heitsote des Sommers je in der Sonne im Sommer genau so wie im Winter. Warme Schutz wie Kalte dlage gilt es im Sommer findliche Haut hat, sol nd Sonne durch Togesr schutzen Dolks Ausgabe A Bochumer Volkszeitung für den rheinisch-westfälischen Industriebezirk Fortes in fide! Westfälische Volks-Seitung Monalsbezugspreis einschl. Zustellgebahe saR 1.16, für Ausgaben B und C RM 8.—. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung Beaugspreises. Angeigenpreise: Gesamlauflege N. MeAAEENE BEEEE pede A 6 Pig., Ausgabe B 2½ Vig., Ausgabe 0 2 vig., zen. derbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Ausgabe A 40 Hfa., Ausgaben B a 0 u vig# un Geschäftsstelle und Redaktion: Bochum, Mühlenstratze[2-14/ Fernruf 64740-64748 Nr. 167 Montag, den 25. Juli(Apollinaris) 63. Jahrgang Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 18-14, Hernruf 647 46. Postscheckkonto Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhofstrate 12. Gernruf 9005, Postscheckkonto Essen 1960; Essen=Steele, Bredeneyer Str. 4, Hernr. 104 38, Bostscheckkonto Dortmund 198 86; Wattenscheid, Freiheitstr. 15, Gern. 1876, Postscheckk. Dortm.80480 Druck und Verlag: Märkische Vereinsdruckeret, Bochum 1934 Haut pflegt besondere in. Daher großte Vorrand! * an die Sonne gewohWeise erzielen Sie die Farbe und sind gleichsonnenbrand. Am ersten der im Hochgebirge nur sen Sonnenbrand, am eine halbe Stunde und udern * sel an der See hann bei h Sonnenbrand perurVorbeugen ist leichter hebräunlicher Puder ultravioletten Sonnenst zu viel die Stirn eln Sie nicht in der den sich häßliche weiße ahenfuße auf Ihrem Gesicht abzeichnen * Hut und lassen Si haut kommen. Zu viec rochnet den Haarboden hte Luft ist auch nich dluft in den sehr gut für die Durch aut * arte Haut haben, ist es ande und Arme mog Aermel und leichte itzen. Sommersprossen 1auf den Armen viel als auf dem Gesicht * Waschwasser auf der indliche Haut ist es das Gesicht nur mit htswasser zu reinigen unterwege immer etsen. Sehr angenehm ofen Rosenwasser * Regenwasser waschen trochnen lassen * hten Futzen über eine auf Waldboden lau Körper ein herrliches ausgezeichnet für die aturbegeisterungnieingeschutzt der Sonne ussetzen. Eine kleine ein Flaschchen Oel Blatz ein * Sonne immer durch n. Abende die emn sen neigenden Stellen enlider reichlich ein= * nicht fur jede Frau Reger auszusehen! Albert Ohlendor Sonntag e Obsttorle kleistrige chon so manch schans seute jedoch hann dic funf Minuten einen Frucht schmechenden Man belegt den Tor1. ungezucherten ErdPfirsichen, Johannieoder anderen ht, und verfahrt wie oder der8 einem um ufend ut ge. eineszochen Nach jahen, eilig einem für eilige leser Bie aus Moskau gemeldet wird, hat die internationale Arbeiterhilse der Vereinigten Staaten beschlossen, die Verwundeten des Streiks in San Franzioko zur Erholung nach Moskau zu entsenden. Die Jahl der in den beiden letzten Tagen der bitewelle in den Vereinigten Staaten zum Opier gesallenen Personen geht über hundert hinans. Samstag und Sonntag sind in Oberitalien nach drückend heißen Tagen erneut schwere Gewitter und Wolkenbrüche niedergegangen. Mit großer Besorgnis sieht man der Getreideernte entgegen. Man rechnet mit einem stark unter dem Durchschnitt liegenden Ertrag Französische Polemik gegen eine Rede, die nicht gehalten wurde Feuerwehrleute durch kochendes Oel verbrüht Fabrikbrand in Antwerpen— Zwei Tote, sechs Schwerverletzte Antwerpen, 22. Juli. Beim Brand einer Kerzensabrik stürzte ein Teil des Fabrikgebäudes ein und begrub acht Feuerwehrleute unter den Trummern. Sie konnten geborgen werden, doch waren zwei infolge von Verbrühung durch kochendes Del bereits tot. die übrigen t. T. lebensgefährlich verletzt. Der Frauenmord in Duisburg Zwei Verdächtige festgenommen Duisburg=Hamborn, 21. Juli. Die von Seiten der Aciminalpolizei in der Mordsache der Margarethe Stenzel angestrengten Ermittlungen haben dazu geführt, daß zwei der Tat verdächtige Personen festgenommen werden konnten. Wie durch Augenzeugen festgestellt wurde, hatte sich bei dem fraglichen Täter noch eine zweite Person befunden, der auf die Hilferuse der Stenzel ebenfalls die Flucht ergriff. Die beiden Verdächtigen, die angetrunken waren, hatten sich in der Gegend der Tonhallenstraße schon seit den späten Abendstunden herumgetrieben, wobei es mit zwei andeten Madchen zu Streitigkeiten gekommen war. Die beiden Mädchen hatten sich aber, um Weiterungen aus dem Wege zu gehen, eiligst entfernt. Während am Samstagmorgen bereits einer der Tat verdächtigen Männer festgenommen wurde, der bis jetzt aber noch hartnäckig leugnet, erfolgte im weiteren Verlauf des Tages die zweite Verhaftung. 22 verschiet no 1=Wark=Fälschungen Berlin, 22. Juli. Aus einem Merkblat Munzdirektors der Preußischen Staatsmünze ergibt sich, daß bisher 22 verschiedene Fälschungen e- Ein Mark Stückes in den Verkehr gelangten. Es ist dabei auf Ein Mark Stücke mit der Jahres sahl 1933 und den Münzzeichen A. D. G und auf -tücke mit der Jahreszahl 104 und den Münz zeichen A. T. F und J zu achten. Das Münz seichen D kommt bei den Fälschungen am häufig nen vor. Bei den.. Tupen handelt es sich um Arten Zinnlegierungs=Gußstücke und eine Art Neusilber=Legierung. Alle diese Fälschungen no unmagnetisch. Erfreulicherweise sind die .Hinnfalschungen verhaltnismasiig leicht an dem nofen, bleigrauen Aussehen bzw. an ihrem kalten Glanz und ihrem geringen Wider stand beim Aufbiegen oder Anschneiden zu er erm eusilbersälschung ist beson Sie ist am einfachsten zu ertenneen dem kleinen Punkt, der sich stets Lem von Reichsmark befindet. Im ni sind in Verlin auch Fälschungen des Zwei Mart Stückes mit der Potsdamer Garnisontirche aufaetreten. Sie sind an der verwischten Aus Oberflache erkennbar. An 5 Mark Stücken gewrseot noch keine Falswungstypen bekannt Schüsse auf einen Feind, der nicht da ist Paris, 22. Juli. Die französische Presse beschäftigt sich mit einer angeblichen Rede des Reichsaußenministers Freiherr von Neurath, die dieser heute halten wolle. Obgleich eine solche Rede nicht vorgesehen war, bemühen sich die Blätter bereits im voraus, die„Argumente“ zu zerstören, welche der deutsche Außenminister in dieser Rede vorbringen werde. Man orakelt darüber, daß Deutschland den Vorschlag zweiseitiger Nichtanarifssverträge gegenüber dem französischen Kollektiopaktsystem in den Vordergrund schieben werde, und will wissen, daß Deutschland Frankreich ein zehnsähriges Abkommen entsprechend dem zwischen Deutschland und Polen zustandegekom menen vorschlagen werde. Im„Echo de Paris“ sucht Pertinax die gesunde Vernunft, welche in einem solchen leicht zu verwirklichenden und direkten Abkommen liegt, durch juristische Logik zu zerstören. Einem zweiseitigen Pakt sehle es an Garantien. Die einzige Garantie stehe in der Stärke des Vertrauenspartners. Insolgedessen sei der Starke im Vorteil. Bei dem Kollektivpakt aber erhalte gerade der schwächere Partner hinreichenden Schutz durch die Kollektivgarantie der anderen. Zum Schluß spricht Pertinax eine Warnung an die Adresse Polens aus. Polen werde einsehen mussen, daß das Bündnie mit Frankreich sich nicht mit all dem vereinbaren lasse, was Polen gegen die französische Politik unternehme. Im„Figaro“ unternimmt es Wladimir d’Ormessen seinerseits im voraus den Inhalt der Rede des Freiherrn von Neurath zu bestimmen, der die Nach teile des Ostpakts für Deutschland in beredter Weise zum Ausdruck bringen werde, um nämlich den direkten und zweiseitigen Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich zu empfehlen. Deutschland, so behauptet Ormesson, biete den Franzosen immer wieder abwech selnd die Faust oder das Herz an.„Aber wie es das Unglück will, wollen wir weder ein Handgemenge noc ein tete a tete“. Das will also besagen, daß Frank reich keine direkte Verständigung mit Deutschland wünscht. Allen diesen voreiligen Behauptungen gegenüber wird man auch in Frankreich eine Aeußerung des Reichsaußenministers erst einmal abwarten müssen. Stab und Mitra Zur Bischofsweihe in Hirenheim In dieser Woche wird das katho#che Deutschland nach Hildesheim blicken, wo das Wappen eines neuen Bischofs und Oberhirten aufgerichtet wird eines Nachfolgers der Apostel und Führers in der hehren Aufgabe der Wahrung und Ausbreitung des kostbaren Glaubensgutes, das der Kirche Christi auf Erden anvertraut ist. In der Tat, wenn ein deutsches Bistum einen neuen Hirten erhält, so bedeutet das Freude und Jubel nicht nur für die Diözesanen, sondern bei der unlöslichen Einheit, die alle Kinder der weltumspanDeutsch=schweizerisches Zusatzabkommen über den Warenverkehr Berlin, 22. Juli. Im Auswärtigen Amt war gestern der Austausch der Ratifikationsurkunden zu der am 26. Februar 1934 in Bern unterzeichneten fünften Zusatzvereinbarung zu dem deutsch=schweizerischen Ab kommen über den gegenseitigen Warenverkehr. Da mit tritt die Vereinbarung, die gemäß der Verord nung vom 3. März 1934(Reichsgesetzbl. II S. 57 ff.) bisher vorläufig angewandt worden ist, am 31. Juli 1934 in Kraft. Das erste Auto der 2000=Kilometer=Fahrt trifft auf der Avus ein Dänemark und der Ostpakt Wenig Jnteresse DNB Kopenhagen, 22. Juli. Wie„Berlingske Ti= dende“ aus Moskau berichtet, soll Litwinow eine Unterredung mit dem französischen Gesandten in Moskau über die Verwirklichung des vorgeschlagenen Ostpaktes gehabt haben. Dabei soll er die Frage UDes derskandinavischen Länderan geschnitten haben, wohei er von der Hoffnung ausging, daß ganz Skandinavien sich diesem regtonalen Pakt anschließen würde. einem turzen Kommentar erklärt ein Mitarbei= r des Blattes nach einem Hinweis darauf, daß die Aussichten des Ostpaktvorschlages sehr zweifelhaft seien, U. 9. es sei schwierig zu übersehen, welches Inter e Länder wie Norwegen und Schweden an einem Estpakt haben sollten. Von dänischer Seite würde man seldstverständlich die Garantie, die ein solcher Vertrag ur die Südgrenze Dänemarks bieten würde, gegen as Risikomoment genau abwägen, das er unleugbar sich bringen würde, falls die Frage im Ernst auf die Tagesordnung käme. Die Deutschlandfahrer berührten bei ihrer 2000=Kilometer=Fahrt auch Berlin. Sie fuhren von Notodam kommend durch die Avns. Als erstes Anto trafen die Berliner C. Giachino und Polodam kommen Mel an Fiat ein. Bild zeigt ihre Ankunft. nenden Kirche verbindet, dankbare Genugtuung und zuversichtliches Hoffen für alle Katholiken desselben Vaterlandes. Wobei endlich keineswegs außer acht gelassen sei, daß Hildesheim den deutschen Katholiken in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr haufig selbstlos zur Verfügung stellte, was aus dem enderen Kreis der verhältnismäßig kleinen Diözese heraus von der Vorsehung für größere Aufgaben und Aemter bestimmt war: Kirchenfürsten, die in die Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland und in deutsche Geschichte überhaupt eingegangen sind: die Kardinäle Kopp und Bertram, Bischof Bares, den Rheinländer und würdigen Nachfolger des unvelgeßlichen ersten Bischofs von Berlin, Kardinal Bertram wird am Mittwoch, dem Fest des hl. Jakobus, in seine frühere Bischofsstodt zurückkehren, um seinen dritten Nachfolger auf dem Stuhl des hl. Bernward zu konsekrieren. Einen Nachfolger, der sich„Josef Godehard“ nennt und in diesem Namen bereits andeuten will, daß er sich ganz in die große Tradition der Hildesheimer irche einzufügen gedenkt, daß er auch dem anderen großen Heiligen des früheren Mittelalters, der die alte Stadt groß und berühmt machte und ihr einen Namen in der Christenheit schuf, Godehard, vollig und mit allen Kräften nacheisern will. Leider wird es wahrscheinlich dem Bischof von Berlin infolge Erkrankung nicht möglich sein, als Mitkonsekrator zu fungieren; an seiner Stelle wird der Bischof von Münster, Graf Galen, mit dem Osnabrücker Oberhirten bei der Weihe assistieren. Die Hildesheimer Katholiken aber werden der Verehrung und Liebe, die sie dem neuen Bischof aus vollem Herzen entgegenbringen, auch durch eine Reihe kostbarer Weihegeschenke Ausdruck geben. Bekanntlich war der neue Oberhirt mehr als ein Jahrzehnt Dozent und Professor am Priesterseminar. Hundert zunge Theologen sind von ihm auf das Priesteramt vorbercitet worden. Diese hundert Priester sprechen ihrem früheren Lehrer und i ien Bischof ihren Dank aus, indem sie ihm das Brustkreuz schenken, eine Nachahmung des Bernwardkreuzes in der St.=Magdalenen=Kirche zu Hildesheim. Das Domkapitel wird seinem neuen Herrn den Bischofsstab überreichen. Auch dieses Zeichen der bischöflichen Würde ward in Anlehnung an die große Vergangenheit geschaffen: in der Krümme ist eine Nachbildung des kleinen Bernwardkreuzes as dem unvergleichlichen Hildesheimer Domschatz eingefügt, der alle Besucher und Betrachter immer wieder zu ehrfurchtsvollem Erstaunen zwingt. Der Hildesheimer Katholische Kaufmännische Verein wird seinem langjährigen Präses einen silbervergoldeten romanischen Kelch darbringen, während die katholische Jugend es sich nicht nehmen ließ, den Bischofsring zu schenken, der als Stein einen Aquamarin, Symbol der Reinheit und der Treue, umfaßt. Die Mitra endlich(wir folgen hier einer sehr farbigen Schilderung des Katholischen Kirchenblatts für das Bistum Hildesheim) überreichen die Barmherzigen Schwestern des Hildesheimer Mutterhauses als Werk ihrer fleißigen Hände. Wie stark Bischof Dr. Machens in der großen Tradition seiner katholischen Heimat verwurzelt ist, bringt auch das Wappen herrlich zum Ausdruck, das er sich erwählte. Er nahm als Grundbild Wappen und Siegel des Hildesheimer Lüchtenhofs, eines al ten ritterlichen und klösterlichen Bauwerks, in dem heute das Priesterseminar untergebracht ist. Der untere Teil zeigt das Bild der Gottesmutter mit dem Kind in einem Garten, von Weidengeflecht umgeben. Der Reichtum an Beziehungen wird deutlich, wenn man erfährt, daß der Besitzer des mittelalterlichen Lüchten=(Licht=) hofes verpflichtet war,(wir folgen auch hier einer sich auf authentische Interpretationen des neuen Bischofs stützenden Darlegung des Kirchen blatts), zu bestimmten Festen der Gottesmutter Lich ter für den Dom zu stellen, die dem Bilde Mariens bei Prozessionen vorangetragen wurden. Auf dem Grund des Lüchtenhofs wurden später dr chen gebaut, deren Patronin die Gottesmutter war und geblieben ist. Das Schildhaupt des Wappens trägt auf goldenem Grund drei rote Rosen(Gelb und Rot sind die Farben des Stiftes Hildesheim und des 1000jährigen Rosenstocks, der sich in einer Eche der Außenwand des Domes prachtvoll erhebt). Als Wappenspruch wählte sich der neue Bischof Teile einer In schrift über dem Tor des Priesterseminars, namlich diesen:„Birgo fave. Mala cave“(„Jungfrau voll Gnaden. Wahr' ung vor Schaden“). Mitra. Kreuz und Stab runden den Schmuck des oberen Wappenteils ab. In dem Gesamtbild des Wappens liegt nach des neuen Bischofs Wunsch das Programm seiner Verbun denheit und seines Wirkens in dem neuen hohen Amt: das ganze Bistum soll ein„Lüchtenhof“ sein, erleuch tet vom Licht des katholischen Glaubens und ange üllt von der Gnade Christi. Wir sind sicher: mit den Diözesanen Hildesheims grüßt das ganze katholische Deutschland den neuen Oberhirten zu dem stolzen Tage seiner Konsekration und Inthronisation, neigt sich mit ihnen unter seiner segnenden Hand Dr. H. K „Der nächste Krieg wird wie ein Blitzschlag ausbrechen!“ Eine Rede des Marschalls Pelain DNB. Paris, 22. Juli. Kriegsminister Mar schall Pétain hielt auf der Tagung des nationalen Reserveoffizierverbandes in St. Malo am Sonntag eine Rede über die Aufgaben der Reserveoffiziere. Der nächste Krieg werde wie ein Blitzschlag ausbrechen. Die Reserveoffiziere müßten sich schon im Frieden auf die schweren Aufgaben vorbe reiten, die ihnen plonlich bei Kriegsbeginn zufielen Pétain empfahl den Reserveoffizieren, sich nicht mit der theoretischen Ausbildung zu begnügen, son dern ihren Privatberuf von Zeit zu Zeit zu unterbrechen, um an den Truppenubungen teilzunehmen. vor französischen Reserveoffizieren Frankreich dürfe deshalb nicht mehr zögern,„das Volk in Waffen" zu verwirklichen, wie es seine Nach barn schon getan hätten. Bei den Parlamentsaus sprachen über die einjahrige Dienstzeit im Jahre 1927 sei auf die Bedeutung der militärischen Jugend ausbildung hingewiesen worden. Heute müsse damit endlich Ernst gemacht werden. Die Mittel, die den Verbänden für die militärische Jugendvorbereitung zur Verfügung ständen, müßten erhöht werden. Pétain wandte sich weiter scharf gegen die Kampagne zugunsten der Kriegsdienst verweigerung. Er schloß mit den Worten:„Wir wollen den Frieden der Wiedergutmachung, den uns 1 500 000 Tote erworben haben, in Würde bewahren.“ Ein französischer Fronkkämpfer anlwortei Heßz „Der echte Frontkämpfer will mit offenen Karten mit Ihnen spielen“ Westdeutschland im Preußischen Staatshaushalt NT3 Berlin, 22. Juli. Im Preußischen Staats haushalt für 1934 sind unter den einmaligen Ausgaben Mittel für Bauten und Beschaffungen in größerem Umfange auch für Westdeutschland bereitgestellt worden.— Im Haushalt des Finanzministeriums sind für bauliche Arbeiten im Preußischen Bad Bertrich 9000 Mark vorgesehen. Für die Moselbrücke in Bernkastel sind Mark, für die Saarbrücke in Conz 121 000 Mark vorgesehen. Im Haushalt der Justizverwaltung sind 71000 Mark für Umbauten in der Schwanenburg in Cleve eingesetzt. Der Haushalt der Verwaltung des Innern enthält als fünften Teilbetrag für den Neubau einer Polizeiunterkunft in Essen 1 400 000 Mark. Der Haushalt des Ministeriums für Wissen schaft und Kunst und Volksbildung enthält für die Universität Marburg folgende Ansätze: 4500 Mark für bauliche Verbesserungen in dem Ge bäude des Hygientschen und Pharmakologischen Instituts einschließlich der inneren Einrichtung und der Außenanlagen(erster Teilbetrag); 14130 Mark für den Um= und den Erweiterungsbau der Frauenklinik einschließlich der inneren Einrich tung und der Außenanlagen(vierter und letzter Teilbetrag); 25 000 Mark für bauliche Ergänzun gen im Altbau der Frauenklinik und 35 000 Mark für instrumentelle und apparative Ausstattung der Frauenklinik sdritter und letzter Teilbetrag). Für die Technische Hochschule in Aachen sieht der Haushalt 15000 Mark für den Umbau des Ober= und Dachgeschosses im Institut für Werk stoffkunde einschließlich der inneren und appara tiven Einrichtung(erster Betrag) vor, 26 800 Mk. für die innere apparative Einrichtung des Neu baues des Instituts für konstruktine Elektrotech nik(zweiter und letzter Betrag). Für den Um= und Erweiterungsbau des Gym nasiums in Emmerich(zweiter Teilbetrag werden 70000 Mark ausgeworfen. Für den Neu vau der Hochschule für Lehrerbildung in Weil burg sind 800000 Mark als erster Teilbetrag vorgesehen. Einheitliches Verfahren DNB Berlin, 22. Juli. Um ein planmäßiges Ver fahren nach einheitlichen Richtlinien im Sinne der nationalsozialistischen Staatsauffassung bei der Pflege von Lehre und Forschung und bei der Besetzung der Lehrstühle an allen deutschen Universitäten und Hochchulen zu gewährleisten, hat der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, in einem an die Länder gerichteten Erlaß angeordnet, daß ihm jede freie oder frei werdende planmäßige, ordentliche oder außerordentliche Professur unter Anzabe des Faches anzuzeigen und nach Abschluß der Berufungsverhandlungen seine Zustimmung zu der bei dem zuständigen Reichsstatthalter in Vorschlag zu bringenden Ernennung einzuholen sei. In diesem Erlaß ist ferner angeordnet, daß vor Schließung bestehender oder Eröffnung neuer wissenchaftlicher Institute wie bei jeder grundlegenden Aenderung der akademischen Lehrpläne und Prüungsordnungen die Zustimmung des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung einzuholen ist. Neuer Gauleiter in Pommern DNB München, 21. Juli. Die Reichspressestelle der NSDAP gibt bekannt: „Der Gauleiter von Pommern, Wilhelm Karpenstein, wurde wegen wiederholter Nichtbefolgung von Anordnungen der Parteiführung heute vom Führer seines Postens enthoben. Zum neuen Gauleiter von Pommern wurde der Pg. Franz Schwede, der bisherige Oberbürgermeister von Koburg. ernannt. Pg. Franz Schwede ist mit der Mitzliedsnummer 1584 eines der ältesten Mitglieder der RSDAP, er wurde am 5. März 1888 im Memelland geboren, machte den Weltkrieg bei der Marine mit, nahm an der Versenkung der Flotte vor Scapa Flow teil und kam 1921 aus englischer Gefangenschaft.“ Ausschluß aus der Hitler=Jugend Hamburg, 22. Juli. Im Gebiet der Nordmark sind der Bannführer Georg Reepen(Hamburg), Stammführer Wolfaane Ammermann(Wandsbek) und Oberjungbannführer Wilhelm Krap(zuletzt Berlin) aus der Hitler=Jugend ausgeschlossen worden Der Adlerschild für Geheimrat Schmidt=Gotha DNB Berlin. 22. Juli. Der Reichspräsident hat Geheimrat Professor Dr. Adolf Schmidt in Gotha anläßzlich seines 71. Geburtstages den Adlerschild des Reiches verliehen. In dem Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten werden die Verdienste Geheimrats Schmidt um die Forderung der Geophysik und insbesondere der erdmagnetischen Wissenschaft gewurdigt. Berlin, 21. Juli. Da die Reden Hitlers und deß' infolge der bekannten Abhängigkeiten der franzosischen Presse nicht das Echo in der Oefient tichkeit gefunden haben, das das französische Volk empfindet, hat der Pariser Berichterstatter der DA. den Führer der zur Zeit starksten nationalfranzösi schen Bewegung, der Solidarité Francaise, Jean Renaud, um eine Aeußerung gebeten. Der Schriftsteller Jean Renaud, der als Major im Felde verwundet und während der letzten Februar unruhen auf der Place de la Concorde verhaftet wurde, erklärte u. a.: Die Rede von Rudolf Heß scheint mir die größte Aufmerksamkeit zu verdienen, weil sie mutig ist und weil sie geradewegs au eine noch umstrittene Wahrheit hinsteuert, namlich eine Wahrheit, die den Zusammenschluß der starken Mächte gegen die revolutionären Elemente und die politisch Gewinnsüchtigen betreibt. Ani die Frage:„Glauben Sie an den Erfolg einer solchen Annaherung?“ antwortete Jean Ne nand:„Zweisellos, weil ich den Glauben an die Macht der Autorität habe, die einzig und allein im stande ist, den Frieden zu gewahrleisten. Sehen Sie, ebensowenig wie man einen star ken Mann angreift, greift man ein mächtiges Volk an.“ Frage:„Haben Sie bestimmte Gedanken einer Verbindung in diesem Sinne?“ Antwort:„Ein Bundnis zwischen Frankreich, Deutschland und Italien, dann werden die übrigen Slaaten genötigt sein, sich mit dieser machtigen Ein heit zu verständigen. Vor allem die Sowfetunion und die revolutionären Kräfte in allen Staaten.“ Frage:„Und wie wird sich England dazu stellen?“ Antwort:„Hieruber habe ich nur meine personliche Ansicht. England wird, und das iit auch die Ansicht von manch anderem Franzosen. stets auf der Seite des Starksten stehen“ „rage:„Glauben Sie, daß die ehemaligen Frontkampfer eines Tages aktiver an der Poli tik Frankreichs teilnehmen werden, und, wenn dies der Fall ist, daß sich dadurch eher ein Weg zur Verstandigung eröfinet?“ Antwort:„Zur Zeit sehe ich noch Schwierigkeiten für die politischen Absichten der Front kämpfer. Man hat diese entzweit und unterein ander getrennt, man hat sich nur mit ihrer Existen trage befaßt, ohne auch an ihre Seele zu denken, was sie als Deutscher am besten ver stehen können. Die wayren französischen Front kampfer hat man bisher in Deutschland nicht kennengelernt. Bisher wurden nur die Phanomene eingeladen und empfangen, die man pazisistische Frontkampfer nennt. Was hat das schon zu sagen. Als ob ein alter Frontkämpfer, sei es bei Ihnen oder bei uns, den Krieg nochmals herbeiwunschte. Der echte französische Frontkampier will mit offe nen Karten mit Ihnen spielen. Wird es gehen? Ja, es wird gehen. Es gibt keinen Gegen satz in der Auffassung des Kampfes gegen Kommu nismus und Freimaurerei. Auf diesem Gebiet konnen wir mit voller Lonalität aufeinander zah len. Denn auf ihm fußt die menschliche Sicherheit Europas. Barthou rüffelle Tardieu Aengstliche Sorge um den Burgfrieden RB. Paris, 22. Juli. Ueber die Unterredung, welche am Samstag zwischen Doumerane und dem Justizminister Chéron auf dem Landsitz des Ministerprasidenten stattgefunden hat, ist strenastes Still schweigen bewahrt worden. Es kann aber als feststehend angesehen werden, daß Doumeraue nicht daran denkt, wie vorübergehend behauptet worden ist, den innerhalb seines Kabinetts ausgebrochenen Konflikt zu benützen, um sich selbst wieder aus der Politik zurückzuziehen. Vielmehr rechnet man be stimmt mit der Wiederherstellung der Einigkeit im Burafriedenskabinett Doumerque Der Ministerprasident trifft am Dienstag in Paris ein. Man ist sich auf beiden Flügeln des Regierungslagers in dem Wunsche einig, unter allen Umstanden wenigstens bis zum Herbst am Kabinett der nationalen Einigung festzuhalten. Die Sonntagspresse gibt beredten Ausdruck darüber. Der„Jour“ äußert sich dahin, daß das Verschwinden des Kabinetts Doumerque eine Katastrophe für das Land bedeuten würde. Der Gegensatz der beiderseitigen Auffassungen besteht darin, daß die Rechte der Ansicht ist, Tardien habe von seinem guten Recht als Zeuge vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuß Gebrauch gemacht, als er Chautemps auf das heftigste in der Stavisky=Affäre beschuldigte. Die Radikalsozialisten verlangen dagegen den Rucktritt Tardieus, weil er einen politischen Angriff auf ihre Partei und deren Führer gemacht und damit den politischen Burgfrieden gebrochen habe. Von den verschiedenen Möglichkeiten einer Beilegung des entstandenen Konfliktes werden heute morgen nur zwei ernstlich erwogen: Entweder Tardien und Herriot verlassen beide, sei es freiwillig, sei es mit Hilfe einer Kabi nettsdemission mit Neubildung durch Doumerque. den Kreis der Minister, oder beide verbleiben provisorisch unb bis zum Ende der Parlamentsferien im Kabinett. Es sickert in der Presse immer mehr durch, daß Außenminister Barthou in der ihm eigenen, sehr temperamentvollen Weise seinem Kollegen Tardien wahrend des Ministerrates am Freitag außerst hestige Vorwürfe wegen des Vorstoßes gegen die radikalsozialistischen Führer gemacht hat. Bar thou erachte jede Storung des Burafriedens in einem außenpolitisch so entscheidenden Augenblick bei der jetzigen Lage als äußerst schadlich für die fran zosischen Interessen Der erfahrene Pilot Doumerque Eine Rede des Staatoprasidenten Der Prasident der Republik. Lebrun, hat heute seinem Vorganger, dem vor zwei Jahren ermordeten Prasidenten Doumer, eine besondere letzte Ehre erwiesen. Er enthullte in der Heimatstadt Doumers, Aurillac, in der Auvergne ein Denkmal für Doumer und hielt dabei eine Rede, in der er Doumer den Franzosen als Beispiel vor Augen stellte. Mit be deutsamem Hinweis auf die Anzeichen mora lischer Verwilderung im öffentlichen Leben pries Lebrun den ermordeten Vorganger als einen Mann,„der dem Uebel, das er herannahen fühlte, ein unsehlbares Heilmittel entgegensetzte: Arbeit, Sparsamkeit, Redlichkeit und Anstand“. Bei dem anschließenden Essen setzte sich Le brun in einer von der Pariser Presse viel beachteten und beifallig aufgenommenen Weise für Dou meraue, sein Werk und den Fortbestand seines Kabinetts ein. Man musse dem Stolz und der Freude Ausdruck geben über den Wiederaufstieg Frankreichs unter der Leitung seines erfahrenen und vorsichtigen Piloten„Die öffentliche Meinung", so führte Lebrun aus,„würde eine Unterbrechung die ses heilsamen Werkes nicht zulassen Sie wurde diejenigen streng verurteilen, die nicht alles tun, um eine nahe Zukunft sicherzustellen, die man dank der Weisheit und der Bemühungen von gestern schon vor Augen sah“ Beginn der Bayreuther Festspiele Im Beisein des Reichskanzlers TNB. Banreuth, 22. Juli. Bayreuth ist in Fest summung. Zingen doch etwa 700 Bayreuther in den Choren mit. Aber auch die, die nicht unmittelbar mit den Ereignissen im Festspielhaus in Verbindung stehen, wollen dabei sein. Schon Stunden vor der Auffahrt sammeln sich wohl an 20000 Menschen. (egen 15 Uhr begann die Auffahrt, die einen Verkehr brachte, der starker war denn je. Als der Führer, der sich in Begleitung seines Adjutanten Brückner befindet, vor dem Haupt portal vorfahrt, kennt die Begeisterung keine Gren zen. Immer wieder brausten die Heilrufe über den Platz, bis das letzte Fanfarenzeichen zum Beginn der Auffuhrung gegeben war. Reichsminister Dr. oebbels und seine Gemahlin wurden von der Menge gleichfalls stürmisch begrußt. In der Pause entwickelte sich das altgewohnte Treiben vor dem Festspielhaus und dem Festspiel restaurant. Man horte wohl sast alle Weltsprachen llider den Besuchern sah man viele bekannte Person lichkeiten, so den Großherzog von Hessen mit seiner Familie, Prinz August Wilhelm, den Herzog von Koburg, Reichsbankprasident Schacht. Herzschlag im Wasser WD. Emmerich, 22. Juli. Hier ertrank beim Baden im Rhein eine junge Frau namens Zchmittlamp. Die Leiche konnte inzwischen geborgen werden. Als Todesursache stellte der Arzt Herzschlag fest. Max van de Sandt+ WL. Koln, 21. Juli. Max van de Sandt, der beden tende Kölner Pianist, ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Verstorbene war einer der letzten der aus der Schule Liszt hervorgegan genen Konzerivirtuosen. Die französischen Veferveoffiziere und die Saar Zie erwarten größere Aktivität Frankreiche DNB Pario, 22. Juli. Die Landestagung des Verbandes französischer Relerveoffiziere hielt am Samstag unter dem Vorsitz des früheren Ministers Desire Ferry in St. Male ihre letzte Sitzung ab Die acht hundert Abgeordneten der verschiedenen französischen Reserveoffiziersverbände beschäftigten sich hauptlächlich mit den verschiedenen Problemen der nationalen Verteidigung. Im Abschluß daran wurde das Sagrproblem ausführlich besprochen und der bezeichnende Wunsch geäußert, daß die französische Regierung schon jetzt die notwendigen Maßnahmen ergreifen möge, um die franzosischen Besitzungen jenes neutralen Territoriums, dessen Schickkal durch eine kommende Abstimmung entschieden wird und auf dem sich die Deutschen schon jetzt als Herren und Meister aufspielen(1), zu schützen. In diesem Sinne bringt die Versammlung den Wunsch zum Ausdruck, daß die französische Regierung im Saargebiet eine rege Propaganda unternehmen möge, die den Saarbewohnern beweise, daß Frankreich sie nicht vergesse Schweres Unwetter bei Bacharach Ein Todesopser IN8 Bacharach, 22. Juli. In den heutigen Nachmittagsstunden entlud sich über Bacharach und den Winzerdorfern Manubach. Oberdiebach und Rheindiebach ein schweres Unwetter, das von heftigen Hagelschlagen begleitet war Der Regen ging wolkenvruchartia nieder. Reißende Bache ergossen sich von den Hohen inTal und rissen alles, was sich den Wassermassen in den Weg stellte, mit. In Bacharach liegen die Erdmassen und das Geröll etwa zwei Meter hoch. so dan der Verkehr völlig gesperrt ist. In den Weinbergen der oben genannten Winzerdörfer wurden mannshohe Furchen in das Erdreich gerissen und der großte Teil der Rebstocke zu Tal gerissen. Autos und Motorräder blieben auf der Landstraße im Schlamm stecken. Die Traubenernte in den heimgesuchten Weindörfern sowie der südliche Teil der Bacharacher Weinberge ist vollständig vernichtet. Mehrere Stunden nach dem Unwetter lagen die haselnußgroßen Hagelkörner in den Berghängen. Kurz bevor das Unwetter einsetzte. fuhren Angehörige des Opelwerkes aus Russelsheim, die zu Besuch hier weilten, wieder rhein aufwärts, als plötzlich bei dem starken Sturm ein Passagier über Bord fiel und ertrant. