60. Jahrgang Weltfälische Volks=Zeitung Sochumerstadtanzeiger 10 n Botenlohn. Die Behinderung der LieferungGeschäftsstellen. Bochum, Mühlenstratze 13=16. Fernruf 647 46. nchtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Bezugspreiseg1 Postscheckkon Volks Ausgabe A für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk 19 10 enicl Betenlohn. Die Behinderung der Lieferung naiserngt keinen Anspruch auf Rückzahung des Begugspreises greegenrreise: Gesamtauflage 6 Big Ausgabe A 6 9fg, A0e. 1% 61g Ausgabe O 8 Vig. Lexiangeigen: Ausgade A # 9ig Ausgaben Ba C 88 Via b mn. Cältig: Vreisline verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lu Fernruf 2095, Bostscheckkonto Esten 1960; Essen=Gieele. Mentsalenstr 302 Hernr. 582 30, Postscheckkonte Torimund 198 66;: Wattenscheid. Breiheitstr 16. Gernr. 1876. Postscheckk Dortm 30430 Druck und Berlaa: Schürmann 4 Rlagges Bochum Nr. 129 Freitag, den 4. Juni(Kath. Herz=Jesu=Fest, Evgl. Carpasius) 1937 Aufsehenerregende Enthüllungen des„Gringoire“ Howjetrussische Militärflieger die Altentäter! Zie haben den verbrecherischen Anschlag auf die„Deutschland" auf Befehl Moskaus ausgeführt! Zwei weitere Malren gestorben MB Paris, 8. Juni.(Drahtb.) Die volt. tich literatische Wochenzeitung„Gringoire" be= scheitigt sich mit der Bombardierung des Panzer= cilies„Deutschland" und liefert den Beweis da= für daß es sich nicht um einen gewöhnlichen Zwi. ceniall. sondern um einen in allen Einzelbeiten vorbereite. ten, gewollten Angriff gebandelt habe. Das Blatt erklart, daß die sowiet= zusschen Flugstaffeln in Valencia selbständig stien und nicht dem spanischen Militarkommando unterstanden. Den Befehl übe der sowjetrussische Tierst Wassily Tigroff aus. Am 2. Mai tabe Tigroff aus Moskau ein chiffriertes Tele= irel 1 erhalten. Er habe soforz eine Konferenz tinbe ufen, an der 18 sowjetrussische Offiziere teil= genommen hatten. Im Anschluß an diese Konfetin hatten sechs Sowjetapparate vom Tpp„TB 3“ Befehl erhalten, sich für eine Sonderaufgabe bereitzubalten . Mai hatten diese Apparate in Gruppen sse zwei zahlreiche Flüge auf das Meer hinaus semacht. Das spanische Militarkommando sei hierden nicht unterrichtet worden. Am Abend de= neichen Tages hatten zwei dieser Apparate dann die„Deutschland bambardiert. ter erste Apparat habe unter dem Befehl de= Cberleutnante Wafsily Schmidt gestanden, der weile unter dem Befehl des Hauptmanns Anton Prigorine. immer noch widmet die Auslandspresse dem volschewistischen Ueberfall auf die„Deutsch und der berechtigten Abwehraktion des rien Reiches größte Beachtung und kommt n Betrachtungen stete darauf zuruck, daß Roslau auch hier die Hand im Spiele hat. Unter rit Europa will den Frie aunerit sich der„Elsasser“ weiter zu den en Eieignissen und schreibt na: Die 1and Iieigeüberfallen worden. Die blu er sind nicht mehr wegzuleugnen und eine schwere Anklage und Warnung. Mit kvorter Eindringlichkeit wird der Welt vor geführt, welche Gefahrenmomente das undanische Abenteuer für ganz Europa in pirgt, und wie sehr es an der Machtspruch der vereinigten GroßIie diesem Spuk ein Ende gemacht wird. nUgarn weist der„Magvarsag“ mit gro sumeick darauf hin, daß in dem meuchlerian Ariff der volschewistischen Flieger auf das serschif„Deutschland“ ohne jeden Zweifel die Hand Moskaus zu erblicken pestin Sowjetrußland könnte einen derartigen unternehmen, um einen Weltbrand n2ien Europas zu entfachen. Während Engrankreich. Italien und Deutschland jedenn m Punkt übereinstimmten, daß der euroFrieden gewahrt und eine friedliche Beider vorhandenen Gegensätze erreicht werhic: seien die Interessen Sowjetrußlandgus grundsätzlicher Art. Eine nähere Prüen die spanische Frage verwickelten In.r Großmächte führe zwangsläufig zu tellung, daß die auf das Panzerschiff bland“ abgeworfenen Bomben von Sowjethänden dirigiert undin. Die den Sowjets weltanschaulich in under Aech.r, Ablehnung gegenüberstehenden und Italien seien unter dieanmnanden gezwungen, sich in Zukunft auf den Zu den 9er Selbsthilfe zu stellen. demn Bombardement und der als Vergelemhnahme erfolgten Beschießung von Almeu nun auch die ennische Presse Stelrn der Regierung nabestehende„Unseiti aus die Machthaber von Vasencia hatch der Beschießung von Almeria zwar hin an cen Völkerbund zu appellieren und die Einberufung einer außerordentlichen nd zu verlangen, aber gerade ihre Flugeien es gewesen. venericinnglückseligen Bomben auf das eserschiff„Deutschland" nicht nur dem Pre" Keutschlande, sondern auch dem der ge samten Nichteinmischungsbemühungen einen schweren Schlag versetzt hatten. Das Blatt spricht von einer Kette von einander folgenden Ereignissen provozierenden Charakters, die den Eindruck erwecken, als ob in Spanien irgendeine geheimnisvolle Macht am Werke sei, in deren Interesse es zu liegen scheine, daß die in Spanien herrschende Verwirrung über die Grenzen dieses unglücklichen Landes hinausgreifen möge. Die in Santiago de Chile erscheinende Zeitung„Imparcial“ berichtet voller Verständnis für Deutschland über die spanischen Creignisse. Sie bringt zum Ausdruck, daß der Ueberfall auf die„Deutschland“ dem Nichteinmischungspakt und damit indirekt dem Völkerbund den Todesstoß versetze. Niemand fiel die Befragung des Genfer Friedensinstituts ein, im Gegenteil, man berief den Völkerbundsrat. Diesmal bewiesen die Tatsachen ganz klar. daß das, was in Genf geschehe, immer nur nutzloser Wortwechsel sein wird. Nationalspanien in Trauer DNB Berlin, 3. Juni.(Drahtb.) Im Lazarett von Ibiza sind die Oberheizer Helmuth Schubert und Heinz Holzwarth ihren, bei dem verbrecherischen bolschewistischen Ueberfall erlittenen schweren Verletzungen erlegen. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer auf dem Panzerschiff„Deutschland“ auf 27 erhöht. Leile der Dritten Torpedobootsflottille nach den spanischen Gewässern ausgelaufen. MB Berlin. 3. Juni(Drahtb.) Heute sind Teile der Dritten Torvedobootsflottille aus Wilbelmshaven nach den spanischen Gewässern ausgelaufen Kreuzer„Köln“ wird wird demnächst folgen. Damit ist die Verstärkung der deutschen Seestreitkröfte in den spanischen Gewässern vorläufig abgeschlossen. General Mola tödlich verunglückt Im Nebel bei einem Erkundungsflug an der Biskaya-Front Salamanca, 3. Juni.(Drahtb.) Der Nadiosender Salamanca teilte am Donnerstag um 19.30 Uhr mit, daß der bekannte General Emilio Mola, der Führer der Nordarmee, in Erfullung seiner Pflicht an der Biscava=Front bei einem Erkundungsflug in starken Nebel ge raten und abgestürzt ist. Der General ist tot, ebenso sein Adjutant, zwei Generalstabsoffiziere und die beiden Piloten. General Don Emilio Mola Vidal wurde im Jahre 1891 im Lande der Pyren maen geboren. Er entstammt einer der ältesten und angesehensten Familien des Baskenlandes. Dem Wunsche seines Vaters folgend, trat er als Kadett in die Kadettenschule in Pamplona ein. Nach dem Abschluß der Kadettenschule wurde er Offizier in einem der spanischen Garderegimenter und machte hier eine überraschend schnelle Karriere. General Mola war ein Mann von außerordentlich geistigen Gaben. Er war bekannt durch seine unerschütterliche Rube und seine klare Ueberlegung. Von früh auf ist er den politischen Verhältnissen und Entwicklungen seiner spanischen Heimat und besonders am Königshof mit großer Anteilnahme gefolgt. Im Laufe der Zeit kam er so in das republikanische Lager, ohne aber das Vertrauen der Krone zu verlieren. So wurde ihm im Jahre 1931 von General Berenger das Kommando der gesamten spanischen Polizei als Generalinspektor übertragen. In dieser Stellung spielte er in der letzten Zeit der Monarchie eine sehr einflußreiche Rolle. Nach dem Sturze Alfons X111I. stand General Mola zunächst in der ersten Reihe der führenden Männer Spaniens. Mit der sich ständig mehrenden Linksorientierung des republikanischen Systems entfremdete er sich aber den Verantwortlichen der Regierung, so daß man ihm schließlich eine Kommandostelle über die spanischen Truppen in Marokko übertrug und auf diese Weise kaltgestellt zu haben glaubte. Nachdem eine gemäßigtere Richtung an das Ruder gekommen war, kehrte General Mola nach Spanien zurück und übernahm das Oberkommando über das Korps in Navarra. Als sich General Mola mit dem größten Teil des nationa len Offizierkorps gegen die Machenschaften der Volksfrontregierung sträubte, wurde er am 9. Juli 1936 unter dem Verdacht, eine Aufstandsbewegung vorbereitet zu haben, verhaftet. Der General mußte aber, da ihm nichts nachzuweisen war, bald wieder freigelassen werden. Nur kurze Zeit später landete er mit den Kolonialtruppen auf spanischem Boden und erklärte der radikalen Volksfrontregierung und dem mit ihr im Bunde stehenden Bolschewismus den offenen Krieg. General Mola war einer der ersten, die sich an die Seite Fran cos stellten. Er brachte die nationale Bewegung in Navarra in Gang und schlug mit der Garnison Pamplona, in der er einstmals als Kadett gestanden hatte, zuerst gegen die Roten los. Seither führte General Mola die Operationen der nationalen Armee an der Nordfront. Im nationalen Spanien sind die Fahnen auf halbmast gegangen; das spanische Volk trauert um General Mola, in dem Spanien einen seiner fähigsten Generale und einen seiner besten und treuesten Söhne verloren hat. General Emilio Mola hat im Juli vergangenen Jahres zusammen mit General Franco den Kampf gegen Kommunismus und Anarchie, die sein Vaterland bedrohten, mit unerhörter Energie und beispiellosem Erfolg aufgenommen. General Franco war damals Oberbefehlshaber im Süden, während Mola den Oberbefehl im Norden übernommen hatte. Von Pamplona aus erließ er am 17. Juli 1936 seine denkwürdige Kampfansage an die Feinde Spaniens. Zehntausende von Freiwilligen aller Bevölterungsschichten scharten sich um ihn, fast alle Garnisonen schlossen sich ihm an. In einem Siegeszug ohne gleichen konnte der General in wenigen Tagen das ganze spanische Gebiet zwischen der Nordküste, ausgenommen die Küstenstraßen, nach Süden bis 50 km nördlich von Madrid(Guadarama= und Somosierra=Gebirge) nach Östen bis Fuesca und nach Westen bis an die portugiesische Grenze einschließlich der Landschaft Galicia, der Nordwestecke Spaniens, vom Marxismus säubern und in seine Hand bringen. Allüberall jubelte das Volk seinem Befreier zu; die rot=gelbe Fahne Spaniens ging an allen Masten hoch, wo der General mit seinen Truppen erschien. Mola war durch und durch Soldat, und Spanier vom Scheitel bis zur Sohle. Als Befehlshaber des Abschnittes von Larache in Marokko hat er sich größte Verdienste nicht nur militärischer, sondern auch rein organisatorischer und sozialpolitischer Art erworben; von jeher ein großer Verehrer Deutschlands, hat er auch militärwissenschaftlich zur Verbreitung deutscher Taktik und Strategie innerhalb der militärischen Kreise Spaniens mit mehreren Veröffentlichungen wesentlich beigetragen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Donnerstag den bekannten sapanischen Gelehrien und Philosophen Professor Chikao Fusisawa, Direktor der Kulturgesellschaft„Nippon Bunkarennei in Tokio, der mit dem sapanischen Kreuzer„Alhigara“ nach Deutschland gekommen war. Gegenstand der längeren Unterhaltung waren die wechselseitigen kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Englische Regierung unterbreitet Vorschläge Gegen die Wiederholung der Piratenüberfälle London steht mit Berlin, Kom und Paris in Verbindung DNB. London, 3. Juni.(Drahtb.) Wie von englischer zustandiger Stelle mitgeteilt wird, stebe die englische Regierung in Verbindung mit der deutschen. französischen und italienischen Regierung, um Maßnahmen herbeizuführen, die eine Garantie gesen die Wiederkehr von ähnlichen„Zwischenfallen“ wie der Bombardierung, der„Deutschland“ herbeiführen sollen. Ea wird dabei betont, sämtliche vier Machte hätten an dieser Frage ein gemeinsames Interese da sie alle von ähnlichen Bmiicentallen he troffen worden seien. Die Auswahl der vier Mächte erkläre sich auch daraus, daß es sich um die Staaten handele, die im Anftrage des Nichteinmiechungsausschuffes den Kontrollplan durchführten. * Im Unterhaus fragte am Donnerstag der liberale Abgeordnete Mander den Außenminister ob er sich an die Signatarmächte des Kellogg=Paktes weren gemeinsamer Vorstellungen Dent'hland gegenüber wenden wolle, da das Bombardement von Almeria einen„Bruch des Felloga=Paktes“ darstelle. Anstelle des Außenministers antwortete Untersaetssekretör Cranborne. Er verneinte die Frage Manders und erklärte dazu, es sei das Ziel der englischen Regierung. mit allen in ihrer Macht liegenden Mittelt den Zusammenbruch der Nichteinmischungspolitik zu verhindern und eine ernste Situation abzuwenden. die sich aus einem erneuten Einstrom fremder Staatsangehöriger nach Spanien ergeben müßte Die Regierung balte die volle internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Nichteinmischungsausschusses für das wichtigste Ziel und erstrebe die baldige Wiederherstellung des Schemas der Seeüberwachung an der spanischen Küste. Mit diesem Ziel vor Augen habe die englische Regierung am Mittwochabend den beteiligten Renierungen Vorschlage zugeleitet, von denen sie hoffe, daß sie ange messene Garantien gegen eine Wiederholung des Zwischenfalles barstellten Die Regierung hoffe, daß diese Vorschläge alle in Frage kommenden Regierungen wieder in die Lage versetzen, die Politik der Nichteinmischurg voll aufzunehmen. Sie lege einer solchen Entwicklung unsmehr Bedeutung bei, als sie sich bemühe, so schnell wie möglich Fortschritte mit der urückziehung ausländischer Kampfteilnehmer in Spanien zu machen. Sie halte diese Angelegenheit für wichtig und hoffe, daß es in einer Atmospbäre internationaler Ausammenarbeit auch möglich“ an einem entsprechenden Abkommen mitzuarbeiten. 0 .. Am Sonnabend Luftschutz-Rede Görings! DNB Berlin, 3. Juni(Drabro., Am Sonnabend, dem 5. Juni, 20 Uhr. wird der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Görina. in einer Großkundgebung des Reichsluftschutzbundes in der Dietrich=Eckart=Bühne Berlin, grundlegende Ausfübrungen zum Luftschutz machen. Die Rede wird über alle deutschen Reichssender. mit Ausnahme des Deutschland=Senders, verbreitet. Der Luftschutz geht alle Deutschen an. Jeder ist zur Mitarbeit gesetzlich verpflichtet. Jeder sollte sich deshalb auch die Ausführungen Görings anhören. Der Reichsluftschutzdienst veranstaltet überall Parallelkundgebungen, wo im Gemeinschaftsempfang die Rede auch von denen gehört werden kann. die kein Rundsunkgerät besitzen. 3. 2 3 e*7 n I Der Marschall ehrt Italiens Tote Am ersten Tage seines Besuches in Rom legte Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg an den beiden Königsgräbern im Pantheon, am Grabe des Unbehannten Soldaten und am Ehrenmal der für die Revolution gefallenen Faschisten mit dem Hakenkreuz geschmückte Lorbeerkränze nieder. Diese Aufnahme zeigt den Reichskriegsminister vor dem Ehrenmal; neben ihm der deutsche Botschafter von Hassel(Scherl=Bilderdienst=M.). Ehrung für Feldmarschall Mannerheim Glückwünsche des Führers VNB Helsinki, 3. Juni(Drahtb.) Der deutsche Gesandte von Blücher überreichte am Mittwoch dem sinnischen Feldmarschall Baron Mannerheim das Großkreuz des Ehrenzeichens vom Deutschen Roten Kreuz und sprach ihm dleichzeitig die Glückwünsche des Führers und Reichskanzers zu seinem 70. Geburtstag aus. Feldmarschall Mannerheim dankte in einer An sprache herzlich für die ihm zuteil gewordene (Scherl=Bilderdienst=M) Ehrung. An dem folgenden Frühstück nahmen die Chefs des Heeres, der Flotte, der Luftstreitkräfte und des Flugkorps mit ihrem Stabschef sowie eine Reihe alter Generäle aus dem finnischen Freiheitskrieg teil. Unter den Gasten befanden sich auch die Vertreter der deutschen Finnlandkämpfer, Generalmajor von Faukenhorst und Fregattenkapitän Engel, die zu dem anläßlich des Geburtstages des Feldmarschalls Mannerheim stattfindenden Feierlichkeiten aus Deutschland nach Helsinki gekommen sind. „Doppelte Freude über Neuraths Besuch in Belgrad“ saat die„Vreme“ DNB Belgrad, 3. Juni(Drahtb.) Die Blätter veröffentlichen die Nachricht von dem bevorstebenden amtlichen Besuch des Reichsaußenministers von Neurath in Belgrad in großer Aufmachung. Die halbamtliche„Vreme“ führt aus, der Besuch des Reichsaußenministers werde in der jugoslawischen Hauptstadt dopvelte Freude hervorruten, erstens wegen der Ehrung, die Belgrad seitens des Reiches durch den Besuch seines Außenministers erwiesen werde, zweitens da man in Jugoslawien in diesem Besuch einen neuen Beweis für die Festigung der schon bestehenden freundschaftlichen Beziebungen zwischen den beiden Staaten erblicke. Lebhaftes Echo in Sofia DNB Sofia, 3. Juni(Drahtb.) Die gesamte bulaarische Presse und die Oeffentlichkeit hat die aus Berlin eingetroffenen Meldungen über den bevorstehenden Besuch des Reichsaußenministers in Belgrad. Sofia und Budapest mit stärkstem Interesse aufgenommen. Die Blätter brachten die Nachrichten darüber in größter Aufmachung. Das Blatt„Slowo“ schreibt, daß den Leiter der deutschen Außenpolitik in Solia ein herzlicher Emnfang erwarte, weil Bulgarien und Deutschland durch eine traditionelle Freundschaft verbunden seien, die noch von der Waffenbrüderschaft im Weltkriege her datiere und in den Nachkriegsjahren durch enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen weiter vertieft worden sei. Bulgarien freue sich auch desbalb über den Besuch, weil er zeige, daß das Ausland Bulgarien besonderes Interesse entgegenbringe und es nicht außerhalb seiner Kombinationen stelle. Auf der Rückfahrt nach Deutschland DNB Bremen. 3. Juni(Drahtb.) Aus Newyork wird gemeldet, daß sich Dr. Hugo Eckener und die übrigen Mitglieder der Luftschiffuntersuchungskommission mit dem Schnelldampfel„Sutopa“ des Norddeutschen Llond auf der Heimreise nach Deutsch and befinden. Das Schiff trifft am 8. Juni in Bremerhaven ein. 27 gefallene italienische Freiwillige beigesetzt 500 Verwundete in Reapel eingetroffen. Rom, 3. Juni.(Drahtb) Die Agentur Stefani veröffentlicht am Donnerstag die zweite amtliche Verlustliste von 2 7 im Abschnitt von Malaga gefallenen lalienischen Freiwilligen, die mit militärischen und kirchlichen Ehren in der Umgebung Malagas beigesetzt wurden. In Reapel sind am Donnerstag 500 in den letzten Kämpfen bei Madrid verwundete italienische SpanienFreiwillige eingetroffen. Mit Ausnahme von nehn Schwerverletzten ist das Befinden der übrigen zufriedenstellend, ihre Haltung ist ganz ausgezeichnet Neue Mitalieder des Reichsbankdirektorirms DNB Berlin, 2. Juni(Drahtb.) Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht die Herren Dr. jur. Otto Schniewind. bisher Ministertaldirektor im Reichewirtschaftsministerium, Max Kretzschmann, bisher Vortragender Direktor beim Reichsbankdirektorium, Rudol' Brinkmann. bisher Vortragender Direktor beim Reichsbankdirektorium. Karl Blelsina. bisher Vortragender Direktor heim Reichsbankdirektorium mit Wirkung vom 1. Juni ab zu Mitgliedern des Reichsbankdirekoriums ernannt. Blemberg in Furbara u. Guidonia Vorführungen der Luftwaffe in Anwesenheit Viktor Emanuels und des Duce. DNB Rom. 3. Juni(Drahtb.) Generalfeldmarschall von Blomberg hit am Donnerstag in Begleitung des italienischen Regierungshefs Mussolini und der Unterstaatssekretäre für Heer, Marine und Luftwaffe den Militärflughafen Furbara und die Versuchsanstalt Guidonia besucht. Kurz vor Beginn der Besichtigung von Furbara war völlig unerwartet der König von Jtalien und Kaiser von Aethiopien Viktor Emanuel III. auf dem Flughafen eingetroffen, der die Besichtigung der italienischen Luftwaffe durch den deutschen Ehrengast mit leinem Erscheinen auszeichnen wollte. Nach der unter Führung von Unterstaatssekretär General Valle vorgenommenen Besichtigung wurde unter Einsatz großer Flugzeugverbände ein Fliegerangriff vorgeführt, delsen Thema die Vernichtung einer Flottenbasis und der im Hafen liegenden Schiffe war. Die Kampfhandlung fand die lebhafte Anerkennung des Generalfeldmarschalls, der anschließend ein Deutscher Frachtdampfer von Mussolini persönlich gesteuertes dreimotoriges Flugzeug bestieg und einen ausgedehnten Flug über dem Küstengebiet der früheren Pontinischen Sümpfe unternahm. Auch die Besichtigung der hochmodernen Versuchsanstalt von Guidonia erweckte das lebhafte Interesse des Generalfeldmarschalls, dem sowohl die Truppe wie die Belegschaften und die Zivilbevölkerung überall bei seinem Erscheinen durch herzlichsten Beifall begrüßen. Zu der Besichtigung von Furbara und Guidonia waren außer zahlreichen Offizieren der verschiedenen Wehrmachtteile auch Marschall Badoglio und General de Bono sowie Außenminister Graf Ciano, der Minister für Volkskultur, Alfieri, und der Chef der Miliz, General Russo, erschienen. Nach Abschluß der Besichtigung fand zu Ehren von Generalfeldmarschall von Blomberg in Guidonia ein Kamerndschaftsessen smntt. Am Donnerstag nachmittag stattete Generalfeldmarschall von Blombera Marschall Badoglio, von Addis Abebn, und dem italienischen Außenminister Graf Ciano kurze Beluche ab und besichtigte dann die italienische Abndemie für Leibesübungen. Auf See in Brand geraten hilfe unterwegs- Das Feuer unter Kontrolle bekommen- Von der Besatzung fünf Mann verletzt DNB Hamburg, 3. Juni.(Drahtb.) Auf dem 7 900 Bruttoregistertonnen großen deutschen Frachtdampfer„Oliva“ ist. nachdem das Schiff auf der Heimreise nach Europa am 2. Juni morgens Manila verlassen hatte, im Lagerraum ein Feuer ausgebrochen. Bei der sofort aufgenommenen Bekämpfung des Brandes durch die Besatzung sind zwei Offiziere und drei Matrolen verletzt worden. Der Kapitän hat bei der Marinebehörde in Manila telegraphisch ein Torpedoboot oder ein Flugzeug zum Abtransport der Verletzten angefordert. Die Besatzung, die aus 51 Mann besteht, ist weiter bemüht, den Brand zu löschen. Die Reederei. welche die„Oliva“ in Manila vertritt, hat einen Schlepper ausgesandt. Der in der Nähe befindliche deutsche Tampfer„Friedetun“ hält ebenfalls mit Volldampf auf die„Olira“ zu und hofft, sie um 9 Uhr Berliner Zeit zu erreichen. Weiter haben andere deutsche und ausländische Schiffe Kurs auf das brennende Schiff genommen. Der Frachtdampfer„Olina“ hat eine Ladung Stückgut und Sojabohnen an Bord. Fahrgäste befinden sich nicht auf dem Dampfer Zu dem Brande auf dem deutschen Frachtdampfer „Oliva“ erfahren wir, daß man nach den letzten Meldungen das Feuer unter Kontrolle bebommen hat. Die„Olivia" befindet sich zurzeit aus eigener Kraft mit acht Knoten Geschwindigkeit auf der Fahrt nach Manila. Aerztliche Hilfe für den Ersten Offizier Bull und den Vierten Offizier Roth, die leicht verletzt sind, sowie für die drei Schwerverletzten— die Matrosen Gentner und Voß und den Trimmer Wendt— ist mit einem Flugzeug von Manila unterwegs. Der Fremdenverkehr im April DNB Berlin. 