Gegründet 1860 Westfälischer Telegraph 77. Jahrgang Mendenerseinat Verbrottunge25— uns un Nasuchne der Seun- und Teiertega.— Hämnstal.— Rotctionsbruch und Der enden.— Geschäftsstelle: Menden, oumeinmer 2017 Sur barin ist ein Botenlohn dis zu 50 Pfg. enth desteht dein Antpruch auf Lioferung der Zeitung .— Für bie Rithtigheit aller ferumündlich aufIröndenberger Nachrichten Einzige in Menden Blatt Zeitung Lendringser Zeitung Anzeigenpreise: 5 Pig. Die 12 gespaltene mm-Zeile e# gedruckte Zeitung S. Pi.= PFPh en sdn abbeftelllen, lomis unbentiic geschriebemen Auftrage von Anzeigen an bestimmten Tegen uud Biühen wird heine Gewähr# Nr. 149 Dienstag, den 29. Juni 1937 Jahrgang 1937 Deutschland will den Frieden mit der Welt Ministerpräsident Göring bei der Eröffnung des Berliner Kongresses der Internationalen handelskammer Im Beisein des Führers Berlin, 28. Juni. In Anwesenheit des Fuhrers und Reichskanzlers Adolf Hitler, der Mitglieder der Reichsregierung und des Diplomatischen Korps wurde am Montagvormittag im Deutschen Opernhaus der IX. Kongreß der Internationalen Handelskammer feierlich eroffnet. Im Namen des Deutschen Reiches begrüßten Ministerpräsident Generaloberst Göring und Reichswirtschaftsminister Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht die mehr als 1000 ausländischen Teilnehmer aus 40 Nationen. Der Bedeutung dieses größten internationalen Wirtschaftskongresses entsprach der würdige Rahmen der festlichen Eröffnungssitzung. Das Portal des Deutschen Opernhauses war mit den Fahnen der 40 am Kongreß teilnehmenden Staaten geschmückt. Schon frühzeitig versammelten sich im Parkett und auf den Rängen des Opernhauses die mehr als 1000 Teilnehmer der festlichen Eröffnungssitzung. Mit ihnen waren die führenden Persönlichkeiten des wirtschaftlichen Lebens aus 40 Staaten versammelt, die gerade von diesem Kongreß in einer weltwirtschaftlich so bewegten Zeit außerordentlich viel erwarten und die außerdem auch der Wunsch, das neue Deutschland kennenzulernen, in so großer Zahl nach der Reichshauptstadt geführt hat. Im ersten Rang sah man die Mitglieder des Diplomatischen Korps, Reichsminister, Reichsleiter der NSOAP. und führende Köpfe des deutschen Wirtschaftslebens, der Wissenschaft, Technik und aller Bereiche des deutschen öffentlichen Lebens. Um 10.30 Uhr traf der Führer und Reichskanzler im Deutschen Opernhaus ein und begab sich durch das Ehrenspalier der Leibstandarte Adolf Hitler in die mit der Standarte des Führers geschmückte Ehrenloge. Die Teilnehmer der Eröffnungssitzung ehrten den Führer mit erhobener Rechten. Neben dem Führer nahmen in der Ehrenloge Platz der Präsident der Internationalen Handelskammer, Dr. F. H. Fentener van Vlissingen, Ministerpräsident Generaloberst Göring, Reichsminister Dr. Goebbels und Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Dr. Schacht. Das Orchester des Deutschen Opernhauses eröffnete unter Leitung von Generalmusikdirektor Dammer mit der 3. Leonoren=Ouvertüre von Ludwig van Beethoven die festliche Eröffnungssitzung. Darauf erklärte der Präsident des Kongresses, Abraham Frowein, zugleich als Präsident der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer den IX. Kongreß der Internationalen Handelskammer für eröffnet. Sodann nahm Ministerpräsident Generaloberst Göring das Wort zu einer Ansprache. Er begrüßte zunächst namens der Reichsregierung vor allem die ausländischen Gäste und führte dann u. a. aus: Darauf, daß recht viele Ausländer unser neues Deutschland wirklich kennen lernen, legen wir gan; besonderen Wert. Denn nur bei einer den Dingen auf den Grund gehenden Erkenntnis der Besonderheiten im Leben der einzelnen Völker lassen sich die Mißverständnisse hintanhalten oder beseitigen, die das friedliche Zusammenleben der Völker in der Welt erschweren. Und gerade das nationalsozialistische Deutsch land hat es bisher nicht leicht gehabt und hat auch heute noch damit zu schaffen, Mißverständnisse zu beseitigen und Entstellungen abzuwehren, die seiner Arbeit in den Weg treten. Wenn Sie durch das neue Deutschland gehen, wird Ihnen bei einem Vergleich mit der vornationalsozialistischen Zeit eine Reihe von bedeutenden Veränderungen ohne weiteres in die Augen fallen In erster Linie werden Sie feststellen, daß das Bild des elenden und hungrigen. vielfach bettelnd durch die Straßen ziehenden Arbeitslosen verschwunden ist und daß das deutsche Volk wieder mit der gesamten ihm innewodnenden Kraft an der Verwirklichung seiner großen nationalen und sozialen Aufgaben sowie an der Weiterentwicklung seines allgemeinen Lebensstandards arbeitet. Sie werden erkennen, daß es dem Nationalsozialismus gelungen ist, in einem Lande. in dem 137 Menschen auf dem Quadratkilometer leben. das schwerste Einbuße an seinem Rohstoffvorrat erlitten und seinen gesamten Kolonialbesitz verloren hat. das 15 Jahre lang bis aufs Blut ausgepreßt wurde und fast sein gesamtes Auslandskavital hinNach Ministerpräsdent Göring sprach bei der Eröffnung des Kongresses der Internationalen Handelskammer Reichsbankvräsident und Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht. Er führte u. a. aus: Wenn die Arbeit der Internationalen Handelskammer in den letzten beiden Jahrzehnten bisher keinen sichtbaren Erfolg gehabt hat, so ist dies nicht ihre Schuld. sondern es ist das Verhängnis des Weltkrieges mit seinen unendlich schweren Folgen und das Unvermögen einer den Verhältnissen nicht gewachsenen Politik. Die soziale Frage nach Arbeit und Brot. deren Lösung der Nationalsozialismus auf seine Fahne geschrieben hat. ist nicht nur ein innerpolitisches Problem für jedes Volk. Wenn nicht eine internationale Politik endlich jedem Volk Lebensraum und Arbeitsmöglichkeit sichert, so wird alle Bemühung um eine Besserung der weltwirtschaftlichen Beziehungen umsonst sein. Sie haben auf Ihrer Tagesordnung lauter Fragen. die die Grundlagen dieser Problematik ausmachen. In der Rohstofffrage werden Sie sich darüber klar werden müssen, was es für ein Volk bedeutet. wenn es in seiner Ernährung und in seiner Beschäftigung nicht nur von dem guten oder schlechten Willen. sondern auch von den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zufallsgeschicken anderer Völker so abhängig ist, daß seine eigene Existenz auch bei friedlichster und fleißigster Betätigung gefährdet wird. geben mußte, das viele Milliarden Tributzahlungen leistete und dadurch in den vollkommenen Ruin seiner Wirtschaft hineingeriet. Sie werden sehen — sage ich—. daß der Nationalsozialismus in diesem Deutschland es fertiggebracht hat, innerhalb vier Jahren die Arbeitslosigkeit so gut wie vollständig zu beseitigen und für das deutsche Volk eine neue Existenzgrundlage und neue Entwicklungsmöglichkeiten zurückzugewinnen Sie werden aber schließlich überall im Lande auch auf die Uniformen stoßen, die die Angehörigen der Partei. ihrer Organisationen und der ihnen angeschlossenen Verbände tragen: damit wird Ihr Blick auf den großen inneren Umschwung gelenkt werden, der sich in Deutschland in den letzten vier Jahren vollzogen hat Gerade hier erscheint es mir aber wichtig, daß es Ihnen gelingen möchte, zu dem wahren Kern der Dinge durchzudringen und nicht an Aeußerlichkeiten haften zu bleiben. Ich bin überzeugt, daß Sie alsdann manche falsche Vorstellung ablegen werden, die heute im Ausland über das, was das nationalsozialistische Regime wirklich bedeutet. noch besteht. Sie werden dann vor allem die eine. vielleicht die größte Leistung der nationalsozialistischen Revolut on in Deutschland erkennen. eine Leistung. die überdies gerade für die Arbeit Ihres Gremiurts von besonderem Interesse und von besonderer Bedeutung sein mag: Der Nationalsozialismus hat den Klassenkampf beseitigt. An die Stelle des Klassenkampfes ist die Volksgemeinschaft getreten. Damit hat der Nationalsozialismus das soziale Problem dieser Zeit an Sie werden weiter erwägen müssen, ob es dem Frieden der Völker dient, daß große Rohstoffquellen nach politischen Gesichtsvunkten für oder gegen einselne Völker geöffnet oder geschlossen werden dürfen. Sie werden die Ungleichbeiten und ihre Folgen aufzeigen müssen, die darin liegen, daß dank politischer Absonderung gottgeschenkte Rohstoffe dem einen Volk in den Schoß fallen. während das andere sie sich durch komolizierte mechanische und chemische Umwandlungsvrozesse teuer erarbeiten muß. Die internationalen Währungsfragen bilden ein weiteres Gebiet Ihrer Verhandlungen. Ich vertraue darauf, daß Ihre Beratungen auch hier nicht an der Oberfläche haften bleiben. Der internationale Zahlungsverkehr ist aus den Fugen geraten. weil man einer Reihe von Ländern einseitige Leistungen zugemutet hat. die sowohl deren Erzeugungsvermögen wie die Verbrauchswilligkeit der anderen Völker übertrafen. Solange dieser Zustand nicht durch internationale Abmachungen beseitigt wird, wird kein Herumkurieren an den Währungsformalitäten die Lage bessern. Der Welthandel braucht ein stabiles. allgemein gültiges Maß, an dem der Wert aller Handelsgüter einheitlich bestimmt werden kann. Ein matbematisches Maß wie für Länge und Gewicht gibt es hierfür nicht. aber eine langjährige Wirtschaftsgeschichte zeigt, daß das Gold sich als internationales Wertmaß am besten eignet. So wenig man Länge und Gewicht der Güter dadurch ändert, daß man das Metermaß nach Belieben auf 80 oder auf 129 Zentimeter festsetzt, oder das Kilogramm auf 860 oder 1200 Gramm, so wenig ändert man den Rutzwert der Güter dadurch, daß man den Preis des Goldes in Papiergeld willkürlich herauf= oder heruntersetzt. Die Politik willkürlich vertalschter Währungen muß aufhören, wenn der internationale Güteraustausch wieder funktionieren soll. Sie wollen weiter in Ihren Verhandlungen sorechen über den wirtschaftlichen Nationalismus. Wenn Sie die Ernährung und die Beschäftigung der einzelnen Völker durch ehrliches Geld und ehrliche Rohstoffverteilung sichern, so werden Si: dem wirtschaftlichen Nationalismus und allen sogenannten autarkischen Bestrebungen ohne weiteres den Garaus machen. Nationalismus ist nichts von Menschen Gewolltes. sondern ist von Gott gegeben, der die Völker nach Rasse. Sprache und Kultur hat werden lassen. Aber glauben Sie mir. die Menschen wollen leben und nicht sterben. Das gilt nicht etwa bloß für die Feigen und Genußsüchtigen, das gilt auch für die beroischen Naturen. die wir alle uns zum Vorbild nehmen. Es gibt nicht nur ein heroisches Sterben. es gibt ein viel wertvolleres und größeres beroisches Leben. Zum wirtschaftlichen Nationalismus liegt nur da Veranlassung vor. wo die natürlichen Lebeusbedingungen der Bölker durch fremde Gewalt eingeengt werden. Wer billige Kautschukwälder besitzt. wird keine teure Bunasabrik bauen Die deutsche Regierung begleitet Ihre Arbeit mit lebendigstem Interesse und dem aufrichtigen Wunsche, daß die Kongreßergebnisse aufmerksamste Beachtung finden. Möge über den Verhandlungen Ihres Kongresses am Schluß stehen: Wir haben die Wadrheit gesucht und haben den Mut gehabt. sie anazufnrechen. Präsidium der Ihk. vom Führer empfangen Berlin, 29. Juni. Der Führer und Reichskanzler empfing gestern im Reichskanzlerhaus das Präsidium der zur Zeit in Berlin stattfindenden Tagung der Internationalen Handelskammer sowie die Führer der einzelnen Länderdelegationen. Der Präsident der deutschen Gruppe, Frowein, dankte dem Führer im Namen der Delegierten für die freundliche Aufnahme, die der Kongreß in Deutschland gefunden habe. Der Führer und Reichskanzler hieß in seiner Erwiderungsansprache die Delegierten in Deutschland herzlich willkommen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß ne während ihres Aufenthaltes interessante Eindrücke insbesondere davon mitnehmen möchten, wie Deutschland die ihm gestellten Wirtschaftsaufgaben löse und betonte den Willen Deutschlands zur Mitarbeit in der Wirtschaft der Welt. den Wurzeln gepackt und einer neuen— wie wir glauben— der allein möglichen Lösung zugeführt. Zwei Dinge sind es, die nach Ihrer Satzung im Vordergrund Ihrer Tätigkeit stehen: Sie wollen ständig für eine Besserung der Bedingungen des zwischenstaatlichen Handels und für, die Lösung internationaler Wirtschaftsfragen wirken und Sie wollen damit zugleich zur Aufrechterhaltung des Friedens und freundschaftlicher Beziehungen unter den Völkern beitragen. Wenn ich zunächst ein kurzes Wort über den Frieden sagen darf. so stelle ich fest, daß daran, wie Deutschland zum Frieden steht, niemand in der Welt ein Zweisel erlaubt ist. Oft und klar genug hat der Führer der tiefen und ehrlichen Friedensliebe des deutschen Volkes Ausdruck verliehen. In der Tat, soweit es an Deutschland liegt, wird es keinen neuen Krieg geben. So wie der Nationalsozialismus den Frieden im eigenen Volke hergestellt hat. will das nationalsozialistische Deutschland nunmehr auch nichts anderes als den Frieden mit der Welt. Sanz Deutschland weiß, daß die große Aufbauarbeit, zu der uns der Führer aufgerufen hat, nur in einer Zeit des Friedens durchgeführt und vollendet werden kann. Wenn es noch eines weiteren Beweises für den deutschen Friedenswillen bedurft hätte, so muß er übrigens durch die deutsche Haltung gegenüber der kürzlichen Herausforderung durch das rote Spanien ernent als geführt angesehen werden. Nachdem sich Deutschland durch einen schnellen und kräftigen Gegenschlag die ihm erforderlich erscheinende Geungtnung und Sühne verschafft hatte, hat es vollkommene Ruhe und Besonnenheit gewahrt und es dadurch in einem Augenblick, in dem es wahrhaftig leicht gewesen wäre, neue gefährliche Verwicklungen zu schaffen, möglich gemacht, daß weitere Erschütterungen der internationalen Lage vermieden werden konnten. Vielleicht werden Sie fragen: Wozu dann aber die gewaltige Aufrüstung, die Deutschland in Angriff genommen hat und in ner weiter durchführt? Auch diese Frage ist nicht schwer zu beantworten. und die Antwort ist ebenfalls schon oft gegeben worden. Nachdem die übrige Welt nicht dazu zu bewegen war, dem deutschen Vorbild entsprechend abzurüsten, war Deutschland. um zur vollen Gleichberechtigung zu gelangen. keine andere Wahl gelassen, als seinerseits nunmehr auch aufzurüsten. Die deutsche Wehrmacht wird aber nicht dazu geschaffen, um andere Völker anzugreifen oder gar zu unterjochen, sondern um dem deutschen Volke an seinen langen Grenzen die Verteidigung zu ermöglichen. Zur restlosen Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung gehört aber auch die Wiederherstellung einer ausreichenden Grundlag; für das wirtschaftliche Leben und Gedeihen des deuchen Volkes. Sie kennen alle die Forderung, die Leutschland in dieser Hinsicht erhebt. und Sie dürfen überzeugt davon sein, daß Deutschland nicht aufhören wird, aus das Relenialproblem hinzuweisen, ehe nicht seine dringenden und wohlberechtigten kolonialen Wünsche erfüllt sind. Daneben arbeitet Deutschland mit allen Kräften an dem Unternehmen, das Ihnen unter dem Namen „lrrfanresplan“ bekannt ist und das durch. zuführen mir der Führer und Reichskanzler aufgetragen hat. Bei der Erzeugung der deutschen Rohund Werkstoffe, die das Kernstück des Vierjahresplanes bildet, greisen wir auf die Stoffe zurück, die wir besitzen, um die neuen Kraftquellen zu erschließen. deren wir bedürfen. Da wir z. B Kohle im Ueberfluß haben, bisher aber nur über wenig Oel verfügen, haben wir den Versuch gemacht, aus Kohle Oel zu gewinnen. Der Versuch ist, wie Sie wissen. gelungen. und die Produktion schreitet rüstig voran. Wer ferner Holz besitzt. aber Textilrohstoffe entbehrt, wird sich leicht veranlaßt sehen, die notwendigen Spinnstoffe aus dem Holz zu gewinnen Auch auf diesem Gebiete ist die Problematik gelöst und die Produktion in bester Entwicklung. Das gleiche gilt von anderen lebenswichtigen Stoffen. So bedeutet der Vierjahresplan nichts weiter als die Aufdeckung und die Entfaltung aller eigenen Wirtscaftskräfte Aus dieser Darstellung wollen Sie entnehmen, daß dem deutschen Vierjahresplan ebensowenig aggressive Elemente innewohnen, wie wir das von den gleichgerichteten Bestrebungen in den anderen Der Führer aus dem mainfränkischen Gautag Blick auf die machtvolle Kundgebung auf dem Residenzplatz in Würzburg während der Rede des Führers, die den Höhepunkt des Gautages des Gaues Mainfranken bildete.(Weltbild— M.) Wer Kautschukwälder hat, braucht keine Bunafabrik Dr. Schacht über Welthandelsprobleme— namttaff- und Währungsfragen Ländern ennehmen. Der deutsche Bierjahresplan ist aber auch nicht damu bektimmt. Deutschl and von der übrigen Welt wirtschaft. lich ebzuschließen. Damit komme ich noch mit einem Waxte auf den eiten Punkt Ihrer Bestrebungen, die Förderung der Weltwirtschaft, zurück. Wenn das nationalsozialistische Deutschland von „Weltwirtschaft“ spricht, so denkt es allerdings nicht an eine wirtschaftliche Verflechtung der Länder der Welt, die Selbstzweck sein und die vielleicht gar von außen her die innerwirtschaftliche Entwicklung der Völker maßgebend beeinflussen könnte. Mit voller Klarheit hat es die Kriegs= und Nachkriegszeit erwiesen, daß, wie überall die Politik der Wirtschaft übergeordnet ist, so auch die „Weltwirtschaft“ von der Weltpolitik geführt wird. Kein Volk wird aber daran denken. die Grundlagen seiner Wirtschaft von den Wechselfällen der Weltpolitik abhängig machen zu wollen. Vielmehr ist es der innere Markt, der für jedes Volk die wirtschaftliche Hausmacht bleibt. und jede vernünftige Politik beginnt bei der Hausmachtvolitik. Auf der anderen Seite wird niemand bezweiseln, daß die restlose Durchführung des Gedankens der wirtschaftlichen Autarkie aller Staaten im Endergebnis für alle Völker nur schädlich ein könnte, und wir Deutschen im besonderen wissen genau genug, daß wir die Verbindung mit der Welt nötig haben und daß der Absatz deutscher Waren in der Welt viele Millionen deutscher Volkgenossen ernährt. Unsere Einstellung zur Weitwirtschaft zielt also auf eine vernünftige und erfolgversprechende Verbindung der Interessen des deutschen inneren Marktes mit denjenigen der Weltmärkte ab. Man muß sich frei'ich immer vor Augen halten. das auch für die zukünftige gedeihliche Entwicklung der Weltwirtschaft gewisse politische Voraussetzungen gegeben sein müssen. Noch heute wirkt sich als ein schweres Hindernis im Weltwirtschaftsverkehr die ebenso kurzsichtige wie unverständliche Tatsache aus. daß während und nach dem Weltkrieg die Siegerstaaten keinen Unterschied zwischen Staats= und Pridateigentum gemacht haben, sondern ihre Macht ausnutzten, um selbst dem letzten kleinen deutschen Kaufmann im Ausland sein erarbeitetes Hab und Gut wegzunehmen. Wenn es nicht gelingt. wieder das Vertrauen herzustellen, daß der Kaufmann unabhängig von den Ereignissen der Politik sein privates Vermögen als unantastbar ansehen kann. wird es schwer sein. die für die Weltwirtschaft so notwendigen gegenseitigen Investierungen zu wagen. Ein weiteres großes Hindernis für den bedingungslosen Einsatz aller Kräfte in der Weltwirtschaft bilden nach meiner Ansicht die wirtsche###ichen Sanktionsbestimmungen der Völkerbundssatzung. Wir haben erst in jüngster Vergangenheit im abessinischen Konflikt erleden müssen. wie diese unvernünftigen Bestimmungen dazu führten. daß die allerschwersten Erschütterungen in die Weltwirtschaft bineingetragen wurden. Damit will ich schließen. Die Weltwirtschaft, allen voran die deutsche Wirtschaft, sieht mit gespannter Erwartung den Ergebnissen der Arbeit dieses Kongresses entgegen und hofft, daß er die Bemübungen um die Wiederberstellung gesunder weltwirtschaftlicher Beziebungen um einen guten Schritt weiterbringen möchte. Die ausländischen Delegierten und die deutschen Teilnehmer nahmen die Rede des Ministerpräsdenten Generaloberst Göring mit langanbaltendem Beifall auf. Seine Ausführungen über die wirtschaftliche und soziale Wandlung in Deutschland, den unbedingten Willen Deutschlands zum Frieden, den unabdinabaren deutschen Kolonialanspruch und den Sinn des deutschen Vierjabresplanes machten auf die ausländischen Teilnehmer sichtlich einen starken Eindruck. edenso wie auch die Feststellungen des Ministervräsdenten. daß Deutschland auch weiterdin am Weltdandel teilnehmen und den zu seiner Ausbreitung notwendigen Beitrag leisten wolle, und seine Darlegungen über die nach deutscher Ansicht notwendigen volitischen Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Verständigung. Die meisten ausländischen Teilnedmer erhielten mit dieser Rede des Ministerpräsidenten General= oberst Göring zum ersten Male aus berufenem Munde eine geschlossene Darlegung der nationalsozialistischen Auffassung der brennenden politischen und vor allem der wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart. Zum Schluß der Kundgebung sprach der Präsident der Kammer De. Feutener van Blissingen über die wirtschaftlichen Vorgänge wädrend seiner vierjährigen Amtszeit, wie sie sich aus den Untersuchungen, den Umfragen und der engen täglichen Zusammenarbeit der IHK. ergeben haben. Der Redner sagte zum Schluß u. a.: Es wird höchste Zeit, daß wir Taten statt bloßer Worte ehen. Verkennen wir nicht, daß der Weg. der mit verpaßten Gelegenheiten und guten Vorsätzen gepflastert ist, zum Abgrund führt, und daß wir diesem Abgrund vielleicht näher sind als mancher ahnt. Es ist dringend erforderlich, daß die jetzige günstige wirtschaftliche Konstellation ausgenutzt wird im Interesse des Weltfriedens. des Wohlstandes der Bölker und der menschlichen Kultur. Die Internationale Handelskammer sollte ihre ganze Tatkraft, allen Einfluß, über den sie verfügt, einsetzen, um jetzt endlich das so lange ersehnte Ziel näherzubringen. Diesem Kongreß liegt es ob. sich über die Frage schlüssig zu werden, welche Mittel hierfür angewendet werden sollen. Die Führer des internationalen Wirtschaftslebens sollen sich klar und deutlich darüber aussprechen, wie wir wieder zur Gesundung des Welthandels kommen können. Sie sollen ihre Regierungen möglichst veranlassen, zur rechten Zeit die Beschlüsse zu fassen, die unseren gemeinsamen Interessen und den Interessen der Gesamtheit entsprechen, und sie sollen den Regierungen eindeutig sagen, daß sie bereit sind. ihnen zu folgen und sie auf dem Wege der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu unterstützen Meine Herren. Ihre Arbeit beginnt. Mein größter Wunsch ist der, daß sie erfolg= und segensreich sein möge Organist während der Messe niedergeschlagen Paris, 28. Juni. In einer Kirche in Loon wurde der Organist während der Messe hinterrücks von einem Unbekannten niedergeschlagen. Er mußte in schwerverletztem Zustande in ein Krankenhaus geschafft werden. Der Täter konnte unerkannt entkommen. Man nimmt an, daß es sich um einen Geistesgestörten handelt. Schweres Eisenbabnunglück in Kent London. 