2— 2 2 e 26 * e . v ve B 7 1 Bochumer Volkszeitung Sezugslr.s: monatlich NM 2.15 oder halbmonatlich RR 1.08 einschl. Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Bezugspreises Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 Pig., Ausgabe A 6 Pfg, Aus. gabe B 8½ Big., Ausgabe C 8 Pig. Textanzeigen: Ausgabe A 40 Big Ausgaben B n C 25 Pig te mm. Gültig: Preisliste 9 Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausaaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger beschäftsstellen. Bochum, Mühlenstraße 12-14 Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lutze=Str. 12, Fernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1960; Essen=Sieele, Westfalenstr 302 Fernr. 582 30, Postscheckkonto Tortmund 193 66; Wattenscheid, Freiheitste 15. Fernr. 1876 Postscheckf Dortm 30430 Deuc und Berlaa: Schürmann 4 Klagare Potum Nr. 8 Montag, den 11. Jannar(Kath. und Evgl. Hyginus) 19337 Sie können es nicht lassen! Neuer Lügenfeldzug gegen Deutschland Durchsichtige Machenschaften der bolschewistisch und jüdisch beeinflußten Auslandspresse DNB. Berlin, 9. Jan.(Drahtb.) Ein neuer schlagartig einsetzender Lügen= und Hetzfeldzug der ausländischen, insbesondere der französischen Presse veranlaßt, gegen dieses verbrecherische Treiben Stellung zu nehmen und den Lügenwust in seiner ganzen Unwahrhatigkeit und Bösartigkeit zu kennzeichnen. Der„Völkische Beobachter“ greift zunächst eine der letzten Tendenzlügen auf, die man sich in Paris über angebliche deutsche militärische Bestrebungen in Spanisch=Marokko ausgedacht hat, und sagt u. a.: Wer die Methoden der Pariser öffentlichen„Meinungsbildung“ kennt, wüßte allerdings, daß etwas Derartiges kommen mußte, denn die„Friedensfreunde“ in Paris haben mit viel Unbehagen sehen müssen, wie sich England und Italien den status quo im Mittelmeer garantierten. Man hat in einzelnen Kreisen in Paris aber keinerlei Interesse daran, daß die Diskussion über Spanien in eine ruhigere Atmosphäre übergeht. Diese Möglichkeit befürchteten jene Kreise zum ersten Mal nach dem Mittelmeerabkommen, noch viel mehr aber jetzt nach der Veröffentlichung der deutschen und italienischen Antwortnoten, die mit ruhigem, in jedem Punkt stichhaltigen Argumenten am besten alle jene Lügen widerlegen, die von einer deutschen oder italienischen Kriegspolitik sprachen. Es wäre jenen Wegelagerern der internationalen Politik zu viel Ehre angetan, wenn man alle ihre Lügen der letzten Wochen aufzählen würde. Heute sind es die frisch entdeckten„Putschpläne Deutschlands in Marokko“, die dem alten Zweck dienen sollen, vor allem aber auch England vor einer weiteren ruhigen Beurteilung des Spanienkonfliktes abhalten und verhindern sollen, daß die Weltöffentlichkeit endlich das Gefühl einer Entspannung bekommt. Wir glauben unsererseits nicht, daß man in London die Rolle eines Märchenarztes zu spielen gedenkt. Die„Börsenzeitung“ bringt ebenfalls eine groteske Blütenlese deutschfeindlicher Meldungen vom spanischen Kriegsschauplatz. Darin wird den armen französischen Zeitungslesern erzählt, vor Madrid ständen ganze deutsche Armeen, und drei Viertel der spanischen Verwaltung auf der Seite des Generals Franco seien in deutschen Händen. Ferner werde Deutschland beginnen, Marokko militärisch zu besetzen, um die dortigen Erzgruben in seinen Besitz zu bringen. Um das Bild abzurunden, würden Nachrichten über Zwistigkeiten unter den leitenden Männern Deutschlands, über bevorstehende Kabinettsumbildung usw. bald hier, bald dort in der wegen ihrer Unzuverlässigkeit zu trauriger Berühmtheit gelangten Pariser Presse erzählt. Hierzu sagt das Blatt: Wir kennen den Zauber Je höher in der Welt die Woge der Verwirrungen ansteigt, die durch die Initiative des Bolschewismus und durch die Schuld gewisser mit ihm symvathisierender Demokratien entstanden sind, je hilfsloser dann die schuldigen Staaten dem chaotischen Durcheinander gegenüberstehen, um so lauter pflegen aus ihrer Mitte in solchen Situationen die Parolen zu erschallen: Deutschland ist an allem schuld, mit Deutschland steht es überhaupt faul— Deutschland muß bekämpft werden! Wir Deutschen lassen uns durch solche Machenschaften um so weniger in der Verfolgung unseres geraden, auf die Sicherung des Friedens gerichteten Weges beirren, als wir die Methoden und ihre Urheber ken nen, und weil wir seit Beginn der spanischen Unruhen ja genau verfolgen konnten, wie die Träger der Hauptschuld, die Einmischungsmächte Sowjetrußland und Frankreich, immer um so lauter über Deutschland und Italien schrien, je dichter die sowietrussischen Dampfer und die füdwärts rollenden französischen Munitions= und Materialzüge einander folgten. Man wollte eben nach der Parole„Haltet den Dieb!“ den Blick der Oeffentlichkeit ablenken sowohl von den vornherein unternommenen deutsch italienischen Bemühungen um klare Abriegelung des spanischen Brandherdes als auch von der eigenen Unterstützung der roten Bestie in Spanien. Die„DAZ.“ zählt eine Reihe von Sensationsmeldungen und Phantasien auf, mit denen zweifelhafte Reporter des Auslandes den Frieden des deutschen Weil achtsfestes zu stören versuchten, und sagt: Damit im Gegensatz zu der Ruhe während der deutschen Weihnachten müsse man mit Erstaunen beim Lesen fremder Zeitungen von Vorgängen in Deutschland Kenntnis nehmen, die für einigermaßen Eingeweihte in keiner Weise der Wirklichkeit entsprachen, weil einfach gemeldete Vorgänge und damit in Zusammenhang gebrachte Persönlichkeiten nicht in Uebereinstimmung zu bringen waren. Neue Phantasien, neue SchreiNatürlich auch die Volksfronk! DNB. Paris, 10. Jan.(Drahtb.) Die Furcht der französischen Volksfront vor einer endgültigen Niederlage der spanischen roten Regierung hat mehr als seltsame Blüten gezeitigt. Um ein Eingreifen Frankreichs gegen die nationale spanische Regierung zu ermöglichen und Frankreich bei diesem Schritt vor der Welt zu rechtfertigen, ist die gesamte Pressemente der französischen Hauptstadt gegen Deutschland losgelassen und ergeht sich in unverantwortlichen, ja geradezu verbrecherischen Anschuldigungen über vermeintliche Absichten Deutschlands in Marokko. Und dies trotz der eindeutigen und mehrfachen schärfsten Dementis der Reichsregierung. Gleichzeitig künden in großen Ueberschriften die Blätter einen Schritt des französischen Generalresidenten von Marokko beim spanischen Oberkommissar in Melilla an. Dieser Schritt bezieht sich auf die Artikel der spanischfranzösischen Verträge von 1904 und 1912. Die Demarche sei entweder am Sonnabendnachmittag unternommen worden oder werde am Sonntag erfolgen. Der Ton der Presse ist in den letzten 24 Stunden wesentlich heftiger geworden. Während man zunächst noch von einem Protest sprach, unterstreicht man heute, daß es sich um eine Warnung handele und daß die französische Regierung in voller Uebereinstimmung mit London sei. Der„Petit Parisien", der sich in frechen Angriffen an die Adresse der deutschen Regierung gefällt, schreibt u. a., Deutschland werde sich auf eine energische Antwort gefaßt machen müssen, wenn es ihm einfallen sollte, sein gefährliches Spiel fortzusetzen. Die französische und englische Regierung hätten ihre Informationen ausgetauscht, denn die Nachrichten, die aus der spanischen Marokkozone einträfen, forderten eine genaue Kontrolle, bevor man Entschlüsse fasse. Die leitenden Persönlichkeiten in England und auch in Frankreich seien sich darüber einig, daß ein Festsetzen Deutschlands in Spanisch=Marokko eine unhaltbare Lage schaffen würde. Pertinax behauptet im„Echo de Paris“, wenn die Deutschen in Spanisch=Marokko festen Fuß faßten, so bedeute dies eine Bedrohung der französischen Besitzungen in Afrika. Frankreich werde aber, so erklärt er in anmaßendem Ton, seinen Rechten Achtung zu verschaffen wissen und England werde der Haltung Frankreichs zustimmen. Die außenpolitische Mitarbeiterin des „Oeuvre“ schießt wie gewöhnlich mit ihren hysterischen und jeder Vernunft Hohn sprechenden Behauptungen den Vogel ab. Sie phantasiert von deutschen Orgagisatoren in Rio del Oro und auf den Kapverdischen Inseln. In Funchal und Madeira stelle man eine lebhafte Tätigkeit deutscher Ingenieure fest. Auf bereien über einen bevorstehenden Krieg erschienen fast täglich in der fremden Presse, um als Schluß die leicht gefundene Behauptung zu erweisen, Deutschland sei wieder einmal an allem schuld. Natürlich blieb es nicht bei derartigen Anwürfen gewissenloser Berichterstatter in außenpolitischen Fragen, sondern auch das Leben in Deutschland selbst mußte in langen Berichten Stoff liefern, um die Sensationslust draußen zu befriedigen. Dabei spielte die Ernährungsfrage eine besondere Rolle, eine Frage, die in Deutschland genugsam bekannt ist, aber keineswegs zu Panikausbrüchen Veranlassung gibt. Fortsetzung siehe Seite 2. den Kanarischen Inseln erwarte man in den nächsten Tagen das Eintreffen deutscher Techniker. Die„Zigaro“ bezeichnet jeden Versuch einer deutschen Einmischung in die spanische MarokkoZone als unannehmbar. Die diesbezüglichen Verträge seien formell und man werde ihnen Achtung verschaffen. Der„Populaire“ versteigt sich sogar zu der lächerlichen Hoffnung, die Warnung der französischen Regierung werde einen Programmwechsel der spanischen Nationalisten auslösen. Ein bescheidenes Maß von Vernunft zeigt nur das„sournal“, auf das die Aufregung der französischen Regierung und Presse einen lacherlichen Eindruck macht. Da die französische Regierung mit der Nationalregierung in Burgos keine diplomatischen Beziehungen unterhalte, hätte sie sich logischerweise an die einzige von ihr anerkannte Regierung in Valencia wenden müssen. Ein solcher Schritt aber hätte die rote Regierung gezwungen, ihre Machtlosigkeit einzugestehen So habe man sich denn dahin geeinigt, daß es sich um eine rein marokkanische Angelegenheit handele und den Weg über den spanischen Oberkommissar in Marokko gewählt. * Unter der Ueberschrift„Paris will Krieg in Marokko“ schreibt der„Völkische Beovachter u. a.: Mit wohlverteilten Rollen bringen die Pariser Sensationsblätter, eines wie das andere, heute morgen ihre Brandberichte aus Marokko. Wenn es nach den Behauptungen dieser Journaille ginge— die ja nur die Kulisse für die im Hintergrund arbeitenden Winkeldiplomaten des Quai d'Orsay ist—, dann wäre Spanisch=Marokko auf dem besten Wege, eine deutsche Festung mit allem Drum und Dran zu werden. Mit Madame Tabouis(natürlich) als„Petroleuse“ an der Spitze rast dieser Pöbel einer losgelassenen Pariser Pressemente mit vollem Gegeifer gegen das verhaßte Friedensbollwerk des nationalsozialistischen Deutschland an. Es wären gar nicht mehr die eindeutigen Erklärungen des Pertinar im„Echo de Paris“ nötig, daß jedes Zögern jetzt fatal sei, Nordafrika sei jetzt angegriffen, ganz gleich, welches das augenblick lich verfolgte Ziel sei. Auch ohne diese Offenheit wird aus der Art, wie diese Pressekampagne aufgezogen ist, klar, daß man nun mit den verlogensten Mitteln eine Situation konstruieren will, die ein bewaffnetes Ein schreiten erleichtert. Deshalb existieren auch für die Pariser Presse offenbar die wiederholten deutschen Dementis nicht, denn dieser Presse geht es schon längst nicht mehr um die Feststellung der Wahrheit, sondern nur noch darum, wer besser lügen kann. Im Auerschnitt des Tages Sie können es nicht lassen! Sie können es nun einmal nicht lassen das Hetzen gegen Deutschland, das ihnen zum Bedürfnis geworden zu sein scheint. Mit den tollsten Behauptungen und den wahnsinnigsten Lügen arbeiten sie und bilden sich ein, damit groß in politischer Sensation machen zu können, die wer weiß welchen Anklang finden könnte. Ja, wenn nicht alles zu lächerlich und zu dumm wäre, wenn nicht aus jeder Zeile solchen Geschreibsels der Lügenteufel seine verblödete Fratze so deutlich sichtbar herausstreckte, dann könnte man vielleicht noch einiges Verständnis dafür aufbringen! Aber so, nein! Es liegt zweifellos bestimmte Absicht vor und es kann ebenso wenig zweifelhaft sein, daß hinter all diesem Lügengewäsch eine bestimmte Nachrichtenquelle stecken muß, die ein besonderes Interesse daran hat, die Welt immer wieder von Geheimpläne des französischen Generalstabes Geplante Annexion Spanisch=Marokkos. DNB. Paris, 10. Jan.(Drahtb.) Wie aus französischen Rechtskreisen mit aller Bestimmtheit verlautet, werden schon seit einiger Zeit von dem französischen Generalstab geheime Pläne ausgearbeitet, deren Ziel die Annexion Spanisch=Marokkos ist. Da ein derartiger Schritt diplomatisch aufs sorgfältigste vorbereitet werden muß, und man nicht eines Tages die Welt mit der Annexion SpanischMarokkos überraschen kann, soll die Aufmerksamkeit abgelenkt werden, indem man Deutschland ähnliche Pläne unterstellt, ob gleich sich hierfür auch nicht der Schimmer eines Beweises erbringen läßt. Mit Besorgnis fragt man sich nur, was Enaland zu diesen geheimen Plänen sagen wird, die langsam der Verwirklichung entgegenreifen sollen, während der Welt gegenüber Nichteinmischungspolitik geheuchelt wird. neuem aufzuputschen und in Erregung zu bringen. Als wenn die Situation nicht ohnehin sehr ernst wäre! Aber wer kann diese Nachrichtenquelle, wer können die Hintermänner dieser Lügenpropaganda sein? Es liegt am nächsten, auf die Kreise zu tippen, die dem neuen Deutschland Todfeind sind, die alles, was es tut, mit Argusangen beobachten, um es zu entstellen und ihm Absichten zu unterschieben, die ihm völlig fern und fremd sind, die aus ihrer eigenen satanischen Böswilligkeit ohne weiteres folgern, daß auch Deutschland böswillig sein müsse, die unter dem Druck und der fortgesetzten Anklage ihres eigenen bösen Gewissens eben alles mit schmutzigsten und trübsten Augen sehen, was als Anklage gegen ihre eigene Bosheit auftritt! Weil sie selbst so unfriedlich sind, weil sie der Welt nicht Ruhe gönnen können und sich mit schwärzesten Absichten tragen, deshalb muß natürlich auch Deutschland unfriedlich sein, trotz all seiner Friedensangebote, muß es irgendwelche geheimen Absichten und finsteren Pläne hegen, trotzdem seine Politik der ganzen Welt ganz klar vor Augen liegt! Auffallend und kennzeichnend ist es, daß all die Lügenmeldungen über Paris in die Welt gehen und daß sie ihren ersten Niederschlag immer in dem Teil der französischen Boulevardpresse finden, der von Juden und Bolschewisten oder deren Freunden beherrscht wird! Das sagt an sich genug für den einwandfreien Nachweis der dunklen Quelle. In der Tat können nur die Bolschewisten und ihre geistigen Berater die Urheber dieser Lügenpropaganda sein, nur sie haben ein Interesse daran, die Welt immer wieder von neuem gegen Deutschland aufzuputschen und ihm Absichten zu unterstellen, die nur sie selbst haben! Auch der Augenblick, der den Beginn dieser neuen Lügenhetze sieht, ist kennzeichnend. Soeben ist die deutsche Antwort auf den englisch=französischen Schritt in der Freiwilligenfrage herausgegangen, die sowobl in England als auch in Frankreich stärkste Beachtung gefunden hat und teilweise sogar als das einzige befreiende Wort in dieser verfahrenen Angelegenheit angesehen worden ist, nachdem alle anderen Mächte versagt und sich gerade hier aufs schwerste kompromittiert haben. Die Vorschläge und Forderungen, die in der deutschen Antwort gemacht werden, können aber selbstverständlich nicht nach dem Geschmack von Moskau und seiner Nachläufer sein denn wenn sie durchgeführt und erfüllt werden, dann ist Sowjetrußland vor aller Welt entlarvt. Und davor scheut es zurück, und um das zu verhindern, versucht es, England und Frankreich von neuem gegen Deutschland mobil Verbrecherische Anschuldigungen der Boulevardpresse Die ganze Preffemeute ist gegen Deulschland losgelassen! n machen, versucht es, die öffentliche Meinung n diesen beiden Ländern zu vergiften! Das ist der einzige Sinn und Zweck dieser neuen Lügenpropaganda, die sich im übrigen von selbst richtet und hoffentlich auch außerhalb Deutschlands richtig erkannt und beurteilt wird! Deutschland braucht nicht groß zu den Lügenmeldungen Stellung zu nehmen, denn es hat eine reine Weste und seine Taten sprechen die Sprache, für die wohl auch noch anderen Orts das rechte Gehör vorhanden sein wird! Die Volksfront darf natürlich nicht fehlen! Wir hätten uns ja gewundert, wenn in diesem neuen Lügenfeldzug die französische Volksfront gefehlt hätte, die doch begierig alles aufgreift und nachjammert, was von Moskau vorgeleiert wird. Auch ihr scheint es die deutsche Antwort angetan zu haben, die ihr offenbar zu verdächtig nach wirklichen Friedensaussichten aussieht. In ihrer Sorge, daß die roten Aufrührer in Spanien, wenn nach den deutschen Vorschlägen die Freiwilligen= und überhaupt die ganze spanische Frage grundsätzlich aufgerollt und bereinigt würde, einpacken und sich aus dem Staube machen müssen, schreit sie Zeter und Mordio und verdächtigt Deutschland, in Spanisch=Marokko Absichten zu haben, die Paris nervös machen müssen. Kaum je ist ein größerer Unsinn bedenken= und skrupelloser verzapft worden als in diesem Falle. Die Reichsregierung hat schon vor Monaten in aller Eindeutigkeit und mit aller Schärfe dementiert, irgendwelches Interesse an dem Konflikt in Spanien oder an spanischem Gebiet zu haben. Nur bewußte Böswilliakeit kann etwas anderes behaupten! Aber die Volksfrontler sind nun mal bewußt böswillig und müssen hetzen, weil auch Moskau hetzt und weil sie offenbar anders nicht zu ihrem Ziel, dem der bewaffneten Intervention Frankreichs zugunsten der Roten, die sie immer und immer wieder gefordert haben, kommen können. Im Augenblick fehlt Frankreich natürlich noch jede Gelegenheit und auch jeder plausible Grund zu einem solchen Eingreifen, und daher muß eben einer an den Vor der Bildung eines Sowjetstaates in Südfrankreich DNB. Paris, 10. Jan.(Drahtb.) Nach zuverlässigen Nachrichten aus Perpignan ist die Staatsgewalt den Händen der Behörden entglitten und praktisch auf die örtlichen kommunistischen Gewalthaber übergegangen. Eine Grenzkontrolle wird nicht mehr ausgeübt. Aehnliche Verhältnisse bahnen sich in ganz Südfrankreich an. Dank dieses Sowjetsystems, sind die Lieferungen an die spanischen Roten ständig im Wachsen begriffen, und auch die Zahl der Freiwilligen, die ins rote Spanien reisen, nimmt täglich zu. Von französischer Seite wird keine Grenzkontrolle meur ausgeübt. Sie liegt restlos in den Händen der roten spanischen Grenzbehörden, die die Grenzen hermetisch schließen, während sie für alle Art französische Lieferungen nach Spanien offenstehen. In französischen Rechtskreisen herrscht lebhafte Beunruhigung über diese Entwicklung, auf die seit Monaten fortgesetzt in der Presse hingewiesen wurde und für die die Rechtspresse umfangreiches und unwiderlegbares Beweismaterial ständig geliefert hat. Die in der Bildung begriffene südfranzösische kommunistische Republik mit dem Zentrum Perpignan wird als eine sehr ernsthafte Bedrohung angesehen. Diese Bewegung kann, wenn sie sich weiter entwickelt und Nachahmung in anderen Teilen Frankreichs findet, von den schlimmsten Folgen für den Bestand der franzäsischen Republik sein. Haaren herbeigezogen werden. Und wenn es auch noch so plump dabei zugeht und wenn man auch dabei das Blaue vom Himmel herunterlügen muß! Auf dem sehr weiten Umwege über SpanischMarokko muß der Lügenfeldzug der Volksfrontler die Stimmung aufputschen! Man versteigt sich sogar bereits zu Drohungen und merkt nicht einmal, wie entsetzlich komisch das wirken muß! Und das will eine verantwortungsbewußte Presse sein? Nein, das ist verbrecherisches Gesindel, das skrupellos hetzen muß, ohne Rücksicht auf die Folgen, die allenfalls angerichtet werden können! Nun, man merkt zu deutlich die Absicht: der Bolschewismus, der sich durch die Haltung Deutschlands angeprangert sieht, hat zu einem Schlag ausholen wollen, und die französischen Nachläufer beeilten sich, ihm Sekundantendienste zu leisten! Der Friede soll torpediert werden, weil man anscheinend setzt eine Gelegenheit glaubt schaffen zu können, den Krieg, der einstweilen immer noch auf Spanien beschränkt ist, allgemein werden zu lassen! Wie werden sich Litwinow=Finkelstein und Moses Rosenberg, die an ihrem Botschafter Potemkin in Paris einen gerissenen Gehilfen haben, ins Fäustchen lachen, daß die Pariser Volksfrontpresse so prompt reagiert! Mord einwandfrei erwiesen! Endlich liegt auch die Urteilsbegründung im Frankfurter Prozeß vor, auf die alle Welt mit Spannung gewartet hat und auf die sich insbesondere auch die Kreise im Auslande gespitzt hatten, die mit ihren Symvathien bei dem Mörder waren und durch den Urteilsspruch so schwer enttäuscht worden sind. Die Urteilsbegründung nennt die feige grausige Tat mit dem richtigen Namen, und bezeichnet sie als das, was sie für jeden objektiv und rechtlich denkenden Menschen nach den klaren Erweisen der langwierigen Voruntersuchung nur sein konnte, als gemeinen Mord, der bewußt bis ins Einzelne überlegt, vorbereitet und kaltblütig und skrupellos durchgeführt worden ist! Mit aller Deutlichkeit weist sie noch einmal die Einwände zurück, die von der Verteidigung des Mörders zu dessen Entlastung vorgebracht worden waren, daß nämlich die Tat aus der seelischen Einstellung des Frankfurter erklärt werden müsse, die ganz unter dem Eindruck der angeblichen Iudenverfolgung in Deutschland entstanden sei. Zu diesem Zweck hatte bekanntlich der Verteidiger fast einundeinhalb Tage lang allen möglichen Unsinn aus der sattsam bekannten und xmal widerlegten und mit eindeutigem Material abgetanen Greuelpropaganda verlesen und damit beim Gericht Eindruck zu schinden versucht, ohne indes seinen Zweck erreicht zu haben. Frankfurter selbst war all das, was sein Verteidiger vortrug, höchst spanisch, er kannte das meiste überhaupt nicht, hatte auch niemals etwas davon gehört und mußte schließlich auch zugeben, daß das für ihn gar nicht maßgebend gewesen ist! Das Schweizer Gericht, dessen Objektivität wir bereits während der Gerichtsverhandlung bewundern konnten, hat mit dieser Urteilsbegründung einen neuen Beweis dafür erbracht, daß s die Tat ganz unvoreingenommen gesehen und gewertet hat. Die Mordaffäre ist damit aber noch nicht erledigt! Eine Frage, auf deren Klärung gerade in Deutschland allerhöchster Wert gelegt werden muß, ist nach wie vor noch unbeantwortet. Das ist die nach den Hintermännern Frankfurters, nach den eistigen Urhebern, über deren wirkliches Vorhanensein gar kein Zweifel bestehen kann. Auch diese Frage muß endlich geklärt werden, und das deutsche Volk wird nicht eher die Mordangelegenheit Frankfurters zu den Akten legen, bis dies geschehen ist. Es kann sich einfach damit nicht abfinden, denn diese Frage ist zu wichtig und wir können uns vorstellen, daß es auch in der weiten Welt noch unendlich viel Menschen gibt, die ebenso wie wir ein Interesse daran haben! Die Urteilsbegründung im Frankfurter-Prozeß Mord einwandfrei erwiesen „Mit Vorbedacht und besonnener Ueberlegung vorbereitet und durchgeführt“- Der Greuelvortrag über angebliche Judenverfolgung blieb ohne jeden entscheidenden Einfluß DNB Basel, 9. Januar(Drahtb.) Die 50 FolioSeiten umfassende Begründung zum Urteil im Frankfurter=Prozeß ist von der Kanzlei des Kanton=Gerichtes von Graubünden nunmehr ausgefertigt und den beteiligten Parteien zugestellt worden. Sie beginnt mit einer sehr ausführlichen Darlegung des ganzen Tatbestandes der Ermordung Wilhelm Gustlofis am 4. Februar 1936 unter Anführung aller einzelnen Angaben des Mörders selbst, namentlich in den ersten, aber auch in den späteren Verhören usw. Im wesentlichen handelt es sich hierbei um Dinge, die auch in der mehrtägigen Prozeßverhandlung im Dezember in Chur in aller Breite bereits behandelt worden sind. Auf Grund aller Feststellungen der Voruntersuchung erwägt die Urteilsbegründung die Frage, ob die Tat Frankfurters als Mord im Sinne des gegnerischen Strafgesetzes zu bewerten sei. In eingehenden Darlegungen wird festgestellt, daß Frankfurter die Tat lange vorher geplant und beschlossen habe, ebenso wie seine Vorbereitungen zur Ausführung auf längere Zeit zurückgehen. Schon aus diesem Grunde muh daran festgehalten werden, so erklärt die Urteilsbegründung, daß es eine Tötung mit Vorbedacht, mit Ueberlegung, mit besonnener Ueberlegung sei. Das Gericht hält an der Auffassung fest, daß nach dem Material der Voruntersuchung Frankfurter keine Hintermänner gehabt habe.