Gegründet 1860 83. Jahrgang Westfälischer Telegraph Mendener was u. Maut ul 1b mrao.h D uc. Junam.— duns in Bes 2.57 2. Einzige in Menden HeimatIröndenberger Nachrichten Aartaüichlr, Madez..„ Keichtiskel: Blatt Zeitung Lendringser Zeitung Bei Eintritt bühser Gewen, Deplro- umd Gtrommanael beiicht bein Aufpruc an Bieferung der Jeitung oder Rüchsehlung des Bezugspreises. Anzeigenpreise lan:— gedruckte Zeitung M. 2#u.. 12.5 Nr. 88 Mittwoch, den 14. April 1943 Jahrgang 1943 Bolschewistischer Massenmord bei Smokenst Tausende polnischer Offiziere auf Geheiß Stalins durch Genickschuß ermordet und verscharrt DRB Berlin, 13. April. Ein grauenvol. lex Fund, der vor kurzem von deutschen militärischen Stellen im Wald von Katyn am Kosegery=Hügel, 20 Kilometer westlich von Smost an der Straße Smolensk—Witebsk. gemacht wurde, gibt einen ebenso erschüternden wie einwandfreien Aufschluß über den Massenmoro an mehr als 10 000 Offizieren aller Grade, darunter zahlreicher Generale, der ehemaligen polnischen Armee durch Untermenschen der GPU in den Monaten März bis Mai 1940. Ueber das furchtbare Verbrechen erfährt das Deutsche Nachrichtenbüro folgende Einzelheiten: Durch Hinweise von Einwohnern wurde in der Umgebung des Waldes von Kaxyn vor einigen Tagen bei dem Ort Sofiewka in der Nähe von Smolensk eine Massenhinrichtungsstätte der Bolschewisten entdeckt. In Gegenwart hoher Offiziere der deutschen Wehrmacht, zahlreicher Sachverständiger unter Leitung des Direktors des Instituts für gerichtMedizin und Kriminalistik an der Universtät. Breslau, Prof. Dr. Bubtz und nomhafter reter der in Berlin akkreditierten ausländischen Presse wurden in mehreren Gruben von je 28 mal 16 Meter die in 12 und 9 Schichten meist gefesselten Leichen ehemaliger gefangener polnischer Offiziere gefunden und teilweise ausgegraben. Die im Auftrage Stalins von den jüdischbolschewistischen Mördern viehisch mißhandelten Gefangenen der ehemaligen volnischen Armee sind im Frühjahr des Jahres 1940, also Monate vor Beginn des deutschsowjetischen Krieges, an dieser Stätte durch Genickschuß ermordet worden. Anhand der bei den Leichen aufgefundenen Papiere, Dokumente, Rangavzeichen und Legitimationen konnte bereits ein großer Teil der Ermordeten identifiziert werden. Als eine der ersten Leichen wurde der ehemalige Brigadegeneral Smorawinsky aus Lublin geborgen. Weiter wurden zahlreiche Angehörige des Traditionsregimentes Pilsudski festgestellt. Die ermordeten ehemaligen polnischen Offiziere sind im Besitze ihrer sämtlichen Papiere, Orden und Ausweise. Die Identifizierung wird erleichtert durch die Tatsache, daß in den Uniformen der Leichen die Ausweispapiere und sonstigen Anhaltspunkte gut erhalten vorgefunden wurden. Bezeichnenderweise wurden Schmuck und Uhren nicht gefunden. Bisher wurden zwei große Massengräber freigelegt, eines mit vier=, das andere mit fünfbis sechstausend ermordeten gefangenen polnischen Offizieren. Weitere Probegrabungen haben ergeben, daß noch mindestenz zwei Massengräber vorhanden sind, deren Leichenzahl sich noch nicht annähernd schätzen läßt. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt, sind jedoch in Anbetracht der Witterung, der feuchten Beschaffenhiet des Bodens und der Verwesung der Leichen mit Schwierigkeiten verbunden. Auf Grund einwandfreier einheimischer Zeugenaussagen wurde ermittelt, daß mindestens 10 000 bis 12000 polnische Offiziere, das sind etwa ein Drittel des Offiziersbestandes der ebemaligen polnischen Friedensarmee, die in die Hänbe der Bolschewisten gefallen waren, in 200 Waggons über den Verladebahnhof Gnesdowo zur GPU=Hinrichtungsstätte im Walde von Katyn gebracht worden. Sie wurden dorthin aus dem Gefangenenlager von Koselest trausvortiert, wo sich nach den bisheriFertstellungen über 60 000 gefangene volnische Soldaten befanden. wes der holschewistischen VernichtungsAusrattungspolitik wurden alle Offiziere abgesondert und am Kosegory=Hügel im Walde vingemordet. Für die MenS###stischen Massenmörder ist es bezeichnend, daß sich am Rande der Hinrichtungsstätte kaum 500 Meter von den Massengräbern entfernt, ein Erbolungsheim für höhere GPU=Funktionäre männlichen und weiblichen Geschlechts befand. in dem nach Aussagen der Ortsansässigen der näheren Umgegebung Orgien gefeiert wurden. Das Gelände war ständig von GPU=Soldaten bewacht und durch Stacheldraht abgesperrt. Die Hinrichtungsstätte befindet sich in einer Waldlichtung, die eigens hierfür freigelegt worden war. Die Massengräber der ermordeten Opfer wurden mit Föhren bepflanzt, die jetzt drei Jahre alt sind. Der Verwesungszustand der entdeckten Leichen deckt sich mit dieser zeitlichen Feststellung ebenso wie mit den genauestens überprüften Angaben der dortigen Zivilbevölkerung. Der Wald von Katyn hat nunmehr sein furchtbares Geheimnis preisgegeben: Die einwandfrei bewiesenen und belegten Feststellungen klären endgültig die seit langem in aller Welt erörterte Frage nach dem Schicksal und dem Verbleib der von den Bolschewisten internierten, verschleppten und dann grausam ermordeten Teile des ehemaligen polnischen Heeres. Neuer großer A=Boot=Erfolg Wieder 21 Schiffe mit 138 500 BRT versenkt DRB Aus dem Führerhauptquar: tier, 13. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront verlief der Tag bei örtlicher Kampftätigkeit im allgemeinen ruhig. Starke Verbände der Luftwaffe griffen an vielen Stellen der Front und im feindlichen Hinterland Stellungen, Truppenunterkünfte, Nachschubkolonnen. Eisenbahnziele und Flugstützpunkte an. In Tunesien verliefen die Bewegungen unserer Truppen nördlich der Linie aironan—Sousse planmäßia. Nachhuten verzögerten den Vormarsch des Feindes. Die Luftwaffe schirmte die Bewegungen der deutschitalienischen Truppen wirksam ab und bom. bardierte in der vergangenen Nacht Schiffsziele und Nachschublager im Hafen Bone mit gutem Erfolg. Im Mittelmeer vernichteten deutsche Unterseebootjäger zwei feindliche Unterseeboote. Feindliche Flugzeuge griffen in der Nacht zum 13 April einige Orte in Ostpreußen, vor allem Königsberg, mit Spreng= und Brandbomben an. In Wohnvierteln, an Krankenhäusern und an der Universität entstanden Schäden. Im Küstenraum der besetzten Westgebiete und Norwegens wurden vier britische Flugzeuge abgeschossen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, griffen in Fortsetzung ihres pausenlosen ampfes deutsche Unterseeboote im Nordatlantik einen nach England gehenden schwer beladenen Geleitzug an. Hierbei sowie in Einzeljagd in der Karibischen See und vor der südafrikanischen Küste versenkten sie 21 Schiffe mit 138500 BRT und torpedierten sechs weitere Schiffe. Italienischer Wehrmachtbericht DRB Rom, 13. April. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: In Tunis griffen starke Nachhutkräfte der Achse englisch=amerikanische Kolonnen an. Deutsche Jäger schossen zwei zweimotorige Bomber ab Verbände der italienischen und deutschen Luftwaffe griffen Fluabäfen von Algier an und bombardierten die Hafenanlagen von Bone wirkungsvoll Vor der algerischen Küste griffen unsere Torpedoflugzeuge einen feindlichen Geleitzug an und trafen ein Handelsschiff von 6000 BRT. Der Feind nahm die Luftangriffe auf Städte und Orte Süd= und Insel=Italiens gestern wiederum auf. Nur aus Cosenza und aus Vibo Valentin(Catanzaro) wurden Schäden und Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet; insgesamt 60 Tote und 124 Verletzte. A-Boot rammte Zerstörer Die Schiffsversenkungen erforderten harten Einsatz DNB Berlin. 13. April. Zu dem neuen Erkolg deutscher Unterseeboote, über den in einer Sondermeldung berichtet wurde, teilt das Oberkommands der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten mit: Enwaris der neufundländischen Küste erfaßte eine Gruppe deutscher Unterseeboote einen tiefbeladenen, von Nordamerika nach Enaland laufenden Geleitzug. Der unter starker Sicherung fahrende Schiffsverband lief anfänglich enr i. en en em Grönland aus startenden Landflugzeuge zu kommen. Als sich die Schiffe der Südspitze rönlands näherten, änderte das Geleit seinen urs nach Osten. Inzwischen hatten sich die weit auseinanderstehenden U=Boote zu einem Anariffsrudel formiert und ariffen trotz stärkster Zerstörer= und Luftsicherung in einer Nacht konzentrisch an. Der Wirkung des zusammengefaßten Angriffs versuchte der Feind durch besonders stark einsetzende Abwehr zu begegnen. Im Augenblick der ersten Torpedodetonationen war der nächtliche Himmel durch Leuchtgranaten und=raketen taghell erleuchtet, in deren Schein einzelne Boote des Rudels erkannt wurden und damit im Mittelpunkt des feindlichen Artillerie= und Leuchtaranatenbeschusses lagen. Ein U=Boot setzte, um den ihn verfolgenden Jerstörer abzuschütteln, zum Torvedoangriff gegen von an. Das Ausweichmanöver des Zerstörers brachte die Schußwirkuno nicht voll zum Tragen. so daß sich der Kommandant zum Rammstoß entschloß. Wenige Augenblicke später bohrte sich der Bug des mit äußerster Kraft abkommenden U=Bootes mittschiffs in die Bordwand des beschädigten Zerstörers der sofort starke Schlagseite zeigte. Obgleich das U=Boot selbst beschädigt wurde, konnte es in dieser Nacht noch einen 9000 BRT großen vollbeladenen Tanker versenken, dessen ausbrennende Oelladungen noch viele Stunden den Schauplatz der Vernichtung kennzeichneten. Der größte Teil der versenkten Schiffe stammt aus dem für England bestimmten Nordatlantikgeleitzug Gleichzeitig wurden aber auch in Einzeljagd in den trovisch heißen Seegebieten des Karibischen Meeres Erfolge erzielt, die unter besonders schweren Bedingungen erkämpft werden müssen, weil das enge Seegebiet ständig unter stärkster Luftüberwachung steht, so daß unseren U=Booten nur während weniger Nachtstunden eine Ueberwasserfahrt möglich ist. Vor der südafrikanischen Küste, wo die Angriffsbebingungen von dem dort jetzt berrschenden Herbstwetter beeinflußt werden. konnte unter einer Reihe von Schiffen auch ein mit Lebensmitteln von Australien nach Enaland fahrendes Schiff versenkt werden. Mit der Versenkung von 21 Schiffen mit zusammen 138500 BRT und der Torvedierung von sechs weiteren Schiffen sowie der Beschädigung eines Zerstörers sind unseren Feinden erneut schwere Verluste zugefügt worden. In der letzten Woche verlor die italienische Marine durch feindliche See= und Luftstreitkräfte drei Torpedoboote, zwei U=Boote und einen Kreuzer. Ein großer Teil der Besatzungen wurde von unseren Fahrzeugen gerettet oder vom Feind gefangengenommen. Im selben Zeitraum versenkten Einheiten der italienischen Marine zwei feindliche U=Boote. Neue Ritterkrenzträger DRB Berlin, 13. