Gegründet 1860 Westfälischer Telegraph 80. Jahrgang Mendenerseutg slet Zeitung Nachrichten Zeitung Dus u. Jas Pol.(W wuangak 9 2c. Laraau— ae. u. Nes a.b u. Einzige in Menden gedruckte Zeitung. 41.2. Lmu.).3s uw.—m. Zumgursies ae dereiae. 3 r Nachrichten Einzige in Menden gedruckte Zeitung Bei Eintritt hübsrer Geweit, Pepier- und Strommangel besicht bein Auipruc eu Bieferung der Jeuung oder Rüchsablung des Beinaspreties. Anzeigenprette laut unPreisliste Nr. 6 vom 1. Juli 1839. deren Best Nr. 239 Mittwoch, den 9. Oktober 1940 Jahrgang 1940 Brände, Explosionen, Zerstörungen London bei Tag und Nacht mit Bomben aller Kaliber belegt— Nachtangriffe auch gegen Manchester, Liverpool und Edinburgh— Jahlreiche Brände in London und in anderen Städten 32 Engländer abgeschossen Berlin, 8. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Stärkere Kampffliegerverbünde erzielten bei ihren Vergeltungsangriffen am gestrigen Tage in London zahlreiche Bombentreffer schweren Kalibers auf Bahnanlagen westlich des Themsebogens sowie auf die Commereial= und WestindiaDocks. Hierbei bneten sich besonders die leichten Bombenkräfte des Generalfeldmarschalls Kesselring aus. In Südenaland wurden Rüstungsanlegen und militärisch wichtige Ziele wirkungsvoll bom bardiert. Auch während der ganzen Nacht belegten in rollen dem Einsatz Kampfflugzeuge Verreiche Brände im Stadtgebiet waren die Nachtanariffen gegen Manchester, Liverpool und Edinburah konnten besonders starke Schadenfeuer beobachtet werden. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. „In der letzten Nacht flogen britische lugzeuge an mehreren Stellen nach eutschland ein. Ihr Hauptangriffsziel war Berlin. Durch Abwehrmaßnahmen gelang es, die Mehrzahl abzudrängen, während ein Teil die Reichshauptstadt erreichte. Bomben trafen wiederum mehrere Krankenhäuser, ferner Wohngebäude, Lagerschuppen, sowie Gleisanlagen und richteten an einigen Stellen Sachschaden an. Unter der Bevölkerung sind zahlreiche Tote und Verletzte zu beklagen. Zwei britische Flugzeuge wurden beim Anflug auf die Reichshauptstadt durch Flakartillerie abgeschossen. Insgesamt verlor der Gegner gestern 32 Flugzeuge, 13 eigene Flugzeuge werden vermißt. * Ueber zehn Stunden dauerten die deutschen Angriffe auf Südengland am Montag. In Groß=London wurde insgesamt neunmal Luftalarm gegeben, und noch vor Einbruch der Dunkelheit griffen deutsche Geschwader aufs neue die britische Hauptstadt an. Englischerseits behauptet man, daß es den deutschen Flugzeugen im Laufe des Montags„nur bei zwei Luftalarmen“ gelungen sei, bis zur Hauptstadt vorzudringen. Immerhin hätten die deutschen Flieger dann auf mehrere Stadtteile Groß=Londons Bomben abgeworfen. Der Hauptangriff aber habe sich, so heißt es in einer Reutermeldung, gegen die füdenglischen Küstengebiete, vor allem die Graf Kent. gerichtet. aft Die neuesten deutschen Bombenmaschinen seien von einer großen Zahl von Jägern begleitet gewesen. Es sei zu verschiedenen heftigen Luftkämpfen gekommen. In London berechnet man die Anzahl der deutschen Flugzeuge, die im Laufe des Montags London angriffen, auf über 450. „Ein ausgebranntes Auto“ Der britische Rundfunk gab am Dienstagmirgen über die nächtlichen Bombenabwürfe auf Groß=London noch weniger als gewöhnlich bekannt. Der einzige Schaden, der zugegeben wurde, war ein ausgebranntes Auto. Trotz= dem geht aus der Schilderung des britischen Rundsunks deutlich hervor, daß die Angriffe auf London in der Nacht vom Montag auf Dienstag besonders heftig und hartnäckig gewesen sein müssen, denn, so hieß es in der Morgensendung von Radio London, das Sperxfener der Londoner Flak sei die ganze ucht hinburch außergewöhnlich heftig gewesen. Verteidigung Londons umorganisiert „Siese Feststellung aus englischer Quelle ist „##set„von besonderer Bedeutung, als auch aus neutraler Quelle bestätigt wurde, daß Ende voriger Woche die Londoner Flakabwehr aufs neue große Verstärkungen erhalten hat. „ ner Berichterstatter von„Svenska Dagbladet“ meldet, seit Sonnabend nacht sei #ss. Sperrfeuer der Londoner Flakhatterien doppelt so wirksam gewesen wie früher. Die ##rteiggung Londons sei aufs neue umorfiert worden und man hoffe sogar. in Nachtjäger zur Abwehr einsetzen zu die mur besonderen Instrumenten aus.. Wir besonderen Insrrumenten and„!, in der Lage sein würden, den Kampf mit dem Feind in der Dunkelheit aufzunehmen. Minister warnt vor unberechtigtem Optimismus London hat man in letzter Zeit derartig über den Verlauf des bisherigen um London gesprochen, daß MitRegierung aufs neue bremsen und vor übertriebenem Optimismus warnen mußten. Gesundheitsminister Macdonald hat einen Appell an die Bevölkerung gerichtet, in dem er die Oeffentlichkeit in London vor der lusion warnt, daß die Luftangriffe auf roß=London nachlassen würden. Im Gegen es in se seinem Appell, man mü üsse ac0: diat worden sind. Auch die Bronzestatue teil, so heißt es in seinen——. sich darüber klar sein, daß das scheinbare Nach lassen in den Luftangriffen auf Groß=London nur eine vorübergehende Angelegenheit sei. Es sei daher, so rief der Minister die Londoner auf, am besten. Frauen und Kinder baldmöglichst aufs Land zu schicken, bevor die Luftangriffe wieder an Heftigkeit zunehmen. Er habe Pläne ausgearbeitet, wonach eine Evakuierung der Frauen und Kinder binnen 48 Stunden durchgeführt werden könnte. Splitter auf den Parlamentsthron Der Londoner Berichterstatter von„Dagens Nyheter“ berichtet Einzelheiten über die Auswirkungen der letzten deutschen Angriffe auf Groß=London. Er meldet u. a., daß sowohl das Unterbaus als auch das Oberhaus durch Bombensplitter beschä**„„—„— tne des Hauptvon #bigt. Die Westseite des ig Ben wurde ebenfalls beschädigt, doch ist das Glockenspiel selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Deutsche Bomben fielen in allernächster Nähe der Westminster Hall, wodurch das große Fenster auf der Vorderfront zerstört wurde. Auch die Mauern haben stark unter den Bombensplittern gelitten. Zahlreiche Fensterscheiben im Oberhaus wurden zerstört und die Glasscheiben und Splitter fielen auf den historischen goldenen Thron, auf dem der König und die Königin bei der Eröffnung des Parlaments Platz nehmen. Der Thron selbst sei jedoch nicht beschädigt worden. Die Fensterscheiben in den Korridoren und Laufgängen des Unterhauses sind auch zerstört worden. Zwei Mitglieder des Oberhauses- hätten leichtere Verletzungen erlitten, aber keines der beiden Parlamente sei versammelt gewesen, als diese Bombenwürse, durch die sowohl das Oberhaus als auch das Unterhaus beschädigt wurden, erfolgten. Angriffe von noch nie erlebter Stärke Immer wieder greifen neue schwere Geschwader in den Kampf ein,„wie Staffeln, die sich immer ablösen“, so schilderte es ein schwedischer Korrespondent aus London. Die ganze Nacht über von Montag aus Dienstag wurden diese Angriffe fortgesetzt, und am Dienstag bei Morgengrauen haben neue Angriffe großer deutscher Formationen eingesetzt. Bis zum Dienstagmittag mußten die Londoner bereits zweimal wieder in die Luftschutzkeller hinunter, und Bomben sind in London aufs neue abgeworfen worden, vor allem in den südöstlichen Stadtteilen, woraus man entnehmen kann, daß die deutschen Geschwader ihre Angriffe vor allem auf die Industrie=, Hafen= und Dockanlagen längs der Themse gerichtet haben. Im Laufe des Dienstagvormittags gab Reuter in einer zusätzlichen Meldung zu, daß London in der vergangenen Nacht den bisher längsten nächtlichen Luftalarm erlebt hat, der demnach also über 12 Stunden gedauert haben muß. Auch diese Feststellung Reuters entspricht nicht den Tatsachen, denn praktisch haben bereits sofort nach Wargengraueg, wieder die deutschen Flieger ihre Ang auf die nicht die Rede sein kann. Britische Oeffentlichkeit wird immer nervöser Oeffent! Ausmaß der deutschen Luftangriffe auf England, man ist auch besorgt über den Lauf, den die Dinge im Mittelmeer und vor allem in Aegypten nehmen. Der Ferne Osten bereitet ebenfalls größtes Kopfzerbrechen. Es fragt sich allerdings, ob die Regierung vielleicht eine Einberufung des Parlaments aus rein technischen Gründen im Augenblick für unzweckmäßig hält. Aegypten als Schlüsselstellung Wird England Aegypten zur Kriegserklärung zwingen? Stockholm, 8. Okt. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß die englische Regierung in der kommenden Woche ihre militärpolitischen und diplomatischen Vorstöße in Aegypten verschärfen wird. Der. ägyptische Ministerpräsident Sabry Pascha empfing den Obersten Befehlshaber der in Aegypten stehenden englischen Truppen, Wavell, und nach ihm den ägyptischen Generalstabschef. Nach den beiden Konferenzen wurde der Ministerrat überraschend zusammenberufen, und in Kairo wie in London nimmt man als selbstverständlich an, daß Sabry Pascha in dieser Kabinettssitzung seine Ministerkollegen von den neuen englischen Forderungen nach der ägyptischen Kriegserklärung an Italien in Kenntnis setzte. Nach einem Bericht des„Aftonbladet" wurden zwei außerordentlich wichtige Beschlüsse gefaßt, die jedoch auf das strengste geheimgehalten werden. Der Umstand, daß bei der neuen englischen Initiative der englische Botschafter in Aegypten, Sir Miles Lampson, durch Militärs ersetzt wurde, gewinnt ein besonderes Gewicht. Zwar zweifelt man nicht daran, daß der deutsche Druck auf England, anhalten wird, man rechnet jedoch damit, daß Graichsten T ziani in den nächs Lagen von Rom nach Libyen zurückkehren wird, um die Durchführung der neu erhaltenen Befehle in Angriff zu nehmen. Wie weit allerdings die offen ausAuslandsbeobachter in London nia urteilen. Als charakteristisches Merkmal bezeichnet man lediglich gewisse englische militärische Vorbereitungen in Aegypten, darunter die Verstärkung der ägyptischen Garnison, die nach dem kürzlich bekanntgegebenen Flug General Wavells nach London begonnen wurden. Die Aussichten englischer, militärischer Operationen in Aegypten werden ebenfalls im Schatten der Brenner=Gespräche erörtert. Der Londoner Korrespondent des„Aftonbladet" deutet englische Spekulationen im Zusammenhang mit der Tatsache an, daß Generalfeldmarschall Keitel den Führer auf der Brenner=Reise begleitet habe. „Alle Anzeichen deuten darauf hin", schreibt „Daily Expreß“ am Sonnabend.„daß sich kommende Ereignisse im Mittelmeer lisch werden. Daher muß das engli olk gefaßt sein auf die Mitteilung über ernste ose in di Kämy diesem Raum.“ Ein symbolischer Reichsstatthalter Robert Wagner übergibt die neue Rheinbrücke Kehl—Straßburg dem Verkehr Straßburg, 8. Okt. In einem Festakt übergab der Chef der Zivilverwaltung im Elsaß, Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wagner, die neue Dauerbehelfsbrücke Kehl—Straßburg dem öffentlichen Verkehr, die die Verbindung herstellt zwischen beiden Seiten des Rheins, zwischen dem kleinen Oberrheinstädtchen Kehl und der deutschen Stadt Straßburg aus der elsässischen Seite. Die Brücke, eine Spezialkonstruktion, wurde in einer Bauzeit von knapp 2½ Monaten fertiggestellt. In seiner Ansprache führte Reichsstatthalter und Gauleiter Wagner u. a. aus, daß die neue Brücke mehr sei als eine reine Verkehrsbrücke, sie sei eine politische Brücke, indem sie das deutsche Elsaß mit seinen Brüdern über den Rheinstrom hinweg verbinde. Sie stelle symbolisch die Zusammengehörigkeit zwischen den beiden deutschen Stämmen diesseits und jenseits des großer Stromes her. Das linke und s rechte Rheinufer seien bewohnt von Menschen, die ihrer Art, ihrem Volkstum, ihrer Sprache und ihrer ganzen Kultur nach zusammengehörten. Geleitzug erneut bombardiert Englisches Vorpostenboot von italienischem U=Boot versenkt Rom, 8. Okt. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat, folgenden Wortlaut: Eines unserer U=Boote hat ein bewaffnetes englisches Vorpostenhogt versenkt. Im westlichen Mittelmeer ist einer unserer Handelsdampfer(1800 BRT.) torpediert worden. In Ostafrika bat ein Patrouillengefecht bei El Katulo(Kenia) einen für uns günstigen Ausgang genommen. Der Feind wurde mit beträchtlichen Verlusten in die Flucht geschlagen. Im Roten Meer hat eine unserer Luftformationen den bereits gestern angegriffenen Geleitzug neuerdings bombardiert. Weitere Flugzeuge haben die Funkstation von Nadi Jusuf(nordöstlich von Ghedaref). sowie kleinere feindliche Abteilungen in der Nähr der Grenze des unteren Sudau bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt Abschluß der Gauleiterreise Saarbrücken, 8. Okt. Am Montagabend fand die Reise der Gauleiter über den westlichen Kriegsschauplatz in Saarbrücken ihren Abschluß. Dem Beginn in Köln a. Rhein mit der eindrucksvollen Rede des Generalfeldmarschalls Keitel folgten Besichtigungen im französischen und beigischen Kampfgebiet. Es wurden u. a. das Fort Eben Emael, die Vimy=Höhe, Langemarck, die wichtigsten Punkte an der Küste, der historische Schauplatz an der Marne, Verdun und die Maginotlinie besucht. Offiziere der drei Wehrmachtteile hielten an zahlreichen, auf der Reise berührten Punkten Vorträge. Truppenbesuche und Vorführungen besonders aus der Panzerwaffe, vermittelten ein lebendiges Bild der jetzigen Aufgaben der Wehrmacht und ihres ausgezeichneten Ausbil— des ihrer zur Weiterführung ringung des Sieges. Einen besonderen Höhepunkt der Reise bilauptquartier. Generalfeldmarf# Brauchitsch hielt bei dieser Gelegenheit eine längere Ansprache in der er im besonderen die glückliche Zusammenarbeit von Partei und Wehrmacht unterstrich, auf die bisherigen Erfolge des Krieges zurückblickte und dem Willen des Führers zur Niederwerfung Englands stärksten Ausdruck verlieh. Glückwünsche für Himmler Berlin, 8. Okt. Der Führer hat dem Reichsführer 1 und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler zum 40. Geburtstag telegraphisch seine Glückwünsche ausgesprochen und ihm durch seinen Adjutanten sein Bild mit einer persönlichen Widmung überreichen lassen. Ferner übermittelten u. a. Reichsmarschall Gorina, der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, die Reichsminister von Ribbentrop, Dr. Goebbels und Dr. Lammers sowie die Reichsleiter Dr. Ley und Dr. Dietrich dem Reichsführer F ihre Glückwünsche. Wieder elf Holländer getötet Opfer der britischen Mordpiraten Amsterdam, 8. Okt. Wie amtlich mitgeteilt wird, sind bei den Angriffen der RAF auf Wohnviertel und Häuser in Rotterdam und weitere holländische Wohnviertel zahlreiche Verletzte zu beklagen. Ergänzend wird noch berichtet, daß auch in einem Villenort in Nordholland ein Landhaus durch Sprengbomben völlig zerstört und ein weiteres schwer beschädigt wurde. Hierbei wurden zwei Zivilpersonen getötet. Eine Person wurde schwer verletzt. Bei dem Bombenangriff auf die Insel Texel wurde ein bolländischer Seemann getötet. Gleichzeitig versuchten die Engländer, eine Stadt in der Provinz Friesland mit Sprengbomben anzugreifen. Der Versuch mißlang jedoch, da die sechs Bomben in ein Wiesengelände fielen. Auch ein Angriff auf Amsterdam mißlang. Es wurden am Stadtrand lediglich Brandbomben, ebenfalls auf Wiesengelände, festgestellt. Artillerie beschießt Tanker Berlin, 8. Okt. Dienstagmorgen beschoß deutsche Fernkampfartillerie von der Kanalküste aus einen britischen Tankdampfer, der im Geleit von mehreren britischen Zerstörern fuhr. Die Beobachtung ergab eine gute. Trefferlage. Die Zerstörer nebelten den Tankdampfer ein und entzogen sich dadurch auch selbst der Sicht. Es ist jedoch damit zu rechnen, daß der Tankdampfer sein i Be immungsort nicht erreichen wird. Die Entlassung Newals Schwere Meinungsverschiedenheiten im Londoner Kabinett Rom, 8. Okt. Ueber den plötzlichen Rücktritt des bisherigen Chefs des Generalstabes der englischen Luftwaffe, Sir Cyril Newal, herrscht noch immer mysteriöses Dunkel. Die Londoner Regierung hat es nicht für notwendia befunden, für diese aufsehenerregende Entlassung des bisher so hochgeschätzten Luftmarschalls eine sachliche Begründung zu jeben. Es verstärkt sich daher der Eindruck, daß bei der Entlassung des Luftmarschalls Cyril Newal in gleicher Weise wie bei der Auslootung von Feldmarschall Ironside grundlegende volitische und militärische Meinungsverschiedenheiten über die weitere Kriegführung den Ministerpräsidenten