vertes Allerlei mera. die 450 Aufnahmen das Modell auf einem ständige Umdrehung ausjapanischer Erfinder jetzt rgrößerungen jeder Phoen auf Zink aufgetragen geben sie den Kopf genau wird ein Tonmodell geman dann eine beliebige rstellen kann. tporri wurde ursprünglich benutzt, in denen man die jetrockneten, wohlriechentter aufbewahrte, wie Laund ähnliches, um sich an erfreuen. Das Wort kam ösischen pot— Topf und rrier— verwelken, verer wurde das Wort Pot= schungen im allgemeinen itlich bezeichnet man heute mit, die aus behannten nmengesetzt sind. * Kaiserin Anna hatte eine Art, ihre Gefühle auszun Winter 1739 an ihrem Brautpaar in Ungnade eß sie mitten auf dem Eis innensees ein Eishaus ern Räumen Eismöbel au n. In diesem Eishause uvermählten ihre Flittergen. marienvögel sind gelb. Es weiße mit schwarzer Brust. r werden Kanarienvögel jeder besonders beliebt. ote Farbe wird erzielt, inVögeln Pfeffer unter die und zwar geschieht dies auser. In den Vereinigten mnarienvögel ein besonders totagsgeschenk Mann auf St. George. udas-Inseln, wohnt allein chönsten Häuser der Insel, s. Dies Armenhaus hat Aussicht über das Meer einen Bewohner gibt es n auf der Insel alten bekanntlich WinterEisbären. Jetzt haben die tellt, daß nur die weibsich zum Winterschlaf zurend die männlichen auch sonst umherstreifen. Eine er seltsamen Tatsache hat ch nicht gefunden taus in Buenos Aires n Beruf, der mit seinem h gleichzeitig ausgestorben it der argentinischen Grab 1 der ganzen Welt wohl ellele. Selbst der Vergleich näßigen Klageweibern des te nicht ausreichen, um die Don Thomas' treffend zu jen Jahren war es in Arnders in Buenos Aires, ich, beim Tode eines Fajen einen Leichenredner zu die Aufgabe zufiel. am storbenen in wohlgesetzter des Lobes auszusprechen. n es meist nur die vorse, die die Dienste eines 1 Anspruch nahmen. Don te sich besonderer Achtung n Wohlwollens und galt estbezahlteste Redner dieser rar für seine Grabesreden ils und richtete sich nach Rede, der Gute seiner Lobder mehr oder weniger aseologie. Die kostspieligste r der sogenannte„nasse“ lede, die im Schluchzen des Höhepunkt erreichte. Wie sen glaubwürdig versichert s Don Thomas auf diesem r Virtuosität, die ihm seine valen vergeblich nachzuen. Diese rednerischen Erder nichts für den Geldböhnlichen Sterblichen; sie rivileg für die wohlhabenZeit kam diese eigentümser mehr außer Mode. Don hte sein„Geschäft“ durch lame und Preisabbau neu Aber selbst diese Anstrenn nicht mehr die in der getätigten Umsätze. Nur Kunden“ blieben zurüch ab und zu wieder heran, terfall in der Verwandtn war. So kam es, daß ich vor wenigen Jahren zog. Er konnte es ausgungslos zu sein; hatte er seiner fast 40jährigen Tabredner beizeiten für gesorgt und sich ein hübeld für den Lebeneabend Volks=Zeitung Fortes in fide! Bochumer Volkszeitung Ronatsde ugspreis einschl. Zultengebuhr für AuegadeV astelen: Bochum, Mühlenstraßze 12.16, Fernruf 64746. n 1.16, für Ausgaben B und C KH.— T behenngWotofalliti Boits=Zeiungg Pstscheckonto Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhofsti dt Lieferung rechifertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Fernruf 2095, kezugspreises Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 pig., aus= verhunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenschein neyer Str. 4. Fernr. 204 39, Postscheckkonto Dortmund gade A 6 Pfg, Rusgabe B 3% Plg, fusgabe C 2 v, erte Wattenscheid, Fretheitstr. 15, Fern.1876, Postscheckt. Dort Ausgabe A 40 pig., Ausgaben B u C 25 Jg. je mm Geschäftøstelle und Redaktion: Bochum, Mühlenstraße[2-14/ Fernruf 64746-64748 Druck und Verlag: Märkische Vereinsdruckerel, Bochum Bochumer Stadtanzeiger Nr. 204 Dienstag, den 4. September(Rosalia) 1934 Straßenbau im Dienste des Friedens Eine Rede des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Heß Internationaler Straßenkongreß in München München, 8. Sept. Im Thronsaal der Mün chener Residenz wurde der 7. Internationale Straßenkongreß am Montagmittag in einer feier lichen Vollsitzung eröffnet. Der Aufgang zum Saal war mit en Jahnen der am Kongreß vertretenen 52 Nationen geschmückt. Reichsminister Rudolf Heß hielt eine Rede, die über alle deutschen Sender übertragen wurde. Der Reichsminister führte nach der Begrüßung der Ver treter von fast 50 großen Staaten u. a. aus: Die Welt mag dem nationalsozialistischen System sumpathisch gegenüberstehen oder nicht— eines muß sie anerkennen: Die Ergebnisse dieses Regierungs systems sind bei uns auf alle Fälle derart, daß es im Hinblick auf die große Krise, welche die Welt augenblicklich durchmacht, und im Hinblick auf die Gebote und Erfordernisse in anderen Ländern für diese zumindest geboten erscheint, unsere Ne gierungsart und=form nicht ohne weiteres abzu lebnen, sondern sie auf alle Fälle zu studieren. Dank der Initiative Adolf Hitlers sind die Autobahnen Deutschlands— die eigenste Idee des Führers— im raschen Tempo, im großen Stil in Angriff genommen worden! Vom Standpunkt national=imperalistischer Denkweise— mit der man allzu leicht im Ausland die nationalsozialistische verwechselt— hätte Deutschland kein besonderes Interesse daran, sein Beispiel wirken zu lassen und demgemäß die Besichtigung der entsprechenden Ar beitsstätten den ausländischen Fachleuten so weit als möglich zu erleichtern. Wir betrachten die delt— wirtschaftlich gesehen— als ein System von sich gegenseitig ergänzenden nationalen Einheiten, so daß Krisen bei einem Teil derselben auch den anderen Teil treffen, d. h. Arbeitslosigkeit und Armut als deren Folge in einzelnen Staaten nicht ohne Rückwirkung auf die übrigen bleiben. Die Planungen für unseren modernen deutschen Straßenban ind eng verbunden mit dem Streben nach Jahr hunderte überdauernder Festigung der vom Natio nalsozialismus errungenen politischen Einheit des Reiches. Das im Aufbau begriffene Verkehrsnetz, welches in Deutschland entstehen wird, erfüllt die sforderung nach Reichseinheit auch auf verkehrs lechnischem Gebiete. Die Arbeit an der Verwirklichung des Straßen bauprogramms des Führers gab bisher bereits srka 1500 Arbeitern auf den Baustellen und über 200 000 in den Lieferwerken Arbeit, Lohn und Vrot. Dabei ist seit dem 23. September 1033, dem ag der Inangriffnahme des großen Werkes der kleichsautobahnen durch den Führer noch kein volles Jahr verflossen. Bis Ende 1934 wird die cbesamtzahl der direkt und indirekt Beschäftigten allein auf den Reichsantobahnen 250 000 erreichen. etwa 150000 finden Arbeit in dem ergänzenden Ausbau der Reichs= und Landstraßen. Die Be schaftigung wird nach fachmännischer Schatzung sechs bis sieben Jahre in gleichem Maße anhalten deutschen Wirtschaft fließen aus den Arbeiten Ur die Reichsautobahnen und für das vorhanden Straßennetz jährlich Aufträge in Höhe von 700 biMillionen Reichsmark zu. Das Ausmaß der fur eilige leser zen der Nacht zum Sonntag hat der größte Streil. der jemass vom amerikanischen Gewerkschaftebund ins Werk gesetzt worden ist, begonnen. Die Streikführer erklären, daß eine Million Tertilarbeiter Streikbesehl erhalten hätten. Andere Schätzungen dagegen besagen, daß es sich nur um 000 Arbeiter handele. Der Vorsitzende des Streikansschusses hat in einer Rundsunkansprache vor Rubestörungen gewarnt. reichische Finanzminister einem französischen Pressevertreter, daß Oesterreich zur Erleichterung seiner Finanzlage die Konvertierung der Völkerbundanleihe von 1923 beantragen werde. Nach einer Meldung aus Athen wird dort von der Möglichkeit gesprochen, daß Außenminister Barthon nach seinem Besuch in Rom auch nach Athen kommen werde. Sekretär des Nothilsevollzugsausschussee n den Vereinigten Staaten berichtete dem Präsidenten Noosevelt, daß die Jahl der Unterstützungsbedürftigen in den Vereinigten Staaten im Februar 20 bis 23 Millionen, also ein Sechstel der Bevölkerungszahl der IEA. erreichen werde. die Jahrestagung des englischen Gewerkschaftslongresses wurde am Montag in Weymonth eröffnet. Der Generalsekretär des Kongresses, Vitrine, hat mitgeteilt, daß die Mitgliederzahl gegen das Vorjahr um ungefahr 100 000 zuruckgegangen ist. technischen Leistung ist an folgenden Ziffern zu er messen: Es werden für den Bau der Reichsautobahnen 260 Millionen Kubikmeter Erde bewegt, 4,5 Millionen Kubikmeter Beton werden hergestellt und 500 000 Tonnen Stahl für Brückenbauwerke müssen geliefert werden. Es ist uns vom Ausland der Vorwurf gemacht worden, wir legten unser Geld in großen innerdeutschen Projekten an, anstatt unseren Schuld verpflichtungen nachzukommen. Nach meiner Anschauung kann das Problem der deutschen Arbeitsbeschaffung mit dem der Schulden verpflichtung nicht in Zusammenhang gebracht wer den. Denn mobilisieren wir die Millionen unserer Arbeitslosen nicht zu praktischer Arbeit, geben wir ihnen nicht Lohn und Brot, so liegen die Arbeitskräfte brach. So wenig wie ein anderes Volk der Erde könnten und wollten wir die arbeitslosen Volksgenossen zugrunde gehen lassen, wir müßten sie erhalten. Millionen Menschen sahen wir— als wir an die Macht kamen— zur Untätigkeit verdammt. Wir sahen auf der anderen Seike, daß alle Ma terialien, die wir zum Straßenbau benötigen, innerhalb unserer Grenzen erreichbar sind. Was war näherliegend, als daß wir die Frage der Mobilisierung von Menschenkraft und Materialien auf organisatorischem Wege lösten? Damit ver wandelten wir vorhandene Arbeitskräfte und vor handenes Material in Werte, die weiterhin geeignet sind, im Laufe der Zeit neue Werte hervorzubringen. Es ist ein grundlegender Irrtum, zu glauben, man könnte etwa ebenso gut mittels dieser Arbeitskräfte und dem im Inland vorhandenen Material Schulden bezahlen. Schulden bezahlen, heißt erportieren: Sei es direkt in Form von Geld, sei es in Form von Waren. Geld ausführen können wir nur in Form eines Geldes, das zwischenstaatlich Geltung hat, und das sind Devisen. Diese erhalten wir nur auf dem Wege des Warenabsatzes im Ausland. Bekanntlich ist jedoch die Möglichkeit des deutschen Warenabsatzes im Ausland erheblich eingeschränkt worden. Nicht durch unsere Schuld, sondern sogar gegen unsern Willen. Politische Gesichtspunkte, Antipathien gegen unser Regierungssystem haben teilweise— wir hoffen nur vorübergehend— den Sieg davongetragen über wirtschaftliche Vernunft. Wir Deutsche hoffen, daß auf den großen Reichs autobahnen ausländische Gäste jeder Nationalität fahren werden, um die Kenntnis unseres Landes, seiner Menschen und ihres Wollens mit in die Heimatländer zu tragen. Je mehr die großen Durchgangsstraßen der Nachbarländer zueinander in Einklang gebracht werden, um so mehr wird sich über die großen Straßen der Nationen im Reise verkehr des Alltags bei wachsendem internatio nalem Verkehr auch eine wachsende Aner kennung der Völker untereinander ergeben. Wir wissen dann, daß dann ein ehrliches Urteil über unser Volk entstehen wird. Auf der Basis gegenseitiger Achtung der Völker wird dann ehestens eine Konsolidierung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen eintreten. Auch in diesem Gedanken ließ der Führer die deut schen Reichsautobahnen Gestalt werden. Erkennen Rennwagen in die Zuschauermenge geschleudert 3 Tote, 12 Schwerverletzte DNB Paris, 3. Sept. Nach Meldungen aus Lissabon sind bei einem Kraftwagenrennen auf der Bahn von Espinho zwei Wagen zusammengestoßen, von denen einer in die Zuschauermenge geschleudert wurde. Drei Personen wurden getöter und zwölf schwer verletzt. Von den Wagenführerr kam der eine mit leichteren Verletzungen davon während der andere völlig unversehrt blieb. Revolte im Jugendgefängnis Neuyork, 3. Sept. Eine Revolte unter den jugendlichen Strafgefangenen im Gefängnis au der Insel Randall im East River hat hier großes Aufsehen erregt. Die Unruhe begann während des gewöhnlichen Sonntagsspaziergangs, als sich plötzlich etwa hundert Häftlinge, alle im Knabenalter, zur Flucht anschickten. Einige stürzten sich ins Wasser des East Rivers und ver suchten schwimmend das Ufer und damit Neunorl und die Freiheit zu erreichen. Die Wachmannschaften gingen unverzüglich mit Tränengasbomben gegen die Unruhestifter vor und feuerten Schüsse in die Luft ab, um dadurch die Fliehenden zu erschrecken und zum Halten zu bewegen. Es gelang nach kurzer Zeit sämtliche entwichener Häftlinge wieder ins Gefängnis zurückzubringen Die revoltierenden Gefangenen protestierten bei der Wiedereinlieferung gegen die schlechte Kost, die mar ihnen in der Strafanstalt auf Randall verabreiche Räuber überfallen einen osloberschlesischen Geldtransport Drei Beamte niedergeschossen— Bisher 2 Tote— Die Banditen mit ihrem Raub entkommen DNB. Kattowit. 8. Sept. In einem Wald bei Czwiklitsch im Kreise Pleß wurde ein Geldtrausport des Postamtes Pleß von zwei Banditen überfallen. Die Näuber schossen den Geldbriefträger und den ihn begleitenden Polizeibeamten nieder und raubten die Geldtasche mit 7000 Zlotn Inhalt. Auf der Flucht lief den Verbrechern ein Förster in den Weg, auf den sie mehrere Schüsse abgaben, durch die er auf der Stelle getötet wurde. Der durch einen Bauchschuß schwer verletzte Geldbriefträger ist nunmehr im Krankenhaus verstorben, so daß das Verbrechen bisher zwei Todesopfer gefordert hat. Der gleichfalls schwerverletzte Polizeibeamte ist noch besinnungslos und schwebt in Lebensgefahr. Trotz des Aufgebots von zahlreichen Polizeibeamten ist es noch nicht gelungen, die Verbrecher zu ermitteln und festzunehmen. Die Grenzen werden scharf überwacht. Frankreichs„größtes Schiff der Well“ Ruhm der deutschen Schiffsbaukunft und der Erfolg der beiden deutschen Ozeanriesen„Bremen“ „Europa" haben Frankreich zu dem Bau des größten Schiffes der Welt, der„Normandie" mit Der 70 0nd Tonnen veranlaßzt. Dieser Riese benötigt mit seiner Hohe von ca. 45 Meter über der Masserflache natürlich entsprechend große Ausrüstungsgegenstande: Die Anker wiegen 17 000 Kilo und die Ankerketten über 150 000 K1 hen Qieanrie Kilo.— Bild zeigt den Ozeanriesen im Bau. Sie, meine Herren Delegierten des Auslandes auch darin seinen Willen zum Frieden und zu friedlicher, schaffender Arbeit, den er und seine Mitarbeiter öfter als einmal zum Ausdruc brachten. Möge auch dieser internationale Kongreß einen Beitrag darstellen zur Förderung des Friedenswillens aller Völker und möge insbesondere die Tatsache, daß der Internationale ständige Verband der Straßenkongresse in Paris sein 25jähriges Jubiläum nicht in Frankreich, dem geschichtlichen Land des Straßenbaues, sondern in Deutschland feiert, als gutes Omen zu werten sein für die Verständigung der beiden Völker, für deren beiderseitige Wohlfahrt ein gesicherter Frieden die Voraussetzung gibt. Wie dieser Austausch der Gedanken und des Wissens unzweifelhaft allen teilnehmenden Staaten zugute kommt— so möge auch ein auf gleicher Basis entwickelter allgemeiner Austausch der geistigen und materiellen Güter der Völker wieder erstehen. Das ist unser Wunsch für alle Nationen dieser von der Arbeitslosigkeit von Millionen gequälten Erde! Nach Reichsminister Heß nahm Generalinspektenr Dr. Todt das Wort. Er ging auf die Entwicklung des Straßen baues seit den ersten Anfängen ein und wies auf den Ausbau des Straßennetzes in der jüngeren Geschichte hin, wobei er besonders die großen Ueberlieferungen Frankreichs und Italiens im Straßenbau hervorhob und erwähnte, daß in den Vereinigten Staaten noch vor kurzem die Länge der Straßen die von ganz Europa einschließlich Nußlands übertroffen hätte. Er fuhr dann u. a. fort: Nach den Plänen unseres Führers und Reichskanzlers geht Deutschland einen großen Schritt im Straßenbau weiter. Auch wir haben den Bau einer Alpenstraße in Angriff genommen, die sich würdig an die Seite der österreichischen, italienischen, schweizerischen und französischen Alpenstraßen stellen wird. Ich bin überzeugt, daß ähnlich wie internationale Eisenbahnlinien entstanden sind. internationale Autobahnlinien entstehen werden. Ich würde es begrüßen, wenn dieser siebente Internationale Straßenkongreß den Anlaß gibt, die Schaffung von internationalen Autobahnverbindungen allerorts mit Energie zu fordern. Internationale Aufgaben für unser Arbeitsgebiet, den Straßenbau, sind in reicher Fülle vorhanden. Dann sprach, lebhaft begrüßt, der Präsident des Internationalen ständigen Verbandes der Straßenkongresse, Senator Mahien=Paris. Er dankte der deutschen Regierung und seinen deutschen Kollegen für die freundliche Einladung nach München. Wir haben hier, so erklärte er, eine Atmosphäre freundschaftlichen Vertrauens und besten Zusammenarbeitens gefunden. Der Redner sagte auch der Reichsregierung besten Dank für das wunderbare Geschenk, das im Verwaltungsgebäude in Paris aufgestellt werden wird, als ständige Erinnerung an den Kongreß. Die wertvolle Zusammenarbeit der Straßenbautechniker aller Länder hat sich von Kongreß zu Kongreß verstärkt. Heute sind wir versammelt in einem Lande, welches auf dem Gebiete des Straßenbaues außerordentliche Fortschritte gemacht hat. Wir haben das vollste Vertrauen zu dem Talent und der Schaffensfreude der deutschen Ingenieure und vissen, daß, wenn sie etwas in Angriff nehmen, ie auch sicherlich Fortschritte erzielen. Anschließend übermittelten die Führer von 2 ausländischen Abordnungen dem Kongreß die herzlichsten Glückwünsche, nämlich die Vertreter von Argentinien, Brasilien, China, Dänemark, Finnland, England, Frankreich, Griechenland, Holland, Japan, Irland, Südslawien, Polen, Rumä nien, Schweden, Spanien, Ungarn. der Vereinigten Staaten, Italien, Luxemburg, die Schweiz und Bolivien. Die Diplomaten beim Führer und Kanzler Feierlicher Empiang an 12. September im Reichspräsidentenpalais 1N8 Berlin. 1 Sert. Nachden das Ant des Reichspräßdenten mit dem des Reichskenzlers vereinigt und der Fübrer und Reichskanzler Adoli Hitler in der Boltsabiinmung ven 19. Anert mit nern Zehntel Mehrheit als Staatsoberbaupt bekätigt worden in. werden die in Berlin akkredi= tierten Borschafter, Gesandten und Gestattsträger der iremden Mächte vom Führer urd Reichskani= ler zur Eutgegennahne ihrer vifttiellen Antrit beirche und der Glicnirsche der frenden Zteateoberbäupter urd Reaierrueer an Mitturé, den 12 September, im Reichspräßderunzalais leierl ensiansen werden Gegen die salichen Behauplungen des Herrn Knor 2X8 Berlin. 1 Sept. Die Reichsleunng dienstes mit reiwilliges im deutschen Arbe entspricht nicht den Tatsachen Ausbeldung stattgefunden, noch der Arbeitsdiens überhaupt k Ausbildung betreibt. 2. Die Behauptung, daß be beitsmanner auverbalb derentn Tienst tun, ist kalich. Tatsachinnerbalb der entmilitarisierten deutsche Arbeitskreiwillige ihren 8. Die„besondere Ausbildung fur den— lam“ besteht darin, daß den jungen Saard schen im Arbeitsdinst eine besondere Betreu in Hinsicht ihrer Erziehun. zu bewußt baut Nerschen zuteil wird. 4. Von dem Kredit von 12 2000 Mark für Unterhaltung von 10000 junden 2 weiß der deutsche Arden 81a..1 eigenen Mitteln. Diese Kosten sind ihm bis von keiner Stelle und in keiner Form ersta worden. Eine französische Zweckmeldung 79n...-. Am Vorabend von Nürnberg Dienstag Eröffnung des Reichsparteitages e der Narinechule Frie S Kürnberg" Sert Der 22:2 an Tienstesaut:: : 123 225.2226e Presse 34: te: K3128 Tr. panasn. 2301: .::e fen dre: n Kärnberg ein. Tas aus Nasdesata berangezogene Pienterbatail= auten Ta p e S:raten Rärnberas. M:2 P- Ne Ar 12 2. der Narceranenen führen Tie Brücken daben den 32 ::sette Der Feichs Sexere nerlei militär Standort habe ---.-ren zu erleichtern. An 10. 2e5 De Na:re Trusteile unter Leitung des Jnianterieführers 7, t Ritter vea 222e:t. 22f der Zeopelinnteie Fol= de Tarbietunzen zeigen: Exeriieren einer kriegs= len Esk2dron des Retterregiments 18. Herstellung 2:Stenabteilana 7. gesechtsmäßiges Ezerzieren der "Ter zen der Kraftiahrabteilunz 7 und Pionierbatail= Sekecht der verbundenen Waffen, an dem Ja= — leichten und 6weren MeschinengewebDerfer. Reiter. eine Artillericadtei= erkampaane und Teile der Kraftfahr= s.sgeanten Partettages bildet ein -tre:n der Wehrmacht vor der uaters an dem Teile von Jnsanterie 21. Pionierbataillon 4 und 7. Re Artillerieregiment 7 und Nachrichten lnehmen. Unter der mankalischen Lei= mantie astenten werden hierzu sieben ben Ssielm Spielmannsrüge un) zwet Trom= Scharfe polnische Worle gegen Paris ......-..Zusammenstöße in Spanien Ein Toter, zehn Schwerverleute RB Madrid, 3. Sept. Sozialisten und Kommunisten versuchten in der Nacht zum Sonntag in Madrid und mehreren anderen Stadten Spaniens gegen den Faschismus Kund trungen zu veranstalten. Zwischen den Kundgebern n der Poltiei kam es zu schweren Zu's nendoben, bei denen eine Person getotet, und zehn schwer verwundet wurden. Die Kundgebung ist Verfahren gegen Weiß eingestellt Wegen seiner Flucht aus Deutschland NB Berlin. J. Sept. Die Justizprefsestelle Ber= lin teilt mit: Die Staatsanwaltschaft Berlin hat sich entschlossen, die bei ihr anbängig geweienen Straf= verfahren gegen den früheren Polizeiprasidenten Dr. Bernbard Weiß vorlaufig einzustellen, weil eine Ruckkehr des Beschuldigten aus dem Auslande schon mit Rüchicht darauf nicht zu erwarten 1st. daß Weiß durch die e des Neer des —. auaust 1933 der deutschen Staat angebörigkeit für verlustig erklärt worden ist. An= diesem Grunde hat die Staatsanwaltschaft davon Ar nand genommen, den Erlaß eines Haftbeiebles zu beantragen.— Weiß wird bekanntlich der Bete zung am verbotenen Glucksspiel und des Meineide= beschuldigt. Es gebt aus den weiteren Mitteilungen d= Justizpressestelle bervor. daß Weiß in dringen Verdacht steht. in den Angelegenheiten der Berliner Spielklnbs. deren Förderer er ungeachtet— Eigenschaft als Polizeiprasident geweien ist. drei= mal wissentlich einen Meinerd geleritet zu haben. „In die polnisch=französischen Beziehungen hat sich von Anfang an eine Lüge eingeschlichen“ 2 Werschen TNN Berlin. 