egende Projekte fliegers Köhl. nann Köhl. an von Ost nach West über iner Zepplinfahrt nach Sudr in langer Vorarbeit einen twickelt habe. Es handelt ges Landflugzeug, das durch im Notfall auch auf dem wimmfähig bleiben konnie 6 Maschinen dieses Tors von Deutschland über Weitik. Sudamerika nach den 1ten zu unternehmen der von der Grenze kam. den Wagen, in dem sie teten, anzubalten. Als gens die Absicht der Begaben sie sofort r, das diese erwiderten. In itte sich ein regelrechtes ickelt. Ein Schmuggler. ersuchte, sich auf das Tritschwingen, um den Fübrer en, wurden verletzt. Alle weamten, den Wagen anzutggler feitzunehmen, schrieit der Burschen, die uneriten. Den verletzten„Bee Schmuggler mit. atsminister in Lippe. ische Landtag hat nunmehr de Gesetz über die Umbilung einstimmig angenomer bisherigen drei Mitalieaatsminister die Lantaatsminister Riecke gab gen zur Regierungspolin! t der Fall, daß jede Krink sie müsse nur von Menltanschaulich auf denselben Regierung ständen. Vorien die Regelung der Fie Urbeitsbeschaffung und die Landwirtschaft. Prasident riffe gegen das Reichsund sprach von Sabotungsfrage. Monibn rkt konnten hell. 3.565 Km. tierte 8.565 RM gegen das Pfund war unverandert irkte. diehmärkte. trieb: Großvieh 36, hiervon Nube; 117 Kälber, 58 uf: langsam, geräumt. fleischige oder ausac Notiz); c) fleischige 24— fleischige hochsten Schlachtfleischige oder ausgemastett Notiz); ci fleischige 23— . und Sangkälber“—0 c) mittlere Mast= und zeringe Kälber 18—25.— ne von zirka schige Schweine von zirkt cht 30—41; d) und e) fleie Pfd. Lebendgewicht 36—36 92—35; g) Sauen 30—51. eb: Ochsen 43, Bullen 106 sser 15, Kälber 512, en: a) 33—35, b) 27—8 c) 20—25. Kübe: 30— rsen: a) 82—34, 6) 30—31 42, c) 31—37.8) 25— 42, c) 85—88, d) 32—5. lle Gattungen mittel, ausgesuchte Tiere, über luftrieb: Ochsen 40, ). Fresser 9, Kalber 30 Ochsen: a) 33, b) 27—30, c) 24—28, 35, b) 29—32, ci 26— -38. c) 20—30. Schweine: —37, b) 32—34, e) 30—. vieh mittel, geraum räumt. oduktenbörfe nie keine Produktennotig= tescheint wertiags ran— Bezugspreis halbmonatlich 88 Pfa., zuzugl. 16 Dig Bestellgeld: monatlich 1.6 Mk. zuzügl. 80 Pig. Bestellgeld Kastbezng Mk 2.15 zuzugl Bestellgeld. Bilderbetlage„Heimat und welt“ 10 bezw. 4 Pfg Kostenl Unfallunterftunung laut Bedingungen berlag u Schriftleitung Bochum, Muhlenstratze 12—14. Chefredakteur loseph M Hasler. Verantwortlich für Politik: Dr. J. Riggemann Jur Kommunalpolitik und den lokalen Teil. V. Schiffers: Feuilleton gIIchulte: Handel u Sport:# J. Landeseld für Propinz u. Allgem K Dörnemann: Anzeigenteil: Jol. Blum, samtl in Rochum Sprechstd. der Schriftleitung v. 11—12 Uhr. Tel. SN 6474 Berliner Vertretung Chefredakteure J. B. Krauß und Dr. Sorimann Westfälische „, Gesamtauflage mit Nebenausgaben Hattingen, Wattenscheid u. Steele 15 Pfg.— für 1 mm Hohe u 75 mm Breite im Reklameteil Pig und 75 Big.— Familien=, Kleinanzeigen Gesamtauflage. Bochum und Wattenscheid— oder Hattingen— oder Steele. Jede Nachlatzbewilligung wird hinfällig bei Zieluberschreitung, zwangsweiser Beitreibung durch Klage oder in Konkursfallen. Fur Aufnahme der Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewahr gegeben. Schluß der Anzeigen=Annahme nachm 4 Uhr. Bei Streiko, hoherer Gewalt niw hat der Leier keinen Anspruch auf Lieferung oder Rückvergutung. Druck und Verlag: Schurmann& Klagges, Bochum, Mühlenstr. 12. Postscheckk. Dortmund 6148 Ruf SN 647 4e Bochumer Volkszeitung Fortes in fide! Bochumer Stadtanzeiger o2. Jahrgang Zentralorgan für den rheinisch-westfälischen Industriebezirk Bereinigt mit: Voltszeitung für Ennepe-Ruhr= Wattenscheider Morgenzeitung- Steeler Zeitung 62. Jahrgang Nr. 131 Donnerslag, den 8. Juni(Medardus) 1933 Vierer=Pakt gestern abend in Rom paraphiert! Inkrafttreten nach Niederlegung aller Ratifikationsurkunden. Der Wortlaut: „Vertrag der Verständigung und Zusammenarbeit!“ Gültigkeitsdauer 10 Jahre vom Tage des Inkrafttretens an. m. d. Juni.(Drahtb.) Die Parapbierung des Viermachtepaktes ist nach der Sitzung des italienischen Senats gestern abend Uhr durch die Botschafter von Deutsch and. England und Frankreich und durch den italienischen Regierungschef, Mussolini, im Palazzo Venezia vorgenommen worden. Der Viermachtepakt hat folgenden Wortlant: „Vertrag der Verstandigung und Zusammenarbeit" Der deutsche Reichsprasident der Prasident der franzosischen Republik, Seine Majestat der König von Großbritannien usw. und Seine Majestät der König von Italien im Bewußtsein der besonderen Verant wortung, die ihnen die Tatsache ihrer standi gen Vertretung im Völkerbundsrat gegenüber dem Volkerbund selbst und seinen Mitgliedern auferlegt und die sich aus ihrer gemeinsamen Unterzeichnung der Abmachungen von Lorarno ergibt. in der Ueberzeugung, daß der Zustand des Unbehagens in dem sich die Welt befindet, nurdurcheine Verstärkung ihrer Solldarität beseitigt werden kann. die geeignet ist, in Europa das Vertrauen auf den Frieden zu festigen, getreu den Verpflichtungen die sie durch die Völkerbundssatzung, die Vertrage von Locarno und den Briand=Kellagg=Pakt übernommen haben und bezugnehmend auf die Erklarung die ichtanwendung von Gewalt, die als Grundsan in der in Genf am 11. Dezember 1932 von ihren Bevollmächtigten auf der Abrustungskonferenz unterzeichneten Erklarung verkündet und am 2 Marz 19n2 von der politischen Kom musion dieser Konferenz angenommen worden ist. in dem Bestreben, allen Bestimmungen der Rölkerbundssatzung ihre volle Wirksamkeit zu verleiben, unter Beachtung der Methoden und Verfahrensarten, die darin vorgesehen sind, und denen sie nicht zuwider handeln wollen. unter Achtung der Rechte eines jeden Staates, über die nicht ohne Mitwirkung des Beteiligten verfügt werden kann sind übereingekommen, zu diesem Hord einen Vertrag zu schließen und haben ihre Bevollmächtigten ernannt, die, nachdem sie ihre Vollmachten ausgetauscht und in guter und gehöriger Form befunden haben, folgende stimmungen vereinbart haben: Artikel hohen vertragschließenden Teile werden ich über alle Fragen die sie angehen, ins invernehmen setzen. Sie verpflichten sich. anle Anstrengungen zu machen, um im Rahmen Völlerbundes eine Politik wirksamster Zusammenarbeit zwischen allen Mächten zur Erhaltung des Friedene zur Anwendung zu bringen Artikel 2 In Ansehung der Völkerbundssatzung. insbesondere ihrer Artikel 10. 16 und 19. beschließen die hohen vertragschließenden Tene unter sich und unter Vorbehalt der nur durch die nanklichen Organe des Volkerbundes zu treffenden Entscheidungen alle Vorschläge binichtlich der Methoden und Verfah ensarten zu prufen, die geeignet sind, diesen Artikeln gebörige Wirksamkeit zu verleiben. Artikel 3 Die hohen vertragschließenden Teile verpflichten sich alle Anstrengungen zu machen. um den Erfolg der Abrüstungskonferenz sicherzustellen. Sie behalten sich vor, falls Fragen, die sie besonders betressen, bei Beendigung der Konferenz offen geblieben sein sollten, deren Prüfung in Anwendung dieses Vertrages unter sich wieder aufzunehmen, um sicher zu stellen, daß sie auf geeigneten Wegen ge lost werden Artikel Die hohen vertragschließenden Teile bestätigen ihre Absicht, sich im Hinblick auf eine im Nahmen des Völkerbundes anzustrebende Losung über alle Fragen wirtschaftlicher Art ins Einvernehmen zu setzen, die für Europa, insbesondere für seinen wirtschaftlichen Wiederaufbau von gemeinsamem Interesse sind. Artikel 5 Dieser Vertrag wird für eine Dauer von zehn Jahren, gerechnet von seinem Inkrafttreten an, abgeschlossen. Wenn keine der hohen vertragschließenden Teile den anderen vor Ablauf des achten Jahres seine Absicht mirteilt, den Vertrag zu beendigen, gilt er als erneuert und bleibt ohne zeitliche Befristung in Kraft, wobei jeder der hohen vertragschließenden Teile die Befugnis hat, den Vertrag durch eine zu diesem Zweck mit einer Frist von zwei Jahren abzugebende Erklärung zu beendigen. Artikel 6 Dieser Vertrag, der in deutscher, englischer, franzosischer und italienischer Sprache abgefaßt ist, mohci im Falle von Abweichungen der französische Wortlaut maßgebend ist, soll ratifiziert und die Ratifikationsurkunden sollen sobald als möglich in Nom niedergelegt werden. Die königlicheitalienische Regierung wird jedem der hohen vertragschließenden Teile eine beglau. bigte Abschrift der Protokolle über die Niederlegung übersenden. Dieser Vertrag tritt in Kraft, sobald alle Matifikationsurkunden niedergelegt worden sind. Er soll im Sekretariat des Völkerbundes gemäß den Bestimmungen der Völkerhundssatzung eingetragen werden. Geschehen in Rom. am...... in einem Exemplar, das im Archin der königlich=italienischen Regierung niedergelegt bleibt und von dem jedem der hoben vertragschließenden Teile eine beglaubigte Abschrift üversandt werden wird. Hier zu Urkund dessen haben die genannten Bevollmächtigten diesen Vertrag unterzeichnet. Der deutsche Standpunkt: „Nicht alle Hoffnungen erfüllt!“ „Aber neue Perspektiven einer stärkeren Friedensarbeit eröffnel!“ „Zum ersten Male Kevision ausdrücklich in einen neuen Vertrag hineingenommen!“ Berlin, 8. Juni(Eig. Meld.) Wie zum Viermächtepakt verlautet, hat sich die Reichsregierung nach eingehender Prüfung entschlossen, dem Nakt ihre Zustimmung zu geven. Im ganzen laßt sich der deutsche Standpunkt eia folgendermaßen zusammenfassen: Der Pakt erfüllt in seiner jetzigen verwässerten Form keineswegs alle Hoffnungen. Er enthält noch nicht die Einigung über alle wesentlichen Punkte, aber er eröffnet Perspektiven einer stärkeren Friedenearbeit für die Zukunft. Das Wesentliche ist die Tatsache, daß in dieser Zeit ein solcher diplomatischer Pakt überhaupt abgeschlossen werden konnte. Wie schwer es war, das Abkommen zustande zu bringen, zeigt sich am deutlichsten darin, daß volle drei Monate diplomatischer Verhandlungen notwendig waren. Der Kernacoanke des Mussolinischen Planes ist geblieben. Er findet seinen Niederschlag in Artikel 1, in dem ganz klar statuiert wird, daß die politische Führung der europäischen Politik in Zukunft in den Händen der vier Mächte liegen soll und daß ihr Ziel die Erhaltung dee Friedens durch Zusammenarbeit ist. Dieser Artikel wird noch erläutert in der Präambel. Es kommt in der Präambel deutlich die alte Idee Mussolinis zum Ausdruck, daß der Völkerbund allein ce nicht schafft, sondern die Zusammenarbeit der vier Mächte erkorderlich ist. Der Pakt stipuliert nicht einen neuen Gottesfrieden, sondern den Willen zur Zusammenarbeit. Damit gibt er einen neuen Ausgangspunkt für die Behandlung der europäischen politischen Probleme, wobei übrigens selbstverständlich ist, daß er sich nicht gegen andere Staaten richtet. Das gilt vom deutschen Standpunkt aus vor allem auch in Beziehung auf Rußland und Amerika. Als eine recht wesentliche Festlegung muß man übrigens die Tatsache ansehen. daß der Artikel 19 des Bölkerbundspaktes, der die Revision des Versailler Vertrages behandelt, hier zum ersten Male ausdrücklich in einen neuen Vertrag hineingenommen worden ist. Dahinter verliert die Beziehung auf Artikel 10 und 16 ihren praktischen Wert. In der Abrüstungs= und Gleichberechtigungsfrage ist eine formulierte Einie Franzosen haben verlangt, daß wir uns mit den anderen drei Mächten über das Maß unserer Umrüstung und unsere Wehrmaßnahmen verständigen, ihnen also ern Vetorecht einräumen sollten. Wir haben ihnen zugestehen wollen, daß wir uns mit ihnen über diese Probleme jeweils unterhalten würden konnten aber unter keinen Umständen auf die eigene Entschlußfreiheit verzichten. Da keine der beiden Parteien mit ihrem Standpunkt durchdrang, ist das Ergebnis, daß Artikel 8 nicht viel besaat. Er enthält das Versprechen der Mächte, sich zu bemühen, in Genf zu einer Einigung zu gelangen; es wird dann festgestellt, daß die Fragen. die offen bleiben, von den Paktteilnehmern untereinander im Geiste des Vertrages geprüft werden sollen, um einen geeigneten Weg zur Losung zu finden. Wenn die Genfer Verhandlungen also unbefriedigend ausgehen, so besteht für uns jedergeit die Möglichkeit, die Abrüstungsfrage im Kreise der vier Mächte anbängig zu machen. Was die Frage der Gleichberechtigung anlangt, so gilt die bekannte Erklärung vom 11. DeWas gibt es heute Neues? Rom ist gestern abend der ViererPaktparaphiert worden. Die Beratungen der Abrüstungstonferenz in Genf sind bis zum 27. Juni vertaat worden. * Der Staatsanwalt hat gegen Dr. Gereke eine Gesamtstrafe von sechs Jahren Gefängnis beantragt. * Auf den früheren griechischen Ministerprasidenten Venizelos ist ein Revolverattentat verübt worden, bei dem jedoch er selbst nicht, dagegen seine Gattin und zwei weitere Personen verletzt wurden. zember weiter. Im ganzen läßt sich zu diesen Fragen der Abrüstung und der Gleichberechtigung feststellen, daß alles, war der Reichskanzler in seiner großen Reichstagrede erklärt hat, uneingeschränkt weitergilt und auch durch den Biermächtepakt nicht geschmälert wird. Bom deutschen Standpunkt wird nichts aufgegeben. Bei der Veurteilung des Paktes muß auch de Tatsache in Rechnung gestellt werden, daß alle Versuche der Isolierung Deutschlands damit erledigt sind. Deutschland ist nicht mehr Obsekt, sondern mitbestimmendes Subjekt der europäischen Politik. Der Pakt nimmt Frankreich auch jeden Vorwand, noch Schwierigkeiten in der Abrüstungsfrage zu machen. Diese Ergeonisse sind die wesentlichen Wertmesser des Erfolges, den die Reichsregierung mit dem Pakt daß Deutschland durch seine Bereitschaft zur Paraphierung ein verständnisvolles Entgegenkommen für die Ziele einer gemeinsamen Politik, einer Zusammenarbeit, einer Politik des Friedens gemacht hat, obgleich die innerpolitischen Schwierigkeiten anderer Länder nicht in allen Punkten Formulierungen zuließen, wie wir sie gewünscht hätten. Sind nicht alle Hoffnungen erfüllt, so ist das nicht ein Schaden für Deutschland, sondern für alle Länder. Wir haben die Geduld und den Mut, bis zur Ver= wirklichung eines wahren Friedens weiterzukämpfen. Die Wahrscheinlichkeit periodischer Zusammenkünfte der vier Reaierungen, die durch den Pakt eröffnet wird, bietet sicher Gelegenheit, in diesem Sinne weiterzuwirken. befriedigung in Londen. TU. London, 8. Juni.(Drabtb.) Die Nachricht, daß Deutschland den Viermächtepakt in seiner jetzigen Gestalt angenommen hat, bat in London starke Befriedigung ausgelost. Trotz seiner Schwache bekunde der Pakt den Willen der eurepäischen Großmächte nach freundlicher Zusammenarbeit. Man verspricht sich in englischen Regierungskreisen, daß der Pakt eine gute Wirkung auf die amerikanische öffentliche Meinung ausuben werde in Hinsicht darauf, daß das Nichtaustandekommen einer Abrüstungsvereinbarung vor der Weltwirtschaftskonferenz Amerika enttäuscht habe. Es sei daher als Gegenwirkung, die die amerikanische Oeffentlichkeit von der friedlichen Entwickelung Euro= pas überzeugen könne, besonders wertvoll und erleichtere der amerikanischen Regierung die ersprießliche Mitarbeit auf der Weltwirtschaftskonfereng. Genugtuung in Paris. Paris, 8. Juni.(Drahtb.) In einer Auslassung der Havas=Agentur zum Viererpakt wird erklärt, daß die Paraphierung in Paris mit Genugtuung aufgenommen worden sei. Dieses wichtige diplomatische Ereignis stelle nach Ansicht der Frangosischen Regierungskreise nur eine erste Etappe zu einer Entspannung der europäischen politischen Lage dar. Bereits jetzt, noch vor der endaültigen Unterzeichnung. würden Verhandlungen aufgenommen werden, um die praktische Bedeutung des Paktes festzulegen. Diese Verbandlungen würden auch auf eine Besserung der französischeitalienischen Beziehungen und alsdann der Beziebungen zwischen Italien und der Kleinen Entente abgielen. TTE II. Nur Gerüchte. Mussolini über die Bedeutung des Paktes. In einem Teil der Presse ist die Mitteilung verbreitet worden, daß der engere Vorstand des Zentrums unter der Leitung von Dr. Brüning in dieser Woche in Köln zusammentreten würde. Wir können dazu mitteilen, daß den maßgebenden Instanzen des Zentrums von derartigen Absichten nichts bekannt ist. Weiter wurde die Meldung verbreitet, daß zwischen dem Vatikan und führenden Zentrumskreisen Verhandlungen darüber geführt wurden, die im Reichstag und in den Landtagen tätigen Geistlichen aus der parlamentarischen Front zurückzuziehen, sie also zum Mandatsverzicht zu veranlassen. Es werden dazu eine Reihe von Namen genannt, wie die der Pralaten Kaas. Lauscher, Ulinka, Dr. Schreiber und Leicht. Die Verhandlungen seien noch im ersten Stadium. Sowohl in den maßgebenden Kreilen der katholischen Kirche, als auch des Zentrums ist von derartigen Verhandlungen nichts bekannt. Außerdem muß doch darauf hingewiesen werden, daß die Frage der politischen Betätigung der katholischen Geistlichen eine reine Kirchenfrage ist. weil jeder Geistliche zur Annahme eines Mandats nach dem kanonischen Recht die bischöfliche Genehmigung einzuholen hat. Wenn allo über solche Fragen Verhandlungen stattfinden würden, wären sie nur zu führen zwischen dem Vatikan und der Reichsregierung, hier also in Verbindung mit dem von nichtkatholischer Seite früher behaupteten Versuch der Schaffung eines Reichskonkordats Niemals könnten aber diese Ver handlungen über die politische Betätigung der Geistlichen etwa zwischen dem Vatikan und dem Zentrum geführt werden. Eines ist allerdings richtig. daß die parlamentarische Betätigung katholischer Geistlicher in dieser Zeit eine freiwillige Einschränkung erfahren könnte. die aber nicht das geringste mit irgendwelchen poli tischen oder gar parteipolitischen Einstellungen zu tun bätte. Die Verbreiter von anhaltenden Gerüchken über angebliche Absichten oder Auffassungen innerhalb der katholischen Kirche oder des Zentrums müssen sich endlich einmal damit abfinden. daß ihre Vorstöße nicht das Geringste zu bewirken vermögen, sondern daß die Kirche ebenso wie das Zentrum frei entscheiden nach den erforderlichen und gegebenen Notwendigkeiten. Ein Aufruf der Leitung des Kalholischen Gesellentages. TII. München, Juni.(2r rabib.) Die Leitung dats erlaßt einen Aufruf an die Mitglieder der katholischen Gesellenvereine, in dem es heißt: „Es ist selbstverständlich, daß wir in fenester Disziplin die genehmigte Gesellentagung durchführen werden. Disziplin war immer unsere Art. Tarum vertrauen wir auf Euch, den Weisungen der Gesellentagsleitung unter allen Umständen Folge zu lesiten. Wir weisen insbesondere darauf hin, daß alle geschlossenen Aufmarsche verboten sind. Auch zu den Gottesdiensten, den Kundgebungen in den Ausstellungshallen, der Veranstaltung im Stadion und den einnelnen Versammlungen darf nicht geschlossen anmarschiert werden. Die Fahnen sind in den Straßen der Stadt zusammengerollt zu tragen. In den Ausstellungshallen, in denen die Kundgebung stattfindet. in der Kampfbahn des Stadions, in der Frauenkirche und in der Bonifatiuskirche sind die Fahnen zu entrollen. Darum sollen die Vereine alle Kolpingsbanner mitbringen. Jeder einzeine trägt die Verantwortung dafür, daß der Gesellentag in seiner jett genehmigten Form ohne jede Störung reibungslos verläuft. Im Anschluß an die Wiederzulassung des Deutschen Gesellentages mit, daß die drei großen Kundgebungen in den Münchener Ausstellungshallen unter dem Motto„Gott und Vol!“, „Volk und Stand“,„—tano und Staat“, desaleichen das Pontifikalamt in der Frauenkirche. die Pontifikalmesse im Dante=Stadion, bei der Kardinal Faulhaber die Festansprache hält, ferner das Choralamt in St. Vonifaz abgehalten werden. An diese Kernstücke der vaterländischen und der religlösen Tagung reibe sich eine Anzahl von Veranstaltungen: eine Tagung der Präsides, ferner Tagungen der Laienspieler, der Musiker, der Sänger, der beruflichen Fachavteilungen und insbesondere eine große Tagung über die völlische Bildungsaufgabe unserer Zeit. Es bestebe die Hoffnung, daß die ursprüngliche große Teilnebmerzahl doch noch erreicht wer folgt. Es wird nochmals bervorgehoben, daß es das ausgesprochene Ziel des Gesellentages vertrauensvolle und aufrichtige Unterstünung der Aufgabenmitarbeit der nationalen Regierung zu bekunden. Die Ehestandsdarlehen. „Eine Tat des gesunden polilischen Realismus!" „Eine lichtvolle Oeffnung hat sich aufgekan!“-„Deulschland hat einen greifbaren Beweis aufbauenden Friedenswillens gegeben!“ Rom, 9. Juni.(Drahtb.) Im Senat hielt Ministerpräsident Mussolini die mit Spannung erwartete Rede, in der er folgendes ausführte: Die Idee eines Paktes der Zusammenarbeit und Verständigung zwischen den vier Westmachten kam mir nach dem Abschluß des ersten Teiles der Abrüstungskonierenz im vergangenen Sommer. eines Abschlusses, der negatv oder so gut wie negativ war. Anfang März schien mir diese noch dringlicher zu werden, als der europäische Horizont aus verschiedenen Gründen sehr düster erschien. Der Pakt ist wie mehrmals betont wurde, als eine Fortietzung und Entwicklung der internationalen Verträge, in erster Linie des Vertrages von Locarno, zu verstehen. Der Vertrag von Locarno bildete einen Meilenstein auf dem Wege der europäischen Beruhigung. Der ursprüngliche Entwurf des Pak tes war nur ein Entwurf, der eine genauere Ausarbeitung verlangte. Eine erste Bearbeitung erfolgte am 17. und 18. März wahrend des Aufenthaltes von Mac Donald und Simon in Rom. Die englischen Minister stimmten der politischen Auffassung des Vertrages von vornherein zu. Eine weitere Ausarbeitung fand in Paris statt und die französische Version ist es auf deren Grundlage sich die weiteren Verhandlungen abspielten, die die oft auseinandergehenden Standpunkte der verschiedenen interessier ten Mlächte in Uebereinstimmung bringen sollte. Es handelt sich nicht darum, eine endgültige und unveränderliche Rangordnung der Staaten zu protokollieren. Eine solche Rangordnung, soweit sie die vier Westmächte Eurovas betrifft, besteht objekty und gesetzlich. Sogar im orthodor=demokratischen Völkerbund ist eine Rangordnung zwischen den Staaten im Gründungsakt festgelegt dadurch daß einige Staaten einen ständigen Ratssitz erhielten, andere einen halbständigen. andere im Wechsel. Die einen ständigen Sitz haben, sind eben die vier Westmachte. Sie haben größere Verantwortlichkeit sich selbst und der Welt gegenüber. Von ihren mehr oder weniger herzlichen Beziehungen hängt vor allem auch die Ruhe und die Entwicklung der anderen Staaten ab. Die politischen Artikel des Viererpaktes sind die ersten drei. Ihre Festlegung hat natürlich viel Zeit und Unterhandlungen gekostet. Bei der Einfügung des Artikels 19, der die Möglichkeit einer friedlichen Revision vorsieht und der von den Artikeln 10 und 16 begleitet ist. gab es die größten Widerstande am An fang und während der Verhandlungen. Am Ende der Verhandlungen machte der Artikel 3. der die Abrüstung betrifft, die meisten Schwierigkeiten. In einigen Ländern ist gegenwärtig ein heftiger antirevisionistischer Feldung im Gange. Aber man vergißt die Zugeständnisse die in seiner letzten großen Parlamentsrede Be nesch gemacht hat. Der tschechische Außenminister hat eine revisionistische Bresche in die Mauer der Verleuaner jeder Revisionsmöglichkeit ge schlagen. Vom Kriegsende bis heute wie auch nach früheren Kriegen ist ein Prozeß der An passung der Friedensverträge im Gange n hat bebauptet, daß die Fassung des Paktes, wie er beute paraphiert wird, vom ursprünglichen Tert weit entfernt sei. Das war in einem gewissen Sinne unvermeidlich. Aber eine aufmerksame Prüfung der Terte erlaubt die Feistellung, daß die Grundprinzipien geblieben sind. So ist es mit der Verpflichtung eine Politik der Zusammenarbeit zwischen den vier Mächten und den anderen Staaten zu verwirklichen, wie das in Artikel 1 festgelegt ist, so ist es Artikel 2) mit der Zitierung des Artikels 19, der die Möglichkeit einer neuen Prüfung der unanwendbar gewordenen Verträge vorsiebt, so ist es schließlich mit der Bebandlung der Abrüstungsfrage, wenn die Abrüstungskonferenz nicht zum Ziele gelangt. Artikel Die Einigung über den Artikel 3 war be sonder, schwierig. Unterbrechung der Abrüslungsarbeilen bis 27. Juni. merstag, den 8. Junt 1 Genk, 8. Juni.