28. Juni. In der Nacht zum Montag ereignete sich bei Swanlen(Grafschaft Rent) ein schweres Eisenbahnunglück. Ein Personenzug geriet auf ein totes Gleis und fuhr mit voller Geschwindigkeit in zwei leere Wagen hinein. Fünf Personen wurden getötet und 20 verletzt Von den Verletzten befinden sich einige in Lebensgefabr. Starke Beachtung der Führerrede Rom, 28. Juni. Die Würzburger rerrede wird als das politische Ereignis des ochenendes von der gesamten italienischen Presse in größter Aufmachung ausführlich verzeichnet. Uebereinstimmend weisen auch die Ueberschriften der römischen Mittagsblätter auf die Bedeutung dieser grundlegenden Erklärungen des Führers hin, wobei besonders Deutschlands Entschlossenheit hervorgehoben wird, in Zukunft seine Ehre und Sicherheit selbst zu verteidigen. Die Berliner Korrespondenten unterstreichen in diesem Zusammenhang, daß die Ausführungen des Führers den klaren Beweis erbracht hätten, daß Deutschland nach den jüngsten Ereignissen endgültig und unabänderlich darauf verzichte, weitere Versuche auf dem Wege des Kollektivsystems zu unternehmen. In Paris Paris, 28. Juni. Die Würzburger Rede des Führers wird von der gesamten Pariser Presse an besonders sichtbarer Stelle ausführlich wiedergegeben. Die Blätter enthalten sich im allgemeinen einer eigenen Stellungnahme und beschränken sich darauf, in ihren Ueberschriften den Teil zu unterstreichen, den sie als besonders bedeutungsvoll ansehen. Dabei wird zum größten Teil die Erklärung Adolf Hitlers hervorgehoben, in der er zum Ausdruck bringt, daß die Ehre und Unantastbarkeit des für das deutsche Leben notwendigen Raumes aufrechterhalten werde. Die„Republique“ sieht in der Rede des Führers die Antwort auf drei wichtige Fragen, die man im Zusammenhang mit der zukünftigen Haltung Deutschlands stellen könne. In der der Friedenspolitik habe der Führer erklärt, daß Deutschland nur den Wunsch habe, mit der ganzen Welt in Frieden und Freundschaft zusammenzuarbeiten, gleichzeitig aber die eigenen Rechte zu schützen. In der Frage der Kontrolle habe er zum Ausdruck gebracht, daß eine gemeinsame Volitik sich in der Praxis als unannehmbar gezeigt habe, und daß dies für Deutschland eine Warnung sein müsse, sich nicht noch einmal einer ähnlichen Enttäuschung auszusetzen. In der Frage der Sicherheit Deutschlands habe Adolf Hitler schließlich erklärt, daß das Reich von nun an seine Freiheit, Unabhängigkeit, die Ehre und die Sicherheit des Landes selbst sicherstellen werde und daß es Gott sei Dank stark genug sei, um sich allein zu schützen. In London London, 28. Juni. Die Rede des Führers in Würzburg wird von der gesamten Morgenpresse an hervorragender Stelle und teilweise in großer Aufmachung wiedergegeben. Eigene Kommentare fehlen vorläufig noch. Besonders werden die Aeußerungen des Führers über die Ereignisse, die dem„Leipzig"=Zwischenfall folgten, hervorgehoben. Die„Times“ erklärt in der Ueberschrift, daß Hitler die kollektive Methode verurteilt habe. „Daily Telegraph“ bringt die Ueberschrift:„Keine gemeinsame Aktion mehr". Hitler habe erklärt, daß Deutschland mit der kollektiven Aktion fertig sei und in Zukunft für seine Sicherheit selbst sorgen wolle. Das Blatt unterstreicht besonders die Worte, daß Deutschland heute stark genug sei, um sich selbst zu schützen. Die„Morningpost“ bringt die Ueberschrift:„Warnung an die Mächte". Hitler habe sarkastisch über die Arbeit des Richteinmischungsausschusses gesprochen Auch das Rothermere=Blan„Talin Mail“ unterstreicht die Worte, daß Deutschlands Sicherheit jetzt in seinen eigenen Händen liege. Wahre Freiheit in der Bindung kust sprach bei einer Festkundgebung der Göttinger Studentenschaft Göttingen, 28. Juni. Im Rahmen der 200. Jahr=Feier der Universität Göttingen fand am Montag eine große Festkundgebung der Studentenschaft auf dem Ehrenhof der Universität statt, die ihre besondere Bedeutung durch eine richtungweisende Rede des Reichsministers Rust erhielt, der das Brahlem„Freiheit und Ordnung" zugrunde lag. In dem weiten Viereck hatten die Kameradschaften und Stammannschaften Aufstellung genommen. Unter den Ehrengästen bemerkte man wiederum zahlreiche Abgesandte ausländischer Hochschulen. Nach dem Fahneneinmarsch sprach der Reichsstudentenführer Scheel über das Werden der jungen studentischen Generation, über die Erneuerung der deutschen Hochschulen und über den Sinn der studentischen Kameradschaften, die das Ideal des alten Akademikers verwirklichen wollten. Dann ergriff Reichsminister Rust das Wort und führte u. a. aus: Ein WVort, das ausgesprochen und unausgesprochen das Problem einer Stellung zu Deutschland bildet, ist das Wort: Freiheit. Die Welt bestreitet nicht, daß Deutschland sich zu seinem Vorteil geändert hat, aber sie behauptet, diese Veränderung sei zu teuer bezahlt. In Deutschland herrsche angeblich nicht das Edelste, wofür die Menschen leben müssen, die Freiheit. Gerabe an dieser Stelle steht das Wort wieder mit einem Fragezeichen vor uns: die akademische Freiheit im Sinne einer Selbstbestimmung der jungen akademischen Bürger und der Studenten— und auf der anderen Seite die freien Hochschulen im Sinne der freien Wissenschaften. Ich spreche jetzt zu Ihnen, meine jungen Kameraden: Glaitben Sie mir, hinter dem Wort Freiheit lauern Dämonen. Der Reichsminister zeigte dann an dem Beispiel des alten Griechenland in anschaulicher Weise den Unterschied zwischen der wahren Freiheit, die in Salamis verteidigt wurde, und der falschen Freiheit, der unbeschränkten Freiheit des Individuums, die schließlich zur Vernichtung Athens führte. Reichsminister Rust fuhr dann fort: Im Jahre 1789 erhebt sich am Ende einer Uebergangsperiode aus mittelalterlichen Gemeinschaftsformen die Französische Revolution. Wieder lautet die Frage: Meine jungen Kameraden, in wessen Hand ist die Fackel der Freiheit von 1789 gelangt? Auf ihrem Wege durch Europa kam sie schließlich in die Hände von Lenin und Stalin. Die Bölker, die diese individuelle Freiheit als das höchste Gut preisen, müssen heute erkennen, daß das Ende die grausamste Diktatur ist und stets sein wird. Das bedeutet in Wirklichkeit die Auflösung der Nationalstaaten. Sie erhalten dafür die Diktatur des jüdischen Weltwanderers, der infolge seiner inneren blutsmäßigen Zerrissenheit nirgends beheimatet werden kann. Darum steht schon am Anfang der marxistischen Lehre der Jude, und er steht heute inmitten der Führerschaft Moskaus. Den Demokraten der Welt, die zu uns kommen und den Kopf schütteln, weil wir marschieren, sei gesagt, was sie mit ihrer demokratischen Jdeologie von der Freiheit am Schluß ernten werden, das ist das Ende dieser Freiheit. Und am Ende liegt ja nicht die Ordnung, sondern das Richts. Dem Bösen freien Lauf lassen, ist eine unerlaubte Auslegung des Wortes„Freiheit“. Als eure Vorgänger, die Soldaten von Langemarck, hinauszogen, war in Deutschland angesichts der ungeheuren völkischen Gefahr der Geist der Unterordnung und des Opfers zu finden, sowie die Bereitschaft, die persönliche Freiheit und das Leben unterzuordnen unter das höhere Gebot der Stunde. Am Ende sind die Fahnen dieser Gesinnung heruntergeholt worden und die rote Fahne wurde gehißt. Der Geist von 1789 war in unser Volk eingedrungen. In dieser Stunde unbegreiflichen Schicksals lag ein halb erblindeter Frontsoldat auf dem Krankenlager. Er sah die tiefen Zusammenhänge von Freiheit und Leben eines Volkes und die Notwendigkeit einer völkischen Ordnung, die notwendigerweise die Wünsche des Individuums in seine Schranken zurückweisen muß. Adolf Hitler hat uns eine neue Ordnung gegeben, die völkische Ordnung. Reichsminister Rust erinnerte weiter daran, daß an der Göttinger Hochschule Bismarck und der Reichsfreiherr vom und zum Stein studiert hätten. Wenn diese beiden Namen fallen, so offenbare sich darin ein ewiges Gesetz: Alle Zucht und Ordnung vermag eines nicht zu ersetzen, nämlich die große schöpferische Persönlichkeit. Darum müsse anerkannt werden, was durch Organisation erreicht werden kann, und was nicht. „Wenn wir dem Individuum seine Grenzen gesetzt haben, dann wollen wir auch die Grenzen für die Organisation dort ziehen, wo das Gesetz von der Notwendigkeit der Entwicklung der freien Persönlichkeit beginnt. Hierüber gibt es keine Reglements. Hier gibt es nur Führung und Menschenrechte.“ Als wir überall in Deutschland zum Kampf antraten, sind wir alle im Grunde genommen instinktiv zur Fahne des Führers gestoßen. Erst allmählich begann von unten herauf die völkische neue Ordnung aufzusteigen, und wir sehen diese neue Ordnung in allen Aeußerungen unseres Lebens erstehen. Wer aber soll auf die Dauer der Garant dieser Ordnunn sein? Eine„ührerschaft muß es sein! So nehmen wir in dieser Stunde die Parole der Freiheit wieder auf. Aber diese Freiheit war falsch gelaufen. Als sich einst in wenigen Jahren die Entwicklung vollzog vom Sturm auf die Bastille bis zum Fallbeil von Robespierre, schrieb ein deutscher Dichter das wunderbare Wort: „Heilige Ordnung, segensreiche Himmelstochter, die das gleiche leicht und frei und freudig bindet.“ Adolf Hitler mußte kommen, damit der Sinn dieser Worte endlich Tat wurde. Ihr tragt die Fahne der Freiheit. Seid auch Soldaten dieser Ordnung, dieser segensreichen Himmelstochter. Wenn ihr euch bindet, wenn ihr euch selber bindet, so tut es leicht und frei und freudig! Großzügige Spende Zwei Millionen RM. für den Ausbau der Universität Göttingen Göttingen. 28. Juni. Anläßlich der Feier des 200jährigen Bestehens hat die Universität Göttingen eine Reihe von namhaften Spenden erhalten, die die Summe von fast zwei Millionen RM. erreichen und die dazu dienen werden, bereits bestehende Universitätseinrichtungen auszubauen und neue Anstalten für Forschungszwecke ins Leben zu rufen. So stellt die Reichsregierung 350000 RM. für das erste deutsche Reichsstudentenhaus zur Ausbildung von Studentenführern zur Verfügung. 200000 Mark stiftet die preußische Staatsregierung für ergänzende Sportanlagen. Weitere erhebliche Mittel werden für den Reubau von Universitätsinstituten, für Klinikbauten usw. von preußischen Stellen und aus Kreisen der Wirtschaft bereitgestellt. Auf der Verwaltungratssitzung, die am Vorabend der Eröffnung des IX. Kongresses der Internationalen Handelskammer stattgefunden hat, wurde Thomas I. Watson, der bekannte amerikanische Industrielle und Präsident der Internationalen Busineß Machines Corvoration, einstimmig zum Präsidenten der Internationalen Handelskammer für die Zeit von 1937 bis 1939 gewählt. Wer im Giashaus sihr... Die angebliche„antienglische Propagandawelle“ London, 28. Juni. Der Labour=Abgeordnete Arthur Henderson wünschte im Unterhaus zu erfahren, ob das englische Außenamt bei der deutschen Regierung bezüglich der„antienglischen Propagandawelle“ in der deutschen Presse vorstellig werden wolle. Eden verneinte das, erklärte aber, in diesem Zusammenhang an die Presse die Mahnung ergehen zu lassen, sich Zurückhaltung aufzuerlegen. In diesem Zusammenhang erlaubte sich Henderson die Frage, ob dies nicht die guten Beziehungen zwischen England und Deutschland belaste. Eden gab zur Antwort, daß er das von allen Presseangriffen glaube, gleichgültig woher sie kämen. * Hierzu schreibt der deutsche Dienst: Wenn man sich jenseits des Kanals wieder einmal über die deutsche Presse aufregen zu müssen glaubt und von einer„antienglischen Propagandawelle“ spricht, so ist das erneut kennzeichnend für die Einstellung gewisser englischer Kreise und für die Art, über eigene Fehler hinwegzusehen. Der Labour=Abgeordnete Henderson meldet, daß„derartig heftige“ Presseangriffe eine Vorbelastung guter deutsch=englischer Beziehungen darstellen. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die deutsche Presse nur die Wahrheit gesagt hat, wenn sie das Scheitern der Viermächtebesprechungen feststellte und dafür in der Hauptsache England verantwortlich machte, das durch seine Weigerung, sich an der gewiß bescheidenen gemeinsamen Flottenaktion zu beteiligen, in der Tat die Verhandlungen auffliegen ließ. Von einer antienglischen Propagandawelle kann um so weniger die Rede sein, als die deutsche Presse sich eines durchaus ruhigen und sachlichen Tones befleißigte. Dagegen hat Deutschland gerade in letzter Zeit oft genug Veranlassung gehabt, sich über eine ebenso auffallende wie gehässige antideutsche Propaganda in der englischen Presse zu beklagen. Hat Herr Henderson schon die Lügen über Guernica und alle die anderen Greuelnachrichten gegen Deutschland vergessen, die in einem großen Teil der englischen Presse die Runde machten. Ein altes deutsches Sprichwort sagt, daß, wer im Glashaus sitzt, nicht mit Steinen werfen soll. Wir glauben, daß die Engländer, die heute über die„böse deutsche Presse wehklagen“, allen Anlaß haben, sich an ihre eigene Nase zu fassen und vor ihrer eigenen Tür zu kehren. Kampfansage an den französischen Senat Paris, 28. Juni. Die Aeußerung Leon Blums, er werde auf der kommenden Landestagung der sozialdemokratischen Partei einen Antrag auf Verfassungsänderung einbringen, der darauf hinausgehe, dem Senat für die Zukunft die Möglichkeit zu nehmen, das Kabinett zu stürzen, sah man in parlamentarischen Kreisen lediglich als einen Ausfluß der Verärgerung an über den Mißerfolg, den Blum und sein Finanzminister mit dem Ermächtigungsgesetz erlitten haben. Dieser Antrag scheint aber doch der Auftakt für einen allgemeinen Angriff auf den Senat zu bilden. Am Sonntag haben jedenfalls zwei sozialdemokratische Kabinettsmitglieder diesen Eindruck bestätigt. In Roubaix erklärte der Postminister Lebas, daß der Kampf gegen den Senat mit Unterstützung der Massen aus Stadt und Land aufgenommen werde. Der Senat habe den Kampf gewollt und er werde ihn haben. In Lyon erklärte Arbeitsminister Feorier, daß der Kampf gegen den Senat nunmehr beginnen werde. Wenn der Kampf nicht siegreich verlaufe, musse man den Senat einfach auflösen. Das„Echode Paris“ zieht aus dieser Haltung die Schlußfolgerung, daß die Sozialdemokraten versuchten, sich der Persönlichkeit Chautemps' zu bedienen, um ihre Pläne weiter durchzuführen. Man dürfe annehmen, daß sie das neue Kabinett so unterstützen würden wie eine Kordel den Erhängten. Aus ihren Reihen werde wahrscheinlich die schärfste Kritik und der stärkste Druck kommen. Man könne ferner damit rechnen, daß sie einer tatkräftigen Unterstützung durch die Kommunisten sicher seien, die alles Interesse an der Wiederkehr Blums hätten, da sie dann unmittelbar an der Regierung beteiligt sein würden. Feiger Kommunistenüberfall auf Anhänger Doriots Paris, 28. Juni. Die französische Volkspartei veranstaltete am Sonntag unter dem Vorsitz von Doriot in der Umgebung von Paris eine Kundgebuna. an der etwa 15000 Mitglieder teilnahmen. Die Kommunisten, die den Versuch machten, die Kundgebung zu stören, konnten nur etwa 400 Störenfriede aufbringen, die jedoch von einem starken Polizeiaufgebot in respektvoller Entfernung gehalten wurden. Dafür rächten sie sich bei der Rückkehr der Anhänger Doriots nach Paris. Wie Wegelagerer hatten sie sich in regelmäßigen Abständen auf der Landstraße von La Ferte—Milon nach Paris verteilt, um die Autobusse mit einem Hagel von Steinwürfen zu empfangen. 16 Insassen dieser Autobusse, darunter zahlreiche Kinder, wurden zum Teil so schwer verletzt, daß sie in ein Krankenhaus übergeführt werden mußten. Eigentümlicherweise nahm die Polizei keinerlei Verhaftungen vor. Der neue französische Finanzminister Bonnet ist am Montagmittag in Begleitung seines Unterstaatssekretärs und Kabinettschefs im Sonderzug von Cherbourg kommend in Paris eingetroffen. Der Minister begab sich sofort nach seiner Ankunft zum Ministervräsidenten Chautemps. Beischafter von Ribbentrov bat sich am Mon agnachmittag nach London zurückbegeben Aus Menden#u. Umgebung Jahreshauptversammlung des Spiel u. Sport 09 Kurzer Rückblick auf ein Jahr erfolgreicher sportlicher Tätigkeit Der Spiel und Sport 09 Menden hielt am vergangenen Samstagabend im Vereinslokal Kehlbreier seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Zu Beginn hieß Vereinsführer Schröer alle Erschienenen herzlich willkommen und eröffnete die Versammlung mit dem Gruß„Heil Hitler“. Zunächst gedachte man der im Berichtsjahre verstorbenen Mitglieder Aug. Schulte, Josef Böckelmann, G. Hanke und des Vereinswirts A. Kehlbreir, deren durch Erheben der Anwesenden von den Sitzen gedacht wurde. Sodann wurde der Jahresbericht vom Vereinsführer verlesen, der Zeugnis davon ablegte, daß man nicht stillgestanden hatte, sondern ein großes Stück Arbeit bewältigt hatte zum Wohle des Vereins, der ein Bestandteil darstellt, in der großen Gemeinschaft des RfL. und geschafft habe im Sinne der deutschen Sportbewegung, in der sich in den letzten Jahren ein gewaltiger Aufstieg vollzogen habe, und wenn die Ziele noch nicht ganz erreicht seien, die sich der RfL. gesteckt habe, so sei es Pflicht der Vereine als Urzelle der Sportbewegung, weiter zu schaffen und sich einzusetzen für die große Idee. Aus dem Bericht wäre folgendes hervorzuheben: Das Geschäftsjahr, welches satzungsgemäß auf die Zeit vom 1. 6. 36 bis zum 31. 5. 1937 entfällt, begann bereits mit dem 16. 5. 1936 Im Vorstand traten nur geringe Veränderungen ein; so übernahm die Geschäfte des Kassenwarts Kam. Wilh. Schulte für den ausscheidenden Kam. Leytz. In der Abt. Leichtathletik übernahm Kam. Einecke erneut die Tätigkeit des 1. Obmanns. Gegenüber dem Vorjahre ist ein Mitgliederrückgang zu verzeichnen, der einmal auf den Abgang zum Militär und RAD. dann aber auch auf die Vereinbarung zwischen HI und der Deutschen Sportbehörde, nach der die Schüler aus den Vereinen des RfL. ausscheiden, zurückzuführen ist. Die Kasse wurde bereits vor der Versammlung von den Kam. Kühn und Wagner geprüft und in Ordnung befunden. Ueber die sportliche Tätigkeit wäre folgendes zu sagen: Die 1. FupballMannschaft war für die Meisterschaftsspiele wiederum der Gruppe Arnsberg in der Bezirksklasse zugeteilt, so daß sich das Sportgebiet bis über Siegen hinaus erstreckte. Man erreichte im Kampf mit 12 Vereinen bei Punktegleichheit mit dem Tabellenzweiten Weidenau mit 26:18 Punkten den 3. Tabellenplatz bei einem Troverhältnis von 51:39. In den amtlichen Pokalspielen kam man über 4 Runden hinweg. Die Reserve=Mannschaft schlug sich in den M.=Spielen vorzüglich und errang die Spitze in der 2. Kreisklasse, Gruppe Schwerte. Leider blieb ihr der Meistertitel versagt, weil man ohne Wertung an den Spielen teilnahm. Die 3. Mannschaft wurde Gruppenmeister. Die 1. und 2. Jugend=Mannschaft zeigte recht ansprechende Leistungen, während die 3. Jugend nur schwer Fuß fassen konnte. In der Leichtathletik kann man voller Zufriedenheit auf das abgelaufene Jahr zurückblicken. Die Erfolge konnten dank des regen Besuches der Uebungsabende nicht ausbleiben. In der Halle zählte man im Winterhalbjahr 966 Teilnehmer an 21 Abenden, was einem Durchschnitt von 46 Besuchern entspricht. Obwohl diese Feststellung nicht überragend ist, so steht Menden 09 mit diesem Ergebnis weitaus an der Spitze sämtlicher sporttreibenden Vereine in unserer Heimatstadt. Bei den Kämpfen um die Deutsche Vereinsmeisterschaft konnten die Leichtathleten die 2. Stelle im Lenne=Volme=Kreis belegen. Eine besondere Ehre wurde dem Verein zuteil, daß zum 1 Mal ein Vertreter als Repräsentativer in die Westfalenstaffel gestellt werden konnte. Kam. Franz Stein vertrat den Gau Westfalen und erhielt als erster Mendener die Ehrennadel der 50 Besten des Reiches vom RfL. Bei den Kreismeisterschaften errang man 3 Meistertitel und blieb nächst dem SC. Rote Erde der beste Verein des Lenne=Volme=Kreises. Am 26. Juli 1936 trat der Verein zum 1 Mal mit einer großen leichtathletischen Veranstaltung, den HönnetalKampfspielen, an die Oeffentlichkeit. Ueber 40 Vereine des RfL. nahmen an dieser Veranstaltung teil. Ueber die Tätigkeit im Handball wäre zu sagen, daß diese Abteilung 1 Senioren= und 1 Jugendmannschaft stellte. Die 1. Mannschaft beendete die 1. Serie mit 8:2 Punkten und 26:11 Toren. Da die 2. Serie nicht zur Austragung kam, ist diese Mannschaft als Gruppenmeister anzusehen. Nachdem dem Vereinsführer und seinen Mitarbeitern Entlastung erteilt worden war, kam man zur Wahl des Vereinsführers für das kommende Jahr 1937 38. Kam. Schröer wurde von der Versammlung einstimmig zum Vereinsführer wiedergewählt und wird seine Mitarbeiter ernennen. Als Kassenprüfer bestimmte man die des vergangenen Jahres, Kam. Kühn und Wagner. Als Punkt 4 der Tagesordnung wurde der Haushaltsvoranschlag genehmigt und noch verschiedene Anregungen der Mitglieder entgegengenommen. U. a. wurde die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beschlossen und demnächst vollzogen. Zum Schluß ermahnte der Vereinsführer alle Mitglieder, besonders die Aktiven, mit den besten Vorsätzen in das neue Sportjahr bineinzugehen und schloß die Versammlung mit den Worten:„Tue jeder seine Pflicht und helfe mit, den Verein nach vorwärts zu bringen, damit das Ziel und der Zweck erreicht wird, und die Aufgaben, die der Verein an den einzelnen stellt und die der RfL., der vom Führer im Sinne des Deutschen Volkes geschaffen wurde. vorschreibt, verwirklicht werden". B0.