Dolks Ausgabe A Bochumer Volkszeitung für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Fories in fide! Vonatsbezugspreis einschl. Zustellgebuhr für Ausgabe R 1.16, für Ausgaben B und C RM 2.—. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung de bezugspreises. Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 Pig. Aus gabe A 6 Pig., Ausgabe B 3½ Plg, Ausgabe C 2 Plg., Textzeige Aus 40 Plg.. Ausgaben B u. C 25 Pig. jen Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle und Redaktion: Bochum, Mühlenstraßze 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger Geschaftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 12-14, Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhofstratze 12. Fernruf 2095, Postscheckkomo Essen 1950; Essen=Steele, Predeneyer Str. 4, Fernr. 204 33, Postscheckkonto Dortmund 193 86; Wattenscheid, Fretheitstr. 15. Fern 1876, Postscheckk. Dortm 30430 Druck und Verlag: Märkische Vereinsdruckeret, Bochum Nr. 203 Montag, den 3. September(Mansuetus) 1934 urai lige Lesc . er ger Führer hat an Reichsbauernführer Darré ein Schreiben gerichtet, in dem er den Millionen deut scher Bauern für ihre am 19. August bewiesene Treue dankt. der Reichsminister für Ernährung und Landwirt schaft hat den Landarbeiter Helmut Reinke, Mit glied des Reichstages, zum Reichskommissar für Landarbeiterfragen bestellt. Jer amerikanische Haushaltsdirektor Douglas is zurückgetreten, weil nach seiner Ansicht das Not programm der Regierung mit dem Haushaltsaus gleich nicht in Einklang zu bringen sei. Sci einem Eisenbahnung ück im Pariser Ostbahnhof wurden 31 Personen verlent. Schüsse in eine Geburtstagsgesellschaft Folgen einer zerrütteten Ehe— Ein Toter zwei Verletzte Berlin, 2. Sept. Eine furchtbare Familientragodie pelte sich Freitagabend in Charlottenburg ab. Der Jahre alte Rudolf H., der im Hause Tauroggener Strahe 43 wohnt, ging um diese Zeit in das gegenüerliegende Haus, in dem seine von ihm getrennt ebende Ehefrau Brunhilde H. ihren Geburtstag seierte verlangte seinen Schwiegervater, Ernst D., zu chen und wurde auch von diesem empfangen. Beide snaten ein Vorzimmer und es kam zu einer AusSchließlich verlangte H. noch einmal seinen inffahrigen Sohn zu sehen. Der Schwiegervater ging genüberliegende Zimmer, wo die Ehefrau des dste Geburtstagsgäste bewirtete. laum hatte er aber die Tür geöffnet, als H., der nachgeeilt war, ihn plötzlich in das Zimmer hineineinen Revolver zog und, während er die Gaste der Waffe in Schach hielt, nach seiner Frau luchte. senbar hatte er die Absicht, seine Frau zu erschießen 6 dann Selbstmord zu begehen, wie es auch aus demn spater aufgefundenen Brief des H. hervorgeht. 1.s er seine Frau nicht anwesend fand, da diese er den geöffneten Türflügel geflüchtet war, schoß blindlings in die Geburtstagsgesellschaft *n und traf dabei zuerst seinen Schwiegervater. det ihn vergeblich aus dem Zimmer herauszudrängen Ttucht hatte. Sodann verletzte er seinen Schwager orst D. und traf schließlich noch eine Freundin seiner kau. einer Fräulein Hertha K. Es entstand eine tanik. Ein Gast ritz die Balkontür auf und schrie um e, worauf Passanten das Ueberfallkommando alar= mierten. Bevor dieses eintreffen konnte, entriß ein Gast dem den H. die Waffe und verhinderte dadurch seinen Selbstmond. Das dann eintreffende Ueberfallkommando nahm H. fest. Die Verletzten wurden in das stanhenhaus Westend eingeliefert. Dort ist Ernst D. seinen Verletzungen erlegen. Eisenbahnunglück im Pariser Ostbahnhof 51 Verletzte— Lokomotive ohne Führer und Heizer gesahren 2. Sept. Am Sonntagmittag gegen 12 Uhr ml sich im Pariser Ostbahnhof ein Eisenbahnunglück eigneie, bei dem 51 Personen mehr oder weniger eder verletzt worden sind. Eine Rangierlokomovorar auf einen in der Bahnhofshalle stehenden honug aufgefahren. Von den 30 aus Holz ge mnen Waggons ist ein großer Teil eingedrückt und worden, besonders die Wagen, die sich .. Kopfe des Zuges befanden. Zum Glück war noch nicht stark besetzt. 34 Personen wurden sechins Krankenhaus eingeliefert. Davon sollen echs schwer verwundet sein. auter Teil Leichtverwundeter wurde auf dem selbst verbunden und konnte sich dann nach eingleeben. Eine Untersuchung ist mittlerweile eitet worden. Bisher hat man festgestellt, daß langierlokomotive, die auf den Vorortzug aufahren ist, im Rückwartsgang ohne Heisek und Führer gefahren ist. Französisches Flugzeug fliegt gegen einen Baum Ein Fliegerleutnant, der nach den Manovern über Paris mit seinem Jagdnach Lyon zurückkehren wollte, flog in der mare Ourour(Rhone) gegen einen Baum. Die saschine wurde vollig zertrummert. Der Pilot ar sofort tot. „Tiroler Landesschützen Dr. Dollfuß“ ra“. 2. Sept. Bundeskanzler Dr. Schuschnigg in Innsbruck ein Nach Ab ansezen einer Ehrenkompagnie hielt er eine kurze sehensche, in der er mitteilte, daß ein in Innsbruck Alpenfäger=Regiment die alte Traditions enung„Tiroler Landesschützen" mit dem In ernamen„Dr. Dollfuß“ erhalten werde. Frankreich steht Pale bei Rußlands Aufnahme in den Völkerbund Zögernde Haltung Englands- Die Schweiz entschieden gegen die Aufnahme DNB. Paris, 2. Sept. Der von der französischen Außenpolitik unter Leitung Barthous betriebene Ein tritt Rußlands in den Völkerbund soll französischen Wunschen entsprechend auch von England befürwortet werden. Der außenpolitische Leitartikel des nationa lkstischen Jour weist aber darauf hin, daß England wie in anderen Fragen so auch hier eine zögernde Haltung zeige. In letzter Zeit habe sich eine merkliche Entspannung der englisch-japa nischen Beziehungen gezeigt und England denke nicht daran, sich für den Fall eines fernostlichen Konfliktes in das franzosisch russische System einbe ziehen zu lassen. Was nun den polnischen Standpunkt in der gleichen Frage angeht, so sei zwar nicht mit dem Austritt Polens aus dem Völkerbund für den Fall der Aufnahme Rußlands zu rechnen. Sollte aber Rußland einen ständigen Ratssitz erhalten, so werde Polen wohl austreten.— In einem weiteren Artikel wendet sich Jour gleichfalls gegen die sogenannte französisch russische Herzlichkeit und warnt Frankreich davor, bei der Versöhnung des Volker bundes mit der Sowjetunion Pate zu stehen, zumal die Schweiz erkläre, das sie lieber die Versammlung verlasse, als sich neben Litwinow zu setzen.„Die Schweiz sieht klarer als wir," schreibt der Direktor des Jour, Léon Bailby. „Die Bauern sind nun einmal überall die besten Planer“ Warrens Plan für Planwirtschaft— Abschluß der Agrarkonferenz DNB. Bad Eilsen, 1. Sept. Zum Abschluß der Internationalen Konserenz für Agrarwirtschaft in Bad Eilsen faßte der amerikanische Prasident War ren, der bekannte Roosevelt Berater, die Aussprache der Vertreter aus 28 Staaten aller Erdteile dahin zusammen, daß es leichter sei, ein Gebaude niederzu reißen, als es wieder aufzubauen. Heute befinde sich die Welt noch im Zustand des großen Vernichtens. Bis zur nächsten Konserenz im Jahre 1936 müßten aber Ergebnisse der notwendigen Zusammenarbeit vorliegen. Den Volkswirtschaftlern der Welt legte Professor Warren den folgenden„Plin für Planwirtschaft“ vor: 1. Wir wollen jede Gelegenheit zu einer unabhängigen und ehrenwerten Untersuchung in der wissenschaftlichen Forschung benutzen. 2. Wenn wir gelernt haben, was wir noch nicht wissen, wollen wir die Bauern unterrichten, ehrlich und ohne eigenen Gewinn, damit sie selbst planen können. Die Bauern sind nun einmal uberall die besten Planer. 3. Wir wollen Männer für die Regierungsplanung erziehen, damit sie besser als bisher wissen, was die Ergebnisse ihrer Handlungen sein werden. Adolf Hiller dankt den deuischen Bauern Der Führer an den Reichsbauernführer Darré Berlin, 2. Sept. Der Führer hat, wie der „Völkische Beobachter“ meldet, an den Reichsbauernführer Darré folgendes Schreiben gerichtet: Berlin, 29. August 1934. Lieber Parteigenosse Darré! Die Wahl vom 19. Anaust hat erneut bewiesen, daß das deutsche Bauerntum in seiner überwältigenden Mehrheit einmütig zum nationalsozialistischn Staat steht. Dies ist mit in erster Linie Ihrer Arbeit zuzuschreiben. Indem ich Ihnen dafür danke, danke ich den Millionen deutscher Bauern, die nicht nur sich, sondern der ganzen Nation durch ihre Treue und Standhaftiekeit eine bessere Zukunft sichern helfen. Mit deutschem Gruß Ihr(gez.) Adolf Hitler. Zu dem Dank des Führers an das deutsche Bauerntum veröffentlicht der Reichsbauernführer R. Walter Darré nachfolgende Erklärung: „Ein Jahrtausend hat das deutsche Bauerntum darum gestritten und gelitten, daß ein Deutscher Reich werde, welches den deutschen Bauern anerkennt, und in welchem deutsches Blut und deutscher Geist die Führung haben. Adolf Hitler hat diese alt Sehnsucht verwirklicht. Da wollen wir unseren Dank an ihn nicht in einem Lippenbekenntnis erschöpfen, aber wiederholen, was wir schon öfter den Gegnern unseres Führers gesagt: Wir sind entschlossen, unsere Treue zu üben, dadurch zu beweisen, daß wir lieber als freie Bauern mit Adolf Hitler fur seine Staatsidee fallen, als du den wollen, daß nochmals undeutsche Kräfte uns Bauern zu Knechten eines artfremden Herrschaftssystems in Deutschland machen. Dieses Gelobnis sei unser Dank an den Führer für seine Anerkennung.“ Neuer Bürgermeister für Bad Honnef Bad Honnef, 2. Sept. Der Regierungspräsident zu Köln hat mit sofortiger Wirkung den Regierungerat Wittich aus Grevenbrolch zum neuen Staate kommissar und k. Burgermeister der Stadt Honnef bestellt. Professor Sering(Berlin) betonte in seinen Dankesworten an die Auslander, daß die Konferenz fruchtbar gewesen sei, weil sie sich nicht auf Agrarfragen beschrankt, sondern die Gesamtheit der Elemente behandelt habe, die das Gedeihen und das Mißgeschick der Welt bestimmten. Man habe lebhaft den Gedanken in sich aufgenommen, daß alle Versuche der Planung scheitern müßten, wenn nicht die allgemeinen Grundlagen erhalten blieben oder geschaffen würden, auf denen ein Zusammenleben der Völker nach gewissen ethischen Grundsätzen möglich sei. Unsere Arbeit müsse scheitern, wenn große Kulturvölker in Verarmung versänken. Unter der Nachwirkung des Krieges und der Friedensverträge sei Deutschland und das ganze Zwischeneuropa in Ver armuna gefallen. Die Menschheit könne nicht in die Höhe kommen, bevor dieser Unrubekompler beiseitegeschafft und ebe nicht der internationale Schuldendruck beseitigt sei, ehe nicht der Geist des fair play überall eingegangen sei. Die Konferenz möge im Willen zu gegenseitiger Achtung auf ein besseres Verstehen unter den Völkern hinwirken und auf die Beseitigung der bösen Reste, die die Völ ker noch in feindlicher Spannung hielten. Der einzige Weg. die Streikposten zu passieren Kinderbeförderung„durch Boten“ Die fünfjährige Mamie Hood(links) und die vierjährige Evan Hedge werden vom Postamt in Alcoa(Amerika) als„Postsendungen durch Boten“ in die Fabrik der Aluminium Company of America Der„Lehrfilm“ von Saarbrücken DNB Saarbrücken, 1. Sept. Im Verlaufe der letzten Tage hatte im Saargebiet die Tatigkeit einer ausländischen Filmgesellschaft erhebliches Aufsehen erregt, die u. a. Aufnahmen der Saarbrücker Polizei im Dienste vornahm. Ohne ersichtlichen Grund mußte sich die hiesige Polizei dazu hergeben, nur zum Zwecke der Verfilmung einen Ueberfall vorzutäuschen und das Ausrücken eines Bereitschaftswagens vorzuführen. Besondere Unruhe hatte hervorgerufen, daß einzelne dieser Szenen auf belebten Straßen gefilmt wurden, die nur aus diesem Grunde abgesperrt wurden. Die„Saarbrücker Zeitung“ hatte diese reichlich befremdend wirkenden Kurbelszenen zum Anlaß genommen, einige bestimmte Fragen an die Regierungskommission zu richten. In der Bevölkerung war der Verdacht aufgetaucht, daß die Saarbrücker Polizeibeamten zu französischen Propagandazwecken Filmstatisten spielen mußten. Die Regierungskommission hat nunmehr heute auf diese Anfragen der „Saarbrücker Zeitung“ geantwortet und erklärt, daß es sich bei den Filmaufnahmen der Saarbrücker Bereitschaftspolizei um die Saarfilm=Reportage einer amerikanischen Filmgesellschaft handele, die einen Ausschnitt aus der Tätigkeit der blauen Polizei unter Leitung des Inspekteurs der gesamten saarländischen Polizeikräfte gefilmt habe. Die Filmaufnahmen seien zu„Lehrzwecken“ erfolgt, wie dies in vielen Ländern üblich sei. Die Regierungskommission fügte hinzu, daß ihr die Filmgesellschaft entgegenkommenderweise den Film kostenlos zur Verfügung gestellt habe. Sie erklärt, daß der Film öfsentlich nicht vorgeführt werde. Wenn auch nicht ganz ersichtlich ist, aus welchem Grunde gerade im gegenwärtigen Augenblick derartige Verfilmungen im Saargebiet vorgenommen werden müssen, wird wenigstens die Versicherung allgemein begrüßt, daß von öffentlichen Vorführungen des Bildberichtes über die Tätigkeit der Saarbrücker Polizei abgesehen werden soll. Hoffentlich wird nicht eines Tages an anderer Stelle mit dem Filmstreifen Mißbrauch getrieben. Der beunruhigende Eindruck in der Bevölkerung hätte leicht vermieden werden können, wenn die Reaierungskommission überhaupt auf derartige„Lehrfilme“ verzichtet oder zum mindest eine sofortige, unaufgeforderte Aufklärung über den Zweck der Filmaufnahmen gegeben hätte. Ein ilalienisches Dementi DNB. Rom, 2. Sept. Zu der Meldung des Dailn Telegraph über die beabsichtigte Bildung eines „sozialistischen Flügels“ innerhalb der faschistischen Partei verbreitet die Agentur Stefani folgendes Dementi:„Die von dem Mailänder Berichterstatter des Daily Telegraph verbreiteten Nachrichten über die früheren Sozialisten in Mailand entbehren jeder Grundlage.“ Barthou als ehrlicher Makler DNB Paris, 2. Sept. Wladimir d'Ormesson, der im Figaro ein Programm der endgültigen Festlegung der Unabhängigkeit Oesterreichs vertritt und zu diesem Zweck die Kleine Entente, Italien und sogar Ungarn zu freundschaftlicher Zusammenarbeit bewegen möchte, führt in seinem Sonntagsartikel aus, Frankreich sei der Freund der Kleinen Entente und der Freund Italiens, d. h. Frankreich müsse die Dienste eines ehrlichen Maklers in der Annäherung zwischen Italien und der Kleinen Entente übernehmen. Niemand eigne sich besser für diese Aufgabe als Barthon, dessen Verbundenheit mit der Kleinen Entente ofsen zutage liege. Eine italienische Militärabordnung in Moskau DNB Moskan, 2. Sept. Eine italienische Militärabordnung mit General Grazioli an der Spitze ist am Sonntag in Moskau eingetroffen. Kardinal van Roey über wunderbare Visionen Kardinal van Roen, Erzbischof von Mecheln, hat eine Verordnung veröffentlicht, in der er Klerus und Gläubige vor den Uebertreibungen gewisser, angeblich wunderbarer Offenbarungen und Visionen warnt. Diese Verwarnung bezieht sich vor allem auf Ereignisse, die sich in der letzten Zeit in den belgischen Ortschaften Lokeren Naastveld, Berchem Anvers und Wilruck zugetragen haben. Der Besuch dieser Orte wird dem Klerus wie den Gläubigen verboten und den Visionen und Offenbarungen, die mit dortigen Bewohnern in Verbindung stehen, wird ein übernatürlicher Charakter abgesprochen. befördert, um ihre Väter dort zu besuchen. Dies ist die einzige Methode, um gefahrlos die bewaff neten Posten der Streikenden zu passieren, die das Fabrikgebände umstellen. Als„Legitimation“ tragen die Kinder eine postalische Anschrift um den Hals. Vom Ami suspendiert Neuwied, 2. Sept. Durch Verfügung des Konsistoriume der Rheinprovinz ist. wie die Neuwieder Zeitung berichtet, gegen den Pfarrer der Enangelischen Gemeinde Neumich wärchen. das Disziplinarverfahren eröffnet worden. Pfarrer Mörchen wurde vorläufig von seinem Amt sulpendiert. Eine Klarung der Rechtslage muß noch abgewartet wenden. 4 Scharfe Belgrader Sprache gegen Rom und Wien glegen die italienisch=österreichischen Anschuldigungen DNB Belgrav, 2. Sept. Die Blätter wenden sich auch am Samstag mit größter Entschiedenheit gegen die italienisch=österreichischen Anschuldigungen. Die halbamtliche„Vreme“ wirft die Frage auf, welches Ziel die römische Politik verfolge, indem sie durch ihr„Wiener Kolonialorgan“, die„Reichspost", Verleumdungen gegen Sudslawien erheben lasse. Das Blatt kommt zu dem Schluß, daß durch den Alarm feldzug die Aufmerksamkeit der Welt von der Umwandlung der Heimwehr in eine saschistische Miliztruppe abgelenkt werden solle, und führt dazu u. a. aus: Ganz Europa weiß, daß die Heimwehr eine Organisation ist, die nicht von Wien, sondern von Rom aus finanziert und geleitet wird. Fürst Star hemberg ist nur der Statthalter Mussolinis. Die jetzt geplante Umwandlung der Heimwehr in eine reguläre bewaffnete Streitmacht bedeutet die militärische Besetzung Oesterreichs durch italienische Hilfstruppen, bedeutet die Uwandlung Oesterreichs in eine italienische Kolonie nach dem Muster von Tripolis und Lybien. In der Verschleierung dieses Vorhabens liegt der tiefere Sinn des sonst unerklar lichen österreichisch-italienischen Pressefeldzuges gegen Belgrad. Wie im Kriege die Sturmtruppen mit tünstlichem Nebel arbeiteten, um die Richtung ihres Angriffs zu verbergen, so arbeiteten die vom Faschismus geleiteten Schriftleitungen mit dem irrefuhrenden Nebel ihrer Phantasien. Die„Vreme“ weist dann auf die Lage der südslawischen Emigranten hin, die sich in Borgotaro, Avenida und Piacenza befänden und dort in der Handhabung von Feuerwaffen und Höllenmaschinen ausgebildet würden. Dagegen habe Sudslawien als Aulturnation den österreichischen Flüchtlingen wohl Asyl gewährt, sie aber unter strenge Polizeiaufficht gestellt, so daß sie nichts unternehmen konnten. Die Angriffe der„Reichspost“ seien um so abfurder, als 14 Tage vorher die österreichische Regierung dreimal der südslawischen Regierung ihre Dankbarkeit für korrektes Verhalten ausgesprochen habe. Einen Tag nach der Ruckkehr Schuschniggs aus Florenz jedoch habe sich die halbamtliche„Reichsposi“ mit aller Wucht auf Südslawien gestürzt. Dieser deutliche Zu sammenhang werde in Belgrad als Beweis für den inneren Zusammenhang der ganzen Angelegenheit aufgefaßt. Auch die„Polirica" beschäftigt sich ausführlich mit dem italienisch=österreichischen Pressefeldzug gegen Südslawien. Das Blatt ist mit dem Vorschlag der österreichischen Presse, den Streit vor den Völ kerbund zu bringen, einverstanden. Eine Untersuchung des Völkerbundes würde sichtlich die Wühl arbeit der fremden Agenten in Oesterreich enthüllen und zeigen, daß nicht Südslawien, sondern der Protektor Oesterreichs auf die Anklagebank gehöre. Außerdem dürfe der Völkerbund im Laufe seiner Aktion auch eine Pflicht nicht vergessen, nämlich: den freien Willen der österreichischen Bevölkerung festzustellen. Er werde jedenfalls Klarheit darüber schafsen müssen, ob das Volk damit einverstanden sei, durch seine Wiener Machthaber zu vollständigen politischen und wirtschaftlichen Vasallen des Faschismus gemacht zu werden. Eine solche Abstimmung in Oesterreich müsse die Lage befrieden und die Bewohnerschaft von der unerwünschten Vormundschaft des südilchen Nachbarn befreien. Leider, so fährt das Blatt fort, sino wir überzeugt, daß es zur Anrufung des Völkerbundes nicht kommen wird, und zwar weil Italien dies nicht wünscht. Rom hat für seine Hal tung zwei Gründe: einmal betrachtet es Oesterreich als seine Mitgift, über die es allein zu verfügen habe, und zweitens wünsche der Faschismus nicht daß die Untersuchung des Völkerbundes klarstelle Waffenringtag der Feldarlillerie Grundsteinlegung für das Ehrenmal Köln, 2. Sept.„Der Deutsche Abend am Rhein“, der im Rahmen der großen Festveranstaltungen anläßlich des 3. Waffentages der ehemaligen Deutschen Feldartillerie am Samstagabend in Köln veranstaltet wurde, wurde für alle Teilnehmer, besonders aber für die alten Soldaten zu einem großen Erlebnis. Ab 7 Uhr zogen unaufhörlich die Kolonnen der alten Soldatenvereinigungen und Frontkämpfer auf den Nermarkt ein. Nachdem dem Führer des Waffenrings der ehemaligen Deutschen Feldartillerie, Exzellenz Generalleutnant Freiherr von Watter, die Aufstellung der Formationen gemeldet war, zogen unter klingendem Spiel die Trachtengruppen der landsmannschaftlichen Vereinigungen, an der Spitze die Saarländer, vor die Rednertribüne. Es sprachen u. a. Oberbürgermeister Dr. Riesen und der Führer des Waffenrings, Erzellenz Generalleutnant Freiherr von Watter und Gauleiter Grohé. Anschließend an die Kundgebung auf dem Neumarkt fand ein Vorbeimarsch vor den Führern der Vereinigungen der alten Soldaten am Gürzenich statt. Zu Ehren der alten Soldaten hatte die Stadt Köln ein riesiges Feuerwerk veranstaltet, das zwischen der Hindenburg= und Hohenzollernbrücke auf dem rechten Rheinufer abgebrannt wurde. Köln, 2. Sept. Für Sonntagvormittag war die Grundsteinlegung des Reichsehrenmals der Deutschen Feldartillerie am Niederländer Ufer, unmittelbar am Ufer des Rheins, vorgesehen. Bei dem Fahneneinmarsch setzte plötzlich ein starker Gewitterregen ein, doch ließen sich die alten Soldaten nicht abhalten, auf dem Platze auszuharren. Zuerst sprachen am Fuße des Denkmals der frühere Divisionspfarrer Bingel=Köln und Kaplan Jungmann Worte des Gedenkens für unsere Gefallenen. Nachdem das Lied vom guten Kameraden verklungen war, wandle sich der Schirmherr des Waffenrings, General der Artillerie von Gallwitz, an seine Kameraden. Anschließend sprach Waffenringführer Freiher von Watter. Er dankte in seiner kurzen kerningen Ansprache noch einmal allen Mitarbeitern, besonders der Stadt Köln für den herrlichen Denkmalsplatz und übergab die Anlage dem Oberbürger meister der Stadt Köln. Dr. Riesen, in Obhut. Dann wurde die Denkmalsurkunde von den Steinmetzen und dem Maurer in den Sockel eingemauert und die ersten Hammerschläge vorgenommen. Mit der Rede des Oberbürgermeisters war die Feierstunde am Denkmalsplatz beendet und ein Vorbeimarsch sämtlicher Formationen bot ein herrliches, altmilitärisches Bild. Den Abschluß des Waffentages bildet am Montag eine Rheinfahrt mit mehreren großen Dampfern nach Bonn, Königswinter und Remagen. Aus der Gewol! der chinesischen Banditen befreit DNB Charbin. 2. Sept. Der dänische und der amerikanische Reisende, die nach dem surchtbaren Eisenbahnauschlag in der Mandschurei von chinesischen Banditen als Geiseln verschleppt worden waren, konnten befreit werden, nachdem japanische Truppen die Banditen umzingelt hatten. Wieder ein Eisenbahnanschlag in der Mandschurei Acht Tote TNB. Mukden, 2. Sept. In der Nacht zum Sonntag haben chinesische Banditen an der Strecke Kirin—Leschan einen Arbeiterzug zur Entgleisung gebracht, wobei acht Personen getötet und viele verwundet wurden. Bombenanschlag in Sofia DNV. Sofia, 2. Sept. Am Sonntagmorgen gegen 3 Uhr explodierten 2 Bomben in den Garten, die den Wohnungen des früheren Kriegsministere General Bakadjieff und des früheren Generalstabschefs General Marinkoff vorgelagert sind. Es handelte sich offensichtlich nur um eine politische Kundgebung, durch die weder Opfer noch Schaden verursacht werden sollten, zumal die beiden Generale augenblicklich nicht in der Hauptstadt weilen. Man Generalversammlung der Görresgesellschaft in Trier Trier, 2. Sept. Im Jahre 1925 tagte die Görresgesellschaft, die bekannte Vereinigung zur Pflege der Wissenschaft im katholischen Deutschland, zum erstenmal nach ihrer Gründung vor etwa 60 Jahren in Trier. Damals, wie auch in diesem Jahre, versammelte sich eine großere Anzahl katholischer Wissenschaftler und Gelehrten in der alten Bischofsstadt an der Mosel, um in ernster Tagungsarbeit Erkenntnisse neuester wissenschaftlicher Forschung entgegenzunehmen. Zur Trierer Tagung im Jahre 1934 hatten sich an die 200 Teilnehmer eingefunden, unter ihnen bedeutende katholische Gelehrte aus dem Reich, aus Holland, Spanien und Luxembura. Nach Vorstandssitzungen am Freitag und Samstag wurden die Veranstaltungen am Sonntagmorgen mit einem feierlichen Pontifikalamt im Dom zu Trier ein geleitet. In der Aula des Hindenburg=Gymnasiums sand anschließend die Eröffnungssitzung und erste geschäftliche Mitgliederversammlung der Görresgesellschaft statt. Nach einem Orgelvorspiel nahm der Präsident der Görresgesellschaft, Geheimrat Professor Dr. Finke(Freiburg), das Wort zu einer Ansprache, die er in einen mehr geschäftlichen Teil und einen für die Arbeit der Trierer Tagung grundsätzlichen Teil gliederte. Der Redner gedachte zu Beginn in eindrucksvollen Worten des deutschen Ringens um die Saar, deren Rückkehr zum Reich er als ein hohes Ziel nationalen Kämpfertums darstellte. Sodann machte Geheimrat Finke Mitteilung von einer Reibe Begrüßungsschreiben, die sowohl aus den Kreisen des deutschen Eviskobats wie auch von verschiedenen Reichsministerien eingegangen waren. Er führte dazu aus, daß sich die Görresgesellschaft glücklich schätze, auch von den Regierungsstellen eine Anerkennung für ihre wissenschaftliche Arbeit und deren Erfolge erhalten zu haben. In seinen programmatischen Ausführungen betonte Geheimrat Finke, daß die Goerresgesellschaft am Aufbau des Dritten Reiches durch Hervorkehrung der christlichen Werte mitzuhelfen bereit sei, diese ihre Mitarbeit jedoch auf rein wissenschaftlicher Grundlage stelle. Zum Schlußz seiner Ausführungen verlas Finke zwei Telegramme an den Hl. Vater und an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, dem die Goerresgesellschaft eingedenk seiner Rede auf dem Ehrenbreitstein sich für das große Einigungswerk an Volk und Vaterland zur Verfügung stelle. Regierungspräsident Dr. Saassen hieß sodann kurz die Goerresgesellschaft willkommen und betonte, daß er als Repräsentant des nationalsozialistischen Staates der wissenschaftlichen Arbeit in Trier vollen Erfolg wünsche. Der Bischof von Trier. Dr. Bornewasser, richtete zum Schluß eine längere Ansprache an die Versammelten und legte als Leitgedanken das Wort zugrunde, daß die wahr Wissenschaft keine Feindin des Glaubens sei. Glaube und Wissen seien in der übernatürlichen und natürlichen Offenbarung auf Gott zurückzuführen und könnten sich demnach in ihren Ergebnissen und in ihrer absoluten Wesensschau nicht widersprechen. Die katholische Wissenschaft habe der Welt jene Wahrheit geschenkt, von der ein großer Papst einmal gelagt habe: Die Wahrheit heilt alles. Der Bischof erteilte im Anschluß an seine Anspracheder Versammlung seinen bischöflichen Segen. daß durch Rom die politische und wirtschaftliche Un abhängigkeit Oesterreichs vernichtet worden sei. Saar=Kundgebung in Düsseldorf gen von dem Gefühl für die gestaltende und bildende Kraft der Heimat, das auf die Städte Düsseldorf und Köln eine starke Anziehungskraft ausgeübt hatte. Wirkungsvolle Einleitung fand das Heimatfest bereits am Samstagabend durch die Aufführung des Schauspieles„Treue am Strom= von dem Heimatdichter Michel Becker. Im Mittelpunkt des InterDNB Düsseldorf, 2. Sept. Zu einer großen Kund esses stand am Sonntag ein Festzug, der sich durch die mittelalterlichen Straßen des Städtchens bewegte, überall von begeisterten Zuschauern beifällig aufgenommen. Der Kölner Landschaftsmaler und Ehrenbürger der Stadt Zons, Theodor Blum, und Lehrer Riffel hatten den Zug hervorragend gestaltet. Den Ursprung der Stadt Zons anschaulich darstellend, führte der Zug römische Legionäre mit einem römischen Feldherrn mit. Das siegreiche Germanentum fand durch einen Gaugrafen mit Fußvolk symbolisch Ausdruck. Es folgte die Zeit des Mittelalters, die bedeutendsten Landesherren des Kölner Erzstiftes. Zons als Zollstation im 15. Jahrhundert, eine alte Zolltruhe, in der das Zollgeld gesammelt wurde. Eindrucksvoll zu Gesicht gebracht wurde die Entwicklung der rheinischen Schiffahrt, vom simplen Gefährt des Einbaums bis zu den modernen gebung gestaltete sich die Fahnenweihe der Vereinigung ehemaliger Kriegsfreiwilliger Deutschlands, Gruppe Saar, am Albert=Leo=Schlageter=Denkmal. Nach Begrüßungsworten des Kameradschaftsführers Dr. Nettmann, der auf die Aufgaben der Vereinigung ehem. Kriegsfreiwilliger hinwies und erklärte, daß die Absicht bestehe, bei der Reichstagung im Jahre 1936 in Köln in der Waidmarktwache ein Ehrenmal für die gefallenen Kriegsfreiwilligen zu errichten, in dem ein Buch mit den Namen und Daten aller gefallenen ehemaligen Kriegsfreiwilligen Deutschlands ausgelegt wird, zur Ehre der Gefallenen und zur Nachahmung der kommenden Generationen. Ein Vertreter des am Erscheinen verhinderten Regierungspräsidenten Schmid versicherte den erschienenen Brüdern von der Saar, daß wir hier in der Westmark treu zu ihnen halten werden, und betonte, daß das deutsche Volk sich einie ist in der Forderung, die Saar ist deutsch und mur deutsch bleiben. Saargebiet=Landesführer Kuhn warf einen Rüchblick auf die Leiden der Volksgenossen an der Saar während der 15jährigen Abtrennung vom Mutterlande. Nur 133 Tage trennen uns noch von der Rüchkehr zum Vaterland, erklärte der Redner, aber heute. an dieser historischen Stelle rufen wir: Wir wollen niemals fort von Deutschland. Deutsch war die Saar, deutsch ist die Saar und deutsch wird sie bleiben. Marschall v. Bieberstein nahm hierauf die Weihe der Fahnen der Gruppe Saar und der Kameradschaft Düsseldorf vor. In seiner Weiherede führte Marschall v. Bieberstein u. a. aus: Die Fahnen sollen den jungen und älteren Kameraden zeigen, daß sie der Punkt sind, wo jeder seine Pflicht zu erfüllen hat. Wer zur Fahne eilt, muß ein reines Gewissen haben. Die Fahne senkt sich trauernd über dem Grabe der entschlasenen Kameraden, aber sie weht froh im Winde, wenn es heißt, es geht in den Kampf um Deutschlands Größe. Unser Führer hat gesagt, wir wollen den Frieden der Gleichberechtigung. Mögen diese Fahnen nur wehen an Tagen, an denen Deutschlandg Ehre unangetastet bleibt, freie Deutsche muß es wieder geben, die mit vollem Stolz auf ihr Vaterland blichen können. Alle Deutschen sollen stolz sein auf das Land, das heute zu uns gekommen ist, auf die deutsche Saar. Die deutsche Saar immerdar und immerdar bleibt deutsch die Saar. Mit diesem Spruch weihe ich die Fahnen. Hierauf erfolgte die Kranzniederlegung in der Gruft des Denkmals, wobet ein Vertreter der Saarkriegsfreiwilligen die Treue der Saarbewohner zum deut schen Vaterland und seinem Führer Adolf Hitler ge lobte. Mit einem dreifachen Sieg Heil auf den Führer, Deutschland= und Horst=Wessellsed klang die Kund gebung aus. Stromfest im alten Zons DNB Düsseldorf, 2. Sept. Die Stadt Zons, das zledertheinische Rothenburg, veranstaltete zum Wochenende in ihren Mauern ein Stromfest, getrazu den modernen Personendampfern. Als prächtiges Schlußbild, wirkungsvoll von Wassersportlern inszeniert, erschien Vater Rhein mit seinen Töchtern, wie er Schönheit, Freude und Erholung spendet. Nach Beendigung der Folge dankte Bürgermeister Flücken den Schöpfern des Zuges und seinen Mitwirkenden. Der Düsseldorfer Verkehrsdirektor Dr. Rettich pries die Schönheiten der Stadt Zons und erwähnte, daß sie ein Drittel der Bevölkerung vom Fremdenverkehr ernähre. Der Stellvertreter des Kreisleiters, Pg. Amelung, verglich die mittelalterliche Zerrissenheit mit dem einigen Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers. Landrat Wolraf wies in seiner Ansprache darauf hin, daß der Nationalsozialismus bessere Zeiten geschaffen habe, die es ermöglichten, die Besonderheiten und Schönheiten der deutschen Landschaft wieder in den Vordergrund zu stellen. Den Abschluß des glänzend organisterten Festes bildete eine Stadtbeleuchtung mit Feuerwerk. Wegen Verfehlungen im Amt seines Dienstes enthoben Marl, 1. Sept. Der bei der Amtsverwaltung Marl beschäftigte Amtsoberinspektor Wehmeyer ist wegen schwerer Verfehlungen im Amte seines Dienstes enthoben und gegen ihn eine Strafanzeige erstattet worden. Wehmeyer hatte u. a. die Versicherungsangelegenheiten der Angestellten und Arbeiter des Amtes zu erledigen. Als er nun in Urlaub war, stellten sich größere Unregelmäßigkeiten in der Ver sicherungskasse heraus. Eine Prüsung ergab die Feststellung, daß Wehmeyer insgesamt 2260 Mark aus der Versicherungskasse unterschlagen hatte. Als Wehmeyer seine Verfehlungen zugab, wurde er sofort seines Dienstes enthoben. Ein Strafverfahren sowie ein Disziplinarverfahren ist gegen ihn eingeleitet worden. Wehmeyer war seit 1920 bei der Amtsver waltung tätig und galt als ein ordentlicher und pilichtbewußter Beamter. Eine Rede des Reichjugendführers in Frankfurt a. M. DNB Franksurt a. M., 2. Sept. Der große Aufmarsch der Hitler=Jugend Hessen=Nassaus fand am Samstagabend seinen Höhepunkt mit der Kundgebung der 50000 im Stadion. Der Reichs jugendführer hielt eine Ansprache, in der er u. a ausführte: Das deutsche Volk hat eine neue Hoffnung bekommen. Ihr seid diese Hoffnung. Das, was hier geschaffen worden ist, ist nicht von ungefähr gewachsen. Es hat eines langen und harten Ein satzes bedurft. Immer noch werden wir angefeindet und verleumdet wie einst in den Tagen des harten Kampfes. Was bedeuten diese Lügen gegenüber der wunderbaren und herrlichen Tat sache, daß wir alle einig, daß wir eine Jugend und ein Wille sind. Es mag die kleinliche, erbärm liche Gruppe dieser Kläffer versuchen, unsere hei lige Gemeinschaft anzutasten. Sie wird uns nicht berühren können, denn wir sind stark. Es gibt in dieser Jugend weder arm noch reich, weder Ge bildete noch Ungebildete, es gibt nur deutsche Ju gend. Mögen sie von uns sagen: Ihr seid wahn witzige Idealisten, was Ihr wollt, kann man in dieser Welt nicht verwirklichen. Darauf geben wir nur die Antwort, und sie wird vor der Geschichte bestehen bleiben: Seht auf unsere Hitler=Jugend hier ist unser Ideal verwirklicht worden, wir sind aneinander gebunden durch gemeinsame Opfer, gemeinsame Entsagungen und gemeinsame Pflicht. An unserer Treue soll wachsen das ewige Reich. Am Sonntag fand ein Zug durch Frankfurt statt, der etwa 100 000 Teilnehmer zählte. „Allgemeine Fleischer=Zeilung“ stellt ihr Erscheinen ein DNB. Berlin, 2. Sept. Die Fleischer=Verbands Zeitung teilt mit: Das gesamte Aktienpaket der Allgemeinen Fleischer=Zeitung AG., Berlin, Zimmerstraße 72—74 (Verlag, Druckerei, Grundstücke), ist durch Kauf in den Besitz des Deutschen Fleischer=Verbandes bzw. der „Fleischer=Verbands=Zeitung" übergegangen. Die „Allgemeine Fleischer=Zeitung", die im vergangenen Jahre ihr 50jahriges Bestehen feiern konnte, stellt am 30. September ihr Erscheinen ein. Die„FleischerVerbands=Zeitung“ erscheint auch nach dem 1. Oktober weiter als Tageszeitung unter dem neuen Titel „Deutsche Fleischer=Zeitung". Der größte Teil der kaufmännischen Angestellten, der Redakteure sowie das gesamte technische Personal der„Allgemeinen Fleischer=Zeitung“ wurde von den neuen Besitzern übernommen. Die„Deutsche Fleischer=Zeitung" beschäftigt nach dem Zusammenschluß 150 Arbeiter und Angestellte. Fünf Todesurkeile in Rußland DNB. Neval, 2. Sept. Wie aus Moskan gemelet wird, verurteilte das Gericht in Nerschinsk fünf Beamte wegen Plünderung von Lebensmitteln, Sabotage und Veruntreuung zum Tode durch Erschießen. DNB Paris. 