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Paul Jacob. Bataillonsführer in einem bayerischen Jägerregiment: Feldwehel Alois Cugganig, Zugführer in einem Gebirgsjäger=Regiment: Obergefreiter Albert Hoffmann, MG=Schütze in einem Kradschützenbataillon: Obergefreiter Wilhelm Okrent. Richtkanonier in einem Panzerartillerieregiment. Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an F=Sturmbannführer Joachim Schubach Bataillonskommandeur in der#=Panzergrenadier=Division„Totenkopf“ und an=Untersturmführer Heinz Macher, Lompanieführer in der##=Panzergrenadier= ivision„Das Reich“. Drei Transporter und ein Zerstörer versenkt Neuer Erfolg der japanischen Luftwaffe DRB Tokio, 13. April. Das Kaiserlich Japanische Hauptquartier gibt bekannt: Am 11. April unternahmen Verbände der japanischen Marineluftwaffe einen Angriff auf die Oro=Bucht Es wurden drei feindliche Transporter und ein Zerstörer versenkt, auf kleineren Kriegsschiffen Schäden angerichtet. Ferner wurden 21 feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Sechs japanische Flugzeuge kehrten nicht zurück. Ein Teil von ihnen stürzte sich auf die feindlichen Objekte. Spätes Eingeständnis DNB Stockholm, 13. April. Die britische Admiralität aibt laut Reuter den Verlust des britischen U=Boot=Versorgungsschiffes „Medway" bekannt, das im vergangenen Jahr(!) im Mittelmeer versenkt wurde. Als Entschuldigung für dieses reichlich späte Ratengeständnis behauptet die Londoner Admiralität mit frecher Stirn, man habe den Verlust seinerzeit nicht bekanntgegeben, da es offensichtlich war, daß die Achse von der Versenkung nichts wußte und es daber notwendig war. ihr diese Informationen vorzuenthalten. Das Unterseebootbegleitschiff„Medway" war am 19. Juli 1928 vom Stapel gelaufen und hatte eine Wasserverdrängung von 14600 Tonnen. Es lief 16 Knoten und war mit zwei 10.2= em=Geschützen, vier 10.2=em=Flak und zwölf Maschinengewehren bestückt. Die„Medway“ hatte 400 Mann Besatzung. Waffenbrüderschaft gegen den Erzfeind DNB Helsinki, 13. April. Die Finnisch=deutsche Gesellschaft in Helsinki gab am Montag abend im Anschluß an einen Festakt in der Universität anläßlich ihres 15jährigen Bestehens und des 25. Jahrestages der Befreiung Helsinkis durch das deutsche Hilfskorps unter General Graf von der Goltz einen großen Empfang, zu dem etwa 300 führende Persönlichkeiten erschienen waren, unter ihnen Ministerpräsident Linkomiß. Außenminister Ramsav. Finanzminister Tanner. Reichsminister Graf Schwerin von Krosiak, der deutsche esandte von Blücher der Kommandeur des deutschen Verbindungsstabes und mehrere andere finnische und deutsche hohe Militärs. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschfinnischen Gesellschaft in Berlin. Gesandter von Grundherr. überbrachte die in herzlichen Worten gehaltenen Grüße der deutschen Schwestervereinigung und die persönlichen Grüße des am Erscheinen verhinderten Grafen von der Goltz. In den Ansprachen des Vorsitzenden, Professor Vuole, des finnischen Ministerpräsidenten. des deutschen Gesandten. des Rektors der Universität und andere wurde besonders der von Erfolg gekrönten Tätigkeit der Finnisch=deutschen Gesellschaft zur Ausgestaltung und Vertiefung der Freundschaft zwischen beiden Völkern gedacht, die jetzt wie 1918 durch die Waffenbrüderschaft gegen den Weltfeind besiegelt wird. Beton und Stahl und starke Herzen In diesen Tagen brachten die deutschen Zeitungen Berichte über den deutschen Abwehrwall, der am Atlantik durch eine neue Großleistung der Organisation Todt entstanden ist. In kürzester Frist ist ein System von vielen tausend Stützpunkten geschaffen worden, das„Europa vor jeder Ueberraschung sichert. Ueber der Bunkerkette von Calais sieh man irgendwo an der Küste ein Beionspruchband, das unter dem deutschen Adler die Inschrift trägt„Bereit sein ist alles.“ Dieses Wort kann man über den ganzen Atlantikwall setzen. Das aber, was diesem Wall erst so recht seine Bedeutung gibt. ist, daß weit hinter ihm in Deutschland ein Volk steht mit starken Herzen. Die deutschen Soldaten und die deutsche Heimat wissen, daß der Kricg eine harte Auseinandersetzung ist, daß auch der Feind uns Schaden zufügen und uns Wunden schlaen kann, die tief schmerzen. Eines aber ist dem eind versagt. nämlich die Brechung er deutschen Widerstandskraft. Der Krieg ist zu einem Kampf zweier Welten geworden. In diesem Ringen kämpft in Deutschland, in Italien, in Japan und den mit uns verbündeten Ländern das neue Leben gegen den ewigen Widersacher junger Völker die Habsucht und die Machtgier überalterter Mächte. Zum Kampf gezwungen, greifen unsere Soldaten mit stürmischem Elan an, hält die Heimat unerschütterlich dem Terror des Feindes stand Wir wissen, daß das Recht in diesem Kampf auf unserer Seite ist. Als eine große und starke Nation Europas, die seit Jahrhunderten entscheidend beigetragen hat zu der menschlichen Kultur und Höchstleistungen auf allen Gebieten der Arbeit aufzuweisen hat. wollen wir uns jetzt die Schaffensfreiheit erzwingen, die der Feind uns unter Lug und Trug. unter Drohungen und Provokationen hat nehmen wollen. Unser Vertrauen in den Sieg ist unerschütterlich, weil jeder von uns in sich den Rhythmus des neuen Lebens verspürt, dessen Wegbahner die deutschen Waffen sind. Alwin Schaver. Vernichtende Torpedos Wieder haben deutsche Unterseeboote in vausenlosen Kampf einem vollbeladenen Geleitzug im Nordatlantik auf der Fahrt nach England schwerste Verluste beigebracht und ebenso in Einzeljaad Erfolge erzielt. Der Hinweis im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, daß diese Kämpfe sich bis nach der südafrikanischen Küste und nach der Karibischen See erstrecken, zeigt wieder. wie ausgedehnt der Overationsraum der deutschen Unterseeboote ist. Die Torpedos, die unsere Unterseeboote im Kampf gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt abfeuern, treffen den Feind direkt ins Hera. Schiffe sind für das britische Inselreich das wichtigste Erfordernis für seine Kriegführung und seine Lebenshaltung. Und ebenso können die Vereinigten Staaten die so gern auf ihre Rohstoffvorräte und auf die Zahl ihrer Menschen vochen. ohne Schiffe ihre Kraft nicht zur Geltung bringen. Der Kampf aus dem eine neue Welt hervorgehen wird. tobt fern dem angloamerikanischen Machtzentrum, und wenn England und Nordamerika in die Entscheidung eingreifen wollen müssen sie ihre Truppen zunächst einmal an Land bringen. Dieses Risiko haben die Briten, belehrt durch schlimme Erfabrungen gescheut, und wo sie, wie in Afrika, Landungsoverationen durchgeführt haben sind diese zu einem gefährlichen Aderlaß für Enaland und Nordamerika geworden Die Ausweitung der Kriegsräume, die Churchill von Anfang an erstrebt hat, hat sich zum Schaden Englands ausgewirkt. weil dadurch die Versorgungswege verlängert worden sind und bewirkt worden ist, daß überall dem Feind Schläge versetzt werden können Es ist ein gewaltiger Erfola der Kriegsmarine und der Unterseeboote der Staaten des Dreimächtevaktes, wenn Ende März die Verluste des Feindes an Handelsschiffsraum Ungarische Fernaufklärer machen sich auf ein Flugplatz im Oster lugplatz ten zum Feindflug fert „ 40 Ju PK.=Aufn.: Kriegsberichter Reißmü auf 30.5 Milionen BMT deziffert werden konnten. In diesen Erfola teilen sich Deutschland. Italien und Japan. wobei von der vernichteten Gesamttonnage etwa 25.6 Millionen BRT auf Deutschland entfallen. Besonders schwer für den Feind ist, daß er allein 5.8 Millionen BRT Tanker verloren hat, also Spezialschiffe. die ohnehin knapp und deren Ersatz nur überaus schwer ist. War dieser Verlust des Feindes bedeutet. erkennt i. in wenn man sich vor Augen führt wie aroß der Schiffsraum war, mit dem Enaland und Nordamerika den Kriea begonnen haben. 