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Die 2000=Kilometerfahr! durch Deutschland Erfolgreicher Abschluß TN. Berlin, 22. Juli. Die großte kraftiahrsportliche Prufung, die MM=Kilometer=Fahrt Deutschland, hat am Sonntag einen erfolgreichen Abschluß gesunden. Allgemein kann man sagen, man mit dem Ausgang und den erzielten Leistunge restlos zufrieden sein kann. Obwohl man die vo geschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeiten erhon hatte, ist die Zahl derer, die innerhalb der Zollzei das Ziel Baden=Baden erreichten, immer noch recht Das genaue Ergebnis ist noch nicht errechnet. Der als Erster am Ziel eingetroffene Wagen war der Berliner Bigalke mit seinem Beifahrer von Tippelskirch auf Fiat, der seine Sollzeit mit weit über sieben Stunden unterboten hat. Eine hervorragende Leistung! Bei den Seitenwagen maschinen erreichte der Stuttaarter Pfisterera Erster Baden=Baden. Von den Solosahrern kam Fähler=Radeberg mit seiner TKW. in Front an Die Italiener äußerten sich über den Verlauf der Veranstaltung überaus lobend und dankten fur die ihnen überall entgegengebrachten Sympathien. Be sonders erfreut waren sie über den guten Zustand der Straßen. Auch im nächsten Jahre wollen die Italiener an dieser gewaltigen, sehr gut organisierten Veranstaltung teilnehmen. Leider forderte die Prüsung auch ein Todce opicr. Der bei Inaolstadt verungluckte Frentze. München ist seinen Verletzungen im Krankenbaus erlegen, wahrend sein Beifahrer nur leicht verletzt wurde.(Naheres siehe im Sportteil.) Der 30jahrige Berliner Werner Schmoler stürzte in der Nacht kurz nach dem Start in einer Kurve am Dietrich=Ring im Stadtgebiet von Leip sia. Er erlitt einen Oberschenkelbruch und eine Gehirnerschütterung, an deren Folgen er in der Nachl im Krankenhaus gestorben ist. Wie aus Halberstadt gemeldet wird, sturzie heute fruh bei der Durchfahrt durch Halberstadt der ADAC.=Fahrer Horst Brandstetter=Leipsia seinem Rade und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Dort ist er am Sonntaavormittag seinen Verletzungen erlegen. Unter Mordverdacht Freigesprochen mangels ausreichender Beweise Hagen, 22. Juli. Am Samstag fand der seit sechs Tagen vor dem Hagener Schwurgericht verhandelte Prozeß gegen Albert Plädderich, der beschuldigt war. seine Frau ermordet zu haben, seinen Abschluß Urteil lautete auf Freispruch mangels ausreichende Beweise. Selbstmord durch Herzschuß Koln, 22 Juli. In der Schildergasse hat sich der Mittagszeit ein 5fahriger Mann mit eine Armeepistole einen Herzschuß beigebracht ErI kurz darauf gestorben. Es liegt Selbstmord vor Grund zur Tat durfte in einem Nervenzusammen bruch zu suchen sein Hauptschriftleiter 8 M Hadler. Bochum. Gtellvertre= ter: Peter Schiffers Bochum: verantwortlich lür Volit und Feuilleton: 3 M Habler; Ur den lokalen den Bochum und Westbeutschland: V Schilfers#ür den len Teil Hattingen und Essen=Steele: Zulius in Bochum; für den lokalen Teil Wattenscheid: Landefeld in Bochum; für Theater und Musik: Dr 0. Brinkschulte in Bochum; für Handel und Zvort: N Lanbefeld. Bochum; für den Anzeigenteil Bochum: Lenze. Bochum: für den Anzeigentetl Hattingen: Becker. Hattingen; für den Anzeigentet M. Klein. E.=Eteele;#ür den Anzeigenien 9 Lüther Wattenscheib: Verlag und Druck Vereinsdruckerei Bochum D.=N VI 30: 11248 Ausgabe A: Westsälische Volkozeitung Bochum V1. Ausgabe N. Nolkszeitung'sr Ennepe=Ruhr=nteeler 3 tung 8578; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheid1 Montag, den 23. Juli 1934. 1. benläge der Volks-Zeitung. Nr. 167— elte Das 82. Stiftungsfest der Kolpingsfamilie. Zum feierlichen Festakt des 2. Stiftungsfestes Sonntagmorgen im Gesellenverein hatten sich die Mitglieder der Kolpingssamilie und der Meistergruppe so zahlreich eingefunden, daß der große Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Links und rechts die Bühne flankierend, die prächtig für das folgende Münchener Weihespiel„Volk und Gott“ hergerichtet war, grüßten die Fahnen in den Farben des verjüngten Deutschland. Nachdem das Kolpingsorchester die Weibestunde mit dem Bannermarsch eröffnet hatte, sprach der Präses der Kolvingsfamilie, Pieper, Worte der Begrüßung, besonders an den Generalpräses und die Vertreter des evgl. Gesellenvereins. Schmetternde Fanfaren kündeten dann den Beginn des Weihespiels„Volk und Gott“, das in selten eindringlicher Art Antwort zu geben sich müht auf ne Frage von entscheidender Bedeutung: Was ist Volk, was ist des Volkes Sinn, was seine urtümliche und arteigene Mission und Sendung? Nachdem die einzelnen Stämme, die aus dem und Osten, aus dem Süden und Norden, sich zu ihren spezifischen, nur ihnen gestellten und nur durch sie zu lösenden Aufgaben bekannt haben, wird plötzlich die Frage wach, was sie denn, detschen Stämme, die in ihrer Vielzahl das enne großdeutsche Reich und das eine Volk bilden als Volk für eine Aufgabe haben, welches denn des Volkes tiefster Sinn sei. Immer lauter, immer dringender, immer quälender heischt diese Frage der einzelnen Stämme, die sich ihrer Teilmission bewußt, aber ihre Gesamtaufgabe als Volk nicht kennen. Antwort Als die qualvolle, fragenschwere Ungewißheit ihren Höbepunkt erreicht hat, oifnen sich die Reiben derer die Deutschlands Stamme vertreten, und aus berufenem Munde vird die Antwort. Ja was ist Volk, so beginnt der Generalprases Monsignore Hürth und gibt in einem feinen, gedankentiefen und weitgespannAnsprache des Generalpräses Hürth. „Golt und Volt.“ wie deutsche Art sich ausgewirkt hat, dann kann man wohl Fingerzeig. erhalten. Und wenn wir sehen, daß Deutschland ein Jahrtausend der geistige Mittelpunkt der Welt war leben, genügenden Lebensraum haben müssen vor allem auch unsere Völkerehre haben: Wir müssen darum für Lebensraum und unsere Völkerehre nachdrücklichst ein Ein Blick auf die festlich geschmückte Bühne während der Festrede von Migr. Hurth daß es Schutzherrin der Christenheit gewesen ist, daß Männer wie Thomas und Albert Deutsche waren und an deutschen Universitäten lehrten, dann wird die Antwort nicht mehr schwer. Aber der deutsche Genins ging auch Die Ehrengaste bei der Festfcier. an der ersten Reihe sitzend von links nach rechts: Pfarrerimnardt=St Marien, Pater nnvrenz Wener O. F. M. von Christ=König, der Vizepräses des Vereins, Propstdechant exe. Präses Pieper und Generalpräses Msgr. Hürth=Koln. Abwege. Wenn heute die Völker Asiens mit einer glaubenelosen Philosophie vergiftet sind, dann sind unsere Hochschulen die Lehrmeisterinnen der jungen, fremden Studenten gewesen, die dieses Gift mit in ihre Heimat nahmen. Die tiefste Verirrung der Menschheit, der Marxismus, stammt auch aus Deutschland. Im guten wie im bösen ist der deutsche Stamm Herz und Verstand der Menschheit. Fürwahr eine große Augabe und eine noch größere Verantwortung. Wenn nun Gott uns diese Augabe gestellt hat, dann müssen wir auch auf dem Platz, auf dem wir ten Referat darauf Antwort. Was ist Volk?— das ist die Frage die unsere Zeit bewegt. Und wir können keine befriedigende Antwort geben, wenn wir Got“ nicht darum Arten. Alles, was in der Schöpiung lebt, ist Spur und Abbild des Ewigen. Der Herraoft, der uns geschaffen hat, hat seine Gedanen, seine Pläne und Abrichten wie mit jedem Menschen so auch mit sedem olk. Es kann ja auch nicht anders sein! Denn r gottliche Meister schafft nicht plan- und ellos. Wenn wir die Geschichte der Menschreit und der Völker betrachten und zwar nicht r als eine Aneinanderreihung vor Kriegen von onigshäusern und Fürstengeschlechtern, dann rden wir erkennen, daß auch die in ihrer verrrenden Fulle scheinbar planlos sich überzenden Ereignisse sich planvoll zusammenfügen großen leitenden Gedanken. Beson (1a deutlich wird das am jüdischen Volke. Ihm ire Gott die gewaltige Aufgabe gegeben, sein t rein zu halten, um durch eine Tochter dieses 4 das Blut zu geben dem Gottmenschen. der das jüdische Volk hat seine Aufgabe nicht #eben, darum ist es verworfen, darum h es rubelos und heimatlos durch die ker der Erde. darum kann es nicht leben und ben als Volk. Auch das römische Reich Zilte seine Aufgabe. Es war ausersehen, erster Trager des Gottesreiches zu werden. Aber es hat scht gewollt. Im 300jährigen blutigen Kampf s das Gottesreich befehdet und darum wurde um dieses mächtige Reich verworfen. Dann taten die Stämme Germaniens in den Gesichtsder Geschichte, sie traten das Erbe der Röan und wurden die Träger des Gotte reiches und sindes nun seit 1500 Jah en. Jedes Volk hat seine Aufgabe vom Herrgott. die Franzosen und Engländer, so auch wir Leutsche. Er hat uns einen bestimmten auf der Welt gewiesen, hat uns gewisse Figenschaften, hat bestimmte Verhältnisse um uns gebildet. Wir sind darum n einer anderen Weise Mensch als etwa Franzose oder der Chinese Wir sind Träger eines ganz bestimmten göttlichen Auftrages Und was mag der sein? Sicherlich sollen wir nicht große Wetlpolitik treiben. Darin und uns die anderen auch über. Aber wenn man in der Geschichte sich einmal umschaut und feststellt, treten. Aber unsere ganze Arbeit wird Stückwerk bleiben, solange wir innerlich gespalten sind, solange nach einem Wort Kolpings, das echte und rechte deutsche Leid uns drückt. Wir Heutigen sind an dieser unglückseligen Spaltung nicht schuld, aber wir müssen alles tun, sie zu überwinden. Noch eins! Wenn die Völker gesunden sollen, dann müssen zuerst die Familien wieder gesund sein. Es gibt kein Volk, das für die Familie ein so tiefes Gefühl und Verständnis hätte wie der deutsche Stamm. Da liegt noch eine bedeutungsvolle Aufgabe: Wiederaufbau einer gesunden, echt christlichen Familie. Da haben besonders die Jünger Adolf Kolpings eine gewaltige Sendung. Das Sakrament der Ehe, vielfach nur noch äußere Zeremonie, muß wieder in seiner ganzen Bedeutung auferstehen. Neben diesen übernatürlichen Fundamenten muß der Familie auch wieder eine gesunde natürliche Basis geschaffen werden, in der Charakterfestigkeit der Ehegatten, in der Berufstüchtigkeit und der Berufstreue des Mannes. Erkennt so Eure völkische und Eure persönliche Aufgabe! Gehet hin an die Stätten Eures Wirkens in die Fabrikenund Werkstätten und in Eure Familien, und Gott möge Euer Tun segnen und reiche Frucht bringen lassen! Nach Bekenntnis und Treuegelöbnis der Spieler sang die gesamte Spielgemeinde, gepackt und begeistert von Spiel und Rede.„Wenn alle untreu werden“ zustimmend und beteuernd: Primizfeier in St. Josef. Gestern feierte unter überaus starker Anteilnahme der Gläubigen der hochw Herr Missionar Gödeke ein Priester des pävstlichen Werkes der Glaubensverbreitung, in seiner Heimat= und Pfarrkirche St. Joseph zum ersten Male ein hl. Meßopfer Um 10 Uhr fand ein feierliches Levitenhochamt statt, bei dem die Herren Vikar Dieckmann und Joch dem Primizianten assistierten. In seiner Festpredigt wies der hochw. Herr Vikar Joch auf die Bedeutung des Priestertums hin. Er beglückwünschte den Primizianten und bat für die Angehörigen und die gesamt Josephsgemeinde um den Primiziantensegen. Zu dieser Feier hatte die Kirche selbst ein Festgewand angelegt, das Chor erstrahlte im Glanze der Kerzen, während der Kirchenchor das Hochamt mit seinem Gesang verschönte. Am Nachmittag fand dann eine Dankandacht statt, in der der Primiziant den päpstlichen Segen erteilte. Ihr Sterne, seid uns Zeugen, die ruhig niederschaun, Wenn alle Brüder schweigen und falschen Götzen traun. Wir woll'n das Wort nicht brechen, nicht Buben werden gleich, Woll'n predigen und sprechen vom heil'gen Deutschen Reich. Der Familienabend vereinte um 19 Uhr noch einmal die Mitglieder der Kolpingsfamilie mit ihren Angehörigen im großen Saal des Gesellenhauses. Nach dem Eröffnungsmarsch und einem Prolog entbot der Senior Rüther den Meistern und Gesellen einen herzlichen Willkommensgruß. Er gab einen kurzen Rückblick auf die acht Jahrzehnte Kolpingsarbeit in Bochum und hob dabei hervor, daß Gedanken und Ideen, die heute um ihre Formung und Verwirklichung ringen, in der Kolpingssamilie immer lebendig gewesen seien. Stets habe man z. B den Gedanken einer berufsständischen Ordnung vertreten— und wenn heute die allgemeine Situation seiner Durchführung günstig sei, dann können die Kolpingssöhne das nur herzlich begrüßen. Einem Vortrag der Gesangsabteilung folgte die Festrede des Präses Pieper, die uch im wesentlichen an die Gedanken des herrlichen Referates des Generalpräses anlehnte und mit einem eindringlichen Appell an die Kolpingssöhne schloß, sich der großen Aufgibe, die ihnen vom Herrgott gegeben sei, bewußt zu sein und sich für ihre Erfüllung restlos einzusetzen. Das gemeinschaftliche Lied„Wenn alle untreu werden“ beschloß den ersten Teil, dem sich nach einer kurzen Pause ein zweiter, mehr unterhaltsa ner anschloß. In dem„Handwerkerwettstreit“ wußten die einzelnen Handwerkszweige ihre Vorzüge beredt und in humorvoller Form ins rechte Licht zu rücken. Neben der Gesangsabteilung und dem Kolpingsorchester trugen zur weiteren Ausgestaltung vor allem die Turner der Kolpingsfamilie bei. Das 82. Stiftungsfest mit seinem weihevollen und begeisternden Festakt und seiner ausgezeichnet verlaufenen Familienfeier wird noch lange in der Erinnerung nachschwingen. Kleiner Wochenendfilm. Ueber das Wetter ist wenig Gutes zu berichten. Zwar hat das Gewitter, das Samstagnachmittag über unserer Stadt grollte. erfrischt und die Luit gereinigt. Den Bauern aber, deren Korn in Garben zum Trocknen auf den Feldern steht. mag es weniger erwünicht gewesen sein * Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag war das Wetter dann wieder einzig schön. ein wirklicher Sommerabend, der wohl auch erste Ursache geweien sein mag, daß auch in Bochum die Rennblitz und Donner. Schwere Gewitterschäden in den Außenbezirken. Große Ueberschwemmungen in U.-Dahlhausen. Nach fast unerträglicher Schwüle um die Mittagszeit des Samstags begann sich gegen 14 Uhr über unserer Stadt ein heftiges Gewitter zu entladen, das über zwei Stunden dauerte und mit starken Regenaussen verbunden war. Die Berufsfeuerwehr mußte zweimal eingreifen. Zunächst hatte der Blitz auf der Querenburger Straße in ein Roggenfeld eingeschlagen und die Garben in Brand gesetzt. Das Feuer konnte in kurzer Zeit gelöscht werden. Etwas später wurde die Wehr zur Zeche Carolinenglück in Hamme gerufen, wo der Blitz in ein Kabel der Zechenbahn eingeschlagen hatte. Besonders heftig hat dann das Gewitter in Linden=Dahlhausen gewütet und die Keller und Parterre=Wohnungen unter Wasser gesetzt. Die Freiwillige Feuerwehr von Dahlhausen mußte eingreifen und die überschwemmten Wohnungen und Keller mit der Motorpumpe leerpumpen. Gegen 19.30 Uhr war der Schaden wieder behoben. Personen sind dabei nicht verletzt worden. Allerdings ist beträchtlicher Sachschaden entstanden. In Weitmar schlug der Blitz in das alte Hillsche Haus an der Hattinger Straße. Der Blitz verursachte hier zwar keinen Brand. zerschlug aber das Dachgebälk und richtete bedeutenden Schaden an Ueber die Gewitterschäden in Dahlhausen erfahren wir noch Die beiden am Samstagnachmittag kurz aufeinander niedergegangenen Gewitter richteten im Ortsteil Dahlhausen starke Verheerungen an. Besonders stark wütete das zweite Gewitter, in dessen Verlauf ein wolkenbruchartiger Regen niederging. In den tiefer gelegenen Straßen Unterdahlhausens konnten die Abflußkanäle das Wasser nicht so schnell aufnehmen, das sich dann in den Straßen staute und in Keller und Wohnungen eindrang Die Feuerwehr mußte zur Hilfeleistung herangezogen werden. so z. B. in der Straße„Im Stapel“, wo aus den Wohnungen Möbel usw herausgeschafft werden mußten. Die Fabriksanlagen der Firma Dr. Otto hatten gleichsfalls, besonders von den angrenzenden Bergen herabfließenden Wasser. starf zu leiden. Die ganzen Anlagen, Kanalöfen usw. standen unter Wasser und es bedurfte angestrenater Arheit, um die größten Schaden zu beseitigen. Unnötig zu sagen, daß auch in den Feldern der Schaden aroh ist. Städtischerseits wurden in den Abendstunden der Fuhrpark und die Wegearbeiter eingesetzt, die bis spät in die Nacht zu schaffen hatten. Auch Schäden durch Blitzschläge werden gemeldet; so zertrümmerte auf der Dr. C. Ottostraße ein Blitzschlag einen Radioapparat, an einer anderen Stelle schlug der Blitz in die elektrische Leitung und zerstörte Leitung und Lampe. Auf dem Horkenstein schlug er in die Telefonleitung. Glücklicherweise wurde bei all die sen Blitzschlägen nur Sachschäden angerichtet und Menschenleben kamen nicht zu Schaden strecke der 2000 Kilometer=Fahrer geradezu belagert war. * Die Fahrer kamen übrigens nicht wie angekündigt um 10 Uhr. sondern erst gegen 12 Uhr durch Bochum. Während der ganzen Nacht und die Morgenstunden hindurch bis nach Mittag hörte man die Motoren über die vorzüglich abgesperrte Rennstrecke donnern. * Die Kaffeewirtschaften und Ausflugslokale hatten leider wieder keinen guten Tag. Denn Sonntagnachmittag machte der Himmel wiederum gerade kein einladendes Gesicht * Mit der prächtigen Inszenierung von Schmitt Schillers„Braut von Messina“ schloß das Theater Samstagabend seine Spielzeit ab. Inzwischen sind die Vorarbeiten für die kommende Spielzeit. so die Verpflichtung der neuen Kräfte und die Vergebung der Vormieten schon lebhaft in Gang gekommen. Eine ständige stattliche Besuchergemeinde ist die materielle Existenzbasis eines Theaters. Jeder wird daran denken und seine Vormiete so bald wie möglich erneuern! * Die NS.= Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ veranstaltete im Parkhaus einer stattlichen Besucherschar einen gehaltvollen und unterhaltsamen Abend. * Die Kolpingssamilie feierte im Gesellenhaus ihr 82. Stiftungskest Morgens in einem Festakt, bei dem der Generalpräses Migr. Hürth im Rahmen eines Weibespiels„Volk und Gott“ eine gedankentiefe und wegweisende Ansprache hielt und abends mit einer Familienfeier. * Der Kreuzbund war zu einer großen Tagung. zu der arch der Hochw Erzbischof erwartet wurde. nach Dortmund gefahren * In der Josefskirche feierte ein Sohn der Ge meinde, der hochw. Missionar Gödeke, in einem feierliches Hochamt sein erstes hl Opfer am Altare seiner Heimat= und Pfarrkirche. Die Festpredigt hielt Vikar Joch, der besonders die hohe Bedeutung des Priestertums hervorhob * In der Bürgergesellschaft tagten Bochume Vinsenzkonferenzen zur fälligen Genevalversammlung. Bochumer Tageschronik. Man merke! Montag, den 23. Juli. Sonnenaufgang 4.34 Uhr, Mondaufgang 18.35 Uhr. Sonnenuntergang 20.37 Uhr; Monuntergang— 1502 Religionsfriede zu Nürnberg. 1562 Ritter Goetz von Berlichingen in Hornberg gestorben(geboren 1480). 1924 Der Philosophie=Historiker Kuno Fischer in Sandewalde geboren(gestorben 1907). 1849 Einnahme von Rastatt durch die Preußen.— Ende des pfälzisch-badischen Aufstandes. 1914 Ultimatum Oesterreich=Ungarns an Serbien. 1933 Evangelische Kirchenwahl mit überwältigendem Sieg der Deutschen Chrrsten. Wilde Buchmacher gefaßt. Eine Warnung für Wettlustige Am Bochumer Rathaus trieben seit einiger Zeit einige wilde Buchmacher ihr Handwerk. Der Kriminalpolizei gelang es, zwei wilde Buchmacher auf frischer Tat festzunehmen. Der Kundenkreis setzte sich vornehmich aus armen, arbeitslosen Volksgenossen zusammen, die glaubten, das wenige, ihnen zur Verfügung stehende Bargeld dem Glücksgott„Turf“ anvertrauen zu können. Mehrere Wettkunden dieser Buchmacher wurden ebenfalls ermittelt und vorgeführt.— Wilde Buchmacher hinterziehen die Rennwettsteuer und handeln somit gegen die Staatsinteressen Der Wetter, der bei einem nicht zugelassenen Buch macher Rennwetten abschließt, macht sich ebenfalls strafbar, kriminell als auch steuerrechtlich Die G richte verhängen gegen solche Rechtsbrecher erem plarische Strafen. Eine religiöse Tagung von aktuelliter Bedeutung findet vom 7.—12. August in der Johannesburg zu Leutesdorf a. Rh. statt. Gegenstand der Beratungen ist die Förderung der eucharistisch=apostolischen Bewegung im Sinne der Päpite Pius X. und Pius XI. Brennende Seelsorgsfragen werden zur Sprache kommen. Insbesondere stebt die Tagung im Dienste des Laienapostolates und der Katholischen Aktion. Der erste Tag(7. August) ist ausschließlich für Priester und Theologen bestimmt. An den folgenden Tagen können auch tatholische Laien aller Stände teilnehmen. Am Sonntag, dem 12. August, ist ein Einkehrtag im Sinne des Eucharistischen Kreuzzuges mit feierlicher Huldigung an Chri= stus den König. Programme werden kostenlos versandt. Man wende sich an die Leitung des Johannesbundes in Leutesdorf a. Rb. Wieder ein starkes Erdbeben restistriert. Im Anschluß an die letzte Meldung der Erdbebenwarte der Westfälischen Berggewerkschaftskasse wird uns mitgeteilt; Samstag morgen wurden die Seismographen der Bochumer Warte wieder durch ein heftiges Fernbeben in Tätigkeit gesetzt. Das Beben begann um 7 Uhr 40 Min. 35 Sek und dauerte ungefähr 3 Stunden. Die größte Bodenbewegung betrua hier etwa 1 Millimeter Der Herd des Bebens liegt vermutlich über 13000 Kilometer von Bochum entfernt Die Diebeszunft an der Arbeit. Aus einem an den Schrebergärten in Grumme parkenden Personenkraftwagen wurden gestohlen: ein Radkapselschlüssel, ein Sat Schlüssel, vernickelt. ein Unterbrecher. Kerzen u. a. Angaben: Zimmer 252 des Polizeipräsidiums. In der Nacht zum Freitag wurden aus einem unverschlossenen Kaninchenstalle„An der Maarbrücke“ zwei weiße Riesenkaninchen mit schwarzen Flecken entwendet. Angaben: Zimmer 211 des Poliseipräsidiums Junamännerverein. Montag 8.15 Uhr in der Neustraße, zu der alle Jungführer eingeladen sind. Es sprechen: Pater Romanus und Rektor Kleif. Reselung der Frühkartofselpreise. Die Regie rungspressestelle in Arnsberg teilt mit: Nachdem durch den Reichsbeauftragten für die Regelung des Frühkartoffelumsatzes der Erzeugerpreis für erste Sorte auf 6 Pfg., für zweite Sorte auf 4 Pfg. und für runde Kartoffeln auf 5 Pig pro Pfund herabgesetzt worden ist, mußten die bisherigen Gtoßhan dels= und Einzelhandelspreise entsprechend ge senkt werden. Die örtlichen Polizeibehörden sind durch den Regierungspräsidenten angewiesen, darauf zu achten, daß der Kleinverkaufspreis für die einzelnen Kartoifelsorten in keinem Falle mehr als 2 Pfa. über dem ge nannt en Erzeugerpreis liegt. Bei den mit! wegen Unterschlagung. Kr. Einen Berukounfall erlitt der Fabrikarbeiter Walter S. aus der Siebeckstraße, der mit mehreren Arbeitskumpeln schwere Eisenträger transportierte. Unglücklicherweise schlug eine Transportrolle zurück. wodurch der Eisenträger sich senkte, so daß S. mit dem rechten Bein daruntergeriet. Der Bedauernswerte, der neben einem Beinbruch Quetschungen erlitt. mußte ins Krankenhaus gebracht werden Die Ruhr fordert wieder ein Opser. Unter dieser Ueberschrift teilten wir Samstag mit. daß ein unbekannter junger Mann in der Ruhr in Höhe der Drahtseilbahn in der Nähe der Zeche Klosterbusch ertrunken sei. Bei dem Toten handelt es sich um einen Arbeiter aus Bochum=Langendreer. Rasenbrand. Freitag gegen 18 Uhr wurde die Boschung des Grummer Friedhofes, Am Gersteinring, von zwei unbekannten, schulpflichtigen Knaben angezündet. Die gegen 18.05 Uhr alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Es ist eine Grasfläsche von etwa 250 gm abgebrannt. Festgenommen wurde eine Person aus Bochum Sicherheit zu erwartenden weiteren Herabsetzungen der Erzeugerpreise ist diese Regelung entsprechend anzuwendn. Diese Preise des Handels dürfen nicht über=, aber unterschritten werden. Angefahren. Am Samstag abend wurde das Lehrmädchen Hilde L. an der Verbandsstraße von einem Personenauto angefahren und am Kopi verletzt. Sie wurde ins Krankenhaus geschafft. Deulsche Heilige der Woche. Am 23. Juli. Der Hl. Livoriuo. Er war der vierte Bischof von le Mans und starb am Ende des 4. Jahrhunderts um 3M7. Die vorhandenen Berichte über sein Leben sind unsicher und wenig verbürmt. Im Wesentlichen sagen sie nichts anderes, als daß Liborius ein frommer, kenntnisreicher und wohltätiger Bischof gewesen sei, viele Kirchen gebaut, Wunder gewirkt und den hl. Martin von Tours zum vertrauten Freunde gehabt habe. Im 9. Jahrhundert wurde der Lewb des hl. Lrborius von le Mans nach Paderborn überführt. In Paderborn war damals Bischof Badurad(von 815 bis 802). Wir haben über diese Uebertragung einen interessanten und glaubwürdigen Bericht. Bischof Badurad schickte mit Erlaubnis Ludwigs des Frommen eine Gesandschaft nach le Mans. Diese bestand aus Klerikern und vornehmen Laien und wunde geführt von dem hl. Meinolf. Das war im Jahre Bischof Badurad wünschte einen heiligen Leib für die mn christlichen Glauben noch roben und zum heidnichl iligen von ihrem Frr= 1le Mans wollten den us der Bischof Alderich inwies. Der bl. Leib dieser Gelegenbeit gen. Und diese Wunder sanzen Durchzuges von Sachien eilten zahllose schen Aberglaubenge sen durch die Fürbittede tum abließen. Die Bürge heiligen Leib nicht hergel auf den kaiserlichen wurde erheben, und schon be schaben viele Krankenheilung vermehrten sich wahrend des le Mans bis Paderborn. In Gläubige zur Verehrung des heiligen Leibes herbei. Und des Jubeins und Betens war kein Ende beionders als der Bischof von Paderborn mit seinen anzen Klerskern und unzähligem Volke dem ankommenden Zuge entgegenging und feierlichit den koitbaren Schatz seiner Kathedrale einverleibte, den sie bis auf den heutigen Tag noch beutzt. Als Bischof Alderich den Leib des hl. Liborius den sachsischen Abgeordneten übergan, geschah dieses unter der feierlichten Beschwörung, dem heiligen Leibe nie die gebuhrende Ehre zu entziehen. Dieser Mahnung bedurfte es eigentlich nicht. Aber jedenfalls haben die Gläubigen des Bistu. s Paderborn ihr Wort gehalten. Denn alljahrlich feiern sie das Gedachtnis des hl. Liborius Ende Juli acht Tage lang. Wohl kaum in einer anderen Diözese stromen sovte schofsstadt zusammen, wie in Paderborn. Selest aus den Teile des Bistums, au kommen dann die Katholike Prozeisionen. Ob wohl ein borius so feierlich, treu un e Andachtige in chrer Bi= in dieser Leborius=Ocktav dem weit entfernt liegen= s der sachiischen Diaspora, 1 als Einzespilger oder in anderes Volk den bl. Li= d andauerno seit elfhundert Jahren verehrt hatte, wie es das Weitfalenvolk in Wirtlichkeit getan hat?