(In Deutschland wird bekanntlich in diesem Punkt auf Grund unserer Kenntnis der jüdischen Machenschaften eine andere Auffassung vertreten.) Das primäre Motiv sei für Frankfurter die Situation des verbummelten Studenten gewesen, der keinen Ausweg mehr sah als den Selbstmord und dann im Zusammenhang hiermit auf den Gedanken kam, eine Bluttat zu begehen. Aus diesem Grunde wird auch dem von der Verteidigung vorgelegten Material über die Behandlungen der Juden in Deutschland kein entscheidendes Gewicht für die Beurteilung der Tat Frankfurters beigelegt. Somit ergebe sich für das Gericht das Vorliegen von Mord und weiterhin aus den gleichen Erwägungen heraus, daß diese Dinge nicht weientlich als Milderungsgrund in Betracht kommen können. Als mildernd sei zu erwähnen, daß Frankfurter nicht vorbestraft sei, und die Tatsache, daß er sofort nach Begehung der Tat sich selbst der Polizei stellte. Das Gericht könne dagegen der Verteidigung nicht folgen, wenn diese die Tat entscheidend als eine aus gerechter Urlache entstandene heitige Gemütsbewegung abstellen möchte. Die Begründung kommt dann auf die Vernehmungen von Bekannten Frankfurters in Bern zu sprechen und darauf, daß gewisse deutsche Zeitungen, aus denen Frankfurter seine„Aufregungen“ gezogen haben will. im Handel gar nicht zuganglich waren und an den Orten, wo er zu verkehren pflegte, auch nicht auflagen. Uebereinstimmend sagten die Zeugen denn auch aus, sie hätten nicht den Eindruck gehabt. daß David Frankfurter regeren politischen Anteil an den Weltereignisses nahm, auch nicht einmal an der Aufrollung der Judenfrage in Deutschland. Somit verliere also auch diese von der Verteidigung in den Vordergrund ihrer Ausführungen gestellte Judenfrage in Deutschland jeden irgendwie auf die Beurteilung des Verbrechens entscheidend einwirkenden Einfluß. Entgegenzutreten sei sodann mit aller Entschiedenheit dem Versuch des Täters selbst, seine Tat so darzustellen, als hätten seine angeblichen„Gemütsbewegungen“ sich auch darauf erstreckt. daß er nicht habe mit ansehen können, daß„Nazi=Agenten“ wie Gustloff usw die„Luft verpesten“ und staatliche Einrichtungen und sogar die staatliche Existenz der Schweiz„gefährden“ und bedrohen. Die Schweizer Behörden beanspruchten vorderhand noch selbst und ganz allein für sich das Recht, in ihrem Lande die Ordnung aufrecht zu erhalten und auch, wenn nötig. Ordnung zu schaffen gegen Ausländer, die das Gastrecht mißbrauchten. Zudem habe der Ermordete als Privatmann eine untadelige Führung gezeigt und nach den Akten sei nicht erwiesen, daß er in seiner Eigenschaft als Leiter der Landesgrunne Schweiz der NSDAP eine den„Landesinteressen abträgliche Tätigkeit" entfaltet habe. Es war allo, so stellt die Urteilsbegründung fest, nicht Sache des auch als Ausländer in der Schweiz Gastrecht genießenden David Frankfurter, zum Rechten zu sehen. Der Schweiz hat er mit seiner verabscheuungswürdigen feigen Tat jedenfalls alles andere als einen Dienst erwiesen, wie er es anfänglich darzustellen sich erdreistet hat. Strafverschärfend wirke andererseits zu Lasten Frankfurters die Bösartigkeit und Gefährlichkeit des Willens, die ihn zur Tat bestimmte und weiter die Beharrlichkeit. Dreistigkeit und Grausamkeit, die er bei der Verübung an den Tag gelegt habe. Aus allen diesen Erwägungen ergebe sich für das Gericht, daß das vom Amtskläger beantragte Strafmaß von 18 Jahren Zuchthaus sowohl den Milderungsgründen wie den Strafverschärfungsgründen Rechnung trage. * Schon die Darstellung des Tatbestandes läßt erlennen, daß der erst in der in dieser Begründung enthaltenen Hauptverhandlung von Frankfur= ter gemachte Versuch. entgegen seinem Geständnis vor der Polizei. nunmehr seine Mordabsichten zu bestreiten, auf das Gericht keinen Eindruck gemacht hat. Deutlich stellt das Urteil fest, daß wohlüberlegter Mord und nicht bloßer Totschlag vorliegt. Ebenso wird die Zurechnungsfähigkeit Franksurters bejaht. Von besonderem Interesse sind die Ausführungen über die strafmi dernden und strafverschärfenden Umstände der Tat. Das in Graubünden geltende Strafgesetzbuch vom 8. Juli 1851 sieht nämlich in viel weiterem Maße als dies im deutschen Recht der Fall ist, die Berücksichtigung strafmildernder. aber auch strafverschärkender Umstände vor und läßt auch bei Mord die Annahme mildernder Umstände zu. Als strafverschärfend wird zunächst hervorgehoben die Größe der entstandenen Rechtsverletzung, bestehend in der Vernichtung des Lebeneines Menschen, der zudem in der Vollkraft stand und dessen Verlust demnach für die hinterbliebene Witwe. ganz abgesehen vom seelischen Schmerz auch sonst entsprechend schwere nachteilige Folgen hat. Als strafmildernd wird andererleits die bisherige Unbestraftheit des Täters anerkannt und die Tatsache, daß er sich der Polizei stellte. Das Gericht lehnt aber ganz entschieden die Behauptung der Verteidigung ab, daß Frankfurter infolge der Judengesetzgebung in Deutschland in einer aus gerechter Ursache entstandenen heftigen Gemütsbewegung gehandelt habe. Der 8 50 Ziffer 3 des Strafgesetzbuches von Graubünden bestimmt nämlich, daß mildernde Umstände auch dann vorliegen, wenn der Täter die Tat in einer aus gerechter Ursache entstandenen heftigen Gemütsbewegung begangen hat Auf diese Bestimmung hatte sich der Verteidiger berufen, als er 11 Tage dem Gericht Greuelpropaganda über Deutschland vortrug. Damit ist durch das Urteil festgestellt, daß diese Verteidigung völlig gescheitert ist und der ganze Greuelvortrag der Verteidigung rechtlich unerheblich war und nur zu politischen Zwecken gemacht wurde. Wärtlich sagt das Urteil hierzu: „So betrachtet verliert also dieses von der Verteidigung in den Vordergrund gestellte Problem der Judenverfolgung in Deutschland jeden irgendwie auf die Beurteilung des an sich recht klar und offen zu Tage gebrachten Verbrechens entscheidend einwirkenden Einkluß." Wie schwer das Gericht die Tat Frankfurters verurteilt, ergibt sich schließlich aus folgender abschließenden Feststellung der Urteilsbegründung: „Strafverschärfend wirkt andererseits für Frankfurter die Bösartigkeit und Gefährlichkeit des Willens, die ihn zur Tat bestimmten und sodann die Beharrlichkeit. Dreistigkeit und Grausamkeit, die er bei der Verübung an den Tag gelegt hat.“ Das Gericht hatte über die Tat Frankfurters zu urteilen und war dabei auf das Material beschränkt, das in der Voruntersuchung zusammengetragen war. Demgemäß ist es in der Frage der Hintermänner zu dem Ergebnis gekommen, daß nach Lage der Sache anzunehmen sei, daß Frankfurter die Tat allein ausgeführt habe oder nicht bewiesen sei, daß er Hintermänner gehabt habe. Nachdem jetzt die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt dürite der Zeitpunkt gekommen sein. die Frage der Hintermänner erneut zu prüfen. Zuständig hierfür ist nicht das Gericht in Chur, auch nicht der Amtskläger in Chur, der nur im Rahmen dieses gerichtlichen Eröffnungsbeschlusses tätig lein konnte, sondern allein die Bundesanwaltschaft in Bern. in der Themse Sieben Mann ertrunken.— Fischdampser auf Felsea aufgelaufen. DRB London. 1v. Januar(Drahtb.) In der Mündung der Themse kam es am Sonnabend einem Zusammenstoh zwilchen dem französischen Fischdampfer„Notre Dame de Lourdes“ und dem englischen Damnser„Themse“. Der französische Dampfer sank. Sieben Mann seiner Besatzung ertranken. Das Rettungsboot von Mariate lief aus, um seine Hilfe anzubieten; es mußte aber unverrichteter Dinge zurückkehren. Irak-Oelleitung bei Haifa in Flammen DNB Jerusalem. B. Jannar(Funkspr.) Die Oelleitung aus dem Irak steht an der Stelle der Einmündung in die Deltanke bei Haika in Flommen. Ganz Haisa ist in dicken Rauch gehüllt. Ob die Ursache des Feuers Brandstiftung oder ein Unglücksfall ist, konnte noch nicht geklärt werden. Der neue Lügenfeldzug gegen Deulsch'ond Fortsetzung von Seite 1. Andererseits entnimmt man aus den eigenen Zeitungen, wie vor allem in Frankreich ein Streik den anderen ablöst, und besonders in diesen Tagen der Streik der Milchlieferanten tief in das Leben der Bevölkerung eingreift. Eine ganz große Bombe wurde in der fremden Presse zum Platzen gebracht, als ein besonders findiger Kopf herausgefunden haben wollte, der Führer werde am 30. Januar sein Amt als Reichskanzler an Ministerpräsident Göring abtreten, eine unsinnige Erfindung, die von vornherein den Stempel der Lüge an der Stirn trug. Aber nun bot sich ja eine weitere Gelegenheit, gegen Deutschland zu hetzen,— und in diesen Lügentopf wurde Italien mit hineingeworfen — als es sich um die Frage der deutschen Antwort auf die Note Englands und Frankreichs wegen der Nichteinmischung in Spanien handelte. Als beide Noten früher, als im Auslande vielfach erwartet, überreicht wurden, waren sämtliche Felle der Lügenfabrikanten weggeschwommen. Es zeigte sich, daß Deutschland und Italien durchaus bereit sind, ihrerseits zu einer Entspannung der durch die spanischen Vorgänge hervorgerufenen Lage beizutragen. Damit zeichnete sich eine friedlichere Atmosphäre für Gesamteuropa ab. Der„Berliner Lokalanzeiger“ gibt gleichfalls eine genauere Darstellung der Lügen der von bolschewistischer und jüdischer Seite beeinflußten Pariser Presse und sagt: Daß es sich bei diesen Meldungen um die übliche Hetze handelt, durch die der kleine Erfolg im Sinne des Friedens, der durch die deutsche und italienische Note erreicht wurde, wieder gestört werden soll, ergibt sich auch aus einer Reihe anderer Lügenmeldungen, mit denen man das Vertrauen zur Friedenspolitik des Führers und der Reichsregierung erschüttern möchte Immer, wenn die Staatsmänner der Völker oder auch ein glückliches Schicksal eine Stunde vorbereitet haben, in der sich günstige Aussichten für eine Zusammenarbeit der Nationen und eine Entspannung der internationalen Beziehungen eröffnen, immer in diesen Momenten fährt eine Macht dazwischen, richtet mit Lügen und Unterstellungen eine neue Mauer auf und vergiftet die Atmosphäre. Diese Beobachtungen haben sich längst zu Beweisen dafür verdichtet, daß es die jüdisch-bolschewistische Weltzentrale ist, die die Drähte in Bewegung setzt und die gefährliche Verwirrung stiftet. Unter Hinweis auf den kommenden 30. Januar und die an diesem Tage erwarteten Kundgebungen behauptet man, der Führer habe die Absicht, Göring zum Reichskanzler zu ernennen und sich von der eigentlichen Führung der politischen Geschäfte zurückzuziehen, obwohl diese Lüge von maßgebender deutscher Seite in Paris und London schon zweimal dementiert wurde. Man läßt sich aus der Schweiz angeblich neue deutsche Kabinettslisten melden und spricht von Zerwürfnissen zwischen der politischen und der militärischen Führung. Man scheut sich dabei nicht, auch die Person des Führers und des Generalfeldmarschalls von Blombera in solche erlogenen Kombinationen einzubeziehen. In üblicher Weise wird dieser Lügenfeldzug von den Pariser Zeitungen und den Pariser Korrespondenten Londoner Zeitungen geführt, die immer der bolschewistischen Propaganda zur Verfügung stehen. Das„Berliner Tageblatt“ zerreißt das Lügengewebe der französischen und englischen Blätter durch eine anschauliche Aufzählung besonders absurder„Neuigkeiten“ und erklärt: Wir haben längst verlernt, uns irgendwie darüber zu wundern, daß Lüge und Verleumdung bei jener Presse das beliebteste Handwerkszeug sind. Wir haben uns allerdings schon mehrfach in letzter Zeit zu der Auffassung bekannt, daß es gefährlich und falsch ist, Lügen und Verleumdungen vornehm zu ignorieren. Möge jedes Land und die Presse jedes Landes die Politik machen, die sie sich und ihrem Lande und der Welt für dienlich bält. Wir wollen auch Herrn Blum nicht auf sein vor knapp zwei Monaten zur Welt gebrachtes Pressegesetz festnageln, das eine so gewaltige Waffe gegen Lüge, Verleumdung und Verbreitung falscher Nachrichten werden sollte. Aber wir möchten immer noch nicht die Hoffnung aufgeben, daß dieses oder jenes Blatt von den anderen, die sich abseits des Lügenfeldzuges halten, einfach aus Reinlichkeitsgefühl einmal laut und deutlich die Wahrheit sagt. Um das zu tun, braucht man nicht an die zahllosen feierlichen und bindenden Erklärungen des Führers über seinen und Deutschlands Friedenswillen und die entsprechenden Noten und Aktionen der von diesem Willen gleichfalls durchdrungenen Reichsregierung zu erinnern. Man braucht nur eine kleine Auswahl all jener Lügen nebeneinander zu stellen, um zu demonstrieren, wie sie einander totschlagen, damit die bisher unbestrittene Alleinherrschaft der Lüge Europa nicht wieder dahin führt, wohin sie es schon einmal geführt hat. Hauptschriftleiter: Joseob Has.er, Bochum Stellvertr. des Hauptschriftleiters: Peter Schiffers. Bochum Verantwortlich: Für den politischen, kulturpolitischen und den gesamten Unterhaltungsten.: Joseph Hasler, Bochum— für den lokalen Teil Bochum ür Theater und Musik: Peter Smifters Pochum— für Westdeutsche Umschau Verbreitungsgebiet und den Umbruch der Ausgaben Hattingen Wattenscheid und E.=Steele: Georg Wilbelm Krure Bochun für den tokalen Teil Hattingen und F=Steele Dr Zoeph Kr.oners. E=Steele für Sport Handel und den lokalen Tet. Wattenscheid: Ferdinand Julius Lander e. d. Bochum für den Biederdiense dio einzelnen Abteilungsleiter— Für den Anzeigenteil Pochum: Karl Lenge, Bochum; für den Anzeigenter. Hattin= gen/E.=Steele: Elly Peaer Hattingen; für den Anzeigentei: Wattenschen: Herminn Lütber Wattenschen— ur Rey ist Preislest. Nr 9 antig.— Verluns Druck Schürminn& Klaggee Pochum — D.=A XII 1936 über 12 000(davon Ausgabe A Weitiniche Volkezettung Bechum über 32000; Aus gabe B: Vo.ksze iung für Ennepe Ruhr/ Steelen Zeitung über 2600; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheid über 1200). Montag, den 11. Januar 1997 1. Beilage der Volks-Zeilung Nummer 3— Seite 5 Bochumer Cageschronik Neuer Veterinärrat Man merke Montag, den 11. Januar: Sonnenaufgang 8,37 Sonnenuntergang 16,39 Mondaufgang 7,37 Monduntergang 15,33 1860 Der Nationalökonom Gustav Ruhland in Hessental, Spessart, geb.(gest. 1914). 1871 Der Kolonisator und Verlagsbuchhändler Herrmann Meyer in Hildburghausen geb.(gest. 1932). 1882 Der Naturforscher Theodor Schwann, Begründer der Zellenlehre, in Köln gest. (geb. 1810). 1923 Einbruch der Franzosen und Belgier ins Ruhrgebiet. 1923 Der ehemalige König Konstantin von Griechenland in Palermo gest.(geb. 1863). * Ein Wille muß uns beherrschen, eine Einheit müssen wir bilden, eine Disziplin muß uns zusammenschmieden, ein Gehorsam, eine Unterordnung muß uns alle erfüllen, denn über uns steht bie Nation. Adolf Hitler. Die Nase schützt vor Frankheiten Nicht durch den Mund atmen. Der menschliche Körper besitzt eine Art Selbstschutz gegen schäbliche Einwirkungen der Außenwelt. Ein wichtiges Degan dieses Selbstschutzes ist die Nase. Gerade die Rase hat wichtige, für die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers notwendige Funktionen zu erfüllen. Die Rase stellt den obersten Teil unseres Atmungsapparates dar und hat die Aufgabe, zunächst einmal die kalte Außenluft für den Zugang zum Körper zu erwärmen und sie dann mit Wasserdampf zu sättigen. Würde die kalte Luft unerwärmt in die Luftröhre und in die Lunge dringen, wie das bei der Mundatmung geschieht, so wäre eine Erkältung und somit eine Erkrankung dieser Organe die unausbleibliche Folge. Das Innnere der Nase besitzt einen samtartigen, mit feinsten Härchen versehenen Bezug, der sich in dauernder Bewegung besindet. Die Flimmerbewegung ermöglicht es, aus der Luft kommende Fremdstoffe, Krankheitserreger usw. vom Eindringen in den Körper fernzuhalten. Der Schleim, den die Innenhaut der Rase hervorbringt, ist ein wichtiges Schutzmittel, denn er macht eine große Reihe von Krankheitserregern für den Körper unschädlich. Man achte besonders beim Nießen darauf, daß man die den eigenen Körper unschädlich gemachten Stoffe nicht anderen Perlonen ins Gesicht schleudert. Deshalb halte man sich beim Niesen stets ein Taschentuch vor. Schließlich sei auch nicht zu vergessen, daß uns die Rase als Vermittler des Geruchs vor der Einatmung schädlicher Stoffe schützt. Würden wir z. B. das Ausströmen von Leuchtgas nicht durch den Geruch wahrnehmen, so würden sicherlich noch öfter, als das leider so schon geschieht, kostbare Menschenleben dem giftigen Gas zum Opfer fallen. Wer also das wertvolle Werkzeug schützen will, das ihm die Natur in der Rase verliehen hat, der atme stets nur durch die Nase ein und sorge dafür, daß etwaige Behinderungen der Nasenatmung, wie sie durch Wucherungen, Entzündungen usw. hervorgerufen werden können, durch ärztliche Hilfe beseitigt werden. Aufnahme der Lernanfänger Ostern 1937 am 12. und 13. Januar, Die Anmeldungen der Lernanfägner für die Volksschulen haben in den Schulgebäuden des Stadtbezirkes Bochum am Dienstag, dem 12. Januar, und am Mittwoch, dem 13. Januar 1937, jeweils von 9—13 Uhr zu erfolgen. Zur Aufnahme anzumelden sind alle Kinder, die bis zum 30. Juni 1937 einschließlich das 6. Lebensjahr vollenden. Auf besonderen Antrag der Erziehungsberechtigten können noch solche Kinder angemeldet werden, die vom 1. Juli bis 30. September 1937 sechs Jahre alt werden, wenn deren körperliche und geistige Entwicklung ausreichend ist. Diese Kinder sind bei der Anmeldung mitzubringen. Kinder, die bei der Anmeldung Östern 1936 zurückgestellt sind, müssen erneut angemeldet werden. Bei der Anmeldung ist eine Geburtsurkunde der Kinder oder das Familienbuch der Eltern sowie der Impfschein der Kinder vorzulegen. Wer kennt den Hühnerdieb? In der letzten Zeit wurde durch die Prose wiederholt darauf hingewiesen, daß ein Hübnerdieh sein Unwesen treibt. Immer wieder wurden die Aermsten der Armen geschädigt. So wurden in der Nacht zum 8. Januar einem Invaliden aus dem Riemker Schrebergarten 4 Hühner und ein Hahn entwendet. Die Tiere sind an Ort und Stelle abgerachtet worden. Wo sind geschlachtete Hühner angeboten worden? Wer hat sonst verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Das Nublikum wird ersucht, bei der Fahndung nach diesem Volksschädling behilflich zu sein und jede verdächtige Wahrnehmung der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße Nr. 35, Zimmer 215, mitznteilen. Vertrauliche Behandlung wird zugesichert. Verkehrsunfall. Gegen 18.20 Uhr stürzte ein Motorradführer mit seinem Motorrad auf dem Ostaraweg, vor dem Hause Nr. 2, und zog sich schwere Verletzungen am Kopf zu. Er wurde ins Bergmannsheil gebracht. Pfund= und Brockensammlung. In der Ortsgruppe Bochum=Chrenfeld wird in der Zeit zwischen 12. und 15. Januar d. J. die Pfund= und Brockensammlung stattfinden. Die freundlichen Spender werden um Bereithaltung ihrer Spenden gebeten. Städtischer Musikverein Bochum. Heute, Montag. 11. Januar, findet in der Aula der GoetheOberrealschule an der Goethestraße eine GesamtChorprobe statt. Die Probe beginnt pünktlich 20 Uhr, Leitung: Professor Reichwein. Dem Veterinärrat Dr. Froehner wurde die Stelle des staatlichen Veterinärrats für die Städte Bochum, Herne, Wanne=Eickel und Wattenscheid übertragen. Er wohnt Bochum, Alsenstraße 43, und ist unter der Telephonnummer 63821 zu erreichen. -s.=„Einmal nur trinken und einmal sich freu'n, und einmal so richtig in Stimmung zu sein, und einmal beim Wein sein, nichts fragen nach Geld, dann bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt.“ Nach dem Wortlaut dieses Kehr500-Mark-Gewinne Diesmal hatte sich das Glück die Richtigen ausgesucht. Am Freitag zog eine junge Mau in Hernie ein Los aus der Kiste der Glücksmänner und gewann 500 Mark; am Samstag gewann ein Volksgenosse, Valer von 10 Kindern, der in sehr bedrängten Verhältnissen lebt, eberfalls 500 Mark. Das Geld kam für ihn wie gerufen. Das Gluck hatte sich diesmal die Richtigen ausgesucht. Achtung Arbeitsdank! Die Kameradinnen des Arbeitsdankes treffen sich Montag, den 11. Jan., im Kameradschaftsraum der Kreiswaltung, Alleestraße 46. abends 20 Uhr, zwecks Einübung der Volkstänze. Instrumente sind mitzubringen. reims, der am Samstagabend im Parkhaus lachend und schunkelnd von fröhlichen Menschen gesungen wurde, gab es bei dieser ersten öffentlichen Karnevalssitzung der Gro=Bo=Ka sehr viele glückliche Menschen, die tranken und sich freuten Zeremonienmeister v. Richthofen dekoriert Leo Sander mit dem höchsten Orden Die erste Karnevalssitzung wieder ganz groß und Ka=Ge=Wupp Arm in Arm Feierliche Besiegelung des Schutz- und Trutzbündnisses BechumWuppertal- Im übrigen ein abwechselungsreiches Programm und eitel Freude der Besucher Die zweijährigen Bauarbeiten beginnen Zunächst kommt die Präsidentstraße dran. Folos: Herker. bundmis Bochum— Wuppertal 3K.Fotos: Hecker. In unserer Samstagausgabe konnten wir unseren Lesern die erfreuliche Mitteilung machen, daß die seit langem projektierte Höherlegung der Gußstahlstrece nun endlich beschlossene Sache ist und in Angriff genomnen wird Die amtliche Bekanntgabe des Polizeipräsidenten, daß von heute ab in Bochum die Präsidentstraße ab sofort für jeden Verkehr gesperrt ist, bestätigt den Beginn dieser Bauarbeiten, deren Dauer auf zwei Jahre bemessen ist. Diese kleine Präsidentstraße, die wir hier im Bilde zeigen, wird nun als Folge der Höherlegung aus dem Straßenbild Bochums ganz verschwinden. Die paar Häuser, die auf dieser Straße stehen, sind zum Teil schon geräumt und niedergelegt, zum Teil werden sie jetzt geräumt und abgebrochen. An dieser Stelle wird nun mit der Ausschürtung des Geländes, das bekanntlich für die Höherlegung erforderlich ist, begonnen. Soll doch die Gußstahlstrecke als Pfeilerniadukt durchgeführt werden, so daß die sie kreuzenden Straßen, wie Marien=, Rott=, Diekamp=, Allee= und Gußstahlstraße von Unterführungen überquert werden. Für die Anschüttung dieses Dammes sind 50 000 Kubikmeter Erde nötig, also eine Riesenarbeit, die zunächst einmal geleistet werden muß, ehe mit dem Brückenbau begonnen werden kann. und sich köstlich amüsierten über den bunten Kranz der Darbietungen, die schier kein Ende nehmen wollten. Allen Meckerern sei vorweg bedeutet, daß diese erste Sitzung ein ganz großer Ersolg wurde dank dem Zusammenspiel der Besucher, der Mitwirkenden, des Elferrates und nicht zuletzt des Präsidenten, der an diesem Abend wieder schlagfertig und humorvoll sein Szepter schwang und diese erste Sitzung zu einer launisch=witzigen, abwechselungsreichen, brillierenden Unterhaltung steuerte, die der Großen Bochumer Karnevalsgesellschaft wieder neue Freunde zugeführt haben dürfte. Auf die äußere Aufmachung des Saales hatte man keine großen Gelder verschwendet. Der Saal wirkt so schon festlich genug; einige überlebensgroße Masken und ein buntes Farbenband in Blauweiß und Rotweiß gaben diesem festlichen Milien dennoch eine heitere Note. Um so mehr Sorgfalt hatte man diesmal auf den Thron des Elferrates, auf den Bühnenaufbau verwendet, und das war gut so. Der große Saal war besetzt als die erne Karnevalssitzung in Bochum mit Bechumer Verspätung startete. Karl Ott, der Mainzer Junge, kündete als Schalk auf hohen Westfalenroß hundertprozentigen Humor an, um dann Bochums Buch aufzuschlagen und den Er rignissen freien Lauf zu lassen. Nach einem sehr hübschen, von ihm verfaßten Prolog zauberte er aus einer Riesentruhe buntes Allerlei. Unter frohem Jubel sprang Gisela SchweitzerSchräder mit ihrer Tanzgruppe aus der Kiste, allerliebst anzuschauen, in leichtgeschürztem Gewand. Ein lustiges Ballett war dankbar hingenommene Augenweide. Zum ersten Mal hörte man Gisela auch singen. Wieder hob der Schalk den Deckel hoch und herausgekraxelt kam Prinz Karneval, Willi 1. der Sanftmütige in einem schönen Narrenkostüm und hinterdrein seine Pagen. Willi erließ sogleich eine feierliche Proklamation an sein närrisches Volk. Der Vorhang teilte sich und enthüllte ein sehr hübsches und farbenfrohes Bild. An langer weißgedeckter Tafel saß der Elferrat, der sich um einige neue Gesichter verjüngt hat, inmitten der Präsident Karl Linden, die Glocke und das Narrenszepter schwingend, alle in rotem Frack, ordengeschmückt und mit den schönen, seidenen blauweißen Karnevalsmützen. Im Saal ging es schon hoch her. Das Stimmungsbarometer hatte schon einen guten Sprung nach oben getan. Man war in bester Laune, hatte sich eine bunte Kopbedeckung auf das kahle Haupt gesetzt und hatte sein Herz widerstandslos dem Humor geöffnet. Der Präsident entbot zunächst allen einen herzlichen Willkomm und begrüßte Polizeipräsident Schleßmann und die Ehrensenatoren Stadtrat Stumpf und Dr. van Elsen besonders und dann brandete das erste dreifache„Man tau!