2. Sept. Der gesamte Südwe Frankreichs ist von einem heftigen Wirbelsturm heimgesucht worden. Der Wallfahrtsort Lourdes war den ganzen Samstag über von der Außenwelt abgeschnitten. Seit 30 Jahren erinnert sich die Bevolkerung keines solchen Unwetters. Der Sturm hat de Städte Bayonne, Tarbes, Toulouse und Perpignan heimgesucht. Durch stürzende Bäume wurden viele Personen verletzt und zwei getotet. Eisenbahnverbindungen waren unterbrochen, die Weingärten und Maisfelder erlitten schlimmen Schaden. Im Gefolge der am Samstagfrüh niedergegangenen Unwetter wie des Sturmes zeigt sich eine starke Abkuhlung dem Zentralgebirge der Auvergne und den Savoven werden Schneefälle gemeldet, die eine Höhe von 10 em erreicht haben. Auch im Norden Frankreichgingen Gewitter nieder. Das Ergebnis des Rundfunksprecher=Weltbewerbs Die Preisträger DNB Berlin, 1. Sept. Seit Monaten ist die Reichsendeleitung gemeinsam mit dem Reichoverband Deutscher Rundfunkhörer auf der Suche nach dem besten Rundfunksprecher. In mehr als 1000 Veranstaltungen rangen über 15 000 Bewerber um den Ehrentitel des ersten Rundfunksprechers. Aus diesen Kämpfen gingen zwölf Sieger hervor. Das Preisgericht hat entschieden: Der 1. Preis in Höhe von 2000 Mark wird dem Sprecher Nr. 6. von Chmielewski Fritz. Pressewart in der HJ, Reichenbach, 19 Jahre alt, zugesprochen. Den zweiten Preis in Höhe von 1000 Marl erhält Kurt Böhme, Oberprimaner, Karlsruhe, 20 Jahre. Der 3. Preis, dessen Höhe ursprünglich auf 500 Mark festgesetzt war, wird durch eine Stiftung des Reichsverbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer auf 1000 Mark erhöht und Herbert Berk. Kaufm. Angestellter, Kreuznach. 22 Jahre alt, zugesprochen Den 4. Preis in Höhe von 150 Mark erhielt Willn Krause, Schauspieler, Erfurt, 33 Jahre alt, den 5. Preis Hermann Schmitz, Automechaniker, Dülseldorf. Außerdem hat das Preisgericht sieben Preise zu je 20 Mark verteilt. Neun Großfeuer in einem Nahedorf in einem Jahre WL Bingerbrück, 2. Sept. In dem Nahedor Neunkirchen brach in einem landwirtschaftlichen Anwesen ein Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit über Wohnhaus, Scheune, Stallungen und die angebauten bäuerlichen Kleinbauten erstreckte und alle Gebäude in Schutt und Asche legte. Das Feuer kam auf, als die Kinder sich in der Schule befanden und das Ehepaar auf dem Felde weilte. Neben dem größten Teil des Mobilars wurden sämtliche Erntevorräte und die landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte ein Raub der Flammen. Man nimmt an, daß es sich um Brandstiftung handelt. In einem Jahre brach im Dorfe zum neunten Male ein Großfeuer aus. Man nimmt an. dak alle Großfeuer von einem Brandstifter angelegt wurden, der am Ort selbst wohnt. Der Duisburger Bahnhofsneubau Duisburg=Hamborn, 2. Sept. Wie wir Pressedienst der Reichsbahndirektion Essen höre wird der neue Bahnsteig 1 in Duisburg=Hbf. in del Nacht zum 7. September 1934 dem Betrieb übergeben. Gleichzeitig wird der alte Personenbahnsteig 1 außer Betrieb gesetzt. Justizpersonalien Duisburg=Hamborn, 2. Sept. Der Staatsanwaltschaftsrat von der Fuhr von der Staatse anwaltschaft beim Oberlandesgericht Düsseldorf mit Wirkung vom 1. 9. 1934 zum Ersten Staater anwalt bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichte Duisburg=Hamborn ernannt worden. Remscheid, 2. Sept. Auf der waldumrauschten Höhe südlich von Schloß Burg wurde am Samstag das Ehrenmal des Bergischen Feldartillerie mentes Nr. 59 feierlich eingeweiht. Viele Kameraden des Regiments waren von nah und fern herbeigeeilt, um an der Feter teilzunehmen. Hauptschriftleiter: O. M. Baales. Nochum: Stellverire. ter: Peter Schiffers. Bochum; verantwortlich nr und Fenilleton: 3 M Hasler: für den lokalen 1e Bochum und Westdeutschland: 9 Schifters für den rn len Teil Hattingen und Essen=Steele: Julius Landeren= n Bochum; für den lokalen Teil Wattenscheib: N 2 Landefeld in Bochum: für Theater und Mank. Kr Brinkschulte in Bochum; für Handel und Lvort: N. 0. Landefeld, Bochum; für den Anzeigenteil Bochum Lenze. Bochum; für den Anzeigenteil Harg Becker. Hattingen; für den Anzeigenteil Effen=Eicert O. Eüther. Wattenscherb: Verlag und Druck Vereinsdruckerei Nochum. D.=A. VII. 84: 14 157 Ausgabe A: Westfälische Volkszeitung Bochum dlo. Ausgabe B: Volkszeitung für Ennepe=Rubr-Steeler tung 3003; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheid Montag, den Sonnenaufgang 5.42 Mondaufgang 0.22 1757 Karl August. Weimar, in Weime 1914 Einnahme von Re vor Paris. 1916 Die Deutschen bese bezirksverband frauenkongregal Mit Rücksicht auf die findende Wallfahrt der mit der die Gewinnung verbunden ist, bitten wir Kommunion-Sonn zu verlegen und auchdi entsprechend zu verschiebe Schweres Unwekter über LourdesCotztes Kinderfest Noch soeben vor Ferie mittag das lette große kopp statt. Das Program und lustia. Der Beginn 15.30 Uhr angesetzt. Hof dem Kinderfeit aünstig ae Wallfahrt der Den gestrigen Sonnt sephs=Pfarrei dazu geme tonius= und Marien=Pi Wallfahrt nach Neviges die Beteiligung vor allen Gemeinde. In ihrem( zunächst der hl. Messe be zum Tische des Herrn gi Gewinnung des Jubilä schriebenen Gebete verriin geschlossener Prozessi wo ein Sonderzug die Piarrgemeinden aufnahm bis 1100. Während die tonius und St. Marien zurückzelegen, brachte de nehmer aus St. Joseph für sie um 9 Uhr auf der amt gelesen. Um 13,30 andacht mit Predigt. Un die erhebende Sturmanda unauslöschlichen Erlebnie Korper und Seele wurd weder angetreten. Kur Sonderzug wieder in Bo egleitung zog die Proz licche, wo nochmals die wurden. Hier wurde dann em sakramentalen Segen beihevolle Tag beschlosser „Dogmenfrei u. In der Propsteikirch abend die bei den Bochum religiösen Monatsvortrage. Jesuitenpater Karl Klein ardankenreichen und tiefschi Antwort auf die Frage no Logmas durch einen positi und Wertes des katholischen zigartige Welt öffne sichd Logmen: das Reich der über Lehren, erschlossen durch ein bestat, durch ein wunderba den Entwicklungsgang des der Menschheit. Vieled seien unter Eingebung des Alten und Neuen Te andere seien von den Apo worden. Der Kirche aber sreckerin des göttlichen Will habene Vollmacht und Pfl baren Geistesschatz zum Gen wachen. Ihr sandte Christu der autoritativen Verkün sehren vor jedem Irrtum b men bezeichne man Lehren. dirungsschatz entnehme un zum Glauben vorlege. Im tragende sodann die drei A men, ihren Wahrheitsgehalt, chließlich ihren gottlichen Weitere Darlegungen befaß wert des Dogmenglaubens wurde, daß die Dogmen i vor allem als tragfestes da eligion erweisen. Zum a ruchtbarer Lebensgrund der roße und Erhebende, das n bewundern, ferner die gesa die das Christentum in die A in unverwüstlicher Kraft bi peiterwirke, sei geweckt und elg ergriffenen Daamer Der Glaube an das Dog afte Vertrauen in allen Le ungbrunnen ihrer unverza Kampf und in der Beherrse * Triebe. Millionen von dem Dogmenglauben en aus dem Zustand Erschapfung, ihre Auf Die Leven= und Kre das Kunstwerk der das Jahr um Jahr m Wechsel der Feste und Fes und ergreifender St ungen und farbenprächtig nex und Schönheiten der Gemüter zutiefst erfasse n und ihnen den katholischen Chr den unerschütte cama seine innige Verbun Kirche unter Beweis Au Gewal! Zanditen befreit Der dänische und der dem surchtbaren Mandschurei von chinesieln verschleppt worden rden, nachdem japanische nzingelt hatten. nbahnanschlag inchurei. Tote kept. In der Nacht zum Banditen an der Strecke titerzug zur Entgleisung ten getötet und viele ver= lag in Sofia t. Am Sonntagmorgen Bomben in den Garten. rüheren Kriegsminister d des früheren Generalnkoff vorgelagert sind. ch nur um eine politische der Opfer noch Schaden zumal die beiden Geneder Hauptstadt weilen. er über Lourdes Der gesamte Südwesten eftigen Wirbelsturm heimahrtsort Lourdes war von der Außenwelt abgeerinnert sich die Bevolkeers. Der Sturm hat die Toulouse und Perpignan de Bäume wurden viele 1getötet, Eisenbahn= ochen, die Weingärten und n Schaden. Im Gefolge gegangenen Unwetter sone starke Abkuhlung 2 bergne und den Savoven seldet. die eine Höhe von im Norden Frankreich= jebnis ser=Wellbewerds träger t Monaten ist die Reichsdem Reichoverband Deut= Suche nach dem beiten ils 1000 Veranstaltungen r um den Ehrentitel des us diesen Kämpfen ginas Preisgericht hat enton 2000 Mark wird dem ielewski Fritz. Presseich. 19 Jahre alt. zugein Höhe von 1000 Marl primaner, Karlsruhe, 20 Höhe ursprünglich auf ird durch eine Stiftung her Rundfunkteilnehmer Herbert Berk, Kaufm. Jahre alt, zugesprochen 150 Mark erhielt Willn furt, 33 Jahre alt. den „Automechaniker, das Preisgericht sieben t. einem Nahedorf Jahre pt. In dem Nahedor nem landwirtschaftlichen sich mit großer Schnelune, Stallungen und die inbauten erstreckte und Asche legte. Das Feuer in der Schule befanden felde weilte. Neben dem vurden sämtliche Ernteiftlichen Maschinen und en. Man nimmt an, daß g handelt. m Dorfe zum neunten an nimmt an, daß alle tifter angelegt wurden, ahnhofsneubau Sept. Wie wir vom direktion Essen hören, Duisburg=Hbf. in der 34 dem Betrieb überer alte Personenbahnalien sept. Der Staatsan= uhr von der Staats= sgericht Düsseldorf ist zum Ersten Staatsschaft des Landgerichts worden. der waldumrauschten g wurde am Samstag n Feldartillerie=Regiigeweiht. Viele waren von nah und Feier teilzunehmen. Stellverire= 0r Poltti okalen Teil Ar ben lokaLandeseld beid: 3 r Pr0 vort:8 schum: Karl ttingen: slen-Eteele Märkische 159 davon chum 9109: Steeler Zeinichetd 100 1. Beilage der Volks-Zeitung. Nummer 203— Seite 5 Bochumer Tageschronik. Man merke! Montag, den 3. September. Sonnenaufgang 5.42 Sonnenuntergang 19,16 Mondaufgang 0.22 Monduntergang 17,06 1757 Narl August, Großherzog von SachsenWeimar, in Weimar geboren(gest. 182 1914 Einnahme von Reims. Deutsche Kavallerie vor Paris. 1916 Die Deutschen besetzen Riga. bezirksverband der kath. Jungfrauenkongregationen Bochums. Mit Rücksicht auf die am 23, September stattfindende Wallfahrt der Jungfrauen nach Stiepel, mit der die Gewinnung des Jubilaumsablasses verbunden ist, bitten wir die Kongregationen, den Kommunion-Sonntag auf diesen Tag zu verlegen und auchdie Monatsandachten entsprechend zu verschieben Letztes Kinderfest auf dem Wienkopp Eine Kazzia nach Schwarzarbeitern 26 Festnahmen erfolgten. Kr. Plötzlich und unerwartet wurde Samstag vormittag, eben als der Verkauf auf dem Wochenmarkt— Wilhelmsplatz— beginnen sollte, eine Razzia nach Schwarzarbeitern vorgenommen. Nachdem die Polizei und SS. aufmarschiert waren, sperrte letztere den Marktplatz ab, wonach die Fahndungen durch die Polizei vorgennommen wurden. Es gelangten 26 zur Feststellung. Selbst Nachtschichtarbeiter wurden festgestellt. Ein Kind überfahren. Kr= Einem bedauerlichen Verkehrsunfall zum Opfer fiel Samstag mittag das vierjährige terchen Helma der Eheleute Werksarbeiter Reichert aus dem Castroper Hellweg. Mit mehreren Aindern war die kleine Helma im Spiel vertieft, als es plötzlich von einem Kinde von der Hausseite angerufen wurde, worauf das Kind beim Ueberqueren der Straße von einem Motorradfahrer aus Castrop, welcher sich auf einer Geschäftsfahrt von Gerthe nach Bochum befand, erfaßt und überfahren wurde. Mit Kopf= und Armverletzungen und mit einem linken Unterschenkelbruch wurde es schnell dem Augusta=Krankenhaus zugeführt. Der Motorradfahrer, welcher auch zum Sturz kam, trug zum Glück unbedeutende Verletzungen davon. :: 25 Jahre Hausmeisterin. Am heutigen Tage feiert Frau Math. Lieber ihr 25jähriges Dienstjubiläum als Hausmeisterin an der katholischen Volksschule Gahlenschestraße. Wer von den Tausenden, die in diesen 25 Jahren diese Schule besucht haben, hätte sie nicht in liebem Andenken! Als rettender Engel hat„Tante Lieber“ manchem die Hose genäht. War das Kleid oder Schürzchen voll Tintenflecke, gings zu ihr, damit die liebe Mutter nichts merkte. Herzlich Glück wünschen ihr zahlreiche Schützlinge unter den Kleinen und Erwachsenen, die sie in den 25 Jahren, in welchen Frau Lieber die Schule in fürsorglicher Obhut hat kennen gelernt haben. Auch unseren herzlichen Glückwunsch! Kr Einen bösen Berussunfall erlitt der Arbeiter Emil Von. aus der Robertstraße. Dieser war auf seiner Arbeitsstelle mit Bohrarbeiten beschätigt, als plötzlich die Bohrmaschine zurückichlug, wonach der Bohrer ihm ins rechte Kniegesenk drang. Mit argen Verletzungen mußte die Ueberführung ins Bergmannsheil erfolgen. Noch soeben vor Ferienschluß findet heute nachmittag das lette große Kinderfest auf dem Wienlopp statt. Das Programm ist besonders reichhaltig und lustig. Der Beginn der Veranstaltung ist auf 15.30 Uhr angesetzt. Hoffentlich ilt der Wettergott dem Kinderfeit günstig gesinnt. Wallfahrt der Reunhundert. Den gestrigen Sonntag benutzte die St. Josephs=Pfarrei dazu gemeinsam mit der St. Antonius= und Marien=Pfarrei ihre traditionelle Wallfahrt nach Neviges zu machen. Stattlich war die Beteiligung vor allem seitens der St. JosephGemeinde. In ihrem Gotteshause wohnten sie zunächst der hl. Messe bei, in der alle Teilnehmer zum Tische des Herrn gingen. Dann wurden zur Gewinnung des Jubiläumsablasses die vorgeschriebenen Gebete verrichtet. Hierauf zog man geschlossener Prozession zum Haupthahnhof. wo ein Sonderzug die Teilnehmer der drei Parrgemeinden aufnahm. Ihre Zahl betrug 900 bis 1000. Während die Wallfahrer von St. Antonius und St. Marien sich in Langenberg trennten, um den Weg bis zum Gnadenort zu Fuß zurückzelegen, brachte der Sonderzug die Teilnehmer aus St. Joseph bis Neviges. Hier wurde fur sie um 9 Uhr auf dem Marienberg ein Hochamt gelesen. Um 13,30 Uhr folgte die Kreuzandacht mit Predigt. Um 15,30 Uhr vereinte alle die erhebende Sturmandacht. die für sie zu einem sauslöschlichen Erlebnis wurde. Gestärkt an Korper und Seele wurde alsdann die Rückreise weder angetreten. Kurz vor 18 Uhr lief der conderzug wieder in Bochum ein. Unter Musiktegleitung zog die Prozession zur St. Josephsniiche, wo nochmals die Ablaßgebete verrichtet Fürden. Hier wurde dann mit dem Te Deum und n sakramentalen Segen der erlebnisreiche und beihevolle Tag beschlossen. „Dogmenfreie Keligion?" U. In der Propsteikirche begannen am Sonntag abend die bei den Bochumer Katholiken so veliebten teligiösen Monatsvortrage. Sprecher war der hochw. gesuitenpater Karl Klein aus Dusseldorf. In einem dankenreichen und tiefschürfenden Vortrage gab er antwort auf die Frage nach der Notwendigkeit des Togmas durch einen positiven Aufweis des Wesens und Wertes des katholischen Dogmengutes. Eine einAgartige Weit öffne sich dem Menschengeist in den Tögmen: das Reich der übernatürlichen, geoffenbarten Sehren, erschlossen durch eine huldvolle, göttliche Liebestat, durch ein wunderbares Eingreifen Gottes in ten Entwicklungsgang des religiosen Geisteslebene der Menschheit. Viele dieser Offenbarungslehren selen unter Eingebung des Hl. Geistes in den Büchern alten und Neuen Testamentes aufgeschrieben; undere seien von den Aposteln mündlich verkündigt worden. Der Kirche aber als der irdischen Vollstreckerin des göttlichen Willens habe Christug die eribene Vollmacht und Pflicht gegeben, diesen kostdaten Geistesschatz zum Gemeingut der Menschheit zu machen. Ihr sandte Christus den Hl. Geist, damit sie der autoritativen Verkündigung der Offenbarungsehren vor jedem Irrtum bewahrt bliebe. Als Doanen bezeichne man Lehren, die die Kirche dem Offendurungsschatz entnehme und als Offenbarungslehre um Glauben vorlege. Im einzelnen zeigte der Vorlagende sodann die drei Wesensmerkmale der Dogchren Wahrheitsgehalt, ihre Ewigkeitsmacht und mießlich ihren gottlichen Verpflichtungscharakter. weitere Darlegungen befaßten sich mit dem Lebensert des Dogmenglaubens, aus denen ersichtlich wurde, daß die Dogmen ihre lebensmächtige Kraft t allem als tragfestes dauerhaftes Fundament der ieligion erweisen. Zum anderen seien sie auch ein sruchtbarer Lebensgrund der Religion. All das Edle, roße und Erhebende, das wir im Leben der Heiligen wundern, ferner die gesamte religiöse Bewegung, ie das Christentum in die Welt gebracht habe und die unverwüstlicher Kraft bis auf den heutigen terwirke, sei geweckt und genahrt worden durch den bendig ergriffenen Dogmenglauben. ane„ Glaube an das Dogma gebe das frohe, siege vertrauen in allen Lebenslagen, sei vielen der gunbrunnen ihrer unverzagten Stärke im sittlichen der Tund in der Beherrschung der dunklen Macht deiebe. Millionen von Menschen verdankten gedem Dogmenglauben ihre Bekehrung, ihr Aufundeans dem Zustand seelischer Energielosigkeit Sund sschopfung, ihre Auferstehung vom Tod der die Leben= und Kraftfülle der Dogmen habe beren* Kunstwerk der katholischen Liturgie geim Jayr um Jahr über die ganze Erde hin mana, der Feste und Festzeiten in lebendiger Dragn und ergreifender Symbolik, in weihevollen esen und farbenprächtigen Gemälden die Reichn9 Schönheiten der Glaubenswelt entfaltet, zutiefst erfasse, die Seelen nach ober gene und ihnen den Zugang in die Welt Gottes setzt katholischen Christen sei die Aufgabe geTogma. Unerschütterlichen Glauben an das e-eine innige Verbundenheit mit Christus und Kirche unter Beweis zu stellen. Ein Appell der politischen Amtswaller. Gauleiter Wagner schrettet in Begleitung von Oberbürgermeister Meister=Herne die From der Fahnenabordnungen der politischen Amtswalter ab, die morgen die Fahrt nach Nürnberg antreten werden, um an dem Reichsparteitag teilzunehmen. die Bochnmer Schützenvereine hielten am gestrigen Sonntag im Papenholz eine Schießübung ab ufnahme zeigt die Junggesellenschützen auf dem Heimmarsch von der Uebung, bei der auch di Deutsche Heilige der Woche. Am 8. September: Die drei hl. Einsiedler Archus, Herenaeus und Quartanus. Sie haben den Titel„Die elenden Heiligen". Unter diesem Titel werden sie in Otting bei Ingolstadt verehrt.— Der bl. Hermann war zuerst Ordensmann in Niederaltaich im 14. Jahrhundert. Dann lebte er als Einsiedler in Frauenau, Bistum Passau.— Der hl. Remaclus lebte im 7. Jahrhundert, war Abt vom Kloster Stablo=Malmedy und Bichof von Mastricht.— Am 4. September: Die hl. Ida von Herzfeld. Sie war die Gemahlin des Sachsenherzogs Egbert. Als Witwe lebte sie in strenger Abtötung in einer Zelle neben der Kirche zu Herzfeld im Bistum Münster. Sie war eine große Wohltäterin der ganzen Gegend. Alljährlich wird in Herzfeld unter großer Beteiligung der Gläubigen die Ida=Oktav gefeiert.— Die hl. Irmgard(auch Irmtrud genannt) lebte im 11. Jahrhundert und war eine geborene Gräfin von Aspel. Viele Jahre verbrachte sie als Jungfrau und Einsiedlerin in Süchteln im Rheinland. Sie starb zu Köln a Rh.— Am 5. September: Der hl. Bertin war Abt von Sithin und gehörte zu jenen Missionaren und alemannischen Männern, die im 7 Jahrhundert vom hl. Kolumban angeregt wurden das Heidentum, von Alemannien angefangen über den Bodensee bis zum Artois, endgültig überwunden haben. Am 6. September: Der hl. Gundolf lebte um die Wende des 9 Jahrhunderts und war Bichof von Metz.— Der hl. Heinold lebte im 7. Jahrhundert und war Bichof von Laon.— Der bl. Meinold(auch Magnus und Mang genannt). Er war ein eifriger Mitarbeiter und Gefährte des hl. Gallus. Er wird verehrt als Apostel des Allgäu.— Am 7. September: Der hl. Dietrich lebte im 10. Jahrhundert. Er stammte aus dem Münsterlande und war ein naher Verwandter des sächsischen Kaiserhauses. Er wurde Bischof von Metz.— Der hl. Goslin war Bischof von Toul und ein intimer Freund und Gesinnungsgenosse des bl. Gerhard, des Abtes von Brogne im Bistum Lüttich. Goslin starb am 7. September 962. Der hl. Klodwald(auch Chlodvald) war ein Enkel der bl. Klothilde und lebte als Priester und Einsiedler im 6. Jahrhundert. Die hl. Madelberta(auch Malberta) lebte um die Wende des 7. Jahrhunderts und stammte aus vornehmem, fränkischem Geschlechte im Hennegau. Auch ihre Großeltern, Eltern und Geschwister werden von der Kirche als Heilige verehrt. Sie lebte als Jungfrau und Klosterfrau und wurde die Nachfolgerin ihrer leiblichen Schwester als Aebtissin Maubeuge Am 9. September: Der bl. Otmar(auch Audonar) war Bischof von erouanna und gehörte zu jenen alemannischen Malermeister Gustav Altegoer f. Was die nächste Umgebung und seine Freunde, die ihn in den letzten Wochen noch gesehen und gesprochen haben, schon seit längerer Zeit schmerzlich ahnten, ist eingetroffen: Der Tod hat Herrn Malermeister Gustav Altegoer in das bessere Jenseits abberufen! Vor wenigen Wochen erst noch durften wir ihm an dieser Stelle zu seinem 75. Geburtstage herzliche Glückwünsche aussprechen, an die wir die Hoffnung knüpften, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge, im Kreise seiner Lieben sich eines sorglosen, heiteren Lebensabends zu erfreuen. Er selbst glaubte zwar nicht mehr daran, daß er noch lange in unserer Mitte weilen werde und drückte diesen Gedanken seinen Freunden gegenüner in letzter Zeit wiederholt aus. Er war auf den Tod, dem er seit seiner schweren Krankheit vor zwei Jahren, von der er sich nicht ganz mehr erholte, mutig entgegensah. vorbereitet. An jedem Morgen sab man ihn in der Propsteikirche an der Kommunionbank, wo er sich letzte Kraft und Stärkung für den Gang in die Ewigkeit holte. Nach kurzem schweren Leiden ist er hinübergegangen nach einem Leben voll Arbeit und Mühen, aber überreich auch an großen Erfolgen und— man darf wohl sagen—, an Segen, der ihm nachfolgen wird in die Ewinkeit. Gustav Altegoer war Bochumer Kind, am 19. Juni 1859 als Sohn einer alteingesessenen angesehenen Handwerker= und Kaufmannsfamilie gehoren. Nach dem Besuche der Volksschule widmete er sich dem Malerhandwerk. Durch zähen Fleiß und eiserne Energie gelang es ihm schon in jungen Jahren, sich selbständig zu machen und ein eigenes Geschäft zu begründen, das noch heute als eines der angesehensten im Bochumer Geschäftsleben gilt. Trotzdem sein Beruf, an dem er mit ganzer Seele hing, seine Kraft voll in Anspruch nahm, fand er doch noch Zeit genug. zu regster aktiver Teilnahme am kirchlichen und öffentlichen Leben. Es gibt in der alten Mutterpfarrei keinen katholischen Männerverein, in dem er sich nicht betätigt oder eine verantwortliche Stelle innegehabt hätte. Seit dreiundzwanzig Jahren gehört er dem Kirchenvorstande der Propsteipfarre an und in dieser Eigenschaft hat er sich unermeßliche Verdienste um die Pflege des kirchlichen Lebens erworben. Seine Tätigkeit auf kirchlichem Gebiete fand die Anerkennung hoher und höchster Stellen. Der hochwürdigste Herr Erzbischof war ihm ganz besonders gewogen und der Hl. Vater zeichnete sein selbstloses Wirken durch Verleihung des päpstlichen Ordens pro ecclesia et ponfifice aus. Einen Namen hat sich der Verstorbene erworben durch seine Tätigkeit im öffentlichen Leben. Dem Stadtverordnetenkollegium gehörte er vor dem Kriege fünfzehn Jahre ununterbrochen an. Mehrere Jahre war er auch Mitglied des Magistrats. Nach dem Umsturz im Jahre 1919 wurde er in die verfassunggebende preußische Landesversammlung gewählt und gehörte von da an bis zum Jahre 1930 ununterbrochen dem Landtaa an. Hier war er wegen seiner hervorragenden Sachkenntnis namentlich in allen Fragen, die den Mittelstand berührten, und durch seinen mustergültigen Fleiß und Eifer sehr geschätzt. Mit Gustav Altegoer ist ein Mann von edler Selbstlosigkeit und seltener Charakterstärke dahingegangen. Ein Katholik und treuer Sohn seiner Kirche, der in seiner ganzen Einstellung mustergültig war. Sein Tod löst daher auch große Trauer aus unter den Bochumer Katholiken, die in ihm einen ihrer Besten verlieren. Sein Andenken wird ihnen unvergeßlich sein, unvergeßlich wie sein Wirken unter ihnen war, für das ihn der Himmel reichlich belohnen möge. Er rube im heiligen Frieden Gottes! Männern und Missionaren, die am 5. September beim hl. Bertin schon erwähnt wurden. Der bl. Korbinian(mit Taufnamen Waldegis) war zwar von Geburt ein Franzose, wirkte aber viele Jahre seines Lebens als Missionsbischof in Freising in Bayern. Er sagte seinen eigenen Tod auf Tag und Stunde voraus. Er starb zu FreiFreising im Jahre 730. Seine Reliquien ruhen in der Domkirche zu Freising. Er hat Unglaubliches für die Bekehrung des Bayernvolkes geleistet. Darum ist er auch heute noch der Patron des Bistums München=Freising und wird auch heute noch als solcher verehrt und gefeiert. Von Samstag bis Montag. Der September hat sich traditionsgemäß eingeführt. Die erste Nacht war schon ziemlich frisch. Wer ohne Mantel spät nach Hause ging, der konnte die ungewohnte Temperatur spüren * Das erste Wochenend des Scheiding war besser als man vorausgeahnt hatte. Der Samstagmorgen war von einem blauen Himmel mit einer blanken Sonne überspannt. Je naher es auf den Mittag zuging, um so düsterer wurden die Wolkenberge, die sich vor die Sonne schoben. Doch entgegen allen Wettermeldungen blieb es trocken, auch pielte nur ein leichter Wind mit dem Laub der Bäume. Der erste Tag des September war wärmer wie der letzte August. Dieser hatte nur eine Temperatur von 15 Grad, jender zeigte 18 Grad Wärme. Dennoch sah man auf der Renne viel herbstlich Gestimmtes. Die ersten Pelzjacken wurden schon getragen. Neben Sommerkleidung wurde bereits der Wintermantel spazieren geführt. * An der Unterführung auf der Hattinger Straße hängt noch immer ein Gerüst. Auch am Wochenend waren die Anstreicher singend bei der Arbeit. Aber man sieht sie nur nachts und dann erlebt man hier, daß die Straße durch vier Turmwagen der Kleinbahn fast gesperrt ist. Die Wagen der Straßenbahn müssen dann umgeleitet werden. Das war die ganze Woche so, das war am Wochenend wieder, aber, wie gesagt, nur nachts. * Am Rathaus waren die Anstreicher ebenfalls noch rüstig beim Pinseln. Es sind schon Wochen her, daß sie mit dem Fensterstrich begannen. Nun ja, drei Hektoliter Lack und Farbe wollen verstrichen sein Und die Bürgerschaft freut sich, daß sie ein blitzsauberes Repräsentationsgebäude besitzt. * Auffallend groß war auch wieder der Betrieb am Bahnhof. Samstag sowohl wie Sonntag sah man sehr viele und wohlbekannte Gesichter, die man seit einigen Wochen vermißt hatte, kofferbepackt aus der Ferienreise zurückkommen. Es sind jene, die die Ferienzeit bis zur Neige verkosteten. Denn Dienstag beginnen wieder die Schulen. * Der Sonntag war ein ausgesprochener Spätsommertag. Ein Himmel voll köstlicher Blaue und strahlender Sonne grüßte die ersten Kirchenbesucher. Allerdings wehte in den Morgenstunden eine frische Brise. Mittags wurde es dann, wie gewöhnlich in unserm Breitengrad, wolkig und es gab sogar einen kleinen Regensturz. Nachmittags war es jedoch heiter und warm und sonnig, so daß man mit Lust und Wonne zum Sonntagsspaziergang startete. * Im Parkhaus bot sich gestern nachmittag wieder ein recht sommerliches Bild. Zahlreich waren die Besucher erschienen, um den fröhlichen Weisen des Städtischen Orchesters zu lauschen. Kein Lüftchen regte sich, hell lachte die Sonne von einer blankgeputzten Himmelsscheibe und machte das Verweilen zum Genuß. * Diesmal stand das Wochenend im Zeichen der Dotterblume. Schon Samstag nachmittag waren freundliche Sammler und Sammlerinnen. HJ und BDM unterwegs, um für das Hilfswerk „Mutter und Kind“ zu bitten. Gern gab man seinen Obolus, so daß man allenthalben dieser sinnigen Blume begegnete. Nebenher liefen die Haussammlungen, die auch diesmal wieder einen ansehnlichen Betrag ergeben haben dürften. * Am gestrigen Sonntag machte die St. JosephsPfarrei, wie alljährlich, ihre Wallfahrt nach Neviges. Die Beteiligung war stark. Machten doch 900—1000 Personen die Wallfahrt mit. Ein Pilgerzug brachte sie mit den Teilnehmern aus der St. Antonius= und Marien=Gemeinde zu dem Gnadenort. Mit dem sakramentalen Segen in der St. Josephs=Kirche schloß gestern abend der erhebende Tag. * Gauleiter Wagner hielt einen Appell der politischen Amtswalter ab, die mit ihren Fahnen vollzählig angetreten waren und nun morgen die Fahrt nach Nürnberg antreten werden, * Die Bochumer Schützen erprobten gestern Geist und Körper bei einer Geländeübung, die in Papenholz stattfand und den Beteiligten sehr viel Abwechslung bot. * Der Reichsbahn=Kleingärtnerverein hatte gestern einen großen Tag. Er konnte sein Heim einweihen. Es war ihm gelungen, von der Reichsbahn einen ausrangierten Eisenbahnwagen zu erhalten, der dann auf das praktischste hergerichtet wurde. Man kann wohl sagen, daß das neue Heim eine Sehenswürdigkeit ist. Anläßlich dieser Einweihung war gestern ein großer Festtag. Man konnte sich kein schöneres Wetter für den Festzug und die übrigen Veranstaltungen wünschen. ik. Ein großes Creignis war für den Stadtteil Werne die am Sonntag vomittag stattgefundene Uebung der Freiwilligen Sanitätskolonne in Verbindung der Freiwilligen Feuerwehr Werne, zu der die Vertreter sämtlicher Kolonnen des RuhrEmscher=Verbandes erschienen waren. Selbst der Verbandsinspektor Dr. Ambos(Castrop=Rauxel) wohnte der großen Uebung bei. Als Gelände hatte man das Gebiet an der Werner Straße neben den Kläranlagen der Schachtanlage„Arnold=Jakob“ hinter der Zeche „Robert Müser“ auserwählt. Dieses Gelände erwies sich als sehr günstig, auf dem die Sanitäter unter der Leitung des Bezirskolonnenführers In Hordel gab es gestern ein singen. Der Hordeler Saalbau war proppenvoll. als die auswärtigen Vereine mit dem Jubelverein zum edlen Wettstreit antraten Man hörte viel Schönes. * Glück hatte auch der Ruderverein Bochum, der gestern seine 11. Herbst=Ruder=Regatta auf der Ruhr bei Witten, wo er sein Klubhaus besitzt, abhielt. Denn ohne Sonne ist eine Regatta wie Würstchen ohne Mostrich. Die Rennen brachten interessante Momente, viel Volk verfolgte voll Spannung die einzelnen Kampfphasen. * Eine 50jährige Jubelfeier konnte der Knappenverein„Glückauf“ Weitmar=Mark begehen. Es war eine kleine, aber feine Feier, die Mitglieder und Angehörige in gleicher Stärke vereinte. * In Werne fand eine große Uebung der Freiwilligen Sanitätskolonnen statt, an der die Vertreter sämtlicher Kolonnen des Ruhr=Emscher=Verbandes teilnahmen. Die freiwillige Feuerwehr war aktiv an dieser interessanten Uebung beteiligt. * Langendreer hatte Fahnenschmuck angelegt, da die Jäger und Schützen eine große Fahnenweihe vornahmen. Den Höhepunkt des Festtags bildete ein Festzug, in dem allein 36 Fahnen gezählt wurden. Die Veranstaltung erregte das Interesse der gesamten Bevölkerung dieses Stadtteils. Peter Schäfer(Bochum=Werne) ihr großes Können beweisen konnten. Als Plan war ein feindlicher Angriff gedacht, der eine große Anzahl Schwerverletzter erbrachte und der die Mannschaften zu höchster Tätigkeit anspornte. Die Freiwillige Feuerwehr unter der Leitung ihres Oberbrandmeisters hatte besondere Aufgaben zu erfüllen. Die gesamte Uebung verlief zu vollster Zufriedenheit und brachte der Freiwilligen Sanitätskolonne nach ihrer Beendigung eine gute kritische Betrachtung ein. Abermals legte die Uebung Zeugnis ab von der großen Schlagkräftigkeit unserer heimischen Rettungsmannschaften. Große Uebung der Freiwilligen Sanitätskolonnen Beleiligung des ganzen Kuhr-Emscher-Verbandes. Generalmajor Mummenhoff f. Die stark besuchte Monatsversaammlung des Vereins ehemaliger Fußer 7 am Samstag abend im Vereinsheim Ludger König trug in ihrem ersten Teile eine wehmütvige Note. Der Vereinsführer, Landgerichtspräsident Broicher mußte der Versammung die Trauerbotschaft..mitteln. daß das Ehrenmitglied des Vereins, Generalmajor Mummenhoff, in Berlin im Alter von 71 Jahren verschieden ist. Der Vereinsin mete dem Heimegangenen einen warmen Nachruf. Am 15. Januar 183 zu Bochum geboren, widmete sich der Verstorbene nach Abfolvierung seiner Gymnasialstudien der militärischen Laufbahn und trat als Fahnenjunker in das Wesalische Fußartillerie=Regiment 7 ein. Zum Oberleutnant befördert, besuchte Mummenhoff drei Jahre die Kriegsakademie, wurde Hauptmann und Kompagniechef, kam als Major und Bataillonskommandeur zum Fußartillerieregiment 3, war Lehrer an der Kriegsschule in Kassel wurde am 1. Oktober 1912 zum Oberstleutnant und Kommandeur deThüringischen Fußartillerieregiments befördert und rückte mit diesem Regiment im August 191 ins Feld. Ende August schon wurde er mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, weil er daSperrfort Manovillers, eines der stärksten französischen Forts so niederkämpfte, daß ein schon vorbereiteter Sturm auf das Fort unterbleiben konnte. Bei der Beschießung des Forts Troyons im September 1914 erhielt er das Eiserne Kreuz 1. Klasse und wurde im Oktober 1914 zum Oberst befördert. Im Jahre 1919 nahm er als Generalmajor seinen Abschied. Der Verstorbene erfreute sich im Kriege wie auch in der Heimat wegen seines leutseligen Wesens bei all seinen Soldaten, die unter ihm gestanden, der größten Beliebtbeit. Mit Generalmajor Mummenhoff ist ein kerndemtscher Mann, ein tüchtiger Regimentsführer und ein aufrichtiger Kamerad heimgegangen, dem die Fußer und insbesondere die Bochumer Fußer7 stets ein treues Andenken bewahren werden. Die Versammlung nahm stehend die Gedenkworte entgegen. Mehrere anwesende alte Krieger, die beim Fußartilleieregiment 7 ihm unterstanden baben. schilderten ihn als einen verehrungswürdigen Batterieführer, dem sie hohe Wertschätzung entgegengebracht haben. Im zweiten Teile der Versammlung wurde beschlossen, das diesjährige Barbarafest am 8 Dezember im Saale des Kameraden König zu feiern. Es soll ein würdiger und kameradschatlichen Schwarzkragenabend werden. Am Sonntag. 