(Drahtb.) Das Erwester Prasidium der Abrüstungskonferenz hat ge beschlossen, seine Arbeiten bis zum 27. Jn zu unterbrechen. Die Arbeiten der Abr stungskonferenz werden inzwischen pol ständig ruven. Präsident Henderson gibt sich Ende der Woche nach London, umd in Fühlungnahme mit den dort anlaßlich Weltwirtschaftskonferenz anwesend Außenministern und Regierungscheis die end tigen Entscheidungen der Abrüstungskonferen für Juli vorgesehen sind, vorzubereiten. Am Juni wird das Erweiterte Prasidium in wieder zusammentreten, um auf Grund der Henderson inzwischen in London geleisteten V arbeit die zweite Lesung des Abrüstnn ventionsentwurfes vorzubereiten. Päpstliche Ehrung für den Retter der„Anima“. ormel ge Nach der schließlich vereinbart die vier Regierungen neuerdings ihrem Willen Ausdruck, jede Anstrengung zu machen, damit die Abrüstungekonferenz zu günstigen Ergebnissen ge langt. Die Erklarung vom 1. Dezember 19n2, die sich auf die Gleichberechtigung Deutschlands und der anderen entwaffneten Staaten bezieht, muß tatsächliche Bedeutung gewinnen Es ist klar, daß sich durch ein Scheitern der Abrustungskonferenz eine schwere. Ja unhaltbare Lage ergeben würde. Für diesen Fall setzt Artikel 3 fest, daß Frankreich. Deutschland, England und unter sich aufnehmen würden, natürlich mit der schuldigen Rücksicht auf alles, was die anderen Staaten betrifft. Der Viererpakt bietet so auf diese Weise starke Friedensgarantien für alle europaischen Staaten. Der Pakt dauert 10 Jahre und kann unbegrenzt verlängert werden. In dieser Nichtbegrenzung seiner Tauer spielt notwendig die Auffassung von einer fortschreitenden Anpassung der Verträge an die Forderungen der neuen politischen und wirtschaftlichen Gegebenenheiten eine Nolle Wenn man Deutschland auferlegte, innerhalb eines schwer bewaifneten Eurovas ewig entwaffnet zu bleiben, wurde die Anerkennung seiner Gleichberechtigung wie Ironie klingen und sein Posten als Gleicher unter Gleichen im Völkerbundsrat würde zur traurigen Fiktion. Vom gleichen Wunsch der Zusammenarbeit beseelt war auch die Haltung Deutschlands. Die Rede Hitlers vom 17. Mai war mutig und beruhigend. Indem Hitler an der Ausarbeitung des Paktes weitblickend mitgewirkt hat, Rom, 7. Juni.(Eig. Meldg.) Dr. Alosuoal, der Rektor der„Anima“, des deutschen Nationalkollegs in Rom und Konsultor des peiligen Offiziums, ist vom Heiligen Vater zum Ttularbischof von Ela ernannt worden. Er wird am 18. Juni in der Nationalkirche der„Anima“ von Kardinalstaatssekretär Pacelli zum Bischof geweiht werden. Dr. Hudal war früher Professor in Graz. Er ist nicht nur ein hervorragender Kanzelredner und Gelehrter, sondern auch einer der angesehenditen Vertreter des Auslandsdeutschtums in Italien Von der katholischen deutschen Gemeinde Roms wird die ihm von Pius XI. zugedachte Ehrung mit großer und dankbarer Freude begrüßt. Vertreter der katholischen Wellpresse beim Papst. Rom, 7. Juni.(Eig. Meldg.) Unter den zab reichen in Rom zusammenströmenden Pilgerzug ist derienige der katholischen Weltpresse bese bervorzuheben, an dem über 400 katholisch Journalisten aus 72 Staaten Europa Amerikas und Asiens teilnehmen. Der Pilgerzn versammelte sich am Pfingstsonnabend in eine Saale der Gregorianischen Universitat, wo d. Direktor des„Osservatore No hat Deutschland konkrete und greifbare Beweise dafür geliefert, daß es nicht den Krieg, sondern einen aufbauenden Frieden im Inlande wie im Auslande anstrebt. Eine wirklich europaische Politik zur Aufrechterhaltung des Friedens ist weder ohne Deutschland, noch gegen Deutschland möglich. Im Geiste des Viererpaktes, so sagte Mussolini weiter, sei der Gedanke einer Zusammenarbeit mit allen anderen Staaten, ob großen oder kleinen, besonders aber mit den Vereinigten Staaten von Amerika, ohne weiteres enthalten. Die italienische Regierung beabsichtige mit dem Viererpakt, eine Tat des gesunden politischen Realismus zu vollbringen. aber ohne irgendeine besondere Frage damit auf die Tagesordnung bringen zu wollen. Der Vierervalt erstrebe eine neue politische Atmosphäre an. Mögen die Herren aller Regierungen, so schloß Mussolini unter stärkstem Beifall des ganzen Senats, so arbeiten, daß durch die lichtvolle Ceffnung, die sich heute aufgetan hat, während noch am Horizont sich die Schatten zu verdichten schienen, nicht nur die Hoffnungen der Volker durchbrechen, sondern auch zur Tat und Wahrheit werden. schen Tageszeitung, den Gasten den Willkommengruß bot. Nach einer Ansprache des Präsidenten des Internationalen Büros der katholischen Journalisten, das den Pilgerzug organisiert hatte, sprachen die verschiedenen Delegationsleiter, darunter auch der Leiter der deutschen am Pilgerzug teilnehmenden Journalisten. Besondere Bedeutung erhält der Pilgerzug noch durch die Tatsache. daß die teilnehmenden Journalisten Rom als Tagungsort des nachsten Internationalen Kongreu der katholischen Presse bestimmt haben der im Jahre 1935 anläßlich des 75jährigen Bestehene des „Osservatore Romano" stattfinden soll. Am Pfingstsonntag nahmen die Journalisten an feierlichen Heiligsprechung in St. Peter teil. Am Pfingstmontag besichtigten sie die nunmehr vollständig hergerichteten päpstlichen Besitzungen in Castel Gandolfo und besuchten unter sachkundiger Leitung die Vatikanstadt mit ihren Kunstsammlungen. Der Pilgerzug wird nach den für die Erlangung des Ablasses des Heiligen Jahres vorgeschriebenen Besuchen der Hauptbasiliken vom Heiligen Vater empfangen werden. Staatsanwalt beantragt: Grundsteinlegung der Liverxooler Kathedrale. Liverpool, 7. Juni.(Eig. Melda.) Am Pfingstmontag wurbe hier auf der Brownlow=Hohe die feierliche Grundsteinlegung der neuen katholichen Kathedrale vorgenommen. Den Austakt zu den Feierlichkeiten bildete am Pfingstsonntag eine Prozession von 30000 Kindern. Am zweiten Feiertag hatten zu den Feierlichkeiten mehr als 30000 Personen auf den fächerförmig vor dem Hochaltar errichteten Bänken Play genommen. Ungezählte Tausende drängten sich in den angrenzenden Straßen und füllten Fenster und Dacher der anliegenden Häuser. Durch diese gewaltige Masse Andächtiger bewegte sich der Zun der Geistlichkeit. Das Erscheinen des päpstlichen Dies sei besonders beachtlich angesichts der Tatsache, daß bereits vor Pfingsten volksdeutsche Teilnehmer aus Danzig, Oberschlesien, EupenMalmedy, dem Saargebiet und Sudetendeutschland, ferner Vertreter deutscher Vereine aus London, Brüssel, Madrid, Brasilien und den Vereinigten Staaten unterwegs waren. Gerade in ihrem Interesse sei es zu begrüßen, daß sich ein Weg babe finden lassen, der einerseits den Bedenken der Regierung Rechnung trage, andererseits aber die Aufgaben des Gesellentages ermögliche. Und 100 0oo mk. Geldstrafe. Legaten MacRory wurde stürmisch begrußt. 6 Jahre Gefängnis gegen Dr. Gereke. Downey mit einem Diamantschneider die Kreuze ein. Hierauf wurde der Grundstein mit Hilfe eines Krans an die für ihn bestimmte gelegt. Anschließend hielt der papstliche Legat eine Ansprache und erteilte dann allen Anweienden den Apostolischen Segen. Kurz vor Beginn der Ansprache hatte der Master of Sempill in einem mit den päpstlichen Farben geschmückten Flugzeug die Stätte in geringer Hohe überflogen und in einem Fallschirm eine Botschaft für den pävstlichen Legaten abgeworfen Während der Berlin, 8. Juni(Drabtb.) In den letzten Tagen sind im Reichsfinanzministerium sehr viele Antrage auf Gewährung von Ebestandsdarleben eingegangen. Es wird darauf hingewiesen, daß die Anträge nicht an das Reichsfinanzministerium, sondern an die Gemeinde des Wohnsitzes des kunftigen Ehemannes zu richten sind. Die im Reichsfinanzministerium bereits eingegangenen Antrage werden an die zuständigen Gemeinden zur weiteren Behandlung abgegeben. Die Gemeinden geben die Antrage im Falle der Befürwortung an das zuständige Finanzamt weiter, das über den Antrag endgültig entscheidet und gegebenenfalls die Auszahlung des Ehestandsdarlehens durchführt. Mit den Auszahlungen kann nicht vor August begonnen werden: denn die zur Beschaffung der Mitte! er örderliche Ehestandshilfe wird erst mit Wirkung ab 1. Juli erhoben. Bei der Stellung von Anträgen auf Gewährung von Ehestandsdarlehen sind nur die Vordrucke zu verwenden, die ab 1. Juli bei emeindekanzleien erhaltlich sein werden Berlin, 8. Juni(Eig. Meld.) Der Publikumsandrang am 9. Verhandlungstag des GerekeProzesses war besonders stark, da die Strafanträge des Anklagevertreters gegen die beiden Angeklagten gestellt wurden. In seinem Plädoner betonte der Anklagevertreter, lssessor von Haake, er müsse mit alle. Bestimmtheit feitstellen, daß das Verfahren gegen Gereke mit Politik nichts mehr und nichts weniger zu tun habe als jeder andere Prozeß, in dem der Staat gegen einen Schädling, gegen einen Gesetzesbrecher seinen gesetzlichen Strafantrag geltend mache; es handele sich vielmehr um reine Vermögensdelikte. Aus dieser Erkenntnis heraus seien alle Entschließungen und Entscheidungen in dieser Sache getroften worden und sollen auch in Zukunft alle Entscheidungen getroffen werden. Der Staatsanwalt behandelte dann die einzelnen Vorwürke gegen Dr. Gereke und stellte dann folgende Strafanträge: Wegen Betruges im Falle Aufwandsentschädigung zwei Jahre Gefänanie, wegen fortgesedten Betruseg im Falle Zeitschrift fünf Jahre Gefängn1= und 100 000 Mark Geldstrase. ersatzweise für je 500 RM ein Tag Gefängnie, im Falle des Hindenburganeschusse? wegen Untreue in Tateinheit mit Betrua drei Jahre Gefänanie. Diese Strafen seien zusammenzuzleben zu sechs Jah. ren Gefänsnis und 100 000 R9 Geldstrase. In Anbetracht der ehrlosen Gesinnung beantragte der Staatsanwalt weiter, gegen Dr. Gereke au Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren zuerkennen. Im übrigen verlangte er Aufremternaltung deg Haftbesehls gegen den Angeklagten Dr. Gereke. Den Mitangeklagten Freigang beantragie er im Falle Hindenburgausschun wegen Beibilfe zur Untreue und Betruges freisnsprechen: wegen Beibilfe im Falle Zeitschrift beantragte er, auf eine Gefängnisstrafe von seche Monaten zu erkennen. Dem Angeklagten Freigang soll die Untersuchungshaft voll angerechnet werden und für den Rest der Strafe eine Bewährungsfrist von grei Jah. ren stesteben werden. vierstündigen Zeremonie batten die Sanita mannschaften in Hunderten von Fällen Hilfe leisten, trotzdem der Erzbischof vor Beginn des Dr. Gereke, der sich während des ganzen Plädoners des Anklagevertreters eifrig Notisen gemacht batte, nahm den Antrag des Staatsanwalts gelassen auf. Längerer Urlaub des Staatelekretärs Lammers. Staatsminister Rust hat den von dem Staatssekretär im preußiichen Ministerium für Wissenschaft. Kunst und Volkebildung, Lammers erbetenen längeren Urlaub bewilligt. Die Geschäfte des Staatesekretärs führt in Vertretung Ministerialdirektor SStuckardt Großhandelerichtpreise für Mai. Im Monatsdurchschnitt Mai 103 stellte sich die vom Statstischen Reichsamt errechnete Richtihl der Großshandelevreise auf 91.9(1913— 100). Sie ist gegenuber dem Vormonat(00.7) um 1.,8 v. H. gestiegen. Feier durch Lautsprecher allen anwesenden Mannern die Erlaubnis erteilt hatte, wegen der aroßen Hitze den Kopf, außer in den allerfeierlichten Augenblicken bedeckt zu halten. Die neue Kathedrale wird nach ihrer Fertigstellung 50 000 Personen fassen von oenen 1000 den vollen Ausblick auf den Hochaltar haben werden. Sie wird an Größe" hinter der St Peterskirce in R zurugsteben und heinabe die doppelte der Kathedrale von Sevillg haben, die gegenwe tig an zweiter Stelle kommt. Die Baukosten wer den auf 3 Millionen Pfund Sterlina Die endgültige Fertigstellung dürfte in unger drei Jahren erfolgen. p Mandatsniederlegung im preußischen Staate Wie der Parlamentsdienst, der Telegranhenel erfährt, hat der der Zentrumsfraktion des Staatsrats angehörige Landwirt Höfer ein dat niedergelegt. Höfer war einer der Vertreten Abeinprodinz im preußischen19u tenmar WAolger kommt Landwirf Mu ler.Scheurenhof(Bezirk Koln) in FragBOCH Hast du der Wahrheit So ist das Alter Krof du nur nach Ges So ist's der Katzenjar Uergiß die Hand. Wir werker nicht! Zeit von denkt oder sogar schon packt. Da tritt vor Bes eine ernste Mahnun Deine Handwerke bezablt? Bevor Du Dich hast, mußt Du G bezahlen, der für Dich ge dem Erlös dieser Arbeit Familie kaufen muß. E der Fall gewesen, daß 1 diese Verpflichtung hinw nigte Verbitterung erreg Gemeinnutz geht v sich diesen Grundsatz zu auch schon sein Inneres ist jedem von Herzen sei recht ausgiebige Erboln aber nicht darauf berul die treulich gearbeitet h wie sie ihren Betriebh bezahlen und ihre Famil hier seine Pflicht nicht nächst die fällig gew nungen bezahlt, hat a verdient, ja begeht ein Sünde gegen die Grur gemeinschaft und Wirtsch des Erholungsurlaubes Gewissen geschärft: Zunwerkerrechnungen! Weg mit der Man kan Stecknadel! Menschen am Finge zustechen versuchen. Dabe das entgegengesetzte der Die Entzündung ver Eiterung geht weiter in Arzt dann aufgesucht w. auser der Rötung und oftmals noch rote S schmerzhafte Drüsen in des Hantierens mit der anfangs verhältnismäßig eine bedenkliche Bl den. Das Hineinstechen Stecknadel ist deshalb so fast stets in noch gesund Eitererreger dorth ein Holzsplitter unter de man niemals versuchen entfernen. Gewöhnlich nur zerfasert und trieben, so daß der Arz mußz, um den Splitter man sofort zum Arzt Splitter mit einer feine werte Schmerzen herau mit der Stecknadel von Sommersorgen Jede der Hausfrau. mein Hüt Familie, muß imstande den und Leiden d reszeit umzustellen. die Sommerszeit. Hierf Da ist zunachst der Sä heit durch die Somme Jede Mutter sollte wiss Jahreszeit einen Sän Bekommt das Kind sch deren Verderbnis durc Milz und dauerndes N den. Da sind weiter Sommer groß und klein dern in die Milch des der Erwachsenen Kra tragen, wenn man nich sen und durch einen die Fliegen für ihre Man schließe sonnenbes besonders nach Sonnen von Zugluft. Ueber und Schlafzimmern Winter ein besonderes undheitspflege. Wen sengender Strahl her man zur Erzielung Fenster fest geschlossen Vorhänge, Jalonsien Obst, Milch und Karto im Sommer im Rüche ausschlaggebend wird man Fleisch un behren können und n wieder aufpassen. auf den Tisch komm Kühlbalten der Nahrun vor Verunreinigung di rau wissen, daß vo inneren Organe— Lil der Fäulnis und merwärme besonders Hier. wie auch beim zur Vermeidung von Fleisch bald nach dem mindestens durch Koc derbnis zu schützen. Speisen über Nacht an Eßwaren ein, als vord jebraucht werden. 1. Beilage der Westfälischen Volks=Zeitung Nr. 131— Seite 5 der Abrüslungs»27. Juni. rahtb.) Das Erweiterte gskonferenz hat genern n bis zum 27. Juni Die Arbeiten de wi sident Henderson benach London. um dort den dort anläßlich der nferenz ann zierungscheis die endaulAbrüstungskonferenz. d„vorzubereiten. Am erte Präsidium in Genf um auf Grund der ner London geleisteten Vorina des A bereiten. für den Retter nima". Meldg.) Dr. Alois „Anima“, des deutschen und Konsultor des peiheiligen Vater zum Titunt worden. Er wird am lkirche der„Anim celli zum Bischof geweiht Professor in Graz. Er gender Kanzelredner und einer der angesehendsten deutschtums in Jtalier tschen Gemeinde Mort XI. zugedachte Ehrung r Freude begrüßt. katholischen seim Papst. Neldg.) Unter de strömenden Pilgerzugen ne ber 400 katholische - Staaten Europas, tehmen. Der Pilgerzug ngstsonnabend in einem en Universitat, woder Romano", der vatikaniHästen den Willkommenisprache des Prasidenten ds der katholischen Jourrzug organisiert hatte, Delegationsleiter, dar= deutschen am Pilgerzug n. Besondere Bedeunoch durch die Tatsache. urnalisten Rom als Ta= ernationalen Kongresses stimmt haben der im 5jährigen Bestehene des stattfinden soll. Am ie Journalisten anr in St. Peter teil. Am sie die nunmehr vollstlichen Besitzungen in hten unter sachkundi mit ihren Kunstsammird nach den für die Er= Heiligen Jahres vor hauptbasiliken vom Heirden. der Liverxooler rale. s. Meldg.) Am Pfingster Brownlow=Hohe der neuen genommen. Den Aufbildete am Pfingstsonn00 Kindern. Am zu den Feierlichkeiten auf den facherformig eten Banken Play ge= sende drängten sich in 1 und füllten Fenster n Häuser. Durch diese er bewegte sich der Zug cheinen des päpstlichen rde stürmisch begrüßt. imt im Freien erfolgte s. In seine sechs Seivon Livervool Dr. Diamantschneider die de der Grundstein mit ir ihn bestimmte Stelle eat dann allen Anwesenn. Kurz vor Beginn Master of Sempill in 1 Farben geschmückten inger Höhe überflogen eine Botschaft tur den orfen Während der batten die Sanitätsvon Fällen Hilfe zu ischof vor Beginn der len anwesenden Mänbatte, wegen der gröin den allerfeierlichsten ten. rd nach ihrer Fertia= nfassen von denen ck auf den Hochaltar an Größe nur rskirche in Rom be die doppelte baben, die gegenwarDie Baukosten werSterling geschänt g dürfte in ungefähr prenßischen Staatsrat. der Telegrarchen=Union fraktion des preufshen irt Höfer sein Maneiner der Vertreter der hischen Sta=9al. Koln/ in Frag= nnerstag, den 8. Junt 1003 BOCHUMER Hast du der Wahrheit und dem Geist gelebt 3o ist das Alter Krone deines Strebens, hast du nur nach Genuß gestrebt, So ist's der Katzenjammer deines Lebens. W. Emmer Fergiß die Hand. Wir sind jetzt wieder in die werker nicht! Zeit gekommen, wo ein jeder von uns an den Urlaub denkt oder sogar schon seinen Ferienkoffer packt. Da tritt vor Beginn der Reise an jeden eme ernste Mahnung heran: Hast Duauch deine Handwerkerrechnungen schon bezahlt? Bevor Du Geld für eine Reise für Dich hast, mußt Du Geld haben, denjenigen zu bezahlen, der für Dich gearbeitet hat und der von dem Erlös dieser Arbeit Brot für sich und seine Familie kaufen muß. Es ist in früheren Jahren der Fall gewesen, daß mancher sich sorglos über diese Verpflichtung hinweggesetzt und viel berechngte Verbitterung erregt hat. Es heißt heute: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Wer sich diesen Grundsatz zu eigen macht, den treibt auch schon sein Inneres zum rechten Handeln. Es ist jedem von Herzen seitens der Handwerker eine recht ausgiebige Erbolung gegönnt, diese darf aber nicht darauf beruhen, daß nun diejenigen, treulich gearbeitet haben, in Sorge kommen wie sie ihren Betrieb bochhalten, die Hilfskräfte bezahlen und ihre Familie ernähren können. Wer hier seine Pflicht nicht erfüllt und nicht zunachst die fällig gewordenen Handwerkerrech nungen bezahlt, hat auch keine Erholungsreise verdient, ja begeht ein großes Unrecht und eine Sünde gegen die Grundauffassung von Volksgemeinschaft und Wirtschaft. Also sei vor Antritt Erholungeurlaubes nochmals einem jeden das Gewissen geschärft: Zunachst bezahle Deine Handwerkerrechnungen! Weg mit der Man kann oft beobachten, daß Stecknadel! Menschen kleine Eiterungen am Finger mit der Stecknadel aufzustechen versuchen. Dabei erlebt man häufig genug das entgegengesetzte der beabsichtigten Wirkung: Die Entzündung verschlimmert sich, die Eiterung geht weiter in die Tiefe. und wenn der Arzt dann aufgesucht werden muß so stellt er außer der Rötung und Schwellung der Eiterung oftmals noch rote Streifen am Arm und schmerzhafte Drüsen in der Achselhöhle fest. Dank Hantierens mit der Stecknadel ist aus der anfangs verhältnismäßig harmlosen Entzündung eine bedenkliche Blutvergiftung geworden. Das Hineinstechen in den Finger mit der Stecknadel ist deshalb so gefährlich, weil die Nadel sant stets in noch gesundes Gewebe eindringt und Eitererreger dorthin überträgt. Auch wenn Holzsplitter unter den Nagel geraten ist, sollte man niemals versuchen, ihn mit der Stecknadel zu entfernen. Gewöhnlich wird der Splitter dabei nur zerfasert und nur noch tiefer hineingetrieben, so daß der Arzt den Fingernagel spalten muß um den Splitter herauszubekommen. Wäre man sofort zum Arzt gegangen, so bätte er den Splitter mit einer seinen Pinzette ohne nennens werte Schmerzen herausziehen können. Also weg mit der Stecknadel von Eiterungen und Splittern! Sommersorgen Jede Hausfrau, die es ernst Hausfrau. meint mit ihren Pflichten als Hüterin der Gesundheit ihrer Familie, muß imstande sein, sich auf die Freuden und Leiden der jeweiligen Jahreszeit umzustellen. Das gilt besonders für die Sommerszeit. Hierfür nur ein paar Beispiele: La ist zunachst der Saugling, dessen Gesundheit durch die Sommerhitze vielfach bedroht ist. Jede Mutter sollte wissen, daß man in der heißen Jahreszeit einen Sängling nicht abstillen darf. Bekommt das Kind schon Kuhmilch, so muß deren Verderbnis durch sofortiges Abkochen der Milz und dauerndes Kühlhalten verhindert werden. Da sind weiter die Fliegen, die im Sommer groß und klein nicht nur belästigen, sondern in die Milch des Kindes, wie in die Speisen der Erwachsenen Krankheitsstoffe hineintragen, wenn man nicht durch Bedecken der Speisen und durch einen regelrechten Kampf gegen an. Fliegen für ihre Vernichtung Sorge trägt. Man schließe sonnenbeschienene Fenster und sorge besonders nach Sonnenuntergang für Herstellung von Jagiuft. Ueberhaupt die Luft in Wohnund Schlafzimmern ist im Sommer wie im Winter ein besonderes Kapitel hausfraulicher Geundheitspflege. Wenn draußen der Sonne sengender Strahl herniederbrennt, dann halte man zur Erzielung eines kühlen Zimmers die genster fest geschlossen und verdunkele sie durch Torbänge, Jalousien und dergl. Gemüse und Ebst. Milch und Kartoffeln, Eier und Kase sollen im Sommer im Küchenzettel der Hausfrau eine usschlaggebende Rolle spielen. Trotzdem wird man Fleisch und Wurst nicht ganz entbehren können und wollen. Hier heißt es aber wieder aufvassen, damit nichts Verdorbenes auf den Tisch kommt. Neben dem erwähnten Kühlhalten der Nahrungsmittel und deren Schutz Verunreinigung durch Fliegen muß die Hauskau wissen, daß vom Fleisch besonders die inneren Organe— Lunge, Herz, Leber und Niere der Zaulnis und Zersetzung durch die Sommerwärme besonders leicht zum Opfer fallen. hier, wie auch heim Hackfleisch, empfiehlt es sich Ur. Vermeidung von Gesundheitsstörungen, das mleisch bald nach dem Einkauf zu verzehren oder mindestens durch Kochen oder Braten vor Verderhnis zu schützen. Nie hebe man verderbliche Spenen uner Nacht aus, sondern kaufe nur so viel zwaren ein, als voraussichtlich am gleichen Tage ebraucht werden. Bochumer Tageschronik. Man merke! Donnerstag, 8. Juni. Sonnenaufgang 4.08 Sonnenuntergang 20,49 Mondaufgang 22,06 Monduntergang 3,20 632 Mohammed Abul Kasim inb Abdallah, Stifter des Islam, in Medina gestorben geboren um 570 in Mekka). 