“ durch den Saal. Als erster steigt Georg Wüst in die Bütt, um seinen neuen Karnevalsschlager zu singen, der auf den 11. im 11., abends 11,11 Uhr, abgestimmt ist. Es bedurfte schon gar nicht mehr der Aufforderung des Präsidenten, um den Refrain mitzusingen und zu schunkeln. Der liebe Georg aus dem Griesenbruch erhält den ersten Orden dieses Abends. Als willkommene Zugabe wird ihm ein kleines Püllchen Schnaps überreicht. Diese herzerfrischende Stärkung scheint eine Erfindung des Elferrats zu sein, da sie im Laufe des Abends jedem Mitwirkenden zuteil wurde. Wir sind überzeugt, daß dieses leckere Präsent allen ehrliche Freude bereitet hat. Es braucht ja nicht gleich eine Pulle Sekt zu sein, ein Fläschchen Klaren tut dieselbe Wirkung. Dann kam die mit viel Spannung erwartete Bochumer Kanone, Leo Sander, der als Reisender in die Bütt einlief. Er wurde mit großem Halloh empfangen und der Jubel steigerte sich von Pointe zu Pointe, die er als politische und kommunalpolitische Knallbonbons in den Saal warf. Rosemeyers mit 100 PS gesteuerte Ehe ist ihm lieber als ein alter Motor, der nicht mehr anspringt. Erfreulicherweise gibt es in Bochum alte Frauen nicht, wenn aber eine dabei sein sollte, dann ist sie noch von früher, wie der schöne Leo mit Kennermiene feststellt. Frauen sind für ihn wie Wolken, die über einen herziehen. Und die Zäune sind im Südpark gefallen, damit die Bochumer ihre Temperamente austoben lassen können. Als ihm der Ehrentrunk überreicht wird, erkundigt er sich vorsichtig, ob man ihm auch keinen Schlör kredenze. Der Saal tobt vor Begeisterung, als der Zeremonienmeister ihm den höchsten Orden um seinen properen Hals legt. In einem entzückenden Kostüm erfreut dann die schöne Gisela mit einem Solotanz, der ihr Ehrentrunk und Orden einbringt. Laute Signale verkünden liebwerte und gern gesehene auswärtige Gäste: Die Wuppertaler, die draußen schon über eine Stunde auf den Einzug gewartet hatten, marschieren in den Saal, von allen stehend und enthusiastisch begrüßt. Voran das Wappen der Ka=Ge=Wupp, dahinter der quicklebendige Hoppediz, der schon im vorigen Jahre mit seinen tollen Sprüngen erheiterte, gefolgt von dem Präsidenten Scharmitzel und dem Elferrat. Präsident Linden heißt die Gäste herzlich willkommen und überreicht ihrem Präsidenten Scharmitzel als Unterpfand des Schutz= und Trutzbündnisses Bochum=Wuppertal ein versiegeltes Dokument, dessen Wortlaut Ehrensenator v. Elsen bekanntgibt. Alsdann stellt sich dem Volk der neue Prinz Karneval von Wuppertal vor, er und sein Präsident werden mit Ueberreichung der höchsten Orden und einem Ehrentrunk beehrt, während die Bochumer den auswärtigen Gästen begeistert zujubeln. Anschließend dankt sofort Präsident Scharmitzel den goldigen Bochumern für ihren begeisterten Empfang und die herrlichen Begrüßungsworte, um dann seinerseits das Schutz= und Trutzbündnis feierlich zu besiegeln. Nach Dankesworten für die Urkunde verleiht er dem Präsidenten und dem Prinzen der Gro=BoKa den höchsten Orden der Ka=Ge=Wupp. Auf die goldigen Bochumer brachte er alsdann ein mit Jubel aufgenommenes dreifaches„Alaaf“ aus. Nach diesem feierlichen Einzug, der einer der Höhepunkte dieses programmreichen Abends war, wurde unser Fritz Winkelmann in die Bütt geleitet, um zu Ehren der Wuppertaler eine von ihm verfaßte und vertonte neue Lokalhymne „Mein schönes Wuppertal“ vorzutragen. Ein donnerndes Getrampel bricht los als Ausdruck des Dankes der Zuhörer. Präsident Linden feiert ihn als ganz großen Karnevalisten und Schlagerkomponisten und läßt ihn einen guten Zug aus dem Ehrenbecher tun, während der Zeremonienmeister ihm den höchsten Orden umlegt. Auch die Gäste haben ihre Büttenredner mitgebracht. Zuerst ist es Hans Schürmann, der als wortgewandte Marktfrau Lachsalve auf Lachsalve hervorzaubert und sich in Bochum sehr wohl fühlt, obschon er bei jedem Niesen zwei Briketts in seinem Taschentuch findet. Auch er erhält für seine lustige Rede die üblichen Auszeichnungen. Eine delikate Abwechselung bietet der Bochumer Sänger Bucks, der mit seinem volltönenden prächtigen Baß zwei Lieder singt, die stärkstens applaudiert werden. Ehrentrunk, Orden und Mütze sind das ehrende Entgelt für seine Delikatessen. Dann ist es wieder die Gisela, die mit ihrer Tanzgruppe eine neue Farbe in das Programm bringt und wieder mit einem Ehrentrunk und Orden ausgezeichnet wird. Dem Elferrat wurde jede Spekulation durch das Vorziehen einer Gardine unterbunden, was jedesmal nicht geringe Heiterkeit hervorruft. Die Fidelitas wird dann durch ein ernstes Wort unterbrochen. Präsident Scharmitzel ehrt den verstorbenen Karnevalisten Willi Ostermann durch einen warmen Nachruf. Durch Erheben von den Sitzen ehrt der ganze Saal das Andenken an diesen Schlagerkomponisten, der dem rheinischen Karneval so ungeheuer viel gewesen ist. Dann singt Winkelmann sein inniges, tief gefühltes Walzerlied„Man soll das schöne Leben Winterfest des kaufmännischen Vereins S. Der kaufmännische Verein Bochum hielt gestern abend sein althergebrachtes Winterfest ab, d. h. mit einer kleinen terminbedingten Abweichung. Bisher fanden diese Feste stets Samstagabend statt, diesmal aber hatte der Vorstand das Fest mit Absicht auf den Sonntag verlegt, um, wie Vorsitzender Ritsche in seiner Begrüßungsansprache sagte, den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, einmal pünktlich das Fest zu besuchen und durch rechtzeitige Abwicklung der Programmfolge der Jugend das Recht zum Tanzen nicht zu schmälern. Das Winterfest spielte sich in einem überaus festlichen Rahmen ab. Festlich schon war das ganze Milieu des golddurchwirkten Weißen Saales in der Harmonie. Festlich waren die Besucher gekleidet, festlich war die Stimmung, die von Anfang an die Teilnehmer ergriff, und festlich stimmte die dämmrigschummrige Kerzenbeleuchtung, deren flachernde Beleuchtung den stimmungsvollen Hintergrund abgab zu einem künstlerisch hochwertigen Programm mit kabarettistischem Einschlag. Nachdem der Vereinsvorsitzende Ritsche seiner Pflicht als Gastgeber genügt und die Erschienenen herzlich willkommen geheißen hatte, erfreute das ehemalige Mitglied des Vereins Koch, der heute der Oper in Detmold angehört, mit einigen Lieddarbietungen. Mit seinem kultivierten, wohlklingenden und volltönenden Baß sang er„Schäfers Klagelied“ von Schubert und„Frühlingstraum“ von dem gleichen Komponisten, welche Darbietungen ihm schon gleich rauschenden Beifall eintrugen. Im Laufe dieses harmonisch verlaufenen Abends bereicherte Herr Koch die sehr gute Programmfolge noch mit zwei weiteren Lieddarbietungen, und zwar„Sechse, Sieben oder Acht“ von J. Brüll und„Auch ich war ein Jüngling“ aus der Oper„Der Waffenschmied“ von Lortzing. Der Applaus war so stark, daß er sich zu einigen Zugaben verstehen mußte, ehe das dankbare Publikum sich zufrieden gab. Die Tanzkunst fand in den beiden Damen Gertrud Buchholtz und Hilde Fuhrmann würdige Vertreterinnen. Mit feinem technischen Können, mit graziöser Geste und beredtem Händespiel entzückten sie das Auge der Zuschauer mit deutschen Tänzen, die ebenfalls dankbaren Beifall fanden. Am Flügel bewährte sich Willi Bräuer, der sein hohes Können bei der Paraphrase aus„Rigoletto“ bewies und ebenfalls stark aplaudiert wurde. Mit seiner Kunst untermalte er den klanglichen Hintergrund der gesanglichen Darbietungen, so daß er sich mit dem Sänger Koch wiederholt für die Beifallsbezeugungen bedanken konnte. Die Ansage besorgte Heinz George, der als Vortragsmeister im TonhallenVarieté schon begeisterte Zuhörer gefunden hatte. Auch hier gelang es ihm, schon bei seinem ersten Auftreten den Konner zwischen ihm und Publikum herzustellen und es für die folgenden Darbietungen empfänglich zu machen. Immer wieder ließ er seine Geistesblitze funkeln, so daß er stets die Lacher auf seiner Seite hatte. Nach weiteren musikalischen Delikatessen kam dann auch die Jugend zu ihrem Recht und konnte der Festball beginnen. So zeigte das diesjährige Winterfest des kaufmännischen Vereins wieder ein beachtliches Riveau und sah neben den unterhaltenden Leckerbisen eine festlich gestimmte und froh gelaunte Besucherschar, die mit Vergnügen an diesen schönen Abend zurückdenken wird. nicht verträumen", dessen Kehrreim von den begeisterten Zuhörern mitgeschunkelt und gesungen wird. Man steigt sogar auf Stühle und Tische, so hat das Lied alle erfaßt. Der Präsident der Ka=Ge=Wupp ehrt ihn als treuesten Freund mit dem höchsten Orden. Dann ist es wieder Vizekanzler Ott, der die Bütt verschönt, indem er sein närrisches Protokoll unter dem lauten Gelächter der Anwesenden verliest. Rauschenden Beifall kann der junge Heßner mit seinem Schifferklavier einheimsen, dem besonderer Dank für seine uneigennützige Mitarbeit zuteil wird, indem er mit Ehrentrunk, Orden und füffiger Zugabe ausgezeichnet wird. Nach ihm erzählt der Wuppentaler Meurer, der auch im vorigen Jahre schon mit von der Partie war, seine lustige. pointenreiche Familiengeschichte. Und zum Schluß ist es wieder das lustige Quartett der Melodia, das als urgelungene Typen aufmarschiert und mit seinen Lieddarbietungen noch einmal die Wogen der Begeisterung und Freude hochgehen läßt. Schlußansprache des Präsidenten und Winkelmanns Schlager„Mädel, gib mir einen Kuß“ sind froher Ausklang dieser ersten öffentlichen Sitzung der Gro=Bo=Ka in der diesjährigen Fastnachtszeit. Alle, die dabei waren, sind voll befriedigt nach Hause gegangen. Auch dieser Abend hat erneut gezeigt, daß die Gro=Bo=Ka Karnevalssitzungen aufziehen kann, die sich würdig den Prunksitzungen der rheinischen Städte an die Seite stellen können. Vom Anfang bis zum guten Ende gab es nichts wie Frohsinn, Humor, Freude und Begeisterung. Mit Spannung sieht man schon jetzt der Prunksitzung am 31. Januar in der Bürgergesellschaft entgegen. X Bochumer in Wetter verunglückt. Auf einer Autofahrt ins Sauerland verunglückte das Auto eines Bochumer Kaufmanns auf der Verbandsstraße bei Wetter infolge Straßenglätte. Der Wagen wurde erheblich beschädigt, der Fahrer erlitt Kopf=, Hand= und Brustverletzungen, während eine Insassin einen Armbruch davontrug. Die Verletzten wurden in ein Bochumer Krankenhaus gebracht, das Auto mußte abgeschleppt werden. Der Vorverkauf zu„Romeo und Julia“ hat begonnen. Wie die Intendanz uns soeben mitteilt. hat der Vorverkauf zu„Romeo und Julia“ auch von auswärts sehr stark eingesetzt. Es ist anzuraten, sich rechtzeitig Plätze zu sichern(Ruf 61051). Die Premiere findet Mittwoch, 13. Januar, statt. Beginn 19,15 Uhr, Vormiete A. Ueberführung der Landjahrjugend in die H3 Die Eingliederung der Landjahrjugend 1936 in die HJ. fand am Sonntag morgen auf dem Gummertshof statt. Nahezu 300 Jungen waren angetreten, als kurz nach 10 Uhr Oberbannführer Strube erschien. Nach der Meldung begrüßte Hans Strube die jungen Kameraden und nahm eine kurze Besichtigung vor. Anschließend hielt er eine kurze Ansprache. Die HJ. werde mit Stolz und Freude die jungen Kameraden aufnehmen, hätten sie doch durch ihre Tat ihre Einsatzfähigkeit bewiesen. Das Landjahr sei die beste Führerschule. Hier könne jeder zeigen, ob er„ein Kerl“ sei. Wer aber als Führer ins Jungvolk zurückkehren wolle, könne ebenso stolz sein; denn die Eigenschaften des Führers, Sauberkeit und Leistungen, hätten sie im verflossenen Jahr bewiesen. —„Oesterreich und das Reich in Geschichte und Gegenwart“ In Fortsetzung der von der Verwaltungsakademie Industriebezirk und dem NS=Rechtswahrerbund Bezirk Bochum veranstalteten gemeinschaftlichen Vortragsreihe„Recht und Verwaltung im nationalsozialistischen Deutschland“ spricht am Freitag, 15. Januar, 20 Uhr, in der Verwaltungsakademie Bochum der Rektor der Westfälischen Wilhelms=Universität Universitätsprofessor Dr. Hugelmann über das Thema „Oesterreich und das Reich in der Geschichte und Gegenwart“. Diese Sondervortragsreihe wird beendet mit dem am Freitag, 5. Februar, stattfindenden Vortrag des Universitätsprofessors Dr. Müller=Heß, Direktor des Insttituts für gerichtliche und soziale Medizin der Universität Berlin, über„Fragen der gerichtsärztlichen Praxis in Hinsicht auf das nationalsozialistische Straf= und Rassegesetz". Der NS=Rechtswahrerbund hat seinen Mitgliedern die Teilnahme an den Vorträgen zur Pflicht gemacht. Die Vorträge sind darüber hinaus auch allen sonstigen Interessenten zugänglich. X Vortrag. Wir weisen auf den heute, 20 Uhr, in der Bürgergesellschaft, Luisenstraße, stattfindenden öffentlichen Vortrag hin: Fräulein SchleiterMünchen spricht über:„Körperkultur und Leistungssteigerung durch Kneipp“, Kneippsportgruppe Bochum. DAF=Ortswaltung Bochum=Weitmar. Mittwoch, 13. Jan., 20 Uhr, findet bei Brune, Hattingerstraße 312, ein Schulungsabend statt. Erscheinen sämtlicher Amtswalter ist Pflicht! Musica sacra In St. Meinolphus Die stark besuchte Weihnachtsandacht in der St. Meinolphuskirche erhielt ihre besondere Weihe durch die schöne, stimmungsvolle Vortragsfolge, welche der Meinolphuschor unter seinem bewährten Leiter, Studienrat Hoischen, um die durch die Kunst so oft verklärte Hirtengeschichte gewoben hat. Der durch seine ausgezeichnete Kultur im polyphonen Spiel bekannte Chor, der einen schönen Ausgleich mit der geistigen Durchdringung des Vortrags verbindet, sang Jochums sechsstimmiges„Et incarnatus est“ mit plastischer Führung aller Stimmen und prägnantem Rhythmus. Fein abgestuft war auch das von Dunkelberg polyphon gesetzte und durch Wechsel von Solo. Chor und modern harmonisierte Orgelbegleitung farbenreiche„Vom Himmel hoch ihr Englein kommt“. Im Mittelpunkt stand das Hirtenspiel von Rüdiger, dessen gemütvollen alten Text eine schlichte chorische Form haben, die durch die Begleitung der Orgel, der Geige und Flöte stimmungsvoll umrahmt wird. Die durch gute Tertaussprache deutlich vermittelten Hirtenchöre,„Der Engel",„Ein Hirtenmädchen“,„Hirtenständchen“. trugen der Poesie dieser idyllischen Musik Rechnung, zum Schluß hatte der gemischte Chor den warmen Glanz. der den resonanzschönen Männerstimmen zu verdanken ist. Die sorgfältige Ausführung„In Dulci jubilo“ von Prätorius der Choralkantate „Gelobet seist du“ von Wiesmeyer und des„Tantum ergo“ von Kagerer ist der Erfolg einer fleißigen und sachkundig geleiteten Probenarbeit.— Warm war das von den Bochumer Kammermusikern Paul Schmitz, August Krause und Franz Rotermund ausgeführte Instrumentalspiel in der Hirtenkantate. Die bedeutende Stileinfühlung und Registrierkunst des Organisten H. Tacke zeigte sich bei dem Vortrag von Bachwerken und einer altdeutschen Weihnachtsmusik von Wurschhauser, in welcher die beschauliche pastorale Stimmung eine poesivolle Ausdeutung erfuhr. Bernbard In St. Johannes Bochum=Wiemelhausen. Eine schöne Feierstunde bereitete der Kirchenchor St. Johannes in Bochum=Wiemelhausen einer andächtig lauschenden Zuhörerschaft. Weihnachtsjubel, der nach der Geburt des Christkindes die Engel und Menschen erfüllt, war das Leitthema der vom Leiter des Kirchenchors Hans Worm sinnvoll gewählten Vortrags= folge, welch= Chöre lebender Komponisten enthielt. Der außergewöhnlich stark besetzte Chor von etwa hundertundzwanzig Mitgliedern, in den ein stattlicher Kinderchor eingeschlossen ist, welcher durch seine gute Schulung einen tüchtigen Chornachwuchs verspricht, hat durch die Verschmelzung eines sonoren Männerchors mit wohlklingenden Alt= und Sopranstimmen einen erfreulichen Augleich erhalten, der sowohl im gepflegten Piano wie auch im volltönenden Forte zur Geltung kommt. So hörte man die Chöre Franz Philipps, des süddeutschen Meisters, in einer klanglich edlen Form, welche einem rhythmisch beherrschten und dynamisch feingestuften Vortrag entsprang. In„Es flog ein Täublein weiße" fesselte der Sopran durch seine intonationsreine Höhe und die flüssige melodische Form. Das Stadtthealer Bechum in dieser Woche Neben der nächsten großen Premiere des Schauspiels am kommenden Mittwoch 13. Januar, mit Shakespeares„Romeo und Julia“ in neuer Einstudierung und Inszenierung unter der Leitung von Dr. S. Schmitt(Vormiete A, Beginn 19.15 Uhr) steht diese Woche vor allem im Zeichen der Oper, die dreimal im Bochumer Stadttheater zu Gast sein wird, und zwar zum ersten Male am Dienstag, 12. Januar, mit Verdis„Der Trouba dour“ in der erfolgreichen Besetzung(Vormiete B dann mit einer Neueinstudierung der„Boheme“ Freitag, 15. Januar(Weißer Rina), und schließlich am Sonntag, 17. Januar, mit d'Alberts„Tiefland“, ebenfalls in der bereits hier bekannten Besetzung (Blauer Ring). Am gleichen Tage weilt das Bochumer Schauspiel mit einem„Homburg“=Gastspiel in Düren, wo es eine Festwoche des Theaters eröffnen wird. Das Schauspiel bringt neben„Romeo und Julia“ am Montag, 18. Januar, einen der großen Erfolge der Kleist=Woche:„Amphitryon“ (Vormiete C und NS.=Kulturgemeinde, Kulturring 3) und am 14. und 16. Januar Aufführungen des großen Lustspielerfolges des neuen Jahres „Petermann fährt nach Madeira“(NS.=Kultur genteinde, Kulturring 2 bzw. Roter Ring). Opernvorstellung„Troubadour“ am Dienstag. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Karten für Dienstag abgeholt werden müssen, da sie sonst verfallen. Die Karten werden kostenfrei an solche Mitglieder abgegeben, die im Vorjahr eine Festplatzvormiete des Theaters durch uns bezogen und einen festen Zlatz abonniert, aber ihre letzte Opernvorstellung nicht erhalten hatten. Die Mitglieder der Kulturringe I, II und III können für diese Vorstellung ebenfalls Gastkarten zu den üblichen Preisen erhalten. Eine geologische Wanderung durch Grumme Vom herrlichen Wetter begünstigt, führte am Samstagnachmittag die Bochumer Heimatvereinigung eine Nachmittagswanderung längs des Grummerbachs durch. Zahlreiche Heimatfreunde hatten sich eingefunden, um diese geologische Wanderung unter Führung des Heimatfreundes Sackmann sich nicht entgehen zu lassen. Der Grummerbach ist einer der wenigen von der Industrie nicht erfaßten Bachläufe. Ruhig plätschert der Bach noch seinen von ihm gesuchten Weg durch das Tal, das oberflächlich gesehen kaum etwas Sonderliches bietet. Dennoch vermittelt das von ihm durchschnittene Gelände den suchendem Auge des Beschauers sehr viel in der geologischen Erkenntnis der Gestaltung und Entwicklung der heimischen Erde. Von der Kaiseraue aus ging man an den Weg nördlich des Baches entlang des Abhanges des Kötterberges in Richtung Hiltrop. Am Abhang machte der Führer Sackmann auf die vorkandenen Kieselsteine aufmerksam. Eine nähere Feststellung ergab, daß es sich um Ruhrkiesel handelte. Wie kam dieser nur im Ruhrbett auftretende Kiesel nach Grumme? Hier hat in alter Zeit das Flutbett der Ruhr gelegen, die sich in den späteren Jahren, wahrscheinlich in der Eiszeit, weiter südlich infolge gewaltiger Ueberschwemmungen einen neuen Weg gebahnt hatte. Des weiteren wurde auf die terrassenförmigen Abstyfungen, die hier in drei Stufen zu je 20 Meter anstiegen, hingewiesen. Ueber die Ablagerung des früheren Ruhrlaufes hatte sich eine Ablagerungsschicht aus der Eiszeit gelegt und über diese wieder hatte sich der Lös abgelagert. Der kleine Bachlauf hatte sich im Laufe der Jahrtausende tief in das Gelände eingeschnitten und so die charakteristischen Terrassen gebildet. Der Grummerbach hat keine eigentliche Quelle. Er entspringt einem Sumpfgebiet. Die Niederschläge sickern durch die Ablagerungen bis auf die Ablagerung des Ruhrschotters, der wie ein Schwamm die Feuchtigkeit aufnimmt und dann langsam in das Wiesengelände abgibt und den Bachlauf speist. Von Hiltrop aus führte dann die Wanderung nach Harpen. Bei Strathmann gab der Wanderführer noch einmal in- großen Zügen ein Bild von der geologischen Entwicklung unserer engeren Heimat. Geflügelcholera. Unter dem Geflügelbestande des Schreines Wilhelm Kurz, Josefstraße 10, ist Geflügelcholera amtstierärztlich festgestellt worden. Ausdrucksvoll wurde das Kyrie eleison gesungen. Die beseelte Melodie im„Uns ward geschenket“ mit der klaren Tenorführung und dem zarten Strophenausklang, das jubelnde„Es blühen die Maien" mit dem schönen Eingang des Männerchors und den durchsichtigen Figuren über dem plastisch gesungenen„Hosannah“ bewiesen die saubere Durcharbeitung dieser durch volkstümliche melodische Erfindung und edelklingendem Satz ausgezeichneten Chöre.„O freudenreicher Tag“ gewann durch eine poesievolle Gegenüberstellung der Stärkegrade.„Kommt ihr Hirten“ wies durchsichtige Imitationen auf, in weichen Harmonien bewegte sich„Maria zart“. Sinnig zusammengestellte, wie eine liebliche Hirtenszene anmutend war der mittlere Teil der Folge, in welcher der Frauen= und Kinderchor den Engelchor aus der Musik zu einem altdeutschen Weihnachtsspiel von G. Rüdinger mit zarter Tongebung sang, von ätherischen Harmonien der Orgel umspielt. Elisabeth Goekes junger Sopran traf den weihnachtlichen Ton von Regers„Mariä Wiegenlied“. Zu kraftvoller Fülle eines edlen Klanges führte der Dirigent den Chor in einem„Tantum ergo" von Karl Kraft. Der Organist Franz Braun erwies seine ausgezeichnete Schulung und eine beschwingte Musikalität— die geschickten Ueberleitungen zeugten dafür— in dem plastischen Vortrag des Orgelvorspiels„Es ist das Heil" von I. S. Bach, in dem feinregistrierten Hirtenständchen von Rüdinger und dem durch gute Pedal= und Manualbehandlung beachtlichen Vortrag von Regers „Gloria“, dessen innere Spannungen und Steigerungen er erschöpfte. Dr. B. 8ellen Begegnung am Meer Eine Erzählung von Gorch Fock In einem Atemzuge schnob der Nordwest von über das Fahrzeug hinweg. Sie war durchnäßt. hinab, auf ihr graues, stumpfes Leben. Ein Tag„Dann gel Esbjerg nach Kopenhagen: so klein war Tänemark Fast hätte sie das Gleichgewicht verloren, aber sie war wie der andere gewesen. Und die Gesichter„Geh meinetwegen nach Ha in dieser Sturmnacht geworden. Nur als die Fackel hielt sich im letzten Augenblick krampfhaft an der immer dieselben. Eine Arbeit, ein Schelten und ein sagte Jens gleichmütig.„Wir können auf der See erlosch, hart an der jütischen Küste, die Ducht fest. Gespräch. Immer das Alte, keinen Tag etwas zitternde schwankende Notsackel, als die grauen Die See yatte es gut gemeint; als sie zurücklief, Neues. Fünf Häuser waren es, und fünf Häuser Segel jäh auss Wasser schlugen, da ward es urplötz= jaß das Boot hoch auf dem Strand. blieben es. Und auf den Dünen wuchsen ewig keine lich stiller, und es schien, als müsse der Wind sich Blumen 2o war es immer gewesen und sie hatte besinnen. Wo eben noch der gewaltige, wilde Nord Wegtreiben konnte es nun fürs erste nicht mehr. es nicht gewußt: nun aber kam es über sie. Draulandswolf geheult hatte und umhergesprungen war. enn sie noch den Anker aufs Land brachte, war ßen auf der See, ganz weit hinten, daß sie eben lag eine riesenhafte graue Katze auf der Lauer. das Strandrecht gewahrt und sie konnte Hilfe ho= noch zu sehen waren, gingen mitunter Schiffe vorKünf weiße Häuschen die in der Dünenmu#t len. bei: Segelschiffe und Dampfer. Die Segel erschieSie wollte es. Es war so bitterkalt. nen so weiß und rein, und der Rauch stieg steil in standen waren die Mäuse, die sie nicht aus den sa auit mar kia Malt ka fin Augen ließ Und kaum daß einer zehn zählen konn 2o kalte Hände hatte sie. die Luft. Da war die Welt, da sing sie an anger te. richtete sie sich pfauchend und zischend auf. Der Sie schauderte vor sich selbst. Wie Totenhände U#“ aufgewühlte Tünensand hagelte schwer gegen die waren sie, wie fremde Hände. Plötzlich fühlte sie sleenare de ars ere den ens Fensterläden. Lange, wehe Klagetöne hallten um eine andere Hand... ein Fremder war bei ihr im gestanden und gewartet, daß ein Schiff, ein einziges als vorbei und kamen ihr aus den Augen Einer mußte c Mind auen sie in dem tiefen Sand mit als sommen einer der anders war als die sie rannte schweren Wind kamen sie in dem tiefen Sand mit Lange, wehe Klagerone hartten um eine undere Hand.. ein Frember wal der iyt im s a abbole Mhar sicher und Giebel. Die See aber schrie noch zorni= Boot... ein Toter... Als gehöre es sich so, nur, beransegele und sie abhole. Aber alle zogen er gegen die Wolken, hob die weißen Häupter fühlte sie die Haare, die Nase, den Mund loch höher und rollte noch wilder über den Strand. wenn sie träume... Es war Flut geworden. Wollte es denn nicht Tag werden? Das kleine gelbe Nachtlicht wurde unruhig. Ueber den Dünen wurde es schon hell... Ein großes starkes Mädchen stand neben dem Sie drehte sich wieder um und suchte nach der Karen begann mit großen Schritten zum Strand zu laufen. „Willst du hierbleiben!“ rief Niels, aber Jens sagte trocken: „Laß sie laufen!“ „Was hat sie mit einemmal?“ „Mag der Deubel wissen.— Das Boot sieht gut aus.“ „Das können wir brauchen.“ „Nanu? Ist sie verrückt geworden?“ „Lauf, Jens, und halt sie auf.“ „Karen! Karen!“ Die beiden fingen an zu laufen, aber bei oem kommen, einer, der anders war, als die sie kannte, der lachen und singen konnte, der sich freute und sie bei der Hand nahm, der ihr erzählte und sie fragte. Der hatte immer kommen sollen und war nicht gekommen. Sie schauderte... da hinten lag einer mit hellTisch und band sich die Flechten auf. Eine Weile fremden Hand. Dann zog sie den Toten halb aus hlauen Augen... ob er es war, der zu ihr geguckte sie fragend in den Spiegel und dachte: bist dem Wasser und legte ihn mit dem Rücken auf die wollt hatte? bald alt geworden. Karen!— dann suchte sie Rock Lucht. Der stille Mann war schwer. Er steckte in Oelzeug. Der Südwester hatte sich in den Nacken geschoben. Die Aguen waren weit Winternacht/ Ich sah mein Deutschland in der Nacht Und unterm Schnee weit hingestreckt Tief auf dem Grund der Mondesflut Bis an das ruhelose Meer und Jacke und zog sich dick und warm an. Sie band ein schwarzes Wolltuch um den Kopf und zog Handschuhe an. Das Gekeuch des Windes und das Gebrüll der dee hatten sie geweckt. „Karen!“ Niels steckte sein bärtiges Gesicht aus den roten tissen und richtete sich halb auf. Verschlafen sah er sie an. „Flut." Sie hatte sich eine Tasse Kaffee eingegossen und trank langsam. Er brummte etwas Undeutliches, dann stieß er den neben ihm schlasenden Jens an und rüttelte ihn wach. „Flut, Jens. Steh auf. Jens. Mach dich klar. Jens.“ Aber Jens schalt und knurrte.„Laßt mich schlafen. Morgen— nachher— gleich— ja. ja.“ „Dann haben die anderen den Strand rein.“ brummte Niels, aber Jens schnarchte und war nicht wieder zu ermuntern. „Aulein geh' ich auch nicht los,“ sagte Niels und legte sich die Kissen zurecht. Es war unter der Decke doch wärmer als draußen. „Leg dich auch wieder hin. Schlaf noch'ne Stunde oder zwei... meinetwegen... zwei...