Stimmberechtigte aargebietes! hingewiesen, daß Stimmber des Saargebietes wohnen, eindeausschuß des Intrag auf Eintragung in Abstimmung im Saargebiet llen müssen. Wer nicht in jen ist, kann sein Stimmte Fintragungsfrist läuft olks ausgabe A für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk 63. Jahrgang jochumer Volkszeitung Forles In fide! Zustellgebühr für Ausgabe A 216, für Ausgaben B und CRM 2.—. Die Behinderung zuferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des hegspreises. Anzeigenpreise: Gesamtauklage a Pig, Aus 4 6 Pig, Ausgabe B 3½ Plg Ausgabe C 2 Pig. Teri= Uusgabe A 40 Pfg. Ausgaben Bu C 26 Vig. je nm Geschaftsstelle und Redaktion Westfälische Volks-Seitung Bochumer Stadtanzeiger Geschaftsstellen: Bochum, Mühlenstraßze 18-14, Fernruf 647 46. Postscheckkonte Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhofstraße 18, Gernruf 2096, Postscheckkonte Essen 1960: Efsen=Steele, Bredeverbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenscheid neder Str. 4. hernr. 804 88, Hostscheckkonto Dortmund 199 60; Wattenscheid, Freiheitstr. Bochum, Mühlenstratze 12-14/ Fernruf 64746-64748 dena und Fern.1876, Postscheckk. Dortm 30430 Märkische Vereinsdruckerei, Bochum in Anwesenheit von rat von Werder über die Freilichtbühne 1 k. 193 1934 nachrichten so nicht Deutschland— England r Sitzung vom Montag bei allverband mit der Festlean die kommende Saison. egen eine ausländische N austragen. Der neue die Ehre haben, am 14. No eine englische Verufsip Ueber das Rückspiel n sich aus. Von deutscher offizieller Antrag vor. neut geschlagen sfliegermeister Albert N chen Bahnen an den rich durchsetzen zu konnen. amtergebnis eines aus iegerkampfes mit 11 Pu n mit 4. Scherens mit 91 n. Dieselben Fahrer bestri benfalls aus vier Laufen egerpreis von Amiens. vor Gerardin mit 6. Rit mit 9 Punkten gewann aftsfahren beleaten Rich ninter Gérardin Rouillard tonier mit 13 Punkten sche Meisterschaft die deutsche Meisterschaft nahezu beendet. Drei Gt Ludwigshafen und 92 st. Der Beste der Grunn Dresden ermittelt. wa Germania Felsenfest Rückkampf steigt am 1. e fiziere in Front mpfwettbewerb in Stochhnalen Fünfkampfwettbewe ckholm veranstaltet wird rch mehrere Offiziere verir einer geräumigen Fechtd setragen. Unsere deutis ie beim Geländeritt, recht hatten jeder gegen jede rir und Oblt. Birk nur wenige Gefechte. Josch=Ungarn den dril n die beiden schwedt lmaren, die im Degenfe Rang belegten. Oblt. den Fechtkämpfen des Dagegen war Leut lech verfolgt. des Degensechtens: 27 P.: 2. Almaren 36 deutschland, Birk Deutschle 6. Einwachter Deut Boisman=Schweden M palokan Unaarn 18%. 1 P. nach zwei Uebl and und Almaren Deutschland 9.5: 3. Tho oisman Schweden 113 : 6. Paganini=Italien den 15,5 P.: 8 Jos=Unat land 20 P.: 10. Petned innland 21 P.: 15. zu Horst=Emschei oraussagen — Agent— Herrgesell: — Humor: Utamaro: — Palander: Panorama: Stall Mainspitze: Maruka. für eilige leser listelle des wegen Erreichung der Altersgrenze n den dauernden Ruhestand getretenen Präsi= denten Kissel, ist der bisherige Ministerialdirektor bei der Vertretung Württembergs in Berlin, Dr. Rudolf Widmann, zum Präsidenten des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung ersannt worden. der litanischen Appellationskammer in Kowno wurden wegen Vergeheus gegen das Gesetz zum Schutze von Volk und Staat vier Nemelländer abgeurteilt. Sie erhielten Strafen von 1'2 Jahren Zuchthaus bis zu zwei Monaten Gesangnio. Inter den Mitgliedern des nationalrevolutionären Lagers in Polen sind zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden. Auch ein Warschauer Rechtsanwalt, der in der nationalradikalen Benegung eine Nolle spielte, wurde festgenommen. Per„Matir“ behauptet, daß im Mittelpunkt der Besprechungen zwischen dem österreichischen Bundeskanzler und Mussolini ein nändiges Militärabkommen stehe, das vermutlich in der Fform eines gegenseitigen Beistandopaktes abgeschlossen würde. beitige Stürme richteten am Montag in vielen Leilen Englands großen Schaden an. In Blackvool wurde eine Frau von einem herabfallenden Reklameschild getötet. Poincaré erklärte einem Vertreter des„Figare“, er bringe dem Burgfriedenskabinett Doumerque vollstes Vertrauen entgegen. Frankreich brauche keine Parteienregierung, sondern eine nationale Regierung. Schuschniggs Empfang in Florenz hatte eine stark betonte militärische Note Lange Unterredung mit Mussolini— Der Duce erneut für die Unabhängigkeit Oesterreichs deauville Esterelle(N rner: Broadside, Tar atz 20, 23. thschilde London , 3. Precipito. ern 11. 11. lalmers Dark Dem Le Conserit. Le Menhir, Savone! Memories, Dulcia cg 60, Platz 25, 90. 1 Dail(R. Piergiovgnn1 Nobe ganika, Noidn 5. 31. 14 enere Eweet Leg Innabella 2. Fern 23. 22. Schwedische Eisenhütte abgebrannt TNB. Stockholm, 21. August. Die größte und eine geer altesten Temper-Eisenhütten in Nordeuropa, die Fallesors-Näs-Hütte in der Nahe von Pekilstuna, etwa 90 Kilometer westlich von Stockholm, sel in der Nacht zum Dienstag von einer vertenden Feuersbrunst heimgesucht wor l. Die ganze Gießerei, die Temperhalle mit ihren waren Maschinen und die Geschaftsgebaude sind sedgebrannt. Als die Feuerwehr gegen 6.30 Uhr Herr Ffeuers war, waren nur noch eine Tischlerwerk ein Kohlenvorrat und ein Lagerhaussübrig. Der acschaden wird auf drei Millionen schwedische eronen(etwa 2 Millionen Reichsmark) geschatzt. In ger letzten Zeit beschäftigte die Hütte 500 Arbeiter. Ein italienischer Segler gesunken Schiffszusammenstoß Mailand, 21. Aug. In der Nahe der Insel eda stieß der amerikanische Dampfer„Eochorda " den frühen Morgenstunden des Montags mit dem anenischen Frachtsegler„Efisia Sera" infolge dichten zusammen. Der Segler erlitt so schwere Be sabigungen, daß er in kürzester Zeit sank. Die acht sige Besatzung wurde von der Schaluppe des nerikaslischen Dampfers gerettet und in den Hafen on Livorno gebracht Wolfsplage in den Apenninen D9B Mailand, 21. Aug. Im toshanisch=emiliani en Hoch=Apenninen-Behiet waren aus den bei den Torfern weidenden Schafherden in den letzten Wochen über 400 Tiere verschwunden, deren Kadaver man raier zerrissen in dichtem Gehölz auffand. Die ErNarung dafür wurde jetzt von einigen Hirten gegeben, die in den letzten Tagen verschiedentlich Wolssel bemerkten. Man erinnert sich nicht an das orkommen von Wölfen in diesem Gebiet des Apennin. Unterirdische Höhle entdeckt Helgrab, 21. August. Eine riesige unterirdische vohle, die nicht weniger als 22 Seen enthalt, ist " Südwesten von Slowenien von einer oinenschaftlichen Exvedition entdeckt worden. In Höhle wurden die Skelette von Höhlenbaren und anderen prähistorischen Tieren gefunden. Personalveränderungen in der Reichswehr sn. Berlin, 21. Aug. Der Führer und Reichs er hat mit Wirkung vom 1. August 1931 besör 9. Zu Generalmajoren: die Obersten Kühne, sommandeur des Insanterieregiments 2; Schroth. Kemandenr der Infanterieschule; zu Obersten: die Nißl. Lehrgangleiter an der In aanee Bernard. Chef des Stabes der 2. Moalerie. Devision: Thomas. Chef des Stabes aigree ten- Wassenamtes; zu Oberstleutnants: die Fasele Mittermaier, Infanterie=Regiment 14: eiherr von Schleinitz, Infanterie=Regiment 5: zrmer, Infanterie= Regiment 12: Rhode, Keserte= Regiment 8: Wölckers. Infanterie diment 1: Herrlein, Insanterie=Regiment 16. DNB Mailand, 21. August. Der österreichische Bundeskanzler Dr. Schuschnigg ist am Dienstag um 10.12 Uhr in Begleitung von Ministerialrat Seidel und Dr. Hertls in Florenz eingetroffen. Zu seinem Empfang hatte sich der Duce, der am heutigen Manöverruhetag aus dem nördlich Florenz liegenden Hauptquartier Scarveria herbeigeeilt war, in Begleitung des Staatssekretärs im Außenministerium, Suvich, des Presse chefs, Graf Ciano, und zahlreichen Behördenver tretern eingefunden. Die Begrüßung zwischen Schuschnigg und Mussolini war sehr herzlich. Unter den Klängen der österreichischen und italienischen Nationalhymne schritt der österreichische Bundeskanzler die ihm zu Ehren aus Eisenbahnmiliz gebildete Front ab. Florenz trägt reichen Flaggen schmuck.„Corriere della Sera“ schreibt, daß die Stadt heute einen historischen Tag erlebe. Die Unterredung zwischen Mussolini und Schuschnigg begann genau zur Mittagsstunde in der Villa de Marinis und dauerte bie zum Frühstück, das Mussolini liche österreichische Lage zu verstärken und daß sie sich nicht den Blick trüben lassen von irrigen Berechnungen. Der italienische Gesichtspunkt ist augenblicklich derjenige, in dem die europäischen Großmächte übereinstimmen. Am Schluß betont der Artikel, daß die Be gegnung in Florenz vor sich gehe, während das italienische Heer auf dem Manövergelände die eigene Durchbildung und den eigenen Mut erprobe. Von der Unabhängigheit Oesterreichs ist in dem Artikel bezeichnenderweise nicht die Rede, sondern nur von italienischem Recht und der italienischen Macht. Ueber den Zweck der Unterredung sagt derselbe Artikel ganz kurz, er sei zweifach: 1. Die Aufrechterhaltung der österreichischen Unabhängigkeit und Verstärkung seiner Sicherheit und Ruhe. 2. Die Sicherung seiner wirtschaftlichen Eristenz. Der österreichische Kanzler habe sich zur Fortsetzung der Dollfuß=Politik ohne Abzweigungen verpflichtet, Bundeskanzler Schuschnigg hat um 5 Uhr nachmittags Florenz verlassen und sich nach Genua begeben, wo er sich auf der„Conte di Savoia“ nach Nizza eingeschifft hat. Von Nizza aus kehrt Schuschnigg nach Wien zurück. der amtlichen Verlautbarung über dem österreichischen Kanzler gab. Sofort nach dem Früh= die heutige Unterredung heißt es, daß zwischen Mussostüch wurde die Unterredung fortgesetzt und dauerte lini und Schuschnigg zwei Besprechungen stattgefunbig in den Nachmittag hinein. Der Empfang des öster den haben, die zwei Stunden dauerten und in reichischen Kanzlers auf dem Bahnhof hatte eine deren Verlauf die die beiden Länder interessierenden starb betonte militärische Note. Neben politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen beden Spitzen der Partei, der Universität Florenz, sämt= sprochen wurden. Es stellte sich eine vollkommene licher städtischer Körperschaften, fielen am stärksten die Uebereinstimmug in den Richtlinien und Methoden Abordnungen aller in Florenz liegenden Truppen= heraus, was Unabhängigkeit und Unver teile und eine umsangreiche Gruppe höchster Generalstabsoffiziere auf. In den Abendblättern wird betont, daß die Zusammenkunft in Florenz durchaus in den Rahmen des Normalen falle. Der 25. Juli und der 30. Juni hätten gezeigt. sagt Forges Davanzati in der„Tribung“. daß der„Nazismus“ Oesterreich keine Stabilität der Regierung geben könne, sondern nur dessen religiöse Einheit bedrohen könne. Dabei sei es vollkommen richtig, daß die österreichische Regierung die Zusammenarbeit mit der faschistischen fortsetze, das heißt. mit der Regierung einer angrenzenden Großmacht, die zeigt habe, daß sie die Unabhängigkeit Oesterreichs nicht nur als einen unverletzlichen Vertragsparagra phen, sondern als eine politische und wirtschaftliche Tatsache betrachte.(?) Forges Davanzati stellt fest daß die französische Presse mit diesem Gesichtspunkt übereinstimme und hier über mit der Politik der Kleinen Entente und besonders Südslaviens in Konflikt gerate. Die Gelegenheit sei günstig, daß Frankreich gerade am Vorabend der Reise Barthous sein Bündnis mit der Kleinen Entente noch einmal im Hinblick auf die europäischen Belange und auf seine Beziehungen zu Deutschland überprüfen Ganz brutal kommt im Leitartikel des Direktore des Lavoro Fascista zum Ausdruck, worum es eigent lich geht, daß die sogenannte österreichische Unabhangig keit nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zwock für die anderen Staaten ist. Heute mehr denn je ist die Unabhängigkeit Oesterreichs ein Hauptpunkt für die Zukunft Europas. Denn wenn diesseits der Alpen Italien die Existenz eines freien und unabhängigen österreichischen Staates für unerläßlich erachtet, so bestehen im Donaubechen noch weitere vier Nationen. die dasselbe Interesse haben. Es ist zu wünschen, daß auch die drei Länder der Kleinen Entente die Notwendigkeit erkennen, die augenblickletzlichkeit des österreichischen Staates betrifft. Zu dieser Unverletzlichkeit und Unabhängig keit gehört auch die vollständige Antonomie. Sie stellt ein konkretes europäisches Interesse dar und ein förderndes Element zur Erhaltung der Ruhe im Donaubecken. Die beiden Staatsmänner hätten ferner, was die wirtschaftliche Lage betrifft, die Nützlichkeit der Protokolle von Rom bestätigt, deren Aktionsradius noch gesteigert und verbreitert werden könne, und sie seien sich darin einig gewesen, daß der Stand der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern weiter entwikkelt werden soll. Diese Richtlinien, die von dem entschlafenen Kanzler Dollsuß begonnen und vertreten wurden, wurden auch in Zukunft für die Beziehungen zwischen Italien und Oesterreich maßgebend sein. Starkes Interesse in Paris DNB Paris. 21. Aug. Die Pariser Presse verfolgt aufmerksam die Begegnung Schuschniggs mit Mussolini und ist allgemein der Ansicht, der Duce werde versuchen, eine nochengere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu erzielen Diese Zusammenarbeit werde voraussichtlich auf militärischem Gebiete stattfinden. Der Paris Soir gibt die Gründe für diese italienische Bestrebung an und weist darauf hin, daß der Duce es in erster Linie darauf abgesehen habe, eine an sich bereits bestehende Tatsache zu legalisieren. Man müsse sich aber fragen, was geworden ware und vor allem was man in Paris und London gesagt hätte, wenner wirklich in Oesterreich einmarschiert wäre. Schon deshalb irgendwelchen Unannehmlichkeiten nach Der Austausch von Arbeitskräften Einheitliche Richtlinien Berlin, 21 Aug. Aus dem verständlichen Bestreben, beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit tatkräftig mitzuarbeiten, haben in den letzten Monaten zahlreiche Stellen sich auf die verschiedenste Weise um die Verteilung von Arbeitskräften, insbesondere durch Austausch von Beschäftigten gegen Unbeschaftigte, bemuht. Hierdurch sind Unklarheiten über die Zustan digkeiten sowie über Art und Umfang dessen, was auf diesem Gebiet tragbar ist, entstanden, die bei den beteiligten Kreisen, und zwar sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeiter und Angestellten, eine gewisse Unsicherheit ausgelost haben. Es hat sich daher als erforderlich erwiesen, die Verteilung von Arbeitskräften nach einheit lichen Richtlinien und unter einheitlicher Führung vorzunehmen. Nach einer soeben im Einvernehmen mit dem Reichsarheitsminister und dem Stellvertreter des Führers der NSDAP er lassenen Verordnung vom 10. August ist allein der Präsident der Reichsanstalt lür Ar beitsvermittlung und sicherung ermächtigt, die Verteilung von Arbeits kräften, insbesondere ihren Austausch zu regeln. Dabei wird es sich vor allem um die Frage des Austausches von jugendlichen Ledigen gegen ältere. insbesondere verheiratete, kinderreiche Arbeitolose handeln, sowie um die Möglichkeit, weibliche Arbeits kräfte durch männliche zu ersetzen. Einwirkungen anderer Stellen auf diesem Gebiete sind künftig verboten. Als solche Einwirkung gilt nach der Verordnung auch das Verlangen von Auskünften aller Art, insbesondere auf Grund von Fragebogen. Der Präsident der Reichsanstalt ist ermächtigt, mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministere und des Reichearbeitsministers die erforderlichen Anordnungen und Richtlinien zu erlassen. Sie sind in Kürze zu erwarten. Russische Beamte wegen Sabotage zum Tode verurteilt DNB Reval, 21. Aug. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat der Oberste Gerichtshof in Taschkent vier Beamte wegen Sabotage und Be schädianng von landwirtschaftlichen Maschinen zum Arbeitslosenver= Tode durch Erschießen verurteilt, dieser Richtung hin vorzubeugen, werde er sich bemühen, das Recht zu erwirken, im gegebenen Falle wirklich in Oesterreich einmarschieren zu dürfen, um die österreichische Unabhängigkeit wirksam zu verteidigen, ohne Südslawien oder einem anderen Staate Rechenschaft ablegen zu müssen. Die Besprechungen würden sich deshalb voraussichtlich in der Richtung eines gegenseitigen Beistandspaktes bewegen, der eine wirksame Zusammenarbeit der beiderseitigen Militärstreitkräfte vorsehe. Auf diese Weise würde der römische Pakt eine wesentliche Ausdehnung in der Verpflichtung und gegenseitigen Garantie erfahren. Allerdings, so schreibt Paris Soir, verstehe man nicht, wie der Duce diese Acsicht durchführen könne, ohne sich vorher nicht nur mit Frankreich und England, sondern auch mit der Kleinen Entente verständigt zu haben. Der„Intransigeant“ bezeichnet Mussolini als den einzigen ausländischen Staatsmann, der die Lage in Europa wirklich erkannt habe. Da Mussolini weder einen Dreibund noch einen Zweibund wünsche, richte sich seine ganze Tätigkeit auf die Aufrechterhaltung des Friedens, den er ebenso notwendig habe wie Frankreich. „Bundesstaat Oesterreich“ DNB Berlin, 21. Aug. Die österreichische Regierung hat dem Auswärtigen Amt amtlich mitgeteilt, daß durch die am 1. Juli d. J. in Kraft getretene neue österreichische Verfassung die bisherige Bezeichnung „Republik Oesterreich“ durch die Bezeichnung„Bundesstaat Oesterreich“ zu ersetzen sei. Anmeldung für die SaarAbstimmung Berlin, 21. August. Die Regierungskommission des Saargebietes hat am 8. Juli 1934 die Vorschriften über die Aufstellung der Stimmlisten für die Volksabstimmung im Saargebiet am 13. Januar 1935 erlassen. Weiterhin hat die Volksabstimmungskommission des Völkerbundes am 20. Juli 1934 eine Bekanntmachung veröffentlicht, die nähere Vorschriften über die Abstimmungsberechtigung und über die Anmeldung der Stimmberechtigten zur Aufnahme in die Stimmlisten enthält. Hiernach müssen Stimmberechtigte, die außerhalb des Saargebietes wohnen, einen besonderen Antrag auf Eintragung in die Stimmlisten stellen. Wer nicht in die Stimm listen eingetragen ist, kann sein Stimmrecht nicht aus üben. Es liegt daher im eigenen Interesse aller im Reich wohnenden Stimmberechtigten, diesen Antrag mit tunlichster Beschleunigung einzureichen. Die Antragsfrist läuft mit dem 31. August 1934 ab. Der Antrag, der an den„Gemeindeausschuß“ des Bezirks gerichtet ist, in dem der Abstimmungs berechtigte am 28. Juni 1919 die Einwohnereigenschaft hatte, muß folgende Angaben enthalten 1. Die Namen, Vornamen, das Geburtsdatum den Geburtsort und den Beruf des Antragstellers (im Falle einer Berufsänderung denjenigen, der er am 28. Juni 1919 ausübte), sowie die Vornamen seines Vaters und ferner, falls es sich um verheiratete Frau handelt, die Namen und Vornamen ihres Ehemannes(im Falle einer Verän derung des Familienstandes nach dem 28. Juni 1919 den Familiennamen, den sie an diesem Rett. punkt trug): 2. Die Gemeinde, in der er die Einwohnerschaft am 28. Juni 1919 hatte; 3. den gewöhnlichen Aufenthalt zur Zeit des Antrages: 4. die Anschrift im Saargebiet, an die Mitterlungen zu richten sind. Die vorhandenen Beweisstücke für die Einwohnereigenschaft im Saargebiet sind dem Antrag beizufügen, befinden sich solche Beweisstücke nicht in den Händen des Antragstellers, so ist in dem Antrag anzugeben, bei welcher Stelle des Saar gebietes diese Unterlagen erhältlich sind. Sämtliche Abstimmungsberechtigten im Reich werden hiermit aufgefordert, ihren Antrag auf Eintragung in die Stimmliste bis späte stens zum 31. August 1934 an den zuständigen Gemeindeausschuß im Saargebiet gelangen zu lassen. Zur Aufklärung über alle bei der Anmeldung zu berücksichtigenden Gesichtspunkte stehen den Stimmberechtigten die Saarmeldestellen ihres jetzigen Wohn ortes(das Einwohnermeldeamt, in den Städten die zustandigen Poliseireviere) sowie die Geschaftsstellen des Bundes der Saarvereine— Berlin befindet sich diese SW 11, Stresemannstraße 42— zur Verfügung. Es wird jedem Abstimmunasberechtigten dringend empfohlen vor Ablendung einer Anmeldung die voraenannten Stellen zum Zwecke der Beratung in Anspruch zu nehmen. 4 IEEA 9 100 Jahre I. K. L. K. L. waren die Initialen, mit denen Dr. James Warren Doyle, Bischof von Killare und Leighlin, seine zahlreichen Streitschriften ind Aufsätze unterschrieb, die auf die öffentliche Meinung Irlands und Englands einen ungedeuren Einfluß ausübten. Zusammen mit Daniel O'Connell, dem irischen National selden, hat er das größte Verdienst daran, daß n die katholiken= und irenfeindliche Gesetzgebung Englands eine Bresche geschlagen wurde. Im Dome von Carlow, der ersten katholischen Katherale, die nach der Aenderung der Katholikenjesetze gebaut werden konnte, ist sein Grab und teht sein Denkmal, von Hogans Meisterhand in Stein gehauen. In diesem Jahre feiert ganz Irland den hundertsten Todestag des großen Bischofs. Ministerpräsident Göring und die Nein=Sager Eine Unterredung DNB Berlin, 21. August. In einer Unterredung der DA3 äußert sich der preu= Als Dr. James Warren Doyle im Alter von Jahren einen der ältesten und ehrwürdigsten Bischofsstühle Irlands bestieg, hatte er schon ein übenteuerreiches Leben hinter sich. Als Sohn nnes armen Landmannes hatte er den großen Bauernaufstand von 1798 und die Belagerung von New Roß durch die aufständischen Bauern miterlebt. Er trat in den Orden der Auguliner-Eremiten ein und wurde zur Ausbildung nach Portugal an die Universität Coimbra geschickt. Aber die Ereignisse rissen ihn aus seinen riedlichen Studien heraus. Als eine napoleoniche Armee in Portugal einfiel und eine englische Armee diesem Lande zu Hilfe kam, wurde der lunge Mönch Dolmetscher bei der Heeresleitung. In derselben Eigenschaft nahm er auch an den Friedensverhandlungen teil, die zum Vertrag von Tintra und zur Räumung Portugals von fransösischen Truppen führten. Dabei bewies Doyle ein so ungewöhnliches Talent, daß die portugie sische Regierung ihm eine hohe Stellung in ihrem biplomatischen Dienst anbot. Aber er lehnte ab. Ihn zog es zurück nach Irland. Nach einer Lehrtätigkeit von einigen Jahren wurde Dr. Doyle Bischof von Kildare und Leighlin. Daniel O'Connell war gerade mitten im Kampf um die Rechte der Katholiken. Der Bischof verfolgte alle Einzelheiten des Kampfes mit dem größten Interesse und entschloß sich bald, selber einzugreifen. Der protestantische Erzbischof von Dublin, Dr. Mages, richtete 1822 einen heftigen Angriff gegen die Katholiken. Dr. Doyle veröffentlichte eine Antwort, und die daran anschließende Kontroverse fand weithin größte Be achtung. Im Jahre 1823, als O'Connell seine Catholic Association gründete, ließ J. K. L.(das waren die Anfangsbuchstaben seines Vornamens und seiner beiden Bischofssitze) seine wichtigste Schrift„Eine Rechtfertigung der religiösen und staatsbürgerlichen Grundsätze der irischen Katholiken“ erscheinen. In wenigen Wochen war die erste Auflage vergriffen. Das Buch war so glänzend geschrieben, daß es auch in die Kreise der englischen protestantischen Intelligenz eindrang und dort viele Anhänger für eine Revision der katholikenfeindlichen Gesetze warb. Der Kampf trat in sein entscheidendes Stadium. mit einem Schriftleiter ßische Ministerpräsident Göring über den Ausgang der Volksabstimmung. „Dieses Ergebnis.“ so erklärte Ministerprasident Göring u. a.„ist für uns nicht überraschend gekommen. Auch die Welt wird, wenn sie ehrlich sein will, bekennen müssen, wie tief Adolf Hitler im Herzen aller Deutschen verwurzelt ist und wie unzertrennlich sein Name und seine Persönlichkeit auf alle Zeiten mit dem deutschen Schicksal verknüpft ist. Welcher Staatsmann, welches Staatsoberhaupt der Welt kann ich der Tatsache rühmen, das ganze Volk aus freiem Willen in einer Einmütigkeit hinter sich zu wissen, die tatsächlich in der Weltgeschichte ohne Beispiel ist. Selbstverständlich werden wir den Gründen mit aller Genauigkeit nachgehen, die jene zehn vom Hundert unseres Volkes veranlaßt haben, am 19. August ablehnend zu bleiben. Die Nein=Sager sind zunächst wohl in den Schichten zu suchen, die sich nicht verstanden fühlen und die sich aus Uebergangsmaßnahmen, die hart, aber gerecht sind, ihr Gesamturteil bilden zu müssen glauben. Alle jene werden sich eines Tages selbst an die Brust schlagen und ihren Irrtum einsehen, überzeugt durch die Leistung und den endgültigen Erfolg der nationalsozialistischen Regierung. Einen nicht geringen Prozentsatz der Nein=Stimmen werden weiter nach meiner Auffassung diejenigen Personen stellen, die zwar genau erkannt haben, welche großen Ziele der Nationalsozialismus verfolgt, die jedoch aus eigensüchtigen Gründen andere Ziele verfolgen zu müssen glauben als wir. Diese Kreise der Bevölberung werden sich eines Tages ebenfalls eines Besseren belehren lassen mussen oder aber sie werden aus Altersschwäche von der Bilosläche verschwinden. Die dritte Gruppe bildet die zahlenmäßig geringe, die einfach unbelehrbar oder gar böswillig ist. Solche Leute gibt es immer und überall in der Welt, sie sind wahrlich keine Besonderheit des nationalsozialistischen Teutschlands, wir werden sie nicht dafür bestrafen, daß sie mit Nein gestimmt haben. Sie mögen es sich aber gesagt sein lassen, daß wir es auf keinen Jall dulden werden, wenn sie mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Staatsführung irgendwie und irgendwann im Volke Propaganda treiben und wir werden mit eiserner Faust zuschlagen. wenn sie sich zu verbrecherischen Handlungen hinreißen Schach, warfen lassen, die die Sicherheit und Ordnung im Staate be 457 000 Dollar drohen. Gewiß werden bei der einen oder anderen Frage des öfsentlichen Lebeng immer verschledene Anschauungen möglich sein. Niemanden wird das Recht be= stritten, unter den großen, allein vom Führer bestimmten Gesichtspunkten an seiner Stelle nach seinem Geiste zu arbeiten. Wir wunschen auch offene und ehrliche Kritik bei all den schwierigen Problemen, die der Neuaufbau unseres Staates stellt. Kritik aber darf nur der aussprechen, der bereit und in der Lage st, besseres zu leisten und diese Fähigkeit unter BeGroßer Geldraub in Brooklyn Panzerwagen ausgeplündert— 457 000 Dollar geraubt TNN Neuvork, 21. Aug. Die Neuyorker Vorstadt Brocklyn war am Dienstag der Schauplatz eines nicht alltäglichen Bandenüber falles auf einen Geldtrausport. 15 mi Maschinenpistolen bewaffnete Räuber umzingelten einen mit Bankgeldern gefüllten zerwagen, als dieser vor einer Fabrik vorfuhr, um Lohngelder abzuliesern. Die Verbrecher hielten den Fahrer und zwei bewaffnete Begleiter in die Geldsäcke mit einem Inhalt von in ein bereitstehendes Anto und entkamen unerkannt. Einen Geldsack mit 29 00 Dollar Inhalt ließen sie„versehentlich“ zurüc Die Polizei nahm die Verfolgung der Banditer mit 20 Kraftwagen auf. Mittwoch, den 22. August Nicht Aufstockungen, sondern Auflockerung der Städte weis gestellt hat. 9D3 Berlin. 21. Aug. In einem Rundschreiber Und die Kritik sindet ihre Grenze an den lebensdes Reichssiedlungskommissars wird ausgeführt, dar wichtigen großen Fragen der Nation, die allein der Führer reglt. Vor unserem Führer Adolf Hitler schweigt alle Aritik. Wenn der Fuh ter ruft und befiehlt, dann hat jedermann bedingungslos zu folgen und zu gehorchen, wer immer er auch sei. Der Führer hat allen Deutschen seine Hand hingestreckt und den heißen Willen zur Versöhnung in seinem Aufruf vom 20. August erneut ausgesprochen. Ich weiß, daß dieses große Ziel in kurzer Zeit erreicht ist. Ein besonders erfreuliches Anzeichen hierfür bietet meines Erachtens die Tatsache, daß das Wahlergebnis gezeigt hat, wie unerschütterlich gerade unsere deutsche Arbeiterschaft treu zu Adolf Hitler steht. Neunzig Prozent des deutschen Volhes haben sich stolz zum Führer des Reiches bekannt, sie geben dem Führer die Kraft, das Deutsche Reich zum Aufstiege zu führen. Sie werden mit uns darüber wachen, daß lein Werk gelingt. In wenigen Jahren wird das ganze Volk wie ein einziger Mann in gläubiger Gefolgschaft zu Adolf Hitler stehen! Daran zu arbeiten, ist untere größte und schönste Aufgabe.