1762 Verteidigungsbündnis zwischen Preußen und Rußland. 1781 George Stephenson geboren. 1810 Robert Schuhmann in Zwickau geboren gestorben 1856). sofort die Rettungsarbeiten auf. Nach etwa einer halben Stunde gelang es Henn, den Ertrun kenen zu bergen. Sofort angestellte Wieder belebungsversuche blieben ohne Erfolg. Der sofort hinzugezogene Arzt Dr. Mintrov konnte nur noch den Tod feststellen, der durch Herzschlag eingetreten war. Die Leiche wurde in die Leichenhalle des kath. Krankenhauses überführt. Zu erwähnen wäre noch, daß an gleicher Stelle im vorigen Jahre gleichfalls ein Erwerbsloser aus Wattenscheid ertrunken ist. Vor den Augen seiner Bekannten ertrunken. Der 31jährige Kaufmann Eduard Kleiner, Bochum, Roonstr. 64, ertrank am Dienstag abend 6.30 Uhr beim Baden in der offenen Ruhr unterhalb der Kosterbrücke vor den Augen seiner Bekannten. Die Rettungsversuche waren vergeblich Bis jevt konnte seine Leiche noch nicht geborgen werden. Der Verstorbene hinterlaßt Frau und zwei Kinder. Noch ein Opfer der Ruhr. Gestern nachmittag gegen 4 Uhr ertrank beim Baden an der Eisenbahnbrücke in Dahlhausen der etwa 18 Jahre alte erwerbolose Heinz Stachewitz aus Wattenscheid=Günnigfeld, Mit telstraße wohnhaft. Der Ertrunkene, der in Gemeinschaft mit zwei Freunden badete und des Schwimmens unkundig war, versank plötzlich vor den Augen seiner Kameraden in die Tiefe. Mitglieder des Linden Dahlhauser Wassersport Vereins sowie der Feuerwehrmann Henn, nahmen Am Dienstag morgen konnte ein Ertrinkender, der von den Fluten schon verschlungen war, durch sofort einsetzende Taucherarbeiten und Wiederbelebungsversuche noch gerettet werden. Preisbarometer für unsere hausfrauen! g= Bei schöner Witterung war am Wochenmarkt ein guter Besuch zu verzeichnen. Das Angebot an Frischgemüse erreicht den Höhepunkt, während die Auswahl an Frischobst sich auf Kirschen, Stachelbeeren, Erdbeeren und Aprikosen beschränkt. Die Preise notierten wie folgt: Erdbeeren 60, Kirschen 35—40, Stachelbeeren 25, Aprikosen 40, Tomaten 30, Bananen 25—30, Apfelsinen 5—10, Zitronen 5, Brechbohnen 25—30, Erbsen 30, Rhabarber 6—8, Schlangenguken 25—30, Spargel 25—35, Kohlrabi 10—15, Blätterkohl 15, Blumenkohl 30—0, Melde 6, Stielmus 8—10, junge Karotten 25, Eier 6—10, Oldenburger Süßrahmbutter 1,10—1,50, Landbutter 1,30, Rindfleisch 64), Ochsenfleisch 70. Kalbfleisch 60—100, Schweinefleisch 60—40, Schellfisch 25—35, Kabeljau 25, et 30—0. Rotbarsch 35. Rotzunge 60. Was ist und wird sein: Die große Bochumer Kochkunslschau. Die hochinteressante Sehenswürdigkeit für unsere Hausfrauen.- Eine einzigartige Leistungsschau unseres Bochumer Gaststälten- und Konditoreigewerbes.- Darum jeder einmal in die Kochkunstschau! Im großen Rahmen der in einigen Tagen in Bochum tagenden Bäckerei= und Gastwirtefachausstellung wird die Kochkunstschau einen ganz besonderen Raum einnehmen. Sie wird nicht allein eine hochinteressante Sehenswürdigkeit für unsere Hausfrauen darstellen, sondern vor allem eine einzigartige Leistungsschau unseres heimischen Gaststätten= und Konditoreigewerbes sein, die in allen Teilen ihren nachhaltigen Eindruck sowohl in der Oeffentlichkeit wie auch in den fachlich inter eisierten Kreisen nicht verfehlen wird. Allerdinas möchten wir von vornherein betonen. daß in der Kochkunstausstellung nicht gekocht, gebraten oder gebacken wird. sondern die Erzeugnisse unserer Gewerbe werden lediglich zur Schau gestellt. Die große Oeffentlichkeit wird also fertige Sachen sehen und zur Beurteilung vorfinden. An jedem Tage werden neue Sachen gezeigt, ständig wechselt die Schau, so daß ein außergewöhnliches vielseitiges Bild von der Leistungsfähigkeit und dem praktischen Können der Aussteller entsteht. Aber gerade dieser fortgesetzte Wechsel in der Zurschaustellung hervorragender Küchen= und Backofenerzeuanisse ist es, der seinen besonderen Reiz und seine Anziehungskraft auf die Besucher nicht verfehlen wird. Lehrreich und zugleich belehrend wird eine Sebenswürdigkeit der anderen folgen. Die großen vielseitigen Erfahrungen aus der Praxis werden ihre praktische Verwirklichung fin den. Und dabei wird die Preiswürdigkeit aller Erzeugnisse. ihre Vielseitigkeit und Manniafaltigkeit, die aus mittelständischem Fleiß und unbeugsamer Schaffensfreudigkeit geboren sind, ihre Zweckmaßigkeit und ihr Ideenreichtum, die wiederum mittelständischen Lebenswillen und unentwegter Selbstbehauptung entspringen, eine Ueberraschung von besonderem Ausmaße bilden. Die vielen Vor=, Zwischen, Hauptgerichte und Tagesplatten, dann ganze Speisefolgen für kleine und große Festlichkeiten oder für sonstige besondere Anlässe düriten bei allen Besuchern nicht weniger den verständlichen Wunsch auslosen, sie einmal genossen zu haben, ihre Entstehung und ihren Werdegang kennen zu lernen wie die vielen unter Meisterhand gefertigten kunstvollen, hochwertigen und begehrenswerten Erzeugnisse unseres heimischen Konditoreigewerbes Es kommt nun den Ausstellern weniger darauf an, Luxusgerichte, besondere Schaustücke oder aar Spitzenleistungen gastronomischer Küchenkunst und handwerksgerechter Konditoreileistung zu zeigen, son dern der Schwerpunkt der Kochkunstschau liegt vor allem in der einsachen wie auch verständlichen zeitgemaßen Absicht, ausschließlich nur solche Gerichte und Backwaren zu zeigen. wie sie täglich in unseren Bochumer Gaststätten und im Konditoreigewerbe zu einem erschwinglichen und für jedermann erträglichen Kaufpreis hergestellt werden. Es besteht also keineswegs die Absicht, kostspielige, für die große Volks gesamtheit unverhältnismäßig preislich hohe Er zeugnisse zu zeigen, sondern die Kochkunstschau ist dür die Bedürfnisse des einfachen Mannes aus dem Volke zugeschnitten. für den einfachen Familienhaushalt, dessen Lebenshaltung durch die Notzeit diktiert ist. Nur will die Kochkunstschau neue Wege. neue Gedanken, neue Anteaungen geben. Sie will die billige und doch gute, die schmackhafte und doch vielseitige Art der gehaltvollen Speisezubereitung zeigen. Mit anderen Worten: Sie will die betriebswirtschaftlich rationelle Seite unserer Lebenshaltung und Hauswirtschaft eindentig an Hand von unzähligen Beispielen darstellen. Jene besondere durch die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse bedingte Form unserer heutigen Hauswirtschaft umgestalten helfen, um so manche Sorgen um die mitunter kostspielige Speisezubereitung abzustellen. Aber schließlich will diese Kochkunstschau noch mehr. Die im Verlaufe der Jahre immer größer und vielseitiger gewordene Geschmacksrichtung bei unserer mannigialtigen Speisezubereitung verlangt gewisse ästhetische und besondere hygienische Voraussetzungen. Sie mit den ge machten Erfahrungen auf diesen Gebieten vereint zu wissen mit dem unentwegt schöpferisch wirkenden und ständig neu gestaltenden Wirkungsgeist unserer am Kochherd und Backofen tätigen Gewerbe, darf man wohl schlechthin als ein besonderes ideales Ziel der Schau ansehen. Darüber hinaus trägt die Kochkunstschau auch ganz offensichtlich einen sozialen Charakter, weil sie in ganz glücklicher Weise nicht allein für die beteiligten Fachkreise, sondern in erster Linie für die bessere und billigere Lebensweise der Gesamtbevölkerung arbeitet Von jeher hat sich der Gastwirt, der Hotelier und der Konditormeister als dienendes Glied in der Volksgemeinschaft gefühlt. In diesem Dienste. der eine soziale und schicksalsverbundene Verpflichtung gegenüber den Angestellten, Mitarbeitern und Berufsangehörigen bedeutet und der im weiteren Sinne bisher bei der Allgemeinheit in einer mitunter nicht ganz klaren Vorstellung für diese Kreise Verständnis fand, hat sich das Bochumer Gaststätten= und Konditoreigewerbe nicht übertreffen lassen. Was aber verdanken viele Kreise unserer Bevölkerung ihrem aufmerksamen Gastwirt. ihrem besorgten Hotelier und ihrem tüchtigen und sachkundigen Konditormeister? Darüber ließe sich freilich manches sagen, und wer immer noch glauben sollte, mit einigen Vorurteilen aufwarten zu müssen. dem wird die Kochkunstschau die diesen Dienst am Kunden plastisch und eindrucksvoll darstellen wird. gewiß eines besseren belehren. Daß die KochkunstAusstellung für unsere Hausfrauen eine besondere Angelegenheit sein wird, ihr hauswirtschaftliches Wissen und Können zu erweitern und zu bereichern, ist wohl selbstverständlich. Deshalb wird ihr die Ausstellung gar manches zu sagen wissen, ihr manche neue schätzens werten Anregungen und vielerlei Ueberraschungen bieten. Dem Hausherrn aber selbst einen Einblick gewähren. zu einer rechten Würdigung und Schätzung der hauswirtschaftlichen Leistung seiner Gattin. die da heute angesichts der Verknappung der Mittel wohl sast ständig im Konflikt mit der Bewahrheitung des bekannten Satzes steht. daß sich in der Beschränkung der Meister zeige. Und wenn er dann sieht, zu welchen mäßigen und erträglichen Preisen er in den Gaststätten Speisen und in unseren Konditoreien beste Backwaren bekommt, dann wird er gewiß hin und wieder die Gelegenheit nicht verabläumen, die Bürde der Hausarbeit seiner Gattin abzunehmen. damit auch sie ohne die üblichen Küchensorgen Freude an den schönen Erzeugnissen der Bochumer Kochkunstschau findet. Darum muß die Losung für alle wahrend der kommenden Fachausstellung in Bochum sein: Jeder einmal in die Kochkunstschau 19b Generalversammlung der Elisabelh-Konferenzen. Heute, Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, findet im katholischen Waisenhaussaale in Bochum die diesjährige Generalversammlung aller ElisabethKonferenzen des Dekanates Groß Bochum statt. Die Konferenzen werden dringend gebeten, zu erscheinen. Auf nach München. Gestern abend versammelten sich auch ekwa 100 Bochumer Gesellen, um vom Gesellenhaus aus die Reise nach München zum katholischen Gesellentag anzutreten. Die starke Gruppe wurde unter Begleitung fröhlicher Marschweisen vom Spielmannszug des Kolpingsorchesters zum Bahnhof gebracht. Präses Pieper verabschiedete hier seine Gesellen und wünschte ihnen glückliche Fahrt und frohe Ankunft. Gegen 7 Uhr lief der Sonderzug, der unterwegs auch noch die Gesellen von Langendreer, Witten, Herne usw. aufnehmen wird, in der Bahnhofshalle ein. Wieder Theatergemeinschaft Duisburg-Bochum? Nach einer Meldung der„Rhein= und Ruhrzeituna“ wird sich der Theateraustausch der Duisburger Stadtverordnetenversammlung demnächst mit der Frage der Durchführung des Theaterbetriebes für die kommende Spielzeit befassen. Nachdem der Gedanke der Theatergemeinschaft Duisbura=Essen erledigt ist, wird man auf die Theatergemeinschaft DuisburgBochum zurückgreifen. Die Stadt Bochum ist bereit, von Duisburg 100 Opern abzunebmen, dafür liefert Bochum 120 Schauspiele nach Wahl der Duisburger Stadtverwaltung. Innerhalb dieses Gemeinschaftstheaters, dessen Leiter Dr. Saladin Schmitt bleibt, ist vielleicht auch eine für Duisburg besonders günstige Lösung der Dirigentenfrage möglich und zwar dergestalt, daß der Dirigent der Duisburger Oper in irgend einer Weise einen großen Teil der städtischen Konzerte übernimmt. Das würde zugleich eine Verbilligung des Duisburger Konzertetats bedeuten. Stadttbeater und Orchester erfordern für das Jahr 1933 einen städtischen Zuschuß von 916000 RM gegen 1056000 RM im Vorjahr. Der Theaterausschuß ist sich darin einig, daß dieser Zuschuß unter keinen Umständen überschritten werden darf.(Wir geben die vorstehende Darstellung mit Vorbehalt wieder, da wir nicht in Erfahrung bringen konnten, wie Bochum zu diesem Plan steht. D. R. 40 Haftenlassungen. In der politischen Zeit am Anfang der nationalsozialistischen Revolution wurde im Präsidialbezirk Bochum eine große Anzahl kommunistischer Funktionäre in Schutzhaft genommen. Ern Teil dieser Festgenommenen aus Wanne=Eickel, Castroo und Herne, die im Polizeigefängnis Herne untergebracht waren, kam jetzt zur Entlassung. Es handelt sich um etwa 40 Personen. Ein Autoführer für das Kuhrgebiet Seit Jahren waren Bestrebungen im Gange, einen Essener Stadtplan herauszugeben, der in erster Linie zur Orientierung der von auswärts kommenden Kraftfahrer bestimmt sein sollte. Nunmehr ist dieser Gedanke in Gestalt eines„Antoführers Ruhrgebiet" Wirklichkeit geworden. Der Führer besteht aus einem beiderseitig bedruckten Blatt. Auf der einen Seite befindet sich ein Verkehrsstraßenplan des Ruhrgebietes, aufgestellt nach dem amtlichen Material des Ruhrsiedlungsverbandes, auf der anderen Seite der Ueversichtsplan der betreffenden Stadt also z. B. Essen, Bochum usw., so daß der fremde Fahrer sich sowohl über die Verkehrswege des gesamten Gebäude usw. der einzelnen größeren Städte auf das schnellste und zuverlässigste unterrichten kann. Der„Lotse“ wird in den einzelnen Städten an wichtigen Verkehrspunkten, wie Parkplätzen, Tankstellen, Verkehrsvereinen usw. für 10 Pfg. abgegeben. Minderjährige als selbständige Gewerbetreibende. Wie das VDZ=Büro meldet, hat das Preußische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit an die nachgeordneten Behörden einen Erlaß gerichtet, worin ausgeführt wird, es sei verschiedentlich beobachtet worden, daß junge, eben erst aus der Handwerkslehre entlassene Leute dazu übergingen, einen selbständigen Gewerbebetrieb zu eröffnen. Da sie ovne Erfahrung sind, könnten sie sich in der Regel nicht lange balten und schädigten häufig ihre Lieferanten und Kunden sowie die bestehenden Betriebe. Der Erlaß verweist dann auf das bürgerliche Gesetzbuch, wonach ein Minderjähriger die Geschäftsfäbigkeit zum selbständigen Betrieb eines Erwerlsgeschäftes erst erreicht, wenn er dazu von seinem gesetzlichen Vertreter mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes ermächtigt wurde. Der Erlaß ersucht die nachgeordneten Behörden, die Gemeindevorstände anzuweisen, daß sie bei Anmeldung eines Gewerbebetriebee durch einen Minderjährigen stets den Nachweis der Genehm gung des Vormundschaftsgerichtes verlangen. Zusammenwirken von öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der Preußische Ministerpräsident und Minister des Innern, Göring, in einem Runderlaß grundsätzliche Richtlinien aufgestellt. Es heißt darin: Die Umgestaltung des deutschen Staats= und Kulturlebens bedingt auch eine Erneuerung des Verhältnisses von öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege. Das Streben der Vergangenheit, die Aufgaben der Volkswohlfahrt grundsätzlich durch öffentliche Stellen und Einrichtungen zu erfüllen, hat sich als verhängnisvoller Fehlschlag erwiesen. Die gesamte Wohlfahrtspflege wurde erheblich und unnötig verteuert. Zugleich wurde die Wohlfahrtspflege volitisiert und bürokratisiert die freie Wohlfahrtepflege aber, insbesondere die konfes sinnelle, wurde zurückgedrängt. Wohlfahrt und Jugendwohlfahrt können aber niemals der Kräfte enthehren, die sich freiwillig aus christlicher Nachstenliebe und aus Verantwortungsgefühl für die Volksgemeinschaft zur Verfügung stellen Es wird daher Aufgabe der vom nationalen und christlichen Geist getragenen Selbstverwaltung sein. die Fehler der vergangenen Jahre durch weitgehende Heranziehung der freien Wohlfahrtspflege auszngleichen. Gleichschaltung der Bauhüttenbewegung. Der beauftragte oberste Leiter der gesamten wirtschaftlichen Unternehmungen des ADGB, AfaBundes, DGB und DHV, Bankdirektor Karl Müller, hat zum Sonderbeauftragten für den Verband sozialer Baubetriebe und die ihm angeschlossenen Baubütten und Baunebenbetriebe den Architekten Franz Strasser ernannt und ihm alle hierzu notwendigen Vollmachten erteilt Durch diese Verfügung sind der Verband sozialer Baubetriebe und alle ihm angeschlossenen Betriebe gleichgeschaltet und dem Aktionskomitee der Deutschen Arbeit unterstellt worden. Sie stehen somit nicht mehr unter marristischer Leitung. Die in diesen Bauhüttenbetrieben angelegten Gelder sind fast durchweg Arbeitergroschen. Es ist somit eine unbedingte Notwendigkeit, die Betriebe bei größtmöglicher Sparsamkeit zu erhalten, damit tausenden deutscher Volksgenossen die weitere Arbeitsmöglichkeit gesichert ist. Nur die rassefremden und volksfeindlichen Elemente und alle diejenigen Personen sind ausgeschaltet worden, die auf Grund ihrer Parteizugehörigkeit den Posten nur als eine Versorgung betrachteten. Das Ziel des Sonderbeauftragten ist es, die Bauhüttenbewegung von allen Schlacken zu reinigen und sie wieder zu einer Vereinigung schöpferischen Arbeitswillens zu machen, wie es die Bauhitten in früheren Jahrhunderten waren, als sie die herrlichen Dome schufen, die heute noch von dem guten Sinn der Bauhütten Zeugnis ablegen. Damit durch den Wettbewerb der Baubüttenbetriebe das deutsche Handwerk nicht geschädigt wird, sollen die Baunebenbetriebe allmählich abgewickelt werden. Dazu eröffnen Betriebsüberschüsse der Bauhütten die Möglichkeit einer finanziellen Hilfeleistung für das Handwerk. Sie eröffnen auch die weitere Möglichkeit, dem deutschen Arbeiter und Angestellten ohne drückende Zinsverpflichtung zu einer eigenen Scholle zu verhelfen und damit den Leitgedanken des neuen Staates zur Tat werden zu lassen: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Zwischen Bürgersteig und Straße. =bö.= Gestern mittag gegen 12.30 Uhr ereignete sich am Schwanenmarkt an der Kreuzung der Castroper= und Horst=Wessel=Straße ein heftiger Zusammenstoß zwischen einem Lieferkraftwagen und einem Radfahrer. Letzterer wurde auf die Straße geschleudert, kam aber unverletzt davon. Sein Fahrrad wurde fast vollständig zertrümmert. * Ein Radfahrer rutschte mit seinem Fahrrade auf der abschüssigen Wasserstraße etwa 80 Meter nördlich des Licht= und Luftbades aus. Er wurde gegen ein dort haltendes Pferdefuhrwerk geschleuert und erlitt eine Brustquetschung nebst geringen Hautabschürfungen. Mit Hilfe eines Krankenwagens wurde er in das Bergmannsheil gebracht. Lebensgefahr besteht nicht. * Auf dem Castroper Hellweg vor dem Hause 537 wurde ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren. Er erlitt eine Schulterquetschung und wurde von dem Kraftwagenführer in das Maria=Hilf=Hospital gebracht. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Lebensgefahr besteht nicht. * Nr. Um Haaresbreite mit seinem Auto verunglückt wäre gestern nachmittag der Oelvertreter Heinrich We. aus Bochum, beim Befahren der Bochumer Straße in Herne. Der Autofahrer steuerte seinen Wagen an einem Lastanto vorüber, wobei an seinem Wagen plötzlich das linke Rad von der Achse sich löste, so daß das Auto im Kreise umschlug jedoch— heil— am Bürgersteig aufsetzte. Das beschädigte Auto wurde eingeschleppt. * Kr. Dem Krankenhaus zugeführt wurde der Brotkutscher Wilhelm Ne. aus der Dorstener Straße. Selbiger war auf der Kundenfahrt und wollte während der Fahrt, auf dem Feldkamp, abspringen, hierbei trat er fehl und geriet mit dem linken Fuß in die Radspeichen. + Kirchliches Vikar Ludwig Schirpenbach von hier der seit seiner Priesterweihe im Jahre 1929 als Vikar in Brakel(Kreis Höxter) tätig war, hat von der erzbischöflichen Behörde eine Anstellung in Dortmund=Mengede erhalten. zu.= Ein sinniges Gemeindegeschenk. Das der Pfarrgemeinde St. Anna. Bochum=West, gehörige Freigelände neben der Pfarrkirche zwischen der Vereins= und Goldhammer Straße ist in Gartenland umgewandelt worden, das hauptsächlich den bedürftigen Familien zum Anbau von Gartenund Feldfrüchten überlassen wurde. Die äußerst geschmackvoll angelegte Einfriedigung, an der sich Jungbaumpflanzungen entlangziehen, dürfte den Das Deuksche Kote Kreuz. Ein Blick in die Bochumer Einrichlungen. Er verpflichtet uns am kommenden Sonntag. Das Deutsche Rote Kreuz umfaßt 1500000 deutsche Männer und Frauen, die sich zu gemeinsamem Wirken im Dienst des Roten Kreuzes zusammengeschlossen haben. Das Recht zur Führung des Roten Kreuzes ist an die Ehrenpflicht gebunden, dem Vaterlande in der Stunde der Gefahr männliche und weibliche Pflegekräfte zur Unterstützung des amtlichen Sanitätsdienstes bei öffentlichen Notständen und inneren Unruhen insbesondere im Kriege zur Unterstützung des Sanitätsdienstes im Heere, zu stellen. In allen deutschen Ländern bestehen Landesmännervereine und Landesfrauenvereine, mit Zweigvereinen und Ortsgruppen bis in das letzte Dorf, insgesamt 8150 örtliche Organisationen. 