3. Sept. Der„Paris Soir“ hat in einer offensichtlichen Zweckmeldung die Behauptung aufgestellt, daß der Saarb=vollmachtigte der Reichsregierung, Bürckel, dem Reichskanzler eine pessimistische Auffassung über die Abstimmungsmoglichkeiten an der Saar zum Ausdruck gebracht und in einem Bericht naher begrundet. habe. Hierzu erfahren wir von zuständiger Stelle, daß der Saarbevollmächtigte weder einen Bericht an den Reichskanzler gesandt hat, noch daß ein solcher angefordert worden ist. Die im übrigen der die Saarabstimmung am 19. Januar oentt, hat e zuletzt auf der Saarlandtreue=Kundgebung auf den Ehrenbreititein mit aller wunschenswerten Deu: lichkeit dargelegt. Daraus eine„pessimistische Auffassung“ herauszulesen, ist eine Ginselleistung der üblichen propagandistischen Verdrehungs ünste der Pariser Presse. Schweigen, das sie chen Angriffe der fran nung auferleat habe, wurden. Sie glaube ge Seldzua Einp hochsten Gut, namlich dem Bundnis der beiden tionen. schließlich Abbruch tun konne. Ter polen seindliche Feldzug beruhe auf Lugen. Unwissenbeit und Unkenntnis des Kerns der polnc= ranzosischen Beziehungen selbst. Tas Bundnis zw. chen Polen und Frankreich entspringe nicht nur der Sompathie der beiden Nationen fu= Tie halbamtliche Ga= unter der Ueberschrift deten" einen Aufsatz. in eche nunmehr das Den Presse in der diese Anariffe aufbören igen zu sein. gegen einen zu erheben, da er dem nander. son. Tas Blatt meint, es konnte in der Tat die Frage gestellt werden. ob ein Frieden möglich sei. wenn in die internationalen Beziehungen eine Atmo sphäre des Skandals hineingetragen und der Verbündete in verantwortungsloser Abscheu verdäch tigt werde Bollte man die polenfeindliche Schurkenkamvaane eines Teils der kranzösischen Presse auch nur für einen Augenblick billigen, dann könnte man sich der Theorie anschließen, daß der Krieg ein'ehr autes Mittel des Kampies für den Frieden sei. scheine, daß die bisberige Methode franzosischer Blät= ter. dem toendhaften Juristen Barthon bei der Net tung des Ostpaktes behilflich zu sein, nur die eine Folge gehabt habe. daß man auf Dinge aufmerksam worden sei, die verborgen hätten dleiben dern vor allem ihren tiefsten Lebensinteressen. Das Fol= Bundnis schaffe die Grundlage für die Gleichordnung gem n Politik. besonders ein me Jnterenen in jerage kamen. Aber gemein. Denn in die polnisch=französiischen Beziehungen ines der Vertradspartner, wierel wer isse Paliösiche dabe sich von Anfang an eine Lüge eirae. Publizisten hinstellen möchten. Das polnisch ktanzs beruhe darauf. daß man in rank ische Bündnis. eines der Hauptofeiler des euro= reich bestrebt sei, sich die Jnteressen Polens unterzu= eit. Eine ordnen. ohne die Folgerungen aus diesem Verhält eiiddspartner, wie es gewisse fran an. hal, noch das ein Mublizisten hinstellen mochten. Das polnisch= fordert worden ist.sische Bündnis. eines der Hauptpfeiler des übrigen der Saarbevollmächrigte abr. ogihen Friedens behebe in Benen niakeit. timmung am 13. Januar denkt, hat er dieeg Mndn begründete Pol er Taarlandtreue=Kundgebung auf dem n w n we. ein mit aller wünschenswerten DeutEs gibt nur eines: Heim ins Reich TNB Saarbrücken, 3. Sept. Der im Saargebiet sehr bekannte katholische Geibliche, Piarrer Wilhelm, hielt auf einer überfüllten Kundgebung der Deutschen Front in Homburg eine grose Rede zur Abstimmungskrage. Parrer Wilhelm sprach, immer von Beifallsstürmen unterbrochen, in seiner bekannten schlichten, zu Herzen gehenden Art. Klar und ein= deutia setzte Piarrer Wilbelm auseinander, daß man die Saarfrage nicht zu einer reinen Wirtschaftsfrage herabletzen dürfe. Die Abstimmungsfrage sei eine rein deutsche Frage, eine rein nationale Frage, eine Frage der Volkszugehörigkeit. Auf jene Ebene müsse die Frage gehoben werden, die da heißt: Abstammung. Geburt, Blut, Volksbewußtsein, Nationalgefühl und Nationalbewußtsein. Aus den Niederungen des Zumpfes müsse sie ganz hoch gestellt werden auf die Ebene von Volk, Vaterland und Nation. Die Frage laute für jeden Saardeutschen schlicht und einfach: Sind wir deutsch, oder sind wir nicht deutsch? Nicht aber lautet sie: Sind wir neutra!? werde nu: Ergebnis gegen= ung sei. Von einer solchen konne ein. wenn eine Partei verluche. der nken aufzuzwingen. Insbesonder: ves und Tauerhaftes in Osteurop= oder ohne Polen actan werden n der offiziösen Gareta Polika nimmt auch Pläne Barthous sachlich prüfen: denn sie müsten ererungsfreundliche Kurser Poranny zu, wogen und dürften nicht aufgezwungen werden. Das enfeindlichen Feldzug der französischen Blat=ici. in schliest der Kurfer Poranny, das Wesen des Ztellung und richtet an die Adresse Frankreichs polnisch=französischen Bundnisses, das jede Friedens utlichkeit nichts zu idee nicht nur vom Pariser, sondern auch vom War= schauer Gesichtspunkt betrachtet werde. alb chen nit niem Meinall nis, nämlich die Verantwortung für die Sicherheit Polens, auf sich zu nehmen. Frankreich stellte an Po len immer große Ansprüche, ohne es vertschaftlich und politisch zu unterstünen. Die polnische Regierung stütze sich zut das Man des ganzen Volkes. Sie werde die aktuellen a: Worte. ia lassen ds Bersalller Hertrages und dadurch wiederum eine Folge des Krieges sei. Der Krieg chland und Frankreich, nicht aber dem Saargebiet und Frankreich geführt wor= den. Folglich stehe in der Abitimmungetrase auDer Palastdes mandschurischen Kaisers in Flammen nnan namutrds Fener aber weiter wüter, in zu befürchten. In Japan vermutet man der ganze Palast abbrennt. Freiwillige Helfer und Brandstiftung Truppen sind eingesenzt, um die Arbeit der Feuerwehr Peiping. 3. Sept. Nach einer Meldung aus Der Brand hat in Javan groges Aufsehen verTschangtschun ist im Palast der Residenz des mandschn= urlacht. Die Presse vermutet, dal Brandstiftung rischen Kaisers Puji Feuer ausgebrochen. Die Brivat= vorliegt und verlangt eine lofartio= Der Redner heh weiter hervor, dag diese Frage stichen Arstern Pa P. eine Folge des Verfailler Vertrages und dadurch eneders Puzi Fener ausgebrochen. Die Privat= Vorliegt und verlangt eine wiederum eine Folae doa Krieasa la: P.. 2 gemacher des mandichuriichen Caitae luchung der Branust. agiotchen. Die Pripa! s mandschurischen Kaisers und seiner Falie sind vom Brande noch verschont geblieben. Da den. Folglich stehe in der Abstimmungsfrage nur Volk gegen Volk, Nation gegen Nation, deutsche Kultur gegen französische Kultur. Die Abstimmungsfrage sei eine Charakter= und Gewissensfrage. Das Gewissen sage jedem, daß man zu der Gemeinschaft stehen müsse, in die man durch den Schöpferwillen Gottes kraft der Geburt hineingestellt worden sei. Der Redner setzte sich sodann mit den Versuchen auseinander, die katholische Saarbevölkerung von den wahren Zielen des Saarkampies zu entfremden. Er gab gerichter und ihm seine Abstimmungsberechtigung„ ten zu, daß im Reich manches geschehen sei, was bestreiten versucht. Hierzu ist festzustellen, daß Landes nicht zu billigen wäre, was aber bei einem unge leiter Wirra heuren, die letzten Kreise des Volkes umfassenden Gärungs= und Umschichtungsprozeß sich auch niemals hätte vermeiden lassen. Demgegenüber sei aber festzustellen, daß gerade in der letzten Zeit im Reiche eine grotze Klärung und Beruhigung eingetreten sei. Im übrigen aber seien für eine Religion nicht die die gefährlichsten Zeiten, die sie etwas unter Druck setzten, sondern es seien jene Zeiten, in denen sie selbit innerlich morich und faul sei. Pfarrer Wilhelm for legdaren Nachweis für seine derte anschliegend den katholischen Volksteil auf, nicht det den zunand oantanzen zu führen. Die separa= Nach kleinmütig zu sein. Man müsse christliches Vertrauen tistische Zwecklüge dürfte damit erledigt sein. Immer= diese zu dem deutschen Volk, zu Deutschland und keiner hin ist es eigenartig, daß diese Kreife Führung haben. Für Perionen. unter denen sich ous niedere HofLandesleiter Pirro abstimmungsberechligt DNB Saarbrücken, 3. Sept.— aller Schattierungen hatte dies.p. derische Heye hauptsächlich auf den Lande daseinandet, die rarnolnche Haarbevolterung von den derichtet und ihm seine Abstimmungsbe wahren Zielen des Saarkampfes zu enter e destreten versucht Hierzu ist festzustellen, daß nicht zu billigen wäre, was aber bei einem unge= leiter Hirro bereits am 1 Wal tate wird, die die französische Abordnung dem AloisiAusschuß überreichen will. Die Denkschrift ver langt, daß die Probleme, die nach der Volksabstim= afut werben lonnan—Aat:2 Den Untermieter erschlagen und Selbstmord verübt Berlin. 3 Sept. Bewohner des Hause Barnimstraße 15 fiel beute in den frühen Morgen kunden starker Ggsgeruch auf. Als Polizei inà Bohnung des 42jahrigen Johann Haase im Erd eindrang, sand sie Haase auf einem bebeli= wäßigen Lager in der Küche bewußtlos auf: Wieder belebungsverluche blieben erfolalos. Jm Nebe= zimmer lag der Gfährige Untermieter Mar Koller einer gronen Blutlache tot am Boden Die festgestellt, werden konnte, war es in de= gestrigen Abendstunden zwischen den beiden Männen zu beitigen Auseinandersetzungen gekommen, die au Nietstreitiakeiten zurückzuführen sein Zurften. Ha= hat darauf seinen Untermieter mit einem Hamme erschlagen. Mutter mit 2 Kindern in den Tod gegangen TNB Harburg Wilhelmsburg, 3. Sept. In N: letzten Nacht hat eine im Stadtteil Wilbelmsbu= wohnende 56jahrige Ebefrau sich selbst sowie 1 15jahrigen Sohn und ihre 14jahrige Tochter mit vergiftet. Als die 21jahrige Tochter die Wohnung betrat. sand sie die Mutter und ihre Geschwister der mit Gas angefüllten Küche bewuntlos auf. Wie= derbelebungsversuche waren ohne Erfola. Aus eine= hinterlassenen Zettel gebt bervor. daß die Tat einem Anfall von Schwermut verubt wurde Unwetter über Dänemark Lopenhagen, 3. Sept. Danemark wurde am Samk. tag und in der Nacht zum Sonntag von beftigem Sturm und wollenbruchartigem Regen heimacsuc über deren Ausmaße erit jetzt Einzelbeiten vorlicas 3o fielen stellenweise bis zu 68 Millimeter Rer Jn Kopenhagen hatte das Rettungskorps mit der Beseitigung von Wasserschäden stark zu tun. Besonders heitia wirkte sich der Sturm in der Schiffahrt aus. Zahlreiche Tampier erlitten erbehl Verspätungen. Jn verschiedenen Hafen sind zahlre kleinere Fahrzeuge von den Vertauungen losgerissen worden und gesunken. Von See wird eine Reide von Strandungen gemeldet, wobei 40 Menchenleben aus Gefahr gerettet werden mußten Bei Bornholm, wo der Sturm am heftigsten tobte, wurden von der finnischen Bark Carmen, die gekentert war, Leuchtsignale gegeben. Der Hambur= ger Dampfer Ursula Siemers eilte der Bark zu Hilfe. Nach mehrstündiger Arbeit konnte die zwölf Mann starke Besatzung der Carmen an Bord der Ursula Ziemers genommen werden. Von einem norwegischen Fischdampfer, der in der Rönne gestrandet war. mußte der Kapi= tan, der sein Schiff nicht verlassen wollte, mit Ge= walt an Land gebracht werden. Eine weitere Stran= dung wurde aus Saltholm in der Nähe von Kopen= bagen gemeldet. Die drei Mann starke Besatzung reren Etunk nen Rachen barin erblicken würde, uneuen, dug Landes wenn direkte deutsch=französische Vertenet pirro vereits am 1. Mai 1916 in das Bezirks=handlungen zur Regelung aller dieser Fragen amt Homburg eintrat und mit Ausnahme seiner eingeleitet würden. Kriegsdienstzeit ununterbrochen in Homburg wohnte. ati deamn ein Prahnn aBomda 19 m, die Mißolückter Putschversuch uss le Seit dem 1. Mär J ist er bekanntlich griechischer Unteroffiziere Landesleiter der Deutschen Front. Landesleiter Pirro TNB Athen, 8. Sept. Eine Gruppe von Unterwird demnach jederzeit in der Lage sein, den unwider= offizieren der Flugabwehrbatterien unternahm in legbaren Nachweis für seine Abstimmungsberechtigung der Nacht zum Montag einen Aufstandsversuch. bei den zuständigen Instanzen zu führen. Die separa Nach der Bewaffnung von Mannschaften sollten sn mans meintiches Vertrauen tistische Zwecklüge dürfte damit erledigt lein. Immer= diese in Panzerkraftwagen untergebracht werden. Nt. 2u Deutschland und seiner hin ist es eigenartig, daß diese Kreise Pirro gerade Die Mannschaften weigerten sich jedoch, an dem den deutschen Saarländer gebe aus einer angeblich nicht vorhandenen Abstimmungs= Putsch teilzunehmen. Tarauf erbrachen die Unterdem Versailler Vertrag nur ein berechtigung einen Vorwurf zu machen versuchen, zu offiziere die Kassenschränke im Verwaltungsifiziell drei Möglichkeiten offen= mal bekanntlich der Führer der Separatisten, Matz gebäude und klüchteten mit dem geraubdeutsche Recht.Braun, unbestritten nicht abstimmungsberechtigt ist.ten Geld. Die militärische und polizeiliche Untersuchung ist noch im Gange. Vor Veröffentlichungder französischen Saardenkschrift DNB. Paris, 3. Sept. Die„Agence Economique "Financiere“ will erfahren haben, daß die fransosische Regierung am Dienstag in Paris und in Genf die Tenkschrift zur Saarfrage veroffentlichen bagen gemeldet.. brer Mann starke Besatzung konnte erst nach mehreren Stunden anstrengender Ar= beit in Sicherbeit gebracht werden. Ferner wurden zwei Insassen eines deutschen Kutters im Katteant gerettet. Schlageler=Ausstellung in München TNN München. 3. Zept. Mit einem eindrucksvollen Weiheakt wurde am Montag die SchlageterAusstellung deutscher Freikorps, die im Residenzgebäude untergebracht ist. der Oeffentlichkeit über= geben. Reichsstatthalter General Ritter von Evo gab dabei einen Rückblick auf die Periode der Frei= korps, die nicht nur den inneren Feind Spartakus niedergeschlagen, sondern auch den einzigen Wall gegenüber dem Bolschewismus im Osten gebilde hatten. Sie hatten damit die Grundlage geschaffen auf der ein neues Reich sich nach und nach wiedel aufbauen konnte. Zuhrung es als Deutschen nam dem Verfalller Vertrag nur eir Recht— auch wenn offiziell drei Möglichkeiten offen gehalten seien— das deutsche Recht Zum Schlutz seiner Rede sagte Pfarrer Wilhelm wörtlich:„Und es gibt nur eines: Zurück, nein, nicht zurück, denn wir sind ja immer noch im Reich, sind ja immer noch Deutschland selber. Es gibt nur eines: Heim ins Reich und wenn die Separatisten vor kurzem schrieben, das Ergebnis der Abstimmung hänge noch vollständig in der Luft, so werden wir dieses Ergebnis am 13. Januar aus der Luft herunterholen und fest auf die Erde stellen. Zehn Mohammedaner erslochen Drei Hindus schwer verlent TNB Madras, 3. Sept. Bei einer Massenveran haltung der muselmanischen Bevölkerung am Same tagabend erstach ein Muselmann zehn Mohamme daner und verletzte drei Hindus schwer Hauptschriftleiter: 8 M Hidler. Bochum Etellverire. ter: Peter Schilfers Bochum verantwortl c 10r Politi und Feutlleton J M Hroler: ur den okalen k Bochum und Westdeutschland: F Scheilers 0r den loro= 2 Teil Hattingen und Eslen=Tieele Juline Landelerd n Bochum: Jür den lokalen Reil Wittenscherd Landefeld in Bochum: J0r Theater unt Munk Tf Brinkschulte in Bochum: für Handel und EvortN6 Lanbefeld. Bochum: für den Anzeigenteil Bochum N. Lenze. Bochum: für den Anzeigentenl Hartingen Recker, Hattingen: Jsr den Anzeigentetl Oslen=Lieele M Klein. E=Steele:'ür den Anzeigentel Wittenschert 6 Luther Wattenscheid: Berlag und Druc Markeich= Vereinsdruckerei Rochum T.N VII 84 10 152 baver Ausgabe A: Weßtsälische Volkszeitung Nochum Ausgabe B: Volkszeitung für Ennepe=Nuhr=Tieeler Zeitung 8093; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheid 100 XI XE nstaa. den 4. September 1934 1. Beilage der Volks-Zeitung. Nummer 204 BOCHUMER MOSAIK Dem Entschlusse soll die Tat nicht nachhinken, sondern rüstig und schnell folgen, wie dem Hammerschlag der Schall. Eine verschwiegene Nachts ist es dunkel. Sie sagen, Beschauerin daß verstehe sich von selbst Darin haben Sie zwar vollkommen Recht, solange jedenfalls die Sonne ihren Dienst nicht aufkündigt und uns ganz im Dustern sitzen läßt. Es ist so gesehen, also nicht so ganz selbstverständlich, wie man gemeiniglich anzunehmen geneigt ist. Aber diese Tatsache ist darum auch bemerkenswert, weil sie einzig und allein der Grund dafür ist, daß unsere liebe Stadtverwal tung uns über die Straßen oder an die Häuser Lampen hängt, um, so gut es geht, unser nächtliches Dasein ein wenig zu erhellen. Und wenn die Lampen natürlich auch mit der Sonne nicht konkurrieren können— die Natur ist eben immer besser als die beste Kunst— so tun sie doch so gut sie konnen, die ihnen übertragene Pflicht. Was seibt ihnen schließlich auch anders übrig? Sie verden einfach angesteckt und haben dann wohl der übel ihren Dienst zu tun. Es ist nun klar, an sie wenn sie überhaupt Dienst tun sollen, auch tenstbereit sein, daß sie immer in bester Ordnung t befinden mussen. Daß unsere Stadt nicht nur de Freundlichkeit hatte, uns die Lampen aufzuangen sondern sie auch stets in Ordnung hält, beweist unser Bild, auf dem einer großen selflammigen Gaslampe am Moltkemarkt ein rucs gläsernes Kleid angezogen wird. Der Lamenputzer, der oben auf der Leiter in halsbrecherider Höhe arbeitet, hat die Ersatzkuppel auf die Spitze seiner Leiter gestülpt und ist gerade dabei, die alte, beschmutzte, die von dem trüben Licht, das die Lampe in die dunkle Nacht hinein zu strahlen sich bemüht, noch einen erheblichen Teil verschlückte, herunterzunehmen Nach einem erfrischenden und reinigenden Bad wird sie dann an einer anderen Stelle der Stadt wieder ihren Dienst tun. das bringt dann etwas Abwechslung in das sonst eintönige Leben einer solchen Glaskuppel. Immerhin— wenn solch eine Kuppel— eine stille und verschwiegene Beschauerin vieler nächtlichen Szenen erzählen könnte— ich glaube, sie wüßte sehr viel und interessant zu berichten. Nur gut, daß sie es nicht tut! leichteste Als das leichteste Holz gilt allgemein Kork. der jedoch hauptsächlich wegen seiner Elastizität und seiner schalldämpfenden und wärmeisolierenden Eigenschaften in aller Welt eine so starke Verwendung findet Dort aber, wo an den Werkstoff neben diesen Eigenschaften auch die Forderung einer gewissen Festigkeit gestellt wird, ist er unbrauchbar. Unter den bisher bekannten Leichtholzern nimmt, wie die Zeitschrift„Luft= und Kraftfahrt" feststellt, hinsichtlich des geringsten bezifischen Gewichts die Wurzel der Alstonia batulata die erste Stelle ein. Dieses beträgt .10, während das des Korkes mehr als das Dopbelte, nämlich 0,25 ist. Seine Eigenschaften sind letzterem Dieses Leichtholz wird denn auch dauptsächlich zu einem Produkt verarbeitet, für densen Qualität seine hervorragendste Eigenschaft, die der Leichtigkeit mit der einer tunlichst geringen Warmeleitfähigkeit gepaart, bestimmend ist, dh zu Tropenhelmen. Doch findet es auch als hervorragendes Verpackungs=, Dichtungs=, Wärme= und Schallisolierungsmaterial, ferner zur Auskleidung von Antokarossen usw. sehr stark Verwendung. dinsichtlich seines Verwendungsbereiches kommt unter den Leichtholzern jedoch dem Balsabo dem Holz des Balsabaumes, eine noch weitaus Kosere Bedeutung zu. Der Balsabaum kommt in cuador, am oberen Amazonas, aber auch in einigen Teilen Mittel= und Westindiens vor. Das Salsaholz ist weich und leicht bearbeitbar. Zeine Strultur ist wesentlich gleichmäßiger als die des die allen anderen Hölzern eigenen norren und Jahresringe fehlen. Sein beträgt 0,12, was durch die bis zu 90 v. H Holzvolumens einnehmenden röhrenförmigen ustgefüllten Zellen begründet ist. Eine dem Balsacharakteristische Eigenschaft bildet seine FestigBochumer Tageschronik. Man merke! Dienstag, den 4 September. Sonnenaufgang 5.54 Uhr Untergang 19.14 Uhr Mondaufgang———— Untergang 17.34 Uhr 1824 Der Komponist Anton Bruckner in Ansfelden in Oberösterreich geb.(gest. 1896). 1853 Der Afrikareisende Hermann v. Wißmann in Frankfurt a. d. Oder geb.(gest. 1905). 1907 Der Komponist EdvardGrieg auf Troldhaugen bei Bergen gest.(geb 1843). 1918 Der Dichter Max Dauthendey in Malang auf Java gest.(geb. 1867). Fußwallfahrt nach Reviges. Am kommenden Sonnabend(8. September), dem Feste Mariä Geburt, wird zu einer Fußwallfahrt nach Neviges eingeladen. Mer möchte daran teilnehmen? Zusammenkunft ist abendsum 11 Uhram katholischen Vereinshause in Altenbochum. Der Abmarsch beginnt um 11½ Uhr. Die Freunde und Verehrer der Mutter Gottes sind zu dieser nächtlichen Fußwallfahrt herzlichst eingeladen. Warnung an die Pfarrämter. Das hiesige Polizeipräsidium warnt die Pfarrämter vor einem flüchtigen Betrüger, namens Karl Friedrich Haist, geb. 22. 5. 1893 zu Lustnau. Er treibt sich vornehmlich im Rheinland und in Westfalen umher, sucht besonders Geistliche auf und erschwindelt unter allerhand Vorwänden Darlehen, wobei er als Gegenleistung deckungslose Postschecks ausstellt. Er ist 1,73 Meter groß, von mittlerer Gestalt, hat dunkelblondes, graugemischtes Haar, Stirn= und Wirbelglatze, dunkelblonden, graugemischten gestutzten Schnurrbart, hellbraune Augen und trägt eine Brille, Beim Auftreten des Betrügers wird gebeten, ihn festzuhalten und fernmündlich unter 60661, Nebenstelle 233, Nachricht an das Polizeipräsidium zu geben. Anträge auf Bahnanschlüsse. Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Die Genehmigungsurkunden des Regierungspräsidenten über die Herstellung eines Privatanschlußgleises enthalten die Bestimmung, daß die Genehmigung erlischt, wenn die Ausführung nicht innerhalb zweier Jahre nach erfolgter Planfeststellung erfolgt ist. Die beteiligten Privatfirmen werden an die Innehaltung der Frist erinnert. Kr. Einem Betriebsunfall zum Opfer fiel der Bergmann Hauer Wilhelm M. von der Stadtgrenze. der auf Constantin 6=7 beschäftigt ist.— Beim Bergeversatz mit Verbauen beschäftigt, traten in der Samstagnachmittagschicht Brüche auf. wobei M. von schweren Gesteinsmassen am Kopf und Oberkörper getrofsen wurde, so daß er sofort ausfahren und in ärztliche Behandlung mußte. Die traditionelle Stadtwallfahrt nach Neviges. Ueberaus erfreuliche Beteiligung. Schon seit Generationen findet alljährlich eine Stadtwallfahrt nach Neviges statt, die ihren Ausgangspunkt in der Propsteikirche jedesmal nimmt. Seit einigen Jahren haben allerdings die einzelnen Pfarreien eigene Wllfahrten zur Gnadenmutter in Neviges eingerichtet, aber dennoch ist die Beteiligung an der traditionellen Stadtwallfahrt immer noch erfreulich groß. Das konnte man wieder einmal mehr am gestrigen Tage feststellen, da gegen Morgen, nachdem in der Kirche die Gebete zur Erlangung des Jubiläumsablasses verrichtet waren, über 750 Pilger auszogen. Ein Sonderzug brachte die Wallfahrer an den Gnadenort, der tags vorher noch die Pilger aus den Pfarrgemeinden St Joseph, St. Antonius und St. Marien aufgenommen hatte. In Neviges wohnten die Pilger zuerst einem Levitenamt bei, das Propst=Dechant Peters zelebrierte, assistiert von Diakon Kleif und Aleriker Freudenverg. Nach dem Hochamt hielt Pater Elpidius eine zu Herzen gehende Predigt, die die Teilnehmer auf die weiteren gottesdienstlichen Handlungen vorbereitete. Alsdann wurde der Marienberg besucht, wo Diakon Kleff vor der Kreuzkapelle seine erste Predigt hielt, in der er der Muttergottes ein Lob= und Preislied sang. Um 15,45 Uhr wurde dann der Kreuzweg begangen. Hier war es wieder Pater Elpidius, der an der 12. Station unter dem Kreuz über die Erlösungskraft des heiligen Blutes Christi predigte. Es folgte die Sturmandacht mit Segen= die den Höhepunkt der Wallfahrt am Gnadenorte bildete und allen Beteiligten unauslöschliche Eindrücke vermittelte. Nachdem man noch St Goeen eie Kleff und Kleriker Freudenberg. Inmitten des Zuges marschierte die Kolpingskapelle mit. Schon von ferne hörte man die Glocken der altehrwürdigen Stadtkirche erschallen, die den Heimkehrenden einen freudigen Willkommensgruß entboten. Vor der Kirche erwarteten zahlreiche Angehörige die Teilnehmer. Jubelnde Orgelakkorde empfingen die Prozession bei ihrem Einzug. Der Hochaltar erstrahlte in hellstem Lichterglanze. Am Marienaltar schaute die Himmelskönigin aus einem Lichterkranze herab. Das Gotteshaus war von einer andächtigen Gläubigenschar gefüllt, als man die vorgeschriebenen Gebete zur Gewinnung des Jubiläumsablasses noch einmal verrichtete. Hierauf stimmte Propst=Dechant Peters das Tedeum an. Der sakramentale Segen war der feierliche Abschluß dieser erhebenden Pilgerfahrt. Die diesjährige Stadtprozession konnte sich zugleich eines heiteren sommerwarmen Wetters erfreuen. Bis in den Nachmittag begleitete eine leuchtende Sonne die frommen Beter. Der 3. September 1934 wird in der Erinnerung der Teilnehmer fortleben. Es war ein gewinnreicher Tag für sie. Kr.