“ Dr. Schacht über Deuischlands wirtschaftliche Lage im Zusammenhang mit der Arbeitsbeschaffung vie sach das Bestreben hervorgetreten sei, Grundstücke den Städten durch Ueberschreiten der zulässigen 8e bauung. z. B. Ausbau von Dachgeschossen, Aufstel kungen usw. über das zulässige Maß hinaus auswnutzen. Diese Bestrebungen führten oftmals zu ein Vermehrung der Wohndichte, die ebenso wenig den stadtebaulichen und bevölkerungspolitischen Fer derungen, wie mit den Interessen des zivilen Lunschutzes zu vereinbaren sei. Die obersten Landes behörden werden, wie das NDZ meldet, ersucht, die Baupolizeibehörden anzuweisen, daß bei der Erteilung von Ausnahmen oder Befreiungen in dieser Hinsicht tunlichste Zuruckhaltung geübt wird Entsprechend dieser Anregung hat der preußische nanzminister die Baupolizeibehörden bereits angewiesen, danach zu bandeln Einstellung in den Forstdienst Das britische Parlament setzte zwei Aus schüsse ein, welche die Lage in Irland untersuchen sollten, einen für das Unterhaus und einen für das Oberhaus. Bischof Doyle richtete an diese Ausschüsse„Zwölf offene Briefe über die Lage Irlands“. Seine Sprache war so überzeugend und seine Argumente waren so schwerwiegend, daß er eingeladen wurde, nach London zu kommen, um von den beiden Kommissionen als Zeuge vernommen zu werden. Sein Auftreten in London war von entscheidendem Einfluß. Der Herzog von Wellington, der zu dieser Zeit Ministerpräsident war, sagte:„Man hatte den Eindruck, als ob das Verhör nicht von dem Parlamentsausschuß, sondern von Dr. Doyle geleitet würde.“ Ein englischer protestantischer Geschichtsschreiber sagt:„Sein Verhör vor dem Untersuchungsausschuß des Hauses der Lords würde genügen, um in ihm einen Mann von außergewöhnlichen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften erkennen zu lassen, der seine ganzen Kräfte der Erneuerung seines Vaterlandes gewidmet hat.“ Eine sogenannte Catholie Relief Bill wurde vom Unterhaus angenommen. Das Oberhaus versagte aber seine Zustimmung, zumal da es bekannt war, daß der König mit dem Gesetz nicht einverstanden war. Da mußte Daniel O'Connell den letzten Anstoß geben. Kein Katholik konnte damals Abgeordneter werden, da jedes Parlamentsmitglieb einen Eid abzulegen hatte, in dem die katholische Lehre als„ruchlos und götzen dienerisch“(„impions and idolatrous“) bezeichnet wurde. Als 1828 der Parlamentssitz der Grafschaft Clare frei wurde, ließ O'Connell sich aufstellen und wurde gewählt. Selbstverständlich ver weigerte er den Eid, und ebenso selbstverständlich verweigerte man ihm den Zutritt zum Parlament. Die mutige Haltung O'Connells brachte aber viele Sumpathien in der öffentlichen Meinung Englands auf seine Seite. Die Regierung Wellington, die nielleicht auch einen neuen Aufstand in Irland befürchtete, brachte selbst eine Catholic Relief of Emancipation Act ein, die von beiden Parlamenten mit großer Mehrheit angenommen wurde. O'Connell hatte sich inzwischen von seinem Wahlkreis zum zweiten Male wählen lassen. Er leistete den Parlamentseid in seiner neuen Form und zog als erster Katholik ins englische Unterhaus ein. Der Bischof von Kildare und Leighlin sollte diesen Erfolg seines Freundes nicht mehr lange überleben. Er konzentrierte seine Angriffe in den letzten Jahren besonders auf den Zehnten, den die irischen Katholiken an die protestantische Kirche zu entrichten hatten. Er erreichte eine Ermaßigung dieser Abgaben, aber nicht ihre Abschaffung. Erst 35 Jahre nach seinem Tode verlor die anglikanische Kirche in Irland den Charakter einer Staatskirche, den sie widerrechtlich und gegen die gewaltige Mehrheit der Bevölkerung besessen hatte. D. W. E. THD. Prag, 21. August. Der Reichsbankprasident und Reichswirtschaftsminister gewahrte dem volkswirtschaftlichen Redakteur der„Ceske Slovo“, Dr. Georg Hajda, ein Interview. Dr. Schacht erwiderte auf die Fragen des Journalisten u. a.: Das, was heute Deutschland erlebt, ist nur eine Folge der unsinnigen Reparationspolitik und der Anleihen nach den Reparationen. Was soll heute Deutschland anfangen, wo es nicht anders zahlen kann, als mit dem Export, gegen den sich alle seine Glaubiger wehren. Ich glaube, daß alle provisorischen Verträge, die jetzt unter den verschiedensten Bedingungen zum Abschluß gelangen, einen sehr zweiselhaften Wert haben. Deutschland hat seinen guten Willen gezeigt. Mehr kann es nicht tun, auch unter dem stärksten Druck nicht. Wohl entstehen setzt neue Schwierigkeiten. Die ausländischen Exvorteure weigern sich in vielen Fällen nach Deutschland die Ware zu liefern, weil sie wegen der Bezahlung keine Sicherheit haben. Zu den alten Anleibeschulden und zu den alten Warenschulden kommen neue. Was jetzt? Glauben Sie mir, ich bin kein Bürokrat: im Gegentetl, ich bin ein Geschäftsmann. Ich weiß, was Handel ist und weiß, was der Handel braucht. Es ist kein Geschäft möglich, wenn ich nicht die Sicherheit habe, daß meine Ware bezahlt wird. Mein erstes Bestreben wird es sein, das absolute Vertrauen zu den Zahlungen zuerneuern. Wer mit Deutschland Geschäfte macht, muß wissen, daß er seine Ware bezahlt bekommen wird. Ich werde dafür Sorge tragen, daß das Vertrauen zu den Verträgen wieder hochkommt. In vieln Fällen arbeitete die Konkurrenz mit der Begründung, daß Deutschland bei der Erzeugung Ersatzstoffe verwende. Das ist nicht der Fall. Der Exportindustrie werden alle Rohstoffe zugeteilt, die sie braucht. Wie wir für den heimischen Verbrauch arbeiten, das ist unsere interne Angelegenheit. Aber, glauben Sie mir, was heute mit Deutschland getrieben wird, ist der größte historische Uniug, den man sich nur vorstellen kann. Deutschland wird gegen seinen Willen in eine Zwangsautarkie getrieben. Und das ist keine vorübergehende Erscheinung. Ich kann mir nicht gut vorstellen, daß alle Kapi talien, welche heute in der Ersatzindustrie investiert werden, entwertet werden könnten, wenn einmal vielleicht diese Industrie nicht mehr benötigt wird. Niemand wird Maschinen vernichten, welche er aufgestellt hat. Es hat sich schon einmal gezeigt, daß die heimische Industrie des Rübenzuckers imstande war, ein fremdes Produkt— Rohrzucker— zu verdrängen. Es soll niemand glauben, daß es unmöglich sei, ohne Baumwolle ein Auskommen zu finden.— Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß die Baumwolle aus dem deutschen Markte ähnlich verschwinden wird, wie ehemals der Rohrzucker, und daß sie durch kunstliche Faserstolfe ersetzt wird. Ja, fragte der Journalist, aber wie ist die Lebensmittelversorgung gesichert? Wir werden nur, war die Antwort, gewisse Men gen von Fetten einzuführen brauchen, sonst ist die Versorgung gesichert. Hasda: Gerade in diesen Tagen habe ich gelesen, daß Deutschland für zirka 400 bis 500 Millionen Getreide braucht. Dr. Schacht: Ganz bestimmt nicht, wie ich Ihnen sage, wir haben Getreide genug, auch aus den Resten der vorjährigen Vorräte, und speziell an Fleisch haben wir genug. In dieser Richtung ist Deutschland vollkommen gesichert. Hafda Alle Rohstoffe können Sie aber doch nicht ersetzen, z. B. unedle Metalle. Dr. Schacht: Wir widmen uns jetzt intensiver der Erzgewinnung und der Ausnützung unserer Erze. Deutschland mutz sich leider gegen die fremde Einfuhr abschließen, wenn man uns nicht mehr Ware abnimmt. Bekommen wir keine Rohstoffe aus dem Auslande, so werden wir in anderer Richtung unsere Wege suchen. Unserer chemischen Industrie ist es gelungen, einige zu ersetzen; wir erzeugen Stickstofsbüngemittel, wir praduzieren Faserstoffe. Berlin, 21. August. Der Reichsforstmeister weit aus Anlaß der zahllosen bei ihm einlaufenden Einstellungsgesuche darauf hin, daß durch die Gründune des Reichsforstamts zunachst nicht beabsichtigt ist, nem Beamtenstellen zu schaffen. Gesuche um Einstellung in den Forstdienst sind nicht an den Reichsforstmeister, sondern an die Fornverwaltungen der Länder und in Preußen an die Landforstmeister der Bezirksregierungen zu richten Es ist schließlich moglich, daß diese Investitionen, Anträge auf Einstellung in die Waldarbeit sind be zu welchen wir setzt gegen unseren Willen gezwun den örtlichen Forstämtern oder bei den Arbeitsamtern gen wurden, sich einmal als unser Glück darstellen zu stellen. Alle andern Wege erschweren den Dienswerden. betrieb und verzögern die Entscheidung. Hajda: Scheint es Ihnen nicht, Herr Prast dent, daß der Lebensstandard des deutschen Volkes sich in einem Mißverhältnis zu den natürlichen Quellen und zu den Einkommen befindet? Dr. Schacht: Die Deflationisten behaupten, der Lebensstandard solle gesenkt werden. Ich glaube aber nicht an diese überlebten Theorten. Alle klaisischen Theorien funktionieren nur in der freien Wirtschaft eines Adam Smith, und eine solche Wirtschaft existiert heute nirgends mehr. Heute wird ein ganz primitiver Tauschhandel geübt, Ware für Ware. Sie sehen es z. B. an dem Verhältnis Deutschland zur Tschechoslowakei. Wenn im Clearingverkehr eine Spitze erscheint, schon ist das Bestreben da, dieselbe auszugleichen. Aus Deutsch land kließt jetzt auch viel Geld über die Grenze im Fremdenverkehr. Sie wissen ja, der Deutsche ist von einer wißbegierigen Natur, drum sind wir solche Kosmopoliten und so werden Sie Deutsche in Italien, in Frankreich, in England, bei Ihnen in Marienbad und Karlsbad usw. finden. Ich hoffe nicht, daß wir auch noch zu Einschränkungen im Reiseverkehr gezwungen werden. asda: Meinen Sie es ernst? Dr. Schacht: Ja, ich hoffe nicht, daß es eintreten wird: aber wir dürfen diese Moglichkeit nicht außer acht lassen. Was sollen wir sonst tun— Auf diese Art verausgaben wir doch enorme Devisen beträge an das Ausland, welche wir sonst für unsere Wirtschaft viel besser ausnützen könnten. Hafda: Aber gerade jetzt wird darüber ge sprochen, daß die Tausenömarksperre Oesterreich gegenüber aufgehoben werden soll?— Dr. Schacht: In dieser Sache bin ich nicht komvetent, das ist eine politische Angelegenheit. Hajda: Was denken Sie über die Entwicklung der Weltwirtschaft? Dr. Schacht: Daß die Dummheit viel rascher marschiert als die Klugheit. Hasda: Das klingt nicht besonders optimistisch. Dr. Schacht: Nein, wahrlich, das ist nicht optimistisch. Hafda: Ihren Entschluß, die Mark halten, haben Sie nicht geändert? Dr. Schacht: Nein, die Mark ist fest und wir werden nicht bevalvieren. Bei den heutigen Exvortzuständen hat es keinen Wert. Es wird viel von unserer Golddeckung gesprochen. Ich habe aber schon in meinen früheren Arbeiten einige Male daranf hingewiesen, daß das Gold nur bei dem Ausgleich der Epitzen bei der Zahlungsbilang nünlich ist deckungsmäßig aber keine Bedeutung hat. Uebrigene glaube ich, daß Deutschland durch soviel Dreckgewatetist, daßes auchsetzt durchkommen wird. Niemand barf hofsen, daß man eine ganze Nation zerschlagen und vernichten kann Das ist weder in Polen noch in Ungarn, noch in der Tschechoslowakei gelungen. Die Polen, die Ungarn und die Böhmen haben sich schließlich doch befreit und soistes auch nicht möglich, Deutschland zu vernichten. Die Welt muß zu den Friedensmethoden zurückkehren. Und da halte ich für die größte Friedensgarantie den Ausspruch Hitlers vom 17. Mai vorigen Jahres. Damals hat Hitler gesagt:„Wir wollen niemanden germanisieren.“ Es wird viel gegen Hitler gesprochen; aber eines müssen ihm auch seine Gegner zugestehen, daß er das, was er sagt, ehrlich meint. Er ist die größte Friedensgarantie. Arbeitsbeschaffung für Kriegsbeschädigte Ein Erlaß des Reichsarbeitsministers NDZ Berlin, 21. August. Der Reichsarbeits minister hat, wie das NDZ meldet, in einem Schreiben an die Sozialministerien der Länder ernent darauf hingewiesen, daß es im Kamp die Arbeitslosigkeit eine Ehrenpflicht der Gebörden wie der Wirtschaft sei, gerade den Volksgenossen Arbeit und Brot zu verschaffen, denen das deutsche Volk eine ganz besondere Dankesschuld abzutragen hat. Es müsse in absehbarer Zeit gelingen, allen arbeitsfähigen Kriegsbeschädigten eine für sie geeignete Beschäftigung und ein ausreichendes Ein kommen zu sichern. Befreiungen von der Einstellungspflicht Schwet beschädigter sollen nur noch in ganz besonders be gründeten Ausnahmefällen erfolgen. Darüber hin aus müsse angestrebt werden, Schwerbeschädigte in einem höheren Hundertsatz, als ihn das Gesey vorsieht, unterzubringen. In Betrieben, wo Schwerbeschädigte nur schwer untergebracht werden können, wie z. B. in der Landwirtschaft, sei eine Einwirkung auf die Arbeitgeber möglich, anstelle der Besetzung eines noch offenen Pflichtplatzes mit einem Schwerbeschädtgten zwei Leichtbeschädigte einzustellen. Ehrenzeichen für die Hitlerjugend u Lenze. Bochum: für den Unze Becker. Hattingen; für den Anzeigenteil aslenes M. Klein. E.=Steele: für den Anzeigentenl 6. Lüther. Wattenscheid: Verlag und Truct Vereinsdruckerei Rochum D.-A VII 9 1419.. 9108: ereinsdruckerel Bochum Den Ausgabe A: Westfälische Volkszeitung, Bomunge. Ausgabe B: Volkszeitung für Ennepe=Rudr=Stecler tung 890s; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscher BOCHUME hektoliter Lack u Fen Bekanntlich ist das! reichste Haus unserer S in allem rund 1 400 Fen der mit acht Einzelscheibe respektable und ansehnliche zelscheiben herauskommt. beträchliche Mühe. dieses z balten. so ist es ein zubende Arbeit, die schöne 1 Zoischenzeit leise abgeblat und unansehnlich werdend blanken Scheiben festhalte vollkommen weißen und bringen. Seit Wochen sieht man ibren malerischen Kitteln und die 3 Hektoliter Lack 100 Fensterrahmen vertei sach an und ist auch schnell ist es aber eine recht zeitr in der Zwischenzeit. ausge 2. Obergeschosses, bald be zwischen den blütenweißen bell grauen Mauerquader scharf. Die drei Hektolite auf jeden Fall das Gesich beblich verschönt. wenn Bürger noch. wenn sie den überqueren. überflüssige P hen halten, anstatt sic Steinfliesen abzuladen de Rathaus, seinem laber: neuen schönen weihen Fe seig. DNB Berlin, 21. Aug. Die Pressestelle der Reichejugendführung teilt mit: Der Reichojugendführer derleiht Jugendgenossen, die vor dem 2. Oktober 1982 der DJ. N3S. BdM angehörten und heute noch Me glied der HJ oder N2DAP sind, ein HJ=Ehrenzeichen Die Antragsformulare auf Erlangung eines 9o Ehrenzeichene können bei den zuständigen Bannfünrungen der HJ angefordert werden Achtung! Stimmberechtigte des Saargebietes! tes wird darauf hingewiesen, daß Stimmberechtigte, die außerhalb des Saargebietes wohnen. an den zuständigen Gemeindeausschuß des einen schriftlichen Antrag auf Eintragung in Stimmlisten für die Abstimmung im Saargebiet um 13. Januar 1935 stellen müssen. Wer nicht Stimmlisten eingetragen ist, kann sein Stimmrech nicht ausüben. Die Eintragungsfrist läuft mit dem 31. Auanst 1934 ab Hauptschriftleiter: 8. M. Hasler, Bochum: Cten derin, ter: Peter Schiffers. Bochum; verantwortlich ur 8 und Feuillcion: 8 M Hasler: für den. Bochum und Westdeutschland: V Schiffers sar den len Teil Hattingen und Effen=Steele: Julius Jand. in Bochum; für den lokalen Teil Wattenscheid 0 Landeseld in Bochum: für Theater und Munk. 4. Brinkschulte in Bochum: für Handel uns 8e Lanbefeld. Bochum; für den Anzeigenteil Boche Die Knallbüchse. Es ist eine 8 Es gehört schon eine Po und Geschicklichkeit dazu. n Stück gerade olzes notwendig, ferner e ilinke Hände und dann nen. Zunächst wird das was immer eine Menge selten spilttert dabei das Arbeit beginnt wieder von hol iin dem Rohr herausgesto einen schönen geraden L man sich einen Stab, der innere Weite des Rohres Griff bekommt. Wesentlic ruht im Prinzip diese Kn der Stab an seiner Spitze ei ist mit einer Art Niete ver durch hergestellt, daß mar und ihn solange auf einer fasert. Dabei biegen die und es wird erreicht, daß Rohr geführt wird, Nachdem das Knallinstrum auch die notwendigen Ku schosse verwendet man fast Le man halbiert und dan Lon der entgegengesetzten Stab mit der Plumpsche Urd die Luft in dem Rol Site auf der die Eichel sitzt geschlossen. Die Luft w sammengedrückt und schli Eichel mit lautem Knall Büchse gut gearbeitet genügend lang ist. kann me ihr schießen. Unser Büchsenmacher. Während nung die Eichel verfolgt, di lassen hat und von der Knallbüchse noch nicht so scheint, ist der Große sehr chon vor Jahren Kngllbil weiß genau, daß er auch n zute Schießrefultate erziele X Stadtleihamt Bochu nerstag dem 6. September September, und Donnerste 1934, im Stadtleihamt. Tr den Versteigerungen der ve dem Monat Januar 1931 macht. Einlösung— nicht bis zum 5. September 19 Vergl. Bekanntmachung in 737 ub in Brooklyn indert— 457 000 Dollar aubi 1. Aug. Die war am Dienstag der alltäglichen BandenüberAdtrausport. 15 m1 bewasfnete Nauber ankgeldern gefüllten Pan= r einer Fabrik vorfuhr, u. Die Verbrecher hielten bewaffnete Begleiter in cke mit einem Inhalt von ereitstehendes Anto und inen Geldsack mit 2900 „versehentlich“ zurüc erfolgung der Bandisen ockungen, rung der Städte In einem Rundschreiber ars wird ausgeführt, das r Arbeitsbeschaffung vie etreten sei, Grundstücke hreiten der zulässigen 8 n Dachgeschossen, Aufsiel ssige Maß binaus ausuführten oftmals zu einer te. die ebenso wenig volkerungspolitischen Jor teressen des zivilen Luf. Die obersten Landel= NTZ meldet. ersucht, die tisen, daß bei der Ertei= r Befreiungen in dieser ickhaltung geubt wird ig hat der preußische Fi= ibehörden bereits ange= en Forstdienst r Reichsforstmeister weit ei ihm einlaufenden Eindaß durch die Gründun= nicht beabsichtigt ist, nem in den Forsidienst sind ter, sondern an die Forn und in Preußen an die sregierungen zu richten. die Waldarbeit sind bei er bei den Arbeitsamtern je erschweren den Diensi= Entscheidung schaffung eschädigte arbeitsministers ist. Der Reichsarbeits D8 meldet, in einem inisterien der Länder daß es im Kampf gegen renpflicht der Behörden de den Volksgenossen ffen, denen das deutsche dankesschuld abzutragen er Zeit gelingen, allen digten eine für sie geein ausreichendes Ein stellungspflicht Schwer in ganz besonders be erfolgen. Darüber hin= n. Schwerbeschädigte in als ihn das Gesey Jn Betrieben, wo r untergebracht werden Landwirtschaft, sei eine geber möglich, anstelle enen Pflichtplatzes mit zwet Leichtbeschädigte ie Hitlerjugend Pressestelle der ReicheReichojugendführer verdem 2. Oktober 1932 der en und heute noch Mit10. ein HJ=Ehrenzeichen. Erlangung eines 50 1 Zuständigen Bannfüherden chtigte 5! Stimmberech8 wohnen, an Saargebietes tragung in die Saargebiet am er nicht in die in Stimmrecht läuft mit dem Mittwoch, den 22. August 1934. 1. Beilage der Volks-Zeitung. Nummer 103— Seite 5. hektoliter Lack und Farbe nur für Fenster. Bekanntlich ist das Rathaus das fensterreichste Haus unserer Stadt. Zahlt es doch alles in allem rund 1 400 Fenster, jedes Fenster wieder mit acht Einzelscheiben, so daß insgesamt die respektable und ansehnliche Summe von 11 200 Einzelscheiben herauskommt. Macht es chon nicht unbeträchliche Mühe, dieses Fenstermeer stets sauber z halten, so ist es eine sich über Wochen hinzbende Arbeit, die schönen, früher weißen, in der Zvischenzeit leise abgeblätterten und langsam grau ind unansehnlich werdenden Leisten, die die blitzblanken Scheiben festhalten, wieder in den alten vollkommen weißen und glänzenden Zustand zu bringen. Seit Wochen sieht man schon die Anstreicher mit ibren malerischen Kitteln in den Fenstern steben und die 3 Hektoliter Lack und Farbe auf die rund 100 Fensterrahmen verteilen. Das hört sich einsach an und ist auch schnell gesagt. In Wirklichkeit ist es aber eine recht zeitraubende Arbeit, die aber in der Zwischenzeit. ausgenommen die Fenster des 2. Obergeschosses, bald beendet ist. Der Kontrast zwilchen den blütenweißen Fensterrahmen und den dell grauen Mauerquadern ist wieder stark und scharf. Die drei Hektoliter Farbe und Lack haben auf jeden Fall das Gesicht unieres Rathauses erbeblich verschönt, wenn jetzt auch die Bochumer Bürger noch, wenn sie den großen Rathausvorplan überqueren. überflüssige Papiersetzen in ihren Taten halten, anstatt sie an' den schönen großen Steinfliesen abzuladen, denn kann man mit dem Rathaus. seinem laberen Votalatz und leinen neuen schönen weinen Fenstern restlos zufrieden seig. Die Knallbüchse. Es ist gar nicht so einfach, solch eine Knallbüchse herzustellen. Es gehört schon eine Portion Jungenerfayrung und Geschicklichkeit dazu. Vor allem ist aber erst mal ein Stück gerade gewachsenen Hollunderholzes notwendig, ferner ein Messer und ern Paar flinke Hände und dann kann die Arbeit beginnen. Zunächst wird das Hollundermark entfernt, was immer eine Menge Arbeit erfordert. Nicht selten spilttert dabei das ganze Rohr und die Arbeit beginnt wieder von vorn. Wenn das Mark aus dem Rohr herausgestoßen ist, wenn man also einen schönen geraden Lauf hat, dann schnitzt man sich einen Stab, der etwas dünner als die innere Weite des Rohres unten einen handlichen Griff bekommt. Wesentlich— deny darauf beruht im Prinzip diese Knallbüchse— ist es, daß * Stab an seiner Spitze eine„Plumpsche“ hat, die (t mit einer Art Niete vergleichbar und wird dadurch hergestellt, daß man den Stab anfeuchtet und ihn solange auf einen Stein stößt, bis er lasert. Dabei biegen die oberen Holzfasern um und es wird erreicht, daß der Stab, wenn er in ** Rohr geführt wird, ziemlich gut abdichtet Nachdem das Knallinstrument fertig ist, muß man auch die notwendigen Kugeln haben. Als Gewosse verwendet man fast ausschließlich Eicheln, 9r man halbiert und dann in das Rohr preßt. von der entgegengesetzten Seite stößt man den Stab mit der Plumpsche in das Rohr. Dadurch Ord die Luft in dem Rohr, die ja auch auf der Seite auf der die Eichel sitzt, nicht entfleuchen kann, geschlossen. Die Luft wird immer stärker zuammengedrückt und schließlich fliegt dann die mit lautem Knall aus dem Rohr. Wenn Büchse gut gearbeitet und wenn das Rohr genugend lang ist, kann man 30 und mehr Meter mit ihr schießen. Unser Bild zeigt zwei kleine Suchsenmacher. Während der kleinere mit Spannung die Eichel verfolgt, die gerade den Lauf verat und von der Leistungsfähigkeit der Knallbüchse noch nicht so ganz überzeugt zu sein scheint. ist der Große sehr zuversichtlich. Er hat won vor Jahren Angllbüchsen gebaut und er Hein genau, daß er auch mit dieser neuen Buchse Schießresultate erzielen wird. X Stadtleihamt Bochum. Auf die am Wrstag dem 6. September, Donnerstag, dem 14 September, und Donnerstag, dem 20. September 334. im Stadtleihamt, Trankgasse 5. stattfindenVersteigerungen der verfallenen Pfänder aus Monat Januar 1934 wird aufmerksam geEinlösung— nicht Erneuerung— zum 5. September 1934 vormittags zulässig. vergl. Bekanntmachung im Anzeigenteil.) Bochumer Tageschronik. Sozialismus der Tat in der westfälischen Provinzialverwaltung. Der nationalsozialistische Staat schenkt dem jungen, in seiner körperlichen Entwicklung begriffenen Menschen besondere Beachtung. Er weiß, daß der junge Mensch von heute der Träger der Verantwortung von morgen ist. Daher tritt er für einen ausreichenden, alljährlichen Erholungsurlaub der heranwachsenden Jugend ein. Aber nicht nur bei den Schülern der Oberstufe, sondern erst recht bei den Jungarbeitern und Lehrlingen! Aus diesem sozialistischen Empfinden heraus hat die westfalische Provinzialverwaltung eine Neuregelung des Lehrlingsurlaubs mit wesentlich verlängerter Dauer getroffen. Die Büro, und Handwerkslehrlinge erhalten im 1. und 2. Lehrjahr je 14 Tage und im 8. und 4. Lehrjahr je 21 Tage Erholungsurlaub. Es ist zu hoffen, daß dieses Vorbild der Provinzialverwaltung bei allen anderen westfälischen Verwaltungsstellen Anlaß zu ähnlichen Regelungen gibt. g. Die Heimstatte läßt bauen. Im südlichen Stadtteil liegt viel baureifes Gelände, das seiner Aufschließung barrt. Die Bochumer Heimstätte besitzt an der Steinkuhlstraße in der Nähe des Ehrenmals Baugrundstücke, auf dem nunmehr 10 Doppelhäuser mit 20 Wohnungen gebaut werden. 40 000 Schulkinder badeten kostenlos in den Bochumer städtischen Freibädern. Die Stadtverwaltung gestattet den Schulkindern seit Jahren die kostenlose Benutzung der Freibäder. Für die Schulen sind sämtliche Vormittag=Badezeiten für Knaben und Mädchen getrennt— in den Freibädern freigestellt. Klassenweise kommt die Schuljugend unter Führung der Lehrpersonen, die ihre Schutzbefohlenen die Kunst des Schwimmens lehren, wobei ihnen das Badeversonal hilfreich zur Seite steht. Wenn in früheren Jahren der Zuspruch der Schuljugend schon erfreulich war so kann in diesem Jahre von cinem Rekordbesuch gesprochen werden. Bi: zum Beginn der Ferien erfreuten sich 10000 Schulkinder des Vergnügens, sich in Wasser und Sonne erholen zu können. Begegnet man den Kindern beim Verlassen des Bades, sieht man in leuchtende Knaben= und Mädche augen, die die Freude über das vergnügliche und erfrischende Bad erkennen lassen. Und dann hat ihnen der Lehrer versprochen, bei guten Leistungen in der Schule bald mieder mit ihnen baden zu gehen. Das spornt an! Es ist nun nicht so, daß nur die Schulen in den Außenbezirken, in denen die Freibäder liegen, diese benutzen. Ein Blick in die Schulbesuchsliste genügt, um festzustellen, daß sehr viele Klassen aus dem alten Stadtgebiet die Bäder aufsuchen. Es gibt doch auch nichts Schöneres, als den Ausflug mit einem erfrischenden Bade zu verbinden. Den Vorzug vor allen Bädern genießt die Flußbadeanstalt in B.=Linden=Dahlhausen. Die Bäder 10013 Die Mädels stellen also hiernach nur etwa ein Drittel der Besucherzahl. Das muß anders werden. Knaben und Mädel müssen in gleich starker Beteiligung in die Freibäder gebracht werden. Alle müssen sie schwimmen lernen. Hier ist ihnen durch die vorhildliche Maßnahme der Stadtverwaltung eine Gelegenheit gegeben, nicht nur tüchtige Schwimmer zu werden, sondern auch den Körper zu pflegen und abzuhärten. Die guten Erfolge sowohl in gesundheitlicher als auch in sportlicher Beziehung können nicht ausbleiben. Die nachahmenswerte Tat der Stadt Bochum wird dazu beitragen, daß die Devise„Jeder Deutsche— ein Schwimmer“ in Bochum bald wahr wird. Monm Mittwoch, den 22. Auguft. Sonnenaufgang 5.22. Sonnenuntergang 19 12. Mondaufgang 1,29. Monduntergana 18,39. 1850 Der Dichter Nikolaus Lenau in Oberdöbling gest.(geb. 1802). 1859 Der Maler Walter Firle in Breslau geb.(gest. 1929). 1929 Der General der Kavallerie und Kaiserlich Osmanischer Marschall Otto Liman von Sanders in München gest.(geb. 1845). Sonderzug zur Faarkundgebung. Der Sonderzug des Saarvereins Bochum zur Saarkundgebung am 26. August am Ehrenbreitstein bei Koblenz fährt nach folgendem Fahrplan: Hinfahrt: Bochum=Langendreer ab 3,40 Uhr Bochum Hbf. ab 3.57„ Wattenscheid ab 4.06„ Ehrenbreitstein an 7,41„ Rückfahrt: Ehrenbreitstein ab 20.56„ Wattenscheid an 0,47„ Bochum Hbf. an 0.57„ Bochum=Langendreer an 1.100„ Der genaue Fahrpreis beträgt einschließlich Plakette und Verkehrsaufschlag ab Bochum=Langendreer 4.90 RM. ab Bochum Hbf. 4,60 RM. Die bestellten Fahrkarten können ab Donnerstag in Bochum beim Verkehrsverein, Rathausplatz, und in Langendreer bei Jak. Schmidt, Langendreer, Gerichtsstraße 13, abgeholt werden. Für Werne ist die Ausgabestelle bei Peter Hermann, Werne, Teimannstr. 