— Aus der Stadt Menden Menden, 29. Juni Gefolgschaftsfahrten Mendener Betriebe Die Reiho der Betriebsfahrten zum Wochenende eröffnete am Freitag die Firma Th. Klusendick mit einer Fahrt ins Blaue. In fünf großen Omnibussen ging die Fahrt gegen 6 Uhr morgens durchs schöne Hönnetal über Neuenrade hinauf zum Kohlberg, der als erstes Etappenziel noch keine Schlüsse auf das Hauptziel zuließ. Nach Besichtigung des schönen SGV.=Heims hieß es wieder Platz nehmen und nun führte die Fahrt weiter nach Werdohl ins Lennetal und nach Ueberquerung des Flusses jenseits wieder den Berg hinan durchs Versetal, links an Lüdenscheid vorbei, hinunter ins Volmetal. Doch auch hier gelangte man bea Brügge schnell auf die andere Seite der Volme und dann gings hinauf nach Halver— Radevormwald ins Bergische Land zur Remscheider Talsperre. Unterdessen war es 9.30 Uhr geworden und der Wunsch einer Frühstückspauie fand hier seine Erfüllung. Nachdem der Kaffee eingenommen und die Schönheiten der romantischen Talsperre besichtigt, zogen die Wagen weiter zum Schloß„Burg“ an der Wupper, wo im Rittersaal das Mittagessen für die ganze Gefolgschaft serviert wurde Betriebsführer Franz Klusendick nahm hier Gelegenheit, die Fahrtteilnehmer zu begrüßen und die gute Betriebsgemeinschaft zwischen Führer und Gefolgschaft zu betonen, wie sie in der schönen Fahrt durch die herrliche Landschaft zum Ausdruck kam. Um recht viel von der schönen Gegend zu profitieren, zogen viele es vor, den Weg bis zur Müngstener Brücke zu wandern, während die Wagen mit denen, die schlechter zu Fuß waren, nachkamen. Geschlossen ging die Fahrt von der Müngstener Brücke dann weiter zum Elberfelder Zoo, wo um 4 Uhr der Kaffee eingenommen und dann ein dreistündiger Aufenthalt hinreichend Zeit gewährte, um sich richtig umzusehen und zu erholen. Von Elberfeld brachten die Wagen die Reisegesellschaft zwischen 8 und 9 Uhr nach Hohenlimburg, wo sie in der„Donnerkuhle" beim Wirt Schulte von Schwitten, eine gastliche Aufnahme fand, und den„gemütlichen Teil“ der Gefolgschaftsfahrt verlebte. Erst gegen Mitternacht zogen die Wagen mit den frohgestimmten und von der Fahrt äußerst zufrieden gestellten Teilnehmern wieder den heimischen Penaten zu. Am Sonnabend, dem 26. Juni, machte die Firma Gebr. Albert eine Fahrt ins Blaue. Nach den kalten Tagen der letzten Woche zeigte sich das Wetter am Wochenende wieder von der besten Seite. Schon frühmorgens als die ca. 100 Mann starke Belegschaft mit dem Betriebsführer Josef Albert sich versammelte, kündete die Sonne einen schönen Tag an. Die Abjahrt erfolgte um 7,30 Uhr in drei großen Autobussen. Die lachende Sonne hatte schon von Anbeginn der Fahrt an eine frohe Stimmung aufkommen lassen und so ging es in schöner Fahrt durch das romantische Hönnetal zur Sorpetalsperre. Hier wurde die erste kurze Rast eingelegt. Die Anlagen wurden eingehend besichtigt, die bei allen einen tiefen Eindruck hinterließen. Bald wurden wieder die Autobusse bestiegen. Nicht lange dauerte es, da gelangte man über das Hohenlenscheid, wo man einen prächtigen Ausblick auf das Lennetal hat, über Altenhundem zum Rhein=Weser=Turm. Hier wurde eine kleine Frühstückspause gemacht. Vom hohen Turm aus konnte man in vollen Zügen die herrliche Sauerland=Landschaft genießen. In Hilchenbach, im Siegerland gelegen, wurde ein kräftiges Mittagsmahl eingenommen. Nach längerer Ruhepause erreichte man sodann über Kreuztal—Crombach Olpe, das Endziel der Fahrt. Die Rückfahrt wurde über Attendorn durch das Lennetal nach Balve angetreten. Im Hotel Kohne erwartete alle ein gutes und reichliches Abendessen, worüber man des Lobes voll war. Ein gemütlicher Teil schloß sich an. Allerhand Kurzweil trug zur Unterhaltung bei, auch wurde eine Preisverteilung vorgenommen. Schon sehr spät war es geworden, als man an die Heimfahrt dachte. Erst nach Mitternacht kam man voll befriedigt ob des gut verlaufenen Ausflugs in der Hönnestadt an. Was ereignete sich am 29. Juni? 1831 Staatsminister Frhr. v. Stein gest. 1864 Eroberung der Insel Alsen 1866 Kapitulation der Hannoveraner bei Langensalza. 1882 Reichsarbeitsminister Franz Seldte geb. Sonnenaufg.: 3.39 Mondaufg.: 22,36 Sonnenunterg.: 20.27 Mondunterg.: 9.54 *— Totenglocke. Samstagnachmittag verschied im Krankenhause Schneidermeister Klaas Schoonbrood im Alter von 67 Jahren. Ferner entschlief Sonntagnachmittag im Alter von 29 Jahren Jungfrau Gerda Hallmann, Hofeskamp 19 2.— Gefährlicher als Kreuzottern sind Raucher im Sommerwald. Der Schlangenbiß heilt in einigen Wochen, die Wunde aber, die der leichtsinnige Raucher dem Walde schlagen kann. braucht Jahrzehnte zur Heilung. Deshalb ist das Rauchen im Sommerwald verboten. *— Die Waldbeeren sind reif. Früher reif als gewöhnlich sind heuer die Waldbeeren in unseren Wäldern. Nun wandern mit Krügen und Körben, mit Rucksächen und Eimern, viele Mendener: Frauen und Kinder, aber auch zahlreiche Waldbeerensucher aus dem nahen Industriegebiet in unsere schöne waldreiche Umgebung. Der Wald hat gerufen: Ich lade Euch ein! Kommt! Pflückt und sucht!— und wer könnte solchem Ruf widerstehen! Freilich, fur die, die für kargen Verdienst die Beeren pflükken müssen, ist's eine gar mühsame Sache, und der Rücken tut weh, ob des vielen Bückens. Aber für die, die für sich selbst sammeln, ist's doch eine reine Freude: die würzige Waldesluft, der kühlo Waldesschatten, dieses Du=aufdu=stehen mit der Natur und dann zu sehen, wie trotz der Kleinheit der Beeren sich doch das Töpfchen füllt, wieder und immer wieder und wie aus vielen Töpfchen ein voller Krug oder gar ein voller Eimer wird. Es gibt fleißige Pflücker, die sehen nicht auf von der Arbeit, und während die eine Hand pflückt, greift die andere zur nächsten Beere. Sie haben nicht Zeit, auch nur eine einzige Beere einmal in den Mund zu stecken, so emsig sind sie dabei. Die andern zählen beim Pflücken, nicht laut, immer wieder bis hundert. Und wieviel mal hundert Beeren sind ein Krug! Wieder andere pflücken auch einmal eine Handvoll für sich, und genießerisch verzehren sie die süßen Früchte. Das sind die Sucher mit den blauen Zähnen. Sie verraten sich beim Sprechen. Und bei KleinGrete gibts überhaupt keinen Zweifel. Da sind nicht nur die Zähne blau, sondern der ganze Rosenmund und die Lippen und die Wangen haben sich blau gefärbt nach dem Rezept: Eine in. Töpfchen, aber die vielen andern ins Kröpfchen. Das schmeckt ja sooo gut! •— Alte Kartoffeln nicht wegwerfen. Sie sind ja recht unansehnlich um diese Zeit, verschrumpelte, weiche, ausgewachsene Dinger, mit den nicht mehr viel Staat zu machen ist, wenn sie auf den Tisch kommen. Die Hausfrau ist versucht, den Rest der vorjährigen Knollen in den Abfallkasten zu werfen. Tut das nicht, liebe Hausfrauen! Die im Haushalt unverwendbaren alten Kartoffeln gehören dem Ernährungshilfswerk. Gedämpft und mit anderem Futter vermischt, werden sie von den Schweinen — mit größtem Behagen verspeist. Wo eine Sammlung der Küchenabfälle nicht durchgeführt wird. ist jeder Tierbesitzer froh für dieses zusätzliche Futter. Kampf dem Verderb! Wir können es uns nicht leisten, Dinge wegzuwerfen, die noch irgendwelchen Nährwert für die braven Vierfüßler haben. Mendener Tilmschau „Die Botschaft an Garcia“ In den W.=T.=Lichtspielen läuft augenblicklich dieser hervorragende amerikanische Spitzenfilm in deutscher Sprache. Nicht nur die ideale Besetzung, sondern vor allem auch die glänzende Fotografie fanden allgemeine Zustimmung. Wir erleben einen mit Spannung geladenen und mit viel Temperament gespielten Film. der Zuschauer und Zuhörer ständig in Bann schlug. Der Hintergrund bildet der Unabhängigkeitskampf der Kubaner. Sie haben sich gegen die spanische Herrschaft erhoben. Als der Kampf in sein Endstadium eintritt, versuchen die Amerikaner zu intervenieren und wollen mit dem Führer der aufrührerischen Kubaner, General Garcia(Enrique Acosta) in Verbindung treten. Ein amerikanischer Leutnant (John Boles) übernimmt die schwierigeAufgabe. eine Botschaft an General Garcia zu überbringen. Weitere Darsteller sind Sergeant Dory Wallace Beery und Barbara Stanwyk. Aus dem Amt Menden Ausgabe der Reichsverbilligungs= und Bezugsscheine Amt Menden. Die Ausgabe der Reichsverbilligungs= und Bezugsscheine für die Gemeinden Bösperde, Halingen, Schwitten. Oesbern und Wimbern erfolgt ab 1. Juli d. J. bei der Amtsyerwaltung in Menden, Zimmer Nr. 7, und zwar nur vormittags Für die Bezugsberechtigten mit den Anfangsbuchstaben A—B Donnerstag, 1. 7. 37, C—F Freitag, 2. 7. 37.(—J Samstag, 3. 7. 37. K Montag, 5. 7. 37, L—N Dienstag, 6. 7. 37, O—R Mittwoch, 7 7. 37. S., Sch. Donnerstag, 8. 7. 37, St., Sp., T. Freitag, 9. 7. 37, U—3 Samstag, 10. 7. 37. Ausweiskarte und Verdienstbescheinigungen sämtlicher Haushaltsangehörigen sind vorzulegen. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Ausgabe nur an diesen Tagen erfolgt. Mütterberatung Lendringsen. Die Mütterberatung(Säuglings= und Kleinkinderfürsorge findet am Freitag, dem 2. Juli 1937, von 15—17 Uhr, in der Fürsorgestelle Lendringsen, Hauptstraße 17, unter ärztlicher Leitung statt. Der Wille zur Unfallverhütung setzt einen festen Charakter voraus! Ich sehe mich schon vor, sagt der gewarnte Tor! Wehr dem Unfall bei Tag und Nacht, Frontsoldat der Arbeitsschlacht! Aus den Nachbargebieten Großes Feuerwehrtreffen des Kreises Iserlohn Deilinghofen. Am Samstag und Sonntag hatte Deilinghofen einen großen Tag. Die Freiwillige Feuerwehr Deilinghofen feierte mit einer großen festlichen Veranstaltung ihr 25jähriges Jubiläum. Sämtliche Bruderwehren des Kreises waren zu dieser Feier nach Deilinghofen gekommen. Schon am Samstagabend nahmen die Feierlichkeiten mit einer Weihestunde am Ehrenmal ihren Anfang. Auf einer voraufgegangenen Führertagung wurden die Angelegenheiten der Wehrleute mit ihren Gästen, dem Kyffhäuserbund und Kreiswehren, beraten. Nach einem Umzug durch den Orr marschierten die Wehren zum Ehrenmal, wo die Deilinghofer Kapelle das„Largo“ von Händel und der Deilinghofer MGV.„Concordia“ das Lied„Morgenrot“ zum Vortrag brachten. Kreisfeuerwehrführer Vahle hielt eine kurze dem Gedenken der Toten gewidmete Ansprache und legte am Mahnmal einen Kranz nieder. Leise klang das Lied vom guten Kameraden. Dann ging es zurück zum Festzelt, wo nun die große Jubelfeier begann. Nach dem Einmarsch der Wehren fanden turnerische Vorführungen der Deilinghofer Turner statt. Kreisfeuerwehrführer Vahle begrüßte hierauf die Gäste, unter denen sich u. g. die Bürgermeister Langemann und Sönnecken. Vertreter der Partei und deren Gliederungen befanden. Ein kurzer Rückblick auf die vergangenen 23 Jahre und die Entstehung der Deilinghofer Wehr erweckte großes Interesse. mir einem Dank an die treuen Kameraden schloß der Redner seine beifällig aufgenommenen Ausführungen. Bürgermeister Laggemann nahm hierauf die Ehrung der Jubklare vor. Mit einer Ehrenurkunde wurden ausgezeichnet der eigentliche Gründer u. heutige Kreisfeuerwehrfuher Vahle und 15 Mitbegründer: K. Fieber. Fr. Ludwig. Fr Klöting. G. Pütthoff, Dietr. Stenner. Fr. Ziegenhirt, W. Weller, Math. Weller, E. Frank sen., K. Tümena, G. Mündelein. Fr. Schulte. H. Esser, Fr. Teves und W. Krieger. Die Feier klang aus mit einem begeisterten Sieg=Heil auf den Führer und dem Gesang der nationalen Lieder. Pferdezucht Die am 24. Juni d. J. in Kalthof und am 25. Juni auf dem Freischütz in Schwerte vom Westf. Pferdestammbuch abgehaltenen Stutenschauen hatten folgende Ergebnisse: 1. In Kalthof wurden 19 Kaltblutstuten mit Fohlen bei Fuß vorgestellt. Hiervon erhielten Prämien(Diplome) die Fohlen der Bauern: 1. H. Beuke, Sümmerheide. 2. H. Linnigmann, Rheinen, 3. F. Rahlenbeck, Nordhausen(Käufer Laurenzis, Letmathe), 4. H. Röttgers, Ahm bei Letmathe. 5. F. Rahlenbeck, Nordhausen. Die Fohlen 1—4 stammten vüterlicherseits vom Kaltbluthengst Quintor Nr. 5 von Bagger. Die bronzene Medaille erhielten die einjährigen Fohlen der Bauern: 1. H. Röttgers, Ahm b. Letmathe(Vater Quitor). 2. F. Rahlenbeck, Nordhausen(Vater: rh. Hengst Camer). An Warmblutstuten wurden in Kalthof 6 Stuten mir Fohlen bei Fuß vorgestellt. Prämien wurden hier nicht verteilt. An Kaltblut wurden eingetragen in das Hengststammbuch keine, in das Pferdestammbuch 5 und zwar die Stuten der Bauern: 1. Röttgers. Ahm b. Letmathe, 2. Bremshey, Grürmannsheide, 3. Windscheif, Düingsen, 4. Isenberg, Griesenbrauck, 5. v. Dücker, Rödinghausen. Desgleichen wurden eingetragen in das Vorkörregister die Kaltblutstuten der Bauern: 1. Schulte=Osthennen, 2. Höfelmann, Drüpplingsen, 3. Hesse. Wixberg, 4. Schulte, Stenglingsen. An Warmblut wurden in Kalthof eingetragen in das Hauptstammbuch die Stute des Bauern Ludwig Magney zu Magney und in das Pferdestammbuch die Stuten der Bauern: 1. Rahlenbeck, Nordhausen, 2. Humme, Oestrich, 3. Böhmer, Edelburg. Ins Vorkörregister wurde eingetragen die Warmblutstute des Bauern Kersting in Dröschede. Auf der Stutenkörung am Freischütz wurden 8 Kaltblutstuten mit Fohlen bei Fuß vorgestellt. Die Saugfohlen folgender Bauern erhielten ein Diplom: 1. Petersmann, DortmundSchüren, 2. Große=Ellinghaus, Dortmund=Sölde, 3. Veekens, Aplerbeck, 4. Bahne. Lichtendorf, 5. Reddemann. Ruhrfeld b. Schwerte. Die bronzene Medaille erhielten die einjährigen Kaltblutfohlen der Bauern: 1. Veekens. Aplerbeck, 2. derselbe. Die silberne Medaille erhielten die zweijährigen Kaltblutfohlen der Bauern: 1. Große=Ellinghaus, Sölde, 2. Veekens, Aplerbeck, 3. Schulte=Sölde in Sölde. Am Freischütz wurden 3 Kaltblutstuten in das Hauptstammbuch, 5 in das Pferdestammbuch und 1 in das Vorkörregister eingetragen. An Warmblutstuten mit Fohlen bei Fuß wurden 5 vorgestellt. Ein Diplom erhielten die Fohlen der Bauern: 1 Frohne. Lichtendorf, 2. Landrat a. D. Overweg. Reichsmark. Bronzemedaillen erhielten die Fohlen der Bauern: 1. Wilmsmann. Dortmund=Berghofen, 2. Overweg. Reichsmark, 3 Frohne, Lichtendorf. Bei den Warmblutfohlen wurden silberne Medaillen nicht vergeben. An Warmblutstuten wurden auf dem Freischütz eingetragen in das Hauptstammbuch 2. in das Pferdestammbuch 2 und in das Vorkörregister 4. Westfalen und Kheinland bei der Ernte Keine Ausnutzung der Jugendlichen Für das Jahr 1937 ist der Einsatz der Einheiten der Hitler=Jugend in der Landwirtschaft grundsätzlich geregelt worden. Er erfolgt auf Anordnung der Reichsjugendführung bzw. ihrer örtlichen Dienststellen. Da dieser Landeinsatz ein Chrendienst ist, appelliert die NS.=Landpost an die Bauern und Landwirte, denen diese Erntehilfe zuteil wird, dieses Ovfer entsprechend zu achten und die Jungen und Mädel nur nach ihrem Leistungsvermögen einzusetzen. Unter keinen Umständen dürften sie etwa ausgenutzt werden. Jeder Bauer und Landwirt, der gegen diese Grundvoraussetzung für den Einsatz verstoße, müsse damit rechnen, daß ein solches Vergehen unnachsichtlich geahndet werde. Die zu den landwirtschaftlichen Arbeiten eingesetzten Mädel und Jungen sind gegen Unfall versichert, ebenso durch eine Sonderregelung für den Krankheitsfall. Reben der kostenlosen Unterbringung und Verpflegung kann auch eine gewisse geldliche Entschädigung gewährt werden. Zur Deckung von Unkosten für kleine Vorbereitungsarbeiten werden Pauschalbeiträge festgelegt, die von den Bauern und Landwirten über die Kreisbauernschaften an den Bannführer der H3. abzuführen sind. Die einzelnen Bauern und Landwirte müssen sich mit thren Anforderungen an die zuständige Kreisbauernschaft wenden. Der Einsatz erfolgt für kurzfristig zu bewältigende Saat=, Pflege= und Erntearbeiten auf dem Felde sowie zur Bewahrung von Garten= und Walderzeugnissen vor dem Verderb. Im einzelnen kommen in Frage Kartoffeleggen, Rübenverziehen und-hacken, Unkrautjäten, Flachsfelder säubern, Schädlingsbekämpfung, Heuernte, Getreideernte und Ahrenlese, Fallobst=, Beeren= und Pilisammeln, Hilfeleistungen bei der Hackfruchternte und Bucheckernleten. Jädische Joten Das in Bielefeld tagende SonderDortmund hatte sich mit dem 49jährigen Max Löwenstein aus Rheda zu befassen, der in übelster Weise das neue Deutschland und seine führenden Männer verunglimpft hatte. Der Angeklagte, der wiederholt vorbestraft ist, u. a. wegen Diebstahls und Bandendiebstahls, PfandUnterschlagung, Betrugs und Bandenels, sagt, er hätte schon in früher JuIntipathie gegen das Judentum(!) gehabt und habe sich deshalb 1914 katholisch taufen lossen. Im Oktober 1936 erzählte dieser Jude ernem deutschen Arbeiter, der mit ihm bei einer Firma in Rheda beschäftigt war, sogenannte Witze", die von einer nicht zu überGemeinheit und Zotigkeit waren und objektiv wie subjektiv den Tatbestand des 8 2 Abs. 2 des Heimtückegesenzes erfüllten. Der Staatsanwalt betonte in seiner Anklagerede, daß diese Gemeinheiten besonders verletzend aus dem Runde eines Mannes seien, der in Deutschland nur Gastrecht genießt und dessen Femilie im Laufe der Jahre rund 5700 RM. deutsche Wohlfohrtsunterstützung bezog. Das Gericht verurteilte Löwenstein antragsgemaß zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis.— Der bisher ubescholtene mitangeklagte Hermann Knoth aus Rheda, der einen dieser von Löwenstein gehörten füdischen„Witze" weitererzählt hatte, erhielt mit Rücksicht auf seinen guten Leumund und weil er offenbar als Verführter anensehen war, nur ont Monate Gefüngnis. 70 Jahre Bethob####beit Bielefeld. Am Sonntag beging die Anstatt Bethel ihre 70=Jahr=Feier. Die Arbeit, die Bethel allein im letzten Jahr geleistet hat, mögen nachstehende Zahlen ersichtlich machen: Es warden 2522 Fallsüchtige und 1870 Geistes=, Nerven= und Gemütskranke mit insgesamt 1181 920 Pflegetagen in Bethel verpflegt. 1100 erziehungsbedürftioe Jugendliche und Erwachsene und Alkoholiker gingen durch die Anstalt mit 160 109 Pflegetagen. An Wanderern und Heimatlosen wurden 4229 Personen in 310 108 Pflegetagen verpflegt. 