Ausgabe A Bochumer Volkszeitung 90 einschl Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung recifertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Bezugspreisee Anzeigenrreise: Gesamtauflage 6 Big. Ausgabe A 6 pig, Ausgabe B 3% Pig., Ausgabe C 8 Vig. Texiangeigen: Ausgade A 40 Pig. Ausgaben B u C 25 Pig le mm. Gültig: Breisliste für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Westfälische Volks-Seitung verbunden mu den Bezirksausgaben B und C für Eften=Steele=Pattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14, Fernruf 64746-64748 66. Jahrgang Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen. Bochum, Mühlenstratze 12-14 Gernruf 947 44. Postscheckkonto Dorim. 6146; Haltingen, Biktor=Puge.Eie 12. Jernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1960; Essen=Bieele. Wensalenstr 302 Gernr. 582 30, Postscheckionte Torimund 103-6; Wattenscheid Greiheltstr 15, Fernr. 1876. Postschekl Dorim 30430 Liud und Berlaa: Shürmann 4 Siogaee Bochum 1" Nr. 99 Donnerstag, den 29. April(Kath. Petr. M., Evgl. Sibylla) 19337 Eden erstattet Bericht über Brüssel „Aber für längere Zeit keine konkreten Folgerungen! MB. London. 28. April.(Drahtber.) Das maliche Kabinett trat am Mittwoch unter dem Lerin des Ministerprasidenten Baldwin zusamnn In der Sitzung berichtete Außenminister liden über das Ergebnie der Brüsseler Besrechungen mit van Zeeland und :raak Englischerseits wird hervorgehoben, daß de Besprechungen zu vielveriprechenden Hoffnungen Anlaß gaben, daß aber für längere Zeit noch keine lonkreten Folgerungen zu erwarten seien. Nan bearunt es jedoch, daß sich eine weitgehende llebereinitimmung zwischen der belaischen und der bntischen Regierung über die Methoden. durch die de Frieden Europas gestarkt werden könne, und asbesondere über die Frage der Vorbereitung #ines neuen Westpaktes ergeben habe. Außenminister Eden gab am Mittwochnachmittag im Unterhaus auf Anfrage die erwartete Erklärung über die Entlassung Belgiens aus den Locarnoverpflichtungen ab. Er wies zunächst auf die am Sonnabend veroffentlichte englisch=französische Erklärung bin und sagte dann, der vorbereitende Meinungsaustausch, der kürzlich zwischen den Unterzeichnernaaten des Locarnovertrages hinsichtlich der Ausandlung eines neuen Westpaktes stattge sunden hat, habe gezeigt, daß Belgien in irgendeinem neuen Vertrag keine Garantie für irgendenen der anderen Staaten zu geben wünsche. Die underen, an den Verhandlungen beteiligten Rererungen seien ebenfalls bereit, dem zuzustimmen, daß Belgien keine Garantie gegenüber den andedas Urteil im Hochverratsprozeß ren Staaten unternehmen solle. Angesichts der bei der Aushandlung eines neuen Vertrages eingetretenen Verzögerung sei beschlossen worden, den Wünschen Belgiens entgegenzukommen. Er, Eden, wolle hinzufügen, daß die englisch franzosische Erklärung in keiner Weise die Verpflichtungen irgendeines anderen Landes gegenüber Belgien berühre. In der Note werde ausdrücklich festgestellt, daß weder die Verpflichtungen Englands oder Frankreichs gegenüber Belgien noch die bestehenden Vereinbarungen zwischen England und Frankreich berührt werden. Auf eine weitere Anfrage erwiderte Eden, es handle sich um eine Vereinbarung zwischen England. Belgien und Frankreich, die nur diese drei Regierungen betreffe. Die anderen in Frage kommenden Regierungen seien von den Vorgängen unterrichtet worden. Das ergebe sich aus einer Vereinbarung, die im März letzten Jahres getroffen worden sei, und an der Deutschland nicht beteiligt gewesen sei. Eine Anfrage Hendersons, ob es infolge der neuen Abmachungen nicht angebracht sei, an andere Regierungen beranzutreten, beantwortete Eden nur mit dem nochmaligen Hinweis, daß die anderen Regierungen unterrichtet worden seien. Der liberale Abgeordnete Mander wollte wissen, ob Belgien nach wie vor durch den Sanktionsartikel 16 der Valkerbundssatzung gebunden sei. Eden erwiderte, die Völkerbundsverpflichtungen Belgiens würden durch die engRossaint erhält 11 Jahre Zuchthaus Uund sieber 5 Johre- Koplan Kremer 1 Jahr 6 Mongte Geföngnis veneralsekretär Clemens freigesprochen- Das Urteil sofort rechtskräftig geworden Berlin, 28. April.(Drahtb.) In dem snatverfahren gegen die hatholischen Jugendführer Lusseldorf verkündete der Volksgerichtshof des drulchen Reiches am Mittwoch nach dreiwöchiger Verhandlungsdeiner das folgende Urteil. Angeklagten Clemens, Himmes und Schäfer werden freigesprochen. Der Angeklagte Rossaint erhielt wegen vorbereitung eines hochnerräterischen Unternehmens unter erschwerenden Umständen 1 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverluft. der Angeklagte Steber wurde wegen des gleichen Deliktes zu einer Huchthausstrase von 5 Jahren und 5 Jahren Ehrverluft. der Angeklagte Jülich erhielt wegen Vortreitung eines hochverräterischen Unternehmens 19.! Jahre Zuchthaus und zwei Jahre Ehrverluft. Wegen Beihilfe zur Vorbereitung eines hochertaterischen Unternehmens wurde der Angeblagte temer zu einer Gefängnisstrafe von Jahr 6 Monaten verurteili, von der Anwegen Vergehens nach der Verordnung des geichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Reiches mes vom 4. Februar 1933 wurde er freige chen. Den Jülich prochen. Sen Angeklagten Rossaini. Steber, ch und Kremer wurden se 14 Monate der ehen Untersuchungshaft auf die erkannte urdezngerechnet. Die sichergestellte Schrift e rinaciogen. Die verurteilten Angeklagten " die Kosten der Verfahrens zu tragen. Im Umfange der Freisprechung trägt die Kosten die Reichskasse. Dieses Urteil wird sosort rechtshräftig. * Seiner ausführlichen Begründung des Urteils stellte Präsident Engert, der Vorsitzende des zuständigen Zweiten Senates des Volksgerichtshofes, u a. folgende Grundlätze voraus: Oberstes Gesetz sei das Wohl des Volkes. Wer die innere Geschlossenheit oder die äußere Sicherheit des Staates als der äußeren Erscheinungsform der Volkegemeinschaft anzutasten wage, mache sich der schwersten Verbrechen, des Hoch= oder Landesverrates schuldig. Das Wohl der Volksgemeinschaft sei in jedem Falle über das Wohl des einzelnen zu stellen. Im Rahmen des Konkordates habe auch der katholische Priester die Verpflichtung, die Reichsregierung zu achten und dem deutschen Staate Treue zu leisten. Endlich sei zu berücksichtigen, daß auch die anderen Angeklagten nicht zur Rechenschaft gezogen werden müßten, wenn Rossaint nicht gewesen wäre. Denn diese Angekiagten seien dem geistig überlegenen Priester gefolgt und hätten sich durch ihn zu ihrem hochverräterischen Treiben verleiten lassen. Sodann ging der Vorsitzende zu einem kurzen Rüchblich auf die Geschichte der ehemaligen Zentrumspartei über. Sie sei von den in ihr politisch zusammengefaßten Katholiken als die alleinige Vertreterin ihrer Weltanschauung angesehen worden. In den linksgerichteten Kreisen der Zentrumspartei, die sich besonders im„Friedensburd deutscher Katholiken“ zulammenfanden, wurden in Wort und Schrift pazifistische Gedankengange verbreitet, die letzten Endes auf die Forderung der Kriegolisch=franzosische Note in keiner Weise berührt. Die britische Regierung habe keine Informationen, aus denen hervorginge, daß die im Anhang F zum Locarnovertrag enthaltene Auslegung des Artikels 1e von irgendeinem Völkerbundsmitglied abgelehnt worden sei. Er fügte hinzu, daß Generalstabsbesprechungen zwischen England, Belgien und Frankreich gegenwärtig nicht inAuge gefaßt würden. Als Mander fragte, ob nicht ein persönlicher oder schriftlicher Kontakt notwendig sei, wenn England und Frankreich ihre Garantie wirksam ausführen sollten, antwortete Eden, er könne seiner Antwort nichts hinzufügen. Pierre Cot kündigt gewaltige Luftaufrüstung an DNB. London. 28. April.(Drahtber.) Der am Wittwoch in London eingetrofsene franzölische Luftfahrtminister Pierre Cot teilte einem Pressevertreter auf Anfrage mit, daß Frankreich gegenwärtig 1000 Frontfluajenge für die Seimatverteidi auna besinze. Die französische Regierung beabsichtige, diese Zahl in den nächiten drei Jahren anf 1500 1n ernoden Diese Zitter umtasse naturlich nicht die französischen Kolonialstreitkrafte. dienstverweigerung hinausliefen. Die kathelische Jugend sei gleichfalls pazifistisch eingestellt gewesen und habe sozialistische Lieder gesungen „Auf diesem Nährboden erwuchs“, so führte der Vorsitzende weiter aus,„die innere Entwicklung Rossaints zu seinem hochverräterischen Treiben.“ Der Kaplan trat aus der Zentrumspartei aus, als diese für das Ermächtigungsgesetz zugunsten des Kabinetts Hitler stimmte. und er hat seiner eigenen Kirche Verrat und Zusammengehen mit dem Faschismus vorgeworfen. Als Mitglied des„Friedensbundes deutscher Katholiken“ hat sich der Angeklagte auch praktisch als Pazifist betätigt, indem er Klebezettel anbrachte, die sich gegen den Wehrdienst der Jugend richteten. Ferner sandte er Schreiben zustimmenden Inhaltes an den Vorsitzenden der Abrüstung:kommission in Genf. In einem Aufruf in der Zeitung„Die funge Front“ hat er die katholische Jugend aufgefordert, „in den politischen Bezirk vorzustoßen". Der Kaplan Rossamt wollte nach Rußland, dem Land der Gottlosen, reisen, um die dortigen Verhältnisse zu studieren. Für seine Ablehnung der nationalsozialistischen Weltanschauung sind ferner verschiedene Bekundungen bezeichnend, die Zeugen während der Beweisaufnahme gemacht haben. Danach hat er mehrfach die Auffassung vertreten, daß sich der Rationa'sozialismus nicht lange an der Herrschaft halten werde.„Abschließend ist festzustellen“, so bemerkte der Vorsitzende, „daß dieser hatholische Seellorger Politiker war, der sich nicht lediglich mit kulturpolitischen Fragen beschäftigte, sondern aus seiner starken Ablehnung gegenüber dem Nationalsozialismue ein lebhaftes Interesse für den Kommunismus zeigte." Anschließend ging der Vorsitzende auf die Beziehungen ein, die Rossaint mit verschiedenen kommunistischen Hetzern, hinauf bis zu dem Spitzenfunktionär Kailer des ehemaligen Zentralkomitees des kommunistischen Jugendverbandes unterhalten hat zum Zwecke der Schaffung einer katholisch-kommunistischen Einheitsfront. Rossaint hat weiter die Zustimmung des „Reicheführers“ der Sturmschar Steber dazu eingeholt, daß kommunistische Agenten bei den Sturmscharversammlungen und-tagungen sprechen konnten. Durch Rossaints Hände sind weiter verschiedene Druckschriften hochwerräterischen Inhalts gegangen, die er zum Teil von dem Mitangeklagten Jülich, einen von ihm getauften Juden, erhalten hat. Durch Julich lernte Rossamt den kommunistischen Funktionär Am 1. Mai Flaggen heraus! org. Berlin. 27. April.(Drahtber.) Aus Anlaß des Nationalseiertages des deutschen Volkes fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf. die Wohnungen und Säuser mit den Fahnen des Reiches zu beflaagen. Schwippert kennen, den der Kaplan nach seiner Flucht ins Ausland mit Geld unterstützte und mit polilischen Stimmungsberichten aus Deutschland versehen hat. Die für Schwippert bestimmten Mitteilungen gab Rossaint sicherheitshalber zum Teil im Auslande auf. Besonders dieser Umstand spreche dafür, daß er entwegen seiner ständigen Behauptung über den hochvertäterischen Charakter seiner Betätigung durchaus im Bilde war. Er hat den Kommunisten die Möglichkeit verschafft, weiterzuarbeiten, indem er sie immer wieder an die hatholischen Kreise herankommen ließ. Rossaint verband sich mit dem Kommunismus, um mit ihm zusammen den Rationalsozialismus zu stürzen. So hat der Angeklagte zum mindesten geistig die Kommunisten, die als führende Hetzer bei ihm und in den ihm nahestehenden Kreisen verkehrten, in den Glauben versetzt, daß er als katholischer Geistlicher bereit sei, an der Bildung einer katholisch-kommunistischen Einheitsfront mitzuwirken. Seine Behauptung, daß er die Kommunisten zum katholischen Glauben habe bekehren wollen, sei durch die Beweisaufnanme einwandfrei widerlegt. Erschwerend mußte sich auswirken, daß Rossaim seine hochverräterische Betätigung auch im Auslande betrieben hat. Nach der Dauer seiner Betätigung waren für ihn die verschärften Strafbestimmungen des Gesetzes vom 24. April 1934 anzuwenden Bei der Frage der Strafzumessung sei. so führte der Vorsitzende weiter aus, festzustellen, daß die von Rossaints Tätigkeit ausgehende Gefährdung nach der Auffassung des Gerichtes ganz außerordentlich groß war. Die Tätigkeit Rossaints müsse als besonders verwerflich bei einem deutschen Priester angesehen werden. Er habe sich als katholischer Seelsorger mit Dingen beschäftigt, die ihn nichts angingen und deren Verfolgung ihm nach Wortlaut und Sinn des Konkordates verboten war. Rossaint sei der Typ eines Defaitisten, der auch einen erheblichen Schaden angerichtet habe; denn er habe dazu beigetragen, daß die Seelen von fugendlichen Katholiken veraiftet wurden. — Unter diesen Umständen habe das Gericht die verhängte Zuchthausstrafe von elf Jahren als angemessene Sühne angesehen. Sodann ging der Vorsitzende zur Erörterung der Schuld= und Straffrage bei den übrigen Angeklagten über. Steber war sogenannter„Reichsführer“ der Sturmschar und hatte als solcher einen erheblichen Einfluß, der sein Vorgehen besonders gefährlich erscheinen läßt. Andererseits war zu berücksichtigen, daß er Rossaint geistig bei weitem unterlegen war Bei ihm erschien daher eine Zuchthausstrafe von fünf Jahren angemessen und ausreichend.— Jülich hat Rossaint mehrere Hetzschriften gegeben, obwohl auch er die hochverräterischen Ziele der Kommunisten kannte: außerdem hat er eine von der Polizei gesuchte Kommunistin bei sich untergebracht und den ins Ausland geflüchteten Funktionär Schwippert auf dem Wege über Rossaint geldlich unterstützt. Auch bei ihm war daher auf eine Zuchthausstrafe zu erkennen. Der Kaplan Kremer hat eine Versammlung des„religiösen Kreiles“ geleitet, in der der kommunistische Agent Gombert gesprochen hat. Es hat sich nicht feststellen lassen, daß ihm vorher die Parteizugehörigkeit dieses Redners behnnt war. Er hat zwar nach seinem eigenen Geständnis das Gefühl gehabt. daß etwas Verbotenes geschah, und hat trotzdem die staatsfeindlichen Ausführungen des Kommunisten nicht unterbunden. Weiter hat er an der Versammlung im Hause des Mitangeklagten Himmes teilgenommen. in der ebenfalls ein kommunistischer Hetzer sprach. Er hat sich dabei der Beibilke zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens schuldig gemacht. Ge= nerallekretär Clemens mar ebenso wie die Mitangeklagten Gimmes und Schäfer freizusprechen, sedoch nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern nur mangels Beweisen. Clemens hat ja von Anfang an seine Schuld in Abrede gestellt und Rolsaint hat in der Hauptverhandlung seine früheren Angaben widerrufen, die zu der Annahme führen mußten, daß auch Clemens über die Tätigkeit Rossaints unterrichtet war und sie geduldet hat. Seine belastenden An . 1 Ponnerstag, den gaben hat Rossaint in der Voruntersuchung bei einer Gegenüberstellung mit Clemens aufrechterhalten. Es müssen daher Zweifel bestehen, ob Clemens nicht doch nach der einen oder anderen Richtung schuldig ist. Von seiner völligen Unschuld konnte sich jedenfalls das Gericht gerade im Hinblick auf die früheren Aussagen Rossaints nicht überzeugen. Himmes, der seine Wohnung für eine Zusammenkunft mit einem Kommunisten zur Verfügung gestellt hat, war nicht nachzuweisen, daß er vorher im Bilde war, daß ein kommunistischer Redner erscheinen würde. Schäfer erhielt von Rossaint kommunistische Schriften, die er weglegte, ohne sie gelesen zu haben. Bei dieser Sachlage muß es zweifelhaft erscheinen, ob er erkannt hat daß diese kommunistischen Schriften hochverräterischen Charakter hatten. Die italienischen Industriellen im Kuhrgebiet Oberhausen, 28. April.(Draht.) Nachdem der erste Tag der Studienfahrt der italienischen Industriellen=Delegation durch Westdeutschland an den Rhein geführt und ihnen am Beispiel des Werks Leverkusen einen Einblick in die Bedeutung und die Aufbauarbeit der deutschen chem schen Industrie ver mittelt hatte, begab sich die Delegation am Mittwoch ins Herz des Industriereviers, um hier einen Eindruck von den beiden Grundlagen der deutschen Industrie, von der Gewinnung von Kohle und Eisen, zu erhalten. Der Vormittag war dem Besuch des größten Stahlwerks Europas, der zum Konzern der Vereinigten Stahlwerke gehörenden August=Thyssen=Hütte in Hamborn. gewidmet. Bei ihrer Ankunft im Hauptverwaltungsgebäude der Hütte wurden die Italiener von dem Leiter des Wer kes, Dr. Bartscherer, begrüßt. Dr. Bartscherer gab einen Ueberblick über die große Leistungsfähigkeit der Hütte, die in der Lage ist, jährlich etwa 2.5 Millionen Tonnen Stahl zu erzeugen und zu verarbeiten. Die anschließende Besichtigung der riesigen Hochofenanlage des Thomasstahlwerks und der Walgwerksanlagen verfehlten ihren starken Eindruck auf die italienischen Gäste nicht, worauf vom Führer der Delegation, Graf Volpi, noch besonders hingewiesen wurde, der betonte, daß der Mangel Italiens an Kohle durch einen entsprechenden Tauschverkehr mit dem befreundeten Deutschland ausgeglichen werden könne. Nachmittags wurde das instruktive Modellbergwerk der Gute Hoffnungshütte in Oberhausen besichtigt, wo Generaldirektor Dr. Kellermann, namens der Verwaltung dieses Konzerns die italienischen Gäste begrüßte. Auch diese Besichtigung fand das rege Interesse der Italiener. Die italienischen Journalisten bei den JG. Farben Leverkusen Begeisterte Bewunderung für Werksanlagen und soziale Einrichtungen.— Stärkster Eindruck der Betriebsgemeinschaft. B. Leverkusen, 28. April.(Drahtb.) Mit iner kurzen Verspätung trafen am Mittwoch die talienischen Journalisten unter Fühung von Regierungsrat Bade und dem ItalienReferenten des Propagandaministeriums Dr. Villis bei den IG.=Farben=Industriewerken in leverkusen ein. Sie wurden durch den Leiter der betriebsgemeinschaft Niederrhein, Werkführer Dr. kühne, begrüßt, der ausführlich über den Aufau und die Organisation der IG.=Farbenindustrie nd insbesondere des Werkes Leverkusen beichtete. Anschlißend erfolgte eine Rundfahrt durch das Lerk, bei der die wichtigsten Fabrikationsstätten esichtat wurden. Bei einem anschließenden Frühstück begrüßte Dr. Kühne noch einmal die Gäste. Seine Worte klangen aus in ein Hoch auf den König von Italien und Kaiser von Aethiopien den Führer Adolf Hitler sowie den Regierungschef Benito Mussolini. In erster Linie interessierten sich die italienischen Journalisten naturgemäß für die sozialen Einrichtungen des Werkes. Sie sahen bei der Durchfahrt durch den gewaltigen Komplex des Betriebes die Siedlungen, in denen die Arbeiter und Angestellten ihre Wohnstätte haben, sie sahen den Gemeinschaftsraum für die Feiern. aus dem ihnen beim Eintritt in Orgelklängen die Giovinezza entgegenklang. Sie hörten von den sozialen Einrichtungen, mit denen das Werk die Gefolgschaftsmitglieder betreut, und sahen die innige Verbundenheit zwischen Betriebsführung und=gefolgschaft. Nach dem vom Werk gegebenen Frübstück hörten die italientschen Journalisten mustkalische Darbietungen eines aus Werksangehörigen gebildeten Orchesters und sahen die Volkstänze von Arbetterinnen, die sich im Werk zu einer Tanzgruppe zusammengeschlossen haben. Bei der Durchfahrt durch den Betrieb und bei dem Besuch der eineelnen Abteilungen des Werkes wurden die italienischen Gäste überall mit frohen Gesichtern und strablenden Augen begrüßt. Trotz gewisser Schwierigkeiten der Verständigung sprawen die italientschen Gäste immer wieder mit den Arkeitern, Arbeiterinnen und Angestellten des Werkes, um immer wieder von neuem die volle Zufriedenheit sowohl der Gefolgschaft wie auch der Betriebsführung zu hören. Nach der Besichtigung des Werkes, über das sich die italienischen Gäste in Worten höchster Anerkennung äußerten, fuhren sie von Leverkusen zum Flughafen Köln.— Hier verabschiedeten sich die italienischen Gäste von ihren deutschen Kollegen mit Worten höchster Bewunderung für das Gesehene und sprachen die Hoffnung aus, ihre deutschen Bernis= und Arbeitskameraden bald wiederzuseben und die jetzt geknüpften Bande noch enger schließen zu können. Darauf traten sie den Flug nach Hamburg an. hetagentur in Warschau verboten DNB. Warschau, 28. April.(Drahtber.) Durch Gerichtsbeschluh ist die Tätigkeit der Warschauer Presseagentur„„.5 verboten worden. Das Verbot erfolgte wegen der für die Staatsinteressen schädlichen Arbeit der Agentur. die in innenpolitischen, vor allem aber auch in außenpolstischen Fragen sich durch die Verbreitung tendenzioser Falschnachrichten einen traurigen Ruf erworben hat. Die Aaentur„Preß“ p'legte insbesondere auch über d1e Dentsche Reich und über die Danziger Verhältnisse alarmlerende Falschnachrichten und Schauermärchen zu verbreiten. Die bedeutendste Ausstellung der letzten Jahre „Gebt mir vier Jahre Zeit!" Sonderzüge aus allen Gauen fahren nach Berlin der Ausstellung„Seor mirvier Jahre Zeit", die bekanntlich am 30. April vom Führer persönlich eröffnet und bis zum 20. Juni das gesamte Berliner Ausstellungsgelände füllen wird, zeigt das ganze deutsche Volk, welche Leistungen es unter Führung Adolf Hitlers in den vergangenen vier Jahren vollbracht hat. Jeder einzelne Volksgenosse findet hier einen Teil seiner Mitarkeit wieder und wird erfüllt von dem stolzen Bewußtsein: du warst dabei, du hast mitangepackt, was aller Werk ist, ist auch dein Werk. Der Raum reicht nicht aus, die Fülle des Intressanten auch nur annähernd aufzuzählen. Nur wenige besonders starke Anziehungspunkte der großen Ausstellung seien herausgegriffen: da ist ein naturgetreues, 62 Meter langes Modell einer Reichsautobahn geschaffen worden, auf dem alle Bauabschnitte vom ersten Spatenstich bis zur Vollendung der Straße dargestellt sind. Der Laie lernt erst bei diesem Anblick erkennen, was es heißt, dies gewaltige Straßennetz= über Wälder Berge. Täler. Flüsse, Sümpfe und Moore zu führen. Ueber die Bahn reckt sich, im Bauzustand bis zum letzten Niet naturgetren nachgearbeitet, die stolzeste aller Autobahnbrücken, die Mangfallkrücke, bis zu einer Höhe von 12 Metern. Da steht u. a. eine riesige Kniehebelziebpresse, die vor den Augen der Besucher Karosseriebleche stanzt. Flinke Hände versvinnen und weben deutsche Zellwolle, deren Herstellung in allen Produktionsphasen veranschaulicht wird. Kunstharzvressen verarbeiten deutsche Werkstoffe, während in der Nähe ein großer Flugzeugmotor auf dem Prüfstand bonnert. Einen besonderen Höbevunkt der Ausstellung bildet die junge Wehrmacht: der Ausstellungsbesucher wird die seltene Möglichkeit haben, Feldhaubitzen, Langrohrgeschütze, Panzerkampfwagen, so nahe und genau zu betrachten, wie sonst kaum möglich. Die Kriegsmarine hat ein natungetreues 42 Meter langes U=Boot modernsten Typs in der Ausstellungshalle festgemacht, dessen Oriainalaufbanten. Kommandaturen, Periskop usw. vom Publikum eingehend besichtigt werden können. Bombenflugzeuge der Luftwaffe hängen im Sturzflug an der Decke, eine Scheinwerferbatterie faßt sie in ihre Lichtkegel. Die stählernen Schlünde einer Flakbatterie in Feuerstellung symbolisieren den Schutz friedlicher deutscher Arbeit. Jedem Volksgenossen wird Gelegenheit gegeben, diese einzigartige Leistungsschau zu besuchen. Bei Benutzung der Sonderzüge, deren Termine binnen kurzem durch die Presse bekannt gegeben werden, ermäßigt sich für jeden Teilnehmer, ob er einer Organisation angehört oder nicht, der Fahrpreis auf nur einen Pfennia te Kilometer, der Eintrittspreis von 1.50 RM. auf nur 0.75 RM. Neben dem großen Erlebnis der Ausstellung wird den Sonderzunteilnehmern in Berlin reichhaltige und abwechslunsreiche Unterhaltung geboten. Für die Tage, an denen die Ausstellungssonderzüge eintreffen, sind im Terrassengarten des Ausstellungsgeländes Großkonzerte und sportliche Veranstaltungen vorgesehen. Sie stehen jedem Ausstellungsbesucher kostenlos offen. Eine Zusatzkarte für 50 Pfennig ermöglicht den Besuch eines mit ersten Künstlern besetzten Groß Varietees in der Deutschland=Halle oder den Besuch spannender Svortkämpfe im Olympiastadion. Ein Teil der Sonderzuakahrer wird auch dem Anusrennen beiwohnen können.