F=Mitglied! Aufbauwerk des Fuhrers, pen den Fragebogen zuruckreichst, den= oder Betriebsgemeinschein ng überreicht worden ist. ter gegen seinen Landsman paner Imai in 49,2 Sekunde wood kam in 14“ Sekunden z 110 Meter Hurdenüre“= 2. der amerikanischen Mannich fiel(400, 30, M., 100 Meir ganz hervorragend. Im 5 die Japaner One und Nisbe eide erreichten genau 4 Mein sen wurde Dunn(134 m mer Pakata mit 10 Me olge gab es dann noch im Dr na mit 15.28 und im Hammer nit 48.06 Meter. tiger Wellmeister soll schwer bestraft werden inbahn von Croise la Roche ingenen Samstag ein Krier an dem auch der belaus der Berufsfahrer, Karl Kan "Zuschauer waren erschiene ich Beginn seine Aufgabe wea nußten sich die Zuschauer. Zeltmeisters wegen ackom engeben, daß dieser das Ren des Bezirks Nord im sran band fand aber ein Haar in de z der„Reisenschaden“ nicht aan Vertrauensmanner teilten ihsers an einer entlegenen Siel= Rad abgestiegen sei und in allt isenventile aufgeschraubt bat ur Stelle und so wurde dien sofort auf einer Platte ver en haben in Frankreich einen aers eroffnet und strenasie sters verlangt s Belgiers ist unsportlich un Allerdinas kann man es 2 ite betrachten. Gerade im Nad daß die neugebackenen W ieg von Veranstaltung zu Ver rden und sich meistens in von ihren Managern befu mitmachen mussen. Der Meltmeisterschaftsrevanchen Metze, der deutsche S neulich einem Pressevertreier 14 Tagen sechs solcher Ve= abe. Der Deutsche mußte selbs ch harten Strapazen die Form ren, wie sie sich in Croile ten vermieden werden. wenn ger, dafür aber frischer und Start brinat durchgegriffen auligaspieler, die gleich eplinlosigkeit auf dem Spielfeld scharfen Strafen belegt. Balzer 6 zum 16. Dezember gesperrt. m 21. Oktober, Rodina(Span 1 gleichen Datum und Kind weiteres. Der FC. Guben iblikum auf seinem Platz noch 1 erlaubt, mit langerer Platz mreiter heimer Turnier t= und Spring=Turnier hat in ezeichnete Besetzung gefunden er mit gutem Pferdematerial Als namhafte auswartiac rmgard von Opel, die das rem großartigen Schimmel r Raffelberger Bahn erscheidie Romreiter Rittm. v. SalOblt. Graf Uerkull gemeldet ressur interessiert, daß Rittm wegen Ausbildung unserer nover berufen wurde, an den heimer Turniers teilnehmen ist natürlich sehr stark verur Frl. Mühlens Köln und ster Telzwrow Koln und T“ 1 Le Tremblay nier(P. Mounier); 2. Sda Ferner: Cloche de l'Etincelant, Epi d'Or II 57:10. tay(M. Brethes): 2. Frutti ferner: Garcon Ronal. Stat ca: 34, Platz: 20, 18:10. (G. Bridaland): 2. Rhadasp. Ferner: Polititia, Fasa, Platz: 32, 29:10. ne(Semblat); 2. Ambusb: Trappe, Castelnaudarv. S lospath, Danaide, I'Infante. Clic Clac, Tapinette. 8. Platz: 22. 35, 249:10 tar(F. Rochetti): 2. Ferner: Rarity, Emeraude. Finnoise. Pearl Opal, Par1: 45, Platz: 20, 30. 31:10 tlain(F. Herve): 2. Cameerner: Baron d'Ursé. apphire. Cgrismyr. Genepl. r. Lonis Quatorze. Sieg Olkg Ausgabe A für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Bochumer Volkszeitung Fortes in fide! Westfälische Volks-Seitung maisbegugspreis einschl Zustellgebühr für AusgabeA „ 2.16. für Ausgaben B und C RM 2.—. Die Behinderung Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des preee ansese a de. Orlamtaullage e 8le auf- verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenscheid gen: Ausgade A 40 Pig. Ausgaden B u. 0 25 Pfg. je um Geschäftsstelle und Redaktion: Bochum, Mühlenstraßze[2-14/ Fernruf 64746-64748 Nr. 214 63. Jahrgang Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 12=14, Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhokstraße 12, Fernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950; Essen=Steete, Bredeneher Str. 4. Fernr. 204 33, Postscheckkonto Dortmund 193 86; Wattenscheid, Freiheitstr. 15. Fern 1876, Postscheckk. Dortm 30430 Druck und Verlag: Märkische Vereinsdruckeret, Bochum 1934 für eilige leser Die Segelflugpilotin Lola Schröter ist am Freitag am 18.15 Uhr, von Glogan kommend, wo sie um 17 Uhr gestartet war, im Schlepp des Flugzeuges „D. Saarland“ auf dem Gandauer Flugplatz gelandet. Lola Schröter hat damit ihren Deutschlandflug beendet. Die Gesamtstrecke betrug annahernd 5000 Kilometer. In einer belebten Straße von Madrid wurde der Führer eines Straßenbahnwagens auf seinem in Fahrt befindlichen Wagen erschossen. Der Täter konnte entkommen. Der Straßenbahnbeamte hatte es abgelehnt, am letzten Generalstreik in Madrid teilzunehmen. In der Meldung des Blattes„Magnarsae“ über eine angeblich bevorstehende Rom=Neise des Min=sterpräsidenten Gömbös wird an zuständiger Stelle erklärt, daß dort von einem solchen Plau nichts bekannt sei. Die Minderheitenerklärung des polnischen Außenministers hat in der englischen Presse große Ueberraschung und zum Teil auch Besorgnis hervorgerufen, da man unter Umständen mit einem völligen Bruch Polens mit dem Völkerbund rechnet. In einem Vorort von Schanghaikwan wurde der Chef der japanischen Feldgendarmerie Samoto von unbekannten Tätern erschossen. Frankreich kommt aus der Verstimmung nicht heraus Man unlerstreicht die Einigkeit der drei Großmächte, ist aber über Italien eiwas verschnupft Fallschirmlandung auf dem Löwenkäfig TNB. London, 14. Sept. Ein gefährliches Abenieuer hatte am Freitag der 24jährige Fallschirmspringer BenTurner zu bestehen. Er sprang in der Nähe von Leather=Head in Surrey mit seinem Fallschirm aus dem Flugzeug, um als erster auf dem neuen Flugplatz Surbiton zu landen. Wahrend des Absprunges drehte jedoch plötzlich der Wind und der Fallschirm versing sich in den Bäumen des Zoolozischen Gartens von Chensington, während Turner 1direkt auf dem Löwenkafig landete. Die im Rasig befindlichen zwei afrikanischen Löwen wurden wutend und versuchten, Turner durch Sprünge zu erreichen, um ihn von dem hohen Gitter ins Innere des Käfigs zu ziehen. Mehrere Aufseher des Zoologischen Gartens und die inzwischen alarmierte Feuerwehr versuchten, die wild gewordenen Tiere durch Wasserspritzen von ihrem Opfer abzulenken. Diese Versuche blieben jedoch vergeblich. Erst dem schnell derbeigerufenen Löwenbändiger gelang es, die beiden Raubtiere zu beruhigen, worauf Turner geborgen werden konnte. Wieder zwei Bergsteiger lödlich abgestürzl DNB Innsbruck, 14. Sept. Der bekannte Groede ter Alpinist und Skifahrer Matteo Noggler und eine dame aus Bayern, deren Name bisher noch nicht in Frjahrung gebracht werden konnte, stürzten in der germeda=Gruppe in Südtirol tödlich ab. Die zermmetterten Leichen wurden nach St. Ulrich im Groedener Tal übergeführt. Bergwerksunglück in Hindenburg Drei Verletzte, zwei Vermißte NB Breslau, 14. Sept. Das Oberbergamt Bressau teilt mit:„Auf den Delbrück=Schächten in Hindendurg(Oberschlesien) hat sich am Freitagmorgen im nebenflöz ein schwerer Gebirgsschlag ereignet. Davon 6 Mann betroffen worden, von denen aber nur das Krankenhaus aufsuchen mußten. Auch bei " besteht keine Lebensgefahr. Zwei Mann nem vermißt. Anscheinend sind sie in einem zu Bruch segangenen Pfeiler überrascht worden. Ein dritter, get auch verschüttet war, konnte bereits unverletzt gedrgen werden. Die Bergungsarbeiten haben sofort eingesetzt und sind noch in vollem Gange. 19B Breolau, 14. Sept. Das Oberbergamt BresFreitagabend mit: Die Bergungsarbeiten am brüchschächten, wo bei einem Gebirgsschlag Bergleute verschüttet wurden, schreiten planig vorwärts. Die zusammengebrochenen Strechen 0 dis auf kurze Zeit befahren worden; dabei konnn von den beiden Vermißten keine Lebenszeichen temrht werden, so daß zu befürchten ist, daß sie tot .. Die bei dem Gebirgoschlag Verletzten, die das stankenhaus aufgesucht hatten, sind bereits nach dause entlassen worden. Gendarmeriebeamte über Bord geworfen 928 Manila, 14. Sept. Der Gouverneur der Pro4 Falawan teilt mit: Als am Dienstag in der Nane dalabae ein amerikanischer Gendarmeriesergeam philippinische Gendarmen den sapanischen udampfer„Harun Maru" innerhalb der Hoheis nie untersuchen wollten, wurden sie von der 2 unin harhen Besatzung des Zischdampfers angegris. verletzt, ausgeraubt und über Bord Lorel konnten sich jedoch retten. Zwei M Küstenwachtschiffe haben die Verfolgung des sndserg aufgenommen, der wahrscheinlich Heimathasen Takao auf Formosa zu er= DNB. Paris, 14. Sept. Der„polnische Zwischenfall“ bildet weiterhin das Hauptthema der Pressebetrachtungen. Die Erklärungen, die Sir John Simon, Louis Barthou und auch Baron Aloisi Freitagvormittag in Genf hierzu abgegeben haben, werden vom Sonderberichterstatter der Agentur Havas als Beweis für die Ideengemeinschaft Englands, Frankreichs und Italiens ausgelegt, die wieder einmal den wesentlichen Begriffen Ausdruck verliehen hätten, auf denen das internationale Leben und der Völkerbund beruhe. Daß Italien aber durchaus nicht den Stand punkt von der Unabänderlichkeit der Verträge teile, glaubt der Außenpolitiker der„Information“ be tonen zu sollen. Polen, so schreibt er, der Haupt nutznießer des Versailler Vertrages, erkläre eine wesentliche Bestimmung dieses Vertrages für hinfällig. Denn Artikel 12 des Minderheitenabtommens gehöre unbestreitbar zu dem Ver trag, dem Polen seine Existenz verdanke. Wenn man nicht in einer so unruhigen Zeit leben würde, würde die polnische Politik unsinnig er scheinen. Aber vor allem müsse man an die Folgen denken und versuchen, die Gefahren einzudämmen. Das Auftreten Becks gebe sicherlich dem Revisionsgedanken neuen Antrieb. Aloisi habe dies gefühlt und sofort versucht. Nutzen daraus zu ziehen. Wohl verurteilte er auf der Völkerbundstribüne die einseitige Vertragskündigung, erinnerte aber daran, daß Italien seit langem gewisse Situationen in Europa für unhaltbar und gewisse Bestimmungen für hinfällig gehalten habe So werde der bestehenden Ordnung, die man in Genf durch neue Pakte und neue Bundesgenossen verstärken wollte, grausam Abbruch getan. Die verhängnisvolle Bewegung werde dadurch beschleunigt werden. Zur Gefahr werde sie nur wenn die europäischen Staatsmänner die Dinge nicht so sehen wollten, wie sie wirklich seien. Die übrigen Blatter schließen sich dem allgemeinen Urteil an, daß Polen der Antorität des Völkerbundes einen empfindlichen Stoß versetzt habe.„Der Fall ist ernst“, erklatt der„Temps“, und kann Rückwirkungen haben, die in Genf eine neue nicht ungefährliche Krise heraufbeschworen geeignet sind. Auf diese Weise würde nicht nur jede internationale Zusammenarbeit unmöglich, son= dern es würden auch die elementaren Garantien der Beziehungen zwischen zivilisierten Staaten illusorisch werden.“ Polen wird unter Druck gesetzt England, Frankreich und Italien lehnen die polnischen Erklärungen ab Sorge um den„Versailler Vertrag“ Die einmütige Vollversammlung! DNB Gens, 14. Sept. Zu Beginn der Vollversammlung des Völkerbundes am Freitag begründete der Vertreter Chinas den Anspruch seines Landes auf die Wiederwahl in den Völkerbundsrat und befürwortete den Eintritt Sowjetrußlands. Dann sprach als zweiter Redner der englische Außenminister Simon unter großer Aufmerksamkeit der Zuhörer. Simon erwähnte, daß er ursprünglich nicht die Absicht gehabt habe, zu sprechen und er überhaupt der Ueberzeugung sei, daß es„gerade bei der gegenwärtigen, ernsten Lage des Völkerbundes“ viel wimtiger sei, hier praktische Politik zu machen und sich mit den vielen ungelösten Fragen und den tatsächlichen Aufgaben dieser Völkerbundstagung zu befassen. Er habe sich aber durch die gestrige Erklärung des polnischen Außenministers Beck veranlaßt gesehen, nun doch einige Feststellungen zu machen. Beck habe sich mit zwei Fragen beschäftigt: Mit der Verallgemeinerung des Minderheitenschutzes und zweitens mit der besonderen Lage Polens im Hinblick auf seine eigenen Minderheitsschutzverpflichtungen. Hier handele es sich aber in Wirklichkeit um zwei völlig verschiedene Fragen, die auch vertraglich ganz verschieden gelagert seien. Es sei seine Pflicht, hier festzustellen, daß die beiden Fragen völlig unabhängig voneinander seien. Sir John Simon führte dann die wichtigsten Sätze der gestrigen Erklärung Becks an, insbesondere die Erklärung, daß Polen vom heutigen Tage ab sein Mitarbeit an dem internationalen Ga rantiesystem ablehne. Simon ist sich nicht ganz klar darüber, wie diese Sätze konkret zu verstehen seien. Er müsse aber feststellen, daß sein Land die Minderheitenschutzverträge ebenso wie andere Mächte unterzeichnet hätte. Aber auch Polen habe sie unterschrieben. Der Artikel 93 des Vertrages von Versailles könne nicht einfach außeracht gelassen werden. Polen habe außerdem auch noch eine gewisse Verfahrensordnung über die Art, wie die Garantien ausgelegt werden sollen, unterschrieben. Kein Staat aber könne sich selbst von Verpflichtungen dieser Art lösen. Auf jeden Fall sei dies eine Angelegenheit von größter Bedeutung für den Völkerbund. Er habe es für seine Pflicht gehalten, das festzustellen; denn Stillschweigen würde die Mißverständnisse nur noch vergrößert haben. Barthou und Aloisi stimmen zu Unmittelbar nach dem englischen Außenminister gab auch der französische Außenminister Barthou eine kurze Erklärung ab, die sich ebenso wie die Simons lediglich auf die gestrige Rede des polnischen Außenministers bezog. Die Ausführungen bewegten sich auf derselben Linie wie die des britischen Außenministers. Es war ersichtlich, daß sich die beiden Minister vorher verstandigt hatten. Der französische Außenminister Barthou schloß sich Selbstenthüllung Es will wirklich nicht mehr recht klappen mit der Völkerbundsdiplomatie. Sie, die bisher das willkommene Instrument war, auf dem die Pariser Machtpolitik so verlockend zu spielen verstand, ist von eben dieser Machtpolitik so gründlich mißbraucht worden, daß auch die Gutgläubig sten allmählich merken, welchen falschen Sirenen tönen sie verfallen sind. Es ist immer noch so gewesen in dieser trüben Welt, daß allzu scharf schartig machte und daß Hochmut vor dem Fall kommt. Herr Barthou, der es mit seiner Siegesgewißheit übertrieb und in Genf glaubte seiner Diplomatie eine strahlende Krone aufzusetzen, deren Glanz von neuem die Welt über die tieferen Absichten seiner europäischen Paktpolitik hinwegblenden sollte, ist über sich selbst gestolpert. Die Absage Deutschlands an sein Ostpaktobjekt, das ebenso bei Polen und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen auf einen unerwarteten Widerstand stößt, hat seine klug eingefädelten Schachzüge arg in Verwirrung gebracht. Es ist nun einmal nicht mehr so, daß die größeren und kleineren Oststaaten außer der Tschechoslowakei tanzen, wie Paris pfeift. Sie haben sich auf ihr Recht besonnen, zunächst einmal an sich selbst zu denken und sich zu verbitten, daß mit ihnen ge spielt wird, wie es dem Quai d'Orsay beliebt, aber keinesfalls ihren eigenen Lebensinteressen ent spricht. Die Absage Deutschlands bringt dazu weiterhin manche Voraussetzungen ins Wanken, unter denen Italien und England glaubten den Ostpakt fördern zu müssen, nämlich Deutschland dadurch auf indirektem Wege die Gleichberechtigung zu verschaffen und es damit wiederum zu den Entschluß zu bringen, nach Genf zurückzukehren. * Was jetzt von alldem übrig geblieben ist, ist ein ziemlich schäbiges Schachern um die Einführung Rußlands in den Völkerbund, die auch wiederum nur ein von reiner Machtpolitik diktiertes reguläres Militärbündnis zwischen Frankreich und Rußland verschleiern soll. Es ist immerhin ein Gradmesser für das in Europa noch vorhandene moralische Gefühl, daß man sich dieses Geschäftes zu schämen begonnen hat. In Paris ist man nicht weniger bestürzt als in London über die blamable Entwicklung, die Bauthous Politik genommen hat. Wenn auch der Völkerbundsrat sich grundsätzlich bereit erklärt hat, Rußland in den Völkerbund aufzunehmen, so hat es doch bis jetzt tagelang eines erbitterten Ringens und Feilschens bedurft, um den Weg ausfindig zu machen, auf dem das geschehen kann. Da Barthou merkte, daß das normale Aufnahmeverfahren ihn nicht zum Ziele zu führen vermochte, verfiel er auf den Ausweg eines Einladungsschreibens, das von einer qualifizierten Mehrheit von Staaten unterzeichnet werden und das so abgefaßt sein soll, daß so eben noch die Grenze der Loyalität gegenüber dem neuen Gesellschafter gewahrt werde. Herr Litwinow aber nimmt keinen Anstand, sprung bereit auch auf die äußerste Möglichkeit zu warten, die ihm die Einkehr in den Genfer Bund nur Osterkamp und Seidemann auf dem Flugplatz Unser Bild zeigt die Maschinen der aussichtsreichsten deutschen Europa=Flieger Osterkamp(linke) und Hauptmann Seidemann, wahrend die Maschinen mit Brennstoff versehen werden.(Flugplatz Littoria) dem Urteil des britischen Außenministers über den Schritt Polens in allen wesentlichen Punkten an. Barthou wies darauf hin, daß Polens Beispiel die Autorität der Friedensverträge erschüttern und andere Staaten veranlassen könnte. ebenso zu handeln. Kein Staat könne sich einseitig von diesen Verpflichtungen lossagen, ohne das für Aenderungen vorgesehene Verfahren zu beachten und mit anderen Staaten vorher zu verhandeln. Er könne es aber nicht glauben, daß es die Absich Becks sei, die Versammlung in dieser Weise vor ein vollendete Tatsache zu stellen. Richtig ausgelegt könnte die Initiative Polens dann vielleicht die ent standene Unruhe und die Versuchung, die sich fur andere Mächte bilden könnte, wieder aus der Welt schaffen. Als dritter Redner zu dem Antrag des polnischen Außenministers stellte sich der Vertreter Italiens, Baron Aloisi, auf den Standpunkt, daß die Verträge solange in Kraft bleiben müßten, bis sie etwa durch eine Revission abgeändert werden könnten. Zurückgesetzle Pflöcke DNB Warschau, 14. Sept. Zu der gestrigen Genser Erklärung des Außenministers Beck schreibt die halbamtliche„Iskra=Agentur“ u. a.: Die Rede Becks ist ein entschlossener Schritt, der sich nicht nur aus den Vollmachten der Regierung ergibt, sondern auch dem tiefsten Empfinden des polnischen Volkes entspricht. Die polnische Regierung wird ihre Verpflichtungen gegenüber den Minderheiten aus eigenem Willen weiterhin erfüllen. Um Mißverständnissen vorzuben gen, muß darauf hingewiesen werden, daß sich die Erklärung Becks auf eine Reihe zweiseitiger Verträge eber den Minderheitenschuß nicht bezieht, die, wie z. B. die Genfer Konvention, weder der Souveränität noch dem nationalen Empfinden der Partner widersprechen irgenbwie freimacht, währenddessen eine Angahl Mächte bei Herrn Barthou antichambriert, um mit geöffneter Hand die Geschenke in Empfang zu nehmen, die als Gegenleistung für die Zustimmung zur Aufnahme der Sowjets verlangt werden. Wenn schon an sich das innerlich abwehrende Gefühl gegen einen Staat, der eine dauernde Bedrobung der sittlichen Grundlagen der europäischen Völkerkultur ist, heftige Widerstände gegen seine Einführung in die europäische Staatenwelt wachrief, so hat doch wohl das Schachern und Feilschen um die Art seiner Aufnahme in den Völkerbund zugleich auch dessen Ansehen aufs tiefste sinken lassen. Er spielt seine Rolle nur folgerichtig weiter und wie es auch schließlich auslaufen mag, ob Rußland aufgenommen wird oder nicht, seine Autorität hat einen Knacks bekommen, der vorerst noch nicht überwunden ist. 7000 Mann Bundesheer für den Textilarbeiterstreik bereitgestellt Einsatz aber nur auf besonderes Ersuchen der Staatsregierung Kommunisten im Staate Rhode Island verhaftet Ein Verdienst hat Herr Barthou. Seine robuste Politik hat alle täuschenden Schleier zerstoben, mit denen der Völkerbund die Willkürpolitik der Siegerstaaten zu umhüllen und zu verbrämen verstand. Nachdem Deutschland den Fangarmen dieser es erwürgenden Politik sich entzogen hatte, wandelte diese sich folgerichtig zu einem neuen Einkreisungsplan, der in aller Nacktheit offenbar macht, daß die Kriegskonstellation bestehen geblieben war. Wir verstehen setzt nur zu gut, warum dieser Völkerbund seine Existenzprobe in der Abrüstungsfrage nicht bestehen konnte. Zu allem Ueberfluß ist nun noch ein neuer heitiger Stoß gekommen, der das Völkerbundsgebände weiter erschüttern muß. Polens Angriff auf den von ihm zwar formel garantierten aber niemals erfolgreich praktizierten internationalen Minderbeitenschutz hat ihn wieder an einer seiner empfindlichsten Stellen getroffen. Auch Deutschland hat über das Versagen der Minderheitenpolitik des Völkerbundes stets zu klagen gehabt, da sein Volkstum unter der Souveränität der durch die Pariser Vorortverträge neu geschaffenen Staaten stets schwer zu leiden hatte. Mit Polen ist es bereits auch in dieser Frage durch die abgeschlossenen Abkommen zu einer Uebereinkunft gelangt, die die beiderseitigen Minderheiteninteressen wahren soll. Diese werden darum von dem neuen polnischen Vorstoß auch nicht berührt, wenn auch ausdrücklich die Erwartung ausgesprochen werden muß, daß Polen, aus seinem Entschluß, sich der internationalen Kontrolle der Minderheitenschutzrechte zu entziehen und den Minderheitenschutz seiner eigenen souveränen staatlichen Machtvollkommenheit zu unterstellen, keine Rechte herleitet, die dem Grundsatz des Schutzes und der Freiheit der Minderheiten zuwiderlaufen. Auch dieser Entschluß liegt wiederum in der Linie der Verselbständigung Polens als Großmacht, als die sie ihren Rang und ihre internationale Bedeutung zu behaupten und weiter zu entwickeln willens ist. 7000 Mann Bundestruppen stehen bereit DNB Neunork, 14. Sept. In der Stadt Providence im Staate Rhode Island wurden über 100 Kommunisten verhaftet, die größtenteils von außerhalb gekommen waren, um in den Textilindustriestädten Unrube zu stiften. Ferner wurden grote Mengen kommunistischer Flugschriften beschlagnahmt. Die Bundesregierung hält 7000 Mann Bundestruppen in Bereitschaft. um sie im Bedarfsfall nach Rhode Island zu schicken. Die Mittelpunkte der Streikunruhen, Woonsocket und Saylesville stehen unter strengster militärischer Bewachung. Die Theater sind geschlossen, die Straßen dürfen nach Eintritt der Dunkelheit nicht mehr betreten werden. laubspläne veranlaßt. Der Präsident wird sich am Freitag an Bord der Jacht des Multimillionars Astor begeben. Roosevelt, der eine Kreuzfahrt von einwöchiger Dauer zu unternehmen beabsichtigt, wird auch dem amerikanisch=englischen Jachtrennen um den American cup beiwohnen. Im Anschluß wird Prasi. dent Roosevelt noch für einige Tage nach Hydepark zurückkehren und sich erst dann nach Wasbington begeben. Sühne für einen heimlückischen Mord Samstag, den 16 Se Die amerikanische Legion lehnt ab Roosevelt wartet ab Hndepark, 14. Sept. Prasident Roosevelt verfolgt mit großter Aufmerksamkeit die Vorgänge in den Hauptzentren des Textilarbeiterkampfgebiets. Mit Be unruhigung, so heißt es, sabe der Präsident, daß gewisse verantwortungslose Elemente die Arbeiter zu Unruhen, wie sie sich in Rhode Island ereianet hatten. anstifteten. Roosevelt aab seiner Hoffnung Ausdruck. daß die Arbeiter zur Besinnung kommen möchten und die blutigen Kampfe aufbörten. Die Zusage Roosevelts. Bundestrupven in die am meisten gefährdeten Gebiete zum Zweck der Wiederherstellung der Rube und Ordnung zu entsenden, ist anscheinend unter Vorbehalt erteilt worden. Der neuesten Erklärung zufolge hat Roosevelt an den Kriegsminister keine Anweisung gegeben. Truppen des Bundesbeeres in Woonsocket. dem Hauptberd der Unruben, einzusetzen. Die Entsendung von Bundestruppen, so heißt es, sei gesetzlich nicht eher vertretbar, ebe nicht das zuständige Staatsparlament ein diesbezügliches formelles Ersuchen gestellt babe. Wie verlautet, wird das Staatsparlament von Rbode Island sich in seiner heutigen Sitzung mit dieser Frage beschaftigen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch beschließen, um Bundestruppen zu bitten. sofern die Lage nicht so weit entspannt sein sollte, daß Polizei und Nationalgarde zur Aufrechterhaltung der Rube genügen. Wie in der nachsten Umgebung des Präsidenten betont wird, haben die Unruhen in den Streikgebieten Roosevelt zu keiner Aenderung seiner UrNeunork, 14. Sept. Der Aufruf des Gouverneurvon Rhode Island an die Frontsoldaten, die Regierungsoraane zu unterstützen, ist vom Vollzuasaus= schuß der Amerikanischen Leaion ablehnend beantwortet worden. An sich sei die Amerikanische Legion immer bereit, die Bestrebungen der staatlichen Bebörden zur Aufrechterhaltung von Rube und Ordnung zu unterstützen, so heißt es in der Entschließung: die Organisation der amerikanischen Kriegsteilnehmer äbe uch jedoch außerstande, die Mobilisierung ihrer Mitalieder anzuordnen. In einem Telegramm lehnt auch van Jandt, der Leiter der Veterans of soreign wars(Verband der Teilnebmer in ausländischen Kriegen), die Forderung des Gouverneurs ab. Zur Begründung führt van Jandt an, daß die Organisation vollkommen unvolitisch sei und es daher ablehnen müsse, bei Streikunruben zur Unterstützung der staat lichen Erckutivgewalt verwandt zu werden. Wieder Ruhe im Staate Rhode Island TNB. Verlin, 14. September. Wie der Anliche Preußische Pressedienst mitteilt. in am 14. Zeo tember in Hagen der von dem Schwurgericht in Hagen in Westfalen am 21. Zeptember 1933 w. Mordes rechtskräftig zum Tode verurteilte Fra Schidzick aus Iserlohn hingerichtet worden. Damst hat die am 16. Januar 1033 an dem 2A.=Truppführer Hans Bernsau verübte Bluttat ihre Suhne gefunden. Wie im Urteil des Schwurgerichts festgestellt wird, hatten am 16. Januar 1933 kommunistische Funktionäre die Durchführung einer bewafineten Aktion gegen die Nationalsozialisten beschlossen und die Ausführung im einzelnen festgelegt. Schidzick, der über den beabsichtigten Angriff genau unterrichtet war, hatte in der Nacht vom 16. zum 17. Januar 1933 im Hause eine Mauserpistole mu mehreren Schussen zu sich gesteckt. Wahrend die Kommunisten planmäßig in zwei Abteilungen au das SA.=Heim zumarschierten um die 34Männer zu überfallen, stellte er sich im Schatten eines Baumes gegenüber dem Bahnhofshotel nabe dem SA.=Heim auf die Lauer. Aus diesem Hinter= halt heraus sah er Bernsau, der seinen beim SA.=Heim von kommunistischer Uebermachtan gegriffenen Kameraden zu Hilse eilen wollte, hellen Licht über den Platz kommen und schoi diesen kaltblütig, genau zielend, von hinten nieder: am folgenden Tage starb Bernsau an der wunde. Der preußische Ministerpräsident hat von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht, da der Täter in heimtückischer Feigheit ein für da= deutsche Volk und die nationalsozialistische Bergung wertvolles Menschenleben vernichtet und sic damit selbst aus der deutschen Volksgemeinschait ausgeschlossen hat. TNB Nennork, 14. Sept. Infolge der weit gehenden Schutzmaßnahmen verlief die Nacht zum Freitag in Woonsocket und Central Falls im Staate Rhode Island ohne Zwischenfalle. Die nach den Fabriken hinführenden Straßen waren mit Stacheldraht abgesperrt. Der bei den Unruhen und Plünderungen angerichtete Schaden ist sehr beträchtlich. Zahlreiche Läden wurden gänzlich ausgeraubt. Auch mehrere Kraftwagen sind umgeworfen und zerstört worden. 40 Plünderer wurden verhaftet. In den Südstaaten ist die Streiklage nicht einheitlich. In Aragon im Staate Georgia mußte Militär angefordert werden, da 250 Streikende eine Fabrik stürmen wollten. Aus Nord=Karolina wird dagegen von mehreren Orten die Wiederaufnahme der Arbeit gemeldet. Der Kapitän des „President Cleveland“ schwer belastel DNB Neunork. 14. Sept. Im weiteren Verlane der Untersuchung der Katastrophe auf der„Moris Castle“ belasteten zwei weitere Offiziere des Schnelldampfers„President Cleveland“ den Kapitän dieles Schiffes ebenfalls schwer. Auch sie warfen ihm eine verspätete Absendung der Rettungsboote vor. Ein Matrase des„President Clepeland“ sagte aus, daß das Schiff 40 Minuten bis zu einer Stunde in der Näbe der„Morro Castle“ gelegen habe, aber in dieer Zeit kein Rettungsboot herabgela Entscheidender und wesentlicher aber ist, daß Mexiko protestiert wegen des Rüstungsskandals in USA er Zeit kein Rettungsboot herabgelasen worden sei. Als schließlich endlich ein Boot abgefahren sei, habe seine Besatzung nicht einmal der Versuch gemacht, die brennende„Morro Castle“ zu besteigen, obwohl sich zu dieser Zeit mehrere Personen auf dem in Brand stehenden Dampferdeck befunden hätten. Ein Neuyorher Polizist, der sich als Fahrgast ar r„Morro Castle“ bekand, sagte aus, er habe lein Polens Schritt das danze Vertragssystem von Versailles in Frage stellt. Durch dieses Vertragssystem wurden die Tschechoslowakei, Polen, Griechenland und die Türkei verpflichtet, die Interessen der nationalen und religiösen Minderheiten, die durch die neuen Grenzziehungen in ihr Staatsgebiet eingeschlossen wurden, zu berücksichtigen. Außerdem haben die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan mit den neuen oder durch Gebietszuwachs vergrößten Staaten Ost= und Südosteuropas besondere Minderheitenschutzverträge abgeschlossen, wozu dann noch eine ganze Anzahl zweiseitig abgeschlossener Verträge über die Durchführung des Minderheitenschutzes kommt. Dieser Minderheitenschutz ist in jedem Falle der Garantie des Völkerbundes anheimgegeben worden. Aus diesem Zusammenhang erhellt die ganze Schwere des polnischen Vorstoßes und es ist nur zu verständlich, daß die Großmächte, daß England, Frankreich und Italien durch ihre Sprecher in Genf alles versuchen, um Polen zur Umkehr zu bewegen, wenigstens soweit die grundsätzliche Wahrung des bestehenden Minderheitenschutzvertragsnetzes zur Rede steht. Nichtsdestoweniger ist auch in diesem entscheidenden Punkte die tiefe Krise des Völkerbundes zu offensichtlich, als daß sie ohne weiteres wieder wettgemacht werden könnte. Er hat eben bisher nichts denn bewiesen, daß er nicht nur nicht in der Lage war, die großen entscheidenden Fragen einer wirklichen Neuordnung der internationalen Völkerbeziehungen auf der Grundlage vollster Gleichberechtigung zu lösen, sondern daß er deren Lösung geradezu zu verhindern bemüht gewesen ist. DNB. Mexiko, 14. September. Der mexikanische Außenminister hat den mexikanischen Botschafter in Washington angewiesen, Protest einzulegen gegen die Verdächtigungen des mexikanischen Staatspräsidenten Rodrigues und hoher mexikanischer Beamter während der Verhandlungen des Untersuchungsausschusses des Senats der Vereinigten Staaten gegen die USA.=Rüstungsfirmen, wobei den merikanischen Behörden Bestechlichkeit vorgeworfen worden ist. Obwohl der Vorsitzende des Ausschusses, Nye, erklärt hat, die Behauptungen der Vertreter der USA.=Firmen im Auslande seien nicht notwendigerweise richtig, und Staatssekretär Hull sagte, weder der Ausschuß noch irgendwer in der Verwaltung der Vereinigten Staaten beabsichtige eine Beleidigung irgendwelcher Regierungen und ihrer Beamten, nimmt Mexiko den Standpunkt ein, daß die überstürzte Form der Veröffentlichung der skandalösen Behauptungen, die sogar den mexikanischen Staatspräsidenten beleidigten, einen Protest erfordere, denn der notwendige Respekt vor einem fremden Staatsoberhaupt sei auch von den Organen anderer Regierungen zu wahren. einen Mann, offenbar ein Besatzung des Unglücheschiffes, gerichtet, als der Manr habe in ein Rettungsboot springen wollen. Er Polizist. habe dabel ausgerufen:„Ste sind eine Leicht falls Sie herabspringen!“ Weiter sagte er aus. a seine Frau in ein Rettungsboot hinabgelassen werden re Aufne Genf hofft auf einen Rückzug Polens Eine Mißbilligung, die goldene Brücken bauen soll Frau in ein Rettungsboor sollte, habe das Rettungsboot ihre Aufnahme verwer gert. Seine Frau sei darüber gestorben. Der Steward des Rauchzimmers, der den Brand entdechte klärte, er habe, nachdem sich ein Fahrgast bei ihn wegen des Rauchgeruches beschwert habe, in einem Schranke im Schreibzimmer Rauch bemerkt. Ein anderer Polizist, der ebenfalls als Fahrgast auf de Morro Castle“ war, sand es unerklärlich, weshalb de Rettungsdampfer nicht die„Morro Castle“ obwohl sich zur Zeit etwa 150 Personen im Wassel befanden. Die Untersuchung ergab, daß sich ersten der fünf Rettungsboote der Morro Castle“ 92 Mann der Besatzung und nur sechs Fahrgäste befanden. Die übrig gebliebenen Leichenteile vom der„Morro Castle“ sollen chemisch untersucht werden, um festzustellen, ob der Tod seine Ursache in einer Vergiftung hat. DNB Genf, 14. Sept. Das Eingreifen der drei Großmächte in die Minderheitenfrage infolge der gestrigen Erklärung des polnischen Außenministers wirkt in der Form, in der sie zum Ausdruck kam, doch einigermaßen überraschend. Die Mißbilligung des polnischen Schrittes, allerdings mehr aus moralischen als aus praktischen und politischen Gesichtspunkten war ganz offenkundig. Gleichzeitig war deutlich zu erkennen, daß man durch diese Erklärung den Polen eine Brücke bauen wollte, von der formellen Kündigung ihrer Mitarbeit beim internationalen Minderbeitenschutz wieder zurückzutreten und sich bier mit einer informellen praktischen Lösung zu begnügen Offenbar besteht die Hoffnung, daß Polen in der politischen Kommission diese Brücke betreten wird. Viel bemerkt wird hier die in der Erklarung Barthous deutlich zum Ausdruck kommende Furcht, daß die selbständige Kundigung eines Vertrages durch Polen gefahrliche Rückwirkungen auf das ganze Vertrags gebaude haben konne. Zweifellos wird ein starker Druck auf Polen ausgeübt werden, diese formelle Kundigung zu widerrufen, um dieser Gefahr zu begegnen. Von polnischer Seite erklärt man. daß Polen reinen Grund habe, seine Stellung zu ändern. Aber erst die Verbandlungen in der 6. Kommission werden endgültig zeigen, welche Regelung diese Streitfrage findet und ob Polen tatsächlich durchbält Amerikanischer Kurork eingeäscherl DNB Lakeford(Kalifornien), 14. Sept. Der Kürort Bartlettsprings mit vier großen Hotels und eiwa 50 Sommerhäusern ist durch Großfeuer vollkommen zerstört worden. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. Explosion in einer Sägemühle Kein Wunder, daß sich dieses Versagen nun immer mehr offen an ihm rächt, indem eine ganze Reibe maßgebender Staaten die Durchsetzung ihrer gerechten Ansprüche in die eigene Hand nimmt und vor allem Deutschland, das sich am schlimm sten von ihm unterdrückt fand, ja, dem er die Ent wicklung zur gleichgeachteten und gleichberechtigten Großmacht verkümmerte, sich gezwungen sah, von sich aus zunächst einmal wieder die Voraussetzungen zu schaffen, die es fähig machen, am internationalen Zusammenspiel vollgültig teilzuneh= men. Es hat durch seinen Austritt aus dem Genfer Bund. dem beizutreten Amerika von Beginn an ängstlich vermieden hat und dem Japan auch bereits wieder den Rücken gekehrt hat die Tendenzen wachgerufen und verstärkt, die allenthalben nach einer Vereinigung der Grundlagen brängen, auf denen eine ehrliche Zusammenarbeit der Völker überhaupt möglich ist. Dabei hat es keinen Zweifel daran gelassen und durch Taten bewiesen, daß es nichts als den Frieden will, während der Völkerbund eine Politik der Ränke treibt und neuem Mißtrauen und neuen Verhängnissen den Boden bereitet, womit er nur seiner alten Erbschuld verfällt. Auch er geht daran zu Grunde, wodurch er gesündigt hat, nämlich dadurch, daß er der Büttel der europäischen Machtpolitik Frankreichs wurde, das nunmehr von ihm die Sanktion einer neuen aggreßinen Allianz verlangt, die dazu Gefahren in sich birgt, die sogar das Wesen der europäischen Kultur bedrohen. Der Weltkrieg hätte dann sein Zerstörungswerk vollendet. Ob es dann nicht allmählich auch den anderen Völkern aufdämmert, daß Deutschland es war, das in einem Akt tiefster Selbstbesinnung die Zeichen der Rettung hochzog? Dr. K. Kl. Mitte nächster Woche Aufnahme der Sowjekunion DNB Genf. 14. Sept. Es galt am Freitagmorgen in politischen Kreisen in Genf als ausgemacht, daß Sowjetrußland spätestens Mitte nächster Woche seinen Einzug in den Völkerbund halten wird. Die Verhandlungen mit der Sowjetunion sind, obwohl noch einige technische Fragen zu regeln bleiben, wie man hört, soweit fortgeschritten, daß im allgemeinen keine Zweifel mehr an der Aufnahme der Russen besteht Unklar ist es nur noch, wie das Aufnahmeverfahren sich schließlich abwickeln wird und ob die 6.(politische) Kommission des Völkerbundes noch Gelegenheit erhalt, die Geeignetheit Rußlands besonders zu prüfen, wie es eine große Zahl, besonders kleinere Staaten wünscht. Man spricht setzt von Dienstaa oder Mittwoch nächster Woche als dem Tag des Eintritts der Russen in den Völkerbund. Das„Journal des Nations“ glaubt zu wissen, daß am Donnerstag örei sowjetrussische Sachverständiar von Paris gekommen seien, die sich vorher mit Litwinow unterhalten hätten und der französischen Abordnung den Antwortentwurf Litwinows auf die Einladung überreicht hätten. Man bestätige in unterrichteten Kreisen. daß Sowjetrußlands Antwort als efricbigend ancckeben werde und daß man olauben konne, daß der russische Eintritt in den Volkerbund gesichert sei. Trotzdem werde die Souveränität der Vollversammlung gewahrt werden, und es erscheine wahrscheinlich, daß bei Sowjetrußland das normale Verfahren Anwendung finden werde. Drei Tote, zwolf Verlente DNB Lissavon. 14. Sept. Bei einer Erplosion in einer Sagemuhle bei Leiria wurden drei Arbeier getotet und 12 schwer verletzt. Das Gebaude ist vollig zerstort. Es steht noch nicht fest, ob unter den Trummern. nicht noch weitere Opfer liegen. Ein Schien= karren wurde von dem Luftdruck der Erplosion über eine 6 m hohe Mauer hinweg 40 m weit davongeschleudert. Noch kein Rüchtritt des spanischen Kabinetts Zu lebenslänglicher schwerer Kerkerstrafe begnadigt 14. Sept. Das Kabinett hat sich entschlossen, seinen geplanten Rücktritt erst nach dem Zusammentritt des Landtages am 1. Oktober durchzuführen. Ein früherer Rücktritt erscheint angesichts der gespannten innerpoliatischen Lage als zu gefährlich. Romreise Barthous am 15. Oktober? TNB Paris, 14. Sept. Nach einer römischen Meldung der französischen Agentur Radio soll die Reise des französischen Außenministers Barthou nach Rom endgültig auf den 15. Oktober festgesetzt worden sein. Pirro ernenni Heinrich Nietmann zum Stellvertreier DNB Saarbrücken, 14. Sept. Der Landesleiter der Deutschen Front, Pirro, hat von Genf aus folgende Verfügung erlassen:„Ich ernenne hiermit das Mitglied der Deutschen Front, Heinrich Nietmann, zu meinem Stellvertreter und erteile ihm meine sämtlichen Vollmachten.“ DNB Wien, 14. Sept. Der Bundespräsid wie amtlich mitgeteilt wird, die gegen den el wachtmann Franz Theißenberger verhängte Tobes= strafe in lebenslängliche schwere Kerkerstrafe umgewandelt, verstarkt durch ein hartes Lager und einen Fasttag alle Vierteljahre und durch einsame Absperrung in dunkler Zelle am 25. Juli eines jeden Stranjahres. Bestimmend für die Strafumwandlung war u. a. der Umstand, daß Theißenberger an den Purzen= handlungen nicht unmittelbar teilgenommen hat. Aufträge, die er den drei Wachtleuten zukommen liep. hat er von dem Kriminalbeamten Josef Steiner ei halten. der sich der Verfolgung durch die Flucht en= sogen hat. Oaubischrineliet J M Glolet. Bochum. Steugerin, ter: Beter Schiffers Bochum: verantwortlic Bochum und Mestdeurscland: 9 Echesers 01 e len Teil Hattingen und Essen=Steele: F. J. Landene. n Bochum: inr den lokalen Leil Wattenscheid ereinsdruckerei Rochum. D.R. VIII. 24: 19 70 avo, Ausgabe A: Wesfälische Ausgabe B: Polkszeitung(fr Ennepe=Aubr.Pter( tung 8209; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheis Sonnabend. Sonnenaufgang 6.031 Mondaufgang 14.04 U Sieg Friedrich 1812 Brand von M 1834 geb. der Ge Treitschke ir 1882 geb. der Unterse gen in Herfor 1926 gest. der Philc Jena(geb. 1840 Sonntag. Sonnenaufgang 6.04 1 Mondaufgang 15.11 (Erstes Viertel 13. gest. der Glasbli im Haag(geb 1836 geb. der Chiru in Rupen in Li 1877 geb. der Volksn Bleek in Ber 1927 gest. der Hygie Bechtesgaden(g den spaten A ereignete sich auf der Wirtschaft H. ein. Eine aus mehreren P war von einer Fahr der Wirtschaft H. J. Fahrunternehmer K. sitzen. Aus bisher no Ursache löste sich die auf der stark abschuf rückwärtiger Beweegu stürzte. Alle sechs Perse Wahrend vier nach? durch einen Arzt ihre mußte eine Frau ins den, wo sie aber kurstorben ist. Die Feuerschut si. Im dritten R Feuerwehren in ein gefaßt. Die neueste Feuerlöschwesen Deut Gliederung Sie um und erstreckt sich befragt worden sind nadte über 200000 gemeindliche Berufsfe hier in Bochum bekan Neben der gemeindlinoch die freiwillige ist die Werksfeuerweh Der Dienst der verschiedenarti Lienst=, Feuer un de lösch Brände löschen, eine Reihe von Nebe Gemeinden ohne Be eine oder mehrere fr in Kaiserslautern un vertreten. Das Personal der 31. März 1933 in Gelsenkirchen 39, in Größe Bochums ab das Personal in B Königsberg 192, Ch Köpfe. Von dem Ex chum im Berichtsjah 764 Prozent beurla anderen Städten ein Der Bestand an Leitern betrug in Handdruckspritze, Wagen mit Krafta N In den anderen Ve stand wesentlich grös Krafträder ganz. Der Durchschi trug in Bochum 5 At städte haben meistens An Hydranten samtlänge des Dru während andere Gr Ailometer aufzuwei geräten mit Sauerst chum 5, an Filterger an Wiederbelebungs geräten 5, an Sprun sacken 3 vorhanden ist in anderen Gro größer. Das Alarmwesen apparat, 1 seue 2 Reichsfernspreche 17 private. 2 sonf wahrend die La Leitungen M Auffallend ist. schreiber hat woh keinen besitzt Im Berichtsjahr feuer, 15 Mittelfeue steinbrände 1 Explo willige Alarme 34 4 Alarme. für einen schen Mord eptember. Wie der An= enst mitteilt. ist am 14 von dem Schwurgericht in -1. Zeptember 1933 w. in Tode verurteilte Franz hingerichtet worden. Dami 1033 an dem SA.=Trupperübte Bluttat ihre Suhne Schwurgerichts seistgestellt annar 1933 kommunistische ührung einer bewafineten ionalsozialisten beschlossen im einzelnen sestgelegt. eabsichtigten Angriff genau in der Nacht vom 16. zum use eine Mauserpistole mu sich gesteckt. Wahrend die in zwei Abteilungen au schierten um die 81stellte er sich im Schatten r dem Bahnhofshotel nabe lauer. Aus diesem Hinter= ernsau, der seinen beim nistischer Uebermacht zu Hilfe eilen wollte, m Platz kommen und schoi zielend, von hinten nieder: b Bernsau an der Schufterpräsident hat von seinem en Gebrauch gemacht, da cher Feigheit ein für da= rationalsozialistische Ber enleben vernichtet und sich eutschen Volksgemeinschoit pitän des and“ schwer belastel ept. Jm weiteren Verlaufe atastrophe auf der„Morto eitere Offiziere des Schnell= deland“ den Kapitän dieles Auch sie warfen ihm eine Rettungsboote vor. Ein lepeland“ sagte aus, dah das einer Stunde in der Näbe gelegen habe, aber in die= nasboot herabgelastzlich endlich ein Boot abge= Jesatzung nicht einmal den tende„Morro Castle“ zu be= eier Zeit mehrere Perionen nden Dampferdeck befunden l. der sich als Fahrgast an d. sagte aus, er habe sein offenbar ein Mitglied der ses, gerichtet, als der Manr springen wollen. Er. der ufen: Ste sind eine Leiche Weiter sagte er aus, alt geboot hinabgelassen werder oot ihre Aufnahme verwe= rüber gestorben. Der Ste= der den Brand entdechte. er= sich ein Fahrgast bei ihn beschwert habe, in einen er Rauch bemerkt. Ein an= alle als Fahrgast auf der cs unerklärlich, weshalb de „Morro Castle“ umkreisten 1150 Personen im Wasser ing ergab, daß lich in dem unasdoote der Morro Besatzung und nur den. Leichenteile vom Kapitän chemisch untersucht werden. lod seine Ursache in einer iurori eingeäscherl nien), 14. Sept. Der Kur= er großen Hotels und eiwa rch Großfeuer vollkommen leben sind nicht zu Schaden ner Sägemühle volf Verlente t. Bei einer Erplosion in ria wurden drei tt. Das Gebaude ist völlig t fest, ob unter den Trumpfer liegen. Ein Ochsenftdruck der Erplosion über tweg 40 m weit davon= licher schwerer begnadigt Der Bundesprasident d. die gegen den Ober= berger verhangte Todes= hwere Kerkerstrafe umar= bartes Lager und einen nd durch einsame Absper= 5. 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Sonnenaufgang 6.04 Uhr Untergang 18.45 Uhr Mondaufgang 15.11 Uhr Untergang 21.51 Uhr (Erstes Viertel 13.26 Uhr MEZ.) 1736 gest. der Glasbläier Daniel Fahrenbeit im Haag(geb 1686). 1836 geb. der Chirurg Ernst v. Bergmann in Rupen in Livland(gest. 1907). 1877 geb. der Volkswirtschaftler Walter van der Bleek in Berlin. 1927 gest. der Hygieniker Max v. Gruber in Bechtesgaden(geb. 1853) Wallfahrt und Ablaßgewinnung der Jungfrauen Bochums am 23. September. Verbunden mit der Wallfahrt nach Stiepel am 22. September ist die Gewinnung des Jubiläumsablasses. Bedingungen: 1. Beichte und Kommunion: 2. Gemeinschaftliche Verrichtung der vorgeschriebenen Gebete vor der Wallfahrt und am Wallfahrtsorte. Das Nähere geben die einzelnen Kongregationen für die Pfarrbezirke bekannt. „Graf Zeppelin“ über dem Kuhrgebiel. Luftschiff„Graf Zeppelin“ startete gestern früh um 4,10 Uhr unter Führung von Dr. Eckener zu einer Sonderfahrt nach Frankfurt a. M. An der Fahrt nehmen 27 Fahrgäste teil, unter ihnen der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen. Dr. Todt. ferner als Vertreter des Reichsluftfahrtministeriums die Fliegerkommandanten Spand und Breithaupt. Von Frankfurt aus unternahm das Luftschiff eine Fahrt zur Besichtigung der Reichsautobahnen, an der die TeilnehAuto rollt den Berg hinunter. Eine Tote- vier Verletzte. In den spaten Abendstunden des Donnerstag ereignete sich auf der Brockhauser Straße bei der Wirtschaft H. ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Eine aus mehreren Personen bestehende Gesellschaft war von einer Fahrt heimgekehrt und hielt vor der Wirtschaft H. In dem Autobus, der dem Fahrunternehmer K. gehört, blieben sechs Personen sitzen. Aus bisher noch nicht einwandfrei geklärter Ursache löste sich die Bremse des Wagens, der nun au' der stark abschüssigen Straße selbsttätig in rückwärtiger Beweegung geriet und in den Graben stürzte. Alle sechs Personen erlitten Verletzungen. Wahrend vier nach Anlegung eines Notverbandes durch einen Argt ihre Wohnung aufsuchen konnten. mußte eine Frau ins Krankenhaus überführt wer den, wo sie aber kurz nach der Einlieferung verstorben ist Dazu meldet der Polizeibericht: Am 13. 