16. September wird der Verein sich an der Artilleristenkundgebung auf der Wahner Heide beteiligen Es konnten wieder mehrere ehemalige Fußer an genommen werden. Auch dieser Artilleristenabend *loß mit einer begeisterten Kundgebung für Wiedererlangung der schweren dentschen Mit Stolz gedachte man der Waffentaten des Fußerregiments 7 in den Augusttagen des Jahre 1914. Rückkehr der Verwandtenkinder aus Ostpreußen. Die Ausgabe der Fahrkarten für die am 9. Sept zurückkehrenden Ferienkinder erfolgt Montag. den 3. September, nachmittags 4.30 Uhr im engl. Vereinshause zu Bochum. Mühlenstraße. Die Anmeldung für den letzten Kindertransport aus Ostpreußzen findet statt vom 2. bis 14. September täglich um 9 Uhr vormittags im Vereinshause. Mühlenstraße. Kleinrentner, Bochum. Mittwoch, 5. Sept., nachm. 3.30 Uhr. Bürgerges. Versammlung. Grüne Harte mitbringen.) Der Weg NORBERI der Maria Keim ROMAN VON HELENE Berlagsanstalt Manz, Regensburg 43. Fortsetzung Daheim traf er sein junges Weib über einem Stoß Flickwäsche. Gesund und glücklich sah die Liese inmitten ihrer Kleinen aus. Die frauliche Fürsorge kleidete sie gut. Behaglich war es in ihrer Nähe. Aus vier Kehlen jubelte dem Vater das frohe „Grüß Gott!“ entgegen. Liese legte das Hemöchen, an dem sie genäht hatte, aus den Händen. „Bist bald fertig, Hanfl?“ fragte sie den Kleinen, der mit feuerroten Wangen und ungeschickten Fingern seine Aufgabe malte. „Gleich, Mutter!“ Die beiden Mädchen knieten auf der Bank und stemmten die Ellbogen auf den Tisch; das Gesicht in die kleinen Händchen gestützt, sahen sie andächtig Hansels Schreibübungen zu. Endlich war es geschafft! Zufrieden reichte er sein Heft dem Vater. „Da ist dir wohl der Wind ein bißl in die Buchstaben g'fahren?“ fragte er gutmütig. Die Liese sah ihrem Manne über die Achsel. „s ist ein Gfrett mit dem Buben! Ich mein', er hat zwei linke Hände.“ Dem Hanfl schossen die Tränen in die Augen. Seltsam empfindsam war das Kind. „Na, na. lass' gut sein," tröstete ihn die Mutter. Kein G'lernter ist vom Himmel gefallen. Es ist uns auch nicht anders ergangen; nachher erzähle ich dir dafür eine Geschichte.“ Sofort waren die Tränen versiegt und auch über die Gesichter der Mädchen huschte ein Sonnenscheinchen. „Morgen ist der Resl ihr Geburtstag: hast schon drangedacht, Frau?“ Rasch musterte die Liese den Kalender. Richtig! Offen gestand sie: „Diesmal hätt' ich ganz vergessen; da müssen die Kinder heute noch für ihre Mutter beten.“ Der Kreuzhofer richtete sich seine Abendarbeit vor. Er besohlte selbst die Schuhe der SeinenBald stand die Abendsuppe auf dem Tisch. Liese füllte ein paarmal den Teller ihres Mannes. „Iß nur, lass' dirs schmecken," forderte sie ihn ein jedesmal auf. Sie wußte, er hatte schwere Arbeit zu leisten; trotzdem hatten sich die hageren Wangen in den letzten Jahren ein wenig gerundet. Dadurch war auch ein Teil der alten Sorgenfalten verschwunden. Nur heute grub sich eine neue, unbekannte um seinen Mund. Immer wieder wanderte der Blick des jungen Weibes zu der fremden Furche. Während es das Abendgeschirr spülte, bettelten schon die Kinder um die versprochene Geschichte. Blitzblank war es wieder in der Küche, ehe sich die Liese an den Tisch niederließ. „Kommst ihnen nit aus, Frau," mahnte nun auch schon der Mann.„Mußt bein Versprechen schon wahrmachen.“ Einen Augenblick ruhte die Arbeit in Lieses Schoß. Ihre guten Augen wanderten von einem zum andern. Dabei dachte sie an das stillgewordene Mutterherz. Ob ihre Vorgängerin wohl zufrieden mit ihr sein würde, könnte sie in diesen Räumen noch einmal Einkehr halten? Ganz leicht schlug ihr Herz da bei diesem Gedanken. Die Lebende und die Tote waren sich nahe, waren eins in einer Liebe. Sie erhob sich und holte das Bild der Verstorbenen. Drei Zweige Apfelblüten stellte sie an dessen Seite. Ein wenig frisches Wasser goß sie noch rasch in das Glas, dabei versprach sie still und innig: „Die Blüten sind so lieb und rosig wie beine Kinder, Frau Theres', und keines soll ein taubes Blühen haben.“ Mit dem Zeigefinger wies sie auf das geschmückte Bild: „Morgen hat Mutter Geburtstag!“ Der Blick Hansels irrte verlegen in der Küche herum. Es ging ihm etwas gar nicht in den Kopf. Etwas, das ihm, seinem Gefühl nach, auch nicht über die Lippen wollte; war er doch des Besitzes von Mutter Liese heilfroh. Endlich drückte ihm die Frage aber doch fast das kleine Herz ab und er stieß, ein wenig maulend und ratlos hervor: „Warum ist Mutter nicht bei uns geblieben?“ Das junge Weib lehnte sich zurück. Sein Blick durchforschte Fernen. „Warum?“ erwiderte es still. Ins Märlein kleidet es die Antwort: „Weißt, Hansele, der Himmel hat gar ein seltsames Reich. Eines, das voll ist von einem wunderlieben, lichten Blühen, Duften, Singen, Freuen und Jubilieren. Alle Blumen, über die der Fuß des lieben Jesus auf Erden gegangen ist, jeder Strauch, an dem die liebe Mutter Maria gerastet hat, haben ihre Sämlein auf dem Sonnenweg in dieses Reich geschickt. Die Sternlein, die in der Christnacht vor mehr als neunzehnhundert Jahren der heiligen Mutter schaft Marias ihr Glänzen und Funkeln dargebracht haben, leuchten in diesem Reich. Keines ist am Erdenfirmament zurückgeblieben, denn sie wollten alle nur mehr Mütter schauen. die ihre Kindlein lieben. Und ihr müßt wissen, daß in dieses Reich nur eine Mutter eingehen kann. Niemand sonst, nur eine Mutter! Von jedem Tabernakel der Welt geht ein Lichtstrahl dorthin; denn keine Liebe auf Erden gleicht der Liebe des Heilandes so, als die der Mutter. Auf diesen Lichtstrahl könnt' ihr eure Grüßchen legen. Millionen und Millionen solcher Grüße wandern so täglich ins ewige Mutterland. Die Apfelblüten hier vor dem Bilde sind schön; aber tausendmal schöner sind die Blumen, die um die Mutter im Himmel blühen. Ihr Weiß gleicht den hellen, durchsichtigen Muttertränen, in die sich die Reinheit der Engel spiegelt; ihr Rot dem Herzblut einer Mutter; das Grün ihrem unverzagten Hoffen und Vertrauen; das Blau ihrer Treue; das Gold ihrem Glücke, und so geht es Blüt' um Blüt' weiter. Und alle haben ihren besonderen Duft, wie man ihn nie in unserer Welt findet Die Englein singen und geigen dort das Lied der ewigen Mutterliebe. Dies ist so wunderbar, daß die lieben Heiligen lauschend stehen bleiben und Gott in der Mutter preisen. Will nun so eine müde, geplagte Erdenmutter in dieses Reich eingehen, muß ihr Schutzengel ein goldenes Krüglein vorweisen. In dieses sammelt er von dem Augenblicke an, wo Gott der Mutter ein Kindlein schenkt, ihre Tränen und Opfer, die sie für das Kindlein weint und bringt. Das Krüglein reicht für ein ganzes Leben. Bei mancher Frau wird es nie voll; die ist dann für immer von dem Reiche, in dem Gott dem braven Mutterherzen vergelten will, ausgeschlossen. Bei mancher Mutter, wie bei eurer, wird das Krüglein im Uebermaß der Liebe vorzeitig voll. Da erbarmt sich dann der liebe Gott und holt die Mutter vor der Zeit zu sich heim. Denn eine Mutterträne, ein Mutteropfer darf nie verloren gehen. Das ist ein ewiges Gesetz. Solche Mütter dürfen frühzeitig ausruhen von aller Müh' und Plag'; sie gehen ein in ihr Reich, in dem Mutter Maria Königin ist. Auch neben mir steht mein Schutzengel mit dem goldenen Krüglein, und so lange werde ich bei euch bleiben, bis mein Krüglein voll ist.“ Die Liese schwieg und der Kreuzhofer wischte sich mit der schmutzigen Hand eine Träne aus dem Gesicht. Die Kleinen schmiegten ihre Köpflein in Mutters Schoß und sie strich still und segnend darüber hin. Nur der kleine Hansel sah unverwandt auf die Verstummte. Eine ganze Weile hatte dieses Schauen gedauert, dann sagte er schlau und energisch: „Mutter, wir tun dich nie giften, damit dein Schutzengel kein' einzigen Tropfen erwischt." Liebe, kleine Kinderunschuld! Flugs lag ein Glückstränlein im goldenen Kruc lein.— Liese stand auf und küßte die Kinder. „Wir wollen Mutter im Himmel grüßen!“ Ein Ave=Maria sprachen sie, und Frau Therese lächelte aus Himmelshöhen den Ihren zu. Brave, tapfere Liese! Auch heute lehnte der Sandmann am Fenster. Er hatte über dem Zuhören das Streuen und Weiterwandern vergessen. Ehrfürchtig verbeugte sich der eisgraue Uralt vor der schlichten Frau.— „Die Mutterliebe,— ja, die Mutterliebe!“ murmelte er leise. Dann tat er mit unsäglicher Sorgfalt sein rühsames Werk. Flink fielen die kleinen Aeuglein zu. Liese brachte die Kleinen zur Ruh. Auch sie kämpfte mit dem Schlaf.— Trotzdem „Mann, du hast Sorgen," sagte sie leis. Der Kreuzhofer sah sie unschlüssig an. „Ich weiß nicht, ob ich reden soll.“ Zu deinem Weib immer!“ entgegnete sie fest. Entschlossen richtete er sich auf. „Liese morgen kommen die Lonnert, und die Arbeitslosen wollen sich alle in Göll zusammenrotten.— ohne daß die Lonnert Kenntnis davon erhalten sollen. Gleichzeitig setzt der Generalstreik ein. Wer lann, marschiert mit an. Sie gehen schlau ans Werk; werden geteilt, in unauffälligen Trupps den Weg hiehet nehmen. Sie wollen die Lonnert überrumpeln; Me zur Verhandlung zwingen. Aber ich kann mir nit helfen, mir g'fallt die Sache nicht. Die Leute sind zu hitzig. Ob das wirklich so harmlos abgehen wird „Nein, Mann!" entgegnete Liese, blaß „Wozu die Heimlichtuerei? Scheuen sie die Behörden und wollen sie sich freie Handlung sichern? Eine, die mit dem Recht nichts zu tun hat? Anders kann iche mir nicht erklären.“ FFortsetzung kolat) Worklauk de vom 28. Auf Grund der Verord von Arbeitsplätzen vom 10. blatt I Seite 786) ordne Reichswirtschaftsministers ministers folgendes an: Abschi Geltungsbereich S (1) Die Vorschriften die alle privaten und öffentlich tungen Anwendung, welche beschaftigen. 2) Ausgenommen sind und Forstwirtschaft, soweit andres bestimmt ist, die Schiffe der See=, Binnen(3) Die Vorschriften der Anwendung auf Beschäftig dem Führer des Betriebs Ebegatten, Kindern, Eltern Abschn Austausch von 3 Jeder Führer eines B verpflichtet, die Zusammen zu den von dem Präsidente Arbeitsvermittlung und Ar geordneten Zeitpunkten zu 1 sich darauf zu erstrecken, ol derung der Arbeiter und 8 sichtigung der betriebstechni Erfordernisse seines Betri seiner, einzelnen Abteilun besichtspunkten gerecht wird schäftigung arbeitoloser älte stellten, insbesondere kind gegenuber Arbeitern und An= erfordern. Zu den Erforder waltung) gehört auch die behrlichen Nachwuchses an deten Facharbeitern und Ar (1) Die Prüfung im S it in allen Betrieben(Ver Laufe des Monats Septem Das Ergebnis dieser Prüfun zeit angeordneten, weiterr Fü ter des Betriebs(Vern legen und auf Verlangen de valtung) zuständigen Arbe S Bei der Freimachung vo leronen unter 25 Jahren Senracht zu lassen: l. Verheiratete männlich gestellte. ! Arbeiter und Angestell beitsverdienst zur Unte tgliedern wesentlich Arbeiter und Angestellt tehen oder das Lehrve= als einem Jahr beend ( Arbeiter und Angestell Dienst aus der Wehrm b. Arbeiter und Angestel Jahr im Freiwilligen wesen sind, 6 Arbeiter und Angestell Jahr in der Landhilse 7. Arbeiter und Angestel kreis der Sonderaktion a) Angehörige der SA sozialistischen Deuts (Stahlhelm), sowe bereits vor dem 30 bar angehörten, b) Mitglieder der NS nummer 1—500 000. c) Amtswalter(politi bereits vor dem 30. walter(politische L §5 (1) Glaubt das Arbeitso betriebes(Verwaltung)d paragraphen 2 bei der P Rechnung getragen hat, so dald durch Verhandlungen Fetriebs(Verwaltung) eine dabei keine Einigung so hat das Arbeitsamt die sen dem Landesarbeitsamt leger del, do, in welchem un taum ein Arbeitsplatzaust haltung) vorzunehmen ist. (3) Gegen diese Entsche Setriebs(Verwaltung) in Leichwerde beim Präsider Arbeitsvermittlung und 2 legen. Die Beschwerde1 Der Präsident der Reichsa 1) Der Präsident der welchen Behörden und 2 ne Arbeitsämter undd dren Verhandlungen und Benehmen zu setzen! das Ergehnie Lautet frerh 2 oder einer Entsche die staatspolitis atz von Arbeitern und Jahren durch ältere Arbeit Führer des Betriebo rausch unter Vermeidung1 zu leiten „1/ Der Ful 9 rechtzeitia darüber ins 8 Entlassung senen lummenhoff f. atsversaammlung des 7 am Samstag abend onig trug in ihrem er= se Note. Der Vereinsent Broicher mußte terbotschaft übermitteln, Vereins, Generalmajor erlin im Alter von 71 der Vereinsführer wideinen warmen Nachzu Bochum geboren, dene nach Absolvierung der militärischen Laufjunker in das Weinali7 ein. Zum Oberleut= kummenhoff drei Jahre Hauptmann und Komr und Bataillonskomregiment 3, war Lehrer el wurde am 1. Oktober und Kommandeur des rieregiments befördert ziment im August 191 von wurde er mit dem isgezeichnet, weil er bas nes der stärksten franimpfte, daß ein schon das Fort unterbleiben ng des Forts Troyone er das Eiserne Kreuz ktober 1914 zum Oberst nahm er als Generaler Verstorbene erfreute der Heimat wegen seiall seinen Soldaten. er größten Belicotbeit. enhoff ist ein kerndentRegimentsführer und beimgegangen, dem die die Bochumer Fußer 7 bewahren werden. Die d die Gedenkworte entalte Krieger, die beim unterstanden baben. verehrungswürdigen he Wertschätzung ent= Versammlung wurde Barbarafest am 8. Deraden König zu feiern. nd kameradschritlichen n. Am Sonntag. 16. 1 sich an der Artilleriihner Heide beteiligen. ehemalige Fußer au ieser Artilleristenabend 1 Kundgebung für die veren dentschen Waiie r Waffentaten des Fuausttagen des Jahre kinder aus Ostpreußen. 1 für die am 9. Sept. erfolgt Montaa. den 30 Uhr im engl. Verlenstraße. Die Anmeltransport aus Ostpreu. September täglich um nshause. Mühlenstraße. twoch, 5. Sept., nachm. imlung. Grüne Harte Auslausch von Arbeitsplätzen Die Regelung durch den Präsidenten der Reichsanstalt zeitig ausruhen von t ein in ihr Reich, in Schutzengel mit dem ge werde ich bei euch ist." kreuzhofer wischte sich Träne aus dem GeKöpflein in Mutters tend darüber hin. unverwandt auf die hatte dieses Schauen nd energisch: giften, damit dein en erwischt.“ t im goldenen KrügKinder. mel grüßen!“ und Frau Therese Ihren zu. nann am Fenster. Er Streuen und Weitereisgraue Uralt vor Mutterliebe!“ murSorgfalt sein ruhlein zu. Liese brachte e kämpfte mit dem te sie leis. üssig an. soll.“ gegnete sie fest. onnert, und die Arzusammenrotten.— avon erhalten sollen. ik ein. Wer kann, lau ans Werk; werpps den Weg hieher rt überrumpeln; sie rich kann mir nit cht. Die Leute sind tlos abgehen wird lese, blaß geworden. ten sie die Behörden sichern? Eine, die Anders kann ich es tetzung kolo* Worklaut der Anordnung vom 28. August Auf Grund der Verordnung über die Verteilung von Arbeitsplätzen vom 10. August 1934(Reichsgesetzblatt I Seite 786) ordne ich mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers und des Reichsarbeitsministers folgendes an: Abschnitt I Geltungsbereich der Anordnung §1 (1) Die Vorschriften dieser Anordnung finden auf alle privaten und öffentlichen Betriebe und Verwaltungen Anwendung, welche Arbeiter und Angestellte beschaftigen. 2) Ausgenommen sind die Betriebe der Landund Forstwirtschaft, soweit in der Anordnung nichts andres bestimmt ist, die Haushaltungen und die Schiffe der See=, Binnen= und Luftschiffahrt (3) Die Vorschriften der Anordnung sinden keine Anwendung auf Beschäftigungsverhältnisse zwischen dem Führer des Betriebs(Verwaltung) und dessen Ehegatten, Kindern, Eltern, Voreltern. Abschnitt II Austausch von Arbeitoplätzen Jeder Führer eines Betriebs(Verwaltung) ist verpflichtet, die Zusammensetzung seiner Gefolgschaft zu den von dem Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung angeordneten Zeitpunkten zu prüfen. Die Prüfung hat sich darauf zu erstrecken, ob die altersmäßige Gliederung der Arbeiter und Angestellten unter Berücksichtigung der betriebstechnischen und wirtschaftlichen Erfordernisse seines Betriebs(Verwaltung) oder seiner, einzelnen Abteilungen den staatspolitischen Gesichtspunkten gerecht wird. die eine bevorzugte Be schäftigung arbeitoloser älterer Arbeiter und Angestellten, insbesondere kinderreicher Familienväter, gegenuber Arbeitern und Angestellten unter 25 Jahren erfordern. Zu den Erfordernissen des Betriebs(Verpaltung) gehört auch die Sicherstellung des unentbehrlichen Nachwuchses an ordnungsmäßig ausgebildeten Facharbeitern und Angestellten. S 3 (1) Die Prüfung im Sinne des Paragraphen 2 it in allen Betrieben(Verwaltungen) erstmalig im Laufe des Monats September 1934 durchzuführen. Las Ergebnis dieser Prüfung sowie die in der Folge" angeordneten weitern Prüfungen sind vom ter des Betriebs(Verwaltung) schriftlich festzulegen und auf Verlangen dem für den Betrieb(Verhaltung) zuständigen Arbeitsamt vorzulegen. s Bei der Freimachung von Arbeitsplätzen, die mit teronen unter 25 Jahren besetzt sind, sind außer denacht zu lassen: l. Verheiratete männliche Arbeiter und Angestellte. Arbeiter und Angestellte, die durch ihren Arbeitsverdienst zur Unterhaltung von Familienmitgliedern wesentlich beizutragen haben, * Arbeiter und Angestellte, die im Lehrverhältnis tehen oder das Lehrverhältnis erst vor weniger als einem Jahr beendet haben, * Arbeiter und Angestellte, die nach ehrenvollem Dienst aus der Wehrmacht ausgeschieden sind, d. Arbeiter und Angestellte, die mindestens ein Jahr im Freiwilligen Arbeitsdienst tätig gewesen sind, 6 Arbeiter und Angestellte, die mindestens ein Jahr in der Landhilfe tätig gewesen sind. 7. Arbeiter und Angestellte, die zum Personenkreis der Sonderaktion gehören, und zwar: a) Angehörige der SA. SS und des Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm), soweit sie diesen Verbänden bereits vor dem 30. Januar 1933 nachweisbar angehörten, b) Mitglieder der NSDAP mit der Mitgliedsnummer 1—500 000. c) Amtswalter(politische Leiter), soweit sie bereits vor dem 30. Januar 1933 als Amtswalter(politische Leiter) tätig waren. 8 5 (1) Glaubt das Arbeitsamt, daß der Führer des betriebes(Verwaltung) den Gesichtspunkten des saragraphen 2 bei der Prüfung nicht ausreichend nechnung getragen hat, so hat das Arbeitsamt alsund durch Verhandlungen mit dem Fuhrer des ctriebs(Verwaltung) eine Klärung herbeizuführen. nommt dabei keine Einigung der Auffassung zustande, so hat das Arbeitsamt die gegensätzlichen Auffassun s dem Landesarbeitsamt zur Entscheidung vorzu(2) Der Prasident des Landesarbeitsamts entsmeidet, ob. in welchem Umfang und in welchem Zeitsaum ein Arbeitsplatzaustausch in dem Betrieb(Verbaltung) vorzunehmen ist diese Entscheidung kann der Führer des etriebs(Verwaltung) innerhalb von zwei Wochen Seschwerde beim Präsidenten der Reichsanstalt für atbestsvermittlung und Arbeitslosenversicherung einsen. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung. er Präsident der Reichsanstalt entscheidet endgültig. der Präsident der Reichsanstalt bestimmt, mit die Gehörden und Wirtschaftsorganisationen sich arbeitsämter und die Landesarbeitsämter bei Verhandlungen und vor ihren Entscheidungen Benehmen zu setzen haben. 8 eaullet das Ergehnie der Prüfung nach Para7ry. oder einer Entscheidung nach Paragraph 5 Ssen, daß die staatspolitischen Gesichtspunkte einen von Arbeitern und Angestellten unter 25 de durch ältere Arbeitskräfte erfordern, so hat rührer des Betriebs(Verwaltung) diesen Ausunter Vermeidung unbilliger Härten in die g.2. Fühter der Betriebs(Verwaltung) hat darubereitig mit dem zuständigen Arbeitsamt 2 ins Benehmen zu setzen, ob und wann den sen massung kommenden Arbeitern und Angestellsanders Arbeitsplätze in der Wirtschaft, beers in der Landwirtschaft, im Freiwilligen Arbeitsdienst oder in der Landhilfe, bei weiblichen Arbeitskräften auch in der Hauswirtschaft, angeboten werden können. (2) Die Maßnahme darf nicht zu einer Verminderung der Gefolgschaft oder zu einer unfreiwilligen Arbeitslosigkeit der zur Entlassung kommenden Arbeitskräfte führen. 8 8 (1) Die durch den Arbeitsplatzaustausch freigewordenen Arbeitsplätze sollen mit arbeitslosen ältern Arbeitern und Angestellten, in der Regel mit Familienvätern, insbesondere mit kinderreichen, besetzt werden. Den Familienvätern stehen Mütter gleich, die Ernährer ihrer Kinder sind. Langfristig arbeitslose und auf öffentliche Unterstützung angewiesene Arbeiter und Angestellte sind besonders zu berücksim tigen (2) Der Betrieb(Verwaltung) fordert die zur Besetzung der freigewordenen Arbeitsplätze nötigen Arbeitskräfte beim zuständigen Arbeitsamt an Dieses hat für jeden Arbeitsplatz dem Betrieb(Verwaltung) Arbeitskräfte, die den Erfordernissen des Betriebs(Verwaltung) entsprechen, zur Einstellung zuzuweisen. Die Auswahl unter den Zugewiesenen steht dem Betrieb(Verwaltung) zu. Dieser kann auch Arbeitslose namentlich beim Arbeitsamt anfordern, doch hat das Arbeitsamt vor der Zuweisung zu prüsen, ob diese namentlich angeforderten Arbeitslosen den besondern Voraussetzungen entsprechen. (3) Weist das Arbeitsamt innerhalb von drei Tagen seit der Anforderung keine Arbeitskräfte zu, so kann der Betrieb(Verwaltung) die Einstellung unmittelbar vornehmen. Er hat alsdann dem Arbeitsamt von der Einstellung unverzüglich Mitteilung zu machen und dabei klarzustellen, daß die Eingestellten den Voraussetzungen entsprechen. Abschnitt III Einstellung von Arbeitern und Angestellte unter 25 Jahren § 9 Männliche und weibliche Personen unter 25 Jahren dürfen nur mit vorheriger Zustimmung des zuständigen Arbeitsamts als Arbeiter oder Angestellte in den Betrieb(Verwaltung) eingestellt werden § 10 Die Zustimmung ist nicht erforderlich bei Ein stellung von Lehrlingen, sofern mit diesen ein ordnungsmäßiger schriftlicher Lehrvertrag von mindestens zweijähriger Dauer abgeschlossen oder der Abschluß eines solchen Lehrvertrags binnen vier Wochen nach Beginn der Lehrzeit vereinbart ist. Kommt der Lehrvertrag innerhalb der angegebenen Frist nicht zustande, so ist die Weiterbeschäftigung des Jugendlichen als ungelernter Arbeiter oder Angestellter nur mit Zustimmung des Arbeitsamts zulässig. § 11 (1) Der Antrag auf Zustimmung ist von dem Führer des Betriebs(Verwaltung) bei dem zustän digen Arbeitsamt zu stellen. (2) Der Führer des Betriebs(Verwaltung) hat verantwortlich zu prüfen, ob die Einstellung von Arbeitern und Angestellten unter 25 Jahren bei Berücksichtigung der im Paragraphen 2 aufgestellten Grundsätze notwendig ist. In dem Antrag hat der Führer des Betriebs(Verwaltung) anzugeben, wieviel Angestellte über 25 und unter 25 Jahren, nach Geschlechtern getrennt, im Zeitpunkt der Antragstellung in dem Betrieb(Verwaltung) oder der Betriebsabteilung tätig sind. Er hat weiter die Erklärung abzugeben, daß nach seiner pflichtgemäßen Prüfung die beantragte Einstellung der Arbeiter und Angestellten unter 25 Jahren nötig ist. § 12 Bei der Prüfung des Antrags hat das Arbeitsamt, besonders wenn es sich um nichtfachlich ausgebildete Arbeiter und Angestellte handelt, die Gesichtspunkte des Arbeitseinsatzes zu berücksichtigen, die gegen einen Zuzug nach Großstädten und Industriebezirken mit großer Arbeitslosigkeit und gegen einen Abzug vom Lande sprechen. § 13 Das Arbeitsamt kann seine Zustimmung insbesondere an die Bedingung knüpfen, daß bei der Einstellung von Personen unter 25 Jahren solche zu bevorzugen sind, die 1. nach ehrenvollem Dienst aus der Wehrmacht ausgeschieden sind oder 2. der Sonderaktion(§ 4 Ziffer 7) angehören oder 3. mindestens ein Jahr im Freiwilligen Arbeitsdienst tätig gewesen sind oder 1. mindestens ein Jahr in der Landhilfe tätig gewesen sind, sofern sie nach ihrer Vorbildung den entsprechenden Berufen angehören. Diesen Personen stehen gleich Arbeiter und Angestellte unter 25 Jahren, die freiwillig aus dem Betrieb(Verwaltung) ausgeschieden sind, um ihren Arbeitsplatz für ältere Volksgenossen freizumachen und mindestens ein Jahr lang in der Land= und Forstwirtschaft tätig waren. § 14 Glaubt das Arbeitsamt die Zustimmung zur Einstellung versagen zu müssen, so greift das Verfahren des Paragraphen 5 Platz. § 15 (1) Für jeden Arbeitsplatz, der mit einem Arbeiter oder Angestellten unter 25 Jahren besetzt werden darf, hat das zuständige Arbeitsamt dem Betrieb (Verwaltung) auf seine Anforderung Arbeitskräfte, die den Erfordernissen des Betriebs(Verwaltung) entsprechen, zur Einstellung zuzuweisen. Gegenüber andern Bewerbern sind bei gleicher Eignung Personen, die nach ehrenvollem Dienst ohne Berechtigung für einen Versorgungsschein aus der Wehrmacht ausgeschieden sind, den Betrieben(Verwaltungen) bevorzugt zuzuweisen. (2) Paragraph 8 Absatz 2 und 3 findet sinngemäß Anwendung. Abschnitt IV Leistungsausgleich für ältere Angestellte § 16 (1) Werden auf Arbeitsplätze, die bisher mit Angestellten unter 25 Jahren besetzt waren, arbeitslose, sachlich vorgebildete männliche Angestellte über 40 Jahre eingestellt, die in den letzten drei Jahren vor der Einstellung länger als zwei Jahre Arbeitslosenunterstützung aus öffentlichen Mitteln erhalten haben, so können dem Betrieb(Verwaltung) auf Antrag zum Ausgleich von Minderleistungen der Neueingestellten Zuschüsse(Leistungsausgleich) aus Mitteln der Reichsanstalt gewährt werden. (2) Ein Leistungsausgleich kommt nicht in Betracht bei Einstellungen in öffentliche Verwaltungen, bei Einstellungen, die auf namentlichen Anforderungen der Betriebe beruhen, bei Einstellungen in Saison= und Kampagnebetriebe. (3) Der Leistungsausgleich beträgt für einen neueingestellten kinderlosen Angestellten über 40 Jahre im Monat höchstens 50 Mark. Er ist zu kürzen, wenn das Arbeitsentgelt im Monat weniger als 100 Mark beträgt. Der nach Satz 1 und 2 festgesetzte Betrag erhöht sich um 5 Mark für jedes unter 16 Jahre alte Kind des Neueingestellten. Der Leistungsausgleich endet für den einzelnen Neueingestellten mit Ablauf des sechsten Monats, vom Tage der Einstellung ab gerechnet. Abschnitt V. Landwirtschaft § 17 (1) Die Arbeitsämter haben die in der Land= und Forstwirtschaft vorhandenen offenen Stellen, soweit sie nicht durch land= und forstwirtschaftliche BerufsDie wunderlichen Astors Zwei merkwürdige Heiraten— Eine spleenige Generalprobe zu der Trauung John J. Astors mit Miß Ellen French, der Tochter eines ruinierten Wallstreet=Bankiers, hat in Amertka zweifellos mehr Aufsehen erregt, als die pompöse Hochzeitsfeier selbst. Wer von den geladenen Gästen nicht zur Generalprobe erschien, war von der offiziellen Feier am nächsten Tage unweigerlich ausgeschlossen. Selbst den Pastor, der sich zu solcher, im Grunde unwürdigen Komödie nicht hergeben wollte, hatte man durch einen gewissen Druck bewogen, seinen Widerstand fallen zu lassen Diese Art der Eheschließung, der bekanntlich eine skandalöse Entlobung mit einer anderen jungen Millionärin vorausgegangen war, entsprach übrigens ganz der Tradition der Astors, denn auch der Stammvater des Hauses Astor war auf eine mehr als merkwürdige Art zu seiner Ehe gekommen. Man schrieb das Jahr 1650. Damals entschloß sich eine junge reiche Engländerin, mit ihrem Bräutigam über den großen Teich zu fahren, um dann drüben zu heiraten. Warum die junge Dame zu diesem Zweck ausgerechnet erst über den Ozean fahren mußte — was damals keine so leichte und bequeme Angelegenheit war wie heute— ist nicht bekannt geworden; aber vielleicht hatte auch sie schon einen Spleen. Sie gab jedenfalls dem Kapitän des Schiffes ihr Vermögen von 20000 Gulden in Verwahrung und sah nun dem Tage der Abfahrt mit Zuversicht entgegen. Vor der Abfahrt geschah jedoch etwas uner wartetes. Ihr Bräutigam verlangte nämlich plötzlich wenigstens einen Teil des Geldes heraus. Vielleicht war ihm die Sache nicht ganz geheuer, vielleicht war er wirklich ein Schuft. Seine Braut sedoch lehnte dieses Ansinnen rundweg ab, worauf die Verlobung noch an Bord rückgängig gemacht wurde Die resolute Miß ließ den Freier ohne Bedauern ziehen, ja, sie hat sich sogar, wie es scheint, so wenig aus diesem Zwischenfall gemacht, daß sie noch an Ort und Stelle sofort nach Ersatz suchte. Sie ging zur Reeling hinüber und hielt an die vielen Menschen, die dort unten zur Abfahrt und zum Abschiednehmen am Quat sanden, eine Ansprache, in der sie ruhig von dem eben Vorgefallenen erzählte und die jungen Männer, die bereit seien, in die Fußstapfen des - Aus Absturs werden Astors Engländerin anderen zu treten, aufforderte, sofort an Bord zu kommen und mit nach Amerika zu fahren. Es sollen sich der Ueberlieferung gemäß eine ganze Menge junger unternehmungslustiger Burschen als Anwärter gemeldet haben. Nun, 20 000 runde, harte Gulden sind damals ein hübscher Batzen Geld gewesen. Sie kamen alle herauf und mußten nun vor der heiratswütigen Engländerin vorbeidefilieren. Einer fand schließlich Gnade vor den Augen der jungen. Es wird berichtet, daß er auffallend gut ausgesehen und einen intelligenten Eindruck gemacht habe. Der Sieger in diesem merkwürdigen Wettbewerb aber war kein anderer als der nach England ausgewanderte junge Italiener Abstur, von Beruf Tischler, der nun gleich an Bord blieb und, ohne sich von irgend jemand verabschiedet zu haben, oder sonstwie seine Sachen zu ordnen, die Fahrt ins Ungewisse und ins Glück— wie wir heute wissen— antrat. Abstur stammte in direkter Linie von den Torrtanis, einer ehedem mächtigen adligen Familie Norditaliens ab. Diese Familie hatte ihren Namen von ihrem Schloß Dalla Torre, lateinisch abs turre. und hatte sich im 13. Jahrhundert vorübergehend sogar zu Herren der Stadt Mailand aufgeschwungen Aus Mailand sind die Torrianis dann von aufsässigen Lehnsleuten vertrieben worden. Sie wurden für vogelfrei erklärt und irrten lange im Lande herum. Man nahm ihnen alles weg. so daß sie außer Landes gehen mußten. So kamen sie zuletzt nach England, wo sie sich niederließen und Handwerker wurden. Da das Lateinische zu jeder Zeit Weltsprache gewesen ist, nahmen sie den Namen Absturre an der allmählich in Abstur verkümmerte. Und in dem gelobten Lande Amerika, wohin dieser junge Abkömmling einer alten, flüchtigen Adelsfamilie auf so sel: same Weise geraten war, sind nun im Laufe der Zeit aus den Absturs die Astors geworden. Der Blitz schlug in den Regenschirm Beim Besuche des Friedhofes schlug in Rüsselsheim einem älteren Mann während eines Gewitters der Blitz in den Regenschirm. Die Metallstangen des Schirmeo schmolzen Der Mann kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon. angehörige zu besetzen sind, der Unterbringung von Arbeitern und Angestellten unter 25 Jahren nutzbar zu machen, die aus nichtlandwirtschaftlichen Betrieben ausscheiden. (2) Die Vermittlung von Personen unter 25 Jahren in die Land= und Forstwirtschaft darf durch nichtgewerbsmäßige Arbeitsvermittlungseinrichtungen oder durch sonstige Stellen nur im Auftrage und nach den Weisungen des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung erfolgen. § 18 (1) Werden zur Mehreinstellung verheirateter land= und forstwirtschaftlicher Arbeiter neue Familienwohnungen erstellt, so kann dem Inhaber des land= und forstwirtschaftlichen Betriebs aus Mitteln der Reichsanstalt auf die Dauer von sechs Jahren ein jährlicher Zuschuß zur Verzinsung und Tilgung der Herstellungskosten gewährt werden. Der Zuschuß kann auch für eine Ersatzwohnung(Altenteilswohnung) gegeben werden, in die der bisherige Inhaber einer Landarbeiterwohnung eingewiesen wird, der ohne sein Verschulden in dem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr arbeiten kann. Der Zuschuß wird nur gewährt, solange die Familienwohnung mit verheirateten Landarbeitern besetzt ist, mit denen ein Arbeitsvertrag von mindestens einjähriger Dauer läuft. (2) Der Gesamtzuschuß für sechs Jahre darf die Hälfte der Herstellungskosten nicht übersteigen. Der Höchstbetrag des jährlichen Zuschusses ist 300 Mark. (3) Für Bauten des Reichs, der Länder, der Gemeinden und sonstiger öffentlic=rechtlichen Körperschaften werden keine Zuschüsse gewährt. § 19 Die Bestimmungen über den Leistungsausgleich (§ 16) gelten auch für arbeitslose verheiratete mannliche land= und forstwirtschaftliche Angestellte über 40 Jahre. Abschnitt VI. Schluß= und Strafbestimmungen § 20 Behörden, Organe von Versicherungsträgern und Fursorgeverbänden sowie Wirtschaftsorganisationen sind innerhalb ihrer Zuständigkeit verpflichtet, den im Vollzuge dieser Anordnung an sie gerichteten Ersuchen der Dienststellen der Reichsanstalt zu entsprechen. Diese Ersuchen dürfen sich sowohl auf den einzelnen Fall als auch auf allgemeine Feststellungen beziehen. § 21 (1) Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark wird der Führer des Betriebes(Verwaltung) bestraft, der die in§ 3.