1939 besaß England an Hochseetonnage etwa 21.2 Millionen BRT. Nordamerika etwa 93 Millionen. Zu diesen 30.5 Millionen BRT kamen 11.5 Millionen, die England im Ver. laufe des Krieges beschlagnahmte, nämlich Holland. Norwegen. Dänemark Griechenland Frankreich, Jugoslawien. Belaien und Rumänien weggenommen hat. Neu gebaut wurden während des Krieges bis Ende März dieses Jahres auf den britischen Werften 3.4 Millionen BRT auf nordamerikanischen 8.4, insgesami also 11.8 Millionen BRT. Alles in allem eraibt sich somit für England und die Vereinigten Staaten eine Tonnage von 53/8 Millionen BRT. die nun also bereits mehr als halbiert ist. Im übrigen fehlen dem Feind jedoch nicht nur die 305 Millionen BRT, die von Deutschland Italien und Japan auf den Grund des Meeres hinabgejagt worden find sondern zahlreiche weitere Schiffe denen es zwar noch mit vieler Mühe gelungen ist beschädigt einen bergenden Hasen zu erreichen, können gleichfalls für geraume Zeit hindurch nicht auf See geschickt werden, weil sie zunächst onmal aründeich revariert werden müssen. Die Tonnage dieser Schiffe kann auf 2.4 Millionen BRT beziffert werden, so daß also dem Feind ledig lich 21 Millionen BRT an einsatzfähiger Tonnage verbleibt. Das sind weit weniger Schiffe, als England und Frankreich zu Beginn des Krieges besaßen. Und dabei ist dem Feind fortan ein Zugriff auf die Tonnage anderer Länder nicht mehr moglich. Jeder neue Verlust wird darum die Lücke im feindlichen Schiffspark immer nur veraroßern. Mit Grauen denkt man denn auch in England und in Nordamerika an die Zukunft empfindet man immer deutlicher, daß die Männer unserer Unterseeboote ihre Faust fest an der Gurgel des Feindes haben.— Interessant an dem obigen Vergleich, dessen Richtigkeit übrigens auch durch gelegentliche Aeußerungen auf feindlicher Seite bestätigt wird, ist das starke Ueberwiegen der Neubauten Nordamerikas. Wie auch sonst in diesem Krieg ist Roosevelt darauf aus. durch seine Teilnahme an dem Kampf vor allem England zu überflügeln. So besteht in der Handelsschiffahrt die Tendenz, die von den Engländern bedienten Schiffahrtslinien nach und nach in die Hände amerikanischer Reedereien zu überführen. Nicht genug damit haben die Yankees England auch noch veranlaßt, beschädigte Schiffe beider Nationen in englischen Werften zu reparieren. Das hat zur Folge gehabt, daß die englischen Werften, stärker als es sonst der Fall gewesen wäre, mit Revaraturen in Anspruch genommen wurden, so daß ihre Leistung im Neubau sich verringern mußte. Dafür haben die Vereinigten Staaten sich des Neubaues stärker angenommen und damit erreicht, daß die nordamerikanische Handelsflotte, die vor dem Krieg 45 Prozent der englischen ausmachte, heute bereits auf 61 Prozent gestiegen ist. Auf der Suche nach einem Ausweg ist England schließlich darauf verfallen, nach dem Beispiel Henry Kaisers sogenannte Zementschiffe zu bauen, ohne damit jedoch eine Löung gefunden zu haben. Diese Schiffe sind von den Seeleuten Kaisersärge genannt worden. wobei bereits dargetan wird, daß in Improvisationen am allerwenigsten Schutz vor den todbringenden Torpedos deutscher Unterseeboote gefunden werden kann. Schließlich ist auch noch zu beachten, daß der Feind große Verluste an Seeleuten eine Gesamtschätzung lautet auf 70000, erlitten hat. Wenn man sich das alles vor Augen hält, begreift man so recht, daß der Kampf unserer Unterseeboote von kriegsentscheidender Bedeutung ist. Mit der Verminderung des feindlichen Schiffsparkes wird auch die Aktionsfähigkeit des Feindes immer geringer. während die britischen Terrorangriffe weder unsere Moral noch unsere Kampfkraft schwächen können. Wenn aber schon währenb des ersten Weltkrieges die deutschen UnterseeEin Wau von Stahl und Feuer Ausländische Presse bewundert Atlantik=Wall DNB Berlin, 13. April. Die nach allen Regeln der modernen militärischen Verteidigungskunst angelegten und mit den modernsten Waffen und technischen Hilfsmitteln ausgestatteten Verteidigungsanlagen am Atlantik- finden in der ausländischen Presse stärkste Beachtung. Besonders stark war der Eindruck auf die italienischen Pressevertreter die ebenso wie ihre deutschen Berufskameraden an der„hypothetischen zweiten Front“ wie einer von ihnen sie nennt entlangreisten. „Eine Schlüsselstellung im Atlantik=Wall“ überschreibt der römische„Messaggero“ den Bericht seines Sonderkorxespondenten über die Befestigungsanlagen bei Dünkirchen.„Diese Befestigungswerke“, so schreibt der Verfasser, „sind so gewaltig und von einer derartigen Abwehrstärke daß nur ein Fachmann in der Lage wäre die Leistung die hier vollbracht wurde, voll und gan; zu würdigen. Da aber jeder Meter Küste ein Wall von Stahl und Feuer ist da in Kilometer=Tiefe gestaffelte Verteidigungsanlagen sich in ununterbrochener Folge aneinander reihen und die Bewachung zur See zu Lande und zur Luft keinen Augenblick lang aussetzt da jederzeit gewaltige Reserven an Menschen und Material zum Einsatz an jeder beliebigen Stelle bereitstehen, begreift auch der Laie ohne weiteres den Wert einer solchen Verteidigung. die eine Landung als etwas (Unvorstellbares erscheinen läßt. Gegen das Meer hin ist der Hafen praktisch eine ein: zige Panzerfeste, und nur ein Feind, der Selbstmord begehen wollte, könnte von dieser Seite her einen Angriff versuchen.“ „Alle großen Bauten der Geschichte, seien es die Pyramiden oder die Katarakte des Rils, stellen ein Kinderspiel im Vergleich zu den gewaltigen Schöpfungen und Arbeitsleistungen, die hier vollbracht wurden, dar“, schreibt der Mailänder„Corriere della Sera“ und fährt dann fort:„Von Narvik bis zum Gol' von Biscaya wurde über eine Küste von 3000 Kilometer hinweg ein Werk geschaffen das Tausende von Menschen und Berge von Maicrial erforderte. Zu Beginn des vierten Kriegsfrühlings ist man für jede Eventualität gerüstet. hat man an der gesamten Atlantik= wie Mittelmeerküste die nötigen Vorbereitungen actroffen. Wo voraussichtlich eine Waffe erforderlich wäre werden drei bereitgehalten und wo eine Linie als ausreichend erscheinen konnte um eine eventuelle Invasion aufzuhalten, wurden drei oder vier konstruiert. Dies beweist das übermaß der Spitzenleistung der vollbrachten Anstrengungen bei der zwei voraufgegangene militarische Ercianisse als Richtschnur dienten: Die Flucht der englischen Trupven aus Dünkirchen und das verbeerende Scheitern des Landungsversuches bei Dieppe.“ „Europa soll zerstört werden“ Der Wunschtraum der Juden- Britisch=sowjetische Kriegsziele DNB Oslo, 13. April. Die Zeitung„Aftenposten; veröffentlicht Auszüge aus einem Buch. das Stalins Leibjournalist, der Jude Ilia Ehrenbura, unter dem Titel„Trust für die Zerstörung Europas“ in Enaland und Nordamerika herausgegeben hat. Der Hetziude entwirft darin die völlige Vernichtung ganz Europas. Ganz Europa sol! Ehrenbura zufolge eine einzige Wüste werden. Berlin Wien. Paris. Stockholm Oslo und Rom sollen in Schutt und Asche gelegt werden. Eurova muß verschwinden, sagt Ehrenbura und beschreibt dann den erhofften bolschewistischen Sturm auf Berlin folgendermaßen: Zehn Meter hobe Panzer wälzen unbarmberzig Berlin nieder und zermalmen Häuser. Männer, Frauen und Kinder. Ueber das Zerstörungswerk in Europa erklärte der Jude: In Kopenhagen gibt es keinen Ueberlebenden. In Stockholm wird es so still wie im Paradies. Während die Gaswolken sich auf Paris senken, flieht die Bevölkerung in die Unterarundbahn. Aber alles umsonst! Der Bolschewismus schlägt zu. Paris und gani Frankreich krevieren. Zum Schluß schreibt Ehrenbura: Ein Jahr genügt um den Kontinent mit seinen 350 Millionen Menschen zu vernichten. Die Reste der europäischen Bölker— die unseren Tanks. unserem Gas(!) und unseren Flammenwerfern entkommen sind— und nicht nur die Deutschen— werden nach Sibirien geschickt als Sklaven in den Bergwerken. „* Aus diesen Ausführungen des Juden Ebrenburg spricht ein so abarundtiefer Haß gegen alle Kultur Europas zu dem eben nur ein Jude fähig ist. Der Leibiournalist im Kreml bestätigt damit nur die allen Deutschen längst bekannte Tatsache, daß der Bolschewismus Eurova vernichten will, wozu Enaland bereitwillig Handlangerdienste leistet. Allerdings hat der Bolschewismus seine Rechnung ohne die deutsche Wehrmacht und die seiner Verbündeten gemacht. Sie werden in einer gemeinsamen, noch nicht gewesenen Kraftanstrengung diese sadistischen Pläne der jüdischboote den Feind an den Rand des Verderbens geführt haben, dann muß in diesem Krieg die Rudeltaktik der deutschen Unterseeboote, die bereits das Geleitzugsystem um jeden Wert gebracht hat, die Katastrophe für den Feind herbeiführen. bolschewistischen Sippschaft zunichte machen. Der Führer erklärte schon am 30. 1. 1939, also vor Beginn des Kricgds:„Wenn es dem internationalen Finanziudentum in= und außerhalb Eurovas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Iudentums sein sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!“ Auf diese Worte nahm der Führer in seiner letzten Rede Bezug als er am 21. 3. 