88. Entgegen früheren Meldungen können leider einfache Fahrkarten, also nur für Hinfahrt und Kinderkarten nicht ausgegeben werden. Ebenfalls können die Teilnehmer, die die Fahrkarten bis jetzt nicht voll bezahlt haben, nicht befördert werden. Der angezahlte Betrag wird am Donnerstag, von 16 bis 19 Uhr gegen Vorzeigen der Quittung zurückgezahlt. Die Langendreerer Bankräuberaffäre vor Gericht. Planmäßig durchgeführte Kaublat eines Jugendlichen. Urteil: 4 Jahre Zuchthaus. + In der hellen Mittagszeit des 26. Juni wurde im Vorraum der Reichsbankstelle am Kaiserplatz in Bochum=Langendreer auf einen Banklehrling von einem Jugendlichen ein schwerer Raubüberfall ausgeführt. Der Täter floh auf seinem Rade davon, kam aber in einer Straßenkurve zu Fall und wurde versteckt in dem Hause Kaiserstraße 45 mit seinem Raube, einer Tasche mit 1200 Mark Silbergeld verhaftet. Die schwere Tat stand am Dienstag zur Aburteilung vor der Großen Ferienstrafkammer des Landgerichtes Bochum an. Aus der Untersuchungshaft wurde der 21jährige Fritz Laner von Bochum vorgeführt, welcher des schweren Raubes angeklagt Tausende besuchen das Schützenfest auf dem Wienkopp! Dreimal rum 5 Pfennige. Schunenfeste sind— so hat es den Anschein— jetzt groß in Mode. Nicht nur die Großen. auch die Kinder sind eifrig am Werke, König und Königin zu küren. Gestern gab es gleich zwei Kinderschützenfeste, eins auf dem Schützenhof und eins auf dem Wienkopp. Die Wetterberichte lauteten ja gerade nicht allzu günstig. Und die Wolken, die Schwüle und der heitige Sturm am Montagabend erleichterten den Wienkopp=Wanderern den Entschluß bestimmt nicht. Auch gestern morgen sah es noch recht gefährlich am Himmel aus und keiner hätte wohl gedacht. daß sich gegen 11 die dicken, ungemütlichen Wolken decken zerteilt und uns einen blitzblanken Himmel beschert bätten, auf den der Wienkopp gerade gewartet hatte. Allzu oft schon hat ja das böse Wetter den Wienkopp=Veranstaltungen einen gründlichen und dicken Strich durch die Rechnung gemacht! Darum ist es denn auch nicht verwunderlich, daß wieder eine wahre Völkerwanderung zum„Süden“ einsetzte, daß kurz nach 1 Uhr schon annähernd 4000 Besucher, große und kleine, gezählt waren. Und ihre Erwartungen wurden nicht nur erfullt, sondern übertrossen. Die Gänge und Ränge ballten wider vom fröhlichen Kinderlachen und Kinderlärmen, die Klowns und Spaßmacher in ihren phantastischen Uniformen, die Hänneschen und Köbeschen, der Mann am Karussel, die Leute an den Schieß= und Ballständen machten einen Hallo und ein Gedöhns, wie das sich für ein rechtes Schützenfest gehört. Die Eisbuden wurden überlaufen, derweil die Hitze gegen Mittag recht erheblich war, das Karussel drehte sich quitschvergnügt, von kräftigen Männerfäusten bewegt, um sich selbst; es war kein repräsentatives Karussel, aber es tat seine Dienste und für 5 Pfennige drehte es dreimal die Kinder so lange um seine eigene Achse, bis ihnen Sehen und Hören verging. Dann gab es für die Mädchen Ballwerfen, die man einigen Männern — gemalten natürlich— in ihr entsetzlich großes Mundwerk zielen mußte. Obwohl das Mundwerk respektlos und unmanierlich groß war, gingen doch die meisten Bälle ins Aus. Neoenan versuchten andere fünf übereinander gebaute Blechbüchsen umzuwerfen. Kleinigkeit, meinen Sie? Schwer im Irrtum. Denn fünf Blechdosen mit leichten Zeugbällen umzukippen, dazu gehörte schon eine ziemlich sichere Hand. Der Wind segte dazwischen in einigen Abständen etwas Staub, aber das tat der allgemeinen Freude keinen Abbruch. Dann waren da noch zwei Kasperletheater aufgebaut, das ideale Kindertheater, das immer große Begeisterung auslöst. Die Jungen stritten unten auf offener Szene um die Siegespalme und den Königstitel. Inzwischen ließen sich die Größeren, die nicht mehr aktin mitmachen konnten— leider!— in der Sonne auf den Rängen braten, schlürften die vierte Flasche eisgekühlten Selters und schleckten das dritte Eis. Kreischend drehte sich das Glücksrad und schenkte dem, dem die Glücksgöttin zuvor ihre Huld geschenkt hatte, leckere Schokoladenriegel und sonstige erfreuliche Sachen. Und über all dem ein lachend blauer Himmel, ein herrlicher Fernblick ins Ruhrtal, fern nach Hattingen hinüber in die grüne Landschaft. Wirklich: mehr kann man von einem Ferientag nicht verlangen. Man feiert zwar nur einmal im Jahr Schützenfest. Aber hier kann man mal eine Ausnahme machen und sämtliche Bochumer Kinder wären dem Wienkopp sicher dankbar, wenn er in verbesserter Auflage— versteht sich— ihnen das noch einmal bieten würde. Stundenlang geht so der Jubel und Trubel fort. die Klowns machen ihre Witze und Spässe und die Kinder freuen sich, die Erwachsenen freuen sich! Aber auch 5 und 6 Stunden geben einmal rum, der König wird proklamiert, die Königin ist auch erwählt, Hallo und Jubel umgibt die feierlichen Krönungszeremonien. Aber dann muß man auch an den Aufbruch denken. Hunderte, ja Taulende Kinder sind es, notdürftig in Reih und Glied gebracht, alle haben sie die kleine blaue Fahne, die ihnen die Wienkopp=Gemeinde gegeben hat. und in endlos langer Schlange strebt der Zug der Stadt zu bis zum Westfalenplatz, wo sich alles in Wohlgefallen auflöst und mit Macht dem Haus und dem Bett zustrebt. Denn einen ganzen Tag in frischer Luft und praller Sonne, das gibt nicht nur Hunger. sondern auch Müdigkeit. Also. lieber Wienkopp. beschere getrost den Kindern noch einen solchen Tag! Sie werden schon ab heute sämtliche verfügbaren Daumen drücken, damit das nächste Kinderfest genau so schön wird, wie das gestrige. war. Er legte ein Geständnis ab. Trotz seiner Jugend hatte er bereits zweimal wegen Diebstahls Vorstrafen erlitten von 14 Tagen und einem Monat Gefängnis. Nach seinen eigenen Angaben war er schuldhafterweise am 19. Juni aus seiner Stellung in Langendeer entlassen worden. Er hielt sich in Boch.Gerthe auf, von wo er mit seinem Rade in den nächsten Tagen wiederholt nach Langendreer fuhr. Er gestand auch ein, sich vor einem Nichts stehen sehend, den Gedanken gefaßt zu haben, in Langendreer einen Raub auf den 21jährigen Banklehrling Auaust Wiechers auszuführen, den er wiederholt immer zu der bestimmten Zeit in der Mittagsstunde, von der Sparund Kreditbank, bei der er angestellt war, zur Reichsbank Geld in der Aktentasche hat hinbringen sehen. Um eine günstige Gelegenheit zur Tat auszuspäben, trieb er sich in der Mittagszeit in den Tagen vorber in der Gegend des Kaiserplatzes umber und nahm auch wahr, wie der junge Mann von der Kaiserstraße kommend, in der Mittagszeit die Bank aufsuchte. Er kam dabei zu dem Entschluß, den jungen Mann im Vorraum der Bank aufzulauern und ihn mit Hammerschlägen wehrlos zu machen und dann die Tat auszuführen. Den Hammer entnahm er aus dem Schusterkasten seines Vaters. Am Tattage fuhr er auf seinem Rade wieder nach Langendreer und bielt auf dem Kaiserplatz Ausschau nach dem Banklehrling. Als er diesen denn auch herankommen sah, stellte er sein Rad an der Mauer des Reichsbankgebäudes unter, sprang rasch hinter die Haustür der Bank und erwartete dort die Ankunft des jungen Mannes. Zur Zeit herrschte im Bankgebäude kaum Verkehr, im Vorraum befand sich keine Person. Als nun Wiechere abnungslos den Vorraum betreten hatte, versetzte er diesem sofort einige Hammerschläge auf den Kopf. da dieser sich wehrte, wurde er durch einen weiteren Hammerschlag zu Boden gestreckt, nachdem Lauer vorber einen Hammerschlag auch auf den linken Arm des Wiechers geführt, mit dem dieser die Aktentasche festhielt. So den jungen Mann wehrlos gemacht, entriß er ihm die Aktentasche mit dem er zu seinem Rade klüchtete und nun davonfuhr. Der überfallene junge Mann wurde mit einem Schädelbruch ins Krankenhaus eingeliefert, woselbst er einen Monat darniederlag. Noch heute leidet er an Kopfschmerzen. Im Verlaufe seiner Vernehmung kam der Angeklagte mit dem Einwand, daß er bei der Tat Einflüsterungen eines anderen gefolgt sei, wenn diese auch mit dieser Tat nicht in Beziehungen gebracht werden könnten. Auch suchte er Notlage mildernd wriuschutzen. Der Verletzte, der sich nicht mehr erinnern konnte, ob er die Tasche nach den ersten Hammerschlägen gleich losgelassen, hatte drei klaffende Kopfwunden davongetragen und zwar am Hinterkopf. Der Zeuge Anton L., der auf Lauer eingewirkt haben soll, war mit diesem von der Arbeitsstelle bekannt. Er bestreitet entschieden die Anaaben des Angeklagten, er habe zwar einmal scherzweise den Angeklagten auf ein Mädchen aufmerksam gemacht, das er wenn er noch Junggeselle gewesen, sofort geheiratet haben würde, weil sie 6000 Mark besessen. Aber der Angeklagte blieb dabei, daß der Zeuge, als eirmal der Bote der Langendreerer Brotfabrik mit einer Aktentasche vorbeigekommen, gesagt habe, wenn man doch mal auch so viel Geld besitze, wie dieser zur Bank trage. Das bestritt der Zeuge. Der Zeuge ist bisher unbestraft. Der Verteidiger findet es auffallend, daß der Zeuge noch am Nachmittag des Tattages von der Polizei vernommen worden sei, obwohl der Angeklagte bei seiner langen Vernehmung seinen Namen nicht genannt hat. Der Zeuge dlieb bestimmt dabei. mit . der—ane nians zu tun zu haben. Er bleiht unvereidigt wegen Verdachts der Teilnahme. Der Staatsanwalt charakterisierte die Tat als eine ungewöhnlich rohe und freche, die tagelang vorbereitet worden sei. Dazu sei der Angeklagte wegen Eigentumsvergebens schon in seiner Jugend zweimal vorbestraft. Die planmäßig ausgeführte Raubtat entbalte nichts Mildes. Die Schwere des Gesetzes müsse ihn treffen. Er beantragte vier Inöre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Die Verteidigung plädierte unter Hinweis auf die Jugend des Angeklagten auf Zubilligung mildernder Umstände. Das Gericht verhängte über Lauer vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahr Ehrverluft bei Anrechnung der verbüßten Untersuchungshaft. In der Urteilsbegründung wurde auf die freche Art der planmäßig überlegten und ausgeführten Tat hingewiesen. Es könne dabingestellt bleiben, cb etwa Einflüsse Dritter bier mitgewirkt, die man nicht babe festitellen konnen Not spreche bier gar nicht mit. Mit dem Hammer habe er sein Opfer totschlagen können. Der Angeklagte könne noch von Glück sagen, daß er nicht unter Anklage des versuchten Totschlages stebe, auch daß die Tat nur zwei Meter von der Straße im Bankgebäude sich zugetragen, sonst wäre er wegen Straßenraubes verurteilt worden und da sei die Mindeststrafe fünf Jahre Zuchthaus. Die erhaltene Strafe stelle eine gerechte Sübne der Tat dar. Der Angeklagte nahm die Strafe an. Ein zweiter Kaubanfall vor Gericht + Unter Anklage des Straßenraubes stand vor der Ferienstrafkammer des Landgerichts Bochum der noch unverbeiratete, aber viermal vorbestrafte Joser Ullrich von Wattenscheid=Westenfeld. Ullrich bat im Jahre 1928 schon eine längere Strafe erhalten wegen gefährlicher Körververletzung. Damals batte die Anklage auch auf Raub gelautet. Er lernte am Vormittag des 6. Mai 1934 in einer Wirtschaft in Wattenscheid den Bergmann Josef Kr. kennen. Mit diesem machte er bis abends 10 Uhr eine Bierreise durch die Wirtschaften Wattenscheids. Kr. war gut bei Kasse und bielt U. tagsüber frei. Als sie nun am Abend in der Dunkelbeit die letzte Wirtschaft verlienen und Kr. betrunken war, fiel er auf der Strabe vlötzlich über ihn ber. schlug ihn zu Boden, als Kr. sich durch eine Backpfeife wehrte, und entriß ihm die Geldbörse mit 50 Mark Inbalt. Darauf verschwand er im Dunkel des Abends. Er machte sich gleich auf Wanderschaft, konnte aber steckbrieflich verfolgt in Dortmund verbaftet werden. Das Gericht verurteilte Ullrich wegen Raubes unter Zubilligung mildernder Umstände zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte 51 Jahre Zuchthaus beantragt. Alarm in der Post. Im Hauptpostgebäude gav es plötzlich in den letzten Vormittagsstunden des Dienstag für die zahlreich im Gebäude Anwesenden eine Ueberraschung. Die Alarmglocke ertönte und sämtliche Türen wurden geschlossen. Es kam niemand binein und hinaus. Anfangs glaubte man in der Menge, daß ein Diebstahl passiert sei. Das war aber nicht der Fall. Es handelte sich um eine Alarmvrobe, bei der man fesistellen wollte, ob auch alle entsprechenden Vorrichtungen für einen Ernstfall funktionierten Nach fünf Minuten war die Probe beendigt und der Verkehr nahm im Gebäude seinen gewohnten Gang. Vor dem Vostgebäude hatte sich eine Menge angestant kr= Unter hereinbrechendes Gestein. Einen bösen Grubenunfall erlitt der Hauer Georg Felger von hier, der auf einer benachbarten Schachtanlage beschäftigt ist. Im Kohlenortsausbau setzten plötzlich Gesteinsbrüche ein, wovon F. getroffen wurde. Neben einem Oberschenkelbruch trug er arge Quetschverletzungen davon, die seine Ueberführung ins Bergmannsheil erforderten. Aufruf des K. L. B., Bezirksgruppe Bochum. Am 29. April 1933 wurde vom Reichsminister der Luftfahrt, Hermaann Görina, der Reichsluftschutzbund ins Leben gerufen. Damit der Gemeinschafts= und Selbstschutz wirkungsvoll durchgeführt werden kann, muß eine breite Grundlage für den R. L. B. geschaffen werden. Alle Volksgenossen müssen ihm angehören. Durch ein besonderes„10=Pfennig=Ratensystem“ wird es einem jeden Volksgenossen ermöglicht. den geringen Jahresbeitrag von mindestens 1 M. zu zahlen und damit für seine und seiner Familie Sicherheit zu sorgen. So, aber auch nur so, wird der erstrebte Gemeinschaftsschutz gegen Gefahr aus der Luft gewährleistet. Jeder Haushaltungsvorstand, jedes erwachsene Familienmitglied hat die heilige Pflicht, durch Leistung des Jahresbeitrages von 1 M. in einer Summe oder nach dem Ratensystem— die wichtigen Bestrebungen des R. L. B. und des nationalsozialistischen Staates zu unterstützen. Saboteure, die volkswillige Kreise von der Erfüllung dieser hohen Aufgabe abhalten, werden rücksichtslos verfolgt. Amtsträger des R. L. B. und die Träger der kleinsten Gemeinschaft, die Luftschutzhauswarte, die ihr= Pflicht im Luftschutzdienst verletzen, werden sich entsprechend ihrer Verpflichtung zu verantworten haben. Reichsluftschutzbunddienst ist Dienst am Volke, ist durch den von ihm erstrebten Gemeinschaftsschutz wertvolle nationalsozialistische Tugend. Wer dieser Arbeit sich entgegenstellt, ist Volksverräter; wer pflichttren mitarbeitet, tätig oder als inaktives Mitglied. tritt für die Selbstbehauptung und für den dringend notwendigen Schutz des deutschen Volkes ein. Wer die Arbeit des R. L. B. am Gemeinschaftsschutz unterstützt, sichert Leben, Gesundheit und Eigentum unseres Volkes und fördert das Werk unseres Führers Der Polizeipräsident in Bochum: gez. Schleßmann. Reichsluftschutzbund e. V., Bezirksgruppe Bochum: Der Bezirksgruppenführer: gez. Schlitter. Auch Bochum vertreten. Westdeukschlands Tischler tagten. Kheinisch-Westfälisch-Lippischer Tischlertag in Wuppertal. Zu einer dreitägigen Tagung batten sich die Tischler aus Rheinland, Westfalen und Lippe in Wuppertal=Elberfeld zusammengefunden. Die Tagung hat dadurch eine über den gewöhnlichen Rahmen hinausgehende Bedeutung erhalten, weil der Rheinisch=Westfälisch=Lippische Tischler=Innungsverband nunmehr auf ein 2jähriges Bestehen zurückblicken kann. Gleichzeitig feiert auch die Elberfelder Tischler=Innung ihr 50jähriges Jubelfest. Mit der Tagung ist eine Sonderschau handwerklich hergestellter Möbel und eine besondere Fachausstellung von Materialien, Handwerkszeugen und Maschinen verbunden, die im Tischlerhandwerk gebraucht werden. Besonders die verschiedensten handwerklich hergestellten Einrichtungen und Möbelstücke legen ein beredtes Zeugnis ab von der Leistungsfähigkeit und dem Geschmack und Formensinn des deutschen Tischlerhandwerks. Mit einer großen öffentlichen Kundgebung in der Elberfelder Stadthalle wurde die Tagung am Samstag nachmittag eröffnet. Sprechchöre und Fanfarenhläser der Hitlerjugend leiteten die Kundgebung ein. Nach einem Nachruf auf den Reichspräsidenten von Hindenburg, dem als Ehrenmeister des deutschen Handwerks besonders ehrende Worte gezollt wurden hieß der Verbandsvorsitzende Arnold Mertens=Duisburg die zahlreichen Delegierten, besonders auch die verschiedensten Ehrengäste, willkommen. Landeshandwerksführer Schmidt=Hagen wies auf die alten Vorkämpfer des westdeutschen Verbandes hin, die sich trotz vieler Rückschläge immer wieder zusammengerafft hätten. Meckerer hätten im deutschen Handwerk in Zukunft keinen Raum mehr. Auch hier müsse der Gedanke siegreich herrschen, daß Sozialismus Kameradschaft und Opfersinn sei. Oberbürgermeister Friedrich unterstrich daß in Wuppertal der Handwerkerstand von jeher besondere Beachtung gefunden habe, und richtete an die Bevölkerung einen nachdrücklichen Appell, die Fachausstellung zu besuchen. Der politische Leiter der NS=Hago, Gau Düsseldorf, Schlüter, sagte dem Handwerk eine große Zeit voraus. wenn es einig sei. Die Geschichte des RheinischMestfälich=Lippischen Tischlerverbandes behandelte der Ehrenvozüinende des Verbandes, Franz GolzGelsenkirchen, der u. a. daran erinnerte, daß der Verband, der bereits seinen Vorläufer im Rheinischen Provinzialtischlerverband und dem Rheinisch=Westfälischen Tschlerverband gehabt bat. besonders durch die Vorarbeit von Hugo Kükelbaus=Essen außerordentlich rührig gewesen sei. Besonders habe sich der Verband im Laufe seiner Geschichte darum bemüht, eine ordnungsmäßige Kalkulation im Handwerk durchzuführen und das Lohn= und Tarifwesen sowie das Lehrlings= und Submissionswesen zu ordnen. Der Präsident des Reichsverbandes des deutschen Tischlergewerbes, Tischlerobermeister Auaust Heinze=Hannover, behandelte brennende Gegenwartsfragen im deutschen Tischlerhandwerk. Er machte u. a. darauf aufmerksam, daß es notwendig sei, alle berufsfremden Kreise, besonders auch alle Regiebetriebe, bei den Vergebungen auszuschließen. Die auf Serienherstellung beruhenden Fabriken dürften nicht mehr in der Lage sein, das Handwerk zugrunde zu richten. Rahmenarbeit müßte anstelle der Massenarbeit treten. Erforderlich seien vor allem Sachverständigenausschüsse für das ganze deutsche Handwerk. um die Preise bei den Vergebungen zu begutachten. Von der Bochumer Innung nahmen Obermeister Dickerhoff und die gewählten Delegierten teil, denen sich weitere Mitglieder anschlossen, so daß Bochum durch 20—30 Teilnehmer vertreten war. Unbeständig und windig. Der westeuropäische Sturmwirbel ist unter geringer Verflachung in nordöstlicher Richtung bi nach dem Skagerrak gewandert. Er bringt heute früh in der näheren Ulgebung seines Kernes dem nördlichen Dänemark sowie Südschweden und Südnorwegen strichweise Regen. Mitteleuropa, das ebenfalls in seinem Störungsbereich liegt meldet bei starker Bewölkung frische, in den Kustengebieten stürmische um West schwankende Winde. Ihm folgt ein neuer Sturmwirbel. Er veranlaßt beseits über Schottland und Irland stürmische Südwinde und dabei verbreitet Regen Durch ihn wird die Zufuhr der feuchten Meeresluft in das Festland aufrecht erhalten, so daß hier das unbeständige windige für die Jahreszeit zu kühle Wetter bestehen bleibt. Mittwoch: Frische, zeitweise stürmische Winde zwischen Süd und West. Unbeständigel, stark wolkiges Wetter und strichweise Niederschlage, meist in Schauerform. Temperaturen unverändert. Donnerstaa: Etwas abflauende, um Wel schwankende Winde. Sonst noch immer bewölk und nicht ganz niederschlagsfrei. Wieder etwel wärmer. Zwischen Bürgersteig und Straße. Auf der Allee=, Ecke Humboldtstraße führen zwei Radfahrer zusammen. Es entstand nur Sachschaden, Am gleichen Tage wurde auf der Kortum= ete Kirchstraße ein PKW. von einem anderen gefahren. Es entstand ebenfalls nur leichter ettschaden. * Vor dem Hause Hattinger Straße wurde ein Mann beim Ueberschreiten des Fahrdamms den einem Radfahrer angefahren und leicht verletzt. * Auf der Dablhauser Straße erfolgte ein Zusam= menstoß zwischen einem Kraftrad und einem Madfahrer. Beide Fahrzeuge wurden beschadigt. Ter Motorradfahrer sowie der Soziusfahrer wurden leicht verletzt. Die Diebeszunft an der Arbeit. Am 18, August 1934, gegen 17 Uhr. wurde einem Reisenden während des Aussteigens aus dem D=Zug von Norderney kommend, auf dem Hauptbahn in Bochum ein 70X40 Zentimeter großer vulkanvibrie= brauner Handkoffer entwendet. In dem Koffer be= fanden sich folgende Sachen: Eine weiße Hofe. ein Anzug, ein Aafa=Photoapparat, ein goldenes Gederarmband(585 gestempelt), zwet Kisten für Zirretten, ein Teller mit Korbbugel, ein Kopftuch jarn nische Arbeit), zwei Dutzend Serviettenringe, ein elektrischer und ein einfacher Rasierapparat, ein Paat weiße Strandschube, ein Paar braune Pantoffel. er Sitzluftkissen 40X80 Zentimeter groß, ein Reisenecessire mit Reißverschluß von braunem Leder. ein Buch von Grimme in platweutsch, ein amtschel Schriftstück, ein Nachthemd und zwei gebratene ninchen Jn der Nacht wurde einem Hausbesitzer auf der Bergstratze in Bochum in der Nahe des Aufgange zum Augustakrankenhaus ein Hoftor aus Holz auf den Angeln gehoben und entwendet. * zen der Nacht wurde in einem Schuppen des Hau= ses Karl=Friedrich=Straße 85 in Bochum eingebrochen und ein Herrenfahrrad, Marke„Licht“ entwendet. Drrg maria KOMAN VONHELENE NORBEE Metii Berlagsanstalt Manz. Regensburg 33. Fortsetzung Der Abendtisch war vorüber. Doktor Lonnert hatte sogar seine übliche Frage nach dem Befinden Fräulein Keims unterlassen. Mit Genugtuung hatte es Trude konstatiert. Nur der Bankier fühlte sich reichlich ungemütlich. Er hatte ein schlechtes Gewissen und war froh, daß sich Lonnert so harmlos mit seinen Damen unterhielt. Eben machte er dieser Trude ein Kompliment, wie entzückend sie heute aussehe. Ein glückliches Lacheln verschönte das unbeherrschte, eigenwillige Gesicht des jungen Mädels. „Sie werden doch Papa und mich auch mit Ihrem Besuch beehren, gnädiges Fräulein? Unser Palais in Wien wird Ihnen gesallen. Mitunter geht es interessant bei uns zu. An unseren Abenden finden Sie alles vertreten: Künstler, Aristokraten. Diplomaten, Regierungsmitglieder. Sie könnten die erste Gesellschaft Wiens kennenlernen. Das kann ich sa leider nicht hoffen, daß sich gnädige Frau unsertwegen angestrengten Strapazen unterziehen. Aber Sie, lieber Benker, könnten uns das Fräulein Tochter öfter nach Wien bringen.“ „Topp, das gilt, wird gemacht“, entgegnete der Bankier erfreut.„Uebrigens kann man Sie ja überall besuchen. Soviel ich weiß, besitzen Sie auch in Berlin, Innsbruch und Prag Ihre Hauser.“ Der junge Großindustrielle lachte. „Sie haben recht! Daran hat eg wirklich keinen Mangel. Nur sind wir am liebsten in Wien. Ein chönes Heim ist uns leider verloren gegangen.“ „Wieso das?“ „Ich lage verloren, weil wir es nicht erwerben honnten.“ Im heiteren Plauderton sprach Doktor Lonnert weiter: „Wir erbten von Papas Bruder die Fabriken Göll und Ries. In Göll—“ „Verzeihen Sie, Herr Doktor, unterbrach ihn Frau Benher,„Sie sagen Göll. Aus Göll ist doch auch unser Fräulein.“ Zustimmend nichte Doktor Lonnert zu dem Einwurf mit dem Kopf. „Ich hannte die Dame von dort.“ Sprachlos starrte ihn Trude an. Auch ihre Eltern waren erstamnt. „Daß da Maria kein Wort davon verriet!“ sagte Frau Benker nachdenklich. „Aus Rücksicht auf Papa und mich, gnädige Frau. Aber das kann ich Ihnen im Zusammenhang mit unserer Hausgeschichte, wenn Sie dieselbe noch interessiert, verständlich machen.“ „Bitte, Herr Doktor.“ „Fräulein Keim besitzt in Göll ein Heim in entzuchender Renaissance. Ihr kunstsinniger Großvater hat es erbaut. Mein Onkel hinwiederum besaßz mur ein schlichtes, sehr kahles und nüchternes Haus, das weder Papa noch mir gefiel. Wir erfuhren von den Verkaufsabsichten des Fräuleins. Sie wollte, wie ich von der Frau unseres Generaldirektors erfuhr, sich einen Wirkungskreig schaffen. Frau Stein und Fräulein Keim sind sehr befreundet. Papa, der entzückt von dieser Lösung war, bot buchstäblich ein Vermögen. Vielleicht auch darum, weil sein Bruder der beste Freund des verstorbenen Hofrates Keim und dessen Tochter war. Maria Keim nannte meinen Verwandten Onkel, wie ich. Er war ihr Beschützer bis zu seinem Tode, und mit ihm verlor sie das letzte Herz, das sie liebte. Vielleicht trieb auch das sie aus der Heimat. Wir selbst verkehrten mit dem Bruder meines Papas nahezu garnicht: die Gründe haben hier ja nichte zu tun. Onkel Karl war aber ein großer Menschenfreund, der nach unserem Dafürhalten mehr, als vielleicht hlug war, für seine Arbeiter tat. Als er starb, präsentierten uns seine Arbeiter seine Zusage auf Errichtung von Wohlfahrtoinstitutionen. Onkel sollte nämlich versprochen haben, im gleichen Jahre aus eigenen Mitteln zu diesem Zweck zu bauen. Für die Einrichtung und Erhaltung dieser Institutionen bestand schon leit Jahren ein Fonds, er durfte nur nicht für Bauzweche angegriffen werden. Papa weigerte sich, zu bauen. Wohl auch aus der Erwägung heraus, daß die Arbeiter unserer anderen Betriebe mit ähnlichen Forderungen an uns herantreten würden, wenn er diese bewilligte. Ich gestehe offen zu, daß wir damals nicht ganz recht gehandelt haben. Da überließ Maria Keim den Arbeitern ihr Elternhaus. Für einen Pachtschilling, der knapp die Steuern decht. In diesem Haug ist nun wirklich ein Spital und ein Kindergarten untergebracht. Die übrigen Zimmer bewohnen alte, ausgediente Arbeiter, die sonst nirgends eine Pflege erhalten. Das Fräulein haben Papa und ich ganz aus den Augen verloren, bis ich es bei Ihnen fand. Sie begreifen, daß ein Mensch wie Fräulein Keim lieber schweigt, bevor er einem anderen eine Beschämung bereitet. Ich hann Ihnen nur sagen, daß Papa und ich Schuldner der Dame sind. Sie hat die Seele ihrer Dörfler gekannt und diese durch ihre rasche, großherzige Tat vor unüberlegter Rebellion bewahrt, und wir sind so die Nutznießer geworden. Denn die Menschen dort sind wirklich außerordentlich tüchtig, fleißig und gewissenhaft. Wenn es wo richtig klappt, ist es in Er schwiea. Man hörte tiese, gepreßte Atemzüge. In Trudes Gesicht wechselte die Röte mit der Blasse Lonnert fuhr fort: „Ich wollte nicht Ihre Gastfreundschaft genossen haden, ohne Ihnen zu sagen, welch einen seltenen Juwel von einem Menschen Sie Ihre Gute schenken Morgen abend muß ich leider abreisen. Einen Tag früher, als ich gedacht habe. Es tut mir sehr leid, dan Fräulein Keim gerade jetzt unpäßlich ist. Ich möchte dem Fräulein aber doch Lebewohl sagen, und bitte Sie, verehrte gnädige Frau, mir zu gestatten, daß ich die Dame besuche. Wie ein Geist lehnte Trude an der hohen Lehne ihres Sessels. Besuchen wollte er sie? Dann war alles zu Ende.— Und sie schämte sich namenlos. Welche Gemeinheiten hatte sie Maria zugetraut und in welchem Licht erschlen sie ihr setzt. Und sie? Auch Herrn Benker war diese Situation höchst fatal. Wie konnte Trude dem Beobachteten auch nur eine solche Auslegung geben? Es war höchst unangenehm! Das munte für Lonnert ja eine gröbliche Beleidigung gewesen seing Und die Keim hatte er hinauswerfen wollen? Ausgerechnet er? Die reinste Satirel Gut, daß niemand eine Ahnung davon hatte. Bei Lonnert wollte er sich hernach sofort und gründlich entschuldigen.— Frau Benker brach zuerst das Schweigen „Das sieht Maria gleich, ganz gleich. Ich kann Ihnen nur sagen. Herr Doktor, das Mädel ist mir lieb wie eine Tochter.“ „Darüber freu' ich mich sehr, gnädige Fraul Als Doppelwaise wird das Fräulein eine solche Liebe auch doppelt dankbar empfinden. Und nicht wahr. Sie melden mich für morgen— sagen wir für vier Uhr nachmittags— bei der Dame zu Besuch an. Legen Fürsprache für mich ein, daß sie mich empfängt?“ ten wird es gar nicht bedürfen, Herr Doktor! 20g bemerkt habe, hegt Maria gegen Sie keinen Groll. „eein, Gott sei Dank!“ Mit einem stolzen Blick sah er über die drei Menschen hinweg. „Ich vermochte mir ihre Freundschaft zu erringen!" 18. Kapitel. Trude hatte eine schlaflose Nacht hinter sich. Wie ein Gespenst sah sie am Morgen aus. Als sie auf den Korridor hinaustrat, kam ihr das Stubenmädchen mit einem Brief entgegen. „Für mich?“ fragte sie rasch. „Nein, gnädiges Fräulein! Herr Doktor Lonnert beauftragte mich, den Brief dem Fräulein Keim zu bringen. Heiße, übernächtigte Augen brannten auf das weiße Kuvert nieder. Was enthielt es? „Geben Sie mir den Brief!“ befahl Trude haltig: „ich werde ihn selbst dem Fräulein geben.