9. 34 setzte sich ein vor der Wirtschaft Hasenkamp an der Brockhauserstraße in B.=Stiepel aufgestellter Kraftomnibus auf bisher noch ungeklärte Weise in Rückwärtsbewegung, fuhr die abschüssige Brockhauser Straße eine kurze Strecke hinunter und stürzte um. Von den im Omnibus befindlichen Fahrgästen wurde eine Witwe schwer und vier weitere Fahrgäste leicht verletzt. Die schwerverletzte Witwe fand Aufnahme im Bergmannsheil. Sie ist an den Folgen der Verletzungen gegen 23,30 Uhr verstorben. Die Leichtverletzten konnten nach Anlegung von Notverbänden ihre Wohnungen aufsuchen. * Ein Radfahrer wurde auf der Allee=, Ecke Königstraße. von einem Lieferkraftwagen angefahren und leicht verletzt. Das Fahrrad wurde leicht beschädigt. In anderen Großstädten hatte die Feuerwehr weit zahlreicher einzugreifen, da dort die Zahl der Brände bedeutend höher war, allein Gelsenkirchen macht mit 81 eine Ausnahme. Die Entstehungsursachen der Brände in Bochum waren; 6 vorsätzliche Brandstiftungen, 2 fahrlässige oder unvorsichtige Ursachen, 11 schadhafte Leitungen und Geräte, 8 Fehlzündungen bei Motoren, 1 Blitzschlag, 8 Selbstentzündungen, 17 nicht ermittelt. Die Zahl der Brände und Explosionen betrug in Bochum 101. in Berlin 3796, Ham bura 1402, Köln 1022, München 327, Leipzig 446, Dresden 355, Breslau 376, Frankfurt 330, Dortmund 376, Düsseldorf 403, Hannover 328, Duisburg 185, Nürnberg 198. Wuppertal 367, Stuttgart 252. Chemnitz 236, Gelsenkirchen 81, Bremen 303, Magdeburg 169, Königsberg 193, Mannheim 153, Stettin 169. Altona 240, Kiel 140, Halle 122 Die Feuerschutzwoche beginnt am Mentag. Bochums Wehren und die anderen. Das Feuerlöschwesen in Deukschland s Im dritten Reiche sind bekanntlich alle Feuerwehren in einem Verbande zusammengefaßt. Die neueste Statistik zeigt aber noch das Feuerlöschwesen Deutschlands in seiner bisherigen Gliederung Sie umfaßt das Geschäftsjahr 1932und erstreckt sich auf 97 deutsche Städte, die befragt worden sind. Sie zeigt, daß alle Großnadte über 200000 Einwohner völlig ausgebaute gemeindliche Berufsfeuerwehren besitzen, wie es hier in Bochum bekanntermaßen auch der Fall ist. Neben der gemeindlichen Berufsfeuerwehr besteht och die freiwillige Feuerwehr, außer diesen beiden it die Werksfeuerwehr am häufigsten vertreten. Der Dienst der Berufsfeuerwehren ist sehr verschiedenartia. Neben dem eigentlichen Dienst=, Feuer= und Sicherheitswachenbesetzen Brände löschen, Hilfeleistungen bei Unfällen— ist eine Reihe von Nebenaufgaben zu erfüllen. Die Gemeinden ohne Berufsfeuerwehr haben fast alle eine oder mehrere freiwillige Feuerwehren. Nur in Kaiserslautern und Wekmar ist keine der beiden vertreten. Das Personal der Berufsfeuerwehr betrug am 31. März 1933 in Bochum insgesamt 47, in Gelsenkirchen 39, in anderen Städten von der Größe Bochums aber erheblich mehr. So zählte das Personal in Bremen 284, Magdeburg 137, Konigsberg 192, Chemnitz 167, Stuttgart 149 Kopfe. Von dem Exekutivpersonal waren in Bochum im Berichtsjahr 2,66 Prozent krank und 164 Prozent beurlaubt. Das ist gegenüber den anderen Städten ein günstiges Verhältnis. Der Bestand an Fahrzeugen, Spritzen und Leitern betrug in Bochum 8 Kraftfahrspritzen, Handdruckspritze, 1 Magirusleiter, 2 sonstige Wagen mit Kraftantrieb und 5 Fahrzeuge mit Kraftantrieb. In den anderen Vergleichsstädten ist dieser Bestand wesentlich größer So fehlen in Bochum die Krafträder ganz. Der Durchschnittsleistungsdruck betrug in Bochum 5 Atmosphären, die anderen Großstadte haben meistens nur 4,5 oder 4 oder 3 und 2 en Hvdranten zählt Bochum 3020, die Gesamtlänge des Druckschlauches 36 Kilometer, während andere Großstädte Längen bis zu 107 Ailometer aufzuweisen hatten. An Rauchschutzgeraten mit Sauerstoffzuführung waren in Bochum 5, an Filtergeräten 26, an Schlauchgeräten 1. an Wiederbelebungsgeräten 5, an Schaumloschgeraten 5, an Sprungtüchern 3 und an Rettungssacken 3 vorhanden. Auch der Bestand an Geräten ist in anderen Großstädten zum Teil bedeutend größer. Das Alarmwesen in Bochum umfaßte 1 Morseapbarat. 1 feuerwehreigenen Fernsprecher, 2 Reichsfernsprecher, wn öffentliche Feuermelder, 17 private, 3 sonstige öffentliche Meldestellen, wahrend die Lange der feuerwehreigenen Leitungen n0 Kilometer ausmachte. Auffallend ist, daß Gelsenkirchen 161 Fernschreiber hat wohingegen Bochum überhaupt keinen besitzt Im Berichtsjahr gab es in Bochum 12 Großfeuer, 15 Mittelfeuer, 61 Kleinfeuer, 12 Schorn nrinbrände 1 Explosion, 16 Blindalarme, 48 bosSiuige Alarme 34 Hilfeleistungen und an einem 4 Alarme. mer des internationalen Straßenbaukongresses teilnahmen. Das Luftschiff wurde auf seiner Besichtigungsfahrt mit Teilnehmern des Münchener internationalen Straßenbaukongresses, von Rhein und Ruhr herkommend, am Freitag vormittag 11 Uhr in mäßiger Höhe und ruhiger Fahrt über der Baustelle Buer der Reichsautolahnstrecke Lintorf— Dortmund gesichtet. Das Erscheinen des Luftschiffes erregte bei der Bevölkerung freudige Ueberraschung. Kirmes an der Castroper Straße. Auch in diesem Jahr hat die Stadtverwaltung wieder die Vorbereitung der Kirmes an der Castroperstraße in ihre Hand genommen, um so der Bevölkerung eine Volksbelustigung zu sichern, die auch einer Großstadt Ehre macht. Erfreulicherweise hat sich dieser alte Volksbrauch, einmal im Jahr Kirmes zu feiern, auch in Bochum bis auf den heutigen Tag erhalten. Wenn auch der Beutel knapp ist, einmal muß man doch im Jahr einen Tag haben, an dem man seine Groschen springen lassen kann. Früher ging es ja viel höher her. Da war es gute Sitte, daß der Bauer seine Goldfüchse und der Knecht die Silberlinge mit zur Kirmes brachte, wo ein Tollen und Zechen und Tanzen die ganze Nacht hindurch anhielt bis zum Morgengrauen. Aber auch heuer kann sich das bunte und lustige Treiben noch sehen lassen. Wenn die Bratwürstl duften und die Becher klingen und die Würfel springen und die Büchsen knallen, wer sollte da nicht lustig sein? Wieviel Spaß gibt es, wenn der andere vorbeigeschossen— fast noch mehr, als wenn man selber getroffen hat. Und der schlechte Schütze kann ja gleich nebenan beim„Lukas“ zeigen, daß, wenn auch das Auge mal daneben geguckt hat doch die nervige Faust Jeder dari die Tageszeitung hal ten und lesen, die er will. Niemand dari ihn daran hindern, niemand es ihm wehren. Halten Sie Ihrem Helmat- und Familienblatt, der Volks-Zeifung die Treuc. noch die alte ist. Peng— und schon hüpft der Lukas bis an den höchsten Punkt und man kann anstelle der Schützenplakette wenigstens die papierne Marquerite auf die stolze Heldenbrust heften. Und sind auch die Kinder schon zu groß für den Teddybären, den man an der Würfelbude gewinnt— vielleicht kann man in ein paar Jahren die Enkelkinder damit beglücken, falls ihn nicht inzwischen die Motten verspeist haben sollten. Und das Schreien der Ausrufer und das Kreischen der Kinder und das Dudeln der verschiedenen Spielorgeln und das Bergundtalfahren— das ist doch mal etwas anderes als das ewige Einerlei des Alltags. Das schöne Wetter aber, wenn es hält, was es verspricht, wird dem Kirmestrubel einen besonderen Glanz verleihen, den dann in den Abendstunden die Lichtkaskaden der Schaubuden künstlich hervorzaubern werden Das ambulante Gewerbe hat sich in diesem Jahr besonders angestrengt, io daß jeder auf seine Kosten kommt. Darum auf zur Castroperstraße! Laßt Kirmesfreuden um uns sein! Sie gestatten: Meier mein Name! Wie heißen die meisten Bochumer? Schmitz und Schulz sind auch bekannt. Die Familie Meier mit hartem und weichem ei ist in Bochum nach Müller am zahlreichsten vertreten. Das Adreßbuch, nebenbei eine interessante Fundgrube für alles Wissenswerte in unserer Großstadt, weist 22 Mayer, 203 Meier und 274 Meyer nach. Nimmt man die Familienangehörigen hinzu, dann kommt man auf mehrere Tausend, die in Bochum sich mit Meier vorstellen. Sie überflügeln die Schmidtchen, Schmitzens und Schulzes beträchtlich. Denn den Namen Schmitz gibt es nach dem Bochumer Adreßbuch 221 mal und den Namen Schulz 204 mal. An erster Stelle steht jedoch Müller, und Gladbach=Rheydt 173, so daß also Bochum nächst Gelsenkirchen die wenigsten Brände zu verzeichnen hatte. Es erwies sich, daß auf Fahrlässigkeit oder Unvorsichtigkeit insgesamt durchschnittlich 38,1 Prozent aller Brände zurückzuführen waren, insbesondere auf Fahrlässigkeit oder Unvorsichtigkeit bei der Bedienung von Anlagen, Leitungen und Geräten für Holz und Kohle sowie auf Fahrlässigkeit und Unvorsichtigkeit mit offenem Feuer und Licht, Wenn man dann noch weiß, daß in Deutschland durch Brände jährlich 400 bis 500 Millionen an Sachwerten vernichtet werden, jeden Tag also Werte über eine Million Mark, wovon mehr als 20000 Kleinwohnhäuser gebaut werden könnten, und daß alljährlich 1000 Volksgenossen den Tod in Flammen und Rauch finden, dann erkennt man auch, wie bedeutungsvoll die Feuerschutzwoche ist. Deshalb kontrollieren Sie am Montag mit, ob auch in Ihrem Haus die Hinweistafel zum Aushang gekommen ist! Einen Augenblick bitte! Wußten Sie schon...? .. daß die Bürgerhäuser in Bochum früher für Ackerbau und Viehzucht eingerichtet waren. Ein großes Einfahrtstor führte auf die Tenne, über dieser war der Kornboden, an dieselbe anschließend Räume für den Handwerksbetrieb oder die Viehställe, neben dem Hause der Schweinehof, vorn an der Straße der wohlgeschichtete Düngerbaufen * .. daß damals in Bochum das eingeerntete Korn in Rodenbergs oder Kobösems Mühle gemahlen wurde. In Wiemelhausen war eine Grützenmühle in Betrieb. * daß früher in Bochum das Getreide in der verschiedensten Form die tägliche Nahrung bildete? Das Frühstück bestand, statt des jetzigen Morgenkaffees aus einer Brotsuppe. Zu Mittag gab es Gemüse und Fleisch, nachmittags Bier, abends Milchgrütze und Brot. ... daß damals die Bochumer Bauern das Korn um es zu Geld zu machen, auf den Markt nach Hattingen brachten? Dort war im 16. Jahrhundert der Kornhandel äußerst belebt, auch wurden dort höhere Preise bezahlt. .daß damals die Landstraßen so grundlos waren, daß man, um 10 Scheffel Korn nach Hattingen zu befördern 5 Pferde anspannen mußte? Unsere heutigen Lastwagen waren also vollkommen versumpft. ... daß man mit einer sehr genauen Uhr nicht Straßenbahn fahren darf? Die Uhr ist hier nämlich magnetischen Feldern ausgesetzt, die die Genauigkeit beeinflussen. Neuerdings benutzt man zur Herstellung der Präzisionsuhren die vor kurgem erfundenen Beryllium=Legierungen. Diese sind gegen magnetische Einflüsse vollig unempfindlich daß Gebäck sich frisch hält wenn man es sofort nach dem Backen einer Atmosphäre von fester Kohlensäure aussetzt? Man legt es in eine Kühlkiste von minus 60 Grad Celsius, wodurch der Vorgang des Altwerdens verhindert wird. * .. daß man nun auch Kunstseide aus Zukkerrohr gewinnen kann? In der Versuchsstation in Batavia ist die Erzeugung nach eingehenden Laboratoriumsversuchen nun gelungen * .daß es Tiere gibt, die zu Grunde gehen müßten, wenn die Winter milder würden? So entwickeln sich die Eier gewisser niederer Krebse nur dann, wenn sie während der kalten Jahreszeit in sumpfigen Gräben eingefroren sind. Auch die Eier mancher Insekten müssen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt gewesen sein, damit aus ihnen später junge Tiere hervorgehen können. * ... daß es jetzt auch eine Geheimsprache des Telesons gibt? Die Sendeeinrichtung besteht aus einem besonderen Mikrophon, dessen Membran den Sprechstrom in einer Weise umformt, die es einem gewöhnlichen Fernhörer unmöglich macht. irgend etwas zu versteben. Auf der Empfangsseite befindet sich ein gleiches Gerät, das die verzerrten Sprechströme wieder in normale Tonschwingungen umwandelt. * ... daß es den Indianern Venezuelas strengstens untersaat ist, als Schwiegersöhne mit ihren Schwiegermüttern zu sprechen? Wollen sie ihnen etwas mitteilen so kann dies nur durch die Vermittlung dritter Personen geschehen. Haben die es aber gad daß der regelmäßige Genuß von Malgkaffee bei Zuckerkrankheiten gute Wirkung hat? Bereits nach 6—7 Tagen ging die Zuckerausscheidung zurück, wie Versuche ergeben haben, und es kam zu einer beträchtlichen Besserung des Allgemeinbefindens. und zwar über 700 mal. In Hannover und Bremen sind die Meiers ebenfalls führend. In Berlin aber dominieren die Schulzes, dann kommen Müller, Schmidt, Meyer, Lehmann. Nimmt man nun noch die vielen Zusammensetzungen hinzu wie Brockmeier, Clausmeyer, Dettmeyer, Dirksmeier, Eggemeier, Eickemeier, Franzmeier, Hallemeier, Meierhans, Meiertoberens. Meyerdrees, Meyerhof, Meyering u. a., dann kann man wohl behaupten, daß es mit diesem Namen irgend eine Bewandtnis haben muß, wenn er so oft in Bochum und anderen westfälischen Städten vorkommt. Diese Frage findet sofort ihre Beantwortung, wenn wir auf die Entstebung der Namen überhaupt zurückgreifen. Als bekannt vorausgesetzt werden darf, daß die alten Germanen Familiennamen nicht kannten. Erst im frühen Mittelalter tauchen die ersten Namen auf, es war der Vorname, nach dem sich die alten Sippen benannten. Diese Einnamigkeit ging dann allmählich in die Zweinamigkeit über. Mit zunehmender Bevölkerung breitete sich auch die Sitte aus, den Einzelpersonen einen Beinamen zu geben. Dieser vererbte sich allmählich, er wurde also Familjenname. Bis zum Ende des Mittelalters war dieser Vorgang abgeschlossen, neue Familiennamen wurden nicht gebildet. Die Entstehung des Namens Meier(Meyer, Mayer) ist leicht verständlich, wenn man weiß, was er bedeutet. Er ist aus dem lateinischen major gebildet, major aber bedeutet Verwalter. Karl der Große verpflanzte die fränkische Einteilung des Grund und Bodens auch in das Gebiet der Sachsen, als er sie niedergeworfen hatte. So gab es schon im 10. Jahrhundert in Bochum einen Meierhof, der wahrscheinlich einen ausgedehnteren Bezirk um die Propsteikirche herum umfaßte. Zu diesem gehörte später auch der Schultheißenhof, der hinter der Kirche lag. So befand sich auch in Bochum inmitten des bebauten Bodens mit Wald und Weide das Haus des Freien oder Gutsherrn. Dieser war als ministerialis oft am Hofe oder als Krieger im Felde, so daß er gezwungen war, die Verwaltung seines Gutes einem Wirtschafter oder Meier zu übertragen. Größere Güter hatten mehrere Verwalter oder Meier. Sie waren auf bestimmte Lieferungen oder Abgaben verpflichtet. Zwischen dem Gutsherrn und dem Meier bestand eine Art Lehensverhältnis, der Herr war zum Schutze, der Meier zur Treue verpflichtet. Zuerst war der Meier nur auf Zeit eingestellt. Allmählich entwickelte sich aber aus diesem Angestelltenverhältnis nach und nach der Zustand der Erblichkeit. Die Sitte des Meiertums war am stärksten in Westfalen und Hannover entwickelt. Aehnlich vollzog sich die Entwicklung des Namens Schulze, der besonders häufig östlich der Elbe angetroffen wird. Auch dieser Name hängt mit der Germanisierung des Ostens zusammen. Die in der Völkerwanderung flawisch gewordenen Gebiete wurden zurückerobert, das Land unter die kolonisierenden Bauern, die Ostlandfahrer, aufgeteilt. Jede Dorfgemeinde erhielt einen Vorsteher der die Schult(Abgaben) zu heischen(einzuziehen) hatte, also einen Schultheißen oder Schulzen. In Westfalen wurde im 12. Jahrhundert der Klosterbesitz zwecks besserer Verwaltung in Bezirke(Villikationen) gruppiert, den ebenfalls je ein Schulze vorstand. Aber bleiben wir bei Meier. Dieser Beiname wurde immer häufiger so daß man sich zu Unterscheidungen gezwungen sah. Das nächstliegende war natürlich die Verbindung mit dem Vornamen. So entstanden Noltemeier (Arnold), Berensmeier und Benningmeier(Bernhard oder Benno), Gerdsmeier(Gerbard) Heinemeyer(Heinrich), Kohrmeyer(Konrad). Ottensmeyer(Otto), Rolfmeier(Rudolf). Meyerdierks (Dietrich) Christmeyer(Christian) Klusmeyer (Nikolaus), Dreesmeier(Andreas) Hansmeier usw. Andererseits bildeten sich Zusammensetzungen aus den Namen Meier und der Art der Beschäft gung. Der Besitzer einer Wirtschaft heißt Krugmeyer, einer Mühle Kirmeier TI. I.T.I.T.17 1 verständlicher noch sind die Namen Eisenmeier, Glasmeier, Klockemeier, Kessemeier. Oder aber verschiedene Eigenschaften waren Veranlassung zur Namensbildung, wie Biedermeyer, Grotemeier, Kleinmeyer, Jungmeyer, Niemeyer(neu), Bredemeyer(breit). Aber auch der Wohnort oder seine Beschaffenbeit führte zu Namensbildungen: Achtermeyer oder Mittelmeier(nach der Lage des Hofes) Strahtmeier(an der Straße). Östermeyer, Westenmeyer und Sudmeyer(nach der Himmelsgegend) Bergmeyer, Hügelmeyer, Höwelmeyer von Hufe= 30 Morgen), Bultmeyer und Brinkmeyer(beides bedeutet erhöhte Lage), Thalmeyer, Kuhlmeier, Holzmeyer, Buschmeyer, Lohmeier (Gebüsch), Struckmeier(Strauch), Heidmeyer Wischmeyer(Wisch= Wiese), Brockmeyer(brook = Sumpf), Marschmeyer, Watermeier, Diekmeier (Deich) usw. Nach den Erzeugnissen des Bodens und dem Baumbestand sind benannt: Gerstemeier, Havermeier, Weitemeyer(Weizen), Blomeyer Blume), Berkemeyer(Birke. Buchmeyer, Eickemeyer(Eiche) u. a. Auch andere Verpflichtungen waren maßgebend so: Tegtmeyer(den Zehnten errichten), Schandelmeyer(besorgt die Altarkerzen), Gosemeyer(Gans). Dagegen sind die Bildungen wie Ameyer, Bemeyer, Wehmeyer u. a. weiter nichts als eine Zusammenschreibung von A. Meyer, B. Meyer, W. Meyer. Dichter und Heimat. Wie sagten schon, daß der bekannte Dichter Lubwig Mathar demnächst auch nach Bochum kommen wird, um vor den Mitgliedern des Bezirksverbandes der Borromäusvereine und der katholischen Gemeinde über„uenes Schafsen in Licht und Zeit und Ewigkeit“ zu sprechen und damit den Volkstumswert unseres kath Schrifttums erneut in den Vordergrund zu stellen. Wir Katholiken können uns glücklich schätzen, Vertreter unseres Schrifttums zu den Unfrigen zu nennen, die schon seit Jahr und Tag das Volkstum gepflegt haben die Heimat und vaterländischem Boden ein Loblied sangen. Mathar gehört zu diesen. Wie die knorrigen Eichen und Buchen des Venns, so wurzelt dieser Dichter in seiner Heimat. Wie die Leyen schiefergrau über'm Tal, so ist er in ihrem Boden gegründet. Wie das Vennhaus wuchtig und warm, so steht er fest auf rheinischer Scholle. Wie der Vennbauer mit breiten Beinen auf seiner Weise, ja im tückischen Moor, so ist er dabeim im Lande seiner Väter. Dies rauhe, herbe, einsame Land der weiten Heiden und Moore, der wildzerklüfteten Täler, der fernverstreuten Dörfer, der tiefgebetteten Städtchen, der unendlich geheimnisvoll rauschenden Wälder der weißschäumenden Bäche ist ja seine Heimat. Das Land der„Monschäuer", des Schneiderleins im Hohen Venn“,„Heimat“, nur der Deutsche kennt dies selige Wort. Heimat umfaßt alles, das traute Heim, Vater und Mutter, Sippe, Nachbarn, Dorf, Landschaft, Sprache, Sitte, Brauch, Tracht. Tier, Pflanze und Baum. Heimat ist nicht ein einzelnes Heim, es ist die Gesamtheit; es ist nicht ein einzelnes Wesen, es ist die Gemeinschaft aller scharf geprägten Einzelwesen. Der Dichter, wohl das am schärfsten geprägte, ist gleichfalls nur ein Glieb dieser Kette, aber das Bindeglied. Hören wir, was er uns am 30 September, abends 8 Uhr, im Weißen Saal der Bürgergesellschaft über„Heimat“ zu erzählen hat! Dos Bachumer Leben im Angust. Die Bevölkerungszahl der Stadt Bochum ist m August 1934 um 306 Personen von 311 320 auf * 311 716 gestiegen. Es sind in diesem Monat 38 mehr geboren als gestorben und 88 Personen mehr zugezogen als fortgezogen. 6 Insgesamt sind im August nach Bochum zugezogen 1700 Personen mit 281 Köpfen. Von Bochum verzogen sind 1612 Personen mit 330 Köpfen. * Im August wurden 321 Ehen geschlossen.— Lebend gevoren wurden 498 Kinder, darunter 10 uneheliche. Totgeboren wurden 9 Kinder. Gestorben sind 190 Personen, darunter 30 Kinder unter einem Jahr. Die häufigsten Todesursachen lauteten in 20 Fällen auf Herzkrankheiten und Altersschwäche. Weiter folgten Krebs und Verunglückung mit je 19, Lungenentzündung mit 17 und Tuberkulose mit 16 Fällen. * An Infektionskrankheiten wurden polizeilich gemeldet: Diphtherie 81. Scharlach 76, Spinale Kinderlähmung 1, Unterleibstyphus 26, Ruhr 2, Kindbettfieber 2 und Lungentuberkulose(Todesfälle) 20 Fälle. * Die Zahl der in Bochumer Krankenanstalten gegenüber 26 Ende Juli 1934. * Fertiggestellt wurden fünf Wohnhäuser. Für weitere 26 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis erteilt und für 24 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis beantragt. * Bei der Städtischen Sparkasse haben die Einlagen um 52693 Mark zugenommen Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger beim Arbeitsamt ist von 3085 auf 367 gefallen. * Beim Wohlfahrtsamt ist die Zahl der Hauptunterstützungseenfänger von 19001 auf 18574 gefallen. Insgesamt wurden Ende August 1903 unterstützt beim Arbeitsamt 11 345 Personen und beim Wohlfahrtsamt 45 25. * Am Schlusse des Monats August 1934 wurden noch 13W1 männliche und 822 weibliche Arbeitssuchende gezählt. * In den städtischen Badeanstalten wurden im Berichtsmonat 10 559 Schwimmbäder, 1500 Wannenbäder, 3505 Brausebäder und 493 Heilbader abgegeben. * Die Berufsfeuerwehr wurde 9 mal alarmiert. Diese Alarme wurden veranlaßt durch 4 Kleinkeuer. 3 blinde und 2 böswillige Marme. Gnadenmutter von Stiepel, wir grüßen dich all! Die Wallfahrten in diesem Jahre sind zahlreicher denn je. Sie vereinigen auch mehr andachtige Beter als je zuvor. Das bewies wiederum der Festtag„Mariä Namen". In den Morgenstunden wogten und drängten sich die Vilgerscharen unaufhörlich dem Gnadenorte zu. Wege und Straßen waren von Wallfahrern belebt. Im Sonnenglanz bot sich den Teilnehmern ein tiefreligiöses Bild katholischer Glaubenstreue dar. Pfarrvikar Plitt zelebrierte unter Assistenz der Herren Vikare Hoffmeister und Moschner das feierliche Hochamt. In wuchtigen Akkorden ertönten die marianischen Wesen. Pfarrvikar Plitt hielt die Marienpredigt und deutete den hohen Namen der Gottesmutter. Die sakramentale Prozession schloß sich dem Amte an. Mittags fanden die Betstunden vor dem Allerheiligsten statt, die immer ein überfülltes Gotteshaus saben. Wahrend der Mittagsstunden bis zum Nachmittag wollte das Wallen zum Heiligtum kein Ende nehmen. Zu Hunderten, ja zu Tausenden drängten die Gläubigen herbei. Es war manchmal beängstigend, die Massen zu erfassen. Da waren es die Dortmunder, Polsumer, Gelsenkirchener, Essener, Mülheimer. Briloner. Die Arbeitslage in Westfalen im Monat August 1934. Die günftige Entwicklung der Arbeitslage im Landesarbeitsamtsbezirk Weitfalen hat auch im Monat August keine wesentliche Abschwächung erfahren Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat nurundedeutend und zwar um 728 oder 04 Prozent auf 194 162 gestiegen. Dagegen werst die Zahl der unterstützten Arbeitslosen noch eine Abnahme auf. Sie sank um fast 2000 auf ro. 1740 Hiervon entfallen auf die Empfänger von Arbeitslosen= und Krisenunterstützung rd. 78500(Zunabme 2664), während die Zahl der Wohlfahrtsunterstützungsempfänger sich nochmals um 4637 auf rd 500 vermindert hat. Die Zunahme der Arbeitslosen= und Krisenunterstützungsempfänger ist auf die Ruckkehr von Arbeitskräften aus den Außenberufen und auf den Ablauf der Förderungsfrist bei Notstandsarbeiten zurückzuführen. Die Bemübungen, die langfristig arbeitslosen Woblfahrtsempfänger in der freien Wirtschaft unterzubringen, batten wiederum in vielen Fällen Erfolg, z. T. konnten sie bei Notstandsarbeiten angesetzt werden. Die Zahl der Notstandsarbeiter bat sich mit rd.. 30000 gegenüber dem Vormonat nicht geändert. Es werden jedoch Vorbereitungen für die Inangriffnahme neuer Notstandsmaßnahmen getroffen, so daß schon in nächster mit einem weiteren Einsatz von Arbeitslosen bei dieen zusätzlichen Arbeiten gerechnet werden kann. Die starke Nachfrage der Landwirtschaft nach Arbeitskräften hat wegen Beendigung der Kornernte vorübergehend nachgelassen. : Die Schulen flaggen! Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst Volksbildung bat angeordnet, daß auch in diesem Jahre zum„Fest der deutschen Schule“ am 10. September, alle ihm unterstellten Schulen festlich zu flaggen haben. Hordeler, Wittener und Bochumer, die in einer überaus großen Zahl vertreten waren. Das weite Rund des Freiplatzes war bis zum Altar überfüllt. Vikar Wiesmann(Altenbochum) zeichnete in lebendigen Farben ein Ideal der lieben Gottesmutter. Die Predigt machte auf alle einen tiefen Eindruck. Das Allerheiligste wurde sodann unter großer Assistenz aus dem Gottesbaus zum Altar getragen. Währenddessen formierten sich die Tausende zur Prozession. Sakramentshymnen er schallten über den weiten Platz. Pfarrer Weddeling(Polsum) erteilte den feierlichen Segen. Abends in den Dämmerstunden setzte sich die imposante Lichterprozession in Bewegung. Ueber 1000 Marienpilger zogen mit brennenden Lichtern durch die weiten Anlagen. Im Zuge bemerkte man die von vier Männern getragene Mndonna. Ins Gotteshaus zurückgekehrt, fand die schöne Feier mit dem Abschiedsgebet vor dem Gnadenbilde einen seinen Ausklang. Stiepel, der vielbesuchte Gnadenort des Industriegebietes, wird in den nächten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen.— Glückliches Bochum, das in seinen Mauern einen Gnadenort der Schmerzhaften Gottesmutter bergen darf. Oeffentliche Mahnung Wir verweisen unsere Leser auf die Anzeige des Finanzamtes Bochum in der heutigen Ausgabe, in der Steuerrückstände angemahnt werden. Liste der säumigen Steuerzahler. Bekanntlich wird erstmalig im Frühjahr 1106 für das Jahr 1935 eine Liste der säumigen Steuerzahler aufgestellt werden. In einem Nachtrag zu dem entsprechenden Runderlaß ordnet, wie die„Wandelhalle“ meldet, der Reichsfinanzminister nunmehr an, daß in die im Steuerreformplan vorgesehene Liste der säumigen Steuerschuldner auch aufgenommen wird, wer am 1. Januar 1935 mit einer Zahlung von Zöllen oder Verbrauchssteuern aus der Zeit vor dem 1. Januar 1908 rückständig ist, oder es im Jahre 1905 hinsichtlich einer Zahlung von Zöllen oder Verbrauchssteuern zu einer zweitmaligen Mahnung kommen läßt. )( Oeffentliches Platzkonzert. Der Polizeipräsi= dent in Bochum teilt mit: Am Sonntag. 10. September, von 1130—12,00 Uhr, veranstaltet die Polizeimusikkapelle bei günstigem Wetter im Sudpark an der Königsalle ein offentliches Platzkonjert. th) Elektrische Forderung auf Karolinengluck Die Zeche„Karolinenglück verrugt nun über eine elettrische Koperförderung welche bis zur 7. Sohle geht, entgegen der früheren Trommelförderung bis zur 6. Soble. Außer diesen Umbauarbeiten von der Trommel= zur elektrischen Köperförderung und der Verlegung von der 6. zur 7. Sohle, sind auch gleichzeitig zwei neue Forderkörbe eingebaut worden. Dieselben bestehen gegenüber den alten Förderkörben aus je fünf Sätzen. Sie fassen zehn Förderwagen, welche zu je zwei hintereinander auf einen Korbsatz aufgesetzt werden. Auch bei der Leuteseilfahrt wirkt sich die Erneuerung aus. Jeder Förderkorb faßt jetzt etwa 70 Personen. Diese Arbeiten wurden ohne Betriebsstörung durchgeführt. Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerttag, dem 20. September, im Stadtleihamt Trankgasse 5. stattfindende Versteigerung wird nochmalt aufmerksam gemacht. lu. Unfall unter Tage. Im Flöz„Blucher“ der Schachtanlage Constantin 8/9 in Bochum=Riemte zog sich am Donnerstag in der Mittagsschicht der Hauer Kiett durch ausschlagende Koble erbeyliche Verletzungen der rechten Hand zu. Er wuwe dem Bergmannsheil zugeführt. kr) Abgestürzt und arg verletzt. Der Mauter Johann Ro. aus der Humboldstraße war mit einigen Kollegen im Treppenhaus eines Neubaues der Trundernerstraße mit Innenverputzarbeiten beschäftigt, als plötzlich eine Materiallast an dem Gerüst abgesetzt wurde, wobet die Gerüstbohlen nachgaben und R., bevor er sich in Sicherbeit bringen konnte, hinterrücks in die Tiefe stürzte. Mit schweren Verletzungen an den Beinen und inneren Verletzungen mußte seine Ueberruprung ins St.=Augusta=Krankenbaus erfolgen. Bestandene Prüfung. In der dem stadtischen Kinder= und Säuglingsheim Bochum, Amtestraße 10=12, angeschlossenen staatlich anerkannten Sauglings= und Kleinkinderpflegeschule fand am 1. 9 unter dem Vorsitz des Oberregierungs= und Oberregierungsmedizinalrates Dr. Willführ aus Arysberg die Abschlußprüfung statt. Samtliche vier Prüflinge bestanden die Prüfung, und zwar Gerda Putsch aus Remscheid=Hasten und Schmidt aus Siegen mit„sehr gut“, Anneliese Koch aus Bochum und Hilde Prigan aus B. Laer mit„aut“.— Der nächste einjahrige gang beginnt am 1. Oktober 1934. Aufnahmebedingungen werden im Jugendamt, Rathaus, 2 Obergeschoß, Zimmer 2M. kostenlos abgegeben. !) Bestanden. Frl. Gertrud Nöcker, Bochum. Drusenbergstraße 55, bestand am St.=JohannesHospital zu Dortmund ihr staatliches Eramen alt Krankenpflegerin mit dem Prädikat„Sebr gut Festgenommen wurden: Eine Perion wegen Einbruchsdiebstahls, eine Person wegen Fahrraddiebstahls und eine Person wegen Sittlichkeitsvergebene Betätigung der Postscheckamter fur das Win terhilfswerk. Im Dienst für das Winterbilfewerk des deutschen Volkes 1933/34 haben die Postscheckämter zweimal, im September und Dezember 183, allen Postscheckkunden die Aufrufe der Reichsführung des Winterhilfswerks— rund 2 Millionen Stück— zugesandt. Die Spenden erreichten einen Betrag von über 3 Millionen Mk., der dem Winterhilfswerk zu geführt werden konnte. Alle mit diesem Hilfswerk verbundenen Arbeiten— Versendung der Aufrufe, über 626 000 Buchungen und die Zustellung von rund 600000 Plakettet mit den Kontoauszügen an die Spender— sind gebührenfrei ausgeführt worden. (!) Errichtung eines Museumsdorfes. Bei Clonpenburg soll ein Museumsdorf errichtet werden, das aus interessanten Münsterländer Bauten zusammengestellt werden soll. Es ist nunmehr ein Gelände von 5 ha gesichert und mit den arbeiten begonnen worden. Arbeiter sind damit beschäftigt, das Gelände zu drainieren planieren und eine Schicht Sand darüber zu decken. Als erstes Haus des Museumsdorfes ist bereits ein uber 30 Meter langes Doppelheuerhaus erworben worden Dazu kommt jetzt der„Quatmannsbor der ein wundervolles münsterlandisches Bauern haus ist. Das Museumsdorf ist damit gesichert. hindenburg-Gedenkfeier im Urwald. Im ganzen Ausland hat der Tod des unvergeßlichen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg ehrliche Mittrauer und grone An teilnahme erweckt, namentlich auch in den deutschen Kolonien. In Ueberiee war diese Trauer besonders gros. Allenthalben fanden besondere Trauer, und Gedenkieiern statt. Sehr eindrucksvoll mus die Trauerfeier in der deutschen Kolonie im sernen Costa=Rica gewesen lein, die dort am 7 August 1934 stattgefunden hat. Ein Bochumer. Pater Nathrath, hielt vor dem Katafalk. der mit den Reichsfarben und einem Bilde des verstorbenen Reichspräsidenten geschmückt war. vor den zahlreichen Deutschen die Gedenkrede. Unere Bilder zeigen oben Pater Nathrath wahrend seiner Trauerrede, unten die Teilnehmer an der Gedenkfeier beim Ausbringen des deutschen Grußes im Schluß der Feier. * Die Bilder sind uns liebenswürdigerweile von Herrn Konsul Kuhne von Cojta=Rica(Bochum. An der Schalwiese) zur Verfügung gestellt worden. E Auf die am Donners= im Stadtleibamt Tranksteigerung wird nochmalt k. Im Flöz„Blucher“ der 8/9 in Bochum in der Mittagsschicht der isschlagende Koble erheichten Hand zu. Er wurde eführt. ra verletzt. Der Maurer mboldstraße war mit einisenhaus eines Neubaues nit Innenverputzarbeiten eine Materiallast an dem wobet die Gerüstboblen vor er sich in Sicherbeit ücks in die Tiefe stürzte. gen an den Beinen und unte seine Uebernang baus erfolgen. l. In der dem stadtischen eim Bochum, Amtsstraße atlich anerkannten Sauglegeschule fand am 10. 9. berregierungs= und Ober= Dr. Willführ aus prüfung statt. Sämtliche die Prüfung, und zwar nscheid=Hasten und Elie it„sehr gut“, Anneliese Hilde Prigan aus B.nächste einjährige Lehrtober 1934. AufnahmebeJugendamt, Rathaus. 2 b. kostenlos abgegeben. ertrud Nöcker, Bochum. stand am St.=Johanneshr staatliches Eramen alt m Prädikat„Sehr gut“ den: Eine Perion wegen Person wegen Fahrradon wegen Sittlichkeitsverstscheckamter fuür das Win für das Winterbilfewerk 3/34 haben die Postscheckmber und Dezember 183. e Aufrufe der Reichsführks— rund 2 Millionen Spenden erreichten einen ionen Mk., d werden konnte. Alle mit idenen Arbeiten— Verer 626 000 Buchungen urd 600000 Plakettet mit den pender— sind gebühren= useumsdorfes. Bei Clopumsdorf errichtet wern Münsterländer Bauten soll. Es ist nunmehr ein chert und mit den Vor= en. Arbeiter sind damit zu drainieren, planieren darüber zu decken. Als umsdorfes ist bereits ein oppelheuerhaus erworben etzt der„Quatmannsbof“ nünsterlandisches Bauern dorf ist damit gesichert. Samstag, den 16. September 104. 2. Beilage der Volks-Zeitung. Nummer 214— Seite 9 -4 7 Groß=Bochum meldet... Bochum-Hordel. th. Fest Kreuzerhöhung. Die Herz=Jesu=Pfarrkirche gehort auch zu den wenigen glücklichen Besitzerinnen einer Kreuzpartikel vom heiligen Kreuze. So fand am gestrigen Freitag, am Feste Kreuzerhobung, die Aussetzung der Partikel zur Verehrung auf dem Kreuzaltar statt. Vom sinnvollen Blumenschmuck und Lichterglanz war die Partikel während der beiden hl. Messen umgeben, auch die Verehrung seitens der Pfarrangehörigen war sehr rege. Nach der Schulmesse nahm in einer kurzen Feier die Aus. setzung ihr Ende. Von Pfarrer Fröhlich wurde nach dreimaligem Absingen des Liedes„O Crux abe mit der Partikel der Segen erteilt. Als Abschluß wurde das Lied„O du hochbeil'ges Kreuze“ gesungen. th. 70 Jahre alt. Im Kre im gestrigen Freitag Joseph Sliwick, wohnhaft Königsgruberstraße 50 seinen 70. Geburtstag begeben. Er erfreut sich noch großer Gesundheit und ist bereits 50 Jahre aktiver Musiker. In den 50er Jahren hat der Jubilar zu manchem Feste aufgespielt, manchen Heimgegangenen auf seiner letzten Fahrt begleitet und unzähligemal bei der Fronleichnamsprozession durch sein Spiel den Triumphzug des eucharistischen Heilandes verschönert. Zum Wiegenfeite brachten vier Kinder ihre Glückwünsche dar. denen auch wir uns anschließen. Bochum-Gerlhe. va.= Hirschrohren im Giesenberg. Daß die Brunftzeit in der Tierwelt beginnt, kann man im wiesenberger Zoo bemerken, wo der Hirsch in den Abendstunden sein lautes Röhren erschallen laßt. Der sonst ziemlich friedliche Bursche ist dabei jetzt sehr heimtückisch und kampflustig geworden. Als der Sohn des Försters Lindemann vor einigen Tagen in den Abendstunden den Hirschen in gewohnter Weise den Hafer brachte, benahm sich der Hirsch demlich ungebärdig und ging den Försterssohn an. Dieser konnte das Tier zunachst abwehren, wurde dann aber von dem Hirsch plötzlich mit dem Geweih erfaßt und zu Boden geworfen. Der Förster kam noch rechtzeitig hinzu und konnte seinen Sohn aus der gefährlichen Lage befreien und somit ein grogetes Unglück vermeiden.— Die vor kurzer Zeitin Angriff genommene Schutzhütte ist inzwischen fertiggestellt worden. Sie erhält Futterraufen und bietet den Tieren Schutz bei schlechter Witterung. Der Dachs hat schon zum wiederholten Male neue Gänge gegraben, aus denen er nur sehr schlecht herauszubekommen ist. Kürzlich hatte er wieder einen 2 Meter tiefen Bau gegraben. Die übliche Wasserkur blieb hne Erfolg, so wurde er diesmal kurzer Hand ausgeräuchert, Immerhin dauerte es eine geraume Zeit, bis der Dachs auß seinem Schlupfwinkel herauskam. Bochum-Hiltrop-Bergen. u. Aus der St. Joseph=Pfarrei. Da der Seelsorger der Gemeinde für einige Tage verreist ist, fällt die Werktagsmesse in der kommenden Woche bis Mittwoch einschließlich aus. Am heutigen Samstag, dem 15. September, ist keine Beichtgelegenheit. Die ndacht am Sonntag nachmittag fallt aus. Bochum-Werne. rl. Des Kindes Schutzengel. Glück im Unglück bitte das 5 Monate alte Kind der Familie R., wohnhaft Teimannstraße. Donnerstag nachmittag, bei der Beerdigung des Milchhändlers Karl Rieks, geriet der Kinderwagen mit dem Kinde unter den zurückfahrenden Leichenwagen. Das Madchen, dem die Obhut des Kindes anvertraut war, sah die Gefahr und ließ den Wagen los. Dadurch geriet der Wagen unter die Pferde und wurde vollständig zertrümmert. Das Kind, welches unter den Pferden lag, konnte wie durch ein Wunder unverletzt geborgen werden. rk. Kinderspielplatz. Auf dem Platz an den Straßen Auf den Scheffeln, Wittekindstraßen=Ecke, wird in Kürze ein Kinderspielplatz hergerichtet. Es sollen zwei betonierte Sandlästen gebaut und der Platz selbst mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt werden. Die Allgemeine Volksbildungovereinigung„Feierabend“ le. B.) hat auch im 14. Jahre ihrer gemeinnützigen, kulturellen Tätigkeit eine abwechselungsreiche, hochkünstlerische Vortragsfolge für Werne und für Langendreer zusammengestellt. Sie ist eifrig bemüht, wie bisher, Vermittler echt deutscher Kulturgule. Ja sein, eine Aufgabe, die heute mehr denn je nowvendig ist und von der Regierung dringlich gewünscht wind. Im engen Einvernehmen mit der Reichsschrifttumskammer und der Zustimmung des Kreiskulturwartes sind nur anerkannte, hochwertige Nünstler und Wissenschaftler verpflichtet worden. Der Jahresbeitrag für die gesamte Vortragsfolge betragt nur 3 RM. Anmeldungen erfolgen zweckmaßig schon jetzt an den Leiter(Lehrer Bärens, B.=Werne, Lütge Heide 53) oder spater an der Abendkasse. Vorgesehen sind: 1. Puppentheater von Kastner, München. 2. Bühnentanzabend von Senta Maria, München. 3. Autorenabend: Ernst Wiechert. 4. Orchesterkonzert des Städt, Orchesters Bochum, 5. Balladenabend von Friedel Hintze, Berlin. 6.„Mundartlicher Frohsinn aus allen deutschen Gauen“ von Alerander Starke, Nürnberg. 7.„Das Weltall im Lichte jüngster Forschung“ mit Bilder von R. Henseling, Berlin. 8. Orchesterkonzert des Städt. Orchesters, Bochum. 9. 200,„Feierabend": Heitere, bunte Folge. Wer deutsche Kultur und Bildung fördern will, läßt sich in die Feierabendgemeinde aufnehmen! Bochum-Langendreer. Im Silberkranz. Heute feiern die Eheleute Franz Lehde, Weststraße 29, das Fest der silbernen Hochzeit. Glückauf zur goldenen! rk. Hohes Alter. Am gestrigen Tage beging der bekannte Langendreerer Bürger Klepnermeister i. R. Heinr. Gontrom seinen 75. Geburtstag. Möge ihm noch ein langer, froher Lebensabend vergönnt sein. Bochum-Linden-Dahlhausen. Monatsversammlung der Angestelltenschaft. Die Deutsche Angestelltenschaft von Linden=Dahlhausen hielt am Donnerstag im Tagungslokal Wolf ihre Monatsversammlung ab. Ortsgruppenwart Pg. Folgmann begrüßte die Erschienenen und nahm nach dem Gedichtvortrag eines Berufskameraden Gelegenheit, verschiedene geschäftliche Angelegenbeiten zu besprechen. Von Wichtigkeit war vor allem seine Mitteilung, daß die Geschäftsstunden des Zahlstellenleiters auf 19—21 Uhr festgesetzt worden sind. Während dieser Zeit sind in Zukunft die Beiträge der Mitglieder aller Berufsgemeinschaften an den bekannten Tagen im Zoblungslokal Hüsken zu entrichten. Durch ein gemeinschoftliches Lied und mehrere anregende Gedichtvorträge wurde ein geschmackvoller Teil des Programms abgewickelt. Einen breiten Raum nahm die Besprechung der bevorstehenden Bildungsarbeit innerhalb der Deutschen Angestelltenschaft in Anspruch. Ortsgruppenwart Pg. Folgmann vermittelte den Erschienenen ein dentliches Bild über die im Winter durchzuführende Arbeit. Von der Deutschen Angestelltenschaft seien Schulungen vorgesehen, die alle Erwartungen in den Schatten stellten. Neben Erfüllte und offene Wünsche in Langendreer. .ik. In den letzten Tagen ist man an verschiedenen Straßen des hiesigen Ortsteils vielfachen Wünschen der Bevölkerung nachgekommen. So hat man unter anderen die Straße„Zum Familienwohl“, die eine äußerst holprige Decke und einen ziemlich schadhaften Bürgersteig aufwies wenigstens in etwa renoviert, indem über die Straße eine Sanddecke geschaffen wurde, die die Unebenheiten ausleichen soll. Auch den Bürgersteig hat man mit einer feinen Aschenschicht ausgebessert. Es wäre ja zu wünschen, wenn diese Straße doch einmal ein festes Steinpflaster erhielte, was auch gesundheitlich von großem Nutzen wäre, denn der Wind wirbelt gerade hier oft große Staubwolken auf. Weiterhin wurde auch die Kaiserstraße in der Kurve an der Wirtschaft„Zur Post“ mit einem neuen Pflaster versehen, da dies Stück besonders schadhaft war. Da nun die neue Brücke an der Heinrich=GustavStraße durch den Verputz der gewaltigen Pfeiler den letzten Schliff erhalten bat, ist man nun dabei, die durch den Brückenbau stark in Mitleidenschaft gezogene Straße sowie die Bürgersteige wieder in Stand zu setzen. Der in Frage kommende Teil der Straße wird stückweise ganz neu gepflastert und die anliegenden Bürgersteige mit Platten beleat. Bei dem rüstigen Fortschreiten der Arbeiten ist mit einer baldigen Wiederinbetriebnahme zu rechnen, was den Fuhrwerken und Autos den zeitraubenden Umweg durch den Salzbach ersparen würde. Ein gewiß erwähnenswerter Wunsch wäre die Ausbesserung der Uemmingerstraße im Verlaufe des Hofes Schulte=Uemmingen bis zur Wittenerstraße. Das Pflaster ist hier seit Jahren schon so schadhaft, daß es tatsächlich für den Verkehr ein Hindernis bedeutet. Auch fehlen zum Teil die Bürgersteige. Die dort verkehrenden Fahrzeuge hüllen die Passanten oft in wahre Staubwolken ein, was ja auch für die Anwohner recht unangenehm und wenig gesundheitsfördernd ist. Wann darf hier mal eine bestimmt dankbar aufgenommene Abänderung erwartet werden? Als weiterer Wunsch wäre der Waterfuhrweg zu erwähnen, der das Verbindungsstück zwischen dem „Alten Bahnhof“ und der Weststraße darstellt. Dieser Weg weist zur Kaiserstraße hin ganz nette Grünanlagen mit Bänken auf die besonders bei den alten Herren regen Zuspruch finden. Ein Stück weiter sindet man hingegen auf beiden Seiten wildes Gestrüpp und wucherndes Unkraut. In den letzten Tagen wird allerdings die eine Seite umgegraben Es wäre doch im Sinne des schöneren Gesamtbildes wünschenswert, wenn man hier vielleicht von maßgebender Seite einiges tun würde, denn der Weg wird doch an allen Tagen, besonders aber an den Sonntagen, von zahlreichen Ausflüglern und Spaziergängern die zur Ruhr oder Kaltenbardt oder zum Volksgarten wollen, benutzt. Die doch im allgemeinen bescheidene Langendreerer Bevölkerung würde auch für eine nur in etwa befriedigende Enfüllung dieser erwähnten Wünsche, die nur ein Teil noch vieler anderer sind, bestimmt dankbar sein. Warmes Wochenend. Der südöstlich Grönlands liegende Wirbel hat sich nunmehr soweit aufgefüllt, daß er nur noch in der nächsten Umgebung seines Kerns starkere Bewölkung und vereinzelt auch etwas Niederschlag veranlaßt. Dementsprechend hat sich der hohe Druck über dem südlichen Skandinavien während der vergangenen Nacht wieder kräftigen können, so daß in seinem Bereiche über dem europäischen Festlande vorwiegend heiterer Himmel verzeichnet wird. Ueber der Biskaya bildet sich jedoch eine kleine Störung heraus, die feuchte Luftmassen nach Nordwestfrankreich sowie Südengland vortreibt. Diese verursuchen hier verbreitet starken Nebel und vereinzelt auch leichtes Nebelnässen. Da die Schiffsmeldungen bereits südwestlich Englands den Vorstoß kalter Luftmassen nach Südosten hin verzeichnen, besteht die Möglichkeit, daß sich die Biskayawirbel, sobald er von der Kaltluftströmung erreicht ist, an der Grenze zwischen der warmen Festlandluft und der ozeanischen Kaltluft zu einem stärkeren Störungszentrum entwickelt. Sonnavend: Auf südöstliche Richtungen drehende Winde. Vorerst Fortbestand der Schönwetterlage. Strichweise Frühnebel. Im Laufe des Tages zunehmendes Hafengewölk. Warm. Sonntag: Auffrischende südöstlche Winde und Bewölkungszunahme. Noch warm. Oertliche Gewitter nicht ausgeschlossen. der weltanschaulichen Schulung würde größter Wert auf die Gestaltung der Freizeit gelegt. Die einzelnen Berufsgemeinschaften wären mit der Ausarbeitung der Winterpläne beschäftigt die den Mitgliedern bald zugeschickt würden. Einige Bildungslehrgänge würden mit Genehmigung der Stadtverwaltung Bochum in der Lewacher oder Falkeschule durchgeführt. Es gelte nicht nur, die jugendlichen Kameraden fortzubilden, sondern die stellenlosen Mitglieder fort= und evtl. umzuschulen. Den Mitgliedern sei auch die Gelegenheit gegeben, an Kursen der Bochumer Ortsgruppe teilzunehmen. Die Teilnehmer an solchen Kursen würden eine ganz wesentliche Fahrpreisermäßigung erbalten. Am Schluß seiner Ausführungen richtete Pg. Folgmann den Appell an die Berufskameraden und=Kameradinnen, an den wirklich einzigartigen Einrichtungen der Deutschen Angestelltenschaft teilzunehmen. Auf allgemeinen Wunsch schilderte Pa. Folgmann dann seine Eindrücke auf dem Reichsparteitag in Nürnbeng. Durch ein eindrucksvolles Stimmungsbild über diese grandiose Taguna wußte der Redner die Zuhörer in ganz besonderem Maße zu fesseln. Nach einem weiteren Gedichtvortrag und dem gemeinschaftlichen Gesang des Deutschlandliedes wurde die anregend verlaufene Versammlung mit einem dreifachen Heil Hitler geschlossen. Kartoffeldiebstahl. In der Nacht wurden einem Arheiter aus der Eibergstraße in Bochum=LindenDahlhausen von unbekannten Tätern etwa 6 Zentner Kartoffeln aus seinem Garten ausgemacht und entwendet. Angaben erbittet das 5. Kriminal=Kommissariat, Nebenstelle Linden=Dablhausen. Bochum-Stiepel. Patronatsfest. Am heutigen Tage feiert die Wallfahrtskirche ihr Patronatsfest. Aus diesem Anlaß findet um 10 Uhr ein Levitenhochamt statt. Von 13—17 Uhr sind Betstunden vor ausgesetztem Allerheiligsten. Um 17 Uhr beginnt die Festandacht mit Festpredigt, die ein auswärtiger Redner aus der Diaspora halten wird und Prozession. Bei Einbruch der Dunkelheit findet die Lichterprozession statt. Gottesdienstordnung. Sonntag, den 16, September 1934, Mariä Geburt. (Nachdruck verboten). Kuthölische Kirchengemeinden. Propstei, 6 Uhr hl. Messe. 