— Am 21. Juli. Die Hl. Christina. Sie wurde um das Jahr 1150 als jungste von drei Schestern in dem nahe bei St. Trond gelegenen Dörschen Brüstchen(im heutigen Belgien) geboren. Sie wird gewöhnlich zum Unterschiede von der bl. Jungfrau und Martyrin Christina — die ebenfalls von der abendländischen Kirche am 21. Juli verehrt wird und von Geburt Griechin war — die„Wunderbare“ genannt. Und ihr Leben bildet irklich eine Kette von so wunderbaren Erscheinungen, daß sie für unglaublich gelten mußten, wenn nicht die verbürgtesten Zeugnisse vorlägen. Schon acht Jahre nach ihrem Tode wurde ihre Lebensbeschreiwung verfaßt von dem Dominikaner Thomas Kantigratanus, einem Schüler Alberts des Großen. Und er sagt ausdrücklich, diß er nur solchen Augenzeugen Glauben geschenkt habe, welche sich lieber hätten das Haupt abschlagen lassen, als wissentlich eine Unwahrheit gesagt.— Sie starb am 24. Juli 1924 im Kloster der bl. Katharina in der Nahe von St. Trond und irde dort auch begraben. Als nach sieben Jahren das Kloster verlegt wurde, übertrug man auch den bes.en Leib, den man dann auf Grund einer Er= scheinung in der Pfarrkirche neben dem Hochaltare Die Pl. Zigga lauch Sigila), war die leibliche tweiter des bl. Siegpald, der im 8. Jahrhundert tot von Metz war. Als Witwe wurde sie Klosterzu und starb als Aedtissin am 24. Juli. Am 25. Juli. Der Hl. Meinrich(auch Magnerich genannt). Er te im 6. Jahrhundert und war Erzbischof von Die Hl. Glodesind. Sie lebte im 6. und 7. bundert als Jungfrau und Aebtissin zu Mey. Am 26. Juli. Der Hl. Ratbero(Radber). Er war Einsiedler zu Rotsee bei Kißleag und lebte im 10. Jahrhundert. Die Hl. Anna. Sie war die Mutter der allerselig= sten Junafrau Maria. Wenn wir sie auch nicht als deutsche Heilige aufzahlen konnen, so ist es doch wissenswert, daß ein Teil des Hauptes als Reliquie 1212 von Bethlehem nach Mainz kam und von dort 1501 nach Türen zur St. Annakirche. Am 27. Juli. Der Hl. Bertold lauch Berchtold). Er lehte im 12. Jahrbundert und war der erste Abt des Klosters Garsten im Bistum Passau Zahlen aus dem Wohlfahrtsan Monat Juni 1934 wurden im Wohlfahrts amt in der offenen Fürsorge insgesamt 19 558 Hauptunterstützungsempfänger(H.U E.) mit 17811 Köpfen(K), im Vormonat 20075 mit 19053 K. betreut Davon entfallen auf: Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene 79 H.1 E mit p. Sozialrentner 3788 H.U.E. mit 8020 K. Kleinrentner 487 H.U.E. mit 715 9 Blinde 55 H.U.E. mit 81 K. Armenpfeglinge 2374 H.U.E. mit 45019 Oeffentlich nicht Unterstützte(Mietbeihilfen 3 H.U.E mit 110 K. Wohlfahrtserwerbslose 12 685 H.U.E. mit 3377 Köpfen. Zusätzlich Unterstützte des Arbeitsamtes beihilfen) 110 H.U.E. mit 389K Die Zahl der Zusatzrentenempfänger betrug 2076 U.E. mit 3333(imVomonat 207 mit 3400 K.). ilautscheine wurden an 2851(im Vormonat 2765) Personen ausgegeben. In der Wochenfursorge wurden 110m Vormonat 153) Anträge gestellt In der geschlossenen Fürsorge staltsfürsorge) waren untergebracht: In Krankenhäusern 1010 Personen(im Vormonat 1021 Personen) in eigenen Pflegeheimen 281 Personen(im Vormonat 283 Personen in Bochumer nichtstädtischen Altersheimen und Waisenhäusern 355 Personen(im Vormonat 354 Personen) in Provinzialheilanstalten 1013 Personen(im Vormonat 1013 Personen) in sonstigen Anstalten 16 Personen(im Vormonat 16 Personen) in Familienpflege 363 Pflegekinder(im Vormonat 359 Pflegekinder). In der halboffenen Fürsorge waren untergebracht: In der Herberge als Wanderer täglich nach dem Wochendurchschnitt 15 Personen; im Obdachlosenheim 1 Person; in den Familienasylen 372 Familien mit 1705 Köpfen(im Vormonat 379 Familien mit 1720 Köpfen). Der Gesamtfürsorgeaufwand betrug(ausschl Jugend= und Gesundheitsamt 1 150:136 RM(im Vormonat 1 157 715 Ganztagsfahrt ins Grüne am 5. August. Fur de nächste Ganztagsfahrt ins Grüne, die bekanntlich am 5. August von der Reichsbahn veranstaltet wind. ginnt, wie wir erfahren, heute der Fahrkartenverkauf. Den Teilnehmern wird diesmal u. a. verspiochen, daß sie in eine reizvolle Berglandschaft georacht werden. Dort werden sie Gelegenheit zu vielseitigen Wanderungen haben. Die Beteiligung t also jedem Volksgenossen aus unserer Industriested. der in Waldesluft und Sonnenschein Kraft für den Werktag sammeln möchte, zu empfehlen. Die Tennehmer tun übrigens bei dieser Fahrt gut, wenn ne sich auf Rucksackverpflegung einrichten. Zwischen Bürgersteig und Stroße. Am gleichen Tage. gegen 16 Uhr. wurden beim Zurückseten eines Personenkraftwagens auf der Baarestraße drei auf der Einfriedigung des Grundstucks Baarestraße 1 sinende Arbeiter angefahren und an den Beinen leicht verlent Der ROMAN VON HELENE NORBER der Reim Verlagsanstalt Manz, Regensburg (7. Fortsetzung) Die Männer, die an der Verhandlung teilgenommen hatten, schüttelten nachdenklich die Köpfe. Sie fühlten eine Verantwortung auf sich lasten, die sie drückte und unsicher machte. Da erstand dem Fremden im Kreuzhofer ein ungeahnter Helser. Rote Flecke brannten auf dessen zersørgtem, hagerem Gesicht „Recht hast du, Kamerad! Mit leeren Versprechen wird ein Magen nit voll, ein Mensch nit froh, die Teilung ist zu ungleich. Der eine hat alles Gute, der andere nur Sorg' und Kummer. Ich tu nimmer mit, und wer uns im Stich laßt, die wir im Elend sitzen, ist ein Schuft.“ Einen Augenblick herrschte Kirchenstille. Dann schrie es wild durcheinander: „Dein Wort gilt, Kreuzhofer, wir halten zu dir!“ Der alte Sinneder sah auf seine knorpeligen, zitternden Hände nieder. Also nimmer warten?— Nimmer warten?— Die Faust nehmen und dreinbauen, daß die alte, lahme Geduld zum Teufel flog? Er probierte die Hände zu schließen. Es war eine zitternde Faust! Hilflos sah er auf und mitten hinein in die Augen seines Freundes, in denen eine Träne schimmerte. „Es geht nit, Moser!“ „Na. es geht nit, Sinnederl Plag dich ner. soll auch nit gehen!“ Mit einer kleinen Gebärde wies er auf den FremSie wollen unser Wegkreuz erschlagen und schlagen dem Herrgott ins Gesicht. Weg und Kreuz haben ein End'. unser Herrgott bleibt.— was dann?“ Was dann? Die Augen des Sinneder wurden weit, schreckhaft weit. Seine Faust löste sich. Warten!— Auf den Herrgott warten! Das war der kurze, bestimmte Kommandoruf für den Rest seines Lebens. „Gehen wir. Moser!“ „Gehen wir“, erwiderte der andere. Die zwei Alten machten ihr Wort wahr Die anderen beschlossen für den kommenden Sonntag eine Versammlung, in der Genosse Polzl über die Notwendigkeit des Zusammenschlusses und den Auf dem Boden versäumter Pflicht blüht ja immer am reichsten und besten der Weizen des Feindes und Pflicht wurde hier versäumt, Pflicht, für Menschen zu sorgen, deren Lebenssaft am Werk des Unternehmers vertropfte. 5. Kapitel. „Mein lieber Stein, Egon und ich überfallen Ihre Frau. Sie haben doch nichts dagegen?“ Der Geheimrat sog behaglich an seiner Zigarre. Generaldirektor Stein sperrte die erledigten Akten in die Schreibtischlade. Auf seinem Gesicht lag die Ruhe eines Diplomaten. „Meine Frau wird sich freuen und wartet sicher schon seit einer Stunde auf die Herren.“ „Die Leute hier sind zäh'— ein unglaublich schwerer Schlag! Könnten längst fertig sein.“ „Mir gefallen sie, Papa!“ „Tja!" Der alte Herr legte das Aschenglied seiner Zigarre wortlos ab. Schweigend schritten die Herren dem Chefhause zu. Eine leise Schneehülle deckte den Boden, den Garten. An die Fenster des Glashauses preßten sich die Blätter der Palmen, die in der warmen Jahreszeit im Freien standen. Lilly Stein empfing die Herren mit offen gezeigter Freude. So warm war es in ihrer Nähe! Ein spitzenbesetztes Kaschmirkleid umschloß ihre zierliche Gestalt. Jeder Nerv an ihr jauchzte ein frohes, unbekümmertes Lebenslied. „Endlich, endlich finden Sie den Weg zu mir.“ „Arbeit, meine Gnädigste, ist unsere Parole!“ „Darf man hierüber seine Freunde vergessen?“ „Selbstverständlich!“ „O pfui!“ schmollte sie.„Sagen Sie das gleiche, Herr Doktor?“ Sie reichte dem Jungen die schmale, seine Doktor Lonnert zog sie höflich an die Lippen. „Wir haben Sie beide nicht vergessen, gnädige einmal bei Ihnen sein Frau, und sind froh, wieder zu können.“ Der Sprecher kannte die große, heimliche Schwäche die sein Papa für das feine, quecksilbrige Menschenkind besatz. Eine Schwäche, die von der kleinen Frau nie austen Despoten in einen liebenswürdigen, zugänglichen Menschen zu verwandeln. Bald darauf saßen sie an der prachtvoll gedeckten Tafel. Der Geheimrat nahm den feingeschliffenen Kelch „Auf Ihr Wohl, schönste Frau!“ Der blonde Kopf neigte sich dankend. „Wann erlosen Sie mich von hier, Herr Geheimrat?“ Dieser sah auf seinen Generaldirektor. „Wie lange noch?“ fragte er kurz. „Wenigstens noch vierzehn Tage!“ antwortete der Direktor.„Lilly tut der Aufenthalt übrigens sehr gut. Sieht sie nicht blühend aus?“ „Ach was,— ich möchte heim!“ trotzte sie auf. „Ich nehme Sie morgen mit, gnädige Frau. Gilt es?" Ihr Blick ging verwirrend zu dem Sprecher hinüber. Sie dachte an Wien, die alte, schöne Donaustadt mit ihren Liedern, ihrem Frohsinn. Ihr Herz pochte laut und sehnsüchtig. Die Hand zuckte dem Frager entgegen. Schon sak ihr die Zusage auf den Lippen, da traf sie ein Blick ihres Mannes. Groß— erwartungsvoll. Die Lieb' zog sie am Ohrläppchen. Wie ein Schulmädl wurde sie rot, verlegen. Aber nur für Sekunden. Dann perlte ihr Lachen. „Danke, Herr Geheimrat— ich bleibe!“ Doktor Lonnert trank ihr zu. In seinen sonst so kühlen Augen schimmerte es warm. „In Wien wollen wir Sie für Ihre Einsamkeit entschädigen. Wie gofällt es Ihnen hier überhaupt?“ „Hier?“ fragte sie gedehnt.„Das Haus ist...“ erschrocken brach sie ab; sich erinnernd, daß sie hier Gastfreundschaft genoß. .. ist abscheulich“, vollendete ruhig der Geheimrat„Sagen Sie es nur offen; es macht auf Egon und mich den gleichen Eindruck.“ Der Generaldirektor lachte. „Puritanischer Zuschnitt! Ein Hohced auf die Einfachheit. Lilly meinte anfänglich immer, es müsse in den Zimmern und Gängen Mäuse geben.“ „Und Spinnweben von oben bis unten, nicht wahr?“ fragte amüsiert Doktor Lonnert. Lilly Stein ereiserte sich. „Nein, das trifft nicht zu. Die Sauberkeit ist unheimlich, aber auch entsetzlich kalt und nüchtern.“ „Und auch das nur, weil die jüngste Bekannte meiner Frau hier ein Juwel von einem Besitz hat. So romantisch wie nur möglich.“ „Hier in Göll?“ „Jawohl, Herr Doktor!“ Stein blinzelte ihm unmerklich zu. „Die Besitzerin dieses Paradieses ist Fräulein Keim“ „Keim?“ fragte der Geheimrat nachdenklich.„Hieß „Das Fräulein ist die Tochter des verstorbenen Gelehrten.“ Lebhaft richtete sich der Geheimrat in seinem Sessel auf. „Ich erinnere mich jetzt an das Schlößl und seine Bewohner. War mit Karl einmal dort. Damals lief das Mädl noch mit Hängezöpfen und einem großen Bernhardiner im Park herum.“ Fragend sah Doktor Lonnert auf Stein. „Sieht man das Haus von hier?“ „Nein“, antwortete dieser. Die Südspitze des Waldes verdeckt es. Frau Stein war verstummt. Ihr war ein Gedanke gekommen, der sie so beherrschte und aufregte, daß sie eine Weile das Sprechen vergaß. Ein wenig später flogen ihre Worte wie kosende Täublein zu dem Geheimrat hinüber. „Nicht wahr, der Besitz Maria Keims ist wunder=, wunderschön?“ Ein ganz heimliches, verstecktes Fleben, Betteln. „Stimmt, kleine Frau! Schade, daß er uns gehört.“ Die Diplomatie Lilly Steins schlug Purzelbäume. Aufgeregt platzte sie heraus: „Maria will verkaufen!“ Ein scharfer Blick flog von der Sprecherin zu dem Sohn. Nur für den Bruchteil einer Eekunde, aber en „Also, verkaufen will die Tochter des Gelehrten Warum?“ „Zie braucht das Kapital zum Leben.“ „Ist sie vermögenslos?“ „Ganz wohl nicht. Doch der Besitz beansprucht große Mittel, und überdies will Maria Pflichten.“ Ein überlegendes Schweigen. Niemand sprach in dieser Angelegenheit mehr ein Wort. Am nächsten Morgen stand schon um sechs Uhr das große Lurusauto bereit zur Abfahrt. Der Chauffeur wartete am offenen Schlag des Wagens. Geheimrat Lonnert schritt mit seinem Sohn an dem Mann vorbei. Sie gingen der Südspitze des Gollerwaldes zu. In zehn Minuten waren sie an ihrem Ziel. Vor ihnen laa das Elternhaus Maria Keims. m verschneiten Park. Versteckt, Vertraumt. Wunder= lieb die Giebel. Reizend das geschlossene Chörlein. In den weißen Dachflächen die schwarzen Augen der Gauben. Eine seine Rauchwolke schlangelte sien aus zwei Kaminen hinaus in die frische, klare Morgenluft. Das kunstvolle Tor geoffnet. Der Blick in den Hof frei. Die Rei Am Freitag wurde der Radfahrer Josef D aus Bochum von einem Kraftwagen an der Ecke Hernerund Horst=Wessel=Straße angefahren und verlent. D. erlitt mehrere Fleischwunden am Kopf und mußte dem Elisabeth=Krankenhaus in Bochum zugeführt werden. Lebensgefahr besteht nicht. Verlin, 21. Juli. der Pladoners Recht ils Verteidiger des irtsieser u. a. dottorangelegenheit menden Bekundung sowie sämtlicher zu Zeugen erwiesen, das um die Verleihung versität Graz bemühs tungen zur Verleihu Wissen eingeleitet wo Mitteilung der Verle gestraubt habe, diese Erst auf Zureden ve daß die Zurückweisun der Universität Graz gierung darstelle, ha entschlossen, das Dol an ihn ergangenen( Fruhstuck Folge zu Staatsanwaltschaft n klagten und nicht et jahrens auf Grund tragt. Hirtsiefer steh heit nicht nur formal da htlich der 1 Wein seitens der 2 owie bezüglich und eines Gemäldes halb von einer Beste rtsieser keiner Geschenke vorgenomm kundungen der Zeuge Lehr und Bürgerme daß es sich sowohl be den Lotterielosen um sonliche Ehrengabe in Hirtsiesers als rhein habe. Solche Geschen hessische Staatspräside vorgehoben habe, sow in der Nachkriegszeit und sonstigen promi gewesen, ohne daß n blickt hatte. Tasselbe gelte von dorfer Malkaste Schon die Tatsache, d mit den Unterschriften glieder trage, sei ein lediglich eine Art Ehr Gesangvereinen und liehen würden. Im sammenhang zwischen diploms und einer Jeshalb müsse Hirtsi weises, sondern wege prochen werden. Die Verkundung de dem 23. Juli, vormitt Die BetriebBerlin. 21. Juli. eines Arbeitsgerichtes octes Fernbleiben vo 1. Mai als Entlassu Vermeidung von Iri von zuständiger Sei daß es sich, wie aus dabei nicht um die 1 seierlichen Staatsakt die Verweigerung an nationalen Arbeit vor der Vertrauens Das Gesetz sagt, daß samten Gefolgschaft“ nmal betont, daß d zen wegen der Verw Vertrauensmännewer worden seien, sondern chriftsmaßlgen vierw Nur für diese re isgericht das Vorlie Gesunkene en Athen, 21. Juli. Narineflugzeuges, d der Insel Kept sahmen machte, entd wei still liegende 1 udem Meere immt an, daß es sic elt, die im Verlauf likrieges zum Te nicht wieder raphischen An Intersuchung unterz men man entnehn lussicht auf Erfolg Schweres Ein Bezirkewalter NB. Schmargen rliner Landstraße, ereignete sich an astwagenunglück,d Paldemar Driest n Berliner Persor swalter Driest, K " auf der Fal m 70Kilometer=Tem uige Steine, geriet chlug sich infolge p ordey, der den Wag metschungen davonka den Driest eine Stre koblinski wurde sche Nur 50 Wittenverg, 2 ladis hat der 2 orbehalt weiter nationskart mier Ausnutzung me neun Bentne tabe. der Haupkunternpfänger. Wohlfahrtsamt wurden im WohlfahrtsFursorge insgesamt sempfänger(H.U E.) mit Vormonat 20075 mit entfallen auf: hinterbliebene 79 H.U E. l.E. mit 8020 K. F. mit 715 9 4 K. U.E. mit 4591 K. stützte(Mietbeihilfen 3 12 625 H.U.E. mit 2377 des Arbeitsamtes(MietA. rentenempfanger (imVomonat 207 mit urden an 2851(im Vorsgegeben. orge wurden 110m estellt en Fürsorge Anergebracht: 10 Personen(im Vor1 Personen(im Vorschen Altersheimen und en(im Vormonat 35 ten 1013 Personen(im 16 Personen(im VorPflegekinder(im Vorn Fürsorge waren inderer täglich nach dem sonen; im Obdachlosenmilienasylen 372 Famikormonat 379 Familien vand betrug(ausschl imt 1150:136 RM(im am 5. August. Fur de rüne, die bekanntlich am n veranstaltet wind. ute der Fahrkartenver= diemalu. a. versprolle Berglandschaft den sie Gelegenheit zu den. Die Beteiligung t unserer Industrieft nenschein Kraft für ren 1 empfehlen. Die Teil= ser Fahrt gut, wenn ne einrichten. tig und Stroße. ladfahrer Josef D aus sen an der Ecke Herner= efahren und verlent. D. am Kopf und in Bochum zugefuhrt t nicht. 16 Uhr, wurden beim kraftwagens auf der ifriedigung des GrundArbeiter angefahren rient chter des verstorbenen Geheimrat in seinem das Schlößl und seine mna! dort. Damals lief en und einem großen auf Stein. dier?“ die Südspitze des WalIhr war ein Gedanke und aufregte, daß sie 5. re Worte wie kosende nüber. aria Keims ist wun= verstecktes Fleben, Schade, daß er nien teins schlug Purzel= 18: n der Sprecherin zu ser Eekunde, aber es ochter des Gelehrten Besitz beansprucht vill Maria Keim legenheit mehr ein um sechs Uhr das et. ffenen Schlag des seinem Sohn an Gollerwaldes zu. hrem Ziel. Maria Keims. Im traumt. Wunderchlossene Chörlein. e schwarzen Augen olke schlangelte sich frische, klare MorDer Blick in den Der Hirksiefer=Prozeß Die Rede des Verteidigerg Ein Engländer Leiter der Saarpolizei Der neue Reichsführer der Studenken Madoners Rechtsanwalt Dr. Eusterhenn, Koln. Hoffnungen der Saarbevölkerung Verteidiger des früheren Staatsministers Dr. TNB Saarbrücken, 21. Juli. Die Regierungskommission dirtsieser u. a. folgendes aus: In der Ehrendottorangelegenheit sei auf Grund der übereinstim menden Bekundungen sämtlicher Mitangeklagten sowie sämtlicher zu diesem Punkte vernommenen Zeugen erwiesen, daß Hirtsiefer sich in keiner Weise um die Verleihung des Ehrendoktortitels der Universitat Graz bemüht habe, daß ferner die Vörberei tungen zur Verleihung dieses Doktortitels ohne sein Wissen eingeleitet worden seien und daß er sich nach Mitteilung der Verleihung des Doktortitels energisch gestraubt habe, diese Ehrung überhaupt anzunehmen. Erst auf Zureden verschiedener politischer Freunde, daß die Zurückweisung der Ehrung eine Brüskierung der Universität Graz und der österreichischen Regierung darstelle, habe Hirtsieser sich notgedrungen entschlossen, das Doktordiplom anzunehmen und der an ihn ergangenen Einlabung zur Teilnahme am Fruhstuck Folge zu leisten. Infolgedessen habe die Staatsanwaltschaft mit Recht Freispruch des Ange lagten und nicht etwa bloß Einstellung des Verfahrens auf Grund der politischen Amnestie bean tragt. Hirtsieser stehe in der Ehrendoktorangelegen heil nicht nur formaljuristisch, sondern auch moralisch makellos da unsichtlich der Uebersendung von 100 Flaschen Wen seitens der 3tadt Düsseldorf an Hirt owie bezüglich der Schenkung der Lotterielose hat den Engländer Hemsley zum Inspektor für die gesamten Polizei= und Landsagerkräfte des Saargebietes ernannt. An den bisherigen Zuständigkeiten ändert sich nichts. Unmittelbar über dem Oberkommando der blauen Polizei und des Landfägerkorps steht aber jetzt der neue Inspektor, der der Abteilung des Inneren und dem Präsidenten Knox persönlich zugeteilt wird. * Die Ernennung des Engländers Hemsley zum Leiter des saarländischen Polizeiwesens kann besonders im gegenwärtigen Augenblick vom deutschen Standpunkt aus nur mit Befriedigung und Erleichterung aufgenommen werden. Die gegenwärtigen Zu stände in der Polizeileitung waren unhaltbar gewor den. Gerade die letzten Vorfälle haben gezeigt, wie vollig unmöglich die gegenwärtige Besetzung der leitenden Posten innerhalb der Polizei ist. Das Verhalten und Auftreten der Emigrantenkommissare Machts, Lehnert und Gereke sprachen für sich selbst und macht unbedingt baldige Abhilse dringend erforderlich. (Gemäldes durch den Maltasten vaun Die heutige Separatistenpressen sucht naturgemaß von einer deste latsreme den die letzten Vorgänge in ihrem Sinne auszulegen und Hirtsiefer keinerlei Amtshanolungn macht für die Zuspitzung der Ereignisse das Verhalten virisieser teinerlei Amtshandlungen fur diese einzelner Polizeibeamten verantwortlich, die ihre Aufgabe nervös und voreingenommen erfüllt hätten. In diesem Falle hätte der beste Wille des Leiters (Machts) nicht genügt. Die Separatistenpresse geht sogar so weit, die Auflösung des saarlandischen Polizeikorps zu fordern. Nach allgemein gültigem Autoritätsbegriff pflegt man jedoch für mißglückte Aktionen die Führer und ike vorgenommen habe. Auf Grund der Be kundungen der Zeugen Oberbürgermeister a. D. Dr Lehr und Bürgermeister a D Reuter stehe fest, daß es sich sowohl bei der Kiste Wein als auch bei den Lotterielosen um eine außerdienstliche rein personliche Ehrengabe in Anerkennung der Verdienste Hirtsiesers als rheinischer Abgeordneter gehandelt habe. Solche Geschenke seien, wie auch der frühere hessische Staatspräsident Adelung als Zeuge hervorgehoben habe, sowohl in der Vorkriegs= als auch in der Nachkriegszeit bei Staatsmannern, Ministern und sonstigen prominenten Persönlichkeiten üblich gewesen, ohne daß man darin eine Bestechung er blickt hatte. Lasselbe gelte von dem Bild, das der Düssel dorfer Malkasten Hirtsiefer geschenkt habe. Schon die Tatsache, daß dieses Bild eine Widmuna mit den Unterschriften sämtlicher 10 Vorstandsmitglieder trage, sei ein Beweis dafür, daß dieses Bild lediglich eine Art Ehrendiplom darstelle, wie sie von Gesangvereinen und sonstigen Organisationen verdieben würden. Im übrigen sei auch hier ein Zusammenhang zwischen der Schenkung dieses Ehrendiploms und einer Amtshandlung nicht erwiesen. eshalb müsse Hirtsieser nicht nur mangels Bevesses, sondern wegen erwiesener Unschuld freigeprochen werden. Die Verkundung des Urteils erfolgt am Montag, dem 2. Juli, vormittags 12 Uhr Die Betriebsseiern am 1. Mai Berlin, 21. Juli. Wir haben über die Entscheidung eines Arbeitsgerichtes berichtet, in welcher unbegrünoete Fernbleiben von den Betriebsfeierlichkeiten am Mai als Entlassungsgrund anerkannt wird. Zur rmeidung von Irrtümern wird laut Frankf. Ztg. von zuständiger Seite darauf aufmerksam gemacht, datz es sich, wie aus unserem Bericht auch hervorging. dabei nicht um die Verweigerung der Teilnahme am scierlichen Staatsakt des 1. Mai handele, sondern um hie verweigerung an der im Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit vorgeschriebenen Verpflichtung J.k vertrauensmannereines Betriebes. as Gesetz sagt, daß diese Verpflichtung„vor der ge samten Gefolgschaft“ abzulegen ist. Ferner wird noch nmnal betont, daß die betreffenden Betriebsangehört sen wegen der Verweigerung der Teilnahme an der vertrauensmännewerpflichtung nicht fristlos entlassen worden seien, sondern daß ihnen im Rahmen der vor chriftsmaßigen vierwöchigen Frist gekündigt worde Nur für diese reguläre Kündigung habe das Arwilsgericht das Vorliegen unbilliger Härte verneint. nicht einzelne untergebene Beamte verantwortlic zu machen. Es dürfte auch leichter und bei der ganzen Sachlage angebrachter sein, die Vorgesetzten zu ersetzen als ein ganzes Polizeikorps aufzulösen. Die Saarbevölkerung erwartet und erhofft von der neuen Tätigkeit des englischen Beamten nicht mehr und nicht weniger, als daß er mit absoluter Objektivität an seine neue Aufgabe herangeht. Sie hofft, daß nunmehr ein unparteiischer und unvoreingenommener Beamter die Leitung der saarländischen Polizei so vornimmt und organisiert, daß sie dem allgemeinen Rechtsempfinden und den Grundsätzen der Objektivität entspricht. Fünf weitere deuische Saarzeitungen verboten DNB Saarbrücken, 21. Juli. Die Regierungskommission hat außer den bereits bekannten 20 Zeitungen noch fünf weitere deutsche Saarzeitungen auf die Dauer von drei Tagen verboten. Die Regierungskommission gibt sich diesmal nicht die Mühe, eine Begründung des Verbots hinzuzufügen, doch darf man wohl ohne weiteres annehmen, daß die Verbote aus denselben Gründen erfolgt sind wie die der schon vorher betroffenen 20 Zeitungen. Zeitungen aus dem Reich im Saargebiet beschlagnahmt DNB Saarbrüchken, 21. Juli. Die Polizei hat Samstagnachmittag sämtliche im Saargebiet vorhandenen Exemplare der„Berliner Nachtausgabe“, des „Tag“ und der„Kölnischen Zeitung“ vom Freitag beschlagnahmt. Ob auf diese Beschlagnahme hin ein Verbot der betreffenden Blätter erfolgt, ist noch nicht bekannt. Wie behannt wird hat man bei der Beschlagnahme auf der Landesleitung der Deutschen Front heinerlei belastendes Material gefunden. Der elektrische Schlag Jeder reagiert anders— Nässe leitet gut— Die Widerstandsfähigkeit von Tieren Verm Jeder Mensch reagiert verschiedenartig auf Ein flusse der Elehtrizität. Der eine halt Ströme aus, die bei dem anderen schon tödliche Verletzungen hervorrufen. Es gibt keine bestimmte Regeln, welche Stromstärken der Mensch verträgt. Die allerverschiedensten Faktoren spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Der körperliche und seesische Zustand übt einen bedeutenden Einfluß auf den Widerstand aus, der der Stromausbreitung durch den Körper entgegengesetzt wird. Der Kärpermiderstand setzt sich nämlich zusammen aus dem Widerstand der Eintrittsstelle, demjenigen der Austrittsstelle und dem Widerstand der dazwischenliegenden Strecke. Der Hauptwiderstand ist wechselnd, und zwar bei trochener Haut bedeutend großer wie bei feuchter. Die Schleim haut des Mundes verfügt nur über 100 Einheiten Widerstand, die Haut des Gesichts und Handrückens über 10-20000 Einheiten, der Oberschenkel des Mannes über 2 Millionen Einheiten usw. Genau so verhalt es sich mit dem Widerstand der Austrittsstelle. Nasses Schuhwerk und vermehrte Schweißbildung an den Füßen lassen den Widerstand auf ein Minimum herabsinken. onderbar liegen auch die Verhältnisse im Körper Gesunkene deutsche U=Boote entdeckt? Athen, 21. Juli. Die Mannschaft eines griechischen Marineflugzeuges, die in der Nahe von Argostolion der Insel Kephallinia lustphotographische Auflahmen machte, entdeckte in den dortigen Gewassern wei still liegende Unterseeboote, die sich vermutlich "/ dem Meeresgrund befinden. Man uimmt an, daß es sich um deutsche Unterseeboote han cII. die im Verlauf eines Seegefechts während des relttrieges zum Tauchen gezwungen wurden und nnn nicht wieder aufzusteigen vermochten. Die holographischen Aufnahmen sollen einer genauen intersuchung unterzogen werden, aus deren Ergebn man entnehmen will, ob Hebungsversuche lussicht auf Erfolg haben. Schweres Autounglück in Bezirkewalter der