= Beim Vortreiben vom Stempelbruch getroffen. Ein bedauerlicher Berufsunfall ereignete sich im Untertagebetrieb einer örtlichen Schachtanlage, wobei der Hauer Karl Melinski aus der Gustavstraße böse verletzt wurde. Mit einigen Arbeitskumpeln war M. im Revier 1 der 9. Sohle mit Kohlengewinnen beschäftigt, als beim Vortreiben der Stempel mehrere zu Bruch gingen, so daß er von hereinbrechendem Gestein verletzt wurde. Mit einem linken Fußbruch und argen Quetschungen wurde er ins Bergmannsheil überführt. Kr. Zwischen ein Rutschengetriebe geraten. Dem Bergmannsheil zugeführt wurde Samstag der Bergmann Hauer Wilhelm M. aus Bochum=Hamme, von der Reckestraße wohnhaft, der im Untertagebetriebe Wer nicht zum Opfer ist bereit, kennt nicht den Sinn der neuen Zeit! Spendet, damit viel Leid sich wendet! einer hiesigen Schachtanlage beschäftigt war. Er wurde hierbei von dem Rutschengetriebe erfaßt und geriet dazwischen, so daß er arge Quetschungen und Gelenkbrüche davontrug. Verwendung des Treibstachels verboten. Die Lederindustrie führt Klage darüber, daß ungeachtet des Inkrafttrertens des Tierschutzgesetzes die Schlacht. viehhäute deutscher Herkunft noch immer durch Stockstiche stark beschädigt seien. Es habe den Anschein, als ob der Treibstachel bei der Viehbeförderung und insbesondere auch bei den Schlachthöfen heute mehr als früher angewendet werde. Dazu ist zu betonen, daß die Verwendung des Stachels zum Antreiben von Vieh nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes als unnötige Quälerei und rohe Mißhandlung verboten und strafbr ist. In Bayern sind die Polizeibehörden neuerdings angewiesen worden, bei Uebertretungen dieses Verbots streng einzuschreiten. Verkehrserleichterung zum Besuch der Ausstellung Deutsche Arbeit im deutschen Westen. Vom 15. September bis 7. Oktober 1934 findet in den Ausstellungshallen in Essen die Ausstellung„Deutsche Arbeit im deutschen Westen“, verbunden mit einer „Braunen Messe“ und„Deutschen Woche“, statt. Zum Besuch dieser Veranstaltungen werden von allen Bahnhöfen im Umkreis von 100 Kilometer um Essen Sonntagskarten nach Essen ausgegeben, und zwar Mittwochs am 19 und 26. September und 3. Oktober. Freitags am 21. und 28. September und 5. Oktober und Samstags am 15., 22., 29. September und 6. Oktober sowie an den darauffolgenden Sonntagen. Diese Sonntagskarten gelten: a) an Mittwochen und Freitagen zur Hin= und Rückfahrt von 0 bis 24 Uhr(spätester Antritt der Rückreise); b) an den Samstagen und Sonntagen zur Hinfahrt von Samstag 0 bis Sonntag 24 Uhr. zur Rückfahrt von Samstag 0 Uhr an bis Montag 12 Uhr(spätester Antritt der Rückreise). Die Fahrkarten gelten zur Rückfahrt an Mittwochen und Freitagen nur dann. wenn sie mit einem Stempel der Ausstellungsleitung versehen sind. Bochumer Projekte, die auf Ausführung warten Vor allem der Durchbruch zum Weitmarer Holz. Bochum ist bekannt und berühmt wegen seines Stadtparks. Das ist keine vom Lokalpatriotismus diktierte Ueberheblichkeit, sondern ist uns, nicht ein oder zweimal, sondern dutzendfach von Fremden, auch Ausländern, bestätigt worden. Auch um die gärtnerische Ausgestaltung der Friedhöfe, etwa des Friedhofes in Hamme oder an der Blumenstraße, dessen neuer Teil ein prachtvolles und geschlossenes Bild bietet, hat sich die Stadt schon manche Verdienste erworben, die von den Bürgern auch richtig geschätzt werden. Aber, liebe Stadtverwaltung, es gibt auch noch andere Pläne und Projekte, die sich, ohne unerhört grone und leider nicht vorhandene Mittel aufwenden zu müssen billig verwirklichen ließen und die Dir vor allem die Gunst der Bochumer in noch viel stärkerem Maße erringen würden. Zwar wird augenblicklich der Hammer Friedbof heute wieder Schulbeginn. Die Stadt ist wieder heimgekehrt. In den letzten acht Tagen herrschte an den hiesigen Bahnhöfen ein außerordentlicher Betrieb. Aus allen Ecken und Enden unseres schönen Vaterlandes kehrten die Ferienreisenden wieder heim. Komisch, wie schnell doch diese Zeit vergehen konnte. Eben noch hatte man mit einem unaussprechlichen Frobgefühl die ganzen Schulklamotten in die Schublade geworfen. Dann war das Reuesieber über einen gekommen, man hatte die Koffer gepackt und anderen Tags schon entfunrte der Zug die ganze Jamilie in die Ferne. Und schon haben alle die Freuden ein Ende. Allerdings hatte Karl chen schon vor einigen Tagen ein recht bedrücktes Gesicht aufgesetzt. Mitten beim Spiel in der schönen warmen Sonne war ihm eingefallen, daß Dienstag ja wieder die Schule beginnen würde. Und gleicheitia erinnerte er sich der schweren Aufgabe, die es noch gerade vor Beginn der großen Ferien zu lösen gab. die man aber in der Ferienvorfreude schnell vergessen hatte. Was jedoch nicht hinderte, daß man sie jetzt erneut einer sorgfältigen Behandlung unterziehen mußte. Und das stimmte ihn natürlich sehr Un wie Karlchen, so wird es in den letzten Tagen auch noch so manch anderem Jungen und Mädel ergangen sein und viele dürfte wohl der heimliche Wunsch gequält haben, irgendein wunderbares Ereignis möchte den Schulbeginn noch etliche Tage hinauszögern. Wir kennen diese heimlichen. aufrührerischen Wünsche ja selber alle noch, als auch wir einmal die Pflicht hatten, uns mit dem Schulranzen und was drin war, mehr zu beschäftigen, als una lieb war. Wir wissen aber auch, daß diese Wünsche niemals in Erfüllung gegangen sind. Aber. liebe Kinder, wäre es denn nun wirklich schön, wenn es immer Ferien gäbe? Doch wohl nicht! Denn dann würden diese wundervollen Ferienwochen ta nur ihren Reiz verlieren. Erstrebenswert ist ta nur immer das, was man nur selten erreichen kann. Deshalb wollen wir zur Abwechslung wieder einmal in die Schule gehen. Ihr werdet da allerhand verändert finden. Denn in den gronen Ferten hat man in den hiesigen Schulen ordentlich Hausputz gehalten, wie man neulich in der Volkszeitung lesen konnte. Ganze Schulgebäude sind von Grund auf renoniert worden. Andere haben innen und draußen einen neuen Farbstrich erhalten, so daß die Klassen zimmer höchst freundlich und einladend aussehen. Und da muß es doch Spaß machen, in eine solche frische und helle Schule zu geben. Und vergeßt nicht. daß ihr da ja wieder alle Kameraden antreffen werdet. Wird das ein Erzählen geben! Und über dem Erzählen, dem Berichten und Schildern werdet ihr euch alle sachte und ohne sonderliche Anstrengungen wieder an den täglichen Schulbetrieb gewöhnen, als wäre es gar nicht an ders gewesen. Und auch das Gesicht eures Lehrers wird euch wieder viel freundlicher erscheinen, als es beim ersten Zusammentreffen heute der Fall sein mag. Und paßt auf, in einien Tagen habt ihr die Ferien wieder aanz veraessen, auch an den Wienkopp. der euch gestern noch erfreute, denkt ihr nur noch träumend zurück. Und in etlichen Wochen und Monaten freut ihr euch dann wieder auf die nächsten Ferien. So ist es nun einmal Schulbeainn in Bochum: es sind immer dieselben Stimmungen und Regungen, die diesen Tag beherrschen! um ein gutes Stück vergrößert, der langgeplante Zentralfriedhof wird nun endlich gebaut, aber daneben gibt es noch einige delikate Sachen die zumindest wert wären, einmal ernsthaft über ihre Durchführung nachzudenken. Zunächst ist da das Zillertal. Die Voraussetzungen sind hier denkbar günstig Man müßte nur die Wege planieren, ausbessern mit einer roten Aschendecke versehen und noch verschiedene gärtnerische„Dessins" anbringen; ohne viel Geld würde man daraus eine ähnliche Anlage schaffen können, wie wir sie immer wieder im Wiesental bewundern, die mit ihrem echten oder wenigstens so aussehenden Teich wirklich prächtig gelungen ist. Und da kommen wir auch gleich zum zweiten. Wie wäre es wenn man das Wiesental, das so herrlich begonnen wurde, weiteransbauen würde, wenn man also durch Wiesen und Grün einen Weg durch die bisher noch versumpften Wiesen bis zum Weitmarer Holz schaffen würde. Dieser Weg hätte den großen Vorzug, daß er den Großstädter, den es ja immer wieder nach Süden zur Ruhr zieht, gleich hinter Bergmannsheil und Radrennbahn mitte mang in die Natur führt und ihn durch Wiesen und gepflegte Anlagen bis zum Weitmarer Holz und dann durch dieses Gehölz gleich zur Ruhr bringt. Es wird selbstredend nicht so leicht, daß erforderliche Gelände zu pachten. Aber in Anbetracht des guten Zweckes und des vortefflichen Zieles sollten sich doch die entgegenstehenden Hindernisse überwinden lassen, zumal die Wiesen, doch zum Teil versumpft sicher nicht allzu große Erträgnisse bringen. Vielleicht könnte man auch einmal über die Anlage eines Sportplatzes eines Plansch beckens oder eines Kinderspielplatzes durchberater Aebnliche Anlagen 1. B. in der Plantschbeckenanlage in der Nühe des St. Josephs=Hospitals, erfreuen sich bei den Kindern der größten Beliebtheit und würden auch hier im Ehrenfeld ähnlichen Anklang finden. Wir wollen nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen verständlich ist es in einer Zeit wo ein Großeil des städtischen Etats für Wohlfahrtsunterstützungen ausgeworfen wird wo die Arbeitslosigkeit immer noch nicht überwunden ist, schwer, sehr schwer. Ausgaben für Dinge zu machen, die nicht in erster Linie arbeitsfördernd sind, die sich selbst — so ohne weiteres jedenfalls nicht— bezahlt machen. Jedenfalls wird sich das für solche Anlagen aufgewandte Geld in späteren Jahren doch wieder bezahlt machen. Also. liebe Stadtverwaltung, überlege Dir die Sache. schlaf mal eine Nacht darüber. Vielleicht läßt sich doch etwas machen, was wir natürlich von Herzen wünschen. 442 IE 1 Zwischen Bürgersteig und Straße. Ein Radfahrer wurde an der Ecke Wittener und Kleinherbeder Straße von einem Personenkraftwagen angefahren. Der Radfahrer erlitt eine Gehirneschütterung und wurde in das Knappschaftskrankenhaus in Langendreer eingeliefert. Das Fahrrad wurde starf beschädigt. * Auf der Fahrendeller=, Ecke Querstraße, wurde eine Haustochter beim Ueberqueren des Fahrdamms von einem Radfahre angefahren und leicht verletzt. Die Verletzte hat eine leichte Kopfverletzung und Verstauchung der rechten Hand erlitten. * Am gleichen Tage wurde auf dem Hindenburgdamm ein Eisenbahner von einem Kraftfahrrad angefahren und erlitt hierbei einen Oberschenkelbruch und der Motorradfahrer Verletzungen am Kopfe und linken Arm. Ein vorüberfahrender Arzt hat den Motoradfahrer ins Bergmannsheil in Bochum eingeliefert. Der Fußgänger wurde in das Evangelische Krankenhaus in Wattenscheid gebracht. * Auf dem Hellweg. 100 Meter östlich der Grenze Wattenscheid=Höntrop=Steele, kam der Führer eines Motorrades zu Fall. Hierbei wurde er und eine auf dem Soziussitz sitzende Dame erheblich verletzt. Beide Verletzten wurden von einem vorüberfahrenden Kraftfahrzeug in das Evangelische Krankenbaus in Essen=Steele gebracht. Sei Kämpfer für den Sozialismus der Tat! Reihe Dich ein in die Front der NEV. — Warnung vor einem Trickdieb. Am 27. August, gegen 17,45 Uhr, wurde an der Ecke Jakob= und Oskar=Hoffmann=Straße in Bochum ein elfjähriges Mädchen, das mit einem Fahrrade umherfuhr, von einem Manne angesprochen und überredet, ihm das Rad für einige Minuten zu überlassen, da er eine eilige Bestellung zu machen hätte. Der Mann ist dann mit dem Rade verschwunden. Beschreibung: 1,65—1,70 Meter groß, hellblondes Haar, etwa 30 Jahre alt. Er war bekleidet mit grauem Sportanzug— Knickerbockerhose—, grauer Sportmütze und grünem Binder. Mitteilungen werden auf Zimmer 252 des PolizeiPräsidiums, Bochum, Uhlandstraße 35, entgegengenommen. Kr.= Unglücklicher Sturz. Mit einer bösen Hinterkopfverletzung und Rücken= und Seitenquetschungen dem Augusta=Krankenhaus zugeführt wurde gestern nachmittag die Hausangestellte Maria We. aus der Buselohstraße, die bei einem Beamten in Diensten steht. Beim Anbringen von Gardinen glitt sie auf der Fensterbank aus und stürzte rücklings hinab. Festgenommen wurden: Eine Person wegen Diebstahls, eine Person wegen schwerer Körperverletzung. eine Person wegen Betruges und eine Person wegen Bettelns. Heute Dienstag: Konzert des Städt. Orchestere Bochum im Stadtpark. Heute Dienstag, 4. September, findet unter Leitung von Konzertmeister Rudolf Loos auf der Terrasse im Stadtpark(bei günstiger Witterung) ein Konzert des Städt. Orchesters mit folgendem Programm statt:„Der Koburger“, Armeemarsch; Ouvertüre zu„Die Zauberflöte“ von Mozart. Chor und Cavatine aus„Der Schwur“ von Mercadante; Lagunenwalzer aus„Eine Nacht in Venedig“ von Joh. Strauß; Fantasie aus„Der Waffenschmied“ von Lortzing; Ouvertüre zu„Banditenstreiche“ von Suppé; Moment musicals und Militärmarsch Nr. 1 von Zeller; Steinmetzmarsch von K. Bratfisch. Das Konzert beginnt um 4 Uhr nachmittags.— Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Die Winterarbeit der Berufsgemeinschaft der Techniker in der 9A. Alle Gebiete werden in Wiederholt hat der Führer vor aller Welt seine feste Zuversicht zum Ausdruck gebracht, daß es der deutschen Technik und Wirtschaft gelingen wird, die Mittel und Wege zu finden, die zum erfolgreichen Ueberstehen des uns aufgezwungenen Wirtschaftskampfes führen. Niemand kann verkennen, daß der Ausgang des mit aller Härte gegen uns geführten Wirtschaftskrieges entscheidend ist für Sein und Nichtsein des deutschen Volkes und damit gleichbedeutend für jeden einzelnen Volksgenossen. Es gibt daher kein Zurück, sondern nur ein Vorwärts. Die Zuversicht des Führers und die ungeheure Tragweite des unerbittlichen Wirtschaftskampfes stellen den deutschen Techniker vor Aufgaben von ganz besonderer Bedeutung, die zu lösen ihm die Pflicht gemacht ist. Von jedem deutschen Volksgenossen, insbesondere aber vom deutschen Techniker werden berufliche Höchstleistungen verlangt: denn die deutsche Technik soll durch ihre Qualitätsleistungen den Weltmarkt uns wieder erschließen belfen. Da es also im bekonderen Maße auf die berufliche Leistung des Technikers ankommt. ganz gleich auf welchem Platze er steht. erwächst ihm die unerläßliche Verpflichtung, alles zu seiner beruflichen Leistungssteigerung zu benutzen. Es darf keinen deutschen Techniker geben, der sich nicht verantwortlich fühlt, der durch Mutlosigkeit oder Zweifel, der durch Unwilligkeit zur Höchstleistung an seinem Arbeitsplatz oder zögerndes Abwarten zum Verräter an der Volksgemeinschaft und an der Zuversicht des Führers wird. Die Berufsgenossenschaft der Techniker in der Deutschen Angestelltenschaft gibt jedem Techniker vielseitige Möglichkeit, sein berufliches und fachwissenschaftliches Können und Wissen so zu bereiBochum berücksichtigt. chern. daß er an seinem Arbeitsplatz bestmögliche Leistungen erzielen rann und somit ein vollwertiges Glied des Volksganzen und Kämpfer für Lebensrecht und Freiheit des deutschen Volkes wird. Ein großzügiger Winterplan, der Mitte September erscheint, und jedem Interessenten zur Verfügung steht, gibt näheren Aufschluß über die verschiedensten fachwissenschaftlichen Vorträge auf allen Gebieten der Technik. Besondere Vortragsreiben, die durch hochwertiges Lichtbildmaterial ergänzt werden. geben allen interessierten Volksgenossen einen tiefen Einblick in die Technik und deren Spezialgebiete. Alle. in unserem Gebiet vertretenen Industriezweige finden ihre besondere Berücksichtigung. Den Spezialisten auf den einzelnen technischen Gebieten wird Gelegenheit geboten, ihr Spezialwissen vorteilhaft zu erweitern. Uebungs= und Arbeitsgemeinschaften werden dafür sorgen, daß die Verbindung mit der Praris nicht verloren gebt. Eine große Anzahl von Vorträgen und Lehrgängen aus benachbarten Berufsschichten und Gruppen sollen den Techniker veranlassen, größeren Anteil am Gemeinschaftsleben des Volkes zu nebmen, damit er dann umsomehr Verständnis für seine Eigenart und sein Innenleben fordern kann. Der Weg ist frei und das Ziel klar. Darum darf es für den Techniker kein Zaudern geben, jent schon durch Anmeldung zur Teilnahme an den Vorträgen und Lehrgängen der Deutschen Angestelltenschaft die Erkenntnis seiner Aufgabe und seine Einsatzbereitschaft zu bezeugen. Mehr denn je heißt es jent:„Techniker vor die Front!“ Nähere Auskünfte erhalten Sie in der Geschäftsstelle der Deutschen Angestelltenschaft— Bochum. Alllleestraße 46. Meineid für eine Zigarelte. + Die am Montag am Landgericht Bochum begonnene Schwurgerichtsveriode ist wieder angefüllt mit Meineidssachen. Diese betrübende Zeiterscheinung wird demnächst kaum mehr zu verzeichnen sein. da in Auswirkung eines Erlasses des Justisministers die Möglichkeit besteht und schon seit Wochen gehandhabt wird. Eidesleistungen auf das Mindestmaß zu beschränken. Die Gerichte sind ja auch in der Lage, aus dem Beweismaterial der jeweiligen Prozesse sich. ungeachtet, ob Aussagen mit dem Eide. oder nicht bekräftigt sind, ein Urteil über deren Glaubwürdigkeit oder Nichtglaubwürdigkeit zu bilden Aus welch nichtigen, ja frivolen Anlässen heraus, Meineide geschworen werden, zeigte mal wieder eine Verhandlung vor dem Schwurgerichte, die erkennen ließ, daß die Hergabe einer Zigarette genügte, einen jungen, geistig beschränkten Mann dazu zu bringen, vor Gericht unter Eid mit der Wahrheit gefährlich umzuspringen. Es standen, aus dem Untersuchungsgefängnis vorgeführt, unter Anklage des wissentlichen Falscheides der junge Richard Scha. und wegen Anstiftung zum Meineide ein gewisser Julius Ko., beide aus Wattenscheid. Der dem Prozeß zugrundeliegende Sachverhalt ist folgender: Ko. unterhielt im Jahre 1932 zu Wattenscheid in seiner Wohnung eine Schlaistättenvermietung. in der durchweg 7—9 junge Leute kamvierten. Aus diesen Leuten, die durchweg Unterstützung bezogen, wußte Ko. ein gut Stück Geld herauszuschlagen, indem er ihnen Flaschenbier und Zigaretten aufdrängte. Es herrschte denn auch in der weiten Schlafkoie bei Bier. Branntwein und Zigaretten ein recht lustiges Leben, das oft bis tief in die frühe Morgenstunde anhielt, an dem sich auch nicht im Hause wohnende junge Leute beteiligten. Die Polizei leitete gegen Ko. ein Verfahren wegen unrechtmäßiger Ausübung eines Schankbetriebes ein. In diesem Verfahren wurden Scha. und ein wegen Meineides in dieser Sache bereits abgeurteilter Heinrich Ot. von Wattenscheid vernommen. Wahrheitsgemäß bestätigten beide den Schankbetrieb. widerriefen aber in der Gerichtsverhandlung gegen Ko. die polizeiliche Aussage, und zwar unter Eid. Die Sache wurde damals vertagt. Von Gewissensbissen getrieben, sprach einige Tage später Scha. mit der Erklärung bei der Polizei vor. daß seine polizeiliche Aussage die Wahrheit darstelle. nicht aber die eidliche vor Gericht. Bei dieser Erklärung blieb Sch. auf in der wiederaufgenommenen Verhandlung, während Ot. auch jetzt bei dem Widerruf gegenüber seiner polizeilichen Aussage verblieb. Am 5. Februar 1934 ist Ot. vom Bochumer Schwurgericht wegen Meineides zu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus. Ko. wegen Anstiftung zum Meineid und Verlust der Eidesfähigkeit verurteilt worden. In der nun vor dem Schwurgerichte gegen Scha. und Ko. gestandenen Verhandlung beteuerte Scha., daß er. wie auch Ot., auf das Zureden von Ko. bei gleichzeitiger Hergabe einer Zigarette sich veranlaßt gesehen hätten, zugunsten Ko. falsch auszusagen. Scha wie auch Ot. sind in der Schule erheblich zurückgeblieben, geistig beschränkte und darum leicht beeinflußbare Personen. Ko. kam auch in dieser Wieder Regen im Anzug. Der Wirbel, der sich an der Grenze zwische sehr warmer Mittelmeerluft und kühler Kontinen talluft bildete, ist während der vergangenen Stunden von der östlichen Tschechoslowakei längder Oder und weiter über Dänemark und Süd skandinatvien bis nach dem südlichen Nordmeere gewandert. Ihm folgt ein anderes Störungssystem das von der Biskaya her südlich der Alpen eber falls nach den Karpatenländern gewandert ist und heute von Schlesien über Oesterreich bis an das Adriatische Meer verbreitet Regen bringt. Daübrige Deutschland und Ostfrankreich melden dagegen heiteres Wetter, da von hier die Luftmassen sowohl von dem Karpatenwirbel als auch von einem neuen vor Schottland erschienenen energievollen Störungssystem abgesaugt werden Das letztere befördert auf seiner Südseite mildere, sehr feuchte Ozeanluft ostwärts, die über Großbritannien und den Kanalländern sowie Westfrankreich verbreitet starke Bewölkung und erneut Niederschlag verursacht. Auch Westdeutschland gelangt mehr und mehr unter seinen Einfluß, so daß hier der Witterungscharakter wieder unfreundlicher wird. Dienstag: Frische südliche bis westliche Winde, Vorwiegend stark wolkig. Zeitweise Regen oder Regenschauer. Etwas wärmer. Mittwoch: Weiterhin frische um Sudwest schwankende Winde. Ueberwiegend wolkig und Verhandlung mit dem grundlosen Einwand, das gegen ihn ein Racheakt, betrieben von einer dritten Person. vorliege. Das Schwurgericht verurteilte Scha. wegen Meineides und Begünstigung unter Berücksichtigung der Strafmilderungsbestimmungen zu 6 Monaten Zuchthaus und im Umwandlungswege dieser Strafen zu 9 Monaten Gefängnis bei Anrechnung der Untersuchungshaft. Ko. wegen Anstiftung zum Meineide unter Einberechnung seiner zweifährigen Zuchthausstrafe zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 3 Jahren unter Beibehaltung der Nebenstrafen. Scha., aber auch Ko., nahmen die Strafe an Reicholuftschunbund Reviersruppeh, Hamme. A Mittwoch. dem 5. September 1931, um 20 Uhr. findet im Lokal der Wirtschaft Hucke. Dorstener Str. 213 eine öffentliche Versammlung des Reichsluftschutzbundes statt Es ist Pflicht eines jeden Hauswarts. die Bewohner seines Hauses mitzubringen, da es von großer Wichtigkeit für die kommende Beschu lung ist. Verpflichtung der Amtoträßer im Luftschutz in B.=Weitmar. Im Restaurant Waldschlöschen B Weitmar sand eine Versammlung aller Amtsträger des Reichsluftschutzes des Bezirkes Weitmar=Mitte statt. Die Versammlung wurde geleitet vom Fübrer der Reviergruppe. Als Gäste waren anwelend Dr. Schlitter und Dr. Hoffmann von der Ortsgruppe des RLB. Groß=Bochum. In zündender Ansprache wies Dr. Schlitter auf die verantwor tungsvollen Pflichten der einzelen Amtsträger, die im Dienste am Volksganzen ständen. hin. Eine rege Aussprache über alles, was Luftschutz betrifft. fand statt. Am Schluß nahm Dr. Schlitter in feier licher und würdiger Weise die Verpflichtung der anwesenden 75 Amtsträger vor. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf Führer und Kanzler wurde die Tagung beschlossen. Städtische Gemäldeaalerie Bochum. Die Stadt. Gemäldegalerie bleibt diese Woche wegen Ausstellungswechsel geschlossen. Wiedereröffnung: Sonntag. den 9. September. Der Weg ROMAN VON HELENE NORBERI der Maria Verlagsanstalt Manz, Regensburg 44. Fortsetzung Kleinlaut und ratlos saß der Kreuzhofer vor seinem Weibe. Was die Liese so klar ausdrückte, war ja das ganze Um und Auf seiner eigenen Gedanken. „Du darfst nit mittun, Mann! Könntest ja nie in derselben Erde mit Karl Lonnert schlafen, rührtest du einen Finger an seinen Erben.“ Ein hartes Schweigen. „Mußt anderes tun, Mann,— mußt es verhindern!“ Verständnislos starrte der Kreuzhofer auf sein Weib. „Wie kann ich das?“ Ein gutes Lachen flog über Lieses ernstes Gesicht. „Ruf's Fräulein! Sie soll dir helfen?" „s Fräulein?“ Ganz andächtig sprach der Mann das Wort nach; dann packte ihn die Hoffnung, nein, das Wissen: war 's Fräulein hier, wurde alles gut. Hinter Maria Keim stellten sich die Göller alle. Oh.— und dann mußte es gut werden! Dann geschah auf dem Boden seiner Heimat bestimmt kein Unrecht. Liese fuhr fort: „Sie hat euch schon einmal über einen tiefen Grund g'führt; sie laßt euch auch diesmal nicht im Stich. Nein, sie nicht!“ Das Bangen machte im Kreuzhofer der Zuversicht Platz. „Mir ist, als ob keiner von uns was Schlechtes tun könnt', wenn's Fräulein da ist." „Und ich hab' solche Sehnsucht nach ihr!“ In dem Gesicht des jungen Weibes brannte die Sehnsucht nach der einstmaligen Herrin. „Merkwürdig, nie haben wir ihre Adresse gewußt immer mußten wir mit dem zufrieden sein, was uns Doktor Gerold bestellte;— sch glaub', er hat selbst nicht viel von ihr gewußt, und seit vorgestern kennen wir ihre Adresse. Ist es nicht, als sollte es gerade so sein?“ Der Kreuzhofer dachte ein Weilchen nach. Dann lagte er: „Jetzt kannst in deinen Brief gleich schreiben, daß sie kommen soll,— aber gleich, sofort—“ „Ich muß ihr auch den Grund nennen, Mann!“ Angstvoll rief der Kreuzhofer: „Sie wird doch den Lonnert nichts sagen. Ich kann nit zum Lumpen an meinen Kameraden werden.“ „Sorg' dich nit,“ unterbrach ihn seine Frau.„Leut', die so handeln wie mein Fräulein, reden nit lang; die helfen, und es ist gut." Man hörte ein paar Minuten später nur mehr das Scharren einer, von Hansels Hand malträtierte Feder und die schweren Atemzüge des Mannes. Liese schrieb und schrieb. Den letzten Absatz sprach sie laut mit: „Mein Mann und ich fürchten nun, daß das nicht so einfach abgehen wird. Man haßt die Herren Lonnert und sie sind darum in schwerer Gefahr. Verraten kann aber mein Mann seine Kameraden nicht; er sagt, das tut nur ein Lump. Wir vertrauen also auf Sie, daß Sie kommen. und zwar gleich, und die Göller abhalten, auf dem Grund unseres lieben, verstorbenen Herrn eine Schlechtigkeit zu tun. Wir sind in großer Angst und Aufregung. Mit den herzlichsten und hoachtungsvollsten Grüßen ver bleiben wir Ihre dankbaren Liese und Joachim Kreuzhofer.“ „Das haft sein g'macht,“ anerkannte der Kreuz hofer die Leistung seiner Frau.„Der Herr Pfarrer oder der Herr Oberlehrer könnt's auch nicht besser.“ Am nächsten Tag ging das Schreiben expreß fort. Maria empfing es an einem Krankenbette. Sie nahm dem Kranken den Fiebermesser ab und setzte die Temperatur in die Tafel ein. Erst dann entfernte sie sich mit einem lieben Lächeln. Am Gang draußen riß sie den Brief auf. Während des Lesens wurden ihre Augen immer größer und dunkler. Die Lonnert in Gefahr! Egon Lonnert in Gefahr Die sie begegnende Schwester erschrak vor dem weißen, verzweifelten Gesichtchen. „Was ist Ihnen, Fräulein Keim?