407 Jugendliche suchten Ausbildung zur Landwirtschaft. An Altersinsassen zählte man 290 mit 81301 Pflegetagen, das sind etwa 225 im Tagesdurchschnitt. In Bethels Krankenhäusern für„gesunde“ Kranke fanden 8031 Personen Aufnahme mit 216 760 Pflegetagen, somit fast 600 im Tagesdurchschnitt. In den Hospizen wurden 8744 Gäste mit 72129 Pflegetagen gezählt, das heißt fast 200 täglich. Im vergangenen Jahre wurden somit in Bethel und seinen Zweiganstalten insgesamt 27 741 Personen betreut mit 2 144048 Pflegetagen, das heißt, täglich beherbergte Bethel 5875 Pflegebefohlene der verschiedensten Art in seinen Mauern. Wohnhaus eingeäschert Bad Oeynhausen. In dem Anwesen eines Arbeiters im benachbarten Hellerhagen brach ein Brand aus, der das Wohnhaus in Asche legte. Die Feuerwehr war wohl bald zur Stelle, jedoch wurde sie in den Löscharbeiten durch Wassermangel stark behindert. Immerhin gelang es, das Inventar zu bergen. Die Entstehungsursache ist noch nicht geklärt. Schulung westfälischer Jungarbeiterinnen Bünde i. W. Die schöne alte ravensbergische Wasserburg Bustedt, zwischen Bünde und Herford gelegen, wird in diesem Jahre westfälische Jungarbeiterinnen in einer Anzahl Freizeitlagern beherbergen. Die Läger werden vom 6. Juli bis zum 1. Oktober durchgeführt. Als Reunzigjähriger— noch täglich bei der Arbeit Steinhausen(Krs. Bünde). Der einzige Beteran von 1870=71 und älteste Einwohner der Gemeinde, Schneidermeister Konrad Vollmer, Lohnerhöhung durch Mietzinssenkung Verbesserung der Wohnungsverhältnisse im Kuhrgebiet— Oberpräsident Terboven vor dem Oberhausener Führerkorps Oberhausen. Der Oberpräsident der Rheinpro= vinz. Gauleiter Staatsrat Terboven. verbreitete sich am Sonnabendabend auf einem Appell des politischen Führerkorps des Kreises Oberhausen der RSDAP. über wichtige politische Tagesfragen. Nachdem der Oberpräsident die große Linie der Politik des Führers gestreift hatte und im besonderen die bisher gelösten Probleme unterstrich, ging er des näheren auf die Schwierigkeiten ein. die auf unserem bisherigen Wege die steten Begleiter waren, die Rohstoffnot. der Devisenmange! und die Ernährungsschwierigkeiten. Der Führer habe die drei großen Fragen zusammengefaßt zu einem dritten großen Generalproblem. das uns heute im Vierjahresplan aufgegeben ist. Dann führte der Redner u. a. aus: Man hat in der Welt gegen diesen Plan Sturm gelaufen und uns vorgeworfen, wir wollten uns gegen die Weltwirtschaft abschließen. Wir haben gegen diese Vorwürfe nur zu entgegnen, daß unsere Schwierigkeiten mit einem Schlage abgestellt sind, wenn die Welt mehr als bisher deutsche Werterzeugnisse abnimmt und wenn ne uns ferner die gestohlenen Kolonien zurückgibt. Da aber offenbar vorläufig keine Reigung besteht, diese beiden Forderungen zu erfüllen, sind wir unter allen Umständen gewillt, den Vierjahresplan durchzuführen. Deutschland hat keine Devisen und keine Rohstoffe, aber es hat eines: Deutschland hat ein Volk, das unerhört arbeitsam. schöpferisch und erfinderisch ist. Aus diesen Fühigkeiten mobilisiert Deutschland heute die Kräfte, die die fehlenden Stoffe und Werte ersetzen und schaffen sollen. Vor dieser großen Aufgabe, die uns der Zwang der Verhältnisse aufgegeben hat, mun alles andere zurückstehen. Wir sind uns vollkommen im klaren darüber, daß die heutigen sozialen Verhältnisse noch nicht das darstellen, was wir unter dem vollgültigen Sozialismus verstehen. Wir haben vieles geschafft, aber wir denken nicht daran, zu behaupten, daß diese Errungenschaften der Idealzustand wären, wie wir ihn erstreben. Es ist darum für uns notwendig, eine ganz klare soziale Haltung einzunehmen, und wenn ich in diesem Zusammenhang die Lohnfrage berühre. so kann es keinen Zweifel darüber geben, daß der deutsche Arbeiter zu neuen sozialen Notwendigkeiten geführt werden wird. Wir können keine beliebige Lohnsteigerung vornehmen. Eine Lohnerhöhung hat nur dann einen Sinn, wenn eine Vermehrung der lebendigen Produktionsgüter damit verbunden ist. Wohin eine unbegründete Lohnerhöhung hinführen würde, sehen wir heute in anderen Staaten. Wir müssen den deutschen Menschen trotz mancher Härte des Vierjahresplanes auf diese große Notwendigkeit hinweisen. Wenn eine Aenderung nicht vorgenommen werden kann, so müssen Bewegung und Staat aber doch alles tun, um eine reale Lohnerhöhung des deutschen Arbeiters wu erzielen. Der Frage des Mietzinses und des Wohnungsbaues werden wir uns darum im besonderen Maße zu widmen haben. Der Gau Essen hat umfassende Maßnahmen eingeleitet, um die Wohnverhältnisse gerade im Ruhrgebiet zu bessern. Eine Senkung des Mietzinses um 20 RM. würde für den Arbeiter nicht weniger als eine reale Lohverhöhung um zehn Prozent bedeuten. die er dem Unterhalt seiner Familie zuführen könnte und womit eine erhebliche Besserung seiner Lebenshaltung erreicht würde. Neben der Mietfrage werden wir im Gau Essen eine allgemeine Besserung der Wohnungsverhältnisse fur den Arbeiter in Angriff zu nehmen haben. Am Schluß seiner mit starkem Beifall ausgenommenen Rede setzte sich der Oberpräsident mit dem politischen Katholizismus auseinander. Der Nationalsozialismus gehe seinen Weg, wie ihn der Führer, der der stärkste Friedensgarant in der Welt sei, vorgeschrieben habe. Noch in den letzten Tagen habe es sich gezeigt, daß hinter dem Willen des Führers der geeinte Wille des ganzen Volkes stehe. konnte in diesen Tagen sein 90. Lebensjahr vollenden. Das ist für weit und breit ein recht bemerkenswertes Ereignis, denn der greise Jubilar ist im ganzen Land durch seine fast unglaubliche Frische und Arbeitsfreudigkeit bekannt. Fast täglich sitzt er noch in der Schneiderwerkstatt, um an der Rähmaschine und mit der flinken Radel „Dienst am Kunden“ zu erfüllen. Er ist zudem ein überaus fleißiger Spazierganger. Als Mitbegründer und führender Mann der Schneiderzwangsinnung des Kreises Büren wurde er überall zeit seines Wirkens bis zum heutigen Tage gern gehört und sehr geschätzt. Einweihung der Militärmusikschule Bückeburg Bückeburg. Die alte Garnison- und Jägerstadt Bückeburg beherbergt in ihren Mauern die erste Militärmusikschule unseres Vaterlandes. Diese Schule hat zu dem schon vorhandenen schmucken Gebäude einen Erweiterungsbau erhalten, der nunmehr eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Es ist ein Zweckbau, schlicht und einfach, aber nach neuzeitlichen baulichen Gesichtspunkten ausgeführt. Wührend in dem schon vorhandenen Gebüude der Militärwusikschule die Schlafstuben und Schlafsäle liegen, sind in dem neuen Heim nur die Aufenthaltsräkume, die Unterrichtszimmer und die Küche untergebracht. Da auch die Landflächen, die die Scharie umgeben, den Anlagen angepaßt und ansgevaut werden sollen, kann zusammenfassend gesagt werden, daß den Schülern der Reichsmilitärmusikschule hier ein wirkliches Heim geschaffen worden ist. Einermiger Motorradfahrer fährt gegen Lokometive Nordhorn. Am Abend gegen 7.30 Uhr ereignete sich beim Bahnübergang zwischen dem Lödden und Hoffschen Hofe in Nordhorn ein schwerer Verkehrsunfall. Der Händler Wolters, der infolge des Umstandes, daß er einen künstlichen Arm besitzt, körperbehindert ist, konnte sein Motorrad nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und stieß mit einer Lokomotive zusammen. Hierbei erlitt er u. a. einen fünffachen Beinbruch und schwere innere Verletzungen. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Motorrad war total zertrümmert. Verkehrsunfall Osnabrück. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Krahnstraße. Ein von Rikolaiort kommender Personenwagen wurde von einem vom Marktplatz kommenden Kraftwagen angefahren. Der die Krahnstraße befahrende Wagen wurde hierbei umgeworfen. Beide Wagen erlitten erhebliche Beschädigungen. Einer der Insassen des umgeworfenen Personenwagens wurde schwer verletzt und mußte ins Stadttrankenhaus gebracht werden. Drei Motorradfahrer gestürzt— keiner verletzt Emsdetten. Zu einem Massensturz von Motorradfahrern kam es auf der Rheiner Straße. Ein Motorrad kam ins Schleudern und schließlich zu Fall. Die Lenker von zwei diesem Motorrad folgenden Maschinen konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und stürzten ebenfalls. Entsetzt hatten die Passanten diesen Massensturz beobachtet— waren aber höchst erstannt, als alle drei Fahrer unversehrt aufstanden, ihre Maschinen wieder antraten und davonfuhren. Tödlicher Motorradunfall— Der Fahrer verhaftet Greven. Ein Motorradunglück mit tödlichem Ausgange ereignete sich in der Nacht in Greven. Kurz nach 24 Uhr fuhr ein Motorradfahrer an der Wirtschaft Rettemann auf zwei Fußgänger. die auf der Emsstraße standen, auf. Der Bücker meister Bokel wurde zu Boden geschleudert und erlitt erhebliche Gesichtsverletzungen. Der Mitfahrer des Motorrades flog im hohen Bogen auf das Straßenpflaster, wo er besinnungslos liegen blieb. Er wurde ins Krankenhaus geschafft, starb aber unmittelbar nach seiner Einlieferung. Die Polizei nahm den Tatbestand sofort auf und verhaftete daraufhin den Fahrer des Motorrades. Unter die Heuwendemaschine geraten und tödlich verletzt Meyerhöfen(Krs. Wittlage). Der einzige Sohn des Bauern Wrampelmeyer, der mit der Maschine beim Heuwenden beschäftigt war, sprang, als plötzlich die Pferde durchgingen, von der Maschine. Dabei wurde er überfahren; außerdem brachten ihm die Eisenzinken erhebliche Verletzungen bei. Der Verunglückte starb noch abends an innerer Verblutung im Krankenhaus. Schwerer Raubüberfall Wanne=Eickel. Am hellichten Tage wurde auf der Hindenburgstraße ein schwerer Raubüberfall verübt. Der 35 Jahre alte J. Kurzweski aus Bochum drang in das Brotgeschäft Schmidt ein und schlug der allein anwesenden Schwägerin des Inhabers mehrere Male mit einem schweren Schüppenstiel über den Kopf. Die Ueberfallene brach bewußtlos zusammen. Als der Bursche sah, was er angerichtet hatte, flüchtete er, ohne sein Vorhaben auszuführen. Er wurde verfolgt und bald darauf in einem Kornfeld gestellt und festgenommen. In seinem Besitz fand man noch einen Strick und ein Rasiermesser. Die überfallene Frau wurde mit einem Schädelbruch dem Krankenhaus zugeführt; es besteht Lebensgefahr. In die Arbeitskammer berufen Bochum. Der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat die Betriebsführer und Betriebszellenobmänner der drei Bochumer Musterbetriebe in die Arbeitskammer Westfalen=Süd berufen. Die feierliche Einführung des Betriebsführers Kreisleiter Riemenschneider und des Betriebsobmannes Behler von der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn AG., Betriebsführers Dr. Borbet und Betriebsobmanns Höing vom Bochumer Verein und des Betriebsführers Hövelhaus und des Betriebsobmanns Hänel von der Schlegel=ScharpenseelBrauerei erfolgt durch den Gauobmann Stein in der nächsten Sitzung der Kammer. Hochstapler hinter Schloß und Riegel Köln. Der Kriminalpolizei gelang es. einen gerissenen Heiratsbetrüger und Hochstavler binter Schloß und Riegel zu setzen. Es handelt sich um einen gewissen Karl Rahm aus Berlin=Zehlendorf. Der Betrüger hatte in seinem Paß die Berufsangabe„Bote“ in„Botaniker" umgewandelt. Als er Mitte Mai ds. Is. nach Köln kam, mietete er sich in einem Privathaus in der Nähe des Hauptbahnhofes ein und gab sich hier als„Doktor der Botanik" aus. Gleich nach seiner Ankunft lernte er eine Hausangestellte kennen, der er sich als Urt Orlesen aus Schweden vorstellte. Ihr schmindelte er vor, daß er sich zu Studienzwecken in Deutschland aufhalte. Schon nach kurzer Zeit versprach er dem Mädchen die Ehe. Zunächst täuschte er das Mädchen über seine finanziellen Verhältnisse dadurch, daß er bei Ausflügen größere Zechen machte und auch bezahlte. Schließlich mußte er dringend nach Wiesbaden verreisen und dort find iam angeblich 700 RM. und ein Photoapparat gestohlen worden. Seine„Braut" bat er nun, ihm aus der Geldverlegenheit zu helfen, bis er wertere Beträge aus Schweden erhalte. Das mittellose Mädchen veranlaßte schließlich den Dienstherrn, seinem„Bräutigam“ aus der Verlegenheit zu helfen, was denn auch mit 130 KM. geschah. Mitte Juni verschwand plötzlich Nahm. nachdem ihm hier der Boden unter den Füßen zu heiß geworden war. Der Polizei gelang es aber. ihn am Freitag in Köln zu ermitteln. Bei seiner ersten Vernehmung erklärte er, daß er bei seiner Firma in Berlin=Steglitz 3000 RM. an einkassierten Geldern unterschlagen habe und daß er mit diesem Gelde auch hier die anfänglichen Ausgaben mit der Hausangestellten und anderen Frauen bestritten habe. Die Angaben des Rahm. der wegen Betruges und Unterschlagung nach seiner Angabe schon etheblich vorbestraft ist, werden zur Zeit noch nachgepräft. Unter den von ihm betrogenen Personen befindet sich auch ein Logiswirt. Wer kennt den Kindesentführer?— 500 RM. Belohnung ausgesetzt Köln. Die Ermittlungen der Kölner Kriminalpolizei nach dem Kindesentführer sind bisher ergebnislos geolieben. Es wird nun die Mitarbeit aller Volksgenossen notwendig, um diesen schweren Verbrecher zu ermitteln. Aus diesem Grunde hat der Regierungspräsident eine Belohnung von 500 RM. ausgesetzt, die unter Ausschluß des Rechtsweges denjenigen Personen zukommen soll, die zur Entdeckung und Festnahme des Verbrechers beitragen. Für Beamte, die berufsmäßig mit der Verfolgung und Aufdeckung betraut sind, kommt diese Belohnung selbstverständlich nicht in Frage. Die Kriminalpolizei ist unter dem Fernruf 210 781 zu erreichen, wenn wichtige Angaben in dieser Angelegenheit gemacht werden können. Sich selbst gerichtet M.=Gladbach. Im Untersuchungsgefängnis des Landgerichts erhängte sich ein älterer Mann aus Rheydt, gegen den wegen eines schweren Sittlichkeitsverbrechens ein Verfahren schwebte. Er hatte vorher im Polizeigefängnis schon einen Selbstmard versucht, der aber noch verhindert werden konnte. Keine Kreuzottern in der Eifel Aus der Eifel. Hier und da wird bei Einladungen zur Eifel die Befürchtung laut, daß in sumpfigen Gebieten der Eifel vereinzelt Kreuzottern vorkämen. Diese Befürchtung ist völlig unbegründet und nur geeignet, unnötig zu ängstigen. Maßgebende Zoologen sind wiederholt den Behauptungen, es seien Kreuzottern gesehen oder gefunden worden, nachgegangen und haben in jedem Falle festgestellt, daß es sich um die völlig harmlose und nützliche Ringelnatter oder „Glatte Natter“ handelte. Selbst Blindschleichen, die nicht einmal zu der Familie der Schlangen gehören, wurden von überängstlichen Leuten als Viper bezeichnet. Alle bisherigen Behauptungen über das Vorkommen von Kreuzottern in der Eifel haben sich als falsch erwiesen. Das Ergebnis der bisherigen umfangreichen Ermittlungen läßt darauf schließen, daß es in der Eifel keine Kreuzottern gibt. Tödlicher Verkehrsunfall Jülich. Zwischen Mersch und Sevenich ereisnete sich am Samstagmorgen ein eigenartiges Verkehrsunglück, dem ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Ein 26jähriger Mann fuhr mit einer Karre, auf die ein Kasten mit einem Schwein geladen war, zu seinem Wohnort. Als das Schwein in dem Kasten sich etwas allzu heftig bewegte, scheute das Pferd und ging durch. Der Fahrer versuchte das wild gewordene Pferd zum Stehen zu bringen, doch wurde der Mann von dem eigenen Tier überrannt und von den Rädern des Wagens so schwer verletzt, daß er bald darauf starb. Abschluß der Drei=Tage=Rittelgebirgejahrt Ein Gespann der Wehrmacht der Wertungsgruppe 4, Krafträder mit Seitenwagen, bei der Einfahrt in Weißenstadt. Ruch der leyzte Tag der Fahrt stellten mume#ichmarz Anforderungen an Fahner und Maschinen.— REICHSSENDER KÖLN und DEUTSCHLANDSENDER Programm vom 1. bis 3. Juli 193•7 SKREE REICHSSENDER KÖLN 5.50: Morgenlied— Werterbe. richt für den Bauer. 5.55: von Stuttgart: Leibesübungen und Wiederholung der zweiten Abendmeldungen. 6.30: von Leinzig(aus Dresden): Frühkonzert. 7.00: von Leinzig: Nachrichten: anschließend aus Köln: Morgenlied— Morgenruf. 8.00: Jeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt. 4.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.30: von Königsb.: Ohne Corgen jeder Morgen. 9.30: Kleine Zwischenmusik. Industrie=Schallvlatten. 9.45: Zeit, Nachrichten. Wasserstandsmeldungen. 19.90: Volksliedsingen. Liederblatt 7. 10.30: Sendevause 11.45: Bauer merk auf. 40: Die MWerkvause des ReichsKöln(in Verbindung 12.90: senders mir der DAF.). 13.00: Mittagsmeldungen: Glückwünsche. 13.15: v. Frankfurt(v. Koblenz): Mittagskonzert 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15: Musikalische Kurzweil. Solistisches Musizieren. 15.00: Sendenause. 16.00: vom Deutschlandsender: Musik am Nachmittag. 17.00: Zeitgemäße Gedanken aus dem Roman„Michael". 17.15: Kammermusik. 17.45: Von Kampf und Kämpfen in Vergangenheit und Gegenwart. 18.00: Blaskonzert. 19.00: Jehn Jahre Garantie. 19.10: Kleines Konzert. 19.45: P##.— 20.00: Erste taufnahme. endmeldungen. 29.16: Wie es Euch gefällt.— Der grove Unterhaltungsabend des Reichssenders Köln. 22.00: eir. Wetter. Nachrichten. -24.00: von Stuttgart: Volks. und Unterhaltungsmusik. DEUTSCHLANDSENDER 6.06: Glockenspiel: Morgenruf Wetterbericht: anschließ.: Aufnahmen 6.30: aus Berlin: Frühkonzert. Dazwischen um 700 Nachrichten des Drabtlosen Dienstes. 8.00: Sendevause. 3.90: Sverrzeit. 9.40: Sendenause. 10.90: Volksliedsingen. Liederfolge der Zeitschrift„Schulfunk" 10.45: Sendepause. 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: Senderause. 11.49: Fuchs. du hast die Gans gestohlen. Raubzeugbekampfung im Heflügelhof Anschließend: Wetterbericht. 12.00: aus Breslau: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte, 13.00: Glückwünsche. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter= u. Börsenberichte. Programmbinweise. 15.15: Italienische Overnmelodien (Industrie=Schallvlatten) 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00—17.10: Wie wir das erstemal Fußball spielten... 17.50: Cellomusik. 18.15: Der unglückliche Liebhaber. Verse und Lieder aus aller Wel: 18.45: Was interessiert uns heute im Svort 19.00: Und ietzt ist Feierabend? Meister ihres Fachs. IndustrieSchallvlatten. 19.45: Deutschlandecho. 4. Reichstreffen d. Motor=Hitler=Jugend 29.90: Kernsnruch: anschließend: Wetterbericht und Kurnachrich= ten des Drabtlosen Dienstes. 29.10: Die Kavelle Emil Roosz sprelt. 21.00: Mit vier, gespielt fünf. Schneider sechs... Ein lustiger musikalischer Skatabend. 22.00: Wetter=. Tages= u. Sport nachrichten: anschließ.: Deutschlandecho. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutscher Seewetterbericht. 23.00—24.00: Himmlische Klänge. Industrie=Schallvlatten. Te REICHSSENDER KÖLN 5.50: Morgenlied: Wetterbericht für den Bauer. 5.55: von Stuttgart: Leibesübungen und Wiederholung der zweiten Abendnachrichten. 6.30: von Königsberg: Frübkonzert. 7.00: von Königsberg: Nachrich= ten: anschließend aus Köln: Morgenlied— Moraenruf. 7.10: aus Köln: Frubkonzert. (Industrie=Schallvlatten.) Gleichbleibende Tageseinteilung 6.00: Choral. anschlien. Leibesübungen. 6.30: Frühkonzert. 7.30: Nachrichten. 3.00: Kalenderblatt. anschl. Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen. 9.10: Frauenturnen. 9.45: Zeit. Nachrichten. Wasserstandsmeldungen. 12.00: Musik am Mittag. 13.00: Mittagsmeldungen 1— Glückwünsche 13.15: Fortletzung des Mittagskonzerts 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15: Allerlei von Zwei bis Drei (außer So. Mo.) 15.00: Sendepause. 15.45: Wirtschaftsmeldungen. 18.00: Rachmittagskonzert. 19.45: Mamentaufnahme. 20.00: Erste Abendmeldunge. 22.00: Zeit. Wetter. Nachrichten. 22.30: Nachtmusik und Tanz 9.00: Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.30: v. München: Froher Klang zur Arbeitsvause. 9.30: Kleine Zwischenmusik(Industrie=Schallvlatten) 9.45: Zeit. Nachrichten. Wasserstandsmeldungen. 10.00: von Leinzig: Nur eine Herde Schafe.(Horfolge.) 10.30: nom Deutschlandsender: Körverliche Errüchtigung. 10.45: Sendevause 11.45: Bauer merk' auf. 12.00: Die Wertvause des Reichssenders Köln(in Verbindung mir der DA..). 13.00: Mittagsmeldungen: Glückwünsche. 13.15: Musik am Mittag. 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15: vom Deutschlandsender: Allerlei von Zwei bis Drei. 15.00: Kasernenbofton von heute. 15.15: Sendenause. 16.00: von Königsberg: Nachmirtagskonzert. 17.00: Hinter den Kulissen des Sports. 17.30: Sigfrid Grundeis(Klavier) spielt volkstümliche Werke von Franz Liszt. 18.00: Ein Feierabend im Schalander ein. Dortmunder Brauerei(Funkhericht). 18.30: Wo bist Du. Kamerad? Funkaovell alter Frontsoldaten. 18.50: Musik zum Feierabend. 19.45: Momentaufnahme. 29.00: Erste Abendmeldungen 20.10: Zur Unterhaltung 21.15: Soldaten— Kameraden. Plattdeutscher„Soldaten=Abend mit alten Märschen und neuen Löns=Liedern. 22.00: Zeit. Wetter. Nachrichten. Sportvorschau. 22.20: Die Motor=5J. fährt nach Goslar. 22.30: Das Schantästlein enthält: Alte deutsche Musik. 23.10—24.00: vom Ultra=Kurswellensender Witzleben: Musik zur Unterhaltung. DEUTSCHLANDSENDER 6.90: Glockenspiel: Morgenruf: Wetterbericht: anschließ.: Aufnahmen. f.30: Frohliche Morgenmusik. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drabtlosen Dienstes. 8.00: Sendenause. 9.00: Sverrzeit. 9.40: Sendevause. 10.00: aus Leinzig: Volk an der Arbeit. Nur eine Herde Schafe. 10.30: Sendenause 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: Sendevause. 11.40: Anno 1649— Kartoffeln im Lustaarten Anschließend: Wetterbericht 12.00: aus Köln: Musik zum Mit117. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Illerlei— von Zwei bis Prei 15.00: Wetter= u. Bärsenberichte. Programmbinweise. 15.15: Kinderliedersingen. Lieder ans Niederösterreich. 15 40: Unser Ferieniunge Peter. ein Brief wird ebendig. 16.00: Musi“, am Nachmitrag In der Pause von 17.00—17.10: Steuslafr har Vech mit Goethe 18 00: 18.30: Indu#rie=Schallplatten 18.45· Treffpunkt: Aundfunkaus* 19.00: Und jent ist Feierabend Kleine muskalische Unterhaltung 12.45: Deutschlandecho. 20 00: Kernspruch: anschließend: Wetterbericht und Kurzachrichten des Drahtlosen Drenstes. 29.10: aus Leipzig: Komm mit zum Tanz. Ein frohlich. Abend 22.00: Wetter=. Tages= u. Sportnachrichten: anschließ.: Teutschlandecho. 22.30—24.00: vom Ultrakurzwellensender Winleben: Munik zur Unterhaltung. Dazwischen: 22.45—23.00: Teutscher Seewetterbericht. LEHE REICHSSENDER KÖLN 5.50: Morgenlied: Wetterbericht für den Sauer. 5.55: von Stuttgart: Leibesübungen und Wiederholung der sweiten Abendnachrichten. 6.30: von Berlin: Fruhkonzert. 7.00 von Berlin: Nachrichten, anschließend aus Köln: Morgenlied— Morgenruf. 8.90: Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.30: von Saarbrücken: Musik am Morgen. 9.30: Kleine Zwischenmusik(Industrie=Schallvlatten) 9.45: Zeit. Nachrichten. Wassertandsmeldungen. 10.00: von Hamburg: Auf großer Fahrt fur Deutschland. 10.30: Lieselotte Horve: Fröhliches Sviel für unsere Kleinsten. 11.06: Sendenause. 11.45: Sauer merk' auf. 12.00: Die Wertvause des Reichssenders Koln(in Verbindung mit der TAF.). 13.00: Mittagsmeldungen: Elückwünsche. 13.15: von Breslau: Mittagskonzert. 14.00: Mittagsmeidungen. 14.15: Wochenendkonzerr(Indutrie=Schallvlatten) 15.15: Der Sommer kommt mit Freuden... 15.45: Sendepause. 16.00: Bunte Melodien. 17.00—17.10(nur fur Köln): Iserlohn steckt voller Merkwürdigkeiten. Eine Plauderei zur 700=Jahr=Feier der Stadt. 18.00: von Frankfurt: SchwimmLänderkampf Deutschland gegen Fratkreich in Darmstadt. 18.15: Der neue Funkolan. 18.20: Abendsingen. Eine Feierabendstunde im Stadtgarten zu Koln=Mulbeim. 19.90: Menschen unter sich. Be—schte Gespräche in allerlei Situationen mit Zwischenmusik. 19.45: Momentaufnahme. 20.00: Erste Abendmeldungen 26.19: Der frohe Samstazabend des Reichssenders Kaln. 22.00: Jeit. Werter. Nachrichten. 22.26: Funkberichte vom Kavalle. ristentag in Lusseldorf 22.35: Uebertrag, aus der Reichs. zusstellung„Schaffendes Volk Lüsseldorf: Nachtmusik u. Tanz. 24.00—1.00: von Berlin: Tanzmusik. DEUTSCHLANDSENDER 6.00: Glockensviel: Morgenruf Werterbericht: anschließ.: Aufnahmen 6.30; aus Berlin: Fruhkonzert Tazwischen um 7.00: Nachrich. ten des Drahilosen Dienses. 8.00: Sendenauig. 9.00: Sverrzeit. 9.40: Kleine Turnstunde. 10.00: Volk und Staat: Amalie Dietrich. 19.30: Fröhlicher Kindergarten. 11.00: Sendepause 11.15: Leutscher Seewetterbericht. 11.0: Senderaufe 11.45: Bekämuft die Feldmaus! Anschließend: Wetterbericht. 12.00: aus Königsberg: Musik zum Mitrag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte 13.00: Glückwünsche 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter= u. Vorsenberichte. Programmbinweise. 15.10: Heiter und bunt(Industrie=Schallplatten) 16.00: aus Koln: Bunte Melodien.— Daswischen von 17.00 bis 17.10: Jumbo kehrr in seinen Urwald zurück. 