1942 ausführte: „Ich wiederhole meine einstige Provbezeiung, daß am Ende dieses Krieges nicht Deutschland oder die mit ihm verbündeten Staaten dem Bolschewismus zum Opfer gefallen sein werden, sondern jene Länder und Völker, die, indem sie sich immer mehr in die Hand des Indentums begeben, eines Tages am bolschewistischen Gift gegenüber dem sie selbst am allerwenigsten— schon infolge ihrer überlebten Gesellschaftsordnung— immun sind den Zusammenbruch und damit ihr Ende erleben. Nicht vom nationalsozialistischen oder vom faschistischen Regime werden keine Fetzen mehr übriableiben sondern ein altes Weltreich wird sich in Fetzen auflösen. Die Sündr gegen das eigene und gleiche Blut wird sich verwandeln in ein einst zum Himmel schreiendes Elend und Unglück in diesen Ländern selbst. Australien weiter stark beforgt DRB Stockholm, 13. April. Wie aus Washington gemeldet wird, erklärte der australische Außenminister Evatt nach einer Konferenz im Weißen Haus, es würde Selbstmord sein, wenn man den Japanern die Zeit ließe, ihre Eroberungen zu befestigen und auszubauen. Die Australier seien beunruhigt bei dem Gedanken an einen langen Aufschub der Weiterführung des Krieges im Südwest=Pazifik. Die Japaner hätten bereits die Zeit gefunden, die eroberten Gebiete auszunutzen und die Vorkommen von Zinn, Eisen, Petroleum, Gummi und Chinin für ihre Kriegsindustrie einzusetzen. Die Typhusepidemie in Iran DRB Erzerum, 13. April. Das Spital von Tauschantope bei Teheran wurde ausschließlich für Typhuskranke reserviert. Vom Gesundheitsminister sind zur Deckung der durch die Epidemie entstandenen Kosten 60 Millionen Rial bewilligt worden. Bekräftigung des Kampfwillens Italienische Pressestimmen zur Begegnung Führer- Duce DRB Rom, 13. April. Die Zusammen= kunft Hitler-Mussolini beherrscht vollkommen die römische Morgenpresse. In Schlagzeilen wir„In dem Willen der beiden Führer und der Völker der Achse sieht Europa die Gewähr für seine Rettung und sein neues Schicksal".„Messaggero") und„Die Achse kämpft für die Gerechtigkeit unter den Nationen und für eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Güter der Welt"„Povolo di Roma“) unterstreichen die Blätter den ungeheuren Eindruck den die Besprechungen und Beschlüsse des Führers und des Duce in der ganzen Welt ausgelöst haben. In den Berichten aus den verschiedensten Hauptstädten wird die Genuaiuuna und Zustimmung hervorgehoben die die feierliche Bekräftigung des Kampfwillens und der Siegesgewißbeit der Achsenmächte und die eindeutige Bestätigung ihrer Kriegsziele in allen verbündeten und befreundeten Ländern ansgelöst haben während in den Berichten aus dem neutralen Ausland deutlich die durch das deutsch=italienische Treffen im feindlichen Lager hervorgerufene Unruhe in Erscheinung tritt. „Povolo di Roma“ schreibt, daß die unerschütterlich feststehenden Beschlüsse von Deutschland und Italien in jenem völligen Einvernehmen und jenem vorbildlichen brüderlichen Geist getroffen worden sind der niemals getrübt wurde und auch in Zukunft nicht getrübt werden wird. Wenn es in der Verlautbarung heißt, daß die Achsenmächte alle ihre Kräfte einsetzen. um ihre Beschlüsse in die Tat umzusetzen, so kann der Feind davon überzeugt sein daß diese Kräfte gewaltige sind, da es sich um diejenigen des gesamten europäischen Kontinents handelt. Im„Messaaaero“ stellt der Direktor des Blattes der ehemalige Volksbildungsminister Pavolini fest, daß alle die gemeinsame Kriegführung betreffenden Fragen geprüft wurden. Dies bedeutet, daß sämtliche aktuellen und wichtigen Aspekte des gegenwärtigen Konfliktes behandelt wurden, dazu noch die künftige Initiative der Achse und die Abwehr möglicher feindlicher Initiativen. Besonders wichtia sind ferner die in der Verlautbarung enthaltenen Worte von der„gemeinsamen Kriegführung". Der Krieg ist, so betont Pavolini gemeinsam. denn jeder Kriegsschauplatz, wo Truppen der Achse stehen, ist für jedes der beiden Länder gleichermaßen wichtig. Telegramm des Duce an den Führer Telegramm Bastianinis an Ribbentrop DRB Aus dem Führerhauptauar. tier. 13. April. Beim Verlassen des deutschen Reichsgebictes sandte der Duce folgendes Telegramm an den Führer: „Nach Beendigung meines Aufenthaltes auf deutschem Boden möchte ich Ihnen, Führer, sagen, daß ich ganz besonders erfreut darüber bin, daß ich mich mit Ihnen über so viele Probleme, die gleichermaßen die Interessen unserer beiden Länder betreffen, habe unterhalten können. Ich habe erneut und mit großer Befriedigung die herzliche Verbundenheit in den Zielen und Handlungen feststellen können. welche unsere beiden Völker in einem Krieg vereint, den diese unmittelbar bis zum entscheidenden Siege fortführen werden. der Europa den von seinen Völkern erwarteten gerechten Frieden bringen wird. Ich bewahre die dankbarste Erinnerung in Ihre herzliche Aufnahme und begrüße Sie. Führer, in kameradschaftlicher Freundschaft. Mussolini.“ Staatssekretär Bastianini sandte an Reichsaußenminister von Ribbentrov ein Telegramm, in dem er seinen Dank für die herzliche Gastfreundschaft ausspricht und zum Ausdruck bringt, daß er sich gefreut habe, die für Deutschland und Italien wichtigen Fragen im Geiste völliger aufrichtiger Uebereinnimmung und im festen Glauben, an den gemeinsamen Sieg besprechen zu können Stalin empfing nach einer Meldung des britischen Nachrichtendienstes am Montag in Moskau eine britische Milikärabordnung. Das vierte„M“ Von Kriegsberichter Heinz Thiel Es ist ein Merkmal unseres Jahrbunderts, alle Erscheinungen, und so auch den Krieg, in technischen Tabellen und Zahlenreihen erfassen und gar im voraus bestimmen zu wollen. Unsere Gegner erfanden das Wort vom„Kriegsvotential“ und meinten damit Panzer, Geschütze Flugzeuge, Divisionen. kurzum alles, was ein Volk an Material im Ernstfalle in die Waaaschale des Krieges zu werfen hat. Man rechnete vergeblich und wollte damit den Siea beweisen, ehe es überhaupt zum Kampf gekommen war. Die Zahl wurde zum Feldherrn die Maschine zum Gott. Man sprach von den drei großen„M“— Maschine, Material und Motor— von denen die Entscheidung des Krieges ebhänge. Der deutsche Sieg in Polen, die erfolgreiche Sicherung Skandinaviens, die Niederwerfung Frankreichs, der Blitzfeldzug auf dem Balkan blieben für Engländer und Amerikaner lediglich das Ergebnis einer Ueberzahl unserer technischen Waffen, die man— wie nun in Amerika— allein in Phantasieprogrammen mit astronomischen Ziffern einzuholen und zu übertrumpfen gedenkt. Wir Deutschen haben die Zeichen der Zeit und mit ihr die Möglichkeiten moderner Technik wohl erkannt und sie uns in Motoren, Maschinen und Kriegsmaterial zunutze gemacht wie kaum ein zweites Volk dieser Erde. Und doch haben wir niemals aus diesem„Kriegspotential“ ein„Siegpotential“ für uns abgeleitet. Wir haben immer darauf hingewiesen, daß es gerade im Kriege zwischen Himmel und Erde wichtige Faktoren gibt, die sich niemals in Zahlen pressen lassen. Die Technik ist wohl bestimmend für den Krieg. aber sie entscheidet ihn nicht. Wir wissen heute, daß auch die modernsten und vollkommensten Maschinen Motoren und Kriegsmaterialien nutzlos und wertlos bleiben müssen, solange nicht der vierte Faktor„M“— der geeignete Mensch— hinzutritt und ihnen mit seinem Willen erst kämpferisches Leben einhaucht. Wieviele von uns wollten das im Rausch einer nie vorher erlebten Aufwärtsentwicklung aller technischen Wafsen schon vergessen, bis sie der Ostfeldzug wieder in die Wirklichkeit des Krieges zurückzieht. Denn er beweist uns nun in täglicher Eindringlichkeit was trotz Maschinen und Motoren kein Kriea entbehren und ersetzen kann: Das tapfere Herz eines unerschrockenen Kämpfers, das selbst im Inferno waffenstarrender Schlachten noch über sich selbst hinauswächst. Ein solches Herz gilt im Osten immer noch mehr als hundert sowietische Gewehre. Es wird durch nichts aufgewogen. Wir siegen in den Weiten Sowietrußlands nicht weil wir die besten Waffen sondern weil wir die besten Soldaten in der Ueberzahl haben. die allein diese Waffen zum Erfolge führen. Und je mehr wir mit der Dauer und der zunehmenden Härte des Kampfes hinter klingenden Namen und Zahlen die unzählbare Summe menschlicher Leistung, Not. Entbehrung und Ueberwindung zu erkennen vermögen, um so gerechter werden wir auch wieder den Leistungen jener Soldaten auf deren Schultern sich die Hauptlast des Krieges zusammenballt— den deutschen Infanteristen. Fraat sie alle, fragt die Panzerfahrer, die die Tore in den Osten aufbrachen fragt den Flieger. der den sowietischen Himmel beherrscht, den Kanonier, dessen mächtige Rohre Tod und Vernichtung in die feindlichen Gräben speien! Sie werden es euch neidlos bestätigen: Es ist kein Quadratmeter Boden unser den nicht der Grenadier kämpfend durchmaß. Was alle anderen an Front und Heimat auch tun, wie sie kämpfen und arbeiten was sie entbehren und aushalten, sie tun es, um dem Infanteristen die letzte kämpferische Entscheidung mit der blanken Waffe zu ermöglichen und zu erleichtern. Panzer Flugzeuge und schwere Geschütze mögen ihm den Wea bahnen— gehen muß ihn der Infanterist allein. Die letzte menschliche Auseinandersetzung vermaa ihm kein Motor und keine Maschine mehr abzunehmen. Hier werden nur noch die Herzen gewogen. Der Infanterist sieht aus seinem Erdloch weder wohlklingende Namen noch eindrucksvolle Zahlen. Er sieht vor sich einen schmalen Streifen Erde. den er verteidigen oder erobern muß, wie es der Auftrag befiehlt. In diesen Streifen Erde hat ihn das Schicksal hineingezwungen und in ihm muß er sich bewähren. Er sieht den feindlichen Schützen vor sich auftauchen und bezwingt ihn im Nabkampf. Das ist sein Sieg und mehr als alle Gefangenen=, Beute= und Kilometerzahlen, von denen er erst später erfährt, bedeutet ihm das glückliche Gefühl in der Tiefe seines Herzens, sich selbst und alle in ihm kämpfenden Zweifel und Kompromisse bezwungen und damit erst den Feind besiegt zu haben. Denn jede große Tat wächst unsichtbar aus dem Innern einzelner Herzen. Die Summe aber ist der sichtbare Sieg der Schlacht. Niemand hat es in Angriff und Abwehr so schwer wic der Grenadier. Niemand wird wie er— und sei es der letzte Gewehrschütze einer Gruppe— so unmittelbar vor die letzte Entscheidung kämpferischen Mannesmutes gestellt. niemand sieht sich gleich ihm vor der Aufgabe, einen erhaltenen Befehl in so selbständiges. selbstverantwortliches Handeln umzuwandeln, niemand wird vom Schicksal auf seine kämpferischen Tugenden so gewogen, wie er. Das Schicksal läßt ihm dafür aber auch wie keinem anderen den Lohn des Sieges. Es gibt keine größere menschliche Leistung, als den Kampf um die letzten hundert Meter vor dem Graben des Feindes. Es kann aber auch kein höheres Glücksgefühl erfüllten Kämpfertums geben als in jenen Sekunden, in denen nach Stunden oder Tagen erbitterten Ringens der Sprung in den feindlichen Graben gelingt oder die Besatzung eines Stützpunktes die Genugtuung über einen abgeschlagenen, zehnfach überlegenen Gegner in den Rauch einer kameradschaftlich geteilten Zigarette ausatmet. Und was könnte in kampferprovten Soldaten größeren Stolz auslösen als die karge Anerkennung des Kompaniechefs: „Habt's gut gemacht Grenadiere!"