— Schließlich ist dafür gesorgt worden daß bei rechtzeitiger Anmeldung auf Wunsch billigeUebernachtungsgelegenheiten geboten werden. Hosenberg vor den Kreisleitern „Ein neues Zeitalter heraufgestiegen" Gauleiter Bürckel sprach über Westfragen DNB Burg Vogelsang, 28. April.(Drahtb.) Die Kreisleiter=Schulungstagung auf Burg Vogelsang wurde, wie NSK berichtet, am Mittwochvormittag mit einer Rede von Gauleiter Bürckel über Westfragen fortgesetzt, wonach Reichsleiter Rosenbera über grundsätzliche Fragen zur weltanschaulichen Lage sprach. Für die klare geistige und weltanschauliche Ausrichtung der Hoheitsträger der Bewegung war die Rede, die der Beauftragte des Führers für die gesamte weltanschauliche und geistige Schulung und Erziehung in der Partei, Reichsleiter Rosenbera, laut NSK, hielt. von tiefer Bedeutung. Der geistige Vorkämpfer und Wegbereiter des Nationalsozialismus vermittelte den Kreisleitern eine umfassende Schau und klärende Deutung der Vergangenheit mit ihren geistigen Strömungen und Spannungen und der weltanschaulichen politischen Lage unseres Ringens in der Gegenwart. Bevor er auf verschiedene konkrete Darlegungen einiger Programmpunkte der Bewegung einging, kennzeichnete er in klarster Formulierung die Erkenntnis, die sich die Partei im geistigen Ringen erworben hat. Er zog dabei den Trennungsstrich zwischen Umdeutungen und Fälschungen und dem Gehalt der neu gewonnenen Erfahrungen. Unsere Geschichtsbetrachtung, so führte er aus, sei von der Grundhaltung getragen, daß jede große Geistesmacht der deutschen Vergangenheit durch die Tatsache geadelt ist, daß deutsche Menschen an sie geglaubt haben. Wenn man einem Volk den Stolz auf seine Größe der Vergangenheit nehmen würde, dann würde man ihm auch den Willen rauben, für diese Größen der Vergangenheit zu kämpfen. Die entscheidende geistig-revolutionäre Wendung unserer Zeit und ihrer Erkenntnisse sei zum Besitz von aber Millionen von deutschen Volksenossen geworden. Der deutsche Mensch und die eutsche Nation, so erklärte der Reichsleiter Rosenberg abschließend, hätten aus einer geistigen Völkerwanderung der Jahrhunderte im Dritten Reich heimgefunden zu sich selbst. Diese Gewißheit wurde in der ersten Kampfzeit Erlebnis von Millionen und ist im nationalsozialistischen Staat geschichtliche Tatsache und Bekenntnis aller geworden. Eine alte Zeit wurde überwunden, und ein neues, das nationalsozialistische Zeitalter, ist heraufgestiegen. Der Einsatz der Partei für die Aufgaben, die sie sich in der Gegenwart und für die Zukunft gestellt hat, und die innere Festigung und weltanschauliche Stärkung, die den Kreisleitern auf der Ordensburg Vogelsang vermittelt wird, kam, wie die NSK. meldet, am Mittwochnachmittag in einer fast dreistündigen Rede des Stellvertreters des Führers, Rudolf en. in besonders eindringlicher Weise zum Ausdruck. In seinen grundsätzlichen Ausführungen behandelte er all die aktuellen Fragen, die in der Parteiarbeit im Vordergrund stehen und die Kreisleiter an der Front in besonderem Maße beschäftigen. Er entwickelte vor den Hoheitsträgern ein Bild ihrer Verantwortung und Pflicht und kennzeichnete die unlösliche Verbundenheit der Partei mit dem gesamten Volk in allen seinen Lebenserscheinungen, wobet er— eingehend auf die Rede des Generalfeldmarschalls von Blomberg am Vortage— das enge Vertrauensverhältnis und die stete Zusammenarbeit von Partei und Wehrmacht in den Vordergrund stellte. Die neue Apotheker-Ordnung DNB Berlin, 27. April.(Drahtb.) Aus A laß der Verkündung der neuen Reichsapotheke ordnung, durch die 16 735 Apotheker in 7174 Ap theken im Reiche ihre straffe Organisatione halten, hatte der Reichsavothekerführer, Pharm zierat SA=Obergruppenführer Schmierea Dienstag die Vertreter der Presse, der Mir sterien, der Behörden und der Organisationen einem Empfang im Hause der Presse eingelade auf dem er die Entwicklung des deutschen Ap thekerstandes und die Grundlagen der neue Reichsavotheker=Dronung umriß. Nach eingebender Darlegung der Entwicklu des deutschen Avothekerstandes vor der Madh übernahme führte der Redner aus, wenn vor 19 im Vordergrund der Bestrebungen des Stand auf der einen Seite die umfassende Betätigungd ler=Besttzer in allen materiellen und wir schaftlichen Fragen gestanden habe und auf à anderen Seite das Streben der Angestellten neo besseren Arbeitsbedingungen, so sei es jetzt Aufgabe der Apotheker, Diener an de Volksgemeinschaft und an der Volk gesunoyeir zu sein. Das Reichsinnenmir sterium habe durch die Schaffung einer neue Prüfungsordnuna anerkannt, daß zur C füllung dieser Aufgabe dem Apotheker eine an vere Ausbildung gegeben werden müsse. T neue Prüfungsordnung schaffe einmal durch Erweiterung des Studiums die Möglichkeit, de jungen Apotheker die Fortschritte der Wissensche zugängig zu machen, zum anderen bringe ab diese neue Prükungsordnung zum ersten Me den großen Gedanken der Einsatzpflicht des ei zelnen für die Velksgemeinschaft zum Durchbru indem sie für die Kandidaten der Pharmazie e Landhalbsahr vorschreibe. Zum ersten Male wurde weiter die Erteilung von Apothekerkonzessionen nach reichseinheitlichen Grundsätzen geregelt, nach denen z B. ein Inde nicht mehr Leiter einer deutschen Apotheke sein könne. Da der Apothekerstand ein wissenschaftlicher Stand bleiben müsse wenn die deutsche Apotheke ihren Ruf in der Welt erbalten wolle. sei die Akademie der pharmazentischen Forkbildung gegründet worden, um dem beruflichen Apotheker wieder verloren gegangene Kenntnisse aufzufrischen und ihn über den neuesten Stand der Forschung auf dem laufenden zu halten. Regelung der Arbeitszeit zu Pfingsten 1937 Ersatz für den Verdienstausfall. DNB. Berlin. 28. April.(Drahtber.) Da den Pfingstwochen der Lohn vieler Schaffendeni olge Ausfalle von Arbeitszeit, geichmälert wir hat der Reichs= und Preußische Arbeitsminister nehmigt, daß als Ersatz für den durch Hin melfahrt und Pfinastmontag entstehend Verdienstauskall an den Werktagen in der Zeit vo 3. Mai bis 12. Juni ds. Je. soviel Arbeitestund vor= over nachgearbeitet werden dürfe wie auf owei Arbeitstage entfallen würden. Auf dem dürfen die etwa vor oder nach Piinaster 15. und 18. Mai aus allenden Arbeitsstunden ur Mehrarbeit ar den Werktagen innerhatb des alt chen Zeitraumes ausgeglichen werden. Eine liche Verpklichtung zur Zahlung eines Mehra beitszuschlages für die durch die Aufnahn bedingte Verschiebung der Arbeitezeit besteht Entsprechendes gilt für die Vernklichtung zur Za lung eines Lobnauschlages auf Grund der üblichBestimmungen von Tarifordnungen oder Betrieb ordnungen Oberbürgermeisterwechsel in Essen und Duisburg NWD Die Regierungspressestelle Düsseldorf teilt mit: Der Regierungspräsident in Düsseldorf hat Ermächtigung des Herrn Reichs= und Preußischen Ministers des Innern den Oberbürgermeister der Stadt Duisburs, Dillgardt, mit Wirkung vum 30. April 1937 mit der einstweiligen Verwaltung der Geschäfte des Oberbürgermeisterg der Stadt Eben und den Kreisleiter Freutag in Essen mit der einstweiligen Verwaltung der Geschäfte des Oberbürgermeisterg der Stadt Duisburg beauftragt. Gleichzeitig scheidet der bisherige Oberbürgermel= ster der Stadz Essen, Dr. Reismann=Grone, an eigenen Antrag wegen hohen Lebensalters ant dem Dienst der Stadt Essen. Für sein erfolgreichen Wirken in den vergangenen vier Jahren ist ihm wärmste Anerkennung und der besondere Danl staatlichen Aufsichtsbehörde übermittelt worden. Bochu Ueberraschendes Urteil in Dr. Ulitz wegen Beleibigung verurteilt. DNB Kattowitz, 28. April.(Drahtb.) Vor dem Burggericht in Kattowitz ging nach fast zwejahriger Dauer ein bemerkenswerter Beleihigungsprozetz zu Ende, den die an der demschen Minderheitsschule in Zalenze beschaften polnische Lehrerin Sadzinska gern den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Volbundes in Ostoberschlesien, Dr. Ulitz, angenrengt batte. Der Prozeß endete setzt zur allgemeinen Ueberraschung mit einer Verurteilung von Tr. Ulin zu einer Woche Haft und 300 Zloty Gel. strafe bei Zuerkennung einer 3 währungsfrist. Der Verhandlung lag folgender Tatbestand zu Grunde: Der Deutsche Volksbund hatte dem Woiwodschaftsamt auf Grund ständiger Kam der deutschen Erziehungsberechtigten Beschwerde gegen die Lehrerin geführt mit der Maßnabe, bei diese die deutsche Sprache nur ungenügend beherrsche und das Sprachempfinden der Schüler verletze. Die Lehrerin erhob darauf hin Beleidigungsklage gegen Dr. Ulitz. In den vielen Verbandlungen, die in dieser Angelegenheit im der zwei Jahre stattgefunden haben, konnte immt wieder festgestellt werden, daß die Klägerin de deutsche Sprache tatsächlich nur ungenugend beherrscht. Obwohl sie im Laufe der Zeit Gelegenheit hatte, ihre deutschen Sprackenntnisse zu vervollkommnen, hat erst die vor wenigen Wochen stattgefundene vorletzte Verbandlung erneut den Beweis erbracht, daß ihre demschen Sprachkenntnisse nur mangelhaft frd Trotzdem kam das Kattowitzer Gericht am Montag zu dem oben angeführten Urteilespruch. In der Urteilsbegründung wurde ausgefübrt, daß ein ausreichender Beweis für die in der schwerde des Volkebundes erhobenen Bebauptungen nicht erbracht worden sei. Gegen das Urteilm Einspruch erhoben worden. „Der Große Duden“ in Prag staatsgefährlich DNB. Praa, 28. April.(Drahtber.) Wie de Blätter melden. wurde von der Prager waltschaft das bekannte deutsche Rechtschre bungswerk„Der Große Duden“. 1. Tell beschlagnahmt. Das Buch wurde seit Jadat in der Tchechoflowakei eingeführt und hier derkauft, bis vor wenigen Wochen fünf Exemplate M Werkes zurückgehalten wurden. Der Grund für Beschlagnahme dürfte die Angabe Sudeten deutschland" sein, bei der die Zusatzbemertum früber Deutsch=Böhmen“ stebt. Die chenberger Zeitung", die die Meldung brachte. wer fiel ebenfalls der Beschlagnahme Deutsche Arbeiter verbringen ihren Urlaub in England Berlin, N. April(Drayro. ladung der Anglo=German=Fellowship verbracn eine Gruppe deutscher Arbeiter drei Urlau.. wochen in England. Die Reise führte do Bremen aus nach Hull und von dort zunacht sn Scarborongh. wo die deutschen Giste engliche Volkstänze sahen und selbst Lieder der deunchn Arbeit vortrugen In Lingdale, einem Dorf im Einladung englischer Arbeiterfamilten suchten von dort aus sehenswerte Stätten der die Reise über Wakesfield nach LiverbodDort waren die deutschen Arbeiter Schiffahrtsgesellschaft und hatten Gelegenbei. Stadt. den Hafen, den Mersey=Tunnel und Merkssiedlung einer Seifenkabrik kennenmlern EEin= mehrtägige Wanderung durch vermittelte ihnen ein Bild von den canden dieker Landschaft. Die Steinbrucharbeiter von Trevor bereiteten den Deutschen einen ber Empfang. Nach einer Besichtigung der sand die Reise in Hull ihren Abschluß mir Kameradschaftsohend zu dem sich die Mirallee der deutschen Kolonie und deutsche Seeleute zu sammensanden. Bei ihrer Rundreise durch Engla deutschen Arbeiter überall bersliche funden und kehren nun nach Tagen reicher nisse an ihren Arbeitsplatz zurück. Hauptschriftleiter: Joseph Ha0lek. Stellvertr. des Hauptschriftleiters: Veter 6 6 de Verantwortlich: Fur den polttischen. Unterbaltungsteil: Josepd Hasler. Pocum- 10r len Teil Bochum für Adeater und Musik. Geler 8 Georg Wilhelm Kruse. Bochum Haitingen und E.=Steele: Dr. Josepd 2 9 n für Svort. Handel und den lokalen Tell nand Julius Pandefeld, Bochum. für den eingelnen Abteilungsleiter.— Gür den An Ciceler EuvBecer, Horingen; für den Anad Hermann LA1Der. Wattenscheid- Rur ine Nr. 8 gültig— Berlag u Trn“ Pochum 8.M III. 10371 Uder 11 800 davon navs Besttälliche Nolfezeitung Nochum über 7800. Volkszeitung für Ennepe=Ruhr/ Steeler Beilung Ausgabe Oe Morgenzeitung Wattenscheid abas Wichtig für Ehe bew Es ist wiederholt dar daß die Anträge auf Gen darlehns rechtzeitig, d. gestellt werden müssen. beachtet. Es können nun tigung finden, die vor werden. Spater gestellte An Wer also von der Gewe darlehns Gebrauch mach Dingen darauf sehen, da zeitig einreicht, und zwa des Aufgebots beim W 1. Obergeschoß, Zimmer 1 tragsteller in den eine wohnen, bei den Stand tungsstellen. Anträge von Volksgen dienstpflicht erfüllen, wer des aktiven Wehrdienstes An unsere Gi Die Wirtschaftsgrupp gruppe Bochum, wendet n ihre Mitglieder, in de In diesem Jahre feiert abendfest, und zwar am 3 derer Werbung muß wied mit einem weit größeren net werden als früher. Zahl der auswärtigen 2 sein wird. Da gilt es zu zeigen, n mannschaft kann. Es ist gliedes, soweit wie möglich Jestes beizutragen durch Beflaggen der Ausstattung der wobei besonders auch die ezeigt und bei der Dekore Preisbar für unsere be Ner Mittwochsmarkt seiate mn einen recht lebhaften rchgemüle war sehr re 6. war auch der Fischme de Preise notierten wie Lomaten 60, Aepfel 60 engurken 6060. Rhabarl toneln 25—30, junge Kohli 2 3. Spinat 22—25, Som Wurzeln 20, Blätterkoh Weißkohl 10. Zwiebel 10. R 1r K. Eier 9—11. Molkere leuch zu 90. Schweineflei 130, Hammelfleisch 120 Aotignae 6070. Flußhecht 0s 25. Kabenau 25, Heilb ertinge 20. Fischfilet 40—50 Bergbau Schönheit der Arbeit“ zur „ Wie der stellvertretende Li 27 der Arbeit", Dipl. Ing. 348 mitteilt, liegt ein begu Inton„Schönheit der Arbeit n 2or. Aus allen Betrieben rel hervor. daß beinahe alle 2 ur Rotiz von dem Geden auch bereit sind, ihn Auf der anderen Seite muß au ind mehr Verständnis fü ung zeic Besonders auch u mte Lichverhältnisse und oere Werk des Bergmannen lleues Beitragsein beim Reicheluft Mit dem 1. 4. 37 ist auf Hums des RLB. für diesen ussperiahren einheitlich sefübrt worden. Die neuen B des zu zablenden gehalten. Der obere 9 wer eingeteilt. Jedes u des Wertes des Mona Beitrages werden d . Witglied als Quitti Die ab en 100 aufzubewahren a ur aegen Au Jasan-des Reitrat der Beiträge kann son de cante Jahr erfolgen amten Jahresbe AI als auch den ..Die Mitaliedskarte bl unte deehen nur dab ih *Aulltungskarte benunt Petrunkener Motorrad r anen mußte ein au e os betrunfen war. a am Wilhelmspl en were nachde bereits herbeigefürhrt Mr E.ef. Kurt 8. ra a oiman mu Wirkung hnene nse Pehte Stim an die dung Dortmund beruten sterwechsel in Essen Duisburg ngspressestelle Düsseldorf teilt ident in Düsseldorf hat mt rn Reichs= und Preußischen den Oberbürgermeister der gardt, mit Wirkung von einstweiligen Verwaltung der germeisterg der Stadt Eben rentag in Essen mit der ig der Geschäfte des Ober= dt Duisburg beauftragt. der bisherige Oberbürgermel= Dr. Reismann=Grone, au 1hohen Lebensalters ant Essen. Für sein erfolgreichet mnen vier Jahren ist ihm de und der besondere Dank der rde übermittelt worden. Urteil in Kaftowih Beleidigung verurteilt. 8. April.(Drahtb.) 2ttowitz ging nach fast zweemerkenswerter BeleihiEnde, den die an der deue in Zalenze beschaften rin Sadzinska rer des n sien, Dr. Ulitz, angenrengt dete jetzt zur allgemeinen ter Verurteilung von N. Haft und 800 Zloty Geld. g einer zweijährigen 8ia folgender Tatbestand tsche Volksbund hatte bem Grund ständiger Klaan ngoberechtigten Beschverde ührt mit der Maßnabe, dei rache nur ungenügend be= achempfinden der Schüler erhob darauf hin BelediUlitz. Jn den vielen Ver= ser Angelegenheit im Laut unden haben, konnte immr den, daß die Klägerin de tsächlich nur ungeObwohl sie im Laufe der ihre deutschen Spracmmnen, hat erst die vor fundene vorletzte Verband= is erbracht, daß ihre dennur mangelhaft fird towitzer Gericht am Mon= ührten Urteilespruch. Undung wurde ausgefübrt, Beweis für die in der 8e des erhobenen Bebauptun en sei. Gegen das Urteil i den. Duden“ in Prag jefährlich ril.(Dradtber.) We en von der Prager Staatea= deutsche Rechtschrei roße Duden". 1. Teil 1s Buch wurde seit Jahrn eingeführt und hier verWochen fünf Eremplare* urden. Der Grund für d die Angabe Sudete“ der die Zusanzbemerkun öbmen“ stebt. Die die Meldung brachte. ver agnahme. r verbringen ihren n Enaland man=Fellowship verbratn rbeiter dre'U. 1 und von dort zunächit deutschen Gaste selbst Lieder der deurche nem Dorf im gten die Deutschen einer Arbeiterfamilien und de enswerte S ield nach Livervo. Mersey-Tunnel und oe erung durch ild von den E Steinbrucharbeiter von Dentschen einen ber m, der a r bren Abichluß mi e dem sich die M ind deutsche Seelente durch England haben II bersliche nach Tagen reicher Erie lat aurüc bHasler, Dochum : Peler 6 alffere cen. kunurpolltichen ler. Pochum- 1e und Musit. Geter 8 nLeilat um. für den den Anzei Anzeigente für den AnsLatienicheib aber Vonnerstag, den 29. April 1977. 1. Bellage der Volks-Zeitung Nr. 90— Seite 5 Bochumer Cageschronik Wichtig für EhestandsdarlehnsBewerber Es ist wiederholt darauf hingewiesen worden, daß die Anträge auf Gewährung eines Ehestandsdarlehns rechtzeitig, d. h. vor der Eheschließung gestellt werden müssen. Trotzdem wird dies nicht beachtet. Es können nur die Anträge Berücksichtigung finden, die vor der Eheschließung gestellt werden. Spater gestellte Anträge sind zweckloWer also von der Gewährung eines Ehestandsdarlehns Gebrauch machen will, muß vor allen Dingen darauf sehen, daß er den Antrag frühzeitig einreicht, und zwar sofort nach Bestellung des Aufgebots beim Wohlfahrtsamt, Rathaus, I. Obergeschoß, Zimmer 136, oder, sofern die An tragsteller in den eingemeindeten Stadtteilen wohnen, bei den Standesämtern der Verwal tungsstellen. Anträge von Volksgenossen, welche ihre Wehr dienütpflicht erfüllen, werden bis zur Beendigung des aktiven Wehrdienstes zurückgestellt. An unsere Geschäftsleute! Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Orts gruppe Bochum, wendet sich in einem Aufruf ihre Mitglieder, in dem es wie folgt heißt: In diesem Jahre feiert Bochum das 519. Maiabendfest, und zwar am 30. April. Infolge besonderer Werbung muß wieder, wie im letzten Jahr, mit einem weit größeren Geschäftsverkehr gerechnet werden als früher. Man erwartet, daß die Zahl der auswärtigen Besucher besonders groß sein wird. Da gilt es zu zeigen, was die Bochumer Kaufmannschaft kann. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, soweit wie möglich zur Ausgestaltung des ctes beizutragen durch Beflaggen der Geschaftshäuser, Ausstattung der Schaufenster, vobei besonders auch die blauweißen Stadtfarben eczeiat und bei der Dekoration verwendet werden Preisbarometer für unsere Hausfrauen Nr Mittwochsmarkt zeigte bei freundlicher Wittenn einen recht lebhaften Verkehr. Die Anfuhr örichgemüle war sehr reichhaltig. Sehr gut bedn war auch der Fischmarkt „ De Preise notierten wie folgt: Apfelsinen 8 bis Tomaten 60. Aepfel 60—75, Bananen 35, SchlanMnaurken 5060. Rhabarber 10—12, neue Kartoneln 25—30, junge Kohlrabi 30—35. Kopflalat 5. Spinat 22—25, Sommerspinat 35. Stielmus Wurzeln 20, Blätterkohl 20. Rotkohl 12—15. Leißlohl 10. Zwiebel 10, Radieschen 10—15, Zitroden. 6. Eier 4—1. Molkereibutter 155—160, RindNeuch 80 90. Schweinefleisch 9012. Kalbfleich —130. Hammelileisch 120—130. Schell'isch 25—40, Aezunge 60—70. Flußhecht 90. Rotharsch 35. See20s 25. Kabeliau 25, Heilbutt 80. Plötze 25. grüne deringe 20. Fischfilet 40—50 Pia bergbau bereit Schönheit der Arbeit" zur Tat werden zu lassen. der stellvertretende Leiter des Amtes„Schön3 Arbeit“, Dipl. Ing. Steinwarz, in der mitteilt, liegt ein begrüßenswerter Erfolg der hönheit der Arbeit“ in den Bergbaubetrieen por Aus allen Betrieben der Gaue geht einwanderdor, daß beinahe alle Betriebsführer und Werke nmn nur Notiz von dem Gedanken genommen haben, auch bereit sind, ihn in die Tat umzusetzen. a der anderen Seite muß auch die Gefolgschaft mehr mnd mehr d= Verständnis für Sauberkeit und OrdBesonders auch unter Tage gilt es, durch mneSerhöltnie und sanitäre Anlagen das amere Wertz des Bergmannes zu erleichtern. Beitragseinzugsverfahren beim Reicholuftschutzbund. n em 1. 4. 37 in auf Anordnung des Prädes RLB. für diesen ein neues Beitragsgenussneinbeitlich im ganzen Reiche einworden. Die neuen Beitragskarten sind nach zu zahlenden Beitrages verschieden schalten. Der obere Rand der Karte ist in eingeteilt. Jedes Feld trägt den Auf** Mertes des Monatsbeitrages. Bei Zahdestrages werden diese Felder abgetrennt fitglied als Quittung für den gezahlten auegehändigt. Die abgetrennten Felder sind Niradee ufzubewahren. Die Zahlung des enes hat nur gegen Aushändigung der Wertzettene N. dehe. es Beitrages zu erfolgen. Die der Beiträge kann sowohl monatlich als auch aanze Jahr erfolgen. Die einmalige Zahesaclamten Jahresbeitrages schafft sowohl wiedenns Auch den Amtsträgern Erleiche e Mitaliedskarte bleibt in ihrer bisheri— anenen, nur daß ihre Rückleite nicht mehr Unittungskarte benutzt wird Geste Betrunkt sener Matorradfahrer festgenommen. ein auswärtiger Motorradhrer. er o. dosbetrunken war. auf der Viktoriastraße, von der Polizei emen werden, nachdem er eine Verkehrswereits herbeigeführt hatte r K.el. Kurt Finkaarden. Leiter SohmAle am Ho'fmannschen Konservatorium die Unters Wirkung vom 1. April 1977 sgenechicher Stimmbisdung und Stimmisdung An die Hochschule für Lehrer= 1 Dortmund berufen. Zusammenstoß. Um 18,30 Uhr erfolgte auf der Hattinger Straße, vor dem Hause Nr. 257, ein Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Lastkraftwagen. Die Insassin des Personenkraftwagens erlitt hierbei eine Nierenund Beckenquetschung. Die Verletzte konnte ihre Wohnung aufsuchen. Der Personenkraftwagen wurde schwer und der Lastkraftwagen leicht beschädigt. Gegen eine Straßenbahn. Gegen 8,15 Uhr erfolgte auf der Augusta=, Ecke Mühlenstraße, ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen der Linie 6, einem Motorrad mit Beiwagen und einem Lastkraftwagen. Das Motorrad wurde schwer, die anderen beteiligten Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Personen sind nicht verletzt worden. Ins Rutschen geriet gestern mittag der Vertreter Ger. K. aus Hattingen, als er mit seinem Motorrad den Schwanenmarkt befuhr. Er blieb mit seiner Maschine in den Straßenbahnschienen hängen und kam ins Schleudern, so daß er stürzte. Er trua einen Unterarmbruch und empfindliche Quetschverletzungen davon, die seine Einlieferung in das Elisabeth=Hospital notwendig machten. Die fast neue Maschine erlitt erhebliche Beschädigungen. Achtung! Aenderung der Abmarschzeiten! hauptkundgebung in Bochum zum Tag der nationalen Arbeit am 1. Mai Zug 1: Verantwortlich Pg. Böhler. Antreten Ortswaltungen Griesenbruch und Weitmar=Nord auf dem Moltkemarkt. Abmarsch 10,15 Uhr vom Moltkemarkt durch König=, Alleestraße, Rathausvorplatz, Bongard=, Kortum=, Horst=Wessel=, Castroper Straße, Stadion. Zug 2: Verantwortlich Pg. Behrendt. Antreten Ortswaltung Altstadt auf der Kurfürstenstraße, Spitze Cäcilienstraße. Antreten der Reichsbetriebsgemeinschaften 17 und 18(Handel und das deutsche Handwerk) in der Bergstraße(Straßenstück zwischen Kurfürstenund Horst=Wessel=Straße), Spitze Kurfürstenstraße. Abmarsch 10,45 Uhr durch Kurfürsten=, Castroper Straße, Stadion. Zug 3: Verantwortlich Pg. Kampmann. Antreten Ortswaltungen Hofstede=Riemke, Hamme, Marmelshagen und Hordel in der Gudrun= und Cäcilienstraße mit Spitze Küperstraße. Abmarsch 11 Uhr durch die Küperstraße, Stadion. Zug 4: Verantwortlich Pg. Hanwahr. Antreten Ortswaltungen Grumme=Vöde, Gerthe, Hiltrop=Bergen und Harpen auf der Castroper Straße 235(Verwaltungsstelle 16). Abmarsch 11,15 Uhr durch Castroper Straße, Stadion. Zug 5: Verantwortlich Pg. Grüning. Dieser Zug wird gebildet von den Ortswaltungen Altenbochum, Laer, Felsenburg. Ehrenfeld, Wiemelhausen und Weitmar. Es treten an: Ortswaltung: Altenbochum und Laer: Freigrafendamm, Spitze Wittener Straße. Ortswaltung Felsenburg: Düppelstraße und Steinring mit Spitze Wittener Straße. Ortswaltung Ehrenseld: Steinring, Spitze Christ=KonigKirche. Ortswaltung Wiemelhausen: Querenburger Straße, Spitze Steinring. Ortswaltung Weitmar: Oskar=Hoffmann=Straße, Spitze Christ=König=Kirche. Abmarsch 10,15 Uhr. Ortswaltungen Altenbochum und Laer marschieren durch die Wittener Straße. Hier schließen sich an Felsenburg, Ehrenfeld. Wiewelhausen und Weitmar und ziehen durch Wittener=, Wrangelstraße, Lohbergbrücke, Harpener=, Lange=, Castroper Str. zum Stadion. Die Fahnen werden in jedem Zuge in einer Spitzengruppe geführt. Vor dem Einmarsch in das Stadion schwenken die Fahnen aus und marschieren zue Ziegelstraße und nehmen dort Aufstellung mit Spitze Castroper Straße. Die Reichsbetriebsgemeinschaften 17 und 18, der gesamte Handel und das deutsche Handwerk des Kreies Bochum marschieren geschlossen im Zuge 2, wie dort näher bezeichnet. Der Reichsbund der Deutschen Beamten schließt sich mit seinen Ortsgruppen jeweils dem Zuge der einzelnen Ortsmaltungen an. Desgleichen schließen sich die Ortsgruppen des NSLB. den einzelnen Ortswaltungen an. Da die Marschzeiten verkürzt wurden, haben alle Züge auf pünktlichen Abmarsch und flottes Durchmarschieren zu achten Bochum, den 28. April 1927 Der Kreispropagandawalter Der Kreispropagandaleiter der DAg Die Diebeszunft an der Arbeit In der Nacht wurde aus einem Hause im Stadtteil Bochum=Hofstede ein heller, beigener Gabardinemantel, Größe 48, einreihig mit verdeckter Knopfleiste, entwendet. In dem Mantel befanden sich folgende Gegenstände: Gedruckte Abfahrts= und Ankunftsverzeichnisse der Bahnhofe Bochum, Gelsenkirchen, Dortmund und Hamm i. W., ein Paar graue Lederhandschuhe, ein Zenherblock Eisenbahnfahrkarten 2. Klasse Bochum — Essen, abgestempelt Bochum am 22. 