“ Das Mädel sah unsicher auf seine junge Herrin; es gedachte des reichen Trinkgeldes; wagte aber dennoch keine Widerrede. Trude wartete noch, bis sich das Mädchen entsernt hatte, dann studierte sie mit schmerzverzogenem Antlis die charakteristischen Schriftzüge. Was. was enthielt der Brief? Eine peinigende Neugierde bemächtigte sich ihrer. Sollte sie den Brief öffnen? Sie stieß die Tür zu ihrem Zimmer auf und, auf einen Sessel niedersinkend, weinte sie bitterlich. So weit war sie schon gekommen? In die geheimen Angelegenheiten ihrer Mitmenschen wollte sie sich stehlen? So gemein war sie? Oh und sie hatte Maria so tief gedemütigt! Ohne sich die Tränen von dem Gesicht zu wischen und die Haare aus der Stirn zu streichen, eilte sie zu der Verbindungstür, hinter der Maria war. Kaum hörbar klopfte sie an. Maria las in einem Buche. Ihr stilles Gesicht war blaß und vergrämt. Die Morgensonne umspielte es leise. Verwundert sah sie vom Buche auf.— Trübe entgegen. Mit einem Aufschrei warf sich das fassungslose Mädel, in dem jetzt noch Gut und Bös fiebernd um Herrschaft stritten, vor ihr nieder und vergrub seinen Kopf in ihrem Schoß. Mit schriller Stimme hat es „Verzeihen Sie mir, Maria, ich hab' es ja nicht gewußt. Meine Eifersucht machte mich blind; denn ich hab' ihn so lieb— so lieb!“ Maria lehnte sich zurück und schloß die Augen dem jungen Licht im goldigen Tag. „Lieber Gott, hilf ihr und mir“, bat sie „Wer hat es Ihnen gesagt, Trude", fragte sie endlich leise. „Er selbst. Gestern abend. Und hat mich beschämt dabei. Auch Mama und Papa wissen es Nun zog sie das Mädel zu sich empor. „Ich will es gerne vergessen, Trude, und bin froh. daß Sie nun nicht mehr schlecht von mir denken Trude zog aus den Falten ihres Kleides Brief. Das schickt er Ihnen“ Marias Hand umklammerte das lange Kur Was enthielt es? Ihr Schicksal? Arbeiten auf Han= Noterei der Zeche Hann Tagen mit der Aufstell gt. Der Kessel wis Eisengerüst ruhen rust sind bereits soweit Iagen mit dem Aufmor wird. Ebenfalls ist man trischer Kabel durch die verstraße beschaftigt. kr. Einen bedauerlid Ereiner Cottlieb O. a im Werksbetriebe einer schaftigt ist.— Bei der das Schneidegetriebe der Verletzungen machten se mannsdeil erforderlich. n tiert werden mußte kr. Einen Grubenun Hauer Peter Eberh Straße davon. Selbiger unter hereinbrechendes 6 rerquetschungen einenS so daß er nach dem Boc bo) Ausgebessert. Am stadtischen Straßenbauab besserung der Hiltroper Abschnitt von der Apothe die Karl=Ernst=Straße fe bis zur Voßkuhle erhält das Erdreich infolge der gend gesetzt hat. Bochum-Lin b. Ausflug des katt hausen. Zum ersten Ma der Arbeiterverein der S gangenen Sonntage wied auch der Ausflugstag an am gleichen Tage stattsinl er doch zur vollen Zufri= das schöne Werden. Mor zug die Ausflugsteilnehn Von dort ging es dann u hönen Baldeneyer See man gegen 12 Uhr anlan ein Streifzug dur macht. Selbstverständlick lirche erstes Ziel un retes. Ueber die Brücke Platte, von wo aus mar die landschaftliche reigend schnell vergingen die St wieder aufbrechen gur R Vege wie die Hinfahrt o Stalleinbruch. In der wehner der Lewackerstraß Sialle vier ausgewachsene v. Beim Sturz mit der Eei einer Besorgung. die von der Straße Am Sa E BERRECHTSSCHUT2 (15. For Sie bohrte ihre Augen ch mache Sie aufmerkam Wann, sondern ich es bin, Reie ausging. Ich mache sich gewisse Zwecke damit wissenschaftliche. Heinz ge gleiter mit. Vossen Sie es zeit Mittel finden werde. ten, wie das meine.“ Die Augen der beiden in Blick. Sie hatten beide bürtigen Feinde gegenüber wußte, was er wollte und verfolgte. Das ist unmöglich. Mad verunglückte. „Dann sterbe ich auch“ Mr. Beckert senkte das 2 elick der jungen Frau. S wenn Sie. Frau Gräfin.d würden Sie, fürchte ich, ba Juana sprang auf. Kajüte ist es rauchig, trotz wir auf Deck. Wozu haft stühle? Es scheint, daß du auf die ligur sch du unseren Gästen die Ge Omagno=Indianern, wi Sie kommen aus dem Jowohl. Von den Om gsblut. Madame. Freilid rationen Weißer.“ Ena erhob sich:„Wenn! Wenn es Ihre Zeit ert. Ihre Zeit, Mr. Beckert viel kostharer.“ Himmel“, rief Juana. Suren Hoflichteiten! Die Jren, Onkel und du wirst de ne Epedition, sonde nach Eeuador hamst un Beckert lachte:„Sie das kleine Madel da m bitte, kommen Sie.“ Der Himmel mar bl aus der großen airikan mer Wind. Gegenübe Durische Kinte, der ter er W TIT Groß=Bochum meldel... Bochum Hordel. Arbeiten auf Hannover. Auf dem Gelände der goterei der Zeche Hannover 1/2 ist man seit einigen Jagen mit der Aufstellung eines Wasserkessels beschaftigt. Der Kessel wird auf einem etwa 40 Meter hohen Eisengerüst ruhen. Die Arbeiten an dem Gerust sind bereits soweit gediehen, daß in den nächsten Jagen mit dem Aufmontieren des Kessels begonnen wird. Ebenfalls ist man mit dem Legen neuer elektrischer Kabel durch die Grünanlage an der Hannoverstraße beschaftigt. Bochum-Gerthe. kr. Einen bedauerlichen Betriebsunfall erlitt Schreiner Cottlieb O. aus der Gerther Straße, der im Werksbetriebe einer örtlichen Schachtanlage schaftigt ist.— Bei der Bearbeitung eines Holzuuces geriet er durch Abgleiten mit der rechten Hand das Schneidegetriebe der routierenden Säge. Atx Verletzungen machten seine Ueberführung ins Bera mannsheil erforderlich, wo der rechte Taumen am neri werden mußte kr. Einen Grubenunfall trug der Beramann Hauer Weter Eberhard aus der Holthauser Straße davon. Selbiger geriet in der Mittagschicht unter hereinbrechendes Gestein, wobei er neben Korerquetschungen einen Schienenbeinbruch davontrug. so daß er nach dem Bochumer Bergmannsheil zugeBadeanstalt hin machen wollte, blieb er auf der Dr C.=Otto=Straße bei Ueberquerung der Straßenbohnschiene in derselben hängen, wobei er zu Fall kam. Er stürzte so unglücklich, daß er sich einen Armbruch zuzog, der sofortige ärztliche Behandlung erforderlich machte. Bochum-Auerenburg. Die Lotte sell verschwinden! gl Von ihren Wanderungen nach Stiepel und ins Ruhrtal ist den Bochumern das Lottental mit der Lotte genügend bekannt. Fast ein jeder ist schon einmal bei einem Ausflug zum Ruhrtal durch das Lotlental gekommen. In gewissen Zeitabschnitten, wenn Pumpen der Zeche„Julius Philipp“ die im Sumpf Schachtes angesammelten Grundwasser zu Tage forderte, plätscherte die Lotte vom Eingang des Lottentales am Haus Brenschede bis hinunter zum Oelbach im Ruhrtal neben den Wanderer einber. Nicht immer gerade zur Freude des Wanderers, denn oft hielt sich das Wasser nicht in seiner ein Teil des Weges in Bretter eingefaßten Bahn, sondern überschwemmte den Weg, so daß er kaum passierbar war. Sie ist ein Stück Geschichte der Zeche„Julius Philipp“, deren Anfänge bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück reichen. Damals beherbergte das Lottental die Kohlenschleppbahn der Zeche„Julius Phiipp“, deren Anfang in einem Stollenbetrieb in der Nähe des bekannten Ausfluglokales Wengler lag. Noch heute kann der Besucher des Lottentals, verdeckt von den Häusern unterhalb der Spielwiese im Hautkapp=Busch, den Stolleneingang erkennen. Ein anderer Schacht lag am Eingang zum Lottental der Burg hinter dem Schloß Brenschede. Von hier aus liefen die Kohlenwagen, sebsttätig durch das Gefälle des Lottentales bis hinunter an die Ruhr, die damals noch schiffbar war. Die leeren Wagen wurden durch Pferdegespann zum Pütt zurückgebracht. In den siebziger Jahren wurde dann der Hauptschaft„Julius Philipp“ in Betrieb genommen. Nachdem die Abwässer vorerst durch den Siepen in östlicher Richtung nach Steinkuhl abgeleitet wurde, entschloß man sich aber doch wieder, die Wasser durch das Lottental zum Oelbach zu leiten. Als Voraussetzung für den schon lange geplanten Ausbau des Lottentales ist die Umlegung der Abwässer der Zeche „Julius Philipp“ notwendig. Im Rahmen der Notstandsarbeiten zur Behebung der Arbeitslosigkeit wird ein Vorflutkanal von„Julius Philipp“ zur Stiepelerstraße und von dort ins Tal nach Steinkuhl gebaut, wo bereits die Abwässer der Zeche„Dannenbaum“ zum Oelbach geleitet werden Aus unserem Verbreitungsgebiei. bo) Ausgebessert. Am Montag haben Arbeiter der stadtischen Straßenbauabteilung die gewünschte Ausbesserung der Hiltroper Landwehr und zwar auf dem lbschnitt von der Apotheke bis zur Einmündung in de Karl=Ernst=Straße fertiggestellt. Der übrige Teil lis zur Voßkuhle erhält eine neue Decke, sobald sich das Erdreich infolge der Straßenkanalisierung genu= gend gesetzt hat. Bochum-Linden-Dahlhausen. Ausflug des kath. Arbeitervereine U.=Dahlhausen. Zum ersten Male seit vielen Jahren machte der Arbeiterverein der St. Michaelspfarrei am ver gangenen Sonntage wieder einen Ausflug. Wenn auch der Ausflugstag auf den Wahltag und auf die am gleichen Tage stattfindende Kirmes fiel, so verlief er doch zur vollen Zufriedenheit. Ausflugsziel war schöne Werden. Morgens um 10 Uhr führte der ug die Ausflugsteilnehmer zuerst nach Kupferdreh. Von dort ging es dann mit dem Motorboot über den hönen Baldeneyer See dem Endzief entgegen, wo man gegen 12 Uhr anlangte. Nach dem Mittagessen wurde ein Streifzug durch das schöne Werden gemacht. Selbstverständlich war die altehrwürdige bieikirche erstes Ziel und der Ort eines stillen Geetes. Ueber die Brücke ging es dann binauf zur Platte, von wo aus man einen herrlichen Blick in die landschaftliche reizende Gegend hatte. Allzu chnell vergingen die Stunden und bald hieß wieder aufbrechen gur Rückfahrt, die auf demselben Wege wie die Hinfahrt gemacht wurde. Stalleinbruch. In der Nacht wurden einem Bewohner der Lewackerstraße aus einem verschlossenen Stalle vier ausgewachsene graue Kaninchen gestohlen. Beim Sturz mit dem Rade den Arm gebrochen. Eei einer Besorgung, die der Sohn der Eheleute G. von der Straße Am Sattelgut am Dienstag zur Wanne-Eickel. ro. Sechzig Jahre katholische Schule Röhlinghausen. Die katholische Schulgemeinde der Barbarapfarrei Rohlinghausen kann bereits auf ein sechzigjahriges Bestehen zurückblicken. Vor dieser Zeit gingen die Kinder aus Röhlinghausen nach Eickel zur Schule, bis sich jedoch die Errichtung einer eigenen Schule als dringliche Aufgabe erwies. So wurde an der Bochumer Straße 1878 die erste katholische Schule errichtet, die ein Jahr später bezogen werden konnte, Ursprünglich war nur eine Klasse eingerichtet worden, doch wurde noch im Jahre 1874 eine weitere Schulklasse eingerichtet. Da diese Schule die einzige katholische Schule Röhlinghausens war, wurden die zur Verfügung stehenden Räume im Laufe der immer kleiner, da wegen der aufblühenden Industrie viele Zuwanderer nach hier kamen, so daß neue Klassenräume angebaut werden mußten. Schließlich ließ es sich jedoch nicht mehr umgehen, daß ein ganz neues Schulgebaude errichtet werden mußte, das an der Heinrichstraße gebaut und im Jahre 1895 in Dienst gestellt wurde. Als erster Hauptlehrer wurde der Lehrer Dürwald bestellt. Nach fünfjähriger Benutzung wurde das Schulgebäude der evangelischen Schulgemeinde in Röhlinghausen überlassen, wofür die katholische Schulgemeinde ein neues achtklassiges Gebäude erhielt. Diese neue Schule konnte bereits im Jahre 1900 in Benutzung genommen: werden. Seit dem Jahre 1885 bildet die Schulgemeinde Rohlinghausen unter Ausscheiden aus der Eickeler Schulgemeinde eine selbständige Gemeinde, an deren Spitze heute Rektor Olmes steht. rb. Bergmannolog. Auf der benachbarten Schachtanlage Consolidation verunglückte im unterirdischen Betriebe der Bergmann R. aug der Emscherstraße schwer. Er geriet mit einem Arm zwischen zwei Kohlenwagen, wobei ihm dieser so erheblich verletzt wurde, daß er nach Anlegung eines Notverbandes dem Knappschaftskrankenhaus in Buer zugeführt werden mußte. herne. Kupferkessel gestohlen. Aus einem Schuppenverschlag des Grundstücks Bahnhofstraße 154 wurde durch Einbruch ein kupferner Waschkessel und ein eiserner Schlachttopf gestohlen. Der Kupferkessel hat einen Durchmesser von ca. 50 cm. Vor Ankauf wird gewarnt. Wer kennt den Radfahrer? Am 15. 8. 34, gegen 11,15 Uhr, wurden in der Nähe des Gehöftes GroßeLahr, Baukauerstraße, zwei Kinder von einem unbekannten Radfahrer angesprochen. Der Unbekannte forderte sie auf, mit zum Geschäft Steinert nach der Rottstraße zu kommen, wo sie auf sein Rad aufpassen sollten. Als der Knabe sich dazu bereit erklärte, sagte der Unbekannte, das Mädchen solle mitkommen. Das Mädchen willigte dann ebenfalls ein und der Unbekannte nahm es mit aufs Rad, fuhr dann mit dem Kinde einen links von der Baukauerstraße abzweigenden Feldweg entlang und hielt nach ca. 300 Meter. Dort nahm er das Mädchen vom Rade und durchsuchte seine Taschen. Als er darin aber nichts fand, entfernte er sich und ließ das Mädchen laufen. Wer kann hinsichtlich des Täters Angaben machen? Gelsenkirchen-Buer. Deutsche Buchausstellung der Werksbücherei Bergmannsglück. Zu Ehren des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und des Führers der Nation Adolf Hitler eröffnete am Dienstagvormittag die Werksbücherei des staatlichen Steinkohlenbergwerks Bergmannsglück in Buer eine Deutsche Buchausstellung, die weithin allgemeine Beachtung verdient. Es handelt sich bei dieser Schau um ein Gemeinschaftswerk der Werksbüchereileitung und des örtlichen Buchhandels, wozu die Cartenverwaltung der fiskalischen Grubenverwaltung einen schmucken Dekorationsrahmen gab. Innerhalb dieser würdigen Schau wird auch des Ruhrkämpfers Ludwig Kneckmann gedacht. Die Ausstellung zeigt in zahlreichen Büchern und sonstigen Veröffentlichungen das Lebenswerk Hindenburgs, Kampf und Sieg Adolf Hitlers und ferner eine Auslese bester deutscher Unterhaltungsliteratur der Gegenwart, sowie eine Sammlung Jugendschriften, nationalsozialistische Kampf= und deutsche Geschichtsliteratur usw. Der Eröffnung der Ausstellung wohnten u. a. auch die Werksdirektion des Steinkohlenbergwerks Bergmannsglück bei. Essen. Auto fährt in eine SA.=Kolonne. Montag abend gegen 21,20 Uhr fuhr ein Kraftwagen aus Essen von hinten in eine auf der Straße marschierende SA.Kolonne, trotzdem sie am Schluß von Radfahrern begleitet war und sowohl die Fahrräder als auch die Kolonne selbst mit Schlußlichtern versehen waren. Ein SA.=Mann erlitt hierbei eine Gehirnerschütterung, sechs andere trugen Quetschungen und Hautabschürfungen davon. Die Verletzten wurden dem Elisabethkrankenhaus zugeführt, wo der Schwerverletzte verbleiben mußte, während die anderen nach Anlegung von Verbänden nach Hause entlassen werden konnten. Der Führer des Kraftwagens wurde vorläufig festgenommen. Die Schuld soll angeblich einen Mitfahrer treffen, der dem Lenker des Wagens in das Steuerrad gegriffen hat. Der Mitfahrer, dessen Name festgestellt werden konnte, ist flüchtig. Zeitschriftenschau. Hunder Jahre J. J. Weber. Anläßlich seinies hundertjährigen Bestehens hat der Verlag J. J. Weber eine Festnummer der„Illustrirten Zeitung“ herausgebracht, die in der Hauptsache der Geschichte des Verlagshauses gewidmet ist. So wird in einem Aufsatz„Johann Jakob Weber und sein Werk“ die Entwicklung der Firma aus kleinen Anfängen zum Welthaus aufgezeigt und dabei eine Uebersicht über die bedeutendsten Verlagswerke gegeben. Dazu werden neben Porträts der Familie Weber eine Reibe von Autoren des Verlages im Bild gezeigt, deren Namen zum großen Teil über ihre Zeit hinaus ihren guten Klang behalten haben. Auch Richard Wagner ist darunter. Höchst interessant ist weiterhin ein Aufsatz von Dr. Valerian Tornius„Die Kulturgeschichte im Spiegel der Illustrirten Zeitung“, der mit vielen Abbildungen aus alten Nummern der„Illustrirten“ erkennen läßt, in welchem Maße das Wochenblatt stets der getreue Spiegel der Zeit war. Da sieht man Bilder von den Oberammergauer Festspielen von 1850 oder vom Absturz der Gefährten des ersten Matterhornbesteigers Whympers, von der Schlacht bei Gravelotte oder von einem Salondampfer aus dem Jahre 1850. Soziale, künstlerische, politische und technische Fragen finden stets eine anschauliche, lebendige Darstellung. Interessant ist die Tatsache, daß Adolf Hitler sämtliche Nummern seit Bestehen der Zeitung für seine Bücherei erwarb. Roman von Ludwig Ankon aus Amerika HEBERRECHTSSCHUTZ DURCH VERLAGSANSIALT MANZ, REGENSR (15. Fortsetzung. Sie bohrte ihre Augen fest in die des Amerikaner mache Se aufmerksam, Mr. Beckert, daß nicht me sondern ich es bin, von der der Gedanke an dies Rere ausging. Jch mache die Reite auf jeden Fall, well ich gewisse Zwecke damit verbinde. Personliche, nich wissenschaftliche. Heinz geht als mein Schutz und 2 meiter mit. Lossen Sie eo sich gesagt sein, daß ich jeder t Mittel finden werde, sein Leben so lange zu erhe ten, wie das meine.“ Die Augen der beiden fanden sich, senkten sich Bick en Blick. Sie hatten beide die Emplindung, einem ebenburtigen Feinde gegenüber zu setzen, der ganz genau wußte, was er wollte und mit eiterner Willenskraft sein Ziel verfolgte. Das ist unmöglich, Madame. Wenn nun Ihr Mann verunglückte. Dann sterbe ich auch“ Nr. Beckert senkte das Auge vor dem durchbohrenden Plick der jungen Frau.„Sterben, das sagt sich so leicht, wenn Sie. Frau Gräkin, die Reise mitmachen werden. würden Sie, fürchte ich, bald drauf kommen, daß..“ Juana sprang auf.„Hör zu, Onkel. Da in der Najute ist es rauchig, trotz deiner Ventilatoren. Gehen sr auf Deck. Wozu haft du deine herrlichen Poge= srühle? Es scheint, daß du gar nicht weißt, wie schön Wursicht auf die ligurischen Alpen ist. Dann eralt Su unseren Gästen die Geschichte deiner Erpodition zu Omagna-Indianern, wie du mich aus dem Urwald geholt hast." Sie kommen aus dem Urwald?“ Jowohl. Von den Omagna-Indianern. Altes Kö= geblut. Madame. Freilich verwässert durch zwei Gecrationen Weißer.“ Ena erhob sich:„Wenn Mr. Beckert die Gute hot es Ihre Zeit erlaubt“, sagte Beckert. Zeit, Mr. Beckert“, warf Heinz ein,„t diel kostharer.“ Himmel“, rief Juana.„Seid Ihr langweileg mit Euren Hoflichkeiten! Die Gräfin will deine Geschichte setan, Omtel und du wirst sie erzöhlen. Aber nicht nur Epedition, sondern die ganze Gelchche, nre de nach Eeuador kamst und alles. Hörst dure Beckert lachte:„Sie sehen, meine Herrschaften, w s kleine Madel du mit mir herumkommandiert. Alto kommen Sie.“ Der Himmel mar blau und wolkentos Pom Sue aus der großen afrikanischen Wüste, kam ein e.s r. w wer Wind. Gegenüber, zum Greifen nahr, log d Hürische Kinte, der terassenformige Ausbau der weise mder Geistenstranc Links fuhr ein Tisenbaynzug leise pfeifend in ein Tnn nel ein. Man hatte sich auf die Liegestühle gelagert. Becken hatte zur Rechten Juana, zur Linken Eva. Neben seinen Frau, Heinz. Man sah einander nicht, aber man hörte „Stellen Sie sich nicht zu viel vor“, begann Beckert „Es war im Jahre 1910, ich war ein junger Mann in einem Bankhause. Mein Vater war dort Proburist Das Haus hatte die Aktien eines Silberbergwerks u Ecuador und war stark am Betriebsertragnis interes liert. Der leitende Jngenieur war ein Deutscher, namenBBerger. Der Ertrag war gut, die Bank und die Arfio näre waren zufrieden. Sie müssen wissen, das Bergwerk lag am Ostabhang des Chimborasso=Gebirges! Richt direkt dem Bergriefer an. sondern etwa so weit wie... na, sagen wir nom Mont Bianc liegt. Die Bahn, die von Guatagus an der Küste ausgeht, kührte über Rio Cambo und 9 Laxunga nach Quito. Von La Tarunga führte die vor den Spaniern angelegte Straße nach Osten. Wan myn von dort vier Dage, also etwa 160 Kilometer, danni man beim Bergwerk. Die Arbeiter sind Indios und Reger, auch Es gehen Arbeitertransporte zwischen der Grube um Küste hin und her. Ich meine. das war der Zustand so um 1910 bis 1915. Jetzt ist die Grube aufgelassen. So um 1910 brauchhte man Arbeiter. Von der K kam nichts. Aso machte man Raids nach O#ten, inIndianergebiet. Diese Raids waren nicht gefahrtos Man bekam Indios, aber so mancher brave Bursche, der mit graden Gliedern ausgezogen, kam nicht mehrr wieder. Wir erfuhren nun in New=York, der Dautsche Berger sei bei so einem Raid nach indianischen Arbeitern ume Leben gekommen. An seiner Stelle übernahm der zweite Ingenieur, ein Mr. Forster aus Iltmois, die Beitung der Gruhe. . sich. er habe keine Arbeiter. er konne nch fordern, oder nicht io viel wie möglich ware, wenn... Sie verstehen. Es sank das Erträgnis von Monat zu Monat, die Dividende ging zurück, die Aktien chenfalls... na, schließlich wurde Vater, der gelernter Bergwerkingenleur war, er hatte früher in Minen gearbeitet, in Kalifornien und in Südamerika, hingeschickt um Ordnung zu machen. Er ging nicht allein, meine Schwester Margarete, Mutter der Kleinen da, ging mit. Nach vier Monaten kam ein Kabel, daß Vater bei einem Ratd auf Arbeiten gefallen sei.“ „Und Margarethe?“ fragte Epa. Die hatten die Indios verschleppt. In den Urwald. Spurlos. Rettungelos Ich war damals 22 Jahre alt. Ich faßte den Entschluß, die Sache aufzuklären. Ich lernte nachts Spanisch. Ich studierte in der freien Zeit den modernen Bergbau. Man kann das bei uns in den Staaten. Daneben operierte ich mit Glück an der Börse. Es waren naturgemäß keine großen Fischzüge, die ich machte aber ich hatte meine Mutter zu erhalten und mußte Geld machen. Die Aktien der Santa=Anna=Zeche sanken tiefer und tiefer. Es gelang mir im Laufe von drei Jahren, so von 1911 bis Anfangs 1914 allmählich ein größeres Pahet an mich zu bringen. Anfangs 1914 starb Mutter. Da ging ich zum Bankhaus Morgan und verlangte den Alten zu sprechen. Ein Wagnis! Eine Frechheit! Sie sind Wiener? Nun denhen Sie mal, ein kleiner Kommis bei Kola geht in die Bank und verlangt eine Besprechung mit dem Baron Rothschild. Ich habe immer durchgesetzt, was ich wollte. Ich bekam den alten P. M. zu fassen, als er zwischen zwei Reihen Klarks ins Auto gestiegen war. Da saß ich schon drin. Er wollte dem Chauffeur pfeifen, ich saßte ihn bei der Hand.„Mr. Morgan“, sagte ich.„man wilmich nicht zu Ihnen lassen. Aber ich will mit Ihnen sprechen „Also so hätte ich es gestern mit Ihnen machen müssen“, sagte Heinz. „Ja. Nicht hier auf dem Schiffe. Aber auf dem Lande, als ich zwischen Perkins und Leprince ins Kasino ging. Da hätten Sie mich fassen können.“ „Unterbrich doch nicht!“ tadelte Eva. „Ich wußte“, fuhr Beckert fort,„daß Morgan auch ein Pahet Aktien der Santa=Anna=Grube habe. So groß wie das meine. Ich zeigte ihm meine Besitztitel, sagte ihm in fünf Minuten der Fahrt, was ich wollte und gewann seine Einwilligung. Seine Leute staunten nicht wenig, als sie mich vor ihm aussteigen sahen. Dann ging ich nach Quito. Blieb drei Monate dort als Schankbursche in einer Kneipe. Bis ich das Messerwerfen richtig im Griff hatte und den dortigen spanischen Dialekt. Denn Spanisch in Granada und in Quito ist wie Englisch in Oxford und in Texas. Darauf kam ich in eine Kneipe in Taxunga. Letzte Station vor dem Ziele. Provinznest. Diche Mauern, Fliegen, Dreck. Mein Messerwerfen kam mir sehr zu statten. Aber auch mein Boxen konnte ich gut brauchen. Und meinen Revolver auch. Dann ham die Witwe des Schankwirtes von Santa Anna nach Taxunga. Ein Vaquero(Pferdeknecht) hatte ihrem Manne mit einer Champagnerflasche den Schädel eingeschlagen. Der kaufte ich die Schenke um hundert Silberdollar ab. Warb mir drei wilde, handfeste Burschen an, gefürchtete Raufbolde, belud zwei Wagen mit Spirituosen und Räucherwaren und marschierte vier Tage lang bie ich Santa Anna erreichte In meiner Schenhe hatte sich ein Mestize festgesetzt Den mußte ich zusammenschießen. Es war Notwehr, ich datte einen Fleischschuß im linken Oberschenhel Ich vergaß. Ihnen zu sagen, daß ich natürlich nicht alo Mr. Gordon Beckert, sondern als Don Louio Ramon auttrat. Als Schankwirt hielt ich die Augen offen und den Mund geschlossen. Hatte bald heraus, wie Mr. Forster mich und Mr. Morgan, wir waren die einzigen Eigentümer, bestahl. Arbeiter hatte er genug und Erz wurde ehnmal so viel gefördert, als er verrechnete. Er ließ eben die Hauptmasse durch einen Verbindungsgang über eine Nebenzeche, die Katharinenzeche ins Freie schaffen. Die Katharinenzeche aber gehörte einer anderen Aktiengesellschaft an und die Aktien waren alle im Tresor des Mr. Forster. Indessen hatte ich einige Dinge herausbekommen, die den Alkalden des Ortes betrafen. Dinge, deren öffentliche Kenntnis ihm sehr unangenehm hätten werdem hönnen. Diese Tatsachen schrieb ich an Mr. Morgan und bat ihn um einen Brief, in dem er mir die Kenntnie dieser Dinge samt Beweisstücken bestätigte. Er schrieb mir auch, daß er das Ganze an einem bestimmten Tag. den er mir angab, dem amerikanischen Vertreter im Quito und einigen Zeitungen, die ich ihm genannt hatte, zur Veröffentlichung übergeben werde, außerdem sende er ihm eine vorher abgemachte Depesche: Dann würde er es nicht tun. Den Alhalden, der bei mir Stammgast war, nahm ich eines schönen Abends zwischen zwei Gläsern vor. Er war anfangs etwas ungehalten, ich mußte ihm einen linken Kinnhaken versetzen und ihm Messer und Pistole wegnehmen. Als er dann wieder zu sich gekommen war, machte ich ihm begreiflich, daß ich von ihm nichts wollte, als die ehrliche Erfüllung seiner beschworenen Amtspflicht. Ich will Ihnen verschweigen, daß ich ihn an ein altes, spanisches Gesetz erinnerte, welches der obrigkeitlichen Person, die einen Diebstahl entdeckt, eine gewisse Ergreiferprämie zusichert. Er hatte das Gesetz nicht gekannt, aber er beugte sich meiner überlegenen Gesetzkenntnis. Zwei Stunden darauf, man muß das Eisen schmieden, holten wir Mr. Forster und seine Spießgesellen, den Haupthassierer und den Oberbuchhalter, aus ihren Betten. Um Mitternacht hatte ich bereite das schriftliche Gestänonis der drei Herren über ihre Betrügereien in der Hand. Zur Entschädigung traten sie uns, daß heißt, mir und Mr. Morgan, die Katharinenzeche ab.“ „Darauf ließen Sie die Leute frei?“ frug Eva „Nein. Ich hatte es zwar versprochen, aber es kam anders. Ein Indio brachte mir einen Brief. Kein zahmer, ein Wilder. Wie er durch die versperrte Tür und das geschlossene Fenster gekommen ist, weiß ich nicht. Ich komme heim, mache Licht. Er steht an meidenm Tische, hält beide Hände hoch und sagt in gebrochenem Englisch:„Guten Morgen, da ist der Brief.“ „Er sprach englisch?““ frug Eva. „Nein. Nur diese wenigen Worte. Nun, sagte ich mir, der Mann hätte mich leicht töten können, ehe ich ihn bemerkt hätte. Ich ging daher zum Schrank, holte Brot und Salz hervor und reichte es ihm. Er bestreute das Brot mit Salz und bot mir davon. Dann waren wir Freunde geworden. Ich bot ihm Fleisch, Früchte und Fruchtsäfte, führte ihn zu einem Lager, gab ihm Polster und Decken und dann erst öffnete ich den (Fortsetzung folgt.) 11 Deulsch ands Sieg im Länderkampf gegen die Schweiz, der am Sonntag im Stuttgarter Stadion ausgetragen wurde. mit 88 50 Punkten. Auch der 100-mLauf fiel— wie unter Bild zeigt— an Deutichland: Borchmeyer=Bochum geht in 10.5 Sekunden vor Hänni=Schweiz, Hornberger=Deutschland und Jud=Schweiz durchs Ziel. Gegen das„Ziehen“ von Spielern. Der Gaurechtswart droht strengste Strafe an.- Die Angelegenheit 5V. Kotthausen- 5V. Höntrop- Spieler Sylla. Der Rechtswart des Gaues Westfalen im Deutschen Fußballbund, Eichholz, erlaßt folgende Bekanntmachung: Ich habe leider die Feststellung machen müssen, daß trotz des ausdrücklichen Verbotes und trotz aller Warnungen wieder der Versuch unternommen wird, unter Versprechung materieller Vorteile Spieler aus anderen Vereinen zu ziehen. Diese Tatsache veranlaßt mich, unter Anwendung der§§ 12 und 14 des 8. Teiles der Spielordnung, folgendes anzuordnen: a) Wer mit einem Spieler eines anderen Vereins in Verbindung tritt mit dem Ziele, diesen für seinen Verein zu gewinnen, wird mit sofortiger Wirkung aus dem DFB. ausgeschlossen. Die gleiche Strafe trifft den Spieler, wenn er sich in solche Verhandlungen einläßt. Der schuldige Verein wird zur Verantwortung gezogen und gegebenenfalls aus dem Spielverkehr ausgeschaltet. Mit dem bisher üblichen Verfahren, daß der Schuldige in solchen Fällen stets ein„Gönner“ oder gar ein Außenstehender war, der natürlich immer ohne Wissen des Vereins gehandelt hat, wird endgültig aufgeräumt. Wenn auch nur die geringste Verbindung mit dem Verein festgestellt wird, oder wenn der Verein einen klaren Vorteil daraus hat, so wird angenommen, daß der Gönner nicht ohne Wissen des Vereins gebandelt hat. b) Wer einem Spieler eines anderen Vereins Arbeit verschafft oder verspricht mit dem Ziele, diesen für seinen Verein zu gewinnen, wird mit sofortiger Wirkung aus dem DFB. ausgeschlossen. Der schuldige Verein wird zur Verantwortung gezogen und gegebenenfalls aus dem Spielverkehr ausgeschaltet, wenn die gem.