochen schon von sich reden macht und in diesen Tagen schon stärker die Gemüter erregt. Ein flottes, fesches Kostümchen locht doch so manches Mädel und auch manche karnevalsbegeisterte Frau, die diesen und jenen Faschingsball nur allzugern mitmachen möchten. Und warum auch nicht: Ja, warum auch nicht?'s ist schließlich Einmal ja nur Karneval; Darum, Mann, sei nicht verdrießlich, Sondern schweige und— bezahl. Soll dein Frauchen mit zum Feste, Mit zum lust'gen Faschingsball, Gönn inr gern die Flitterreste Zum Kostüm auf jeden Fall. Und nimm selbst die Narrenmütze, Pritsche auch und all den Kram, Wie für diese Zeit der Witze Auch dein Opa sie schon nahm. Und hinein dann in den Trubel Mit den Deinen hier und da, Denk dran, daß der Fastnachtsjubel Ja doch einmal nur im Jahr. Freu dich närrisch mit den Andern, Tu mal jetzt nicht so gescheit: Wenn die Tage weiter wandern, Hast du dafür immer Zeit. Daß im Rahmen du sollst bleiben, Braucht wohl nicht erwähnt zu sein, Man kann auch im tollsten Treiben Ohne Seitensprung sich freu'n. Also: nimm die heit'ren Tage In der rechten Weise war, Denn's ist ja trotz aller Plage Einmal Fastnacht nur im Jahr. Wir sind allmählich schon so mitten in den Trubel des Faschings hineingeschlittert und sollen uns drum nicht mehr allzulange bedenken, wie wir ihn verbringen wollen.„Greift nur hinein ins volle Menschenleben, denn wo ihr's packt, da ist es interessant!“ so munterte schon Altmeister Goethe seine Zeitgenossen auf. Und wir haben keinen Anlaß, uns diesem Rufe auch nur noch einen Augenblick zu verschließen, sondern wollen uns hineinstürzen in den Trubel und uns des schönen Lebens freu'n, solange noch das Lämpchen glüht. Heute können wir uns ja wieder so richtig in Ruhe und Frieden all diesen bunten und schönen Dingen hingeben, weil unser deutsches Vaterland nicht mehr von Unruhen und sonstigen unliebsamen Ausläufen durchzittert ist, sondern in der Tat ein Hort wahrhaft solider und wohltuender Ruhe und Ordnung ist. Da ich gerade von der Ordnung, dieser seensreichen Himmelstochter, rede, fällt mir eben ein, daß wir heute überall im deutschen Vater'ande den Tag der Hüter unlerer Ordnung, den Tag der deutschen Polizei, haben. Den darf man bestimmt nicht mit Stillschweigen übergehen, dafür haben sich diese Männer immer zu trefflich bewährt und bin auch ich daher gerne geneigt, ihnen zu ihrem schönen Tage mein Sprüchelchen herzusagen Ein Tag ist in des Jahres Wochen Nun auch der Polizei geweiht, Die sonst sich ja ununterbrochen Dem Dienste widmet jederzeit. Sie ist auf mancherlei Gebieten Für unires Volkes Wohl bemüht, Will nicht nur brav die Ordnung hüten, Auch sonst sie manchen Dienst versieht. Sie sorgt für Sicherheit und Ruhe Und regelt fleißig den Verkehr, Gibt acht, daß man nichts Böles tue, Was gegen Recht und Ordnung wär. Selbst die Gesundheit und das Bauen Man legte mit in ihre Hand Und sie rechtfertigt dies Vertrauen, Das in li,: setzen Volk und Land. Drum wollen gern wir anerkennen, Was sie als Freund des Volkes tut Und diesen einen Tag ihr gönnen, Sie hat verdient ihn längst und gut. Das Eine soll man stets bedenken: Daß auch dem letzten Volksgenofs' Sie gerne ihren Dienst will schenken Als Freund des Volks. Polytropos. Bochumer Cageschroni Jahrgänge 1892-1900 aufgepaßt! Regelung des Wehrpflichtverhältnisses der Geburtsjahrgänge 1892—1900. Der Polizeipräsident teilt murZur Anlage eines Wehrstammblattes haben sich sämtliche männlichen Reichsangehörigen der gedienten Jahrgänge 1892—1900 in den zuständigen Polizeirevieren zu nachstehenden Zeiten zu melden: Jahrgang 1899—1900 in der Zeit vom 18.—23. 1. 37 Jahrgang 189.—1808 in der Zeit vom 25.—30. 1. 37 Jahrgang 1895—1806 in der Zeit vom 1.— 6. 2. 27 Jahrgang 1893—1894 in der Zeit vom 8.—13. 2. 37 Jahrgang 1892 in der Zeit vom 15.—18. 2. 37 Die Meldungen werden von den Polizeirevieren wochentäglich während der Dienststunden von 8—12 oder von 15—18 Uhr entgegengenommen. Mittwochund Sonnabendnachmittags findet eine Entgegennahme der Meldungen nicht statt. Vorbandene Ausweise über geleistete Kriegs= und Friedensdienste sind mitzubringen. Angebörige der aufgeführten Geburtsjahrgänge, für die bereits ein Wehrstammblatt angelegt worden ist, brauchen sich nicht zu melden. Um eine reibungslose Abfertigung der Meldenflichtigen zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, daß die vorgeschriebenen Meldezeiten genau eingehalten werden. * Stadtleihamt. Auf die am Donnerstag, dem 21. Januar, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, stattfindende Versteigerung wird nochmals aufmerksam gemacht. )( Städtische Haushaltungs= und Gewerbeschule, Vochum. Östern 1937 beginen an der Städt. Haushaltungs= und Gewerbeschule die neuer Lehrgänge, auf die in einer Anzeige in der heutigen Nummer hingewiesen wird. Anmeldungen werden baldmöglichst erbeten und müssen in der Geschäftsstelle der Mädchenberufsschule erfolgen. ( Zahlt die rückständigen Steuern! Von der Stadtkasse Bochum werden im Anzeigenteil der heutigen Ausgabe die im Monat Januar fällig gewordenen rückständigen Steuern, Abgaben usw. öffentlich angemahnt. Die nach dem 22. Januar noch vorhandenen Rückstände werden eingezogen. dein. Eine Ausstellung im 2. Polizeirevier Im Vorraum des zweiten Polizeireviers im Rathaus findet am Samstag und Sonntag einAusstellung von Bildern über die Tätigkeit der Polizei statt. Ausgezeichnetes Lichtbildermaterial des Revierleiters Pol.=Hauptmann Rutsatz gibt einen guten Ueberblick über die vielseitige Tätigkeit des Polizeibeamten. Eine besondere Note erhält die kleine Ausstellung durch die Gedenktafel für die im Kriege gefallenen Beamten aus Bochum und die in den Nachkriegsjahren gefallenen Beamten im Kampf gegen den Kommunismus. Vorsicht beim Hinausfahren aus Grundstücken! Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Immer wieder ereignen sich dadurch Verkehrsunfälle, daß Kraftfahrzeugführer beim Hinausfahren aus einem Grundstück auf die Straße die nötige Vorsicht außer acht lassen. Die Nachlässigkeit war z. B. die Ursache eines schweren Verkehrsunfalles im Präsidialbezirk, bei dem der Fahrer leicht, der Beifahrer lebensgefährlich verletzt wurde. Die Gerichte haben wiederholt ausgesprochen, daß es nicht genüge, möglichst langsam zu fahren und Signale zu geben. Notwendig ist außerdem, daß der Fahrer eine andere Person vorausschickt, die sich von dem Freisein der Fahrbahn überzeugt und die den ausfahrenden Fahrer davon verständigt. Radfahrer haben, wenn sie Unfälle vermeiden wollen, ihr Rad von der Ausfahrt bis auf die Straße zu schieben. Die Polizeibeamten sind angewiesen, gegen Verstöße einzuschreiten. ( Städtische Gemäldegalerie Bochum. Die neue Ausstellung zeigt eine vom Westfälischen Landesmuseum zusammengestellte Wander=Ausstellung der Vereinigung westfälischer Museen„Das deutsche Gesicht in Zeichnungen großer Meister"(FaksimileWiedergaben) und eine Folge von Holzschnitten des Berliner Grafikers Kurt Scheele. Eröffnung Sonntag, den 17. Januar, Führungsvortrag von Dr. Reiche, 11,30 Uhr. Die Gemäldegalerie ist täglich van 10—16 Uhr, Sonntags bei freiem Eintritt von 10—13 Uhr geöffnet. Umwandlung der Bochumer höheren Knabenschulen Fünf Oberschulen, ein Gymnasium Am Rande Nun wär' ich mit dem Wettergott Für Januar auch schon fertig: Er hat für uns nichts mehr als Spott, Ist dauerno widerwärtig Weht's mal ein bißchen kalt vom Ost Des Abends uns entgegen Und meint man schon: Nun gibt's auch Frost— Herrscht früh doch wieder Regen. So geht das nun tagaus, tagein Schon all die langen Wochen, Seit Winter— leider nur zum Schein!— Für uns hier angebrochen. Von einer richt'gen Winterwelt War hier noch nichts zu sehen, Denn nach wie vor durch Wald und Feld Die linden Lüfte wehen. Wosoll es damit bloß noch hin??? Hör' ich so manchen trauern— So'n Wetter hat doch keinen Sinn! Man kann es nur bedauern! Bedauern nicht nur für all die, Die woll'n zum Wintersporte. Obgleich auch das birgt manche Müh Für viele Bergesorte. Nein! Zu bedauern ist's per se, Wenns Januar uns begegnet, Daß, anstatt rings läg' Eis und Schnee, Es alle Tage regnet. Denn solch ein Wintermond wird nie Ein recht Gedeihen bringen Und kann drum unsre Sympathie Auch nimmermehr erringen. In diese Dinge hat mich mein Freund dieser Tage mal etwas tiefer eingeführt. Hauptfrage war natürlich die: Warum haben wir nun schon seit Jahren, ja, man könnte sagen: seit fast zwanzig, dreißig Jahren keinen gescheiten Winter und daher auch keinen gescheiten Sommer mehr; denn eins bedingt hier das andere. Der wetterseherische Freund— der übrigens auf diesem Gebiete nicht ganz ohne ist— hält nach wie vor an seiner schon vor zehn Jahren geäußerten Meinung fest, daß einzig und allein die Sonnenflecken an dem ganzen Schlammassel mit dem Wetter schuld sind. Er selbst sucht alle Tage den ganzen Himmel nach neuen Sonnenflecken ab und glaubt immer wieder: jetzt endlich das Marimum dieser elenden Sonnenverdunkelung vorhersagen zu können. Hoffentlich haben wir es bald erreicht, damit wir mal wieder richtige, ordnungsmäßige Sommer und Winter haben. An so'nem Winter hat ja keiner mehr Spaß. Richt nur der Bauer und der Wintersportler, sondern auch der Geschäftsmann in Mäntel und Trikotagen und Winterschuhen könnte so einen richtigen, deftigen Winter mal ganz gut gebrauchen. Wenn der heute nicht den Weihnachtsverkauf hätte, wo man eben mit Vorliebe„zeitgemäß“ schenkt, würde er auf seinen ganzen Wintersachen sitzenbleiben. Daß das zum großen Teil der Fall. Sieht man in den Geschäften all, Wo man nach all dem Ab und Auf Jetzt macht den Winterschlußverkauf. Hinaus muß, was noch liegen bliebl Ja, dieser Ausverkaufsbetrieb Muß bringen die Gelegenheit, Für die's bisher noch nicht soweit. Ja, alles, alles muß hinaus, Was die Saison gebracht ins Haus, Wenn bald sie endgültig vorbei, Kauft man ja schon für Lenz und Mai. So sieht in viel Geschäften nun Das Personal man kaum noch ruhn; Gemessen wird, es wird notiert Und nochmals scharf durchkalkuliert. Derweilen malt im Hintergrund Ein andrer Schilder hübsch und bunt, Denn jeder Ballen, groß ob klein, Will wieder neu bezeichnet sein. Je hübscher alles aufgestockt, Je mehr es auch die Käufer lockt; Und alles kommt doch darauf an, Es jetzt zu bringen an den Mann. Ra, unsre Mädel, unsre Frau'n Schon jetzt auf diesen Einkauf bau'n: Füir sie ist ja zu jeder Zeit Die„gute Kaufgelegenheit“. Und wer wollte es ihnen verdenken, daß sie eden sede„Gelegenheit“ beim Schopfe fassen, um ihre Hoffnungen und Wünsche, die ja bei ihnen nicht nur zur Weihnachtszeit bestehen, zu erfüllen. In diesem X Ernennung. Justizwachtmeister a. Pr. Bernhard Lübbers bei der Staar=anwaltschaft in Bochum ist zum Justizwachtmeister daselbst ernannt worden. X Auf dem Bürgersteig gelandet. Gegen 12.30 Uhr geriet ein Personenkraftwagen auf der Viktoriastraße in Höhe des Hauses Nr. 64 infolge Straßenglätte auf den rechten Bürgersteig. Hierbei wurde eine an dem Hause angebrachte Reklametafel beschädigt. Am Fahrzeug wurde der Kühler leicht eingedrückt. X Angefahren. Gegen 21 Uhr wurde auf der Bergstraße, vor dem Hause 99, ein Nadfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren. Hierbei kam der Radfahrer zu Fall und erlitt eine leichte Kopf: verletzung. Der Verletzte begab sich zum AugustaKrankenhaus. Nach Anlegung eines Verbandes wurde er entlassen. Das Fahrrad wurde stark beschädigt. Kaufmännische Schulen der Industrie, und Handelskammer zu Bochum. Fachliche Leistungsfähigkeit und charakterliche Zuverlässigkeit sind heute entscheidend für den Zugang zu den verantwortlichen kaufmännisch=wirtschaftlichen Berufen. Eine gründliche fachwissenschaftliche und allgemeinbildende Vorbereitung ist außer der praktischen Lehre schon im Hinblick auf die zukünftige pflichtmäßige Kaufmannsgehilfenprüfung unerläßlich. In den einzeinen Abteilungen der Kaufmännischen Schulen wird von erprobten. praktisch und akademisch vorgebildeten Lehrkräften sorgfältige Berufsbildungsarheit geleistet. Zu dem vollkommen ausgestatteten Maschinensaal ist im letzten Jahre außerdem noch ein neuzeitlicher Drogistenübungsraum für Chemie und Lichtbildnerei gekommen. Wenngleich über die Schulreform des höheren Schulwesens abschließende Bestimmungen noch nicht vorliegen, lassen immerhin die beiden Ministerialerlasse des Reichserziehungsministers vom 20. 4. und 28. 12. 1936 erkennen, daß vor allem eine Vereinheitlichung der verschiedenen Schultypen vorgenommen wird. Man wird in Zukunft bei den Knabenschulen nur noch zwei Schulformen haben, eine Hauptform, die Deutsche Oberschule, mit Englisch als erster Fremdsprache ab Serta und Latein als zweiter Fremdsprache vermutlich ab Untertertig, und eine Nebenform mit Latein als erster und Griechisch als zweiter Fremdsprache. Ob auf den höheren Klassen eine weitere Fremdsprache als Wahlfach hinzukommt, steht noch nicht fest. Die Reifeprüfung an beiden Schultypen berechtigt in gleicher Weise zum Hochschulstudium. Es werden daher die 5 städtischen höheren Knabenschulen, die Goethe=Obereolschule, das Reformrealgymnasium an der Königsallee= das Reformrealgymnasium in Bochum=Langendreer, die Oberrealschule in Vochum=Gerthe und das Realprogymnasium in Bochum=Linden=Dahlhausen ab Östern in die Hauptform, die Deutsche Oberschule, umgewandelt werden Das Staatliche Gymnasium und Realgymnasium wird vermutlich als Gymnasium weiterbestehen. Die Zersplitterung auf dem Gebiete des höheren Schulwesens, die bisher bestand und sich besonders für einen Schüler beim Wechsel des Wohnortes unangenehm bemerkbar machte, da nur selten am neuen Wohnort eine Schule mit gleichem Lehrplan vorhanden war, ist damit für die Zukunft beseitigt. Jede Stadt, die überhaupt über eine höhere Schule verfügt, wird künftig eine deutsche Oberschule, die den Haupttyp darstellt, haben. Für die Eltern, die zu Ostern ihre Kinder auf die Serta einer städtischen höheren Knabenschule schicken, wird es daher gleichgültig sein, welcher städtischen höheren Schule sie ihre Kinder zuführen, da der Lehrplan sämtlicher städtischen Knabenanstalten in Zukunft der gleiche sein wird. Immerhin aber liegt es im Interesse einer gleichmäßigen Verteilung auf die verschiedenen Schulen und auch im Interesse des einzelnen Schülers selbst, um ihm unnötig weite Wege zu ersparen, die Anmeldung bei der höheren Knabenschule vorzunehmen, die in seinem Wohnbezirk liegt.— Für die höheren Mädchenschulen ist lediglich bestimmt, daß auch sie ab Ostern mit Englisch als erster Fremdsprache auf Serta beginnen. Ueber die endgültige Gestaltung dieser Schulen ist noch nichts bekannt, so daß sie vorerst ab Östern in ihrer bisherigen Form weitergeführt werden. Bibelforscher vor dem Sondergericht Keine religiöse Sekte- Staalsfeindliche Umtriebe unter religiösem Deckmante! Man merke Samstag, den 16. Januar. Sonnenaufgang 8.33 Uhr Untergang 16.47 Uhr Mondaufgang 9.45 Uhr Untergang 21.52 Uhr 1858 Der Afrikareisende Eugen Zintaraff in Düsseldorf g b.(gest 1897). 1901 Der Maler Arnold Böcklin in S. Domenico bei Fieseie gest.(geb. 1827). 1906 Marokko=Konferens in Algeciras(bis 7. April). 1920 Der Oberste Rat der Alliierten fordert von den Niederlanden die Auslieserung des früheren deutschen Kaisers Sonntag, den 17. Januar. Sonnenausgang 8.32 Uhr Untergang 16.49 Uhr Mondaufgang 10.04 Uhr Untergang 23.11 Uhr 1318 Erwin v. Steinbach, deutscher Baumeister, in Straßburg gest.(geb. um 1244). 1600 Der spanische Dramatiker Don Petro Calderon de la Berca in Madrid geb.(gest. 1681). 1706 Der nordamerikanische Staatsmann Benjamin Franklin in Boston geb.(gest. 1790). 181° Der Politiker Ludwig Windthorst in Kaldenhof bei Osnabrück geb.(gest. 1891). 1833 Friedrich König, Erfinder der Buchdruckschnellpresse, in Oberzell gest.(geb. 1774). 1921 Der Bildhauer Adolf v. Hildebrand in München gest.(geb. 1847). „Ein Diplomat hat dafür zu sorgen, daß ein Volk nicht beroisch zugrunde geht, sondern praktisch erhalten wird. Jeder Weg. der hierzu führt, ist zweckmäßig. Adolf Hitler. Reformhäuser im alten Rom Im alten Herculanum hat man u. a. auch einen Kaufladen ausgegfaben, der im heutigen Sinne ein „Reformhaus“ darstellen soll. Aus dem noch völlig gut erhaltenen, in das Mauerwerk eingelassenen Regalen mit ihren Steininschriften geht hervor, was man hier vor 2000 Jahren freihielt: Rüsse, Feigen, Oliven, Oel, Früchte, Mehl und unalkoholische Getränke. Man kann also mit Ben Akiba ganz ruhig sagen:„Es ist alles schon einmal dagewesen.“ Verhaltungsregeln bei Scharlach In einem Scharlach=Merkblatt des Reichsgesundheitsamtes heißt es: Scharlach ist eine ansteckende Krankheit, die zumeist Kinder, aber auch erwachsene Personen befällt; selten erkranken daran Säuglinge in den ersten Lebensmonaten.— Das Ueberstehen der Krankheit schützt gewöhnlich dauernd vor einer Wiedererkrankung. Etwa jeder zehnte Mensch erkrankt in seinem Leben an Scharlach. Die Ansteckung erfolgt entweder unmittelbar von Person zu Person, selbst bei ganz flüchtiger Berührung. oder durch Mittelpersonen; auch durch leblose Gegenstände wie Kleider, Bettwäsche, Spielzeug, Möbel=, Eß= und Trinkgeschirre, Nahrungsmittel(insbesondere Milch) kann die Krankheit übertragen werden; auch Wohnräumen kann der ansteckungsfähige Krankheitsstoff einige Zeit anhaften. Die Verbreitung der Krankheit wird hauptsächlich durch Unsauberkeit des Kranken und seiner Umgebung sowie durch ungenügende Lüftung des Krankenzimmers begünstigt. Die Krankheit beginnt in der Regel mit hohem Fieber(39 Grad und darüber), heitigem Schüttelfrost oder österem Frösteln, ein= oder mehrmaligem Erbrechen sowie mit Halsbeschwerden. Etwa 1 bis 2 Tage später verbreitet sich ein himbeerroter Ausschlag über den ganzen Körper. Mit Recht gefürchtet sind die im Verlauf des Scharlachs oder im Anschluß an diese Krankbeit auftretenden weiteren Erkrankungen, von denen namentlich die Mandelentzündung. Mittelohreiterung. Blutvergiftung und Nierenentzündung zu nennen sind.— Neben diesen schweren Fällen gibt es auch auffällig leicht verlaufende.— Erkrankt jemand unter den oben angegebenen Merkmalen, so ist Scharlachverdacht vorhanden; namentlich dann, wenn der Erkrankte zuvor mit einem Scharlachkranken in Borührung gekommen ist, ist schleunigst ein Arzt zuzuziehen. Der Kranke soll das Bett nicht früher verlassen, als der Arzt es gestattet. Der Kranke ist abzusondern; gesund gebliebene Kinder sind unter allen Umständen ferzuhalten und fortdauernd zu beobachten.— Das Eß= und Trinkgeschirr einschließlich Löffel, Gabel, Messer der Kranken darf nicht von anderen benutzt und nicht mit anderem Geschirr zusammen gereinigt werden. Sofort nach der Ueberführung des Kranken in ein Krankenhaus, nach seiner Genesung oder nach seinem Tode sind Wohnung, Leib= und Bettwälche, Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände des Kranken vorschriftsmäßig zu desinfizieren.— Die gesunden Geschwister des Kranken oder andere Kinder aus demselben Hause sind vom Schul= und Unterrichtsbesuche fernzuhalten, solange eine Weiterverbreitung des Scharlachs aus diesem Haus noch zu befürchten und die vorgeschriebene Schlußdesinfektion noch nicht ausgeführt ist Fortlaufende Desinfektion im Krankenzimmer ist erforderlich Paar oder unpaar? Hält jemand in der geschlossenen Hand Münzen (es können auch Streichhölzer sein) verborgen und fragt, ob deren Zahl grad oder ungrad lei. sonimmt man allgemein an. es spreche ebensoviel Wahrscheinlichkeit für das eine wie für das andere. Der Mathematiker De Mairan hat hierüber eine Abhandlung verfaßt, welche die Richtigkeit jener Annahme bestreitet. Er behauptet vielmehr, es lei vorteilhaft, auf ungrad zu wetten, und begründet diese Behauptung wie folgt: Die in der Faust enthaltenen Geldstücke sind einem vorher vorbandenen Haufen von Münzen entnommen. Enthielt dieser Haufe eine gerade Anzahl. s. B. zehn. so konnten ihm entnommen werden 1, 3. 5, 7, 9 oder 2, 4, 6, 8, 10 Münzen. In diesem Falle also wird weder grad noch ungrad bevorzugt. Enthielt der Haufen aber zuvor eine ungrade Anzahl. s. B. elf. so liegen sfolgende Möglichkeiten vor: 2, 4. 6. 8, 10 oder 1. 3. 5. 7, 9. 11. Das bedeutet ein Uebergewicht der ungraden Möglichkeiten Hieraus folgt: wenn zwei Personen sich mit diesem Spiel die Zeit vertreiben, und die eine dauernd auf unpaar wettet, so muß die andere bei genügend langer Dauer mit mathematischer Sicherbeit ihr Vormögen eenbützen. Das Sondergericht verhandelte gestern im Schwurgerichtssaale des Bochumer Landgerichts gegen neun Vibelforscher in Bochum, die trotz des bekannten Verbots ihre Bibelstunden weiter abgehalten, weiter Werbematerial empfangen und verbreitet hatten Angeklagt waren: Ernst Sander, Hubert Büttner, Karl Laux, der bereits zweimal einschlägig bestraft wurde Franz Nowack, Paul Zimmermann, August Zimmermann, Hans Schmidt, Paul Steinkampf und Karl Kisch. Vor Beginn der Zeugenvernehmung wies der Vorsitzende des Sondergerichts, Amtsgerichtsdirektor Geck, auf verschiedene Prozesse gegen Bibelforscher hin, in denen klar und eindeutig nachgewiesen worden sei, daß die Bibelforscher keine religiöse Sekte sind, wie sie vorgeben, sondern daß sie unter diesem Deckmantel machtpolitische Ziele verfolgen und dabei Auffassungen und Prinzipien vertreten, die sich direkt gegen den Staat richten. Diese Feststellung wurde erhärtet durch einige Zitate aus Zeitschriften und Werbeschriften, die von der Leitung der Bibelforschervereinigung in Amerika versandt werden. Der Vertreter der Anklage hob in seiner Rode auch die Gefährlichkeit der Bibelforscher hervor. Der Staat sei entschlossen, diesem Unwesen zu steuern. Die Bibel sei nicht verboten, auch nicht die Beschäftigung mit dem Wort Gottes. Es gehe aber nicht, daß man die Bibel bewußt falsch auslegen und sie dann im Kampfe gegen nationalsozialistische Grundsätze mißbrauche. Der Statsanwalt beantragte gegen Nowack 10 Monate Gefängnis und gegen Steinkamp und Kirsch je neun Monate Gefängnis, gegen Büttner Wiederholt wurden alle privaten und öffentlichen Betriebe und Nebenbetriebe der Eisen= und Metallindustrie sowie des Baugewerbes mit 10 und mehr Beschäftigten durch die Tagespresse darauf hingewiesen, daß die erste Anordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Göring, zur Durchführung des Vierjahresplanes sie u. a. verpflichtet, die Zusammensetzung ihrer Gefolgschaft und die Zahl der Östern 1937 einzustellenden Lehrlinge bis zum 15. Januar 1937 dem Arbeitsamt zu melden. Bekanntlich will diese erste Anordnung besonders die Ausbildung der Facharbeiter, die das deutsche Volk für den Wiederaufbau seines Berufes und Wirtschatfslebens benötigt, sicher; denn der bisherige Verlauf der Arbeitsschlacht hat zu einem bedenklichen Mangel an Metail= und Baufacharbeitern geführt. Die noch zu lösende Aufgabe verlangt aber eine Arbeiterschaft, die so gut ausgebildet ist daß gute Qualitätsarbeit geleistet wird. Nur mit guten Leistungen kann Deutschland sich durchsetzen. Andererseits bestätigen die bisher gemachten Erfahrungen, daß die gut ausgebildeten und einsatzfähigen Facharbeiter schon längst wieder in Arbeit stehen, während der schlecht ausgebildete bzw. nicht ausgebildete Arbeiter auch heute noch schwer anzusetzen ist. Hier rächt sich also an manchem Volksgenossen, der heute noch arbeitslos sein muß, die frühere Vernachlässigung der FacharbeiterausbilEin besonderer Gefahrenpunkt im Vochumer Straßenverkehr ist die Kreuzung an der Herner Straße und Löbkerring. Hier kreuzt die Verbandsstraße, die von Dortmund über Bochum nach Essen und umgekehrt führt. Um gewissermaßen die Bedeutung des der Aufklärung dienenden Polizeitages zu unterstreichen, wollte es der Zufall, daß gestern nachmittag gegen 4 Uhr sich hier wieder einmal ein Verkehrsunglück ereignete, bei dem zwar Menschenleben nicht gefährdet wurden, bei dem es aber ordentlichen Materialschaden gab und bei dem einent wieder illustriert wurde, wie fünf Monate Gefängnis, bezüglich der übrigen Angeklagten wegen nicht hinreichender Beweise Freisprechung. Das Gericht verurteilte im Sinne der Anklage den Angeklagten Nowac zu neun Monaten Gefängnis. Steinkamp zu acht Monaten und Kirsch zu sechs Monaten Gefängnis, alle übrigen Angeklagten wurden wegen mangelnder Beweise freigesprochen. Den Verurteilten wurde die Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet und zwar bei N. sechs Monate 20 Tage, St. sechs Monate 27 Tage und K. sechs Monate. In der Urteilsbegründung wurde auf die Staatsgefährlichkeit des Treibens der Auslandszentrale der internationalen Bibelforschervereinigung hingewiesen. Das staatsgefährliche Treiben von Anhängern der internationalen Bibelforschervereinigung, die bewußt gegen das Verbot handelten, sei streng zu ahnden. Dem staatlichen Gebot habe man Gehorsam entgegenzubringen. Der Staat führe keinen Kampf gegen die religiöse Einstellung des Einzelnen, sondern setze sich zur Wehr gegen staatsgefährliche Umtriebe, die sich unter dem Deckmantel des Religiösen zeigten. Der Angeklagte Sander stehe anscheinend nicht unbedingt auf dem Boden der Bibelforschervereinigung. Er sei mit Büttner und Laux gelegentlich zusammengekommen. Das Gericht habe bei ihm Bedenken gehabt, ob er sich bewußt gewesen, daß er sich staatsgefährlich betätigt, diese Bedenken habe es auch bei Büttner gehabt. Laux sei bereits zweimal einschlägig verurteilt, jedoch sei nicht zur Genüge festgestellt, ob er sich bei seinen Zusammentreffen mit S. und B. gegen das Verbot betätigt habe. dung seitens mancher Betriebe, und aus dieser Erfahrung zieht die erste Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes die Nutzanwendung. Eine weitere Erfahrung der Arbeitsschlacht ist die, daß manche Betriebe, die bisher nicht daran dachten, die Kosten und das Risiko der Lehrlingsausbildung auf sich zu nehmen, nunmehr die von anderen Betrieben ausgebildeten Facharbeiter an sich zogen. Diese Betriebe., die bisher die Lehrlingsfrage lediglich nach dem Gesichtspunkte des privaten Nutzens betrachteten und die Lehrlingsausbildung vernachlässigten, müssen nunmehr daran denken, daß mit der Facharbeiterausbildung eine wichtige Lebensfrage des deutschen Volkes gelöst werden muß. Auch hier geht Gemeinnutz vor Eigennutz! Bisher war es, wie bereits erwähnt, so, daß mancher gute und tüchtige Junge ohne Berufsausbildung blieb. Die Schulentlassung von 3200 Jungen steht wieder bevor. Bisher konnten von diesen Jungen durchschnittlich nur knapp 2000 Jungen in Lehr= und Anlernstellen untergebracht werden. Der Rest der Jugendlichen mußte 2—3 Jahre warten oder in vorübergehender Arbeit auf dem Lande beschäftigt werden. Erst in einem Alter, in dem andere ihre Ausbildung nahezu beendet hatten, fanden sie eine Arbeitsstelle und zwar vorwiegend als ungelernter Arbeiter, d. h. sie wurden ohne jede Ausbildung einem unsicheren und ungewissen Berufeschicksal überlassen. Wie groß die Berufsnot unserer Jugendlichen SK.=Foto: Herker vorsichtig man sich auf der Straße verhalten muß. Aus der Richtung Dortmund kam ein Diesel=Lastzug der Miele=Werke. Dieser prallte unmittelbar an obiger Kreuzung mit einem Lieferwagen einer Bochumer Kohlenfirma zusammen, und zwar so stark, daß er den Kühler vollständig eindrückte und außerdem noch den Wagen einige Metet weit mitschleifte. Der Fahrer des Kohlenwagens wurde durch Glassplitter an den Augen verletzt und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Kohlenwagen mußte abgeschleppt werden. Auch der Lastzug kam nicht ohne Schaden davon. ist, ergibt sich u. a. daraus, daß„# Ostern 1936 1501 Jungen als Berufswahl den Metallarbeiterberuf angegeben hatten. Aber nur 368 davon konnten diesem Beruf bzw. einer entsprechenden Lehre zugeführt werden. Der diesen Tatsachen gegenüberst hende heut ge Mangel an gelernten Facharbeitern gibt dem Arbeitsamt Bochum Anlaß, noch einmal an alle Betriebe der Eisen= und Metallwirtschaft und des Baugewerbes die Mahnung zu richten, der ihnen durch die 1. Anordnung zur Sicherstellung des Facharbeiternachweises auferlegten Pflicht, bis zum 15. Januar 1937 die Zusammensetzung der Gefolgschaft und die Zahl der zu Östern 1937 vorgesehenen Lehrstellen zu melden, nunmehr unverzüglich zu entsprechen soweit noch nicht geschehen. Leider sind die vorgeschriebenen Meldungen bisher nur von verhältnismäßig wenigen Betrieben dem Arbeitsamt zugegangen und die Folge ist, daß die Vorarbeiten für einen planvollen Einsatz des Berufsnachwuchses gefährdet werden. Pflichtgemäß wird darauf hingewiesen, daß die genannte 1. Anordnung alle privaten und öffentlichen Betriebe der Metallwirtschaft und des Baugewerbes, die 10 und mehr Personen beschäftigen, verpflichtet, eine der Zahl der Facharbeiter entsprechende Zahl von Lehrlingen auszubilden, und daß dann, wenn ein Betrieb seiner Verpflichtung zur Ausbildung von Facharbeitern nicht oder nicht in genügendem Umfange nachkommt, die Zahl der auszubildenden Lehrlinge von der damit beauftragten Dienststelle der Reichsanstalt festgesetzt wird. Andererseits sind Betriebe, deren Verhältnisse eine angemessene Einstellung von Lehrlingen nicht zulassen, verpflichtet, einen entsprechenden Betrag zur Förderung der Lehrlingsausbildung an die Reichsanstalt zu zahlen. Die bisherige gute und ersprießliche Zusammenarbeit mit den in Frage kommenden Betrieben gibt Anlaß der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß die noch säumigen Betriebe die vorgeschriebenen Meldungen unverzüglich nachholen und damit dem Arbeitsamt die sonst notwendigen Zwangsmaßnahmen ersparen. Die vorgeschriebenen Meldevordrucke können im Zimmer 17 des Arbeitsamtes Bochum abgeholt werden. X Spenden der städtischen Beamten, Lehrer, Angestellten und Arbeiter für das Winterhilfswerk 1936=37. Die Spenden der Beamten, Lehrer, Angestellten und Arbeiter der Stadt Bochum für das Winterhilfswerk 1936=37 betrugen in den Monaten Oktober bis Dezembe: 1936 rund 21 280,— RM. X DAF Ortswaltung Bochum=Weitmar. Sonntag, den 17.. Januar 1937, vormittags 11 Uhr, findet bei Rotermund, Blankensteiner Straße 19, eine Amtswaltersitzung statt. Erscheinen sämtlicher Amtswalter ist Pflichtl Aus den kath. Pfarreien In der Klosterkirche der Redemptoristen wird Sonntag die Exerzitienwoche feierlich beschlossen. Die Schlußfeiern finden um 5 und um 7 Uhr(nur für Männer) statt.— In der Franziskanerkirche Christ=König wird Sonntag nachmittag zum letzten Male das Weihnachtsweihespiel aufgeführt. Spielbeginn 17 Uhr.— Der Liborifilm, der noch einmal in schönen Bildern die Tage des 1100jährigen Jubiläums in der Bischofsstadt Paderborn lebendig werden läßt, kommt in der Zeit vom 19. bis 25. Januar auch nach Bochum und wird in verschiedenen Pfarreien aufgeführt.— Die Antoniuspfarrei begeht Sonntag das Fest ihres Kirchenpatrons, des hl. Antonius des Großen. Die Eucharistische Ehrengarde hält am 24. Januar um 10.13 Uhr im Jugendsaale der Bürgergesellschaft ihre Generalversammlung ab, an der alle Pfarrgruppen von Groß=Bochum teilnehmen.— Für die Pfarrangehörigen von St. Meinolphus wird Sonntag um 8 Uhr im Vereinshaus ein Krippenspiel aufgeführt. Der Einkehrtag für die Jungmänner der Herz=JesuGemeinden in Hamme und Hoidel findet am 24. Januar statt.— Bei Stuhlmann an der Hiltroperstraße hat die Franziskusgemeinde in Riemke Sonntag ihren Pfarrabend Er beginnt um 5 Uhr.— Der Einkehrtag der Frauen der Liebfrauenpfarre in Altenbochum beginnt am 20. um 2 Uhr mit einer kurzen Andacht in der Kirche. Aus der eval. Gemeinde In verschiedenen Pfarrbezirken sind die Termine für die Prüfung und Konfirmation bereits festgelegt worden. So finden im 1. Pfarrbezirk Prüfungen am 21. Februar und 21. März, die Konfirmation am 28. Februar bezw. 28 März statt. Der 3. Bezirk veranstaltet am morgigen Sonntag nachmittag eine Vorprüsung der Konfirmanden in der Friedenskirche, der 7. Bezirk im Gemeindeheim an der Dibergstraße.. Auch der 8. Pfarrbezirk hält die Prüfungen am 21. Februar und 21. März, die Konfirmation am 28. Februar und 28. März ab. während die Termine vom 9. Pfarrbezirk auf den 28. Februar bezw. 7. März gelegt worden sind.— Der 4. Pfarrbezirk veranstaltet um morgigen Sonntag im Bodelschwinghhaus einen Gemeindeabend, der unter dem Kennwort„Aus unserem deutschen Liederschatz“ steht. Die Darbietungen werden von Solokräften und vom Paulus=Kirchenchor bestritten. Opernvorstellung„Tiefland“ am Sonntag. Für das Gastspiel der Kölner Oper am Sonntag, dem 17. Januar, sind gute Vorzugskarten aus allen Platzgruppen in der üblichen Weise zu haben. Am Montag 2. Pflichtvorstellung des Kulturringes 3. Wir weisen nochmals darauf hin, daß am kommenden Montag die 2. Pflichtvorstellung mit „Amphitrnon“ von H. v Kieist stattfindet. Die Karten müssen bis Montag 18 Uhr abgeholt werden. Diese Veranstaltung gilt gleichzeitig as Wahlveranstaltung für die Kulturringe 1 und 2. Zur Sicherstellung des Facharbeiternachwuchses Lebte Mahnung an alle Betriebe und Nebenbetriebe der Eisen- und Metallwirkschaft und des Baugewerbes Lastzug gegen Lastwagen Samstag, den 16. Januar 1987 2. Bellage der Volks-Zeitung TAG DER deutschen Volizei Die Polizei einst und jetzt Von Oberlandesgerichtspräsident Zu den wesentlichen Funktionen des Staates Der Verkehrsschupo Da stelit ein Schutzmann Der Tag der Polizei lenkt die Aufmerksamkeit des ganzen Volkes auf die Polizei. Dabei denkt das Volk mehr an den Schutzmann, der ihm draußen an allen Ecken und Kanten begegnet, weniger an den Dienst, der sich hinter verschlossenen Türen abspielt und nicht weniger wichtig ist für die Sicherheit der Bürger. Vor allem denkt man, wenn man von der Polizei spricht, an den Verkehrsschutzmann, der der ruhende Punkt im Kreise von tausend Rädern ist, im Hasten von tausend Beinen und im Fieber der suchenden Augen. Keinen leichten Stand hat er im Wirbel des Verkehrs, und auch die„freien Minuten", in den kein Auto naht, sind Augenblicke des Wachseins und der Bereitschaft. „Dreh dich um!