§ 8 Abs. 3 und§ 11 Abs. 2 vorgeschriebenen Mitteilungen und Erklärungen vorsätzlich oder fahrlässig nicht oder nicht rechtzeitig oder unrichtig oder unvollständig abgibt. (2) Mit Geldstrafe oder Gefängnis bis zu drei Monaten wird bestraft 1. der Führer eines Betriebes(Verwaltung), der Personen unter 25 Jahren ohne die erforderliche Zustimmung des Arbeitsamts einstellt, 2. der Führer eines Betriebes(Verwaltung), der entgegen einer nach§ 5 Abs.- und 3 ergangenen endgültigen Entscheidung vorsätzlich den Austausch von Arbeitskräften verzögert, 3. wer entgegen§ 17 Abs. 2 Personen unter 25 Jahren in Betriebe der Land= und Forstwirischaft vermittelt. (3) In den Fällen des Abs. 2 Ziffer 2 und 3 tritt die Verfolgung nur auf Antrag des für den Betrieb (Verwaltung) oder den Wohnsitz des Zuwiderhandelnden zuständigen Landesarbeitsamts ein. § 22 Von dieser Verordnung treten in Kraft: Abschnitt III für Betriebe(Verwaltungen), für die ein Vertrauensrat zu bilden ist, am 1. Oktober 1934. für die übrigen Betriebe(Verwaltungen) am 1. Januar 1935, Paragraph 17 Abs. 2 am 1. Januar 1935, die übrigen Bestimmungen am 1. Sept. 1931. Berlin, den 28. August 1934. Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung Dr. Syrup. Verordnung vom 10. August Auf Grund des Gesetzes über wirtschaftliche Maß nahmen vom 3. Juli 1934— RGBl. I S. 565— verordne ich im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister und dem Stellvertreter des Führers der NSDAP was folgt: §1 Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ist allein ermächtigt, die Verteilung von Arbeitskräften, insbesondere ihren Austausch, zu regeln. § 2 Einwirkungen anderer Stellen auf die Verteilung von Arbeitskräften sind verboten. Als Einwirkung gilt auch das Verlangen nach Auskünften, insbesondere auf Grund von Fragebogen. §3 Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung erläßt mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers und des Reichsarbeitsministers die erforderlichen Anordnungen und Richtlinien über die Verteilung der Arbeitokräfte. s Wer gegen die vorstehenden Bestimmungen und die auf Grund des§ 3 ergangenen Anordnungen verstößt, setzt sich der Bestrafung aus§ 2 des Gesetzes über wirtschaftliche Maßnahmen vom 3. Juli 1934— Reichsgesetzblatt I S. 565— aus. (2) Die Führer solcher Betriebe(Verwaltungen), für die ein Vertrauensrat zu bilden ist, haben bis zum 1. Oktober 1934 dem zuständigen Arbeitsamt auf einem besonderen Formblatt mitzuteilen, wieviel Arbeiter und wieviel Angestellte über und unter 25 Jahren, nach Geschlechtern getrennt, zurzeit der Prüfung in dem Betrieb(Verwaltung) tätig waren. Sie haben weiter die Erklärung abzugeben, in welchem Umfang und in welchem Zeitraum ein Austausch von Arbeitskräften vorgenommen werden soll. Sofern ein Betrieb(Verwaltung) mehrere örtlich oder betriebstechnisch voneinander getrennte Abteilungen hat, sind die Mitteilungen für jede dieser Abteilungen gesondert zu machen. Berlin, den 10. August 1931. Der Reichswirtschaftsminister Mit der Führung der Geschäfte beauftragt: Dr. Hsalmar Schacht, Prasident des Reichsbank=Direktoriums. Schalk für1 Montag, den 3. September 1934 Zum ersten Male geschlagen! In ihrem Länderkampf gegen Schweden muß die deuische Leichtathletik=Ländermannschaft sich mit ½ Punkten geschlagen bekennen Borchmeyer Doppelsieger Regenwolken ballten sich über dem Stockholmer Olympia=Stadion zusammen, als am Samstag der erste Leichtathletik=Länderkampf zwischen Schweden und Deutschland begann. Trotzdem waren 12 000 Zuschauer erschienen, ein neuer Beweis dafür, wie sehr die schwedisch Sportfreunde an der Begegnung mit Deutschland interessiert waren. Nach dem Aufmarsch der Teilnehmer erklangen die Nationalhymnen beider Völker, vom Publikum stehend angehört. Dann flatterten die deutsche und schwedische Flagge an den Masten empor. Die sportlichen Wettbewerbe konnten beginnen. Einen schönen deutschen Doppelerfolg gab es über 200 Meter. Borchmeyer gewann in 21,8 Sek., einer ausgezeichneten Zeit, vor dem Hamburger Schein(22.1) und den Schweden Strandberg(22,1) und Eriksson (22,6.) Um Zentimeter geschlagen Nach zwei Fehlstarts ging das Feld der 110 MeterHürdenläufer geschlossen auf die Reise. Sten Pettersson sicherte seinem Land in 14.9 Sekunden den ersten Platz. Zweiter wurde der Berliner Wegner in der gleichen Zeit, der nur wenige em im Rückstand lag. Lidmann (15,0) und Welscher=Frankfurt(15,1) belegten die nächsten Plätze. Im 800 Meter=Lauf hatte Deutschland großes Pech. Dr. Dessecker kam in der ersten Runde zu Fall, lag aussichtslos zurück, beendete das Rennen aber doch. um für Deutschland einen wertvollen Punkt zu retten. Sieger wurde der überragende Schwede Ny in 1:50,4 Minuten. Diese Zeit bedeutet schwedischen Rekord. Wennberg führte zuerst in flotter Fahrt. Nach halbem Wege ging Erik Ny an die Spitze und gewann unangefochten. Wennberg benötigte 1:52.7 Min. Der Ham burger König lief sehr brav, kam aber mit den beiden nie ganz mit und wurde in 1:55,2 Minuten Dritter. Desseckers Zeit betrug 2:13,8 Minuten. Nach diesen drei Kämpfen führte Schweden mit 18:15 Punkten. Doppelerfolg im Hochsprung Zwei erste Plätze im Hochsprung brachten Deutschland wieder die Führung ein. Weinkötz und Martens, unsere beiden Vertreter, übersprangen je 1,91 Meter. Die beiden Schweden schafften diese Höhe nicht, sie erreichten nur 1.88 Meter. Stand 23:21 für Deutschland. Unsere Vertretung vergrößerte ihre Führung im Kugelstoßzen. Der Berliner Wölke setzte sich mit dem weitesten Stoß von 15,26 Meter vor dem Schweden Ramquist mit 15,18 m und Hans Heinz Sievert mit 15.15 m an die Spitze. Vier durchaus gleichwertige Athleten lieferten sich einen stets offenen Kampf. Auch in den übrigen Würfen lagen die Kämpfer stets dicht beisammen. Mehner's überragender Lauf Die führende deutsche Position konnte durch einen glänzenden Lauf von Metzner über 400 Meter behauptet werden. In der Zielgeraden lag der Deutsche Meister bereits vorne. Der Schwede van Wachenfeldt, der seine Kräfte unterwegs zu sehr geschont hatte, machte in fabelhaftem Endspurt viel Boden gut, konnte aber den Deutschen, der in 47,9 Sek. als Sieger durche Ziel ging, nicht mehr gefährden. Van Wachenseldt erreichte mit 48,2 Sek. schwedischen Landesrekord. Dritter wurde Strömberg, der den Berliner Hamann auf den vierten Platz verwies. Nach diesem Wettbewerb war die deutsche Führung auf 36:30 Punkten ausgedehnt worden. Die Wechselmarke überlaufen In der 4 mal 100 Meter=Staffel gab es den erwarteten deutschen Sieg. Beim ersten Wechsel wurde die Wechselmarke von dem deutschen Läufer knapp übertreten, so daß das Kampfgericht den Lauf nicht aner kannte und in einer Sitzung darüber beschließen wird, was weiter geschieht. Die Entscheidung fällt am Sonntag. Den Weitsprung gewann Leichum, der mit 7.65 m den bestehenden deutschen Rekord des Leipzigere Long erreichte. Dieser erreichte die schöne Weite von 7,49 m und belegte damit den zweiten Platz. Hallberg anttauschte etwas. Er wurde mit 7.31 m Dritter vor seinem Landsmann Spensson(7,30 m). Syring schafft Sensation Allgemein hatte man damit gerechnet, daß der 5000 Meter=Lauf eine schwedische Angelegenheit werden würde. Das taktisch kluge Rennen des deutschen Rekordmannes Syring=Wittenberg brachte hier jedoch eine für uns angenehme Ueberraschung. Wahrend des größten Teils der Streche ließ Max Syring sich von den Schweden führen. Dann setzte er zur richtigen Zeit mit einem kraftvollen Endspurt ein und belegte in 14:54,4 Minuten den ersten Platz vor dem Schweden Johnsson(14:56,2). E. Pettersson wurde in 14:57,8 Dritter. In dieser illustren Gesellschaft hatte der Kölner Schüller nichts zu suchen. Er belegte in der wenig offenbarenden Zeit von 16:24.2 Min. den letzten Rang. Deutschland führt— die Staffel nicht eingerechnet — mit 50:38 Punkten. Die Ergebnisse des 1. Tages 200 m: 1. Borchmeyer=Bochum 21,8 Sek., 2. ScheinHamburg 22,1 Sek., 3. Strandberg=Schweden 22,1 Sek. (Brustbr.), 4. Erikson=Schweden 22.6 Sek. 8:3 Punkte für Deutschland. 110 m Hürden: 1. Sten Pettersson=Schweden 14.9 Sek., 2. E. Wegner=Berlin 14.9 Sek.,(Brustbr.), 8. Lidman=Schweden 15 Sek., 4. Welscher=Frankfurt 15,1 Sek. 12:10 Punkte für Deutschland. 800 m: 1. Ny Schweden 1:50,4 Min.(neuer schwedischer Rekord), 2. Wennberg=Schweden 1:52,7 Min., 83. König=Hamburg 1:55,2 Min., 4. Dessecher=Stuttgart (gestürzt) 2:13,8 Min. 15:18 Punkte für Schweden. Hochsprung: 1. Weinkötz=Köln und Martens=Kiel se 1.91 m. 2. Lundquist=Schweden und Bergström je 1.88 m. 23:21 Punkte für Deutschland. Kugelstoßen: 1. Woellke=Berlin 15,26 m. 2. Rampuist=Schweden 15,18 m. 3. Sievert=Hamburg 15,15 m, 4. Norrby Schweden 14,96 m. 30:25 Punkte für Deutschland. 100 m: 1. Metzner=Frankfurt 47,9 Sek., 2. Wachenfeld=Schweden 48,2 Sek., 8. Strömberg=Schweden 48,3 Sek., 4. Hamann=Berlin 48,8 Sek. 36:30 Punkte für Deutschland. Weitsprung: 1. Leichnum=Stettin 7,65 m. 2. Long Leipzig 7.49 m. 3. Hallberg=Schweden 7,31 m. 4. Spensson=Schweden 7,30 m. 44:33 Punkte für Deutschland. 5000 m: 1. Syring Wittenberg 14:54,4 Min.(neue Jahresbestleistzeit), 2. Jonsson=Schweden 14:56,4 Min., 3. Niels Pettersson=Schweden 14:57,8 Min., 4. SchüllerKöln 16:24.2 Min. 50:38 Punkte für Deutschland. 4 mal 100 m: 1. Deutschland mit 10 m Vorsprung vor Schweden.(Wegen Protest noch nicht gewertet). Gesamtergebnis nach dem ersten Tage: 50:38 Punkte für Deutschland. machte sich sast wahrend des ganzen Rennene der Berliner Bré verdient. 1500 m wurden in 4:26, 30000 m in 9:8 und 5000 m in 15:35 Minuten von dem bie dahin geschlossenen Quartett zurückgelegt. Erst sieben Runden vor Schluß konnte der Schwede Andersson das scharfe Tempo nicht mehr mithalten. In der letzten Runde versuchte Magnasson vergeblich, die beiden Deutschen abzuschütteln. Lediglich Bré siel einige Meter zuruck. aber Syring folgte dem Schweden wie ein Schatten. In der letzten Kurve stieß Magnasson noch einmal vor, aber auf den letzten 50 Metern wurde er von dem blendend spurtenden Deutschen Meister, der in der sür die schwere Bahn großartigen Zeit von 31:42.,8 das Zielband zerriß, niedergerungen. Bré hatte den dritten Platz stets sicher gegen den absallenden Andersson. 96%: 89» Punkte für Deutschland hieß es setzt aber jetzt kam das Hammerwersen, die Domane der Schweden, an die Reihe. Schwedischer Doppelerfolg Fieberhafte Spannung Der Großkampftag entsprach ganz der Bedeutung des großen Leistungsvergleiches. Mit 20 000 Zuschauern war das weite Rund des Stadions bis auf den letzten Platz gefüllt. In der Ehrenloge bemerkte man u. a. das schwedische Thronfolgerpaar und des Königs Enkel Prinz Gustav Adolf. Bereits am Vormittag hatte das Schiedsgericht seinen Spruch über die am Vortage gelaufene 4 mal 100 Meter=Staffel gefällt. Es wurde durch die Aussage des Bahnrichters festgestellt, daß Schein und Gillmeister beim ersten Wechsel die Markierung überlaufen hatten, und bestimmungsgemäß mußte die deutsche Staffel diequalifiziert werden. In echt sportsmännischer Gesinnung verzichteten jedoch die Schweden auf die ihnen zweisellos zustehenden vier Punkte, so daß man also bei der Wertung des zweiten Tages mit den Punktzahlen 50:38 für Deutschland begann. Nach dem feierlichen Einmarsch der beiden Mannschaften, dem Spielen der Nationalhymnen und dem Hissen der Landesflaggen begannen sogleich die Wettkämpfe. Scheele Sieger über 400 mtr. Hürden Der erste Entscheidung fiel im 400 Meter=Hürdenlauf und brachte durch den Sieg des Deutschen Meistere Scheele einen verheißungsvollen Auftakt für unsere Farben. Der Altonger gewann das Rennen von der Spitze an unangesochten in der guten Zeit von 54,2 vor dem Schweden Dahlgren, dessen Landsmann Lundgren bei der fünfte Hürde stolperte und viele Meter verlor. Der Wiesbadener Koppe machte bei der neunten Hürde einen bösen Rumpler und fiel dadurch auf den letzten Platz zurück. Obwohl uns der wertvolle Punkt verloren ging, lautete der Gesamtstand noch 55:43 Punkte. 8 Punkle im 100-Meler-Lauf Im folgenden 100 Meter=Lauf konnten die Schweden den erwarteten deutschen Doppelerfolg nicht verhindern. Erich Borchmeyer lag vom Start weg in Front und gewann auf der regenschweren Bahn sicher in 107 vor Hornberger in 10,9, der beide Schweden glatt hinter sich ließ. Deutschlande Führung wuche auf 63:46 Punkte an. Der folgende Dreisprung wurde eine sichere Beute der Schweden. Den ersten Platz belegte Erich Spensson mit 1408 m vor Holmberg mit 14.56 m. Der deutsche Meister Sottlieb kam auf 13,88 m. Leichum als Vierter erreichte 13,63 m. Weimann entläuschte Kaum gerechnet hatte man dagegen mit einem Schwedensieg im Speerwersen. Der gesundheitlich nicht auf dem Posten befindliche deutsche Meister und Rekordmann Gustav Weimann erreichte mit seinem besten Wurf nur 65,57 m, und wurde von dem Schweden Attervall mit 66,14 m übertroffen. Auch Stöch konnte nicht an seine bisherige gute Form anknüpfen. sondern hier lediglich mit seinen 64.50 m den zweiten sehr schwachen Schweden Ekengren sicher in Schach halten. Deutschlande Vorsprung von 71:60 Punkten schmolz aber noch weiter zusammen, da wir im folgenden 8000 Meter=Hindernislauf nicht mitzureden hatten. Der Ausgang des Rennens lag nur zwischen den beiden Schweden, von denen Larsson in 9:19.6 nur knapp gegen seinen Landsmann Ekman gewann. Dompert hielt sich sehr tapfer, lag aber doch am Schluß etwa 150 Meter hinter dem Schweden. Weitere 100 Meter zurück lief der deutsche Meister Görth als Vierter ein. Schweden hatte nun beträchtlich aufgeholt und im Gesamtstand 78:74 Punkte erreicht Schaumburg gut in Form Es kam dann der 1500 Meter=Lauf. Wohl war dem zur Weltklasse gehörenden schwedischen Rekordmann der Sieg nicht zu entreißen, aber Schaumburg und Paul belegten hinter ihrem großen Gegner die nachsten Platze. Ny führte fast vom Start bis ins Ziel und gewann in 3:55,2 vor Schaumburg(3:57) und dem dichtauf folgenden Stuttgarter Paul in 3:58,8. Erik Wennberg enttäuschte und kam auf den vierten Platz in maßiger Zeit. 79:74 Punkte lautete nun der Stand für Deutschland. Sievert zweiler im Diskus Nun kam das Diskuswersen. Der Erdbelag des Kreises war durch den langen Regen schwierig und glitschig geworden. Bei den kraftvollen Schwüngen wurden die Werfer über den Rand des Ringes hinausgeschleudert und verschiedene gute Würfe dadurch ungültig. Schwedens Weltrekordmann Eros Andersson kam noch mit viel Glück auf die weiteste Marke von 49,97 m. Dann folgte Hans Heinz Sievert, der mit seiner großartigen Technik 48,28 m erzielte, und damit den zweiten Schweden Karlsson auf den dritten Platz verweisen konnte. Diese große Klasse erreichte der Hannoveraner Meyer nicht. Bedrohlich rüchte setzt Schweden auf, denn Deutschland führte bei 83:81 P. nur noch mit zwei Zahlern. Drei Mann über 3.90 mkr. Im Stabhochsprung erreichten Wegner, Müller und der Schwede Ljundberg die 3,90 Meter und teilten, da ein Stechen im Länderkampf nicht vorgesehen ist, die Punkte. Da Lindblad bei 8,80 m stecken geblieben war, konnte Deutschland die Führung auf 89½: 85½ P. ausdehnen. Abermals Syring Der Sieg von Syring über 10 000 m war dann wohl eine der prächtigsten Leistungen im ganzen Länderkampf. Wie schon am Vortage, so bezwang auch am Sonntag der Wittenberger auf der doppelt so langen Streche die gefürchteten Schweden. Um die Führung Obwohl Meister Seeger sich selbst übertraf, und mit 19.16 m einen neuen deutschen Rekord aufstellte, gelang es ihm nicht, wenigstens einen von den Schweden zu übertreffen. Jangson trug mit 51.57 m vor seinem Landsmann Skold mit 50.55 m den Sieg davon. Sensation in letzter Minule Nun stieg die Spannung auf den Siedepunkt, denn Deutschlands Vorsprung war mit 99%: 97½ Punkten nur noch minimal. Der Ausgang des Länderkampfes war von dem Verlauf der Schlußstaffel abhängig. Die Aufregung der Zuschauer war aus diesem Grunde begreiflich, denn in den die Entscheidung bringenden 4 mal 400 Metern waren die Aussichten der Schweden keineswege schlecht. In einem hochinteressanten und bis zuletzt äußerst spannendem Rennen gelang es dann auch den wacheren schwedischen Läufern, unsere Mannen zu schlagen und den Gesamtsieg für Schwedens Farben herauszuholen. Hamann als erster Mann verlor gegen den großartig laufenden Strömberg einige Meter, aber Phil konnte den Vorsprung gegen den sich selbst übertreffenden Voigt nicht halten, und Singl ging sogar mit gut 5 Meter als dritter Mann vor dem Schweden Eriksson auf die Reise. Aber der Stuttgatter verlor die Führung an seinen zähen Gegner, so daß van Wachenfeldt mit gut 2 Meter vor Metzner abgelassen wurde. Wohl kam der Deutsche Meister in dem übrigens auf abgesteckten Bahnen gelaufenen Rennen an den Schweden heran, aber van Wachenfeldt wüßte, was auf dem Spiele stand. Er wehrte sich verzweisel und hatte noch genug Kraft, um Metzner in einem großartigen Schlußkampf noch um nahezu 2 Meter hinter zu lassen. Im Triumph wurden die vier schwedischen Laufer von ihren begeisterten Landsleuten auf den Schultern um die Bahn getragen. Erst nach längerer Zeit konnte Eklund die Schlußrede halten und beide Mannschaften zu ihrem ritterlichen Kampf den Dank aussprechen. Die Ergebnisse des Sonnlags 100 m: 1. Borchmeyer(D) 10,7 Sek., 2. Hornber= ger(D) 10,9 Sek., 8. Strandberg(S) 11,1. 4. Har berg(S) 11,3 Sek. 1500 m: 1. Ny(S) 8:55,2 Min., 2. Schaumburg(2 3:57,8, 8. Paul(D) 3:58,8, 4. Wennberg(S) 10 000 m: 1. Syring(D) 31:42,8 Min., 2. (S) 31:44,4, 8. Bree(D) 31:55, 4. G. Andersson(8 32:09,2. 400 m Hürden: 1. Scheele(D) 54.2 Sek., 2. L. Tay= gren(S) 55,8, 8. Lundgren(S) 58,8, 4. Koop(T) qualifiziert. 3000 m Hindernis: 1. E. Larsson(S) 9:19,.6,2 Hekmann(S) 9:20,4, 8. Dempert(D) 9:37,8, 4. (D) 9:58,8. Dreisprung: 1. E. Spensson(S) 14.68 m. 2. berg(S) 14.56 m, 8. Gottlieb(D) 13,88 m. 4. (D) 13,63 m. Stabhochsprung: 1. Wegner(D). Müller(T). 2 berg(S) se 3,90 m. 4. Lindblad(S) 8.80 m. Diekus: 1. H. Andersson(S) 49,97 m. 2. (D) 48,23 m, 8. A. Karlsson(S) 47,71 m. 4. Meher 48,41 m.m Speerwerfen: 1. Atterwall(S) 66,14 m. 2. Wel (D) 65,67 m. 8. Stöck(D) 64,50 m, 4. Ehengren 61,58 m. Skold Hammerwerfen: 1. G. Jansson(S) 51,57 m. 2. (S) 50,55 m., 8. Seeger(D) 49,16 m. 4. Becher(D)* Meter. 4 mal 400 m: 1. Schweden(Stroemberg.* Eriksson, Wachenfeld) 8:16, 8 Min., 2. Deutschland 10 mann, Voigt, Single, Metzner) 8:17,4 Min.and Gesamtergebnie: 1. Schweden 101½. 2. Teurschr 100 Punkte. Gau Ostpreutzen. Konigsberg: Ostpre Gedania Danzig: Preußen Gumbinne Gau Pommern. Stettin: Pommern Viktoria Stolp: M Gau Brandenburg. Berlin: Berlin: H Gau Sachsen. Vorschlußrunde un Polizei=SB Chemnit Sportfr. 01 Dresden Dresdener SC: Ha UfB Glauchau: Spi SC Planitz: Hamb SB 99 Leipzig:Gu BfB Leipzig: Unio Reichenbach: SpBg Gau Mitte. SB Jena: Crichet 38 Steingch: Sp2 Viktoria 96 Magdeb SC Erfurt: Wacher Sportfr. Halle: Me Gau Nordmark. FC St. Pauli: Alton Gau Niedersachsen. Komet Bremen: Ei Hannover 97: Brem Borussia Harburg: Algermissen 1911: 2 Abschluß der? Grandseigneur siegt Internationale wurde am Sonntag erso Besuch lohnte noch eim des internationalen Clu weiter auch zum äußere gob verschiedentlich über im Hauptereignis Gran erstes Rennen in diesen Baden-Baden übe blich überbieten und A cect sicher hinter sich In der Badener Meil beim besonders erfolgreid Segc. Laotse stechte es noch einmal, ober zum pät. Sein Trainer von berger wegen Nichtbe fol= delnder Unterstützung se Rennleitung Rastenbero dem langen Heid setzte sich Wolkenflug er= Laredo auf dem verhäll Front überjagt worden u Rennen z1 1. Rennen: 1. Herzog chen Ganden, ferner Jane bin, Reichsmark, Chepali 2. Rennen: 1. Ehak serner Laotse, Gnom. 9 Platz 13. 12, 18. 3. Rennen: 1. Wolke Bonnet de Nuit, ferner N das. Baroneß, Silberstrei l. Rennen: 1. Grand Caduot, serner Clarawo 18, Platz 41, 18. 5. Rennen: 1. Marq Paramour, ferner Praf spanga. Sieg 57, Platz 2 6. Rennen: 1. Hetman nilly, ferner Cyklop. Sie Siegdoppelwette: 8. Brandseigneur 453:10. Rennen 1. Rennen: 1. Aicha erner Stobno, Carga, 3, 47. 2 Rennen: 1. Vocher — Auschy, ferner 20 3. Rennen: 1. Femi tenvers, ferner Onkel K 4. Platz 25, 18. 4. Rennen: 1. Rheinl 8. Patina. Sieg 27, 5. Rennen: 1. Rudolf erner Missouri, Eilwer warsels. Sieg 117. Platz 6 Rennen: 1. Sonnen Losung. ferner Charr relowe. Sieg 44. Platz 1 7. Rennen: 1. Paulche (istinquette, ferner Bar eg 43, Platz 15, 13. 42 secbopod el=Sonnenfal sich mit ganzen Renneno der Ber= durden in 4:26, 300 m in nuten von dem bis dahin gelegt. Erst sieben Runden ede Andersson das scharfe Jn der letzten Runde ver= die beiden Deutschen abiel einige Meter zuruch. sweden wie ein Schatten. agnasson noch einmal vor. tern wurde er von dem n Meister, der in der sur en Zeit von 31:42.8 das sen. Bré hatte den dritten abfallenden Andersson. Deutschland hieß es setzt werfen, die Domane der g h selbst übertraf, und mit en Rekord aufstellte, geeinen von den Schweden mit 51.57 m vor seinem m den Sieg davon. ile uf den Siedepunkt, denn mit 993: 97½ Punkten jang des Länderkampfes hlußstaffel abhängig. Die t aus diesem Grunde be= Entscheidung bringenden Aussichten der Schweden m hochinteressanten und dem Rennen gelang es bedischen Läufern, unsere Gesamtsieg für Schwedamann als erster Mann fenden Strömberg einige Vorsprung gegen den sich nicht halten, und Singl s dritter Mann vor dem ise. Aber der Stuttgarter n zahen Gegner, so daß Reter vor Metzner abge= Deutsche Meister in dem hnen gelaufenen Rennen van Wachenfeldt wußte, e wehrte sich verzweiselt um Metzner in einem um nahezu 2 Meter hinvier schwedischen ruten auf den Schultern ach längerer Zeit konnte und beide Mannschaften en Dank aussprechen. es Sonnlags 10,7 Sek., 2. berg(S) 11,1, 4. HallNin., 2. Schaumburg(7) Wennberg(S) 4:02,4. 42.8 Min., 2. Magnusson 5, 4. G. Andersson(S D) 54.2 Sek., 2. L. Dahl58,8, 4. Koop(D) die Larsson(S) ert(D) 9:37,8, 4. Gohrt (6) 1468 m. 2. Solm (D) 13,88 m. 4. Sälzer (D). Müller(D). (S) 8.80 m. S) 49,97 m. 2. Sier 47,71 m. 4. Meyer(2) S) 66,14 m. 2. Weimann 50 m, 4. Ekengren(S Deuisches Fußball=Panorama Die Meisterschaftsspiele begannen— In fast allen Gauen setzten sich die Favoriten erfolgreich durch Schalke siegt 8:2! Gau Ostpreutzen. Konigsberg: Ostpreußen: Pomerellen Gedania Danzig: BuEV Danzig Preußen Gumbinnen: SV Insterburg Gau Pommern. Stettin: Pommern: Schlesien Viktoria Stolp: Minerva Berlin Gau Brandenburg. Berlin: Berlin: Hamburg Gau Sachsen. Vorschlußrunde um den Mutschmann=Pokal Polizei=SB Chemnitz: Fortung Leipzig Sportfr. 01 Dresden: SuBC Plauen Dresdener SC: Hamburger SV B Glauchau: SpBg Furth SC Planitz: Hamburger S SV 99 Leipzig:Guts=Muts Dresden VfB Leipzig: Union Oberschöneweide Reichenbach: SpBg Fürth Gau Mitte. SV Jena: Crichet Vibtoria Magdeburg 38 Steingch: SpBg Erfurt Viktoria 96 Magdeburg: VfL Bitterfeld SC Erfurt: Wacher Halle Sportfr. Halle: Merseburg 90 Gau Nordmark. FC St. Pauli: Altona 93 Gau Niedersachsen. Komet Bremen: Eintracht Braunschweig Hannover 97: Bremer SV Borussia Harburg: Werder Bremen Algermissen 1911: Viktoria Wilhelmsburg 30 31 14 Lippe: Arminia Hannover: Schalke 04 FB 06 Osnabrück: Fortuna Tusseldorf Gau Westfalen. DSC Hagen: Germania Bochum Vikt. Recklinghausen: Union Rechlinghausen Husten 09: Westfalia Herne Gau Niederrhein. VfB. Speldorf: Duisburger SV.(Sa.) 30 01 Borussia Rheinhausen: Fortuna Dusseldorf(Sa) 0:2 SV. Homberg: Borussia M.=Gladbach 0:1 FV. 08 Duisburg: Rot=Weiß Oberhausen 3.3 Gau Mittelrhein. Viktoria Koln: Kolner SC. 99(Sa.) 1:1 VMR. Koln: Mulheimer SV.(Sa.) 1:0 C R. Koln: Koln=Sulz 07 1=3 VfR. Koln: VfL. Benrath 52 Gau Nordhessen. Germania Fulda: Hefsen Hersfeld Gau Sudwest. Saar Saarbrücken: Bor. Neunkirchen Kichers Offenbach: Sportfr. Saarbruchken Union Niederrad: Wormatia Worm= Phonix Ludwigshafen: FSV. Frankfurt GSau Baden. in Pforzheim: Baden: Nordhessen Freiburger FC.: FC. 08 Maanheim Karlsruher FC.: Germania Karlsdorf Gau Württemberg. in Stuttgart: Württemberg: Nordhessen SC. Stuttgart: SV. Goppingen(Sa.) S3V. Ulm: Sportfr. Eßlingen Gau Bayern. 1. FC. Nürnberg: Spog. Weiden Munchen 1860: A3V. Nurnberg Wacher München: BC. Augsburg Schwaben Augsburg: FC. 05 Schweinfurt Jahn Regensburg: Bayern München Ausland Die Ereignisse auf dem Turf Abschluß der Badener Rennwoche Grandseigneur siegt im Preis der Stadt Baden. Die Jnternationale Rennwoche in Baden=Baden wurde am Sonntag erfolgreich beendet. Ausgezeichneter Besuch lohnte noch einmal am Schlußtage die Mühen des internationalen Clubs und eine Modenschau trug weiter auch zum äußeren Gelingen des Tages bei. Es gob verschiedentlich überraschende Ergebnisse. So konnte im Hauptereignis Grandfigneur, der am Freitag sein Rennen in diesem Jahre gewann, im Preis der Stadt Baden-Baden über 21000 m diese Form ganz erüberbieten und Airolo sowie den Favortten Via= sicher hinter sich lassen. Jn der Badener Meile kam Enah aus dem in Jffez= Deukschland siegt erneut bei der Internationalen Sechstagefahrt Als Abschluß eine Geschwindigkeitsprüfung. Der sechste und letzte Tag der Jnternationalen Sechstagefahrt führte die Bewerber vormittags über eine 210 km lange Strecke. Meistens wurden Staatsstraßen durchfahren. Von großeren Steigungen sei der Abstieg vom Buchenberg, der Aufstieg vom Ottacker nach Albis, der Aufstieg über Ableute zur Hobe über Unterbuch und der Abstieg von Mariarain genannt. Hier erwartete der bayrische Reichsstatthalter Ritter von Epp die Fahrer. Am Sonnabend hatte die letzte deutsche Klubmannschaft, die noch strafpunktfrei im Rennen lag. einen bedauerlichen Ausfall zu verzeichnen. Der NSKK.=Fahrer F. Baer(TKW) stürzte vor Oberammergau und zog sich einen Beinbruch zu. sodaß er das Rennen aufstecken mußte. Nach Beendigung der Geländeprüfung des letzten Tages rüstete man im Füßener Lager eifrig für die Geschwindigkeitsprüfung, die den Abschluß der Internationalen Sechstagefahrt der Motorräder bildete. Start und Ziel dazu lagen vor dem Hotel Schwansee in Hohenschwangen. Hier bot sich ein herrliches Bild. Vor dem Hotel wehten die deutschen Flaagen und die Fahnen der teilnehmenden Nationen. Im Hintergrund lag das wundervoll gelegene Neuschwanstein. Die Son= ne lachte vom Himmel, nachdem der Regen, mit dem die Fahrer am Samstagmorgen noch zu kämpfen hatten. einem klaren Himmel gewichen war. Die 8.7 hm lange Kundstreche war ganz trocken, mustergültig mar= kiert und vollkommen abgesperrt. Reichsstatthalter von Epp senkte um 13 Uhr die Startflagge und schickte die erste Gruppe ins Rennen. Auch der Reichsführer des NSKK. Obergruppenführer Hahnlein. war anwesend. Die Geschwindigkeitsprüfung wurde in drei Gruppen zur Durchführung gebracht. Jn der letzten Gruppe star= teten die strafpunktfreien Mannschaften der Klubs und Fabriken. sowie die Nationalmannschaften. Es gelang den drei Münchenern E. J. Henne. J. Mauermeyer und J. Stelzer auf BMW. die im Vor= jahre in England eroberte„Internationale Trophae“ der Sechstagefahrt für Motorräder erneut zu gewinnen, wobei— ein Zeichen für den überaus hartnäckigen Kampf— erst die Geschwindigkeitsprüfung am Schluß des Wettbewerbes den Ausschlag gab. Mit einem Vorsprung von 10 Sekunden errangen die deutschen Fahrer vor den Italienern L. Gilera. R. Grana und E. Villa den ersten Platz. während die Eng= länder mit W. P. O. Bradley. V. N. Brittain und A. Perrigo den dritten Platz beleaten. Deutschland hat also auch im nächsten Jahre wieder die internationale Fußball=Länderkämpfe am Sonntag Zußdall machte sich Geiser Sieger der„Tour de Suisse am Sonntag auch bei den Fußball=Landerkampfen in Deutschland gewinnt die Länderwertung. Rennen zu Leipzig. Oslo und Prag bemerkbar. In Oslo standen sich unter ant. 2 Rabantan ftanne Naf.f Zürich die über 1. Galeopsis(Kusawa), 2. Dividende, 3. Leitung des bekannten danischen Davispokalspielers 228 Kilometer führte, wurde die Schweizer Rundfahrt Lebensweg, Hugo Droop, Volker. Rosa=Einar Ulrich Norwegen und Finnland gegenuber. Wie heendet. Sieger der schweren Prüfung wurde der nicht anders zu erwarten war. blieben die Norweger Schweinfurter Ludmir Geyer. Der Deutsche, der schon Finnen wieder eine hei der„Tour de France" eine bedeutende Rolle gespielt hat, sand in der Schweiz eine Strecke vor. die Frankreich FC Sochaux: SRUC FC Muhlhausen: Olympique Marseille Olympique Lille: FC Sete Red Star Olympia Paris: Excelsior AC Olympique Alesien: SC Nimes RC Straßburg: A3 Cannes Schweiz FC Basel: Grashoppers Zürich Nordstern Basel: Concordia Doung Fellows Zürich: Servette Genf Etoile Careuge: FC Bern Joung Boys Bern: FC Locarno C Lugano: FC Biel JC Lausanne: Chaux de Ungarn 1. Rennen: Marna. ferner nike, Lanze, Rolanda, Benedictine. Sieg 71. Platz 17, 16, 21. 