6.45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 7,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9 Uhr hl. Messe für Gymnasium und Oberrealschule. 10 Uhr sochamt mit Predigt. 11,15 Uhr hl. Messe mit Pred. * Uhr Christenlehre und Segen. Abends 8 Uhr Andacht zu den 7 Schmerzen Maria Christ=König(Franziskanerkloster), 6 Uhr erste hl. Messe ohne Predigt. 7 Uhr hl. Messe mit Pred d.15 Uhr Kindermesse mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 1.30 Uhr Kinderandacht zu Ehren des hl. Vaters Franziskus. 20 Uhr allgemeine Festandacht zu Ehren der Wundmale des hl. Franziskus mit Aussetzung und Segen. dl. Kreuz. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8.80 Uhr Messe mit Predigt. 10,30 Uhr Hochamt mit Pred. " Uhr Festandacht mit den Ablaßgebeten. St. Marien. 5,40 Uhr 1, hl. Messe. 7,15 Uhr ruhmesse mit Predigt. 8.30 Uhr 8. hl. Messe mit Predigt. 9.30 Uhr Hochamt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. Abends 8 Uhr Andacht von den sieben Schmerzen Mariä. St. Joseph. 6,15 Uhr stille hl. Messe, 7,30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8.45 Uhr hl. Messe mit Pred. 0 Uhr Hochamt mit Predigt, 11,15 Uhr letzte hl. Nesse mit Predigt. 14,30 Uhr Christenlehre. Mariahilf.(Mosterkirche). 5 und 6 Uhr stille bl Messen. 7 Uhr Singmesse mit Predigt. 8 Uhr Hochamt ohne Predigt. 9 Uhr Gottesdienst für die höheten Madchenschulen, 10.30 Uhr poln. Gottesdienst. Nachm. 4.40 Uhr Rosenkranz. Predigt und Andacht mit sakr. Segen. 7 Uhr Rosenkranz, Predigt und Segen für den Verein der hl. Familie. St. Antoning, 6,30 Uhr erste hl. Messe. B Uhr Frühmesse mit Predigt. 9,30 Uhr Hochamt mit Pred. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 2,30 Uhr Andacht zur Schmerzhaften Mutter. 4 Uhr Festandachs für den Mütterverein. St. Meinolphus, 5.45 Uhr erste hl. Messe. 6.30 Uhr bl. Messe. 7,30 Uhr hl. Messe mit Predigt, 9 Uhr Schülermesse 10 Uhr Hochamt. 11,80 Uhr letzte hl. Messe. Nachm. 8 Uhr Christenlehre. St. Johannes, B.=Wiemelhausen, 6.90 Uhr 1. hl Messe, 7,90 Uhr Frühmesse mit Predigt. 8,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 240 Uhr Andacht mit Segen. 8 Uhr Taufen. derz. Jesu, B.=Hamme, 6.30 Uhr hl. Messe. 8 Uhr al. Messe mit Predigt. 9.30 Uhr Hochamt mit Pred. 1 Uhr bl. Messe mit Predigt. 2,80 Uhr Missionsandacht. Droifaltigkeit, 6,30 Uhr stille hl. Messe. 8 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2,30 Uhr Christenlehre und Andacht St. Franziskus, W.=Riemke. 6,15 Uhr Gemeinschaftsmesse der Jungfrauenkongregation, 7,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,30 Uhr hl. Messe mit Pred 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 2.30 Uhr Muttergottesandaca, 3 Uhr Taufen. Herz=Jesu, B.=Hordel. 6,30 Uhr 1, hl. Messe; 8 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 14.30 Uhr Andacht. St. Franziskus, B.=Weitmar. 6,90 Uhr Frühmesse; 7,30 Uhr 2. hl. Messe mit Predigt; 8,45 Uhr Hochamt mit Predigt; 10 Uhr Schulmesse mit Kinderpredigt; 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt; nachm, 2.30 Uhr Andacht; 8 Uhr Taufen; abonds 8 Uhr Jugendandacht für alle Jungfrauen der Gemeinde. St. Theresien, W.=Enpendorf. 7 Uhr Frühmesse; 8 Uhr hl. Messe; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; nachmittags 5 Uhr Andacht und Prozession im Klostergarten zur Gewinnung des Jubiläumsablasses für die ganze Gemeinde. St. Anna, Bochum.West. 7 Uhr hl. Messe mit Gesang; 8,30 Uhr Kindermesse mit Gesang; 10 Uhr feierl. Levitenamt mit Festpredigt. Die feierliche Glockenweihe ist um 8 Uhr in Verbindung mit der Festandacht. St. Liborius, B.=Grumme. 7 Uhr hl. Messe; 8.30 Uhr hl. Messe mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 2,30 Uhr Andacht; 8 Uhr Taufgelegenheit. Liebfrauen, B.=Altenbochum, 6,30 Uhr Frühmesse mit Predigt; 7,45 Uhr hl. Messe mit Predigt; 9,15 Uhr Hochamt mit Predigt; 10,45 Uhr letzte hl. mit Predigt; 14,30 Uhr Christenlehre mit Aussetzung und Segen; 15 Uhr Taufe; 20 Uhr Männerandacht mit Predigt und Segen. Liebfrauen, B.=Linden. 7 Uhr hl. Messe; 8,05 Uhr hl. Messe mit Ansprache für die Kinder; 9 Uhr hl. Messe mit Predigt; 10,90 Uhr Hochamt mit Predigt; 2 Uhr hl. Taufe. St. Engelbert, B.=Dahlhausen. 7 Uhr Frühmesse; 9,80 Uhr Hochamt mit Predigt; 2 Uhr Taufen; 2.30 Uhr Christenlehre und Andacht. St. Michael, B.=Dahlhausen. 7,30 Uhr Frühmesse m. Pr. 10 Uhr Hochamt m. Pr. 8 Uhr Andacht. St. Marien, B.=Stiepel. 7,30 Uhr Frühmesse; 10 Uhr Hochamt; 16 u. 17 Uhr Andacht Fronleichnam, B.=Laer, 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 2,30 Uhr Andacht um Wiedervereinigung im Glauben; 3 Uhr hl. Taufe. St. Marien, B.=Langendreer. 6,30 Uhr hl. Messe; 8 Uhr hl. Messe mit Predigt; 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt; 2.30 Uhr Andacht: 8.30 Uhr Andacht mit Predigt für die Jungfrauen; 5 Uhr Andacht mit Predigt für den 3. Orden. St. Bonifatius, B.=Langendreer. 6.30 Uhr hl. Messe; 8 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt; 2.30 Uhr Andacht für die Schulkinder; 5,30 Uhr Andacht für die Erwachsenen, zugleich Schluß des Einkehrtages. Herz=Jesu, B.=Werne. 6,45 Uhr hl. Messe; 8,15 Uhr bl. Messe mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 14,30 Uhr Andacht. St. Elisabeth, B.=Gerthe. Die hl. Messen sind: 7 Uhr mit Predigt und 8,30 Uhr; 10 Uhr Hochamt; 11,5 Uhr Polenmesse, Nachm. 2,30 Uhr Andacht. Ol. Joseph, B.=Hiltrop. 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Die Nachmittagsandacht fällt aus. Hl. Geist, B.=Harpen. 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 2.30 Uhr Sakramentsandacht. St. Marien, Wanne=Eickel, 7 Uhr hl. Messe mit Predigt; 8,15 Uhr hl. Messe mit Predigt; 9,30 Uhr Hochamt mit Predigt; 11 Uhr letzte hl. Messe mit St. Joseph, Wanne=Eickel, 7 Uhr hl. Messe; 8,30 Uhr Hochamt mit Predigt; 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. St. Laurentins, Wanne=Eickel, 5,30 Uhr hl. Messe; 6,30 Uhr bl. Messe mit poln. Gesang; 7,15 Uhr hl. Messe mit Predigt; 8,15 Uhr hl. Messe mit Predigt; 9,15 Uhr Schulmesse mit Predigt; 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt; 11,30 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. St. Barbara, Wanne=Eickel. 6,30 Uhr hl. Messe; 8 Uhr Frühmesse mit Predigt; 9 Uhr hl. Messe; 10 Uhr Hochamt mit Predigt. derz=Jesu, Wanne=Eickel. 6,30 Uhr stille hl Messe; 8 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt. St. Franziskus, Wanne=Eickel. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt; 9 Uhr Hochamt mit Predigt; 10,30 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. St. Michael, Wanne=Eickel, 7 Uhr Frühmesse; 8.30 Uhr Hochamt mit Predigt; 10,30 Uhr letzte hl Messe. St. Mngdalenen, W.=Höntrop. 6.30 Uhr 1. bl. Messe mit Predigt; 8 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 2.30 Uhr Christenlehre Evangelische Kirchengemeinden, Bochum=Altstadt. Christuskirche: 9 46 Uhr Schneider. KGD. 11.16 Uhr Matthieu. 8 Uhr Tauffeier, Matthieu. Friedenskirche. 9,30 Uhr Schmidt 2. KGD. 11,15 Uhr, Winnacker. 12,16 Uhr Tauffeier, Winnacker. Lutherkirche. 9.45 Uhr Dr. Ehrenberg. K6D. 11 Uhr, Schmidt 2. 12 Uhr Tauffeier, Schmidt 2. Pauluskirche. 8 Uhr Schneider. 9.30 Uhr Henrici. 5,15 Uhr Schmidt 2. Johanneskirche. KGD. 11,15 Uhr, Henrici. Krankenhauskapelle. 930 Uhr Matthieu, Altenbochum. 9.46 Uhr Gottesdienst, Christiansen. 11 Uhr KGD. 12 Uhr Taufen. Engelsburg. 9.30 Uhr Gottesdienst, Waltemath. 11 Uhr KGD., Waltemath. Gerthe. 9,30 Uhr Gottesdienst, Dannert. 10.90 Uhr KD. Keine Taufen! Bochum=Hamme. Frühgottesdienst in der Kirche 8 Uhr, Bach. Hauptgottesdienst in der Kirche 9.46 Uhr, Simon. In Wegescheid 9,45 Uhr, Bach. Kindergottesdienst in der Kirche 11 10 Uhr, Simon. Im Gemeindehaus 11,16 Uhr, Bach. Taufstunde in der Kirche 12,16 Uhr, Simon. Im Gemeindehaus 12 Uhr. Bach. Harpen. 9.30 Uhr Gottesdienst, Leich. 10.46 Uhr NGD. 11,30 Uhr Taufstunde. Hiltrop=Bergen. 9,90 Uhr Gottesdienst, Fortmann. 10,45 Uhr Aindergottesdienst. 11.45 Uhr Taufen. Hofstede=Riemke 8 Uhr Pitsch. 10 Uhr Mühge. 11.16 Uhr NGD., Pitsch. 12 Uhr Taufstunde. Hordel. Im evangelischen Kindergarten, Finefraustraße 2: 9,30: Gottesdienst(„Was ist wahre Größe?"), Evangelist Weber, Barmen; 11: KGD.; 20: Schlußversammlung der Volksmissionswoche: „Ein Blick ins Land der Herrlichkeit.“ Linden, So 9,30: Bäumer; 11: Kindergottesdienft; 12: Taufen. Mi 6: Taufen, Bäumer. Dahlhausen. So 8: Bäumer; 9.30: Weber; Taufen nach dem Gottesdienst. Stiepel. So 9,30: Gottesdienst bei Kamplade, Lohmeyer; 9.30: Gottesdienst in der Kirche, Krahn; 11: NGD.; 9,30: Gottesdienst im Lutherhause, Husemeyer; 11: KGD.; 10: Gottesdienst in Buchholg. Wöhrmann. Uemmingen. So 8: KGD.; 9,80 Kromberg; 10.45: Kirchentaufen. Wiemelhausen, Melanchthonkirche. So 8: Dr. Klein; 9.45: Engelbert; 11,15: KD. und Taufen. Engelbert. Petrikirche. So 9.30: Gottesdienst, Dr. Klein; anschl. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls 11: KGD.; 11,45: Kirchentaufen. Aus unserem Verbreitungsgebiet. Witten. Ein junges Mädchen vermißt. Vermißt wird seit dem 9. ds. Mis. die Friseuse Klara Gawron, geboren am 13. 5. 1916 zu Bochum, Witten, Lucherstrate 30, rei den Eltern wohnhaft geweien. Die Vermitzte hat am genannten Tage die elterliche Woh= ung verlassen und it bisber nicht wieder zurückge= kebrt. Am folgenden Tage am 10. 9. 34, hat sie sich dei einer befreundeten Familie in Gedern ein Fahrun gelieben. das sie bisber nicht zurückgebracht hat. Jahrraddiebstabl. Emnem Schüler wurde gegen 17 Uhr aus dem Kellerflur des Hauses Hauptstraße 78 ein Herrentourenrad. Marke Goericke, gestohlen. Schuthaftnahme. In Schutzbaft genommen wurde ein 19jähriger junger Mann aus Wuppertal=warmen. der anahlich in einem Auto nach Bremen entführt sein wollte. Die polizeilichen Ermittlungen ennaben aber, daß er seinen Eltern mit seiner Löhnung von 21 Mark ausgerückt war. Wattenscheid. Eigentümer eines Herrenfahrrabes gesucht. Am 12 9. 34 wurde auf dem Hofe der Wirtschaft Wein4 cur gefunden. Beschreiburg Gebrauchtes Herrenfahrrad. rlackert. Das Fbrrad ist beim 7. Kriminallommissariat in Watten= deraleichen. Nach Eintritt der Dunkelbeit fanden wenete Uebungen statt. Der Uebungstag schloß mit einem Kameradschaftsabend im Lokale Franke. — Diamantenes Hochzeitofest. Die Eheleute Berginvalide H. Berner und Frau K. geb. Metz Dorneburgerstraße 16, können das seltene diamantene Hochzeitsfeit im Kreise der Familie feiern. Das Ju= belpaar kam um die Mitte des vorigen Jahrhunderts nach Eickel. Jahrzehntelang hat Herr Berner die schwere Arbeit des Bergmanns verrichtet. 11 Kindern schenkte Frau Berner das Leben. 5 Kinder leben noch. die bringen zusammen mit 10 Enkel= und 3 Urenkelkindern dem diamantenen Brautpaar ihre Glück= und Segenkwünsche dar. Herr und Frau Berner fühlen sich gesundbeitlich noch recht wohl steben morgens noch früh auf und sind den ganzen Tag über nicht den an dem Ebren= taæe dem Jubelpaar zuteil werden. Wir schließen uns an. rk. Körtermine für Ziegenzuchtböcke. Nach einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters findet der diekfahrie Kortermin für Ziegenzuchwöcke für den r der Stasr W.exigel am Tonnerstag dem 20 September, nachmittags 4 Uhr, an der Deckstation Emscherstraße 83 statt. rb. Vom einenen Fuhrwerk überfahren. Ein Fuhrmann aus dem Stadtteil Holhterhausen verunglückte dadurch schwer, daß er beim Soruna vom Wogen seines Gespannes unter ein Wagenrad ge= riet, woben er sich so ervebliche Verletzungen beider Beine zuzog, daß er dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Gewerbsmäkiger Fahrraddieb festgenommen. Von der Kriminalpolizei wurde vor einigen Wochen ein Mann festgenommen, der in den letzten Monaten in Gelienkirchen und in Bochum zusammen erwa 25 Fchrrader stabl. Die Fahrräder sind vor Krankenhäufern, öffentlichen Gebauden und sonstigen Straßen und Platzen gestohlen. Der Dieb hat die gestohlenen Fahrräder an Privatpersonen in Wanne=Eickel ver= kauft und diesen in den menten Fallen eine Kaufbe= scheinigungen, unterzeichnet mit Paul Krebber. über= geben. Wenn auch eine Anzahl Fahrräder bereits eschlagnahmt werden konnten so steht doch fest, daß noch weitere gestohlene Fabrräder sich in Händen von Käufern befinden. Personen, an welche der Dieb unter dem genannten Namen Fabrräder verkaufte. werden im eigenen Jnteresse ersucht, der Kriminal= rolizei Mitteilung zu machen. Einbruch in eine Verkaufohalle. Jn der Nacht wurden aus der Verkaufshalle neben dem Hause Kur= fürstenstraße 2 durch Einbruch 20 Flaschen Bier. 500 Nugatstangen, verschiedene andere Sübigkeiten und eine kleine Standuhr mit sichtbarem Werk im Geammerte von era 40.— Mark gestohlen. Die Bierklaschen tragen Eriketten mit der Aufschrift„Dort= munder Thier=Brauerei“. Rathausstraße 3 Zimn 12. sichero#stellt und besichtigt werden. Wanne-Eickel. Zwischen Richtertisch und Zeugenbank. Wanne=Eickel im Zeichen der Ehrenmalent= hüllung. Wanne=Eickel hat am Sonntag seinen aronen. von der Bürgerschaft schon lange erwarteten. Tag der Eörenmalsweide. Durch dieses schmucke Denkmal von Projessor Hoigeus aus Berlin ist den gefallenen Helden von Wanne=Eickel ein immerwährendes Andenken gesichert. Am beutigen Samstag finden auf dem Wanner Markt und auf dem Adolf=Hit= Falschmünzer abgeurteilt. r.Platz Platzkonzerte des Musikkorps 1. Batl. Inf.= 18 aus Paderborn statt. Ein weiteres Konzert folt Sonntag vormittag Kurz nach Mittag werden auf den Ehrenfriedböfen Kränze niedergelegt. Dann findet am Denkmal die Weibe statt. Wehrkreispfarrer Albert=Münster nimmt die Weiberede vor. Die Entbüllung wird durch Rechtsanwalt Spiekermann als Kreisverbandsführer vorgenommen. Oberbürgermeister Günnewig übernimmt das Denkmal in den Schutz der Stadt. Der Stadtver= band der Männergesangvereine wird singen. An= scliebend abt es einen Festmarsch, eine Parade am Denkmal und anschliebend im Kurhaus und in der Stadthalle ein Militärkonzert rb. Eine Vorbereitung für die bevorstehende Jeuerschutzwoche war eine große Uebung des Wanner Löschzuges am Donnerstaa, zu der sich auch die Brandmeister der übrigen Löschzüge sowie der Kreis= er Schade, der auch die Uebung leitete, einaekunden batten. Zunächit sand eine Ererzierübung der Feuerwehrleute statt, an die sich die einzelnen Uebungen anschlossen, wie Bekämpfung von innen- und Außerbränden. Rettungsübungen und * Vor der Großen Strafkammer Bochum standen der erheblich vorbestrafte Heinrich Röhrig und Franz Fortnagel von Recklinghausen unter Bezichtigung der Falschmünzerel. Wegen Gefährdung der Staatssicherheit wurde gegen sie hinter verschlossenen Türen verbandelt. Der Angeklagte Röhrig bestritt, während Fortnagel ein teilweises Geständnis ablegte. Es wurde hnen nachgewiesen, in der Wohnung des Robng falsche 5=Markstücke hergestellt zu haben. Als Frau Röhrig ihren Mann wiederholt bat, einer geregelten Arbeitsweise nachzugeben, erklärte ihr dieser er wisse auf leichtere Art zu Geld zu kommen. Als die Kriminalpolizei in der Wohnung des Rohrig eine Haussuchung unternahm. tand man das zur Herstellung von Falschgeid benutzte Material in der Küche unter einem Brennbolzhaufen versteckt vor Die Strafkammer verurteilte die Angeklagten Rücksicht auf wegen Falschmünzerei, Röbrig mit Rüc seine vielfachen Vorstrafen, die sämtlich auf Eigentumsgebiet liegen, unter Versagung mildernder Umstände zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und zur Stellung unter Polizeiaufsicht, Fortnagel zu einem Jahr 6 Monaten Gefängn s. 5 Jahren Ehrverlust. Das zur Herstellung der falschen 5=Markstücke benutzte Material wurde beschlagnahmt. Daß beide auch das Falschgeld in den Verkehr gebracht haben, konnte nicht festgestellt werden. Ein Heiratsschwindler. * Wegen Heiratsbetruges verurteilte die Große Strafkammer des Landgerichtes Bochum einen Z. aus Witten zu 9 Monaten Gefängnis. in einem weiteren Anklagefall des Heiratsbetruges erfolgte wegen mangelnden Beweiles die Freisprechung. Z. war infolge schlechter Wirtschaftsverhältnisse in seinem Backereiunternehmen sehr zurückgekommen, so daß er den Offenbarungseid leisten mußte. Um das Geschaft wieder mit Geldmitteln aufzurichten, trat er mit einem jungen Madchen in Verbindung, das da er sich mit ihm verlobte. 1500 Mark aus ihren Griparnissen hem verlobte, 1500 Mark aus ihren Ersparnissen dem Angeklagten vorstreckte. Als er später noch 2000 Mark herausholen wollte, sie aber nicht erhielt, hob er aus nichtigen Gründen die Verlobung auf. Kurze Ze.. nachher verlobte er sich mit einem an= deren Mädchen, das fur das Geschaft 1190 Mark herausrückte. Aber auch deses Mädchen sah sich bald getäuscht, denn der Angeklagte bandelte mit einer dritten an, die er zu veranlassen suchte eine Hypothek auf ihr Haus aufzunehmen und dies Geld in sein Geschäft hineinzustecken. Das Madchen war aber helle genug, den Schwindel zu merken. Von der erbaltenen Strafe hat Z. durch de Untersuchungshaft bereits 6½ Monate verbüßt. Der Haitwiehl wurde aufgehoben. Die Strafkammer wird einen etwaigen Antrag des Angeklagten auf Bewährungs.n iur den Rest der Strafe befürworten, wenn er bie des Jahres dem Madchen das betrugerich von ihm gewonnene Geld wieder zurückerstattet. Schwere Strafe für einen Sittlichkeitsverbr. * Die Strafkammer Bochum verur: Kurt Tietz von Wanne=Eickel wegen keitsverbrechens in mehreren Fallen zu Zuchthaus und= Jahren Ehrverlust. T klagte hatte ein umfassendes Geständnisa aber der Umfang seiner schweren Verfel wie auch seine Vorstrafen wegen Amtenn gung aus dem Jahre 192 zu 7 Monaten nis veranlaßten das Gericht, von der mildernder Umstände Abstand zu nehmen nahm die Strafe an. Frevler gegen das Impfgesehz vor Gericht. Zwei Väter, welche sich geweigert, ihre Kinder impfen zu lassen, waren mit Strafbefehlen bedacht worden gegen die sie richterliche Entschei= dung beim Schoffengerichte beantragten. In der ersten Verhandlung wurde den betreffenden Angeklagten erklärt, daß das Impfgesetz bestehe und zu befolgen sei. Eine etwaige Befreiung von der Impfung unterliege nur allein der ärztlichen Prüfung. Das Schöffengericht erkannte auf eine Geldstrafe in doppelter Höbe der Summe det Strafbefehls. Bei diesem Ausgang des Prozesser zog der zweite Mann eiltast seinen Antrag auf richterliche Entscheidung zuruck. Briefkasten A. 3. B. Nach Ihren Angaben liegt es nate Kriegsteilnehmer in der von Ihnen bezeichneten Stellung als Frontkampfer zu betrachten, dech kann nur die amtliche Stelle, die Polizei es han= delt sich wohl um Erlangung des Ehrenkreuzes die Entscheidung geben. K. Wenden Sie sich an das Wehrkreiskom= mando in Münster 1. W. P. Sch Darüber gibt Jhnen die NS=Arbeite front Auskunft. Wiemelhauserstr. 42, Tel. P. M. Sie meinen wahrscheinlich den Pulger= zug nach Lourdes. Dieser fahrt von Köln am 2. September ab und kommt am 2. September zurück. Naheres finden Sie in Nr. 36 des„Kath Kirchenblattes für Bochum und Umgegend“. Auch gibt Ihnen die Bochumer Geschaftsstelle, Marienstraße 14(Gesellenhaus), Telefon 643 38, bereitwillast nähere Askunft. 500. W. Ein allgemeines Gesetz wie enwa die Haftung des Gastwirts für die vom Gast eingebrachten Sachen(vergl. 1 701 PGB), gibt es fur diesen Fall nicht. Wenn durch die Schuld des Kellners(z. B. Fahrlassigkeit) ein Schaden d raumen entsteht, so hat er Ersatz zu leisten, andernfalls nicht. 4. Fortsetzung. „Vollkommen.“ „Schön. Und also sind Sie bereit, nach Neuyork zu reisen?“ „Ich nehme an, daß ich keinem Komplott gegen die Gesetze des Landes oder gegen die allgemeinen Sittengesetze beiwohnen werde“, bemerkte Ellio mit ziemlich bemerkbarem Mißtrauen. Will Crowdon streifte die Asche von seiner Zigarre. „Du lieber Himmel— Gesetze— was sind Gesetze! Nenschliche Nachwerke! Sie sind ein kluger und klardenkender Mann— doch doch. das sind Sie. obwohl Sie Dichter sind, verzeihen Sie!— und wissen ans genau, daß heute ein Gesetz geschaffen wird, daman morgen wieder umstößt, um es durch sein Gegenteil zu ersetzen. Wie die Mode.“ Handelt es sich um die Abänderunn eines Gesetzes?" „Ungefahr um so etwas. Es handelt sich um eine Angelegenheit, in deren Dienst eine große Zeitung steht, die„Pennsylvania Times“. Daraus allein kön= nen Sie schon ersehen, daß es sich um eine beinahe gesetzmaßige Angelegenheit handelt.“ „Beinahe gesetzmaßig“, bemerkte Harry Ellis und zog die Nase kraus. „Allerdingo, nur beinahe“, gab Cromdon zu.„Ich darf noch hinzufügen, daß unserer Sache sehr viele hochst ehrenwerte Männer der Union angehören.“ „Ware es nicht besser, wenn Sie mich in alles einweihen wurden, bevor ich reise?“ „Tas wäre sicherlich das beste. Doch ich habe dazu nicht das Recht. Möglicherweise werden Sie in Neuyork sogar abgelehnt. Das wäre dann für Sie weiter nicht schlimm. Jn diesem Falle würde ich Sie für den Honorarausfall in angemessener Weise entschadigen. Den eigentlichen Zwech der Fahrt hätten Sie ja erreicht: Sie befinden sich nicht hier in der Stadt, wenn Cornland kommt. Er kehrt erst übermorgen zurück. Für ihn muß nicht nur die Moglich= heit, sondern sogar die Wahrscheinlichheit bestehen. wahrend in Neudatz der 1. yorh weilten.“ „Wann findet die Sitzung statt?“ „Morgen abend. Sie konnen in einer Stunde reisen. Mein Wagen wartet in der Nahe. Ich bringe Sie zum Bahnhof.“ Harry Ellis stand schon vor seinem Kleiderschrank. „Nehmen Sie Ihren Smohing mit für morgen abend, denn Sie werden mit Gentlemen zusammen ein.“ Harry Ellis tat widerspruchslos, wie ihm geheitzen war. Seit langer Zeit hatte er sich lebhaft gewunscht, einmal in ein wirkliches Abenteuer hineinzugeraten. Er hatte das bestimmte Gefuhl, daß er jetzt im Begrif tehe, ein solches zu erleben. Er freute sich. Wahrend er eiilg seinen Kofser packte, schrieb Will Crowdon ein paar Zeilen auf eine Besuchsharte, stechte sie in einen Briefumschlag und schrieb einen Namen darauf. „Geben Sie dieses bei dem Herrn ab. dessen Namen auf dem Briefumschlag steht. Alles weitere wird ich dann finden“ 4 Das Auto hielt vor einem vornehmen Haus in einer stillen Neuyorher Nebenstraße, im Stadtteil Manhattan. Harry Ellis stieg aus und verglich die Adresse auf dem Briefumschlag mit dem Text auf dem blanken Messingschild und der Hausnummer. Beides stimmte überein:„Caduff, Advohat.“ Ellis klingelte. Ein mürrisch aussehender Mann offnete. Allem Anschein nach ein Buroschreiber. „Ist Mr. Caduff zu Hause und zu sprechen?“ und nein.“ wunsche Mr. Caduff zu sprechen. In wichtiger Angelegenheit. Und möglichst sofort.“ „Ausgeschlossen. Besuch.“ „Sie sprechen im Telegrammstil. Schön. Geben Sie diesen Brief Ihrem Herrn— ich glaube ja wohl annehmen zu durfen, daß Sie Angestellter des Advohaten Caduff sind. Aber bitte, möglichst schnel Mr. Caduff mag dann selbst entscheiden, ob er mie mosangen will oder nicht. Zeigen Ste mir g alligst einen Ort mo ich auf diesen Bescheid warten aann.“ Der Schreiber drehte den Briefumschlag zwischen den Zingern herum, las ungentert die Adresse, hielt ihn auch gegen das Sonnenlicht, um zu sehen, was darin sei. Er drehte sich herum und schlupfte ins Jnnere des Hauseo. Ueberließ es dem Besucher, bei der Türe stehen zu bleiben oder zu folgen. Naturlich tat Ellis das letztere. Er wich dem Mann nicht von . i der Ferse. Als sie an einer Ture voruberkamen, stießz der Schreiber sie auf.„Da!“ brummte er und ging weiter. Ellis trat in den Raum hinetn, sah, daß an den Wänden viele Stühle standen, in der Mitte ein Tisch mit zerlesenen Zeitschriften verwichener Tage, einer Wasserflasche mit übergestulptem Glas— also ein Wartezimmer. Fur Harry Ellis war es haum ein solches, denn haum hatte er sich oberflächlich in dem nuchternen Zimmer umgesehen, als der unfreund= liche junge Mann wieder erschien. Mr. Caduff latzt bitten. Wollen Sie die Güte haben, mir zu folgen.“ Harry Ellio folgte seinem Führer eine tepoichbelegte Treppe empor. Hier öffnete jener geräuschlos eine Türe, ließ Ellio an sich vorubergehen und zog die Ture ebenso geräuschlos wieder ins Schloß. Der Besucher stand in einem grotzen Raum, halb Herren=, halb Arbeitszimmer. Niemand war darin. Doch haum hatte er die geschmachvolle und gediegene Einrichtung ein wenig naher in Augenschein genom= men, als eine Seitentür aufging und ein Mann her= einham. Klein, durr. mit etwas zu hohen Schultern. Auf diesen Schultern ein aufsallend großer Kopf mit Glatze und einem weitzen Haarkranz. Ein bedeutendes Gesicht, doch nicht angenehm. Eine große, schmale kraftig gebogene Nase über einem bleinen, ein wenig grausamen Mund mit dünnen, blutlosen Lippen Das Bemerkenswerteste an diesem Gelicht aber waren die Augen. Harry Ellio war sofort überzeugt. nie in seinem Leben so ausgesprochene Habichtsaugen gesehen zu haben. Advohat Caduff“, sagte der kleine Mann mit etwas schnarrender Stimme und ließ ein ganz klein wenig seinen großen Koof nach vorn fallen— eine Art Verbeugung. „Schriftsteller Harry Ellis“, sagte der Besucher und verbeugte sich ein ganz hlein wenig. Caduff ging langsam auf den großen Schreibtisch zu der an der Fensterwand stand und machte zugleich eine einladende Geste zu einem Klubsessel hin, der dem Schreibstuhl gegenüber senseits des Tisches stand Ellidankte kurz und setzte sich. Caduff hielt die Botschaft WiIl Eremdane noch in der Hand. Er brachte sie dicht vor seine Augen, als sei er hurzsichtig— tron des Habichtausdruchs!— und las die paar Worte mit grotzer Aufmerksamkeit noch einmal durch. „Hm“, machte er dann.„Sie wissen also, um was es sich handelt, wie?“ „Ich bin gebeten worden, einen Bericht zu sassen. „Nun sa— einen Bericht— schön. Aber Sie wislen doch. in welcher Sache?“ „Ueber eine Sitzung, die heute abend hier in Neuvorh stattfinden soll. Alleo weitere werde ich von Ihnen erfahren— so sagte mit Herr Crowdon.“ „So so— sagte er— hm. Sie sind mit Crowdon schon sehr lange bekannt?“ Sehr lange? Oh, wie man's nehmen will. Seit drei Tagen.“ „Seit drei Tagen erst?“ fragte Caduff überrascht Eine hurze Zeit, finde ich. Das heißt— Sie haben recht: wie man'o nehmen will. Wenn Sie seit drei Tagen gehangen hätten, wäre es eine lange Zeit, n. wahr? Genugend lange, wie?“ Er ließ ein mecherndes Lachen hören. Doch wie at= sagt, nur horen. Nicht zugleich auch sehen. Seine Ge= sichtszüge zeigten bei diesem Lachen nicht die aller= mindeste Veränderung. Harry Ellis blichte haltblulig in das Gesicht dieses Mannes, der zwar hörbar, doch nicht sichtbar lachte. Er überging den Witz und sagte „Mr. Crowdon scheint die Zeit von drei Tagen ur ausreichend erachtet zu haben, mir Vertrauen zu schen= hen. Vielleicht zum Teil infolge der nicht ganz alltag= lichen Umstände. unter denen wir uns kennen lernten. „Wollen Sie die Güte haben, mir diese Umstände naher zu schildern?“ „Bedaure. Ich habe Stillschweigen zugesagt“ „Mit mir können Sie offen über alles reden, was Nr. Crowdon betrifft. Zwischen ihm und mir gibt es heine Geheimnisse.“ „Moglich. Doch Mr. Crowdon hat mich auch Ihnen gegenuber nicht von meiner Schweigepflicht entbunden. Caduff lietz ein leises Knurren vernehmen, doch schien er im ganzen nicht unzufrieden zu sein. „Ich bin übrigeno über diese Umstände ziemlich genau unterrichtet, Mr. Ellio. Es dreht sich dabel um einen gewissen Gegenstand— um einen sehr wert= vollen, das heißt, verhaltnismäßig wertvollen Gegenstand— Sie verstehen. Hat Crowdon Ihnen nicht auf= getragen, mir über jenen Gegenstand Nahereo mitzu= teilen?“ „Ich kann nur wiederholen, daß Mr. Crowdon mit 6 gerget hat ich würde alles Erforderliche von Ihnen erfahren. Allerdings setzte er hinzu, daß ich möglicherweise hier abgelehnt würde.“ „Ach so— hähähä— abgelehnt! Ja ja, das ist sehr möglich— sehrs „Schön. Ich bin hier, um über diesen Punkt nähen Entscheidung abzuwarten.“ Caduff betrachtete seinen Gast mit zusammengeknifsenen Augen. So forschend und durchdringend, daß dem diese Prufung unangenehm wurde. Er wandte den Lopf zur Seite und heftete seinen Blich auf das Fenster. HEUTE ERÖFFNUNGI Braune Messe Russtellang Deutsche Woche Deutsche Arbeit im Deutschen Westen Das Erelgnis Westdeutschlands Im Jahre 1934 ENon Jm Ausstellungsgelände und Gruga=Park o Vom 15. Sept.-7. Okt. Volkstümliche Eintrittspreise o Täglich Sonderveranstaltungen o Verbilligte Eisenbahnfahrt Sonnlags= m Besuch der Köln, 13. Sept. vährt den Besuchern Haus= und Küchenbedarf ausstellung wiederum fo indem sie Sonntagsrücksa Am 15., 16., 17. un Bahnhöfen im Umkreis von den Bahnhöfen: (auch als Uebergang v Cleve, Cranenburg. Em Hamm(Westf.), Altena (Westf.), Lippstadt, Pad burg(Lahn), Wetzlar, Frankfurt a. M., Mon Mainz und Wiesbaden. Die Karten gelten tember, 0 Uhr, bis zum Ruckfahrt vom 15. 8. September, 24 Uhr jahrt). Am 17. Septem mber sind sie jedoch tig. wenn sie von der b. H. Köln auf der Ri Abstempelung direkt hint Ausbau der Oberlahnste Oberlahnstein, 14. Rheinuferstraße zwischen bach steht nunmehr bey den Regierungsprasiden Durchführung des lat verfahrens beauftragt. im Oberlahnsteiner Nat Felsensprengu Diez, let 14. des groyen Wehres wurd Sept. Unter n Wehre selsen in der Fahrrinne für die Schiffahrt bildete tungen waren erforderl gung heranging. Die er sollten die Fische vertreil gungen dem Fischbestand hatten. Große Wasserfo tlichen Sprenaunger eigentlichen Sprengungen ein Bagger eingesetzt, der beseitigte und die Fahrr Hochwertige im We Grenzhausen(Wester sahrige Ernte hat di zuchter über Erwarten mengenmäßig auch keine hüte des erzeugten H Preis, der heute notiert und 320 Mark. Der deuische in Trier, 14. Sept. Das g erlebte am Freitagvorm deutschen Sangerbundes, en infolge des Verbotes von Saarbrücken nach T einen bedeutsamen Aufte gungsgaste hatten sich am Treviris" eingefunden. chen Sängerbundes ware teilweise auch die Preis Der Führer des Gaue 1 Dr. Bongard liche Willkommensworte mark des Reiches. Dann Berlin, aus, die Reichsid grund bei allen Deutschti Grenzgebieten her gestan Deutschtumsbestrebi wiesen, das friedlichste man verbieten, abe Aus dem Grenzlandschic vitler, sei nunmehr Deutse worden. Sodann nahm der si Sangerbundes, Dr. Bo Wort zu grundsatzlichen! gangenheit habe man di heraußerlicht und dadure strengen Umkehr heraufge die Konsequenzen zu Chorleiters sei nur ei der Leistung. Das Kon konne in Zukunft nichte tenninis zur Gemeinschaf offnete der Bundesführ Sitzungen des Deutschen der Geschäftsbericht gedri Sangerbund zählt heute rund 820 000 Mitglieder. dem Bericht des Bundes letzten Jahren einer voll gegengeführt worden. Die Versammlung ert Füberen Prasidenten de Brauner, und dem jetzig sichtete auf eine Neun durch Bestätigung der a nahm zum Schluß eine der Jatzungen vor. Ei en Führer und die erste Liedes beendeten den Der Beginn der an der L Trier, 14. Sept. An d denlese bereits begonnen. tstag war in verschied oberhalb Trier, so e Weinernte bereits im ge Wetter der letzten A ark begünstigt, dan ve Jahre die Vorlese ein nbergen wurde an den nis sestgestellt. einen etwaigen zewährungsirist iur den orten, wenn er bie n das betrugerisch von ieder zurückerstattet. Strafe leitsverbrecher. Bochum verurteilte den e=Eickel wegen Sittlich= eren Fällen zu 3 Jahren Ehrverlust. Der Angedes Gestandnis schweren Verfehlunge wegen Amten 5 zu 7 Monaten Gia cht. von der Zubilligara stand zu nehmen Tiez das Impfgesetz ericht. b geweigert, ihre Kinder mit Strafbefehlen besie richterliche Entschei= te beantragten. In der de den betreffenden AnImpfgesetz bestehe und page Befreiung von der ir allein der ärztlichen jericht erkannte auf eine Höbe der Summe del Ausgang des Prozesset liast seinen Antrag auf zuruck. asten Angaben liegt es nave von Jhnen bezeichneten er zu betrachten, doch elle die Polizei ses han= zung des Ehrenkreuzes h an das Wehrkreiskom= Jhnen die NS-Arbeite auserstr. 42, Tel. 6845. ihrscheinlich den Pilger= fahrt von Köln am 2. am 2. September zuin Nr. 36 des„Kath. a und Umgegend“. Auch Geschaftsstelle, MarienTelefon 643 3. bereittes Gesetz wie enwa die tr die vom Gost einge= 701 2GB, gibt es für urch die Schuld des Kell= ein Schaden beim A= r Ersatz zu leisten, an— schön. Aber Sie wissen heute abend hier in Neu= weitere werde ich von nit Herr Crowdon.“ n. Sie sind mit Cromdon an's nehmen will. Seit fragte Caduff überrasch: Das heißt— Sie haben dill. Wenn Sie seit drei es eine lange Zeit, nicht schen hören. Doch wie ge= ch auch sehen. Seine Ge= Lachen nicht die aller= Ellis blichte haltblutm b. der zwar hörbar, doch sing den Witz und sagte Zeit von drei Tagen für mir Vertrauen zu schen= ge der nicht ganz alltäg= wir uns kennen lernten. ben, mir diese Umstände chweigen zugesagt.“ n über alleo reden, was en ihm und mir gibt es von hat mich auch Jhnen hweigepflicht entbunden.“ turren vernehmen, doch ufrieden zu sein. diese Umstände ziemlich Es dreht sich dabel um - um einen sehr werr= lätzig wertvollen Gegen= rowdon Jhnen nicht auf= jenstand Nahereo mitzu= l. daß Mr. Crowdon mir bürde alles Erforderliche ss setzte er hinzu, daß ich würde.“ lehnt! Ja ja, das ist sehr ber diesen Punkt nähere ast mit zusammengeknisdurchdringend, daß dem burde. Er wandte den seinen Blich auf das Rortienung folat Aus Westdeukschland Sonnlags=Rückfahrkarten m Besuch der Kölner Herbstmesse Köln, 13. Sept. Die Deutsche Reichsbahn gevährt den Besuchern der Kölner Herbstmesse für haus= und Küchenbedarf und der Westdeutschen Funkausstellung wiederum folgende Fahrpreisermäßigung. indem sie Sonntagsrückfahrkarten ausgibt: Am 15., 16., 17. und 18. September von allen Bahnhöfen im Umkreis von 100 km von Köln und von den Bahnhöfen: Serris, Türkismühle, Trier (auch als Uebergang von Luremburg), Cleve, Cranenburg, Emmerich, Gladbeck, „Graf Zeppelin“ über Rhein und Ruhr In Friedrichshafen gestartet DNB Friedrichshafen, 14. Sept. Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ ist heute früh um 4,10 Uhr unter Führung von Dr. Eckener zu einer Sonderfahrt nach Frankfurt a. M. gestartet. An der Fahrt nehmen 27 Fahrgäste teil, unter ihnen der Generalinspektor für Gerolstein. 2s deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, ferner als Dortmund Vertreter des Reichsluftfahrtministeriums die FlieHamm(Westf.), Altena(Westf) Siegen, Münster gerkommandanten Spand und Breithaupt. Westf.), Lippstadt, Paderborn, Soest, Gießen, Mar= Von Frankfurt aus unternahm das Luftschiff eine burg(Lahn), Wetzlar, Limburg(Lahn), Westerburg(Fahrt zur Besichtigung der Reichsautobahnen, an der Frankfurt a. M., Montabaur, Bingen, Bingerbrück,*„Teilnehmer des Internationalen Straßenbaukonund Wiesbaden. gresses teilnahmen. Die Fahrt ging den Rhein hinDie Karten gelten zur Hinfahrt vom 15. September, 0 Uhr, bis zum 18. September, 24 Uhr, zur Suckfahrt vom 15. September, 12 Uhr, bis zum 8. September, 24 Uhr(spätester Antritt der Rückfahrt). Am 17. September nach 12 Uhr und am 18. September sind sie jedoch nur dann zur Rückfahrt güluig. wenn sie von der Messe= und Ausstellungsges. m. b. H. Köln auf der Rückseite abgestempelt wurden. Abstempelung direkt hinter der Messe=Eingangssperre. Ausbau der Rheinuferstraße Oberlahnstein— Braubach Oberlahnstein, 14. Sept. Der Ausbau der Rheinnferstraße zwischen Oberlahnstein und Braubach steht nunmehr bevor. Der Oberpräsident hat den Regierungsprasidenten in Wiesbaden mit der Durchführung des landespolizeilichen Prüfungsverfahrens beauftragt. Die Entwuristücke liegen im Oberlahnsteiner Rathaus zur Einsicht offen. Felsensprengungen in der Lahn Diez, 14. Sept. Unterhalb der Diezer Schleuse und des grotzen Wehres wurden vor einiger Zeit größere Felsen in der Fahrrinne festgestellt, die eine Gefahr für die Schiffahrt bildeten. Umfangreiche Vorbereitungen waren erforderlich, ehe man an die Sprengung heranging. Die ersten harmlosen Sprengungen sollten die Fische vertreiben, weil die großen Sprengungen dem Fischbestand erheblichen Schaden zugefügt hatten. Große Wassersontänen sprangen bei den eigentlichen Sprengungen in die Luft. Dann wurde ein Bagger eingesetzt, der die gesprengten Felsmassen beseitigte und die Fahrrinne endgültig freimachte. Hochwertige Hopfenernie im Westerwald Grenzhausen(Westerwald), 14. Sept. Die diessahrige Ernte hat die Hoffnungen der Hopfenhier über Erwarten erfüllt. Wenn der Ertrag nengenmäßig auch keine Vollernte brachte, so ist die Güte des erzeugten Hopfens um so besser. Der Preis, der heute notiert wird, schwankt zwischen 270 und 320 Mark. Der deulsche Sängerlag 1934 in Trier Trier, 14. Sept. Das große Saarsangerfest in Trier erlebte am Freitagvormittag mit der Tagung des deutschen Sangerbundes, die ebenfalls wie das Gauinfolge des Verbotes der Regierungskommission Saarbrücken nach Trier verlegt werden mußte, einen bedeutsamen Auftakt. Mehrere hundert Ta gungsgaste hatten sich am Freitag im großen Festsaal Treviris" eingefunden. Sämtliche 23 Gaue des deut chen Sängerbundes waren durch ihre Gauführer und leilweise auch die Preisführer vertreten. Der Führer des Gaues Mosel=Nahe=Saar, Stadt schulrat Dr. Bongard, Saarbrücken, sprach her liche Willkommensworte für die Gaste in der West mark des Reiches. Dann führte Dr. Walter Leib verlin, aus, die Reichsidee habe immer im Vorder grund bei allen Deutschtumsbestrebungen von den Hrenzgebieten her gestanden und als starker Träger dieser Deutschtumsbestrebungen habe sich das Lied er wiesen, das friedlichste Instrument des Volkstums, man verbieten, aber nicht unterdrücken könne. dem Grenzlandschicksal eines Mannes, Adolf ditler, sei nunmehr Deutschlands Erneuerung geformt worden. Sodann nahm der stellv. Führer des Deutschen zangerbundes, Dr. Vongard=Saarbrücken das Vort zu grundsatzlichen Darlegungen. In der Ver nangenheit habe man die Form des Chorgesanges veraußerlicht und dadurch die Notwendigkeit einer strengen Umkehr heraufgeführt, für die jetzt rücksichts die Konsequenzen zu ziehen seien. Das Problem des Chorleiters sei nur eine Frage der Eignung und der Leistung. Das Konzert eines Mannerchores konne in Zukunft nichts anderes sein, als ein Be tenninis zur Gemeinschaft. Nach kurzer Pause er ofnete der Bundesführer die gemeinschaftlichen Sibungen des Deutschen Sängerbundes, zu denen der Geschäftsbericht gedruckt vorlag. Der Deutsche Sangerbund zählt heute in etwa 22000 Vereinen tund 820000 Mitglieder. Die Finanzlage ist nach dem Bericht des Bundesschatzmeisters, in den beiden rebten Jahren einer vollkommenen Gesundung ent gegengeführt worden. die Versammlung erteilte dann einstimmig dem Auberen Prasidenten des Deutschen Sängerbundes, Stauner, und dem jetzigen Führer Entlastung und dersichtete auf eine Neuwahl von Rechnungsprüfern durch Bestätigung der alten in ihrem Amte und nuhm zum Schluß eine formaljuristische Ergänzung . Tatzungen vor. Ein dreifaches Sieg=Heil auf Führer und die erste Strophe des Horst=WesselLiedes beendeten den Deutschen Sängertag. Beginn der Traubenlese an der Obermosel 14. Sept. An der Obermosel hat die Trauseniese bereits begonnen. Am Mittwoch und Donwsing war in verschiedenen Gemarkungen an der oberhalb Trier, so in Nittel, Oberbillig usw. snernte bereits im Gange. Das herbstlich=sonoer der letzten Wochen hat die Traubenreife nart begünstigt, daß vor Mitte September in die" Jahre die Vorlese einsetzen konnte. In einzelnen aus Hen wurde an den Trauben sogar schon Ederjestgestellt. unter. Kurz nach 10 Uhr wurde es, vom Süden kommend, in Köln gesichtet. Ein wundervolles Bild bot der im Sonnenglanz glimmernde, silberne Riesenleib des Luftschiffes den Bewohnern, die sich in den Straßen der Stadt schnell angesammelt hatten. Das Summen hatte bald alle auf den Zeppelin aufmerksam gemacht, die Schulkinder strömten aus den Klassenräumen auf die Straßen und jubelten dem Wunder der Technik zu. Nach einigen Schleifen über der Stadt war„Graf Zeppelin“ bald wieder den Blicken entschwunden und nahm Kurs auf das Ruhrgebiet. Gegen 11 Uhr wurde er in mäßiger Höhe und ruhiger Fahrt über der Baustelle Buer der Reichsautobahnstrecke Lintorf—Dortmund gesichtet. Das Erscheinen des Luftschiffes erregte bei der Bevölkerung freudige Ueberraschung „Graf Zeppelin“ fuhr dann in Richtung Mitteldeutschland weiter. Die Europaslieger am Ziel angelangt Nach Warschau ging die letzte Elappe Die Deutschen behaupteten sich sehr gul Der Europaflug geht seinem Ende zu. Nur 22 Maschinen waren es, die von Prag aus zur letzten Etappenstreche nach Warschau starteten. Ueber 15 Piloten ereilte das Schicksal auf der Strecke. Irgendwo in der Fremde, meistens aber über den glutheißen Wüsten= und Steppenstrecken setzten Maschinendefekte ein. Die Notlandung, die in den meisten Fällen glücklich vonstatten ging. mußte in entlegenen Ortschaften vorgenommen werden, in denen schwerlich Ersatzteile zu beschaffen waren. Die Zeit verstrich und die Zahl der Strafpunkte mehrte sich. Auch die letzte Etappe Prag— Kattowitz— Lemberg— Wilna— Grodno — Warschau brachte noch große Schwierigkeiten. Allerdings war auf allen Zwangslandeplätzen beste Vorsorge getroffen worden, am die Europaflieger schnellstens mit frischem Brennstoff und Schmierölen zu versorgen. Auf dem Flughafen Gbell bei Prag übernachteten die Piloten. In ganz kurzen Zeitabständen ging das Feld von 20 Maschinen auf die Reise. Als erster flog um 5.43 Uhr der Pole Dudzinski davon. Ihm folgten der Tscheche Zacek, der Pole Wlodarkiewicz, lange Zeit der erste der Europaflieger, dann Mac Pherson, Ambruz, die beiden Deutschen Pasewaldt und Bayer, gefolgt von Gedgowd, Hubricht, Balcer, Seidemann. Anderle und Österkamp. Wolf Hirth startete um 6.08 Uhr als letzter. Zwpischendurch startete der außer Konkurrenz fliegende Pole Karpinski, der zusammen mit seinen noch im Wettbewerb liegenden Kameraden seine Heimat erreichen will und die beiden polnischen und deutschen, planmäßigen Verkehrsmaschinen. In Kattowitz hatten sich zum Empfang der Europaflieger die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden eingefunden. Auch Vertreter der Wojewodschaft waren auf dem Flughafen erschienen. Die deutschen Teilnehmer wurden vom Vertreter des Deutschen Reiches, Generalkonsul Dr. Nöldecke, begrüßt. Als erster machte sich gegen 7.45 Uhr der Pole Wlodarkiewicz auf die Reise. Mit Ausnahme des polnischen Fliegers Balcer, der eine kleine Reparatur erledigen mußte, traten alle Europaflieger nach kurzer Pause den Weiterflug an. Bei Slotwina mußte sich Wlodarkiewiez, der anscheinend seiner Maschine zuviel abgefordert hat, zur Notlandung entschließen. Gedgowd, der um 9.17 Uhr Lemberg anflog, laa also an der Spitze. Pasewaldt, Seidemann. Hubricht und Bayer überflogen Lemberg um 9.46 Uhr. Pasewaldt Zweiter in Warschau Die Ankunft der Europaflieger war für ganz Warschau ein Fest! Das junge Polen, das den Flugsport fördert und prachtvolles Maschinenmaterial geschaffen wie auch tüchtige Piloten herangebildet hat, empfing die Flieger draußen auf dem Flughafen Mokotow. 50000 Menschen mögen es wohl gewesen sein, die beim Erscheinen der ersten Maschine in lauten Jubel ausbrachen, der sich zu einem Beifallsorkan steigerte, als die Lautsprecher verkündeten, daß es der Pole Gedgowd sei. Um 14.20 überflog er als erster das Zielband und wurde von zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens willkommen geheißen. Pasewaldt erreichte als Zweiter die polnische Hauptstadt. Der deutsche Gesandte in Warschau. von Moltke, hatte es sich nicht nehmen lassen, den Deutschen persönlich zu begrüßen und ihn über seine Eindrücke beim Flug zu befragen.