4. 1937, eine Arbeiterrückfahrkarte Hamm—Bochum, Fahrscheinhefte der Bochum=Gellenkirchener Straßenbahnen und der städtischen Straßenbahn Hamm. Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 244. * Wie erst jetzt bekannt geworden ist, wurde in der Zeit vom 8. bis 12. 4. 37 von einem Motoriade, das einige Tage an der Großtankstelle Ecke Wattenscheider= und Verbandsstraße abgestellt war, eine Packtasche mit Inhalt gestohlen. In der Packtasche waren außer einem Fahrtnachweis und einem Kraftfahrzeugschein, lautend auf das Erkennungszeichen SS 4635, Zubehör für das genannte Motorrad, Werkzeuge, Vorratslachen, Werkstoffe, Vorschriften und Anweisungen und Reinigungsgerät. Der Kraftfahreugschein ist ausgestellt für ein Solokraftrad BMW. 740 ccm, 18 PS, Type R 12, Fahrgestell Nr. 2921, Motor Nr. 2702. — Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. * Gegen 1,30 Uhr wurde ein vor dem Hause Gußstahlstraße 42 abgestelltes Herrenfahrrad, Marke „Miele“, entwendet. Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. * In der Zeit von 21 bis 24 Uhr wurde aus dem Hausflur des Hauses Castroper Straße 280 von dem Garderobenhalter ein dunkelgrauer Damen=Wettermantel gestohlen. Der Mantel hatte einen schwarzweiß harierten Kragen und war mit grauen Hornknöpfen besetzt. Sachdienliche Angaben zu diesem Diebstahl erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 242. Die Angaben werden auf Wunsch vertraulich behandelt. * In den Morgenstunden wurde auf der Hattinger Straße, Eche Porkstraße, eine 3 X 1,5 Meter große Gakenkreuzfahne entwendet. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Fahne durch starken Wind von ihrer Beestigung gelöst und dann abgeweht wurde. Der Finder wird aufgefordert, die Fahne bei der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 246, abzugeben. Beim Wascheaufhangen aus dem Fenster gestürzt. Gestern nachmittag war die 57jährige Ehefrau Maria Kl. von der Marienstraße damit beschaftigt, einige Waschestücke zum Trocknen am Fenster ihrer in der zweiten Etage gelegenen Wohnung aufzubängen. Dabei alitt sie aus, bekam das Uebergewicht und stürzte in die Tiefe. Die bedauernswerte Frau schlug zuerst auf das Dach eines Anbaues auf und fiel von dort in eine Kellerlochvertie ung. Mit schweren Verletzungen, u. a. eine Gehirnerschütterung und inneren Schäden, wurde sie in das Elisabethkrankenhaus eingeliefert. kr. Die 5A-Ltandarte 17 ruft auf zum Dankopfer der Nation! Erfreulich ist das bisherige Ergebnis der Einzeichnungen in die Ehrenlisten für das Dankopfer der Nation. Aber dieser Erfolg ist nur ein Ansporn für die SA., das begonnene Werk auszubauen zu einer einzigartigen Willens= und Treuekundgebung eines sich geschlossen zu seinem Führer bekennenden Volkes. Wir alle wollen zeigen, daß wir den Führer verstanden haben und sein Aufbauwerk zu würdigen wissen. Das Höchste gab er dem deutschen Volke wieder: Freiheit, Ehre und Brot. Schritt für Schritt verwirklicht er das Programm der nationalsozialistischen Bewegung: allen äußeren Widerständen zum Trotz. Nationaler Sozialismus ist auch die Fürsorge für den deutschen Arbeiter. Siedlungen gult es zu schaffen für den Frontsoldaten, Kinderreichen und alte Kampfer der Bewegung. „Ein freier deutscher Mensch au freier Scholle“, das ist der Grundgedanke de„Dankopfers der Nation“. Alle Kräfte müssen eingesetzt werden, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Keiner darf dabei abseits stehen Darum ergeht dieser Appell an alle Bochumer Volksgenossen: Zeigt euren Einsatz= und Opferwillen, stattet dem Führer euern Dank ab! Es gilt ein Opfer zu bringen für die Gemeinschaft! Der Führer der Standarte 17 m. b. F. b. Georg, Standartenführer. Ein Madchen wurde angefahren. Um 15 Uhr wurde auf der Markstraße, vor dem Hause Nr. 38, ein 6jähriges Mädchen von einem Personenkraftwagen angefahren. Das Kind erlitt hierbet einen Schädelbruch, einen rechten Unterschenkelbruch und weitere Schnittwunden. Wochenmarktverlegung. Wegen des nationalen Feiertages am 1. Mai werden sämtliche sonst am Samstag in der Innenstadt und den Außenbezirken stattfindenden Wochenmärkte auf den vorhergehenden Freitag, 30. April, verlegt. Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerstag, 13. Mai, und Donnerstag, 20. Mai im Stadtleihamt, Trankgasse 5, stattfindenden Versteigerungen der verfallenen Pfänder aus dem Monat September 1936 wird aufmerksam gemacht. Einlösung— nicht Erneuerung— ist noch bis zum 12. Mai vormittags zulässig. ( Ein Bürgersteig wird angelegt. Der umfangreiche Vergabhang an der Feldsieper Straße vor der Dreifaltigkeitskirche, unweit der Herner Straße, ist nunmehr abgetragen, wobei die abgetragene Erde einigen Kleingartensiedlern in der Rähe zugute kam. Nun beginnt man mit dem Anlegen des Bürgersteiges. Das Schmuckblattelegramm der Deutschen Reichepost wird billiger. Nach einer Verordnung des Reichspostministers werden vom 1. Mai ab die Sondergebühren für Schmuckblatttelegramme berabgesetzt. Statt bisher 1.00 RM für jedes Telegramm bis zu 50 Wörtern und 40 Rpf mehr für je weitere volle oder angefangene 50 Wörter beträgt die Sondergebühr künktig nur noch 75 Rpf für jedes Telegramm ohne Rückcht auf die Wortzahl. Gleichzeitig ermäßigt sich auch der Kaufpreis für unbeschriebene Telegrammschmuckblätter. Sie kosten künftig bei gleichzeitiger Abnahme bis zu 25 Blatt nicht mehr 70. sondern 50 Rpf. bei 26 bis 100 Blatt statt 60 nur noch 40 Rpf und bei mehr als 100 Blatt nicht mehr 50, sondern nur noch 30 Rpf. Am Öllen— hollen un am Niggen friggen Wie berrlich leuchtet mir die Natur! Wie glänzt die Sonne, wie lacht die Flur! Es dringen Blüten aus jedem Zweig, Und tausend Stimmen aus dem Gesträuch. Und Freud' und Wonne aus jeder Brust, OErd', o Sonne! O Glück. o Lust! (Goethe.) Das ist Maienklang. Das deutsche Herz hat allezeit höher geschlagen, wenn die Lerche den Frühling einsang, das große Aufersteben in Feld und Wald begann und die Natur ihr Hochzeitsfest feierte. Man sah mit Bewunderung, wie der König Lenz sein Vierfarbenbanner entfaltete: das Gold der Sonne, das Blau des Himmels, das Grün der Erde, das Weiß der Blüte.— Unsere germanischen Vorfahren hielten darum am 1. Mai ein frohes Fest Nach ihrem Glauben findet am 1. Mai die Göttermutter Frigga nach langem Suchen in der trüben Winterszeit endlich ihren Gemahl dan wieder und vereinigt sich mit ihm in treuer Liobe. Darob große Freude in Walball und auf Erden bei fung und alt. Freudenopfer werden gebracht. Man hatte einen Maigrafen und eine Maikönigin. Tagelang jubelte und feierte das Volk, und tanzte frohe Maireigen. Auch benutzte man das Zusammenkommen am Maifest zu ernsten und wichtigen Dingen; es tagte in der Zeit das Volksgericht. Uralt ist jedenfalls auch die hiesige Sitte des Peitschenknallens, die von den Burschen in der Maienzeit abends ausgeübt wurde; man wollte offenbar die bösen Geister im Frübling vertreiben; noch erinnern sich alte Harpener dieser Sitte. Am Pfingstabend war sogar ein Wettknallen und der beste wurde„Schwippenkönig Nun wollte man aber den Frühling nicht nur in Feld und Wald genießen, sondern auch in Dorf und Haus. Darum schmückte man die Häuser mit dem Maigrün des herrlichen, frischen Buchenlaubs: die Buche war ja bei Bochum der einheimische. besonders gut gedeihende Baum(Bochum= Buchheim). Auch ein großer Maibaum durfte nicht sehlen, der als Mittelpunkt frober Roigen und Feiern diente. Am Vorabend des Maitags holte man ihn aus dem Wald, schmückte ihn mit Mumen und Bändern und stellte ibn auf dem Dorfplatz oder auf einer Wiese auf. Er war gleichsam, wie Professor Darpe meint, das Sinnbild des dem Waldversteck entrissenen und mit seiner Wiederkehr den Frühling hervorzaubernden Maikönigs Wodan.— Den Maibaum,„dat billige Holt", holten die Bochumer jungen Männer aus dem schönen Buchenwald im Harpener Bockbolt, das in alter Zeit mit der dadurchführenden Hude Gemeinbesitz von Bochum und Harpen war. Es war dort eine liebliche Waldeinsamkeit, die unter mächtigen Buchen am stillen Waldsee mutmaßlich eine Wodanstätte barg. Ueber das Baumbolen berichtet Dr. Kortum im Jahre 1790: Die Junggesellenschaft mit Hauptmann und den übrigen Offizieren seien am 1. Mai moraens mit Trommeln, Pfeifen und Fahnen ausgezogen nach Harpen Im Bockbolt wurde der Baum gefällt und auf einen Wagen aufgeladen. Dieser durfte nicht mit Pferden gezogen werden sondern die Junggesellen spannten sich davor und zogen ibn. Die Musikanten saßen rittlings auf dem Baum, und unter viel Musik und Lärm brachte man ihn ins Stadtgebiet. Bis Sonnenuntergang mußte er innerbalb der Landwehren, das heißt allo am Abzweig Harpen sein. Der Baum wurde in Geld umgesetzt, und dieses verzehrt. Etwas ähnliches gibt es heute noch in Süddeutschland, wo die Burschen an Kirchweibtagen einen stolzen Tannenbaum unter Singen, Jauchzen und Mummenschanz ins Dorf holen, ihn mit Kranz und Bändern schmücken und auf einem Platz vor dem Wirtsbaus aufstellen; der sogenannte„Kerwahaum".— Die Sitte des Maibaums ist wohl eh dem in Westfalen allgemein gewesen. Von Soest wird aus dem Mittelalter berichtet, daß die jungen Mannsleute am Walpurgistag(1. Mai)„in dän Maien“ geritten wären und hätten aus dem Arnsberger Wald oder aus dem Bockholt den grünen Masen geholt: der Maibaum wäre aufgerichtet worden, und mit Gesang und Tanz bätte sich jung und alt in Maispielen gefreut.— Merkwürdig. daß diese alte Sitte die man in heidnischer und später christlicher Zeit allgemein geübt bat, sich nirgends mehr erhalten hat: vielleicht haben die Schrecken des 20jährigen Krieges wie vieles andere, so auch dieses zunichte gemacht. Nur der trutzige westfälische Sinn und die treue Heimatliebe der Bochumer haben diese alte Volkssitte, trotz aller Stürme der alten * . . ... 1 7 12 Teis1. * .. 44 1 . 4vr. und prosaischem Sinn der neueren Zeit gewahrt diestes in die Jetze= ant hinübergerettet Am ollen- hollen! Das volle Verständnis für den eipentlichen Sinn de. Zeites war den Bochumern begreiflicherweise im Laufe der Jahrhunderte abbanden gekommen. Man suchte nach einer geschichtlichen Unterlage und jand sie in der alten Ueberlieserung, daß Grof Engelbert von der Mark im Jahre 13 daMaiabendiest gestiftet und den Bochumer Mannen zum Dank für ihre Hilfe in seinem Kampf gegen die freie Stadt Dortmund das Recht verbrief: habe, sich alljährlich aus dem Bockholt den Maibaum zu holen. So lebt denn Graf Engelber: lebendig in den Herzen der Stadt Bochum fort. Die Gestaltung des Maiabendiestes ist natürlich dem Wechsel der Zeiten unterworfen gewesen. Im Jahre 1768 wurde das Bockvolt unter die Holzberechtigten aufgeteilt. Die Bochumer erhielten als Entschädigung einen Anteil an Grund und Boden, den man dem Kötter Böhne gegen einen jährlichen Zins von— Talern in Erbpacht gab. die am Maifest auf einer Trommel ausgezahlt wurden. Damit horte das Holen des Banauf Heute holt man, in Erinnerung an alte Zeiten, eine junge Eiche aus dem Bockholt und lanzt sie in den Volkspark. Es muß aber eigentlich eine Buche sein. Wie der Maizug nach Harven sich beute abpielt i bekannt. Es mag hier aber geschildert sein wie nach Auslagen noch lebender alter Hardener die Sache um das Jahr 100 aussah: Die Maischüpen, Maikäls erschienen in Harven um 9 oder 10 Uhr. Dem Zuge voran: Munk, der Schellenbaum und ein Schütze der mit beiden Händen ein rundes Wappen trug(ob Wappen der Stadt oder Gref Engelberts oder des Schützendereins, ist nicht bekannt). Dann der Junggesellenbauptmann zu Fuß, in dem sich der alte Maikönig und Maibaum zugleich verkörverten. mit seinen etwa 100 Schützen unter frohem Gelang. Die Tracht bestand in weißer Hole und Kapve mit blauem Band, auf der Schulter das Holzgewehr, grüngeschmückt oder auch wohl richtiagebende Knarren Den Schluß des Zuges bitdete ein bekränzter Leiterwagen mit Bürgern und Beamten der Stadt, und endlich die Schar der leen Schlachtenbummler. I alten Wirtschaft Köster(altes Haus gegenüber Birtschaft Hoffmann) wurde eingekehrt und dort enwickelte sich ein lustiges Treiben mit Singen Tanzen und Biertrinken: der Wirt holte jedesmal zum Maitag auch ein Fäßchen Wein von Flügel. Gemeinsames Mittagessen gab es nicht. Dafür zog man zu Bauern und Bürgern und kaufte oder erbat sich Eier, aus denen man sich gern gleich bei den Leuten oder in den Wirtschaften Eierpfannkuchen bacten ließ(Ei ist ein Sinnbild des Früh= lings). Zum Tanz wurden die Mädchen von den Bauernhöfen geholt: manche Bauern ließen sie wohl für ein oder zwei Stunden geben, andere aber nicht Für die Schulkinder, denen der Lehrer frei gegeben hatte, und für die mitgelaufenen Bochumer Jungen gav es noch einen Spaß: oben aus den Fenstern des Tanzlokales warten die Schützen einige Handvoll Kupfergeld. und wenn die Kinder sich auf der Erde um das Geld balaten. wurden sie von oben aus vorber hingestellten Eimern mit Wasser begossen.(Das Wasser spielte von altersber in der Volkssitte am Meitag eine Rolle als die Felder im Frühling segnende Himmeisgabe. Im Mairegen wächst man gut. Man erzählt: die Frauen bötten am Becktor den Bach geßaut, um die zurückkehrenden Schützen zu necen; sie mußten dann mit dem Baum durchs Wasser und wurden nan. Den Maischützen konnte es in Harven auch passieren, daß sie von den Bauernmädchen, die die Tanzeinladung verschmähten, durchs Fenster mit Wasser begossen wurden.) Nachdem auf der dicken Trommel bei Keilmann und später bei Köster die acht Taler ausgezablt waren und Alarm geblasen war, traten die Schützen, im Anck der Frühlingsblumen unserer Harvener Wiesen um 1 Uhr den Rückmarsch an. So war es um 1680 Heute ist man vornehmer geworden, aber im wesentlichen ist doch der Maizng derselbe gebichen. Am Ollen— hollen! Es soll nicht verschwiegen werden, daß man in Harven früber nicht immer mit restloser Begeisterung die Maikäls hat kommen sehen. Die Har= vener Burschen waren nicht davon erbaut daß ihre Mädchen mit Fremden tanzten. Man duldete keinen kremden Hahn auf seinem Mist. Es konnte zu nicht lieb=vollen Auseinandersetungen kommen und man war dann leicht beiderseits„schlagkertig“. Die Harvener ärgerten sich, wenn in hren Gärten Nagelblumen und Kirschlüten abgerissen wurden, und auch heimliche Griffe ins Hühnernest vorkamen. Auf dem mit Alkohol gedüngten Boden wächst meist nichts Gutes Vielleicht waren es auch nicht so sehr die Schützen selbst als der mitziebende Troß, der sich unbeliebt machte. Jedenfalls konnte man das wenig freundliche Urteil hören:„Lot dä Maikäls, lot dä Karröter nur do blieven.“ Und der alte Harvener Lehrer Hiddemann meinte:„Zum Glück ist im Jahre des Heils 1877 dieser Festung nach Harven fortgefallen und wird das Maiabendfest auf Bochum beschränkt bleiben.“(Hiddemann, wat saste kieten, wann de vandage dobi wöst.)— Seit lan= gem hat sich das aber geändert, nachdem die führenden Männer auf Disziplin und Ordnung bielten.— Und beute ist der Einzug der Maischünen für Harpen ein frohes, festliches Ereignis Nicht nur an Wirtschaften, wie früher, wehen Fahnen, sondern alle Häuser prangen im blauweißen Fabnen= und Girlandenschmuck. In Paradeaufstellung erwarten der Harvener Schützenverein und Vertreter der Geweinde die ankommenden Bochumer. denen sich Gerther und Fröndenberger Schützen angeschlossen haben. Und wenn es heißt: „Sie kommen!“, dann geht durch die aufgestellten Schulkinder und die spalierbildenden Tausende von Leuten eine frobe Bewegung; ganz Harven ist ja auf den Beinen. Es ist ein wundervolles. farbenfrobes Bild, wenn auf dem im Grünen liegenden Stadion im Bockbolt am Maiabenddenkstein der festliche Begrüßungsakt erfolgt. Da reichen sich die beiden, durch Jahrtausende verbundenen Altbochum und Harven in Kamerabschaft. die nicht rostet, die Hand—, da schlägt Harpen in die Hand des alten Maigastes herzlich ein mit dem Wort: Am Ollen— hollen! Majabendiest! Der Harpener Piarrer Rosenbaum hat 1666 geschrieben:„Es ist erfreulich, daß die Stadt Bochum diesen vielhundertjährigen Gebrauch mit großer Zähigkeit festhält und dadurch das Andenten ihrer Vater ehrt. Pietat gegen das Alte Lanoh in ate ons undenten ihrer Water ehrt. Pietät gegen das Alte, so lange noch ein guter, lebensfördernder Mangel an geeigneten Facharbeitern Erfolgreiche Tätigkeit der Organisation des Schneiderhandwerks Die Herrenschneiderinnung für die Stadtkreise Bochum und Wattenscheid hielt im Saale der Bürgergesellschaft unter dem Vorsitz des Obermeisterb Heinz ube ihre ordentliche Verteljahresversammlung ab. Nach der Erbifnung durch den stellv. Obermeister Paul Camen erstattete Obermeister Bahe den Jahresbericht, der ein Bild aufbauender und erfolgreicher Tätigkeit der Organriation des Schneiderbandwerkt gab. Nach der Vollendung des organ satorischen Aufhaus im Handwerk widmete die Jnnung sich zwei Heupizielen, nämlich der Arbeitsbeschaffung und der Leistungssteigerung Die Arbeitsbeschaffung, die im besonderen den kleinen, schwächer beschäftigten Betrieben diente, wurde vermittels der nen gegründeten Werk= und Lieierungsgenossenschaft mit großem Erfolge durchgeführt, besonders beaündurch den Aufbau der Wehrmacht und die Einschaltung des Schneiderhandwerks in die Uniformlieferung. Die Leistungksteigerung wurde im besonderen Mahe gefördert und ihr deenten das Mode= omt des Reichsinnungsverbandes und seine Veran= staltungen, die Ernführung des Gütezeichens, die Verarbeitungskurse, sowie die in Bochum besonders ge= schaffenen Werkstattkurfe zur Forbildung und Vorbereitung auf die Meisterprükung. Nach der Neuordnung des Mechterprüfungswesens in die Gewähr dafür gegeben, daß nur noch leistungssähige, fachlich durchgebildete Schneider in den Berufsstand eintreten. Besonders widmete sich die Innung der Hebung der Geschaftsmoral und der Standesehre sowie der Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs in jeder Form. Weiter galt ihre Sorge der Förderung des Nachwuchses, die besonders auch dadurch bedeutsam wird, daß sich bereits Mangel am geeroneten Focharbeiter im Maßschneiderbandwerk zeig. Durch den Reichsstand des Deutschen Hand= werts wird nunmehr ebenfalls auf Veranlassung des Reichswirtschaftsministers eine Neuordnung der Lehrlingsvorschriften erfolgen. Im weiteren zeigte der Bericht die soziale Tätigkeit sowie die Betreunna der Mitglieder durch die Jnnung auf und fand lebhaften Beifall und Anerkennung durch die VersammDer anwesende Kreibhandwerksmeister J. Esch würdigte ebenfolls die aufbauende Tätigkeit des Obermeisters und der Jnnung mit anerkennenden Worten.— Es schloß sich der Geschäfts= und Rechnungsbericht des Geschäftsführers Dr. Grünewald an, aus dem zu entnebmen war, daß die Innung am Schlusse des Geschäftsjahres inko=samt 532 Mitglieder zählte. Seitent des Geschäftsführers wurde besonders auf die notwendige betriebswirtschaftliche Schulung der Mitglieder hingewiesen, die im neuen Jahre ebenfalls in Anariff genommen werden solle. Rechnungsbericht und Hausbaltungsplan fanden einstimmige Anwehme Et schloß sich ein Vortrag des Modewaris der Innung Schneidermeister Fr. Dreber, an, der das Schaffen des Modeamtes des Reichsinnungsverbandes des Herrenschneiderbandwerks zeigte und allen Anwesenden wertvolle Hinweise und Richtlinien für ihr Schaf= fen gab. Eine Diebes- und Hehlergesellschaft vor der Strakkammer In einer ausgedehnten Verbandlung der Strafkammer des Landgerichtes wurde das Treiben einer siebenkopfigen Diebes= und sellschaft auf dem Hofe des Landwirtes Uemmingen beleuchtet. Der Anführer der Gesellschaft, die zum größten Teile in Langendreer und Umgegend wohnt, war der auf dem genannte Hofe in Diensten stebende Schweizer Tor. Deler in dem Bestreben, sich für vergnügte Stunden de erforderlichen Geldsummen zu verschofen, wre auf den Gedanken, vom gefüllten Speicherbade des Landwirtes Getreidemengen zu stehlen diese durch Mittelsleute, die mit ihm setzt die An, klagebank einnahmen, zu Geld zu moden 2o wanderten Noagen und Weizen fortgesetzt ans de Händen des Getreidediebes in die der Hebler Hin und wieder half der eine oder andere dem 3. bei den Diebstäblen durch Schmieresteben. Ter Besitzer des Hofes nahm schließlich eine Verm derung seines Speicherbestandes gewahr. die er sich nicht erklären konnte, bis er eines Tagee de Gewißbeit erhielt, daß verbrecherische Hamsten: auf seinem Getreideboden am Werke waren Jn der Gerichtsverbandlung leate der Dey 2 mit seinen Heliersbelfern, von denen einige 3 von D. gestoblene Korn für diesen weiter peräußert hatten, ein Geständnis ab. Der Haurt= angeklagte D wurde wegen fortgesetzten 6 treidabeszu 1 Jahre 3 Monaten Gefangrit verurteilt. ein Ga., der den Hauptbebler in dieer Treiben abgegeben batte. erhielt wegen songesetzter Heblerei 1 Jahr Gesängnis. Wegen ford gesetzter Heblerei wurden ein Kor. zu 10 Monaten ein Noh zu 8 Monaten. zwei weitere Wimnerkagte zu 5 bu. 4 Monaten Gefängnis ur 5 siehente auf der Anklagchank wegen einsecer Heblerei zu 50 Mark Geldstrafe verurtent. Adel der Arbeit Jubilarehrung der TAF, Ortswaltung Bochum=Altstadt in der Bürgergesellschaft Zur Jubilarehrung der DelF, Ortewaltung Bochum=Alrntadt, hatten sich gesern abend die Gefolgschaftsfuhrer, Betriebezellenobmanner und Gefolgschaftsmitglieder im Weißen Saal der Bürgergesellschaft in großer Zahl eingefunden. Nach schneidigen Darbietungen des Mustkzuges des Standortes Bochum der Hitlerjugend erofinete der Ortsschulungswalter Trappmann mit einem herslichen Grußwort an die Erschienenen, vor allem an die Jubilare den Abend. Dem gemeinsamen Lied„Auf, beyt unsere Fahnen...“ folgte die Rede des Ortsobmannes Pa. Behrendt. der in langeren Ausfuhrungen den Adel der Arbeit feierte, der den nationalsozialistischen Begriff der Arbeit die abschänige und mißachtende Aufiassung der Arbeit unter dem Einfluß der marristischen und liberalistischen Ideologien gegenüberstellen. Die beglückende Erkenntnis daß Arbeiter jeder schaffende Mensch ist. der ehrlich, treu und gewissenhaft seine Pflicht tut, muß uns für immer unverlierbarer Besitz werden. Keim darin sitzt, thut ja allezeit und allenthalben so wohl.“— Wir wollen aber nicht nur sagen: „Am Ollen hollen“. vielmehr auch.m Niggen Es soll nicht nur das alte Gute ge= wahrt. sondern auch neues Gute hinzugenommen werden Das Fest kann noch meyr ein wahres, echtes Volksiest werden, wo alle Bewohner sich zu= sammenschließen, wie der Führer es wisl: in herzlicher Volksverbundenheit, ohne Unterschied der Stände: in selbstloser, opferbereiter Liebe zu Vaterland und Vaterstadt; in dankbarer Freude an Gottes herrlicher Natur; in fester Verwurzelung in Heimat, Sitte, Volkstum, weirfälischer Art. „Wer die Heimat nicht liebt und ehrt, der ist des Glücks in der Heimat nicht wert.