3. Juni(Drahtb.) Im April 1937 hat der Fremdenverkehr im allgemeinen den Umfang des Vorjahres erreicht, obgleich er damals durch die Osterfeiertage eine besonders starke Anregung erfahren hatte. In 750 wichtigen Fremdenverkehroorten des Deutschen Reiches wurden nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes 1.32 Millionen Fremdenmeldungen und 3.85 Millionen Fremdenübernachtungen gezählt oder fast die gleiche Zahl(0.05 v. H.) von Meldungen. aber 5 v. 5. mehr Uebernachtungen als im April 1M6. Auf den Fremdenverkehr aus dem Auslande entfielen im Berichtsmonat 90703 Meldungen und 279 122 Uebernachtungen, d. b. 2 v. b. weniger MelNach den letzten bei der Reederei eingetroffenen Nachrichten verlucht der Dampfer„Olivia“ weiterhin, den Hafen von Manila zu erreichen. Außer dem Flugzeug, das in Ilo-Ilo zur Hilfeleistung aufgestiegen ist, befinden sich auch zwei Militärflugzeuge von Manila aus auf dem Flug zu dem Dampfer, um beim Abtransport der verletzten Be= satzungsmitglieder zu helfen. heldenhafter Kampf der„Oliva“ gegen Feuer Der Lloyddampfer„Friedetun“ hat sieben Verwundete der„Onoa“ übernommen; diese werden nach Manila gebracht Die 52köpfige „Oliva“=Belatzung kämpft heldenhaft gegen die weitere Ausbreitung des Feuers. Ihr stehen der englische Dampfer„Agamemnon“ und der holändische Dampfer„Tstkarang" bei. Die von Zloilo gestarteten drei Flugzeuge kehrten wegen ungünstigen Wetters wieder zurück. Unwetter über Osttirol Ein Feuerwehrmann ertrunken. DNB Ling. 3. Juni.(Drahtb.) In der Nacht zum Mittwoch ging über das Billgratental in Osttirol, einem Seitental des Puster=Tals, ein schwerer Wolkenbruch nieder, der mehrere Brüchen wegriß und eine greße Ueberschwemmung verurlachte. Bei den Abwehrmaßnahmen in Panzendorf wurden zwei Feuerwehrleute von den Fluten fortgerisen. Während einer gerettet werden konnte, am der andere in den Fluten ume Leben. dungen und 8 v 5. mehr Uebernachtungen au im April 1936. Die Zunahme der Uebernachtungen tron gleichzeitigen Rückganges der Meldungen erklärt sich aus dem in den Vergleichozahlen zum Ausdruck kommenden, meist kursfristigen Reileverkehr an den Osterfeiertagen Jm einzelnen war die Zahl der Fremdenüber= nachtungen in den Großstädten um 19 v. 5 und in den Mittel- und Kleinstädten um 6 v. H. größer; in den Bädern und Kurorten dagegen um 9 v. H. kleiner als im April 1936. In Süd=, Nord= und Ostdeutschland haben die Fremdenübernachtungen gegen den April 1930 zugenommen(um 6.10 und 4 v. H.). in West- und Mitteldeutschland dagegen abgenommen(um 05 und 8 v. 6.) Gedenkfeier für General Wever Stahnsdorr bei Berlin ein von dem Berliner Bildbauer Prof. Haffenrichter geschaffenes Denlmal für den vor einem Jahr tödlich verunglückten Generalstabschef der Luftwaffe. Generalleutnant Wever, enthüllt.(Scherl=Bilderdienst=M.) Generaloberst Göring am Grabmal seines ersten Generalstabschese Berlin, 3. Juni.(Drahtb.) Anlaßlich der Wiederkehr des Todestages des ersten Generalstabschefs der deutschen Luftwaffe, Genera. nant Wever, der am 3 Juni vergangenen Jad= res den Fliegertod erlitten hat, fand auf dem Waldfriedhof in Klein=Machnow bei Berlin am Donnersfagnachmittag eine Gedenkfeier statt. An der Feier nahmen teil die Gattin und die beiden Söhne des gefallenen Generals, Generalober Göring, General der Flieger Milch, die Amtschefs und selbstandigen Inspektoren des Reichsluftfahrtministeriums, die Kommandierenden Generäle und Befehlshaber in den Luftkreisen 1—12, Gauleiter und Oberpräsident Vertreter staatlicher Behörden und der Gliederungen der Bewegung. Nach dem Präludium von Bach, intoniert vom Stabsmusikkorps vom Luftkreis 2, hielt Generaloberst Göring eine Ansprache, in der er u. a. ausführte, daß die Lücke, die durch den Tod des ersten Generalstabschefs der neuen Luftwaffe, G neralleutnant Wever, gerissen wurde, sich nicht habe schließen können, denn mit General Wever sei nicht allein der Öffizier, der Chef des Generalstabes von uns gegangen. Mit ihm sei vielmen sener Kamerad gefallen, der von Anfang an mit letztem Einsatz für das Werden unserer jungen Luftwaffe gerungen und gearbeitet hat, ein Mann, an dessen sieghaftem Glauben wir alle immer wirder neue Kraft gewinnen konnten. Er wies dan darauf hin, daß die Grabstätte dem schlichten un bescheidenen Wesen des Generals Wever werde und sprach den Wunsch aus, daß noch Angehörige unserer Wehrmacht hierher kommen mögen, um sich neue Kraft zu holen. An die stillen Gruft wollen wir geloben, in dem e und in dem Glauben von General Wever wezuarbeiten an der Waffe, die ihm das Höchie na. Sein Gedenken werde für den Soldaten und ge ger für alle Zeiten leuchtendes Vorbild sein. Unter den Klängen des Liedes vom guten Nameraden legten Generaloberst Göring Commandore des Kampfgeschwaders General E er zwei Lorbeerkränze nieder. Das schlichte aber eindrucksvolle Grabmal, vo rofessor Haffenrichter geschaffen, tragt die hriften:„Die deutsche Luftwaffe ihrem e seneralstabschef in unvergeßlicher Dantbar nd Verehrung. General Göring.— Er stard lauben an sein Volk und seinen Führer Leben genommen Drei junge Burschen überfahren ausgesunden. Essleben, 3. Juni.(Drahtb.) Am 70 nerstag wurden drei junge Burschen au Geleisen der Bahn Halle—Kassel zwischen rode und Eioleben, unweit eines tot aufaelunden. Die drei Jungen vor kuezem mit einem fremden Kraftwagen Schwarzfahrt unternommen. Aus Scham und aus Burcht vor Strate lieben sie überfahren. Cauptschrifnentert Josepd 92 810 r. Sodur rir. des Haupischriftieners: Peier a e wortlicht Für den politischen. kultutpoltitice de illungsteui Josepd 9 a 6 1e r. OoOu Bochum für Rbeaier und Musit. — 0r Welideutiche Umtbau uns a Milde.m Nra1. sen und C-Sieeler Dr. Joseph N fort, Handet und den lokalen dell de n d sule andefod Pooue fur den oon en Abieilungsletter.— 00 Cllv Becer, Haltingen: für on greit dermann 8919e r. Mattenscheid Bur F aa Rrioa Fdn — T.M IV 1037: 0ber 11 500 sche Volkézeitung Nochum üder 1. tlung für Ennepe=Rubr S 1100). sgabe Ot Morgenzeilung Mailensweio eag den 4. Juni bochumer Ta Man mi Freitag, den Eemnenaufgang 4.11. 1 ses Sieg Friedrichs des riedberg. 41 Der Rechtslehrer Karl fut a. M. geb.(gest. Der Dichter Eduard9 gest.(geb. 1804) 5 Der Germanist Robert 145 Der Geschichtsforscher Kalle a. d. Saale geb. 154 Ter Nationalokonom Lewzg gest.(geb. 181 16 Beg.nn des russischer Brussilow. 70 begonnene Im 1. Vierteliahr 1957 titiskeit in Bochum 70 dm waten 57 Gebäude fü e Zwede und 13 Wohnge vaten es M begonnene Jn der Zeit von Januar Sein G Bauerlaubn n Wohngebaude. Jn der siranträge eingereicht. wnde — Auch wechselten in dieser uch freibandigen Verkauf. 2 Wengsversteigerung und nm den Besitzer. Der W brunditucke betrug 2 933 7655 nu vom Vorvierteljahr. Umgekehrtes bohe Sterbezisser bei Im ersten Vierteljahr 19 tan 76 männliche und 73 ed geboren gegen 01 bar Es starben im ersten 36 weibliche Personen luffallen #et bei den männlichen cn belief sich in diese Flaggen h Die Bevölkerung Bochur lisch des Kreistreffens de # lente 16 Uhr ihre Flaga 6 und 20 weibliche Kind enen Guartal 176. In san dieses Jahres zogen na 6 und 2018 weibliche Pers= 2151 männliche un Somit ergibt sich eir *33 mannlichen und letzten Quartal ce und 4 35 weibli umackehrt. Der hat Jamilient Azrlung durch Innenministe on den Burchführungsbe chimnenminister, und der gamienunterstützungsa o fengentellt, daß nach Ein Denstpflicht die Unteritu der zur Erfüllur enberufenen Wehrpfli or der aktiven Dien dnenkreis der Einberufen ebiidung oder Uebungen Erullung der Arbeitsdien er. der auf Grund hinsichtlich der Far en ertten Dienstjahre d u Anachorie der Wachstandarten ernn esetz keine Anme Finsichtlich der Sozia die Richtlinien darauf en zu Uebungen der iniger Ausbildung der A s der Krankenversicher . Angebörigen gegenü noe icherung bestehen wentrichtung beda aung e i Ertullung der aktiven enpflicht kann der A. nut durch freiwillige We Ei We Besteht beim Kai ngerät, Kleidungsstü ng die Gefahr der M .m Einbernfenen un entgeaenzukomme.. Erhöhter M Verteljahr 1937 011 638 9i 30 Lier. Javon en, mährend Der Bie M. Unarta Rochun m Pp ucang de pro Kapf de ür General Wever am Grabmal seines ersten alstabschete suni. Drahtb.) Anlannh odestages des ersten Gen den Luftwaffe, Generauen 3. Juni vergangenen Jadlitten hat, fand auf dem Machnow bei Berlin am eine Gedenkfeier statt. teil die Gattin und die bei= en Generals, Generaloberst der Flieger Milch, die andigen Inspektoren des ums, die Kommandieren= ehlshaber in den Luftkrei= 10 Oberprasident Sturb, behörden und der Gliedevon Bach. intoniert vom ftkreis 2, hielt General= sprache, in der er u. a. die durch den Tod der neuen Luftwaffe, Gein mit General Weyer Mit ihm sei vielmehr er von Anfang an mit Verden unserer jungen arbeitet hat, ein Mann, den wir alle immer wie= konnten. Er wies dann tatte dem schlichten und benerals Wever gerecht isch aus, daß n macht hierher kommen ft zu holen. An dieser geloben, in dem Sinne General Wever weiterie ihm das Höchie Kal. den Soldaten und Fekndes Vorbild sein. Liedes vom guten Kaberst Göring und der schwaders General wer ksvolle Grabmal, von affen, tragt die In ftwaffe ihrem ersen seßlicher Dankbarken ring.— Er starb im seinen Führer r Strafe sich das nmen ihren aufgesunden. Prahtb.) Am Pon= Burschen auf den ssel zwischen Wonetes Bahnüberganges. drei Jungen hatten en Kraftwagen lus Scham daruber rale ließen sie sich den 4. Juni 1937 1. Beilage der Volts-Zeitung bochumer Tageschronit Man merke Freitag, den 4. Juni Eennenausgang 4.11. Redulgang 1.(W. Monduntergang 15.14 n Sieg Friedrichs des Großen bei Hohen. friedberg. Der Rechtslehrer Karl Binding in Frankim a. M. geb.(gest. 1920). 5 Der Dichter Eduard Moriche in Stuttgart geit. lgeb. 1804). 5 Der Germanist Robeit Petlch in Berlin geb. 5 Der Geschichtsforscher Siegfried Kähler in Halle a. d. Saale geb. 4 Ter Rationalokonom Wilhelm Rolcher in Lewzig gest.(geb. 1817). /16 Beginn des russischen Massenangriffs unter Brussilow. 70 begonnene Neubauten auf dem Waldiriedhof ein von dem Berliner Bild richter geschaffenes Denl1 Jahr todlich verunglückten Luftwaife, Generalleutnan: (Scherl=Bisderdienst=M.) Im 1. Vierteliahr 107 verzeichnete die Bauitigkeit in Bochum 70 begonnene Neubauten, uer waten 57 Gebäude für gewerbliche und sonme Zwede und 13 Wohngebäude. Im Vorpiertel in vaten es M begonnene Neubauten In der Zeit von Januar bis Marz wurden in Sun G Bauerlaubnisse erteilt. davon inr Wohngebaude. In derselben Zeit wurden 107 saranträge eingereicht, davon 12 für Wohnnande luch wechselten in dieser Zeit 124 Grundstücke ucch freibandigen Verkauf. 2 durch Tausch. 14 durch Wergsversteigerung und 1 durch Auseinandernm den Besitzer. Der Wertpreis für diese 141 buundtücke betrug 2 933 765 RM. das ist das Dop nu vom Vorvierteljahr. Umgekehrtes Verhältnis bobe Sterbezifser bei den Männern In ersten Vierteljahr 1W7 wurden in Bo :n 76 männliche und 738 weibliche Kinder le m geboren gegen 61 bzw. 668 im Vor i Es starben im ersten Quartal 537 männliche 36 weibliche Personen gegen 406 bzw. 40r vordierteliahe Auffallend ist die hobe Sterbe it bei den männlichen Perlonen. Der Geburten= cnk beliet sich in dieser Zeit auf 223 männ Flaggen heraus! Ie Bevölkerung Bochums wird gebeten, an utlich des Kreistreffens der NSDAP. Bochum a keute 16 Uhr ihre Flaggen zu hissen. und r1 weibliche Kinder gegen 180 bzw. 239 erten Quartal 1036. Jn der Zeit von Jan. bis hres zogen nach Bochum 2181 männ weibliche Personen. während Bochum en 3151 männliche und 2212 weibliche PerSimit ergibt sich ein Wanderungsergebnis 3 männlichen und— 224 weiblichen Im letzten Cuartal 107 waren es— 5 e und+ 35 weibliche Personen, allo ge umackehrt. der hat Jamilienhilfe-Anspruch? Karlung durch Innenminister und Finanzminister amenunterstutzungsgesetz erassen haben. engestellt, daß nach Einführung der zweijahri= Cn De Unterunnungeberechtigung der r rlluni berufenen Wehrpflichtigen auch für das der aktiven Dienstpflicht besteht. Der der Einberufenen umfaßt alle zur unung der altiven Dienstpflicht oder zu kurzfristinoung oder Uebungen der Wehrmacht oder unung der Arbeitsdienstpflicht Ernberufenen. ee der auf Grund freiwilliger Meldung erureneh. Der Dienst in der SS=Verfügungs= .N0 binsichtlich der Familienunterstützung für erten Dienstjahre dem aktiven Wehrdienst Sa Wachstandarten findet das Familien utzungsgesetz keine Anwendung dinsichtlich der Sozialversicherung er Achilinien darauf hin, daß bei Einbee" Uebungen der Wehrmacht sowie zu ger Ausbildung der Anspruch auf Familiene dr Krankenversicherung des Einberufenen gehörigen gegenüber dem Trä= der anung der altiven Dienstpflicht oder der enpflicht kann der Anspruch auf Familien= hengera, Kleidungsstücken oder Wasche auf Gefahr der Rücknahme der Sachen, ceineter Weise nabegelegt und seiner Ehefrau nach . Verläufer in gecem Einberufenen und aren entgegenzukomme.i. Erhöhter Milchverbrauch . Verleljahr 1937 wurden in Bochump 3 01 638 Liter und von Landwirt T Mroen M 8 aa 3 011 638 Liter und von Landwirten er Milch eingeführt, das sind inegesamt Davon wurden 5 866 147 Liter n 1 negeben, wahrend 377 161 Liter verarbeitet Der Bierkonsum girg zurüch al dieses Jahreo betrug der Bier= e in Bochum 37 813 Hektoliter gegen 40 058 letlen Vierteljahr 1936. Das bedeutete aina des Bierkonsaime von 12,7 auf pro Kopf der Bevolkerung Seute Beginn des Kreistreffens Als wir im vergangenen Jahr unseren Leitartikel über den Gautag 1936 in Dorimund schrieben, war unser Bericht mit einigen schmerzlichen Remimizenzen getrübt. Bis dahin war Bochum, wo der Nationalsozialismus unseres Gaues geboren wurde, allein die Stadt geweien, die alljährlich den Gautag in ihren Mauern sah. 1936 wurde diese junge Tradition abgebrochen und der Gautag in Dortmund erstmalig abgehalten. Um dieselbe Stunde wurde in der Lindemannstraße in Dortmund der feierliche Grundstein zum Bau eines Gauhauses gelegt mit der Hoffnung, im nächsten Jahre dieses Gau=Repräsentationsgebäude beziehen und die Gauleitung wie alle übrigen Gauamissiellen mit den angegliederten und betreuten Organisationen nach Dortmund verlegen zu können. Es ist anders gekommen. Erfreulicherweise für Bochum. Ziele frohe Tatlache mag als freudig stimmender Rhythmus den Kreistag durchpulsen, den die NSDAP. Bochum in diesen Tagen, von Freitag bis Sonntag abend, in den Mauern unserer Großstadt abhält. Es ist das erste Mal, seit dem im Jahre 1932 aus der Ortsgruppe Bochum der Kreis Bochum wurde, daß in Bochum ein Kreistreffen der RSTAP. stattfindet. Um so größer sind die Freude und der Stolz, die alle Teilnehmer an diesem ersten Kreistag der Partei erfüllen angesichts der schweren Kampfe, die in einem kurzen Zeitraum von wenigen Jahren zu einem unglaublichen Erfolge und auf die Höhe der Macht führten. Wer auch könnte mit größerer Berechtigung diesen Kreistag feiern als der Bochumer Kreis. der von Anfang an das Zentrum der Bewegung für Westfalen war, von dem aus die übrigen Gebiete der Roten Erde erobert wurden, wo die Bewegung schon in den ersten Jahren der Nachkriegszeit Wurzel schlug! Wo auch die Besinnung auf das Vergangene und das Erreichte ernster, tiefer, faßlicher als hier in Bochum. wo das erste Samenkorn der NSDAP Westfalens gelegt wurde, das sich immer mehr und kraftvoller entfaltete, bis es seine Wurzein über das ganze sudwestfälische Gebiet ausgebreitet hatte! Denn Kreistage sind ja Reichspartei= oder Gautage im Kleinen, die keinen anderen Sinn und Zweck haben als jene, nämlich besinnliche Rückschau zu halten und neuen Tritt zu ausgerichteter Marschroute zu fassen. Kann aver diese besinnliche Rückschau stolzer und beglückender sein, als menn man auf die Geburtsstunde verweisen kann, da diese Bewegung in Westfalen ins Leben gerufen wurde und mehr und mehr festen Fuß faßte! Umschließt doch diese Geburtsstunde alle Imponderabilien und Wesenswerte, die die Mitbegründer zu den alten Kämpfern stempelte, die heute auf ihrer Brust das Ehrenzeichen der Partei trigen, die am heutigen Tage bei Eröffnung des Kreistreffens im Stadttheater die ersten Plätze einnehmen und morgen und übermorgen an der Spitze der Marschkolonnen marschieren werden Ihre Namen stehen in dem Heft verzeichnet, das die Kreisleitung aus Anlaß des ersten Treffens herausgegeben hat. Ihrer sind 140. Eine stolze Rohll Unter ihnen finden wir Namen wie Gauleiter Josef Wagner, Kreisleiter Ernst Riemenschneider, Polizeipräsident Fritz Schleßmann, Gauwalter Ernst Stein. Kreisobmann Paul Meinert, Oberbürgermeister Dr. Piclum, Namen, die heute die Bewegung in Bochum verkörpern und deren Träger in vorderster Linie der Partei stehen. Für alle diese 140 Ehrenzeichenträger im Kreise Bochum bringt das erste Kreistreffen das erhebende Gefühl, nicht umsonst gekämpft zu haben. Sie sind die wahren Sieger von heute im hiesigen Kreis und deshalb dazu berufen. die Bilanz zu ziehen, die Ausrichtung vorzunehmen und Heerschau zu halten über die Marschkolonnen der Formationen und Gliederungen der Partei, die am Sonntag nachmittag vor dem Gauleiter aufwarschieren. Einer von diesen Ehrenzeichenträgern trägt die Parteinummer 6 152. Ein hochragendes Ehrenzeichen, das Zum ersten Mal begeht der Kreis Bochum in der Zeit vom 4. bis 6. Juni 1937 ein Kreistreffen. Daß dieses Treffen eine umfassende wuchtige Demonstration der nationalsozialistischen Bewegung wird, dafür birgt die tiefe Verankerung der Idee Adolf Hitlers in der Bochumer Bevölkerung. Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß die natonalsozialistische Bewegung die Retterin unseres Vaterlandes aus tiefster Rot und Schmach gewesen ist und damit dem Leben eines jeden einzelnen Volksgenossen wieder Sinn und Inhalt gegeben hat, wird jeder Bochumer diese Tage mit Begeisterung und tiefer Dankbarkeit miterleben. Jede Veranstaltung dieser festlichen Tage wird ein einziges, aus tiefstem Herzen strömendes Bekenntnis zum Führer sein. Wir wissen, daß eine gütige Vorsehung uns Adolf Hitler, den Schöpfer der nationalsozialistischen Idee und Bewegung geschenkt hat. Unser Dank an ihn soll sein: Letzte Hingabe und restloser Einsatz im Dienste für Volk und Vaterland! Aus dem Dröhnen der Schritte unserer marschierenden Kolonnen aber hören wir den unbeugsamen Willen und stolzen Trotz und die bedingungslose Einsatzbereitschaft unserer erwachten jungen Nation! Riemenschneider. Kreisleiter. erkennen läßt, daß die Gründung der Partei in München schon gleich in Bochum ihr Echo fand und das Ringen um die Seele des Volkes für den Nationalsozialismus schon frühzeitig im hiesigen Bezick begann. Die Bochumer Bevölkerung, von jeher besonders national eingestellt, fand schnell den Weg zur Bewegung, so daß Bochum schon vor dem Umbruch die Hochburg des Rationalsozialismus in Westfalen war. Die Bochumer Einwohnerschaft wird deshalb auch mit besonderer innerer Bereitschaft zu diesem Kreistreffen stehen und mit innerer Anteilnahme das Geschehen an den drei Tagen mitschauen und mitmachen. Von Sondertagungen hat man abgesehen. Um die Teilnehmer nicht zu ermüden und zu zersplittern, bleibt das Kreistreffen auf die wenigen Veranstaltungen beschränkt. Um so eindrucksveller wird dann auch nach außenhin der Generalappell der Kreispartei sich auswirken. Im Mittelpunkt des Kreistreffens steht die Ansprache des Gauleiters, der Samstagabend im Das Programm Freitag, den 4. Juni 20 Uhr Eröffnung des Kreistreffens im Stadttheater Bochum durch. Kreisleiter Riemenschneider Vortrag d. Gauschulungsleiters Dr. Schwarzschulz über„Kunst als Ausdruck des völkischen Kulturwillens". Anschließend Festaufführung„Das Frankenburger Würfelspiel“ von Eberhard Wolfgang Moller. Sonnabend, den 5. Juni: 17 Uhr: Vereinshaus, Mühlenstraße: Feststunde der Deutschen Arbeitsfront. Es sprechen: Gauobmann Parteigenosse Stein. Kreisobmann Parteigenosse Meinert. 20 Uhr: Schützenhof: Tagung des gesamten Führerkorps der RSDAP. Bochum. Sonntag, den 6. Juni: 11 Uhr: Gedenkstunde am Grabe des Arbeitsdienstmannes Ernst Koch. Anmarsch des Reichsarbeitsdienstes vom Moltkemarkt durch Mar-, Bessemer=, Allee=, Malteser=, Blücher=, Dorstener=, Robert=, Halden=, Schwarzhach=, Jokef=, Schmechting=, Herner=, Vierhaus-, Josefinen=, Heckertstraße zum Friedhof Bochum=Grumme. Abmarsch vom Friedhof durch Heckert=, Berg=, Kurfürstenstraße zum Schützenhof. 11 Uhr: Parkhaus Bochum: Morgenfeier der HJ. des Standortes Groß=Bochum„Arbeiter, Ein Ehrenmal für die Ver. Gewerkschaft Constankin der Große Bauern und Soldaten. Vom Reich und denen, die daran schaffen.“ 16 Uhr: Stadion Castroper Str.: Appell der gesamten Formationen der RSDAP. und Großkundgebung in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront. Es spricht: Gauleiter, Staatsrat Wagner. 17 Uhr: Abmarsch der gesamten Formationen durch Castroper=, Große Beck=, Bongardstraße zum Vorbeimarsch am Rathaus. 20,30 Uhr: Auf der Stadtparkterrasse: Konzert des Musikzuges der Standarte 17. Märsche und Lieder der Bewegung. Bei Eintritt der Dunkelheit: Stadtparkbeleuchtung, verbunden mit einem Höhenfeuerwerk vom Bismarckturm. heute Festanfführung zum Kreistag der Zum heutigen Beginn des Kreistages der RSOAP. bringt das Stadtthater Bochum als Festaufführung E. W. Möllers„Das Frankenburger Würfelspiel“, das bekanntlich während der Woche „Dramatiker der HI“ zur erstmaligen Aufführung im geschlossenen Bühnenraum gelangte und das am 15. Juni im Rahmen der Woche„Klassisches und neues Drama“, einer Festveranstaltung zu Ehren der Reichstheaterwoche, angesetzt ist. Die heutige Vorstellung ist für den freien Verkauf geschlossen. Beginn der Aufführung: 20 Uhr. kurzeit läßt die Ver. Gewerkschaft Constantin der Große auf der Herner Straße neben ihren Hauptgebäude ein Ehrenmal für ihre im Kriege gefallenen Gefolgschoftsmitglieder errichten. Da Ehrenmal selbst wird eine ragende Bergmannsfigur darstellen, zu dem eine breite Freitreppe hinaufführt. Das Ehrenmal wird von einer Schmuckanlage umgeben, die von einer meterhohen Mauer aus Ruhrbruchsandstein begrenzt wird. Herrliche Ziersträucher= und Mmenbeete ver schönern die Anlage, die in den nächsten Monaten eingeweiht werden dürfte. Unsere, fnahme gibt einen Teil dieser Anlage, wie sie heute schon errichtet ist, wieder. Das Denkmal werd erst in einigen Wochen zur Aufstellung gelangen. Jolo: Privat Neue Meldetermine für den HJ-Landdienst Die Landdienstinspektion West teilt mit: Um weitere Rückfragen zu vermeider, geben wir die vorläufig festgelegten Einberufungstermine für den Gruppenlanddienst der HJ im Monat Juni 1937 bekannt; und zwar werden am: 3., 10., 17 und 24. Juni Landdienstwillige einberufen. Die genaue Abfahrtszeit und der Ort des Einsatzes gehen jedem Kameraden noch schriftlich zu. Meldungen nehmen noch die HI=Dienststellen und die Arbeitsämter entgegen; dort ist auch in Zweifelsfällen Rat und Auskunft einzuholen. Sofortige Meldung der Interessenten ist erforderlich, damit eine rechtzeitige Berücksichtigung noch möglich ist. Die Einsatzgebiete sind außer Westdeutschland, Württemberg, Pommern, Nordlee und Mitteldeutschland. Y Nach Bochum versetzt. Die Iustizpressestelle des Oberlandesgerichts in Hamm teilt mit: Amtsgerichtsrat Dr. Robert Schieffers in Herford ist zum 1. Juli 1937 als Landgerichtsrat an das Landgericht in Bochum versetzt worden — Neuer Meister. Heinz Bott, Sohn des Bauunternehmers Adalbert Bott, Bochum=Hasenwinkel, Kapellenweg 40, hat seine Prüfung als Maurermeister an der Handwerkskammer zu Dortmund mit Erfolg bestanden. Angefahren und verletzt. Gegen 2.50 Uhr wurde auf der Wattenscheider Straße in der Nähe des Hauses Nr. 87 ein Kraftrad von einem Lastkraftwagen angefahren. Der Fahrer des Kraftrades wurde leicht verletzt. Nach Anlegung eines Notve.bandes wurde der Verletzte in das erangelische Krankentanus nach Gelsenkirchen gebracht. Das Kraftrad wurde stark beschädigt. Der Fahrer des Lastkraftwagens fuhr nach dem Unfall weiter, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. . 