— Bis 17 Uhr waren auf dem Warschauer Flughafen 17 Flugzeuge eingetroffen, darunter alle acht deutschen. Es landeten die tschechoslowakischen Flieger Anderle um 15.12 Uhr, Zacek um 15.53 und Ambruz um 15.55. Gleichzeitig mit Ambruz traf Hirth ein. Danach erreichten die beiden Deutschen Junck und Francke das Ziel. Weiter trafen die Italiener Sanzini und Francois um 16.46 und 16.47 Uhr und der Pole Bajon ein. Vorläufiger Stand: Die polnischen Zeitungen haben inzwischen ein Gesamtergebnis ausgerechnet, dessen amtliche Bestätigung noch sehlt. Danach wurde folgende Reihenfolge ausgerechnet: Bajan=Polen 1861 Pkt., PlonczynskiPolen 1821 Pkt.. Seidemann=Deutschland 1809 Pkt., Amoruz=Tschechoslowakei 1785 Pkt., Francke=Deutschland 1779 Pkt., Junck=Deutschland 1775 Pkt., Pasewaldt=Deutschland 1779 Pkt., Hirth=Deutschland 1717 Pkt., Österkamp=Deutschland 1684 Pkt., Bayer=Deutschland 1678 Pkt., Hubrich Deutschland 1612 Pkt. Samstag ist Ruhetag Soweit die Piloten wieder in Warschau eingetroffen sind, ist der Samstag ein Ruhetag; die übrigen Teilnehmer haben an diesem Tage noch Gelegenheit, den Weiterflug bis zur polnischen Hauptstadt fortzusetzen. Am Sonntag wird dann die Geschwindigkeitsprüfung auf einer 300 km langen Rundstrecke ausgetragen. Zuchthaus für einen „Reichsseidenbau=Inspektor“ Er versprach Umschuldungsdarlehen für den niederrheinischen Seidenban DNB. Krefeld, 14. Sept. Das Krefelder Schöffengericht verurteilte am Freitag den häufig wegen Betrugs und Unterschlagung vorbestraften und augenblicklich in Anrath in Sicherungsverwahrung sitzenden Angeklagten Hermann P. aus Mörs wegen Betrugs im Rückfalle zu einer Zuchthausstrase von einem Jahr. Der Angeklagte hatte es im Oktober v. J. infolge seines ausgezeichneten Redetalents verstanden, in Brüggen, Born und Mörs verschiedene Landwirte für den sogenannten Seidenbau zu interessieren. Er versprach ihnen Darlehen, falls sie geeignetes Land für die Anpflanzung von Maulbeerbäumen zur Verfügung stellten. Tatsächlich fand sich auch eine Reihe Leute, die P., der in phantastischer Uniform erschien und sich als„Reichsseidenbau=Inspektor“ ausgab, Vertrauen entgegenbrachten und ihm auch bereitwilligst ihre letzten ersparten Groschen für„Schreib= und Stempelgebühren“ zur Verfügung stellten. Natürlich blieb in allen Fällen der Erfolg aus. Es stellte sich allmählich heraus, daß P. ein großangelegtes Schwindelgeschäft betrieb, bei dem er im Einzelfall bis zu 40 Mark verdiente. Der Staatsanwalt geißelte mit scharfen Worten die gemeine Gesinnung des Angeklagten. Während der Feldarbeit vom Herzschlag betroffen Dülken, 14. Sept. In Lobberich fand man einen 53jährigen Schuhmachermeister tot auf seinem Kar toffelacker auf. Er ist während der Feldarbeit von einem Herzschlag betroffen worden. Seine Frau erschlagen DNB. Dortmund, 14. September. Im benachbarten Bergkamen spielte sich am Donnerstagabend eine blutige Familientragödie ab. Dort versetzte der 43jährige Erwerbslose Schenkmann seiner zehn Jahre älteren Ehefrau, mit der er seit Jahren in zweiter sehr unglücklicher Ehe lebte, im Streit drei wuchtige Beilhiebe auf den Kopf, die den sofortigen Tod der Frau zur Folge hatten. Nach der Tat stellte sich Schenkmann selbst der Polizei. Er wurde dem Amtsgericht in Kamen zugeführt. Polizeihauptwachtmeister lödlich überfahren Nachrodt, 13. Sept. Der in Nachrodt stationierte Polizeihauptwachtmeister Karl Jäger befand sich mit seinem Fahrrad auf einer Dienstfahrt, als plötzlich ein Reifen seines Rades platzte. Er kam zu Fall und geriet dabei unter den Anhänger eines Treckers, wobe er so schwere Verletzungen erlitt, daß er bald darauf im Krankenhaus starb. in Rumänien In Sibiu in Rumänien fand ein Kongreß der Zigeuner statt, zu dem sich Tausende aus allen Teiles des Landes zusammengefunden hatten. Bild zeigt eine Gruppe der Teilnehmer an der Tagung Staalssekretär Feder spricht in Düsseldorf Ueber„Das deutsche Siedlungswerk“ DNB. Düsseldorf, 14. Sept. Der„Nationalsozialistische Bund Deutscher Technik“, Gau Düsseldorf, eröffnet seine diesjährige Winterveranstaltung mit einer Großkundgebung in der Düsseldorfer Rheinhalle(Planetarium), wo am Samstag, dem 22. September 1934, 20.30 Uhr, Staatssekretär Feder in seiner Eigenschaft als Reichssiedlungskommissar über das Thema:„Das deutsche Siedlungswerk“ sprechen wird. Staatssekretär Feder, der am 22. September von einer Besichtigungsfahrt von Aachen kommend in Düsseldorf eintrifft, wird am Spätnachmittag beim Landesplanungsverband Düsseldorf weilen, wo ihm im engeren Fachkreis eine Reihe von Referaten zur stadtischen und ländlichen Planung erstattet werden, um dann am Abend in der schon erwähnten Kundgebung zu sprechen. Ausländische Straßenbaufachleute in Düsseldorf Düsseldorf, 14. Sept. Etwa 200 anerkannte ausländische Straßenbaufachleute, die am 7. internationalen Straßenbaukongretz in München teilgenommen haben und sich nun auf einer Studienreise durch Deutschland befinden, besuchten am Donnerstag Düsseldorf. Die Gäste wurden an der Terrasse des Benrather Schlosses in Anwesenheit von Vertretern der Behörden und der Partei von der Stadtverwaltung begrüßt. An die Besichtigung des historischen Benrather Schlosses schlotz sich eine Stadtrundfahrt. Am Abend wurden die Gäste in einem Altstädter Bierlohal von Oberbürgermeister Dr. Wagenführ begrüßt. der am Nachmittag verhindert war. Die ausländischen Gäste verlebten dann im Kreise Düsseldorfer Künstler einen harmonischen Abend, an dem auch der französische, spanische, schweizerische und schwedische Konsul teilnahmen. Am Freitagmorgen setzten die ausländischen Gäste ihre Studienreise in das Ruhrgebiet fort. Letzte Sportnachrichten Austakt in Raffelberg Beginn des Internationalen Mülheimer Reitturniers Das Mülheimer Reitturnier hat in diesem Jah durch die Teilnahme holländischer Offiziere eine inter nationale Note erhalten. Am Freitaa wurden vo mäßigem Besuch die ersten Konkurrenzen entschie den. Die wichtigste Prüfung des Tages war der Preis von Schloß Broich, ein Jagdspringen der Klasse M=Ausgleich, das in drei Abteilungen ent schieden wurde. Von 74 Bewerbern holte sich Tosca ein im Besitz des Mülheimer Stalles Hellmann befindliches Pferd, den Sieg. Frau Irmgard von Opel mit Arnim wurde Zweite vor Frl. Erika Broschecks Chlodwig(Bes.) und Frau Trudel Moltrachts Pascha(SS.=Reiter Schmidt). Die holländischen Reiteroffiziere schnitten verhältnismäßig schlecht ab. Lennep auf„Danseuse Rose“ wurde Achter, während der Olympiasieger Oblt. Pabud de Mortanges auf„Marcroix“ den zwölften Platz belegte. Baronin von Oppenheim kam schwer zu Fall. ohne aber Verletzungen zu erleiden. Ihr Pferd „Provinz“ wurde lahmend von der Bahn geführt. Rennen zu Krefeld Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Gnusemong— Strachur. 2. Rennen: Geländeritt— Iria. 3. Rennen: Fedeler— Solneman. 4. Rennen: Vockerode— Voltaire 2. 5. Rennen: Champagner— Sonnenuhr. 6. Rennen: Vicky— Karachi. 7. Rennen: Obersteiger— Barsoi. 8. Rennen: Stober— Girlande. Arsenal— Rangers 1:1 Die Meisterschaftsklubs von England und Schottland, Arsenal und Glasgow Rangers standen sich in Highbury vor 55 000 Zuschauern gegenüber. Damit großer Spannung erwartete Trefsen sah zwe gleich gute Mannschaften im Kampf, die sich den auch 1:1 unentschieden trennten. Den von Bastin er zielten Führungstreffer konnten die Arsenalvertei diger nur bis 15 Minuten vor Schluß verteidigen Me Phail schoß für die Schotten den Ausgleich. Unseren Hocken=Damen ist es jett gelungen, einen Länderkampf mit England zu vereinbaren, der im Fruhjahr 1935 in Berlin vor sich gehen wird. England ist bekanntlich im Damen=Hockey die spielstärkfte Nation der Welt, aus welchem Grunde man diesem Berliner Länderkampf ein besonders großes Interesse entgegenbringt. 3 Punktespiele Polkssport und Leibesübung Samstag, 15. September 1934 Der Sport am Wochenende Auf dem Sportprogramm des kommenden Sonntags spielt die Leichtathletik eine hervorragende Rolle. Der erste Länderkampf Deutschland— Finnland versammelt die Elite beider Länder im Berliner Post Stadion, das durch großzügige Umbauten für das große Treffen auf das beste vorbereitet wurde. Man erwartet 50 000 Zuschauer, so groß ist in der Reichshauptstadt und überall im Reich das Interesse für diesen Lander kampf. Bei den Leichtathletik=Meisterschaften Europas i Turin waren die Finnen schon untere großen Gegner Auf gleicher Punktzahl mit ihnen liegend. errangen wir den Gesamtsieg, weil unsere Mannschaft sieben Siege gegenüber fünf finnischen Erfolgen aufzuweilen hatte Der Berliner Kampf des kommenden Sonntags wird uns nun eine ganz klare Antwort darauf geben welch Nation vorherrschend in der europäischen Leichtathieti“ ist— Deutschland oder Finnland Internationale Sport feste finden weiter in Kopenhagen sowie in Oslo statt In München gelangt die erste deutsche Gepäckmeister schaft zur Durchführung, während in Köln die tradito nelle Ringstaffel entschieden wird. Städtekämpfe Nürn berg Fürth— Regensburg und Kassel— Hannover ver vollständigen das Programm.— Im Europa schaut nach Berlin Zum erstenmal Leichtathletik=Länderkampf Deutschland-Finnland Die Besten von Turin Fußballsport wird die Meisterschaftssaison mit vollen Akkorden fortgesetzt. Fast alle größeren Gauligavereine sind mit Meisterschaftsbegegnungen vollauf beschäftigt. So ist es verständlich, daß nur sehr wenige Privattreffen zustandegekommen sind. Wir erwähnen nur den Städtekamp Frankfurt— Basel. zu dem die Eidgenossen eine sehr starke Vertretung stellen werden— Die deutsche Suomi! Der Name klingt dumpf und geheimnisvoll. Er steht in großen kunftlosen Buchstaben auf den Trainingsjacken der finnischen Leichtathleten, die den besten deutschen Kämpfern am kommenden Sonntag in Berlin gegenüberstehen werden. Suomi! Bio kurze Zeit vor dem Weltkrieg war dieser Name dem deutschen Sportvolk noch kein Begriff geworden, bevor Tag auf Tag neue Meldungen von hervorragenden Rekordleistungen in der Leichtathletik uns erreichten und es nach großen Bemühungen gelang, einmal finnische Könner nach der Reichshauptstadt zu verpflich ten. Suomi! Heute wissen wir, was die sinnischen Gaste zu leisten vermögen, mit denen es unsere Nationalmannschaft zu tun haben wird. Sie kommen hoch aus dem Norden, einige sogar aus Finnmarken. der nördlich gelegensten Provinz des sinnischen Landes. Andere sind südlicher, im Gebiet der unendlichen Seen, der weiten Tundren, groß geworden. Und sie alle bringen neben ihren angeborenen Fähigkeiten eins mit: ihre unglaubliche Zahigkeit, ihren Trainingsfleiß und ihre unerschütterliche Ruhe.. Turnerschaft veranstaltet eine Reihe ihrer traditionellen Bergfeste das Loreleybergfest, das Krahnenbergfest und das Collmberafest u. a. In Hamburg versammelt man sich zu einer schlichten Feier, um die neue Jahnkampibahn einzuweiben Die Geräte=Turn=Nationalmannschaft der Jeutschen Turnerschaft zeigt in Wiesbaden ihr hervorragendes Können.— Die neue Hockey-Saison beginnt auch im Westen. Eine Auswahlmannschaft der Gaue 10 und 11 trägt schon am Samstag ein Prebspiel. das als Vorbereitung für die Treffen des 3elberschildwettbewerbes gilt, gegen eine Vertretung des Deutschen Sportklubs Düsseldorf aus.— Einige Herbstregatten beschließen die Turin als Maßstab Für die deutschen Leichtathleten war Turin eine prachtvolle Gelegenheit, das Konnen der sinnischen Kampfer bis auf Einzelheiten zu kontrollieren, ihre großen Leistungen zu bewundern und von der finnischen Ausdauer zu lernen. Die Finnen, die Deutsch land in Turin siegen jahen, wissen, daß sie vor ihrem schweriten Kampf stehen. Ans den Berichten, die die finnischen Berichterstatter an ihre Heimatblätter sandten, geht eindeutig hervor, wie hoch sie das Konnen unserer Mannschaft einschätzen. Die finnischen Fachleute gehen mit der deutschen Sportpresse in der Meinung einig, daß die Begegnung ausgeglichen bie zum letzten sein wird, abgesehen von unberechenbaren Versagern, die auf beiden Seiten vorkommen können. Saison der Ruderer Internationale Besetzung hat die Regatta auf dem Slotenkanal am 14./15. September in Amsterdam aus zuweisen. Drei deutsche Vereine, Saar=Saarbrücken Mainzer RV und Viktoria Berlin, haben Starterlaubnis von ihrem Verband erhalten und werden die deutichen Faggen gegen starke Konkurrenz zu verteidigen haben Im Reich sind die Endrundenspiele des Meden=Wettbewerbs wohl das bedeutendste Ereignis des Zuschauerrekord im Poststadion Deutschlands Sportfreunde haben seit langen Jahren auf diesen Kampf gewartet. Die Verhandlungen wurden angeknüpft, zerschlugen sich wieder, begannen von neuem. Lange ging es um den Austragungsort. Finnland legte großen Wert darauf, die Begegnung in seiner Hauptstadt, Helsingfore, durchführen zu können. Es ist unbedingt als ein Erfolg der Verhandlungstaktik unserer Vertreter zu bewerten, daß es gelang, die Finnen nach Berlin zu verpflichten. Ganz Deutschland hat Jnteresse an dieser Begegnung. Das Berliner Poststadion wird am Sonntag Zuschauermassen bewältigen müssen, die selbst bei sensationellen Fußballbegegnungen noch nicht gesehen wurden. Die Leichtathletik, bisher der Sport ohne Zuschauer, wird die Massen begeistern und— wir wissen es— ihre hohen Erwartungen zufriedenstellen. Sportfreundschaft Die deutsche Regierung nimmt Anteil an dem Landerkampf gegen Finnland. Ministerprasident 6örina und Reichspropagandaminister Dr. Goebbelwie auch der Befreier Finnlands, Generalmajor von der Goltz, sind dem Ehrenausschuß für die Begegnung beigetreten. Damit wird auch gleichzeitig das freundschaftliche Verhaltnis beider Nationen, die gerade in den Nachkriegsjahren manchen gemeinsame Schicksal hatten, eindrucksvoll betont. Zwei Mannschaften und ihre Chancen Die finnischen Gaste haben alles mögliche getan, um ihre Mannschaft für den Berliner Kampf möglichst schlagkraftig und aussichtsreich aufzustellen. Meh rere Male nahm man wichtige Umbesetzungen vor. bis man sich zu einer endgültigen Besetzung entschlossen hat. Die deutsche Vertretung sieht der von Turin und Stockholm sehr ähnlich. Folgende Kampfer stehen sich im Poststadion der Reichshauptstadt gegenüber: 100 Meter: Borchmener, Hornberger(Deutschland) — Salminen, Virtanen(Finnland). 200 Meter: Borchmener, Schein(Deutschland)— Strandvall, Salminen(Finnland). 400 Meter: Metzner, Hamann(Deutschland)— Strandvall, Salminen(Finnland). 800 Meter: Dr. Dessecker, Mertens(Deutschland) — Larva. Kurkela(Finnland). 1500 Meter: Schaumburg, Paul(Deutschland)— Matilainen, Virtanen(Finnland). 5000 Meter: Syring. Dompert(Deutschland)— Virtanen. Iso=Hollo(Finnland). 10 000 Meter: Kloos, Bree(Deutschland)— J. Salminen, Askola(Finnland). 110 Meter Hürden: Wegner, Welscher(Deutschland) — Sjöstedt, Nora(Finnland). 100 Meter Hürden: Scheele, Wegner(Deutschland) — A. Järvinen, Nora(Finnland). 4mal 100 Meter: Schein, Gillmeister, Hornberger, Borchmeyer(Deutschland)— Tolamo, Virtanen, Salminen, Strandvall(Finnland). (mal 400 Meter: Hamann, Scheele, Voigt, Metzner (Deutschland)— Makinen, Tolamo, Järvinen, Strand= vall(Finnland). Hochsprung: Weinkötz, Martens(Deutschland)— Kotkas, Peräsolo(Finnland). Weitsprung: Leichum, Long(Deutschland)— Laine. Tolamo(Finnland). Dreisprung: Salzer, Lambon(Deutschland)— Ne jassaari, Pogry(Finnland). Stabhochsprung: Wegner, Schulz(Deutschland)— Lindroth, Bejanen(Finnland). Kugelstoßen: Sievert, Wollke(Deutschland) Kuntsi, Alarotu(Finnland). Diskuowersen: Sievert, Meyer(Deutschland) Kente, Lampinen(Finnland). Speerwersen: Weimann, Stöck(Deutschland)— Jarvinen, Sippala(Finnland). Hammerwersen: Seeger, Becker(Deutschland)— Porhola, Parni(Finnland). Ganz knapp die einzelnen Konkurrenzen und ihr Chancen: Ueber 100 und 200 Meter erwarten wi unsere Leute auf den ersten beiden Platzen. Mit den schen Siegen über 400 und 800 Meter rechnen wit ebenfalls. Wie trauen den Finnen aber in einer der beiden Konkurrenzen einen zweiten Platz zu. Ueber 1500 Meter sollte es Schaumburg vor Matilainen. Virtanen und Paul heißen. In den Landitrecken de miniert Finnland, wie Turin vor Wochenfrist noch bewies. Zweimal wertvolle acht Punkte für die Nord lander! In den beiden Hürdenstrecken erwarten wit Wegner und Scheele jeweils vor Sjostedt und Jarvinen, dem 400 Meter=Laufer„mit und ohne Hürden“ weißen Sports. Rheinland, Baden und Schlesien stehen als Teilnehmer an der Endrunde schon fest. Berlin und Brandenburg müssen erst noch einen Entscheidungskampf austragen — Die jugoslawischen Tennismeisterschaften gehen am Sonntag zu Ende. Der„Tildenzirkus“ beteiligt sich in der italienischen Stadt Lione an einem BerufsspielerTurnier.— Regionales Interesse verdient das Dortmunder Tennisturnier, bei dem gute westdeutsche Klasse an den Start geht.— Die Die Sieger von Monza Borer haben„Ruhe vor dem Sturm“. Die Mannheimer Berufsvorkämpfe, bei denen Kreismes(Mannheim) und Selle(Duisburg) den Hauptkampf bestreiten, verdienen besondere Erwähnung. Eine Borstaffel des Westfalen gau=; wurde für Sonntag nach Kaiserslautern verpflichtet— Bei der Radiernfahrt Basel—Cleve gehen eine Reihe unserer besten Straßen=Amateurfahrer an den Start. Sie treffen auf starke belgische und schweizerische Konkurrenz. Auf der 657,9 Kilometer langen Zwei=Etappenfahrt werden sich spannende Kämpfe ent wickeln, auf deren Ausgang wir uns nicht festlegen wollen.— Bahnrennen sind in Düsseldorf, Singen, Wien und Paris vorgesehen.— Das größte Ereignis des Motorsporte ist das international ausgeschriebene Schleizer Dreiecksrennen, bei dem zahlreiche Fahrer mit Namen von Klang vertreten sein werden. Die Zahl der Nennungen ist erfreulich hoch. Insgesamt wurden 167 Meldungen abgegeben. Zahlreiche westdeutsche Fahrer beteiligen sich am„Autosportfest des deutschen Westens“, das in Neuen ahr veranstaltet wird. Eine Zielfahrt, ein Findigkeitswettbewerb, eine Geschicklichkeitsprüfung und eine Brauchbarkeitsprüfung ermitteln den besten Mann am Steuer.— Im Flugsport steht der Europaflug immer noch im Vordergrund des Interesses. Am Sonntag sollen die Flieger wieder in Warschau eintreffen. Allerdings ist nach Lage der Dinge durchaus mit erheblichen Verspatungen zu rechnen.— Neue Bestimmungen für die „Tour de France“ Nur noch vier Nationalmannschaften Wie nicht anders zu erwarten war, hat Henry De= granges, der Chef des L'Auto und„Vater“ der Frank= reichrundfahrt, die Ausschreibung für die„Tour“ im nächsten Jahr in einigen Punkten wesentlich geanden Es werden nur noch vier Nationalmannschaften zu st zehn Fahrern aus Frankreich. Italien und Belgien star= ten, während die vierte Mannschaft aus verschedenen Nationen zusammengesetzt wird. Dazu kommt eint Gruppe von 24 Einzelfahrern, darunter se sechs Franzosen, Italiener und Belgier sowie sechs Auslandern. Aus dieser Gruppe werden Lücken die in den Nationai= mannschaften durch Ausfalle entstehen, aufgefüllt. Die Rundfahrt wird vom 4. bis 28 Juli ausgefahren, aber nur noch in 21. statt bisher 23 Tagesstrecken Weiterhin werden im nächsten Jahr nicht weniger als sechs Zei= fahren über die halbe Tagesetappe gegen die Uhr gefahren. in Front. Beide Staffeln muß Deutschland gewinnen. Zweimal 5:3=Punkte zu unseren Gunsten. Kotkag wird den Hochsprung gewinnen. Vielleicht hangt die scheidung des Landerkampfes davon ab, mie abschneiden wird. Hoffentlich lauft er zu größter Form aus. Im Weitsprung sollte Deutschland den Ton angeben. Leichum, der Sieger von Turin, springt ebeme wie unser Meister Long sehr beständig. Wir erwarten sie auf den beiden ersten Plätzen. Der Dreisprung eine sinnische Angelegenheit. Kuntsi erwarten wir im Kugelstoßen vor Sievert in Front. Unser Weltretoro mann dürfte dagegen das Diokuswerfen für sich ent scheiden. Meyer wird hier wohl letzter werden. nus= sichtslos sind für Deutschland die Konkurrenzen des Speer= und Hammerwurso. Järpinen vor Siphals und Pörhola vor Pärni wird es wohl in beiden Kon kurrenzen heißen. So sehen die Dinge auf dem Papier aus. In Pe. lin werden sie ein anderes Gesicht erhalten. Aen Deutschland auch nur einen Versager aufzuweisen hat. ist der Kampf verloren. Bei einigen guten Leistungen wird er ein deutscher Erfolg. Unsere Mannschaft und die Zuschauer haben jetzt das Wort. Ad lieg— Deutschland sieg!“ Bunte Reihe im Sport Der Gausportwart des Gaues Brandenburg Deutschen Fußball=Bundes hat einige unliebiame kommnisse, die sich am ersten Punktspielionntag eren neten, zum Anlaß von scharfen Bestrafungen gen ommen Autorennen um den„Großen Preis von Italien“ auf der schwierigen Bahn von Monza r der deutsche Mercedeswagen siegreich. Er wurde im Rennen zunächet von Carneciola d später von Fagioli gesteuert. Unser Bild zeigt den Mercedeswagen nach dem Siege; vorn links im weißen Dreß Caracciola, rechts daneben Fagioli Völker(Hertha=BSC) wurde dis zum 21. Drio wegen Tatlichkeit gesperrt. Balzer(Blau=Weiß wegen roher Spielweise bis zum 16 Dezember disquan fiziert. Kind(Blau=Weiß) wurde bis auf weiteres de sperrt. weil er das Spielfeld vor dem Ausbringen de deutschen Grußes verlassen hat Röding(Spandan SV) wurde wegen unsportlichen Benehmens bis zur Oktober ausgeschlossen. Dem 1. FC Guben, auf de Platz Anwürfe gegen den Schiedsrichter im Spier Mineroa fielen, ist die Sperre seines Plaßes an, droht worden. Gpc Der 50 Es hat noch eine Punktespiele der Caul Fußballanhanger anzu „Großen Halbzeit" sir anhanger stark interes Sonntag doch schon 7 Schalke— Herne weil eben der Meiste Gelegenheit hat spielen aber von Sonntag zu nen. Wenn der erste die weiteren und insb den es wachhalten. T Germania Boch Diesem Treffen sie kreisen mit besonderer doch mit ihm die Ger son daheim zum Mei fang. den die Mannsch lich zuversichtlich. We ten Spiele zeigten. Vorjahres aufweist. immer in Bochum ein gegenüber der Germe aber die Bochumer sin im Vorjahre bewiesen. der letzten Zeit erhar gegangen ist. Da zud Platze sehr kampfstarl schen Deckung, die ü ein knapper Sieg be SpBg. Her Beide Mannschafte am Vorsonntag und gen. Hontrop ließ si den von Hagen herei Ueberlegenheit der 4 kennen. Man sollte 1 Lehren gezogen worde nen, daß beide Einhe aufopferndes Spiel besten gelingt, das dü tener haben sich es Widersacher von Sche cnen glauben soll. durch große Spiele ihnen für diese Aufa Verfügung, der bishe durfte, nach Schalted Herten hat es u. E überwinden und kanr Erfolg nehmen, went und das Schlußdreied richtet. Der schnelle Höntrop wird sich bie stehen. Ein knapper scheinlichsten. Preußen Mür Das Erscheinen de wird seine Anziehung den wieder sehr viel Platz anwesend sein. sonntag konnten die zeugen, sie werdend lierorstraße zu finde noch nicht ausgereift routinierte Hintermar aufweist, aufzukomm die Hintermannschaf genug, um den m Meistersturm, der a keinen Gegner zu fü Man kann also den eine Chance einräun Ein Westkalia Herne Den spielfreien jetzt ihr 80jähriges? zu einem freundschaf Nachharn Viktoria 9 Be B. Preußen 07 Die Kontrahente und verloren. Der also die Mannscha Preußen Bochum fei Gevelsberg behielt i hand. Erreichen die gen. ist ein knaper 318. Wert Beide Mannschaf erwartete Niederlag Milspe mit 8:4 ber lor auf eigenem Der Platz in Wer= recht gefahrlich wei Treffens ungewiß Kampf in Werne aessen MRB. 2 Die Märker au ersten Niederlage vo en sie doch am le sicher mit 4:1. T außerordentlich zäh großen Siegesaussic Dahll Das zweite Pur hausen gegen den hatten vergangenen Gast und mußten 4 geschlagen beker Gäste ebenfalls kei die Nachbarn der L einen schweren Ge Dahlhausen. FG. Sah Erstmalig greift Gang der Dinge e lich die TuS=Elf FC. schlagen wird konnte bisher noch menn die Mannsch gegen Witten 07 u auf den Sieg gege in Long(Deutschland)— Laine. amboy(Deutschland)— N. ner. Schulz(Deutschland)— tland). „Wollke(Deutschland)— nd). rt, Meyer(Deutschland)— and). inn. Stöck(Deutschland)— tland). ser. Becker(Deutschland)— nd). Inen Konkurrenzen und ihr d 200 Meter erwarten wit en beiden Platzen. Mit den ind 800 Meter rechnen wit n Finnen aber in einer der en zweiten Platz zu. Ueber chaumburg vor Matilainen. en. Jn den Landitrecken de Turin vor Wochenfrist noch le acht Punkte für die Nord Hürdenstrecken erwarten wit seils vor Sjostedt und Jar= iser„mit und ohne Hürden“. nungen für die e France“ ationalmannschaften warten war, hat Henry De= luto und„Vater“ der Frank= reibung für die„Tour“ im Punkten weientlich geander Nationalmannichaften zu st sch. Italien und Belgien siar= Nannschaft aus verschiedenen wird. Dazu kommt eine ern. darunter je sechs Fran= ster sowie seche Auslandern. Lücken die in den National= le entstehen, aufgefüllt. s 28 Juli ausgefahren, aber 23 Tagesstrecken Weiterhin nicht weniger als sechs Zeu= esetappe gegen die Uhr gemuß Deutschland gewinnen. eren Gunsten. Kotkag wird Vielleicht hangt die Entseo davon ab, mie Weinlos ch lauft er zu größter Deutschland den Ton an von Turin, springt ebense he bestandig. Wir erwarten Plätzen. Der Dreisprung t. Kuntsi erwarten wir im n Front. Unser Weltrekord= Diskuswerfen für sich ent wohl letzter werden. and die Konkurrenzen des o. Järpinen vor Sippala ird es wohl in beiden Kon dem Papier ans. In Bet co Gesicht erhalten. Wens 1 Versager aufzuweisen hal. ei einigen guten Leistungen olg. Uniere Mannschaft— jetzt das Wort.„Adler dsieg!" se im Sport aues Brandenburg hat einige unliebiame Vor= en Punktspielsonntag ereige sen Bestrafungen genommen urde bis zum 21. Oktober Zalzer(Blau=Weiß) wurde zum 16 Dezember disquall= wurde bis auf weiteres ge= vor dem Ausbringen des hat Rödina(Spandauer hen Benehmens bis zum 1. FC Guben auf desser chiederichter im Spiel perre seines Platzes 3 Punktespiele in Westfalens Gauliga. Sp Sp. Hüsten spielt in Bochum. Der 5V. Höntrop in Herten, Schalke 04 in Münster. Es hat noch eine geraume Weile Zeit, bis die Punktespiele der Cauliga anfangen, auch den letzten Fußballanhänger anzuziehen. Bis zur sogenannten „Großen Halbzeit“ sind meistens nur die Vereinsanhanger stark interessiert. Wenn am vergangenen Sonntag doch schon 7000 Besucher sich beim Spiel Schalke— Herne eingefunden hatten, dann doch nur, weil eben der Meister spielte, den man nicht oft Gelegenheit hat spielen zu sehen. Die Spiele werden aber von Sonntag zu Sonntag an Interesse gewinnen. Wenn der erste Platz auch schon vergeben ist, die weiteren und insbesondere die letzten beiden werden es wachhalten. Das Programm: Germania Bochum— SpSp. Hüsten 0. Diesem Treffen sicht man in Bochumer Fußballkreisen mit besonderer Spannung entgegen, stellt sich doch mit ihm die Germania erstmalig in dieser Saison daheim zum Meisterschaftsspiel. Nach dem Anfang. den die Mannschaft gemacht hat, ist man ziemlich zuversichtlich. Wenn auch Hüsten, was die letzten Spiele zeigten, noch nicht die Höchstform des Vorjahres aufweist, so wird die Mannschaft wie immer in Bochum ein gutes Spiel liefern. Zie hat gegenüber der Germania körperlich große Vorzüge, aber die Bochumer sind technisch besser, das haben sie im Vorjahre bewiesen, und auch in den Privatspielen der letzten Zeit erhärtet, daß nichts davon verloren gegangen ist. Da zudem die Germanen auf eigenem Platze sehr kampfstark sind, mußte bei ihrer vorzüglichen Deckung, die über die Hustens zu stellen ist. ein knapper Sieg herauskommen. SpBg. Herten— SB Höntrop. Beide Mannschaften enttäuschten in ihrem Spiel am Vorsonntag und sorgten so für die Ueberraschungen. Höntrop ließ sich auf eigenem Grund und Boden von Hagen hereinlegen und Herten mußte die Ueberlegenheit der Münsterschen Adlerträger anerkennen. Man sollte meinen, daß daraus die nötigen Lehren gezogen worden sind. Es ist damit zu rechnen, daß beide Einheiten sich jetzt durch gutes und aufopferndes Spiel rebabilitieren. Wem das am besten gelingt, das dürfte der Sieger sein. Die Hertener haben sich es vorgenommen, den stärksten Widersacher von Schalke zu stellen und wenn man hnen glauben soll, so wird es Zeit, daß man uns durch große Spiele überzeugt. In Hontrop steht ihnen für diese Aufgabe der geeignetste Gegner zur Verfügung, der bisher für sich in Anspruch nehmen durfte, nach Schalte der Beste im Gaubereich zu sein. Herten hat es u. E. sehr schwer, diese Klippe zu überwinden und kann das Hindernis nur dann mit Erfolg nehmen, wenn der Sturm ohne Tadel spielt und das Schlußdreieck ohne Fehler seine Arbeit verrichtet. Der schnelle und selten zögernde Sturm von Höntrop wird sich bietende Chancen auszunützen verstehen. Ein knapper Sieg der Höntroper ist am wahr. scheinlichsten, Preußen Münster— FC Schalke 01. Das Erscheinen der Schalker Meisterelf in Münster wird seine Anziehungskraft nicht verfehlen, es werden wieder sehr viele Tausende auf dem PreußenPlatz anwesend sein. Trotz des Sieges am Vorsonntag konnten die Adlerträger nicht restlos überzeugen, sie werden diesmal ja sowieso auf der Verliererstraße zu finden sein. Das Stürmerspiel ist noch nicht ausgereift genug, um gegen eine solch routinierte Hintermannschaft, wie sie der Gast Schalke aufweist, aufzukommen. Auf der anderen Seite ist die Hintermannschaft der Münsteraner nicht stark genug, um den mit allen Wassern gewaschenen Meistersturm, der auch ohne Kuzorra und Szepan keinen Gegner zu fürchten hat, in Schach zu halten, Man kann also den Preußen in keiner Bezichung eine Chance einräumen. Ein Gesellschaftsspiel, Westkalia Herne— Biktoria Recklinghausen. Den spielfreien Sonntag benutzen die Herner, die jetzt ihr 80jähriges Jubiläum feiern, am Sonnabend zu einem freundschaftlichen Kräftevergleich mit ihrem Nachbarn Viktoria Recklinghausen. Bezirksliga Witten 92— Witten 07. Das Lokalderby in Witten wird am Sonntag seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Der FC 92 konnte sich bereits durch zwei schöne Siege die Spitze der Tabelle sichern, während Witten 07 Sieg und Niederlage bisher zu verzeichnen hat. Der Kampf am Sonntag geht also nicht allein um die Punkte, sondern auch um die Vorherrschaft in Witten, die 92 durch einen Sieg an sich reißen wird, Gruppe 2: Union Haspe— Sportfr. 85 Dortmund Alemannia Dortmund— Castrop 02 Unna 08— Unna 07 WR Brambauer— Borussia Dortmund Bövinghausen 04— Hagen 72 Arminia Marten— Wetter 1910 Gruppe 3: Olympia Bocholt— TB Eickel Erle 08— SV Rotthausen Schwarz=Gelb Gladbeck— VfB Bottrop VfB Gelsenkirchen— Gelsenkirchen 07 Spvgg. Röhlinghausen— SC Hassel Union Gelsenkirchen— Horst=Emscher. 1. Kreisklasse. Gruppe A: SpSp. Gerthe— BC. Hordel SuT. Harpen— SpV. Sodingen 12 VfB. Börnig— BV. Herne=Süd Germania Herne— Preußen 04 Wanne Rasensport Herne— Wanne 1911 Phönix Bochum— Teutonia Riemke Gruppe B: Concordia Bochum— Rheinelbe Leithe BV. Langendreer 07— Westfalia Weitmar LJC. Laer— TuS. 26 Altenbochum Union Günnigfeld— Wattenscheid 00/80 TG. Bochum=Ehrenfeld— SC Altenbochum SpVg. Wattenscheid 19— Langendreer 04/18 SpSp. Gerthe dürfte dabeim am Sonntag zu den ersten Punkten kommen, allerdings nur mit Einsatz aller Kräfte, denn der Neuling Hordel wird sich tapfer wehren.— Die Harpener sind daheim immer stark, aber morgen ist es doch fraglich, ob sie gegen Sodingen bestehen können.— Im Vordergrund der Kämpfe steht aber das Bochumer Lokaltreffen. Der Phönir hat am letzten Sonntag Germania Herne geschlagen und spielt morgen wieder auf eigenem Platz, das alles spricht für einen klaren Sieg, den Erstmalig nach der Neuordnung des Turn= und Sportwesens kommen im Turnkreis Bochum Ringturnfeste zur Durchführung und zwar am kommenden Sonntag zunächst die Ringfeste der Ringe Bochum 1 und 2 in Brenschede bezw. Laer, denen am 30, September diejenien der beiden übrigen Ringe in Herne und Wanne=Eickel folgen werden. Dag Ringturnfest in Laer wird auf dem Platz der Turn= und Sportvag. Laer an der Dannenbaumstraße durchgeführt. Im Vordergrund stehen auch hier der Festzug und die allgemeinen Freiübungen. Folgendes Programm ist aufgestellt: Samstaa, 15 Uhr: Wetturnen und Spiele der Schüler und Schülerinnen, 19 Uhr: Siegerverkündigung.— Sonntaa, 8,30 Uhr: Kampfrichtersitzung im Vereinsheim der Turn= und Sportvag. Laer; ab 9 Uhr Wetturnen auf dem Vereinsplatz an der Dannenbaumstraße; 14 Uhr Antreten zum Festzug. Ab 15 Uhr Sondervorführungen der Vereine, Staffelläufe, Freiübungen der Turner und Turnerinnen. Anschließend Fußballspiel zwischen F. C. Laer und Sportvgg. Laer 87. Am Siebenkampf der Unterstufe nehmen 37 Turnerinnen und am Fünfkampf 46 Jugendturnerinnen teil. Scharfe Kämpfe wird es besonders in den die Teutonen allerdings nicht kampflos hergeben werden.— Germania Herne und der Spitzenreiter Rasensport Herne werden sich in den beiden anderen Spielen behaupten. Nicht ganz so klar ist der Ausgang der Spiele in Gruppe B. Concordias Gegner hat zwar noch keinen Punkt, trotzdem werden die Leither dem Platzverein kaum die Möglichkeit eines Unentschieden geben.— Langendreer 07 zählt wieder zu den Favoritenmannschaften, wird sich aber gegen Westfalia Weitmar strecken müssen, um den knappen Sieg daheim zu halten.— Der LFC. Laer ist nicht mehr so stark wie sonst, schon der Kampf gegen den Neuling wird für ihn eine Belastungsprobe bedeuten. Ob Laer mit den Punkten davonkommt?— In Wattenscheid stellt das Lokaltreffen ein Großereignis dar. Trotz des Sieges der Union über Leithe rechnen wir diesmal mit 09/30.— Die TG. B.=Ehrenfeld hat beuer besser begonnen. Ein knapper Sieg ist morgen zu erwarten. — In dem zweiten Wattenscheider Treffen wird der Gast zum Siege kommen 2. Kreisklasse Gruppe A: Constantin Herne— Schwarz=Weiß Herne Fortung Herne— Reichsbahn Wanne SpV. Holsterhausen— Viktoria Herne Hansa Herne— SpV. Herne 16 Gruppe B: SV. Bochum=West— Reichsbahn=TuS Bochum Fortung Bochum— SC. Werne 19 Rasensport Bochum— Polizei=SV. Bochum Germania Kaltehardt— SpuSp. Stiepel 04 Wenn in Gruppe B eine Mannschaft den Planmannschaften den Sieg streitig machen kann, dann ist es höchstens Stiepel. In allen anderen Fällen ist mit klaren Erfalen der Platzleute zu rechnen. 3. Kreisklasse Gruppe A; BV. Gerthe=Hiltrop— VfL. Herne Preußen 04 Herne— Unser Fritz Wanne Fortuna Wanne— Grün=Weiß Herne TuS. Carolinenglück B.— Union Wanne Gruppe B: Tv. Bochumer Verein— SpV. Kortum Bochum SpV. Constantin Bochum— Preußen 11 Bochum Tura Eppendorf— Post=SV. Bochum Schwarz=Weiß Bochum— Germania Querenburg Glück auf Werne— Borussia Bochum Die Aufgaben der beiden Bochumer Vereine Hiltrop und Carolinenglück sind nicht so schwer, als daß sie nicht auf eigenen Plätzen gelöst werden könnten. In Gruppe B greifen verschiedene Mannschaften neu ein. Wir erblicken in dem Bochumer Verein, Schwarz=Weiß und Borussia die Sieger, der Ausgang aller anderen Treffen ist offen. Staffelläufen geben, in der 4 mal 100.Meter=Staffel für Turner zwischen Jahn Querenburg, Tgmde. B.Ehrenfeld und Tv. Weitmar 82, und in der 4 mal 100=Meter=Staffel für Turnerinnen zwischen Hamme 83 und Tgmde. B.=Ehrenfeld. Erfreulich stark haben die Vereine zu dem Kindertreffen gemeldet, zu dem allein 400 Meldungen abgegeben wurden. Zu dem Ninaturnfest in Brenschede, das auf dem Gustav=Knepper=Platz stattfindet, sind insgesamt 700 Meldungen abgegeben worden. Der wichtigste Kampf, der Zwölfkampf der Turner, weist 16 Meldungen auf. Teilnehmer wie Kaufmann und Krebs(beide Tamde. B.=Ehrenfeld), sowie Schulte (Tv. Friesen) und Loch(Tv. 48) werden dafür sorgen, daß sich die Leistungen auf hoher Stufe halten. Zum Neunkampf der Turner haben sich 25 Teilnehmer gemeldet. Besonders stark sind die Volksturner vertreten, deren Vierkampf 54 Meldungen aufweist. Der Dreikampf der Jugendturner, der in zwei Altersklassen durchgeführt wird, bestreiten 85 Teilnehmer. Verhältnismäßig schwach ist der Hauptkampf der Turnerinnen, der Siebenkampf der Oberstufe, besetzt, zu dem nur 8 Meldungen vorliegen. Hier werden sich die beiden bekannten Turnerinnen Frau Gers und Frl. Dahmen von der Tamde. B.=Ehrenfeld einen scharfen Kampf um die Spitze liefern. Zwei Ringturnfeste am Wochenende in Bochum. Gruppe 1: B. Preußen 07 Bochum— Sportr. Geveleberg. Die Kontrahenten haben je ein Spiel gewonnen verloren. Der Papierform nach müßten sich die Mannschaften ziemlich gleichwertig sein. rußen Bochum fertigte Witten 07 mit 1:0 ab und velsberg behielt über Schwelm mit 8:0 die Cver0. Erreichen die Preußen ihre Wittener Leistunist ein knaper Sieg durchaus möglich. STB. Werne— Westfalia Bochum. Beide Mannschaften erlitten am Vorsonntag undartete Niederlagen. Die Werner mußten sich lspe mit 8:4 beugen und Westfalia Bochum verauf eigenem Platz gegen Witten 92 mit 1:2. r Platz in Werne wird auch für die Bochumer it gefahrlich werden, so daß der Ausgang des effens ungewiß ist. Westfalia hat den schweren mpf in Werne vom letzten Jahr noch nicht versen MBB. Linden— Milspe 1911. Die Märker aus Linden scheinen sich nach der en Niederlage von Werne erholt zu haben, schlusie doch am letzten Sonntag den VfB. Gerthe er mit 4:1. Die Elf von Milspe kämpft aber serordentlich zäh, aber in Linden wird sie keine ßen Siegesaussichten bei all ihrem Einsatz haben, 3G. Dahlhausen— BfB. Gerthe. Das zweite Punktespiel absolviert der EC. Dahlien gegen den Neuling VfB. Gerthe. Die Gerther len vergangenen Sonntag den MWV. Linden zu st und mußten sich nach tapferer Gegenwehr mit geschlagen bekennen. In Dahlhausen werden die ste ebenfallg keine Lorbeeren ernten können, da Nachbarn der Lindener auf eigener Scholle immer en schweren Gegner abgeben. Favorit ist hlbausen. FC. Schwelm— TuS. Bochum. Erstmalig greift am Sonntag TuS. Bochum in den na der Dinge ein. Man darf gespannt sein, wie die TuS=Elf in Schwelm gegen den dortigen schlagen wird. Der ErmeisterF Schwelm nie bisher noch keinen Punkt erben und wird, in die Mannschaft keine besseren Leistungen wie sen Witten 07 und Gevelsberg zeigt, keine Chance den Sieg gegen Tus Bochum haben. Der weitere Sportbetrieb im engeren Bezirk. Großboxkampf in Gerthe. Kanu-Regakta in Dahlhausen Siegfrieh Lothringen Gerthe— BC. Schalke. Nach der ruhigen Sommerzeit treten jetzt auch die Bozer wieder mehr mit ihren Veranstaltungen an die Oeffentlichkeit. Die Kraftsportvereinigung Siegfried Lothringen Gerthe hat zu ihrem am Sonntag im Lokale Wickel stattfindenden Großkampfabend die bekannte und schlagstarke Mannschaft des Boxclubs Schalke verpflichtet. Schon mehrfach standen sich die beiden Vereine im Kampfe gegenüber und der Ausgang war jedesmal knapp. Den letzten Kampf konnten die Gerther in Schalke mit 9:7 Punkten für sich entscheiden. Die Schalker werden ernstlich bemüht sein, dem Kampfe diesmal eine andere Wendung zu geben. Die einzelnen Paarungen lassen guten Sport erwarten. Im Einlagekampf treffen sich Kaufmann(Gerthe) und Kubiak(Herne). Kaufmann hat noch eine Punktniederlage auszuwetzen. In den Hauptkämpfen des Abends stehen sich Krüger(Gerthe) und Radomski(Schalke), sowie Kowalczyk(Gerthe) und Guray(Schalke) gegenüber. Papiermäßig muß man hier den beiden Kampfspielteilnehmern die besseren Chancen einräumen. Im Federgewicht trifft Reichert(Gerthe) auf Rogalle(Schalke), der immer noch seinen Mann steht. Im Leichtgewicht hat Zalesnak(Gerthe) die Kampfmaschine Plewa(Schalke) zum Gegner, während im zweiten Kampf in dieser Klasse Matzko Gerthe) auf den alten Schalker Müller stößt. Im Weltergewicht hat Jaschk(Gerthe) wohl klare Aussichten über Sobotka(Schalke). Im Schwergewicht startet Drewutzki(Mengede) in der Gerther Mannschaft und hat Rapkowitz 2(Schalke) als Partner Die Paarungen sind gut ausgeglichen, so daß sich eine Vorhersage für den Ausgang des Kampfes nur schwer treffen läß“ Die Kannten der Umgebung im Wettbewerb. Vor interessanten Kämpfen. Am Sonntag nachmittag führt der Linden=Dahlhauser Kanu=Klub auf der Ruhr in Dahlhausen seine Regatta durch, die mit der Austragung der Staffette des Gaues 9(Westfalen), welche auf Anordnung des Reichssportführers zur Förderung des Mannschaftssportes in allen deutschen Gauen stattfinden soll, verbunden ist. Dadurch ist der Veranstaltung ein ganz besonderer Reiz verliehen worden. Die Regatta erfreut sich einer guten Beteiligung. 10 namhafte Vereine aus der Umgebung stehen im Wettkampf um den Siegeslorbeer. Neben dem Linden=Dahlhauser Kanuklub erscheinen dann Barmer Paddler=Vereinigung, VfK. Barmen, Bochumer Kanu=Klub, Postsportverein Essen, Kanu=Gesellschaft„Ruhreck“ Steele Steeler Kanuklub, Wassersportverein„Rote Mühle" Essen Gelsenkirchener Kanuklub und Wittener Kanuklub 28 am Start. Das Rennprogramm weist nicht weniger als 15 Nummern auf. Aus der Vielzeit der Kämpfe verdienen einige Rennen ganz besonderes Interesse. Viel Spannung dürfte das Rennen im Zweier=Faltboot offen für alle erwecken. Von den 7 Mannschaften gehen Gerbard Chmilecki(KG. Rubreck Steele) mit den ersten Siegesaussichten an den Start. Im Zweier=Kanadier dürften die LindenDahlhauser Sievering=Ruthenberg stark genug sein, einen Sieg der Mannschaft Ochse=Heinrichs(Barmer PV.), die im Jahre 1832 westdeutscher Meister war. zu verbindern. Im Einer=Kajak offen für alle sind Kube(KG. Ruhreck Steele) und Almstedt(LindenDahlhauser Kanuklub) vorn zu erwarten, während Köster=Bieber vom KC. Witten 29 das Rennen im Zweier=Kanadier für Anfänger für si.e entscheiden dürfen. Im Vierer=Kajak offén für alle hat KG, Ruhreck Steele gegen die Mannschaft des VeranstalDie Handballer beginnen. Vorläufig aber nur die Gauliga, Obwohl noch nicht alle Mannschaften der neuen Zehner=Gauliga des Gaues Westfalen feststehen und erst am kommenden Sonntag die letzten Angehörigen der obersten Handballklasse im Gau Westfalen in zwei Qualifikationsspielen ermittelt werden, beginnt doch schon der Punktereigen mit drei Spielen. Beim VfL. Hagen weilt der Westfalenmeister Hindenburg Minden, der sich sicherlich durchsetzen wird, während das Treffen Arminia Bielefeld— TSC Hagen als offen bezeichnet werden muß. Mit großer Spannung sieht man dem Meisterschaftsstart der Schalker Knappen gegen Preußen Paderborn ent, gegen. Die Schalker, die in den Gesellschaftsspielen von Erfolg zu Erfolg eilten, gelten in diesem Jahr als Favorit auf die Meisterschaft und haben gegen die Paderborner Reichswehrsoldaten gute Gewinnchancen. Außerdem wurden noch zwei Qualifikationsspiele für die Gauliga angesetzt. Die beiden Tabellenfünften der beiden früheren Gauligagruppen Nord und Süd treffen hier auf die Aufstiegskandidaten. Polizei Bielefeld hat gegen den TV Deutsche Eiche Kür edeck einen recht schweren Stand. Ihr besseres Stehvermögen müßte aber dennoch zur Erkämpfung des schon sicher geglaubten Aufstiegs ausreichen, ebenso wie wir den Aufstiegsanwarter Lüdenscheid 61 als Sieger über den alten Gauligisten Tu S Hagen=Eilpe erwarten. ters die besseren Siegesaussichten. Hart umstritten wird das Rennen im Zehner=Kanadier für Jugendliche sein, das mit 4 Mannschaften sehr gut besetzt rst. Linden=Dahlhauser KC. und Bochumer KC. sind den Bewerbern aus Witten und Barmen vorzuziehen. Der Ausgang des Kampfes im Einer=Kajak für Herren über 30 Jahre, der von Pauls(KG. Ruhreck Steele) und Ellerisch vom Steeler KC. bestritten wird, ist völlig ungewiß. Dagegen startet Ruthenbeck vom Linden=Dahlhauser KC. im Einer=Kanadier für Anfänger als klarer Favorit. Das Rennen im Einer=Faltboot offen für alle ist mit 9 Booten am stärksten besetzt. Kube(KG. Rubreck Steele) ist vor Köster(Witten 9) und Ellerich(Steeler KG.) als Sieger zu ernarten. Den Einer=Kanadier offen für alle dürfte Sievering vom Linden=Dahlhauser KC. zu seinem Gunsten entscheiden. Im Zehner=Kanadier offen für alle ist ein heißer Kampf zu erwarten, dessen Ende zwischen dem Linden=Dahlbauser Kanuklub und KC. Witten 29 liegen wird— Im Vordergrund der Kämpfe steht natürlich die Gaustaffette. Wer aus dem Kampf als Sieger hervorgebt, ist bei der Vielzahl der Teilnehmer kaum zu sagen. Nationales Sporkfest in W.-Eickel. Dr. Peltzer, Debus, Heithoff, Buthe=Pieper u. a. am Start. g. Auf Veranlassung und mit Unterstützung der Stadtverwaltung wird am Samstag auf dem Eickelplatz ein Olympia=Werbesportfest durchgeführt. Die Veranstaltung soll der heimischen Leichtathletik und darüber hinaus dem gesamten Turn= und Sportwesen Wanne=Eickels neuen Auftrieh und großere Wirkungsmöglichkeiten geben. Die bereits erfolgten Zusagen von Vereinen, die in der deutschen Leichtathletik eine allererste Rolle spielen, wie: Preußen Krefeld, TuS. Bochum, Akademischer Sportverein Köln, Duisburg 90, Preußen Münster, Münster 08, Eintracht Dortmund u. a. mehr, die ihre namhaftesten Vertreter wie: Dr. Peltzer, Heithoff, Hendrix, Vent, Debus, Bielefeld, Nottbrock, Nastansky, Busch, Mölle, Buthe=Pieper, Bergmann, Gerull, Stechemesser, Rohleder, Reuther, Hoffmeister, Vögelin, Völmke um nur einige anzuführen, entsenden, stempeln diese Veranstaltung zu einem Graßereignie ersten Ranges. * Bereinswettkämpfe des Turn= und Spielvereins Hordel. Wie in den vorbergehenden Jahren, so will der Verein auch in diesem Jahre am kommenden Sonntag auf seinem Turnplatz am Turnerheim seine besten Geräte= und Volksturner ermitteln. Vormittags sind die Wettkämpfe für Turner, Turnerinnen, Schüler und Schülerinnen. Nach einer Mittagpause werden die Wettkämpfe fortgesetzt, Anschließend folgen Sondervorführungen und unvorbereitete Freiübungen aller Wettkampfteilnehmer, Eine Siegerehrung bildet den Schluß der Veranstaltung. Ein Eintritt wird nicht erhoben. Trabrennen zu Gelsenkirchen. Baasrennen der Berufsfahrer. Unsere Voraussagen: Rennen 1: Granit, Peter Duffy jr., Elsbeth, Rennen 2: Daisy, Bernstein, Yverdon, Danaer, Rennen 3: Druien, Pitthein, Königsbote, Rennen 4: Edeldame, Horrido, Volker, Rennen 5: Peter Mochester, Adelfried, Östermann, Rennen 6: Duck, Wiking, Peru, Rennen 7: Hedwiga, Anna Amalia, Alpha, Rennen 8: Rheinperle, (Pitthein) Dilla Betsey, Bajazzo. Wichtige Sportveranstaltungen Sonntag. den 16. September Ringturnfest des Ringes 2 in Bochum-Laer (Sportpl. Dannenbaumstr.) 9 Uhr Beg. d. Wettkämpte. 17 Uhr Fußballspiel Tsvg. Laer— L. F. C. Laer Res. Heute abend 8.15 Uhr in der Plaza(Tonha le) Boxabend Wittener Boxsport 23— B.S.K. 19 Sonntag 8 Uhr bei Wickel in B.-Gerthe Großboxkampf Gerthe-Schalke Tgd. Bochum=Ehrenfeld ruft zum Ringfest. Die Tgd. Bochum=Ehrenfeld macht es ihren Mitgliedern zur Pflicht, soweit sie am kommenden Sonntag am Brenscheder Ringturnfest teilnehmen, sich am Sonntag mittag um 1.30 Uhr an der Oberrealschule (Königsallee) einzufinden. Von hieraus gemeinsamer Abmarsch nach Brenschede unter Vorantritt eine Trommlerkonpa. Stadttheater Bochum. Beginn der Spielzeit 1934/35. Mittwoch. 19. Sept., 20—23 Uhr, Vormiete C 1: In neuer Inszenierung und Ausstattung! „Der fliegende Holländer". Romantifche Oper von R. Wagner. Donnerstag, 20. Sept.: Geschlossen. Freitag 21. Sept.: Geschlossen. Samstag, 22 Sept. 20 bis gegen 23 Uhr. Vormiete A 1: Zum ersten Male!„Die Räuber“, Schauspiel in 5 Akten von Fr. von Schiller. Sonntag, 23. Sept., 18.30—2245 Uhr. Blauer Ring 1 und Wahlvorstellung für alle Vormieten mit 33½ Proz. Ermäßigung:„Tristan und Isolde", Oper in 3 Aufzügen von Wagner. Montag, 24. Sept.: Geschlossen. Dienstag. 25 Sept., 20 bis gegen 22.30 Uhr, Vormiete B 1: Zum ersten Male!„Daslebenslängliche Kind". Lustspiel in 4 Akten von Robert Neuner. Verbilligung des Theaterbesuchs durch Vormiete. Vormieten zu 6 12 und 33 Vorstellungen, zahlbar in 3 bis 10 Raten, sind noch in allen Preislagen erhältlich )( Morgen, Sonntag, Konzert des Städtischen Orchesters Bochum im Stadtpark. Das Städtische Orchester veranstaltet morgen, Sonntag, den 16. September, unter Leitung von Konzertmeister Curt Hofmann, nachmittags von 4 bis 6 Uhr auf der Stadtparkterrasse im Stadtpark ein Konzert mit folgendem Programm:„Unter deutschen Fahnen", Marsch von I. Dehnhardt, Ouvertüre zu „Benvenuto Cellini“ von H. Berlioz;„Ich sende diese Blume dir“. Lied von Fr. Wagner;„Seid umschlungen Millionen", Walzer von Joh. Strauß: Große Fantasie aus„De Meistersinger von Nürnberg“ von R. Wagner; Ouvertüre zu „Giralda“ von A. Adam;„Symphonische Episode zu einer altgriechischen Sage“ von L. Sensten; Potpourri aus„Der Bettelstudent“ von C. Millöcker;„Jugend marschiert“. Marsch von A. Krause.