“ „Nichts, Schwester!“ murmelte sie. Gleich darauf legte sie ihre beiden Hände bittend auf den Arm der Schwester. „Schwester, lassen Sie mich eine halbe Stunde in mein Zimmer!“ „Auch eine ganze, Kind. Schwester Agnes kann für Sie in der Teeküche ein wenig aushelfen.“ „Gott lohn' es Ihnen!“ Mit diesen Worten eilte Maria schon die Treppen empor. Sie hatte im dritten Stock ihr Zimmerchen, das sie noch mit einer zweiten Kandidatin teilen mußte. Nur allein sein! Die Gedanken sammeln! Oben las sie noch einmal den Brief durch. Langsam erwachte die alte Tatkraft. Sie mußte heim! Das Schicksal gebot es zur rechten Stunde. Doktor Gerold würde ihr auch am besten raten können, was sie in der Hausangelegenheit beginnen sollte. Und sie konnte endlich einmal ihre Gräber besuchen und vielleicht auch das Leid ihres Herzens in der Heimat begraben. Vielleicht starb an dem Haß, den sie schauen würde, ihre Liebe! An dem Haß, an dem Elend— an den Ungerechtigkeiten——— Schlug die Stunde der Gerechtigkeit für die stolzen, kalten Männer, die gefühllos ein Unrecht auf das andere häuften? Aber wohin verirrte sie sich? War nicht der Mann bedroht, den sie liebte? Trotz allem liebte? Ihr Blick irrte von den weißen Blättern zu dem kleinen Kreuz hinüber, das auf der Decke ihres Bettes lag. Durfte sie um Haß, durfte sie um Liebe fragen? Stand über Haß und Liebe nicht das Gebot des Herrn? Das Gebot, das Erbarmen und Hilfsbereitchaft befahl? Und sie wollte helfen! Helfen, daß ihre Dörfler frei von Schuld blieben.— Sie durften Unrecht leiden, aber nie Unrecht tun. So hatte Karl Lonnerts Parole gelautet, für sich und die Seinen So sollte es auch weiterhin bleiben.— Maria zur Schwester Woerin. die sie am einen u tägigen Urlaub bat. Sie wies den Brief des Gehe rates vor, der von dem Hausverkauf handelte. Maria hatte sich bei der milden, verständigen Fr viel Sympathie erobert. Sie fand keine Schwien keiten. Noch am Abend konnte sie reisen. Verlegen trachtete Maria ihren abgeschabten, grauen Man dessen billiger Stoff die Strapazen der letzten Ja in Faser, Farbe und Form zeigte. Wie gut wäre ihr setzt eine ihrer früheren Tot ten zustatten gekommen Zum ersten Male bedauert sie, alles Entbehrliche weld umgesetzt zu haben. Und natürlich nicht für Ein belustigtes Lächeln huschte einen Moment ihre nachdenklichen Züge. Ob sie nicht doch leichtsinnig war? Aber le wanderte der, der ohne Bürde war. Mochte das Trost sein! Und— sie sollten sie nur als eine der Ihren erkennen. Ihr Kandidatenkleid trug sie mit Stolz: sie würde darinnen nötigenfalls auch dem hochmütigen Großindustriellen Rede und Antwort stehen. 24. Kapite! Generalstreik im weiten, großen Konzern. Eine Wahnsinnstat im gegebenen Augenblick, abct eine Tat der stumpfmachenden Verbitterung. Verhandlung, abgewiesene Verhandlung! Das Wort lag auf den Lippen; im Herzen aber schrie ein anderes: Vergeltung! Zahltag! Einer verbara. verschwieg es vor dem anderen, aber jeder wußte, worum es ging. Auch den Göllern wurde es klar, und zwar in der Nacht, als Hauf auf Hauf sich mehrte; ihr schönet. friedlicher Wald von hunderten und hunderten dunklet Gestalten wimmelte. Der Geheimrat hatte einen schweren Tag hinter lich. Telephonisch und telegraphisch hatte er seine Order ausgegeben, heine Minute Ruhe hatte er sich gegönnt: mit der letzten Depesche in der Hand, suchte er leinen Sohn auf Grau. Verfallen. Lilly Stein war tot! Das Entsetzen hielt ihre Herzen in Klammern. Der Geheimrat hatte als Rechner und nüchternet Tatmensch das Kapitel„Frau“ bald erledigt. Seine eigene Ehe war nicht dazu angetan gewesen. ihn mit einer besonderen Hochachtung für die Frau zu erfüllen. Und doch trug er vielleicht unbewußt im tiefsten Innern die Sehnsucht nach des guten Weibes seiner. friedsamer Sonnenselte. Lilly Stein, die Felne, Zierliche, die heinem lein ein Leid zufügen konnte, die ihre Neider mit einer verblüffenden, pachenden Liebenswürdigheit und Bescheidenheit entwaffnete, und allen, allen, die ihr nahetraten, frohe goldene Sonne war,— war tot. Seine Jugend war tot! Schatten wurden zu durchdringlichen Dunkelheiten. Und Egon Lonnert zürnte dem Schicksal, das den einzigen Menschen sterben ließ, der es in seiner unaufe dringlichen, aber einflußreichen Art verstanden hatte, wieder Brüchen zwischen Vater und Sohn zu schlagen Ob er es selbst versuchte? In dieser Notstunde versuchte? Zweierlei Recht,— zweierlei Wea! Die unerbiltliche Wahrheit dieser Tatsache verschloß ihm den Mund „Morgen früh fahren wir nach Wien. Du kommst doch mit?“ Die Stimme des alten Herrn klang eingerostet. Natürlich, Papa,— selbstverständlich!“ Während die beiden Lonnert sich mühten, Ruhe zu finden, fuhr der Zug, in dem Maria sah, durch wundervolle Sternennacht. (Fortsetzung folgt.) Restaurierung Jesupfarreikirche beda gangenen Jahre aufg inneren Restaurierun standenen Risse und Gewölben haben das gen Zustand versetzt. den an der Verbindu des Gotteshauses he nun beschlossen, in de des Gotteshauses ein hen Zunächst sollen werden, anschließend strich erhalten. Zwar Anstrich bleiben. An nicht zu denken. da statten kr) Von einem Rol Montagearbeiter He kolonie erlitt einen Er befand sich auf de ten Schachtanlage Teervorlage. als er krümmer. der ausgen wurde. so daß er m und Schulter. und brach. Er wurde den th) Bänke in der Jahren gebegten Wur Rulkurel bietet die U. S. Rul Kulturarbeit is chen Volkes. Kul deutschen Nation den. Die NS.=Kulti sen zu den Stä führen Theater, musike träge, Kulturfilme kreise, die allen meinde offenstehen. Bücher und verden als Jahre dlieder gelegt we Hinein in die Front der Kulturtri URHE BERRECHTSSC „Nein", sagte Finanzministerium Das glaube ich schäftsleben und hoch?" Bie zu 40 Pu Das wissen Sie furchtevoll.„Und nicht zu Rothschi Rothschild we einzige in Wien. doch auf sedem befinden. In „Sie haben rech Grotzbank hat mehr gennehmen wollen. französischen Höndmir das auf. Wan Heute Mittag aus New=York beh schon lange. Grunvention schon seit letzten Punkte. die lich geeinigt. Das ganzen Linie nachg Aber so etwas gen einsetzen. Da „Stimmt. Dae sieben Tage vor eindechen können europäischen Mär demerkt von der gen werden. Wenn lionen und Milliar meine. Herr Direkt Der Bankmann den Vertrag einer Tasche.„ ch Ihnen beweisen sch den Vertrag peranlaßt, die unge r Welt dazu verh meine Frau oder Geschäft macht. 4 denhe nicht Fhabt und ich wer oingung." „Und zwar!“ Groß=Bochum meldet... Bochum-Hordel. h) Restaurierung der Herz=Jesukirche. Die HerzJesupfarreikirche bedarf wegen der im Laufe der vergangenen Jahre aufgetretenen Bergbauschäden einer inneren Restaurierung. Die durch Bergschäden entstandenen Risse und Sprünge an den Wänden und Gewölben haben das Gotteshaus in einen unwürdiden Zustand versetzt. Besonders stark treten die Schäden an der Verbindung des alten und neuen Teiles des Gotteshauses hervor. Der Kirchenvorstand hat nun beschlossen, in den nächsten Tagen dem Innern des Gotteshauses ein würdiges Aussehen zu verleihen. Zunächst sollen erst die Bergschäden beseitigt werden, anschließend soll die Kirche einen neuen An strich erhalten. Zwar soll es nur bei einem einfachen Anstrich bleiben. An eine Ausmalung der Kirche ist nicht zu denken, da die Bauverhältnisse es nicht gestatten kr) Von einem Rohrkrümmer niedergeschlagen. Der Montagearbeiter Herm. Siepmann aus der Kruppkolonie erlitt einen verhängnisvollen Montageunfall Er befand sich auf der Kokereianlage einer benachbarten Schachtanlage bei Reparaturarbeiten an einer Teervorlage. als er von einem schweren Gußrohr krümmer, der ausgewechselt werden sollte, getroffen. wurde. so daß er mit einer Hinterschädelverletzung und Schulter. und Rückenquetschungen zusammenbrach. Er wurde dem Bergmannsheil zugeführt. th) Bänke in der Hordeler Grünanlage. Einem seit Jahren gehegten Wunsche wird nun durch die Krupp Den Jum Kulturellen frlebnis bieket die U. S. Kulturgemeinde Kulturarbeit ist Arbeit an der Seele des deutchen Volkes. Kulturerlebnis ist Bekenntnis zur deutschen Nation und zu den künstlerisch Schaffenden. Die NS.=Kulturgemeinde will alle Volksgenosen zu den Stätten deutschen Kulturerlehnis führen Theater, musikalische Veranstaltungen, Vortrage, Kulturfilme sind die Arbeits= und Erlebniskreise, die allen Mitgliedern der NS.=Kulturgemeinde offenstehen. Bücher und künstlerisch ausgeführte Grafiken verden als Jahresgaben in die Hände vieler Mitglieder gelegt werden. dinein in die NS.=Kulturgemeinde! Hinein in Front der Kulturträger des neuen Deutschland! sche Verwaltung Rechnung getragen. In der Grünanlage an der Finefraustraße der Dahlhauser Kolonie sind gegenwärtig Handwerker mit dem Aufstellen neuer Bänke beschäftigt. Wenn auch diese in diesem Jahre ihren Zweck nicht mehr ganz erfüllen, so werden sie wohl in den kommenden Jahren während der schönen Jahreszeit den alten Müttern und Vätern wie auch jüngeren Leuten ein schattiges Ruheplätzchen verschaffen. Hessenverein. Am Sonntag hielt der Hessenverein im Vereinslokale Tönshoff seine Monatsversammlung ab. Nachdem der geschäftliche Teil seine Erlegung gefunden, wurde beschlossen, an dem am 22., 23. und 34. September stattfindenden Jubelfeste des Brudervereins Günnißfeld, welcher mit einem Kulturaben) verbunden wird, teilzunehmen. Bochum-Harpen. t.) Die kath. Ferienkinderhilfe Harpen unternahm in Gemeinschaft mit der von Gerthe unter der Führung der Pfarrvikare Hermann u. Looschelders einen Ausflug zu den Festspielen auf den Wienkopp. Zu Fuß ging es nach Stiepel wo Rast gemacht und die Kinder mit Kakao bewirtet wurden. Um 1 Uhr wurde eine Prozession um die Wallfahrtskirche in Stiepel gehalten, an der auch die dort weilenden Kinder mit ihren Angehörigen von Werne und Langendreer teilnahmen. Sodann wurde der Weg zu dem Kinderschützenfest auf dem Wienkopp angetreten, wo für die Kinder allerlei Belustigungen stattfanden. Um 7.30 Uhr erfolgte die Rückfahrt mit einem Sonderwagen der Westfälischen Straßenbahn bis zum Abzweig Harpen, von wo man dann zu Fuß nach Hause gelangte. rk) Kath. Arbeiterverein. Am Sonntag fand im Vereinssaale die Monatsversammlung statt. Nachdem einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt waren. sprach der Theologe Heini Finke im Vortrage über „Rassenverschiedenheiten im deutschen Volksraum“. Er ging aus von den Hauptrassen der Erde, schilderte deren Aussehen, kam zur Entwicklung der einzelnen Rassen Europas, die in fünf Klassen eingeteilt sind. Das Ausschen in Gestalt und Körperform sowie die geistigen Eigenschaften der Angehörigen der einzelnen Rassen wurden eingehend skizziert. Insbesondere wurden die Rassen bebandelt, die den größten Anteil an der Verbreitung und Erhaltung des Deutschtums haben. Der starke Beifall bekundete das Interesse, das der Vortrag ausgelöst hatte. Um dem Volksliede wieder mehr Geltung zu verschaffen, war die Versammlung von gemeinschaftlich gesungenen Volksliedern umrahmt. Bochum-Langendreer. th) Kath. Knappen= und Arbeiterverein. Die Monatsversammlung fand am Sonntag im Jugendheim statt und wurde vom 1. Vorsitzenden geleitet. Nach Erledigung der Tagesordnung ergriff der Herr Vikar das Wort zu seinem Vortrage. In kurzen Zügen erklärte er das Programm für das Winterhalbjahr. Der Vortrag fand lebhaftes Interesse bei den Anwesenden. Darauf begrüßte der 1. Vorsitzende den ingwischen erschienenen Herrn Präses, indem er seiner Freude Ausdruck gab, den so schwer erkrankten Herrn Pfarrer nach langen Monaten gesund als geistigen Präses wiederzuschen. Ferner wurde der nächste Einkehrsonntag besprochen und auf den zweiten Sonntag im Oktober festgelegt. Ein kurzer Vortrag, den der 1. Vorsitzende hielt:„Erlebnisse auf dem Eichsfeld“, beschloß die gut besuchte Versammlung. Bochum-Linden-Dahlhausen. f) Hohes Alter. Seinen 70. Geburtstag konnte ir. körperlicher und geistiger Frische Herr F. MittelsteHilgenstock von hier, Hattingerstraße wohnhaft, im Kreise seiner Lieben feiern. Auch unsern Glückwunsch. b) Ferienwandertour kath. Schuljungen. Die letzten Ferientage wurden von den katholischen Jungen der Aloysiusschule zu einer mehrtägigen Wanderung ins schöne Sauerland benutzt. Unter Führung eines älteren Jungmanns ging es am Mittwochmorgen bei herrlichem Wanderwetter los. Ziel war zuerst Hagen=Haspe, wo man nach vielstündiger Wanderung ohne Zwischenfall anlangte. Von dort ging es dann zum Endziel der Wanderung: Silschede. Frohgemut kam man hier an und fand auch gleichzeitig Unterkunft für mehrere Tage in einem augenblicklich gerade unbenutzt liegenden Heim. Die das Heim umgrenzenden Berge und Wiesen waren dann in den nächsten Tagen Zeugen eines fröhlichen Treibens. Kurze Abstecher in die schöne Umgebung, vor allem aber schöne Spiele schufen für die Jungen mancherlei Abwechslung, wobei auch das eigenhändige Zubereiten des Mittag= und Abendessen viel Freude machte und immer gut mundete. Aber auch die schönen Tage gingen vorüber. Samstagmorgen hieß es wieder Abschiednehmen und in den Abendstunder war Dablbausen wieder erreicht. Aus unserem Verbreitungsgebiet. Wanne-Eickel. rb) Einen zweiten hohen Festtag kann die Josephspfarrei Wanne=Süd am kommenden Sonntag begehen, feiert doch ein Sohn dieser Pfarrei, Heinrich Meer, sein erstes hl. Meßopfer. Der Neugeweihte gehört dem Jesuitenorden an und empfing am Feste des hl. Augustinus zu Valkenburg, wo der Neupriester auch seinen humanistischen, philosophischen und tbeologischen Studien oblag, die hl. Priesterweihe. Der Vater des Neupriesters, der Reichsbahnoberinspektor Meer, weilt leider bereits in der Ewigkeit. Die feierliche Abholung des Primizianten erfolgt am Sonntagmorgen vom Pfarrhause um 9,15 Uhr, anschließend das feierliche Primizamt. rb) Triduum der Röhlinghauser Gesellen. Anläßlich des bevorstebenden silbernen Vereinsjubiläums am kommenden Sonntag hat der Gesellenverein der Barbarapfarrei Röhlinghausen beschlossen, ein Triduum zu veranstalten, das dem Silberjubiläum seinen Auftakt geben soll. Das Triduum findet im Josefshause statt und beginnt am morgigen Mittwochabend um 8 Uhr. Als Redner für die drei Abende wurde der Bezirkspräses der kath. Gesellenvereine, Pieper aus Bochum, gewonnen. rb) Das Silberjubiläum der Röhlinghauser Kolpingskamilie. Um dem bevorstebenden Jubelfest einen würdigen Verlauf zu geben, hat der Verein ein umfangreiches Festprogramm ausgearbeitet. So ist für Samstagabend ein Begrüßungsabend im Vereinsbeim Henkel an der Pfarrkirche vorgesehen. Der Sonntag beginnt mit der Gemeinschaftskommunion der aktiven Gesellen, der Meister und Altkolpinge. Anschließend folgt ein gemeinsames Kaffeetrinken im Vereinsheim, die Ehrung der Jubilare und dann das Levitenbochamt. Den Vormittag beschließt ein Frühkonzert bei Henkel. Am Nachmittage ist zunächst eine feierliche Dankandacht alsdann Kranzniederlegung am Gedenkstein des im Ruhrkampf gefallenen Kolpingsohnes und Vereinsbruders. Gust Werner. Darauf folgt die große weltliche Feier im Göbbelshause mit Festrede des Reichsseniors Winkler von der Zentrale in Köln. Am Montag morgen beteiligen sich sämtliche Vereinsbrüder an der Wallfahrt zum Grabe Kolpings in der Kölner Minoritenkirche. Nach der Rückkehr gegen Abend beschließt eine Familienfeier bei Henkel das silberne Stiftungsfest. rb) St.=Franziskus=Pfarrabend. Die Franziskuspfarrei Holsterhausen veranstaltete am Sonntagabend im Lokale Klaas einen Pfarrabend, zu dem sich die gesamte Pfarrfamilie aus Holsterhausen eingefunden hatte. Der Pfarrer von St. Franziskus, Lotz, hieß die Pfarrfamilie herzlich willkommen, worauf die kath. Volksbühne, so wie bisher, auch diesmal wieder den unterhaltenden Teil des Abends bestritt. Der verdiente Beifall zeigte, daß allen Teilnehmern der Abend ein Genuß gewesen war. yerne. Zusammenstoß. In Höhe des Hauses Mont=CenisStraße 113 stießen gegen 13,35 Uhr ein Personenkraftwagen und eine Handkarre zusammen, wobei eine Frau, die die Karre zog, eine leichte Geyirnerschütterung und eine Verletzung erlitt. Rundfunk Mittwoch, 5. September 5.30 Morgenruf. Anschl.: Frühkonzert(Schallplatten). 6.05 Hans Jacob Reinarz: Leibesübungen. 6.25 Von Breslau: Morgenkonzert des Musikzuges der Standarte 11, Leitung: Musikzugführer Arthur Winkler.— 6.50—7.05 Morgenruf— Zeit, Wetter, Nachrichten. 8.00 Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 8.05 Hilde Bremus: Frauenturnen. 8.20—8.35 Elisabeth Wirtz: Echte und falsche Sparsamkeit. 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. 10.10 Wir und die Welt. Carl Dietrich: Als SegelschiffMatrose rund um die Welt(Ein Bericht mit Schallplatten). 11.10 Funkwerbung der Reichspostreklame(ohne Verantwortung des Intendanten). 11.40 Dr. H. Böhme: Friedrich der Große und die Landwirtschaft. 12.00 Musik am Mittag.— 12.00 Schallplatten=Erstaufführungen(September=Neuerscheinungen).— 12.45 Mitta agsmeldungen 1, Glückwünsche. Kleine Orchester, Leitung: Leo — 13.00—14 45 Mittagsmeldungen 2. 15.00 Jugendstunde für Leibesübungen. Grete Ohligschläger. 15.30 Wirtschaftsmeldungen 1. 15.50 Stimme der Zeit. 16.00 Nachmittagskonzert. Das Kölner Sinkonie=Orchester, Leitung: Franz Gillessen. 17.00 Von München: Reichssendung: Kulturtagung der N3DAP im Apollotheater; es spricht der Führer. 18.00 Von München: Reichssendung: Zwischenmusik. 19.30 Feierliche Eröffnung des Parteikongresses(Wachswiedergabe). 20.30 Standkonzert. 21.30 Von Köln: Tänzerische Musik. 22.15 Umschaltpause. 22.20 Von München: Reichssendung: Stimmungsbericht vom Eintreffen der Sonderzüge des Arbeitsdienstes und der PO. 2240 Fortsetzung der Tänzerischen Musik. 23.00 Von Berlin:(vom Polnischen Rundfunk): ChopinKonzert. 1. Fantasie F=Moll. 8. Ballade As=Dur. 3. Scherzo H=Moll. 23 7—24.00 Schwanensee. Die Schwanensee=Suite von Peter Tschaikowsky mit einer Dichtung von Eduard Reinacher. Zeitung: Josef Kandner. Roman von Ludwig Ankon aus Amerika URE BERRECHTSSCHUTZ DURCH VERLAGSANSIALT MANZ, REGENSBI RO (26. Fortsetzung.) „Nein", sagte Heinz.„Das will das französische Finanzministerium gar nicht.“ Das glaube ich. Das würde das franzosische Geschäftsleben und das Budget zu Grunde richten. Wie hoch?“ Bie zu 40 Punkten.“ Das wissen Sie so genau?“ frug der Direktor ehrfurchtesvoll.„Und da kommen Sie zu mir und gehen nicht zu Rothschild?“ Rothschild weiß es auch", erklärte Heinz.„Der einzige in Wien, der informiert wurde. Es muß sich doch auf jedem Platz der Welt ein Vertrauensmann befinden. In Wien ist es Rothschild.“ Sie haben recht, Herr Graf. Natürlich. Keine Großzbank hat mehr Verkaufsordres in Francs entgegennehmen wollen, sogar die Länderbank, die doch in ranzösischen Hönden ist. Nur Rothschild. Jetzt fällt mir das auf. Wann ist die Sache perfekt geworden?“ Heute Mittag hat mein Gewährsmann das Kabel aus New-York bekommen. Verhandelt wird darüber schon lange. Grundsätzlich ist die amerikanische Interpention schon seit zwei Monaten festgestellt, über die etzten Punkte, die strittig waren, hat man sich endlich geeinigt. Das heißt, die Franzosen haben auf der ganzen Linie nachgeben müssen.“ Aber so etwas kann doch nicht von heute auf morgen einsetzen. Da sind Vorbereitungen nötig.“ „Stimmt. Das dauert eine Woche. Wir haben also sieben Tage vor uns, wo wir uns zum heutigen Kure eindechen können. Denn die Summen, die wir auf die europäischen Märkte wersen können, werden fast unbemerkt von der rasenden Baissespekulation verschlungen werden. Wenn aber Amerika plötzlich überall Millonen und Milliarden Franco haufen wird... sch Herr Direktor, Sie beginnen morgen früh.“ Bankmann hatte sich vollständig gefaht. Er saltete den Vertrag zusammen und versorgte ihn in ner Tasche.„Und setzt, verehrter Herr Graf, werde ohnen beweisen, daß Sie mir unrecht tun. Wenn nicht einhalte, weil er mich zu Dingen er die ungesetzlich sind, wird mich kein Gericht meelt dazu verhalten. Nicht wahr? Und wenn dann rau oder meine Schwiegermutter das große schaft macht, können Sie mir doch nicht an. Aber eine nicht daran. Sie haben zu mir Vertrauen Fingo= u dich werde es rechtfertigen. Aber eine Be„Und zwar!“ NACHDRUCK VERBOTEN Wenn das Geschäft glückt, liquidiere ich melne Bank und trete einer Großbank als Teilhaber bei. Das heißt, ich mache für mich nur Sachen, die absolut sicher sind. Sie aber müssen mir versprechen, wenn Sie wieder einen Tip haben... Denn ich sehe, Ste haben die allerersten Verbindungen.“ „Mein Wort darauf, Herr Direktor. Wenn ich einen sicheren Tip bekomme, auf Spekulationen lasse ich mich nicht ein, werde ich mich nur an Sie wenden.“ Eva traf am nächsten Morgen in Wien ein. Da Heinz in die Bank mußte, um die technischen Vorbereitungen für die Frankenspekulation zu überwachen, wechselte sie mit ihm nur wenige Worte. „Du Heinz, ich brauche deine Unterschrift.“ „Ja. Wo?" Eva schob ihm ein leeres Blatt Papier hin.„Hier.“ „Eine Blankounterschrift" Was kommt denn drüber?“ „Es soll eine Ueberraschung für dich werden. Vlelleicht ein Schuldschein, vielleicht das Bekenntnie eines Verbrechens, vielleicht.. „Liebes Kind,“ sagte Heinz und schrieb seinen Namen an die Stelle, die ihm seine Frau bezeichnete,„ich habe an dem Tage, an dem wir heirateten, meinen Namen. meine Ehre, meine Zukunft, kurz, mein ganzes Leben in deine Hand gelegt. Es ist dort gut aufgehoben. Vor deinen Ueberraschungen fürchte ich mich daher gar nicht.“ Eva schrieb auf das Blatt Papier noch einige Zeilen, setzte das Datum darunter und stieg wieder in daTaxi, das sie vom Westbahnhof hergebracht hatte. Der Wagen fuhr etwa eine Stunde lang und hielt endlich vor der Nervenheilanstalt, in welcher Albert untergebracht war. „Heute geht es, Frau Gräfin“, meinte der Anstaltoleiter.„Gestern hatte Ihr Bruder einen Anfall. Nach einer solchen Attaque ist er zwei, drei Tage lang klar und ungefährlich. Auch zu zerschlagen und ermüdet. um agressiv werden zu können.“ „Wofür halten Sie es, Herr Primararzt?“ „Es ist keine echte Paranoia“, sagte der Gelehrte „Ganz klar ist mir das Krankheitebild nicht. Es decht sich mit keiner klinisch behannten Wahnsinnsform.“ „Halten Sie das Leiden für heilbar?“ „Ja und nein.“ Was heißt das?" Die Anfälle werden seltener, werden schwächer. Aber die melancholische Grundstimmung verstärkt sich von Tag zu Tag. Seit gestern verweigert der Patient die Nahrungsaufnahme. Und mit gewaltsamer, künstlicher Ernährung haben wir keine gerade glänzenden Resultate.“ „Kann ich mit meinem Bruder sprechen?“ „Selbstverständlich. Nur muß ich Sie bitten, gnädige Frau, nicht zuerschrecken. Seit einer Woche vernachlässigt er die primitivste Körperpflege. Wir tun sa unser möglichstes, wir waschen und baden ihn, aber" Albert sah zuu Erschrecken aus. Aus tiefliegenden Höhlen blickten seine Augen traurig und verzweifelt, wie die eines totwunden, gehetzten Wildes. Ein wilder Stoppelbart verunstaltete sein abgemagertes Gesicht. War das der elegante, kräftige, lebenslustige Aristokrat von ehemals?“ Ein Schauer überlief Eva. Wenig hätte gefehlt und sie hätte dasselbe Los geteilt, dieselben Leiden mitgemacht, dasselbe traurige Ende gefunden, zu dem ihr Bruder nach der Meinung der Aerzte verurteilt war. Albert blickte sie traurig und teilnahmelos an. „Eva. duf Du kommst wohl dich zu verabschieden?“ Wieso verabschieden?“ Du hast mir doch erzählt, du willst nach Südamerika fahren, um das Gegenmittel zu holen. Oder haft hu mir hna nicht erzählt?“ „Das stimmt. Das habe ich dir erzählt.“ „Aber vorher, hast du mir gesagt, mußt du nach Paris fahren, um Erkundigungen einzuziehen. Nicht? Ich denke, du hast deine Informationen und da kommst du noch einmal her, ehe du nach Ecuador gehst." „Nein, Albert, ich gehe nicht nach Ecuador.“ „Da tust du sehr recht daran“, sagte der Bruder „Bevor du noch gelandet bist, bin ich tot.“ Eva fühlte, wie ihr Herz sich zusammenkrampfte. Aber mit Aufbietung ihrer gesamten Willenskraft behielt sie ihre heitere Miene, ihren unbekümmerten Ton fest. „Das ist eo nicht, Albert. Ich gehe nicht nach Amerika, weil es nicht mehr notwendig ist.“ „Das sagte ich ja eben.