DAF. tödlich verunglückt. NB. Schmargendorf(Mark), 21. Juli. Auf der ner Landstraße, in der Nähe von Schmargendt, ereignete sich am Samstagmorgen ein schweres wagenunglück, dem der Bezirkswalter der DAF., waldemar Driest aus Gollnow, zum Opfer fiel. n Verliner Personenwagen, in dem sich die Be L'swalter Driest, Koblinski(Gollnow) und Jordey -seitin) auf der Fahrt nach Stettin befanden, geriet "10=Kilometer=Tempo ins Schleudern, fuhr gegen inige Steine, geriet wieder auf die Straße und über chlug sich infolge plötzlichen Bremsens. Während forbey, der den Wagen lenkte, mit Bein= und Brust sneischungen davonkam, drang dem neben ihm sitzenden Driest eine Strebe ins Gehirn. Bezirkswalter loblinski wurde schwer am Kopfe verletzt. Nur 50 Mark für eine Kuh geboten Wittenberg, 21. Juli. Einem Viehhandler in ladis hat der Landrat in Wittenberg unter dem orbehalt weiterer Strafmaßnahmen die Legitinationskarte entiogen, weil der Händler mier Ausnutzung der Futternot einem Bauern für me neun Zentner schwere Kuh nur 50 Mark geboten selbst. Den geringsten Widerstand besitzt die Leber, verwandt worden. den größten leisten die Knochen. Herzkrankheiten, Tuberkulose, Schilddrüsenerkrankungen, Lymphdrüsenschwellungen setzen den davon befallenen Menschen in höherem Maße elektrischen Schädigungen aus als den gesunden. Frauen sind für gewöhnlich empfindlicher als Männer, ebenso setzt Ermüdung unsere Widerstandskraft herab, genau wie übergroße Hitze. Dieselbe Wirkung haben Nervenleiden und melancholische Geisteszustände. Sehr wenig bekannt ist die Tatsache, daß es durchaus nicht gleichgültig ist, ob uns ein elektrischer Schlag überraschend oder erwartet trifft. Wenn man längere Zeit vorbereitet ist, kann derselbe Schlag harmlos verlaufen, der bei überraschender Einwirkung den Tod herbeiführt. Im Schlafe hingegen ist der Schutzwiderstand unerklärlicherweise erhöht. Gewaltige Unterschiede bestehen zwischen Menschen und Tieren im Ertragen elektrischer Ströme. Von Tieren sind sehr empfindlich die Pferde, Hunde und Fische, während Schildkröten und Frösche auch auf die stärksten Ströme nur eine verminderte Reaktion zeigen. Kaninchen und Meerschweinchen stehen in der Mitte und sind daher zu Experimenten besonders oft Zum Nachfolger des zurückgetretenen Führere der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch= und Fachschulen Dr. Staebel, wurde der frühere Leiter des Amtes für Arbeitsdienst der deutschen Studentenschaft, cand. rer. pol. et hist. Andreas Feickert ernannt, den unser Bild zeigt. Wieder ein großer Moorbrand in Hannover DNB Braunschweig, 21. Juli. Nachdem der seit Wochen in dem großen Moorgebiet von Wagenhoff(Kreis Giefhorn) wütende Moorbrand, dem auch Holzbestände zum Opfer gefallen sind, nahezu erloschen ist, brach in der Gemarkung Walsdorf ein neuer Moorbrand aus, der bis setzt eine Flache von etwa 400 Morgen erfaßt hat. Bei der Tiefe und der Trockenheit der Moorschicht ist an ein völliges Ersticken des Brandes ohne lang andauernden Regen gar nicht zu denken. Wegen der großen Gefahrdung der benachbarten Forsten wurde der JAD herangezogen. Alle Maßnahmen sind getroffen worden, um eine weitere Ans dehnung des Brandes, insbesondere nach den Wäldern, zu verhindern. Bisher sind dem Brande bereits eine erhebliche Anzahl von BirkhuhnGebegen und Jungwild zum Opfer gefallen. Großer Waldbrand im Bergischen Lande Wuppertal, 21. Juli. In den großen Waldungen des sogenannten Burgholzes auf den südlichen Hohen von Wuppertal brach Freitag nachmit taa im Bruagraven ein Waldbrand aus, der bei der großen Dürre im Tannenbestand rasch um sich griff. Schon nach kurzer Zeit waren auf große Enternungen die Flammen, die etwa 20—30 Meter hochchlugen, zu sehen. Die Feuerwehren von Hahnenberg, Cronenberg und Küllenhahn, die durch zwei Loschzüge der Solinger Feuerwehr und der Elberfelder Berufsfeuerwehr sowie durch die Feuerwehr von Kohlfurterbrücke und die Besatzung des Arbeitslagers Evertsaue unterstutzt wurden, griffen den Brand energisch an. Nach angestrengtester Tätigkeit gelang es gegen Abend, das Feuer einzudämmen Etwa#6 Morgen betragender Fichten= und etwa Aljähriger Tannenbestand sielen den Flammen zum Opfer. Während der ganzen Nacht zum Samstag und am Vormittag waren die Wehren an der Brandstätte noch tatig, da sich die Flammen tief in den Waldboden eingefressen hatten. Großfeuer Rosbach(Sieg). 21. Juli. In dem Nachharorte Gierzhagen entstand zu nächtlicher Stunde in dem An wesen zweier Familien ein Großfeuer, von dem die gesamten Gebäulichkeiten, Doppelwohnhaus, Stallungen und Scheunen, betroffen wurden. Die Feuerwehr von Rosbach war infolge Wassermangelg dem Element gegenüber völlig machtlos und mußte sich lediglich darauf beschränken, das Vieh in Sicherheit zu bringen. Wohnhaus und Nebengebäude brannten vollkommen nieder. Die Bewohner konnten nur das Der Schaden ist durch Versichenachte Leben retten. rung gedechkt. Wolkenbruch verursacht Zugentgleisung Auf der Strecke Bozen—Trient DNB Mailand, 21. Juli. Am Freitag entgleiste der vom Brenner kommende fahrplanmäßige Nachtschnellzug auf der Strecke Bozen—Trient in der Nähe von Nave San Feice. Die Lokomotive, der Gepäckund Postwagen, ein Wagen dritter Klasse und ein durchgehender Wagen München—Ventimiglia wurden aus den Gleisen gehoben. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß ein unmittelbar vor der Durchfahrt des Zuges niedergehender Wolkenbruch große Steine und Erdmassen in rund einem Meter Höhe auf den Bahnkörper gespült hatte. Der Heizer, der Zugführer und ein Fahrgast erlitten leich tere Verletzungen. Die Aufräumungsarbeiten werden in zwei Tagen beendet sein. Der Verkehr wird in zwischen über ein Nebengleis weitergeführt. Wagendächer mit splitterfreien Glasfenstern Neuerung bei der Reichsbahn DNB München, 21. Juli. Um den Wunschen des durch landschaftlich besonders reizvolle Gegenden reisenden Publikums entgegenzukommen, wird bei der Deutschen Reichsbahn der Versuch vorbereitet, dem Mangel guter Aussicht durch besonders eingerichtete Wagen zu begegnen. Beabsichtigt ist der Bau von Aussichtstriebwagen mit 1.40 m breiten Fenstern. Auch die Stirnseiten der Wagen sollen große Glasfenster erhalten. Ferner sollen die Wagendächer splitterfreie Glasfenster erhalten. Diese Triebwagen, die eine große Geschwindigkeit entwickeln sollen, dürften bis zum Sommer nächsten Jahres in Betrieb genommen werden Werra=Quelle versiegt Münster, 21. Juli. Auch auf den hochsten Erhebungen des Thüringer Waldes hat die anhaltende Hitze und Trochenheit einen nie erlebten Rückgang aller Wasserorkommen zur Folge gehabt. Selbst die im Jahre 1807 gefaßte 800 Meter hoch gelegene WerraQuelle bei Masserberg ist fast vollständig ausgetrocknet. Viele andere Quellen des Rennsteig=Gebietes sind ebenfalls versiegt, und selbst die Hochmoore liefern hein Wasser mehr. In den Tälern können sich die Gewerbebetriebe und Mühlen schon lange nicht mehr der billigen Wasserkraft bedienen, sondern mussen mit Motoren arbeiten. ortsetzung folgt.) Die Neuordnung in der deutschen Studentenschaft DNB Berlin, 21. Juli. Der neue deutsche Studen tenführer Andreas Feickert, hat nach seinem Amtsantritt sämtliche Hauptamtsleiter und Amtsleiter der Deutschen Studentenschaft ihrer Aemter mit sofortiger Wirkung enthoben. Sie führen ihre Aemter mit den alten Vollmachten bis zur Neubesetzung, die umgehend erfolgen wird, kommissarisch weiter. Die Führer der örtlichen Studentenschaften und ihre Hauptamtsleiter werden Ende August in Mitt marshausen bei Göttingen in einem ersten Reichsführerlager zusammengesaßt werden. Auf diesem Lager werden die Richtlinien für die Arbeit der nächsten Semester bekanntgegeben werden. In der studentischen Presse ist eine Aenderung eingetreten insofern, als die„Deutsche Studenten zeitung“ aufgehört hat, amtliches Organ der in der Reichsschaft der Studierenden zusammengeschlossenen Deutschen Studentenschaft und Deutschen Fachschul schaft zu sein. Die bisherige Monatsschrift„Der deut sche Student“ bleibt amtliches Organ der Deutschen Studentenschaft und wird in einigen Gebieten aus gestaltet werden. Selbstmord einer Filmschauspielerin DNB Berlin, 21. Juli. Gestern nachmittag beging die bekannte Filmschauspielerin Senta Söne land in einem Hotel im Zentrum der Stadt Zelbstmord. Das Motiv der Tat dürfte auf einen Nervenzusammenbruch der Künstlerin zurückzuführen sein Arbeitspause bei Opel Frankfurt a. M., 21. Juli. Die Verwaltung der Adam Opel AG. hat sich entschlossen, ab Mitte Sep tember den Betrieb auf 14 Tage zu schließen, um allen Werksangehörigen eine wohlverdiente Entspannung und Erholung zu ermögichen. Verboten DNB Berlin, 21. Juli. Die im Besitze des durch seine deutschfeindliche Hetze hinreichend bekannten schwedischen Bonnier=Konzerns befindliche Zeitung „Dagens Nyheter“ Stockholm, ist mit dem heu tigen Tage wegen der von ihr seit vielen Monaten betriebenen Vergiftung der deutsch=schwedischen Atmosphäre auf die Dauer von drei Monaten für das Reichsgebiet verdoten worden. Es ist dienach einer jahrelangen Geduldsprobe das erste Zeitungsverbot einer bürgerlichen skandinavischen Zeitung. Aus der katholischen Welt Dem Gründer einer Karitasstadt Buffalo, 21. Juli. Auf Veranlassung des Bürgermeisters von Buffalo fand zu Ehren des Generalvikars der Diözese Buffalo, Msgr. Nelson H. Baker ein„Father Baker Day“ sigtt. Der gefeierte Msar Baher, der heute 92 Jahre alt und 58 Jahre Priester ist, gründete die Karitasheimstätten für Waisen und Obdachlose sowie Krankenhäuser und Entbindungsheime in Lachawanne, die in USA. als die„Karitasheime Unserer Lieben Frau vom Siege“ bekannt sino Eine Adresse des Stadtrate an Migr. Baker nennt seine Gründung„eine Stadt der Karitas“ und den Gründer selbst einen würdigen Nachfolger Jesu Christi der im Kampf gegen Not und Elend viele Siege errang. Der eucharistische Weltkongreß Buenos Aires, 20. Juli. Wie der Erzbischof von Buenos Aires, Kardinal Copello, mitteilt, werden zum eucharistischen Weltkongreß mit Bestimmtheit erscheinen: Kardinalstaatssekretär Pacelli als päpstlicher Lejat. Kardinal Lemes, Erzbischof von Rio de Janeiro, Kardinal Hlond, Primas von Polen, Kardinal Verdier, Erzbischof von Paris, sowie die Kardinäle und Erzbischofe von Palermo und Tarragona. Pu Tar 1 Montag, den 23. Juli 1934 Motorsportler rasten durch Deutschland Glänzendes Ergebnis der 2000 km=Fahrt— Die meisten Fahrzeuge bestanden diese Zerreißprobe Riesige Beteiligung Die großte motorsportliche Veranstaltung der Welt die deutsche 2000 km=Fahrt, hatte auch in Westsalen ein ungeahntes Interesse gesunden. Schon viele Stun den vor Beginn der totalen Absperrung der Weg strecke der großen Leistungsprüfung von Mensch und Maschine waren die Chausseen und Straßen in der von den Fahrern passierten Provinz Westfalen dicht umlagert. Provinz und Kreise waren Tage vorher bemuht, den Helden der Landstraße jede Erleichterung zu verschaffen. Fieberhaft wurde da gearbeitet, wo sich Reparaturen der Straßendecke für notwendig erwiesen hatten. Die ersten Fahrer in Dortmund Westfalischen Boden erreichte als erster Teilnehmer kurz vor 22 Uhr der Stuttgarter E. Pfisterer auf einer NSU,Maschine(496 cem) mit seinem Beifahrer A. Fischer, die auch als erste die Zeitkontrollstelle in Dortmund um 23.43 Uhr passierten. Mit brausendem Beifall und Heilrufen wurden sie empfangen. Der Aeichssender Koln holte sich Pfisterer zum Mikrophon, aber mehr als drei Worte waren aus dem biederen Schwaben nicht herauszubringen. Es war sehr hubsch. wir liegen zweieinhalb Stunden im Vorsprung(natürlich in ihrer Wertungsklasse) wurgte er heraus Der Beifall hatte sich kaum gelegt, und schon war der erste Fiat=Wagen zur Stelle. Bigalke und von Tippelskirch(Berlin) von der Motor=SA auf Fiat bremsten um 23.50 Uhr direht vor dem Tisch der Kon trolle ab. Auch sie wurden mit Beifall überschüttet Motorrad mit Beiwagen, dann wieder Wagen und wieder Beiwagenmaschinen, so ging es nach Mitternacht ununterbrochen fort. Die Helfer an der Kontrolle mußten emsig schaffen. Auf der Strecke Kassel— Paderborn bezw. Paderborn—Dortmund ereigneten sich mehrere Unglückssälle, die jedoch glimpflich für die Fahrer verlicfen, aber erhebliche Zeitverluste brachten. Wegen Zeitüberschreitung wurden in Dortmund viele Fahrzeuge aus dem Rennen genommen. Rennfahrer Burggaller auf Anto=Union mußte bei Kassel wegen Desektes an der Steuerung den Kampf aufstecken Die Teilnehmer in Essen Nach Mitternacht kamen die Fahrer über die Ver bandsstraße Dortmund—Bochum nach Essen. Endlich um 0.25 Uhr kam der erste Fahrer der 2000 km durch Essen. Es war der Stuttgarter Pfisterer auf einer NSU. 496 cem. mit Seitenwagen, der bereits in Magdeburg und Dortmund die„wilde Jagd“ ange fuhrt hatte. Im Nu war er den Blichen der harrenden Menge entrückt. 20 Minuten später, um 0.45 Uhr. raste der erste Wagen durch die Kontrolle, der Fiat(998 cem) des Berliners Bigalhe aus der Wertungsgruppe 6. Und nun meldete die Zeitkontrolle Dortmund Schlag auf Schlag neue Bewerber. Nachdem der Stet tiner Stabsgefreite Guse(BMW=Seitenwagen 750 cem) und der Berliner Klein auf Fiat(1.10 Uhr) durch die Kontrolle gebraust waren, stellte sich dann um 1.11 Uhr der erste Auslander ein. Es war der Italiener Capello=Verona auf einem 1200 cem=Lancia Dann ein weitschallendes Heulen eines Kompressors, es war Prinz zu Schaumburg=Lippe auf MercedesBenz, 4000 ccm. der um 1.29 Uhr als erster Fahrer der Wertungsklasse 2 durch die Kontrolle raste. Als erster der„Riesen“ der Wertungsklasse 1 kam um 5,33 Uhr Polizeigeneral Daluege auf seinem kleinen TKW. 1000 ecm, durch Essen. Natürlich war das nur ein kleiner Ausschnitt aus der Nacht. Krankenhaus gebracht werden; ihr Befinden ist zur Stunde noch unbekannt. Dem Ziel entgegen Nach dem Passieren von Koln hatten die Fahrer der 2000 km das Ziel immer mehr vor Augen: BadenBaden! Der letzte Wille wurde eingesetzt, der eine oder andere von ihnen, der genugend Vorsprung herausgefahren hatte, um rechtzeitig am Ziel zu sein, nahm etwas Gas weg, wieder andere verfolgten den besonderen Ehrgeiz, so schnell wie moglich in BadenBaden zu sein. Bigalke als Erster in Baden=Baden Mit 7 Stunden und 13 Minuten Vorsprung schaffte es der Berliner Bigalke auf seinem Fiat; um 6.08 Uhr rollte er als erster der 2000 km=Fahrer über das Zielband im Badeort an der Oos So fruh hatte man in Baden=Baden die stürmische Hatz wohl noch nicht erwartet. Es waren erst verhaltnismatzig wenig Interessierte auf den Beinen, aber die Kraft des Beifalls, die sie dem Berliner spendeten, ersetzte die fehlende Zahl. Um 6.34 Uhr erschien dann als zweiter der Fict des Berliner Neumann, der in Essen noch an vierter Stelle gelegen hatte. Auch er hatte seine Sollzeit um über sjeben Stunden unterboten. Nicht viel daran fehlte bei den nachsten Wagen=Fahrern Jolinger=Mannheim und dem Berliner Klein. Obgleich es nicht der Sinn der„2000 km durch Deutschland“ ft. ihm vielleicht sogar widerspricht, eine moglichst gute Zeit zu fahren, so ist die gewaltige Leistung dieser Kleinwagen doch anzuerkennen Die eigentlich zuerst erwarteten Wagen der Klasse 2(3000—4000 ccm) wurden von dem Prinzen zu Schaumburg=Lippe angeführt, der um 6.50 Uhr über das Zielband ging Inzwischen war die Zuschauermenge stark angeschwollen und die Fahrer wurden mit sturmischen Heilrufen empfangen. Der Mercedes des Prinzen vor. Schaumburg=Lippe wurde mit einem großen Lorbeerkranz versehen. Die ersten Motorradfahrer in Baden=Baden waren die Stuttgarter Pfisterer=O. Fischer auf ihrem NSUGespann. Gleich dahinter folgte ein ganzes Rudel von Maschinen. Das Abschneiden dieser Seitenwagenmaschinen bis 600 cem ist ganz besonders erfreulich. waren doch im Vorjahr hier starke Ausfalle zu verzeichnen. Der erste Wagen der schweren Klalse mit Bernet am Steuer traf um 7,35 Uhr ein. Eine Minute nach dem Mercedes langten drei TMW Maschinen geschlossen am Ziel an und waren damit die ersten der Wertungsklasse 5(Kraftwagen über 1000—15000 ccm). Dann liefen in bunter Reihenfolge Seitenwagenmaschinen und Fiatwagen ein. Der erste Ausländer war der Dane Dalsgard auf Ford(3200 eem). Er lag 18 Minuten unter der Sollzeit, kann aber immerhin noch eine Bronceplakette mit in seine Heimat nehmen. Gegen 9 Uhr traf Obergruppenführer Huhnlein in Baden=Baden ein. Eine schwere Fahrt war es, wie sich hinterher aus Unterhaltungen mit den Teilnehmern ergab. Der schwierigste Teil des Kurses war der Weg durch den Schwarzwald. Dort war es unmöglich, die Durchschnittsgeschwindigkeit zu erreichen. Das vorläufige Ergebnis Wertungsgruppe 1. Kraftwagen über 4000 ccm. 88 Stökm: Von 20 gestarteten Wagen gewannen nur zwei den Preis der 2000 km in Gold und zwar H. J. Bernet(Berlin) und Müller(Unterturkheim) auf Mercedes-Benz mit 42 Minuten und die Unterturkheimer Uhlenhaut und Wemmer auf Mercedes=Benz mit plus 34 Minuten. Den Preis in Silber erhielt Frank=Rosenthal— Graf von Platen=Hallermund(Berlin) auf Mercedes Benz mit sech= Minuten unter der Sollzeit. Der Mecedesfahrer Geier, der Lindenmeier zum Weggenossen hatte, erreichte mit 1:40 Std. Verspatung das Ziel, wahrend die Kopenhagener Beyer=Claußzen und Shadt(Ford) mit 2155 Sid. Verspätung eintrafen In dieser Klasse war vor allem der Durchschnitt bie zur ersten Zeitkontrolle in München zu hoch und es war eine Unmöglichheit für die meisten anderen Fahrer. die Zeit, die bei den Berg= und Kurvenfahrten im Schwarzwald verlorenging, bis München wieder einzu halen. Bewahrte Fahrer wie Kappler, der außerdem unterwegs noch einen Desekt hatte, und Henne, mußten daher in Bayerns Hauptstadt ausgeschlossen werden. In Düsseldorf „P“ und Mercedes nicht in Belgien Der Große Automobil=Preis von Belgien am 29. Juli auf der behannten Rundstreche in Francorchamps wird nun doch ohne Beteiligung der deutschen Renn wagen vor sich gehen. Die Auto=Union will ihren Fah rern und Mechanihern eine hleine Ruhepause gönnen und Mercedes=Benz teilt mit, daß die Wogen bis zum kommenden Sonntag nicht fertig werden. Die Seuderia Ferrari durfte ohne deutsche Konhurrenz vor einem neuen Erfolg ihrer Alsa RomeoWagen stehen, denn die Fabrikmannschaften von Bugatti und Maserati werden Chiron. Barzi und Moll haum den Weg zum Siege verlegen können. 42 Engländer bei der Alpenfahrt Einen erheblichen Prozentsatz der Teilnehmer an der vom 7. bis 12. August stattfindenden Internationalen Alpenfahrt stellt wieder der Automobil=Klub von Großbritannien. 24 Einzelfahrer und sechs Mannschaften wurden gemeldet. Für den Mannschaftswettbewerb starten: ClementTalbot(2069 cem). SS(263 ccm), Eiley 11633 ecm) Frazer=Nash(1496 cem), Singer(972 cem) und Triumph(1087 ecm). Viele der vorjährigen Bewerber befinden sich auf der Liste wie die Namen Patten(A vie), Champney(Riley). Richmond(Triumph), sowie von Fahrern D. M. Heyley(Triumph), Cecil Riley Riley). Aldington, Butler=Henderson(Frazer Rash) Needham(SS) und Langley(Singer). Eder muß seinen Titel verteidigen JBU bestatigt Eder=Benturi. Die Internationale Box=Union(Sekretariat Paris) gibt bekannt, daß von dem Box=Weltverband die von Vittorio Venturi an Weltergewichts=Euronameister Gustav Eder gerichtete Herausforderung offiziell anerkannt wurde. Der Europa Meisterschaftshampf muß bie zum 10. November dieses Jahres ausgetragen sein, andernialle Eder seines Titels verlustig geht. Eder hat unlangst geaußert, daß er seinen Titel noch vor der geplanten Amerikareise gegen den Italiener verteidigen will. Ebenfalls anerhannt wurde die Herausforderung des italienischen Halbschwergewichtlers Merlo Preciso an Europameister Marcel Thil. Auch hier wurde der 19. November als letzter Termin genannt. hatte der Stuttgarter Seitenwagenfahrer Pfisterer noch immer die Spitze. In eiliger Fahrt ham er auf seiner 496 cem=NSU um 0.55 Uhr durch die Stadt Allenthalben stauten sich die sportbegeisterten Massen. co war das gleiche Bild wie überall. Auch Bigalke auf Fiat hielt hier noch seine zweite Position und ham um 1.15 Uhr durch die Kontrolle. Ihnen schloß sich im großen und ganzen die gleiche Folge wie in Essen an. Von den„Riesen“ der Wertungsklasse 1 erreichten Bernat(Berlin) und Muller=Untertürkheim auf ihremn 5018 cem=Mercedes=Benz um 3.06 Uhr als erste die Stadtgrenze. Prinz zu Schaumburg=Lippe kam um 1.52 Uhr durch die Gartenstadt. In Köln sichtete man den ersten Fahrer um 1.40 Uhr an der Kontrollstelle, die dicht hinter der Rheinuberquerung an der Mulheimer Brüche lag Noch immer war es der Stuttgarter Pfisterer auf seinem schnellen NSUGespann, für den man hier ein Stundenmittel von 75 km schatzte. Fünf Minuten hinter ihm lag aber unentwegt der Fiat des Berliners Bigalke, der mit einem Stundenmittel von 72 km durchfuhr. Nach ihm kamen die gleichen Fahrer, die sich schon bis Essen in Front gearbeitet hatten. Prinz zu Schaumburg=Lippe fuhr um 2.28 Uhr durch und um 3.38 Uhr hatte der Autobahn=Kurierwagen von Mercedes=Benz mit Vernet=Muller Koln hinter sich. Dr. Buhtz ausgeschieden! Die Sensation bei den Deuischen Rudermeisterschaften Weinkötz springt neuen Rekord Deutscher Hochsprungrehord 1.98 m. Beim Amerikanersportfest in Franksurt a. M. gab es am Sonntag wieder einen neuen deutschen Rekord im Hochsprung durch den Kolner Weinhotz, der sich in der Form seines Lebens befindet. Der Domstadter, der erst vor wenigen Tagen in Dusseldorf die deutsche Bestleistung auf 1.975 verbessert hatte, erreichte nun 1.98 m, kommt also der 2 m=Grenze immer naher. Ter Amerikaner Spitz schied bereite bei 1.94 m aus, de ihm offensichtlich der Anlauf nicht lag. Den 800 m=Lauf holte sich wieder der Stuttgarter Studentenweltmeister Dr. Dessecher in 1:52.7 Min. 30t Benzke=USA. in 1:55 und Linke=Frankfurt. Die 110. m=Hurden ließ sich der Frankfurter Eintrachtmann Welscher in 15.2 Sek. nicht nehmen und verwies Schwedthelm=Wiesbaden auf den zweiten Platz Im 1500 Meter=Lauf war es wieder einmal der lange Dektor Peltzer, der seine Konkurrenten auf die latze verwies. Er siegte nach einem spannenden Ner nen in 3:58,1 Min. vor dem Amerikaner Venzke in 3:58,1 und dem Stuttgarter Paul in 1:01.4 Min. Borchmeyer war über 100 Meter nicht zu schlagen. Er erwies sich in ausgezeichneter Verfassung und siegte in de hervorragenden Zeit von 103 Sek. vor dem Pirme= senser Hornberger in 10,1 und dem Amerikaner Trare n 10,7 Seh. Das Kugelstoßen holte sich erwartungs gemaß Lyman=USA mit 15.75 m vor Woclke=Benin mit 15.14 m und Schneider Darmitadt mit 15,08 m 800 m: 1. Dr. Dessecher, Stuttgart 1:52.7 Min. 2 Venzhe, USA. 1:55 Min., 3. Linke, Eintracht Frankfurt 1055,1 Min., 4. Merten. Stuttgart 1:56.4 Min 400 m: 1. Fuqua, USA. 47,9 Sek., 2. Metzner. Eintracht Frankfurt 48.1 Sek., 3. Schafer, Frankfurt 501 Sek, 4 Abraham, Berlin(o. 3t.). 110 m Hurden: 1. Welscher, Frankfurt 15.2 Sek, 2. Schwedthelm, Wiesbaden 15.6 Seh., 3. Kopf, Wiesbaden 16.0 Sck. 1500 m: 1. Dr. Peltzer 3:58.1 Min., 2. Venzke, USA 3:58.4 Min., 3. Paul, Stuttgart 4 01.4 Min. 100 m: 1. Borchmeyer, Bochum 10.3 Sck., 2. Hornberger, Pirmasene 10.1 Sck., 3. Draper, USA. 10.7 3 mal 1000 m=Staffel: 1. Hessen=Preußen Kalsel 7:53.1 Min., 2. J. G. Frankfurt 8:00 Min., 3. S2 Darmstadt 8.02.4 Min. Kugelstoßen: 1. Lyman. USA. 15,75 m. 2. Wolhe Berlin 15.14 m. 3. Schneider, Darmsiddt 15.08 m Weitsprung: 1. Leichum, Wunsdorf 7.39 m. 2 Baumle, Wunsdorf 7,26 m, 3. Hafsinger, Frankfurt 7,01 m. 200 m: 1. Fuqua, USA. 21.2 Sek., 2. Draper, U81 21.6 Sek., 3. Geerling, Frankfurt 22.5 Sek. Diskuswerfen: 1. Sievert, Hamburg 46.19 m. 2 Lyman, USA. 42,94 m, 3. Schneider, Darmstadt 42.24 m. Schwedenstaffel: 1. Allianz, Frankfurt 2.02.4 Min. 2. J. G. Frankfurt 2:03,6 Min. 1 mal 100 m=Staffel: 1. Eintracht Frankfurt 420 Sek., 2. J. G. Frankfurt 42,9 Sck. Frauen Diskus: 1. Fleischer, Frankfurt 37,33 m. 2. Reuter, Frankfurt 36.22 m. 80 m Hurden: 1. Hagemann, Hamburg 12.2 Sck., 2. Ehert, Frankfurt 12.6 Sch Speerwerfen: 1. Fleischer, Franksurt 42,00 m. Kohler, Eintracht Frankfurt 32.90 m 100 m: 1. Krauß, Dresden 12.5 Sek., 2. Bernhardl. Franhfurt 12,8 Sch., 3. Roth. Post Frankfurt 13 Sch Weitsprung: 1. Hagemann, Hamburg 5.02 m. 1 Roth, Post Frankfurt 4.67 m. 4 mal 100 m=Staffel: 1. J. G. Frankfurt 50.6 Seh. 2 Pol. Darmstadt 53,2 Sek. Um die Rad=Weltmeisterschaft Die Schweizer Vertretung für Leipzig Fur die Rad=Weltmeisterschaften in Leipzig hat Schweizer Radfahrer=Bund folgende Meldungen ab Bei druchender Hitze hatten sich wieder Tausende Lange Vorsprung vor Etuf Essen und Friesen Berlin von Zuschauern im Floßhafen in Mainz eingesunden, gewonnen. gans beizuvohnen, Alo erfter Beibenrts on pe der arle, den vurscheden Vonte in Kelson kamen Nach ohne Steuermann aestart. Ter. oe amn n. aan Ein schwerer Unfall in Bonn stellte sich hinterher leider ein. Der Fiat 1000 cem der Berliner Protsch=Pahde überschlug sich am Verteilerrind der Autostraßze in Bonn. Die Jahrer mußten ins Vierer ohne Steuermann gestartet. Der WSV. Godes dem dritten Start hatten die Henlensieger Braun berg übernahm bei 200 m die Führung, der er sich se Moller(Berlin) Muhe, um gegen Koln 77 erfolgreich doch nicht lange erfreuen konnte. Der Würzburger bestehen zu können, konnte sich mit ruhigen Schlagen an die Westdeutschen heranarbeiten und bald vorbeiziehen. Die im. Doppelzweier waren drei Starts notig. Bayern siegten mit zwei Langen vor Godesberg, eine Das Godesberger Meisterpaar Gebrüder Arenz verweitere Länge zuruck folgte Sturmpogel Spindlers stellerte sich bei 60 m in gleicher Hohe mit den Frankfeld an dritter Stelle.dem Rennen genommen werGroße Aufmerksamkeit wurde auch dem Einer ge Deim dritten Start uvernaym RK. Frankfurt widmet, der vom Start weg der Dresdener Schafer(Oder) die Fuhrung, die er auch bis zum vor dem Berliner Pirsch und De. Buhtz führte. Belel. Ten zweiten Platz belegte der Bamberger Na 500 m setzte dann Dr. Buhß zu einem Zwischenspurt an dor Germania Frankfurt(Main). Er lag dann auch bei 800 m in Front. Anscheinend Tas Hauptinteresse sand naturgemaß der Meisterhatte er sich zu sehr übernommen; denn er gab bei schafts=Achter. Die Zuschauer waren dem ganzen Render 1000 m=Marke auf. Tamit war der Weg für Schä nen in atemloser Spannung gefolgt. Bei der 100 m. ser frei, der vor Pirsch und Georg von Opel siegte. Marke lag Hellas Berlin bereite mit einer ViertelDer Vierer mit Steuermann gestaltete sich zu einem Lange Vorsprung vor dem Titelhalter Wurzburger spannenden Kampf. Zunachst lag Etuf Essen in Front. RB. und dem Berliner NC. in Front. Die Hellenen seile Bei 1MM m konnte sich Sturmvogel Spindlersfeld bis zogen in einem wunderschonen Endspurt davon und gewann bereits 1932 und 1913 die beiden ersten Länauf gleiche Hohe heranrudern. Der äußerst spannende siegten unter dem großen Jubel der Zuschauer vor dertreffen und durlte vorgussichtlich den Wanderpreis Endkampf wurde von Spindlersfeld mit Treiviertel= dem Würzburger RB. und dem Berliner RC. Jahre endgultig erringen. mann, Wagelin; Profi=Fliegermeisterschaft: J. Dinkel kamp; Steher: T. Wanzenried. H. Suter; Zweier Radball: Osterwalder=Gabler(St. Gallen). Die Entscheidung darüber, welche drei der genannten vier Straßenfahrer in Leipzig antreten(drei Mann bursen nur starten), fallt erst Ende Juli. Fällt der Wanderpreis an Schlesien? Schwimm=Weitkampf Schlesien—Tschechoflowahet Im Breslauer Stadion wird am 4. und 5. August ein Schwimmländerkampf zwischen dem Verband der deutschen Schwimmpereine in der Tschechoslowahei und dem Gau 4(Schlesien) im DS B verbunden mit Jugenoweitkämpfen ausgetragen. Für den Verbandskampf ist ein Wanderpreis det Gemeinde und Kurverwaltung Bad Warmbrunn ge= Neue Meister stellen sich vor Westdeutsche Leichlalhletik=Meisterschaft in Elberfeld— Gule Ergebnisse wurden erzielt 10000 Zuschauer Die mestdeutschen Leichtathletik=Meisterschaften der Ranner und Frauen wurden am Sonntag in Elbereld ausgetragen. Der Vormittag brachte zum großten Leil die Erledigung der Vorkämpfe, bei denen es vereito einige recht gute