? In jenen Stunden terwächst jene Kameradschaft die unausgesprochen im Glutofen ungezählter Kämpfe erhärtet, selbst über den Tod hinausgeht und auch die Hölle nicht fürchtet. Mit den Infanteristen wird die Schlacht entschieden. Aber mehr noch: Mit seinen Infanteristen entscheidet ein ganzes Volk über Sieg oder Niederlage. In ihnen spiegeln sich die kämpferischen Fähigkeiten der Nation. In seinen Grenadieren wird das Herz eines Volkes gewogen. Man kann wohl einem Rekruten in Wochen und Jahren die technische Handhabung einer Waffe beibringen— den kämpferischen Mut aber die Waffe in der Schlacht in soldatiseher Treue und Ebre allen Gefahren zum Trotz zum Siege zu führen. kann ihm keiner anlernen. Er besitzt diese Tugend als ein Merkmal seines Volkes oder er besitzt ne nicht. Es kommt ja auch nicht nur darauf an, aus und schnell zu schießen, sondern auch schneller und besser zu denken und zu handeln als der Geaner. Der sture. willenlos getriebene und vergebliche Ansturm von tausend Sowiets gegen eine deutsche Verteidigungsstellung— oder der selbständige Entschluß eines Obergefreiten. mit drei Grenadieren einen sowietischen Bunker zu umgehen und ihn zu nehmen— in diesen beiden alltäglichen Bildern des gegenwärtigen Ringens zeigt sich das wahre„Kriegspotential“ beider Gegner. das kriegsentscheidende vierte„M“. die Ueberlegenheit des deutschen Menschen über sowietische Masse und Material. Wie der Krieg der Vater aller Dinge ist so ist der Insanterist als Sinnbild deutschen Soldaten= und Mannestums der Maßstab aller Dinge in diesem Krieg. An der beispiellosen Leistung' des deutschen Infanteristen wird man einmal den Beitrag aller anderen an diesem Krieg messen. Der Weg des deutschen Grenadiers ist der Wea der härtesten unumstößlichen Pflicht, aber auch des größten soldatischen Stolzes. Er wird von Männern bezwungen, die eigene Entschlußkraft in das größere Ziel taktischer Pläne an ihrem Platz einzuordnen verstehen, die sich durch nichts verblüffen lassen, keine Uebermacht fürchten im mörderischsten Einsatz feindlichen Materials die Nerven nicht verlieren sondern noch über sich selbst hinauswachsen. Und solche Männer will der Krieg. Ihnen— nicht den toten Maschinen und Motoren die immer nur Helier und Weabereiter sein werden— läßt er nach härtester Bewährung den Lohn des Sieges. Im Insanteristen— dem unbekannten Helden dieses Krieges— verkörpern sich die kämpferischen Ideale unseres Volkes. Ihm gehör: deshalb mit Recht das Herz des Volkes und unserer Jugend. Denn das ist gewiß: Solange in der Heimat eine Jugend sich begeistert zu den Idealen deutschen Soldatentume bekennt die heute deutsche Grenadiere in den Weiten des Ostens vorleben und vorsterben, wirh Deutschland unüberwindlich sein. Aus unserer Heimat Schlagartig und planmäßig „Jetzt mal hineingeleuchtet in Winkel und Ecken und alles Altpapier ausgekämmt!“ Ursel klappte die große Holzkiste in der Rumpelkammer auf und zog ein dickes Bündel alter ZeitZur Altpaplersammlung 1943 Dunu schriften ans Licht.„Wer sagt's denn? Und du behauptest immer, Mutter, daß bei uns nichts mehr zu finden ist!" Frau Weber tat überrascht.„Die Kiste hatte ich ganz vergessen“, sagte sie.„In dem Reisekorb muß auch noch ein Papierbündei schlummern. Oder...“ Ursel sah auf.„Was denn oder? Soll denn der wertvolle Rohstoff hier liegenbleiben? Das können wir doch nicht verantworten, Mutter. Raus damit, die Altpapiersammlung braucht es dringend". Der sinnende Blick der Mutter zeigte an. daß sie Bedenken hatte. „Dein Eifer ist ja sehr löblich, Ursel“, meinte sie.„Aber sieh mal, der Fränzel von nebenan, der immer so fleißig für die Schule Altpapier sammelt, und die HJ., die sich pünktlich zum Abholen des alten Papiers einstellt— ist es nicht ungerecht, wenn wir jetzt diese munteren Helfer beiseitestehen lassen und das Papier zur Altsammlung bringen?" Ursel beruhigte die Mutter.„Konkurrenz soll der Schuljugend und der HJ. nicht gemacht werden. Mutter. Der laufende Papieranfall bleibt ihnen nach wie vor. Bei der jetzigen Altpapiersammlung handelt es sich darum, den in den Ecken schlummernden und hier und da vergrabenen Papierkram schlagartia mobil zu machen und vlanmäßig zu erfassen“. *— Die Heilpflanzensammlung beginnt. In diesen Tagen hat im Gau Westfalen=Süd die Heilnflanzensammlung begannen. Wiederum ist die Jugend mit ihren Erziehern bemüht, alle Schätze aus Wald und Flur einzuholen. Zuerst gesammelt werden: Huflattichblüten, Taubnesselblüten. Löwenzahnblätter, Stiefmütterchenblätter. Birkenblätter, Himbeerblätter und Huflattichblätter. Die anderen Drogen folgen dann in den Sommermonaten. „*— Zeitungsdiebstahl. Es ist wiederholt a lestgeneut worden, daß die von den Zeitungsgan gan unter die Haustür gelegten Zeitungen von unbefugten Personen an sich genommen wurden, so daß die Bezieher die ihnen zustehenerhalten haben. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das unbefugte Wegnehmen von Zeitungen bestraft wird. *.— Böser Sturz. In einem Wohnhause am Hasensprung machte eine ältere Frau auf der Kellertreppe einen Fehltritt und kam so unglücklich zu Fall, daß sie einen komplizierten Oberschenkelbruch erlitt. 1 Kompromißloser Kampf bis zum sicheren Sieg“. Kreisarbeitstagung der ASDAp. Der letzte Dienstappell der Kreisamtsleiter, Ortsgruppenleiter sowie der Führer und Führerinnen der Gliederungen und angeschlossenen Verbände der RSDAP. am vergangenen Sonnabend wurde vom Kreisstabsamtsleiter Parteigenossen Haas eröffnet. Nach einleitenden Worten, die sein persönliches Arbeitsfeld umrissen, ging er in seinen weiteren Ausführungen auf die neue Rechtsform der Partei und ihre hieraus sich ergebende Stellung gegenüber dem Staat und dessen Verwaltungseinrichtungen des näheren ein, sprach aufklärend über die Parteigerichtsbarkeit und gab Richtlinien und Anregungen über die Betreuung der verwundetne Soldaten in den Lazaretten, der Soldatenfrauen und im besonderen der Jugend. Der Vertreter im Amt des Kreisleiters, Parteigenosse Müller. nahm hierauf die Verpflichtung der Parteigenossen Potthoff und Laver vor und führte sie in ihr neues Amt für völkische Schutzarbeit bezw. des Reichsbundes Deutsche Familie ein. Anschließend ergriff der Leiter des Amtes für Rassenpolitik in der Gauleitung WestfalenSüd, Parteigenosse Thiemann, das Wort zu einem Vortrag über die Probleme der Rassen= und Bevölkerungspolitik. Insbesondere behandelte er das Problem der Fremdvolkpolitik u. die hiermit im Zusammenhang stehenden biolo: aischen Gesichtspunkte. Er stellte besonders die Verantwortung heraus, die sich infolge der zunehmenden Einspannung der Fremdvölker in alle Industrie= und Handelszweige zum Schutze der deutschen Familie und zum Schutze unserer Rasse überhaupt für die Ortsgruppenleiter ergeben. In seiner Eigenschaft als Landesleiter des Reichsbundes Deutsche Familie erläuterte der Vortragende Zweck und dieses Verbandes. Gauamtsleiter Thiemann überreichte am Schluß seines Vortrages als erstem Parteigenossen im Kreise Iserlohn dem Kreisleiter V. i. A. Müller als Anerkennung für seine in langen Jahren bewiesene tätige Mitarbeit das Werk„Unser Familienbuch“. Ferner konnte er dieses Werk den Ortsgrunpenleitern Thümena(Westig) und Hidding (Villiast) sowie dem Vertreter im Amt des Kreisschulungsleiters, Parteignossen Dr. Schwender(Hohenlimburg), übergeben. In seinem Schlußwort betonte Parteigenosse Müller, nachdem er zunächst über den Arbeitseinsatz. die Aufnahme von Bombengeschädigten und einige andere wichtige Tagesfragen gesprochen hatte, mit Nachdruck, daß die Partei wieder aktiver in das Tagesgeschehen eingreifen werde. Die Anzeichen für eine Verbürgerlichung alter Prägung auch in manchen Parteikreisen zwinge zur Aktivierung und„wir werden": so hob Parteignosse Müller unter begeisterter Zustimmung aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hervor,„heute mehr denn je wieder, wie vor der Machtübernahme, fangtische Kämpfer und Mitstreiter Adolf Sitlers sein" Man spürte seinen unbeugsamen Willen, unseren Schicksals= und Lebenskampf auch im heimatlichen Kreisgebiet Iserlohn unerbittlich und ohne Kompromiß im nationalsozialistischen Geiste zu Ende zu führen. Das Treuegelöbnis zum Führer beschloß die Arbeitstagung. „Ho'ne Sache!“ Ein Tag im Führerausleselager in Hohenlimburg In der Zeit vom 2. bis 10. April führte der Bann Iserlohn(136) auf der Jugendherberge Hohenlimburg ein Führerausleselager durch, von dem die Pressestelle des Bannes folgenden Bericht gibt. Um 7 Uhr schrillt die Pfeise des Führers vom Dienst:„Alles aufstehen!