“— Können nicht große Männer= oder Kinderchöre ihre Stimme erheben und singen von Gottes Schöpferherrlichkeit in der Natur, singen die schönen Verlkslieder von Mai und Heimat und Familie? Können nicht frobe Jugendreigen und liebliche Maispiele das Fest verschönern? Können nicht Heimattrachten sich wieder seben lassen; nicht Dirndlkleid und blauer Kittel(der von außen entlehnt ist), sondern die wunderbaren Bauerntrachten. die hier vor langer Zeit beimisch waren? Hat Rosenbaum nicht recht, wenn er schreibt:„e Maibaumsage enthält eine große Fülle von dramatischem Stoff; wenn Bochum, nach dem Verfasser der Jobsiade, einmal wieder einen Stadtpoeten erhielt, so könnte der das kostlichste Drama daraus bilden.“(Wo ist er?) Kann nicht alles das, was so im Rahmen des Dritten Reiches liegt, unser mehr gestalten und en bollen un am Niggen friagen! So grüßen die Harvener die maifrohen Gaste mit herzlichem Wilkkomm. Um 1250 sang Neidbardt von Reuenthal: Nun will der Lenz uns grüßen, von Mittag webt es lau. An allen Ecken sprießen die Blumen rot und bau. Draus wob die braune Heide sich ein Gewand gar fein. Und lädt im Festtagskleide zum Maientage ein. Waldvöglein Lieder singen, wie ihr sie nur begehrt. Drum auf zum frohen Springen, die Reis ist Goldes wert Hei, unter grünen Linden, da leuchten weiße Kleid. Heisa, nun hat uns Leuten ein End all Wintersleid. Leich, Pfr., Harven. Keine Arbeit ist zu gering, als daß sie nict doch getan werden müßte und das gerade begründet ihren Wert. Natürlich gibt es leistungl= mäßige Unterschiede, aber das ist jeglicher Arbeu= leistung gemeinsam, daß sie notwendig ist. De Jubilare, so fuhr der Ortsobmann fort. haben durch treuen Dienst, in der Betriebsgemeinschait bewiesen, daß sie die nationalsozialistisce Idee der Arbeit verstanden haben. Jhnen gebührt darum besondere Anerkennung. Im Auftrage des Ganobmannes Stein überreiche er dann 10 Jnbilaren, die in den verschiedensten Betrieben Altstadt 25 bzw. 40 Jahre tätig gewesen sind, eine Urkunde, und zwar Walter Bestborn, Johann Wiesen, Fritz Altevogt, Karl Ankenbrand, Fram Schmich, Karl Schützeck, Josef Rogalla, Paul Schrage, Mathilde Borgbans, Josef Reidegelt und Heinrich Mertens. Mit einem Fanfaren= marsch, dem Führerheil und den Liedern der Nation klang die Feier aus. :r Westdeutsche Bächermeister auf Studiensabrt nach Ameriha. Eine aus 85 Teilnehmern beitehende Studienkommistion des Reichsinnungsverbandes des Deutschen Bächerhandwerks, darunter eine Anzasl Böchermeister aus Rheinland und Weitsalen, beindet sich gegenwärtig auf einer Studienfahrt nach Amern zum Studium omerikanischer Bachverhälmisse. eingelaufenen Mitteilungen sind die Teilnehmer an dieser Fahrt auf der„Hamburg" der Hamburo= Ameriha=Linie wohlbehalten in Newnork eingettorten. )( 700-Jahrfeier Stadt Zserlohn vom 1.—4“ Zu einer ersten Besprechung trafen sich am Dienoma im Ratskeller Bochum die in Groß=Bochum wohnen= den Jerlohner. Es hatte sich erfreulicherweie große Zahl Landsleute eingefunden. Alle noch gemeldeten Jerlohner wollen ihre Adresse an Bau= meister Walter Hibbeler. Bochum, Bleichstr. 19, mitteilen. Am Himmelfahrtstase mit Kdf. ind Blaut. 27 nächtte Fahrt der RE=Gemeinschaft Kraft dur Freude“ findet am Himmelfahrtstage, dem 6. 3statt. Wir fahren mit dem Sonderzug in Der Fahrpreis in 220 RM. Auskunft erteilt Vorverkaufsstelle, Kortumstr. 62. und die Ortbgrane Bochum=Altstadt, wo auch Anmeldungen entgegeng nommen werden, Bachfest des Melanchlhonchores Orchester= und Chorkonzert. Eine große Zuhörerschaft batte sich zu der letzten Veranstaltung im Cyklus des vielseitigen und von idealer Begeisterung für die Werke eines der größten deutschen Künstlers getragenen Bachfestes eingefunden. Musikdirektor Willy Mehrmann, die Seele der vier Bachkonzerte, hatte einen stattlichen Apparat für die Aufführung der C=Dur=Suite zur Verfügung. Mit dem Orchester der Kreismusikerschaft Bochum musizierten die Bochumer Kammermusiker Schneeberg. Schmitz, Berg. Lobse, Uhlein Schmidt. Die lekensvolle Cuvertüre, der französische Tanzsätze folgen, wurde mit einer seinen Abstufung, die sich aus dem Wechsel des Concertino der beiden Oboen (J. Berg, H. Lohse), des Fagott(Mar Uhlein) mit dem schematisch prägnant spielenden Tutti eraab, geboten. Die schwungvolle Linienführung in den Grave=Sätzen, das fugiert behandelte Allegro, hatten durchsichtige Form. In der leichtfließenden Courante, den im Tempo lebhaften Gavotten, der liedartigen Forlane, den zierlichen Mennetten mit reizenden Triosätzen die Bourers und Passeviedes wurden die aus einem Urtbema treibenden rhythmischen Abwandlungen durch eine das Wesen Bachischer Melodik aufspürenden Ausdeutung erkennhar. Das polpphon behandelte Bläserroncertino spielte mit bekannter Tonebenheit, kesonders das Fagott entzückte durch die tonlich schöne Ausführung. Mit dem F=Dur=Konzert für Cembalo. zwei Flöten und Streichorchester wurde eins der köstlichsten Stücke der Barockmusik zu Gehör gebracht. Welche Klangfeinbeiten ergaben sich aus der Mischung der weichen Flöten mit dem bellen gezuvkten Cembaloton, und wie weiß Bach die Stimmen ineinander zu führen und zu vertauschen. Die Soli waren vorzüglich besetzt. Hanna Menzel erwies sich wicherum als eine vorzügliche Cembalistin von gevfleater kammermusikalischer Anpassung und beherrschter Technik. Im Ausdruck wurde durch dezente Abdämpkung des Orchesters im ersten Satz die lieblich naßtarel: Stimmung erschöpft Im Andante lieben die Möten der Fiauration des Gepnbthemas den elegischen Zug. im Allearo wurde das frohbeschwingte Kopfthema energisch durchgeführt, auch das Orchester plastisch in seine Weiterführung hineingezogen. In der Ablösung der Linien war das gleichmäßig gestufte Flötenduo von Otto Schneeberg und Paul Schmitz vortrefflich. Die Ausführung des Konzerts, in dessen Ausdeutung sich Mehrmanns feiner Klangfinn bewährte, rief starken Beifall hervor, für den die Solisten wiederholt danken konnten Schließlich ein„aufgeknöpfter“ Bach: Die Bauernkantate". Mer habn en neue Oberkart. Schon das Vorspiel mit seinen ländlichen Tanzweisen, mit denen Bach das muntere Völlchen zeichnet, welches dem neuen Gutsherrn von KleinZschocher buldigt, machte Stimmung. Kraftvoll setzte der Chor mit seiner Huldigungsstrophe ein. Dann kommt es zu einer etwas länglichen, aber von oiginellen Einfällen sprübenden Unterbaltung zwischen dem von städtischer Kultur etwas angeleckten Mieken— daher fallen etliche Arien ziemlich oratorienhaft aus— und dem derben Burschen, der in echtem Singspielton seine Betrachtung über die neue Herrschaft anstellt. Daß er bei der Stelle„Dein Wachstum sei fest“ sich in eine lanne vernarie mit den Koloraturen des Lachens bineinsingt, werden ihm seine Kumpane, die möglichst schnell in die„Schenke waten“ wollen. übel nebmen. aber er will sich Mieken gegenüber nicht berabsetzen lassen. Besser gefallen uns beute jene frischen, in echtem Volkston gesungenen Weilen, welche für den auch der Erde zugewandten Bach zeugen.— Die Aufführung der Kantate war wie Chor klang im Anftritts= Schlußlied, in dem der„Dudelsack in der Schenke brummt“, ausgezeichnet, küllig die Männer= und resonanzschön die Frauenstimmen. Die Sopranvartie lang Friedel Nenmann mit schönem metallischem Sopran, der auch in der Tiefe einen tragenden Oberklang bat, einer gewinnenden Lebendigkeit des Vortrags und mustkkalischer Sicherheit. Herbert Beil gestaltete den Burschen mit lobenswerter Charakterisierung in marrig acfungenen Recitativen und zügig vorgetragenen Ariosi. Das Orchester hielt der Dirigent in strömendem Fluß und kräftigen, dem ländlichen Milien entsprechenden Aktenten. Nach dieser temveramentvall gebrachten Kantate lohnte begeisterter Beifall die Leistung des Chors, der Solisten und nicht zum wenigsten des Dirigenten der sich innerbalb des reichhaltigen Bachfestes, einer bensreichen Tat des Melanchtbonchores.“. vielseitiger Mukker erwiesen hat. Das Verdien= das sich der Chor mit der Bachpflege in durch der unsichtig vorbereiteten Bachne worben bat, sei nach dem harmonisch verlaufen. Schlußkonzert lebbaft anerkannt. Dr. Bernbard Zeller. Ein neues musikalisches Lustspiel im Bochumer Stadttheater. Morgen. Freitag. gebt im Stadttbeater als westdeutiche Erstaufführung Verboepensde Impekopens„Das kleine Hofkonzetr der Musik von Edmund Rick in Stene, Pas zende Werk ist aus der Welt des grohen Maret Carl Spitzweg entstanden, aus den Bildoichtn dieles Meisters. der mit bedeursamer Liebe kleinminkelige poesie, und stimmungsreiche We deutscher Lebensidolle aus dem vorigen Jabr Wir alle geloben, durch Opfer und Tat Dankesschuld an den Führer abzutragen dert für kommende Generationen seitbielt. 2vr löste. liebenswürdige Humor. der dieses muni Lustspiel auszeichnet, dürfte auch beim 2 Publikum stärksten Anklang finden. Unter Spielleitung von Viktor Ablers wirkt fast das da Schaulpielensemble mit. Der Vorverkauf bat reits stark eingesent. Rechtreitige Bestellung darum anzuraten.(Ruf: 61051). Reben dem Verkauf ist die morgiae Erstaufführung für de miete A angelet Heute Wiederholung des großen Sun erfolges der vorigen und dieser Spielzeit Mark Lothar. Das Werk geht wiederum uder rge der Spielleitung von Dr. S. Schmitt in der lliche Reichsleiters Alfred Rosenhera in des Dichters) in Szene. Die Titelrolle uns Fritz Brand als Gast.(Freier Verlauf und Roter Ring. e tut mir leid!" Mit oflich war, um echt zu kaner den hochsten Tri eriger Karten fallen. des Gescht huschte kau in, als er achselzucken! roten Hemdes einen hn dem breit grinsend in der Schmalseite des „Wieg das Gold ab. senen Gürtel zurechtrüc ind ging an die einfach Er mußte warten; u n anderen den Gebalt beschaftigte er sich wie a dem Gerat— in seine das kleine Lacheln.„ großen Gewichtes in d neen sich beide im Gleichite langt gerade, Norto wier der Wage.„Du mu #edollars borgen, Jack! Du Verlegenheit? Jch hatt chaft fur ibn!" Länger miteinander, dann wis ade einer einfachen Plan schob dem Verlieter den Die Anzahlung, Senor non das Geld ein, erbob 4 das Blockhaus.„Will xal seben, Jack!"„Ob er her sein Geldge i" beruhigte auflachend der Egen Sicht durch das P 11 4 einer Stizze.„Captain mie man am Anfang der tut mir leid, senor!“ m laners spottisch derSe an Schnur den zusammen zülie, und verlor sich sch ene Siedelung zu, die bende entlangstrich. Kurze nmetallisch Münzen, wist 3 Ufergebusch des Grenzst ene seinen Pony und Sefer. Norton schaute ihm 2 Mann und Pierd verse veeet er den Brier nicht!“ haitete zu Jacks Rneipe ging gegen Mitternach a mit Schmuggelgnt Snaubend und platschernd nß Drei Reiter folgten uns von Pel gemaß nicht all allerbesten e Eiappe einer Ne den Dee mate. lten sehr bo 7 Lanas und 40e hatten mir cetannischaten „greunde. Un einemmal in oei de verwandelt. Rubammel 7. fürzlich Vater Sobnes ge ern waren1 entiegenes für die Ve Furopa und und 9 von der inoi im 2 Geshichte nd or der auf dem genannte de Schweizer Tor. Deser ür vergnugte Stunden de men zu verschaffen wer m gefüllten Speicherbode= demengen zu stehren und die mit ihm setzt die An= zu Geld zu machen So en fortgesetzt aus de jebes in die der Hebler. r eine oder andere dem irch Schmieresteben. Ter n schließlich eine Verminbestandes gewahr. die er te. bis er eines Tages d= verbrecherische Hamsterer en am Werke waren. andlung legte der 24 2 rn, von denen einige de n für diesen weiter ver= andnis ab. Der Haur== bre 3 Monaten Geängrit den Hauptbebler dieer te. erhielt wegen fore= Gefängnis. Wegen fort gein Kor. zu 10 Monater n. zwel weitere Mimnernaten Gefängnis urd debeldstrafe verurtent. gering, als daß sienct te und das gerade be= atürlich albt es leistungl= r das ist jeglicher Arbei= sie notwendig ist. De Ortsobmann fort, haben der Betriebsgemeinschalt ionalsozialistische Ider der Ihnen gebührt darum Im Auftrage des Gerreiche er dann 10 Jubi= ziedensten Betrieben der bre tätig gewesen end. Walter Bestborn. Johann Karl Ankenbrand, Fram k. Josef Rogalla, Paul rabans, Josef Reidegelt Mit einem Fanfaren= und den Liedern der aus. ermeister auf Studieniabrt 5 Teilnehmern sichsinnungsverbandes des darunter eine Anzasl d und Westsalen, beimdet Studienfahrt nach Ameri er Bachverhälmisse. Nac sind die Teilnehmer an amburg“ der Hamburo= in Newnork eingetroffen. Iseriohn vom 1. 4 7. 5. 1 trafen sich am Dierert in Groß=Bochum wohnen= sich erfreulicherweie ent gefunden. Alle noch en ihre Adresse an Ba= t. Bochum. Bleichstr. 1 ino Blaue. nft erte Blaue. laufenen en Bachfestes, lanchtbonchores sen hat. er Bachpflege 11 bereiteten Bach= harmonisch erkannt. Dr. Bernbard lisches Luskspiel Stadttheater im Stadttbeater Bochun ihrung Verhoevens ne Hofkonzertmi Rick in Stene, Da= Welt des aus den bedeutsamer stimmungsreiche a bOpier und Tat untert rer abzutragen n dieles muntanr beim Bocum den. Unter rkt kast das se rverkauf bat dese Bestellungm Neden dem 1renn rung fur die Vor it: um unte suches de. melenbett h Eine Erzählung von Mexikos GGrenze Von Hermann=Ernst Weiß. tut mir leid!" Mit einem Bedauern, das hoilich war, um echt zu sein, ließ der durre Verikaner den hochsten Trumpf auf den Haufen arten fallen. Ueber Bill Nortons tmalce Gesicht huschte kaum merklich ein kleines sacheln, als er achselzuckend aus der Brusttasche nncs roten Hemdes einen ledernen Beutel zog ind ihn dem breit grinsenden Wirt hinwarf, der an der Schmalseite des rohen Tisches lümseite. Wieg das Gold ab. Jack!" Den silberbetlagenen Gurtel zurechtrückend, stand der Mann u und ging an die einfache Bar, wo die Wage and. Er mutzte warten; umständlich prüften die aden anderen den Gehalt des Metalls. Gelangwilt beschaftigte er sich wie ein spielendes Kind in dem Gerät— in seinem Gesicht wiederholte ia das kleine Lacheln.„Alter Gauner!“ Trotz gronen Gewichtes in der einen Schale ven sich beide im Gleichstand!— Es langt gerade, Norton!“ meinte der Wirt wir der Wage.„Du mußt mir hundert Sil enkaner schlangelte sich heran:„Der Senor ist Verlegenheit? Jch hatte zum Ausgleich ein saait für ihn!“ Langere Zeit tuschelten die miteinander, dann wischte der Dürre die üade einer einsachen Planzeichnung vom Tiic schob dem Verlierer den geforderten Betrag Anzahlung, Senor!“ Ohne Dank steckte Anon das Geld ein. erhob sich und verließ gruf 4 das Blockhaus.„Will einmal nach meinem sehen, Jack!"„Ob er ehrlich?" sorgte sich r ihm her sein Geldgeber.„Wie er dumm berubigte auflachend der Wirt. Eegen Sicht durch das Pferd geschutzt, bedeckte lerion haftig ein Blatt Papier mit Buchstaben einer Stizze.„Captain Dean, Fort Turor“ mnte man am Anfang des Schriftstuckes lesen. Tnlaners spottisch der Schreiber, als er mit Schnur den zusammengerollten Bogen um zelie, und verlor sich schlendernd gegen die lene Siedelung zu, die dicht dabei am Rio Brande entlangstrich. Kurze Zeit spater klapper mn metallisch Münzen, wisperten zwei Manner 1 Ufergebusch des Grenzstromes. Jetzt bestieg eine seinen Pony und trieb das Tier ins Norton schaute ihm nach, bis die Dunkel en Mann und Pferd verschluckte.„Hoffentlich den Brief nicht!“ knurrte er bedenklich ancte zu Jacks Kncipe.— ging gegen Mitternacht. Da trotteten vier Schmuggelgnt beladene Maultiere naubend und platschernd durch den seichten Drei Reiter folgten dichtauf und machten am anderen Ufer halt.„Der Senor wird hier nach Norden abviegen; wir reiten geradeaus. An der verabredeten Stelle treffen wir uns. Hasta la vista!"„Bye, bye!“ griente der Wirt und folgte eilig dem Mexikaner. Norton horchte hinter ihnen her, bis der Hufschlag verklang. Dann trieb er die Tiere in ein ausgetrocknetes Bachbett, zündete sich wider aller Vorsicht eine Zigarette an und ritt gemachlich hinterdrein.„Sollte für euch die Kastanien aus dem Feuer holen! Werdet euch wundern!“ Niemand sah das kleine Lacheln unter dem breitrandigen Hut. Sergeant MeTutosh von der U. S.=Grenzpolizei fluchte leise, als er vor Nachtfrost klappernd die Arme um den Leib schlug.„Sagt' ichs nicht gleich dem Captain, Jungens: der Brief ist ein ausgekochter Bluff?! Zehn Meilen nach Suden, da wechseln ne hernber! Der Teufel hole sie““ Seine funf Untergebenen nickten verdrossen und ahmten das Beispiel ihres Meisters nach, ohne auffalliges Geräusch möglichst viel Warme zu erzeugen. Mitten in diesem Bemühen riß der Sergeant den Revolver beraus und lauschte. Stop! Norton!“ klang es aus dem Dunkel.„Komm her!“ Im grellen Licht eines Handscheinwerfers huschte ein Mann auf die Grenzsoldaten zu. MrTutosh verbarg nur mühsam seine Ueberraschung.„Ihr seid mehr als pünktlich, Herr!“„Weiß, wen ic vor mir habe!“ Geschmeichelt bot der Zollner die Hand.„Na, dann ist alles in Ordnung!“— Norton trat gelassen auf den verdutzten Merikaner zu, der mit Jack, dem Wirt, von einer anderen Streife abgefangen, entwaffnet und trübselig im Mannschaftsraum vor Fort Turor hockte. „Es tut mir leid. Senor!“ Ein Griff in den Stiefelschaft des Spielers forderte die überzahlige Trumpfkarte zu Tage. Wütend fuhr der Ent larvte hoch: ein Kinnbacken warf ihn unsanft auf seinen Sitz zurück. Die Grenzer brüllten vor Wonne.„Es tut mir leid. Senor!“ und er zerrte dem Wehrlosen den Beutel mit dem Gold aus der Jackentasche. Der Dürre fauchte in ohnmächtiger Wutt.„Die Anzahlung gebe ich Ihnen zurück Die amtliche Belohnung enthebt mich der Ehre, Ihre Gute in Anspruch nehmen zu müssen!“ Vor Ein Haus vom Tornado gegen einen Baum geschleudert 8 Jn der Stadt beyworth im Staate Jllinois richiete ein Tornado schwere, Verwustungen an. Dieses Haus wurde von dem Sturm aus seinen Fundamenten gerissen und gegen einen Baum geschleudert. (Scherl=Bilderdienst=M.) die Fuße des Schmugglers klirrten hundert Silberdollars.„Ich denke, wir sind nun quitt, Senor! Hasta la vista!" Dann wandte sich Norton an den Wirt.„Laß deine Wage überbolen, alter Gauner! Und denke in den nächsten Monaten ein wenig an mich! Bye, bye!“ Jack stierte ihn haßerfüllt an, sah das kleine Lächeln in dem schmalen Gesicht und wußte: dumm war— nicht der andere! Sonderstempel für die Deutschlandfahrt des„Hindenbur“ am nationalen Feiertaa DEUTSCHLANDA Das 9u****„Hindenburg“ führt am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes eine Deutschlandfahrt durch. die von Frankfurt a. M. über Berlin zurück nach Frankfurt führen wird. Es sind gewöhnliche Briefe bis zu 20 Gramm zugelassen, deren Gebuhr 1.— RM beträat, sowie Postkarten, die 50 Rpf kaiten. Die Freimarken auf den Sendungen erhalten außer den üblichen Stempeln diesen besonderen Bestätigungsstempel.(Scherl=Bilderdienst=M) Lacht Euch Laune! Der kleine Fachmann Frinchen, Sobnchen eines Elektromonteurs. dat eine Brennessel angefaßt. Als er nach Hause kommt. saat er zu seinem Vater:„Vati. auf der Wiese nebenan steht eine Pflanze. die kannst du mal mit Isolierband umwickeln.“(„Fliegende Blätter“) Ein schwieriger Fall Vater:„Sag mal. Karlchen, hast du viele Freunde in der Schule?“ Karlchen:„Nicht einen einzigen!“ „Nun. wie kommt denn das?“ „Ja. siebst du. die Buben. die mich verhauen. kann ich nicht leiden. und die. die ich verhaue, konnen mich nicht leiden."(..Neue 33“) Sahibs Von Peter Fleming ir Fleming. dem belannten engchen Reiseschriftsteller, liegi im Ernst=Ro= nohll. ver.ag(Berlin) ein neucs Buch vor, das em Tiel„Tataren=Nachrichten eine Reise von Peling nach Kaschmir— 6000 Klometer!— schildert. Die leichte, plauder= dafte. gut gelaunte Art seines Erzahlens, daher untomantisch und lebenswahr, verschafft idm enen großen Freundes= und Leserkreis(418 2., sart. 6,50 RM. gebd. 7,00 RM.)- Hier ein Propetapitel: anen zu freundlich gegen Reisende. Die Gastlich= ne uns von Peling die Raschmir— wenn auch semuß nicht allzu haufig— zuteil wurde, war der allerbesten Art; und niemand hatte uns die eladde einer Reise, die zeitweise recht muhedoll ut, idyllischer gestalten können. als unsere h chiii die uns aus freien Stucken zu Gaft Man wies uns zwei prachtige Belte beroslene uns auf eine Art, die uns fürstlich ten De matertellen Annehmlichkeiten, mit denen as dedospic. waren in Wirklichkeit vielleich nicht was ein Regierungsbeamter auf Dienstreise an normalerwere Zukommende betrachte dürde, aber für zwei Menschen, die sich monate= gemeinsam in einer Bratpfanne gewaschen a dicten sie hochsten Luxus. Und vor allem: aieriellen Annehmlichkeiten waren nicht das ein= überwanden rasch die Scheu, die zwei detten anders als mit„Sir“ anzureden, und ten sehr bald den Humor Kirstrrides, den und die größe Einsicht und Erfahrung n gwei Tage, nachdem wir sie kennen= en ab das Gefühl, als waren ne sun. Unsere beschwerliche Reise hatte sich daemme in eine Landpartie in angenchmster uil, bei bestem Wetter und in schonster Um m Khan war ein ungewohn= et ortr.» enahl schon über siebzig, war er Vaier seines(soviel ich mich erinnere geworden Seine Augen hinter einer ane waren lebhaft und verschmitzt; seine breiten waren ungebeugt; sein gefarbter Doppel= energisch vor. Für einen Herrscher über n Gebiet acate er erstaunliches Ver= ear die Verhaltnisse in Asien sowohl als auch e und unverkennbaren politischen Scharfblick. onmt eingesetzt worden, als die Bevölunza. deren Reigung zu Raubzügen de nden Regierung auf eine allzu harte eon durch Durands Dunga=Nagar= de G. dr. 1891 unterworfen worden war dieses kleinen, aber glangenden Feldseichnet erzahlt in Where Threc on Knigh der zu einer Nei war. seine aanze Zeit gwischen dem ört= 1901 2 der Nir seine entlegenen Talex immer klug und gut regieri. Die Bevöllerung von Hunza les sind ihrer nur etwa vierzehntausend) i ein abgebarteter, schoner. frohlicher Menschenschlag mit überraschend europaischer Gesichtsbildung. Sie gehoren der mosleminischen Sekte der Maulais an, deren irdisches Oberbaupt der Aga shan ist; und wir bemerkten, nicht obne ein gewisses Gefühl Inkongruenz, daß viele von ihnen das Bildnis dieses Potentaten, auf Knöpfe gepragt, an den Hüten trugen. Ich habe schon zuvor erwähnt. daß sie sich nur von den Erzeugnissen ihres Landes ernahren und daß ihre Lebenshaltung dürftig ist; das Weideland ist sparlich, die Feldwirtschaft ist begrenz: dadurch, daß nur ein kleiner Teil des Landes be= wässert werden kann, und es ist daher nicht leicht, das Verhältnis zwischen Bevölkerung Vieh, Wasserversorgung und anderen Faktoren im rechten Gleichgewicht zu halten. Die Frauen und Kinder, die wir sahen. waren alle ungemein schön, und es war erquickend. zum erstenmal auf unserer Reise unter Menschen zu sein, die, vielleicht dank einer bestandigen und wohlwollenden Verwaltung, frei und furchtlos in ihrem Benehmen waren. Es hatte fast etwas Bestürzendes, ehrliche und sachliche Antworten auf unsere Fragen zu erhalten und nach all den Lügen und Ausflüchten und all dem propagandistischen Schwindel, die wir monatelang hatten über uns ergeben lassen müssen. Menschen zu begeanen, die meinten, was sie sagten und sagten, was sie meinten. An dem Tage, als wir in Baltit eintrafen, waren bei Dunkelwerden alle Gapfel talauf und sab durch eine Kette von Freudenfeuern zu Ehren des Besuche des Residenten verbunden— schwach blinzelnde Flammchen. Tausende von Fuß hoch unterm dunkelnden Himmel, wodurch die wilde Schönbeit der Land= schaft noch eindrucksvoller hervortrat. Es wurden keine pyrotechnischen Künste dabei entfaltet, aber jedes dieser Flämmchen stellte eine gewaltige bergsteigerische Leistung dar Wir speisten mit dem Mir und zweien seiner Sohne zu Abend. Das Essen war auf europäische Art gekocht, und wir tranken eine Flasche Sekt— ein eschenk des Maharajahs von Kaschmir— und kostlichen alten Kognak. ein Vermächtnis der Haardt= Citroen=Expedition; Kini wurde von dem Mir reichlich mit launigen Scherzen bedacht. Nach dem Essen begaben wir uns hinaus auf einite Sitzplätze, von denen aus wir einen kleinen, mit Feuern erleuchteten Hof überblicken konnten, wo zu wilder Musik allerlei Tänze und Aufführungen im Flammenschein in Szene gingen. Die besten Nummern des Programme waren ein Tanz von vier kleinen Jungen auf künftlichen Pferden, bestehend aus Holzgestellen und Tuchbehängen, die sie um die Düften geschnallt