“ „Ich meine es aber anders. Wozu etwas holen, was man schon hat?“ „Was man schon hat?““ Alberto Augen welteten sich.„Du hast.." Eva nichte, unter Tränen lächelnd und hob ihr Täschchen hoch.„Da, da ist es drin, das Gegenmittel.“ Ein heiseres Schluchzen entrang sich der Kehle Alberto. Er sprang von seinem Lager auf, sank neben Evas Stuhl in die Knie und begann zu weinen und zu schluchzen. Eva umfaßte seinen Hals und murmelte mit tränenerstichter Stimme:„Wein nur, mein Berti, wein nur! Jetzt wird alles wieder gut.“ Wieder wechselte Alberts Stimmung.„Eva, Gott sei dir gnädig, wenn das nicht wahr ist!“ „Es ist wahr. Bertl. Bel Gott, es ist wahr. Ich habe es erprobt. Gestern. Zweimal erprobt. Und dann habe ich es gestohlen. Wie ich das Gift gestohlen habe Aber setzt schnell! Nicht eine Minute länger sollst du Hast du einen L. al? Einen Eßlöffel. Jar Also. a nimml Achtung!“ sto verschütten! Sol Jetzt niederlegen.. So. sop. wird mein Bub schlasen und venn du aufwachst, ist das Ganze nichts gewesen, als ein böser, dummer Traum.“ Albert schlief ein. Wie tags zuvor Mr. Beckert eingeschlafen war. Eva ging zu Alberts Nachttisch und entfernte die Spuren der Tränen und der Erregung aus ihrem Gesicht. Dann schlich sie auf den Zeyen aus dem Zimmer und suchte den Direktor der Anstalt auf. „Nun, Gräfin, wie finden Sie Ihren Bruder?“ Eva lächelte spitzbübisch.„Ausgezeichnet, Herr Primararzt. Eine Wunderkur. Die Klinik hat ihn als unheilbar bezeichnet und Sie haben ihn in wenigen Wochen geheilt.“ Der Arzt blichte sie erstaunt an. „Nein, Herr Doktor, ich bin keineswegs verrückt. Mein Bruder ist gesund. Jetzt schläft er. Eine Stunde lasse ich ihn schlafen. Wenn er aufwacht, kommt er mit mir. Das Auto steht draußen neben Ihrer Anstalt beim Gasthaus.“ „Sie haben die Absicht, Ihren Bruder mit sich zu nehmen?" „Selbstverständlich. Denn er ist gesund.“ Der Arzt pretzte die Lippen aufeinander.„Ihr Urteil, Frau Gräfin, ist in psychatrischen Dingen selbstredend maßgebend für mich. Doch muß ich zur eigenen Rückendeckung, für den Fall, daß Ihr Bruder Sie niederschießen sollte, nicht wahr, einen Revero in Händen haben, der mindestens von zwei Mitgliedern der Familie unterzeichnet ist, und der mich jeder Verantwortung enthebt.“ „Selbstverständlich“, sagte Eva liebenswürdig und öffnete ihr Täschchen.„Hier ist der Revers, unterschrieben von meinem Manne und mir.“ Der Arzt erhob sich.„Dann will ich Ihnen den „Genesenen“ übergeben.“ Eva erhob sich.„Noch nicht. Herr Primararzt. Er schläft jetzt. Vielleicht kann ich indessen in der Kanzlei die Rechnung ordnen. Dann hole ich Sie. Wo sind Sie zu finden?“ „Ich hole Sie in vierzig Minuten aus dem Lesezimmer, Frau Gräfin.“ Nach einer Stunde betrat Eva an der Seite des Anstaltsleiters Alberto Zimmer. Albert lag und schlief. Dann öffnete er die Augen, blinzelte, rechte sich, setzte sich auf und sagte:„Servuo, Eva. Ich bin zum mindesten ein Zwilling.“ „Warum?“ „Weil ein Mensch nicht so hunarig sein kann. Bitte schön, Herr Primararzt, lassen Sie mir zu essen bringen, was Sie nur Genießbareo bei der Hand haben. Aber schnell! Sonst verhungere ich vor Ihren Augen. Das kann dem Ruf der Anstalt..." „Unglaublich!“ sagte der Arzt, drüchte auf die Gloche und erteilte dem hereinstürzenden Wärter Besehle. Albert stand auf und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht.„Schön muß ich ausschaun. Ein Stachelschwein dürfte mit mir verglichen ein Adonio sein. Bitt schön, Direktor, kann ich ein Bad haben? Und den Haar= und Bartscheerer" Und frische Wäsche? Aber erst essen!" „Nun, Herr Primararzt?“ „Er macht wirklich einen ganz anderen Eindruch. Aber das hann täuschen.“ (Fortsetzung folgt.) Fußball in der Bezirksliga. Die Niederlage des Favoriten. Sieg in letzter Minule. 378 Werne— MB8 Linden 5:2(1:1). Mit großer Spannung wurte dieses Meisterschafts= sipiel auf der Kampfbahn„Amalia“ erwartet. Es endete mit einer aronen Ueberreschung. Vielleicht m dieses auf die Tatsache zurückzuführen, daß der diesmal au Bec= der Meisterschaft nicht rec: Form ist. aber auf der anderen Seite mun ceseci werden, daß die Werner Mannschaft ein großes Soiel lieferte. Die Meistermannschaft spielte ohne den den Müniteraner Preußen übergefiedelten Rechtkaunen Vatt. Der neue Mann genucte den Anferteberte Tore erzielte. Die vorjährige Gruppenmeistermincen nel dem fleißigen und schnellen Angriffsel Vernes vollkommen zum Cofer. Die Märker zu Beainn mit verstärkter Deckung. Aber die Werner Anariislinie ließ sich nur für kurze Zeit durch die enerch verteidigende Abwehr der Lindener aus der Fassuna bringen. Die Werner Elf batte weit mehr vom Kampf. so daß die Lindener zettweise vollig in Grund und Boden gespielt wurden. Die immer wieder enereiich versetragenen Anariite der 37V=Stürmer zermürbte die geanerische Deckung, die schon na6 10 Minuten den ersten Treffer des Halbrechten der Platzbesitzer anerkennen mußte. Vor allem durch die glängende Flügelarbeit des Linkkauben Erdmann lam der Lindener Anariff mächtg in Schwung und erzielte kurz vor Holdseit durch den Rechtsauben den Ausgleich. Es batte dann mit dem Ende der erten Hälfte den Anschein, altz wenn die größere Eptelscheiden würde. Aber nach der Pause liefen die 37VSpieler zu einer großen Form** und schoffen regelmärigen Abständen urch Mittelsturme rechten, Ho das Spiel entschieden batten. Eine Minute vor dem erzwang Linden durch den Rechtkaußen eine Verbesserung des Ergebn 3C. Dablhausen— Sportring Gevelebera 32 Ter SC. Dablhausen konnte das erste Spiel in der neuen Meisterschaftssaison mu einem knappen und glücklichen aber dem Spielverlauf nach dennoc rerdienten Ziege abschieten. Für den Stea entsei. dend war das technisch reifere Sriel der Tab.hauser. wenngleich auch derselbe erst in der letzten Minute den konnte. Schwach war dei dem Gangeber wieder einer alten Swweiden verloren hat. Diese Anncher= beit war es auch. die die Gevelsberger trotz besserem und überlegenerem Spiel der Tab=hauser. nach einem Stellungsfehler der Vertenuna bezeus n der dritten Ninute durch den Mittelstürmer zum Führungstreffer kommen ließ. Trovdem Tablbaufen auc weiter mehr in Front war, gelang es ihnen nicht. bis zur Halbzeit zum Ausgleich zu kommen. Aber schon in der eriten Minute der 2. Haltte konnte Gerelmann einen von den Gevelsbergern schondnt gewahnten ter werten. Ein schöner Flachschuß Gräwes in der 11 Nin. brachte dann den Sportkluh in Führung. Die tige, technisch jedoch nur durchschnittlich spielende Rannschaft stellten, ließen sich dadurch nicht entmuti. gen, sondern gestalteten das Spiel im weiteren Ver= lauf sogar ewas überlegen. Nach einer vom linken Lerteniger unnotig verschabeten Ece bekamen sie wegen Handipiels einen E.fmeter zugesprochen, den der rechte Verteidiger in der 27. Miniite verwandelte. Alles glaubte schon an einen unentschiedenen Ausgang des Kampies. als der einem Anariff der Tabl= baufer in der letzten Minute der Ball einem der Cästeverteidiger an die Hand sprana; Musebrink ver= wandelte den fälligen Elimeter und konnte damit auch den zweiten Punkt für Tablhausen bereinbolen. 5. Gruppe: Wiekowiak— Lechtenberg 1.0. Sundaro— Alen 011. Herrmann— Petri abgebrochen Jn der zweiten Kunde des Hauptturniers fanden die Gavoriten ihre Stärke wieder. So konnte Herr= mann=Bochum gegen Broscheit=Müniter, in guter Jorm gewinnen. Rogmann fertigte Hain=Siegen ebenfalls leicht ab. ebenio gewann Seit=Bielefeld zegen Rupchus=Tortmund. Jn guter Form befindet sich auch Gödde=Dortmund. der in den beiden Run= den zwei Siegpunkte holte. An der Soite der 5 Gruppen steben folgende Spieler mit den angegeben Punkten; 1. Herrmann 2. 2 Godde 1. 3 Rogmann 20.. 4. Sein 24. 5 Wiekowiak 2. Eder bleibt Europameister. Jn Zürich verteidigte am Sonntag der deutsche Eurovameister im Weltergewicht Gustav Eder sei= nen Titel gegen den italienischen Herausforderer o Venturi. Nach einem überlegen durc geführten Kampf gaben die parteiischen fremden Kichter ein Unentschieden. Durch dieses Urteil bleibt Eder im Besin seines Titels. obwohl er nach den gezeigten Leistungen den Punktsieg verdient gebabt bätte Saugkälber 45-52. mittlere Mast. und Saugkalder 41—44, c) geringere Sauglalber 32—43, Jälber 2830. Schweine: al über fette Speckschweine 52 chige von eiwa 120—150 Klar. 49.50—62. c) vollien schige von etwa 100—120 Klgr. 47,50—51, d) posl. fleischige von etwa 8—100 K.gr. 45—50, g) Sauen: 1. feite Spes auen 47—50, 2. andere Sauen 44—46 Narktverlauf: Schweine und Großvieh mittel. Kalber rege. Markt geräumt. Gerlanerung 5. Klasse 43. (209. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 2. Ziebungstog| 1. September 1934 Jn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Burge mußle aufgeben. 0 Zuschauer beim Hobensnburg=Dreieckorennen. Das sportliche Ereignis in Westialen war am Sonntag das Hobensyburg=Dreiecksrennen, daß gemeiniam vom Gau V des DDAC und der Gruppennaffel im N3KK durchgefuhrt wurde. Die neue Strecke im schönen Ruhrtal bei Weithofen=Warenfeld brachte dem Veranstalter in jeder Beziehung einen vollen Erfolg Bei dem herrlichen Wetter umsäumten nicht weniger a.s 5000 Zuschauer die Rennstrecke. Die Organisa. tion klappie ausgezeichnet und auch die Absperrung des N298 ließ nichts zu wünschen übrig.— Den westiälischen Meisterfahrer Brackelsberg, der beim syburgrennen oft erfolgreich abschneiden konnte, ehrte man ganz besonders. Brigadeführer Wisch nahm Sonntag vormittag 9.30 Uhr die Flaggenhissung vor. Bei den Ausweisfahrern siegte der Offenbacher Wagner unangefochten mit einem Stundenmittel von 83 Klm. in der 250erklasse, während sich in der 350erklasse der Tortmunder Werner behauptete. Der Sieger vom Teutoburger Waldrennen, Lange=Leopoldsthal, wurde Sieger im Rennen bis 5000 cem vor Horrig=Dülken. Eine gute Fiaur machte der Dortmunder Lobmann in der Klasse über 50 ccm. Zweiter wurde hier Schmidt=Steele. In der Klasse der Beiwagenmaschinen bis 600 cem war Nolte=Dortmund auf Imperia erfolreich. Der Hobenlimburger Maß gewann dagegen daß Rennen über 60 cem. Im Vordergrunde des Interesses standen naturgemäß die Rennen der Lizenz= und Wagenfahrer. Die Besetzung war ganz ausgezeichnet und es beteiligten sich hier nicht weniger als acht deutsche Meister. In der Klasse der 20er blieb erwartungsgemaß Prelle=Altenhagen auf Rudge erfolgreich, wäb. rend in der Klasse bis zu 350 cem der dreifache deutin den schweren Klassen recht entfalten und konnte die beim Rennen der 1= und 1=Liter=Maschinen. Der Bochumer Burge auf Norton übernahm sofort die Führung und vergroyerte von Runde zu Runde seinen Vorsprung gegen den Mannheimer Bock. Leider mußte Burge in der 7. Runde wenen Maschinenschaden aufgeben. Bock=Mannbeim mußte ebenfalls vorzeutig das Rennen aufstecken. So vermochte sich Mecia=Wermelskirchen auf Norton an die Spitze zu setzen und zu siegen. In der schweren Klasse über 500 cem kam der Bonner Fritz Kammer auf BMW zu einem glück= lichen Siea. Bei den Beiwagenmaschinen fiemten bis 600 ccm Rennkamp=Dortmund(NSU) und über 600 cem Erlenbruch=Wuppertal auf Jmperia=Jap. 12. Westfälischer Schachkengreß Am Sonnabend eröffnet der Bundesleiter Jahn eroriner der Bundesleiter Jann den 12. Weitiälischen Schachkongreß in Siegen. In fünf Gruppen stellten sich die besten Schachmnieler sche Meister Muller=Bielefeld nicht zu schlagen war. Der Bielefelder konnte sich durch die vielen Ausfalle stellten sich die desten Schachspieler Westfalens zum Kampf um die Bundesmeisterschaft. Als Favoriten gelten Rogmann= und HermannBochum und Seitz=Bielefeld. Bemerkenswert war in der ersten Runde die Riederlage Herrmanns gegen Klein(Gelsenkirchen) und ein Remis Rogmanns gegen Schulte. Ein schlechter Start der Favoriten, von denen nur Seitz gegen Strehl einen Siegespunkt eroberte. Nachstehend das Ergebnis, soweit die Partien beendet werden konnten: 1. Gruppe: Hermann— Klein 0:1. Broscheit— Jürgens 1:0. Baer— Nordmann abgebrochen. 2. Gruppe: Ernst— Brake ½:½, Schrickler— Tamm 0:1. Gödde— Mues 1:0. 3. Gruppe: Schulte— Rogmann ½:½. Hain— Wessel abgebrochen: Schüßler spielfrei. 4 Gruppe: Strehl— Seitz 0:1. Rupschus— Skowroneck 0:1. Müller spielfrei. Letzte Handelsnachrichten. Geschäftsbelebung bei Balcke. Dem Jahresbericht der Maschinenbau A.=G. Balcke Bocum entnehmen wir: Nabnahmen der Reichsregierung zur Belebung der Wirtscheit haben sich, wie allgemein in der Ma= schinenindustrie, so auch bei ung erst verhaltnismaßia vät ausgewirkt, konnten also das Geschaftsjahr 1883 nicht mehr im günftigen Sinne beeinflussen. Der Gesamtumsatz bielt sich etwa auf der Hobe des Vorjahres. Der bei diesem geringen Umsatz übrig= bleibende Robgewinn war aber zu klein, um die ge= samten Unkosten zu decken, eine Tatsache, die das un. befriedigende Ergebnis erklärt. Wir haben, um für die Zukunft gerüftet zu sein, unsern Stab bewahrter Nitarbeiter auch wahrend der Krisenzeit gehalten und wollen hoffen, damit nicht allein im sozialen Sinne. sondern auch im Jnteresse unserer Firma und dem der deutschen Wirtschaft rachtig gebandelt zu haben. bilanzzablen der Balcke=Riwag Aktiengesell= für Wasserverautung und die unserer Tochter= æesellschaften in Wien. Prag, Kattowitz und Genua und im Jahresabschluß wie in fruberen Jahren mit den unfrigen wieder zusammengefaßt Laut Gewinn= und Verlustrechnung für den 31. 12. 193 steben im Berichtsfahre einem Aufwand von 2N 1 763 22061 gegenüber ein Rohertrag und sonnge Erträge von RM 1 557 1506. so dan sich ein Betriebsverlust ergibt von RN 26070.56 Hierzu kommen Abschreibungen auf Anlagewerte RM 0419.52. Sonderabschreibungen auf Anlagewerte N 215 000.—, Abschreibungen der Beteiligungen und sonstige RM 91 274.69, insgesamt RM 62 764.77. Hiergegen Auflösung des Wertberichtigungskontor 300 000,— und der ebenfalls aus dem vorjährigen Buchgewinn gebildeten Sonderrucklage Nir 211 491.20 So bleibt ein Verlust von RM 91 273.48. Was die Zukunft anbetrifft, so können wir sagen, daß seit Herbst 193, insbesondere aber im Frühsahr 1984, eine merkbare Geschaftsbelebung bei uns eingetreten ist, und wir dürfen mit Gefriedigung feststellen, daß der in den ersten sechs Monaten des neuen Geschäftsjahres fakturierte Umsatz zusammen mit dem Ende Juni vorliegenden Auftraasbestand den Gesamt umsatz des Berichtsjahres bereits übersteigt. Auch das Ausland zeigt wieder größere Nachfrage nach unteren Sondererzeugnissen auf dem Gebiete der Wasserkühlung, der Kondensation, der Kesselspeisemasserver. gütung Feuerung, und der Trink. und Gebrauchewässervergütung. Der beutige Auftragsbestand sichert uns eine befriedigende Beschäftigung für die nächsten Monate. Schlachtviehmarkt. Bochum, 8. Sept. Auftrieb: Rinder 114; darunter Bullen 44, Kübe 67, Fresser 3; Kälber 110, Schweine 86, Sauen 19. Preise für 50 Klar Lebendgewicht: Bullen: b) vollfleischige oder ausgemästete 25—26, c) fleischige 22—24, d) gering genahrte 20—21. Kübe: al jüngere vollfleischige hochiten Schlachtwerts 32—35, b) sonstige vollfleischige oder gemäster 28—32, c) fleischige 24,50—27, d) gering ao a...abeste Mast= und 2 Gertrn m 10000 R 336739 4 Gn 3000 R. 61738 302360 2000 2 35043 106945 131140 1000 2544 38218 41164 7389 71503 107922 133002 165115 18232 192049 258797 259233 259606 304307 37575 500 R 4208 13087 13282 26 42 29753 35824 43298 46396 57050 66418 75123 19818 11419 114884 118163 118030 131380 146884 155099 165680 171608 174763 189114 201129 210487 222035 226482 233353 238178 247280 253517 255639 261952 264827 288790 274047 278545 291652 263549 296140 302228 315239 316118 316466 322888 327383 329028 331577 342821 362013 352657 1 376227 387655 388183 396053 300 R 1633 3601 6960 9420 19320 11372 13192 16569 18848 1888 2249 23951 24299 25487 28782 30016 31536 3386 34896 35128 38711 39146 41557 42416 42779 43480 43845 45817 54178 54867 56506 67637 62861 63424 68511 75771 777 77900 80330 83300 88097 88337 88657 90240 93451 94358 96388 96717 97805 9604 103599 108031 108510 108432 112120 13131 114006 115587 116087 117588 11920 119550 119854 121092 123003 124890 126040 127415 128597 133538 139458 142240 14222 146639 149653 151714 152519 153380 153712 135253 1 263 158770 162852 166145 167607 167608 13115 173603 174283 174679 177256 160676 180938 182518 186788 186333 190471 193594 19-226 205427 206432 207906 209370 210401 223161 22 022 225126 2.55 231340 23184 231950 22926 232448 47 233564 244278 245519 249775 25236 256818 25786 258446 260717 26978 270567 278138 278668 281027 285665 288308 292 295244 299013 301424 305449 308048 310 35 311276 311781 313673 313973 314886 316674 316844 318960 919881 324607 326324 327938 37540 32626 330728 333194 334600 33470 335229 335431 335754 33602 363 330459 341776 343130 34456 345303 34*6 347655 340095 352500 357527 358220 358335 358441 36063 361896 368797 369173 970 371369 372929 374610 375342 378680 976015 376884 373196 378374 281014 28353 8178 3970- 30104 395107 306957 398574 258.66 395467 399549 Jn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen genährte 18—24.50. 6 Gertnne p 5000 R 65060 340922 3844* 10 Ceminne M 3000 R 88492 214701 23747 3932 309998 n I 2000 R 21026 34561 72907 16330 181858 219939 234416 vc. 42 Geminne M 1000 R 92 14671 37477 434 840 99151 157623 163026 176448 18 196616 22216 231977 238437 265679 26646 304777 325054 348376 361331 385813 50 Gewinne zu 500 N. 7597 8447 33741 420.3 12200 119202 12008 123157 137180 16 186467 187260 180700 204726 223719 23887 249237 258440 2680.0 265039 319396 320002 304 Cmn m 300 R 823 1482 6092 7600 7638 11646 13032 13224 15004 15196 16313 16985 18618 22041 23925 24542 29567 260 31008 37593 38678 41053 42598 43959 48013 49110 49480 60016 54552 84739 55767 54-5 59634 65858 68084 68356 70304 70547 73650 78040 80092 80323 81128 82592 88912 8521 85069 101980 103231 107781 10043 106350 110036 117807 118065 120318 120913 123616 13480 137302 1374 141515 142330 144046 146041 148979 151920 153268 159246 16087 167371 174228 183569 18666 190797 199751 208947 206023 209167 209689 210766 216283 217760 221212 234564 236371 236824 239922 240867 247042 248322 253505 254652 256372 256320 259677 266376 268059 274714 275656 281703 282604 286331 296208 296595 296624 303593 303932 310484 912701 314939 319013 323297 326768 330386 331496 331567 331859 332623 335890 336281 337690 34433 347554 352278 353071 366974 356564 358406 361200 353072 366.54 367529 374507 374670 379792 379948 381482 384570 390770 396146 396996 397072 399264 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu se 1000 RM gefallen, und zwar se eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen 1 und II: 178899 181174 207937 IIII W Gerbaul Man sah den We im L. Schon fast ein Jahr i zuletzt Nachricht von dem hault erhielt, der seinen in einem einfachen Segel ren. Man dachte, er we Frankreich zur Ruhe setzen Lebensabend mit dem D ausfüllen. Aber er versch im letzten Jahre aus Mar Berichten glauben soll, die treifen, dann wird man mehr wiedersehen. Die Passagiere eines deckten nämlich beim Paf der Insel Hiva=Da einen lommen wie ein Eingebo diese ein Lendentuch frei und eindeutig ein We an. Er zögerte nicht. zuz verbault sei. Man lud ihn zu einem Angebot, das Gerbault mi er legte dennoch keinen 2 in seinem Lendentuch zu 7 dier hielt er denn ein windestens aufreizende daß das Leben nur nochn Das Größle, da Die Redensart„ langst überholt. Ein Sch seitgemäß sein will, mus Comlum, denn Osmium berigen Feststellungen sch Als mächtigster 2 aalt lange der Niagara: Mosivatunjafall am Wikt Nang streitig; jetzt aber wnieure festgestellt, daß Parana=Flun in Sü Volumen des Niagara he medrigem Wasserstande et nen können. Auch die in nicht mehr die größte, sation der Welt wird die mit 750 0 PS. werden. Die kleinste Kam ein Spion während des Siegelring bei sich, wahre Geographischen Untersu Bafhington aufgestellt ist. Entweden Dr Schacht hat die n Leipiig soeben noch die Lelt in seiner Rede vertarkt. Klar und ein schonungsloser Offenheith der zunehmenden V. sauee und den mi einschneidenden Ruckwirku lands aczogen. Er hält ollmoratorium fi leitungen zugleich aber rabsetzung diese wendig. Die Schwere eil auf der Hand. Er schließ lachtberzig hingenommen auch nur dadurch und handelspolitische Ent eren Ausweg mehr of on seit 1918 nicht an ei ol, die die Folgen eine " wie sie im Versail wlaa aefunden hat, wa erausschauten. Selbst de sastre einer ber 9solchen und in vers ortietzung mit den Mitt wburgung und Auspowern Mallskraft herbeigeführte waftlichen Austauschv sctantwortlichen Männer zur Besinnung zu der durch Dr. Sche dluß Deutschlands n ung eines Verhalten che Blindheit und dem Bilde, das derworrener w icsalhaftigkei einsturzende La rcht auch nicht ein derdin. Es ist ebe und 1 er Wirkung wi och Anspruch Keine ne noch so der Remn. en. . in den Zuaen, die d ien momi A or zu versteh in aalen dlen und staatl lere Mast, und Sauakalber 22—43 p ne: al uder 150 K.gr. RiN. 4950—62. c) vellien Klar. 47.50—51, d dellK.gr. 45—50, g) Sauer 2. andere Sauen 44—46 Grotzvieh mittel. Kalber arsn utzisch=Süddentsche Staats=Lotterie Nachdruck verboten 1. September 1904 gsziehung wurden Gewinne n 336739 51738 302360 35043 108945 2844 38218 133002 165115 259506 304307 4208 13087 13252 96 57050 66418 114894 115163 165660 222038 253517 278545 316118 342821 388183 171608 278482 255639 291652 316466 352013 2003 375175 26 42 75123 119030 174765 53 233553 2612 293549 322588 1633 3801 6950 9420 69 18848 18886 22549 31538 424•5 75771 88657 30016 41557 78 64867 24 65511 97 88337 58 96717 3386 42779 57e37 77367 90240 604 72 14671 37477 454 63026 176448 186 437 265679 26646 61331 385813 597 8447 33741 420.8 23157 137180 16 04728 223719 2388 89030 319396 320002 23 1492 6092 7600 15004 15196 16313 24542 29567 21807 42548 43959 48013 64739 55767 58855 70304 70547 760 82592 88912 8921 amien. ind zwei Prämien zn se it je eine auf die Lose Abteilungen 1 und II: 78899 181174 207932 Gerbault will nie mehr heimkehren Man sah den Weltumsegler auf einer der Markisen=Inseln— Festessen im Lendentuch— Fernab von aller Zivilisation Schon fast ein Jahr ist vergangen, seit Europa zuletzt Nachricht von dem Sonderling Alain Gerbault erhielt, der seinen Ehrgeiz darin setzte, allein, in einem einsachen Segelboot alle Meere zu befah ren. Man dachte, er werde sich eines Tages in Frankreich zur Ruhe setzen und recht bequem seinen Lebensabend mit dem Diktieren seiner Memoiren ausfüllen. Aber er verschwand immer wieder. Auch im letzten Jahre aus Marseille. Und wenn man den Berichten glauben soll, die aus Neu=Kaledonien ein treifen, dann wird man ihn auch in Europa nie mehr wiedersehen. Die Passagiere eines dänischen Dampfers ent deckten nämlich beim Passieren der Markisen, bei der Insel Hiva=Da einen Mann, der sich dort voll lommen wie ein Eingeborener aufführte, auch nur wie diese ein Lendentuch trug, sonst aber einwand rei und eindeutig ein Weißer war Man rief ihn Er zögerte nicht, zuzugeben, daß er Alain Gerbault sei. Man lud ihn zu einem großen Festessen ein, ein Angebot, das Gerbault mit Freuden annahm. Aber er leate dennoch keinen Smokina an, sondern kam in seinem Lendentuch zu Tisch. Hier hielt er denn eine— für einen Europäer windestens aufreizende— Ansprache. Er erklärte. daß das Leben nur noch wert sei gelebt zu werden — sernab von allen Maschinen, sernab von aller Zivilisation. Er habe nicht die Absicht, jemals nach Europa zurückzukehren und werde— das sei sein Schwur,— seine Tage auf diesen Inseln beschließen. Da er frisch und gesund ist und außerdem ja noch nicht zu den alten Leuten zählt, hat es noch gute Weile mit den„Tagen“. Vielleicht packt ihn dennoch eines Tages wieder das Reisesieber. Sein Boot hat er allen Eiden zum rotz gut versorgt in einer Höhle untergebracht. Vielleicht vertraut er sich dann doch wieder einmal einem Wind an, der ihn, den ewig Einsamen, Europa zurückbringt. Vielleicht, vielleicht. Uebrigens erfährt man, daß die Zahl der Einsamen auf den Südsee=Inseln immer größer wird. Die Flucht vor der Maschine hat offenbar nicht nur Alain Gerbault ergriffen. Auch