“, denkt der Fahrer, der im Rücken des Schupos heranbraust. Aber es ist nicht nötig. Der hat die Straße schon lange im Kopf, vier Punkte sind darauf: ein Rennwagen, ein Lastauto, zwei Radfahrer. Der Schupo blickt in eine andere Straße der Kreuzung, diese vier Punkte in seinem Kopf sind Zahlen, wie der Kaufmann sie festhält. Zahlen, die aufeinander wirken und die er abwägt. Erst dreht er sich um und gibt das Zeichen: Halt!— Weiter! Wenn der Trubel am größten ist, muß seine Ruhe am stärksten sein. Und der Mann, der sich mit Hast und Eile abfindet, liest aus der Flucht der Stunden und Räder ruhige Augenblicke. Sehen und beschauen könnte er viel auf seinem Standpunkt. Die Gesichter der Rädermenschen sieht er während der Zeit ihres Vorbeihuschens, er blickt sie durch Sonnenstrahlen oder Regen, durch Rebel, Schnee, Sturm, er sieht, wie sie sich freuen und ärgern. Der Schupo, der auch alle Unbehaglichkeiten des Wetters und der Jahreszeit genießt und auch seine Steine auf dem Herzen haben mag, freut sich, wenn ihn ein wohlgesinnter Blick durch die Führerscheibe trifft, und seine Miene bewegt sich nicht, wenn der im Wagen Mundbewegungen macht, die nichts Gutes ahnen lassen. Was an ihm vorüberflieht, ist das Leben in seiner vielfältigen Gestalt. Diese huschenden Gesichter von alt und jung, von Treibern und Getriebenen, von Gehetzten und Gejagten, diese Fäste am Lenkragen tragen in sich Besonnenheit und Erfahrung, Wille und Einordnung, Leichtsinn und Brutalität. Man muß kühl bleiben, wenn man in dieser Mitte fest stehen bleiben will. Durch Verständnis, Geduld und im Zusammenhang damit durch Gemüt und Humor läßt sich vielem entgegentreten. Und erfreulicherweise kann man sagen, daß unsere Schupos diese Tugenden besitzen. Oft heißt es aber auch einen gefährlichen Durchbrenner, der den Wink des Postens nicht beachtet oder beim Verlangen des Ausweises plötzlich auskneift, zu verfolgen. Da ist die Beobachtung erfreulich, daß viele Wagenführer gern ihr Gefährt zur Verfügung stellen, weil die Sicherheit der Straße in ihrem eigenen Interesse steht. Auch die Straßendisziplin und die Verkehrsgewandtheit haben erfreulicherweise zugenommen. Ein gutes Zeichen ist die Verkehrsausbildung unserer Jugend. Jedem Verhehrsposten lacht das Herz im Leibe, wenn eine Schulklasse in Begleitung des Lehrers mit theoretischer Genauigkeit die Straße überquert und die Winke des Postens beachtet. Allmählich weiß man, daß der Verkehrsposten nur das Beste will, daß er nicht nur den Verkehr regelt, sondern uns auch vor Gefahren schützt, daß er ein wahrer Freund und Helfer sein will Und wie mit ihm steht es auch mit den anderen Vertretern der Polizei, die zwar dem öffentlichen Auge mehr oder ganz entzogen sind, aber im Innern den Dienst versehen mit dem Bemühen, zu helfen und zu beraten. Wir wünschen dem Tag der deutschen Polizei, daß er in dieser Hinsicht aufklärend wirken möge, damit ein immer größeres Vertrauensverhältnis sich anbahne zwischen Polizei und Publikum. gehört die Polizei. Die Stellung der Polizei zu der Bevölkerung ist aber verschieden je nach der herrschenden Staatsauffassung. Der absolute Staat wurde gekennzeichnet durch den Gegensatz des souveränen Herrschers. in dessen Per on alle Staatsgewalt sich vereinigte zu dem beherrichten Volke als seinen Untertanen. Im absoluten Staate war die Polizei ein Ausfluß der ausschließlichen Staatsgewalt des Herrschers. Die Beamten der Polizei waren, wenn auch Staatsbeamte, doch Diener des absoluten Herrschers. Hieraus ergab sich nur allzu leicht ein gespanntes, zuweilen ein feindliches Verhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung. Die Polizei wurde als lästige Staatsaufsicht empfunden, sie war nicht beliebt, oft genug geürchtet. Die es Verhältnis hatte sich im konstituionellen Staate, in dem das Volk berufen war durch das Parlament neben dem zusammen stehen. Schneider, Hamm i. Westf. Diesen Wandel der Anschauungen von Verhältnis der Staatsgewalt zum Volk, der Staatsbeamten zur Bevölkerung gilt es in der Praxis, im Alltag des Lebens zur Geltung zu bringen. Solange das Volk ihn nicht lebendig empfindet, bleibt er tote Theorie. In den Kreisen der Beamtenschaft wird unabläisig daran gearbeitet, daß die neue Auffassung bei allen Beamten durchdringt, und ihnen in Fleisch und Blut übergeht. Um der neuen Auffassung zum Siege zu verhelten, ist aber auch die Mitwirkung des anderen Teils, der Bevölkerung selbst, notwendig Die Erfahrung zeigt, daß an althergebrachten Anschauungen die Menschen zäh festhalten. Es bedari zielbewußter, tatkräftiger Arbeit, eine neue Anschauung zum Durchbruch zu bringen. Aus diesem Geist ist der Gedanke des Tages der Polizei geboren. Er soll zum Wohle unseres VolDas friedliche Zusammenleben eines Volkes innerhalb eines durch politische Grenzen beschränkten Raumes wird ertläglicher und wirkt sich zum Segen der ganzen Nation aus, wenn jeder Volksgenosse sich von dem Grundsatz:„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ leiten läßt und sein Tun und Handeln darauf einstellt. Wer nicht sein eigens„Ich“ in den Vordergrund stellt und auch für seine Mitmenschen Verständnis hat, wird sehr bald die gesetzgeberischen Maßnahmen, die die Regierung hinsichtlich der Preisüberwachung trift, verstehen lernen. Die Not des deutschen Volkes, die uns der Krieg und die Systemzeit als Erbe hinterlassen haben, ist unsere Rot und muß gemeinsam getragen und bekämpft werden. Zur Bekämpfung dieser Rot und um den Aufstieg unseres Volkes zu sichern, ist es besondere Pflicht und Aufgabe unserer Hausfrauen, darüber zu wachen, daß kein wucherndes Unkraut, sein eigenes„Ich“ im Auge habend, emporgezüchtet wird. Deshalb ist sie als Verwalterin eines großen Teiles des Volksvermögen dazu berufen, sorgfältig darüber zu wachen, das asoziale Elemente aus der Volksgemeinschaft ausgemerzt werden. Hierzu gehört keine besondere Gesetzes, und Paragraphenkenntnis. Es ist ihr im Gegenheit durch die gesetzgeberischen Maßnahmen der Regierung, die diese hinsichtlich der Preisüberwachung getroffen hat, so leicht gemacht und sie braucht nur beim Tätigen Da kommt er— Stolz mit erhobenem Kopf. Das Lederzeug blinkt, es blitzt jeder Knopf. Gar mancher noch nicht ans Aufstehen denkt, da hat er schon seine Schritte gelenkt zur Straßenkreuzung, zu seinem Stand, um hiec zu lenken mit sicherer Hand des Tagwerks rastloses Hasten und Jagen, um Antwort zu geben auf Bitten und Fragen. Da steht er— Aufrecht, ob auch die Winde fegen, in Kälte und Hitze, Schnee, Sturm und Regen. Stundenlang dreht er sich, stoppt, warnt und winkt, mit dem Tod um der Mitmenschen Leben er ringt. Ob arm oder reich, er lenkt ihre Schritte gefahrlos über der Straßen Mitte. Ob groß oder klein, stets ist er bereit, jedem zu geben ein sich'res Geleit. Dort geht er— Zufrieden, wenn auch durchregnet, durchschwitzt, von jagenden Autos, bestaubt und bespritzt. Platzkonzerte Am Tage der Deutschen Polizei finden durch die Kanelle der Feuerlöschpolizei folgende Platkonzerte statt: Sonntag, den 17. Jannar 1937: 11 bis 11.45 Uhr Gerthe. vor dem Amtshaus, 12 bis 12.45 Uhr Werne. Marktplatz. 14.30 bis 15.30 Uhr Castrop, Alter Markt, Kriminalkurzfilm Aus Anlaß des Tages der Deutschen Polizei findet am 17. Januar 1937 von 11 bis 12.15 Uhr, im Ufa=Lichtspieltheater, Bochum, Bongardstraße, eine Vorführung von folgenden Kriminalkurzfilmen statt: 1. Besserer Herr sucht Anschluß(Heiratsschwindel), 2. Trau— schau— wem(Stellenvermittlungsbetrug). 3. Stradivaris Schülergeige(ein Betrügerspezialtrick). Zur Einführung wird ein Vortrag von KriminalKommissar Kleyer gehalten. Es wird ein verbilligter Einheitspreis von 0.50 RM erhoben. Der betrügerische Grußbesteller Ein Trick, der besonders während des Krieges sehr verbreitet war, bestand darin, daß der betreffende Betrüger behauptete, er sei ein Kamerad des Familienangehörigen und solle Grüße bestellen. War unter diesem Vorwand die Bekanntschaft gemacht, dann wurden stets Lebensmittel, Kleider. Geld usw. erbeten, die dem Schwindler auch ohne Bedenken ausgehändigt wurden. Auch heute noch wird dieser Trick in zeitgemäßer Form versucht. Nimm daher die Grüße, welche Dir unbekannte Personen von Angehörigen und Bekannten usw, bestellen, freundlich entgegen, das schadet nichts und kostet nichts, aber auf mehr lasse Dich zunächst nicht ein. Wenn Angehörige, Bekannte usw. etwas von Dir wollen oder Dir jemand empfehlen wollen. dann gibt es auch andere Wege. Hast Du im Einzelfalle Interesse, ist immer noch genügend Zeit, inzwischen hast Du Zeit Dich zu erkundigen. ihrer Einkäufe darauf zu achten, ob an den Lebensmitteln, die sie kauft, auch Preisschilder angebracht sind. Wer die folgenden Waren: Weizenmehl, Roagenmehl, Grieß, Graupen, Haferflocken, Rudeln, Grütze, Makkaroni, Reis, Erbsen geschält oder ungeschält, Bohnen, Linsen, Zucker, Eßkartoffeln, Salzheringe, Butter, Margarine, Kokosfett, Kunstspeisefett, Käie, Kakao, Bohnenkaffee, Malzkaffee, Kornkaffee, Obit, Gemüse, Schweineschmalz, Fleisch= und Wurstwaren, Oel, Eier pp. in Läden, Schaufenstern, Schaukästen, auf dem Wochenmarkt, in der Markthalle oder im Straßenhandel sichtbar ausstellt oder anpreist, ist verpflichtet, die Waren mit Preisschildern zu versehen. Ist dieses nicht der Fall, muß jede Einkäufe tätigende Hausfrau den begründeten Verdacht haben, daß sie übervorteilt werden kann und deshalb besonders hierauf achten. Stellt sie eine Preisüberforderung fest, so soll sie nicht den Weg zur Polizei scheuen, dieser den Fall vortragen, damit eine Untersuchung erfolgt und der Schuldige zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die so handelnde Hausfrau ist dieses nicht nur sich, sondern der Allgemeinheit schuldig Es muß das Ziel erreicht werden daß jeder Volksgenosse mit seiner Polizei an dem Werk arbeitet, Schädlinge auszurotten, zum Besten der Gesamtheit, zum Wohle des Vaterlandes Propagandamarsch und Kinderreiten Im Rahmen des Tages der Deutschen Polizei findet weiterhin am Sonnabend, dem 16. Januar, und Sonntag, dem 17. Januar 1937, jeweils um 10 und 15 Uhr durch die Straßen der Innenstadt Bochum ein Propagandamarsch des berittenen Kommandos statt, bestehend aus: einem Jagdwagen, besetzt mit Fanfarenbläsern der Hitlerjugend, Reitern, und einem Ziegenbock, der gesattelt ist und mit Sammelbüchsen ausgestattet ist. Nach Auflösung des Zuges am Kortländer sammeln die berittenen Streifen für das WSW. Außerdem stehen am Sonnabend ab 16 Uhr auf dem Kaiser=Friedrich=Platz und„In der Krimm“ und am Sonntag ab 12 Uhr und ab 16 Uhr auf dem Kaiser=Friedrich=Platz und auf dem Moltkeplatz je zwei Pferde für ein Kinderreiten bereit. Nskk krilt an Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Am Tage der Deutschen Polizei wird das NSKK den vom Korpsführer Hühnlein im Einvernehmen mit dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei angeordneten Verkehrserziehungsdienst zum ersten mal in den Städten des Prä sidialbezirks praktisch durchführen. Von der Verkehrspolizei wird am Tage der Deutschen Polizei in den Ausstellungsräumen des Herrscher an der Staatsgewalt tellzunehmen, nicht grundlegend geändert. Vor der Machtübernahme der NSDAP. mußten wir nur zu häufig Mißtrauen gegen die Polizei wahrnehmen, selbst Angriffe gegen die als Hüter der Ordnung auftretenden Polizeibe amten waren keine Seltenheit. Die Verschärfung der Bewaifnung der Polizei, die sich als notwendig erwies, sprach eine deutliche ernste Sprache Adolf Hitler hat den Volksstaat geschaffen. Ueber dem Staat steht das Volk, das Deutsche Reich ist um des Deutschen Volkes willen da, die Staatsgewalt liegt beim Volke, sie wiso vom Führer als dem vom Deutschen Volke erkorenen Führer ausgeübt. Dieser grundstürzende Wandel der Staatsauffassung schließt eine grundsätzliche Aenderung der Verhältnisse der Staatsbeamten zur Bevölkerung in sich; auch die Polizei wird davon erfaßt. Der Staatsbeamte, auch der Polizeiheamte ist nicht mehr Diener des Staates, geschweige denn Diener des Herrschers, er ist Diener des Volkes geworden. Der Beamte steht nicht mehr im Gegen'an zu dem Volk. Wie er selbst zum Volke gehört, selbst ein Teil des Volkes ist. muß er auch in Ausübung der Amtsgewalt mitten im Volke und mit seinen Volksgenossen kes die Polizei dem Volke näher bringen, er soll mit veralteten Vorstellungen von der Polzei aufräumen und die Bahn freimachen für das Verhältnis zwischen Polizei und Volk, das der nationalsozialistischen Staatsidee entspricht. Die Volksgenossen sollen sich daran gewöhnen, in der Polizei ihren Freund und Schützer zu sehen, sie sollen in dem Polizeibeamten den Volksgenossen erkennen. der durch sein Amt berufen ist, zum Wohle des gesamten Volkes und damit eines jeden einzelnen Vorksgenossen tätig zu werden. Der Kampf gegen die alozialen Elemente, der Schutz der Staatsordnung ist nicht nur Sache der Polizei, er ist eine Ang legenheit des ganzen Volkes. Darum sollen alle Gutgesinnten— und das ist die überwältigende Mehrheit des Deutschen Volkes— sich zu einer Einbeitsfront zuammenschließen, um die Polizei in dieem Kampf zu unterstützen. Nicht gegen die Polizei, sondern mit ihr: das ist die Losung im nationalsozialistischen Staat. Die Justiz bedari zur Erfüllung ihrer Staatshoheitsaufgaven in großem Umfange der Hilfe der Polizei. Sie hat daher ein großes Interesse an dem Erfolge der Tätigkeit der Polizei und begrüßt den Tog der Polizei mit dem Wunsche, daß das erstrebte Ziel möglichst vollkommen erreicht werden möge. Friedrich=Lueg=Hauses eine Ausstellung über die Verkehrsunfallstatistik des Polizei=Präsidia bezirks mit Tabellen und Lichtbildern über Verkehrsunfälle, sowie die vorschrifts= und zweckmäßige Ausstattung eines Kraftfahrzeugs veranstaltet. Wie schützt sich die Hausfrau beim Einkauf von Lebensmitteln vor Preisüberforderung (Von Polizei=Hauptwachtmeister Krafft, Gevelsberg.) Kammermusikalend des Häuslerquartetts. Das Häuslerquartett brachte in dem gutbesuchten Kammermusikabend eines der wertvollsten Quartette Mozarte, das in d=moll, zur Auffühtung. Dieses auf einen tragischen Grundton gestimmte, satztechnisch meisterhafte Werk steht besonders im ersten und dritten Satz in der Nachbarschaft der g=moll=Sinfonie. Hier zeigt sich der vor damonischen Gewalten erschauernde Genius, welcher in dem polyphonen Geflecht der Durchführung und der Ueberleitung in die Reprise die Geister der Schwermut vergeblich zu verbannen sucht. Selbst im Menuett bricht eine ernste Stimmung durch, welche durch das freundliche Trio mit dem ländlichen Charakter in ihrem Farbencharakter noch gesteigert wird. Eigenartig ist auch der Schlußsatz mit den Veränderungen eines Sicilianothemas in moll, in welchem ein tonmalerisches Hahnenschreimotiv zum Schluß wie eine unheimliche Spukgestalt durch alle Stimmen wandert.— Die Wiedergabe dieses genialen Quartetts durch Erwin Häusler, Oswald Würsche. Fritz Geistfeld und Mtl Fränkle erschöpfte die ernste, grübletische Stimutng, sie trua im ersten Satz einer durchsichtigen Ausführung der verschlungenen thematischen Verarbeitung Rechnung, hob im Andante die ernsten Accente hervor, stellte die beiden Klangbilder des Menuetts in scharfen Gegensatz und arbeitete die motivischen Feinheiten im Schlußsatz heraus. Als Neuheit brachte die Städtische Blaservereiniaung mit Arno Schütze das Sertett von Mar#rauer zur Erstaufführung. Brauer (1855—1918) war Schüler von Lachner, Hiller und Jensen, er ist mit Kammermusik und Orchesterwerken und zwei Opern„der Lotse“ und„Morgiane“ hervorgetreten. Man merkt in dem melodisch ansprechenden und gut klingenden Sertett die Abhängigkeit von den romantischen Vorbildern. So zeigt sich in dem von einer friedlichen idyllischen Stimmung erfüllten, durch anregende Kombination der Bläser und des Klaviers gefälligen Allegro ein von Brahms anklingender weich resignierter Ton, der besonders in Horn= und Klarinetenkantilenen erscheint. Interessant gearbeitet ist das Allegretto, ein stimmungsvolles Ständchen mit geistvoll verarbeitetem Thema. Nach einem melodiösen Andante mit lebhafterem Seitensatz und echt romantischer Steigerung macht sich besonders im Finale, bei dessen zweitem Thema man an Schumann denkt, ein fühlbarer Mangel an originellen Einfallen bemerkbar, der Schluß mit dem unerwarteten Dut ist matt. Dieses geschickt instrumentierte Sertett hat nicht den Gehalt des bekannten von Thuille, wie denn überhaupt die Literatur für Bläsermusik durch tüchtige Komponisten heute mehr beackert werden müßte, gerade weil ein Bläserensemble so viel Klangmöglichkeiten gibt.— Die Aufführung des Sertetts durch Otto Schneeberg(Flöte), Johannes Berg (Oboe), Arthur Fischer(Klarinette), Klaus Voß(Horn), Mar Uhlein(Fagott), zu dem sich Arno Schützes dem Charakter der jeweiligen Bläserkombination angepaßtes Spiel am Flügel vereinigte, zeichnete sich durch tonliche Schönheit, sehr feine klangliche Schattierung und rhythmisch tadelloses Musizieren aus. Jeder Bläser helte hier Gelegenheit, seinem kultivierten Ton und seiner Abstufung, namentlich einer empfindungswarmen Kantilene Ausdruck zu geben. Starker Beifall dankte den ausführenden Künstlern. Mit dem ersten Quartett der Quartette op. 59, die dem Auftraggeber Pasumowsky gewidmet sind,— daher auch die Verarbeitung russischer Volksmelodien — hat Beethoven dem Streichquartett erheblich größere Aufgaben als in seiner früheren Kammermusik gestellt. Ungewöhnlich reich sind die Einfälle, stärker tritt der geistige Hintergrund der thematischen Verwebung hervor. Dazu kommt die Ausdehnung der formalen Anlage der Sätze, die von allen Quartettisten eine starke geistige Spannkraft erfordert, um die Form mit mnerem Leben zu erfüllen. Das herrliche Werk mit seinen schwungvollen melodienreichen Allegrosätzen, dem zwischen heiteren und ernsten Episoden schwebenden Allegretto, dem ergreifenden Adagiv mit seinem schmerzlichen, zu herben Accenten sich steigernden Ge sang und dem schäumenden Schlußsatz mit der geistvoll verarbeiteten russischen Melodie und seinem männlichen Bekennertum war sorgfältig einstudiert worden, seine rhythmische Wiedergabe war scharf profiliert Durch Kantilenenwärme traten die erste Geige und das Cello in den Vordergrund. In der Schattierung waren das erste Allegro und das Adagio, dessen elegischer Charakter zu leidenschaftlichen Steigerungen getrieben wurde, t efgründiger als in dem torlich noch zu verfeinernden Allegretto und dem Finale das mt immer eine makellose Intonation infolge einer Saitenverstimmung aufwies. Bei weiterem intensiven Studium unter dem neuen Primgeiger ist eine noch zu erstrebende Durchgeistigung der späteren Quartette Beethovens zu erhoffen. Der Beifall war sehr stark. Dr. Bernhard Zeller. Wenn im Mai die Knospen springen Und die Vöglein süßer singen, Stellt sich meist auch zwischen Zwei'n Heimlich=still die Liebe ein. So ergings im letzten Jahre Nun auch unserm jungen Paare. Das sich Hans und Grete nennt Und seitdem in Liebe brennt. Voll vom Glück, vom liebeszarten, Wollt' man auch nicht lang mehr warten, Drum ward der Verlobungstraum Wahr schon unter'm Weihnachtsbaum O wie brannten mit den Kerzen Liebesselig da die Herzen, Und welch köstlicher Genuß War erst der Verlobungskuß. Als man, eben heimgekommen, Gleich die Zeitung vorgenommen Und die Anzeigen geseh'n, Hieß es:„Dahin woll'n wir gehn! Ja bei Astroh woll'n wir kaufen, Nicht noch erst nach auswärts laufen Dort gibt's Möbel jeder Art, Und man hat noch viel gespart!“ Mobel für jeden Stand Wilhelm Astroh é vorm. Heinrich Heiland Bochum, Kortumstraße 120 „Wollt' in Koffern, Börsen, Taschen. Ihr das Richt'ge auch erhaschen, „Ja“, rief Bruder Maxe dann: „Geht zu Eduard Köllermann, Kortumstraße 74. Haus und Nummer sind sehr wichtig Denn da kauft man sowas ein, Dabei sind die Preise klein.“ Eduard Köllermann jr. Kortumstraße 74 „Auch sollt'“— ließ Papa sich hören „Radio ihr nicht entbehren. Das ist unentbehrlich heut Gerade auch für junge Leut! Wer ein Funkgerät schafft an, Wo's was gibt für jede Welle: Und da sag ich euch die Quelle. Geht zu Radio=Schröder dann!“ Elektro SCHRODER Kortumstraße 25 am Engelbertbrunnen Radio „Dekorationen und Gardinen, Darin wird man gut bedienen“ — Rief zufrieden Vater aus— Euch in Jöhls Gardinenhaus! Selbst erlesenste Ideen Kann man dort bewundernd sehen, Wie ich oft schon festgestellt, Ja, dort findt man, was gefällt!“ Die geschmackvollen Gardinen und Dekorationen Gardinenhaus Jöhl Bochum, am Wilhelmsplatz „An die Wände,“ sprach Johannes, Im Gefühl des künft'gen Mannes, „Mussen hübsche Bilder auch Das erst bringt den feinen Hauch Und die führt in reichstem Maße Michaelsen, Grabenstraße, Kunsthandlung altrenommiert Sie auch uns beliefern wird!“ A. Michae sen Bochum. Grabenstraße 3 „So ein Fesichen von Bedeutung Kommt doch auch wohl in die Zeitung!“ Meinte stolz noch der Papa; Drauf das Brautpaar:„Aber ja! Das wird prompt zum Hochzeitsmorgen Die„Westfälische“ besorgen, Die ja als Familienblatt Hochgeschätzt wird in der Stadt.“ Die Volks-Zeitung (Westfälische Volkszeltung) das Heimat- und Familienblatt aller Kreise Blatt für Familien-Anzeigen „Sieh mal, was ich hier erspähte," Sprach zum Hans beglückt die Grete, „Diese Lampe kaufen wir, Nur bei Lorenz Siepe hier! Denn die sollen nicht nur brennen, Sondern auch erfreuen können, Und ich schwärm nun mal enorm Wie du weißt für edle Form!“ orenz Siepe Fachgeschäft für Beleuchtung und Radlo Dorstener Straße 16 Telefon 64381 Bequeme Ratenzahlung „Da von Kunst wir grade sprechen Hört man Grete unterbrechen— „Denk ich eben dran, daß wir Doch auch brauchen ein Klavier." „Na.“ sprach da die Schwester Liese, Dafür ist doch die Devise: Macht's wie unser Onkel Starks Kauft es bei Piano=Marks.“ Flügel- Pianos Ruf 68575 Pianohaus J. Marks Bochum, Kaiser-Wilhelm-Straße „Die Blumen für den Hochzeitstisch Voll Farbenpracht und reich und frisch Von Blumenhalle Nizza dann Man sie mit Fleiß besorgen kann. So rechte Augenweid und Zier So Kinder liebe ich sie mir!“ Die Grete sprachs mit frohem Blick Und strahlend gibt ihr Hans zurück. Blumenhalle Nizze Inh.: Johannes Cornellus Mitglied der Blumenspenden-Vermittlung Boc Fernsprecher 67682 um Kortumstraße 102 Erscheint jeden Samstag als Bellage zur Volks=Zeitung für den rhelnisch-westfälischen Industriebezirk Ausgaben A, B, C: Westfälische Volks=Zeitung• Volkszeitung für Ennepe und Ruhr• Steeler Zeitung- Wattenscheider Morgenzeitung Sonniag, den 17. Zannar 1937 Ein Mann im Dienst am Volk Täglich begegnen wir ihm auf unserem Weg: dem wackeren Polizeimann! Wir haben uns angewöhnt, in ihm einen Freund und Schützer zu sehen. Wie diese Bezeichnungen auf ihn passen! Wie so mancher von diesen Polizeibeamten ist diesem und jenem zu einem freundlichen„Schutzengel“ in der einen oder anderen Lebenslage geworden. Wir verbinden heute mit der Gestalt des Polizeimannes den Begriff treuester Pflichterfüllung, der Geradheit und der Hilfsbereitschaft. Oder ist dies kein Bild schönster Pflichterfüllung, wenn wir da etwa mitten in dem wogenden Meer des Verkehrs den Verkehrsschutzmann sehen: ruhig, besonnen regelt er das ausgeregte Leben um sich herum, freundlich weist er suchenden, unkundigen Menschen den rechten Weg, mit einem liebenswürdigen Lächeln geleitet er Kinder über den gefahrumwitterten Damm. Dieser Mann der Pflichterfüllung, im Dienst am Volk hat sich unser aller Herz erobert! Wie anders dagegen war das einst! Wer von uns erinnert sich nicht mehr seiner Kinderzeit, als Tanten und ältere Geschwister durch schreckhafte Drohungen mit dem„Schutzmann“ den notwendigen Gehorsam erzwangen? Vielleicht war diese Einschüchterung mit dem„bösen“ Schutzmann noch ein Ueberbleibsel des Polizeistaates Erstreckte sich doch im 18. Jahrhundert die Aufgabe der Polizei nicht allein auf Sicherungszwecke, sondern sie war angehalten, um des Gemeinwohls willen, auch in die Rechte des Einzelnen einzugreifen selbstverständlich war dabei, daß die Frage des Gemeinwohls vom absolutistischen Fürsten entschieden wurde. Wenn wir davon absehen, daß eben in jener Zeit allein der Herrscher bestimmte, in welcher Weise die gesamten Verhältnisse des einzelnen Untertanen wie der Gesamtheit geregelt wurden, so müssen wir doch zugeben, daß gerade im 18 Jahrhundert die Polizei ihrem ursprünglichen Sinn noch nahe stand Dadurch, daß sie dem gesamten Leben des einzelnen Richtung verlieh, war sie„Polizei“. Polizei ist das gleiche Wort wie das griechische„politeia“, das Staat, Staatsverfassung, Regierungskunst bedeutet. Verstehen wir heute durchweg unter Polizei nur die eigentliche Polizeigewalt, so war es einstmals anders. Ganz früh, ursprünglich#urde unter Po lizei die gesamte staatliche Verwaltung gegenüber der kirchlichen verstanden. Und auch erst seit dem 17. Jahrhundert bezeichnen wir mit Polizei die innere Staatsverwaltung, ohne das Heereswesen, und ohne die auswärtigen Angelegenheiten. So hat sich der Begriff Polizei in der Geschichte immer mehr gewandelt bis auf heute, wo wir mit Polizei zunächst eine Staatstätigkeit zur Aufrecht erhaltung der öffentlichen Ruhe, der Sicherheit des einzelnen und der Ordnung innerhalb der Gemeinschaft bezeichnen. Ihr obliegt es, innerhalb des Staates jegliche Gefahren zu verhüten und abzuwehren. Der Umfang dieses Arbeitsgebietes bestimmt die Einteilung der Polizei in die bekannten Gliederungen wie Sicherheits=, geheime Staats, Ordnungs= und Verwaltungspolizei. War noch im 18. Jahrhundert Träger der Polizei die Stadt oder der Grundherr gewesen, so wurde— durch die Steinsche Städteordnung von 208— der Staat zum Träger; die Grundherren mußten die Polizeigewalt erst nach der Reichsgründung an die Länder abgeben. Handelten also nach 1872 die Polizeiorgane im Auftrage und nach Weisung des Staates, so ist heute alleiniger Träger der Polizeigewalt das Reich. Diese kurze geschichtliche Skizze läßt eines deutlich erkennen: daß mit der Entwicklung der Polizei sich auch ihre Stellung innerhalb der Volksgemeinschaft grundlegend geändert hat. Es liegt im Wesen der Polizei, daß sie jenes staatliche Organ ist, das am stärksten mit den Staatsbürgern in Berührung kommt. War der„Schutzmann“ früher das„Auge des Gesetzes“, das über seine genaue Durchführung wachte und beinahe nur dazu da war, Uebertretungen zu bestrafen und Furcht vor diesen Uebertretungen einzuflößen, so ist der Polizeibeamte heute vornehmlich zum Helfer der Gesamtheit wie auch des Einzelnen geworden Die Polizei ist nicht mehr einzig und ausschließlich das staatliche Organ, das allein schon durch seine bloße „Onkel Verkehrsschutzmann“— der gute Freund und Beschützer der Kleinen(Foto: Scherl) Gegenwart den einzelnen zwingt, die Gesetze zu befolgen, sondern heute ist sie zunächst zu cinem Organ geworden, das helfend die Allgemeinheit und den Einzelnen vor Gefahren bewahrt, welche aus allen möglichen Richtungen drohend an ihren Bestand herantreten. Dabei ist selbstverständlich, daß ihr zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung die härtesten notwendigen Maßnahmen innerhalb der geltenden Gesetze gesichert sind. Es ist ein kurzer, aber eindringlicher Prozen gewesen, den die Polizei in den letzten vergangenen Jahren durchlaufen hat, indem sie tatsachlich Wurzel innerhalb aller Voltskreise faßte. Sie wird heute im neuen Staat nicht mehr angesehen als Fremdkörper, als unwillkommener„Nur=AufsichtsBeamter“, nicht mehr als Verkörperer eines unnah baren„Götzen“ Staat. War es der eigentliche Sinn der Polizei schon immer, im Sinne der Parole„Gemeinschaft vor Eigennutz“ zu wirken und tätig zu sein, so war sie dies doch wohl— vor allem in der absolutistischen und vielleicht auch noch in der wilhelminischen Zeit— mehr auf Grund des Berufs, des Befehls, aus dem Amte heraus. Heute, im nationalistischen Staat, der die Parole„Gemeinnutz vor Eigennutz“ zur Richtschnur macht, steht die Volizei im Dienste dieser Parole wesentlich aus eigener freier Entscheidung. Der Popanz„Schutzmann“ wuchs innerhalb der Volksgemeinschaft zum stets hilfreichen Polizeibeamten, zu einem Mann im Dienst am Volk Sitte vielleicht wieder können Aufschließen dein Tür kannst du. lannst schließen deine Tür auch zu. Begraben liegt mancher in seinem Haus, schon eh man ihn trägt zur Tür hinaus. Zwei Wege gibt's hier: Ein und Aus. Geh nach draußen, geh nach drinnen, dir selber wirst du nicht entrinnen. Jeder Mensch ist in sich selbst zu Haus. Mensch, halt inne, eh du hier trittst ein. Alle, so hier gehen ein, müssen gehen wieder aus. Keine bleibt, so lang er will, in seinem Haus. Gute kommen hier und Schlechte, nebst dem Frommen geht der Selbstgerechte. JJede Tür, ob arm, ob reich, ist ein Tor zur Hölle wie zum Himmelreich. Karl Schorn Neuß. Das Schwere zuerst Es wird keinen geben, der besonders beglückt ist. wenn er eine schwere unangenehme Aufgabe vor sich hat. Man kann mit ihr fertig werden, indem man es macht, wie es das bekannte Sprichwort sagt: Den Stier bei den Hörnern packen Man kann aber auch die Regelung so lange wie möglich hinausschieben hoffend daß die Zeit ein wenig arbeiten und klären wird daß sich vielleicht auch einige Hilfstruppen einfinden, die es erleichtern mit den Schwierigkeiten fertig zu werden. Jede dieser Entscheidungen läßt sich rechtfertigen und hier kann diese Weise und dort sene am besten zum Ziele führen Am besten dürfte immer noch der fahren, der eine unangenehme Sache beherzt anfaßt und nach besten Kräften ordnet. Nicht unüberlegt. Das ist ja selbstverständlich Im Gegenteil: Gerade ein kräftiges Zufassen bedarf einer vorherigen genauen Zurechtlegung, einer Erwägung nach allen Seiten Man wird die verschiedensten Möglichkeiten abwägen und erst dann wird man sich an die Aufgabe heranmachen Ist man sich aber einmal klar geworden, was man zu tun hat dann ist meist jedes Zögern von Nachteil Von Nachteil vor allem deshalb weil es unnötigen Kräfteverbrauch mit sich bringt Auf Wunder warte nicht deine Zeit fliegt hin Und läßt dir keine Spur Dahier von ihrem Gleis! Auf Wunder warte nicht! Du hast dess' nicht Gewinn; Du hilfst dir einzig nur Durch Tugend und durch Fleiß. Sprůche zu schreiber über eine Tür Von einer schönen und sinnreichen, seider aber aussterbenden alten Sitte Der Hausspruch und der Türspruch, das ist eine schöne und sinnreiche alte Sitte, die leider auszusterben droht. Im deutschen Süden ist sie noch vielerorts im Schwung, aber leider oft schon der Verkitschung verfallen. In anderen Gegenden hat sich dieser Brauch nie durchzusetzen vermocht, allenfalls finden wir kümmerliche Anklänge daran an den Wirtshausgiebeln. Und doch wohnt diesem alten Brauch ein tiefer Sinn ein. Das Haus wird aus dem nüchternen Zweckverhältnis in ein persönliches Sinnveryalinis zu seinen Bewohnern erhoben Solche Sprüche vermögen in hundertfältigen Abwandlungen und Formulierungen den symbolhaften Sinn des Wohnens und Hausens darzutun und die gleichnishaften Beziehungen des Hauses zum leiblichen und seelischen Dasein seiner Bewohner zu offenbaren. Zugleich aber wird ein solcher Spruch, in den Tragestein oberhalb der Tür eingehauen oder mit dem Griffel in den Verputz nach Art eines Sgraffito eingeschrieben, dem Giebel eine schlichte, aber wahrhaft echte Zierde einzufügen. Durch farbiges Absetzen der Schrift gegen das Schriftfeld läßt sich die Wirkung in mannigfacher Weise abwandeln Freilich sollte die Ausführung in jedem Falle in die Hände eines graphisch erfahrenen Künstlers gelegt werden. Auf solche Art vermöchte mancher kleine Hausbesitzer, der sich die Anbringung einer Bauplastik nicht gestatten darf, seinem Hause einen sinnreichen und künstlerisch wertvollen Schmuck zu geben. Im Folgenden machen wir ein paar Vorschläge wie ein solcher Spruch wohl lauten könnte, und hoffen dabet im Stillen, einer wunderschönen alten zum Leben verhelfen 3 Sonntagsglocken, hoch über der Stadt Unser Bild zeigt die Aufnahme der Glocken und des Glockenspiels der Parochialkirche zu Berlin. lauscht den Klangen, die der eherne Mund der Glocken melodisch über die weite Stadt hinaussingt. Eine Riesenmenge .(Photo: Scherl) Legende zwischen Traum und Von Joseph Martin Bauer Ich weiß noch——— Und die Nacht war so tief wie nach dem kaum noch eine Nacht, die Zeiten hatten keine Ruhe, und die alten Leute redeten von großen Zeichen, die geschehen sollten der zitterigen Welt zum Schrecken und den Weisen zur Mahnung. Da ritten in einer heiligen Nucht die heiligen Könige durch das Dorf. Ihre Gewänder waren die Gewänder von Bauern, und ich habe die Gesichter nicht gesehen, denn die großen Hüte warfen die Schatten der Nacht noch dunkler über die Gesichter, die manchmal bei der Rast ganz stillgestanden, dann vielleicht, wenn die Könige ausschauten nach dem Stern aus dem Margenlande. Der Wind, der siebenmal sieben Stunden geweint hatte, weil er auch die Aengste der Welt trug, war still geworden und die Nacht schwieg. Die Sterne standen starr, und draußen, wo der Wald sich gegen den mächtigen Himmel zeichnete, strich bellend ein Fuchs irgendwo. Sein heiseres Bellen verlor sich. Dann kam der große Zug die Straße herauf mit den vielen Wagen und Pferden und den großen Männern in den bäuerlichen Gewändern. Weil sie Könige waren, trugen sie größere Hüte als die anderen Menschen, und die Pferde hatten goldene Beschläge an den Geschirren. Zwei Knaben— ich weiß noch— traten ängstlich auf den kalten Boden der Schlafkammer Da drunten gehen Pferde und ein großer Wagenzug. Da drunten reden fremde Menschen immerzu, und sie müssen von weit herkommen, denn sie reden anders als wir selbst, die Männer haben schwere Stimmen, und die Frauen sprechen so, als würden die leichten Glocken geläutet. Du mußt mir auch Platz geben am Fenster. Rück ein klein wenig bloß!