Ehurchill zur Entlassung dieser Minister veranlaßt haben. Es müssen jedenfalls nach hiefiger Beurteilung außerordentlich schwerwiegende Gründe politischen Charakters vorgelegen haben, die Churchill zur Entlassung des Generals Ironside und jetzt des Luftmarschalls Sir Cyril Newal veranlaßt haben, ohne Rücksicht auf die weitgehende Unpopularität eines solchen Entschlusses. Luftpiraten überfallen Berlin Wohngebäude und zwei Krankenhäuser von Bomben getroffen Berlin, 8. Okt. In der Nacht zum Dienstag geiffen britische Flugzeuge die Reichshauptstadt an und warfen an verschiedenen Stellen Spreng= und Brandbomben ab. Getroffen wurden u. a. zwei Krankenhäuser, darunter das bekannte Robert=Koch=Krankenhaus, mehrere Wohngebäude, sowie Lagerhäuser und Bahnanlagen. Die entstandenen Brände konnten noch im Laufe der Nacht gelöscht werden. Mehrere Personen, die sich nicht in Schutzräumen aufgehalten hatten, sind als Tote und Verletzte zu beklagen. Ein Flugzeug wurde durch Flatartillerie abgeWieder klagen gemordete Frauen und Kinder Churchill und seine Luftpiraten an. Aus nächtlichem Himmel warfen sie ihre Bomben auf die Wohnviertel der Reichshauptstadt und auf zwei Krankenhäuser. Ein Wöchnerinnenheim und ein Kinderhospital wurden getroffen. Mehrere Tote und Verletzte sind zu beklagen. „*„* Die Aussichtslosigkeit, in dem Endkampf noch einigermaßen anständig bestehen zu können, läßt England zu den widerlichsten und gemeinsten Mitteln greifen, um das sichere und verdiente Ende so lange wie möglich hinauszuschieben. Was wir von jeher gewußt haben, müssen wir heute noch einmal ausdrücklich feststellen: Dem Engländer ist das gemeinste Verbrechen, die abgefeimteste Hinterlist, der organisierte Mord gerade das rechte Mittel, um diesen von ihm angestifteten und heraufbeschworenen Krieg nicht schon jetzt zu einer für ihn vernichtenden Niederlage werden zu lassen. Diese Weltbeglücker, die in der einen Hand die Bibel und in der anderen Hand das Schlachtmesser tragen, die unfähig sind, wie ein anständiger Soldat zu kämpfen, überziehen tagtäglich die deutsche Zivilbevölkerung mit Mord, mit bestialischem Mord an wehrlosen Frauen und Kindern! Mehrere Nächte hindurch gelang es ihnen nicht, bis nach Berlin durchzukommen. Unter Ausnutzung der günstigen Witterungsverhältnisse erschienen sie aber nach längerer Pause in der Nacht zum Dienstag wieder über eichshauptstadt. Ihre Methode ist die alte geblieben. Die wenigen Maschinen, die durch den Sperrgürtel der Flak hindurchschlüpften, warfen zunächst eine Reihe von Leuchtbomben, um ihre Ziele klar auszumachen. Dann warfen sie nicht wahllos, sondern mit wohlberechneter Bestialität ihre Bomben fernab von militärischen oder industriellen Objekten mitten hinein in die Wohnviertel der schaffenden Bevölkerung Berlins, ja, auf deren Krankenhäuser, Kinderpflegeanstalten und Wöchnerinnenheime. In der Nacht ist auch nicht an einer einzigen Stelle eine Bombe auf einen Industriebetrieb oder eine militärische Anlage gefallen; getroffen wurden das in der ganzen Welt bekannte Robert=Koch=Krankenhaus, ein Kinderkrankenhaus und ein Wöchnerinnenheim, beide im ordwesten der Stadt, sowie ein großes Krankenhaus im Norden. Unter den Kranken, Erwachsenen und Kindern, sowie unter dem tapferen Pflegepersonal hat es Opfer an Toten und Verwundeten gegeben. Schwestern starben mitten in ihrer aufopferungsvollen Arbeit um die Sicherheit ihrer Schutzbefohlenen. Das Robert=KochKrankenhaus wurde von mehreren Sprengund Brandbomben getroffen. Man wandert in den weiten Sälen uver Berge von Glas und Trümmern, die Betten sind mit Splittern, Scherben und Mauerresten übersät, in den Operationssälen und Laboratorien sieht man überall die Spuren dieser nicht kämpfenden, sondern meuchlings mordenden Verbrecher. Die geradezu mustergültige Organisation des Luftschutzes hat verhindert, daß die Zahl der Opfer größer ist. Selbst in den großen Krankenhäusern konnten die Patienten in die Luftschutzräume gehracht werden, bis auf wenige nicht transportfähige Schwerkranke. In der chirurgischen Abteilung des Robert=Koch=Krankenhauses schlug eine Bombe dicht neben einem Sanitätswagen ein, der eine schwerkranke Frau zur Operation brachte. Diese Frau und eine Schwester fanden den Tod, eine andere Schwester und zwei Träger erlitten Verletzungen rch Sprengstücke. Wie die Aerzte und auch Angehörige des Luftschutzdienstes einwandfrei beobachten konnFlieger erst lange Zeit nach dem Leuchtbomben, also nach sorgohre Bomben abgeworfen. Sie haben also ganz bewußt hier ihre todbringende Last abgeladen, sie haben gehandelt nach den Worten des Abgeordneten Cazalet, der im vergangenen Monat im britischen Parlament sagte:„Es kommt ja gerade darauf an, die Zivilbevölkerung zu treffen.“ In dieser Nacht hat sich uns wieder einmal das ungeschminkte Antlitz Englands dargehoten, jenes Englands, in dem es Geistliche gibt, die von der Kanzet herab die Ausrottung der deutschen Rasse predigen, jener Kolonialunterdrücker, die hilflose Frauen auf den Waggons ihrer Militärtransporte im Burenland festbanden, um die unterdrückten Buren amSchießen zu hindern. Ströme von Blut haben diese Weltbrandstifter auf dem ganzen Erdball vergossen. Jetzt ist das Maß voll; die Vergeltung wird fortgesetzt, bis England ausgelöscht ist. Diese Schurken können gewiß sein, daß die deutsche Vergeltung ihnen tausendfältig heimzahlen wird, was sie dem deutschen Volke angetan haben. Die deutsche Luftwaffe wird nicht nachlassen, in immer neuen rollenden Angrifsen, deren Wucht sich von Tag zu Tag steigert, England auf die Knie zu zwingen. Churchill, dieser größte Lump, der jemals einen Regierungssitz innegehabt, soll wissen, daß jede in seinem Auftrag gemordete deutsche Frau, daß jedes deutsche Kind gerächt wird. Bedrohliche Stimmung in Eastend Stockholm. 8. Okt. Die Stimmung in den Londoner Ostvierteln ist, wie aus London berichtet wird, so bedrohlich geworden, daß der neuernannte Innenminister Morrison eine Besichtigungsfahrt durch die öffentlichen Luftschutzkeller und die U=Bahn=Unterkünfte unternehmen mußte. Diese Besichtigungsfahrt wurde veranlaßt durch den zunehmenden Ernst der dem Innenministerium und den Polizeibehörden zugehenden Berichte über die moralische Verfassung der Bevölkerung, deren Nerven in einem geradezu unvorstellbar hohen Grade überreizt seien, nicht zuletzt auch deswegen, weil sich bis zum Ende der vierten Woche der deutschen Angriffe kaum ein Minister oder eine andere hochgestellte Persönlichkeit in Eastend gezeigt hatte. Morrison versuchte auf seiner Fahrt die Leute davon zu überzeugen, daß nunmehr alles besser werden würde, und daß wirklich durchgreifende Maßnahmen zum besseren Schutz und zur besseren Versorgung der Bevölkerung ergriffen werden sollen. Auch am Ende der vierten Woche der Angriffe sind immer noch Hunderttausende von Bewohnern der Vorstädte des Ostens ohne jeden Schutz vor Fliegerangriffen. Man hat jetzt Befehl gegeben, die neu erbaute U=Bahn=Station in BethalGreen für Flüchtlinge zu öffnen. In ihr können allerdings höchstens 8000 Personen untergebracht werden. Englische Illusionsnotbremse arbeitet mit größter Lautstärke Neueste Ermunterungspillen Stockholm. 8. Okt. In ohnmächtiger Wut winden sich die Londoner Kriegsverbrecher unter den furchtbaren Vergeltungsschlägen der deutschen Luftwaffe, die auch am Montag und in der Nacht zum Dienstag wieder mit erhöhter Gewalt auf sie niedergingen. Sie wissen sich in ihrer Verzweiflung keinen anderen Rat, als jene nächtlichen Mordflüge, mit denen sie die Vergeltung heraufbeschworen, sinnlos fortzusetzen und im übrigen die Illusionsnotbremse weiter zu ziehen. Sie bestätigen mit diesem Geschrei, das jetzt eine größere Lautstärke erreicht hat als vor den Zusammenbrüchen in Polen, Norwegen und im Westen, nur ihre verzweifelte und hoffnungslose Lage. Diese Illusionsnothremse enthüllt die gegenwärtige Situation weit besser, als es selbst eine an versteckter Stelle gebrachte Meldung der Daily Mail aufzeigen kann, die von einer Großrazzia gegen die Verteiler von„defaitistischen Flugblättern“ auf den für Luftschutzzwecke benutzten Untergrundbahnstationen berichtet. In wütendem Bluffgeschwas gegen diesen immer mehr um sich greifenden„Defaitismus“ der Londoner Bevölkerung, die Tag und Nacht keine Ruhe findet, im Tarnkampf gegen die stündlich unter dem deutschen Bombenhagel wachsenden Schäden an militärischen Zielen der britischen Hauptstadt erfinden die Bluff=Coopers auf Churchills Befehl in fieberhafter Arbeit immer neue Ermunterungsvillen, mit denen sie die Engländer und womöglich auch einige andere Erdbewohner bis zum letzten Augenblick einzunebeln versuchen. Ihnen erzählen sie jetzt als letzten Schrei von neuen englischen Bombenflugzeugen, die „Lerabezu einzigartig“ seien, und mit denen der Royal Air Force— man höre und staune— sogar die Möglichkeit gegeben sei. auch Tageskämpfe über dem Kanal durchzuführen Wahrscheinlich ist Hauptmann Wick bereits diesen„einzigartigen" Jagdbombern begegnet! Ihnen erzählen sie auch wieder eine neue Verlustziffer deutscher Flugzeuge, die jetzt anscheinend täglich mit zwei multipliziert wird. Und für sie stellt sich ein Vernon BOrtlett an den Rundfunk, um auch für seinen Teil pflichtschuldigst festzustellen, daß die englische Industrie durch die deutschen Luftangriffe„nicht nur nicht geschwächt ist, sondern heute noch stärker dasteht als je“. Womit also den Ländern der Welt zur Hebung ihrer Industrialisierung tägliche Bombenabwürfe empfohlen werden können! Oder sie können nach dem Wunderrezept des Board of Trade(Handelsministerium) verfahren, das von einem Werk in der Nachbarschaft der Docks, das 1200 Arbeiter beschäftigt, erzählt. Dieses Werk sei achtmal bombardiert Sadismus zwischen Ruinen damit London gerettet wird“. Sttockholm, 8. Okt.„Bombardiert Berlin, damit London gerettet wird". das ist die neueste Parole aus der Sudelküche Churchills, dem beitischen Informationsministerium, die am Montag zwischen den Ruinen in London an allen noch instand befindlichen Mauern angeschlagen wurde. Unter dieser schon so oft in den verschiedensten Variationen vorgebrachten Aufforderung zum Mord an der deutschen Zivilbevölkerung sieht man eine große Landkarte von Europa, auf der die Ziele der RAF entsprechend dem veröffentlichten Illusionsbericht Churchills über die„glorreiche Tätigkeit" der Luftwaffe„Seiner britischen Majestät“ eingezeichnet sind. Die britische Mordbestie tobt also, wie man diesen Maueranschlägen entnehmen kann, noch immer weiter, angestachelt von dem Gefühl ohnmächtiger Wut über das näher und näher rückende Verhängnis, das durch die vernichtenden Schläge der deutschen Luftwaffe eingeleitet wurde. Ein bezeichnendes Gegenstück zu dieser neuen amtlichen Mordparole bilden die Worte:„Wir kämpfen gegen etwas sehr Schlimmes. Es verschont nichts, weder Frauen noch Kinder, weder Krüppel noch Greise, weder die Kranken in den Krankenhäusern, noch die hitftosen Kinder". Diese Worte prägte am Montag ein sog. englischer Arbeiterführer, einer der vielen bezahlten Churchill=Knechte, der Gewerkschaftspräsident William Holmes, in einer Rede vor den Kongreßdelegierten in London. ne zuuischere Untermalung des neuesten Angriffes der Flieger des Massenmörders Churchill auf Berliner Krankenhäuser, Wöchnerinnenheime und Wohnstätten der friedlichen Bevölkerung in der Nacht zum Dienstag gibt es überhaupt nicht mehr Dieser völlig im Solde der britischen Plutokratie stehende„Arbeiterführer“ wagte es ferner, von„kaltblütiger Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit“ zu sprechen, wo er doch bestimmt ein Ziel hat, deutsche Frauen und Kinder zu töten, entsprechend der Aufforderung des Reverend Whipp von Leicester in seinem Kirchenblatt:„Löscht die deutschen Teufel aus! Alle totschlagen!“ Gegenüber den beiden neuesten Zeugnissen des britischen Sadismus kann es nur eine Antwort geben: Dieses England muß ausgelöscht werden. Getreideüberschuß in Kanada Newyork. 8. Okt. Falls der Krieg fortdauern sollte, muß Kanada im nächsten Jahr mit einem Getreideüberschuß von 575 Millionen Scheffel rechnen, stellt„Newyork Times“ fest. In kanadischen Landwirtschaftskreisen erwäge man ernstlich, den Anbau von Getreide auf 200 Millionen Scheffel, also auf rund 35 Prozent des normalen Standes, zu beschränken. Zu Ehren des zur Zeit in Deutschland weilenden Königlich Bulgarischen Landwirtschaftsministers Exzellenz Bagrinoff gab der Reichsminister für Ernährung und LandwirtR. Walther Darré am Montagabend einen Empfang. Bei den Friedhöfen vor Kairo kam es am Athen meldet, ein arabischer Flüchtling von einem englischen Offizier niedergeschossen. worden. Jede Art von Bomben sei auf alle Abteilungen gefallen. Die große Schreinerwerkstätte, der Hauptgenerator, die Malerwerkstätte und das Metallbearbeitungswerk seien zerstört, sowie die Rohstofflager vernichtet worden..... Aber doch— o englisches Zauberkunststück— war der Direktor der Gesellschaft nur zwei Tage nach dem letzten Bombardement in der Lage zu berichten, daß schon fast 70 Prozent des Normalen wieder erreicht würden. Illusionismüs also ist der Weisheit letzter Schluß von englischen Plutokraten, denen es an die Gurgel geht, eines Landes, dessen Staatsschuld soeben nach einem Bericht von Aftonbladet die 10=Milliarden=Grenze überschritten hat, dessen Lebensnerv, der Börse, es„wegen technischer Schwierigkeit unmöglich gemacht ist, während der Fliegeralarme ihre Geschäfte fortzusetzen“. Wirklichkeit aber ist der— wenn auch zensurgeschützte — Bericht der finnischen Zeitung Helsinki Sanomat aus London, daß die deutschen Angriffswellen ununterbrochen weitergehen: „Schwere Bomben haben vernichtend Fabriken. Flugplätze und Hafenanlagen getroffen.“ Deutsche Bomben werden als Letztes auch die englischen Illusionskünste zum Platzen bringen. Diese Lügen werden dann wahrscheinlich in Armengräbern beigesetzt werden, neben den bei Luftangriffen getöteten Londoner Feuerwehrleuten, deren Angehörige nicht in der Lage sind. die Begräbniskosten zu bezahlen. Denn ein anständiges Begräbnis hat die britische Plutokratenelique natürlich nicht für arme Leute übrig, die sich für sie opferten. Und Illusionen sind ja noch billiger. H I.=Abordnung in Verona Weiterfahrt nach Padua Mailand, 8. Okt. Vom Brenner kommend, trafen unter Gebietsführer Hohoff 250 Angehörige der Hitler=Jugend in Verona ein; sie wurden auf dem Bahnhof von einer großen Menge faschistischer Studenten, von Jungfaschisten, Jungmädchengruppen und sämtlichen anderen Jugendorganisationen Italiens mit ihren Fahnen und Standarten empfangen. Bei der Ankunft des Zuges spielte die Musikkapelle die Giovinezza, während die italienischen Formationen die deutsche Jugendabordnung mit einem vieltausendfachen„Heil Hitler!" begrüßten. Die HI.=Angehörigen antworteten mit einem begeisterten„Duce! Duce!“ Auf dem Bahnhof waren ferner die Vertreter aller Stadtbehörden von Verona anwesend, die der Hitler=Jugend einen herzlichen Willkommensgruß entboten. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt setzten die jungen deutschen Gäste ihre Fahrt nach Padua fort, wo sie wiederum von allen faschistischen Organisationen herzlich begrüßt wurden. Kairo wird geräumt Auch die Lebensmittel beschlagnahmt Rom, 8. Okt. Nach Meldungen der italienischen Presse aus Athen haben die ägyptischen Behörden auf Anweisung des britischen Oberkommandos seit einigen Tagen die Räumung von Kairo begonnen. Die Räumungsmaßnahmen werden mit auffallender Beschleunigung durchgeführt. Die gesamte ägyptische Presse richtet einen Appell an alle Kraftwagenbesitzer, ihre Wagen für den Abtransport der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die zuständigen Stellen sollen die Absicht haben, auf behördlichem Wege alle Verkehrsmittel zu beschlagnahmen. Ferner sollen sämtliche. Lebensmitteldepots in den Lebensmittelgeschäften von den Behörden beschlagnahmt worden sein. Bei Beginn der Räumungsmaßnahmen ist es in verschiedenen Stadtteilen in Kairo zu schweren Zusammenstößen zwischen der ägyptischen Polizei und englischen Soldaten gekommen. Weitere Einzelheiten über die Durchführung der Räumungsaktion, liegen noch nicht vor. Dagegen wird in der römischen Presse berichtet, daß bei der Eroberung von idi el Barani ein Soldat der ägyptischen Armee unter den Gefangenen der Italiener festgestellt wurde. Das Verhör ergab, daß es sich um einen Aegypter handelte, der im Auftrag seiner vorgesetzten Behörde in die Zone von Marsa Matruk gesandt worden war, um dort Gerste einzukaufen. Die Nachprüfung ergab, daß es sich nicht um einen Soldaten der britischen Aegypten=Armee, sondern um einen Angehörigen der ägyptischen Armee handelte. Das italienische Oberkommando hat daraufhin die Freilassung des Aegypters angeordnet und die amerikanische Botschaft in Rom als Vertreterin der Schutzmacht, die die Interessen Aegyptens in Italien wahrnimmt, aufgefordert, für den Rücktransport des Aegypters nach Aegypten zu sorgen. Dieser Schritt des italienischen Oberkommandos zeigt von neuem, daß Italien den Krieg nicht gegen Aegypten und das ägyptische Volk. sondern ausschließlich gegen die englische Herrschaft in Aegypten führt Hetzer aus Italien ausgewiesen Rom, 8. Okt. Der amerikanische Journalist Herbert Matthews ist einer amtlichen Verlautbarung der„Agenzia Stefani“ zufolge aufgefordert worden. Italien zu verlassen. Der Grund zur Ausweisung liege in einem Bericht an die„Newyork Times“, in dem fälschlicherweise behauptet werde, daß Italien und die Achse sich in die amerikanischen Präsidentschaftswahlen einmischen würden, ein Bericht, der somit darauf abziele, die Beziehungen zwischen den Achsenmächten und USA. zu stören. Ueberraschende Maßnahme Beschlagnahme sämtlicher seetüchtigen Küstenfahrzeuge in England Stockholm, 8. Okt. Die große Sensation in London ist am Dienstagvormittag die überraschende Mitteilung des Marineministers Croß, daß ab 15. Oktober sämtliche seetüchtigen Küstenfahrzeuge Englands von der Regierung beschlagnahmt werden. Eine Erklärung für diese überraschende Maßnahme ist von zuständiger englischer Stelle bisher nicht abgegeben worden. Die wildesten Geruchte sind in London im Umlauf. So spricht man plötzlich wieder davon, daß diese Maßnahme deshalb ergriffen wurde, weil ein deutscher Angriff aus die Britischen Inseln unmittelbar bevorstehe. Andere glauben eher daran, daß die britische Regierung diese Küstenfahrzeuge beschlagnahmt hat, weil man wieder einmal Angst vor der„fünften Kolonne" habe, die sich dieser Fahrzeuge bemächtigen könnte, um sie in die Hände des Gegners zu spielen. Wahrscheinlich ist diese Beschlagnahme der Küstenfahrzeuge von der britischen Regierung angeordnet worden, da in wachsendem Ausmaße die großen britischen Häfen, durch die praktisch der gesamte Import, vor allem der Lebensmittel, nach England geleitet wurde, nicht mehr benutzt werden können bzw. deren Aufnahmefähigkeit durch die deutschen Luftangriffe stark verringert worden ist, so daß nun zur Versorgung des Landes in den kleineren Häfen auch kleinere Schiffe genügen. Auch in ausländischen Kreisen Londons hat man den Eindruck, daß diese überraschende Maßnahme tatsächlich auf die wachsenden Versorgungsschwierigkeiten Englands zurückzuführen ist. „Arbeitsschutz bei der Frauenarbeit“ Tagungsreihe in zehn Städten des Reiches Berlin, 7. Okt. Der erhöhte Fraueneinsatz im Kriege rechtfertigt, ja bedingt es, selbst in der Kriegszeit die besondere Aufmerksamkeit aller in Frage kommenden Stellen darauf zu lenken, daß größte Vorsorge getroffen wird, von der Frau und Mutter alle die Gefahren abzuwenden, die sie nicht nur für ihre jetzige, sondern auch für ihre späteren Aufgaben ungünstig beeinflussen könnten. Aus diesem Grunde hat es sich die Reichsstelle für Arbeitsschutz zur Aufgabe gemacht, eine großere Tagungsreibe mit Tagungen in zehn industriell wichtigen Städten des Reiches während der Monate Oktober und November abzuhalten. Tagungen werden stattfinden in Halle, Dresden, Nürnberg, Mannheim, Düsfeldorf, Münster, Hannover, Berlin, Breslau und Wien. In Zusammenarbeit mit den sozialen und Arbeitseinsatzbehörden des Reichsarbeitsministeriums, der Gewerbeaufsicht und Arbeitsamtsverwaltung, mit den in Frage kommenden Stellen der Deutschen Arbeitsfront, dem Amt für soziale Selbstverwaltung und dem Frauenamt sowie der Industrie und der gewerblicher Wirtschaft werden auf diesen Tagungen, ausgehend von der gewerbeärztlichen Forde##ng für alle gewerblichen Betriebe, wichtige Dinge der Unfallverhütung, der Arbeitsplatzgestaltung, der Arbeitskleidung, der Arbeitszeit= und Pausenregelung, der Maschinenarbeit, der Arbeit mit gesundheitsschädlichen, explosions= und feuergefährlichen Stoffen, aber auch die allgemeinen sozialpolitischen Forderungen und Angelegenheiten, die Betreuung der Frau im Betrieb, die staatliche Lenkung des Fraueneinsatzes wie auch die Erfahrungen der gewerblichen Betriebe im Vordergrund des Interesses stehen. Arbeitsschutz ist Leistungssteigerung, Arbeitsschutz erhöht die Arbeits= und Lebensfreude — und das besonders bei der Frau, die erhöhten Gefahren ausgesetzt ist. Es ist wünschenswert und wichtig genug, daß den auf der Tagung zusammengetragenen Erfahrungen aus der industriellen Praxis und Verwaltung weitestgehend Beachtung entgegengebracht wird. Gewaltverbrecher hingerichtet Berlin, 8. Okt. Am 8. Oktober 1940 sind der am 24. März 1908 in Obersuchau geborene Josef Pastuschek, der am 10. November 1910 in Bottrop geborene Theodor Pokorski und der am 15. November 1896 in Budlau geborene Leopold Mojeszczyk hingerichtet worden, die das Sondergericht in Kattowitz als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat.— Pastuschek, Pokorski und Mojeszczyk sind in der Nacht zum 11. Mai 1940 in Teschen gemeinsam in die Wohnung eines Kolonialwarenhändlers eingedrungen und haben hier einen Raubüberfall versucht, wobei sie die Wohnungsinhaberin mit einem Messer bedrohten und schwer mißhandelten. Todesurteil vollstreckt Berlin, 8. Okt. Am 8. Oktober ist der am 16. Februar 1910 in Magdeburg gehorene Paul Heipt hingerichtet worden, den das Sondergericht in Magdeburg als Volksschädling zum Tode verurteilt hat.— Heipt, ein mehrfach vorbestrafter, arbeitsscheuer Mensch, hat fortgesetzt planmäßig auf dem Hauptbahnhof in Nagdeburg, zum Teil unter Ausnutzung der Verdunkelung, Koffer und Pakete gestohlen. Am 8. Oktober 1940 ist weiter der am 3. Januar 1915 in Thale geboxene Heinz Leister hingerichtet worden, den das Sondergericht in Magdeburg als Volksschädling zum Tode verurteilt hat.— Leister, ein mehrfach vorbestrafter Mensch, hat auf dem Hauptbahnhof Magdeburg unter Ausnutzung der Verdunkelung, fortlaufend Koffer, Expreßgüter und andere Sachen gestohlen. Der Duce nahm am dritten Tage seiner Inspektion der Po=Armee die Parade über die drei Divisionen des motorisierten Armeekorps ab, Danach sprach der Duce dem Kommandeur der Po=Armee seine besondere Befriedigung über die vorzügliche Haltung und den hervorragenden Geist des Arme=korps aus. Nr. 239 Mendener Zeitung Aus unserer Heimat Mittwoch, den 9. Oktober 1940 Verboten, Herr Müller! Von Zinn RSK„Prachtvolle Aepfel! Kann ich zwei Pfund bekommen, Herr Müller?“ Gemüsehändler Müller(eigentlich hieß er anders!) woa zwei Pfund Aepsel ab, ließ sie in eine Tüte rollen, nahm gann bereits zwei vorbereitete Tüten aus dem Regal und reichte alles wohlwollend aber kommentarlos seiner Stammkundin Schulze. „Soll das eine Zugabe sein, Herr Müller?“ „Zugaben sind verboten, Frau Schulze. Das müßten Sie doch wissen". Belehrend, mit einem Stich ins Vorwurfsvolle klang es von Müllers Lippen.„Aber wenn Sie die Aepfel haben wollen, müssen Sie auch Feigen und Datteln nehmen!“ „Aber Herr Müller! Auf Feigen und Datteln habe ich im Augenblick keinen Appetit!“ Müller nahm die drei Tüten schweigend vom Ladentisch und legte sie zur Seite, was etwa besagte:„Schön, liebe Tante, dann nicht! Schluß!" „Und meine Aepfel? Ist ja noch schöner! Wissen Sie, Herr Müller, daß das ein Kopplungsversuch ist? Das ist genau so verboten, wie der Zugabenkram!“ „'ntschuldigen Sie, Frau Schulze...— es klang paprikascharf—„... mein Lieferant gibt mir auch keine Aepfel ohne Datteln und Feigen. Denken Sie, ich bleibe darauf sitzen?" Plötzlich wurde Müllers Stimme weich wie Blumenkohl in zerlassener Butter:, Bitte sehr, liebe Frau Schulze, hier sind Ihre Aepfel!“ Warum der Wandel? Ein ernster Mann, offenbar Polizist in Zivil, war an den Stand getreten, hatte den Rest der Unterhaltung gehört:„Die Dame hat schon recht, Herr Müller. Wenn ihnen Ihr Lieferant ein Kopplungsgeschäft zumutet, wissen Sie ja, was Sie zu tun haben. So etwas gibt es nicht! Erinnern Sie sich noch, was ich vor kurzem von den Tomaten sagte?„Da wollten Sie auch einen Teil als Kopplung abstoßen...“ Aber, Herr Kriminalrat...“— so viel Verlegenheit hätte man dem bärbeißigen Müller gar nicht zugetraut—„... ich muß doch mein Geld hereinbekommen...“ „Sollen Sie auch. Aber bei Uebersluß von verderblichen Lebensmitteln spielt man mal den billigen Mann, begnügt man sich mit einem geringeren Verdienst! Auf keinen Fall Kopolungsgeschäft! Dabei kann nicht nur der Verdienst, sondern auch noch etwas vom Kassenbestand zum Teufel gehen. Wer koppelt, dem hagelt's aufs Dach. Das müßten Sie doch wissen!" = Wußten Sie schon... daß sich im Gau Westfalen=Süd 34000 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen für das letzte Kriegs=WHW wie für alle anderen Maßnahmen und alle andere Arbeit der NS=Volkswohlfahrt unermüdlich eingesetzt haben? Denken Sie auch daran, was es heißt, seine karge Freizeit, die man nach der doppelten Berufsanstrengung eigentlich für sich selbst benötigt, doch noch einer idealen Sache zu widmen? Ja, diesen freiwilligen Helfern ist es zu verdanken, daß auch während des verflossenen Winters 190000 Volksgenossen aus dem Gau Westfalen=Süd betreut werden konnten, und zwar mit Wertscheinen und mit Sachwerten in Höhe von rund 6 Millionen Reichsmark. Diese Helfer und Helferinnen stehen auch in diesem Jahr wieder bereit. Und Du, Volksgenosse, wo stehst Du? Auch Du hast die Verpflichtung, an den großen Aufgaben dieses größten Gemeinschaftswerkes aller Zeiten mitzuhelfen. Dein Platz ist noch frei in den Mitgliederreihen der NSV! Auch hier braucht man Deine Mithilfe! Kannst Du auch nicht mit Deiner Hände Arbeit helfen, so helfe wenigstens durch Deine Mitgliedschaft und durch Deine Geldspende! Es soll Dein Dank an unsere tapferen Soldaten sein, Dein Dank an den Führer! nig. Viele Repfel= viele Buben! Rotwangige Aepfel und goldgelbe Birnen leuchten aus allen Mendener Gärten. Sie locken verführerisch: Pflückt uns! Aber so einfach ist das nicht, sofern man sich an die Ernteregeln halten wollte, die alter Volksglaube überlieferte. Wenn zum Beispiel ein Apfelbaum zum ersten Male trägt, darf man die Früchte nicht pflücken, sondern muß sie abfallen lassen, andernfalls würde der Baum nie wieder tragen. Die abgefallenen Früchte aber muß man in einem großen Korb nach Hause tragen, selbst wenn er nur ganz wenige sind. Im nächsten Jahr trägt dann der Baum soviel, daß der Korb voll wird. Noch viele andere Bräuche zur Erzieuns einer guten Obsternte waren bei unseren Vorfahren üblich. Obst, das noch an den Bäumen hängt, sollte man nicht zu sehr loben, da es sonst abfiel. Wurde der Apfelbaum im erten Jahre, in dem er trägt, bestohlen, so war er für alle Zeiten unfruchtbar. Die Kultur des Apfel= und Birnbaumes läßt sich bis in die Steinzeit verfolgen, und am Ausgang des Mittelalters gab es schon über 100 einheimische veredelte Apfelsorten. Das hohe Al„. unserer volkstümlichsten Fruchtspender erklärt auch den vielgestaltigen Aberglauben, # an Baum und Frucht knüpfte. Aepfel und Birnen, in besonderem Maß aber Aersel, sind von jeher Sinnbild der Liebe und Früchtbarkeit, der Gesundheit und der Jugend. Gibt es in diesem Jahre viele Aepfel, dann sollen im nächsten Jahre viele Buben geboren werden; der gleiche Glaube gilt für Birnen und Mädchen. Tragen die Birnbäume eines Bauernhofes schlecht, so sind auch die Zukunftsaussichten der heiratsfähigen Mädchen des Hofes schlecht— wenigstens bis zur nächsten Birnenernte. Auch in der Reihe der Hochzeitsbräuche vergangener Zeiten war vor allem der Apfel vertreten. Aus den Kernen provhezeite man die Zukunft des jungen Paares. Weiter galt ein Apfel als Zeichen der ehelichen Liebe und ein Apfel mit vielen Kernen als Symbol der Fruchtbarkeit. Mehrere deutsche Märchen berichten von goldenen Aepsein, die in einem tiefen Brunnen liegen und dem Wasser Heilkraft verleihen. Vielfach war es früher Sitte, bei der Geburt eines Kindes einen Apfel= oder Birnbaum zu pflanzen. Sein Wachstum sollte Schlüsse auf das Schicksal des kleinen Weltbürgers zulassen. Ein große Rolle spielten Aepfel= und Birnbäume zu allen Zeiten in der Volksmedizin. Noch heute welt verbreitet ist der Glaube, daß der Genuß von Aepfeln zu einem guten Gedächtnis verhilft. Sinnige Anwendung fand der Apfek in der Rechtspflege der Alten. Sollte ein jugendlicher Missetäter auf seine Verantwortlichkeit hin geprüft werden, so hielt man ihm ein Goldstück und einen Apfel vor. Nahm er das Goldstück, so bewies er damit seine Denkfähigkeit und wurde bestraft, wählte er aber den Avfel, dann galt er als Kind, das noch nicht zur Verantwortung gezogen werden konnte. •— Reichsbeihilfen zur Jörderung der Geflügelzucht. Für Hühnerstallbauten, Kükenheime und künstliche Klucken. sind auch für das Rechnungsjahr 1940 weitere Reichsmittel für bäuerliche und landwirtschaftliche Betriebe bereitgestellt worden. Voraussetzung für die Gewährung dieser Beihilfen ist, daß der Betrieb eine ausreichende wirtschaftseigene Futtergrundlage hat. Anträge sind bei der Kreisbauernschaft in Letmathe zu stellen. Vom Dienstag-Wochenmarkt. Schon in den frühen Morgenstunden rückten die Markthändler aus der Umgebung zum gestrigen Wochenmarkt an. Gestern war ein reger Betrieb zu beobachten. Obst und Gemüse war in reichem Maße vertreten. — Aus der DAJ. Die Sprechstunden für den öffentlichen Verkehr sind ab sofort auf Dienstags und Freitags in der Zeit von 18—20 Uhr gelegt worden. Alle Volksgenossen werden aufgefordert, die vorgeschriebene Zeit zu benutzen und auch einzuhalten. — Filmabend. Die Gaufilmstelle WestfalenSüd zeigt heute abend im Wegener,schen Saale den hochwertigen Emil=Jannings=Film„Robert Koch“. am Werk. Vor einige Tagen machte sich hier ein Langfinger unliebsam bemerkbar. Er stattete einem Einwohner einen nächtlichen Besuch ab und„erbeutete“ mehrere Hühner. Hier liegt die Vermutung nahe, daß es sich um denselben Einbrecher handelt, der vor einigen Wochen einem anderen Einwohner mehrere Kaninchen entwendete. Hoffentlich gelingt es bald, diesen üblen Zeitgenossen dingfest zu machen. — Die Kartoffelernte in vollem Gange. Mit allen verfügbaren Kräften sind die hiesigen Bauern und Landwirte dabei, die Kartoffelernte zu bergen. Auf allen Feldern herrscht Hochbetrieb. Mit Kartoffelrodern wird die kostbare Frucht aus der Erde gebuddelt und von fleißigen Lesern gesammelt, auf Wagen geladen und zum Hof gefahren. Viele freiwillige Helfer und Helferinnen sind den Bauern dabei behilflich. Der Ertrag ist so groß, daß er über dem gewöhnlichen Durchschnitt liegt. Die Versorgung aller Volksgenossen mit dem wichtigsten Nahrungsmittel ist also in vollem Umfange gesichert, ein weiterer Abwehrschlag gegen die verwerfliche Aushungerungspolitik der britischen Plutokraten. Deutschland wird slegen! Die Vergeltung hat begonnen für England, Immer wieder wiesen sie zurück des Führers Friedenshand. Mag das Schicksal nun die Entscheidun gbringen, Wir werden jetzt kämpfen und um die Freiheit ringen. Deutschland Geduld ist zu Ende mit diesen Nachtpiraten. „Nun folgt die Antwort für ihre seigen Taten. Den Krieg, den sie heraufbeschworen, Sollen sie nun hören mit eigenen Ohren. Unerbittlich geht es nun ran an den Feind. Das deutsche Heer steht fest vereint. Mit seinen starken Waffen Wird es den Gegner niederraffen.. Gott, du Allmächtiger, segne unsern Führer, Beschütze ihn vor Gefahr, wie bisher. Steh du ihm bei, bis auch der letzte Feind wird am Boden liegen, Deutschland wird leben! Deutschland wird siegen! Emmy Hemmersbach, Menden. Geler — Vogelzug im Herbst. Es liegk' ein eigener Zauber über Oktobertagen. Den langen Sommer hindurch jubilierte und sang es, bis