“ Sofort ist alles aus den Betten, und nach zwei Minuten ist der Waschraum überfüllt. Nach einer weiteren Viertelstunde haben die 33 Pimpfe sich gewaschen und bauen ihre Betten. Um 8 Uhr int Stubenabnahme. Der Lagerführer ist befriedigt. Heute ist weder eine Falte m irgendeinem Bett noch ist irgendwo Staub oder gar Schmutz. Auch die Waschräume sind sauber und in Ordnung. Um 8.15 Uhr ist Flaggenparade. Anschließend trinkt man Kaffee. Großes Staunen aller: Heute gibt es fünf Schnitten Biot statt der üblichen vier zum Frühstück. Dolle Sache! 20 Minuten lang hört man nichts als das begeisterte Kauen der Pimpfe. Dann tritt alles raus. Eine kurze Pause wird eingelegt. Anschließend wird gerechnet. Der Stoff ist dem Plan der 5. Volksschulklasse entnommen und die meisten bewältigen ihn spielend. Für die Stunden bis zum Mittagessen stehen dann noch„Gedichte“ auf dem Dienstplan. Jeder Pimpf trägt nach freier Wahl ein Gedicht vor. Beliebt sind „Schwäbische Kunde" und Fichtes„Mahnung". Vor dem Mittagessen werden noch ein paar lustige Lieder gesungen. Da machen wieder alle begeistert mit. Und dann gibt es Pellkartoffeln mit Steckrüben und Frikadellen. Da werden Mengen vertilgt, daß es mancher Mutter bange würde. Bis Dienstplan steht„Stockfechten". Zwei Pimpfe bekommen je einen Stock in die Hand und geben dann auseinander los. Dabei kann man feststellen, wer Mut hat. Anschließend wird noch gebort. Dann gibt es Abendessen und darauf einen Erzählerwettstreit. Um 21,30 Uhr ist Bettruhe, und indes die Pimpfe schlafen, sitzen auf Stube 2 die Ausbilder, arbeiten die Rechenaufgaben und Zeichnungen durch. Das Lager macht einen tadellosen Eindruck. Und auch die Pimpfe sind begeistert. Das Laaer macht. allen Teilnehmern großen Spaß. Nimpfen und Ausbildern. Das sah man vor allem aus dem, was die Pimpfe sagten. Da meinte einer:„Das Lager ist pfundig!“ Ein anderer:„So’ne Sache!“ Und so werden alle Pimpfe, wenn sie wieder in die Einheiten zurückkommen, erzählen vom Besuch des Gebietsführers und des Bannführers, werden erzählen von„Rudi“ und„Werner“, vom Stockfechten und vom Boren. Und alle werden sie dann beschwörend die Faust heben und sagen: „So ine Sache!“ Ausbilder#id Uhr ist Mittagsruhe, das heißt, die ickern die Rechenaufgaben vom Morgen durch, und die Pimpfe toben draußen mit einem Ball herum. Um 14 Uhr tritt dann alles zum Ordnungsdienst an; denn auch der muß sein in einem Führerausleselager und hat dieselbe Daseinsberechtigung wie Rechenaufgaben, Aufsätze und Diktate. Anschließend wird gegeichnet. Zum großen Teil werden auch hier die Pimpfe leicht mit den gestellten Aufgaben fertig. Zum Kaffee bekommt jeder ein Stück Kuchen. Und dann zieht alles sich Sportzeug an und begibt sich zur Turnhalle. Auf dem — ho: Auszeichnung. Der Maschinen=Ober= gefreite Franz Molitor. Tannenbergstraße, hat das E. K. 1. und 2. Klasse erhalten. Wir gratulieren! m. Arbeitsjubiläum. Am letzten Sonnabend konnte der Drahtzieher Fritz Dunker, Provinzialstraße, auf eine 25jährige Tätigkeit dei der Firma Neuwalzwerk AG., Bösperde, zurückblicken. Dem Jubilar wurden seitens der Werksleitung sowie der Arbeitskameraden zahlreiche Ehrungen zuteil. m. Jahreshauptversammlung des MGV. „Lyca“. Zur Jahreshauptversammlung am Sonntag nachmittag im Vereinsheim Korff hatten sich die Mitglieder recht zahlreich eingefun8 Wir verdunkeln heute von 20,23 bis 6,38 Uhr Schwarzes Breit Achtung! Jugendgruppe der NS.-Frauenschaft. In dieser Woche fällt der Dienst aus! Im Laufe der nächsten Zeit wird in Menden— Abt. Mütterdienst— ein Krankenpflege=Kursus durchgeführt, an dem alle Mädel teilnehmen können. Ich hoffe, daß jede von uns, gerade aus diesem Gebiete großes Interesse zeigt und die Durchführung ein voller Erfolg wird.— Meldungen werden bis zum 1. Mai oder im nächsten Heimabend, der an dieser Stelle bekanntgegeben wird, entgegengenommen Deutsches Jungvolk. Fähnlein 8136. Der Junaua 4 des Fähnleirs 8 135 tritt am heertigen Mittwoch ur: 14 45 Uhr an der Hindenburgschule zu einem wichtigen Dienst an. Schreibzeug ist mitzubringen. Deutsches Jungvolk. Fähnlein 9 136. L=ndringsen. Da der K.=Führer des Bannes Iserlohn(136). Bannführer Blöthner, and heutigen Nachmittag nach Lendrinasen komm:, tritt das gesamte Fähnlein 9 136. Lendringsen, um 17 Uhr auf dem Sportplatz in Lendringsen in Uniform an. HJ.-Gefolgschaft 9136. Lendrinosen. Die gesamte Gefolgschaft 9 136. Lendrinasen, tritt heute abend um 20 Uhr an der HJ.=Unterkunst am Salzweg in Uniform an. Da der K.=Führer des Bannes kommt, ist das Erscheinen Pflich:. den. Vereinsführer Ludwig Raulff gedachte zunächst in ehrenden Worten der gefallenen Helden und des im letzten Jahre verstordenen Chrenmitgliedes Theodor Filthaut. Ehrenschriftführer Heinrich Boecker aab den Jahresbericht. Der Bericht des Kassierers Hubert Kersting wies einen guten Kassenbestand auf. An Stelle des ausgeschiedenen Bücherwarts A. Treckinahaus wurde Josef Büdenbänder bestimmt. Der Jahresbeitrag soll in der aleichen Höhe wie bisher bestehen bleiben. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden die Mitglieder Heinrich Bongert, Heinrich Eckert und Heinrich Pöppinghege. Stellvertretender Vereinsführer Franz Kayser würdigte die Verdienste, die sich die drei neuen Ehrenmitglieder um den Verein erworden haben. Beclossen wurde, im Laufe des Sommers einen Ausflug ins Hönnetal zu machen. — Die Mütterberatung unter Leitung der Kreiskommunalärztin Fräulein Dr. Brandes findet am Montag, 19. April, statt, und zwar um 14.30 Uhr in der Schule Schwitten und um 16 Uhr in der Schule Barge. m. Jahreshauptversammlung des MGB. „Liederkranz". Der MGB.„Liederkranz“ hielt am vergangenen Samstag im Vereinsheim Strathmann seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Heinrich Mener gab nach herzlichen Begrüßungsworten einen Ueberblick über die Vereinstätigkeit im verflossenen Jahre, dem sch der Jahresbericht anschloß. Der Bericht des *erers wies eine aute Finanzlage auf. Da der Dirigent bei der Wehrmacht steht und er Gesana soviel wie möglich weiter gepflegt werden soll, wurde beschlossen, alle 14 Tage unter Leitung eines Sangesbruders eine Gesangstunde abzuhalten. Der Rundfunk heute Reichsprogramm: 12,35—12.45: Der Bericht zur Lage. 14,15—14.45: Das deutsche Tanzund Unterhaltungsorchester, Kapelle Joachim Bund. 15—15.30: Konzertante Unterhaltung. 15.30—16: Klassische Kleinigkeiten. 16—17: Zeitgenössischer Melodienreigen. 17,15—17550: Unterhaltung aus Nord und Süd. 17.50—18: Das Buch der Zeit. 18.30—19: Der Zeitspiegel. 19—19.15: Vizeadmiral Lützow: Seekrieg und Seemacht. 19,15—19.30: Frontberichte. 19.45 bis 20: Politischer Vortrag. 20.20—21:„Soida= ten spielen für Soldaten“. 21—22: Die bunke Stunde. Deutschlandsender: 11,30—12: Ueber Land und Mesr. 17,16—18.30: Beethonen, Mozark (Leitung: Konwitschny). 20,15—21: Von J. Chr. Petz bis Beethoven. 21—22: Gedenkiendung für Joseph Lanner. bin ein Preuße“. z Roman von Gertrud Kurowft flüsterte der Kardinal erschrocken seinen beiden Reffen zu Las unerwartete Erscheinen der Königin riß ihm die notwendigen letzten Ratschläge und Ermahnungen, die er seinen Neffen soeben hatte geben wollen, sozusagsen von den Lip Schme, Tennoch fühlie er sich sehr geschmeichelt. Daß die Königin ihn nicht in ihihrem Throne sitzend empfing, sondern zu ihm kam, ja, ihn nicht einmal warten ließ, zeigte ihm, wie sie in Tirchenfursten den gleichberechtigten anerkannte. Allein die junge Königin übertraf sogar seine kühnsten Erwarungen, indem sie mit raschen Schritten seiscabsichtigten ehrsurchtsvollen Verneizuvorkam und sich ols demütige Chrin:, zum buldigenden, wenn auch nur angedeuteten Handkusse über seine Hand neigte Majestät". stammelte der Kardinal sast erschrocken. o Theresia stand schon wieder stolz kerzengrade aufgerichtet vor ihm. Sie . zu: Jell noch nicht vierundzwanzig und ein Blütendust von Jugendfrische sonden ugenen. Ihr reiches aichwaren Ansee iet ier Bangen meisten ihrer Zeitgenossen war die junge Königin eine große Freundin von frischer Luft und frischem kalten Wasser, die sie zum Enssetzen ihrer Kammerfrauen und damen auch im Winter reichlich in Auwendung brachte. Der Erfolg war, daß ihr Gesicht auch ohne Schminke weich und zart rosig war wie eine Apfelblüte, und im Beschauer das unwillkürliche Entzücken erweckte, das nur die Natur zu geben vermag. Sie trug ein schwares Samtkleid— noch war ja seit dem Tode ihres kaiserlichen Vaters kein Jahr vergangen— und der weite, gebauschte Rock verdeckte ihren Zustand, den der Kardinal einen Neffen verraten hatte, sast ganz. Doppelt reizvoll hoben sich die Frische ihres Gesichts, das lichte Blond ihres reichen paares und ihre weißen gepflegten Hände von dem schwarzen Samt ihres Kleides ab. Auch ohne Krone und Purpurmantel war die junge Königin Maria Theresia eine schöne, eine wahrhaft königliche Frau. Das mußte selbst Heinz von Sinzendorf zugeben, der nur mit äußerstem Widerstreben nach Wien gekommen war, und der von vorherein entschlossen war, alles, was sich ihm hier bieten, würde, innerlich abzulehnen. Luzius, der dem Wiener Leben geradezu entgegengefiebert hatte, und der in der jungen Königin die RepräsentanPiais gumna## nenen Hoffnungen sah. #sein Entzücken bei ihrem Aublick kaum verbergen. Keine der Frauon, die er in Leden bisher gesehen hatte, hielt in seinen Augen einen Vergleich mit Maria Theresia aus. Die Königin achtete indessen auf keinen der beiden Vettern, die sich bei ihrem Anblick ganz unwillkürlich bis jast aus die Erde verneigt hatten und das auch ohne des Cheines mah nenden Zuruf getan hätten. Bei aller In gendfrische und trotz der fast noch mädchen haften Lieblichkeit ihrer Erscheinung war Maria Theresia doch von einem nnbeschreiblichen und unerlernbaren Etwas umflossen, das auch ihren Gegnern unwillkürlich Edr barcht einflöhen mußte. Ihre großen graublauen Augen sahen anscheinend nur den Kardinal. Ich danke Euer Eminenz für Ihren Besuch. Enblich kann ich jetzt aus sicherer Quelle erfahren, wie es in Schlesien steht. Ist es wirklich wahr, daß dieser— dieser Brandenburger Räuberhauptmann Breslau im tiefnen Frieden überfallen und besetzt hai!