—— Friert dich auch? Zwei helle Gesichter schoben sich durch die Fensteröffnung, und zwei schmale Körper beugten sich durch die Stangen: wer weiß, was diese sonderbare Nacht bringen wird? Es ist so eigenartig da drunten, die fremden Männer schlagen mit den Fäusten an die Tür, die werden vielleicht etwas Furchtbares verlangen vom Vater. Die Haustüre ging auf, und eine Frage klang schläfrig herauf. Das war der Vater, und der Vater fragte sie, wieviel Brot sie haben müßten für die Reise. Er war doch Bäcker. Und die Mutter stand neben ihm, die Mutter war ihrer Lebtage reichlich einen Kopf kleiner als der Vater; die Mutter fragte ein wenig von unten her, ein wenig aus Angst vor dem sehr Großen und sehr Heiligen. Sie fragte, was sie in den Wasserkrug tun müsse. Die Pferde scharrten, und zwei Knabenkörper schoben sich ganz weit durch die Fensterstangen, setzt sahen die verwundert aufgespannten Augen den Zug in seiner ganzen Größe, endlos war die Schar der Wa gen, und hinter den Planwagen gingen in Paaren Kühe und Ochsen und kleine Spanntiere. Neben den Wagen aber liefen Hunde. und diese Hunde hatten das Wunder an sich wie Pferde, sie hatten grüne Augen, die durch die Nacht leuchteten. Wie weit kommt ihr dann her? Das war der Vater der fragte. Eben wurde es sehr laut im Zuge, Frauen gaben in den Wagen an, und die Tiere scharrten, weil vielleicht das kleine Dorf nicht nach ihrem Willen war. Der eine von den großen Männern stand auf der Straße beim Vater, und er zeigte, als eben das mächtige Lärmen jede Rede zudeckte, über die Wiesen und Gräben und Zäune dahinter, das vielleicht aleich hinter dem Wald beWo stehst du? Wo du siehst? Wohin das Leben Dich gestellt ist einerlei— du siehst? Es glt dein Sireben Nicht, was Rang und Titel sei Wo du siehst? Palast und Katen Sind nur Formen enger Zeit— Du bist wert, was deine Taten Gelten für die Ewigkeit. Wahr' als heiliges der Güter Dir auch wo du weilst und gehst, Daß du als des Erbes Hüter Zwischen Ahn und Enkel stehst K. Hansen gann und dort sein Ende hatte, wo die Männer und Wagen und Pferde zu Hause waren. Nun waren die Knaben ganz still, und kein Ell bogen stieß mehr, um sich Platz zu schaffen, denn die Hand des fremden Mannes, der sich bäuerlich trug und doch ein König war, hatte weit gezeigt, in eine endlose Weite hinaus, von der niemand wußte, nur die Bücher vielleicht und der graue Vater, der manchmal davon redete, wie fremde Könige aus gezogen sind einem hellen Stern nach. Da draußen war das Land, da draußen war der Stern aufge liegen und hatte den Weg genommen. Pferde wie herten, und Menschen richteten sich laut redend in den Wagen zum Schlafen zurecht, der eine König redete mit dem Vater, und der Vater trug in einem großen Brotkorb die ganze Ware hinaus, die noch dagelegen war. Er ging die Wagenreihe entlang und gab überall Brot hinein. Dann trat die Mut ter durch die Tür, die hatte einen Krug mit War ser, denn die Leute hatten viel Durst, weil sie aus einem heißen Land gekommen waren. Essig verlangte eine Frau. Essig sollte die Mut ter in das Wasser geben, das sei besser gegen den Durst. Die Nacht war kalt und die fremden Men schen verlangten zu trinken. Da lehnten zwei Kna ben starr an den Fensterstangen und erschraken weil bald hernach sich der Zug wieder in Bewegung setzte, weil das Große, das Absonderliche dieser Nacht verschwinden wollte. Und der große Mann, der ein König war, obgleich er bäuerliches Gewand und einen weiten Filzhut trug, gab dem Vater ein Stück Geld auf die Hand, ein kleines Licht aus einem Wagen stand eben vor dem Haus, und dleuchtete das Stück Geld wie eine schwere goldenMünze, Könige zahlen nur mit goldenen Stücken Da ging nuncder Zug, und er war viermal durchbrochen, viermal kam nach der trabenden Schar von Jährlingen und Rindern ein ganz großer hoher Wagen, und viermal stand darauf ein gro ner Mann in dem dunklen Gewand mit dem mäch tigen Filzhut. Die Finger der Knaben zählten, und die Köpfe wurden wirr, weil vier heilige Könige gingen in dem riesenhaften Zug, der bei Nacht auf der Reise nach dem Morgenlande her ins Dorf gekommen war. Dann, als eine halbe Stunde verstrichen war seit dem Einrücken der ersten stampfenden Pferde, war die Nacht wieder still. Nur in der Ferne irgendwo stand die Unruhe, und die Unruhe blieb bei den Menschen, die gesehen hatten, was geschehen war in der Nacht. Vier heilige Könige— zwei Knaben starrten gegen die niedere Decke der Kammer— vier heilige Könige waren gekommen in einem rie senhaften Zug. Brot hatten sie verlangt und Trink wasser mit Essig darin, eine große goldene Münze hatten sie dafür gegeben— aber viere waren ihrer gewesen, nicht dreie wie sonst, wie es im Buch doc stand. Am Morgen— ich weiß noch— saß der Vater mit allen am Tisch, er hatte ein stilles Greisengesicht, das um das Tiefste weiß und das Wundersamste kennt. Am Morgen redete der Vater mit ein paar Worten etwas an die Mutter hin, von vier vertriebenen Bauernfamilien redete er, von solchen Menschen, die ihr Land für anderen Dienst hatten hergeben müssen, die nun wieder suchten nach Platz zum Sitzen. So redete er.— Vater! schrie ihm ein Knabe dazwischen Weil in dem Schrei sovtel Angst um das Wunder lag, blieb der Vater still. Vater! Das war soviel Angst um einen glashellen Traum, so daß der graue Mann still blieb, daß er dann nach Tagen erzählte— er wußte den Traum— wie vier Könige gekommen seien in einer Nacht— vier große Könige auf hohen Wagen. Das goldene Geldstück freilich zeigt er nie, und das Suchen um die heilige Münze fand nie ein Ende. Solange aber die Münze nicht gefunden sein wird, wird der Glaube jener Nacht bleiben: da rit ten in einer Nacht die heiligen Könige durch das Dorf, und ihre Gewänder waren die Gewänder von Bauern. . . kasst kalles, was sie erwischen können, mit Ausnahme von Kirchen, Dampfschiffen und sonstigen größeren Sachen. Die Gefahr war groß, denn es war ausgerechnet der zahmste Strauß von Marlspiek. Und jetzt kam er sogar naher. Wahrscheinlich hatten ihm die Dinger so gut geschmeckt, daß er noch mehr suchte. Da bekam ich es doch mit der Angst zu tun. Ich nahm meine Winchesterbüchse, zielte lange und genau direkt auf den dicken Bauch des Tieres und drückte ab. Es gab einen Krach, als ob das Linienschiff„Washington“ eine Breitseite abgefeuert hätte. Und dann begann der Strauß zu fliegen, vielmehr das, was von dem Strauß noch übrig war. Der lange Hals mit dem Kopf und die Beine stiegen so hoch, daß ich ne nie mehr wiedergesehen habe, und die Federn sind sicher bis nach Kapstadt geflogen. Und da, wo den Vogel die Kugel traf, war ein Loch in der Erde, in das man ein Haus hätte stellen können!“ „Na, Perry, nun hör aber auf mit dem Haus! So schlimm wird es wohl nicht gewesen sein.“ „Was!? Noch viel schlimmer, ich war doch selbst dabei! Doch nun gib mal'ne neue Pulle Whisky, dann werde ich dir von einer anderen Sprengung erzählen, daß du staunen wirst.“ „No! Es ist schon gut. Ich staune so schon genug. Geh lieber hinab in die Koje und leg dich schlafen." Piet Hein. In der Schlucht des Schweigens Der schmale, sumpfige Arm der weiten Casanga=Lagune verschwand unter hohem Schilf und schwankendem Papyrus. Noch nie hatte die Sonne seine dunklen Wasser beschienen. Und er streckte sich hin bis zu den niederen Mlundu=Bergen, die ihn am Rande des tropenfeuchten Urwaldes umschlossen. Die dichten Kronen der gewaltigen Baumriesen reichten sich über ihm die Hände. Und rechts und links tropften feuchtmoosige Felsen im Harbdunkel. Am Urwaldrand wurde das Wasser seichter und hörte dann ganz auf. Die dunkle niedere Schlucht aber zog sich weiter bis zu dem tunnelartigen, kaum meterhohen Tierwechsel, der durch das dichte, fast undurchdringliche Unterholz nach Norden führte. Nie hatte ein Lufthauch die finstere Schlucht durchzogen, und tödliche Fieber brüteten Scharen von Tausendfüßern, krochen mit schwarzglänzendem Ringelleib. In geräuschlosem Fluge huschten graue Fledermäuse durch das Halbdunkel. Das schmale dunkle Muhundula=Tal. Geheimnisvolle Schlucht des Schweigens. So ähnlich fangen wohl die richtigen Märchen an: Es war einmal in einem alten modrigen Walde im fernen Land Ophir eine geheimnisvolle, finstere Schlucht. Und darinnen wohnten die Kobolde Totenvögel und Rapunzelmännchen mit ihren bunten Eidechsen und grauen Fledermäusen. Doch sie durften das Tal nicht verlassen, denn davor lag Behemot, der Gewaltige. Sein Kopf Forscherenepaar Johnsen verunglückt Das bekannte amerikanische Forscherehepaar Martin und Frau Osa Johnion sind auf einem Fluge in Amerika verunglückt Während Martin Johnson seinen Verletzungen erlug, dürfte seine schwerverletzte Gattin mit dem L ben davonkommen (Scherl=Bilderdienst=M) 104jährige Berlinerin Daß man auch in der Großstadt ein hohes Alter erreichen kann, beweist die älteste Berlinerin, Frau Helmine Hanssen, die am 15. Januar in der Reichshauptstadt ihren 104, Geburtstag begeht. (Scherl=Bi derdienst=M) war groß wie ein Felsblock. Und wenn das Untier seine gewaltige Stimme erhob und brüllte, dann fielen die welken Blätter von den Zweigen, die Rapunzelmännchen starben, und die Gnomen und Kobolde flohen entsetzt in ihre Erdlöcher. Und um die kahlen Aeste flatterten geisterhaft die schwarzen Totenvögel, die Vögel des Schweigens.— Die schöne Casanga=Lagune war das Reich des Soba, des mächtigsten alten Flußpferdbullen im ganzen Libolla=Land. Und das dunkle Muhundula=Tal war seine uneinnehmbare Festung. Der Soba war ein griesgrämiger und gefährlicher alter Bursche. Große Narben zeugten von fürchterlichen Kämpfen. Am Eingang zum Muhundula=Tal lagen die Knochen und der Riesenschädel eines gewaltigen Flußpferdbullen, der im vergangenen Jahre gewagt hatte, in das Reich des Soba einzudringen. Und noch ein grausiger Zeuge der Macht des Riesen war da. Im schwarzen, erstarrten Schlamm stak ein menschliches Skelett. Zähnebleckender Schädel neben vermodertem Gebein. Und dabei lag ein zerbrochenes, von Rost angefressenes Gewehr, ein alter, französischer Minié=Vorderlader. Das waren die Ueberbleibsel von Songue, dem tollkühnen Jäger aus dem tavferen KwiambelaVolke. Der hatte vor sechsmal Hochwasser— es war schon lange her— dem Soba in seiner verborgenen Festung aufgelauert. Was hatte der Verwegene gewollt? Ihn lockte nicht das Elfenbein. Er wollte shitu!— Shitu javulu!— Fleisch! Viel Fleisch! Der Kampf war kurz gewesen. Ein hohl klingender Schuß aus dem alten Vorderlader, und dann hatte der rasende Bulle mit den gewaltigen Stoßzähnen das kleine, schwarze Menschlein im handtiefen Schlamm festgenagelt. Ein gellender Todesschrei!—— und die gebogenen, armdicken Hauer taten den Rest. Was machte dem Soba der Streifschuß am Ohr. Doch die Menschen— die kleinen schwarzen Zweibeiner—, die er oft in der Ferne sah, wenn er seine Lagune überblickte, die hatte er hassen gelernt. Und auch die Menschen haßten und fürchteten ihn. Ihn, den Soba— den Mächtigsten unter den Großen. Sie alle kannten ihn seit vielen Jahren. Schon die Väter hatten ihre Erfahrungen mit ihm gemacht. Deshalb mieden die Schwarzen bei ihren Fischzügen die Ostecke der Casanga=Lagune. Und wenn die Sonne hinter den Bergen versank, war kein Kanoe mehr auf der Lagune zu sehen. Denn sie alle wußten es: der Soba war ein Freund der Nacht. Wenn die graue Dämmerung sich trübe auf den Wassern niederließ, dann tauchte der Riese unter dem dichten Schilfrand hervor und durchschwamm sein Reich. Nur Augen und Nüstern waren auf dem Wasser zu sehen. Und wenn er sich überzeugt hatte, daß die Luft rein war, dann hob er den klobigen Schädel hoch empor, öffnete das gewaltige Maul mit den dräuenden Zähnen und— hinaus in die Nacht schallte sein vorsintflutliches Gebrüll der Herausforderung: „Uuuh— ha-ha! Uh!—— ha-ha! Uh— ha!" „Der Soba ist hier! Der Gebieter! Und Freund der Nacht! Uuuh— ha=ha! Hört es, ihr andern Bullen! Ist ein Rebell unter euch, so mag er kommen! Hier bin ich! Der Soba!—— Unnha— ha-ha! Uuuh— ha!" Samstag=Sonntag, den 16. u. 17. Jan. 1937 Janp erbt eine Insel (27. Fortsetzung.) Sennor Totoralejos ist furchtbar wütend, daß ihre Leute ihn unter die Erde getrieben haben. Früher wohnten wir oben in einer großen Blockhütte, nun aber haben wir uns in diesem alten Stollen zwanzig Meter tief unter die Erde verkriechen müssen. Ich gehe jetzt. Es hat übrigens keinen Wert, zu versuchen, hier herauszukommen, ich verriegele die Tür von außen“, fügte sie boshaft hinzu und schritt langsam voran. „Eine Frage noch, Astanka! Sagen Sie, wer hat eigentlich Diego erschossen?“ „Diego? Ach so, ich habe davon gehört, daß einer Ihrer Leute bat dran glauben müssen. Ich glaube, es werden noch mehrere dran glauben müssen, Sennorita! Ha, ha! Wer Ihren Diego zusammengeschossen hat, weiß ich nicht, ich kümmere mich nicht darum. So, seien Sie nun hübsch artig!“ Renate hörte, wie das Weib von der anderen Seite einen großen, schweren Holzriegel vorschob. * Sie setzte sich mit gefalteten Händen auf die niedrige Holzpritsche und starrte in trostloser Verzweiflung vor sich hin. Sie war eine Gefangene und sie sah keine Möglichkeit, diesem schrecklichen Orte zu entrinnen. Aber sie war nicht hoffnungslos. Sie wußte, daß Tetje jetzt fieberhaft nach ihr suchen, Himmel und Hölle in Bewegung setzen würde, um sie zu finden. Wer war dieser Totoralejos, der sich so gefreut haben sollte, als er sie gesehen? Nein, sie kannte keinen Menschen dieses Namens und sie war sich nicht im Zweifel darüber, daß das fürchterliche Weib das nur gesagt hatte, um sie zu quälen, ihr noch mehr Furcht einzuflößen. Warum hatte man sich ihrer bemächtigt? Die Frage war nicht schwer zu beantworten— unzweifelhaft als Geisel. Der Himmel mochte wissen, welche Bedingungen Totoralejos daran knüpfte, daß er sie freiließ. Oder hatte ihre Gefangennahme doch einen anderen Grund? Sie brannte darauf, diesen Totoralejos zu sehen, der das Haupt dieser Bande war, die offensichtlich vor nichts zurückschreckte, um ihr Ziel zu erreichen. Mit fieberhafter Ungeduld verfolgte sie jedes Geräusch, aber nur zuweilen drang ein solches zu ihr in ihre unterirdische Gefangenschaft, und das rührte natürlich von Astanka, diesem Weibe, das jedem Menschen Furcht einflößen mußte in ihrer Männlichkeit, mit ihren grünlich schillernden Augen und den zusammengepreßten, dürren, spröden Lippen. Nach ungefähr einer Stunde wurde der Holzriegel zurückgeschoben, und Astanka trat wieder ein. Sie brachte einen roh zusammengezimmerten Stuhl und einen ebensolchen kleinen Tisch. „Wenn Sennor Totoralejos zurückkommt und den gewünschten Komfort in Ihrem Bondoir nicht vorfindet, wird er ungnädig“, erklärte das Weib zynisch. „Ich bringe Ihnen auch noch Zigaretten.“ Wenige Augenblicke später erschien sie mit einer länglichen Schachtel, die Maisstroh=Zigaretten bester Qualität enthielt. „Y como se encuentra, Sennorita?"(Und wie geht es Ihnen, Fräuleinchen?) „Gracias, bastante bien!(Danke, ganz gut!) Nun kommt Sennor Totoralejos wohl bald?“ „Ja, gewiß, Sie freuen sich wohl sehr auf ihn, he?“ „Ich bin jedenfalls recht gespannt auf seine Bekanntschaft. Sie können sich übrigens wieder entfernen, Astanka, denn ich brauche Sie nicht und möchte allein sein!“ Das klang hochmütig, und sie wunderte sich selbst über ihre Worte. Die Frau warf ihr einen wütenden, zorublitzenden Blick zu, schien etwas erwidern zu wollen, preßte aber dann die Lippen fest Romau von Lndwig Osten zusammen, als fürchte sie, Renates Zorn zu erregen. Daraus war zu schließen, daß der Bandenchef nicht sanft mit ihr umging und Astanka ihn fürchtete. Sie setzte sich nun auf den Stuhl und blickte gedankenversunken vor sich nieder. Lange saß sie so und ihr Herz wurde immer schwerer und bedrückter, denn sie wußte nicht, welches Los ihr bevorstand. Durch lautes Gepolter wurde sie jäh aufgeschreckt. Dann hörte sie ganz deutlich tiefe Männerstimmen— heiseres, rauhes Auflachen, Klirren von Stahl und Eisen, und sie wußte, daß in diesem Augenblick die Männer von der Arbeit heimkehrten. Jeden Augenblick konnte sich nun die Tür öffnen und Totoralejos bereintreten. Ihr Herz klopfte zum Zerspringen. Sie brauchte nicht lange zu warten. Das schnarrende Geräusch, das der Riegel verursachte, wurde vernehmbar, und gleich darauf öffnete sich die Tür. Herein trat ein kleiner, untersetzter Mann im mittleren Alter mit dunkelgranen Augen und schwarzem Schnurrbart. Er trug gelbliche Lederhosen und graue Wickelgamaschen und ein nicht ganz sauberes grünes Hemd mit ebensolchem Kragen und langem Schlips. Unterhalb des Knotens funkelte ein fingernagelgroßer Brillant. Das schwarze, volle Haar war sorgfältig gescheitelt und lag glatt an. Er stand breitbeinig da, erst stumm, dann laut und hohnvoll auflachend. Plötzlich verneigte er sich wie ein vollendeter Kavalier und sagte:„Su seguro servidor que besa sus manos, Sennorita!“(Ihr ergebener Diener, der Ihnen die Hand küßt, mein Fräulein!") Renates Augen weiteten sich plötzlich, ihr Mund öffnete sich halb, und dann trat sie rasch zwei Schritte nach vorn, als könne sie in der trüben Beleuchtung so besser sehen. Aber der fahle Schein der Petroleumlampe fiel direkt in das breitlachende Gesicht des Mannes, der noch immer höhnisch und breitbeinig vor ihr stand. Sie glaubte zu träumen. Dann strich sie sich über die feuchtkalte Stirn, als wolle sie einen bösen Traum verscheuchen. Ihre bleichen Lippen zuckten, und wieder starrte sie ihn wie hypnotisiert an. „Eine nette kleine Ueberraschung, was, Miß Buck?“ sagte er nun in bester englischer Sprache. In ihrer Kehle würgte es, noch immer konnte sie keinen Laut hervorbringen; endlich gelang es ihr aber doch. „Sie— Sie „Ja— ich— ich bin Sennor Totoralejos. Aus gewissen Gründen habe ich es vorgezogen, mir dieses klangvolle Pseudonym zuzulegen. Ich bin sehr glücklich, daß Sie bei mir sind, daß ich Sie endlich erwischt habe. Freilich, Ihr Freund, der gute Tetje Jaup, wird sehr traurig sein, daß Sie nicht bei ihm sind, und ich vermute, er wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um Sie zu finden. Aber ich habe Vorkehrungen getroffen, die das unmöglich machen.“ Er schwieg und weidete sich sichtlich an ihrer noch immer nicht überwundenen ungeheuren Ueberraschung und ihrer Qual. „Sie können sich wohl denken, Miß Buck“, fuhr er in großsprecherischem Tone fort,„wie baßerstaunt ich war, als ich unseren lieben, guten Tetje eines Tages auf der Insel inmitten seiner Schar Getreuen bemerkte, und ebenso erstannt war ich, als ich Sie sah. Aber ich war sehr glücklich. Wenn Ihr verdammter Freund, der mir schon einmal einen so dicken Strich durch die Rechnung zu machen gewagt hat, auch der rechtmäßige Besitzer dieser vermaledeiten Insel, die ihre Schätze nicht hergeben will, ist, durch das Testament seines verstorbenen Onkels, so habe ich doch ältere Ansprüche, insofern, als ich schon länger noch den Schätzen suche als er. Und ich werde mich nicht verdrängen lassen, und wenn alle Teufel der Welt sich mit ihm gegen mich verschwören! Ich Gedenkfeiern im Saargebiel Am 2. Jahrestag der Heimkehr der Saar ins Reich wurden im ganzen Saargebiet Gedenkfeiern abgehalten. Im festlich geschmückten Saarbrücken veranstalteten die Parteigliederungen einen Erinnerungsmarsch. Die Traditions=Abteilung trat in weißen Hemden und chwarzen voen. der einzigen„Uniform“ der Deutschen Front an, die in der Zeit der Völkerbundsherrschaft erlaubt war. (Presse=Bild=Zentrale=M) werde ihn und seine Bande ausrotten— bei Gott, das werde ich tun..!“ Mit wutglühenden Augen und keuchendem Atem stand er mit vorgeneigtem Oberkörper vor ihr. Renate aber stand noch immer wie des seligen Lots neugieriges Weib hinter Sodom, und abermals flüsterten ihre Lippen, als könne sie es nicht begreifen:„Sie sind es— Sie?!“ Er lachte brutal auf:„Ja, die Ueberraschung scheint Ihnen mächtig in die Glieder gefahren zu sein, ha, ha, ha!“ Sie konnte nur stumm nicken, brach dann aber bewußtlos zusammen.— Er fing sie auf, legte die Bewußtlose auf das harte Lager und blickte dann minutenlang hohngrinsend und triumphierend auf sie hernieder. Spontan lachte er laut und rauh auf und nickte. Und das merkwürdige, ja geradezu lächerliche war, daß er sich dazu ein Monokel ins rechte Auge klemmte. Plötzlich drehte er sich um und rief befehlerisch:„Astanka!“, worauf die Frau augenblicklich in demütiger Haltung eintrat. „Kümmere dich um das Mädchen! Sie hat meinen Anblick nicht ertragen können und ist besinnungslos vor Schreck geworden. Wahrscheinlich wird sie in kurzer Zeit wieder zu sich kommen. Bereite ihr ein gutes, wohlschmeckendes Abendmahl und hüte dich, das Mädchen zu beleidigen oder gar zu mißhandeln!“ Seine grauen Augen blickten furchteinflößend, und die Mestizin zuckte leise zusammen, nickte aber eifrig. Ohne das Einglas aus dem Auge zu nehmen, schritt er mit lauten Schritten hinaus, aber er mischte sich nicht unter die sieben rauhbeinigen Gesellen, die in zerfetzten, schmutzstarrenden Anzügen steckten, meist mit entblößter Brust und ohne Jackett. Im matten Scheine des emporsteigenden Mondes, unter herrlichstem Sternenhimmel, boten die Männer einen phantastischen Anblick, wie sie, irgend etwas Eßbares in schmutzigen Händen, einherstolzierten und sich unflätig unterhielten und zuweilen rauh auflochten. Der Mann mit dem Monokel hockte in einem kleinen Raume unter der Erde im eifrigem Studium von Plänen und Zeichnungen. Vor ihm stand auf einem Teller das Abendbrot, aber er aß nicht, dafür aber trank er desto mehr aus einer Flasche, die ein Etikett mit der Aufschrift trug:„Chat. d'Arche Vimenay, Sauternes Bordeaux, 1911“. Offenbar liebte er weißen Bordeauxwein, und der Jahrgang ließ darauf schließen, daß er ein Weinkenner war. Zu fast genau derselben Zeit, als er sich den Rest der Flasche in ein kleines, dickwandiges Glühweinglas einschenkte, kam Renate wieder zu sich. Mancherlei Anzeichen waren dafür vorhanden, ernstliche Befürchtungen zu hegen, daß Tetje Jaup tiefsinnig und melancholisch wurde. Er aß fast nichts, fluchte und schimpfte aber dafür desto mehr, weil in den Kisten nichts Trinkbares mehr vorhanden war. Sein Gesicht war eingefallen und hatte eine graue, käsige Farbe angenommen; tief lagen die Augen in den Höhlen in fiebrischflackerndem Glanze. Was er nie für möglich gehalten hatte, war eingetreten: er wartete mit größter Ungeduld auf das Erscheinen der„Zaire“. Täglich schritt er mehrere Male zum Strande hinunter und ließ seine Augen sehnsüchtig durch den scharfen Krimstecher weit auf das Meer hinausgleiten. Aber es war kein Schiff zu sehen. Zuweilen begleitete ihn Dorothy, aber sie sprachen dann nie viel miteinander. Penner erging es nicht viel anders als Jaup. Auch er sah schlecht aus und litt sichtlich schwer unter dem tragischen Ereignis. Die völlige Ungewißheit über das plötzliche Verschwinden Renates war überaus deprimierend. Man zweifelte jedoch nicht daran, daß sie von der Bande, die sich widerrechtlich auf der Insel aufhielt, überfallen und entführt worden war. Tagelang hatte man gesucht, aber man hatte keine Spur finden können, und am zehnten Tage waren die Nachforchungen endlich eingestellt worden. Man fand zwar viele Spuren, die darauf schließen ließen, daß sich noch andere Menschen auf Abingdon aufhielten, aber man fand nicht ihr vorzügliches Versteck. Es war zum Verzweifeln! Jaup und Penner entwarfen immer wieder neue Schlachtpläne, aber die Ausführung scheiterte immer daran, daß nicht genügend Menschen zur Verfügung standen. Es blieb also nichts anderes übrig, als auf Cailoma zu warten, der sicher nicht zögern würde, mindestens zwei Dutzend von den Leuten der Besatzung der„Zaire“ für die nicht ganz ungefährliche Aktion zur Verfügung zu stellen. Inzwischen arbeitete Franz Kettelhut mit seinen Mestizen wacker weiter. Er war überzeugt davon, daß er an der richtigen Stelle schürfte. Sicher wäre er schon viel weiter in das vulkanische Erdreich vorgedrungen, wenn ihm mehr Sprengstoff zur Verfügung gestanden hätte, so aber durfte er das Dynamit nur in besonderen Fällen anwenden, und das Vorwärtsdringen beruhte in der Hauptsache auf Pickel und Schaufel. Es war eine mühselige Arbeit, aber die Schätze lockten. Jaup hatte den Leuten reiche Gewinnbeteiligung in Aussicht gestellt. Zweimal noch hatte man Funde gemacht: eine goldene, reich mit Edelsteinen besetzte Tabatiere mit dem eingravierten Bildnis Ludwig XIV. von Frankreich, das aber nur noch mit großer Erstes Originalbild von der Ankunft Görings in Kem Ministerpräsident Generaloberst Göring, der mit seiner Gemah in auf seiner Urlaubsreise in Rom angekommen ist, wurde auf dem Bahnhof der italienischen Hauptstadt von Mussolini persönlich begrüßt. Die Bevölkerung Roms bereitete dem deutschen Reichsminister einen begeisterten Empfang. Man sieht Hermann Göring und weiter rechts Gräfin Edda Ciano, den Duce. Graf Ciano und Frau Emmy Göring nach der Begrüßung auf dem Bahnhei Termini in Rom.(Scherl=Bilderdienst=M) Mühe mittels Vergrößerungsglases als solches zu erkennen war, und dreiundzwanzig Perlen von beachtlicher Größe und erhabenstem Lüfter. „Es ist nicht anders möglich, als daß die Leute, die vor langer Zeit ihre Beute im Berg vergraben haben, es mit dem Transport ihres Raubes ziemlich eilig hatten, und dabei haben sie die Schmuckstücke, die wir bis jetzt gefunden haben, verloren.“ „Das ist auch meine Meinung“, erwiderte Tetje düster. „Aus dieser Folgerung läßt sich nun weiter schließen, daß die ollen, ehrlichen Seeräuber soviel Beute in Sicherheit zu bringen hatten, daß sie den Verlust der Gegenstände garnicht bemerkt haben." „Es steht also zu erwarten“, lächelte Penner,„daß Sie ungeheure Reichtümer erwerben werden, daß Sie steinreich———“ „Mein lieber Penner“, unterbrach Tetje ihn schmerzlich bewegt, „ich bin bereit, alle Schätze dieser ererbten Insel preiszugeben, wenn Reni damit zurückgekauft werden könnte. Leider scheint das nicht möglich zu sein. Ich hatte eigentlich auf eine Art Ultimatum seitens der Bande gerechnet, etwa derart, daß ich mich verpflichte, Abingdon unverzüglich zu räumen, worauf man Renate freilassen will, und bei Gott, ich hätte diese Bedingung angenommen. Merkwürdigerweise läßt das Haupt dieser verfluchten Bande nichts von sich hören, und das ist das Schlimmste, dieser Kampf im Dunkeln. Ich wollte, ich hätte diese vermaledeite Insel nie geerbt!“ Fortsetzung folgt.) Der winzige Gaffelschoner„Algarve“ schaukelte geruhsam an seiner rostigen Ankerkette auf der Reede von Mossamedes ganz nahe dem Strand. Das konnte er sich leisten, denn er hatte nur knapp 1,50 Meter Tiefgang. Unbarmherzig brannte die afrikanische Sonne und die endlose Fläche des Atlantik wurde von der gewaltigen Dünung in regelmäßigen Intervallen gehoben und gesenkt; wie ein riesiges dunkelblaues Wellblech sah es aus. Von dem niedrigen Achterdeck des Schoners zogen riesige Rauchwolken gen Süden. Die entströmten der stinkenden Maiskolbenpfeife des alten Perry, der neben mir auf der Reeling saß und schwitzte. Wir waren alte Freunde und trafen uns per Zufall immer wieder. Seit einigen Monaten war Perry auf der Walfangstation des norwegischen Kapitäns Pedersen beschäftigt. Als die„Algarve“ heute früh vor Anker ging, war er sofort mit dem Dingi längsseit gekommen. „Good morning, old Henry! Howdyou?“ sagte er,„du hast doch sicher noch eine Flasche Skotch Whisky im Kockpit.“ Ja, die hatte ich. Noch meyr als eine. Und so saß er schon seit Stunden bei mir, erzählte und trank. Gerade sprach er von seinem daddy, seinem Vater, der daran schuld sei, daß Perry eigentlich seinen richtigen Beruf verfehlt habe. „Als ich mit fünfzehn Jahren von der Schule kam,“ fuhr er fort,„da wußte der daddy nicht recht, was er mit mir machen sollte. Ich war groß und stark, aber ein bißchen widerborstig, verstehst du? Da brachte mich der daddy unter bei dem Teppichklopf=Institut„Killdust“ in unserer Vaterstadt Oklahoma. Das war so etwas für mich! Da konnte ich meine Muskeln spielen lassen. Ich war der beste Teppichklopfer der Firma. Du kannst es glauben oder nicht: ich gab gut einhundertzwanzig Schläge in der Minute, und das mit einem schweren Klopfer aus ManilaBambus. Und als eines schönen Tages——— Halt! Was ist das dort!? Henry, gib mal schnell deinen Sternkieker her! Da kommt etwas." Perry nahm das alte Fernrohr und blickte zum Strand. Dort trieben zwei Neger drei zahme Strauße zur Beech hin. Perry fuhr fort:„Das sind die drei letzten Strauße des Boeren Jakob Marlspiek, der früher, als die Weiber noch Straußenfedern trugen, hier im Hinterland eine große Straußenfarm hatte. Diese drei gehen morgen mit dem Dampfer„Ambriz“ nach Loanda und von dort zum Zoologischen Garten nach Lissabon. Doch da fällt mir eine Geschichte mit Straußen ein, die ich dir unbedingt erzählen muß; es war eigentlich eine sehr gefährliche Sache. Also höre zu!“ Er stopfte mit dem kleinen Finger die kokelnde Asche in der Pfeife fest, sog einige Male puffend und fuhr dann fort:„Damals war ich Sprengmeister in dem Bergwerk„Bahnpunkt 344“ hinten in der fast baumlosen Sandsteppe. Es war eigentlich nur ein viereckiges Loch, dieses Bergwerk; die Sohle 1 lag nur vierzehn Meter tief, dann kamen Sohle 2 und 3. Alles war Fels. Es mußte immer mit Dynamit gesprengt werden. Ich hatte vier Kisten Dynamit von Du Pont und eine kleine Eisenkiste mit Sprengkapseln. Da haben wir manchmal Spaß bei den Sprengungen gehabt. Wenn ich unten die Zündschnur ansteckte und rief:„Alles raus!", dann kamen immer zwei oder drei von den faulen Negern, die nicht schnell genug kletterten, von der Plattform der Sohle 1 mit dem Luftdruck herausgeflogen wie Sektkorken.— Aber halt, ich wollte ja die Geschichte von dem Strauß erzählen.— Also eines schönen Morgens hatte ich vierzehn Stücke Dynamit fertiggemacht, schön mit der Hand geformt und in jedes Stück eine Zündkapsel tief hineingesteckt. Diese Patronen hatte ich dann fein nebeneinander auf die niedrige Mauer gelegt, um die richtigen Längen von der Zündschnur abzuschneiden. Und als ich damit fertig war, ging ich hin und— was denkst du!?— alle vierzehn Dynamitpatronen waren weg!! Ich rief den in der Nähe Sand schaufelnden Neger Kimbungu an:„He, du dreckiger Huambo! Hast du die Dynamitpatronen gefressen!?“ Da zeigte der mit der Hand ins Feld und sagte:„Nein, Herr! ich nicht! Aber der Strauß da!“ Und da stand wahrhaftig einer der zahmen Strauße des Boeren Marlspiek mit dick angeschwollenem Bauch: ich sah gerade noch, wie die letzte Dynamitpatrone durch seinen langen Hals rutschte! Wenn du es nicht wissen solltest: Strauße fressen nämlich o (Schluß.) Siebenmorgen hob die Schultern.„Ich kann et nit bestreite!“ Und wie um sich selbst zu höhnen, warf er gallig hin:„Un de jung Niklas han ich auch gesehn, er hat mir ebbes mit de Ohre vorgewackelt.“ Er schüttelte sich wie ein Gesun deter, der an die überstandene Krankheit zurück denkt, an bittere Arznei und brennendes Pflaster: „Ich han Schluß gemacht, ratz fertig bin ich mit der ganze Bagasch!“ Er kantete mit der Hand durch die Luft und blies heftig durch seinen Schnurrbart; da freute sich der Wirt, und es gefiel ihm wohl.„Recht haste, Pitter, un ich han et auch garnit anners erwartet. Un wie steht denn nu die Sach zwische uns? Du bleibs doch hier? Nu, wat denn?“ wunderte er sich ungläubig, als Siebenmorgen bedeutsam schwieg, und hob die schweren Augendeckel.„Gibt et da denn überhaupt noch ebbes zu überlege?“ Peter blickte dem Frager gradaus in das bärtige Gesicht und sagte eindringlich und ernst: „Eja, wenn mein' Kamerade nit wäre!" „Wenn et weiter nix is,“ atmete Böckling auf, „die han sich als dreingesunne un sein einverstanne!" Der Kapellmeister senkte die Stirn:„Un wenn ich se all könnt allein lasse, aber dem ahl Maikämper han ich en ganz besondere Treu zugeschwore, un die halten ich, komm, wat komme mag!“ „Dat is arg schön von Dir, Pitter, un dat ehrt Dich,“ gab der Wirt zurück.„Du bis en treue Seel, aber jetzt quälste Dich, wo et garnit nötig is, denn der Maikämper hat Euch schon all mitenanner de Kameradschaft aufgekündigt un em Trüppche als adjes gesagt. Maikämper, sag et ihm selber, sonst glaubt er et nit!“ Und während es jetzt in der Gaststube kirchenstill wurde, schob sich der Bucklige scheu heran, scheu die Tische entlang, doch festen Blickes, und faltete die kranken Hände:„Kapellmester, jau, eck well loß van dä Truppe!“ Dann mit ganz zarter Stimme, Stimme von Kinderklang, die dem Weinen und Lachen gleich nahe liegt, fuhr Maikämper fort:„Kapellmester, eck häff en düssen Huse en anneren Sinn kriägen, eck häff nu Heimweh as en verlopenen Rüen, eck mot wiär no Huse int Suerland.“ Er reckte die eingesunkene Brust und hob beschwörend die blasse Hand:„Nao Huse, nao Huse; un wenn eck als Knecht gaohn mot, un wenn eck Steene kloppen sall, eck mot heim!“ Peter Siebenmorgen hatte sich erhoben, sein Stuhl fiel zurück; er wuchs zu seiner vollen Länge und stand wie ein wurzelfester Baum. Er breitete die Arme aus, weit breitete er sie aus denn es galt, ein gewaltig großes Glück zu fassen. Sein Gesicht leuchtete, vor den Augen glänzte es ihm wie ein friedlich verheißungsvolles Morgenrot auf, er hörte im Himmel die Engelskapelle musizieren, viel Geigen und Schalmeien, die spielte das uralt ewige Lied von der Heimat, von der Väterscholle. Und nun schrie der Pitter auf, daß die Stube dröhnte:„O du mein' goldige Heimat, jetz han ich dich wieder und laß dich nit mehr, in dir will ich lebe un sterbe!“ „Nu endlich: Gott sei's getrommelt un gepfiffe,“ dankte Böckling aus Herzensgrund; und: „Dat sein Fügunge,“ versicherte Kobi. Seine mühsam gehobene Hand zitterte, er nahm ein Schlückchen, das ging ihm schwer ein. Bis in die Küche war Peter Siebenmorgens Heimatschwur gedrungen und hatte dort mit Macht eingeschlagen: Annchen federte schon auf leichten Füßen, bereit, in die Gaststube zu laufen, aber Billa hielt sie am Schürzenband:„Schäm Dich, wat solle die Mannsbilder von Dir denke, wennste gesprunge kömms wie en Märzlamm? Annche,“ bat sie milder, wart ebbes, et is mer in de Bein' gefahre, ich muß mich erst en Schlag raste!