§ 14 des 8. Teiles der Spielordnung erforderliche Genehmigung nicht vorher eina holt worden ist. Jeder Verein hat selbstverständlich nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, seinen Mitgliedern bei der Arbeitsbeschaffung bebilflich zu sein, sofern er dazu überhaupt in der Lage ist. Erstreckt sich diese Fürsorge aber unter Zurücksetzung der eigenen Mitglieder auf Spieler anderer Vereine, so wird angenommen, daß die Arbeitsbeschaffung nur unter der Bedingung des Vereinswechsels erfolgt ist. Auch in solchen Fällen wird der Verein für Handlungen seiner Mitglieder und Anhänger mit haftbar gemacht. Wegen Verstoßes gegen die§§ 12 und 14 des 3 Teiles der Spielordnung wird das Verfahren eingleitet: a) In der Angelegenheit Spielverein Rotthausen— Sp.=Verein Höntrop betr. Spieler Sylla gegen die Mitglieder des Vereinsführerringes Brandmeier und Koch, sowie Spieler Klimmeck und Hoffmann vom Sp.=Verein Rotthausen und Unbekannt im Spielverein Höntrop. Dae Verfahren gegen Sylla ist bereits eingeleitet: 5) in der Angelegenheit Club für Rasenspiele Rotthausen— Spielv. Rotthausen betr. Spieler Navierski gegen die Spieler Klimmeck und Hoffmann. sowie Mitglied Kampmann vom Spielverein Rotthausen und Spieler Napierski vom Club für Rasenspiele Rotthausen. Bezirksliga-Termine. Industriebezirk, Gruppe 1. 2. 9. 19834: Dahlhausen— Gevelsberg(Bläser, Hagen), Schwelm— Witten 07(Bodde, Hattingen), Preußen— Westfalia(Döring, Hörde), Witten 92— Milspe(Götze, Gerthe), Werne— Linden(Wieland, Resse). 9. 9.: Gerthe— Linden(Holik, Castrop), Milspe — Werne(Horn, Hüsten), Westfalia— Witten 92 (W. Hülsmann, Herne), Witten 07— Preußen Klein, Hattingen), Gevelsberg— Schwelm(Gießler, Sagen). 16. 9.: Dahlhausen— Gerthe(Trippe, Castrop), Schwelm— Tus(Keuser, Hattingen), Preußen— Gevelsberg(Behrendt, Gelsenkirchen). Witten 92— Witten 07(Wittenius, Hattingen), Werne— Westfalia(Overmann, Recklinghausen), Linden— Milspe Hanisch, Gelsenkirchen). 23. 9.: Gertbe— Milspe(Hering, Dortmund Witten 07— Werne(P. Hesse, Hagen), Gevelsberg — Witten 22(Holst, Wetterl, Tus Preußen(Siebert, Recklinghausen), Tahlhausen— Schwelm(Limberg. Dortmund). 30. 9.: Westfalia— Linden(Rosenkranz, Gelsenkirchen). Industriebezirk, Gruppe 3: 2. 9. 1934: Eickel— Bottrop(Loer, Recklinghausen), Erle— Gelsenkirchen 07(Armbrust. Bochum), Gladbeck— Horst(de Reuter, Datteln), Castrop— Hassel(Schröder, Horde), Union— Rohlinghausen(Skiba, Herne). 9. 9.: Bocholt— Rohlinghausen(Götte, Bottrop, Hassel— Union(Preuß, Gelsenkirchen), Horst— Castrop(P. Schmidt, Bochum), 07 Gelfenkirchen— Gladbeck(Wittram, Wanne), Bottrop— Erle Pospich, Herten), Rotthausen— Eickel(D'Alberto. Herne). 16. 9.: Eickel— Bocholt(Kolodzen, Gelsenkirchen), Erle— Rotthausen(Demski, Bottrop). Gladbeck— Bottrop(Popping, Bocholt), Castrop— Gelsenkirchen 07(Sach, Derne), Union— Horst(Meinbardt, Wanne), Röhlinghausen— Hassel(E. Hülsmann, Herne). 23. 9.: Bocholt— Hassel(Scheffzick, Bottrop), Horst— Rohlinghausen(Birtel, Bochum), Geisenkirchen 07— Union(Gloddeck, Buer), Bottrop— Castrop(Godde. Recklinghausen). Rotthausen— Gladbeck(Linn, Datteln), Eickel— Erle(Wozniewski, Buer). Germanias Wochenendspiele. Zwei Siege in Südwestfalen. Germanias Ligamannschaft eröffnete die neue Saison bekanntlich mit zwei Spielen im Siegerland. im Samstag wurden die Sv. Fr. Siegen mt 1:0 und am Sonntag Germania Mudersbach mit 4 2 geschlagen. Die Gaite bestritten die Spiele mit der für die Meisterschaftssaison gemeinten Mannschaften, sie zeigten gute Leistungen, batten aber Schwierigkeiten mit den fremden Plätzen. Die Gegentore der Mudersbacher resultierten aus Elfmeter und Strafstoß. Von der Fahrt sandte die Mannschaft unserer Redaktion Grüce höhle(Bechum 48) Gaumeister im Säbelfechten von Westfalen-Lippe. Anlaßlich des Harkortbergfestes trugen die Fechter des Gaues Westfalen=Lippe in Wetter die Gaumeisterschaften im Saoelfechten aus. Von den 26 gemeldeten Wettkampfern der bisherigen Causonderklasse und der Overstufe traten 20 in der Städt. Turnhalle zu den Vorrundenkämpfen an. Schon nach Austragung der ersten Runden konnte man erkennen, daß sich auch in diesem Jahre wieder die bisherigen Fechter der Gausonderklasse dank der grotzeren Wettkampferfahrung und besseren Beherrschung der Technik durchsetzen wurden. So stellten sich denn am Nachmittag in der Hauptkampfbahn auf dem Alten Stamm“ 10 Fechter, welche zum größeren Teil bereits seit mehreren Jahren der Gausonderklasse angehören, um den Gaumeister und die Rangfolge zu ermitteln. Der mehrfache Meister des Gaues Rheinland. starf Wiemann vom Barmer Fechtverein, beteiligte sich außer Konkurrenz. Schon in der Vorrunde erwies sich Wiemann als ein Fechter, der sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung vollendete Leistungen zu zeigen vermochte. So war ihm denn auch in der Endrunde nicht der Sieg zu nehmen. Mit 9 Siegen ohne Niederlage wurde Wiemann Bergfeitsieger. Diesen Leistungen am nächsten kam Willi Höhle vom TV. Bochum 48. Seine blitzschnellen und mit großer Genauigkeit vorgetragenen Angriffe wurden manchem Geaner zum Verhänanis. Mit 7 Siegen belegte Höble den 2. Platz. Als bester westfälischer Fechter wurde somit Höhle Gaumeister von Weitfalen=Lippe. Erst mit der Austragung des letzten Gefechte stand die weitere genaue Ranafolge der Sonderklasse fest, welche folgendes Aussehen hat: 1. und Bergfestsieger: Karl Wiemann(Barmer Fechtverein), 2. und Gaumeister von WeitfalenLippe: Willi Höhle(TV. Bochum 46). 3 Schöne TV. Gütersloh), 4. Garzen(Elberfelder Fechtverein), 5. Hans Czapik(TW. Herford), 6 Alfr. Klein TV. Bochum 46), 7. Ernst Kummel(Hagen 1860), 8. Ernst Kelter(TG. Eickel), 9. Kurt Bornschier(Eintracht Dortmund), 10. Rosenkrang(Hagen). Die den Gau Weitfalen=Lippe zu vertretende Mannschaft setzt sich wie folat zusammen: 1. Hohle, 2. Schöne, 8. Czapik, 4. Klein, Ersatz: Kümmel, Die erste Saarstaffel unterwegs. Die erste Saarland=Treuestaffel ging am frühen Morgen des Montaas in Ostpreußen auf die lange Reise. Der Wea führte zunächst von Endrkuhnen über Trakehnen, Gumbinnen bis Lötzen, wo die Läufer vünktlich zur festgesetzten Zeit eintrafen. Nach Ueberreichung einer Urkunde durch den Bürgermeister ging es weiter durch das masurische Seengebiet, vorbei an vielen Massengräbern über Sensburg, Bischofsburg nach Wartenburg. In dem kleinen Städtchen erwartete eine gewaltige Menschenmenge die Staffel und der Bürgermeister gab den Läufern nach einer Ansprache ebenfalls eine Treueurkunde mit auf den Wea. Die erste größere Unterbrechung hatte die Staffel in Allenstein, das um 20 Uhr erreicht wurde. Eine nach tausenden zählende Menschenmenne bereitete den Läufern einen begesterten Empfang. Der Turnkreieführer begrüßte die ankommenden Läufer, worauf der Oberbürgermeister Allensteins das Wort ergriff und u. 2. ausführte:„So wie hier in Allenstein ein großer Sieg erkochten wurde, so wird es auch an der Saar sein.“ Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer. und dem Deutschland= und Horst=WesselLied schloß die kurze Feier, während die Staffel ibren Wea nach Hobenstein zum Tannenberadenkmal der letzten Rubestätte unseres verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg, fortsetzte. Abendsporkfest in Pirmasens. Borchmeyer wieder vor Hornberger. Ein Teil der am Länderkampf gegen die Schweiz beteiligten deutschen Leichtatbleten nahm am Montag an einem Aberdivortfest des FC Pirmasens teil. Besonderes Interesse brachte man der erneuten Begeanung von Borchmeyer und Hornberger über 100 Meter entgegen. Der Deutsche Meister verwies einmal mehr seinen gefährlichen Gegner in 105 Sek. um eine Zehntelsekunde auf den zweiten Watz. Der Virmasenser holte sich dafür die 200 Meter in 22.2 Sek., allerdinas fehlte hier Borchmeyer am Start. Der M0.m=Lauf brachte ein totes Rennen zwischen dem Stuttaarter Paul und Lang(Frankfurt a. M.) mn 1:57 Min. Haag hatte über 5000 Meter keine ernithaften Geaner und siegte überle) 1 15:362 Min. Seine alte Form hat der deutsche Rekordmann Weinkötz(Köln) nach seinem Unfall wieder gefunden. Er übersprang diesmal 1.0 Meter und blieb nur wenige Zentimeter unter seiner Rekordleistung. Einen Der Bergmann. Zeche hibernia als Versuchsgrube. Die Bergbaugefahren werden kontrolliert. Praktische Versuche zu ihrer Verhülung. Schon lange erfolgt eine systematische Bekämpfung der Gefahren im Steinkohlenbergbau. Die Unfallzahlen sind, soweit der Ruhrkohlenberabau in Betracht kommt. in den letzten Jahren weiter gesunken. Zur verstärkten Sicherung der Gesundheit und des Lebens der Untertagebeschäftigten wurde Ende 1927 vom Deutschen Reich, dem preußischen Staat und der Knappschaftsbernisgenossenschaft eine desondere Versuchsarube auf der dem Fiskus gehörenden Zeche Hibernia eingerichtet. Auf dieser Versuchsgrube können Versuche zur wissenschaftlichen Erforschung und praktischen Bekämpfung der Unfallgefahren unter Verhältnissen angestellt werden, die der bergbaulichen Praxis und der betriebsmäßigen Bedingungen entsprechen. Abgebaute Teile der Grube und eine Anzahl nicht benötigter Strecken und Blindschächte sind wetterdicht gemacht und sicher abgeschlossen. Schutzstände mit Fenstern aus dickem Glas ermöglichen die Beobachtung von bewuht verursachten. Grubenerplosionen. Die Versuche erstrecken sich auf die Vermittlung der Einflüsse, die beim Schießen auftreten ferner auf eine Prüfung der Mittel, mit denen sich derartige Erscheinungen verhüten lassen. Prüfungen erfolgen ferner darüber, wie die Flammen und Funken von Brennstoffen und Zündmaterial beim Schießen unter natürlichen Verhältnissen auf Schlagwetter einwirken. Durch die Versuche ist auch Er fahrt an jedem Tag dem Tod entgegen—— Wenn Euch des Himmels ew'ges Licht erfreut, Nuß er im finst'ren Schacht die fleißigen Hände regen. Weil es ihm seine Knappenpflicht gebeut. Er trägt ein Los, wie's je ein Mann getragen Und Held der Arbeit man mit Recht ihn heißt, Denn immer muß er neu das Leben wagen, Daß er der Erde ihren Schatz entreißt. Er tragt sich nicht in schimmernd blanker Wehre, Nein Lied verkundet seines Schicksals Gang Doch ist er wert der allerhöchsten Ehre Und ihm gebührt der schönste Heldensang. * Am 25. und W. Auguf. 1934 findet in Hamvorn ein Tag des deutschen Bergmanns statt. Bekannte Aedner der Bewegung haben ihr Erscheinen zugesagt. Ein historischer Festzug der Ruhrbergleute, sewie Knappengesangvereine und Bergkapellen sorgen für nötige Abwechselung. Doppelerfolg feierte Hans Heing Sievert. Er gewann das Kugelstoßen mit 16.18 Meter und das Dis. kuswerfen mit dem ausgezeichneten Wurf von 48.10 Meter. Kannsi Du schon schwimmen? Das Sportamt Bochum der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ ruft zur Teilnahme an Schwimmlehrgängen auf. Ein großer Teil deutscher Volksgenossen mochte gern schwimmen können, Aber ihnen fehlt der Mut, einmal ins kühle Naß zu gehen.„Den Leibeskräften neuen Mut, gibt stets des Wassers kühle Flut“. Welcher Schwimmer bat es nicht immer und immer wieder empfunden. Gein Volksgenosse darf mehr abseits stehen, sondern soll sich für die Schwimmlehrgänge des Sportamtes vormerken lassen. „Jeder Deutsche ein Schwimmer!“ Auskunft erteilt die Geschäftsstelle des Sportamtes der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, Bochum. Ecke Hattinger= und Clemensstraße(Bürohaus). Zimmer 68. eine ausgezeichnete Ausbildung von Rettungsmannschaften möglich. Bei der Geseclschafterversammlung der Versuchsgrubengesellschaft m b. 5. wurde darüber berichtet, daß man sich auch im lenten Geschäftsjahr wie in den vorhergehenden mit der Frage beschäftigte, unter welchen Umstanden Schlagwetter= und Kohlenstauberplosionen entstehen können. Versuche der früheren Jahre hätten zu Ergebnissen geführt, die von den bisherigen Anschauungen über das Wesen der Wettersprena. stoffe außerordentlich abwichen, so daß es zweckmäßig erscheine, die neuen Ergebnisse durch weitere Versuche zu bestätigen. Bei im Berichtsjahre eingeleiteten Schlagwetter= und Kohlenstauberplosionen unter natürlichen Bedingungen hätten sich Erscheinungen gezeigt, die sich zum Teil mit den bisherigen Anschauungen nicht deckten. Systematische Versuche mit Gesteinsstaubsperren verschiedener Bauart zeigten, daß es nicht so sehr auf die Gesamtmengen des Staubes als auf die Mengen, die sich auf jeder einzelnen Bühne befinden, ankomme. DaQuantum dürfe jedoch nicht zu hoch sein, weil sonst die Sperre von der Explosion nicht ausgelöst werde. Die Versuchsgrube beschäftigte sich auch im abgelaufenen Jahre mit Untersuchungen über Beanspruchungen von Förder'eilen. ferner mit den Ueber. prüfung von Fangvorrichtungen verschiedener Bauart unter betriebsmäßigen Bedingungen. 5. Klasse 43. Preußisch=Süddentsche (269. Preu Ohne Gewähr Staats=Lotterie Nachdruck verdoten Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich hode Gewinne gesallen. auf die Lose gleicher Abteilung und zwar je einer Rummer in den tungen I und 11 11. Ziebungstag 20. August 1944 Jn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gemtnne mu 6000 R. 274808 6 Gewinne zu 3000 M. 136716 396622 396623 12 Sewinne m 2000 M. 27990 36160 46880 87621 216641 282322 52 Gewtnne m 1000 M. 22348 62800 79637 106121 169638 198074 202817 213279 220693 235970 236161 241752 250769 267260 275733 278979 288541 288767 320413 351926 356710 357801 370760 68 Cewinne ju 500 M. 29322 29476 37919 48731 60636 84701 72796 74814 97390 10 402 128691 148671 162926 188211 159241 160669 166921 171940 177866 186211 191205 201797 216826 217258 232590 234893 248203 261453 263128 264348 281806 293652 294739 296139 315532 324180 341994 367992 378378 380975 398 Gewinne zu 300 M. 1817 2622 3400 9342 15869 19967 22396 24108 27302 27979 26716 28744 29388 35750 37055 37197 38356 38412 3646 40093 40336 44567 48726 49479 49666 50663 51797 56002 67360 87431 699-9 62692 64187 67445 72436 72723 73670 78926 79449 79873 80693 82003 82698 82961 84986 87677 87749 87963 89006 89215 89284 91776 92093 92480 92481 94830 96784 98369 102290 103917 105516 105966 106898 107432 112467 115603 116080 116586 121860 122867 130061 130204 1050 131429 13167 13206 148457 151890 162026 152068 162233 165578 174624 180162 184757 193695 193774 196809 197418 198140 199766 200426 200869 203065 207081 208828 212664 212949 216195 sae79 2000 199.5 244508 287874 325759 153360 155774 182606 184076 -- 197899 106570 217036 223478 224816 225526 226646 227146 233055 233456 235618 23605 237494 239061 239368 240716 243279 246170 232087 263422 266693 256330 267418 258025 258418 269918 264474 267216 267744 268683 270600 276129 276212 276796 277072 282341 2 284837 285370 285887 288715 291369 293157 297641 300622 303502 304278 306278 906487 308041 3090 311055 311316 311990 313937 319476 325751 328277 329417 331892 334201 334272 339387 339645 341720 346773 347477 363047 363791 356740 366806 369226 360575 36306 367134 367205 372409 372738 375711 37651 37911---— 394165 261628 271181 282674 312782 329824 341210 354364 So... 380688 383816 365080 966852 Jn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 6000 M 104096 4 Gewinne zu 3000 M 319709 348637 20 Gewinne zu 2000 M. 47125 146226 173704 230525 248656 263119 268240 263044 369065 393249 24 Gewinne zu 1000 M. 66414 101256 107823 132140 139474 169617 189714 236361 909173 326014 360200 390827 66 Gewinne zu 500 M. 6120 26269 37150 46917 47446 70170 72957 82810 88223 88697 9339 103647 109203 116564 139837 140396 181659 193647 207028 206339 206594 261761 271143 285749 299794 303476 307636 312247 877710 328627 340030 353410 387242 354 Gewinne zu 300 M. 6436 7066 7718 11816 12470 14996 16394 17550 2565 26706 32817 34658 35768 36952 37256 37612 39209 40765 43390 47663 48637 49197 62791 64673 61820 63903 68291 69103 70767 71013 74133 76780 63903 68291 69103 70767 71013 74133 76780 81643 94275 84712 86284 86817 93772 9627 97279 98690 103277 104432 111748 111669 111926 114732 118639 119090 119159 131 123290 123746 128897 129264 130207 133105 135082 139263 143203 143312 153260 162058 162094 162164 163814 167596 172171 174570 174582 175378 179101 179154 18041 182141 182763 186113 191382 192456 196096 202871 209477 212746 214250 216290 226205 967 2303 23210 240027 242454 244692 246666 248039 2490 250711 251039 251767 258307 269794 26098 261600 264358 266144 269836 274927 275796 279628 281606 285428 205460 26866 288897 290942 290866 291082 900743 23391 9803 184709 207009 227207 234389 88897 290842 0800 300463 300834 301109 304010 304667 907709 307369 307819 307858 309826 311256 92161 323466 323740 324512 326916 328763 326999 330816 331716 332462 335264 340404 349077 348477 348882 360687 36107 36296 363055 364359 365194 365946 366686 367813 371322 372316 372410 376653 385617 388919 30016 392814 393897 395288 396487 308882 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu 1000 RM gefallen, und zwar se eine auf die Tose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen 1 un 24946 26121 66728 60608 70401 72182 96318 107908 227945 232964 Im Gewinnrade verblieben: 880 Tagespramen zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000 0. 3 8000, 2 zu 750»), 4 zu 50 00, 4 zu 8 8 zu 20000, 26 zu 1000, 18 ju 5000, M00, 586 zu 200, 1220 zu 1110, 8036 m 0 11808 zu 300 M. Pariser Frankre sein Noi Paris, 21. Aug. hat angeordnet, daß 1 geschwader angehörige und„Bretagne“ ab 1. Ozean stationierten so geteilt werden. Die V Wests. Zig. aus Paris dazu bestimmt, bis zu gesehenen Fertigstellun drängenden Schlachtschi Ausgleich gegen die kl Das Sire Neue E NTZ. Berlin, 21. An Strafen im kunftigen auf Grund der Beratu Strafrechtskommission in ster Dr. Gürtner heran das kommende Strafrevom preußischen Justizu des Strasenspstems de wird. wie das NT Z. der die Todesstrafe stehen. der Todesstrafe hat die sehen. Das Erschießen dem Kriegsrecht und de ten bleiben und das Re Recht die Enthauptung Zehr erwägungswer Tode Verurteilten dur bechers und in Ausn stellung einer Sch gegeben werden solle, die Allerdings kon streckung keineswegsa werden. Bei den Freiheitsst Fesungshalt im kaum mehr Raun stisches Strafrecht werde eine besondere Behandlu Tagegen werde an der strafe sowie an der Haft jedoch der Charakter die Hinsicht geandert werden Vor allem werde der bildet werden mussen, di Verlegenheitsstrafe sei. 1 buch dag Gebiet der Ueb Rechts ausscheiden werde zur Verfügung, die bish wurden. Danach werde noße Mehrzahl der aus anen Straftaten vorzusel werde daher auf zwei, vi bemessen sein. Bei Zuchth die Aenderungswünsche in leren Vollzug und auf ei din. Die Verscharfung Ee Ein altes Ha Als Hausmittel hat1 altersher hochgeschätzt weiß. daß sie daraus pr schmerzen und auch gegen stellen kann. Kinder habe gesundheitlichen Beschwer mitteln eingedämmt oder wenn der Arzt nicht glei Die segensvolle Sonn iore hohe Bedeutung, die Menschen hat? Wohl w ihrem Geheimnis; daß si ihr„Gesicht“. das Sonne strahlt, dem ewi halt, daß sie dann im Lau riesigen Magneten geheit lassig ihr großes Antlitz wendet und sich mit dem sum Westen hin dreht, un den letzten Sonenstrahl v deshalb auch in ein wortlich ins Deutsche über Sonnenwende"! Wir ha grer griechischen Bezeich segeben, die Sonnenblum „ie größte Liebe zur Son o überaus ähnlich ist n Untenblättern. Aber diese Sonnenli Sonnenliebling mar zasches und gewaltiges Sonnenblumen nicht sel emporschießen, gibt ihr a eichen Durst, so daßl asser zu trinken v .. Jawohl. De lume zu einem der Urbarmachung von Landstriche in Hol und ebenso die Eümpfe Lenzstadt Amerikas, sin Tonnenblumenplantagen Wiepiel Gesundhe für das menschliche jeder ohne weitere le Sonnenblume wi ußland angebaut. Vor ger als durchschnittlich ac amenkerne dort gee Oel zu gewinnen cublumenhernen— belo ist ein wert Biehfutter. Aber aug der Sonnenblu gewinnt man sen arsn. Siielen so starh daraus hergeste oneiom Gramm Alkohol tenen zarten Stielen nann. od entgegen—— es Licht erfreut, Hande regen. icht gebeut. n Mann getragen Recht ihn heißt, Leben wagen, entreißt. nd blanker Wehre, bicksals Gang n Ehre deldensang. 34 findet in Hamvorn anns statt. Bekannte or Erscheinen zugesagt. Ruhrbergleute, sewie rakapellen sorgen für nng Sievert. Er ge8 Meter und das Dis. neten Wurf von 48.10 schwimmen? der NS.=Gemeinschaft zur Teilnahme an in großer Teil deut= n schwimmen können, mal ins kühle Naß zu seuen Mut. gibt stets elcher Schwimmer bat jeder empfunden. hr abseits stehen, sonnlehrgänge des SportSchwimmer!“ säftsstelle des SportKraft durch Freude“, Clemensstraße(BüroNachdruck verdoten Pariser Angst vor der deuischen Flolte ter sind zwei und zwar se nmer in den 1 und 11 20. August 1934 ehung wurden Gewinne gezogen 4808 6716 396622 306623 980 36160 46880 348 82800 64620 6074 202817 205060 6161 241752 244122 8979 288841 288767 7801 370760 322 39476 37919 74814 97380 10402 5211 15924 16069 8211 191205 199.5 2690 234893 24458 4348 281806 287974 5532 324180 925759 0975 17 2622 3400 9342 27302 27979 28716 37197 38356 38412 48726 49479 49666 57431 699-9 62692 73670 78926 79449 82961 84986 87677 89284 91776 92093 98969 102290 103917 7432 112467 115603 2867 130061 130204 2061 144674 146886 2068 153360 155774 9162 182606 184076 5809 197418 197899 203065 206570 2949 216196 217036 3646 227148 233055 7494 239061 239358 2087 263422 266693 9418 269916 261628 9683 270800 271181 7072 282341 282674 8715 291569 293157 4275 306276 306487 1316 311990 312782 3277 329417 329824 9387 339646 341210 3047 363791 354364 0575 363061 364032 2738 375711 376388 3816 385080 386852 ehung wurden Gewinne gezogen 9709 348637 125 146226 173704 3240 263044 369065 414 101256 107823 9714 236361 309173 20 26269 37150 46917 88223 88697 9339 837 140396 191859 3694 261761 271143 7636 312247 377710 35 7066 7719 11816 25661 26706 32817 37612 39209 40765 52791 84673 61820 71013 74133 76780 96817 93772 9627 4432 111748 111869 9090 119156 121413 9264 130207 132807 3203 143312 14529 2164 163814 166044 4582 175378 178428 2141 182763 164708 5096 202871 207009 5290 226206 227207 9193 232106 234389 3666 246039 8307 269794 360538 8144 269836 271012 606 285428 285460 866 291082 300243 1010 304667 307203 9826 311256 321618 5916 328763 328893 5264 340404 346602 0687 361071 362968 946 366686 367645 5653 385617 388818 5288 396487 398882 imien. nd zwei Prämien zu f. se eine auf die Lose Abteilungen 1 und 1I: 70491 72182 66318 Frankreich verstärkt sein Nordgeschwader Paris, 21. Aug. Kriegsmarineminister Pietri hat angeordnet, daß zwei bioher dem Mittelmeergeschwader angehörige Panzerkreuzer„Provence“ und„Bretagne“ ab 1. Oktober dem im Atlantischen Ozean stationierten sog. Nordgeschwader zugeteilt werden. Die Maßnahme ist, wie der Nh.Westf. Ztg. aus Paris gemeldet wird, offensichtlich dazu bestimmt, bis zu der frühestens für 1936 vorgesehenen Fertigstellung des 26 500 Tonnen nerdrängenden Schlachtschiffes„Dunquerque“ einen Ausgleich gegen die kleine deutsche Nordlee=Flotte zu bilden, vor der man sich in Frankreich in eine wahre Panikstimmung hineingeredet hat. „Provence" und„Bretagne“, die aus dem Jahre 1916 stammen, sind vollkommen mobilisiert, die Artillerie entwickelt, die Panzerung gegen Fliegerbomben und Minen verstärkt, die mit Kohlen geheizten Dampfkesselanlagen wurden durch solche mit Petroleumfeuerung ersetzt, die dem Schiff eine Geschwindigkeit von 21 bis 22 Knöten geben. Ein drittes Schiff dieser Klasse,„Lorraene“, ist noch im Umbau und durfte dann ebenfalls in die Atlantische Flotte ein gestellt werden. Im Mittelmeer verbleiben dann nur noch die drei alten mit 30 cm=Geschützen ausgerüsteten Kreuzer„Paris“,„Courbet“ und„Jean Bart“, sowie eine Reihe von 10 000=t-Kreuzer. Das Mittelmeergeschwader wird also vorwiegend aus leichten, sehr beweglichen Fahrzeugen bestehen. Das Strafensystem im neuen Strafrecht Neue Ehrenstrafe NTZ. Berlin, 21. Aug. Ueber die Regelung der Strafen im kunftigen Strafgesetzbuch außert sich auf Grund der Beratungsergebnisse der amtlichen Strafrechtskommission in der vom Reichssustizmininer Dr. Gürtner herausgegebenen Broschure über das kommende Strafrecht Ministerialrat Rietzsch vom preußischen Justizministerium. An der Spitze des Strafenspstems des kunftigen Strafgesetzbuchs wird. wie das NT.Z. der Veroffentlichung entnimmt, die Todesstrafe stehen. Von einer Disferenzierung der Todesstrafe hat die Strafrechtskommission abge sehen. Das Erschießen soll dem Militarstrafrecht, dem Kriegsrecht und dem Ausnahmerecht vorbehalten bleiben und das Regelform wie im geltenden Recht die Enthauptung vorgesehen werden Zehr erwagungswerz ist die Frage, ob den zum Tode Verurteilten durch Trinken eines Gistbechers und in Ausnahmefallen durch Bereitstellung einer Schußwasse die Moglichkeit gegeben werden solle, die Strase an sich selbst zu vollziehen Allerdings konne diese Art der Vollstreckung keineswegs allen Verurteilten gestattet werden. Bei den Freiheitsstrafen werde für die nesiungshaft im künftigen Strafgesetzbuch kaum mehr Raum sein. Ein nationalsolialistisches Strafrecht werde dem Uebergangsverbrecher eine besondere Behandlung kaum mehr einraumen. Tagegen werde an der Zuchthaus= und Gefängnisstrafe sowie an der Haft sestzuhalten sein, wobei jedoch der Charakter dieser Strafen in vielsacher Hinsicht geandert werden müsse. Vor allem werde der Charakter der Haft umge= bildet werden mussen, die im geltenden Recht eine Verlegenheitsstrafe sei. Da das künftige Strafgesetz buch das Gebiet der Uebertretungen des bisherigen Rechts ausscheiden werde, stehe die Haft für Fälle zur Verfügung, die bisher als Vergehen behandelt wurden. Danach werde die Haft vor allem für die noße Mehrzahl der aus Fahrlässigkeit beganenen Straftaten vorzusehen sein. Ihre Hochstdauer verde daher auf zwei, vielleicht sogar drei Jahre bemesten sein. Bei Zuchthaus und Gefangnis zielen die Aenderungswünsche insbesondere auf einen schäreren Vollzug und auf eine starkere Differenzierung din. Die Verscharfung des Vollzuas könne im Verwaltungswege erreicht werden. Darüber hinaus musse das Gesetz dem Richter die Möglichkeit geben, noch besondere Strafscharfungen im Einzelfall vorzunehmen. Besonders geboten sei ein verschärfter Vollzug der kurzen Freiheitsstrafen. Die Strafrechtskommission habe erwogen, die in Kombination aller Schärfen verhängten Zuchtbausstrafen zu einer besonderen Strafart auszugestalten, die man Turm oder Kerker nennen könnte. Sie habe aber davon abgesehen, weil sich seinere Unterscheidungen in der Praxis nur allzu leicht verwischen. Die Kommission habe ferner die Einführung einer weiteren Freiheitsstrafe, der Zwangsarbeit oder Fron erwogen. Die kriminalpolitische Zweckmäßigkeit einere derartigen Strafe sei jedoch eher zu verneinen. Dagegen werde die Zwangsarbeit im Freien als eine Form des Vollzuges der Zuchthausstrafe empfohlen. Von der Einführung der Prügelstrafe hat die Kommission abgesehen. Besondere Bedeutung wird im künftigen Strafrecht den Ehrenstrasen zukommen. Künftig werde die Unterscheidung zwischen Zuchthaus und Gefangnis gerade darin gefunden werden müssen, daß mit der Zuchthausstrafe der Verlust ganz zwangsläufig eintritt. Für die schwersten Straftaten werde aber noch eine besondere Ehrenstrafe zu schaffen sein, welche die Ruckkehr in eine ehrenhafte Rechtsstellung ausschließt: Die Machtung. Sie bedeute den Ehrentod. Als Vermögensstrafe werde zunachst die Einziehung des gesamten Vermögens vorzusehen und dann die Geldstrafe zu regeln sein. Die Geldstrafe soll künftig weit sparsamer als bisher angedroht und verwendet werden. Innerhalb ihres Anwendungsbereichs soll der Grundsatz der Gleichheit für Arm und Reich durchgeführt werden. Die Geldstrafe muß in Beziehung gesetzt werden zur Leistungssahigkeit des Täter; als Maßstab wird