“ Aber Karen schüttelte den Kopf und ging hinaus „Wenn was da ist, holst uns,“ rief Niels ihr nach und hörte noch im halben Traum, wie die Tür klappte und der Wind aufheulte. Zugleich fühlte er, wie die Kälte hereinschlug, und er zog ohne Be derken die Beine etwas höher und steckte den Kopf tiefer unter die Decke. Dann flog die Tür zu und es wurde stiller. Das Mädchen tastete vornübergebeugt über die Dünen nach dem Strand. Der Wind war so start und so kalt, daß er ihr fast den Atem benahm und sie sich dann und wann umdrehen mußte. Wie scharfer Schnee schlug der Sand ihr ins Gesicht. Erst als sie den Strand erreicht hatte, wurde es besser. Es war tiefdunkel. Kein Licht. Und die See war nicht wei. zu sehen. Nur fünfzig Faden weit leuch teten die weißen Köpfe. Ein Brausen und Keuchen und Zischen und Brodeln war die Luft, war die See. Das Wasser stieg rasch: der weiße Schaum streisen wurde von jeder See höher an den Strand gespült. An diesem Strich entlang ging das Mädchen und bückte sich, wenn sie etwas Dunkles gewahr— wurde. Dann stieß sie es mit den Füßen an, zu geöffnet und das Gesicht schneeweiß. Die Lippen erfahren, was es sei. Alles Holz las sie auf und waren fest geschlossen. steckte es in einen Sack, den sie unter dem Arm„Jung.“ dachte sie, als sie keinen Bart sah. trug. Tang und Muscheln lagen viel da— weiter Um die Hüften war das Bootstau geknotet— auch fast nichts. so waren Boot und Mann zusammengeblieben. Als es Morgen werden wollte, hatte sie immer„Wer bist du?“ murmelte Karen und beugte sich noch keine Tracht. tiefer über ihn, um seine Züge zu erkennen, aber Hinter den Dünen erschien ein grauer Streifen, der Tag war noch zu grau. der höher und höher gekrochen kam. Wieder schlug eine große See klatschend über Der Sturm raste noch mit voller Kraft. Dro= den Setzbord. hender und gewaltiger schüttelte die See ihre Stier Da ließ sie die Hände los und löste das Tau. häupter Sie wollte nicht— und trat doch ins Haus. „Vater! Jens!“ Der buschige Schopf wurde zuerst sichtbar. Was ist los?“ Von Ina Seidel Mir war es atmete so sacht, Wie es ein Kind im Schlafe tut. Der Alpen Häupter tropfend hell Amhing der Sterne Rosenkranz Und sprühte Licht aus ew'gem Quel Auf unbetreiner Gletscher Glanz. Die großen Ströme flossen matt Und hauchten Nebel, kalt und weiß, Gleich Silberschilden grau und glatt Starrten die Seen unterm Eis. Die lieben Wälder überall, Thüringen sah ich und den Harz, Jm Rauhreif schimmern wie Kristall Funkeln wie frisch gebrochner Quarz. Der Ebne Saaten weich bedeckt Die Heide, jungfräulich und leer. Doch durch den kühlen Schläfer ging Ein Schüttern, dröhnend, dumpf und tief. Wie eine Glockentraube hing Der Herzen Läuten, das nicht schlief. O Herzen in den Hütten, die Verstreut in Bergen und im Moor, Der Dörfer ein ge Melodie, Der Städte dunkler Herzenschor! Das sang aus einem heißen Blut And war ein Schlag, ein Klang, ein Schrei, Von Eis umpanzert sang die Flut: Der Frühling kommt, dann werd ich frei. den großen Seestiefeln nur langsam vorwärts. Als sie am Strand ankamen, war das Boot schon ein gutes Stück vom Lande. Karen stand auf der Ducht und schob mit dem Haken ab. Schwer haute der Steven in die Seen, und das Fahrzeug dümpelte gewaltig hin und her, aber das starke Mädchen zwang es. „Karen! Karen!“ „Dumme Deern, komm her.“ Aber der Sturm verschlang jedes Wort, und das Mädchen sah sie gar nicht; ihre Augen waren bei dem Matrosen, der still und friedlich auf den Lohnen lag. Als sie weit genug war, kniete sie neben ihm nieder und faßte seine kalten Hände. Und setzte sich so, daß die blauen Augen sie ansahen. „Ich bring dich heim. Nach Esbjerg und nach Haus,“ flüsterte sie und strich mit der Hand weich über seine Stirn. Sie sah die fürchterliche Flage nicht herankommen und gewahrte die riesige See nicht, die das Boot wie einen Käfer auf den Rücken warf... Niels und Jens sahen es mit an. Es war ein stürmischer Novembertag... „Ein Toter, Vater.“ „Weiter nichts?“ Niels wollte sich schon wieder umdrehen. „Ein Boot auch.“ Das half. Niels richtete sich auf. „Ein Boot?“ Er stieß Jens heftig an. „Ein Boot, Jens! Aufstehen!“ Das ließ sich selbst Jens nicht zweimal sagen. Niels stand schon in der blauen Unterhose da Auf ihren starken Armen trug sie den Toten durch und suchte nach seiner seemännischen Ausrüstung. Mator oder weiß ich mo = das Masser und bettete ihn auf das Dünenaras. Zwischendurch fraate er in einem forc Das Hindernis Ein Erlebnis von Kurt Buchholz Plötzlich quietschte und knackte es, der Motor schrammte hart. Der Wagen bäumte sich kurz— dann stand er quer auf dem schmalen Landweg und rührte sich nicht mehr von der Stelle. Alle Handgriffe unter eingehender Beobachtung der Vorschriften über die Behandlung des Kraftwagens in gesunden und kranken Tagen fruchteten nichts, das Gefährt beharrte in seinem Starrsinn. Kein Mensch zu sehen, der ein bißchen anschieben könnte. Zudem sing es sachte an zu rieseln. Und ich hatte Hunger. Und das nächste Dorf war weit, sehr weit... Das konnte ja schön werden. Daß man ausgerechnet in solchen Augenblicken einen offenen Wagen fahren muß, daß man ausgerechnet dann Hunger hat und daß kein Dorf... Doria!! Ein Königreich für ein Paar Würstchen und einen Schirm. Hinter mir läutete es. Ein Bauer trieb seine drei Kühe den Weg herunter. Er räusperte sich. „Sie müssen da ausn Wag. Fahrn Sie dat Ding beiseite.“ „Tja, das geht man nicht so einfach, lieber Mann, ich möchte schon, aber der Wagen nicht, verstehen Sie?“ „Näs. Wie sünd Sie denn hergekommen?“ Ich wies auf das Auto.„Gefahren“. „Hm“. Der Mann betrachtete es mißtrauisch von allen Seiten.„Müssen Sie den ollen Kasten auch ausgerechnet hier abstellen. Wat wollten Sie man bloß hier?“ „Ich wollte doch gar nicht hierher, verstehen Sie doch.“ Der Bauer machte runde Augen.„Sie wollten gar nicht hierher? Tjä, denn versteh ik aber nich, wat Sie hier suchen“. Es wurde schwer.„Ich will ja auch weiter, aber der Wagen ist entzwei, steht fest und will nicht von der Stelle“. Der Bauer machte eine mißtrauische Runde um das Anto.„Ik seh nix“. „Der Fehler liegt innen, an den Kerzen, am Kein Holz, kein Schiff, kein Wrack, kein Not= das Wasser und bettete ihn auf das Dünengras. Zwischendurch fragte er in einem fort: schuß, kein Feuer— nur schwarzes Wasser und Leise und schen strich sie ihm das Haar aus dem„Wo ist es?... Neu?... Treibt es noch?... weißer Schaum. Gesicht und schaute verwundert in die hellblauen oder sitzt es schon auf Land?... Was steht dran? Sie blieb stehen... Da trieb etwas... etwas Augen. Verwundert... einen kurzen Augenblick. Und der Tote?... Was für Zeug? Tun. Undeutliches, Unförmiges... es kam Dann stand sie auf und machte sich wieder mit Jens war auch bald reisefertig, und alle drei naher. Aus Gewohnheit hielt sie die Hand über die dem Boot zu schaffen, über das die See fortwäh= wateten durch den Sand. Niels war guter Laune nichts, trotz meiner Brille und der Augen wie sie an hellen Tagen oft getan hatte, rend schäumte. Sie zog es etwas höher, dann ent= und erzählte von Schiffen und Gütern, die in frü= Haube. wenn Sonnenschein um Dach und Dünen brannte deckte sie ein Pütz unter den Duchten und machte heren Jahren angetrieben worden waren. Daß der„Vielleicht sch sich daran das Wasser auszuschöpfen. Wenn auch die Sturm ihn fast den Mund verschloß, störte ihn nicht.cheben wi. „Häh?“ „Ich meine, innen ist was nicht in Ordnung“. Er trat näher heran und sah in das Auto hinein.„Nä. ik seh nix". Da war nichts zu machen. Ich sah leider auch und die Luft flimmerte. Karen wies mit der Hand. „Seht! Da!“ Karen war stehen geblieben. „Vater!“ „Was willst du?“ „Dem Toten müßt ihr seine Ruhe lassen. Den Es konnte ein Schiff sein, ein Kahn wohl oder Seen immer wieder hereinschlugen und sie bei dem ein Boot. Winde kaum auf der Ducht stehen konnte, es glückte Das Seeräuberblut regte sich in ihr, ungedul= ihr doch, und als das Boot erst Luft hatte, kam es dig lief sie am Strand auf und ab. Ihre scharfen von selbst höher aus dem Wasser. Bald hatte sie es Augen unterschieden schon, ein Voot war es, voll soweit leer, daß sie auf den Lohnen stehen konnte. Wasser geschlagen, eben daß es trieb und ausguckte. Daa Boot war fast neu. Sie beugte sich über den ker nahm und dann zurücklt raate es höher auf. Achtersteven.„Gesine von Hamburg" stand da. Von„Dem 2oten mußt wr seine mune tayen Langsam schoben die Seen es näher heran und Fumspene von Leutschland, dachte sie und sab nach dürst ihr nicht leenen. Verspricht mir endlich laß es am Sand als Strandgut.Es war Tag geworden— sie gewahrte es und„Dumme Deern! Wenn das Zeug mir paßt, „Ers. wollte Karen zurücklaufen udeber hielt inne. Dann sprang sie heraus und zog das zieh ichs an. Der braucht nichts mehr" Niels, den Bruder Jens rufen. Aber sie besann sich eare Root so hoch auf den Strand, wie sie konnte, anders und tat es nicht. So ging es nicht: Die hand das Tau um einen herangeschleppten Felsen Nachbarsleute konnten unterwegs sein, fanden es und lief die Dünen hinan. Der Wind wehte sie und hatten es. Sie überlegte, was sie machen sollte, dann zog sie eilig ihre Schuhe aus und streifte Nun. die Strümpfe ab. Ihr schauderte vor der Kälte. Oben auf der Höhe kam es über sie, als habe Aber was half das? Sie schürzte den Rock auf und sie etwas vergessen; sie mußte sich umdrehen, nach watete mit zusammengebissenen Zähnen in das dem Toten gucken. eiskalte Wasser. So sonderbar war ihr zumute. Erst hatte sie sich Wenn Sie ein bißchen mit anfassen würden, schließlich springt der Wagen an“. „Sie hätten sich man besser ein Pferd kaufen sollen un nich son ollen Karren“. „Bloß ein bißchen vorwärts drücken dann—“ „Es geht eben nix über die Natur, dabei bleib ik. Aber sone olle Schachtel, nä“. beharrte er. „Ganz recht. Wenn Sie inzwischen mai helfen würden, so, hoh ruck! würde es sicher gelingen, das Auto in Gang zu bringen“. „Ik halt von die Dinger nämlich nix“. Ich holte tief Luft.„Wir brauchten ja bloß mal müllen mir ihn Ordentlich anpacken, dann ware das Hindernis sehr beerdigen lassen und vom Boot bleibt nichts nach. schnell beseitigt. Sie könnten Ihre Kühe weiter trei-A I 1 Aa inan beeroigen lassen und vom Bobl dleibi nichts nuc n fahren" rer er Wir begraben ihn in den Dünen und damit gut." Sie eine 2i schüttelte den Kopf. nehmen Sie eine Zigarre zum Feierabend „Seemannsgrab, Vater, Seemannsgrab. Das Der Bauer schüttelte den Kopf.„Nä. lassens wünscht sich jeder Matrose." man, ik rooch nick. Un wozu die Umstände. Ik treib „Das tut ihr nicht! Das nicht! Versprecht mir“* Biecher üm den Kasten rum übern Acker“. ...ann I. Enrachd unn trieh hle Ohe nom Mra hrrun Den Steven hatte sie erfaßt und schwang sich auf gefreut, Vater und Bruder den Fund zu melden; das!" flehte das Mädchen.„Das dürft ihr nicht. Sprachs und trieb die Kühe vom Weg herunter. den Vordrand. Tastend suchte sie nach der Fang- nun war sie beklommen, was es ihr nicht mehr Hört ihr?"nartne schwerfällig binter den Rindern der leine, um das Boot aufs Trockene zu ziehen, da recht, was sie tat.„Mach doch nicht so'n Lärm um den toten Mann," starkste schwerfällig hinter den Rind stürzte eine riesengroße See heran und schäumte Sie sah von oben mit einemmal auf ihr Leben knurrte Niels.„Freu' dich, daß wir'n Boot haben.“ Ich war um für Spiel, Volkssport und Leibesübung Montag. den 11. Januar 1936 Deneef=Debruycker gewannen„Die Nacht“ 9000 Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle— Die erwartelen Leistungen wurden nicht erreicht Das traditionelle Dortmunder Achtstundenrennen „Die Nacht“ hatte in diesem Jahre nicht den großen Erfolg zu verzeichnen. Mit 9000 Zuschauern war die Westfalenhalle nicht ausverkauft. Auch das Rennen selbst entsprach nicht den Erwartungen und mit der Gesamtleistung von 331,450 km blieben die belgischen Sieger Deneef Debruycker um rund elf Kilometer hinter der bisherigen Bestleistung zurück. Den Startschuß gab für fünfzehn Mannschaften der neue Radsport=Reichsfachamtsleiter, Stadtrat Holzhüter=Berlin, ab. Verschiedene Umbesetzungen waren notwendig, da Schön anderweitig verpflichtet war und auch der Franzose Guimbretiere fehlte. Mit dem Holländer Pellengers wurde der Dort munder Göbel gepaart, für Guimbretiere sprang Slaats ein, dessen Partner Pützfeld war. Ungethüm fuhr zusammen mit Fernand Wambst. Das Rennen begann n' einem scharfen Temno Bald schon gab es die ersten Ueberrundungen. Die Belgier Deneef/Debruycker lagen von Beginn an in der Spitzengruppe und erwiesen sich im Verlauf der acht Stunden als die stärkste Mannschaft, die sich nie von der Spitze verdrängen ließ. Während verschiedene starke Mannschaften enttäuschten und vorzeitig aufgaben, zeigten andere Paare, von denen man sich weniger versprochen hatte, sehr gute Lei stungen. Zum Schluß flaute das Tempo der Fahrt wieder ab. Nur Zims Küster sorgten in der letzten Stunde für einige Belebung und holten nicht we niger als vier Verlustrunden auf. Deneef—Debruncker, Bantz—Wengler, Bremer— Siebelhoff, Wambst—Ungethüm und Schmidt— Tertilte bildeten nach der ersten Stunde die Spitzengruppe. Zims—Küster hatten bereits drei Runden verloren. Janat—Diot enttäuschten stark. Borchmeyer hart bedrängt von Sumser Hallensportfest in Magdeburg Das 15. Hallensportfest in Magdeburg war in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Das„Fest der Olvmpiasieger“ wurde diese Veranstaltung des Fach amtes Leichtathletik genannt und man hatte damit auch nicht zuviel versprochen, denn acht Olympiakämpfer, darunter drei Olympiasieger, waren der Einladung gefolgt. Lediglich Gerbard Stöck mußte aus gefundheitlichen Gründen in letzter Minute absagen Spannnend und mitreißend verlief der Sprinterdreikampf, den Altmeister Borchmever zwar wieder für sich entscheiden konnte, wobei er allerdings sein aanzes Können einsetzen mußte. In seinem Traininaskameraden Sumser war ihm ein Gegner entstanden, der sich in den beiden ersten Läufen über 60 Meter nur knapp geschlagen gab und sogar im dritten Lauf mit der Tagesbestzeit Borchmeyer hinter sich. Eine Ueberraschung gab es im Hochsprung der Männer. Der deutsche Olympiateilnehmer Gehmert(Berlin) erreichte nur 1.75 Meter und mußte den Sieg dem Magdeburger Böwing mit 1,80 Meter überlassen. Im Hochsprung der Frauen war Elfriede Kaun(Kiel) ihren Mitbewerberinnen klar überlegen. Sie siegte mit der achtbaren Leistung von 1,56 Meter Olympiasieger Wölke kam im Kugelstoßen auf 14.86 Meter, während der Hamburger Hein mit 13,73 Meter den zweiten Platz belegte, eine ansprechende Leistung für den Gewinner der Goldmedaille im Hammerwerfen. Weitere Ergebnisse: 60 Meter Mallauf für alte Herren: 1. Lammers (BSV) 7.2.— 60 Meter Lauf(Männer): 1. Liersch (3SC Charlottenburg).— Sprinterdreikampf: 1 Lauf: 1. Borchmener 6,8 Sek., 2. Sumser: 2. Lauf: 1. Borchmeyer 6.8 Sek., 2. Sumser; 3. Lauf: 1. Sum ser 6.7 Sek., 2. Borchmeyer: Gesamt: 1. Borchmeyer 17 Punkte, 2. Sumser 16 Punkte, 3. Leichum 11 Punkte.— 60 Meter Hürden(Männer): 1. Glaw (Halle 98) 8,4 Sek., 2. Beschetznik(Berliner SC) 8.4 Sek., 3. Huber(Berlin) 8.4 Sek.— 60 Meter Hürden (Frauen): 1. Marquordt(Halle 96) 10,9 Sekunden. Turnländerkampf Deukschland— Finnland Nach dem Hamburger Kampf werden Köln und Frankfurt besucht Das Programm für den Turnländerkampf gegen Finnland, der am 26. März(Karfreitag) in Hamburg ausgetragen wird, steht nun endgültig fest. Die Finnen werden am Donnerstag, 25. März, in Hamburg eintreffen. Am Östersamstag reisen die geteilten deutschen und finnischen Mannschaften mit dem Flug eug nach Frankfurt und Köln, wo am Östersonntag nnerhalb einer turnerischen Morgenfeier deutsche und finnische Turner ihr Können zeigen werden. Nach mittags werden die Finnen Frankfurt bzw. Köln be sichtigen. Abends treffen sich die Mannschaften in Koblenz zu einem rheinischen Abend. Am Öster montag geht es per Schiff nach Rüdesheim, dann werden in Frankfurt noch der Lufthafen und die Reichsautobahn besichtigt. Mittwoch reisen die Finnen wieder nach Hamburg zurück. Die beiden Ländermannschaften werden sich aus se acht Turnern zusammensetzen. Es werden im Länderkampf in der Reihenfolge Barren, Seitpferd, Pferdsprung, Ringe, Freiübung. Reck, Kürübungen geturnt. Gewertet wird von einem finnischen und einem deutschen Kampfrichter. Der Turner mit dem schlechtesten Gesamtergebnis scheidet bei der Fest stellung des Sieges aus. Für die Ermittlung der deutschen Niege findet am 14. März in Hof in Bavern im Nahmen eines Lebrganges der besten Gerätturner ein Auswahlturnen siatt. fielen immer weiter zurück und gaben schließlich eine halbe Stunde vor Schluß auf. Nach drei Stunden lagen Denees—Debruncker und Slaats—Pütz feld allein an der Spitze. Eine Runde zurück folgten Piinenburg—Wals, während Bantz—Wengler und Göbel—Pellenaers zwei bzw. drei Verlustrunden hatten. Göbel fuhr ein sehr großes Nennen und ging in allen Jagden erfolgreich mit. In den letzten zwei Stunden schieden einige Fahrer aus. Hürtgen war erkrankt ins Rennen gegangen, er schied aus und Rausch wurde mit dem jüngsten Wambst gepaart. Später stieg auch Rausch vom Rade. Auch Piinenburg und Vellengers beendeten das Rennen nicht. Göbel—Wals und Bremer— Wambst bildeten neue Mannschaften: aber Wambst verlor nach einigen schönen Jagden auch diesen neuen Kampfgenossen. Deneef—Debruncker verteidigten zusammen mit Slaats—Pützfeld erfolgreich die Spitzenstellung gegen den Schlußangriff der Kölner Zims—Küster, die sich mit zwei Runden Abstand den dritten Platz eroberten, während Göbel— Wals als Vierte vier Runden zurücklagen. Neun Mannschaften beendeten das Rennen; von ihnen lagen Clausmeyer—Sagurna nicht weniger als 22 Runden im Rückstand. Ergebnis: Achtstundenrenen,„Die Nacht“: 1. Deneef—Debruycker 66 Punkte, 331,450 km; 2. Slaats—Pützfeld 8 Punkte;— zwei Runden zu rück: 3. Zims—Küster 13 Punkte;— vier Runden zurück: 4. Göbel—Wals 51 Punkte;— neun Run den zurück: 5. Bautz—Wengler 64 Punkte;— zwölf Runden zurück: 6. Kijewski—Weckerling 28 Punkte; — vierzehn Runden zurück: 7. Schmidt—Tertilte 23 Punkte:— sechzehn Runden zurück: 8. Ilse— Ciesinski 48 Punkte;— zweiundzwanzig Runden zurück: 9. Clausmeyer—Sagurna 16 Punkte. Willi Bogner wurde Kombinationssieger Die Chiem= und Inn=Kreismeisterschaften der Ski sportler wurden am Sonntag mit dem Sprunglauf auf der großen Berchtesgadener Schanze beendet Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden und sahen sehr schöne Leistungen. Altmeister Alfred Stoll stand mit 47 und 57 Meter die weitesten Sprünge und wurde auch vor Andreas Hechenberger(Ober audorf), der 43 und 52 Meter gesprungen war, mit der Note 217,2 überlegener Sprunglaufsieger. Den fünften Platz belegte mit Sprüngen von 38 und 47 Meter der Deutsche Skimeister Willi Bogner(Mün chen), der mit der Note 427,5 vor Andreas Hechen berger(Note 415) und dem Bayrischzeller Georg von Kaufmann Kreismeister in der Kombination Langund Sprunglauf wurde. M. Wörndle gewinnt den Schwarzwaldlauf Auf der 40 km langen Strecke Schauinsland Feldberg=Schauinsland wurde am Sonntag der traditionelle Schwarzwald=Dauerlauf ausgetragen. Die Schneeverhältnisse waren nicht überall gut, da es stellenweise Harsch und Verwehungen gab. Der als Drittletzter gestartete Matthias Wörndle=Par tenkirchen hatte schon am Wendepunkt Feldbergerhof 6 Minuten Vorsprung und siegte sicher in 3:35,54 Std. vor den Schwarzwäldern Benitz(Saig) 3:53,45, Morath=Freiburg 4:01,.29 und BurgbacherSt. Georgen. In der Klasse II belegte Weiser=St. Georgen in 4:12,06 den ersten Platz. Den Mannschaftssieg holte sich die Skizunft Feldberg. Jungmann schlägt die Sprung=Kanonen Bei prachtvollem Winterwetter fand am Sonntag auf der großen Berg=Isel=Schanze bei Inns bruck vor 6000 Zuschauern das Julius=Moro Gedenkspringen statt, an dem 45 Läufer teilnahmen. Es war auch eine starke deutsche Springermann schaft unter Führung von Fachamtsleiter Josef Maier=München und Sportwart Baron Le Fort erschienen. Bedauerlicherweise waren einige der besten deutschen Springer wie Weisheit, Marr und Karg vom Pech verfolgt, da sie im zweiten Durchgang stürzten. Das Springen endete mit einem Siege des österreichischen Jungmannen Josef Bradl (Salzburg), der bekanntlich auch das Internationale Skispringen in Garmisch=Partenkirchen gewonnen hatte. Er erhielt für seine Sprünge von 72,5 und 73 Metern, darunter den weitesten des Tages, die beste Note mit 228,2. Hinter dem Jungmann blieb nicht allein der Sieger der Klasse 1, Toni Eisgruber, Garmisch=Partenkirchen, Note 216.2(69, 69 m), sondern auch so bekannte Könner wie Randmod Sörensen, Haselberger Traunstein und Hans Östler zurück Ergebnisse: Klasse 1: 1. Anton Eisgruber=Partenkirchen 69, 69 m(216,2); 2. Franz Haselberger=SC Traunstein 67, 70 m(214,3); 3. R. Sörensen=Partenkirchen 68,5, 67 m(211,1); 4. Josef Luckel=SC Kufstein 60, 61 m(196,6); 5. Loisl Kratzer SC Rottach 54,5, 62 m(187,1); 6. Adam Wechselberger=Innsbrucker SV 57, 62 m(184,0); 7. Oskar Weisheit=Oberschönan 72,5, 73 m(158); 8. Hans Marr 67, 67 m(147,2). Klasse 2: 1. Franz Aschenwald=Innsbrucker SV. 71, 72 m(208,5); 2. Willi Köstinger=Hofgastein 65, 63 m(201.6).— Jungmannen: 1. Josef BradlSalzburg 72,5, 73 m(weitester Sprung) Note 228,2; 2. Karl Wagenbichler=Innsbrucker SV, 68, 70,5 m (208,1). Eröffnung der umgebauten Sachsenschanze Die für die deutschen und Heeresskimeisterschaften umgebaute Sachsenschanze bei Altenberg wurde am Sonntag eröffnet. Obwohl die Schneeverhältnisse gut waren, blieben die erzielten Weiten hinter den Erwartungen zurück. Nach den gewonnenen Erfahrungen wurde beschlossen, die Schanze noch werter zu verbessern. Sieger des ersten Probespringens wurde Paul Heckel vom Jägerbataillon des Inf.=Reg. 10 Dresden mit der Note 302,5. Gleichzeitig erhielt er einen Pokal für den schönsten Sprung. Den weitesten Sprung stand der Mühleitener Erich Leonhardt durch, der 54,5 Meter erzielte und dafür ebenfalls einen Pokal erhielt. Ergebnisse: 1. Paul Heckel, Inf.=Reg. 10 Dresden, 302,5(44, 51, 51,5 m), 2. Erich Recknagel, Führerschule der Osaf, 298,6(44, 50, 51,5 m), 3. Erich Leonhardt, Mühleiten, 292,5(43, 54,5, 50,5 m), 4. Mar Leonhardt, Aschberg, 292,3(43, 49.5, 50 m). Nach mehr als zweijähriger Abwesenheit bestritt Kid Chocolate in Neuyork wieder einen Boxkampf. Chocolate siegte in zehn Runden über Joe la Fanci nach Punkten. Der Schalker Weltergewichtsboxer Radomski, der im Vorjahre in der Westfalenmeisterschaft Michel Murach, seinen Vereinskameraden und zweiten Olympiasieger, schlagen konnte, wird in diesem Jahre in den Titelkämpfen des Westfalengaues nicht mit machen können. Radomski wurde in den Kämpfen zur Bezirksmeisterschaft am Samstagabend von dem Gladbecker Kalinowski ausgepunktet. An die bekannten italienischen Mittelstreckler Bec cali und Lanzi waren bekanntlich Einladungen ergan gen, bei Sportfesten in USA zu starten. Beccali wird der Aufforderung auch Folge leisten, hat jedoch seine Abreise, die ursprünglich am Freitag erfolgen sollte. aus beruflichen Gründen auf den 14. Jannar ver schoben. Dagegen sind die Verbandlungen mit Lanzi gescheitert, da die amerikanischen Veranstalter die Forderung des Italieners ablehnten, die Reisekoft für einen Begleiter zu bezahlen. Deutschland schlug Italien im Radländerkampf Lohmann und Merkens unsere stärksten Vertreter— 10000 in der Deutschlandhalle Nach dem großen Erfolg, den die Berufsborer am Mittwoch zu verzeichnen hatten, schnitten auch die Radfahrer mit ihrer ersten Veranstaltung im neuen Jahre in der Deutschlandhalle ausgezeich net ab. Ueber 10000 Zuschauer, unter ihnen auch der Reichssportführer von Tschammer und Osten, sahen den Radländerkampf Deutschland— Italien, den Deutschlands Vertreter mit 80:50 Punkten gewannen. Unsere beiden Vertreter waren die Bochumer Walter Lohmann und der Kölner Toni Merkens. Lohmann war in den Dauerrennen seinen Gegnern Möller, Manera und Severgnini klar überlegen. Er fuhr taktisch sehr geschickt und verschaffte Möller den von den Italienern stark um kämpften zweiten Platz. Brausender Jubel brach los, wenn der Bochumer in den letzten Runden allen seinen Gegnern davonzog und sie spielend überrundete. In dem Omnium. das aus fünf Läufen bestand, holte sich der Kölner Olympiasieger Merkens den Fliegerkampf und das Punktefahren und bewies in seinem ersten Rennen hinter kleinen Motoren, daß er auch hinter der Nolle sehr groß fahren kann. Er schlug in seinem Lauf den in diesem Wettbemerb routinierten Schön und den ehemaligen Stundenweltrekordmann Olmo. Die vier Italiener Olmo Di Paco und Battesini, die als Straßenfahrer einen großen Ruf haben, zeigten sich erwartungs gemäß als die stärkeren Tempo=Fahrer und gewan nen sämtliche Verfolgungsrennen. Einleitend hatten die Amateure ein 30=km=Mannschaftsrennen ausgetragen, das erst im letzten Spurt entschieden wurde. Wachtmeister—Kalupa verwiesen Koch—Purann auf den zweiten Platz. Ergebnisse: Länderkampf Deutschland— Italien 80:50 Punkte Omnium: Fliegerhauptfahren: 1. Lauf: 1. Ehmer; 2. Olmo; 3. Battesini; 4. Hoffmann. 2. Lauf: 1. Merkens; 2. Bini; 3. Di Paco; 4. Schön.— 20=Rundenpunktefahren: 1. Merkens 5:28,8 Minuten, 10 Punkte; 2. Hoffmann 10 Punkte; 3. Schön 10 Punkte; 4. Ehmer 8 Punkte; Braddocks Manager hetzt gegen Schmelings Titelkampf? Der Vorsitzende der Neuvorker Borkommission, General Phelann, gab zu der von Neuvorker Juden gegen Schmelings Weltmeisterschaftskampf aufgenom menen Hetze eine lauwarme und zweideutige Er klärung ab. Er sagte: Der Boykott nimmt zweifellos ernste Formen an. Wir werden unser Teil tun, um Schmelings Interessen, soweit es uns möglich ist. zu wahren. In Neuvorker Sportkreisen ist man der Ansicht, daß der Boykott und die Hetze gegen Schmelings Weltmeisterschaftskampf von dem Manager Braddocks selbst, einem Juden, beaonnen wurde als neuestes Manöver, um einen Titelkampf mit Schmeling zu verhindern und einen Weltmeisterschaftskampf mit Joe Lonis herbeizuführen, von dem sich Braddock größere Einnahmen verspricht. Tischtennis-Länderkam Deutschland— Holland Am Vortage des Fußballänderkampfes Deutsch land— Holland in Düsseldorf, wird auf Düsseldorfer Boden ein Tischtennisländerkampf Deutsch land— Holland ausgetragen. Deutschland wind am 30. Januar durch den Meister Mauritz(Bar men) und die beiden Düsseldorfer Ullrich und Fileborn II vertreten. Um die deutsche Wasserballmeisterschaft Am Samstag begann im umgebauten GoseriedeBad in Hannover das letzte der vier Gruppenturniere um die deutsche Wasserballmeisterschaft. reiche Besucher hatten sich eingefunden, die sportlich nicht enttäuscht wurden. Die Begeanung zwischen Aachen 06 und Hellas Maadeburg endete nach spannendem Verlauf mit einem klaren 5:2(1:2) Siege der 5. Battesini 6 Punkte; 6. Olmo 4 Punkte; 7. Di Paco Punkte; 8. Bini 0 Punkte.