Leistungen gab, obwohl die Bahn nicht gerade einwandsrei war. Auch die schwule Mitterung machte sich für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht günstig bemerkbar, zum Teil wurden die Leistungen auch durch den Wind beeinflußt. Prei Entscheidungen fielen bereits am Vormittag. Der Elberfelder Lampert gewann das Schleudervallwersen mit 60.20 Meter vor Grimm(Paderborn) und Wiegand(Dusseldorf). Auch im Steinstoßen erkampfte sich Lampert mit einem Wurf von 9.25 Meter den Titel und verwies Bartels(Essen) und den Aheydter Jansen auf die Platze. Das Hammerwersen wurde von dem Kolner Lohring mit 43.29 Meter vor Trumpa(Essen) gewonnen, wahrend Grimm über den dritten Platz nicht hinauskam. Ohne Borchmeyer u d Weinkoh Einen großen Zuspruch hatten die Meisterschaften dann am Nachmittag zu verzeichnen. Ueber 10 000 Zuschauer umsaumten das Oval der Radrennbahn, wo im Innenraum Manner und Frauen um Meisterehren kampften. Eine Enttauschung konnte den Besuchern aber insosern nicht erspart bleiben, als so aussichtereiche Bewerber wie Borchmeyer, Weinkotz und Nott= broch nicht am Start waren. Der Bochumer Sprinter und Verteidiger der 100Meter=Meisterschaft hatte sich bei den internationalen Wettkampfen in Tüsseldarf eine Knochelverletzung zugezogen und konnte nur als Zuschauer den Wettkampfen beiwohnen. Ferner kam das Publikum um den Genuß, den neuen deutschen Rekordmann im Hochsprung, Weinkotz, bei seiner Arbeit zu bewundern. Die Sensation war natürlich das Ausscheiden Jonaths über 106 Meter im Vorlauf, sie war es umso mehr. als man nach dem Nichtantreten von Borchmeyer bestimmt mit dem Olympiadritten von Loo Angeles gerechnet hatte. Bach 800 Meler=Meister Krefelder Brosch und Kalisch(Gelsenkirchen) erreichten je 1,80 m, so daß die Entscheidung um den zweiten Platz im Stechen zugunsten des Krefelders ausfiel. Einen abwechslungsreichen Verlauf nahm der 30000 m-Hindernis=Wettbewerb. Halfmann(Duisburg), der Sieger, übernahm sofort die Spitze, die er in der zweiten Runde jedoch vorübergehend wieder abtreten mußte. Der Düsseldorser Stammen arbeitete sich in der dritten Runde bis auf den dritten Platz vor; aber auch er fiel zwischendurch wieder zurück, um später im schönen Spurt zur Spitze aufzuschließen. Halfmann hatte in der fünften Runde aber wieder die Führung, die er standig ausgedehnte und überlegen in 9:52,4 Minuten vor Stammen und den zum Schluß stark aufkommen den Herobenröter(Köln) gewann. Im Speerwerfen kam Stechemesser(Preußen Mün ster) mit 58 Metern vor Bender(Duisburg) und Wolff (Köln) zum Siege. Eine schöne Leistung vollbrachte der Dortmunder Eintracht=Turner Völmhe im Weitsprung mit 7,21 m. Zweiter wurde der Dusseldorfer Oehmen, der seine Vorkampfleistung verbesserte und mit 7.15 m den Kölner Molle mit 7,09 m hinter sich ließ. Seinen vierten Erfolg holte sich Lampert(Elbe feld) im Kugelsteßen mit der immerhin beachtlichen Leistung von 14 28 m Jansen(Rhendt) und Bruse(Recklinghausen) belegten die nachsten Platze. Duisburg 99 4 mal 100 Meler=M ister Einen interessanten Kampf, den Tuieburg 99 nur mit Handbreite zu seinen Gunsten entschied, aab e9 in der 4 mal 100 m=Staffel. In der Besetzung Nierhaus, Sauerborn, Buthe=Pieper und Bergmann lag die Stafsel des Meisters auf den ersten Strechen stets knapp hinter dem Kölner BC, der durch guten Wechsel gefiel. Buthe=Pieper holte als dritter Laufer den Rückstand auf und schichte Bergmann mit geringem Vorsprung auf die letzten 100. Meter. Nach bartem Brust=an BrustKampf konnte Bergmann schließlich um Handbreite vor dem Kolner BC. die Meisterschaft für Duisburg 90 erringen. Uni Bonn belegte den dritten Platz weit zurüch. Im Stabhochsprung gab es ein scharfes Tuell zwischen Twiza(Bochum) und Vorn(Düsseldorf). Beide kamen bis über 3,70 m. Erst ein S ichkampf mußte die Entscheidung, die zugunsten von Dwiza endete, bringen. Ebenso hart war der Kampf um den dritten und vierten Platz, der auch erst nach Stechen von Geim(Bieleseld) vor Herbrandt(Krefeld) mit 8.25 m entschieden wurde. Schleuderball: 1. Lampert=Elberfeld 60,20 m; 2. Grimm=Paderborn, 56,45 m; 3. Wiegand=Dusseldorf 54,50 m. Steinstoßen: 1. Lampert=Elberfeld 9.25 m; 2. Bartels-Essen 9,12 m; 3. Jansen-Rheydt 9,05 m. Hammerwerfen: 1. Lohring-Koln 43,29 m; 2. Trumpa-Essen 42,56 m; 3. Grimm 41,79 m. 800 m: 1. Bach-Barmen 2:01 Min.; 2. StembergDortmund 2:02; 3. Hillemanns-Eschweiler 2:02 Min. 110 m Hürden: 1. Pollmanns-Neuß 15,4 Sek.; 2. Hirth=Elberseld 15,6; 3. Kumpmann=Hagen 15,6 Sek. 1 500 m Lauf: 1. Schaumburg=Oberhausen 4:04,8 Min.; 2. Nasdansky-Köln 4:11,8 Min.; 2. Orth-Dortmund 4:12 Min. Diskuswerfen: 1. Lampert=Elberseld 44,02 m; 2. Meyer-Iserlohn 43,47 m; 3. Buschei=Bochum 41,45 m. 400 m Lauf: 1. Goldhausen-Recklinghausen 51.2 Sek.; 2. Kisters=Duisburg 51,2 Sek.(Handbreite); 3. Dielefeld=Köln 51.2 Sek.(Handbreite). 100 m Lauf: 1. Heilhoff=Krefeld 10,5 Sek.; 2. Buthepieper=Duisburg 10.6 Sek.; 3. Voß=Wuppertal 10,9 Sek. 5 000 m Lauf: 1. Schüller=Koln 15:38,8 Min; 2. Kelm- Remscheid 15:50 Min.; 3. Knobloch-Bonn 13:59. 100 m Hürden: 1. Runter-Bonn 58.8 Seh.: 2. Tingelhoff Münster 59,8 Sek.; 3. Halfmann=Duisburg. 200 m Lauf: 1. Buthepieper=Duisburg 22.8 Sek.; 2. Kremer=Koln 22,9 Sck.; 3. Reuther=Münster 23,3 Sck. Hochsprung: 1. Merker=Düsseldorf 1.85 m; 2. BroschKrefeld 1.80 m; 3. Kalisch-Gelsenkirchen 1,80 m. 3 000 m Hindernislauf: 1. Halfmann-Duisburg 90 9:52,4; 2. Stammen=Düsseldorf 10:04; 3. HerchenroderKoln. Speerwerfen: 1. Stechemesser=Münster 57,08 m; 2. Bender=Duisburg 56,00; 3. Wolff=Koln 55,00. Weitsprung: 1. Volmhe=Dortmund 7,21; 2. OehmenDusseldorf 7,15; 3. Mölle-Koln 7,09 m. Kugelstoßsen: 1. Lampert=Elberfeld 14,28 m; 2. Jansen-Rheydt 14,24; 3. Bruse=Recklinghausen 12,79 m. 4 mal 100 m-Staffel: 1. Duisburg 99 44,2 Sek.; 2. Kolner BC 44,2(Handbreite); 3. Universität Bonn 14,6 Sek. Stabhochsprung: 1. Dwiza=Bochum 3,70 m; 2. BornDüsseldorf 3,70(durch Stechen entschieden); 3. GeißBielefeld 3,25; 4. Herrandt=Krefeld 3,25(durch Stechen entschieden). Gau=Jugendstaffel 100 mal 100 m: 1. Gau Niederrhein; 2. Gau Mittelrhein(über eine Runde zurück); 3. Gau Westfalen(eine weitere halbe Runde zurück). Die Frauenmeisterschaften Für den 100 m=Endlauf qualisizierten sich nicht meniger als vier Barmer Frauen vom TV. 46. Den Sieg trug erwartungsgemäß Frl. Albus in 12,6 Sekunden überlegen vor ihren Krubhelleginnen Freiteg und Müller davon, die mit großerem Abstand folgten. Im Dishuswersen fand die Tüsseldorferin Krewett in Frl. Stoyhe(Dortmund) eine überlegene Gegnerin, die sich mit 34,12 m den Titel nicht entgehen ließ. lieber 80 m Gürden kam Frl. Steuer(Tuisburg) zu einem leich en Siege, da sie in 12,6 Sekunden Klode (Vohwinkel) und Scharp(Köin) hinter sich ließ. Im Hochsprung holte sich Frl. Merkamp(Duisburg) die Meisterschaft mit 1.45 m mit 1 em mehr als Frl. Linh(Siezen), die im Stechen mit Frl. Schütz 1,44 m übersprang. Im Speerwerfen kam Frau Bußmann(Duisburg) zu einem überraschenden Siege über die savorisierte Frl. Graul(Dortmund) mit 42,06 m. Die 4mal 100 m Staffel wurde eine sichere Beute des Barmer TV. 46 vor Duisburg 99 uno den Vereinigten Stahlwerken Düsseldorf. Die Barmer Frauen wechselten vorzüglich und hatten in der Schlußlauferin Albus die beste Sprinterin überhaupt. In 52 Sekunden gab der Barmer TV. 46 den mäßig wechselnden Duisburgerinnen klar das Nachsehen. Frl. Schlarp(Köln) holte sich erwartungsgemaß den Weitsprung mit 5.24 m vor Frl. Klode(Bohwinkel) und Frl. Holze(Witten). Jum Schluß wurde dann die Gau=ugendstaffel 10 mal 100 m gelaufen, die mit einem überlegenen Siege des Gaues Niederrhein mit über einer Runde Vorsprung vor dem Gau Mittelrhein und Westfalen endete. Die Meisterschaftskämpfe klangen aus in einer kurzen, kernigen Schlußrede Dr. Kleins und in dem Absingen des Deutschland= und Horst Wessel=Liedes. 80 m Hürden für Frauen: 1. Steuer=Duisburg 12.6 Sek.; 2. Klode=Vohwinkel 13 Sek.; 3. Schlarp-Köln 13 Sck. Hochsprung: 1. Merkamp-Duisburg 1,45 m; 2. LinkSiegen 1,44 m; 3. Schütz=Lennep 1,42 m; 4. BuschWupertal 1,40 m. 100 m Lauf: 1. Albus-Barmen 12,6 Sek.; 2. Freitag-Barmen 13 Sek.; 3. Müller=Barmen 13,1 Sek. Diskus: 1. Stoyke=Dortmund 34,32 m; 2. KrewelDüsseldorf 33,62 m; 3. Kolschenreuter=Köln 33,09 m. Speerwerfen: 1. Rußmann=Duisburg 42,06 m: 2. Graul=Dortmund 41,19; 3. Pastors-Bonn 40,72 m. Weitsprung: Schlarp-Koln 5,24 m; 2. Klode-Vohwinkel 5,18; 3. Holze=Witten 5,18 m. 4 mal 100 m=Staffel: 1. Barmen 46 52 Sek.; 2. Duisburg 99 53,6 Sek.; 3. Vereinigte Stahlwerke Düsseldorf 54,8 Sek. Der Auftakt zu den Deutschen Kampfspielen Bei den Wasserballern sehten sich die westdeutschen Vertreter durch Die erste Entscheidung am Nachmittag fiel im 800Meter=Lauf, den der Barmer Nach gewann. Bach ging erst in der Zielgeraden an Stemberg und Destadt vorbei und siegte ganz überlegen in 2:01 Minuten vor Stemberg(Dortmund) und Hillemanns(Eschweiler). In Abwesenheit des Kölners Nottbroche ließ sich der Neußer Pollmanns die 110 m=Hürden nicht entgehen. Pollmanne machte sich zum Schluß klar frei und siegte sicher in 15.3 Sek. vor Hirth(Elberfeld) und dem Hagener Kumpmann, die beide 15,6 Sekunden benötigten. Sichere Sache für Schaumburg Die 1500 Meter maren eine sichere Beute für den Oberhausener Polizisten Schaumburg, der schon nach drei Runden in Front zog und die Führung bie zum Schluß nicht mehr abgab. In 4:01,8 Minuten bewalligte Schaumburg die Streche. Nadansky(Koln) und Orth(Dortmund) lieferten sich einen harten Kampf um den zweiten Platz, den der Kolner knapp zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Lampert holt sich den 3. Sie Im Diekuswersen kam der ausgezeichnete Elberselder Lampert zu seiner dritten Meisterschaft. Mit einem Wurf von 44,02 m konnte ihm keiner seiner Konkurtenten den Titel streitig machen. Einen herrlichen Kampf gab es über 40 Meter, der sich lediglich zwischen Goldhausen(Rechlinghausen), dem Dusseldorfer Kistere und dem Kölner Dielefeld abspielten. In der vorletzten Kurne lagen alle drei auf gleicher Höhe. Kisters hatte zwar in der Schlußgeraden geringe Vorteile, ohne jedoch verhindern zu konnen. daß Goldhausen ihn um Handbreite im Ziel abfangen konnte. Mit dem gleichen Abstand belegte der Kolner Tielefeld in derselben Zeit des Siegers und des Zweiten in 51,2 Sekunden den dritten Platz. Heithoff siegle über 100 Meter Große Spannung, als nun zur 100 m Entscheidung gestartet wurde. Nach einem Fehlstart hatte ButhePieper beim gültigen Zeichen den besten Start erwischt und führte mit 1 m Vorsprung. Auf der Halfte der Streche wurde Buthe Pieper von dem Krefelder Heithoff erreicht, der in der glanzenden Zeit von 10.5 Sekunden Buthe=Nieper und Voß hinter sich ließ. Im 5000 m-Lauf bewies der Kölner Schüller seine zur Zeit große Form. Er lief ein taktisch kluges Rennen und zog in der 6. Runde an dem bie dahin führenden Kelm vorbei, um sich im Zwischenspurt sofort mit Versprung die Führung zu sichern. Schüller und Kelm vergrößerten nun ihren Vorsprung noch erheblich. Zum Schluß zeigte der Kölner einen beifallig aufge nommenen Endspurt und ging in der guten Zeit von 5:38,8 Minuten als Sieger durche Ziel vor wahrend im Kampf um den dritten Platz der Bonner Knobloch seinen Widersachern das Nachsehen gab. Eine überlegene Angelegenheit für den Vonner Studenten Ruyter waren die 40 m=Hürden. Schon an der dritten Hürde lag Ruyter in Front. Halfmann(Duisburg) kam vorübergehend auf den zweiten Platz, den er zum Schluß wieder an Tingelhoff(Münster) abgeben mußte. Ruyter siegte leicht in 58,8 Sekunden. Ebert Olympia Hörde) mußte als Zweiter distanziert werden, da er vier Hürden riß. Ueber 200 Meter entschadigte sich der Duisburger Buthe=Pieper für seine knappe Niederlage über die kurze Streche durch Heithoff. Krämer(Koln) legte auf der Außenbahn ein scharfes Tempo vor, so daß ButheVieper ihn erst auf den letzten 30 Metern einholen konnte. Nach hartem Kampf behielt Buthe=Pieper mit einzehntel Sekunde vor Krämier die Oberhand. Dritter wurde Reuther von Preußen Münster. Merker Hochsprungmeister Im Hochsprung erreichte der Düsseldorfer Merker 485 Meter und hatte damit den Me stertitel sicher. Der Die Radfahrer eröffnelen den Reigen Krückel=München Meisler Als Auftaht zu den Deutschen Kampfspielen wichelte der Deutsche Radfahrer=Verband am Samstag auf einer überaus schweren Rennstreche durch die Berge der Oberpfalz die Einer=Straßenmeisterschaft über 250 km ab. Das Rennen führte über Neumark nach Amberg, Schwandorf, Regensburg wieder zuruch zum Ziel im Stadion vor der Hauptkampfbahn am Marathonturm. Das Rennen nahm einen kampfreichen Verlauf. Die Jaaden begannen unmittelbar nach dem Start. Zunächit gelang es einer fünfköpfigen Gruppe, die aus Matysiah(Schweinfurt) Ulkowshi(Dortmund) Schmid Munchen) und Anger(Berlin) bestand, dem Feld auszureißen. Wenig spater bildeten sich mehrere Versolgergruppen. In den Bergen der Oberpfalz hinter Neumark vereinigten sich die Ausreißergruppen und bildeten ein 16 Mann starnes Feld, das mit 8 Minuten Vor sprung vor dem Gros an der Spitze lag. Am KastlerBerg sah man Matysiak(Berlin) allein in Führung. Es sollte nicht lange dauern, denn in Amberg konnte die Verfolgergruppe wieder aufschließen. Kurz hinter der Kontrolle in Regensburg fanden auch die im mittleren Feld liegenden Anschluß, sofort danach begann der Kampf in den Jura=Steigungen aufs Neue. Svennen(Dortmund) riß dem Feld aus, konnte jedoch ein paar Hohen lang allein in Führung liegen, mahrend am Deuerlinger Berg vor allem Lober (Frankfurt) und Balzer(Berlin) als große Bergfahrer in die Erscheinung traten und vorübergehend mit 100 m Vorsprung in Front lagen. Der Ex=Meister Scheller(Bielefeld) hatte schwer zu hampfen, um nicht zu sehr ins Hintertreffen zu kommen. Schließlich sah man Krückel(München), Fuhrmann(Breslau), Balzer und Stoff(Berlin) und den Dusseldorfer Fischer mit in der Spitzengruppe. Scheller konnte nach einer verwegenen Talfahrt mit Kranzer am Rade aufschließen, nachdem kurz vorher die Dortmunder Schultenjohann, Hupfeld und Neumann sich im Mannschaftsstil herangekämpft hatten. Während Fischer aus der Kopfgruppe infolge Defekt zurückfiel machten Schultenjohann und wenig später auch Scheller am Postbauersteig schlapp, wodurch sie endgültig aus der Spitze verdrangt wurden, die ein scharfes Tempo einhielt. In Wendelstein auf der letzten Steigung wurde noch Neumann(Dortmund) abgehängt, während die letzten 20 km des Rennens von den sechs in Front lie genden Fahrern geschlossen zurüchgelegt wurden. Reichssportfuhrer von Tschammer und Osten, sein Stell vertreter Dr. Jentsch und Landesbeauftragter Schneider beobachteten die Schlußphase des Rennens. Den Spurtsieg holte sich der Munchener Sebastian Krückl in 7:50:50 Stunden vor Kurt Fuhrmann(Breslau), Kon rad Kranzer(Nürnberg), Hupfeld(Dortmund), Balzer (Berkin) und Dreißig(Berlin), die alle dichtauf folgten. Wie sie einkamen 244,2 Krlometer: 1. S. Krückl=Munchen 7:50:50 Std.; 2. Kurt Fuhrmann-Breslau 1 Lg.; 3. K. Kranzer-Nürnberg; 4. Hupfeld=Dortmund; 5. Belzer-Berlin; 6. Dressig=Berlin(alle dichtauf): 7. Scheller=Bielefeld 7:52:10 Std.: 8. Neumann-Dortmund 7:54:10 Std.; 9. StoffBerlin 7:59:50 Std.; 10. Henry-Köln 8:02:40 Sid.; 11. Fischer=Düsseldorf ½ Lg.; 12. Lutter-Berlin 8:30:10 Std.: 13. Huth=Berlin 8:W:45 Std.; 14. Gruber=München 8:0:00 Std.; 15. Swennen=Dorkmund 8:11:07 Std.; 16. Gut=Frankfurt; 17. Löber=Frankfurt; 18. FigayDortmund(alle dichtauf): 19. Höhmann-Düsseldorf 8:13:30 Std.; 20. Schmid=München 8:19:50 Std. Bei den Wasserballern Die Eroffnung der schwimmsportlichen Wettbewerbe der vierten deutschen Kampfspiele besorgten am Sonntag die Wasserballspieler. Fern vom Getriebe der Stadt, am Pulversee, in dem Heim der Bayern 07 Nürnberg. begannen am Vormittag die Meisterschaftsspiele mit der Vorrunde. Es ist zwar ein recht kompliziertes bei naherer Betrachtung, aber doch gerecht erscheinendes System, nach dem die 16 beteiligten Mannschaften den Sieger und Meister ermitteln werden. Für eine in der Vorrunde geschlagene Mannschaft besteht immer noch die Möglichkeit, durch einen Sieg in der zweiten Runde sich für die Entscheidung durchzukämpfen. Mit den vier Spielen am Vormittag gab es meist überlegene Siege der Favoriten. Im ersten Treffen, das bei drüchender Schwüle und vor zahlreichem Publikum durchgeführt wurde, schlug Duisburg 98 unter Leitung von Nolte=Hannover die sich bie zur Pause noch tapfer wehrende Mannschaft von Spandau 04 mit 6:2(1:1). Die Sieben des 1. FC. Nürnberg konnte die großen Hoffnungen ihrer zahlreichen Anhänger nicht gegen Poseidon=Magdeburg durchsetzen und wurde glatt mit 5:2(2:1) geschlagen. Schiedsrichter dieses Kampfes war Brenner=Ludwigsburg. Die Wasserfreunde Hannover fertigten den Turnverein 1846 Nürnberg leicht mit 7:1 (6:0) ab. Bis zur Pause konnten die Hannoveraner ge radezu ein Lehrspiel vorführen, aber nach dem Wechsel wuchs der Widerstand und die Energie der Nürnberger. Es gelang ihnen bald das Ehrentor, dem die Norddeut schen durch Bähre, der neben Gunst und Atner der wurfgewaltigste war, ebenfalls nur ein Tor entgegensetzen konnte. Das Schlußspiel brachte einen wohlverdienten Erfolg des Schwimmvereins Augsburg über die technisch noch nicht ganz reife und auch vom Pech verfolgte Mannschaft der Hamburger Turnerschaft mit 6:2(3:0). Die Hanseaten waren nach der Pause schon auf 3:2 herangekommen, aber dann zogen die Schwaben wieder auf und davon und man brauchte nie um ihren Sieg zu bangen. Beginn der Fechter Am frühen Sonntag morgen, gerade als die Turner den großen Festzug für das bayerische Landesturnfest vorbereiteten, begann draußen im Festsaal des Nürnberger Tiergartens die Wettkämpfe im Fechten, die bei der Riesenzahl der Teilnehmer die ganze Kampfspielwoche über dauern werden. Zunächst wurde die Mannschaftsmeisterschaft im Florettsechten in Angriff genommen, an der neben dem Titelverteidiger Hermannia (Frankfurt), dessen langjahriger Rivale in der Meisterschaft, der Offenbacher Turnverein sowie der Fechtsportverein Hamburg. Turnerbund Heilbronn und TSV. 1867 Leipzig teilnahmen. Wieder erwiesen sich die Frankfurter, die mit der Mannschaft Eisenecher, Rosenbauer, Jörger, Jewarowsh, also ohne Casimir, antraten und Offenbach mit der Mannschaft Hein, Thomson, Schafer und Stork, den anderen Bewerbern überlegen. Sehr erfreulich war das gute Abschneiden des Hamburger Fechtsportvereins g gen den Titelverteidiger, anscheinend war jedoch Offenbach niemals dem Titel so nahe als in diesem Jahre. Die Ergebnisse Hermannia Frankfurt.: TSN. 1867 Leipzig 16:0. 26.80 erh. Treffer, TB. Heilbronn: TSV. 1867 Leipzig 12:4, 52:72 erh. Treffer, TV. Offenbach: Hamburger Fechtsportv. 12:4, 40:68 erh. Trefser, Herm. Frankfurt gegen Hamburg 10:6, 50:68 erh. Treffer, Offenbach: Leipzig 14:2. 32:76 erh. Treffer, Hermannia: Heubronn 14:2, 37:75 erh. Trefser. Der entscheidende Kampf zwischen Hermannia und Offenbach wurde auf dem Spätnachmittag verlegt. Dafür nahm die erste Runde der Kämpfe im Damenflorettsechten ihren Anfang. 57 Teilnehmerinnen kämpfen zunächst in neun Gruppen. Jede gegen Jede. Die ersten drei in jeder Gruppe kommen in die Zwischenrunde aus der sich wieder 15 für die zweite Zwischenrunde und die letzten neun dann für die Endkämpfe qualifiziere Der Montag wird noch vollständig mit den Kampfen der Damen ausgefüllt sein. Am Nachmittag wurde die deutsche Wasserballmeisterschaft mik vier weiteren Spielen auf dem herrlich gelegenen Pulversee fortgesetzt. Ein starker Gewitterregen brachte eine Verspätung von etwa dreiviertel Stunden, so daß die Kämpfe erst nach 4 Uhr beginnen konnten. Im ersten Spiel des Nachmittags standen sich München 99 und FC Mülhausen gegenüber, das die Münchener mit 3:0 (1:0) verdient gewannen. In der ersten Hälfte spielten die Mülhausener recht eifrig un des dauerte recht lange, bis sich die Münchener gefunden hatten. Im zweiten Spiel, das bis jetzt das interessanteste war, krafen sich Bayern 07 und SSFr Barmen. Map glaubte allgemein an einen überlegenen Sieg der Bayein, die bis zur Pause mit 3:0 führten. Aber nach dem Wechsel kam der Umschwung. Die schwimmerisch glänjend veranlagten Barmer Spieler gaben alles aus sich heraus und gewannen den Kampf schließlich noch mit 5:4. Hermannia Frankfurt Meister im Florell Die erste Entscheidung bei den Fechtwettbewerben der Kampfspiele fiel am Spätnachmittag des Sonntags im Mannschafts-Florettfechten. Hermannia Frankfurt, der dreifache Titelträger des vergangen Jahres, kraf im Endkampf auf den alten Rivalen von TV Offenbach. Die Offenbacher hatten wohl nie ein solche gute Gelegenheit, um die Meisterschaft an sich zu bringen, wie diesmal. Die Frankfurter mußten ohne Erwin Casimir antreten. Nach einem erbikterten Gefecht setzten aber trotdem die vier Frankfurter Eisenecher, Rosenbauer, Jörger y. Jewarowski sich durch, wobei die bassere Geschlossenheit der Mannschaft den Ausschlag gab.— Offenbach hatte in dem deutschen Meister Heim und Thomson zwei überragende Kräfte. Die Hartnäckigkeit und die große Ausgeglichenheit der Kämpfe spiegelt am besten die Trefferzahl von 60:64 wieder. In der siegreichen Frankfurter Mannschaft gewann Eisenecker gegen Thomson, Schäfer und Storck, Rosenbauer gewann gegen Schäfer und Storck, Jörger ge= wann gegen Schäfer und Storck und Jewarowski gewann ebenfalls gegen diese beiden. Von den Offendachern konnte Heim alle vier Gefechte siegreich gestalten, während Thomson gegen Rosenbauer, Jörger und Jewarowski jewann. Die interessantesten Kámpse waren wohl die zwischen Heim und Eisenecker bzw. Heim und Rosenbauer, die beide mit fünf zu vier Trefsern von dem Offenbacher gewonnen wurden. 8. Bochumer Kanu-Kampfspiele. Steeler Kanu-Club der erfolgreichste Verein. Zum achten Male richtete gestern der Bochumer Kanu-Ciuo auf dem Weiher der Katter= aue seine 8. Bochumer Kanu=Kampfipiele aus die trotz des regen. und gewitterdrohenden Wetters in den ersten Nachmittagsitunden noch einen recht gu= ten Besuch zu verzeichnen hatten, ein Beweie die sie vor der TG. Herne=Horsthauser bezw. der Barmer Paddler=Vereinigung zu zwei schönen Siegen steuerten. Die gemischte Pendelstaffel für Jugendliche, Damen, Zweier=Faltboot und Vierernanadier fiel an den Gelsenkirchener Kanu=Club. der die Barmer Paddler=Vereinigung weit hinter Der Start der Vierer=Kanadier. Der Linden=Dachlhauser Kanau=Club(im Hintergrunde) blieb vor dem Bochumer Kanu=Club siegreich. für, daß sich diese Art Vanuiport in Bochum eingebürgert hat und ein Stammpublikum besitzt. Die Rennen wurden unter einer straffen Regie schnell abgewickelt, so daß kaum eine Stockung eintrat und die Zuschauer stets gefesselt waren. Zu Beginn gab es eine Reche Vorkämpie, und nachdem die Spreu von dem Weizen gesiebt war, folgten Schlag auf Schlag die Entscheidungen. uich ließ. Die einzige Jugendstaffel holte sich der Steeler Kanu=Club vor Gelsenkirchen. Nan den unterhaltenden Wettbewerben wie Ge= schicklichkeitspaddeln, Stebend=Paddeln, Kringelbeißen, Lanzenstechen und Tauziehen, die dem Publiue horeiteten. non um as Eslimokentern besonders ab. Es ist in den letzten Jahren ja stets bei dieser Veranstaltung gezeigt Eeim Lanzenstechen hat der Sieger(Barmen) einen„Treffer“ angebracht, aber der genugt nicht, um den Bochumer aus seinem Boot zu heben. Wiederum war die Veranstaltung von den stärksten Kanu=Kampfsportlern Westdeutschlands besetzt. Als bester Verein schälte sich der Steeler KanuClub heraus, der vier Siege und zwei zweite Plätze auf sein Konto brachte, drei Siege und sechs zweite Plätze belegte der Veranstalter und drei Siege und einen zweiten Platz brachte der LindenDahlhauser Kanu=Club an sich. Im Vordergrund standen naturgemaß die heiß umstrittenen Staffeln. Der Vierer=Kanadier fiel im zweiten Lauf— der erste mußzte wegen Versteuerns beider Teilnehmer wiederholt werden— an Linden=Dahlhausen vor Bochum. In der 8 mal 100-Meter=Pendelstaffel für Einer=Faltboote blieb der Steeler Kanu=Club vor dem Dortmunder KanuClub 1924 in Front. Tafür entschadigten sich die Tortmunder in der 3 mal 100.Meter=Zweier=Faltboot=Staffel und der 8 mal 100.Meter=Damenstaffel, WERDE MITGLIED DES REICHS: LUFTSCHUTZBUNDES worden. Als ein Meister seines Faches zeigte sich einmal mehr der Steeler Ibe, der zweimal tadellos untertauchte und schnellstens wieder startbereit war. Er siegte sicher vor seinem Klubkameraden Mohn. Die Siegerehrung nach Schluß der Wettkampfe im Saale der Kaiseraue nahm der Vereinsführer des veranstaltenden Bochum Kanu=Clubs, Thomas, vor. Die Ergebnisse: Bierer=Kanadier für Jugendliche: 1. LindenDahlhauser Kanu=Club, 2. Bochumer Kanu=Club. Kringelbeißen: 1. Bochumer Kanu=Cluh(Becker. 2. Bochumer Kanu=Club(Bolk). Tauziehen: 1. Bochumer Kanu=Club(Gebrüder Biewald, Becker), 2. Linden=Dahlhauser Kanu=Club Berghoff, Strothotte, Rohrbach). Zmaj 100 Meter Pendelstaffel f. Herren(EinerFaltboot): 1, Steeler Kann.ffleb 2 Dortmunder Kanu=Verein von 1924. Lanzenstechen für Jugendliche: 1. Linden=Tahlhauser Kanu=Club(Sievering=Ruthenbeck), 2. Bochumer Kanu=Cluh(Braß=Risse). Eekimo=Kentern im Einer=Faltboot: 1. Steeler Kanu=Club(Ibe). 2 Steee- Kann=Club(E. Mah Biererkanadier für Herren; 1. Linden=Dahlhau= ser Kann=Club, 2. Bochumer Kanu=Club. Geschicklichkeitorennen: 1. Bochumer Kanu=Club Becker), 2. Barmer Paddler=Vereinigung, Gemischte Pendelstaffel; 1, Gelsenkirchener Kanuclub, 2. Barmer Paddler=Vereinigung. 100 Moter Stehend=Paddeln für Herren im Einerfaltboot: 1. Steeler Kanu=Club(Krupp). 2. Steeler Kanu=Club(Goeder). Lanzenstechen für Herren: 1. Barmer Paddlerereiningungn(ener=Klein). 2. Bochumer KanuClub(Becker=Biewald). 3 mal 10 Meter Pendelstaffel für Damen: 1. Dortmunder Kann=Verein von 10624, 2. Barmer Paddler=Vereinigung. Geschicklichkeiterennen im Kanadier: 1. K. R. Wanderkalke Witten(Grugmann=Augenreich), 2 Bochumer Kanu=Club(Biewald=Becker). mal 100 Meter Pendelstaffel für Herren im Zweier=Faltboot: 1. Dortmunder Kanu=Verein, 2. Turngemeinde Herne=Holsterhausen, mgf 10 Meter Pendelstaffel für Jugendliche: 1. Steeler Kanu=Cluv, 2. Gelsenkirchener KanuClub. Die ersten Meisterschaftsspieltermine für die neue Fußballsaison Der Sportverein Germania 06 Bochum tellt uns mit, daß seine Meisterschaftsspiele für die erste Serie der kommenden Fußballsaison 1984-35 wie folgt angesetzt sind: 2. September: Hüsten 00— Germania. 9. September: Germania— Union 05 Recklingh. 16. September: frei. 28, September: Viktoria Recklingh.— Germania 30. September: frei 7. Oktober: Germania(6— DEC. Hagen. 14. Oktober: frei. 21. Oktober: Germania— Westfalia 04 Herne, 28. Oktober: frei. 4. November: Germania(6— FCl. Schalke 01 11. November: SV. Höntrop— Germania 06. 18. Nov.: Germania— SC. Preußen Münster. 3. November: SpV. Herten— Germania(6. 93- 20 Gauschwimmfest in Dahlhausen. Eine Riesenziffer von Wettbewerben war abzuwickeln. Tas gauoffene Schwimmfest des Gaues Westfalen, das in der schon gelegenen Schwimmanlage des Linden=Dahlhauser Wassersportvereins am Sonntag nachmittag stattfand, nahm einen in jeder Hinsicht reibungslosen Verlauf. 