18.00: Für jeden etwas(Industrie=Schallvlatten). 18.45: Svort der Woche. 19.00: Und jegzt ist Feierabend! 19.45: Leutschlandecho. 20.00: Kernspruch; anschließend: Wetterbericht u. Kurzachrichten des Drabtlosen Dienstes. 20.10: aus Köln: Der frode Samstag=Abend des Reichssenders Koln. 22.00: Wetter=, Tages= u. Sportnachrichten: anschließ.: Deutschlandecho. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Teurscher Seewetterbericht. 23.00—9.55: aus Berlin: Tanzmusik. Im Asur für ob dachlose Jiere Indien ist das Land der Gegensätze und Widersprüche. Während man einerseits die brutalste und grausamste Mißhandlung von Tieren beobachten kann, findet man auf der anderen Seite wieder eine so ertreme Schonungsweise von Tieren, die für denjenigen, der nicht in den Irrgarten indischen Denkens und Fühlens eingedrungen ist. geradezu grotesk und unverständlich erscheinen muß. Die peligiöse Sekte der Jain, die von einem Zeitgenossen Buddbas gegründet wurde und viele gemeinsame Züge mit dem Buddhismus aufweist, ist in der Frage der Schonung der Lebewesen aller Art noch weitgehender als der Buddhismus selbst. Man darf kein Lebewesen töten, auch nicht unabsichtlich. darum sieht man häufig die Anhänger der Jainlekte mit einem Tuch vor dem Mund und einem Sieb in der Hand. Das Tuch soll verhindern, daß man kleine Lebewesen einatmet und sie somit verund das Sieb hat nicht etwa den Zweck. Wasser von etwaigem Unrat zu reinigen, sondern zu verbindern, daß kleine Insekten hineinfallen und m Tode preisgegeben würden. Wenn sie durch einen Wald gehen, heben sie mit einem Stock jedes Zweiglein und Aestlein vorsichtig beiseite, um nicht etwa ungewollt ein Lebewesen zu zertreten. Sie setzen sich Wanzen und andere Blutsauger an den Arm, sie zu ernähren, und manchmal sieht man sie unter den Bäumen sitzen und Ameisen füttern! Kürzlich besuchte ich das Panjrapole in Bomban. das Asyl für obdachlose und gebrechliche Tiere. Es ist das größte seiner Art, und um dort hinzugelangen, muß man durch die belebtesten und engsten Straßen des Eingeborenenviertels, durch den Bazar. fahren. Am Eingang empfängt mich der Tierar: Dr Rao. der gleichzeitig die Aufsicht über das ganze Institut führt. Er ist ein freundlicher Mann mit dem versonnenen, ruhigen Blick der Menschen. die viel Elend gesehen haben. Er führt mich in den weiten geräumigen Hof, an den sich hier mitten in der Stadt ein ausgedehnter Komplex von Ställen. Voren und Häusern anschließt. Das erste Haus beherberat kranke und steche Hühner. Enten und anderes Geflügel. Tausende von Tauben sitzen auf dem Dach und Gebälk, als wenn sämtliche Tauben Vombans diesen Platz kennten und sich zu dem ihnen gewährten Freitisch hier versammelt hätten. Der Tierarzt erzählt mir, daß die Einrichtung dieser Panjravole bis in die älteste Geschichte Indiens zurückreiche. Auch das hiesige sei über 100 Jahre alt und im Jahre 1834 gegründet worden Und zwar habe die Veranlassung dazu ein der Ostindischen Compans gegeben, das damals angeordnet hätte, wegen der Tollwutgefahr sämtliche herrenlose Hunde zu vernichten. Reiche Jains und Parsen hätten sich daraufhin zusammengetan und dieses Asul erbauen lassen. Dr. Rao zeigt mir die saubere, tadellos ausgerüstete Disvensern(Avotbeke). die sämtliche Hoilmittel enthält, den schwachen und kranken Tieren zu helfen. Er selbst hat schon Hunderte von Overationen durchgeführt, denn bäufig bringt der eigene„Krankenwugen" des Asols überfahrene oder arg verletzte Tiere herein. die chirurgisch bebandelt werden müssen. Auch Geburtsbilfe bei Kühen hat er zu leisten. Die trächtigen Kühe haben einen besonderen Stall mit besonders weichem Lager. Rinder beiderlei Geschlechts bilden überhaupt den Hauptbestandteil des Asnls. Ausgemergelte, blinde. lahme Tiere werden hier eingeliefert, junge Kälber die von ihren Besitzern nicht ernährt werden können, kommen als wahre Skelette hierher und erhalten gutes, frisches Futter, bei dem sie bald wieder Fleisch und sett ansetzen. Und das ist eben der bohe wirtschaftliche Wert der Panjravole, daß sie ungeheuer viel von dem wertvollen Viehbestand retten, der sonst dem sicheren Untergang geweiht wäre. Während die alten und arbeitsunfähigen Tiere bis zu ihrem Lebensende ernährt ung genflegt werden, werden die geretteten jungen und wieder genesenen Rinder zur Aufzucht und Milchoroduktion verwandt. Die guten Zugtiere werden gegen eine geringe Gebühr und gegen Bürgschaft für gute Behandlung vermietet. so daß das Asul auch gewisse Einnahmen zu verbuchen hat. Diese betrugen im Bombauer Asul beisvielsweise im letzten Jahre an 20 000 Rs. Das Paniravole in Bombau ist gewissermaßen die Zentrale für alle übrigen über das ganze Land verstreute Asule, wie die in Delbi. Chembur. Bhiwandi und Raita. Von hier aus erfolgt eine Verteilung der Tiere, da sonst das Bombaner Iinl bald überfüllt wäre. Es ist geradezu erstaunlich, zu bören. von woher die Tiere gebracht werden. sogar von den entferntesten Häfen, wie Aden. Port Sudan. Hodeida. Masoba usw. werden kranke Tiere von barmberzigen Gläubigen zum Asyl nach Bombau geschickt oder gebracht. Es aibt aber auch Tierliebhaber. die Tiere von den öffentlichen Schlachtbäusern loskaufen und hierher bringen. Um auch diejenigen Tiere vor einem gewaltsamen Tode zu bewahren, die mit ansteckenden Krankheiten behaftet sind, hat man eine besondere Jsolierstation des Asyls mit Genehmigung und unter Aufsicht der Bebörden errichtet. Lautes Gekläff emnfängt uns bei den Hunden. Sämtliche Kassen und Kreuzungen scheinen in dem riesigen Zwinger vertreten zu sein. Blinde, lahme. verstümmelte und gebrechliche Tiere werden hier von besonderen Wärtern betreut und führen ein berliches Dasein bis an ihr Lebensende. In grozen Käfigen siebt man auch ein vaar Affen. die lustig herumklettern. Wir gehen zu den Vorratsraumen. In sauberen. geordneten Behältern wird hier Korn und sonstiges Futter abnewogen und rationiert. Ofr kommen auch mildtätige Leute und bringen Heu und frisches Grünfutter fur die Tiere. Tron des großen Verwaltungsstabes, so erklärte mir Dr. Rao. waren die Einkünfte des Asuls immer noch höber als die Ausgaben. Sie betrugen beisvielsweise für die zehn Jahre(1925—1934) ca. 2 473000 Ks., während sich die Ausgaben für die aleiche Zeit auf ca. 2320 000 Rs. beliefen. Im snl in Bombay befinden sich zur Zeit cn. 550 Finder aller Art. 4 Pferde. 90 Ziegen. 215 Hunde. 9 Enten und Hühner, 4 Affen. 4 Kaninchen und ein alter Papagei. Die Gesamtzahl der betreuten Tiere einschließlich der vorgenannten Zweigstellen beträgt etwa 3400. Man verläßt dieses Asul der Tiere. das merkwürdigerweise kaum ein Euroväe: in Bombay kennt. mit einem erhebenden Gefühl und entrichtet gerne noch einen Obolus in den Sammelkasten am Tore. Wasserabstobende Vistra=Faser’ Eine achtjährige Entwicklungszeit ist der im Jahre 1933 ausgenommenen Großproduktion der Vistra=Faser voraufgegangen, ein Beweis dafür, daß man außerordentlich sorgfältig gearbeiter hat. um eine Textilfaser zu schaffen, die weitestgehenden Anforderungen gerecht werden konnte. Diese Vistra=Faser ist nun aber seinerzeit der Allgemeinheit etwas zu plötzlich vorgestellt worden, so daß überall ein starkes Mißtrauen aufwucherte. Man sprach von„Ersatz" und„Ersatzstoffen" und redete sich so in eine unbestreitbare Ablehnung hinein. Aber Menschen sind merkwürdige Wesen: sie hängen am Althergebrachten und können sich nur schwer an Neues gewöhnen. Haben sie sich aber erst einmal an die Vorzüge des Neuen gewöhnt, dann wollen sie sich an ihre frühere Haltung nicht mehr erinnern lassen. Siehe die Kunstseide, kein Produkt der Seidenraupe, genau wie die VistraFoser das Ergebnis langwieriger Arbeiten in den Laboratorien. Heute weiß jedes Kind, wie man Kunstseide zu behandeln hat, damit ist von der Verbraucherseite her der Bann gebrochen worden. Kein Mensch vermag sich vorzustellen, wie man früher ohne die Kunstseide auszukommen vermochte und was werden würde, wenn eines Tages dieses Erzeugnis von der Bildfläche verschwinden sollte. Und so liegen die Verhältnisse auch bei der Vistra=Faser. Sie spielt schon jetzt in der Erzeugung von Textilien eine große Rolle, und sie wird künftig einen noch bedeutsameren Platz einnehmen. Ein Beweis für den Optimismus, mit dem man in die Zukunft blickt, ist der Bau der Großanlage Wolfen zwischen Bitterfeld und Dessau Dieses riesige Vistra=Werk ist das größte Werk seiner Art auf der ganzen Welt; es wird, wenn die Vollproduktion ausgenommen ist, auch die höchste Erzeugung vorweisen können. Zur sind die Bauhandwerker noch nicht ganz verschwunden, die Produktion läuft denn auch erst nur teilweise, sei es zur Einarbeitung der Belegschaft, sei es zur Erprobung des überaus komplizierten Herstellungsapparates. Wenn auch der Laie den Erzeugungsvorgang nicht versteht, weil ihm die verschiedenen chemischen Prozesse unbekannt sind, so ist es doch hochinteressant, das Herstellungsverfahren zu beobachten. Wolfen geht bei der Herstellung von Zellwolle, aus der die Vistra=Faser gewonnen wird, von der Buche aus. Maschinen größten Ausmaßes zerhacken die Buchenklötze, turmartige Kocher lau. gen das zerstückelte Holz aus, riesige Bottiche sorgen für die Scheidung des Zellstoffes von der Lauge. Nun gibt es zwei Verfahren. Einmal wird der Zellstoff zu Platten georeßt, später aufgeweicht, aufgelockert und in die bauschige, flockige Zellwolle verwandelt. Aus dieser Wolle wird die Vistra=Faser gesponnen. Das zweite Verfahren, das sogenannte„nasse“, verkürzt den Arbeitsvorgana durch Ausschaltung der Eintrocknung des Zellstoffes zu Papplatten. Man benutzt gleich die flüssige Masse, um aus ihr den endlosen Faden zu ziehen, der durch verschiedene Bäder läuft, schließlich seidig=glänzende Farbe bekommt und dann ebenfalls in Zellwolle umgewandelt wird. Die Vistra=Faser ist nun aber in den Augen ihrer Schöpfer kein Produkt, das jetzt in dieser seiner Form wie ein unantastbares Heiligtum behandelt wird. Im Gegenteil, man greift alle Erfahrungen mit der Faser auf und sucht sie ständig fort zuentwickeln. So ist es jetzt gelungen, die Vistra=Faser der Wolle gleichwertig zu machen. Nan hat auf Grund eines neuen Verfahrens der Faser die Eigenschaft gegeben, um die von Anfang an gekämpft wurde: die wasserabstoßende Kraft. Wasser, das auf die Faser fällt, perlt einfach ab. Mit dieser Verbesserung ist ein gewaltiger Fortschritt erzielt worden. Wer weiß, welchen Veränderungen die Faser künftig noch unterworfen wird! In den Laboratorien wird jedenfalls unausgesetzt an einer immer weitergehenden Veredelung gearbeitet. Dabei beschränkt man sich keinesweas darauf, nun immer dasselbe Ausgangsmaterial, im Wolfener Fall also Buchenholz, zu nehmen. Es ist gelungen, aus Kohle und Kalk eine Vistra=Faser zu gewinnen, die eine ganz groge Zukunft besitzt, einmal weil sie schon jetzt ganz überraschende Eigenschaften aufweist, und zum anderen, weil der Grundstoff aus den nahezu unerschöpflichen Kohle= und Kalklagern unseres Vaterlandes genommen werden kann, also nicht mehr aus dem deutschen Wald. Diese neue Faser läßt sich vorerst noch nicht zu Bekleidungsstoffen verweben, sie besitzt aber eine gewaltige Widerstandskraft, ist vor allem unerhört säurefest und infolgedessen fur industrielle Zwecke ganz besonders geeignet. Wie man sieht, herrscht rund um die VistraFaser ein gesundes Leben. Die Produktion gedeiht, ne wird immer stattlicher, aber auch das Erzeugnis schreitet von einer Verbesserung zur anderen. Ruhe und Stillstand, die Hauptfeinde jeden Fortschritts, sind in der Zellwolleerzeugung unbekannte Erscheinungen. Und das ist gut und nützlich. Denn wo dieses Leben herrscht, da kann der Mensch nicht ewig ablehnend bleiben. Eines Tages wird er zu seiner eigenen Ueberraschung eine grundlegende Wandlung an sich selbst verpüren: er wird zum Verteidiger der VistraFaser, auf die er dann nichts mehr kommen läßt. Und dieser Zeitpunkt, das kann ohne Uebertreibung gesagt werden, ist nicht mehr allzu fern. Der prophetische Traum Es geschah. seltsam schauerlich, vor nicht allzu langer Zeit einer Kaufmannsfrau zu Wilna Der Gatte der fraglichen Frau befand sich auf Geschaftsreisen in einem anderen Teil des Landes. Binnen kurzem wurde er zurückerwartet. Da träumte der Frau eines Nachts. ihr Mann werde von Räubern auf ein'amem Landwea überfallen Alles sah sie mit solch plastischer Deutlichkeir vor sich, als begebe sich das Geschehen vor ihren offenen Augen. Die Räuber rissen den Mann vom Wagen. hielten ihm einen Revolver vor und verlangten von ihm die Herausgabe seiner gesamten Barschaft, wenn er Wert darauf lege, mit dem Leben davonzukommen. Der Mann verweigerte die Herausgabe des Geldes. Da krachte der Schuß. Die Frau schrie gellend auf und erwachte. Ihr Schrei unsagbaren Entsetzens rief die Familienmitglieder an ihr Bett. denen sie sofort bebend und angstgeschüttelt ihren Traum erzahlte. Ratürlich lächelte man darüber und versuchte, sie zu beruhigen. Aber die Frau wollte nichts horen, sie bestand darauf, daß man sich gefaßt machen müsse. in den nachsten Tagen von einem furchtbaren Unglück zu hören, das ihrem Mann widerfahren sei. Zwei Tage vergingen in Pein und Qual Dann traf ein Telegramm ein, aus dem die Frau erfuhr. was sie gleich anfangs geahnt...: daß in jener Nacht des Grauens ein Wahrtraum sie heimaesucht habe. Man meldete ihr nämlich kurz, daß in eben der Nacht. da sie den Gatten durch Morderhand fallen sah, jener von Banditen erschossen und dann ausgeraubt worden sei. Obschon berufsmäßig skeptisch eingestellt, hat jedoch die Kriminalpolizei sich von der Frau eine genaue Beschreibung jener Männer geben lassen. die sie. den Gatten überfallend, mit allen Einze heiten in jener Traumnacht erblickte. Zur Zeit ver. folat man eine schwache Spur der Rauhmörder Ein bestimmtes Resultat liegt jedoch noch nicht vor. die wunderbgre. Rese Eine unvergeßliche Stunde Von Werner Oellers An anderen Donnerstagen brachte er Marianne ur bescheidene Primeln oder einige Maiglöckchen, rehr eine Musterprobe als die Andeutung eines Straußes, weil mu jedem Pfennig genau gerechnet jurde, unerbittlich genau. An diesem Donnerstag der kaufte er einen ganzen Strauß Rosen. Es war zu so plötzlich durch den Konf geschossen, und er hatte e verlangt, ohme klar zu überlegen, tollkühn, ähnlich mem Landstreicher, der ein Hotel betritt. Dabei war an diesem Tag nichts geschehen, nicht as geringste, es sei denn, daß man das schüchterne sorblinzeln der Sonne zwischen schwarzen Wolkenändern und einige hoffnungsvolle blaue Löcher in er grauen Wand des Himmels schon als Ereignis ezeichnen wollte. Martin aber war fröhlich. Er rent sich auf den Augenblick, da er den Strauß Maianne in die Hand drücken wurde. Martin sprang auf den Omnibus, der mürrisch, erdrossen und ausgeleiert durch die Vorstadt rat erte. Regenfeuchte Mäntel verbreiteten einen trau igen Geruch. Die Blumen aber, alles überduftend, hienen einen seltsamen Zauber auszuströmen, der jegenwärtiges auslöschte und Unwirkliches gegenfärtig machte und der Martin wie auf einer sanften Loge dabintrug.— Indes der Omnibus brummend nd holpernd durch die Straßen fuhr, segelte Martin nir seinem Strauß tollkuhn über Häuser und Städte inweg Ich würde zu Marianne sagen:„Hast du Lust, mit zr für eine Woche nach Paris zu fahren?" So gan; ebenbei, als ob es gar nichts Besonderes ware. Am Jahnhof würden wir in die Metro steigen. Richtung korte Orleans— ob, ich wein noch gut Bescheid von rüher—. und am Ponr St. Michel würden wir aus eigen, und ich würde dir zuerst die abendliche Silouette der Notre=Dame drüben über der Seine zei en... Und später das Pantheon, die Bücherkästen n den Quais, den Blick von den Tuilerien zum riumphbogen.. An einem Mittag würden wir ben im„Printemps“ Kaffee trinken, über die Tächer is fern nach Sacre Coeur hin blicken, dann mit inem kleinen Dampfer nach Saint Clond fahren und einer Jahrmarktsbude um fünf Pfund Zucker zürfeln und. Die Blumen dufteten, der Omnibus brummte unzillig und war bald am Ziel, und Marrin segelte umer tollkühner auf seiner Wolke dahin. Er wußte wischendurch, daß alles Traum und Phantasterei war, der das Unwirkliche mächte ihn heiter bis zum Zerbringen Wahrend er die stille Straße hinunteruritt. träumte er weiter. Vielleicht könnte man soar noch einen Abstecher in die Touraine machen, an ie Loire. Dann stand er vor Mariannes Wohnung. eise ging er um das Haus herum und durch die artentür in ihr Zimmer hinein. Er hörte ihre #timme nebenan und hatte ein wenig Herzklopfen. Den Strauß mir den Rosen legte er halb versteckt uf einen Tisch in der Ecke. Dann wartete er, bis e kam. Marianne erschrak zuerst, dann gab sie ihm ichend die Hand. Schließlich entdeckte sie den Strauß, en unwahrscheinlich nonigen.„Wie lieb!“ sagte se eise, wie zu sich selbst. Aber er hörte es wohl. und as Herz schlug vochend. Später saate nie:„Morgen ichmitag habe ich frei. Vielleicht könnten wir hinusfahren und eine kleine Wanderung machen..“ —„Ja— Sie gingen auf einem Waldweg, am Rand der felder. Die Sonne gab der Erde einen goldenen von. Sie fahen eine Lerche trillernd aufsteigen. Nartin hatte Marianne untergefaßt. Paris war veit. Es war seine wunderbarste Reise. Mit Ordnung ins Jenseits In New Jersey verstarb kürzlich ein Kaufn=ann iamens Josef Fiore, nachdem er haarscharf auf Tag ind Stunde seinen Tod vorausgesagt hatte. Böllig invorbereitet teilte der gesunde Mann seinen Anjehörigen mit, daß er noch eine Woche zu leben habe. Fiore war 56 Jahre alt und erfreute sich eines vorrefflichen Wohlergehens. weshalb Frau und Kinder eine Ankündigung nicht recht ernn nahmen. Doch onnten ihre Zweifel seine Ansicht nicht erschüttern. er setzte sein Testament auf und traf alle Vorbereiungen für sein baldiges Ableben mit vorbildlicher Gewissenhaftigkeit. Den Sarg mit Blumen und einizen Kränzen bestellte er und ließ den Frack auszürften, in dem er beerdiat zu werden wünschte. Als illes geordnet war, sprach er kein Wort mehr über eine große Reise. Am Morgen seines vorausgesagren Sterbetages erklärte er seiner Frau, er gedenke vor seinem Ableben noch einen mehrstündigen Spaziergang zu unternehmen. Heiter und ruhig zog er los und kam in alänzender Stimmung zurück. Die Wanderung hatte ihn etwas ermüdet. Er entkleidete sich langsam, legte sich ins Bett, wo ein Hirnschlag dem Leben des gewissenhaften Mannes ein plötzliches Ende machte. Genau zur festgesetzten Sunde kam der Tod. Wer sich in Schülerseelen auskannte, hätte schon draußen auf dem Flur bemerken können, daß ewwas nicht stimmte. Die äußere Ruhe der Klafse hatte ihn aufmerken lassen, und er hätte wool von ihr auf eine innere Unruhe der Jungen, auf eine spannungsvolle und nicht freudige Erwartung geschlossen. Als „Pius“ hereinkam, standen alle schweigend an ihren Plätzen. In seiner Rechten hielt er einen blauen Briefumschlag. Sein Spitzname kam nicht, wie man denken könnte, von einer besonders ausgepragten Frömmigkeit, sondern nur davon, daß Pius, ehe ihm seine Liebe zu den Naturwissenschaften zum Bewußtsein kam, sich einige Semester der Gottesgelehrtheit befleißigt hatte. Später mußten sich dann wohl starke Neigungen zur Medizin bei ihm entwickelt haben, denn es war staunenswert, wie sehr er im Körver des Menichen Bescheid wunte, wie er alle Krankheiten und ihre Symptome kannte und um jegliche Gesundheit aufs innigste besorgt schien. Es war uns deshalb eine liebe Gewohnheit geworden, zu Beginn der Stunde die Sprache auf ein Gebrechen zu bringen, das einer von uns hatte oder zu haben vorgab, woraus dann Pius im Augenblick alle Gleichungen und ohnsikalischen Gesetze vergessen zu haben schien und nicht selten eine ganze Stunde damit vertat, die Krankheit zu erklären und gute Ratschläge zu geben. Seit einigen Wochen nun bedurfte es solcher Vorfragen nicht mehr: denn gemaß dem Lehrylan hatte er jetzt den menschlichen Körper„durchzunehmen“. Als Pius am Katheder angekommen war, bedeutete er uns mit kleiner Gebärde, daß wir uns setzen möchten. Wie so oft in letzter Zeit, war die ihm eigene. abgeklärte Ruhe von einem Ausdruck innerer Müdigkeit beschattet. „Der Herr Direktor“, begann er nun, indem er vor dem Puli stehen blieb und die Hand mit dem Briefumschlag ein wenig aufhob,„hat mir soeben diese Beschwerde gegeben. Es handelt sich um unseren gestrigen Ausflug. In Walgesheim sind in einem Lebensmittelgeschäft sogenaunte Rauchvatronen geworfen worden. Ausgelegte Lebensmittel wurden dadurch verdorben. Wer ist es gewesen?" Es war eine atemlose Sill: in der Klafse, in einige Gesichter stieg eine leichte Röte. Erschrocken sahen wir einander an. Keiner meldete sich. „Wer es getan hat", fuhr Pius mit gleichbleiben der, völlig ruhiger Stimme fort,„hat natut Strafe zu erwarten. Er moge aber bedenken, daß ihn die Strafe für seine Tar niemals entehren kann. das könnte höchstens die Tat selber. Er möge einsehen, daß ihm im Gegenteil allein das Bekenntnis zur Tat Ehre und Achtung wiedergeben kann. Ich lasse euch Bedenkzeit.“ Er ging eine Weile, ohne uns anzufehen, mit ge senktem Kovf vor den vorderen Banken auf und ab und blieb schließlich am Fenster stehen. Den Rucken uns zugewandt, blickte er finnend auf die Straße. In der Klasse rührte sich nichts. Wer hätte auch gedacht, daß Lebensmittel verdorben werden konnten? Nun stand auf einmal vor uns das Gespenst der Wiedergutmachung, der dadurch erforderlichen Benachrichtigung der Eltern mit allem, was sie im Gefolge hatte. Vor solcher Drohung schwand jeglicher Mut. Jetzt drehte Pius sich wieder um.