“ Seufzend sank sie auf den Binsenstuhl und stützte die Hände auf die Kniee, die leise bebten. Aber dann hatte sie sich wieder am Zügel, erhob sich und stand wieder fest auf dem Estrich und kommandierte das Annche mit der Suppenterrine zum Musikantentisch; selbst folgte sie langsam und gravitätischen Schrittes, und prüfte die Gedecke; dann erst wiegte sie sich weich durch die Stube zum Peter Siebenmorgen, bot ihm die Hand und sagte schlicht:„Pitter, vorhin haste ebbes laut gesproche, un ich hab et als in der Küch' gehört, un et freut mich von Herze, daste bei uns bleibe wills.“ Annchen hockte ihr auf den Fersen, knixte vor Siebenmugen und lachte ihm zu:„Mer wolle uns schon verdrage, Pitter, gelle? Un Sonntags, dann lehrste mich Trumpett blase.“ Siebenmocgen fand sich zögernd noch aus der Erschütterung die ihn überkommen war, zu seinem Gleuhmu: zurück Verlegen löste er seine Hand aus Billas freudigem Zugriff und versenkte sie tastend in die Rocktasche, überm Herzen links. „Für Euch Mädercher ha: ich ebbes mitgebracht.“ sagte er und schlig die Augen nieder, als er die Sounenirchen überreichte. Und flugs liebängelte Annchen im neuen Handspiegel mit ihrem frischen Gesicht, ein erfreulicher Anblick; aber Billa schob ihr Kästchen mit dem rosaseidenen Herzen, mit de schal einden Tauben im Vergißmeinnichtkranz hinter das Brusttuch, errötete und legte den Kopf angsam seitlich wobei sie die Lippen einzog; dann blick e sie den Spender von unten herauf mit schmeicheln der Liebe an.„Pitter!“ hauchte ihr Mund „Böckling,“ flüsterte der Weinhändler aufgeregt,„dä Blick, haste den gesehe? Un dä Seufzer, aste den gehet? Merkste nix? Ich machen mer als mein' Gedanke drüber ,. „Laß dat,“ riet der Wirt,„un überanstreng Dich nit, alles muß sein Zeit han, un wat en gude Wein gebe soll, muß als sein Zeit lagere, dat weißte doch als Fachmann, nit? Un setz han ich Appetit, dat kömmt bei mir immer nach Gemütsaufregung.“ „Eja,“ rief Billa erleichtert aus,„fangt an, sonst wird de Supp kalt!“ Da schloß sich die Tafelrunde schnell, es ward andächtige Ruhe in der Gaststube, und nur Kobi hob nach dem dritten Löffel das getreppte Kinn und den üppigen stets bewegten Mund, zu dem das Schnurrbärtchen zerfasert und entfärbt herabhing:„Billa hat et Süppche versalze; wat dat bedeut', darüber sein die Gelehrte ja als lang einig.“ „Behalt Dein Weisheite für Dich,“ lehnte Billa kühl ab.„Denk Du nur an Dein' Frau un wat Dir bevorsteht, wennste heimkömms nach zwei lange Dag'! Ich an Deiner Stell, Ren un Leid däht ich erwecke, anstatt anner' Leut zu schikaniere. Dat is mein Ansicht.“ Kobi mühte sich, ein tapfer Gesicht zu machen, es gelang ihm nicht wohl; er wurde um einen Stich grünlicher, er warf den Löffel in die Suppe. „Jetz aber Ruh gegebe.“ rief Böckling und zog das blanke Messer durch die glänzende Schwarte des Bratens und legte Scheibe nach Scheibe um; das Abendmahl nahm still und sachlich seinen Fortgang, bis Teller und Schüsseln geleert waren. Dann aber geschah es, daß Kniese, der schon lange auf seinem Stuhl gerückt und gezappelt hatte, sich heftig erbob. In seinem zerdrückten Schauspielergesicht zuckten hundert Fältchen und liefen durcheinander, mit dem Messerrücken klingelte er an sein Glas und nahm sein Wort und ließ sich nicht unterbrechen, sondern redete frisch von der Leber weg, was ihn drückte: „Vuehrte Jönner un Freunde,“ begann er gespreizt, mit krächzendem Festrednerton,„ans Ende von diesen höchst anjenehmen Aufenthalt anjelangt, is et mich Ehre un Vafniegen, heißen Dank für Speis un Trank auszusprechen, wat hiermit jeschehen sein soll, an den vaehrten Wirt von diesen herrlich schönen Ausschank, un an seinen Freund, die holden Damens nich zu vajessen. Aberst wenn ick nu bedenke, dat wir unsan in diese Jejend jebornen Kapellmeister Peter Siebenmorjen valiern, und dat wir den Maikämper ooch valiern, so beschleicht mir Wehmut un Schmerz, jawoll, dat duht et.“ Umständlich zog er sein fahnengroßes Sacktuch und schnänzte sich mit Macht. „Wat nu der Maikämper is,“ floß ihm die Rede weiter,„Jott segne ihn, er macht wieder zu seine Bauern“ Seine Augen zwinkerten verschlagen lustig über die Zuhörer hin:„Aberst unsa Kapellmeester... Nachtijall, ick hör Dir loofen, un, Frollein Billa, wat ick Sie extra sajen mechte: Pflegen Se ihm man jut, dann haben Sie lange wat von! Un wir. Birmele. Du oller Schwabensohn, un Wenzel, Du notiger Behm, wir tippeln denn nu als drei verlassene Waisenknaben alleene in de Jejend. Aber man keene Bange nich, wir wer'n den Kram schon schmeißen.“ Und während Beifall und Gelächter verebbte, holte Kniese seine Klarinette unter dem Stuhl fort, kuiff sie unter den Arm und wühlte sich hinter dem Tisch hervor, winkte dem Schwaben und dem Böhmen, und was nun als Rest der Kapelle in die Welt hineinziehen sollte, stand inmitten des Zimmers und versuchte zum erstenmal, wie es sich musizierte ohne Bombardon und führende Tromvete. Sie begannen das alte Stück, welches dem Peter Siebenmorgen die Heimat wiederbeschert hatte, und sie mühten sich rechtschaffen: aber es klang so dünn, wie wenn aus vollem Geläut die wichtigsten Glocken schwiegen. Der Weinhändler kratzte sich bedenklich hinter dem Ohr, wo sich die letzten Haare sträubten; aber Böckling, der Gütige, meinte milde:„Wann mer et nit anners kennt, is et auch so ganz nett; gestern Abend sein mer verwöhnt worde, Kobi, dat is et!“ Aber bereits hatte Maikämper schweigend das Bombardon ergriffen, setzte an, und die Musik ertönte nun voller, aber immer fehlte noch der letzte Glanz. Da fuhr plötzlich auch in den Kapellmeister wieder der alte Musikantengeist und jagte ihn aus der Gaststube treppauf in das behäbige Zimmer, das ihn nachtüber beherbergt hatte, ließ ihn vom runden Tisch vor dem lustigen Kanapee die Trompete greifen und drückte ihm das Mundstück zu metallenem Kusse unter den wehenden Schuurrbart. Alle Kraft aus seinen Lungen holend blies er schon von der Treppe her, da schallte es sonnig und sieghaft in das Spiel, das in der Gaststube erklang; und als Peter Siebenmorgen dann wieder unter den alten Kameraden Zeichnung: Ahlbäumer stand, mächtig blasend und mit der Trompete leise den Takt gebend, schwoll die Musik aufs neue in rauschenden Tönen zu füßem Wohlklang und reicher Fülle. „Enä," sagte Pitter, als sie die erste Strophe abgespielt hatten,„allein könnt Ihr drei Männcher nit bestehn, Ihr müßt Euch wieder komplettiere, dat seid Ihr dem gude Name von meiner (Kapell schuldig. Ich han et mir überlegt und zieh noch en Streck mit Euch bis nach Kölle, der Maikämper hat auch den Weg und muß sich von Kölle dann rechts halte. Un in Kölle, dat is en Stadt, da schaffen ich Euch Ersatz in einer halben Stund. Ich kommen dann wieder,“ wandte er sich an den Wirt,„so in zwei, drei Wochen sein ich wieder retour.“ „Ich für mein Person glauben et Dir unbeschwore,“ sagte der Wirt;„aber guck emol dahin!“ Er zeigte seitwärts, wo sich Billa still an der Wand entlang gedrückt hatte, als wollte sie zur Küche, in ihr Reich zurück; indes auf halbem Wege hatte sich ein mitleidiger Stuhl unter sie geschoben, und da saß sie nun, bleich, ein Bild des Jammers. Pitter trat ihr zur Seite und legte ihr die Hand sanft auf die Schulter:„Billa, ich kommen wieder!“ Dortmund. Vom Oberpräsidenten der Provinz Westialen sind auf Vorschlag des Präsidenten des Reichsfremcenverkehrsverbandes. Staatsminister a. D. Hermann Esser. zunächst 318 Fremdennerkehrsgemeinden bestimmt worden, die sich auf die einzelnen Verwaltungsbezirke wie folgt verteilen: Arnsberg 187 Gemeinden Minden 52 Gemeinden. Münster 31 Gemeinden. Osnobrück 16 Gemeinden. Land Lippe 33 Gemeinden. Bei weiteren 25 Gemeinden schweben noch Feststellungen; mit ihrer Anerkennung ist in Kürze zu rechnen. Es fällt au, daß sich die meisten der westfälischen Fremdenverkehrsgemeinden im Reaierungsbzirk Arnsberg befinden. Das ist ein Zeichen dafür. in welchem Um'ange sich bereits heute, auf Grund der rührigen Werbearbeit des LAV Westfalen. das Sauerland als Erholungs= und Reiseziel für den deutschen Menschen durchgesetzt hat. Weiter ist bemerkenswert. daß im Teutoburgerwald=Gebiet ein großer Teil der FremdenverkehrsVom zärtlichen Ton seiner Stimme umstreichelt und emporgezogen, sank sie ruhig an die Brust des Kapellmeisters, hob das Gesicht, schon aus Trauer zum Lächeln gehellt, nur die Augen noch tränenfeucht, und Peter Siebenmorgen setzte nun seinen Mund auf ihre bebenden Lippen fester und inniger, als jemals auf seine Trompete; sie küßten sich, als ob das so sein müßte, und störten sich nicht an die lachenden Zuschauer, nicht an das rosig aufglühende Annchen, bis Kobi nach einer Weile sehnsüchtigen Schluckens zwischen den Zähnen einen Fuhrmannspfiff hinausjagte so gellend und schrill, daß die zärtliche Umarmung des in sich versunkenen Paares wie mit einem Messer zerschnitten war. „Ich gratulieren!“ rief Böckling, die Daumer. im Ohr. „Ich auch, ich auch,“ folgte der Weinhändler und lachte, daß die Rehkrickel an seiner Uhrkette hüpften. Billa war verschwunden; oben im Haus ging eine Tür. Die Kameraden drängten sich glückwünschend um Peter Siebenmorgen, bis Böckling ihn abseits führte, ans Fenster; da gab er ihm ein hartes Päckchen in Postpapier:„Ohne Geld geht nu mal nit im Lebe, Pitter; mach kein' Weiterunge, et is en Angeld!“ Dann trat der Wirt zu den Musikanten und gab ihnen einen Reisepfennig, daß ibnen d. Augen übergingen, hieß Annchen eine Wegtehrung bereiten...„nit zu knapp, Annche, Du tenns mein' Gesinnung!“. und brachte auch unter dem Schanktisch für jeden eine Flasche hervor, fünf goldbraune Rheinweinflaschen mit bunt leuchtenden Siegelköpfen. Der Musikantenabschied war gekommen. Das Letzte war gesagt und getan, jeder sah das nächste Stück seines Zukunftsweges klar voraus, und es war glatte, ungestörte Bahn. Vom Peter Siebenmorgen geführt, zog das Trüppchen aus der Gaststube, während das Heimchen sich meldete, der Ofen vernehmlicher brummte und die Wanduhr lauter auftickte; der blanke Messingmond des Perpendikels lachte vergnügt durchs Türscheibchen. Und schon standen die Musikanten draußen bei der Hecke; die Luft ging lind und war wie aufgelockert. Sie winkten und zogen fürbaß, die Höhe entlang. Zu ihrer Linken lag das Städtchen im Tal, rechts dehnte sich und verschwamm im Dunst die hohe Ebene des Westerwaldes, über die sie gestern herangezogen waren. Ihre Instrumente blitzten und leuchteten in den trüben Tag, aus ihren Rocktaschen lugten die buntgeschopften Flaschen wie lustige Entenhälse. Als sich die Musikanten in Steinwurfsweite noch einmal umwandten, sahen sie Kobi, den Weinhändler, lässig zu Tale ziehen, den Kopf zwischen die Schultern gedrückt; weit wehte der Mantel um seine Gestalt. In der Tür unter dem blaßroten Schild der„Schönen Aussicht“ stand Böckling winkend und Aunchen beugte sich schelmisch neben seiner breiten Schulter vor. Hoch am Giebel ragte die Fahnenstange, stolz stieß sie ihren goldenen Knauf gegen den niederen Wolkenhimmel. „Soll man't jlooben?“ sagte Kniese und wiegte den Kopf in Erinnerung.„Et jeht nirjends varickter zu als uff diese Welt.“ „Ha no," nickte Birmele. „Gutes Haus, gute Leute,“ lobte Wenzel Hruby. Maikämper drückte die hohe Schulter zärtlicher in die Beuge des Bombardons. Peter Siebenmorgen schaute sich wieder und wieder um und sah nicht, was er suchte; die „Schöne Aussicht“ lag wieder still und verschlafen im Winternachmittag. An die sein Gedenken ging, die sah er nicht. Billa saß aber im oberen Zimmer auf dem rotgeplüschten Kanapee, das mit seinem dreigeteilten Rücken einem kuriosen Vogel glich, der auf den runden Tasch fliegen wollte; aber ihr gutes Gewicht hemmte seinen Schwung. Vor sich auf den Tisch gelegt hatte sie das Schächtelchen mit dem seidenen Herzen, dem Vergißmeinnichtkranz und den schnäbelnden Täubchen, und blickte mit glücklichen Augen auf die verheißungsvoll beredte Zier. Ende. gemeinden(33) im Land Lippe konzentriert sind. damit der langiährigen Schlagzeile Berechtigung gebend„Ganz Lippe eine Sommerfrisch.“. Aufallend ist weiter die verhältnismäßig groze Anzahl von Fremdenverkehrsgemeinden im Münsterland (51), die im Gegensatz zu den Gemeinden des Sauerlandes und des Teutoburgerwa d=Gebirtes im weientlichen aufgrund des Ausflugsverkehrs zu Fremdenverkehrsgemeinden bestimmt worden sind. denn Fremdenverkehrsgemeinden sind diejenigen Gemeinden, bei denen entweder die Zo“ der Uebernachtungen mehr als ein Viertel der Einwohnerzahl der betreifenden Gemeinden ausmacht, oder die über einen erheblichen Ausflugsverkehr ver ügen. Die vorläufig: Zahl von 318 Fremdenverkehrsgemeinden beweist im Vergleich zu anderen Landesverkehrsverbänden, in wech starkem Umfange bereits Westfalen mit seinen verschiedenen Reisegebieten, dem Sauerland, dem Münsterland und dem Teutoburgerwald=Gebiet, mit Fremdenverkehrsgemeinden durchsetzt ist. 318 Fremdenverkehrsgemeinden in Westfalen Das Sauerland an der Spitze Filme der Woche Ufa-Tonhalle „Die Nacht mit dem Kaiser“ Man denkt, wenn man den Titel liest, an ein galantes Abentener. E ein Abenteuer, vielmehr eine historische Anekdote, die hier in biedermeierischer Breite mit behaglichen Episödchen behandelt wird. Der Film führt den Zuschauer auf den Erfurter Friedenskongreß des Jahres 1208. Man erwartet zwei Kaiser und zwar Navoleon und Alerander von Rußland, vier Könige und zahllose Fürsten, Generale und Würdenträger, die nach Napolcons Pfeife tanzen. Einer kleinen Schauspielerin, die gern von Napoleon entdeckt werden möchte, gelingt es, sich als Gemüsehändlerin in die streng abgesperrte Stadt einzuschmuegeln Sie finde: ein Loais bei einem alten Poeten, der mit einem jüngeren Freund ein kleines Häuschen bewohnt. Dieser junge Mann zeichnet antinapoleonische Karikaturen. Diese werden nachts in einer Geheimdruckerei zu Papier gebracht und dann als Fluablätter verteilt. Er wird entdeckt und in Haft gesteckt. Wie es der Zufall will, spielt die Schauspielerin wirklich die Alkmene in der als Galavorstellung angesetzten Aufführung von Molières„Amphitryon“. Napoleon findet Gefallen an diesem hübschen Mädchen und ladet sie zu einem intimen Souper ein Diese Gelegenbeit benutzt das Mädchen, um Napoleon eine geharnischte Standvanke über Vaterlandsliebe zu halten und damit Napoleon zur Aufhebung des Haftbefehls zu veranlassen. Und während Napoleon Erfurt verläßt, rüstet die kouragierte Bittstellerin mit ihrem geretteten Freund zu einer Blaufahrt in die Ehe. Man könnte meinen, daß um diese kleine Liebesgeschichte eigentlich reichlich viel Brimborium gemacht worden st. Aber es gehört nun einmal zu einem zugkräftigen Tonfilm=Lustspiel, ein auch noch so kleines Herzensidyll mit möglichst großem Prunk zu umrahmen. Und das ist dem Regisseur Erich Engel mit gutem Geschmack gelungen. Trotz dekorativer Aufplusterung hat er die einzelnen Szenen knapp gehalten, die Dialoge gelockert und die zeremonielle Feierlichkeit abgedämpft, so daß die Handlung aller Hindernisse zum Trotz beschwingt abläuft Jenny Jugo läßt wieder alle Register ihrer Drolligkeit und Humorigkeit spielen. Ob sie nun mit ihrem Angebeteten schimpft, oder in ihrer Aufregung die Alkmene in falschem Pathos deklamiert, oder Napoleon eins über den Mund gibt, allen Situationen ist sie gewappnet, indem sie durch ihre reizende Drollerie alle Welt für sich zu gewinnen versteht. Friedrich Benfer verkörpert den Zeichner mit patriotischer Begeisterung. ZeschBallot bemüht sich, mit Würde einen echten Napoleon auf die Beine zu stellen. Und dann ist noch Nichard Romanomski zu erwähnen, der den alten Poeten mit herzlicher Wärme ausgestattet hat. Capitol „Kinderarzt Dr. Engel“ Ein Film, der für Große und Kleine eine besondere Anziehungskraft hat. Man könnte von einem neuen Weg sprechen, der hier beschritten wurde, um die Teilnahme von Kindern am Film zu beleben. Im Mittelpunkt der lebensnahen Handlung steht der gute Onkel Doktor, der von allen Kleinen, die mit ihm zu tun haben, vergöttert wird. Es ist aber auch rührend, zu sehen, wie sich dieser Dr. Engel um seine kleinen Schutzbefohlenen bemüht, wie er um ihr Vertrauen ringt, wie er nichts anderes kennt als seine Sorge um die Kleinen und wie er in diesem Tun ganz aufgeht. Bis dahin war Dr Engel ein vorbildlicher Arzt, dem die Kinder über alles gehen, bis eines Tages eine Frau seinen Weg kreuzt, die ihm zum Schicksal wird. Sein Dasein wird aus den gewohnten Bahnen gerissen, der Kampf zwischen Kinder und geliebter Frau beginnt und es fehlt nicht viel, und Dr Engel hätte sein eigenes Lebensglück seinen Kleinen geopfert. Paul Hörbiger ist der Träger der Titelrolle. Er ist ein idealer Gestalter dieser Rolle und verkörpert den Dr. Engel mit einer Herzenswarme die rührend ist. Seine Partnerin ist Viktoria von Ballasko, die durch ihre Natürlichkeit und ihren Liebreiz alle Herzen gewinnt. In weiteren Rollen sind aut eingesetzt Artbur Fritz Engens, Hans Leibel, Oskar Sima und Ernst Legel, die durch ihr natürliches Spiel dem Start der Hauptdarsteller zu einem vollen Siege verbelfen. Johannes Riemann gestaltete diesen Stoff zu einem Märchen aus Kinderland bei dem selbst die Großen weich werden. Ein schöner Film, den sich anzusehen lohnt. Dazu ein reichhaltiges Beiprogramm. Weltlicht „Donner, Blitz und Sonnenschein“ Der Film führt in die Bergwelt eines bayrischen Dorfes, dessen Bewohner so wetterwendischen Stimmungen unterworfen sind, wie der Filmtitel ahnen läßt. Nach außen sind gewiß alle Bewohner grundehrliche Leute, die das bayrische Vokabularium wohl zu gebrauchen verstehen. Aber ihre Bauernschläue wissen sie da anzubringen, wo es gilt, den lieben Nächsten übers Ohr zu hauen. Valentin ist einer von den ganz Schlauen, obschon er ein saudummes Gesicht macht. Er spielt ein dürres, pfiffiges Schneiderlein. Sein Nachbar ist der reiche Bauer Greizinger, ein gewinnsüchtiger Herr, der wunders meint, wie klug er wäre und doch zuletzt der Hereingefallene ist. Hans Leibelt spielt ihn mit Wichtigtuerei und viel Humor. Um diese zwei Mittelpunkte dörflichen Lebens gruppieren sich der Wirt des Dorfes, den Albert Florath mit verschmitz tem Lächeln verkörpert, sein hohes Gemahl, die Wirtin, die bei Käthe Haack gut aufbewahrt ist. dann ein hübsches Liebespaar, das Ilse Petri und Volker von Collande mit großem Verliebtsein darstellt, dann noch ein Liebespaar, das von dem verschmitzten Reinh. Bernt und der gutmütigen Käthe Merk mit heiterem Sinn verkörpert wird, der Dorftanzmeister, der in schönen Erinnerungen schwelgt und den Aribert Wäscher ausgezeichnet mimt, und zum Schluß nicht zu vergessen die treue Seele des Schneiders, die Liesel Karlstadt mit Sanftmut und Ergebenheit vorführt. Dieses Ensemble steuerte Erich Engels zu einem erfolgreichen und überaus lustigen Bauernschwank, bei dem die Lacher die Zuschauer sind. Köstlich und unnachahmlich ragt unter allen Karl Valentin hervor, über dessen unglaublich erscheinender Dämlichkeit das Zwerchfell nicht zur Ruhe kommt. Wer einige Stunden fröhlich sein und lachen will, der besuche Valentin. „Die Unbekannte“ Auch diesem Film haben wir bereits eine ausführliche Besprechung gewidmet. Sybille Schmitz als Unbekannte dürfte mit ihrem seelenvollen Spiel jeden Besucher begeistern. Jean Galland als Forscher Bentick ist ihr ein würdiger Partner. Aribert Moog und Lotte Spira erfreuen weiter mit guten schauspielerischen Leistungen in diesem spannenden Schauspiel opferbereiter Liebe. Dazu ein gutes Vorprogramm. Gloria-Palast „Shirley-ahoi" Dieser Film, der seit Dienstag läuft und den wir bereits besprochen haben, hat bereits sehr viele Besucher angelockt, die an dem kindlich=lustigen Spiel des kleinen Filmstars, der hier mit Seemannsbären spielt, ihre Freude haben. Er dürfte für die große Shirley=Temple Gemeinde auch die nächsten Tage ein Anziehungspunkt sein von besonderer Kraft. Dazu ein reichhaltiges Beiprogramm Apollo „Kabine B 50“ Ein amerikanischer Kriminalfilm der Paramount mit einer seekranken Mordaffaire an Bord eines Ozeanriesen, die sich um eine junge ehrgeizige Schauspielerin abspielt. Diese war stellungslos und kam, als sie eine Aehnlichkeit mit einer schwedischen Prinzessin entdecket, auf den Einfall, mit königlicher Würde auf der Ueberfahrt eine„Hoheit“ zu spielen, bis ihr Herz vor einer Reisebekanntschaft kapitulierte. Aufregende Kriminalsituationen, die mit der Gefahr einer Aufdeckung der Hochstaplergeschichte spielen, vertiefen die Spannung. Ihr Erwählter ist ein Harmonika=König, dem es gelingt, den Mörder ausfindig zu machen. Zu aller Ueberraschung steckt dieser unter den fünf Detektiven, die zu einem Fachkongreß nach Neuvork wollen. Was ihn als Unterhaltungsfilm wert macht, ist die geschickte Mischung von originellen Einfällen und spannenden Situationen und die leichte Art, mit der diese Unterbaltungskost dargereicht wird. Das Milieu auf dem Ozcandampfer ist treffsicher gestaltet. Peter Schiffers. Lichkspielhaus „Intermezzo“ Eine Frau von großer Schönheit, funkelnd von Uebermut und blendender Laune, begnadet mit einer herrlichen Stimme, bildet den Mittelpunkt dieses Films. Die Rolle der Frau wird von Tresi Rudolph gespielt, eine Neuentdeckung Josef von Bakys. Der Antor gab ihr den tatsächlich sehr originellen Gedanken ein, in einem spanischen Kasino nach dem Verlust ihrer Barmittel, ihre Stimme zu verspielen. Ihr vom Glück begünstigter Gegenspieler ist ein geheimnisvoller Fremder, dargestellt von Albrecht Schönhals, der sein Verfügungsrecht über die Stimme— und damit über die Sängerin selbst — dazu ausnutzt, um aus dem launenhaften, verwöhnten, lururiösen und selbstbewußten Star eine bescheiden und hingebend liebende Frau zu machen. Der Regisseur bemüht sich mit viel Erfolg, die Handlung durch abwechslungsreiches Beiwerk, u. a. eine spanische Schenke, Opernfragmente, ein Musikfest, ein spanischer Stierkampf, auszufüllen und zu beleben. Die malerisch romantische Schönheit der spanischen Landschaft gibt der Handlung einen sehr reizvollen Rahmen. Der strahlenden Stimme Tresi Rudolphs wird ihr Sieg erleichtert durch die herzgewinnenden Reize ihrer Erscheinung und ihes vitalen Wesens. Albrecht Schönhals weiß sich neben ihr sicher und überlegen zu behaupten. Er übertrift sich diesmal selbst, so daß die große Schar seiner Anhänger ihn auch jetzt nicht übergeben werden. In kleineren Rollen sind zu sehen: Rudolph Klein=Rogge, Erich Fiedler, Hilde Sessak, Hansi Arnstädt u. a. Die zündende Musik Theo Makebens wird das beschwingte Geschehen zu einem reizvollen Erlebnis gestalten. In schönen Bildern erleben wir dann noch im Vorprogramm ein romantisch=idyllisches Stück deutschen Landes, von der Werra bis HannoverischGmünd. VUIE DEUTSCHE JUINGEN AS PONIERE UNO KUNOER DES NEUEN DEUTSEAOINEE (18. Fortsetzung.) Prokurist Schubert gab sich einen Ruck und warf einen verweisenden Blick auf die Stenotypistin. Wo blieb die geschäftliche Würde?— „Hm— und Sie wünschen, meine Herren?“ „Wir wünschen Herrn Fröhlich zu sprechen.“ „So— hm— privat, wenn ich fragen darf, oder geschäftlich?“ „Beides“, sagte Hagenring,„ist Herr Fröhlich zu Hause?“ Prokurist Schubert musterte Walter Hagenring durch seine Brillengläser. Ein bißchen forscher Ton, fand er, der Chef hatte schließlich noch anderes zu tun, als ein paar wildfremde Burschen zu empfangen. „Ich glaube, daß Herr Fröhlich zu Hause ist, aber ob er im Augenblick Zeit hat, Sie—“ „Ach, sagen Sie nur, bitte, daß—“ Da wurde die Tür geöffnet, Fröhlich trat herein, hinter ihm Gerhard, ganz blaß vor Aufregung. „Also— guten Morgen, meine Herren“, sagte Fröhlich lärmend und teilte kräftige Händedrücke aus.„Weiß schon, weiß schon, wer Sie sind. Sie kommen von der„Hamburg“ aus Victoria. Hier in den Kolonien gibt es kein Geheimnis. Von Mund zu Mund läuft die schnellste Nachricht. Schöne Fahrt gehabt— wie? Na— Sie müssen erzählen. Lauf mal rasch rüber zum Hospital, Gerhard, und sage Tante Elisabeth Bescheid. Sie möchte gleich nach Dienstschluß herkommen, sofort nach Schluß, es seien Gäste aus Deutschland da. Und nun, meine Herren, kommen Sie, es werden uns ja in Ndogassa nicht jeden Tag Deutsche serviert.“ Gerhard schoß davon, der Prokurist und das blasse Tippfräulein sahen sich enttäuscht an. Fröhlich hatte mit einer einzigen mächtigen Handbewegung die vier aus dem Büroraum geschoben, und sie bätten doch so gern noch allerhand gefragt. „Die sahen gut aus“, sagte Schubert hinter ihnen her,„mit Geld scheint's ja nicht weit her zu sein bei Ihnen, aber was für ein Mut, Donnerwetter. Der eine sah aus, als ob er Eisen fressen könnte— na— und die zwei kleineren, die hatten Fäuste, mit denen möchte ich nichts im bösen zu tun haben. Den großen Blonden fand ich etwas dreist— oder— was meinen Sie, Brinkmännchen?“ Die blasse Stenotypistin saß mit zuckendem Gesicht über ihre Maschine gebeugt. „Der Blonde— sah— gerade der, er sah aus— wie— mein——“ „Na— nu heulen Sie bloß nicht gleich, die Jungens werden ja nochmal reinkommen und Sie kriegen dann noch genug zu bören von zu Hause. Brinkmänahen, bitte, nur richt sentimental werden,“ er wischte sich umständlich seine Brille,„wo war ich doch stehengeblieben in dem Briefe an Lazarin frères, Marseille?“— Die Treppe dröhnte unter den eisenbeschlagenen Stiefeln der vier. Herbert Fröhlich stieß eine Zimmertür auf und noch eine.„Je zwei und zwei, meine Herren, Sie werden sich ja wohl vertragen, haha— ha. Machen Sie sich's bequem, in einer halben Stunde erwarte ich Sie im Eßzimmer. Mein Junge sagt Ihnen Bescheid.“ Er beobachtete noch, wie die jungen Leute ihr Gepäck, abwarfen, dann ging er, so rasch er konnte, zu seiner Fran Grete sollte auffahren, was sie nur konnte. Es sollte nicht heißen, daß Herbert Fräblich sich lumpen ließ, wenn Landsleute zu ihm kamen. Gerbard war schon in einer knappen Viertelstunde wieder zurück. Tante Elisabeth war mit Doktor de Jong über Land und würde auch vor Abend nicht zurück sein, rief er hastig zum Vater hinein, dann wer er oben an den Fremdenzimmern und klopfte „Hallo— herein!“ Ole Hansen drehte Gerbard mit einem einzigen Ruck seiner mächtigen Pranke ins Zimmer hinein. n richtigen deutschen Jung— und mitten unner die Swarzen. Dat's wie ne witte Katt unner Tintenfischen, wie—?“ Gerhard zappelte unter dem eisernen Griff und lachte dabei übers ganze Gesicht. „Lassen Sie die witte Katt los, Herr Hansen, sie kratzt.“ Ein dröhnendes Lachen und Gerhard fühlte sich mitten auf das nächste Bett gesetzt. „Bitt schön— kratzen Sie, Fräulein Mian.“ Aber Gerbard lachte nicht mehr er sah mit leidenschaftlicher Neugier auf die kunstvoll verpackten Rucksäke, die sachgemäß entieert wurden. „Ich hob mich nur so beeilt, damit Sie mir rasch noch von Deutschand erzählen können. Ich möchte doch so viel wissen. Bitte— erzählen Sie — was machen die Jungens in meinem Alter? Ist es wahr, daß sie marschieren wie Soldaten? Mit Fahnen und Trommeln? Und nachts auch? Und bei jodem Wetter? Und auf du und du steben sie, egal, ob sie vom Gymnasium kommen oder von der Volksschule?— Wirklich— ist das so? Und sie schwören auf das neue Reich und wer nicht mitmacht, der gilt als Feigling?“ Walter Hagenring strich dem aufgeregten Jungen brüderlich über den blonden Schopf. „Frägst ein bißchen viel auf einmal, mein Junge, aber du wirst schon noch alles erfahren. Ja — es weht jetzt ein anderer Wind. Die Jungens müssen tüchtig ran. Verweichlichte Muttersöhnchen — damit ist's aus. Kerle wollen wir, Männer, und da heißt es zeitig anfangen. Solltest mal sehen, wenn es Sonntag morgens um sechs Uhr losgeht. Eine Disziplin— huit— schlappmachen gilt nicht Regen ailt nicht, Kälte gilt nicht. Es wird marschiert und gesungen. Augen auf. Kopf wach— Deutschland braucht helle Jungen.“ „Ja— aber tritt mir trotzdem mein Kochgeschirr nicht kavutt,“ unterbrach ihn Ole Hansen und rettete geschickt sein Aluminiumgeschirr, das herunterzufallen drohte bei Hagenrings hin= und bergehenden Schritten. Hagenring lachte, Gerbard Fröhlich atmete heftig. Er hätte noch gern weiter gefragt; aber die beiden begannen über das Unterbrinnen ihrer Sachen zu reden. „Auf nachher,“ sagte Hagenring freundlich zwischendurch und nickte Gerhard aufmunternd zu. Die Unterredung mit den Jungens wirkte in Hartmann noch nach. Und nun kam ihm auch eine Begegnung in die Quere, die ihm gerade gefehlt hatte. Kaum war er über die Straße gegangen, kam ihm Kommissar Duvois entgegen und neben ihm Merredier, der Besitzer der großen Pflanzung Robani. Hartmann hoffte, ungesehen vorbeizukommen, denn die beiden unterhielten sich sehr lebhaft. Duvois' Lachen klang laut auf. hammer Lichtspiele „Der kleinste Rebell“ Im romantischen Süden von Nordamerika li gen die Farmen der weißen Pflanzer. Hier lett die kleine Virgie. Zwischen den Nord= und Südstaaten bricht Krieg aus Der Vater muß zur Armee, die Farm wird vom Feind besetzt.— Virgis Mutter wird krank und stirbt. Ein Sklave holt Virgis Vater, der sie hinter die Linien bringen will. Sie werden von den Nordstaatlern überrascht. Der feindliche Kommandant will den beiden helfen und gibt ihnen einen Paß. Die Flucht schlägt trotzdem fehl und Virgis Vater sowie der seindliche Kommandant sollen erschossen werden. Mit Hilfe des Negerdieners erreicht die kleine Virgie in Washington beim Präsidenten Lincoln den Freispruch der zum Tode Verurteilten, Shirley Temple ist das tapfere Töchterchen Virgie eines„Rebellen“bauptmanns und wird wegen ihres entscheidenden Eingreifens in den Gang der Handlung von den Nordstaatlern, den Yankees,„Der kleinste Rebell“ genannt. Reichbaltig ist auch hier wieder das interessante Beiprogramm. Odeon- und Skala-Theater „Mädchenpensionat“ Uralt ist die Geschichte von den beiden Königskinnern. die nicht zusammenkommen konnten, und doch ist sie ewig neu. Zahllos, wie die Menschen selbst, die kommen und gehen, sind die Hindernisse, die sich den Liebenden enteegenstellen können. Den meisten glückt es, diese Hindernisse zu überwinden, aber mit jedem neuen Geschlechte wiederholt sich auch die alte Geschichte, daß zwei Liebende vor der unbesiegbaren Gewalt irgendwelcher Hindernisse verzichten und ihre große Liebe begraben müssen. Auch dieser neue Geza=von=Bolvarn=Film schildert ein derartiges Liebesschicksal, das durch die ganz hervorragende Darstellung für jeden Besucher zu einem nachhaltigen Erlebnis wird. Ein ausgezeichnetes Beiprogramm beendet die Spielfolge. Kammerlichtspiele Gerlhe „Boccaccio“ Diese Ufa=Operette bringt eine Fülle bunter Bilder, eine zauberhafte Folge musikalisch beschwingter, in einer ungetrübten Stimmungswelt von Schönheit und jubilierender Lebensfreude ablaufender Szenen. Boccaccio ist hier ein Gerichtsschreiber, der heimlich ein Dichter ist und anonym die berühmt gewordenen Liebesabentener drucken läßt. Er nimmt seine Stoffe aus den Scheidungsprozessen, über die seine Akten berichten. Er tut es, um seiner jungen Frau schöne Kleider zu schenken. Alle Frauen von Ferrara lesen und verehren ihn, den niemand kennt. Schließlich gibt es zwei Boccaccios, eine tolle Gerichtssitzung und ein spannendes Finale. Apollo-Theater Weitmar „Leichte Kavallerie“ Schmissig, elegant und voll sprühenden Lebens, so wie man sich„Leichte Kavallerie“ vorstellt, ist auch dieser Film. Ein Zirkusstück, aber eins von Niveau. Dieser glanzvolle, von kraftvollem Leben erfüllte, zündende Film, der seinen Titel mit Recht trägt, hat zum Mittelvunkt der Handlung eine reizende Liebesgeschichte, die von Maria Rökk und Heinz von Cleve mit tiefer Seele gespielt wird. Kamvers ist der selbstbewußte, energische Zirkusdirektor. „Délicieux, délicieux, vraiment“, sagte Duvois und hörte mitten im Wort auf. Er hatte Hartmann gesehen. Sein Gesicht versteinerte sich augenblicklich. Auch Merredier sah plötzlich eisig aus. Die Herren lüfteten auf den Zentimeter gegeneinander den Hut. Schon waren sie aneinander vorüber. „Ekelhafter Kerl,“ sagte Merredier halblaut zu Duvois.„Konkurrenz macht er einem jetzt, unglaublich. Hak aber auch einen Dusel. So etwas von Tabakernte wie bei ihm da oben in Ubandi ist noch nicht dagewesen. Der Händler hat mir's gestern erzählt.“ „Ja, und nicht beizukommen.“ Duvois ließ seinen kleinen Stock durch die Luft pfeifen,„der Kerl sitzt auf englischem Gebiet. Wenn er hier wäre—“ „Immer noch die Frage, lieber Duvois, ob Sie dann scharf vorgehen würden. Sie haben offenbar ihr deutsches Herz entdeckt. Man erzählt ja von einer erstaunlichen Intimität zwischen Ihnen und den Fröhlichs. Da sind Sie ja plötzlich sehr nachsichtig.“ Duvois schwieg. Merredier machte eine Pause. „Cherchez la femme?“ fragte er plötzlich lachend und stieß Duvois an.„diese Demoiselle Fröhlich soll eine sehr hübsche Person sein. Feuer gefangen?“ „Zuviel gesagt, Merredier. Ein kleiner Flirt. Was wollen Sie, man langweilt sich hier! Außerdem, so eine kleine Rivalität zu Doktor de Jong“ „Ich verstehe Sie nicht? Sie wollen doch nicht sagen, daß—“ „Daß diese Demoiselle Fröhlich ein Faible für de Jong zu haben scheint. Ja, ja, mein Lieber, Alter schützt vor Liebe nicht. Die Deutschen sind immer unberechenbar. Auch die Frauen. Nehmen Sie noch einen Aperitif mit mir?“ Hartmanns Gesicht war noch verärgert, als er das Krankenhaus betrat. Aber als er nun Niongs strahlende Augen sah, seinen Freudenschrei hörte, wie er plötzlich vor ihm stand, hatte er alles vergessen. Er war wirklich beglückt Denn Niong strahlte vor Gesundheit. Jetzt erst erkannte Hartmann, der ihn seit der Einlieferung ins Hospital nicht mehr gesehen hatte, wie elend er damals gewesen sein mußte. Kaum war Njongs Freudenausbruch erledigt, da ratterte das Anto de Jonas in den Vorhof. Elisabeth stieg als Erste aus. Sie kam gelassen in ihrem leise knitternden Waschkleid auf ihn zu und reichte ihm die Hand. (Fortsetzung folgt.) Biin Winnesindn Gürzonie Liebling! Auslandshumoc) Minderhumor Großmutter(erzählt):„Ja. im dreißigjährigen Kriege waren böse Zeiten in Deutschland, da hat mancher seinen Schatz begraben müssen Enkelin(aufs Höchste erchreckt): Lebendig? Großmama?“ * Karlchen:„Vati, ich werde mal ein Doktor.“ Vater:„Dazu bist du viel zu dumm, Karlchen!“ Karlchen:„So?(nach einigem Ueberlegen): Tann werde ich dein Nachfolger.“ 4 Mutter:„Hänschen, warum weinst du denn so?