18 Vereine mit rund 180 Einzelkampfern waren am Start erschienen und boten den in recht ansehnlicher Zahl vertretenen Zuschauern in zahlreichen Kampfen guten Sport. Die Organisation und Durchführung der Veranstaltung, die dem Linden=Dahlhauser W2V. übertragen war, klappte ohne Tadel. Eine Lautsprecheranlage sorgte für die Ansage und bot in der Zwischenzeit durch Schallplattenmusik angenehme Zerstreuung. Das Wetter war so wie man es sich für ein Schwimmfest wünscht. Zwar drohte wahrend der Wettkampfe ein Gewitter aufzuziehen, aber es blieb bei der Drohung, und damit war auch die letzte Gewähr für einen guten Verlauf der Kampfe gegeben. Bei der Beurteilung der Zeiten ist der scharfe Wind zu berücksichtigen der den Wettkämpfern wesentlich zu schaffen machte Der Reigen der Wettkämpfe wurde1 100 Meter Lagenstaffef eroffnet. Der SC. Witten 64 gewann unangefochten vor der SVag Wattenscheid. In Klasse 2b entschied 04 Poseidon Gelsenkirchen den Kampf vor dem Linden=Dahlhauser WSV. zu seinem Gunsten, Das Herrenbrustschwimmen 100 Meter sah in Klasse 2a Lammert(01 und Poseidon Gelsenkirchen) vor Brammen(SV. Gladbeck). In der Klasse 2b waren infolge der großen Teilnehmerzahl 7 Kämpfe erforderlich. Schwerin Blau=Weiß/ Sparta Bochum) wurde Sieger vor Nie, land(Linden=Dahlhauser WeV.) und Müller(Poseidon Wanne=Eickel). Im 100 Meter JugendRückenschwimmen Klasse 2 startete Schulte vom SV. Wattenscheid im Alleingang. In der Klasse 3 wurde Burkhoff in 1:32.2 vor Spickermeier(Hammer SV.) und Thalmann(Blau=Weiß/Sparta Bochum) Sieger. Das 100 Meter Damenbrustschwimmen wurde in Klasse 2a von Martg Meyer(Dammer SV.) in 1:43.2 Min. nach hartem Kampf mit venny Beneken(Witten 84) gewonnen. In der Klasse 25 belegte der Damenschwimmverein Bochum durch Elsa Loianer in 1:46.4 und Koster in 1 47.2 die ersten Plätze Die 8 mal 100 Meter Herrenbruststaffel wurde in zwei Laufen erledigt Im ersten Kampf siegte SC. Witten 84 vor Linden=Tahlhauser WeV. Den zweiten Lauf gewann Poseidon Wanne=Eickel vor Blau=Weiß/Sparta Bochum. Die beste Zeit erzielte Witten 84 vor WanneEickef und Bochum. Sehr hart wurde in der 8mal 100 Meter=Tamenbruststaffel gekämpft, die der Damen=SV. 1911 Bochum in 5:23.8 Min. vor Damen=SV. Gelsenkirchen und SC. Witten 84, gewann. In Klasse 26 über 100 Meter Rücken sieate Theile(04/Posewon Gelsenkirchen) in 1:32.1 Min vor Hallwas(SC. Witten) und Gehrmann(Hammer SPag.). Das 50 Meter=Brustschwimmen für Herren über 32 und 35 Jahre fand großes Interesse. Hippe von 01 und Poseidon Gelsenkirchen wurde Sieger in 40 Sek. Den zweiten Platz belegte Retschold(Blau=Weiß/Sparta Bochum) vor seinem Klubkameraden Nickel Min. Klasse 2b: 04 Poseidon Gelsenkirchen 4.0 Min. 2. Linden=Dahlhauser WeV. 4:19.6 N derrenbruftschwimmen 100 Meter, Klasse 2a: Lammert(04/Poseidon Gelsenkirchen) 1:26.9 Mi 2. Brammen(SV. Gladbeck) 1:27 Min.; Klasse 2 1. Schwerin(Blau=Weiß Sparta Bochum) 1:27.2 Min., 2 Nieland(Linden=Dahlhauser WSV.) 1:292 Min., 3. Muller(Poseidon Wanne=Eickel) 1:9 Min Jusendruckenschwimmen 110 Meter, Kl 24 1. Schulte(SVgg Wattenscheid) 1:36.5 Min Klasse 8: 1. Barkhoff(Recklinghausen) 1:32.2 Min. 2. Spiekermeier(Hammer SVgg.) 1:38 Min.— Damenbrustschwimmen, 100 Meter, Klasse 2a: 1. Meyer(Hammer SVgg.) 1:43,3 Min.; Klasse 2 Leuschner(DSV Bochum) 1•46.4 Min, 2. Koster D3V. Bochum) 1 47 Min., 8. Felsch(Witten 8 1:48,8 Min.— Herrenbruststaftel 3 mal 100 Meter. Klasse 2b: 1. SC. Witten 84 4:31.1 Min., L. Pseidon Wanne=Eickel 4.31 2 Min— Damenbruft staffes 3 mal 100 Meter, Klasse 2b: T2V. Bochum 11 5 23.3 Min., 2 Damen=SV. Gelsenkirchen 28.1 Min.“ SC Witten 81 5•34 Min.— Verrenrückenschwimmen. 10 Meter, Klasse 2a: 1 Rubrun Witten 84) 120 Min., Klasse 25: 1. Theile 4/Poseidon Gelsenkirchen), 2. Hallwas(Witten M4) 1:36,1 Min., 8 Gehrmann(Dammer SVaa 1 37 Min.— Brustschwimmen für Herren über 32 und 35 Jahre, 50 Meter: 1. Hippe(04 Poseid Gelsenkirchen) 40 Sek., 2. Hetschold(Blau=Wei sparta Bochum) 40.9 Sek., 8 Nickel(Blau=Weir Sparta Bochum) 41:8 Sek.— Jugendkraulschwim men, 100 Meter, Klasse 2: 1. Höhle(Witten 81 1:19.2 Min., 2. Wilmer(Blau=Weiß Sparta Bochum) 1:20.3 Min., 8, Gawlitza(SC. Witten 84) 1:205 Min.; Klasse 3: 1. Böcker(Lünen 08) 1:17.5 Min.. 2. Heer(SVaa. Wattenscheid) 1:18.2 Min., 3 (Velsenkirchen).— Jugendbrustschwimmen, 100 Mtr Klasse 2: 1. Spiekermeier(Hammer SPaa) 1.205 Min.. 2. Clemens(SC. Witten 84) 1 3 Min.: Klasse 3: 1. Hartwig(0/Poseidon Gelsenkirchen 132 Min., 2. Müller(Wicking Herne) 1:32.1 Min 3. Hagemann(04 Poseidon Gelsenkirchen) 1:33— Herrenkraulschwimmen 100 Meter, Klasse 2a aW l Haak. Ernst(Linden=Dahlhauser W2V.) 10 Min., 2. Danielzik(SS. Herten) 1:10.1 Min., Schulte(SC. Witten) 1:14.1 Min.: Klasse 25:1 Wiegemann(Linden=Dahlhauser W3.) 1:17.2 Min., 2. Schnittger(Hammer SVag.) 1:18.8 Min. Steuter(Poseidon Wanne=Eickel) 1:20 Min.— Damenjugendbrustschwimmen, 100 Meter, Kl. 2 1. Gronski. Leni(Poseidon Wanne=Eickel) 1:36. Min, 2. Kallenbach. Ruth(SV. Wattenscheid) 1:40 Min: Klasse 3: 1. Norrhausen. Toni(SV. Haaen) 1:46.9 Min., 2 Landwehr(DEV. Bochum) 1•47.1 Min., R Müller(D2V Bochum) 1 48.3 Min.— derrenkraulstakkel. 10 mal 50 Meter: 1 SC. W ten 84 5•88 Min.. 2 04 Poleidon Gellenkirche Wasserball gegen Lünen 08 2e1 SPaa Wattenscheid gege Hammer S Vao 0:5 Im 100 Meter Jugendkraulschwimmen, Klasse 2. siegte Höhle(Witten 84) vor den im toten Rennen einkommenden Wiener(Blau=Weiß/Sparta Bochum) und Gawlitza(Witten 84). Bocker(Lünen 08) siegte in der Klasse 8 vor Heer(SVag. Poseidon Gelsenkirchen). Das 100 Meter=Jugendbrus.schwimmen, Klasse 2, wurde von Spiekermeier (Hammer SVag.) vor Clemens(Witten 84) und Strangfeld(S3, Herten) gewonnen. Die Klasse wies mit 38 Teilnehmern die stärkste Besetzung aller Wettkämpfe auf. Sieger wurde Hartwig 001 und Poseidon Gelsenkirchen) vor Müller(Wickina Herne) und Hagemann(04 und Poseidon Gelsenkirchen). Am Herrenkraulschwimmen nahm außer 7 schwamm die vorzügliche Zeit von 1:08 Min Sieger des Wettkampfes wurde Danielzik(23. Herten) vor Schulte(Witten 84) In Klasse 2b lieate Wiegemann(Linden=Dahlh. W3V.) vor Schnittker (Hammer SVag.), Das Damen=Brustschwimmen (Jugend) gewann in Klasse 2 Leni Grontski(P seidon Wannc=Eickel) vor Ruth Kallenbach(S7 Wattenscheid). In Klasse 8 siegte Toni Norrhausen (SV. Hagen) vor Landwehr(Damen SV. Bochum und Müller(DS. Bochum). Die 10 mal 50 MeterHerren=Kraulstaffel war eine Angelegenheit des SC. Witten 84 Den zweiten Plan belegte 04 und Poseidon Gelsenkirchen vor Blau=Weiß/ Sparta Bochum. Den Reigen der Wettkämpfe beschlossen zwei Wasserballspiele. Linden=Dahlhauser W3V. gewann gegen Lünen 08 2:1 und Hammer SPaa. schlug Süag. Wattenscheid mit 5:0 Toren Mit der Organisation der Veranstaltung war der Linden=Dahlhauser W3W betraut. Inkolge seiner mustergültigen Vorarbeiten konnten alle Kämpfe reibungslot abgewickelt werden. Die Siegerliste: Lagenstaffej 3 mal 100 Meter, Klasse 2a: 1. SC. Witten 84 4:18,8, 2. Ebgg. Wattenschetd 4.18,6 Bildtelegkanhie im Reiseverkehr. D= Bild telegraphie hat sich im Laufe von fast 7 Jahren seit ihrer Einführung bei der Deutschen Reichsvost in ansehnlichem Maße entwickelt. Es wurde nicht nur das Bildtelegraphennen beträchtlich erweitert sondern auch die Güt= der Bildübertragungen wurde inzwischen wesentlich verbessert. so daß heute das Original von der telegrapbischen Uebertragung kaum zu unterscheiden ist Die Bildtelegraphie erkreut sich in weitesten Kreisen großer Beliebtheit. Die Zeitungen bereichern ihre gaben durch die Aufnahme von Bildtelegrammen um den Lesern die an den entserntesten Orten sich abspielenden Ereignisse mit der Schnelligkeit eines Telegrammes bildlich vor Augen zu führen Ge schäftsleute bedienen sich der Bildtelegraphie zu Werbezwecken, um eine größere Werbewirkung zu erzielen. Im Familien= und Freundeskreis erfreuen die zu feierlichen Anlässen übermittelten Bildtelegramme den Empfänger der das Bild und die Glückwünsche oder Grüße des Absenders in dessen eigenen Schriftzügen erhält Aber auch die Reisezeit die setzt in voller Blüte steht. wird manchem ein willkommener Anlaß sein eigene Landschafts= oder Personenaufnahmen bildtelegraphisch an Freunde und Bekannte zu versenden Der Preis für ein Vildtelegramm von 100 aem Größe stellt sich im innerdeutschen Bildtelegranben verkehr auf nur 4 RM. Bildtelegrammen konnen bei allen Post= und Telegraphenanstalten det Deutschen Reichspost aufgeliefert und nach allen Orten in Deutschland und in ganz Europa gesand werden. Patronats- und Generalversammlung der Vinzenzkonferenzen. Gestern nachmittag um 5 Uhr fand in der Bürgergesellschaft die ordentliche Generalversammlung der Bochumer Vinzenzkonferenzen statt, die der hochw. Herr Propst Peters mit dem Eingangsgebet eröffnete. Zunächst gab dann der Schriftführer Rektor Kemner den Bericht von der letzten Generalversammlung, der unbeanstandet gutgeheißen wurde Der rasident der Konferenzen Rektor Kleif, machte dann einige Mitteilungen von besonderer Bedentung. Nachdem er erwähnt hatte, daß eine neue Konferenz Bernhardinus entstanden und aufgenommen worden sei, verlas er ein Rundschreiben des Reichsamtsleiters der NS=Volkswohlfahrt Hilgenfeld über Werbung von Mitgliedern zur nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Der Reichsamtsleiter wendet sich in diesem Schreiben mit aller Schärfe gegen einen Druck wenn er hie und da bei der Werbung angewandt worden sei. Rektor Kleif stellte dann fest, daß man bereits die jungen Menschen in dem rechten Vinzenz= und Karitasgeist erziehen, kann ihnen vor allem, nach einem Wort des Grafen von der Recke„den rechten Sinn für die Sache“, das rechte Verständnis und nötige Gefühl für die Vinzenzarbeit anerziehen Ferner sollen die einzelnen Konferenzen häufiger, als das jetzt noch der Fall ist, zusammenkommen und zusammenberaten. Das gibt Vergleichsmöglichkeiten, spornt den Eifer an und fördert die Arbeit. Der Erzbischof hat in seiner Stiepeler Rede vor den Bochumer Männern und Jungmännern den Bochumer Vinzenzverein lobenderwähnt und betont, daß er mit seiner segensreichen Arbeit in seiner Erzdiözese an erster Stelle stehe. So soll es auch künftig sein! Im Oktober wird eine Festandacht sämtliche Vinzenzbrüder in der Propsteikirche versammelt sehen. Ferner ist geplant, den Einkehrtag in der Adventszeit wieder abzuhalten. Propst Peters schloß mit dem Gebet die Generalversammlung, die den einzelnen Konferenzen Erbauung und neue Anregung gegeben hat für die schwere, segensreiche und nützliche Karitasarbeit. Verunglückter Zaungast bei der 2000 KilimeterFahrt. Am Sonntag vormittag hatten sich am Abzweig Harpen wieder zahlreiche Zuschauer eingefunden, um der 2000=Kilometer=Fahrt der Motorfahrzeuge zuzusehen. Der Arbeiter Alfred H., Ganghoferstraße 1 wohnhaft, hatte sich zur besseren Sicht auf die neue Gartenmauer der Gastwirtschaft D. gestellt, von der er plötzlich herunterfiel. Nachdem sich das Sanitätspersonal des Stützpunktes 7 seiner angenommen hatte, ordnete der zuständige Arzt die Ueberführung ins Hospital an, da sich H. eine Rippenprellung zugezogen hatte. Doppelmitgliedschaft in einem der vier an erkannten Spitzenverbande durchaus zulassig sei. aß in dieser Hinsicht also kein„wung ausgewerden dürfe. Der geistigen Lesung, die beonders den Gedanken herausstellte, daß alle Be te des natürlichen Lebens von der Uebernatur durchdrungen sein müssen, folgte ein Vortrag von errn Rektor Kleff, der in längeren, kenntnis reichen Ausführungen das Armenwesen in Bochum im 18. Jahr hundert crorterte. Es würde zu weit führen, diese Ausführungen im einzelnen wiederzugeben. Im wesentlichen handelt es sich jedenfalls um einen Plan des bekannten edlen Stifters der Rettungsanstalt Lverdyk in Bochum=Hamme, der um die vorvergangene Jahrhundertwende sich um eine großartige Reorganisation des gesamten Armenwesens in Bochum bemühte. Leider waren seine und seiner delfer Anstrengungen nutzlos, da die Regierung in Hamm diesen Plänen die Genehmigung versagte. Darum sind die wertvollen Gedanken des edlen Grafen von der Recke nicht zur Durchführung gekommen. Einzelheiten aus diesem Plan sind sehr interessant und erinnerten die Zuhörer lebhaft an Dinge, die heute wieder gang und gäbe geworden sind. Wenn da z. B. angeregt wurde, zur Aufbringung der nötigen Gelder in den Wirtschaften eine Büchse aufzustellen, die bei Festlichkeiten und Hochzeiten besonders herumgehen sollte, wenn ferner während eines besonders kalten WinArmen der Stadt— es waren damale nücklicherweise nur 53— Kohlen und Brot gegeben wurde, dann erinnert das ganz eindeutig an Dinge, die wir auch heute zu sehen und zu erleben Gelegenheit haben. Anschluß an diesen Vortrag, der mit starkem Beifall bedacht wurde, gaben die einzelnen Konjerenzen ihre Rechenschaftsberichte Zwei Dinge, die wohl beachtens= und nachahmenswert sind, heben wir heraus. Die Gerther Konferenz hat die Neudeutschen Jungens für das Einsammeln der Beiträge herangezogen. Solche Maßnahme kann man warm begrüßen. Denn so kann Rundfunk Dienstag, 24. Juli 30 Morgenzuf. Anschließend: Frühkonzert(Schallplotteni. 605 Hans Jacob Reinarz: Leibesubungen. 5Von Leipzig: Morgenkonzert(aus Halle), ausgeführt vom Musikzna der SA-Standarte 36, Leitung: Alfred Mantam 1 Auf der Schloßwache von Schulz. 2 Melodien aus der Oper„Zar und Zimmermann“ von Lortzing 8 Aufzug des Jungpolks. Lharakter= stück von Ehlers 4. Wiener Bonbons, Walzer ven Strauß 5 Vorspiel zur Operette„Jm Reiche des von Lincke. 6 al Frühlingseinzug von Blon, bi Viktoria von Blon 7 Die Schlittschuhläufer von Waldteufe. 8 Jugendklänge aus Alt=Heidelberg von Ahode 9 Zweierlei Tuch. Marsch von Rust. 10. Bei uns z'Haus Walzer von Strauß 11 Meckenfel= wen von Leichmann 12 Oberst Humminsch, Marsch von Curth— 7 00—7 10 von Koln: Zeit, Wetter. Nachrichten. 8n Zeit. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. —9 90 Hilde Bremus: Frauenturnen. Nachrichten. Wasserstandsmeldungen 10 10 Käthe Marten: Kinderturnen mit Musik, fur Schuler vom 7 bis 10. Lebensfahre. 10.30 Deutsche Volks= und Heldensage(Aufnahne eines Klassengespräches aus der Jugendherberge Eitorf Zieg). Leitung: Dr. Wilhelm Schumacher. 10.55 Wir und die Welt. Albrecht Fabri:„Allerlei Wissenswertes vom Glauben und vom Aberalauben“. Jur Natur= und Helmatschutzwoche des Reichssenders Köln. Oberstudiendirektor Wendehorft:„Hutet die hei= mische Bogelwelt“ 11.30 Funkwerbung der Reichspostreklame. 1200 Musik am Mittag. 1200 Schallplattenkonzert. Zur Unterhaltung— 12.45 Mittagsmeldungen 1, Glückwünsche— 13.00 Das Westdeutsche Kammerorchester, Leitung: Josef Breuer. 1. Vorspiel zum Singspiel Der Konigsleutnant“ von Titl. 2. Auf der Wanderschaft, Folge von Klughardt. 3. Himmelssunken, Walzer von Waldteufel. 4. Melodien aus der Oper „Lucrezla Borgia“ von Donizetti.— 18.45 Mittagsmeldungen 2. 5. a) Blumengefluster, b) Triumph der Schonheit von Blon. 6. Hochzeitstag auf Troldhaugen von Grieg. 7. Dritte Folge von Micheli. B. a) Pfeis= lied aus„Fruhlingsluft“ b) Frauenherz, Polka von Strauß. 9 Klorentiner Marsch von Rucik 15 10 Landgerichtsdirekte:. a. des Volkes 15.30 Wirtschaftsmeldungen 1. 15.45 Kleine Musik. Die frohlichen Funf. 1. Puppenleben von Zander. 2. Konzertstück über das Lied „O sole mio“ von di Capua. 3. Rosenkonigin, Walzer von Schicke. 4. Liebesaugenblick von Eysoldt. 5. Ständchen von Widor 16.15 Von Munchen: Reichssendung. Deutsche Kampfspiele 1934 Uebertragung der Eroffnungsfeierlichkeiten 17.00 Kostbarkeiten aus großen deutschen Sammlungen. Oswald Gerhardt: Babylon, die versunkene Weltstadt. 17.20 Brahms— Händel. Ausführende: Das KlemptVokal=Terzett Erika Schütte(Cembalo). 1. Deutsche Volkslieder von Brahms(mit Klavierbegleitung): a) Es steht eine Lind in jenem Tal, b) Ach könnt“ ich diesen Abend, c) Schönster Schatz, mein Engel. 2. Chaconne G=Dur für Cembalo von Händel. 3. Deutsche Volkslieder von Brahms(mit Klavierbegleitung): a) Ach Gott, wie weh tut Scheiden, b) Schwesterlein, e) Erlaube mir, fein's Mädchen. 17.50 Unter Tag. Bergmannsgedichte von wans Niekrawietz. Sprecher: Josef Lodenstein. 18.00 Eifelfahrt. Ein Fahrtenbericht von BDM.Mädels. 18.20 Arbeitsbeschaffungsfront. Ober=Ing. Schumacher. Das Elektrofahrzeug als Transportmittel. 18.40 Vom Tage. 18.50 Zeit, Wetter, Wirtschaftsmeldungen 2, Sportvor19.00 Aus einem alten Liederbuch. Leitung: Gustav Kneip. Mitwirkende: Gerta Schmitz(Sopran), Friedrich Eugen Engels(Tenor), Hubert Kirsch(Bariton), Josef Breuer(Cembalo und Klavier): Der Kammerchor, Leitung: Josef Breuer: Mitglieder des Orchesters. 19.50 Zur Natur= und Heimatschutzwoche des Reichssenders Koln. W. Lienenkamper: Naturschutz tut not! 20.00 Erste Abendmeldungen 20.15 Von Stuttgart: Reichssendung: Stunde der Nation. Kleine Abendmusik. Ausfuhrende: Karl Erb(Tenor); Das Wendling=Quartett— Prof. Wendling(1. Violine), Hermann Hubl(2. Violine), Ludwig Natterer Bratsche), Prof. Saal(Violoncello), Arthur Haagen Klavier). 20 55 Rund ums Mittelmeer. Ein Spiel mit Schallplatten von Heinz Kohlhaas und Ernst Kalthoff. 22.00 Zeil, Weiter, Nachrichten 22 20 Dr. A. van Nuß: 10 Minuten Schach. Anschließend: Funkstille Festandacht in der Klosterkirche. Der St. Alphonsuschor veranstaltete gestern in der Klosterkirche ein Konzert das eine Ehrung der allerseligsten Jungfrau Maria bedeutete. Es wurde geleitet von dem bewährten Dirigenten Wilhelm Harzheim und begann mit dem feierlichen und innigen„Sanktus“ aus der Messe zu Ehren des hl. Antonius von J. Wöß für vierstimmigen Männerchor und Orgel. Man erkannte sogleich die tüchtige Schulung des Chores, die Stimmen erklagen rein und ganz ohne Rauheit und Härte, vorzüglich waren sie auch in dynamischer Hinsicht; der Dirigent hatte seinen Chor fest in der Hand. Die Fortsetzung„Benedictus, qui venit...“ wurde später gesungen. Hier zeigt sich der Komponist von ganz anderer Seite. Er greift verschiedentlich zu recht kühnen Harmonien, die aber den Woblklang nicht stören, inhaltlich dagegen von Bedeutung sind. Die Solopartien wurden von einem Tenor vorgetragen, der über eine Fülle prächtigen Materials verfügt, dazu kamen Elastizität und Glanz. Hatzfeld, der auch auf dem Geviet der Volksliedpflege weithin bekannt ist, bleibt auch in seinen kirchenmusikalischen Arbeiten seiner dem Volkslied nahestehenden Ausdrucksweise getreu. Sein„Gegrüßet seist du, Königin“ und„Freu dich du Jungfrau, werte...“ legen bestes Zeugnis dafür ab. Letzterer Chor war in seiner sehr gewandt und klangschön gesetzten Polyphonie nicht leicht, aber die Sänger, diesmal Männer und Knaben, lösten ihre Aufgabe sauber und korrekt, auch mit gutem Vortrag. Die Knaben sangen sehr taktsicher und rein, ihre Stimmen klangen zuweilen etwas scharf und schmiegten sich an die weit zahlreicheren Männerstimmen noch nicht völlig an. Doch das dürfte bald behoben sein, zumal der Knabenchor unseres Wissens zum erstenmal zur Bldung eines gemischten Chores herangezogen wurde. Imposant erklang der polyphone sechsstimmige Chor„Regina coeli“ von Nekes. Im weiteren sind zu nennen das leichtbewegte„Sancta Maria“ von Dombromski ns das ebenso araziöse und innige„Schön bist du wie der Maientag“(beide vierstimmige Männerchstre) von Kromolicki. Zum Segen wurde ein„Tantum ergo“ von Hagemann gesungen. Das Tongewand ist ziemlich weitfaltig und macht einen feeierlich freudigen Eindruck. Die Orgel bediente W. Harzheim jr. sehr geschmackvoll. Von den Chören mit Orgelbegleitung hob sich das zarte, ruhige Interludium von Rheinberger seiner Natur nach donamisch zu wenig ab. An dieser Stelle wäre ein feierliches, nungvolles Orgelstück vielleicht wirksamer gewesen. Den Schluß des Konzertes bildete ein Satz Rheinbergers Pastoralsonate, die bei farbenreicher Registratur klar und durchschtig ertönte. Dr. B. 6 AUF DER Ein tireler Roman von Hans Schrott-Flechtl OGELTENN „Badenia" A.-G. lur verlag und Druckerei, Karlsruhe in Baden 5. Fortsetzung. lachender Andacht fangen die Kinder an: „Kein Hälmlein wächst auf Erden, Der Himmel hats betaut; Es kann kein Blümlein werden Die Sonne hats erschaut Wenn du auch tief beklommen Jn Waldesnacht allein: Es wird von Gott dir kommen Dein Tau und Sonnenschein. Dann sproßt, was dir indessen Als Keim im Herzen lag. So bleibt kein Ding vergessen. Es kommt sein Blütentag.“ Jubelnd in hellfroher Kinderhoffnung blingt das schöne Lied ins weite Land. Es kommt dein Blütentag... Ob er für die al auch noch kommt? Wenn sie alles so kräftig wüßt wie das Mutter, ist das Lied schön?“ greift die kleine Marie nach ihrer Hand und schaut warm zu ihr auf. Halts mir auch in Ehren. Ist von Friedemann Nach und das schönste Bauernlied, das ich kenn.“ auf dem Heimweg sangen die Kinder immer wieder die eine oder andere Strophe. Daheim trafen sie die Bäuerin von der Hygna, die in schmerzhafter Ungeduld wartete und wartete. Sie erzahlt auch gleich.„Dem Gerber hab ih zwei Kuhhäut gebracht zum gerben. Und setzt haben sie mir das Leder konftsziert. Die Häut sind auch bezahlt und meine Kinder haben keine Schuh. Alles hab ih probiert. Es nutzt keinen Brosen.“ Draußen geht der Oberleutnant Poschpischill vorbei, im reinen Zufall streift der Blick der Bauerin den Herren. Ja, sie weiß auch keinen Weg. Wenn sie in Wien nit mogen, sollst wegen einer Kuhhaut die ganze Wiener Stadt anzünden? Herrdigatti..an= seine dumme Ding. Der Oberleutnant kommt naher und mit eins ist der Gedanken da. Sie springt förmlich entgegen. „Herr Oberleutnant, helfen Sie mit ein bißl den Staat betrügen", lacht sie vor ihm. So frei, 1o innerlich ehrlich und lustig klingt o, daß der Herr ein ernure Gesicht hänselnd maulen will. Was ihr einsiel, ob sie denn keine Moral mehr hätt und solche Sachen mehr. a was auf einen Spitzhuben anderthalb, sonst gehi man zugrund" weißt es die ab. Und dann erzahlt sie:„Wisseno mit den Soldaten, da gings sa noch zur Not, aber die Beamten, Herrgott grad die Beamten“ mault sie tapfer. Der Herr von Poschpischill wär kein Offizier, tat er dadrauf nit schon einspringen. Er seufzt förmlich. Wenn ein Ding wahr ist in Oesterreich, dann ist's das. Heiligen Gotts. „Ja Bäuerin, sagen Sie selbst, da gibt es eben kein Mittel, Ihren Schützling muß man sich selber überlassen." „Unsinn. Sie haben gewiß zwei Paar Schuh von der allerkleinsten Nummer, die für die Leut nit zu brauchen ist. Also was verliert der Staat großes?“ Er will nit recht! Aber die Marie gibt ja nit auf. Kurz und gut eine Stunde später hat die Bäuerin auf der Hygna zwei Paar. Und das ganze Dorf ist sie aus:„Herrgott was seid ihr für dumme Schwänz! Die Bäuerin auf der Vogeltenn hat gelacht und dann hab ih meine Schuh gehabt.“ „Schaf,“ schreit sie der Praxmarer an.„Halt wenigstens dein dummes Maul und verdirb der Bäuerin auf der Vogeltenn den guten Weizacker Die Bäuerin gapst. Ra, so einer. Sie, wo sie brennt vor Freuden und jetzt soll sie nit einmal Freude und Glück ins Dorf jubeln... Sie sagts ihm auch ins Gesicht, dem unfeinen Menschen. Aber der deutet nur auf den Kopf, wo gewöhnlich der Verstand sitzt, und laßt sie stehen, die dumme Urschel. Aufs tiefste gekränkt geht sie... heim. Abends ist der Loisschwager gekommen. Er war acht Tag in Alpa, und in der Stub sitzt er mit der Marie im geruhigen Plaudern. Das tut er immer lieber und lieber, wenn sie auch meilenweit in ihrem Meinen auseinander sind. Es plaudert sich nett mit der Schwägerin. Was man so von die im Dorf hört, Marie, magst stolz sein.“ meint der Professor. Nix lieber wie das,“ lacht ihm die schnurstracks ins Gesicht.„Wär mir drum, meinst nit selber? Ehr können mir die Dörfler keine geben, wenn ih mir's nit selber gib. Und da ist mir anderes wichtiger. Der Schwager schaut auf im Nitwissen. Mir. laß dir sagen, druckt was anderes die Seel auseinander. Wie ih nämlich die Sach anfang, daß unsere eigenen Leut und meinetwegen auch die im Dorf doch endlich ein bißl rechnen lernen. Die Geldrechnung in solche Leut hinein bringen, lieber mit drei Teufel raufen Geh sei nit so. Mußt es ihnen halt oft genug auseinander dividieren. Dann wird's schon." Nein. Nie wird's auf diese Weis. Nie, flammt sie ihn an.„Hast denn keine Augen im Kopf? Ging's auf deine Art, wär's ja längst erreicht. Längst. Aber es geht eben nit." „Du, da bist falsch. macht's der Schuster? Hundertmal auf den gleichen Ragel schlagt er, bis er endlich haltet.“ „Ich steh anders,“ widerspricht die Bäuerin.„Es geht nie, wenn wir nit Bedürfnisse schaffen, die sie dann zwingen dazu...“ „Du wärst mir noch die Liebere. Weißt das aar nit, daß unser Bauer drauf dressiert ist aus nichts noch was zu machen. Alles soll immer nichts kosten. Sonst kommt er nie zu was. Nimmst ihm das Prinzip, verelenbest du den ganzen Stand. Die Bedürfnislosigkeit allein hält ihn noch aufrecht. Ganz gewiß.“ Da huscht ein feines Lächeln über ihre Lippen und einen Augenblick ist sie wirklich still, scheint's. Aber nur einen Augenblick. „So sieht's her,“ fangt sie von neuem an.„Aber wahr ist nit. Heut, wo der große Markt gilt, heißts Qualitäten erzeugen oder du bist hin. Und das geht nur, wenn du die besten Mittel nimmst. Die aber kosten einen Haufen Geld. Mit solchen Ideen aus alter Zeit habt ihr euch am allermeisten gegen den Bauernstand versündigt. Lois, was macht ihr mit solchen Bettelgrundsätzen? Habt ihr den Bauern aus seinen armseligen Tag damit erlöst? Im Gegenteil, immer tiefer hineingeritten habt ihr ihn.“ Kein Mensch hat ihm je etwas derartiges gesagt. Er kann nur abweisen vorderhand. Da greift die junge Bäuerin nach seiner Hand und schaut ihm voll in die Augen: „Begreif doch, was ih aus ganzem Herzen möcht: Dein Mutterl, meinen Hans und all unsere Leute ein bißl in Geld denken lernen. Mehr nit. Das aber wird nie, wenn ih nit einen Umweg find. Und ih glaub, einen hab ich gefunden Nur ob er allein schon genügt, weiß ih noch nit.“ „Welchen?" „Laß mich. Es macht mir noch zu viel Kopfzerbrechen.“ „Sorg dich doch nit um Sachen, die dir gleich sein können,“ will der Schwager, der immer deutlicher spürt, wie das junge Weib ganz frisches Blut in den geistigen Bauern da im Dorf hineinbringt, wie tapfer es sich für den eigenen Hof einsetzt. Seinem alten Mutterl hat er schon mancherlei deuten und klären können, was ihr bei der Schwiegerin unmöglich gefallen hat... Wenn die auch heute noch längst nit begreift, den Weg wird sie ihr aber kaum mehr versanden. Das weiß er. Die Schwägerin sinnt und sinnt vor sich hin. Plötzlich lacht sie halblaut: „Lois, versteh mich doch“ bettelt sie förmlich.„Der Bauer nach dem Krieg wird Kaufmann sein oder zu Grund gehen. Denk an mich. Und wer von den Bauern am schnellsten ins Kaufmännische hineinfindet, wird erster... Wie ist's denn? In meinem kleinen Geschäft hab ih müssen streng kaufmännisch handeln, sonst... Auch in der Stadt albt's heut noch winzige Geschäfte, Greisler und solche mehr, die kaufmännisch nit rechnen, aber es werden immer weniger und weniger. Und auch der Dummste spürt,, daß es einfach ohne den Kaufmann nit gehen kann. Es geht alles seinen natürlichen Gang. Zuerst die ganz großen Geschäfte, dann die mittleren und setzt auch die kleinen. Denk an mich, nun kommt der Bauer dran. Wenn sie eine richtige Steuergesetzgebung haben wollen, müssen sie den Bauern ja zur Buchführung zwingen. Eher ist nichts. Hat er die Buchführung, ja dran hochklettern wird er schon. Sei sicher.“ „Ist was dran, wie du meinst," überlegt der Profellor.„Aber warum auf einmal?... Und dann kannst du leugnen, daß gerade der Kaufmann uns die Kriegszeit so vergällt hat? Ungeheure Dividenden und wahnsinnige Uebervorteilungen.— Es ist eine Schande. Volkswirtschaftlich und moralisch ist ein Elend.“ „O du lieber, lieber Mensch.“ lacht die Marie. „Spürst denn das aar nit. daß der grenzenlose Unfug nur deshalb möglich ist, weil der Kaufmann haarscharf rechnet und der andere Teil... nit? Drum eben muß er täglich zehnmal in den sauren Apfel beißen. Der Bauer kann nit rechnen, der städtische Konsument will nicht. Der Bauer aus Sparsamkeit, der Städter als Genießer... Nun hat uns der Krieg den Kapitalismus auch in die allerkleinste Landwirtschaft getragen“ „O. da werden die Sozt „Glaub doch den Unsinn nit. Ihre Führer wollen dem Kapital zu Leib, sagen sie, in Wirklichkeit wollen sie bloß eine andere Vermögensverteilung. Dem Kapital können auch sie nicht an, da müßten sie schon den Markt und die kaufmännische Kalkulation aufheben, und daß das nit geht.... lacht die Bäuerin „Ih weiß nit recht...“. zweifelt der Schwager. „Ein paar Jahr können sie Unfug machen, aber länger nicht und sie werden den Unfug blutbitter zahlen. Bäume wachsen einmal nit in den Himmel. „Der Kampf, der jetzt kommt, der, glaub mir doch. geht um den Bauern, nit um den Industriearbeiter, denn der ist lebenswichtig, den Arbeiter wirft ein neues Zollgesetz schon aus der Bahn. Drum meine Sorgen. Der Bauer wird nit wollen. Ah das braucht's nit, ist immer noch so gegangen. Der alte Schlendrian und so weiter... Mit bloßen Predigen geht's einfach nit. Ist ja nit einmal bei den größten Firmen gegangen.