— 5 Kilometer hinter Motorführung: 1. Lauf: 1. Merkens 4:57,6 Minuten: 2. Schön, 10 Meter zurück; 3. Olmo, 200 Meter zurück; 4. Battesini, 1300 Meter zurück(Defekt). 2. Lauf: 1. Ehmer 4:58 Minuten; 2. Bini, 70 Meter zurück; 3. Hoffmann, 60 Meter zurück; 4. Di Paco. 4000 Meter zurück.— MannschaftsVerfolgungsrennen: Italien holt Deutschland nach 0 Runden in 4:57 Minuten ein.— Einzel=Verfolgungsrennen: 1. Lauf: 1. Bini; 2. Hoffmann, 70 Meter zurück; 2. Lauf: 1. Battesini; 2. Ehmer, 60 Meter zurück; 3. Lauf: 1. Di Paco; 2. Merkens, 40 Meter zurück; 4. Lauf: 1. Olmo; 2. Schön, 40 Meter zurück. Tauerrennen: Einzelverfolgungsrennen über 5 Kilometer: 1. Lauf: 1. Möller 4:43,8 Minuten; 2. Ma= nera, 30 Meter zurück. 2. Lauf: 1. Lohmann 4:31 Min.; 2. Severgnini, 110 Meter zurück.— Dauerrennen, 1. Lauf. 20 Kilometer: 1. Lohmann 18:50,2 Minuten; 2. Möller, 315 Meter zurück; 3. Severgnini, 460 Meter zurück; 4. Manera, 510 Meter zurück. 2. Lauf, 20 Kilometer: 1. Lohmann 18:51 Minuten; 2. Möller, 540 Meter zurück; 3. Manera, 541 Meter zurück; 4. Severgnini, 710 Meter zurück. 3. Lauf, 20 Kilometer: 1. Lohmann 19:23 Minuten; 2. Möller, 510 Meter zurück; 3. Manera, 750 Meter zurück; 4. Severgnini, 920 Meter zurück. Amateure, 30- Kilometer= Mannschaftsfahren: 1. Wachtmeister/Kalupa 30:19 Minuten. 10 Punkte: 2. Koch Purann 6 Punkte: 3. Passenheim/Hubrich 5 Punkte; 4. Schöpflin/Huth 4 Punkte. Lemoine siegt in Antwerpen Den Mittelpunkt der Antwerpener WochenendNadrennen bildete vor 12 000 Zuschauern eines der beliebten 2½ Stunden=Rennen hinter Zweisitzerführung. Der Franzose Lemoine gewann beide Läufe sicher vor Kaers und wurde mit einer Gesamtleistung von genau 60 km Sieger vor Kaers 59.855 km, Guerra 58,955 km und Buysse 58,910 km. Das Stundenrennen der Dauerfahrer holte sich in Abwesenheit des Weltmeisters Ronsse dessen Landsmann Meuleman mit 65.340 km vor Jean Aerts (270 m zurück), Geers(540 m), Leyssen(780 m) und Debaets(1500 m) zurück. Meuleman wurde damit gleichzeitig Winterbahnmeister. Aachener, die im ersten Spielabschnitt zahlreiche Torgelegenheiten ausließen, später aber zu großer Form aufliefen. Hellas ging durch Schrader in Führung, doch konnte Lenkitsch etwas später bereits ausgleichen. Vor dem Wechsel war Magdeburg durch Günther nochmals erfolgreich. Nach Halbzeit wurden die Aachener klar überlegen. Sie kamen durch Lenkitsch zum Ausgleich und erhöhten durch drei weitere Tore durch Strauß(2) und Schulze das Ergebnis auf 5:2. In einem Wasserballspiel der alten Herren siegten die Wasserfreunde Hannover mit 6:3(2:2) über Sparta Köln.— Eine recht gute Zeit stellten in den Rahmenwettbewerben die Wasserfreunde Hannover in der 10 mal 50 Meter Bruststaffel mit 6:12,4 Minuten auf. Damit ist Hannover an die Spitze der Dreibestenliste für diesen Staffelkampf gerückt, die bisher von dem Postsportverein Berlin mit 6:27,3 gehalten wurde. „Tag der Sprinter“ in Berlin Eine mit über 600 Schwimmer und Schwimmerinnen zahlenmäßig ausgezeichnete Besetzung hatte der Berliner„Tag der Sprinter“ gefunden, den der SSC 89 am Sonntag im Stadtbad Wedding durch führte. Das Hauptrennen des Tages war das Zusammentreffen der drei besten Berliner Sprinter, aus dem der Wikinger Plath gegen Wille und Heise als Sieger hervorging, und damit auch seine Sprinterqualitäten über die kurze Strecke bewies. Vom Start führend schlug Platz in 1:01 Min. mit klarem Vorsprung vor Wille(1:02,9) und Heise(1:03,5) an. Der Borkampf um die Weltmeisterschaft im Halb schwergewicht zwischen dem Titelhalter Gustave Roth (Belgien) und dem Herausforderer Rudriquez(Por tugal), der am Samstag in Nio de Janciro vor sich gehen sollte, mußte wegen anhaltenden Regens in letzter Minute abgesagt werden. Der Titelkampf findet jetzt am Dienstag, 12. Januar, statt. Bombenüberraschungen in den westdeutschen Gauen Deutsches Fußball=Panorama den westdeutschen Fußballgauen ging es am onntag sehr lebhaft zu. Ueberraschungen am lau enden Band bekam man am Niederrhein zu sehen, vo fast sämtliche Favoriten auf der Strecke blieben. Auch der Tabellenführer Fortuna Düsseldorf stolperte ber Duisburg 99, hält aber dennoch die Spitze. Schalke siegte sicher, dagegen büßte der Mittelrhein Spitzenreiter VfR Köln einen Punkt ein, so daß sich n diesen Gauen in der Führung ebenfalls nichts inderte. Im Gau 9(Westfalen) sand das Treffen SV höntrop— Schalke 04 das meiste Interesse. Höntrop eistete großen Widerstand, mußte aber doch mit 0:3 0:1) die Punkte abgeben. Bei Schalke sah man kuzorra auf Linksaußen neben Szepan. Die Tore chossen Gellesch, Kalwitzki und Pörtgen. Tabellen sweiter bleibt der SV Rotthausen, der sich Hüsten 09 nit 1:0(1:0) überlegen zeigte. Auch Westfalia Herne lieb weiterhin siegreich, denn der Tabellenletzte Lus Bochum wurde 3:0(0:0) bezwungen. In Sicher seit ist auch die Spielvg. Herten, die Borussia Dort nund 4:2(3:1) schlug. Damit ist die Lage für Tus Bochum, Höntrop, Erle 08 und Borussia Dortmund veiterhin ungünstig. Im Gau 10(Niederrhein) erlebten rund n Zuschauer in Düsseldorf den unerwarteten 2:1 0:1)=Sieg von Duisburg 99 über den Tabellenführer n. 9. Fortuna. Den Ausschlag gab das erfolgreichere Anfriffsspiel der Gäste, die durch Günther und Pramann hre Tore erzielten, nachdem Fortuna bis lange in sie zweite Halbzeit hinein den von Albrecht erzielten :0=Vorsprung behauptete. Fortuna behält trotz die er Niederlage weiterhin die Spitze. Der VfL Ben sath trat in Krefeld mit vier Ersatzleuten gegen Preußen an. 8000 Zuschauer wurden auch hier Zeu sen eines kampfreichen Treffens, das die Krefelder serdient mit 4:2(2:1) siegreich sah. Die bessere und surchdachtere Angriffsarbeit war auch hier ausschlag jebend. Turu Düsseldorf kehrte aus Hamborn mit sinem 2:1(1:1)=Siege heim. Die Düsseldorfer stellten damit die Niederlage in der ersten Serie richtig. Sie fückten in der Tabelle auf den vierten Platz vor. Den pritten Platz hinter Duisburg behauptet Rot=Weiß Oberhausen. In Duisburg reichte es für diese Mann shaft allerdings nur mit viel Glück zu einem 3:2 1:0)=Sieg über den FV 08. Schwarz=Weiß Essen führte gegen ESSV Elberfeld bis eine Viertelstunde vor Schluß mit 1:0, verlor aber doch noch 1:2. Der Drang der Elberfelder war zum Schluß zu stark Essen spielte ohne Stephan. Im Gau 11(Mittelrhein) konnte der Tabel enführer VfR Köln in Bonn gegen Tura nur 0:0 pielen, bleibt aber dennoch klar in Front, da der Labellenzweite, Rhenania Würselen, trotz Platzvorteil segen Sülz 07 mit 0:1(0:1) unterlag. Der Vorsprung der Kölner ist dadurch auf sechs Punkte angewachsen Auch der Gaumeister, Kölner EfR, der in Mülheim 1:2(1:1) spielte, kann dem VfR nichts mehr anhaben. Fine schwache Leistung bot auch der SV Beuel, der siemlich abgekämpft ist und gegen den Kölner SC 99 sin nur schmeichelhaftes Unentschieden von 1:1(0:1) erzwang. Tus Neuendorf buchte mit dem 3:2(2:1) iber Andernach wertvolle Punkte, die allerdings die Abstiegsgefahr noch nicht ganz bannen, während für die auf den letzten Platz zurückgefallenen Andernacher nun nichts mehr zu erhoffen sein wird Ostpreuhen: VsW. Königsberg— Preußen Danzig 4:8; Gedania — SV. Goldap 52; Hindenburg Allenstein gegen Rasensport/ Preußen Königsberg 2:0. Pommern: Stettiner So.— Blücher Gollnow 1:0; Preußen Stettin— Polizei Stettin 0:2; Hubertus Kolberg gegen Mackensen Neustettin 0:0; Viktoria Stolp— Germania Stolp 2:0. Brandenburg: Tennis/Borussia— Heriha/BSC. 022; Union Oberschöneweide— Berliner 2V. 92 0:0; Wacker 01 Bewag 1:1. Schlesien: Vorwarts Breslau— Breslau 02 2:3; Hertha Breslau gegen Beuthen 09 1:1; Preußen Hindenburg— Rativor W 2:2; RSV. Gleiwitz— Vorwärts/Rasensp. Glei witz 1:1; VfB. Gleiwitz— Breslau 06 12. Sachsen: Guts- Muts Dresden— SC. Planitz 322; Polizei Chemnitz— Tura Leipzig 2:3; BC. Hartha— Risaer 1:1; Wacker Leipzig— Dresdner SC. 1:1; Fortung Leipzig— 26B. Leipzig 3:0. Gan Mitte: Viktoria 96 Magdeburg— Wacker Halle 1:0; 1. 2V. Jena— Cricket/Viktoria Magdeburg 2:1; 1. FC. Lauscha gegen SV. 05 Dessau 1:7; Merseburg 9— Sportfreunde Nordmark: Victoria Hamburg— Hamburger SV. 2:1; Rothenburgsorter FC.— Eimsbüttel 2:5; Sperber Hamburg gegen Phönir Lübeck 1:2; Holstein Kiel— Altona 93 Niedersachsen: Arminia Hannover— Wilhelmsburg 00 4:2; Gottingen G— Eintracht Braunschweig 3:8; Werder Bremen gegen Algermissen 1911 5:3; Borussia Harburg— Hannover 960:0. Nordhessen . Hanau E— SpV. Kassel 0:1; SpVg. Niederzwehren— Kewa Wachenbuchen 0:3; Hessen Hersfeld gegen VfB. Friedberg 1:0; Germania Fulda— Borussia Fulda 0:1. Südwest: Eintracht Frankfurt— Borussia Neunkirchen 4:2; IN Pirmasens— Sportfreunde Saarbrücken 222; SV. Wies baden— Wormatia Worms 0:0. Baden: Sandhofen— VfL. Neckarau 0:0; FV. 01 Rastatt— SV. Waldhof 2:1; VfB. Mühlburg— Mannheim 2:0; Germania Brötzingen— Karlsruher ZR. 1:1. Württemberg: Sportfreunde Stuttgart— Union Bockingen 0:1; SpVg. Cannstatt— Stuttgarter Kickers 1:0; FV. Zuffenhausen— VfB. Stuttgart 1:1; 2V. Göppingen— Stuttgarter SC. 1:1. Bayern: SpVg. Fürth— München 1860 5:0; BC. Augsburg gegen ViB. Coburg 1:1; FC. 05 Schweinfurt— Wacker München 3:2; Bayern München— A2V. Nürnberg 8:0; VfB. Ingolstadt— 1. FC. Nürnberg 1:0. Fußball im Ausland FC. Luzern— Lausanne Sports 1:0; FC. Basel gegen FC. Bern 222; Chaur de Fonds— FC. Biel 8:0; Young Boys Bern— Nordstern Basel 1:1; Young Fellows Zürich— FC. Lugano 5:3; Servette Genf— FC. St. Gallen 8:0. Frankreich: Ercelsior Roubaix— FC. Séte 3:1; Olympique Marseille— Racing Roubair 4:1; Stade Rennes— Olym pique Lille 0:0; Red Star Olymp. Paris— FC. Nouen 0:1; FC. Mülhausen— AS. Cannes 1:1; FC. Antibes gegen FC. Sochaur 1:8; SC. Fives Lille— SC. Metz 6:0; Racing Straßburg— Racing Club Paris 0:0. Belgien: White Star— Union St. Gilloise 1:1; 2C. Ander lecht— Daring Brüssel 1:1; Beerschot AC.— Standard Lüttich 0:1; FC. Gent— FC. Antwerpen 4:0: FC. Mecheln— FC. Turnhout 622; Lyra— Raeing Mecheln 3:0; FC. Brügge— Liersche S K. 5:1. Italien: Alessandria— Ambrosiana Mailand 0:3; FC. Mailand gegen FC. Bologna 1:0; Juventus Turin— JC. Florenz 3:0; FC. Lucca— FC. Turin 3:1; Triestina Triest gegen Genua W 0:1; Samcierdarena— FC. Neapel 0:2; Novara gegen AS. Nom 5:1; Lazio Rom— Bari 3:1. Tschechoslowakei: Union Riston— Bohemians Prag 1:2: TC. Prag gegen Viktoria Ziskov 2:3. Holland: 1. Abteilung: Stormvogels— ADO. 1:0; Bl.=Wit gegen Ajar 0:0; RCH.— DFC. 1:1; DHC.— CWV. 5:0. 2. Abteilung: HWWS.— DWS. 0:1; BOC.— Haarlem 4:2; 33C.— W2V. 222; Feyenoord— Sparta 4:1; HBS. gegen KJC. 2:2. 3. Abteilung: Tubantia— Wageningen 1:0: PEC.— Enschede Bons 1:3; A(OWV.— ZAC. 2:1; Enschede— Heracles 0:0; Go ahead— NEC. 4:1. 4. Abteilung: Eindhoven— MWV. 1:0; Juliana— Bleyer= heide 3:0; Longa— Roermond 5:0; NAC.— NOAB. 1:3; BVV.— P2V. 3:3. 5. Abteilung: Leuuwarden— Sneek 2:1; Hogezand— WBAV. 0:1; Velocitas— H2C. 2:1. Sandball Fußball in Zahlen Gan Westfalen: Reisterschaftsspiele: SV Höntrop— FC Schalke 04 SV Rotthausen— SuS Hüsten 09 SpVg Herten— Borussia Dortmund Westfalia Herne— Tus Bochum Tabelle: C Schalke 04 V Rotthausen Westfalia Herne büsten 09 SpVg Herten Hermania Bochum Borussia Dortmund Erle 08 SV Höntrop EuS Bochum Gau Niederrhein: Meisterschaftsspiele: Fortuna Düsseldorf— Duisburg 99 VfL Preußen Krefeld— VfL Benrath 3V Hamborn 07— Turn Düsseldorf Westfalen: DSC. Hagen— Eintracht Dortmund 8:6; TV. Spenge gegen M2V. Münster 7:6; Hindenburg Minden— Westsalia Somborn 7:9; Grünweiß Bielefeld— Schalke 04 7:9; Arminia Bielefeld— Jahn Werdohl 5:4. Niederrhein: WV. Solingen W— SC. Barmen 6:0; SV. Lintfort gegen Kupferhütte Duisburg 5:8; Tura Barmen gegen Rasensport Mülheim 8.4; Rhenania Düsseldorf— TV. Stoppenberg 6:0. Mittelrhein Mil.=SV. Koblenz— VfB. Aachen 5:3; TV. KölnEhrenfeld— TV. Niedersesmar 3:5; Alemannia Aachen gegen TV. Obermendig 5:4; TV. Siegburg=Mülldorf gegen TV. Rieden 7:4; Gummersbacher TV. 61— Mülheimer SV. 10:12. 0:3(0:1) 1:0(1:0) 1:2(3:1) 3:0(0:0) Duisb. FV 08— Rot=Weiß Oberhausen 2:3 33V Elberfeld— Schwarz=Weiß Essen 2:1 Tabelle 1:2(1:0) 4:2(2:1) 1:2(1:1) (0:1) (0:1) 22— 4 16—10 15—11 15—13 12—14 11—15 11—15 10—10 10—11 9—15 "—19 Schalke nicht zu schlagen Höntrop— Schalke 04 0:3(0:1) Am Hellweg in Höntrop hatte man sich für daSpiel gegen den Meister aus Schalke gut vorbereitet: das ließ vor allem der kämpferische Einsatz erkennen, von dem die Höntroper Mannschaft beseelt war. Und tron allem kam man an das Spiel der Schalker nicht heran, wenngleich ein Gegentor bei etwas mehr Glück ersielt werden konnte. So blieb es bei einem 3:0 Sieg, der ei Betrachtung der Gesamtleistung verdient ist Schalke stellte sich mit Mellage: Bornemann, eißfurth: Sontow, Tibulski, Valentin: Kallwitzki, Gellesch, Pörtgen, Szepan, Kuzorra. Höntrop: Stein: Timpert, Jost; Drescher, Ochs, Reincke: Höppner, Przetak, Knust, Timpert II, Wind. Während also bei Schalke Kuzorra auf Linksaußen stürmte, war die Höntroper Mannschaft auf manchen Posten umgestellt. Das Spiel selbst begann mit schnellen Angriffen der Schalker, die bereits in den ersten Minuten einige Ecken erzielten. In der Folgezeit zeigte sich der Schalker Sturm wohl im Angriff allen Situationen gewachsen, doch vermißte man im Strafraum den nötigen Torschuß. In der 15. Minute führte Schalke dann mit 1:0. Eine hoch hereingegebene Vorlage von Valentin nahm Gellesch an und unter den sich werfen den Stein rollte das Leder ins Höntroper Tor. Drei Minuten später setzte Höntrop zu einem überraschen den Durchbruch ein. Jost schießt scharf und als Mel lage den Ball nur knapp eine andere Richtung geben kann, rettet Tibulski von der Torlinie, so die Aus gleichschance der Höntroper zunichte machend. Dann muß Stein zweimal sein Können beweisen, einmal meistert er einen Bombenschuß von Pörtgen und dann hat er Glück, als eine Kallwitzki Flanke knapp vorbei geht. Die Ueberlegenheit der Schalker macht sich dann stärker bemerkbar, als das berühmte Kreiselspiel be ginnt. Höntrop muß stark verteidigen, und als Pört gen noch einmal scharf über die Latte schoß, war Pause. Auch mit Wiederbeginn versuchen die Höntroper das Spiel ofsen zu halten. Einen scharfen Schuß von Przetak kann Mellage nur im Hechtsprung zur Ecke abwehren. Kurz darauf verpaßt Przetak eine weitere gute Sache, als er die Vorlage von Höppner ausläßt. In der 12. Minute führt dann eine sehr schöne Schalker Kombination zum zweiten Tor. Pörtgen trieb den Ball vor, leitete an Szepan, der an Gellesch weiterspielte, und als Gellesch bedrängt den freistehenden Kalwitzki zuspielte, war es um Stein geschehen: Kallwitzki schoß scharf ein. Auf der anderen Seite hatte Höntrop Gelegenheit, ein Tor aufzuholen, doch findet Knust sich nicht zurecht, so daß Schalkes Verteidigung klären konnte. Nur durch bruchsartig setzt sich Höntrop in der Folgezeit ein, bleibt aber nach wie vor gefährlich. Drei Minuten vor Schluß führt dann ein Elfmeter zur endgültigen Niederlage der Höntroper. Gellesch hatte mit dem Kopf bereits eingelenkt, als Timpert den Ball mit der Hand zurückfaustet. Den verhängten Elfmeter verwandelte Pörtgen alatt. Die letzten Minuten sahen Höntrop noch einmal in Front, sie versuchen mit allen Mitteln das Ehrentor, das ihnen aber ver sagt blieb. Bei Höntrop gefiel wie erwähnt, der überaus große Eifer und der Einsatz aller Leute. Schalke hatte in Gellesch den besten Stürmer, während Kuzorra sich bei Timpert nicht so recht durchzusetzen ver mochte. In der Halbreihe vor allem Kallwitzki und Valentin, während in der Verteidigung Schweißfurth Bornemann etwas übertraf. Arsenal noch nicht in Sicherheit Den verhältnismäßig großen Punktvorsprung den Arsenal London während der Feiertage sich verschaffen konnte, vermochten die Londoner„Gun ners“ nicht allzu lange zu behalten. Nach den Meisterschaftskämpfen des 9. Januar steht Arsenal zusammen mit Charlton Athletic an der Spitze Die Londoner konnten in dem wichtigen Spiel gegen den Vorjahrsmeister Sunderland ein 1:1 her ausholen. während Charlton Athletic 1:0 über Lecds United siegte. Brentfort. das auf dem dritten Platz liegt. kam gegen Huddersfield Town enfalls zu einem 1:1 In der zweiten Liga gab es eine kleine Ueber raschung als der Spitzenführer Blackpool innerhalb von acht Tagen sein zweites Spiel verlor Diesmal blieb Norwich Citn 2:0 über Blackpool siegreich, das aber gegen Plumouth Aranle no immer einen klaren Vorsprung hat. 1. Liga: Charlton Athletic gegen Leeds United 1:0 Chelsca gegen Middlesbrough 1:0, Derby County gegen Sheffield Wednesdan 3:2, Everton gegen Bolton Wanderers 3:2. Grimsby Town gegen Liverpool 2:1, Huddersfield Town gegen Brent ford 1:1, Manchester City gegen Manchester United 1:0, Portsmouth gegen Westbromwich Albion 5:3. Stoke City gegen Birmingham 2:0, Sunderland gegen Arsenal 1:1, Wolverhampton Wanderers gegen Preston Northend 5:0 Schottland Aberdeen gegen Partick Thistle 4:2. Albion Rovers gegen Dundee 1:1, Clude gegen St. Mirren 1:1. Hamilton Academicals gegen Hibernians 4:1, Hearts gegen Third Lanark 5:2 Kilmarnock gegen Celtic 3:3, Queen of South gegen Motherwell 0:2, Queens Park gegen Falkirk 3,6, Ran gers gegen Arbroath 4:0. St Johnstone gegen Dunfermline Athletic 1:0. Uruguay schlug Peru 4:Bei den Endkämpfen um die Südamerikanische Fußball=Meisterschaft, die sämtlich in Buenos Aires zum Austrag gelangten, kam es zur Begegnung Uruguay— Pern. Die Mannschaft Uruguays zeigte eine wesentlich bessere Leistung als in dem mit Skandalszenen reich durchsetzten Kampf gegen Paraguay und siegte glatt mit 4:2 Toren. Damit hat Pern die zweite Niederlage erlitten. Hindenburg Minden besiegl Der Deutsche Handballmeister Hindenburg Min den hat in den Meisterschaftsspielen des Westfalen gaues eine überraschende Niederlage erlitten. Gegen den Gauliga=Neuling Westfalen Somborn trat die bisher ungeschlagene Elf nur mit vier Vertretern der Stammmannschaft an und unterlag 7:9(4:4). Durch diesen Punktverlust sind aber die Mindener keineswegs in der Spitzenführung gefährdet. Dr. Vetter bester Torläufer Schlußtag der Asal=Rennen Der Schlußtag der akademischen Winterspiele aller Länder in Davos, bei der auch die Schweizer Hoch schulmeisterschaften entschieden wurden, brachte am Vormittag den Torlauf. Der Schwarzwälder Dr. Robert Vetter erzielte mit 1:29,2 Min. die Tagesbestzeit und wurde damit Sieger der Klasse II. Sein ausgezeichnetes Abschneiden in der Abfahrt sicherte ihm dadurch den Titel eines Asalmeisters seiner Klasse. In der Klasse I siegte der für die Universität Zürich startende Ungar Vajda in 1:35 Min. vor dem Orforder Studenten Palmer Tomkinson, der Asal meister der Klasse I wurde. Am Nachmittag fand der Sprunglauf statt. Mit Weiten von 33, 33 und 34 m ging der Züricher Bußmann als Sieger hervor. Der Berner Bäch belegte den dritten Platz und erhielt den Titel eines Asalmeisters im Springen. Ergevnisse: Torlauf: 1. Vajda=Ungarn(Universität Zürich) 1:35, 2. Palmer Tomkinson(England) 1:42,8. Klasse II: 1. Dr. Robert Vetter=Freiburg 1:29,8, 2. Streiff Zürich 1:37,4, 3. Rüdi=Basel 1:47,4, 4. Comes=Mün chen 1:18,6.— Frauen: Adelhaid Müller=Basel 2:08,4. Sprunglauf: 1. Bußmann=Zürich 309,4(33, 33, 34 m), 2. Sturzenecker=Zürich 277,8. 7. Bendel München 135,5.— Kombination Abfahrt=Torlauf: Klasse I: Asalmeister 1937: Tomkinson=England 3,54 Punkte, 2. Käck Berlin 5,04 Punkte. Klasse II: 1. und Asalmeister: Dr. Robert Vetter=Freiburg 3,54 Punkte, 2. Streiff=Zürich 6,41 Punkte, 3. Rüdi=Basel.— Viererkombination: 1. und Asalmeister: 1. Käck Bern 19,9 Punkte, 2. Bußmann=Zürich 117,8.— Lang= und Sprunglauskombination: 1. und Asalmeister: Käch Bern 59,4, 2. Bußmann=Zürich 61,10. Die Ringerstaffel des Münchener TV. 1860 trat am Samstag in einem Klubkampf gegen die österreichische Ringerstaffel von Wels in Wels an. Die Münchener sicaten in beiden Durchgängen mit 13:11 bzw. 22:18 Punkten. Olympiasieger boxen vor 12000 Schülern Die Werbeveranstaltung des NS=Lehrerbundes mit Unterstützung des Fachamtes Boren, zu der 12000 Schüler mit ihren Lehrern eingeladen waren, war in Berlin ein Erfolg auf der ganzen Linie. Fur die Amateurborer, die sich in den Dienst der Sache gestellt haben, war der Beifall der begeisterten Jugend sicherlich der schönste Lohn, und selten hat der Sportpalast ein dankbareres Publikum beherbergt wie am Samstagnachmittag. Reichssportführer von Tschammer und Osten, war in Begleitung des Stadtschulrates Dr. Meinshausen erschienen und jubelnd von der Schuljugend begrüßt worden. Den eigentlichen Kämpfen ging ein einleitender Vortrag des Sportwartes Engel voraus, der über die lange und harte Vorbereitungszeit der Borer sprach. Sodann wurde im Ring ein Ausschnitt aus der Trainingsarbeit gezeigt und erlaubte und verbotene Schläge erläutert. Die Kämpfe brachten guten Spori, wenn auch nicht— ganz im Sinne einer Werbeveranstaltung vor Jugendlichen— unter Einsatz aller Körperkraft zugeschlagen wurde. Der frühere deutsche Meister Büttner=Breslau kam im Federgewichtstreffen gegen den Berliner Bieselt zu einem Punktsieg und auch der Olympiadritte Miner=Breslau fertigte im zweiten Federgewichtskampf den brandenburgischen Meister Arenz sicher nach Punkten ab. Klarer Punktsieger wurde im Halbschwergewicht der Hamburger Olympiazweite Vogt über den Kölner Schmidt und Olympiasieger Runge=Elberfeld punktete in der Begegnung der Schwergewichte den Düsseldorfer In der Wiesche sicher aus. Boxländerkampf Dänemark-England 4:4 Vor ausgezeichnetem Besuch wurde in Kopenhagen ein Borländerkampf zwischen Dänemark und England ausgetragen, der verdientermaßen unentschieden 4:4 endigte, wobei jedem Land vier Siege beschieden waren. Ein tragisches Ende nahm der Federgewichtskampf, in dem der Däne Erik Sörensen einen Kieferbruch erlitt, so daß er in der zweiten Runde gegen Treadaway die Waffen strecken mußte. Im übrigen gab es folgende Ergebnisse: Schwergewicht: H. P. Flond(E) besiegt Omar Hermannsen(D) in der zweiten Runde k.o. Fliegengewicht: P. O. Donoghue (E) siegt über Kaj Frederiksen n. P. Bantamgewicht: Viggo Frederiksen(D) siegt über C. Mocartney(E) n. P. Leichtgewicht: Jens Nielsen(D) siegt über F. I. Simpson(E) n. P. Weltergewicht: T. Quil(E) siegt über Poul Kops(D) n. P. Mittelgewicht: S. A. Christensen(D) siegt über Harrington(E) n. P. Halbschwergewicht: Borge Holm(D) siegt über W. H. Walters(E) n. P Heuser und Beck boren in Düsseldorf Mit dem bekannten Halbschwergewichtler Adolf Heuser und dem deutschen Federgewichtsmeister Karl Beck wenden zur Zeit Verhandlungen für einen Kampf in Düsseldorf geführt. Heuser und Beck sollen am 5. März in Düsseldorf gegen erstklassige Ausländer ihrer Gewichtsklasse boren. Düsseldorfer EG schlug Oxford 4:2 Auch das Kölner Eisstadion mußte die Erfahrung machen, daß der Kölner Karneval immer noch stärker als alles Sportinteresse ist und zum Kampf zwischen der Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft und der Universität Oxford waren nur 1500 Zuschauer erschienen. Diese sahen ein vorzügliches und sehr faires Spiel, in dem die Düsseldorfer immer die bessere Mannschaft waren. Es war aber nicht einfach, die gute englische Abwehr zu überwinden. Vorzüglich spielte der Oxford=Tormann La Barge, der erst im Schlußdrittel mit Erfolg bezwungen werden konnte. Düsseldorf gewann mit 4:2(0:1, 1:1, 3:0). Gleich zu Beginn des Kampfes erzielte Orford durch Fergusson einen Ueberraschungstreffer. Im zweiten Drittel gelang Tobien der Ausgleich, dann vermochten die Orforder einen Fehler der Düsseldorfer Abwehr auszunützen und Hurll brachte mit wunderschönem Schuß seine Mannschaft wieder in Führung. Im Schlußdrittel hatten dann die stürmischen Angriffe der in bester Besetzung spielenden Düsseldorfer Erfolg. Keßler und Wiedemann(2) schossen den ver dienten Sieg heraus. Im Kunstlaufen holten sich in den Pausen Horst Faber, Irmi Hartung und die Juniormeister RothWalter viel Beifall für ihre Kunstlauf=Darbietungen. German Canadians verloren in Paris Die Krefelder Eishockeymannschaft German Canadians traf am Sonntag in dem nahezu ausverkauften Pariser Sportpalast erstmalig auf die früheren Paris Volants, die jetzt unter dem Namen Vikings spielen. Den deutschstämmigen Kanadiers war das Glück nicht günstig gesinnt. Mit 9:4(2:2, 1:1, 3:1) blieben die Vikings siegreich. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel trat im folgenden zweiten Abschnitt die größere Frische der Franzosen hervor, die auch im letzten Drittel zu einer leichten Ueberlegenheit führte. Im Schaulaufen trat die Wienerin Hedi Stenuf auf, die die französischen Blätter schon heute als die Nachfolgerin von Sonja Henie bezeichnen Rennen zu Nizza 1. Rennen: 1. Rhadamante(Bates); 2. Gros Marot; 3. Dragée Haute. Ferner: Dilleman, Birdjos, Daphné II, Fontaine au Roi, Yana, Feuille d'Automne, Timbre Poste, Aithra, Coenca, Védo II, Feuille d' Antomne II. Sieg 9; Platz 14, 17, 10. 