“ Es zuckte in Heinz von Sinzendorfs Ge sicht. Am liebsten hätte er gesagt:„Euei Ma jestät, der König von Preußen ist als Gast der Stadt Breslau eingeritten, und diese bat ihm freiwillig ihre Tore geöffner.“ Er wagte es indessen doch nicht, der Königin in die Rede zu fallen: aber fester denn je kammerte sich seine Erinnerung on den jungen König von Preußen, den er in seinen heimlichsten Gedanken Herzog van solesten nannte. Schon antwortete der Kardinal:„Ener Majestät, es ist leider nicht abzuleugnen, daß der König von Preußen- wenn Euer Ma jestät geruhen wollen, ihm diesen Titel zuzugestehen— die Uneinigkeit der Stadi und ihre völlige Unfähigkeit, sich selost zu verreidigen, dazu benutzt hat, um sie einma zu besuchen und dort ein lächerliches Komödienspiel auszuführen. Das erste Herannaben österreichischer Truppen wird diesem ein schnelles nud ruhmloses Ende bereiten.“ „Aber warum weigerten sich die Bres lauer, eine östereichische Besatzungsarmee aufzunehmen?" klagte Maria Theresia vorwurfsvoll.„Dann wäre es doch nie so weit gekommen.“ Der Kardinal zuckre die Achseln. „Eure Majestät, der vierzehnte Dezember des vergangenen Jahres brachte einen Sturm der Zünfte auf das Rathaus, die sich das soenannte jus praesidi der Stadt, das zweijellos für keinen von ihnen mehr als ein un verstandenes Wort war, als Vorwand nab mnen, um sich auch einmal in die Geschäfte der Stadt zu mischen. Und weil vor dreibundert Jahren der aufgebrachte Pöbel bei einer ähnlichen Gelegenheit einige Ratsher renköpfe auf den Ring rollen ließ, zogen es die diesmaligen Ratsberren vor, dem Pöbe der Jetztzeit sogleich und ohne weitere Um stände den Winen an tum. folgt Sport vom Sonntag Das recht umfangreiche Fußballprogramm des zweiten Aprilionntags brachte keinerlei Ueberraschungen. Sämtliche Spiele nahmen den erwarteten Ausgang. In den neuangesetzten Begegnungen um den Tschammerpokal setzten sich die beiden Gauligisten in eindrucksvoller Weise über die Gegner der unteren Klasse durch. So feierte der VfL. Bochum 48 einen hohen Sieg in Hagen über den DST., und Herne schlug den BV. Sodingen mit nicht weniger als 6:1.— Die Meistermannschaft des FC. Schalle 04 gewann das Freundschaftstreffen gegen Castrop 02 mit 4:1. Dagegen mußte sich Arminia Bielefeld gegen Preußen Münster mit einem Unentjeden begnügen. In gleicher Weise trennten sich Tus Neubeckum und der LSV. Gütersloh. —Die Punktespiele in der 1. Kreisklasse endeten mit Siegen von Tus Neheim, Lüdenscheid 08 und dem BfB. Weidenau. Um den Potcl Glatter Gieg von Fochum 48 DSC. Hagen— BfL. Bochum Westsalsa Herue— SB. Sodingen Borussig Rheine— John Mürster Preußen Bochum— Eppendorf Haßlinghausen 07— Grüne 11 0.5(0:4) 6:1(1.0) 4•2(2:51 1:0(0.0) 2:1(1.01 1500 Zuschauer sahen auf dem Höing ein ziemlich einseitiges Spiel. Die Hagener waren dem technisch besseren Spiel der Gäste nicht gewachsen. Sehr schwach war die Hagener Hintermannschaft. Bereits in der 17. Minute gingen die Bochumer in Führung. Sie schossen bis zum Seitenwechsel noch drei weitere Tore. Nach der Pause kamen die Hagener etwas auf, ohne aber eine Bendung herbeiführen zu können. Bochum war in der 54. Minute zum fünften Male erfolgrei. Trotz beiderseitiger großer Anstrengungen blieb es bei dem 50. Etwa eine Viertelstunde nach der Pause gab es zwischen zwei Spielern der beiden Vereine einen Zusammenstoß. Sie mußten beide den Platz verlassen, so daß bis zum Schluß auf beiden Seiten nur noch mit 10 Mann gespielt wurde.— Ein sehr hartnäckiger und vor allem sehr tapferer Verlierer war der BV. Sodingen. Westfalia Herne stieß in der ersten Halbzeit auf allerhand Widerstand. Es gelang ihr lediglich eine 1:0=Halbzeitführung. Nach dem Wechsel kam dann die Ueberlegenheit auch zahlenmäßig zum Ausdruck. Mit 6:1 verließ sie als Sieger den Platz. Erfolgreichster Stürmer war der Mittelstümer Goethe.— Ein schöner Sieg gelang auch Borussia Rheine, die Jahn Münster mit 4:2 abfertigte, nachdem die Borussen in der Pause schon mit 2.0 geführt hatten.— Der 2:1=Sieg des BV. Haßlinghausen über den klassehöheren Gegner aus Grüne war ebenfalls ein schöner Achtungserfolg. Haßlinghausen ging in der 15. Minute in Führung, doch konnte Grüne kurz nach der Pause ausgleichen. Etwa eine Viertelstunde vor Schluß kam der Platzverein zum verdienten Siegestor. Punktespiele der 1. Kreisklasse Tus Reheim auf Punktesagd Hagen 19— Tus. Reheim 6:2(3.1) Frage der Zeit, daß die Hagener von Neheim abgelöst werden, die mit 22:4 Punkten an zweiter Stelle liegen. Dann folgt Lüdenscheid mit 21:31 Punkten. Schwelm rückt durch die Niederlage von Hagen 10 auf den vierten Platz vor, während Menden 09 erst an sechster Stelle rangiert. Der genaue Tabellenstand noch dem letzten Sonntag ist wie folgt: Eine Soppen darte entscheidung Lüdenscheid 08— Menden 09 5:1(2:1) Nicht ganz unberechtigt waren die Hoffr Menk nungen der Mendener, im Verlauf der noch auszutragenden Meisterschaftskämpfe bei nur 8 Minuspunkten, Anschluß an die Spitzengruppe bekommen. Nachdem die Elf am letzten Sonntag sedoch zwei wichtige Punrte abtreten mußte, sind die Aussichten bedeutend schlechter Im Kampf um den Gruppensieger der Sauerlandstaffel reift in Tus Neheim langsam aber sicher der kommende Meister heran.. Die Reheimer holten sich mit einem sicheren 4:1=Erfolg über Hagen 10 zwei weitere wertvolle Punkte. Die Hagener, die bereits bei der Pause mit 2:1 im Rückstand lagen, mußten später noch zwei weitere Treffer hinnehmen, ohne selbst erfolgreich zu sein.— Das zweite M.=Spiel wurde, wie vorausgesehen, eine Beute von Lüdenscheid 08. die Menden 09 mit 4:1 niederhielt. In der Spitzengruppe hat sich in der Reihenfolge nichts geändert. DSC. Hagen liegt noch mit 23:9 Punkten vorne, doch ist es nur noch eine geworden. Daß ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß die Mendener am Sonntag eines ihrer besten Sviele überhaupt lieferten, und dazu gegen einen Gegner, der sich in einer ausgezeichneten Form befand. Bielleicht. wäre das Ergebnis ein anderes geworden, wenn die 00er nicht fast eine Stunde nur 10 Mann im Spiel gehabt hätten. Die Herausstellung von Volte, der auf einen berechtigten Protest vom Schiedsrichter wegen Beleidigung des Feldes verwiesen wurde, war eine äußerst harte Entscheidung. Bis dahin stand das Spiel noch 1:1. Aber auch mit 10 Spielern war die Kampfkraft der Mendener nicht gebrochen, im Gegenteil, alle gaben ihr Letztes her und setzten den Lüdenscheidern bis zum Abpfiff hartnäckigen Widerstand entgegen. Wenn einer herausgestellt zu werden verdient, so war es der Torwart, der die unmöglichsten Sachen meisterte. Die übrigen mögen sich mit einem Gesamtlob begnügen. Die Stärke der Lüdenscheider war einmal der vorzügliche Angriff. der den Mendenern schwer zu schaffen machte und den Ausgang des Spieles allein bestimmte. Die Hintermannschaft hatte in dem Torwart, rechten Verteidiger und Mittelläufer die besten Kräfte. Geleitet wurde das Spiel von Welsch(Siegen). 1000 Zuschauer umsäumten den Jahnplatz in Lüdenscheid, als der Unparteiische den Beginn des Kampfes anzeigte. Ueberraschend schnell fanden sich die 09er mit den fremden Plotzverhältnissen ab. und die ersten Angriffe rollten gegen das Lüdenscheider Tor. Hier mußte der Torwart gleich seine ganze Kunst aufbieten, um einen scharfen Schuß des Linksaußen zu meistern. Aber auch die Lüdenscheider waren nicht untätig und stellten Mendens Hintermannschaft auf eine harte Probe. Und doch sind kaum 10 Minuten herum, da schlug es zum erstenmale bei dem Gastgeber ein. Imhof. der einen Angriff der 08er abgefangen hatte, stürmt mit dem Ball m Fuße vor. Nachdem er mehrere Gegner umspielt hatte, ließ er aus mindestens 30 Meter Entfernung einen kernigen Schuß los, der zum Schrecken. der Lüdenscheider genau im äußersten Winkel landete. Der Torwart war so überascht, daß er nicht so schnell zu reagieren vermochte. Dieser schnelle Erfolg wirkte sich bei den Mendenern vorteilhaft aus, und die Ludenscheider hatten einige kritische Augenblicke zu bestehen. Mendens Linksaußen, der durch seine schnellen Flankenläufe große Verwirrungen hervorrief, hatte in zwei Fällen großes Pech. denn nur ganz knapp gingen seine Abschüsse am Lüdenscheider Toc vorbei ins Aus. In der 17. Minute zogen dann die Lüdenscheider aleich. Gegen diesen Einschuß war Börger machtlos. Bei einem erneuten Angriff der Lüdenscheider sprang das tückische Leder dem linken Verteidiger gegen den Oberkörper. Zum Entsetzen der Mendener erkannte der Schiedsrichter auf Elfmeter. Dem Einspruch der Mendener wurde nicht stattgegeben. Zum großen Unglück wurde dann Bolte, auf eine unbedachte Aeußerung hin, Feldes verwiesen, so daß die Mendener nunmehr nur noch 10 Mann im Spiel hatten. Der Elfmeter führte dann zur 2:1=Halbzeitführung für den Gastgeber. Die Herausstellung machte sich in der zweiten Halbzeit natürlich stark bemerkbar. Der geschwächte Angriff brachte es nur zu gelegentlichen Durchbrüchen, ohne aber Statt Karten. Dori: Die Gebort ihrer zweiten Tochter zeigen in dankbarer Freude on Herbert Kuhlmann Lotte Kuhlmann geb. Blüffer Menden, den 13. Aprü 1943 z.Zt. Kronkenhaus Bethanien, serlohn Monfred Wilhelm Unsere Lieselotte hat ein Brüderchen bekommen. In dankbarer Freude Anneliese Kröner geb. Böckelmann Heinrich Kröner Menden z. Zt. Wehrmacht Hauptstr. 