“ Da kommen drei große Fuhren die Straß herauf. „Wer plündert denn da?“ will der Lois. Niemand offenbar, denn sie bleiben stehen. Und dann kommt die Altbäuerin: „Marie, komm schnell, von Schwaz ist ein Herr da“ Dem Herrn gibt die Marie die Hand.„Ist alles in Ordnung, Herr Prantl?“ lacht sie, nickt sie. freue sich nur.„Wir konnen gleich die ganze Einrichtung aufstellen, Bäuerin,“ meint er.„Wo sind die Zimmer?“ An die zwei Stunden haben die Leut gewerkt und geschafft mit den neuen Möbeln. Sogar der Prosessor geholfen. „Aber, Marie...“, meinl er ein übers andere mal. Zwei wundersame Bauernstuben wurden abgeladen. Die Tische aus Eschenholz, die Betten Tannen. Suidle und Bänke Birnbaumholz, die Wandtruhen Zirm die Waschtische wieder Tannen Mein Gott, im Krieg mußt nehmen, was ist. Kannst dir nit lang aussuchen. Dafür war die Arbeit selber einheitlich und von einem Künstler, einfach, aber sein Nirgendgroße Geschichten, die man doch nit glauben tät, übreall sinnhafter, einfacher Schmuck, der sich von selbst ergibt. Endlich stehen die Möbel in den beiden Zimmern. „Die Bilder müssen von der Wand. Ins Feuer damit.“ kommandiert die junge Bäuerin. Der Professor weiß nit, soll er lachen, oder... „Mädel, großes was das kostet!“ meint er ein übers andermal. „Ist nit so ara" (Fortienung folgt.) Motoren heulen durch Deutschland. Die ersten Deukschlandfahrer kamen gegen Mitternacht durch.- Dichte Menschenmassen umlagern die Kennstrecke. Nachdem uns die 2000-km=Fahrer im vorigen Jahre angstlich gemieden hatten, kam diese„Karawane, auf die an den Durchfahrtsstraßen in himmlischer Geduld eine gewaltige Menschenmenge stundenlang wartete, auf ihrer Fahrt durch das Herg des Ruhrgebiets diesmal auch über Bochumer Straßen. Schon in den Nachmittagsstunden hatten MotorSu und NSKK die Strecke besetzt, an der Kreuzung der Herner Straße, wo man zwei Tanksellen und ein Krankenzelt aufgerichtet, eilten Monteure und Aerzte geschaftig bin und her um zum Empfang der Deutschlandfahrer die letzten Vorbereitungen zu treffen. Dem Gewitter= und Regennachmittag war ein wundervoller fast maienschöner Abend gefolgt, so recht geeignet, um Hunderte und Tausende an die Rennstrecke zu locken, die sich zum Teil an den Straßzenboschungen mit Stühlen und Decken regelrecht beagerten. Und die Geduld der Wartenden sollte in der Tat auf eine harte Probe gestellt werden. Zwar hatte schon um 22 Uhr die Straßenbahn ihren Weg unterbrochen, zwar hatten die Absperrmannschaften schon lange thr wasten bezogen, zwar warteten die Leute an den Tanks, zwar waren die Bordneine an jenen Stellen, wo die Straße sich stark verengt oder abbiegt, weiß gestrichen, zwar waren alle Vorbereitungen mit selten guter Prazision getroffen — aber kein Fahrer, aber auch nicht einer, erschien. Man wartete! Langsam drehte sich der Zeiger. noch langsamer noch, wenn man ungeduldig ist und mit Spannung wartet. Plötzlich wußte es einer und wie eine schnelle Fama durchlief es die dichten Reihen:„Sie kommen erst um 24 Uhr.“ Immer noch dürfen unter Aufsicht der Polizeibeamten die Straßenbahngäste passieren, die auf anderer Seite der Rennstrecke in dem bereitstehenden Wagen ihre Fahrt fortsetzen können. Auf einmal aber blinkt es weiter oberhabb rot auf! Das ist das Zeichen. Endlich kommen sie. Und da sticht auch schon ein Scheinwerfer in voller Kraft mit zutrigen Fingern in das nächtliche Durckel. In rasender Eile kommt der Scheinwerfer und dann beult im schrillen Mißklang der Motor auf, man siebt weit über den Tank gebeugt, eine weißverhüllte Gestalt, erkennt eben noch ein Motorrad in einer phantastischen Geschwindigkeit und schon ist das ganze wieder wie ein Spuk dahin. Das war der erste— und sollte es vorläufig bleiben. Nach 20 und 30 Minuten kamen sie dann— aber immer einzeln upd in großen Abständen. Je weiter der Zeiger von der Mitternachtsitunde abrückt, um so belebter wird das Bild auf der Rennstrecke. Ununterbrochen rollt der Kraftfahrfilm, unterbrochen Stunde für Stunde bis in den Nachmittagsstunden des Sonntags der letzte Motor über die Rennstrecke braust. Begeisterung und Stimmung erlahmen nicht. Und auch als bereits der neue Tag heraufdämmert als die ersten Sonnenstrablen über die Strecke huschen, da sind die Menschen noch immer da. und die dichten Reihen haben sich kaum gelichtet. Motorrad, dann die Wagen, große und kleine, dann wieder Motorrad mit Beiwagen, so geht es in nicht obreißen wollender Kette stundenlang. Durch die Nacht hämmerten die Motoren, dröhnten die Komgressoren und schrillten die Alarmpfeifen, wirklich ein Erlebnis eigener Art, eine Symphonie der Motoren. Und überall stand der braune Wall der SA und des unbeirrt vom Samstagabend bis zum späten Sonntagnachmittag. Und hinter den Mauern standen Taufende Volksgenossen, die wußten, daß jene, die da in dunkler Nacht, im jungen Tag in der sengenden Hitze bei spritzendem Regen und rollendem Gewitter hinter Lenker und Steuerrad dahinbrauften eigenartige, ungewohnte Reiz mag die vielen Zuschauer stundenlang auf ihrem Posten gehalten haben. Denn ein wirkliches Rennen. mit mehreren Wagen dicht hinter= oder auch nebeneinander, kurz mit der ganzen atemraubenden Spannung großer Rennen, gab es ja eigentlich nicht. Darum ging es ja auch! Dauerleistungen, schwere Zerreißproben für Fahrer und Material. Zuverlässigkeit, Sportdisziplin und Kameradschaftsgeist, das ist der Zweck dieser Veranstaltung gewesen. Schade daß Sicherlich wäre das Publikum rech dankbar gewesen! Aber dazu ist ja beim nächsten Male noch Zeitl Soweit wir feststellen konnten, ist bei der Fahrt auf Bochumer Gebiet lein Fahrer zu Schaden gekommen. Hinter der Ziegelei an der Hernerstraße. dort. wo die Rennstrecke eine leichte Linkskrummung macht, ware es allerdings bald zu einem großeren Unglück gekommen. Ein Fahrer fuhr an dieser Stelle auf den Bordstein— glücklicher Weise wurde er nicht von dem Pfahl des Verkehrsschildes gerammt. Er konnte seine Fahrt mit unversehrtem Wagen fortsetzen. Ein spannendes Moment gav es dann gegen 8 Uhr nachts an der Eisenbahnbrücke bei der Maschinenfabrik Balke. Dort verengt sich die Straße bekanntlich auf wenige Meter gang erheblich und macht gleich am Ausgang der Brücke noch eine leichte Kurve. Vier Autofahrer, die in rasender Fahrt sich überholen wollten, gerieten auf der unbekannten Strecke plötzlich an diesen„Engpaß“— und wenn sich die Bremsen nicht so zäh in den Bremsbacken verbissen hätten, daß die Funken und Steine geitoben waren, dann ware ein schwerer Zusammenstoß unvermeidlich gewesen. So gao es nur verschrammte Kotflugel — und im übrigen ging die Fahrt weiter über deren Verlauf im Sportteil eingehend berichtet wird Briefkasten. Ein Blick auf die Rennstrecke an der Kreuzung Hernerstraße und Lobkerring. Hinter dem BB=Tankwagen das große Erfrischungszelt. humorecke. (rbittertes Motorrad=Duell auf der Strecke. für Deutschlands Weltgeltung und Deutschlands Ehre sich einsetzten. Es war ein Erlebnis eigener Art in nächtlicher Stunde mit Hunderten und Taufenden anderen sich die Augen müde zu starren in das ferne Durkel, das den„nächsten“ ausspeien mußte. Aber gerade dieser man nicht auch bei uns, wie in vielen Stadten, längst der Strecke Lautsprecher aufgebaut hatte, die über den Stand der Fahrt hatten unterrichten können. Der Wohnungsbau in den Groß- und Mitielstädten 1933. Erhebliches Ansteigen der Bautätigkeil. Jede Sekunde ist kostbar!— Blick in das Ersatzteillager. Ein Motorrad wird gerade überholt. Die Bautätigkeit hat sich im Kalenderjahre 1033 in den deutschen Groß= und Mittelstädten gegenüber dem Vorjahr erfreulich gehoben. In erster Linie dürfte das auf die von der nationalsozialistischen Regierung energisch angefaßte Arbeitsbeschaffung zurückzuführen sein. In den Groß= und Mittelstädten mit 50000 und mehr Einwohnern wurden 1933 insgesamt 72 200 Wohnungen fertiggestellt gegenuber 53 700 Wohnungen im Jahre vorher Besonders stark hat die Teilung großer Wobnungen zugenommen. Unter den erstellten Wohnungen waren 31 500(1932: 12900), die durch Umbau geschaffen wurden. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der erstellten Wohnungen betrug 14 v. H. gegen 24 v. H. im Jahre 1022 und nur 5 v. H. im Jahre 1931. Neben der gesteigerten Umbautätigkeit ist das hervorstechendste Merkmal für 1073 dwo starke Zunahme der Kleinhausbauten, die wachsende private Beteiligung privater Bauherren und die Verringerung der Förderung aus öffentlichen Mitteln. Die Durchschnittsgröße der neuen Wohnungen hat wieder etwas zugenommen. Der gesamte Reinzugang an Wohnungen be lief sich auf 59 900 gegenüber 47 700 im Jahre 1932. Stadttheater Lochum. „Die Braut von Messina.“ Ein Trauerspiel von Friedrich von Schiller. Bochum, den 20. Juli 1934. „Die Braut von Messina“ ist Schillers einziges Werk, das auf der Buhne keinen festen Fuß hat fassen können und so gut wie niemals gegeben wird. Es ist längst Tradition geworden, das Stuck als ein verfehltes Experiment zu betrachten und warum soll man sich dann noch dafür abmuhen? Dr. S. Schmitt aber hat, wie früher schon mit Shalespeares Königsdramen, in diesem Jahre, dom 175. Geburtsjahre Schillers, den Versuch gewagt, die„Braut von Messina“ aufzuführen und wie man wohl zu prognostizieren berechtigt sein dürfte, dem Werk einen Erfolg für die„alunft gesichert, wenn es auch niemals der eines Zugstückes sein wird. In der„Braut von Messina“ kommt Schillers ureigenste dichterische Art am reinsten zum Ausdruck, ligiten Bezirken, wenn sie auf dieses Gebiet auch durchaus nicht beschränkt ist. Die Idee ist zunachtt eine große, losmische; die Handlung, in die sie eingekleidet ist, bleibt frei von allen Zufalligkeiten und Nebensächlichkeiten, wodurch sie wirklichkeitsnah und erdenschwer werden könnte. Die Personen gleichen griechtichen Marmorbildern, alles ist von wunderbarer Harmonie. kein Strichlein ist zu viel keins fehl am Ort. auch an ihnen findet man leine realist schen Schlagen. Personen, in dieser Art gemeißelt, konnen von hochster innerer Naturwahrheit sein, der zufalligen Wirklichkeit bleihen sie fern. Aber das ist auch kein Fehler. Die Sprache des Dramas ist von grandioser Bildhaftigkeit, ihr Pathos eine natürliche Forderung, die Gedanken sind tief und weit ausgreifend, ihr Adlerflug bewegt sich hoch über den Niederungen des alltäglichen Lebens. Nach all diesen Voraussetzungen brauchen die Personen aber durchaus nicht marmorkalt zu sein, ihre Leidenschaft kann vielmehr tief und echt sein.— Die so ganz vereinfachte Handlung, frei von allen Nebenbestandteilen, entwickelt sich dennoch so kunstoll— die gewaltige dramatische Kraft des Dichters zeigt sich hier auf einem Gipfel— daß sie uns beständig in stärkster Spannung hält. Und doch findet sich ein storendes Moment in der Handlung wie in den Personen das eine volle Teilnahme schwerlich aufkommen läßt. Ein erkaltender Zug hemmt unsere volle Ueberzeugnug, veranlaßt durch die Vermischung der Weltanschauungen resp. Religionen. Wären die Personen Griechen und glaubten sie an Gotter und Orakel, an Schickal und Träume, so würde das ihre Naturwahrheit nicht im geringten in Zweifel bringen, sie würden vollig übeerzeugen. Aber die Personen des Schillerschen Dramas sind nach Namen und Tracht und Umwelt durchaus mittelalterlich. Diese überzeugen nicht, wenn sie von einem unghänderlichen Schickial und von Träumen mit bestimmender Kraft reden, wenn sie den Göttern fluchen und sie Lügner nennen.(Ueber diesen Widerspruch zu ihren christlichen Aeußerungen. der noch dazu kommt, kann man ruhig hinwegschen, weil er weniger auffallig in die Erscheinung tritt.) Dazu sollen die Menschen ohne persönliche Schuld für eine außer ihnen liegende Schuld büßen. Ihre Opfer und Leiden sind also zwecklos. Alle diese Anschauungen, denen wir selber keine Sympathien entgegenbringen, wirken niederdrückend trostlos. Sie berühren uns wie ein der dichterischen Gesamtwirkung nebenhergehender eiskalter Hauch. Dies und die kaum unterbrochene düstere Stimmung, die durch gar keine heiteren Intermezzos etwas Sonne und Abspannung bringt(wie dies bei Shakespeare der Fall ist), macht das Werk auch nicht populärer. Dr. S. Schmitt, in dessen Händen die Spielleitung lag, hatte dies wohl bedacht und durch Kürzung mancher Partien den Ablauf der Handlung beschleunigt. Der Dichtung war damit kein Abbruch getan. wohl aber ihre Wirkung erhoht. Einige kleine musikalische Zutaten, deren dumpfe Klänge man beim Heranbringen des toten Manuel vernahm. erwiesen sich als recht wirksam. Die Szene war. von aller Realistik absehend, in düsterem Ton gehalten, im Hintergrund erschien einiger Farbenwechsel um die Monotomie zu vermeiden, ohne aber die Einheit der tragischen Stimmung zu beeintrachtigen. Die Chöre bildeten keine Hindernisse im Fortgang der Handlung. Wo sie nicht unmittelbar in dieselbe einarfffen, wurden sie durch Herablassen des Vorhanges von der Handlung abgetrennt, gewissermaßen in eine besondere Szene gestellt. Somit erschienen sie Träger einer Nebenhandlung, wodurch die Unterbrechung der Haupthandlung oft sogar einen guten Sinn erhielt.— Das Stück wurde ohne Pause durchgespielt. Die Stimmung fast beständiger heher Tragik mußte festgehalten werden, eine Unterbrechung derselben durch Pausen ware einer Zerstörung gleichgekommen. Die Aufe führung nahm nicht einmal zwei Stunden in Anspruch. Die tragische Hochspannung langer zu halten wäre auch wohl kaum möglich gewesen. Hein Graeber(Don Manuel) und Horst Casvar(Don Cesar) formten Helden von plastischer Große und ritterlichem Heroismus und hoher Erhet. beide entfalteten sie tiefe. gluhende Leidenschaft, diese gebändigt und im Ausdruck stilisiert durch die Form der Dichtung; bei Don Manuel trat die mildere. sanftere Gemütsart, bei dem hitzigen Don Cesar mehr das Ungestüm. die wilde Entschlossenheit i die Erscheinung, die nach seinem Brudermord natürlich sich nur sehr gedampft äußerte. Adele Schönfelds Spiel war dem Charakter Isabellas gemaß beweglicher. aufgelockerter. Bei aller Große ihrer Denkart. kam das furchthare Leid der schickialsgeprüften Mutter erschütternd und doch mit schönem Adel in der Form zum Ausdruck. Hidde Ebert war als Beatrice der Dichtung gemäß weniger Heroine in erster Linie mehr das tief und zart empfindende Weib, ohne aber die gemeinsame Ebene des Spiels zu verlassen. Bu nennen sind noch der alte. gütige Dieno(Ernst Solznagel) und der treue, leidenschaftlich mitempfindende Bote(Willi Bittern). Die Chore unter Heinz Holthunsens Leitung rundeten das Spiel vollendet ab.— Die Wirkung auf das sehr gahlreich erschienene Publikum war tief. Das hervor= ragende Spiel hielt alle in seinen Bann In stummer Ergriffenheit. die bier den stärkten Betfall deutete, verließ man die Platze. Ta Kii Völkerv O. P. Die Adresse lautet: An das Reichsverkch ministerium in Berlin. Wollen Sie sich personlich an den Herrn Minister wenden, so lautet die Adresse: „An den Herrn Reichsverkehrsminister Frhr. Elt von Rübenach in Berlin.“ Wir haben indes allen Grund zu vermuten, daß der Weg den Sie hinsichtlich Ihrer Angelegenheit einschlagen wollen, wohl kaum zweckmäßig sein dürfte. Am besten ist es. Sie sorechen in den nächiten Tagen einmal bei uns vor. K. S. in B.=W. Reichsbund der Kinderreichen Deutschlands zum Schutze der Familie e. V., Ortsgruppe Bochum. Vorsitzender C. Ganva Am Geritkamp 15. Geschaftsführer: H. Schiefenboevel. Querenburgerstraße 5, Fernruf 622 16. F. W. In diesem Falle kann der Hausbesitzer das Recht, das er Ihnen bei Uebernahme der Wohnung mündlich erteilt hat und von dem Sie seitdem immer Gebrauch gemacht haben, nicht zurücknehmen. Die lieben Kleinen.. Der kleine Hans war den Tag über sehr unartig gewesen und hatte seine kleine Schweiter geschlagen. Der Mutter erzählte das abends dem Vater der entschied: „Wenn du das nächte Mal deine Schwester schlagit, Hans, gehit du ohne Abendessen zu Bett!“ Hanschen dachte einen Augenblick nach. Dann sagte er trotzig: „Dann baue ich eben das nachite Mal meine Schweiter erst nach dem Abendbrot!“ („Jugend.“) Im Zoo. Sie:„Nun stehen wir schon eine geschlagene Viertelstunde hier vor dem Hyänenkafig, und das Tier hat nicht ein einziges Mal gelacht.“ Er:„Und dabei hat es die ganze Zeit deinen neuen Hut angestiert.“ („Jugend.") Durch die in Wegfall gekommenen aufgeteilten Großwohnungen war der Abgang von Wobnungen besonders stark. Im ganzen kamen 12300 Wohnungen in Fortfall— 1932 waren es 601— von denen 81 v. H. auf Abgana durch Umbau trafen. Von den einzelnen Großstädten hatte, auf 100 der Bevölkerung gerechnet, Stuttgart mit 5.7 Wohnungen den größten Reinzugang an Wobnungen zu verzeichnen Es folgten Ludwigshafen mit 4.7. Frankfurt a. M. und Magdeburg je 4.4. Bielefeld und Mannheim je 3,7, Berlin und Gleiwitz je 3.6 neue Wohnungen. Besonders niedrig war der Reinzugang in den westfälischen Industriestädten. Im Durchschnitt sämtlicher Großstädte trafen 2,6 neue Wohnungen(1932: 2.1) auf 1000 Einwohner, in den Mittelstädten 25 nungen gegenüber 1,9 im Jahre 1932. Die ist die Wahr ker haben eines gen auf Gott. Die Kirche Zinne die Menschen niel Uebereinstimmu Gott auch bestehen steht im Ablauf de den Menschen und 2 Uneinigkeit der einheitlichkeit werden müßte. Dies wollt. Nicht gottgewe unter den Völkern. Unvollkommenheitsi an den Vorgängen, genannten Friedensn bermain und Trian mehr beunruhigten! Tort, wo die Ma Zeit ihre Vertreter whenf, dort fehlt die eingesetzten geistli allweisen Schöpferg den Rang hat. Wenn der letzte ordnung der Mensch dann liegt der di nefste Sinn darin, d schen, unbeschadet der art, das Gebot d von diesem Gebot he handenen mannigsa keiten nutzen, um langen, der das, wa den Hauptstädten de wand bisher geopfer rechtsertigen kann. „Richten wir Kirche", so sagt „Allgemeine Rundse arbeitung eines A GHenua, S. E. des seinerzeit in einer „Vita e Pensiero“ Es heißt dort u. „Sie, die katholis versal. Universal in ihre und Raum. Sie ist Gotteswei beit, nicht Sekte; all den. Unter allen Hir breitet sie ihr Geze Grundung tritt un entgegen. Die Volke und Sitten horchen der Apostel. Denken wir an aller Kriege. Wer hat es gewa halt zu gebieten? Die Kirche ha mahnte die Völker 3 lung der Gefangene hinaus aber auch ständigung. Heute suchen die feindlich gesinnt sind Volkerkirche und ihr dem Heiligen Vaten des Glaubens und und Krieg unmöglie Die räumliche durch den Fortschri in, muß Hand in 6 und religiösen Anne Nun ist sich die dividuen und Natio genes Gesicht, das fördern müssen als Aber man muß mit dem Gedanken ischen Verstandigun Die Erde mit ihrer n ihren verschiedene imer, mit denen si Nation genügt sich jewiesen. Das hat Vienschen durch die rieben würden au chaftlichen Annäher tigen Annäherung Die Zeit ist vo Menschen müßten H de nicht mehr ernäh chen gezeigt, daß das Bedürfnis noch nir das tragische der Enge der wirtse der Enge der Mense verbrannt wurbe, n terten. Auch hier ha neil sie sich unabhe töttlichen Weisheit, Sie hat den klai aller. Klare Einsid te Kirche sie u aussetzung für eine Konferenzen. Die zweite Vor der Völker und Nedie Frucht einesa unsere Handlungen richt auf Leidenschaf auf Gottes Gesetz b Gott hat die Vol eren Erfahrungen Kirche und Völkerverständigung „Die Kirche ist's, die heilige, die hohe, die zu dem Himmel uns die Leiter baut.“ Schiller(Maria Stuart). Die ist die Wahrheit: Alle Menschen und Völter haben eines gemeinsam, die Hinordnung auf Gott. Die Kirche Christi ist es, die in diesem Zinne die Menschen und Völker betreut. Aber soviel Uebereinstimmung in dieser Hinordnung auf Kraft des Reiches befestigt und gesichert worden. hott auch bestehen mag, wieviel Uneinigkeit be Mehr denn je ist Voraussetzung für die weitere steht im Ablauf des Diesseitsgeschehens unter Arbeit der Reichsregierung am Neuaufbau des Reiden Menschen und Völkern! Nicht als wenn diese ches, daß die Achtung vor dem Gesetz, die Jeder Rechtsbruch wird unnachsichtig geahndel Die Rechtspflege dient allein dem Wohle des Volkes und der Gerechtigkeit DNB. Berlin, 21. Juli. Der Reichsminister der Justiz Dr. Gürtner hat am 20. Juli 1934 folgenden Erlaß an alle deutschen Justizbehörden gerichtet: „Durch die Niederschlagung der hoch- und landesverraterischen Angriffe auf die Volksgemeinschaft vom 30. Juni, 1. Juli und 2. Juli 1934 ist die innere Uneinigkeit der Menschen durch die Un einheitlichkeit der Völker vorgerufen werden müßte. Diese Uneinheitlichkeit ist gottge wollt. Nicht gottgewollt ist die leidige Uneinigkeit unter den Völkern. Diese ist Menschenwerk, dessen Unvollkommenheit sich besonders kraß abzeichnet an den Vorgängen, die sich nach Abschluß der sogenannten Friedensverträge von Versailles, Saint Gesetz und Recht einzutreten und gegen jeden Rechtsermain und Trianon in der von Tag zu Tag bruch, insbesondere gegen jede strafbare Handlung, der Reichskanzler als oberster Führer der SA. in seinem Befehl an den Chef des Stabes der SA. am 30. Iuni 1934 von den SA.=Führern gefordert hat, auch für jeden Volksgenossen das oberste Gesetz seines Handelns bildet. Der Rechtopflege erwächst die besondere Aufgabe. mit Nachdruck für die gewissenhafte Wahrung von mehr beunruhigten Welt abgespielt haben. entschieden vorzugehen. Die Rechtspflege darf sich sichten auf die Person des Beschuldigten leiten lassen; sie dient allein dem Wohl In der Tat, vieles hat sich schon geändert in be zug auf das Denken über den Krieg, welcher, selbst wenn er gerecht, selbst wenn er siegreich ist, die schmerzlichsten Spuren zurückläßt. Die Kirche hat in den letzten Jahren die Völ ker zur Gewissenserforschung aufgerufen. Sie hat alle eingeladen zur Einmütigkeit, sie betet um den Frieden, um Einsicht für die verantwortlichen Männer und um bereitwilliges Entgegenkommen. Die soziale Lehre der Kirche ist: Gerechtigkeit und Liebe. Ohne diese gibt es nur Streit, Uebervorteilung, Elend. Es mag sein, daß es Diplomaten gibt, die für diese Lehre der Kirche nur ein mitleidiges Lächeln übrig haben. Vielleicht werden sie uns sogar erzürnt den Vorwurf machen, wir kennten die Wirklichkeit nicht, in der nicht die Gewissen, sondern Interessen sich gegenüber stünden. Das wollen wir ihnen gern zugeben. Aber gerade der Mangel an Gewissenhaftigkeit ist das große Uebel. das die Verständigung verhindert. Die Kirche arbeitet beständig daran, der Mensch heit wieder den rechten Begriff ihres Eigenwertes einzuschärfen. Sie wird nicht müde, auf die letzten Prinzipien, auf gemeinsamen Ursprung und ge meinsames Ziel der Menschheit hinzuweisen und sie will ihr jene Liebe bringen, die alle Wunden heilen kann. Sie mahnt die Völker, zu vergessen, was gestern war, nicht um die Geschichte unwahr zu machen. sondern um eine Geschichte des Blutvergießens nicht fortzusetzen. sich zu orientieren es immer das Gebot der Stunde ist. Das gilt besonders für jene ewig Gestrigen, die mehr von Sicherheit reden als an Sicherheit glauben. Was sie an Verantwortung vor ihrem Lande hinsichtlich der Sicherheit zu tragen haben, ist längst erfüllt. Auf Erfüllung wartet aber immer noch die nicht zuletzt von ihnen mit abhängige Be friedung der Menschen und Völker über die Grenzen der einzelnen Länder hinaus. Diese Be Tort, wo die Mächtigen der Erde von Zeit zu dabei von keinertei Rucsianen auf die Person des hre Vertreter zu versammeln pflegen, in benf, dort fehlt die Vertretung der von Christus eingesetzten geistlichen Macht, die in der vom allweisen Schöpfer gestalteten Ordnung überragenden Rang hat. Wenn der letzte Zweck dieser Ordnung die Hin ordnung der Menschen und Völker auf Gott ist, dann liegt der dieser Ordnung innewohnende neiste Sinn darin, daß die Völker und ihre Men schen, unbeschadet der ihnen innewohnenden Eigen art, das Gebot der Liebe beachten, daß sie von diesem Gebot her mit Hilfe der Kirche die vorhandenen mannigfaltigen Verständigungsmöglich keiten nutzen, um zu einem Volkerbund zu gelangen, der das, was seinetwegen in Genf und in den Hauptstädten der Länder an Arbeit und Aufwand bisher geopfert worden ist, schließlich einmal rechtfertigen kann. „Richten wir unseren Blick auf die Kirche“, so sagt Dr. H. Johanntoberns („Allgemeine Rundschau“ 2 1933) in der freien Be arbeitung eines Aufsatzes des Erzbischofs von GHenua, S. E. des Kardinals Minoretti, der seinerzeit in einer Sondernummer der Zeitschrift „Vita e Pensiero“ erschienen ist. Es heißt dort u. a.: „Sie, die katholische Kirche, ist von Natur universal. Universal in ihrer Aufgabe, universal in Zeit und Raum. Sie ist Gotteswerk, nicht Menschenwerk; Ganzbeit, nicht Sekte; allumfassend, nicht völkisch gebunden. Unter allen Himmeln und unter jedem Klima breitet sie ihr Gezelt aus. Schon bald nach ihrer Bründung tritt uns dieser universale Charakter entgegen. Die Volker der verschiedensten Sprachen und Sitten horchen am Pfingstfest auf die Stimme der Apostel. Denken wir an den letzten und schrecklichsten aller Kriege. Wer hat es gewagt, dem blutigen Gemetzel Ein halt zu gebieten? Die Kirche hat ihre Stimme erhoben. Sie mahnte die Volker zunächst zu menschlicher Behandlung der Gefangenen und Verwundeten, darüber hinaus aber auch zu gegenseitiger Ver ständigung. Heute suchen die Völker— sogar solche, die sich feindlich gesinnt sind— wiederum Rettung bei der Volkerkirche und ihrem Oberhaupt hier auf Erden, dem Heiligen Vater. Denn hier ist Gemeinschaft des Glaubens und Gemeinschaft der Liebe, die Haß und Krieg unmöglich macht. Die räumliche Annaherung der Völker, die durch den Fortschriti der Verkehrstechnik bedingt st, muß Hand in Hand gehen mit der moralischen und religiösen Annaherung. Nun ist sich die Kirche wohl bewußt, daß Indwidnen und Nationen ihre Eigenständigkeit, ihr gentes Gesicht, das Erbe der Väter behüten und fordern müssen als kostbarsten Schatz.“ Aber man muß sich", so heißt es dann weiter, mit dem Gedanken der wirtschaftlichen und poli ischen Verstandigung befassen, ohne Utopist zu sein. Lie Erde mit ihrer großen Mannigfaltigkeit hat n ihren verschiedenen Gegenden verschiedene Reichmer, mit denen sie Gott ausgestattet hat. Keine alion genügt sich selbst. Alle sind aufeinander ansewiesen. Das hat Gott so eingerichtet, damit die dienschen durch die natürlichen Verhältnisse angerieben würden zum Güteraustausch, zur wirtchaftlichen Annäherung, die der Anfang einer geitigen Annäherung sein soll. Die Zeit ist vorbei, da man befürchtete, die Menschen müßten Hungers sterben, weil die Erde se nicht mehr ernähren könnte. Gott hat den Menchen gezeigt, daß die Gütererzeugung der Erde das Bedürfnis noch bedeutend übersteigt, so daß nir das tragische Schauspiel erleben, daß wegen der Enge der wirtschaftlichen Grenzen und wegen der Enge der Menschenherzen die Ueberproduktion verbrannt wurde, während die Menschen verhunferten. Auch hier hat menschliche Weisheit versagt, neil sie sich unabhängig machen wollte von der zöttlichen Weisheit, wie sie die Kirche predigt. Sie hat den klaren Blick für die Bedürfnisse aller. Klare Einsicht in die Sachlage, wie ie Kirche sie uns gibt, ist die erste Vor iussetzung für einen Erfolg auf internationalen Konferenzen. Die zweite Voraussetzung ist der gute Wille der Völker und Regierungen, der gute Wille, der die Frucht eines guten Gewissens ist, jenes alle insere Handlungen bestimmenden Diktates, das sicht auf Leidenschaft und Sonderinteresse, sondern auf Gottes Gesetz beruht. Gott hat die Völker heilbar geschaffen; die biteren Erfahrungen sollen sie zur Einsicht bringen. des Volkes und der Gerechtigkeit. Versuche Un berufener, auf den Gang des Rechtsverfahrens Einfluß zu nehmen, sind nachdrücklichst zurückzuweisen und alsbald den vorgesetzten Behörden zu melden. In keinem Falle dürfen sie den ordnungsmäßigen Fortgang des Verfahrens, insbesondere die sachgemäße Durchführung der Ermittlungen verzögern. Bei allen Maßnahmen ist eines besonders zu beachten: Der gehobenen Stellung des Trägers eines deutschen Amtes, eines Führers oder Unterführers entsprechen erhohte Pflichten. Wer sie verletzt, wer insbesondere als Amtsträger oder Führer sich gegen das Geset auflehnt, Ausschreitungen begeht oder sich sonst des in ihm gesetzten Vertrauens unwürdig erweist, ist nachdrücklichst und unnachsichtig zu verfol gen. Die Volksgemeinschaft darf erwarten, daß die Strafe, die gegen ihn verhängt wird, nach Art und Höhe der gehobenen Stellung des Beschuldigten Rechnung trägt.