wir es vor lauten und leiseren Geräuschen der Tage und Nächte, der hellen Morgenfrühen, der drükkenden Mittagsstunden und der lauen Abende überhaupt nicht mehr beachteten. Erst als es zu verklingen begann, vermißten wir diesen immer vernommenen, wenn auch zuletzt nur mehr ins Unterbewußtsein eindringenden Klang. Und von dem Augenblick an, da wir ergründeten, was es denn eigentlich war, das uns da zu fehlen begann, lauschten wir ihm wieder ganz bewußt und mit offener Seele. Doch der selige Sommersang ließ sich nieh mehr halten! Ein gefiederter Sänger nach dem andern zog davon. Es herbstelte leise unerbittlich über allen Wäldern und Feldern. Die Schwalben verließen uns, und mit ihnen zog ein unübersehbarer Zug von Vögeln in wärmere Weiten. Still ward die Zeit, und unsere Herzen sehnten sich nach dem verlorenen, sommerseligen Klange. Noch aber sangen die Lerchen! Wie ein Abschiedsgeschenk des Sommers dünkte uns ihr Sang, der uns ein Glüc wie nur je an ersten Frühlingstagen schenkte. Nun aber ziehen auch die Lerchen davon— noch stiller wird die Welt. In dieses Verstummen aber fällt aus Himmelshöhen ein herbstliche: Lied: Wildgänse, Wildenten rauschen gen Süden! Herbstlich ist der Klang, der ihre Fahrt begleitet. — Zwei Jubilare der Arbeik. Der Ehrenbrief der Arbeit der Industrie und Handelskammer wurde den Gefolgschaftsmitgliedern Adolf Opderbeck und Franz Brumberg bei der Firma Union, Gesellschaft für Metallindustrie, Sils, van de Loo u. Co., verliehen. Aüc der Nachba###che## Iserlohn. Eiserne Hochzeit. Das seltene Fest der Eisernen Hochzeit und damit eines 65jährigen Lebensbundes beging in Striepel bei Iierlohn das Ehevaar Murmann. Der ganze Ort und die Nachbarschaft nahm Anteil an dem Fest. Auch der Führer und Reichsmarschall Göring hatten Glückwünsche übermitteln lassen. Hamm. 300 Kinder aus der Erholung zurück. In Hamm trafen 800 Kinder aus Bergkamen, Rünthe, Altenbeken und Heeren=Welver ein, die von der NSV zu einer längeren Erholung in den Gau Niederdonau verschickt waren. Hier haben die Kleinen eine sehr gute Aufnahme gefunden, so daß sie braungebrannt, gut erholt und neu gestärkt zurückkehrten. Mit Omnibussen wurden die Kinder vom Bahnhof Hamm in ihre Heimatorte befördert. nsg. Buch und Schwert Herbsiveranstaltungen des deutschen Schrifttums im Gau Westfalen-Süd RSG Anstelle der in früheren Jahren üblichen„Woche des deutschen Buches" treten im Jahre 1940 in der Zeit vom 27. Oktober bis 3. November Herbstveranstaltungen für das deutsche Schrifttum. Diese Veranstaltungen, die in diesem Jahr ein ausgesprochen arbeitsmäßiges Gepräge haben, werden eröffnet durch die in der Zeit vom 24. bis 27. Oktober in Weimar durchgeführte„Arbeitstagung des deutschen Schrifttums“, die das in den vergangenen Jahren übliche„Großdeutsche Dichtertreffen“ ablöst. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto:„Buch und Schwert— Sinnbild unserer Zeit". Sie bestehen im Gau Westfalen=Süd aus: 1. der feierlichen Eröffnung im alten Rathaussaal zu Dortmund. verbunden mit der Eröffnung der 2. Jahresschau des deutschen Schrifttums, die einen Querschnitt durch das beste schriftstellerische und verlegerische Schaffen des ersten Kriegsjahres darstellt: 3. Dichterlesungen des Reichswerkes„Buch und Volk“, durchgeführt vom Reichspropagandaamt Westfalen=Süd in Verbindung mit der RSDAP, dem Buchhandel, der NS=Frauenschaft und dem Deutschen Volksbildungswerk in der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude": 4. eigenen Veranstaltungen der Hitler=Ingend unter dem Motto„Jugend und Buch“, in Verbindung mit Jugendbuch=Ausstellungen. Wer kennt die Naturdenkmale im Amt Menden? Während die Stadt Menden an Naturdenkmalen verhältnismäßig arm ist, finden wir im Amte Menden eine größere Zahl. Ueber diese Naturdenkmale und die Naturschutzgebiete wird eine amtliche Liste geführt. Ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde dürfen diese Gebiete nicht verändert werden. Nachfolgend geben wir die Bäume an, die im Amte Menden wegen ihrer Schönheit, ihrer Stärke und wegen des hohen Alters als Naturdenkmäler durch das Landratsamt unter das Naturschutzgesetz gestellt sind. Es wird sich lohnen, die verschiedenen Bäume einmal auf den Sonntagsspaziergängen anzuschauen und vor allem die Jugend auf die Besonderheit der Bäume hinzuweisen. Eine größere Anzahl Naturdenkmale finden wir im Gemeindegebiet Lendringsen und Oesbern: Eine Eiche(auercus rebur) in Lendring= sen, beim Hause Seithe, Böingser Weg 33, dem Besitztum des Frhrn. v. Dücker zugehörig; Umfang 1,80 m, Höhe 4,20 m, Gesamthöhe bei 5 m Stammhöhe ca. 10 m, Alter 300 bis 350 Jahre. Zwei Traubenkirschen(prunus padus) in der Gemeinde Böingsen, auf dem Hofe des Clemens Wortmann in Böingsen: zweiteilig in 1,50 m Höhe, Gesamthöhe 10 m, Alter geschätzt auf 150 Jahre Eine Korbweide in Bäinasen(Distrikt Teufelssiepens, dem Bauer Clemens Wortmann gehörend: 3 m Umfang. 14 m hoch. Alter nicht zu schätzen. Eine Pyramidenpappel(vonulus vuramidalis) in Lendringsen bei Franz Bode an der Mühle, Hönnetalstraße 22: 2.50 m Umfang, 28 bis 30 m hoch, ca. 90 Jahre alt. Eine Eiche in Lendrinasen hinter dem Hause Hönnetalstraße 26: 3 m Umfana. Stammhöhe 8 m. Gesamthöhe 24 m, Alter 300 Jahre. Eine Eiche, ebenfalls östlich vom Gutshofe des Frhrn. v.- Dücker auf der Wiese; 3.50 m Umfana, bei einer Stammhöhe von 3 m 24 m hoch, Alter 400 Jahre. Eine Notbuche in Lendringsen, östlich vom Gutshofe im Steinhauser Feld: Umfang 5.20 m. ein Stamm teilt sich. Höhe ca. 28 bis 30 m. Ihr Alter wird auf 400 Jahre geschätzt. Eine Buche(Fritz v. Dücker=Buche) in Hüinasen, 150 m vom Hause des Frhrn. v. Dücker entfernt: 3.50 m Umfang, bei 12 m Stammhöhe 30 m hoch. Ein Walnußbaum in Oberösbern, auf dem Hofe des Bauern Peter Goeke; 3,30 m Umfang, ca. 20 m hoch, Alter 160 bis 180 Jahre. Eine Eiche vor dem Hause des Bauern Peter Goeke in Oberösbern: Umfang 4 m, Höhe 28—30 m bei 7 m Stammhöhe, deren Alter auf 300 Jahre geschätzt wird. Eine Eiche in Niederösbern beim Hause Theodor Osterhaus, Nr. 54; 3,20 m Umfang, 24 bis 25 m hoch, Alter 250 Jahre. Drei Walnußbäume(juglans regia) in Werringsen beim Hause des Bauern Caspar Hans. Der stärkste, zweiteilig, hat 3.50 m Umfang, 16 bis 18 m hoch, Alter ca. 200 Jahre. Zahlreich? hervorragende Bäume konnte Sümmern melden: So eine Linde(tilia grandifolia) hinter dem Hause der Gastwirtschaft Josef Fischer in Sümmern: 2,70 m Umfang, 35 m hoch, Alter 250 Jahre. Eine Eibe(taxus baccata) kegelförmig geschnitten, mit kugelförmiger Haube, auf dem Gehöfte Haus Sümmern(Herm. Kissing, Iserlohn); Umfang 1,60 m, 10 m hoch, Alter 800? Jahre. Desgleichen eine Eibe auf der Giebelseite des Hauses Maurermeister Heinr. Koch in Sümmern: 1,20 m Umfang, 11 m hoch und 600? Jahre alt. Ferner auf dem Gehöfte des Haus Sümmern: Vier echte Kastanien(Kastanea vesca); 2,70 m Umfang, 22 bis 24 m hoch, ca. 250 Jahre alt. Eine Sicheltanne auf dem Gehöft von Haus Sümmern: 0,80 m Umfang, 10 m hoch, 65 bis 75 Jahre alt. Eine Traubenkirsche, ebendaselbst: Umfang 1,20 m, 10 m hoch und 25—75 Jahre alt. Eine Wintereiche zur Wirtschaft August Sondermann gehörend, am sogenannten Totenwege in Sümmern; 2,80 m Umfang, 25 m hoch bei Stammhöhe von 4,50 m, rund 250 Jahre alt. Bösverde shat ein Naturdenkmal: Ein Kastanienbaum in der Gemeinde Bösperde, im Vorgarten des Verwaltungsgebäudes der Fa. Neuwalzwerk AG. Eine ganze Reihe als Naturdenkmale anerkannte“ hervorragende Bäume in ähnlichen Ausmaßen steht auch im Park der Edelburg. Wir zählen hier eine Sommerlinde, zwei Schwarzpappeln, fünf Tulpenbäume, eine Weymoutskiefer, eine, Blutbuche, eine Fichte, eine Bergulme. Im ganzen zählt der Landkreis Iserlohn 91 Bäume, die als Naturdenkmale unter Naturschutz gestellt sind. Tiefangriff auf einen Flugplatz Aus niedrigster Höhe fallen die Bomben, während wir aus allen Rohren feuern DRB(Ps) Von Kriegsberichter Erwin Kirchhof.— Vor dem Start: Gesprochen wird wenig. Dafür arbeiten die Gedanken umso mehr, lassen einen gerade jetzt mit unglaublicher Klarheit erkennen, mit welchen Schwierigkeiten das geplante Unternehmen verbunden ist und mit welcher Tollkühnheit rangegangen werden muß, wenn der Angriff gelingen soll. Ich kenne die Besatzung. Doch jetzt, ich kann nicht anders, ich muß mir noch einmal die Männer ansehen. Dort steht Oberleutnant St., der Flugzeugführer, noch seelenruhig eine Zigarette rauchend. Der blonde Hüne von der Wasserkante trägt das EK 1. uf zahlreichen Feindflügen hat er gezeigt, daß er jederzeit Herr der Lage ist. Bei unEr errang seinen 41. Luftsieg Der im Wehrmachtbericht vom 6. Oktober genannte Hauptmann Wick schoß fünf Jäger im Luftkampf ab und errang damit seinen 41. Luftsieg. Unser Bild zeigt den erfolgreichen Jagdflieger vor seiner Jagdmaschine. (PK.=Sturm=Weltbild— M.) serem letzten London=Flug riß er die Maschine aus den Fängen der britischen Scheinwerfer, entzog sie durch verwegenen Sturzflug dem wüsten Feuerhagel der Flak und durchbrach die Ballonsperre. Jetzt ist er Führer des Angriffs. Oberfeldwebel B., alter Weltkriegsflieger, ist Bombenschütze und Beobachter. Bei einem Tagangriff trafen seine Bomben eine riesige Motorenhalle. Unteroffizier Z., der Funker, ist ein alter Fuchs. Schießen kann er wie der Teufel. Seine Apparate kennt er von innen und außen und Schneid hat er. Feldwebel N., der Bordmechaniker, ist uns noch von einem Narvik=Aufklärungsflug bekannt. Damals rettete er in großer Höhe bei 35 Grad Kälte einen Border, dem das Atemgerät zerschossen war, aus den Klauen des Höhentodes. Der blutjunge Bordschütze, der mit mir zusammen schießen wird, schoß vor wenigen Tagen eine Spitfire ab. Wahrhaftig, Männer, auf die man sich hundertprozentig verlassen kann. Mit ihnen muß der Angriff gelingen. Ueber dem Kanal Da ist wieder die Küste. Gerade ist Ebbe. ist Ebbe. Das Wattenmeer trägt in diesen Sekunden sein scheußlichstes Gesicht. Dann sind wir zum soundsovielten Male über dem Kanal, über dem uns fast endlos scheinenden, schaumgekrönten Wasser. Wieder jagen die Gedanken: Was tun, wenn die Maschine abstürzt... verdammt kaltes Bad... wie lange paddelt man im Schlauchboot bis zur Küste?... Doch der Glaube an die geliebte Maschine und die alte Tatkraft sind stärker. Sekunden nur, und der innere Schweinehund, der jeden Menschen plagt, ist niedergekämpft. Immer dichter ziehen sich die blaugrauen Wolkenschwaden vor uns zusammen. Immer unklarer wird die Sicht. Um überhaupt etwas sehen zu können, müssen wir einige Meter über den Wellenbergen unseren Flug fortsetzen.„Wie lange ist es noch bis zur Küste?“ fragt Oberleutnanr St.„Eine gute Viertelstunde“, antwortet der Beobachter.„Haut hin. Ich glaubte schon, der Kanal wäre breiter geworden.“. „Nein, das glaube ich nicht, Herr Oberleutnant“, ruft der Funker.„Die Engländer betteln zwar schon seit Monaten beim Herrgott, er solle doch auf Kosten der Franzosen den Bach breiter machen, aber der Herrgott will sie nicht vor der gerechten Strafe schützen.“ Ich sehe hinüber zur Nachbarmaschine. Der Beobachter richtet sich dort gerade auf, steckt dem Flugzeugführer T. ein Stück Schokolade in den Mund und überprüft noch einmal die Maschinengewehre der Kanzel. Auch wir, der blutjunge Gefreite und ich, sehen unsere Maschinengewehre noch einmal nach. Jetzt kommt der Bordmechaniker nach hinten. Englands Küste wird gleich erreicht sein. Dort steuerbord vor uns ein kleines Schiff, wahrscheinlich ein Fischkutter. Die Spannung wächst. Wie ein schwarzer Balken kommt die englische Küste auf uns zu. Mit Vollgas jagen wir drauflos. " Jetzt ganz klar ausmachen: Rechts von uns P., links davon eine Flußmündung, an dessen Lauf der Flugplatz liegen muß. Wir steuern auf die Mündung zu, folgen dem glitzernden Wasserhand ein Stück landeinwärts und holen dann zu einer großen Rechtskurve aus. Ich sehe auf die Uhr. Noch wenige Sekunden, dann muß der große U=förmige Bogen des Flusses in Sicht kommen und dahinter der Flugplatz, den uns die Aufnahme des Aufklärers in allen Einzelheiten so schön zeigte. Die Bomben fallen, wir feuern aus allen Rohren 1 Keiner spricht jetzt. Die Erregung, die jeder dieser nervenaufreibenden Kämpfe mit sich bringt, hat uns gepackt. Wild klopft das Herz, ungestüm rast das Blut zurch den Körper. Ruhe! Ruhe!— In der Bödenwanne sitzt der junge Gefreite, backbord wird der Bordmechaniker hinausschießen, während ich nach Steuerbord schießen werde. Nur noch Sekunden. Ganz niedrig jagen wir über den Fluß. Wie gigantische schwarze Ungeheuer rasen die Flugzeughallen, in denen Spitfires untergebracht sein müssen, uns entgegen. Jetzt! Wie ein Keulenschlag trifft uns der Befehl unseres Kommandanten. Wir hören gar nicht mehr das Raus!, das für den Bordschützen gilt. Wir feuern, was in den Trommeln steckt, auf alles, was sich an Flugzeugen, Brennstoffanlagen und sonstigen militärischen Objekten zeigt. Viel zu langsam geht der immer und immer wieder geübte Trommelwechsel. Leer geschossen! Raus damit! Eine neue Trommel drauf! Noch nicht einmal eine Minute dauert der Angriff. Wie ein schaurigschöner Spuk rast er an uns vorbei. Als wir über der Mitte des Platzes sind, feuern die Briten mit Schnellfeuerkanonen und MG.s verteufelt gut. Die Nachbarkettenmaschine kommt gefährlich nahe an ihre Garben. Leutnant T. drückt seine, wie unsere, nach allen Seiten feuernde Maschine in schnejdigem Tiefnug ganz dicht auf die Hallen und wirft die Bomben. Erst als wir nach oben abziehen, können wir die zahlreichen Brände und Explosionen sehen, die unsere Bomben und unser massiertes MG.=Feuer entfachten. Auf den Trümmern der Churchill=Politik Unser Bild zeigt das englische Königspaar bei einer Besichtigung von Trümmerhausen, die von den deutschen Angriffen auf kriegswichtige Ziele herrühren.(Associated=Preß— M.) ... und jetzt heißt es noch einmal aufgepaßt! Ein wildes Feuerwerk entfesseln die leichten und schweren Flakgeschütze an der Küste. Wieder wird die rechte Maschine schwer beschossen. Jetzt bleibt sie zurück.„Verdammt!, hat es sie erwischt? Wo war die Maschine zuletzt? Wer sieht sie?“ Fragen schwirren durcheinander, doch keine beruhigende Antwort. Vor der Küste müssen wir einen wild feuernden Geleitzug umgehen, der zahlreiche Sperrballone zu seinem Schutze hochgelassen hat. Es ist Nacht geworden, rabenschwarze Nacht. Himmel und Erde sind eins. Der hervorragende Flugzeugführer landet die Maschine sicher. Ein freudig=stolzes Gefühl bemächtigt sich unser nach der Landung. Der Ueberraschungsangriff auf den Flugplatz ist nicht nur restlos gelungen, sondern auch ohne Verluste abgegangen. Leutnant T. kam wenige Minuten nach uns zurück. Wie es Amerikaner sehen Die Zustände in England— Wahrheit und Dichtung Mit großer Aufmerksamkeit werden hier die Berichte der Londoner Korrespondenten der amerikanischen Blätter über die gegenwärtig in England herrschenden Zustände verfolgt. Bei der bekannt englandfreundlichen Haltung der meisten amerikanischen Blätter gewinnen diese Schilderungen der Lage in England gegenwärtig besondere Bedeutung. Die in den letzten Tagen offenkundige pessimistische Beurteilung der englischen Zustände in der amerikanischen Presse wird hier dem künstlich zur Schau getragenen Optimismus der englischen Propaganda gegenübergestellt. Nach den Londoner Berichten amerikanischer Die Begegnung auf dem Brenner Der Führer und der Duce schreiten nach der Ankunft Adolf Hitlers die Front der italienischen Ehrenformationen auf dem Bahnsteig ab. Links: Außenminister Graf Ciano und der deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen.(Presse=Hoffmann— M.) Schnellboote im Kanal, im Hintergrund die englische Küste (PK.=Kisselbach=Weltbild— M. Korrespondenten hat die britische bisher 5000 Mann verloren. Weitere 6000 gel ten als vermißt oder in Gefangenschaft geraten. Insgesamt hat die britische Luftwaffe nach amerikanischer Beurteilung somit einen Verlust von 11000 Mann zu verzeichnen. Hinzu kommen, gleichfalls nach amerikanischer Darstellung. 