1 . Schützenhof zu dem Führerkorps in internem Kreise und Sonntag nachmittag vor der Oeffentlichkeit bei der Kundgebung im Stadion sprechen wird. Seiner Aussprache dürfte besondere Bedeutung zukommen, da er voraussichtlich die aktuellen Probleme behindeln und der zukünftigen Marschroute hier im Kreise Richtung und Ziel geben wird. Er wird zugleich seine Getreuen zu neuem Kampfeseifer anspornen aus der Tatsache heraus, daß um die Seele und Reinheit eines jeden Volksgenossen immer wieder gerungen werden muß, damit nicht Lauheit und Gleichgültigkeit die befruchtende Idee des Führers wie Unkraut überwuchern. Denn die Idee des Führers, die in der alles umfassenden Volksgemeinschaft gipfelt, muß immer wieder neu belebt und kämpferisch gestaltet werden. Dieser Idee dient auch das Kreistreffen, das heute abend Kreisleiter Riemenschneider mit einer Begrüßungsansprache eröffnen wird. 1 7. .. : . 4 Einbruch in eine Trinkhalle Anderes Diebesgut lag in der Nähe des Tatortes In der Nacht wurde die Trinkhalle an der Ecke Dorstenerstraße—Wanderweg aufgebrochen. Entwendet wurden Zigaretten, Tabak, Zigarillos und Schokolade bekannter Marken im Werte von etwa 100 Mark. In der Nahe der Trinthalle wurden in einem Kornfeld folgende Sachen gefunden: eine große schwarz=gelblich verschossene Herrentrainingshose, eine blaue Knabentrainingshose, eine hellblaue Damentrainingshose mit goldfarbenen Knöpfen, eine blaue Herrentrainingsjacke, ein blauer Knabenpullover mit rot=blau=weiß gestreiften Kragen und vorderen Reißverschluß, ein schwarzes, ärmelloses Sporthemd mit FirmenEtikett„Rico=Sport“, Gr. 4, an der linken Hälfte des Etiketts Hürdenläufer über Hürde springend, ein weißes ärmelloses Sporthemd, eine weiße Sporthose mit engem Hüftgummiband(Knabenoder Frauenhose) eine blaue Herrentrainingshose, Gesäßtasche mit Reißverschluß, eine blaue Knabentrainingshose. Die beiden zuletzt genannten Hosen sind ohne Hüftgummiband; ein Paar Herrenstrandsandalen, Gr. 46(starke Gummisohlen mit Lederriemen). ein Paar Damenstrandschuhe, ebenfalls starke Gummisohlen mit Lederriemen, eine b'aue Baskenmütze, eine Schlafdecke, grau, an den Schmalseiten zwei blaue und zwei weiße Streifen, zwischen den weißen Streifen ein brauner Streifen, ein Stück gelbes, grobes Sackleinen, 80:45 em groß. Am Rande des Kornfeldes, kurz vor dem Fundort der vorstehend aufgeführten Gegenstände, lagen auf einem Häuschen: vier Schloßschrauben mit Mutter, 6:50 mm; fünf Schmiedenägel, 00 mm: drei Fanghaken mit Kette für Schlagläden; eine Verstelleiste aus Metall für Türverschluß; vier Türverschlußhaken und 35 Nägel, 2 Zoll lang. Die zuletzt aufgeführten Sachen waren noch nicht gebraucht. Es ist anzunehmen, daß die Gegenstände von den Tätern, die auch den Trinkhalleneinbruch ausgeführt haben, zurückgelassen wurden. Sie können an anderer Stelle gestohlen und von den Tätern aus ihren Koffern zwecks Verpackung des Diebesgutes aus der Trinkhalle genommen worden sein. Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? Wo wurde ein Diebstahl ausgeführt, bei dem die aufgeführten Gegenstände gestohlen wurden? Wo wurde der Auftrag zur Verarbeitung des gefundenen Materials gegeben? Volksgenofsen! Jede, noch so unscheinbar anmutende Wahrnehmung ist für die Kriminalpolizei wichtig. Helft mit, den Verbrechern das Handwerk zu legen. Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. nimmt die Krimina polizei in Bochum. Uhlandstraße 35, Zimmer 346, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. ist wehrhafte Volksgemeinschaft Fast täglich zeigen Luftschutzübungen bald in größerem, bald in kleinerem Rahmen, daß die Arbeit des Reichsluftschutzbundes immer weitere Kreise des Volkes erfaßt und daß das dieser Arbeit entgegengebrachte Verständnis sich vertieft. Nur zähe und unaufhörliche Kleinarbeit konnte es dahin bringen. Unermüdlich waren die Amtsträger des Reichsluftschutzbundes tätig, um jeden Volksgenossen für die Luftschutzarbeit zu gewinnen und ihnen ihr Gedankengut näher zu bringen. Die große Zahl der LS=Schulen sorgte für die Ausbildung der gewonnenen Volksgenossen und Volksgenossinnen. In jedem Haus bildete sich die LS=Hausgemeinschaft. Jeder erhielt sein Aufgabengebiet und wurde darauf vorbereitet, im Ernstfalle seinen Mitbewohnern Hilfe und Schutz bieten zu können. Bestand früher der wehrhafte Teil des Volkes lediglich aus Männern und Jünglingen, so ist heute dieser Kreis viel weiter gezogen. War bisher der Krieg lediglich eine Angelegenheit des Soldaten an der Front, so wird er in der Zukunft die Angelegenheit des gesamten Volkes sein. Dies bedingt, daß alle, gleich ob Mann oder Frau, sich zum Schutze der Heimat zur Verfügung stellen, sich zur Abwehr feindlicher Angriffe, sich zum Selbstschutz zusammenfinden. Ein wehrhaftes Volk, ein Volk, in dem jeder Kämpfer ist. Eine Volksgemeinschaft, die den Schutz der Heimat übernimmt. Wehrhafte Volksgemeinschaft. Emsig wird seitens des R8B an der Verwirklichung dieses Zieles gearbeitet. Aus den kleinsten Anfängen heraus bildete sich eine ganz Deutschland umfassende Gemeinschaft. Vier Jahre sind seitdem vergangen. Vier Jahre Selbstschutzarbeit, Luftschutzarbeit. Am 5. Juni feiern alle Kameraden des Reichsluftschutzbundes, Mitglieder und Amtsträger in allen Teilen des Reiches, in jeder Gemeinde, jeder Stadt, das vierjährige Bestehen des Reichsluftschutzbundes. Alle werden diese Feier begehen mit dem stolzen Bewußtsein, Mithelfer am Bau Mitstreiter an der Erhaltung des Reiches Adolf Hitlers zu sein. Ueber 5000 westfälische Sänger marschbereit Sungerkreis Bochum stellt fast 400 Teilnehmer Ausgerichtet, geschultert die Fahnen, stehen über 5000 westfälische Sänger marschbereit zur Fahrt nach Breslau. Bis der Marschbefehl erteilt wird, soll der Werberuf für das Fest noch weiter durch das Land der Roten Erde klingen, damit sich noch mancher einfügt in die Reihen und das westfälische Sängerheer verstärken hilft. Der Sängerkreis Bochum tritt in der stattlichen Zahl von fast 400 Teilnehmern an. Der Ruf des Bundesführers ist also auf fruchtbaren Boden gefallen und wenn es am 30. Juli in Breslau heißt: „Achtung, Westfalen singt!“ so werden diese Tausende von Sängern mit ihren Liedern wieder Abertausende von Hörern aus aller Welt erheben und begeistern. Zweimal am gleichen Tage stehen die Westfalen auf dem Podium. Um 18 Uhr wirken sie mit in der 2. Chorfeier im Hermann=Göring=Stadion. 30000 Sänger treten hier zusammen und Staatskapellmeister Robert Laugs dirigiert die Massen. Abends um 20,30 Uhr veranstalten die Westfalen in der Jahrhunderthalle eine„Gaufeierstunde“. Ueber 5000 Sänger werden hier das Podium füllen und Gauchormeister Georg Nellius wird den Taktstock schwingen. Westfälische Sänger singen„Schaffendes Volk“, in dem es klingt vom Schaffen der Bauern, der Hüttenleute, der Bergmänner, ein Sang von der Scholle, von Kohle und Stahl und Eisen. Für alle westfälischen Vereine ist nun das Gebot der Stunde: Rüstet mit Eifer und Hingabe für die Chorfeier und die Gaufeierstunde, damit der Ruf Westfalens als eine Hochburg des deutschen Männergesanges nicht nur erhalten, sondern aufs neue fest gegründet wird! Kampf den Pflanzenschädlingen Eine Arbeitstagung der Bochumer Pflanzenchogwrt“ Der Leiter der Pflanzenschutzstelle Bochum, Stadt=Gartenbauinspektor Johnsen, hatte die Pflanzenschutzwarte zu einer Arbeitstagung einberufen. Zur Sicherung der Ernte und zum Kampf gegen Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge sind ihnen besondere Aufgaben übertragen. Ihre Aufsichtspflicht erstreckt sich auch auf die Anlagen der nicht organisierten Kleingärten und Feldgärten, deren es in Bochum eine große Zahl gibt. Einleitend machte der Leiter der Bochumer Pflanzenschutzstelle auf zwei Bekanntmachungen betr. Kartoffelkäfer und Bestimmungen über den Kartoffelanbau aufmerksam. Trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen ist der Kartoffelkäfer in Deutschland eingeschleppt worden und bedroht als ein sehr gefährlicher Schädling den Kartoffelanbau. Die verantwortlichen Stellen haben nun für die Pflanzenschutzwarte Suchdienst angeordnet und zwar zu folgenden Terminen: Mitte Juni und Ende Juli und August. Beim Auftreten dieses Schädlings ist umgehend die Polizeibehörde zu benachrichtigen. Betreffend des Kartoffelanbaues in den Klein= und Feldgärten wurde auf die polizeiliche Anordnung hingewiesen, nach der Kartoffeln nur noch alle drei Jahre auf demselben Stück angebaut werden dürfen. Sodann behandelte der Vortragende in einem längeren Vortrag die bekannten Pilanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge, von denen es im Industriegebiet an die Hunderte gibt. Große Werte an Gemüse und Obst werden alljährlich durch sie vernichtet. Ausführlich erklärte er dann die Merkmale der erkrankten bezw. befallenen Pflanzen und die zu ergreifenden Gegenmaßnabmen und Hilfsmittel. Die beste Abwehr sei das Vorbeugen. Hier käme in erster Linie die Saatgutbeize in Betracht. Die gut besuchte Arbeitstagung tauschte dann in einer regen Aussprache die Erfahrungen auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung aus. )( Zwei Radfahrer prallten zusammen. Um 5,15 Uhr ereignete sich an der Hasenwinkeler Straße, Ecke Im Uhlensiepen, ein Zusammenstoß zwischen zwei Radfahrern. Beide Radfahrer stürzten und zogen sich Verletzungen zu. Die Fahrräder wurden stark beschädigt. Sonderzüge nach der Saar Wie von der Bundesleitung der Saar=Pfalzvereine mitgeteilt wird, fahren die diesjährigen Ferienzüge am 22. und 23. Juli. Allerdings ist eine Verschiebung der Fahrtermine um ein ober zwei Tage je nach der Entscheidung der Reichsbahn möglich.— Die Züge sollen über folgende Strecken verkehren: am 22. 7.: Dortmund, Altenessen, Köln, Gerolstein, Trier, Saarbrücken; am 22. 7.: Dortmund, Bochum. Essen=Hbf., Köln, Bingerbrück, Kirn, Saarbrücken: am W. 7.: Dortmund, Altenessen, Köln, Gerolstein, Trier, Saarbrücken; am W. 7.: Dortmund, Bochum, Essen=Hbf., Köln, Bingerbrück, Kaiserslautern, St. Ingbert, Saarbrücken. Die Rückzüge verkehren alle über Trier durch die Eifel, weil es ja im Umkreis von 100 Kilometer bei der Anfahrt zu den Einsteigestationen der Sonderzüge ebenfalls Ermäßigung gibt. Die Ermäßigung beträgt bei genügender Beteiligung 60 Prozent. Der Zug über Bingerbrück-Kaiserslautern ist nur mit 50 Prozent vorgesehen. Alle Volksgenossen können die Züge benutzen. Bestellungen von Fahrkarten mit Einzahlung des Fahrpreises beim Vereinsleiter M. Christ, Bochum, Rottstraße 2, jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 9—18 Uhr, woselbst auch Auskunft über Züge und für Touristen über Wanderstrecken, Jugendberbergen und Unterkunft unentgeltlich erteilt wird. Unbedingter Meldeschluß der 6. Juli. Rechtsfragen des Tages Ein Betrieb. dessen Inhaber in der Zeit zwischen dem 1. Dezember 1973 und dem 30. April W aus einem bis dahin bestehenden Arbeitgeberverband ausgeschieden ist ist an einem von diesem Arbeitgeberverband abgeschlossenen, nicht für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrag nicht gebunden, auch wenn dieser Tarifvertrag im übrigen als Tarifordnung weiter gilt. * Der Treubänder der Arbeit kann eine Tarifordnung nicht von sich aus in formloser Weise rechtsverbindlich auslegen. Gibt der Treuhänder der Arbeit seine Auffassung über die Auslegung einer Tarifordnungsbestimmung kund, so handelt es sich hier um die Aeußerung einer Rechtsansicht, die für die Gerichte nicht bindend ist und der richterlichen Nachprüfung unterliegt. Sieht eine Tarifordnung Zuschläge für Nachtarbeit vor, so ist es eine Frage der Tarifauslegung, ob in einem Betrieb, in dem in Wechselschichten gearbeitet wird, der NachtarIn neuer Einstudierung: Bernauer" hebbels Tragödie wurde wieder einmal bejubelt Es sind schon etliche Jahre her, daß Hebbels Tragödie um die Augsburger Bürgertochter, deren Schönheit ihr zum Verderb wurde, am Bochumer Stadttheater aufgeführt wurde. Umso gespannter waren die interessierten Kreise auf die neue Inszenierung, zumal man weiß, daß diese Tragödie auch auf dem Spielplan der Reichstheaterwoche steht. Friedrich Hebbel war ordentlich stolz, als er das Stück in drei Monaten fertiggestellt hatte. Er schrieb selbst in sein Tagebuch:„In drei Monaten ein solches Stück zustande zu bringen, will etwas heißen.“ Nun, er hatte ja auch alle Ursache, so zu tun. Denn auch„Agnes Bernauer“ gehört zu Hebbels Dramen, die wahre Kunstwerke sind und die man nicht mit einer einmaligen, wenn auch noch so eingehenden Betrachtung erschöpfen kann. Jede Zeit wird aus ihnen auch für sie Gültiges lesen können. Die heutige interessiert besonders das Verbältnis des Individuums zum Staat, wie es hier behandelt ist. Seine Tragik wurzelt in der Idee der Weltordnung. Nach ihm bat jeder Mensch recht und doch keiner recht. Seine tragischen Gestalten sind Uebergangsmenschen, die sich von den bestehenden Sitten und Gesetzen losließen und fortschrittlich mit diesen Gewohnheiten und Gebräuchen brechen und Pioniere der fortschreitenden Erkenntnis über die zukünftige Entwicklung der menschlichen Gemeinschaft werden. Ihre Tragik ist es, obschon die Zukunft ihnen recht gibt und der von ihnen neugeschaffene Zustand allgemein gültige Gesetzesnorm wird, das Opfer dieser Erkenntnis zu werden, das Opfer für eine neue Lebens= und Weltauffassung, für deren Ansichten die Zeit noch nicht reif ist. Nicht die eigene Schuld, nicht das Böse im Menschen, führen den tragischen Untergang hexbei, sondern die Zeitverhältnisse. Ein Opfer dieser Zeitverhältnisse ist auch die Augsburger Bürgertochter, die im Sinne einer höheren Staatsraison ihr Leben lassen muß. Denn was kann sie dazu, daß sie schön ist, daß ein Fürst sie liebt? Schönheit wird hier also zur Tragik. Weil Agnes Bernauer als Baders Tochter nach den mittelalterlichen Anschauungen über Ebenbürtigkeit, göttliches, fürstliches und menschliches Recht für die Thronbesteigung, obschon sie des Thronfolgers angetraute Gemahlin ist, nicht in Frage kommen konnte, mußte sie den Wassertod erleiden, mußte sie der Staatsidee geopfert werden, sollte das Land nicht seinen rechtmäßigen Fürst verlieren und in einen Bürgerkrieg geraten. Höher als die Privatliebe steht das Staatsinteresse, höher als das Wohlergehen des Einzelnen steht das Wohlergehen der Gemeinschaft. So tritt hier die Macht der Sitte in Streit mit dem Träger des Staatewillens; die überragende Schönheit der Bernauerin, die gesellschaftlich zu niedrig steht, um auf den Thron zu passen, kommt in eine Lage. in der sie untergehen muß, weil das Wollen an der Begebenheit der Umwelt zerschellt. Schon Helbels ernte Tragödie„Judith“ zeigt des Dichters eigene Auffassung, daß nicht die Richtung des menschlichen Willens die Verstrickung des Menschen in Schuld herbeiführt, sondern daß schon das Wollen selbst, ganz gleich, ob es auf Gutes oder Böses gestellt ist. Sünde ist, wie Scho penbauer sagt, weil das Individuum durch das Wollen sich stärker geltend macht, als die übrige Welt erträgt. Grobartig wieder, wie Dr. Saladin Schmitt die Verstrickung der Schuld durch das Bild und die Darstellung herauskristallisierte. Durch einige Streichungen die der wundervollen Geschlossenheit dieses Werkes keinen Abbruch taten, wußte er die dramaturgische Spannung noch(Härfer au Höhe zu führen. Er hatte die Aufführung auf straffste Konzentration gestellt. Sie bot zugleich ein lebens wahres Bild mittelalterlichen Lebens und Treibens, das in möglichst getreuer Nachbildung überlieferter Stadtansichten, in Kampfausrüstung Ritterkleidung und Bürgerstracht auf der Bühne lekendig wurde. Johannes Schröder gab mit seinen prächtigen Bühnenbildern, über denen Stadtteile mit Mauern, Türmen, Toren, spitzen Häusergieheln freundlich geglichert herausragten, dem höfischen und bürgerlichen Treiben eine kulturhistorisch wahre Umrabmung. In der Turnierszene spiegelte sich farbenkroh und glanzvoll das prunkvolle mittelalterliche Ritterleben wider. Das letzte Bühnenbild war ein Fresko=Gemälde Rethelscher Kunst, das breit und monumental wie die Auswirkungen der Zwiesprache zwischen Vater und Sobn den Streit zwischen eigenem Ich und Staatspflicht überschattete. Erste Darsteller seines Ensembles waren ihm behilflich, seine regieliche Idee zu einem vollen Erfolg zu führen. Es gab prachtvolle, in sich aus geglichene Leistungen. So der regierende Herzon und sein Sohn. Willi Bnsch als Ernst, Horst Caspar als Albrecht. Jener edel und gerecht Mlicht und kraftvoll, aanz ein Fürst. voll sittlichem Ernst und voll Verantwortung seinem Volk gegenüber. nur die Maske schien einen Strich ins Böse zu haben, ins Gewalttätige, ins Dämonische. Dieser sung und stürmisch, ein verliebter Romeo, aufrecht und männlich, voll feiner Schattierungen und Steigerungen. Nur die Haartolle wirkte beitszuschlag nur bei Mehrarbeit über die übliche Arbeitszeit hinaus zu zahlen ist reits dann, wenn Arbeit zwar zur Nachtzeit jedoch im Rahmen der tariflich vorgesehenen Arbeitszeit geleistet wird. 1850 Mark Wohlfahrtsgelder zu Unrecht bezogen Un Bier Monate Gefängnis als Su + Jas Schöffengericht in Bochum h. der mit einem Fall unrechten Bezuges fahrtsunterstützung zu befasse Langendreer war beschuldig, längere Zeit um den Bezug v Gesamthöhe von 1850 Mark betrogen zu Aneklagte hatte lange Zeit Wohlfahr bezogen Bei Stellung des Antrages hat widrig verschwiegen, daß er von einer Firma ständig Nebeneinnahmen in solch zog. daß Wohlfahrtsunterstützung für Frage kommen konnte. Der Angeklag dem Einwand seiner hohen Verschuldung eine Notlage gebracht, die er aus den Wohlfahrtsunterstützung abgezahlt bape. ihm vom Gericht klar gemacht, daß ei dung nicht zum Bezug von Wohlfahrte berechtigt. Die Mittel der öffentlcher seien zur Bestreitung des Lebensunterbe befindlicher Volksgenossen bestimmt verurteilte den Angeklagten zu vier 1 fängnis. + Der Geist des 19. Jahrhunderts. Das Heft(6/37) des„Schulungsbriefes“ ist dem Geist 19. Jahrhunderts gewidmet und behandelt damit Beginn der gewaltigen Auseinandersetzungen des tionalsozialismus mit dem Sozialismus.A Rosenberg weist in leinem Geleitwort dara daß die Stärke beider zunächst gegeneinander1 den Bewegungen ihren organisch gesunden Kern wenn auch beide Bewegungen im Dynastizismus Marrismus entarteten. Die Selbstbesinnung! beiden Bewegungen in der Deutschen Sonnenm spiegelt sich in Kernsätzen Hans Schemms und in einer geschichtlichen Betrachtung von Hans Riegelmann w der. Den grundlegenden Beittag für dieses Heft. Dr. Karl Richard Ganzer, der die geutigen Kraie des vergangenen Jahrhunderts in hrem Welen und schichtlichen Werden in ihren Abarten und Verin gen darstellt. Das Ergebnis dieses Ringens antiliberalistische Kampf um Volk, Staat und Gemeinschaft. Dieses Wollen ist erst im 20. Jahrhundert dur den Nationalsozualismus in die schöpferische Tat gesetzt worden. Von den kleineren Beiträgen sind erwähnen der geopolitische Auflatz von Karl Spr genschmid„England für sein Weltreich, nicht Europa" in der Auflatzreihe„Deutschland kämpft Europa" und der Aufsatz von Theodor Luddeche „Der deutsche Sozialismus im weltpolitischen Kampf“, eine ausgezeichnete wirtschafts= und weltpolinsche Studie zum Vierjahresplan.— Wertvolle Bildbeigaben zeichnen wie immer den Schulungsbrief aus, der durch die Ortsgruppen der NSDAP. zum Preise von 0,15 RM für jedermann erhältlich ist. X Ostseefahrt. Es ist notwendig, datauf hinzuweisen, daß für die Urlaubsfahrt 14/37, die vom 11.5 bis 19. 6. nach Satznitz führt, noch eine Anzahl Plätze zu vergeben sind. Die Kosten für die Fahrt einschließlich Verpflegung, Uebernachtung usw. betragen insgesamt 37,50 RM. Anmeldungen werden in der“ kaufsstelle Kortumstraße 62 entgegengenommen. Unter schwere Zahnräder geraten. noch befand sich der 25jährige Dreher Josef Schw. Mauritiusstraße 9 bei der Transportarbeit von schweten Zahnkränzen, als plötzlich die schwere Transp last abglitt und umschlug. Reben einem linken M. fußbruch erlitt Schw. arge Beinquetschungen, so daß el ins St. Elisabeth=Krankenhaus mußte. „Hinderlachen— Kinderfreude in Dein haus Uimm ein Ferienhind. manchmal störend, störend dann, wenn der Haarschopf fast beide Augen verdeckte und Stirn und Nase hing. Auch der Kraftaufwand an Stimme konnte hier und da etwas gezugelter zumal der leidenschaftliche Ausbruch bei der Abrechnung mit seinem Vater war von der Stimme so schrill übersteigert, daß manche Zuschauerinen sichtlich erschocken waren. In versamenminns Maske Walter Kaltbeuner als Kanzler don einer steinernen Ruhe und Konsequenz er I Abler Viktor Ablers war ein guter Mensch als Burgermelier zu Augsburg. Ernst Holznagel stellte wiede einen braven, polternden, bärbeißigen Vater uns Bürgersmann auf die Beine, wie er bei ihm wodimmer in besten Händen ist. Willi Bitter einen wohldurchdachten sympathischen Torden an dem man seine Freude batte. Adolf an dem man seine Freude baire. avon der hatte seinem Knipperdollinger wieder rünluststige Lichter aufgesetzt. Hidde Ebert. Sie brachte für diese Roue nnt körperlichen Vorzüge mit, die Voraussetzung die Glaubhaftmachung einer schönen Aun ter sind. Sie war ein echtes, deutsches, done Mädel von berickendem Reiz, das den 1 vom Mädchentum zum Frauentum ude zeichnete, von stiller Bescheidenheit zum verklärten Stola. maßvoll po seelten, verklärten Stolz, zur Größe und Reinheit der sich opferne. tin. Ihre Agnes strahlte die Schönbeit, und Reinheit aus, die Hebbel dieser Fraut als schmückende Attribute beigegeben hat. nee Christmann als Barbara und Mann Reichardt als Martha warenladin Bürgermädchen. Wie man es bei 2r. 3zuch Schmitt nicht anders gewohnt in, songee ri im Kleinen seine führende Hand. wenn man so sagen darf, atmete und lebte. So wurde die Aufführung wieder ein Erfolg. Das Haus war stark kesetzt, der. war ehrlich und herzlich und steigerte, die Dar m ehrihund hern Schluß zu begeisterten Ovationen fürimmer steller und den Regisseur, der mit ihnen wieder vor den Vorhang mußte. Dicse neur genierung wird wieder von sich deden hieg Jhre Jahrfeier begi e im Gemeindel Bach ba n der Zentrale Ja die geschäftli egangenen A war die Dar weier eingestellt Im Zilberkranze. In de Ehelente wer und Ehefrau Feit ihrer sillernen§ Arbeitejubilaum. Auf irgleit konnte der Schne Jeine Meisterprufuna a uns Ewert.— Seine G necher legte Wilhelm Ar Aus der Kriegerkame him. Im Vercinslokal L eerlamcradschaft Den Schießbericht übe ai erstattete Schießwa eitig bekannt, daß di Juni, vormittags 8 sattfindet. Am 1. 