9800 Schwestern vom Roten Kreuz sind in 57 Schwesternschaften und Mutterhäusern zusammengeschlossen. Mehr als 20 000 weibliche Vereinshilfskräfte stehen freiwillig und ohne Entgelt im Dienst der Frauenvereine vom Roten Kreuz. Ueber 130 000 Sanitätsmänner tun ehrenamtlich regelmäßigen Dienst in 3100 Sanitätskolonnen, Genossenscha ten freiwilliger Krankenpfleger und Samaritervereinen vom Roten Kreuz. In diesem strahlenden Zahlenkranz ist der Bochumer Vaterländische Frauenverein ein besonderes Glanzstück. Dessen wird man immer wieder inne, wenn man die Ziffernparade eines Jahresberichtes vor dem Auge defilieren läßt oder wenn man Gelegenheit hat, in die lokalen Einrichtungen einen Einblick zu tun, wie wir sie gestern wieder einmal hatten, wobei Frau Geheimrat Baare und Oberingenieur Bering die liebenswürdigen Gastgeber spielten. Mag sein, daß nicht jeder Bochumer das Heim des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz, Bochum=Altstadt kennt. Es liegt etwas abseits vom Straßenlärm und Großstadtverkehr, in der Sedanstraße. Wer aber einmal hier zu Gast ist, einmal einen Rundgang macht der ist überrascht über die Geräumigkeit, über die Einteilung und Properität. Alles ist hier vereinigt, was zu einem gemütlichen Heim gehört, angefangen vom Empfangszimmer bis zur Nähstube und Küche. Der Zeit entsprechend, gibt es hier auch eine Diatküche für Magen=, Zucker= und Nierenkranke, die sehr in Anspruch genommen wird und schon viel Gutes getan hat. Auf die Zubereitung wird die größte Sorgfalt verwendet. So wurden von dieser Abteilung seit Jahresbeginn bis Ende Mai insgesamt 11632 Portionen Stärkungskost und Diätkost ausgegeben. In der Krankenküche essen zur Zeit täglich 60 Kinder und 65 alleinstehende Erwerbslose. An Wöchnerinnen=Essen wurden seit Januar bis Ende des vergangenen Monats 1097 Portionen an 180 Wöchnerinnen verabreicht. Eine besondere Abteilung dieses hübschen Heims bilden die Badeeinrichtungen für Solbadekuren. Sie waren früher das bedeutendste Tätigkeitsfeld des Vereins. In den letzten Jahren ist diese Abteilung fast zum Erliegen gekommen, weil die Eltern glauben, ihre Kinder müßten, wenn sie gesunden sollen, unbedingt nach dem Schwarzwald oder noch weiter. Doch warum in die Ferne schweifen, da das Gute liegt so nahe? Man kann nur wünschen, daß mit der neuen Zeit die Eltern auch ihr Werturteil über Solkuren ändern, damit die hier brachliegende Anlage wieder voll ausgenutzt wird. Der Baderaum für Kinder umfaßt vier große Holzwannen, nebenan liegt der Ruheraum mit einer ganzen Anzahl bequemer Ruhebetten. Weiter schließt sich ein Sonderbaderaum für Frauen folgen kann. Eine solche wöhnlich über 18 Solbädern an, in dem auch die Massage erSolbadekur erstreckt sich für ge6 Wochen. Sie besteht aus mit täglichem Mittagessen und Frühstück— Kakao und Brötchen— an den Badetagen und kostet nur 15 Mark. Im vorigen Jahre wurden nur 852 Bäder an 31 Mädchen und 23 Knaben verabfolgt, während an Frauen 295 Solbäder, 67 Fichtennadelbäder und 12 Solbäder mit Massage verabfolgt wurden. Also so viel wie gar nichts! Zu ebener Erde liegt dann noch ein geräumiger Balkon, schon mehr Terrasse, von dem man einen hübschen Ausblick in einen prachtvollen, gepflegten Garten hat. Nicht minder interessant und sehenswert war die Verpflegung der Hilfspoizei im Kosthause Stahlhausen in der Baarestraße, die ebenfalls durch den Verein geschieht. Hier sind die Einrichtungen und Kochanlagen wie geschaffen für eine Massenbewirtung. 2 große Kochkessel mit einem Fassungsvermögen von je 700 Liter und 3 Kessel von je 1000 Liter Inhalt stehen reihan inmitten der hellen und geräumigen Küche. Eine Kartoffelschälmaschine verkürzt den Arbeitsprozeß und leistet auch heute noch gute Dienste. Ein riesiger Kühlraum dient zur Aufbewahrung von Fettigem. Einige Zahlen, die die Arbeitsleistung illustrieren. In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 1933 wurden verabfolgt 132382 Portionen Mittagessen, davon für die Hilfspolizei vom 4. März bis 31. Mai 31518 Portionen, für 10 verschiedene Notwerke der stadtischen Berufsschulen in der Zeit vom 3. Januar bis 29. April 19315 Portionen, für Kameradschaften einiger Vereine und Verbande vom 17. Januar bis W. April 19 112 Portionen. Während der Notspeisung im Winter, also vom 1. Dezember bis 31. März 1933, wurde das Essen auch an alleinstehende Erwerbslose und an kinderreiche Familien ausgegeben, das an 24 Ausgabestellen geliefert wurde. Seit dem 8. Mai wird das Essen nur noch an 9 Ausgabestellen geliefert. In nächster Nähe liegt dann noch der Kindergarten, der ebenfalls von dem Verein unterhalten wird. Er wird durchschnittlich von 70 bis 80 Kindern besucht. Mehrere Gartnerinnen sorgen für die Betreuung, wahrend Spielsachen aller Art zur Verfügung stehen, so daß die Kleinen es nirgendwo bessern haben können. Täglich wird ihnen Milch verabfolgt, außerdem werden sie regelmäßig ärztlich betreut, so daß der Gesundheitszustand der Kinder nichts zu wünschen übrig laßt. Einen guten Besuch hta die Handarbeitsschule in Stahlhausen aufzuweisen. Die Zahl der Schülerinnen pendelt hier zwischen 70 bis 100. Eine tüchtige Lehrkraft unterrichtet die Schülerinnen im praktischen Nähen, so vor allem Flicken und Stricken. Mehrere Nahmaschinen surren hier von früh bis spat und, wie wir uns selbst überzeugen konnten, macht diese Arbeit den Madchen viel Spaß. Ein besonderes Gebiet ist auch die Wöchnerinnen= und Säuglingsfürsorge, die eifrigste Pflege erfahrt. Dabei wird die Sorge um Arme und Kranke nicht vernachlässigt. So wurden seit Jahresbeginn bis Ende Mai 323 Lebensmittelpakete an bedürftige Familien ausgegeben, ferner an 42 Familien Leib= und Bettwäsche. Kinder und Frauen erhalten Höhensonnenbestrahlungen, unterernährte Kinder finden einen unentgeltlichen Mittagstisch, die Haus= und Krankenpflege wird besonders versehen, eine Beratungsstelle für seelische Lebens= und Ehenot unterhalten und zu allem hat man auch noch Zeit, alljährlich ein Weihnachtsfest zu veranstalten. Zum Schlusse wurde dann noch dem Gummertsbof ein Besuch abgestattet, wo die Sanitatskolonne vom Roten Kreuz ihr Standauartier hat. Ein schmucker Lehrraum, Räume für Gasschutzgeräte und für Tragbahren sowie Einrichtungen für einen wirksamen Gasschutz erregten das Interesse der Besucher. Die Besichtigung erbrachte den Beweis, daß auch in Bochum eine stattliche Schar zum Helfen bereiter Männer und Frauen zum Dienst an Volk und Vaterland bereitsteht und eine Fülle von Aufgaben an der ständigen Arbeit des Friedens leistet. Unsere Aufgabe ist es sie durch unseren Obulus instand zu setzen, daß sie diese Arbeit im Interesse des Volksganzen weiter leisten können. Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag, wo auch in Bochum=Altstadt 60 Damen, 70 Sanitäter und 50 Mitglieder der Hilfspolizei die Sammlung für den Rot=Kreuztag durchführen werden. Zum Danke für unsere Gabe wird die Schupokapelle mit dem Männergesangverein„Gußstahlglocke“ um die Mittagszeit vor dem Rathaus ein Konzert geben, die Herbstkapelle mit dem Spielmannszug des Bochumer Krieger= und Landwehrvereins auf dem Westfalenplatz konzertieren. Die Kapelle Merkert auf dem Wilhelmsplatz spielen und die NSBO.=Kapelle vor dem Kaiser=Wilhelm=Denkmal konzertieren. Also bitte! Vergessen Sie nicht. Ihren Obulus in die Büchse zu werfen! Reiz der Anlage wesentlich erhöhen. Die mit schwarzem Schlackensand ausgelegten Promenadenwege machen einen sauberen, gefälligen Eindruck. Ein besonderes Schmuckstück sind die Grünanlagen und Blumenbeete längst der Kirchmauer. Dieses neugeschaffene Grünplätzchen nimmt sich wie eine Dase zwischen dem steinernen Häusermeer aus. X Volksfestspiele Wilhelm Tell. Verkehrs. erleichterung nach Dortmund. Am 10., 11., 13., 14., 15., 17. und 18. Juni 1933 werden in Dortmund unter dem Protektorat des Reichsministers Dr. Gobbels die„Volksfestspiele Wilhelm Tell“ in der Originalbesetzung des Deutschen Theaters Berlin veranstaltet. Aus diesem Anlaß wird die Reichsbahn von allen Bahnhöfen im Umkreis von 130 km von Dortmund Sonntagsrückfahrkarten und, wo sie nicht aufliegen, Blanko=Sonntagskarten nach Dortmund ausgeben. Diese Karten gelten am 13., 14, und 15. Juni je 24 Stunden von 9 Uhr bis zum folgenden Tage 9 Uhr(Antritt der Rückreise), am Samstag und Sonntag, den 10. und 11. sowie 17. und 18. Juni gelten die Karten wie gewöhnliche Sonntagsrückfahrkarten. Am 13., 14. und 15. Juni sind diese Fahrkarten nur gegen Vorlage von Eintrittskarten der Westfalenhalle oder Ausweisen der Vorverkaufsstellen erhältlich Schlageter=Auffuhrung im Stadttheater Bochum. Am Freitag, dem 9. Juni 1933. findet für die Ruhr=Knappschaft eine geschlossene Schlageter=Aufführung statt. Es stehen für diese Aufführung noch einige Karten zu bedeutend ermäßigten Preisen bei der Theaterkasse zum freien Verkauf. X Aus dem Schulleben B.=Wiemelhausens Mit dem heutigen Tage verläßt der Leiter der Schule an der Borgholzstraße, Rektor Joseph Weber, unsere Gemeinde, um die Leitung der Schule an der Dr.=C.=Otto=Straße in B.=Dahlhausen zu übernehmen. An die zehn Jahre wirkte er hier zum Besten der Jugend und der Gemeinde. Schüler, Lehrpersonen, Eltern und Kirche sehen ihn ungern scheiden, hat er sich doch durch seinen Eifer, seine wahre Kollegialität und sein liebenswürdiges Wesen die Liebe aller erworben, die mit ihm zu tun hatten. Die Not der Zeit, die auch an der Schule zehrt nimmt ihn uns. Unsere besten Wünsche begleiten ihn nach seinem neuen Wirkungskreis.— Im Laufe des Monats scheidet noch eine altbekannte und beliebte Lehrverson von uns: Konrektor i. R. Franz Rohe. Er will seine letzten Lebensjahre im schönen Rheinland, in Trier verbringen. 20 Jahre wirkte er an beiden katholischen Schulen Wiemelhausens. Mit ihnen und mit dem Leben der Gemeinde blieb Wie wird das Welter? Die schwachen Störungen, die das noch verstärkte, heute mit seinem Kern über dem Stager rak liegende große europäische Schonwetter von Südosten und Süd vesten anzugreifen versuchen, werden schnell aufgelöst und veranlassen über Deutschland meist nur etwas stärkere, hobe Bewölkung. Bei einer schwachen bis mäßigen östlichen Luftströmung liegen die Temveraturen über dem mitteleuropäischen Festland etwa bei den gleichen Werten wie Tags zuvor und erreichten in Westdeutschland und dem Rheinlande um 8 Uhr schon wieder 16 bis 18 Grad. Aus Frankreich werden bei vielfacher Windstille und wolkenlosem Himmel 20 Grad gemeldet. Die. temperaturen steigen fast allgemein 1 25 Grad an, werden aber noch keine startere Bewölkung verursachen, da die absinkende gung in der Atmosphäre noch vorherrsch Schönwetterlage ist somit weiterhin maßgebc für den Witterungscharakter über Wendeutitland. Allmählich können sich jedoch Haufenwollen einstellen. Vorhersage für Donnerstag: Noch Fortbestand des Schönwetters. Zunahme der hohen Bewölkung und strichweise Haufenbewelkung nicht ausgeschlossen. Warm. An Starke wechselnde, überwiegend nordöstliche bis östliche Winde. Wahrscheinliche Weiterentwicklung Durch kleine Störungen ist ein Gefahrenmomen für den Umsturz im Witterungscharakter gegeben. Vorerst noch heiteres, warmes Wetter Bezugsberechtigung bei der Speisefettverbilligung. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, wird in einem Erlaß des Ministersd tern der bezugsberechtigte Personenkreis von Reicheverbilligungsscheinen für Speisefette we folgt bestimmt: Als von der öffentlichen Fürsorge laufend als Hauptunterstützungs= und Zuschlagsempfanger in offener Fürsorge unterstützte Personen gelten auch diejenigen Mieter, denen nur die Hauszinssteuer gestundet ist. Dabei sind als Zuschlagsempfanger diejenigen mit dem Mieter im Haushalt lebenden Familienangehörigen zu rechnen, die bei rechnung seines Bedarfes mitberücksichtigt wurden. 1 für solche Mieter, di sern wohnen für die die Hauszinssteuer abgeloft ist sofern für sie eine ähnliche Vergünstigung gegeben ist. Zu dem bezugsberechtigten Personenkreis gehören selbstverständlich auch die in offener Fürsorge laufend unterstutzten Kleinrentner und ihre Zuschlagsempfänger Auch Notstandsarbeiter, für die die offentliche Fürsorge die Grundforderung zahlt, und Fürsorgearbeiter erhalten die Reichsverbilligungsscheine. Als Zuschlagsempfänger sind diejenigen Haushaltsangehörigen anzusehen, für die der Fürsorgearbeiter oder Notstandsarbeiter Zuschlage erhalten würde, wenn er statt in Fürsorge= oder in Notstandsarbeit laufend in unterstützender öffentlicher Fürsorge stände. er auch eng verbunden, als er vor sieben Jahren in den wohlverdienten Ruhestand trat. Seine Hilfsbereitschaft und sein abgeklartes Wesen machten ihn zu einem der beliebtesten Menschen in Wiemelhausen. Wir bedauern, daß er seinen Lebensabend nicht bei uns verbringen kann und wünschen ihm noch manches Jahr in Gesundheit und Zufriedenheit. Bekampfung des öffentlichen Bettelne. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, sind den Polizeibehörden in einem Runderlaß des Preußischen Ministers des Innern Anweisungen zur Bekämpfung des öffentlichen Bettelns zugegangen, in denen es heißt, das Betteln habe in den letzten Jahren einen artigen Umfang angenommen, daß darin eine ernstliche Gefahr für die öfsentliche Ordnung zu erblicken sei. Der Bekampfung des Bettelunwesens sei daher erhöhte Bedeutung beizulegen. Als Betteln sei dabei auch das Anbieten von minderwertigen Leistungen oder Waren anzusehen, sofern damit augenscheinlich die Erlangung von Almosen bezweckt wird. Werden Personen angetroffen de ohne die vorgeschriebene Genehmigung Straßenhandel treiben, oder auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Platzen Schaustellungen oder deraleichen veranstalten, so sel gegen diese ebenso unnachsichtig eininschreiten wie gegen die Bettler. Mit Rücksicht darauf, daß die Bettler zum größten Teil aus wirtschaftlicher Not gehandelt haben, sei dem Publikum durch geeignete Hinweise in der Prehe nahezulegen, die Beträge, die bisher den Bettlern verabreicht seien, Organisationen der öffentlichen oder privaten Woblfahrtspflege zu überweisen, damit diese mehr als bisher in die Lage versetzt werden, in Fällen unverschuldeter Notlage helfend einzugreifen. ne: Reparaturarbeiten. Die notwendig gewör= denen Reparaturarbeiten an den Eisenbahnunter führungen der Zechenbahn an der Meßmann= und Rensingstraße sind nun in Angriff genommen Kosten tragen die beteiligten Zechen Constantin. Krupp und Shamrock. (!) Festgenommen wurden: in Bochum ein kommunistischer Funktionär, der sich längere Jel verborgen hielt, wegen Hochverrats; in Wattenscheid drei Personen und in Witten ein Person wegen kommunistischer Umtriebe. (!) Keine Brandstiftung. Zu unserem Bericht betr. Zimmerbrand in dem Mühlental w mitgeteilt, daß nach den setzt abgeschlossenen zeilichen Ermittelungen ein Verdacht der fahrlal gen Brandstiftung nicht vorliegt. mne= Rohrbruch. Gestern entstand in den fruhe Morgenstunden im unteren Teile am ein starker Wasserohrbruch, der die Straße in kürse Zeit unter Wasser setzte. Der Grund zu dem ist wohl in der starken Bodensenkung zu luchen. KK.B. Constantia. Wir weisen auf die benit abend, 8.90 Uhr, im Vereinsheim Uhlenbruch sia findende Versammlung hin, die durch einen Vorrrn, von Dr. Klösters=Essen„Der K. K. V. un neue Zeit“ besonders wichtig ist.(Siehe Inserat A Constantia Sochum Heute abend. 820 Uhr, im Vereinsheim Ublenbruch Nach langem, schwerem Leiden verschied am Dienstag, dem 6. Juni, nachmittags 4.30 Uhr, meine liebe Mutter, Schwiegermutter, unsere liebe Großmutter und Tante, die Witwe Jakob Gröblinghoff Christine geb. Endemann im Alter von 82 Jahren, wohlvorbereitet durch einen echt thristlichen Lebenswandel und versehen mit den heiligen mit Vortrag des Hrn Dr."Iers Essen) Der K. 8 P. und die neue Aen. Ge bittet um vollzabligen Besuch in Anbetracht des wichtigen Themas Der Vorstand. Mmmmmmmn Bochum, Im Juni 1933. Um ein Gebet für die liebe Verstorbene bittet: Familie Johann Gröblinghoff. Bochum. Recklinghausen, Dortmund, Hörde, Kamen d Soest, den 7. Juni 1933. Sie bei allen Haut leiden„Sprann 10000 fach bewahr gegen Pickel. last Schweiß. Flechten, Bein- u. Brandschaden Krätze, Hämorrhoiden 100 Gr. Pack. 1.50 150 Gr. 2.0 Alte Apotnche ochum. Rosenstrabe Betten bSchlatzim Kinder Polst.Stahlm., Chaise in jeden. Teilz. Kat ir môea n* Kein Aerger menr, wenn Ihre Fusboden mit Flaggenlack streichen Steinhart über Nacht. Carl Bohlmann - Farben Hortumstr. 101 Das Haus mit dem Far enstern sinden Erholungssuchende, am liebsten Ebepaar od. 2 Tamen, bel der Gartenwirtschaft Maz Schnitkemper, Westkirchen del dorf. Ruhige, staubkreie Lage, direkt a. Walde. Eigene Landwirtschaft. ge. wiese. Ame Verplleg Arterienverkalkung nsionsprets duetes Mittel erzielter anan Iribere(Sawarzwald) 1050 mu a." priv. Dens. Sommerberd. bestempf. Haus. Min v. Tanne w. Pens. 3.80, Haupts 4 20, Manlz. inkl n. W'asser Prosn KARTEIEN M Groß=Bochum meldel... Bochum-Hordel. Bochum-Werne. Natholischer Mütterverein. ittwoch. 21. J sen. Die Unk. sfahrt und 50 13.15 Uhr von nüllerstraße. F ni, nach Vormholz bei nen betragen 1.20 RM Pg. für Kaffee. Die der katholischen Schule ruer wurde beschlossen. sprogession für den zu bestellen, hierfür naligen Beitrag von das in diesem Jahre erjubiläum des Müttervereins bevaourssichtlich am 10. September gefeiert werden soll. Rochum-Gerthe. hö= Seinen Verletzungen erlegen. Jn der ver= gangenen Woche erlitt im Grubenbetrieb der Schachtanlage 4 der Zeche„Lothringen“ der Bergmann Paul Friedrich Piontek, wohnhaft im Stadteil Grumme. Lenneplatz 25, einen schweren Uniall. Nunmehr ist Piontek seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Verunglückte war erst 32 Jahre alt. Bochum-Hiltrop-Bergen. kr. Bole Berufsunfalle. Das Opfer eines Berufe= infalles wurde im Untertagebetrieh einer benachbarten Schachtanlage der Gesteinshauer Wilbelm N. aus STATT KARTEN! Ihre Vermählung geben bekannt: Hans Eckert Maria Eckert Letzter Appell des Vereins„Kriegerehrenmal“. In der letzten Sitzung des Vereins„Kriegerehrenmal“ wurde zur Kenntnis gebracht, daß der Plan für das Ehrenmal endgültig fertiggestellt ist. Um die restliche Summe für den Ehrenmalfonds sicherzustellen, richtet der Verein einen letzten Appell an die Werner Bürgerschaft. Hierin wird betont, dan gerade als äußeres Zeichen der Dankespflicht auch heute noch jeder Bürger Mitglied des Vereins werden soll. Der Beitrag ist mit 50 Pig. für das Vierteljahr nicht zu hoch gegriften, um jedem Bürger Gelegenbeit zu geben, Anteil zu haben an dem schönen Werk, das unseren gefallenen Helden zum ewigen Gedächtnis errichtet werden soll. Der Appell richtet sich ganz besonders an die Bürger, die noch in festem Einkommen stehen. Wenn man berücksichtigt, daß der großte Teil der Nachbargemeinden ihren gefallenen Sohnen ein bleibendes Andenken errichtet hat, so muß man endlich in Werne auch mit dem Bau beginnen. Wenn jeder sein Scherflein jetzt noch hinzufügt, kann der Tag der Weihe nicht mehr in weiter Ferne sein. Um die endgültige Errichtung es Ehrenmals zur Durchführung bringen zu können, ist geplant, noch einige Werbeveranstaltungen aufBochum-Langendreer. Abschluswprüfung der Anlernwerkstätten. In Gegenwart des Werksdirektors, Bergassessors Schulze des Werkstattenlei die Abschlußprüft ers Dr. Jng. Wömpe= ng des vierten JahrZechen„Siebenplaneewickelt. Die Prüfung eiger Junke vor. Sie n Eindruck, brachte aus des Beramannsberufes wurde von 27 BergStadiverband der Geflügelzuchtvereine. Auf tehardt im Lok Hibn hielt der Stadtverband der Geflügelzuchtvereine, dem eine Reihe hieVereine angebören, seine Generalversammlung Essen terkrader Str. 76 geb. Gerlach 8. Juni 1933. Statt jeder besonderen Anzeige. Ciott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute abend meinen lieben, treusorgenden Gatten, unsern guten Vater, Bruder, Schwager und Onkel Franz Schmülling nach kurzer schwerer Krankheit, im Alter von 56 Jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach andächtigem Empfang der hl. Sterbesakramente eines santten Todes, tietbetrauert von seiner Familie und dem großen Kreis seiner Freunde. Er ruhe in Ciottes hl. Frieden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Schmülling-Drevermann. Bochum-Gerthe. Pövinghausen, Liesborn, Rees, Oelde. Lippstadt, Riemke, den 6. Juni 1933. erstattete Bericht über die Vertretertagung in Hamm. Besonders konnte er betonen, daß die Provinzialschau vom 10. bis 12. November stattfindet. Die Stadtverbandsschau findet am 25. und 26. November statt. Als Ausstellungsrichter wurden die Mitglieder Linkamp, Hellmann, Zumbansen und als Ersatzrichter das Mitglied Pleuger benannt. Baugenossenschaft Langendreer. Da die ordentliche Generalversammlung der Baugenossenschaft Langendreer unmittelbar bevorsteht, hält diese Genossenschaft nunmehr Rückschau auf ihre bisherige Tätigkeit. Das gut fundierte gemeinnützige Unternehmen hat sich durch die Krisenzeit der letzten Jahre erfolgreich behauptet. Die Genossenschaft verfügt auch heute neben erstklassigem bebauten Grundbesit über genügend baureifes Gelände. Sollte der Banmarkt sich wieder beleben, so ist damit zu rechnen, daß die Langendreerer Baugenossenschaft zu den ersten zählt, die wieder Wohnungen errichten wird. Bochum-Linden-Dahlhausen. b. Die Meßdiener in Neviges=Hardenberg. Gestern, Mittwoch, nahmen die Meßdiener der St. Engelbertund St. Michaelspfarrei an dem Meßdienertag in Hardenberg teil. Die Fahrt, an der auch die Sammlerinnen aus der St. Michaelspfarrei teilnahmen, und in Autobussen vorgenommen wurde, ging recht glücklich vonstatten und hinterließ vor allem auch wegen der erhebenden Feierlichkeiten am Gnadenorte bei den Kindern einen gewaltigen Eindruck. Aus den Müttervereinen. Der kath. Mütterverein Oberdahlhausen unternimmt heute, Donnerstag, eine Fußwallfahrt nach Stiepel. Am gleichen Tage macht der Mütterverein der St. Michaelspfarrei einen Ausflug zum Hackstück in Niederstüter. b. Ausbau der Kassenbergerstraße. Seit gestern ist die Kassenbergerstraße für zirka drei Wochen polizeilich gesperrt worden. Die Umfahrt muß über die traßen„Am Sattelgut“ und Hasenwinklerstraße vorgenommen werden. f. Die Steuerung versagte. Gestern nachmittag fuhr der Autobesitzer R. Schwarz von hier die Oberbartstraße herunter. An der letzten Biegung verlor Böschung hinab. Der Führer konnte sich du zeitiges Abspringen retten, während der We ständig zertrümmert wurde. Aus unserem Verbreitungsgebiel. Witten. Gelddiebstahl. Aus einer Wohnung in der Rüldinghauser Straße wurden in der Zeit von 1245 bis 15.45 Uhr aus einer Geldkassette, die erbrochen wurde. 