— Die Veranstaltung findet bei ungünstiger Witterung im Parkhaussaale statt.— Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Die sonnigsten Gebiete Deutschlands. Auf 33 deutschen Beobachtungsstationen wurde im Juli d. Jo. die Sonnenscheindauer gemessen. Als Ergebnis ist festzustellen, daß München mit 325 Stunden Sonnenschein an der Spitze steht. Dann folgt Karlsruhe mit 320 Stunden und Kolbera i. P. mit 316 Stunden Sonnenschein im Monat Juli. (!) Kredite für die Bausparkassen. Die Oeffentlichen Bausparkassen sind, wie der Sparkassenverband meldet, in Fortführung der im vergangenen Jahre veranlaßten Verbilligungsaktion wiederum mit einem größeren Kreditbetrag in die Kreditunkostenverbilligung aus Mitteln der Reichsanstalt einbezogen worden. Es ist dafür Sorge getragen. daß die Durchführung dieser neuen Aktion unverzüglich erfolgt. Als spätester Termin für den Baubeginn wurde der 30. September 1934 festgesetzt, so daß sich die, durch die Kreditgewährung an die Oeffentlichen Bausparkassen hervorgerufene Belebung des Baumarktes noch in diesem Jahre für die Arbeitsbeschaffung günstig auswirken dürfte. + Die Gurke auf dem Apfelbaum. Einen eigenartigen Platz hat sich eine Gurkenpflanze in einem Garten in Leisnig ausgesucht: sie ist aus dem Astloch eines Apfelbaumes herausgewachsen und tragt eine schöne große Gurke. Der Urheber dieses Gurken dylls auf dem Apfelbaum dürfte ein Vogel gewesen sein, der einen Gurkenkern in das Astloch verschleppte. Verein ehem. 16er„Hacketäuer", Bochum. Die Monatspflichtversammlung war überaus stark besucht, galt es doch, des 30 jährigen Gründungstages in schlichter und würdiger Weise zu gedenken. Rad kurzer Begrüßzung der Kameraden gedachte der dereinsführer mit ehrenden Worten des verstordenen Schirmherrn des Kyffhäuserbundes, Reichsprasiden und Generalfeldmarschall von Hindenburg. Die Versammlungsteilnehmer hatten sich erhoben und sangen das Lied vom guten Kameraden. Nach P. kanntgabe der Anordnungen des Bundesführer wurde in einfacher und würdiger Weise der Bsadrige Gründungstag gefeiort. Die noch lebenden 11 Mitgründer wuwden besonders geehrt. Verein ehem. 17er(Graf Barfuß). Die Monaie= versammlung wurde vom Vereinsführer Winke, mann geleitet. Nach Ausgabe der überall Anklang gefundenen Regimentsgeschichte des Weltkrieges 14.18 wurde Bericht über das in Witten stattgefundene Regimantsverbandschießen erstattet. Bochum er. rang mit 2 mal 84 Ringen auf dem 100. MeterStand den 2. und 8 Preis Kamerad Düppe und Wegener waren die Preisträger, Auf dem 5. Meter=Stand(Kleinkaliber) erhielt Kamerad Spieker mit 84 Ringen den 4. Preis. Am 25. November 1934 blickt der Verein auf sein 40 jahrigeg Besteben zurück. Dieser Tag soll am 1. 12. 84 durch eine geschlossene Feier in würdiger Weise von allen Kameraden bedacht werden. Statt Karten! Die glückliche Geburt eines gesunden Mädels zeigen wir mit großer Freude an Paul Lenze u. Frau Päule geb. Hannemann Bochum, am 13. September 1934 Am Pappelbusch 20 (z. Zt. Ellsabeth-Hospital, Abtig. Dr. Wiemer) ) Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute nachmittag 4,15 Uhr meinen teuren Gatten, unsern lieben Bruder, Schwager, Onkel und Vetter nach kurzer, schwerer Krankheit, nach einem frommen, christlichen Lebenswandel, gestärkt mit den hl. Sterbesakramenten im Alter von 77½ Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um ein stilles Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Frau Maria Paßmann geb. Kost Famille Paßmann Famille Bals Bochum, Holzen, Dahlhausen, den 13. September 1934. Das feierliche Seelenamt ist am Montag. dem 17. September 8.30 Uhr in der Propsteikirche. Anschließend daran die Beerdigung 9.15 Uhr vom Trauerhause, Bochum, Kleiner Spitsberg 5, aus. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Oeffentliche Mahnung folgender Steuerrückstände: 1. Lohnsteuer, Abgabe zur Arbeitslosenbilfe, Ehestandsfe der Lohn= und Gehaltsempfänger für die Monate Juni, Juli u. August (fällig gewesen am 5. 7., 5. 8. u. 5. 9.), 2. Umsatzstener der Monatsgahler für die Monate Juni, Juli und August(fällig gewesen am 10. 7., 10. 8. u. 10. 9.), 8. Umsatzstener der Vierteljahrszahler für das 2. Viertel 1934(fällig gewesen am 10. 7.), 4. Abschlußzahlungen an Einkommen=, Körverschaft= u. Umsatzsteuer aus der Veranlagung 1933(fällig gewesen am 4. 8.), 5. Vermögenstener 2. Rate 1934 (fällig gewesen am 15. 8.), 6. Aufbringungsumlage 1. Rate 1934(fällig gewesen am 15. 8.), 7. Einkommenu. Körperschaftsteuer sowie Ehestandsbilfe der Veranlagten für das 3. Viertel 1934(fällig gewesen am 10. 9.). — Ab 24. 9. erfolgt Beitreibung. Bochum, den 15. September 1934 Finanzamt(Finanzkasse) Bochum Heimatbuch Herausgegeben im Auftrage der Vereinigung für Heimaikunde von Rektor B. Kleff, Reich illustriert, 3 Bände.— Preis für alle 3 Bände zus, RM. 4(Einzelband RM. 1.50 Erhältlich in jeder Buchhandlung und in der Geschäftsst. unl. Ztg Die VolksZeitung, die älteste Bochumer Tageszeitung. istinfolge ihrer Verbunden heit mit allen Be rufskreisen das geeignete Anzeigenblatt bei allen Gelegenheiten. Wir sind ein doppelt glückliches Brautpaar, weil wir täglich so viel Freude an unseren schönen Möbeln haben. Ja, wir erzählen es allen: so behagliche, so schöne und so gute Mobel haben wir gekauft im Möbelhaes BORGMANN Bochum, Brückstr. 60-63 Harry Wolff Sienerberatung Rechtsbüro, Boch. Mühlenstr. 16 Näde Rathaus Telephon 61464 Seit lahr rdoten kaufen wir be Carl Bohlmann unsere Tapeten und sparten Geld Besichtigen Sie meine Auslagen. Carl Bohlmann Bochum Kortumstraße 107 Fernrul 626 Der liebe Gott erlösie heute nachmittag 5 Uhr meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Christian Menke verw. Schoppmann, Laura geb. Rüsing durch einen sanften Tod. Sie starb nach kurzer, schwerer Krankheit, im ge-egneten Alter von 84 Jahren, im festen Glauben an ihren Er öser. In tiefer Trauer: Christian Menke Frau Wwe. Otto Schoppmann Emmi geb. Dawin Anton Tillmann und Frau Paula geb. Schoppmann Hans Rave und Frau Maria geb. Menke Fritz Schmidt und Frau Elisabeth geb. Menke und 9 Enkelkinder Bochum, den 14. September 1934 Die Beerdigung findet Montag, den 17. September 1934, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Ferdinandstraße IIa aus statt.— Trauerteier ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche. dillig dei W. Schrudde. Bochum Roonstraße 37. MAX GABALI Bochum, Kortumstraße 76 Mm NEUHEITEN in Damenhüten Sportkleidern Pullowern = zu zeitgemäß billigen Preisen Für Geflügel= und Kleinlierhaller ist die geeignete Fachberaterin das offizielle Organ des Reichsverbandes der Geflügelwirtschaft, Westdeutschlands illustrierte Fachschrift: Wesideutsche Allgemeine Geflügelzeitung Verlag: Bochum, Mühlenstraße 12 Fernruf 647 46 ProbeeRummern kostenlos Stadtische Gewerbe= und Betriebssachschule Bochum. Das neue Schulhalbfahr der Städt. Gewerbe= und Betriebsfachschule beginnt am Dienstag, dem 16. Oktober 1934. Der Besuch der Anstalt bietet alteren Lehrlingen, Gesellen und Facharbeitern Gelegenheit zur besonderen sachtheoretischen Weiterbildung für ihren Beruf. Anmeldungen werden bis zum 1. Oktoder 1934 in der Geschäftsstelle der Gewerbeschule Bochum, Trankgasse 5, Eingang A, Zimmer 20, läglich für nachstehende Kurse entgegengenommen. Freiwillige Fachkurse der Gewerbeschule(Abendkurse) für Maschinendan Kursus für Mathematik 1. und 2. Semester, Physik, Chemie u. Deutsch. Maschinenzeichnen, Mechanik und Fertigkeitslehre, Maschinenelemente und II. Technologte, Maschinenzeichnen für Praktikanten, Werkstattübungen für Dreher(theoretisch und praktisch) Aursus im Lesen von Zeichnungen und Handhabung moderner Meßzgeräte, Passungen für Elektrotechnll Mathematik, Mechantk, Elektrotechnik, Instrumenten= und Metzkunde in Elektrotechnik, Werkstattübungen für Auto= und Motorenkunde fur Antogen=Schweitung für Anfänger und Fortgeschrittene fur Elektro=Schweitzung für Bauhandwerk und Baumetallhandwerk Maurer, Schreiner, Bau= u. Kunstschlosser, praktische Uebungen für Tischler, Kunstschlosser, Treibardan ur Mas- und Wasserinstallation mit praktischen Uebungen im Laboratortum für Vermessungswesen ur Maler(Dekoration und Schriften) für Drucker und Seyer Entwurf mit praktischen Uebungen für das Bekleidungsgewerde(Lehrgang für Schneider und Schuhmacder) ur Friseure mit praktischen Uebungen für Frisur und Haararbeit Meisterkursus zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung in Verbindung mit dem Innungsausschuß. Der Kursus ist von der Handwerkskammer Dortmund anerkannt. Betriebsfachkurse zur Ausbildung von Werkmeistern für geeignete Facharbeiter und Gesellen mit 4jähriger Praxis aus der Hütten=, Maschinen=, Kleineisen= und Elektroindustrie Der Lehrgang dauert 6 Semester mit wöchentlich 10—12 Unterrichtsstunden und schließzt mit der staatlich anerkannten Werkmeisterprüfung ab Das Schulgeld für die Halbsahreswochenstunde beträgt 3,50 RM, so daß zum Beispiel für 3 Unterrichtsstunden, die in der Woche besucht werden, für das Halbjahr 10,50 RMM zu entrichten sind. Pflichtschüler der Berufsschule Jochum erhalten 25% Ermäßigung, beträgt jedoch 10,50 m. Für den erstmaligen Eintritt Kortumstr. 100 unterhalb der Drenscheibe,schrad gegenuber dom Caté bon mann, befladen sich otzt die neuen und modernen VerkauteAume des Uhren-und Soldwarengeschättes Kortumstr. Ob Sie umziehen oder nicht Sie müssen jetzt auf jeden Fall ihr Heim einer.Auftrischung unterziehen; denn im Herbet und Winter freut men sich doppelt an einer gemütlichen Wohnune Die Behazlichken erböhen Sie aber noch durch einen weichen, farbenprichtige Teppich.einen bequemen Sessel oder dureh gediegene Kleinmöbe Heln de Groot, Bochum Teppiche, Läuferstoffe. Polsterwaren Kleinmöbel, Küchen und Schlatzimmel Bochum, Ehrenfeldstr. 4 neben Westl. Hol Bürohaus Hattinger Str. 19 Eingang Clemensstrabe TUCHE! M. in die Gewerbeschule wird eine Aufnahmegebühr von 2.— NM erhoben für die Schweitzkurse wird folgendes xulged erleden: Anfängerkursus in Autogenschweitzung 15.— RM+ 2.— RM. Aufnahmegbühr seursus für Gortgeschrittene in Autogenschweitzung 20.— RM+ 2.— RM Aufnahmegebühr. Elektroschweitzkurse 25.— RM+ 2.— RM Aufnadmegebühr. Der Unterricht findet statt an 2 10.4012.10 der Bochum, den 12. September 1934. Der Oberbürgermeister. Leitern aller Art sind zu verkaufen. Bochum, Wittener Straße 77 Fernruf 62605 für Handwerker und Brivate Neue Herbst- u. Winter-Stoffe in den selt Jahren bewährten, tragfähigen Qualltäten sind eingetroffen. Orose Ausvanl in sehr preiswerten Damenmanteistorten.— Der Schneidermeister hat Jetzt Zeit zur Anfertigung. Wer in der Lage ist, sich ein Maßkleidungsstück anfertigen zu lassen, sollte es jetzt tun Tuchhaus Karl Hofmann Jr. Spezialgeschäft in Tuchen und Futterstoften Sochum, Viktoriastraße B.(am Rathaus) Fernsprecher 61851 Gesehaftsreit von 1-13 und 141-19 UN Zwangs=Versteigerung. 14 K 7/34 Gemarkung Hofstede, Grund buch von Hofstede, Band 5, Blatt Nr. 262, beb. Hofraum. Poststr. 126. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Jan. 1931= 20700,— RM Eigentümer Bäcker Ernst Weust doff in Hofstede. Versteigerungs termin am 29. September 1934 10 Uhr, an der Gerichtsstelle Viktoriastr. 14, Zimmer 52. Das Amtsgericht in Bochum Dyname-Beienehione mittiatt.-Scheinwerl.9.80 Fohrrad-Batierie-Lempe 0.70 Iarbidlampe....... 2.10 ensere Auswahl in Fahrradbeleuchtungen ist riesengros Bochum, Kortumstraße 73 Zwangsverstelgerung 14 K 18/34 Gemarkung Hamme. Grundbuch von Hamme Band 12 Blatt Nr. 36. Acker, Goldhammerstraße. Sachsenstr., Wattenscheiderstr. und Thüringerstr. Eigentümer: Ele= frau Gartenarchitekt Emil Schmitzhillebrecht, Luise geb. Hillebrecht, in Gruiten(Rheinland). Versteigerungstermin am 29. Septbr. 1934, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 52 Das Amtsgericht in Bochum. Von den unendlichen, lebenserfüllten Weiten der seuchten Welt kennen wir nur das oberflächliche Oben. Unzählige Tierarten, die den Raum bie 500 Meter unter dem Meeresspiegel bewohnen, sind Fischern und Meeresforschern in all ihrem wundersamen Formen= und Farbenreichtum und in ihrer Lebensweise bekannt und vertraut. Unter 500 Meter aber än dert sich das Bild. Das Tageslicht ist völlig versiegt und mit ihm alle Pflanzenwelt lange erloschen. Es gibt hein Plank ton mehr, jene treibende, aus zahllosen kleinsten Pflanzen und Tierchen bestehende Urnahrung aller Wassertiere. Und der Druck ist so groß geworden, daß alle Oberflächenlebewesen dort nicht mehr existieren können. Unser Wissen hat aufgehört. Nur noch mit besonderen Instrumenten und Appa raten tasten wir uns hier und dort einmal in die unergründlichen Schlünde. Mit dem Echolot sind Tiefen bie zu 10 800 Meter gemessen. Was bedeutet es da, wenn es dem Tiefseeforscher William Beebe gelungen ist, in einer 2 Tonnen schweren Stahlkugel bis auf 475 Meter hinabzudringen und durch kleine Glassenster mit Scheinwerfern etwas Licht in das Leben da unten zu tragen! Mit Hilfe speziell konstruierter Tiefseelote holt man Wasser= und Bodenproben aus den Tälern des Meeres. Selbstregistrierende Thermometer und Manometer messen Temperatur, Druck und Strömungsgeschwindig. heit. Fangaparate verschiedenster Konstruktion an Stahltrossen bis zu 10 Klm. Länge geben schließlich die Möglichkeit, die seltsame Fauna von dort unten vorsichtig an Bord zu holen. Dem ungeheueren Wasserdruck solcher Meerestiesen zu trotzen, hat man theoretisch komplizierte Tiefseetauchapparate von gewaltiger Widerstandskraft ersonnen, ohne praktische Durchfuhrung bisher. Die Natur hat in ihrer genialen Weise das Problem für die Tiefseetiere dagegen sehr einfach gelöst. Die Gewebe der Tiefseefische bestehen zu so hohem Prozentsatz aus Wasser, daß sich der allseitig von innen wie außen wirkende Druck ohne Nachteile ausgleicht. Bizarr und erschrechend aussehende We= sen bewohnen die ewige Nacht. Pflanzennahrung ist dort ausgeschlossen. Nur was an abgestorbenen Tangen oder tierischen Resten als ununterbrochener Regen auf den Meeresgrund niedergeht, wird aufTiefseefisch mit teleskopartig gestalteten Augen, die das Sehen in den lichtlosen Abgründen ermöglichen(Zeichnung). Seeweibsteufel, mit angewachsenem Männchen, am Maul eine Laterne. Dieses kleine, gefräßige Ungeheuer wurde im Karibischen Meer mit Stahltrossen von 10 km Länge aus der Meerestiefe heraufgeholt. Das Männchen sitzt zwerghaft als Parasit an dem bel weitem größeren Weibchen und wird durch dessen Blutlauf mit ernährt. Oben: Ein großmäuliger Tiefseeraubfisch, dessen Schwanz in lange dünne, peitschenartige Schnur ausläuft, die ihm eine besondere Geschwindigkeit verleihen soll. Unten: Weibchen eines Tiefseefisches von etwa 1 m Länge, das mit dem wintigen, verkümmerten Männchen von nur 10 cm Länge am Bauch fest verwachsen Ist. Auf dem Rücken trägt der Fisch, gleichsam als Angelrute, eine lange Schnur mit Leuchtorgan. In Oberitalien liegt das Tal von Larderello, eine Gegend, die eine gewisse Einzigartigheit für sich beanspruchen darf. Hier nämlich entquillt dem Erdinnern Wasserdampf! Seit mehr als einem Jahrhundert kennt man diese seltsame Erscheinung und seit man Dampf zur Krafterzeugung nutzbar machen kann, beutet man die Dampfquellen dieses Tales, das sich sonst in nichte von seiner Umgebung unterscheidet, planmäßig aus. Man bohrt hier nach Dampf wie man anderwärte nach Wasser oder Oel, Erz oder Kohle bohrt. Und in etwa 400 Meter Tiese hat man den Horizont erbohrt, in dem sich das durch vulkanische Gluten erhitzte alasser gesammelt hat, die Bohrung wird „fändig", ein Dampfstrahl schießt herauf, der, wenn man ihn nicht bändigt, bis zu 300 Meter Höhe über der Erdoberfläche entsteigt. Die Italiener nutzen diese eigenartige natürliche Dampfquelle zur Krafterzeugung aus. Sie haben ein Kraftwerk in dieses Tal gebaut, das den aus der Erde gewonnenen Dampf zum Antrieb von Stromerzeugern verwendet. 20 000 Kilowatt elektrischer Leistung sind in diesem Kraftwerk installiert, das ist etwa der fünfte Teil der Leistung eines Großkraftwerkes.— Das Tal von Larderello ist übrigens keineswegs die einzige Stelle der Welt, an der Wasserdämpfe an die Erdoberfläche treten. Man hennt solche natürlichen Dampfquellen noch in Amerika, und zwar sowohl in Alaska wie an gefangen. Dazu bedarf es vor allem eines großen Maules. Es gibt da Fische, die fast nur aus Maul bestehen, das wie ein Schnappsack nach oben offengetragen wird. Aber man braucht auch Licht, um die ankommenden Bissen zu sehen. Selbst dafür ist gesorgt. Fast alle Tiefseetiere leuchten. Sie entwicheln chemische Leuchtstoffe, die durch Verbindung mit dem Sauerstoff des Blutes in den oft laternenartig ausgebildeten Leuchtorganen aufleuchten oder, als Schleim ausgeschieden, in Verbindungg mit dem Sauerstoff des Meeres das umgebende Wasser„anzünden“. Auch Scheinwerfer kennt man da unten, sowohl die Projektionolinse wie ganze Reflektorensysteme mit Doppeloptik und seitlichen Spiegeln. Der Nahrungserwerb ist hier nicht leicht. Große Strechen müssen durchmessen werden, um den Magen zu füllen. Schonungolos wird gegen seden Konkurrenten vorgegangen. Daher sind viele dieser Fische mit gewaltigen Zähnen ausgerüstet, die ihnen jenes teuflische Aussehen geben. Um in dem undurchdringlichen Dunkel die Fortpflanzung nicht zu gefährden, hat eine Art dieser Tiere die Sicherung geschaffen, daß beim ersten Zusammentreffen Weibchen und Männchen zu einer Dauerehe unlöslich zusammenwachsen. So gibt es der seltsamen Wunder viele in der nassen Tiefe. Unser Wissen davon aber besteht nur aus Zufallstreffern. der Westküste, in der Nähe von San Francisco, man kennt sie aber auch auf Joland. Und in allen diesen Fällen sind zahlreiche Projekte entwichelt worden und teilweise auch Versuchsanlagen kleinen Stils im Betrieb, die sich mit einer großzügigen Nutzbarmachung der von der Erde, und zwar meist von vulkanischen Formationen der Erde, gelieferten Energien befassen. Wenn man sich einmal die umfangreichen Anlagen besieht, die bei einem Kohlenkraftwerk erforderlich sind, um aus dem Energierohstoff den Dampf zu gewinnen, den man für den Antrieb der Stromerzeuger braucht, wenn man an die riesigen Kesselhäuser denkt mit ihren Reihen von Großhesseln, ihren zahlreichen Hilfsapparaten und Nebenanlagen, so will es scheinen, daß es für ein solches Kraftwerk eine ganz gewaltige Erleichterung, Vereinfachung und Verbilligung des Betriebes ist, wenn es den Zwischenträger der Energie, den Dampf, fix und fertig aus dem Erdinnern beziehen kann. Bei näherem Zusehen aber nimmt die Situation doch ein anderes Gesicht an. Man darf nicht vergessen, daß die Dampfgewinnung ja eine oder gar mehrere Bohrungen erfordert und daß eine Bohrung auf 400 Meter Tiefe zwar technisch nicht besonders schwierig ist, aber immerhin ein beträchtliches Stück Geld kostet, das verzinst und getilgt sein will. Getilgt unter Umständen in einem sehr kurzen Zeitraum, denn wenn eine Quelle versiegt, muß dafür baldigst eine neue erschlossen werden. Man ist also hier wirtschaftlich in einer ähnlichen Lage wie im Wasserkraftwerksbau: das Betriebsmittel steht zwar gratis zur Verfügung, aber für seine Fassung und Zuleitung zum Krafthaus müssen sehr erhebliche Beträge aufgewandt werden, die durch ihren Kapitaldienst den Gewinn des billigen Betriebsmittels leicht wieder auf- oder sogar überwiegen. Das Bild wird noch klarer, wenn man sich einmal vergegenwärtigt, welchen Bruchteil vom Kilowattstundenpreis das Betriebsmittel in Anspruch nimmt. Wieviel Pfennige kostet eigentlich die Kohle, die zur Erzeugung einer Kilowattstunde aufgewendet werden muß? Die Statistik zeigt uns, daß dieser Anteil ganz außerordentlich klein ist, daß er sich der Größenordnung nach um einige wenige Pfennige herum bewegt! Von den 20, 30 oder 40 Pfennigen, die der Abnehmer für die Kilowattstunde zahlt, braucht also nur ein ganz geringer Teil zur Deckung der Kohlekosten aufgebracht werden! Und der Rest? Nun, der dient zur Deckung aller sonstigen Unkosten, zur Bestreitung des hohen Kapitaldienstes— man bedenke, daß ein Dampfkraftwerk in etwa 15 Jah= ren technisch veraltet ist, daß also innerhalb dieser Zeitspanne die gesamten Anlagekosten herausgewirtschaftet sein müssen, damit dann an Stelle des veralteten ein neues Kraftwerk errichtet werden kann— er dient zur Dechung der hohen Aufwendungen für den Stromtransport, Aufwendungen, die in manchen Netzen allein 15 bis 18 Pfennig für die transportierte Kilowattstunde betragen, er dient schließlich zur Abgeltung der personellen Arbeitsleistungen, zur Aufrechterhaltung der umfangreichen Vertriebsorganisation, die für die Stromverteilung erforderlich ist, usw. Berücksichtigt man dies alles, so wird es begreiflich, daß selbst durch die Verwendung eines kostenlosen Betriebsmittels keine nennenswerte Verbilligung der Energiegestehungskosten zu erwarten ist. Man wird sich fragen, welcher Art denn die Maßnahmen sein müssen, durch die eine Strompreissenkung möglich wird. Die Antwort lautet: alle Maßnahmen, die eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Kraftwerke im Gefolge haben, also einen verstärkten Stromabsatz zum Beispiel für Elektrowärme in Industrie, Gewerbe und Haushalt zu denjenigen Zeiten, zu denen gegenwärtig nur wenig oder gar kein Strom verbraucht wird, erstreben, wirken in höchstem Maße strompreisverbilligend. Sie tun dies, weil sie dazu beitragen, die oben erwähnten Aufwendungen für Kapitaldienst, Stromtransport, Personal, Stromverteilung usw. auf eine größere Anzahl von Kilowattstunden zu verteilen, also die einzelne Kilowattstunde ent sprechend geringer zu belasten. Montgoltiere 1934 Der gelungene Aufstieg einer neuartigen Montgolfiere in Eberswalde in der Mark Brandenburg hat wieder einmal die allgemeine Aufmerksamkeit auf dieses wohl älteste aller bekannten Luftfahrtmittel hingewiesen. Es handelt sich bei diesem Versuch um einen etwa 15 Kubikmeter großen Heißluftballon, der als wichtigste Neuerung eine feuersicher arbeitende Rohöl=Heißluftanlage besitzt, mit deren Hilfe eines der schwierigsten Probleme des Montgolfierenprinzips gelöst erscheint. Eine Montgolfiere unterscheidet sich bekanntlich hauptsächlich dadurch vom Luftballon, daß sie als Füllung kein Treibgas besitzt, das sie lange Zeit in der Luft zu halten vermag, sondern ihren Auftrieb mi: Hilfe von heißer Luft bewerkstelligt. Diese heiße Luft bläht und füllt die Ballonhülle und vermag, wenn fortwährend für Nachschub gesorgt wird, den Ballon längere Zeit in der Luft zu halten. Das Problem, an dem die Montgolfieren eigentlich schon am Anfang des mer wieder bei großen Volksbelustigungen Montgolfieren hätte aufsteigen lassen. Die Frage, ob das Montgolfierenprinzip heute noch Zukunft hat, darf ruhig mit Nein beantwortet werden. Irgendwelche praktischen Werte hat eine Montgolfiere nicht, für irgendwelchen praktischen Zweck kann sie auch nicht dienstbar gemacht werden. Wenn man aber von einer solchen rein praktischen Zielsetzung absieht, kann eine gewisse Wiederbelebung der Montgolfiere sehr reizvoll sein. Eine Montgolfiere hat nämlich vor einem normalen gasgefüllten Luftballon das eine voraus, daß ihr Betrieb sehr billig ist. Eine Gasfüllung kostet bekanntlich eine ganze Menge Geld und dauert auch viele Stunden. Eine Montgolfiere hat als Füllung heiße Luft, die einzigen Unkosten, die entstehen, sind also die der Heißluftzufuhr. Wird diese mit Rohöl erzeugt, wie im eingangs erwähnten Fall, dann stellt sich eine schöne kurze Ballonfahrt ungemein billig. Darüber hinaus kann ein solcher Montgolfierenflug— eine völlig betriebssicherDer österreichische Erfinder Brunner in dem von ihm konstruierten Heißluftballon. 19. Jahrhunderts gescheitert waren, bestand neben in dieser fortwährenden Neuzufuhr heißer Luft während des Fluges. Man besaß damals keine sinnvollen und halbwegs sicheren Feuerungsanlagen, sondern behalf sich mit Strohfeuer, das auf einem Rost unter der Ballonhülle entzündet wurde. Es ist naheliegend, daß solch ein Strohfeuer eine äußerst gefährliche Angelegenheit ist und tatsächlich mußten eine große Anzahl von Pionieren der Luftfahrt beim Aufstieg mit solchen Montgolfieren ihr Leben lassen, weil der Ballon plötzlich Feuer fing. Sobald daher der gasgefüllte Ballon einigermaßen entwickelt und ausprobiert war, verdrängte er die Montgolfiere auf der ganzen Linie. Sie wäre völlig in Vergessenheit geraten, wenn man nicht imWarmluftanlage vorausgesetzt— sehr gefahrlos sein. Der Aufstieg geht sanft und behutsam vor sich und ebenso die Landung. Will man landen, so ist es einfach nötig, die Heißluftzufuhr einzustellen und die Montgolfiere wird sich sofort wieder der Erde zuwenden. Es kommt noch hinzu, daß der Anblich einer aufsteigenden und dahinschwebenden Montgolfiere außerordentlich schön ist. Kein Luftverkehrsmittel der Welt kann in dieser Beziehung damit wetteifern. Eine Mongolfiere kann dabei ganz beachtsame Höhen erreichen. In Eberswalde zum Beispiel wurden in wenigen Minuten 800 Meter erreicht, in welcher Höhe sich die Montgolfiere etwa eine halbe Stunde hielt, bevor sie wieder zur Landung ansetzte. Claus Dohm. Noch vor hundert Jahren brachte der Postreiter oder die Fahrpost die„neue Zeytung“, freudig begrüßt von Jung und Alt, zu den wenigen Orten mit, die an der„Postroute“ lagen. Und diese Zeitungen kamen damals nicht täglich heraus, sie wurden mit der Hand geschrieben, gesetzt, gedruckt. Man kann in der Geschichte der Post von unserem großen Generalpostmeister von Stephan, dem Schöpfer des Weltpostvereins, lesen, wie langsam im Grunde der Vertrieb der Zeitungen selbst nach 1870 noch vor sich ging. Wie stolz war er auf die Entwicklung seines„Post-Zeitungsamtes"! Wenn dieser weitvorausschauende, aus Kleinem zu Großem erwachsene Mann, hätte erleben können, wie sich in unseren Tagen des Aufbruchs die Technik der Zeitungsherstellung und des Vertriebes entwickelt hat, er würde selbst über die Ziffern lächeln, die ihm schon groß erschienen. Denn die Technik hat den Schriftleitungen für das Nachrichtenwesen den Funkdienst, den Druckern für das Setzen und Drucken die schnellarbeitende Setzmaschine und Druckmaschinen bis zur Schnelläufer=Rotationsmaschine mit fast irrsinnigen Leistungsziffern (30 000 Exemplare in der Stunde) zur Verfügung gestellt. Und der Vertrieb? Schnellfahrende Züge, Triebwagen, Autos, Blitzflugzeuge, Flugzeugstützpunkte auf hoher See und der Fernzeppelin... immer neue Möglichkeiten stellen die Tageszeitungen zugunsten ihrer Leserschaft, zugunsten der Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Streuwirkung in ihren Dienst. Obendrein folgen sie dem starkem Auftrieb der neuen großen Führung mit dem Willen zur vollen Leistung im Gefüge des neuen Werdens. Auch das hat Stephan, der urwüchsige Mann aus dem Volke, bei aller Sehergabe nicht ahnen können; und doch war ihm klar, was jetzt in unserem nationalen und sozialistischen Volksstaat zu ganzer Wahrheit geworden ist: Jeder Deutsche ist Leser, Gefolgsmann, Freund einer Tageszeitung! an BOCHUMER MOSAIK Es gereicht einem unverdorbenen Menschen zur Befriedigung, einen Samen in die Mutter Erde zu legen ihn keimen, wachsen und aufblühen zu lassen. * Es ist schön. einen solchen Abend unter nur und ab olut Gleichgesinnten sicher zu wissen. Keine von uns möchte ihn mehr entbehren * Lambertustag. Am 17. September ist der Gedenk tag des hl. Lambertus, der im 7. Jahrhundert als Bischof zu Maastricht gelebt und dort 705 den Märtyrertod gestorben ist. Pipin von Heristal, der seine rechtmäßige Gattin verstoßen und + Ausweise zum Empfang von Postsendungen. Zur Beseitigung von Zweifeln wird im Amtsblatt des Reichspostministeriums darauf hingewiesen, daß als Ausweispapiere zum Empfang von Postsendungen, für die die Deutsche Reichspost zu haften hat, nur solche von Behörden für bestimmte Personen ausgestellte Papiere gelten,die eine Personbeschreibung, ein beglaubigtes Lichtbild und die eigenhändige Unterschrift des Inhabers enthalten. Andere Ausweise, die keine Personbeschreibung enthalten, können nicht als vollgültige Ausweispaviere im Sinne dieser Bestimmung angesehen werden. )( Hilfskräfte für Ehrenkreuzverleihung. In einem Runderlaß des preußischen Innen= und des preußischen Finanzministers werden die Regierungspräsidenten ermächtigt, vorübergehend Hilfskräfte zur Durchführung der Verleihung des Ehrenkreuzes einzustellen. Man rechnet damit, daß rund 10 v. H. der Bevölkerung die Verleihung des Ehrenkreuzes beantragt und daß ein Angestellter in acht Monaten rund 6250 Anträge erledigt. Die Verleihung des Ehrenkreuzes soll bis zum 31. Mai 1935 durchgeführt sein. )( Baupolizeiliche Bestimmungen über Feuerschutz. Ueber die Widerstandsfähigkeit von Baustoffen und Bauteilen gegen Feuer und Wärme sind, wie in einem Runderlaß des preußischen Finannzministers mitgeteilt wird, neue Bestimmungen aufgestellt worden. Sie entsprechen im allgemeinen den vom Deutschen Normenausschuß ausgearbeiteten Vorschriften. Die neuen Bestimmungen gelten vom 1. Oktober d. Is. ab als Vorschriften im Sinne der nach der Einheitsbauordnung aufgestellten Bauordnungen. Bei Neuaufstellung, Ergänzung oder Aenderung von Bauordnungen sind die für Baustoffe und Bauteile eingeführten neuen Begriffsbezeichnungen, soweit sie eine Aenderung erfahren haben bezw. neu eingeführt sind, anzuwenden. Filme der Woche. Leute, lest die Zeitung! In den guten, alten Zeiten ließ der Mensch sich weise leiten durch den Kranz der Jahreszeiten ohne Drang nach Neuigkeiten. Was sich tat im Lande kund, sprach sich rund von Mund zu Mund. Als die Zeit dann Tempo kriegte. überall die Technik siegte, Film und Funk und Fernsprechleitung kam die Zeit auch für die Zeitung; mächtig rief und rauschte bald es in ihrem Blätterwald. Heut' ist in den Zeitungsspalten schier die ganze Welt enthalten, unsrer Freude, unserm Schmerze dienstbar ist die Druckerschwärze, nichts geschieht und nichts vergeht, was nicht in der Zeitung steht! eine andere Frau zu sich genommen hatte, forderte er freimütig auf zur Wiederberstellung des gesetzmäßigen Zustandes. Er hatte Erfolg, aber die Rache des Bruders der Verstoßenen traf ihn. Mörder drangen in sein Landhaus ein und stießen ihn nieder. Manche Kirche trägt nach dem Bischof von Maastricht ihren Namen. So sind in einer ganzen Reihe von Pfarren Westdeutschlandg Kirchen dem hl. Lambertus geweiht. Die berühmteste ist wohl die Lambertuskirche in Münster, an deren Turm noch heute die eisernen Käfige zu sehen sind, in denen im Jahre 1536 die Körper der hingerichteten„Wiedertäufer“ Knipperdolling und Bockelson aufgehängt wurden. In westfälischen Gehöften und Dörfern haben sich auch verschiedene Bauernsitten des Lambertitages zum Teil bis heute erhalten. Man zündet Lichterpyramiden an zum Zeichen des Beginns der winterlichen Jahreszeit. Von der großen Bedeutung, die der Name Lambert im Münsterlande und am Niederrhein früher hatte, legen die aus dem Aufnamen entstandenen Familiennamen Zeugnis ab: Lamme, Lammert, Lampke, Lampen und Lammers. Wenn der Lambertustag begangen wird, gilben immer mehr die Blätter, der Sommer vergeht Alles steht Was die meteorologischen Verhältnisse Kopf. anbelangt, ist das Jahr 1934 bemerkenswert. Scheinen doch die Jahreszeiten ausgewechselt zu sein. Es begann mit einem warmen Frühling, den man eher für den Sommer halten konnte. Wir hatten eine äußerst frühe Blütezeit. Der eigentliche Sommermonat August war mehr als herbstlich gestimmt. Die Ernte lag vier Wochen früher und im September will es uns jetzt scheinen, als ob der Hochsommer angebrochen wäre. Denn die scheidende Woche hätte ebenso gut im Juli liegen lonnen. Tropenglut zeichnete sie aus mit Temperaturen, die wir in unserem Breitengrad nur im Hochsommer kennen. Wiederholt naherte sich das Thermometer dem dritten Zehnerstrich und selbst die Nächte waren außerordentlich warm. Viele hätten am liebsten den ganzen Tag im Pullefäßchen zugepracht. Eine solch unzeitgemäße Bullenhitze kann das ganze wirtschaftliche Leben einfach kopfstellen. Alles, was in näherer Verwandtschaft zum Eis steht, die Eisbeine natürlich ausgenommen, erlebte in der scheidenden Woche eine willkommene Geschäftsbelebung. Die Eisdielen erfreuten sich bis in die späten Abendstunden eines regen Besuches. Der Bierkonsum hatte steigende Tendenz. Die Familienbäder konnten ihre Saison verlängern. Die Verkehrsvehikel hatten mehr, als sonst zu tun und lustlos blieb allein die Börse der Herbst=Nouveaut“ An diese Woche wird man gerne zurückdenken. Und gewiß wird man noch mehrere solche gern in Kauf nehmen. Für eine solche ungewöhnlich glanzvolle Sonne transportiert man ohne Murren einige Pfund überflüssigen Fetts herunter. Möge sie uns rubea bis weit in den Oktober heimleuchten! FFrüchte, wie Die scheidende Woche hat sich auch noch nie, durch einige Delikatessen in gute Erinnerung gebracht. Auf den Märkten leuchtete das Obst in allen Farben. In sattem Rot bieten sich die deutschen Tomaten an. Zu Bergen geschichtet schillert grün und blau die köstliche Traube, die in diesem Jahr besonders süß ist. Saftig sind auch die Birnen, die nun überall gepflückt werden. Denn unsere Gärten hängen voll von diesem prachtvollen Obst. Eine Rekordernte hat uns auch die Pfirsiche beschert. Wir erinnern uns noch der Blütenpracht im Frühling, als der Pfirsichbaum als einer der ersten seine duftigen, zartrosafarbenen Blüten auf den Weg streute. Jener Pracht der Blüte entsprechen nun Aussehen und Aroma der Ffrüchte. Prall gerundet und fleischig hängen sie an dem Gezweig. Die strahlende Sonne kam ihrem Reifen gut zustatten. Obwohl ihre Heimat im fernen Orsent liegt, hat sie sich doch dem mitteleuropaischen Elima gut angepaßt. Der diesjahrige Sommer hat ste nicht nur zu upfels Dicke, sondern zugleich zu saftiger Süße ausreifen lassen. Nun lachen sie uns aus allen Obstgeschäften an. Man kauft die deutschen Pfirsiche umso lieber, als sie sich durch einen geringeren Preis, aber auch durch besseres Aroma auszeichnen. Aber auch die Kartoffelernte hat bereits begonnen. Fleißig sieht man die Frauen bei Arbeit. Ueberall brennen Kartoffelfeuer und nur die frühen Abende erinnern daran, daß es langsam Herbst werden will, Capitol „Die große Zur Einführung in diesen neuen Prunksilm. der in diesen Tagen an allen großen Filmbühnen Westdeutschlands, so auch hier in Bochum, seine Erstaufführung erlebt, haben wir bereits einige geschichtliche Daten aus dem Leben der großen ru sischen Kaiserin Katharina II. gebracht. Es erübrigt sich also, noch etwas über die große Zarin zu erzählen. Daß dieser Stoff aber einen großen Regisseur zur Verfilmung reizen mußte, obschon die Darstellung eines bistorisch echten Bildes des Moskau des 18. Jahrhunderts große Schwierigkeiten bereiten mußte, ist verständlich. Dazu gehörte aber auch eine Filmgesellschaft, die auch materiell in der Lage war. den ungeheuren Aufwand von Menschen. Tier und Material zu stellen. Paramount entschloß sich, auch diesen monmentalen Film berzustellen. Die deutsche Filmprüfungsstelle ließ ihn als künstlerisch und besonders wertvoll für Deutschland zu und man kann wohl sagen, daß der Film in der Produktion dieses Jahres mit an der Spitze marschiert. Die Kaiserin Katharina II. wird hier von Marlene Dietrich verkörpert. von jener Künstlerin, die man vor zwei Jahren noch als Typ der mondänen Frau, als Halbweltdame, sah. Hier erweist sie sich als große Schauspielerin von Format. Sie ist ein schönes sorgloses Mädchen, als junge Frau leidet sie unter der Brutalität anderer Menschen, um dann als Kaiserin zur Höhe der Macht emporzusteigen. die Gewalt über die Herzen großer Menschen hat. So bildet sie den Mittelpunkt dieses wundervollen Prunkfilms, umgeben von einem großen Kreis gleichwertiger Partner und Partnerinnen. Die Massenszenen sind von einer Meisterhand geführt, aber auch die kleinsten Episoden sind ausgefeilt. Die Bauten aber erfüllen alle Illusionen. die man von Moskau und dem Kreml hat. In jagendem Tempo zieht eins der interessantesten Kapitel der russischen Geschichte an uns vorüber. In eindrucksvollen, unvergeßlichen Bildern ersteht für uns das Bild einer längst vergangenen Periode zu neuem glutvollen Leben. Ein Film, von dem man gepackt und mitgerissen wird! Tonhalle „Csardasfürstin.“ Der Erfolg der Vorführung dieser gleichnamigen Operette war so stark, daß sich die Leitung zu einer Verlängerung gezwungen sah, nachdem bereits über 10000 Bochumer zu Besuch gewesen sind. Die Verfilmung der bekannten Overette ist aber auch so hervorragend, daß er jedem einige Stunden voll köstlicher Unterhaltung beschert. Martha Eggerth besonders erfreut als Tänzerin Silva Varesku mit ihrer herrlichen Stimme und ihrem mitreißenden Spiel Auge wie Ohr des Publikums. Auf gleicher Höhe stehen auch die schauspielerischen Leistungen der übrigen Mitwirkenden, so daß man einfach fasziniert wird. Lichtburg. „Schön ist es, verliebt zu sein." Ein schmissiges, frohsinniges Singspiel, in dem der bekannte Tenor Herbert Ernst Groh mit seiner schönen Stimme brilliert, bestens assistiert von Karin Hardt, Ralph Arthur Roberts, Erika Gläßner. Theodor Lingen und Ernst Dumke. Liebe und Gesang sind die beiden Größen, die hier lustig ihr Szepter schwingen und den Zuschauer in ann schlagen. Das Ohr erfreut sich an drei gefälligen Schlagern„Wenn Du die große Liebe bist“,„Mein Herz kennt nur die eine Frage“ und „Ach, wie schön ist es, verliebt zu sein". Ein hübscher Gesellschaftsfilm mit fröhlichem Lachen, tändelnder Heiterkeit, humorvoller Beschwingtheit, bei dem der Zuschauer so ganz von selbst in Stimmung kommt. Vorher geht das nicht minder zündende Lustspiel„Caxlos schönstes Abenteuer“ mit Carlo Aldini, Reva Holsey, Ellen Frank und Anna=Müller=Linke, die sich in flottem Spiel gegenseitig unterhalten und zugleich auch das Publikum begeistern. Dazu zeigt die neue Wochenschau die Eröffnung des Reichsparteitages in Nürnberg. Lichtspielhaus „Zigennerblut“ Allererste Besetzung: Adele Sandrock in der Haupt“ rolle. Ralph Arthur Roberts als Schwerenöter und Brautvater in seiner lustigsten Rolle, Georg Alexander, der süße Kavalier, Grit Haid als vornehme Baroneß und Margit Symo als hübsche ungarische Zwar, das Leben ist beschwerlich, manches macht die Not entbehrlich, und auf vieles wird verzichtet, weil sich sonst der Wohlstand lichtet doch zum Leben nötig hat jeder Mensch sein Zeitungsblatt! Dieses wird in allen Stunden als ein guter Freund empfunden, der, was draußen sich begeben, wörtlich uns läßt nacherleben, der mit Leben, Zeit und Welt billig uns verbunden hält! Mußt du rechnen auch und sparen, deine Zeitung laß nicht fahren! Fehlt sie dir in diesen Tagen, bist du wirklich zu beklagen, du stehst ohne Wegbegleitung— denn den Weg weist dir die Zeitung! Kuckuck. Tänzerin. Diese Operette mit ihren tollen Schwanksituationen und witzigen Dialogen, ihren hübschen Schlagern aus dem Zigeunerleben, wo Temperament und Eifersucht ein ganzes Hotel auf den Kopf stellen, bis Adele Sandrock in einer großen Rolle komisch wie nie zuvor die unheilbar verfahrene Situation durch ein Machtwort klärt, wird die Gedanken der Gäste noch lange beschaftigen.— Dazu sieht man„Ja liebe Dich!“. Annabella die Hauptrolle. Das gibts nur einmal, nämlich Annabella, diese bezaubernde Frau, ein lebendes Gedicht, schwebt sie, lächelt sie vorbei. Man empfindet nur Schönheit und Beglückung. Unser Herz wird bewegt und der Geist feiert ein Fest der Freude an soviel erquickendem Menschsein. Diese Annabella kann Geschichte machen, Weltlicht „Keine Angst vor Liebe.“ Ein zugkräftiges Lustspiel mit Liane Haid, Ralph Arthur Roberts, Jessie Vihrog und Adolf Wohlbrück, von denen man wohl annehmen kann, daß sie einen Lachschlager ersten Ranges zu mixen verstehen. Ein Film voll heiterer Laune, erheiternder Lustigkeit und reizender Komik. Der zweite Film zeigt Douglas Fairbanks in „Der moderne Robinson“, der in fernem Südsee=Wald spielt. So paradiesisch schön die Landschaft, so paradiesisch blühend ist der Unsinn, der aber nicht verärgert, sondern entwaffnet. Die Robinsonade wird zur Münchhausen=Lüge, jede Einstellung schwindelt, denn hier wird gezeigt, wie sich einer den Urwald ausstattet mit allem Zivilisationsgerät, bei dem auch das Radio und W. C. nicht fehlen. Nichts ist zum Glauben da, aber auch nichts zum Dummachen, vielmehr bewußte Gaukelei, die Illusionen zaubert, doch sie nicht verheimlicht. Douglas Fairbanks wirkt so jung und fersenschnell wie je. Souverän meistert er alle Handwerkszweige. Zwar kein Großfilm, aber in der Wirkung beinahe so stark. Schon der Urwaldszenerie wegen ist er wert, besucht und beklatscht zu werden. Man kann viel und herzlich lachen. Ein Programm also, das ganz auf Lustigkeit und Frobsinn eingestellt ist. Apollo-Theater. „Mein Herz ruft nach dir.“ Jan Kiepura singt sich mit Schlagern und Arien in das Publikum hinein, und zwar mit einer Fülle stimmlichen Materials, wie wohl in keinem seiner Filme zuvor. Er ist dabei jungenhaft, übermütig und gibt dem Film den Glanz und die Melodie. Im Mittelpunkt des ganzen Filmes ist Paul Kemp. Als scharmanter, trotteliger Operndirektor tut sich Paul Hörbiger bervor, während Theo Lingen als direktorialer Sekretär durch eine Hornbrille fast so komisch aussieht wie Paul Kemp. Martha Eggert— ein süßes Mädel, ausgeglichen in Spiel und Gesang. mit allen Schwingungen des Gemüts.— Im Vorprogramm„Morgen beginnt das Leben“ mit Harry Frank und Hilde von Stolz in den Hauptrollen. Der Film ist ein künstlerisches Erlebnis. Odeon- und Skala-Lichkspiele. „Der Läufer von Marathon“. Eine Welt der Sonne, der Jugend und der Kameradschaft— das ist die Welt des Sports Vor dem Hintergrund, den großartigen Leistungen, die uns die Olympischen Spiele brachten, rollt sich das Leben junger Menschen ab, die sich leidenschaftlich dem Gedanken des Sports widmen, alles Interesse darauf konzentrieren und zunächst gar nicht spüren, daß trotz aller lobenswerten Sachlichkeit die große Regentin Liebe sich ihrer sanft, aber unwderstehlich bemächtigt. Da sind zwei junge Sportstudenten, Viktor de Kowa und Hans Brausewetter, ziemlich arme Teufel. Gute Freunde, gute Sportkameraden und einig in ihrer Zuneigung zu Lore Steinkopf, von Brigitte Helm dargestellt, die es sich in den Kopf gesetzt hat, auf der nächsten Olympiade die goldene Medaille für Kunstspringen zu holen.— Dazu das operettenhafte Lustspiel:„Zwei himmelblaue Augen“. Mäßiger Betrieb in den Borkenbergen. Segelflieger Hahn wieder zurück. Freitag vormittag führte der bekannte Pilot Schillina in den Borkenbergen wieder Kunstflüge aus. Da gegen Mittag starke Böigkeit des Windes aufkam und zudem eine ungünstige Windrichtung herrschte, mußte der Start um 12 Uhr unterbrochen werden. Erst am Spätnachmitag um 6 Uhr konnte das Startverbot aufgehoben werden. Im Mittelpunkt des Nachmittags stand der Empfang des Rekordfliegers Hahn=Gelsenkirchen, der am Donnerstag einen Rekord=Ueberlandflug nach Holland machte. Segelflieger traten vor dem Haus „Gelsenkirchen“, wo der Leiter des Wettbewerbs, Marx, dem Rekordflieger Glück wünschte und ihm einen Blumenstrauß überreichte.— Anschließend ergählte Segelflieger Hahn in interessanter Weise von seinem Rekordfluge. Der Flug dauerte 8 Stunden 5 Minuten, die Entfernung betrug 135 Kilometer Die Landung erfolgte in Best.— Den Gratulanten schlossen sich an der Segelflugreferent der Landesgruppe Westfalen, Bodlie und Ortsgruppenführer von Gelsenkirchen, Dr. Marbach. Josephsverein St. Marien. Sonntag nachmittag 4 Uhr im Marianum Versammlung mit Vortrag des hochw. Propst Dr. Peters. Vollzähliges Erscheinen erwartet Der Vorstand. Morgen, Sonntag. SONDERAUSSTELLUNG Schröder& Baum Städtisches Orchester Bochum Leitung: Kapellmelster ProfessorLeopold Reichweln Einladung zur Konzert-Vormiete 1934/ 35 A Konzert-ZyKIUS VonJohann Sebastian Bach bis zur Gegenwart“ zu volkstümlichen Preisen 8 Symphonie- und Chor-Konzerte unter Mitwirkung des Städtischen Musikvereins und des M. G.V. Schlägel& Eisen Solisten: Gesang: Henny Wolff/ Helene Fahrni/ Hilde Wesselmann Annl Bernards/ Fritz Schäfer Klavier: Professor Friedrich Wührer/ Dorothea Braus/ Rudolf Kattnigg Arno Schütze/ Otto Enke/ Willy Mehrmann/ August Barndort Voline: Professor Max Strub Konzertiage: 27. September, 18. Öktober, 21. November, 13. Dezember 1934, 17. Januar, 7. Februar, 21. März, 9. Mal 1935 Prelse: 4.-, 6.—, 8.—, 10.— RM zahlbar in 4 Raten B. 5 Meister-Konzerte Solisten: Emmi Leisner(Gesang) Elly Ney(Klavier Prolessor Wilhelm Kempff(Klavier) Professor Georg Kulenkampft(Voline) Professor Paul Grümmer(Violoncello u. Viola da gamba) Konzerttage: 11. Oktober, 15. November 1934, 24. Januar, 21. Februar, 4. April 1935 Preise: 4.—, 6.-, 8.-, 10.—, 12.—, 13.—, 15.—, 18.— RM zahlbar in 3 Raten 8 Kammermusik-Veranstaltungen Ausführende: Das Treichler-Quartett/ Das Klingler-Quartett Arno Schütze(Klavier)/ Die Siadtische Bläservereinigung Solisten: Amalle Merz-Tunner/ Ewald Kaldeweler Konzerttage: 4. Öktober, 8. November, 6. Dezember 1934, 10. Januar, 14. Februar, 14. Marz, 11. April, 16. Mai 1935 Preise: 4.-, 6.—, 8.— RM zahlbar in 4 Raten Die Vormietekasse im Stadttheater ist an Werktagen von 10 bis 13 Uhr, (außer Sonnabends) von 16 bis 19 Uhr sowie an Sonntagen von 11 bis 12.30 Uhr geottnet. Weltere Auskunft unter Nr. 68651 Stadltheater Bochum Beginnder 193435! Mittwoch, 19. Sept 20—28 Uhr Vormiete O 1: Jn neuer Jnszenle= rung u. Ausstattung Der fliegende Holländer Romantische Oper von R. Wagner Donnerstag, 20. 