das durchschnittliche Tageseinkommen des Täters anzunehmen sein. Die Kommission hat davon abgesehen, die Wiedereinführung des Prangers zu empfehlen. Dagegen soll, gleichsam als symbolischer Pranger, die öffentliche Bekanntmachung Verwendung sinden, die künftig dem Richter allgemein zur Verfügung zu stellen sein wird. Dieses Strafensystem wird ergänzt durch ein System von sichernden und bessernden Maßnahmen. Segen der Sonnenblume Ein altes Hausmittel— Die Blume, die mit dem Licht wandert Sie hilft bei Trockenlegungen Als Hausmittel hat man die Sonnenblume seit altersher hochgeschätzt. Jede Mutter und Hausfrau weiß. daß sie daraus prächtige Mittel gegen Leibchmerzen und auch gegen Fieber aufs leichteste hernellen kann. Kinder haben ja manchmal solche kleinen gesundheitlichen Beschwerden, die mit einfachen Haus mitteln eingedämmt oder gar behoben werden können, wenn der Arzt nicht gleich zur Hand ist. Die segensvolle Sonnenblume, wer kennt so ganz ihre bohe Bedeutung, die sie für viele Kulturen des Nenschen hat? Wohl weiß sast jeder von ihr und ihrem Geheimnis; daß sie schon vom frühen Morgen ihr„Gesicht“, das selber wie ein Abglanz der Sonne strahlt, dem ewigen Himmelslicht entgegenI. daß sie dann im Laufe des Tages wie von einem lesigen Magneten geheimnisvoll angezogen, unablassig ihr großes Antlitz dem Antlitz der Sonne zuendet und sich mit dem Lauf der Sonne vom Osten sum Westen hin dreht, um wie den ersten, so auch den letzten Sonenstrahl voll zu erhaschen. Sie heißt beshalb auch in einigen romanischen Sprachen Vortlich ins Deutsche übersetzt, die„Sonnendrehe oder Sonnenwende"! Wir haben ihr den Namen nach griechischen Bezeichnung„Helianthus annuus" tgeben, die Sonnenblume, die Blume, die nicht nur le größte Liebe zur Sonne hat, sondern ihr sa auch uberaus ähnlich ist mit ihren gelb strahlenden Antenblattern. aber diese Sonnenliebe, die sich zu einem rech Sonnenliebling macht, und ihr ein ungeheuer Iches und gewaltiges Wachstum verleiht, so daß nicht selten über zwei Meter hoch myorschießen, gibt ihr auch den Durst, den segensJene" Durst, so daß sie geradezu hektoliterweise uner zu trinken vermag. Ein segensreicher . Jawohl. Denn das macht die Sonnenu.e zu einem der vorzüglichsten Helferinnen Urbarmachung von Sümpfen und Morästen. „Die Landstriche in Holland, aber auch in Kanada die Sümpfe bei Wafhington, der Resiensstadt Amerikas, sind mit Hilfe von riesigen Lonnenblumenplantagen völlig trocken gelegt woreviel Gesundheit für den Boden und dakonn menschliche Leben aber davon ausgeht, „jeder ohne weiteres ermessen. Sonnenblume wird auf riesigen Flächen in rußland angebaut. Vor dem Kriege sind nicht wenidurchschnittlich acht Millionen Zentner Sonanennerne dort geerntet worden, um das vorHenzen Oel zu gewinnen. Der Oelkuchen aus Soneslimenhernen— besonders die Kernschale ist sehr haltea ist ein wertvolles und ungemein nahrViehfutter. Aber was wird nicht sonst alles der Sonnenblume gewonnen! Aus ihren n gewinnt man Alkohol und aus den zernan Ir.n Stielen so starke Fasern, daß die allersesteman daraus hergestellt werden können. Wenn .1 Gramm Alkohol mit 50 Gramm von den zerMtienen zarten Stielen der Sonnenblume in zugekorkten Flasche einen Monat lang in die Sonne stellt, dies dann filtriert und in die kleine Hausapotheke stellt, so kann man jederzeit ein vorzügliches Hausmittel zur Verfügung haben. Zwei Etzlöffel davon mit Weißwein vermischt täglich, helfen gegen Erkältungen und Magenschmerzen. Und ein vortreffliches Mittel, um bei Kindern Fieber niederzuschlagen, wird aus den getrockneten und zerriebenen Blättern gewonnen, indem man je ein Gramm davon in zehn Gramm Alkohol aufweicht. Dieses Mittel greift näm lich in keiner Weise das Herz an. Der Segen der Sonnenblume ist, wie man sieht, außerordentlich groß. Dr. Paul Bychelberg. Kleine Umsätze in Berlin Die Geschäftsstille der Börse wurde zu Beginn des heutigen Verkehrs lediglich durch einige Sonderbewegungen unterbrochen, die aber nur bei einigen wenigen Papieren zu bemerken sind. Im allgemeinen liegen von der Bankenkundschaft nur wenig Orders vor, da das Publikum an seinem Aktienbesitz sesthält und keinen Anreiz zu Tauschoperationen bietet. Infolgedessen betätigte sich auch die Kulisse nur sehr knapp am Geschäft. Die Grundstimmung bleibt unverändert freundlich, auch heute liegen wieder Meldungen aus der Wirtschaft vor, die diese Stimmung unterstützen. Beachtung findet insbesondere die Uebersicht des deutschen Bergbaues über die Juli-Ergebnisse, die namentlich bei Steinkohle und Erz recht befriedigend sind Zu den Spezialinteresse beanspruchenden Papieren gehören weiser Buderus, die auf eine heutige Meldung über günstigen Beschäftigungsstand erneut 4 Prozent gewannen und damit das einzige sestere Papier des Montanmarktes bleiben, während sonst Abschwächungen von durchschnittlich ¾ Prozent eintraten. Klöckner waren bei einem Angebot von nur 6 Mille 1½ Prozent schwächer; Rheinstahl verloren%, Hösch ¾ Prozent. Von Braunkohlenwerten bildete Rhein. Braun mit einer Einbuße von 3½ Prozent eine Ausnahme, da die Kurse im allgemeinen unverändert blieben. Das gleiche gilt auch für Kall= und chemische Werte. Farben bröckelten bei kleinstem Umsatz um 3 Prozent ab. Am Elektromarkt fällt die weitere Erholung der Chade=Anteile um 4¾ bzw. 2 RM auf. Auch Lieferungen waren im Hinblick auf die bevorstehende Fusion mit BEW. etwas fester. Die Aktien der zuletzt genannten Holdinggesellschaft zogen sogar um% Prozent an. Schuckert verloren 1 Prozent, Siemens ¼ Prozent. Von den übrigen Märkten sind noch Metallwerte zu erwähnen, von denen Metallgesellschaft nach der gestrigen Steigerung erneut 1¼ Prozent gewannen. Ueberraschend ist ein ziemlich starker Kurseinbruch bei Aschaffenburger Zellstoff, die nach anfänglicher Minus=Minus=Notiz 63 Prozent verloren. Vermutlich handelt es sich hier nach den starken Steigerungen der letzten Wochen um Gewinnmitnahmen. Am Rentenmarkt war kein Stimmungsumschwung zu bemerken. Altbesitz eröffneten zwar ½ Prozent niedriger, dagegen waren Kommunalumschuldung ¼ Prozent und die variabel gehandelten Industrieobligationen bis 3 Prozent fester. Blanko=Tagesgeld erforderte unverändert 4 bis 4¼ Proz Am Valutenmarkt errechnete sich der Dollar mit zirka 2,476 Pfund mit 12,60. Düsseldorf uneinheitlich Die Börse verkehrte heute bei kleinem Geschäft in nicht einheitlicher Haltung. Die Kurse waren außer Klöckner wenig verändert. Im Verkehr waren Gelsen berg, Harpener, Hoesch, Klöckner, Mannesmann, Phönir, Vereinigte Stahl, RWe und Goldschmidt. Feldmühle blieben bei höheren Kursen gesucht. Wintershall gingen auf ungefähr gestriger Basis um. Am Kohlenkuxenmarkt wurden Deutschland und Graf Schwerin zu letzten Kursen gehandelt. Braunkohlenwerte lagen umsatzlos bei unveränderten Kursen. Am Kalikurenmarkt hatten Heimboldthausen und Ransbach einiges Geschäft auf letzter Basis. Die Börse schloß gut gehalten. Devisen-Kurse (In Relchamark Gerstenstroh dito 2—2,40. Tendenz: In Weizen war kleine Mengen angeboten, die glatt aufgenommen wur den. Dagegen lag ein größeres Angebot in Roggen vor das indes keine Aufnahme fand. Haser und Gerste war nach wie vor gesucht bei ganz geringem Angebot. Weizenmehl lag ruhig. In Roggenmehl war kaum ein Absatz vorhanden. Das Maisgeschäft hat nachgelassen, obschon das Angebot nicht größer geworden ist. In Mühlenabsällen kein Umsatz. Kraftfuttermittel lagen ruhig. Heu und Stroh unverändert. Gewaltige Mengen Gemüse und Obst auf dem Kölner Hauptmarkt Gewaltige Mengen Gemüse und Obst waren gestern schon um 22 Uhr am Rhein angefahren und immer noch mehr rückten Fuhrwerke heran. Schon um 29 Uhr wurde die Anfahrt zum Heumarkt und Sassenhof angeordnet. Dann begann das Entladen der zahlreichen Fuhrwerke und Kraftwagen und der Andrang der vielen auswärtigen Aufkäufer, die es alle eilig haben, um rechtzeitig wieder in ihren Heimatorten zurück zu sein. Nach den ersten sehr lebhaften Marktstunden war es eine Zeitlang sehr ruhig. Es wurde eine scharfe Kontrolle ausgeübt, ob die Marktbeschicker auch die erforderlichen Schlußscheine aufweisen konnten. Dies war verschiedentlich nicht der Fall, und bald verfielen über 100 Zentner Kohlgemüse der Beschlagnahme. Früh= und Mittelkartoffeln standen überreichlich zur Verfügung. Ueberaus reich beschickt war der Obstmarkt. Hunderte Zentner standen um 3 Uhr noch unverkauft. Man zahlte für Kochbirnen 2—7, Eßbirnen 10—18, Kochäpfel 8—10, Eßapfel 10—16, Pflaumen 8—12, Ringelotten 10—12, Mirabellen 8—12, Zwetschen 8—10, Waldbeeren 22, Pfirsiche 10—30 Pfg. das Pfund. Es kosteten im Großhandel: Stangenbohnen 15—18, Strauchbohnen 14—18, Wachsbohnen 10—17, Prinzeßbohnen 20, Wollbohnen 14, Weißkohl 3—5,5, Rotkohl 5—8, Wirsingkohl 8—9, Spinat 7—12, Kürbisse 4, Karotten 3 bis 4, Möhren 3—4, Zwiebeln 7—8, Einmachzwiebeln 13—16, Tomaten 4—7, Sauerampfer 15 Pfg. das Pfund. Salatgurken 10—18, Kopfsalat 8—8, Endivten 6—10, Blumenkohl 10—85, Kohlrabi 2—8, Rettich 8—5, Meerrettich 15—20, Breitlauch 2 Pfg. das Stück, Mangold 2—2,5, Petersilie 8—5, Radieschen 2—2,5 Pfg. das Gebund: Essiggurken 50—60, Salzgurken 90—100 Pfg. se 100 Stück. An Auslandswaren: holl. Blumenkohl 45—56, belg. 35—40, Salatgurken 12—17 Pfg. das Stück, ital. Zwiebeln 7—8, holl. Tömaten 7—8, ital. 5—6 Pfg. das Pfund; Tiroler Aepfel Kiste 18—20, Neuseeländer Aepfel 10—12, kalisorn. Apfelsinen Kiste 15—17 Mk., Schweizer Eßäpfel 18—20, holl. Kochäpfel 10—16, belg. 10—14, schwedische Preiselbeeren 26, Pfirsiche 26—82, ital. Trauben 28—28, holl. Trauben 50—65, Ananas 120, Bananen 24—26 Pig. das Pfund. Deutscher Kartoffelmarkt Nachdem ab 16. 8. nicht nur eine Neugestaltung der Mindestpreise erfolgte, sondern auch die neue Absatzordnung für Kartoffeln in Kraft getreten ist, wird von diesem Zeitpunkt ab das Frühkartoffelgeschäft als beendet betrachtet. Für die am geringsten bewerteten Speisekartoffeln sind die Mindestpreise für Käufe beim Erzeuger je Zentner, waggonfrei ab Vollbahnstation in Rheinland, Westfalen, Kurmark, Provinz Sachsen, Bayern, rechts des Rheins, Württemberg, Mecklenburg und Thüringen 8.10 Mk., in Hannover, Hamburg, Baden Hessen=Nassau, Pfalz, Pommern, Braunschweig und Oldenburg 8 Mk., in Kurhessen, Schleswig=Holstein 3.30 Mk., im Freistaat Sachsen 8.50 Mk., in Schlesien 3,20 Mk. und in Ostpreußen 2.80 Mk. Von Seiten des Gebietsbeauftragten sind für die einzelnen Kartosselsorten, wie lange gelbe, und runde gelbe Sorten, sowie für andere Sorten, Zuschläge se nach Landesbauernschaften verschieden erfolgt. Die Lage der Märkte ist in bezug auf Zufuhr und Nachfrage ziemlich unverändert. Mittelfrübe Sorten sind reichlich am Markt. Desgleichen auch die Erstlinge. Wesentliche Veränderungen sind zunächst nicht zu erwarten. Warenberichte Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel Berlin, 21. August. Märk. Weizen 78/79 Kilogramm 202, setzlicher Erzeugerpreis Preisgebiet V 188, VI 189, VII 190, Maltesisch in Malta DNV Malta, 21. Aug. Durch eine Verfügung des britischen Gouverneurs von Malta ist die maltesische Sprache zur Amtssprache in den Gerich ten Maltas anstelle der bisher gebräuchlichen ita lienischen Sprache erklärt worden. Die Ver uaung wird damit begründet, daß die meisten Prozeßteilnehmer der italienischen Sprache nicht mächtig seien. Vn zeilig frei Berlin 170—190, ab mart. Station 170—181; Wintergerste vierzeilig frei Berlin 179—190, ab märk. Station 170—181. Futtergerste 58/59 Kilogramm, gesetzl. Erzeugerpreis Preisgebiet V 148, VI 149, VII 151, VIII 154, IX 153 191, IX193, XI 195(plus 4 RM.); gesetzl. Mühleneinkaufspreis Preisgebiet V 188, VI 189, VII 190, VIII 191, IX 193, XI 195(plus 4). Märk Roggen bahnfr. Berlin 71/72 kg 159, gesetzl. Erzeugerpreis ab Station Preisgebiet R 5 148, R 6 149, N7 150, R 8 151, R 9 153, R 11 155(plus 4 RM.). Braugerste neue feine frei Berlin 205—216, märk. Station 196 bis 206; Braugerste gute frei Berlin 194—204, ab märk Station 185—195(Zusatz unverändert). Wintergerste zweizeilig frei Berlin 179—190, ab märk. Station 170—181; preis Preisgebiet Märk. Hafer 48 Kilogramm pro hl., gesetzl. Erzeugerpreis Preisgebiet H 4 142, H 7 146, H 10 149, H 11 151, H 13 154, H14 156(für jedes Kilogramm Uebergewicht 2 RM. Aufschlag); 50/51 Kilogramm H 10 166—167; 52/53 Kilogramm 5 11 170—172. Weizenmehl Grundtype 790, Grundnotiz für das Festpreisgebiet V 26,20, VI 26,35, VII 26,50, VIII 26,65, IX 26,95, XI 27,25(mit 10 Prozent Auslandsweizen 1,50 RM. Aufgeld, mit 20 Prozent Auslandsweizen 3,00 RM. Aufgeld). Roggenmehl Grundtype 815, Festpreisgebiet V 20,65, VI 20,75, VII 20,90, VIII 21,05, IX 21,35, XI 21,65 Weizenkleie 12,05(Weizengrießkleie=Bollmehl plus 0,75 RM) Roggenkleie 12,05(Roggengrießkleie=Bollmehl plus 0,76 RM.) Biktoriaerbsen 28.50—31,50, Peluschken 15—16, Ackerbohnen 10,50—11,50, Wicken 10,50—11,50, Lupinen blaue 7,50—7,9 dito gelbe 10—11, Leinkuchen Basis 37 ab Hamburg 8,80 (für Inland Monopolzuschlag inkl. 2,55), Erdnußkuchen 50 Prozent ab Hamburg 8,60(für Inland Monopolzuschlag inkl. 2,90), Erdnußkuchenmehl Basis 50 Prozent ab Hamburg 8,95(inkl. Monopolzuschlag deutsche Mahlung), extrahiertes Soyabohnenschrot 46 Prozent ab Hamburg neuer Kontrakt 7,90, extrahiertes Soyabohnenschrot 46 Proz. ab Stettin neuer Kontrakt 8,10, Kartoffelflocken Parität waggonfret Stolv ab Verladestation 8,60, Kartoffelflocken Parität Be lin 9,20. Großmarkt für den Nährstand zu Köln Köln, 21. Aug. Es notierten in Mark für 100 Kilo Frachtlage Köln, soweit nichts anderes vermerkt: Weizen rhein, 77—70 kg Preis für den Landwirt ab Erzeugerstation W 13 19,70, dito W 16 20,10, dito Handelspreis Frachtlage Koln 20,50, Roggen rhein. 78—74 kg Preis für den Landwirt ab Erzeugerstation R 13 15,70, dito N 15 16,10, bito Handelspreis Frachtlage Köln 16.50, Haser rhein, Preis für den Landwirt 48 kg H 18 15,40, H 14 15,60, H 15 15.80, H 18 16. H 19 16,10, inl. Industriegerste 18—19, Futtergerste inl. Preis für den Landwirt G 11 15,90, G 12 16,10, G 14 16.40, Mais grober 21.25, kleiner 22.25.(Nachfolgenden Preisen für Weizen= und Roggen mehl, sowie Roggenschrot sind 0.50 Mk. Frachtausgleich zuzurechnen. Die Notierung versteht sich alsdann bei Abnahme von mindestens 15 To. frei Empf.=Station gem. Anordnung 9 d. W. V., Auf= u. Abschläge gemäß Anordnung 8 der W. V.). Weizenmehl inl. Grundtype 700 für W 18 27,15, W 16 27,15, dito mit 10 Prozent Aust.Weizen für W 13 28.65, W 16 28,65, mit 20 Prozent Aust. Weißen für W 18 90,15, W 16 30,15, Roggenmehl Grundtype 907 für N 13 28.65, R 15 28,80, Roggenschrot inl, Grundtype 1800 für N 13 20,15. N 15 20,.30, Weizenkleie sein ab Mühle 11.50, mittelgrob 12, grob 12,25, Weizenrießkleie(Bollmehl) 18, Weizennachmehl 16,25, Roggenkleie seine 10,50, Rogengrießkleie(Bollmehl) 12,50, Roggennachmehl 14, Leinkuchenmehl 37proz. brutto mit Sack 9.30, Erdnußkuchenmehl 50proz. 18,00, dito 54proz. 19.20, Soyaschrot(ertrahiert) 45proz. 16,90—16,50, Rapskuchen 16. Palmkernkuchen lose 21proz. 16,10—16.25, Rohmelasse 8.50, Wiesenhen lose 10—10.50, Rotkleehen lose 10,25—10,75, Luzernekleehen lose 11—11.50, Roggenstroh gepr. ab rhein Viehmärkte Straelen ,20. Aug. Dem Schweinemarkt waren 580 junge Schweine zugeführt. Dabei kosteten bis zu 6 Wochen alte Schweine 6—0 Mk., 6—10 Wochen alte Schweine 9—13 Mk. Der Handel vierlief schleppend, wobei ein Ueberstand verblieb.— Nächster Schweinemarkt am 77, August 1984. Berlin, 21. Aug. Auftrieb: 544 Ochsen, 487 Bullen, 907 Färsen, 2123 Kälber, 3810 Schafe, 18,940 Schweine. Bezahlt wurde für: Ochsen b) 82—85, c) 27—31, d) 22—26; Bullen a) 39, b) 90—81, e) 25—28, d) 21—24; Kühe a) 29—91, b) 22—27, c) 16—20, b) 9—15; Färsen a) 33—34, 5) 30—32, c) 24—28, 5) 20—23; Fresser kosteten 17—22; Kälber A 60—70, B a) 48—52, b) 42—47, c) 35—40, d) 25—90; Schafe al) 41—42, a2) 10—41, 51) 39—40, c) 36—38, d) 29—35, e) 34—36, f) 32 bis 33, g) 25—31; Schweine al) 50—51, b) 49—50, e) 47 bis 48, d) 44—45, e) 40—42, f)—, g1) 46—48, 92) 43—45. Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber glatt, Schafe und Schweine glatt.— Dem Markte wurden 16 Schweine der Klasse al)(Speckschweine) zu 50 Mk, entnommen. Hamburg, 21. Aug.(Schlachtviehmarkt.) Aufgetrieben waen 1059 Kälber und 7341 Schweine. Preise für Kälber A 45—52, B 36—44. C 25—35, D 17—24 Mk.; Schweine a1) 50, a2) 47—48, b) 46—48, c) 45—47, b) 42—45, e) 36 bis 41; Sauen gl) 44—46, g2) 87—48; Speckschweine waren aufgetrieben: al) 2192, vollfleischige a2) 117 Stück. Im einzelnen v. b. Neutralberst. entnommene Speckschweine al) 2030, vollfleischige a2) 7 Stück. Im freien Handel wurden entnommen: Speckschweine al) 162, vollfleischige a2) 110 Stück. Ueber 50 Mk. wurden 170 Schweine bezahlt. Der Handel war für Kälber rege, für Schweine mittel. Altenessener Schweinemarkt Altenessen, 21. Aug. Auftrieb: 876 Stück. Es kosteten Ferkel im Großhandel: unter 6 Wochen alte bis 6 Mk., von 6—8 Wochen alte 6—10 Mk., von 8—12 Wochen alte 10—17 Mk., Läuferschweine von 8—4 Monaten 17—23 Mk., von 4—6 Monaten 28—40 Mk. Tendenz: Langsam. GR. Concordia Elektrizitäts AG., Dortmund Die GV genehmigte das Rechnungswerk für 1088 und setzte die ab 22. August zahlbare Dividende auf 6 Prozent fest(t. V. 0 Prozent). Ferner wurde, um Schwierigkeiten beim Registerrichter zu vermeiden, in Anlehnung an den seinerzeitigen Kapitalherabsetzungsbeschluß die Herabsetzung des gesetzlichen Reservesonds auf 10 Prozent des herabgesetzten AK und die Verwendung des freigewordenen Betrages zur Deckung des damaligen Verlustes und zu Wertberichtigungen genehmigt. Dabei handelt es sich also um einen Beschluß, der schon in dem vorfährigen Sanierungswerk mit eingeschlossen sein sollte, aber nicht als gesonderter Punkt auf der Tagesordnung stand. Verlustabschluß der Steinkohlenbergwerk Friedrich Heinrich AG., Lintfort(Kr. Mörs) Wie der WoD erfährt, legt das zum de=Wendel-Konzern gehörende Unternehmen der auf den 7. September eingebrufenen oGV für das Geschaftsjahr 1983 einen Verlustabschluß vor, nachdem im Vorjahre noch ein Reinsewinn von 6242 Mk. erzielt worden war, um den sich er Gewinnvortrag aus 1981 auf 641 346 Mk. erhöhte. Die Förderung konnte zwar um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das einen Rückgang von 19,07 Prozent erbrachte, gesteigert werden, doch wurde das finanzielle Ergebnis durch die erhöhten Lasten beinträchtigt. Für das laufende Jahr seien aber, nachdem der Umlagestreit mit dem Ruhrkohlen=Byndikat entschieden und eine der größten Verlustquellen beseitigt sei, bessere Ergebnisse zu erwarten. Allgemeine Meldepflicht für Eisen und Stahl Der Reichsbeauftragte für Eisen und Stahl hat im Reichsanzeiger vom 21. August 1934 eine Anordnung veröfsentlicht, nach der sich alle Unternehmer, die die von der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl bewirtschafteten Erzeugnisse gewinnen, herstellen, verarbeiten. auf Lager halten oder handeln, innerbalb von fünf Ta gen bei der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl, Station 1,40—1,80, Weizenstroh dito 1,50—1,80, Hafer= und Berlin SW. 6, Markgrafenstraße 25, anzumelden haben. TITI117 Mlanliltatanti 9 Statt Karten Hans Droste Elly DroSte geb. Becker Vermählte Bochum, 22. August 1934 Hotel Bochumer Hof Kurilec Dr. med. Werner Walther Facharzt für Hals-, Nasenund Ohrenkrankneiten SOCngmumsttase» Volks-Zeitung Das Alieste Bochumer at- unb Jomillenb1a Gearündet 1872. Nach Gottes hl. Willen entschlief heute morgen 6.30 Uhr unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Stationsoberschaffner i. R. Joseph Pennig im Alter von 69 Jahren, versehen mit den Tröstungen unserer heiligen Kirche. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Bochum, den 21. August 1934. Das feierliche Levitenamt ist Freitag. den 24. August, morgens 8 Uhr, in der St. Meinolphuskirche zu Bochum. Die Beerdigung ist am gleichen Tage. nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Sternstraße 5, aus zum Friedhof in Bochum-Wiemelhausen. Allen. denen aus Versehen„keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. P. Germanus vom hl. Stanislous C.P GEMMA GALGANI aus Lucco Das Leben einer Seligen Stiamotisiert 1899/ Vorstorben 1908 Soliggesprochon 1933 Deutsche Beorbeitung von Friedrich Rittor vonlema Prois: Broschiort 26 4.90; gebond. 2s 5.80 Gommo Golgoni ist den Katholiken deutsche Zunge keine Fromde mehr. Groß ist die Zohderjonigen untor uns, die sie boroits verehren und liebgewonnen hoben. P. Germanus vom hl. Stonislaus, der ihr Seclenführer war, hot eine umfongreiche und gröndliche Biogrophie der Gemma Galgoni verfoßst. Nunmehr liegt die ungekörzte Veröffentlichung in deutscher Sproche vor. Badenia in Karlsruhe A-G.(0rVorleg und Druckere Herren= u. Tame Tahrrad billig zu verkaufen. Bochum 7-Steinkubl Markstr. 93, Eingang rechts. Eine geb. kleine Bellblechgarage zu kaufen gesucht. Ang. u. B. D. 842 a. d. Gesch. Gut erhaltener Zimmer-Gasofen mit Marmorplatten zu verkaufen. Fräng Biermann, Pochum. Herner Straße 93. anzen, Schwaben Kakerlaken Plöhe u. sonstiges Ungegieser wird mühelos radikal durch meine Spezialmittel beseisigt Garantierier Erfolg bet einfachst. Anwendung. Kleine Dose 0.55. gr. Dose 0.90 Mk., k. Flasche 0.75, große Glasche 125 Mk. Trogerie J. Kneider Eum. Große Beckstr. 11 Das 4. Jahresam für die verstorbene Frau Gust. Altegoer findet am Donnerstag, dem 23. August 1934. morgens 8 Uhr in der Propstelkirme zu Bochum statt. Freundliche Einladung. Wassergenossenschaft zur Melioration von Grundstücken in der Gemarkung Stiepel im Kreise Bochum Stadt. Zwecks Bildung des Vorstandes lade ich die Mitglieder auf Mittwoch, den 5. September 1934, vormittags 10 Uhr, in den Saal der Wirtschaft Wengeler, Gasthof zum Lottental, in BochumStiepel ein. Bochum, den 20. August 1934 Der Oberbürgermeister. Gesamwverband der kathol. Kirchengemeinden Bochums. Der Haushaltplan 1934/35 liegt von heute ab 2 Wochen in unserer Geschäftsstelle, Kirchstr. 7, auf. Bochum, den 22. August 1934. Peters, Propft. Stadtleihamt Bochum Die Versteigerung der verfallenen Pfänder aus dem Monat Januar 1934, Pfandnummern 408 762—414 307, behend in Trau= und sonftigen Ringen, Brillantsachen, silbernen und goldenen Tamen= und Herrenuhren, Gold= und Silberwaren und anderen Wert= und Gebrauchsgegenständen, Musikinstrumenten, Wäsche, Kleiderstoffen, Bekleidungsstücken aller Art, Schuhen, phot. Apparaten, Grammophonen, Nahmaschinen, 1 Kellner=Registrierkasse, Staubsaugern, 1 Tacho=Waage, einigen wertvollen Gemälden, 1 Filgmatte 8X1,82 Meter, findet am Donnerstag, dem 6. September, Donnerstag, dem 13. September, und Donnerstag, dem 20. September 1934, vorm. von 8,30 Uhr ab, im Stadtlethamt, Trankgasse 5, statt. Der Leihbetrieb ist an diesen Tagen geschlossen. Die bei den Versteigerungen etwa erzielten Ueberschusse können nach dem Verkauf innerhalb Jahresfrist bei der Lethamtskasse in Empfang genommen werden. Nach Ablauf dieser Frist verallen sie zugunften der Armenfürsorge Die Einlosung dieser Pfander ist noch bis zum 5. September 1934 vormittags zulässig. Im übrigen werden Erneuerungen bei Ueberschreitung der Gmonatigen Beleihungsfrist grundsatzlich abgelehnt, besonders, wenn nach dem Erscheinen der Versteigerungsbekanntmachung 3 Tage verflossen sind Die bet den Versteigerungen nicht abgegangenen und vom Stadtlethamt gemäß 10 des Gesetzes vom 17. 81 erworbenen Gegenstände können der Versteigerung während der üblichen Verkehrsstunden im Stadtleihamt freihandig gekauft werden. Bochum, den 8. August 1934. Der Oberbürgermeister. Bluncationsverein St. Meinolphus Bochum, Unser Mitglied Joseph Pennig ist gestorben. Die Beerdigung st am Freitag, 24 August nachm.8 Uhr vom Sterbehause, Sternstraße 5, aus Seelenamt morg Uhr in der Si. Meinolphuskirche. Um rege Betelli= gung bittet Der Vorstand. In allen Stadtteiien Groß-Bochums befinden Annahmestellen für Familien=Anzeigen und kleine Gelegenheits=Anzeigen sowie ZeitungsBestellungen. Diese Annehmlichkeit bitten wir in allen vorkommenden Fällen in Anspruch zu nehmen. volks-Zeitung. Bochum=West: Buchhandlung Jünke, Essener Straße 12. Arenzgemeinde: Anstreichergeschäft Busse, Altenbochum: Friseur Lillpopp, Wittener Straße 241. Hunscheidtsseld: Zigarrengeschäft Charpentier, Hunscheidtstraße 66. Weitmar: Buchhandlung Schmidt, Hattinger Str. 200. Buchhandlung Thöne, Hattinger Straße 367. Aiemte: Buchhandlung Cornelius, Herner Straße 384. Bochum=Hamme: Papier= und Schreibwarenhandlung Grummet, Dorstener Straße 171 Gerthe: Buchhandlung Haas, Gerther Str. 13 Bochum=Linden: Frau Richard Troll, Hattinger Straße 831. Wanne=Eickel: Buchhandlung Arntz, Hindenburgstraße 7. Kilbsch. Bochum=Hofstede: Buchhandlung Herner Straße 259. Unterdahlhausen: Buchholg. Conrad Schulze fr. Dr.=C.=Otto Straße 88, Telefon 817 04. hordel: Buchhandlung Steinhausen, Röhlinghauser Straße 34. Für Stellungsuchende Deine Anzeigen gehören in Deine Zeitung. Bei Bewerdungen muß darauf ge= achtet werden, daß Zeugnis= und äbn= liche Abschriften. Lichtbilder usw. auf der Rückseite die vollltändige Adresse des Absenders tragen Wenn nach dieser Anregung verlahren wird, kön= nen die Stellungsuchenden auf Rücksendung ihres Eigentums rechnen. Der Berlag. Nimphius Bochum Bongardet 9 (Tonhalle) Schirme Sparierslöcke Stockschirme Sauberes, ehrlich. Madchen, nicht un ter 18 Jahre, für mal wöchentlich sofort gesucht. Zu melden von 10 Uhr ab Bochum Fürstenstr. 30 patr Junges Ehepaar sucht 2-Zimmer=Wohnung Stadtteil RiemkeHofstede bevorzugt Ang. u. B. B 840 a. d. Gesch. Alleinstehende Person sucht ein Zimmer in ruhigem Hause. Off. u. B. C. 841 a. d. Gesch. d. Z. Getragene und neue Beklei= dung und Schube kauft höchstzahlend Klausner, Bochu Brückstr. 54. Erbitte Karte. lische u. 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Bochum, Kronpringenstratze 1 Paga, Bohum. Elsatzste. 17 Frl. Schulte, Bochum. Meierstr. 9 Hamblock, Bochum, Rotistr. 12 Lischewskl, Harpen, Grüner Weg 11 Frl. Deiß, Von=der=Recke=Str. 1000 (Maschinenstrickerin). Bürstenmacher: Hoffmann Weilmar. Hattinger Str. 1980 Handarbeiterinnen: Frl. Keller, Bochum. Bahnhofste. 11. Bert-n'Selle: Vertrieb von Blindenarbeiten aller Art: Herner Str. 31. Tel. 635 13 Wanzen u. Motten-Vertilgung und jedes anderen Ungezieters unter voller Garantie nur mit V Gas. Alleiniges Ausführungsrecht für Bochum und Umgebung. Staatliche Genehmi gung. Eidene Hottenkammer Underleter-Vertidungs Institut G. Wimmer Bachum. Wittener Str. 14 Rul 61300 Kostenloser Besuch.— Diskrete Bed. Tonhallen Lichtspiele, Bochum. Rul 63837 Schonabheute Mittwoch Der neue Schlager der Sommersalson Harry Lledtke Lulse Ullrich Lwischen zwei Herzen Ein Pilmlustapiel von verführerischem Reiz und fabelnatten Charme mit Olde Ischemnona. Friz Odemar. a Paul Rendel: Hierzu in Nachaufführung Gustav Fröhlich Nora Gregor Was Frauen träumen Ulaton-Woche/ Kulturfilm Eintragungen in das Handelsregister des Amtsgerichts zu Bochum. Am 30. Juli 1934: Die Firma Gewerkschaft des Steinlohlenbergwerks Graf Schwerin Bodum, früher in Castrop. Gegenstand des Unternehmens ist die des Steinkohlenbergwerks Graf rin, sowie die Herstellung aller lagen und der Betrieb von Unterney mungen, welche die Ausnutzung dieses Bergwerks und die Verwertung der Produkte desselben befördern. Der Grubenvorstand besteht aus Personen: 1. Bürgermeister Ernst Becker in Lunen, 2. Rechtsanwalt Wolfgang Wachsmuth in Hannover, 8. anwalt Dr. Albert Will in Hamburg. 