80 RM jestohlen Wanne-Eickel. Schon wieder Steinwürfe gegen einen Personenzug. Von den Schülern vermann#. Johann F. und Karl H. wurde der zwischen Bochum und Wanne Eickel verkehrende Personenzug von dem Verbindungsweg zwischen der Hordeler und Königsgruberstraße mit Steinen beworfen. Vermißt. Seit dem 2. Juli 1933 wird die Ehefrau Else Maneldorn. geb. Franken, am 2 11. 1913 zu Bochum geboren, zuletzt auf dem Schiff Isabella“ im Osthafen in Wanne=Eickel wohnhaft. vermißt. ro. Mit dem Motorrah verungluckt. Ein Angestellter von hier, der eine Motorradtour an die Ruhr gemacht hatte, verunglückte auf der Heimfahrt schwer. In der Nahe von Steele kam das Motorrad ins Schleudern, wobei der Fahrer die Leitung über das Nad verlor und er mit aller Wucht gegen eine Straßenbahn fuhr. Während der Mitfahrer sich rechtzeitig durch Abspringen in Sicherheit bringen konnte, erlitt der Fahrer so schwere Verletzungen. daß er in ein Essener Krankenhaus überführt werden mußte. fr. Hilfspolizei macht Jagd auf wilde Buchmacher. In den gestrigen Nachmittagsstunden sperrte eine Abteilung der Hilfspolizei die Sedanstraße zwischen Hindenburg= und Scharnhorststraße ab, um eine einstündige Fahndung nach wilden Buchmachern durchzuführen, die sich in letzter Zeit dort unangenehm bemerkbar gemacht haben. Nach Durchführung der Razzia wurde die Straße wieder freigegeben. rb. Der Besuch der Kolonialausstellung im Wanner Stadtgarten=Saalbau ist ein erfreulich guter. Besonders in den Pfingstfeiertagen war der Besuch von Nah und Fern so gut, daß die Besucherzahl bereits in mehrere Tausende geht. Für die herzliche Anteilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter, sagen wir allen herzlichen Dank. Johann Adolf nebst Kindern Freitag. den 9. Juni, morgens 7.10 Uhr, findet in der St. Meinolphuskirche das Jahresgedächtnis für den verstorbenen Stadtrat Wilhelm Krüsmann statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Die Beerdigung findet am Freitag. dem 9 Juni 1 33. achm. 4 U'hr vom Trauerhause. I lopet d aus statt. Das Seelenamt ist morgens 7.10 Uhr in der Ptarrkirche Gott dem Allmächtigen hat es in selnem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen 9 Uhr meine liebe unvergeßliche Frau. unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Ehefrau Peter Utsch Elisabeth geb. Geis ru sich in die Ewigkeit zu nehmen. Sie starb nach kurzer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, vorbereitet durch einen trommen chrietlichen Lebenswendel, gestärkt durch den Emptang der hl. Sterbesakramente, im Alter von tast 40 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Bochum, den 7. Juni 1933. Freitag, den 9. Juni, morgens 8 Uhr, findet in der St. Meinolphuskirche das 30 tägige Seelenamt für den verstorbenen Herrn Hermann Rupprecht statt. wozu freundl. eingeladen wird. Blinden-Verein Pochum Die Vereinsanschritten Die Beerdigung findet Samstag, den 10. Juni, morgens 8 15 Uhr vom Trauerhause, Vierhaustitabe 86 aus, zum Friedhot in B.-Cirumme statt. Daran anschließend ist das Seelenamt in der f. Liboriuskirche in B.-Cirumme. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. SCHÜRMANN& KLAGGES BOCHUM-MUHLENSTRASSE1-14/FERNRUF 64746•GEGR.1872 Vorsitzender: Klavierstimmer Mn« e Bochum. Kreuzstr 10. Rul 6351 Kassierer u. Rohrlager Hamblock Bochum. Rottetr. 1 Spar.-Konto e Fa wird gebeten, nachstehende Handwerker mit Auftragen zu bedenken Norb- und Munitlemter Fucken, Altenbochum. Altenbochume Straße 78. Telefon Nr. 6 7 Konrad Obach. Altenbochum. Zeche Ka roline 12» Siuniiemter Karl Gottachalk. Bochum. Kronprinten aua. Bochum. Elsabstr. 1 Fri. Schulte, Bochum, Meierstr. Hamblock. Bochum. Rottstr. 1 Lischewski, Harpen, Grûner Weg 1 Frl. Deis, Von-der-Reckestr. 100a(Ma schinenstickerin bürsienmamer loffmann. Weitmar Hattinger Straße 18 Handarbelterinnen Fri Keller, Bochum, Bahnhotstrade 11. Vertalsstelte Vertrieb von Blindenarbeiten aller Art Kreusstrabe 10, Teleton 63513 O LoTUIRN heule in Newyork: Max Schmeling— Max Baer Der Ausscheidungskampf zur Schwergewichts-Wellmeisterschaft. Am heutigen Donnerstag— nach unserer Zeitrechnung in der Nacht zum Freitag— wird im Newvorker Hankee=Stadion der seit langem erwartete Ausscheidungskampf zur Schwergewichts=Weltmeisterschaft stattfinden, den die beiden„Mare“ Schmeling(Deutschland) und Baer(Amerika) bestreiten. Deutschlands größter Borer wird also nach langer Pause wieder einmal im Mittelpunkte des Interesses stehen, das allerdings erst in den letzten Tagen, als die Reklametrommel stärker geschlagen wurde, richtig auflebte. Schmeling und Baer sind die Kontrahenten und der Sieger dieses Kampfes wird das Recht haben, den derzeitigen Weltmeister Jack Sharkey(Amerika) zum Titelkampf herauszufordern. Ob das Treffen den erwarteten Besuch findet, kann nicht vorausgesagt werden. Der Kartenverkauf ging in den letzten Tagen recht gut, aber der RiesenJack Dempsey mit Mar Baer. besuch wird wohl doch ausbleiben, denn das Interesse ist für eine Ausscheidung, wenn sie auch vielleicht mehr verspricht, selten so groß wie für den Endkampf um die Weltmeisterschaft. Immerhin waren kurze Zeit nach der Eröffnung des Vorverkaufs bereits für 1000000 Tollar Eintrittskarten vergeben. Altmeister Jac Dempsey, der als Veranstalter für diesen Kampf verantwortlich zeichnet ist denn auch bisber mit dem Lauf der Dinge recht zufrieden. Somit bleibt nur die Hoffnung auf gutes Weiter bestehen, doch auch in dieser Beziebung sollen die Aussichten nicht schlecht sein. Ueber Mar Schmeling weitere Worte zu verlieren, erübrigt sich. Schmeling drängt mit aller Macht darauf, sich den Titel wiederzuholen. Er hat daher auch alles getan, um auf den Tag„fit“ zu sein. Der Deutsche hat große Hoffnungen, er glaubt an seinen Sieg und tatsächlich wird er auch allgemein als Favorit bezeichnet, die Wetten stehen knapp zu seinen Gunsten. Im übrigen bat Schmeling erklärt, daß er im Falle einer Niederlage von der Boxbühne abtreten werde, seine sportliche Laufbahn würde dann mit diesem Kampf abgeschlossen sein. Mar Baer, der Gegner Schmelings, stammt aus Kalifornien, er ist 24 Jahre alt. Mit 18 Jahren begann seine Laufbahn als Boxer, und zwar zunächst als Amateur. Schon hier zeigte sich die große Veranlagung und vor allem die Schlagkraft, die Baers rechte Hand aufzuweisen hat. Bei einem seiner ersten Kämpfe als Berufsborer gab es einen tragischen Zwischenfall. Baer hatte Frankie Campbell zum Gegner, den er in der fünften Runde mit einem schweren rechten Haken so bart am Kopf traf, daß Campbell nicht wieder aufstehen konnte und im Stadttheater Bochum. „Der Bauer geyt um“, das jüngste Bühnenwerk Eugen Ortners, ist als Vorstellung des beutigen Abends angesetzt, und zwar außer für die Mitglieder der Serie B der Deutschen Bühne in weitgehendem Maße für die freie Besucherschaft, für die Plätze zu Preisen von 0,50 bis 3,50 RM zur Auswahl bereit sind. Die Ruhrknappschaft hat für morgen in geschlossener Veranstaltung Hanns Johsts „Schlageter“ zu erwarten: ein Kassenverkauf findet nicht statt. Der Samstag bringt die zweite Veranstaltung des Schüler=Zyklus: Shakespeares Traueripiel„Drhello“. Der billigste Platz zu der Auffuhrung kostet 0.30 RM: mit 1.20 RM ist die bberite Preisgrenze angegeben. Bestellungen werden von der Theaterkasse gern entgegengenommen. Eine Neuheit des Schauspiels ist für den Beginn der kommenden Woche zu erwarten: Dr. Heinz Wildhaaen ist bei den Vorbereitungen zur Inszenierung von Schmidtbonns„Graf von Gleichen“. Heute Wiener Cperettenabend des Stadtischen Crchesters. Bei günftiger Witterung veranstaltet das Städtische Orchester heute, Donnerstag, den 8. Juni, abends 8 Uhr auf der Terrasse„Haus Rechen“ einen Wiener Operetten=Abend mit folgendem Programm: Marsch aus„Boccaccio" von Fr. von Suppé: Ouvertüre„Die schöne Galathee“ v. Fr. v. Suppé; MartinWalzer aus„Der Obersteiger“ von C. Zeller;„Wer né getraut", Lied aus„Der Zigennerbaron“ und legyptischer Marsch von Joh. Strauß: Fantasie aus Krankenhaus verschied. Es folgten nun einige Niederlagen Baers, und zwar gegen Johnny Risko, Paolino, Tommy Lourghran und Ernie Schaaf, der kürzlich verstorben ist. Baer hatte in diesen Kampfen mit derart großen Borern viel gelernt und bald kam auch der Umschwung. Tom Heeney, der einmal mit Tunney um die Weltmeisterkrone kämpfte, und der portugiesische Riese José Santa wurden entschei. dend besiegt, auch Leß Kennedey und Artur de Kub batten gegen Baer nichts auszurichten. Desgleichen wurden die Revanchekämpfe mit Johnny Risko und Tuffy Griffith gewonnen. Dann kam der große Erfolg gegen Ernie Schaaf und dadurch rückte Max Baer in die vorderste Linie der Anwärter auf die Weltmeisterschaft. So kam schließlich der Ausscheidungskampf mit Max Schmeling zustande, der nun am Freitag früh nach unserer Zeitrechnung in Szene der betont Am Mittwoch nachmittag hielt das Internationale Olympische Comitée in der Wiener Akademie der Wissenschaften die erste Arbeitstagung ab, bei der bereits einige wichtige Beschlüsse gefaßt wurden. Zu dem Festakt hatten sich Vertreter von 24 Nationen, für Deutschland Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg, Dr. Ritter von Halt und Erzellenz Dr. Lewald, Bundespräsident Bundeskangler Dollfuß, der Erzbischof von Wien, der Bürgermeister und der Landeshauptmann, das gesamte Diplomatische Korps sowie die österreichischen Sportführer eingefunden. Dr. Th. Schmidt, der Vorsitzende des österreichischen Olympischen Komitees, hielt in gewandter Form. abwechselnd in deutscher und französischer Sprache, die Begrüßungsrede und dankte allen Anwesenden im Namen des österreichischen Sports für hr Erscheinen. Sodann ergriff Bundespräse. dent Miklas das Wort. der das besondere Interesse der österreichischen Regierung für den Sport betonte. In einer längeren Rede gab dann der Präsident des JCC. Graf Baillet= Latour, einen Bericht über die gegenwärtige olympische Situation und betonte besonders, daß noch keine olympische Tagung unter einem so günftigen Stern gestanden habe Im Laufe der Beratungen fand der Beschluß von Barcelona, nach dem die deutsche Reichshauptstadt mit der Austragung der XI. Olympischer Spiele traut wurde, erneut Bestätigung. e. von Dr. von Ha. gestellte Antrag, die Winterspiele nach dem oberbayerischen Kurort Garmisch=Partenkirchen zu vergeben, wurde einstimmig angenommen. Die Wahlen waren schnell erledigt. Graf Baillet- Latour wurde als Präsident einstimmig wiedergewählt. Für die ausscheddenden eng= lischen Mitglieder Lord Rocdace und General Hentish wurden der bekannte Hurderanter und Olympionike Lord Burghley und Dir Noel Curtiß=Bonnet Mit der von dem Amerikaner Bardlen=Keeler in Los Angeles einge= ichten und preisgekrönten Olympischen umne schloß der enalt Vor dem Museumsplatz wurden die Vertreter der tzung stürmisch be nige Fragen des aillet-Latour, an Len en des 30C. chen Vertreter Grundgesetzes mit der deut= 1. egierung fol deutiche lympische Komitee hat das ihm tionsausschuß übertragen, der wie folgt zusammengesetzt ist: Präsident: Dr. Th. Lewald. Mitglieder: Friedrich von Mecklenburg, Dr. von Tschammer und Coten als Präsident HerDer Sieger im Adolf-Hiller-Jungmann-Achter. Unser Bild zeigt den Bochumer In regatia(von rechts nach links) Nr. 1 Brinkmann, Nr. 7 Gehres, Nr. 8 Ke mer Frühjahrs5 Glatel, Nr. 6 „Tau„Der Vogelhandler“ von C. Zeller; Cuvertus „Prinz Methusalem“ von Joh. Strauß:„e nur deine Liebe“", Lied aus„Boccaccio“ von Fr Supp“; Russischer Marsch von Joh. Strauß; send und eine Nacht“ Walzer aus„Indige Joh. Strauß; Ouvertüre zu„Leichte Cavallerie Fr. von Suppé;„Fürs Vaterland“, Marsch aus Bettelstudent“ von C. Millocker. Leitung: Konzert meister Hans Treichler.— Der Eintrittspreis beträg 30 Rpf., Zehnerheit 2.50 RM. Schüler 20 Rpf.(S. Anzeige.) er Zweimal Schlacht bei Leuthen. Auf der Landstraße nach Leuthen brechen aus dem Dezember Frühnebel die ersten Kavallerievatrouillen Friedrichs. Vorsichtig, Fühler der großen Armee. tasten sie die Landschaft ab. Patrouillen kommen zurückgejagt. Schreie. Kommandos: An die Gewehre! Patronentaschen klappern, Baionette klirren, die Regimenter formieren sich. Schon rasseln die ersten Artillerieabteilungen vorbei Friedrch steht vor seinem Zelt. umgeben von seinen Generälen. Als erster schwingt sich Sendlitz aufs Pferd und sprenat klirrend an der Spitze seiner Kürassiere in den Nebel.„Auf die Pferde. Messieurs. auf nach Leuthen!“ Dumpfe Trommelwirbel. Ueber all wälzen sich die Kolonnen vorwärts Einige Stunden spater ist das Schicksal Schlesiens entschieden. Die Oesterreicher— 52 000 Mann— lassen sich von 33000 Mann einkreisen, die Truppen Dauns. Nadasdys und Luchesis in wilder Flucht lassen 12 300 Mann als Gefangene und beinahe die Hälfte ihrer Geschütze in den Handen der Preußen zuruck und über das abendliche Schlachtfeld brausen die Klänge des Chorals„Nun danket alle Gott“, des „Chorals von Leuthen“. 175 Jahre später— Spuk auf der Landstraße Aus dem Nebel eines Novembertages losen sich Zietenpatrouillen und traben am Autoparkplatz vorbei. wo Lastautos, elegante Privatwagen neben einer alten. gelben Diligence stehen. Friedrich— Otto Gebühr— umgeben von seinen Generälen, von riesigen Scheinwerfern, die auf hohen Türmen montiert sind, beleuchtet, schwingt sich aufs Pferd „Messieurs, auf nach Leuthen“ Und rasselnd jagen die Küraisiere Sendlit' in den Nebel. Ueberall brennen noch die Lagerfeuer der Grenadiere, die Truppen formieren sich— Regisseur Froelich brüllt vom Turm Kommandos ins Megaphon— die Filmschlacht beginnt Schon die ersten Kanonenschüsse Der Film„Der Choral von Leuthen“ läuft ab Freitag im Lichtspielbaus an der Marienstraße. Lichtspielhang. Heute 3 Uhr zum letzten Male: Das Geheimnis um Johann Ortb“.— terner zenny Jugo und Hans Brausewetter in Zigeunerder Nacht. Reizende Schlager und inschmeichelnde Musik.— Heute abend keine Vortellung mehr. Deutsche Jugendkraft. rden, daß die rechte Hand mit ihrer ungeheuren Schlagkraft die Hauptwaffe des Amerikanere ist. der auch hierin seine ganzen Hoffnungen setzt. Bei der guten Deckungsarbeit von Schmeling wird er aber wohl nicht richtig mit der Rechten durchdringen können. Dann kann aber auch Schmeling ungemein hart schlagen und es in gar nicht ausge= schlossen, daß bei der großen Routine des Deutschen Max Baer eber und schwerer mitgenommen ist als Schmeling. Jedenfalls stehen die Aussichten für den Deutschen recht gut und wir glauben auch an einen Sieg Schmelings. Wie das Ende allerdings lauten wird, ist schwer vorauszusagen. Wenn der Kampf über die Distanz geht, dann ist Schmeling der Sieger, er darf sich nur nicht vorher irgendwie über= raschen lassen. 11. Olympische Spiele 1936 in Berlin. Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen.- Olymxischer Kongreß eröffnet. Pfingstfahrt der DIK.„Westfalen“ Langendreer. Wie alljährlich, so waren auch in diesem Jahre die„Weitfalen“ zu den Pfinattagen auf Reisen. ca. 20 Personen wurde die Reise ins Sauerland am 1. Feiertag morgens 7 Uhr angetreten. Nach 1stün. diger Fahrt über Witten, Hagen hielt man in Brügne zu kurzer Rast. Dann ging es weiter über Meiner= bagen dem Bestimmungsort Olpe entgegen, wobei die herrliche Gegend volle Begeiste derung auslöste. Bei der Ankunft in Olpe wurde allen ein herzlicher Empfang zuteil. Nach der Mu. tagspause stieg das Freundschaftsspiel „Blau=Weiß“ Olpe—„Westfalen“ Langendreer Die Gastgeber konnten dieses Treffen knapp für sich entscheiden. Infolge Abganges zum F#D. und zur Landhilfe, sowie des ungewohnten harten Bedens fanden sich die Hiesigen nicht so recht. Dennoch konnten sie bis zur Pause einen zielen. Nach dem Wechsel gelang es dem Gastace bald in kurzen Abständen das Resultat auf 8:2 zu stellen. Doch nicht lange währte es, und Lan holte den Ausgleich. Weitere Angriffe unterbard erweise. Die 7 besitzer stellten durch einen Strakstoß und Handen. meter die Partei auf 5:3. Einen knappen Stea. zu= t aber ein Unentschieden bar. dreer verdient gehabt. Einige frohe Stunden gemütlichen Beisammenseins am Abend beschlossen den Tag. Am andern Morgen unternahm man einen flug unter Führung der Olpener Freunde in de nähere Umgebung Olpes. Zur Mittagsgeit gina et nach Rüblinghausen, um sich am Nachminag im Freundschaftsspiel mit der dortigen T34 messen. Hier errangen die Bochumer einen e tigen 5:0-Sieg. Jm Gegensatz zum ersten Fcierian hatten es die„Westfalen“ leichter und bei emes mehr Schußvermögen hätte leicht ein noch hoherer Siea herausspringen können. Nach kurzem Aufenthalt fuhr man wieder nach Olbe zurück und verlebte dort bis zur Abfahrt nech einige vergnügte Stunden. Mit dem Bewußtsein, herrliche Pfingsten im schonen Sauerland werebt zu haben, wurde die Rückfahrt angetreten und man langte in frober Stimmung wieder in der Heimat an.—„Westfalia" Warendorf—„Westfa gendreer la 6:2, D#K. Herzebrock—„Weitfalen“ Langendreer la 5:3. „Rasensport“ Weitmar 09 im Münsterland. Am 1. Pfingittage weilten die„Rasenipe mit beiden Stammannschaften in Roxel bei Munster. Sie wurden von der dortigen DJK. freundlich aufgenommen und verpflegt. Das Spiel der zweiten Mannschaften endete mit einem 9:0-Siege der We marer. Das folgende Spiel der ersten Garnituren beschlossen die Hiesigen beim Stande von 5.2. Für den 2. Feiertag waren Spiele in Havirbeck vorge= uch der war der Empfang un pflegung vom beiten. Im Freundschaftstreffen sicate die 1. Mannschaft mit 8:2 und die 2. Elf mit 3:1. des Deutschen Olympischen Ausschusses, Overbürgermeister Dr. Sahm und Dr. Diem als General= sekretar. 2. Alle olumpischen Vorschriften werden auf das genaueste beachtet werden. Die deutschen Juden werden aus der deutschen Mannschaft für die XI. Olympischen Spiele und die IV. Clympischen Winterspiele nicht ausgeschlossen Noch Karten zum 9FB.-Endspiel. erfahre sind Werne „Zur deutschen Flotte“ noch einige Vorverkaufskan für das Endspiel um die deutsche Fuswallmen schaft zwischen Schalke 04 und Fortuna Dussel in Köln zu baben. Die Karten können im La abgeholt werden. W. 5. B.-Handball-Auswahlspiel. Heute abend wird auf dem Westfalia Auswahlspiel folgender Kombinationen an mittlung einer Stadtmannschaft ausgetra Polizei=2 B. TuS. Bochum Westkalia Ber. Preusien 07 M.B.B. Linden. Begclivbow, der Sieger von Aachen Das Nationale Deutsche Schachmeisterturnier“ Aachen endete mit dem Siege des Deutschrussen Boaoliubow. der damit seinen Titel als Deutscher Schachmeister erfolgreich verteidigte. Ver Schlußstand des Turniers: 1. Bogoljubow 7½ F - Richter 7 P., 3. und 4. Ahues und Saemisch ie 6½ P., 5. Weißgerber 6 P. Rellstab und mann teilten sich in den sechsten Preis. die übrigen Teilnehmer erreichten folgende Punktzahlen: velling 4½ Dr. Roedl 4, Dr. van Nueß 3. Das 4. Bezirks=Schachfest des Kath. Schachbundes im K. J.V., Bezirk Bochum findet am Sonntag, dem 11. Juni im Weinen Sace der Bürgergesellschaft statt. Nachmittags 14 Uhr ist eine große Simulianvorstellung des Westfälischen Bundes= und womneer Stadtmeisters Paul Kroll an 60 Brettern. Abends um 20 Uhr ist Beginn der Festveranstaltung mit großem Programm, Tanzvorfuhrungen, Musikvortrage, Theaterstücke usw. verbürgen genußreichen Abend. Außerdem werden die Sieser= ehrungen der letzten Meisterschaften erfolgen. Eintrittspreis beträgt nur 0,25 RM. Der gesamten katholischen Jugend wird der Besuch der Veranstal= tungen bestens empfohlen. Der Reinertrag der Veranstaltungen dient der Jugendertüchtigung durch die kath. Schachsportbewegung.(S. Inserat.) Wichtige Sportveranstaltung 4. Bezirks-Schachfest des Kath. Schachbundes im A. J. V., Bezirk Bochum am Sonntag. II. Juni im Weißen Saale der Bürgergesellschan. 14 Uhr grodes Reihensplel des Sehachmelst » Mratl an 60 Brettern. 20 Uhe groses re mII VANZ. Theater und Slegerenrung. Emtriiteprele: RM0 25. Die g.. kathollsche Jugend Bochume let eingeladen. Amkseinfü Oberprösidenlen Kassel, 8. Juni.(Dra Mittagsstunde trafen Mi und der neue Oberprasid 1. Prinz von H mahlin, die Prinzessi gleitung auf dem Kassele wurden auf dem Bahnste Gauleiter der Provinz so borden begrüßt. Auf der Palais wurden der Ober von einer die Straßend schenmenge gefeiert. Die Amtseinführung Göring selbst vor. Wer war Nitolaus Nizza, de In einem der elegant wurde der ständig in Fr Nikolaus Karageo den. Die polizeiliche Unt angebliche Prinz am Apothele zur anderena jeder Morphium zu besa nahm er eine zu starke Do mus nicht mehr gewachser bemerkte seine Gattin, da mierte sofort die Polizei. Man dachte zuerst an der Prinz keine Abschied und seine Gattin beteue Selbstmord gedacht, so kon ungluckseligen Unfall har trotz alledem die Ermittel einwandirei festzustellen, war und was er währe trieben hatte. Aus Rußla Im Gotha war der Prinzen nicht zu finden. Gattin. einer Jugoslaw serbischen Königs gievic. Sein Vater sischen Diensten gestande kampfte der Verst in der russischen Armee; holt aus. Nach dem Zusammen den Dienst. Er wollte in jedoch verhaftet und Straftaten, die er wie se begangen hatte, verurte ihm, zu fliehen und n Wanderung durch halb zu kommen. Sein Ver retten können. Er ließ warb die franzosische führte das Leben eines a ren hatte er sich dem 2 Entwöhnungskuren blieb Aufenthalt in Nizza nutz Der Vorfall ind Zum ersten Mal hor dem Prinzen vor einige eines furchtbaren Mißver den andauernden Mor schwächt, brach der Pr Straße zusammen. Man Krankenhaus, wo alle W gebnislos blieben. Der schließlich an, daß der 4 und stellte einen Todes Da man nicht wußte, schaffte man ihn in die spielte sich am nachsten T fall ab: der Diener der bemerkte plutzlich, wie tete und langsam Vor Schreck wurde en Nikolaus Karag schweren Rauschzustand wieder zu sich gekommen Es scheint, daß der P schweren Giftrausch mit Wie aus Paris berichtet Verwandter des von Jugoslawien. Erster Flug im r. verkehr nach Berlin, 8. tiktischen Versuche für erbindung nach Südame Zalflugboot D 206 lal den Südatlanti rikanische Kuste) und 9 der Atlantikflug wurde nzwei Etappen1 anduna bei dem vor larterten und als Flugs datlantik kreuzenden urchgeführt. Der Start rfolgte mittels der neu Rekordfahrt des Friedrichshafen. 