“ Hänschen:„Hu— hu— weil Gretel immer vorgezogen wird! Nun hat sie wieder ein größeres Senspflaster bekommen als ich!“ * Das Söhnchen, nachdem der Schauspieler, wie seine Nolle es vorschrieb, den Heldentod gestorben ist:„Mutti, müssen wir denn auch noch zum Begräbnis dableiben?“ Anton und der Skiseursus Humoreske von Klaus Hellmut Was„trockenes“ Skilaufen ist. braucht man keinem Kind mehr zu ertlären Sogar Anton hat es gewußt. Das heißt: er hat nicht geahnt, wie schwierig das ist. Jetzt übt Anton nun schon die dritte Woche mit Bieneneiser und Bärenfleiß das trockene Skilaufen Möglich, daß es auch Bäreneifer und Bienenfleiß ist. Wo Anton geht und steht übt er- übt alles. was zur tadelfreien Beherrschung des Skilaufens nach Ansicht des Skilehrers unumgänglich nötig ist. Als Anton nach der zweiten Uebungsstunde, die die erste ernstliche des Trockenskikursus gewesen war, nach Hause schwankte— ja. er schwankte zerschlagen und fliegenmatt— da entschloß er sich zur Benutzung der Straßenbahn trotz des kurzen Weges. Beim ruckartigen Losfahren der Straßenbahn ging er afsengleich in die Hocke. Diese Uebung konnte er schon aus dem„FF“! Die Hocke war sein großer Schlager beim Kursus! In der Hocke verblieb Anton zunächst auf der Straßenbahn. Die Leute wunderten sich Der Schaffner grinste. Einzelne Leute spotteten. Sie hatten gut spotten und grinsen. In die Hocke gehen war so leicht wie ein Maß schwingen Aber wieder hochkommen!? Vier starke Männer brachten es erst zustande, weil Anton in der Hocke den Eingang zum Straßenbahnwagen voilkommen absperrte. Bei der nächsten Abfahrt paßten die vier starken Männer auf, daß Anton nicht wieder„Abfahrt in der Hocke“ machen konnte. Aber daß er„Fußrollen im Sitz“ übte, als er vor seiner Haustür von der Straßenbahn sprang und daß ihm die Füße dabei „wegrollten“ und er im Regenpatsch lag, das konnten sie nicht verhindern Beim nächsten Skitrockenkursus, wo die langen Bretter, diese tolpatschigen Dinger, die stocksteif an den Füßen saßen und nicht wie große, liebenswürdige Gummi hin= und herschnellten(wie wan dies von ihnen erwartet hatte und wie sie es'. anderen, nämlich den richtigen Skiläufern, ganz von selbst tun) geriet Anton arg in Not. Er sollte den„Affengang“ machen. Wie es der Vormacher, dieser Artist, dieser gliederlose Mensch. fertigbrachte, das war direkt aufreizend! Der ganze Kursus lachte einstimmig, als es Anton versuchte. „Das ist doch kein Affengang,“ schrie der Kursusleiter, dieser ekelhafte, gliederlose Artistenmensch Gut gebrüllt, dachte Anton erbost. Jetzt strengst du dich überhaupt nicht mehr an. Jetzt latschst du einfach, wie du immer latichst. Jetzt latschst du hinreißend, damit er sich grün argert. So grün ärgert, daß sich der blaue Skianzug mit verfärbt Anton schob los. Alles war mucksmäuschenstill in der Turnhalle. „Donnerwetter,“ lobte der Kursusleiter, der gewissenhafte und eigentlich ganz nette, unbedingt kundige Herr.„Das war blendend! Sie haben einen großartigen Affengang hingelegt. Herr Anton!“ Anton strahlte. Er schwitzte Wonne. Er war der Star! Leider wurde er bei der nächsten Uebung rasch heruntergetadelt Der Artist hatte schon wieder etwas Neues! Als ob es noch nicht genug war mit dem Affengang.— Das hätte doch genügen müssen! Nein, etwas Neues war ausgetüftelt, etwas Verzwecktes. Blödes: Rabengang. Mit den stocksteifen Hölzern nicht latschen, sondern wie ein Rabe—„beschwingt“ sagte der Artist hinterhältig— losziehen. Anton plumpste beim vierten Schritt auf die Nase „So weit dürfen Sie es nicht treiben. Herr Anton, so ist das nicht gemeint! Sie brauchen beim Rabengang nicht nach Würmern zu suchen——“ Lachsalve Anton hatte alle Hände voll zu tun mit dem Lebenssaft, der sich selbständig machen wollte und verzog sich zur Wasserleitung. Als er zurückkehrte, übte man Treppengang, dann kam der Zehengang an die Neihe. Anton verfiel immer in den Affengang. „Anton im Affengang“ nannten ihn heimlich die Kursusteilnehmer, obwohl auch sie keine Artisten wie der Artist waren! Man kopfschüttelte Blöd stellten sich diese Leute an! Aber wenn einer von ihnen dann selbst an die Reihe kam, dann feirte über ihn der Allerblödeste und fühlte sich, als ob er nur halbwegs so blöd wie die anderen wäre. Beim Laufschritt war Anton der Ansicht daß er Laufschritt in der Praxis nur ausführen werde, wenn er mit den geschulterten Skiern was zertöppert hatte- eine Laterne oder mehrere, eine Schausensterscheibe oder so etwas— dann wollte er rennen wie ein Preisrennstreckenläufer. Im übrigen glaubt er, daß Afsengang genügt. Mit seinem pickseinen Affengang ist Anton über zeugt, daß er eine Zierde der Skiläuferzunft werden wird und daß sein Affengang die Sportleiter der Zeitungen veranlassen wird, ihn in den weitesten Kreisen bekanntzumachen Die Spalte„Unglücksfälle beim Sport“ bringt heute bereits den Namen von Anton. Im ersten Schnee hat er den ersten Unfall erlitten Nasenbeinbruch. Immerhin. Anton läuft bald wieder. Er tröstet sich. Einmal ist keinmal! Der Erste zu sein, schmeichelt ihm. Er hofft, er wird nicht der Letzte sein. Lapidarstil. Evelyne will nicht mehr zum Wintersport nach dem kleinen Kurort im Allgäu. Bei der Mittagstafel nämlich bestellt sie einmal gebratene Gans. besinnt sich aber und will dafür Noastbeef. Der Ober ruft darauf durchs Lokal:„Für die Gans am letzten Tisch kommt ein Roastbeef““ * Allerhand. Drei Buben streiten, wer den reichsten Vater hat. Der erste sagt:„Mein Vater hat einen eigenen Kammerdiener!“— Der zweite sagt:„Das ist gar nichts, mein Vater hat einen eigenen Privatsekretär!“— Der dritte:„Und mein Vater hat seinen eigenen Konkursverwalter!“ So ein Mann! „Spricht dein Mann manchmal im Schlaf?“ „Nein, der Schuft lächelt bloß!"(Magasinet) Unter dem Mistelzwoig (Hooey) Krankenbesuch — Sind sie etwas nervös. Trinken Sie? — Nein — Rauchen Sie? — Nein — Sind Sie vielleicht verliebt? — Oh. im Gegenteil, ich bin verheiratet... (Auslandshumor) * Unter Freunden. „Ich bin des Alleinseins herzlich müde!“ „Soso.— Willst du heiraten?“ „Nein.“ „Willst du mit einem Freund zusammenzieh'n?“ „Nein.“ „Na. was willst du denn da?“ „Eine weine Maus werde ich mir kaufen!“ * Seine Auffassung. Lehrer:„Wie nennen wir einen Menschen, der uns die Unwahrheit sagt?“ Schüler:„Einen Lügner!“ Lehrer:„Und jemand, der uns die Wahrheit sagt?“ Schüler:„Einen Flegel!“ * Der Aufschneider „Ich habe ein prächtiges Gut, ein stattliches Schloß, ein fabelhaftes Auto. viele Diener und ein großes Vermögen!“ „Na, da können Sie ja zufrieden sein. Herr Grimm!“ „Ich heiße nicht Grimm!“ „Nicht? Ich dachte nur weil Sie so schöne Märchen erzählen!"(Berlingske Didende) * Kriegsstimmung. Er:„Na. hast du wieder mal deine Kopfschmerzen?“ Sie:„Meine Kopfschmerzen? Wessen Kopfschmerzen sollte ich denn sonst haben?“ Everybodns Weekly) * Aha! Lehrer idas Wort Heimweh erläuternd):„Hast du schon mal Heimweh gehabt. Schulze?“ Schüler:„Ja, schon oft.“ Lehrer:„Wann war das?“ Schüler:„Wenn ich nachbleiben mußte.“ Sehr richtig! A.:„Woran unterscheiden Sie alte Hühner von jungen?“ B.:„An den Zahnen.“ A.:„An den Zähnen? Aber Hühner haben doch gar keine Zähne?“ B.:„Die Hühner allerdings nicht, aber— ich““ Nan raten Sie mal Kreuzworträtse! Waagerecht: 1. Teil des Kör vers, 3. Ansiedlung 5. Gestalt der Walküre“. 9 Geschlechtswort 1 Gefrorenes, 11 sagdbares Tier 12 Nebenfluß des Rheines. 13 Gegen teil von„weit". 15. Eingang, 16 Schankstätte, 17. Zeitmesser, 19. Zahl vort. 22. Nebenfluß des Rheines 27 Klebstoff. Senkrecht: 1. geograph. Begriff 2. Unternehmen. 3 Fluß in Nuß land, 4. Hohlkörper.* Männername B. Emtfernungsbegriff 7 Frauen name, 8. Frauenname. 14 Bezirk 15. Getränk. 16 Sportgerät 18 Milchprodukt. 20 Vorfahr. 21 gro ßer Strom Silbenrätse Aus den Silben a arm band bi. bro den. e. e e. el en. fas. gat gel. helm.t la. lan. lat. le. let. lei. ne. ne. nil. nu pferd. pril, ra. re rie sel. sung. te. te. ter, va. vi. wel. wil. ze sind 19 Wörter zu bilden, deren erste und dritte Buchstaben, von oben nach unten gelesen eine Lebenswahrheit ergeben 1 Waserbewegung. 2. Frauenname. 3. Verschluß. 4. Monat. 5. Verkaufsraum, 6 Hanferzeugnis, 7. Fluß in Spanien, 8 Gebiet in Nordostafrika, 9. Ehemann, 10. Haustier. 11. Umrandung 12 Schmuckstück, 13. Steigvorrichtung. 14 Holzstück. 15 Frauenname. 16. Fluß tier. 17. Männername. 18. Frauename. 19 Waffe. Silben-Grfänzung win.— zel. rie—,— le. e— ler. zel—. 1—, saß—.— rus,— le in—.— he, wel—,— su—. Anstelle der Striche sollen die 16 Silben biß dar, die, e. et, gal, ge. gel. il, la, le le, nitz, tau, ur, va, so eingesetzt werden daß Wörter entstehen deren erste und dritte Buchstaben ein Sprichwort ergeben. Dersatz-Rätsel Abel. Tat. Auge Strich Rund Loge. Acht Allein Ger. Rade. Anger Ade. Rosa Elle. Echt. Unke. Arm. Bis Pik. Art. Nebus Jedes der vorstehenden Wörter ist durch Vorsetzen eines Buchstabens in ein Wort von anderer Bedeutung zu verwandeln, die neuen Auchstaben ergeben im Zusammenhang in Sprichwort Derwandlunf Die frohen Z hört ich wohl ungen: Laßt hell die Berklingen!“ Daflösungen Kreuzwort=Rätsel Waagerecht 1 Baron 4 Theke 7 Sallo. S Asche." Vor 10 Liebe. 12 Abend 14 Alibi 17 Aanes. 20 Boa. 21 Midas 22 Regen. 23 Rasen. 24 Nervi Senkrecht: 1 Basel. 2. Mille 3 Niobe l. Tiara. 5 Esche 6 Elend 11 Bob. 13 Bug. 14. Ammer. 15. Indus 16 Ibsen 17 Aaron. 18 Neger. 19. Sinai Silben=Rätsel. Was nicht verboten ist ist erlaubt 1 Wotan. 2. Arbeit. 3. Stunde 4 Noah 5. Iller 6. Choral 7 Treppe Vater. 9. Eisen, 10. Reibe. 11. Butter 12 Observatorium. 13. Triller 14. Erna Verwandlung Tulpe— Pulte. Veränderung Werg- Zwerg. Telegramm I. Weser, 2. Liane. 8. Gef n 4. Nang, 5. Tag, 6. Schreibtisch. Nachricht, 8. Geranie,= Wer lange fragt. gibt nicht gern. Nuch Du wirst ein ganzer Kerl breuchtdertendcend? unde JugendimAlter vor 3 bis 28 Jahren. Wes ft der nddientt? lin troiwillig er Dienn unterer logend am deutichen Coden für die Urnährung unteres Volkes. sbebee sndtretge „omeinkhaft aut dem Lande V'es bietet der landdienn? o gelundeundebrenvolle elt, Untlehnung nec vollem tanderbeitor-Tartt opflegung und Untarkunte Oemeinicheltsheimen. er in Landdieaft bleibe at die Moglichkeit, den Soeines Gruppentuhrers nes lendwhtcheftlichen acherbeiters oder eines lungbevera s ergreten Problem Nr. 5 Von E. H. Shaw-Leigh (Brit. Chess Fed. 1935/36) Matt in 3 Zügen. Problem Nr. 6 Von H. J. Turker (The Leader 1936) Matt in 2 Zügen. Lösungen. Probiem Nr. 96, von S. Koß. Eine prachtvolle Miniatur mit strategischen weißen Damenzügen. Das Probespiel 1. Dg2—g6 scheitert nur an 1.— Te—f8. 1. Dg2-d21 Zugzwangl 1.— Te8—f8 2. Dd2-d1l Abermals Zugzwangl 2.— Tf8—h8 3. Dd1—a1t usw. 2.— Tf8-e8 3. Dd1-a47 usw. 2.— Tf8—c8 3. Dd1-a4+ usw 1.— Te8—h8 2. Dd2—a5+ Ka8-b8 3. Da5 —e5† nebst 4. DeXh8+ resp. De5—c7 matt 1.— Ka8-b8 2 Dd2—f4+ Kb8-a3 3. D14 -a4+ nebst DaXe8 maft. Troß des geringen Materials ist die Lösung von großer Schwierigkeit. Wer die Aufgabe aber bewältigt haf, wird sie nie vergessen. Problem Nr. 97, von F. Novejarque. 1. Db7-b31 Problem Nr. 98, von F. Schrüfer (mit schw. B. d51) 1. Tc6-a6l La5—b4 2. Dc8—c5+! LbXc5 3. Sd8—c6 matt 2.— KXc5 3. Sd8—e6 matt. 1.— Sg-e7 2. Sd8—e6+1 Kd4—e5 3. Dc8 —h8 matt. 1.— Sg-f4 resp. Sg—f8 2. Sd-c6 Kd— c5 3. Dc8—f8 matt. Nach dem Räumungszug des Tc6 folgt das bei Schrüfer übliche glänzende Feuerwerk. Problem Nr. 99, von M. Barulin. 1. Dh5—h3! Sehr gutl Problem Nr. 1, von E. F. Valcius. 1. Ta3-f31 Dg2Xg6+ 2. Tf3—f6† Dg6—g2 3. Db7—h7 matt 1.— Dg2Xc2† 2. Tf3—c37 Dc2-g2 3. Db7 —b1 matt. 1.— Se8-d6 oder c7 2. Sd5—f6+ Lh8X16 3. Kc6Xd6 oder c7 matt. 1.— e5Xd4 2. Tf3—f4+ Ke4—e5 3. Db7 —e7 matt. Durch den Schlüsselzug wird die Fesselung der Dame aufgehoben. Doch stiirzt sich diese auf die Bauern g6 oder c2, so erweist sich nach 2. Tf—f6 resp. Tf—c3 die der Dame gegebene Bewegungsfreiheit als ein Danaergeschenk, das dem schwarzen König das Leben kostet. Problem Nr. 2, von M. Segers. 1. Dg1Xg6l Caro— Cann. Gespielt im Weihnachtsturnier zu Hastings 1936/37. Weiß: Dr. Aljechin Schwarz: Winter 1. e2-e4 c7-c6 2 d2-d4 d7-d5 3. Sb1 -c3 d5Xe4 4. Sb3Xc4 Sg8—f6 5. If1—d3. b c degh 2 Punkte Weiß: 8St. Schwarz: 11 St. Dr. Aljechin versteht es, auch bekannte Eröffnungen mit neuen Ideen zu beleben. Mit dem Textzug bietet er einen Bauern an, um dafur nach 5.— Dd8Xd4 6. Sg1—f3 Entwicklungsvorsprung und Angriffschancen zu bekommen. Die Korrektheit des Opfers dürfte indeß doch problemalisch sein 5.— Dd8Xd4 6. Sg1—f3 Dd4—d8 7. Ddl -e2 Sf6Xe4 8. Ld3Xe4 Sh8-d7 9. 0—0 Sd/ -16 10. Tf1-d1 Dd8—c7 11. Sf3—e5. Nach 1. Le4-d3 würde die Fesselung Lc8—g4 unangenehm werden. 11.— SfóXc4. Auf Köder wie Dc Xe5 12. Le4Xcof fällt man heutzutage nicht mehr herein 12. De2Xe4 Lc8—e6. Schwarz muß vorsichtig spielen. Auf 12— e7—e6 käme 13. Lc1-14 Lf8-d6? 14. Td1Xdo Dc7Xdo 15. Se5 XI7 usw. Der Textzug räumt der Dame das Feld c8 und stellt Le-d5 in Aussicht 13. Ic1-f4 Dc7—c8 14. Se5—c4 g7—957 Das Bauernopfer war unnötig und bringt nichts ein. Die Mobilisierung der Königseite konnle mit g7—gó nebst Lf—g7 versucht werden, z. B. 14.— g7-g6 15. De-d4 Th8—g8 16. L14—e5 f7—16. Nicht gut wäre dagegen 16.— Le6-d5. Es könnte darauf folgen: 17. Sc-d6f Ke8-d8(Kd7? Df5+l) 18. TdiXd5 c6Xd5 19. SdoXf7+ Kd8—e8 20. De4Xd5 und Weiß gewinnt 15. Lf4Xg5 Th8-g8 16. Lg5—f4. Wenn Lg-h47, so Tg8—g41 mit Figurengewinn. 16.— Le6Xc4. Hierdurch wird der B. h7 gereftet und die schwarze Dame kommt ins Spiel. 17. De4Xc4 Dc8-g4 18. g2—g3 e7—e5. Gut gemeint, doch kann Weiß leicht parieren Wenn ibrigens 18.— Lf—h6, so 19. Td1-d41 19. Td1—e1l 0—0—0. Schwarz gibt den e-Bauern her, ohne den Versuch zu unternehmen, ihn mit LI—d6 zu verteidigen. Damit ist die Partie endgültig verloren. 20 TetXe5 Tg8-g6 21. Dc4Xf7 1f8-d6 22. Df7-f5+ Dg4Xf5 23. Te5Xf5 LdoXf4 24. Tf5Xf4 Td8—d2 25. Tal—c1 Tg6—e6 26. T14 -f8+ Kc8-d7 27. Tf8—f7+ Kd7—e8 28. TI7X b7 Te6-e2 29. Tc1—f1 Td2Xc2 30. Tb7Xa7 Tc2Xb2 31. Ta7Xh7 und Schwarz gab das aussichfslose Endspiel auf. Damengambit. Gespielt im Weihnachtsturnier zu Hastings. Weiß: Dr. Aljechin Schwarz: Prof. Dr. Vidmar 1. d2-d4 Sg8—f6 2. c2—c4 e7-e6 3. Sb1 -c3 d7-d5 4. Lc1-g5 Sb8-d7 5. e2—e3 Lf8—e7 6. Sg1-f3 0—0 7. Tal-c1 c7—c6 8 Dd1-c2 a7-a6 9. c4Xd5 Sf6Xd5. In Frage kam noch e6Xd5, hingegen wäre coXd5 schlecht, da Weiß die c-Linie beherrscht 10. Lg5Xe7 Dd8Xe7 11. Lf1-c4 Sd5Xc3 12. Dc2Xc3 c6-c5 13. d4Xc5 De7Xc5 14. Lc4 b3 b7-b67 15. Dc3-d2 Dc5—h5 16. 1b3— di Sd7-c5 17. b2-b4 Sc5—e4 18. Dd2—d41 Lc8—b7 19. 0—0. Dr. Aljechin verzichtet auf den B. b6, gewinnt aber ein paar Züge später den a-Bauern. 19.— b6—b5 20. Sf3—e5 Dh5—h6 21. Se5 c6 Ib7Xc6 22. Tc1Xc6 Se4—f6 23. Ld1—f3 Ta8-d8 24. Tc6-d6 Td8Xd6 25. Dd4Xdó Dhé -h4 26. a2-a3 Dh4—c4 27. Dd6Xa6 Sf6—d5 28. a3-a4 Sd5-c7 29. Da6-c6 Dc4Xc6 30 13Xc6 b5Xa4 31. Tf1—al Tf8-b8 32. TaiX a4 Kg8—f8 33. 92-g4 Kf8—e7 34 b4—b5 e6 e5 35. 12—14 f7—f6 36. 14Xe5 f6Xe5 37 Ta4 a2 Tb8-b6 38. Ta2—b2 h7-h6 39 Kg1—f2 Ke7-e6 40. Kf2—f3 Sc7-d5 41. h2-h4 Sd5 —e7 42. Lc6—e4 Se7-d5 43 Tb2—b3 Ke6— do 44. g4-g5 hoXg5 45. h4Xg5 Kd6—e6 46. Le4-d3 Ke6-d6 47 Tb3-a Sd-c7 48. Ta3 a7 Tb6—b8 49. K13—e4 g7—g6 50 Ta7-a3 Tb8-b6 51. Ld3—c4 Tb6—b8 52. Ta3-d3* Kd6-c5 53. Td3-d7 Sc7—e8 54. 1c4—f7 Se8 dó+ 55. Ke4Xe5 Tb8-b6 56. e3—e4 Das Endspiel wird von beiden Seiten mit verbissener Zähigkeit durchgeführt und ist troß der vielen Züge sehr interessant. Wenn 56. LXg6, so Sd—c4+ 57. Ke—f5 Sc4Xe3+ usw. 56.— Sd6Xb5 57. Td7-d5† Kc5 b4 58. Td5-d8 Sb5-a7 5% Td8-d6 Sa7-c6+ 60. Ke5-d5 Sc5—e7* 61. Kd5—e6 Se7-c6 62. Ke6-f6 Kb4-c5 63. Td6—d5+ Kc5—b4 64. e4 e5 Kb4-c4 65. Td5-d1+ Kc4—c5 66 Td1— c1+ Kc5-d4 67. e5-e6 Kd4—e3 18. Lf7Xg6 Sc6-d4 69. 1g6—f7 Sd4—e2 70. Tc1—e1 Ke3 —12 71. TelXe2“. Der einfachste Weg zum Gewinn. Schwarz gab auf. Das diesjährige nun schon fraditionelle Weihnachtsturnier zu Hastings endete mit dem Siege des Exwelfmeisters Dr. Aljechin. Er erzielle 8 Punkte aus 9 Partien. Ihm am nächsten kam der Amerikaner Fine mit 7½ Dunkten. Der österreichische Jungmeister E. Eliskases gelangte mit 5½ Punkten auf den dritten Plaß. Die weitere Reihenfolge: Feigin, Dr. Vidmar je 4“. Tylor und Winter je 3½, Koltanowski 3, Frl. Menshik und Sir Thomas je 2½ Punkte. Parliestellung. Crépeaux abcdef S1—98 panp l tIs t abcdeg Rellstab, der Olympiade in Munchen Weiß hatte auf das Schachgebot des Schwarzen mit Kg1—h1 geantwortet. Darf nun Schwarz DgóXe4+ DcXe4 Sh3X12 nebst SfXe4 spielen? NIDFFNI Samstag, 16. Januar 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. 6.05: Leibesübungen. 6.20: Blasmusik. Es spielt der Musikzug der Polizei Köln unter Leitung von Polizeimeister Erich Seeger. 1. Viktoria=Marsch(E. Neumann). 2. Standartenweihe, Marsch(G. Havemann). 8. „Indra“, Vorspiel(F. v. Flotow). 4. Luna=Walzer (P. Lincke). 5. Mit Bomben und Granaten(H. Bilse. 7.00: Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf. Anschließend: Fortsetzung des Morgenkonzerts: 6. Zum Städt'le hinaus, Marsch(Meißners. 7. a Bleisoldaten(O. Kockert): b. Puppe und Hampelmann(L. Siedes. 8. Herbstweisen, Walzer(E. Waldteusels. 9. Marschperlen, Melodienfolge(H. Blankenburg). 10. Zwei schwäbische Tänze(E. Urbachs. 11. Hacketäuer=Marsch(Beezl. 12. a) Geburtstagsständchen; b) Amina(P. Lincke). 18. a Pepita=Marsch(C. Neumann); b) In Treue fest, Marich 1N. Teike 8.00: Kalenderblatt— Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen 8.10: Hirde Bremus: Frauenturnen. 8.20: Musik zur Arbeitspause. Es spielt das Saarbrücker Unterhaltungsorchester. Leitung: Edm. Kasper. 9.90: Sendepause. 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. 10.00: Verkehrsunfall! Wer trägt die Schnld? Hörfolge von Ebel Nummel. 10.30: Liselotte Hoppe: Fröhliches Spiel für unsere Kleinsten. 11 00: Richard Heinemeyer: Was ist los im Sport? 11.10: Senbepause. 11.50: Bauer merk' auf. 12 0: Musik am Mittag. Es spielt das Orchester des Oberschlesischen Landestheaters. Leitung: Erich Peter 1 Ouvertüre zu„Eurnanthe“(C. M. v. Weberl. 2 Deutsche Tänze(L. v. Beethovens. 8. Zwei Stücke für Violine und Orchester: al Serenade (J. Sibelins!: bi Aria(M. Reger). 4. MazurkaFantasie(T. R. Leuschnerl. 5. Ans„Fanst's Verdammnis“ al Sylfentanz, b) Irrlichtertanz. c) Ungarischer Marsch(H. Berlioz). 18.00: Mittagsmeldungen— Glückwünsche. 18.15: Fortsetzung des Mittagskonzerts: 6 Des Königs Musikanten, Suite nach Lulln(F. Koschinsky). 7. Nachklänge aus Ossian(Niels=Gade). 8. Melodien aus„Der Maskenball“(G. Verdt). 19.00: Mittagsmeldungen. 14.45: Wochenendkonzert(Schallplatten). Zusammenstellung: Ernst Kalthoff. 15.15: Zum Tag der Polizei. Kennen Sie ein Polizeipräsidium. Rundgang durch das Polizeipräsidium Duisburg. 1d.: Wirtschaftsmeldungen. 16.00: Bunte Melodien. Mitwirkende: Das West bentsche Kammerorchester unter Leitung von Her mann Hagestedt: Aenne Pfirschinger(Sopran Anton Lehmbach(Tenor); Inpp Schwitz. Ley K0 walsei lan zwei Flügeln); die künf Rheinparodisten Die Nechk odne Schlaf. Eine Erzählung von Heinz Stegumett. 180n: Der neue Funkplan. Was bringt der Reichsender Köln in der nächsten Woche? 18.05: Zur Unterhaltung. Es spielt das Kammerquintett. Hans Bries(Zither). 1. Lustige Lent' (Ph. Fahrbach). 2 Galante Serenade(F. Behr 3. Moosröschen((. Bosc). 4. a) Alpenblume, b Humoreske(E Holzs. 5. a) Kinderherzen(F. Kockert); bi Auf Rosen gebettet(P. Linckel. 6. al Glöckchen, b) Wasserspiel(E. Holz). 7. Orientalischer Tanz(K. Dourgoisl. 8. Abenddämmerung am Meer M Niemannl. 9. Fiametta(G. Brufso). 19.00: Nach grüner Farb' mein Herz verlangt— Waldberger und Kölner Jungen und Mädel singen vom Winter. 19.45: Momentaufnahme. 20.00: Erste Abendmeldungen. 20.10: Der frohe Samstagabend des Reichssendere Köln mit dem„Lustigen Kleeblatt“. 2.00: Zeit. Wetter, Nachrichten. 22 20—21.00: Nachtmusik. Wir spielen zum Tanz. Es spielt das Münchener Tanzkunkorchester, Leitung: Carl Michalski. Mitwirkend: Die Münchener Funkschrammeln. Sonntag, 17. Januar 6.00: Hatenlonzert an Vord des Dampfers „Neunork“ und auf einer Varkasse der Hasenpolizei. I. 1. Glocken vom Großen Michel, dem Wahrzeichen der deutschen Seefahrer. 2. Choral: Harre meine Seele.„ Weckruf. II. 1. Unter dem Gardestern, Marsch(E. Stieberitz). 2. Duvertüre zur Oper„Das Nachtlager von Granada“(Kreutzer). 3. Sei nicht bös', Lied(K. Zellers. 4. Furchtlos und treu, Marsch (A. Baehres. 5. Traumideale, Walzer(J. Fucik). 6. Nur nicht drängeln, Intermezzo(B. Kutsch). 7. Immer zackig. Marsch(F. Ewers). 8. DynamidenWalzer(Joh. Straußs. 9. Fridericus Rer. Marschpotpourri(M. Rhode). 10. Lieb und freundlich. Intermezzo(B. Thiele). 11. O Elbstrand, o Heimat, Lied(G. Gnauck). 12. Alte Kameraden, Marsch K. Teike 8.00: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 8.05: Kleiner Nachruf auf Gräfer und Blumen Von Friedrich Schnack. Sprecher: Josef Lodenitein. 8.15: Unterhaltungskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester unter Leitung von Hermann Hagestedt. Käthe Königs(Alt); Georg Pellaur(Klavier 1. Vorspiel zur Oper„Der Feensee“(Aubers. 2 Deutsche Tänze, Folge(M. Reger). 3. al Wie Me lodien zieht es mir, bi Immer leiser wird meir Schlummer(J. Brahms). 4. Graziella. Reigen 19 Spiess. 5. al Du bist die Ruh'. bi Frühlinge glaube(F. Schubert). 6. Norwegische Rhapsodi Svendsens. 7. a) Widmung(R. Schumann/: bi A die Musik(F. Schubert). 8. al Leise flehen meine Lieder, b) Horch, horch(F. Schubert). 9. Erzherzog Johann, Folge(A. Pacherneag). 10. Die Romantiker, Walzer(J. Lanner). 11. Menuett(Bolzont) 12. Troika=Fahrt(P. Tschaikowsky). 9.45: Sendepanse. 10.00:„Im starken Volke dienen still die Frauen“ 1. 20: Musik am Sonntagmorgen(Schallplatten 1. Vorspiel zur Oper„Die verkaufte Braut“ (Friedr. Smetana). 2. Der Puppenladen(RolsiniRespighil. 8. Walzerfolgen aus dem dritten Akt der Oper„Der Rosenkavalier“(Nich. Strauß). 11.10: Lob der Polizei. Ein Gespräch von Eduard Reinacher. Leitung: Wilhelm Wabl. r1.M: Westdentsche Meister der Orgel. Josef Tönnes, Duisburg, spielt. Variationen und Fuge fis=moll über ein Originalthema von Mar Reger. 12.00: Blaskonzert. Es spielt das Blasorchester der Schutzpolizei Bochum unter Leitung von PolizeiInspektor Robert Rungenhagen. 13.00: Ein Wort an die Hörer. 13.10: Glückwünsche. 13.15: Musik am Mittag. Es spielt die Kapelle Hans Bund. 1. Melodien aus„Carmen“(G. Bizet). 2. Kleine Ballett=Suite(W. Richartz). 3. Ich bin das Herz von Paris(A. Melichar). 4. Konzertfantasie über„Schenkt man sich Rosen in Tiro!“ (W. Ortleb). 5. Frauen sind so schön, wenn sie lieben(Plessow). 6. Tanz der bösen Buben(KrügerHanschmann). 7. Mosaik. Romanze für Streichorchester(R. Schönian). 8. Schau' doch nicht immer auf die Uhr(Busch=Vossen). 9. Marsch(A. Maren). 14.00: Für große und kleine Kinder. Von der Prinzessin, die keine Pfeffernüsse und dem König, der nicht das Brummeisen spielen konnte. Ein Märchenspiel von Otto Wollmann. 14.20: Der Kiepenkerl packt aus. Für Kleingärtner und Kleintierhalter. für Bauer und Bäuerin. Darin: Imker und Bauer und Die Reichsbahn im Dienst der Kleintierhaltung. 15.00: Kleine Musik. Es spielt das Kammerquintett. 1. Kleine Stücke: Spiel und Tanz— Rüstiges Schaffen— Hinaus in die Welt— Schöne Mainacht— Hochzeitszug(R. Reinecke). 2. Die Mühle(A. Jensen). 3. Träumerei(A. Jensens. 1. Kleine Stücke: Schmetterling— Vöglein— Bächlein— Kobold(E. Grieg). 15.90: Lustiger Rätselsunk 10.00: Nette Sachen. Mitwirkende: Erna Fahrig (Sopran): Hans Blessin(Tenor); Willi Schneider (Baß=Bariton); Iupp Schmitz(Klavier); Leo Kowalski(Klavier); Ida Gille(Laute); das Kleine Orchester, Leitung: Leo Enfoldt. Zusammenstellung: Günther Bungert. Sprecher: Lotte Fritzsche, Carla Neitzel, Martha Walter, Karl Peter Haas, Fritzleo Liertz, Willi Stassar. Spielbuch: Klär Hoffmann. 18.00: Wo bist dn. Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten. 18.30- Walter Kunkel(Violine) und Hans Haaß (Klavier) spielen die Sonate d=moll von Robert Schumann 19.00: Deutsche Erzählkunst der Gegenwart Feuer vom Himmel. Ein Kapitel aus dem neuen Roman des rheinischen Bauerndichters Jakob Kneip. Mit einführenden Worten von Johannes Kirschweng Sprecher: Der Dichter. 19.90: Der Sonntag im Funkbericht. 19.45: Sportvorbericht. 2.00: Unterhaltungskonzert des Großen Orchesters, Leitung: Otto Julius Kühn Solist: Nobert Grote(Cello). 1. Ein Karnevalsfest(Hugo Kann). 2. Hochzeitswalzer aus der Pantomime„Der Schleier der: Pierette“(Ernst v. Dohnanni). 8. Scherzo capriccioso(Anton Dvorak). 4. Eine musikalische Tabakdose(Anatol Liadow). 5. Intermezzo aus der Oper„Der Schmuck der Madonna“(E. Wolf=Ferrari). B. Ouvertüre zu Shakespeares Lustspiel„Der Widerspenstigen Zähmung“(Johann Wagenaar). Die Wurstkraner. Eine lustige Erzählung von Kuni Tremel=Eagert. 7. Variationen über ein Nokokkothema für Cello und Orchester (P. Tschaikowikn). 8. Sinfonische Tongedichte (Schultze=Biesantz). 2200: Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.20—24.00: Wir bitten zum Tang Anzeigenteil wurde in kurzer Zeit ein Begriff für Güte und Billigkeit Lies und fördere Dein Heimat= und Samilienblatt! Pfarrer Kneipps Tannenbidten Lungenbalsam Iat das hervorragend Mittel b. schwer. Brust u Lungensbitz. Katerrh, sowie Bronchlalkat Der hohe Gehalt an Kalt ond Kieselsäure bringtHeileng and Vernarbung, Zunahme des Ap petits, Abnahme d. Fiebers and der Schweibbildong. Die große Flasche RM 3 Knelpp- Kur-Wegrelser ostenlos dureb Knelpp-Mittel-Zentrale IKnelppapoihekel Wörzburg Rasierklingen anerk innt gute Markenware, extra breiter Schlilt% .... 100 Stück nur RM dazu der moderne Schrägschnittapparat für die Westentasche. 2 7 5 beides zusammen. RN S19 Versand Nachnahme portofrei. W. Karl Unshelm Solingen 16 Morgen: Operngassspiel der Kölner Oper. Am Sonntag. 17. Januar, gastiert die Kölner Oper zum dritten Male in dieser Woche im Stadttheater Bochum, und zwar mit einer weiteren Aufführung von d'Alberts„.fland“. das in der Kölner Inszenierung einen ausgesprochenen Erfolg verbuchen konnte. In den führenden Partien sind die ersten Kräfte des Kölner Hauses beschäftigt: u. a. Olga Tschörner Else Veith. Josef Janko, Felix Knäpper, Friedrich Schüttler. Wilhelm Witte. (Blauer Ring). Am gleichen Tage gastiert das Bochumer Schauspiel in Düren zur Eröffnung einer Theaterfestwoche mit„Prinz Friedrich von Homburg“. Heute; weitere Wiederholung des großen Lustspielerfolges des Neuen Jahres: Hinrichs„Petermann fährt nach Madeira“ in der Silvesterpremieren=Besetzung.(Roter Ring.) Morgen, Sonntaa, Parkhaus=Konzert des Städtischen Orchesters Bochum. Morgen, Sonntag, 17. Januar. 16 Uhr beginnend, findet im Parkhaussaale ein Konzert des Städtischen Orchesters Bochum statt. Der Eintritt ist frei! im nächsten Meister Konzert des Städischen Orchesters Bochum. Fräulein Guila Bustabo, die in der vorigen Spie zeit einen so sensationellen Erfolg in Bochum errang, ist die Solistin des nächsten MeisterKonzertes des Städtischen Orchesters Bochum am Donnerstag 21 Januar 20 Uhr im Stadttheater. Der städtische Kapellmeister Bochum, Leopold Reichwein, hatte die junge Geigerin auf Grund ihres Bochumer Erfolges auch als Solistin für eines seiner Wiener Konzerte engagiert. Guila Bustabo erspielte sich auch in Wien einen glänzenden Erfolg jedoch nicht unter der Leitung Leopold Reichweins. Denn gerade in diesem Konzert war sein Auftreten im letzten Augenblick behördlicherseits verboten worden. Die junge Künstlerin hat sich inzwischen in Berlin und in allen Großstädten Europas glänzende Erfolge geholt und zählt heute mit ihren 17 Jahren bereits zu den allerersten Sternen am Geiger=Himmel. Sie wird in Bochum das Violin=Konzert von Johannes Brahms und ein Solostück von Ernst von Dohnanyi zum Vortrag bringen. Im übrigen enthält das Programm eine neue Symphonie von Vaughan Williams und zum Gedenken des 150. Geburtstages Carl Maria von Webers die Euryanthe=Ouvertüre. Preiso: 1.— bis 4.— RM. Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben. Telefonische Bestellungen unter Nr 61051. heute: Heiterer Abend Claire Waldoff und Johann Strauß im Schützenhof. Ein großer heiterer Abend findet bekanntlich beute Sonnabend im Schützenhof statt. Die Vortragsfolge zeichnet sich durch einen glücklichen Wechsel des Geschehens aus. Johann Stlauß wird mit seinem Orchester echte Wiener Walzerstimmung hervorzaubern, Claire Waldoff, das„Herz von Berlin“, wird einige ihrer bekanntesten urwüchsigen Schlager singen, Herbert Jäger, der als„Jäger aus Kurpfalz“ bestbekannte deutsche Rundfunkkünstler von der Sendung „Allerlei von Zwei bis Drei“ wird am Flügel improvisieren und heitere Weisen variieren. Lilli Claus. die hervorragende Koloratursängerin von der Staatsoper Wien, wird mit dem Frühlingsstimmenwalzer und anderen hönen Liedern sich einzuschmeicheln wissen. Peter Igelhoff, bekannt von vielen Rundiunksendungen, von mancher guten Schallplatte, singt mit Charm und großem Können seine eigenen Wiener Lieder und eins der besten deutichen Tanzpaare Emele und William Blacker werden sich die Herzen der Besucher mit köstlichen komischen Tänzen erobern +„Fridericus"=Uraufführung in einer Jugendsiimstunde. Die Presse= und Propagandastelle des Standortes Groß=Bochum der Hitter=Jugend zeigt am Sonntag, dem 17 1.„7. in zwei Jugendfilmstunden den Film„Fridericus". Die Hitler=Jugend und das Deutsche Jungvolk sehen„Fridericus“ um 11 Uhr in der Lichtburg. Der Bund deutschei Mädel und die Jungmädel haben ihre Vorstellung um 11,30 Uhr in den Weltlichtspielen. Die Vorstellungen können jedoch auch von anderen Jugendlichen besucht werden. Der Karten=Vorverkauf für diese Jugendfilmstunden findet täglich von 18—21,30 Uhr auf der Pressestelle des Standortes, Zimmer 12, Trankgasse 7—9, statt.— Gleichzeitig möchten wir auf die Jugendfilmstunden des Unterbannes IV=67 hinweisen. Dieser Unterbann zeigt am Sonntag, dem 17. 1. 37. im Apollotheater Bochum=Weitmar, den Film„Flüchtlinge“ und am Sonntag, dem 24. 1. 37,„Dork“ im Theater Moll, Bochum=Linden. Den Kartenvorverkauf für diese Filme tätigt der Unterbann. So kommt denn auch seit dem Tage Nur noch eins für sie in Frage, Nämlich: Wie gelingts, daß man Bald schon Hochzeit feiern kann. Alle Tage, alle Stunden Hört man sie sich nun erkunden, Wo man hier in unserer Stadt Wohl die besten Quellen hat. Damit kamen sie voll Sorgen Auch zum Onkel Sonntagmorgen, Der sprach ganz verwundert dann: „Seht doch mal die Zeitung an!“ Die„Westfälische“ bringt beute Gerade auch für Hochzeitsleute Stets ein großes Angebot, Also: Drum nur keine Not! Den Brautstaat, Kinder, fein und nett, Das Kleid mit Kranz und Schleier Bei Vieshaus findet Auswahl ihr Sehr reich und doch nicht teuer! Es soll ja doch was Schönes sein Wie ein Gedicht im Maien, Drum wählet klug und weise aus Es wird euch nicht gereuen! Das Brautkleid/ Den Schleier/ Den Kranz Gesellschaftskleider von A. Viefhaus, Die Schuh für Braut und Bräutigam Die kauft ihr dann bei Hildebrandt. Der liefert euch, was passend. Bequem nicht nur, auch elegant! Die Firma ist ja stadtbekannt Ob ihrer guten Waren Auch ihr, darauf kann schwören ich Werdet zufrieden fahren! süldlebrandt Bochum, Wiemelhauser Straße 71 „Polstermöbel, die bequemen.“ Ließ sich Onkel Fritz vernehmen, „Kauft man bei F. Schmidt und Sohn! Da steht's Inserat ja schon! Seht, da könnt ihr selbst es lesen: Ob nun Sofas, Couchs ob Chaisen Oder'n Sessel für Papa, Schmidt und Sohn hat alles da!“ F.Schmidt& Sohn Polstermöbelwerkstatt Freiligrathstraße 3 Telefon 63900 „Die Grete ist.“ sagt Tante Lies— „Mein Patenkind in Ehren, Drum werde ich— glaubt es mir nur— Ihr ganz was Schön's bescheren! Ein Schmuckstück sei's zu ihrer Freud, Von einem Goldschmiedmeister!“— E. DROHN Goldschmiedemeister Bochum, Marktplatz 6 „Doch halt!— Auch die Zigarrenfrage, Die will wohl gut beraten sein! Wie wär's, wenn sie der Onkel Fritze Uns abnähme und kaufte ein?“ Der Onkel nicht lang überleget: „Das ist ja selbstverständlich doch Bei Bernhard Peschel bin ich Kunde, Da weiß man, was ich brauche noch! Zigarren und auch Zigaretten Von allen Marken find' ich reich Das Beste wird wohl sein, wenn morgen Ich danach gehe schon sogleich!“ Ligarren- Dacchol Bochum, Herner Str. 32 FachgeschänCSUI,(gegenöb. d. Bergschule Verlobungs-Anzeigen Vermählungs- Anzeigen Hochzeits-Zeitungen Tischkarten in geschmackvoller Ausföhrung Schürmann& Klagges Möhlenstraße 12—14« Fernruf 647 46 „Wenn wir nur erst für die Betten Auch die richt'ge Quelle hätten.“ Rief besorgt das Bräutchen dann! Aber da fing Mutter an: „Ein Begriff in nur zwei Worten: Bettenkauf? Dann Betten=Korten! Hav noch niemals es bereut, ihr Kinder, seid gescheit!“ K orten Bongardstraße 6, Nähe Rathaus Z din Ollan wor 75 Sorllan nelonnl dne Groß Bochum meldet Bochum-Altenbechum Im Silberkranze. Die Eheleute Lehrer Paul lehbronn, wohnhaft Wittenerstr. 313, begeden heute das Fest des silbernen Ehesubiläums.— Glückauf zum goldenen! Bechum-Hordel Nun auch noch ein Hühnerhabicht. Nicht genug. aß lichtscheues Gesindel durch Einbrüche und Diebstähle empfindlichen Schaden zufügt, wird nun auch noch in Unterhordel ein Hühnerhabicht festgestellt, dem gewiß schon manches Huhn zum Opfer gefallen ist. In diesen Tagen wurde wieder ein solcher Raubvogel gesichtet, Die neue Verladeanlage auf Zeche„Hannover“ voll in Betrieb. Die neue Verladeanlage der Zeche Hannover, über die wir bereits geschrieben haben, ist jetzt voll in Betrieb genommen worden. Damit wird die alte überflüssig, sie wird abgebrochen. Auf dem freigewordenen Platz entsteht die neue Wäsche. Bochum-Hofstede Persönliches. Heute vollendet die Witwe Mathilde Moderski, geb. Zimmermann, Poststraße 17, ihr 82. Lebensjahr. Wir wünschen der fleißigen Leserin der Volkszeitung einen weiteren ruhigen Lebensabend und schließen uns den Glückwünschen, die ihr 5 Kinder und 16 Enkelkinder heute darbringen, an.— 76 Jahre alt wird am Sonntag die Ehefrau Elisabeth Münstermann geb. Scheifers, Mühlenweg 3. Die Volkszeitung wird von ihr seit über 50 Jahren gelesen. Auch ihr wünschen wir für ihren weiteren Lebensweg Gesundheit und Gottes reichsten Segen.