hatten und mit denen sie in mittelalterlichem Stil umbersprengten und dirouettierten; und eine recht phantasicvoll ansgestaltete Pantomime, bei der ein aufgeregter Sabib und ein ungehorsamer Dund auf einen Aiger, einen Steinbock und einen Adler Jaad machten. Es wurde alles mit viel Lebendigkeit dargestellt, und wir hatten last soviel Spaß daran, wie die Schauspieler selbt 1ld alles vorbei war, zogen wir uns zu den unge= Mennen der Feldbetten zurück und ent= schlummertan in einer Stille, die nur durch das leise Rauschen der Wipfel über uns und dann und wann durch das Aufschlagen eines berabiallenden Apfels unterbrochen wurde. Am nachiten Morgen ritten wir vier Meilen weg= bwarts nach Aliabad zu einem Frübstück bei Oberst Lorimer und seiner Frau. die uns vieles Merkwürdige über die Hunzas erzahlten und auch einiges Licht n die Frage unseres„Verschwindens“ prachten. Vor einigen Wochen hatte Mrs. Lorimer ein Telegramm von der„Times" erhalten das mit den Worten be= mun:„Besorgt um das Schicksal Sonderberichterstatter Peter Fatling", und sie bat, ihr möglichstes zu tun, um mir auf die Spur zu kommen. Bald nach Aosendung dieser Anfrage war die Nachricht von unserer Ankunft in Kaschgar im Foreign Office eingetroffen, und die„Times“ kabelte abermals an Mrs. Lorimer, es sei alles in Ordnung, und sie moge sich nicht weiter bemühen. Durch ein Mißgeschick kam dieses Telegramm nicht weiter als bis in das„Lost Letter Office“ in Labore, und Mrs. Lorimer drabtete infolgedessen nach London, in der Agenen ginge das Gerücht, ein Ausländer namens Pebling oder Jenning sei im Begriff über die Passe zu kommen. Als sie endlich die Wahrheit erfuhr und die Angelegenbeit gerade mit einem Telegramm abgeschlossen hatte, traf wiederum eine Depesche der„Times“ ein, beginnend mit den Worten:„Fleming bereits in Srinagar Srinagar war noch gut vierzehn Reisetage entfernt: die Nachricht war also etwas verwirrend, und ich fragte mich schließlich selber, wo ich denn nun eigent= lich sei oder wie viele Ichs es denn gabe Nach einem hocherfreulichen und ungebeuren Frühstuck galoppierten wir nach Baltit zurück und lamen just noch zurecht zu dem offiztellen Besuch im Palaste des Mir. in diesem festungsartigen und ungemein malerischen Gebäude, das hoch über der kleinen Stadt nistete, ritten wir nach feierlichem Brauch auf Paks, uns voran ein Trupo unermüdlicher und unbarmherziger Musikanten. Es war ein merkwürdiger Ort. Steile, leiterartige Treppen führten zu einer Reibe kleiner Zimmer und einer Art Terrasse empor. Dahinter ragten die Gipfel im ewigen Schnee und davor breitete sich herrlich das Tal, füdwarte gegen den gleißenden riesigen Rakaposchi hin. Unmittelbar unter uns stufte sich Baltit: zuerst die Ehrenwache, mit Suvders bewaffnet, stramm aufgerichtet im Sonnenschein vor dem Eingang zum Palast; etwas weiter abwärts unsere Paks und Pferde und Diener in einem Hof: dann die Baum= wipfel und die ersten flachen Lehmdächer. auf denen die Kreise der zum Dörren ausgelegten Aprikosen wie Goldmüngen leuchteten; und jenseits der sorgfältig in Stufen bebauten Felder der Fluß. zwischen sonnenbeleuchteten Klippen dahinglertend, dem Indus zu. Den sonderbaren, unbebaglichen Zimmern derlieben allerlei Raritaten einige Gemütlichkeit, wenn auch nicht eben Würde. Die verschiedensten Dinge waren hier beteinander. Ein Kronleuchter, und daneben Pfeil und Bogen an der Wand. Vizekönige, Political Agents, führende Moslems. Kilchener. Curzon als junger Mann stareten gewichtig von den Wanden. Steindockgeborne waren gahlreich vertreten. Der Mir machte mit mild humorvoller Ritterlichkeit die Honneutp. Am Abend, als es kühl wurde, sahen wir einem Schauschießen zu, gefolgt von Polo. Der Poloplay bestand aus einer etwa vierdundert Pard langen, von niedrigen Steinmauern umgebenen Terrasse. Wir nahmen unter dem Geschmetter der unvermeidlichen Musik unsere Plätze auf einer Tribüne ein, und die Ueberreichung der offiziellen Geschenke fand statt; dann begann der Spaß. Eine silberne Zielscheibe wurde auf einen kleinen Sandbügel aufgestellt, und die Reiter sausten in vollem Galopp und in rascher Rethenfolge daran vorbei und schosfen, sich weit aus dem Sattel lehnend, je einen Pfeil darauf ab; bei jedem Treffer brach die Menge in gellendes Jubelgeschrei aus. Dann wurde eine Art popinsan“ in die Zweige eines Baumes gehangt, und die Reiter schossen — wieder in vollem Galopp— mit Schrotflinten darauf, wobei sie sich lange nicht so treffsicher zeigten wie mit dem Bogen. Zuletzt kam das Polo an die Reibe. Die Art, wie das Spiel in Hunza und Nagar gespielt wird, wurde anderwärts in mancher Hinsicht als regelwidrig be= trachtet werden. Abgesehen von den Maßen und der Beschaffenheit des Plates, nebmen seche Spieler auf jeder Seite teil, statt vier; die Ponns werden nie gewechselt. und das Spiel geht fort, bis eine Seite neun Goals gemacht hat. Der Spieler, der ein Goal macht, hebt sofort den Ball auf und galoppiert wie toll durch das Feld, aus vollem Halse brullend; auf halbem Wege wirft er den Ball boch und schlagt ihn aus der Luft auf das andere Tor zu, das jetzt dasjenige der Eegenpartei ist**. Aber zu den aufregenditen Szenen kommt es meistens, wenn ein Spieler den Ball mit der Hand fängt— er darf das tun—. und zwar ent= rm Mnu be: innm er inn m mauer schlagt, so daß er ihm in die Hand zurückprallt; sobald er ihn gefangen hat, braucht er nur mehr durch das Goal zu reiten, um es zu„machen“; da es jedoch erlaubt ist, ihm dabei mit so ziemlich allen Mitteln, nur nicht gerade Messerstichen. in—e Quere zu kommen, ist das nicht so leicht wie es sich anbort. Es ist eine sehr amüsante Spielweise. Als wir ins Gaschaus zurückkehrten, verehrten wir dem Mir eine eigens zu diesem Zweck aus dem Keller des Konsulats in Kaichgar mitgebrachte Flasche Whisky. und er schenkte uns dafür eine weiße Hunza= kappe und eine sehr schöne Peitsche. Beim Abendessen waren er und seine zwei ältesten Sohne die Gane des Residenten, und nach Tisch produzierten sich der junge Burschen als Tänzer, wehei sie Gesichter machten, als ob sie vollig undeteiligt an der Sache waren. Die Tänge der Hunzas sind eine sonderbar stampfende und schiebende Angelegenbeit. an der die Fersen mendestens ebensoviel beteiligt sind wie die Zehen. Zwei der Burschen waren in toles Tuch gekleidet, zwei in grünes; das rote stammte aus Japan, das grüne aus Rußland * Eigentlich Papagri: dann schottisch: kunstlicher Voael zum Abschießen. Da beim Palo die Parteien nach ihrem Goal wechseln.— Die hier geschilderte Spielweise zugd von einer obantastischen Geschicklschleit der eingeberte nen Spieler. Das Polospiel stammt übrigens ans ) . .v. L"T"TTTm Romon von Raiph Urnan Gchchns um Mr. Trec (13. Fortsetzung) Die Krankenschwester kam mit Whisty und Glasern und bewirtete die Besuche; des verwundeten Inspektors. Robin beneidete ihn bei dieser Gelegenheit um die liebenswürdige Gesellschafterin und die Aussicht auf Nachtruhe. Nachdem man noch eine Weile mit außerdienstlichen Gesprächen verplaudert hatte, brach Robin mit dem Inspettor Kent auf, um nochmals das Zimmer des Dieners einer genauen Untersuchung zu unterziehen. Nachher wollte er der Villa des ermordeten Dr. Taylor seinen Besuch abstatten. „Gute Unterhaltung!“, scherzte Barton, als er seinem blutjungen Kollegen zum Abschied die Hand schüttelte. „Danke gleichfalls,“ antwortete Inspettor Kent „Ich habe nur ein so verdammt unangenehmes Gbefühl heute. Wenn diese Nacht gut vorbei ist, bringe ich Ihnen eine große Flasche Whisky, Barton.“ 12. Kapitel Es war bereits neun Uhr am Abend, als Robin und Inspektor Kent im Gasthof„Two Stars“ von Wembley die Rechnung für das Abendessen bezahlten. Dann standen sie gemächlich auf, gingen hinaus und bestiegen das Dienstauto. Zwei Minuten später trafen sie vor der Villa des Dr. Taylor ein und empfingen die Meldung der beiden Polizisten, die vor dem Eingang standen. Robin ließ sich den Schlüssel geben, sperrte das Tor auf, betrat das Haus, gefolgt von dem jungen Inspektor und einem Polizisten, der die Oertlichkeit im Innern der Villa vom Morgen her kannte. Um diese Zeit hatte noch Fitzner einen Detektiv hierher geschickt, der feststellte, daß die eiserne Kasse Marte„Rekord“ sachgemäß aufgebrochen und daraus wahrscheinlich etwas entwendet worden war. Robin heabsichtigte nun, die Schriftstücke aus dem Nachlaß des Dr. Taylor einer genauen Prüfung zu unterziehen. „Sie können hier warten," sagte der Oberinspektor zu dem Polizisten, als dieser im Vorraum den Lichtschalter gefunden hatte.„Wo liegt das Arbeitszimmer?“ „Im Overgeschoß, die erste Tür rechter Hand, das Ordinationszimmer befindet sich aber gleich ier,“ antwortete der Manr. und wies auf die lächste der Türen Robin und Kent stiegen die teppichbelegte Treppe empor. Als der Oberinspektor die bezeichnete Tür öffnete, blieb er erstaunt auf der Türschwelle stehen, denn im Zimmer brannte Licht. Die Fensterländen waren geschlossen, in einer Ecke stand die aufgebrochene Kasse. Eine Tür führte in einen Nebenraum. Der Blick des Oberinspektors machte rasch die Runde und blieb auf dem Schreibtisch, der schräg beim Fenster stand, haften. Die mittlere Lade stand oben darauf, zahlreiche Paviere bedeckten den übrigen Teil der Tischplatte, eine Menge davon lag aber auch auf dem Fußboden. Robin ging langsam darauf zu und wurde plötzlich auffallend gesprächig:„Natürlich, die haben heute morgen eine fürchterliche Wirtschaft gemacht, damit man glauben soll, sie würden eifrig bei der Arbeit gewesen sein. Wir werden uns auch nicht aufhalten, nur ein wenig herumkramen, der Form halber. Nun, ich wollte Ihnen sagen, lieber Kent, es war ein herrlicher Spaß. Wir sitzen nun shon gut zwei Stunden am Anstand, das Gewehr auf den Knien—“ Robin plapperte munter wie ein Bächlein weiter und Kent, der hinter ihm stand, dachte erst, sein Vorgesetzter sei übergeschnappt. Im Augenblick aber, da der Oberinspektor die Pistole aus der Tasche zog und deren Lauf gegen die Verbindungstür richtete begriff er, folgte blitzartig dem Beispiel. Immer weitersprechend, schritt Robin langsam auf den Schreibtisch zu, den Revolver stets auf die Tür gerichtet. Dann griff er rasch mit der linken Hand in den Aschbecher, der auf der Ecke des Tisches stand, und entnahm ihm den Stummel einer Zigarette, von dem noch ein feiner Rauchfaden aufstieg. Jetzt war Kent vollkommen in Bilde Rasch und lautlos wie eine Katze flog er mit zwei Sätzen zur Tür, drückte blitzschnell die Klinke nieder, stieß sie mit einem Tritt auf, sprang zur Seite und brüllte:„Hände hoch und herauskommen.“ Nichts rührte sich. Nun zog Kent eine Taschenlampe hervor und leuchtete in den dunklen Nebenraum Da fielen fast gleichzeitig drei Schüsse. Nur einer davon kant aus der Pistole des jungen Inspektors, es war sein letzter. Er drehte sich einmal herum, griff sich ans Herz und brach zusammen. Da bellte schon der Revolver des Oberinspektors, der hinter dem Schreibtisch Deckung genommen hatte. In rascher Reihenfolge krachten die Schüsse im Zimmer und im Nebenraum. Da mischte sich in das Höllenkonzert auch das Dröhnen schweren Kalibers: denn die beiden Schutzleute erschienen atemlos im Zimmer und griffen mit ihren großen Polizeirevolvern ein.„Los!“ gellte die schneidende Stimme des Oberinspektors, der, seine Deckung verlassend, in der einen Hand den Revolver und in der anderen eine Taschenlampe, voran in den Nebenraum stürzte. Mit einigen Spründen waren die Polizisten an seiner Seite. Es. Fielen noch einige Schüsse, dann herrscht Ruhe. Cr der Schutzleute fand den Lichtschalter Als die Deckenbeleuchtung aufflammte, sahen die Beamten zunächst einen regungslosen Mann mit verglasten Augen liegen. Das einzige Fenster des kleinen Raumes stand offen.„Mindestens einer ist entkommen,“ wandte sich Robin an die beiden Polizisten.„Laufen Sie rasch binunter und durch die Gärten bis zur nächsten Straße. Vielleicht können Sie noch jemanden erwischen.“ Während die beiden Schutzleute die Treppe hinunterliefen, ging der Oberinspektor ins Arbeitszimmer zurück, wo auf dem Teppich der junge Inspektor Kent lag. Robin erkannte sofort, daß es hier nichts mehr zu helfen gab. Kent war sofort tot gewesen. Es ging viel kostbare Zeit verloren, bevor sich Oberinspektor Robin /1 dieser Nacht des ihm unterstehenden Polizeiparates bedienen konnte; denn sämtliche Telefondrähte waren wieder durchschnitten. Die Suche der beiden Polizisten in den umliegenden Gärten blieb ergebnislos. Robin raste daher in seinem Kraftwagen nach Porters alarmierte die Beamten und schickte zwei Schutzmänner mit ihren Motorrädern nach Scotland Pard. Dann erbat er sich von Barton die beiden Sergeanten Cock und Mackenzie und begab sich mit ihnen und zwei anderen Beamten nach der Villa des Dr. Taylor zurück, wo die beiden Schutzleute mit gezogenen Revolvern Wache hielten. Die sofort in Angriff genommene Untersuchung ergab, daß außer dem erschossenen Unbekannten, in dessen Kleidern nichts gefunden wurde, was Aufschluß über seine Person geben konnte, noch ein anderer Mann an dem Einbruch beteiligt gewesen war, der aber rechtzeitig batte fliehen können. Während die beiden Polizisten das Haus von der Straße her bewachten, mußten die Verbrecher auf der Fassade der Rückront emporgeklettert und nach Eindrücken einer Fensterscheibe in den Raum neben dem Arveitszimmer eingestiegen sein. Sie hatten den Schreibtisch erbrochen und wohl nach Schriftstücken gesucht, bis sie von Robin und Kent überrascht wurden. Eiligst flüchteten sie in den Nebenraum und standen zweifellos eben im Begriff, durch das Fenster wieder zu entkommen, als Kent die Verbindungstür aufriß, worauf beide Verbrecher zu feuern begannen. Als der eine von ihnen sah, daß sein Spießgeselle fiel, sprang er vom Fenster in den Garten hinunter, und lief davon. Diese Annahme bestätigten die tiefen Fußeindrücke unterhalb des Fensters. Laut Ergebnis einer sofort in der Nachbarschaft durchgeführten Umfrage hatte der Mann dann auf einem Motorrad, das in der nachsten Straße stand, seine Flucht fortgesetzt. Inzwischen langte ein Mannschaftswagen mit Polizisten von Scotland Pard vor dem Haus an. Mit ihnen kamen auch einige Telegraphenarbeiter aus London, die die Wiederherstellung der unterbrochenen Leitungen sofort in Angriff nahmen. Der Wachtdienst in Wembley wurde mit dieser Stunde durch zwanzig Mann verstärkt.— Nachdem Robin mit seinen Beamten die üblichen Protokolle aufgenommen hatte, ließ er den toten Inspektor Kent nach Scotland Pard bringen, während der erschossene Verbrecher in die Totenhalle von Wembley geschafft wurde. Am Morgen sollte er photographiert und daktyloskopiert werden, und der Oberinspektor war davon überzeugt, ihn auf Grund der Fingerabdrücke im Verbrecheralbum des Erkennungsdienstes wiederzufinden. Der Zeiger wies bereits auf zwei Uhr morgens, als Robin sich mit den beiden Sergeanten an den Schreibtisch setzte, um Stück für Stück der Schriftstücke aus dem Besitz des ermordeten Dr. Taylor einer genauen Durchsicht zu unterziehen. Zweifellos hatte es der geflüchtete Einbrecher auf Papiere in der Schreibtischlade abgesehen; denn die Beamten konnten keinen einzigen Privatbrief finden. In den Laden befanden sich nur Rechnungen, Aufzeichnungen über Patienten, Krankengeschichten und wissenschaftliche Arbeiten von der Hand des Arztes. Darunter war auch ein nur zur Hälfte beschriebener Bogen, der die Ueberschrift „Tetanus“ trug und einige Notizen über Starrkrampfbazillen und Berechnungen enthielt. Robin steckte das Papier in die Tasche. Er erinnerte sich wieder daran, als er später in der Bibliothek des T.. Taylor Nachschau hielt und eine Reihe dicker Bände entdeckte, die sich mit Starrkrampf befaßten. Im Ordinationszimmer fand Robin am Schreibtisch einen Notizblock, der mehrere Adressen und Telefonnummern enthielt, und beschloß, im Laufe des kommenden Tages darüber Nachforschungen anstellen zu lassen Sonst ergab sich nichts Besonderes bei der Durchsuchung des Hauses, sie währte aber bis sieben Uhr früh. Um diese Zeit schlug der übernächtigte Oberinspektor den beiden Sergeanten vor, mit ihm in den Gasthof frühstücken zu gehen. An der Straßenecke stießen sie mit einem atemlosen und verstört aussehenden Mann zusammen. Robin erwischte ihn gerade noch beim Rockkragen, riß ihn herum und herrschte ihn an. wo er hinlaufe. „Zu den Herren von Scotland Pard in die Villa des Dr. Taylor.“ brachte der Mann, nach Luft schnappend, mübsam hervor. „Das sind wir,“ sagte der Oberinspektor, was wollen Sie und wer sind Sie?“ „Ich bin der Totengräber und Friedhofswächter von Wembley. Man hat aus dem Totenhaus eine Leiche gestohlen.“ „Was“ brüllte Robin,„welche Leiche?“ „Die des Mannes, der heute nacht von der Polizei erschossen wurde.“ Bestürzt sahen sich die drei Detektive an. Dann sagte Sergeant Mackenzie:„Diesmal ist der Teusel loa* 25. Fortsetzung.) Mary und Waldemar waren wieder an den Tisch getreten. „Ich habe dem jungen Paar angeraten, sich zu drücken“, erklärte Waldemar mit lachendem Gesicht. Das schien mir am ratsamsten zu sein, denn bei der Aufregung dieser enttäuschten Mutter hätte es doch noch zu einer Katastrophe kommen können.“ „Ich befürchte auch so etwas ähnliches", meinte vannemann lachend.„Also man muß sich doch wirklich wundern, nun ist Berlin so riesengroß, hat eine Unmasse von Vergnügungsstätten und ausgerechnet Mutter und Tochter müssen sich hier reffen.“ „Hoffentlich hat dieses Zusammentreffen keine ösen Folgen für das junge Mädchen“, meinte Nary besorgt. „Na, einen gehörigen Krach wird meine temseramentvolle Schwester schon schlagen", sagte Hannemann augenblinzelnd.„Aber die kleine Kröte, die Lucie, hat die Standhaftigkeit der Hannemannschen Linie geerbt. Ich möchte beinahe vetten, daß sie in diesem Kampfe Siegerin bleibt.“ „Na ja, wenn man einen solchen Onkel zum Verbündeten hat“, meinte Mary, Hannemann zuprostend,„da muß es ja zum Endspurt langen.“ Hannemann gab ihr Bescheid. „Man tut, was man kann“, sagte er schmunzeind und trank mit Behagen das Glas aus. Nan war noch eine ganze Weile sehr vergnügt usammen und trennte sich erst lange nach Mitternacht. Als Lucie am nachsten Morgen doch ein wenig bedrückt an den Kaffeetisch trat und die Eltern begrüßte, erkannte sie sofort an dem verschnupften Gesicht der Mutter, daß sich in Kürze ein Gewitter entladen würde. Und richtig— kaum hatte sie den ersten Schluck Kaffee getrunken, da wurde schon die drückende Stille unterbrochen. „Hast du mir nichts zu erklären, Lucie?“ fragte die Mutter streng. Lucie blickte auf und begegnete dem durchbohrenden Blick ihrer Mutter mit einem sanften Lächeln. „Doch, Mama“, sagte sie gefaßt.„Es tut mir wirklich leid, daß ich dich hintergehen muß, um zu meinem Glück zu gelangen.“ „Aha!“ meinte Aurora höhnisch.„Daß dein Betragen unverantwortlich gewesen ist, siebst du wenigstens ein. Doch immerhin schon etwas.“ „Gott, Mama!“ erklärte Lucie mit ruhigem Lächeln.„Du bist doch auch einmal jung gewesen. Du hast doch deinen Eltern auch nicht immer auf die Nase gebunden, wenn du dich mit einem jungen Manne getroffen hast.“ „Ich... ich habe mich nur mit Papa getroffen", versetzte Frau Niewind, der dieser Einwurf ihrer Tochter einiges Unbehagen bereitete. „Haben deine Eltern auch immer davon gewußt?“ fragte Lucie, die ihre Mutter mit Bedacht in die Enge treiben wollte. „Gott.. ich weiß nicht mehr, Lucie“, erwiderte die Mutter ungeduldig,„das ist doch auch.. „Aber ich weiß es noch genau“, fiel ihr der Gatte in's Wort.„Oft genug haben wir uns heimlich getroffen. Das war ja überhaupt das schönste, diese Heimlichtuerei, Alte! Das wollen wir beide doch nicht vergessen.“ „Na ja, na ja", mußte nun Aurora doch eingestehen. Sogar das Wort„Alte“, das sie nicht ausstehen konnte, übersah sie in der augenblicklich weicheren Stimmung.„Aber“, fuhr sie fort,„das war ja ganz anders als dieser Fall. Ich verstehe dich wirklich nicht, Lucie! Du wirfst dich doch glatt weg. So ein simpler Apothekergehilfe... das ist doch keine Partie für dich, Lucie! Siehst du denn das nicht ein?“ „Nein, Mama“, entgegnete Lucie standhaft, „das will mir nicht einleuchten. Ich bin ein einfaches Mädchen und will nicht hoch hinaus. Ein Apotheker, selbst, wenn er vorerst noch Gehilfe ist, bringt unserer Familie keine Schande. Wir können ihn mit ofsenen Armen aufnehmen.“ „Das könnte dir so passen", meinte die Mutter bockig. „Ich für meine Person bin Lucies Ansicht“, ließ sich der Vater wieder vernehmen.„Und bedenke doch mal, wenn wir den Provisor in der Familie haben, was dir für Vorteile erwachsen. Der kann dir vielleicht bessere Ratschläge geben als mancher Arzt, denn er kennt doch seine Mixturen und Medizinen und Pillen ganz genau. Er macht sie doch selbst. Was du dabei sparen kannst. Du bekommst doch alles zum Einkaufspreis.“ „Mit dummen Witzen wollen wir diese ernste Angelegenheit doch nicht abtun, Hermann!“ herrschte Aurora ihren Mann an.„Jedenfalls habe ich Herrn van Overbrügge versprochen, in Lucie zu dringen, damit sie die Seine wird. Ihr könnt euch beide auf den Kopf stellen, ich setze meinen Willen doch durch.“ Sie erhob sich und ging mit trotzigem Gesicht aus dem Zimmer. * Hendrik van Overbrügge hatte sich gegen elf Uhr bei Hannemann eingefunden. Er begrüßte den verbindlich lächelnden Hannemann sehr frostig und ging gleich auf sein Ziel los. „Also, Herr Hannemann“, sagte er erregt,„ich bin doch sehr erstannt über ihr gestriges Verhalten. Ihre Frau Schwester, die ich gestern noch im Haus Vaterland getroffen habe, hat mich aufgeklärt. Ja, sagen Sie mal, was fällt Ihnen denn eigentlich ein, mich vor meiner zukünftigen Schwiegermutter so bloßzustellen? Sind Sie denn des Teufels?“ „Ich werde Ihnen mal was sagen, Herr van Overbrügge“, erklärte Hannemann energisch und richtete sich auf,„der Ton, den Sie soeben anzuschlagen belieben, paßt mir nicht. Wenn Sie also Ihre Erregung nicht meistern können, ist ein weiteres Gespräch zwischen uns beiden ausgeschlossen.“ Overbrügge biß sich auf die Lippen. „Verzeihen Sie meine Aufregung, Herr Hannemann!“ sagte er dann ruhiger.„Aber es steht sehr viel auf dem Spiel.“ „Das ist wohl der Fall... für Sie in geldlicher Beziehung... für meine Nichte... in jeder Beziehung, Herr van Overbrügge!“ „Ich liebe Lucie... über alle Maßen!“ „Dann verstehe ich nicht, warum Sie Ihr Verhalten nicht dementsprechend eingestellt haben?“ „Sie spielen auf mein Verhältnis an?“ „Tas will ich gar nicht als so ausschlaggebend hinstellen. Sie sind ein lediger Mann in den besten Jahren, vollkommen unabhangig. Warum sollten Sie sich keine Geliebte halten. Aber wenn man ernste Absichten hat, dann reinigt man zuUnd er hatte recht. 