9. Geschlossen Freitag, 21. Sept. Geschlossen Samstag, 22. Sept. 20 bis gegen 23 Uhr Vormiete A 1: Zum ersten Male Die Räuder Schauspiel in 5 Akten von Fr. v. Schiller Sonntag, 23. Sept. 8,30—22.45 Uhr Blauer Ring 1 und Wahlvorstellung für alle Vormieten mit 83½% Ermaßigung: Montag, 24. Sept. Geschlossen Tienstag, 25. Sept. 20 bis gegen 22,30 Uhr Vormiete B 1 Zum ersten Male! Das lebenslängliche Kind Lustspiel in 4 Akten von Robert Neuner CASANOVA ESSEN Theaterplatz 9 Teleton 23244 45 Beginn der Winterspielzeit 16. September 1934, nachmittags 4 Uhr Sastspiel Sustav Jacoby und weitere 6 Attraktionen. Bis zum 1.Oktober: Mittwochs, Sonnabends und Sonntags it vollem rogramm. Vier-Uhr-See Ab 1. Oktober: Säglich 4 Uhr See zu 6, 12 und 33 Vorstellungen, zahlbar in 3 bis Raten, sind noch in allen Breislagen erhältBierrestauran„LUMRIITER“ Bochum, Kortumstraße 101 IIII IINIIIT hören Sie täglich Walter Gaa mit seinen Solisten Voranzese mmmm Am Donnerstag, 20. Sept. und Freitag, 21. Sept. nachmittags 4—6 Uhr u. abends 8-10 Uhr die bellebte Modenschau Lrholungsbecürftige sind. liebev. Aufn. u. gute Verpfl. in schön. waldr. Geg. des Sauerl. Nahe Bilstein. Eig. Landwirtschaft. 4 Mahlg Milcht. jederg. frei, auch für Kinder sehr schöne Lage. Liegewiese am Bach. Sept. und Okt. pro Tag 2,50 Mt. Jos. Rump, Oberveischede 30. Grevendr. Westf. Land. Der Zeitungsleser beachtet mit besonderem Interesse auch den Anzei= gentell seines Heimatblattes Weinhaus Traube /Essen Vereinsstr. 30 Telefon 20078 Preisw. 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Mit der Landesbischofs wu der in kirchlichen Kre Krauß in Ebingen beau Neue Hehe geg mMe DNB Tilsit, 14. Sep Mittwoch eine neue Hey lum eingesetzt, die durch ten maßgebender litaui naße anzunehmen droht noch völlig ungeklärten! das litauische Freiheits Denkmal völlig unverse Donnerstag der litauis versammlungen eingeru hörten Herausforderung das Deutschtum im Mem ammlungssaal waren1 tauisches Direktorium u bern das Gebiet von Dem deutschen Drang Drang nach Westen in Fremde strecken ihre b tem Gebiet aus“, ritter aus unserem La prachen der Vorsitzend bandes und der Vorsitze verbandes. Jn der ange den der Gouverneur un dert,„das aus der Fre mit Stumpf und Stiel Otto Pick ble Die Regierungskommiss Verfügung in Sachen d vert DB Saarbrücken,1 heit des Christlichen beute die Regierungske die Genehmigung zur Verfügung des Landaer in der dem bisherigen des Verbandes bis auf knupft daran die bildet wird, der aus dr schuß wird lediglich die und innerhalb einer ordentliche Mitgliederv über die künftige Leitun bandes beschließen soll. haben sämtliche in Fr in einer Sitzung bei à Reaierungsrat German runaskommission zum schuß gewahlt. An diesem Beschluß vor allen Dingen beme rung der einstweiligen und also zu Recht best weitere Frage ist allerd sind sich die Jurister auna der N überhaupterfort die Separatistenpresse Vorgängen beim Mett politische Aktion zu m werkschaftsfront doch. die Vorgänge im band seien eine Angel alieder des Verl und die Regierungskon Anordnungen auf den Sieben Denkmä DRB Nürnberg. 1 wird die bei Ipohei Hoheneck einen da an diesem Tage Denkmäler eingeweiht sieben Armeedenkmälen Karfreit=Flitsch mit 2 von Below und Krau Oberst Bruchmüller, d mit Eberhard von Sch von Scheer, der Mudra, der Flieger m mit Weddigen. Auch Polizeipräsidenten Poe gen Gedenksteinen, Kr großen Kundgebur TTe EGEE 45 Oesterreich entscheidet selbst Bemerkenswertes Inlerview des Bundeskanzlers Schuschnigg DNB Wien, 14. Sept. Die Neue Freie Presse veröisentlicht aus Genf eine Unterredung mit dem Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, in der folgendes ausgeführt wird: Die Unabhängigkeit Oesterreichs stehe für die österreichische Regierung außer Frage. Sie sei daher kein internatlonales Problem, das etwa setzt vor den Völkerbund gebracht werden müßte. Die österreichische Regierung habe sich daher nicht veranlaßt gefühlt, Vorschläge für eine Garantie der österreichischen Unabhängigkeit in Genf zu unterbreiten. Es sei eine Irreführung der öffentlichen Meinung. wenn behauptet werde, daß die österreichische Regierung in Genf mit konkreten Vorschlägen aufwarten volle. Die Regierung behalte sich vielmehr vor, Anregungen, die im internationalen Rahmen für die Unabhängigheit Oesterreichs vorgebracht werden sollten, eingehend zu prüfen. Ohne Zustimmung Cesterreicho könne kein Pakt, der Oesterreich betreffe, erwogen werden. Es sei naturlich, daß die an der Unabhängighe Cesterreiche interessierten Staaten die Gelegenheit in Genf wahrnehmen, um über ein System, das die Unabhängigheit Oesterreichs im Interesse der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung sicherstelle, Besprechungen zu pflegen. Die österreichische Regierung sei für jedes aufrichtig entgegengebrachte Vertrauen dankbar, werde aber die Entscheidung selbst zu fällen haben. Oesterreich dürfe nicht zu einem Objekt dereuropäischen Politik gemacht werden. Die Regierung lehne nach wie vor jede Einmischung in die eigenen Verhältnisse av. Es müsse endgültig der Vergangenheit angehören, daß die österreichische Innenpolitik von außen dauernd beeinflußt und revolutioniert werde. Der Bundeskanzler unterstrich sodann in dem Gespräch, daß neue wirtschaftliche Möglichkeiten für Oesterreich eröffnet werden müßten. Es gebe weder ein Primat der Politik noch ein Primat der Wirtschaft. Die gegenwärtige Lage verlange für Oesterreich eine gemeinsame Behandlung und Erledigung der politichen und wirtschaftlichen Seiten des Problems. Politische Garantien seien unwirksam, wenn sie nicht wirtschaftlich fundiert würden. Oesterreich müsse wirtschaftliche Garantien zurückweisen, die nicht zugleich die politische Unabhängigkeit und Selbständigheit Oesterreichs restlos anerkennen. Oesterreich sei berufen, eine treibende Kraft im politischen Getriebe Europas zu werden. Die jahrhundertealte österreichische Kultur sei ein entscheidender Faktor Europae Das junge Oesterreich könne leben, wenn man es leben lasse. Oesterreich werde leben, weil es wolle. Beurlaubung des Landesbischofs Wurm DNB. Berlin, 14. Sept. Von der Reichskirchen regierung wird mitgeteilt: Der Herr Reichsbischo hat sich veranlaßt gesehen, zur Ordnung der kirch lichen Verhältnisse und Sicherstellung kirchlicher Vermögensteile in Württemberg den Landesbischo Wurm bis auf weiteres zu beurlauben. Landes bischof Wurm hat sich verleiten lassen, Gelder der Landeskirche den ordentlichen kirchlichen Zwecken zu entziehen. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Landesbischofs wurde von dem Reichsbischo der in kirchlichen Kreisen geschatzte Stadtpfarrer auß in Ebingen beauftragt. Neue Hebe gegen das Deutschlum m Memelgebiet DNB Tilsit, 14. Sept. Im Memelgebiet hat seit Mittwoch eine neue Heyzkampagne gegen das Deutschtum eingesetzt, die durch das herausfordernde Verhal= ten maßgebender litauischer Stellen gefährliche Ausnaße anzunehmen droht. Aus Anlaß einer zur Zeit noch völlig ungeklärten Beschädigung der Anlagen um das litauische Freiheitsdenkmal, wobei aber Denkmal völlig unversehrt blieb, hat Mittwoch und Donnerstag der litauische Schützenverband Protestversammlungen eingerufen, die sich zu einer unerhörten Herausforderung gegen Deutschland und gegen das Deutschtum im Memelgebiet gestalteten. Im Versammlungssaal waren Aufschriften zu lesen wie„Litauisches Direktorium und litauischer Magistrat säubern das Gebiet von den Vaterlandsverrätern „Dem deutschen Drang nach Osten stellen wir den Prang nach Westen in litauisches Land gegenüber“. Fremde strecken ihre blutbefleckten Hände nach unsetem Gebiet aus“,„Raus mit den Resten der Raubritter aus unserem Lande“. In ähnlichem Sinne prachen der Vorsitzende des Memeler Schützenverhandes und der Vorsitzende des Litauischen Nationalverbandes. In der angenommenen Entschließung werden der Gouverneur und das Direktorium aufgefordert,„das aus der Fremde kommende Verbrechertum mit Stumpf und Stiel auszumerzen“. Otto Pick bleibt aus dem Amt Die Regierungskommission erkennt die einstweilige Verfügung in Sachen des Christlichen Metallarbeiter. verbandes an DB Saarbrücken, 11. Sept. In der Angelegen heit des Christlichen Metallarbeiterverbandes hat heute die Regierungskommission mitgeteilt, daß sie die Genehmigung zur Vollstreckung der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Saarbrücken erteilt hat. in der dem bisherigen Leiter Otto Pick die Leitung des Verbandes bis auf weiteres entzogen wird. Sie knupft daran die Bedingung, daß ein Ausschuß gebildet wird, der aus drei Personen besteht. Der Auschuß wird lediglich die laufenden Geschafte erledigen und innerhalb einer Frist von zwei Wochen eine ordentliche Mitgliederversammlung einberufen, die über die künftige Leitung und die Gestaltung des Ver bandes beschließen soll. Auf Grund dieses Beschlusses haben sämtliche in Frage stehenden Parteien heute in einer Sitzung bei der Regierungskommission den Reaierungsrat German vom Arbeitsamt der Regierungskommission zum Vorsitzenden des Dreierausschuß gewählt. An diesem Beschluß der Regierungskommission ist vor allen Dingen bemerkenswert, daß die Durchführung der einstweiligen Verfügung von ihr genehmigt und allo zu Recht bestehend angesehen wird. Eine weitere Frage ist allerdings und darüber.———— sind sich die Juristen nicht einig, ob die Genehmigung der Regierungskommission überhaupt erforderlich ist. Jedenfalls sucht die Separatistenpresse des Saarachietes, aus den Vorgängen beim Metallarbeiterverband eine große politische Aktion zu machen. Die Deutsche Gewerkschaftsfront des Saargebietes erklärt jehoch, die Vorgänge im Christlichen Metallarbeiterverdand selen eine Angelegenheit, die nur die Mitalieder des Verbandes etwas angebe, und die Regierungskommission habe sich mit ihren nordnungen auf denselben Standpunkt gestellt. Sieben Denkmäler auf Burg Hoheneck DNB Nürnbera. 14. Sept. Am 23. September die bei Ipsheim in Mittelfranken gelegene Hoheneck einen Festtag größten Stils erleben, da an diesem Tage am dortigen Heldenweg sieben Denkmäler eingeweiht werden. Es handelt sich um sieben Armeedenkmäler, und zwar einen Gedenkstein Karsreit=Flitsch mit den Bildnissen der Heerführer von Below und Krausz, serner den Gedenkstein für Oberst Bruchmüller, die Gedenksteine der Kavallerie mit Eberhard von Schmettow, der Marie mit Admivon Scheer, der Pioniere mit General von Mubra, der Flieger mit Boelke und der U=Boothelden Rll. Weddigen. Auch am Grabe des ehemaligen polizeipräsidenten Poehner werden, wie an den übriwedenksteinen, Kränze niedergelegt werden. Zu der grohen Kundgebung werden zwei Heerführer der verbündeten Armeen des Weltkrieges sprechen: General Otto von Below und der österreichische General Alfred Krausz. Margarine nicht den ärmeren Volksgenossen wegnehmen In den amtlichen Veröffentlichungen des Reichsnahrstandes wird, wie das NTZ meldet, ein Appell an die deutschen Bauern gerichtet, keine Margarine zu kaufen. Zur Begründung wird darauf hingewiesen, daß Aufgabe und Ziel der nationalsozialistischen Agrarpolitik die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln für alle Volksgenossen zu volkswirtschaftlich gerechten Preisen ist. Ein wichtiges Mittel zur Erreichung dieses Zieles bilde der Fettplan, der Deutschland weitgehend von der Fetteinfuhr aus fremden Ländern unabhängig machen solle und damit gleichzeitig dafür Sorge trage, daß der deutsche Bauer für seine Fetterzeugnisse, die eine wesentliche Quelle seiner laufenden Einnahmen bildeten, wieder Preise er halte, die ihm neben seinen Gestehungskosten einen angemessenen Verdienst gewährleisten. Diese könne durch die Landesbauernschaft oder den Reichsnährstand— je nach Schwierigkeit des Falles— die Angelegenheit prüfen lassen. Hier sei es möglich, in Verbindung mit dem Stabsamt des Reichsbauernführers und dem Reichsverein für Sippenforschung und Wappenkunde eine wirklich vernünftige und zutreffende Lösung zu finden. Selbstverständlich müsse der Antragsteller die Unkosten tragen. Keine Fleischpreiserhöhung Masnahmen in Berlin Berlin. 14. Sept. Das Reichskommissariat für die Vieh=, Milch= und Fettwirtschaft teilt mit: en den letzten Wochen hatten teilweise Fleischpreiserhöhungen in den Fleischerläden Berlins eingesetzt. Auf Veranlassung des Reichskommissariats und nach Vereinbarung mit den Führern des Fleischaroßhandels und des Fleischergewerbes werden mit Ende dieser Woche die Fleischpreise in allen Geschäften auf den Stand vom 1. August d. Is. zurückgeführt werden Vereidigung der Reichswehr Berlin. 14. Sept. Der Reichswehrminister hat angeordnet, daß die Vereidigung der Soldaten auf den Führer und Reichskanzler in die Personalausweise und Stammrollen einzutragen ist. Die sieben vermißten Bergsteiger tol aufgefunden DNB München. 14. Sept. Die Deutsche Bergwacht teilt mit: Nach einem Funkspruch der bei der Oberrheintalhütte stationierten Funkstation der Deutschen Bergwacht gelang es den gegen das Schlüsselkar angesetzten Rettungsmannschaften, im unteren Wanddrittel der von der Dreizinkenscharte das Schlüsselkar herabziehenden Wand etwa um 11.15 Uhr in der Schlucht kurz hintereinander die sieben vermißten Bergsteiger tot aufzufinden. Kleine Nachrichten Fenstersturz eines Gelehrten in Chicago Chicago, 14. Sept. Der in Amerika weit bekannte Forscher, Schriftsteller und Anthropologe Dr. Berthold Laufer, stürzte oder sprang aus einem Hotelfenster im 8. Stockwerk auf das Dach der Hotelvorhalle. Er wurde tot aufgefunden. Laufer wunde 1874 in Köln am Rhein geboren und hat mehrere deutsche Universitäten besucht Ein großzügiges Geschenk für die DNB Lychen(Kreis Templin), 14. Sept. Bürgermeister Dr. Rattey von Lychen hat in vorbildlicher Weise der HJ ein ganzes Haus als Schulungsheim kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Heizungs- und Lichtkosten werden überdies von der Stadt Lychen getragen. Das Haus, das der Schulungsarbeit des HJ=Bannes Brandenburg= Nord dienen soll, wird in nachster Zeit feierlichst seiner Bestimmung übergeben werden. Professor Radbruch liest nicht in Kowno DNB Berlin, 14. Sept. Wie aus Kowno gemeldet wird, ist Professor Radbruch von seinem mit der Universitat Kowno geschlossenen Vertrage, vom nächsten Semester ab dort Vorlesungen über deutsches Strafrecht abzuhalten, zurückgetreten Wir erfahren hierzu von zuständiger Stelle: Diese Meldung entspricht den Tatsachen. Professor Radbruch hat sich auf deutsche amtliche Veranlassung in lonaler Weise dazu entschlossen, die an ihn ergangene Verufung abzulehnen. Hiermit entfallen alle gegen ihn in der letzten Zeit in einzelnen Blättern gerichte ten Angriise. Berlin befestigt Nachdem sich die an der gestrigen Börse teilweise um laufenden Gerüchte über Erschwerungen des Börsengeschafts durch seuerliche Maßnahmen nicht bestätigten, war die Tendenz heute allgemein freundlicher und erholt. Die Kulisse nahm Rückkäufe vor, und auch das Publikum betätigte sich wieder an einigen Spezialmärkten Bevorzugt waren heute Montanwerte unter dem günstigen Eindruck des Hoesch=Berichtes, der den Wiederaufstieg der Montanindustrie infolge der Maßnahmen der Reichsregierung zeigt. Auch der mexikanische Röhrenauftrag für Deutschland wirkte noch nach, ferner verwies man darauf, daß die Roheisengewinnung zurzeit 70 Prozent über Vorjahreshöhe liegt. Von Montanen hatten Harpener mit einer Steigerung von 1¼ Prozent die Führung. Gelsenkirchen, Hoesch und Mansfeld gewannen 1 Prozent. Braunkohlenwerte lagen ruhiger, ebenso Kalfaktien. Von chemischen Aktien befestigten sich GHoldschmidt um 1½ Prozent und Farben um ½. Grötzeres Interesse bestand heute für Versorgungswerte. Akkumulatoren stiegen um 1½ und Bekula um 1¼. Chabe=Antelle waren etwa zwei Mark höher, Dessauer Gas iplus 2¼) holten ihren gestrigen Verlust wieder auf. Auch Antowerte waren erholt. Von Maschinenaktien hatten Orenstein mit einem Gewinn von 1½ Prozent die Führung, während Berlin=Karlsruher Industrie anfangs unter Glattstellungen litten. Metallgesellschaft verloren ½. Die Gesellschaft erklärt, Endgültiges über die Dividende noch nicht lagen zu können. Am Markt der Tertilwerte waren Bremer Wollkammerei 3¾ höher. Die Mittellungen im Bericht der Zellstoff=Waldhof=Werke über die Lage der Zellstoffindustrie hatten eine allgemeine Höherbewertung der Papier= und Zellstoffaktien zur Folge. Engelhardt setzten ihre Aufwärtsbewegung um 1¼ Prozent fort. Auch Junghans waren wieder 1½ Prozent höher, serner Polyphon plus 1, wobei anscheinend der niedrige Kurs non 16¼ das Publikum zum Kauf reizt. Verkehrs= und Schiffahrtsaktien waren weiter vernachlässigt. Bankaktien behaupteten sich nur knapp. Am Rentenmarkt entwickelte sich wieder in Russen lebhaftes Geschäft. Warschau=Wiener Anleihen wurden um etwa 10 Prozent gehandelt. Von Merikanern gewannen die 4½ prozentigen 50 Pig., die übrigen gewannen 1 bis K. Heimische Renten waren knapp gehalten. Inbustrieobligationen bröckelten etwas ab. Tagesgelb erkorderte unverändert 4 bis 4¼ Prozent., Am Valutenmarkt war das Psund etwas erholt. London stellte sich gegen Kabel auf 5,00½. Die Reichsmark erreichte im Ausland die Parität. Devisen-Kurse (in Reichsmarki Warenberichte Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel Mark. Weizen 76=77 kg frei Berlin 200, gesetzl. Er zeugerpreis für die Preisgebiete W 5 189, W 6 190, W 7 101, W 8 192, W 9 194, W 11 196, geseyzl. Mühleneinkaufspreis plus 4.— Mark. Märkischer Roggen, 72=78 Kilo, frei Berlin 160 Mark, gesetzlicher Erzeugerpreis für die Preisgebiete R 5 149, R 6 150, R 7 151, R 8 162, R 9 154, R 11 166; gesetzl. Mühleneinkaufspreis plus 4.— Mark. Braugerste, gute frei Berlin 191—201, ab märk. Station 182—192; Wintergerste zweizellig frei Berlin 179—190, ab märk. Station 170—181; dito vierzeilig rei Berlin 174—179, ab märk. Station 165—170; Industriegerste frei Berlin 185—190, ab märk. Station 176 bis 188; Futtergerste 50=60 ka G 5 149, G 6 150, G 7 152, G 155. G 9 157. Bis 64 kg Gewicht pro hl erfolgt ein Aufschlag von 2.— Mark pro kg, darüber hinaus bis 67 ka Gewicht pro hl ein solcher von 1.— Mark pro kg. Bei Lieferung von Sommer=Futtergerste kommt ein weiterer Aufschlag von Mark 5.— für die Tonne hinzu. Märk. Hafer gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete O4 143, H 7 147, H 10 150, O 11 152, H 18 165, H 14 157 für 48=49 kg; für jedes kg Uebergewicht 2.— Mark Aufschlag. Weizenmehl Type 700 gesetzl. Erzeugerpreis für die Preisgebiete 5: 26.35, 6: 26.50, 7: 20.65, 8: 26.80, 9: 27.10, 11: 27.45: mit 10 Prozent Ausland 1.50, mit 20 Prozent 8.— Mark Aufgeld. Roggenmehl Tupe 907 ges. Erzeugerpreis für die Preisgebiete 5: 21.40, 6: 21.50, 7: 21.05, 8: 21.80, 9: 22.10, 11: 22.40. Weizenkleie ges. Mühlenverkaufspreis für die Preisgebiete 5: 10.86, 6: 10.95, 7: 11, 8: 11.05, 9: 11.15, 11: 11.26. Roggenkleie ges. Mühlenverkaufspreis für die Preisgebiete 5: 9.30, 6: 9.40, 7: 9.45, 8: 9.50, 9: 9.65, 11: 9.75. Viktoriaerbsen 29—32, Ackerbohnen 10.50—11.50, Wicken 10.50—11.50, Lupinen blaue 7—7.50, dito gelbe 10—11. Leinkuchen Bas. 37 Prozent ab Hamburg 7.55 inkl. 1.30, Erdnußkuchen Bas. 50 Prozent ab Hamburg 7.15 inkl. 1.45, Erdnußkuchenmehl Dt. Mahlung 7.50 inkl. MZ., Trockenschnitzel Parität Berlin 7.45, extrah. Sonabohnenschrot 46 Proz. ab Hamburg 6.40 inkl. 1.55, dito ab Stettin 6.00 inkl. 1.55, Kartoffelflocken Parität waggonfrei Stolp als Verladestation 9.10, dito Parität Berlin 9.00 saus neuen Kontrakten). Oele und Fette Hamburg, 14. Sept. Soyabohnenöl lag etwas billiger, Leinbl Mühlenpreis wurde unv. genannt, jedoch ist bei Gebot bei 30 Mark anzukommen, wenn es sich um gröhere Poster handert. Im übrigen hatte das Geschäft k''nen Umfang. Es notierten: Leinöl ohne Faß Mühlenpreis per Sept.=Jan. 32, Rüböl reines ohne Faß Sept.=Dez. 40, Kokosöl roh in eis. Leibf. per Sept.=Dez. 19.50, Soyabohnenöl roh in eis. Leibf. per Okt.=Jan. 20 Mork per 100 kg. Die übrigen Artikel blieben im Preise unverändert. Kokosbl Cenlon sag inkl. Drums per Sept. 16.5.— Plund Sterling für 1016 kg. Palmkernöl roh in eis. Letbl. per Sept.=Nov. 18.50, Rizinusöl 1. Pr. verzollt mit Barrels prompt 48—44, dito 2. Pressung 41 bis 42, Kokospalmkernölfettsäure inkl. Barrels 19—20, Schweinesette je nach Farbe inkl. Tierces prompt 80—38, Hammeltala se nach Farbe inkl. Fastage prompt 34—48. Rindertalg prima ink!. Fastage prompt 28—34, dito lek. 2—77 Mark für 100 kg.(Bei Leinöl, Kokosöl, Sonabohnenöl und Erdnußöl wird für Holzbarrels ein Auf schlag von 4.—, bei Eisenbarrels ein solcher von 3.25 Mk für 100 kg erhoben). Baumwollmärkte Hambung, 14. Sept. Tendenz stetig. Middling Universal loko 14.95(14.95) Dollarcents. Bremen, 14. Sept. Middling Universal Standard (28 mm) loko 14.85(14.92) Dollarcents. Amtlicher Großmarkt für Getreide und Futtermittel Köln Köln, 14. Sept. Es notierten in Mark Für 100 Kilo Frachtlage Köln, soweit nichts anderes vermerkt: Weizen rhein. 76—77 kg für den Landw. ab Erz.=Station W 18 19.80, W 16 20,20, Roggen rhein. 72—78 kg für den Landw. ab Erz.=Station R 13 15,80, R 15 16,20, Hafer rhein. 48—40 ig Preis für den Landw. H 19 16,50, H 14 15.70, H 16 15.90, H 18 16,10, H 19 16.20, Industriegerste inl. 18,25—19, Futtergerste rhein. 50—60 kg Preis für den Landwirt G 11 16, G 19 16,20, G 14 16.50, Mais grober 21,76, kleiner 22.75,(Die nachfolgende Notierung für Weizen= und Roggenmehl sowie Roggenschrot versteht sich gemäß An ordnungen der WV. bel Abnahme von mindestens 10 To. ltei Empfangsstation zuzüglich 430 Mk. Frachtenausgleich. Weizen mit Beimischung von 20 Prozent Austauschweizen 3 Mk. höher die 100 Kilo; mit einer Beimischung von 10 Prozent 1,50 Mk. höher die 100 Kilo. Auf= und Abschläge gem. Anordnungen der WV.). Weizenmehl inl. Grundtype 790 für W 13 27,15, W 16 27.15, Roggenmehl GGrundtype 907 für R 18 28.65, R 15 28,80, Roggenschrot inl. Grundtype 1800 für R 18 20,16, R 16 20,30, Weizenkleie Grundpreis ab Mühle 11,60, Handelroreis dito 11,40—11,90, Weizengrieskleie(Bollmehl) ab Mühle 12.60 bis 12,90, Roggenkleie Grundpreis 10,10, Handelspreis 10,40, Leinkuchenmehl 87proz. brutto mit Sack 17—17,20, Erdnußkuchenmehl 50proz. 16—16,20, bito 54proz. 16,20 bis 16,40, extrah. Sonaschrot 45proz. 18.80—18.60, Raps kuchen 12,80—12,50, Palmkernkuchen lose 21proz. 13,60 bis 18,75, Rohmelasse 8,50, Wiesenheu lose 10—10,50, Rotkleeheu lose 9,25—9,50, Luzernekleehen lose 10—10,50, Roggenstroh gepr. ab rhein. Station 2.40—2.80, Weizenstroh gepr. ab rhein. Station 2,40—2,80, Haferstroh und Gerstenstroh gepr. ab rhein. Station 8—8,40, Tendenz: In Weizen und Roggen war bei kleinem Ingebot kein Geschaft. In Hafer bestand gute Nachfrage, besonders nach mittleren und Roggen war bei kleinem Angebot kein Geschäft. In Industriegerste lagen nur vereinzelte Angebote vor, auch die Nachfrage war klein. Mais unveränbert. Mehl wurde für den laufenden Bedarf gekauft. In Mühlenabfällen war kaum ein Geschäft, da die Auswirkung der neuen Preisbestimmungen noch nicht zu übersehen ist. Auf dem Kraftfuttermittelmarkt konnte bei regem Geschäft der Be darf voll gedeckt werden. Heu ruhiger, Stroh bei höheren Preisen gut gefragt. Reiches Gemüseangebot in Köln Abln, 14. Sept. Die Zufuhren zum Kölner Haupt markt waren auch am Freitag bei Gemüse und Obst sehr stark. Da die Aufkäufer aus den auswärtigen Bezirken bereits in den ersten Nachtstunden ihre Geschafte tätigen und auch die sog. Vorkäufer ihren Bedarf früh decken, entwickelte sich gegen Mitternacht ein lebhaftes Geschaft. Es war von allem reichlich am Markt, so daß ein Ueberstand nicht vermieden werden konnte. Aus der Neußer Gegend waren rund 800 Zentner Kohlgemüse angefahren, hiervon konnte kaum die Hälfte abgesetzt werden. Spätkartoffeln waren so reichlich am Markt, das der Bedarf vollauf gedeckt werden konnte. Auf dem Obstmarkt konnte troy der billigen Preise nur ein Teil der riesigen angebotenen Menge abgesetzt werden. Hier wurden verkauft: Kochbirnen zu 8—8, Eßbirnen 6—16, Kochäpfel 6—12, Eßäpfel 10—20, Zwetschen 8—11, Preiselbeeren 18—28, Pfirsiche 5—26, rhein. Trauben 15—18, Baumnüsse 18—22, Erdbeeren 70—00, Brombeeren 15 Pfa das Pfund. Im Großhandel: Weißkohl 8—4,5, Rotkohl 6, Wirsing 7, Strauchbohnen 11—17, Stangenbohnen 18—17. Wachsbohnen 12—16, Prinzeßbohnen 15—16, Feldsalat 16—25, Spinat 4—10, weiße Rüben 6—8, Karotten 8—4, Zwie beln 5—8, Möhren 8—4, Einmachzwiebeln 15—17, Toma ten 8—4, Rosenkohl 20—26, Sauerampfer 14, Pfifserlinge 40, Champignon 35 Pfg. das Pfund. Kopfsalat 4 bis 10, Endivien 6—16, Blumenkohl 10—25, Kohlrabi 2—4, Sellerie 15, Rettich 3—5, Salatgurken 50—70, Melonen 35—80 Pfg. das Stück, Mangold 2—3, Rübstiel 3—4, Radieschen 2—3, Gurkenkraut 8, Petersilie 3—5 Pfg. das Bund, Einmachgurken 25—40, Salzgurken 50—70 Pfg. die hundert Stück. An Auslandswaren waren angeboten: Holl.Kopfsalat 18—15, Blumenkohl 35—40 Pfg. das Stück, italienische Zwiebeln 5—7, holländische Tomaten 6—8, Speckbohnen 16—17, holländische Schwarzwurzeln 20 Pfg. das Pfund, italienische Eßäpfel 16—18, holl. Kochäpfel 10—12, dto. bel gische 6—8, Schweizer Eßäpfel 17—18, Pfirsiche 26—32, italienische Trauben 18—22, dto. spanische 20—30, dto. holl. 40—45, Ananas 80, Bananen 16—20, Baumnüsse 20—30 Pfg. das Pfund, Pampelmusen 50 Pfg. das Stück. austral. Aepfel(Kiste) 11—14, Apfelsinen 15—16, Zitro nen(Kiste zu 150 Stück) 7—8, dto. 800 Stück 12—18 Mk. Frühe usw. 3,20, Odenwälder Blaue 8,00—8,10 Mk. Kölner Butternotierungen Köln, 14. Sept. Es notierten: Deutsche Markenbutter 181, dito seine Molkereibutter 128, dito Molkereibutter 124 Mk. Kölner Eiernotierungen Köln, 14. Sept. Es notierten: Eier 31 10¼, A 9 B 8¼, C 8, D 7¼; ausl. Eier S 10—10¼, A 91/—0½ B 8½—0, C 81/—8½. Tendenz: Fest. Kempiener Käsemarkt Kempten, 13. Sept. Es notierten: Allgäuer Weichkase mit 20 Prozent Fettgehalt, Monatsware, Richtpreis des Milchwirtschaftsverbandes Allgäu 26(26), gute Nach frage; Allgäuer Emmentaler mit 45 Prozent Fettgehal Konsumware), Richtpreis des Milchwirtschaftsverbandes Allgäu, erste Sorte 70—72(70—72), zweite Sorte 65 (65—67), gute Nachfrage.(Die Preise sind Großhandels einkaufspreise ausschl. Verpackung ab Lokal des Erzeu gers für einen Zentner.) Westdeutscher Kartosselmarkt Die unausgeglichene Lage des deutschen Kartosselmarktes hält auch heute an. Während lange gelbe Sor ten, vor allem Julinieren, sehr knapp und daher im Preise sehr sest sind, besteht in allen anderen Sorten ein die geringe Aufnahmefähigkeit der Absatzplätze be zeichnendes Ueberangebot. Trotzdem sind die Preise meist unverändert. Frachtfrei Stationen an Rhein und Ruhr wurden im Großhandel in Zentner lose bezahlt für: Juli 5,20—5,25, Erstlinge usw. 4,40, Industrie 8,50, Erd gols 8,40—3,50, Böhms Allerfrüheste Gelbe, Zwickauer Antwerpener Kammzugnotierungen Zahlen in Klammern sind die Preise vom 18. Septem ber. Es notierten in pence je lb. netto: September 28,25 28,12), Oktober 28,97(23,25), November 23.60(23,25), Dezember 23,50(23,25), Januar 23,50(23,37), Februar 28,02(28,50), März 23,02(28,60), April 23,76(28,75); Ten denz ruhig(stetig); Umsatz 110 000(85 000). In belg. Franken erforderten je Kilo: September 23,00(28,00), Oktober 28,00(22,75), November 23.25(23,00), Dezember 28.25(28,00), Januar 28.25(23,00), Februar 23,25(28,25), März 23,50(23,25), April 28,75(23,50); Tendenz ruhig(stetig); Umsatz 47 200(86 000). Viehmärkte Berlin, 14. Sept. Auftrieb: 1114 Ochsen, 599 Bullen, 1141 Färsen, 1390 Kälber, 5848 Schafe, 10838 Schweine. Bezahlt wurden in RM. für 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: al) 87—88, b) 30—34, e) 26—20, d) 2: bis 25; Bullen: a) 34, b) 80—88, e) 96—209, b) 22—25; Kühe: a) 82, b) 21—29, c) 16—20, d) 10—16; Färsen: a) 84, b) 28—32, c) 24—27, d) 18—22; Fresser: 18—24; Kälber: A 60—72, Ba) 46—52, b) 40—45, c) 32—38, d) 25—90; Lämmer und Hammel: al) 45—46, a2) 42—43, b1) 48—44, c) 40—42, b) 28—88; Schafe: e) 85—37, f) 32 bis 84, g) 20—81; Schweine: al) 52, a2) 50—51, b) 49—51, c) 46—49, b) 43—46, e) 86—41, g1) 48—50, g2) 43—47.— Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, Kälber in guter Ware glatt, sonst ruhig, Schafe glatt, geringe Schafe vernachlässigt, Schweine rubig. Hamburg, 14. Sept.(Schweinemarkt). Auftrieb: 316: Stück. Marktverlauf: mittel, beste Schweine bis 31 Mk gehandelt und stark gesucht. Preise: al) 50, b) 50, c) 47 bis 40, b) 43—46, e) 86—40, Sauen g1) 48—50, g2) 40—47 Hnsum, 23. Sept. Dem Ferkelmarkt waren 428 Tiere zugeführt. Der Handel war mittelmäßig. Es bedangen: beste Ferkel 12—14, mittlere 10—11, geringere 7—9 Mk. das Stück; nach Gewicht: schwere Ferkel 34—36, leichte 38—85 Pfg. das Pfund. Ausgesuchte Ware wurde über Notig bezahlt. Metallnotierungen Berlin, 14. Sept. Es notierten in Mark für 100 Kilo Elektrolytkupfer wirebar(Geststellung der Vereinigung für die deutsche Elektrolutkupfernotiz) 45.50, OriginalHüttenaluminium(08—90 Prozent, in gekerbten Blöckchen) 160, dito in Walz= oder Drahtwaren 164, Reinnickel 198 bis 90 Prozent 270, Antimon(Regulus)—, Silber in Barren(900 für 1 kg fein) 40,25—43.26. London, 14. Sept. Kupfer gegen Kasse 27,31—27.37, für 3 Monate 27,36—97,02, Elektrolytkupfer 30,25—30,76, Kupfer best=sel. 29.76—31,00, Zinn gegen Kasse 229.25 bis 220.50, für 8 Monate 227.12—227.25, Zinn Stralts 20.00, Blei ausl. prompt 10.25, entf. Eicht. 10.50, Zink gem prompt 12.36, ents. Sicht. 12.68, Aluminium 100, Platin 7.75. Nickel 200—206, Silber 21,68, Silber Lieferung 21,76 old 140,41 MöbelKäufer nit 1886 Wollen Sie guie formschöne und doch preiswerte Mödel aller Art erwerden dann merken Ste sich den Namen Au dar Manrbrüta 15/17 Bochum, nur neben der Christuskirche. Gewaltige Ausstellung in 2 Stockwerken. Annahme von Ehe standsdatlehen Heizkesselanlagen Anfert. mit guten Zutaten, gut. Eiy 23.- Mart Wenden, Reparat. u. Aenderungen dil Schneiderel Bochum Herner Str. 110,1 Federn arbeiten unrentabel und bringen nur Minder leistungen Alte und neue Anlagen erhalten nach meinem praktischen System unter Garantie einen guten Kaminzug Oertliche Besichtigung kostenlos durch den Fach berater F. W. Schmidt, Ing la. Referenzen. Bochum. Ferdinandstrabe 11 a Nut 62939 wirkt entfeitend. gegen schlechte Ver= dauung. Verstopig. unreines Blut, Gesichtordte u. Pckeln Großartige Erfolge. Paket 0.90 Mt. J. Knelder. 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Erscheint jeden Samstag als Beilage zur Volks-Zeitung für den rheinisch-westfälischen Industriebezirk Ausgaben A, B, C: Westfälische Volks=Zeitung• Volkszeitung für Ennepe und Ruhr« Steeler Zeitung• Wattenscheider Morgenzeitung Nummer 38 Sonntag, den 16 September 1934 Die Frage nach dem Alter dieses Volkssestes im rheinischen Leben würde die nach dem Alter des Weinbaues im Rheinland überhaupt bedeuten, und die Frage nach seinem tiefen Sinn hieße nach dem Sinn der Freude am Erntedanktag forschen. Mit seinen köstlichen Eigen= und und Einzelheiten, seiner urwuchsigen Eigenart ist es der echteste Ausdruck für die tiefe, innere Harmonie zwischen rheinischer Landschaft und rheinischem Menschen. Nimmt man dem Fest einmal das unwahre Kleid, das„romantische“ Empfindsambeit ihm leider einstmals häutig gab, so ist es das schöne, gute, deutsche Volhsfest, das— vielleicht weit mehr als der Karneval— seinen Ursprung in der glüchlichen Religiosität des Rheinländers hat. Nur das eigene Kennenlernen, das Miterleben in der Gemeinschaft von Mensch zu Mensch vermittelt das rechte Wissen um diese Eigenart. Die wenigen Tage der Weinlese vermogen den erschlie henden Einblichk nicht zu geben; aber ein tiefes Ahnen können sie dem aufmerk lamen Teilnehmer schenken. Und ein anderes geben sie ihm: eine Zeit ungetrübter Freude, einige Abende und Stunden, die mit ihrer herrlichen Unbekummertheit, mit ihrer heiteren. glücklichen Sorglosigheit ihn Wochen und Monate noch begleiten und ihm den Wunsch zur Wiederkehr ein fur allemal ins Herz senken. Er wird dann nicht der Einzige sein, der sich selbst aus hargst be messener Ferienzeit noch einige Tage erpart, noch Stunden vielleicht, um„dabet zu sein", wenn die ersten dumpfen Böllerchüsse den Auftakt geben zur Ernte der goldenen oder blauschwarzen, milchig überhauchten Trauben, wenn er Zeuge sein kann der Weinprobe oder mitsubeln, wenn der Festzug vorüberzieht. Weinlese, Win zerfest! Der Klang geht als frohe Erinnerung in den Alltag mit. gibt ihm zur Zehrung einen Schatz aus des Rheinländers echtestem Empfinden. Mag es im Rheingau sein mit seinen vollklingenden, echten Namen, bewährt durch älteste Winzerkultur, der Prüfung erfahrenster Kenner gern sich bietend: mit Rauenthal und Eberbach, mit Rotenberg und Geisenheim und Markobrunn, mit Rudesheim und Schloß Johannisberg und wie sie alle klingen. Der Wein, von dem Johannes Fischart singt: Er hat ein geistlich Art an sich. Macht äußerlich und innerlich!“ Mag man sich rheinab wenden an der orohenden Loreley vorbei, an Bacharach. an Oberwesel, St. Goar, an Boppard, Rhens und Braubach, oder mag es im Nahetal sein, wo die Sonne den„Schar lachberger“ werden ließ und den vom Hipperich, vom Kauzenberg, von der Monzinger Lay und dem Norheimer Kafels, den von der Böchelheimer Kupfer grübe und der Niederhäuser HermannsEin Wein kostlicher Art gedeiht hier, mit edlem Feuer, mit seiner Harmonie. Mag die Mosel singend und klingend durchs Tal hereilen und ihre beiden Knappen, Saar und Ruwer, flink hinterdrein, eine lange Reihe der Namen gäbe es, wollte ein jeder Ort sich nennen hören, die da von Saarburg bie hinunter nach Koblenz mit jeder Fluß krümme neu erstehen und alle einen Klang besitzen, der deutschen Qualitäteweinen einen ganz festen Ruf in aller Herren Länder sicherte. Oder maa auch der heiterste der deutschen Flusse, die Ahr, mit Poltern ihre Wehre überspringend, an steilsten Felshängen, an schroffen Wanden, die den Anbau der dunklen Jur gunderrebe fast unmöglich erscheinen lassen und doch jenen blutroten Wein uns schenken, von dem der persische Spruch neu ersteht: „Der Onyx und der rote Wein Sind Edelstein und Edelstein; Im Wesen unterschieden nicht, Der ist geschmolzen, jener dicht.“ Wenn im Rheinland die Herbstsonne ihr letztes Werk getan, wenn der Flurschütze, der den seit Wochen gesperrten Weingarten hütete, das Feld den Sammlern und Sammlerinnen räumt, daß sie nun endlich den Lohn einholen einer langen, langen Arbeite= und Sorgenzeit, dann sind sie erfüllt von jener Freude, die aus tiefstem Herzen kommt, weil ihr Grund die Lösung einer Spannung ist. die Tohl und Wehe für lange Zeit bedeutet. Mehr als nur Freude am Erworbenen ist dieses Glücklichsein Ausdruck einer Stunde, die dem Mühen und Trachten des ganzen Jahres ein frohes Ende setzt. Es ist wahrlich kein leichtes Los, das dem Winzer geschenkt ist, ganz gleich, wo er seine Heimat hat. In weit stärkerem Maße noch als der Bauer ist er von all den vielen Zufälligkeiten im Kreislauf des Jahres abhängig, hat er die Schädlinge zu bekämpfen, die unerbittlich die sorgsam gehüteten Pflanzen angreifen. Oft vernichtet der Frost einer einzigen Nacht nicht nur die Ernte, sondern hemmt das Wachstum der Rebe für viele Jahre hindurch. Wer im Sommer einmal sah. wie der Winzer unter schwerster körperlicher Anstrengung mit dem Gewaltmittel der Kupfervitriollosung die Reblaus zu Kleine„Lese“ Der älteste Wein befindet sich im Historischen Museum zu Speyer; er ist enthalten in einer unversehrten Flasche aus der Römerzeit, die in Speyer gefunden wurde. * Der berühmteste Wein, die„Liebfrauenmilch“, wächst bei Worms im Wonnegau; die spätgotische Liebfrauenkirche inmitten der Weinberge gab ihm den Namen. * Rüdesheimer aus den Jahren 1653, 1666, 1748 und 1784, Hochheimer von 1726, Johannisberger von 1783, wohl die kostbarsten Weine von Rhein und Mosel, findet man im vielbesungenen Ratsheller zu Bremen. Trier ist Welthandelsplatz für Mosel=, Saar= und Ruwerweine; in den Kellereien der alten Augusta Treverorum lagern etwa 30 000 Fuder— rd. 30 Millionen Liter— Wein. * Ein Sprichwort sagt. daß der Winzer erst zehnmal um den Weinstock herumgehen muß, bevor er die Traube ernten kann.— Ein schönes Wort, daß die Mühe und Sorgfalt veranschaulicht, mit der der Winzer die Reben pflegt! * In der Dorfkirche zu Ediger an der Mosel befindet sich eine Plastik, die Jesus in der Kelter darstellt. * Als Geburtstagsstunde der(echten) Rheinromantik, geboren aus„Berg und Strom, Wein und Liebe“, gilt die Rheinfahrt, die Clemens Brentano mit Achim von Arnim im Jahre 1802 auf einem Mainzer Marktschiff unternahm. vernichten sucht, der erhält eine kleine Ahnung von diesem Kampf gegen die Insektenwelt. Und bei alledem ist, auch heute noch. der klingende Lohn gering. Es gibt Jahre— aber sie sind recht, recht selten, und ihre Zahl ist in der Weinkarte meist rot geschrieben,— in denen der Ertrag gut ist. und bei der Versteigerung ein Angebot dem anderen folgt. Aber ihnen stehen in ungleichem Verhältnis die Jahre gegenüber, da magere, trockene Trauben kaum das Pflücken lohnen und die Not einzieht im Winzerhaus. Toch der rheinische Winzer verliert auch in diesen Jahren seinen Mut nicht. Sein Humor, in der Landschaft wurzelnd und dem Boden verwachsen, in einer Entwicklung geworden, die stärkstens bestimmt ist durch den Charakter als Durchgangsland, das das Rheinland seit Jahrtausenden ist, versiegt auch in kritischen Lagen nicht und läßt ihn leicht überwinden. was schwer erschien. Dieser Humor, diese innere Lebensveranlagung, gestaltet das Fest der Weinlese und beherrscht es von der ersten bis zur letzten Stunde. Er läßt die Menschen, die daran teilnehmen, heiter sein, und selbst dem ernstesten Norddeutschen gibt er eine Freude, die ihm gar nicht wesensfremd erscheint oder unnatürlich. Man muß es einmal erlebt haben, wie dann an einem Nachmittag, an einem Abend in der urgemütlichen Schenke aus der großen Gesellschaft bald eine Gemeinschaft lachender, singender, jubelnder Menschen wird, in deren Mitte hein Griesgram sein kann, um es zu verstehen, was es heißt, ein rheinisches Winzerfest zu erleben. Einmal nur untergetaucht sein in dieser jauchzenden Fröhlichkeit, einmal nur eine Flasche Wein auf Du und Du mit dem getrunken, der den Rebstock setzte, mit der Winzerin, die die Trauben pflückte, und alljährlich zieht es dich wieder zum Rhein: Wenn die Blätter rot werden und die Zeit der Weinlese beginnt. Dr. Adolf Draßlor. Bei der Weinlese in Bacharach Das Photo ist der vom Reichsausschuß für Fremdenverkehr herausgegebenen reich illustierten Zeitschrift„Deutschland"(Nummer 5) entnommen CHRISTI REICH Seid bestrebt, in goffgewollter Verbundenheit wahre geistige Gemeinschaft zu pflegen! 5.4. „Haltet euer Gelöbnis...!“ nicht Menschlich=allzu=Menschliches, sondern das Göttliche den bestimmenden Einfluß habe auf die religiöse Haltung und Entwicklung des einzelnen wie der Gemeinschaft.— „Haltet euer Gelöbnis dem Herrn. eurem Gott!“. so klingt es im Kommuniongesang der Sonntagsmesse Im Sommerabschnitt des Kirchenjahres beleuchtet die Meßliturgie der Sonntage von den verschiedensten Seiten her den Ostergedanken, das neue Leben mit seinen über natürlichen Kräften und Auswirkungen. Insofern als durch die christliche Erlösungsgnade die unzulängliche natürliche Schöpfung ausgeglichen und über sich selbst hinaus erhöht werden soll, ergibt sich das große erhabene Endziel, wo das gesamte unser Herz. Das ist die Erfüllung unseres TaufgelübUniversum verchristlicht, ins Ewige— ino Göttliche einbezogen sein wird. Dieser Sehnsucht und Erwartung einer fernen Zukunft wendet sich die Liturgie der Herbstsonntage zu. Ihre Erfüllung im einzelnen ist an die menschliche Mitarbeit mit der göttlichen Gnade geknüpft, ist darum auch Aufgabe der ganzen christlichen Gemeinschaft in ihren verschiedenen Gliederungen: diese Aufgabe haben wir alle im Taufgelubde übernommen. Hell leuchtet über dem 17. Sonntag nach Pfingsten die siebenfache Einheit, in welcher der Menschheit Aufgabe sich vollenden soll: ein Gott und Vater im Himmel ein Herr und Erlöser, ein Glaube, eine Taufe, ein Heiliger Geist; eine Kirche, ein ewiges Ziel!— Nur die geistige Durchdringung mit wahrer Gottesund Nächstenliebe vermag die Menschen dem Endziel zuzuführen; und diese Gottes= und Nachstenliebe wiederum ist wesentlich abhängig von unserer Stellung zu Christus, dem menschgewordenen Gottessohn, dem einzigen und ewigen Welterlöser. Das ist der gedankliche Zusammenhang der Epistel und des Evangeliums von diesem Sonntag. Des auserwählten Volkes Verwerfung war begründet in dem selbstsüchtigen Wahnglauben, seinen eigenen Volksmessias zu erhalten, der alle anderen Völker knechten sollte. Unzweideutig weist Christus Israels Führer darauf hin, daß er als Gottes Sohn der ganzen Menschheit Erlöser sei; der Heiland bringt damit die Verblendeten zum Schweigen, aber nicht zum Glauben; sie können ihm nichts erwidern, aber umsomehr drängt es sie zum baldigen Versuch des Vernichtungs werkes gegen Christus; das Sonntagsevangelium ist entnommen dem Karwochenbericht des hl. Matthäus! Nehmen wir dazu die Tatsache, daß St. Paulus seine Epistel aus der Gefangenschaft geschrieben hat, so erkennen wir die Herbstfäden, die sich durch die Sonntagsliturgie hindurchziehen: Das große erhabene Endziel der Erlösung vollendet sich erst hinter der Vergänglichkeit dieser Welt und dieser Zeit. Der Weg der Kirche ist der Weg Christi: Durch Leid zur Freude Durch Nacht zum Licht!— Die Beachtung dieser Wahrheit ist für alle Zeiten die ernste Mahnung zu echter christlicher Innerlichkeit. Gewisse Entwicklungen äußerer Freiheit und Macht haben schon manchmal über die Wirklichkeitsverhältnisse hinweggetäuscht; der„herrliche Verlauf“ großer religiöser Massenveranstaltungen wurde als„glänzender religiöser Erfolg“ überschätzt, und viele vergaßen, daß dergleichen niemals Schlußakkord sein darf, sondern stets nur Auftakt zu neuer Vertiefung.— Die natürlichen Mittel z. B. der Massensuggestion müssen auch im Religiösen ins Uebernatürliche hinein ausgewirkt werden; der Aufmarsch von Tausenden Christen ist noch keine in seelischer Gnadenglut zusammengeschweißte christliche katholische Gemeinschaft, er kann nur mahnen und begeistern dazu; das Ziel ist erst die Frucht zäher, stiller unverdrossener Nacharbeit und Kleinarbeit. Einheit und Ganzheit ist der mächtige Ruf der Zeit. Wir wollen uns klar werden darüber daß dieser Ruf uns zur religiösen Kleinarbeit— an uns selbst und am Mitmenschen von Herz zu Herz— unbedingt verpflichtet Der dreieinige Gott hat uns das eine Ziel als Aufgabe gestellt, durch eine Taufe. einen Glauben, eine Kirche die natürliche Offenbarung im Uebernatürlichen ewig zu verankern. Dieser Aufgabe haben wir zunächst zu dienen im eigenen Volk, in das uns die Natur hineingestellt hat.— Stimmen sind lautgeworden, die da meinen, des, daß wir das Gute und die Vorzüge unseres natür= lungsarbeit sollen sie leisten und sich davon nähren: lichen deutschen Wesens mit den übernatürlichen Gna= so will ich sie mit ihrer Heimat wieder verwachsen denkräften besonders vollkommen ausprägen und mit lassen und sie nicht mehr entwurzeln aus dem Boden, denselben Gotteskräften seine Schattenseiten und den ich ihnen gab“, spricht der Herrgott.(Amos, 9 Schwächen überwinden. Dazu braucht es im Blute 14-15.) Ueben war Fasten und Entsagung schon an Christi, in der hl. Eucharistie ständig genährte seelische diesem Mittwoch des Dankes, damit wir„mitgeben Opferbereitschaft, einen offenen Blich für die rauhen können denen, die nichts vorrätig haben."(2 Esdr 8.9 Wirklichkeiten, einen starken Willen dafür, daß Der Quatemberfreitag soll der Bußtag sein „Christsein“ heißt Kämpfer sein, leidensmutig sein, nicht nur für unsere eigenen Sünden, auch für Volh als Geleitwort in den Herbst des Kirchenjahres an bis uns„heimholt", der„zur Rechten des Paters sitzt: und Vaterland:„Nicht andere Völher können uns1 J. Kr. ten“, mahnt der Prophet Osee zu beten,„wir wollen uns nicht aufs hohe Roß setzen, nicht unsere Arben vergöttern; aus unserer Isolierung finden wir Erbormen nur bei Dir, o Gott!“(Os. 14, 4—5).— Qualember samstag mag dann bis in den Sonntag hinein dem treuen, opferfreudigen Gebet für unsere Bischofe und deren Tätigheit gewidmet sein. Wein uns in den Lebensberichten moderner Heiliger im besonderen erzahlt wird, daß sie ihre Leiden und Bitterkeiten, die sie zu erdulden hatten, gerade für die Priester Gott aufzuopfern strebten, so können wir ähnlich unsern Priestern immer eifriger seelische und seelsorgliche Hilfe zuteil werden lassen. Die schöne Frucht recht benützter Herbstquatember ist innere Einkehr und Erneuerung, opferstarhe Nächstenliebe und Selbstentsagung, Wachstum apostolischer Geistes für Klerus und Volk. J. 8 EPISTEL vom 17. Sonntag nach Pfingsten, Eph. 4, 1—6: Brüder! Ich rufe euch auf— bei den Fesseln, die Ich trage für den Herrn:— Wandelt würdig der Berufung, die euch zuteil geworden ist! In aller Demut Sanftmut und Geduld, ertragt einander liebevoll und seid bestrebt, in gottgewollter Verbundenheit wahre geistige Gemeinschaft zu pflegen: Ein(gehelmnisvoller) Leib zu sein, belebt von einem Geist.