(th) Bei der Reparatur abgestürzt. Empfindlich verletzt wurde gestern morgen auf seiner Arbeitsstelle der 26jährige Dr., der in einem örtlichen Fabrikbetrieb in einer Gießerei beschäftigt ist. Er hatte eine Störung an der Ofenverschlußvorrichtung beseitigen wollen, als plötzlich das Leitergerüst, auf der Dr. stand, nachgab, so daß er stürzte und auf einige Gußkästen aufschlug. Er zog sich neben einem Unterarmbruch Quetschverletzungen zu, Sportplatz an der Vierhausstraße. Die alte Halde der Constantin=Zechen, Schacht 1=2 an der Vierhausstraße, ist fast abgetragen. Auf dem freigewordenen Gelände wird ein Sportplatz angelegt. Bochum-Grumme Bauunternehmer Wilhelm Vössings letzte Fahrt. Donnerstagnachmittag wurde Bauunternehmer Vössing auf dem Grummer Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. Auf seiner letzten Fahrt erwiesen ihm eine große Zahl von Trauergästen und mehrere Vereine, deren Mitglied der Verstorbene war, das Ehrengeleit. Vikar Sasse nahm an der Kirche die Einsegnung der Leiche und die Beisetzung auf dem Friedhofe vor. Am Grabe fand eine erhebende Trauerfeier statt.(th) Bochum-Hiltrop-Bergen Bestandenes Examen. Der Volksschullehrer Alfred Lötz, Sohn des verstorbenen Rektors Lötz aus Hiltrop, Estand in Valbert, Kreis Altena, seine zweite Lehrerprüfung mit gutem Erfolg.(va) .... Kameradschaftsabend. Wie schon in den Ortsgruppen Grumme=Vöde und Gerthe Kameradschaftsabende für die Mitglieder der Arbeitsopferversorgung in der DAF. abgehalten wurden, über die wir berichteten, so fand am Mittwochnachmittag für die Ortsgruppe Bergen=Hiltrop eine Veranstaltung mit gleichem Programm statt. Ortsreferent Fritz Brandau konnte neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern und Angehörigen auch den Ortsobmann Veuhoff von der DAF. sowie den Gaureferenten Heinrich Stein Bochum) begrüßen. Beide hielten im Laufe des Abends kurze Ansprachen. Bei der von der NS.Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ zur Verfügung gestellten Musikkapelle und dem Humorist„Hans vom Rhein“ erlebte man fröhliche Stunden.(va.) Bochum-Harpen Die 2. Kompagnie der Kriegerkameradschaft Bochum=Harpen hielt im Kompagnielokale Ruwe unter ihrem Kompagnieführer Homborg ihre Jahreshauptversammlung ab. Jahres= u. Kassenbericht wurden zur Kenntnis gegeben. Der Vorstand in seiner Besetzung: Kompagnieführer Otto Homborg, Stellv. Joh. Gründer, Kassenwart Walt. Schulte und Schriftwart Wilh. Timmermann, bleibt bestehen Das 25jährige Bestehen, auf das die 2. Kompagnie in diesem Jahre zurückblicken kann, soll im Rahmen einer Kompagniefeier festlich begangen werden. Die Bataillonsversammlung der beiden Kompagnien der Harpener Kriegerkameradschaft soll im Februar stattfinden, in der auch gleichzeitig die Frage der einheitlichen Kyffhäusermützenbeschaffung endgültig geregelt werden soll.(va) Bochum-Laer Zusammenkunft der Amtswalter der DAF. Sonntag um 10 Uhr findet bei Zeiger, Wittener Straße 400, eine Amtswaltersitzung der Ortswaltung Laer der DAF. statt. Heimabend der weiblichen Mitglieder der DAF. Die weiblichen Mitglieder und Hausgehilfinnen in der Deutschen Arbeitsfront haben Dienstag bei Zeiger, Wittener Straße 400, einen Heimabend. Alle Hausgehilfinnen, weiblichen Mitglieder der DAF. und auch die Volksgenossinnen, die noch nicht Mitglieder der DAF. sind, sind eingeladen. Filmstelle. Die Filmstelle der NSDAP. in Laer hat in den letzten Monaten schon eine Reihe hervorragender Filme aufgeführt, die auch bei der Laerer Bevölkerung den nötigen Anklang gefunden haben. Nunmehr soll der bekannte Film„Friesennot“, der in packenden Bildern den Kampf eines versprengten Häufleins Deutscher gegen die unmenschliche Willkür der Bolschewisten in Rußland zeigt, zur Aufführung kommen. Als Termin ist der 28 Janua: festgesetzt. Wer das SA=Sportabzeichen erlangen will, kann sich zu einem Sportkursus anmelden, der jeden Mittwoch stattfinden soll. Vorerest müssen SA=Männer und Angehörige sämtlicher Gliederungen der NSDAP. sich auf der Geschäftsstelle, Wittenerstraße 4130 melden. Bochum-Langendreer Die Deutsche Arbeitsfront hält Sonntag bei Grollmann eine Pflichtversammlung ab. Als Redner ist Pg. Knieling gewonnen. Bochum-Weilmar Zwei Verletzte auf der Arbeitsstelle. In der Morgenschicht waren der 47jährige Lastfahrer Sch und der 42jährige Karl Fl. auf einem hiesigen Werksverladeplatz mit Verladearbeiten beschäftigt. Plötzlich kamen die schweren Rund= und Stabeisen in Bewegung und fielen auf die beiden. Sch trug nur leichtere Verletzungen davon, während Fl. außer einem doppelten Armbruch erhebliche Quetschwunden davontrug. Reichsluftschutzbund Weitmar=Nord. Die Ge meindegruppe Weitmar=Nord hat sich im Hause Essenerstraße 37(Kellergeschoß. Seiteneingang) ein Dienstzimmer geschaffen. Sprechstunden sind von Dienstag bis Freitag, von 17—19 Uhr. Der Schulungsleiter sowie die Frauenfachbearbeiterin sind jeden Mittwoch von 18—19 Uhr anwesend. In allen Fragen des Luftschutzes wird Auskunft und Rat erteilt. Bochum-Auerenbur, Besprechung der N3V=Amfemalter. Sonntag, 10 Uhr, findet im Volkshaus, Overbergstraße 16, eine wichtige Besprechung sämtlicher Amtswalter der NS=Volkswohlfahrt statt. Erscheinen ist Pflicht. Bochum-Linden-Da" hansen 25jähriges Dienstjubiläum. Am heutigen Tage kann der technische Büroangestellte Hubert Achtergade, Keilstraße 89 wohnhaft, bei der Firma Hub. Schulte sein 25jähriges Dienstjubiläum begehen. ... wird alle 14 Tage abgeholt. Die Sammlung von Altmetallen, Tuben, Blechdosen usw. wird in etwa zwei Wochen wieder vorgenommen. Natürlich hat solch eine Aktion nur Erfolg, wenn auch die Hausfrauen entsprechend mithelfen und das können sie am besten, wenn sie jetzt schon mal gelegentlich in Kellern und auf Böden Nachschau halten und die zusammengetragenen sammelfähigen Sachen bis zum Sammeltag gut aufheben. Fis unseren Verbreitungsgebiet Herne Brand in einem Heizungskeller. Donnerstag entstand in einem Heizungskeller einer Wirtschaft auf der Horst=Wessel=Straße ein Kellerbrand. Die Feuerlöschpolizei konnte die Flamme schnell ersticken. 14 Zentner Zement aus einem Keller gestohlen. In der Nacht zum Donnerstag wurde ein Keller in einem Neubau an der Brunnenstraße erbrochen und, daraus 14 Zentner Zement gestohlen. Wer kann bezüglich der Täter Angaben machen? Neuer Vorsitzender des Grubenvorstandes von „Mont Cenis“. Für Dr. Friedrich Flick, der den Vorsitz niedergelegt hatte, wurde Generaldirektor Auskühl zum Vorsitzenden des Grubenvorstandes der Steinkohlenzeche„Mont Cenis“ gewählt. Dr. Flick hat den stellv. Vorsitz übernommen. Eine neue elektr. Kraftzentrale auf Shamrock. Auf der Zeche Shamrock 1=2 wird eine neue elektrische Kraftzentrale gebaut. Das neue Gebäude das nahezu fertiggestellt ist, wird mit seiner modernen Linienführung eine erhebliche Verschönerung der Zechenanlage bedeuten. Paul Kemp gastiert in Herne. Wie wir erfahren, wird Paul Kemp, der beliebte Verkörperer humorvoller Rollen im Film, mit seinem Ensemble nicht nur in Bochum, Essen und Düsseldorf gastieren, sondern auch in der Lichtburg in Herne, mit dessen Inhabern ihn alte Freundschaft verbindet. Schon 1922 war er hier einmal als„Schneider Wibbel“ zu Gast. Sein neues Herner Gastspiel ist auf den 10. Februar vereinbart. Er spielt „Charleys Tante“, eine köstliche Rolle mit der er auch im Film großen Erfolg hette Wanne-Eickel „Tag der Deutschen Polizei“ in Wanne=Eickel. Am Tage der Deutschen Polizei wird auch in W.Eickel eine Straßensammlung für das WHW vorgenommen, dabei wird ein„kleiner Verkehrsschutzmann“ angeboten. Unserer Stadt sind 6500 solcher Abzeichen zugeteilt worden. Sammlung und Verkauf haben das NSKK. TN und die Feuerwehr übernommen. Samstag konzertieren die Schutzpolizeikapelle zwischen 13,15 und 14,15 Uhr auf dem Glückaufplatz und die Feuerwehrkapelle von 16—17 Uhr in Röhlinghausen; am Sonntag gibt es öffentliche Konzerte von 11,30—12,30 Uhr auf dem Adolf=Hitler=Platz und von 13—11 Uhr in Holsterhausen. 11 Wanne=Eickeler machen die Reifeprüfung. Am Rea'gymnasium und an der Oberrealschule in Wanne=Eickel machen Ostern 18 Oberprimaner ihre Reifeprüfung, dazu kommen noch 23 Unterprimaner, die auf Grund der neuen Bestimmungen ein Jahr früher die Schule verlassen können. Gesellenwanderung auch in diesem Jahre. Das Gesellenwandern, das für die berufliche und allgemein menschliche Erziehung des jungen Mannes von großer Bedeutung ist, war in den Jahren der Arbeitslosigkeit fast unmöglich geworden.— Die Deutsche Arbeitsfront hat nun diesen ältesten deutschen Handwerksbrauch wieder aufleben lassen. Gemütlicher Kameradschaftsabend mit den Danziger SA=Kaweraden. Donnerstag verlebten die hier zu Besuch weilenden Danziger SA=Kameraden einige gemütliche Stunden auf einem Kameradschaftsabend bei Karl Schulte. Die Danziger SA=Kameraden sprachen sich allgemein sehr lobend über die hervorragende Gastfreundlichkeit in W.Eickel aus. Nach einem Dienstgang einem Herzschlag erlegen. Donnerstagvormittag erlag der Polizeimeister Heinr. Sandmann, der von einem Dienstgang auf das 17. Revier zurückgekehrt war, einem Herzschlag. Der Verstorbene ist hier geboren und stand im 58. Lebensjahr. Er war bei seinen Vorgesetzten und seinen Kameraden angesehen und hoch geschätzt. Wattenscheid Einbruch in das Sprechzimmer eines Arztes. Donnerstag drangen unbekannte Täter in der Zeit von 11,30—14,30 Uhr in das Sprechzimmer eines Wattenscheider Arztes ein und entwendeten mehrere ärztliche Instrumente. Wer kann über die Täter Angaben machen. Verdächtige Wahrnehmungen, die bei der Kripo, Rathausstraße 3, anzubringen sind, werden auf Wunsch vertraulich bebandelt. Sonntag, den 17. Januar 1937. Römisch=katholische Kirchengemeinden. Propstei. 6 Uhr hl. Messe. 6,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 7,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9 Uhr hl. Messe für Gymnasium und Oberrealschule. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre mit Segen, danach stille Anbetung. 18 Uhr Rosenkranzandacht und Segen, danach Ansprache für die Eltern der Kommunionkinder. Christ=König(Franziskanerkloster). 6 Uhr erste hl. Messe ohne Predigt. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,15 Uhr Kindermesse mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 17 Uhr Weihnachtsweihespiel. Hl. Kreuz. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre. St. Joseph. 6,15 Uhr hl. Messe. 7,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre und Andacht. 15,30 Uhr Andacht für die Jungfrauen. St. Marien. 6 Uhr erste hl. Messe. 7,15 Uhr Frühmesse mit Predigt. 8,30 Uhr dritte hl. Messe mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Kindheit=Jesu=Vereinsandacht mit Segen und Opfergang der Kinder. Mariahilf, Klosterkirche. 5 und 6 Uhr stille hl. Messen. 7 Uhr Singmesse ohne Predigt. 8 Uhr feierliches Hochamt. 9,15 Uhr Schülergottesdienst. 10,30 Uhr Gottesdienst für die Polen mit Predigt. 16,40 Uhr Rosenkranzgebet. 17 Uhr erster feierlicher Schluß der Exerzitienwoche mit Predigt, päpstlichem Segen und Festandacht für alle. 19 Uhr Rosenkranz, Schlußpredigt des P. Exerzitienmeisters mit päpstlichem Segen, Aufnahme neuer Mitglieder in die Erzbruderschaft der hl. Familie, Te Deum und Segen. Diese Abendpredigt ist nur für die Männer. St. Antonius. 6,30 Uhr erste hl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9,30 Uhr feierliches Levitenamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Festandacht für alle Schulkinder. 16 Uhr Andacht mit Predigt für die Jungfrauen=Kongregation. St. Meinolphus. 6 Uhr hl. Messe. 7 Uhr Gemeinschaftsmesse. 8 Uhr Schülermesse. 9 Uhr Kindermesse. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11,30 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 18 Uhr Andacht. St. Johannes, B.=WAmelhausen. 7 Uhr erste hl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 15 Uhr Pfarrandacht mit Segen. 16 Uhr Andacht mit Ansprache und Bannerweihe für die Jungfrauenkongregation. Herz Jesu, B.=Hamme. 6,30 Uhr hl. Messe. 8 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe. 15 Uhr Christenlehre. Dreifaltigkeit. 7 Uhr Gemeinschaftsmesse.8 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr christlicher Unterricht mit Andacht und Segen. 15,30 Uhr Andacht mit Ansprache für die Jungfrauen. Franziskus, B.=Riemke. 6,15 Uhr hl. Messe. 7,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre und Andacht. 15 Uhr Taufen. Herz Jesu, B.=Hordel. 6,30 Uhr Betsingmesse. 8 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Andacht. 15 Uhr Taufen. St. Franziskus, B.=Weitmar. 6,15 Uhr Frühmesse als Gemeinschaftsmesse. 7,30 Uhr zweike hl. Messe als Betsingmesse mit Predigt. 8,45 Uhr Hochamt mit Predigt. 10 Uhr Kindermesse mit christlichem Unterricht. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2,30 Uhr Christenlehre. 3,15 Uhr Taufen. 6 Uhr Andacht für die ganze Gemeinde. St. Theresien, W.=Eppendorf. 7,30 Uhr Frühmesse. 10 Uhr Hochamt. 14,30 Uhr Christenlehre und Segen. 17 Uhr Andacht. St. Anna, B.=West. 7,30 Uhr hl. Messe mit Gesang. 9 Uhr hl. Messe mit Gesang. 10,15 Uhr Hochamt. 14,30 Uhr Weihnachtsandacht mit Segen. 15 Uhr Taufen. St. Liborius, B.=Grumme. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Andacht. 15 Uhr Taufe. Liebfrauen, B.=Altenbochum. 6,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 7,15 Uhr Gemeinschaftsmesse mit Predigt. 9 Uhr Kindermesse mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe. 14,30 Uhr Christenlehre mit Segen. Liebfrauen, B.=Linden. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,05 Uhr hl. Messe mit Ansprache für die Kinder. 9 Uhr Hochamt mit Predigt. 10,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Andacht. 15,15 Uhr Taufe. St. Engelbert, B.=Dahlhausen. 7,30 Uhr Frühmesse. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 14 Uhr Taufe. 14,30 Uhr Christenlehre und Andacht. St. Michael, B.=Dahlhausen. 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 15 Uhr Andacht. St. Marien, B.=Stiepel. 7.35 Uhr Frühmesse. 10 Uhr Hochamt. 16 Uhr Andacht. Fronleichnam, B.=Laer. 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre und kurze Andacht mit sakramentalem Segen. 15,15 Uhr Taufe. St. Marien, B.=Langendreer. 6,30 Uhr hl. Messe. 7,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9 Uhr Kindermesse mit Predigt. 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre und Andacht zur hl. Familie. 15,30 Uhr Andacht mit Standespredigt für alle Jungmädchen und Jungfrauen. 17 Uhr Andacht mit Predigt für den 3. Orden. St. Bonifatius, B.=Langendreer. 6,30 Uhr hl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9,15 Uhr Kindermesse mit Predigt. 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre mit Andacht. Herz=Jesu, B.=Werne. 6,45 Uhr erste hl. Messe. 8,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre mit Andacht. 15,15 Uhr Taufe. St. Elisabeth, B.=Gerthe. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11,15 Uhr hl. Messe mit Gesang und Predigt in poln. Sprache. 14,30 Uhr Christenlehre. St. Joseph, B.=Hiltrop. 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr Christenlehre mit Andacht. Hl. Geist, B.=Harpen. 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Sakramentsandacht. St. Elisabeth=Hospital, Bochum. 5,45 Uhr hl. Messe. 8 Uhr Hochamt mit Predigt. 17 Uhr Andacht. St. Josephs=Hospital, Bochum 6,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 17 Uhr Andacht. St. Marien, Wanne=Eickel. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9.30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. 11,45 Uhr hl. Messe mit polnischer Predigt. 14,30 Uhr Andacht. St. Joseph, Wanne=Eickel. 6 Uhr Frühmesse. 8 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 20 Uhr Andacht mit Segen. St. Barbara, Wanne=Eickel. 6,30 Uhr hl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9 Uhr hl. Messe mit polnischer Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11,30 Uhr Andacht. Herz=Jesu, Wanne=Eickel. 6 Uhr hl. Messe. 7,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 15 Uhr Andacht. St. Franziskus, Wanne=Eickel. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9 Uhr Hochamt mit Predigt 10.30 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Andacht. St. Laurentius, W.=Eickel. 6,15 Uhr hl. Messe. 7 Uhr hl. Messe. 8 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9 Uhr Schulmesse. 10 Uhr Polenmesse mit Ansprache. 10,45 Uhr Hochamt. 11,45 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 15 Uhr Christenlehre für die Kinder. 18 Uhr Abendandacht. St. Michael, W.=Eickel. 7 Uhr Frühmesse. 8,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 14,30 Uhr Andacht. St. Magdalenen W.=Höntrop. 6,45 Uhr hl. Messe mit Austeilung der hl. Kommunion. 7.30 Uhr Austeilung der hl. Kommunion. 8 Uhr hl. Mese mit Predigt und Austeilung der hl. Kommuon(gemeinschaftliche hl. Kommunion aller #gfrauen, besonders der Mitglieder der Jungfrauenkongregation). 10 Uhr Hochamt#t Predigt. 2.30 Uhr Christenlehre mit Segen. 3 Uhr Taufen. 5 Uhrr Pfarrandacht mit Segen. Evangelische Kirchengemeinden. Christuskirche. 9,45: Liz. Lotz; KGD. 11,15: Matthieu; 15: Tauffeier, Winnacker. Friedenskirche. 9,30: Vikar Steveling; KGD. 11: Winnacker; 12,15: Tauffeier, Winnacker. Lutherkirche. 9,45: Schmidt II; KGD. 11: Schmidt II: 12: Tauffeier, Schmidt II. Pauluskirche. 8: Schmidt II; 9,30: Matthien; 17,15: Vikar Steveling. Johanneskirche. 9: masurischer Gottesdienst, Schneider; KGD. 11,15: Henrici. Krankenhauskapelle. 9,30: Winnacker. Altenbochum. 10: Missionsfestgottesdienst, Missionar Blum, Gütersloh. 11,15: Kindergottesdienst, Missionar Blum; 5: Missionsfest. Bochum=Engelsburg. 8: Frühgottesdienst, Kraemer; 11,15: Kindergottesdianst. Gerthe. 10: Missionsfestgottesdien, Missionar Ameler; 11,15: KGD. Bochum=Hamme. Frühgottesdienst an der Maarbrücke 8: Kraemer; Hauptgottesdienst in der Kirche 9,45: Kraemer, in Wegescheid 9,15: Schroer; Kindergottesdienst in der Kirche 11,10: Kraemer, im Gemeindehaus 11,15: Bach; Taufstunde in der Kirche 2: Kracmer, im Gemeindehaus 12: Bach. Harpen. 10: Gottesdienst im„Lobetal“, Opferstunde; 11,15: KGD. Hiltrop. 9,30: Gottesdienst, Fortmann; 10,15: Kindergottesdienst; 11,15: Taufen. Hofstede=Riemke. 8,30: Mühge; 10: Mühge; 11,15: KGD., Pitsch: 12: Taufstunde. Linden. 9,30: Bäumer: 11: Kindergottesdienst; 12: Taufen. Dahlhausen. 8: Bäumer; 9,30: Neuhaus; 11: Kindergottesdienst; 12: Taufen. Buchholz. 10.30: Gottesdienst, Altena; 11,30: Kindergottesdienst. Stiepel. 9,30: Gottesdienst im Lutherhause; 11: Kindergottesdienst. Uemmingen. 10.15: AGD.; 16: Männerdienstversammlung mit Vortrag. Wiemelhausen: Melanchthonkirche. 8.30: Engelbert; 10: Bertelsmann; 11,30: KGD. und Kirchentaufen(Dr. Klein). Petrikirche. 9,15: Gottesdienst Engelbert; 11,15: KGD. und Taufen, Niedermeier. Silberjubiläum der Schlosserinnung Bochum Die Schlosserinnung Bochum, die heute nach der keuordnung der Organisation des Handwerks als Innungsbezirk die Kreise Bochum, Wattencheid. Herne und Castrop=Rauxel umfaßt, blickt auf ihr 25jähriges Bestehen zurück. Die Schlosserinnung hat nicht eine so lange Vergangeneit wie andere Innungen, denn die Zahl der selbländigen Schlossermeister war erst zu Beginn des Jahrhunderts mit dem Wachsen der Großstadt so oß, daß die Gründung einer Innung möglich und zünschenswert wurde. Im Jahre 1906 trat man nerst zwecks Schaffung eines enderen Zusammenblusses im Schlosserhandwerk zusammen. Die Zuammenarbeit führte zunächst zur Gründung einer lereinigung selbständigen Schlossermeister Bochum, ie im Jahre 1907 errichtet wurde. Die Verein gung emühte sich mit Erfolg, das Gemeinschatfsleben im ich osserbindwerk zu fördern und die gemeinsamen interessen der Mitglieder zu vertreten. Insbesondere leß die Vereinigung es sich angelegen sein, ihre Mitlieder fachlich und wirtschaftlich zu schulen sowie den achwuchs zu fördern. Auch war sie mit Erfolg berebt, zwischen den selbständigen Meistern und ihren lesellen ein gutes Verhältnis zu schaffen. Eine Verkstattordnung z. B., die zu diesem Zwecke geschaf. in wurde, regelte die Betriebsverhältnisse und trug 2zu bei, ein gedeibliches Verhältnis zwischen Meiern und Gesellenschaft zu schaffen. In einer Versammlung vom 6. 4. 1911 wurde ann auf Anregung von Karl Franken die Frage er Gründung einer Zwangsinnung erorert. Nachdem das Für und Wider eingehend in einer esenderen Versammlung behandelt worden war, wurde der Antrag auf Errichtung der Zwangsinnung n den Magistrat der Stadt Bochum gerichtet. Der Intrag war unterzeichnet von den Schlossermeistern ranz Arens, Heinrich Buschmann, Gustav Franken nd Karl Franken, Franz Heine, Franz Holtfort, karl Korte, Josef Rieland, H. Sicking, Wilhelm Timtermann und Gustav Welge. Durch Verfügung des derrn Regierungspräsidenten in Arnsberg wurde lsdann angeordnet, daß zum 1. Dezember 1911 uner dem Namen „Zwangsinnung für das Schlosserhandwerk mit dem Sitz in Bochum“ ine Zwangsinnung für das Schlosserhandwerk für en Bezirk der Stadt Bochum errichtet werden solle. die Satzung der Innung wurde am 19. 1. 1912 von er Versammlung einstimmig angenommen und seiens des Bezirksausschusses in Arnsberg genehmigt. Die stattfindende Gründungsversammlung wählte zum 1. Obermeister den Schlossermeister Gustav Welge, der dieses Amt bis zum Jahre 1920 versah. Die neugegründete Zwangsinnung beschloß ihren Beitritt zum damaligen Innungs=Ausschuß, dem auch die Führung der Geschäfte der Innung übertragen wurde. In der Zeit der wirtschatflichen Entwicklung und. Aufstiegs ver dem Welttrieg erfüllte die Zwangsinnung ihre Aufgaben mit großem Geschick und verstand es, im Rahmen der Gesamtinteressen das Schlossethandwerk und seine Angehör gen beruflich und wirtschaftlich zu fördern. Als dann im August 1914 der Weltkrieg ausbrach und das deutsche Volk seine völtische und politische Unabhängigkeit zu verteidigen hatte, stellte sich auch die Schlosserinnung in den Dienst der nationalen Verteidigung. Eine Reihe von Mitgliedern mußte den Fahnen folgen. Die Zurückgebeiebenen stellten ihre Betriebe zum größten Teil auf Kriegslieferungen ein und waren laufend mit Heereslieferungen beschäftigt. Für die im Felde stehenden Kollegen wurde in anerkennenswerter Weise gesorgt. Alle vier Wochen wurden an sie Liebesgaben versandt und auch den Familien der im Felde stehenden wurde seitens der Innung die notwendige Unterstützung gewährt. Als nach dem Zusammenbruch die Mitglieder aus dem Felde heimkehrten, bemühte sich die Innung, ihnen baldmöglichst wieder Aufträge zu verschaffen, und unterstützte sie in jeder Weise bei der Wiederaufnahme des Betriebes. m 22. 1. 1920 wurde für Herrn Gustav Welge der Schlossermeister Franz Arens zum Obermeister gewählt, der dieses Amt bis zum Frühjahr 1933 innehatte und sich eifrig und uneigennützig um das Schlosserbandwerk verdient gemacht hat. Die Nachkriegszeit stellte die Innung vor Aufgaben„die in der Friedenszeit in dieser Mannigfaltigkeit niemals an sie herangetreten waren. Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältaisse warfen Fragen auf, wie man sie früher in dieser Form und Schärfe nicht gekannt hatte. Vorstand und Geschäftsführung der Innung hatten daher ihre volle Kraft einzusetzen, um den gestellten Forderungen gerechtzu werden. Im Oktober 1923 starb der 1. Obermeister der Innung, Herr Gustav Welge. Es sei an dieser Stelle seiner und seiner Verdienste um die Bochumer Schlosserinnung und das gesamte Handwerk dankbar gedacht. Nach der Beendigung der Inflation, welche die Grundlagen eines geordneten Wirtschaftslebens, beDie Diebeszunft an der Arbeit Bekivorlagen mitgenommen In der Zeit von 11.30 bis 12 Uhr sind aus senster des 1. Obergeschosses des Hauses Freiligathstraße 27, zwei fast neue handgewebte beige und sunkelbraun gestreifte Bettvorlagen, infolge des sturmes, nach draußen geweht und in den Vorsarten gefallen, von wo sie dann entwendet woren sind. Wer hat den Diebstahl der Bettvorlagen beobchtet oder wer kann sonst sachdienliche Angaben nachen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich bedan elt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bohum. Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35. Zimmer M6. hühner und Kaninchen gestehlen In der Nacht wurde eine auf dem Gartengelände in der Castroper Straße stehende Laube erbrochen ind vier Hühner von weißer und schwarzer Farbe ind drei Mutterkaninchen, ein weißes, ein graues ind ein schwarzes, entwedet. Außerdem haben die Läter in derselben Nacht an einer in der Nähe tehenden anderen Laube das Vorhängeschloß aufjezwickt und versucht, auch in diese Laube einzubringen. Hierbei sind sie auf Widerstand gestohen ind mußten unverrichteter Sache abziehen. Wer kann zu dem vorliegenden Einbruchsdiebkahl nähere Angaben machen? Wer hat in der raglichen Nacht an Tatort bzw in der näheren Umgebung verdächtige Personen wahrgenommen? Jede geringste Beobachtung bzw. Mitteilung kann für die Kriminalpolizci von Wichtigkeit sein. Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. Fahrraddiebstahl Gestohlen wurde an der Ortskrankenkasse ein Herrenfahrrad. Marke„B. F. B.“. Nummer unbekannt. Vor Ankauf wird gewarnt. Volksgenossen. schließt eure Fahrräder, wenn ihr sie auf der Straße abstellen müßt, mit einem diebessicheren Schloß ab; hierdurch erschwert ihr den Dieben die Arbeit. Wer irgendwelche Angaben über Fahrraddiebstähle machen kann, oder, wer von einer unbekannten Person in der letzten Zeit ein Fahrrad gekauft hat, tut gut, dieses der Kriminalpolizei zu me den. Angaben, die vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. Gartenpfähle aus der Erde gerissen und entwedet Aus einem Garten, hier, Alleestraße 126, wurden neun Pfähle, 2½ bis 3 Meter lang. gewaltsam aus der Erde gerissen und entwendet. Wer hat den Vorfall beobachtet oder kann sonst sachdienliche Angaben machen Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 213. sonders auch im Handwerk, aufs Tiefste erschüttert hatte, arbeitete das Handwerk mit allen Mitteln daran, den Wiederaufbau der Betriebe vorzunehmen. Nicht nur die Inflation, sondern auch die Folgen des feindlichen Ruhreinbruchs hatten viele Handwerksbetriebe zum Erliegen gebracht. In Verbendung mit dem Innungs=Ausschuß übernahm die Innung die Aufgabe der Betreuung der notleidenden Betriebe und führte diese Aufgabe mit Erfolg durch. Durchdrungen von den Bewußtsein, daß das Handwerk ein notwendiges, unentbehrliches Glied unserer Volkswirtschaft darstellt, arbeiteten in der Folge der einzelne Betrieb wie die Berufsgemeinschaft mit allen Kräften daran, die Stellung des Handwerks wieder zu festigen und aufzubauen. Die große HandwerksAusstellung„Handwerkskunst“ im Jahre 1925 zeigte das Aufwärtswollen und die Schaffensfreude des Bochumer Handwerks, nicht zuletzt auch des Schlosserbandwerks. Die folgenden Jahre standen im Zeichen einer konfunkturellen Belebung, die sich besonders im Bergbau und in der Eisenindustrie günstig auswirkte. Eine starke Bautätigkeit, sowohl private wie öffentliche, verschaffte dem Bau= und Baunebengewerbe eine gute Beschäftigung. Die Schlosserinnung verstand es, in dieser Zeit das Schlosserhandwerk in seinen wirtschaftlichen Belangen zu fördern und auch die Schulung des Nachwuchses erfolgreich weiterzuführen. Sie unterstützte die Fachklassen des Schlosserhandwerks durch Beihilfen und führte bereits damals die Zwischenprüfungen durch. Im westdeutschen Schlosserinnungsverband, dem die Innung seit ihrer Gründung angehörte, arbeitete sie tätig an allen wirtschaftlichen und beruflichen Belangen des Schlosserhandwerks mit. Nur zu bald zeigte sich aber, daß die Konjunktur dieser Jahre eine Scheinkonjunktur war, der bald schwere wirtschaftliche Rückschläge folgten. Besonders die Jahre 1931 und 1932 waren kritisch, da die Bautätigkeit auf ein Minimum zurückgina und auch die übrigen Arbeitsgebiete des Schlosserbandwerks sich immermehr einschränkten. Während der Beschäftigungsstand und die allgemeine Konsumkraft dauernd zurückgingen, verschärften auf der anderen Seite Notverordnungen und Steuererhöhungen von Monat zu Monat die Schwierigkeiten. Zwa. war die Innung wahrend dieser Zeit bemüht, die Interessen des Schlosserhandwerks zu wahren, die Arbeitsbeschaffung zu fördern sowie ihre Mitglieder wirtschaftlich zu beraten, jedoch gegenüber dem fortschreitenden Verfall und der Zuspitzung der politischen Krise blieb der Erfolg dieser Bemübungen gering. Der 30. Januar 1933, der uns durch die Machtübernahme seitens des Führers eine starke nationale Regierung und die Beseitigung des marxistischen Syßems brachte, wurde daher von allen Kreisen des Handwerks freudig begrüßt. Das Handwerk hat sich aktiv in den nach der Machtübernahme folgenden Neuaufbau des staatlichen und wirtschaftlichen Lebens hineingestellt. Die Leitung der Schlosserinnung ging im April 1933 auf den Schlossermeister Gustav Stöhr als Obermeister über. Bis zur Neuordnung des Handwerks im Jahre 1934 hat er sein Amt verantwortungsvoll und erfolgreich versehen, um dann auf Grund seines Alters zurückzutreten. Ihm folgte als Obermeister der Schlosserinnung am 1. 10. 1934 Karl Wicking, der heute an der Spitze einer Innung von 85 Mitgliedern steht. Etwa 500 Gefolgschatfsmitglieder Gesellen und Lehrlinge, werden in diesen Betrieben beschäftigt. Auf Grund der neuen Handwerksgesetzgebung ist das Handwerk befähigt worden, seinen Berufsstand neu aufzubauen, seine Berufsangehörigen wirtschaftlich zu fördern und den Nachwuchs zu ertüchtigen. Die Wirtschaftspolitik der Reichsregierung und die großzuggen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen haben dem Schlosserhandwerk in großem Umfange wieder Arbeit in seinen Werkstätten verschafft. Mit Dank und Vertrauen zum Führer tritt es daher in den neuen Abschnitt seiner Geschichte, in dem Glauben, daß die ewigen unzerstörbaren Kräfte des deutschen Volkes und die nationalsozialistische Bewegung unserem Vaterland und dem Berufsstand eine neue glückliche Zukunft verschaffen werden. Das Schlosserhandwerk wird zu seinem, wenn auch bescheidenem Teil stets bemüht bleiben, an diesen großen Aufgaben uneigen nützig und mit ganzer Tatkraft mitzuarbeiten. lest Eure Heimal-Zeifung! Gustav Stöhr Bau- und Kunstschlosserei Bochum, Mühlenstraße 10a Telephon 61374 Wwe. J. Wicking Geldschrank-, Kunst-, Bauschlosserei Bochum, Wilhelmstr. 14 Telephon 611 94 Walter Gottschling u. Georg Tenhaeff Ruf 66 100 SCHLOSSEREI Bochum. Wittener Straße 12* Die VolksZeitung, die alteingebür gerle Heimalihrer Verbunden heit mit allen Berusstreisen das jeeignete Unjeigenblatt dei allen Gelegenheiten Kauft bei unsern Inserenten Wwe. Franz Helne Gebrauchte Ankaut Elektromotoren Verkauf mit Garantie, auch Transformatoren Ladeagaregate Generatoren Umformer Roparaturen! Umwicklungen Tauscn 1 Aenderungen Wete Auswuchtungen Samtliche elektr. Bedarfsartikel sohrbig! Besichtigen Sie unser Lager DVNAMO-WERK WANNE-EICKEL Schulze à Bylbe G. m. b. M. W.-Eickel, Dorstener Straße 20 Fernruf: Sammelnummer 41941. & Franz Uhe&8 Kohlenhandlung/ Gegr. 1907 Liefere Jede Sorte und Menge Kohlen fuhren- oder sackwelse prompt. Sochum, Oskar-Hoffmann-Straße 46 Ruf 66613. 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Jan.1937 Unterricht Ingenleur-Schule Lage Dle Beerdigung findet am Montag, dem 18. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Heldestr. 98, aus statt. Trauerfeler dortselbst elne halbe Stunde vorher. Stadtische Haushaltungs= und Gewerbeschule, Bochum Anmeldungen zu folgenden Lehrgängen werden baldmöglichst entgegengenommen: Wochenstunden Schulgeld Dauer Haushaltungsschule, Abt. I(bei genü monatlich A gender Beteiligung kann ein Sonderlehrgang für Abiturientinnen eingerichtet werden) 34 10.00 1 Jahr Haushaltungsschule Abt. 11 30 7,50 1„ Schule für Kinderpflege= und Haushaltgehilfinnen 35 10,00 1½„ Lehrgang für Wäschenähen und einsache und seine Handarbeiten 24 10,00 1„ Tageskurse Halbjahreslehrgänge Lehrgang für Kochen 10 6,67 ½„ „„ Backen 5 4,17 ½„ „„ Schneidern(Grundkursus) 12 6,00 ½„ „„„(Ausbaukursus) 12 6,00 ½„ „„ Wäschenähen 12 6,00 ½„ „„ kunstgewerbliche Handarbeiten 7 6,00 ½„ „„ Bügeln und Servieren 3 2,50 ½„ Abendkurse Lehrgang für Kochen 4 2,67 ½„ „„ Wäschenahen 3 2,00 ½„ „„ Schneidern 8 2.50 ½„ „„ Servieren und Anrichten Herstellen von Abendbrotgerichten) 3 2.50 ½„ Außer dem Schulgeld wird je nach der Art des Lehrganges eine Aufnahmegebühr von RM 5.00 bzw. RM 4,00 bzw. RM 2,00 erboben. Die angegebenen Schulgeldsätze gelten für sämtliche Schülerinnen. Anmeldungen werden in der Geschäftsstelle der Städt.Mädchenberufsschule, Wittener Str. 23, entgegengenommen. Nahere Auskunft erteilt die Direktorin der Schule. Sprechzeit: Dienstags von 10—12 Uhr, Freitags von 15,30—16,30 Uhr. Bochum, den 12. Januar 1037. Der Oberbürgermeister. Nach Gottes heillgen Willen entschllef heute mittag 12.30 Uhr, mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der wohlachtbare Herr Wilhelm Ischen Er starb nach langem schweren Lelden, verseben mit den Tröstungen der hl. Kirche, Im Alter von 40 Jahren. Um stille Tellnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. B.-Wiemelhausen, den 15. Januar 1937. JamilienNachrichten aus anderen Zeitungen (Gestorben: Bochum: Wwe. Auguste Jacob. 79 J.— Wwe. Barbara Klein, 63 Jahre.— Wwe. FriederikaMell, 81 Jahre.— Aenni Salzmann, 29 I W.=Eickel: HeinrichSandmann Praver Junge als Bäcker-Lehrling gesucht. Zu erfr. t. d. 6 Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Januar, vormittags 9,30 Uhr, vom Sterbehause, Wiemelhauser Str. 352, aus statt. Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 7,30 Uhr, In der St. Johanneskirche In B.