9 and lei Wengeler im bung statt. bei der *41 ollen wir Mindet rtag nach Kasf Boch Luftschutnbung. Am W langendreer Werner Schuler #ret. Durch Vorträge un unsere Jungen und Me mit der Arbeit des uea war für die Hitler immt, denen von ihren Alarmübungen die Wicht ebwehr vor Augen geführt1 Ein neuer Ausflugsort. man sich für die Ersch Orteteil Langendren von überragender Schönheit die zustandige Verwa cletzung dieses Gebietes n dem Besitzer Verhandlun u dem Ziele. der Allgemei urglich zu machen. An schön in dem Katzenberg und in aue angelegt we der Hörder St. So können un 1 frischer und aß ihnen durch entstehen. Ma n unmittelbar en Bau von Siedlung noren würden, obsc dor der Arbeitsstelle e Jiche Gegend ndungen zum Ort und Kirche im Lange Un In die Windschutscheibe und Stockum uhr einen Per dem Anprall flog ein J. ane in Bochum - Arankenbaus gehri in Zusammenoß zwisch nd einem Dreir rc. auf der Kaiserstraf drs in der Nahe der Dür= seben der Bahn Personen wurd teer nachdem die niedergelat sind, ebenf lenden Jahr wird das Le nmen. in ehr schlechtem Zustand aI. Abbilse wäre . Staubentwicklung nStrane für Fahrzen Nrn in die er chiten Samstag die n loante enses gen n henlt der Mehrarbeit über die aus zu zahlen ist, oder m eit zwar zur Nachtzeit, jedoch ich vorgesehenen Arbeitsze Wohlfahrtsgelder cht bezogen befängnis als Sühne icht in Bochum hatte sich wi nrechten Bezuges von befassen. Ein F. aus Moch huldim, das Wohlfabrisan zug von Unterstützungen Nark betrogen au habe Zeit Wohlfahrteunteritüvur des Antrages hatte er pilich er von einer Dortmunde mahmen in solcher n.be terstützung für ihn nich: Der Angeklagte kam m. hen Verschuldung, die ihn die er aus den Bezügen d ibif gemacht, daß eine Verschul von Wohlfahrtsunt der öffentlichen Wohliehrt rs Lebensunterhaltes in 1 geen zu vier Monaten a 9. Jahrhunderts. Dus ngsbriefes“ ist dem Geist des net und behandelt damit den luseinandersetzungen des dem Sozialismus. Alfred einem Geleitwort darauf mächst gegeneinander m. rganisch gesunden Kern zeint ingen im Dynstizismus Die Selbstbeiinnn dieser der Deutschen Sonnenwende Hans Schemms und in einer von Hans Riegelmann wie= Beittag für dieses Heit liefen er, der die geistigen Kraite derts in hrem Welen und ge= ten Abarten und Verirrun= mis dieses Ringens ist der m Volk, Staat und Gemeinrst im 20. Jahrhundert durch in die schöpferische Tat um= kleineren Beiträgen sind zu Auflatz von Karl Sprin für sein Weltreich, nicht sul ihe„Deutschland kämpft für von Theodor Luddeche im weltpolitischen Kampf“ schafts= und weltpol n.— Wertvolle Bildbeiga den Schulungsbrief aus, der NSOAP. zum Preise von erhältlich ist. ist notwendig, darauf hinzufahrt 14/37, die vom 11. het, noch eine Anzahl Pläte sten für die Fahrt einschlechchtung usw. detragen m.gedungen werden in der Ver 2 entgegengenommen. hnräder geraten. Dreher Josef Schw. aus der Transportarbeit vor scwezlich die schwere TransponNeben einem linken Beinquetschungen, so daß ei aaus mußte. hen— Kinderin Dein haus ein Ferienhind. un der Haar= d mitten uber aftaufwand an ezügelter sein, b bei der Abder Stimme zuschauerinnen mentvergilbier Kanzler von tenz. Viltor Burgermeiner stellte wieder en Vater und bei ihm wobl Bitterngu voif wieder errie telrolle wele ese Rolle alle sche en Ueberg überzeun zum m gesteigert bis fernden wal. sönheit, LietFrauengenal. hat. Gudrun wei liebwerte Dr. Saladin rte man auch anPriu l. Juni 1237 2. Beilage der Volls-Zeilunn Nun Seite 9 roß Bochun meldet. Bochum-Hamme Jhre Jahrfeier beging gestern die evangel. sucnse im Gemeindehaussaale an der Amtebriße. Pfarrer Bach begrüßte namentlich Frl. Frenne von der Zentrale der evgl. Frauenhilfe Zpest. Da die geschäftlichen Fragen bereits in zr nerausgegangenen Hauptversammlung erör un waren, war die Darbietungsfolge ganz auf Jahresieier eingestellt worden. Nach verschieen Tarbirtungen hielt Frl. Brenne die Fest miprache.(kr) Im Silberkranze. Im Kreise ihrer Angehori nnzen die Eheleute Dipl=Vollswirt Heinr. Ehefrau Ida. geb. Haltermann Fei ihrer sillernen Hochzeit. Glückauf zur seldenen!(th.) Bochum-Hofstede Arbeitejubilaum. Auf eine Bjährige Berufe naten konnte der Schneider Wilhelm Arend mruckblicken eine Meisterprufung als Backer bestand KlenuEwert.— Seine Gehilfenprufung ale Annecher legte Wilhelm Arndt ab Bochum-Laer Aus der Kriegerkameradschaft„Kaisex Wil hin'. Im Vereinslokal Langbein hielt die Kric ertamcradschaft„Kaiser=Wilhelm“ einen Anwell Den Schießbericht über die Schießübung am » Mai erstattete Scheßwart Möller Er gab bekannt, daß die nächste Schießübung 13. Juni, vormittags Uhr. bei Hiby N1 xidt stattfindet. Am 1. Augustd findet auf dem rüstand e Wengeler im Lottental eine weitere scebubung statt. bei der eine Ehrennadel aus sen wird. Mindestzahl ist 120 Ringe. Zum egertag nach Kassel fahren fünf Kame Bochum-Langendreer Luftschutnbung. Am Mittwoch standen die langendreer Werner Schulen im Zeichen des Luft tres. Durch Vorträge und Vorführungen soll Jungen und Mädel vertraut gemacht mit der Arbeit des Luftschutzes. Der Nachmuaa war für die Hitlerjugend und den dummt. denen von ihren Luftschutzobmännern Alarmübungen die Wichtigkeit der Luftschutz ebwehr vor Augen geführt wurde.(cr.) au neuer Ausflugsort. Seit einigen Jahren er man sich für die Erschließung der Bömmer aue im Ortsteil Langendreer, einem Waldgebiet von überragender Schönheit, ein. Nun verlautet. at die zuständige Verwaltung sich der Er e Gebietes annimmt und bereits " dem Besitzer Verhandlungen aufgenommen hat u dem Ziele, der Allgemeinheit die Anlagen zuerglich zu machen. An schönen Stellen im Walde, dem Katzenberg und in der Bömmerschlucht, Ruheplatze angelegt werden. Um die Giarn ung an der Hörder Straße wird man einen legen. So können unsere Volksgenossen ein denend in frischer und gesunder Luft verne daß ihnen durch Fahrten usw. besonssien entstehen. Man plant auch in Lan n unmittelbarer Näbe der BömmerPau von Siedlungshäusern. Werktätige en würden, obschon sie einige Kilon der Arbeitsstelle entfernt wohnen, gern sandliche Gegend zieben, zumal die Versdungen zum Ortsteil sehr gut und und Kirche im Langendreerholz selbst vordr Windschutzscheibe geflogen. Mittwoch sich ein Verkehrsunfasl auf der Kreuzun und Stockumer Straßc. Ein Last= agen führ einen Personenkraftwagenan dem Anprall flog ein Infasse des Antoe von e in Bochum in d zog sich erhebliche Verletzungen zu. Er 6 a Zusammenoß zwischen deigen und einem Dreirad ereignete sich am seenauf der Kaiserstraße in der Näbe der chille Personen wurden nicht verletzt ans in der Nahe der Dürener Schweiz stehende erneben der Bahnlinie Stockum Lanwird, nachdem die Ziegeleigebände bet sind, ebenfalls abgerissen. Im seommn wird das Land unter den Pilng ommen. un sehr schlechtem Zustand befindet sich die UrAbbilfe wäre dringend erforderlich, * Stauventwicklung sehr beträchtlich und rertraße für Fahrzeuge kaum noch zu been Aufstieg in die erste Kreisklasse feiern Samstag die Fußvaller von Lanrer-Holz Bochum-Werne 6 e Zumusikzug in des Reichearbeitedienstes Schutzenkest verpflichtet. Die Arbeiten für .9. er Schnenfest sind in vollem Gange. ante der Gaumusikzug 16 des Reichegewonnen werden. Das Tromm= — nellt der Spielleuteverein Werne. Bochum-Linden-Dahlhausen Feueralarmsirene. Die für die Alarmierung des Löschzuges Dahlhausen vorgesehene Feueralarmsirene befindet sich jetzt auf dem Dach des Pumpwerks Die Auslösestelle ist beim Gastwirt Otto Hoose, Dr.=C.=Otto=Straße Nr. 136, Fernsprech=Anschluß 8116., untergebracht. Das Musitkorpe der Bochumer Schutzpolizei veranstaltet kommenden Sonntag um 16 Uhr auf dem Horkenstein ein volkstümliches Unterhal tungskonzert. Der Reinertrag wird elenso wie bei ähnlichen Veranstaltungen im Präsidialbezirk der Hitlexjugend zugeführt und zum Bau weiterer Heime verwendet. Karten sind im Vorverkauf bei den Polizeibeamten und den Einheiten der HJ zum Preise von 50 Pig. zu erwerben. Die ersten Kirmeswagen sind eingetroffen. Am Sonntag beginnt bekanntlich auf dem„Ziegeleiplatz“ in Dahlhausen die große Frühjahrskirmes, die eine ganze Woch dauern wird. Dor Platz ist groß genug. daß sich ein richtiger Kirmesbetriel entialten lann. Von der alten Ziegelei stehen nur noch der Schornstein und das Maschinenhaus. So ziemlich alle Kirmesbetriebe werden vertreten sein. Zur Besprechung ihres 6jahrigen Jubilaume hatten sich die Mitglieder der Krieger= und Landvehrlameradschaft Dahlhausen zahlreich im Kameradschaftsheim eingefunden. Die Jubelicier soll am 12. September begangen werden. Im weiteren Verlauf des Monatsappells hielt Kamerad Niggemeier einen Lichtbildervortrag Bochum-Stiepel Weitere Neubauten. Nachdem erst vor einigen Tagen in unserem Stadtteil Auf dem Schrick und im Haarmanuskamp verschiedene Wohnhäuser fertiggestellt worden sind, werden nun Auf dem Schrick die Baugruben für weitere vier Häuser ausgehoben.(kr.) Das Tempo des Ruhrreviers: Bei Arbeiten auf der Baustelle wurde der 3" Jahre alte Vorarbeiter G., Querenburger Straße erheblich verletzt. Er geriet unter= eine kippende Lore und mußte mit Beinverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Sein 5jähriges Bestehen feiert Sonntag der Anappenverein„Glück auf“ bei Rumberg. Damit ist die Ehrung der Jubilare verbunden. Der MGV.„Einigteit“ hat seine Mitwirkung zugesagt. Fus unseren Verbreitungsgebiet Waltenscheid Angefahren und zu Boden geschleudert wurde am Dienstag eine Frau beim Ueberqueren der Bochumerstraße vor dem Hause Nr. 6. Sie erlitt beim Sturz leichte Verletzungen am Hinterkopf. herne In der Wohnung tot aufgefunden. Im Hause v. d. Heydtstraße 55 wurde ein Mann in seiner Wohnung tot im Bett aufgefunden. Der Arzt hat Herzschlag festgestellt. Ein Bergmann verunglückte Dienstagabend todlich auf der Zeche„Friedrich der Große“. Er wurde, als er nach Beendigung der Schichnt zum Schacht gehen wollte, von Gesteinsmassen verschüttet. Der Verunglückte hatte nach sechsjähriger Erwerbslosigkeit seine Arbeit erst im Februar wieder aufgenommen. In der Mütterschule auf der Kaiser=WilhelmStraße beginnt in der nächsten Woche ein neuer Kochkursus. Anmeldungen können noch entgegengenommen werden. Ein no Meter hoher Scharnstein wird auf der Zeche„Julia“ abgetragen. Die Arbeiten werden längere Zeit dauern, weil man den Schornstein Stein für Stein niederlegen muß, um die ringsum stehenden Gebäude nicht zu gefährden. Erhebliche Verbrennungen erlift der auf dem Grenzweg wohnende Elektriker L., der beim Anlegen eines Kabels auf einem benachbarten Werk mit der Starkstromleitung in Berührung kam. Er wurde ins Krankenhaus gebracht Bochum und die Nachbarstädte Vor 100 Jahren noch klein und unbedeutend Wenn man das Tempo der Entwicklung des Ruhrreviers und seiner Städte von wenzgen Tausend Ein= wohnern zu Hunderttausenden erfassen will, dann muß man die Eindrücke lesen, die Hermann Fürst von Pückler=Muskau auf seiner Reite nach Endland um die Wende des 19. Jahrbunderts empfing und die später in den„Briefen eines Verstorbenen“ erschie nen. Der Fürst kam von Weimar her durch Steeler Gebiet. das heute zu Essen gehört, und schreibt über die Landschaft, durch die ihn sein Weg führte, daß sie einer anmutigen und sanften Natur angehöre,„besonders bei Stehlen an der Ruhr, einem Ort für den gemacht, der sich vom Getümmel des Lebens in hei tere Einsamkeit zurückzuziehen wünscht“. Man kann sich diesen damaligen Zustand heute kaum vorstellen, noch viel weniger, daß das wirtschaftliche und bevölkerungsmäßige Schwergewicht zu dieser Zeit noch außerhalb des engeren Ruhrreviers, in den Bezirken des Beraisch Markischen Landes, sowie des jetzigen Vestes Recklingbausen lag. Im Jahre 1800 zählte zB. die Graftschaft Mark fast 181000 Bewohner, vier ahre später annahernd 143000 und im Johre 1818 schon annäbernd 2100M. Bei Beendigung der napoleonischen Herrschaft liegt die größte Stadt des westfalischen Gebietes nicht etwa in dem Raum an der Ruhr, sondern außerhalb. Es ist Soest mit über 5000 Einwohnern. Ihm folgt als nächste Stadt Hamm mit etwa 4700 und dann erst Dortmund, der beutige östliche Eckpfeiler des Rubrreviers, mit noch nicht 10 Seelen. (Größere Platze der damaligen Zeit sind Unna mit 350 und Hattingen mit mehr als 2MM Einwohnern, ebenfalle Bochum mit zirka 21M, Namen und Herdecke, Witten, Lünen und Gerne, ferner Wattenscheid zahllen damalg bereite über 100 bie zu 2000 Einwohnern. D. Städte, die heute durch die Zahl ihrer Einwohner und die Bedeutung ihrer Iadustrien als Schwerpunkte des sozialen und wirtschaftlichen Lebens im Ruhrgeblet anzusehen sind, waren damals noch klein; man konnte im Vergleich zu heute sogar sagen, unbedeutend! Duisburg zahlte 1816 etwas über 5700 Einwohner, ohne Rubrort mit zirka 144000. Mü heim registrierte 1812 4700 Einwohner, wahrend Essen etwa 10 Jahre vorber 3500 Menschen gahlte und 1816 annahernd 46000. Die hente eingemeindeten Vororte, Altenessen und Vorbeck,, mit 8000 und 3700 Bewohnern, sowie Werden mit zirka 2500, waren ihm damals noch durchaus ebenbürtig. In Herne wohnten in dieser Zeit lediglich 775 Men schen. Im Vergleich dazu hatten einige Städte und Ortschaften des Bergischen Landes und des Rheintales bedeneind höhere Einwohnerzahlen. Köln zählte 1815 schon fast 50000 Einwohner, Aachen 32000, Düsseldorf erreichte 22000 Elberfeld über 21 000 und Barmen rund 19000. Das heutie Wuppertal zählte also schon damals 40000 Menschen in seinem Raum. Auch Krefeld überflügelte mit 13 000 Einwoh nern und Wesel mit 9300 die Mehrzahl der heute beherrschenden Städte unseres Ruhrreviers. Diere Bevolkerungsziffern wurden nämlich von vielen Gebietsstädten erst 75 und noch mehr Jahre spaler erreicht. So zählte das heute zu Gelsenkirchen gebörige Buer 1800 nur 11 00 Einwohner, Oberhausen 25 000 und Sterkrade zirka M#. In Recklinghausen und Bottrop wurden im gleichen Jahre nur 14 000 Einwohner gezählt, in Gladbeck noch keine 7000.* Ein Leweis für die gewaltige Entwicklung des Gebietes und seiner Wohnzentren, aber auch ein Maßstab für die dadurch bedingten schwierigen kommunalpolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Die heitere Stille, wie sie Pückler Muskau in sei= nem Reisebericht schildert, ist langst vergangen. Sie konnte den machtvollen Aufschwung der Stadte in keinem Falle aufhalten. Sie dehnten sich mehr und mehr aus und ihre Hauserblocke und Werksanlagen wuchsen unablässig weiter in die ehemals rein bäuerlichen Gefilde. Nurg nach dem deutschefranzo sischen Kriege wurde Oberhausen Stadt. Gelsenkirchen, stark gefordert durch die Initiative eines Grillo, entwickelte sich zu einem Brennpunkt des industriellen Lebens an der Nuhr. Die größte Stadt der damaligen Zeit war Dortmund mit 57 700 Einwohnern. Ihm folgte Essen mit annahernd 54 00. Hier war Krupp der für die Entwicklung ausschlaggebende Faltor. Seine Arbeiterzahl, die 1870 etwa 7000 betrug. hatte sich bis 1873 auf 1200 erhoht. In weiderem Abstande folgte in der Reihe der westdeutschen Städte Duisburg mit 37 400 Einwohnern. dann Bochun., gestützt auf den Bochumer Berein, mit 28 100 Seelen. Dagegen wurden einige Städte im Norden wie Reck linghaufen, das der Einwohnerzahl nach einst mit Essen auf einer Stufe stand, zurückgedrangt; ebenso Torsten und Lunen im Lipporebie., ferner Werden, Steele und Herdecke im Ruhrtal. Dafür entwickelten sich Vorbeck, das damals schon über 200000 Einwohner hatte, sowie Altenessen und das heute zu Gelsenkirchen gehörige Buer. Bis zur Gegenwart hat sich das soziale und industrielle Schwergewicht weiter verschaben. Essen mit 600 000 Einwohnern, Dortmund mit 440 000, ferner Gelienkirchen mit 327 000 und Bochum mit 316 000 Einwohnern haben an Größe und Bedeutung längit viele andere vor ihnen bekannte Städte überflügelt; ebenso Oberhausen, das an die Grenze von 2000000 Einwohnern berankommt, oder Mülheim, das etwa 135 000 Seelen zahlt. Schließlich sind Herne, WanneEickel, Recklinghausen und Bottrop zu nennen, deren Einwohnerzahl zwischen M000 und zirka 86 000 Einwohnern schwankt. Bei Witten, Wattenscheid und Gladbeck bewegen sich die Bevölkerungsziffern zwischen 78000 und 61 000, bei Castrop=Raurel und Hamm sinken sie auf 580 und 51000, bei Lünen schließlich auf 45000. Das ist die Geschichte des Ruhrreviers und seiner Einwohner, deren Zahl inzwischen die Hobe von 3,5 Millionen erreicht hat. Dieser erstaunliche Aufschwung umfaßt gleichzeitig den Werdegang des Bergbaues und der Eisenindustrie, ohne die das Ruhrrevier un denkbar ist. Beide sind nicht nur die Grundlage un seres wzialen und wirtschaftlichen Lebens im rhein.= westf. Industriebezirk, sondern auch mit die wichtigsten Stützen unserer deutschen Volkswirtschaft überhaupt. Schm. Wanne-Eickel Ihre goldene Hochzeit feiern heute die Eheleute Pensionär Heinrich Hucke, Frau Lina geb. Friedring, Govenstraße 68. Das Jubelpaar ist seit einem halben Jahrhundert in Wanne=Eickel ansässig. Auch unsern Glückwunsch! Bestandene Prüfung. Die Hilfsbetriebsassistenten Waltemathe, Schäfer, Brinkmann. Schlegel, Harder, Schepers und Koch haben in Essen die Prüfung als Reichsbahnbetriebsassistenten bestanden. Boswillig wurde die Feuerwehr Mittwoch alarmiert und zwar war der Feuermelder an der Dorneburg betätigt worden. Als die Wehr in sausender Fahrt ankam, war weder ein Brand zu sehen, noch der Uebeltäter zu erwischen. Die Uebeltäter sollen aber nicht vergessen, daß sie eine ganz empfindliche Strafe trifft, sobald man ihrer habhaft wird. Zeine Jahreshauptversammlung hielt der 11e6 Mitglieder zahlende Spar= und Bauverein ab. Der Verein besitzt 130 Häuser mit 761 Wohnungen, 6 Ladenlokalen und 11 Geschaftsräumen. Der Geschäftsführer Coeu wies darauf hin, daß in nächster Zeit ein neues Projekt, der Bau von 30 Wohnungen, in Angriff genommen würde. Der Reingewinn beläuft sich auf 2652233 Ein großes Wlle wächer ans starlen Mattaia i garinden Kindel IIILFSWERRTTERKIND Essen Zwei todliche Verkehrennfalle. Am Dienstagmorgen lief der fünf Jahre alte Heinrich Gietmann in Altenessen neben einen in Fahrt befindlichen Lastkraftwagen her, wobei er gegen eine Straßenlaterne stieß und so unglücklich zu Fall kam. daß er unter die Räder gerict. Der bedauernswerte Knabe trug einen Schädelbruch davon und mußte dem Krankenhaus zugeführt werden, wo er kurz nach seiner Einlieferung starb.— Am gleichen Tage erfolgte in Essen=Dellwig ein Zusammenstoß zwischen zwei Lastkraftwagen. Hierbei wurde der Beifahrer des einen Wagens, der 37 Jahre alte Heinrich Gegh, auf den Fahrdamm geschleudert und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. KdF.-Monatsplan Gegenüber dem vor einigen Tagen verofsentlichten Programm über Wochenendfahrten sind kleine Aenderungen eingetreten. Nach den nunmehr endgültig festgelegten Daten finden Fahrten wie folat statt: 13. 6. nach Düsseldorf zur Ausstellung Schaffendes Volk“. Die Koiten betragen einschließlich Eintritt RM 2.60. 1.—10 6. zur Insel Rügen Ostsee(Rm 37.50 13. 6 Sonderzug zum internationalen Eifelrennen nach Adenau zum Nürburgring. Kosten einschließlich Eintritt RM 4.50 ab Bagen 16.—20. 6. Sonderzug ab Dagen zur Ausstellung Gebt mir 4 Jahre Zeit“ und zum FußballEndspiel. Kosten einschließlich 3 Uebernachtungen mit Frühstück RM 20.80, ohne Uebernachtung RM 12.70 20. 6. Sonderaug nach Vosel. herrliches Waldgebiet. Preis RM 0.95 f.—27. 6. Sonderzug zum Abreal. Die Kosten betragen für Abendessen. Uebernachtung. Frühstück und Mittagessen RM 7.60. * Auch beute müssen wieder 2 Fahrten als besent gemeldet werden. Es handelt sich um die nach Porta ins Weserberaland von 15. 7. bie 27 7.(Preie RM 26.20) und nach Fredebura in unser schönes Sauerland(vom 13. 8. bis 20. 8., Preis RM 14.50) vorgelebenen Fahrten Die letzte Fahrt ist erst vor nicht ganz 3 Wochen neu eingeleat worden. Grial sich die Darimmer eue In Stück 323 3 Stück 903 3 * 50. pr. v 7AX . * Da UIE * 4 .* 5. urnen Braddock suspendiert! Die Newyorker Boxkommission greift durch Newyor., 3. Juni(Funkspr.) Die Borkommission des Staates Newyork hielt am Donnerstag nach dem öffentlichen Wiegen von Mar Schmeling. zu dem der Weltmeister Braddock nicht erschien, eine Sitzung ab. die von dem Präsidenten MePhelan geleitet wurde. Nach kurzer Beratung gab die Kommission folgenden Beschluß bekannt: „Braddock und sein Manager Joe Gould werden megen Nichterscheinens zu je 1 000 Dollar Geldstrafe verurteilt und auf unbestimmte Zeit suspendiert.“ Präsident MoPhelan gab weiterhin bekannt, daß alle Borkommissionen in den Vereinigten Staaten und vor allem die Kommission des Staates Illinois, die bekanntlich den Kampf zwischen Louis und Braddock am 22. Juni veranstalten will, von diesem Beschluß sofort in Kenntnis gesetzt und um enge Zusammenarbeit mit der Newyorker Borkommission ersucht werden. Ferner erklärte MePhelan. daß Joe Louis für den Fall, daß er gegen Braddock am 22. Juni in Chicago zum Kampf antritt, genau wie Braddock für alle Kämpfe im Staate Newnork gesperrt wird. Schmeling zur Stelle Pünktlich um 13 Uhr amerikanischer Zeit erschien Max Schmeling im Hause der Borkommission des Staates Newyork. Wenige Minuten später stand der deutsche Meisterborer aller Klassen auf der Waage. Die Berichterstatter der großen Zeitungen waren vollzählig zur Stelle. Lächelnd hielt der Deutsche dem Kreuzfeuer der Fotografen stand. Das Gewicht für Schmeling wurde mit 196 engl. Pfund. das sind etwa 86 Kilogramm. bekanntgegeben. Die Versammlung wartete noch längere Zeit auf den Weltmeister Jimmy Braddock, der jedoch seine Er klärung wahrmachte und nicht erschien. Daraufhin traten die Mitglieder der Borkommission zu der sofort einberufenen Sitzung zusammen. * Der Präsident des Madison Square Garden. Oberst Kilpatrick, will zu der Angelegenheit erst Stellung nehmen, wenn das Bundesgericht zu der eingebrachten Klage über ein Verbot des Louis Braddock=Kampfes in Chicago seine Entscheidung gefallt habe. Das Urteil des Bundesgerichtes wird am Freitag in Philadelphia erwartet. Eine Stadtmannschaft wird ermittelt Die nächsten Aufgaben der Bochumer Fußballer Die nachsten Aufgaben der Bochumer Fußballer In der nächsten Zeit werden im Bochumer Fußballsport die Vereinsmannschaften etwas in den Hintergrund treten, da dem gesamten Bochumer Fußballsport einige besondere Ausgaben gestellt sind. Ds Kreisfest des Reichsbundes für Leibesübungen steht vor der Tür, bei dem Fest soll die beste Stadtmannschaft des Kreises ermittelt werden. In Betracht kommen die Städte Bochum, Wattenscheid, Herne und Wanne=Eickel, die sämtlich pielstarte Mannschaften stellen können. Man denke nur an Wattenscheid mit dem SV Höntrop und der SpGem. Wattenscheid, an Herne mit der Westfalia und Wanne=Eickel mit der SpVg. Rohlinghausen, Eickel und Preußen Wanne. Am Schluß= und Haupttage des Festes bestreiten vor der Siegerehrung, also auf dem Höhepunkt des Festes, die in der Vorrunde siegreich gebliebenen Stadtmannschaften das Endspiel, und da ist es nichts anderes als eine Ehrenpflicht, daß Bochum seine starkste Mannschaft stellt, um nicht den Kreisbesten zwischen zwei anderen Stadtmannschaften in Bochum ermit teln zu lassen. Bochums Gegner in der Vorrunde ist Wattenscheid, und zwar am Mittwoch. dem 23 Juni, auf dem Platze der SpGem. Wattenscheid. Zur Ermittlung einer Stadtmannschaft ist ein Auswahlspiel angesetzt worden, das am Donnerstag, 10. Juni, auf dem Germaniaplatze stattfindet. Folgende Mannschaften sind aufgestellt worden: A=Mannschaft: Schnitter (Ver. Preußen 07) Oberscheidt Stezick (Teut. Riemke)(V. Pr. 07) Masmeier Wahl Brüggenthies (Tus)(TuS 26)(TG B.=Ehrenf.) Sandkühler Schießer Gevelmann Walodtka Riese (Westf.)(Pr. 11)(SC Dahlhausen)(SCAltenb.) Gockel Riedel Kalfelder Koppmann Ananias Tus)(LFC Laer)(V. Pr. 07)(2FC)(Tus) Andreas Kölling Schneider (Germania)(Rasensp.) Trawny Potthast (Germ.)