einige Passagiere des dänischen Dampfers sollen ernstlich mit sich zu Nate gegangen sein, ob sie nicht besser dort blieben, statt sich irgendwo in der Welt mit ihren Geschäften herumzuquälen. Nach dem nächsten guten Geschäft— haben sie sich geschworen. Nun, diese Jäger(nach dem ande ren Glück) werden vermutlich nicht ihren Lebens abend auf der Insel Hiva=Da beschließen. Wofür ihnen Gerbault bestimmt sehr dankbar ist... Extreme nebeneinander Das Größle, das Kleinste, die ältesten Menschen, die meisten Kinder Die Nedensart„schwer wie Blei“ ist langst überholt. Ein Schriftsteller, der wirklich zeitgemäß sein will, mun schon sagen: schwer wie Comlum, denn Osmium ist der nach den bis berigen Feststellungen schwerste aller Grundstoffe. Als mächtigster Wasserfall der Welt aalt lange der Niagara; später machte ihm der Mosivatunfafall am Viktoriasee in Afrika den slang streitig; jetzt aber haben brasilianische In enieure festgestellt, daß der Guvarafall im Parana-Fluß in Südamerika das doppelte Volumen des Niagara hat, und daß sie selbst bei medrigem Wasserstande etwa 6 Millionen PS ge winnen können. Auch die Kraftstation am Niagara nicht mehr die größte, sondern die größte Kraft nation der Welt wird die russische am Dnseprostren mit 750 000 PS. werden. Die kleinste Kamera der Welt trug svion während des Weltkrieges in seinem Ziegelring bei sich, wahrend die größte Kamera im beographischen Untersuchungs Departement in Cashington aufgestellt ist. Sie hat eine Länge von drei Meter, eine Breite von einem Meter und ist so hoch, daß ein achtjähriges Kind darin umherspazieren könnte. Die Platten sind dementsprechend groß. Das größte Buch der Welt hat Lonis Wannat in Los Angeles hergestellt, und zwar ist es eine Bibel von 8000 Seiten, die er selber gebunden hat. Wenn das Buch aufgeschlagen ist, hat es eine Breite von drei Meter, die Höhe beträgt anderthalb Meter, das Gewicht betraat 900 Kilo. Demgegenüber befinden sich in der Stadtbibliothek von Cleveland in den Vereinigten Staaten brei Miniaturbücher, die zusammen in einem gewöhn lichen Eßlöffel Platz haben. Sie sind mit Hilfe des Mikroskops vollkommen lesbar. Der Niesenbrand von Campana erloschen Anenos Aires, 3. Sept. Der Riesenbrand, der seit über einer Woche in Campana wütete und fast die ganze 15000 Einwohner große Stadt in Asche legte, ist jetzt erloschen. Entweder—Oder Dr. Schacht hat die aus Anlaß der Herbstmesse eig soeben noch erhobenen Warnungen an en in seiner Rede in Bad Eilsen wesentlich rnari.. Klar und eindeutig, ebenso wie mit soonungsloser Offenheit hat er die letzte Folgerung aus der zunehmenden Verschärfung der Weltwirt swhaftskrise und den mit ihr gegebenen besonders inschneidenden Rückwirkungen auf die Lage Deutsch lande aczogen. Er hält ein mehrsähriges Kallmoratorium für Deutschlands Schuld eistungen zugleich aber auch eine entsprechende bsetzung dieser Leistungen für notDie Schwere eines solchen Schrittes liegt der Hand. Er schließt eine Entscheidung in sich, währlich ernst genug ist, als daß sie irgendwie otberzig hingenommen werden könnte. Sie ist denn c nur dadurch zu begründen, daß die wirtschafts handelspolitische Entwicklung tatsächlich keinen eten Ausweg mehr offen läßt. Es hat eigentseit 1918 nicht an einsichtsvollen Stimmen gedie die Folgen einer besinnungslosen Kriegsmit, wie sie im Versailler Vertrag ihren Niederiag gefunden hat, warnend und beschwörend ausschauten. Selbst das schließlich ganz augenLesastre einer bereits durch den Weltkrieg blchen und in verstärktem Maße durch seine enetung mit den Mitteln der systematischen Erna und Auspowerung der deutschen Wirt Peeu herbeigeführten Zerrüttung der welt dastlichen Austauschverhältnisse aber hat die antwortlichen Männer der Politik und Wirtschaft nt zur Besinnung zu bringen vermocht. So ist der durch Dr. Schacht angekündigte äußerste bluß Deutschlands nur die folgerichtige Ausg eines Verhaltens, dessen Charakteristikum che Blindheit und wirtschaftliche Unvernunft tend.Zilde, das Dr. Schacht über die fortschrei„erworrener werdende und fast mit lähmenwicksalhaftigkeit Tag um Tag bedrohlicher auf einstürzende Lage der Weltwirtschaft entrollte, werden auch nicht ein einziger Strich hinzugefügt zu ie. Es ist ebenso plastisch greifbar wie logisch esend und in jedem Einzelzug erschopfend. Mrkung wird sich keiner entziehen können, n Anspruch auf ein sachlich gerichtetes Einvurteen macht. Da helfen keine billigen Vorlehr. Keine politische Voreingenommenheit noch so fanatisierte Gefühlspolitik schafft ernen Tatsachen mehr aus der Welt, wie sie dent der deutschen Reichsbank, der als stell nger Reichswirtschaftsminister zugleich die Kan gesamten deutschen Wirtschaftskräfte sehlch in der Hand hält, gekennzeichnet hat. in den Erklärungen Dr. Schachts auch nicht hanen, die die aus der fortschreitenden Wirtn emporsteigenden sozialen sen des Bolschewismus vielsagend en, womit der Umwelt Deutschlands nur um e zu verstehen gegeben wurde, daß ihre rein ogen gegenüber dem neuen Deutschland aen mhen muß, die sogar die bestehenden und staatlichen Ordnungen in ihren Grundlagen bedrohen. Für eine solche Entwicklung symptomatische Vorgänge und Ereignisse häufen sich von Tag zu Tag mehr. Kein Staat wird schließlich mehr von ihnen verschont bleiben, wenn nicht alle im letzten Augenblick doch noch den Willen zu solldarischer Hilfeleistung und Rücksichtnahme aufbrin gen, an die Deutschland immer und immer wieder appelliert hat. Leider vergebens. Auch die jüngsten Erklärungen Dr. Schachts sind nichts als ein solcher, allerdings letzter Appell. Wird er Gehör finden? Oder wird auch er wieder sich unbeachtet verlieren im Taumel eines unbelehrbaren politischen Fanatis mus? Dr. Schacht hat ausdrücklich den Willen Deutschlands zur Erfüllung seiner Schuldverpflichtungen nochmals unterstrichen. Deutschland hat diese Verpflichtungen nicht grundsätzlich für sich abgeschrieben. Es verlangt nur Erleichterungen und Bedingungen, die ihm diese Erfüllung überhaupt möglich machen, und zwar in Rücksicht auf seine Rolle und seine Stellung als Volk, das immerhin einen ganz entscheidenden Anteil am Welthandel besitzt. Wir wissen, welche Opfer wir auf uns zu nehmen haben, um unser nationales Lebensschicksal wirtschaftlich zu meistern. Wir wissen, daß wir Maßnahmen einschneidendster Art gewärtig sein müssen, die unsere bisherige Lebenshaltung entscheidend beeinflussen werden. Die deutsche Wirtschaft bat sich bereits jetzt schon auf einen Plan eingestellt, der auch unter an deren Bedingungen als den bisberigen die wirtschaft liche Eristenz des Volkes sicherstellt. Man hat uns durch unverständiges Verhalten geradezu zu einer Selbsthilfe getrieben, die eine immer vollstän digere Abschließung im Gefolge haben muß. Diese hat aber auch ihre gefährlichen Auswirkungen für die anderen. Gerade auch das dürfte die Eilsener Rede Dr. Schachts hinreichend deutlich gemacht haben. Hinausschiebende Palliativmittel oder auch Mittel, die wie die Deflation und Devalvation der Währungen anderswo nicht nur nicht eine heilende, sondern eine nur weiter zerstörende Wirkung gehabt haben, sind nicht mehr geeignet, um das große Entweder=Oder umgehen zu können. Umgekehrt. Jeder Aufschub oder jeder Versuch, um die allein notwendige Entscheidung herumzukommen, verschlimmert die Lage, Diese Entscheidung besteht darin,„entweder in der Schuldenfrage passiv zu bleiben, Deutschland als Käufer aber auch als Schulder abzuschreiben und die Weltwirtschaft um einige Jahrzehnte zurückzuschrauben, oder den Hebel der Kreditpolitik herumzuwersen, an der Bereinigung des deutschen Transferproblems mitzuarbeiten und die Bahn für einen weltwirtschaftlichen Aufstieg freizumachen". Wir werden bald wissen, ob die Welt den Entschluß zu dieser Entscheidung aufbringt oder nicht. Die Tragödie von 1918 steht in ihrem Schlußakt. Wird sie eine Reinigung im Gefolge haben oder wird sie das Schicksal einer Welt besiegeln, die vor ihrer mahnend beschwörenden Stimme taub blieb? Uns ist es dann gesetzt, aus eigenem Entschluß die Zukunft auf uns zu nehmen und sie aus eigener Kraft so zu gestalten, daß Leben und Freiheit uns gewährleistet bleiben. Dr. K. Kl. Berlin lebhaft Die Börse war wieder durchweg befestigt und teilweise recht lebhaft, nachdem heute auch vom Publikum in größerm Maße Kaufaufträge eingetroffen waren. Die Kulisse nahm weitere Rückkäufe vor, da die angekündigten Maßnahmen für die Arbeitsschlacht im Winter eine unverminderte Anregung ausüben. Neben den Aktien der Investitionsgüterindustrien waren besonders Elektrowerte begehrt. Auch für Aktien von Gesellschaften, die neben dem Absatz ihrer Produkte vor allem auf die Beschäftigung ihrer Arbeiter Wert legen, zeigte sich, da das Arbeiterproblem weiter im Vordergrund bleiben wird weiteres Interesse. Hierzu zählen in erster Linie Bauwerte, die teilweise mit Plus=Plus=Zeichen erschienen. Auch nach den ersten Kursen machte die Befestigung, wenn auch nicht überall, weitere Fortschritte, so daß Gewinne von 1 bis 2 Prozent gegen die Vorwoche zu verzeichnen waren. Von Montanwerten hatten Marhütte und Klöckner, die 1 Prozent gewannen, die Führung. Am Braunkohlenaktienmarkt fielen Rheinische Braun splus auf. Chemische Werte waren unter Führung von Farben 1 Prozent höher. Am Elektroaktienmarkt ergaben sich kräftige Besserungen, teilweise in Nachwirkung der zuversichtlichen Mitteilungen über die Lage bei Siemens. Siemens und Schuckert gewannen etwa 1, Lahmeyer und Rheinische Elektro etwa 2. Chade A=G. waren 5 Mark und D 3½ Mark höher. Maschinen=, Auto, Kabel= und Metallwerte gewannen 1 bis 1½ Prozent. Von Bauaktien wurden Holzmann mit 80 nach 74½ gerechnet, ohne daß anfangs ein Kurs zustande kam. Eisenbahnverkehrsmittel setzten 2¼ Prozent höher ein, Am Schiffahrtsaktienmarkt gingen Hapag mit 26¾ nach 25¾ um. Bankaktien lagen ruhiger. Das gleiche gilt für den Rentenmarkt, der wenig verändert lag. Industrieobligationen bröckelten teilweise ab. Reichsschuldbuchforderungen waren gut behauptet. Altbesitz verloren 20 Pfennig. Tagesgeld erforderte unverändert 1¼ bis 4½ Prozent. Am Valutenmarkt war der Dollar etwas fester, die Reichsmark lag unverändert. LondonCabel Auch Essen erholt Die heutige Essener Montanbörse erölnete in zuversichtlicher und freundlicher Haltung. Die Kurse konnten allgemein anziehen und das Geschäft war etwas lebhafter. Kohlenkure waren umsatzlos und kaum verändert. Ebenso Braunkohlenwerte. Größere Umsätze anden in Dahlbuschaktien statt. Der Kurs konnte leicht anziehen, Bergbau Lothringen und Niederrheinische Berg waren zu letzten Kursen im Verkehr. Am Kalikuxenmarkt gingen Heimboldhausen auf letzter Basis um Ransbach wurden höher bezahlt. Kabel Rhendt und Rheinische Linoleum waren zu höheren Preisen im Hanbel. Die variablen Werte konnten gegenüber Samstag 1 Prozent gewinnen. Umgesetzt wurden Gelsenberg. Horsch Klöckner. Mannesmann. Rheinstahl, Feldmühle. Goldschmidt und RWE. In Wintershall war das Geschäft bei unveränderten Kursen gering. Die Börse schloß gegen Samstag wenig verändert. Devisen-Kurse (In Relchemark Straffere Beanspruchung der Reichsbank zum Ultimo Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. August 1934 hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 420,4 Mill. auf 4408,2 Mill. RM. erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und=Smeas um 356,6 Mill. auf 3539,6 Mill. RM., an Lombardforderungen um 61,4 Mill. auf 128,2 Mill. RM, an deckungssähigen Wertpapieren um 5 Mill. auf 41,30 Mill. RM. und an sonstigen Wertpapieren um 0,2 Mill. auf 324,2 Mill. RM. zugenommen, dagegen die Bestände an Reichsschatzwechseln um 2,7 Mill. auf 3,2 Mill. RM. abgenommen An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 323,3 Mill. RM. in den Verkehr abgeflossen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 321.9 Mill. auf 8823,9 Mill. RM. und derjenige an Nentenbankscheinen um 1,4 Mill. auf 810,8 Mill. RM. erhöht Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 104,2 Mill. auf 1461,5 Mill. RM. zu. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich auf 98,1 Mill. RM, diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 14,2 Mitl. RM neu ausgeprägter und 5,7 Mill. RM. wieder eingezogener auf 212,9 Mill. RM. ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 716,6 Mill. RM. eine Zunahme von 15,1 Mill Die Bestände an Gold und deckungssäbigen Devisen haben sich um 0,8 Mill. auf 78,5 Mill. RM. erhöht. Im einzelnen blieben die Gold bestände bei einer Zunahme um 29000 RM. mit 74,9 Mill. RM. nabezu unverändert, während die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 230 000 RM. auf 8,6 Mill. NM. zugenommen haben. Warenberichte Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel Es notierten: Märk. Weizen(Sommerweizen 76/77 Kilo 200, ges. Erzeugerpreis W 5 189, W 6 10, W 7 191, W 8 192, W 9 194, W 11 196, gesetzl. Mühleneinkaufspreis plus 4 Mk.); märk. Roggen(71—72 Kilo) 100, gesetzl. Erzeugerpreis ab Station R 5 149, R 6 150, R 7 151, N 8 152, R 9 164, R 11 156(plus 4 Mk.): Braugerste, neue, feine, frei Berlin 205—215, ab märk. Station 196—206; Braugerste gute, frei Berlin 192—202, ab märk. Station 188—193; Wintergerste, zweizeilig, frei Berlin 179—190, ab märk. Station 170—181; Wintergerste, vierzeilig, frei Berlin 174—179, ab märk. Station 165—170; Industriegerste, frei Berlin 185—190, ab märk. Station 1786—198; Futtergerste(58—69 Kilo) gesetzl. Erzengerpreis G 5 140, G A 150, G 7 152, G 8 155 G 9 157; märk. Hafer (48 Kilo) gesetzl. Erzeugerpreis H 4 148, H 7 147, H 10 15, H 11 152, H 18 155, H 14 187(für jedes Kilo Uebergew. 2 Mark Aufschlag); Weizenmehl(Grundtnpe 790) gesetzl. Erzeugerpreis W 5 26,35, W 6 26,50, W 7 26,65, W 8 26,90, W 9 27,45, mit 10 Prozent Auslandsweizen 1,50 Mark Aufgeld; Roggenmehl(Grundtnpe 907) R 5 21,40, R 4 21,50, R 7 91,65, R 8 21,80, R 9 22,10, R 11 22,40; Weizenkleie, gesetzl. Mühlenverkaufspreis W 5 10,85, W 6 10,95, W 7 11,00, W 8 11,05, W 9 11,15, W 11(Berlin) 11,26; Roggenkleie, gesetzl. Mühlenverkaufspreis N 5 9,90, R 6 9,40, R 7 9,45, N 8 9,50, R 9 9,65, R 11(Berlin 9,76, Ausgleichsbetrag 0,80 Mark je 100 Kilo; Viktortaerbsen 92,50—31,50, Ackerbohnen 10,50—11,50, Wicken 10,50 bis 11,50, Lupinen, blaue 7,60—7,00, dito gelbe 10—11, Leinkuchen(87 Prozent) ab Hamburg für Inland incl. Monopolzuschlag 19,55) 8,80, Erdnußkuchen(50 Prozent) ab Hamburg für Inland incl. Monopolzuschlag(2.90 8.60, Erdnußkuchenmehl, deutsche Mahlung, 8,05, Extrab Sonabohnenschrot(16 Prozent) excl. Monopolzuschl.(8,05 7,90, dito ab Stettin(16 Proz.) ercl. Monopolzuschl.(8,05 9,10, Kartosfelllocken ab Stolp 9,30—9,40 neue Kontrakte, ab Berlin 9,06 neuer Kontrakte. Fruchthof des Kreises Mörs Sommerspinat, Wirsing grun 7—9.10, Rotkohl 5.50—6.50, Weißkohl 8—8.90, Strauchbohnen 9—12, Stangenbohnen 11—15, Wachsbohnen 12—14, Prinzeßbohnen 15—17, Speisezwiebeln 6, Einmachzwiebeln 5—6, rote Beete 8.10—3.40, Tomaten A 8.50—4.2, dito B 3—3.50, dito C 8—4, Essiggurken A 10—13, dito B 8—9, Salzgurken A 4, dito B 8, Aepfel 1. 7—11, dito 2. 8—5, Birnen 1. 7—11, dito 2. 8—5, Pflaumen 6—8, Pfirsiche 13—16, Erdbeeren 66—70, Treibhausgurken 1. 8—11, dito 2. 5—7, Kastengurken 1. 9—15, dito 2. 5—6, Kohlrabi bkau 2.90 bis 8.50, Kopfsalat 1. 4—5, dito 2. 1—2, Endiviensalat 10—12, Sellerie 1. 7—8, dito 2. 8—4. Straelener Marktbericht Sommerspinat 5.50—6.50, Wirsing grün 5—7.50, Rotkohl 5.50—6.30, Weißkohl 8.90—4.30, Strauchbohnen 10 bie 15, Stangenbohnen 12—15.20, Wachsvohnen 12—14, Prinzeßbohnen 13—18, Zwiebeln 4.50—5.50, rote Möhren 1. 8—4.50, dito 2. 1.50—2.90, Tomaten 8.50—4.50, Birnen 1. 5—11, dito 2. 8—4, Aepfel 1. 4—10, dito 2. 2.50—3.80, Fallobst 1—8.50, Pfirsiche 10—18, Pflaumen 5—8.50, Sellerie 1. 15—25, dito 2. 5—12, Porree 1. 2—8, Blumenkohl 1. 18—80, dito 2. 10—17, Kohlrabi blau 1—8.50, Kopfsalat 1. 8—6, dito 2. 1—2.50, Treibhausgurken 1. 10—15, dito 2. 5—8, Kastengurken 12—18, Essiggurken a) 13.20—14.20, dito b) 10.30—11.10, Salzgurken c) 4.50—5, dito d) 8.80 bis 4.20, Salatgurken e) 3.10—3.20, Hühner 35—45. Großmarkt für den Nährstand zu Essen Essen, 8. Sept. Inl. Weizen 77 kg Festpreisgebiet 16 20.20, dito Handelspreis 20.60, inl. Roggen 73=74 kg Festpreisgebiet 16 16.20, dito 72 kg Handelspreis 16.60, inl. Hafer 48 kg Festpreisgebiet 19 16.50, Platamais 22, Plata Cinquantino 22.50, Weizenmehl Grundtype 700 Festpreisgebiet 16 27.15, Roggenmehl Grundtupe 907 Festpreisgebiet 16 23.80, Weizennachmehl 15.25, Weizengrießkleie 13, Weizenkleie grobe 12.20, dito mittelgrobe 12, dito sein 11.50, Roggennachmehl 14, Roggenkleie 10.50, Roggengrießkleie 12.50, Leinkuchenmehl 37 Prozent 17.40, Erdnußkuchenmehl 50 Prozent 17.25, Sonaschrot 45 Prozent 18.75, Palmkernschrot 21—23 Prozent 18.75—14. Tendenz: ruhig. Großmarkt für den Nährstand zu Duisburg Inl. Wintergerste, 4zeilig, nur für Fabrikationszwecke, 19—19½, inl. Wintergerste, 2zeilig, nur für Fabrikationszwecke, 20½—21, Plata=Mais 21¾, Cinquantino 2274, Weizenmehl inl. Grundtype 790 für W XIII 27.65, Weizenmehl mit 10 Prozent Austauschweizen 29,15, Weizenmehl mit 20 Prozent Austauschweizen 30,65, Roggenmehl Grundtype 997 für R 18 24,15, Roggenschrot inl. Grundtype 1800 für R 13 20,65,— Ab Mühle: Weizenkleie seine 12, Weizenkleie mittelgrob 12½, Weizenkleie grobe 12¾, Weizengrieskleie 13½, Weizennachmehl 15¾. Roggenkleie seine 11, Grieskleie 13, Roggennachmehl 14½ Zuckerschnitzel 15 3—16.— Tendenz: Brotgetreide und Mehl ruhig, wenig Geschäft, Gerste für Fabrikationszwecke wenig angeboten, aber auch wenig gefragt, Frurtergerste ohne Angebot. Mais ruhig. Westdeutscher Kartoffelmarkt Die erneute Festsetzung der Mindestpreise seitens des Reichsbeauftragten hat die bisherigen Preise durchweg bestehen lassen. Nur in Kurhessen wurde der Preis von 3.— RM. auf 2.80 RM. und in Schlesien von 2,80 RM. auf 2,70 RM. gesenkt. Im übrigen sind die Mindestpreise und auch die Zuschläge der höher bewerteten Sorten unverändert. Die Gesamtabsatzlage hat sich nach Räumung der bahnbestehenden Bestände bedeutend gebessert, so daß die Stimmung heute eine erheblich stetigere ist. Sehr gefragt sind lange gelbe Sorten, wie Juli, die nicht ausreichend angeboten sind. Viehmärkte Düsseldorf, 8. Sept. Auftrieb: 571 Rinder= 109 Ochsen, 88 Bullen, 208 Kühe, 76 Färsen, 8 Fresser, 598 Kälber, 4 Schafe, 2667 Schweine. Bezahlt wurden in RM für 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: al 35—36(35—37), b) 31 bis 34(31—34), c) 26—30(28—30), d) 22—25(24—27), Bullen: a)—, b) 29—32(26—30), c) 25—28(23—25), d 21—24(21—22). Kuhe: a) 83—37(32—33), b9 22—82(29 bis 31), c) 24—28(25—28), b) 18—23(15—22), Färsen: a—35(31—33), 5) 31—34(27—90). c) 26—30(24—26) d) 22—25, Fresser: 22—26(20—24), Kalber: al—(61—61), b) 47—52(46—48, c) 42—46(39—44), b) 35—41(32—88) e) 27—33(25—31), Schweine: al) bis 58(52), a2) bis 53 (51—53), b) 51—53(50—53), c) 50—53(48—53) d) 46—52 47—51), e)—(42—46), f)—(—), 9) 49—80(15—48). h) 44—48.(Zahlen in Klammern Preise der Vorwoche.) — Tendenz: Bei Großvieh langsam, Kälber mittelmäßig. Schweine flott. Duisburg, 3. Sept. Auftrieb: 14 Ochsen, 65 Bullen, 258 Kühe, 31 Färsen, 11 Fresser, 243 Kälber, 1818 Schweine. Bezahlt wurden in RM. für 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: al)—, a2) 28—30; Bullen: 31—34, b) 27—29, c) 25—26, d) 28—27; Kühe: 33—35, b) 29—32, c) 25—28, d) 17—24; Färsen: a) 33—85, b) 28—31; Fresser: 22—23; Kälber: a)—, b) 47—50, c) 40—46, b) 32—38, e) 25—30; Schweine: al) 53, a2) 53, b) 50—53, c) 50—53, d) 48—52, e)—, f)—, gl) 45—47. Tendenz: Rinder mittel, Kälber gut, Schweine flott; leichte schwer verkäuflich. Fleischgroßmarkt: 702 Rinderviertel, 111 Kalber, 15 Schafe, 284 Schweine. Die Preise betrugen pro Pfund Schlachtgewicht: Bullenfleisch: a) 48—52, b) 45—47, Kuhfleisch: a) 58—57, 5) 48—52, e) 44—45: Kalbfleisch: a 75—85, b) 60—70, c) 50—88; Schweinefleisch: a) 68—70; Färsenfleisch: a) 58—60. Bochum, 8. Sept. Auftrieb: 44 Bullen, 67 Kühe, 3 Fresser, 110 Kälber, 1 Schaf, 805 Schweine, 19 Sauen. Bezahlt wurden in RM. für 50 Kilo Lebendgewicht: Bullen: b) 26—26, e) 22—24,50, b) 20—21; Kübe: a) 32—36, b) 28 bis 32, e) 24,50—97, b) 18—24,50; Kälber: a)—, b) 45 bis 52, e) 41—44, d) 32—38, e) 28—30; Schweine: al) 52—53, b) 49,50—52, c) 47,50—51, d) 45—50, e—. f)—, gl) 47—50, a) 44—46. Tendenz: Schweine und Großvieh mittel, Kälber rege. Markt geräumt. Dortmund, 3. Sept. Auftrieb: 53 Ochsen, 234 Bullen, 647 Kühe, 114 Färsen, 30 Fresser, 502 Kälber, 51 Schafe, 2653 Schweine. Bezahlt wurden in RM. für 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: al) 36, a9 34, b)— c) 26—28, d) 22—25; Bullen: a) 33, 5) 30—32, c) 26—29, d) 20—25; Kühe: a) 34—36, b) 30—33, c) 25—29, d) 16—24: Kärsen: a) 34—35, 5) 30—33, c) 25—29, d) 21—24; Kälber: a)—, 5) 49—53, e) 44—48, d) 87—43, e) 27—96: Schafe: f) 28—40, g1) 88—36, g2) 20—26; Schweine: al) 54, a2) 58, b) 51—53, c) 49—52, d) 46—50, e)—, f)—, g1) 48 bis 50, g2) 41—47. Tendenz: Großvieh mittel, bleibt Ueberstand; Kälber mittel, geräumt. Schweine flott, geräumt. Essen, 8. Sept. Auftrieb: 124 Ochsen. 208 Bullen, 377 Kübe, 25 Färsen, 15 Fresser, 622 Kälber, 48 Schafe, 3416 Schweine, Bezahlt wurde für 50 Kilo Lebendgewicht in NM.: Ochsen: a) 1 36, b1) 29—34, c) 25—28; Bullen: a) 83, b) 29—32, c) 25—28, d) 21—24; Kuhe: a) 34—35, b) 30 bis 88, e) 24—29, d) 15—22: Färsen: a) 38, b) 81—83; Kälber: A 58—08, B a) 46—50, b) 42—45, c) 85—40, b) 25 bis 82: Schafe: Weidemasthammel 87—88, mittlere Schafe 24; Schweine: a1l 58, a2) 52—58, 5) 52—53, c) 49—52, d 46—50, g1) 46—50, 92) 40—45. Marktverlauf: Grosvieh mittel, bleibt Ueberstand; Schweine, Kälber und Schafe lebhaft. Hnsum, 2. Sept. Die Zufuhr zu den schleswig holsteinischen Ferkel= und Jungschweinemärkten betrug in dieser Woche etwa 8300 Stück. Der Handel war langsam. Es bedangen: 4 bis 6 Wochen alte Ferkel 7—9, 6 bis 8 Wochen alte 9—11, über 8 Wochen alte 11—14 RM. das Stück. Nach Lebendgewicht bedangen: beste Ferkel 34—86, mittlere 82—34, geringere 80—82 Rpf. das Pfund.— Fette Schweine bedangen: beste Ware 43—45, mittlere 88—42, Zauen se nach Güte 87—42, Speckschweine 44—45 Rpf. das Plund Lebendgewicht. Größere Sendungen gingen nach Hamburg und weiter nach dem Süden, im ganzen etwa 5200 Schweine. Nach Angaben der Metallgesellschaft betrug die Produktion von Original=Hüttenweichblei einschließlich kleinerer Mengen Hartblei im Juli 10 762 Tonnen gegen 11 024 Tonnen im Inni und 9836 Tonnen im Juli v. J. In den ersten sieben Monaten des Jahres beirna die Gesamterzengung 71 103 Tonnen gegen 66 771 Tonnen im Vorjahr, Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt: Heinrich Wienhold Maria Wienhold StCanisius-Conlerenz Unser liebes Mit= glied geb. Wahl derr Gustar Iliegoer Bochum, den 4. September 1934 Fahrendellerstr. 22 Statt Karten! August Fischer Maria Fischer geb. Rottmann Vermählte Bochum. Düppelstr. 16, den 4 September 1934. t in die Ewigkeit abberufen. 50 Jahre wandelte er auf den zeng. Gott lohne es ihm. Ehre seinem Andenken. Zum feierlichen Seelenamt und zur anschlietzenden Be= erdigung am Diens= tag, dem 4. 9. 1934 ladet ein Der Vorstand. Sediene Dich der Klein=Anzeige. Der liebe Gott erlöste Samstag abend 9.30 Uhr durch einen sanften Tod meinen herzensguten Mann, unsern lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel, den Kaufmann Karl Stockmeier von einem langen, schweren, mit wahrhaft christlicher Geduld ertragenem Leiden. Er starb, wiederholt gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente der röm.-kath. Kirche, im Alter von 68 Jahren. Wir bitten um stilles Belleid und ein andächtig es Gebet für unsern lieben Verstorbenen. Frau Berta Stockmeier geb. Nägeler Karl Stockmeier Else Stockmeier Artur Stockmeier Karola Stockmeier Leni Hill Bochum, München, Niederpöcking am Starnberger See, Borgholz, Cörbecke(Kreis Warburg), SinnersKöln, Lamerden, den 2 dorf bei Köln, Lamerden, den 2. September 1934. Das feierliche Requiem findet Mittwoch, den 3. September, morgens 830 Uhr, in der Pfarrkirche Christ-König. die Beerdiguna am Mittwoch, dem 5. September, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Bochum, Wiemelhauser Straße 24. aus statt Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. Gute preiswerte Polstermöbel von Chaiselongue 16.50 M. an Touch von 26.00M. an. Ledertuchsofa von 30,00 M. an. Klubsofa in Ledertuch 48.00 M. kauft man nur im Fachgeschaft Polstermöbel „Westfalia" nur Bochum, Augustastr. 