-Wiemelhausen. Allen, denen aus Versehen kelne besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Frl., kath., Mitte 80, durch Tod d. Mutt. alleinsteb., sucht pass. Wirkungskreis Vertrauensstelle. Gute Refer. vorh. Frauenl. Haush. m. Aind.auch augenehm Off. u. B. T. 525 d. Gesch. d. Zig. Montag, den 18. Januar 1937, morgens 7.40 Uhr, findet in der St. Antonlus-Kirche zu Bochum das III. Jahres-Seelenamt für den verstorbenen Bäckermeister Fritz Schmidtmeier statt. Es wird herzlich dazu eingeladen. Lehrerin sucht zu Mitte April f. alle Hausarbeiten, einschl. kochen kath. mädchen nicht unter 20 J., l. gut. Zeugn. u. Empfehlungen. Schriftl. Bewerbungen u. P. U. 526 a. d. Gesch. d. Zia Tüchtig., zuverl. Mädchen das kochen kann, für ¼ Tag per 1. 2 ges.(8 erw. Pers.) Schmal, Bochum, Mühlenstraße 8. Rauchen Sie 12er? 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Köllermann hem Lederfärderet Bochum Kortumitutze 43, Ecke Rotistraße Wer keine Zeitung liest, verpaßt manchen Vorteil! Die Vertreterin Deiner Interessen — Deine Tageszet tung— verdient es, Deinen gleich. gesinnten Freunden und Bekannten, die sie noch nicht halten, empfohlen zu werden. Anmeldungen für die Städtischen höheren Lehranstalten und Mittelschulen Schriftliche Anmeldungen für die Sexta der Goethe=Oberrealschule, Goetbestraße, des Reformrealgymnasiums, Königsallee, des Reform=Rralgumnasiums in Bo.=Langendreer, der Oberrealschule in Bo.=Gerthe, des Realprogymnasiums in Bo.=Linden=Dahlhausen, des Freiherr=vom=Stein=Oberlyzeums mit 3jähriger Frauenschule und Lehrgängen für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, Arndistraße, des Lyzeums mit realgymnasialer Studienanstalt, Waldring, der Mädchenmittelschule, Abe=Straße, der Mädchenrektoratschule in Bo.=Langendreer, können jederzeit bei den Anstaltsleitungen bis zum 23. Januar 1937 eingereicht werden. Mündliche Anmeldungen nehmen die Anstaltsleiter vom 18. bis 23. Januar 1937, von 11—13 Uhr, entgegen. Die Anmeldefristen gelten auch für die Aufnahme in die Untertertia der Realgymnastalen Studienanstalt(Waldring), in die Schülerinnen nach dem erfolgreichen Besuch der Quarta eines Lyzeums ohne Prüfung aufgenommen werden können. Bei der Anmeldung sind Geburtsschein(Familienbuch), Impfschein und das letzte Zeugnis vorzulegen. Die Eltern werden darauf hingewiesen, ihre Kinder möglichst den Schulen ihres Wohnbezirks zuzuführen. Bochum, den 2. Januar 1937 Der Oberbürgermeister Privat=Lehranstalt für Knaben und Mädchen mit Oberrealschullehrplan und allsprachlichen Abteilungen, Anmeldungen für Sexta nimmt der Unterzeichnete täglich von 11,30 bis 13 Uhr in seinem Dienstzimmer entgegen. Bei der Anmeldung sind vorzulegen: des Schülers Geburtsurkunde(Familienbuch), Impfschein, letztes Schulzeugnis. Das Schulgeld beträgt 20 monatlich. Es wird gebeten, die Anmeldungen mog lichst bald schriftlich oder mündlich vorzunehmen. Herderschule Bochum Mauritiusstr. 13, Nähe Straßenbahndepot Der Anstaltsleiter: Grewe. der Industrie= und Handelskammer. Bochum, Bismarckstr. 13, Fernruf 664 84 Witten, Nordstr. 19, Fernruf 2190 I. Höhere Handelsschule a) mit einjähr. Lehrgang nur für Inhaber des Reisezeugnisses, besonders für Land. fahr= u. Arbeitsdienstentlassene b) mit zweifähr. Lehrgang für Inhaber der Obersekundaoder der mittleren Reise II. Handelsschule a) mit zweijähr. Lehrgang, Abschlußzeugnis der mittleren Reise für Reiflinge der Volksschule oder der O III b) einjähr. Einzelbandelsfachschule für Reiflinge der Volksschule oder der OIII III. Lehrlingsabteilung IV. Drogistenfachschule(mit neugeitlichen Uebungsräumen für Chemie und Lichtbildneret) V. Freiwillige Abendlehrgänge in Buchführung, Rechnen, Betriebswirtschaftslehre, Fremdsprachen, Kurzschrift, Maschineschreiben. Anmeldeschluß für die Handels= und Einzelbandelsfachschule 5. März, für die Höb. Handelsschule 25. März. Pläne durch die Direktion. Geschäftszeit: 10—13, 16—18 Uhr(außer Sonnabends). Institut St. Antonius sen Lyzeum(Aufnahme vom 3. Schuljahr an Dreijährige Frauenschule. Staatl. anerkannte Haushaltungsschule. Erholungsheim für Damen. Kneippkuren. Große Garten. Waldreiche Gegend. B. Günter Ruf 69471, Bochum, Horst-Wessel-Str. 18a Tanz-Kurse in der Bürgergesellschaft Beginn: Dienstag, den 19. Januar, 20 Uhr bei Hahnefeld, Hermannshöhe Montag, den 18. Januar, 20 Uhr General-Vertr. H. Höltermann Bochum, Viktorlastraße 30 Tel. 63232 Ecke Rottatr. 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Januar 1937, 10 Uhr, an die vorbenannte Dienststelle einzureichen. Eröffnungstermin zur gleichen Zeit im Beisein der Bieter. Bochum, den 16. Januar 1937 Der Oberbürgermeister. Korsetthaus Olga Biber Inhaber Frau W. Brockhaue Bochum, Hollweg 44 Inserieren bringt Erfolg. Fahrräder N. Iioges Wiltener 8tr. 103 Was machen wir mil unserem Jungen zu Ostern? fragen sich in diesen Wochen besorgt ve e Eltern des Industriegebietes. Suchen Se eine ideale Ausbildungsstätte. dann wählen Sie das Gymnasial-Konvikt in Brilon(Sauerland) Gesündeste Höhenlage(450 m, 26000 Morgen Wald), gute Verpfleg., strenge Studienaufsicht tudienassessor und Präfekt), Pensionspreis 600 RM jährlich. anmeidungen an den geisti. Präses Im Ehrenfeld, Mahe Bulowplatz, Friederikastraße 96, herrschaftliche recht geräumige 6-Zimmer-Wohnung 1Etage, mit kompl. Bad, Heizung und Mansarde, sofort oder spater zu vermieten. Knüwer, Bauges., Bochum, Ruf 620 41 I. Hypothcken ab 10 Mille aufwärts für Wohnhäuser und prosekt. 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Ihr Körper ist Ihr Schicksall Jede Frau wird für ihr ganzes Leben aufgeklärt und belehrt Welch begeisterte Aufnahme die Vorträge sanden, geht aus den vielen Zuschriften an die Vortragenden und Veranstalter, Thalysia Paul Garms GmbH., Leipzig, hervor: Frau Magdalena Martins in Berlin: Der Vortrag Ihrer Reisedame hat mich so gefesselt, daß ich meine erwachsene Tochter noch am selben Tage begleitete, damit auch sie sich von dieser erfahrenen Tame belehren ließ.— Frau Elisabeth Netzler in BerlinSadowa: Ich habe vieles, für mich Wichtiges, in dem Vortrag erfahren, daß ich nur den Wunsch habe, daß noch recht viele Frauen und junge Mädchen diese Vorträge hören könnten.— Frau A. Malterer in Waldmünchen: Die Reisedame hat aber auch wunderbar gesprochen!— Alle Frauen, die Wert darauf legen, ihren Körper schön, jugendlich und gesund zu erhalten, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen. Zutritt haben nur Erwachsene. rilG Vortragsbeginn: nachmittags 4 Uhr, abends 8 Uhr Sanuar 1937„Bürgergesellschaft Ward Price fragt: „Warum nicht ein allgemeines Gentleman=Agreement?" „Die Vorzeichen für ein derartiges Abkommen günstig"-„Entweder Versöhnung oder Unteraang!“ bibelforscher vor dem Sondergericht WD Hamm. In eineinhalbtägiger Verhandlung beschäftigte sich die Zweite Kammer des Sondergerichtes Dortmund in neuer Verhandlung mit dem Treiben von acht Bibelforschern aus Hamm. Das Vrahren gegen weitere vier Angeklagte war abgetrennt worden. Auf der Angeklagebank saßen Otto Raschke. Eugen Utsch. Robert Harder, Peter Modolo. Adolf Braun(Herringen), Friedrich Marx, Karl Schulte und Johann Kalverkampf. Utsch. Raschke und Harder waren die drei führenden Köpfe einer Bibelforschergruppe. Vom 4. bis 11. April 1936 wurde eine Dienst= oder Zeugniswoche in Hamm abgehalten. Als Ersatz für auswärtige Redner erhielt Raschke sogar fünf Sprechapparate mit besprochenen Platten. Raschke behauptet zwar, Platten seien nicht bei der Sendung gewesen. Bei den Zusammenkünften wurden Spenden für die„GuteHo'fnungs=Büchse“ gesammelt. Ferner sind Zeitschrift der JBV. bezw. deren Vervielfältigungen verteilt worden. Utsch war offenbar der geistige Führer; er ist auch nach dem Verbot zu einer Tagung der Verein gung nach Magdeburg gefahren und hat später ein Telegramm an die Reichsregierung geschickt in dem er mitteilte, daß die Bibelforscher in Hamm sich nicht mehr um das Verbot kümmern würden! Der Vertreter der Anklage, Gerichtsassessor Dr. Haas, sagte in seiner Anklagerede, daß er es als Vertreter des Staates für notwendig halte, vor der Oe fentlichkeit einmal ganz deutlich die Gründe zu erklären, die zum Verbot der IBV. geführt hätten. Die JBV. sei nicht, wie sie vorgebe, eine religiöse Sekte, sondern ein politisches Macht instrument gegen die national regierten Staaten, vor allem gegen das nationalsozialistische Deutschland. Wohin der Weg gebe, zeige die Tatsache, daß diese internationale Sekte von dem Juden Rutherford in Nordamerika geleitet werde. Bei der„Bibelsorschung“ handele es sich um eine verdrehte und verlogene Auslegung der Bibel. Das internationale Judentum benutze neben vielen anderen Mitteln nun die IBV. dazu. um auf dem gefährlichsten Gebiet der religiösen Beeinflussung die einfachen Leute zu erfassen. Aus Gründen der Staatssicherheit sei die IBV. verboten worden, und die Staatssicherheit erfordere es auch, daß nunmehr scharfe und avschreckende Strafen gegen die verhängt würden, die das Verbot der Regierung mißachtet hätten, da die bisher verhängten milden Strafen ihren Zweck verfehlten Das Gericht verhängte folgende Strafen: Raschke zwei Jahre, Utsch ein Jahr neun Monate, Harder zehn Monate. Braun eineinhalb Jahre. Marx zehn Monate, Schulte sechs Morate Gesängnis. Modolo und Kalverkamp wurden mangels Beweises freigesprochen. Berüchtigter Heiratsschwindler wegen Mordes auf der Anklagebank DNB Berlin, 15. Jan.(Drahtb.) Der berüchtigte Heiratsschwindler Paul Polte aus Berlin, der nicht nur in der Reichshauptstadt, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands zahlreiche Frauen schwer geschädigt hat, steht wegen Mordes vor dem Berliner Schwurgericht. Bei den Verhandlungen, die am Freitag begonnen haben, und etwa drei Monate in Anspruch nehmen dürften, wird es sich vor allem um die Aufklärung des Mordes an der 82jährigen Hausangestellten Alma Garbe drehen, die am 4. Februar 1935 früh morgens von einem Schüler an einer einsamen Stelle in Spandau=Hakenfelde tot aufgefunden worden war. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der 26 Jahre alte Paul Polte, der sich seit dem 15. Februar 1935 in Untersuchungshaft befindet, trotz seines hartnäckigen Leugnens während der Voruntersuchung, der Mörder des Mädchens. Außer Polte sitzen vier weitere Angeklagte, darunter eine Frau, auf der Anklagebank, die von dem Verbrechen Poltes gewußt und es unterstützt haben. Diese Angeschuldigten, der 35jährige Reinhard Benner, der 53jährige schweizerische Staatsangehörige Harald Duerst, die 30jährig= Elfriede Twellmeyer und der 47 Jahre alte Walter Hermann gehörten zusammen mit Polte einer Bande von Verbrechern und Heiratsschwindlern an, die ihr schmutziges Gewerbe schon jahrelang betreiben. Der tragische Tod der Alma Garbe führte endlich auf die Spur der Verbrecher. Es konnte festgestellt werden, daß das Mädchen den Heiratsschwindler Polte seit Mitte 1938 kannte und ihn als seinen Verlobten betrachtete. Polte hat das ahnungslose Mädchen auf raffinierte Weise um seine Ersparnisse in Höhe von 1200 Mark gebracht und hat es kurz vor der Mordtat zum Abschluß einer Lebensversicherung über 8000 Mark veranlaßt, deren Prämien er aus eigener Tasche bezahlte. Die 3000 Mark sind ihm dann auch nach dem Tode des Mädchens ausbezahlt worden Hauptschriftleiter: Joseoh Hasler, Bochum Stellvertr. des Hauptschriftleiters: Peter Schiffers Bochum. Verantwortlich: Für den politischen, kulturpolitischen und den gesamten Unterhaltungstei!: Joseph Hat ler. Bochum— für den lokalen Teil Bochum ü Theater und Musik: Peter Schifters Bochum— für Westdeutsche Umschau Verbreitungsgebiet und den Umbruch der Ausgaben Hattingen. Wattenscheid und E.=Steele: Georg wilhelm Krure Bochun für den lokalen Teil Hattingen und E.=Steele: Dr. Joseph K.östers, E.=Steele für Sport. Handel und den lokalen Teil Wattenscheid: Ferdinand Julius Landef eld, Bochum. für den Bilderdiens die einzelnen Abteilungsleiter.— Für den Anzeigenteil Bochum Karl Lenze, Bochum; für den Anzeienten. Hattn gen/E.=Steele: Elly Becker, Hattingen; für den Anzeigenteil Wattenscheid: Hermann Lüther Waitenscheid.— Zur Zeit ist Preislest. Nr. 8 antio Verlag und Druck: Schürmann& Klagges Bhum — D.=A. XII. 1936 über 12000(davon Ausgabe A. Westfälische Volkszeitung Bochum über 8200, Anegabe B: Volkszeitung für Ennepe Ruhr 1 Steeler Zeitung über 2600; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheid über 1200). London, 15. Jan.(Drahtb.) Unter der Ueberschrift„Warum nicht ein allgemeines Gentleman Agreement?" setzt sich Ward Price in der „Daily Mail“ für den Abschluß eines solchen Abkommens vor allem zwischen Deutschland und Frankreich ein. Ward Price bemerkt zuerst, wie trotz aller gegenteiligen staatsmämischen Erklärungen die europäischen Länder sich gegenseitig mit großem Mißtrauen gegenüberständen und dies auch öffentlich zeigen. Hierauf schildert er, wie noch vor kurzer Zeit Italien und England gegeneinander mobilisierten und wie schnell diese Krise durch ein Gentleman=Agreement über das Mittelmeer, an dessen Zustandekommen er durch die Veröffentlichung seines MussoliniInterviews in der„Daily Mail“ mitwirken konnte, behoben worden wäre. Im gegenwärtigen Augenblick seien die Vorzeichen für weitere derartige Abkommen günstig. Frankreich habe erkannt, daß die Verdächtigungen Deutschlands im Zusammenhang mit SpanischMarokko Lügen waren, und Blum habe seine Zustimmung zur Eröffnung wirtschaftlicher Beratungen zwischen Verlin und Paris gegeben. Auch habe Hitler in seiner Neujahrserklärung einen Friedensappell an die Welt gerichtet; trotzdem sei die Lage in Europa ernst, so daß keine Zeit verloren gehen dürfe. Daher müßten Friedensabkommen, wenn überhaupt, schnell gemacht werden. Zeit für lange Vorbereitungen, wie sie internationale Konferenzen erforderten, sei nicht vorhanden. Der europäische Friede sei eine individuelle Frage für jede einzelne Ration und müsse in direkten Verhandlungen mit jenen Staaten erörtert werden, mit denen Meinungsverschiedenheiten bestänDNB Kattowitz, 15. Januar(Drahtb.) Freitagfrüh um 5.15 Uhr ereignete sich kurz vor dem Bahnhof Myslowitz ein schweres Eisenbahnunglück. Der fahrplanmäßige Personenzug Auschwitz(Oswiecim)— Kattowitz des polnischen Netzes der oberschlesischen Eisenbahn fuhr auf zwei Güterwagen auf, die auf der Hauptstrecke stan den und aus bisher unbekannten Gründen nicht umrangiert worden waren. Bei dem Zusammenstoß wurden die Lokomotive, der Packwagen und zwei Wagen des Personenzuges völlig zertrümmert. Auch die beiden Güterwagen wurden vollständig zerstört. Das Bahnhofspersonal wie auch die Besatzung eines Kattowitzer Hilfszuges machten sich sofort an die Bergung der unter den Trümmern liegenden Verunglückten. Sechs Tote und 33 Verletzte wurden nach stundenlanger Arbeit geborgen. Von den Verletzten starben drei auf dem Wege ins Krankenhaus, unter ihnen der Zugführer und der Packmeister des Versonenzuges. An dem Aufkommen einiger Schwerverletzter, unter denen sich der Lokomotipführer und der Heizer des Personenzuges befinden, muß gezweifelt werden. den. Hitler habe Frankreich vertraulich versichert, daß er keinen Groll mehr hege. Wenn die jetzt vorgeschlagenen wirtschaftlichen Erörterungen zwischen Deutschland und Frankreich erfolgreich sein sollten, wäre es vielleicht nicht zuviel gehofft, wenn im nächsten Jahre ein deutsch-sranzösisches Gentleman=Agreement zustande käme. Nur wenn man systematisch die Rationen Europas zusammenniete, könne wieder ein geschlossenes Ganzes entstehen. Die zwei Voraussetzungen für den Erfolg seien nur: guter Wille und vernünftige Geduld. Ward Price erklärt weiter, daß es nur eine unter den fünf großen europäischen Mächten gebe, deren Ruf allgemein schlecht sei: Sowsetrußland. Dieser Staat habe bisher die dunkle Praris verfolgt, das politische Leben anderer Völker durch unterirdische bolschewistische Intrigen zu vergiften. Wenn jedoch Stalin jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten ablehnen würde(??), könnte auch er von einem Pakt mit anderen Rationen Vorteil haben. Sollte aber die Sowjetregierung die Anerkennung dieses Grundlatzes verweigern, würde die Beilegung der Meinungsverschiedenheiten in Westeuropa ihre Macht erheblich vermindern. Für Deutschland, Frankreich, Italien und England sei die Wahl klar: Versöhnung oder Untergang. Die englische und die italienische Regierung hätten gezeigt, daß es möglich sei, vergangene Differenzen zu begraben. Das neue Jahr müsse entweder die Nachahmung ihres Beispiels bringen oder die Gemißheit eines anderen und größeren Krieges. Das Unglück nahm so große Ausmaße an, da dieser Personenzug regelmäßig mit Arbeitern voll besetzt ist, die aus den Landgemeinden nach dem ostoberschlesischen Industriegebiet zur Arbeit ahren. Eine amtliche Mitteilung über die Ursache des Unglücks liegt noch nicht vor. Die Hauptstrecke Kattowitz— Auschwitz(Oswiecim) ist vor äufig noch für den Fernverkehr gesperrt, da die Bergungsarbeiten noch andauern. Wie ergänzend zu dem schweren Eisenbahnunglück gemeldet wird, hat sich die Zahl der Verletzten auf 56 verhöht. Die Zahl der Todecopfer dagegen beträgt gegenüber den ersten Meldungen nur sechs. Ueber die Ursache des Unglücks wird amtlich mitgeteilt, daß der ahrplanmäßige Personenzug ausnahmsweise auf einem anderen Gleis einaufen mußte da das übliche Gleis mit Güterwagen besetzt war, wovon der Weichensteller auch Kenntnis hatte Er benachrichtigte zwar rechtzeitig die Vorstation, stellte jedoch nicht die Weiche. Wie weiter verlautet, soll der Weichensteller kurz vor seiner Verhaftung versucht haben. Selbstmord zu begehen. An die Verinstonz Unter der Anklage der fahrlässigen Tötung. Dortmund. Das Landgericht Dortmund verurteilte am 3. September 1936 den Angeklagten Edmund Sesseler wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten Gesängnis. Der Angeklagte befand sich im Juni vorigen Jahres mit seinen. Lieferkraftwagen auf einer Hauptverkehrsstraße in Dortmund, als aus einer Nebenstraße ein Radfahrer die Fahrbahn zu kreuzen suchte. Obgleich Sesseler Warnungszeichen gab, setzte der Radfahrer seinen Weg über die Straße fort. Daraufhin vergrößerte der Angeklagte die Geschwindigkeit und suchte durch Linksausweichen an dem Radfahrer vorbeizukommen. Der Radfahrer wurde jedoch von dem Kraftwagen erfaßt, zu Boden geschleudert und so schwer verletzt daß der Tod eintrat. Das Landgericht kam zur Verurteilung des Angeklagten, weil dem Radfahrer, der sich schon auf der Kreuzung befand, das Vorfahrtsrecht zugestanden hatte und dieses vom Angeklagten mißbraucht worden war. Das vom Angeklagten angerufene Reichsgericht hatte, wie der Reichsgerichtsdienst des DNB meldet, gegen die Schuldfeststellungen des Landgerichts keine Bedenken, dagegen war bei der Strafzumessung ein Tatbestandsmerkmal des 8 2°“ StGB als straferschwerend verwendet worden Das Urteil wurde daher im Strafausspruch aufgehoben und zu neuer Straffestsetzung an die Vorinstanz zurückverwiesen. Kaffinierter Fahrradmarder unschädlich gemacht Hervest=Dorsten. Im September 1936 wurde im Gebiet der Stadt Dorsten und des Amtes Hervest=Dorsten eine Fahrraddiebes= und Hehlerbande unschädlich gemacht, deren Haupttäter in Essen verhaftet wurde. Der Prozeß gegen die Diebe und Hehler ist in Vorbereitung. Auf der Anklagebank werden sechs zum Teil schwer vorbestrafte Diebe und elf Hehler aus dem Münsterlande erscheinen. Die Diebe stahlen die Fahrräder in der Hauptsache im Industriegebiet, in den Städten Essen, Oberhausen, Mülheim, Duisburg=Hamborn, Gelsenkirchen=Buer, Bottrop und Wanne=Eickel und setzten dann die Räder nach einigen geschickten Veränderungen durch das Hehlernetz im Münsterlande ab. Die Räder sind in allen Fällen fast neu. Nebenher werden den Dieben noch zahlreiche Einbrüche zur Last gelegt bei denen ihnen Motorräder, Radioapparate, Schmucksachen, Kleidungsstücke und Lebensmittel in die Hände fielen. Durch die Zusammenarbeit der örtlichen Gendarmerie mit dem Fahrraddiebstah'sdezernat bei der Landeskriminalpolizei in Essen wurden 162 gestohlene Fahrräder sichergestellt. Eigentümer konnten inzwischen ermittelt werden. Für die restlichen 82 Räder hat sich noch kein Besitzer gefunden. Es wird deshalb am 16.,17. und 21. Jannar in der Bonifatiusschule in Holsterhausen bei Dorsten eine öffentliche Besichtigung der Räder veranstaltet. Die Volksgenossen, besonders aus den oben genannten Städten, denen ein Fahrrad gestohlen wurde werden aufgefordert, an einem dieser Tage in Holsterbausen zu erscheinen. Auf diese Weise hofft man, die Besitzer der Räder ausfindig zu machen. Letzte Sportnachrichten. Mari Herber außer Wie wir soeben erfahren, kann Maxi Herber, die am Freitag zur Teilnahme an den deutschen Kunstlaufmeisterschaften eintraf, infolge einer Sehnenzerrung, die sie sich am letzten Sonntag beim Training zuzog, im Kunstlaufen nichan den Start gehen. Nach Feststellung des Arztes muß sie sich Schonung auferlegen, so daß Mari für die nächsten 14 Tage außer Gesecht ist. Die Kunstlaufmeisterschaft im Einzel= und Paarlaufen erleidet durch das Fehlen von Maxi Herber eine große Einbuße. Wir hoffen, daß unsere Maxi in allernächster Zeit ihre Kunst uns schon wieder zeigen kann. Frih'ing in Rekordtemperatur von 20 Grad Celsius. DNB. Newyork, 15. Jan.(Funkspr.) Das warme Wetter, das seit etwa sechs Wochen anhält, erreichte am Freitag seinen Höbepunkt. Das Thermometer zeigte 20 Grad Celsius an. In den Newyorker Anlagen und Vorgärten blüht der Flieder, zeigen sich Gänseblümchen und Stiefmütterchen wie sonst im Mai. Allenthalben ist festzustellen, daß die Vögel, besonders Meisen und Rotkehlchen schon jetzt in großen Mengen zurückgekehrt sinb.— Während Südkalifornien unter schweren Blizzards leidet, sind die höchsten Gipfel des Alleghanis=Gebirges — Kauptgebirges im Osten der Vereinigten Staaten— und der Neu=England=Berge völlig ohne Schnee. Trübe und regnerisch Wetterbericht der Reichswetterdienststelle EssenMülheim vom 15. Jannar. Verschieden temperierte Luftmassen leiteten eine rege Wirbeltätigkeit ein, die sehr unbeständiges und regnerisches Wetter verursacht. Die Temperaturen werden sich im ganzen nicht ändern, jedoch kommt es in höheren Lagen zeitweise zu Schnee. Eine geschlossene Schneedecke ist aber nicht zu erwarten. In der Weiteren wicklung tritt keine Aenderung des unfreundlichen Wetters ein. Aussichten für Sonnabend: Bei nur unwesentlich geänderten Temperaturen mäßige westliche bis südwestliche Winde, vorwiegend trübe und reg nerisch. Aucsichten für Sonntag und wahrscheinlich Weiterentwicklung: Westliche Winde mit Regen un starker Bewölkung. Später etwas kühler. König Gustaf eröffnete den schwedischen Reichstog Mit der herkömmlichen Feierlichkeit wurde soeben der schwedische Reichstag durch König Gustaf eröifnet. In der Begleitung des Königs befanden sich die Mitglieder des Königlichen Hauses sowie die Cheis der einzelnen Wehrmach'steile. In der Mitte des Bildes erkennt man König Gustaf.(Associated=Preß=M) Schweres Eisenbahnunglück in Ostoberschlesien Personenzug fährt auf Güterwagen bechs Tote und sechsundfünfzig Verletzte Photos ohne Grenzen Dieses Thema behandelt in Wort und Bild err Oberingenieur DREYER-Berlin am Dienstag, dem 19. Januar 1937, 20.15 Uhr, im Parkhotel, Haus Rechen, Bochum, Königsallee MERE Eintritt frei! Heute Sonnabend, 20 Uhr Schützenhof, Bochum Heiterer Abend— Ganz gro Johann Strauf mit selnem Orchester CLAIRE WALDOFF Die Einzigartige! Die Königin des Humorsl" HERBERT JÄGER „der Jäger aus Kurpfalz“ v. Deutschlandsender (Allerlel von zwel bis drel) LILL Koloratursängerin CLAUS der Staateoper Wien Am Sonntag, dem 17. Januar, vormittags 11 Uhr, anlaßl. des Tages der Deutschen Polizei große rühvorstellun Die interessante Spielfolge: Die neueste Ufa-Tonwoche Aufklärender Vortrag Kriminalkommissar Kleyer Trau— schau— wem Stellenvermittlungsbetrug Stradivaris Schülergeige Betrugsspezlaltrick Besserer Herrsucht Anschlub Helratsschwindel Jugendl. Über 14 Jahre hab. Zutritt ufa-Tonhalle Bochum Elntrittsprels f. alle Plätze RM. 0,50 Koch-Vortrag Mit Kostproben— Eintritt frel Montag, den 18. Januar, nachmittags 4 Uhr, in unserem Geschäftshause. Eintrittskarten werden kostenlos an der Kasse abgegeben. Caspar Blume Westdeutschlands gröbles spezial-Olenhaus Bochum, Hortumstraße 111, Ecke Brückstraße PETER IGELHOFF bekannt durch Rundfunk und Schallplatte E. u. W. BLACKER das beste komische Tanzpaar Karlen ab 90 Ptennig Verkehrsverein und Abendkasse. Versäumen Sie diesen Abend nicht! Verlangen Sie nur Original Schlör naturrein alkoholtrei kaufe modernes echt eichene 0 voll abgesperrt, schönes Modell, in guter Ausführung. Fristerkomm. m. 8 Spieg. Kleiderschrk. m. geschloss. Türen, innen anpoltert, Innenspiegel, zusamm für 340.— Ein Besuch lohnend! Walraven=Worm, Essen, Baedekerstr. 19 dir. am Bismarckplatz 3 Min. v. Hbbf. Möbelverkauf neutraleBelieferung Stadltheater Gaststäte Union-Palast UFA-TONHALLE Der große Erfolg— 2. WOCHE Sonnabend Sonntag Beginn 22.15 Uhr Seltenwiege des Lebens Sonder-Veranstaltung vom Spezla". Filmhaus Hornbera, Berlin Bochum Samstag, 16. Jan. 20—22,15 Uhr Roter Ring 8: Petermann jährt nach Madeira Sonntag, 17. Jan. 20—22,30 Uhr Blauer Ring 6: Gastspiel der Kölner Oper Ties and Musikdrama von d'Albert Montag, 18. Jan. 20—21,45 Uhr Vormiete C 13 u NSRG Kulturring 8: Amphiiryon Lustspiel von H. v. Kleist Dienstag, 19. Jan 19,30—28 Uhr Vormiete B 14 Romeo und Julia Trauerspiel von Shakespeare Mittwoch, 20. Jan. 19,30—23 Uhr Brauner Ring 5 Romeo und Julia Donnerstag, 21. Januar 20—22 Uhr Vormiete MeisterKonzert Werke von Weber, Brahms, Williams, Dohnanyi Solistin: Guita Bnstabo (Vloline) 3. Kleit-Woche der Stadt Bochum Freitag, 22. Jan. 19—21 Uhr „Die Familie Schroffenstein“ Samstag, 23 Jan 11—12,45 Uhr „Amphitryon“ 19—21,15 Uhr „Robert Guiskard“ „Der zerbrochene Krug“ Sonntag, 24. Jan. 11—13 Uhr Vertr. Otto Paull Bochum, Rottstraße 29 Ausschenk Dortmunder Union Schlegel-Pilsener Geptiegte Weine Täglich geoffnet bis d Uhr morgens Mühlenhof Bahnhof SIILIE-West Ruf 58950 Samstag. Sonntag, Mittwoch KONZEAT UND TANZ der Stimmungskapelle Faber Gefolgschalten und Vereinen emptehle ich meine gemiitl. 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Januar 1937 fallig: Gewerbesteuer von der Lohnsumme und Biersteuer für Dezember 1936, Abgaben vom Grundbesitz, Vergnügungs steuer für ständige Veranstaltungen Schulgelder für die städt. boheren Lebranstalten, für die Gewerbe= und Betriebslachschule, für die Hausbaltungs d Gewerbeschute Jür Jannar 1937 die 2. Rate der Berufsschulbeiträge für 1936 und die Gebühren für die Monat Dezember 1936 ausgeführten Krankenwagenfahrten. Nach dem Steuersäumnisgesey vom 24. 12. 1934 ist für alle Steuern, die nach den vorstehend angegebenen Falligkeitsterminen gezahlt werden, ein Saumniszuschlag in Höhe von 2 Prog. zu entrichten. Nach dem 22. Januar 1937 werden die vorhandenen Rückstände zwangs weise eingezogen. Zahlungen können während der Kassenstunden von 8—13 Uhr bei der Stadtkasse, Rathaus, Eingang B und bei den Zahlstellen erfolgen. Ueberweisung auf ein Bank= oder Postscheck konto wird unter Angabe der Heve buch Nr. empfohlen. Die Stadtkasse bat Konten bei allen Vochumer Banken ud Postscheckkonto Tortmund 106 37. Bochum, den 16. Januar 1937. Die Stadtkasse als Gemüse läßt sich in der Restevewertung verschieden auf den Tisch bringen, Wir können es z. V. einfach aufwarmen und zu Bratkartosseln reichen Eine weitere Form sind die vegetarischen Koteleits. Hierzu wird das Gemuse gebunden und paniert und in Fett gebacken. Auch Hülsenfrüchte lassen sich auf diese Weise verwenden. o Linsenbratlinae. Die Linlen werden durch die Maschine getrieben oder sein gewiegt Dann vermischt man diesen Brei mit einem ausgedrückten Brötchen, einer Zwiebel und eiwas Salz. Nun formt man ovale flache Albsichen und wendet sie in geriebener Semmel. Darauf werden sie in einer ianne mit Feit auf beiden Seiten braun gebraten. * emüsesuppen sind auch aus Resten herzustellen. Hierzu streicht man das Gemüse durch ein Sieb und stellt eine Pruhe von kochendem Wasser mit agt oder anderem Extrakt her. Man vermengt nun beides und hat damit eine schmackhafte. kraftiae Supve. Wer heute in der Hauswirtschaft spart hilft Devisen sparen— hilff also dadurch seinem Vaterland! Haben Sie schon einmal nachgedacht, ob Sie nicht auch auf dem Speicher oder im Keller noch nützliche Gegenstände aufbewahren, die anderen von großem Nutzen sein können? Alle diese Sachen konnen Sie leicht durch eine kleine Anzeige in der Volks Zeitung“ an den richtigen Mann bringen. Es ist Ihr geldlicher Vorteil und Sie helfen mit beim: „Kampf dem Verderb“. Schalte beendet die erste Serie Kotthausen und Westfalia Herne im Kampf um den zweiten PlatzErle 08 in Bochum Am dritten Januar=Sonntag sollten sich die meisten Mitglieder der Gauliga Westfalen eigentlich mal etwas„verschnaufen“. Zwei Auseinandersetzungen um die Punkte sah der Terminkalender ursprünglich vor, nun sind es aber noch deren drei geworden. Vier Gauligisten stehen demnach mit„Gewehr bei Fuß“. Einer von ihnen, die Borussia aus Dortmund, nutzt dennoch den spielfreien Sonntag und stellt sich in Bielefeld bei der Arminia vor. Viel klären wird der Sonntag allerdings nicht. Der wichtigste Kampf des Tages steigt noch in Bochum, wo Erle 08 erneut gegen das drohende Geschick, dem Abstieg zu verfallen. Sturm laufen will. Der königsblaue FC Schalke 04 macht am Sonntag einen Strich durch die erste Serie und zieht Zwischenbilanz. Nun ist der Meister vollkommen„bei“, wie man so zu sagen pflegt. Germania Bochum— Erle 08. Das ist für die Germanen keine leichte Aufgabe, ebschon sie von vornherein manchen Vorteil haben. Erle muß vier Ersatzleute einstellen, da vier Spieler wegen Platzverweises gesperrt sind. Darum ist anzunehmen, daß den Germanen die Revanche für die nnerwartete 4:0=Niederlage des ersten Spieles gelingen wird. Damals kamen die Bochumer trotz guter Leistungen mit dem schweren Boden nicht zurecht und wurden empfindlich geschlagen. Diesmal wird Erle ebenfalls kämpfen und sich erst nach härtestem Widerstand geschlagen bekennen, zumal durch die letzten Niederlagen die Abstiegsgefahr droht. Wie gesagt, die Erler werden die Punkte so teuer wie möglich verkaufen und Germania tut gut, sich dementsprechend auf Kampf einzustellen. kennung. Rotthausens feiner Innensturm hat darüber hinaus sich auch noch bei manch anderer Gelegenheit hervorgetan. Und nun kommt die Westfalia aus Herne. Die Elf mit der starken Deckung. Gerade gegen sie werden sich die Walden, Socha und Sylla besonders ins Zeug legen, um zu zeigen, daß sie etwas von ihrem Handwerk verstehen. Die Westfalia hat aus der ersten Serie noch etwas gutzumachen: Rotthausen knöpfte ihr mit einem 4:3— und das am Schloß Strünkede!— beide Punkte ab. Es wird sicherlich ein rassiges Spiel werden, in dem die Tagesform entscheiden wird Behauptet Forluna die Spitze? Die Spiele im Gau Niederrhein. Durch den Ausgang der letten Begegnungen ist die Lage im Gau Niederrhein wieder offen geworden, denn der Favorit Fortuna Düsseldorf hat seinen Vorsprung nicht halten können, und morgen ist die Spitzenstellung des Gaumeisters ernstlich gefährdet. Turn Düsseldorf— Fortuna Düsseldorf. Fortung hat sich im Lokaltreffen mit Turu auseinanderzusetzen, dazu noch auf Turus Platz. Die Turu hat sich in der letzten Zeit außerordentlich stark verbessert und einen Sieg nach dem anderen erfochten. Demgemäß sind ihre Aussichten auf den Sieg in diesem Lokalkampf nicht abzusprechen. Es ist leicht möglich, daß Fortuna geschlagen wird und dadurch die Tabellenführung verliert. Weiterer Sport Lokaltreffen am Niederrhein Duisburg 99— Duisburg 08. Der Neuling Duisburg 99. der es fertig gebracht hat, Fortuna Düsse dorf zweimal zu schlagen, ist der Favorit des Tuisburger Lokalkampfes. 