2. Rennen: 1. Boreas(Varga), 2. Ausschreibung, 3. Kruzitürken, serner Pfalzgraf, Loyal, Amohenwarte, Drusus, Nando. Sieg 30. Platz 11, 11, 11. 3. Rennen: 1. Liberius(Muschen), 2. Lordmajor, 3. Elm. ferner Majestat. Sieg 25, Platz 12. 12. 4. Rennen: 1. Milotti(Dreikämper). 2. Winfried. 3. Campo Sento, serner Teifi, Boa, Prahlerei, Ala. Sieg 182. Platz 20, 13, 12. 5. Rennen: 1. Partner(Osw. Müller). 2. Attache, 3. Musketier. ferner Varro, Darius, Wolund. Sieg 40. n der Boener lene nam Unas aus oem i Jne) Mlan 21. 2 beim besonders erfolgreichen Stall Opel zu einem neuen Paatte sochte sd in der mraren aus am 6. Rennen: 1. Oper(Hauser), 2. Ertra, 3. Gaufeier. dc. Laotse stechte es in der Graden auf, nam dann ferner Rern. Jea. Sieg 18. Platz 15. 22. noch einmal, aber zum Gewinnen war es bereits zu pät. Si rde wiste Jochan Watton 7. Rennen: 1. Bambus(Conrad). 2 Gerlind. 3. n Trainer von Borche zeigte Jochey Rasten“ Dengoch, kerner Helmbusch, Flor, Verdi. Beryll, Chinaberger wegen Nichtbefolgung der Rettorder und man- freude, Ralvoline, Fahrt. Neandertal. Sieg 102, Platz geinder Unterstützung seines Pferdes an. worauf die 4 95 40 Kemleitung Rastenberger eine Verwarnung ertetlte.Siedonnelwette. 4 und 5. Rennen Milotti-Partner on dem langen Heidelberg Ausgleich über 2800 m 306 10, setzte sich Wolbenflug erwartungsgemäß durch, nachdem Laredo auf dem verhältnismäßig schweren Geläuf in Front überjagt worden war. stark verbesserte Gesamtleistung. Mehr Klasse verriet das Treffen Tschechoslowakei gegen Sudslawien in Prag. Vor 15 000 Zuschauern mußten sich die Gastgeber schon anstrengen, um mit 3:1(3:0) die Oberhand zu behalten. Von den Sudso richtig nach seinem Geschmack war. In den ersten Tagen fuhr er Etappen in glänzenden Zeiten, sodaß er am Schluß der schweren Prüfung. an dem er dauernd von Reisenschaden verfolgt war, von seinem Vorslawen hatte man nach dem Siege über Polen doch sprung leben konnte. Auch ein Protest des Franzose Rennen zu Baden=Baden. I. Rennen: 1. Herzog(Holten), 2. Grenadier. 3. Kitchen Ganden, ferner Janeiro, Immerfort, Tortue, Pitchdin, Reichsmark, Chevalier. Sieg 37, Platz 14, 17. 16. 2. Rennen: 1. Ehak(Narr), 2. Famasino, 8. Blitz. serner Laotse, Gnom. Rasputin, Forsythia. Sieg 41, Platz 18, 12, 18. 3. Rennen: 1. Wolkenflug(Printen), 2. Janus, 8 donnet de Nuit. ferner Newark, Tantris, Laredo, Czar= das. Baroneß, Silberstreif. Sieg 40, Platz 19. 29. 43. s. Rennen: 1. Grandseigneur(Bisek), 2. Airolo. 8. csaduot, serner Clarawood. Ehre, Aux, Ecoutes. Sieg 18, Platz 41, 18. 9. Rennen: 1. Marquis(Visek), 2. Feldsoldat, 8 saramour, ferner Prasser, Kohinoor, Doppelsprung. spanga. Sieg 57, Platz 20, 13, 16. b. Rennen: 1. Hetman(Holtey), 2. Hyksos, 3. Ruferner Cyklop. Sieg 65, Platz 18, 14. Siegdoppelwette: 8. und 4. Rennen: WalkenflugBrandseigneur 453.10. Rennen zu Dortmund. l. Rennen: 1. Aicha(Haut), 2. Hanshein, 3. Alpha, Stobno, Carga, Ferner liesen. Sieg 67. Platz Rennen: 1. Nocherade(Stock), 2. SchwarzwaldNuschy, ferner Husar, Cosa. Siega 21, Platz 2 1. 2. Rennen: 1. Feminis(Reibl), 2. Herzober, 3. tenders, serner Onkel Karl. Binse, Kolbenhirsch. Sieg Platz 25, 18. 4. Rennen: Erlköemberg. Phil. 2. Deutschland 4. Rennen: 1. Rheinlandmädel(Stangl), 2. "A. 8. Patina. Sieg 27, Platz 10, 20. d. Rennen: 1. Rudolf(Haut), 2. Mogul, 3. Sopran, Missouri, Eilwerk, Jahrtausend, Greystoke, waarfels. Sieg 117, Platz 27. 32. 14 9. Rennen: 1. Sonnenfalter(Wenzel), 2. Patroklus, Eosung. serner Charmante, Comodiant, Utamaro, Relowe. Sieg 44, Platz 15, 15, 16. . Rennen: 1. Paulchen(Wenzel), 2. Panorama, 3. uminquette, ferner Barsoi, Prior, Danklied, Salur. dieg 43. Platz 15. 18, 42. Scadoppelwette: 4. und 6. Rennen Rheinlandmäei=Sonnenfalter 132:10. Rennen zu Bielefeld. Rennen entfällt. 2. Rennen: 1. Pfeifers Manifesto(Weber), 2. Coronell. 3. Solneman. Ferner: Magna, Fedeler. Anführer. Jolanthe. Sieg 19, Platz 10, 10, 10. 3. Rennen: 1. Schlichtes Cothera(Jackel), 2. Standlaut. 3. Malitto. Ferner: Perlstab, Amalgam, Tänzerin. Sieg 20. Platz 14, 15. 4. Rennen: 1. Ravensbergs Leithirsch(H. Weber), 2. Maat. 3. Spißweg. Ferner: Sturan(gef.). Sieg 19. Plaß 14. 24. 5. Rennen: 1. Ohlmeiers Cornet(Buge), 2. Turnierfehde, 3. Feldscher. Ferner: Hasso. Sieg 17, Platz 10, 11. 6. Rennen: 1. Weltmanns Orion(Friedrich), 2. Emschi, 3. Läufer. Ferner: Snatok. Fu. Sieg 21, Platz 14, 15. 7. Rennen: 1. Ebbeslohs Alsaha(Oekker), 2. Major, 3. Graugans. Ferner: Mady von Merl. Flagge. 50, Platz 17, 16. Siegdoppelwette: 3. und 5. Rennen Cylbera-Cornet 46:10. Rennen zu Chantilly. 1. Rennen: Wertheimes Tarrare(Johnstone), 2. Hermone. 3. Dauphlin de France. Ferner: Petit Oisenau. Ruse Compere, Thiaumonk. Rapidoto, Le Simplon, Rommard. Starbright. Spellbound. Chere Bame, Cen= turie, Chevreuse, Pergolese, Kersta. Sieg 21, Platz 23, 45, 54. 2. Rennen: 1. Ripauds Cote d'Argent 2(Johnstone). 2. Steeple, 3. Le Magnat. Ferner: Tamarin. Padichah. Vroieto. Tine d’Or 2, Lovelmeß, Boum. Stop. Precipito. Steg 63, Platz 20, 16, 38. 3. Rennen: 1. Rothschilds Aromate(Bouillon), 2. Comilon, 3. Bleuette. Ferner: Pont an Change, Tulipier. Sieg 33, Platz 18, 20. 4. Rennen: 1. Dupuys Von der Meer(Bouchard), 2. Gommeuse. 3. Potoum. Ferner: Mont a la Queßne, Agent Secret, Flamme Saore, Pol Ploum. Sieg 161, Platz 51, 19. 5. Rennen: 1. Derbys Asbestos(Duforez), 2. Kank. 3. Gatinaise. Ferner: Artaban 5, San Juan. Nemmarket. Sbort Reiga. Sieg 22, Platz 13, 20. 6. Rennen: 1. Blondeaus Qmntidi(Ricard), 2. Flamina. 3. Bietz. Ferner: Rahere. Somerville. Baron d'Urfe, Djefair, Dulcigno, Arbaletrier, Frutti di Mare. Millemont, Louis Quartoze. Sieg 120, Play 38, 20, 20. etwas mehr erwartet. Allerdings spielten die Tschechen in großer Form. Hamburg: Berlin 4:1 22000 Zuschauer saben am Sonntag in der Reichshauptstadt auf dem Gelände der Preußen den kraditio= nellen Fußballstädtekampf Hamburg=Berlin. Das 39. Spiel enttäuschte aber die Besucher sehr, da die hei= mische Elf den Norddeutschen nicht das Wasser reichen konnte und mit 4:1(2:0) ganz klar besiegt wurde. Zwar hätten es die Hamburger gut und gern ein paar Tore billiger tun können, aber dennoch war ihr Sieg sehr verdient. Obendrein hatten die Hanseaten auch noch für de nbeim Spiel gegen den Dresdner SC. hinausgestell= ten Glöde Ersatz einstellen müssen. Die Tschechen siegten Leichtathletik=Länderkampf Tschechoslowakei gegen Oesterreich 69:61. In Budweis wurde am Sonntag der LeichtathletikLänderkampf zwischen der Tschechoslowakei und Oesterreich zum Austrag gebracht, zu dem sich 3500 Zuschauer eingefunden hatten. Die Leistungen standen jedoch auf keiner besonderen Stufe, sie waren vielmehr teilweise sogar schlecht. Die Tschechen siegten im Gesamtergebnie knapp mit 69:61 Punkten. Hähnel geschlagen Bauer vor Hähnel in Erfurt. Vom SC Schwarz=Weiß Erfurt wurde am Sonntag die mitteldeutsche Geher=Gaumeisterschaft über 20 km entschieden, die mit einem nationalen Wettbewerb verbunden war. Leider hatte der Deutsche Meister SchnuttBerlin in letzter Stunde abgesagt, für den aber der Zweite in der Meisterschaft, Bauer vom BfB Stuttgart, am Start erschien. Ihm war der Sieg nicht zu nehmen In 1:41.22 Std. siegte er mit 55 Meter Vorsprung vor Altmeister Hahnel=Erfurt, der damit Gaumeister wurde. Europa=Rundflug 1934 Die technischen Prüfungen in Warschau. Im Rahmen des Europarundfluges wurden am Wochenende auf dem Warschauer Sportflugplatz Mokotow und dem Verkehroflughafen Ohecie die technischen Prufungen fortgesetzt. Sehr schwierig gestaltete sich die Prüfung im Langsamfliegen, wobei die Geschwendigkeiten um 00 km Stunden herum lagen. Gut schnitten die deutschen Piloten in der Prüfung für die schnellste Anlaßzeit mit kaltem und vorgewärmten Motor ab. dagegen holten sich im schnellen Auf= und Abrusten der Tragflachen die Tschechen Zadek und Anderle die meisten Punkte. Die italienischen Maschinen mussen auf Anweisung der Flugleitung in der Ausrustung noch etwas verbessert werden. Zum Besuch der deutschen Fieger war eine Fünfer staffel der Fliegerlandesgruppe Ostpreußen eingetroffen. die am Sonntagnachmittag Warschau wieder verließ lieber die Aussichten der einzelnen Mannschaften lätzt sich disher noch kein klarce Bild gewinnen, bevor die Prüfungen am 6. September abgeschlossen sind. Level, der den zweiten Platz in der Gesamtwertung eroberte, konnte dem tüchtigen Deutschen das„Goldene Trikot“ nicht rauben. Level hatte den Schweinfurter der unerlaubten Hilfe bezichtigt, sodaß die Rennleitung Geyer mit drei Strafminuten bedachte Der Sieer durchfuhr die 1474.4 km in 45:04.13 Stunden mit fünf Minuten Vorsprung vor dem franzosischen Bewerber Level(54:09:52 Std.). Camusso und BufAuch in der Länderwertung belegte Deutschland den ersten Platz. War vor wenigen Tagen noch die deut= che Mannschaft der Amateur=Straßenfahrer gegen Polen erfolgreich gewesen, so bewies setzt die deutsche Nationalmannschaft der„Profis“, daß sie— international gesehen— hoch einzuschätzen ist. Deutschland belegte mit 130:30:21 Stunden den ersten Platz vor Italien(137:03:41) und Belgien. Ergebnisse. 7. Etappe Basel—Zürich 226 km: 1. Aerts=Belgien 6.33:15 Std., 2. Buttafocchi Frankreich, 3. BuchiSchweiz. 4. Dignef=Belgien, 5. Andretta=Italien(alle dichtauf). 6. Pipaz=Schweiz, 12. Level=Frankreich 6:38:57 Std., 19. Buse=Deutschland. 27. Geyer=Deutschland. 28. Thierbach=Deutschland(gleiche Zeit), 29. Kutschbach=Deutschland 6.40:47 S:d., 36. Ussat 7.07 St Gesamtwertung: 1. Geyer=Deutschland 45:04:13 Std 2. Level Frankreich 45:09:52 Std, 3. Camusso Italien 45:12:58 Std., 4. Buse=Deutschland 45.32:00 Std.. 5 Gardier Belgien 45:43.22 Std., 6. Aerts=Belgien 45 49:16 Std., 7. Garnier=Belgien 45:5241 Std., 8 Bossand=Schweiz 45:52:55 Std., 9. Thierbach=Deutschland 45:53:59 Std., 10. Ciprini=Italien 45:54 45 Std Länderwertung: 1. Deutschland 130 30:21 Std., 2 Italien 137:03:41 Std., 3. Belgien 137:25:20 Std., 4. Frankreich 137:28:45 Std., 5. Schweiz 137:52:04 Sid., 6. Spanien 141:24:24 Std. Metze Dritter in Paris Der deutsche Steher=Weltmeister Erich Metze beteiligte sich als einziger Ausländer am 13. Großen Preis von Buffalo in Paris. Der Wettbewerb wurde in zwei Läufen über je 50 km ausgefahren. Im ersten Lauf endete der Dortmunder nur 10½ Meter hinter dem Franzosen A. Wambst an zweiter Stelle, mußte sich aber im zweiten Lauf mit dem vierten Platz begnügen und kam so im Endklassement nicht über den dritten Platz hinaus. Der Berliner Lothar Ehmer be= teiligte sich an einem 100 km Rennen hinter kleinen Motoren. Er fiel aber zu Beginn so weit zurück, daß er für die Entscheidung nicht mehr in Frage kam und nur den fünften Platz belegte. Ergednisse. Großer Preis von Buffalo(100 km): 1. Lauf 30 km: 1. A. Wambst 40:38,4: 2. Meße 10½% m: 3 Lacquebey 120 m; 4. Breau 200 m: 5. Blanc-Garin 450 m. 6. G. Wambst 480 m zurück.— 2. Lauf(50 km): 1 Breau 40:52; 2. A. Wambst 4000 m: 3. G. Wambst 470 m: 4. Meße 520 m; 5. Lacquebey 750 m: 6. BlancGarin 800 m zurück.— Gesamt: 1. A. Wambst 3 P.; 2. Breau 5 P.; 3. Meße 6 P.; 4. Lacquebey 8 P.; 5. G. Wamdst 9 P.; 6. Blanc-Garin 11 P.— 100 km binter Kleinmotoren: 1. Le Calveg 1:42:16: 2. J. Hidot 1600 m: 3. Moinean 1750 m; 4. Terreau 2000 m; 5. Edmer 6500 m zuruch. li In Mmiiin 11. Bochum-Wittener Herbstregatta. RC. Wilten gewann die beiden Hauptrennen vor KV. Bochum. Auch diesmal blieb das Wetter den beiden Veranstaltern der 11. Herbstregatta auf der Ruhr, dem RV. Bochum und dem RC. Witten, hold. Zumeist schien an beiden Tagen die Sonne, und damit waren alle Vorbedingungen für ein gutes Gelingen wieder einmal gegeben. Man fährt gern heraus nach Gedern zum idyllisch gelegenen Bootshaus des RV. Bochum, und wenn am Samstag nachmittag, an dem die sieben Vorrennen gefahren wurden der Besuch etwas zu wünschen übrig ließ so war er doch am Sonntag wie erwartet gut, und die 2000 Besucher verlebten angenehme Stunden der Teilnehmer und Zuschauen lichen Stunden vereinte Die Ergebnisse: Jungmann=Gig=Bierer.1 klub Westfalen 1929 e V. Herdes derriege des Essener Turn. und 8. Ruderverein Emscher Wanne 2. Vorrennen: 1. Ruderverein B Kettwiger Rudergesellschaft e. rennen: 1. Ruderverein Ruderklub Weitfalen 1920 e. 8 cel=Herter Ruderkub Witten e B.(nicht gezeitet). 2. Ruder= ud Weitalen 189 e V. Hewecke saufgegeben). Vorrennen: 1. Ruderriege des Essener Turn= und .n 6295 2 Werdener Ruderkub 1896 e. V. lerden n46 8 Vorrennen: 1. Ruderverein Bochum F. 22*" Gettwiger Rudergesellschaft e. V. 6.45 derriege des Essener ne V. 6.18 8 Kettwiger Rudergesellschaft e. V. Nin. Bochum wegen Sieg in Rennen 1 nicht Zmriter Junamann Bierer: I. Wassersportverein m.Rhr e V. 7115. 2 Ruderklub Westfalen . Herdecke 7.18 Min Erster Achter: 1 Ruderklub Witten e. V. 609. 2. (ig Sierer für Jngendruderer und Schüler: 1. Schüler=Ruderverein Witten(ohne Zeit), 2. Wassersportverein Krupp Essen+b. 8. Ruderklub Wenialen 1020 e. V. Herdecke(aufgegeben). Herbst=Einer: 1 Krefelder Ruderklub 1883 e. B. Deußen) 7.21. 2. Ruderverein Bochum e V.(Hesse) 7.21,4, 3. Wassersportverein Herne 1920 e. V. 7,30 Jungmann=Achter: 1. Wassersportverein MulheimRuhr e. V. 6 12. 2 Ruderklub Westfalen 1929 e V. Herdecke 6.14,8. Doppel=Zweier: 1 Ruderklub Witten e. V. 6 2. Ruderriege des Essener Turn= u. Fechtklubs 6.568. Zweiter Vierer. I. Vorlauf: 1. Ruderklub Witten 6.42, 2. Ruderverein Rauxel e. V. 7.08 2. Vorlauf: 1. Ruderriege Borussia Rheinbausen 6.49, 2. Rudergesellschaft Wesel e. V. von 1907 7,09. Entscheidungsrennen: 1. Ruderverein Rauxel 6.44.2. 2. Ruderriege Borussia Rheinhausen 6.44 8. Erstmalig ging es wieder um Punkte. Ein Jungmann=Vierer am Ziel. Der sportlich eingestellte Teil sah großartige Kämpfe auf dem Wasser, und die übrigen machten es sich längs der Regattastrecke bequem, und in den Pausen zwischen den einzelnen Rennen bildete das große Regattazelt den Anziehungspunkt. Für Unterhaltung sorgte Lautsprechermusik, und auch der Verlauf der einzelnen Rennen wurde eingehend durch den Ansager T. Bandke(Witten) geschildert. Dankbar erkannte man die mustergültige Abwicklung der Kämpfe und die sonstigen Bemühungen der Regattaleitung, beim Publikum keine Minute Langeweile aufkommen zu lassen, an. Am Bootshaus herrschte am Sonntag nachmittag großer Betrieb und den vielen Besuchern bot sich das bunte Bild einer Regatta, Fahnen über und am Bootshaus, die Ruderer in ihrer hellen Sportkleidung oder dunklen Trainingsanzügen belebten mit den einkommenden oder abgehenden Booten den Sattelplatz Am Ufer die Zuschauer, von denen sich die zahlreich vertretene Damenwelt in ihren Sommer= und Herbsttoiletten besonders abhob. Und wenn die Boote in Sicht kamen, dann geriet die Menge in Bewegung und die Anfeuerungsrufe hallten hinüber zu den Booten, die vor den„Tribünen“ zum Endkampf ansetzten und spurtend vorüberzogen. Die Regattastrecke betrug 1900 m für Rennboote, 1500 m für Gigboote und 1200 m für Schülerrennen. Von den 18 vorgesehenen Rennen fielen drei aus, aber auch so war das Programm noch reichhaltig genug. Der Tag wurde mit einem Bochumer Sieg eingeleitet. Der RV. Bochum gewann den Jungmann=Gig=Vierer vor Etuf Essen. Das förderte natürlich die Stimmung erheblich. Im Jungmann=Einer schlug Wechsler(WSV. Mülheim) Deussen(Krefeld) ganz überlegen und fuhr damit seinen 40. Sieg heraus, wofür ihm besonderer Glückwunsch ausgesprochen wurde. Einen zweiten Platz belegte Bochum im Herbst=Vierer hinter Borussia Rheinhausen erst nach härtestem Kampf mit der RG. Wesel, Der Vierer der Stadt Bochum war wie immer eines der Hauptrennen des Tages. Der von der Stadt Bochum gegebene Ehrenpreis war erstmalig im Vorjahr von dem RC. Witten gewonnen worden, der diesmal mit der Mannschaft des anderen Veranstalters, RV. Bochum, in Wettbewerb stand. Mit langem Schlag und ungefochten siegte Witten mit Längen und brachte damit den Preis zum zweiten Male an sich. Hart umstritten war auch der Herbst=GiaVierer. Im Falle seines Sieges hätte der RV. Emscher W.-Eickel Herten den Herausforderungspreis endgültig gewonnen, und darum setzte die Mannschaft alles daran, das Rennen zu gewinnen. Sie führte gegen die Kettwiger Rudergesellschaft noch auf halber Strecke, aber vor den„Tribünen“ kam Kettwig auf. Emscher wehrte sich mit ungeheurem Willenseinsatz, aber diesem Spurt waren die Leute vom Kanal nicht gewachsen, sie wurden überspurtet und Kettwig fuhr einen eindrucksvollen Sieg nach Hause. Jetzt müssen die Wanne=Eickeler das Rennen noch zwei weitere Male gewinnen, ehe sie den Preis endgültig erhalten, und damit hat es wohl noch Zeit. Etuf Essen gewann den Jungmann=Gig=Vierer und WSV. Mülheim den Zweiten Jungmann=Gig=Vierer. Im Hauptrennen des Tages, dem Ersten Achter, maßen wieder die beiden Mannschaften der Veranstalter ihre Kräfte. Wie im Vierer, so blieben auch hier die Wittener überlegene Sieger. Zwischendurch hatte es als Einlage ein„Damenrennen“ gegeben. Hier siegte Witten knapp vor Bochum. Es war weniger ein Rennen als ein Stilrudern, die ureigenste Aufgabe des Damenrudersports Nach Schluß der Kämpfe eröffnete die Preisverteilung im Festzelt den Kameradschaftsabend. berechtigt. Wassersportverein Krupp Essen nicht gest. Leichter Jungmann=Gig=Bierer: 1. Kettwiger Rudergesellschaft e. V. 6.13, 2. Werdener Ruderklub 1800 e. V. 6.19, 3. Ruderklub Witter. e. V. 621 Jungmann=Bierer: 1. Ruderverein„Bayer“ Leverkusen 6.553, 2. Wassersportverein Mülheim=Ruhr e. V. 7,03. 3. Ruderklub Westfalen 1929 e. V. Herdecke 7043. Jungmann=Einer. 1. Vorrennen: 1. Wassersportverein Mülheim=Ruhr e. V. 7,27.5, 2. Ruderklub Witten e. V.(aufgegeben). 2. Vorrennen: 1. Krefelder Ruderklub 1883 e. V. 7.29. 2. Wassersportverein Herne 1920 e. V. 7,45. Entscheidungsrennen: 1. Wassersportverein Mülheim=Ruhr e. V. 7,17, 2. Krefelder Ruderklub 1888 e. V. 7.34,6 Min Herbst=Bierer: 1. Ruderriege Borussia Rheinpausen 6,59, 2. Ruderverein Bochum e. V.(2. Boot) 7.09. 3. Rudergesellschaft Wesel 1907 e. V. 7.11.6. Ruderverein Bochum e. V. 1. Boot nicht gestartet. Bierer der Stadt Bochum: 1. Ruderklub Witten e. V. 6.55 2. Ruderverein Bochum e. V 7,18. Herbst=Gig=Bierer: 1. Kettwiger Rudergesellschaft e. V. 6.16.4, 2. Ruderverein Emscher Wanne=EickelHerten 6.20,8. Zweiter Jungmann=Gig=Bierer. 1. Vorrennen: sem Jahre lampf drei knappe Ergehr nicht so wie sonst. daß n Klanen zuerst in die Punkt= n die„Kleinen“ langsam nach. mal entorannte der Punkte= n. also auf breitester Front. noch nicht tatig, manche ließ rweil sie irgendwo noch Gesell= u erfüllen hatten wie die beiGauliga. Schalke 04 und Gefechten dieser Klasse gab es Unentschieden trennten sich anta Bochum sowie die beiden Recklinghäuser Vereine. Den einzigen Sieg holt= Westialia Herne, und den noch in Hüsten beim vor= jährigen Tabellendritten heraus Das beweist zur Genüge die Kampfkraft der Herner, die wir vor weni= een Tagen ja schon eingebend unterstrichen haben. D30. Hagen— Germania Bochum 3:3 Biktoria— Union Recklinghausen 1:1 SvSp. Husten 00— Westfalia Herne 1:2, Bezirksliga. B. Preußen 07— Westfalia Bochum 2:5 3TV. Werne— MBB. Linden 5:2 3G. Dahlhausen— Sportring Gevelsberg 3•2 Witten 92— 2B. Milspe 4:3 6. Schwelm— Witten 07 1:2 Grunpe Gelsenkirchen: 1B. Eickel— BfB. Bottrop 4:8 Erle 0— Gelsenkirchen 07 1:2 Schwarzgelb Gladbeck— Horst=Emscher 1:0 UfB. Celsenkirchen— SC. Hassel 0:0 Union Gelsenkirchen— SpVg. Rohlinghausen 4 2 l. Kreisklasse. Gruppe A: Germania Herne— Wanne 1911 3:2 BB. Herne=Süd— Rasensport Herne 0 2 BC. Hordel— SuT. Harpen 2:5 BfB. Börnig— Phönig Bochum 3:4 Teutonia Riemke— SpB. Sodingen 12 1:3 Gruppe B: Concordia Bochum— Tus 26 Altenbochum 2:2 BB. Langendreer 07— Dahlhausen 16 4:0 Westfalia Weitmar— Wattenscheid 00.30 816 Sp.Ba. Wattenscheid 19— SC. Altenbochum 0.0 LJG. Laer— Rhein=Elbe Leithe 3:1 2. Kreisklasse. Gruppe A: Waltenscheid Ost— Biktoria Herne 111 Gruppe B: 3B. Bochum=West— SC, Werne 19 2:2 Rasensport Bochum— BfB. Langendreerbolg 2.3 Note Erde Weitmar 82— Germ. Kaltehardt 123 3. Kreisklasse. Gruppe B: Tura Eppendorf— Preußen 11 Bochum 1.0 SpB. Constantin Bochum— Glück auf Werne 4:1 Gesellschaftsspiele Munster 08— 2 B. Höntrop 0:4 Schalke 04— Arminia Hannover 8:2 SpSpRa. Barmen— TuS. Bochum 3:4. Westfalia Bochum siegte 5:2. Ver. Preuhen 07 Bochum— Westfalia Bochum 2:5(1:2). Die Spielstärke vor Beginn der Punktespiele auf Grund der Ergebnisse der Freundschaftsspiele zu schätzen, kann leicht zu Trugschlüssen führen, das bewies das erste Bochumer Lokaltreffen. Während die Weitialen im Freundschaftskampf nicht so recht gefallen konnten, schnitten die Preußen annehmbarer ab. aber mit Leuten, die eben zum Punktespiel nicht verfügbar waren. Jetzt mußte man auf Erlatzeinstellungen zurückgreifen. Preußens Verteidigerpaar Döhring=Papenhoff genügte den Ansprüchen. Güttke Landespolizei und SA. im Kampf. Uebergabe der Hindernisbahn und Schießstände auf dem neuen Volkssportplatz. Die neue Kampfbahn für Volkssport, eine Schöpfung der Stadtverwaltung, wurde am Sonntagvormittag ihrer Bestimmung übergeben. Die neue Kampfbahn ist zwar noch nicht in ihren ganzen Ausmaßen fertig gestellt, aber die Uebungsplätze für den Volkssport wie Kleinkaliber=Schießstand, Hindernislaufbahn und Keulenwurfstand stehen. Damit hat Bochum einen Platz für den Volkssport. Zu der Inbetriebnahme hatten sich eine Anzahl von Gästen eingefunden, u. a. Oberbürgerdernisse. Hier wure die Zeit des letzten Mannes gerechnet und es gab für jede Sekunde unter zwei Minuten einen Punkt. Gute Leistungen wurden beim Keulenziel= und Weitwurf erreicht. Eine in Bochum noch unbekannte und recht schwierige Uebung war das Baumstammschleudern. Kraft Geschicklichkeit und Uebung bedingt diese Sportart. Letzter Wettbewerb war das Tauziehen, ein alter beliebter Mannschaftskampf. Erwartungsgemäß blieben die Mannschaften der Landespolizei klar im Vorteil. Als Sieger ging die erste Mannschaft der 1. Hundertschaft mit 725 P. vor der ersten Mannschaft der 2. Hundertschaft Kampf auf der Hindernisbahn: Die Eskaladierwand wird genommen, Bochum hat das 42. Sportamt der N5G.„Kraft durch Freude“. Auch die Stadt Bochum ist nunmehr Sitz eines Sportamtes der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ geworden, das am 1. Oktober seine Arbeit aufnimmt. Genau wie in den anderen Städten (in Deutschland sind bisher 46 Sportsämter in allen großeren Städten vorhanden) wird man auch hier daran gehen, alle die Volksgenossen, die bisher dem Sport sernstanden, für die körperliche Ertüchtigung beranzuziehen. meister Dr. Piclum mit Stadtbaurat Timmermann, der Kommandeur der Bochumer Landespolizei Major Leon mit seinem Adjutanten Oberleutnant Voßkamp, SA=Standartenführer Hüming und SS=Sturmführer Köhler als Vertreter der SS=Standarte 30. Unter Vorantritt des Trommlerkorps des SASturmbann 1/17 zogen 23 SA=Mannschaften und 4 Mannschaften der Bochumer Landespolizei vom städt. Sportplatz an der Krümmede zum neuen Geläudesportplatz hinter der Zeche Constantin an der Castroper Straße Unter der Leitung von Oberinspektor Surhoff, SA=Sturmführer Souensos und Oberleutnant Petzold entwickelte sich bald ein reges Leben. Auf dem Stande der Kleinkaliberstände wetteiferten die Teilnehmer in der Fertigkeit im Schießen. Jeder hatte se drei Schuß liegend, knieend und stehend auf 12er Ringscheibe und 50 Meter Entfernung abzugeben. Ueberaus interessant waren die Wettwerbe im Hindernislaufen. Die 200 Meter lange Bahn zeigte 7 teilweise recht schwere Hinmit 705 P. hervor. Die SA kam dann nach zwei weiteren Plätzen der Landespolizei durch den Lehrsturm SA 17 mit 642 P. auf den 5. Platz. Die Siegerehrung nahm Stadtoberinspektor Surhoff vor, der betonte, daß nunmehr hoffentlich auch die anderen Vereine sich mehr mit dem Volkssport befaßten und den neuen Platz täglich benützten. Während die beste Mannschaft der Landespolizei die von der SA=Standarte gestiftete Adolf=Hitler=Plakette erhielt, bekam die beste SA=Mannschaft den von der Stadt Bochum gestifteten Feldstecher. Die übrigen Sieger erhielten die vom Oberbürgermeister gestifteten Diplome. Die Ergebnisse: 1. Erste Mannschaft 1. Hundertschaft Landespolizei Bochum 725 P., 2. Erste Mannschaft 2. Hundertschaft Landespolizei Bochum 705 P, 3. Zweite Mannschaft 1. Hundertschaft Landespolizei Bochum 651 P., 4. Zweite Mannschaft 2. Hundertschaft Landespoltzei Bochum 648 P., 3. Lehrsturm SA 17 642 P., 6. SA=Sturm 12/17 628 P., 7. Skitrupp SA=Standarte 17 612 P. im Tor war trotz einiger gut gelungener Paraden nicht voll auf dem Posten. Die Läufer der Plauleute hat man schon bei viel besseren Leistungen geseben. Glatz 1 bielt sich unnötig hinten auf, ohne den gefährlichen Außen der Westfalen genugend zu beschatten. Meinbard fand nie den richtigen Zu sammenbang mit dem Sturm. In diesem fehlte jeder Kontakt. es wurde planlos ohne Sostem und Führung gespielt. Damit erleichterten die Gastgeber der gegnerischen Abwehr die Verteidigung. Mit den andauernden Umstellungen der Preußen waren die Schwächen auch nicht behoben, sie wurden nur noch deutlicher. Die Gastemannschaft enttäuschte angenebm. Nach etwa zehn Minuten nervölem Spiel fand sich die Mannschaft. Die neuen Leute im Tor und Mittelläuferposten fügten sich gut ein. Als Westfalias Mannschaft sich gefunden hatte, stand der Sieg sicher. Planvoll und kraftvoll rollte Angriff auf Angriff. Die Verteidigung Faßbender=Schmidt dab ihrem Schlußmann Klein nicht allzuniel Arbeit ab. Gute Aufbauarbeit leistete Qualay als Mittelläufer von Jas(l) und Distelrat 2(e) gut unterstützt. Im Sturm erwies sich Distelrath 1 wieder als überragender Führer, der sich mit leinen Nebenleuten Lackner und Maus gut verstand. Zwei gute Außenstürmer wie Marten(l) und Sandkühler (r) hatten mit ihren Flankenballen einen großen Anteil an dem Gesamtsieg. Unnötig war die Härte. die von der Elf des Gastgebers ins Spiel gebracht wurde, denn dies änderte nichts an der Niederlage und gereicht der Mannschaft nur zum Nachteil Die Platzleute begannen mit schnellen Vorstoßen und hatten Vorteile, die aber nur zwei Ecken einbrachten. Die Gäste wurden langsam besser. Ihre systemvollen Angriffe waren viel gefährlicher. Bet einem Angriff der Westfalen verließ Güttke das Tor und seinen Ausflug nutzte Sandkühler mit dem ersten Treffen für Westfalia aus. Der Erfolg gab den Gasten Mut. Zwar vermochte das Schluß dreieck sich der zahlreichen Angriffe eine zeitlang zu erwehren, dann schoß Distelrath! das zweite Tor. Kurz vor der Pause glückte Sterna ein Gegentresfer. Mit 2:1 für die Westfalen wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause sind die Gäste glänzend aufgelegt. Distelrath II und Lackner stellten daErgebnis auf 5:1 und im Endkampf verminderte Sterna dann mit einem zweiten Treffer die Totspanne. Germania Bochum ohne Glück. P20. Hagen— Germania Bochum 3:3(2:1) Dem ersten Meisterschaftsspiel des DSC. wohnten in der füdwestfalischen Metropole zahlreiche Zuschauer bei. Die Mannschaften lieferten sich von Anfang bis zu Ende einen flotten und fairen Kampf. Die Arbeit des neuen Trainers Heiner Stuhlfaut beim DSC war nicht zu verkennen. Als der Mittelstürmer Hemmerich merkte, daß er mit seinen Nebenleuten nicht so richtig fertig wenden konnte, verlegte er sich auf Alleingange, die ihm jedoch meistens daneben gelangen. Die Gästemannschaft spielte flüssig und auch energisch, der beste Mann war Imheuser. Germanla Bochum erzielte durch den Linksaußen nach viertelstündigem Spief aus Abseitsstellung ein Tor, das nicht anerkannt wurde und wenig später hatten sie das gleiche Mißgeschick. Erst in der 2. Minute fiel das erste reguläre Tor. Hagen war gut durchgekommen und der Halbrechte schoß entschlossen ein. Kurg barauf konnte Germania durch den Mittelstürmer ausgleichen. Kurz vor der Pause kamen die Gastgeber durch Verwandlung eines Handelfmeters zur V:1e Führung. Nach Wiederanstoß legten die Bochumer mächtig los und kamen schon in den ersten Minuten zum Ausgleich durch ihrn Halblinken und kurg darauf zur 8:2-Führung durch den Mittelstürmer. Bie zum Schluß woate der Kampf auf und ab. 10 Minuten vor dem Abpfiff gelang den Platzherren durch Kopfball des Halblinken der Ausgleich. Die Germanen lieferten kein glückliches Spiel, sonst wäre ein Sieg und damit zwei Punkte herausgekommen. Lonntagsrückfahrkarten aus besonderem Anlaß. 1. Ausstellung„Deutsche Saar“. Zum Besuch der Ausstellung„Deutsche Saar“ in Köln wird die Reichsbahn an bestimmten Tagen Sonntagskarten mit erweiterter Gültigkeit ausgeben. Die Karten gelten wie folgt: 2) in einem Umkreis von 10 km um Köln am 4., 6. 