2. Rennen: 1.* Vive le Roi(Galaurchi); 1.† Verjus Gleizes); 8. Swan Song. Ferner: Stirling, Petite Main, Patrician. Sieg 41, 22; Platz 28, 17. 3. Rennen: 1. Ingre(Bonaventure); 2. La Gabelle; 3. Amethnste. Ferner: Eos II. Vendaval, Von Alliage. Sieg 60: Platz 35, 25. 4. Rennen: 1. Slave Bon(Rochet); 2. Pol Ploum; 8. Disraeli. Ferner: Sans Erreur, Bol d'Or, Pourquoi pas II, Sympathie, Provence. Sieg 1077; Platz 35, 21, 41. Rennen zu Pau 1. Rennen: 1. Perreau II(Bonnean); 2. Estafette; 3. Carpia. Ferner: Nimble Dorn, Gabalka, Castiglione. Sieg 84; Platz 83, 31. 2. Rennen: 1. Marsac(Cames); 2. Korchula; 8. Ultre Noire. Ferner: Le Sarazin, Négrier II, Kadila, Castel Mont, Vrille. Sieg 26: Platz 18, 14, 16. 3. Rennen: 1. Djeriko(Juste); 2. Fils de Gave; 3. Capnlet. Ferner: Janana, Saint Avit, Reine de Nonstn, Liasse, La Nivelle. Sieg 52; Platz 19, 63, 3. 1. Rennen: 1. Le Miramolin(Pelat); 2. Beautour; 8. Old England. Ferner: Jsolatenr III, Fongrane, Montrejeau II. Siea 16; Platz 17, W. Rennen: 1. Mon Inbile(Denton): 2. Forban: A, "rgona. Ferner: Cake Walk, Roi du Jonr, Liahtnina, Beau Gosse, L'Ombelle, Sultano, La Bagatelle. Sieg 131; Platz 20, M, 16. 3:0 siegte Schalke 04 über Höntrop Trotzdem ein gutes Spiel der Platzmannschaft- Kuzorra als Außenstürmer 3B Höntrop— Schalke 04 0:3(0:1) „Salch eine Mannschaft steigt nicht ab!“ Diesen Ausspruch tat nach dem Spiel in Höntrop ein sachverständiger Zuschauer aus Gelsenkirchen. Er meinte damit den Spielverein Höntrop, der seiner Tradition entsprechend gegen die Meistermannschaft von Schalke einen großen Kampf lieferte und erst nach härtester Gegenwehr klar geschlagen blieb. Und es hätte nicht 3:0 lauten brauchen, wenn die Höntroper auch nur ein wenig Glück bei ihren Torschüssen gehabt hätten, denn der Sturm der Roten arbeitete durch schnelle Vorstöße manche schöne und klare Torgelegenheit heraus. Daß keine von ihnen den erwarteten und verdienten Erfolg hatte, war das Pech der Platzmannschaft. Aber der Sieg Schalkes ist verdient, daran gibt es kein Deuteln, und er hätte auch höher ausfallen können und müssen, wenn der Sturm vor dem Tor energischer gewesen wäre. Die Aufstellung des Schalker Sturmes war die große Ueberraschung des Spieles, denn man sah Kuzorra als Linksaußen, neben ihm Szepan, weiter Pörtgen, Gellesch und Kalwitzki. Das also war die erste Erkenntnis aus der Niederlage im Pokalspiel gegen Leipzig, daß man versuchte, durch die Aufstellung von Gellesch den Sturm stärker zu machen. Gellesch sorgte dann auch für zwei Tore, aber der Hang Schalkes zum zwecklosen Kreisespiel besteht weiter. Wie oft hatte sich der Sturm durch die Höntroper Reihen bis dicht vor das Tor gespielt, und dann sah man statt des erwarteten kräftigen Torschusses immer noch Kombination und ein Hin= und Herschieben des Balles, bis daß irgendein Höntroper das Leder wegbeförderte. Höntrop deckte gut, die Außenstürmer Kuzorra und Kalwitzki wurden oft von den Verteidigern Timpert und Jost gestoppt. Höntrops Außenläufer Drescher und Reinke klebten an Szepan und Gellesch, und Ochs ließ als Defensivmittelläufer den gefährlichen Pörtgen nicht aus den Augen. Und doch hätte Schalke bei Ausnutzung des freien Raumes und Flankenwechsel erfolgreicher operieren können. Sontow machte sich als Läufer nicht schlecht, stand aber hinter so erfahrenen Leuten wie Tibulski und Valentin zurück. Schalkes Verteidigung war zwar sicher, aber auch sie lernte die Gefährlichkeit der kleinen Höntroper Stürmer kennen, die wiederholt gut durchkamen und das eine und anderemal sowohl Bornemann wie auch Schweiefurth das Nachsehen gaben. Mellage hatte nicht viel zu halten, trotzdem hier u. da Glück bei seiner Abwehr, ohne das Höntrop gewiß einen Treffer erzielt hätte. 5000 Zuschauer saben ein großes Kampfspiel seitens der Höntroper, erkannten diese Leistung auch gebührend an, waren aber mit Schalkes wenig ergiebigem Stürmerspiel nicht zufrieden. Höntrop spielte mit Stein; Timpert 1, Jost; Drescher, Ochs, Reinke; Höppner, Przetak, Knust, Klaus Timpert, Windt. Schalke mit Mellage: Bornemann, Schweisfurth; Sontow, Tibulski, Valentin; Kalwitzki, Gellesch, Pörtgen, Szepan, Kuzorra. Schalke kam gut ins Spiel, die Kombination lief schön, aber richtige Torschüsse sah man vorerst nicht. Höntrop mußte in der 5. und 8. Minute Eckbälle abwehren, die Verteidigung verschaffte sich oft Respekt beim Schalker Angriff, der dann in der 15. Minute erfolgreich war. Ein abgewehrter Ball wurde von Valentin nach rechts hinüber vor das Tor gegeben, Gellesch bekam ihn, schoß, und Stein kam zu spät. Unter seinem Körper her flog das Leder ins Netz. Höntreps Gegenstöße wurden jetzt zahlreicher, und einmal wäre es bald passiert gewesen. Jost feuerte einen weiten Schuß auf das Tor, Mellage lief heraus, faustete den wuchtig geschossenen Ball, der stieg hoch und wäre ins Tor geflogen, wenn nicht Tibulski noch rechtzeitig die Torlinie erreicht und zur Ecke abgelenkt hätte. Stein mußte wenig später einen Scharfschuß von Pörtgen abwehren, und dann verpaßte er eine Flanken Kalwitzkis, zu seinem Glück strich der Ball am Tor vorbei ins Aus. Schalke beherrschte nun weiter das Geschehen, die gegnerischen Angriffe scheiterten zumeist schon bei Tibulski. Zweimal hatte Höntrop noch eine große Chance. Ein schönes Durchspiel von Klaus Timpert gab dem mitgelaufenen Przetak Gelegenheit zu einem Torschuß, der Ball sauste über die Latte, und dann verpaßte der freistehende Windt eine Höppnerflanke dicht vor dem Tor. Die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte brachten einen Generalangriff Schalkes, aber auch hervorragende Abwehrleistungen der Höntroper. Nach der Pause lenkte Mellage eine Bombe des schußfreudigen Przetak zur Ecke und kurz darauf machte Höppner einen schönen Höntroper Angriff durch zu späte Ballabgabe zunichte. Minutenlang war dann nur Schalke am Ball, der Innensturm zögerte aber immer wieder. So auch in der 10. Minute, als Schalke im Höntroper Torraum noch kombinierte. Endlich spritzte Kalwitzki dazwischen und schoß den zweiten Treffer. Einen gute Leistung vollbrachte Szepan, der nach verunglückter Abwehr plötzlich freistand. Stein stürzte heraus, aber elegant lenkte der Schalker den Ball um den Torwart herum, kam aber dabei zuweit nach links ab. Kuzorra ließ einen Prachtschuß los, vorbei. Mitte der Hälfte hatte Höntrop einige gute Minuten. Klaus Timpert brachte verschiedentlich den Ball gut vor, dabei hatte Przetak ernenut mehrfach Schußpech und Höppner beging den Fehler, die Bälle aufs Tor zu geben statt zu flanken. Ein Freistoß für Höntrop führte zu einem Eckball, Jost tauchte fast im Schalker Strafraum auf, hielt den Ball aber zu lange, und den gefährlichen Gegenstoß des Meisters stoppte Ochs ab. Es folgte ein Eckball auf beiden Seiten, und in den letzten Minuten gaben die Schalker allein den Ton an. Höntrops Mannschaft war sichtlich mitgenommen, sie konnte das Ergebnis nicht mehr halten. Wenige Minuten vor Schluß schoß Gellesch über den liegenden Stein aufs Tor, Jost schlug den Ball, den man schon im Tor wähnte, mit der Hand heraus und Pörtgen verwandelte den Elfmeter zum dritten Treffer. Neue Niederlage des Tus Bochum Westfalia Herne— TuS Bochum 3:0(0:0 Der TuS mußte den Kampf ohne den in Hüsten verletzten Halblinken Menski bestreiten, hatte dafür aber Kestermann zur Stelle, der Mittelläufer spielte, während Mense den Mittelstürmerposten einnahm. Die Hintermannschaft des Gastes schlug sich sehr gur, aber im Sturm machte sich das Fehlen Menstis sehr stark bemerkbar. Der Innensturm hatte keine Durchschlagskraft, und die Außenstürmer, die von Mense gut eingesetzt wurden, konnten sich allein gegen Hernes starkes Verteidigungspaar Krüger= van Haren nicht durchsetzen. Das wurde besonders in der ersten Hälfte offensichtlich, in der die Gäste geraume überlegen spielten, aber daraus keine Vorteile ziehen konnten. Immer wieder lief sich der Angriff vor dem Herner Tor fest. In dieser Zeit wurde das Tor des TuS kaum gefährdet. Erst Mitte der Hälfte kam Hernes Sturm ins Spiel, aber auch er konnte nichts ausrichten, so daß die Seiten torlos gewechselt wurden. Nach der Pause wurde Westfalia besser und der Sturm energischer. Die Läuferreihe des TuS verrichtete beste Arbeit, auf die Dauer konnte sie aber doch nicht dem Druck widerstehen, und als nach 20 Minuten Hernes Halbrechter Joswiak eine Flanke von links aus dem Hinterhalt eingeschossen hatte, suchte der Gast im Angriff sein Heil. Dadurch lockerte er die Deckung etwas auf, so daß Herne durch den Mittelstürmer Kurek und den Halblinken Bonner zwei weitere Tore erzielen konnte.„Zum Schluß drängte der Gast mächtig, dem Halbrechten Reim bot sich eine gute Torchance, er zögerte aber und van Haren beseitigte die Gefahr. Die Hintermannschaft des TuS war der beste Mannschaftsteil, besonders Potthast, Kestermann und Masmeier. Im Sturm ragten die Außenleute hervor, das Spiel des Innensturms blieb ohne Wucht und Wirkung. Nach dieser neuen Niederlage wird sich der TuS kaum noch den Verbleib in der Klasse sichern können. Der Meister lebt noch Großartiges Spiel der Preußen gegen den Tabeilenführer Ver. Preußen 07 Bochum— MBB Linden 1:0(0:0). Selten hatte der Preußenplatz einen so guten Besuch zu verzeichnen wie bei diesem Kampf gegen den Tabellenführer aus Linden. 5000 Zuschauer kamen mit hochgeschraubten Erwartungen zum Platz, um dann von den Leistungen des Gastes sehr enttäuscht zu sein. Das 1:0-Ergebnis ist dem Spielverlauf nac mehr als schmeichelhaft; denn 70 Minuten des Spieles gehörten eindeutig den Preußen. Das Spielgeschehen wickelte sich vornehmlich in der Spielhälfte der Lindener ab und nur ganz selten mußte Schnitter, der das Preußentor hütete, eingreifen. Preußens Hintermannschaft hatte einen großen Tag. Der gegnerische Angriff wurde so sorgfältig abgedeckt, daß die Angriffe schon im Keim erstickt wurden. Nur wenn Preußens Verteidigung bis zur Mitte aufgerückt war, glückten den Lindenern Vorstöße. Der rechte Flügel Lindens kam gegen Kamelski=Stezicki nicht an. Zielasko stellte den Mittelstürmer Schmidt matt und Mortes=Mann hatte gegen Wittig und Döhring einen schweren Stand. Neben der Abwehr fand Preußens Hintermannschaft hinreichend Gelegenheit, für den eigenen Angriff aufzubauen. Lindens Läuferreihe arbeitete rein defensiv. In Lindens Verteidigung war Bährwaldt der überragende Mann, der mit wuchtigem Schlag immer wieder Luft schaffte. Der beste Mann der Lindener Mannschaft war der Torwart Schäfer. Ihm allein verdankt die Mannschaft, daß die Niederlage nicht eindeutiger ausfiel. Daß er hin und wieder Glück bei der Abwehr hatte, gehört eben zu einem guten Torwart. Der aufgetaute Boden stellte hohe Anforderungen an die Spieler. Preußen übernahm von Anstoß an das Kommando und setzte die Hintermannschaft Lindens unter starkem Druck. Kalfelder verschoß ein sicheres Tor und Bährwaldt und Schäfer zeigten großartige Abwehrleistungen. Die wenigen Gegenstöße der Lindener wurden selten gefährlich. Wittig war in großer Fahrt und schaffte für zwei. Doch der starke Druck der Preußen führte, zu keinem Treffer. Torlos wurden die Seiten gewechselt. Gleich nach Wiederanstoß meisterte Schäfer einen scharfen Flachschuß von Kalfelder und gleich darauf eine Serie von Schüssen. Endlich in der 20. Minute war der Treffer der Preusen fällig. Der Halblinke Michnewski hatte im Kampf mit der Verteidigung den Ball behalten, täuschte glänzend und unhaltbar saß der folgende Schuß im Netz. Linden wurde nun aufgemuntert, aber mehr als Eckbälle erzielte der diesmal so schwache Sturm nicht. Ehrenfeld und Dahlhaufen bieger der beiden übrigen Bochumer Lokaltreffen Ehrenfeld ohne Abstiegssorgen Westfalia Bochum— TG B.=Ehrenfeld 3:4(2:2) Vor fast 2000 Besuchern endete der Lokalkampf an der Hofsteder Straße mit einem knappen, verdienten Sieg der Gäste. Hätte Westfalia im entscheidenden Zeitpunkt den gleichen Kampfgeist aufgebracht wie der Gegner, so hätte immerhin ein Unentschieden dabei herauskommen können. Aber ein Halbstürmer in Socken— Lucas zog nach der Pause seine Schuhe aus— ist kein vollwertiger Spieler, Hinzu kam noch, daß der Läufer Distelrath verletzt war und Olschewsski seinen Platz mit ihm wechselte. Bei den Ehrenfeldern war der Mittelläufer Wondzinski der beste Mann. Das Spiel brachte dauernd in schneller Reihenfolge spannende Handlungen, bald vor dem einen, bald vor dem andern Tor, wobei das Glück beiden Torwarten oft zur Seite stand. Beim ersten Vorstoß blieb ein Schnitzer der Westfaliaabwehr ohne Folgen. Nicht so bei den Ehrenfeldern. Im Gegenstoß der Westfalen kam der nach rechts gelaufene Halblinke Lukas zum Schuß, und der Ball zappelte unhaltbar Linden von der Spitze verdrängt Eine Niederlage durch Preußen Bochum- Schwelm führt wieder Wie schwer der Weg zur Meisterschaft ist, das mußte gestern wie schon mehrfach der MBV Linden erfahren. Er war bei dem Vorjahrsmeister der Bezirksklasse. Ver. Preußen 07, seinem alten Rivalen zu Gast, und wurde nach schwachen Leistungen seines Sturmes mit 1:0 geschlagen. Die Preußen hatten sich darauf besonnen, daß der Titel, den sie im Vorjahr erkämpft haben, verpflichtet. Sie warteten, obschon sie nicht die beste Mannschaft stehen hatten, mit guten Leistungen auf. spielten die Lindener glatt an die Wand und buchten zum Lohne einen mehr als verdienten Sieg. Damit erwarben sie sich allerdings recht schwache Hoffnungen auf die Meisterschaft, während Linden auf den zweiten Platz zurückfällt und die Führung nun wieder dem FC Schwem überlassen mußte, der sicherer als erwartet in Altenvoerde gewann und jetzt mit Linden und dem VB Börnig. der Witten 92 mit 3:0 schlug. zu den Favoriten zählt. Mit diesen Dreien wartet Wattenscheid 09=30 im Hintergrunde, und die Bochumer Preußen haben, wie gesagt, auch noch geringe Hofnungen. Die beiden weiteren Spiele waren Bochumer Lokaltreffen. Am Vormittag trafen sich Westfalia und Ehrenfeld. Der Gast landete einen 1:3=Erfolg und bannt damit alle Abstiegssorgen. und am Nachmittag erkämpfte sich der SC Dahlhausen mit seinem ersten Sieg auch den Anschluß an den STV Werne. Das 4:1 für Dah hausen ist reichlich hoch. Es gibt der Mannschaft neue Hoffnung auf den Verbleib Ver. Preuten 07 Bochum— MBV Linden 1:0 Westfalia Bochum— TG B.=Ehrenfeld 3:4 SC Dahlhausen— TSV Werne 4:1 Tura Altenvoerde— FC Schwelm 1:4 VfB Börnig— Witten 92 3:0 Die Tabelle Gruppe Gelsenkirchen SvBg Röhlinghausen— Biktoria Recklinghaus. 3:3 Union Gelsenkirchen— TB Eickel 312 Union Recklinghausen— 2B 12 Gelsenkirchen 2:3 Gelsenkirchen 07— BfB Bottrop 3:1 Gelsenguß Gelsenk.— Schwarz=Gelb Gladbeck 8:1 3C Hassel— SyFr. Gladbeck 1:2 GHruppe Dortmund Arminia Marten— 3C Hörde 5:0 DSC Hagen— Alemannia Dortmund ZuFr. Dortmund— Castrov 02 2:2 BB Brambaner— Unna 08 3:2 BC Bövinghausen— TuBB Mengede 1:4 im Netz. Westfalia führte nach zwei Minuten Spielzeit 1:0. Ehrenfeld griff energisch an und Rother verpaßte kurz vor dem Tor eine sichere Ausgleichsgelegenheit. Schnelle Vorstöße beiderseits hielten die Zuschauer in Aufregung. In der 27. Minute kam Westfalia zum zweiten Treffer. Distelrath überspielte Hoffmann und unhaltbar war sein aus vollem Lauf geschossener Ball. Die Siegesaussichten der Gäste schwanden, doch bereits eine Minute später landete ein Freistoß Wondzinskis im Netz. Ehrenfeld bekam neuen Mut und kurz vor der Pause jagte Wondzinski einen weiteren Freistoß zum Ausgleichstreffer ins Tor. Nach Seitenwechsel entbrannte ein heißer Kampf um das Führungstor. In der 22. Minute schoß Wondzinski sogar aus 40 Meter Entfernung einen Freistoß gegen den Innenpfosten und damit das dritte Tor. Wenige Minuten später verwandelte Dohmann einen Eckball durch Kopfstoß zum 4:2 für Ehrenfeld. Alle Anstrengungen der im Sturm geschwächten Westfalen ergaben nur einen dritten Treffer durch Sandkühler, der einen zu schwach abgewehrten Eckball einschieben konnte. Den knappen Sieg konnte Ehrenfeld in der letzten Viertelstunde sicher halten und wertvolle Punkte heimbringen. Der erste Sieg des 5C Dahlhausen Dahlhausen— STB Werne 4:1(0:0) Endlich gelang es den von großem Pech in den bisherigen Spielen vesfolgten Dahlhausern der erste Sieg. Man merkte es, daß sämtliche Spieler der Gastgeber wußten, was auf dem Spiele stand. So setzten sie sich mit aller Kraft ein, konnten jedoch nicht verhindern, daß vorerst die stark verjüngte Werner Mannschaft mehr vom Spiel hatte. Die Gäste hatten gleich in den ersten fünf Minuten drei sehr gute Torgelegenheiten, die mit viel Glück von der Gastgeberabwehr verhütet wurden. Die Dahlhauser, die bis dahin mit 9 Spielern gespielt hatten, vervollständigten sich nun und konnten sich Vorteile verschaffen. Wernes Hintermannschaft, aus der der linke Verteidiger Müller und der rechte Läufer Kersten hervorragten, verteidigte bis zur Pause erfolgreich. Auch Wernes Sturm, in dem am besten der Halbrechte Jähn und der Linksaußen Karcz gefielen, konnte sich nicht genügend durchsetzen, so daß das Spiel bis zur Halbzeit torlos verlief. Die 2. Hälfte begann für die Gäste recht vielversprechend. Infolge Verstimmung inr Dahlhauser Mannschaft wegen einer Umstellhg gelang es ihnen schon in der 5. Minute in Fühling zu gehen. Dahlhausen stellte jetzt wieder um und gewann dadurch zusehends an Boden. Fünf Minuten später holte Donczyk den Ausgleich und weitere fünf Minuten darauf schoß derselbe Spieler das Führungstor. Dahlhausen war weiter überlegen. Mohr schoß mit schönem Schrägschuß ein weiteres Tor und eine Minute vor Schluß krönte Walodka den ersten Sieg mit dem vierten Tor. Die Gäste hatten sich bis dahin noch nicht geschlagen gegeben, aber dem nicht durchschlagskräftig genug spielenden Sturn zelang es nicht, die sich bietenden Gelegenheiten auszunützen. hohe Auszeichnung für Schulrat heenes Die Ehrenurkunde der Deutschen Turnerschaft, die höchste Auszeichnung, die die Deutsche Turnerschaft vergab, hat nun einer der verdienstvollsten Turnerführer im Kreis Bochum erhalten, und zwar Schulrat i. R. Deenes. Ueber 60 Jahre hat er der Deutschen Turnerschaft angehört und davon 40 Jahre mit an verantwortlicher Stelle. Die vorletzte Ehrenurkunde, die die Deutsche Turnerschaft nach der Eingliederung in den RfL noch verleiben konnte, wurde Schulrat Heenes am Samstagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung der TG B.=Ehrenfeld, deren Ehrenvorsitzender Heenes ist, von dem stellv. Gauführer Jasper überreicht. In seiner Ansprache würdigte dieser die Verdienste des Turnbruders Heenes. Er überbrachte die Grüße des Reichsfachamtsleiters und verband damit die Wünsche des Gaues Westfalen. Auch im RiL werden die Mitglieder der früheren DT ihre Pflicht erfüllen. Er überreichte dann die in Leder gebundene Ehrenurkunde und brachte zum letzten Male in Bochum den alten Turnergruß„Gut Heil“ aus. Den Glückwünschen schloß sich dann der Kreisfachamtsleiter Eisermann an, der noch einmal die Verdienste des Turnbruders Heenes um die turnerischen Belange des Kreises Bochum eingebend würdigte. Die Feier war umrahmt von gesanglichen Darbietungen der Gesangabteilung der TG B.=Ehrenfeld. Der Geehrte dankte zum Schluß in bewegten Worten für die ihm zuteil gewordene bobe Auszeichnung mit dem Gelöbnis, auch noch weiterhin trotz seines hohen Alters der deutschen Turn= und Sportbewegung zu dienen. Ohne Ueberraschungen Die Spiele der Bochumer Kreisklassen Man tann wohl sagen, daß dieser Sonntag in den Kreisklassen des Kreises Bochum ohne Ueberraschungen verlief, da in fast allen Treffen die in der Tabelle besser stehenden Mannschaften erfolgreich waren. Daran ändert auch nichts die Tatsache, daß in der Gruppe 1 der 1. Kreisklasse der Bochumer Phönix von Rasensport Herne geschlagen wurde, hat doch gerade dieser Verein aus Herne den Marmelshagenern immer viel zu schaffen gemacht. Mit Germania Herne und Reichsbahn Wanne gewannen dann zwei Favoriten, während das Spiel Herne=Süd— Holsterhausen nicht ausgetragen wurde. Phönix Bochum— Rasensport Herne 1:2 Germania Herne— Fortuna Wanne 3:0 Reichsbahn Wanne— BfB Gerthe 4:1 der anderen Gruppe könnte man vielleicht den Sieg Stiepels über Langendreer 07 als Ueberraschung buchen, indessen ist Langendreers Form so stark zurückgegangen, daß Stiepels Erfolg weiter nicht Wunder nimmt. Der Polizei=SV, SC Altenbochum, Concordia Bochum und SV Bochum=West, kurzum alle Favoriten blieben siegreich. Westfalia Weitmar bewies die Formverbesserung durch ein torloses Spiel bei Langendreer 04. Polizei=SB Bochum— Union Günnigfeld 3:1 SC Altenbochum— Rasensport Bochum 3:1 Concordia Bochum— TuS 26 Altenbochum 5:2 SV Bochum=West— Reichsb.=TuS Bochum 4:2 Langendreer 04— Westfalia Weitmar 0:0 Nicht so glatt ging es in der 2. Kreisklasse Carolinenglück— BfL Herne 3:4 BB Gerthe=Hiltrop— Viktoria Herne 0:3 Schwarz=Weiß Herne— Constantin Bochum 4:0 BC Hordel— Constantin Herne 1:5 Fortuna Herne— Rasensport Wanne 4:1 In der Gruppe 2 kam das wichtigste Treffen Preußen 11 Bochum— LFC Laer nur als Freund schaftstreffen zur Durchführung da der Schiedsrichter ausgeblieben war, Laer verlor 2:0. Auch der Bezwinger des LFC, der Lokalrivale Laer 87, holte sich vom DSC 31 eine 4:1-Niederlage. Der erste Sieg des DSC, er wird nicht viel nützen, und auch Laer 87 ist jetzt sehr vom Abstieg bedroht. Preußen 11 Bochum— LFC Laer 2:0(G.=Sp.) Langendreerholz— Kaltehardt 2:1 Fortung Weitmax— SpFr. Wattenscheid=Ost 0:2 TSBg. Laer 87— DSC 31 Bochum 1:4 STV Harpen— SC Werne 19 2:3 Germania Querenburg— SV Wattenscheid 2:3 3. Kreisklasse SB Kortum Bochum— Teutonia Stiepel 6:2 Borussia Bochum— TuS Hannibal 4:0 Post=SB Bochum— Bruchstraße 4:2 Winterfest des Rudervereins Bochum Am Samstag hatte der Ruderverein Bochum seine Mitglieder und Freunde zum Winterfest in den Spiegelsaal des Parkhotels eingeladen. Das akademische Viertel wurde reichlich eingehalten und dann begann auch nach einigen Fehlstarts das offizielle Programm mit der Vorführung von drei Filmen, ein Bildstreifen von der Eröffnung der XI. olympischen Spiele, ein anderer von den Rennen in Grünau und dann ein besonders interessierender Schmalfilm mit Lokalcholorit, ein von Amateuren bei schlechten Wetterverhältnissen mit Geschick und Können gedrehter Film von der Herbstregatta des Rudervereins Bochum. Besonders eindrucksvoll war die Widergabe der Schallaufnahmen von der Eröffnung der olympischen Spiele und der Bericht des Rundfunksprechers von den für Deutschland so erfolgreichen Rennen auf der Regattastrecke in Grünau. Im Anschluß an diese Filmvorführungen hielt der Vereinsführer Schüler eine kurze Begrüßungsansprache, in der er zunächst auf die sportlichen Erfolge des Rudervereins im vergangenen Jahr hinwies und weiter die Bedeutung des Ruderns für die Leibesertüchtigung der deutschen Jugend herausstellte. Besonders herzlich begrüßte der Vereinsführer den Vorsitzenden des Oldenburger Rudervereins, mit dem die Bochumer durch freundnachbarliche Beziehungen verbunden sind und überreichte ihm im Laufe des Abends einen Vereinswimpel. Für weitere Unterhaltung sorgten dann einige Mädel vom Turnverein 1818 mit einigen rhythmisch beschwingten Tänzen und die junge begabte Tänzerin Ursula Fricke von den Folkwangschulen in Essen. Lobend erwähnt werden muß die Tombola, die mit rund 200 zum Teil wertvollen Gewinnen ausgestattet war. Da zudem die Gewinnchancen sehr günstig lagen, waren die Lose natürlich im Handumdrehen abgesetzt. Im übrigen wurde sehr sleißig getanzt— auf dem spiegelglatten Parkeit war das beinahe ein reines Vergnügen— und die Stimmung war so nett und freundlich, daß man den Aufbruch immer wieder verschob und erst in den frühen Morgenstunden die heimatlichen naten ansteuerte. Groß Bochuml meldet. Bochum-Grumme Seinen Verletzungen erlegen. Der in der letzten Woche des alten Jahres im Untertagebetrieb einer örtlichen Schachtanlage schwer verletzte Hauer Franz V. ist in der Freitagnacht seinen Verletzungen erlegen. Bochum-Hamme Ortsgruppe Hamme der NS.=Volkswohlfahrt. Die Januar=Pfundsammlung des Winterhilfswerkes wird von Dienstag, den 12. Januar ab durchgeführt. Wix bitten alle Volksgenossen, auch im zweiten Abschnitt des Winterhilfswerks 1936=37 wie bisher ihre Opferbereitschaft zu zeigen und die Pfundspenden zum Abholen bereitzuhalten. Silbernes Berufsjubiläum. Auf eine 25jährige Tätigkeit auf der Schachtanlage„Karolinenglück“ konnten der Laboratoriumstechniker Paul Euler und der Hauer Stanislaus Kucharzak zurückblicken. Altersjubilar. Der Invalide Felix Brauer, Dorstenerstraße, konnte gestern bei guter Gesundheit seinen 75. Geburtstegn Auch unsern Glückwünsch! Bochum-Hordel Wechsel im Lehrpersonal. An der Schule der Schragmüllerstraße wurde ein Wechsel im Lehrpersonal vorgenommen. Lehrerin Maria Wetzlar, die etwa 17 Jahre an dieser Schule tätig war, wurde an eine Altenbochumer Schule berufen, während Lehrerin Lindemann nach hier versetzt wurde. Bochum-Harpen Mit dem Motorrad gestürzt. Freitag nachmittag gegen 18,20 Uhr wurde der 36jährige Wilhelm Bl., Im Kamperholz 27 wohnhaft, auf dem abschüssigen Ostaraweg in der reuen Siedlung bewußtlos neben seinem Motorrad liegend aufgefunden. Straßenpassanten und ein Polizeibeamter bemuhten sich um den Verletzten und sorgten für die Ueberführung des Bewußtlosen ins Bochumer Bergmannsheil. Da keine direkten Augenzeugen zugegen waren und der Verletzte bei der Einlieferung ins Krankenhaus das Bewußtsein noch nicht wiedererlangt hatte, war die Ursache des Unglücks noch nicht festzustellen. Bochum-Langendreer Geflügelausstellung. Die Geflügelausstellung in Langendreer zeigte, daß der Geflügelzüchter in jeder Weise bemüht ist, durch Zucht und Pflege guter Rassen dazu beizutragen, den Vierjahresplan durchzuführen. Die Ausstellung, die Samstag und Sonntag bei Lindemann stattfand, war an beiden Tagen sehr gut besucht. 