(TuS.) Wierzbicki B.Mannschaft:(Engel=burg) Die A=Mannschaft ist ziemlich gemischt, wir nenmen darum an, daß die weit einheitlicher aufgestellte B-Mannschaft“ die„gemeinte" Stadtmannschaft ist, deren Gerippe Germania und der TuS bilden. Interessant ist, daß man als Verbindungsstürmer auf Riedel und Koppmann, zwei routinierte und bewahrte Stürmer des 276 Laer, zurückgegriffen hat. Man darf jedenfalls gespannt sein, wie sich die Elf gegen die A=Mannschaft hält, in der einige Talente aus den Außenbezirken zu Wort kommen. Ersatzleute sind Kufit V.=West. Klüner(Concordia) für die A und Michniewiki(Ver. Pr. 07), Casper(Pr. 11) und Sander(Conc.). Zwei weitere Auswahlmannschaften treten am 13 Juni, dem Opfertag des deutschen Sports, auf den Plan. Das schon lange erwartete Spiel Gauliga— Bezirksklasse bildet für Bochum das Hauptereignis an diesem Tage, an dem die deutschen Sportler sich in den Dienst ihrer Jugend stellen. Die Aufstellung der Gauliga=Mannschaft, zu der man noch den Tus zahlt, bereitet keine Schwierigkeiten, sie ist mit der Kombination Germania/ TuS gegeben. Die Bezirksklassenelf setzt sich, da auch in diesem Kampf auf Leute des in den Aufstiegsspielen stehenden M2V Linden nicht zurückgegriffen werden kann, aus Spielern der Ver. Preußen 07, der TG B.=Ehrenfeld und Westfalias zusammen. Die Mannschaften: Gauliga: Friedrich Tus Potthaft Trawny (Tus)(Germ.) Masmeier Kölling Andreas (Tus)(Germania) Ananias Rudzinski Philipp Micka Gockel TuS)(alle Germania)(Tus) Reinmöller Mulbaus Kalfelder Distelrath2 Sandkühler (V. Pr.07)(TG.B=Ehr.)(V.Pr 07)(Westfalia) Brüngenthies Mschok Wittig TG B.=Ehrenf.)(Westf.)(V. Pr. 07 Kaufer Stezick Westf.)(V. Pr. 07 Hufer Bezirksklasse:(TG. Ehrenf.) Ersatzleute sind Pilch. Schiefer(Germ.) für die Gauliga und Gaza, Michniewski(V. Pr. 07). Mit Richard Hofmann Nationalelf— Gau Sachsen in Dresden Am Opfertag des deutschen Sports spielt' am übernächsten Sonntag unsere Fußball=Nationalelf gegen den Gau Sachsen. Für das Spiel in Dresden wurde nunmehr Sachsens Mannschaft aufgestellt: Kreß (Dresdner SC) Kreisch Brembach Dresdner SC)(Tura Lewzig) Seldmann Riedel Rose SC Planitz)(Tura Leipzig)(SpBg Leipzig Than Helmchen Hänel Hofmann Kund Gutsmuths(P3V(BC Hartha)(Dresdn. 36) Dresden) Chemnitz Chelsea im Endsniel Austria Wien 2:0(1:0) geschlagen Vorschlußrundenspiel zum WeltausstellungAußballturnter standen sich am Donnerstag im Stadino Co.ombes zu Paris belsea London und Austria Wien gegenüber. In einem wenig schönen Kampf negte Chelsea sicher mit 2:0(1:0).— Nur knapp u Zuschauer mußten sich von der Ueberlegenheit der englischen Berufsspielerelf überzeugen lassen. Die Hollönder nicht om Start Dag deutsche Aufgebot bei der Deutschlandfahrt verstärkt Hollands Radsport=Verband hat jetzt, drei Tage vor dem Start zur 3. Internationalen Deutschan*Nundfahrt, plötzlich die Startgenehminng fur seine fünftopfige Mannschaft zurückgezogen und gibi als Grund an, daß die Landesmeisterschaft von Holland am 13. Juni nicht gefährdet werden dürie und daher kein Holländer an diesem Tage im Ausland starten dürfe. Der Deutsche RadfahrerVerband hat daraufhin sofort das deutsche Aufgebot verstärkt und nachträglich Haack=Chemnitz, OberbeckHagen, Wierz=Dusseldorf, Stöpel=Berlin und Sieronsti=Berlin verpflichtet, so daß nunmehr 33 Deutsche und 27 Ausländer in der Rundfahrt starten. Auch 5 Auto-Union im Eifelrennen am 13 Juni fünf Rennwagen im Eifelrennen ein. Der Vorjahrssieger Bernd= Rosemener. der Zweite des Avusrennens, Ernst von Delius. Rudolf Hasse, Luiai Fagioli und H. P. Muler werden die Fahrzeuge steuern. Das ist mit einer Ausnahme das gleiche Aufgebot, nur daß fur den in Südamerika weilenden Hans Stuck der Deutsche Motorradmeister Müller startet, der dabei sein erstes Rennen im Rennwagen bestreitet, nachdem er im vergangenen Jahr mit der Halblitermaschine der Anto Union=TAW Kieger geworden war. Auch bei den Krafträdern ist Auto=Union=TNW ausgezeichnet vertreten. In der 200cem Klasse er cheint Walfried Winkler und Petruschke zum Kampf. Mansfeld, Bodmer und Herz lautet die Vartretung in der Halbliterklasse, und bei den Seitenwagen werden zwei Meister in den Kampf geschickt: Braun(60 cem) und der Vorjahrssieger Kahrmann(1000 com). der zusammen mit Schumann an den Ablauf geht. Nosemener tramnierte schon Am Donnerstag erschien plötzlich Bernd Rosemeyer mit seiner Junomann=Maschine über dem Ring, wo er auf dem„Flugplatz“ glatt landete. Wenig spater saß er bereits im Rennwagen, um eine Runde in 9:54 Minuten zu drehen, obwohl der Splitt an den Baustellne noch sehr lose lag. In der Nacht zum Freitag wird die Strecke nochmals abgekehrt, so daß schon am Freitag schnellere Runden zu erwarten sind. Rosemeners Maschine wurde spater zum Start und Ziel abgeschleppt. Pferdesport Trabrennen zu Gelsentirchen 1. R.: 1. Fulmar E. Jung), 2. Edith Loh. 3. Kardia, Sieg 28, it. 60, Platz 20, 17, 21:10. 2. R.: 1. Landrichter(J Steinmann), 2. Ida S., 3 Otti Anvil. Sieg 76. it. 84, Platz 15. 11, 15:10. 3. R.: 1. Heideblüte(J. Piotrowiki), 2. Miese B., 3. Dina Lob. 4. Nationale. Sieg 69 it. W. Platz 20, 15, 28, 22:10. 4 R.: 1. Davio Bingen(F. Knies), 2. Peler Duffy jr., 8. Arrak. Sien 14, it. 21, Platz 11. 12:10. 5. R.: 1. Comtesse Leonie(K. Janczik), 2. Else Lee. 3. Deutscher Vater. Sieg 43, it. 30, Platz 16, 12, 22:10. 6. R: 1. Melodie(W. Meincke), 2. Feodor. 3. Primavera. Sieg 24 it. B. Platz 12. 12:11 7. R.: 1. Graf Geßler(J. Doma). 2. Matkonig, 3 Luitpold. Sieg 35. it. 66, Platz 13 14, 16:10 Nennen zu Karlshorft 1. R: 1. Goldelse(Fliech, 2. Marso, 3. Cb. Swa 20:10, Platz 14, 20:10. EW 80. 2. R. 1. Passy(Lt. v. Mitzlaff, 2. Seydlitz=Kurafsier, 3. Torquato, Siea 21:10, Pl. 15, 23:10. EW 120. 3. R.: 1. Castor(Ahr), 2. Mattiacum 3. Maat. Sieg 17:10, Plat 14, 19:10. EW 44. 4. R.: 1. Pallas Athene(Huguenin), 2. Kriegsflamme. 3. Claassen. Sieg 25:10. Platz 14. 50:10. EW 201 5. Karlshorster Heeres=Jagdrennen: 1. Lieber Merl(Rittm. v. Klitzing), 2. Fiametta, 8. Jungritter. Sieg 42:10, Platz 17 16. 20:10. EW 160. 6. R.: 1. Purpurstern(O. Schmidt), 2. Lesmana, 3. Ronneburg. Sieg 30:10, Platz 17 21:10. GW 168. 7. R.: 1. Abtlg.: 1. Vera F.(Hiller). 2. Rigoletto, 3. Sünderin. Siea 21:10. Platz 12, 12. 13:10. E W 48. Abtla: 1. Corsica(Hoffmann), 2, Frechdache, P EW 360. 8. R.: 1. Winfried(Held), 2. Harald, 3. Glückevogel. Sieg 81:10, Platz 27, 26 18:10, EW 110 Nennen zu Lonachamp 1. R.: 1. Jsdes(Rabbe). 2. Belle Mab, 3. Rudos. Sieg 35:10, Platz 23, 67:10. 2. R.: 1. Le Spah:(Bridgland), 2. Le Mistral. 3. Ramadan, Stea 28:10 Platz 13. 12:10 3. R.: 1. Iskandar(Rochetti). 2. Lemnos, 8. Ticca Gari. Sieg 78:10, Platz 21. 18, 16:10, 4. R.: 1. Formor(Rochetti) 2. Hellichele. 8. Nica. Sien 39:10, Platz 22, 40:10 5. R.: 1. Cynara(Bridaland) 2. Sans Atout, 3. Fairneß. Sieg 87:10 Platz 20, 16:10, 6. R.: 1. Proctor(Delaurie), 2 Verjus, 3. L'Alsacien 2. Siea 202:10, Platz 73, 44, 115:10. Deuscher und Welkkrekord Ein Segelfluszeugmodell flog 42.Klm.=Strecke Handstarg Als bei dem Reichswettbewerb für Segelfly modelle des REFK auf der Wasserkuppe zu Pfingit der Hitlerjunge Werner Saerbeck aus Borkherst 1. sein Modell nach dem dritten Handstart nach eines Flugzeit von 10 Minuten 24 Sekunden in große Hohe über die Berge der Rhon davonfliegen se mischte sich in die Freude über den prächtigen Zl der hm den 1. Preis einbrachte, ein wenig Tray um seinen Vogel Umso größer war die Freuce einige Tage später aus dem kleinen Dorfe Fambach 5 Alm. nördlich von Schmalkalden i. Thüringend Nachricht kam daß sein Modell unveriehrt aufgein den worden jei. Der Finder schickte das sorgfältig verpack: dem Eigentümer wieder zuruc Die Luftlinie Wasserkuppe Fambach beträgt 42 K Diese Leistung, die aus dem Handstart erzielt wurd stellt einen neuen deutschen und Weltrekord dar. D bisherige Bestleistung wurde von Besser=Dresden m 13,5 Alm. gehalten. Wirtschaftsnachrichten Aufsteigende Enwicklung bej der Nord und Sud Einkaufssenossenschaft iüt Porzellan-, Glac-, Haushaltunge, und Eisenwar Dex am 23. Mai 1937 von der Generalversam lung der Nord und Süd Einkaufsgenossensche E. G.m.b. H., Berlin=Hagen, genehmigte und Oeffentlichkeit übergebene Geschaftsbericht laßt aufsteigende Entwicklung dieser Einkaufevereinigu mit besonderer Deutlichkeit erkennen. Der Um st auf 28 301 078 RM gegenüber 24 01 251 RM Jahre 10485 d. h. um 13.36 Prozent, die Biler summe von 3 721 350 auf 408 460 Nar Re erven von 614 800 auf 820 135 RM geiteg Bei wesentlich erhohten Rückvergütungen an die M glieder sowie Abschreibungen verbleibt ein Rei gewinn von 95602 RM, von dem eine Der dende in Höhe von 4 Prozent auf die anteile zur Auszahlung kommt. 5788 RM wer dem gesetzlichen Reservefonds, 200 RM dem Fe senschaften zuminbrt ur:: AM auf neue Rechnung vorgetragen. Die Genossenschaft ist finanziell sehr gut mauerk; selbst bei allervorsichtigster Bewertun Außenstände bleiben die Verbindlichkeiten noa 360 736 RM hinter den Forderungen zurud deschaftsguthaben(381 0n MM) erreidt. Der l fort greifbaren Werte allein(Birmitic. zn 1 rediskontierbarem Wechselbestand) 2 Progeamten Verbindlichkeiten(Hypotheten. in laufender Rechnung usw.) ausmachen. Tie (benossenschaft selbst hat auf Anregung der Geste führung des Verbandes deutscher Fahrilen für4 brauchs-, Zier= und Kunstporzellan und Aeramt4 * Hilfsaktion. zu Gunsten der Thurgischen Porzellanindustrie durchgesul wofür ihr die Thuringische Reaierung ihre beiend Anerkennung ausgesprochen hat. An die Generalversammlung schloß sich Zeit vom 21. bis 25. Mai 1W37 eine an, die hinsichtlich der Anzahl der Beincher( Rekordziffer aufwies, wie sie noch nomals eir worden war. Sie brachte den Fabrikanten. 1 diese die von der Nord und Sud in ihrem Ver Verwaltungsgebäude unterhaltene Dauerausnel beschickt hatten. entsprechende Auftram ein. 2 erteilten Auftrage waren beträchtlich hober all der vorhergegangenen Einkaufstaaung und Fe kommenden Industrien mit über die auftragtar Zeit der Sommermonate hinwegzubringen heute f"dball-Länderspiel Dänemark— Deutschland in Kopenhagen Zwei hohe Siege gegen Oesterreich und Ungarn innerhalb von 14 Tagen, und schon tritt eine deutsche Handballmannschaft am heutigen Freitag im Frederiksborg=Stadion in Kopenhagen wieder zu einem Landerkampf an. Zum dritten Male sind die Tanen unser Genner. Wir schlugen sie 1934 in Kopenhagen mit 16:5 und 1935 in Kiel mit 11:2. Man soll keinen Gegner unterschätzen, aber es kann wirklich von keinem Leichtsinn die Rede sein, wenn wir bei der hochüberlegenen Spielkultur des deutschen Handballs gegen die gewiß recht wackeren Dänen mit der„ersten“ Mannschaft antreten. Die Nachwuchskräfte, zumeist aus Norddeutschland, die nach Kopenhagen reisen, werden auch diesmal wieder von der einzigartigen Leistungehobe des deutschen Handballs Zeugnis ablegen und einen eindeutigen Steg erringen, wenn auch die Tänen bei ihrem grofeen spielerischen Eifer bis zur letzten Minute unentwegt Widerstand leisten werden. Deutschland entiendet folgende Mannschaft: Boysen Kiel; Grimm, Pape(Hannover); Sommer(Hamburg). Schliephake(Stettin), Kühn(Hamburg); Westheider(Kiel). Hippler(Berlin), Rave(Hamburg), Molt(Bérlin), Bruse(Hamburg). Acht Kämpfe und acht biege der Europa=Vorstaffel in U3N Einen großen Erfolg feierte die Europa=Vorstaffel der Amateure bei ihrem zweiten Start in Amerika. Nach dem 4:4 wurde in Kansas City ein 8:0-Sieg. Unser Meister Nürnberg traf in Mills auf einen harten Gegner, der aber schließlich so zermürbt war, daß er in der dritten Runde auf einen genauen Treffer den Boden aufsuchen und sich auszählen lassen mußte. Aber auch Michel Murach war seinem Gemer klar überlegen. Sein Gegner Donald wehrte sich verzweifelt, mußte aber dem Schalker den klaren Sieg überlassen. Im Schwergewicht lieferte Herbert Runge einen überlegenen Kampf gegen Neaves, der nur durch Halten und Klammern durchstand und sicher nach Punkten geschlagen wurde. Auch die übrigen Europäer, Matta und Sergo(Italien), Polus und Chmielewski(Polen) und Musina(Italien) landeten sichere Siege. Westdeutsche Um= und Kleine Provinschronik Lebhafter Schiffsverkehr auf dem Dortmund Ems=Kanal Meppen. Der Schiftsverkehr auf dem DortmundEms=Kanal ist im Monat Mai gewaltig angewach sen. Zur Bewältigung des Verkehrs mußten fast täglich Nachtschleusungen eingelegt werden. 2137 Fahrzeuge— 1207 zu Berg und 1230 zu Tal passierten bei 711 Schleusungen die Meppener Schleuse. Zum Industriebezirk wurden hauptsachlich Erze. Getrerde. Grubenholz und Eisen verfrachtet Die Rückfahrtlast nach Emden bestand aus Kohlen. Koks und Baumaterialien. Einen erhebichen Teil des Schiffsverkehrs nimmt die Motorschibahrt ein. von der auch viele größere Tonnenschiffe auf dem Kanal verkehrten. Zur besonderen Reaulierung des Wasserstandes errichtet man bei Verssen ein neues Wehr. Gleichzeitig ist hier ein Emsdurchstich vorge sehen. der eine Verkürzung der Kanalstrecke um vier Kilometer bringen wird. Auch bei Bollingerfähr ist die Errichtung eines neuen Wehrs geplant. 157,4 Kilometer Radfahrwege in Westfalen Munster. Nach einer Reichserhebung betraat die Gesamtlänge der besonders hergerichteten Radahrwege in den Gemeinden mit 200 und mehr Einwohnern im Reich rund 1166 Kilometer. Das Radfahr wegenetz in der Provinz Westialen erstreckte sich über 157.4 Kilometer. Dabei sind als Radjahrwege solche Weger erfaßt. die besonders durch Schilder gekennzeichnet sind und deren Benutzung für andere Fahrzeuge und für Fußgänger verboten ist. Von den 157. Kilometer wurden 27.9 Kilometer als geeignet für die Erholung ihrer Benuner bezeichnet. Sie ühren durch Wald und Parkanlagen oder sind Hohen= bim Uferwege. Selten vorkommende Brandursache Wupoertal. Im Keller einer Wuppertaler Firma ergoß sich aus einer zerbrochenen Flasche kon= zentrierte Schwefelsäure in einen Wasserab luß. Die chemische Reaktion dieser Verbindung erzeugte so hobe Hine. daß sich naheliegende Cellulosdwaren entzündeten. Da in dem Keller noch weitere Celluloidwaren lagerten, war die Geiam aron. Die Bekampfung des Brandes war aber gen der Rauchentwicklung und es gases, das sich beim Verbrennen des Cellulowwickelte. erheblich erschwert. Die Feuerwehr sofort mit Sauersto sschutzgeraten vor und mit besonders starken Schlauch eitung gelang es den Brand schlagartig zu löschen. Gbewißheit nach 22 Jahren Ehrenbreitstein. Vom Zentralnachweisam Kriegsgräber in Berlin ist hier die Num gegangen, daß der Musketier Josef Fries po der im Infanterieregiment 161 gedient d nach den Kämpfen im Elsaß seit dem n 1915 vermißt war, bei der Umlegung von. grabern in Steinbach im Ellaß aufgefunden den ist Die Mutter des Soldaten. der nun a erklart wird, lebt hier als eine der allel wohnerinnen. Sie hat im Krieg ihre belo ner oren Kurz berichtel Hamm. Im sudlichen Stadtteil sturdie jahriges Madchen aus dem Kuchen'enster dn 4 es kurz nach der Einlieserung in starb. Die Eltern hatten ihr Kind ins und sich für kurze Zeit in den hinter dem legenen Garten begeben Siegen. In einem Weiher belb fiel ein tunger Mann aus seinem. des Schwimmens unkundige junge Marde trunken, hatte nicht der 21jahrige E Hellinghausen kurz entschlossen den Crc dem Weiber unter Einsatz leiner ganzen ausgeholt. Meppen. Auf bisher ungeklärte in dem vor einigen Jahren errichter a Wirtschaftsgebäude eines Bauern im 11 der Gemeinde Teglingen ein Gron den ganze Besitzung in Asche legte. Der sich auf etwa 30000 RM. Antoi das Leber Vier Jahrzehnte m Sruckners vergehe znteil ward. die das die Aufstellung seiner Regensburg. dem Te deutscher Große. Der angeordnet und außer Bruckner=Büste Büste Richard den soll. Dan Anton Bruckner dr Leutichen Musik, al Nach. Beethoven 1 eine Erkenntnis un zer lebte, hat er schwer zuruckserung seines brabms gelitten, übri nes Brahms selbst. als einer radikalen a edento wie Bruckne Kampnatur, beute ist den uns glücklich, daß der deutschen jeder ein Genie war gerade weil dem utigen Zeitgenossen denn wir haben die Er tine eigenen Wege such Wir selbst erst seit einem Vie All. dem Jahre 1910 beg . Verbreitung der m h ner neuen Snpho ucnerieite sind seitdem In den leuten mit besonderer ommen. vor allem n irra wird es nod .n der Zutritt zum einach fallt. So ei unetordentlichen Mar temd seine innere asen der Musik war. ikter darstellte— el rling. in dessen In ieistes Empfinde em es allerdim und zu öfinen. dem eiten eines Paradiese= Bruckner stam bemd „octosterreichischen 1 Louer September 1824 .-n nebenbei 20 en Berut sein Schulgebilte dild aus. Tron er schon mit onn m. Jahren Dei wur es ihm moglich neorieunterricht eaterkapellmeisten rr Komposition en ienen Jahr tal die Partituren Tan Besehseine fast all " RichardN Mannergeianaverein praktischen Kom llonaanist und Kon enerpatorium. r 19 in Wien sen Kämpf. aisens, dem gerad und Welkkrekord dell flog 42.Klm.=Strecke nach Handstarz eichswettbewerb für Segel uf der Wasserkuppe zu Pfing ter Saerbeck aus Borkherstw n dritten Handstart nach eine nuten 24 Sekunden in großer e der Rhön davonfliegen ende über den prächtigen neu s einbrachte, ein wenig Trau nce. a bac Schmalkalden= Thüringen in Modell unversehrt aufgef er Finder schickte das Ma in Eigentümer wieder zur uppe Fambach beträgt 42 5 1s dem Handstart erzielt wur stichen und Weltrekord dar.! tsnachrichten nde Enmicklung ud Einkaufssenossenschaft für zushaltunge, und Eisenwar 1937 von der Generalversam Süd Einkaufsgenossensch lagen, genehmigte und1 dene Geschaftsbericht laßt ing dieser Einkaufsvereinigu schkeit erkennen. Der Un gegenüber 24 061 251 RM n 13.36 Prozent, die Bilar auf 408 480 Mor ure auf 80 15 RM geitieg 1 Rückvergütungen an die M AM, von dem eine Deo Prozent auf die Gesche g kommt. 5788 werd befonds, 0 RM dem 0000 RM dem Wertn nschaften zu#eführt und 2 ng vorgetragen. ist finanziell sehr gut ervorsichtigster Bewertung allein(Barmittel zuzue chielbestand) 36 Prozent titen(Hypotheken, Glaudi usw.) ausmachen. Die 3 t auf Anregung der Gesch s deutscher Fabrilen für instporzellan und Keram:! bst 1936 eine wirkungs nindustrie durchgefuh ische Regierung ihre bei chen hat. sammlung schloß sich Rai 1937 eine EinkaufAnzahl der Besuche wie sie noch nwmals sichte den Fabrikanten, bende Auftrage ein. T en beträchtlich hober a Einkaufstagung und zu beitragen, die in ebn lusschan war die Gesahr des Brandes war aber 1a und des Koh enot brennen des Cellulochs pert. Die Feuerwehr zaeraten vor und mit en cheitung gelang es 1 löschen. ach 22 Jahren Zentralnachweisam ist hier die Nachrichte etier Josef Fries von hi ent 161 gedient bat Elsaß seit dem 4. Jol der Umlegung von Kried m Elsaß aufgefunden 9 Soldaten, der nun als als eine der ältenten en n Krieg ihre beiden So stürzle ein n'enster des ohnung in verlenungen. Krankend dins Beit ter dem Haus Paddelboot Mana nor. E. Schneider Ertrintenden ganzen Kra“ ent. Shaden bela 3 P Anton Bruckners Einzug in die Walhalla Das Leben und das Werk des großen deutschen Bauernsohnes 4 Von Kurt Fischer Vier Jahrzehnte mußten nach dem Tode Anton Bruckners vergehen, bis ihm die großte Ehre zuteil ward. die das deutsche Volk zu vergeben hat. die Aufstellung seiner Büste in der Walhalla bei Regensburg, dem Tempel deutschen Ruhmes und deutscher Gröne. Der Führer hat ihre Aufstellung angeordnet und außerdem verfügt, daß sie neben Bruckner=Büste in der Walhalla der Büste Richard Wagners ihren den soll. Das Anton Bruckner in der Reibe der gronen der deutschen Musik, also in die Gemeinschaft von Sach. Beethoven und Brahms gebört, ist em eine Erkenntnis unserer Zeit. Solanae Bruck eer lebte. hat er schwer unter der Verkennung und zurücherung seines musikalischen Antipoden ahms gelitten, übrigens weniger durch Johannes Brahms selbst. als vielmehr durch die Mißmnst seiner radikalen Anhänger. Brahms selbst dar ebenso wie Bruckner, alles andere als eine Kamp'natur, heute ist der Streit verklungen, wir dressen uns glücklich. daß wir zwei derartige Große n Reich der oeutichen Musik besinen, von denen jeder ein Genie war Und gerade weil dem so ist, vermögen wir weurigen Zeitgenossen beiden gerecht zu werden. enn wir haben die Erkenntnis, daß jedes 6 mne eigenen Wege sucht und dazu seine eignen nel findet. Wir selbst haben den Weg zu Bruck= erst seit einem Vierteljahrhundert gefunden mit dem Jahre 1910 begann die systematisch geförene Verbreitung der Brucknerschen Werke, vor mem seiner neuen Suphonien. Brucknerwachen und rugnerfeite sind seitdem Jahr für Jahr begangen In den letzten Jahren hat sich auch der zunoruert mit besonderer Eindringlichkeit Bruckners enommen, vor allem wurden die Symphonien in durctaultigen Reichsiendungen gebracht. dennoch wird es noch viele Deutsche geben. den der Zutritt zum Musikreich Bruckners „wach fallt. So einfach, wie das Leben die fanetordentlichen Mannes verlief, so schlicht. ja sentemd seine innere Einstellung zu den letzten den der Musik war. so autmütig naiv sich sein Lantarter darstellte— er war doch in allen.. renderling. in dessen Innenleben die Gottaläubigno ticistes Empfinden die ruhenden Pole bilReem es allerdings glückt, die Pforten zu den und zu öfinen. dem erschließen sich die Herr= sereiten eines Paradieses von unendlicher Schön kalische Großtaten beschieden waren. Immerhin hatte er das Gluck. von den Anhängern Wagners gestützt und geschützt zu werden. Sie erkannten damals. noch nicht, was wir heute klar überschauen. daß Bruckners Musik etwas ganz anderes ist als in den Konzertsaal übertragenes Wagnertum. Wohl übernahm Bruckner von den klanglichen Elementen Wagners und Liszt alles, was der Eink eidung seines Kunstwerks nach außen Prunk und Glanz geben konnte.