8. Ju Luftschiffhau mitteilt. Sennelin“ die Streck Recife in 65 Stun zurückgeleat. 12.55 reichte das Luftschiff Re jedach wegen starken W und kreuzte einige Stun nichen Küstengebiet. Un erfolate auf dem Fluaple Rekordzeit von 65 Stund Große hikew Schlechte E Chitago. 7. Juni.(T mittlere Westen werden ner furchtbaren e Temperatur stieg a Unter der Hite hat in treide gelitten. Gew bergehende Erleichterur lrachtlichen Ernteschäden Amtseinführung des Oberprösidenlen Prinz von hessen. Kassel. 8. Juni.(Drahtb.) Gestern um die Mittagsstunde trafen Ministerpräsident Göring und der neue Oberpräsident der Provinz HessenAassau, Prinz von Hessen, sowie seine Gemahlin, die Prinzessin Mafalda, mit Beneuung auf dem Kasseler Hauptbahnbof ein. Sie wurden auf dem Bahnsteig von dem heisischen Gauleiter der Provinz sowie den Spitzen der Bevorden begrüßt. Auf der Weiterfahrt zum Roten Palais wurden der Oberprasident und die Gäste von einer die Straßen dicht umsäumenden Men schenmenge gefeiert. Die Amtseinführung nahm Ministerpräsident Göring selbst vor. Wer war Nikolaus Karageorgievic? Nizza, den 7. Juni.(Drahtb. In einem der elegantesten Hotels von Nizza wurde der ständig in Frankreich lebende Prinz Nikolau= Karageorgievic tot aufgefunden. Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß der angebliche Prinz am Tag vorher von einer Apothele zur anderen gefahren war, um sich in jeder Morphium zu beschaffen. In der Nacht nahm er eine zu starke Dosis ein, der sein Organismus nicht menr gewachsen war. Am nächsten Tag bemerkte seine Gattin, daß er tot war. Sie alarmierte sofort die Polizei. Man dachte zuerst an Selbstmord. Da aber der Prinz keine Abschiedsbriefe hinterlassen hatte und seine Gattin beteuerte, er habe niemals an Selbitmord gedacht, so konnte es sich nur um einen ungluckseligen Unfall handeln. Die Polizei setzte trotz alledem die Ermittelungen fert, um vor allem einwandfrei festzustellen, wer eigentlich der Prinz war und was er während der letzten Jahre ge trieben hatte. Aus Nußland geflohen. Im Gotha war der Name des angeblichen Prinzen nicht zu finden. Nach Angaben seiner Gattin. einer Jugoslawin, entstammte er der serbischen Konigsfamilie Karageorgievic. Sein Vater soll als General in russischen Diensten gestanden haben. Während des Krieges kämpfte der Verstorbene als Fliegeroffizier in der russischen Armee; er zeichnete sich wiederholt aus. Nach dem Zusammenbruch verließ der Prinz den Dienst. Er wollte in Rußland bleiben, wurde jedoch verhaftet und sollte wegen verschiedener Straitaten, die er wie seine Gattin versichert, nie begangen hatte, verurteilt werden. Es gelang ihm, zu fliehen und nach einer abenteuerlichen Wanderung durch halb Europa nach Frankreich zu kommen. Sein Vermögen hatte er ebenfalls retten können. Er ließ sich in Paris nieder, erwarb die franzosische Staatsangehörigkeit und führte das Leben eines großen Herrn. Seit Jah ren hatte er sich dem Morphiumgenuß ergeben; Entwöhnungskuren blieben erfolglos und auch der Aufenthalt in Nizza nützte wenig Der Vorfall in der Leichenkammer. Zum ersten Mal hörte die Oeffentlichkeit von dem Prinzen vor einiger Zeit, als er das Opfer eines furchtbaren Mißverständnisses wurde. Durch den andauernden Morphiumgenuß stark geschwächt, brach der Prinz eines Tages auf der Straße zusammen. Man brachte ihn sofort in ein Krankenhaus, wo alle Wiederbelebungsversuche ei gebnislos blieben. Der behandelnde Arzt nahm schließlich an, daß der Natient gestorben war, und stellte einen Todesschein aus. Da man nicht wußte, wer der Fremde sei. schaffte man ihn in die Leichenkammer. Dort spielte sich am nachsten Tag ein unheimlicher Vorfall ab: der Diener der Leichenkammer bemerkte plützlich, wie eine Leiche sich aufrich tete und langsam die Bahre verließ. Vor Schreck wurde er ohnmächtig. Es war Nikolaus Karageorgievic, der den schweren Rauschzustand überwunden hatte und wieder zu sich gekommen war. Es scheint, daß der Prinz diesmal einen ebenso schweren Giftrausch mit dem Tode bezahlt hat. Wie aus Paris berichtet wird, war er ein naher Verwandter des jetzigen Konigs von Jugoslawien. Erster Flug im regelmäßigen Luftverkehr nach Südamerika. Berlin. 8. Juni.(Drahtb.) Im Rahmen der zur gest von der Deutschen Lufthansa unternommenen praktischen Versuche für den Betrieb einer bindung nach Südamerika hat das Dornierilflugboot D 2069„Monsum“ zum ersten 3 derikanische Kuste) und Natal(Brasilien) überquert. Der Atlantikflug wurde in der vorgesehenen Weise in zwei Etappen mit einer Zwischenlanduna bei dem vom Norddeutschen Llond gecharterten und als Flugstützpunkt in der Mitte des kreue burchgeführt. Der Start von Vord der„Westfalen“ entolgte mittels der neuen Heinkel=GrofskatapultanRekordfahrt des„Graf Zeppelin“. „Friedrichshafen. 8. Juni.(Drahtber) Wie der Luftschiffbau mitteilt, hat das Luftschiff„Graf Jeppelin" die Strecke FriedrichsbafenNecife in 65 Stunden und 28 Minuten duruggelegt. 12.55 Uhr Greenwicher Zeit erreichte das Luftschiff Recife(Pernambuco). konnte jenach wegen starken Windes nicht gleich landen und kreuste einige Stunden über dem südamerikanischen Küstengebiet. Um 20 Uhr Greenwicher Zeit erfolate auf dem Fluaplan in Pernambuco nach der Aekordzeit von 65 Stunden die glatte Landung. Große hitzewelle in Chicago. Schlechte Ernteaussichten. Chitago, 7. Juni.(Drahtber) Chicago und der mitilere Westen werden seit einigen Tagen von ener furchtbaren Hitzewelle heimgesucht. * Temperatur stieg auf 38 Grad Celsius. nier der Hitze hat insbesondere das Saatge teide gelitten. Gewitter schulen nur eine vortergehende Erleichterung. Man rechnet mit belrachtlichen Ernteschäden. Wieder ein Revolverattentat. 40 Schüsse gegen Venizelos. Seine Frau und zwei weitere Personen verletzt. (II. Atben, 7. Juni.(Drahtb.) Am Dienstag gegen 23 Uhr wurde auf den ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten Venizelos ein Anschlag verübt. Als Verszelos mit seiner Frau sich auf der Ruckfahrt von Kiphissia nach Athen befand, wurde sein Kraftwagen von einem anderen Kraftwagen verfolgt dessen Insassen über 40 Schüsse abgaben. Venizelog wurde aber nicht getroffen, sondern erlitt nur leichte Verletzungen durch Glassplitter. Seine Frau und der Kraftwagen. führer wurden von mehreren Kugeln getroffen, befinden sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Ein Begleiter des ehemaligen Ministerpräsidenten, der sich gleichfalls im Kraftwagen befand, wurde schwer verletzt. Die Attentäter konnten unerkannt entkommen. Zu dem nächtlichen Anschlag auf den ehemaligen Ministerprasidenten Venizelos werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Renizelog hatte mit seinem Gefolge Verwandte besucht. Bei der Rückkehr wurden die beiden Kraftwagen— in dem ersten befand sich das Ebepaar Venizelos, in dem anderen die Leibwache— von einem dritten Kraftwagen an einer einsamen Straßenbiegung überholt. Die Insassen dieses Wagens gaben etwa 40 Schüsse zunächst auf die Leibwache und dann auf das Ehepaar ab. Venizelos kauerte sich geistesgegenwärtig sofort auf den Boden und zog auch seine Frau vom Sitz. Dennoch wurde sie von vier Schüssen getroffen. Auch der Kraftwagenführer wurde schwer verwundet, während Veni elog unverleut blieb. Trot seiner Verletzungen brachte der Wagenführer Frau Venizelos in das Athener Krankenhaus. Der Wagen ist bei der Schießerei arg zugerichtet worden. Die Täter, die Dum=Dum=Geschosse benutzt hatten, sind unerkannt entkommen. Der Bruder des Königs von Afghanistan in Berlin getötet. Sirda Muhammed Azziz Khan, der ältere Bruder des jetzigen Königs von Afghanistan, dessen Land er in der Reichshauptstadt als Gesandter vertrat, wurde in Berlin das Todesopfer eines Revolver=Attentats, das ein afghanischer Student auf ihn verübte. Rechnungsabschluß 1932: Gesamlfehlbetrag: Ergebnis„insgesamt zU Berlin, 8. Juni.(Drahtb.) Am 31. Mai sind die Bücher der Reichshauptkasse für das Rechnungsjahr 102 abgeschlossen worden. Der Abschluß ergibt folgendes Bild: Am Ende des Rechnungsjahres 1931 war beim ordentlichen Haushalt ein Fehlbetrag von 1690 Millionen M. vorhanden, der sich wie folgt zusammensetzte: Restlicher Fehlbetrag des ordentlichen Haushalts aus dem Jahre 100: 770 Millionen M., Fehlbetrag des ordentlichen Haushalts 1031 419,1 Millionen M., auf den ordentlichen Haushalt übernommener Fehlbetrag des außerordentlichen Haushalts Ende 1931: 470,9 Millionen M. Hiervon sind im Rechnungsjahr 1002 durch die außerordentliche Schuldentilgung 420 Millionen M. abgedeckt worden. Das Rechnungsfhar 1932 bleibt somit mit einem Fehlbetrag aus Vorjahren in Hohe von 1270 Millionen M. belastet. Im Rechnungsjahre 192 ist beim ordentlichen Haushalt ein neuer Fehlbetrag in Höhe von 6io Millionen M. entstanden. In der Hauptsache ist dieser auf das weitere Absinken der Steuereinnahmen zurückzuführen. Die Steuern und Zölle sind im Rechnungsjahr 1932 um rd. 817 Millionen M. hinter den Haushaltsansätzen zurückgeblieben. Dieser Ausfall geht mit rd. 427 Millionen M. zu Lasten des Reiches und mit rd. 300 Millionen M. zu Lasten der Länder und Gemein den. Ein weiterer Einnahmeausfall von rd. 46 Millionen M. ist dadurch entstanden, daß aus dem Verkauf von Reichsbahnvorzugsaktien anstatt der im Haushaltsplan vorgesehenen 100 Millionen M. nur eine Einnahme von rd. 54 Millionen M. erzielt werden konnte. Der dann noch verbleibende Rest des Fehlbetrages in Hohe von 137 Millionen M. ergibt sich aus Nettomehrausgaben in Höhe von rd. 143 Millionen Mark, denen Nettomehreinnahmen von rd. 6 Millionen M. gegenüberstehen. 3. Die in das neue Rechnungsjahr übergehenden Reste sind gegenüber dem Vor1.88 Milliarden. nicht ungünstig“. jahr von 157,7 Millionen M. um 67,7 Mill. Mark auf 225,4 Millionen M. gestiegen. 4. Der Ende 1931 beim außerordentlichen Haus halt verbliebene Fehlbetrag von 470.9 Millionen Mark war im Vorjahr auf den ordentlichen Haushalt übernommen worden. Zur Deckung der am Schlusse des Rechnungsjahres 1031 verbliebenen Reste des außerordentlichen Haushalts war ein Bestand von netto 57,9 Millionen M. auf das Rechnungsjahr 1932 übertragen worden. Die Ausgaben haben 20,8 Millionen M. betragen, so daß noch ein Bestand von 37,1 Millionen M verbleibt, der zur Deckung der noch abzuwickelnden Restausgaben des außerordentlichen Haushaltes dient. 5. Unter Berücksichtigung der Fehlbeträge aus den Vorjahren ergibt sich am Ende des Rechnungsjahres 1932 ein Gesamtfehlbetrag von 1880 Millinnen M. Am Ende des Rechnungsjahres 1931 betrug der Fehlbetrag 100 Millionen M. Er ist also im Rechnungsjahr 1932 gestiegen um 190 Millionen M., und zwar hat er sich einerseits erhöht um den Fehlbetrag des Jahre 103° in Höhe von 610 Millionen M. und andererseits vermindert um die außerordentliche Schuldentilgung in Höhe von 420 Millionen M. In Höhe von rd. 46 Millionen M. ist der Fehlbetrag des Jahres 1992 dadurch entstanden, daß Reichsbahnvorzugs aktien in entsprechender Menge nicht verkauft worden, sondern im Besitz des Reiches geblieben sind. Vom Standpunkt der Vermögensbewegung aus gesehen, vermindert sich also der Zuschußbedarf des Jahres 1032 um diese Summe Das Abschlußergebnis für 1932 kann danach. angesichts der weiteren Verschärfung der Wirtschaftskrise, im abgelaufenen Jahre nicht als ungünstig bezeichnet werden. Prozeßbeginn in Baduz. Die Enlführung der Rolters. Die beiden Hauptangeklagten über ihre Beweggründe. TII. Badus, 8. Juni.(Drahtb.) Der Prozeß wegen des Anschlages auf die Gebrüder Schaie, genannt Rotter begann am Mittwoch vormittag vor dem Kriminalgericht in Vadug unter starkem Andrang des Publikums und der Presse mit der Veresung der Anklageschrift. Diese richtet sich gegen den Studenten Peter Rheinberger, dessen Onkel, den Kurbausbesitzer Rudolph Schaedler, den Chauffeur Eugen Frommelt und schließlich gegen den Architekten Franz Roeckle. Wahrend Rheinberger der „öffentlichen Gewalttätigkeit durch versuchten Menschenrauh sowie Anstiftung hierzu“ beschuldigt wird, haben sich die übrigen drei Angeklagten wegen Anstiftung bezw. Mithilfeschaft zu verantworten. Den Gegenstand der Anklage bildet der bekannte Versuch vom 4. April d. J., die Gebrüder Rotter Ja entführen, um sie den deutschen Gerichtsbebörden zu übergeben. Nach Verlesung der Anklageschrift und der Feststellung der Personalien der vier Angeklagten wurde mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen. Rudolph Schaedler, ein Dreißiger, ist Leiter des von seinem Vater erhaltenen und der Familie gehörenden Kurhauses Gafflei, bei dem sich der Ueberfall abspielte. Schaedler schilderte auf Befragen des Vorsitzenden, wie in ihm die Empörung gewachsen sei, daß die Familie Schaie in Liechtenstein ein Asyl fand, nackdem sie in Berlin so bedeutende Schulden hinterlassen hatten. Er hatte ursprünglich den Plan, die Hotelbesitzer des Landes zu einer Versammlung zusammenzuverufen und hierzu auch den Regierungschef einzuladen, um über die Lage zu beraten, da zu befürchten sei, daß die deutschen Feriengäste infolge der Anwesenbeit der Rotters nicht mehr nach Liechtenstein kommen wurden. Es hatten ihn bei diesem Plan nur die Interessen der Gesamtheit geleitet, nicht eigene wirtschaftiche Motive. Den Plan habe er fallengelassen. Er. Schaedler, habe sich dann nach dem Waldhotel begeben, wo die Schaies wohnten, lediglich, um sich nach ihren weiteren Absichten zu erkundigen. Als Schafes sich für das Kurhaus Gafflei interessierten. entstand der Gedanke, paß man sie dort festnehmen könne. Schaedler ließ diesen Gedanken aber wieder fallen, da er ihn nicht für geeignet hielt. Unterdessen hatte sein Neffe Nheinberger deutsche Kameraden aus Konstanz bei Nacht=nach Vaduz gebracht. Am Ueberfall selbst wirkte Schaedler nicht mit, er trat vielmehr hinter das Haus und kam erst wieder hervor, als die deutsche Gruppe infolge des Herannahens von anderen Personen sich aus dem Staube machte. Er will nicht die Absicht gehabt haben, den verletzten Fritz Rotter noch zu entführen. Das wäre Wahnsinn gewesen, sagte er, sondern er habe lediglich aus Mitleid mit ihm ihn nach Laduz zurückbringen wollen, deshalb habe er auch die Aufforderung Fritz Rotters, zuhalten, nicht beachtet. Neu ist die Angabe Schaedlers, daß Fritz Rotter während der Fahrt versucht habe, ihn zu würgen. Trotz mehrmaligen Vorhaltens des Vorsitzenden, daß er das bisher in der Voruntersuchung nicht gesagt habe, bleibt er bei dieser Behauptung. Dasselbe gilt auch für seine Angabe, er habe geglaubt, weil die Rotters auch die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen, sei es nicht gesetzeswidrig, wenn sie mit Gewalt nach Deutschland zurückgebracht würden. Er erklärt, alles sei Dienst am Vaterland gewesen, da er sein Land von der Schande habe befreien wollen. Peter Rheinberaer wurde alsdann als zweiter Hauptbeteiligter eingehend über die Motive und die Vorgeschichte der Tat befragt. Er ist ein Siudent von 20 Jahren, macht zwar einen etwas unklaren Eindruck, steht aber mit Offenheit zu dem, was er getan hat. Er erklärt, daß er aus Zeitungen mit Entrüstung über das Verhalten der Rotter im Berliner Theaterbetrieb gelesen habe und mit seinen Freunden am Technikum in Konstanz gemeinlam übereingekommen sei, etwas on tun, um die Rotters dem Gericht in Deutschland auszuliefern. Auf Befragen erklärte Rheinberger, zwei der Kameraden gehörten der SS an und zwei seten SA=Leute. In Konstanz kaufte er eine Gaspistole und eine Handschelle. Ein anderer Beteiligter brachte noch eine zweite Gaspistole mit. Man hatte die Absicht, eine körperliche Schädigung der Rotters zu vermeiden. Man wollte sie nur betäuben, um sie dann ohne Schwierigkeiten fesseln und abtransportieren zn können. Sowohl Rheinberger wie Schaedler erklären, daß sie sich nicht bewußt gewesen seien, etwas Ungesetzliches zu tun. Zum Schluß der Vernehmung dieser beiden Landlangerlagten wurde Rheinberger gefragt. wie er sich erkläre, daß am Ueberfallort ein Browning=Geschoß gefunden worden sei. Er erklarte, daß möglicherweise die Rotters eine Waffe bei sich gehabt bätten, stellte aber fest, daß sie nicht geschossen hätten. Damit war die Vernehmung der beiden Hauptangeklagten beendet. Es folgte das Verhör der beiden weiteren Mitangeklagten, des Architekten Roeckle und des Chauffeurs Frommelt. Schweres Grubenunglück in Ostoberschlesien. Drei Bergarbeiter verschüttet. Kattowitz. 7. Juni.(Drahtber.) Auf der Saturn=Gruve im Dombrowaer Industriegebiet wurden am Dienstag abend bei einem Pfeilerabbau drei Bergarbeiter verschüttet. Die sofort eingesetzten Rettungsmannschaften konnten bisher nicht zur Unsallstelle vordringen, da weitere Einstürze zu befürchten sind. Von den Verschütteten gibt einer Lebenszeichen: mit den beiden anderen konnte eine Verbindung bisher nicht aufgenommen werden. Schweres Explosiensunglück. Drei Personen lebensgefahrlich verletzt. Kattowitz. 7. Juni.(Drahtber.) Am Mittwoch vormittag flog in Schoppinitz in der Seifenfabrik von Strahl u. Co. ein Benzinbehälter in der neuen Oelraffinerie in die Luft. Ein Monteurmeister aus Berlin sowie weitere Monteure erlitten sehr schwere Verbrennungen und wurden in hoffnungslosem Zustand ins Lazarett eingeliefert. Zum Glück befand sich nur wenig Benzin in dem erplodierten Behälter, so daß es den Feuerwehren gelang. den Brand einzudämmen. Ein drittes schweres Unglück. Drei Tote, sechs Verletzte. Kattowiß, 8. Juni.(Drahtb.) Am Mittwochmittag ereignete sich beim Legen einer Wasserleitung des staatlichen Wasserwerkes im Ortsteil Bogutschütz ein neues schweres Unglück, das dritte des Tages in Ostoberschlesien. Beim Schweißen einer Rohrleitung Explodierin plötzlich der Schweifapparat, wodurch drei Arbeiter getötet, einer schwer= und vier leicht verletzt wurden. Ein fünfzehnjähriger junger Mann, der den Schweißarbeiten zugesehen hatte, wurde gleichfalls schwer verletzt. Von den Getöteten konnte bieher nur der Name eines Arbeiters festgestellt werden. Die beiden anderen Toten sind so verstümmelt, daß ihre Identifizierung noch nicht möglich war. Von Gesteinsmassen erschlagen. Ein Totex ein Schwerverletzter. Bansweiler(Pfalz), 8. Juni. Im Steinbruch eines Unternehmers in Dörnbach lösten sich gestern plötzlich Gesteinsmassen und gingen auf die mit Steinbrechen beschäftigten Arbeiter nieder. Ein 34 Jahre alter verheirateter Arbeiter wurde erschlagen ein anderer wurde schwer verletzt und mußte ins Bezirkskrankenhaus gebracht werden. EAE. Städtisches Orchester Bochum. Außer Vormiete: 12. Konzert. Sonntag. II. Junt, 2e Uhr Im Scütiennol Volks-Symphonie-Konzert 9. Symphonte mit Solundior über Saillers ode An die Freude“ von Luawig van Beemhoven Atnirkende Hilde Wesselmann(Sopran)/ Anne-Lise von NormannSchrader(Alt)/ Hans Sträter(Tenor)/ Dr. Otto Trielotf(Baß)/ Der Städtische Musikverein. Leltung Generalmusihdirektor Drol Leopold Reicwein Lintritispreise: Unnumerierte Reihen 60 Rpl. Numerierte Reihen1 Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater von 10 bis 14 Uhr sowie in den Vorverkaufsstellen Musikalienhandlung Hässler. Kortumstr. 10. Verkehrsverein. Rathausplatz 8, Pianohaus Marks. Kortumstrabe 48 und in der Cieschäftsstelle der Deutschen Buhne. Kortumstr. 16 zu haben. Sciüler karten zum Preise von 60 Rpf(numerierte Plätze) sind nur an der Konzertkasse erhältlich. Vorbestellungen werden unter Nr. 88 51 entgegengenommen Schuh-Haus Gmeon Städtisches Orchester Bochum Hente. Donnerstad 8. Junt. 20 bis 22 Uhr — bei günstiger Witterung— Wiener Operetten-Abend auf der Terrasse„Haus Recen Leitung: Konzertmeister na.s Treichler. Eintrittspreis M0 Rpl. Zennerheit 2.50 RM/ Schuler 20 Rpi. 5 tadtSOCAUM Der Bauer um nördl Schwarzwulds gehl Ein Spiel von Eugen Oriner. Freitaa. 9. Juni 20 bis 22.30 Uhr die Ruhrkneppschaft Schlageler Ziel aller Erholungsbedürftigen/ Berühmte Heilerfolge bei Nerven-, Herz- und Stoffwechselkranken./ Sonne Ruhe/ Frolszhwimmb./ Tennis Reitsport, Kurmusik, Kurtheater./ Gesenkte Preise Prospekte durch die Kurvervaltung. Gieid an Festange= stellte sofort(in A Stun Hermann Lehmann, Bochum. Hoflieder 1 7 Unterstützt das Aitdlochierer Heinrich Willms Lackierermeister Fernruf 65465 Klosterstraße 44 mn Bäcker Konditorei u. Kaffee Althoft am Rathaus Fernruf 62074 Wilh. Kleine Feinbäckerei Fernruf 62933 Ciroße Beckstraße 21 Theodor Klagges Bäckerei und Konditorei Rottstraße 81 Filiale Brüderstraße 3 Fernruf 61906 Mnmmm Büchdrückereien Märkische Vereinsdruckerei Schürmann& Klagges Bochum, Mühlenstraße 12-14 Fernruf 647 46 Alle Drucksachen für Handwerk und Gewerbe mmmn Dachdecker Aug. Bracht Dach- und Schieferdeckermeister Pernruf 63035 Bülowstrße 44 Mn Friseure Wilhelm Berkling Herren-Frisier-Salon Wilhelmstraße 12 Mnmmn Klempner u. Jnstall. M. Hünnebeck Bauklempnerei und Installation Fernruf 62967 Hohenzollernstrabe 14 M Maler Malergeschäft Jschlegel Bochum Fürsfenfr. 25 Fernruf 68 Hermann Butterwegge Malermeister Herner Strabe 59, Telefon 62704 Maler Heinrich Koppenrath Malermeister Klosterstraße 37 Heinrich Klemenz Malermeister Fernruf 651 73 Hohenzollernstraße 14 Wetnggr Michael Jacobs& Söhne Metzgerei und Wurstfabrik Wittener Strabe 12 Fernruf 662 Filialen: Castroper Str. 183. Wittener Str. 21t Fernruf 81372 Dorstener Straße 103 Fernruf 6152 Wilhelm Schulte Fernrut 68702 Wilh. Vordenbäumen Ochsen-. KalbFernruf 69677 und Schweine-Metzgere Hellweg 17 Zweiggeschaft: Wittener Str. 133 Mmmmm Schuhimacher Anton Hamers, Mühlenstrabe 17 Reparaturen gut und billig. Antertigung nach Maß. Polst. u. Dekorateüre Max Schneider Polstermöbe Matratzen— Better Fernruf 642 Dorstener Strade Hugo Besselmann Gardinen, Teppiche. Klub- und Liegemöbe aller Art aus eigenen Werkstätten Fernruf 6-6 Viktoriastrabe 5 Mm Ein Radio Gcrät ist in der heutigen Zeit behrlich geworden. Wer noch kein Radlo-Gerät beaitzt, derlasse sichim e genen Heim unverbindlich das gewünschte Fabrikat vortubren. Günstige Zahlungsbedingungen. Alle Markentabrikate lieferbar. planohaus MARKS bodium Halter Wilnelmetr Nehme noch bestere Tamen= und Herren= Wasche Alm Waschen und Bügeln bel billigiter Berech= nung an Naheres unter B A. 6696 a. d. Gesch Harry Wolff Motorräder Steuerberatung Rechtsbäro, Bochum, Mühlenstr. 