— das entspricht eurer Berufung, die ein einheitliches Ziel beherrscht: E in Herr, ein Glaube. eine Taule; ein Gott und Allvater, der das Weltall überragt. es durchdringt und in ihm lebendig ist, hochgelobt in alle Ewigkeit. Amen. Von den Werken der Liebe Wer die wahre vollkommene Liebe besitzt. sucht nie seinen eigenen Nutzen; sein einziger Wünsch ist, daß alles zur Ehre Gottes geschehe. Er beneidet auch niemand, weil er keine Freudt für sich allein haben will, sondern sich lieber anderer Freude freut. Auch mag er sich nicht in sich freuen, sondern schwingt sich über alle Güter und will nur in Gott selig sein. Er schreibt niemand etwas Gutes zu, sondern fünrt alles so ganz auf Gott zurück, aus dem, als aus ort Urquelle, alleo Gute quillt, und in dem, als im 0 punkte, auch alle Heiligen die genußreichste, se Ruhe finden. Ol Wer nur ein Funklein der wahren Liebe hatte, der mußte es tief fühlen, daß alles Irdische voll keit ist. Thomas v. Kempe Am 17. September seiert die Kirche das Fest der Stigmatisation des bl. Franz von Afsist. Man versteht darunter die Tatsache, daß dieser von Gottesliebe tiefst durchdrungene Heilige an seinem Leibe die Wundmale des Leidens Christt empfangen hat. Bei Franziskus hat die Kirche zuerst ein solches Geschehen feierlich zeugenmaßig festgestellt. Es hat sich im Laufe der Jahrhunderte zweifetlos manchmal wiederholt. Die Gelehrten streiten darum, ob die Stigmatisation eine sogenannte„psychogene“, also naturliche Erscheinung oder ein übernatürlich bewirktes Geschehen sei. Wo immer ein Mensch die Tatsache solcher Auszeichnung ungesucht zu opferbereitem Sübneleiden für andere ausnutzt, handelt sich jedenfalls um eine göttliche Gnadenwirkung. Das vorstehende Bild ist ein Holzschnitt Albrecht Dürers, der das Ineinanderaufgehen von Natur und Uebernatur in der Stigmatisation des hl. Franz in dramatischer Wucht und und doch ruhiger Beschaulichkeit einzigartig in allen Einzellinten seines Werkes kunstlerisch versinnbildlicht. QUATEMBER-WOCHE Viermal im Jahr,— verteilt auf die vier Jahres= betosturm der Gläubigen um gottbegnadete„Arbeiter zeiten(quatuor Tempora)— wiederholt sich in der ka= im Weinberg des Herrn"; denn in diesen Wochen fantholischen Liturgie eine besondere Opfer=, Fasten= und den jeweils auch die Priesterweihen statt.— In den das Gebetswoche. Ehedem im Dezember, Juni und Seo= Wochen vor dem neuerweckten deutschen Erntedankfest Christentum der Kirche musse an der großen Zeiten= tember, späterhin auch in der ersten Fastenwoche galten können uns die Gebete und Lesungen der kirchlichen wende als überlebt dem Untergang verfallen Demgegen= die Quatembertage dem Abschluß der Oel=, Weizen= Herbstquatember zur religiösen Erfüllung dieses Festes über darf es uns nicht genügen, im Glauben an das und Weinernte, bezw. dem Beginn der Frühlingsar= dienlich sein. ewiggöttliche nimmer alternde Wesen unserer katho= beiten. Mit dem Dank gegen Gott für den Erntesegen Der Quatembermittwoch ist der Tag des Rücklischen Religion behaglich ruhig zu bleiben; denn mit verband man die Abgabe des„Zehnten“; das war die blicks auf das verlaufene Viertelfahr; da wollen wir dem Göttlichen ist in der Religion das Menschliche älteste Form der Kirchensteuer für Priester und Ar= uns rüsten mit neuer Hoffnung, wie sie einst der nach Gottes Willen verbunden, und nach dieser Seite menpflege, gleichzeitig galten die Tage der Seele als Prophet Amos predigte über den Trümmern der hin mussen wir arbeiten, ringen und hämpfen, daß Einkehr und Erneuerung,— der Seelsorge als Ge= Städte Joraels:„Aufbauarbeit, Wohnbau und SiedMichael Von Friedrich Dem! Als die Stirne Lucifers Wider Gottes Antlitz blendend Sich erhob und seine Scharen Durch den Raum des Himmels wühlten Gab der Herr das nackte Schwert Seinem Engel Michael. Als die Gegner sich erspähten Und den Wuchs der Glieder maßen. Sprach der hohe Luoifer: „Bruder Michael, du Jüngster, Warum bleibet du Gottes Knecht?! Folge mir und liebe deine Starke Sehnsucht ohne Maßen, Werde deine eigene Sonne, Um die eigene Achse kreisend!“— Einen Augenblick erstarrte Michael in seiner Wurzel, Und die Stimme gegenüber Zitterte vor Eitelkeit. Dann erfaßte er die Waffe, Schamrot, seine Seele lachte: Denn im Auge Lucifers Leuchtete, ein fernes Echo, Immer noch das Auge Gottes— Und er schrie:„Wer ist wie Gottr" Aus dem Gedichtband„Sprache der riag Kosel=Pustet, München.) Dinge Still liegend in Babe Dunkel und warm Samt breitet sich der E über der Filmstadt Bal großen alten Kastanie Vollmond auf. Still u die Straßen, nur von Schritt des diensthaber Ein Blick in die Feierabendfrieden. dem Hof zeigt auf Mit Arbeit hielt mich hier kleinen Garten vor den Karafse Rotwein. Ist es das Weben der Spuk der mitternächt sind es die Geister des nen heraufbeschwören beleben sich. Flüstern un und Pferdetrampeln. T Barochtor reitet der ji schneeweißem Schimme Soldaten voran, am H. Anneliese vorbei. Und aller Apothekerstöchten menumrankten Balkon Grüße zu. Leise der Dessauermarsch kl alter Preußengeschicht Liebe des jungen Dess den Anneliese, die Freu nungsgemeinschaft des les mit Preußens gro Leise plätschert der Marktplatz von Dessa Balhen der alten Fack im Mondenschein. Ein anderes Bild Durch dieses Tor gele Gouvernementsgebäud zerschoffenen Echen un Flüchtlinge, zerlumpte schen— dem Hunge Maschinengewehre kna Babelsberg.——— Machtig und imposc Bauten, die geniale kristallklarer Echtheit sernen Osten nachschu kampf. Barrikaden werden von bis an die Chinesen und Bolschen zwischen die verfolgt Wolga=Deutschen. chinesischen Generalsl Osten Man ist mitter eI! Eph. 4,3. 1 und sich davon nähren; heimat wieder verwachsen twurzeln aus dem Boden, der Herrgott.(Amos, 9. und Entsagung schon in es, damit wir„mitgeben trätig haben.“(2 Esdr. 8.9 g soll der Bußtag sein n Sünden, auch für Volh re Völher können uns retsee zu beten,„wir wollen setzen, nicht unsere Arbeit lierung finden wir ErborOs. 14, 4—5).— lag dann bis in den Sonn= erfreudigen Gebet für ungheit gewidmet sein. Wenn moderner Heiliger im besie ihre Leiden und Bittersatten, gerade für die Prie= en, so können wir ähnlich riger seelische und seelsorgsen. benützter Herbstquatember euerung. opferstarhe Näch1g. Wachstum apostolischer k. J. 8 ngsten, Eph. 4, 1—6: uf— bei den Fesseln. - Wandelt würdig der vorden ist! In aller Der agt einander liebevoll Ilter Verbundenheit w. pflegen: Ein(geheim bt von einem Geist. ung, die ein einheitlic ein Glaube. eine Ta der das Weltall überr lebendig ist, hochgelob ten der Liebe mmene Liebe besitzt, det utzen; sein einziger Wunsch ttes geschehe. and, weil er keine Freude sondern sich lieber anderet r sich nicht in sich h über alle Güter und will las Gutes zu, sondern führt ruc, aus dem, als aus det und in dem, als im Erddie genußreichste, seligne in der wahren Liebe hätte, aß alles Irdische voll EitelThomas v. Kempen hael rich Dem! ers z blendend le Scharen es Himmels wühlten lackte Schwert el. erspähten r Glieder maßen. loifer: Jüngster, lottes Knecht?! deine hne Maßen, Sonne, se kreisend!“— ratarrte Vurzel, genüber it. Still liegen die Straßen in Babelsberg Dunkel und warm wie blauschwarzer Samt breitet sich der Sommernachthimmel über der Filmstadt Babelsberg. Ueber den großen alten Kastanien steigt leuchtender Vollmond auf. Still und verlassen liegen die Straßen, nur von weitem tönt der Schritt des diensthabenden Nachtwächters. Asiens, man erlebt und erleidet sie mit, die schicksalsschweren Stunden im Chineenviertel von Charbin. Jetzt liegt das Gouvernementsgebäude sunkel und leer. Sie flattern nicht mehr, die Fahnen vieler Nationen und durch den wuchtigen weißen Säulenbau, den die Interalliierte Kommission dereinst burchschritten, sauselt leise der Nachtwind. hohl grinsen die Fenster des chinesischen Wien in Berlin Ein Blick in die„Wiener Straße“, wo Filme wie„Der Kongreß tanzt“ krieg“ entstanden.(Foto Ufa) und„WalzerFeierabendfrieden. Die große Uhr auf dem Hof zeigt auf Mitternacht. Dringende Arbeit hielt mich hier fest, nun sitze ich im kleinen Garten vor der Kantine bei einer Karafse Rotwein. Ist es das Weben der Sommernacht, der Spuk der mitternächtigen Stunde oder sind es die Geister des Weines, die Visionen heraufbeschwören?... Die Straßen beleben sich. Flüstern und Raunen, Klirren und Pferdetrampeln. Dort durch das hohe Barochtor reitet der junge Dessauer. Auf schneeweißem Schimmel sprengt er seinen Soldaten voran, am Hause seiner liebsten Anneliese vorbei. Und sie, die holdseligste aller Apothekerstöchter, winkt vom blumenumrankten Balkone dem Liebsten ihre Grüße zu... Leises Trommelwirbeln, der Dessauermarsch klingt auf. Ein Stüch alter Preußengeschichte wird wach. Die Liebe des jungen Dessauer zur liebreizenden Anneliese, die Freundschaft und Gesinnungsgemeinschaft des jungen Brausekon des mit Preußens großem Soldatenkönig. Leise platschert der Brunnen auf dem Marktplatz von Dessau und die bunten Balhen der alten Fachwerkgiebel blinken m Mondenschein. Ein anderes Bild steigt vor mir auf Durch dieses Tor gelangte man vor das Gouvernementsgebäude von Charbin. In erschoffenen Echen und Winkeln kauern Flüchtlinge, zerlumpte, verzweiselte Menschen— dem Hungertode preisgegeben. Maschinengewehre knattern.. China in Babelsberg.——— Mächtig und imposant erheben sich die Bauten, die geniale Architekten mit Kristallklarer Echtheit den Originalen im sernen Osten nachschufen.— Straßenkampf. Barrikaden und Drahtverhaue werden von bis an die Zähne bewaffneten Chinesen und Bolschewisten bewacht. Dazwischen die verfolgten Flüchtlinge, die Wolga Deutschen. Zeit: 1928 zur Zeit des chinesischen Generalskrieges im fernen Osten Man ist mitten drin in der Seele Statthalterpalastes und leise klappt ein offener Fensterladen am Haus des russischen Kommissars. Dort hinten, westlich des Chinesenviertels, steht ein Barochpavillon. Die SomGesamtaufnahme der Filmstadt Neubabelsberg Im Vordergund die Bauten für den Tonfilm„Flüchtlinge“, dahinter ein Teil der Tonfilmateliers und Werkstätten der Filmen die mit 430 000 gm Flächeninhalt wohl die größte europäische Produktionsstätte der Filmindustrie ist.(Foto Uta) Baron Neuhaus sein Liebesabenteuer. Eine Staatskarosse kommt gefahren und grazil und behende huscht die Gräfin Palm ins Palais. Starr und steif liegen die künstlichen Beete, wie man sie liebte im achtzehnten Jahrhundert. Selig und suß steigt ein Ahnen auf von jener zärtlich=verliebten Atmosphäre des theresianischen Wien.——— Weit hinten im Gelände schreit ein Käuzchen seine Klagerufe in die Nacht. Es wird wohl in der Baumgruppe sein, unter deren Schatten der verödete Rummelplatz liegt. Ich sehe sie wieder, die kleinen, flinken Füße des kindjungen Heini Volker, wie sie in Todesangst, verfolgt von den Feinden, über den regennassen Boden des Platzes jagten. mernacht trägt auf ihren Schwingen verliebtes Flüstern, verstecktes Lachen. Ueber die Freitreppe tanzt die kleine Zofe ihren Walzer und dort am Dienerhaus erlebt Zwei Welten und doch nur eine Durch das Barocktor im Hintergrund führte der junge Dessauer seine großen Soldaten an der Apotheke vorbei, wo seine angebetete Anneliese von dem Balkon ihm entgegenschaute. In dieser seltsamen Umgebung fühlt sich das chinesische Gonvernementsgebäude in Charbin, das in dem Tonfilm„Flüchtlinge“ den schwitzenden Chinesengeneral beherbergte, ganz wohl.(Foto Ufa). Eine Nachtaufnahme Unter den Strahlen der Scheinwerfer treten die edlen Formen des Barockschlosses hervor, das die Architekten Herlth und Röhrig für den Tonfilm„Der junge Baron Neuhaus“ gebaut haben. Vor der Schloßtreppe hält der Viererzug, der die junge Gräfin Palm nach Hause führte.(Foto Ufa) Das sieht man, daß das Film let Dort war es auch, wo die Biwakfeuer aufloderten, als General Yorch ganz allein auf verlorenem Posten in Gehorsam gegen Gott ein Weltgeschick auf sich nahm, als ein Held der Verantwortungskraft.— Eine eiskalte Winternacht steht vor meiner Seele. In schweren Flochen fällt der Schnee. Von tausend Kerzen erleuchtet liegt das Herrenhaus zu Stalgen. Der Herzog von Tarent seiert den Einzug Napoleons in Moskau. Im kurländischen Hauptquartier, nur wenige Kilometer hinter der russischen Front, wird hier ein Fest gefeiert voll Glanz und Kraft nach französischem Zuschnitt. Ich sehe wieder vor dem Portal die Kutschen halten, sie bringt den preußischen General, Graf Yorck, mit seinen Offizieren. Der alte Haudegen,„ein Kerl wie gehacktes Eisen“, wie Ernst Moritz Arndt ihn nennt, blicht ernst und verwundert diesem Treiben zu. Sein altes Soldatenblut empört sich. Es wetterleuchtet über das scharfe, kantige Gesicht. Bilder über Bilder ziehen an mir vorüber, hervorgezaubert beim Anblick der stillen, seltsamen Straßen. Gestalten und Gesichter tauchen vor mir auf. Schicksale, die mit ihnen verkaupft waren, erlebe ich wieder und die Gegenwart schlägt die Brüchen von der Vergangenheit zur Zukunft. Still liegen die Straßen von Babeloberg, die seltsamen stillen Straßen.— Das Filmgesicht Jenny Jugo und Friedrich Benfer in„Pechmaria“ Die seltsame Versammlung Inmitten des vom Verkehr brausenden Londoner Bankviertels, der„City“, liegt ein altehrwürdiges Haus in der Great Winchester Street, das die Nummer 19 trägt. In diesem Haus, dessen Stille verindet, daß hier nur allerbedeutendste Geschäfte getätigt werden, befindet sich ein großes Zimmer, das im allgemeinen leer steht und in den Kreisen des Geschäftspersonals einfach und prosaisch nur Der Raum“ genannt wird. Aber hinter dieser nüchternen Bezeichnung verbirgt ich ein Geheimnis, das bis jetzt niemals in die Oeffentlichkeit drang— das Geheimis der„Silberkönige“. die sich— vier ar Zahl, an jedem Norgen kurz halb zwölf Uhr in diesem nüchtern möblierten Raum treffen, um— der Silberpreis der Welt festzustellen. Diese Verhandlung, die nur ungefähr fünfzehn Minuten dauert, geht seyr schweigsam vier Vertreter, bedeutendste Silbermakler der Welt, ziehen Tabellen und Kursbriefe aus ihren Dokumentenmappen vergleichen die Listen. rechnen— und einigen sich schlleßlich auf einscheinbare kleine Ziffer den Preis den Unze reinen englichen Eilbers sahlen in Peru, in China, in Indien, in Euroz Diese vier Menschen, die durch aror eenmachialten der Welt lei und Abels, Dld-Broad Stre), A. Wilkins(Vertreter von Sharz sonains, deren Geschäft seit rund 150 Jahren besteht), unklin(Pertreter von Samuel Montagu und Co.) Edgar de M. Mocatta und Goldd. Throgmorton Ao Mag die festgesenzte Preissumme auch nur um den Bruchteil eines englischen Pennys von dem Preis des vorhergehenden Tages abweichen, so haadelt es sich doch bei der unvorstellbaren Menge Materials um Millionen von Mark Werte, die plötzlich dadurch, daß sie sinbend den einen Eigentümer bettelam erden lassen, um den anderen Besitzer u anolelhor odemn Reichun hinals einem Menschenalter wird dieser Raum des stillen Hause im vertel zu diesen Verhandlungen beheimnisvoll d Stile der lm Treppenfluchten anmutet, so seltsam sind nierone Brauge, cie man lan chon „Riten“ neanen könnte, bei den Doachteten Gebot gehori es, niemals und eer dmnen scheinbar noch so zwingenden Bedingungen den Namen eines „Kunden" oder„Lieferanten", der jeweiuletzenden Tagespreis des Sildern genannt und es mag interessant sein zu augenblichliche Präsident USu stets nur als Mr. X“ bezeichnet wird— vielleicht im Hinblick auf leins polliuergrundbare Warum Silber? Mengen gebraucht und eine genaue Beechren pold. De respenahelsen anehm sind— jo fremdartia es anmuten mud, die— Filmfavriken. Genau wie bei ne e. Senen n oeer ans n. ewbeifter einleuchten, wenn er er650 Plometer Alnband demreselt Sunderten, salle anerkanlchen ungslabrihen jährlich mehr als 200 Tonnen Silber kauft Un Bord der Riesendampfer„Rooseenglischen Pund darstens aber 90s amerikanische Schatamt braucht weit. tige Deckung, de letzten Endes der bedeutenditeen Endes der beeuen Sibervolih Walhiratons. at. sächlich voll durchführen will. Ea krauche Elherberne, nänlich nenr ais INN0 lche U gei das heißt., achte bie neunpiel wie die augenblichliche fährlche Eiberpraduttion der ganzen Weil 9 rum ist in der könlalichen Münze eine neue Silherwerhstätte calstacheu. e bündige Antmort: als ge der Anbündigung der neuen amerikanischen Silberpolitik! Auch für den Nichtfachmann bleibt an dieser Tatsache etwas außerordentlich Bemerkenswertes: diese Handlung ging ganz im Stillen vor sich, wurde, was noch bemerkenswerter ist, in der Presse überhaupt nicht diskutiert, ja, kaum gestreift. Die neue Fabrikanlage ist in der Lage, auf elektralytischem Wege wöchentlich rund 30 000 Zentner reines Silber herzustellen, Barren in den üblichen Massen von nicht ganz 33 Zentimeter Länge, 12.10 Zentimeter Breite und einer um ein weniges geringeren Höhe. Der Feinheitsgehalt dieses Silbers beträgt genau 996.9 auf 1000 Teile. Die größte Silberspekulation der Geschichte sand in Indien im Jahre 1913 statt Der Inhaber der seinerzeit bedeutenden Bank of India erhielt durch Spione die Nachricht, daß die Regierung beabsichtigte, in kurzer Zeit bedeutende Silbermengen anzukaufen, um Deckung für eine neue große Münzauflage zu besitzen. Chunilal Sarava. der Inhaber dieser bald darauf berühmten und berüchtigten Bank, rafste also alle irgendwie verfügbaren Reserven zusammen, um Agenten in alle Welt zu senden, die nur den einen Auftrag hatten: möglichst schnell, um den Preis nicht allzu sehr beeinflussen, Silber an allen Plätzen einzuhaufen. Für unbekannte Rechnung! Die Börsen erhielten erst eine Ahnung von diesem gewaltigsten„Coup“, den die Geschichte des Silbers kennt, als der Preis für die Silberunze von zwei Shillingen auf zwei Shillinge 4 Penny stieg. An einem Tag! Ehe man sich von der Verwunderung erholt hatte, saß Sarava jedoch schon„auf dem Trockenen“. Er hatte Silbervorräte in Händen wie nie ein Mensch vor ihm— und die Regierung war genötigt zu kaufen. Der kluge Bankier wußte jedoch nicht, daß die Regierung sich mit der Firma Sharps und Wilkins, dessen Vertreter wir im Kreise der„geheimnisvollen Vier“ kennen gelernt haben, in Verbindung setzte, und plötzlich diese Firma ihre Silbersendungen, die den größten Anteil an den Lieferungen hatte, einstellte, und die Bank nach Garantien fragte. Es stellte sich heraus, daß der Inhaber über sein Vermögen hinaus spekuliert hatte. Die Bank Die Ursachen geheimnisvoller Klagelaute— Sandhügel nach einem Regen Das Lied der Wüste auf Schallpla ten Wten Afrikareisenden. Fremdenlegionären am Rande der Sahara, italienischen Soldaten in der lybschen Wüste und selbst manchen Wustenfahrern mit einer Gesellschaftsreise war es seit langem bekannt, daß die Wuste nicht stumm ist, sondern von Zeit zu Zeit zu einem seltsamen, recht geräuschvollen Leben erwacht. Die Wuste hat ihr Klagelied, de Wuste singt es zwar nicht, aber sie stöhnt es. Bald wie ein langgezogener Seufzer eines Erschöpften, bald wie der Schrei eines Gepeinigten, dann wieder wie ein leichter Freudenschrei eines Lustigen Mancher, der sich einsam wahnte unter dem Sternenhimmel der Wüste, fuhr erschreckt auf, wenn er plötzlich neben sich diese Laute hörte. Die Eingeborenen beruhigten ihn und bedeuteten ihm, daß kein Mesch, sondern eben die Wuste stöhne. Etwas für Aberg äubische— ist man geneigt zu sagen. So dachte mancher, bis er es erlebte. Nur, als die Wissenschaftler dieses Phanomen erlebten, drängte sich ihnen die Frage auf, we diese seltsame Erscheinung zu erklären sei. Erst setzt gelang es dem englischen Forscher J. H. Orton, mit Schallplatten und physikalischen Apparaten dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Heute ist das Stohnen der Wuste kein Geheimnis mehr. Horen wir, wie der Forscher dem Rüt= sel auf die Spur kam:„Die Eingeborenen mit denen ich unterwegs war und die ich immer wieder nach dem Stohnen der Wuste gefragt hatte, bedeuteten mir. daß es in diesen Tagen nicht zu hören sei. Aber als sich plotzlich eines Morgens der Himmel verdunkelte und eine kurze Re= genflut herniederging, sagten sie mir, jetzt sei es bad so weit. Also stand der Regenfall mit dem Stöhnen der Wuste in einem dichten Zusammenhang. Der Regen peitschte hernieder. er wühlte rasch den Sand hier und da hoch. warf ihn wie eine Rolle um und um. Als der Regen zu Ende war, hatten sich hier und da kleine Erhöhungen gebildet. Zufalle durch den Wasseransturm— nahm ich an. Aber die Eingeborenen belehrten mich eines anderen. Als wir uns einem solchen kleinen wenzigen Hügel näherten und einer der Eingeborenen mit der flachen Hand den Hügel niederdrückte— vernahm man einen gequälten, langgezogenen Laut. schloß am nächsten Tage ihre Tore— den Inhaber fand man erschossen in seinem Arbeitszimmer. Ist das Silber nun ein totes Metall oder nicht? So verschieden die Meinungen der maßgeblichen Wirtschaftsführer dar über sein mögen, so behauptet doch keine von ihnen, daß das Silber seine Rollausgespielt habe. Die Mehrzahl schweig: wenn man sie fragt, und ein anderer der letzte Teil. der aus durchaus ernst zu nehmenden Fachleuten besteht. gibt zu, bers in einem Maße glaubt, das wir uns alle nicht träumen lassen. Ob dies der Fall sein wird, können wir noch nicht beurteilen. Jedenfalls gibt es vier Menschen, von denen man, sollte man sie um ihre Meinung über die Rolle des„magischen Metalles“ befragen, todsicher keine Antwort erhalten wird— es sind die vier Silberkönige, die sich jeden Morgen in dem grauen Haus in der Great Winchester Street treffen, um mit ein paar Zahlenreihen Vermögen zu stürzen und Vermögen zu errichten— die Weltmarktsilbermakler H. Bauer. Beim nachsten Hugel war es ebenso. Und beim dritten und beim vierten. Mir war das Phanomen auf einmal ganz klar. Hier wurde durch den Regen, der schneller niederging as die Luft ent= weichen konnte, feuchter Sand umgestulpt — und zwar so, daß in dem Sand sich Luftnester bildeten. Diese hielten sich oft lange, denn entweder war der Sand noch seucht, oder er te Beide Erschei= sperren. Wurde aber jetzt der Boden stark erschuttert, dann brachen die Sandhüllen entiwet und die oft unter einem gewissen Druch stehende Luft(infolge der Erwür= mung durch die Sonne) etwich— eben mit enem Laut.“ J. H. Orton machte sich nun daran und nahm diese stöhnende Wüste auf Schallmatten auf. Ferner aber schuf er durch technische Trichs selbst derartige Sandhü= gel und erreichte den gleichen Effekt. wie ihn die Natur schuf, die freilich ihre Ratsel lange genug für sich bebielt Noch sind einige Sondererscheinungen zu erklären— wie sich zum Beispiel derar= tige Lukthöhlen in einiger Tiefe in der Erde bilden können, und wieso oft bei Beginn eines Regens besonders starke Töne auftreten. Auch diesen letzten Geheimnissen der stöhnenden Wüste geht man jetzt zu Leibe. Jedenfalls ist es heute schon so, daß die geheimmsvolle Wüste um ein Ratsel ärmer wurde dadurch, daß man ihr dieses scheinbar so unlösbare Wunder entriß. Erst war es die Fata Morgana, die man mit Brechungswinke berechnen konnte und so aller Zaube: entkleidete, diesmal sind es die Klagelieder der Wüste, die man ihr in ihrer Entstehung ablauscht. Die Wuste ist doch tot— und nur Zufälle und bisher unerhannte physikalische Gesetze schaffen dieses angebliche Leben Ernst Richter. Vor dem Aufstieg auf den„Heiligen Berg“ Ja Gokla versuchte eine Bergsteigertruppe in der Rüstung der altjapanischen Krieger den„Heiligen Verg“ Fust zu erklimmen. Vor dem In Tetlo versuche eine Deralelertnpve d antuing doed ar d de C d H 1 Einer der„größten" Deutsenen- und einer der kleinsien Chinesen Der Sohn des Verliner Oberbürger Dr. Sahm, der Student Deiles Ende dieses Jayres als Austauschstnd Amerika in die Heimat zuruckkehren 1 auf seiner Studlenreise in Peking einge Unser Bild zeigt Herrn Detlef Sahm. nen„hohen“ Vater noch an Korpergre n den Straßen von kleinen Chinesenjungen. Die Tragödie des Heimkehrers Nach zwanzig Jahren erst ist jetzt ein Kriegsgefangener nach den heimatlichen Karpathen zurüchgekehrt und muß nun die Tragit des Heimkehrers mit all ihren ternissen auskoften. Fedor Tafei war im August 1914 mit dem 12. ungarischen Honved Regiment an die galizische Fr. gerücht und fiel gleich in den erlten To= gen verwundet in russische Geange schaft. Nach seiner Genesung wurde er aus dem Lazarett in Kiew in ein Gefangene lager am Kaukaius gebracht. Von dort entlloh er Ende 1917, gleich nach der bo sschewistischen Revolution, und begann nun ein Wanderleben, das ihn über nd= zehn Jahre lang durch Ruhland Bald wurde er zwangsweise unter roten, bald unter die weißen Truwen ge= stecht, war bald hier, bald dort bei einem Bauer in Arbeit, sah aber in seiner E falt nirgende die Möglichheit, aus seiner Gefangenschaft fortzukommen Endlich traf er eines Tages am Don einen Landsmann, Andras des Namens. mit dem er gemeinschaftlich den Ent zur Heimkehr fahte. In dreimonatichet Wanderung kamen die beden an den Dniestr, die russisch=bessarabische Grente. Beim Ueberschwimmen des Flusses worden sie von einer russischen Grenzn= trouille gesehen, die sogleich auf sies Tabei wurde Andras so schver getrt daß er hilflos in den Ruten des Dwenr ertrank. Fedor Tofei gewann das rut nische Ufer und bettelte sich nun langam bis zu seiner Karpathenheimat durch der aber begann erst die eigentliche Trage des Seimbehrere Seine Frau fand er wieder verheiratet. all sein Hab und Gut war nach leinet Todeserklärung in ihren Besitz gangen. Sie wollte ihn nicht wieder kie hennen und erklärte ihn sooar für eindn Betrüger, der sich unter falschen Vorspic= gelungen, daß er der totgelagte Feden Tosei sei, in das Erbe einschleichen wolt Wieder mußte der Heimkehrer von 4 zu Tür betteln gehen, bis er end Freunde fand, die den Fedor won ein= te ihm tratz allen tiefen Veränder wiedererhannten und ihm nun zu senet Erkennung durch weitere Jugendae“ verhalfen. Schließlich gelang es ihm. c Zeugnis von 130 Ansässigen zu erlangen worin diese ihm seine Echtheit best so daß Tofei nunmehr die gerichtsche erkennung seines Namens beantragen konnte. Der Frau gegenüber macht e allerdinge keinerlei Rechte geltend, absesehen von seinen Eigentumeansprüchen. In der Heimat der Stummelschwanzkatze Die stummelschwänzige Katze der Man erfreut sich einer gewissen Berühmie heit. Aber auch die Insel, von der der Katzen stammen, ist eigenartig genug gibt eine alte Sage, daß die Insel Mas einst von einem großen Zauberer bewöhn wurde, der Mannaman hieß. Da er nich wollte, daß Menschen die Insel betraten, hüllte er sie in Nebel. Noch heute#e die Insel oft von Nebelmassen verh der Insel wurden zur Zeit der norwecs= schen Herrschaft zahlreiche Kreuze errics= tet, auf denen Abbildungen aus alle nordischen Sagen zu finden sind. Me sicht Sigurd den Drachentöter und mit dem Raben auf der Schulter. 1 Schnitzereien sind ziemlich grob ausa führt, aber sehr interessant. Vom höchsten Punkt der Insel kann man Enaland. d land. Schottland und Wales übersehen Die Bevölkerung beträgt heute wenichet als 50 000 Menschen, es kommen neuerdings jedes Jahr etwa 500 000 ke sucher auf die Insel. Die eigentümliche Sprache der Man=Bewohner ist im nunsterben: es war eine ziemlich gutturd und schwerlällige, aber nicht unangeneu Sprache. Die stummelschwänzigen Kan aber, die die Insel so weit behannt se macht haben, sind ebenfalle im sterben, und das ist schade, denn dan geht eine wirkliche Eigentümlichheit Insel verloren. Hochzei mI Fruh schon ist das De nen. Die Frauen halt e der Arbeit. Immer wiede aus aus der Küche, hin zu sehen, ob das B kommt. Mag inzwischen hochen oder die Suppe Hochzeit im Dorf ist et= wollen alle dabei sein.? tag, der eine große, im Jetzt hört man Musik, u nen, mit bänderges einem Strauß am ziehen geduldige Braune, Furche gehen, die Braut tzen Häubchen, mit weiß Tuchern, weitem Roch. F Augen, in ihrem Blut. 7 Musik durch die Glied mehr, dann wird man te Wirtshaus. Es ist ja ein eine reiche Hochzeit. Ja kann stolz sein. So ein ho Das Brautbett im Trac ne große Hochzeit nach vor kurzem in Se so einfach, all die Tasel und dazu noch eine nicht alle Tage einem Haus gebracht wird. Brautbett, das da auf das Dorf gefahren win deren Hausrat, den Ko Schränken. Aber das B stück. Vier Pfosten trac Himmel, und schön gese ist das Bett. Jetzt wird Zuge zum Hause des bracht. Kann schon sein, daf stig wird. Bauernhochz Jahreszeit viele im de wird der alte Festta Schränken hervorgehe Frauenröche, die unzä der Kopfputz der versch immer muß die Braut allen sein Wie wars damals be den deutschen Bauern Schon tagelang vorher schen und Mädchen au gen von Gehöft zu G Tische. Tischzeug. Tell zusammenzuholen. Al tafeln wollte, da mus L .... und nun aber zahlen, lieber Freund rena und lehnt sich ern Korbsessel zurück,„S den beinahe zehn Jah der nicht gesehen hal erlebt haben!“ Heinrich Horn schaut den mit roten und1 legten Boden der Vera derhalt er gedehnt— soll ich erzählen? Sie und„Keetmannshoop“ dam“ oder„Leipsig“ ber die grenzenlosen afrikas hingeblicht un sind Ihre Augen sun können über Kämpfe und gegen die Dürre der Pionierarbeit er Ihrem Gatten auf J haben und die zukün zugute kommt,— abe malt: Portrate, Land gute und schlechte Kr gehen lassen.— das nen, von dem Sie sagten, daß sie ihn an graben ließen, dieser unvergleichlich mehr a diesen zehn Jahren „Jetzt sind Sie aber „Im Gegentet.! Al tena.— Sie gestatten Anrebe aus früheren T (2 r der„größten" n- und einer der en Chinesen Verliner Oberbürgermeisters Student Detlef Zahm. der res als Austauschstudent aus Heimat zuruckkehren wird. i enreise in Peking eingetroffen. Herrn Detlef Sahm, der sei= ler noch an Körpergroße über= raßen von Peking mit einem n Cbinesenjungen. Tragödie eimkehrers g Jahren erst ist setzt ein er nach den heimatlichen chgekehrt und muß nun die nkehrers mit all ihren sten. Fedor Tor war dem 12. ungarischen Hon= n die galizische Frort au l gleich in den ersten Ta= t in russische Gefangen= er Genesung wurde er aus 1 Kiew in ein Gefangene kafus gebracht. Von dort e 1917. gleich nach der Revolution, und begann rleben, das ihn über g durch Ruhland zwangsweise unter die er die weißen Truwen ge= hier, bald dort bei einem it. sah aber in seiner E die Moichheeet fortzukommen er eines Tages am Don inn. Andras des Namens. teinschaftlich den Entschlutz faßte. Jn dreimonatlicher mnen die beden an den issisch=bessarabische Grense. zimmen des Flusses einer russischen Grenzna= die sogleich auf sie ndras so schwer gett in den Ruten des T Tosei gewann das ruma= bettelte sich nun langam st die eigentliche Tragadie and er wieder verheiratet. ind Gut war nach seiner in ihren Besitz überge= ollte ihn nicht wieder klärte ihn sogar für einen ich unter falschen Vorsweer der totgelagteF Erbe einschleichen molt der Heimkehrer von 1gehen, bis er endin die den Fedor woni len tiefen Veränderungen und ihm mun zu seiner h weitere Jugendgefahrten eßlich gelang es ihm. des 0 Ansassigen zu erlangen 1 seine Echtheit bestatigen inmehr die gerichtsiche u= nes Namens beantr rau gegenüber macht(1 erlei Rechte geltend. abeen Eigentumeansprüchen. Heimat der schwanzkatze chwänzige Katze der h einer gewissen Berühmi= die Insel, von der 1, ist eigenartig genug E Sage, daß die Insel großen Zauberer bewohn. nnaman hieß. Da er nich nschen die Insel beträten, Nebel. Noch heute ist 0 Nebelmassen verhüllt. nn en zur Zeit der norwegi= zahlreiche Kreuze errich= Abbildungen aus en zu finden sind. Ma n Drachentöter und 00 n auf der Schulter. 7 nd ziemlich grob ausd interessant. Vom höchsten kann man England. d und Wales übersehen. ig beträgt heute weniger ischen, es kommen e o Jahr etwa 500 000 Insel. Die eigentümllan an Bewohner ist im N. * eine ziemlich autturate e. aber nicht unangeneame ummelschwänzigen“ab insel so weit bekannt gesind ebenfalle im s ist schade, denn d sche Eigentümlichkeit de Hochzeit im Dorf Fruh schon ist das Dorf auf den Beinen. Die Frauen hält es heut nicht bei der Arbeit. Immer wieder laufen sie heraus aus der Küche, hin vors Haus, um zu sehen, ob das Brautfuder schon kommt. Mag inzwischen die Milch überhochen oder die Suppe verpruzeln.. Hochzeit im Dorf ist etwas eigenes. Da wollen alle dabei sein. Ist ja der Ehrentag, der eine große, im Leben der Frau. Jetzt hört man Musik, und die Vorreiter kommen, mit bändergeschmückten Hüten und einem Strauß am Rock. Und dann ziehen geduldige Braune, die sonst in der Furche gehen, die Brautsungfern im weigen Häubchen, mit weißer Bluse, bunten Tuchern, weitem Rock. Festfreude in ihren Augen, in ihrem Blut. Prichelnd geht die Musik durch die Glieder. Nicht lange mehr, dann wird man tanzen drunten im Wirtshaus. Es ist ja eine große Hochzeit, eine reiche Hochzeit. Ja, der Bräutigam nann stolz sein. So eine hübsche Braut, Das Brautbett im Trachten-Hochzeitszug Eine große Hochzeit nach altem Brauch fand vor kurzem in Schlesien statt so einsach, all die Tafeln zu dechen. Aber und dazu noch eine Aussteuer, wie sie nicht alle Tage einem Jungbauern ins Haus gebracht wird. Ist ein prächtiges Prautbett, das da auf dem Wagen durch das Dorf gefahren wird neben dem anderen Hausrat, den Kommoden. Stühlen, Schränken. Aber das Bett ist das Hauptstück. Vier Pfosten tragen den hölzernen Himmel, und schön geschnitzt und bemalt ist das Bett. Jetzt wird es im feierlichen Zuge zum Hause des Bräutigams gebracht. Kann schon sein, daß die Hochzeit lustig wird. Bauernhochzeit gibte um diese Jahreszeit viele im deutschen Land. Da wird der alte Festtagsstaat aus den Schränken hervorgeholt, die weiten Frauenröcke, die unzähligen Unterröche, der Kopfputz der verschiedensten Art. Und immer muß die Braut die prächtigste von allen sein. Wie wars damals bei der Hochzeit bet den deutschen Bauern in der Uhraine? Schon tagelang vorher fuhren die Burschen und Mädchen auf bekränzten Wagen von Gehöft zu Gehöft, um Stühle, Lische, Tischzeug, Teller. Tassen, Gläser zusammenzuholen. Wo das ganze Dorf tafeln wollte, da mußte auch jeder die E Hochzeit ausrüsten helfen. War sa nicht dann beganns. Konnten wacker zechen und schmausen. Der erste Tag ging zur Neige, keiner dachte an Nachhausegehen. Man feierte die Nacht durch, man blieb auch den zweiten Tag beisammen und die zweite Nacht. Wer mude wurde, der ging inzwischen mal heim und machte ein Schläschen, und wer seinen Rausch ausgeschlafen hatte, der kam wieder zum Fest; die Reihen füllten sich immer von neuem, es fiel nicht auf, ob dieser oder jener mal ein paar Stunden fehlte. Nicht jeder konnte den wasserhellen Branntwein vertragen, der das Festgetränk war. Aber zu essen gab es reichlich. Da kamen fette Hühner auf den Tisch, ein ganzer Hühnerhof hatte herhalten müssen, und dann gab es saftigen Rinderbraten und danach suße Pflaumen, in reichlichem Zucher geschmort, und dann ging man zu Kafsee und selbstgebackenem Kuchen über. Herrlicher, goldgelber Kuchen war das, schwer von Butter und Eiern, süß von Zucker. Und dann kamen wieder die fetten Hühner, und der Rinderbraten in der schweren Sauce, und der Schnaps und die übersüßen Speisen... und immer wieder von vorn. Nein, keiner brauchte Not zu leiden. Es war für alle reichlich da. Ja, eine merkwürdige Hochzeit war das damals im Spätsommer 1918 in dem ukrainischen Dorfe, das den Namen Glüchksburg hatte. Und unsere feldgrauen Lanzer, an Gulaschkanone und Kriegsbrot gewöhnt, ließen sichs schmecken, hauten ein, feierten mit. Mag ihnen seltsam vorgekommen sein, nach Not und Entbehrung mitten hinein in dem Ueberfluß einer echten, rechten Bauernhochzeit, wie sie früher überall gefeiert wurden, wo Deutsche wohnten. Diese Bräuche sollen wieder aufleben. Die Trachten sollen bei einer solchen Hochzeit wieder glänzen, die alten Tänze getanzt werden und die alte Frohlichkeit soll wiederkehren. Schöne Wäsche Wir hatten einmal vor wenigen Jahren „sportliche“ und„geometrische" Wäsche, die peinlich auf Schmucklosigkeit abgestellt war. Sie hat sich schnell überlebt, weil sich damit die Frau der Freude beraubte, die zierliche Wäsche noch immer auf eine Frau ausübt. Und so sind wir denn zurüchgekehrt zu Ruschen und Plissees, zu Spitzen und Stichereien, aber auch zu Schleifen und Seidenband. Mit wahrer Meisterschaft werden diese Zierate angewandt und verteilt, denn wir haben aus früheren Zeiten gelernt, einen guten Schnitt zu schätzen und werden ihn daher niemals durch eine zu üppige Ausstattung beeintrachtigen. Daraus ergibt sich von selbst, daß wir dunne und feine Stoffe bevorzugen, die sich anschmiegen und nicht auftragen. Daraus ergibt sich auch immer noch die flache Spitzendekoration, die für alle Gegenstände, Hemden, Hosen und Unterkleider gilt. Die Linie der Wäsche richtet sich ohnehin nach der des Kleides. Eben durch kunstvolle Schnitte erreicht man, daß die Frau schlank aussieht. So wird im kommenden Winter die Prinzeßform Stil selbst auch des einfacheren und praktischen Kleides sein. Selbstverständlich ist es demnach auch, daß die Dame nicht jedes beliebige Unterkleid verwenden kann, sondern sich dasselbe jeweils passend von der Schneiderin mitanfertigen läßt. Um so großere Freiheit läßt man uns bei der Auswahl und der Anfertigung der 2 Hausanzug, bestehend aus einer rockweiten, schwarzseidenen Hofe und einer Bluse aus gema sterter Kunstselde. An Stelle der Druckmuster kann man auch Spitzenmotive setzen.— Nachtgewänder in fließender Kleidform.— Einzeine Modelle für Kombinationen mit Spitze Stickeret und Säumchenarbeit. DAS BILD Von Georg Freimuth .... und nun aber müssen sie mir er= zahlen, lieber Freund“, sagte Frau Verena und lehnt sich erwartungsvoll in den Korbsessel zurück,„Sie mussen doch in den beinahe zehn Jahren, die wir einander nicht gesehen haben, auch allerhand erlebt haben!“ Heinrich Horn schaut vor sich nieder auf den mit roten und weißen Platten belegten Boden der Veranda:„Erlebt“, wiederhalt er gedehnt— und dann:„Was soll ich erzählen? Sie sagen„Windhoch“ und„Keetmannshoop“ wie ich.„Potsdam“ oder„Leipzig“ sage,— Sie haben ber die grenzenlosen Steppen Sudwest= afrikas hingeblickt und vor dieser Weite sind Ihre Augen jung geblieben.— Sie konnen über Kämpfe gegen wilde Tiere und gegen die Dürre berichten und von der Pionierarbeit erzählen, die Sie mit Ihrem Gatten auf Ihrer Farm geleistet haben und die zukünftigen Geschlechtern zumite kommt,— aber ich? Ich habe ge= malt: Portrats, Landschaften.— habe gute und schlechte Kritiken über mich ergehen lassen,— das ist alles. Der Brunnen, von dem Sie vorhin so nebenher sagten, daß sie ihn am Rande der Steppe mraben ließen, dieser eine Brunnen ailt unvergleichlich mehr als alles, mas ich in diesen zehn Jahren„geleistet“ habe!“ Jetzt sind Sie aber zu bescheiden!“ „Im Gegentei." Wissen Sie, Frau Vetena.— Sie gestatten mir doch noch diese Amee aus früheren Zeiten:— Wissen Sie, ich hatte schon lange den Verdacht, daß ich ein ziemlich überflüssiger Zeitgenosse wäre, aber niemals war es mir so klar wie setzt, da Sie von Ihrem Leben erzahlten. Ja, die großen Meister der Vergangenheit, die etwa Tod und Aufersteung des Heilands malten und damit Harte erschütterten und Verzweifelte trösteten,— die wußten, wozu sie lebten. Aber wir Heutigen? Ob es ein paar Stilleben mit Melonen und Hummern, ein paar Landschaften mit Wasserfällen oder Windmühlen mehr oder weniger gibt, ist doch wirklich so gleichgültig! Und sehen Sie, dieser Gedanke raubt einem naturich alle Schaffensfreude: Wozu sich mit einer Arbeit abmühen, denkt man, die schließlich— überflüssig ist...!“ Heinrich Horn schweigt mit gesenktem GGesicht, Frau Verena betrachtet von der Seite aufmerksam sein schmales, mildes Antlitz, dann beginnt sie vorsichtig:„Gau. ben Sie nicht, daß Sie mit Ihrer Kunst diesem oderGenem Freude und Lebensmut schenken könnten?"„Das glaubte ich, als ich sung war,— setzt nicht mehr. So“, sagte Frau Verena leise,„jetzt nicht mehr..“ Und fährt nach ein paar Augenblichen des Stillschweigens gedämpft, und an dem Besucher vorbei in den Abend hinausschauend, fort: „Ich denke setzt an eine Farm im afrihanischen Busch: der Mann und die Frau haben in zaher Arbeit geschafft. Jahr um Jahr, nun haben sie verlaßliche schwarze Arbeiter, ihre Herden vermehren sich, nun können sie daran denken, ihr Wohnhaus freundlich und heimelig zu gestalten. Ein Hamburger Freund sendet ihnen Möbel, Büicher, vielleicht ein Piano, und— ja, auch ein paar Bilder: Landschaften aus der Heimat,— darunter vielleicht ein Bauernhaus unter Pappeln. Und nun kann ich mir denken, daß an schweren Tagen— die da draußen niemals ausbleiben!— daß an solchen Tagen ein Blich auf dieses Stück Heimat die beiden mit frischem Mut erfüllt. Ja, ich könnte mir sogar vorstellen, daß eines Tages der Mann fortreiten muß,— Hereros haben eine Herde geraubt oder des Nachbarn Haus niedergebrannt,— ich kann mir vorstellen, daß nun die Frau öfters als sonst dieses Bld betrachtet, wie man etwa in düsteren Stunden ofters einen Blich in einen Brief wirft, den ein geliebter Mensch einem geschrieben hat. Und dann könnte es geschehen, daß die Schwarzen draußen im Hof plötzlich anfangen, die Köpfe zusammenzustecken und sich zuflüstern und scheu umsehen, daß sie lange nicht mit der Sprache herauswollen, bie es einem Alten plötzlich entfährt: Der Herr kommt nicht zurück,— Isaac, der schwarze Boy des Nachbarn ist eben vorübergelaufen,— es hat eine Schießerei mit den Hererogegeben,— den Herrn hat es getroffen.. Und dann beginnen die Schwarzen plötzlsich zu beulen und sich die Haare zu raufen, die Frau aber geht still in das Haus. Nun könnte sie ja so hoffnungslos und so voll Verzweiflung sein, daß Hausanothehe ginge, eine ganze Schachtel eines Pulvers in Wasser auflöste und das Glas an den Mund setzte. Einen Herzge. BABYIM WOLLKNAUEL Unser Bild zeigt eine lustige photographische Studie von Babay, das sich im Wollknäuel verstrickt hat, und nun, ungewiß was weiterhin geschehen soll, Rat suchend um sich blickt. Nachtkleider und der übrigen mit Recht so beliebten Gegenstände wie Jächchen, Morgenjacken und Hausanzüge. Die Nachthemden erscheinen wie Kleider und die Morgenröche wie Mäntel. Das Pysama steht nicht mehr in höchster Gunst, weder für den Schlaf noch als Hausgewand, und wo es noch erscheint, hat es jede Strenge und Sachlichkeit verloren. Die Hosen wollen anscheinend einen Rock vortäuschen. Die dazugehörigen Jacken und Blusen lehnen sich gänzlich an die Kleidmode an, und man erlaubt sich nur eine Freiheit durch eine mehr oder minder reichliche Verwendung von Spitzen. Manches Modell ist dann oft fast mehr Spitze als Seide, und man versteht es wunderbar, die hübschen Blumen= und Blättermotive, die immer noch modern sind, mit dem Stoff zu verbinden. Für Morgenmäntel und Jachen bleiben auch die gesteppten Modelle richtig, denn da es setzt morgens schon empfindlich kühl ist, erfreuen sie sich besonderer Wertschätzung, weil sie so schön warm halten. HEIMKULTUR Eines schickt sich nicht für alle Neben den so beliebten, modernen Möbeln, die trotz einer gewissen Auflocherung ihrer strengen Formen doch immer noch sehr sachlich wirken, beobachten wir heute wieder sehr viel Stilmöbel. Wahrscheinlich waren es die kleinen Zimmer der Neubauwohnungen, die uns häufig den englischen Stil übernehmen ließen, denn drüben in England ist das zierliche, kleine Zimmer mit zierlichen Möbeln allgemein. Auch der kalten Sachlichheit der großen Möbel sucht man jetzt mit Erfolg beizukommen, Indem man ihnen zum Beispiel Bezüge in echter deutscher Handweberen mit seinen kunstgewerblichen Mustern gibt. Für den Stuhl a la Queen Anna oder Chippendale wählt man jedoch ein Blumenmuster und eine andere, mehr klassische Webart, wenn man nicht einfarbigen Rips oder Plüsch vorzieht. Handarbeit schmücke dein Heim Zu den schönsten Handarbeiten, die die aufgewandte Muhe und Sorgfalt durch Haltbarkeit und unveränderliche Schönheit belohnen, gehören die Weißstichereien. Bei ihnen macht es nichts aus, wie lange die Arbeit dauert, und man kann unbekümmert auch Weißstickereien arbeiten, wenn die Hände Hochsommertem)() peratur angenommen haben, denn die hostbarste Deche in Weißstickerei gewinnt noch durch Waschen und Bügeln. Die wissende Hausfrau, die heute eine so hübsche Garnitur stickt, wie die, welche wir im Entwurf vorschlagen, denkt bestimmt daran, daß sich ihre Enkelin wahrscheinlich noch darüber freuen wird. Deshalb arbeitet sie auch die Querstäbchen, die den breiten Hohlsaum ausfüllen, sorgfältig im Knopflochstich. Stilstich oder Plattstich verbinden graziös die großen dekorativen Zeichnungen miteinander. schlag lang sieht sie ihren Mann tot im tensand liegen, flüstert:„Gleich sind wir wieder vereint..., da fällt ihr Blich auf das Bild aus der Heimat, auf das Bild mit der Windmühle und den Birken. Windmühle und Birken? denkt Heinrich Sorn. Vorhin sagte sie doch: Bauernhaus unter Pappeln. Er schweigt aber und Frau Verena fahrt fort: Es ist natürlich schwer zu sagen, was die Frau in diesem Augenblick denkt: Vielleicht fallen ihr ihre Eltern ein, die ihr die tröstende Zuversicht des Glaubens gaben, da sie mit ihnen als Kind in einer solchen Landschaft spazieren gegangen ist: vielleicht weiß sie plötzlich, daß sie hier nicht für sich allein steht, sondern diesen Flech afrikanischer Erde für die in der Heimat festhalten muß:— vielleicht sagt sie auch nur leise vor sich hin: Du sollst nicht im Wüstensand liegen bleiben, Liebster, du sollst in der Heimat ruhen auf dem stillen trauten Friedhof dort und da werden sie mich einmal neben dich betten! Was immer sie auch denkt,— sie läßt daGlas sinken.— Und zwei Tage später bringen Nachbarn ihren Mann, schwer verwundet, aber nicht hoffnungelos..." Frau Verena hebt ihre Augen und lachelt unbeschreiblich gütig, da sie nun fragt:„Es muß nicht gerade so gewesen sein,— ich sprach von Afrika, weil ich so lange dort lebte,— aber könnte etwas Aehnliches nicht wirklich einmal geschehen sein,— mit einem Ihrer Bilder geschehen sein, lieber Freund?“ Heinrich Horn schilttelt langam den Kopf:„Sie sind eine Dichtertn. Frau Verena, aber—“ In diesem Augenblick öffnet sich die Tür, Hans Franke, Verenas Gatte, tritt ein. Schmal, braun, energisch. Die Freunde, die einander so lange nicht gesehen haben, begrüßen einander herzlich, der Hausherr öffnet eine dickbauchige Flasche, eine Zigarrenkiste und bald sind die Männer in ein lebhaftes Gespräch über allgemeine Dinge verwickelt. Frau Verena lehnt schweigend am Fenster, da hört sie ihren Gatten sagen:„... so ein Geweih haft du noch nicht gesehen, das muß ich dir unbedingt zeigen!