“ Die neue Getreideordnung Eine Besprechung in Berlin TNB Berlin, 21. Juli. Um ein unbedingt zu verlassiges Arbeiten der neuen, im Aufbau be griffenen Getreidewirtschafts=Organisalion zur Sicherung von Getreideabsatz und Brotversorgung von voruberein zu gewährleisten, wurden in den letzten Tagen die in Berlin zusammenberufenen Landesbauernführer einerseits und die Gauleiter der Partei bzw. ihre Vertreter anderer seits eingehend über Sinn und Zweck der von der Reichsregierung zur Neuordnung der Getreide wirtschaft getroffenen Maßnahmen unterrichtet. Maßgebende Vertreter des Reichsnährmini neriums und des Reichsnährstandes gaben in ausführlichen Vorträgen einen Ueber blick über die zu lösenden Aufgaben und die zu ihrer Bewältigung vorgesehenen Wege. Noch ver bliebene Unklarheiten wurden in gemeinsamer Aussprache geklärt. Es ergab sich, daß nicht nur die Landesbauernführer, sondern insbesondere auch die politische Leitung der Gaue erfüllt ist von dem Wunsche, in gemeinsamer Arbeit die größtmöglichste Vollkommenheit der neuen Ge treidewirtschaftsordnung sicherzustellen. Es dürfte keinem Zweifel unterliegen, daß das Hand=in Handarbeiten von Reichsnährministerium, Reichs nährstand und der politischen Leitung in den Gauen einen vollen Erfolg der neuen Getreide Ordnung verbürgt. Senkung der Kartoffelpreise Die Regierungspressestelle in Düsseldorf teilt Hier werden Tatsachen vorgebracht, an denen mit:„Nachdem durch den Reichsbeauftragten für die Regelung des Frühkartoffelabsatzes der Erzeugerpreis für die erste Sorte auf sechs Pfennig, für die zweite Sorte auf vier Pfennig und für runde Kartoffeln auf fünf Pfennig pro Pfund herabgesetzt worden ist, müssen die bisherigen Großhandels= und Einzelhandelspreise entsprechend gesenkt werden. Die Ortspolizeibehörden sind durch den Regierungs präsidenten entsprechend angewiesen, darauf zu achten, daß der Kleinverkaufspreis für die einzelnen Karfriedung wird die Nöte der Menschen und Völker toffelsorten in keinem Falle mehr als zwei Pfennig mildern, mögen sie auf politischem, wirtschaftlichem über den genannten Erzeugerpreisen liegt. Bei den mit oder auf irgendeinem anderen Gebiete liegen. Sicherheit in Kürze zu erwartenden weiteren Herabsetzungen der Erzeugerpreise ist die Regelung entspre chend anzuwenden. Die Preise des Handels dürfen nicht über— wohl aber unterschritten werden. Verabredungen über Mindesthandelsspannen und dergleichen haben keinerlei Wertung. Es wird erwartet, daß diesmal keine Geschäftsschließungen wegen ungerechtfertigter Preisgestaltungen im Groß= oder Einzelhandel notwendig werden. Wenn trotzdem Zuwiderhandlungen festgestellt werden sollten, wird mit aller Schärfe durchgegriffen.“ Man gewöhne sich mehr daran, auf die Kirche zu hören. Das gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, das gilt auch für die Gesamtheit der Men schen und Völker. Aus der Gesamtheit sprießen die Sünden der Allgemeinheit auf. Sie gilt es nicht minder zu bannen, wie die Sünden des Einzelmenschen. Die Enzykliken der Päpste werden wahrhaftig nicht nur für den Einzelmenschen geschrieben und verkündet. Mögen sie sich mit dieser oder jener Frage befassen, dasjenige was in ihnen gesagt wird, geht die Welt, geht die Völker, geht diejenigen an, die die Völker regieren. Das gilt nicht nur von „Rerum novarum", nicht nur von„Quadragesimo anno", das gilt von allen Enzykliken, Verlautbarungen, Mahnungen und Warnungen des Heiligen Stuhles „Die Kirche ist's, die heilige, die hohe, die zu dem Himmel uns die Leiter baut.“ Möchte niemand fahrlässig, mutwillig oder gar böswillig die Sprossen aus der Himmelsleiter herausbrechen. Cs. Ein Schlag gegen das Deutschlum in Bromberg Bromberg. 31. Juli. Wie die Deutsche mitteilt, hat der Rektor der staatlichen deutschen Volksschule in Bromberg. Paul Jendrine, uner wartet seine Versetzung an eine mur von polnischen Kindern besuchte Schule in einem kongreß-polnischen Dorf erhalten. Er hat die Amtsgeschäfte einem polnischen Nacfolger übergeben müssen. Da mit wurde die größte staatliche deutsche Schule in dem rhemals preußischen Teilgebiet mit nahezu 800 Kindern unter polnische Leitung gestellt. Der nach dem Osten versetzte Rektor Jendrike ge nießt als Führer des Landesverbandes deutscher Leh rer und Lehrerinnen in Polen, als Vorsitzender der deutschen Vertreter im Bromberger Stadtparlament und als Mitglied der evangelischen Landessynode im besonderen Maße das Vertrauen aller Gruppierungen des Deutschtums seiner Heimat. Er erfreute sich aber auch besonderer Achtung bei seinen polnischen Mitbürgern und Vorgesetzten. Die völlig unverständliche Maßnahme seiner Versetzung wird von dem Deutschtum in Polen als schwerer Schlag empfunden, aber auch auf polnischer Seite nicht gebilligt. Es ist nicht der geringste in der Person des Schulleitere Jendrike liegende Grund bekannt, der diesen unerwarteten Schlag gegen die deutsche Minderheit erklaren konnte. Entwerlel abgehobene Sparguthaben können noch aufgewertet werden DNZ Berlin, 21. Juli. Die gesetzlich geschaffene Möglichkeit, eine nach trägliche Aufwertung von entwertet abgehobenen Sparguthaben zu erzielen, war bisher nur einem kleinen Kreise bekannt, so daß auch nur ein be scheidener Prozentsatz der Antragsberechtigten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen konnte. Aus diesem Grunde wurde die ursprünglich vorgesehene Frist kurz vor Ablauf einmal bis zum 30. Septem ber 1934 verlängert. Mit einer weiteren Verlängerung darf, wie die Deutsche Steuerzeitung mit teilt, auf keinen Fall gerechnet werden, so daß der Sparer, der auch diese letzte Frist ungenutzt ver streichen laßt, sich aller Ansprüche begibt. Da eine unterschiedslose Durchführung der Vorschrift, daß bereits abgehobene Guthaben nicht aufgewertet werden, für viele kleine Sparer eine rücksichtslose Härte bedeutet, hat das Gesetz die Schaffung von sogenannten Härtesonds bei den Spar lassen angeordnet, aus denen aus Billigkeits gründen nachträglich die Sparer in solchen Fallen noch entschädigt werden können, in denen in Goldmark umgerechnet der Wert des abgehobenen Guthabens zum früher eingezahlten Betrag unverhältnismäßig gering war. Bei der Verteilung des Härtefonds sollen im allgemeinen nur die Antragsteller berücksichtigt werden, die in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Wenn die Sparkasse jedoch über ausreichende Mittel verfügt, können auch Anträge aller sonstigen früheren Sparer berücksichtigt werden. Die Höhe der Aufwertung aus dem Härtesonds richtet sich nach den vorhandenen Mitteln und nach der Zahl der eingegangenen Anträge. In keinem Falle aber darf eine Auf wertung über den für die einzelnen Provinzen Preußens zugelassenen gesetzlichen Aufwertungs satz hinaus erfolgen. Oesterreichische Marxisten gestehen Sprengstoffanschlag DNB Wien. 21. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Am Samstag gegen 5 Uhr früh hielt ein Polizei oberwachtmann auf seinem Kontrollgang zwei Männer an, die ihm verdächtig erschienen. Die beiden ergriffen die Flucht, und einer von ihnen gab auf den sie verfolgenden Wachtmann drei Schüsse ab, von denen zwei trafen. Der Polizeioberwachtmann erlitt eine lebensgefährliche Schußverletzung. Die beiden Flüchtigen wurden von Passanten verfolgt und konnten festgenommen werden. Bei ihrer Vernehmung gaben die beiden Festgenom menen, die sozialdemokratische Parteigänger und Mitglieder des aufgelosten Republikanischen Schutzbundes sind, an, daß sie heute in den Morgenstunden an den Gleisen der Donau=Ufer=Bahn nächst den Lagerhäusern der Gemeinde Wien eine Sprengung vorgenommen haben und aus Oesterreich flüchten wollten. Wie festgestellt wurde, ist tatsächlich an den Bahngleisen eine Explosion erfolgt. 15 Fensterscheiben einer benachbarten Fabrik wurden dabe durch den Luftdruck zertrümmert. Die Anzeige an das Standgericht wurde erstattet. Neue Versuche Marconis DNB Mailand, 21. Juli. Senator Marconi, der bekannte Erfinder und Präsident der italienischen Akademie der Wissenschaften, der sich zurzeit an Bord seiner Yacht„Elektra“ an der Riviera zu neuen funktelegraphischen Versuchen aufhält, erklärte italienischen Pressevertretern, daß seine neuen Versuche besonders dem Gebiete der Kurzwellen gewidmet seien. Der besondere Vorteil dieser Kurzwellen liege darin, erklärte Marconi, daß sie keinerlei Störungen unterlägen. Insbesondere sollten die Versuche dem Studium eines Apparates dienen, der Schiffen bei dichtem Nebel oder in der Dunkelheit sichere Navigation ermögliche. Einem solchen Apparat komme hohe Bedeutung für die See= und Luftfahrt, vor allem in den nördlichen Meeren, zu. Die bisher erzielten Ergebnisse seien sehr befriedigend. Der Tod der deutschen Bergsteiger bestätigt DNB London. 21. Juli. Nach einer Reutermeldung aus Simla(Britisch-Indien) bestätigt sich der Tod der deutschen Bergsteiger Merkl. Wieland und Welzenbach, die bekanntlich bei ihrem Angriff auf den Nanga Parbat in einen Schneesturm gerieten und seit einiger Zeit vermißt werden. Ferner sind nach dieser Meldung sieben eingeborene Trä ger ums Leben gekommen. Die Verleihung des Ehrenkreuzes Anträge an die Ortspolizeibehörden richten DNB. Berlin, 21. Juli. Trotz der öffentlichen Be kanntmachung, daß zur Entgegennahme der Anträge auf Verleihung des Ehrenkreuzes für die Teilnehmer am Weltkrieg ausschließlich die Ortspolizeibehörden zuständig sind, und der Taa, von dem ab die vorgeschriebenen Vordrucke zur Stellung des Antrages bereitgehalten werden, in den einzelnen Gemeinden zur allgemeinen Kenntnis gebracht werden wird, gehen dem Reichsministerium des Innern täglich ungezählte Verleihungsanträge zu. Es wird daher nochmals amtlich darauf hingewiesen, daß diese Anträge völlig zwecklos sind und unerledigt bleiben müssen. Jeder spare sich also diese Mühe und Portoausgabe und warte in Geduld die weiteren öffentlichen Mitteilungen ab Es ist dafür gesorgt, daß sich das Verleihungsverfahren so rasch wie mög lich abwickeln wird. Arierbestimmung bei unehelichen Kindern NDZ Berlin, 21. Juli. Zur Beseitigung von Zweifeln, die sich bei der Auslegung der gesetz lichen Bestimmungen ergeben haben, verweist der Reichspostminister auf die Richtlinien, die für die Feststellung der arischen Abstammung bei Unehelichen gelten. Danach gilt, wie das ND3 meldet, das uneheliche Kind einer Arierin als nichtarisch im Sinne der Beamtengesetze, wenn sein Vater oder Mutter nichtarisch war. Geben standesamtliche Register, Gerichtsakten usw. keinen Aufschluß und ist auch sonst nicht nachzuweisen, wer der Vater war, so wird ein uneheliches Kind bei arischer Herkunft mütterlicherseits bis zum Beweise des Gegenteils oder wenn nicht die besonderen Umstände des Falles dagegen sprechen, als arisch anzusehen sein. Berlin hal wieder Geburtenüberschuß DNB. Berlin, 21. Juli. Wie das Statistische Amt der Stadt Berlin festgestellt hat, hatte die Reichshauptstadt im Monat Juni einen Geburtenüberschuß von 778, während noch im gleichen Monat des Vorjahres ein Bevölkerungsrückgang von 589 zu verzeich nen war. Urlaubsfahrt des Reichswehrministers DNB Berlin, 21. Juli. Der Reichswehrminister, Generaloberst von Blomberg, befindet sich zurzeit au einer privaten Urlaubsfahrt an der Ostsee. Verbot des öffentlichen Auftreienkonfessioneller Verbände im Regierungobezirk Hildesheim Hildesheim, 20. Juli. Regierungspräsident Muhs hat auf Grund des§ 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 für den Regierungsbezirk Hildesheim eine Verordnung erlassen, durch die den konfessionellen Jugend= und Standesvereinigungen jede öffentliche Betätigung außerhalb des kirchlichen und religiösen Bereichs untersagt wird. Verboten ist danach insbesondere jedes geschlossene Auftreten in der Oeffentlichkeit, jede Art von politischer Betätigung jede öffentliche Sportausübung einschließlich des gemeinsamen Wanderns und der Errichtung von Ferien= und Feldlagern, das öffentliche Führen oder Zeigen von Fahnen, Bannern und Wimpeln. Für jeden Fall der Nichtbefolgung der Verordnung wird die Festsetzung eines Zwangsgeldes bis zu 150 Mart oder einer Zwangshaft bis zu drei Wochen angedroht Groß=Bochum meldel... Bochum-Gerlhe Nadlerpech. Am Freitag avend, gegen 23 Uhr. befuhr der Arbeiter Heinrich K., Herne, Josephstraße 7 wohnhaft, mit seinem Fahrrad von seiner in Monnahausen gelegenen Arbeitsstätte kommend, den Bövinghauser Hellweg und kam zu Fall, wodurch er sich Kopf= und Handverletzungen zuzog. Ein Sanitäter leistete die erste Hilfe und schaffte den Verletzten zum Maria=Hilf=Hospitaj in Gerthe. Eine machtvolle Saarkundgebung. Langenreer rk. Der Stadtteil Langendreer stand am Sonntag im Zeichen der großen Saarkundgebung, die der Bund der Saarvereine, Ortsgruppe Bochum, im Stützpunkt Langendreer veranstaltete. Sämtliche Straßenzüge waren würdig geflagat. Die Teilnahme der Bevölkerung an diesem Kundgebungstage zeigte deutlich, wie sie sich verbunden fühlt mit den deutschen Brüdern im herrlichen Saarland. In den ersten Nachmittagsstunden trafen die Mitglieder des Saarvereins Bochum ein. Unter Vorantritt der Kapelle der NSDAP. bewegte sich der Zug zum Amtsplatz wo die Kameraden der Ortsgruppe der und der militärischen Vereine versammelt waren, um gemeinsam mit dem Saarverein in den Saalbau Grollmann zu marschieren Feierlich gestaltete sich der Einmarsch der vielen Fahnen. Musikalische Darbietungen der NSDAP=Kapelle führten in die Vortragsfolge ein. Der Prolog„Von Deutschland losgerissen..., oen Frl. David in ausdrucksvoller Form vortrug, gab die Bedeutung dieser Stunde sehr gut wieder. Der Ortsgruppenführer Christ(Bochum) richtete an die Erschienenen herzliche Begrützungsworte. Der Männergesangverein„Cäcilia“ erhöbte die Kundgebung durch seine Vorträge„Saarschwur“ und„Das deutsche Lied“. Alte Marschweisen gaben ihr eine besondere Bedeutung. Der Männergesangverein„Cäcilia“ gab die Mahnung der Stunde durch seine Lieder„Zu Straßburg auf der Schanz“ und„Heimat, liebe Heimat“ wieder, die die Ueberleitung waren zu der großen Ansprache des Polizeioberinspektors Kloos(Recklinghausen). Er bebandelte in seinen zündenden Ausführungen die Schmach, die Deutschland durch den Vertrag von Versailles erlitten hat und wußte deutlich die Nöte der deutschen Brüder im abgetrennten Gebiet zu schildern. Klar wußte er die Einstellung eines jeden deutschen Bruders an der Saar zu Deutschland darzustellen, daß die deutschen Volksgenossen an der Saar mit dem Mutterlande durch eine tausendjährige Bodengemeinschaft und Blutsverwandtschaft verbunden seien, daß deshalb keine Macht die Saar zu französischem Eigentum machen kann. Das Bekenntnis der Stunde lag in dem gemeinsam gesungenen Saarlied. Musikalische Darbietungen gaben dem Tage den Ausklang. Gefunden: Pullover, Kettchen mit Anhänger, Fettscheine und Geldbörse mit Inhalt. Abzuholen bei der Verwaltungsstelle Langendreer, Zimmer 8, 30 Jahre Kirchenchor„Cäcilig“ Oberdahlhausen. Bochum=Linden=Dahlhausen b. In diesem Monat kann der Kirchenchor der St. Engelbertuspfarrei Oberdahlhausen auf ein 30jähriges Wirken im Dienste der Musica saera zurückblicken. 80 Jahre, eine lange Zeit, in der der Chor manche große Schwierigkeiten zu überwinden hatte. Aber all diese Schwierigkeiten und Sorgen konnten den Chor, dank der Treue und des Zusammenhaltens der Mitglieder, nicht zugrunde richten. Im Gegenteil, an diesen Schwierigkeiten erstarkte der Chor und brachte es zuwege, daß er innerlich und äußerlich heute als einer der stärksten Aeste an dem katholischen Vereinsstamm der St. Engelbertpfarrei gilt. An dem regen Leben in der Pfarrei hatte und hat der Kirchenchor einen großen Anteil. Immer, wenn es galt, Pfarweranstaltungen auszuschmücken und auszugestalten, war er mit Liebe und Freude zur Stelle. Seinen Grundsätzen getreu, war die Hauptarbeit des Chores natürlich auf die Verschönerung der Gottesdienste eingestellt. Kein hoher Festtag und keine besondere kirchliche Veranstaltung ging vorüber, ohne daß der Chor durch seinen Gesang sie verschönt hätte. Zu seinem 30jährigen Bestehen gebührt ihm deshalb Dank und Anerkennung der ganzen Gemeinde Der Chor selbst wurde im Jahre 1004 unter dem damaligen Pfarrer Schulte aus der Gesangabteilung der Jünglings= und Mannersodalität gegründet. Erster Dirigent war Lehrer Aloys Kemper von der Aloysiusschule, der ihn in den 10 Jahren seiner Tätigkeit segensreich leitete. Im Jahre 1914 übernahm dann Lehrer Theimann den Chor. Der Krieg unterbrach dann auf einige Zeit die Wirksamkeit des Chores, da eine ganze Anzahl der Mitglieder und auch der Dirigent ins Feld einberufen wurden. Sieben Chormitglieder blieben auf dem Felde der Ehre. Nach einiger Zeit wurde im Chor dann wieder mit der Aufbauarbeit begonnen. Stetig ging es wieder aufwärts, trotz mancher Schwierigkeiten. Nach mehrmaligem Wechseln der Stabfuhrung übernahm vor einigen Jahren Wilb. Bartling die musikalische und gesangliche Leitung des Chores. Heute besitzt der Chor eine ansehnliche Anzahl guter Mannerstimmen, unter denen sich neben dem Dirigenten, der auch einer der Gründer des Chores war, noch zwei weitere Mirbegründer, Wilh. Wohaus und August Imberg sich befinden. Weiter hat der Verein noch 13 passive Mitglieder, die seit Bestehen dem Chor angehören. Jetziger Vorsitzender ist, neben dem Präses, Pfarrer Klüppel, Bernbard Möller, der schon seit einigen Jahren den Chor sicher führt und hoffentlich auch in Zukunft führen wird. Eine Feier aus Anlaß des Jubiläums ist nicht geplant, so seien ihm desbalb an dieser Stelle die besten Wünsche der Pfarrangehörigen, denen auch wir uns anschließen, dargebracht. b. Der erste Spatenstich ist gemacht! Nachdem durch zahlreiche, noch notwendige Vorarbeiten, die sich einige Wochen hinzogen, die Geduld aller Pfarrangehörigen auf eine barte Probe gestellt worden war, sind diese in den letzten Tagen der vergangenen Woche zum endgültigen und positiven Abschluß gekommen. Samstag waren die letzten Vorbereitungen zu Ende gegangen und noch am selben Abend gegen 7 Uhr konnte Schreinermeister Albers als Bauherr die Absteckung und Ansmessung des Gemeindehauses vornehmen. Sonntag morgen nach dem Hochamte wurde bereits der erste Spatenstich gemacht, den gleichfalls Schreinermeister Albers im Auftrage von Pfarrer Fischer unter den Worten:„Mit Gottes Hilfe bis zum guten Ende“ vornahm. Anschließend wurde auch seitens einer Anzahl Gemeindeangehörigen Spatenstiche vorgenommen. Der Anfang zum Bau des Gemeindehauses ist damit gemacht. Mit Gottes Hilfe und mit tatkraftiger Mitwirkung aller Pfarrangehörigen wird es dann auch gelingen, recht bald das Haus unter Dach und Fach zu bringen. folgte ein Feitkonzert und am Abend ein grober Jesthall.— Am heutigen Montag haben die len der Stadt sämtlich frei, die stadtischen Behörden sowie die Banken haben am heutigen Nachmittag geschlossen. Die Kinder veranstalten einen Kinderschützenfestzug und am Abend findet das Schützenfest mit dem Schlußball sein Ende Aus unserem Verbreitungsgebiet. Schützen- und Volksfest in W.-Eickel. Wanne.Eickel. ro. Das Wochenende und der gestrige Sonntag standen ganz im Zeichen des großen Schützen= und Volksfestes, das der Stadtverband der Schutzenvereine zum ersten Male in ganz großem Maße feierte Die Häuser hatten festlichen Flaggen= und Girlandenschmuck angelegt, auf den Straßen herrschte schon in den frühen Nachmittagsstunden ein starker Verkehr, der sich zum Schützenplatz am Eickelstadion bewegte, wo sich die Freunde des Schießsports mit allen Arten des Schießeng beschaftigen konnten. Gegen Abend umlagerte eine große Menschenmenge die Wohnung des Schützenkönigs an der Reichsstraße, wo ein Schützendoppelposten aufgestellt war. In mehreren Autos fuhr das Konigspaar mit seinem Gefolge gegen 21 Uhr zum Festzelt, wo bereits eine dichte Menschenmenge Platz genommen hatte. Mit dem Badenweiler=Marsch wurde der Akt der feierlichen Königsproklamation eröffnet. Schützenoverst Flaskamp hieß zunachst all die vielen Ehrengäste willkommen, die am ersten großen Schützenfest des Schützenverbandes teilnehmen wollten. Darauf trat Oberbürgermeister Günnewig als Protektor des Schützenverbandes vor das Mikrophon, um die Konigskrönung vorzunehmen. Dieses erste große Schutzenfest im neuen Reich solle gleichzeitig auch zu einem wahren Volksfest werden und allen Bürgern W.=Eickelz Stunden der Freude bringen. Unter den Schüssen zahlreicher Boller wurde dann dem neuen König die Schutzenkette und der Königin das Diadem durch Oberbürgermeister Günnewig überreicht, und das ganze Festzelt brachte dem neuen Königspaar lebhafte Ovationen dar. Schützenkönig Fritz I. dankte sodann für die erwiesene Ehrung und sprach in humorvollen Worten über die Maßnahmen seiner Regierung. Anschließend sprachen noch ein Vertreter der Düsseldorfer Schützenvereine, der bisherige Schutzenkonig Auguit der I., der dem neuen König eine Medaille der Bürgerschützen überreichte. Zum Schluß folgte ein dreifaches SSieg=Heil auf den Reichskanzler Adolf Hitler, das Deutschland= und Horst=Wessel=Lied. Der restliche Teil des Abends stand im Zeichen des Frobsinns und der Heiterkeit. Der Sonntag begann mit einem Wecken in allen Stadtteilen. Am Nachmittage folgte am Bahrhofsvorplatz die große Königsparade. Hierauf zog der Schützenfestzug in einer Größe, wie ihn die Stadt bisher noch nicht sah, durch die Straßen der Stadt zum Festzelt. Sämtliche Schützenvereine der Nachbarschaft und sogar die St. Sebastian=Schützengilde aus Düsseldorf=Dehrendorf war vertreten. Im Festzelt rb. Generalversammlung der Binzenzvereine, Gestern, am Tage ihres Schutz. und Namensparrond hielten die sieben hiesigen Vinzenzvereine im St. Josefshause zu Wanne=Sud ihre diesjährige Generalversammlung ab. Der Tag wurde eingeleitet mit einer Gemeinschaftsmesse, die Vikar Timmermann von der Josefspfarrei gelebrierte. seiner Predigt sprach Vikar Timmermann über die Grundlagen der Vinzenzarbeit, die in„Glaube. Hoffnung und Liebe“ begründet seien und sich dadurch von allen andern gleichgerichteten Bestrebungen unterscheiden. Mit einer Gemeinschaftskommunion aller Mitglieder wurde die hl. Messe beschlossen,, woran sich die Beratungen anschlossen. Der Vorsitzende des örtlichen Verwaltungsrates, Bloc. gedachte zunachst einleitend des verstorbenen T.chanten Luft, der ein tatkraftiger Förderer Vinzenzarbeit gewesen sei. Zu seinem Nachfolger als geistlicher Beirat ist der neue Dechant, Pfarm oninger, von St. Marien, Eickel, berufen waiden. Darauf wurde der Tätigkeitsbericht über abgelaufene Jhr gegeben. Die Einnahmen belaufen sich auf RM 4560,—, die Ausgaben auf RM 223.—. Die Zahl der unterstützten Armen belief sich auf 573 Personen, Für Erstkommunionkinder wurden mehrere tausend MM durch eine besondere Aktion gemeinsam mit anderen Caritasvereinen aufgebracht. Seit dem 1. Jannar 19 bis zum 31. Dezember 1933 wurden insgesamt ange. bracht durch regulare Einnahmen 33008.— RM. ausgegeben 31 671.— MM. Hierauf sprach der Vorsitzende Block über das Thema„Die alte VinzenzReferat war eine Gewissenserforschung für die Vinzenzvereine, um gleichzeitig darüber nachzusinnen, wie neue Mittel und Wege gefunden werden können, um der bestehenden leiblichen und geistigen Not des Mitmenschen abzuhelfen. In der Antsprache wiesen die Rektoren Klein und Gunderma die geeigneten Wege auf und zwar soll künftig eine besondere Werbearbeit den Vinzenzvereinen neue Mitarbeiter und Mittel zuführen, damit die Vinzenzvereine ihre segensreiche Arbeit auch wirksam durchführen können. Gerade das bisher vernachlässigte Mittel der Werbung soll künftig ganz besonders in die Hand genommen werden, um die Vinzenzvereine groß und feistungsfahig zu machen. Mit einem gemeinsamen Gebet wurde die Taaung beschlossen. herne. Vinzenz-Konterenz Unser treues Mit= glied Herr Otto Ludewiy ist gestorben. Die Beerdigung findet Montag. d. W. Juli. nachm. 3.45 Uhr vom Trauerhause, B.=Riemke, HernerStr. 870, aus statt as Levitenamt ist morgens 8 Uhr in der Pfarrkirche. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten Dorsitzender der Konferenz. Sauerkrautsabri! sucht bei großeren Abnehmern gut eingeführten Vertreter Ang. m. Referena. unter B. S. 790 a die Gesch. d. Ztg. Was Sie für Reise, Bad und Wochenend brauchen, finden Sie in der AVA dem Haus für Bekleidung und Einrichtung Ezu zeitgemäßen Preisen DEFAKA Deutsches Familien-Kaufhaus GmbH. 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Juli 1084, 12 Uhr. das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses röffnet. Eine Vertrauensperson wird nicht bestellt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf den 11. August 1984, 10.30 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgericht, Zimmer45, anberaumt. Der Antrag auf Er= öffnung des Vergleichsverfahrens nebst Anlagen und das Ergebnis der Ermittlungen liegt auf der Geschäftsstelle, Zimmer 46, zur Einsicht der Beteiligten aus Das Amtsgericht in Bochum Zwangsversteigerungssache 14 K 206/32 Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 6, Blatt Nr. 55, Wohnhaus mit Anbau und Hofraum, Bismarckstraße 37 Einheitswert nach dem Stande vom I. Januar 1161: 30100 R Eigentümer: Ehefrau Abteilungsvorsteher Josef Johannes Stumpe Franziska geb. Holte in Bochum, Bismarckstraße 87. Versteigerungstermin am 25. August 1934, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 45. Das Amisgericht in Bochum 1.Pyra' kaufm. Privatschule Bochum Rottatr. 1a Rul(0764 Verbilligte Aurse In: Ein heitakurzschrift. Maschl nenschreib., Buchiohr., kaufm. Rechnen, Brletverkehr, allgem. Kontor pranie Uew. Finzelunterricht. Anmeldung täglich. Ferlenkurse Blinden-Verein Bochum Die Vereinsanschriften sind folgende: l. Vors.: Klavierstimmer Winkler. Bochum, Herner Str. 21, Ruf 635 10 l. Kafl. u. Rohrlager: Hamdlod. Bochum. Rollstr. 12. Spar=Konto 604 Es wird gedeten, nachstehende Hand= werker mit Aufträgen zu bedenken: Kord= und Stuhlflechter: A. Bucken. Altendochum, Altendochumer Straße 78, Tel. Nr. 654 27 Konrad Odach Alienbochum. Zeche Narollne 320 Jos. Hawagins", Auf dem Dablacker 47 Stuhllechter: Karl Gottschalk. Bochum, Kronpringenstraße Paga, Podum Elfakltr. 17 Frl. Schulte, Bochum Melerstr. 8 hamblock, Bochum. Rotistr. 12 Lischewskt. Harpen. Grüner Mea 11 Frl. Deiß, Von=der=Recke=Ste. 1000 (Maschinenstrickerin). Bürstenmacher: Hoffmann Weilmar. Hattinger Str 10 Handarbeiterinnen: rI. Keller, Bochum. 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Bei der 20nn=Nilom Arandenburg ein 1 Arcis Westhavelle Brundwig aus ein TAW.=Motorra das Brandenburg gcliciert, wo er am Der bisherige Botsch hat am Sonntage Gattin Verlin verl Vor seiner Abreise h Auswartigen Amt gegeben, wonachd mit der Ausdehnur Sowsetunion anf T rung der französise paltprojekt auf Deu lischen Regierung reich angeuommen Der bisherige stelln Deutschen Fachschul zum Führer dieser tion der Fachschüler Jn einer Holzhandlu in der Nacht zum chen, durch den bal fahrdet wurde. De der Holzbandlung, malige Fabrik, ein andere Holzschuppen Amerikan rast in 10 Tot TNB Neuyork, 23. Neunorker Fahrgasten. tung im Sina=Sina= acrict wahrend der Hei= Flammen auf.T massen über, so daß die an das Wrack des A Personen fanden in de dere, die Brandwunden litten, wurden ins Kra lager brannte völlig an Vom Bl 9ei To TNV. 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