10 nabe RotauLelephon 61464 dor vo der lfoes Hauses rbest Gulttenund grobe heswuoken bugbeiuns Als besondes vodeilhart bieten wir heute an Seidenleinen Seldenleinen bedruckt, node modische Ausmusterund Seidenleinen 0.65 0.70 1.05 Donnerstag, den 8. Juni neueste Modelle, günstige Bedingungen. Motorsporthaus Schüler& Co., Wohnung Herner Strahe 22. PrivalMittaglisch Die 1Relchsmark vergüte ich für eine alte gebrauchte Haarmaschine beim Kaut einer neuen. Haarmaschinen Preis der neuen Muschnen 3.30 Mk. 4.— Mk. 5.— Mk. 'fr Tamen u. Herren 60 und 70 Pa Bochum. Süldhellweg 72 von Stiepel Fahrrad Bochum, Kortumstraße 93. GUR 10 TAGE! und Ersatztelle nur Fahrradhau1 dati auf Fahrraddecken MilCal Bochum. Guhstahlstr. 9, Nade Cdristuskirche. Ein Pilgerbüchlein für die Ver= ehrer der Gottesmutter. Preis 30 Pfa. Zu beziehen durch jede Buchhandlung, durch die Geschäftsstelle unserer Zeitung sowie unsere Zeitungsboten; auch zu haben in der Wallfahrtskirche. Der Reinertrag ist für die Wallsahrtskieche bestimml. Rundfunk Dennerstag, den 8. Juni 1033. Sdereer Hermann Sommer Offerten auf ChiffreAnzeigen Mech. Schreinerer Bochum-Wiemelhausen, Stiepeler Straße 22 Kompl. Aussteuern und Bestattungen Mn Ulirmacher Uhren-Rave Uhren und Schmuck Bongardstraße 5 Die gute AlpinaUhr nur bei H. Blumenkemper Ludwig Mauer Kortumstrabe 82 Marienstraße 14 dürfen niemals weri= olle Bewerbungsunterlagen beigesügt werden, do die Ge= haltostelle der Zeilung für deren Ruck= gabe keine Gewahr übernehmen kann. Also del Bewerbungen usm nur Abschriften von Zeugnissen usm belfügen Cfserten auf dem Umschlag oden nke stets beuilic mit Auchstaben und Zilfer bezeichnen. Zum Bel= ptel B. E 1562— Die Arbeitgeber sind verpflichtel alle Be= werdungen schnellstens zu erledigen. Durch Rückaade auch von Zeugnis- Abschriften ufw werden die Stellungsuchenden in der heutigen Notzeit unterstatt Auf Wunsch beorat untere Gelchafte. lle die anonume Rückleitung aller Un. terlagen an die Bewerder 9.45 1000 12.50 130 Gegen 14.30 15.0 16.0 Leibesubungen. Dr. Ludwig Bach: Atmungsund Haltungsgumnastik Wettervordersage und Zeitangabe Morgenruf 1. Arioso: Dank sei dir. Herr, aus„Cantata con stromenti“ von Handel. 2. Spruch des Tages Moraenkonzert 1. Militar=Marsch v. Schubert. 2. VolksliederPotpourri. 3. Vierter Satz, Thema und Va= riationen aus dem„Forellenquintett“, op. 114 von Schubert 4. Zwei Männerchöre von Nellius: al O Hannes, wat'n Haut(O Hannes, is für'n Hut) b) Spinn Miasken(Spinn Cuverture zur Oper„Die ver= kaufte Braut“ von Smetana. 6. KonzertParaphrase über den Frühlingsstimmen=Walzer von Joh. Strauß. 7. Komm in die Gondel, Lied aus der Operette„Eine Nacht in Vene= dig“ von Joh. Strauß. 8. Blauer Pavillon, Serenade von Armandola. 9. Ueber Berg und Tal, Galopp von Sommerfeld. 10. Altpreußzische Leibgrenadiere, Marsch von Lebede. Wiederholung der Wettervorhersage, Zeitangabe und Wasserstandsmeldungen Gumnastit für Frauen. Hilde Vremus Erste Meldungen, Zeitangabe u. Wasserstande. meldungen Mensch und Welt. Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose. E. Wolk: Die geologische Entstehung unserer Heimat“— Dr. Rumpf:„Vom Sinn und Brauch der Namen“— Carl Werg. „Ring frei durch die Jahrhunderte“(aus der Geschichte des Boxsporte Schulkunk für Schüler vom 7. bis 10. Lebensjahre. Kathe Martin: Kinderturnen mit Musik Leibesübungen und nationale Erziehung Schallplattenkonzert. Aus der italienischen Oper 1. Cuverture zur Cper„Die diebische Elster“ von Rossini. 2. Trinklied aus der Cper„La Traviata“ von Verdi. 3. Intermezzo, Vorspiel zum dritten Akt der Oper„Madame Butterfly von Puccini. 4. Aus der Oper„Don Pasquale“ von Donizetti:„Welch unanfhörliches Hinundberlaufen“. Nom Banerischen Rundkunk München Unterhaltungskonzert Wetterbericht, Zeitangabe u. Mittagsmeldungen von 13.20—14.00 auch über den Südwestfunk Mittagskonzert, Leitung: Wolf 1. Die Fahne hoch, Marsch von Banthau. 2 Geheime Anziehungskräfte, Walzer v. Strauß 3. Ouverture zur Oper„Jl Guarany“ von Gomes. 4. Wie ist die Welt so schön beim Wandern, Paraphrase über drei Majenlieder von Lindemann. 5. Aus den„Malerischen Szenen“ von Massenet. 6. Csardas Nr. 8 von Michiels. 7. Zwei Bauerntänze von Merkling 5. Melodien aus der Cperette„Gri=Gri“ von Linde 14.00 Mittagsmeldungen 2 Funkwerbung mit Schallplatten Kinderstunde. Kleine Helker! Ahnihmische Gumnastik und Musikerziehung. Professor Edmund Josef Müller. Die Körverschulung als Fundament der Musikerliehung. auch über den Südwestfunk) Besverkonzert. Leitung: Eysoldt Solist: Albert Steinmann(Cello), Begleitung: GGrape, der Kammerchor des Westdeutschen Rundkunks. Leitung: Maier l. Der Tang in der Torfschenke(Erster Mephisto=Walzer) von Liszt. L. Chöre: a) Als ich 18.10 a 25 200 20 20 auf Bergen stand, b) Gestern bei Mondschein Volksl., bearb. von Burkbart. c) Die Henne von Scandellus(1670). d) An der Kirche Hauptmann(Der Kammerchor des Weltdeutschen Rundfunks, Leitung: Maier. 4. Cello=Soli: a) Romanze in F=dur von Mausz Menuett von Werkmeister(M mann). b. Kleine Konzert=Suite von Cole= ridge=Taylor. 6. Csardas aus der Oper Der Geist der Wojwoden“ von Großmann Die Welt im Buch. Rudolf Lonnes: Bekännte und unbekannte Erzähler aus Flandern und Holland. Stijn Streuvels:„Das Christlind Ernst Claes:„Hannes Raps“— Maurice Roelants:„Maria Danneels“— Roel Hon= wink:„Niccodemus“. Stimmen der Bewegung Fränzösische Unterbaltung. Lektor Le geois— Lektor Nogué Wetterberich, Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht Reichssendung Stunde der Nation. Von. Die Hermannschlacht von Christian TietriGrabbe. Funkbearbeitung von F. Waltber e Erste Abendmeldungen Tichter des ganzen Volkes Friedrich Gricie Die Pflüger, eine Erzahlung aus dem Mfahri= en Kriege Sinsoniekonsert. Das Orcheiter des Weit schen Rundfunks. Leitung: Buschkotter. Sont Ludwig Hoelscher(Violoncellist 1. Konzert für Violoncello D=dur von Handn. Ludwig Hoelscher). 2. Dritte Sinfonie Fedur von Prahms Lette Meldungen, Bericht über das geistige Leben, Sportbericht Vom Südfunk Stuttgart Einsingen zum 15. Deutschen Turnkest in Stuttgart 1933. Masser chöre. Singchor des Turnvereins Gablenberg Singchor vom V. F. 1, Stuttgart, Leitung Oberlehrer Stolz, Untertürkbeim. Festdirigent des 15. Deutschen Turnfestes. l. An das Vaterland von Kreutzer. 2. Segenswunsch von Weinzierl. 3. Wohin mit der Freud' von Silcher. 4. Liebeslied der Wandern= den von Langer. 5. Im tiefsten Wald von Speidel. 6. Ein Mann, ein Wort v. Marschner ab 2800 auch über den Deutschlandsender Nachtmusik und Tanz. Leitung: Eyfoldt. Freitag, den 9. Juni 1933 6.45 Leibesübungen. Dr. Ludwig Bach: Atmungeund Haltungsgymnastik 7M Wettervorhersage und Zeitangabe 7.03 Morgenruf 1. Choral: Vis hierher hat mich Gott gebracht 2. Spruch des Tages 7.10 Morgenkonzert l. Kleine Cuverture und Marsch aus der Nußknacker=Suite“ von Tschaikowsky. 2. An der schonen blauen Donau, Walger von Joh Strauß. 8. Zigennertang von Smetana. Melodien aus der Oper„Die Meistersinger von Nürnberg“ von Rich. Wagner. b. Aus den„Rosenliedern“ von Eulenberg a) Monaterose, b) Wilde Rose. 6. Cuverture zur The= rette„Der Mikado" von Sullivan. 7. Aus der Operette„Der Bettelstudent“ von Millocker Ach, ich hab' sie ja nur auf die Schulter gekußt. 8. Wiener Puppen, Rheinländer v. Mühlenau 9. Frei weg. Marsch von Latan Wiederholung der Wettervorbersage, Zeitangabe und Wasserstandsmeldungen Mar Der Mit sechs Apfelsi Entsch Es war vor etwa ein Mattern zusammen1 fin den Versuch unterne Rekord zu brechen. Jahren die Flieger Wil Gatty aufgestellt; er1 Stunden, 51 Minuten. Mattern und Griffin A und 32 Minuten überque Ozean berührten Berlin über Rußland, wo sie jel gen einer Beschädigung mußten. Der jetzt 28jährige, i geborene James Matteri geschlagen. Sofort nach Amerika ließ er nichts un Flug zustande zu bringen derum an einen Flug mit dacht: dann aber kam M. gung daß er ein Flugz bei einer möglichst gering Gbeschwindigkeit entwickeln nis in dieser Beziehung entschloß auch auf die M mitteln und verschiedene zichten, um nur kein unn Auf Wiedersehen Das Sensationellste a war, daß er erklärte dies wollen. Dieser Gedanke ekt Mattern vor. auszusetzen gedachte, wen gestellt, die ungeheure S überfliegen versuchte. I körperlichen Versagens w den Zufall ausgeliefert: konnte sich leicht einstell strecken von dreißig und Mattern beachtete die blieb dabei. daß er allein nimum an unentbehrlie werde. Seine Bebarrlich war so groß daß es nien er kurz vor dem Start a —sechs Apielsinen zum ersten Aufenthalt in nügen. Sein Flug sollt Moskau oa und wieder zur Zur Verfügung stand Eindecker, auf dem er 3 der für etwa Antreten des Fluges ve Freunden daß er alles ach Newpork zu sein Sonnabend, gegen balb1 Statt Berl In Europa erwartet Flieger Paris berühre ersten Aufenthalt nehme tigte auch Mattern aber die ihm jede Orientier Wahrend nämlich der bestem Wetter vor sich a in Schneegestöber: die T an Derfr (Copyright dy Derlag (19. For lcht Dinakela seit r geändert haben etwas deuklicher! m gehort hal es mein perso enschen. unter werten. Denn Feuilletonist n denen Sie en!“ Redlbera ch wüßzte mich Brabeck und mer gemütlich werd ja, das ist bei das alte Lied. L rden sie bekannt erdauen, sitzen sie allerberübmtesten it Ste auch beute runt wie immer? beck siebt den Jo nochmal eigenen Jnteressen!“ Hm. mir ist nichts auch wirklich aern wissen. zuwenden hätte. Jch bin ein Liia sehr aufmerksar Jetzt erst fallt es Br n bald Mittag— al sicht bekommen hat. ster und Frau Dingkela Ghuten Morgen beim Frü freundlich zu ihm gewes den 8. Junt 1988 Nr. 131— Seite 9 2. Beilage der Westfälischen Volks=Zeitung Der Mann, der um die Welt fliegt. Mit sechs Apfelsinen auf den Rekordflug.- Wie Mattern zu seinem Entschluß kam.— Abenteuer in der Luft. Es war vor etwa einem Jahre, als James Mattern zusammen mit Bennett Griffin den Versuch unternahm, den WeltflugRekord zu brechen. Diesen hatten vor zwei Jahren die Flieger Wiley Post und Harold Gatty aufgestellt; er betrug acht Tage, sieben Stunden, 51 Minuten. Im Juli 1162 verließen Mattern und Griffin Amerika; in elf Stunden und 32 Minuten überquerten sie den Atlantischen Ozean berührten Berlin und befanden sich bereits über Rußland, wo sie jedoch den Weiterflug wegen einer Beschädigung ihrer Maschine aufgeben mußiten. Der jetzt 28jährige, in San Antonio(Texas geborene James Mattern gab sich damals nicht geschlagen. Sofort nach seiner Rückkehr nach Amerika ließ er nichts unversucht, um einen neuen Flug zustande zu bringen. Zunachst wurde wiederum an einen Flug mit einem Begleitflieger gedacht: dann aber kam Mattern zu der Ueberzeugung daß er ein Flugzeug nehmen müsse, daß bei einer möglichst geringen Belastung die größte Geschwindigkeit entwickeln könnte. Seine Besorgnis in dieser Beziehung ging so wnit, daß er sich entschloß auch auf die Mitnahme von Nahrungsmitteln und verschiedenen Instrumenten zu versichten, um nur kein unnützes„Gepäck zu haben. „Auf Wiedersehen in acht Tagen!“ Das Sensationellste an seinem Beschluß aber war, daß er erklärte diesmal allein fliegen zu wollen. Dieser Gedanke war tollkühn: man rechicte direkt Mattern vor, welchen Gefahren er sich auszusetzen gedachte, wenn er. nur auf sich selbst gestellt, die ungeheure Strecke von 2000 Km. zu überfliegen versuchte. Im Falle des geringsten körperlichen Versagens war er wehrlos dem blinkonnte sich leicht einstellen galt es doch Rekordstrecken von dreißig und vierzig Stunden Dauer zurückzulegen. Mattern beachtete diese Einwände nicht. Er blieb dabei, daß er allein fliegen und nur ein Minimum an unentbehrlichen Sachen mitnehmen werde. Seine Bebarrlichkeit in dieser Beziehung war so groß daß es niemand mehr wunderte, als er kurz vor dem Start an Lebensmitteln ganze —sechs Apselsinen vorwies. Er meinte, bis zum ersten Aufenthalt in Europa würde das ge nügen. Sein Flug sollte ibn von Newyork über Berlin. Moskau, Sibirien, Alaska, Edmonton Kanada) und wieder zurück nach Newvork führen fügung stand ihm ein Lockhead VegaEindecker, auf dem er 3200 Liter Brennstoff mit nahm. der für etwa 6500 Km. reichen sollte. Vor Antreten des Fluges versicherte Mattern seinen Freunden daß er alles unternebmen werde, um Ta N-mpork zu sein. Der Start Sonnabend, gegen balb nenn Uhr abends. Statt Berlin— Colo Jn Europa erwartete man, daß der kühne eser Maris berühren und in Berlin den ersten Aufenthalt nehmen werde. Des beabsichtigte auch Mattern aber er stieß auf Hindernisse die ihm jede Orientierung unmöglich machten. Wahrend nämlich der Anfang des Fluges bei bestem Wetter vor sich ging geriet Mattern später in Schneegestöber; die Tragflächen des Flugzeuges bedeckten sich mit Eis, ein schwerer Nebel kam noch hinzu so daß es hieß, den geradesten Weg in Richtung auf Europa zu nehmen und dort zu landen, wo sich der Kontinent auf gut Glück zeigte. So kam es, daß er am nächsten Tage in der Wahe von Norwegen kam und fest überzeugt war. Schottland erreicht zu haben. Allerdings wußte Mattern überhaupt nicht meyr. was um on herum vorging. Der furchtbare Kampf mit den Elementen hatte seine Kräfte erschorft: wie Aus=n vor Müdigkeit zu gefallen, und nur mit Aufbietung des letzten Restes von Energie gelang es ihm, sich immer wieder zusammenzureißen und sich nicht verloren zu geven. Ueberdies besaß er auch kein ausreibendes necenmaterial, aus dem er hätte entnehmen können, wo er sich eigentlich befand. Erst nachdem er auf der norwegischen Insel Jum Fruland mit Mühe gelandet und dort fünf Stunden lang in einen todesähnlichen Schlaf gefallen war erfuhr er nach seinem Erwachen, wo er sich befand und daß man ihn nach seiner Landung schon schlafend in ein Bett tragen mußte. Trotz der Uebermüdung nach der gewaltigen Leiuung von fast 25 Stunden batte Mattern keine Rube; in den ersten Morgenstunden setzte er sich schon wieder in sein Flugzeug und begab sich zunächst nach Oslo, wo er für kurze Zeit landete um sich neuen Brennstoff zu verschaffen. Newyork bis Moskau in 51 Stunden 31 Minuten. Dann gings weiter nach Moskau. Diesmal verlief der Flug ganz normal. Durch Rundfunk gab eine russische Station nach der andern die Meldung von dem Erscheinen des amerikanischen Fliegers weiter. In Moskau, wo Mattern ein offizieller Empfang bereitet wurde, stellte sich heraus, daß sein Flugzeug an vielen Stellen beschädigt war und wichtige Reparaturen vorgenommen werden mußten. Der Flieger begab sich nicht eher zur Ruhe bevor er die nötigen Anweisungen über sein Flugzeug gegeben hatte; dann aß er eine Kleinigkeit, stellte noch einmal fest, ob man in der richtigen Weise an die Reparaturen ging, und legte sich erst dann zur Ruhe Diese übertriebene Vorsicht von Mattern wird man verstehen, wenn man sich erinnert daß er vor einem Jahr nur deswegen hatte in Rußland seinen Flug abbrechen müssen, weil das Höhensteuer nicht in Ordnung war. Auch diesmal mußte es nachgestellt werden: ebenso mußte man den Oeldruckmesser, der während des Fluges über den Ozean schadhaft geworden war in Ordnung bringen. 51 Stunden und 31 Minuten hatte der Flug von Newyork nach Moskau gedauert. Neun Stunden gönnte sich Mattern in Moskau; dann traf er Vorbereitungen zum Weiterflug durch Sibirien. Der Abflug erfolgte reibungslos; Mattern beschloß, entlang der transsibirischen Das furchtbare Eisenbahnunglück bei Nantes. Flugzeugaufnahme von den ersten Aufraumungsarbeiten an der Unglücksstatte, die von einem Trummer=Chaog bedeckt ist Bei Nantes, dem westfranzösischen Hafenort, entgleite auf einer Hilfsstrecke ein Schnellzug, der von Paris kam. Fast sämtliche Wagen fuhren aufeinander auf und stürzten um. 15 Personen wurden getötet, 100 verletzt. Bahn zu fliegen Bis Omsk ging der Flug flott die russische Regierung hat unteravaro daß von dort eine Anzahl von Bombenflugzeugen und ein Sowjetluftschiff dem kühnen Flieger zur Begrüßung entgegenkommen Interessant ist die Nachricht, daß der Vater von Mattern in Mannheim geboren wurde, in den Adern des kühnen Weltfliegers daher deutsches Blut fließt. Der Grazer Sterilisierungsskandal. Anarchistenführer Ramus vor Gericht.— 22 Angeklagte, 500 Opser. Graz. 7. Juni.(Drahtb.) Nach mehr als neunmonatiger Untersuchungsdauer hat vor dem Grazer Schöffengericht ein Prozet von riesenhaftem Umfange begonnen Es handelt sich um die berüchtigte„Entmannungsfabrik“ des in Oesterreich sehr bekannten Anarchistenführer= Pierre Ramus, der unter dem Deckmäntelchen politisch=sittlicher Motive eine schwungvolle Propaganda für Sterilisierungen von Männern betrieb und dabei gewinnbringende Geschäfte machte. Nach den bisherigen Schätzungen dürften die Praktiken des Anarchistenfuhrers und seiner Helfershelser etwa 500 Opfer gefordert haben, unter ihnen eine große Anzahl von Deutschen. Insgesamt haben sich 21 Personen wegen Verbrechens der schweren körverlichen Beschädigung zu verantworten. Die„Aerzte": Straßenbahner, Schmiey und Schlosser. Unter den Angeklagten befinden sich außer dem ehemaligen Sekundararzt des Grazer Krankenhauses. Dr. Bartoschek, einige ausländische Medizintudenten, von denen keiner noch eine Prusung absolviort hat. Als Operateure sind ferner ein gewesener Straßenbahner, ein Schmied und ein Schlosser angeführt. wahrend eine Schneiderin sich als Operationsschwester betätigte Das geistige Haupt der ganzen Bewegung war Pierre Ramus, der gewöhnlich den Lowenanteil des Honorars einsteckte. Seine Geldaier steht in einem geradezu grotesken Gegensatz zu den von ihm öffentlich gepredigten Ideen. Er hatte eine ganze, weitverzweigte Organisation ins Leben gerufen, die Filialen in Wien und der österreichischen Provinz unterhielt. Seine Agenten unternahmen ausgedehnte„Geschäftsreisen“, die sie unter anderem nach Sachten. Mannheim und einer Reihe von Städten im Rheinland führten Wie die deutschen Patienten betrogen wurden. Die deutschen Patienten wurden in besonders schamloser Weise ausgebeutet. Bei den Oesterreichern begnügten sich die Herren„Operateure“ mit einem Betrag von 8u Schillingen; deutsche Patienten mußbezahlen, von denen Ramus 60—90 Prozent für sich behielt. Die Operateure bekamen zehn bis zwanzig Schillinge für jeden Eingriff. Es ergab sich dabei die tragikomische Tatsache, daß die Arbeit des einzigen aualifizierten Arztes— Dr. Bartoscher am geringsten bewertet wurde, denn er bekam mitunter nur zwei Schillinge— also eine Mark— pro Operation. Die Eingriffe selbst wurden hauptsachlich in einem Grazer Elendsquartier vorgenommen. Den Patienten wurde der Kopf mit einem Tuch verhüllt, damit sie den Operateur nicht Der fremnde Gast (Copyright du Derlag Alfooo Bechthold, Braunschweig) Rom..... Stefan Utsch (19. Fortsetzung.) ich überzeugt. W h en Sie nicht bemerkt, daß die Angehormgen der e Dingkela seit gestern ihr Benehmen Jhnen genuber geändert haben?“ Nein. durchaus nicht. Aber ich bitte Ste, wer= n Ste etwas deuklicher!“ Nehmen Sie mir die Frage nicht übel. Jm= ln iit es mein personlics Prinzip. Stimmun= " der Menschen. unter denen ich verkehre. pincho= gisch zu werten. Denn ich bin neben dem Jour= auch Feuilletonist. Ich habe einige Romane rent. nor denen Sie gang bestimmt noch nichte dort haben!“ Redlberger lächelt in sich hinein. Nein. ich wüßte mich nicht zu entsinnen“, entanet Brabeck und merkt. daß die Situation ihm dr ungemütlich werd , ja, das ist bei den meisten Schriftstellern das alte Lied. Wenn die Haare weiß wer= verden sie bekannf— wenn ihre Magen ehr verdauen, sitzen sie vor übdigen Gerichten 5 die allerberühmtesten sind immer tot!... Also in hat Sie auch beute morgen offen und freund= begrüßt wie immer? Frabeck sieht den Journalisten einige Sekunden Jh möchte nochmal betonen, daß ich nicht neu= a ben. Es handelt sich hier lediglich um Jhre jenen Jnteressen!“ Hm. mir ut nichts aufgefallen. Jch möchte d wirklich gern wissen, was man gegen mich ein= wenden hätte. Jch bin beim Frubituck von Fräu= n Liia sehr aufmerksam bedient worden.“ erst fallt es Brabeck auf. daß er beute— st bald Mittag— außer Lisa noch niemand zu nicht bekommen hat. Sonst kamen ste:s die Schwek und Frau Dingkela und wünschten ihm einen Morgen beim Frübstück. Aber Lisa war sohr red Her= gens batien plotzlich alles n3an Jedoch nun sieht er Licht. Wie gefallen war? Hatte Lisa nicht rote. verweinte Augen gebabt? War nicht ein Zug von Schmerz und Bitternis um ihren Mund gewesen? Hatten ihre Bewegungen nicht von Müdigkeit und geheimer Letbaraie gezeugt? Hatte sie ihn nicht einige Male fragend angesehen, ihren Blick mit dem seinigen ver= eint. als wolle sie in seinem Jnnern lesen? Waren ihre Wangen nicht merkwürdig bleich gewesen? Schien ihre Gestalt nicht ein wenig gebückt, als trüge sie eine Last?— Dies alles wird ihm nun blishaft zu einer Er= kenntnis. Er kann es nicht hirdern, daß er sich er= schreckt. Aber— sollte man etwas gegen ihn haben? Sollte man ihn aufdringlich und lastig finden? Er macht eine abwehrende Bewegung mit der linken Hand und siebt wieder zu Redlberger hin. der ihn prüfend betrachtet hat und nun den Blick senkt. „Ich wäre Ihnen sehr dankbar“, fügt Brabeck seinen vorigen Worten bei und hat sich wieder be= ruhigt,„wenn Sie ganz offen gegen mich sein könnten! Es ist eine Gemeinbeit, was sich gestern abend ereignet hat", beginnt der Journalist wieder.„Man intrigiert gegen Sie. obne daß Sie es wissen!“ Gegen mich!" „Ja, ich sellst war Zeuge. Ich habe bedauert. daß mir der Mund gebunden war. Jch wollte nicht in= diekret sein!“ Wie meinen Sie das?“ „Davon später. Herr Brabeck. Wann sind Sie gestern abend zu Bett gegangen?“ Gegen ein Uhr nachts! „Sie hatten sich aber schon geich nach dem Abendessen zurückgezogen!