“ Und ehe sie noch etwas einwenden kann, stehen die beiden Männer an der Tür zum Nebenzimmer, Hans Franke öffnet:„Da— ein Kapitalbock, was?“ sagte er stolz. urich Horn sieht: Ekn seltsames Geweih, daneben aber— daneben ein Bild, — eine Windmühle,— Birken.. Der Freund ist seinem Blick gefolgt:„Ach so. dein Bild, das interessiert dich natürlich mehr“, sagte er gutmütig.„sa, wir bchamen es aus Hamburg und nahmen es ent hierher mit. Meine Frau liebt es sehr.“ Der Maler wendet sich hab um. da steht Frau Verena,— plötzlich erblaßt, — legt bittend den Finger an den Mund. Eine Viertelstunde später läuft ein Mann durch die Straßen, lauft wie ein Junge, lacht und pfeipft vor sich hin und stößt da und dort an Vorübergehende. Und sie blicken ihm nach kopfschuttelnd, aber nicht ärgerlich. „Der hat sich eben verlobt“, denken sie, „oder er hat den Haupttreffer gewonnen!“ Denn sie können ja natürlich nicht wissen. daß dem dahinstürmenden Mann soeben ein neues Leben geschenkt wurde! as. 9 Eine Nacht bei lebenden Toten Turkestan, wie man es nicht kennt Auch heute noch ist das Herz Asiens, jene riesigen Gebiete, die wir reichlich unbestimmt unter der Bezeichnung Turkestan zusammenfassen, der Außenwelt zum größten Teil ein Buch mit sieben Siegeln. Den einsamen Wanderer in den Karakoram=Bergen, an der Grenze gegen Indien, erwartet in verborgenen Tälern und Winkeln ein buntes Gemisch kleiner und kleinster Völkerschaften, geheimnisvolle Bräuche und Sitten, die seit Jahrhunderten unverändert fortbestanden haben mögen, seltsam wie ein orientalisches Märchen. Etwa fünfhundert Kilometer südwestlich von Yarkand, der uralten Hauptstadt der geschichtlichen Tartarei, sollte inmitten der Bergriesen die eigenartige Gemeinschaft von Bergsiedlern leben, denen mein Besuch galt. Seit Wochen war ich mit meinen beiden Trägern unterwegs, uns einen Weg durch dieses grandiose Labyrinth von Schluchten, Gletschern und Gebirgsströmen zu bahnen. Unter unendlichen Schwierigkeiten, nur auf Kompaß und Sonne angewiesen, kamen wir langsam unserem Ziele näher. Eines Morgens begann'endlich der letzte Abschnitt unserer Reise, der Anstieg zu der Höhe, in der wir die Einsiedler zu finden hofften. Nach den früheren Strapazen war dieser Teil des Weges ein Kinderspiel; der Führer, den uns die Kirgisen mitgegeben hatten, geleitete uns einen Fluß entlang durch eine Schlucht, die verhältnismäßig gutes Fortnommen bot. Freilich, wie in dieser kaum zwei bis drei Meter breiten Felsenspalte mit ihren schwindelnd hohen steilen Wänhausen sollten, schien unperständlich, bis dann im ersten Abenddämmern der höchste Punkt erreicht war der uns ein unvergeßliches Bild schenken er, in fast viertausend Meter Höhe, traten die Wände der Schlucht nach geioen Seiten zuruck, um einem schmalen Kessel Platz zu machen, an drei Seiten den Bergriesen eingeschlossen. Wse geklebt in diesen Winkel stand ein seltseeliche deutsche Burg erinnernd. Eine Mauer. im Halbkreis der Schlucht verlaufeno, gewann dem ansteigenden Boden ein schräges Stück Erde ab; Wände aus rohbehauenen Felsblöcken, mungen. dildeie die Vonderseile 6. bändes, deio.nach hinten in den Ber Einer der Eindsiedler empfing uns: mit ter monchahnlichen Kutte, einer weit über den Kopf gezogenen Kapuze, aus der naum die Nasenspitze hervorschaute, perstark. er den leblosen Eindruck des noch. Mit langsamen, gemesseohne ein einziges Wort der Erwiderung, führte er uns auf unsere Bitte um Unterkunft in das Gebäude hinein. Ein Vorraum, offenbar zu gemeinen Aufenthalt der Insassen bestimmt, anen Reihe von rohen Tischen und Bänken, sonst nichts, nur der nackte Fels in seltsamen Wirkungen von Licht und Schatten notdürftig durch ein paar kärgliche Oellampen erhellt. Ein Gang, wie gnende schwarze Oeffnung im Gestein der Wand, nahm uns auf, führte uns durch die Dunkelheit, in der unser Führer fast unsichtbar blieb, weiter in derg hinein. Ab und zu eine winzige Lampe, die nalte, rohe Wände. von Feuchmahe da rigle. Modrige Kellerluft machte das en schwer; ein Gefühl er Beeung ließ sich in diesen verließGängen nur schwer unterdrücken. Führer kein Mensch Stollen in unheimlicher Stille. Weg weiter zu gehen, bis mich plötzlich eine Handbewegung in ein Seitengemach hineinwies. In der Eche Talgnerze einen zellenartigen Raum, etwa drei Meter lang und zwei Meter breit, in dem eine in das Ban. das einzige Mobilar . Kein Fenster, keine Tür vor dem Eingang, kein Tisch, nur der Fels oben. unten und an den Wänden. Fröstelne remartte ch das mein schweigsamer Führer plötzlich verschwunden ist, mit ihm der Kirgise, ganz alge 1a n der Kammer. Unwillkürlich kommt der Gedanke, ob man diesen unheimlichen Ort noch lebend verlassen, man denn diese seltsamen Menschen einer e Weir wirklich, weißz man, was Fanatismus, was vielleicht Hatz gegen Andersgläubige in den Gehirnen dieser geheimnisvollen Einsiedler anrichten mag? Hier bin ich restlos in ihrer Macht Endlich kommt mein Führer zurüch, briagt Wasser und ein Stüch Brot, verschwindet wieder, lautlos, wortlos. Es bleibt nichts anderes übrig, als sich auf der Steinbank für die Nacht einzurichten Von Schlaf hann kaum die Rede sein; unruhig wälze ich mich von einer Seite auf die andere. Dann plötzlich, durch die offenstehende Türöffnung fällt näherkommender Lichtschein, ein Mensch, unkenntlich in Kutte und Kapuze, eine Fackel in der Hand, leuchtet in meine Kammer hinein, gieyt sich schweigend wieder zurüch Bewacht man mich etwa, oder sorgt man sich um mein Wohlbefinden? Noch dreimal, im Abstand einer Stunde, kommt der geheimnisvolle Fackelträger zu mir. Dann endlich, meine Taschenuhr zeigt auf Mitternacht, die ersten Laute in diesem unheimlichen Bauwerk; leise klingen Singen und dumpfer Trommelklang durch die bisherige Stille. Vorsichtig stehe ich von meinem harten Lager auf und wage mich in den finsteren Gang hinaus. Der Gesang leitet mich durch die Korridore, allmählich finde ich den richtigen Weg und komme den Stimmen näher. Dann schließlich, hinter einer letzten Biegung schaue ich behutsam in einen größeren Raum hinein, in dem die Sänger knieend einen mitternächtlichen Gottesdienst verrichten. Fakkeln und Oellampen erhellen die Kammer gerade so weit, daß ich etwa dreißig Figuren unterscheiden kann; am Ende der Halle scheint ein Priester zu amtieren. Beklemmend das Bild in seiner düsteren Würde, seltsam nervenerregend der eintönige Gesang der Knieenden. Das Singen bricht plötzlich ab und ich halte es für besser, mich nicht auf meinem Lauscherposten entdecken zu lassen. Also zurück in meine Zelle, geradeaus, dann rechts um die Ecke oder war es links? Hinter mir ertönen Schritte, zum langen Ueberlegen bleibt keine Zeit. Also schnell in den Seitengang, vielleicht ist es der richtige. Aber ein schrechenerregender Anblick überzeugt mich bald, daß ich in den falschen Korridor geraten bin. Etwa fünfzig Meter zieht sich der Gang schnurgerade in den Felsen hinein; auf beiden Seitenwänden befinden sich in Brusthöhe etwa dreißig kleine Oeffnungen von zwanzig Zentimeter im Geviert, wie schwarze Flecken auf dem schwachbeleuchteten Stein. Und aus einigen dieser Löcher schauen menschliche Gesichter hervor! Menschenähnliche Gesichter sollte ich besser sagen. Abgezehrte, knochige Schädel mit schütterem Haar von eigenartig leblos grauweißer Farbe, glanzlose Augen, die über alles Wirkliche hinaus in die Unendlichkeit zu blicken scheinen, blutlose Lippen, die leise vor sich hinmurmeln. Der ganze Anblick so gespenstig schaurig, daß ich mit einem Aufschrei zurückschrecke und fortlaufe, blindlings, ohne auf den Weg zu achten. Wie ich schließlich meine Zelle wiedergefunden habe, noch dazu, ohne gesehen worden zu sein, weiß ich nicht. Endlich war es sechs Uhr und ich wurde durch eine Handbewegung aufgefordert, aus meiner Kammer zu kommen. In nervöser Erregung folgte ich in die Vorhalle, durch schauen menschliche Gesichter hrevor! treten hatte. Erst jetzt bemerkte ich, daß das frühe Morgenlicht durch zahlreiche Oeffnungen in den Raum drang und der Halle ein viel freundlicheres Aussehen gab. Einer der Einsiedler, der Führer dieser seltsamen Gemeinde, empfing mit mit einem ruhigen„Guten Morgen“ und bot mir Sitz und Frühstück an. Wie ich dann hörte, war ihm als einzigem das Sprechen erlaubt. Und jetzt, nachdem die unheimlichen Schatten der Nacht ihren Schrecken verloren hatten, bat ich den Alten, mir einige Auskünfte über die von ihm geleitete Gemeinde zu geben. „Wir sind hier fast dreihundert Männer“, erklärte er,„die sich aus religiösen Gründen zusammengefunden haben. Die Gemeinschaft selbst wurde schon 1658 gegründet und besteht seitdem in unveränderter Form weiter. Bei uns herrscht absolute Schweigepflicht, nur Gesang beim Gottesdienst und Gebet sind erlaubt“ „Aber ich habe, Sie eingeschlossen, überhaupt nur zwei Menschen hier gesehen", erwiderte ich vorsichtig; meine nächtlichen Erlebnisse wollte ich lieber verschweigen. „Etwa vierzig von uns leben in einem gemeinsamen Raum, den sie nur zum Gottesdienst verlassen oder zum Herbeischaffen von Nahrung“, erwiderte der Alte ruhig.„Die anderen zweihundertfünfzig sind einzeln in kleine Zellen eingemauert, die sie nie mehr verlassen; nur zum Empfang ihrer Speise, Brot und Wasser, treten sie mit den freien Brüdern durch eine kleine Oeffnung ihrer Zelle in Verbindung. Ihr Leben ist, auf ihren eigenen Wunsch hin, nur noch Geist, ihr Gedanke der Allmächtige, zu dem sie zurüchzukehren hoffen.“ Also das waren die Löcher in den Wänden des Ganges, die ich in der Nacht gesehen hatte! Zweihundertfünfzig Menschen für den Rest des Lebens in winzige Zellen eingemauert, in Finsternis und Einsamkeit! Lebende Tote! Ein Weilchen später schritt ich mit meinen beiden Trägern und mit den Kirgisen bergabwärts. Schien der Flußz heute viel lustiger durch die Schlucht zu brausen, der Himmel blauer, die Sonne strahlender? Ich lebe! Generalkonsul C. B. Grodnen. Turkestan. Us alWe Wo es fast keine Zeitungen gibt Zwar baut man hier und da in der Hauptstadt Abessiniens, in Addis Abeba, ganz moderne Häuser. Aber am weitesten abseits von dem, was wir Kultur nennen, ist dieses Abessinien doch auf dem Gebiete des Pressewesens. In Europa sieht man bisweilen eine Zeitung„Correspondence d'Etbiopie“. Aber sie wird in Paris herausgegeben und ist eigentlich nur für das Ausland berechnet. 10 000 Exemplare ist die Auflageziffer. Diese Auflage erreicht sonst kein gedrucktes Produkt Abessiniens. Die Griechen geben für sich eine Fachzeitung in Abessinien heraus, ebenso die Franzosen. Aber beide Blätter erscheinen in nur 500 Exemplaren. Direkte abessinische Zeitungen jedoch sind nur„Eimro“ und der jüngere„Brhanasalam“, die aber beide nicht über 600 Exemplare pro Auflage hinausgehen. Da sich der Leserkreis in absehbarer Zeit nicht vergrößern dürfte, werden diese Zeitungsverhältnisse vorerst so bleiben. Tiere und Autos Auf einem Kongreß für Ur= und Naturgeschichte in Newyork berichtete ein Dr. Roy Chapman Andrews, daß er in der Mongolei zahlreiche Tiere beobachtet habe, die immer wieder den Versuch machten, ohne sonstigen Grund rasch vor einem Auto die Straße zu überqueren. Wobei sie häufig überfahren werden. Die Debatte ergab die Möglichkeit, daß die Tiere so handeln, um das ihnen bieher unbekannte Fahrzeug direkt in den Blickkreis zu bekommen. Andere Wissenschaftler behaupteten, daß auch europäische Hühner so handelten. Eine andere Erklärung besagte, die Hühner wollten ihre eigene Geschwindigkeit prüsen und Vertrauen zu sich selbst gewinnen.(Haha! Die Red.) Die Mongolen sind übrigens der Meinung, daß die Tiere von einem Geist besessen seien und rasch über die Straße liefen in der Hoffnung, der Geist werde nicht so schnell sein und dabei— überfahren werden... König Ghazl ärgert England Da haben nun englische Lehrer dem heutigen König Ghazi vom Jrak die britischen Erziehungsprinzipien beigebracht, die Begriffe des Gentleman und andere Dinge— und jetzt erlebt man die große Enttäuschung. Hatte dieser König Ghazi nicht gesagt, er werde seine englischen Freunde immer bevorzugen? Heute sind die sonst so freundlichen Engländer eisigkühl zu ihrem König Ghazi im Irak. Denn er hat den Auftrag zum Bau des Kut=Dammes nicht an die Engländer gegeben, sondern an eine französische Firma. Dafür hat man sich nun in Harrow soviel Muhe mit ihm gegeben. Auch das Stadion, das er bei Bapdad baut, um den jungen Jrakesen die Wunder der Wettspiele beizubringen, die er in Middlesex lernte, wird ohne englische Hilfe gebaut. Hat man nicht wirklich nur Aerger mit diesen Königen? Da holt Ghazi mohammedanische indische Ingenieure heran und gibt den Riesenauftrag an die Franzosen. Ghazi zucht diplomatisch die Schultern. Wurde er umsonst erzogen in Harrow Hat er nicht Schulgeld bezahlt. Und ist er etwa mit England verheiratet? Nein, sie werden keinem König mehr glauben, die Briten, höchstens dem eigenen. Ghazi soll die letzte Enttäuschung gewesen sein. Die Insel Guernsey Obwohl die Insel Guernsey zu den Normannischen Inseln gehört und also gar nicht schwierig zu erreichen ist, erscheint sie uns so fern und unbekannt, als wäre sie eine der Südsee=Inseln. Es gibt aber so viele Merkwürdigheiten auf ihr, daß ein Besuch sich unbedingt lohnt. Eine auffallende Erscheinung auf der Insel sind die unendlich vielen Treibhäuser, in denen in der Hauptsache Tomaten gezogen werden. Wie umfangreich dieser Tomatenbau ist, geht aus der Tatsache hervor, daß von der Insel Guernsey etwa Das Dürkheimer Faß- das größte der Welt! Das Raß hal ein Rassungsvermögen von 1 700 000 Liter; etwa 400 Menschen können bequem in seinem Inneren Pratz finden. 30 000 Tonnen Tomaten jahrlich ausgeführt werden. Man pflegt dort noch allerlei seltsamen Aberglauben und glaubt an das Vorhandensein von magischen Kräften, durch die Krankheiten geheilt werden können. Die Kirchen auf Guernsey haben schiedene Eingänge, den einen für Magner, den anderen für Frauen. Auch die kleinste Kirche der Welt befindet sich auf Guernsey, die nur sechs Menschen faßt. Sie ist mit Muscheln verziert. Eine cer Bewohnerinnen besitzt eine große Merkwürdigkeit, nämlich einen polierten Kirschstein, dessen Kern entfernt wurde Im Innern befinden sich nicht weniger als 144 Silberloffel, die aber so winzig sind, daß man es haum bemerkt, wenn einer herunterfällt. Die Steuern werden oft ia Form von Waren bezahlt, und zwar geben die Bauern von Guernsey Geflugel und dergleichen. Der Wein im Dichterwort Der Wein offenbart des Menschen Herz. er erfreut es nicht nur.„Der Wein erfindet nichts, er schwatzt's nur aus“, latt Schiller Isolani in den Pikkolomini lagen. Er schwatzt's nur aus. Er löst die Zunge, er zeigt dem Mittrinkenden, wes Geistes und wes Herzeno Kind sein Trinkkollege ist. In vino veritas. Der Wein verbirgt nichts. Er enthüllt die Sehnsuchte und die Wünsche, die Hoffnungen und die Gedanken, die Du sonst für Dich behalten hättest. Du plauderst sie aus. Sie erscheinen Dir leicht erfüllbar. Der Wein ist ein Spiegel der Measchen“, heißt es in Alcäus' Fragmenten. Ein Spiegel der Menschen,— denn er zeigt Dir besser als alle philosophischen Auseinandersetzungen, in denen Du Dich selbst ergründen willst, wer Du bist. Er zeigt das Gesicht Deiner Seele, er zeigt Dein geheimstes Gefuhl. Lilieneron, der einsame Heidewanderer, Fritz Reuter, Rüchert, Scheffel,— sie alle, Männer von echtem Schrot und Korn, verachteten den guten Tropfen nicht, der ihnen neuen Schwung zum Schaffen gab „Wein und schöne Madchen, sind zwei Zauberfädchen, die auch die erfahrnen Vögel gern umgarnen!“ heißt es in Rühkerto Oestlichen Rosen“. Der Titel des letzten Dramas von Björnstserne Bförnson lautete„Wenn der junge Wein blüht...“ Hoffmann von Fallerslebens Meinung über den Wein ist nicht die beste In einem Sinngedichtchen erklärte er „Wein, Weib und Würfel ist ein dreisach W“. Ein im Kartenspielbuch von Jost Amman, das im Jahre 1588 in Nürnberg herausgekommen ist. enthaltenes Sprichwort jedoch sagt:„Der Wein ergetzt deMenschen Hertz, erweckt darinn frewd schimpff ond schertzt Wer nicht mag Sauffen jeder frist, derselb kein rechter Teutscher ist.“ und wenn es auch nicht gerade nötig ist, sich zu jeder„frist“ im„Saufsen" zu üben, um ein„rechter Teutscher zu sein, so gehört der Wein und das frohliche Zechen eben doch genau so zu Deutschland, wie die ernste und verantwortungsbewußte Arbeit, die der Deutsche leistet. Es saßen beim schäumenden. kunkelnden Wein drei fröhliche Burschen und sangen", dichtete Keil im Jahre 184 während Logaus Sinngedichte den Eindruch von Fallersleben widerspiegeln Würfel, Weiber, Wein, bringen Lust und Pein“. Rudolf Baumbachs Gedicht von den drei Zechern ist da schon bejahendet Es waren einst drei Zecher, vereint in Lieb und Treu. Sie tranken aus einem Becher, und schliefen auf einer StreuEmanuel Geibel äußerte sich in seinem „Meister Andrea“ zurückhaltend und maßvoll:„Guter Wein findet gute Statt wie gutes Wort“, Karl Müchler bekennt sich schon freudiger:„Der Wein erfreut des Menschen Herz, drum gab uns Gort den Wein“. beginnt er sein Trinklied und Johann Heinrich Voß veröffentlichte im Hamburger Musenalmanach Trinkspruche die in seltsamem Widerspruch zu den„Fliegenden Blättern“ gedruchten stehen.„Wer nicht liebt Wein. Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“, saat Voß in Anlehnung an einen Spruch Martin Lutbers, während es in den„Fliegenden Blättern“ heißt:„aler Wein nicht liebt und nicht Gelang. verdient ein Weib sein Leben lang.“ „Wer niemals einen Rausch gehabt. der ist kein braver Mann, wer Durst mit Achteln stillt. fang lieber garnicht an“, heißt es in einem Singspiel von Joachim Perinet, und in den Gediche ten von Joh. Chr. Fr. Haug wird der brave Mann sogar aufgefordert:„Trinn sechs Räuschchen wöchentlich“,— weil daaber doch etwas gewagt erscheinen konnre, fügte er einschränkend hinzu:„Lehrt Hippokrat Die Serie der Trinksprüche und lieder könnte fortgesetzt werden.„Vom trink, trink. Brüderlein trink..“ über die feuchtfröhlichen Studenten und Rheinlieder bis zu Suppes Oper„Pocece cio":„Beim Liebchen, beim Liebchen. 9a sitzt man gern zu zwein, beim Weine. beim Weine, da sitzt man gern zu drein...“ gibt es eine unaushörliche Reihe von Lobsprüchen, die den Wein um seine fröhliche Kraft preisen. M. 6. H ort noch allerlei seltsamen nd glaubt an das Vorbanagischen Kräften, durch die heilt werden können. Die uernsey haben zwei vernge, den einen sur Manen für Frauen. Auch die der Welt befindet sich auf nur sech= Menschen faßt uscheln verziert. Eine besitzt eine große Nertämlich einen polierten en Kern entfernt wurde. sinden sich nicht weniger loffel, die aber so winzig es kaum bemerkt, wenn ällt. Die Steuern werden Waren bezahlt, und zwar rn von Guernsey Geflugel hterwort nbart des Menschen Herz. icht nur.„Der W schwatzt's nur aus“. latt in den Pikkolomini sat'o nur aus. Er löst die dem Mittrinkenden, wes Herzeno Kind sein Trink= vino veritas. Der Wein kr enthüllt die Sehnsuchte „die Hoffnungen und die du sonst für Dich behalten derst sie aus. Sie erscheirfüllbar. t ein Spiegel der Meain Alcäus' Fragmenten. Menschen,— denn er als alle philosophischen ngen, in denen Du Dich willst, wer Du bist. Er Deiner Seele, er zeigt Gefuhl. einsame Heidewanderer, kert, Scheffel,— sie alle, htem Schrot und Korn. guten Tropfen nicht, der wung zum Schaffen gab ne Mädchen, sind zwei die auch die erfahrnen irnen!" heißt es in RühRosen". Der Titel des von Björnstserne Biörn= lenn der junge Wein mann von Fallerslebens n Wein ist nicht die beste gedichtchen erklärte er Würfel ist ein dreisach pielbuch von Jost Amchre 1588 in Nürnbera ist. enthaltenes Sprich„Der Wein ergett des erwecht darinn frewd tzt Wer nicht mag Saufrselb hein rechter Teutnn es auch nicht gerade jeder„frist“ im„Saufein„rechter Teutscher“ der Wein und das fröh= en doch genau so zu die ernste und verantArbeit, die der Deutsche 1schäumenden. funkelnfröhliche Burschen und Keil im Jahre 1848. Sinngedichte den Einersleben widerspiegeln Wein, bringen Lust und aumbachs Gedicht von ist da schon bejahender: drei Zecher, vereint in Sie tranken aus einem fen auf einer Streu“. äußerte sich in seinem zurückhaltend und Wein findet gute Statt Karl Müchler bekennt er:„Der Wein erfreut z. drum gab uns Gott ter sein Trinklied und Voß veröffentlichte im almanach Trinksprüche Widerspruch zu den in Blättern“, gedruckten liebt Wein, Weib und ein Narr sein Leben a Anlehnung an eines ithers, während es in Blättern“ heißt:„aler ind nicht Gelang. vern Leben lang einen Rausch gehabt, er Mann, wer seinen stillt, fang lieber garo in einem Singspiel set, und in den GedichFr. Haug wird der aufgefordert:„Trink öchentlich“,— weil davagt erscheinen konnte. end hinzu:„Lehrt dich inksprüche und Trinkgesetzt werden.„Vom rlein trink..." über n Studenten= und Suppes Oper Boccac= en, beim Liebchen, da zwein, beim Welne. sitzt man gern 3u es eine unaufhörliche hen, die den Wein Aneßidoten um Ein als gutmütig=humorvoll bekannter Arzt Berlino wurde einmal zu einer Dame gerusen. Diese war krank— weil es ihr zu gut ging! Appetit und Schlaf waren ausgezeichnet, sie fühlte sich jung und kräftig, war aber unzufrieden, daß sie nicht brank war. Der Medieus besah sich die Dame lange mit hochgezogenen Augenbrauen, dann meinte er: „Machen Sie sich nur keine Sorge gnädige Fraul Ich gebe Ihnen eine Arznei, die bringt das alles sehr schnell eg * Der gleiche Arzt wurde zu einem anderen Patienten gerusen, der bekannt dafür war, daß er jedes neue, gerade in Mode gekommene Heilmittel unbedingt einnehmen mußte. Der alte Herr besah sich auch diesen Querulanten eingehend dann Jet er „Ich werde Ihnen X) Tropfen geben Aber nehmen Sie dieses Mittel schnell solange es noch heilt!“ * Und wieder der gleiche alte Herr. der übrigeno heute noch praktiziert: Einer seiner Patienten war ernstlich krank, wollte aber heinesfalle die verordnete Arznei einnehmen. In Gegenwart des Arzteo schrie seine Gattin(eine wegen ihrer Unleidlichkeit besteno bekannte Dame) den Kranken wütend an:„Jetz nimmst du aber sofort die Medizin! Ich will sterben, wenn sie dir nicht hilft!“ Worauf der Arzt leise bemerkte:„Jetz machen Sie aber schnell! Sie hilft tatsächlich auf alle Falle!“ * Ein berühmter Pariser Medicus. im Kreise seiner Kollegen nicht gerade beliebt wegen seiner scharfen Kritiken an ihrem Können, lag auf dem Sterbebett Drei nicht ganz so beruhmte Aerzte wie er standen an seinem Lager. Zu ihnen sagte der Sterbende mit leisem Lächeln „Ich hinterlasse drei ausgezeichnete Aerzte! Sie heißen...“ Interessiert traten die drei näher, um besser ihre eigenen Namen vernehmen zu können. Aber immer noch lächelnd fuhr der Kranke leise fort:„Sie heißen: das Wasser, die Bewegung und die einfache Kost!“ Der neue Wagen. Bim:„Du, der Bum hat doch einen neuen Wagen!“ Bam:„Ja, hat er von seinem Onkel geschenkt gekriegt.“ Bim:„Wieso— mir hat er doch erzählt, er hätte sein ganzes Kapital hineingestecht.“ Bam:„Glaub' ich schon. Das Benzin hat er nämlich selber haufen müssen.“ * Kluge Voraussicht. Grete:„Und denk' Dir, mein Verlobter lehrt mich sogar Kartenspielen damit ich'o hann, wenn wir verheiratet sind.“ Liese:„So. was bringt er Dir denn da bei?“ Grete:„Ich glaube, das Spiel heißt „Patience“ Schotten unterwegs. „Endlich hab ich einen Brief von meiner Frau bekommen“, sagte Scott. „Nun, wie geht es ihr denn?“ „Ja, das weiß ich nicht, denn ich mußte ihn wieder zurückgeben, weil ich Strafporto zahlen sollte.“ Leidensgenossen. Jemand besucht ein Gefängnis und fragt einen der Sträflinge, was er im Gefängnis als besonders schrechlich empfindet.„Herr, das Schlimmste ist, daß man keinen Namen mehr hat, sondern eine Nummer, und daß man auch später sein Leben lang von der Polizel überwacht wird.“ „Trösten Sie sich", erwiderte der Besucher,„wenn es weiter nichts ist! Das geht doch jedem Autofahrer ganz genau so." Unfreundliche Kritik. Paul zeigt seiner Angebetenen Fotoaus seiner Jugend. Darunter eines, wo er als ganz kleiner Junge bei seinem Vater auf dem Schoß sitzt. Fragt ihn die Teure:„Du, sag mal, wer ist denn der Bauchredner?“ Patent IV/6598: Das Stehaufbettchen.. Prahlhans' unerhörte Geschichten Er hat seit einer Stunde die unerhörtesten Geschichten erzählt. Die Zuhörer sangen an die Geduld zu verlieren. Der Herr mit dem Berliner Akzent beschließt einzuschreiten und beginnt mit einem Blick in die Runde:„Das sind ja furchtbare Abenteuer— aber ich muß Ihnen auch etwas erzählen, das ist noch viel toller. Als ich voriges Jahr hier war, machten wir in großer Gesellschaft eine Motorbootpartie. Auf einmal, man konnte kaum noch Land sehen, ein furchtDiese Zeiten. Im Case sitzen zwei Herren und reden kein Wort. „Ach!“ stöhnt endlich der eine. „Nun hör' ja auf, von deinen Ge= schäften zu reden!“ rief da empört der andere. barer Krach— der Motor ist explodiert.“ Stille. Dann fragt der Prahlhans:„Nun, und—?“ Der Herr mit dem Berliner Anzent fährt sich über die Augen:„Ja— wir sind alle ertrunken.“ * Da lacht der Motor. „Was fällt Ihnen ein, hier auf Fußweg zu fahren? Wozu ist denn die Chaussee da?“ „Ja— aber ich habe solche Angst vor den anderen Autos...“ Beim Wort genommen. Der Chef hält dem neuen Lauffungen eine kleine Einführungspredigt:„Vor allem, mein Junge, will ich einen Laufjungen haben, der nicht herumsitzt, bis man ihn mit der Nase auf die Arbeit stößt, der von selbst sieht, wo es fehlt und der von sich aus das tut, was notwendig ist. Hast du verstanden?“ „Gewiß. F rr“, erwidert der „soll ich mal gleich gehen, Ihnen einen sauberen Kragen kaufen?“ * So gut wie verboten. Tante:„Na, Fritzchen, haft du dir das Buch schon angesehen, was ich dir zum Geburtstag geschenkt habe?“ Neffe:„Och nee, Tante, Mutter sagt nämlich, ich müßte mir die Hände waschen, ehe ich das Buch ansehe.“ * Seine Auslegung. Professor(im Examen):„Also, meine Herren, Sie hennen jetzt den Unterschied zwischen direkten und indirekten Steuern. Vielleicht kann mir der Herr dort mal ein Beispiel für eine direkte Steuer nennen. Student:„Die Hundesteuer, Herr Professor!“ Professor:„Aber wieso denn?“ Student:„Na, die zahlen doch die Hunde nicht selber!" Unbeabsichtigte Wirkung. Spaziergänger:„Um Gotteswillen, wie sieht denn heute der Stadtpark aus,— nichts wie Papier auf den Wegen!“ Parkwächter:„Ja, Herr, die Parkverwaltung hat gestern Abend Handzettel verteilen lassen mit der Aufforderung. nicht so viel Papier und Abfälle im Park wegzuwersen.“ * Schlimme Aussichten. Ein Tenor hat in einer kleinen Stadt einen Abend zu geben. Sein Zug kommt schon sehr zeitig an, und er besieht sich zunächst einmal die Stadt. Dabei muß er die Feststellung machen, daß recht wenig Plakate für seinen Abend angeschlagen sind, und beschließt, einmal bei den Leuten selbst auf den Zahn zu fühlen, ob man etwas von ihm gehört hat. „Sagen Sie mal, lieber Mann, so fragt er in dem Laden, den er betreten hat, „wissen Sie nicht, ob heute Abend etwas los ist in der Stadt. Ich bin nämlich fremd hier.“ Antwortet der:„Doch, da soll so'n Tenor singen. Es waren sedenfalls schon eine ganze Menge Leute hier, die faule Eier haben wollten.“ * „Ach nichts weiter. Der Paul und der Franz streiten sich um einen Apfel.“ „Und wer hat den Apfel jetzt?“ fragt Mutter weiter. „Ich", erwidert Fritz.„Ich bin nämlich der Rechtsanwalt.“ * „Die junge Frau dort drüben sieht immer so traurig aus.. „Ja, daß ist doch die Frau von Perkine, der vorige Woche heiratete. Aus Sparsamskeitsgründen hat er seine Frau allein auf die Hochzeitsreise geschickt.“ öndlich wurden er unden... Der Wunschtraum der kurzsichtigen Hausfrau rend seiner Kerkerhaft fast ununterbrochen Schach und saß gerade mit seinem Genossen seines tragischen Geschikkes, Friedrich von Baden, am Schachbrett, als den beiden ihr Todesurteil ver kündigt wurde. „Eine Kurzpartie“. Gespielt in Aachen 1934 Welß: Hahn. Schwarz: Bongardts.— 1. 64. e5: 2. 8—f3, 8—c6; 3. S—c3, 8—f6; 4. d4, e5xd4: 5. Sf3xd4, Lf8—b4; 6. 8d4x c6, b7xc6; 7. D—d4, D—e7; 8. f3, d5; 9. Lg5, Lb4—c5; 10. Dd4—a4, 0—0?; 11. Da4xc6, Lo8—d7; 12. Dc6xc7, Lc5—d6: 13. Lg5xf6, g7xf6; 14. Sc3xd5; De7—e6; 15. De7xd7I Aufgegeben. * Lösungen an: Th. Lechtenfeld, M.Gladbach, Margarethenstraße 19. Nun raten Sie mak Kreusworträtsel Waagerecht: 1. moderne Erfindung, 4. Gewässer, 5. russ. Fürstentitel, 7. Staat in U.S A., 8. Adelstitel, 10. Fanggerät, 18. Zeitbegriff, 15. Insekt, 16. Teil der Kirche, 17. Straußvogel, 19. Fluß in Spanien, 22. Vorsatz, 24 französ. Gefängnie, 26. Geschlechtevort, 26. röm. Gott, 27. Teil dee Baumes. Senkrecht: 1. Naturerscheinung, 2 öm. Göttin. 8. Sauerstoffart, 4. engl Litel, 6. Titel, 8. Bergwild, 9. Blume 1. Männername 12. Gattin zu Nr. 5, 8 Getränk, 14. Bezirk, 18. Teil der kingeweide, 20. hyglen. Einrichtung. (I. Hotelangestellter. 22. Haltung, 23 sisch Silbenrätsel Aus den Silben - ae- be— de— de- dom— dret -e-e- el- feu— gent—— 1— 1- lo— mel— ne— nor— po— pos - ra- tad— rohr— ron— fel— sprot— te— to— tel— ter— toch— zet sind 15 Wörter zu bilden, deren erste suchstaben von oben nach unten und vierte Buchstaben von unten nach oben gelesen, ein Sprichmort ergeben. 1. Körperfläche, 2. Spiel, 8. Vermittler, 4 Vogel, b. Fluß in Mitteldeutschland, 6. türk. Befehl, 7. Schicksalsgöttin, 8. Fahrzeug, 9. Kletterpflanze, 10. Rundgang. 11. Papierstück, 12. Gedicht, 13. altes Epos, 14. Verwandte, 15. Fisch. Auflösungen Kreuzworträtsel. Waagerecht: 1. Boa, 3. Lot, 5. Lehne, 7. Bude, 9. Urne, 12. sie, 14. Nacht, 16 Iltis, 18. eng, 19. Aster, 20. einer, 22. nur, 24. Turm. 27. Fest, 29. Alice, 30. Don 81. Zar. Senkrecht: 1. Bau. 2. Ale, 8. Leu 4 Ton, 6. Hat, 7. Bon, 8. Dichter, 10. Rotunde, 11. Eis, 12. Stern, 18. Eiger, 15. Aas, 17. Ire, 19. Abt, 21. rot, 23. Uri, 25 und, 26. man, 27. Fez, 28. Sir. Silben=Rätsel. Ein gestandener Fehler ist halb verziehen.— 1. Eger, 2. Jorael, 3. Neiße, 4 Gasse, 5. Eltern, 6 Sahne, 7. Trabant, 8. Aller, 9. Nebel, 10. Diva, 11. Efeu, 12. Norden, 18. Enzian, 14. Reibe, 15. Fieber, 16. Echse, 17. Heerschau, 18. London Aus der Musik. 1. Akkord, 2. Rondo, 3. Allegro, 4. Baß, 5. Evchen, 6. Lincke, 7. Largo, 8. Almaviva— Arabella Hin und her. 1. Heiaz, 8. Urban, 8. Honig, 4. Salon, 5. Stolp, 6. Insel, 7. Staat. 8. Zobel, 9. Buche— Zugspitze. Die Karte: Wagner, Beethoven. Wer hennt die Köp Last, Elbe, Gold, Ilm, Obst, Naht, Uehre, Ripo— Leglonär. Deutsch-japanischer Studentenauskausch. Projessor Hans Ueberschaar von der Universitat Leipzig, der Begründer der deutsch=iapanischen Studentenbeziehungen der letzten 20 Jahre, mit sapanischen Studenten im Mett Jingu=Stadion in Tokio. Professor Ueberschaar weilt im offiziellen Auftrage in Japan, um Verhandlungen über die Erweiterung des deutsch-japanischen Studentenaustausches zu führen. Problem Nr. 72 Von J. Ulech, Essen-Schonnebeck (Urdruck) abc de Weiß 7 St. Schwarz: 19 St. Matt in 2 Zügen Problem Nr. 73. Von H. Grundherr (Sammler 1927) de Weiß 8 St. Schwarz 4 St. Matt in 4 Zügen Löserliste. Holbein, Welper Schroder, Bochum Happel, Müller, Bochum H. Muuer,— Ta. Knittel, Wanne Sehrbrock, Nierenhof J Gronzewski, B. Bockmann, Altenbochum A. Mönig Altenbochum J. Bockmann, Altenbochum B. Preuß B. Braun, Bochum J. Rau A Biermann P. Biermann Willy Else L. Lelgemann, Bochum E. Fuhl. Bochum J Th. Breuer, Ess.=Steele Punkte Herr A. Mönig, Bochum=Altenbochum, hält mit 211 Punkten die Spitze. Zum 2, Lösungspreis unseren herzlichen Glückwunsch! Partie vom 12. westfäl. Schachkongreß zu Siegen. Gespielt am 7. Sept. 1934 in der 7. Runde des Meisterfurniers. Weiß: Skowronek, Wanne-Eickel. Schw.: stud. med. Ludw. Herrmann, Bochum. Slavische Verteidigung des Damengambits. 1. d2-d4 d7-d5 2. c2-c4 c7-c6 Mit dieser Verteidigung habe ich in Siegen als Schwarzer immer das Damengambit behandelt und bin sehr gut dabei gefahren. 3. e2-e3 Die moderne, zurückhaltende Eröffnung, die Figurenabtausch vermeiden will. 3.——— S98—16 4. Sb1-d2 Einer jener kleinen Eröffnungsfehler, wie sie so oft vorkommen und leider so selten ausgenußt werden. 4.——— L08—f5 Der einzig richtige Zug, um den Damenläufer auf diese schöne Diagonale zu bringen. Die Schwäche am Damenflügel kann nicht ausgenußt werden, weil der unglückliche Springer nach Oeffnung der c-Linie auf d2 steht. 5. c4Xd57 c6Xd5 6. Sg1—13 e7—e6 7. Lf1—b5† Sb8-c6 8. Sf3—e5 9. Ddi-a4 10. 0—0 11. Sd2—f3 12. Lc1-d2 Dd8-b6 Ta8-c8 Lf8-d6 0-0 a7-a61 Der eigentlich entscheidende Zug. Schwarz schüttelt jetzt mit Leichtigkeit den Druck am Damenflügel ab. Weiß muß tauschen, verliert dabei das Läuferpaar und muß den b-Bauern zum c-Bauern entwickeln helfen. Hierdurch erhält Schwarz Einfluß auf das Zentrum(c51), was ihm im Verein mit dem Läuferpaar die Initiative sichert. 13. Lb5Xc6 Falls Le2, so DXb2 und Tbi geht nicht. 13.——— b7Xc6 14. Ld2-c3 c6-c5 Dieser Zug mußte sehr genau berechnet werden, weil er anscheinend die Qualifat verliert. 15. d4Xc5 Ld6Xc5 16. 92—94 Dieses Vorstürmen des g-Bauern bis 95 (droht Sd7) findet eine reizende Widerlegung. 16.——— 1f5—e4 17. 94—95 Sf6—g41 Dieser Zug bringt Weiß in die größte Gefahr. Falls Sd7, so Dc7 SXf8? LXf3 mit Mattdrohung. 18. Se5Xg4 Le4Xf3 19. Sg4—e5 1f3—e4 20. Da4—d1 Falls Sd7, so Dd8 mit Mattdrohung. 20.——— Db6-d8 21. Dd1—g4 Dd8—e7 22. h2—h4 17—f6 Entscheidend. 23. 95X16 24. Dg4-95 Dieses gewinnt bei riesiger Stellung einen Bauern. Vorzuziehen war aber wohl Ldól mit ziemlichen Drohungen. Der Rest ist Sache der Technik. 25. Dg5Xe7 Lc5Xe7 26. f2—f3 Le4—f5 Aufgegeben, weil es gegen den Vormarsch des h-Bauern in Verbindung mit Le4 keine Darade gibt. Meine beste Partie mit in Siegen (Anmerkungen von L. Herrmann.) Achtung. Die Bezeichnungen der Probleme 70 und 71 sind vertauscht. Unter Problem Nr. 70 muß es heißen: Matt in 4 Zugenl Unter Nr. 71: Matt in 2 Zügen! Parliestellung Dr. Joß— Dr. Aljechin. Sd3-c1 war ein böser Fehler, was Dr Aljechin auch sofort bewies. 1.—— Tc2Xc1I 2. Se2Xc1, da ja leider DdiXci an DXe2 matt scheitert. 2.—— Da2-g21 Schwarz gewinnt den Th1. In der Partie geschah noch: 3. Sci-e2 Dg2Xh1t 4. Kel-d2 DhXd1t 5. Kd2Xdi Lb5Xe2 und Weiß gab auf, denn das Endspiel ist für ihn aussichtslos T18X16 T16—h6 Damengambit. Gespielt beim 12. westfälischen Schachkongreß in Siegen Weiß: Ludwig Herrmann, Bochum Schwarz: S. Lechtenberg, Münster 1. d2-d4 Sg8—f6 2. c2-c4 e7-e6 3. Sb1-c3 d7-d5 4. Lc1-g5 Sb8-d7 5. Sq1—f3 L18—e7 6. e2-e3 0—0 7. Tal—c1 c7-06 8. Lf1-d3 Die Entwicklung des Königsläufers ließ sich nicht länger aufschieben. Der Kampf um das Tempo d5Xc4 LXc4 pflegt zugunsten des Schwarzen zu enden 8.--- d5Xc4 9 Ld5Xc4 Sf6Xd5 Das bekannte Entlastungsverfahren. Es liegt aber nicht in der Absicht des Weißen, das Spiel durch Abtausch zu vereinfachen. Rundfunk Sonntag. 10. September 6.15 Von Hamburg: Hamburger Hafenkonzert. 8.00 Zeit, Wetter, Nachrichten. Hermann 22 40—24 00 Von Königsberg: Nachtmusik und Tanz der Kapelle Erich Börschel. Darin: von Köln: Zum Todestag der Schillschen Offiziere. Ernst Baur: Ein Erinnerungsblatt. 8.10 Hermann Lons und das deutsche Bauerntum 8.20—9 00 Die sonntägliche Morgenfeier. 9.15 Funk ins Blaue! 10.00 Chorkonzert. Kolner Männerchor e. B., Leitung. Peter Weber, Friedrich Eugen Engels(Tenor), Egbert Grape(Klavier). 11.00 Wanderfahrt auf dem canadischen Strom. Eine bunte Reiseplauderei mit Schallplatten von Ingevorg 11.30 Von Leipzig: Reichssendung. Bach-Kantate.„Gott ist mein König“. Mitwirkende: Das Stadt= und Gewandhaus=Orchester, der Thomanerchor: Colisten: Montag. 11. September 5.30 Morgenruf. Anschl.: Frühkonzert(Schallplatten) 6.05 Hans Jacob Reinarz: Leibesubungen 6.25 Morgenkonser NK Irmgard Grenzel=Rohling(Sopran), Wilh. Ulbricht (Tenor), Elisabeth Wiskott(Alt), Kurt Bohme(Baß), Professor Günther Ramin(Orgel), Friedbert Sammler(Cembalo). Leitung: Thomaskantor Professor Dr. D. Karl Straube. 12 00 Musik am Mittag.— 12 00 Burgmusik auf Schloß Burg an der Wupper. Mitwirkende: Käthe Hoter, M. Gladbach: Friedel Brill, Wuppertal: Susanne Haym, Wuppertal; Paul Stieber=Walter (Tenor); Am Flügel: Georg Vollerthun.„Lieder und Duette von Georg Vollerthun". Einführende Worte: Staatl. und Gau=Musikfachberater Erbard Krieger.— 12.55 Glückwünsche.— 13.00 Achim Holtz: Ein Wort an alle.— 13.15—14.45(bis 14.00 für den Deutschlandsender). Aus der westdeutschen Funkausstellung, Koln. Das Kleine Orchester, Leitung: Leo Eysoldt. 15.00 Eltern und Kinder. Aus der Kindheit großer Deutscher: Hans Thoma. Zusammenstellung: Frau Fischer=Kreßmann. 15.20 Namen niederrheinischer Landschaft erzahlen 5 E. Pfeiffer: 1. Vom Einzelhof zum Dott. 15.35 Von Frankfurt: Funkbericht von der Greuizlandschau für Bauernrecht und Baternknzur in Bal Kreuznach 16.00 Aus der westdeutschen Funkausstellung, Koln Nachmittagskonzeri mittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester, Leitung: Rolf Hartmann. 17.00 Deutsche Erzahler der Gegenwart. Hans Franck. Knappe Hennecke Rodenbe 17.15 Fred Heinse: Freundschaft mit Büchern 17.90 Putzchensmarkt. Ein fröhlicher Funkbericht von einer berühmten rheinischen Kirmes. Sprecher: Hermann Probst und H. E. Pfeiffer 18.00 Bauernlob. Gedichte von Mathias Claudins Sprecher: Rudolf Rieth. 18.20 G Stündche Kolsch. Rund öm et Jahr— quer durch et Levve. Zusammenstellung: Laurenz Plesgen und Peter Kintgen. Leuung: Vilheim Wad. 19 00 Klavierkonzert. Hans Haaß pielt Bariationen. 1. Sinfonische Etüden von Schumann. 2. HändelBariationen von Brahms 19.40 Sportvorbericht(voraussichtlich: Funkbericht vom westdeutschen Segelfliegertreffen in den Borkenbergen). 20.00 Kammermulik von Händel. Braut von Messina oder Die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel von Friedrich von Schiller. Für den Rundfunk eingerichtet von Rudell Rieth mit Musik von Erwin Mauß. Spielleitung: Rudolf Nieth. Personen: Donna Isabella, Fürstin von Messina: o Zardo Rrinatz. Beibeonbungen — Morgenkonzert. Uebertragung aus der Beethovenhalle, Bonn. Das Bonner Kammerorchester in der NS.Kulturgemeinde, Leitung: Kapellmerster Ernst Schrader.— 6 50—7.05 Morgenruf— Zeit, Wetter. Nachrichten.— 7.05—7 10 Heute ist Lostagl(Lambertus). 8.00 Zeit, Wetter. Wasserstandsmeldungen. 805 Hilde Bremus: Frauenturnen 8 20—8 30 Cläre Meichener: Was kochen wir diese Woche? 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.10 Zur Feuerschutzwoche Dr. Drees: Feuergefahr und Feuerschutz auf dem Lande 10 20 Wir und die Welt. Richard Heigemeyer:„Was brachte der Sportsonntag?“— Studiencat P. Brüls „Das neue Funkgerät“— Maria Trug:„2eltsame Inschriften auf Grabsteinen und Totenbrettern“ 11.30 Funkwerbung der Reichspostreklame(ohne Verantwortung des Intendanten). 12 00 Musik am Mittag.— 12 00—12(5 Männerchöre Aufnahmen vom 11. Deutichen Sängerbundsest in Frankfurt am Main.— 12 45 Mittagsmeldungen 1 Glückwünsche.— 13 00 Das Große Orchefter. Leitung Dr. Wilhelm Buschkötter Soliit: Rudi Rhein(Violine).— 13.45 Mittagsmeldungen 2 14 45 Schlachtviehmarktberichte und Wirschaftsmeldungen 1 15 15 Joachim Lais: Tiniges über die deutsche Reichebahn. 15 2 Wirtschaftsmeldungen 8. 15 50 Stimme der Zeit 16.00 Aus der westbeutschen Funkausstellung, Koln Nachmittagskonzert. Das Kleine Orchester, Leitung Leo Eysoldt. Solist: Fr. Eugen Engels(Tenor) „Werke von Franz Liszt“. 17.00 Wanderungen in Rheinland und Westfalen. Paul Hombrecher: Das Land der künstlichen Seen. Rund um die bergischen Talsperren Auslese“. Wolfgang Amadeus Mozart Köchel=Verz. Nr. 581). Klarinetten=Quintett in ADur. Philipp Dreisbach, Klarinette, und das Wendling=Streichquartett. 17 50 Edgar M. Moog: Duisburg=Ruhrort. Arbeit und Brot durch Binnenschiffahrt 18.20 Franzosische Unterhaltung. 18 40 Vom Tage 18.50 Wirtschaffsmeldungen 3. Sportvorbericht 19.00 Westdeutsche Wochenschau 19 30 Das Schrammelquartett des Reichssenders dazu Willy Schneider(Bariton). 20 00 Erste Abendmeldungen. Leipzig: Reichssendung: Stunde der Nation Die Wartburg Schicksal einer deutschen Veste. Ein Funkbild von Alfons v. Czibulka und Baldnin Naumann Dd8-a5 Sd7-b6 Sb6-d5 La3-e7 nahme ein ubles 10. 195—14 In Frage kam SeXI4 1. Lh4-g3 SdXc3 12. b2Xc3 Le7-a3? Erweist sich bald als Tempoverlust, der zudem den Turm etwas günstiger stelll. Stellungsgemäß sollte Sd—16 gesdiehen, oder auch sofort Sd-bo 13. Tc1—c2 14 Lc4-d3 15. 0—0 Der Bauernraub SdXc3 Ende: 14. TclXc3 Da5Xc3 15. Ld3Xh7t Kgs Xh77(Auch nach Ko—h8 ist die Drohung Sf-95 nebst Dh5 tödlich) 16. Sf3-95t Kh7 96 17. Dd1-g4 e6—e5 18. S95—e6t Kg6 —f6 19. Lq-h4 matt.— Der Textzug sol diese Kombination verhindern 16. Dd1-d2 Sd5-f6 17. Dd2—e2 Sf6-d5 Der Vorkämpfer von Münster ware mit Remis durch Zugwiederholung zufrieden 18. De2—e1 17—f5 19. L93—e5 Le7-f6 20. e3—e41 f5Xe4 20.—— LI6Xe5 scheint etwas besser zu sein. 21. DetXe4 97-96 22. De4—94 Nun droht Weiß den Punkt g6 zu stürmen 22.--- Sd5-e7 Der Springer strebt zur Entlastung des Feldes g6 nach f5. Der Anziehende schlact aber mit wenigen Zügen die schwarze Stimmen auf Schallplatten. 21.20 Bom Deutschlandsender: Wir suchen und finden Szenen aus neuen dramatischen Werken. 1. Aus fehl Nr. 1"(Wilhelm Dennler). 8. Aus„Einsiedel"(Walter Gottfried Klucke) mit einer Einleitung von Dr. Reiner Schlosser. 22.00 Zeit. Wetter, Nachrichten. Tanzmusik. Das Kleine Orchester, Leitung Leo Eysoldt. Mitwirkende: Melitta Wittenbecher(Sopran). Als Einlage: Der Sommergast. Eine lustige Szene von Jo Hanns Rösler. Personen: Der Mann Gustav Gurke(Willi Stassar). Leitung: Curt Baumfinden brave junge Leute aller Stände und Berufe, die sich im OrdensstandGott weiden wollen, Aufnahme. Die Genossenschaft, welche bereits in gehn Tiogesen Niederlassungen besitzt, bietet ihnen reiche Gelegenheil, ihre Krafte u. Bähigkeiten im Dienste der Caritas. insbesondere in der Krankenpflege auch in der Landwirtschaft oder im Handwerk) zu verwerten. Meldungen wolle man richten an den Generalsdern der Barmherz. Brüder in Trier. Nä= dere Auskunft ertellen auch die Obern der Barmh. Brüder in Bochum, Rechenerstraße 4, Elderfeid, Kasinostraße 19. und Tortmund, Burgbolgstraße 150. Lies und fördere Dein Heimalund Familienblatt Erzwungen, da außer SXd8 auch IXf5 nebst DXh6 droht. Wenn 28.—— Dd8—h4, so einfach LXI5 DXD LXD und Weiß hat eine Figur gewonnen. 29. g6X17 Dd8-f6 30. Ld3Xf5 Df6X15 31. Dh3X* e6X15 32. Tc2—e2 Schwarz gab auf. Wie wir bereits an anderer Stelle berichteten, sah das Turnier um die westfalische Meisterschaft 4 Spieler mit je 6 Punkten an der Spike: die Bochumer Ludwig Herrmann und G. Rogmann und die Gelsenkirchener Klein und Ernst. Zur endgültigen Ermittelung des westfälischen Meisters werden diese vier Spieler in einigen Wochen ein doppelrundiges Turnier austragen. Endspiel von K. A. Kubbel a Weiß zieht und halt das Spiel unentschieden. Einfach, aber reizend. S 92—57 8 4—1 86y PS Xpt 4p—7 p—997 8—97 1/3—9 bunco7 Anzeigentell Mets ehne Bähungen Stets gute Verdeuung durch Kneipp=Flatuol das tausendfach bewährte Verdanunge pnivergegen Mlähungen. Aufeloßen. te Kepfechmerzen, Schwindelanfälle sew. Kaelpp-Kur-Wegvelser Focteales dureh Anelpp-Mittel-Zentrele(a lpregehee) Wörsbure In der Genossenschaft der Barmherzigen Brüder vom bl. Joh. von Goll zu Trier Wer regelmaßig insertert, erweist seiner Kundscha“ die ihr gebührende Nufmerklamteit chlank- junoDr. Ernst Richtert PrübetneAa regt den Stoffwechsel an, fergert die Ausscheldung ond sorgt för gesunde Gewichtiabnahme. Jettt avch au Dris Vabletten. In Apothelon ud Dregerlon. Ausgabe A Bochumer V Monaisdeugspreis einschl. Zu N 2.15. für Ausgaden B und der Lieferung rechtfertigt keinen Bezugspreises. Anzeigenpreise: gade A 6 Pfa, Ausgade B 3½ anzeigen: Ausgabe A 40 Plg.. M Nr. 215 für Reichspropagandaministe der Berliner SA eine den Vorgängen vom 8 gleich sprach er über d der zehn Prozent Nei und über das neuc Der Botschafter Frankre Außenminister Hirota, nicht gegen Japan wortete, Japan habe 1 habt, den Pakt zu prü politische Lage im Oste ruhig zusehen. Er ho Punkte Rechnung trage In Tschende, der Hauptst sindet ein Kongreß der Aeußeren Mongolei der Bruder des Kaise zahlreiche Vertreter Marine teilnehmen. 2 hältnis der Fürsten zu seits und Mandschukno Reicholeiter Alfred Nof Rede in Münster in 2 Geschichte an, zu der geben wäre. Die deutschen Journalist ladung der polnischen weilen, legten am Kranz am Grabe des1 der, wobei der Führe redaktenr Graf Schwe hielt. Am Sonntagmi sandte von Moltke ein Bährend in Berlin des kampf ausgetragen w Segelflugerpedition in gen und Ehrungen fü port. Die vorzügliche deutschen Segeflieger 4 Utech rissen immer w allsstürmen hin. 14. Westfe dagen, 15. Sept. Der denen die ganze westfälis vielseitig gestaffelten Be tungskreisen Anteil nimr der Eroffnung einer Aus seinen Anfang. Landesh nete die Ausstellung lobenden Worten, in den deutung der Ausstellung gang durch die Ausstellu nehmer nach Hagen zur wo im Kammermusiksaal schaften Westfalens des und Heimat mit Refer sich ging. Nach dem Abschluß dann im Kuppelsaal de große Westfalenabend un durch Westfalen“, zu1 heimatgebiete zusammen lichen Teil der Tagung, lages, einleitete. Den mern, die den weiten S füllten, wurde hier ein geseigt, das alle westsäli noch nie erlebten Gemein Josef Kandner vom Unterstützung von Herma abends, der vom Rei wurde, übernommen. Am Sonntag rief d zu einer religiösen Morg der Posaunenchor Bethe brachte. Superintendar die Ansprache, die in Heimat, Vaterland und Zur gleichen Zeit zogen die Scharen der Tei großen Westsalen=Kundg gendem Spiele aus der mittags das große west sang nahm. Beim Ba Niederlahnstein, 16. mittag ist in der Näh ein 16 Jahre alter Sch ertrunken. Die Leiche werden. Vermißler Koblenz, 16. Sept hochen Abhanges fand Mannes, der am Son wandten zu Besuch ac Mann beim Begel stunden ausgerutscht u