12. Ebestandsdarlehnsscheine werden in Zahlung genommen Ehepaar mit drei Mon. altem Kind sucht für sofort möbl. Zimmer mit Kochgelegenheit evtl. sep. Kuche. Ang. u. B. B. 859 an die Gesch. Mobelwagen Scharpey fragen Auf 611 10/611 11 Bochum. Zurück! Frau Anna Prützmann Dentistin Bochum, Clemensstr. 21 Lichtspielhaus Helmut Benar. Hilde V. Stolz. Werner Tütterer Achtung! Wer kennt diese Frau? = Viktor de Nova. Lllu Bodlen Mädels von heute Beides Filme, wie unsere Gaste: se wunschen Täglic ab 3 13 Uhr B. Günter Ruf 69471— Bochum, Horst-Wessel-Straße 18 Tanzkursus in der Bürgergesellschaft, Bocnum Schülerzirkel: Beginn Samstag, den 8. Sept. 1934, 6 Uhr. Abendzirkel: Beginn Mittwoch, den 12. Sept. 1934. 8 Uhr. Tanzschule Diel Jochum, Neustraße 3(am Neumarkt) Ruf 815 14 seginn der Kurse Schülerzirkel Mittwoch, den 5. Sept 18 Uhr. 2 Erwachsene: Freitag, den 7. Sept 20 Uhr. Einzel-Unterricht zu jeder Zeit geschlosseneZirke Anmeldungen erbeten Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen 10.15 Uhr meine liebe, unvergeßliche Gattin, meine liebe Mutter. Großmutier, Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Frau Kathar geb. Köhling im hohen Alter von 76 Jahren, nach kurzer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, wohlvorbereitet durch den Emplang der hl. Sterbesakramente, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Rudolf Feldhort und Anverwandte. Bochum. den 2. September 1034. gung 5. September, 8 30 Uhr, vom Sterbehause, Bochum, v. d. Reckestraße 62. aus statt. Das feierliche Seelenamt ist anschließend in der Herz-Jesu-Kirche zu Bochune lamme. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. Erz-Bruderschall der hl. Pamilie Bochum. Mittwoch, den 5. September, 8 Uhr, Beerdigung des Mitgliedes Karl Stoetmeier vom Sterbehause diemelhauser Str. 4 aus. Hl. Messe in der Klosterkirche 6. Sept., 7 Uhr. Die Mitglieder des Vereins, besonders jene der ChristKönigs=Pfarrei, mögen sich recht gahl= reich beteiligen. Jamilien- Anzeigen bitten wir nach Möglichkeit nicht lelafonisch aufzugeben, damit die durch Hörfehler entstehenden Irrtümer, die in derartigen Ankündigungen besonders unangenehm sind, vermieden werden. Vincenzverein Hermann-JosephConferenz Bochum. Nun ist auch unser lieber langfähriger Metbruder Herr Karl Stockmeier I.I.I. „Coustantia" Bochum ummmmmm Unser Mitglied Herr Karl Stockmeier ist gestorben. „ Suche zum 15. 9 selbständiges Ehren nalten. welches in allen Hausarbeiten und uche erfahren tit Selbiges muß schon in besserem Haus tatig gewesen sein u Wert auf Dauer= ellung legen. An gebote mit Bild u Behaltsanspr.unter 8. 8. 857 an die nach Gottes Rat= schlutz von uns ge= schieden Wir wollen seiner gern im Gebete gedenken. Zu reger Teilnahme am Leviten=Requiem am Mittwoch 8.0 Uhr in der Pfarr= lirche Christ=Kont und an der am sel= den Tage 15 Uhr vom Sterbehau e, Wiemelhauserstr. 24 aus stattfindenden Beerdigung laden wir unsere Vincenz= bruder herzl. ein Der Vorstand Die Stiepel Der Vorstand. für bürgerl. Haushalt gesucht. Bewerbungen mit Angabe des Alters u. schriftlich u. B. A Kleine Anzeigen in deiner HeimatZeitung haben Erfolg Ein Pilgerbüchlein für die Verehrer der Gottesmutter. Preis 30 Pfg. Zu beziehen durch jede Buchhandlung, durch die Geschäftsstelle unserer Zeitung sowie unsere Zeitungsboten; auch zu haben in der Wallfahriskirche. 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Sept lasse in Koln wurden, wie mitteilt, Unterschlagungen camten wahrend eines so reichenden Zeitraumes von Verschleierung jedoch bis Urkundensalschungen gelun findet sich in Untersuchun zur baldigen Ahndung d lungen sind getroffen wor Opferslo auf frischer WL Köln, 3. Sept. Juhlingen wurde ein Ma Versuch, die Opferstocke wurde festgenommen und Verhängnisvol Siegburg, 3. Sept. E alter Kraftwagenführer Emstag eine Schwarzsah uberfuhr. Er nahm sichd er zum Revolver griff un Garage erschof. Radfahrer fuhr al Tragise Leichlingen, 3. Sept.A Samstag ein 24jähriger ten zu Tode. Der Verungl rade freihändig die abschü len nach Leichlingen hera auf einen vorschriftsmäßig Stratze fahrenden Wagen schwere Verletzungen davor darauf eintrat. Lastkre fuhr gegen Ein Toter, Euskirchen, 3. Sept. Weilerswist= Euskirchen Crtsausgang von Weiler ein solgenschweres Lastkr. Taun kommender Lastkraf atgen einen Baum. Der Jahre alte Kraftfahrzeuab wurde auf der Stelle acti sahrer Verletzungen erlitt ingefuhrt werden mußten Brandsti Geilenkirchen, 3. Sept. enzet erst in der vergan in Nirm aufklären die Ursache eines Cidoven bei Heinsberg se eenen Ermittlungen war es konnte jetzt auch der Brandstiftung ansanglich hartnackigem L mene ein Gestandnis aba Mokorrad1 zusamme Ein Toter, zu Tuisburg Hamborn, 3. sam es am Schnabenbuck olgenschweren Zusammen lorradfahrer und einem 9 mit rasender Geschw gein fuhr. Der Sozi eichtwein aus Oberl tend der Motorradfahre berhausen mit schweren gebracht werden mi Zustande darniederlieat. aus M Gladba druch und sonstige schwe mußte ebenfalls dem Kra Selbsim im Oberhau Oberhausen, ein etwa 25 Jahi Bahnhofs Oberhe r einen Schuß virkte. Die Poli Ausweispapi * in einer Ta Kleinbahn Bott einem Krankenha Das Verl Recklinghauf führer Alfons alfons Kriminalp lundenfälschung Jahren bei er sich vom gearbeitet hatt Vertrauen der Siitauen der pet. verschleiern ver untreut geschlossen. Nac genommen we auf rund hat Schenkel,1 Lehrling war, un von 10 Mark " Ausgaben. A Aus Westdeulschland Unterschlagungen bei der Regierungshauptkasse in Köln DNB Koln, 3. Sept. Bei der Regierungshaupt lasse in Koln wurden, wie die Regierungspressestell mitteilt, Unterschlagungen festgestellt, die von einen Bcamten wahrend eines schon mehrere Jahre zuri reichenden Zeitraumes vergenommen wurden, deren Verschleierung jedoch bis jetzt durch Vornahme von Urkundensalschungen gelungen war. Der Täter be sindet sich in Untersuchungshaft. Alle Maßnahmen zur baldigen Ahndung der verbrecherischen Hand lungen sind getroffen worden. Opferslockmarder auf frischer Tat erkappl WL Köln. 3. Sept. In der Pfarrkirche in KolnJuhlingen wurde ein Mann aus Düsseldorf bei dem Versuch, die Opferstocke zu berauben, ertappt. Er wurde festgenommen und dem Richter vorgeführt. Verhängnisvolle Schwarzfahrt Siegburg, 3. Sept. Ein verheirateter, 33 Jahre alter Kraftwagenführer von hier unternahm am emstag eine Schwarzfahrt, bei der er eine Person überfuhr. Er nahm sich die Sache so zu Herzen, daß et zum Revolver griff und sich Sonntag früh in der Garage erschoß. Radfahrer fuhr auf einen Wagen auf Tragischer Tod Leichlingen, 3. Sept. Auf tragische Weise kam am Samstag ein 24jähriger junger Mann aus Roderbirlen zu Tode. Der Verunglückte fuhr auf seinem Fahrrade freihändig die abschüssige Straße von Roderbirten nach Leichlingen herab. In einer Kurve fuhr er auf einen vorschriftsmäßig auf der rechten Seite der Straße fahrenden Wagen auf. Der Radfahrer trug so schwere Verletzungen davon, daß sein Tod unmittelbar darauf eintrat. Lastkraftwagen fuhr gegen einen Baum Ein Toter, drei Verletzte Euskirchen, 3. Sept. Auf der Provinzialstraße Weilerswist= Euskirchen ereignete sich kurz vor dem Crisausgang von Weilerswist am Sonntag morgen solgenschweres Lastkraftwagenunglück. Ein von Taun kommender Lastkraftwagen fuhr in voller Fahrt gegen einen Baum. Der Führer des Wagens, der 20 Jahre alte Kraftfahrzeughalter Reinhard Steffens wurde auf der Stelle getötet, wahrend die drei Bei sahrer Verletzungen erlitten und dem Krankenhaus zugeführt werden mußten Brandstifter gefaßt Geilenkirchen, 3. Sept. Nachdem die Kriminal rolizei erst in der vergangenen Woche einen Groß o in Nirm aufklären konnte, ist es ihr jetzt ge mrzen. die Ursache eines weiteren Großbrandes in woven bei Heinsberg festzustellen. Schon nach den einen Ermittlungen war Brandstiftung anzunehmen konnte jetzt auch der Sohn des Brandgescha daten der Brandstiftung überführt werden. Nach inglich hartnackigem Leugnen hat der Festgenommene ein Gestandnis abgelegt. Motorrad und Fahrrad zusammengestoßen Ein Toter, zwei Schwerverlette Tuisburg Hamborn. 3. Sept. Am Sonntagmorgen mes am Schnabenbuck in Duisburg zu einem olgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Molortadjahrer und einem Radfahrer, wobei das Motorsad mit rasender Geschwindigkeit gegen einen Bordgein fuhr. Der Soziusfahrer, SA=Truppführer Sichiwein aus Oberhausen, war sofort tot, wahder Motorradfahrer Albert Glocksin aus berbausen mit schweren Verletzungen ins Krankenaes gebracht werden mußte, wo er in bedenklichem Zustande darniederliegt. Der Radfahrer Johann aus MGladbach trug einen Schlusselbein unb sonstiae schwere Verletzungen davon und ußte ebenfalls dem Krankenhaus zugeführt werden Selbstmordversuch im Oberhausener Bahnhof Oberhausen. 2. Sept. Sonntag nacht brachte sich 25 Jahre alter Mann in den Toiletten des ahnhofs Oberhausen mit einem Kleinkaliberrevol er einen Schuß bei, der allerdings nicht tödlich Mackensen auf dem Reichsveteranentreffen Am 1. September 1934 fand das Reichstreffen der Veteranen im Seebad Heringsdorf statt. Unter anderem war der Generalfeldmarschall von Mackensen(Bild Mitte) erschienen.— Bild zeigt einen Augenblick während des Absingens der Nationalhymne. Schwere Pilzvergiftung Letzte Sportnachrichten virkte. lei ch Die Polizei stellte fest, daß der Mann keinerAusweispapiere bei sich fuhrte. Sie sand ledigin einer Tasche einen Fahrschein der Vestischen leinbahn Bottrop. Der Schwerverletzte wurde einem Krankenhaus zugeführt. Das Vertrauen seiner Arbeitgeber mißbraucht Eine Verhaftung sbnnhausen, 3. Sept. Der 31jährige GeschäftsAlsons Schenkel aus Recklinghausen wurde von stiminalpolizei wegen Unterschlagung und Urnoenfälschung festgenommen. Schenkel war schon seit neten bei einer Recklinghauser Firma tätig, wo vom Lehrling zum Geschäftsführer emportet hatte. Seit 4½ Jahren hatte er aber das Firma dadurch enttäuscht, daß er durch gersnes Falschbuchungen größere Veruntreuungen zu seeichleirn verstand. Bisher sind 7000 Mark als verdzen festgestellt. Die Untersuchung ist noch nicht abnen. Nach den vorhandenen Unterlagen muß anausmen werden, daß sich die veruntreute Summe zuno 11 Mark beläuft. Das veruntreute Geld neentel, der ledig ist, für sich verbraucht. Sogar täng tling, der seit drei Monaten bei der Firma Non 10 2"Lischlug er die monatliche Vergütung u Mark. Diesen Betrag setzte er buchungsmäßig steckte aber das Geld in seine eigene lassen.Amtsgericht hat Haftbefehl gegen ihn Eine Tote, zwei Schwerverletzte Bergkamen, 3. Sept. In das Kamener Kranken haus wurden Samstag fruh drei Opfer einer schweren Vergiftung, die sie sich nach dem Genuß von Pilsen zugezogen hatten, eingeliefert. Es handelt sich um den Bergmann Heinrich Prasuhn und seine beiden Töchter aus Bergkamen. Die Vergiftung war so schwerer Natur, daß eine 11jährige Tochter kurz nach der Einlieferung verschied. Der Zustand der beiden anderen Kranken ist besorgniserregend. Gegen unsachliche Polemik Münster, 3. Sept. Der Oberpräsident der Pro vinz Westfalen übermittelt uns folgende Presse notiz zur Veröffentlichung: Der Oberpräsident der Provinz Westfalen weist darauf hin, daß trotz der Anordnung des Herrn Reichsministers des Innern vom 17. August 1934 in verschiedenen Sonntagsblättern der Provinz Westsalen der evangelische Kirchenstreit in unsachlicher Form erörtert ist. Es ist eine unsachliche Polemik, wenn von„einer Verwüstung der Kirche, Verunehrung des Wortes, Finsternis und Bedrängnis“ und dergleichen mehr in einem nicht mißzuverstehenden Zusamenhang mit dem Kirchenstreit gesprochen wird. Bei Wiederholung derartiger Verstöße muß der Verleger derartiger Druckschriften nicht nur damit rechnen, daß derartige Druckschriften polizeilich beschlagnahmt und verboten werden, sondern daß auch Maßnahmen gegen den Verleger oder verantwortlichen Redakteur ergriffen werden. Solche Redakteure, die entweder den im Interesse der Sache liegenden oder den im Inter esse der Staatsautorität liegenden Ton nicht finden können oder nicht finden wollen, sind ihrem Be ruf nicht gewachsen oder aber ihre Tätigkeit muß als bewußte Zersetzungsarbeit bewertet werden. Das Gefallenenehrenmal des Reserveinfanterieregiments 57 Hagen, 3. Sept. Das den Gefallenen des Reserve infanterieregiments 57 an der Heinestraße von den ehemaligen Kameraden errichtete schöne Denkmal wurde am Sonntag feierlichst eingeweiht. An der Einweihungsfeierlichkeit, die sich zu einer Kundgebung gestaltete, nahmen schätzungsweise 20 000 Menschen teil. Auch der Schirmherr des Denkmals, der ehemalige Führer der 5. Armee, Kronprinz Wil helm, war anwesend und wurde überall, wo er sich zeigte, von der Hagener Bevölkerung stürmisch begrüßt. Die Weiherede hielt der ehemalige Reaimentskommandant der 57er, Oberst von Abercron. Er weihte das Denkmal, indem er die Menge zu stillem Gedenken an die Gefallenen aufforderte. Anschließend an die Weihe fand ein großer Festmarsch durch die Stadt und ein Vorbeimarsch vor der Stadt halle statt. Abends fand in der Stadthalle eine große Wiedersehensfeier statt. Großfeuer in Bad Rothenfelde Drei Feuerwehrlente leicht verletzt Bad Rothenfelde, 3. Sept. Montagmorgen ist das Kurhaus in Bad Rothenfelde erneut das Opfer eines Brandes geworden. Wieder war im Mittel gebäude des umfangreichen Gebäudekomplexes, fast an der gleichen Stelle wie Anfang dieses Jahres, ein Brand ausgebrochen. Die freiwilligen Feuer wehren von Bad Rothenfelde, Dissen, Hilter und die Fabrikieuerwehr der Firma Hohmann nahmen die Bekämpfung des Feuers auf. Der rote Saal und die über ihm im Dachgeschoß befindlichen Ver sonalräume waren vom Feuer ergriffen, das die Räume mit ihren Einrichtungen und Ausstellungs gegenständen vollständig zerstörten. Der angren zende schöne große Kursaal, dessen Decke einstürzte, ist ebenfalls vernichtet. Dagegen ist die anschlie siende Theaterbühne gerettet worden. Drei Feuer wehrleute stürzten bei den Rettungsarbeiten ab und wurden leicht verletzt. Die eigentlichen Wohn= und Unterkunftsräume des Kurhauses sind nicht beschä digt worden. Dem verheerenden Element zum Opfer gefallen sind wiederum ausschließlich die Wirtschaftsräume des Mittelbaues des Kurhauses. Der gesamte Kurbetrieb und die Kurkonzerte erlei den daher keinerlei Unterbrechung. Der Schaden ist beträchtlich. Die Entstehungsursache des Brandes ist bisher noch nicht bekannt. Europa=Rundflug 1934 Immer weiter schreiten in Warschau die technischen Prüfungen zum Europa= Rundflug 1934 fort. Auf dem Fluaplatz Mokotow begann man nun mit der Prüfung im Hindernisflug, nachdem die Prüsungen der Geringst= Geschwindigkeit und des Anlassens der Motore erledigt sind. Bei dieser Hindernisprüfung hatten die Piloten mit ihren Maschinen nach kurzer Anlaufstrecke(100 Meter) ein in acht Meter Höhe gespanntes Seil zu überfliegen. Da das Wetter auch an diesem Tage wieder sehr schlecht war, konnten nur drei Flieger die Prüfung absolvieren, die übrigen Teilnehmer werden erst am Dienstag in Aktion treten. Nach den bisher durchgeführten technischen Prüfungen hat der Pole Bajan(RWD 9) mit 143 Punk ten die Führung vor dem Tschechen Anderle mit 139 Punkten. Als bester Deutscher folgt Stein auf Klemm mit 121 Punkten vor Eberbard auf Klemm mit 119 Punkten und Morzik mit 117 Punkten. Die Leitung des Europa=Rundflugs gab nun auch die genauen Ergebnisse und die Punktzahlen der Gerinast= Geschwindigkeits= Prüfung bekannt. Wie vorauszusehen war, erreichte keiner der Bewerber die Höchstzahl von 100 Punkten. Die besten Ergebnisse erzielten der Pole Bajan mit 51,14 Std/km und 83 Punkten, der Tscheche Anderle mit 55,24 Std/km und 79 Punkten. Von den deutschen Teilnehmern wurden nachstehende Leistungen bekannt: Stein 57,67 Std km und 69 Punkte, Morzik 57,78 Std /km und 68 Punkte, Eberbard 58,12 Std/km und 66 Punkte, Hubrich 58,49 Std km und 66 Punkte, Hirth 58.52 Std /km und 61 Punkte. Seidemann 59.64 Std/km und 61 Punkte, Bayer 60,14 Std /km und 58 Punkte, Pasewald 62,74 Sid km und 49 Punkte, Junck 63,08 Std/km und 47 Punkte, Krüger 66 Std km und 36 Punkte und Österkamp 69 Std/km und 23 Punkte. Im Flugzeugschlepp durch Deutschland Die bekannte Fallschirmspringerin Lola Schröter stieg in Friedland(Schlesien) mit ihrem Segelflugzeug„Sudetenland“ im Schlepp eines Motorflugzeuges zu einem Rundflug durch Deutschland auf. Der Solinger Pilot Wentorf, der die Motormaschine führt, sah sich gleich am ersten Tage wegen dichten Nebels zu einer unfreiwilligen Landung gezwungen. Der Luftschleppzug ging in der Nähe von Hirschberg glatt nieder. Hohensyburg=Rennen Die Ergebnisse der Wagenrennen beim Hohensy burg Rennen, das am Sonntag ausgefahren wurde, waren trotz aller Bemühungen auch am Montag durch die Rennleitung nicht zu erhalten. Deutschlands Alhleten zurück Die deutsche Leichtathletikmannschaft traf bereits am Montagnachmittag aus Stockholm kommend auf dem Flugplatz Berlin=Tempelhof ein. Ueber das Mißgeschick im Länderkampf gegen Schweden waren unsere Vertreter nicht sehr bedrückt, obwohl gerade der Verlust der 4 mal 100 Meter Staffel für uns von entscheidender Bedeutung war. Man erfuhr hierbei, daß der Obmann des Kampfgerichts, Brundage(USA), für die Wertung der Staffel eingetreten sei, da ein Sieg von über 10 Meter Vorsprung nicht von einem unbedeutenden Wechselfehler abhängen kann. Die 1 mal 400 Meter Staffel ging für uns durch die Nervosität von Single verloren, der sich voreilig verausgabt hatte, so daß Metzner als Schlußmann ihm noch entgegengehen mußte. Unter diesen Umständen war an ein Aufholen des schwedischen Vorsprungs nicht mehr zu denken. Westdeutsche Siege in Bremen Westdeutsche Fahrer gingen bei den Radrennen im Bremer Weser=Stadion an den Start und errangen schöne Erfolge. Der Dortmunder Henschel siegte im Großen Fliegerpreis vor Cronjäger=Bremen und dem Bielefelder Langhoff. Wenning Münster sicherte sich das Prämienfahren vor Hoves Bochum, Woltersdorff Hamburg und dem Bochumer Cernn. Kottenstedte Münster gewann das Trostfahren vor dem Münste rauer Lohmann. Cronjäger Woltersdorff gewannen das 150-Runden=Mannschaftsfahren mit 31 vor Kottenstedte=Wenning(26 Punkte), Hoves=Cerny (11 Punkte), Alberti=Lohmann(9 Punkte) und Strauch=Meyer(8 Punkte). Nennungsschluß für Turin 311 Einzel= und 11 Staffelmeldungen Deutsche Mannschaft geändert Bei Nennungsschluß für die Europameisterschaften der Leichtathleten, die vom 7. bis 9. September in Turin stattfinden, lagen 341 Einzel= und elf Staffelmeldungen vor. Der 1500=Meter= und 5000Meter=Lauf sowie der Weitsprung sind mit 24 Teilnehmern am besten besetzt. Für den 200=Meter=Lauf wurden 23 Wettbewerber gemeldet, für das Diskuswerfen 22, für den 400=Meter=Hürdenlauf zehn, wahrend für das 50-Kilometer=Gehen acht Meldungen abgegeben wurden. Italien ist natürlich zahlenmaßig am starksten vertreten. Es beteitigt sich mit 39 Sportlern und zwei Staffeln an den Kämpfen der Europameisterschaften. Es folgen Deutschland und Finnland mit je 28 Nennungen, die Tschechoslowakei mit 26, Frankreich mit 2 und Ungarn mit 23 Nennungen. Die wenigsten Kämpfer entsenden Belgien und Bulgarien(je vier) und Portugal(2). Deutschland und Schweden haben auf Grund der Erfahrungen des Stockholmer Landerkampfes in ihren Mannschaftsaufstellungen für Turin noch verschiedene Aenderungen vorgenommen. Folgende endgültig aufgestellte deutsche Vertretung bestreitet die Europameisterschaften der Leichtathleten: 100 Meter: Borchmeyer, Hornberger 200 Meter: Borchmeyer, Schein 400 Meter: Metzner 800 Meter: Dr. Dessecker 1500 Meter: Schaumburg 5000 Meter: Syring 10000 Meter: Syring 110 Meter Hürden: Wegner, Welscher 400 Meter Hürden: Scheele Weitsprung: Leichum, Lona Hochsprung: Weinkotz tabhochsprung: Wegener Kugelstoßen: Wölke Diskuswerfen: Hans Heinz Sievert Speerwerfen: Weimann Hammerwersen: Seeger. Zehnkampf: Sievert, Eberle Maraioonlauf: Brauch, Gerhardt 50=Kilometer=Gehen: Schnitt, Bleiweiß 4 mal=100=Meter=Staffel: Schein, Gillmeister, Borchmeyer, Hornberger 4mal-400- Meter=Staffel: Hamann, Voigt, Schein, Metzner Zu diesen 26 Kämpfern kommen noch außer dem deutschen Leichtathletikführer Ritter von Halt fünf Trainer: Waitzer, Brechenmacher, v. d. Planitz u. a. Neben dem weltbekannten deutschen Starter Miller Munchen) fahren noch fünf Masseure nach Turin. Es hat sich nämlich in Stockholm erwiesen, daß es von Nachteil für die Aktiven ist, die Anzaßsl der Bealeiter spartanisch zu beschränken. Deutschland siegt 13:0 Nachwuchsländerkampf gegen Frankkeich in Berlin Bei herrlichem Sommerwetter wurde am Montag auf den Berliner Rot=Weiß=Plätzen der NachwuchsTennisländerkampf zwischen Deutschland und Frankreich zu Ende geführt. Er endete mit einem deutschen Sieg, wie er eindeutiger nicht ausfallen konnte und unsere Erwartungen bei weitem übertrifft. Die hohe französische Niederlage ist wohl daher zu erklären, daß die Tennisjunioren keine Turniererfahrung hatten, während unsere deutschen Verrteter— besonders Henkel und Denker— schon manchen internationalen Kampf ausgefochten haben. Von dieser Warte aus betrachtet ist nur nicht zu verstehen, das Marcel Bernard ganz ohne Sieg blieb. Die Leistungen der deutschen Nachwuchsspieler berechtigen zu guten Hoffnungen für die kommende Jahre. Die Ergebnisse des Montags: Lund— Petra 6:3, 6:2: Göpfert— Weiß 6:4, 6:4: Henkel=Denker— Jamain=Bernard 6:3, 6:3; Göpfert=Denker— PetraWeiß 6:4, 6:4. Eder bleibt Europameister Ein Unentschieden gegen Venturi... Der um 24 Stunden verlegte Borkampf um die Europameisterschaft im Weltergewicht zwischen dem deutschen Titelhalter Gustav Eder(Köln) und dem italienischen Herausforderer Vittorio(Rom) konnte am Sonntagabend durchgeführt werden. Infolge des kühlen Wetters hatten sich im Züricher Stadion auf dem Letzigrund nur 4000 Zuschauer eingefunden. Es gelang Eder, gegen den sehr guten Italiener nach 15 Runden ein gutes Unentschieden herauszuholen und damit seinen Meistertitel zu verteidigen. Durch einige Vorkämpfe, die von Amateuren und Berufsborern bestritten wurden, wurde sehr spät mit dem Hauptkampf begonnen. Beide Borer machten körperlich einen guten Eindruck. Der schwarzhaarige Italiener war wuchtiger in seinen Konturen Die ersten vier Runden verliefen ohne bemerkenswerte Ereignisse. Beide Kämpfer kannten sich genau aus ihrer letzten Begegnung, in der Eder durch ein Fehlurteil geschlagen wurde. Es wurde nicht viel riskiert, die Kräfte weise geschont. Erst in der fünften Runde konnte Venturi einige Treffer landen und Vorteile für sich herausholen. Auch die sechste Runde ging an den Italiener, der deutsche Meister mußte einige Gesichtstreffer einstecken. In der siebenten Runde holte Eder durch gute linke Gerade etwas auf. Nach der Mitte des Kampfes wurde das Tempo etwas schneller. Eder versuchte, besonders in der achten Runde, durch beidhändige Schlagserien Wirkung zu erzielen, doch sein Gegner war auf der Hut und deckte ausgezeichnet. So ging der Kampf hin und ber. obne daß einem der mit allen Wassern gewaschenen Kämpfer glückte, Vorteile zu erzielen. Die elfte und zwölfte Runde fielen an den genauer schlagenden Deutschen. Auch die vorletzte holte sich Eder. In der fünfzehnten und Schlußrunde versuchte der Italiener noch mit einem Endspurt zu einem Erfola zu kommen, aber Eder blieb ihm nichts schuldig. Das aus dem französischen Ringrichter Robert Weisbera. dem deutschen Punktrichter Pippow und dem Italiener Moazza bestehende Kampfaericht ließ als Urteil„Unentschieden“ werkunden. Dieser Spruch dürfte den Leistungen beider Borer gerecht werden Bei den USA-Tennismeisterschaften des Oltenschlug Frankte Parker den amerikanischen Svitzenspieler Lott 3:6, 7:5. 