18. Kapitel Schon in den ersten Vormittagsstunden dies Donnerstags wimmelte es in Porters Hall u Wembley von Reportern. Robin hatte seinen ten Anweisung gegeben, die Zeitungsleute äuße entgegenkommend zu behandeln; er selbst en fing sie mit seltener Liebenswürdigkeit, tat heimnisvoll und sagte jedem, er würde ihn zu verständigen, sobald die entscheidende Wendun einzutreten verspräche. Mittags wurde Inspektor Barton, der no seine: Verwundung zunächst in tergebracht worden war, mit einem Krankenwagt nach London überführt. Die Männer von der 3 tung ließ man wissen, es ginge mit ihm zu End Als man ihn auf einer Bahre hinuntertrug in in der Halle Miß Adlercreuz hinzu und legte de verwundeten Inspektor wortlos einen Blumel strauß auf die Decke. Barton wurde ganz rot Gesicht und dankte getreu seiner Rolle, nur einem warmen Blick. Seine Ueberführung erdin der Aufnahmekanzlei des Polizeisazaren Dort bekam ein am Morgen eingelieferter mann, der im Dienst von einem Auto niederge ßen war, zu seinem Erstaunen eine Kopfstaffel m der Aufschrift„Inspektor Barton“, wahrend wirkliche Barton den Tag auf dem Diwanen der Aerztezimmer verbrachte, um am Abend be lich in die Wohnung des Sergeanten Cod übersiedeln. Inzwischen walteten die Beamten in Port Hall ihres Amtes. Sergeant Cock suckte als g treuer Untergebener und Mitarbeiter spektors überall die Nase hinein, damit ihm ke Fortschritt in der Untersuchung entging u. dam er am Abend Barton Neues mitteilen konnte. die Amtshandlung gerade wieder einmal uninm essant wurde, begab sich der Sergeant vor Haus, um sich von der jungen Frühlingssonne scheinen zu lassen. Er schlenderte um das Gehan berum, bis er an der Stelle anlangte, wo a Montag im Gras das Mordwerkzeug gefunde worden war. Dort blieb er stehen und blickte si nend zu den Fenstern hinauf, hinter denen das geheimnisvolle Drama jener Schreckensna abgespielt hatte. Gros. Großkundgebung. Die gruppe Gerthe der N30r Gerthe der DAF. gemei kundgebung im Saale var gut besucht. Ortsobman MF. eroffnete den Aben weis auf die Feierlichkeit derte dabei zur restlose Redner des Abends spra vom Reichspropaganda=A schloß seine beifällig aufg gen mit dem Aufruf, im und die Freiheit getreue ters zu sein. Bund der heimattreuer Die Frauenhilfe der Bun Bund der heimattreuen feierte am Dienstag im Sa zu dem auch sämtlich der Nachbarschaft erschiene der Frauenhilfe, Frau S die zahlreichen Gäste. Ne Frau Rautenberg er latt das Wort zur Fess Programm mit kleinen mationen und Gesangsdar terlei Unterbaltung Der Starkstromleitung Lechenelektriker Paul B. rer im Untertagebetrieb enlage eine Reparatur an vornehmen mußte, wurde lich durch einen Kurzschlu einen Streckenstoß geschleu er zu Tage geschafft und 1 geführt. Bochum „Warum warf der Mörder den Feuerhaken zu Fenster binaus?“ stellte sich Cock die Frage. mußte doch wissen, daß man die Mordwar finden würde. Sollten die Fenster offen gene sein dann könnte man an eine Impulshand denken. Sie waren aber geschlossen und der Mo der machte sie erst nach der Tat auf. Man mord nicht bei offenem Fenster! Warum also wari den Haken hinaus? Sollte er vielleicht noch er anderes———* Der Sergeant hatte Glück. Kaum gedacht, wahrte er einen in der Sonne blitzenden Gegn stand im Gras liegen Sofort sprang der Beamte darauf zu und hob ein leeres Glastlait chen auf wie man sie für Medizin verwendet. Gummistöpsel entfernend, führte er es zur und konnte einen bitteren Geruch wahrnehm Bedächtig verschloß Cock das Fläschchen, sckt in die Westentasche. Dann verabschiedete erf kurz vor Robin, bestieg sein Motorrad und ful mit Vollgas davon. (Fortsetzung folgt.) Warum wollen Sie so leichtsinnig sein und ihre Haut ungeschutit Sonne aussetren? Es 9ib Nives Weon man sich vorjeder Sonnenbesnahlung siets gut mit Nivee-Creme oder-Ol ein reibt, dennerhalt meneine hen che etriche Htrnn nächst seine früheren Beziehungen. Das babs Sie nicht getan. Im Gegenteil... Sie sind am noch anderen Frauen nachgestiegen. Ich erwacn zunächst Miß White, der Sie in ziemlich fallender Weise den Hof machen.“ „Meine Güte, man wird doch wohl noch eine schönen Frau Schmeicheleien machen konnen brauste der Holländer auf. „Schmeicheleien schon... nur darf man nin lastig fallen", entgegnete Hannemann scharf. „Sie scheinen auffallend im Bilde zu sen stieß van Overbrügge erregt hervor.„Wissen am Ende noch mehr von mir?“ Doch!" erwiderte Hannemann gelassen. ganze Menge.„Sie bemühen sich ferner um geschiedene Frau eines chilenischen Graßgrunt sitzers... um Frau Andrez... und zwar ganz auffallender Form.“ „Herr des Himmels... doch nur aus gesun lichen Gründen", erregte sich van „Denken Sie denn, ich will alle Frauen, mit ich in Wahrnehmung meiner Interessen schon heiraten?" „Das natürlich nicht", meinte Hanneman eisern ruhig,„nur beschwatzen, selbstverstandlicHendrik van Overbrügge wollte erneut au ren, doch besann er sich eines besseren und in nur gezwungen. „Also... ich gebe Ihnen die Versicherung, da ich bei Ihrer Nichte ernste Absichten habe er in gespielt ehrlichem Tone.„Und daber m ich Sie bitten, Ihre weiteren Beobachtungen zustellen. Im übrigen hat das auch Zweck, denn etwas wirklich Ehrenrühriges wn Sie mir niemals nachweisen. Und was Techtelmechtel mit der Tänzerin anbetrimft, können Sie vollkommen beruhigt sein. Jal die Beziehungen zu ihr gelöst. Das ist aus. „Und.. nun wollen Sie sich um meine Nichte bewerben?" fragte Hanne eraet. „Ich wüßte nicht, was mich davon ab sollte", erklärte van Overbrügge lässig „Vielleicht die Tatsache, daß sich Lucie verlobt hat.“ Overbrügge machte ein überlegenes dann lachte er kurz auf. „Aber doch wohl nicht im Einverstandnie. ihrer Frau Mutter", meinte er zunisch, die Hand ihrer Tochter zugesagt hat.der Aber die Hauptsache ist doch die Zusau Tochter", ereiferte sich Hannemann, dem dies stellung unverständlich dünkte.„Die hn doch nicht."(Fortsetzung folgt) Unter einen„Bruch“ Vorbauer Erwin Sch. aus geriet unter einen schweren Verletzungen wurde Schge mannsheil zugeführt. Boch Der Rollschuhkursus fäll setzung des Saales des W gendreer infolge Ausschmüc leiten des nationalen Feie schuhkursus in dieser Wock nächster Woche wird der Ku gebalten. Eine Versammlung der der Müser Brauerei und TUg. fand im Sitzungssaa Nach einigen Darbiett und des Werkschors und der durch den Betriebsobmann Korren(Berlin) zum The enden Deutschen". Jeder körverlich Behink Die Ortsgruppe Le Reichshundes der Körperbel lale„Zur Post" eine Mor die in erster Linie der Wei gnossen dienen sollte, die Selbstbilfegemeinschaft ben Korverliche Ertüchtigung geboren in den Aufgabenkr Erreichung dieses Zieles1 Kurse und Lehrgänge einge ist speziell der Bann Jtus uuser purde nach Witten nd=Schule. Rekto Allbenand getreten Mwenneman Schulleiter. Feierliche Montagabend erfol echung von 86 tunde waren auße der Partei, mnn und der DA. Bochum erst Fankermann richt loszusprechend imme treue und tauf über der 5 einzelnen Inn ennwu und erte walter der DAJ. 7 ner wies in eint allein die onen n die beste Leil r anute 3 an 80 für die von n. Alempnel Neuee uden. 8. Kapitel ten Vormittagsstunden die elte es in Porters Hall un tern. Robin hatte seinen Ley ben, die Zeitungsleute auser 1 behandeln: er selbst em r Liebenswürd te jedem, er würde ihn zun die entscheidende Wendu de. Inspektor Barton, der zunächst in Porters Hall var, mit einem Krankenwa prt. Die Männer von der 3 n. es ginge mit ihm zu End ter Bahre hinuntertrug, in dlercreuz hinzu und legie tor wortlos einen Blume Barton wurde janz roz getreu seiner Rolle, nur m Seine Ueberführung er nzlei des Polizeilazarem Morgen eingelieferter Sc von einem Auto niedergen Erstaunen eine Kopistaffelm ektor Barton“, während Tag auf dem Diwane rbrachte, um am Abend bein ig des Sergeanten Coc en die Beamten in Port Sergeant Cock steckte als g und Mitarbeiter seines J Nase hinein, damit ihm kei ttersuchung entging u. dam Neues mitteilen konn erade wieder einmal uninm sich der Sergeant vor r jungen Frühlingssonne schlenderte um das Gehau er Stelle anlangte, wo a das Mordwerkzeug gefunde jeb er stehen und blickte n hinauf, hinter denen n Drama jener Schrecknsnad Mörder den Feuerbaken zu lte sich Cock die Frage. aß man die Mordwafseh n die Fenster offen gewet in an eine Impulshan! er geschlossen und der Mo ch der Tat auf. Man mord nster! Warum also wart Sollte er vielleicht noch er te Glück. Kaum gedacht, der Sonne blitzenden Gegen n Sofort sprang der jun 1d hob ein leeres Glasflait für Medizin verwendet. N send, führte er es zur tteren Geruch wahrnehme ock das Flästchchen steckt Dann verabschiedete eg sein Motorrad und (Fortsetzung folgt.) so leichtsinnig chutt der les docn otjecer/ en u Ol einnehenr ziehungen. Das babe enteil... Sie sind au gestiegen. Ich erwan Sie in ziemlich an nachen? rd doch wohl noch einn leien machen können .. nur darf man nich Hannemann scharf. d im Bilde zu sen gt hervor.„Wissen mir?" nemann gelassen. ihen sich ferner um lenischen Großgrunce drez. und zwar doch nur aus sich van Overdruan alle Frauen, mit ser Interessen schon mn meinte Wanneman itzen, selbstverständlich. se wollte erneut auffas nes besseren und lac en die Versicherung de e Absichten habe“, sagn mne.„Und daher ren Beobachtungen ein at das auch Ehrenrühriges konn isen. Und wur änzerin anbetrifft, erubigt sein. elöst. Das ist ausl Sie sich allen Ernstel n?“ fragte Hanneman mich davon abnalten brügge lässig. daß sich Lucie gestern Bochum=Gerthe Großkundgebung. Die Dienstag von der Ortegruppe Gerthe der NS DAP. und der Ortewaltung Gerthe der DAF. gemeinsam einberufene Groß kundgebung im Saale van de Pavert war überaus it besucht. Ortsobmann Hanwayr von der MAF. eröffnete den Abend mit einem kurzen Hinweis auf die Feierlichkeiten am 1. Mai und forderte dabei zur restlosen Beteiligung auf. Als Redner des Abends sprach dann Pg. Werchan vom Reichspropaganda=Amt Berlin. Der Redner schloß seine beifällig aufgenommenen Ausführungen mit dem Aufruf, im Kampf um den Frieden und die Freiheit getreue Gefolgsmänner des Fühters zu sein. Bund der heimattreuen Ost. und Westpreußen. Die Frauenhilfe der Bundesgruppe B.=Gerthe im Bund der heimattreuen Ost= und Westpreußen feierte am Dienstag im Saale Kalthoff ihr Jahreszu dem auch sämtliche Schwestergruppen aus der Nachbarschaft erschienen waren. Die Leiterin der Frauenhilfe, Frau Skowronek, begrüßte die zahlreichen Gäste. Nach dem Festprolog von Frau Rautenberg ergriff Landsmann Takatt das Wort zur Festrede. Ein reichhaltiges Programm mit kleinen Aufführungen, Deklamationen und Gesangsdarbietungen brachte manberlei Unterhaltung.(va.) Bochum-Hofstede e Der Starkstromleitung zu nahe gekommen. Der henelektriker Paul B. aus der Hiltroperstraße, im Untertagebetrieb einer örtlichen Schachtenlage eine Reparatur an der Starkstromleitung vornehmen mußte, wurde bei seiner Arbeit plötzlich durch einen Kurzschluß getroffen und gegen einen Streckenstoß geschleudert. Bewußtlos wurde er zu Tage geschafft und dem Bergmannsheil zugeführt. Bochum-Hiltrop-Bergen Echriä Unter einen„Bruch“ geraten. Der 30jährige Vorbauer Erwin Sch. aus der Constantin=Kolonie geriet unter einen schweren Bruch. Mit schweren Verletzungen wurde Sch geborgen und dem Bergmannsheil zugeführt. Bochum-Langendreer Der Rollschuhkursus fallt aus. Wegen der Besetzung des Saales des Wirtes Köppe in Langendreer infolge Ausschmückung für die Feierlichkeiten des nationalen Feiertages fällt der Rollchuhkursus in dieser Woche einmalig aus. Al nächster Woche wird der Kursus wieder laufend abgebalten. Eine Versammlung der Gefolgschaftsmitstlieder der Müser Brauerei und der Amtswalter der TAg. fand im Sitzungssaal der Müser=Brauerei ratt. Nach einigen Darbietungen der Werkskapelle und des Werkschors und der Begrüßungsansprache durch den Betriebsobmann Deppe sprach Pa norren(Berlin) zum Thema„Ehre jedem schafenden Deutschen“. körverlich Behinderte gehört in den Die Ortsgruppe Langendreer=Werne des Reichsbundes der Körverbehinderten hielt im Lofale„Zur Post" eine Monatsversammlung ab, die in erster Linie der Werbung aller der Volksgenossen dienen sollte, die den Reihen dieser Selbsthilfegemeinschaft heute noch fernstehen. Korverliche Ertüchtigung und Willensschulung sehoren in den Aufgabenkreis des RBK. Zur Erreichung dieses Zieles werden entsprechende Kurse und Lehrgänge eingerichtet. Für Jugenduche it speziell der Bann K in der Hitlerjugend zu nennen, der die Betreuung der kommenden Generation in der Staatsjugend übernommen hat. Nochmals ergeht an alle, die in die Reihen des Reichsbundes der Körperbehinderten gehören, der Ruf, sich unverzüglich in seine Dienste zu stellen. Schützenverein„Papenholz". Im Vereinsheim wurde die fällige Versammlung abgehalten. Nach Verlesung des Protokolls konnten drei Schützenbrüder neu in die Reihen des Vereins aufgenommen werden. Das Vereinsmeisterschaftsschießen wurde auf den 6. Juli angesetzt. Das Uebungsschießen hierzu findet jeden Sonntagnachmittag statt, erstmalig am 23. Mai. Die Austragung der Kreismeisterschaftskämpfe findet am 18. Juli statt. Abschließend wurde bekanntgegeben, daß auch in diesem Jahr Pfingsten wieder ein Ausflug unternommen wird. Die Kameraden, die mitmachen wollen, treffen sich um neun Uhr morgens am Vereinslokal. Bochum-Werne Berufe verungluckt. Auf der Schachtanlage „Robert Müser“ geriet der 39jährige Hauer Alex K. aus der Adrianistraße 6 unter das hereinbrechende Gebirge. K. wurde sofort von seinen Arbeitskollegen geborgen, jedoch hatte er neben Arm= und Handverletzungen bösartige Ruckenprellungen davongetragen, so daß seine Ueber führung ins Bergmannsheil erfolgen mußte. Schwerer Unfall. Im Untertagebetrieb der Schachtanlage„Amalia“ der Zeche„Robert Müser“ traf einen Bergsungmann aus Harpen eine eiserne Stange ins Auge, die seine Ueberführung in das Krankenhaus erforderlich machte. Ob dem Jungen das Auge erhalten bleibt, ist fraglich.(ik.) Die Jahreshauptversammlung dea Vaterländi schen Frauenvereins vom Roten Kreuz fand Dienstag im Jungmannschen Saale statt. Nach der Be grüßung durch die Vorsitzende Frau Taeger gab Schriftführer Lehrer Schiefer den Jahresbericht. Die Mitgliederzahl ist annähernd unverandert geblieben. Obwohl durch die Mitwirkung im amtlichen Sanitätsdienst den Frauenvereinen neue Aufgaben erwachsen sind, die natürlich auch größere Aufwendungen erfordern, sind die Beiträge nicht erhöht worden. Krönung und Höhepunkt der Jahresarbeit war die feierliche Verpflichtung von 28 neuen Samaritern in der Herbstversammlung durch die Kreisgruppeleiterin Jes Bereitschaftsdienstes Frau Stodt. Die Arbeit an der Wehrertüchtigung ist für den Vaterländischen Frauenverein eine selbstverständliche Pflicht und eine in 70jähriger Tradition geheiligte Aufgabe, der der Werner Zweigverein nun schon über drei Jahr zehnte dient. Weiter wurde darauf hingewiesen, daß in der Mitgliederversammlung in der übernächsten Woche auch Fragen der Sterbekasse erörtert werden. Nach der Kaffeepause hielt dann die Provinzialvorsitzende Frau Kaltbeuner einen Vortrag, in dem sie an alle Frauen avellierte, die Arbeit des Roten Kreuzes zu unterstützen. Besonders zu erwähnen sind noch die gesanalichen Darbietungen von Fräulein Pulvermacher. Bedn-Lindon-Dahlhanson Hohes Alter. Am heutigen Tage feiert die Ebefrau Amalie Koch, Dr.=C.=Otto=Straße 46, ihren 79. Geburtstag. Das Geburtstagskind erfreut sich noch einer guten Gesundbeit und versieht noch allein ihren Haushalt. Wir wünschen dem hoch betagten Geburtstagskind, daß es ihm vergönnt sein möge, auch das Fest der diamantenen Hochzeit in gleicher Rüstigkeit zu feiern.(f.) Das Endziel der doppelten Fermentation ist die Steigerung einer Tabak- Qualität durch naturgegebene Klärungsprozesse. dis uuserene Verbreitungsgebiet Wanne-Eickel Schulpersonalien. Die Lehrer Anton Koch no Engelbert Hoppe sind zu Rektoren ernannt Rektor Roch hat damit endaültig die Leiung der Hermannschule und Rektor Hoppe die iig der Schillerschule übernommen. Der Leit der Heinrichschule, Hauptlehrer Kraushaar, wurde nach Witten versetzt. Der Leiter der Unsernbrschule. Rektor Nierstenböfer, ist in den mubeitand getreten. An seine Stelle wurde RekShdeiter von der Cranger Schule neierliche Lossprechung von 86 Lehrlingen. Am Nontagalend erfolgte in der Stadtballe die Losdiechung von 8 Lehrlingen. Zu dieser Feierinde waren außer den Handwerkern die Ver9, Partei. Gauhandwerkewalter Plankerun der DAF.-Gauschulungswalter Dr. Leb„Jochum. erschienen. Gaubandwerkswalter seuntermann richtete dann die Aufforderung an oszusprechenden Lehrlinge aller Innungen, Hakenkreuzfahne das Gelöbnis abzulegen, teue und ehrenwerte Gesellen zu sein, anf über der Hakenkreuzfahne durch die Hand Innungsmeister die 86 Lehrlinge n wurden. DAF-Obmann Müller Jencite den neuen Gesellen die Glückwünsche ueilt sodann dem GauschulungsReöner Dr. Lebrecht. Bochum, das Wort. ahen denin eindringlichen Worten auf die Aufanein der neuen Gesellen hin, deren höchster Ruhm die beste Leistung sei. für Klempnerlehrlinge. Useschule den 30. April, findet in der BePrufungam Solbad die diesjährige EignungsAlempnerbandenustellenden Lehrlinge des nerhandwerks statt. Die Prüfung aener Alempner=Innung Wanne=Eickel rnrasorin. 38. Aus den ZiegelHans nahe der Dorneburg in Eickel und anDerlägesellschalteN. von der Vergwurhen adenis zur Verfügung gestellt haben in der füngsten Zeit fleißige Hände wird abgein tatkräftiger Selbsthilfe ein Heim geschaffen, das den Angehörigen des NSKK. freundliche Aufenthalts=, Lehr= und Büroräume zur Verfügung stellt. herne Wer kennt den Schmutzfinken? In letzter Zeit treibt sich ein bisher unbekannter Mann im Volkspark Herne und Sodingen herum und zeigt sich den Kindern, die dort spielen oder herumlaufen, in gemeiner Weise. Der Mann soll ein Fahrrad bei sich führen. Die Bevölkerung wird gebeten, bei ihren Spaziergängen im Volkspark auf diesen Unhold zu achten und die Polizei auf etwaige verdächtige Personen aufmerksam zu machen. Wer hat den Radfahrer im Volkspark oder dessen Umgebung beobachtet und wer kennt seinen Namen? Die Umleitungsschilder entfernt. In der Nacht zum Dienstag haben unbekannte Täter die Ab sperr= u. Umleitungsschilder, die bei den Straßenumleitungsarbeiten der Mont=Cenis=Straße aufgestellt sind, gewaltsam entfernt und sie am Eingang einer Bäckerei aufgestellt. Die Täter haben sich wohl nicht überlegt, welche Folgen ihr leichtfertiges Tun haben konnte, wenn die Straßensperrung überfahren und Fahrzeuge in das aufgerissene Straßenausbesserungsgebiet geraten wären. Hier Uebermut und Dummbeit und da Gefahren für Leib und Leben. Solchen Personen muß unbedingt das Handwerk gelegt werden; sie schädigen nur die Allgemeinheit. Wer hat die Täter bei der Ausführung der Tat gesehen? Groß=Flugtag am Himmelfahrtstage. Die Luftsportortsgruppe Gelsenkirchen veranstaltet aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Flugplatzes in Gelsenkirchen am Himmelfahrtstag einen GroßFlugtag, für den eine Reihe bekannter Piloten, u. a. Gert Achgelis, Förster, Fritz, van der Graff, Irma Brumann und Müller verpflichtet wurden. Außer Kunstflügen werden Fallschirmabsprünge, Segelflugschlepps, Bombenangriffe und Formationsflüge gezeigt. Die Reichsbahn gibt auf allen Stationen im Umkreis von 35 Km. Sonntagsrück= fahrkarten aus .. 2 » 33 ). Ka. 2. A.C ... Sport, Spiel, Lurnen herber-Baier begeisterten 10 000 Ausklang der Eissportzeit in der Westfalenhalle. Nachdem das Weltmeisterpaar Herber=Baier das angekündigte Gastspiel in der Westfalenhalle vor einigen Monaten wegen Verletzung Maxie Herbers hatte absagen müssen, war es selbstverständlich, daß die letzte eissportliche Veranstaltung des Jahres, in dem unsere Olympiasieger sich zum zweiten Male in der Westfalenhalle vorstellten, ausverkauft war. Wiederum wurde den 10000 Besuchern die Vorführung der beiden zum Erlebnis. Ernst Baier zeigte zunächst sein Können im Einzellauf, bewies meisterlich wie aus den Einzelfiguren eine Kür aufgebaut wird. Einmalig diese Harmonie seiner Bewegung zum Ton der Musik. Man vergaß dabei, wie schwierig diese Kür angelegt war, da sie vollendet vorgeführt wurde. Und dann der Paarlauf mit Maxie Herber. Beide begeisterten durch ihren technisch vollendeten Lauf, zumal sie bei Verzicht auf die Akrobatik das rein Sportliche in den Vordergrund stellten. Der Lauf unseres Weltmeisterpaares ist bar jeder Schablone und riß die Zuschauer immer wieder zu stärkstem Beifall hin. Benno Faltermaier, der unerreichte Eislaufkomiker, hatte natürlich wieder einen durchschlagenden Erfolg mit seiner Darbietung, und der Berliner Karl Beuttel wurde für seine Kür ebenfalls mit starkem Beifall belohnt. Das Eishockeyspiel zwischen dem Deutschen Meister Berliner Schlittschuh=Club und einer brandenburgisch-rheinischen Auswahlmannschaft endete mit dem 2:1(0:0, 1:1, 1:0)-Siege des deutschen Meisters, der ohne seinen Standardverteidiger Gustav Jänecke antrat. Trautmann schoß beide Tore für Berlin, Schmiedinger das der Kombination. Kosemeyer fuhr Kundenbestzeit Versuchs=Rennwagen auf der Apus. Den ersten sonnigen Tag nach vielem Regen erwischten Auto=Union und Mercedes=Benz am Mittwoch, als sie mit Versuchsrennwagen auf der Avus erschienen. Manfred von Brauchitsch fuhr mit dem alten Mercedes=Benz=Modell, dem Achtzylinder von 1936, mit etwa 178 kmstd durch die neue Nordkurve, kam also der errechneten Höchstgeschwindigkeit von 180 kmstd. sehr nahe. Als dann ganze Runden gedreht wurden, überbot Rosemeyer auf dem AvusStromlinienwägen der Auto=Union mit 272 kmird. den bisher von Hans Stuck mit 259 kmstd. gehaltenen Rundenrekord. Neuer deutscher Sieg in Kom Rittmeister Hasse siegte nach fünfmaligem Stechen. Die Kette der deutschen Reitersiege beim Internationalen Aurnier in Rom riß auch am Mittwoch nicht ab. Rittmeister Kurt Hasse gewann das Kanonenspringen um den Campi Doglio=Preis auf Fridolin und brachte damit in diesem Wettbewerb die deutichen Farben bereits zum vierten Male zum Erfolge. Leicht wurde ihm diese Aufgabe allerdings nicht, denn nicht weniger als fünf Stechen wurden notwendig, ehe der deutsche Sieg endgültig feststand. 85 Bewerber traten zu diesem Springen an. Franzosensieg in Newmarkel Englandg Dreijährige versagen in den 2000 Guineen. Am Mittwoch wurde in Newmarket mit den„2000 Guineen" die erste klaisische Prüfung der Dreijährigen ausgerichtet. Es stellte sich eine derbe Ueberraschung ein: Englands erste Klasse einschließlich des Derbyfavoriten Fairford, kam nicht zum Zuge. Zum Erstaunen der Fachleute setzten sich zwei Franzosen durch. Es wurde ein überlegener Sieg von Le Ksar aus dem Stall von E. de St. Alary. Der Franzose wurde von H. Semblat gesteuert und siegte mit vier Längen vor M. Boussacs Goya 2 und C. Elliott. Hinter den zwei Franzosen kamen der Außenseiter Mid Day Sun aus dem Stall G. B. Millers und der als Favorit gestartete Fair Copy durch das Ziel. Rennen zu Krefeld. 1. R.: 1. Gnom(J. Hochstein), 2. Lorbaß, 3. Rigolettao. Sieg 13; Platz 11, 12; EW 26:10. Ferner: Jan v. Werth, Rabensteiner. 2. R.: 1. Fehler(W. Höllein), 2. Gildetraut, 8. Totes Rennen zwischen Kukuruz und Arglist. Sieg 15; Platz 11, 24, 7, 6; EW 176:10. Ferner: Musterknabe. 8. R.: 1. Laufpaß(H. Schmidt), 2 Mauser, 8. Augraf. Sieg 78; Platz 20, 18; EW 180:10. Ferner: Selim, Szegeban. 4. R.: 1. Titine(R. Naumann), 2. Kastanienblüte, 8. Fedeler. Sieg 62; Platz 16, 15, 16; EW 822:10. Ferner: Athenerin, Sonny Boy, Gasparone, Kurzer opf. 5. R.: 1. Florian(M. Schmidt), 2. Debatte, 8. Gewehrlauf. Sieg 16; Platz 15, 19; EW 88:10. Ferner: Bastkorn. 6. R.: 1. Maktonia(M. Wortmann), 2. Sirene, 8. Schwede. Sieg 84; Platz 14, 16, 17; EW 84:10. Ferner: Landesfreund, Seydlitz, Caramba, Georgina, Seeräuber. 7. R.: 1. Lockruf(M. Schmidt), 2. Mississippi, 8. Letzter Sioux, 4. Bronceluster. Sieg 26; Platz 18, 12. 14, 15; EW 100:10. Ferner: Gräfin Mariza, Tpuribert, Galsworthy, Romantik, Wernigerode Pieta. Rennen zu Le Tremblay. 1. R.: 1. Shyfox(Bridgland), 2. Floretta 2, 8. Prisunic. Sieg 88; Platz 15 84, 23:10. Ferner: Cleaner, Le Canidell, Cantilene, Jacometa, Radico, Haute Terry, Dame Motley, La Berrichonne. 2. R.: 1. Bilbao 4(Doyasbere), 2. Rose Reine. 8. Azias 2. Sieg 18; Platz 11, 11:10. Ferner: Cheddad. Predicateur, Fastueux. 8. R.: 1. Genua(Toumolin), 2. Melba. 8. Lame. Sieg 135; Platz 29. 13:10. Ferner: Orly. Lucky Dan 4. R.: 1. Trevisani(Villecourt), 2. Vatellor, 8. Turbotin. Siea 18; Platz 20, 29:10. Ferner: Radnor. Le Mistral, Treignac 5. R.: 1. Bach Agha(Thomspon), 2. Giska, 3. San Marce. Sieg 95; Platz 35, 34 39:10. Ferner: Pitou, Goutte d’Or, Pont Levis, Royal Legend,, Camea. Montenotte, Lagoon, Ever Fit. 6. R.: 1. Osman Bey(Brethes), 2. Chenonceaux, 8 Isdes. Sieg 54; Platz 11, 11, 12:10. Ferner: Hannibal, Soumoulou 8 Malkowicze, Mermeros, Brio. Serene. Nicht Essen, sondern Duisburg Manchester Citys ersteg Spiel verlegt Die englischen Berufsspieler von Manchester City werden die Deutschlandreise nicht, wie ursprünglich vorgesehen, mit einem Spiel in Essen einleiten, sondern spielen am 6. Mai im Duisburger Stadion. Zwei Tage später stellen sie sich dann in Wuppertal vor. Auszeichnung für den Reichssportführer. Eine hohe Auszeichnung wurde dem Reichssportführer von Tschammer und Osten zuteil. Ihm wurde im Auftrage der französischen Regierung die„Goldene Medaille für körperliche Erziehung“ verliehen. 