10000 Tote und 15·000 Verletzte infolge von Abstürzen bei der Flugausbildung. Ueber die Hälfte der 130 englischen Flughäfen ist, wie weiter berichtet wird, zu Beginn der großen deutschen Luftoffensive zerstört worden. Eine bange Frage, die sich alle Londoner stellen In Bristol sind die Blenheim=Werke, die die bekannten Blenheim=Flugzeuge herstellen, und in Southampton die U=Boot=Werke „uper=Marine", durch deutsche Bombenabwürfe beschädigt worden, so daß die Produktion auf lange Sicht hin eingestellt werden mußte. Ebenso sind nach diesen amerikanischen Angaben die Autowerke von Rolls Royce in Derby und die Austen=Werke in Birmingham schwer beschädigt. Jeden Tag frage sich das englische Volk, so heißt es in einem anderen amerikanischen Bericht, wie London den Winter unter diesen größten Luftangriffen, die die Weltgeschichte je erlebt hat, überstehen soll. Nach einem in der italienischen Abendpresse wiedergegebenen Londoner Bericht der „Words Telegramm“ äußert der amerikanische Sachverständige Williams die Auffassung, daß die englische Luftabwehr unter der Einwirkung der nicht mehr abreißenden deutschen Luftangriffe zusammenbrechen muß. Abgesehen von den Materialschäden seien gegenwärtig Millionen von Männern seit Wochen ihres Schlafes beraubt, die Widerstandskraft des englischen Volkes könne daher nicht mehr lange anhalten. Das Ende sei, erklärte Williams, klar vorauszusehen, sofern es England nicht gelingen sollte, die Luftblockade zu durchbrechen. Das Schicksal der 120 000 Obdachlosen Dieser Bericht des amerikanischen Sachverständigen steht allerdings in einem krassen Widerspruch zu der kürzlich vom Reuter=Büro noch verbreiteten Behauptung, daß die UeberBericht der„Newyork Tribune" werden die: Lebensbedingungen der 120 000 obdachlos gewordenen Menschen in äußerst düsteren Farben geschildert. Während Zehntausende von Londoner heute gezwungen seien, die kalten. feuchten Herbstnächte in ungeheizten Unterständen, oder in den schlecht gelüfteten Schächten der Untergrundbahr zu verbringen, seien in den großen Luxushotels„Savoy".„Dochester" und„Groesvenor“ für die oberen Schichten lururiös eingerichtete, mit allem Komfort versehen, unterirdische bombensichere Räume geschaffen worden, die Nachtweise für Unsummen vermietet würden. Whisky=Spenbe einer Bibelstunde. Eine freudige Ueberraschung bot sich unseren Soldaten, die am Strand in der Nähe von Drontheim in den Trümmern eines Wracks eine große Kiste fanden. Nach dem Oeffneu entdeckten sie einen Brief englischer Betschwestern, die in ihrer Bibelstunde eine Sammlung veranstaltet und für deren Erlös eine stattliche Anzahl von Whiskyflaschen gestiftet hatten— selbstverständlich für englische Soldaten. Als frommen Wunsch fügten sie den Satz an:„Wohl bekomm's nach dem Siege von Oslo. Die Frauen und Mädchen der Bibelstunde von Glasgow.“ Die Spende ist nan unfreiwillig den wirklichen Siegern von Oslo zugute gekommen. Der Storch und das splitternackte Mädchen. Im klaren Flußwasser in der Nähe des Landstädtchens X. nahm ein schwedisches Bauernmädchen ein Bad. Die leichten Kleidungsstücke hatte es am Ufer ins Gras gelegt, und nun patschte es im Evaskostüm durch die Wellen. Das Badekostüm ist in diesen menschenarmen Gegenden noch nicht üblich. Es gibt ja auch keine Neugierigen, wenn man nicht an die Störch ren. und nie babende Schone Flug. Seltsant: es sah tatsächlich, so aus, als ob er im Schnabel einen Säugling in Windeln trage, wie das auf Kinderbildern so oft dargestellt war. Ganz deutlich sah das Mädchen a wehen. Kleid!— Sin. uckte sie und wurde sogleich bestätigt. Wahrsaftig. der freche Storch hatte ihr Kleid und sogar das darin eingerollte Hemd entführt. Und sie war splitternackt und konnte unmöglich in einem solchen Nufzug, nur mit ihrer Zugend bekleidet, ins Dorf zurückgehen. Fast eine Stunde lang wartete sie im Gebüsch, bis sich endlich auf der Wie' ein paar Freundinnen zeigten, die sie w iigstens mit notbürftiger Bedeckung ausf itteren Hauptmann Wick, Vorbils im Kampf Fünf englische Jäger an einem Nachmittag abgeschossen Von Kriegsberichter Oskar Lachmann DRB.(PK.) Nach einem trüben Regentag scheint heute hell und warm die Herbstsonne. Frisch getankt stehen die Maschinen einer deutschen Jagdgruppe auf dem Flughafen. Schon wird gestartet— es ist ein herrlicher Anblick. Das blaue Meer, der grüne Platz, darüber die brummenden und kreisenden Messerschmitt=Jäger. „Freie Jagd!“ lautet der Befehl. Hauptmann Wick hängt wie immer an der Spitze seiner gruppe. nie Ah Die Bomben fallen Die erste Bombenreihe geht auf die Schiffe in der Themse, die zweite in die Docks von Tilbury, dem größten Umschlagplatz für die Verproviantierung Londons. Man erkennt einen Vorhafen, eine Schleuse und Lagerhallen. (PK.=Weltbild— M.) cher Höhe mit unseren Jägern fliegt eine ganze Staffel englischer Hurricane=Maschinen. anze Staffel englischer Hurricane=Ma ast jeder der deutschen Flugzeugfüh e schon erblickt. Haben die Briren hrer hat ie schon erblickt. Haben die Briten unsere zäger noch nicht bemerkt? Es ist nicht ganz lar, oder warken sie etwa auf eine verstärkende Hilfe? Ziemlich dicht aufgeschlossen nehmen sie ihren Kurs. Da greist Hauptmann Wick an. Unsere Jäger sind bis etwa 500 Meter höher herangekommen. Mit einer einzigen Feuergarbe hat er den zuletzt fliegenden Briten zerschmettert. Eine starke Rauchfahne nach sich ziehend, geht er sofort in die Tiefe. Hauptmann Wick beobachtet seinen Gegner sehr genau und schießt sofort im Bruchteil von Sekunden den zweiten Hurricane=Jäger aus der Mitte heraus. Mit brennender Maschine saust auch dieser der Erde zu. Nun haben die Briten wohl das Unheil bemerkt. Der erste Jäger, den Hauptmann Wick ins Visier bekommt, macht im gleichen Augenblick einen Abschwung. Sofort stürzt er mit seiner Maschine nach, und während des rasenden Abschwunges trifft er den Briten mit seiner tödlichen Feuergarbe. Dieser Kampf mit der englischen Staffel ist damit in vollem Gange. Mit einer Riesenfahrt sind die anderen deutschen Jäger eiligst herangebraust. Für die Engländer besteht keine Möglichkeit einer Rettung mehr. Feldwebel T. allein befördert nacheinander auf die gleiche Art drei englische Jäger in den Tod. Der Luftkampf am heutigen Tage ist ein vollkommener. Noch weitere sechs englische Maschinen werden von den deutschen Jägern ohne langen Kampf abgeschossen. „Noch niemals war etwas Aehnliches da“, sagenglische Staffel wurde in wenigen Minuten restlos vernichtet. Die deutsche Jagdgruppe aber landet ohne jeden Verlust auf ihrem Hasen. Groß ist die Freude im ganzen Geschwader nach dem Bekanntwerden der Siegesmeldung. Der Reichsmarschall spricht seine Anerkennung aus Nach kurzer Zeit, noch während Hauptmann sei mann Wick und der gesamten Gruppe seine Anerkennung für den großen Sieg aus. Der erfolgreiche Gruppenkommandeur hat mit seiner Abschußziffer von drei seindlichen Maschinen im ersten Einsatz des Nachmittags seinen 39. Luftsieg errungen. Beim zweiten ZZigerzinsatz noch zwei Schnell sind die„Messerschmitt=Maschinen neu getankt. Die Jagdflieger warten an ihren Maschinen auf die Startminute. Der zweite Einsatz geht wieder über Englands Küste. sen die deutschen Messerschmitt=Jäger hinter den Briten. Auch diesmal gibt es kein langes Warten. Hauptmann Wick ist wieder der erste, der todesmutig und vorbildlich seiner Gruppe vorangeht. In schneidigem Angriff packt er den ersten britischen Jäger. Ein Feuerstoß genügt! Mit Stichslamme und langer Rauchfahne saust auch dieser Engländer in großen Kurven der Erde zu. Noch einmal greift Hauptmann Wick an. Dem Feind wird zur Orientierung keine Zeit gelassen. Im Augenblick hat der Zweikampf begonnen. Der Engländer ist aber dem kampferprobten deutschen Angreifer nicht gewachsen. Er hat eine mächtige Ladung in seinem Rumpf erhalten. Dann kippt er ab, kreisend und brennend geht auch Militärische Parade zur Erinnerung an den siegreichen Abschluß des Polenfeldzuges vor Jahr in Warschau Ausschnitt von der großen Parade vor Generalfeldmarschall List im Beisein des Generalgouverneurs Dr. Frank aus Anlaß des Jahrestages des Abschlusses des Polenjeldzuges. Presse=Bild=Zentrale— M.) dieser nach unten. Schon ist der übrige Haufen englischer Jäger verschwunden. Die deutschen Jäger suchen geraume Zeit nach neuen Gegnern, aber das Revier ist frei. Keine feindliche Maschine läßt sich mehr sehen. Im Heimathafen angekommen, hören wir das Ergebnis: Hauptmann Wick hat noch zwei Maschinen vernichtet, und am heutigen Tage mit insgesamt fünf Abschüssen 41 Luftsiege errungen! des uteten Stunde zwischen Leben und Tod Deutscher Seenotdienst rettet deutsche Kampfflieger Von Kriegsberichte Emil Weihmüller NDZ.(PK.) Da sitzen wir nun, wir drei „Ueberlebenden". Major von L., la=Offizier unserer Gruppe, Leutnant H. augenblicklich Offizier vom Dienst, und ich, der Kriegsberichter. Seit, fast zwei Stunden ist die Gruppe unterwegs, vor zwei Minuten kamen die Abwurfmeldungen. Der Erfolg war gut, die Gruppe trotz heftiger Jagdabwehr noch geschlossen beisammen. Das muß ein schwarzer Tag für P. gewesen sein. Aber auch für uns drei ist er reichlich grau. Major von L. mußte auf höheren Befehl zurückbleiben, Leutnant H. kann wegen seiner Gesichtsverletzung, die er beim letzten Angriff auf B. erlitt, nicht fliegen, und ich habe meinen Platz einem Kameraden vom Film überlassen. ließ ich durch meinen Funker den deutschen Seenotdienst verständigen. Ich kreiste einmal über der gewasserten Maschine und konnte beobachten, wie die Besatzung das Schlauc#boot nach außen brachte. Dann machte ich mich auf den Weg, um den Kanal nach einem Seenotschiff oder einem Flugsicherungsboot abchen Drei Kilometer waren wir etwa von „Ludwig“, Leutnant B. mußte an der Kanalküste landes. Beobachter Kopfschuß, tot. Eine bittere Nachricht. Wieder ein Funkspruch. diesmal von Oberleutnant K.:„Eintreffe etwa 60 Minuten später, verbleibe bei notgewasserter Maschine der Geschwaderstaffel, Seenotdienst benachrichtigt". Wie wird dieses Unternehmen enden? Inzwischen ist auch die lange Stunde vergangen, die Maschinen der Gruppe sind gelandet. Es fehlen nur die beiden, von denen wir Nachricht haben. Endlich kommt auch Oberleutnant K., und wir hören Einzelheiten von dem Abenteuer, dessen Zeuge er war: „Wir hatten die englische Küste etwa 50 Kilometer hinter nüs gelassen, als wir vor uns eine Maschine sahen, die mit Rauchfahnen an beiden Motoren immer tiefer ging und schließlich in einer Wolkendecke verschwand. In ihrer Begleitung befand sich ein deutscher Zerstörer, der sich aber nicht lange bei ihr aufhalten konnte und auch bald in Richtung Küste abdrehte. Ich löste mich nun, obwohl die Maschine nicht zu unserer Gruppe gehörte, von meinem Verband und stieß gleichfalls durch die Wolken nach unten. Dort sah ich, wie der Flugzeugführer eben zur Notwasserung ansetzte, die ihm auch, trotzdem die Wasserfläche ziemlich rauh war, meisterlich gelang. Sofort den wirklichen Ernst der Trümmern von London! aller durch keine britischen Zweckin Niederlagen Churchills und trotz militärischen Anlagen des Inselreiches, das englische Volk durch ihre Agitationshat befohlen, die Trümmerstätten zu beSituation hinwegzutäuschen.(Weltb. M der Unfallstelle entfernt, da entdeckten wir das Kielwasser eines Motorschiffes. Bald hatten wir es erreicht, und unsere Freude war groß, als wir feststellen konnten, daß es sich wahrhaftig um ein Seenotschiff handelte. Wir drehten zur Unfallstelle zurück, als wir unten Zeichen bekamen, daß man uns verstanden habe, und kamen gerade noch zurecht, um zu sehen, wie sich die notgewasserte Maschine ganz langsam auf die linke Seite legte und dann unter der Wasseroberfläche verschwand. Einriesiger Oelfleck war alles, was von ihr übrigblieb. Das Schlauchboot mit der geretteten Mannschaft trieb in einiger Entfernung nach Norden. Wieder kehrten wir zum Seenotschiff zurück, das mit großer Geschwindigkeit der Unfallstelle zusteuerte und bald an unsere Kameraden herangekommen war. Im gleichen Augenblick, als man dort begann, die Besatzungsmitglieder einzeln an Bord zu holen, bestand, verabschiedeten wir uns von den Geretteten und ihren Rettern.“ Soweit Oberleutnant K. Wie einfach und. selbstverständlich das doch alles klingt. Mit keinem Wort erwähnt er seine Sorgen um den drohenden Brennstoffmangel, kein Wort darüber, daß er zum Spar=Flug übergehen mußte, um sein Rettungswerk erfolgreich zu Ende zu führen. Aber auch kein Wort darüber, daß er und seine tapfere Besatzung sich noch tief in der Abwehrzone der englischen Jäger befanden. Oberleutnant K. hat mit seinem tapferen und umsichtigen Verhälten einen Beweis geliefert von der Kameradschaft, die seit vielen Monaten dazu beiträgt, Deutschlands Luftwaffe zum Siege zu führen. alten Rumänen, dem sie eine sinnige Ehrung zugedacht hatten, frohgemut und hoch zu Roß seinen Hof verlassen sahen. Erst am nachsten Tag kam der rüstige Jubilar, ein eifriger Sportler, zurück und berichtete, einen Geburtstagsausflug nach dem etwa 50 Kilometer entfernten Costesti unternommen zu haben. Er sei der Ehrungen müde und habe sich seinen Geburtstag einmal nach seinem eigenen Geschmack gestatten wollen. Trotzdem haben die Nachbarn die verschobene Feier ausgiebig nachgeholt. Der Alte hat sie dabei alle unter den Tisch getrunken... Totentanz um die Geliebte. Schon lange Zeit hatten sich zwei Bauernburschen eines griechischen Ortes um die Dorfschöne beworben, ohne daß sich diese für einen von den beiden entscheiden konnte. Da kamen sie überein, ein Wett=Tanzen zu veranstalten, wer sich länger auf den Beinen halten könne, der sei Sieger, während der andere freiwillig zurücktreten solle. Der seltsame Wettstreit kam tatsächlich zum Austrag. Eine Kapelle wurde verpflichtet, und unermüdlich tanzten die beiden Rivalen Stunde um Stunde bis in die späte Nacht, ohne sich Ruhe zu gönnen. Plötzlich, es war acht Stunden nach Beginn des Tanzes, sank der eine tot um: ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Sie hinterließ 1086 Puppen. Die jüngst in Fresno verstorbene Frau Mary Anna Wherland hat ihrem Manne— mit der Auflage, ein Museum zu gründen— die größte Puppensammlung hinterlassen, die in den Vereinigten Staaten existiert. Da ihr leibliche Kinder versagt blieben, hatte die Frau versucht, sich eine „Familie" zu schaffen, indem sie sich mit Püppchen aus allen Zeitaltern, von allen Bölkern und von jeder Größe umgab. Ihr Sammeleifer war allerdings schon erwacht, als sie noch ein Kind war, und da sie während vierzig Jahren ihres Lebens alle Ersparnisse für diesen Zweck ausgab, so kam allmählich die stattliche Zahl von 1086 Puppen zusammen, die sie mit wahrer Mutterliebe versorgte und kleidete. Ihr Haus war bekannt als das„Puppenparadies“ und zog als solches zahlreiche Besucher an. Die Sammlung ist außerordentlich wertvoll und wird als die vollständigste betrachtet, die es drüben jenseits des Großen Teiches gibt Sportler noch mit 100 Jahren. Die zahlreichen Gratulanten, an der Spitze der Bürgermeister von Slatina, mögen nicht schlecht gestaunt haben, als sie zu früher Morgenstunde das Geburtstagskind, einen 100 Jahre Einen blamierten Naturforscher. Einen großen Reinfall erlebten kürzlich einige Naturforscher, die seit langem einen Streit mit anderen Größen des wissenschaftlichen Lebens um den Beweis des angeblich hochentwickelten Orientierungsvermögens der Wildenten führten. Um ihren Behauptungen mehr Nachdruck zu verleihen, ließen sie nach Istanbul mehrere Dutzend Wildenten aus der etwa 800 Kilometer entfernten Gegend des Golfes von Alexandrette kommen und luden zu dem Start sogar mehrere hohe Persönlichkeiten ein. Es wurde eine klägliche Blamage! Kaum waren die Wildenten freigelassen, so erhoben sie sich in die Luft, aber dachten gar nicht daran, quer durch die Türkei zu fliegen: sie ließen sich vielmehr schon nach 200 Meter in einem Teich nieder und waren nicht mehr dazu zu bewegen, ihren Weg fortzusetzen. So blieben sie einfach sitzen— und sitzen wahrscheinlich heute noch dort... Einsatz einer RAD.=Abteilung auf einem Flugplatz in Voröfrankreich. Für England bestimmte Bomben werden von den treuen Kameraden unserer Flieger, den jungen Soldaten der Arbeit, abgeladen und be reitgestellt.(PK.