(Das ging lo weit. daß er in die Richard Wagner gewidmete Symphonie ausdrücklich die Nibelungen=Tuben vorschrieb). Bruckners grundsänliche Einstellung zur Musik war aber vollig anders. wenn auch die Größe seiner inneren Gesichte und erhabenen Vorstellungen die gleichen zyklopischen Ausmaße erforderten, die Wagners Gedankenwelt kennzeichnen Gleich Schubert wurzelt auch Bruckner tief in der katholischen Kirchenmusik. Sein 112. und 150. Psa m. seine Messen und vor allem das arete Tedeum sind Meisterwerke der Kirchenmusik. In seinen Symphonien buldigt er an seine Art den beiden aronen Gewalten Natur und Gott. ohne ihnen ein poetisches oder philosophisches Proaramm zu Grunde zu legen. Sie sind deshalb absolute Musik im strengsten Sinn und einer eigenen Ton sprache, deren tiefste leelische Wirkungen die eines Gottesdienstes erreichen. Damit greift Bruck ner an die letzten Dinge. wie es vor ihm nur Bach und Beetboven getan haben. Einer seiner Biographen hat vom„Freilich dom“ leiner Symphonien gesprochen, in dem der Kultus des abso ut Reliaiösen eine Vollendung erreiche, die Bruckner eine Sonderitellung unter allen Großmeistern der deut schen Musik zuweise Jn den letzten Jahren ist innerhalb der Musik= literatur, die inzwischen über Bruckner und sein Werk außerordentlich angeschwollen ist. die Frage aufgeworfen worden, ob Bruckners Schaffen innerhalb der Entwicklung der Musikkunst einen Abschluß oder einen Anfang bedeute. Zur Lösung dieser Frage ist die Zeit noch nicht reif, erst in fünfzig Jahren werden wir erkennen können, ob Bruckner das Zeitalter des„Großen Offertoriums“. d. h. der Dar bringung der menscheichen Kunst als Weibegeschenk für das ewig Gottliche eröffnet hat. Bis dahin müssen wir uns mit der allerdings unendlich beglückenden Erkenntnis begnügen, daß Bruckners Musik in sich eine Erfüllung und Vollendung bedeutet und daß er zu den großen deutschen Geistesbelden gehört. die wert und würdig sind, in die Walballa einzuziehen. Auch die Aufstellung seiner Büste neben Richard Wagner ist nur folgerichtig. Beide rangen um die Befreiung der deutschen Seele und beiden ist sie gelungen Die Walholla wartet Der große deutsche Musiker der 165. Walhalla Genosse. Am kommenden Sonntag wird auf Anordnung des Führers die Büste des großen deutschen Komponisten Anton Bruckner in der Walhalla bei Regensburg aufgestellt wer den. Im Mai des vergangenen Jahres ist durch Besch un der bayerischen Landesregierung dem Führer das Recht übertragen worden, über die Aufstellung der Büsten verdienter Deutscher in der Walhalla bei Regensburg ausschließlich zu bestimmen. In Ausübung dieses Rechtes hat der Führer verfügt daß die Büste Anton Bruckners neben die Richard Wagners gestellt werden solle. Nun ist der Zeitpunkt der feierlichen Aufstellung gekommen. Daß die Walballa eine Ruhmeshalle deutschen Geistes und deutcher Große darstellt, ist heute allgemein bekannt. Nachdem in den letzten Jahren die Verkehrsverbindungen von Regensburg aus erheb lich verbessert worden sind, wird die Walballa von Jahr zu Jahr von immer mehr Besuchern aufgesucht. Und es lohnt sich in der Tat. Dieser griechische Tempe auf waldiger Höhe liegt etwa 8 Kilometer unterhalb von Regensburg bei Donaustauf auf dem Hochufer über der Donau. Er ist eine Stiftung König Ludwigs I. von Banern. dessen. durch seine Münchener Bauten bekannte Baumeister Leo von Klenze sie in zwölfjähriger Bauzeit in den Jahren 1830 bis 1812 errichtete. Der Gesamtbau hat eine Länge von 138 Metern. eine Breite von 91 und eine Höhe von mehr als 60 Metern Au 250 Marmerstufen gelangt man an den Tempel, der 71 Meter lang. 35 Meter breit und 20 Meter hoch ist. Er ist aus deutschem Marmor erbaut und wird von 52 gotischen Säulen getragen. Die Giebelfelder der beiden Frontseiten sind durch symbo ische Darstellungen geziert, die an die Wiederherstellung Deutschlands nach den Befreiungskriegen und an die Hermannsschlacht erinnern. Sie stammen von dem Münchener Schwanthaler uno dem Berliner Rauch N43 dem Fries befinden sich an den Wanden aus eigenen Postamenten und auch Konsolen 164 Marmorbüsten großer Deutscher in zwei gelegentlich auch in drei Reihen übereinander. Anton Bruckners Büste ist die 16. Die Namen von weiteren bi Deutschen, deren Bildnisse man nicht besitzt, sind in Godbuchstaben an den Wänden verewigl. Es sind nicht nur Könige und Fürsten, Staatsmanner2X und Feldherren, denen die Ehre der Walhalla=Gemeinschan zuteil geworden ist. sondern— wie die Wahl des Führers beweist— große Geister aus den Gebieten der Kunst, die Künder deutschen Wesens Gleich dem Tannenbera Denkmal ist nun auch die Walhalla als der Tempel deutscher Ehre Reichesache geworden und damit zu einem Wallfahrtsort deDeutichen. Großmulter sürchtet sich nicht! Ein Bauernerlebnis aus dem Weltkrieg Von A. Sadowski. Einsam lag der Bauernhof in der weiten Ebene des Pregelgaues. Jahrhundertelang schon war er i der Hand einer Familie. Geschlecht um schlecht hatte den Wohlstand gemehrt. Stattlicher Gebäude legten davon Zeugnis ab. Große, mit. 1. ihren Kronen weitausgreifende Weidenbäume umband ihn mit der nahen Landstraße. Prächtige Rinderherden zeugten von der Wohlhabenheit—* des Bauern. Sein besonderer Stolz die Trakehner, die in dem dicht beim legenen Roßgarten weideten. Die herrlichen Getreidefelder, die in vollster Kunde von der Die eigentliche Ruhmes= und Ehrenhalle. die Cella. im Innern des Tempels bildet ein läng liches, in drei Abteilungen unterteiltes Viereck. Vierzehn Karvatiden von der Hand Schwanthalers Die Walhalla wurde von König Ludwig I. von Bayekn errichtet und enthalt die Busten von etwa 100 hervorragenden Deutschen. Dies Bild zeigt die herrliche Lage des stolzen (Scherl=Bilderdienst=M.) Baues über dem Donautal. (Scherl=Bilderdienst=M.) Reife standen, gaben Fruchtbarkeit des wodens ner auch von dem Fleiß und der Wirtschaftlichkeit des Bauern. In dieses Anwesen stürmte in den ersten Augusttagen 1914 ein Kosakenoffizier mit seiner char. Der Bauer stand gerade mit seinem blondhaarigen Jungen in der Tür des Pferdestall Gefaßt trat er den Eindringlingen entgeg Offizier aber schob beide beiseite an ihnen vorbei in den Stall zer Umschau befahl er seinen Soldaten, die ihm gefolgt waren, zwei Fuchsstuten mit weißen Füßen und Bleß herauszuführen und den Jungen auf eins der Tiere zu setzen Der Bauer kochte vor Wut, als er sah, daß ihm seine Lieblingspferde genommen werden sollten. Und was hatten sie mit dem Jungen vor? Aber er bezwang sich, denn er wußte, daß ein unbedachtes Wort oder eine rasche Tat die Lage nur verschlechtern konnten. Bleich und zitternd vor Erregung schaute er dem Treiben der grinsenden Kosaken zu. Da kam die achtzigjährige Großmutter an ihrem Stocke über den Hof geschritten und erfaßte die Lage sofort. An den Führer trat sie heran, faßte seine Hände und bat ihn um Freilassung des Erben und um Wiedergabe der edlen Tiere. Aber alles Bitten, Weinen und Klagen war vergebens. Die Soldaten polterten, fluchten und packten die Zügel der Pferde nur um so fester. Und einer gar, ein wüst aussehender Kerl, riß die alte Frau zurück und stieß sie zu Boden. Der Bauer sprang hinzu, half seiner Mutter auf und bat sie, wegzugehen. Sie aber dachte gar nicht daran, sondern faßte ihren Stock und stürmte auf den Offizier mit erhobenem Arm und unter gewaltigem Schimpfen ein. Dem Bauern stand das Herz still. Was soll das werden? Aber was geschah? So etwas hatte der Kosak sicher noch nicht erlebt. Flößte ihm dieses sich selbst vergessende Einsetzen der Frau für Leben und Besitz der Kinder Achtung ein? Wer weiß es! Zwar gab er die beiden Pferde nicht mehr heraus, aber auf das Mitnehmen des Jungen verzichtete er. Prachtige t7 aber waren**1 2r5. ge* gen entgegen. Der e und drangte sich hinein. Nach kur1 v 3 *). Anto am euer und. louie n Bruckner stammt aus der Urkrait des Volkes, dem deutschen Bauerntum. In tosterreichischen Dorf Ansfelden wurde September 1824 geboren. Sein Vater war nebenbei Dorfschullehrer. Auch Bruckngern Beruf seines Vaters ergreifen. Als Schulgehilfe bildete er sich autodikdatisch aus Tron dieses ungewöhnlichen wir er schon mit 21 Jahren Stiftsorganist nn ne Jahren Domorganist in Linz. Erst natiger ihm moglich, snstematischen und regel ener corieunterricht zu genießen, und der weihte ihn in die Geebre ein Z. Kompositions- und Instrumentationsimen Nn tenen Jahren lernte Bruckner, zum eseel die Partituren des„Fliegenden Hollän „Tannhäusers“ kennen. Von da der tesehr seine fast alle Grenzen überschreitende Aichard Waaners. Als Leiter nneraelanavereine kam er endlich auch n braktischen Komponieren. 1971 wurde er n sonist und Kompositionslehrer im Wieerpatorium Jahre seines Lebens— er ist am in Wien gestorben— sind ausae e 2 2nd cen Kämpfen um die Anerkennung iens. dem gerade in jenen Jahren must Die Liebe der Himmelstochter Tsalcheh Frauenehrung als Volks und Nationalfest. Vor dem für den Europäer so undurchdring lichen Gesicht des Asiaten lüftet sich der Schleier am ehesten in den großen Städten Chinas, wenn dort das Volk seine großen traditionellen Feste feiert, wenn der aus seiner beschaulichen Ruhe er wachte Asiate wieder zum Kind wird und sich hemmungslos vom Strom der Freude und Begeisterung tragen läßt. Bis in das 9. Jahrhundert binein reicht die Erinnerung an chinesische Feste mit großen Auf zügen, Illuminationen und Feuerwerken. Neben dem Laternen= und Drachenbootsfest, die beide vor ungefähr 1200 Jahren vom Kaiser Juitsung eingeführt wurden, ist beute eines der volkstümlichsten chinesischen Feste der„Tag der Tsatcheh“ Es ist ein Fest. das dem weiblichen Geschlecht gewidmet ist. Tsatcheh ist nach einem alten chinesi schen Mythos eine Tochter des Himmelekönigs, die als Stern Vega im Sternbild der Leier am Himmel steht. Sie wird auf die Erde gesandt und verliebt sich in einen armen Hirten. Aber der Himmelskönig ist gegen diese Verbindung und ruft sie ins Reich der Sterne zuruck. Der Hirt stirbt vor Gram und wird zum Lohn für seine Treue als kleiner Stern an den Himmel versetzt. Doch die Milchstraße liegt trennend zwischen ihm und der schönen Vega. Nur am siebenten Tag des siebenten Monats darf der Hirt die Geliebte besuchen. Dann kommen die Vögel des Himmels und bilden mit ihren Rücken einen Steg, auf dem der Hirt zu der himmlischen Prinzessin schreitet. Seit diesem Mythos, der im 9. Jahrbundert entstanden sein soll, ist Tsatcheh die Schutzherrin der jungen Mädchen geworden. Ein Brief einer europäischen Reisenden aus den letzten Jahren beschreibt das Fest sehr anschaulich:„Ganz verstört fahre ich kurz vor Mitternacht aus dem ersten Schlafe auf. Gewehrfeuer? Blitzen und Donnern? Kaum kann ich mich recht besinnen, da knattert schon wieder eine Salve, die mich mit einem Satz ans Fenster springen läßt. Und ist schon der Anblick des Lichtermecres zu meinen Füßen zauberhaft schön, so scheint es jetzt, als wenn alles Licht Honakongs sich in den Straßen der Chinesenstadt vereinigt hat, von unten bis oben sind die Häufer erleuchtet in den Türen, den Bogen der“en die sich hier vor allen Häusern hinz hen in den Straßen und Höfen hängen bunte Laternen, ist es Traumbild,ein Wirklichkeit gewordenes Märchen aus Tausendundeiner Nacht? Erneutes Aufblitzen, dann das ohrenbetäubende Geknatter, dumpfes Trommeln und dazu die schrillen Töne der chinesischen Musikinstrumente! Plötzlich denke ich daran, daß der nächste Tag ein chinesischer Festtag ist und daß der Lärm von Fire=Crackers“ herrührte, jenen langen, oft armdicken Zündschnüren, in die man außerdem noch Knoten geschlungen hat, so daß an diesen Stellen das Knallen besonders laut ist. Ein chinesisches Fest in Staat oder Familie ist nicht ohne diese Crackers denkbar. Durch ihr Getöse sollen die bösen Geister vertrieben werden. Sie sind ein Zeichen der Freude. die sich in Licht und Lärm äußern muß“ Die volkstümliche Poesie chinesischer Feste kommt in dieser Schilderung aut zum Ausdruck. Es ist in der Tat etwas Schönes um eine solche Bewahrung ältester Mythen und Volksbräuche his in das lebendige Leben unserer Tage hinein. Gerade in Deutschland findet diese Verebrung des alten Abnenerbes tiefstes Verständnis. Auch un sere Volksfeste erwecken sehr altes Kulturgut zu neuem Leben. Und wenn man recht zusieht. sind sie mit ihren Spielen. Aufzügen und Feuerwerken von den Feiern im Fernen Osten garnicht einmal so sehr verschieden at ROMANVONE (11. Fortsetzung.) Bloß nicht nochmal anfangen,“ mahnt Bert. „Sie müssen sich zusammennehmen. Vielleicht kann ich Ihnen helfen. Ich glaube nämlich zu wissen, mit wem Sie mich verwechseln. Wenn Sie mir mal ein bißchen von sich erzählen, dann erzähl ich Ihnen auch. Es scheint, wir sind irgendwie Leidensgefährten.“ fügt er schwach lächelnd hinzu. „Wollen Sie mir nicht ein bißchen vertrauen, und wenn's auch nur wäre, weil ich diesem mysteriösen Herrn Lorenz ein bissel ähnlich aussehe?“ Da blickt die kleine Bärbe zum ersten Mal ganz und wirklich auf und nickt heftig. „Na,“ schlägt setzt Bert gemütlich vor,„da setzen wir uns also am besten mal in Ruhe auf Ihren netten kleinen Balkon um das Lämpchen und Sie erzählen mir alles der Reibe nach, kleines Fräulein. Denken Sie einfach, ich sei Ihr großer, furchtbar ehrwürdiger Bruder.“ Ein ganz kleines feines Lächeln huscht über das verweinte Gesichtchen. Vertrauensvoll schauen die braunen Augen Bert an. Bärbe geht langsam zur Balkontür hinüber, Knips, macht die kleine SStehlampe. Und dann sitzen sie sich an dem kleinen Tischchen gegenüber. Bert setzt sich zum Zuhörer in Positur. Und Bärbe, von der er noch nicht einmal den Namen weiß, beginnt zu erzählen. Bert fühlt, wie ihm der Mund offen stehen bleibt vor Verwunderung. Das, was Bärbe da, ab uno zu von Schluchzen unterbrochen, berichtet, ist eine kaum glaubliche Geschichte. Wäre er selbst nicht jetzt mitten in diesen romanhaften Erlebnissen, er würde es nicht für möglich balten. Aber warum soll er der Einzige sein, dem so verrückte Dinge passieren? Nun stockt die Kleine. „Sie dürfen nichts verschweigen,“ mahnt Bert. „Sonst wird es nichts mit der Hilfe.“ Bärbe seufzt auf und erzählt nun von Berlin und dem Kino. I hab g'dacht,“ sagt sie treuherzig,„man kann mit einem jungen Mann schwätze so wie bei uns. hab ja nicht gewußt, daß die Männer hier herobe so schnell frech werde.“ Sie schüttelt sich ein bißchen in der Erinnerung an diesen jungen Mann, und dann berichtet sie, wie dieser Herr Lorenz oder Herr Oerdeli im Kino zu ihr gelangt wäre. „Akkurat wie Sie isch er plötzlich rüberg'sprunge. Und ausg'schaut hat er g'ad so.“ „Na, und wenn er so inett war, warum sitzen Sie jetzt da und weinen?“ fragt Bert. „Zuerst war er nett.“ gesteht Bärbe, und in ihren Augen blitzt es wieder so verräterisch auf. Und dann berichtet sie auch den Schluß, das Ende ihres Abendausganges mit Lorenz Oerdeli. „s weisch net, was er sich denke hat,“ sagt sie, aber er war soviel bösch, weil ich ihm nicht gesagt hab. wieso ich zu all dem komme, zu dem Auto, zu allem. Könne Sie sich denke, was er sich eingebild' hat?“ Bert kann es sich schon denken, sehr genau sogar. Aber das kann man diesem Kind hier doch nicht sagen. So meint er, daß er das nicht wüßte. Er wäre ja kein Hellseher. Aber soviel stünde fest. dieser Herr Lorenz schiene ein ziemliches Talent zu haben, einen nett begonnenen Abend zu verderben. Er denkt dabei an seine eigene Zusammenkunft. RIK LENNARD „Wenn i ihn doch noch einmal spreche könnt, sagt die kleine Bärbe kleinlaut,„ich möcht ihm ja alles sagen, bloß daß er nicht mehr bös ist“. Lassen Sie nur! Es wird ein bißchen dauern, aber einmal wird dieser Herr Lorenz durch mich die ganze Wahrheit erfahren.“ Da lächelt das kleine Mädchen zum ersten Mal. Es ist wie ein Kinderlächeln, das die Augen ganz groß und leuchtend macht. Lorenz Derdeli ist ein dummer Kerl, denkt Bert. Man müßte eigentlich alles tun, um dies kindlichvertrauensvolle Lächeln auf dem Kleinmädchenge sicht immer wieder zu sehen. Wenn in ihm selbit nicht alles außer Grit erloschen wäre, wer weiß, was dies Lächeln der kleinen Bärbe in ihm entzündet hätte. So aber fühlt er für sie nur wie ein guter Kamerad. „So, Fräulein Bärbe, nun weiß ich ja so manches von Ihnen, ich denke, wir machen für heute Schluß. Es ist spät in der Nacht, besser, wir reden morgen weiter.“ „Sie wollte mir doch auch erzähle, sagt Bärbe Nägele. Sie ist diesem unbekannten Menschen. der aussieht wie Lorenz, schon so dankbar für den Schimmer der Erinnerung, den er ihr bringt. dankbar für das Beschützende, das er für sie hat. Nun möchte sie ihm auch gern belfen „Morgen, Fräulein Bärbe.“ sagt Bert und gibe ihr mit einem festen Druck die Hand, morgen ist auch noch ein Tag.“ Morgen ist auch noch ein Tag, denkt er bei sich. wie er wieder auf seinem Zimmer ist. Ein schwerer Taa! Morgen kommt die Auseinandersetzung mit Grit. Er hat jetzt über dem Schicksal dieser kleinen Bärbe seinen eigenen Kummer beinahe vergessen. Aber nun er allein ist, überfällt er ihn wieder würgend. IX. Kapitel. Grit sitzt sehr zeitig beim Frühstück auf der Terrasse ihres Hotels. Die ganze Nacht hat sie sich herumgeschlagen mit den Verdächtigungen Georgs. Zweifel und Hoffnungen haben in ihr gekämpft. Sie ist zu keinem Ergebnis gekommen. Jetzt im nüchternen Morgenlicht sind ihr die gestrigen Ereignisse selbst unbegreiflich. Georg hat mit seiner Skepsis den Rausch genommen, mit dem gestern dies alles allein möglich war. Was weiß sie eigentlich von Bert, daß sie ihm so wortlos, beweislos vertraut hat? Alles, was sie weiß, ist eigentlich dazu angetan, einen kritischen Menschen mißtrauisch zu machen. Aber sie will jetzt nicht mehr denken. Georg hat ihr ver sprochen, Bert Gaudow hierher zu bringen. Sie will erst horen. er soll selbst sprechen. Sie ist beinabe glücklich, wie frühzeitig Kurt Colmans gemeldet wird. Sie hat ihn in diesen Wiesbadener Tagen nur flüchtig gesprochen. „Tag Grit.“ sagt Colman,„noch eine Tasse Kaffee für mich, ja? Früh heute, nicht wahr? Aber anders bekommt man dich ja nicht zu fassen, du neuester Star. Dein junger Ruhm scheint dir nicht gut zu bekommen, teures Kind.“ Er siebt Grit an: wie schaut das Mädel aue? Blaß, irgendwie verstört. „Ist dir nicht gut, Grit?“ fragt er herzlich „irgend etwas los? Irgendwelchen Aerger gebabt?“ Grit antwortet nicht denn der Kellner bringt soeben ein Gedeck für Colmans. Erst mal trinken.“ kagt Colmans, Lauf nüchternen Magen bin ich besonders unintelligent Er frühstückt mit Hingebung, indes Grit stumm in sich gekehrt, dabei sitzt. Ab und zu sieht sie auf die Uhr. Sie hat plötzlich das Gefuhl, sie müßte mit Kurt Colmans über die Angelegenheit reden Georg ist ja in dieser Sache Partei und feindliche dazu. Kurt Colmans ist solch ein guter Kamerad. Sie weiß, auf Kurt Colmans, der vor Andern immer schnodderig und kaltschnäuzig tut, kann man sich verlassen. Nun ist sie entschlossen: „Kurt, besinnst du dich auf die Geschichte, die ich dir vor ein paar Tagen erzählt habe, als wir unim Frankfurter Zuge trafen?“ „Welche Geschichte?“ er denkt nach.„Ach so, die mit dem verrückten Menschen? Der dich als Bankdepot benutzt hat. Du, das ist der beste Ein fall des Jahrhunderts gewesen! Was gibt's mit dem?“ Grit erzählt in fliegender Eile. Je schneller, desto eher kommt sie über ihre Scham hinweg. „Was hältst du von der ganzen Sache?“ fragte Grit schließlich leidenschaftlich,„ist meine Annahme möglich? Kann ein Mensch so handeln wie dieser Gaudow, ohne Hintergedanken, nur so ganz impulsiv aus einer Art Eingebung heraus? Oder hat Georg Recht, daß das alles Bluff ist und daß Bert,“ sie verbessert sich,„daß Herr Gaudow genau gewußt hat, was er tut und eine allerdings originelle Form gewählt hat, um mich-“ Nun kann sie doch nicht weitersprechen. „Um dich zu kavern.“ vollendet ruhig Colmans, „nec. das glaube ich nicht.“ Ein kleiner Seufzer, beinahe wie ein Schluchzen: „Kurt. ach.“ sagt sie,„du glaubst es nicht?“ „Ruhig mit die jungen Pierde, Grit. Ich glaube es nicht, aber das ist genau so eine Annahme von mir wie von dir; denn du glaubst es doch auch nicht. Grit. nicht wahr?“ möcht' es nicht glauben.“ Sie wird sehr rot. Sie spricht nicht weiter. Kurt sieht sie mit einem guten Blick an. „Ach, du weißt ja alles.“ sagt sie beschämt. „Ja, ja, ich weiß schon, mein gutes Kind, aber gerade, weil ich das weiß, wollen wir doch vor sichtig sein. Es ist gegen die Gründe deines Vetters Georg eigentlich nichts zu sagen. Sie sind verdammt gut und verdammt lückenlos. Sie sind beinahe das, was Juristen einen Indizienbeweis nennen. Nur, wenn es nicht gerade dein Vetter Georg wäre? Du weißt, Georg ist für mich ebenso schätzenswert, wie unangenebm. Ich kann und kann seine mathematische Art in menschlichen Din gen nicht vertragen. Es geht nicht immer alles so in einer glatten Rechnung auf, wie Georg sich das denkt. Und deswegen habe ich so einen Ahnymus bei diesem Bert Gaudow gebt die Rech nung auch nicht auf. Weißt du, wenn der Mann ein Hochstapler wäre, die Geschichte, die er da mit dir gemacht hat, ist so aenial, der wäre schon wei ter, der ließe sich nicht von diesem Schweizer Millionär einen kümmerlichen Monatswechsel aus zahlen, der wäre schon selber Millionär. Irgend etwas ist an der Geschichte anders. Aber natürlich Grit. ich selber bin ja auch so ein leichtsinniger Hund. Kann ja auch sein, daß mir glate der Leichtsinn imponiert.“ „Was soll ich tun?“ Kurt Colmans auckt die Achseln.„Ja, mein gutes Mädchen, wenn du mich fragen würdest, ob du einen amerikanischen Schläger spielen sollst statt eines deutschen oder ob ein Airedale Terrier besser zu dir paßt als ein russischer Windhund darüber könnte ich dir immerhin einiges sagen. Aber in diesem Falle. meine gute Grit, wirst du selber deinen Mann stehen müssen.“ Da sagt Grit sehr hilflos und sehr kleinmäd chenhaft: „Ach. Kurt, das ist wirklich manchmal schwer. Aber ich werde ja sehen, ich werde mit Gandow sprechen. Georg will ihn heute herbringen Kurt Colmans denkt, es ware besser, wenn Georg nicht auch wieder dazwischengeschaltet würde Er hat so das Gefühl, Grit würde von sich aus ohne männliches Denken, nur einfach mit dem reinen Empfinden der Frau das Richtige tressen Aber dr sagt nichts. Er für seine Person möchte die Verantwortung nicht übernehmen. Er kennt ja diesen Bert Gaudow nicht. Wenn die Geschichte schief gebt, nee, nee, danke. Er selbst nimmt die Liebe nicht sehr ernst aber es scheint, Grit nimmt sie verflucht ernst. Er mochte nicht die Verantwortung dafür haben, daß Grit irgend etwas geschieht. Sie ist keine von denen, die sich heute verlieben oder verloben, um morgen etwas neues anzufangen. Bei der hakt so etwas fest. Nein. er dankt ergebenst. Er fühlt sich nicht berufen, Schicksale zu gestalten wie Georg. Aber immerhin, kennenlernen möchte man diesen verrückten Jungen, den Gaudow doch. Schon wegen, weil Grit ihn liebt. * Eine Stunde später kommt Bert mit einem eigentümlich leeren Gesicht aus Grits Hotelzimmer. Undeutlich sieht er das Rot des Korridorläufers vor sich. Im übrigen arbeitet sein Korper ganz mechanisch. Er selbst leitet weder Schritt noch Ziel. Denn er selbst, Bert, ist ja in Gedanken noch in diesem Zimmer, in dem er Grit zum letzten Male gesehen hat. Er steht noch vor Grit. Sieht in Grits Gesicht den beschämenden Zweifel hört schweigend, nichts antwortend, den Angriff dieses Doktor Domneck auf sich niederprasseln. Wäre er mit Grit allein gewesen, nur einen einzigen Augenblick, vielleicht bätte er auch nichts gesagt, hätte nur gefragt:„Das können Sie glauben, Grit? Können Sie das wirklich glauben? Sieb mich doch an, Grit.“ Dann bätte er sie angesehen, hätte ihre Hände halten dürfen. Es ware ebenso wenig nötig gewesen zu sprechen wie gestern in dem zauberhaften Augenblick ihres schweigenden Liebesgeständnisses. Aber was hat er jetzt sprechen sollen? Wie sich verteidigen? Alles, was Domneck gesagt hat, ist richtig und falsch zugleich. Er hat ibn mit seiner Beweisführung bewundert, obgleich es ihm ums Liebste ging. Als aber auch in Grit der Zweifel gewachsen ist. er fühlte es, wie eine Welle von Kühle von ihr zu ihm drang, da ist er nur todlicher verstummt. Es gebt nichts, worauf er bauen kann als auf Grit und ihren Glauben. Wenn sie ihn verwarf, war alles vorbei. Und als Georg Domneck zuletzt gesagt hat: „Zie werden begreifen, Herr Gaudow, daß man einem solchen Menschen wie Ihnen allerhand zutrauen kann.“ da hat er kein Wort erwidert. Er hat Grit nur angesehen. Würde sie ihm nur ein einziges Zeichen geben, das ihm sagt: „Es ist verrückt, wie du gehandelt hast, aber e ist möglich. Es ist unrecht, daß du dich von Cerdeli bezahlen läßt, nur um nichts zu tun, um dem Kampf ums Leben zu entgehen, aber du kannst es wieder gut machen.