18 Züchter hatten 154 Tiere eingekorbt, die von den Preisrichtern Zubansen(Dortmund) und Zimmermann(Bochum) bewertet wurden. Nachstehende Züchter errangen Ehrenpreise: Tetzner 2, Lindemann 2, Paar 1, Brücher 1. Niermann 1. Den ReichsfachschaftsEhrenpreis erhielt der Züchter Lindemann auf eine Rhodeländerhenne. Besonderes Interesse fand auch die Taubenausstellung des weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Züchters Niermann Dieser konnte zwar nicht alle Tiere ausstellen, da er ein gut Teil der Tiere auf der Geflügelausstellung in Leipzig hatte. Mit der Geflügelausstellung in Langendreer war eine Verosung verbunden, die den Gewinnern manch schöne Gewinne einbrachten.(er) Berufsjubiläum. Die Hebamme Frau Verhufen. An den Lothen 14, konnte ihr 40jähriges Berufsjubiläum feiern. Zahlreich waren die Glückund Segenswünsche, die Frau V. an ihrem Ehrentage entgegennehmen konnte.(cr) Bahnhof Langendreer an zweiter Stelle. Was die Zahl der ausgegebenen Fahrkarten anbelangt, so stand der Bahnhof Langendreer unter den Bochumer Bahnhöfen in der Zeit von Juli bis September 1936 an zweiter Stelle. Von insgesamt 637 948 Fahrkarten wurden allein in Langendreer 120000 verkauft. Damit wird er nur noch vom Hauptbahnhof in Bochum übertroffen, während die übrigen Stationen, Bochum=Nord, BochumPräsident, Bochum=Riemke und Bochum=Dahlhausen erheblich geringere Ziften aufweisen können. Bochum-Werne Veteranen der Arbeit. Bei der Harpener Bergbau=AG. der Zechengruppe Langendreer konnten folgende Gefolgschaftsmitglieder auf eine 25jährige ununterbrochene Dienstzeit zurückblicken: Auf der Schachtanlage„Arnold=Jakob“ der Hauer Martin Führ, Tagesarbeiter Wilh. Downar, Hauer Wilh. Gebauer, Hauer Albert Greb; auf der Schachtanlage„Neu=Iserlohn“ der Maschinist Oskar Senftleben; auf der Schachtanlage„Siebenplaneten“ der Hauer Franz Kowalczyk, Waschmeister Joh. Grigoleit, Hauer Wilh. Betzer. Die Ehrung der Jubilare fand im Verwaltungsgebäude der Zeche„Robert Müser“ statt, die der Gefolgschaftsführer, Bergwerksdirektor Schulze=Höing. vornahm. Er übermittelte ihnen die Glückwünsche der Gesellschaft und sprach den Jubilaren für ihre treuen Dienste seine Anerkennung aus, wobei ihnen gleichzeitig ein Ebrengeschenk überreicht wurde.(ik) Bochum-Linden-Dahlhaufen Zahltag für Wohlfahrtserwerbslosen=Unterstützung ist am Donerstag, dem 14. Januar 1937, durch die Zahlstelle Linden=Dahlhausen. Kameradschaftsabend des Löschzuges Dahlhausen der Freiw. Feuerwehr. Im Vereinsheim Hoose veranstaltete der Löschzug Dahlhausen der Freiw. Feuerwehr am Samstag einen Kameradschaftsabend, der zugleich als Abschiedsabend für den wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Dienst scheidenden bisherigen Löschzugführer E. Fritz gedacht war. Der ab 1. Januar 1937 mit der Leitung des Dahthauser Löschzuges beauftragte Löschzugführer Leidheiser eröffnete den Abend mit herzlichen Grußworten an die Wehrleute u. deren Angehörigen, insbesondere an die Ehrengäste. Branddirektor Effenberger als Leiter der gesamten städtischen Löschzüge, den Bezirksführer und früheren Leiter der Dahlhauser Wehr, Busemeier, sowie an Stelle des verhinderten Ortsgruppenleiters der NSMAP. Kechel. Pg. Hoppe. Herzliche Worte des Dankes und des Lobes fand er sodann für den scheidenden Löschzugführer Fritz Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes überreichte er ihm alsdann ein Bild des Dahlbauser Löschzuges, das der Geehrte mit Worten des Dankes entgegennahm. Anschließend richtete auch Branddirektor Effenberger ehrende Worte an den scheidenden Löschzugführer, dem er auch im Namen der Ge samtwehr seinen Dank aussprach.(b) Das Hochwasser geht zurück. Das in der Nacht zum Freitag plötzlich aufgetretene Hochwasser ist glücklicher Weise nicht sehr gefährlich geworden. Der Wetterumschlag hat bewirkt, daß das Hochwasser zum Stillstand kam und jetzt bereits wieder zurückgegangen ist.(b) Winterhilfsschießen der Dahlhauser Kriegerkameradschaft. Am gestrigen Sonntage nahm das bereits am 6. Dezember begonnene Winterhilfsschießen auf dem Schießstand Wibbecke seinen Fortgang. Auch diesmal nahmen die Kameraden an dem Schießen recht rege teil. Das schlechte Wetter war schuld. 1936 hatten wir, von einigen wenigen, aber umso rühmlicheren Tagen abgesehen, durchweg Schlechtwetter. DarWanne-Eickel Im Kranz der goldenen Myrtthe. Am heutigen Montag können die Eheleute August Wilke aus dem Stadtteil Wanne, Hindenburgstr. 254 wohnhaft, das schöne Fest ihres goldenen Ehejubiläums begehen. Glückauf zum diamantenen!(b) Entrümpelung der Haushalte. Auch im gut geführten und bestaufgeräumten Haushalt gibt es überflüssige Dinge, Gegenstände, von denen man sich aus irgendeinem Grunde nicht trennen mag, die im Grunde aber völlig nutzlos die Ecke füllen und Staub fangen. Für Wanne=Eickel unternimmt jetzt die Kreisleitung in Verbindung mit dem Jungbann 300 eine Entrümpelung der Haushalte. Alle überflüssigen Gegenstände, wie Kupfer, Messing, Eisen und andere Metalle, weiter Lumpen usw. werden von den Pimpfen straßenweise eingeholt. Drei Tage vorher werden die betreffenden Haushalte benachrichtigt, damit sie schon Inventur machen können. In diesem Sinne haben jetzt auch der Kreisleiter Bönnebruch=Althoff und der Führer des Jungbannes Klingelhoeffer einen Anfruf an die Wanne=Eickeler Bevölkerung erlassen. Häßliche Baulücken verschwinden. Wie wir schon mehrfach berichteten, sind in den letzten Monaten im Stadtbereich eine große Zahl neuer Häuser entstanden. Dadurch werden auch eine Reihe häßlicher Baulücken verschwinden. Gegenüber der Cranger Kirche wird ein Wohnhaus fertig, ein weiterer Bau an der Sedanstraße, der die Lücke zwischen dem großen Block und dem Lichtspieltheater an der Ecke der Hindenburgstraße schließt, steht dicht vor der Vollendung. Weitere Wohnhausneubauten sind entstanden an der Adolf=Hitler=Str., nahe der Kirchstraße, in der Ludwigsstraße, an der Reichs=, Bochumer= und Kaiser=Wilhelm=Str. usw. Das Straßen= und Stadtbild hat durch diese Bauten erheblich gewonnen. Mit einer Knallkorkenpistole verletzt. Die Unsitte, Kinder mit Knallkorkenpistolen spielen zu lassen, hat zu einem bedauerlichen Unglücksball geführt. Am letzten Tage des alten Jahres gegen 18,30 Uhr wurde ein zwölfjähriger Schüler von einem gleichaltrigen Schüler mit einer solchen Pistole beim Abschuß eines Knallkorken ins Auge getroffen, wodurch das Auge ernstlich verletzt wurde.— An alle Eltern und Erzieher ergeht nochmals die eindringlichste Warnung, ihre Kinder über haben nicht nur die Ausflugslokale und Gastwirtschaften am Rande unserer Stadt geklagt, das konnten noch deutlicher die Ruhrbadeanstalten puren. Durchweg ist, wie der Bericht des Statistischen und Wahlamtes der Stadt Bochum ausweist, der Besuch der Badeanstalten, auch in Linden=Dahlhausen natürlich, bis um die Hälfte zurückgegangen gegenüber dem Vorjahr. Im Jahre 1936 zählte man 11 000 und im Jahr davor rund 23000 Badegäste. Hoffentlich wird das Wetter in diesem Jahr besser. Der Regen kommt ja in solchen Mengen herunter, daß man meinen sollte, daß der Vorrat im Sommer erschöpft sei. Bochum=Sundern der NS.=Volkswohlfahrt. Am kommenden Dienstag und Mittwoch findet in unserer Ortsgruppe eine Pfundsammlung statt. Wir bitten alle Volksgenossen, ihre Spenden zum Ab holen bereitzustellen. von diesem Unfug fern zu halten, zumal die Eltern für die entstandenen Schäden haftbar sind herne Neue Wohnhäuser. Auf der unteren Bahnhof straße wird in der Nähe der Brotfabrik Speith ein großes, vierstöckiges Wohn= und Geschäftshaus der Firma Schlenkhoff gebaut. Ein weiteres Wohnhaus entsteht zwischen der Hermann=Göring= und der Gräffstraße. Opferschießen des Kreiskriegerverbandes. Die Vorbereitungen für das WHW.=Opferschießen des Kreiskriegerverbandes Herne sind abgeschlossen. Das Schießen wird am 17. Januar auf drei Ständen stattfinden. Alle Kameraden nehmen daran teil! Lastwagen fährt auf Bürgersteig Eine Tote, zwei Verletzte. Essen. Am Freitagnachmittag ereignete sich an der Ecke Kaiser= u. Zollvereinsstraße in Essen=Katernberg ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem eine Frau getötet und zwei weitere Personen verletzt wurden. Aus bisher unbekannter Ursache fuhr der Kraftwagenführer Walter Priedigkeit aus Katernbera an genannter Stelle auf den Bürgersteig, brach eine Gaslaterne ab, wobei der Lastkraftwagen umkippte. Die Witwe Anna Krebber aus Katernberg, die an der Laterne stand, wurde getötet, während ein Radfahrer, der in die Kaiserstraße einbiegen wollte, erfaßt und verletzt wurde. Der Kraftwagenführer trug ebenfalls Verletzungen davon und mußte mit dem Radfahrer ins Krankenhaus gebracht werden. Wieder ein Volltreffer der WHW=Lotterie. Kommen da zwei graue Männer zu dem Borbecker Kegelklub„Nachtwächter“, wo gerade lustiger Betrieb herrscht und jeder bemüht ist, alle Neune zu werfen. Eine kurze Unterbrechung des Spiels. Man versucht auch einmal sein Glück. Nach einem und nochmal einem„Nichts“ atemlose Stille und dann lauter Jubel. Sie können es nicht fassen die lustigen Kegelbrüder, als der Glücksmann ihnen sagt: „Gratuliere zum Hauptgewinn“. Tausend bare Reichsmark sind gewonnen. Gekegelt wurde nicht mehr, und an der allgemeinen Freude hatten auch die grauen Glücksmänner ihren Anteil Daß auch die Winterhilfe nochmals besonders bedacht wurde versteht sich. is unserene Verbreitungsgebiet 13. Fortsetzung. Elisabeth Fröhlich sah den Bruder gelassen an. „Du bist jetzt nur erregt, Herbert. Früher hast du genau das Gegenteil gesagt. Ohne Frau und Kind ist das nur eine halbe Sache— man weiß doch, für wen und für was man arbeitet.— Grete wird sich hier noch glänzend einleben, paß mal auf, sie ist im Grunde zähe— kann sich nur schwer akklimatisieren, die Naturen sind eben verschieden. Vielleicht war der Klimawechsel zu plötzlich für sie. Für ihre sensible Natur sind die vielen neuen Eindrücke zu stark. Sie muß das alles erst verarbeiten.“ „Und Gerhard? Weiß ich denn, ob de Jong mir die Wahrheit sagt? Ob er mich nicht nur schonen will?“ „Doktor de Jong ist kein Mann der schönen Lige. Herbert.“ Elisabeth sagte es sehr ruhig und bestimmt. Sie schob ihren Arm unter den des Bruders und zog hn mit in das Zimmer, in dem Grete Fröhlich mit einer Stickerei beschäftigt saß. Mit einem müden Lächeln nickte sie den Geschwistern entgegen. „Wo nur de Jong bleibt— hast du im Hospital sagen lassen, daß es eilig ist. Herbert,“ fragte sie ihren Mann. „Selbstverständlich habe ich das. Aber er ist schon wieder hei Duvois. Der Himmel mag wissen, was er dem lieben Gott von Ndogassa zu erzählen hat. Hoffentlich verwendet er sich nicht wieder für jemanden. Mit seiner Protektion neulich wegen des Abaabensatzes hat er mir alles andere als einen Gefallen getan. Mir werden jetzt womöglich die franzäsischen Häfen gesperrt, da darf ich dann nur mit dorpelter Tare nach den deutschen liefern“ „Aber der liebe Gott“ war doch vorgestern freundlich und gnädig.“ beschwichtigte Elisabeth Sie sah. wie Grete unter dem Gepolter ihres Mannes litt. Wenn er ein hübsches Frauenzimmer sieht, ist er immer gnädig." „Danke sehr.“ Elisabeth machte einen Kinderknicks,„Komplimente vom eigenen Bruder— fabelhaft!" „Kein Kompliment,“ knurrte Fröhlich,„Duvois ist das, was wir auf gut deutsch Schürzenjäger nennen. Seine Liebenswürdigkeit besagt noch gar nichts für mich. Im Klub erzählt man sichs ja, seit dem Zusammenstoß mit Hartmann auf Ubandi bat er alle Deutschen noch mehr im Magen. Na ja, Hartmann ist ja auch eine besonders harte Nuß. Das hat mir schon Brüggemann seinerzeit erzählt.“ „Wer ist nun schon wieder Brüggemann?“ fragte Elisabeth. „Erinnerst du dich nicht? Nein? Aber Liesel — Peter Brüggemann, mit dem ich zusammen auf dem Pennal war. Er war Regimentskamerad von Hartmann im Kriege. Westfront.— Der Hartmann soll sich mächtig ausgezeichnet haben, aber Querkopf, hatte Zusammenstoß mit seinem Hauptmann und wurde dann eines Tages plötzlich zu einem anderen Regiment versetzt. Der Hauptmann soll übrigens ein Schweinehund gewesen sein. Später traf Brüggemann den Hartmann noch einmal wieder— bei den Oberschlesienkämpfen. Da soll er schon verändert gewesen sein. Finsterer Fanatiker. Brüggemann wurde dort verwundet und verlor ihn aus den Augen. Na— und dann tauchte er hier auf und spielt jetzt den Einsiedler. Uebrigens soll er verheiratet gewesen sein“ „Er könnte ganz sympathisch sein, wenn er nicht so verbittert wäre.“ bemerkte Grete Fröhlich,„du sagtest doch selbst. Herbert, daß er früber anders gewesen sein soll, begeistert und draufgängerisch.“ „Das sagte ich nicht, sondern Brüggemann Jedenfalls merkt man jetzt nichts mehr von dieser Begeisterung.“ „Er mag schlechte Erfahrungen gemacht haben.“ warf Elisabeth=ein. Fröhlich zuckte die Achseln. „Schlechte Erfahrungen machen wir alle, wenn wir erst die Zwanzig hinter uns haben, das berechtigt noch lange nicht zu einer Isolierung. Gerade im Auslande sollten Deutsche fest zusammenhalten, aber der Herr Einsiedler von Übandi zieht es vor, seinen Engländern den Hof zu machen. Danke eisebenst, ich meinerseits mache nicht Kotau vor meinen Franzosen.“ Ein feines Lächeln lag um Elisabeths Mund. „Du bist nur sehr freundlich zu Monsieur Jacques Duvois, nicht wahr?“ * Der blaue Phosphorglanz der Dämmerung lag schon in den Gärten von Ndogassa, als der Boy Doktor de Jong meldete. Fröhlich stürzte ihm an der Treppe entgegen. „Endlich, Doktor, der Junge hat neununddreißigacht— ich bin ganz verzweifelt. Acht Tage ging es gut— und nun dieser Rückfall.“ De Jong nahm die Hand Fröhlichs mit einem kräftigen Druck und zwang den aufgeregten Mann, ruhig neben ihm her die Treppe hinaufzusteigen. „Es ist kein Rückfall, wie Sie annehmen, Herr Fröhlich, es ist ein Sprung, der mir nicht unerwartet kommt. Gerhards Kurve ist immer in Sprüngen gegangen, haben Sie das ganz vergessen? Morgen früh liegt er auf höchstens achtunddreißig, übermorgen auf Normaltemveratur. Nur nicht künstlich hinunterschrauben. Ich könnte ja Chinin geben, aber ich tue es absichtlich nicht. Es wäre ein Eingriff in einen naturgewollten Ablauf. Fest steht für mich, daß es ein Aufruhr des Körpers auf seelischer Grundlage ist. Wo der seelische Knacks bei Gerhard steckt, das muß ich erst herausfinden.“ Fröhlich sah unbefriedigt aus. De Jong öffnete schweigend die Tür. Er hatte lautlose Bewegungen und schritt leicht durch den verdunkelten Raum. Gerhard Fröhlich schlief noch immer. Der Arzt beugte sich tief zu ihm herab. Das dichte Haar— von dem gleichen Blond wie das Elisabeths— lag wirr in den Kissen, als hätte eine unruhige Hand darin gewühlt. Die hohe reine Knabenstirn zeigte drei scharfe Falten, der Mund war fest zusammengepreßt. Die eine Hand lag unter der Wange, die andere war zur Faust geballt. De Jong betrachtete lange und schweigend den schlafenden Knaben. Fröhlich stand an die gelehnt und schaute abwechselnd seinen Jungen und den Arzt an. Es war, als wenn der Schlafende die Beobachtung kühlte, er regte sich und schlug die Angen auf. Blaue forschende Knabenaugen. Ein schwaches Lächeln löste die Spannung aus seinen Zügen, als er de Jona erkannte. Die Finzer ner gehallten Fanst streckten sich De Jongs Gesicht, nicht mehr undurchdringlich, sondern von einer tiefen Güte überstrahlt, beugte sich dicht zu dem Knabenantlitz. „Nun, mein Junge, wie geht es uns heute?“ Gerhards Hand fuhr an die Stirn und strich darüber hin, es war die gleiche Bewegung, die Herbert Fröhlich zu machen pflegte, aber bei dem Jungen hatte sie etwas von einer bedingungslosen Energie. Er strich eine Gedankenfolge hinter der Stirn aus, die ihn peinigte. De Jong wartete geduldig. „Herr Doktor,“ fragte Gerhard leise,„waren Sie schon einmal in Deutschland?“ „In Deutschland? Ja— natürlich, ich habe doch in Deutschland studiert.“ Die blauen Kinderaugen hingen sich forschend in de Jongs Gesicht. „Herr Doktor, finden Sie Deutschland schön? — Ich meine,“ fügte er hastig hinzu,„finden Sie es schöner als dies hier?“ Herbert Fröhlich räusperte sich hörbar und der Junge schreckte zusammen. Eine helle Röte über flammte sein Gesicht. „Ach. Vater, du bist da?— Ich hatte dich gar nicht gesehen.“ „Gewiß bin ich hier, selbstverständlich bin ich hier, aber diese Fragen— ich glaube— meinen Sie nicht auch, Doktor— er sollte an etwas an deres denken?“ De Jong legte keine Hand auf Gerhards Rechte die sich schon wieder zur Faust zusammenballte. „Deutschland ist schön— Deutschland ist sehr schön, aber hier gibt es auch soviel, was man schön nennen kann. Man muß es nur richtig betrachten weißt du. Und das richtige Betrachten kann man lernen.“ Fröhlich räusperte sich sehr hörbar. De Jona unterhielt sich mit dem Jungen schön, gut— aber dazu hatte er ihn nicht berkommen lassen.— Wie der ein scharfes Räuspern.— Wenn es nicht um gewisse Rücksichten ging, er würde wahrhaftig den Doktor Tourbier nehmen. Da würde man doch endlich mal hören, was so ein Arzt über den Jungen dachte. De Jongs Zugeknöpftheit konnte einen nachgerade rasend machen „Na— und das Her=?“ fragte er rücksichtslos und trat an das Bett.„Mein lieber Junge, der Doktor wird wohl jetzt einmal das Herz abhorchen müssen.“ hard, der still das Herd zurückstreifte, dann nahm er schweigend sein Stethofton aus der Tasche begann zu borchen Als er mit Fröhlich zusammen das Zimmer ver lassen hatte, sagte er lakonisch: „Es ist Heimweh———“ (Fortsetzung folgt.) Wanderpreis=Ausstellung des BZV.„Reiselust" in Verbindung mit dem Nachrichtensturm der SA=Standarte 17. Am Samstag und Sonntag veranstaltete der Brieftauben=Züchterverein„Reiselust“ Bochum in Verbindung mit dem Nachrichtensturm der SA-Standarte 17 und den Vereinen„Tempo",„Ruhrbote",„Fortuna“, „Luftpost“ und„Gut Flug“ im Lokal Karl Schulze (Ferdinandstraße)) eine Wanderpreis=Ausstellung, auf der gute Zuchtergebnisse gezeigt wurden. Insgesamt hatten die veranstaltenden Verein. 105 wertvolle Tiere Unser Bild zeigt:(links) die beste Täubin der Ausstellung, Besitzer Bunsen und(rechts) der beste Vogel, Besitzer Nolzen. RUNBFUNK Montag, 11. Januar : Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer : Leibesübungen 6.80: Frühkonzert. Ausführende: Kapelle FranHanck. 1. Deutscher Wandermarsch(P. Lincke); 2. König Drosselbart, Ouvertüre(R. Hanel); 8 Wiener Fasching, Walzer(S Kochmann); 4. Struzzel, Intermegzo(L. Siede); 5. Alles für Deutsch land, Marsch(M. Wiese). 7.00: Nachrichten, anschließend: Morgenlied Morgenruf. Frühkonzert(Fortsetzung: 6. Nomantische Cu vertüre(W. Noack); 7. Blumen der Liebe, Walzen Watzlaff); 8. In der Gondel, Ständchen(6 Glan); 9. Aus der Stadt meiner Träume, vourri(Rechtenwald); 10. Marsch der Hutzelmännchen, Intermezzo(Lantenschläger); 11. Illusion, Walzerintermezzo(W. Jäger); 12. Märchen=Suite (H. Förster); 13. Bleisoldaten, Charakterstück(T Kockert); 14. Einigkeit macht stark, Marsch(E. Reinhold. 8.00: Kalenderblatt— Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 8.10: Hilde Bremus: Frauenturnen. 8.80: Morgenmusik(Schallplatten). 1. Verlorenes Glück, Walzer(Cl. Schmalstich); 2. Aus der Operette„Der Zigennerbaron“(Joh. Strauß); a Als flotter Geist, doch früh verwaist; b) Werberlied; 3. Nachtigalls Morgengruß(Fr. Recktenwald); 4. Leichtes Spiel, Harmonika=Polka(W. Glahe): 5. Hochzeitsmusik(A. Jensen);— 9.00 bis 9.10: Ratschläge für den Küchenzettel der Woche.— 6. Rund um Lehar, Walzerfolge(C. Robrecht); 7. Dunkelrote Rosen, Lied aus der Overette„Gasparone“(C. Millöcker); 8. Italiens Volkslieder(G de Micheli); 9. Schiffsjungentanz(Zogbaum). 9.80: Sendepause. 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00: Der Zannkönig und der Bär. Märchenspiel frei nach Grimm. 10.20: Richard Heinemeyer: Was brachte der Sportsonntag? 10.40: Sendepause. 11.50: Bauer merk' auf. 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Köln (in Verbindung mit der DAF). Was sich die irbeitenden Volksgenossen des Senbegebietes wünchen. Uebertragung aus der Umladehalle KölnKalk=Nord. Es spielt der Musikzug Reichsbahnho“ Köln=Kalk=Nord, Leitung: Willi Donner. 13.00: Mittagsmeldungen— Glückwünsche. 13.15: Schloßkonzert. Das Niedersächsische Sinonie=Orchester, Leitung: Otto Ebel von Sosen Mitwirkend: Maria Engel(Koloratursängerin vom Opernhaus Hannover); Karl Kirsten(Flöte). 1. Vorspiel zur Oper„La Traviata“(G. Verdi); 2. Arie der Violetta aus der Oper„La Traviata“(G. Verdi); 3. Drei kleine Miniaturen(E. Fischer): 4. Ungarische Fantasie(F. Doppler); 5. Geschichten aus dem Wiener Wald(J. Strauß); 6. Mutig voran, schnelle Polka(J. Strank) 14.00: Mittagsmeldu 14.15: Lustiger Rätkelsunk. 14.45: Wirtschaftsmeldungen. 15.00: Für unsere Kinder: Fröhliche Schlittenfahrt(mit Liesel Drüing und Eva Beisert). 16.30: Sendepause. 15.45: Wirtschaftsmeldungen 16.00: Musik am Nachmittag. Es spielt das Unterhaltungsorchester des Deutschlandsenders, Leitung: Ernst Kirsten. Wilhelm Blaß(Violinel; Georg Niha(Oboel. 16.50:„Eine lachliche Angelegenheit, neu renoviert". Zwei heiter=lehrreiche Glossen im Dienst der Sprache von Dr. Oskar Jancke. 17.M: Bei Knut Hamsun. 1. Mein Skußpferd Eine Erzählung von Knut Hamsun. 2. Die Novelle eines Traumes— von Paul Josef Cremere. 18.00: Zum 65. Geburtstag von Paul Gracner pielt die Triovereinigung des Reichssenders Köln (Haaß— Kreuter— Paulschmidt) das Klaviertrio Werk W8. Einführende Worte: Paul Heinrich Gehly. 18.45: Und was meinen Sie? Gespräche zur Zeit. Verantwortlich: Heinz Häuschen. 19.00: Musik zum Feierabend. Das Kleine Orchester des Reichssenders Köln, Leitung: Leo Ensoldt. Anton German(Baß). 1. Vorspiel zum musikalischen Schauspiel„Preciosa(C. M. v. Weber); 2. al Selige Erinnerung(A. Kuntzsch); b Historiette(A. de Taepe): 8. al Als Büblein klein an der Mutter Brust, aus„Die lustigen Weiber von Windsor“(Nicolai); b) O sancta sustitia, aus der Oper„Zar und Zimmermann“(A. Lortzing 4. Balkan(J. Knümann); 5. a) Wer in Lieb' entbrannt, Arie aus der Oper„Die verkaufte Braut“ (F. v. Smetana); b) Trinklied und Arie des Kaspar aus der Oper, Der Freischütz“(C. M. n Weber); 6. Aus ber Folge„Das Blumenwunder“: Knospen und Blüten(E. Künneke). 19.45: Die Bühne. 20.00: Erste Abendmeldungen. 20.10: Die Westdeutsche Wochenschau. Zusam menstellung: Dr. Toni Maus 21.00; Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester des Reichsienders Köln unter Leitung von Leo Enfoldt. 1. Vorspiel zur Oper„Die Felsenmühle“(C. Reißiger); 2. Aus der Ersten kleinen Folge:(G. de Michelil; al Walzer; bi Glocken, 3. Liebesfeier, Lied(F. Weingartner); 4. Melodien aus der Oper„Mignon“(A. Thomas): 5 Träume der Nacht. kleiner Walzer(Cl. Schmalstich): 6. Aus der Steiermark, Konzertmusik Plachernrag); a) Bauerntanz: b) Idulle: ci Steirische Länder: dl Walzer: 7. Andlonsiche No manze(P. de Sarasote); 8. Ulanen=Attacke(C Bohms. 22.00: Zeit, Wetter, Nachrichten 22.30 bis 24.00: Nachtmusik. Das Große Orchester des Reichssenders Köln, Leitung: Otto JulinKühn. Solist: Reinhard Fritzsche(Flöte). ausgestellt, von denen manche schon viele Reisen hinter sich haben. Es wurden auch die beiden Tiere des Züchters Alfred Becker gezeigt, die von dem Flug Königsberg im vergangenen Jahre siegreich heimkehrten. Mit starkem Interesse wurde der am Samstag abend von den Sportfreunden Hildebrandt und H. Kleine gedrehte Taubenfilm entgegengenommen. Einleitend wies der Vereinsführer des „Reiseluft“ auf die Bedeutung der Taubenzucht hin. In dem Film sah man, wie die Tauben auf dem Schlag gefüttert werden, das Einsetzen der Tauben am Vahnhof, das Anlegen des Gummiringes und der Abflug vom Auflaßort. Für die vielen Taubenliebhaber war es besonders interessant, den Betrieb auf der Sammelstelle am Waldring zu sehen, wo die einzelnen Sportfreunde in den blauen Himmel schauend auf ihre Tiere warteten. Reben der Propagandafahrt des Nachbarvereins Bochum=Werne für den Olympiaflug 1936 sah man auch die im vergangenen Jahre eingegangene Kriegstaube„Bumbas“, die etwa 75 Meldungen aus den vordersten Schützengräben heimbrachte. Sehenswert war auch eine Uebung des Nachrichtensturms der SA-Standarte 17 mit Hunden und Tauben im Gelände. Die Bewertung der Tiere nahm zur Zufriedenheit aller Beteiligten der Preisrichter Theodor Braukämper(Wanne=Eickel) vor. 1. Sieger wurde „aspost" mit 253 Punkten, 2.„Gut Flug“ mit 250 Punkten, 3.„Tempo" mit 24 Punkten, 4.„.ayroote" mit 247½ Punkten, 5. „eiselust“ mit 244½ Punkten, 6. Nachrichtensturm der SA=Standaite 17 mit 244 Punkten und 7.„Jortuna“ mit 243 Punkten. Die Preisverteilung am Sonntag abend nahm der Führer des BZV.„Reiselust", H Kieme, vor. Mit anerkennenden Worten überreichte er dem Vereinsführer der„Luftpost“ den gestifteten Wanderpreis, eine Silberschale, und den Zuschlagswanderpreis der „Reiselust", einen Pokal und eine Hitlerplakette. Den zweiten Preis, eine Hermann=Goring=Plakette, erhielt der BZV.