11, und 13. September mit jeweiliger Geltungsdauer von 0 bis 24 Uhr; bis 24 Uhr muß die Ruckfahrt beendet sein. b) Von allen Bahnhöfen in einem Umkreis von 150 km um Köln am 1., 2., 8. und 9. September Die am 1. und 8 September(das sind Samstage ausgegebenen Karten gelten zur Hinfahrt bereitab 0 Uhr, zur Rückfahrt ab 12 Uhr Samstags. Im übrigen gelten die Karten wie sonst, also bis Montags 12 Uhr(Antritt der Rückfahrt). Die zu a) ausgebenen Karten sind zur Rückfahrt nur gültig, wenn sie auf der Rückseite von der Meße= und Ausstellungsgesellschaft m. b. H. abgestempelt sind 2 Rheinisches Schutzenfest in Koblenz. Von Ende August bi szum 9. September 1 veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Schützengesellschaft und Schießsportvereine in Roblenz ein großes Rheinisches Schutzenfest, an dem alle Mitglieder des Deutschen Schießsportverbanes teilnehmen können. Aus diesem Anlaß wird die Reichsbahn am 1 und 2. September sowie am - und 9. September(Samstags und Sonntags von allen Bahnhöfen des Bezirks, soweit feste Sonntagskarten aufliegen, diese an jedermann ohne Vorlage eines Ausweises), mit folgender Geltungsdauer nach Koblenz oder Ehrenbreitstein ausgeben: Hinfahrt: jeweils vom Samstag 0 Uhr bis zum folgenden Tag(Sonntag) 24 Uhr(Beendigung der Hinfahrt). Rückfahrt: jeweils vom Samstag 12 Uhr 6 zum übernächsten Tag(Montaa) 12 Uhr(spätester Antritt der Rückfahrt). Achtung, Schrebergartenbesitzer! In der Nacht zum 31. August wurde in Bochum wieder eine Schrebergartenlaube erbrochen und aus derselben eine Reihe von Sachen entwendet. Es bandelt sich um die Laube an der hiesigen Wielandstraße, aus der Fenstermäntel, Sofakissen, Porzellan sowie eine Windjacke, eine Luftpistole mit Jolzen, eine Gießkanne, eine Tischdecke, ein Liegeuhl u. a. fortgeschafft worden sind. Da schon wiederholt derartige Sachen gestohlen wurden mun angenommen werden, daß ein und derselbe tater in Frage kommt. Sind derartige Sachen im Kauf angeboten worden? Hat jemand gehen, daß solche Sachen fortgeschafft wurden? Da 1 letzter Zeit mehrere Laubeneinbrüche begangen orden sind, wird das Publikum um Mitarbeit jebeten. Zweckdienliche Angaben, die auf Wunsch ertraulich behandelt werden, werden auf dem Lolizei=Präsidium in Bochum, Uhlandstraße 35, simmer 246, sowie bei allen Polizei= und Genarmeriestellen mündlich schriftlich oder fernmünd* entgegengenommen. :: Eigentümer einer Herrenuhr gesucht. Am August wurde im Freibade Blankenstein eine verrenuhr mit Goldrand gefunden. Im Rückenckel der Uhr befindet sich die Photographie eines rauenkopfes Eigentumsberechtigte wollen im Polizei=Präsidium Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 252. vorsprechen. Katholische Werkleute huldigen der Gnadenmutter von Stiepel. Eine erhebende Treuekundgebung bot sich Sonntag an der Gnadenstätte. Diesmal waren es wieder Männer und Jungmänner der Fabriken, der Schachtanlagen und Werkstätten, die dem Rufe freudig gefolgt waren, aus Hagen, Schwelm sve und Gevelsberg. Sie nahmen damit die alte katholische Tradition des Mittelalters wieder auf. Mit dem Erlöserzeichen des Kreuzes und vielen Fahnen zogen die Werktätigen von der Ruhrbrücke Blankensteins her zum naturschönen Stiepel mit dem Kleinod der„Mater dolorosa“. Singend und betend wallfahrteten sie durch die schöne Gottespatur. Ein eindrucksvolles Bild tiefer religiöser Glaubensinnigkeit bot sich allen dar. Vikar Kleinsorge, Hagen, zelebrierte das Festhochamt. Vikar Kleinsorge nahm auch die Weihe des neuen Werkjugendbanners vor und deutete in hurzer Ansprache die Symbole der Fahne Die anschließende Freizeit sah viele Teilnehmer den Kreuzweg gehen, viele vor dem Bilde der Gnadenmutter. Mittags 2 Uhr ergriff Dompikar Dr. Schulte, Paderborn, das Wort, um in schlichter Art über die Marienverehrung zu sprechen. Wir schauen hier das Bild der Schmerzensmutter Sorgen wir, daß das Bild der Schmerzensreichen wieder fester verankert wird in der Familie, in der Vereinsfamilie, in der Pfarrfamilie, in der großen Familie des deutschen Volkes. Möge ihr Bild tief in unser Herz eingegraben sein, damit Christus in uns siegt und wir mit Christus einst auferstehen werden. Deutscher Mann, sei eine Marienburg im Sinne des Heilandes, im Sinne Mariens! Mutter, mit dem Himmelskinde, Steig herab auf Deutschlands Fluren, Daß es folgend deinen Spuren Endlich wahren Frieden finde. Mutter und Kind in Liebe verbunden, Deutschland, so nur kannst du gesunden! Nach der Predigt fand die levitierte Andacht statt, gehalten von Vikar Kleinsorae, Diakon Padberg, Hagen, Subdiakon Freudenberg, Bochum. Sodann zogen die Männerscharen wieder geschlossen n ach Blankenstein, wo sie der bereitstehende Zug wieder nach Hause brachte. Möge diese imposante Männerwallfahrt reichliche Früchte zeitigen in der Familie, im Beruf und im öffentlichen Leben. Fahnenweihe bei den Jägern und Schützen. 36 Fahnen im großen Festzug. k Der Stadtteil Langendreer stand am Sonntag im Zeichen der Jäger und Schützen. Die Vereinigung ebemaliger Jäger und Schützen von Langendreer und Werne begina ihre grotze Fahnenweihe. Sämtliche Straßenzüge waren prächtig geschmückt, als in den ersten Nachmittagsstunden der Festzug vom Vereinsheim Liebram sich durch die einzelnen Straßenzüge in Bewegung setzte. Am Festzug nahm eine große Anzahl von Brudervereinen teil. der durch eine Schar SS=Kameraden angeführt wurde. In der Gesamtheit waren 36 Fahnen im Zuge vertreten, der einen Höbepunkt am Kriegerehrenmal erlebte. wo die Parade vor dem Ehrenführer des Bundes der Jäger und Schützen, Major a. D. Saatweber, vorgenommen wurde. Der Tag erreichte seinen Höbepunkt in der großen Fahnenweihe, die im Hotel Reichsbof abgewickelt wurde. Musikalische Darbietungen leiteten die umfassende Vortragsfolge ein. Der Vereinsführer Delemeier hielt die Begrüßungsansprache, bei der er besonders die Ehrengaste und Masor Saatweber willkommen bieß. Dann erfolgte unter den Klangen des Präsentiermarsches der Einmarsch der Fahnen. Festlich gestaltete sich die Aufstellung der Fahnen auf der Bühne. Unter den Klängen des Jägermarsches wurde die neue Fahne des Vereins unter Begleitung der Ebrendamen in den Saal geführt. Major Saatweder ergriff das Wort zur eigentlichen Fahnenweihe. Er wies besonders auf den großen Frontgeist der feldarauen Armee hin und betonte, daß die Jäger und Schützen auch heute in dieser einheitlichen Linie zusammenstehen müßten, wenn der durch Adolf Hitler begonnene Aufbau unseres Vaterlandes zum endgültigen und großen Erfolge für die deutsche Nation führen soll. Mit dem Schwur„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern.... dem großen Rüttli=Schwur aus Schillers„Wilhelm Tell“, weihte der Redner die Fahne. Zur Erinnerung an diesen Tag überreichte der Weiheredner einen Fahnenring des Deutschen Jäger=Bundes Berlin und außerdem einen Fahnennagel für den Jägerverband von Rheinland und Westfalen. Der Stabführer des Ruhrgaues, Kamerad Lange, übermitelte dem Verein für den Ruhrgau ehemaliger Jäger und Schützen einen Fahnennagel, außerdem brachten die benachbarten Vereine sowie der Kreiskriegerverband Bochum=Land einen Fahnennagel als Geschenk. Eine Heldengedenkfeier schloß sich an die ausklang in dem Lied vom guten Kameraden. Die Fahnen senkten sich zum Gedenken an die Kameraden. Eine umfangreiche Vortragsfolge wurde abgewickelt. Solodarbietungen der Sopranistin Frl. Luise Kenkmann aus Dortmund, Vorträge der Gesangsabteilung der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung, Musikstücke des Zitterauartetts von Kamerad Orndorff und flotte Märsche der Kapelle Sperber wechselten in bunter Reihenfolge. Der große Zapfenstreich mit Gebet bot die Abrundung des Programms, das in dem Prasentiermarsch des Werner Spielleutevereins, durch den dieses Trommlerkorps über die Grenzen Westfalens hinaus bekannt geworden ist, wohl die beste musikalische Darbietung des Festtages bot. Us.-Kulturgemeinde. Die Organisationen, die sich bisher der Kulturpflege im nationalsozialistischen Staate widmeten, wurden zur NS.=Kulturgemeinde zusammengefaßt. DIE GROSSE ZUSAMMENFASSUNG DER KULTURARSEITIM NATSOZ STAAT DAS IST WUVRAST DeA Alle kulturellen Veranstaltungen werden in Zukunft nur durch die NS.=Kulturgemeinde durchgeführt, die durch die Fülle ihrer Veranstaltungen allen Wünschen der Volksgenossen entgegenkommt. Hinein in die NS.=Kulturgemeinde! Hinein in die Front der Kulturträger des neuen Deutschland! Nähere Auskunft und Anmeldung Bochum, Luegbaus, 1. Obergeschoß(Zimmer 1), Fernruf 643 90. den Wacholder! In Kreisen des Reichsbundes für Volkstum und Heimat wird auf die Notwendigkeit eines verstärkten Schutzes des Wacholders bingewiesen. Der Wacholder gebört zu den charakteristischsten Pfanzen unserer Heimat. Heideflächen. Moore und Weiden werden durch seine schlanken Säulen feierlich und geheimnisvoll belebt. Einst war der Wacholder ein geweihter Baum. Seine Beeren finden von altersber zu Blutreinigungszwecken Verwendung. Wiedersehensfeier der Kameraden der früheren Bezirks=Kommandos 1 und 2 Bochum. Wie bereits berichtet, findet die Wiedersehensfeier der Kameraden der früheren Bezirks=Kommandos 1 und 2 Bochum am Sonnabend, dem 6. Oktober, im Lokale des Wirts Hanefeld, Hermannshöhe, statt. Die Vorbereitungen sind von der Festleitung bis ins Kleinste getroffen und wird sich die Feier recht schön gestalten. Fröhliche Stunden werden den Teilnehmern zugesichert. Viele auswärtige Kameraden, darunter einige, die in den 8der und 9er Jahren beim Bezirkskommando Bochum aktiv gedient, haben ihr Erscheinen zugesagt, auch mehrere ebemalige Offiziere. Da jedoch noch Kameraden da sind, die ihre Adresse bisher nicht mitgeteilt haben, wird nochmals gebeten, dies doch umgehend zu besorgen an Stadtobersekretär Eberh. Teimann. Oskar=Hoffmann=Straße 124, Weitere Mitteilung und ein ausführliches Programm wird sodann den Kameraden in den nächsten Tagen übersandt werden. Roman von Ludwia Anton aus Amerika RHEBERRECHTSSCHUTZ DURCH VERLAGSANSIALT 25. Fortsetzung. aufgewachsen, mürmelis Herr Hers.Wie lange l es her und wit haben dem Schnorrer 240 Schilling nonatlich gezahlt und er war immer im Vorschuß. Leugierig bin ich auf den Tip. den er bringt. Vielleicht daß auch für einen bescheidenen Börsendisponenten ne Kleinigheit herausschaut. Zeit wäre es schon. Die Börse ist flau. Sehr flau“ Aber auch diesmal war Herrn Herz hein Glüch Aschieden. Er wurde ins Kassee Schwarzenberg ge= hicht, während die Herren ihre Pläne besprachen Was ist loo. Herr Graff“ Ein Bombengeschäft Totsicher. Wie damals die Komana Oelahtien.“ „Mein Gott. die Oelaktien", sagte der Direktor behmütig.„Wenn ich denke. Damals telephoniert nich der Bleier an, wie viel Stüch ich habe. Denken der Herr Bleier persönlich. Bietet mir den dop= dellen Tageskurs. Dann sagt mir der Herr Herz. Sie aben die Aktien. Ich habe geglaubt, mich trifft der Schlag. Nun. Sie wissen ja, wie die Sache ausgegan= den ist." „Jch weiß. Sie haben noch zwanzigtausend Schil= unge daran verdient. Mehr, als wenn ich damalo, Sie es wünschten, das Geschäft storniert hätte“ „Ja. Ich zwanzigtausend und Sie sechs mal hunderttausend. Ich hab mich immer gefragt: Wo nimmt der Rothenberg die Nerven her, fest zu bleiben bei einem Papier, das überhaupt heinen Kurs hat. Jch hätte nachgegeben.“ „Jch war eben ganz genau informiert. Wußte, wie hoch ich gehen konnte. Wenn ich nicht gang sicher genen kann, lasse ich die Hände von der Borse. Ich piele nicht.“ „Sie spielen nicht?“ „Sehen Sie, ich war setzt in Monte Carlo. Aber d habe nicht einen Centime“ Und Jhr heutiger Tip ist ebenso sicher? Noch sicherer.“ was handelt es sich, Herr Graf?“ deinz lachte.„So geht das nicht, lieber Direktor. werden sich in der Art der Behandlung des Ge= chaftes schon der üblichen Verhandlungsmethoden Herr Graf, wenn Sie hein Vertrauen „Aufhören. Betrachten wir doch die Formalitäten rledigt Ich henne Sie doch. Sie werden mich schummeln, so gut a's moglich. Also, um die Sache zu machen. wie viel Gelo können Sie in ein absolut sieheres Geschaft hineinstechen!" 80 viel Geld wie ich hineinstechen hann, haben gar nicht.“ MANZ, REGENSBI R NICHDRUCK VERBOTEN Das weiß ich Deshalb wende ich mich an Sie.“ Die Sache ist absolut sicher?“ Absolut.“ Auf wie lange?“ Wie meinen Sie das „Sie wollen doch gehen bei einem Papier in die Liebe oder in die Contremine. Sagen wir. Sie haufen zu einem Kuro von sunfzehn und erwarten einen Schlußkurs von zwanzig. Wann ist dieser erwartete Schlußkurs sicher erreicht? In einer Woche, in einem Monat in sechs Monaten?“ „Von heute“, erklarte Heinz,„in genau sechs Wochen. Wir gehen, wie Sie es nennen, in die Lieb und kaufen Der Kurs wird:n genau sechs Wochen mehr als doppelt so hoch sein, als der heutige und auf dieer Hohe für absehbare Zeit bleiben.“ „Mhm. Sind Sie dessen sicher, Herr Graf?“ „Absolut. Also. wieviel?" „Sagen wir, eine Million.“ „Was für Million? Schilling? Dollar? Mark? Pfund?“ „Schillinge.“ „Guten Tag. Herr Direktor“ Was heißt das, guten Tag?“ Mit Ihnen mache ich das Geschaft nicht.“ Warum nicht?“ „Ich war in Jhrer Bank. Jch kenne Sie doch. Da= her lasse ich mich nicht von Ihnen hineinlegen.“ „Ich meine doch die Million nicht als Kapital, sondern als Dechung.“ „Nicht zu machen. Direktor“ Aber Herr Graf. wir brauchen doch nicht bar zah= len. Nicht? Wir machen das Geschäft zum nächsten Ultimo. Mehr als zehn Prozent Deckung brauchen wir nicht zu zahlen. Denn die Börse ist seit der Sanierung konsolidiert, das heißt, stier; man erwartet nirgen= großere Schwankungen. Wir haufen also bei einer Million Deckung für zehn Millionen und hassieren nach sechs Wochen die Differenz von mindestens zehn Millionen ein. Doch ein sehr schönes Geschäft.“ „Schluß. Beschummeln lasse ich mich nicht von Joec „Wieso beschummle ich Sie?“ „Ich kenne die Situation Ihrer Bank genau. Eigenes Kapital werden Sie fünf oder sechsmalhunderttausend Schilling haben. Mit Depoto und anvertrauten Geldern und Anteilscheinen an Industrieunternehmungen, an Kredit, wenn Sie sich also die Gelder ausborgen, die man Ihnen onpertraus bat Herr Graf, das ist Vertrauensmißbrauch, Depotunterschlagung. Diebstahl, Betrug.“ „Ich weiß.“ Die Million bringe ich aus eigenem Geld und per= sönlichen Krediten auf.“ „Möglich.“ „Ich will ehrlich bleiben, Herr Graf. Ich will heine schlaflosen Nachte, kein Alpdrücken, keine bösen Träume von Landesgericht“ „Kennen Sie den Ausdruck Schmonzes!“ Nun?" „Ihre Absicht ist folgende: Sie wollen in das gemeinsame Geschäft, das ich Ihnen bringe, die eine Million hineinstechen. Dann aber werden Sie weitere neun Millionen durch Vertrauensmißbrauch an sich bringen. stehlen, unterschlagen, sich von den ahnungslosen Klienten ohne deren Zustimmung ausborgen und damit ein neunmal so großes Geschäft auf eigene Rechnung machen.“ „Also auf eine solche Idee wäre ich nie gekommen.“ Heinz lachte hell auf.„Eine gute Idee, auf die ich Sie gebracht habe, was? Mein letztes Wort. Entweder Sie bringen in das gemeinsame Geschäft zehn Millionen Deckung, wir haufen also gemeinsam um hundert Millionen Schilling oder ich mache das Geschaft mit einem anderen.“ „Aber Herr Graf, ich kann doch nicht..." „Sie haben fünf Minuten Zeit, sich die Sache zu überlegen. Es ist wirklich schade um jedes weitere Vort, das Sie da sprechen.“ „Mit wem wollen Sie das Geschäft sonst machen, Herr Graf/ Sie finden doch keinen.“ Heinz antwortete nicht. Er legte seine Linke mit dem Uhrenarmband so vor sich hin, daß er sowohl wie sein Gast das Vorrüchen des Zeigero verfolgen konnten. „Die fünf Minuten sind um, Herr Direktor.“ „Ich weiß. Ich mache das Geschäft. Ich kaufe mir das von Ihnen angegebene Papier um so viel, als ich für zehn Millionen Deckung bekomme. Ich biete fünf Prozent Dechung und gehe bis..." „Nein, eine runde Summe. Sagen wir vierzehn Millionen Dollar. Das sind ungefähr hundert Millionen Schilling. Einverstanden?“ „Auch recht.“ „Der Gewinn wird zwei zu eine geteilt.“ „Gemacht. Ich zwei, Sie eine.“ Heinz lachte.„Gar keine Rede Ich zwei, Sie eino.“ „Herr Graf, ist das gerecht? Ist das faire play Ich trage das ganze Risiko, ich lasse mich eventuell einsperren, ich führe die ganze Transaktion durch und da wollen Sie mich mit einem schäbigen Drittel ab= fertigen?" „Schäbiges Drittel ist gut. Fünf Millionen Dollar, secheunddreißig Millionen Schillinge, Ristko überhaupt heines. Sie wissen, die Dinge, die ich bringe, sind absolut sicher. Und für hundert oder zweihundert Schil= ling Courtage müssen Sie genau dieselben Transahtionen." „Sie sind ein schrechlicher Mensch, Herr Gras.“ wem habe ich das Banhasschaft gelernt! Schule. Herr Direktor. Ich halte mich eben an die vörsenmäßigen Usancen. Also zwei zu eins, wie ich Ihnen vorschlug. Oder nicht?“ „Der reine Gewaltfriede,“ seufzte der Bankmensch. Ein brutales Diktat. Was kann man da machen? Jch bin einverstanden. Und sagen Sie mir jetzt endlich, um welche Papiere es sich handelt." „Noch nicht. Erst wollen wir die Sache schriftlich festlegen.“ „Soll ich um unseren Bankadvokaten schichken? Herz wartet druben im Kaffeehaus.“ „Nicht notwendig. Ich habe den Vertrag gleich mitgebracht. Hier.“ Der Direktor nahm das Schriftstück und überflog es.„Aber da steht doch das Papier nicht, das ich kaufen soll.“ „Das kommt in den Nachsatz hinein, so bald Ste unterschrieben haben. Hier steht schon meine Unterschrift.“ Der Direktor seufzte und unterzeichnete. Das machen Sie gut“, äußerte Heinz im echtesten Börsenjargon.„Ich schenke Ihnen fünf Millionen Dollar und Sie tun, als würden Sie sich schweren Her= zens von dem Teuersten trennen, das Sie besitzen.“ Der Direktor reagierte nicht auf diese Bemerkung „Was ist das für eine Aktie, die ich zu kaufen habe?" „Es ist keine Aktie, es ist der französische Franc. Der Bankier fuhr in die Höhe. als wäre er unver= sehens in einen elektrischen Stromkreis geraten. Hilfe. Gewalt! Sie sind verrückt. Den Franc? Den wollen Sie stützen? Der fällt doch wie die Krone und die Mark gefallen ist, ins Bodenlose!“ „Narr", schrie ihn Heinz an.„Sofort sind Sie still! Hören Sie mich an. Es ist ein Geheimvertrag zwischen der französischen Regierung ud dem Morgantrust geschlossen worden, zwecks Stützung des französischen Francs. Dafur ist die Summe von sechshundert Millionen Dollar bestimmt. Der Direktor setzte sich und blickte ganz verstört um sich.„Um Gottes Willen! Sechshundert Millionen Dollar! Stutzung des Franc? Das wird doch eine Ka= tastrophe auf der Börse sein, wie sie noch nicht da war. Ganz Europa kontreminiert den Frane und da kommen diese gewissenlosen, amerikanischen Johber ... sechshundert Millionen Dollar! Entsetzlich!" „Glauben Sie mir nicht. Herr Direktor?“ „Ich glaube Ihnen jedes Wort“, sagte der Bankier seierlich.„Ein echt amerikanisches Geschaft. Wie der Krieg. Mr. Pierpont Morgan. Diese sechshundert Millionen Dollar kosten uns Europäer viele Milliar= den. Jahre wird das dauern, bis wir uns geschäftlich von dem Schlag erholen.“ Er faßte sich und holte tie Atem.„Sie haben recht, Herr Graf. Hindern konnen wir den Schlag nicht, parieren auch nicht, die Leute schmeißen ja wie besessen die Franco weg. die sie gar nicht haben. Wenn Sie morgen die Sache in die Zei tung setzen, wird es Ihnen kein Mensch glauben. DaGescheiteste ist. sich anhängen. Also, wie ist das mi dem Vertrag? Wie hoch wird der Franc steigen? Bi= zum Nennwert!"(Fortsetzung folgt.) o 10 Groß=Bochum meldet... Bochum-Hordel. ty) Tage des deutschen Liedes. Der gestrige Sonntag war in Hordel dem deutschen Liede geweiht. Der MGV„Concordia“ Bochum=Hamme hatte aus Anlaß seines 15jährigen Bestehens eine Anzahl Gesangvereine zu einem Freundschaftssingen im Hordeler Saalbau eingeladen. Mit Musikdarbietungen der Kapelle Willy Botterbusch fand das Freundschaftssingen seinen Anfang. Der Vorsitzende des festgebenden Vereins. Seelig sen., entbot der übergroßen Zahl Sänger und Gäste welche den großen Saal bis auf den letzten Platz besetzt hatten, einen Willkommensgruß, widmete dem verschiedenen Reichspräsidenten von Hindenburg einen Nachruf und streifte in kurzen Sätzen die Vereinsgeschichte. Ein Prolog„Deutsches Lied“, vorgetragen von Frl. Stork, leitete zu dem Freundschaftssingen über, an welchem sich außer dem festgebenden Verein folgende Vereine beteiligten: MGV„Eintracht“ Dahlhausen, MGV„Westfalia“ Altenbochum. Quartettverein„Neutor“ Münster, MGV„Einheit“ Weitmar, MGV„Heiterkeit“ Hordel, MGV„Glocke“ Weitmar. MGV„Sängerbund“ Hamme. MGV„Sangeslust“ Mengede. MGV„Harmonie“ Weitmar, NS=Volkschor Bochum. Unter der Stabführung ihres Chormeisters Oskar Seelig jun. wurde durch das Lied„Weihe des Gesanges“ von Mozart durch einen aus den MGV„Concordia“. „Eintracht“ und„Westfalia“ gebildeten Männerchor die Reibenfolge der gesanglichen Darbietungen eröffnet. Ein wahrer Sängerkrieg entbrannte, bei welchem durchweg Volkslieder zu Gehör gebracht wurden. Die vortragenden Vereine ernteten für ihre Lieder starken Beifall. Mit einem deutschen Tanz fand das Fest des deutschen Liedes seinen Ausklang. th. Altersjubilare. Seinen 70. Geburtstag konnte der Invalide Karl Sakschewski, wohnhaft Schoppenkampstraße 6, im Kreise seiner Lieben in größter Frische feiern. Drei Kinder und zwei Enkel brachten ihm ihre Glück= und Segenswünsche dar.— Ebenso feierte am Samstag der Invalide Martin Fidora bei bester Gesundheit seinen 82. Geburtstag.— 70 Jahre alt wurde die Witwe Lisette Bußmann aus der Bochumerstraße.— Ebenfalls konnte in körperlicher und geistiger Frische die Witwe Luise Hösch aus der Bochumerstraße in diesen Tagen im Kreise ihrer Lieben ihren 75 Geburtstag begehen. Wir gratulieren. th) Neueinstellungen. Am Samstag wurde auf der zur Kruppschen Verwaltung gehörenden Zeche Hannibal 1 wiederum eine größere Anzahl Bergarbeiter eingestellt. Bei den Neueingestellten handelt es sich durchweg um verheiratete Hauer, die auch schon früher auf dieser Schachtanlage tätig waren. Somit sind in den letzten Monaten auf dieser Schachtanlage über 100 Neueinstellungen von Bergarbeitern vorgenommen worden. Weitere Einstellungen sind für die nächste Zeit noch vorgesehen. th) Im Silberkranz. Im Kreise ihrer Angehörigen feierten am gestrigen Tage die Eheleute Heinrich Sonntaa und Ehefrau geb. Wrede, wohnhaft Paradiesplatz, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Glückauf zur goldenen! Bochum-Hiltrop-Bergen. Rundfunk Dienstag, 4. September 5.30 Morgenruf. Anschl.: Frühkonzert(Schallplatten). 6.05 Hans Jacob Reinarz: Leibesübungen. 6.25 Von Leipzig: Morgenkonzert des Musikzuges der SA-Standarte 94, Weimar, Leitung: Musikzugführer: Arno Kühn.— 6 50—7.05 Morgenruf— Zeit, Wetter, Nachrichten. 8.00 Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen 8.05—8.20 Hilde Bremus: Frauenturnen. 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 10.10 Für Euch daheim! Carl Ottersbach— Mimi Müller(zwei Klaviere), Marita Gründgens(Sopran). Ida Gille(Laute). 11.10 Dr. August Détrée: Wissen die Tiere das Wetter voraus? 11.30 Funkwerbung der Reichspostreklame(ohne Verantwortung des Intendanten). 12.00 Musik am Mittag.— 12.00 Das Kammerquintett. — 12.45 Mittagsmeldungen 1, Glückwünsche.— 13.00 bis 14.45 Das Westdeutsche Kammerorchester, Leitung: Rolf Hartmann.— 13.45 Mittagsmeldungen 2. 15.15 Maria Waterkamp: Ewiges Deutschland(3). 15.30 Wirtschaftsmeldungen 1. 15.45 Zwei kleine Kapitel zum Thema„Hausgesellig= keit". 16.00 Von Berlin: Nachmittagskonzert. Das Kleine Funkorchester, Zeitung: Willy Steiner. 17.00(Bln) Zeitwende. Kämpferische Dichtung der Gegenwart Heinrich Anacker: Nürnberg. Gedichte. 17.15 Cyrill Scott: Fünf Gedichte. Martha Kallinich (Sprecherin), Am Flügel: Egbert Grape. Mohnblüten— Der Garten der Seelenzweisamkeit— Glocken— Die Dämmerung des Jahres— Paradiesvögel. 17.45 Die Abendröte. Eine volkskundliche Plauderei von Karl Petry. 18.00 Die Arbeit der Reichstheater in der Spielzeit 1934/35 Ein Gespräch mit Intendant Hilpert vom Deutschen Theater in Berlin. 18.20 Arbeitsbeschaffungsfront. Obering. Stahl: Neuzeitliche Beheizung von Treibbeeten. 18.40 Vom Tage. 18.50 Wirtschaftsmeldungen 2, Sportvorbericht. 19.00 Kleine Kostbarkeiten aus dem Schallplattenschrank Zusammengestellt von Ernst Kalthoff. 19.50 Von München: Reichssendung: Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs. 2000 Emplang der Epiten von Partei und Staat im Gegen 21.00 1. Fanfaren. 2. Männer= und Knabenchor mit Orchesterbegleitung. 3. Ansprache des Oberbürgerdr St. 1 Nürnberg. 4. Ansprache des Anschließend von Köln evtl. bis 22.00 Schallplatten 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22 20 Dr. A. van Rütz: 10 Minuten Schad 22.30 Funkstille. war. Pfarrvikar Butterwegge begrüßte die Erschienenen und dankte insbesondere für die äußerst gute Beteiligung bei der gemeinschaftlichen hl. Kommunion am Morgen. Das Protokoll der letzten Versammlung wurde verlesen und fand Genehmigung. Man beschloß, am Mittwoch, dem 5, ds. Mts. die Passionsspiele auf dem Wienkopp zu besuchen. Die Teilnehmer müssen sich daher umgehend bei den Bezirksführerinnen melden. Abfahrt und Treffpunkt ist Mittwoch nachm. an Constantin 6/7, von dort aus Abfahrt mit der Straßenbahn 1.55 Uhr.— In den kommenden Wintermonaten soll im Kindergarten joden Mittwoch nachm, für die Mütter ein Heimabend abgehalen werden. Nahereg wird noch bekannt gegeben. lu. Im Silberkranze. Am gestrigen Sonntag feierten im Kreise ihrer Angehörigen die Eheleute Steiger Zeinrich Schindler und Ehefrau Bernbardine geb. Voß, B.=Hiltrop, Wiescherstr., das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Glück auf zur goldenen! kr. Pilzvergiftungen. Während vor einigen Tagen eine Ehefrau mit Kind aus der Constantin=Kolonie nach dem Genuß von Pilzen erkrankte, und auch die Haustochter der Eheleute K. ins Krankenhaus mußte, traten nun heftige Erkrankungen mit Erbrechen bei der Familie R., an der Gysenbergstr. wohnbaft, auf. wonach der hinzugerufene Arzt Samstag Pilzvergiftung feststellte und alle vier Familienmitglieder ins Krankenhaus überführen ließ. ik. Der Schützenkönig gestorben. Eine große Trauer herrscht augenblicklich im hiesigen Stadtteil, da der Schützenkönig Karl I. einer tückischen Krankbeit zum Opfer fiel. In ganz Werne wehen die grünweißen Fahnen auf Halbmast und gedenken so ihres besten Volksgenossen, der auf Grund seiner großen Verdienste um den Schützenverein geachtet und beliebt war, so daß ihmdie Schützenbrüder stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Bochum-Linden-Dahlhausen. b. Aus der St. Engelbertuspfarrei. Im Fischedickschen Saale fand am Freitagabend eine vom Pfarrausschuß veranstaltete Pfarrversammlung statt, die einen in jader Hinsich: lehrreichen und auch interessanten Verlauf nahm. Der Vorsitzende des Pfarrausschusses, L. Schuster, eröffnete die Versammlung mit herzlichen Begrüßungsworten, worauf die Versammelten gemeinschaftlich das Lied„Komm Schopfer Geist“ sang. Im Mittelpunkt des Abends stand dann der folgende Vortrag von Dr. Kramer, eines Angehörigen der Pfarrei, über das Thema: Ich habe nie an Gott geglaubt, geschweige denn an eine Offenbarung. Ich weigere mich, mit der Phantasie zu vollbrinen, was mir der Verstand versagt.“ In klarer, verständlicher Weise stellte der Redner heraus, wie in allen Zeiten und bei allen Menschen Die Gottesidee ihren Ausdruck gefunden habe und wie schon der heidnische große Gelehrte Sokrates die Idee eines Gottes vertreten habe; wie die wahre Gottesidee aber erst im Christentum ihre Verwirklichung gefunden habe. In treffenden Worten wußte er dann die Lehren der Gottesleugner, die entweder aus angeblichen Vernunfigründen oder aus der Materie heraus das Dasein Gottes leugnen, zu widerlegen. Im Anschluß an diesen lehrreichen und mit großem Interesse aufgenommenen Vortrag folgte ein Lichtbilder. vortrag über den Katholikentag in Essen, von L. Schuster gehalten. Die Bilder des großen Erlebnisses in Essen zeiaten noch einmal dre Begeisterung, die auf dem Katholikentag sich kund tat, und weckten auch bei den Besuchern des Pfarrabende wieder neue Begeisterung. Nachdem Pfarrer Klüppel nochmals alle aufgefordert chatte, rege am pfarrgemeindlichen Leben mitquarbeiten wurde die Versammlung mit dem begeistert gesungenen Christkönigslied und dem katholischen Gruße geschlossen. Aus unserem Verbreitungsgebiet. lu. Mütterverein St. Josephs=Pfarrei. Der Ver. ein hielt am Sonntag nach der Andacht im Kindergarten seine Monatsversammlung ab, die gut besucht Feierliche Einführung des neuen Pfarrers der St. Josephspfarrei. Wanne Eickel. rb. Die St. Josefspfarrei Wanne=Süd hatte gestern einen großen Festtag, wurde doch der neue Pfarrer der Pfarrei, Franz Wortmann, feierlich in sein Am eitngeführt. Aus Anlaß dieses Tages hatte die gesamte Pfarrei festlichen Flaggenschmuck angelegt und hoch vom Turm wehten zwei gelb=weiße Fahnen froh im Winde. Vor der Pfarrkirche hatten die Vereine mit ihren Fahnen sowie zahlreiche Gläubige Aufstellung genommen, um die Ankunft des neuen Seelen. hirten, der aus Eickel eintraf, zu erwarten. Auch aus der Nikolaipfarrei Lippstadt waren Fahnendeputationen, vor allem des Gesellenvereins Lippstadt, eingetroffen, um dem bisherigen Vikar und Vereinspräses eine möglichst feierliche Einführung zu geben. In feierlichem Zuge zog der neue Pfarrer, begleitet von Dechant Höninger, Eickel, Vikar Timmermann aus der Josefspfarrei und P. Voegen aus der benachbarten Pfarrvikarie Haus Nazareth, in das dichtgefüllte Gotteshaus ein, wo er am Altare in die Hände des Dechanten Höninger das Glaubensbekenntnis ablegte. Darauf übergab Dechant Höninger, nach Verlesung des erzbischöflichen Ernennungsdekretes dem neuen Pfarrer die Tabernakelschlüsse!, den Taufstein, den Beichtstuhl und die Kanzel. Zum ersten Male bestieg dann der neue Pfarrr die Kanzel und verlas das Evangelium vom guten Hirten. Hierauf nahm das feierliche Levitenhochamt seinen Anfang. das Pfarrer Wortmann unter Assistenz von Vikar Timmermann und P. Voegen zelebrierte. Dechant Höninger hielt die Einführungspredigt, in der er zunächst des Vorgängers des neuen Pfarrers, des verstorbenen Dechanten Luft gedachte, und dann auf das Amt eines katholischen Pfarrers zu sprechen kam, dabei anknüpfend an die Worte des Hildesheimer Bischofs bei seiner Vereidigung daß er ein katholischer und zugleich ein deutscher Priester sei, und daß er für Kirche und Vaterland sein Letztes herzugeben bereit sei. Auch der neue Pfarrer werde seiner neuen Gemeinde Lehrer, Priester und Hirte sein, und Pfarrer und Gemeinde seien eins. Mit dem Tedeum und dem eucharistischen Segen fand die Einführungsfeier ihr Ende, Hierauf wurde der neue Pfarrer zum Pfarramt geleitet, wo die Vorstellung des Kirchenvorstandes, der Lehrerschaft und der Vereinsvorstände erfolate. Der Gesellenverein Lippstadt, der mit vier Fahnen vertreten war, überreichte dem neuen Pfarrer als Zeichen dankbarer Erinnerung ein prächtiges Bild sowie eine Erinnerungsurkunde an die 21jährige Tätigkeit als Gesellenpräses in Lippstadt. Am Nachmittage fand eine feierliche Schlußandacht statt * rb. Aus den katholischen Pfarreien. Die Kolpingsfamilie Wanne veranstaltete am Sonntag im Kolpinghause einen Familienabend. Die ganze Kolpingsfamilie sowie Freunde der Kolpingssache hatten sich in großer Anzahl eingefunden. Das Programm war aus Gesangvorträgen, theatralischen und anderen unterhaltenden Darbietungen kurzweilig zusammengestellt worden, sodaß allen Teilnehmern vergnügte Stunden geboten wunden.— Der 8. Orden unternahm am gestrigen Sonntag seine zweite deesjährige Wallfahrt zum Gnadenort Neviges. Auch diesmal konnte wieder ein starker Sonderzug viele Pilger nach Neviges bringen, wo gestern wieder ein großes Heer von Betern eingetroffen war. Für alle Teilnehmer wurde die Wallfahrt ein Tag der Erholung an Leib und Seele.— Der Kath. Jungmännerverein der Eickeler Marienpfarrei unternahm einen Ausflug zur Freilichtbühne auf dem Wienkopp. Ein Teil marschierte bereits am Vormittag ab, der Rest kand Briefkasten. MOBEL VON BORGMANN Jubelfeier im Knappenverein „Glückauf“ Weilmar-Mark. si) Im festlich geschmückten Saale der Wirtschaft Kreter in weitma.=Mark veranstaltete der Knappenverein„Glück auf“ Weitmar=Mark aus Anlaß der Wimpelweihe und des 50. Geburtstages der Vereinsfahne am Samstag abend eine schlichte Jubelseter. Schöne musrkalische Darbietungen eines Trios leiteten die Feier ein. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches erfolgte dann der feierliche Einmarich des Fahnenkommandos und nahm auf der Bühne Aufstellung. Der 1. Vorsitzende des Knappenvereins, Johann Sachs, entbot einer stattlichen Anzahl von Knappen mit ihren Angehörigen einen herzlichen Willkommensgruß. Sein besonderer Gruß galt vor allem dem Mitbegründer des Vereins. Heinrich Schnidt, und dem Festredner des Abends Konrektor O. Brune. Nach einem kurzen Hinweis auf die Bedeutung der Jubelfeier hielt O. Brune die Festansprache. Dann heftete der Redner den neuen Wimpel, ein Hakenkreuzbanner, an die Vereinsfahne und betonte, daß unter diesem Zeichen der Kampf um Deutschlands Zukunft siegreich beendet würde. Nach einem eigens zu dieser Jubelfeier verfaßten Prolog„Glück auf“, vorgetragen von einer Schülerin, sprach O. Brune dem Mitbegründer des Vereins, Heinrich Schmidt für seine unverbrüchliche Treue, die er dem Verein 52 Jahre hindurch gchalten hat, seinen Dank aus. Dem Jubilar Karl Sickmann. der 25 Jahre hindurch in treuer Pflichterfüllung gedient bat, überreichte er eine Ehrennadel. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf Volk, Führer und Vaterland und dem Deutschlandund Horst=Wessel=Lied wurde der feierliche Akt beendet.— In einem Schlußwort würdigte der Kassenwart Ernst Rohde die Verdienste des 1. Vorsitzenden und des Konrektors Brune für den Verein. Den Abschluß der Jubelfeier bildete ein gemütliches Beisammensein mit Tanz. Gewinnauszug Klasse 43. Preutzisch=Süddeutsche (269. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten sich am Nachmittag auf dem Wienkopp ein, wo dann alle einen frohen Nachmittag verlebten. ro. Bank für Handwerk und Handel. Am Sams= tag dem 1. September, nahm die Bank für Handwerk und Handel e. G. m. b. H. in den Raumen des Glückauf=Hauses an der Hernerstraße ihre Tätigkeit als Berufsständische Kreditgenossenschaft auf. Diese Bank ist die bisherige Gewerbebank, deren Ziele auch die Bank für Handwerk und Handel verfolgen wird. Auch die hinter dieser Bank stehenden Organisationen wer. den die der bisherigen Gewerbebank sein, namlich, wie schon der neue Firmenname besagt, die Kreise des Handwerks und des Handels. Der Vorstand und der Aufsichtsrat des neuen Unternehmens gehören ebenfalls den Kreisen des Handwerks und des Handels an, so daß die Bank weitgehendst die sich gestellten Aufgaben erfüllen kann. Das Institut ist Mitglied des Giroverbandes der Dresdener Bank und des Deutschen Genossenschaftsringes. Feuermelder böswillig betätigt. Am 1. September, gegen 3,10 Uhr, wurde der an der Ecke Hermann=Göring= und Holsterhauser Straße befindliche Feuermelder ohne Grund durch Einschlagen der Scheibe in Tätigkeit gesetzt wodurch die Feuerwehr unnötig alarmiert wurde. Wer kann über den Täter Angaben machen? Gefährliche Körperverletzung. Am 31. August, gegen 2350 Uhr, kam es auf der Herzogstraße zwischen zwei jungen Männern zu einem Wortwechsel, der auch zu Tätlichkeiten führte. Im Verlauf des Streites wurde einer der Beteiligten von seinem Gegner durch die Schaufensterscheibe der Drogerie Stolz geworfen, wobei er erhebliche Kopfverletzungen erlitt. Er wurde dem St. Josephs=Hospital zugeführt. Der Täter wurde festgenommen. Witten. ):( Aufgegriffen. In der Nacht von Freitag zu Samstag gegen 2,30 Uhr fand ein Wachmann der Heim= und Grundstücks=Bewachung, Inhaber Josef Hake, Bochum, Hellweg 39. an der Scheune des Landwirts Gülker in Witten, Bochumer Straße 59, ein herrenloses Fahrrad vor. Beim Absuchen der Scheune fand der Wächter dort einen Mann im Stroh versteckt liegen, den er zwecks Feststellung der Personalien dem 13. Polizeirevier in Witten übergab. Es stellte sich heraus, daß dieser Mann nirgendwo angemeldet war. Er wurde zur weiteren Vernehmung der Kriminalabteilung vorgeführt. Diebstahl. In der Nacht zum 29. August wurde von einem Hofe„Im Rohr“ in W.=Annen ein Kinderfahrrad, Marke Drewer, entwendet. Vom gleichen Hofe wurden bereits in der Nacht zum 6. 7. 31 ein bellgrauer Damen=Gabardinemantel und ein Paar graubraune Damenstrümpfe gestohlen. Verkehrsunfall. Auf der Bahnhofstraße wurde am Freitag ein Mann von einem PKW. angefahren und erheblich verletzt. Er trug einen Schulterblattbruch, eine Gehirnerschütterung und Rückenquetschungen davon; seine Aufnahme im Marienhospital war notwendig. 21. Ziebungstag 31. August 1934 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne lu 10000 M 23948 331372 2 Gewinne zu 6000 M. 334100 8 Gewinne zu 3000 M. 44986 174409 223735 344932 4 Gewinne au 2000 M. 67907 200326 212388 224327 247111 335082 387758 44 Gewinne zu 1000 M. 9600 35012 38724 57390 69673 120322 140610 140634 159754 18765 187998 207724 234079 241896 267355 268197 292358 327072 337799 338646 345015 350008 98 Gewinne zu 500 M. 2126 6624 8108 11033 23790 25050 4980 61822 65462 63200 63948 77973 85180 90167 92701 94737 100300 100028 119479 133927 139955 145386 150012 1666 8 171694 187647 201333 202706 203601 212102 214788 225945 235703 237506 249195 262183 271644 273969 289032 315388 922272 331683 336139 341739 344518 366403 374049 378732 393616 354 Gewinne zu 300 M. 1353 1481 4249 6073 7472 7837 8619 9491 12769 16246 16297 19192 19715 19969 23181 24325 32489 41791 43431 46259 47326 47772 49842 50086 55456 65614 65882 66816 57082 67446 61309 62036 67715 68797 688e 71706 71779 72891 76184 76444 81699 84615 89994 92511 94612 94968 95350 89002 9920 100053 101781 103963 107005 108110 11611 116393 118576 126604 127082 129654 130917 133739 134608 137550 138456 140351 141299 143367 144931 146961 149586 150380 152630 164963 158299 162361 163224 171186 173474 178276 180409 181123 181205 185855 192763 194473 194814 19835 203257 203797 207289 208203 210239 210669 210789 212212 213700 214219 216900 217114 219974 220134 220368 221778 223468 225673 225938 226768 233024 234800 235542 235871 236780 237312 237422 240507 256432 259976 26118 262039 263846 26331 269696 269697 273057 274743 275694 279438 28026 284506 285845 286738 288810 289110 290786 294229 294314 295656 300698 304731 307296 397723 314768 322439 325396 327449 328681 328923 330345 33367 333850 336814 337547 339024 342694 344301 346749 349679 349855 330914 351615 352834 357384 364062 365257 365874 372397 377122 381702 383832 387769 388929 389806 391137 396332 396917 397003 Jn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 6 Gewinne iu 5000 M. 13071 43769 313117 4 Gewinne zu 3000 M. 264388 369146 8 Gewinne zu 2000 M. 36174 241609 270405 378121 30 Gewinne mu 1000 M. 64436 80716 118568 121852 137148 167475 168780 185238 250618 254458 281132 328060 359569 382814 386917 72 Gewinne zu 500 M. 9689 14890 17264 17466 32737 51387 73593 75362 77399 62193 100876 10228 107517 111606 119256 150789 192216 232668 24649 246986 249150 273900 27555 291407 294471 322508 323039 328697 330057 334452 375357 3600 366226 396396 397642 397836 302 Gewinne zu 300 M. 3663 9001 14617 16547 18869 19149 26317 27299 27463 27825 28544 30554 34659 40271 48794 48830 61066 54247 56660 67379 69639 60774 63549 69696 73484 74146 76631 84506 87053 87566 93171 94879 99203 101366 103612 104936 106541 10750 112538 116381 116493 121103 123236 132623 135600 135960 139166 140863 15933 156876 171358 172990 176214 129774 142865 167523 184762 211979 Dahlhausen. Sie müssen Ihre Anfrage an das Wehrkreiskommando VI in Münster i. W. richten. Das„Einjahrige“ bezw. die„Reife zur Prima“ ist zweifellos Voraussetzung. Ihrem Antrag müssen Sie einen selbstgeschriebenen Lebenslauf nebst polizeilich beglaubigten Abschriften Ihres letzten Schul= und Dienststellenzeugnisses sowie ein polizeiliches Füh. rungszeugnis hinzufügen, ferner die Zustimmung des Vaters oder seines gesetzlichen Stellvertreters, wenn Sie noch nicht majorenn sind. 187121 206857 207168 208634 208777 212164 214131 219762 223743 225300 236869 241299 241508 245189 246412 247466 247832 248016 248961 249058 249674 250069 25063 258401 259353 264018 264274 266166 266192 272716 273522 274189 280177 280928 282695 283017 284917 285653 287420 289094 290675 294676 298172 299072 299240 304478 308143 314430 315862 316763 316889 317468 318234 323828 336926 337066 341607 342777 348302 361204 362639 365168 358786 368979 960370 360897 361404 362643 363107 364428 365802 366662 374222 381390 381606 881809 382403 382930 386986 389608 389789 391984 39219 393520 393883 393903 39411 399556 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu se 1000 RM gefallen, und zwar se eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 166916 168301 162550 163710 200210 306829 316700 322917 333981 336599 Im Gewinnrade verblieben: 180 Tagesprämien zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000000, 2 zu 300000, 2 ju 80000, 4 zu 20000, 12 zu 10000, 59 zu 5000, 114 zu 8000, 264 zu 2000, 504 zu 100, 1348 m 500 5350 zu 300 M. sind mehr wert, als sie kosten! BOCHUM• BRÜCKSTRASSE B0-M.R3 718 SAhNAN Oberzeugen Sle sich duren zwangslose Besichtigung unserer UMOBRUCKSTRASSE 59-61-63(15 Schaufenster) Möbel-Ausstellung o Annahme von Ehestands-Dariehensscheinen. Riesige Gewilterkatastrophe in Ungarn Große Ueberschwemmungen— 18 Häuser völlig zertrümmer!— Menschen und Tiere vom Hagel erschlagen oder schwer verletzt der Ort als völlig vernichtet angesehen gelegenen werden. Die ungarische Regierung hat Maßnahmen großen Gemeinde Tarcal in wenigen Minnten getroffen, um die Bevölkerung vor der schlimmsten ein ungeheures Hagel= und Sturmwetter auf. Die Not zu bewahren. ganze Gegend war in tiesstes Dunkel gehullt. Es fielen Hagelkörner im Gewicht von 50 bis 60 Gramm. Die Landschaft zeigte in wenigen Sekunden ein völlig winterliches Bild. Die WeinErnte ist vernichtet. Zahlloses Bieh ist umgekommen. Ein mit einem Pferbefuhrwerk unterwegs befindlicher Bauer wurde von den Hagel mit seinem Pferde erschlagen. Zahlreiche Dorfbewohner haben zum Teil sehr schwere Verletzungen davongetragen. Die durch den Ort schäumenden Wassermassen drangen u. a. auch in die Ziegelfabrik ein und brachten die Kessel zur Explosion Durch den Luftdruck wurden 18 Häuser vollkommen zertrümmert. Weitere hundert Häuser wurden durch das Unwetter zum Einsturz gebracht Die immer höher steigenden Wassermassen zwangen die Bewohner, auf Bäumen und Tächern Rettung zu suchen, wo sie die ganze Nacht verbrachten. In den tiefer gelegenen Ortsteilen hat sich ein riesiger See gebildet. Neben verschiedenen Hiliserpeditionen ist am Lamstag auch das in Tokay stationierte Pionierbataillon zur Hille herangezogen worden. Wie die letzten Meldungen be= Der Blitz schlug in Flugzeuge RB London. 1. Sept. Wie Lann Mail“ meldet, am Freitag ein Passagierflugjeng auf dem Wege con Paris nach London mitten über dem Aermelhanal während eines plötzlich ausgebrochenen Gewitters vom getroffen. Das Gesicht des Flugzeugführers. ein linber Arm und die linde Hälfte seiner Klei= der wurden versengt, aber der eleätrische Schlag var nicht stark genug, um ihn dienstunsähig zu ma= chen. Er brachte das Flugzeug glücklich bis an seinen Bestimmungsort. Der Funhapparat des Fiugzeuges vurde zerstört. Die Ursache des merkwürdigen Unalles wird darin erblicht, daß die Plötzlichheit des Gewitters dem Fahrpersonal heine Zeit gelassen hatte. den Regeln ertsprechend den Funhaufnahmeapparat außer Betrieb zu seyen. St. Joseph(Missouri), 1. Sept. Ein Berbehrsfluszeug wurde während eines Nachtfluges in der Rahe von St. Joseph vom Bligz getroffen und stürzte brennend ab. Vier Fahrgäste und der Flugzeugführer wurden getötet. Eine Anordnung Dr. Leys DRB Berlin, 1. Sept. Der Stabsleiter der P0 und Fuhrer der Deutschen Arbeitskront, Dr. Robert en. hat mit Datum vom 31. August 1934 folgende Anordnung erlassen: Unter Bezugnahme auf die Verfugung vom 31. Mat 1834. d#e der Stellvertreter des Fuhrers, Pg. Rudolf deß und der Unterzeichnete herausgegeben haben und in der es heißt, daß der Aufbau der Arbeitsfront all= mählich zu geschehen hat. wird angeordnet, daß die Reichsberussgruppen der Angestellten erst dann in die Ortogruppen der Deutschen Arbeutront eingeordnet werden, wenn die Ortogruppen der Arbeitsfront soweit gebildet und durchorganisiert sind, daß die Uebernahme der Mitglieder der Reichsberufs= gruppen der Angestellten unter Gewahrleistung der er= worbenen Rechte und Gliederung der wirtschftlichen Einrichtungen reibungslos vor sich gehen hann. Die Uebernahme der Reichsberufsgruppen der Angestellten erfolgt auf meine Anordnung über den Pg. Forster. Bis zu diesem Zeitpunkt ist jegliche Einmischung in die Reichsberufsgruppen der Angestellten verdoten. Ich verlange, daß alle Stellen der Arbeitsfront in kameradschaftlicher Weise hinsichtlich Aufbaues zusammenarbeiten. gez. Dr. Ley. Der Führer an den Waffentag der alten Feldartilleristen Berlin. 1. Sept. Die in Köln versammelten alten Feldartilleristen haben an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Die zum dritten Waffentag in Köln versam= melten ehemaligen Feldartilleriiten entbieten in alter Feldkameradschaft dem Führer des Reiches ergebeniten Gruß. General der Artillerie von Gallwiyz. Generalleutnant Freiberr von Watter.“ Der Führer und Reichskanzler hat hierauf telegraphisch wie folgt geantwortet: „Den zum dritten Waffentag versammelten alten Feldartilleristen danke ich fur ihre Grüße die ich in Kameradschaft herzlichst erwidere. gez. Adolf Hitler.“ Selbstmord durch Absprung vom Magdeburger Dom TNB Magdeburg, 1. Sept. In den Vormittags stunden des Samstag stürzte sich eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren von der obersten Galerie des etwa 106 Meter hohen nördlichen Somturmes. Sie war sofort tot. Die Persona lien der Selbstmörderin konnten noch nicht festgestellt werden. Herr Knox beschwert sich beim Völkerbund Längst widerlegte Klagen über den Freiwilligen Arbeitsdienst Die chinesischen Eisenbahnbanditen umzingelt Japanische Verstärkungen Charbin, 1. Sept. Zu dem Ueberfall auf einen Eisenbahnzug bei Charbin wird mitgeteilt, daß auf Veranlassung des Führers der japanischen Militarabordnung in Charbin, Ando, eine Untersuchung eingeleitet worden sei, die durch sapanische und mandschurische Polizei beschleunigt durchgeführt werden solle, da die Ergebnisse dieser Untersuchung von großer politischer Tragweite für die weitere Gestaltung der Lage an der chinesischen Ostbahn seien. Von mandschurischer halbamtlicher Seite wird erklärt, daß gegenwärtig mehrere Personen n Haft seien, die unmittelbar oder mittelbar in dem Ueberfall beteiligt sein sollen, doch liegen soch keine näheren Angaben über die Hintergründe es Anschlages vor. Die sapanischen Militärbehörden betonen, daß nunmehr rücksichtslose Maßnahmen getroffen werden würden, um dem chinesischen Banditentum energisch zn Leibe zu gehen. Der Oberbesehlshaber der javanischen Truppen in Charbin, dat Verstärkungen aus Tschnanatschun zum Schutze chinesischen Ostbahn erhalten. Charbin, 1. Sept. Japanische und mandschurische Truppen haben gestern sofort die Verfolgung der brutalen Banditen aufgenommen, die das chwere Eisenbahnunglück bei Hiunachenpao verursacht hatten. Jn der Nacht ist es ihnen gelungen de gefährlichen Banditen vollständig zu umzingeln, und zwar in einer sumpfigen Gegend in der Nahe des Tfungari=Flusses. Die Truppen haben Flugzeuge abgeschickt, die über dem Lager der Banditen Zettel abwarfen mit der Aufforderung, daß die Geiseln sofort zu entlassen seien und die Banditen sich sofort zu ergeben hätten, sonst würden sie alle zusammen erschoffen werden. Um das Leben der entführten Passagiere zu schonen, wurde auf Weisung des Oberkommandos kein Feuer gegen die Banditen eröifnet. Sollten die Banditen die Forderung der Auslieferung ablehnen, so werden sie bis zur fretwilligen Uebergabe umzingelt gehalten. Die Banditen sind bereit, die Entführten unter der Voraussetzung freizulassen, daß man ihnen freien Abzug gewahrt. Das japanische und mandschurische Oberkommando haben jedoch diese Bedingung abgelehnt. Sieben Koreaner ermordel TNB. Schanghai, 1. Sept. In Luantschon ermordeten Chinesen sieben Koreaner, die fapanische Staatsangehörige sind. Der sapanische Gesandte in Nanking hat bei der chinesischen Regierung strenge Bestrafung der Mörder der Koreaner gefordert. DNB Genf. 1. Sept. Der 58. Vierteljahresbericht der Regierungskommission des Saargebietes wird heute in Genf veroffentlicht. Gleichzeitig veröffentlicht das Völkerbundssekre= tariat einen Brief des Prasidenten der Regierungs kommission an den Generalsekretär des Volkerbundes vom 10. August 1934, in dem Einzelheiten über das Ergebnis der Prufung der im Buro des Freiwilli= gen Arbeitsdienstes gefundenen Akten mitgeteil“ werden. Verschiedene Schriftstücke, so bebauptet Herr Knor, hätten bewiesen, daß Beamte der Regierungs= kommission verführt worden seien, Handlungen zu begehen, oder von der Verfolgung bestimmter Handlungen Abstand zu nebmen, und zwar auf Grund einer Einflußnahme, die als Korruption bezeichnet werden müsse. Aus anderen Dokumenten gebe her= vor, daß Organisation und Agenten der Deutschen Front ständig Verbindung mit den verschiedensten Behörden im Reich unterhielten und ihre Ein= mischung in die Saarfrage erleichterten. Es sei auch der Beweis für zahlreiche Verletzun= gen der Straigesetze erbracht, die allerdings zum größten Teil durch die von der Regierungskommis= sion am 11. Juni 1934 gewährte Amnestie erledigt seien. Die Kommission begnüge sich beute damit, die Aufmerksamkeit des Völkerbundsrates vor allem auf die Tätigkeit des Freiwilligen Arbeitsdienstes lenken, die eine Abteilung der Deutschen Front bilde. Aus diesem Grunde fühle sich die Regierunaskommission auch verpflichtet, Abschriften der wichtigsten Dokumente dem Völkerbundsrat gleichzeitig vorzulegen. Das wichtigste sei ein Brief vom 6. Oktober 1933, aus dem hervorgebe, daß 10000 junge Saarländer in den Freiwilligen Arbeitsdienblagern in Deutschland außerbalb des gewöhnlichen Dienstes eine besondere Ausbildung für den Saarkampf erbalten sollten. Aus einem anderen Dokument gehe bervor, daß ein besonderer Kredit von 12 Millionen Reichsmark für den Unterhalt dieser 10000 jungen Saarländer zur Verfügung gestellt werde. Herr Knor will dann weiter aus diesen Dokumen= ten schließen können, daß diejen jungen Leuten eine militärische Ausbildung gegeben werden sollte. Die Zahl 10 000, die in jenem Brief genannt worden sei, scheine freilich längst überschritten zu sein. Die Saarregierung schätze die Zahl der in den Arbeit= dienstlagern in Deutschland ausgebildeten jungen Saarlander auf mehr als 16 000. Aus diesem Grunde habe sich die Regierung gezwungen gesehen, als erste Maßnahme eine Ver fügung zu erlassen, die im Saargebiet die Organisation des Freiwilligen Arbeitsdienstes verbiete und die jungen Leute, die daran teilgenommen haben, ebenso wie diejenigen, die früher Mitglieder der SA und 33 waren, veranlaßte, uich bei der Polizei zu melden, wobei die Möglichkeit einer besonderen Ueberwachung ins Auge gefaßt sei. Knox schließt mit dem Wunsche, daß diese Doku mente genügen möchten, um den Rat von dem Ernst der Lage im Saargebiet zu überzeugen, au den die Regierungskommission in den letzten Mona ten immer wieder hingewiesen habe. Unter diesen Umständen musse die Regierungskommission um so mehr erwarten, daß der Völkerbundrat nicht zögere sich bei seinen Mitgliederstaaten wr die Rekrutierung von Polizisten und Gendarmen einzusetzen, wie es in der Entschließung des Rates vom 4. Juni vorgesehen sei. Der Bericht des Herrn Knor. der übrigens von den Saarzeitungen als Auflagenachricht ver öffentlicht werden mußte, bevor er noch in Gen bekannt war, enthält längst widerleate Klagen über den Freiwilligen Arbeitsdienst. Noch vor wenigen Tagen war im Saarländischen Landesrat non leiten der Deutschen Front auf den sozialen und ethischen Wert des Freiwilligen Arbeitsdienste= hingewiesen und gleichzeitig die Regierungskom= miisson ausdrücklich aufgefordert worden die Ar beitslager zu besuchen, um sich ein eigenes Urteil über die wirklichen erzieherischen Aufgaben dieser Institution bilden zu können. Bisher ist nicht bekannt geworden, ob die Regierungskommission des Saargebietes von diesem Angebot Gebrauch gemacht hat. Die explodierende Stadt In voller Fahrt gegen einen Baum Schweres Kraftwagenunglüch in Paderborn Ein Toter. mehrere Schwerverletzte sfeuerwehr gibt weitere Löschungsversuche in Campana auf stadt Campana infolge der großen Explosionen de d m le dree dee Kraftwagen in voller Fahrt gegen einen Baum. Der der Oelbehälter im Laufe der vergangenen Woche so gut wie versperrt war und die Bevölkerung wilder Flucht ihr Heil gesucht hatte, sind ernent mehrere Oelbehälter in die Luft geflogen. Die sfeuerwehr hat alle weiteren Versuche, des Brandes Herr zu werden, wegen der unerträglichen ditze aufgegeben. Die Zahl der Toten ist noch nicht festgestellt, e wird auf mindestens 20 geschätzt, die Zahl der Schwerverwundeten auf über 100. Furchlbare Schiffskatastrophe auf dem Jalu 91 Tote? TNB. Dairen, 1. Sept. Die Leitung der verwaltung des koreanischen Hafens Gensan teilt mit, daß auf dem Fluß Jalu ein Dampfer gesunen ist, der einer sapanischen Zivilschtffahrtsgesellhalt gehörte. Unbestätigten Meldungen zufolge. gesanden sich einschließlich Besatzung 200 Personen Vord. Davon werden 91 Personen vermißt weiteren unbestätigten Meldungen haben wei Kustenschiffe 29 Personen gerettet. Nach den letzten Belegrammen sind 125 Personen umgekommen. Der Wiener Juli=Putsch Verfahren gegen Angestellte der öffentlichen Betriebe 28 Wien, 1. Sept. Nach einer Mitteilung der Haetcsvast“ sind im Zusammenhang mit dem Juliduisch Untersuchungen gegen 300 Angestellte der Jfentlichen Betriebe eingeleitet morden. Von den nach 9e oisentlichen Betriebe eingeleitet worden. Von Sramten, die im Hof des Bundeskanzleramtes srache eines Aufftändischen„Heil Hitler n haben, sind bereits fünf ihres Amtes für ver stia erklärt worden. Unter ihnen befindet sich auch Archipar des Staatsarchivs im Bundeskanzler= Cr. Robert Lacrols Gegen diese Beamten auch eine gerichtliche Untersuchung uhrt werden. Anprall war so stark, daß sämtliche Inlassen Berletzungen erlitten. Einige Soldaten wurden lebensgesahrlim verlent Einer ist bereito seinen Verletzungen erlegen. Mil dem Ableben eines zweiten muß ebenfalle gerechnet werden. Dag durch den Zusammenstoß auslaufende Benzin fing Zeuer und setzte den Wagen sofort in Brand. Die Insassen konnten nur mit großer Mühe aus dem brennenden Wagen gerettet werden, da sie zum Teil durch die erlittenen Verletzungen nicht imstande waren, sich aus dem Wagen zu befreien, so daß sie außer den Verletzungen auch noch erhebliche Brandwunden davontrugen. Zwei Scheunen niedergebrannt Die Ernte vernichtet Wadersloh, 1. Sept. In der Nacht zum Freitag brannten zwei mit Erntevorräten gefüllte Scheunen der Witwe Hellmann in Wadersloh, Kreis Beckum, bis auf den Grund nieder. Es besteht der dringende Verdacht, der vorsätzlichen Brandstiftung. Der Täter soll bereits in Haft genommen worden sein. Der Schaden ist ziemlich erheblich, besonders weil die ganze Ernte mitverbrannte. Tod nach einem Wespenstich infolge Herzschlags Trier, 1. Sept. Beim Einkauf auf dem Wochenmarkt wurde eine in den 30er Jahren stehende Frau, die bei einer Obsthändlerin Früchte aussuchen wollte, plötzlich von einer Weipe gestochen. Sie wollte sich darauf eilig nach Hause begeben, um die Stichwunde zu kühlen. In der Sternstraße vor dem Dom brach die junge Frau jedoch bewußtlos zusammen und mußte mit dem Sanitätsauto in das Krankenhaus gebracht werden. Auf dem Transport dorthin starb sie bereits. Der Arzt konnte nur noch feststellen, daß ein Herzschlag ihrem Leben— wahrscheinlich insolge der Angst und Aufregung über den Wespenstich— ein Ende gesetzt hatte. Gauführer=Tagung des AS=Juristenbundes DNB Berlin, 1. Sept. Das Presse= und Zeitschriftenamt der Deutschen Rechtsfront teilt mit: Im Hause der Deutschen Rechtsfront begann heute die erste Gauführer=Tagung des NS=Juristenbundes unter der Leitung des Reichsjuristenführers, Reichsjustizkommissars Dr. Frank. Verschiedenen Referaten folgten Berichte der einzelnen Reichsfachgruppenleiter. Aus verschiedenen der bisherigen Berichte klang besonders die Sorge um den Nachwuchs für den deutschen Rechtsstand hervor. In der Fachgruppe der Richter beklage man einerseits eine außerordentlich starke Ueberlastung der Richter. während andererseits fast 5000 Gerichtsassessoren keine besoldeten Stellen hätten. Zweistündige Mittagspause im Fleischergewerbe NDZ. Berlin, 1. Sept. Der Deutsche Fleischerverband hat, wie das NDZ. meldet, nach Fühlung= nahme mit dem Reichsnahrstand, der Deutschen Arbeitsfront und dem Reichsverband der deutschen Fleischwarenindustrie ein Rundschreiben an die Obermeister des Fleischergewerbes gerichtet, das die Einführung einer Mittagspause in diesem Gewerbe betrifft. In dem Rundschreiben wird festgestellt, daß in der Mittagszeit nur wenig Verkauf von und Wurst stattfindet und daß andererseits ein Wea gefunden werden mußte, um die Anzahl der Arbeitsstunden im Landengeschäft zu verringern. Es sei daher mit den genannten Organtsationen eine Einianna dahin erztelt, daß täglich mit Ausnahme der Samstage und der Tage vor Feiertagen eine zweistündige Mittagspause einzuführen ist. Die Festsetzung des Zeitpunktes dieser Mittagsvause bleibe der örtlichen Innungsführung überlassen, damit die örtlichen Bedürfnisse und Sonderheiten berücksichtigt werden können. Wo Verkaufsbetriebe der Fleischwarenindustrie unterhalten werden, habe sich die Innungsleitung mit diesen Werken ins Benehmen zu setzen, um ein Einvernehmen über Beginn und Ende der Pause zu erzielen. Die Obermeister werden ersucht. alle Vorbereitungen zu treffen, damit diese generelle Mittagspaule alsbald eingeführt werden könne. Dazu hört das ND3 noch aus Kreisen des Deutschen Fleischerverbandes, daß man eo dort begrüßen würde, wenn auch die übrigen Zweige des Einzelhandelo sich zu einer ähnlichen Regelung entschließen würden, schon, damit nicht die wesentlich aug sozialen Erwägungen kommende Einführung der Pause das Fleischergewerbe mit vermehrter Konhur renz andere Lodengeschafte belasten. Windmühlenflugzeug im Zubringerdienst für Luftpost ONB London, 1. Sept. Die Londoner Postbehörde wird in nächster Zeit einen Versuch durchführen, der von großer Tragweite für den Luftpostdienst von und nach London sein kann. Ein Windmühlenflug= zeug soll auf einen der mindestens 40 Kilometer von London entfernten Großflugplätzen die eintreffende Luftpost in Empfang nehmen und sie auf dem Dach des Londoner Hauptpostamtes im Zentrum der Stadt abliefern. In derselben Weise würde die Beförderung der Luftpost vom Hauptpostamt nach den Flugplätzen vor sich gehen. Dabei wäre es keineswegs notwendig, daß das Windmühlenflugzeug auf dem Dach des Postamtes landet, es müßte lediglich in nächster Nähe des Amtes so tief niedergehen, um die Post abzuwersen und neue Post mit Hilfe einer besonderen Anlage an Bord nehmen zu können. Flüchtiger Kassenbole Köln, 1. Sept. Der Bote Karl Heinz Meyer der Firma Rheinische Metallwerke Porz hatte den Auftrag, 2700 RM. bei der Kreissparkasse in Porz abzuheben. Meyer hat diesen Betrag. der zur Auszah= lung der Arbeiterlöhne bestimmt war, auch am Freitag mittag bei der Kreissparkasse abgehoben, ist aber mit dem Gelde nicht wieder zu seiner Firma zurückgekehrt, sondern zog es vielmehr vor, zu flüchten. Der ungetreue Angestellte ist 20 Jahre alt und wohnte bisher in Koln=Klettenberg. Hingerichtel wegen Ermordung seines Kindes DNB. Berlin, 1. Sept. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ist am 1. September 1984 in Frankfurt an der Oder der von dem Schwur= gericht in Frankfurt an der Oder am 27. Februar 1934 wegen Ermordung seines unebelichen Kindes zum Tode verurteilte Bruno Musial hingerichtet worden. Der preußische Ministerpräsident hat von dem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht, weil Musial lediglich aus Eigennutz, um sich seiner weiteren Unterhaltungspflicht zu entziehen, gehandelt hat. und die Art der Ausfuhrung des Mordes an dem Kinde von ungewohnlicher Rohheit und Gefuhlskalte zeugte. Statt Karten! August Fischer Maria Fischer geb. Rottmann Vermählte Bochum, den 4. September 1934. Düppelstraße 15 dann nur Mobelhaus Schlösser Bochum, Herner Straße 8 Bediene Dich der Klein=Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend 9.30 Uhr, unseren lieben guten Vater, Schwiegervater und Großvater Gustav Altegoer Inhaber des papstlichen Ordens:„Pro ecclesia et pontifice" im Alter von 75 Jahren, nach kurzem, schwerem Leiden, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach einem arbeitsreichen Leben wohlvorbereitet durch den Emptang der hl. Sterbesakramente. Wir bitten um das Gebet für selne Seele. In tieter Trauer Ernestine Tewes geb. Altegoer Gustav Altegoer jr. Mia Knop geb. Altegoer Carl Tewes Aenny Altegoer geb. Meulenberg Dipl. ing. Fritz Knop und 6 Enkelkinder. Bochum, Frankfurt-Main-Höchst, den 1. Sept. 1934. Das feierliche Seelenamt findet am Dienstag. dem 4. September um 8 Uhr in der Props e kirche statt, anschließend um 9 Uhr die Beerdigung von der Kortumstraße 122. Im Sinne des Verstorbenen bitten wir statt Kranzspenden das St. Vincenz-Waisenhaus zu bedenken. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. Statt besonderer Anzelge! Nach Gottes hl. Willen verschled heute abend 19.15 Uhr mein lieber unvergeßlicher Mann, unser heißgeliebter stets treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, der Gastwirt Karl Mussweiler nach kurzer, schwerer Krankheit, wohlvorbereitet durch ein arbeitsreiches, christlich-frommes Leben, gestärkt durch die Tröstungen unserer heiligen Kirche, im Alter von 61 Jahren ruhig und sanft im Herrn. Wir bitten um ein Gebet für die Seele des lieben Verstorbenen. Im Namen der trauernden Angehörigen: Frau Antonle Mussweller geb. Walther und Kinder Bochum-Werne. den 31. August 1934. Die Beerdigung findet am Dienstag. dem 4. September. nachmittags 4 30 Uhr vom Sterbenause Rusingstrabe 103 aus statt. Das Seelenamt ist Dienstag morgen 7.10 Ch. in der Pfarrkirche zu Werne. Erz-Bruderschall der bl. Famllie Dienstag, 4. Sept. Uhr, Beerdigung des Mitgliedes Gust. Altegoer von der Kortum 1 aus. Hl. Messe n der Klosterkirche Sept. 7 Uhr. Die Mitglieder des Vereins besonders jene der Propiteipfarret nogen sich recht zahlreich beteiligen. Klein=Anzeigen Deine Zeitung! † Am 31. August verschled Herr Der Verstorbene war seit 23 Jahren Mitglied des Propsteikirchen- Vorstandes. Er hat das Wohl der Gemeinde mit unermüdlicher Pflichttreue wahrgenommen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Bochum, den 1. September 1934. Der Kirchenvorstand der Propsleigemeinde F. Peters, Propst. Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. September, vormittags 9 Uhr, von der Kortumstraße 122, aus statt. Die Mitglieder des Kirchenvorstandes sind zur Teilnanme freundlichst eingeladen. K. I. V. „Constantia“ Bochum Mimmimnn Unser langjähriges Mitglied ist in ein besseres Jenseits eingegangen. Wir verlieren in ihm einen Mann, der mehr als 4 Jahrzehnte treu zu unserem Verein und zum Verbande K. K. V. gestanden und im Sinne unserer deale gearbeitet hat. Wir sind es ihm achuldig. ihm auch über das Grab hinaus seine Treue zu danken. Der Vorstand. Zum feierlichen Seelenamt. am Dienstag, dem 4. September. 8 Uhr in der Propsteikirche und zur anschließenden Beerdigung. die um 9 Uhr von der Kortumstraße 122 aus stattfindet, werden die Mitglieder freundlichst eingeladen. Lest die Volks=Zeitung Am Dienstag. dem 4. September 1934, morgens 7.15 Uhr. findet in der St. Marienkirche zu Bochum ein Hochamt als 1. Jahresgedächtnis für die verstorbene Frau Wwe. Milhelmine Kirse statt.w geladen Suche zum 15. 9, selbstandiges Mädchen welches in allen Hausarbeiten und Kuche erfahren in Selbiges muß schon in besserem Haus tatia gewesen sein u Wert auf Dauer= tellung legen. An gebote mit Bild u. Gehaltsanspr.unter B. Z. 67 an die Beschä tsst. d. Zig. Gut erhaltener weider TiefbauKinderwagen billig abzugeben. Boch.=Altendochum Am Leisedtek 31 Kolpingstamilie Bochum-Zentral Allen unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Mitglied Inhaber des päpstlichen Ordens „Pro ecclesia et pontifice“ nach einem üiberaus arbeitsreichen und opferfreudigen Leben zur Ewigkeit abberufen wurde. Er war mehr als 50 Jahre Mitglied unseres Vereins. Viele Jahre gehörte er dem Schutzvorstand an und nahm an den Geschicken des Hauses und des Vereins größten Anteil. Wir verlieren in ihm einen guten Berater und treuen Mitarbeiter. Am Dienstag morgen ist um 8 Uhr das Seelenamt in der Propsteikirche und anschließend um 9 Uhr die Beerdigung von der Kortumstraße 122 aus. Ich erwarte größte Beteiligung der ganzen Kolpingsfamilie. Bochum, den 1. September 1934. Der Schutzvorstand, die Führerschaft. Im Auttrage: Pieper. Präses. PrivalMittagtisch Ur Damen und Herren 50 u. 70 Pf Bochum. Süddellweg 70 Geb. Frl., 35 J sugendlich. frisches Aussehen, dietet geb. kath. charat= tervollem Herrn b 45 Jahre a. g. Jamilie m. sich. Be= ruf, a. l. Beamter Einheirat l. schön. schuldenfr. andl. Belitzung m. einger. Hause l. d. Nade Essens Ausf. Bewerdung unter S. L. 1158 1. d. Gesch. erbet Erwerd und Ver= kauf gebrauchter Gegenstände des täglichen Bedarte durch eine kleine Anzeige in Deiner Zeitung! wenn Du etwas zum Kauf andieten willst. Besichtigen Fernruf 341 sie unsere Ausstellungsraume! Fordern bei grôberem Bedart Angebot. Bochum, Kortumstrabe M. Fernrut 6446 Tanzschule Diel Jochum, Neustraße(am Neumarkt) Ruf 918 14 seginn der Kurser I. Schülerzirkel: Mittwoch, den 5. Sept., 18 Uhr. 2. Erwachsene: Freitag. den 7. Sept. Uhr. 3 Einzel-Unterricht zu jeder Zeit geschlosseneZirkel Anmeldungen erbeten Zwangsversteigerung 14 K 30—34 Gemarkung Wiemelhausen Grundbuch von Wiemelhausen, Nand 13 Blatt Nr. 726, Acker, Friederikastraße, Acker, Kuhkamp, Weg Königsallee. Eigentümer: Kaufmann Karl Wolpers in Bochum. Versteigerungstermin am 27. Oktober 1934, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer 52. 