“ Nur eines Zeichens von ihr hätte es bedurft, und die Starrheit wäre von ihm gewichen. Aber nichts ist gekommen. In ihren Augen lag abwehrender Zorn. Und ihr Mund war wie in Ekel plötzlich in den Buchten der Lippen vertieft ist er gegangen. Und nun ist es aus. Was werden wird, weiß er noch nicht. Cerdelt wird ja bald seinen Brief haben, in dem er den Vertrag aufgesagt bat. Er besitzt noch ein paar hundert Mark, aber auch die besitzt er sa eigentlich nicht mehr. Die gehören ja Derdeli. Er will da von noch die Rechnung bezahlen. Und dann hat er hier nichts mehr zu suchen und nichts mehr zu verlieren.——— * Als sich die Tür hinter Gaudow geschlossen ist Grit zusammengefahren, mit einem ganz kleinen nervösen Zucken. Und dann hat sich ihr Gesckt verschlossen. Georg spricht zu ihr, aber es ist offensichtlich sie bört nichts. Oder sie will nichte hören. Zürnt sie ihm? Oder ist sie ihm vielleicht doch dankbar, daß sich die Angelegenheit so gelost dat Ist sie überzeugt davon daß alles so ist, wic Gaudow es durch sein Schweigen zugegeben har (Fortsetzung folgt Nachdruck (11. Fortsetzung.) Ein älterer Herr, der am Nachmittag in die Pension eingezogen und anscheinend anschlußbedürftig war, versuchte, Christa in eine Unterhaltung zu ziehen Sie gab aber nur widerstrebend Antwort und verließ bald darauf das Zimmer. Mit wachen Augen lag sie im Bett. Sie sehnte sich nach Schlaf, der sie von der Unrast ihrer qualvollen Gedanken erlöse. Aber der Schlaf blieb ihr ferne. So sehr sie sich dagegen auflebnte... ihre Gedanken kamen von Peter Hollenkamp nicht los. Sie schalt ihn falsch, schlecht, redete sich ein, ihn zu verachten und zu hassen... und fühlte doch, wie eine Stimme in ihr sehnend nach ihm rief. Was wollte sie beginnen?... Wie sich befreien von dem Widerstreit der Empfindungen, die in ihr rangen?... Sie wußte sich keinen Weg mehr aus dem Wirrsal, in das sie geraten war. „Doch! Es gab einen Ausweg! Sie würde abreisen! Am nächsten Morgen schon!... Ja! Das war das Beste!... Wenn sie aber wieder daheim war, in ihrem Beruf, fern von Peter Hollenkamp, würde die Erinnerung an ihn schnell verblassen Diesen tröstlichen Entschluß nahm sie mit in den unruhigen Schlummer, in den sie bald darauf versank. Aber als sie am anderen Morgen erwachte, wußte sie, daß sie nicht die Kraft haben würde, an diesem Tage schon abzureisen. Wie mit Ketten fühlte sie sich an den Ort ge bunden, an dem Peter Hollenkamp weilte. Sie wollte sich dies nicht eingestehen; sie redete sich ein, daß sie aus freien Stücken den Rest ihrer Ferien noch hier verbringen wolle. Sie würde eben Hollenkamp aus dem Wege gehen, und wenn sie ihm trotzdem einmal begegnete, an ihm vorbeisehen, als kenne sie ihn nicht. Sollte sie sich seinetwegen der paar Ferientage berauben, die ihr noch beschieden waren? Das ware toricht von ihr gehandelt! So belog sie sich und wußte doch im Grunde ihres Herzens, daß ihr Wille gefesselt war und sie einem Schicksal entgegentrieb, dem sie nicht mehr zu entfliehen vermochte. Den ganzen Tag über blieb Christa Rajahn in ihrem Zimmer. Sie hatte Angst davor, unter Menschen zu gehen. Apathisch, mit trostlosem, leerem Blick, saß sie da, keines Entschlusses mehr fähig. Die Stunden gingen dahin; sie achtete nicht der Zeit. In ihr war alles abgestorben. Als sie am Spiegel vorüberging und ihr Evenvild sah. blieb sie jäh stehen. Ihr Gesicht war ver stört; um die glanzlosen Augen lagen tiefe Schatten. Lange blickte Christa in den Spiegel. Um ihre Lippen zuckte es schmerzlich. Dann wandte sie sich langsam wieder ab. Auf dem Tisch lag die Kurzeitung, die ihre Wirtin ihr täglich zum Lesen gab. Sie schob sie zur Seite. Aber während sie da saß und vor sich hinstarrte, blieben ihre Blicke plötzlich auf dem Zeitungsblatt haften. Es gab ihr einen Ruck. Stand da nicht der Name Hollenkamp? Christa riß das Blatt an sich. Bebend vor Erregung las sie. Es war eine Meldung, die die Namen der zu der bevorstehenden Pariser Wirtschaftskonferenz delegierten deutschen Versonlichkeiten nannte, unter ihnen auch den Chef der Berliner Großbank Hollenkamp. Artbur Hollenkamp. Und die Redaktion des Kurblattes hatte der Meldung beigefügt daß der Sohn des genannten Großbankiers. Peter Hollenkamp, sich zur Zeit zur Erbolung in Norderney aufhalte. Christa ließ die Zeitung finken. Jetzt wußte sie ja, wer Peter Hollenkamp war! Aus ihrer beruflichen Tätigkeit kannte sie den Namen des Berliner Bankhauses und sie wußte, daß es zu den reichsten und mächtigsten in Deutschland gehörte. Und Peter war der Sohn dieses Bankiero! Ein reicher Herr also, der Geld im Ueberfluß batte und sich alle Annehmlichkeiten des Lebens verschaffen konnte. Und zu diesen Annehmlichkeiten gehörten wohl auch die Frauen. Sie waren für ihn ja leicht zu haben. Sein Geld lockte sie an. So war die Schau pielerin seine Geliebte geworden... so hatte er geglaubt, auch bei ihr, Christa, schnell zum Ziele zu kommen. Eine starke Bitterkeit hatte sich Christi bemächtigt. Zum Zeitvertreib für seine Feiertage hatte sie Peter Hollenkamp dienen sollen, und sie war so töricht gewesen, seine zärtlichen Worte ernst zu nehmen! Da hätte ihr dummes Herz ihr beinahe einen Streich gespielt! Es war ein Glück, daß durch das Dazwischentreten der Schauspielerin ihr noch rechtzeitig die Augen geöffnet wurden! Haß gegen Peter Hobenkamp begann in ihr zu keimen. Eine starke Ruhe kam über sie. Gegen Abend zogen graue Wolken am Himmel auf. Die Sonne verlosch, und es wurde dunkel. Starker Wind sagte über die Hauser hin und schüttelte die Baume, daß sie ächzten. Schnell kam das Gewitter näher. Nun brach es los. Blitze zuckten am Firmament auf, und der Donner grollte wild. megen prasselte hernieder. Christa trat zum Fenster und sah in das wilde Toben des Sturmes. Sie lehnte ihre Stirne an die Fensterscheibe; die Kühle tat ihr wohl Plötzlich stutzte sie. Ihr war gewesen, als sei eine Männergestalt, die ihr bekannt erschien, die Straße herangeeilt und nun in ihrem Hause verschwunden. Ich sehe Gespenster! dachte sie und trat ins Zimmer zurück. Da stockte ihr Fuß. Vom Hausgange herauf drangen Stimmen. Eine davon kannte sie— das Blut sagte ihr zum Herzen— sie griff nach einem Halt— nun kamen rasche Tritte die Treppe herauf... Christa wollte zur Tür eilen, um sie abzuschlie sien— da klopfte es schon. Sie brachte keinen Ton über ihre Lippen.— Nun ging die Türe auf... Im fahlen Licht, das im Zimmer herrschte standen sie sich wortlos gegenüber. Sie sahen sich kaum. Nur wenn der Bliß zuckte, waren ihre 6 sichter in greller Schärfe für Sekundendauer einander zugewandt. „Christa!“ sagte Hollenkamp plötzlich flehend Sie wich zurück. Sie wollte sprechen und ihm die Türe weisen, fand aber keine Worte. Ihr Hale mar mie zugeschnürt. gleißendes Licht in das Zimmer, in dem die wie Feinde einander gegenüberstanden Es herrschte ein langes, banges zwischen ihnen. Dann sagte Hollenkamp. und denschaftlicher Schmerz zitterte in seiner „Ich hatte gewähnt, daß Sie mich schon kennen würden, Christa als daß Sie so obl teres den Stab über mich brächen!". Der bittere Ton seiner Worte qualte nic. rum redete er immer wieder?— Warum gin nicht fort?lit Hatte sie nicht schon genug seinetwegena ten?— 4 rich fuhr Hollenkamp fort.„Vielleicht hätte ich zu. nen von Fräulein Böhme sprechen sollen. Angelegenheit erschien mir aber zu Er machte eine kurze Pause.„In Brnin her mit ihr befreundet. Als ich schon zwei weilte, tauchte sie plotzlich auf und nahm nem Hotel Wohnung. Es geschab obne me e sen und gegen meinen Willen. Ich war en mn sehr emnört und habe seitdem den kengen e Fräulein Böhme auf das Allernotwendng schränkt. Das hat sie anscheinend geann dese aus Rache hat sie nun gestern nachmirten dee Szene aufgeführt. Sie hat aber langtenen mehr, sich aufzuspielen, die ee en Ehrina det Freundel Das wollte ich Ihnen faneineegen mit Sie sich kein falsches Bild von mir au das Richtige trefsen für seine Person möchte übernehmen. Er kennt cht. Wenn die Geschichte ebe nicht sehr ernst, aber verflucht ernst. Er mochte dafür haben, daß Grit Sie ist keine von denen, der verloben, um morgen Bei der hakt so etwas t. Er fühlt sich nicht belten wie Georg. Aber möchte man diesen verudow doch. Schon t. kommt Bert mit einem st aus Grits Hotelzim= das Rot dee rigen arbeitet sein Körelbst leitet weder Schritt Bert. ist ja in Gedaner, in dem er Grit zum Er steht noch vor Grit. n beschamenden Zweisel ntwortend, den Angriff sich niederprasseln. ein gewesen, nur einen icht hätte er auch nicht= „Das können Sie glaudas wirklich glauben? sehen. hätte ihre Hände ebenso wenig notig geern in dem zauberhaften den Liebesgeständnisses. t sprechen sollen? Wie 26 Domneck gesagt hat. ch. Er hat ihn mit sei= ndert, obgleich es ihm iber auch in Grit der ühlte es. wie eine Welle drang, da ist er nur todnichts, worauf er bauen ten Glauben. Wenn sie orbei. Und als Georg Herr Gaudow, daß man se Jhnen allerhand zu= in Wort erwidert. sehen. Würde sie ihm eben, das ihm sagt: gehandelt bast, aber e daß du dich von Oerdeli ichts zu tun, um dem ehen, aber du kannst es n ihr hätte es bedurft, on ihm gewichen. Aber n ihren Augen lag abMund war wie in Ekel er Lippen vertieft. Da ist es aus. er noch nicht. Cerdeli haben, in dem er den r besitzt noch ein paar ie besitzt er ja eigentlich a Cerdeli. Er will dazahlen. Und dann jen und nichts mehr zu er Gaudow geschlossen mit einem ganz kleinen nn hat sich ihr ber es ist offensichtlich vill nichte hören. st sie ihm vielleicht doch legenheit so geloit bat ß alles so ist, wie Bert weigen zugegeben hat (Fortsetzung folgt. kamp nochmals. Und :„Ich mußte Sie nowlte Sie ja nicht meyr mich gestern durch Jo — Ich babe lange ich ertrage es einsach on mir gehen!.. Christa in den Chren sill mich betören— mit ten will er die Demumir zugefügt hat. stieß sie hervor. en. Christa!" sagte er n Ruhe!" rief sie veren Höhepunkt errech rache der Himmel ein. er und schleuderte sein mer, in dem die beid berstanden. 6. banges Schweigen Hollenkamp. und rte. in seiner Stimm. Zie mich schon besser daß Sie so ohne wei rächen!" Worte quälte sic. 2— Warum ging er ung seinetwegen a it An den folgenden Annahmestellen der Volks=Zeitung werden Anzelgen- und Zeitungsbestellungen entgegengenommen. Bochum Altstadt: stapierbandlung Anlauf, Blücherstr. 45 buchdandlung Brockmeyer, Piepersir 8. Vongardstt. 6. Hellweg a Papierhandlung Cbarpentier, Hunscheidi= straße 6 rhandlung Carpentier. Antonius= raßze 7 Papierdandlung Batzbender. Klosterstratze 30 Trinkhalle Hohenstein, Essener Str. 26 Zeitscheiftenbandlung Langenftück Hailinger Strate 20 Zigartengeschäft Meier. Hattinger Ei Papierwatenhandlung W. Schlitbeis. Echmechlingstr. 40 Papierhandlung Witwe Stockmeier, Wiemelhauser Str 24 Zeitungs=Klosk. Vieperstratze Bochum=Altendochum Griseur Lillpopp. Wittener Str. 24 Papierhandlung Stückermann Wittener Str. 255 Bochum=Gerihe: Buchhandlung Haas, Gerther Ste. 18 Sochum-Grumme: Anstreichergeschäft Gusse, Castroper Straße 187 Papierhandlung Weder, Eintrachtstr. 6 Bochum-Hamme: Papier= und Schreibwarenhandlung Grummel, Torstener Str. 171 Papierdandlung Seldel. Straße 22 Bochum-Hofstede: Papierdandlung Kilbich. Herner Str. 259 Bochum-Hordel: Papierdandlung Steindaufen. Nodlingdauser Str. 34 Bochum-Langendreer: Papierdandlung Griebling. Kailerstr. 178 Papierbandlung Hagemann, Katserstr. 11 Bochum-Linden: Frau Richard Troll. Hattinger Str. 831 Bochum Riemke Papierhandlung Corneltus, Herner Stratze 864 Papierbandlung Kraus. Herner Ctr. 253 Bochum=Unterdahldausen Buchbandlung Conrad Schulge fr Dr.=C=Olio=Str. 88, Tel. 817 04 Bochum-Weitmar Papierhandlung Rüdel, Hattinger Stratze 200 Buchhandlung Thöne, Hattinger Str 367 Sochum=Werne: Bapierhandlung Gärtner, Zur Werner Helde 42 Barierhandlung Koch, Wittekindstr. 30 Wanne-Eickel: Biggerengeschaft Urntz. Hindendurg= 7. DOPDELHERE Fabrikalederlagen Stadt Drog. Altmikus, Bongerdetrabe 12, Dronerie Boes. Drusenbergstraße 72 M. V. Fiacher. Kor um. Eche Roltetrabe Drog. Aug. Fleischhauer, Wiemelhau ser Str., Eche M uritlusstr. Emil Fringe, Kortumstrabe 97 Drog. zur engeleburg t. Grasediech. Essener und Kohlenstr. ose. Weatfalia-Drog. Jos. OUnter. lettinger Streße 34. hochen Drogerie Handler. Piepereirabe 8, Drogerle Höhn, W ttoner Sir. 220. Marion-Drog. Halmut Höltermann, Merienstrebe 21 Drog. L. Aauder. Voreinse r. 2. Drogerie sur Altstadt. J. Anoider, Grobe lecastrebe 10. P. u. M. Anepper. Dorocer Str. 03, Fillale Castroper Strebe 203. Stadtpark-Drog. A. 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Zwangsversteigerung 14 K. 1/37. Gemarkung Bochum Grundbuch von Bochum, Band 16, Artikel 46. Flur 11, Parg. Nr. 752/45, hn= und Geschaftshaus, mit Hinterund Hofraum, groß 2.79 Nr. riumstraße Nr. 99. Einheitswert nach dem Stande vom 1. 1. 10 000 RM. Eigentümer: Witwe Luise Gracht ged. Schinter in Bochum. Kor= kumstraße Nr. 12. Verstelgerungstermin 28. Juli 1937. vormittags 10 Udr, der Gerichtsstelle, Viktoriastraße Nr. 14, Zimmer Nr. 52. Das Amtsgericht in Bochum eitung Ma Für kl. Haushalt(Einfamiliendaus wird tüchtiges Hausmädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Zweitmädchen vorhanden.) Bewerbungen mit besten Empfehlungen unter B. S. 734 a. d. Gesch. . Perfehles Alleinmädchen welches gut dürgerlich kochen kann, für einen Geschäftshaushaft, 3 erwachsene Personen, nach München=Gladdach gesucht. Lohn 36 RM. Nutz= und Waschdilfe vorhanden. Versönliche Vorstellung in Bochum=Langendreer, Kaiserstr. 189, 1. Stage. 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Zeit, Nachrichten, Wasserhandsmeldungen Auf den Straßen des Führers in deutsches Land. 10.20: Gendepause 10.65: Gesunder Körper— gesunder Gerst. Gorch Jock. Ein Funkdericht vom Schulschiff und vom Dienst an Bord. 11.00: Sendepause. 11.45: Reichsnährstandsschau in München. 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Koln In Berbindung mit der Dücfl. Was sich die arbeitenden Volksgenossen des Sendegebietes wünschen.(Industrie=Schallplatten 16.00: Mittagsmeldungen—Glückwünsche. 18.16: Mittagskonsert. Es spielt das LandesEinsonie=Orchester Saarpfalz unter Leitung von Mußikdirektor Erns Schmeißer. 1. Ouvertüre „Schön' Rotraut“(W. Lautenschläger); 2. Belvedere, Mennett(Fr. Brase); 8. Künstlerleben(0od Stranß); 4. Fantasie über Schuberis Lied„Helderöblein“(V. Weninger); b. Ungarische Fantasie Bacho); 8. Durch Kampf zum Sieg, Marich(Nr. v. Blen). 14.00; Mittagsmeldungen 14.16: Allerlei von zwei dis drei. 16.00: Das weiße Gold Deutschlands oder die Geschichte einer weltbewegenden Erfindung. Dr. Ostous besoricht neue Bücher 16.16: Sendepause. 16.65: Wirtschaltsmeldungen 16.00: Farkas Miska splelt! 17.00: Bergische Bilderbogen. Besuch dei einem Heilenhauer. Funkbericht von Gottfried Gülscher 17.16: Brahms und Zuccalmaglio. Eine Rolkeliederstunde. Mitwirkende: Hanni von der Leithen Sopran); Lieselotte Mann(Alt): Heinz Bieb meyer(Tenor): Willl Schneider(aß=Bariton); Kammerchor Bruno Hellenbrosch Verbindende Worte: Franz Peter Kürten 18.00: Unterhaltungskonzert. Es splelt das Kleine Orchester des Reichssenders Köln unter Leitung von Leo Evsoldt. 10.66: Momentausnahme. 0.00: Erste Abendmeldungen. 20.10: Soldaten— Kameraden. Bei der Zultwarte.— 21.20: Wo dis alter Frontsoldaten. 2.00: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sportvorschau. 2.90: Das Schatzkästlein. Joost van den Vondel. Tichtungen des holländischen Nationaldichters und altdeutsche Abendmustk.(Aufnahmen von der Vondel=Feier im Kölner Wallraf=Richartz=Museum Es soielt: Das Collegium musicum der Untversität Köln, Leitung: Dr. Walter Gerstenberg. W.16 bio 24.00: Musik zur Unterhaltung und Tanz. Samstag, 5. Juni 5.60: Morgenlled— Wetterbericht für den Bauer. 5.50: Leibedübungen und Wiederholung der 2. Abendnachrichten. 6.80: Frühkonzert. Es spielt die Kapelle Ferdy Kauffmann. 7.00: Nachrichten, anschließend: Morgenlied— Morgenrus. 8.00: Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderblat. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.30: Musik am Morgen. Ed spielt das Blasorchester der Saabrücker Berufomusiker unter Lei= tung von Edwin Muller. 1. General Pestel, Marsch Dettlaft); 2. Cuvertüre zu Raymond(Thomas); 8. Romantischer Walzer(Heinickel; 4. Fantasie über „Das treue deutsche Herz"(Roickl; 5. L. Z. 128, Marsch(Benkstein); 6. Das macht Laune, Potpourri(Prager): 7. Weißer Flieder, Tonstück(Jander); 8. Kameradentreue, Marsch(Bährel. 9.80: Kleine Zwischenmustk.(Industrie=Schallplatten). 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. 10.00: Kraft durch Frende. Hörbilder und Rundkunkderichte, Leitung: Dr. Friy Wenzel 10.80: Lieselotte Hoppe: Fröblichee Epiel für unsere Kleinsten 11.00: Sendepause. 11.85: Reichsnahritandsschau in Munchen 12.00: Mittagskonzert. 0s sotelt das Große Kundfunkorchester des Reichelenders Breblan, Leitung: Friedrich Weißbaupt. 1. Festliche Munk ir. Weishaupt): 2. Cuvertüre zur Oper„Der Wafsen= schmied"(A Lortzing); A. Der Abschled(C. M. v. Weberi: 4. Aus einer kleinen Stadt:(C. EchmalRichl: al Klatschbafen, di Junges Glück, ei Kleindoll. di Zirkus=Karawane, ei Kirmes; B. An der chönen, blauen Donau, Walzer(Joh. Stranßl. 18.00: Mittagsmeldungen— Glückwünsche 18.15: Mittagskonzert(Fortleyungl: B. Cuverre zu„Die Entlührung aus dem Serall“(A. Rosarti: 7. Harlekin=Konzertwalzer(H. Neumann Lulvia=Ballet: al Vorsolel. di Intermezzo, Vizzieato, di Tanz des Nachus(P. Dellbeö); Im 2turme treu, Marsch(M. Wiele an: Mittagsmeldungen 14.16: Wochenendkonzert.(Industrie=Schalplatenl. Zusammenstellung: orne Kaltborl. 15 15: Laßt uns fröhlich musizieren. 0er. 3 2 oir 3 TMa IVI" die Trauung von Wi che und die kirchliche Tre von Windsor mit 3 sield Simpson statt. Nonts. Dr. Mercier. der eimnis um Sherlock Hol mes Aber das ist doch selbstverständlich— wo Sherlock Holmes auftaucht, ist irgend ein Geheimnis mit seiner Persönlichkeit verbunden. Wer ist überhaupt Sherlock Holmes? Die Ausgeburt eines Dichtergehirns? Ein Wesen von Fleisch und Blut? Tausende von Briefen wurden jährlich an seine Londoner Adresse gerichtet und nur langsam hat sich die Welt damit abgetan, daß dieser Name lediglich ein Pseudonym, oder noch weniger, ein dichterisches Phantom ist. Aber er ist trotzdem so eristent, dieser Sherlock Holmes mit seiner Shagpfiefe„seinem harierten Anzug, seinem Shawl und Mantel, in dem der Revolver einen festen Platz hat, wie nur irgend ein berühmter Mensch auf dieser Erde Und jeder weiß, daß ein gewisser Dr Watson zu ihm gehört, der nicht so groß und nicht so mutig ist wie sein Herr und Gebieter, aber ohne den Sherloch Holmes trotzdem nicht das wäre, was er nun einmal ist. Scheint Ihnen nicht, daß am besten der Film diesen beiden geheimnisvollen Figuren gerecht werden könnte! Auch im Film haben Wirklichkeit und Fantasie eine geheimnisvolle Ehe eingegangen und Sie wissen nun ganz genau, wo die Wirklichkeit aufhört und das „Riesenweib“ Phantasie an seine Stelle tritt. Auch im Film führen die Menschen ein Dasein, abgelöst von ihrem wirklichen Sein und doch so überzeugend, daß ihre Figurlichkeit, die sie nur der Kamera verdanken, für den Zuschauer eine neue Form des„Daseins“ bedeutet. Haus Albes als Sherlock Holmes? Hem, Rühmann als Dr. Watson? Aber da stehen doch andere Namen im Personenverzeichnis? Hans Albers als Morris Flynn und Heinz Rühmann als Macky Mac Macpherson? Da beginnt eben schon das Geheimnis um Sherlock Holmes, das zu verschleiern die Sorge der Grevenproduktion und aller ihrer Mitarbeiter ist. Und Albers selbst? Sie können von ihm einen Coqnac haben ode: auch eine dicke Zigarre, aber wenn gedreht wird, werden Sie aus dem Atelier hirauskomplimentiert. Heinz Rühmann lächelt, etwas rührend, etwas hilflos, etwas spitzbübisch.— Hansi Knoteck und Marieluise Claudius machen dem Filmtitel„Wenn Frauen schweigen“ alle Ehre. So ist denn der Berichterstatter auf seine eigene Phantasie angewiesen, die sich an nächlich aufgehaltenen D=Zügen, fliehenden Verbrechern, geheimnisvollen Schlössern und unwahrscheinlich imposanten Hotelhallen entzündet. Hinter der Leinwand Hans Albers und Heinz Rühmann in„Sherlockh Holmes“ Fotos: Usa— Tannigel Eine Vorstellung, ungeschrieben, aber doch zäh in den Gehirnen sich behauptend, läßt das große Publikum immer noch nicht zu einer unbefangenen Würdi= gung der Menschen kommen, die man zuammen als die Wertgemeinschaft der technischen Spezialisten des Films bezeichnen kann. Es ist die Vorstellung, daß die Arbeit aller dieser Kräfte im letzten Grunde nur dem Ziele der Täuschung des Publikums dient. Man erfreut sich an der Illusion, man wünscht sie sich immer vollkommener und überzeugender, aber über denen, die mit dem vollsten Einsatz ihrer Persönlichkeit diese Illusionen hervorbringen, wittert irgendwie eine etwas abenteuerliche Atmosphäre. Dies führt zu einer Einstellung gegenüber den Helfern der Filmarbeit, die ihrer ehrlichen Arbeitsleistung und dem hohen Fachkönnen nicht immer ganz gericht wird. Wohl in keiner anderen Sparte wird es so sinnfällig klar als beim Film, daß nur Gemeinschaftsarbeit und der harmonische Zusammenklang der verschiedensten Einzelaufgaben das Kunstwerk des fertigen Tonfilms schaffen können. Cs kommt auf jeden Einzelnen an, aber keiner kann sein Spezialgebiet gut verrichten, wenn er nicht gleichzeitig Rücksicht auf die andern und deren Aufgaben nimmt. Die Arbeit des Filmarchitekten z. B. kann niemals eine absolute sein, sondern sie ist bedingt durch die Wünsche des Drehbuchautors, die künstlerischen Vorstellungen des Regisseurs und die technischen Bedingungen des Kameramanns. Die Wahl der Werkstoffe hängt wieder ab von den optischen Gegebenheiten der Photographie, die ganz verschieden auf die einzelnen Farben, Hölzer und Metalle reogiert. Für die Gesamtaufführung der Bauten ist einmal die Rüchsicht auf die Sicherheit der sich in ihnen bewegenden Filmschaffenden maßgebend, andererseits die Innehaltung der Kalkulation, die den Filmbauten einen ganz bestimmten Proaentlatz der Gelamtkosten zugebilligt hat. Oder man nehme den Tonmeister. Sein Urteil entscheidet, ob der Regisseur von der Proben zur eigentlichen Aufnahme übergehen kann. Läßt er fremde Geräusche durch, so sind die besten Aufnahmen des Regisseurs nichte wert und müssen wiederholt werden. Der Platz des Mikrophons wiederum ist wichtig für die Tonübermittlung, aber auch für den Kameramann. der einen Bildausschnitt so wählen muß, daß das Mikrophon nicht die Aufnahmen stört. Der Beruf des Requisiteurs ist beim Film besonders verantwortungsvoll. Er muß jede Szene genau im Kopf haben, denn oft wird die Anschlußlzene erst Tage oder Wochen später gedreht und da hann leicht eine Kleinigkeit im Anzug des Darstellers übersehen werden. Selbstverständlich, daß ein richtiger Requisiteur für alle Gegenstände, die der Film braucht, die nötigen Quellen kennt, daß alle Requisiten pünktlich zur Stelle sind und zueinander passen. Die Maskenbildner dürfen ihre Schutzbefohlenen den ganzen Tag nicht aus den Augen lassen. Sie sind für die richtige Frisur und die richtige Schminke verantwortlich, während den Garderobiers und ihren Kolleginnen die Sorge für Kostüm und Anzug anvertraut ist. Ihre Arbeit muß sich sorgfältig und geräuschlos abwickeln, ohne den Betrieb aufzuhalten und zu stören. Genau so ist die Leistung der verschiedenen Produktions- und Regieaslistenten und des Hilfskameramanns Ihre Funktionen greifen ineinander über und sind vor allem diktiert von der Rücksichtnahme auf den künstlerischen Werdeprozeß. Der Oberbeleuchter mit seinem Stad von Beleuchtern arbeitet im engsten Konner mit dem Kameramann, während die„Bühne“ in erster Lime den Regisseur und den Architekten im Auge hat. Erit aus dem Zulammengehen aller dieser Faktoren ergidt sich das künstlerische Filmbild. G. H. Filme werben für Deutschland Jn der deutschen Verkehrswerbung, die de „Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reileverkeh (ROB)“ im Auslande durchführt, spielt der Film eine bedeutende Rolle. Allein im Jahre 1936 wurden, wie der dieser Tage erscheinende Jahresbericht feittellt, insgelamt 1 4 26 Normalfilmkopien und 730 Schmalfilmkopien von„ROV“=Filmen mit einer Gesamtlänge von rund 800 000 Meter ins Ausland gelandt. Nach den Berichten der ROTVertretungen im Auslande wurden die Normalsilme in öffentlichen Theatern in rund 1½ Millionen Vorfuhrungen, die Schmalfilme in Vereinen, Schulen, bei Vorträgen usw. m rund 14 000 Vorführungen gezeigt. Von einzelnen der RDV=Filme wurden allein in Newnork bis zu 250 Kopien angefertigt, die in den det Firma Pathé Review angegliederten Theatern liefen. Die ROV.Filme behandeln nicht nur landschafflich besonders schöne Reisegebiete, sondern auch allgemein für Deutschland werbende Themen, wie 4 der Film„Auf Deutschlands neuen Autostraßen", det im Einvernehmen mit dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen und der Direktion der Reicheautobahnen hergestellt wurde und die Prädikate „staatspolitisch wertvoll, volksbildend und Lehrfilm erhielt, sowie der eben fertig gestellte Film„Wie tei man in Deutschland?