24 deutsche Autosiege Am Start des neuen Automobil-Kennjahres Wir leben in einer Zeit, in der man schnell vergißt, leider allzuschnell, weil die Ereignisse sich überstürzen und jagen. Was heute aktuell war, ist morgen überholt.— Nicht nur die Ereignisse des taglichen Lebens werden rasch vergessen, auch die Ereignisse im Sport und ganz besonders im AutomobilRennsport, der durch den Winter zu einer langen Ruhepause gezwungen ist. Nun ist es wieder einmal so weit. Wieder wird man Kompressorgeheul hören, wieder werden Zehnoder gar Hunderttausende ihren Lieblingen wie Caracciola, Rosemeyer u. a. zujubeln und wieder werden sich die Asse von Mercedes=Benz, Auto=Union und mit Garantie. Beste AusfOhrung ia Chrom RM 88.80 Scherzek, Wiemelhauser Str. 96 Alle Sebersturen gu end big Zeitung in debeulend mehr wert a16 1ta lene1 Silber Ankauf(Müngen und Bruch) Düsseldorfer Bestecksabrik E Marz Ankaufssielle für Bochum: E.Clauberg Bochum Bongardstr. 10 Werkzeichnung Alfa=Romeo erbitterte Kampfe liefern. Bmal waren seit Bestehen der 750 kg=Formel bei den„Großen Preisen“ deutsche Fahrer auf deutschen Rennwagen siegreich und die nachstehenden Zeilen sollen uns noch einmal kurz die Sieger ins Gedachtnis zurückrufen. Am 9. Mai wird mit dem Rennen um den„Großen Preis von Tripolis“ die diesjahrige Rennsportsaison aus der Wiege gehoben und gleichzeitig wird damit der erste„Große Preis“ der Saison 1887 gestartet. Wohl gibt es viele Rennen, die gleichfalls heiß umkämpft sind, die Zehntausende in ihren Bann schließen, die vollen Einsatz von Fahrer und Fahrzeug fordern, aber immer wieder sind es die„Croßzen Preise“, auf die die Fahrer und die Werke sich ganz besonders vorbereiten müssen. Würde man nach einer Rennsaison eine Jahresbilanz aufstellen, so müßte man eben hierbei, um eine einwandfreie Bilanz zu bekommen, in erster Linie die„Großen Preise“ berücksichtigen. Sie sind es, die ungeheure Anforderungen an Material und Fahrer stellen, sie sind es, die unter Beteiligung starkster in= und ausländischer Fahrer ausgetragen werden, sie sind es, bei denen ganze Nationen nur eines wünschen und erhoffen— den Sieg! Wenn Eifel= und Avus=Rennen mit in die„Großen Preise“ einbezogen werden, dann mit vollem Recht, denn beide Rennen wurden stets unter Beteiligung stärkster ausländischer Konkurrenz ausgefahren. Im Jahre 1934 siegten die deutschen Rennstalle von Mercedes=Benz und Auto=Union in fünf„Großen Preisen“. Dreimal war Mercedes=Benz erfolgreich, und zwar mit von Brauchitsch im Eifelrennen, Caracciola-Fagioli im„Großen Preis von Italien“ und Fagioli im„Großen Preis von Spanien“.— Die Auto=Union gewann durch Stuck den„Großen Preis von Deutschland“ und den„Großen Preis der Schweiz". Das Jahr 1935 stand im Zeichen von MercedesBenz. Die Fahrer des Untertürkheimer Werkes überraschten die Welt mit einer Siegesserie, wie man sie bisher und auch im Jahre 1936 noch nie gekannt hat. Daserfolgreichste Jahr auf automobilsportlichem Gebiet, das je eine Automobilfabrik gehabt hat, ist und bleibt das Jahr 1985. Nicht weniger als neun Siege, darunter dier Doppelsiege und ein dreifacher Sieg, wurden auf Mercedes=Benz errungen. Die Namen Caracciola und Mercedes=Benz waren in aller Munde. Eine so große Zahl überzeugender Erfolge kann bis auf den heutigen Tag in der Geschichte des internationalen Automobil=Rennsports keine Firma auf der ganzen Welt nachweisen. Einen ganz besonderen Wert erhalten die fabelhaften Siege aber noch dadurch, daß sie durchweg Siege von Großen Preisen“ waren. Erweitert wurden diese neun Siege durch zwei Auto=Union=Erfolge von Varzi, der den„Großen Preis von Tunis und Stuck der den„Großen Preis von Italien“ gewann. Mit Beendigung der Rennsaison 1935 standen 12 Mercedes=Benz=Siegen 4 AutoUnion=Siege in„Großen Preisen“ gegenüber. Mercedes=Benz hatte sich einen Vorsprung geschaffen, der unter normalen Verhältnissen nicht einzuholen war. Unbewußt hatten Caracciola und Faglioli für die Zukunft gesorgt. Die Rennsaison 1936 wurde vielversprechend mit einem Caracciola=Sieg im„Großen Preis von Monaco“ eröffnet. Noch einen zweiten Sieg sicherte sich Caracciola auf Mercedes=Benz, und zwar war es der„Große Preis von Tunis“, doch dann verließ das Glück, das nun einmal zum Sport gebört, den Mercedes=Benz=Rennstall, Kleinigkeiten versperrten den Untertürkheimer Fahrern den Weg zum Sieg und trotzdem gingen sie immer wieder mit ungebrochenem Mut und Selbstvertrauen ins Rennen. Und gerade in dieser bösen Zeit konnte man den Mannschaftsgeist, die Kameradschaft und die Manneszucht des gesamten Mercedes=Benz=Rennstalles bewundern. Da gab es keine hervorgesuchten Entschuldigungen, da gab es keine an den Haaren herangezogenen Ausreden, da versuchte man nicht die Erfolge der Gegner zu schmälern, sondern mannhaft nahm man die Schlappen hin und neidlos erkannte man die Leistungen anderer an. Als ernsthafte Gegner standen sich nur noch die Fahrer der Auto=Union und von Alfa=Romeo gegenüber. Rosemeyer von der Auto=Union war es vorbehalten, der auslandischen Konkurrenz nunmehr Schach zu bieten, und er loste diese schwere Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit des deutschen AutomobilRennsports. Er siegte im Erfelrennen, im„Großen Preis von Deutschland“, im„Großen Preis der Schweiz" und im„Großen Preis von Italien“, wahrend sein Stallgefahrte Varzi im„Großen Preis von Tripolis“ siegreich war. Somit wurden in der Rennsaison 5„Große Preise“ von der Auto=Union und 2 Große Preise“ von„Mercedes=Benz gewonnen. Bei 23„Großen Preisen“ waren die deutschen Marken Mercedes=Benz und Auto=Union siegreich, davon entfielen auf Mercedes=Benz 14 und auf die Auto=Union 9 Siege. Beide Firmen nehmen nun auch in diesem Jahr wieder den Kampf gegen den Ansturm des Auslandes auf. Beide Firmen haben ihre Rennwagen in den Wintermonaten überholt und verbessert; auf der Monzabahn sind sie auf Herz und Nieren geprüft worden. Die Wagen haben die Prüfung bestanden, alles ist wohlvorbereitet und der Nachmittag des 9. Mai 1937 wird hoffentlich im„Großen Preis von Tripolis“ mit einem deutschen Sieg enden. Mercedes=Benz und Auto=Union vertreten dort die deutschen Farben, ihre schärfften Gegner sind die bewährten Alfa=Romeo=Fahrer. Caracciola und Nuvolari, die Helden aus tausend Schlachten, werden sich einen harten Kampf liefern, der junge Rosemeyer wird sicherlich alles daransetzen, um Ver. Preußen 07 und Tus im Endspiel um die Jugend Zußball=Kreismeisterschaft. Gestern nachmittag wurden die beiden Vorschlußrundenspiele um die Jugend=Kreismeisterschaft ausgetragen. Im TuS-Stadion standen sich die beiden Mannschaften der Ver. Preußen 07 und des 2TV Harpen gegenüber. Vor gut 600 Zuschauern kamen die Preutzen zu einem verdienten 2:0=Sieg. Beide Hinzer= mannschaften waren sehr gut, wahrend im Angrif die Preußen ein kleines Plus hatten, das genügte. um in jeder Hälfte ein Tor zu erzielen. Auf dem Germania=Sportplatz standen sich im Wiederholungsspiel der Tas und Reichsbahn=Tus Bochum gegenüber. Diesmal setzte sich das bessere Spiel der TuS=Mannschaft sicher durch. Nachdem sischon bei der Pause mit 8:1 gefuhrt hatte, sicherte sie sich in der zweiten Spielhälfte einen überlegenen 9:2=Sieg. die Erfolge der Saison 1936 zu wiederholen und zu festigen, und die deutschen Nachwuchsfahrer Lang und von Delius werden beweisen wollen, daß sie mit aller Macht den Anschluß an die Extraklasse erstreben. Den Ausgang des ersten„Großen Preder Rennsaison 1937 vermag jedoch niemand orher zu bestimmen. Aus den Turn- und Sportvereinen Jahreshauptversammlung des Tv. Priesen 1887 e. 8. Am vergangenen Sonntag hielt der To. Friesen im Vereinsheim Ising seine Jahreshauptversammlung ab. Die Mitglieder waren der Einladung zahereich gefolgt, so daß der Saal bis auf den letzten P. besetzt war. Die Versammtung wurde vom 2. Vereinsführer, Zimmermann. eröffnet Vereinsführer Schmidt begrüßte dann die Erschienenen und hien Rückschau auf das Jahr 1936=37. Er gedachte besonders der großen deutschen Olympigerfolge. Das Zel des Reichsbundes sei, alle Volksgenossen zu erfassen. sie stark und kräftig zu machen zum eigenen Rutzen und zum Nutzen für Volk und Vaterland. Vereini= führer Schmidt betonte weiter, daß wir das allet dem Führer zu verdanken hatten, dem es gelungen sei, den Sport zusammenzufassen. Nach diesen Ausführungen gaben die einzelnen Fachwarte ihre Lerichte. Mit Freude konnte festgestellt werden, daß in allen Abteilungen ein Aufschwung zu verzeichnen M. Erfreulich war auch der Kassenbericht, ersah man don. daß der Verein auch finanziell gut dasteht. Dem Kassenwart und der Vereinsführung wurde von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt. Vereinz= führer Schmidt gab dann kurg die Veranstaltungen bekannt, die im kommenden Jahr stattfinden. A nächste Veranstaltung steht das Terrassenturnen an 18 Juni bevor. Ein großeres Fest wird das Mahrn Stiftungsfest im Herbst werden. Mit dem Lied hatt' einen Kameraden" gedachte man der beiden Ka= meraden Haudel und Dirks, die im vergangenen Jahr aus dem Leben schieden. Nachdem der Deian noch einige Ausführungen über die vollische Aufsprache gemacht hatte, schloß der Vereinsführer de Versammlung mit einem Sieg=Heil auf den Führer und den Reichssportführer. RUNDFUNK Donnerstaa. 25. April 600: Morgenlied, Wetterbericht für den Bauer. 6.05: Leibesübungen. 6.2: Frühkonzert. 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenlied, Morgenrus. 8.00: Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen. Kalenderblatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen 8.2: Ohne Sorgen jeder Morgen. Es spielt die Kapelle Erich Börschel. I. Zum Städt'le hinaus, Marsch(G. Meißners. 2. Rusticanella(Cortopafsi). 8. Ouvertüre„Bagatelle“(J. Rirners. 4. Tame in Brokat(A. W. Refelbey). 5 Am Lago maggiore H. Henser). 6. Schwäbischer Bauernwalzer(H. Kromel. 7. Serenata appassionata(H. SSeinerl. 6. Kleiner Tanz(E. Börschels. 9. Land im Süden W. Noack). 10. Hand in Hand, Marsch IFr. von Blon). 9.2: Kleine Zwischenmusik(Indnerie platten). 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00: Volksliedsingen. Wiederholung Liederblatt 1/2. 10.90: Senbepause. 11.50: Bauer merk an 12.00: Die Werkpause des Reichsenders Köln(in Verbindung mit der DAF). Was sich die arbeiten= den Volksgenossen des Sendegebietes wünschen Uebertragung aus der Firma Glanzstoff=Courtoulds, GmbH., Köln=Niehl. Es soielt eine Kapelle der Wehrmacht. 19.00: Mittagsmeldungen— Gluckwunsche. 13.16: Mittagskonzert. Es spielt das Kleine Orchester des Reichssenders Koln unter Leitung von Leo Epsoldt. 1. Vorspiel zur Operette„Fruhlingsluft“(Jos. Strauß/ E. Mansz). 2. Abschied von Neapel(T. Murzilli). 8. Grotedke(G. Lindner). 4. Melancholischer Walzer, aus der„Tänzerischen Folge“(E. Kunnekel. b. Russische Nhapfodie, aus der Over„Fürst Igor“(A. Borodin). 6. Berbotener Gesang(Gastaldon). 7. Walzer aus der Operette„Die Tanzgräfin“(R. Stolz). 8. Wiegenlied B. Godard). 9. Sicilianische Tarantelle(Mercier 10. Aus den„Waldizenen“(R. Schumann): a Bogel als Prophet; b) Jagdlied 14 0: Mittagsmeldungen. 14.15: Fortsetzung des Mittagskonzerts. 11. Ans den„Zigennerigenen“(e. Bizet): al Präludium: 6 Serenade; e) Marsch. 12. Zwei Herzen, doch nur Eins, Walzer(Richter). 18. Granada. Serenade (Albeniz). 14. Melodien aus der Over„Manon“ (J. Massenet). 16. Erinnerung. Neyer). M. Planderei(A. Kuntzschl. M. Tanz der Spaßmacher, aus der Folge„Nell=Gmyn“(German). 16 00: Eendepause. 16.65: Wirtschaftsmeldungen. 16.00: Musik am Nachmittag. Es spielt daKleine Orchester des Deutschlandssenders; Leitung Kurt Kreyschmar 17.00: Held m. wer band halt. Zum M. Todetag des Nembrandt=Deutschen. Ausschnitte aus seinem Werk. Auswahl und einfuhrende Worte Dr. Josef Mahlberg 17.16: Musik unserer Zeit. Sonatine für Bio— Flanter Een deen Amna. Es wielen (Industrie= SchallRudi Hauck(Biolinel und Erwin Bischoff Klavier 17.20: Jene Fellachenhütte. Erzählung von Juctin Hartmann 18 0: Blaomu#k. Es spieit ein Musikzug des Reichsluftschutzbundes. 1. Hurra, unser Luftschutz. Marsch(A. Bahres. 2. Im schönen Tal der Mat, Walzer(H. Lohrl. 8. Friedensglocken, Marsch 10. Urbach). 4. Vorspiel zur Cperette„Marinarella (J. Jucik). 1. Die lustige Schaferin 6. Ein Kindersest Windlay=Theimer). 7. Madel, 10 bin die so gut, Lied(Endersl. 8. Jch rute die Au= gend der Welt, Marich(B. Kutschl. V. Marine= Flieger=Marsch(P. A. Kleykt). 10. Klein=Jnge (Lindlay=Theimerl. 11. Amorettenständchen(Rockerr. 12. General der Flieger, Marsch(K. Böhm Liebesnacht(O. Köpping). 14. Adlon=Marich Heinecke »00: Hinaus in die Fernel Zuerst die 2cher= heit! Von den Eicherheitsmaßnahmen der Reichl. bahn. Sorecher: Pr. Holz 10D: Kleine Zwischenmustk platten). 10 6: Momentanfnabme. N00: Erste Abendmeldungen N. 10:„Die unsterbliche Stimme“ Enrico Carn (Industrie=Schallplatten). 1. Larao aus der Crer Xerres"(G. 8. Handel). 2. Aanus Del 10. Bizell. 8. Ach. so fromm, aus der Oper„Martha“ litl. v. Flotow). 4. Holde Arda, aus der Over G. Berdil. b. Hier an dem Herzen treu geborgen, aus der Oper„Carmen“(G. Bizel). 6 Bilder gleichen, aus der Oper„Toska= pur= eini). 7. Hull' dich in Tand, aus der Oper Na= sazzo“(N. Leoncavallos. A. Für dich allein 16. 0. 6: Mozart— Beerdoven. Das Große Crac= ster des Reichslenders Koln, Leitung: Ctto hoefler. Solist: Hans Haaß(Klaviers. 1. D.Dur für Klavier und Orchester K. P. 507 furd. nungskonzert)(W. A. Mozartl. 2. Sintonie Nr. A-Dur Werk 92(L. van Beethoven). 20: Zeit, Wetter. Nachrichten X20: Hinaus in die Fernel Rom Autowandern. Sprecher: Dr. Ernst. 22 0024 00: Bolks- und Unterhaltungsmustt Freitaa. 30. April 600: Morgenlied— Wetterbericht fur den Bauer. 6.05: Leibesübungen. 6.0: Frübkonzert, ausgefuhrt von einem Mu korps.— 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenliel Morgenrut 7.10: Fruhkonzert(Industrie=Schallplattenl. 400: Zeit, Weiter. Wasserstandsmeldungen Kalenderblatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen 8.2: Froher Klang zur Arbeitspause. Es wielcn. Das Woerthmüller=Quintett und das 2d Quartett Bajan. Kleine Zwischenmusik(Andustrie=Schau platten). 9.6: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.00: Die Dombauhütte. Hörizenen von Krio Meingasl. Unsere Le.er daben Anspruch darauf, dad ihnen d ettung rea-imäßig und pantuic gestellt wird und ihre besonderen nde derdiigt werden sotwendig werdende Gehwerden ir gendweider Art anterbreite man beschaftenene Wenn dei lolden 0. egenbeten die lette Geangsautung borgelegt wird lönnen Unhimmiateie Des Berlag. Kassenrollen Metee Irautmann dat mehr Erfolg Neue Sittlit Zuchthausstrafen für DB Køblenz. 28. 9 Strafkammer in Koblen gegen Angebörige der C zigen Brüder in Monta Ordensbruder, die sich à Verbrechen schuldig geme breitbacher Brüder. gegen in Koblenz das Verfahre Auf der Anklagebank Ernestus und Ger klagte, der 4iäbrige Jo Gelsenkirchen mit d hat ein Handwerk erler daran gehabt bake, sei treten Nach dem Kriege die Fürsorgeabteilung. in zu betreuen hatte Diesen verwaltet 1931 machte an einen seiner Zöglinge an die gemeinste und Bruder Eugen die Arbeit sich batte, wat ei viel mi sinnigen Zöglingen zulam er in widerlicher Weise Tages rissen zwei Zögling Kloster nicht ertragen kon fuhr ihnen mit anderen nach. Die beiden Zöglinge kurz vor Montabaur n Annifter“ wurde in den Türen von innen geschloss der schwachsinnige Junge füllten Bebä ter gesteckt neitschen bearbeitet. Der Angeklagte Hasen gctandig und glbt die Scheuklichkeiten au Der Staatoanwalt ke Worten das surchtbare T chauderhaften Seuche entn Einareisen verpflichte. Das Gericht verurteilt senäcker wegen Verbrei und 174. Zifterl, in meb Kötvermißhandlung 9u krafe von zwel Jal naten. Die bürgerlichen auf die Dauer von drei Gegen die Angeklagten Seroldus, die unter mißbandlung standen. wu eingestellt. * Die Grore Straftamme Dienstag die Verbandlung der Alexianerbrüde dell es sich um'ünf früb alieder der Neuber Nieder n der Anstalt in Bonn=E malt des ersten Prozesses Stwachfinnige detreut wert Die künf Brüder Isid Löfler). Polokarp Ktaus) und Emaldus der Anklage widernatürliche Jidor gesteht einen Fall uie verheiratete ebemali Kraus) gesteht zahlree ven 175 mit einem d Ewaldus(Brünt der an chronischer 6 eine verversen Gelüste beir sechiter und siebter t Hruppe mitanaeklagt enstachins degemann) wegen Begünst zur Begünstigung. Gericht erkennt gegen neun Monate und Brüning auf 1e e nte Suminans Allen derlichen Ehrenrechte auf dre Kiedel erbielt 10 Mo vergebens gegen 8 175.A Untersuchungshaft anger Die Angekaaten Lö1fl pulden wenen Mangel an R. ewwiesener Unschuld freiae Noch ein dritter Sittl Grohen Strafkammer in echien auf der Anklagebank .Janattus. aus anzislaner-Laienbrüder vo wegen schwerster sittlicher zorten hatte. Jn Saarbri Don als junger Mensch erim Von 1919 Konei. Paldniel als Pfört n. ilt. ihm vor. noch en Llörinerraum gel . baden. Der Angekla esgen nauf ihre Stan und sei dabei„se geworden“ der Beweisaufnahme a danden hätten ihm hätten sich inden, Einer der Zöglinge e peran aat" e Brüder auf den W den hatten sie selbit zl.2 sich in dem Kloster ode be.nden dat. Dar und über 100 Schülern hat sie en wird er sich in perantworten perurteilte de wegen vollendet und 176.3 in meh r e nur leinem bo wenn er vor dem uslaater o erantwort A. Ledensjahe d. nahr in einem aro 107 und Tus idspiel hall Areismeisterschaft. rden die beiden end=Kreismeisterschaft ausden sich die beiden Mann= 07 und des 2TV Harpen uschauern kamen die Preu= 2:0-Sieg. Beide Hinter= gut, wahrend im Angrf Plus hatten, das genügte, or zu erzielen. portplatz standen sich im S und Reichsbahn=Tus mal setzte sich das bessere sicher durch. Nachdem si8:1 geführt hatte, sicherte elhälfte einen überlegenen zu wiederholen und zu Nachwuchsfahrer Lang en beweisen wollen, nschluß an die Extraklasse des ersten„Großen Prevermag jedoch niemand d Sportvereinen co Tv. Briesen 187 e. 8. tag hielt der To. Friesen Jahreshauptversammlung der Einladung zahereich bis auf den letzten P. lung wurde vom 2. Vereröffnet Vereinsführer e Erschienenen und hien 6=37. Er gedachte besonOlympigerfolge. Das Zel Volksgenossen zu erfassen, schen zum eigenen Nutzen und Vaterland. Vereinz= eiter, daß wir das allet hatten, dem es gelungen fassen. Nach diesen Auslnen Fachwarte ihre Lefestgestellt werden, daß in chwung zu verzeichnen iu. senbericht, ersah man don. nziell gut dasteht. Dem isführung wurde von der ntlastung erteilt. Verem= kurg die Veranstaltungn n Jahr stattfinden. A das Terrassenturnen am es Fest wird das 5fahrige den. Mit dem Lied achte man der beiden d= rks, die im vergangenen n. Nachdem der Dietwan über die völlische Aufder Vereinsführer die nieg=Heil auf den Führer rwin Biichof te. Erzählung von Wo vielt ein Musikang des Hurra, unser Luitschutz. 1schönen Tal der Mat, densglocken, Marich 10. Cperette„Marinarella Schaferin(P. Wer Theimerl Madel, 3). 8. Jch ruse die Ju= B. Kutsch).— Marine= eyki). 10. Klein=Jnge rettenständchen MRockern. IR. Nöhm 14. Adlen=Marsch(M. tnel Zuerst die maßnahmen der Reichs= mer usk(Industrieme" Enrico Carulo aus der Coer inus Del 1G. Bizetl. ver„Martha“ 16 der Over erzen treu geborgen, zet). 6. Wie sich die Tosta* 10. Pucaus der Oper dr dich allein 10 v. Das Große Orche= seitung: Otto Fric= lavieri. ter K. B. 597(Aro= 2. Sinfonie Nr.7 andern. ngen— soielen: dungen en tert mann Neue Sittlichkeitsprozesse Zuchthausstrafen für die Hauptangeklagten MB Køblenz. 28. April.(Drahtbet.) Die Straskammer in Koblenz verhandelte am Dienstag gegen Angebörige der Genossenschaft der Barmber zigen Brüder in Montabaur. Es handelt sich un Ordensbruder, die sich der gleichen Vergeben und Verbrechen schuldig gemacht haben wie die Waldbreitbacher Brüder. gegen die vor etwa einem Jahr in Koblenz das Verfahren durchgeführt wurde. Auf der Anklagebank saßen die Brüder Euge Ernestus und Gerolons. Der Hauptange klagte, der 4iäbrige Johann Hasenäcker aus Gelsenkirchen mit dem Klosternamen Eugen. hat ein Handwerk erlernt. Da er keine Freude daran gehabt bake, sei er 1911 ins Kloster einge treten Nach dem Kriege erhielt er in Montabaur die Fürsorgeabteilung. in der er über 100 Zoalinge zu betreuen hatte Diesen Posten hat er sehr schecht verwaltet 1931 machte er sich zum ersten Male an einen seiner Zöglinge heran und verführte ihn an die gemeinste und raffinierteste Weile. Da Bruder Eugen die Arbeitsabteilung ebenfalls unter sich batte, wat ei viel mit den kranken und schwachsinnigen Zöglingen zulammen. Mit mehreren hat er in widerlicher Weise Unaucht getrieben. Eines Tages rissen zwei Zöglinge, die das Leben in dem Kloster nicht ertragen konnten. aus. Bruder Eugen fuhr ihnen mit anderen Brüdern in einem Auto nach. Die beiden Zöglinge wurden in einem Walde lurt vor Montabaur, wieder eingefangen. Der Anniiter" wurde in den Pierdestall geführt, dessen Türen von innen geschlossen wurden. Dann wurde der schwachsinnige Junge in einen mit Wasser gefüllten Bebä ter gesteckt und nachher mit Pferde zeitschen bearbeitet. Der Angeklagte Hasenäcker ist im wesentlichen ectanoig und gibt die an dem Jungen verübten Scheunlichke ten au Der Staatoanwalt kennzeichnete mit scharfen Worten das surchtbare Treiben, das sich zu einer whauderhaften Seuche entwickelt habe, und zu einem Einareisen verpflichte. Das Gericht verurkeilte den Angeklagten Ha senäcker wegen Verbrechens gegen die 88 175 und 174. Zifterl, in mehreren Fallen und wegen Kötvermißhandlung sn einer Zuchthaus strafe von zwel Jahren und sechs Mo naten. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm euf die Dauer von drei Jahren abgesprochen. die Angeklagten Brüder Ernestus und Seroldus, die unter der Anklage der Körpernidandlung standen, wurde das Verfabren eingestellt. * Die Grobe Straftammer in Bonn führte a Dienstag die Verbandlung gegen die zweite Gruppe der Alexianerbrüder durch. Diesmal han es sich um'ünf frühere oder jevige Mit alleder der Neuber Niederlassung, wo ebenso wie 1 der Anstalt in Bonn=Endenich. die im Mitteldes ersten Prozesses stand, Geisteskranke und Swachfinnige detreut werden de fünf Brüder Isidor(Opitz). Lucianus mier). Polokarp(Ricdel). Romanns Ktaus) und Emaldus(Brünina) standen unter der Anklage widernatürlicher Unzucht. Der Bruder Jlidor gesteht einen Fall nach dem anderen. Der beute verheiratete ebemalige Bruder Romanns s/ gesteht zahlresche schwere Verstöhe gegen den 175 mit einem schwachsinnigen Pflegling. ruder Ewaldus(Brüning) bat an einem Kranten der an chronischer Gehirnentzündung leidet. eine perversen Gelüste beriedigt. als sechiter und siebter Angeklagter sind in dieer Gruppe mitangeklagt der Bruder=Vorsteher Sustachius(Penkacki) und Bruder Geora degemann) wegen Begünstigung baw. Verleitung Begünstigung dericht erkennt gegen Opitz auf ein Jahr cun Monate Zochtbaus und gegen KrauBrüning auf je ein Jahr sechs Moouchtbaus Allen dreien werden die bürschen Ehrenrechte auf drei Jahre aberkannt. erhielt 10 Monate Gekängnis wegen dergebens gegen 8 175. Allen Verurteilten wird Untersuchungshaft angerechnet. Angekaaten Löffler und Hegemann wegen Mangel an Beweisen. Penkackl wegen elener Unschuld freigesprochen dritter Sittlichkeitsproseß stand vor ben Strafkammer in Koblens an. Dort s.oten au der Anklagebank der 76 Jahre alte Janatins, aus der Genossenschaft der sanuslaner-Laienbrüder von Waldbreitbach, der chwerster sittlicher Verbrechen zu verantden hatte. In Saarbrücken geboren, trat er Henals junger Mensch in die Gesellschaft der Sendiüder ein. Von 1919 bis 1014 war er im Ferres.niel als Pförtnerbruder tätig. Die ne wirst ihm vor, noch als 70fäbriger Jungen nen Pförtnerraum gelockt und sie dort verdil zu haben. Der Angeklagte behauptet, er habe ihre Standhaftigkeit bin prüken und sei dabei„selbst ein Opter seiner anaslosiakeit geworden“ . der Beweisaufnahme gibt der Angeklagte an. se dangen hätten ihm ersählt, auch andere BrülNe Klosters hätten sich mit ihnen vergangen. innen** Brüder wolle er jedoch nicht Einer der Zöglinge sagte als Zeuge, alle en„so veranlagt“ gewesen. Nachdem sie au' den Weg des Lasters gekomeeen, hätten sie selbst untereinander Unaucht weisaufnahme wird weiter festgesich in dem Kloster Waldniel der Bruder —k! be'unden hat. der Lehrer der Klo= daeur und über 100 Kinder zu unterrichten Schülern hat sich dieses Scheulal, wie nerbrec=chungen ergaben. vergangen. Für diese wird er sich in nächster Zeit vor dem Nae.4 derantworten haben Jen Hericht verurteilte den angeklagten Bruder wegen vollendeten Verbrechens gegen bemirete und 176.3 in mehreren Fällen zu einer lates* pon einem Jahr undsechs Moangnis. Das Gericht betonte jelen babenur leinem hoben Alter zu verdan= wenn er vor dem Zuchthaus bewahrt 3Mener Ingeklagter hatte sich der Bruder 3u berantmarten E. murde 1MMM) Dortmun Perantworten. Er wurde A. Lebenae und arbeitete bis zu seinem in einem groyeren Werk. Als er Unseren Dank an den Führer bringen wir in jedem Opfer zum Ausöruck, das wir auf uns zu nehmen bereit sind. Die Volksgemeinschaft, die nationale Freiheit und der soziale Frieden sind uns heute eine Selbstverständlichkeit. Einst waren sie es nicht. Es ist deshalb eine Ehrenpflicht, jenen Männern zu danken, die das Drine Reich erkämpften und die es täglich durch neuen Einsatz tragen helfen. Für diese Männer gilt besonders der Satz des Führers: „Es ist ein neuer deutscher Mensch geschaffen worden, und dieser neue deutsche Mensch hat unerhörte Opfer auf sich genommen." Jhre Gesundheit zu erhalten und ihnen neue Lebenskraft zu geben, soll der Zweck unseres Aufrufes sein. Schon in den vergangenen vier Jahren ist dazu die Volksgemeinschaft zur Mitarbeit aufgerufen worden. Die Antwort liegt in dem Erfolg der„Hitler=Freiplatz=Spende": 450000 Männer der SA., SS., des ASRK., Politische Leiter, Mitglieder der Partei und HJ., sowie erholungsbedürftige Volksgenossen erhielten einen kostenlosen Erholungsurlaub aus den Reihen des deutschen Volkes zur Verfügung gestellt. Jn dem wahren Opfergeist, der nie ermattet, ist die Größe der Zukunft unseres Volkes begründet. Darum ergeht auch in diesem Jahre der Ruf an alle, die dazu in der Lage sind, Spendet Freiplätze Wieder sollen Zehntausende einsatzbereiter Kämpfer in deutschen Familien durch die„Hitler=Freiplatz=Spende" Aufnahme finden. Helft und arbeitet mit an der gestellten Aufgabe: Ein gesundes Volk in einem starken Reich! Hauptamtoletter des Hauptamtes für Dolkswohlfahrt die Schirmherrschaft der„Hitler=Freiplatz=Spend=“ haben übernommen: Stellvertreter des Führere Rudolf heß, Reichskriegeminister o Blomberg, Reicheminister Göring. Reichominister Dr. Goedbels, Reichsminister Dr. Frich, Reichsschatzmeister der NSDAP Schwarz. Reichsbauernkühter Reichsminister Darré, Stadschel der Sfl. Lutze, Reichsführer der 55. Himmler, Korpoführer des NSKf Hühnlein, Reichssugendführer o. Schlrach. Reichsfrauen= führerin Gertrud Scholtz=Klinh, Vorsitzender des Deuischen Gemeindetages Oberbürger= meister Flehler, Reichsärzieführer Dr. Wagner. Der Wiener Mord aufgeklärt Straßenräuber waren die Täter Der haupltäter legte bereits ein Geständnis ab DNB Wien, 28. April.(Drahtb.) Der Mord an der Tochter des Wiener paraguayischen Gesandten Ingrid Wiengreen ist nach dreitägiger fieberhafter Arbeit der Behörden vollständig aufgeklärt worden. Die Tat wurde von einer Räuberbande verübt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, in der einsamen Neukirchener Allee, der Straße Wien=Semmering, Anschläge auf Kraftwagenfahrer durchzuführen. Der eigentliche Täter heißt Schlegel, der kürzlich aus dem Heeresdienst ausgeschieden ist. In seinem Besitz wurde ein Photoapparat des Mädchens gefunden. Sein Mantel wies Blutflecke auf. Unter dem Druck der Beweise legte er schließlich ein Geständnis, ab. Drei seiner Komplicen sind ebenfalls verhaftet. Die Täter hatten kurz vor der Ermordung Fräulein Wiengreens den Kraftwagen eines Wiener Rechtsanwaltes angehalten, doch von der Ausführung eines Ueberfalles abgesehen, da sie bemerkten, daß der Wagen mit vier Peronen besetzt war. Auch der Hergang der Ermordung des Fräulein Wiengreen ist durch das Geständnis vollständig aufgeklärt. Danach hielten die Burschen zunächst durch Zeichen mit der Hand den Wagen auf und forderten unter Vorhaltung von Pistolen die Habseligkeiten des Opfers. Obwohl dieses dann verzweifelt um sein Leben bat, wurden fünf Schüsfe auf die Unglückliche abgegeben, die schon nach dem zweiten Schuß tot gewesen sein muß. Der Mörder und seine Helfer dürften in wenigen Tagen vor das Standgericht gestellt werden. Fünf Personen wegen gemeinschaftlichen Mordes vor Gericht DNB. Freiburg. 28. April.(Drahtb.) Das Freiburger Schwurgericht verurteilte am Mittwoch die Ageklagten Julius Scherer und Friedrich Volk wegen vollendeten Mordes zum Tode und Eyrver lust auf Lebenszeit; wegen Bethilfe zum Morde wurden die Angeklagten Heinrrich Meyer zu sechs Jahren Zuchthauss, Leo Mayer ezu fünf Jahren Zuchthaus und die Ehefrau Amalia Scherer zu vier Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der Untersuchungsbaft verurteilt. Die Ehrenrechte wurden ihnen auf fünf Jahre aberkannt. Der Staatsanwalt hatte für alle fünf Angeklage die Todesstrafe beantragt. Auf Anstiften der Ehefrau, die inzwischen ver storben ist. war am 12. Februar 1923 der Bahnar heiter Wilbelm Mayer auf seinem Anwesen in Ebnet bei Freiburg i. Br. ermordet worden. Allgemein wurde damals Selbstmord angenommen, und erst im Jahre 1936 wurde durch einen Mitwisser bekannt, daß Mayer ermordet worden war. Newnorker Richter auf offener Straße niedergestochen DNB Newyork, 28. April.(Funkspr.) Die Kette sensationeller Verbrechen der letzten Zeit in New vork ist am Dienstag durch eine mysteriöse Bluttat vermehrt worden. Der Richter John O'Neil vom Newyorker Stadtgericht, der an einer belebten Straßenecke auf einen Antobus wartete, wurde plötzlich von einem Unbekannten überfallen, der ihm mit einem dolchartigen Messer zwei Stichwunden im Rücken beibrachte, um dann in der Menschenmenge unerkannt zu verschwinden. Dem Richter, dessen Zustand bedenklich ist, entriß der Messerstecher wichtige Gerichtspapiere. Die Polizei, die glaubt, daß ein Racheakt vorliegt, hat ein großes Aufgebot von Detektiven angewiesen, allen freigelassenen Sträflingen aufzuspüren, die vor elf Jahren verurteilt wurden, als O'Neil Hilfsstaatsanwalt war. dann 1926 arbeitslos wurde, trat er als Postulant in das Kloster Waldbreitbach ein und leate 1931 die ewigen Gelübde ab. In dem Kinderheim Linz versah er den Dienst eines Krankenoflegers, wurde dann Fremdenführer im Körner Dom und schließch in das Kloster Waldniel versetzt. Hier erhielt die sogenannte„schwere Station“ für schwachinnige Kinder. Der Angeklagte lagte bei seiner Vernehmung, daß hier der„Ausschuß der Menschbeit“ versammelt gewesen sei. In Waldniel sank der Bruder so tief. daß er sich mit den aeistig minderwertigen Zöglingen einließ. Auch dem Gene ra oberen sowie seinem Beichtvater erzählte der Angeklagte, daß er in dieser surchtbaren Umgedung beüirchten müsse, alle Hemmungen zu vrlieren. Der Generalobere aber sagte ihm. das sei wohl nicht lo schlimm und brachte dabei zum Ausdruck, er wolle wohl abgelöst sein und einen besseren Posten haben. Wenn er die Luft in seiner Umgebung nicht mehr vertragen könne, lo möge er ruhig das Fenster offnen.(1) In der Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß sich der Angeklagte in mehreren Fällen mit kranken Zöglingen, die nicht mehr als Menschen anzusprechen, sondern halbvertiert waren. in der furchtbar= sten Weise einge assen und sie für seine schmutzigen Zwecke mißbraucht hat Außerdem gibt der Angeklagte zu. sich als Masochist betätigt zu haben. Auch in dieser Verbandlung sagte ein Zögling. der als Zeuge erschienen war, alle Kinder seien von den Brüdern verdorben worden Der Angeklagte wurde wegen Verbrechens gegen 175 in Tateinheit mit Verbrechen sgen 9 174.1 zu zwer Jahren und sechs Monaten Zuchthaus sowie drei Jahren Ehrverlust verurteili. Dem Angeklagten konnten keine mildernden Umstände zugebilligt werden, da er sich mit Zöglingen, die auf der untersten Stuse der menschlichen Entwicklung steben, in der gemeinsten Weise eingelassen hat. Adolf Hitler-Preis zur Förderung des Segelfluges DNB. Berlin. 28. April.(Drahtber.) Der Führer und Reichskanzler hat für die beste Leistung im motorlosen Flug im Laufe des Jahres 1937 einen Ebrenpreis und einen Geldbetrag von 4000 R M gestiftet. Der Geldbetrag kann geteilt werden wenn mehrere einer Auszeichnung würdige Bewerbungen vorliegen. Der Reichsminister für Luftfahrt prüft, welche Leistungen einer Auszeichnung würdig sind, und legt diese zur Entscheidung dem Führer und Reichskanzler vor. Der Bewerber muß Deutscher sein und dem Nationalsozialistischen Fliegerkorps angehören. Ausführungsbestimmungen erläßt der Reichsminister für Luftlahrt. Deuksche Lufthansa fliegt ab 1. Mai nach hilsinki DNB. Riga. 28. April.(Drahtber.) Wie die Blätter melden, ist zwischen dem Beauftragten der Deutschen Lufthansa Dr. Bonhoeser und dem zuständigen Direktor der Post= und Telegrafenabteilung des lettlänoischen Verkehrsministeriums ein Vertrag über die Durchfübrung des Flugverkehr über Lettland durch die Deutsche Lufthansa unterzeichnet worden. Beroits am 1. Mai werde die Deutsche Luftbansa den Verkehr aufnehmen. wodurch die alte Deru=Luft=Linie Riga-Reval um die neue Strecke Reval-Helsinkt erweitert wird. Kleine Tageschronik Der Führer und Reichskanzler hat Seiner Königlichen Hobeit dem Pringregenten Paul von Jugoslawien zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. * Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des preußischen Ministerpräsidenten, entsprechend der Anregung des Reichs= und preußischen Ministers des Innern, den bisher stellvertretenden Regierungspräsidenten Vogelsang in Aachen endgültig zum Regierungsprasidenten ernannt. * An zwei Warschauer Hochschulen, nämlich an der Handelshochschule und an der Landwirtschaftlichen Hochschule kam es wiederum zu schweren Ruhestörungen und Ausschreitungen seitens der Studenten. Infolgedessen wurden die Vorlesungen an beiden Hochschulen erneut eingestellt. * Der Präsident der französischen Republik, Lebrun, empfing am Mittwoch den neuen englichen Botschafter Sir Eric Phipps, der ihm sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Ein neuer Komet entdeckt DNB London, 28. April.(Drahtb.) Der australische Astronom Walter Gale hat einen neuen Kometen entdeckt, dem der Name Gale=Komet 1937 verliehen wurde. Der Forscher, der sich aus Liebhaberei in seinen Mußestunden mit Astronomie beschäftigt, hat schon in den Jahren 1894, 1912 und 1927 Kometen entdeckt, die alle seinen Namen tragen. Der jetzt von ihm entdeckte Komet wird erst in einigen Jahren wieder zu sehen sein. Ein Bericht über den neu entdeckten Kometen wird an alle Sternwarten der Welt geschickt. Dreimal Zwillinge DNB Nelheim(Bayerische Ostmark), 28. April. (Drahtb.) In dem an der Donau gelegenen Kelheimwinger hat die Frau des Bauern Anton Stark, die bereits neun Kindern das Leben geschenkt hat, vor kurzem zumdritten Male Zwillinge geboren. Von Katzen bei lebendigem Leibe aufgefressen In einem Vorort von Paris hat sich eine furchtbare Tragodie abgespielt. Eine Frau bewohnte zusammen mit ihrem über 90 Jahre alten Vater ein einsames Häuschen. Der alte Vater, der trotz hohen Alters für seine gelähmte Tochter die Wirtschaft führte, hatte plötzlich einen Schlaganfall erlitten. Die gelähmte Tochter. die ihre Nachbarsleute von diesem Vorfall unterrichten wollte, hatte ihre Kräfte überschätzt und war wenige Meter von ihrem Lager entfernt zusammengesunken. Als sich die Nachbarn, beunruhigt durch die Stille im Hause, nach dem Befinden der beiden alten Leute erkundigen wollten, bot sich ihnen ein grausiger Anblick. Auf den Stufen zu dem oberen Stockwerk lag der alte Mann, der inzwischen einem Herzschlag erlegen war. Die gelähmte Frau fand man, an beiden Schenkeln, am Leib und an der Brust von etwa zwanzig Hauskatzen zum Teil bis auf die Knochen aufgefressen. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Wieder freundlich Wetterbericht der Reichswetterdienststelle EssenMülheim vom 28. April Das Hochdruckgebiet über England beherrscht die Witterung West=Europas und bringt wenigstens für die letzten Apriltage noch freundliche, im wesentlichen niederschlagsfreie Tage. Allerdings besteht bei anbaltender Nordströmung in besonders gefährdeten Gebieten Nachtfrostgefahr. Aussichten für Donnerstag: Bei mäßigen nördlichen Winden heiter bis wolkig und trocken. Taestemperatur bis 15 Grad. Nachts nur wenig ber dem Gefrierpunkt. Aussichten für Freitag: Auf Südwest drebende Winde. Nach Frühdunst beiter und trocken. Keine Temperaturänderung. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Noch keine Aenderung. 1 7 1 * 4 . r. Westdeutsche Um= und Ausschan Mörder Kurschildgen legt Revision ein Wuppertal. Der Raubmörder Wilhelm Kurschildgen, der in der vergangenen Woche vom Wuppertaler Schwurgericht zum Tode verurteilt worden war, hat durch seinen Verteidiger gegen das Urteil Revision eingelegt. Feiger Ueberfall. Herzogenrath. In der Nacht zum Dienstag verübten in der Ortschaft Straß zwei junge Burschen, die bereits Zuchthausstrafen verbüßt haben, einen feigen Ueberfall auf einen Bergmann. Sie zertraten ihm die Kniescheibe und zerschlugen ihm das Gebiß, so daß der bedauernswerte Mann dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Die Verletzungen sind so schwer, daß das Bein steif bleiben wird, was um so schlimmer ist, da das andere Bein ebenfalls schon steif ist und der Bergmann nunmehr seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Die üblen Burschen wurden festgenommen und dem Aachener Amtsgericht zugeführt. Der Grund zu diesem gemeinen Ueberfall liegt darin, daß einer der Burschen schon längere Zeit mit dem Verletzten in Streitigkeiten lebte und nunmehr eine günstige Gelegenheit zur Rache gekommen sah. Den Onkel tödlich verletzt. Münster. Im Anschluß an einen Polterabend am 4. November v. J. in Hövel kam es zwischen dem 26 Jahre alten Anton Nordhaus und seinem Onkel Fritz Nordhaus zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf der junge Nordhaus seinen Onkel mit einer Zaunlatte niederschlug und so schwer verletzte, daß er einige Tage darauf starb. Durch die Vernehmung der zahlreichen Zeugen kam das Gericht zu der Feststellung, daß die von dem Angeklagten vorgeschützte Notwehr keinesfalls vorgelegen hat. Nordhaus habe vielmehr eine erhebliche Wut auf seinen Onkel gehabt, der ihn durch ein Schimpfwort beleidigt hatte und dem er deshalb einen gehörigen Denkzettel verabreichen wollte. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen schwerer Körperverletzung mit Todeserfolg zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Münsters Haushaltsplan ausgeglichen. Münster. In der Ratsherrensitzung am Dienstag wurde der Haushaltsplan für 1067 vorgelegt, der im ordentlichen Haushalt in Einnahme und Ausgabe mit 20926608 RM, im außerordentlichen Haushalt in Einnahme und Ausgabe mit 3 550825 RM abschließt. Der Gesamtbetrag der Rücklagen betrug am 31. 1. 107 rd. 3 140000 RM. Für das Theater ist im Vergleich zum Vorjahr ein Mehrzuschuß von 130 000 RM bereitgestellt. Oberbürgermeister Hillebrand nahm Gelegenheit, den aus seiner Tätigkeit von Münster scheidenden Generalmusikdirektor Professor Eugen Papst den Dank für seine Tätigkeit in Munster auszusprechen. Was die Frage des Nachfolgers auf dem Posten des Städtischen Generalmusikdirektors anbelangt, so betonte der Oberbürgermeister, daß Experimente unter allen Umständen vermieden werden müßten. Die Stadt stehe in Verhandlungen, deren Ergebnis einmal die Bürgerschaft befriedigen werde, zum anderen die alte Musikkultur Münsters weiter fördern solle. Großtage der westfälischen Schafzucht. Paderborn. Die erste diesjährige Ausstellung und Versteigerung von 71 Jährlingsböcken des deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes aus der Hochzuchtabteilung des Landesverbandes fälischer Schafzüchter in Paderborn stand im Zeichen des stets wachsenden Interesses für die Zuchtverbesserung und der Auswirkung des Reichskörgesetzes. Im Rahmen der Versteigerung wurde auch die Mitgliederversammlung der Hochzuchtabteilung des Landesverbandes Watfälischer Schafzüchter abgehalten, in deren Mittelpunkt die Kritik der voraufgegangenen Bockschau stand und bei welcher Gelegenheit der Beauftragte der Landesbauernschaft dem verdienstvollen Stammzüchter Freiherr von der Borch=Holzhausen für die beste zuchterische Leistung den Provinzial=Sieger=Ehrenpreis 1030 überreichte. Weitere Auszeichnungen verlieh der Landesfachwart für Schafzucht, Freiherr von Elverfeld. Einwelhung eines Kindersolbades Sonnenschein. Rheine. Am Dienstag wurde das Kinde solbud in Bentlage bei Rheine in einer würdigen Feierstunde durch Landeshauptmann Kolbow seiner Bestimmung übergeben. Landeshauptmann Kolbow betonte in seiner Ansprache u. a., die Provinzialvermaltung habe sich in diesem Heim die Aufgabe gestellt, für die übrigen westfälischen Stadt= und Landkreise einen Musterbetrieb zu schaffen. In stets gleichbleibenden Abltänden von sechs Wochen kommen in dieses Heim mehr als 100 blasse und teilweise recht elende Kinder, ner allem aus den Rotstandsgebieten der Provinz. Kurz berichtet M.=Gladbach. Auf der Eisenbahnstrecke M. Gladhach—Reuß warf sich in der Nähe von Korschenbroich ein 35jähriger Mann vor einen Zug. Er wurde o furchtbar verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat Wie festgestellt wurde, hatte der Mann vorher einen Familienstreit und darin scheint auch die verhangnisvolle Tat begründet zu sein. Oelde. Auf einer Arbeitsstelle in Oelde erlitten zwei Arbeiter beim Umkippen einer Lore einen schwe= ren Unfall. Während einer der Arbeiter, der aus Hamm stammt, nur leichtere Verletzungen davontrug, mußte sein Arbeitskamerad mit schweren Leberqueischungen und inneren Verletzungen in ein Hammer Krankenhaus geschafft werden. Der Zustand des Schwerverletzten ist ernst. 549.Maiabendfest1937 Donnerstag, den 29. April 20.00 Uhr Zapfenstreich durch folgende Straßen: A.-B-C., Humboldt-. Rott-, König-. Marien-. Humboldtstraße, Bahnhof. Hattinger-, Clemens-, Westfälische Straße, Hermannshöhe. Kreuz-, Kortum-, Brück-, Dorstener Str., Blücher-, Mühlenstraße zum Rathausvorplatz Hier gegen 21.00 Uhr Großer Zapfenstreich Weitermarsch durch Bongard-, Rosen-. Brück-, (ierber-, Gr. Beck-, Horst-Wessel-, Berg-, Zeppelin-, Markarafen-, Kurfürstenstraße zum Schützenhof. Freitag, den 30. April 7.00 Uhr Antreten auf dem Alten Markt. Ausmarsch nach Harpen. Bongardsti, Hellweg, Bahnhot-, Kortum-, Wilhelmsplatz A.-B.-C., Humboldt-, Alleestrabe. Rathaus, Bongard-, Gr. Beck-, Castroper Strabe. 12,00 Uhr Festakt in Bockholt. Einholung der Eiche 16.00 Uhr flanzung der Eiche im Stadtpark. Rüekmarsch durch die Berg-, Kaiser-Wilhelm-. Horst-Wesel-, Gr. Beckstraße, Untere Markt-, Kosenstraße zum Alten Markt. Gegen 1720 Uhr Auszahlung der Zinstaler. 20,00 Uhr Maiabendteier mit Festball auf dem Schützenhof. sürgerschaft Bochums Pest regen Anteil zu nehmen und gebeten, die Hauser der Stadt in Anbetracht dieses uralten Heimatfestes entsprechend zu schmuxken und zu beflaggen. Der Junggesellenhauptmenn Heins Hucklenbroich. Jeder Familie ein Eigenheim nBochum an der Stensstraße sind noch einige Rolchshelmstatten zu vergeben Elgenkapital ca. 3 500.— RM. Monatl. Lasten ca. 74.— RM elnschl. Tilgung. nach 7½ Jahren nur noch ca. 60.— RM. Auskunft: am Donnerstag und Freltag, dem 29. und 30. April, von 10-12'» u. von 14»-20 Uhr Gagtah Gemeinnütrige Aktien-Gesellschaft für Anges e lten-Peims.atten Zweigniederlassung Westdeutschland ESSEN Hermann-Göring-Str. 30 34 Für die Maibowle. Prels o. GI. 35er Saubickelheimer Wiesborg. sat. Fl. 0.58 33er Bosenbeimer Gaigenberg. nat. Fl. 0.75 34er Wiesheringer Möhlenberg.. Fl. 0.80 34er Cueser Welsenstein. Fl. 1. Gewächs Herges 34er Ohroner Nofderg..... Fl. 1.20 Wachstum D fle Preis einschl. Obstechaumwein........ Fl. 1.25 Sehleß Wachenheim. Vraubensekt Fl. 2.10 Sommersprosser verschwinden in kurter leit dure fruchts Schwanenweiß Lampe u. Sonnen-Konserven große Auswahl, billige Pre se. Dreg. Kneider. Bochum, Gr. Beckstr. 1 Dreg. Fischer, Boch., Kortum-Ecke Rottstr. Dreg. Häedler. Bochum, Pieperstr. 8 Parl. Kornetfel, Bochum, Hattinger Str. Dreg. Foverstein, Bochum-Lindes NE o Fisch C Fenun den Für Gaststättenbetriebe ompfehle ich proiewert: Seelschs. Oelsardinen. Sardellenfilets, Delika eß-Gurken. Krabbenfleisch. Gabelbissen. 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Die neuerung von Versteigerungssachen wird wegen Ueberschreitung der reich= bemessenen Leihfrißt grundlatzlich abgelehnt. Die bei den Versteigerungen dem Stadtlethamt zugefallenen Pländer werden in den folgenden Tagen wahend der üblichen Verkehrsstunden in tadtlethamt verkauft. Bochum, den 27, April 1937 Der Oberbürgermeister re Batan Alero de g bald 90 be Ber gele Se uns. mustel 1 ad ne Schürmann z Hlagges, Bochum Mühlenstraße 12-1e, Ruf 647 46 eifi Freur din Sie worde am der Haustrau in d CeITIX lu Pllege des a. Zwangsversteigerung K 13—34. Grundbuch von Hamme, Band 12, Blatt 596, Gemarkung Hamme, Flur 15, Nr. 911/64, Acker, Goldhammer Str., groß 8.66 Ar: Flur 15, Nr. 912/65, Acker, Sachsenstraße, grotz 1,45 Ar: Flur 15, Nr. 917/65, Acker, Wattenscheider und Thuringer Straßze, groß 19,31 Ar: Flur 15, Nr. 910/60, Acker, Goldhammer Straße, groß 23,99 Ar: Flur 15, Nr. 918/68, Acker, Sachsen= und Waltenscheider Str., groß 11.84 Nr. Einheitswert nach dem Stande vom 1. 1. 35 RMM. Eigentümer: Die Ehefrau Gartenarchitekt Emil Schmit=Hillebrecht, Luise ged. Hillebrecht in Gruiten heinland).— Versteigerungstermin am 12. Mai 1937. 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Biktoriastr. 14, Zimmer Nr. 52. Tas Amtsgericht in Bochum emeinnütziger Monnunczverein s E.m.b. Bochum Zu vermicten sind folgende Wohnungen: Zum 1. 10. 3., moglichst zum 1. 8. salfix gibt es in funt forben Westsalische Str. 17, 3. Obergeschaß, 5 Raume, 1 Manlarde Erbdof 14, Erdgeschoß r., 5 Raume, Mansarde Besichtigung: 30. 4. 37, 15—18 Uhr Schriftliche Bewerbungen werden bie m 3. 5. 37, 12 Uhr, an unsere Gechaftsstelle Clemensstr. 27 erbeten. sehen, darauf kommt es anl Dazu hilft die Zeitung! adt iheater Bochum Tonnerstag, 29. April 20—22 Uhr Roter Ring 6 Thomas Paine von H. Johst Freitag. 30. April 20—22,15 Uhr Vormiete A 23 Weitdentsche Erst= aufführung Das kleine Hof konzert musikal. Lustspiel von Berhoeven und Jmpekoven Mulif von 9. Nic Tas vornehme Sil-Herrenrimmer n grött. Aner zu gann. 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Dieser Ausmarsch de Kuckkehr mit einem Eichbaumck * ein Brauchtum, das nicht nu Urschland ist. sondern auch ein sermaßen den äußeren Dank berrn an die Bochumer Jungen= in Mitstreiten und ihre mannhaf ils er wieder einmal in Fehde las Lenn dieser Graf Enaelb Natl. der den Bochumer Jungen m. war ein gar streitbarer Herr Acht und Tadel. ein Draufgänge met und einer. der sich seiner nrehten wunte. Und dieser 16t wenige. War doch die bli natk ein Fleckchen Erde. nach dem testich schielten. Sie glaubten ihr s Engelberts Vater im Jahre und seinen Sohn als 171a te. Da witterten die Herren 9 Noraenluft. Doch Engelbert zeinig chon dem Jünalingsalter enctarc eratin er die Jugel der mncherem Blick wußte er die - Feinde und ge ahrlich uo mit ieinem streitbar uscen zu fahren, daß die begehr mott nespelt vor ihm bekamen. Damals gina es nicht so rubi grure Damals herrschte das —“ Gewalt, die Begriffe von der eines Ortes wa n und keiner lah etwas Sonschvolles darin. Auf ihren h n Furgen hausten die an.atd n Stuck Land . 500 unter die Bootn e. Da konnte es geschehen. d ener gelor ausgezogen war. der * Land einfiel, es verwüste i seinem Herrensitz estsetzte en dann einen Straub lie ndracht Auch der Stifter d u diesen ewig unruhige der sich manchen Str personlich nicht nur in Leb Das Junggesellen=Offizie