=Kühn=Weltbild— M.) Westfalen und Kheinland Die elektrischen Rückstrahler Seit längerer Zeit ist der 1. Oktober als Termin festgesetzt, bis zu dem die im Verkehr befindlichen Fahrräder mit einem elektrischen Rückstrahler versehen sein müssen. Wer bisher einen Strahler noch nicht bekommen konnte, ist damit von der Pflicht, einen elektrischen Rückstrahler an seinem Fahrrad zu führen, nicht befreit. Wenn er nicht bestraft werden will, dann muß er ständig bei seinem Fahrradhändler wieder vorsprechen, um sich danach zu erkundigen, wann er einen Rückstrahler erhalten könne. ir muß sein Bemühen nötigenfalls auch nach weisen können. Der Radjahrer ist dafür verantwortlich, daß er den elektrischen Rückstrahler so bald wie möglich erhält. Die englischen Brandplättchen Die Nachrichtenstelle der„Wirtschaftsgruppe Chemische Industrie“ macht einige nähere Angaben über die von den englischen Fliegern in großen Mengen über Deutschland abgeworfenen Brandplättchen. Darin heißt es unter anderem: Es sind kleine Filmstreifen aus Zelluloid in der Größe eines Zigarettenbildchens. Sie sehen aus wie die bekannten Rollfilmstreifen und sind entweder farblos und durchsichtig oder schwarz. Sie haben in der Mitte ein rundes Loch und darüber ein Mullstreischen oder ein Wattebäuschchen, das mit zwei Büro=Stanzklammern an dem Filmplättchen befestigt ist. Unter diesem Mullstreifen befindet sich ein kleines rundes Scheibchen gelben Phosphors, das nur Bruchteile eines Gramms wiegt und etwas kleiner ist als ein Pfennigstück. Dieser Phosphor ist wachsweich und sehr giftig. Er leuchtet im Dunkeln und entzündet sich von selbst durch die Einwirkung des Luftsauerstoffs und von Wärme. Die Verpackung des Phosphors in feuchte Watte oder Mull hat den Zweck, seine vorzeitige Entzündung zu verhindern. Erst wenn die Watte trocken geworden ist, verbrennt der Phosphor und entzündet zugleich das aus Zelluloid bestehende Filmplättchen. Das ganze Plättchen brennt bann einige Sekunden lang unter Entwicklung einer bis sechzig Zentimeter Etichslamme Die Volksdeutsche Bewegung weiter zu Luxemburg. Die Volksdeutsche Bewegung in uburg wächst von Tag zu Tag. Sie wird , und die Zahl ihrer Gegner mindert in dem gleichen Verhältnis. Das war eine erfreulichen Feststellungen, die der Landesleiter der BdB. Professor Kratzenberg, treffen konnte. Nachdem vor einer Woche die Freiwilligenkompanie ihren geschlossenen Eintritt in die Volksdeutsche Bewegung vollzogen hatte, treffen aus allen Teilen des Landes ähnliche Meldungen ein. Die Bewegung erhält täglich neuen Auftrieb. Diese Tatsache läßt die Hoffnung begründet erscheinen, daß sich in nicht allzulanger Zeit das ganze Land Luxemburg zur deutschen Sache bekennt. bringt eine Familie in Gefahr Von einem schweren Schicksalsschlag die Familie des Möbelhändlers Rexing in Kleve betroffen. Das feuchtkalte Wetter hatte Frau Rexing veranlaßt, die Wohn= und Schlafräume etwas zu erwarmen. In der darauffolgenden Nacht bemerkte der Sohn die Entwicklung von Kohlenoxydgas, die seine Sinne bereits benommen hatten. Es gelang ihm jedoch noch, in das Schlafzimmer der Eltern zu dringen, wo er diese besinnungslos vorfand. Als der Arzt eintraf, war der Vater bereits verschieden. Den Bemühungen des Arztes gelang es. der Frau das Leben zu retten. Siebzehn Millionen in neun Monaten gespart Solingen. Schon zu Beginn des Jahres 1910 konnte die Stadtsparkasse Solingen für die ersten vier Monate des Kriegsjahres 1939(Sepber bis Dezember) einen Spareinlagenzuwachs von vier Millionen Reichsmark melden. Die ersten neun Monate des Jahres 1940 haben indessen alle Erwartungen weit übertroffen. Wie eine Zwischenbilanz verrät, sparte die Klingenstadt in diesen neun Monaten die Summe von siebzehn Millionen Reichsmark. Damit beträgt nunmehr die Gesamtsumme der Spareinlagen vierundsiebzig Millionen Reichsmark. In einem einzige Jahre— und zwar in einem Kriegsjahre— sparte Solingen nicht allein einundzwanzig Millionen RM., sondern fast ein Drittel seiner gesamten Spareinlagen. Ueberraschung zum Erntedanktag Solingen. Eine schöne Ueberraschung erlebten am Erntedanktag die in einem Solinger Heim genesenden Soldaten. Die Kreisfachgruppe der Solinger Kaninchenzüchter hatte beschlossen, diesen Männern ebenfalls ihren Dank zum Ausdruck zu bringen. Nachdem in den letzten Wochen die Hühnerhalter mehrjach mit großen Mengen von Eiern erschienen waren, rückten die Kaninchenzüchter nunmehr mit einem Berg von Kaninchenfleisch als Spende für ein festliches Mahl am Erntedanktag an. Sieben Söhne einer einzigen Familie im Felde Solingen. Einen beispielhaften Beweis deutscher Wehrkraft bietet die in der Ortschaft Meigen bei Solingen lebende Familie Wegener, von der nicht weniger als sieben Söhne unter den Fahnen stehen. Tode gequetscht Heeßen. Der Schlosser Bernhard Schröder kam im Untertagebetrieb auf tragische Weise ums Leben. Bei Ausübung seiner Arbeit geriet er auf bisher ungeklärte Weise zwischen einen Wagen und einen Kohlenstoß. Die Quetschung hatte so schwere innere Verletzungen zur Folge, daß er kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus gestorben ist. Rees. Das seltene Fest der Eisernen Hochzeit und damit eines 65jährigen Lebensbundes begingen in Gesundheit und Frische die Eheleute Anton van Deyk und Wilhelmine geb. Haam aus Rees=Feldmaxk. Der Jubilar zählt 88 und die Jubilarin 84 Jahre. Ihrer Ebe entsprossen sechs Kinder, vier Söhne und zwei Töchter. Tödlicher Absturz aus fünf Meter Höhe Bad Kreuznach. Auf dem Bahnhof in Hesdesheim war der 45 Jahre alte Klempner Georg Schulz aus Schweppenhausen auf eine: Leiter mit Reparaturarbeiten am Dachkondel des Ein Dorf pflegt Tradition Alte Familienhandwerke im Kreise Monschau Es ist immer so: In Notzeiten besinnt sich das Volk auf Fertigkeiten, die es früher einmal zur Bestreitung seines weniger anspruchsvollen Lebensstandards benutzt hat. Als in den achtziger Jahren die Not in den Eiselkreisen immer größer wurde, als barte Winter und schlechte Ernten in den Wohnungen das Brot und in den Ställen das Futter immer weniger werden ließen, bildeten sich überall Vereinigungen zur Linderung der Not. Der Beschluß einer dieser Vereinigungen im Kreise Schleiden regte u. a. zur Linderung der Notlage an, daß man wieder Holzschuhe trüge und diese, wie es auch schon früher geschehen sei, s. öst herstelle. Gewiß hatten die Eiseler Gebirasbewohner sich immer zu helfen gewußt, wenn die Not sie anpackte, aber sie waren doch auch dem Zug der Jahre gefolgt und hatten sich die Errungenschaften von Technik und Zivilisation zunutze gemacht. Jetzt aber hieß es, wieder auf alte überlieferte Haushandwerke zurückzugreifen. Bald waren wieder die alten Handwerkszeuge zurückgeholt. mit deren Hilfe aus klobigen Hölzern schnittige Holzklumpen entstanden. Bald waren wieder in vielen Familien die Holzschuhmacher am Werk, und in Stall und Hof, in Haus und auf der Straße klapperten die Eiseler in Klumpen dahin. Neben den Holzschuhmachern für den eigenen Bedarf arbeiteten andere gegen Auftrag und Lohn. In dem schmucken, fern der großen Heerstraße gelegenen Eifeldörschen Eicherscheid ist heute noch eine Generation von Holzschuhmachern am Werk, die zwar heute in ihrem Handwerk wieder eine Hochkonjunktur erlebt, die aber auch früher nicht den Holzschaber und Meißel aus der Hand gelegt hat. Das Dorf selbst sah eben seine Hauptaufgabe in der Pflege dieser handwerklichen Tradition. Hier begann ja auch der erste„Uhrmacher" des Monschauer Landes, der Eicherscheider Bauer Kaulard, mit primitivem Werkzeug und nur ein paar wenigen Anhaltspankten aus Zeichnungen sein Werk an der Uhr, die er dem Nürnberger Ei nachbildete. Er faßte den genialen Schöpfergedanken des Nürnberger Konrad Henlein auf und bildete sein erstes. klobiges und ungeschlachtes. Handwerkszeug nach und nach immer mehr fort. Seitdem war er Uhrmacher, und er wurde der Stammvater eines Uhrmachergeschlechtes, das heute noch im Monschauer" Lande verbreitetes Ansehen genießt. Aus ähnlichen kleinen Anfängen heraus mag sich hier oben in der Abgeschiedenheit der Eiseler Berge auch das Handwerk der Holzschuhmacher und Holzverarbeiter, herausgebildet haben. Im Frühjahr, sobald Wege und Stege im Land frei sind von Schnee und Eis, wendern ne über die Dörfer und kaufen das sogenannte„Krummholz“ auf. einen bevorzugten Werkstoff für ihre Erzeugnisse. Beim Schnitt der hohen Schneehecken, der sogenannten„Hat", im Frühjahr fällt dieses Krummholz, verwachsene eisenharte Buchen= und Eibenstücke, in Massen ab und dazu findet sich auf manchem Hof noch manches andere harte und krumme Holzstück, das verarbeitet werden kann. Neben der Anfertigung von Holzschuhen betreiben die Eicherscheider auch noch den Bau von Holzsätteln, wie sie die Eiselbauern sowohl für ihre Pferdegespanne, als auch für ihr Ochsenfuhrwerk benötigen. Als ein wetteres Nebenprodukt werden schließlich noch Ochsenjoche und Kummete für Pferde angefertigt. RSKK. erhält eine neue Aufgabe Kontrolle der Straßentransporte, kameradschaftliche Beratung Zu den vielseitigen Aufgaben, die das RSKK. schon im Frieden zu erfüllen hatte, haben sich im Kriege noch zahlreiche andere gesellt. Man denke nur an die Kurierfahrten innerhalb der Organisation Todt, an den Einsatz als Verkehrs=Hilfspolizei in Polen oder zur Verkehrsregelung unmittelbar hinter der vormarschie renden Truppe, bei der Beutesammlung während und nach dem Feldzug im Westen, bei der Wiederherstellung der erbeuteten Fahrzeuge, bei der NSV. in Feindesland oder bei der Rückführung der Evakuierten und der Flüchtlinge in den feindlichen Ländern. Dazu kommt noch die Schulung für den Kriegskraftfahrschein, der innerhalb der Ausbildung der RSKK.=Wehrstaffeln über die vormilitärische Schulung erworben wird und vieles andere mehr. Alle diese Einsätze verlangen höchstes Pflichtbewußtsein und eine freudige Tatkraft,— Eigenschaften, die den RSKK.=Mann stets auszeichneten. Nun aber hat das RSKK. noch eine weitere bedeutungsvolle Aufgabe zugewiesen erhalten. Eine Aufgabe, die ihm vom Staate übertragen wurde. Sie ist darauf abgestellt, planmäßige Straßen=Transport=Kontrollen durch besonders beauftragte RSRK.=Männer durchführen zu lassen. Diese Kontrollen sind ein wichtiger Dienst des Korps im Interesse der Volksgesamtheit zur Unterstützung der Maßnahmen und Verordnungen des Reichsverkehrsministers über den Güter=Kraftverkehr. Es ist volkswirtschaft lich gesehen, beispielsweise von größter Auswirkung, ob die im Güter=Kraftverkehr einge setzten Fahrzeuge ihrer Bestimmung gemäß aus genutzt werden oder nicht, und ob ne die notwendige Pflege erfahren. Güterladeraum ist jetzt kostbarer denn je. Es kann nicht gutgeheißen werden, wenn nicht gut ausgenutzter Lade raum in Kraftfahrzeugen über unsere Straßen rollt und vielleicht ohne sonderlichen Nutzen Hunderte von Kilometer zurücklegt. Deshalb erstreckt sich auch die Kontrolle darauf. Es wird festgestellt, ob die Vorbedingungen gegeben sin., damit mit einem Mindestmaß an Brennstoff ein Höchstmaß an Transportleistung erzielt wird. Zugleich erfolgt eine Prüfung hinsichtlich der technischen Dinge. Ob das Fahrtenbuch in Ordnung ist, ob der Fahrer bei Fernlastverkehr über die entsprechende Zulassungsbescheinigung und die Genehmigungsurkunde verfügt, oder wie es mit den Frachtpapieren steht. Bei der technischen Ueberprüfung werden Stichproben genommen bezüglich der Reifenabnutzung und Reifendruck. Auch die eine sorgsame die Beleuchtungen erfahren ## gne Beghachtung. Ist die Abdunkelung vorschriftsmäßig, funktioniert das Schlußlicht u. a. m. Die Lastkraftfahrzeuge, die nach en Bestimmungen nur 40 bzw. 28 Kiloden neuen meter Geschwindigkeit haben dürfen, müssen durch besondere Vorrichtung. Auch dem Allgemeinzustand des Fahrzeuges wird die nötige Aufmerksamkeit zugewendet. Alles das geschieht im ausschlioßlichen Interesse des Volksganzen. Der Kraft=Güterverkehr soll in jeglicher Beziehung den Forderungen der Kriegswirtschaft gerecht werden. Die Führer und Männer, die diese Kontrol= len durchführen, sind ausgiebig in Sonderlehrgängen für ihre Aufgabe geschult. Sie wissen auch, daß es hierbei in erster Linie darauf ankommt, Helfer und Berater der Kraftwagenür eüiher Brter nur den Zweck, alle Fahrzeuge für den verkehr so zum Einsatz zu bringen, das r Nutzen damit verbunden ist. Güterschuppens beschäftigt, als ein Kraftwagen an der Rampe vorbeifuhr. Beim Zurücksetzen stieß der Kraftwagen gegen die Leiter, auf der der Klempner stand. Die Leiter fiel um, Schulz verlor den Halt und stürzte fünf Meter ab. Der dabei erlittene Schädelbruch führte den sofortigen Tod herbei. Drei Eiserne Kreuze in einer Familie Twisteden. Nachdem jetzt dem Gefreiten Jo hann Zell wegen tapferen Verhaltens vor dem Feind das Eiserne Kreuz verliehen worden ist, sind drei Mitglieder der Familie Zell mit diesem hohen Orden ausgezeichnet worden. Der Großvater des jetzt Ausgezeichneten errang das Eiserne Kreuz im Feldzug gegen Frankreich von 1870/71; sein Vater erkämpfte sich die Auszeichnung im Weltkrieg 1914/18. Jetzt setzte der Sohn und Enkel die stolze Reihe fort und trägt als Vertreter der dritten Generation das Eiserne Kreuz Seltene Tierbilder der Heimat Gelsenkirchen. Das städtische Kulturmuseum „Heimaterde" im Stadtteil Gelsenkirchen=Buer zeigt gegenwärtig eine Lichtbildausstellung des weit über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus bekannten Naturschutzbeauftragten Klemens Söding=Buer. Es handelt sich um eine Reihe von Lichtbildern— ein Teil von ihnen wurde bereits auf nationalen und internationalen Ausstellungen preisgekrönt— von besonders seltenen Arten der westfälischen Vogelund Tierwelt. Die ausgestellten Arbeiten gehören ausnahmslos zu den Seltenheiten deutscher Vierlichtbildnerei. Hamm schwelgt im Glück Hamm. In Hamm gibt es zurzeit eine wirkliche Glückskette, die nicht abzureißen scheint. Vor einigen Tagen konnte noch berichtet werden, daß es einem Verwundeten im Standortlazarett gelang, einen Fünfhundert=Maxk=Ge winn beim Glücksmann zu ziehen. Am letzten Sonntag zogen zwei Bergknappen aus Herringen sogar einen setten Tausender. Und jetzt ließ der als„Nietenheini“ bekannte Glücksmann abermals einen fetten Brocken aus seinem Kasten heraus. Ein in Urlaub weilender Matrose war auf einen Nachmittag von Kamen nach Hamm gekommen, packte beherzt das Glück beim Schopfe und konnte am Abend mit fünfhundert Mark wieder nach Kamen ziehen. Ein schönes Urlaubsgeld, über das sich auch„Nietenheini“ mitfreute, der wieder einmal beweisen wollte, daß er seinen Namen mit Unrecht trägt. Innerhalb von zwei Wochen solche dicken Gewinne— man sollte annehmen, daß sich dieser Glücksstrom auch bald auf den Hammer Verkehrsstrom auswirken müßte. Ueber 1 Kilo schwere Kartoffel geerntet Paderborn. Im Garten eines Paderborner Stadtrandsiedlers wurde eine prächtige Kartoffel geerntet, die mehr als 20 cm lang und 1040 Gramm schwer ist, also zwei Pfund und 40 Gramm wiegt. Daran kann sich schon einer recht vergnüglich satt essen. Kleidungsstücke aus freien Stoffresten Zu den wenigen textilen Artikeln, die noch karten= und bezugscheinfrei gekauft und verkauft werden können, gehören Stoffreste unter 20 Zentimeter Länge, ferner Stoffabschnitte, die in der Fabrikation fehlerhaft anfallen und weniger als 1 Meter lang sind, sowie Meterreste von Dekorations= und Gardinenstoffen, die nicht mehr als 2 Meter lang sind. Kartenund bezugscheinfrei sind auch Schmuckzutaten. wie etwa Spitzen und Stickereien, sowic Bänder und ähnliche Schmalgewebe und=geflechte. Aus solchen freien Stoffresten, Bändern und Spitzen lassen sich Blusen und Wäschestücke, ja selbst Kleider berstellen, also Bekleidungsstücke, die als solche bezugschein= oder punktpflichtig sind. Es war daher die Meinung aufgetaucht, die aus solchen freien Resten, Bändern und so weiter angefertigten Waren könnten kartenund bezugscheinfrei verkauft werden. Wie nunmeht der Reichsbeauftragte für Kleidung ausdrücklich feststellt, ist das jedoch nicht der Fall. Vielmehr bleiben alle Kleidungs= und Wäschestücke, die nur auf Kleiderkarte oder Bezugschein gekauft werden können, auch dann karten= und bezugscheinpflichtig, wenn sie aus Artikeln vergestellt werden, die selber nicht karten= oder bezugscheinpflichtig sind. Ein aus freien Stoffrenen und Bändern hergestellter Wäsche= oder Cherbekleidungsgegenstand kann