“, der die Verkehrsmiltel Dienste des Reiseverkehrs zeigt. Dieser Film erhell die Prädihnte„staatspolitisch wertvoll, künstlerisch wertvoll und„volksbildend“ Im April 1987: 77 Filme mit Prädikaten. Nach statistischen Angaben der Filmprufstelle wurden im April 1937 insgesamt 217 Filme mit einer Länge von 102 389 Meter geprüft. Davon waren 37 Spielfilme mit insgelamt 96 225 Meter Länge sowie 180 Kultur= und andere Filme mit einer Länge von 16 164 Meter. 77 Filme konnten Anerkennungen erhalten. Das Prädikat„staatspolitisch wertvoll“ wurde 27 mal, die Anerkennung„künstlerisch wertvoll 28 mal erteilt. 2 Filme wurden als„kulturell werivoll“. 66 Filme als„volksbildend" und 32 Filme als „Lehrfilme“ anerhannt. 1S8 allies brechte in einer A ee Glückwünsche zum Ausd n nahm der englische Re= Neskzimmer des Schlosses der berzog und die Herzo de hocheitsreise nach Oester Wallis W. lunmt aus einer angesehene wte(USA1 und war in mann Simpson verbei - Oktober 1936 scheiden lie abe Jahr in Frankreich ve= Einen lernte sie bol einem tas der damalige Der berzog von Windsor mantung in Oesterreich. Inheimlicher Rückga Rasse Starke Zunabme der Loo Angeles, 3. Jur un feigestellt, daß die am iner von Jahr zu Jahr Siengker fällt. 1920 meldete er letie offizielle Statistik e Nen Meriko. Utab und 1 Hien Geburtenzifsern. wädr Aexiko und Nevada in dehl in erster Linie die mer u die hohen Geburten= und in verantwortlich, während larte Negerbevölkerung ar liseben erregt geradenu solg= aeles mit einer Bevö kerun den hatte im letzten Jahr nu der amerikantsche Journal mschon des öfteren diese Ta beleuchtet hat linderlosen Eben znerikaner, während sich auf arbigen der Staaten in un nehren lubiläumsstemnel füPostverke über den Sudat antik werden im Monat Ju (Sche Hans Albera als„Sherlockh Holmes". Selbst der Sprung auf den Kronleuchter dürfte hier vergebene sein. Regisseur, Komponist und Partner hören Maria Cebotari singen, die in„Starke Herzen sangerin Marina Marta spielt. Fotor Usa— o. Haroon Usa— Tannigel den künstlerischen Werdeuchtet mit seinem Stab engsten Konner mit dem „Bühne" in erster Lime itekten im Auge hat. Erit ller dieser Faktoren ergibt d. G. 9 üie Deutschland erkehrswerbung, die de n Deutschen Reileverten führt, spielt der Film eine 1 Jahre 1936 wurden, we de Jahresbericht feirtellt, alfilmkopien und len von von rund 800 000 Meter den Berichten der ROV= burden die Normalfilme in 0 1½ Millionen Vorfuhn Vereinen, Schulen, bei 00 Vorführungen gezeit. me wurden allein in Nemngefertigt, die in den der fliederten Theatern liefen deln nicht nur landschaftbiete, sondern auch allgende Themen, wie z. neuen Autostraßen", der Generalinspektor für das der Direktion der Reiche= de und die Prädikate zsbildend und Lehrfilm“ gestellte Film„Wie rei die Verkehrsmillel im igt. Dieser Film erhielt vertvoll, künstlerisch wertmit Prädikaten. der Filmprüfstelle wur217 Filme mit einer prüft. Davon maren 96 225 Meter Länge Filme mit einer Länge inten Anerkennungen plitisch wertvoll“ wurde künftlerisch wertvoll n als„kulturell wert1d“ und 32 Filme als derzen" die Opern= lja— p. die Trauung des Herzogs von Windsor Pario, 3. Juni(Drahtb.) Im Schloß kende fand am Donnerstag vormittag die bürgerde und die kirchliche Trauung des Herzogz Windsor mit Frau Wallis Warlield Simpson statt. Der Bürgermeister von Nanz. Dr. Mercler. der die bürgerliche Trauung (Scherl=Bilderdienst=M.) alls brachte in einer Ansprache dem Ebepaar hm Glückwünsche zum Ausdruck. Unmittelbar darn' nahm der englische Reverend Jardine im Reskimmer des Schlosses die kirchliche Trauung "Ie verzog und die Herzogin werden am Abend i bocheitsreise nach Oesterreich antreten. * frau Wallis Warfield=Simpson unmt aus einer angesehenen Familie aus Balti= wie(USA) und war in zweiter Ebe mit dem taumann Simpson verheiratet, von dem sie sich 1Cttober 196 scheiden ließ. Sie hat das letzte abe Jahr in Frankreich verbracht. Jhren jetzigen Sinen lernte sie dol einem Fest in Kalifornien innen tas der damalige Prinz von Waes im Jahre 1021 anläßlich einer Amerikareise wuchte Der berzog von Windsor lebte seit seiner Ab= mantung in Oesterreich. luheimlicher Rückgang der weißen Kasse Starke Zunabme der Farbigen. Loo Angeles, 8. Juni(Funkspr.) Erneut id feigestellt, daß die amerikanische Geburtenunet von Jahr zu Jahr in auflehenerregender fallt. 1920 meldete die Regierungsstatistik en Geburtensisser von 23.7 pro Tausend cleue Statistik zeigte 16.9. e Meriko, Utad und Mississippi daden die #eburtenzifsern, während Arizona. New 6 und Nevada in der Zahl der Steralle führen. In Arizona und New Meriko ist i erster Linie die merikanische Bevolkerung n die boben Geburten= und gleichzeitig Sterbeiti= Kerantwortlich, während im Staat Mississippi Pesstte Regerbevolkerung größere Zadlen bewirkt. ieden etregt geradezu folgende Feststellung: Lo= ? mit einer Bepö kerung von 1 400 000 Menlte im letzten Jahr nur 17 209 Geburten! amerikantiche Journalist Lee Shippev. ichon des ofteren diese Tatsache mit großer Beun= hat. geißelt vor allem die vietinderlosen Eben der angellächsischen mrmaner, wuhrend sich auf der anderen Seite die en der Staaten in unheimlicher Weise verubiläumsstomnel füir den AklantikPostverkehr 4 1937 *6 . du führt die Deutsche Luftbansa den 250. über den Sudatantik durch. Mit diesem den im Monat Juni die von Deutschestdamerika gehenden Postsendungen ab(Scherl=Bilderdienst=M.) Prinz Konoe erfolgreich Japanische Krise beigelegt Das neue Ministerium gebildel- Hirola wird wieder Außenminister Tokio, 3. Juni.(Funkspruch.) Prinz Konoe konnte ohne besondere Schwierigkeiten sein Kabinett bilden. Der bisherige Kriegsminister Sugiyama und der bisherige Marineminister Donai stellten sich Prinz Konoe rückhaltlos zur Verfügung. Diese Bereitwilligkeit ist besonders bemerkenswert, weil der Prinz die Einbeziehung von zwei Parteivertretern ins Kabinett für notwendig hielt. Diese Entwichlung entspricht der Rolle, die die Seyukai- und die Minseito-Partei beim Sturz Hanashis spielten. Je ein Vertreter dieser Parteien wurde ausdrücklich in seiner Eigenschaft als Parteimitglied in das neue Kabinett aufgenommen. Die SeyukaiPartel entsandte Makajimo, einen bekannten Industriellen und Pionier der sapanischen Flugzeugindustrie, der zum Eisenbahnminister ernannt wurde. Die Minseito schickte ihren Vorsitzenden Nagai selbst ins Kabinett, der den Posten des Verkehrsministers erhielt. Aus dem Hayashi=Kabinett wurde außer dem Kriegs= und Marineminister auch der Justizminister Shiono übernommen. Das Verbleiben des Finanzministers Duki, das in Wirtschaftskreisen gewünscht wurde, scheiterte aber an der Unzufriedenheit der Wehrmacht. An seine Stelle wurde der bisherige Vizefinanzminicher Kaya zum Finanzminister ernannt. Das Innenministerium übertrug Prinz Konoe Dr. Baba, dem ehemaligen Finanzminister unter Hirota, als seinem persönlichen Berater Ministerpräsident Prinz Konoe hat den langjährigen Außenminister und vorjährigen Ministerpräsidenten Hirota auf den Posten des Außenministers berusen. Hirota, der als hervorragender Kenner der sowjetrussischen und chinesischen Verhältrisse gilt, hat als Ministerpräsident im Rovember 1936 das deutschjapanische Abkommen abgeschlossen. Er ist ein enger Freund Konoes und besitzt das Vertrauen der Armeeführung, während der bisherige Außenminister Sato abgelehnt wurde. Politische Kreise schätzen das neue Kabinett als starkund dauerhaft ein, obwohl sich in Kreisen der Parteien Enttäuschung über den angeblich zu geringen Einfluß bemerkbar macht. Neue blutige Streikausschreitungen in U5A. Streikende belagern Arbeitswillige Und schießen Lebensmittelflugzeuge ab- In Süd-Chikago sechs Tote Newyork, 3. Juni.(Funkspr.) Wie aus Little Falls(New=Jersey) gemeldet wird. überfiel eine Rotte von der Lewis=Gewerkschaft aufgebetzter Streikender aus den dortigen Wäschereibetrieben verschiedene Arbeitswillige. Die Polizei konnte erst nach einstündigem Kampf und nach Anwendung von Tränenaas die Ruhe wiederherstellen. 15 Personen wurden verletzt. Die Leitung des Stahlwerks der Republic Steel Co. in Niles in der Nähe von Voungstown im Staate Ohio, dessen Belegschaft seit Beginn des Stahlstreiks weiterarbeitet, war, da das Werk von Streikenden regelrecht belagert wird, in den letzten Tagen dazu übemegangen, die Versorgung der Arbeiter mit Lekensmitteln durch Flugzeuge durchführen zu lassen. Dieser Weg der Lebensmittelversorgung mußte jetzt aufgegeben werden, da die Streikenden die Flunzenge beschaffen und inkolgedessen zwei Maschinen bei der Landung verunglückten bzw. abstürzten Ein Flugzeng, das auf dem Hof des Werkes niederging, wies 20 Einschußlöcher auf. Einer anderen Maschine wurde die Verstrebung weggerissen. Die Werksleitung droht jetzt. Lebensmittel auf Lastkraftwagen, die schwer bewaffnet werden, durch die Rette der Belagerer fahren zu lassen. Die blutigen Straßenkämpfe, die sich am Sonntag, wie berichtet, im Süden von Chicaao vor dem dortigen Werk der Repuklie Steel Co. ereigneten. haben weitere Tobesopker gefordert, so daß ihre Zahl jetzt sechs beträgt Das Werk wird von tausend Polizeibegmten bewacht, da die Gewerkschaft neue Demonstrationen plant. Wie stark die Lewie Gewerkschaft mit Kommu nisten verseucht ist, beweist die Aussage der Witwe eines Erschossenen, namens Rothmund. Sie erklärte bei ihrer Vernehmung, daß ihr Mann Mitglied der kommunistischen Partei gewesen sei. Er habe niemals in einem Stahlwerk gearbeitet, sondern an dem Marsch auf das Werk der Republie Steel Co. teilgenommen, um die Arbeiter aufzuwiegeln. 3000 Polizisten sollen 13 Arbeiter vor marxistischem Pöbel schützen DNB Paris, 3. Juni.(Drahtb.) Generalkommissar für die Ausstellung, Labbe, sah sich gezwungen, zum Schutze der 16 im Weinpavillon der Weltausstellung arbeitenden nichtmarxistischen Elektriker am Donnerstag früh 3000 Mann Polizei einzusetzen, um Ueberfälle von Mitgliedern der marzistischen Gewerkschaften zu verhindern. Die Liberté stellte hierzu fest, daß die elektrischen Anlagen des Pavillons, die ursprünglich auf 25000 Franken veranschlagt gewesen seien, durch die systematische Störung der Arbeit und die verübten Sabotageakte dem Staat bereits 50 bis 60 000 Franken Schaden verursacht haben. Falls dies so weitergehe, werde man den angerichteten Schaden bald nicht mehr übersehen können da er ins Ungeheuerliche zu wachsen drohe. Schwere Zuchthaustrafen DNB Breslau, 2. Juni. So abstoßend die Einzelheiten der am Dienstag durchgekührten Progesse in Koblenz waren, so wurden sie beinahe noch überboten durch einen Fall, der am gleichen Tage die Breslauer Strafkammer beschäftidte. Der 87 Jahre alte Angeklagte Bruder Maurus hatte in den Jahren 1933 bis 1986, also vier Jahre lang, im Brüderkloster in Neustadt O.S. die seiner Wartung anvertrauten Kranken ständig für seine unsittlichen Zwecke mißbraucht. Aus der Verbandlung ergab sich, daß das Treiben dieses„barmhergigen" Krankenpflegers sich allmählich unter den Patienten dens Klosters herumgesprochen hatte, so daß auch die Oberen des Hospitalordens darüber unterrichtet sein mußten, ohne daß jedoch im Laufe der vier Jahre von der Leitung des Klosters dagegen eingeschritten wurde! Erst im Frühjahr dieses Jahres. lange, nachdem der Angeklagte in Untersuchungshaft genomemn worden war, wurde ihm der Austritt aus dem Orden nahegelegt. Es zeigt die ganze Verworsenheit des Angeklagten, daß er sogar gegenüber einem Patienten, der infolge einer Sehnenzerrung ein Bein im Gepsverband hatte, seine gemeinen Triebe nicht im Zügel hielt, sondern sich auch an ihm, der vollig hilflos war, verging. Auf Grund der verschärften Bestimmungen des § 174 Ziffer 8 wurde der Angeklagte zuzwel Jahren Zuchthaus verurteilt. * Der Menschheit ganzer Jammer erfaßte Richter und Zubörer in dem zweiten am Mittwoch in Koblenz verhandelten Verfahren, als sie die Opfer des 54 Jahre alten Johann Lang(Bruder Friedrich) am Zeugentisch des Gerichtssaales sahen, die er in den Niederlassungen in Eberach und Waldniel in nicht wiederzugebender Weise mißbrauchte. Schleppenden Ganzes. mit zuckenden Gliedern und körrerlich deformiert, standen diese armen Opfer stammelnd und lallend vor dem Richter, um mit entsetzlichen Gesten, erschüttert von der Erinnerung, die sich auch in diesen defekten Hirnen in ihrer ganzen Außerordentlichkeit unauslöschlich eingeprägt bat, ihre verzweifelte Anklage gegen den tierischen Verbrecher zu wiederholen, der mit scheinheiligem Augenaufschlag und gebeuchelter Reue Verbrechen über Verbrechen bekennen mußste. Wie ein Geschöpf, das Menschenantlitz krägt und das nach der Feststellung des medizinischen Sachver ständigen zwar etwas beschränkt, aber voll verantwortlich ist, sich an diesen unglücklichen Kreaturen verpreifen konnte, und wie es möglich ist, daß ein Mensch, der ein Vierteljahrhundert lang ein Ordensgewand getragen hat, auf eine solche unvorstellbare Tiefe der Verworfenheit herabsinken konnte, erschien einfach nicht faßbar. Der Vertreter der Anklage derzichtete angesichte dieses erschütternden Zeugenaufmarsches darauf, auf die Scheußlichkeiten, die alle Phasen der widernatürlichen Unzucht umfaßten, einzugeben, gab aber dafür noch einmal ein Bild von den Zuständen in der Niederlassung Eberach an der Mosel und hob dabei hervor, daß die hier verhandelten sechs Falle nur Einzelvorkommnisse in einer zweifellos weitaus größeren Verbrechensliste des Unholdes sind. Bezeichnend für die Methode der Venrschleppung und Vertuschung der Klosteroberen ist auch in diesem Fall, daß der von Grund auf so verkommene Angeklagte einfach in die Irrenanstalt Ensen bei Köln überwiesen wurde, womit man die ganze Angelegenheit für erledigt hielt, aber nicht sehen wollte, daß mit diesem„Versetzungsverfahren“ die Seuche nur von einem Ort zu einem anderen verschleppt wurde. Allerdings war Ensen das Sprungbrett für die Verchiebung der Verbrecher ins Ausland(1). In diesem Fall ist es der Staatsanwalischaft dann glücklicherweise gelungen, noch rechtzeitig einzugreifen. Unglaublich ist es, wie die Leitung der Genossenschaft in dem schrecklich bekannten Waldbreitbach beute noch über dieses Scheusal denkt. Vom St. Josefshaus ging am 11. Mai 1937(11) ins Gefängnis nach Wittlich ein Schreiben, in dem dieser Satan ausgerechnet mit„Lieber Bruder Friedrich“ angeredet wird Es geht dann wie folgt weiter: Brief vom 30. d. M. habe ich erhalten. Wie ich aus demselben ersehen habe, geht es Ihnen gesundheitlich noch soweit gut. Leider kann ich dasselbe nicht von mir berichten. Die Vorgänge der letzten Jahre haben meiner Gesundbeit sehr zugesetzt. Was unsere liebe Genossenschaft andetrifft, so kann ich auch hierüber nicht gut berichten. Die Koblenzer Verhältnisse haben uns sehr viel Leid und Kummer bereitet. Doch wir wollen keinem der Schuldigen Vorwürfe machen(1) und gerne der Bitte im Vaterunser entsprechen:„Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“. Auch wir wünschen Ihnen alle ein recht frobes Pfingitfest und wollen gerne Ihrer im Gebet gedenken. Gedenken Sie auch bitte unser und unserer so schwer geprüften Genossenschaft(!) im Gebet. Es grüßt Sie ergebenst (gez.) Bruder Erhand.““ Zu diesem Brief ist wohl jede Erläuterung überflüssig. Das Urteil lautet auf drei Jahre Zuchthaus und zwei Jahre Ehrenrechtsverlust. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß das Gericht an und für sich diese Strafe für zu gering halte, daß aber angesichts des Urteils des medizinischen Sachverständigen das Gericht über den Antrag des Staatsanwaltes nicht habe hinausgehen wollen. * Vor einem erweiterten Kreis von Eltern. Lebrern. Vertretern der Partei und zahlreichen Volksgenossen gelangte nach eingehender Verhandlung die erste Strafkammer des Landgerichts Ratibor zur Verurteilung des Kaplans Johannes Kaliaa in Senktenberg wegen Verbrechens in acht Fällen aus§ 176,3 und in drei Fällen aus 8 175 zu insgesamt vier Jahren Zuchthaus. Der 34 Jahre alte Kaplan hat in den Jahren 1931 bis 1934 in verschiedenen oberschlesischen Gemeinden als Vertreter von Ortsp'arrern fungiert und minderjährige Jungens in gewissenloser Weise verführt. Er machte sich unter Ausnutzung des Vertrauens, das ihm von den Eltern und den Angehörigen des katholischen Jugend= und Jungmännervereins in allzu großem Maße entgegengebracht worden ist, an die minderjährigen Schutzbesohlenen heran wobei er nicht davor zurückscheute. Kinder untereinander in seiner Gegenwart zu unzüchtigen Handlungen anzuleiten. Besondere Empörung löste ein Fall aus, bei welchem der Verurteilte einen 12jährigen Jungen bei einer Radtour mißbrauchte und nachber bei der Mutter des Jungen mit einem Rosenstrauß als Reisegeschenk erschien. Dieses Verhalten wurde in der Urteilsbearündung entsprechend gebrandmarkt, wobei besonders der Versuch des Angeklagten, viele. Dinge zu leugnen, die durch eidliche Aussagen der verführten Jungens feststanden, ins Gewicht fiel. Er hat sich erst in der Hauptverhandlung widerwillig zu einem teilweisen Geständnis aufgerafft. Litauisches Dorf durch Feuer zerslört 500 Personen obdachlos. DNB Kowno, 2. Juni.(Drahtb.) Die im Kreise Krottingen gelegene Ortschaft Wewirszany ist von einem Großfeuer betroffen worden, das 350 Häuser, darunter die Pfarrei, das Sägewerk und eine Anzahl Läden, einäscherte. Eine Kirche, die ebenfalls von dem Feuer erfaßt war, konnte gerettet werden. Die Löscharbeiten wurden in der Hauptsache von Memeler Feuerwehren durchgeführt. Erst nach stundenlangen Bemühungen gelang eine Eindämmung des Feuers. 500 Personen wurden obdachlos. Der Schaden wird auf über 200000 Mark geschätzt. Die meisten Häuser waren nicht versichert. Das Feuer brach aus noch nicht geklärter Ursache in einem Sägewerk aus. Zeitweise Regenneigung Bericht der Reichswetterdienststelle Essen—Mülheim Das shandinavische Tief, das uns die Zufuhr der Kaltluft brachte, zieht nach Osten ab. Damit ist nun wieder mit langsamer Erwärmung zu rechnen. Da aber das atlantische Hochdruckgebiet nur mit einem schwachen Keil nach Süddeutschland reicht und wir infolgedessen auf seiner Nordseite bleiben, wird die Witterung in zunehmendem Maße unbeständig gestaltet, wobei auch vor allem in den nördlichen Teilen des Vorhersagegebietes zeitweise Niederschläge auftreten werden. Vorhersage für Freitag: Bei südwestlichen Winden wolkig bis bedeckt, zeitweise, vor allem im Norden, geringe Niederschläge, Temperaturen um ein kleines höher als am Vortage. Für Samstag: Anhaltende Südwestströmung, bewölkt und nicht vollkommen niederschlagsfrei, maßig marm. Weiterentwichlung: Leicht unbeständig, aber wärmer. 1 2 . . 7 .. 5414 STANDARD in der gelb-roten Packung hilft Waschgeld sparen. Beidiesem selbsttätigen Waschmitte werdenunnötige Ausgabenerspart. Es zeigt sich immer wieder: STANDARD SCHAUMT AUS EIGENER KRAFTI 41 * Nachruf! Unser Vorstandsmitglied Herr Wilhelm Sandmann ist heute nach langer Krankheit gestorben. Wir verlleren In ihm elne außerordentliche tôchtige Kraft. Er grôndete mit uns unsere Genossenschaft und gehörte selt ihrem Bestehen dem Vorstande an. Unermödlich war er für das Wohlergehen der Genossenschaft tätig. Viele und große Opter hat er Im Interesse unserer Mitglleder gebracht und selbst seine Gesundheit uns geopfert. Sein leuchtendes Beisplel, sein guter Charakter, selne stete Hilfsbereitschaft waren uns stets eln Vorblld. Seine ganze Kraft schôpfte er aus seinem unerschötterlichen starken Glauben an seinen Erlöser. Wir werden ihn nie vergessen. Zu seinem letzten Gelelte werden sich sámtliche Mitglleder am Samstag, dem 5. Juni 1937, vorm. 10 Uhr, im Innenhof des Zentralfriedhofes am Frelgrafendamm elnfinden. Bochum, den 2. Junl 1937. Aufsichtsrat und Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft e. 6. m. b. H. Bochum, Hattinger Straße 19 3 putzt und reiniat . Für die vielen Bewelse inniger Tellnahme, die mir beim Hinscheiden melnes guten, unvergeßlichen Mannes entgegengebracht worden sind, sage Ich. zuglelch auch Im Namen der Anverwandten, meinen aufriehtigen Dank. Frau Margarete Körner geb. Henning Bochum, Im JunI 1937 † Am Samstag, dem 5. Juni 1937, morgens 7.15 Uhr, findet in der St. FranzlskusKlrche zu Bochum- Weltmar das 1. Jahres-Seelenamt für die verstorbene Ehefrau Auguste Backwinke geb. Cornelius statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Prauen-, Mutlerund Elisabetn Verein lichtspielhaus Bochum, Marlenstraß. 14 Ein Volkafilm, mitreizend und packend, voll ornster, herber Sehönhelt! 3 DieHandlung sp elt im tiefverschneten Schwarrwal und erzählt die Ceschichte der kleinen leben lustigen Lehrerin Christine Biehler, die in dem Dirigenten Eugert einen Partner fürs Leben findet. Die prächtige Besetzung zeigt: Maria Andergaet, Hene Böhnher, Fritz Kampers, Gustav Waldau Täglich ab 3.30, 6.00 u. 8.00 Uhr. = Jugendliche zugelassen macht stmmungstreh Die Beerdigung unseres Mitgliedes Fran Elisabetn Dreben Gußstahlstraße 10, Beziek I, ist Sams. tag, morgens 10,30 Ubr, vom Grei= grafenbamm aus. Beerdigungsamt 8.30 Uhr. Kreugwegandacht Frei= tagabend nach der Andacht. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Die Wäsche kann sich sehenlassen gesucht, Roß, Bochum. Wittener Str. 103 2 Zimmer (geteilt) sof. g. ver miet. Altenbochum Auf der Pring 47 ALL Ein liebes, gesundes Mädel, 27 J.. kath., 170 gr. dkbl., tadell. Berg. Wäscheausst, und Bargeld vorb., scht einen ehrl., treuen, charakterv Menschen in sicherer Stellung zwed? H.lrat kennen zu lernen Nur aufrichtige Zuschr. u. B. 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