„Gut Flug“. Außerdem wurde noch eine Anzahl wertvoller Preise verteilt. Sportbilder vom Sonntag Der rone Kampf in Höntrop gegen den Gaumeister F3 Schalke 04 wurde vor 5000 Zuschiuern abgeweckelt. Der SV Köntrop unterlag sehr ehren oll mit 3:0. Das obere Bild zeigt die Vorbereitung des ersten Tores für Swalke. Gelleich(am Ball) schießt, und der herausgelaufene Torwart Stein muß den Ball rassieren lassen. Im Hintergrunde J. Timpert und Anzorra, vorn links Höntrops Verteidiger Jost. Schalkes Mittelstürmer Pörigen kopft aufs Tor, die Hände des Torwarts Stein greifen aber den Ball. SK.=Folos: Herker(3) Nach Gottes hl. Willen entschllef heute nacht meln lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Signalwerkmeister Bernh.Kreienbaum Er starb unerwartet bel Ausübung selnes Berufes, wohlvorbereitet durch einen christlich-frommen Lebenswandel, Im Alter von fast 58 Jahren. Um stille Tellnahme und ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Bochum-Rlemke. Auf dem Dahlacker 51, den 8. Jan. 1937. De Beerdigung findet Dienstag, den 12. Januar 1937, nachmittags 3.15 Uhr, von der Friedhofskapelle In Bochum-Rlomke, aus statt. Das foierliche Levitenseolenamt ist Diensteg morgen 9 Uhr in der Plarrkirche zu Bochum-Riemke. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuce en vollte, diene diese als soiche. Für die Beweise aufrichtiger Tellnahme belm Hinschelden melnes lieben Mannes, unseres guten Vaters und Großvaters, spreche Ich hiermit Im Namen der Hinterbliebenen melnen herzlichsten Dank»u.. Frau Wwe. Karl Hanitz Bochum, Im Januar 1937. Nachruf. Am 8. Januar 1937 starb an den Folgen elnes am 27. Dezember 1936 auf unserer Schachtanlage 6 7 erlittenen Unfalles unser Arbeitskamerad Lehrhauer Franz Burghoff. Durch Unglücksfall am gleichen Tage haben wir welter den Tod des Arbeitskameraden Heribert Wisemes zu beklagen. Als Opier treuester Pflichterföllung sind sie allzufrüh aus unserer Mitte hinweggenommen worden. Unaussprechlich tiefes Mitleld verbindet uns in der Trauer um diese braven Mitarbelter mit ihren Angehörigen. Das Andenken an diese pflichttreuen Kameraden bleibt bel uns für alle Zeit ehrenvoll bewahrt. Führer und Getolgschaft der Gewerkschaft ver. Constantin der Große Bochum Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter Frau Louise Kupferberg sagen wir unseren herzlichsten Dank Jos. Kupferberg u. Kinder. Bochum, im Januar 1937. bas 30 tägige Seelenamt Dienstag, den 12. Januar 1937, 7.45 Uhr in der St. Josephskirche statt, wozu freundl. eingeladen wird. :rz-Bruderschaft ter hl. Familie Dienstag, den 12 nur nachm. 3.1 hr Beerdigung des Mitgliedes Bernh. Kreienbaum vom Friedhof Bochum= Riemke aus Heil. Messe in der Klosterlirche am 1. Januar, 7 Uhr. Die Mitgljeder, besonders jene der St. Franziskus. Pfarrel, mögen sich recht zahlreich be= teiligen. Kleine Preise für Kleine Anzeigen MT. Vassermolore Wringer Herde Oefen Ersatzteile Reparaturen im Spezialhaus W. Bochum Jetzt Kortumitr. 20 am Engelbertbrunnen. Geschäfts-Eröffnung! Die Veröffentlichung der Eröftnungsanzeige des Schuh- u. Lederwarengeschäftes Anton Dömer Bochum Hattinger Straße 39 ist versehentlich erfolgt Die Eröffnung ist erst im Laute dieser Woche Adler-Favorit Schreibmaschinen RM 135. monatl. 11.10 RM. Irautmann Vikteriastraße 73 Ruf 65434 in Latein, Griech Franz. w. preisw u. gründlich erteilt Off. u. B. M. 519 a. b. Gesch Die Vertreierin Teiner Interessen — Deine Tageszet tung— verdient es, Deinen gleich. gesinnten Freunden und Bekannten, die sie noch nicht halten, empfohlen zu werden. 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Der rote Oberhäuptling in Madrid hat, wie der rote Sender Union Radio meldet, die Vertreter sämtlicher politischer Organisationen zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen, um Maßnahmen für die gewaltsame Entfernung der Zivilbevölkerung aus der Hauptstadt zu beschließen. In einem Aufruf der Vereinigten marristischen Jugend wird festgestellt, daß Madrid in höchster Gefahr sei. Verzweifelt wird dazu aufgerufen, nicht den Mut sinken zu lassen, denn, wenn Madrid verloren gehe, gebe es keine Hoffnung mehr. Wie groß die Verwirrung auf der roten Seite ist, das zeigen die letzten Sätze des Aufrufes, in denen sich die roten Mörder, die so viele Priester qualvoll meuchelten, nicht scheuen, die gläubigen Katholiken aufzufordern, sich in die rote Miliz einzureihen. Die Offensive der spanischen Nationaltruppen vor Madrid ist mit durchschlagendem Erfolg weitergeführt worden. Es gelang ihnen, den an der Landstraße nach dem Escorial kurz vor Madrid liegenden Ort Aravaca zu erobern und die bolschewistischen Banden aus den zahlreichen Grabenlinien und Befestigungsanlagen zu vertreiben. Den Rationaliruppen fielen neben umfangreichem Waffenmaterial ein Panzerzug und mehrere Panzerkraftwagen in die Hände. Die Zahl der gefallenen Kommunisten wird auf über 1000 geschätzt. An der Front von Andalusien versuchten die Bolschewisten einen Gegenangriff auf Porcuna. Sie wurden jedoch von nationaler Kavallerie unter schwersten Verlusten zurückgeschlagen Dabei wurde auch ein Panzerwagen erbeutet, dessen Maschinengewehre nur mit Dum=Dum=Geschossen gespeist wurden. Als der Angriff der Bolschewisten abgeschlagen war, hörte man hinter ihren Linien heftiges Maschinengewehrfeuer, das augenscheinlich von der„Internationalen Kolonne“ herrührte, die die zurückweichenden Milizen mit einem Kugelregen aufzuhalten versuchte. Alles in allem waren der Donnerstag und der Freitag die erfolgreichsten Tage für die spanischen Rationaltruppen, die unter dem Oberbefehl des Generals Orgaz die große Offensive im Westen Madrids durchführen. Der nationale Heeresbericht aus Salamanca meldet die Besetzung der unmittelbar an der Stadtgrenze liegenden Punkte Cuesta de las Perdicos und Cerrodel Aguila. Die Kommunisten wurden in den vorangegangenen Kämpfen vernichtend geschlagen und flüchteten in der Richtung auf Fuencarral. Die nationalen Truppen erbeuteten drei schwere und einen leichten Sowjettank, umfangreiches Material, zahlreiche Maschinengewehre sowie einen Kleider= und Lebensmittelspeicher— Im Abschnitt Las Rozas griffen die Bolschewisten mit drei Bataillonen an, um ihre verlorenen Stellungen wiederzugewinnen, wurden aber blutig avgewiesen. Die nationalen Truppen bargen in diesem Abschnitt allein die Leichen von 137 Volschewisten. Auch die nationale Südarmee meldet die erfolgreiche Fortsetzung ihrer Operationen im Abschnitt von Ronda, wobei sie den Bolschewisten große Verluste an Menschen und Material zufügte. Die Südarmee besetzte das Dorf Iqnele. Die fünfte Division berichtet, daß bei Aragon bolschewistische Gegenangriffe zurückgewiesen wurden. Bei Luftkämpfen wurden zwei bolschewistische Flugzenge abgeschossen. Das Schicksal des Escorial besiegelt DNB London. 10. Januar(Drahtb.) Wie der Neuter=Korresvondent bei den Franco=Trupven vor Madrid berichtet, herrscht im Hauptquartier der Nationalisten die Ueberzeugung daß durch die letzten Erfolge zum mindesten das Schicksal des Escorial besiegelt ist. Tatsächlich ist die Verbindung zwischen dem Escorial und der Hauptstadt abgeschnitten. Die letzten Bolschewisten seien aus den Stellungen vertrieben worden, die sich nordöstlich der Straße nach La Coruna noch gehalten hätten. Die Nationalisten haben nach dem ReuterBericht weiter den Palast von Zarzuela, der nördlich vom Escorial liegt, genommen und dringen auf Fuencarral vor. Bevölkerung Sankanders fordert erneut kampflose Uebergabe Madrider Volschewistenhäuptlinge in Aengsten. ONB Salamanea, 10. Jan.(Vom Sonderberichterstatter des DMB.) In Santander kam es nach einem nationalen Fliegerangriff erneut zu spontanen Massenkundgebungen, bei denen von der Bevölkerung die kampflose Uebergabe der Stadt gefordert wurde. Im Gegensatz zu früheren Fällen wagte die Polizei die Kundgeber nicht zu zerstreuen, da sich unter ihnen auch zahlreiche Angehörige der roten Milizen befanden, die ebenfalls die Aufgabe des Widerstandes forderten. Das Madrider„Verteidigungskomitee“ und Vertreter der bolschewistischen Verbände traten am Sonnabend zu einer Dauersitzung zusammen, um die durch die nationalen Erfolge vor den Toren der Stadt reschaffene Lage zu beraten. Die Bolschewistenhäuptlinge, die noch zwangsweise in Madrid weilen und auf die beste Gelegenheit warten, ebenfalls auszukneifen, stehen in ständiger telefonischer Verbindung mit ihren nach Valencia geflohenen Genossen. 47400 Freiwillige über Frankreich Offizielle Angaben des„Echo de Paris“ DNB Paris, 10. Jan.(Drahtb.)„cchobe Paris“ bringt, wie das Blatt selbst sagt, offiziell anzusehende Angaben über die Anzahl von Freiwilligen, die in Frankreich angeworben und über die französisch-spanische Grenze nach Barcelona und von dort an die Madrider Front DMB Berlin, 9. Jan.(Drahtb.) Der gewaltige Aufschwung, den das deutsche Kraftfahrwesen unter der tatkräftigen Förderung durch die nationalsozialistische Bewegung genommen hat, kommt in der ununterbrochenen Steigerung der Zulassungsziffern klar zum Ausdruck. Im Dezember 1936 wurden 29 714 Kraftfahrzeuge in Reich neu zugelassen, das sind 20 v. H. mehr als im gleichen Monat des Vorjahres und noch über 5 v. H. mehr als im Vormonat. An dem günstigen Ergebnis gegenüber dem Vorfahr sind vor allem die Lastwagen und die Krafträder beteiligt. Damit zeigten die Kraftfahrzeugzulassungen im Jahre 1936, dem vierten Jahr nationalsozialistischer DMB Rewyork, 9. Januar.(Funkspruch.) Die Newyorker Blätter veröffentlichen in großer Aufmachung auf der ersten Seite einen Aufruf der„AntiNazi=Liga“ zum Boykott gegen den Kampf um die Weltmeisterschaft, der zwischen Schmeling und Braddock für den 3. Juni angesetzt ist. Die„AntiNazi=Liga“, einen Organisation füdischer Hetzer gegen Deutschland unter Führung des berüchtigten Samuel Untermeyer, behauptet, der amerikanische Gewerkschaftsverband und 1200 füdische Frauenorganisationen des ganzen Landes würden sich dem Boykott anschließen. Der Boykott soll durch Rundfunk, Presse, bezahlte Anzeigen, Reklame auf Streichholzschachteln, mit Plakaten, Plakatträgern, Rundschreiben und unter Einsatz einer Flüsterpropaganda, also mit Hilfe aller auszudenkenden Lügen und Verleumdungen durchgeführt werden, um den Kampf auch von der finanziellen Seite her zu erschüttern. Ihrer unverschämten Aufforderung fügt die Liga die anmaßende Drohung hinzu, sie würde gegen alle zukünftigen Veranstaltungen des Madison Sauare Garden und gegen das Newporker Hipodrom den Boykott erklären, falls die Direktion den Kampf stattfinden lasse. Die Vertreter der Liga entblödeten sich nicht, zu erklären, Schmeling sei eine„Ware“ und sie würden die „Nazis“ hindern, von dieser„Ware zu profitieren“ und die Weltmeisterschaft für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Braddocks jüdischer Manager Joe Gould soll erklärt haben, solange der Vonkott in Kraft sei, werde Braddock ungachtet des Kontraktes nicht gegen Schmeling kämpfen. Meldeschluß am 15. Januar DNB Berlin, 9. Jan.(Drahtb.) Am 15. Januar 1937 läuft die Frist für die Meldung als Freiwilliger für die Luftwaffe zum Eintritt im Herbst 1937 ab. Wer sich bis jetzt noch nicht gemeldet hat, muß sein Eintrittsgesuch sofort einreichen bei einem Truppenteil derjenigen Waffengattung, bei der er dienen will. Dafür kommen in Frage alle Truppenteile der Fliegertruppe, der Flakartillerie, der Luftnachrichtentruppe und des Regiments General Göring. Gesuche, die nach dem 15. Januar eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Freimilliger Eintrikt ins heer Meldeschluß 15. Januar 1937. DNB Berlin, 9. Januar(Drahtb.) Das Oberkommando des Heeres gibt bekannt: Freiwilliger Eintritt ins Heer zum Herbst 1937 ist bei allen Truppenteilen für Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollerdeten 25. Lebensjahr möglich(Stichtag 15. 10. 37). Wer die Unteroffizierlaufbahn im Heer einschlagen und 12 Jahre dienen will oder wer aus beruflichen Gründen möglichst frühzeitig seine aktive Dienstpflicht erfüllen will. 3. B. Abiturienten vor Beginn des Hochschulgeschickt worden sind. Am 4. Jannar, so schreibt das Blatt, trafen 300 Freiwillige in Perpignan ein, von wo sie nach Katalonien weiterbefördert wurden In Port Venres kamen an Bord des französischen Dampfers„El Kantara“ 21 Eingeborene an, die in Oran angeworben wurden. Man habe in Perpignan auch amerikanische Freiwillige angetroffen, die mit der„Normandie“ nach Europa gekommen waren. Der größte Teil der Freiwilligen wurde jedoch von der kommunistischen Partei in den verschiedenen französischen Departements angeworben. Nach Berichten aus zuständigen Kreisen belaufen sich bisher die Anwerbungen auf insgesamt 47 400 Mann. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Departements: Paris und Umgebung 9500 Franzosen, 3000 Italiener, 2000 Deutsche(es kann sich nur um Emigranten handeln. Die Schriftleitung), 500 Belgier und 400 Serben und Tschechoflowaken. Im Departement Pas de Calais und anderen nordfranzösischen Provinzen 3000 Franzosen, 8100 Belgier, 1100 Italiener. 300 Engländer, 250 Serben, Polen und Tschechoslowaken, in den anderen französischen Departements rund 25 000 Mann verschiedener Nationalitat, insgesamt 47 400 Mann Motorisierungspolitik, einen bisher noch nicht erreichten Stand: 456 818 Kraftfahrzeuge wurden in diesem Jahr erstmalig zugelassen, das sind dreimal so viel wie 1933, fast doppelt so viel wie 1934 und noch über ein Viertel oder fast 100 000 mehr als 1935. Von der Gesamtzahl waren 213 580 Personenwagen, 56 942 Lastwagen, 2117 Omnibusse, 8 281 Zugmaschinen und Sattelschlepper und 175 898 Krafträder. Bei den Rutzfahrzeugen, insbesondere den Lastwagen, Omnibussen und Schleppern, hat sich die Zulassungsziffer im Verhältnis der letzten vier Jahre mehr als vervierfacht, bei den Personenwagen und Krafträdern verdreifacht. Im letzten Jahr sind im Verhältnis die Krafträder stärker hervorgetreten. Keine Einschränkung der Faschingsveranstaltungen om 30. Große politische Veranstaltungen DNB Berlin, 10. Jan.(Drahtb.) Eine Dienststelle der Reichspropagandleitung der NSTAP. hatte in einem Aufruf das Gaststättengewerbe aufgefordert, am 30. Januar entsprechend der Würde des Tages keine Faschingsveranstaltungen abzuhalten. Da in diesem Jahre infolge der Kürze der Faschingszeit die Faschingseinnahmen des Gaststättengewerbes schon an sich gegenüber den Vorjahren be inträchtigt werden und darüber hinaus der 30. Januar in diesem Jahre auf einen Sonnabend, also auf einen Haupteinnabmetag des Gaststättengewerbes fällt, außerdem für den 30. Januar bereits zahlreiche mit bedeutenden Kosten verbund ne Verpflichtungen von großen Gaststätten eingegangen worden sind, hat der Reichsminister für Volksaufklörung und Propaganda verkügt, daß keine Einschränkung von Faschingsveranstaltungen am 30. Januar erfolgen soll Es können also am 30. Januar Faschingsveranstaltun= gen ungehindert avgenalten werden. Es wird selbstverständlich am 30. Jan im Verlaufe des Tages in großen politischen Veranstaltungen de: Würde und Bedeutung des Tages in ausreichendem Maße Rechnung getragen werden. Das Programm für den 30. Januar wird in Kürze bekanntgegeben. 103 Fanditen aus japanischem Militärgefängnis enfflohen 56 wieder aufgegriffen und erschossen. DNB Tokio, 9. Januar(Ostasiendienst des DNB) Wie erst jetzt bekannt wird, waren am 31. Dezember aus dem Militärgefängnis in Tsitsikar an der nordmandschurischen Bahn 103 Gefangene ausgebrochen. Die Gefangenen hatten vorber den Leiter des Gefängnisses bestochen und einen Gefängniswärter erwordet. Japanische Soldaten hatten sogleich die Verfolgung der Flüchtenden aufgenommen. Am 5. Januar wurden die Banditen wieder aufgegriffen und nach Tsitsikar zurückgebracht. 56 von ihnen wurden erschossen. Der Rest soll nach einer Mitteilung der Nachrichtenagentur Domei auf der Flucht erfroren oder verhungert sein Da die Banditen aus dem Gefängnis zwei Gewehre und Munition mitgenommen hatten, nimmt man an, daß ihre Festnahme nicht ohne Widerstand erfolgt ist, trotzdem über Verluste keine Meldungen vorliegen. Schwerer Kraftwagenunfall DNB Plauen i. V., 9. Jan.(Drahtb.) In der Nacht zum Sonnabend hat sich auf der Reichsstraße Plauen—Oelsnitz, vor Plauen, bei dem Rittergut Reinsdorf, ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein großer Lastkraftwagen, der in Plauen zur Reparatur war und von einer Probefahrt zurückkam, prallte in hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum, der drei Meter über dem Erdboden abgeknickt wurde. Von den 10 Zentner schweren eisernen Belastungsblöcken, die der Wagen geladen hatte, wurde einer 20 Meter weit fortgeschleudert und flog durch das Fenster eines Hauses in eine glücklicherweise geräumte Stube, so daß außer dem Sachschaden kein Unheil angerichtet werden konnte. Auf dem Fahrersitz befand sich außer dem Lenker, dem Monteur Kurt Michael aus Plauen. noch die Arbeiterin Lisbeth Göring. Beide wurden furchtbar zugerichtet. Lisbeth Göring starb kurz nach ihrer Einlieferung in das Plauener Krankenhaus, während der Fahrer in den Morgenstunden verschied Der Kraftwagen ist vollständig zertrümmert worden. Familienkragödie in Ehepaar und vier Kinder gasvergiftet. DNB. Mannheim, 10. Jan.(Drahtb.) Eine entsetzliche Familientragödie hat sich am Sonntag in Mannheim ereignet. Dort haben der 35 Jahre alte Johann Weber und seine 29 Jahre alte Ehefrau sich und ihre vier Kinder im Alter von elf Monaten bis acht Jahren durch Leuchtgas vergiftet. Alle sechs Personen wurden einige Stunden später durch die Polizei tot vorgefunden. Die Eheleute haben offensichtlich in Uebereinstimmung gehandelt. Die Motive zur Tat bürften in persönlichen Verhältnissen, vor allem des Familienvaters, zu suchen sein. Acht Tote bei einem Lawinenunglück in der Schweiz DNB Luzern, 10. Jan.(Drahtb.) Am Sonntag vormittag wurde eine größere Gesellschaft der „Vereinigung der Naturfreunde von Luzern“, die sich auf einem Skiausflug auf den Brisen südlich des Vierwaldstättersees befand, von einer Lawine verschüttet. Nur ein Teilnehmer konnte bis jetzt lebend geborgen werden. Acht Personen müssen als verloren gelten. Bis zum Nachmittag konnten erst zwei Leichen ausgegraben werden. Mord nach 20 Monaten aufaeklärt DNB Dresden, 9. Jan.(Drahtb.) Im Mai 1935 war in der Ortschaft Mohorn=Grund der 79 Jahre alte Rentenempfänger Nietzelt im Bett tot aufgefunden worden. Nachdem man zunächst einen Unfall angenommen hatte, wurde der Fall jetzt durch die Mordkommission Dresden aufgeklärt, die folgendes feststellte: In der Nacht zum 17. Mai 1935 brangen zwei Burschen, die jetzt wegen verschiedener Diebstähle festgenommen wurden, in die Schlafkammer des Rentners ein, um zu stehlen. Wider Erwarten trafen sie den alten Mann im Bett liegend schlafend an. Als der Greis infolge eines Geräusches erwachte stürzte sich einer der Einbrecher auf ihn und preßte ihm eine Hand in den Mund. Da der Greis sich heftig wehrte, fesselte man ihm mit einer Leine die Hände. Als er sich nicht mehr rührte, lösten die Burschen die Fesseln und verließen ohne Beute den Tatort. Erst nach mehreren Tagen wurde Nietzelt tot aufgefunden. Die beiden nunmehr festgenommenen 23 Jahre alten Burschen haben nach längerem Leugnen die Tat eingestan den. Schmeling soll boykottiert werden! Ueble Hetze und Stimmungsmache der jüdischen„Anti-Nazi-Liga“ in Newyork Freiwillige für die Luftwaffe Oberst Kil Patrick, der Präsident des Madison Square Garden, lehnte vorerst ab, sich zu äußern. Es ist nun die Frage, ob sich die Veranstalter einschüchtern lassen. Der Kampf würde wahrscheinlich auch ohne Juden genügend Zuschauer anziehen, um den fianziellen Erfolg zu sichern. Bereits im Kampf Schmeling— Louis wurde in den Synagogen zum Boykott aufgefordert, und trotzdem erschienen 65 000 Menschen. Der Newyorker Bürgermeister Laquardia ist Vizepräsident der Anti=Nazi=Liga, die die übelsten Juden dieser Stadt, darunter viele Emigranten, vereinigt. Der Boykott wird offenbar in der Annahme in Szene gesetzt, daß Schmeling die Weltmeisterschaft gewinnt. Er drückt den ganzen Haß, die ohnmächtige Wut und den Reid des Newyorker Judenpöbels aus, der einsehen mußte, daß ein Boykott der deutschen Waren erfolglos blieb. Dieser Pöbel sieht leine eigenen politischen Voraussagen tausendmal Lügen gestraft und weiß nun nichts Besseres, als sein Mütchen an dem deutschen Vorer zu kühlen. Der Vorsitzende der Nemporker Borkommission, General Phelan, gab zu der Hetze eine lauwarme und zweideutige Erklärung ab. Er sagte: Der Boykott nimmt zweifellos ernste Formen an. Wir werden unser Teil tun, um Schmelings Interessen, soweit es uns möglich ist, zu wahren. In Rewyorker Sportkreisen ist man der Ansicht, daß der Boykott und die Hetze gegen Schmelings Weltmeisterschaftskampf von dem Manager Braddocks selbst, einem Juden, begonnen wurde, als neuestes Manöver, um einen Titelkampf mit Schmeling zu verhindern und einen Weltmeisterschaftskampf mit Joe Louis herbeizuführen, von dem sich Braddock größere Einnahmen verspricht. studiums, meldet sich sofort dei dem Truppenteil, bei dem er einzutreten wünscht. Die Annahme von Meldungen wird am 15. Jannar 1937 abgeschlossen, später eingehende Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Weitere Auskünfte erteilen die Truppenteile. Wehrbezirkskommandos und Wehrmeldeämter, bei denen auch Merkblätter für den Eintritt als Freiwilliger in das Heer zu erhalten sind. heftiges Nahbeben ORB Stuttgart, 10. Jan.(Drahtb.) Die Erdbebenwarte Stuttgart teilt mit: Am Sonnabend abend wurde von den Instrumenten der württembergischen Erdbebenwarten Stuttgart, Ravensburg und Messtetten ein schweres Rahbeben aufgezeichnet. In Stuttgart traf die erste Vorläuferwelle um 20,1446 Uhr ein und die zweite um 20,1536 Uhr. Danach betrug die Herdentfernung von Stuttgart rund 400 Kilometet. Der Herd des Erdlebens ließ sich nach den Stuttgarter Aufzeichnungen allein nicht genau ermitteln, da die erste Vorläuferwelle sehr schwach war. Der Herd liegt sedoch eher in östlicher oder westlicher als in nördlicher oder südlicher Richtung von Stuttgart. Als Herdgegend käme am ehesten das Gebiet der Ostalpen und dann erst das der französischen Westalpen in Frage. Vier Jahre nationalsozialistische Meterinerungspolitik 456 818 Kraftfahrzeuge 1936 nen zugelassen Das bedeutet dreimal soviel wie 1933 Gaskoch-Vortrag Mit Kostproben— Eintritt frei Heute, Montag, den 11. Januar, nachmittags 4 Uhr, in unserem Geschäftshause. Eintrittskarten werden kostenlos an der Kasse abgegeben. Caspar Blume Westde-chlands grôbles pezial-Oten laus Bochum, Nortumstraße 111, Ecke Brückstraße Auskunft für Fremde Relseberatung Fahrkarten Verkehrsverein Bochum e ihausplatz 8 Fernrui 62141 Geöffnet: Werktags von 8—18 Uhr Sonntage von 10—12 Uhr Im Beiprogramm. Die Sterntaler Die Reise nach dem Mond und Max und Moritz Ein lustiger Tonfilm Kinder 30 50 70 90 Erwacheene 50 70 90 1,20 Wir ompenien die Kinder begleiten 117173 370635 383683 26 Gewinne zu 800 RM. 44063 105099 161641 152497 161436 183100 216200 252181 263812 322021 347992 360939 393440 54 Gewinne zu 600 RM 9958 13877 62304 53869 70041 75129 87343 111185 118012 137273 142917 176909 197304 201373 212654 260655 273025 293496 298186 301904 313711 330537 34130 357733 372403 386815 393749 184 Gewinne zu 400 RM 3638 4946 6739 19965 28872 33653 43821 48492 51839 54075 68971 67151 67174 69821 70792 75569 88679 90709 102984 103763 108310 108981 119019 128138 133578 138336 141923 143306 147936 149661 151796 152816 153876 161691 168033 174564 178256 181823 182829 183906 186455 187095 190393 191404 198572 204937 214973 219966 220987 230696 230824 235680 236619 243452 244399 246130 246774 249154 250933 252440 252626 260695 267540 267656 268586 28001 281794 299670 299713 308277 313138 315374 324400 327057 332923 333478 335879 339187 345314 351841 365 25 369019 374712 375286 376499 379294 380703 380958 387055 392946 308485 399237 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 300 RM. gezogen 2 Gewinne zu 100000 RM. 221761 4 Gewinne zu 5000 RM. 67897 275675 4 Gewinne zu 3000 RM 2 Gewinne zu 2000 RM 12 Gewinne zu 1000 RM 132206 335949 337663 8 Gewinne zu 800 RD 4-3.-Wohnung und eine 5=Z.=Wohnung e mit gr. 7 u einger. 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Gesch Auch Fischreste dürfen nicht umkommen. Wer viel Fisch ißt. bleibt geund und kraftia. Fische sind eine nahrhafte Volksspeise und erfreuen sich stetgender Beliebtheit. Fisch. frisch genorsen, ist schmackhaft und bekömmlich, mit Fischresten bingegen muß man sehr vorsichtig sein; sie dürfen möglichst nur am gleichen Tage verwendet werden. o Zu Fisch en.Sauerkraus wird das Krautvorher mit etmas Milch verruhrt. sodann wird Fisch und Sauerkraut schichtwelle in eine ausgestrichene Form gegeben. Darauf wird alles mit Bruhe begossen, dann ott Vuttersückchen und geriebenem Käte beirreus Das Ganze läßt man etwa eine Stunde im Vratofen vacken. Fisch in Makkarons wird Schinken mit Makkaromm einer gebacken und niit Kale bestreut. Wer heute in der Hauswirtschaft spart, hilft Devisen sparen— hilft also dadurch seinem Vaterland! Haben Sie schon einmal nachgedacht, ob Sie nicht auch auf dem Speicher oder im Keller noch nützliche Gegenstände aufbewahren, die anderen von großem Nutzen sein können? Alle diese Sachen können Sie leicht durch eine kleine Anzeige in der„Volks=Zeitung“ an den richtigen Mann bringen. Es ist Ihr geldlicher Vorteil und Sie helfen mit beim: „Kampf dem Verderb“