also nur auf Kleiderkarte oder Bezugschein verkauft werden. Der Spinnrocken Eines der ältesten Geräte der Frauen unjerer Vorfahren, das sich heute auch noch dem Lande vorfindet, ist der Spinnrocken. Der Spinnrocken war das Gerät, um das die Wolle oder der Flachs(Hanf) zum Abspinnen gelegt wurde. Beide Stoffe bedurften einer längeren Bearbeitung, bevor sie zum Verspinnen geeignet waren. In frühester Zeit wurde die Wolle von den Schafen durch Raufen gewonnen, erst später mit dem Aufkommen der Schere wurde die Wolle nicht mehr gerauft, sondern geschoren. Nach der Schur wurde die Wolle durch Schlagen, Zupfen und Kammen gelockert. Der geraufte Flachs wurde zuerst von den Samenkapseln durch ein Gerät mit nach oben stehenden Zacken befreit, dann im Wasser gerottet und danach getrocknet. Darauf folgte das Schlagen mit dem gekerbten Schlagbrett oder Hammer. Hierauf trat die Breche und die Schwinge in Tätigkeit. Zum Schluß wurde als letzte Arbeit das Hecheln vorgenommen. Dann wurden Wolle und Flachs in gleicher Weise versponnen. Der in vielen deutschen Gegenden bis heute gebräuchliche radlose Spinnrocken ist eine der ättesten Geräte. Sein Vorkommen ist durch Funde aus der jüngeren Steinzeit belegt. Die Spinnwirtel als unentbehrlicher Bestandteil des Spinnrockens bestand vorerst aus Ton oder Stein, später aus Bein oder Glasfluß. Die Spinnwirtel war durchbohrt und wurde an den unteren Teil der Spindel gesteckt, um ihr eine gleichmäßigere und längere Drehung zu geben und um den hängenden Faden straffer zu spannen. Die Spindel findet sich vereinzelt bereits in den Schweizer Pfahlbauten. Sie war wohl ausschließlich aus Holz gefertigt, wie sie ja noch heute im hohen Norden aus Holz besteht. Die beim Hecheln abfallenden kurzen Fasern wurden Werg oder Hede genannt. Die Hede wurde zur Verfertigung von grobem Zeug oder zu Beleuchtungszwecken Docht) verwendet. Der gesponnene Faden wurde dann von der Spinder auf die Haspel übertragen. Die Frauen unserer Vorfahren hatten bereits in der Verarbeitung der Gespinstfasern eine sehr hohe Kunstfertigkeit erreicht. Der Kauf von Wintermänteln Wintermäntel für Frauen kosten nach der 2. Kleiderkarte 75 Punkte, solche für Männer 120 Punkte. Einschließlich der Vorgriffsabschnitte der Kleiderkarte hat die Frau aber vorläufig nur 73 Punkte für den Einkauf frei. Sie kann den Wintermantel also erst vom 1. Dezember an kaufen, da von diesem Tage an weitere Punkte gültig werden. Auch der Mann, der einen Wintermantel auf seine zweite Kleiderkarte kaufen will, kann das erst vom 1. Dezember an tun. Es ist nun die Meinung aufgetaucht, der Verbraucher könne dennoch sofort einen Wintermantel beziehen, wenn er dem Mantelgeschäft außer den bereits gültigen Punkten der zweiten Kleiderkarte noch Restpunkte seiner ersten Kleiderkarte gebe. Der Reichswirtschaftsminister, hat aber kürzlich in einem Bescheid ausdrücklich festgestellt, daß das nicht zulässig sei. Mit den Punkten der ersten Kleiderkarte können grundsätzlich nur solche Bekleidungsstücke eingekauft werden, die schon vor Ausgabe der zweiten Kleiderkarte darauf bezogen werden konnten. Kleidungsstücke dagegen. die erst bei der Einführung der zweiten Kleiderkarte punktpflichtig geworden sind, können nur auf die zweite Kleiderkarte gekauft werden. Da es Wintermäntel im ersten Kleiderkartenjahr nicht auf Punkte, sondern auf Bezugscheine gab, können bei ihrem Einkauf infolgedessen auch keine Punkte der alten Karte mit herangezogen werden. Der Einkauf mit Punkten der ersten und zweiten Kleiderkarte zusammen ist also nur bei den Kleidungs= und Wäschestücken möglich, die im Warenverzeichnis beider Kleiderkarten enthalten sind. Feldpostbriefe und=päckchen Das Höchstgewicht der privaten gebühren: freien Feldpostbriefe wird von sofort an auf 100 Gramm festgesetzt. Private Feldpostsendungen von 100 bis 1000 Gramm gelten als Feldpostpäckchen, bis 250 Gramm sind auch sie gebührenfrei. Bei dieser Gelegenheit gibt die Reichspost noch folgendes bekannt: In letzter Zeit sind wieder Feldpostpäckchen während der Beförderung in Brand geraten, weil sie trotz des ausdrücklichen Verbotes Streichhölzer enthielten. Hierdurch sind auch zahlreiche andere Postsendungen vernichtet oder beschädigt worden. Die Deutsche Reichspost bittet daher nochmals dringend. keine Streichhölzer und auch keine anderen leicht entzündlichen Gegenstände in die Postsendungen aufzunehmen. Die Versender sind nicht nur für den Schaden verantwortlich, sondern machen sich auch strafbar. „O Mary! Der Krieg auf der Insel beginnen, die Regierungslogen, sind (Welkbi wird bald schon leer!“ Welkbild=Morche— M.) SIXTe Ee Ce Einmal kaufte Wrangel einen Ring, in den er die Worte eingraviert haben wollte: Denk' an mir! Der Juwelier war nicht sicher, ob sich der Feldmarschall einen Scherz erlauben wolle oder ob ihm einer seiner üblichen Sprachirrtümer unterlaufen sei. Er bat daher zur Sicherheit. Wrangel möge ihm die gewünschten Worte aufschreiben. Aber Wrangel wehrte lächelnd ab und drohte mit dem Finger: „Er kleiner Schäker, er will doch nur einen Orthographen(Autogramm) von mich haben!" * Adotf von Menzel blieb zeit seines Lebens immer der bescheidene Mensch, als den ihn seine Zeitgenossen kannten. Das beweist auch folgende Geschichte: Als er fast 90 Jahre alt war, weilte er einmal in einer Gesellschaft, bei der er ein Bild ausgestellt fand, das er ein Jahr zuvor gemalt hatte. Er ging ganz nahe heran und betrachtete es sehr genau, so daß die anderen Gäste meinten, er prüfe jeden einzelnen Pinselstrich Schließlich reichte Menzel das Bitd einem Diener zurück und sagte zu den Umstehenden: „Ich sehe ganz deutlich, daß ich in dem einen Jahr noch mancherlei zugelernt habe. Heute würde ich es ganz anders malen!" A.:„Ich glaube nur das, was ich mit merVerstand begreisen B.:„Dann glaubst du Zu dem bekannten Landschaftsmaler Walter Leistikow, der die Berliner Sezession mit begründete, kam einmal eine Dame, die begeistert schwärmte: „Also, lieber Meister, als ich neulich m den Alpen weilte, habe ich Eindrücke empfangen, Eindrücke!!... Die Farbenpracht so reich, so sprechend, so plastisch, gerade, als ob Sie es alles gemalt hätten!“ Leistikow unterbrach sie lächelnd: „Joja, ich habe es auch schon bemerkt: Langsam kommt die Natur hinter weine Metboden!“ * Die Kunst des Bettenmachens verstanden wir noch nicht. Am zweiten Abend lagen wir mehr schlecht als recht m der Falle. Mein Overbert ries hermiter: „Schläfst du, Feichten?“. Jeillweihe!“ Jeillneie?“ Ja. Bes jetzt ist erst memn rechtes Bein und mein linker Arm eingeschlafen.“ en ist gesund. Frau Hinketmann macht ihrem Ehegatten klar:„Jetzt bin ich's bald satt, dich immer von deinem Auto, deiner Einrichtung, deinem Garten und deinem Sohn reden zu hören! Kannst du denn das nicht lernen,„unser" zu sagen? Was suchst du denn da übrigens im Schrank?“ „Unsere Hose!“ :( M ü n c h e n e r I l l u s t r i e r t e P r e s s e.) * Die kleine Brigitte war bei ihren beiden übermütigen, wilden Wettern zu Besuch und ist nun wieder heimgekommen. Hier erzählt sie:„Papi. wenn Horst und Günther abends ihr Gebet sprechen, bitten sie jedesmal den lieben Gott, er möge sie zu guten Jungen machen. „Das ist sehr richtig von ihnen!“ lobt Papa. „Ja“, sagt Brigittchen,„aber warum tut der liebe Gott es nicht?“ ** In einem kleinen badischen Ort hatte der Gastwirt ein zweites Söhnchen bekommen und teilte das seinem siebenjährigen Aeltesten mit.„Josefle! Hast ein neues Brüderchen bekommen!" „Oh, das weiß ich schon ein paar Tage lang und weiß auch, wie's angekommen ist", antwortete der Kleine. „Aber Büble, woher?“ „Ja, Vater, in der Kiste ist's angekommen, die drunten im Hofe steht!" „Und woher willst wissen, daß da das Brüderlein drin war?“ „Weil da draufgestanden hat: Vorsichte Sendung von Söhnlein. Nicht stürzen! Vor Nässe zu bewahren! Bei Ankunft trocken legen““ Gast:„Der Hummer hat ja mur eine Scherei“ Kellner:„Die zweite hat er wahrscheinlich beim Kampf mit einem Nebenbuhler verloren.“ Gast:„So, dann nehmen Sie diesen weg und bringen Sie mir den Sieger!" * Der einstige Hoskapellmeister zu Gotha, Georg Benda, war von einer unglaublichen Verstreutheit. Einmal hatte er längere Zeit ein Zimmer bewohnt, war dann aber umgezogen. Eines Abends nun, als er aus einer lustigen Gesellschaft kam, geriet er in sein altes Zimmer, fand die Tür offen, entkleidete sich und legte sich—4 Kurz darauf erschien der neue Bewohner und war nicht wenig erstannt, einen Fremden in seinem Bett vorzufinden. Benda dagegen war beleidigt, daß er im Schlaf gestört wurde. Es ergab sich ein heftiger Wortwechsel, der aber in#onerleit endete, als Benda endlich seinen Irstum bemerkte. Oft hört man die dümmsten Fragen. Und just dann, wenn man todmüde vom ungewohnten Dienst in die Kaserne kommt und so ein maroder Bruder den ganzen Tag Zeit hatte, nachzudenken, was er uns alles fragen könnte. „Spielst du eigentlich vierhändig Klavier, Feichten?“ Ich beummte zornig: „Vierhändig? Ich bin doch kein Assel“ * „Tante, weshalb hast du den deinen Windhund nicht mitgebracht?" fragt die sechsjährige Lilo. „Meinen Windhund“, erwiderte die junge Braut,„ich habe doch nur einen Dackel, keinen Windhund!“ „Och“, meint Lilo enttäuscht,„Mutti hat doch gesagt, du hättest dir einen richtigen Windhund ausgesucht!“ (Neue I. Z.) * Vater hat in den nächsten Tagen Geburtstag, und seine beiden Jungens wollen ihm auch etwas schenken. „Vati“, fragt der ältere,„was möchtest du am liebsten haben?" „Zwei sehr artige Jungens“, ist die Antwort. „Au fein! Dann sind wir vier!“ (Neue I. „Dei Mand und iun haben ein gemeinsames Bankkonto.“ „Gibt das kein großes Durcheinander?“ „Nein, durchaus nicht! Wir haben alles streng eingeteilt. Mein Mann zahlt nur ein, ich hebe nur ab!“ * Zu der Zeit, da Wagner in Deutschland noch heftig umstritten war, stand bezeichnenderweise auf dem Stammtisch einer Berliner Gaststätte ein Schild folgenden Inhalts: „Jede Unterhaltung über Religion, Politc und Richard Wagner ist an diesem Tisch streng verboten!“ „Herr Bumske, ich frage Sie heute zum letztenmal: Wollen Sie zahlen oder nicht?“ „So. zum letztenmal fragen Sie heute? Das eut mich sehr. Wissen Sie, mit Ihrem muernden Fragen begannen Sie auch bald. lästig zu werden.“ ban „In welchem Stil hat denn der Jausen seine Villa bauen lassen?“ „Kann ich nicht sagen... ich weiß nur so viel, daß sie von A bis Z auf Kredit gebaut ist!“ „Aha, also im pumpejanischen Stitt“ „Zeuge, Sie behaupten also fest, die Klägerin habe in einem Meer von Tränen geschwommen! Ist das nicht etwas übertrieben?" „Entschuldigung, Herr Richter, aber ich habe das Meer noch nie gesehen!“ (Berl. Ill. Zig) A.:„Denke bir nur, meine Uhr ist ein Waisenkind.“ B.:„Ich denke, man hat dir deine Uhr gestohlen?“ „Eben deshalb, jetzt wird sie von frem den Leuten aufgezogen.“ * „Was, du willst ausgerechnet m das Hirschtal fahren?" „Ja, warum denn nicht?“ „Weil es dort Menschenfresser gibel“ „Menschenfresser? Bist du verrückt?“ „Aber hier steht doch im Reiseführer: Die Bewohner des Hirschtales ernähren sich hauptsächlich von Reisenden!“ (Berl. Ill. Zig.) Erkannt. Die neue Hausangestellte zur Dame des Hauses: „Eine merkwürdige Dame ist eben gekommen. Sie hat mir ihren Namen nicht gesagt, aber Hut und Mantel abgelegt. Ich habe sie in den Salon geführt. Dort hat sie sofort die Fenster eingehend betrachtet und dann mit den Fingern über das Klavier und die Möbel gestrichen. Als ich das Zimmer verließ, hat sie. „Ums Himmels willen, das ist meine Schwiegermutter! Ich habe sie erst nächste Woche enmarter“ (Neue I. Z.) Zeichnung(3): Radestock— M. setzt mit dem zweiten Zuge Die Statt der Zahlen setze man die Buchstaben: larebllmorrs so ein, daß die Zeiger bei ihrer Umdrehung über Wörter folgender Zedeutung hinweggehen: I—VI Luft Ung, III—VII Stadt in der Provinz sen. IV—VI Untversum, IV—VII Fluß n. Von dem wir oft in Büchern lesen; Sein Name wird aus Artigkeit Auch manchem holden Kind geweiht. Doch steht ein B davorgeschrieben. Wo ist der hohe Sinn geblieben? Dann ist's ein Wort, mit dem man schilt. Zumal wenn's losen Streichen gilt. B #se mit geveimmsvollem Weven, Ven eigenentigen Denn Bin sder nicht ie uur des Mar Pen. Stur. Ben nach wie vor das Wort uy nur. de—AIZMrRA S „Das waos in vor der Lösung schon!“ ITL 1. stand. urd —. 2. Geb Schmters10f. sen IV—VI Untversum, IV—VII Fluß in Ost=. Seltsame Vortvandb sill Fürwort, Vlh.-F Stadt in Ztaktan. An abtig Herachen wücd dur Kreis gehört ein Buchstabe. Jedes Wort besteht aus sechs Buchstaben. im doppelt umrandeten Kreisfeld und in Sinne des Uhrzeigers rings um das betressende Nummernfeld. Die Wörter bedeuten: 1. Monatsname, 2. männlicher Pere, 4. Stadt in der Erd7 4 deiwan, Zurkunde. 10 den vorstehenden 30 Silben sind 16 Wörter zu bilden, deren Anfangs= und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort ergeben.(ch gilt als ein Bachstabe.) Bedentung der einzelnen Wörter: 1. Spielmann, 2 kleines Raubtier. 3. Kriegsschiff, 4. Pflegeschwester, 5. Name eines Sonntags. 6. Erkrankung. 7. Gestein. 8. Name einer Symphonie von Beethoven, 9. lyrische Dichter im vorigen Jahrhundert. 10. fugenloser Fußboden, A. Heilmittel bei Knochenbrüchen. 12 Schulfach, 13. Monat. 14. seltenes Gas. 15. Lebensgefahrtin. K. Erziehungsanstalt. Aufkösungen aus voriger Kopfwechsel: Tegel— Sege!— Pege — Regel. „In eine Matd verwandebt: Angel a— band— ber— boot— de— 0i— de — duung— e— e— e— ent— end— est— F — k—!— mi— mu— nat— nau— — vor— zun. In diefer Reihenfolge sind die Wörter einellen. Kreuzwordrätsel: Waagerecht: 1. Roon 2. Egon, 3 Egg, 4. Essen, 5. Imst, 6 Roda, 7. A. 8. Re, 9. Bier, 10. Anis, 11. Reede, 12 Eid. 18. Eins, 14. Aula.— Senkrecht: I. Radt, 2. Eger, 4. Esser, 9. Boje, 10. Abda. 16. Rest. 16. Nora, N7. Norne, 18. Mai, 19. Dei, 20. Rees, 21. Soda, 22. Ei In großer Höhe: Zugspitze Schachaufgace: 1. Sb4—95. Be4Xd5, 2. D52—51. Bellebig, 3. D. S oder e2—p matt. a: I... 22—6 2 D62—#2-, KeöX.25 oder—55, 3. 42—es oder S35—47 matt. d: I.... Beliebig anders, 2 Db2—54# usw. Keilracsel: Maus, Bauer, Fluß, Eifer Talg. Forst Viver. Daube. Staat. Rede— Stapeklauf. Bilderrätsel: Jogliches wechselt, doch nichts geht unter. Firma Friedrich Brand 9 Roman von Stephan Kruse !„ Es konnte eine Bestätigung gewesen sein für Friedrich den Kleinen, aber auch eine Warnung an Helen, die stumm und verbissen an ihrem E.sen würgte. Sie ahnte: es war ihre erste Niederlage. * Langsam juhr der schnittige Wagen durch die leichte Dämmerung. Sicher nahm er die Kurven, wich allen Hindernissen elegant aus und befand sich bald draußen vor den Toren der Stadt. Mit geschlossenen Augen lag Friedrich der Große in dem dichten Polster. Auf und ab hob sich die machtige Brust und Helen hatte Muße, sein Mienenspiel ungestort zu beobachten. Es war dasselbe freundliche, ruhige Gesicht des Vaters. aber etwas hatte sich an ihm verändert. Sie wußte nicht recht, was es war. aber sie wußte, daß es erst seit dem vorhergegangenen Zusammenstoß Macht über ihn gewonnen hatte Wohl behandelte er sie freundlich wie immer, aber es war eine leise saum spürbare Abwehr in ihm. und das bereitete ihr Schmerzen. Und daß Friedrich der Kleine den Wagen Helens Wagen. fuhr, war auch ein unerfreuliches Zeichen. Sonst durfte sie ihn selbst fahren, wenn sie ihm versprach, anständig und nicht zu wild zu fahren. Und Helen hatte dann immer ihr Wort gehalten. Doch heute? Sie hätte heulen können vor Wut und Scham wenn sie daran dachte, wie brutal der Vater sie neben sich bat und Friedrich der Kleine sich wie selbstverständlich ans Steuer setzte. Das war aver nur der Auftakt. Immer tiefer zog das Gefühl ihrer Unterlegenheit in ihr Bewußtsein. Aber sie hatte gar nicht die Absicht, zu unterliegen. Was sie gesagt hatte war doch nicht der Mühe wert. Ihre Worte waren eine kleine, wohl zu verzeihende Dummheit gewesen. Mein Gott, was sollten erst die Kameraden im Sportverein sagen, die sie gewöhnlich wie Luft behandelte und die doch immer wieder an ihrer Seite zu finden waren Vor einem hell erleuchteten Hause hielt der Wagen. Hier, weit vor den Toren der Stadt, in der Nähe des Stadions, hatte der Sportverein 1913 sein Heim. Prunkvoll, mit Licht übergossen erschien schon die Anfahrt und ließ jeden ahnen wie sich das Innere des Hauses machen würde „Alles heraus!