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Die Schlacht an der Marne 1914 ist eine der Entscheidungsschlachten der Weltgeschichte geworden. Die Schlacht dauerte vom 6. September bis zum 12. September 1914. Auch hier wurde wieder um die europäische Kultur gerungen. In der Schlacht an der Marne, oder wie es rich tiger heißt, in den Schlachten im Marne becken, ist das Schichsal Europas tatsächlich für lange Zeiten entschieden worden a. Helna v. Moltke, Gener.. hschef ten zu erholen. Für und liegt die Folgen schwere dieser Schlachten darin, daß Deutschland eine taktisch unentschiede militärisch=strategisch und militärischen tisch dem Siege zueilende Schlacht fri zeitig abbrach, als es sich gerade den S geslorbeer um die Stirne winden wollte und zwar in dem Augenblich, als die Kette von Einzelschlachten teilweise in siegreichem Fortschreiten war. Die Marneschlacht 1914 ist eine äußerst homplizierte Kampfhandlung von Einzelschlachten, die vorwiegend im Marnebechen stattfanden. Die ungeheure weite lusdehnung dieser Schlacht, an der dann a deutschen Heere teilnahmen, erstrecht. sich bis nach Verdun und den Vogesen hinunter. Auch heute ist das„Wunder de. Marn. schlacht“ noch nicht hinreichend geklärt. 3. 3t. ist man noch nicht in der Lage, die Gesamtverhältnisse, die einzelnen Befehle. die auf beiden Seiten von Einfluß waten, voll zu übersehen. Die genaueste Kenntnis der Zustände bei einer Armee jenügt zu einem Urteile bei weitem nicht Die Beurteilung der O. H. L., die diese eerste deutsche Militärbefehlsstelle von der gesamten Kampflage gewonnen halte. de der einzelnen deutschen und feind hen Armeeoberkommandos, die Gründ rer Entschlusse, ihre Kenntnis vom keinde und der Lage bei den benachbar ten Armeen, die Leistungssahigkeit der Kampftruppe, die Verhältnisse im Rüchen der Armeen, die Frage des Munitions achschube und vieles andere muß erst toch erforscht werden. Nicht nur die Lage der unmittelbar an der Schlacht beteiligten deutschen Armeen(1., 2., 8., 4., 5.), son nern auch die der an der Mosel kämpfen den(6. und 7.) deutschen Armeen ist zu berüchsichtigen. Schwerwiegend haben die Verhältnisse auf dem östlichen Kriegsschauplatze durch u frühes Abtransportieren in der Mar neschlacht dringend benötigter Kampf truppen in Stärhe von etwa 60 000 Mann, besondere auch starher Aufhlä rungskavallerie, die unglücklicherweise von dem rechten Flügel und aus der Mitte, statt vom linken Flugel(von den Vogesen) abtransportiert wurden, gewirkt. Klar ist aber schon heute, daß die Lage auf dem rechten Flügel der 2. Ar= mee den Generalobersten v. Bülow nicht dazu zwingen durfte, den Rückzugsbefehl zu geben. Die Kämpfe der 2. Armee gin= gen allerdings in den Abendstunden des September(Montag) noch hin und her. Aus bestimmten Gründen nahm die 2. Armee am 8. 9 ihren rechten Flügel in der Höhe Montmirail=Dhius=Flüßchen zu= rüch, was an sich aber belanglos wurde da die 14. Division des VII. Armeekorps n den Abendstunden des 8. hier wieder einflußte den linhen Flügel der 1. Armee, absichtigten französischen mouvement tourne hatten wir wieder ein mouvement tournant gemacht. Statt uns zu umfassen und aus dem mouvement tournant der 6. französischen Armee(Maunoury) ar wiederum ein deutsches mouvement tourne geworden v. Kiuck Photo Eine nachrüchende deutsche Landwehrrigade konnte bei der 1. Armee so eingesetzt werden, daß sie dem Feinde hier bereits in den Rücken fiel. Der Angriff var am 9. September(Mittwoch) fast überall an den Kampffronten gut vor wärts gegangen. Der Franzose und Engländer begann zu weichen. Joffre hatte bereits seine Rüchzugsbefehle vorbereitet Der 9. früh mußte die Entscheidung brin Wir waren am rechten Flügel mit der 1. Armee des Erfolges bereite sicher Schon meldet General Manoury seiner französischen O. H. L.:„Statt zu um fassen, sei er nun selbst umfaßt.“ In diesem Augenblich bittet der französische bekannte Sportflieger Moulin de Brinde soug Joffre nochmals, zu einem Feind 7 allerte ubernon den„rleereswurm aufklärungsversuch starten zu dürfen und kommt mit der inhaltsschweren Meldung zurück, daß die 2. Armee abbaue, zahlreiche Wagenkolonnen bewegten sich bereits über Montmort auf Epernay der Marne zu, und hiermit kommt Josfre zu dem Entschluß, verstärkt durch General Foch(9. französisches A.=K.), den Angriff fortzusetzen. Das Vorgehen der Engländer in der eatstandenen Lüche zwischen der 1. und 2. deutschen Armee hat das A. O. K. nicht unterschatzt. Das A. O. K. 1 war jedoch der Ansicht, daß von den Engländern nicht allzuviel zu erwarten war. Nach dem lan= gen Rückzuge und den bereits vielen erlittenen Niederlagen waren die Engländer nur noch schwer zum Vorgehen zu bringen und konnten beim Ueberschreiten der Marne schon mit schnell zusammengegrifsenen Kräften wirksam wahrend der Kampfkrisis von uns aufgehalten werden. Aber selbst wenn es den Engländern gelungen wäre. vorzudringen, so wurde der Sieg der ersten Armee über Maunourys 6. französische Armee sie sicher wieder zum schleunigen Rüchzuge bewogen haben. Zwischen der 1. und 2. deutschen Armee vereinzelt vorzugehen, während links daneben die Franzosen von der 1. deutschen Armee geschlagen wurden, hätten die Engländer niemals ge= wagt; sie konnten so zu leicht von ihrer Basis, ihren dringend stete betonten benötigten Verbindungen zur See abgeschnitten werden. Auch wenn der rechte Flügel der zweiten Armee von der 5. französischen Armee(Franchet d'Esperen) eingedrückt wurde, hätte dieser Mißerfolg an dem Ergebnis nichts geändert. Dem rechten Flügel der 2. Armee fehlte in den Kämpfen um Montmirail das vor Maubeuge zurüchgelassene westfalische VII. u und die weitfalische ver= starkte 26. Infanterie=Brigade. Das X. Reserve=A.=K. hatte mit der 26. Infanteriebrigade(Reserve 15, 55) bereits in den Abendstunden des 6.(Sonntag) die Nahtstelle zwischen der franzosischen 5. "mee durchbrochen und stand bereits im s.. freichen Kampfe weit vorgekommen in Höhe Charleville— la Villeneuve in Rich tung auf Esternay. Leider fehlte ausreichende Telephonverbindung— Fliegerver bindung zwischen dem A. O. K. 2 und A O. K. 1, so daß von Kluch und sein Generalstabschef v. Kuhl von diesem Teilerfolge nicht rechtzeitig Nachricht bekamen. Die Lage des Feindes wäre vielleicht sogar erschwert, wenn der Sieg der 1. Armee ein entscheidender wurde. Und darauf zielten alle Maßnahmen des A O. K. 1 hin, man durfte dort zuversicht lich hoffen, hier den Feind vernichtend zu schlagen. Der von der O. H. L. entsandte Oberstleutnant Hentsch war erstaunt. als er dieser Lage und Auffassung am 9 in Mareuil beim A. O. K. 1 gegenüberstand. Er kam von der 2. Armee v. Bu low und war durch den, unter seiner Mit wirkung einer ihm von der O. H. L.g gebenen mündlichen Eventualvollmacht falsch ausgelegten Ansicht, zum Rückzugsentschluß der rechten Flu gelarmeen gekommen, wodurch auch die 1. Armee zum Rückzuge gezwungen wurde. Im Auftrage der O. H. L., von der er nach seiner Angabe volle Machtbefugnisse hatte(leider nur unklare mündliche, durch die Verhältnisse überholt), ordnete er (Hentsch) auch den Rückzug der 1. Armee in Richtung Soissons an. Trotz lebhaften Widerspruchs mußte sich das A. O. K. 1 fügen. Die Armeekorpe wollten sich ansangs nicht fügen, nur schweren Herzens wurde dann der Befehl zum Rückzuge gegeben. Die Truppe wollte an einen Rüchzug nicht glauben, es fielen harte Worte. mitten im Siegeslaufe wurde die brave Truppe angehalten. Die Ausführung des Loslösens vom Feinde und der Rüch marsch war äußerst schwierig, an sich eine hervorragende militärische Glanzleistung, die heute auch uneingeschränkt vom Feinde anerkannt wird. Der alte Porck hat nach der Schlacht an der Katzbach 1813 in den Augen seines Irmeeführers, des Feuerkopfes Gneisenau, die Verfolgung des Feindes zu lau betrieben. Von wievielen energielosen Verfolgungen spricht tadelnd die Kriegsjeschichte aller Völher, Vielleicht war hier an der Marne dasjenige, was Yorch hundert Jahre vorher wollte,(in seiner Entgnung an Gneisenau), daß eine Feindverfolgung uns selbst nicht in den Zuand zu starher Erschöpfung versetzen dürfe, wenn man mit dem Auftreten friher Feindkräfte noch rechnen müsse Gneisenau hat 1815 in ähnlicher Lage bei Waterloo—Belle=Alliance seine Verfolgung bis zum letzten Hauch von Mann und Roß mit dem Regiment 15 über Genappes durchgeführt, wenn auch unter ganz anderen Verhältnissen wie bei Dorch 313. Auch unserer Truppe hätte es 1914 un Energie keineswege gefehlt, unsere am Feinde stehenden Armeen wären bereit gewesen, Graf von Schlieffens Lehren sind nicht so zu verstehen, als ob er das alleinige Heil in der Umfassung der feindlichen Gesamtmacht erblicht hätt Gewiß hat Schlieffen jede Richtung. „welche in einer Theorie, einer Methode in innerer und äußerer Linie, in Umsassung oder Durchbruch das alleinige Heil suchte“, bekämpft. Nach Schlieffen muß aber„für jeden Fall das zweck mäßigste“ erst gesucht werden, und er verlangt ausdrücklich„volle Freiheit für den Führer“, das zu tun,„wodurch er den Sieg gewinnen zu können glaubt.“ Gleich wohl sah auch der Generaloberst Graf von Schlieffen in der Umfassung das wirksamste Mittel zur Erringung des ver nichtenden„Cannae=Sieges“. Der unseren Operationen Anfang 1914 zugrunde g legte Operatioasplan, den Schlieffen 1905 aufgestellt hatte, betonte aber die unaus gesetzte Verstärkung unseres rechten Stof flügels(u. a. auch ein Wettlaufen erst nach der Kuste). Schlieffen wollte in der operativen Umfassung es linken franzo sischen Heeresflügels die Feldzugsentsche dung schnell suchen. Wenn diesem Plan im letzten Augenblick der entscheidende Erfolg versagt blieb. so ist das nicht die beschränkte Wirkung der Umfassung ge gen das ganze Heer der Alliierten, das liegt leider Gottes in der Fehldurchführung des Schlieffenschen Grundplanes. oder wie General v. Wrisberg sagt: Die Marneschlacht ist nur darum verloren gegangen, weil die Nerven der Obersten Heeresleitung versagt haben; diese haben aber nicht zum geringsten Teile deshalb versagl, weil der Chef des Generalstabes, Generaloberst v. Moltke, dieser unglücklichste unter allen deutschen Heerführern, wußte, daß er ohne eigene Oberst Hentsch Photo Scherl Schuld mit ungenügenden Mitteln in den Kampf zog, und weil dieser Kampf dank der nicht zu leugnenden Unzulänglichkeit unserer Kampfstärken und sonstigen Kampfmittel tatsächlich in der entscheidenden Stunde auf des Messers Schneide gestellt war. Wir hatten uns ernstlich nur auf einen gewöhnlichen kurzen, kleinen Krieg, nicht auf einen sahrelangen Völherkrieg vorbe reitet. Vor allem scheiterte die Marne schlacht an der übergroßen Belastung des Schlieffenschen Planes mit Nebenaufgaben und Nebenzielen und hieraus entspringenden falschen deutschen Kräftegruppierungen, wodurch dem deutschen rechten Flügel die an sich verfügbare Kampfkraft zu operativer Umfassung im Augenblich der Entscheidung entzogen Photo Scher Gallieni, französicher General war. Ausgebildete Soldaten hatten wir genug, nur nicht am Brennpunkte in der entstandenen Lüche zwischen der 1. und 2. Armee. Da fehlten leider 6000 Mann. Ahtive Truppen lagen vor Maubeuge, vor Antwerpen und auf der langen Etappenstreche fest. Zwei A. K. und eine Kavalleriedivision waren zu früh vor der Westentscheidung nach Osten geworfen, sie wurden noch dazu vom Stoßflugel und aus der Mitte herausgezogen. Eine hinter der 1. Armee von Schlieffen geforderte Reserve=Armee fehlte, sie wurde zu spät erst durch Heranziehung von Truppen des linken deutschen Heeresflügelo im Raume von St. Quentin gebildet, als die Marneentscheidung schon herangereift war. Diese unbedingt benötigte ReserveArmee hätte, rechtzeitig eingesetzt, dem Feldzuge entschieden die entscheidende Wirkung gegeben und Deutschland stände heute anders da. Es ist Tatsache, daß trotz der Fehlgriffe der Heeresführung, dank der Truppentüchtigkeit, der Verantwortungsfreudig keit der Unterführer, sich die Marneschlacht bereits für uns als Sieg zeigte. als das deutsche Heer aus einer sich zu seinen Gunsten neigenden, ja vielleicht schon siegreichen, Waffenentscheidung zum voreiligen Rückzuge geführt worden ist. Es ist scharf darüber gestritten worden. ob wir Paris, diese unerkannte Lagerfestung, die unsere Flanke bedrohte, unberücksichtigt lassen durften. Es ist aber Grundsatz, daß eine Armee sich nie von ihrem Hauptziele, der Zertrümmerung der feindlichen Feldheere, abziehen lassen darf. Unser großer Molthe hat im Februar 1859 gesagt(es handelte sich damals um den Durchbruch eines starken deutschen Heeres durch Belgien und anschließend um das Vorrüchken der Heere an den Ufern der Oise entlang).„Wenn wir die französische Armee um Reime versammelt finden sollten, dann müßten wir uns von Pario abwenden. Wir müßten die Franzosen hinter der Aisne angreisen, sie unter Ausnutzung unserer stärkeren Kräfte schlagen und über die Marne. Seine. Yonne und schließlich über die Loire zu rückwerfen, dann erst liegt uns der Weg nach Paris offen." Die Erwähnung dieses Ausspruches erscheint mir wichtig. Sie dürfte manche Maßnahme unserer Truppenführung aufklären. Wenn wir Erfolg gehabt hätten, würden wir sicher unsern Sieg in der vorstehend dargelegten Weise ausgenutzt haben. Deutschland hat den Sieg inder Endscheidungo schlacht an der Marne ver schennt Infanterie auf dem Anmarsch o genend weinfaß von Dürkheim An Riesenfässen ist in deutschen Landen kein Mangel. Wo eine köstliche Rebe gedeiht, sorgt man auch dafür, sie gebührend unterzubringen. Wir hennen das sagenumwobene Heidelberger Faß, das heute noch wie einstmals eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, seinen Platz im Schloßkeller hat. Es faßt an 230 000 Liter Wein. Aber es gab noch ein viel größeres, das hatte sich der Kurfürst von Sachsen auf dem Königstein in der Sächsischen Schweiz einbauen lassen, um im Notfalle einer Belagerung der Festung die ganze durstige Besatzung längere Zeit mit seinem Inhalt tränken zu können. Dieses Faß nahm annähernd 260 000 Liter Wein auf. Aber man weiß nicht, ob es je recht gefüllt gewesen ist. Das Heidelberger Faß jedenfalls ist heute kaum mehr als eine ehrwürdige Rarität. Die Weingeister aus seinem Innern haben sich lange verflüchtet. In Dürkheim in der Rheinpfalz aber hat man für den heurigen Worschtmarkt, das altberühmte Volksfest der Rheinpfälzer, eine ganz besondere Attraktion vorbereitet. Es wird dort an dem Dürkheimer Riesenfaß gezimmert, das 15 Meter lang und fast 14 Meter hoch werden soll. Der Innenraum des Fasses wäre imstande 1 700 000 Liter Wein aufzunehmen. Aber es wäre unwirtschaftlich, solche Riesenmengen an Traubenblut in einem einzigen Behälter aufzubewahren. Deshalb soll das Dürkheimer Faß nicht mit Wein gefüllt werden, sondern durstige Menschen sollen sich in seinem Innern zusammenfinden, um den Rebensaft gewissermaßen an der Quelle zu genießen. Das Dürkheimer Faß wird eine Riesenattrappe aus Eichenholz, eine Gaststätte eigenster Art, die einigen hundert Personen Platz bieten kann. Ein ungeheurer Betonsockel bildet das Fundament des Riesenfasses. Er leitet auch über zu den Kellerräumen, in denen die köstlichen Jahrgänge aufbewahrt werden. Der untere Teil des Fasses selbst soll die Wirtschaftsräume enthalten, in denen die gute Worscht, die ja unumgänglich zum Worschtmarkt gehört, zubereitet wird. In der ersten Etage weitet sich die große Halle, in der die Trinktische stehen. Die Fenster, die ja schließlich notwendig sind, und das ganze Innere des Fasses wird sinnentsprechend durch plastisches Schnitzwerk geschmückt werden. Rund um die Wände des Fasses wird sich eine prächtige Galerie ziehen, bedeckt mit allen Symbolen aus dem Leben des Weinbauern. Die Pfälzer wollen durch dieses Werk beweisen, daß sie sich trotz aller Not und Ungunst der Zeit nicht unterkriegen lassen und heute mehr denn je an ihrem feuchtfröhlichen Volksfest festhalten. Gegen Ende des Sommers, kurz vor Beginn der Weinlese, wird das Riesenfaß beendet sein und den Mittelpunkt des altberühmten Worschtmarktes bilden. „Weintrinken ist kein Luxus“— soll das Motto sein, unter dem die Dürkheimer die Pforten ihrer Faßattraktion öffnen werden. Immer noch Geheimnis um Rasputins Tod? Immer noch beschäftigen sich die Sachverständigen mit der Frage, auf welche Weise Rasputin, der russische Mönch, umLeben gekommen ist. Man weiß, daß seinerzeit ein Versuch gemacht wurde, ihn mit Blausäure zu vergiften. Man tat das Gift in Keks und Wein, und zwar Dosen, die weit stärker waren, als nötig ist, um einen Menschen auf der Stelle zu töten. Rasputin aber wurde durch dieses Gift durchaus nicht gestört und lebte weiter Der deutsche Gelehrte Professor Leschhe vertritt den Standpunkt, daß Rasputin gegen Gifte dieser Art immun gewesen sei, da er an einer alkoholischen Magenentzündung gelitten habe. Durch eine Verdichung der Magenschleimhaut sei ein Aufsaugen des Giftstoffes verhindert worden. Dieser Ansicht wird jetzt von dem Engländer Dr. Frederick Dillon widersprochen. Er hält es für ausgeschlossen, daß ein Mensch derartige Mengen des tödlichen Giftes aufgenommen haben kann, es sei denn, daß der Körper sich durch Erbrechen rechtzeitig davon befreit hätte und daß sonst sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet worden wären. Es ist jedoch berichtet worden, daß Rasputin heinerlei Anzeichen von Uebelbefinden nach dem Genuß der vergifteten Speisen und Getränke an den Tag legte. Obwohl die tödliche Wirkung des Giftes nach fünf Minuten einzutreten pflegt, war er noch nach mehr als zwei Stunden bei bester Gesundheit. Die wirkliche Erklärung für dieses Rätsel dürfte nach Dillons Meinung darin liegen, daß der Stoff, der für ein tödliches Gift gehalten wurde, in Wirklichkeit eine völlig unschädliche Chemihalie war, so daß also die Mörder absichtlich oder zufällig getäufc wurden. Alle Welt raucht heute, glaubt man, überall, wo man auf dieser Erde seinen Fuß hinsetzt, sieht man rauchende Menschen. Ein großer Irrtum. Es ist nicht die ganze Menschheit, die raucht, es ist noch nicht einmal die halbe. Es gibt noch riesige Gebiete auf der Welt, wo man nichts von Tabak wissen will. Wie lange freilich noch, ist eine andere Frage. Ein Land zum Beispiel in dem der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung nicht raucht, ist Indien. Man kann in diesem riesigen Land wochenlang herumreisen, ohne einen einzigen Raucher zu treffen. Nicht anders ist es in China, denn das Opiumrauchen, das dort weit verbreitet ist, kann überhaupt nicht mit dem Tabakrauchen gleichgesetzt werden. Nicht anders ist es mit den zahlreichen wilden und halbzivilisierten Völkerschaften Sibiriens, die ebenfalls das Rauchen meist nur vom Hörensagen oder überhaupt nicht kennen, wenngleich zum Beispiel bei den Eskimos in den letzten zehn Jahren das Tabakrauchen gewaltig Eingang gefunden hat. Aber man sieht schon aus diesen wenigen Beispielen, zu denen sich noch viele, viele andere finden lassen, zum Beispiel die Südsee oder Neuguinea, daß viel mehr als die Hälfte der Menschheit von den Genüssen des Rauchens noch keine Ahnung hat. In Europa wieder muß man zwischen viel= und wenigrauchenden Völkern unterscheiden. Deutschland gehört noch lange nicht zu den vielrauchenden Völkern, es wird in diesem Punkt von den Russen und vor allem von den Balkanvölkern weit in den Schatten gestellt. Während das Zigarrenrauchen mehr eine Sache des europäischen Nordens und Westens ist, herrscht auf dem Balkan die Zigarette, allerdings die selbstgedrehte, vor. Zigaretten drehen ist nicht so einfach und leicht, wie man sich das oft vorstellt, es ist beinahe eine Kunst. Zu allerhöchster Fertigkeit hatten diese Kunst während des Weltkrieges gewisse slawische Truppenteile der k. u. k. Armee ausgebildet. Mit einer Hand— die andere mußte das Gewehr tragen— fuhren sie während des Marschierens in die Manteltasche, wo sich Tabak und Papier befand. Blitzschnell rollten sie die Zigarette, zogen sie heraus, feuchteten sie an und steckten sie in den Mund. Ebenfalls mit einer Hand wurde dann aus der Streichholzschachtel ein Hölzchen gezogen und die Zigarette angezündet. In Montenegro, Albanien und Dalmatien gilt als eine hohe Ehre und besondere Auszeichnung, von einem Einheimischen eine selbstgedrehte Zigarette angeboten zu erhalten. Leider ist das nicht besonders appetitlich denn die Leute haben fast schwarze Zähne und duften schwer nach Knoblauch und anderen einheimischen Genüssen. Zurüchweisen kann man die Zigarette auch nicht, wenn man den Mann nicht schwer beleidigen will. Man Der Glöckner zwischen Himmel und Erde Seltsame Erfüllung einer Prophezeiung Der Bauer Giuseppe Subet aus einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Aosta übte seit über 40 Jahren das Amt des Küsters und Glöckners an der Dorfkirche nebenberuflich aus. Vor einigen Jahren hatte ein alter Freund namens Carro bei fröhlicher Zecherrunde zu Subet den scherzhaften Ausspruch getan:„Du wirst mich nie zu Grabe läuten!“ Man faßte diese Aeußerung im Hinblick auf die ausgelassene Stimmung der frohen Trinkkumpanen als einen guten Witz auf, zumal Carro im ganzen Dorfe als zu allerlei Schnabernack aufgelegter Spaßmacher bekannt war. Jahre vergingen und Carros der Trinkerlaune entsprungene„Prophezeiung“ war in Vergessenheit geraten. Erst sein unlängst erfolgter Tod rief beim Glöckner Subet die Erinnerung an den damals erfolgten, allseitig belachten Ausspruch wach. Subet schickte sich an, die Vorbereitungen für das Trauergeläute, das die Bestattung seines besten Freundes begleiten sollte, zu treffen. Die Totenbahre war bereits nach der Kirche unterwegs, wo die Leichenfeier abgehalten werden sollte. Subet stieg die vielen Stufen zum Glockenstuhl empor. Die alte Kirche war mit keinem neuzeitlichen Läutwerk versehen. Die Kirchenglocke wurde durch ein Räderwerk in Schwingung gebracht, das der Küster mit der Hand in Bewegung setzen mußte. Im Augenblich, als er die Gloche läuten wollte, mußte sich Subet unwillkürlich des einstigen Ausspruches des nun toten Freundes erinnern, wonach er nie sein letztes Geleit durch Läuten der Kirchengloche ehren werde. Nun hatte sich Carro also doch in seiner, wenn auch spaßhaft gemeinten Voraussage, geirrt, denn er, Subet, hatte den Freund überlebt! Seine Gedanken kamen aber nicht so rasch über diese rückläufigen Betrachtungen hinweg. War es ein Zusammenfallen von Umständen oder eine unglückliche Verkettung von Ereignissen, daß gerade in diesem Augenblick die Gloche durch plötzlichen Bruch einer der morschen Holzstützen, auf den Boden des Glochenstuhls hinabfiel? Zum Glück war das Holz des Bodens stark genug, um dem schweren Gewicht der Gloche zu widerstehen. Sonst wäre sie vermutlich mit ungeheurer Wucht in die Tiefe gesaust! Das Unheil, das dadurch angerichtet worden wäre, ist nicht auszudenken. Der Glöchner selbst, wurde von der Schwungkraft des Rades aus dem offenstehenden Fenster hinausgeschleudert. Er wäre mit tödlicher Sicherheit abgestürzt, wenn er nicht die Geistesgegenwart besessen hätte, sich an einer äußeren Eisenstange festzuklammern. Hier schwebte er eine Viertelstunde lang zwischen Himmel und Erde. Er verbrachte bange Minuten tut also gut, für diese Fälle eine Zigarettenspitze bei sich zu tragen, in die man die angebotene Zigarette stecken und anbrennen kann. Die größten und leidenschaftlichsten Kettenraucher gibt es noch immer in Rußland. Es gilt in Moskau oder Kiew durchaus als nichts Ungewöhnliches, seine hundert bis hundertfünfzig Zigaretten täglich zu rauchen. Allerdings sind das nicht unsere dicken und langen deutschen Zigaretten, sondera eben papyrosa, d. h. Zigaretten mit einem langen, schmalen Pappmundstück und ganz wenig Tabak oben, höchstens zwei bis drei Zentimeter. Aus einer solchen Zigarette macht man vier bis fünf Züge, dann wirft man sie wieder weg. In Rußland werden diese Zigaretten fast allgemein selbst gestopft und zwar ist das Aufgabe der Hausfrau, wenn sie nicht, wie das ja in Rußland heute der Fall ist, auch beruflich tätig ist. Einen eigenartigen Ersatz für Zigarettentabak findet man bei den in den rumänischen Karpathen lebenden Huzulen. Diese benutzen zum Rauchen die trochenen, braunen Fäden, die man unterhalb der Maiskolben findet. Der Geruch ist dementsprechend. Nicht viel besser schmekken die„Rosenzigaretten“, die man in Bulgarien antrifft und die aus getrochneten Rosenblättern gedreht werden. Sie schmecken, das sei seierlichst versichert, nach allem anderen, als nach Rosen... der Todesangst, bis einige der Teilnehmer der Leichenfeierlichkeit durch das plötzliche Aussetzen des Glockengeläutes erstaunt, sich dessen Ursache zu enträtseln versuchten. Sie stiegen die Treppen des Kirchentums empor, um zu sehen, was dem Glöckner Subet zugestoßen sei. Ihre Ueberraschung läßt sich durch Worte nicht beschreiben, als sie die vom Gerüst herabgefallene Kirchengloche erblichten, vom Küster aber keine Spur sahen. Erst auf seine Hilferuse eilten sie an das Fenster und gewahrten ihn außerhalb der Kirchturmspitze, wie er sich krampfhaft an einem Eisenpfosten hielt. Es gelang, ihn bald aus seiner Zwangslage zu befreien. Außer geringfügigen Hautabschürfungen war er mit dem Schrecken davongekommen. Im Dorfe erregte es nicht geringe Verwunderung, daß der verstorbene Carro mit seiner früheren Prophezeiung nun doch recht behalten hatte. Er wurde ohne Glochengeläut zur letzten Ruhe gebettet. Wissenswertes Allerlei Mit einer Kamera. die 450 Aufnahmen macht, während das Modell auf einem Stuhl eine vollständige Umdrehung ausführt, stellt ein japanischer Erfinder setzt Büsten her. Vergrößerungen jeder Phötographie werden auf Zink aufgetragen und ausgeschnitten. Wenn sie zusammengesetzt werden, geben sie den Kopf genau wieder. Hierauf wird ein Tonmodell gemacht, von dem man dann eine beliebige Zahl Büsten herstellen kann. Das Wort Potporri wurde ursprunglich für die Gefäße benutzt, in denen man die verschiedenen getrockneten, wohlriechenden Blumenblätter aufbewahrte, wie Lavendel, Rosen und ähnliches, um sich an ihrem Duft zu erfreuen. Das Wort kam von dem französischen pot— Topf und dem Wort pourrier— verwelken, vermodern. Später wurde das Wort Potpourri für Mischungen im allgemeinen benutzt. Bekanntlich bezeichnet man heute Musikstücke damit, die aus bekannten Melodien zusammengesetzt sind. Die russische Kaiserin Anna hatte eine sehr drastische Art, ihre Gefuhle auszu drüchen. Als im Winter 1739 an ihrem Hof ein junges Brautpaar in Ungnade gefallen war, ließ sie mitten auf dem Eieines großen Binnensees ein Eishaus errichten, in dessen Räumen Eismöbel auf gestellt wurden. In diesem Eishause mußten die Neuvermählten ihre Flitterwochen verbringen. Nicht alle Kanarienvögel sind gelb. Es gibt auch schneeweiße mit schwarzer Brust. Neuerdings aber werden Kanarienvögel mit rotem Gefieder besonders beliebt. Diese scharlachrote Farbe wird erzielt, indem man den Vögeln Pfeffer unter die Nahrung mischt, und zwar geschieht diewährend der Mauser. In den Vereinigten Staaten sind Kanarienvögel ein besonderbeliebtes Geburtstagsgeschenk. Der ärmste Mann auf St. George. einer der Bermudas=Inseln, wohnt allein in einem der schönsten Häuser der Insen, dem Armenhaus. Dies Armenhaus hat die herrlichste Aussicht über das Meer Außer diesem einen Bewohner gibt es keine Ortsarmen auf der Jasel Die Bären halten bekanntlich Wänterschlaf, auch die Eisbären. Jetzt haben die Forscher sestgestellt, daß nur die weiblichen Eisbären sich zum Winterschlaf zurüchziehen, während die männlichen auch im Winter wie sonst umherstreifen. Eine Erklärung dieser seltsamen Tatsache hat man bisher noch nicht gefunden Ein Beruf stirbt aus Der letzte Grabredner großten Stils verschied in Buenos Aires In der argentinischen Hauptstadt ist dieser Tage eine um die Jahrhundertwende in weiten Kreisen bekannte Persönlichkeit dahingegangen. Mit Don Thomas, der im Alter von 72 Jahren das Zeitliche segnete, ist der letzte Vertreter eines in der übrigen Welt wohl kaum bekannten Berussstandes von dem Forum der Oeffentlichkeit abgetreten. Was war also Don Thomas? Er war der letzte Ueberlebende des in früheren Jahrzehnten so florierenden Metiers der Unheimliche Gestalten— und doch nur eine Metallschutzmaske, die in der NGG-Schweißmaschinenfabrik in Berlin=Hennigsdorf verwandt wird. Grabredner, ein Beruf, der mit seinem Hinscheiden auch gleichzeitig ausgestorben ist. Die Tätigheit der argentinischen Grabredner fand in der ganzen Welt wohl haum eine Parellele. Selbst der Vergleich mit den berufsmäßigen Klageweibern des Altertums dürfte nicht ausreichen, um die Obliegenheiten Don Thomas' treffend zu charakterisieren. Bis vor einigen Jahren war es in Argentinien, besonders in Buenos Alres, allgemein Brauch, beim Tode eines Familienangehörigen einen Leichenredner zu bestellen, dem die Aufgabe zufiel, am Grabe des Verstorbenen in wohlgesetzter Rede Worte des Lobes auszusprechen. Natürlich waren es meist nur die vornehmeren Kreise, die die Dienste eines Grabredners in Anspruch nahmen. Von Thomas erfreute sich besonderer Achtung und allgemeinen Wohlwollens und gan daher als der bestbezahlteste Redner dieser Art. Das Honorar für seine Grabesreden schwankte jeweils und richtete sich nach der Dauer der Rede, der Güte seiner Lobpreisungen und der mehr oder wenige rührenden Phraseologie. Die kostspielig Leichenrede war der sogenannte„nasse Nachruf, eine Rede, die im Schluchzen ors Sprechers ihren Höhepuakt e reicht Wie von Augenzeugen glaubwürdig versicher wird, brachte es Don Thomas auf Gebiete zu einer Virtuosität, die ihm sein zahlreichen Rivalen vergeblich nachzuahmen versuchten. Diese rednerischen güsse waren aber nichts für den beutel des gewöhnlichen Sterblichen bildeten ein Privileg für die wohlhabel deren Schichten.üm= In neuerer Zeit ham oieje ege de liche Sitte immer mehr außer Mo Thomas versuchte sein„jagnen vermehrte Reklame und Preisabhau anzukurbeln. Aber selbst diese gungen zeitigten nicht mehr die Vorkriegszeit getätigten Umlane d einige treue„Kunden“ blieben und holten ihn ab und zu wieder h wenn ein Trauerfall in schaft eingetreten war. So kam Von Thomas sich vor wenigen gänzlich zurüchzog. Er Konnie er halten, beschäftigungslos zu sein: doch während seiner fast 40dhrigen zatigkeit als Grabredner beizelten e alten Tage vorgesorgt und sich er sches Stück Geld für den Leber gespart. Geldsie Ausgabe A Bochumer V einschl. Zu N 1,16, für Ausgaben B und( der Lieferung rechtlertigt keinen Anzeigenpreise: A 6 Pig, Ausgabe B 3½ anzeigen: Ausgabe A 40 Plig., Straß Internation kongreßi München, 8. Sept. chener Residenz wurde Straßenkongreß am Mo lichen Vollsitzung eröffne war mit en Jahnen der 52 Nationen geschmückt. Reichsminister Rudol über alle deutschen Send Reichsminister führte na ireter von fast 50 große Die Welt mag dem na sumpathisch gegenüberste sie anerkennen: Die Er systems sind bei uns au im Hinblick auf die gre augenblicklich durchmach Gebote und Erfordernif diese zumindest gebote gierungsart und=form lehnen, sondern sie auf Dank der Initiative Autobahnen Deutse des Führers— im rasch in Angriff genommen1 national-imperalistischer allzu leicht im Ausland verwechselt— hätte De Interesse daran, sein B demgemaß die Besichtig beitsstätten den auslän als möglich zu erleicht Belt— wirtschaftlich von sich gegenseitig erg beiten, so daß Krisen be den anderen Teil treffe Armut als deren Folge ohne Rückwirkung auf Die Planungen für modernen den ind eng verbunden mi hunderte überdauernde nalsozialismus errunge Reiches. Das im Aufl welches in Deutschland Forderung nach Reich lechnischem Gebiete. Die Arbeit an der bauprogramms des Fil sirka 150000 Arbeitern über 200000 in den Lie Vrot. 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