99 wird klar die Oberhand behalten und sich damit weiter die Anwartschaft auf den zweiten Platz oder gar auf die Führung, die ihr zufällt, wenn Fortuna Düsseldorf verliert, erhalten. Not=Weiß Oberhausen— 33V Elberfeld. Nach langer Zeit buchten die Bergischen am Sonntag einen Sieg, und der wird ihnen neuen Mut gegeben haben. Gewiß steht ihnen in Oberhausen eine schwere Aufgabe bevor denn die Platzmannschaft geht als Favorit in den Kampf, und doch sollte ein Unentschieden nicht ausgeschlossen sein. VfL Benrath— Bfl Preußen Krefeld. Am letzten Sonntag standen sich diese beiden Mannschaften in Krefe.d gegenüber, ein 4:1=Sieg der Einheimischen war das Ende. Und morgen folgt schon das Rückspiel. Benrath wird sich bemühen, diese Niederlage auszugleichen, was auf eigenem Gelände auch gelingen kann. Die Leute um Hohmann haben noch Aussichten auf den Meistertitel, die bei einer neuerlichen Niederlage mehr und mehr entschwinden. Schwarz=Weiß Essen— Hamborn 07. Schwarz=Weiß spielt auf eigenem Gelände, und da dürfte auch ein Sieg fällig sein, zumal die Hamvorner nicht mehr die Mannschaft mit dem starken Sturm wie früher sind. Das erste Spiel endete 1:1, und diesmal sind Essens Aussichten weitaus besser, besonders wenn der Mittelläufer Stephan wieder mitwirkt. am Wochenende Schalke 04— SpBg Herten. Das letzte Spiel der Schalter aus der ersten Serie wird sicherlich Beachtung finden. Wenn auch der Einsatz nicht sehr groß sein wird, so werden doch die Leute vom Katzenbusch sehr daran interessiert sein, negen den Meister eine gute Figur zu machen. Freilich sprang der FC Schalte 04 nicht gerade immer zart mit ihnen um. In der letzten Meisterermittlung wurde Herten mit 6:0 und 6:1 böse überfahren. Aber im Jahr zuvor war es doch einmal anders. Wir erinnern uns, daß seinerzeit in der Glückauf=Kampfbahn Schalke wohl oder übel zu einem 2:2 seine Zustimmung geben mußte. Das war schon eine Tat der SpVg Herten. Und heuer kommt sie auch mit dem besten Vorsatz, der überlegenen Spielführung der Mannen um Kuzorra und Szepan die Stirn zu bieten. Die Elf hat einen guten Mittelplatz in der Tabelle und kann unbeschwert in den Kampf geben. Der Sieg des letzten Sonntags über die Borussia aus Dortmund sprach von einer guten Form. Und wir sind davon überzeugt, daß Schalke das Spiel erst nach Kampf gewinnen wird. SV Notthausen— Westfalin Herne. Eine vielversprechende Auseinandersetzung Zwei Einheiten im Kampf, die keine Sorgen kennen. Und trotzdem hat die Sache ihren besonderen Reiz: es geht um den besten Rang hinter dem meisterlichen FC Schalke 04. Zur Stunde ist der SV Rotthausen drauf und dran, allen„Alteingesessenen“ in der Gauliga eine Nase zu drehen. Mit Elan hat der Neuling eine Hürde nach der anderen genommen und sein zweiter Tabellenplatz verdient rückhaltlose AnerWie beim vorjährigen ersten Turnter in der Dortmunder Westfalenhalle wird auch diesmal wieder der Reichsfachamtsleiter der Handballer, Brigadeführer Herrmann= München, dem Turnier beiwohnen, das ihm im Vorjahre in jeder Beziehung ausgezeichnet gefallen hat. Der„Weg zum Sieg“ ist beim Turnier bereits durch die Numerierung der vier Vorrundentreffen genau vorgezeichnet, so daß später keine Auslosung mehr erforderlich ist. So führt Spiel 1: Tura Barmen und Eintracht Frankfurt, Spiel 2: Eintracht Frankfurt und TV Spenge, Spiel 3: DSC Hagen und Westfalia Somborn, Spiel 4: VfB Aachen und Hindenburg Minden zusammen. Das erste Zwischenrundentreffen sieht die Sieger aus den Spielen lund 2, das zweite Zwischenrundentreffen die Sieger aus den Spielen 8 und 4 als Gegner. Nach dieser Einteilung sind die Aussichten für alle Gaue gleichmäßig verteilt, wenn auch die Möglichkeit bestebt daß die beiden Zwischenrundenspiele nur von westfälischen Mannschaften bestritten werden. Andererseits kann Westfalen nie ganz ausscheiden, da der Sieger der Begegnung DSC Hagen— Westfalia Somborn auf jeden Fall in die Zwischenrunde kommt. Man kann das Dortmunder Turnier als das Turnier der Meister bezeichnen, denn nicht weniger als drei westdeutsche und ein deuticher Handballmeister treffen zusammen. Am erfolgreichsten war bisher der VfB Nachen der sich dreimal, in den Spielzeiten 1925=26, 1927=28 und 1030=31 den westdeutschen Meistertitel holte. Der DSC Hagen, ein Pionier der westfälischen Handballbeweanng, errang in der Spielzeit 1931=32 die westdeutsche Meisterwürde, und ebenfalls einmal, in der Spielzeit 1932=38, gluckte Tura Barmen der große Wurf. Der M3V Hindenburg Minden war zwar offiziell nie westdeutscher Meister, da diese Würde in den letzten Jahren nicht ausgespielt wurde, aber er holte sich aafür mit großartigen Leistungen in der veraun.en Spielzeit den Titel eines Deutschen Meisters, und zwar in Dortmund. Am kommenden Wochenende wird im Sport wieder vielerlei geboten. Neben den immer interessanter werdenden Gaumeisterschaften im Fußball und Handball finden auch Veranstaltungen anderer Fachämter regste Anteilnahme. In mehreren Fällen messen deutsche Spitzenkönner ihre Kräfte gegen ausländische Kameraden, wie beim Autorennen in Kapstadt, einem internationalen Schwimmfest in Rotterdam und verschiedenen Radsportveranstaltungen des In= und Auslandes. Zu den Hohepunkten des sonntäglichen Programms sind auch die deutschen Kunstlaufmeisterschaften in Hamburg, ein reichsoffenes Schwimmfest in Nordbausen, die deutschen Tischtennismeisterschaften und der Entscheidungskampf um den HallentennisPokal in Stockholm zu zählen.— Im Fußballsport haben die Ueberraschungen des letzten Sonntags den Endkampf noch spannender gestaltet.— Der„schnellere Bruder“ Handball läßt im Gau Niederrhein die Punktejagd ruben. Dafür steigt in Dortmund ein ausgezeichnet besetztes Handballturnier, an dem mit Hindenburg Minden an der Spitze die besten weit= und füdwestdeutschen Mannschaften beteiligt sind. Auch in der Westfalenund Mittelrheinmeisterschaft wird daber„türzer getreten“. Tennis in der Halle erfreut sich steigender Beliebtheit. Im Vordergrund des Sonntagsprogramms steht diesmal der Endtampf um den Pokal des„Mister G.“ Frankreich trifft in Beim Spiel in der Halle wird mit einem weißen Ball gespielt. Alle Spieler tragen eine Nummer, so daß in Verbindung mit dem Programm der Name des Spielers zu erkennen ist. Abseits gibt es beim Hallen=Handball nicht. Auch die Strafecke kommt in Fortfall, an deren Stelle ein Freiwurf tritt, der drei Meter vor dem Torraum ausgeführt wird, und zwar von der Stelle aus wo der Fehler begangen wurde. Statt eines 13=Meter=Wurfes beim Feldspiel gibt es in der Halle bei groben Verstößen im Verhalten zum Gegner, gleigültig wo das Vergehen geschah, einen 7=Meter=Wurf, der in den meisten Fällen ein sicheres Tor bedeutet. Jede Mannschaft besteht aus sieben Spielern, dazu die Auswechselspieler, die jederzeit umgesetzt werden können. Die Spielzeit beträgt zweimal 10 Minuten. Zwei Gauliga-Punktekämpfe Zweimal Punktekampf im Handball Das großse Handballturnier in der Dortmunder Westfalenhalle bestimmt am Sonntag Form und Inhalt des westfälischen Punktespielprogramms. So stehen nur zwei Kämpfe an Und obendrein schickt Hindenburg Minden zu Grün=Weiß Bielefeld noch eine Reserveelf, di ja die Meisterschaft in Tortmund spielt. Schalke 01— Arinia Bielefeld Grün=Weiß Bielefeld— Hindenburg Minden So lautet die Spielfolge. Das wichtigste Spie. steigt in Schalke, wo die Platzbesitzer noch das 5:5 aus der ersten Serie gutzumachen haben. Obendrein müssen sie darauf bedacht sein, allmählich etwas mehr aus der„Gefahrenzone“ zu kommen, was aber auch für die Arminia gilt. Entsprechend wird natürlich der Einsatz sein.— Gegen die grün=weißen Unglückeraben in Bielefeld setzt Minden die Reserve ein. Es ist keine Unterschätzung des Geaners, sondern das Vertrauen in das Können der Reservisten. Und auch gegen sie wird Grün=Weiß nicht den Weg zum ersten Siege in der ganzen Spielzeit finden. Stockholm als Herausforderer auf Schweden, das in Kalle Schröder den derzeit besten Hallenspieler der Welt zu stellen vermag. Dennoch wird es die schwedische Mannschaft schwer haben, den Potal im Lande zu behalten. In Mailand bestreiten Italien und Oesterreich einen Länderkampf und in Kopenhagen werden die skandinavischen Hallenmeisterschaften entschieden.— Berlin ist der Schauplatz der Deutschen Tischtennismeisterschaften, die im Vorjahr einen eindrucksvollen westdeutschen Erfolg zeitigten. Die Besetzung fiel diesmal sehr gut aus, haben doch vierzehn deutsche Gaue ihre Vertreter entsandt. Mauritz=Wuppertal und Frl. Bußmann=Düsse dorf haben es also schwer, ihre Titel zu verteidigen. Noch stärker gefährdet ist die vom Gau Nordmark errungene Mannschaftsmeisterschaft. Um deutsche Meisterehren geht es auch in Hamburg bei den Titelkämpfen der Eiskunstläufer, die Mari Herber=Ernst Baier(Paarlaufen), Viktoria Lindpaintner(Frauen) und Ernst Baier(Männer) zu verteidigen haben. Der Kampf wird hier mehr um die Plate gehen, denn es wird schwer halten, die Altmeister zu entthronen. Gleichzeitig werden die deutschen Titelkämpfe im Eisschießen der Männer und Frauen entschieden, die gleichfalls eine gute Besetzung erfuhren. Das Eissportprogramm verzeichnet ferner den Start der Streatham=Eishockeymannschaft in Düsseldorf und Eishockeykämpfe in Garmisch=Partenkirchen.— Im Wintersport ist auch sonst noch großser Betrieb. Die banerischen Skimeisterschaften in Oberammergau gestatten den ersten Ausblick auf die„Deutiche“, Württembergs gute Langläufer kämpfen um die schwäbische Staffelmeisterschaft, auch der Harzer Staffellauf wird entschieden und die österreichischen und schweizerischen Skiläufer suchen ihre Landesmeister. An dem internationalen Abfahrtslauf in Mürren nimmt eine Münchener Mannschaft teil.— Mit den Juniorenmeisterschaften in Schreiberbau nimmt auch die Bobsportsaison ihren Anfang. Die Nadfahrer haben einen großen Tag, denn fast sämtliche Winterbahnen ziehen größere Veranstaltungen auf. In Stuttgart bestreiten Deutschland und Holland einen Aadländerkampf mit den Fliegern Richter und Egmond, den Stehern Metze und Stach sowie van Hoek und Alkema sowie den Omniumspezialisten MerkensEhmer und Pifnenburg Wals. Die Kölner Rbeinlandhalle bringt ein 100 km Mannschaftsrennen, bei dem Zims=Küster und Billiet=Dekuisscher zu den aussichtsreichsten Mannschaften gebören. In der Berliner Deutschlandhalle wird am Samstag der ErnstWilke=Preis an den besten Flieger unter den Berufsfahrern vergeben und Kopenhagen veranstaltet sein zweites Nachtrennen mit deutscher Beteiligung, wie auch das in Brüssel zu Ende gehende Sechstageren nen deutsche Fahrer im Kampf sieht.— Deutschlands beste Saalsportler mit den deutschen Radballmeistern Koeping Schnoor an der Spitze, geben sich bei einem nationalen Saalsportfest in M.=Gladbach ein Stelldichein.— Im Automobil=Nennsport bringt der afrikanische Sommer den zweiten Start von Europameister Bernd Rosemener und seinem Markengefährten Delius beim Großen GrosvenerPreis in Kapstadt. Diesmal sind die Vorgaben auf die beiden Anto=Unionfahrer wesentlich geringer bemessen, so daß es möglicherweise zu einem anderen Ausgang kommt als bei dem von der gleichen Gegnerschaft bestrittenen Neujahrsrennen in East London.— Unsere besten Schwimmer benutzen die willkommene Startgelegenbeit des „Reichsoffenen“ in Nordhausen. Von der Meisterklasse sind u. a. Fischer. Heibel Freeie. Bernenberg. Schulze, Schwarz, Sietas Inge Schmit, Ruth Halbs puth. Käte Knuth. Traute Engelmann und Reni Küppers am Start der 15, Werbewoche.— Handballführer Herrmann ist anwesend Einzelheiten vom Dorlmunder Hallen-Handball-Turnier 24 Nationalspieler im Kursus Lom 18.—23. Januar in Duisburg Vorbereitung auf das Hollandspiel. Das große Länderspiel gegen Holland rückt immer näher. Am 31. Januar wird die deutsche Nationalelf im ausverkauften Rheinstadion in Düsseldorf gegen die Niederlande anrücken. Aber vorher kommen sie noch in der Duisburger Wedau zu einem Vorbereitungskursus zusammen, die voraussichtlich das Nationaltrikot tragen. Dr. Otto Nerz hat 24 Spieler eingeladen, die in den Tagen vom 18. bis 23. Januar in Duisburg sich der Vorbereitung unterziehen. Man faßt die Sache also gründlich an. Von den Kursuiten hat nur einer noch nicht für Deutschland gespielt: der Läufer Kupfer aus Schweinfurt. Für den Mittelstürmerposten stehen allein fünf Mann zur engeren Wahl: Siffling, Hohmann, Lenz, Friedel und Helmchen. Es wurden eingeladen: Tor: Jakob=Regensburg, Sonnrein=Hanau, Jürissen=Oberhausen. Verteidiaer: Münzenberg=Aachen, JanesDüsseldorf, Munkert=Nürnberg. Läufer: Zielinski=vamborn, Mehl=Düsseldorf, Godbrunner=München, Sold=Saarbrücken, KupferSchweinfurt, Kitzinger=Schweinfurt. Stürmer: Elbern=Beuel, Lehner=Augsburg, Gellesch=Schalke, Siffling=Waldhof Hohmann=Benrath, Lenz=Dortmund, Friedel=Nürnberg, HelmchenChemnitz. Szepan=Schalke Kobierski=Düsseldorf, Siemetsreiter=München, Günther=Duisburg. Tuisburg geht ein internationaler Wasserballkampf zwischen dem holländischen Meister HZPC den Haag und Duisburg 98 in Szene und an einem internationalen Schwimmfest in Rotterdam nimmt auch Martha Genenger teil. Größere Veranstaltungen haben diesmal auch die Turner mit dem Gerätekampf MTV München— MTV Bad Kreuznach— Kasseler TV— Hamburger Turnerschaft sowie dem Schöpheitsturnen in Fürth vorgeseben. Unter Verschiedenes verdienen Erwähnung die Billard=Weltmeisterschaften im 45/1 Cadre in Marseille. Sonntags-Rückfahrkarten zu der großen Eissportveranstaltung der Westfasenhalle am 20. Januar. dem eissportlichen Ereignis der Dortmunder Westfalenballe am Mittwoch dem 20. Januar, mit Maxi Herver— Ernst Baier und einem Eisbockeyspiel gibt die Reichsbahn im Umkreise von 50 Klm. um Dortmund verbilligte Sonntags=Rückfahrkarten aus. Die gelösten Karten haben Gültigkeit von Mittwoch, 20. Januar, mittags 12 Uhr bis Donnerstag, 21. Januar, mittags 12 Uhr. Beim Lösen der Fahrkarten ist Vorzeigen eines Ausweises für die Veranstaltung nicht erforderlich. Rennen zu Nizza 1. R.: 1. Haut Merlin(Gigant). 2. Lustucru. 3. Dilleman.— Sieg 239210, Platz 58. 18. 50:10.— Ferner: Ener Zidon, Brunet. Nataka. Timbre, Poste, Frivolle. Le Prophete. Delate, Japron, Astucieuse. 2. R.; 1. Brother(Bates). 2. Clou de Girofle. 3. Sans Erreur— Sieg 71.10. Platz 20. 15:10. Ferner: Sympathie, Kohinoor. Farnus. 3. R.: 1. Vive le Roi(Galaurchi), 2. Clain. 3. Leyland.— Sieg 41:10, Platz 30, 18:10.— Ferner: Pip. l. R.: 1. Pommard II(Tremeau). 2. Rose Reine. 3. Disraeli.— Sieg 28:10, Platz 16, 21:10.— Ferner: Jacoby, Parmelan, Slave Bon. 5. R: 1. L’Olinde(Lesmarie). 2. Sadina. 3. Angé Gardien.— Sieg 33:10. Platz 15. 13:10.— Ferner: Prince Pompon, Noche de Renes. Willis Bird. Lohmann— Metze in Berlin. Am Samstagabend haben in der Deutschlandhalle in Berlin die Steher das Wort. Sie bestreiten in der Besetzung Lacquehay, Metze, Lobmanu, Möller, Stach, Minardi. Ehmer und Schindler den Großen Preis der Deutschlandhalle. Nach seinem überlegenen Erfolg in Paris gilt der Dortmunder Metze als Favorit. Rennen der Berufsflieger und Amateurfahrer umrahmen das Programm. Schach Fünf Runden Mannschaftsmeisterschaft. dieser Ueberschrift in eigentlich schon alles gesagt. In drei Klassen geht die diesjährige Meisterschaft der Mannschaften im Schachkreis Bochum vor sich.— Die Paarungen: A Klasse Gruppe 1: Schachfr 25 Bochum 1.— Schachv. Günnigfeld Bochumer Schachges.— Königsspringer Schachv. Welper— Schachfr. Weitmar. Gruppe 2: Bochumer Schachverein— Schachfr. Witten=Ost Schachklub Altenbochum— Schachverein Werne Spielfrei: Schachklub Langendreer B.Klasse Schachfr. 25 Bochum 2— Schachv. Wattenscheid Schachverein Harpen— Bochumer Verein Schachfr. Wattenscheid— Schachverein Linden C.Klasse Bochumer Verein 2.— Schachkl. Altenbochum 2. Bochumer Schachges. 2.— Schacho Witt.=Stockum Nimmer patt. Laer— Schachverein Weiper 2. Schachfr. 25 Bochum 3. ist spielfrei. Titelverteidiger und zugleich Verein mit den besten Aussichten ist neben dem Bochumer Schachverein, der sehr gute Aussichten hat, die Bochumer Schachgesellschaft. 10 Jahre Post-5V Bechum Der Post=Sportverein Bochum feiert heute abend im Parkhaus mit seinem Winterfest auch sein zehnjähriges Bestehen. Der Verein hat in diesen Jahren eine stetige Aufwärtsentwicklung genommen. Das beweist seine schöne Platzanlage am Freigrafendamm und die große Anzahl der Sportarten, die in den verschiedenen Abteilungen betrieben werden. Für das Fest ist eine Fülle hervorragender Darbietungen aufgestellt worden. Die Turnabteilung, die Turn. und Gymnastikabteilung die Gesangabteilung bestreiten einen großen Teil des Programms, das weiter Cello- und Sopransoli von Herrn Hörkens bezw. von Frl. Biermann umfaßt. Auch der Humor wird nicht fehlen, ist ihm doch ein bedeutender Platz in der Darbietungsfolge zugewiesen worden. Der Verein hat zu seinem Jubiläum eine Feitschrift herausgebracht, die einen umfangreichen Ueberblick über die Entwicklung und die vielseitige Tätigkeit des Vereins gibt. Reichsbund für Leibesübungen Die Zuteilung von Sportdienstgruppen des Deutschen Jungvolks an die Vereine. Der Kreisführer des Reichsbundes für Leibesübungen gibt in Verbindung mit dem Kreisjugendwart, Pg. Borchardt, folgendes bekannt: 1. Bis zum 25. 1. 1937 sind die Sportdienstgruppen des Deutschen Jungvolks aufgestellt 2. Die Zuteilung der Sportdienstgruppen erfolgt nur an solche Vereine, die bis zum 25. 1. 1937 geeignete Jugendübungsleiter der Kreisgeschäftsstelle Wanne=Eickel, Sedanstr. 12, gemeldet haben und sich verpflichten, die Uebungsleiter für die demnächst stattfindenden Uebungsleiterkurse für Erundschulung abzustellen. Die Kurse werden durch den Gauführer in Verbindung mit dem Gaujugendwart eingerichtet und dauern in der Regel drei Tage. Sie sind für die Teilnehmer vollständig kostenlos einschl. An= und Abfahrt. Bei Urlaubsschwierigkeiten ist rechtzeitige Meldung an den Kreisführer zu erstatten. Die Termine für die Jugendleiterkurse werden im Gauverordnungsblatt bekanntgegeben. Die Meldungen haben schon jetzt zu erfolgen. 5. Eine ganze Reihe von Vereinen haben bis jetzt noch keinen Uebungsleiter namhaft gemacht. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß alle Vereine, die keine Erziehungsarbeit an den Sportdienstgruppen leisten, Gefahr laufen, von der gesamten sportlichen Jugendarbeit ausgeschlossen zu werden. Die Zuteilung der Sportdienstgruppen erfolgt ab 1. 2. 1937, so daß mit der Arbeit sofort begonnen werden kann, damit am 1. 4. 1937 terminmäßig die Sportdienstgruppenarbeit festgefügt dasteht. Spertereschonahrecnung in Jukunkt durch die Stadt Das Stadtamt für Jugendpflege und Leibesubungen teilt mit daß vom 1. April 1937 ab die Versorgung der die städtischen Sportplätze benutzenden Sportund Turnvereine mit Eintrittskarten mit aufgedrucktem Sportgroschenwert und die Abrechnung der Sportgroschen mit der Deutschen Sporthilfe zentral durch die Stadt erfolgt. Die Sport= und Turnvereine werden auf die kommende Neuregelung hingewiesen mit der Bitte, dies bei der für die Zeit bis 1. April 1937 noch erforderlichen Bestellung von Eentriitskarten zu berücksichtigen. im Krøise Bochum Bezirkoklasse Tus Bochum— MBB Linden TB Eickel— Westfalia Bochum SpBg Röhlinghausen— TuS Holsterhausen Der TuS hat auf eigenem Platz gute Aussichten auf Punktgewinn. Die Westfalen werden in Eickel kaum zum ersten Erfolg gelangen. Das wichtigste Treffen steigt in Röhlinghausen. Gewinnt der Tabellenführer aus Holsterhausen, so sollte ihm die Gruppenmeisterschaft nicht mehr zu nehmen sein. Der Endkamnf beainnt Die Stadtmeisterschaft im Bochumer Schulfußball Die Fußballspiele um die Meisterschaft der Bochumer Volksschulen sind bis zur Zwischenrunde gediehen. In der jetzt ausgetragenen zweiten Runde siegten die kath. Schule an der Fahrendellerstraße gegen die ev. Schule der Fahrendellerstraße mit 3:1 nach Verlängerung, die Schule Kassenbergerstraße gegen die An der Landwehr mit 2:1 ebenfalls nach Verlängerung, die kath. Schule an der Drusenbergstraße gegen die ev. Schule an der Hammer Straße 1:1, worauf die Drusenbergschule verzichtete, so daß die Hammer Str. eine Runde weiterkommt, kath. Schule Borgholzstraße — ev. Schule Wiemelhauser Straße 2:1. Schule von Waldthausenstraße— ev. Schule Heinrichstraße 3:1. ev. Schule Amtmann=Felke=Straße— kath. Schule Hattinger Straße 3:0. Die knappen Ergebnisse und Verlängerungen beweisen die Härte des Kampfes. Die Zwischenrunde bestreiten folgende Mannschaften: Schule von Waldthausenstr.— Heinrichstr. Gerthe Kath. Schule Fahrendellerstr.— ev. Schule Hammer Straße Schule Kassenbergerstr.— en. Schule AmtmannFalke=Straße Die Schule an der Borcbolzstraße zog das Freilos und gelangt kampflos in die Vorschlußrunde. Wichtige Srortyeranetaltunnen Sonntag, den 17. Januar 1037 Der wichtige Gauligakampf Erler Spielverein 08 Germania 06 Bochum Anstoss 2.30 Uhr, Platz Germania, Castroper Straße Vorher: Jungliga— Reserve M. B.V. Linden Vorm. Handball- Meisterschaftsspiel(11 Uhr) Tki. Wanne— Germania 06 Sportplatz: An der Landwehr Sonntag. 17. Januar 14,30 hr Meisterschaftsspiel Sp.C. Dahlhausen-I.G.B. Ehreneld Herbstmeister Börnig in Wattenscheid Der Großkamrf in der Bezirksklasse- Favoritensiege? Nach den großen Ereignissen in der Bezirksklasse an den letzten Sonntagen fehlt auch diesmal ein Schlager nicht. Es ist das Spiel in Wattenscheid zwischen der SpGem 09=30 und dem Herbstmeister VfB Börnig, also zwischen dem Tabellenvierten und Tabellendritten. Es handelt sich für beide darum, ihre Meisterschaftshoffnungen zu erhalten. Von Bedeutung sind auch die Kämpfe, den die Mannschaften vom unteren Tabellenende um den Verbleib führen. Wattenscheid 09=30— BfB Börnig. Das wichtigste Spiel des Tages, mehr noch für Wattenscheid als für den Gast, da im Falle einer Niederlage die Aussichten der Platzmannschaft auf den Meistertitel in weite Ferne gerückt würden. Außerdem hat 09=30 die 0:4=Niederlage des Vorkampfes wettzumachen, und wir glauben, daß ihnen das auch gelingen wird. Börnig wird mit Ersatz antreten, zudem ist die Wattenscheider Elf eine ganz andere als diejenige, die damals in Börnig verlor. Zweifelsohne gehört 09=30 mit zu den stärksten Mannschaften der Gruppe, das wird sie am Sonntag gegen den Herbstmeister eindringlich beweisen. Sie muß natürlich den Kampf ernst nehmen. MBB Linden— Tura Altenvoerde. Nachdem die Märker am Sonntag durch die Niederlage gegen Preußen wieder zurückgeworfen worden sind, haben sie morgen einen leichteren Gegner, und mit dem nötigen Ernst und Eifer müssen sie ihre technische Ueberlegenheit ausspielen können und die tapferen Gäste glatt schlagen, zumal das Spiel in Linden stattfindet. TG B.=Ehrenfeld— S6 Dahlhausen. Ein Spiel, von dem namentlich für die Gäste viel abhängt. Sie landeten am Sonntag ihren ersten Sieg und kämpfen nun um den Anschluß, nachdem sie fast die ganze Spielzeit hindurch an letzter Stelle gestanden haben. Die Ehrenfelder werden es ihnen gewiß nicht leicht machen, zumal auch sie noch die Punkte benötigen, um sich endaültig in Sicherheit zu bringen, und auf dem Platze an der Landwehr hat jede Mannschaft schwer um den Erfolg zu kämpfen gehabt. Jedenfalls sind die Ehrenfelder gut gerüstet, das beweist ihr letzter Sieg über Westfalia. Dahlhausens Sturm wird ohne eine Energieleistung nichts ausrichten können. STB Werne— Witten 92. Nach vielversprechenden Ansätzen haben die Werner doch noch nicht viel Boden gutmachen können und nach wie vor sind sie vom Abstieg bedroht. Morgen spielen sie auf eigenem Platze, auf dem der STV ja stets gute Spiele liefert. Es ist durchaus möglich, daß der eine oder andere Punkt in Werne verbleibt. Sportring Gevelsberg— Ver. Preußen 07 Bochum. Preußen Bochum, der Titelverteidiger, hat noch ein kleines Fünkchen Hoffnung auf die Gruppenmeisterschaft, wird es aber aus eigener Kraft nicht mehr schaffen können. Nach dem Sieg über Linden, der der Mannschaft neuen Mut gegeben haben dürfte, sollte ein weiterer Erfolg auch in Gevelsberg zu erkämpfen sein, gewann Linden doch dort hoch. FC Schwelm— Westfalia Bochum. Die Westfalen müssen den Tabellenführer in Schwelm aufsuchen, der auf Revanche für die Bochumer Niederlage sinnt. Schwelm hat körperlich große Vorteile und die Tabellenführung zu verteidigen. Unter diesen Umständen ist für die Westfalia wohl nicht mehr als eine ehrenvolle Niederlage zu erhoffen. * Gruppe Gelsenkirchen: SC Hassel— Schwarz=Gelb Gladbeck Gelsenauß Gelsenkirchen— SpBg Röhlinghausen Biktoria Recklinghausen— Gelsenkirchen 07 AfB Bottrop— Union Recklinghausen BB 12 Gelsenkirchen— Union Gelsenkirchen TB Eickel— SpFr. Gadbeck Gruppe Dortmund: TuBB Mengede— DSC Hagen Alemannia Dortmund— BB Brambauer Unna 08— Hagen 72 Union Haspe— SpFr. Dortmund Castrop 02— Arminia Marten Die zweite Pokalrunde im Kreise Bochum, dazu einige Punktespiele Schon 14 Tage nach Beginn der diesjährigen Spiele um den Tschammer=Pokal geht es in die zweite Runde, für die im Kreise Bochum noch 24 Mannschaften teilnahmeberechtigt sind. In den 12 Wettbewerben stehen sich folgende Vereine gegenüber: Phönix— Carolinenglück Bochum BfB Gerthe— TuS 26 Altenbochum Langendreer 07— LFC Laer SB Bochum=West— Borussia Bochum Preußen 11— Polizei=SB Bochum BB Gerthe=Hiltrop— SpSp Gerthe Constantin Bochum— Concordia Bochum 3B Wattenscheid 19— Union Günnigfeld Rasensport Herne— SV Sodingen Jahn Holsterhausen— Rasensport Wanne Germania Herne— Preußen Wanne Reichsbahn Wanne— Post Wanne Der Polizei=SV hat es nach dem Spiel am Samstag übernommen, auch am Sonntag in die Schranken zu treten, keine Kleinigkeit bei diesen Gegnern. Das Lokaltreffen in Hiltrop sollte SpSp Gerthe klar gewinnen, ebenso bat Concordia. gegen Constantin die besseren Aussichten. Die Nachbarn Wattenscheid 19 und Union Günnigfeld spielten letzthin unentschieden gegeneinander, so daß auch dieser Kampf offen ist. In zwei Begegnungen stehen sich Mannschaften derselben Gruppe der 1. Kreisklasse gegenüber, Germania Herne— Preußen Wanne und Rasensport Spertveranstaltungen am Herne— EV Sodingen. Auch hier läßt sich der Sieger kaum voraussagen hat doch z B. Preußzen Wanne den letzten Punktekampf gegen Germania Herne gewonnen. Die Platzvereine Wuten geringe Vorteile. Das gleiche gilt von dem Ortstrekfen in Holsterhausen, während Reichsbahn Wan als sicherer Sieger zu erwarten ist. Die Vunktespiele Neben den Pokalkämpfen werden einige schaftsspiele ausgetragen. So spielen: 1. Kreisklasse Grupne?: Reichsbahn=TuS Bochum— SpSp Stiene 2. Kreisklasse Gruppe 1: BC Hordel— VfL Herne Gruppe 2: 3TB Harpen— DSC 31 Der Reichsbahn=TuS ist trotz vieler Veriuche noch nicht vom letzten Platz in seiner Grupne weggekommen und auch morgen sind seine Aussichten nicht vom besten. Unlösbar ist die Aufgabe für die Eisenbahner allerdings nicht, wenn der nötge Ziegeswille vorhanden ist. Der BC Hordel hat in dieser Saison viel Pech gehabt diesmal könnte er es auf eigenem Gelände schaffen. Das dritte Spiel ist für Harpen von besonderer Wichtigkeit, denn im Far würde sich die Platzmannschaft weiter von der stiegszone entfernen. Der DSC landete am leßten Sonntag seinen ersten Sieg, er wird m diesmal seine Aussichten gebührend6n. Bahn frei zum Sonntag ist offizieller Opfertag der deutschen Kegler zum Winterhilfswerk. In allen deutschen Gauer finden sich die Kegler zum Winterhilfskegeln zusammen zu dem der Deutsche Keglerbund Ehrenurkunden zur Verfügung gestellt bat. Auch der Verein Bochumer Kegler beteiligt sich an diesem Opfertag und tritt Sonntag im Keglerheim„Panzergrotte“ an. Gekegelt wird über kurze und lange Partien.— Gesellschaftskegler wollen sich im Sinne der Veröffentlichung vom 12. Januar ebenfalls am Opferwerk der Kealer beteiligen. Erfreulich ist, daß bereits verschiedene Gesellschaftsklubs für diesen Zweck namhafte Beträge dem Verein Bochumer Kegler zur Verfügung gestellt haben. Das Winterhilfskegeln in Gerthe findet am Sonntag in der Zeit von 13 auf der Bahn Hanbolz statt. Es wird in zwei Abteilungen gekegelt, und zwar für Vereinskeger(DKB) und für Nichtvereinskegler. In jeder der beiden Gruppen werden die beiden Besten mit Urkunden dusgezeichnet. Radsport. Der Radfahrer=Verein Westfalia 1895 Bochum unternimmt morgen eine Wanderfahrt zur„Bergischen Schweiz“. Abfahrt 9 Uhr vom Bülowplatz. Der Radfahrerverein Sturmvogel 04 Bochum veranstaltet am kommenden Sonntag eine Wanderfahrt nach Nierenbof verbunden mit einem Waldlauf und Handballspiel. Treffpunkt 850 Uhr am Westfalenplatz. Leiter: Büdenbender. Iugendliche und Freunde des Recmendersoorts sind eingeladen. der deutschen Polize. Nlympiasieger Kaiser boxt auf dem Molkkemarkt Fußballspiel Tus- Polizei-5V Bochum im Tus-Stadion Diese Kämpfe versprechen sämtlich einen spannenden Verlauf, das ist der erste Eindruck, wenn man die Gegenüberstellungen betrachtet. Dichter konnten manche Mannschaften gar nicht beieinander wohnen. Man bedenke, der SV Bochum=West und Borussia, die Polizei und Preußen 11, Phönir und Carolinenglück, Gerthe=Hiltrop und SpSp Gerthe, Wattenscheid 19 und Union Günnigfeld, sie sind sämtlich Nachbarn. Und dann treffen nur in zwei Fällen Mannschaften derselben Klasse aufeinander, in allen anderen stammen die Gegner aus verschiedenen Klassen. Aber so ohne weiteres werden sich die höher klassifizierten Mannschaften nicht durchsetzen. Der Bochumer Phonix z. B trifft in Carolinenglück auf einen Gegner, der Rasenspert aus dem Pokalwettbewerb warf und gegen den anderen Nachbarn unbekümmert sein Spiel spielen wird. Das Treffen zwischen dem VfB Gerthe und Tus 26 Altenbochum ist völlig offen. Nachdem der LFC Laer das erste Pokalspiel zweistellig gewonnen hat, ist man auf sein weiteres Abschneiden sehr gespannt. Allerdings ist dieser Gegner stärker als Bruchstraße. Die Börsen Düsseldorf: Still, später freundlicher. Düsseldorf, 15 Januar. Die Börse war heute wiederum sehr still bei ungleichmäßiger Kursgestaltung. Im Verlaufe wurde dann die Stimmung etwas freundlicher, ohne daß es aber zu einer wesentlichen Geschäftsbelebung kam. Den größten Tagesgewinn wiesen Kali Chemie mit plus 3½ Proz. auf. Sonst waren von den fortlaufend notierten Werten Farben* Nroz. niedriger im Handel. Auf dem Montanmarkt lagen Day'busch erneut ½ Proz. gebessert, Rheinstahl gingen mehrfach erhöht um Auch Klöckner leicht befestigt, dagegen wurden Hoesch und auch Ver. Stahlwerke ¼ Proz. billiger abgegeben. Deutsche Erdöl gleichfalls abgeschwächt. Maschinenwerte anziehend.— Elektroaktien gedrückt. Schuckert minus 7 Proz. und Siemens minus* Proz. Erhöhte Nachfrage bestand für Kaliwerte. Auf dem Kaliaktienmarkt gaben Wintersball* Proz. nach. Anleihemarkt gut gehalten. Nur Reichsbahnvorzüge eine Kleinigkeit lme— Am Kurenmarkt war das Geschäft nicht so lebhaft wie an den Vortagen, jedoch lagen die Kurse allgemein gut behauptet. Am Koblenkurenmarkt waren Constantin zu ungefähr gestrigen Preisen im Handel. Deutschlandkure knapp behauptet. Diergardtkure leicht nachgebend. Für Braunkohlenwerte erhielt sich Interesse. Am Nalikurenmarkt beschränkte sich das Geschäft auf Mintersball und Maria Wlück Erstere einige 100 höher Kaliaktien behauptet. Auf dem Koh maktienwarkt waren Bergbau Lothringen 1 Proz. Leichter. Der Polizei=Sportverein Bochum hat für den Tag der Deutschen Polizei ein umfangreiches Sportprogramm aufgestellt, will er doch das Seine dazu beitragen, daß die große Winterhilfsaktion der deutschen Polizei in Bochum einen entsprechenden Er. folg zu verzeichnen hat. Gleichzeitig tritt er werbend an die Oeffentlichkeit, um zu zeigen, wie innerhalb der Polizei der Sport betrieben wird. Sämtliche Veranstaltungen finden am heutigen Nachmittag statt. Zunächst treffen sich zum Winterbilfs-Fußballspiel TuS Bochum und Polizei=SV Bochum um 15,30 Uhr im TuS=Stadion. Der Kampf wird gewiß großes Interesse auslösen, denn die Polizeimannschaft hat eine große Erfolgsserie hinter sich. Berlin: Aktien still. Renten gefragt. Berlin, 15. Januar. Das Börsengeschäft blieb auch heute wieder begrenzt, so daß sich die Festsetzung der ersten Kurse vielfach recht schwierig gestaltete. Der zweifellos vorhandene Anlagebedarf des Publikums hat sich unverkennbar nach dem Rentenmarkt verlagert, an dem auch heute wieder ziemlich lebhafte Nachfrage vorhanden war. Diese Entwicklung wird durch eine außerordentlich flüssige Verfassung des Geldmarktes gefördert. Am Montanaktienmarkt waren eher geringe Kurseinbußen zu verzeichnen, so bei Hoesch um 2 bei Klöckner und den Ver. Stahlwerken um je ½ Proz. Von Braunkohlenwerten konnten sich Ilse nach dem gestrigen Rückgang um 1½ Proz. erholen. Am Kaliaktienmarkt zogen Kali=Chemie um 3 Proz. an. während Salzdetfurth um 2 Prozzurückgingen. Von den chemischen Papieren hatten Farben einen Anfangsverlust von* Proz. Von Elektrowerten konnten Siemens einen Anfangsverlust von 1½ Proz. sofort wieder ausgleichen. Bei den Versorgungspavieren fällt eine anhaltende Steigerung der Schlesischen Gas— beute um 2 Proz.— auf. Befestigt waren Kabel= und Drahtaktien und Antowerte Am Rentenmarkt zogen Neichsaltbesitz um ½ Proz. auf 117½ an. Sehr fest liegt wieder die Gemeindeumschuldungsanleibe, die mit einer Steigerung um 15 Pfg. einen neuen Höchstkurs von 91.05 erreichten. Zinsvernütungsscheine gewannen 5 Pig Späte ReichsschuIbuchforderungen gewannen 4 Proz. Bei der amtlichen Berliner Devisennotierung wurde das Pfund mit 12235(12225), der Dollar mit unverändert 2.19, der Gulden mit 136.38 102028 der französische Franken mit 11.63(11,625) und der Schweizer Franken mit 57,18(57,15) festgesetzt. Sie ist der erste Anwärter auf den Gruppenmeistertitel der 1. Kreisklasse und wird im Kampf gegen den Nachbarn und Gauligisten gewiß das Allerbeste geben. Der TuS stellt sich in den Dienst der guten Sache, obschon er schwer um den Verbleib in der Gauliga zu kämpfen hat. Als sich die beiden Mannschaften zum letzten Male trafen, mußte der Gauligist einige Gegentreffer hinnehmen, und wenn er letzten Endes auch hoch gewann, so lieferten ihm die Polizisten doch einen großen Kampf. Morgen steht ihm eine stärkere Polizeimannschaft gegenüber, und wenn der TuS das Treffen nicht so ernst wie möglich nimmt, ist eine Ueberraschung nicht ausgeschlossen Der Ertrag des Spieles dient dem Winterhilfswerk, und das sollte Anlaß genug für einen guten Besuch des Kampfes sein, der, wie bemertk, heute nachmittag um 15.30 Uhr im TuS=Stadion beginnt. Zur gleichen Zeit werden die Polizeiborer in aller Oeffentlichkeit für das Winterhilfswerk werben. Auf Bochums größtem öffentlichen Platz, auf dem Moltkemarkt, haben sie ihren Borring aufgebaut und warten mit einem feinen Programm auf. das dürfte Anlaß genug für die vielen Vorfreunde unserer Stadt sein, ihre Schritte zum Moltkemarkt zu lenken und in hellen Scharen den Borrina zu umlagern. Zum ersten Male steht ein Olympigsieger in einem Bochumer Ring. Allen ist noch in Erinnerung. wie der kleine Gladbecker sich bei den Spielen in Berlin von Runde zu Runde durchkämpfte und schließlich den großen Enderfolg, die Goldmedaille davontrug, nachdem er die Besten der Welt bezwungen hatte. Sein Gegner ist Woyke vom Polizei SR. der versuchen wird, dem Gast mit dem großen Namen einen entsprechenden Kampf zu liefern. Außerdem boren mit Disselbeck und Gaenseria die beiden besten Leute des Polien2P. Disselbeck trifft auf den Gladbecker Pannek. der zur ersten westfälischen Klasse zählt und in dem technisch besseren und routinierten, zudem in Rechtsauslage borenden Disselbeck einen starken, so leicht nicht zu schlagenden Geaner vorfindet. Auch der kommende Kreismeister Gaenserig, der in letzter Zeit so erfolgreich abschnitt, hat gegen den Gladbecker Jung die größeren Siegesaussichten. Das übrige Programm wird vom Nachmuchs des PSV bestritten, der Schankämpfe zeigen wird. Also 1530 Uhr Moltkemarkt. Auf verschiedenen Plätzen Bochums wird zu aleicher Zeit eine 24 Mann starke Musterriege des Polizei=SV Schulanmnastik zeigen Um 16 Uhr formiert sich an der Ponzeikaserne ein Zug bestehend aus Mitaliedern des Vereins die in Spartkleidung unter Varantritt der Musikkanelle der Porzei einen Propaaandamarich durch Pochum unternimmt, um ebenfalls für das WSW zu werben. Bekunde ein jeder Volksgenosse seine Verh heit mit unserer Polizei, daß er auch die sportlichen Veranstaltungen des heutigen Tages besucht und dabei saine Gabe für das WHW darbringt WIRTSCHAFS NACHRICHTAN