34 z. Zt. St Vinz.-Hospitel 12. April 1943 Statt Korten Für die Glückwünsche und Autwerksonketer enloßlich der Geburt unseres ersten Kindes donken wir herzlichst. Anneliese Bürger geb. Schuung Franz Bürger z. Zt. un felde Monden, im April 1943 Allen berzlichen Dank, die beim Heldentode unseres lieben, unvergeßlichen Gefallenen in liebevoller Teilnahme unser gedacht haben. Jamilie Richter Niederbarge und im Felde, im April 1943. Ei abine Singabelt Spaibuch Spar= u. Darlehnskasse Kontoristin aber Kontoristen für sofort oder später gesucht. E. Niemeger 16. Oese. Kr. direkt gefährlich werden zu können. So lag die Hauptlast des Svieles bei der Hintermannschaft. Es bederfte schon des ganzen Könnens der Lüdenscheider, um die 09er Hintermannschaft überwinden zu können. Hier stand jeder eisern seinen Mann. So dauerte es immerhin eine geraume Zeit, ehe die Lüdenscheider ihren Vorsprung zu vergrößern vermochten. Mendens Torsteher brachte die Lüdenscheider Stürmer ob seiner großen Sicherheit fast zur Verzweiflung. wirksam unterstützt von seinen Vorderleuten. Auf die Dauer waren sie der drückenden Ueberlegenheit doch nicht gewachsen, so daß die Lüdenscheider mit drei weiteren Toren den Sieg sicherzu ellen vermochten. So brachte eine dopvest harte Entscheidung die Mendener um einen durchaus möglichen Erfolg. Segertiendstaste PfB. Weidenau— BfB. Meggen 6=1(1:1) In der Siegerlandstaffel wurde am Sonntag das lette Meisterschaftsspiel unter Dach und Fach gebracht. Der BfB. Weidenau befand sich in einer großen Schußlaune und überfuhr VfB. Meggen mit 6:1. Bis zum Seitenwechsel hielt der BfB. noch Tritt und erzwang ein Unentschieden. Im zweiten Abschnitt waren die Weidenauer dann nicht mehr ju halten und erzielten in Abständen 5 weitere Tore. Der Tabellenstand ist wie folgt. RSV. Eiserfeld SpVgg. Olpe VfV. Weidenau BfB Meggen 6 6 0 O 32•7 12:0 6 3 0 S 15:18 6:6 6 1 1 4 15:16 3•9 6 1 1 4 8:29 3•9 In aller Freundschaft Castrop 02— Schalke 04 1:4(0.01 Arminia Bielefeld— Preuß. Münster 1:1(0:0) Tus. Neubeckum— LSV. Gütersloh 3:3(1:3) Tus Milspe— Tura Altenvoerde 3:1 RSB Eiserfeld— MSB Siegen 1:3(0.3) Aür der Nacha####h#ft Herssen. 58 Einwohner mit 4304—.— Die Induftriegemeinde Heessen, am Rande des Kohlenreviers gelegen, erbringt den Beweis dafür, wie alt man auch in einer„Jechengegend“ werden kann. Heessen stellt in diesem Jahr nicht weniger als 58 Altersjubilare, die 80 und mehr Jahre zählen. Die 33 Frauen übertreffen hierbei die 25 Männer, die mehr als 8 Jahrzehnte zählen und in diesem Jahre 90 Jahre. alt werden. Insgesamt haben die 58 Altersjubilare, von denen 34 aus Heessen selbst stammen, ein Alter von 4804 Jahren. Ihren Bräutigam bestohlen. Vor dem Sondergericht Dortmund, das in Bochum tagte hatte sich die 22jährige Hausgehilfin Emilie Blom aus Dortmund zu verantworten. Sie hat es fertiggebracht, ihrem bei der Wehrmacht befindlichen Bräutigam in dessen Abwesenheit einen P#illover zu entwenden und für ihn und ihren Bruder bestimmte zwölf postpäckchen zu unterschlagen. Sie hatte sich angeboten, die Päckchen zur Post zu bringen, hat dies jedoch unterlassen und den Inhalt der Sendung für sich verbraucht. Das gemeine und rücksichtslose Verhalten der Angeklagten, der im übrigen früher schon mehrfach Unehrlichkeit nachgewiesen werden konnte, forderte eine strenge Bestrafung. Sie wurde als Volksschädling zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren verurteilt. 5000 Besucher hatte das Freundschaftstreffen der Svielvereinigung Castrop 02 und des FC. Schalke 04 angelockt, die sich einmal mehr an dem großen Spiel der Schalker erfreuten. Augenscheinlich legten die Schalker mehr Wert darauf. guten Fußball zu demonstrieren als Tore zu schießen, denn die ersten 45 Min. verliefen torlos. Allerdings verdient auch das tapfere Verhalten der Castroper hervorgehoben zu werden, die eine weit bessere Leistung vollbrachten als am Sonntag zuvor in Altenbögge. Im zweiten Abschnitt kamen die Zuschauer aber doch noch auf ihre Kostenn. Die Schalker machten nämlich ernst und schossen in Abständen vier schöne Tore. Beim Stande von 4.0 erzielte der Halbrechte der Castroper auch noch den Ehrentreffer, nachdem der gleiche Spieler vor der Pause eine sichere Gelegenheit ausgelassen hatte. Bei den Schalkern wirkten nach langer Zeit Tibulski und Zwickhöfer wieder mit.— Einen spannenden und abwechslungsreichen Kampf lieferten sich Arminia Bielefeld und Preußen Münster, die sich in Bielefeld gegenüberstanden. Nach ausgeglichenem Spielverlauf endete das Treffen unentschieden 1:1. Berning schoß kurz nach der Pause das Führungstor, doch glichen die Münsteraner später aus. Das Ergebnis unterstreicht die ansteigende Form der Gäste — Der sieggewohnte LSV Gütersloh mußte sich am Sonntag mit einem Unentschieden begnügen. Nach einer klaren 1:3=Halbzeitführung, mit der man den Erfolg schon gesichert glaubte, mußten die Gütersloher zwei Tore durch den Gastgeber Das Sondergericht Dortmund verhandelte in einer Sitzung in Bochum gegen den 66jährigen Bürogehilfen Walter D. aus Wanne=Eickel wegen Amtsunterschlagung und Kriegswirtschaftsverbrechens. Der Angeklagte hat als amtlicher Verteiler von Lebensmittelkarten bei der Stadtverwaltung Wanne=Eickel eine Anzahl Fleischsonderkarten, die ihm irrtümlich zu viel ausgehändigt waren, für sich behalten und in einer Zuteilungsperiode ein Heftchen Lebensmittelkarten, das er dem Empfangsberechtigten wegen Einberufung nicht übergeben konnte, an sich gebracht. Nur mit Rücksicht auf sein vorgerücktes Alter und sein bisher einwandfreies Vorleben sah das Gericht von einer Zuchthausstrafe ab und verurteilte den Angeklagten zu 2½ Jahren Gefängnis. hinnehmen. Das Ergebnis wurde den Leistungen beider Mannschaften gerecht.— Tus Milspe hatte bereits am Sonnabend Tura Altenvverde zu Gast und bescherte seinem Anhang einen schönen 3:1=Sieg.— Etwas überraschend kommt die Niederlage des Tabellenführers der Siegerlandstaffel, RSV. Eiserfeld. Er unterlag im Freundschaftskampf dem MSt Siegen mit 1:3. Die Siegener erzielten alle drei Tore im ersten Spielabschnitt. Nach dem Wechsel kamen die Eiserfelder zwar etwas besser zur Geltung, doch langte es nur zum Ehrentor. • S A1 A. Leichfalben Klenk(Lüdenscheid) Zweiter Letzter Lauf der 4. Waldlaufserie in Am zweiten Aprilsonntag kam in Bochum der letzte. Lauf der 4. Waldlaufserie„Rund um den Bochumer Stadtpark" zum Austrag. Die Beteiligung war wiederum ausgezeichnet. Aus unserem engeren Bezirk sind zu erwähnen: Klenk(Lüdenscheid), der in der Klasse 3 2000 m in 5:54,4 den zweiten Platz belegte. Arch in der Gesamtwertung nimmt Klenk mit 29 Punkten die gleiche Stelle ein. Neuhaus (Halver) wurde in der Klasse B in der Gesamtwertung Vierter mit 19 Punkten. Den ersten Platz belegte in der Gesamtwertung der Klasse A Lordt(RAD. Arnsberg) mit 32 Punkten. Bei der Jugendklasse D holte sich Hanses(Jahn Werdohl) mit 34 Punkten den ersten Platz. Amkliche Bekanntmachung Die Ausstellung der Zusatzkleiderkarten für Jugendliche, die zwischen dem 2. Januar 1925 und dem 1. Januar 1928 geboren sind und bereits eine IV. Reichskleiderkarte erhalten haben, ist von diesen bezw. deren gesetzlichen Vertreter ab 15. April d. J. umgehend auf Antragsformular zu beantragen. Die Antragsfrist ist auf den 30. April 1943 festgesetzt. Eine Verlängerung derselben erfolgt nicht. Antragsformulare sind bei den Gemeindebürgermeistern bezw. Bezugscheinausgabestellen in den einzelnen Gemeinden zu bekommen. Die Ausgabe der Zusatzkleiderkarten wird noch bekannt gegeben. Menden=Amt, den 13. April 1943. Der Amtsbürgermeister: In Vertretung: gez. Cosack. Des Eultsehutn nach Lustfühm De dans keise TE KLIESRSIAHPPET-KA SE Sinn Gut möblierter Wohn= u. Schlafzimmer (fließend Wasser) in ruhigem Hause ab 1. Mai an Herrn oder Dame zu vermieten. Angebote unter K. A. 209 an die Geschäftsst. der M.3. Aeltere Wwe. sucht für langere Zeit Landaufenthalt eotl. des Morgens Mithilfe im Haushalt. Angebote unter K. C. 211 an die Geschäftsst. der M3. Wer verkauft 3 keilige erfr. in der Geder M.3. Schlafstelle dringend gesucht. Angebote unter K. B. 210 an die Geschäftsst. der M3. 1 bis 2 Zentner heu gesucht. Gegenwert wird in bar oder Dünger geboten. Zu erfr. in der Geschäftsst. Halbtagshile für Etagenhaushalt mit drei Kindern nach Lendringsen gesuucht Angebote unter K. E. 212 an die Geschäftsst. der M.s Gegrie M unden word. Lektion über auf Unter! tung jedes haben die Bol europäische 2 um ungestörte tungst Bolsch weil n ablehnen— dungen ein C Her ist den Versührungse gilt ihr Haß. erst einmal europäische 2 strengung von rade das gra Walde vor alleden rade die Ger Pes eere erhoben hat wird. Das jährt sich zum neraloberst Na Armer. 6i tembergische In Am ers in diesem Regin baech Krene uvernommen. i Kommandeur d Ludwigsbura e Stellung als 6 Deut gegen am 18. r befördert und General ein Sa1%n ernannte und Wie der mußte Gen daß die Folle üb Die Erlang sei notwendi Anstraliens Am 14. 4. beai umtese 2 b. Bamte Führer Glückwi Dank und Aner pflichtaetreue A. Prlege. 48 Feind