4. Rechtsanwalt Ewald Levelob in Essen, 5. Bergassessor Hermann Bruch in Bochum, 6. Bergwerksdirektor a. 2 ermann even 7. Generaldtrektor Dr. ing. e. d. K1 dold in Essen=Bredeney, 8. Dr. fur. Korte in Hannover. Dem Paul Hilgenstock in Gerthe, dem Derg werksdirektor August Knepper in bel Bochum ist Gesamtprokura in der Weise erteilt, daß sie berechtigt sind, in Gemeinschaft mit einem Mitgliede des Grubenvorstandes oder einem anderen Prokuristen die Firma zu geich= Gewerkschaft. Das vom Königl Tortmund bestätigte 13. Tezember 1872. sind abzugeden übergegangen auf die Witwe Apotheler Albert Barkowski in Bochum=Laer die es unter der Firma Albert Barkowokt, Frau A. Barkowskt weiterfudri. RA. 516. d) Bei der Firma Tonhallen Licht= piele Gesellschaft mit beschrankter Has= tung, Bochum. Kaulmann Walter Sewing in Oberhausen ist als a. chaftsfuhrer ausgeschieden. Kaufmann Karl Borgsmuller fr., Bochum ist zum Geschaftsführer bestellt worden. Bürgergesellschaft Bochum. Wilhelmstraße nnn Mittagessen von 12 ble 2. Uhr zu 0.80, 1.00, 1.25 und 1.50 RM. Abonnement O.70. 0.00, 1.10 u. 1.25 Wer fährt mit nachdem Elchsfeld mit einem Omnibus am Freltag. dem 14. Auguet 1034? Anmeldung bei Hans Haaf, Bochum, Rottstralle 52. I. Etage.— Rul 68 96 nen Oderbergamt Statut ist vom1 Willenserflärungen vom Grubenvorstand. Der Grudenvorstand ist ermachtigt, Substituten zu bestellen: a) für den Empfang der mit der Post eingehenden Briefe, Pakete, Geld und Wertsendungen, b) fur sibschluß einzeiner bestimmter Rechto= geschafte. Durch Beschluß der Gewerken= versammlung vom 28. Dezember 199. ist das Gewerkschaftsstatut geändert Die Aenderung betrifft: 2(Sitzverlegung). 4 Ziffer 2(Berufung der Gewerkenversammlung) Zilter 5 und 6 Abstimmung der Gewerkenversammlung und Protokollierung der Verhandlungen) Ziffer 8(Anfechtung Gewerkenversammlungsbeschlusses) Ziller 9(Eingebung von Wechselverbindschkeiten); Ziffer 10(Erteilung von Prokura, General= und Spezialvollmacht durch den Vorsitzenden des Grubenvorstandes oder seine Stellver treter). HNB. 771. Am 2. Auguß 1934 Die in unserem Handelsregiiter eingetragene Firma„Mummenhoff 4 Steamann& Cie., Gesellschaft mit beschrankter Haftung Bochum“ soll von Amiswegen gelöscht werden. Die Inhaber der Firma oder deren Rechts= nachfolger werden aufgefordert, ihren etwaigen Widerspruch gegen die Lo= schung der Firma bis aum* Novem= der 1934 geltend zumachen. HNB 642 Am 3. Auguß 1934. Bei der Firma Feuerschadenverband Rheinisch Weitsältscher Zechen 0. m b. H. Tirektor Friedrich Fricke und Aflefsor Paul Bieper sind als stellvertretende Geschaftsführer ausgeschieden Tirektor Hohenstein ist zum Geschäfte. führer bestellt. Adolf Hobendorff U stellvertretenden Geschaftsführer bestellt. 7 Abs. 1 des Gesellschaftsdertrages(Geschäftsführung) ist durch Beschluß der Gesellschaftsversammlung rom 26. Juni 1934 geändert worden 68. 329. Am 4. Angnß 1934. Die Firma Bürsten= und Settenmagasin Inh. Grete Gastberg, Bochum und als deren Inhaber Kaufmann Grete Galtberg, Bochum. Dem Wil belm Galtbera sunior in Bochum ist Prokura erteilt. HMN. 2558 Am C. Nngno 1934. a) Bel der Firma Carl Scheuer mann, Bochum. Dem Johannes Pkeif. fer, dem Georg Keppler, der Martda Scharpey. Bochum. ist Gesamtprokura der Weise erteilt, daß sie leder Gemeinschaft mit einem anderen Pro= kuristen zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt ist. HNN. 435. d) Dir Firma Wilhelm Best, offene Handelsgesellschaft, Bochum und als deren persönliche hastende Gesellschaf ter Kaufmann Wilhelm Best, Bochum und Kaufmann Sowin Look. Bochum Ofsene Handelsgesellschaft. Die Gesenlschaft hat am 1. Juli 1934 begonnen HRA. 2559. Am 8. Angußt 1934. a) Bei der Firma Eduard Friedrich in Bochum. Die Firma ist erloschen 6RA. 2249. b) Bel der Firma Apotheke in Werne Gottlieb Stein. Werne. Das Handelsgeschäft it im Erbgang übergegangen auf die Witwe Apotheker Gottlob Stein, Bochum=Werne. die ee unter der Firma: Apotheke in Werne Gottlob Stein Inh. Witwe Stein weiterführt. HRA. 1 25. c) Bei der Firma Albert Barkowsk zu Laer. Die Firma lautet setzt: Alberl Barkowski, Frau A. Barkowskt. Podum=Laer und als deren Jnhaber Frau Witwe Albert Barkowskl, Bochum=Laer. Das Handelsgeschäft Fahrradhaus Bochum amRathaus cke Bongard- und Mühlenstraße Größtes Fahrrad-SpezialGeschäft Westfalens Deutisat 61. Am 9. Auguß 1934. n) Bei der Firma Carl Kleine. hum. Die Firma ist erloschen. b) Bei der Firma Hermann Klambi, rne, Krs. Bochum. Die Firma ist erloschen. HRA. 1 105. Am 10. Augußt 1934 Bel der Firma H. u. W. Friemann, Kalfee=Röltwerke in Bochum. Indader der Firma ist Fräulein Martha Gassel, Porimund=Kled. Das Handelsgescha ilt übergegangen auf Fraulein Martda Gassel, Tortmund=Kley, die es unter der bisherigen Firma weiterführt. Ter Uebergang der in dem Betriebe des Geschafts begründeten Verbindlichkeiten at dei dem Erwerde des Geschätts dur9 Martha Gassel ausgeschlossen. 902. 2067. Am 11. Augußt 1034 a) Bei der Firma Vereinigte Elel. triaitatswerke Weitsalen Aktiengesell= schaft. Bezirksdirektion Tortmund, Zweigstelle Bochum in Bochum. Turs Beschluß der Generalversammlung ten 13. Juli 1934 ist das Grundkaptta erleichterter Jorm um 80 000 000 97 auf 40 000 000 RM. berabgeseyt. 7 Kapitalsherabsetzung ist durchgetühr. Lirektor Martin Müller tit gum kerlitzenden des Vorstandes bestimmt 22 stellvertretenden Vorstandsmitglied 4 Dr. rer. vol. Hans Ahrenktel in Ler= mund bestellt. Die Prokura des Tr. rer. pol. Hans Abrenktel und des 1tektors Heinrich Knaup ist erloschen. Dem Oberingenieur Martin Schumarn in Dortmund ist dergestalt Prokura er= teilt worden, daß er gusammen mit einem Vorstandsmitglied oder eir 2 Prokuristen zur Vertretung der 6eelschaft befugt ist. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 13. Jull 1934 ist der Gesellschaftsvertrag in wesentlichen Bestimmungen geändert und vollständig neu gesatzt. Insbelor= dere sind geändert: 8(Grundkamtel, Aktien, Vorzugsaktien, gemeinsame Ml. lienurkunden), 56 2 ff.(Vorktand). 86 14, 19(Aufsichtsrat), 88 22—24 Generalversammlung), 28(Gewinnverteilung) und in 6 neuer Fastung sind die Bestimmungen über die Uebertragbarkeit und Einziehung der Akiten actroffen. Nach 3 lauten samiliche Aktien nunmehr auf ben Namen §8 wird die Gesellschaft vertreter a) wenn nur ein Vorstandsmitglied bestellt ist, durch dieses allein, b) menn mehrere Vorstandsmitalte. der bestellt sind, wozu auch der Sell gehört, daß neben einem einzigen or= dentlichen Vorstandsmitglied ein eber mehrere stellvertretende Vorktandemitalleder bestellt sind, durch amel Perstandsmitglieder oder durch ein Vor= standsmitglied gemeinschaftlich w einem Prokuristen. Der Aufsichierat est berechtigt, einem ordentlichen Ver= standsmitalied die Bekugnis zu erteilen. die Gesellschaft allein an vertreten. Dem Direktor Martin Muner Ermächtigung ertellt, die lerica" allein au verkreten. Das Vorstands. mitglied Tirektor Richard Buttle frübet in Tortmund, wohnt jeyt in eben a. d. Rubr. HNB. 684. h) Bel der Firma Julius 8301 in Bochum. Die Firma lautet seyt: Schubhaus Wildelm Mags in Bochum Jnhaber der Firma ist der Kausmanst Wilhelm Maas, Bochum. Die Prokura der Ehefrau Julius Samson Mn er= loschen. 6NN. 2221 Am 14. Auguß 1974 Bei der Firma Allgemeine Elcfiromotorenwerke Bochum Wildelm Noac. lang in Bochum. Indader der pitma ist der Dipl. Jng. Adel“ Bogelsang. Duisburg. Das Handelsgeschaft in Abergegangen auf den Tipl. Jng Adolf Rogelsang, Dutsburg. der 0 unter der alten Firma weiterfübrl. Frau Mia Achniy geb. NeaPochum und dem Kaufmann Philird Rückershausen, Bochum ist Proknte mit der Maßgabe erteilt, daß beide ge= meinsam aut Vertreiung der Frmede rechtigt sind. HNN. 1424 Am 15. Anauß 1934 Die Firma Inkassenbüro3 Hufling, Bochum. In Witten und senkirchen fIn 82121 unter der oufsing über die gleichen und unter der gleichen Firma errich worden. Jnhaber der Firma Kaufmann Max Hufsing. §NA. 2500. ochum. Jn Witten unr sind Zweigniederlassungen Zirma Inkassobure er die gleichen Unternebm Gute billige Bücher Heimalklänge von Paul v. d Weihe. Sauerländische Heimatgedichte m zahlreichen Abbildungen, früher Mk. 1.—, setzt Inr. 0 Peter Hellenberger und seine Schelmenstreiche Von Geora Falkenstein. Ein sauerländischer FrübeEulenspiegel, früher Mk. 2.50, setzt MNk. 1.50 Der hl. Franz von Assisi und Wir Ein prächtiges Werkchen von Pfarrer Rechmann. drüner Mk. 2.-. setzt MNk. 1.—. Die Muttergolles von Sliepel Ein Pilgerbüchlein für die Verehrer der Gottesmutter. 30 Der Junglehrer Das Schicksal unserer amtslosen deutschen Jun glehrer von Feri Malter, früher Mk. 2.—, setz Lehrausflüge im Dienste des naturkundlichen Unterrichts, v. W. Kle1 früher Mk. 1.—, setzt MNk. 0.30. Die Erziehung zur gemeinläligen Persönlichheil von Stadtschulrat Dr. Sieffens.(Gesell chaft, Erziehung und Unterricht), früher Mk. 3.—, sehl 9 Die deutsche Bergmannssprache 380 Erhältlich in der Geschäftsstelle unserer Bestellungen auch durch die Zeunnsho Aufruf de der Saa Koblent. 20. Aug. der Saarvereine, Staatsra Aufruf erlassen: Deutscher V Weißt Du, daß 800 vom deutschen Vaterland d Peißt Du, daß im S desertierten marxistisch t unter wohlwollender mission unsere deutsch ipfen und terrorisieren jerung und den Führer nden dürfen, ja in ihre errat begehen? eißt Du, daß dort a eiter, weil sie ihr De die Straße fliegen, Hun n Familien für Deutsch fur Dich, deutscher Vol Peißt Du. daß trotz r Schikanen, allem Ter deutsche Volk der Saar darbeiter und Bergkun nichen, beispiellosen Ke Deutscher Volksgenosse, u rüder an der Saar? Die Saardeutschen erwa id Rückhalt in ihrem Kan r löjähriges treues Ring Deutschland ein Recht utche Volksgenosse Schul eutichtum im Saargebiet id ihre Not bei uns im R Wir wollen das ganze 1 chicksalsgemeinschaft und 5 zu einem gemeinsame wutchen Volksgemeinschaft Jeder Deutsche kann hie werden als Mitgli treine. dessen Ortsgrupp eutschlands befinden. An chten an den Führer des oblenz. Schloßstr. 45, 0 Saar=Verein“, Berlin SM Der Führer des 8 (gez.) 6 Preußisch Saarp'aketten dürf Dusseldorf, 21. Aug. mit: Der Verkauf der 26. August 1934 ste gebung ist für den 20 n Straßen. Plätzen und chsschatzmeister der NST selers des Führers genehm cer Plakette fällt demgen elverbot, wovon ausdri Eisenbahner vom? oblenz. 21. Aug. Ein nz wurde von einem D=J tzt. Er befand sich auf ein dege zum Hauptbahnhof. uges stellte er sich, mit de andt. dicht an das Ueberfi nen schweren Rucksa ve erfaßte, so daß urde. An den Folgen de Beim Hantieren n gelö Diez. 21. Aug. Ein ji wender Mann, der zur Ze fantierte an einem geladene lich ging der Schuß los, der Leib drang. Obwohl der hiesigen Krankenhaus zuge Folgen des Bauchschusse Wie stimmien d Zahlen aus dem Köln, 21. Aug. Manner und Frauen ge Endergebnis ergibt sich kundet!) 249700 abgeg Limmen 207 500 auf„ 400 Männerstimmen über 77 Proz.) lauteten. Solingen und Die Industrieleilt mit: in letzter Zeit ist rrcitet worden, in Stahlwaren hergestellt n erhalten. Von à Schneidwaren mit dem in Indien. Akrika usw. Die Industrie= und diesen Gerüchten na diger Stelle festgestellt nichtentsprechen. gibt es in Japa 9an der Name„Soli parenerstetlern viel r Firmen hat sich phische Herkunftsangab nzeichen eintrager grauche hat die genan Schritte unternommen Wirk von einem G Duisburg Hamborn, 21. nacht wurde in einer W Friedrich Straße in Han Lause eines Wortwechsele geltochen und mußte mit Unterleibeverletzung ins werden. ngen gerichts zu Bochum. ngen auf die Witwe Apotheler darkowski in Bochum=Laer. die der Firma Aldert Barkowet A. Barkowski weiterfudri. 10 ei der Firma Tonhallen Licht= rsellschaft mit beschrankter Has= Bochum. Kaulmann Walter in Oberhausen ist als de. hrer ausgeschieden. Kaufmann rgsmuller fr., Bochum ist zum führer bestellt worden. 998. Am 9. Auguß 1934. ei der Firma Carl Kleine. Bo= le Firma ist erloschen. i der Firma Hermann Alambi, Krs. Bochum. Die Firma ist ORA. I 105. Am 10. Augutt 1934 er Firma H. u. W. Friemann. bltwerke in Bochum. Jndader ia ist Fräulein Martha Gassel. d.Kley. Das Handelsgescha egangen auf Fraulein Martda Portmund=Kley, die es unter rigen Zirma weiterführt. Ter g der in dem Betriebe des begründeten Verbindlichkeiten m Erwerde des Geschatts dur4 Gassel ausgeschlossen. 674. Am 11. Augußt 1934 der Firma Vereinigte Elel= derke Weitfalen AktiengesellBezirksdirektion Tortmund. se Bochum in Bochum. Turs der Generalversammlung ron 1934 ist das Grundkapttal m er Form um 80 000 000 35 00 000 RM. berabgeseyt. 24 serabsetzung ist durchgetahr. Martin Muller tit aum ferdes Vorstandes bestimm: 22 tenden Vorstandsmitglich 4 vol. Hans Abrenktel in Ler= stellt. Die Prokura des 7r. Hans Ahrenktel und des 1heinrich Knaup ilt erleschen. eringenteur Martin Schumann tund ist dergestalt Prokura er= den, daß er gusammen mit Jorstandsmitglied oder eir 2 en zur Vertretung der Gesel= ugt ist. Durch Beschluß der ersammlung vom 13. Juli der Gesellschaftsvertrag in en Bestimmungen geänder tändig neu gesatzt. Jnsbeler= geändert: 3(Grundkamel, lorzugsaktien, gemeinsame Ml. den). 86 2 ff.(Vorltand). 9(Aufsichtsrat). 66 22—24 versammlung). 28(Gewinn1) und in 4 neuer Bastung Bestimmungen über die Ueber= und Einziehung der Aktien Nach 8 lauten samilice inmehr auf den Namen. 8es die Gesellschaft vertreten: nn nur ein Vorstandsmitglieb 1, durch dieses allein, un mehrere VorstandsmitalteUt sind, wozu auch der Sel aß neben einem einzigen orVorstandsmitglied ein oder stellvertretende Borstandsmitestellt sind, durch zwei Perglieder oder durch ein Vor= glied gemeinschaftlich wil rokuristen. Der Aufsichterat igt. einem ordentlichen glied die Bekugnis zu erteilen. lschaft allein zu vertreien. ektor Martin Muller w die sung erteult, die Ge0ca" 1 berkreten. Das Derkands. Pirektor Richard Bunsedet sund. wohnt jeyt in eben a. 484. der Firma Julius Sansen m. Die Firma lautet seyt: Wildelm Mags in ochum der Firma ist der Kausmans Maas, Bochum. Die Prokura rau Julius Samson in erNn. 2221 Im 14. Auanß 1974 dr Firma Allgemeine Elefiroerle Bochum. Wildelm Pogel= Pochum. Jndader der Firma Tipl. Ing. Adelf Bogelsang. Tas Handelsgeschaft igen auf den Tir. gelsang, Duisburg. der 4 t alten Firma weiterfüdn. ta Achniy geb. Rogellans. und dem Kaufmann Philird ufen, Bochum ist Peerrs Naßgabe erteilt, daß beide ge= zur Vertreiung der Firma benb. 8NA. 1424 Im 15. Anaußt 1934 irma Inkassenbüroet Bochum. Jn Witten und sind Zweigniederlassungen r Kirma Jnkassobsro der die gleichen Unternehmen der gleichen Firma errichtet Jndaber der Firma ist der Max Hufsing, Bochum 10. Bücher dische Heimatgedichte mit k. 1.—, setzt Mk. 0 30. nenstreiche Fin sauerländischer Till Mk. 1.30 er Rechmann, früher er Goltesmutter. 30 Pf. utschen Junalehrerschaft k. 2.—, letzl k. 1.—. richts. v. W. Kleffner önlichheit (Gesell (k. 3—, setzt MI 1.30 M 3.60 unserer Zeiunn. de Zeuungsho en. Aus Aufruf des Bundes der Saarvereine Koblenz, 20. Aug. Der Führer des Bundes der Saarvereine, Staatsrat Simon, hat folgenden Aufruf erlassen: Deutscher Volksgenosse! Weißt Du, daß 800 000 Deutsche an der Saar vom deutschen Vaterland durch das Versailler Diktat abgetrennt, unter art= und volksfremder Herrschaft teden ißt Du, daß im Saargebiet die aus Deutsch TNB Saarbrücken, 21. Aug. Der land desertierten marxistischen und jüdischen Volksper= führer der Deutschen Front, Pirro Das unglaubliche Verhalten des Präsidenten Knox Beschwerdeschrift der Saardeutschen unter wohlwollender Duldung der Regierungs mission unsere deutschbewußten Saarbrüder beempfen und terrorisieren, das Deutsche Reich, seine sazierung und den Führer Adolf Hitfer öffentlich verlumden dürfen, ja in ihren Zeitungen offenen LanXsverrat begehen? Weißt Du, daß dort an der Saar täglich deutsche Arbeiter, weil sie ihr Deutschtum nicht verleugnen, auf die Straße fliegen, Hunger und Elend leiden samt ibren Familien für Deutschland, für ihr Volk und dafür Dich, deutscher Volksgenosse? Landeshat ge= meinsam mit der Fraktion der Deutschen Front des Landesrates eine große Beschwerde an den Völkerbundsrat gerichtet, die sich mit den unverständlichen Regierungsmaßnahmen des Prasidenten Knor und seiner stillschweigenden Tuldung des Treibens der Separatisten und ihrer Heypresse befaßt. Die Beschwerde hebt einleitend hervor, daß der Prasident der Regierungskommission verschiedene Maßnahmen getroffen habe, die zu erneuter Beschwerdeführung beim Völkerbund nötigten. Der Weißt Du, daß trotz aller Bedrückungen, trotz Mangel an politischer Neutralitat aller Schikanen, allem Terror, trotz Not und Elendides Herrn Präsidenten Knor sei be is deutsche Volk der Saar und vor allem der deutsche kannt. In der gleichen Weise, wie er sich gegen Handarbeiter und Bergkumpel seit 15 Jahren einen den Teil der Bevölkerung stelle, der seine Treue beroischen, beispiellosen Kampf um sein Deutschtum zum angestammten deutschen Vaterland nicht verführt?hehle begünstige er alle diejenigen im Saargebiet, Deutscher Volksgenosse, und was tust Du für Deinedie die Reichsregierung bekämpften. Brüder an der Saar? In der Beschwerdeschrift wird sodann auf die Die Saardeutschen erwarten von Dir Verständnis kürzlich erlassene Amnestie der Regierungs und Rückhalt in ihrem Kampf! Und sie haben durch kommission eingegangen. Die größte Empörung ihr 15jähriges treues Ringen um die Rückgliederung bei der Saarbevölkerung sei dadurch hervorgerufen Deutschland ein Recht darauf, daß Du und jeder worden, daß auch Meineidsverfahren ent deutsche Volksgenosse Schulter an Schulter mit dem segen den vorher abgegebenen Erklärungen, dan Deutichtum im Saargebiet stehst, daß nicht ihr Kampf und ihre Not bei uns im Reich vergessen wird. Wir wollen das ganze deutsche Volk aufrufen zur Anteilnahme und Mitarbeit zum Beweis deutscher Schickfalsgemeinschaft und so den Abstimmungstag zu einem gemeinsamen Bekenntnis der großen Saargebiet deutichen Volksgemeinschaft werden lassen. Emigranten Jeder Deutsche kann hierzu Mitarbeiter und Mitlämpfer werden als Mitglied des Bundes der Saarvereine, dessen Ortsgruppen sich in allen Teilen Deutschlands befinden. Anmeldungen sind weiter zu richten an den Führer des Bundes der Saarvereine, Koblenz, Schloßstr. 45, oder an die Geschäftsstelle „Saar=Verein“, Berlin SW 41, Stresemannstr. 42. Der Führer des Bundes der Saarvereine. (gez.) Gustav Simon, Preußischer Staatsrat. diese von der Amnestie ausgenommen seien her niedergeschlagen wurden. Die Beschwerde geißelt sodann in scharfen Worten die unverantwortliche Emigrantenpolitik des Präsidenten Knor, unter dessen Schutz das zum Tummelplatz vaterlandsloser und sonstiger politischer Abenteurer geworden sei, die Unruhe und Verwirrung in die Bevölkerung hineintrügen und die mit allen Mitteln gegen die Reichsregierung arbeiteten. In gleicher Weise, wie dies die Protestnote der Reichsregierung an die Regierungskommission her vorhob, bringt die Deutsche Front in schärfsten Worten ihre Mißbilligung darüber zum Aus druck, daß Reichspräsident von Hindenbura zu Lebzeiten in der unflätigsten Weise her abgesetzt und sein Andenken sogar nach dem Tode durch die Separatisten dauernd besudelt werden konnte, ohne daß Präsident Knor dagegen einge Caarn'aketten dürfenverkauft werden schritten ware. Die Beschwerde der Deutschen Front geht so dann auf einige Einzelfälle der letzten Zeit ein, die besonders kraß das unglaubliche Verhalten des Präsidenten Knor beleuchten. Nach Ansicht der Deutschen Front mache sich Herr Knor durch Dulden unerlaubter politischer Betätigung der Emigranten einer Neutralitätsner letzung schuldig. Die Bevölkerung müsse es als eine bewußte Aufreizung empfinden, wenn vater landslose Emigranten als Ergänzung des politischen Geheim= und Ueberwachungsdienstes gegen das deutsche Saarvolk eingesetzt werden. Diesem seinem Verhalten habe Herr Knor aber Dusseldorf, 21. Aug. Die Regierungspressestelle t: Der Verkauf der Saarplaketten aus Anlaß am 26. August 1934 stattfindenden Führer=Saarebung ist für den 26. August 1934 auf öffentven Straßen, Plätzen und in den Festräumen vom neimsschatzmeister der NSDAP namens des Stellverzners des Führers genehmigt worden. Der Verkauf neer Plakette fällt demgemäß nicht unter das Sammelverbot, wovon ausdrücklich Kenntnis gegeben Eisenbahner vom D=Zug überfahren „ Koblenz. 21. Aug. Ein Bahnangestellter aus Kobwurde von einem D=Zug erfaßt und schwer ver befand sich auf einer Ueberführung auf dem wege zum Hauptbahnhof. Beim Näherkommen des züges stellte er sich, mit dem Rücken zum Gleise gewandt, dicht an das Ueberführungsgeländer. Er trug einen schweren Rucksack, den die Lokomotinz erfaßzte, so daß er zu Boden geschleudert würde. An den Folgen der Verletzungen ist er gestorben. Beim Hantieren mit dem Revolver gelölel diez. 21. Aug. Ein junger aus Biebrich stam mender Mann, der zur Zeit in Westerburg wohnte, dadurch die Krone aufgesetzt, daß er mit der Sichtung der in den Häusern der Deutschen Front beschlag nahmten Akten und mit der Anfertigung eines Berichtes ausgerechnet den Emigranten Nitzel beauftragt habe. Die Beschwerde geht sodann auf das bekannte Attentat auf den Emigrantenkommissar Machts ein und betont, daß dem Prasi denten Knor die alleinige Verantwortung für dieses Attentat eines unverantwortlichen Wirrkopfes zuzuschreiben sei, weil er durch die starre Betonung seiner Macht und seine unnachsichtige Prestigepolitik eine Stimmung in der Bevölkerung erzeugt habe, die nur zu leicht bei aufgeregten und geistig verworrenen Menschen zu derartig verwerflichen Ausschreitungen führen könnte. Das jüngst erfolgte Verbot von 20 Zeitungen der Deutschen Front zeige, bis zu welchem Grade sich Herr Knor von Objektivität und Unparteilichkeit entfernt habe, während er gleichzeitig die schwersten Angriffe der Separatistenpresse auf die Neichsregierung dulde. Sich selbst übertroffen habe Knor durch die Anordnungen der Haussuchungen und Beschlagnahmen in den Häusern der Teutschen Front und im Deutschen Nachrichtenbüro. Es wird hier nochmals auf die Entschei dung des Untersuchungsrichters hingewiesen, die den eindeutigen Beweis erbracht habe, daß Präsident Knor ungesetzlich verfahren sei Zum Schluß wird in der Beschwerde u. a. aus geführt, es geht uns nicht um die Person des Herrn Knox, die uns gleichgültig ist. Er hat es in annähernd 1½ Jahren seines Hierseins nicht verstanden, mit der Bevölkerung, der er durch sein hohes Amt verpflichtet ist, auch nur oberflächlich Fühlung zu gewinnen. In seinen hierdurch beding ten verfehlten Maßnahmen liegt eine Quelle fort dauernder Beunruhigung der Bevölkerung. Wir erinnern vor allem an seine ständigen Drohungen mit dem Einmarsch französischen Militärs ins Saargebiet und an seine jetzt wiederholte Forderung, ihn zur Her anziehung ausländischer Truppen zu ermächtigen, eine Forderung, die der Völkerbund auf seiner lebten Tagung in richtiger Erkenntnis ihrer schlechten Unbegründetheit und ihrer Geführlichkeit abgelehnt hatte. Wir bitten den Hohen Rat des Völkerbundes, die Saarbevölkerung in ihrem sach lichen Kampf nicht im Stich zu lassen. Abzeichenverbot DNB Saarbrücken, 21. Aug. Die Regierungs kommission hat das Tragen des Abzeichens für die Kundgebung auf dem Ehrenbreitstein im Saargebiet verboten.— Das Abzeichen kann also nur nach der Ausgabe im Reich von den Fahrtteilnehmern angelegt werden. In gleicher Weise hat die Regierungskommiisson das Abzeichen der Antifaschisten für die Kundgebung in Sulzbach am 26. August verboten. Wie wenig sich jedoch die Antifaschisten um diese Anweisung kümmern, zeigt die Tatsache, daß man verschiedentlich Marristen und Sozialisten in den Straßen sieht, die das Ab zeichen mit der Aufschrift„Nie zu Hitler“ tragen Saardeuksche im Reich, aufgepaßt! Beachtet den 31. August! DNB Berlin, 15. Aug. Der 31. August. der Endtermin für die Einsichtnahme in die Abstimmungslisten, die bei den saarländischen Gemeindebehörden aufliegen, rückt immer näher. Das Verantwortungsbewußtsein an der deutschen Saar=Sache fordert gebieterisch, daß auch der letzte Saarländer an die Wahlurne geht. Wir richten deshalb an alle im Reiche anfässigen Saardeutschen den eindringlichen Appell, nicht lässig zu sein und sich rectzeitig um die Sicherung ihres Wahlrechts zu kümmern. Aller Patriotismus ist unnütz, wenn sich die Saarländer nicht voll und ganz für ihre Belange einsetzen. So ist es an der Zeit und dringend geboten. durch einen Bekannten im Saargebiet zu erfahren. ob der Eintrag in die Wahlliste dort auch wirklich erfolgt ist. Es empfiehlt sich, eine schriftliche Bestätigung darüber besorgen zu lassen. Neine Mühe darf zu viel sein, wenn es gilt, eine Stimme zu sichern.— Sammelformulare genügen in keinem Falle; jeder Stimmberechtigte muß vielmehr seine Unterschrift gesondert abgeben. Letzte Sportnachrichten Devisen als Schokolade 30080 RM. beschlagnahmt DNB Beurig=Saarburg, 21. Aug. Am Sonntagabend wurde auf dem Bahnhof Beurig=Saarburg dank der Aufmerksamkeit eines Bahnbeamten ein um fangreicher Devisenschmuggel entdeckt. Es wurden ins gesamt 30080 RM beschlagnahmt. Der Haupttäter wurde verhaftet. Ueber den Sachverhalt hören wir noch folgendes: In den Eil= und D=Zügen zwischen Trier und Saar. Mann, der zur Heis in Westerouey wohnie, burg findet eine Devisenkontrolle statt. In Beurigfantierte an einem geladenen Revolver herum. Plötz Sgarburg, der letzten Haltestelle für diese Züge vor lich ging der Schuß los, der dem Unvorsichtigen in den der Einfahrt in das Saargebiet, sind auch die einsteireib drang. Obwohl der Schwerverletzte sofort dem nden Tahrgäste dieser Kontrolle unterworfen. Am niesigen Krankenhaus zugeführt wurde, starb er an Folgen des Bauchschusses. Wie stimmten die Frauen ab? Zahlen aus dem Kölner Endergebnis „Koln, 21. Aug. Bekanntlich stimmten in Köln Manner und Frauen getrennt ab. Aus dem Kölner Endergebnis ergibt sich nun, daß von(Zahlen abgetundet!) 249700 abgegebenen gultigen FrauenLimmen 207 500 auf„Ja“(also 83 Proz.), von den „Solingen" in Japan? Die Industrie= und Handelskammer zu Solingen teilt mit: in letzter Zeit ist wiederholt die Mitteilung verFreitet worden, in Japan habe eine Stadt, in der Slahlwaren hergestellt würden, den Namen„Solinerhalten. Von dieser Stadt aus wurden setzt Schneidwaren mit dem Stempel„Made in Solingen n Indien, Afrika usw. verbeitet. Lie Industrie= und Handelskammer zu Solingen " diesen Gerüchten nachgegangen und hat an zustanoiger Stelle festgestellt, daß sie den Tatsachen nichtentsprechen. Eine Stadt mit Namen„S0 zugen gibt es in Japan nicht. Richtig ist allerdings. der Name„Solingen" von sapanischen Stahlarenberstellern vielfach mißbrauch wird. Eine er Firmen hat sich diese nicht schutzfähige geogra phische Herkunftsangabe sogar unzulässigerweise als warenzeichen eintragen lassen. Wegen dieser Mißmanche hat die genannte Kammer die notwendigen chritte unternommen Wirl von einem Gast niedergestochen Duisburg Hamborn, 21. Aug. In der Montaa nacht wurde in einer Wirtschaft auf der Kaiser Friedrich-Straße in Hamborn der Inhaber im Lause eines Wortwechsels von einem Gast nieder denochen und mußte mit einer lebensgefahrlichen Unterleibsverletung ins werden. genden Fahrgäste dieser Kontrolle unterworfen. An Sonntagabend erschien ein Handelsmann in Beglei tung seiner Frau und einer zweiten Dame auf dem Bahnhof. Die beiden Frauen lösten sich eine Fahr karte nach dem Saargebiet, der Handelsmann lediglich eine Bahnsteigkarte. Als die beiden Frauen in den Zug eingestiegen wa ren, unterhielten sie sich vom Fenster aus mit dem auf dem Bahnsteig stehenden Mann. Nachdem die Kontrolle durchgeführt war, gab der Mann seiner Frau ein Päckchen mit dem Bemerken, sie müsse sich für die Fahrtetwas Schokolade mitnehmen. Ein Bahnbeamter des Zuges bemerkte diesen Vorgang, worauf sich der Mann das Päckchen zurückgeben ließ. Als der Zug abgefahren war und der Mann den Bahnhof verlassen wollte, wurde er zwecks Aufschluß über das inzwischen durch den Bahnbeamten gemeldete eigenartige Verhalten zur Untersuchung in ein Büro gebeten. Er wußte hier nichts von einem Päckchen und sagte, das einzige Geld, das er besitze befinde sich in seiner Brieftasche, die er auch vorzeigte Er habe kein Geld ins Saargebiet verschieben wollen Eine Untersuchung förderte jedoch das gesuchte Päck chen aus der inneren Rocktasche zutage. Es enthielt 30080 RM. Das Geld wurde beschlagnahmt und der Mann festgenommen. Als die Frau des Devisenschiebers am Montag morgen zurückkam, wurde auch sie festgenommen und dem Gefängnis zugeführt. Oblt. Birk führt Moderner Fünfkampf in Stockholm Das Fünfländertreffen in Stockholm, das die besten europäischen Offiziere auf dem Gebiete des Modernen Fünfkampfes im Wettbewerb sieht, wurde am Dienstag mit dem Pistolenschießen fortgesetzt. Auf der Anlage des Schwedischen Militar Sportvereins hatten die 18 Bewerber auf eine versenkbare Scheibe zu schießen. Aus 25 m Entfernung gab es vier Schuß=Serien zu je fünf Schüssen. Die Scheibe war zwischen jedem Schuß drei Sekunden sichtbar. Der holländische Lt. van den Bosch schaffte mit 20 Treffern 191 Ringe. Um nur zwei Ringe blieben Oblt. Birk(Deutschland) und Rittmeister Orenstierna (Schweden) zurück, die mit 20 Treffern 189 Ringe erreichen. Oblt. Birk hat dadurch im Gesamtklassement wieder die Führung übernommen. Pistolenschießen: 1. Lt. van den Bosch 20 Treffer, 191 Ringe: 2. Oblt. Birk, Rittmeister Orenstierna 20 Treffer, 189 Ringe: 4. Lt. Handrick(Deutschland) 20 Treffer. 