„Seht, Jungens“, sagte er,„ich betreibe diese Nachforschung sehr ungern, und ihr solltet auch wissen, daß wir Lehrer euch nur ungern strafen. Wenn wir es tun, so tun wir damit nur eine Pflicht, für deren Erfüllung ihr selber uns einmal verantwortlich machen werdet. Denn ihr werdet auch in eurem künftigen Leben. wenn ihr gewachsen sein werdet, nur weniges in Freiheit tun können. Ihr werdet euch einordnen und werdet Rücksicht nehmen, ihr werdet euch unter tausend Notwendigkeiten und Gesetze beugen mussen. Euch daran zu gewöhnen, ist unsre Aufgabe, damit ihr später nicht daran zerbrecht.“ Er sagte das vom Fenster aus, fast beiläufig, wie einen Kommentar des Vorauigegangenen. Den rechWeg in die Weite Torothea Milde(Deike, M.) Kurioses aus der Fremde Kleiner Ratgeber für Reiselustige Für Kinder wird gesorgt In den Vereinigten Staaten betreiben die Tankstellen einen recht hübschen Dienst am Kunden. Sie händigen jedem Kraftfahrer, der bei ihnen seinen Benzinvorrat erganzt. unaufgefordert und völlig umsonst eine Wegekarte aus, auf der sämtliche Verkehrsstraßen des jeweiligen Bundesstaates verzeichnet find. Betritt ein Fremder vom Bahnhof aus eine Stadt, so fieht er zunächst ein großes Schild mit der Inschrift. die Stadt heiße ihn herzlich willkommen. Eine Aufmerksamkeit, die von manchen Reisenden sehr geschätzt wird. Gewissermaßen als geehrter Gast ziehr er hier ein. Für das Wohlergehen der Kleinkinder wird in verschiedenen Stadten bestens gesorgt. So können z. B. Kinderwagen in der Vorhalle großerer Lichtsvielhauser unter Aussicht der Kassiererin parken. Beainnt eins der Kleinen zu schreien, drückt die„Aufwartung“ nur auf einen Knopf. Auf einer Leuchtscheibe im Zuschauerraum erscheint sofort die Parknummer des betreffenden Kinderwagens. Darunter steht „Mutter. dein Kind schreit in der Vorhalle!" Eine Anzahl von amerikanischen Ausstattungsgeschäften hat eine Art von Mehrkinder=Versicherung eingeführt. Kauft eine werdende Mutter dort eine Babn=Ausstattung, so verpflichtet sich das Geschäft, ihr je nach Bedarf außer der vereinbarten Garnitur die erforderliche Babywäsche zu liefern. Bekommt die junge Mutter statt eines Kindes Zwillinge. Drillinge. Bierlinge oder gar Fünflinge, so stellt das Unternehmen zum gleichen Preise die nötige Wasche menge. Schnelligkeit und Hugiene In den britischen Dominien wird heute manches zur Hebung des Fremdenverkehrs getan. In einem gur geleiteten kanadischen Hotel herricht in Punkto Abrechnung eine Organisation, die besonders von Geschäftsreisenden sehr gelobt wird. Zu jeder Ti= ges= und Nachtzeit kann sich ein Gast, ohne dies vor: her anmelden zu müssen, von der Geschäftsleitnn seine Rechnung aushändigen lassen Es geht m: Blitzesschnelle. Der Gast kann abreisen, wann e will. und braucht vorher keinen Termin dem Hotel anzugeben. In Australien ist die Verwendung von rissigen oder sonstwie beschädigten Geschirrs in Hotels und Speisewirtschaften verboten. Man hat dort festgestellt, daß Risse und Sorünge in Porzellan oder in Fayance eine bevorzugte Gaststätte für allerlei Bakterien find, die selbst einer gründlichen Geschirrwäsche zu widerstehen vermögen. Praktisch und bequem Die Eisenbahnschienen liegen den modernen englischen Bahnhofen entlang so tief, daß der Reisende beim Besteigen eines Waaens nicht Gefahr läuft, bei hastiaer Bewegung die Wagentreppe zu verfehlen. Ein großer Vorteil fur ältliche oder gebrechliche Menschen, denen das Ein= und Aussteigen somit sehr erleichtert wird. Auch leeren oder füllen sich die ein zelnen Wagen dadurch schneller. Die sogenannten Mietwagen, die im Inselreich von berufsmäßigen Autoverleihern Amateurfahrern zur Verfügung gestellt werden, tragen besondere Schilder. um für entgegenkommende oder überholende Wagen leicht kenntlich zu sein. Man traut der Fahrkunst dieser„Stundenfahrer“ scheinbar ebenso wenig wie den Ritten einem Sonntagsreiters oder dem Treifvermögen eines Sonntagssägers. In England feiert die Seibsttatigkeit immer neue Triumphe. Wer Hunger auf etwas Waries hat. ohne siw die Zeit zu nehmen, ein„dinner" im Gasthaufe einzunehmen, bedient sich eines Automaten. Per liefert ihm gegen kleine Munze einen— warmen P##oding In den Geschäftsvierteln englischer Großstadte seht man wahrend der Mittagspause zahlreiche Angestellte— Männlein wie Weiblein— von dieser Cinrichtung ausgiebigen Gebrauch machen. Neuernas hat man nun in einigen englischen Seebädern für die Kurgäste Automaten aufgestellt, die„Jcecrcam“ hergeben. Beschränkung für Liebende In Paris ist Liebespaaren das Küssen in offentlichen Anlagen sowie auf verkehrsreichen Fahrdämmen verwehrt. Ueberall sonst aber haben sie die Erlaubnis, sich nach Lust und Laune zu„herzen“. Bei einem Stelldichein in einer der großen Straßen mussen sie sich in acht nehmen. Die Straßenwasche erfolgt automatisch in bestimmten Zeitraumen verschafft den von ihr erfaßten Fußgängern nasses Schuhwerk. In solchen Fällen ist es am besten, zur nachsten Straßenbahnhaltestelle zu laufen. Tort befindet sich ein Stadtvlan mit Angabe der Hotels und der beiten Fahrverbindungen. und erleichtert somit den„Eingeweichten", möglichst schnell ins Trockene zu kommen. Blau oder rot? Einige Hotels in der Tschechoslowakei führen in ihren Gästezimmern Waschbecken mit blauen und roten Wasserhähnen. Aus den blauen fließt kaltes. aus den roten warmes Wasser. Außerdem steht eine Weckeruhr auf dem Nachttisch, und im Schreibschrank gibt es Nadeln. Zwirn und Knöpfe verschiedenster Größe zur Selbstbedienung. Rechte und Pflichten eines Fußgangers In jedem öffentlichen Fernsprechhäuschen zu Wien kann man für einige Groschen sieben Minuten lang sprechen, und zwar darf jeder so vien Gesprache führen, wie die Zeit es ihm erlaubt. Das einzelne Gespräch wird nicht berechnet. Nur die Sprechzeit wird automatisch verzeichnet. Dafür ist das Fortwerfen von Pavier dort unter Umständen eine recht kostivielige Angelegenheit. Es kostet einen Schilling Strafe. Ein Schutzmann kassiert den Betrag gleich ein. wenn er den armen Sünder auf frischer Tat erwischt. Der Bestrafte erhält für sein Bußgeld eine Quittung. Wirft er diese nun aus Wut über den kleinen Aderlaß auf die Straße. so zahlt er wegen groben Unfugs noch einen Schilling drauf. Straßenbahn mit Gepäckwagen In Schweden fuhren in groperen Stadten einige Straßenbahnen, die den Hauptbahnhof vor Abgang eines Zuges vassieren, einen regelrechten Geräckwagen als Anhänger mit sich. Man kann ohne Preisaufschlag sein grsamtes Handgeväck in diesem Wagen verstauen und erhalt es von einem Beamten am Bahnbof wieder ausgehändigt. Der Reisende spart so eine Tare oder einen Dienstmann. Franz Wennerberg. ten Ellenbogen auf die Fensterklinke gestützt, sab er wie er nach draußen. Das Profil seines hageren afze.schen Gesichts stand ausdrucksvoll gegen die Helligkei des Fensters, und es war, als schimmerten die vorwpringenden Backenknochen durch die dünne paut. Als er sich aufs neue umwandte und zu sprechen anfing, spürte man wieder die Müdigkeit in Stimme und Gebärde. „Es meldet sich also niemand“, sagte er.„Run, so werde ich die Verantwortung vor dem Herrn Direktor übernehmen. Ich trage sie ja auch insofern, als ich euch nicht genügend im Auge gehabt habe. Beginnen wir nun mit dem Unterricht.“ Am Pult vorbei ging er zur Tafel, über die eine Karte gehängt war, die einen Vertikalschnitt durch den menschlichen Körver zeigte. In bunren Farben sah man eine schematische Darstellung seiner mannigfachen Organe. Wir waren das letztemal bei der Leber stehengeblieben“, sagte er, nahm den Zeigestock und wies auf die Leber.„Wir wollen das noch einmal kurz wiederholen.“ Und er fing an, von der Leber zu erzählen. Wie es seine Gewohnheit war, rief er niemand auf, es sei denn, daß einer sich meldete. Nichts an ihm verriet, daß er soeben eine arge Enttauschung erlebt hatte; in Miene, Gebarde und Sprache war gewohnter Gleichmut, völlige Abgeklartheit und Ruhe. Die Klafse verharrte weiter in einer Lautlosigkeit und Stille, die etwas Unnatürliches an sich hatten und die Obertertia veranderten, wie eine Maske einen Menschen verandert. Pius freilich schien das nicht zu gewahren. „Wir wollen jetzt zur Lunge übergehen“, sagte er und fing an, sie zu erklären: ihre Lage, toren Zweck. ihre Arbeitsweise, ihre Erkrankungen. Er sprach von der Lungenentzündung, vom Lungenspitzenkatarrh und kam von ihm auf die Lungentuberkulose. Er erzählte vom Tuberkelbazillus, den der Deursche Rober: Koch entdeckt habe, von den Symptomen der Krankheit und von der Ansteckung durch Kranke, die noch husten. wird kaum einen Menschen geben", fuhr er fort.„der nicht schon einmal oder öfter angesteckt gewesen wäre. Zum Glück führen nur wenige Ansteckungen zu Erkrankungen. Denn der Körver ist im allgemeinen stark genug, die Bazillen unschädlich zu machen. Kommt es aber zur Erkrankung, dann hängt ihr Verlauf in weitem Umfange davon ab, daß sie rechtzeitig erkannt und bekämpft wird. Wenn verdächtige Anzeichen— Hustenreiz, Blasse der Haut, Fieber, Abmagerung, schnelle Ermüdung. Etz= und Arbeitsunlust— gemeinsam auftreten, sollte man zum Arzt gehen. Im Anfangsstadium der Krankheit ist dem Kranken fast immer zu helfen. Anders ist es, wenn erst die weit vorgeschrittene Tuberkulose erkannt wird. Gegen sie versagen bis heute die Heilkünste der Wissenschaft. Soiche Menschen müssen sterben. So ist es zum Beispiel mit mir. Als ich zum Arzt ging, war es bereits zu spät. Ihr seht daran, wie wichtig es ist, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen.“ Das alles sagte er wie etwas Selbstverständliches dahin, ohne eine Svur von Bewegung. Ohne Pause fuhr er fort zu erzahlen und zu belehren, aber keiner hörte mehr zu. In uns war eine seltsame, nie gekannte Bewegung.„Als ich zum Arzt ging, war es bereits zu spat“, hatte er gesagt. Hätte das Wort in Flammenschrift zu unsern Häupten gestanden, es hätte uns nicht gegenwartiger sein können. Ohne zu weichen, tönte es in unsern Ohren. Warum nur? Warum nur griff es uns an und packte unter Herz? Hatten wir nicht alle gewußt, daß Pius krank war, daß er einmal lange Zeit in einem Sanatorium gewesen und daß der anfängliche Erfolg rasch wieder vernichtet war? Was uns erschütterte, war wohl die Selhitverständlichkeit seiner Aussage, der vollkommene Gleichmut, mit dem er beiläufig seinen nahen Tod verkündigte. In unire Erregtheit schrillte die Schulglocke und beendete die Stunde. Pius sprach noch ein paar abschließende Satze, dann setzte er sich auf den Kathederstuhl und begann, die notwendigen Eintragungen in das Klassenbuch zu machen. War es nicht seltsam, daß keiner aufstand und sich inschickte, hinauszugehen? Sekundenlang ruhrte sich keiner. Dann stand, mit hochrorem Kovf. Heinrich Merten auf, und fast gleichzeitig erhoben sich Peter Balsen und Walter Kirdorf von den Blätzen. In ihren Gesichtern war Unsicherheit. in ihren Augen brannte ein flackriges Feuer, als sie an den Bänken vorbei zum Katheder hinuntergingen. Da standen sie nun, die Kovfe emn wenig gesenkt, bis Pius das Gesicht vom Klaffenbuch aushob und sie fragend ansah. Da hob auch Peter Merten den Kovf, sah Vius an und sagte mit fester Stimme:„Wir sind es gewesen, Herr Studienrat!“ Nie vergesse ich den Ausdruck der Befreiung, der das Gesicht des Lehrers erhellte.„Ich habe es gewußt. Das vergesse ich euch nicht.“ Er stieg vom Katheder herab, gab den dreien die Hand und ging, immer noch das Leuchten der Befreiung im Gesicht, an den noch vollen Bänken vorbei. hinaus. In der Tür drehte er sich noch einmal um und agte:„Die drei Sünder werden mit je drei Stunden Arrest bestraft. Weil sie sich freiwillig gemeldet haben, unterbleibt die Benachrichtigung der Eltern.“ Tann ging er ohne ein weiteres Wort. Zwei Monate später haben wir ihn begraben. Von der Wiedergutmachung hat keiner mehr etwas gehört: aber jeder in der Klasse wußte, wer sie geleist#### hatte. Die hilfreiche Kröte Mau hat schon immer gewußt, daß die häßliche Krote ein recht nutzliches Wesen ist, weil sie viele Schadlinge unseres Gartens vertilgt, Schnecken, Larven und manches lästige Kerbtier. Neuerdings haben Wissenschaftler auch entdeckt, daß sie das Wachstum der Pflanzen fördert. Wie E. Pfeiffer und M. Kunzel in einer Zeitschrift berichten, konnten sie dies durch Versuche einwandfrei feststellen. Sie brachten Kröte und Erdreich in Käsigen unter. Dann fügten sie geringe Mengen der so behandelten Krume zu Löwenmaul. Radieschen, Salat. Sellerie und Bohnen. Die Maßnahme hatte zur Folge, daß der Ertrag sich um ein Trittel und mehr steigerte. Nach Anscht der Forscher lassen sich diese Erfahrungen noch erheblich ausbauen. Da schlug die Glocke Wohlbekannt war am Niederrhein der Pastor Gasch. Man wußte manche Absonderlichkeit von ihm zu erzählen. So pflegte er ungesäumt seine Predigt zu beenden, wenn die Uhr im Turme schlug. Dann sagte er alsbald:„Dazu verhilf uns, lieber Gott. Amen!" Im allgemeinen klappte die Sache denn auch. Einmal aber kam es anders. Da predigte der Geistliche von dem Sünder Hamann, der einst umfangreiche Mordvläne geschmiedet haben sollte.„Und was war das Schicksal dieses Mannes, liebe Gemeinde? Der Galgen war sein Loon... Da schlug die Glocke. Der Pastor fuhr zusammen:„Dazu bilf auch uns. lieber Herrgott. Amen!" Grausiger Mord an einer Engländerin Bolschewistische Verbrecher vergehen sich an einer wehrlosen Frau in Bahrass m Bugapen Budavest, 28. Juni. Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg ist heute vormittag im Sonderflugzeug in Budapest eingerroffen. Der mehrtägige Besuch erfolgt auf Einladung des ungarischen Honvedministers, General der Infanterie Roeder, der im April dieses Jahres dem Generalfekdmarschall in Berlin seinen Besuch asgestattet hatte. In Begleitung des Generalfeldmarschalls befinden sich seine Tochter Dorothea von Blomberg, Major von der Decken, Oberstleutnant Böhm=Tettenbach sowie der Berliner ungarische Militärattaché Oberstleutnant Hardy. Zur Begrüßung des Reichskriegsministers hatten sich auf dem Flugplatz der Honvedminister General Roeder und Gemahlin, der Kommandierende General der Budapester Garnison. General der Kavallerie von Nagy, in Vertretung des Außenministers von Kanya der Leiter der volitischen Abteilung des Außenministeriums, Baron Bakacs=Bessenyey, eine größere Zahl höherer Offiziere des Honvedministeriums mit dem Leiter der Auslandsabteilung des Honvedministeriums, Oberst Andorka, an der Spitze, ferner der italienische Gesandte Graf Vinci mit den beiden italienischen Militärattachés, der deutsche Gesandte von Erdmannsdorf mit dem Personal der deutschen Gesandtschaft, der deutsche Militärattaché General Friderici, der deutsche Luftattache Oberst Schultheiß, der Landeskreisleiter der RSOAP., Graeb, sowie die Vertreter der deutschen Presse eingefunden. Auf dem Flugplatz hatten ferner die Politischen Leiter des Landeskreises Ungarn der RSDAP. mit ihrer SA. Aufstellung genommen. Zu Ehren des deutschen Gastes gab der ungarische Honvedminister Roeder ein Essen, an dem neben den Spitzen der militärischen Stellen Unarns auch der deutsche Gesandte von Erdmannsorf, der deutsche Militäratraché General Friderici und der deutsche Luftattaché Oberst Schultheiß teilnahmen. Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg stattete Montag nachmittag dem ungarischen Honvedminister General Roeder einen offiziellen Besuch ab. In den Abendstunden veranstaltete der Außenminister von Kanya zu Ehren des deutschen Gastes ein offizielles Staatsessen, an dem die Mitglieder der Regierung, die Generalität und die Spitzen der Behörden teilnahmen. Die Abendpresse begrüßt den deutschen Reichskriegsminister mit herzlichen Worten. Sie stellt die innere Verbundenheit der deutschen und der ungarischen Wehrmacht heraus. Sämtliche Blätter veröffentlichen Bilder des Reichskriegsministers und schildern eingehend den Empfang auf dem Flugplatz. Kirchliche Weltkouferenzen in England Amtliche Delegation der Deutschen Evangelischen Kirche nimmt nicht teil Berlin, 28. Juni. Nachdem die kirchlichen Stellen sich dahin einig geworden sind, daß von einer Teilnahme an den ökumenischen Konferenzen in Orford(Juli) und in Edinburgh(August) Abstand zu nehmen ist, hat die Deutsche Evangelische Kirche die leitenden Stellen beider Weltkirchenkonferenzen davon unterrichtet, daß eine amtliche Delegation der Deutschen Evangelischen Kirche mit Rücksicht auf die innerkirchlichen Verhältnisse nach Oxford und Edinburgh nicht entsandt werden wird. Da die Weltkirchenkonferenzen ihrer Struktur nach darauf dringen, daß nicht einzelne Persönlichkeiten, sondern amtliche Vertretungen der Kirchen zusammentreten, ergibt sich aus diesem Grundprinzip, daß auch die Teilnahme einzelner Persönlichkeiten aus dem Bereich der Deutschen Evangelischen Kirche an einer der Weltkirchenkonferenzen unangebracht ist, da die Kirche als solche nicht vertreten sein wird. Dagegen nehmen die deutschen evangelischen Freikirchen vertreten durch die Bischöfliche Methodistenkirche in Deutschland(Bischof Dr. Melle, Berlin=Lichterfelde=West) und die Deutsche Altkatholische Kirche(Professor Dr. Rudolf Keußen, Bonn), an der Konferenz in Oxford bezw. durch andere Vertreter an der Konferenz in Edinburgh teil. Die russisch=orthodoxe Diözese in Deutschland wird voraussichtlich durch einen übergeordneten Patriarchen vertreten sein. „Palais der Presse“ auf der Weltausstellung Gutenbergs Werkstatt und die Kölner„Pressa“ Wegbereiter friedensfördernder Zusammenarbeit Paris, 28. Juni. Am Montagvormittag fand luf dem Weltausstellungsgelände in Paris die feierliche Eröffnung des„palais der Presse“ statt. Der Generalkommissar für die Weltausstellung. Labbe, hielt bei dieser Gelegenheit eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Die Presse=Weltausstellung im Jahre 1928 in Köln habe den Beweis geliefert, daß eine derartige internationale Schau nicht nur möglich, sondern auch außerordentlich wirksam und lehrreich sei. Die Teilnahme der Presse an der Pariser Weltausstellung wirte fast wie ein Versprechen dauernder internationaler Zusamnenarbeit der Nationen. Ein eyrfurchtsvoller bruß gebühre dem Vorkämpfer dieses Berufes, Sutenberg, dessen erste Werkstatt dank der freundlichen Hilfe des Gutenberg=Museums in Mainz im„Palais der Presse“ habe aufgebaut werden können. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Emilie Menner in Leinzig N 21 aus Anlaß der Vollendung ihres 10. Lebensjahres ein versönliches Gsückwunschschreiben und eine Ehre sabe zugeben lassen. Da die Verhandlungen über die Neugestaltung des am 1. Juli ablaufenden Reichs=Kraftwagen tarifs noch nicht abgeschlossen werden konnten. hat der Reichsverkehrsminister die Geltungsdauer des Tarifs bis auf weiteres verlängert. Bilbao, 28. Juni. Ueber die Ermordung einer seit mehreren Jahren in Las Arenas anSigen Engländerin durch bolschewistische Milizen werden folgende Einzelheiten bekannt: Die 57 Jahre alte Enaländerin namens Bredy Bolano war früher Erzieherin im Hause der baskischen Grafenfamilie Zuoiria und seit einiger Zeit zurückgezogen in einer eigenen Wohnung, in der sie, wie das bei den in Spanien gebliebenen Engländern allgemein üblich ist, während der Kriegswirren die englische Fahne gehißt hatte. Nach der Sprengung des über den Nervion führenden Viadukts durch die Bolschewisten sahen sich die Engländerin sowie drei Mitglieder der Familie Zubiria, die sich vor den Verfolgungen der bolschewistischen Mordbrenner in die Wohnung der Erzieherin geflüchtet hatten. gezwungen, bei Bekannten Unterschlunf zu suchen. Mit den Worten„Ein guter Fana“ sprengten die Horden das Versteck kurz vor dem Einzug der nationalen Truppen in Bilbao Die Gräfin Zubiria, die sich in anderen Umständen befand, und drei Mitglieder ihrer Familie wurden ermordet. Die Engländerin wurde zunächst ihrer sämtlichen Papiere beraubt und dann auf einem Treppenabsatz durch einen Schuß ins Genick gerotet. Wiederholte Hinwesse auf ihre englische Staatsangehörigkeit wurden von den Mördern nur mit zynischen Bemerkungen abLetan. rondon verzeichuei FrankenAbwertungsgerüchte London, 28. Juni. Das führende Londoner Finanzblatt„Financ al News“ meldet in großer Aufmachung, in London sei man der Ueberzeugung, oaß der neue französische minister Bonnet den französischen Franken n den nächsten Tagen abwerten werde. In Londoner Finanzkreisen berrachte man die Lage des französischen Fran#en a.s sehr ernst. Man sei der Ansicht, daß eine Abwertung des Franken die einzige Möglichkeit sei, um Franrreich aus einer finanziellen Sackgasse herauszubringen. Die französische Regierung müsse„in Anbetracht der ehr ernsten Lage der Staatsfinanzen schnell und entchlossen handeln, wenn sie die drohende Gefahr abwenden wolle" Englands Maßnahmen für den Kriegsfall London, 28. Juni. Ver e#gigungsminister In. skin gab vor Londoner Geschaftsleuten im Rahmen einer Ansprache das erste Mal Hinweise, welche vorsorgenden Maßnanmen man für den Kriegsfall getroffen hatte. Fur die Flotte habe man jetzt schon große Oelvorräte aufgetapelt. Die Industrie werde die für den Ernstfall notwendigen Rohstoffe ansammeln und es esen heute schon beträchtliche Vorräte von diesen vorhanden. Auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung habe man Maßnahmen ergriffen, um die E generzeugung Enalands zu starken. Für die Rüstung selbst erklarte Inskip, daß bis Ende Juli 123 Flugzeuggeschwader in voller Starte fertig seien Die Arbeiten an dem Flottenbauprogramm 1936=37 seien beschleunigt worden und machen gute Fortschritte. Die neuen Schlachtschiffe würden die bestgeschutzten sein, die man je gebaut gatte. Kreuzer und Zerstörer wurden die höchste Schlagkraft in artilleristischer Beziehung aufweien, wie sie innerhalb der vertraglichen Verpflichtungen möglich sei. Für die Londoner Luftabwehr schließlich erklarte der Minister, daß die Luftahwehr so schnell wie möglich aufgerustet werde, daß es aber mit der Retrutierung gavere ung noch über 50 Protent des notwendigen Mannschaftsbestandes fehlten. Verlängerung des UmwandlungsBerlin, 28. Juni. Durch die 5. Durchführungsverordnung zum Umwandlungssteuergesen vom 24. Juni 1937 ist die Geltungsdauer des Umwandlungssteuergesetzes bis zum 31. Dezember 193“ verlängert worden. Es sind also auch Umwandlungen und Auflösungen von Kanitalgesellschaften steuerbegunstigt, wenn ne nach dem 30. Juni 1937(dem bisherigen Schlußtag), aber vor dem 1. Januar 1938 beschlossen werden. Im Gegensatz zum bisherigen Recht ino umwandlungsfuhig und bei der Umwandlung und Auflösung als steuerbegünstigt nicht nur Kapitalgesellschaften, die am 1. Juli 1934 beitanden haben, sondern alle Kapitalgesellschaften, die vor dem 1. Januar 1937 entstanden sind. Dieser Stichtag(1. Januar 1937) ist auch für die Berechnung der Grunoerwerbssteuer bei der Umwandlung und Auflösung maßgebend. Im übrigen ist sachlich das Umwandlungssteuerrecht nicht geändert worden. Lediglich eine Zweifelsfrage wegen der Berechnung der Wertzuwachssteuer ist durch die neue Verordnung der bisherigen Praxis entsprechend geklärt worden. Unterstützungen für ausgesteuerte Beschädigte Berlin, 28. Juni. Von den bei den Krankenkassen versicherten Kriegsbeschädigten wurde es häufig als ein Unrecht empfunden, daß ne im Hinblick auf ior anerkanntes Leiden nach Ablauf der Leistungspflicht der Krankentasse ausgesteuert wurden und für die Zukunft keinen Anspruch mehr auf Krankenhilfe hatten. Sie blieben nur deshalb freiwillig weiter in der Krankenkasse, weil sie sonst auch noch der Familienhilfe verlustig gegangen waren. Schon bisher war zur Beseitigung der Notstände ein Unterstützungsverfahren vorgesehen, das jetzt vom Reichs= und Preußischen Arbeitsminister ab 1. Juli wesentlich vereinfacht und verbessert worden ist. Unterstützung wird nur bewilligt, solange der Beschädigte nach der Aussteuerung in der Kasse bleibt und olange das neue Leiden selbst keine Aussteuerung bedingt. Die Bethilfe bemißt sich nach dem Betrage, den die Krantenkasse des Beschädigten hätte aufwenden müssen, wenn die Heilbehandlung von ihr durchgeführt worden wäre. Auch zu den Kosten einer zahnärztlichen Behandlung und eines Zahnersatzes werden im Rahmen der Krankenkassensätze Unterstützungen gemathr: Dagegen können Krankengeld und Hausgeld sowie Ausgaben für Kuren bei der Bemessung der Unterstützung nicht berücksichtigt werden. Dem an das Versorgungsamt zu richtenden Antrag sind eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit der Behandlung. die Kostenrechnungen und ärztlichen Verordnungen sowie eine Bescheinigung der zuständigen Krankenkasse über den Zeitpunkt der Aussteuerung beizulegen Die Entscheidung über den Antrag trifft, wenn die Unterstützung nicht mehr als 50 Mark beträgt, das Versorgungsamt, sonst das Hauptversorgungsamt. Unterstützungen über 100 Mark bedürfen der Genehmigung des Reichsarbeiteministers. Berlin. 