6:2. 8:s. Parker hat damit von 15 Begegnungen zehn gewonnen. 2 1 2. Beilage zur Volks-Zeilung v. 4. Sept. 1934 „Schutzengel bei dir wacht.“ Schon seit über 300 Jahren feiert die Kirche das Schutzengelfest. Und der Septembermonat ist der Verehrung der hl. Engel geweiht. Es gibt Engel, die den Menschen beschützen und begleiten. Jeder Mensch hat seinen Schutzengel. Christus sagt ausdrücklich von den Kindern:„Ihre Engel schauen immer das Antlitz meines Vaters, der im Himmel ist.“ Aber auch die Erwachsenen haben ihren Schutzengel. Der Apostel schreibt: „Die Engel sind dienende Geister, gesandt zum Schutze derer, die das Heil erlangen wollen.“ Wenn auch der moderne Mensch diese Lehre unserer Kirche vergessen hat und vielleicht darin nur ein schönes Märchen aus der seligen Kinderzeit sieht, so gab es doch eine Zeit— und sie ist noch nicht lange her—, wo auch dieser moderne, erwachsene Mensch zum Schutzengel wieder betete, nämlich die Kriegszeit. Eigentümlich, daß man in der Not und Gefahr doch so schnell und leicht zum alten Kinderglauben greift. Wir wollen uns über diese tröstliche Lehre unseres Glaubens freuen und auch in unserem täglichen Leben, gerade als kluge Erwachsene, praktisch danach leben. Darum befolgen wir die Mahnungen des hl. Bernhard; es sind drei schöne Mahnungen. Ehrfurcht vor der Gegenwart des Engels. Denken wir doch mehr an diese stete, unsichtbare Begleitung und Gegenwart. Wie nehmen sich die Menschen schon vor Menschen in acht, besonders Eltern vor den Kindern? Ist uns dieser Gedanke dann nicht ein gutes Schutzmittel? Dankbarkeit für den leiblichen und seelischen Schutz. Zeigen wir diesen Dank durch Gebet, vor allem durch Befolgung seiner Eingebungen Vertrauen auf die Führung des Schutzengels. In jeder Not, vor allem aber in seelischen Angelegenheiten.— Nun sei kein seelisch unempfänglicher und steifer Mensch! Laß dich von dieser trostreichen Lehre ein wenig erwärmen! Und deshalb verehre mal wieder deinen hl. Schutzengel, besonders jetzt im Schutzengelmonat. Bete mal wieder zu ihm, beim Morgenund Abendgebet, vor Antritt einer Reise. Nimm die schönen, kleinen Kindergebete, schäme dich nicht, es liegt in ihnen doch das Tiefste und Schönste. Die Gebetlein zum Schutzengel gehören doch zu den allerersten Religionsübungen. Wie wirst du das alles mit dem rechten Eifer und mit sicherem Erfolge erreichen, wenn du deinen eigenen Schutzengel nicht verehrst? Das eigene Beispiel ist und bleibt die beste Lehrmeisterin. Verehre auch die Schutzengel deiner Kinder. Der Grund ist einleuchtend. Du bist als Mutter mit diesen Schutzengeln an dem nämlichen Werke von Gott angestellt: die Erziehung der Kinder zu ihrer ewigen Bestimmung. Wenn aber zwei an ein und demselben Ziele tätig sind, so suchen sie sich gegenseitig kennen zu lernen und zu unterstützen. Vor allem sucht der Schwächere und Unerfahrenere die Hilfe des Stärkeren und Weiseren. Gott gab dir bei deiner schweren Arbeit einen Helfer. Und dieser hat einen scharfen Verstand, ein ganz ungetrübtes Urteil, reinen Eifer für die Ehre Gottes, eine große und innige Liebe zu deinen Kindern, und das ist der Schutzengel deines Kindes Wende dich an ihn, wenn du bei gewissen Fehlern deiner Kinder ratlos dastehst und nicht weißt. wie du auf das Kind einwirken sollst. Der Schutzengel ist bereit, die Mängel zu ergänzen und die Ohnmacht zu unterstützen. Denn die Besserung deines Kindes hängt in erster Linie davon ab, daß es zur Erkenntnis seines Fehlers kommt. Der Schutzengel bewirkt die Erleuchtung. Du wirst viel leichter und gesegneter auf das fehlende Kind einwirken, wenn du den Schutzengel des Kindes um Hilfe und Beistand anrufst. Wenn du deine Kinder ermahnen und zurechtweisen mußt, wenn du ihre Fehler bessern, wenn du sie belehren mußt, wende dich vorher vertrauensvoll an den Schutzengel:„Heiliger Schutzengel meines Kindes, hilf mir!“ Tue es auch bei den großen Kindern. Du kommst sicherlich eher zum Ziele als sonst, und eure Familienstube sieht nicht mehr so unerauickliche Szenen, wie es in der Vergangenheit vielleicht der Fall war. Der heilige Franz Xaverius, der grotze Apostel Indiens, der so viele heidnische Völker dem christlichen Glauben gewonnen hat, pflegte jedesmal, wenn er in eine Stadt kam, deren Bewohner er bekehren wollte, zuerst den Schutzengel dieser Stadt um seine Hilfe zu bitten. Ebenso empfahl er ihm die Sorge für die Bekehrten, wenn er die Stadt zu weiteren Missionsreisen wieder verlassen mußte. Mach es auch so als Mutter.— Wenn du deine Kinder aus dem Heiligtume der Familie hinaus in die Welt und Fremde ziehen lassen mußt, dann gib ihnen als Reisegefährten den Schutzengel mit:„Siehe, ich sende meinen Engel, daß er vor dir herziehe und dich bewahre auf dem Wege.“— Ein solches Kind geht nie verloren— Das sind so einige Gedanken für den Schutzengelmonat. Sie liegen so nahe und sind so einfältig und klar, und doch denken wir so wenig daran. Und damit dir diese Gedanken recht liebe Gedanken werden, will ich dir noch ein Gedichtchen hersetzen. Es wird dir gefallen. Grundstein zu einer AllerseelenGedächtniskirche. Ich war ein Kind, so sorgenlos Auf meiner Mutter Schoß: Sie faltete die Händchen mir Und sprach:„Mein Kind, laß sagen dir: Schutzengel bei dir wacht!“ Ich wuchs heran, und Leiden kam, Das mich in seine Schule nahm; Man trug im Sarg die Mutter fort. Mich tröstete ihr frommes Wort: „Schutzengel bei dir wacht!“ Und als sich die Versuchung naht, Mich locken wollt' vom rechten Pfad; Ich hielt mich fromm und sündenrein, Mir fiel das Wort der Mutter ein: „Schutzengel bei dir wacht!“ Als drauf der Kindheit Paradies Ich mit der lieben Heimat ließ: Auch fern vom teuren Vaterland Der Mutter Wort mir nicht entschwand: „Schutzengel bei dir wacht!“ O klinge mir im Herzen fort, Du liebes, trautes Mutterwort! In tausend Herzen schrieb ich's gern. Es hält uns von der Sünde fern: „Schutzengel bei dir wacht!“ „O heiliger Schutzengel mein, Laß mich dir befohlen sein, In allen Nöten steh' mir bei Und halte mich von Sünden frei An diesem Tag, ich bitte dich, Erleucht, regier', beschütze mich.“ Oder nimm die Strophe aus dem Schutzengellieb: „Du, mein Schutzgeist, Gottes Engel, Weiche, weiche nicht von mir, Leite mich durchs Tal der Mängel, Bis hinauf, hinauf zu dir! Wache stets an meiner Seite, Daß nicht meine Schwachheit fällt; Steh mir bei im letzten Streite, Wann ich geh aus dieser Welt.“ Sei auch andern im Leben Schutzengel. Und da komme ich zu einem Kapitel für euch, christliche Eltern, besonders für dich, liebe Mutter So manche Mutter denkt gar nicht daran, wie sie gerade in der Schutzengelverehrung ein Mittel hat, selber sittlich reifer zu werden, und ihre Kinder keusch und rein zu erziehen. Du hast von Gott das hohe, hehre, heilige Schutzengelamt für deine Kinder erhalten. Willst du das treu verwalten, dann schaue auf das Vorbild, auf deinen eigenen Schutzengel. Wenn ein Maler ein Bild abmalen soll, mußz er dann nicht öfters auf dieses Bild hinschauen, um die einzelnen Züge getreu wiedergeben zu können? So wird die Mutter dadurch, daß sie ihren eigenen Schutzengel oft und andächtig verehrt, jedesmal an ihr besonderes Amt erinnert. Sodann soll die Mutter ja den Kindern von den ersten Jahren an die Verehrung des Schutzengels einprägen. Kleine Notizen aus der großen katholischen Wellt. Aus der Diaspora. Eine der ausgedehntesten Pfarreien im sächsischen Anteil der Erzdiözese Paderborn it Salzwedel. Sie erstreckt sich über 225 Ortschaften in den Kreisen Salzwedel und Österberg bis zu einer Entfernung von 50 Kilometer. Einer der beiden Pfarrgeistlichen bleibt Sonntags in Salzwedel, der andere hält an drei verschiedenen Orten der Altmark Gottesdienst (hl. Messe mit Predigt). Zu diesen Orten gebört auch das Städtchen Arendsee, ein klimatischer Kurort. Hier wurde am vorletzten Sonntag in der neu erbauten Christus=König=Kirche zum ersten Male von Pfarrer Speckenmeyer(Salzwedel) ein feierliches Hochamt gehalten. Den katholischen Kurgästen, die gerne diesen am Ufer eines Sees gelegenen idyllischen Badeort aufsuchen, ist jetzt Gelegenheit gegeben, ihre Sonntagspflicht zu erfüllen. Eine Kirche, in der das Ewige Licht seit 700 Jahren nie erloschen ist, ist die St. Katharinenkirche in Halberstadt, ein dreischiffiger gotischer Hallenbau. Schon im Jahre 1224 wurde hier ein Dominikanerkloster gegründet, das auch die Stürme der Glaubensspaltung überstand. Aus diesem Kloster kamen nach der Reformation die ersten Seelforger für die zerstreuten Katholiken in Berlin, Votsdam, Spandau und in der Mark Brandenburg bis nach Stettin hin. Im Jahre 1809 wurde das Kloster infolge der Säkularisation aufgehoben und zu militärischen Zwecken verwendet. Die Kirche verblieb neben der St. Andreaskirche den Katholiken als Pfarrkirche. Vom Kirchenvorstand wurde 1910 das Klostergebäude wieder zurückgekauft und den Kar1 göttlichen 5 Verfügung gestellt. Die Kirche hatte bieher nur einen Ausgang nach der Südseite hin unmittelbar an der Straße, nur wenige Schritte von der Straßenbahn. Es ist zu verwundern, daß hier noch kein Unglück geschah, wenn die Menschenmassen Sonntags aus der Kirche strömten. Jetzt ist das herrliche Gotteshaus völlig renoviert und ein großes Portal an der Westseite geschaffen. Gleichzeitig hat die Kirche eine prächtige Vorhalle erhalten, in welcher auch eine Büste des Papstes Clemens II.(1046 bis 1047) aufgestellt ist. Dieser Papst, welcher aus dem im Kreise Halberstadt gelegenen Städtchen Hornburg stammte, wurde später Domherr in Halberstadt. Seinem Wunsche gemäß wurde er nach seinem Tode im Dom zu Bamberg begraben. Er ist der einzige Papst, dessen Rubestätte diesseits der Alpen ist. meliterinnen vom göttlichen Herzen Jesu zur Katholische Mission und Mandschukuo. Der bekannte französische Journalist Jules Sauerwein unternimmt gegenwärtig im Auftrage des großen Boulevard=Blattes„Paris=Soir“ eine Informationsreise in Nordchina. Von besonderem Interesse ist, was er über die Lage der kath. Missionen und die Leiden, welche die Missionäre infolge der kommunistischen Räuberplage in jenen Gebieten auszustehen haben, berichtet. Sauerwein stellt auf Grund eingehender Beobachtungen dem Heldenmute der Glaubensboten das glänzendste Zeugnis aus. Da die Taktik der Räuber darin besteht, die Missionäre gefangen zu nehmen und nachber ein hobes Lösegeld zu erpressen, nehmen die Missionäre lieber die Gefangenschaft auf sich als die Geldmittel der Missionen für den Loskauf zu verwenden. Manchmal erfolgt Am Sonntag, dem 26. August, wurde in Falkenberg, Dekanat Wittenberg, der Grundstein gelegt zu einer Allerseelengedächtniskirche. Im Beisein von Diasporapriestern der Diözesen Paderborn, Breslau und Meißen vollzog der Dechant des Dekanates die feierliche Handlung Der Gedanke, in der Diaspora eine Allerseelengedächtniskirche zu errichten, ist ausgegangen von dem verstorbenen Weihbischof Dr. Hillebrand von Paderborn Nach seinem Tode hat der jetzige Weihbischof von Paderborn, Baumann, als Vorsitzender des Bonifatiusvereins der Erzdiözese diesen Gedanken weiter gefördert, so daß der Verwirklichung in diesem Jahre nähergetreten werden konnte. Die Wahl des Ortes fiel auf Falkenberg, Bezirk Es ist jenes Falkenberg, von welchem der hochwürdigste Herr Kardinal Dr. Schulte von Köln auf dem Bonifatiustag zu Düsseldorf am 12. Oktober 192 sagte:„Vor mehr denn zehn Jahren schaute ich zum ersten Male die armseligen Diasporakirchen und die kleinen Diasporagemeinden, die um Leipzig herum liegen, in der Südostecke der Provinz Sad sen: In Falkenberg, in der Nähe von Torgau einem ganz kleinen Diasporaort, fand eine Versammlung der Diasporakatholiken statt. Das Elend, das ich geschaut, ging mir so zu Herzen, daß ich den dort versammelten Katholiken gelobt habe mit den Worten des Propheten Jeremias: Es soll meine Zunge an meinem Gaumen kleben, und meine Rechte soll verdorren, wenn ich euch vergesse, euch arme, verlassene Katholiken der Diaspora.“ Ewar am 17. Mai 1914, als der Herr Kardinal aldamaliger Bischof von Paderborn auf der Firmungsreise durch die Diaspora diese oberhirtlichen Worte gesprochen hat. Zwanzig Jahre sind ins Land gezogen, bis das Elend, von dem der Herr Kardinal gesprochen, durch den Bau der Allerseelenkirche gelindert wird. Die Kosten für den Rohbau der Kirche und einer Vikarie sind durch die Mittel, die für den Fondder Allerseelenkirche gestiftet sind, und durch Sammlung der Diasporagemeinde gedeckt. Auch für den Altar haben sich Stifter gefunden. Der Bonifatiusverein hofft, daß auch für die noch sehlende Inneneinrichtung: Kanzel, Taufbecken, Glocken, Bänke sich im Andenken an ihre Toten Stifter finden werden, die sich des Segens teilhaftig machen wollen, den die Kirche bei der Grundsteinlegung herabfleht, wenn sie betet: Segne, o Herr, diesen geschaffenen Stein und gewähre durch die Anrufung deines heiligen Namens, daß jeder, der mit reiner Absicht seine Hilfe leiht, Wohlfahrt des Leibes und der Seele erlange. Durch Christus, unsern Herrn. der Lodkauf durch Vermittlung der fremden diplomatischen Vertretungen. Die Missionäre dagegen haben in heldenhafter Weise den Grundsatz angenommen, auf keine Lodkaufsangebote der Räuber einzugehen, um deren Begehrlichkeit nicht noch mehr zu reizen. Sauerwein berichtete auch von einer Unterredung mit Msar. Gaspais, dem Obern des Zentrum der Mandschurei gelegenen apost. Vikarieies Kirin. Der Prälat äußerte sich in Worten höchnet Anerkennung über die Haltung der Japaner und der Behörden des neuen mandschurischen Staates gegenüber den kath. Missionären. Der neue mandschurische Staat begegne der kath. Kirche nicht nur mit keit, sondern mit Ehrfurcht. Auf Weisung hätten die Missionäre deshalb auch mit dem neuen Staate offizielle Beziehungen aufgenommen, da die Regierung der Mandschurei und nicht mehr jene von Nanking die tatsächliche Staatsgewalt über diese Gbebiete verkörpert. Bei den Verhandlungen, welche Msgr. Gaspais im Namen aller mandschurischen Missionen mit der neuen Regierung führte, habe er bei dieser das größte Entgegenkommen gefunden. Der Kaiser selbst empfing den Prälaten in Audienz. Auffassung der Missionäre stelle die mandschurische Regierung ein Element der Ordnung dar, welche eignet sei, China aus dem Elende der Räuberei und der Hungersnot wieder emporzuführen. Wichtiger Beitrag zur allgemeinen Mönchsgeschichte worden sei oder sich irgendwelche chemische Zersetzungsprozesse störend auswirkten. Es wird etwa ein Drittel der Kosten in Aussicht gestellt, wenn die Photokopie in der oben genannten Dienststelle vorgenommen wird Das Vorbild Lessings In Frankreich ist soeben ein wichtiges und interessantes Werk erschienen, eine Ergänzung des in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts veröffentlichten Geschichtswerkes von Montalembert über die Mönche des Okzidents: Les Moines d'Occident“. Es umfaßt die Geschichte des Mönchswesens vom Ursprung bis zum 12. Jahrhundert. Aber in der bisher bekannten Ausgabe fehlte der Zeitraum zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert. Die beiden ersten Bände reichten bis an die Rolle, die die Benediktiner in der der„marschierenden Kirche“ spielten. Nack gung dieses letzten Bandes aber stellt das 8 talemberts über die„Moines d'Occident“ samtüberblick über das Mönchøwesen vom bis zum 12. Jahrhundert dar, so wie er Gesamtheit, wenigstene im Französischen, zweitenmal existiert Geschichte Hinzufierk Moneinen GeUrsprung in dieser nicht zum Zum 175. Todestag von Ewald von Kleist Zu dem kleinen Freundeskreise Lessings, deren Namen für immer in die deutsche Literaturgeschichte eingegangen sind, gehörte auch der Offizier Ewald von Kleist ein Vorfahre des berühmten Dichters Ewald von Kleist starb vor 175 Jahren an seinen Lage vorher in der Schlacht von Kunersdorf er= haltenen Wunden. Lessing setzte dem Freund ein Denkmal: sein Masor von Tellheim hob vor den Augen Zeitgenossen, und in der Folge vor aller A den Soldatenstand zu der Achtung empor, der ihm seitdem guteil wird. zum heiligen Columbanus; im dritten, vierten und fünften war die Bekehrung Englands durch die Mönche behandelt; im sechsten und siebten das Mönchswesen des 11. Jahrhunderts und die Geschichte Gregors VII und seiner Nachfolger. Nunmehr wurde der fehlende Band hinzugefügt, bearbeitet von Antoine de Meaux unter Mithilfe der Benediktiner(Librairie Brin) Dieser Band war ursprünglich zurückgelassen worden, weil die Herausgeber, Msgr. Dupanloup und Foisset, mit der Arbeit ihres Freundes Montalembert nicht zufrieden gewesen waren. Er behandelt hauptsächlich die Bedeutung der Mönche für die Ausbreitung des Missionswesens. allem England un tius in Deutschland vertreten sieht. Montalembert erweitert diesen Kreis durch die„Missionsmönche und Märtyrer der slavischen Länder“ und die„Konversion der Ungarn durch die Benediktiner“; ferner durch einen Heiligen Adalbert, Apostel von Polen, einen heiligen Bruno, Apostel der Ruthenen, der als Märtyrer verbrannt wurde und einen heldenhaften Camaldules, die alle das Gebiet der unteren Donau evangelisierten. So findet man in diesem Buch von Montalembert sozusagen einen Kommentar zu jener bekannten Inschrift, die im 19. Jahrhundert im Benediktinerkloster des Monte Cassino angebracht wurde zum Gedächtnis Photokopien von Kirchenbüchern hlich die Bedeutung der Monche für die ausoreirung Missionswesens, das man zu jenem Zeitpunkt vor em in den Gestalten des heiligen Augustinus in gland und der Heiligen Columbanus und BonifaWährend des letzten Jahreo sind die alten Kirchenbücher, besonders die Geburts= und Sterberegister durch den starken Gebrauch sehr abgenutzt worden Der Nachweis der arischen Abstammung, der von allen Staatsbeamten und Staatsangestellten verlangt wird. hat bewirkt, daß die Urkunden durch das häufige Nachschlagen oft in einen Zustand geraten sind, der einen weiteren Gebrauch unmöglich macht. In zahlreichen Pfarrämtern trägt man sich deshalb mit dem Gedanken, die wertvollen, alten Bände setzt abschreiben zu lassen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Das wäre zwar eine kleine Maßnahme der Arbeitobeschaffung würde aber doch sehr viel Zeit und auch Geld erfordern. Außerdem bestände beim Abschreiben die Gefahr. daß sich Fehler einschleichen, da Handschriften aus vergangenen Jahrhunderten zu lesen meist große Uebung erfordert. Man hat deshalb an die photographische Kopie gedacht und eine diesbezügliche Anfrage an die zuständige Stelle gerichtet. Der Sachverständige für Rassenforschung im Reicheministerium des Innern hat darauf setzt erklärt, er sei bereit, in dringenden Fallen Zuschüfse zu Photokopien gefährdeter Kirchenbücher zu geben. Es kämen vorwiegend solche Fälle in Frage, in denen das Papier durch Alter und Feuchtigheit brüchig und faserig geder Hermannschlacht. Lessing, der Sekretär des Grafen Tauentzien geworden war, und der sich in diesem Quartier während des siebenjährigen Krieges zu Breslau aufhielt, hatte Gelegenheit, aus nächster Nähe einen neuen Sinn des Soldatenstandes kennenzulernen. War bieher der Soldat mehr oder weniger nur ein Söldner gewesen, der bald hier und bald dort, wie das Kriegsglüch ihn herumwarf, einem Führer für Geld diente, so belehrte das Beispiel des neuen preußischen Heeres Lessing daß es auch einen anderen Begriff des Soldaten gebe Der humanistische Soldat, der nationale Soldat. der Held des Volksheeres— das war der neue Eindruck den der Verfasser der unsterblichen Komödie„Minna von Barnhelm“ oder„Das Soldatenglück“ in Breolau empfing Ewald von Kleist, der um 14 Jahre ältere Freund Lessings, unterhielt sich einmal mit diesem über ein Thema von der Vollkommenheit des Menschen.„Dir kommt die Palme zu, Freund Ewald“, sagte Lessing „Denn du haft einen Grad der Vollkommenheit erreicht der mir nie beschieden sein wird. Du hast das ewig junge, herrliche Epos vom Frühling verfaßt.“ „Auch du bet ein Dichter, Gotthold“. erwiderte Wer hat die Photographie erfunden? Seit am 7 Januar 180 der franzosische Astronom Arago seinen berühmten Vortrag über Daguerre und dessen Vor= Niepee gehalten hat. gilt Mer Daguerre als der Vater einer Er die wir uns längst als selbstverständlich anzusehen gewohnt sind. Wie so oft in ähnlichen Fällen Mann um dieselbe Zeit auf verwand erreicht: der englische Pan Seine Verdienste um die Lichtbildkunst Egon Caesar Conte Corti in einer umInkunabeln der Photographie geAbhandlung die Velhagen und Klasings Monatshefte im September veröffentlichen. e sin Wichter, Golrhol0, erwiderte Kleist, du bist noch jung, in meinem Alter wirst du Größtes vollbracht haben“ „Vielleicht wird meine Muse, die sich nur an fremden Feuern wärmt mir noch dies und senes schenken“ sagte Lefsing bescheiden,„aber eine wird mir nie geschenkt werden: beides zu sein, ein Sänger und ein Held." Dar Deutsche Student. Die Persönlichhelt des neuen Studentenschaltsführers Andreas Feichert hat dem 2Mnchrift der Deutschen Studenten= schalt(Verlag Wlh. Gottl. Korn. Breslau) ihr Bid gusgedrücht.„Studenten greiten an“, das ist der Grundgedanke des Heftes Sie wollen zum Durchbruch komdem Kampffeld um die neue Hochschule. In Feickert selbst wird das Bild des angreifenden Studenten und seines Zieles deutlich gepele denut Haubold, Wolfgang Erxleben u. 0. en einzeine prantische Hinweise für den Neubau wie„Hochschule, Student und Lehrdienst".„Studenten= serten.„Reform der Biologie",„Student und körverErziehung". Ein Ausschnitt aus dem behannten Buch des Hauptschriftleiters am„Anarif“ Hans das unter dem Titel„Die soma= stcs unter dem Titel„Die sogaler qubnerdeute im ganzen Reich in ote poltSchulungsarbeit eingesetzt wird, vervollständigt uixt. es son nleineren Beiträgen prinz.pieller Art das weit über die Kreise der Hoch= schule hinaus interessierende Heft. Ausgabe A Bochumer V Konatsbezugspreis einschl. Zu 1.16, für Ausgaden B und C der Lieferung rechtfertigt keinen1 mespreises Anzeigenpreise: A 6 Pfa, Ausgade B 3½P zeigen: Ausgabe A 40 Plg. Nu Nr. 205 Begin DNB Nürnberg, 4. Se dienstag gegen 17.15 Uhr #erg im Flugzeug ein. Auf zum Hotel„Deutscher Hof einer begeisterten Menschen nele Kilometer langen A ußerordentlichem Jubel Deutscher Hof“ staute sich die Menschenmenge in ei Weise. Eine Ehrenkompagn hotel aufmarschiert, und Pagen des Führers erschien en an wie das Donnern de Am Spätnachmittag des leht in der Innenstadt zu vohnten Formen an. In Straßen hörte man alle Ruttersprache. Auffällig st ländischen Besucher. Punkt 19.30 Uhr dröhn Sloce Nürnbergs, die Fr elbar darauf setzt auch die dalduskirche ein, in die sich 5t Aegidien und St. Ludw der die Menschen auf den nichten dem Geläute, da Stunde mit tiefer Fei Liöhnen der Friedensglocke anlichen St.=Ludwig=Kir ritte das Silberglöckchen der Sebalduskirche semerer Turmglocken ertön Während, die Nürnber dickie, an dem festlichen( tetten Schliff anzulegen, sielle Veranstaltun 1934, von den schon in 9 lausenden von Gästen bei ummel der menschenerfüllt den Anfang. Um 12 Uhr landspressechef der N5D2 m Ehrenhof des Germe Weibestätte urdeutscher Ku besenden Vertreter der seitungsvertreter aus aller ind ein buntes Sprachgewi jange und weiten Hallen taengl hielt eine längere Die Rede d Nach der Ansprache de Stadt Nürnberg, Liebel Shitzen der Partei und de ter und Reichskanzler im dende Rede: Herr Oberbürgermeiste Lassen Sie mich Ihnen agen für den mir soeben 3ng. Als Führer der B Hunsche vieler Hunderttan sad. wenn ich deren Gefi und damit zum Auzuvor strahlt die alte " Fahnen und Standart Je französische Fron freuz“ gibt bekannt, dem Aufmarsch am September in 9 Marneschlacht teilneh numerischen Stärke, n ung Rechnung getrag 7ag dem Jour sollen der Schweiz Sellsbefragung über Volkerbund einz en Volkerbund al " Nizza wurden fün verdacht verhaftet. der polnische Staatspr Azeunterrichtsministe ermordeten Innenmit nellt und auf dessen versitätsprosessor Chn ahrend die Unternehr behaupten, daß hi cwaft am Textilstreik extilarbeiterverband ncns 90 v. H. der