“ kommandierte Friedrich der Kleine. von seinem Sitz springend. und. dem Diener zuvorkommend. der mit Riesenschritten auf den Wagen zusteuerte, flüsterte er dem Vater zu. nachdem er zuerst Helen aus dem Wagen geholfen hatte:„Die Einfahrt, unsere Einfahrt, ist taghell erleuchtet.“ Helen hörte sichtlich erstaunt des Vaters klingendes Lachen und hatte keine Ahnung. daß der daran dachte, wie die Mitglieder des Vereins mit einer Liste gekommen waren und eine Zeichnung erbaten zum Bau eines repräsentablen Vereinshauses. Friedrich der Große hatte einen namhaften Betrag gegeben, und seit der Zeit betrachtete Friedrich der Klein die Einfahrt als„unsere Einfahrt". „Die Herde ist vollzählig versammelt" griente Friedrich der Kleine, an der Seite de Vaters gehend und dessen Blick auf den großer Wagenpark lenkend.„Und da fliegt auch schor Feldmann junior„Brand“=eilig auf unser Helen zu. Na. wenn die an dem Gefallen fin den sollte, dann sperre ich sie aber lieber ein „So verrückt ist die Helen doch noch nicht!“ „Hoffen wir das Beste, Vater!— Aber laf uns jetzt in die Höhle des Löwen geben.“ * Der Versammlungsraum des Sporthauses der an seltenen Tagen geöffnet wurde, wa gerammelt voll Menschen. Jungen und Made del drängten sich lachend und plaudernd durch einander. Feldmann junior; Sohn des Geldverleiher Feldmann, den Friedrich der Große und aud Friedrich der Kleine einen Geizkragen sonder Gnade nannten, sorgte für einen Platz für Vater und Sohn „Der Junge kann ja nicht für den Alten“ sagte Friedrich der Große zu seinem Sohne der beobachtend das Treiben ringsum ver folgte, als sich eine passende Gelegenheit dazt ergab.„Aber es scheint mir, daß der Apfe nicht weit vom Baum fiel.“ „Der Junge ist mir genau so unsympathisch wie der Alte“, erwiderte Friedrich der Kleine „Sieht aus wie ein Lebemann im Westen taschen=Format. Hat Fältchen an den Augen und Kerben um den Mund. Zeugt nicht von einem gesunden Sportleben.“ „Läuft aber doch ganz passable Zeiten!“ „Ist jo noch jung“, meinte Friedrich der Kleine mürrisch.„5000 und 10000 Meter erfordern einen anständigen Lebenswandel. In diesem Jahr hat er noch den dritten Platz in der Meisterschaft erreicht. In der Vereinsmeisterschaft aber, als es gerade noch auf ihn ankam. hat er kläglich versagt. Angeblich eine Sehnenzerrung. Aber ich habe Ih genau beobachtet: Schwäche war es, pure Schwäche! So ist sein Verein nur Fünfter geworden. Hätte Dritter sein können.“ „Es schlägt jeder einmal über die Stränge" glaubte Friedrich der Große den jungen Mann verteidigen zu müssen. „Aber nicht wenn ich weiß: worauf es ankommt. Sich selb't hat er ja nicht geschädigt, sondern nur seinen Verein. Und das nenne ich Verrot an der Gemeinschaft. Denn auch ein Sportverein ist Gemeinschaft: genau wie in jedem Betrieb muß sich der eine auf den anderen verlassen können“ Eine helle Glocke ließ die beiden ihre Unterhaltung abbrechen. Zwanglos ließ man sich an den Tischen nieder und baldschte eine geregelte Ordnung im weiten N=# Wollte der Zufall oder war es Absicht: Feldmann innior hatte zur Rechten Helens Platz genommen. und neben ihm hockte Feldmann senior der ebenfalls, wie Friedrich der Große und Friedrich der Kleine. Ehrenmitglied des Vereins war. Nur durch eine Tischbreite getrennt, saßzen sich die beiden Männer, Friedrich der Große und Feldmann senior, gegenüber, und trotz ihrer gemeinsamen Schulzeit kam es bei der gegenseitigen Begrüßung nur zu einem flüchtigen Kopfnicken. Friedrich der Kleine übersah den Geldmann ganz. was dieser wieder mit einem unterdrückten häßlichen Grinsen quittierte Helen, die das abweisende Wesen und den kalten unpersönlichen Gruß sah beschäftigte sich um so reger mit Feldmann junior. um die Unfreundlichkeit der beiden Männer wieder auszumerzen, wie sie sich selbst weismachte. Im Grunde aber war auch ihr Feldmann senior reichlich unangenehm. Hermann Sprung. ein früherer Internationaler und Gründer des Sportvereins 1913, stand auf und ergriff in seiner Person als Vorsitzender das Wort zu einer langen Ausführung. Er sprach vom Sport im allgemeinen, um dann auf den Wettkampfsport und auf die Gründung des Vereins zu kommen die nun bald 25 Jahre zurückliege. Zurückblickend streifte er die Erfolge des Vereins und fand dann die Gelegenheit, darauf hinzudenten, daß das 25. Jubelfest ein Großtag in der Geschichte des Vereins werden müßte. „. Kräftige, gesunde, stolze Männer hat der Wettkampfsport hervorgebracht, und ihre Namen stehen in den Annalen der Sportgeschichte mit goldenen Lettern verzeichnet. Auch unser Verein kann sich über Könner nicht beklagen. daher auch die Mühe, einen passenden Gegner zu finden. Doch deswegen sind wir hier zusammengekommen, um diese Frage zu bereinigen. Ein passender Gegner.muß sein, und mag er kosten, was er will!“ Mit diesen Worten schloß Hermann Sprung seine Ausführungen, und lauter Beifall belohnte ihn Dann trat Stille ein und aller Blicke richteten sich auf die Ehrenmitglieder, die sich in solchen Angelegenheiten des Vereins auch immer ein Wort erlaubten und auch finanzie!! nicht zurückhielten. Unter ihnen wieder stachen drei Männer am meisten beraus: Bauer, ein Freund Feldmanns, ein Mann mit einem Mausgesicht und stechenden Rattenaugen, dann Feldmann selbst und sein großer Gegenspieler. Friedrich der Große. „Vielleicht die Schweizer Landesmannschaft!" meckerte Bauer und ließ seine Rattenaugen fragend umherspielen.„Sie hat ganz gute Kräfte und hat mir ausnahmslos gefallen!" Feldmann junior lachte spöttisch auf und sah sich selbstgefällig in der Runde um:„Da bei haben sie noch nicht einmal einen 10000 Meter=Läufer.“ Auch an den Gesichtern der anderen sah man, daß dieser Vorschlag verworjen war. „Oder die Franzosen?“ rief eine helle Stimme aus der Reihe der Umstehenden. „Zu schwach für uns!“ antwortete Hermann Sprung.„Aber ich sehe am Gesicht des Herrn Feldmann, daß er einen Vorschlag hat.“ Alle Blicke wandten sich. nun Feldmann senior zu, der mit einem beinahe hämischen Lächeln auf Friedrich den Großen sah. Friedrich der Kleine sah diesen Blick und wäre an liebsten aufgesprungen, um den Alten zu erwürgen, denn er wußte, daß jetzt eine seine bekannten Bosheiten kam. „Warum denn in die Ferne schweisen?“ Feldmann senior sah aus wie der Leibhaftig selbst.„Wir engagieren die Sportmannschaft der Firma Brand! Soll aar nicht schlecht sein hat das Betriebssportabzeichen gewonnen billig, und wir haben unser Vergnügen.“ Betretenes Schweigen folgte diesen Worten Alle kannten die Liebe, mit der Friedrich der Große wie auch Friedrich der Kleine an der Firma und ihrem personellen Bestand hingen wußten um die Liebe der Arbeiter zu ihren Chefs und von der Fürsorglichkeit der Cheft. zu den Leiden und Sorgen ihrer Arbeiter Helen war die einzige, die im Verein mit den beiden Feldmanns ein schadenfrohes Lachen nicht unterdrücken konnte. Um so verwunderlicher war es, daß die beiden Männer, die es enging, so ernste Gesichter behielten. Besonders Friedrich der Groß: hatte sein bekanntes hartes Gesicht aufgesetzt. und es hellte sich auch nicht auf, als er seinen Blick im Kreise herumgehen ließ. „Was meinst du, mein Junge?"„Seine Stimme war kühl und lässig. So kannten ihn seine Arbeiter, wenn er ein großes und schwerwiegendes Geschäft abschließen wollte. „Wir können den Kampf aufnehmen!“ gähnte Friedrich der Kleine, und sah gelangweilt in die verblüfften Gesichter.„Wir haben sogar einen 10000=Meter=Mann, der Feldmann schlagen kann.“ „Dann wären wir ja schnell zu einem Schluß gekommen“, meinte Friedrich der Große befriedigt und erhob sich. Wie ein Blitz fuhr Sprung, der Vorsitzende des Vereins, von seinem Sitz, Drei lange Schritte brachten ihn in die Nähe des Stehenden. Er hatte ein ganz bleiches erregtes Gesicht, als er sich an Friedrich den Großen wandte. „Ich hoffe doch nicht, daß Sie in unserem Interesse in den Worten des Herrn Feldmann eine Beleidigung sehen. Es sollte doch nur ein Spaß sein. Und nun...“ „Beleidigung...? Spaß...?“ echote Friedrich der Große, und Helen mußte den Vater, so wie, er da stand in seiner imposanten, massiven, ungebeugten Gestalt, ungewollt bewundern.„Es scheint da ein Mißverständnis vorzuliegen. Aber nicht auf meiner Seite. sondern auf der eurigen. Für mich ist der Vorschlag blutiger Ernst. Anschließend an mein Werk liegt ein schöner Svortplatz. Ich werde ein Stadion daraus erstehen lassen. Es ist durchaus günstig, daß das Jubelfest des Vereins mit der Hundert=Jahr=Feier meines Wiries zusammenfällt. Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich...“— Er nahm mit ruhiger Hand sein Scheckbuch aus der Tasche, füllte ein Blatt mit seiner energischen. steilen Handschrift aus und überreichte es mit einem leichten Lächeln dem Vereinsführer „Ich stifte diesen namhaften Betrag, wenn der Verein es ermöglicht, meine aufgestellte Betriebsmannschaft zu schlagen. Bedingung ist, daß von dieser Minute an der Verein sowie meine Firma keinen Menschen mehr in ihre Gemeinschaft aufnehmen, der helfen könnte das bis jetzt vorhandene Material zu verstärken. Denselben Betrag aber stiftet Herr Feldmann der Gemeinschaftskasse meines Werk.s wenn es gelingt, die Vereinsmannschaft, zu schlagen.„Alle näheren Bedingungen können Sie mit dem Trainer meiner Werkmannschaft abmachen. Es ist Bill Jonas, der„ewige Dritte“, wie man ihn nannte. Als Sportsmann untadelig... Friedrich der Große sah erwartungsvoll im Kreise umher. Feldmann hatte sich endlich von seinem Erstaunen erbolt, in das ilen die Worte Friedrichs des Großen versetzt hatten. „Welchen Betrag darf ich dagegen setzen mein Lieber". fragte er ironisch, und seine Fistelstimme überschlug sich. „Nur das, was ich gebe!" betonte Friedrich der Große kalt. „Nun. Herr Sprung“, wandte sich Feldman an den Vereinsführer, der mit unsicheren Augen auf das Blatt in seiner Hand starrte und hatte sein Bankhuch in der Hand. „Hunderttausend Mark!“ Das war wie eine Bombe, und Feldmann fielen die Kinnladen mit hörbarem Knacken herunter. Verstört sah er sich im Kreise um und begen nete nur neugierigen Gesichtern. Es blieb ihm keine Wahl. Er hatte sich festgejahren und wenn er sich klarmachte, daß es der Brand schen Mannschaft nicht möglich sein würde die hart und eifrig trainierte Vereinsmannschaft zu schlagen, so hing das Geld, sein„sauer verdientes“ Geld. in der Schwebe. Aber trotzdem wurde ihm keine Hilfe, und seine Hand zitterte, als er schrieb, und dicke Schweißperlen standen auf seiner Stirn. als r mit einem mühsam herbeigezogenen Lächeln den ausgefüllten Scheck an den wartenden Vereinsführer weitergab. Verächtlich stand Friedrich der Große vor der versammelten Runde. und es freute ihn. daß alle Zeuge waren, wie schwer sich ein Feldmann. der andere arme Teusel auszoa bis aufs Hemd. vom Geld trennen konnte. Sogar Feldmann junior, der sich mehr für die Gesichter der Umstehenden interessierte als für den „feierlichen Akt" der Ausfüllung, bemerkte er mit Unwillen. Er warf seinem Vater einer wütenden Blick zu und erhob sich brüsk vor seinem Platz. „Erledigt!" stöhnte Feldmann senior und versuchte vergebens, Haltung zu wahren. Aber es wollte ihm schlecht gelingen. „Aber wie nennen wir die Stiftung?" rie fragend ein Witzbold aus den Reihen. „Das macht man gewöhnlich nach dem Ramen des Stifters!“ antwortete ihm ein anderer mit verschmitztem Gesicht, und alle mußter lachen. „Seid ihr wahnsinnig?“ platzte Friedrich der Große heraus und mußte nun auch lachen.„Ei genügt, daß eine Salbe meinen Namen hat aber——— eine Stiftung?" Selbst Feldmanns Gesicht verzog sich zu einem Grinsen, aber es sah recht gequält aus „Wir nennen sie Friedrich=Brand=Preis!“ bestimmte Hermann Sprung, der Vereinsvorsitzende. was allgemeine Zustimmung fand. „Dann also noch recht viel Vergnügen!“ meinte Friedrich der Große und wandte sich zum Gehen;„und auf ein baldiges Wiedersehen auf dem Sportplatz der Brand=Werke!“ Helen wollte noch im Kreise ihrer Kameraden bleiben. und Friedrich der Große hatte nichts dagegen.. Fortsetzung folgt. Versloß gegen die Luftschutzpflicht und ihre strafrechtlichen Folgen Das soeben erschienene Heft der„Sirene" behandelt in einem Aufsatz aus berufener Feder, den jeder genau lesen sollte, die Luftschutzdienstpflicht, die Luftschutzsachleistungspflicht und die Verpflichtung zu luftschutzmäßigem Verhalten. Gleichzeitig werden die verwaltungs= und strafrechtlichen Folgen bei Verstößen gegen diese Luftsceutzpflicht erörtert. Das Heft bringt außerdem praktische Luftschutzlehren. Ueber vorbildlichen Luftschutz in einem kleinen Dorf erzählt ein Bildbericht. Weitere Artikel berichten vom Einsatz des Berliner Selbstschutzes, vom Kriegseinsatz der RLB=Amtsträger usw. Ferner bringt das neue Heft einen weiteren„Sirene"=Bilderbogen, die ständige lesenswerte Rubrik„Wir wissen Rat“! sowie die Mitteilungen des RLR-Nräsidiums. Deutschland ehrt seine Helden Wer sich in ehrlicher Gesinnung als Teil des an seine Berufung und Zukunft glaubenden Volkes fühlt, weiß, daß deutsche Ehre immer an deutsches Blut gebunden ist. Und darum muß das Blut, das sich für Volk und Vaterland opfernd in die Schanzen schlug, die Ehre empfongen, die ihm nicht vorenthalten werden darf. Aus diesem echt soldatischen Geist hat sich die Arbeit entwickelt, die ganz der Ehrung der im Kriege Gefallenen gilt. All denen, die im unüberwältigten Heer der Jahre 1914—1918 in heiliger Pflichterfüllung ihr Bestes, ihr Leben aaben. sind— Ausdruck eines tiefverwurzelten Volksdankes!— Ehrenstätten und Ehrenmale errichtet worden. Diese Armee heldenhaft aefallener Soldaten haf uns als ewige Wache mahnend vor den Grenzen des Reiches aus der Niedergangs= und Schmachzeit bis in die Tage der Wiedergeburt Deutschlands geführt. Aus dem Opferaeist des Volkes sind ihr durch freiwillige Beiträge, die der Volksbund Deu'sche Kriegsgräberfürsorge verwaltet, mit' den ihnen errichteten Ehrenstätten künstlerisch vollendete Dokumente der deutschen Kultur entstanden, wie sie gleichartig und voll seelisch erfüllter Innerlichkeit kein zweites Volk besitzt. In der Sevtemberausgabe der Zeitschrift„Kriegsgraberfürsorae“ ist auf die Anlagen hingewiesen worden, die in dem erneut umkämpften Raum von Mittelfrankreich zur Errichtung kamen. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Oberkommando der Wehrmacht und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die für die Gräberfürsorge des jetzigen Krieges sichergestellt worden ist, läßt ohne weiteres erwarten, daß auch für die Ovfer des Großdeutschen Freiheitskampfes Mahnmale entstehen, die den künftigen Geschlechtern die Größe unserer Zeit eindrucksvoll vor Augen stellen werden. Verantwortlich Hauptschriftleiter Erich Schmidt z. It im Felde. Vertretung: Schriftleiterin Helma von Rauchenbichler Menden; für Anzeigen: Helma von Rauchenbichler. Druck und Verlag: Verlags gesellschaft v. Rauchenbichler, Menden. I. I. ist Anzeigenpreisliste 6 aült":. Sind Sie erkältet? Dann achten Sie darauf, daß nicht durch ügung unsiebsame jederber stellung schwitzer ge Tage. naeist besten beso Apotheker oder Drogist hält ihn in d drei Nonnen in Flaschen zu RM. 50 und 25 ccm) vorrätig egenzuwirken. el Klosterfrauengeist. Ihr Origmainachung mit den 1.65 und 0.90(Inhalt 100. 7 Bei Getwichlunge- und Körperechwäche Erschlaffunge- und Erechöpfungezuständen sowte sich deraus ergebenden mangeinden Schulleistungen RIItt Kinde „Nasendo! die blutbl dende Nerven- und Knochenaufbeunehrung. Erhältlich in Apethchen und Droserlen gesl mmt bei: Orogerte Suren, Hauptstr. Orogerie Jochheim, Hauptatr. Inserieren brinet Gewinn Schwarze Sealjache für 38 R.K zu verkaufen. Näh. in der: Geschäftsstelle. Gebrauchter herd su kaufen gesucht äh. in der Geschäftsstelle. 94 Makulatur in der w. T. Lichtspiele, Menden Mittwoch— Donnerstag * Auf vielseitigen Wunsch nochmals Jarah Leander in Zu neuen Viern Hauptdarsteller: Jarah Leander Willy Birgel Hilde v. Stolz Carola Höhn Vikter Staal Spielleitung: Detlef Sierck. Ein Zarah=Leander=Film ist immer ein Erlebnis. Dazu die neue Ufa-Woche. Für Jugendliche verboten! 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