28. Juni. Durch Erlaß des Reichsführers =S und Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern vom 18. 6. 1937 ist die Technische Nothilfe, die im Zuge der Neuorganisation der Polizei dem Reichoführer SS unterstellt wurde, zu einem ständigen Hilfsorgan der Polizei für wichtige öffentliche Hilfeleistunzen technischer Art und damit zu einem Machtmittel des Staates erklärt worden. Sie hat zur Zeit technische Hilfe zu leisten: a) für die Sicherstellungstaats= und lebenswichtiger Einrichtungen; 5) im Luftschutz: c) bei Katastrooben Bolschewistisches Spanien eine Hölle „Observer“ warut die englische Opposition— Gegen aktive Einmischung Englands London, 28. Juni. Mit erfrischender Deutlichkeit setzt sich ein Artikel von Arthur Bryand im„Observer“ mit der Lage in und um Spanien auseinander. Bryand weist auf den Unsinn einer aktiven Einmischung Englands hin und erinnert die englische Linke daran, daß England im Laufe seiner Geschichte mehrere mißglückte Versuche einer Intervention in Spanien gemacht habe. Der Linken schreibt der Verfasser ins Stammbuch, daß die eigentliche Intervention ja schon früher begonnen habe. 1934 hätten die Sowjetrussen den Kommunisten Asturiens große Mengen von Waffen einschließlich Tanks geliefert, um eine Revolution gegen die liberale Regierung zu ermöglichen. Seit Jahren seien die Agenten Moskaus in Spanien tätig und lehrten den bewaffneten Aufstand und das allgemeine Blutbad. Im asturischen Aufstand von 1934 hätten sich mit der ruchlosen Zerstörung Oviedos und der Mißhandlung und Hinmordung seiner Einwohner diese Lehren offenbart. Der Artikel hebt hervor, daß die sogenannte Volksfront=Regierung von 1936 eine Minderheitsregierung gewesen sei und nur in den Cortes aus wahltechnischen Gründen eine Mehrheit erzielt hätte. Die Arbeit der kommunistischen Agitatoren sei ungehindert weitergegangen. Man habe Todeslisten für jede Stadt angelegt mit den Namen derer, die im Falle der revolutionären Machtübernahme auf marxistischer Grundlage getötet werden sollten. Nach einer längeren Schilderung der Greueltaten, die sich damals ereigneten, sagt das Blatt: Würde England unter den gleichen Bedingungen nicht dasselbe getan haben wie Franco, den man kaum als Faschisten und Reaktionär bezeichnen dürfe, nur weil er sich an die Spitze eines Volksaufstandes der verantwortungsvolleren Kräfte gegen ein Eystem stellte, das einen solchen Zustand der Anarchie duldete. Zur Frage der fremden Einmischung schreibt der„Observer“, daß die internationale kommunistische Brigade von Sowjetrußland bewaffnet und größtenteils in Frankreich rekrutiert worden sei. Sie habe eine große Rolle im Bürgerkrieg gespielt. Haß auf die Faschisten, ein dauerndes Uebelnehmen gegenüber Italien und Verdächtigungen Deutschlands könnten aber niemals dem Wunsche Englands dienen, die Anarchie zu bannen. England liebe zwar die Freiheit, aber diese Freiheit ruhe auf Ordnung. In bolschewistischen Spanien sei keine verfassung smäßige Demokratie, es sei vielmehr eine Hölle. Seit dem letzten Juli seien etwa 350 000 Richtkämpfer, Männer, Frauen und Kinder, die hilflos in den Teilen der Iberischen Halbinsel gelebt hätten, die der Herrschaft dessen untertan seien, was man die Valencia=Regierung nenne, kaltblütig unter fürchterlichsten Schrecken hingeschlachtet worden. Solch ein Blutbad habe einen so leidenschaftlichen Kreuzzug heraufbeschworen, daß die nieSolidarität mit den Gastwirten Pariser Lebensmittelhändler schließen ebenfalls ihre Betriebe Paris, 28. Juni. Die Inhaber der Pariser Lebensmittelgeschäfte haben beschlossen, am kommenoen Sonnabend gemeinsam mit den Gastwicten ihre Betriebe zu schließen. Auf einer außerordentlichen Sitzung hat der Verband der Pariser Lebensmittelhändler ausdrücklich die Haltung des Hotel= und Gastwirteverbandes gebilligt und alle Rahrungsmittelgeschäftsinhaber Frankreichs aufgefordert, am 3. Juli ihre Geschäfte zu schließen. Der Regierung sollen gleichzeitig die Forderungen des Verbandes unterbreitet werden. Wegen Gattenmordes zum Tode verurteilt Königsberg, 28. Juni. Das Schwurgericht in Königsberg verurteilte die 51jährige Ehefrau Maria Parakennings wegen Giftmordes an ihrem Ehemann, dem 57jährigen Landwirt August Parakennings aus Schenkendorf im Kreise Labiau, zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Die Angeklagte, die einen sehr schlechten Ruf genoß, hatte den Parakennings gebeiratet und ihn dazu gebracht, ihr sein Grundstück zu verschreiben. Sie setzte dann mit einem anderen Mann ein Liebesverhältnis fort und legte es nun darauf an, sich ihres Mannes zu entledigen. Von Zigeunern kaufte sie Arsenik, das sie in einer Selterflasche aufbewahrte. Von dem Gift schüttete sie ihrem Mann eine solche Menge in einen Pfefferminztee, daß das Gift ausgereicht hätte eine ganze Familie zu vernichten. Der Mann starb sofort. Die Frau hatte ausgestreut, daß mals großen Siegesaussichten der Bolschewisten jetzt zu einem Nichts zusammengeschmolzen seien. Sie stünden einer höheren Moral, überlegenen Hirnen und einer überlegenen Macht gegenüber. Jetzt. wo ihr einziger achtbarer Verbündeter, die Minderheit der Basken, die sich aus sevaratistischen Gründen ihrer Sache angeschlossen hätten, ebenfalls ausgefallen sei, hätten sie nur noch eine einzige Siegeschance. Das sei die offene Intervention. der Einmarsch der französischen Armee in das nationale Spanien, und die Blockade seiner Häfen durch eine britische Flotte. Das sei aber nur auf einem Wege zu erreichen: Daß Deutschland und Italien zu einer Aktion provoziert würden, und daß England und Frankreich Deutschlands und Italiens Ehrlichkeit anzweifelten, was letzten Endes in einen allgemeinen Krieg münden würde. Der mörderische Angriff auf die„Deutschland“ könne nur in einer Form erklärt werden. Er sei offensichtlich darauf ausgegangen, Deutschland zu provozieren. Damit habe man den Frieden von Europa gefahrdet. Was den glücklicherweise erfolglosen Angriff auf die„Leipzig" betreffe, so sei die Anklage gegen Baleneia sehr schwer. Wegen eines solchen Falles, und um derartiger Verbündeter willen, habe der Sprecher der Opposition in der letzten Unterbausaussprache das friedliebende England ersucht, das Risiko eines neuen Weltkrieges auf sich zu nehmen. Die Nationalen vier Kilometer vor Valmaseda Bilbao, 28. Juni. Die nationalen Truppen haben auch am Montag den Vormarsch an der Biscana=Front weiter fortsetzen können. Im Abschnitt von Valmaseda sind die Nationalen erwa vier Kilometer in diesem Ort vorgestürmt. Die Höhenzüge nördlich und westlich von Valmaseda gelangten ebenfalls in den Besitz der nationalen Truppen. Durch das Ueberschreiten des Flusses Cadaqua wurden die Bolschewisten in der Flanke gefaßt. Im Bergwerksgebiet von Somorrostro werden die Umgehungsbewegungen weiter durchgeführt. Die Einnahme des Berges Espina bedroht die südlich von Somorrostro gelegenen bolschewistischen Stellungen. Furchtbare Lage in Santander Knappheit an Arzneimitteln Paris. 28. Juni. Ein franzosischer Dampfer hat im Hafen Pontaliac an der Girondemündung 1269 Flüchtlinge aus Santander gelandet. Sie berichten, daß die Lage dort furchtbar sei. 400000 Personen, darunte 10000 Verwundete, hätten sich in der vergangenen Woche nach Santander geflüchtet. Dadurch sei alles knapp geworden. Vor allem fehle es an Arzneimitteln. Viele Verwundete seien auf dem Fußboden schnell hergerichteter Lazarette gebettet. er an einer schweren Grippe verstorben sei. Sofort auftauchende Geruchte, daß hier kein natür. licher Too vorliegen konnte, veranlaßten die Staatsanwaltschaft, die Leiche zu beschlagnahmen. Bald nach der Verhaftung der verdachtigen Ehefrau legte diese ein Geständnis ab. „Gerechte Neuverteilung der Kolonien“ Japan fordert Regelung des Rohstoffvroblems London. 28. Juni. Wie jetzt bekannt wird, hat in der Schlußsitzung des Rohstoffausschusses des Völkerbundes der japanische Vertreter, weil er am Anfang nicht zu Wort kommen konnte. eine längere Erklärung abgegeben, in der die Behauptung, der Besitz von Kolonien habe nur einen geringen Wert, scharf zurückgewiesen wird. Die Haltung gewisser Länder in dieser Frage enttäusche die Erwartungen, die der Aovell Sir Samuel Hoares in der 16. Völkerbundsversammlung ausgelöst habe. Die Behauptung, daß die Schwierigkeiten der Rohstoffbeschaffung auf die wirtschaftliche und sonstige Politik der Einfuhrländer zurückzuführen sei, wirke besonders auffallend seitens derjenigen Länder, die reich mit Rohstofsen ausgestattet seien und trondem eine wirtschaftliche Blockbildung für notwendig hielten. Die Rohstofffrage könne ohne eine gerechte Neuverteilung der Gebiete niemals befriedigend gelöst werden. Ebenso müsse die Politik der offenen Tür nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch anerkannt werden. Dabei sei es notwendig, für bestimmte Rohstoffe internationale Kreditbeziehungen zwischen Lieferanten und Abnehmern mit Hilfe eines besonderen Währungsorgans herzustellen. 33 rotrefte, fdjmcu&fjaft oerroenbet IHatfd)Iäge für bie Hausfrau um iiefe«einmeUirorftfjen}u oerftfiieftenen 2uuptn iu reitficn ober aU Jullung für fite beliebten ftat* toffeiflowe ju üenugeu. ädmtacfßaf: ift ferner eine Brotfuppe.*u Ser man Ja_ä©rot in Sailer etmneidjt uns Dann autfodjen lagt lie Sucre utufi Burifi ein Sieb geroßt: mer» Sen. moranf man fie mit 3uorm gibt itnö 45 Btiuuieu oatfen lägt. itutf; für 21 r m e Sitter üufi Setgbrorreüe öfter litt Semmel gut iu Brauchen. Sfan Sarf find Srot. :as in fiitfe Stfieiben geitßnitren nierien ntug, nitfit ,u lange meitfien[offen, fcnflern legt ee nur für urje 3eir in gefüllte Bliltp. irrrauf man fiie Stfiei* >en nt geouirltcm di unfi rNeöl ruaUt unfi in Sei* ;em auf beificn Seiten golftbramt Brat. Slam teftreut üe Sann mit 3uett aus unfi gtfit gunadjit ine Sdntfit ron fiem Stot, Sa5 man mit ermaä Yucfcr gemengt fiat, hinein. Tann fornmt trat üebicbt ipielfdjeiben. fiie ebenfalls mit 3ucfer Se* freut roirfi unfi nun miefiet eine Stfiitfit Srot. Obenauf mug ftteier Bratfierfutfien fefir tettfifitfi iut üJlargarinefrücftfien belegt merfiett. iftau battt fm 45 Blinuten in retöt bet gern Cfen ttrefi gtfit ifin »arm gu Siftfi. mo man ifin notfi mit etnxiß Stra*> iorfer fiefietft 3utfi fftr„& öeteripeife' ift gerfefiene« gtfinjarjötot rtrrgugltdj. Ifüt fiieft Soeife rttiitfit nan Sas Stot mit.vlafao uni 3“«*«- 3>«nn le«t non in eine(Slas'djole eine Sfticfit oon fitefem Srtrt. tos man mtt@e!ee ober Slannelafie belegt. 3>*ranf________ folgt Stfilagiafine unfi^fianatfi miefier Srot. SJarme* i£Wi et en Sermeltfien.— l dleflonte ftotfimittagd “»b itfiermaia fite nfiente-rfntfit 6[ u)e mä türfiftfifieirueftem Botin mit langen Ser* Set Suppe meid) fodjen lägt Xutfi Sofhten Infi I«t al5 tfinlage iiir etne foltfie Srotfupoe. dfienfo fann man Siet fiinnufügen. Han fann oon trotfen gemorSenen Svotcfien ofier ®etfi6tot auifi Sie Sinfie afiidineifien Sie Sann üir ütfi gerüftet uni gerieten mirfi. Ite ftrumme üfinei* fiet man in fiitfe Stfieiben. Sie man ein menig au5= fibfilt. Han äeftreitfit Sie Seiften Seiten Ser Stfiei* fien mit Sutter unfi füllt fite Sofilung mit einer SJn'tfiung au5 ge’rfilagenem diroeig unfi geriebenem Sdjroei*er* ofier Barme'anfdi'e. Sem man notö et* mag_Bapttfa beifügen fann. Iie Stfieiben roerfien im C*en gefiaden. 6i5 fiab dimetg fnufprig unfi braunliifi gerootfien ift. Tiefe Srfieifitfien merben aI5 Setga6e ju friftfien Salaten gern gegeffen. ÜRef)I— ftreefeen Bütten fpieten eine gro&e Holle L 3f*ttrenfifi(fieÄ Slüäcfien au8 beige*firanBem Taft» Seoita mit oieretftgtm Äuäi'ifinitt unfi Ctrnen. ge* ifie unfi afiermalä Stfilagiafine. fiie ofierfte Stfiitfit mxtt Safine’em, Sie man finfiftfi mit oetfifitefien* tfcigen deleeä ofier etngematfiten jjrütfiten oer» SL altes Seigfirot fattn man mnfi tn Sfiicftfien unfi in Horaarine in Ser ftfamte räften. mein unfi Solerneffeft. Ser finrefi Sen angefranften Solant notfi betont mirfi.— 3. Sluie and er etne* forfienet» ftlonener Böigen mtt langen, im Oberarm fenletrförnttg gero ff fieu gent wl u unfi gtocPg*aöen* Sem aetefftem Bffirü.— 4. On fH ttnf ft irfe tu* Kf*"geftreifter®oftfifeifie mit fleinem ftra* gen.»rnfttaitfitfien unfi Änopfoerifilufi.— 5. ftus natnrfaefiener Sfianrnngietfie ift fitefe Heififatne Stufe mit Baffe, fittfit eingefrauiten Jtermeln unfi 31letfe entfernt mag mtt reinem Scn*tn. lagt grnnfllitfi trotfnen, trägt Sann erft Stbuhfreme auf unfi reißt blanf. fite’eifiene Sln»'e Sierüeden befommen bat? $alb Srennipiritui, fialb Saüer. Ten jvletf anr ein’Buberes ludi legen, mit ebenioltfiem fite Sflüfiifl* feit oorfiifirtg aunragen utto rroefen reißen. Blatt oeriudie erü an einer Stelle, fite iticfit'efir mä luge ; aüt. ob fite Seifte ntdjt Ieiöet. fite 3 ttnattrpflanjen nitfit retfit tretfiea mollen? Blan oerroenfie^um täglitfien üfiegen^immentHtr* mes•Saüer, in Sem roftei Jleiftfi gemafefien musfie. Öfter man menge Dem iSiefiroaiier ierfletnerte, rafie dierftfialen Sei. laüe 24 Stunöen ftefien unfi gie&e mit fite’em ftalfmaüer— iefiotfi nte ju otef 4fetnfittg> feit geben, auger Sei auigefproifieneit Safler* pflanjen.— Butfi menige Tropfen i° cenufpiriitö\ Sem(Siegmaffer jugefegt, mirfeu tretfiettfi. $in Äinb fragt Tte üefieniäfirige cYrma fragt ifiren"’ii* ,^5ie alt firft Sn. Bopa?" „JüttfanfinierMg." Unfi urfe alt ift Bin tri? ^Btergig cYafire." ^Stft Sn alter aC8 floma?" „ißarürlrdj." »Unfi Blaxna ift länger als Sn?" ,r»OPl 3apa, mie alt merSen Me dlefantcn. ^Tai meifi itfi mtfit" .ütnfi Me Sitten?" ,^Je natfiSem. Tu fpffft nitfit fooiel fragen." „3htr notfi eine ürage. Bapa. Sonnen autfi(He= fanten tanken.?" „Tn follft nitfit fo neugierig'ein. üfmrad Unlängft murfie an Blafttfien ine©efeingnts gemorfw,»eil ei fopiel'ragte mie Sn." Tie ftleine Senft eine Setle natfi. Sann fragt fkt Saä mnßte fittfi Bfnfitfieti beim miüpit Sim}* Eigemheim-Modellschau »m Mittwoch, dom 30. 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Sen Bag Seg Blad habe d) mit Tinte be> gaifen unb fo getan, alg ob eg ber oon Robert Sdjmarg märe. So hatte id) alfo groet Baffe auf ben Ramen Robert Sdjmarg unb tonnte gmei Betriebene Bertonen. nätn(id) ben richtigen Robert Sdjmarg unb ben eigentlichen Rob Blad, mtt Sem id) unter einer Seife iterfte, if)te RingerabBriicfe auf Sie Baffe madien taffen. So gab eg gmei Berfoncn, Sie jeöer einen gang richtigen Bag für Robert Stbmarg batten, nur. Sag eben bie ,gtnqeraböriirfe ocrfd)ieben waren." „Sarutn haben Sie ben Sdtmtnör 1 gemacht?" „Um in fieinetnfcgart mit Rob Blatt biefem Seutfd)en bie©rbfdjaft abgujagen.-Bare aud) beinahe gelungen. „©s tit gum menigften anerfenneitswer;, bag Sie ung feine Sdjmierigfettcn madjen." „gat gar feinen 3 a,e£*-®enn eg erft fo mett ift.'— „Sann merben Sic aud) meitcr Sic üüatgvfgctt fagen?"— „flamme Sabei am beften mcg." 3efit erft lieg ber Richter 3uuna unb Robert nnrtreten.„flennen Sie biete Santc unb biefen germ?" Ser fd) oben trage 3.U3 aut feinen Alunö aer» hefte fidt.„SelbitoerftunOlid)! Sir iinü fogar iebr gute Befannte.' „Sie geben alfo gu, Sag Siefer gerr tDlr. Robert Schmor? ift?" „Aber nein. Sag ift mein guter ,trennt) Blr. Rob Blaif.©s tut mir leib. Sag idi ihn oerpfeifen mufi, aber-fflahrheit ift'S^ufirfgeit." Robert mar aufgefpntngen.„Sag fagt Ser Sdmft?" ,Rube bitte. Ste be!)aupien alfo, Sag Diefet gerr Rob Blarf ift?" „Sag fann id) beidjmören.' „Ser ift Senn biefe Same?" „Big Bläbcfien bicä ftc Senitorita©armita 2eenteg unb mar eine begehrte Sthanhcit cincg Iiebenemürbigen gauies tn ftiffabon.“ „Sag magen Sic.. 3et?t mar Robert brauf unb bran, ben flert niebergufifclagen, unb ber Richter hatte Blühe, ihn gunädift gu beruhigen. „Satter! 3dt bente. Sie modten Sie Sattheit fagen?" „Res, Sir! Sag fann ich mehr tun. alg Sah idi bereit bin, meine-Bustaqc gu befchraören. Sag ift Blr. Rob Blarf. Sag ift Sie liebwerte©armita 2eontes.(Sehen Sie nicht gu fchlimm um mit Sen beiben. 3dt bin ja Sag flarnirfcl unb habe ftc gu Sem Blanc oerführt." Robert hatte fid) faitm itt Ser(Bemalt unb mar froh, bag 3uana nicht enqlifdi aerftanb, bie Behauptung bes Berbredterg alfo nicht begriffen hatte. „3d) protcftierc. Sas ift eine bobenlofe, gemeine 2üge." Sailer manbte iid) gu ihm.„iBreeuhorn. menn man in ben gättben bes(Seridtteg ift, mug man geftehen. Bes ift Sas beftc." Ser Richter fah ein, bafi Robert ftd) nicht mehr in ber©emalt hatte.„Sie Bernehmung ift oorläufig beenbet. Ser©efangene ift abgunihren." Salfer machte eine tiefe, höhnifdte Verbeugung not Robert unb 3uana unb Tieg jfdt f)tnaus* führen. „Sir—' „©inen Augcnblirf, Sit. 3ch bitte Sie bringenb, oerfud)en Sie ruf)ig tu bleiben.' „Senn fold) ein 2ump—' „2affen Sie ung oemünfttg reben. 3d) tage ihnen norher. bag id) per fön lid) übergeugt bin, bag biefet Sann, ber ftd) felbft oerloren ifeht, lügt. Sie iprechtn übrtgeng ein fo miferaleg ©nglifd), Sah ich eg fehon aug Metern®runbe für unmöglich halte, bag Sie ein Amerifaner finb. Ümmetfitn, Sie merben einfehen, bag eg bie Bflidtt bes©erichtes iß, in einem Jafl, bei bem es ftd) um fo fdjmermiegenbe Serbrechen hanbett, fehr genau gu prüfen. Is mirb ja aber gar nicht fo fdtmer fein, 3hxe 3bentität feftguiteden. 3n fcetn©Ijegertififat ift ein portugieftfd)er Stan besBeamter Senhor 3aoa Saufa oom Stanbesamt Ber©ibabe Bai^a in Siffabon ermähnt.'Bar biefer gerr anmefenb, als bas angebliche Ungfücf »it bem Bafi gefchah?" „Sr mar ebenfolange anmefenb im Äonfutot ntte mit unb hat ftd) mit meiner Trau unterhalten." „Run alfo! 3d) merhe fofort oerantaffen, bag Sie unb bie 2abn photographiert merben unb mir merben biefe Silber augenfalirflidt nad) 2iffabon fenben unb ben gerrn Stanbesbeamten bitten, Sie gu refognofgieren unb uns fo rafefa mie möglich Befcbeib»u geben. Sie bürfen es mir nicht iibelnefrmen, aber ch mufi genau nadt bem ©efeh oorgehen." „Sie lange fann bas bauern?" „Selbft menn id) Brief unb Antwort mit ber Jl-gpoft neranlaffe, atlerbings minbeftens oier§eh" Jage-* „Sag mtrb ingmtfdten aus uns?" .,3d) habe 3htten gefaqr, mie tdt benfe, aber es ift idjliegüdt ttidtt gu leugnen, bag burd) bie, menn aud) mahrfdieinlid) erlogene-ftugfage Sal» fers etn fdjmerer Berbadtt auf 3hnen ruht. Senn Sie nidtt in ber 2aqe ifnb. eine entforedienb h°be Bilrgfchaft gu leiiten. mug ich oorläufig Unter* fudtungshaft über Sie oerhängen.' Robert fd)rie auf...Seil etn üumo aug irgendeiner niedrigen Bosheit heraus uns aerleumbet, i moden Sie uns, einen unbefdtoltcnen Beutfdicn unb eine ebenfo unbefdioltene-Urgentinterin ein» fperten?' „3eh muh Sie bringenb bittest, fidt gu mägiqen. ©g ift meine Bflidtt, ntemanb aus meinen Ringern gu latfen. auf dem auch nur ber leifette Junten eines Berbadttg ruht.' 3uana mar ungcbulbtg gemorben unb fragte Robert:„Sa erfläre mir doch!' „Siefer 2unio, diefer Satter, hat befdimoren, bag ich Rab Blarf bin und du eine Bortumciin larmita Srantes mtb bat? mir beide Betrüger find.' 3uana.tatte ftammenbe Bugen unb reOete auf ben Richter etn, ber fte natürlich nicht«ertaub. „.San mtll uns oerhaften. San mtd untere Bilder an ben Stanbesbeamten nach fttffabon fenben.' „Bann ift es ja gut.' „Bber fo lange—' 3egt brach in 3nana, bie im Beumgtfcitt.lirrr Unfdtulb{einerlei Bugft fül)ite, micber ihrr finbliehe Bbcntcurerluft durch, unb fte fügte lächelnd: „Bleiben mir menimtcus betbc gufamuten?" Ber Richter hatte bas üädtcln um 3nanag üJlunb gefehen und faate:„Bie 2abp fcheint bie Sache humoriftifd) gu nehmen.' Robert fühlte, bafi ber Richter'thon fchrnanfeno mürbe.