188 Ringe: 5. Thofelt(Schweden) 20 Treffer, 187 Ringe: 6. Lt. Orban(Unaarn) 20 Treffer, 187 Ringe: 7. Lt. Einwächter(Deutschland) 20 Treffer. 186 Ringe: 14. Lt. Püttmann(Deutschland) 19 Treffer, 167 Ringe. Der Stand: 1. Oblt. Birk 7 Punkte: felt 15 Punkte: 3. Lt. Einwächter 165 Rittm. Orenstierna 18.5 Punkte: 7. Lt Punkte; 18. Lt. Püttmann 47 Punkte. 2. Lt. Tho. Punkte: 4. Handrick 20 Stadt Rheinhausen DNB Berlin, 21. Aug. Durch Entscheidung 7400 Männerstimmen 175 350 auf„Ja"(also etwasdrederm ader 77 Proz.) lauteten. 1amia Mörs, das Necht verliehen worden, die Be zeichnung„Stadt" zu führen. Das Amt Rhein hausen ist aufgelöst, die Landgemeinden Kalden hausen und Rumeln sind zu ener neuen Land gemeinde und einem neuen Amt Numeln zusam mengeschlossen, sowie ein Teil der bisherigen Ge meinde Kaldenhausen(nunmehrigen Gemeinde Rumeln) in die Stadtgemeinde Rheinhausen ein gegliedert worden. Bauernhof abgebrannt 30 Mastschweine verbrannt Kenpeln b. Kleve, 21. Aug. Montag morgen entstand auf dem Hofe des Bauern Michael Janssen ein Schadenfeuer, das an den Vorräten im Hinterhause reichliche Nahrung fand. Mit der Motorspritze gelang es, das bereits brennende Vorderhaus vor völliger Vernichtung zu bewahren, das Hinterhaus jedoch brannte völlig nieder. Leider gelang es nicht, 30 Mastschweine und zwei Ziegen aus dem Hinterhaus zu retten, so daß sie dem Brande zum Opfer fielen. Radfahrer ködlich verunglückt Nichrath=Neusrath, 21. Aug. Am Dienstaamittag stürzten auf der Richarther Straße zwei Radfahrer aus bisher unbekannten Gründen. Dabei geriet der eine von ihnen unter ein vorbeikommendes Anto Mit einem schweren Schadelbruch wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er kurz darauf starb. Hillerbild zerstört Rheine, 21. Aug. Anläßlich der Einweibung des Hitler Stadions hatte die Stadtverwaltung ein über Meter hohes Bild des Führers auf dem Stadion aufstellen lassen. Dieses Bild ist in der Nacht zum Sonntag, dem 19. Anaust, durch ruchlose Hand durch Verbrennen vernichtet worden. Desgleichen ist eine der zu beiden Seiten des Bildes aufgestellten Haken kreuzfahnen durch Zerschneiden unbrauchbar ge macht worden. Am Fuße der Stangen, die das Bild trugen, haben die Täter einen Zettel mit der Aufschrift„Heil Moskau“ niedergelegt. Die Stadt verwaltung sichert denjenigen eine Belohnung zu, die die Täter namhaft machen, daß sie gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Die Ver teilung erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges. Die Verleihung des Ehrenkreuzes DNV Berlin, 21. Aug. Mehrfache Anfragen geben dem Reichsministerium des Innern zu fol gender Klarstellung Veranlassung: Nach der eindeutigen Fassung der Stiftungs urkunde des Reichspräsidenten Generalfeldmar schalls von Hindenburg ist das Ehrenkren,— von den Kriegshinterbliebenen abgesehen— nur für Kriegsteilnehmer, das heißt für solche Reichsdent sche bestimmt, die im Weltkriege auf deutscher Seite oder auf Seite der Verbündeten Kriegs dienste geleistet haben. Kriegsdienste hat nach der dazu von mir erlassenen Durchführungsver ordnung derjenige Reichsdeutsche geleistet, der im Weltkriege zur Wehrmacht eingezogen war. Hier nach können, um nur die hauptsächlich in Frage kommenden Personenkreise zu erwähnen, weder die Zivilinternierten, nom die Hilfs dienstpflichtigen bei der Verleibung des Ehrenkreuzes berücksichtigt werden. Um den Davispokal Nach dem alatten Sieg über Rumänien in Berlin bestreitet Deutschland das letzte Ausscheidungsspiel um die Teilnahmeberechtigung am Hauptwettbewerb des Davispokals 1935 gegen Dänemark in den Tagen vom 21. bis 2. August in Kopenhagen. Fast zur gleichen Zeit kommen auch die Begegnungen Griechenland— Polen, Schweden— Holland und Ungarn— Iugoslawien zum Austrag, denn bis zum 2. September muß die dritte Rund der Davispokal=Ausscheidungskämpfe beendet sein. Das letzte Spiel im vergangenen Jahr in Leipzig wurde von den deutschen Vertretern mit 5:0 gewonnen und es dürfte auch in der bevorstehenden Begegnung Deutschland nicht schwer fallen, den Sieg zu erringen, wenn auch der Kampf weitaus schwieriger sein wird, als der gegen Rumänien. Deutschland hat für Kopenbagen auf die bewährten Spieler Gottfried von Cramm, Lund, H. Henkel und Denker zurückgegriffen, während Dänemark sich durch Ploua mann, Gleerup, Anker Jacobsen und Ulrich ver treten laßt. Wenn Deutschland auch den einen oder anderen Punkt abgeben werden muß so werden die Dänen an einer Niederlage kaum vorbeikommen. Gottfried von Cramm ist für zwei Punkte gut und auch im Doppel müßte das ante eingespielte Paar Denker=Henkel einen Sieg landen können. Höchstens Lund könnte im Einzel geschlagen werden. Hollands Aufgebot für Turin Nach den holländischen Leichtathletik- Meisterschaften in Amsterdam, bei denen de Brunn im Kugelstoßen mit 14,305 m und Engelman über drei Meilen mit 23:32,5 Minuten neue Landesrekorde aufstellten und Berger über die kurzen Strecken Doppelmeister wurde, gab der Verband die Vertretung für die Europa Meisterschaften in Turin bekannt. Danach bestreiten Berger und Osendarp die 100 und 200 m Kaan die 110 m Hürden, Peters den Dreisprung und Osendarp, Boersma, Jansen und Berger die 4 mo“ 100 m-Staffel. Rennen zu Clairefonkaine 1. Rennen: 1. Heureur de Vivre(S. Rochet): 2. Silistrie; 3. Commandeur. Ferner: Birdjos. Albert. Camelote, Haute Marée. Sieg: 40, Platz: 22. 82:10. 2. Rennen: 1. Bleu de Chine(M. Bonaventure); 2 La Louviere: 3. Oriflamme II. Ferner: Grigri, Passine, Massinette, Guausse, Deucalion, Coeffivient. Cubacan, Cavalier du Roi. Sieg: 48, Platz: 21. 23, 29:10. 3. Rennen: 1. Kalanka(A. Lavialle); 2. Transe II: 3. Otrante. Ferner: Trijue II. Liari, Kan Inn. Grain de Café. Joveuse, Adonis. Astorga. Sieg: 69. Platz: 26, 39, 21:10. 4. Rennen: 1. Hetre Pourpre(W. Johnstone): 2. Xanbie: 3. Arnale. Ferner: Tonnencourt, Ladn Eliza, Imonata, Quadine, Picaflor, Louvard. Elé d'Or. Sieg: 53, Platz: 20. 19. 19:10 Rennen: 1. Priori(Semblat): 2. Princeß Rose: 3. Trader Horn. Ferner Betoum. Agitato. Sica: 20. Platz: 12, 18:10 6. Rennen: 1 Osman(F. Herve): 2. Sologne: 3. Vertianieur. Ferner: Canneloni. Royal Order. Tourneseuille. Sieg: 54, Platz: 28, 26:10. Goldgehalt des Dollars in und Prozent varlie= Bewegungsfreibeit in der e der" ichen Prasidenten. Daß llein für wirtschaftliche. 928 Wabler denn auf einer Tagung in Mecheln jüngst von belgizisischer“ plamilcher Seite gefordert wurde. die Vlamen sollten sich mehr als bisder als Mehrbeitsvolk fühlen. so trägt diese Forderung durchaus der Wirklichkeit Rechnung. Anderseits iubern o:— ihr auch die Auswittungen des pla= mischen Selbstbebauptungskampfes. in deßen Ver= lauf der plämische Radikalismus die plämischen Belgizisten immer wieder dazu zwanz. sich aus ihr Volkstum zu befinnen und ihrerleits die vlämischen Volkstumsforderungen aufzunebmen. groten als ein batakteritisch sei Tatsache dieser Wabl und es tut gut daran, mit die= ser Tatsoche zu rechnen. Teutschland bat es immer sch in die Angelegenbeiten fremder Staa= usländiche Blätter endcaufhören Das Blamentum wächst. Darüber leien wir in der„Augsourger Postzeitung“(Nr. 152): Die Geburtenzifiern in Belgien, die jetzt für das Jaor 1933 vorliegen, zeigen an. wie sich das Verhaltnis weiter zugunsten des Blamentums und zuungunften des wallonischen Bevollerungsteils verschoben hat. Die Vlamen waren im belgischen Staate immer das Mehrheitsvolk. lo wenig sich das im politischen Leben der Vergangen= heit äußerte. Aber diese Mehrheit wacht! Denn die plamische Geburtenzahl liegt in den plämischen Provinzen weit über dem belgischen Gesamtdurchchnitt. der auf 100 Einwohner 16.34 ausmacht. wahrend in den wallonischen Provinzen die Geburtenziffer weit unter dieiem Durchschnitt liegt. So beträgt im plämischen Limburg die durchschnittliche Geburtenziffer 26.8, in Westflandern 20.5, in Ostf.andern 19.1 und in Antwerpen 16.4. Auf wallonischer Seite aber lauten die entsprechenden Zahlen: für Namur 14.3, für Lüttich 12.7, für den Hennegau 12.2. Ja. in der Wallonie übersteigen schon vielsach die Sterblichkeitszahlen die der Geburten. In Brabant wieder wird die sehr niedrige Geburtenziifer der Großstadt Brussel(10.7) durch den hohen Geburtenstand des rein vlämischen Gebiets ausgeglichen, so daß eine durchchnittliche Geburtenziifer von 13.9 erreicht wurde. Zweifellos wird die sich in diesen Zahlen deutene völkische Ueberlegenheit der Vlamen und die dadurch bedingte Verlagerung der Kräfte im belgischen Nationalitatenstaate auf das plamische Selbstbewußtsein nicht ohne Einfluß bleiben. Und Amerikas Silberverräte. Ueber die Verstaatlichung der Silbervorräte schreibt die„Germania“(Nr. 20: Die von Roosevelt verordnete Verstaatlichung der Silbervorräte in Vereinigten Staaten darf in ihren Auswirkungen sowohl für die zukunftige amerikanische Währungspolitik als auch für der Weltsilbermar!: richt überschätzt werden. Auch aus diesem Schritt ist noch keine konkrete Zielsetzung hinsichtlich der Zukunft des Dollars zu erkennen: er bieter über= haupt nichts wesentlich Neues, denn 1 dem leyten Währungsg=setz wurde bereits bestimmt. daß eine Deckung des Dollars angestrebt werden sollte, die zu 75 Prozent in Gold und zu 2 Prozent in Silber besteht. In der Durchführung dieses Beschlusses behielt Roosevelt jedoch völlig freie Hand sondern auch für politische Zwecke einzusetze versteht. zeigt das vorliegende Beispiel besonders deutlich. Nach einer an anderer Stelle wiederge= gebenen Meldung aus Paris wird in französi= schen Finanzkreisen die Vermutung ausgesprochen. daß diese Mannadme in erster Liee aus wahltakti= schen Erwägungen erfolgt ist. da auf diese Weise oron die Wünsche der silbererzeugenden Bundes= staaten nach einer Festigung des Silbermarktes als auch der Farmer nach Preissteigerungen be= itigt werden. Mit dieser Vermutung dürfte das Richtige getroften sein. Tarauf deutet auch die freudige Zustimmung des Silberblockfuhrere Thomas hin, der 1- dieser Maßnahme bereit= Sturz der Belwerrschaft des Goldes er= -übertrieben handelt es sich doch bei den in Ame= rika verfügbaren Silberbeständen um höchstens . 30 Millionen Unzen. Viel bedeutsamer cüriten die Wirkunge= der Verstaatlichung des Zubers jedoch in einer anderen Richtung sein. und zwar in den Handelsbeziehungen zwischen den merika nsng hat ern vor kurzem einen Son= Sedium des Silberproblems nach zedenen Osten geschickt. Die große amertkaniiche Silbernachfrage wird es China er= möglichen. 1 beträchtlichem Umfange Waren aus den erttn Staaten einzuführen und diese eus den— 2e cinesischen Silbervorraten zu be= t5- Ani diese Weise können die Amerikaner ihre Stellung im Fernen Osten sehr erheblich verstärken. Kleine Notizen aus der großen katholischen Welt. Weltkongret des Apoitolats des Meeres. In den Tagen vom 25. bis 27. August findet in Hamburg unter dem Vorsitz des Bischois von Osna= brück. Staatsrat Dr. Wilbelm Berning. der diesjährige internationale Kongreß des Apostolats des Meeres statt. auf dem Vertreter aller großen leefahrenden Länder erscheinen werden. Die englische Delegation wird von dem Erzbische“ von St. An= drews und Edinburgh. sowie Vizeadmiral H. A. vornell geführt. Mit diesem Weltkongreß verbunden ist die deutsche Jahrestagung des Apostolats des Meeres. die von Dr. Reinbold ins Leben gerufen wurde Gleichzeitig bält auch der Rafaelsverein seine Jahrestagung ab. Die Mitglieder des internationalen Kongresses werden als Gaste der Hamburg=AmerikaLinie den Hafen besichtigen und eine Nachmittagsfinung auf dem Dampier„Hamburg“ abhalten. Anläßlich des Kongresses findet auch eine öffentliche Versammlung statt, in der Bische Dr. Berning den Vorsitz führen wird. Der Kongreß schließt mit einem Pontiiikalamt in der Kirche zu Blanken=se. Das Apostolat des Meeres kümmert sich um die leibliche und geistige Wohlfahrt der Seeleute. In san Franzisko z. B. haben im letzten Jahre 120000 Seeleute von den Wohlfahrtseinrichtungen des Apostolats Gebrauch gemacht. Weitere 55000 arbeitslose Seeleute erhielten Verpflegung. Radiobotschaft des Papstes an den Sucharistischen Konarek. Am letzten Tage des Jnternationalen Euchari= stischen Kongresses, der bekanntlich in der ersten Oktoberbälfte in der Hauptstadt Argentiniens abgebalten wird. wird auch der Hl. Vater selbst seine Stimme vernehmen lassen, und zwar durch eine Botschaft, die durch die Radiostation der Vatikanstadt gelendet werden wird. Zur Vorbereitung dieser Sendung sind verschiedentlich Verluche gemacht worden, eine direkte Verbindung mit Bueno= Aires herzustellen. Dem letzten Ver= such dieser Art wohnte auch der Unterstaatslekretär Ottoviani bei. Mit großer Deutlichkeit unterhielt er sich mit dem Apoitolischen Nunzius in Bueno= Aires. Ferner sprach er mit dem Vizepräsidenten des Kongreßausschusses. Schließlich führt noch der Chefredakteur des Oslervatore Romano eine kurze Unterhaltung mit dem Direktor des Pueblo des boch= angesehenen katholischen Blattes der argentinischen Hauptstadt. Auch der Dampfer„Conte Grande“. auf welchem der Kardinallegat seine Reise zum Kongreß unternehmen wird. wird in direkter Ver= bindung mit der Radiostation der Vatikanstadt sein. in Cleveland veranstaltet wurde. hielt ein y ter Chirurg. Dr. Crile, eine Ansprache er seine Bewunderung für die Arbeit der lischen Schwestern in dem Hospital aussp. Redner, der nicht katholisch ist, erklärte lich, aus eigener langjähriger Erfahrung chen. Er wandte sich mit besonders anerten Vorten an die hochbetagte Oberin. die mi anderen Schwester zusammen im Jahre 1Hospital gegründet hatte. JIch kann“. so der Redner,„diese meine kurzen Bemer nicht schließen, ohne meine Bewunderung Wirken der katholischen Schwestern nicht diesem Krankenhaus sondern im ganzen auszudrücken. Ich habe engen Kontakt mi Arbeit gehabt Pater Moulinier Praside Verbandes der katholischen Krankenhausen mich sehr eingehend über das schnelle Wa der zahlreichen katholischen Krankenhauser richtet, die auf der Hohe des modernen For= gehalten werden. Alle die in diesem Krant gedient haben, sind stolz auf alles das, was die StadtCleveland geleistet hat. Was— geht, so bin ich ganz besonders glücklich n zu gehören, die ihm in den ersten Jahren der Leitung der Gründerin gedient haben.“ ausgabe A Zochumer Vo Tichechische Bedrückung Die Bedrückung der deutschen Bevölkerung in obne Volksabitimmung von Deutschland abgetren Hultschiner Ländchen durch de wirkte sich bisber hauptsächlich in dem Beitreben aul. die gegen alle Tichechisierungsversuche standbaft blei= benden Deutschen wirtschaftlich zu ruinieren, um sie durch Hunger und Not mürbe zu machen. Da alles nichts genutzt hat, versuchen die Tichechen jetzt durch de Kirche zu schechifieren. Die„Narodni rada“ bat an das Landesamt in Brünn den Antrag gestellt de deutschen Gottesdienste in den katholischen 9rben des Hutschiner Lärdchens abnuschaffen. Das Landes= amt in Brünn hat sich an das Erzbischöfliche rium in Olmütz, zu dessen Diözese das Hult Ländchen gehört, gewandt mit der Aufforderun Nöglichkeit eine Neuregelung der katholischen dienite im Hultschiner Ländchen anquordnen Die Katboliken sind über die Forderung de rodni rada“ um so mehr enwört, als bekann: konalsbezugspreis einschl. Zustellg # 1,16, für Ausgaben B und C R. Lieferung rechtfertigt keinen Anf uungspreises. Anzeigenpreise: Gese #e 4 6 Pfg., Ausgabe B 3½ Pfa Ausgabe A 40 Pfg. oder gar nichts für die katholische Kirche übrig heben. Die Forderungen der Narai rada“ sind nur eine bungen. Es soll nun, nachdem alle anderen emii= bungen und Versuche. die Hultichiner 5rem N0. tum zu entfremden. erfolglos waren, das einer anderen Seite aus erreicht werden. Man—1 die deutschen Katboliken besonders bart treifen. we dem man versucht, ihnen den deutschen Gotterdic zu nebmen. der bisber noch die letzte Einrichturg war. bei der die deutschen Katholiken ungestort Gelegenden .. nosen Gefühle, ihr gläubiges kacholisches und deu= sches Herz in grorer Gemeinschaft zu bekennen. von Olmütz wird der anversichtlh nung Ausdruck gegeben, daß der Oberbirte im Sinne der unwandelbaren kathalischen Rechtsanstassung nie= mals ein osfenkundiges Unrecht zulassen und ihnen die Möglichkeit lassen wird. in ihrer Muttersprache zu Gott und dem Herrn zu beten. Was ist, will und zeigt die Deutsche Siedlungsausstellung München 1934? zuführen. Sie ist eine Veranstaltung des VereinSiedlungsausstellung München 1934 e V. dessen 1. Vorsitzender Herr Oberbürgermeister Karl Fiehler dessen 2. Vorsitzender Herr Rechtorat Dr. Karl Friedrich Tempel und dessen 3 Vorsitzender Herr Stadtrat Guido Harbers sind. Die Finanzierung der Ausstellung geht aus von der Stadt München. Die DSA. ist aus nationalsozialistischem Geiste entstanden und sie ist aus dieser Entstehung heraus als richtung= gebend für die Zukunft zu betrachten. Sie ist daher mehr als eine Ausstellung im üblichen Sinne. Sie pannt nicht altbekannte Dinge in einen neuen gelligen Rahmen, sondern sie setzt neu Inhalte. Sie ist eine deutliche, in jeder der vier großen AbSiedlungsweien übe Deutsche Siedlungs=Ausstellung Munchen 1934. Mustersiedlung Ramersdors. Blick in die Alfarth=Straße Die D S A. ist ein erster und zugleich umfassender Versuch, eine Reihe von brennenden, nicht nur in Deutschland, sondern in allen Kulturländern sich aufdrängenden Problemen des Bauens, Wobnens und Siedelns im Sinne und aus dem Geiste des neuen Deutschlands heraus einer Lösung ontgegenteilungen ausgesprochene Abkehr vom—... einer seit dem Januar 1933 in Deutschland überwundenen Epoche, und sie ist die Hinwendung zu einer Siedlungsweise, die besonders mit dem„gebauten Programm Ramersdorf“ in die Zukunft weist. Die DSA. will das Gesetz oom„hochsten Wirkungsgrad“ in seiner vielfachen Anwendung und Fruchtbarkeit beim Bauen, Wohnen und Siedeln zeigen: in rechnerischer, technischer und schönheitlicher Hinsicht. Beim Siedlungsbau ist bindende Vorbedingung Sparsamkelt. Diese Sparsamkeit führt hinein in kleine Bauflächen und kleine Räume Diese sollen jedoch nicht klein, sondern geräumig wirken Das kann nur erreicht werden durch die Kunst des Architekten, der im Sinne des„höchsten Wirkungsgrades“ arbeitet. Der„höchste Wirkungsgrad“ entpricht dem„Nutzesfekt" des Ingenteurs: es soll das Bestverhältnis zwischen den aufgewandten Mitteln und der Leistung erreicht werden. Beim Kleinhaus mit gehobener Wohnkultur— und auf dieses kommt es der DSA. vorzüglich an— ist dieser„höchste Wirkungsgrad“ genau so gut zu erreichen wie bei der„Ville“, nur eben mit anderen Mitteln. Je kleiner der umbaute Raum ist desto grötzer muß die Menge des hineingebauten Nachdenkens sein, von rechnerischer, technischer und künstlerischer Seite. Die DSA will all die vielfältigen Möglichtet ten zeigen, wie ein geldlich begrenzter Wohn= und Lebensraum dennoch durch Gewinnung„znlätzlichen Wohnraums" erweitert, durch technisch=zweckmäßige Gestaltung höchstgenutzt und durch künstlerische Mittel im Sinne des Eigenheime gesteigert werden kann Da der Garten hierbei in die Richtung zum„Wohngar= ten" hin entwickelt. mannigfache Möglichkeiten bietet. spielt er auf der DSfl. eine große Kolle Die DS will beweisen, daß eine gehobene Wohnkultur auch für kleinere Einkommensverhältnisse wirtschaftlich durchaus tragbar ist. Sie will jeder Vermögensund Einkommensstufe das ihr entsprechende beste Eigenheim zeigen, und sie will damit auch beschränlteren Mitteln den Weg zum Eigenheim bereiten. Sie will darüber hinaus eine Reibe städtebaulicher und siedlungstechnischer Fragen allgemeiner Art der Lösung entgegenführen. Baulanderschließung sparsame und ansprechende Anordnung der Siedlungs= und Wohnstraßen im Sinne des„Wohnweges“ richtige Bauplangrößen und=einteilungen uiw Was zetat die DSA? Vier Teile, die ausammen die großte und am sorgfältigsten vorbereitete Ausstellung dieser Art bilden, die Deutschland in den letten Jahren gesehen hat. Dauer: Vom 9. Juni ois zum 7. Oktober. Jede der vier Abteilungen verkörpert in anderer Richtung das Gesetz vod„hochsten Wir= kungsgrad“: 1. Die Hallenschau im städtischen Ausstellungspark hinter der Bavaria zeigt in theoretischer, und praktischer Entwicklung die Elemente des neuen Bauen und Wohnens Grundlagen der Stadlung„Das Wohnen vom Morgen bis zum Abend.“ Wohnungseinrichtung Technik im Haus. Heimarbeit Gestal= tung der Freizeit.„Das Haus, dem man die Haut ab= gezogen hat". läßt in das Jnnere bester Bauweise blicken, mit Schall= und Wärmeschutz, nach langjährigen Versuchen deutscher Wissenschaft. Moschinen für den Hochbau, darunter solche, mit denen Deutschland führend ist— 2. Die Mustersiedlung Ramersdorf zeigt die dort in der Hallenschau auseinandergelegten Elemente des Bauens und Wohnens zusammengesetzt. fertig gebaut. Dieser Teil der Aus= stellung ist bewohnbar— und nach Schluß der Ausstellung wirklich bewohnt. Die ganze Mustersiedlung — die Gärten auf einem Boden, der noch vor fünf Monaten in seiner Brache erstarrt war— entstand knappster Zeit. Am 26. Februar wurde mit den Erdarbeiten begonnen; am 20. April fand daselt statt; am 30. Juni wurde die„kleine Stadt" mit 200 Hausern schlüsselfertig Jedes Haus bietet einer anskopligen a gestaltung d sten Wirlungsgrades" dient 3 Die Jahresschau„Garten und Heim“ Gartenfreude ist Lebensfreude. Diese Lebensfreude aber will erworben und wohl verstanden werden. Viele Gärten beengen und bedrängen den Besuchet, anstatt ihn aufatmen zu lassen. Die meisten Garten eben nicht halb soviel an Wirkung her, wie ibr ner an Geld und Mübe hineingeneckt hat Seids bei kleinen Ausmaßen ein Gefühl der Weite u er reichen, in der Weite anderseits auch wieder err dan fühl des Geschünt= und Geborgenseins, durch schutz und Windschutz", das enordert ein gewisses von Kenntnis und Kunst. Auch die Klaviatur der wechselnden Jahreszeiten mit ihren unendlichen Pög= lichkeiten an einheimischen und fremden Gewachten will zu spielen gelernt sein. Dazu leitet die Jahres= schau„Garten und Heim“ an 4 Die Ansstel lung„Kunk und Leben“ gehört aufs engut mit zur allgemeinen Jdeologie der d5Al. Top rung— nicht Normung! Ueberwindung des Zeita.e der nackten Wand durch eine Kunkt. die den duellen Gemütskräften zu Hilfe kommt! Das richtige Bild an der richtigen Wand, eine Plastik auf dem Bücherregal, eine reizvolle Keramik zwischen Garten= sträuchern, ein gemaltes Hauszeichen üder der Cingangstür des Hauses— wie es im bauerischen land das Auge so oft entzückt—: mit solchen Beipie= len soll in praktischer Anleitung hingeführt werden in all den Steigerungen, welche die Kunst dem Worn= erlebnis zu bieten berufen ist. Dr. In. .. Familie Wohnraum und kann bei grötzerem Kinderreichtum in den meisten Fällen noch ausgebaut werden Vier Grundtypen(mit 60. 80. 100 und 120 Quadratmeter Wohnfläche)— aber 34 verschiedene Haustypen, jeder angemessen anderen Wohnbedürfnissen! Von 17 meist jüngeren Architekten entworfen, zeigen diese 34 Haustypen, wie das Gesetz vom„höchsten Wirkungsgrad“ von selbst hinführt zu einer erfreulichen Abwechslung Alle 200 Wohnleiten sehen zur Sonnel Jedes der Häuser wurde an die Nordseite seines Grundstücks gesetzt, lo daß der Garten nach Süden liegt und der Blick aus den Hauptwohn= raumen immer ins freundliche, sonnige Grün geht. Entdeckungen in Bethlehem. Jm Auftrage be= lischen Kommissariats in Palästina hat ein ena Sachverständiger vor einigen Wochen architektona Untersuchungen in der Basilika der Geburt Eheistt Bethlehem begonnen. Ein glücklicher Zalall führte dn= bel zu einer hochinteressanten Entdeckung. Jm schiff der Basilika waren einige Steinfliehen ennter worden; als mon8 graben hatte. tadellos erhalten sind wine verselben zeigt eine J in griechilcher Sprache mit den Namenszügen Christus, des Gottessohnes. Weiterhin entdeckte man in derselben Tiefe, weiter nach dem Altar zu. eine Tür. die auf einen Gang führt. Dieser leyzt sich uner dem Altar fort und mündet in den Höhlen, die sich die Heilige Grotte der Geburt Christi anschliegen. Man vermutet, daß dieser Zugang seiner Zeit von den pro benunt murae um sich hirekt zur Krippe Basilika waren einige Steinfließen entter s man hier ungefahr 80 Zentimeter tief le, stieß man plößlich auf alte Mosaiken. alten sind. Eine derselben zeigt eine Jnschri zeisionen benußt wurde, um sich direkt zur Krippe begeben, die man jetzt über zwei kleine Seitentrepp erreicht. Diele Vermutung ist aber noch nicht bestat Die Auffassung des englischen Sachverständigen hier mit der einiger Archaologen zuo Palästeia hier mit der einiger Archaologen zus Palästmia überein. Endaultigeg wird sich erst aus weileren end= gehenden Untersuchungen ergeben. für eilig Zur Zeit weilen beim Füh berg zu Besprechungen Führers, Reichsminister der S3. Himmler, und de 3A, Lutze. Auf Anordnung des Führe hat das bioherige Büro die Bezeichnung„Präsidig dem Büro des Reichspri genden Aufgaben bleiben Aundeskanzler Dr. Schn Direktor einer französi schaft, daß er sich einige ten werde, um sich zu er Reuter meldet aus Flor= Bundeskanzler Schuschni bei der Anssprache zwisch militärische Dinge nicht e Ein Pariser Verlag bring Bey über die Geschichted aus, in dem sich folgende 1917 bis 1928 wurden hi 1215 Geistliche, 6575 Ange 660 Aerzte, 54 850 Offi= 10 500 Polizisten, 48 000 amte, 844 250 geistige Ar und 192 000 Arbeiter. Fünf Jahre abgese WrangelNach unsäglichen 9 DNB Reval, 22. Aug. W vird, ist es setzt dem son Krassin“ gelungen, an de ter zu gehen und die seit für Insel=Besatzung an Bord zu die zum größten Teil aus und wissenschaftlichen Hilfsar nerzeit für die Dauer von zu gegangen. Da es jedoch der lang. über dag Eis bis zur len die Forscher notgedrunger sel zubringen. Durch die für die drahtlosen Empfäng Außenwelt völlig abgeschnit hensmittelmangelsh sagbare Leiden und müssen. Der Eisbrecher„Krassin“ den Geretteten in See gehen. Englisches Mil auseinander TNB London. 22. Aug, Grafschaft Suffolk ereignete ungewöhnliche Vorfall, das auseinanderbrach. Les sich eine Explosion erei Sragfläche abgebrodh prana mit dem Fallschirm seug fiel in den Deben=Fluf Meter von der Unfallste sunden. Die abgebrochene entfernt in einem Park herr Der 2 der größten Be Keine Spur von den B Neunork, 22. Aug. Die baren Hilfsmittel mobil gem dreisten Raubüberfalles in nachen. Ungefähr drei Kilon verbrechens entfernt, wurd wagen, im Wasser stehend, ouni gestohlen worden war. zwei Männer den Kra dem Pier eilten und mehrere Notor-Rennboot warsen, we Jersey davonjagte. Der Raubüberfall hat sich bereitetes Verbrechen herr zum Teil als Schle mit weiken Schürzen chinengewehr war in einem vorgen. Der ganze Raub w geführt worden, daß nur die vorging. Die Höhe der Beute stellt, eine Rekordsumme dar. Entlich in Neuvork und Ch geführt, bei denen den Räub on zwei bis brei Millione selen. De gestrige Beute vo jon Sollar stellt iedoch die exeinigten Staaten gerau In TNB Ka e schachtgelän in einen N A