“ „Das tue ich gewöhnlich, wenn mich nicht gang gutes Wetter noch vor die Tür lockt. Jch verbringe meistens die spaten Abenditunden auf der Veranda. zumal um diese Zeit fast immer unten im Lokale „Das finde ich sehr begreiflich. So wars auch en wieder. Mein Freund und ich saßen auf der Terrasse. Reben uns am Tisch hatte eine Gesellschaft aus dem nahen Rheinstadtchen Platz genomTisch urterhielten sich die Stammgaste des Hauses, die Sie ja kennen!“ „Ja. ich kenne sie. Es sind sehr nette und joviale Herren, zu denen ich mich ab und zu gat, gerne geselle!“ „Nur einer fehlte in ihrem Kreis: der Jndu= strielle. Herr von Getben! „So, Herr von Geiben fehlte?“ „Er hatte, wie ich horte, seine Direktoren in die Villa aladen!“ „Ja. ja, Fräulein Lisa erzählte mir davon.“ Wir Bayern haben, wenn wir in einem Lokale sitzen, bekanntlich die Eigenschaft, nach Feierabend als Letzte die Türen zu schließen. So wurde es auch gestern abend wieder sehr spät. Die Gesellschaft aus dem Rbeimtädichen. die Stammgaste und wir bielten uns wacker am Wein. An unserem Tisch hatten noch die beiden jungen Damen. Fräulein Lna und ses Platz genommen. Jch merkte, daß an dem Nach= bartiich die Rede von Jhnen war. Man war ziem= lich laut und frei in der Unterhaltung, so daß zu= letzt alles zu hnen hinbörte. Zuerst sorach man von Ihrem Auto, dann von Ihren Fahrten, die Sie hier unternommen haben usw. Jch bezone, daß bis dahin nicht in einem beleidigenden Sinne von Jhnen ge= redet wurde. Bis ploplich ein junger Mann gegen 2ie ausfallig wurde! Wissen Ste. wie er beißt?" Hagenfeld. glaube ich! „So. aba, ich kann mir schon denken Kennen Sie seine Mentalität?— Dad ist gut so Er stand stark unter dem Einfluß des Alkobols und wurde in seinen Redensarten in der verteckte= sten und gerissemten Form sehr spin gegen Sie. Er nannte Sie. wohlverstanden, nicht beim Namen,— aber es wußte jeder, daß Sie der Gegenstand seiner Angriffe waren. Er behauptete, daß sich heute nur noch die Dümmsten der Dummen von dem Ele= ganz und dem Lurus moderner Gauner blenden ließen. Gerade sie im Hotelgewerbe wüßten, daß man nötig hätte, von denen, die am meisten Wind machten, die Pension im voraus zu fordern. Sonst hatte man in vielen Fallen das Nachsehen. Jn ab= gelegenen Lokalen wüßte man nichts davon, des= balb würden jene Häuser beute mit Vorliebe von solchen Individuen aufgesucht. Jedes eritklassige er. ten. Jene Kreaturen, die er charakterisierte, bätten überhaupt alles gestoblen, was sie mit sich führten. Die teuersten und elegantesten Wagen seien ihnen zur Mitnabme gerade gut genug. Tagtäglich wür= den unzahlige von der Straße und aus den Garagen entwendet, so daß die Polizei dem Einzelfall gar nich: nachspüren könnte!“ Das sagte er?“ Brabeck beißt sich auf die Lippen. 2. alten Herren am Nebentisch schwiegen beklommen. Nur der Toktor räusperte sich. er 40 die Uhr und sagte, dan die Zeit schon stark vorgeschritten sei und on Brabeck nickt mit dem Kopf. Nun ist ein betrüb= tes Lacheln in seinem Gesicht. Und dann ist man auseinander gegangen. nicht wahr?“ fragte er. Neineswegs. Dieser Hagenfeld wollte gern noch einen Trumpf auspielen. Er zog eine Zei= tung aus der Tasche, entfaltete sie und rief: Den er aect eine Reitung aus der Tasche und eugenfeld leß sväter das Blatt auf dem Tisch liegen. ob aus Vergeßlschkeit oder absichtlich. das kann ich e itern abend vor allen Anwesenden tat. Berlin, den 5 Juni 102 Wie nn ert jeyzt berausstellt, sind etwa vier Wochen das Opfer eines gang geriebenen Schedigners geworden auf etwa 50000 Mr. zu beaffern. Trotz erfriaiter Fahndungen fedet des beute von dem Tater jede Sour Wie man sich noch zu erinnern weiß, wurde er vor dier Wochen in rneut Es aelana ihm jedoch. auf die rafse= in einem vor dem Hotel bereititebenden Auto. dessen Besitzer ein amertlanischer Millionar ist. Fortsetzung folgt MAGGI Suppen Mualitätsware wohlschmeckend ausgiebig billig MMehr als 3 30 Sorten sehen konten. Obwohl die gewissenlosen Gesellen ihnen erzählt hatten, daß sie jederzeit durch einen kleinen Eingriff völlig wiederhergesteilt werden könnten, hat ihre nachträgliche Untersuchung ergeben. daß ein solcher Eingriff nur in den wenigsten Fällen noch Aussicht auf Erfolg hätte. Der Mörder als Operateur. Einige der Tater konnten nach Spanien fliehen. Unter ihnen befindet sich der Medizinstudent Arentiew, ein Pole, der vor sieben Jahren einen Arzt ermordet hatte Auch ein bekannter Grazer Kommunist betätigte sich als Schlepper. Die Briefe. die bei Ramus vorgefunden wurden, stellen zum Teil erschüternde Dokumente dar. Sie enthalten flehentliche Bitten armer Arbeiter, ihnen für die Operation doch nicht solche Wucherpreise anzurechnen, die sie auf Jahre hinaus in Schulden bringen müßten. So weit hatten es Pierre Ramus und seine Komplizen durch ihre gefährliche Propaganda gebracht. Nach seiner Verhaftung behauptete der Anarchistenführer nach wie vor, daß er nur aus„ethischen“ Motiven gehandelt habe, da er mit Rücksicht auf die Wirtschaftskrise für eine Einschränkung des Bevölkerungszuwachses gewesen sei. Dem Verlauf des Prozesses wird mit größtem Interesse entgegengesehen. Mit Rücksicht auf das volksschädigende Verhalten der Angeklagten darf mit exemplarischen Strafen gerechnet werden. Die Hochzeit des ältesten Kronprinzensohnes. Das Brautpaar im Kreise der Festgaste. Bonn fand die Vermahlung des Prinzen Friedrich Wilhelm, des ältesten mit Dorothea von Salviati statt. Maiserenkels, Aus Westdeulschland. Der nasse Tod. Bottrop. Die 20jährige Bernhardine Gräfer aus Bottrop wollte am zweiten Pfingsttage im Halterner Stausee ein Bad nehmen. Hierbei wagte sich das Mädchen zu weit vor, es verlor den Boden unter den Füßen und ertrank, ehe Hilfe zur Stelle war. ordnung der Reichsregierung wieder in sein Amt eingesetzt worden. Marl. Am zweiten Pfingstfeiertage bemerkte man beim Schließen der Gemeindebadeanstalt, daß noch Kleider übrig geblieben waren. Als die Suche ohne Erfolg war, wurde das Wasser der Badeanstalt abgelassen. Gegen Mitternacht fand man im Becken einen jungen Mann als Leiche vor, dessen Ertrinken bei dem starken Betriev in der Badeanstalt nicht bemerkt worden war. Es handelt sich um den 18jährigen Bäckergesellen Josef Real aus Westerholt. Offenbar hat ein Herzschlag seinem Leben ein Ende gemacht. Durch eine verirrte Kugel getötet. Siegen. Beim Hantieren mit einem Jagdgewehr durch den Amtsgerichtsrat Rittershausen am Pfingstmontag löste sich plötzlich ein Schuß, der eine Portiere durchschlug und im Freien etwa 50 Meter von der Wohnung entfernt eine sich dort aufhaltende Frau traf. Die Unglückliche war auf der Stelle tot. Die bisherigen Ermittelungen haben ergeben, daß es sich anscheinend um ein Zusammentreifen unglücklicher Umstände handelt. Der Besitzer des Jaadgewehres war als zuverlässig und vorsichtig bekannt. Er hat sich den Voriall so zu Herzen genommen, daß er Selbstmordabsichten äußerte. Daraufhin wurde er sofort in Schutzhaft genommen. Hamborn. Am Abend des zweiten Pfingsttages ertrank beim Baden im Rhein an verbotener Stelle im Kreise Dinslaken ein 21jähriger junger Mann aus Hamborn. Ebenfalls den Tod durch Ertrinken fand am Dienstag nachmittag ein junger Mann aus Walsum beim Baden in einem Teich bei Hiesfeld. Die Leichen beider Ertrunkenen konnten noch nicht geborgen, ebenso ihre Personalien noch nicht festgestellt werden Ein Drama im Walde. Mord oder Unfall? Bielekeld. Pfingstionntagabend spielte sich bei dem Ausflugslokal Grünenwalde in Brackwede eine furchtbare Bluttat ab. Der 20fahrige, bei einem Bielefelder Rechtsanwalt beschaitigte Büro gehilfe Bartholomäus Stopschinski aus Brackwede tötete durch einen Revolverschuß die 17jährige Elfriede Weimann aus Brackwede. Das Madchen erhielt einen Schläfenschus aus nächster Nahe und war sofort tot. Der Tater fuhr dann nach Bielefeld zu seinem Arbeitgeber und suchte in aller Eile nach einem Arzt. Erst später wurde die Polizei verständigt Stopschinski führt den Tod des Madchens auf einen Unglücksfall zurück, der durch das vorzeitige Losgehen seiner Waffe verursacht worden sei. Die beiden jungen Leute hatten mit einer größeren Gesellschaft in einem Ausflugslokal geweilt. Stopschinski war dann mit dem Mädchen in den Wald gegangen, wo nach einiger Zeit der Schuß fiel Nach der Darstellung von Zeugen soll es zwilchen den beiden eine Auseinandersetzung gegeben haben. in deren Verlauf der junge Mann das Mädchen tötete Elfriede Weimann war die einzige Tochter ihrer Eltern 800 Zentner zusätzliche Margarine für daSiegerland. Ziegen. Durch die Rationalisierung der Fettwirtschaft ist im Siegerland infolge ungenügender Zuteilung außerordentlicher Mangel an billiger Margarine entstanden. Die Siegerländer Berg= und Fabrikarbeiter wurden von dieser Tatsache bart betroffen so daß sich die Leitung der NSTAP veranlaßt sah. einzugreifen. Reichstagsabgeordneter Müller und ein weiteres Mitglied der NSDP begaben sich nach Berlin, um eine stärkere Zuteilung von Maraarine für das Siegerland zu erreichen. Nach eingebenden Verbandlungen wurde eine sofortige monatliche Mehrleistung von 800 Zentnern billiger Maraarine für das Siegerland erwirkt. In der Badewanne tot aufgefunden. Minden. Als am Sonnabend gegen Mitternacht der Kaufmann Müller mit seinem Sohne von einem Ausgang nach Hause zurückkehrte, fand er seine Ebefrau in der Badewanne tot auf. Die von der Polizei vorgefundenen näheren Umstände lassen darauf schließen daß Frau Müller, die etwa 50 Jahre alt ist, beim Fertigmachen des Badewassers einen Schwächeantall erlitten haben muß und dabei kopfüber in die mit heißem Wasser vollaufende Badewanne gefallen ist. Beim Abkochen verbrannt. Holzminden. Ein schweres Unglück, das ein junges Menschenleben forderte, ereignete sich an den Pfingstfeiertagen im Walde bei Holzminden. Einige junge Touristen, die auf einer Wanderung durch die Weserberge waren. wollten Abkochen. Hierbei kam ein junges Mädchen, die 19jährige Hanna Elof aus der Gegend von Alfeld, den Flammen zu nahe und ihre Kleider fingen Feuer. Obwohl Kameraden sofort zu Hilfe eilten, um die Flammen zu ersticken, hatte die Bedauernswerte schon so schwere Brandwunden davongetragen, daß sie im Holzmindener Krankenhaus starb Zich selbst gerichtet. Recklinghausen. Der in die Benzolschieberaffäre bei der Zeche„König Ludwig“ verwickelte ehemalige Benzolmeister Haßlöwer hat im hiesigen Gerichtsgefängnis seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Oberregierungsrat Kleinen wieder im Amt. Hagen. Die Untersuchung beim hiesigen Finanzamt hat ergeben, daß gegen Oberregierungsrat Kleinen in keiner Weise Vorwürfe wegen seiner dienstlichen Tätigkeit gemacht werden können. Oberregierungsrat Kleinen ist jetzt auf AnKündigung weiblicher Angestellter. Oberhausen. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde folgender Antrag der N32P angenommen: Sämtlichen weiblichen Angestellten bei der Stadtverwaltung Cverhausen die nicht einen eigenen Hausbalt oder kür Familienangenerigen aufzukommen haben, ist sofort zu lündigen. Die freiwerdenden Stellen werden soweit eine Einsparung nicht moglich ist, durch stellenlose männliche Angestellte und bevorzugt durch Versorgungsanwärter besetzt Er wird einst Chef des Hauses hehenzollern. Prinz Louis Ferdinand von Preußen, auf den die Erviolgerechte des Hauses Hohenzollern übergehen, nachdem sein älterer Bruder, Prinz Friedrich Wilhelm, auf das Recht der Erstgeburt verzichtete da seine Heirat mit Dorothea von Salviati mit dem Hohenzollern=Hausgesetz in Widerspruch steht. Vor den Augen der Mutter von der Straßen. bahn zerstückelt. Oberhausen. Am Pfingstsonntag wurde auf der Liricherstraße ein 5, jähriges Kind von einem Straßenbahnwagen der Linie 4 überfahren. Das Kind erlitt derartig schwere Verletzungen, daß es auf der Stelle tot war. Die Ermittelungen ergaben, daß den Straßenbahnführer an dem Unfall keine Schuld trifft. Das Kind war direkt gegen den Wagen gelaufen wurde von dem Schienenräumer erfaßt und geriet, unter den Wagen. Der Führer des Wagens hatte den Unfall erst an der nächsten Haltestelle bemerkt. Die Mutter mußte zusehn, wie das Kind von der Straßenbahn erfaßt und zerstückelt wurde, dann brach sie bewußtlos zusammen. Traurige Pfingsten für die schwergeprüften Eltern. Salzsäure in die Medizin Duisburg. Im Stadtteil Meiderich wurde am Pfingstmontag ein 45 Jahre alter Arbeiter unter dem Verdacht des Mordversuchs anseiner Krau verhaftet. Der Mann hatte einer Medizin, die seiner Frau vom Arzt verordnet war, Salzsäure beigemischt. Die Tat wurde jedoch rechtzeitig bemerkt so daß die Frau vor dem Einnehmen der Medizin bewahrt blieb. Der Verhaftete wurde in das Polizeigefängnis eingeliefert. 1 Toter, ein Schwerverleuter bei einem Autounfall Duisburg. Am Dienstag nachmittag ereignete sich auf der Straße„Unter den Ulmen“ in Meiderich ein Verkehrsunfall. Ein Lieferwagen stieß mit einem Motorrad zusammen, wobei der Mo torradfahrer und sein Begleiter vom Rade geschleudert wurden. Sie wurden mit schweren Verletzungen dem Krankenhause zugeführt, wo der Führer, Mathias Lenert, seinen Verletzungen erlag, während der Beifahrer hoffnungslos darerliegt. Beurlaubungen an der Düsseldorfer Medizinischen Akademie. Düsseldorf. Der ordentliche Professor und Direktor der Medizinischen Polyklinik Professor Dr. Boden, der Direktor des Pharmakologischen Instituts Professor Dr. Ellinger, der außerordentliche Professor Dr. Meyer und der Dozent an der Akademie Dr. Neustadt sind vom Minister für Kunst. Wissenschaft und Volksbildung beurlaubt worden. Der Direktor der Wuppertaler Sparkasse verhaftet. Wuppertal Sparkasse, Kraus, ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft verhaftet worden Gegen Kraus war schon vor längerer Zeit von der Wuppertaler Stadtverwaltung eine Untersuchung eingeleitet worden, die in ein förmliches Diszwplinarverfahren ausmündete. Im Zusammenhang mu diesem Verfahren ist nunmehr Anzeige erfolgt und Haftbefehl wegen des Verdachts der Untreue im Amte erlassen worden Morder Nuß legt Nevision ein Wiesbaden. Gegen das Urteil das bekanntlich das Schwurgericht gegen den Großmuttermorder Ruß verhängt hatte und das auf lebenslängliches Zuchthaus lautete, legte der Verteidiger des Verurteilten Revision ein. Vom Büchertisch. „Ehe. Man muß sie nehmen wie sie ist: in ihr ma beiden Füßen stehen und in ihr, auf Gott fußend, lich sein Leben zimmern“ ger. Verlagsanstalt„Tyrolia", Jnnsbruck=Wien= München. 280 Seiten. Ganzl. 8 6.—, RM Hier horcht man auf. Das sind keine erbaulichen Mahnungen und Anweisungen. Dieses Bud kret. voll der Dinge, die der nüchterne a ud menschliches Irren in die Ehe hineinwerfen, zugleich auch voll schöner, befreiender Gedanken. Schon wenige Ueberschriften, wie sie zu Dutzenden über den Abschnitten stehen, beweisen, daß bier 3 Leben spricht: m und Aktfotografie— Eheentartung und Ebelen Ein Meer von Trostlosigkeit— Wie sieht es in kieclich getrauten religiosen Ehen aus— Trümmer. wahnsinnige Trümmer— Ziele der eichen Eo ziehung— Seibstbefreiung aus Selbtbefriedgurg Mnnen und Verantwortung en?— 4 dem Tagebuch einer Braut— Geschlechtsverkehr der der Ehe— Der Geschlechtsverkehr in der Ebe— Unterhaltung mit einem enttäuschten Ehemann— Empfängnieverhütung und Winema eines katholischen Familienvaters— ufw. Nur ein gerade in diese Dinge mit offenen Augen hine blickender Seelsorger wie Metger konnte offene und zugleich erhebende Worte finden urd durch alle diese fesselnden Dialoge, filmartigen der, Tagebuchstellen, Bekenntnisse hinfuhren lie in der Gegenwart zu zeigen „Germanien“. Monatshefte für Vorgeschichte Erkenninis deutschen Wesens. Jetzt monath ein Heft bei K. F. Kochler. G. m. b. H., Verlag in Leipzig. 1033, Heft 6, vierteljahrlich drei 3.— Mark. Eingelheft 1.20 Met. Im Juni=Heft der Zeitschrift„Germanien. Mo= natshefte für Vorgeschichte zur Erkenninis= n Wesens“ schreibt Prof. Herm wren noee „Ursprung und Sinn des Hakenkreuzes". Nicht weniger wichtig ist der Beitrag von Max Wieser:„Das Brauchtum de= wendfeier“, der gerade jetzt. wo überall zur Sonnewendfeier gerüstet wird, viele Leser finden dürfte. Von den übrigen Arbeiten können wit des knavpen Raumes wegen nur die Titel nennen: Meier= Boke:„Der Buntenberg bei Gostrup. Weigel: 7 Moosholzmännchen von Königslutter. Dr Der Zohtenberg als Vandalenheiligtum. Win Tendt:„Die Osninamark als heiliger Erinnerungs= hain. Hingewiesen sei aber noch besonders auf 1 Preisausschreiven. Es werden Bilder irdischer Denkmäler deutscher(germaniascher Per= nn lih und Berufephotograph an diesem Preisausschreiben beteiligen, wertvolle Geld. und Bücherpreise lecken zur Teilnahme. Die Bedingungen sind kostenlos vom Verlag K. F. Koehler. Abteil. Germanien. LeipPostiach S1. zu verlangen. Der Verlag ist außerdem bereit. allen Vorgeschichtsfreunden, die„Germanien tennen, ein lotenloies Prob senden. berliner Börse. Berlin. 7. Juni. Das Geschäft, das bereits vormittags außerordentlich ruhig war, konnte sich auch zu Beginn des offiziellen Börsenverkehrs, wenigstens an den Aktienmärkten, nicht besonders beleben. Nur für die festverzinslichen Werte bestand von seiten des Publikums wieder Kaufinteresse, wobei Neubesitzanleihe stärker gefragt wurde. Die vorliegenden Nachrichten aus der Wirtschaft waren wieder durchweg recht günstig; so hat sich in der Frachtschiffahrt eine Belebung durchgesetzt. Neueinstellungen werden von einer Reihe von Betrieben gemeldet. Der schwächere bn genisti. 1e fi bachere Schluß der gestrigen Newyorker Börse blieb ohne Einfluß, nur die letzten Nachrichten über den ebenfalls ruhig. Im Verlauf blieb die Tendens unverändert teilweise waren kleine Rückgange zu verzeichnen.— Am Kuxenmarkt waren von Kohlenwerten Heinrich und Carolus Magnus unveränderten Preisen im Handel. Constantin wurden bei mehrfachen Umsätzen 1.0 RM boher bezahlt. Ewald wechselten 50 RM niedriger Besitzer. Von Kohlenaktien konnten sich Lothringen bei kleinem Geschaft um. Prozent befentigen. Braunkohenwerte ohne Geschäft. Am Kalikurenmarkt gewannen Beienrode bei mehreten Umsatzen 30 RM. Am allgemeinen Aktienmarkt stellten sich Kabel Rheydt bei kleinem Geschaft 2 Prozent höher. Westfalia=Dinnendahl wurden zu gestrigen Preisen umgesetzt. Viererpakt haben die Unternehmungslust etwas gehemmt. Die ersten Kurse zeigten kein einheitliches Bild, wobei die Veränderungen bis zu 15 Prozent nach beiden Seiten gingen, es überwogen aber doch die Rückgänge, die eine Folge von Gewinnmitnahmen und Glattstellungen waren. Am Montanmarkt blieb die Aufhebung des amerikanischen Zolles auf deutsche Kohle ohne Eindruck. Werte wie Harpener, Mansfeld und Hoesch gaben bis zu 2 Prozent nach. In Siemens und Reichsbank beobachtete man wieder Stillhalte kaufe. Brannkohlenwerte zeigten weiter feste Haltung bei Kurssteigerungen bis 35 Prozent Im Verlaufe erfolgten weiter Realisationen, und es ergaben sich daher meist erneut kleine Kursrückgänge, nur Reichsbank bleiben gefragt. Süddeutsche Zucker stellten sich infolge Materialknappheit 75 Prozent über gestern. 1 Dollar: 3.55 km. Verlin, 7. Juni. Der Dollar lag heute wieder auf 3.35 gegen gestern 3.565 RM, das Pfund wurde 11,36(11,32) RM notiert. Märkte. Berliner Produktenbörse. Verlin, 7. Juni. Die Preise verstehen sich sut düsseldorfer Börse. Düsseldorf, 7. Juni. Die heutige Börse eröffnete bei ruhigem Geschäft in unregelmäßiger Haltung. Von Montanaktien waren Gelsenkirchen Berg 1 Prozent niedriger, während Harpener auf gestriger Basis notiert wurden. Hoesch minus 2¼. Mannesmann gaben 4 und Rheinstahl 2½ Prozent her. Rheinische Braunkohle konnten sich um 2 Prozent befestigen, während RWE 1 Prozent verloren. Das Geschäft in Kaliaktien war Getreide je Tonne(1000 Kg.) ab Versandstation, fur Mehl je Doppelzentner(100 Kg.) frei Berlin. fur Hülsenfrüchte(100 Kg.) ab Abladenation, Raps. Lein= und Kleesaaten(1000 Kg.) ab Verladestation. Raps und Leinkuchen(100 Kg.) ab Al ladestation. Kleie(100 Kg.) frei Berlin, Futtermittel(100 Kg.) ab Abladestation, sowie Strob se Zentner(50 Kg.) ab märk. Station in MM. Weizen 193—195.“ Roggen 153—155. und Industriegerste 164—171. Hafer 1 Weizenmehl 2,00—27.25. Roggenmehl 70 85—22.85. Weizenkleie 8.70—8.90 Roagent 0—9 M. Aktorigerbsen 21027. Speiseerbsen 20—21. Futtererbien 13—15. luschken 12,25—14. Ackerbohnen 12—14. 12—14. Lupinen blaue 9.50—10.40. dto. gelor1 bis 13. Leinkuchen 10.80—11,10. 10.M. Erdnußkuchenmehl 1140. Trockenschnih8.50. Kartoffelflocken 13,10—18.90 r deint werktagstrüb.— 16 Nig Bestellgeld: monar Ponbezug MI. 15 mang belt“ 10 heiw 4 Pia Kolt Verlagn Schriftleitung Bo ch M Hasler. Verant Jur Nommunalpolinit und d Provinz u nllgem. K Dör. Bochum Sprechst der Berliner Vertretung Bochumer Bi. 02. Jahrgang Nr. 132 Reichsbankdirektor Und nur„eine IU Berlin, 9. Juni. mitgeteilt: Nachdem auch die Ver= langfristigen Ausl der vorwochigen Zusamme dank eindellia aner einem weiteren Rückgang reserve die volle Funktio zentrales Notenbankinstit werde und es haber diese Reserve schi höhen, hat die Reichsb Reichsregierungeitet. in welchem sie davon sie mit Wirkung ner 1 eine vorübergeb sentlich kurze Zei von Devisen au Zahlungen einsie pflichtungen beti der Julikrise 15 sind. Ausgenomm die bestehenden abkom Um ganz klar zu machen. übergehenden Unterbrechn kine rein volkswir legenbeit handelt, na Reichsbank nicht genus lungsmittel zur We aberumeine Zablui ter Schuldner, hat d Gesetz erlassen. wonach die deut verpflichtet werl lungen in Reichleist Die eingezahlten Markbet besonderen Konve lange perwaltet, bie landische Zahlungsmittel um den ruckstandigen Tra Mit dieser Lösung al klar zu erkennen, daß sie die Sicherheit p tumsrechte nicht daß die deutsche sesten Willenhat. genen Zablungs zuerfi Die Einstellung Deutschla werten als in der Wirtsch derer Länder nicht1 auch Zahlungeschwi Tagesordnung sind, wahrt ganz vereinzelten Ausnat vollem Umfange nachgeko und Amortisatione in einer Zeit, in der die sondere Deutschland von Tepression und einem Ni einer Weise heimgesucht n schichte kaum ihresgleichen anderen Landern mul konservativsten Charaktere zahlungen eingestellt oder den. Deutschland dagt alle seine Verp sullt und beanst keinen Vergleich Verpflich Vertreter der kurzbiner Deutschlande hal Lart auch ferner mit d M puhlung zu bleiben und Miirn un zu erwagen, was zur Mil zur baldigen Beendig IA7