„JJlcine^rau ift in ihrer tinblichen Brt fief) bes©rnftes nidtt oöiiiq brmnfit. Seil fic meifi, bafi fte fern Unreetit begangen hat. giaubt fte auch, nichts fürchten gu müifen. Sie hat mich nur gefragt, ob mir beide gufammenbleiben.' „Sir haben feine-feilen für(Ehepaare. 3dt rnufi Sic bitten, jeht feine meiteren Schmierigfeiten gu machen. Sic müifen aertehen, bafi ich nicht anberg h arIöe l n fann. Sir moden hoffen, bafi ftd) 3hre Behauptungen als Sahrhett herausitetten.'©r minftc.„Bte beiben in Unter, fudtungshaft.' 3eftt erft aentanb 3uana. Sie Hämmerte itch jammernd an Rabaäi£and unb fd)rie gellend auf, als bie flonftabler fte mit>‘anfter©emalt non ihm lüften. Bann lieg iie ben flaof hängen unb folgte laut fdtludtjgenb ben JJlännern, mährend Robert oon anderen in einen anderen lylügcl des ffiefängniffes geführt mürbe. Bicfcr Ing, der fo fchan auf ber fonnigen 1erraffe in ber Billa begonnen, endete allerdings gang anders, als bie beiben ermartet. Robert rannte mie ein mütcnOer Söroe in feiner 3ede auf uttb nieder unb oerftudtte die eigene Ohnmacht. 3uana aber laq meinenb uttb aodfommen gebrachen auf ber Britfd)e in ihrer 3eü e j nb jammerte oor ftch hin. 4» -Bus bem Ufergebüfch cittÄ fleinctt.ylitfichcns. bas oberhalb'Jonfers in beit©aft Riner mündet, rauuelte fidt bei beginnender Bunfellgeit lim Braoters auf unb lachte oor ftd) hin.©s mar Doch gut, bag die Soligiften feine Spürhunde bei lieh gehabt hatten unö dag fte'*o feit baoon übergeugt maren, bafi er ertrunfen mar. Rur mit einer derben Briliithfiofe, bie er als UnterbeinHeib für ade ,yäde unter bem Bngug gu tragen pflegte uno mit einem bunten Sadhemö beHeibet, manberte er in ber©eftalt eines heimfefirenben-Brbeiters gur öodtbahn. mifd)te itd) unter bas©ebrängt unb fag am fpäten Bbcnb in ber oerborgenen Sinterftube eines Salons in ber Batterie, deren Befifier einer feiner^reunbe mar. Siefer ef)tenmerte Sann leiftete ihm ffie* fedfehaft.„3ch fann nicht auf bie Strage. Bu mufit augenb(icflid) ein langes lelegramm an 3oe Blad nach Buenos-Bires abfenben. Sefbftnerftänblich©eheimfprache. 3ch fege es auf. 3n ein paar lagen fann biefer Blaes bos Santos in Rem'Dorf antommen. Bas mug oerhinbert merben. Seifit du, mas aus den beiben qcmorben ift?' Bicf Salfer mar mieber einmal ber fllügfte unb hat befdimoren. bafi er Rob Blad ift unb iie eine äffentlidie Birne aus ftiffabon. 3etgt fifien fte im©efängnig, bis ber Stanbesbeamte aus öiifabon fte refognofjgiert.' „leufel, menn ber-Brgentinier gu früh fommt! — 3efit mufi 3oe Blad fehen, mie er uns aus ber Batfdje hilft- Sdjabe um Strf Salfer, ben merben mir in ben nädtften 3ahren faum mieber* fehen." Roch in berfelben Rächt ging ein fehr langes Telegramm in®eheimfd)rift an 3oe Blarf nach Argentinien. Seuntes Kapitel Ber Unterfud)ungsrtd)ter Blr. öobfon fafi in feinem Büro unb Blr. ffioobrom Siltins ihm gegenüber.„Sag fagen Sie gu beT Ausfaqe Bid Sailers, Blr. Silfins?' ,3d) mürbe mir felbft nüfien, menn ich faqcn mürbe, ich halte jie für mahr, benn bann hätte ich an ben richtigen B2r. Sdtmarg gegahlt. Irofibem hatte ich w für eine 2üge. für eine gemeine Bosheit Sailers, bem es fatanifche ifreube macht, jetgt menigftens auch noch bie beiben hinetngulegen. Sag den jungen Blann betrifft, fo mufi ich geriehen, bafi mir bie beiben Rioalcn einen guten ffinbntrf machten. Biefe junge fyrau ift aber unter feinen Umftänben eine ieidnfinniqe Bben tcuerin." „Ben©inbrurf habe dt auch. Uebrigens fpredten nach attbere Btnge für iie. Unter ben wenigen Sadjen, bie üe oom Schirbrud) gerettet haben, befanden iid) aud) einige Briefe aus Berlin, ma ja Sennarita-Blues bos Santos in Beufion gemc’en fein ioli, unö auch ein paar©etegenficitsPhotographien, die bie junge Barne im flreife einer gang entfdneöen gebildeten, ttipifch beutidten Familie ,eig:en. Bie Behnlidtfett ift tarf gu erfentten. Selbftaerftänbtidi fann eine patugiefitche Btrne man in foldter Umgebung in Bcurfdilanö gemefen fein. Bufictdem mufitett bie Baoiere geftahten fein. Senn man alfo nicht annehmen and, bafi btefe Berfan geraüegu eine Boaoelgänaerin ber echten 3uana ift, bann ift iie 3uana-Blnes bos Santo«.' „Bantit ift bann aber audi Ser junge Blattn Blr. Robert Schmort, benn bie ed)te 3uana Blaes bos Santos mürbe fidt doch nicht gu einem foldten Betrag hergeben.' Ber Richter nirfte.„BUcs'ehr fchan. aber ich bin in einer üblen 2nge. 3efit mufi biefe Sache tcHärt merben, unb menn mir uns Öodi irret» unb ich laffe die beiden frei, iinb üe felbftoerftänblirh fafort oer'chmunben. Bnbererfeits ift es natürluh fehr acinlid), unter foldien Umftänben die$af. aufredit.gucrfiatrcn.' ©in flonftabler trat ein.„Bleies flouelrclegr.nnm aus Buenos Bires ift für Birg. 3uana Sdtmarg im 3entraicarGtotc! angefotnmen.'— Seibftuerftänolid) hatte ber Blattager, Ser aUerbings nur oon Ser Berhaftung, mehr aoer aon Sem Aufenthalt in ber BiHa bet Ronfers mufite, bas Telegramm gum©eridtt gefdiirft. Ser Richter öffnete. „Brief erhalten, äeivat oergiehen. Blatter ’dirocr erfrauft, flamm fo fdmell mie möglich. Taufenb Befo gleich,geitig abgefanbt. Bein Bater Öicronimo Blaes bos Santos.' „Bas ift der Bemeis! 3etjt bin ich etbft übergeugt. Senn Das micber ein Inrf märe— ausgerechnet nach Buenos Aires mürbe matt bie lyalt'che nicht lottern flonftabler, ift©eib für bie 2aÖn angefotnmen?' „Serbe im$ote! nathfragen.' „2aifen Sie bann bie beiben Berhaftctcn uor» führen." Blr. Silfins ging in bas Borjgunmer. der flonftabler gab bie notmcnötqen Aufträge unb telefoniere.„$s ift eine tclegrapfjifche©eibfenbung foeben angefotnmen." 3uerft mürbe Robert heretngenihr.„Sat üth unfere Sache geflätt? Sas ift mit meiner fyrau?" 3efit fam 3uana, unb es mar erfdjrerfenb, mie biefe eine Radtr in ber$eQe ihr ganges Sefen oentö« hatte. Sie achtete nicht auf ben Richter unb fanf laut aufmeinenb Robert an bie Bruft Ber Richter liefi üe gemäfiren unb beobachtete beibe. Bas mar mirfl;d)er Sehmergi Bas mar ein junges Sefen, bas ifdj nergmeifelt an ben Blann Hamme«, ben es liebt,©s mar gang ffcher feine Abenteuerin, ober es hätte eine fehr gute Schau« fpielerin fein müifen. freilich, ber flriminalfommiifar, ber gleichzeitig beobachtete, brummte etmas non„flomöbie" aor üch hin. ,3eh bitte, ftch gu beruhiqen. 3d) habe 3hnen eine©röffmtnq gu machen,©s ift eine Bepefdte aus Buenos Aires gefommen." 3mmer hielt er bas BÜenenfpiel ber beiden fdjarf im Buge, unb 3uana fehrie auf. „Bon meinen©Itern?" „Bon Bon$ieronimo Alues bos Santos.' 3uana gitterte an aden©Hebern.„3d) fleh« Sie an— geben Sie mir bie Bepefche." Sie nahm mit bebenber 5anb bas Banier.„Bletne guten©Item! Sie itnö einnerlanöen— meine Blutter ift franf! Schmer franf! 3d) bin daran fd)u(b! Blein Streich—' „Rein, id) adein habe bie Sdtulb—' 3uana hatte üdt aufgerichtet.„Barf ich reifen? Bleine Blutter ift franf! BJeine gute Blutter ilirbt, unb ich bin nicht bei ifir. 2aifen Sie uns reifen. Sir oergidjren auf ades. Sas Hegt an ber ©rbfehaft! 3eh mufi gu meiner-Blutter! gaben Sie(Erbarmen!" Bie Berqroeiflunq in ihrem©ejicht rührte ben Richter,„©s märe möglich, bafi ich Sie reifen liefie.' 3uanas©eftdtt leuchtete auf.„Sonn geht ein Schiff?' „3n oier Stuttben oerläfit bie..Riagara' ben gafen in Richtung Buenos Aires." „Bann laffen Sie uns frei! ftaifen Sie uns auf ben Bampfer bringen!" „Bas ift unmöglich. 3rf) fönnte bie 2aög nielleicht freilaifen, aber Blr. Sdtmarg..." Robert hatte jid) oodlommen gefafir.„©rlauben Sie meiner^rau, gu reifen, id) itede mich 3finen gur Berfügung.' 3uana fah ihn ertchrorfen an.^3d) fod gang adein—' Robert umfafitc fte.„Senn ber gerr Richter uns nicht beit: freilägt! Bu mufit gu deiner -Blutter. 3n menigen Tagen mirb iid) ades Hären. Blit bem nädjften Schiff fomme id) nach.” Blr. gofafon fiel ein:„©s ift bas aufierfte. mas id) bemidigen fann. Blr. Sdtmarg mufi unbebtnqt hier in gaft bie;beit. Senn Sie adein reiten moden, mid id) es oerantmorten. Sie gu entlaifen." 3ttana meinte ftid oor itd) hin.„Bleine gute Blutter!" Robert trbitete:.Bu mufit fahren. 3d) btn ja Uirflidt, menn ich Jiai menigftens frei meifi. 3di abe um dich fo gelitten. 3ch'ehe. ber gerr Richter ift ein Hihlenörr Blenfch. And) ich merbe bald miröer frei fein! Sas madteit mir biefe menigrn Tage aus, menn Du nur nicht leibeft." Sie richtete üch auf.„3ch mufi gu meiner Blutter!"; „Alfo gut! Bl.©orntch. Sie merben Jte Tarne auf ben Bampfer beqletten. Ratiirlid)'od ser flapitän oon.'ihrer Verhaftung nutits erfahren, ©s ift hbepfte 3e:r. Rehmen Sie-Bbfebteb." „Barf mein Blann nicht menigftens mtt aubas Srfnff?" „Blr. Sdimarg barf bie gaft nicht oeriaft»n.' „Sei'tarf. meine tapfere, hebe Guana!'m merbe fdion mutig fein. Blir dem nadpfen Schir fomnte idi dir ja nach.' 3uanu nahm üdt gul'ammen. Ber Richter liefi ihnen noch ein paar Bugen» blirfe bes Adeinfeins unb trat mir bem flrimtrtn• beamten in ben Rebenraum.„SelBftmerftänbfirfi meihen mir len flapitän ein. fagen ihm aber, bafi mir ber 2aöt) glauben,©r bar uns nur suacnbrieflich gu bt.nadiriditigen. menn üe untermris ben Bampfer oerlaffen mtd. Telegraphieren sie an unfer flonfulat in Buenos Bires. Bei bet Bnfunrt bes Schiffes ift genau feftgufteden, aS die Same in Sahrheit bie Ift. für bie ne üch ausgibt.' Ber Vamntiffar mrfte bann trat er gu 3uana. ,-f51ea,e.' Rodt ein furger Bbfd)ieb, bann mufite 3uano mit bem Beamten bas©eriehtsgebduöe aerfapen. Seife meinenb ijfi üe>-n Auto unb fuhr gum gafen. Ber Bampfer lag aöfafirtsberrtr. es mar böchfte 3eit. Ber fljmmiifar läfte ihr ben-BaiTagcfchein unö gab ifir ben Reft bes ©clbes.-fflfe im Traum fachte 3uaucr ifire flafune auf unb feste üdt nieder. 3ftr mar unendlich meh uns gerg. Bie Angft um bie franfe-Blutter, ber Sdmterg, Robert oerlaiTen gu haben, bte©rieh» niiTe biefes furchtbaren Tages im©efänanis. ades gerne an ihren Renten, unö üe brütete turnm oor üch hin. Aibtete nicht auf bie Barbereituugetr gur Abfahrt unö fuhr erft aus ihren©eöitrtfrn. als bie Scqraube gu arbeiten begann. Sie fprang auf, fah in ben Spiegel, fuhr'tuet! mit der Bube-.-uarte über bas©cücht unb eilte hinaus. Riemuub Eümmertc üdt am ftc. Bie Baffagiere ftanDen an ber Reling unö minften. Str mar adein. gang adetn! Ba hinten, irgendwo tn dem grofien göufermeer ber Stabt, tn ber üe r o Schweres erlebt, mar ihr Robert 3m©efänqnis. 3hr Ro6ert. Unb ite fuhr hinaus auf bas Bleer, bas ihr fehon einmal"eine Srfirerfen gegeigt hattr. uvb— mas mürbe üe itt ber geimat ermarten'’ Bie©lorfe rief gur-Blahlgeit. 3uana hätte es nicht nermodir. unter Blenfd)en gu fein unb flüchtete wieder m ihre Sabine. Robert fafi mährenööeffen in feiner teile.-Sie bas nun merfmüröig mar! 3ftui mar leichter gu* mute, nie! Teichtcr! Bas Tirchrbare Bemufiretrt. bafi 3uana gleich ihm eingeferfert fei. mar um ihm genommen. Sas fam cs darauf an, ob et noch sin paar Tage bulben mufite! Auch er mürbe ja frei! • ©s«ergingen mieber Tage. Tage, an denen Roöert aon Stunde gu Stunde aergeöen3 darauf martete, bafi bie flerfertür üth öffnete unö ber Richter-.hin-'eine Freiheit oerfünöete. und Tage, in denen 3uana tn ihrer Äahine fafi unö oodet Angft unb 3«3en an bas dachte, mas de in ber geimat erwärmte, unb an Robert! Sie hatte thn ja fo Heb! 3efit mufite üe cs erft fo recht, mie üe in biefen Tagen ine-.nanoergemadtfet. Unb fte fam itd) oor, afs hätte fie ihn rreulos oerraifen, unb es mar doch ifp* Bflicht!©in anderer Bampfer fam am gmeiten Tuge ihrer Jahrt an ber„Riagara" oorüber unb meinfeite mit ihr die Jlaggenfignafe.©s mar ber .©eneral„Befgrano", an beifen Bord gier onime -Blaes bos Santos lehnte unö nicht ahnte, bafi feine Tochter, bie tr gu holen fam, da« brühen meinenb in ihrer Sabine fafi. Bon gierontmo fam tn guter Bornr'ragsftnnöe tu Remporf an, nahm üch fofort ein Auto unfi fuhr gu bem gaufe©umberlanbftreet 346 ftt BrooCpn.©s mar ein dufteres, häfiliches Tene* menthoufe, anö ber Bortier, ber tn ber Tifat üanb, munberte üch über ben feinen gern, ber ihn in gebrochenem©ngltfd) anreöete. „fflohnt hi ec Alt. Smitfi?" „Sahnt nicht in biefem gaufe.' gieronimo brarfte bem imirrifchen Blann ein ©etbftürf in bie ganb. ,©t mufi hie* mohnett. 3d) öenfe, es mufi ein Boacbingfwufe fein. 3d) bin Bon gieronimo-Blues bos Santos au* Buenos Aires. 3dt futhe meine Tochter. Blrs. 3ucma Scfimacj. Sehen Sie, fj’ er das Telegramm." ,3dt fann 31jnen nerfidtern. bafi hier meber ein Blr. Smith mohnt noch eine Barne bes Rn» mens Sdtmarg." „Aber dann—1' ,,3d» fann 31jnen weiter nichts fagen. 3dt merhe einmal in ben Ra dt uar häuf etn fragen." -Bon gteronimo fuhr nadt ben oergeblidten Bachfragen gur Reederei ber„Susquehannuh" unb iteflte üd) bon oerr. „®ang recht-Blr. unb Blrs. Sdjmarg ünö durch den Bampfer„SuntTttne" gerettet anö bann im©entralpartnotel abgeftiegen." „Sie meinen doch Blrs. 3uana Scfitnarg aflein?" ,Ro, Str. Blr. Robert unö Blrs. 3uana Schmarg." gieronimo rühr in bas jcgeicbnetc gotel anfl munöerte iid).me: die ielrfame Ausfunft ber Reederei. 3tqt teilte er iid) Sem Blanagcr oor und wiederholte feine jragc. (Jottfcfiung folgt) gut(et Me notf)(cm^cparlncr (in Eapitel non originellen Qeitatsanseigen—„Huf öieiem nid)t raetjr tmgeroöljnlidjen IDege“ Crfter lag btt TTfi.Tage*3Rtmlgebirgsf»ftrt Ciner ber Teilnehmer auf i>er furttenreiAen Strafe bei Cnglmar(BagerifAe Ofiraarf). SMt her TurAfühnnig ber Tiei-Tage-Büttelgebirgefahrt ijl bie RSftÄ.-3Rotorbrigabe BatjerifA* Cftmarf beauftragt.(RBelthilk/SU Tas ift ber natuiluhe®»aii 3 btt Ttnac, feit ben fr len ivros unb 2eanbers.(Sin onngling iieJjt ein BiäbAen. hinüber unb herüber flattuner bie Bltie etn normal mag bas; o gehen, unb fAon hat brr immer maAe Siebesgon ben heiben feinen Bicil mitten ins£«er? gef&ofien unb iht.cn bas fü§e Cüft ber Siebe ins Blut qeftnft. 3mmcT mar bas 1**8 feit ben Tagen bes grauen Altertums, bei cE ben berühmten Siehtsnaarcn bie oon tage unb TiAtuttg befangen anufteu, abrr cuA bei bin iAliölen BlerfAen Vs R'Itags. non bereu frtne Spur geblieben. Cr.glcah macht ber. üniare Tanrben gibt es aber feit merr als fcunbert Sahten auA noA ettttn anberen 3eg;ur Rnbahnung brr Besichungen;amA:n t’ S*tiAIfAtrrn, unb bas ift btt öeiTatsan^tige. Sange gal: ftefer ireg als ungemöhnl-A erft bi* 3eit un bie Babrbur.bcrrsenbc. als man nA feiner in;u* rchmeabenj SScfe?ti bebtenen begann ft.-.npfllc tb~?u einem„niA: mehr ungetrchnliAen*. ?,uerft fAeint in Sngianb ein finbiger.topf rar bert(ftebanfen gefnmtn’n;u fein, mit j;i!fe e res JjeimngsirfetP**« lein Sehe’^glüf iju becrür.ben. Tie Leitung. in b.-tn es erfAtn. mar b:e„Stern ingpoft*. St? bta-ft 4.? in ihrer ülusgahc {.r:.V b.'f r irftehetibe„Vrferat ber Slorntngpoft ratts ar.h• ähtn: ihm naA. haf es einen mtrfTi- r:tb-gen unb anfriditigen(Sin* brud m* 4 mas mir fonft toA non feiner ein* i: ar.■:-a-:ctge faaen Jönnen,"bie uns je* rra.s r* Ragen grfotnmra ift*. Rus bitfem Safer. rpor. baf batr.als’Aoa fiA nur;u häufig..er? S. itcrsten hinter beTortioenc* fuAen rer--::rn hoben möaen. Trr.3!*rmiu r*rtT8*s«B»i§er* 00 c 1801 S.: 2.:■ b:s fXahthunberrs taumte|3im et“'- m- brr gcu'erhsmäfige öerrotsncrtnitl* :- 4:- Jeitungen a 44 brr•'* n r•-tr„Cramtnrr* heriAtet am 25. STA*'*: r.c ttt ftJonum. baf„nA int äSor* cr'b’t 4-vtratsagenr öffentüA onhietc, bisTreten■: hfcl?u nertnitteln unb ÜA perr:-T b 4"--Attae(Dünnung unb bie Jet« irl.-its'' 4 r 4“r jerer ftsjrtfi reft?uftcEcn, ehe f-’’ru 44 1 arrangier?." 3n TcuAAIanb erhör 4 t-?u ben älteften anjeigtr eine im .öctnh•**•' n Correiponbenten* rom 23. 3Säri 1-92 e*' 4- nes 3n**erat, bas noA in r Atrü!fti* c-—- 4*aft ift unb’Aamhoft bas„iBcrreten b. r.iro u-gemöhnliAen 3Peoes" mit b--•--A*- nel;u entfA'jlbigen juAt. mxr^.~ (Sine Annonce in ber ällurnieinen Rettung löfi jeboA ertennen, baf es bereits um 1801 ein^?Iart mir bem Titel ,3Wgemrincr öttTctsan^eigci* gab, bas ausi'AItef'iA.^eiratsgefuAe unb•e'ffcrten braAte. SRatnrliA lief auA bie>oIbe SeibliAIeit fiA niAt bie(f*e!egcnbeit entgehn, non ber neuen äSögliAfeit, bie fiA ihr für bie 2uAe naA einem Sfbrnsgeiährten ober a.:A naA einer Sebensoerforgung bot, ausgiebig fvbrauA?u maAen. 3?or runb 125 Tvahren, am 0. 3Kai 1812, erfAien im ,Setp;igcr Tnteüigenjblait* folgcnbe originelle •an^eige: ,f?ier honette lehr lAone aAtifhn« bis pier* unb^maruigiährige äüabAen gutera?ette?u Selb unb;u einer^rau?u foxntrtn perfuAtet ,(Sin junger 3Sann pon gütet Statur jnb angenehmen(SigtnfAafren, ber nA r.aA eitiem 38eibe fehnt, bietet nA allen Seinren unb oung* trauen unter 32 ochren als ben bereis einer Öeiratslotterie an.(Ss tollen 600 2ofe ju 50 Tollar ausgegeben tnerben."Sur eine einzige Summer mirb aus betn Aabe gejogen, beiTen giüdliAe^eitScrin ihn felbft unb bie 30 000 Toi* lat geminnt." Tider reiAliA unoerfrorene(Shcfan.bibat fanb halb SaAahtner. om oahre 1825 bot fiA im„$eri! TSctcure", einer in Sonbon ausgegebenen fran* töit'Aen SoAen?eit'Arift, gleiAfabs ein junger üSann als^rcts einer Uottcrie aus, bie 90£ofe ?u je 25 000 jtrenfen jäh’en feilte.(Sanj ftAer traten biefe beiben feltfamen Scuje auf Tummenfang ausgegangen. >>eute ift bie^iratsan;eige ein burAaus etnft* junchmenbes Sittel jut(£h«anbahnung, über bie fein perrtünftiger SRenfA bie Safe rümpft.£>«*• noA fann man fiA aber mitunter eines ftiH« CäAelns niAt ermehren, tnetm ber ober bie$h** fuAenbe bei ber SelbftAarafterifienrng bie ffh 011' lajte gar?u fefir bie ,3üg*I i«^ie%eTt Iäft. Tofür nur ein ft?eifpiel, bits einer grofen beun'A* fAtpei|eriiAen Reihung entnommen ifi:»öOo. — SOS.! Unbemannte elegante 3aAt irrt jiello« im 2ebenso?ean hemm- Seiest ftifine Steoer» mann oermag fie?ieIüA«t in ben rettenben§«fen ber ßhe ju fteuern?* Tiefer 3krruA?ur Bemannung ber eleganten oaAt aehört^nxifellos?u ben origineHften feiner Art. SAobe, baf man niAt erfährt, ab i?A h«r gefuAte fühne Steuermann gefunben h«t(nn pjetö meldet Unfall (Sin Bauer auf ber 3nfel jjür.en, bet feine Bf erbe in guter Obhut auf bet Serbe amfte, mar niAt trenig erftaunt, als pIöfliA eins feiner Bferbe allein ben s»of getrabt fam, laut mieherte unb grofe Unruhe zeigte. Ter Bauer perfuAte bas Tier?u beruhigen, aber jetu eilte bas Bf erb wie* ber jurüd auf bie Seibe. SiAts(Sutes ahnenb, folgte ber Bauer. Buf ber Seibe begann bas unruhige Bferb abermals laut ju miehern.®cnj aus ber jyrrnc njanlortcte ein Streites BTerbetpieftern. 3cfet rnufte ber Bauer BefAeib. ßins feiner Bferbc mar in eine SAIuAt geftürst, aus bet es ÜA allein niAt micber befreien fonnte. TurA bie aiannmelbung bes anberen Bferbes mar aber bet Bauer in ber 2age, reAueitig$ilfe ju fAaffen, fo baf fein SAaben entftanft. Huf Stanleqs and Cioingftonea Spaten 3rau Aofa oohnfon, bie Sitme bes berühmten BfrifaforfAcrs Blartin 3of)rror, hat fiA barA bas’'Amere 31u9ir u 9 ur 9iütf> bas fie im Jrühjahr erlitt unb bei bem ihr Blann ben Tob fanb, niAt por neuen 3‘ u 9 Q benteuern jurüAfAreden Iaifen. Sie ift foehen mit einem Jlugjeug in Southampton aufgeftiegen, um naA Tanganpila|u fliegen fiier min fie ben Spuren ber hetften gtofien JorfAer Stanlep unb 2iotngftone folgen unb emt grofe^ilmerpcbition tief in ben unhefanmen Urmalb führen. Gmpörnng in Bolen über bie Umbettng bes Sarges B*lf»bffts Tet Sarfophag mit ben fteroItAen Ueberrtften Bilfubiftis in feinet bisherigen 9tuh«ftä!te, ber Sönigsgruft im Sl.afouer Tom. 3eRt hat ber Stafauer CrjbifAof gegen ben Sillen ber Regierung eigenmäAtig ben Sarg an einen anberen Bläh in ber 3?amclfatbcbrale bringen Iaifen. Tie Regierung hat baraufhtn btpIomatifAe SAritte gegen ben Batifan unternommen,(©eltbilb 3JI.) hrff(5‘aiumt? Tir lf?te» Trägrr mcltaerüftater Aomes— fis.ftitips. 2«:*Büs. Kaleatbss, Aitic'ea B-b R! Starts Ur-Ur-Bösle T7 b=s R»i«üitn?s Cr tu ift bas staub uralter TraDition. bas jebe Berä.tberung tm 2a 44'r bet Biitte mit iniftrauen .. e fpi'-iV'r-}'" npf? murV man auA auj ben leinen leb' 4' 4::’•-:nen bes.flo’umbns" aufmertfam(fs ift 5er>;er?rg oon Beta.tun. ei 4’ barhrtagter ilVann. ben bie BoIfAemifcn-orben a!* AriTfl feft tencinmen unb trofc feines Iv.rft;.h.ers.n ben Keifer aemcr; en hatten, if: ft ben oereinten Betnühur aen rcriAiebener auslänbifAer«AefAäftströgcr ift es gelungen, ben 2cftten aus bem<5aufe ßolon rar ben iArerfItAen SAidial?u bemafren. bas ben übrigen in bie öünbe ber Roten gefallenen Rbcfigen befAieben gemein ijt Tie leftte Blnfsper—onb'e^c^G'ts RuA BJoiarts(AefAleAt mirb'ilb ausft. ,4 en. beun b 4 e 2fftc aus betn raufe Bl rnirf. fein Mr> Ur Päsle.~.au Caroline Cra 4--Bloiürt aus Rugsbnrg. hat feine ftinber. Dt nenn auA niAt ■ueV be-u Rainen, fo boA bem Blute naA. ben ’?-—f->,-j aTofien.ftomponift'n? 4";‘er pererber. t-~ u Caro'me(^rau-SK'Jarl fteht in ben ünf;;g