Reichsbank hat allgemeines noten(Reichsba# d Privatbanknoy erlassen. Da## d inländische G## hr ins Ausland, Inland in die## ersandt oder ü r noch zugelassen en in Postsendung Reichsmarknoten u# Postsendungen, ndische Goldmünn der Annahme# die Annahmebean die Auflieferer nd versiegelten Be# künftig bei der r Sendung stets orm. Das Bund indes gibt bekan r den einheitlich Zt. außer Kraft eit haben. Es ist n Kriegervereine, 1 Armee als Koo## diese auch zur neu Bedingung ist an ei geschlossenem pfbedeckung ersch „ 6. und 7. Juli d. wie wir ihn s. Zt. gemein nicht getraBeschaffung der zustreben. Lag der Arbeit“. ers haben die Mitt am 1. Mai, am rufsgemeinscha Deutschen Arbeitsiu digen Gliederungen ir jeden Kameraden der Arbeit". Dienst . 3=ZimmerWohnun ehör sofort zu Rigwinstraße dieren ngt Gewinn rin sucht freundlich II. Zimme er Lage. Angebote! an die Gschst. d. istag, 28. Avril 1934 Dortnaund 15. Jahrgang— Nr. 51 Dimpelons-Artikel ahl engede Hiengeder Eckat Geschäfts= und Verkehrs= Anzeiger 9 Meugeder Zeitung Ant dreimal wöchentsich, Dienstag, Donnerstag und Sameiag. Der beträgt monatlich, durch Boten frei ins Haus gebracht, oder bei dezug 1.— RM.= Einzelpreis 10 Pfennig.= Geschäftsstelle: Dortmundgaede, am Markt.= Fernruf Dortmund Nr. 11396.= Hauptschriftleiter, zwertlich für den gesamten Inhalt: Ernst Arnold, Dortmund=Mengede. geimätige Beilagen:„Das humoristische Biatt“,„Roman=Unterhaltungsbage“,„Sport und Spiel“,„Für die Frau“.= D. A. III. 34 1710.= An#engnnahme bis nachm. 6 Uhr.= Bei Betriebsstörungen usw. befteht kein ruch auf Lieferung der Zeitung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Organ zur Wahrung Das Heimatblatt Ankündigungsblatt der der Vorortsinteressen für alle Stände amtl. Bekanntmachungen Anzeigenpreise: 1 mmn boch, einspaktig, Grundpreis 8 Pfennig. Ermäßigte Grundpreise nach den Bedingungen des Tarifs bei Vereinsanzeigen 4 Pfennig, bei geschästlichen und Unterrichts=Anzeigen S Pfennig. Reklamen im Textteil 1 mm 28 Pfennig.= Bei Zielüberschreitung, zwangsweiser Eintreibung oder in Konkurt= und Vergleichsfällen wird etwa bewilligter Rabatt hinsällig. Für telefonisch aufgegebene oder abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge und Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übemnommen.- Erfüllungsort Dortmund=Mengede. Gerichtsstand: Das für Dortmund zuständ. Gericht.= Doffscheckkonto Dortmund 4030. ebreitungsbezirk: Mengede, Bodelschwingh, Brüninghausen, Deininghausen, Deusen, Dingen, Ellinghausen. Groppenbruch, Huckarde, Ickern, Nette, Oestrich, Schwieringhausen, Westerfilde is Gelöbnis der Vertrauensmänner Gegenüber Urklarheiten, die über die Ablegung Gelöbnisses der Vertrauensmänner in der ffentlichkeit noch zu bestehen scheinen, weist i Reichsarbeitsministerium nochmals auf die der Durchführungsverordnung vom 13. April troffene Regelung hin. Das Gelöbnis der Mitglieder des Vertrauensist danach im Betriebe vor der Gefolgast abzulegen, und zwar grundsätzlich am Mai. Eine Verlegung der Feier auf den 2. ni ist mit Zustimmung des Treuhänders der nur für die Fälle vorgesehen, in denen folge der räumlichen Entfernung des Betriebes in dem Orte der allgemeinen Feier des 1. Mai eine vorhergehenve Betriebsversammlung Teiknahme der Betriebsangehörigen an der neinsamen Feier der Bevölkerung wesentlich rt werden würde. Das Gelöbnis im Betriebe ist sowohl von dem Ihrer des Betriebes wie von den Vertrauensgnnern abzulegen. Dem Führer des Betriebes dabei die Verpflichtung der Vertrauensunner und die würdige Ausgestaltung der erlichen Handlung ob. vereinigung der deutschen hausfrauenverbände Frau Jecker=Aachen zur Führerin berufen Die seit dem Kriege in Deutschland bestehenden usfrauenverbände hielten in Erfurt eine geinsame Tagung ab, in der dem Geiste nationalsalistischer Volksgemeinschaft folgend, die bisBünde zur Reichsgemeinschaft deutscher usfrauen vereinigt wurden. Zur Führerin Parteigenossin Maria Jecker aus Aachen zur Stellvertreterin Martha Voß aus Zietz Schwartau) berufen. Die Saarregierung verfügt Schärfstes Verbot aller Schulfeiern Lie uns mitgeteilt wird, hat dieser Tage die ulabteilung der Regierungskommission eine ffügung an die Direktoren der höheren Schudes Saargebietes, der gewerblichen Berufslen und an die Kreisschulleiter gerichtet, in darauf hingewiesen wird, daß der 1. Mai im rgebiet weder gesetzlicher noch kirchlicher ertag sei und daß deshalb an diesem Tage in en Schulen ordnungsmäßiger Unterricht stattwen müsse. Die Regierungskommission verbieveiterhin alle über das normale Maß hingehende Beurlaubungen von Lehrern und hülern. uS 8 rmeyt engeder 80 sämtlicht r- und er-Achee schnell und Truppenparade in Hannover In Anwesenheit des Reichswehrministers seichswehrminister Generaloberst von Bloms traf Freitagvormittag in Begleitung des Fss des Wehrmachtamtes Generalmajor von schenau auf dem hiesigen Flugplatz ein und #h sich von dort im Kraftwagen zum WaterPlatz, wo eine Besichtigung der Truppenteile Standortes stattfand. Kohlen für 2000 Jahre Deutschlands Kohlenvorräte: 280 Milliarden Tonnen Steinkohle Braunkohle für 237 Jahre Ruhrgebiet hat den Vorrang Anläßlich der Ausstellung„Deutsches Volk— Deutsche Arbeit“ hat, wie das BDZ.-Büro meldet, die Fachgruppe Bergbau des Reichsstandes der deutschen Industrie eine Schrift über den deutschen Bergbau herausgegeben, die einen Ueberblick über die in deutschem Boden noch liegenden gewaltigen Schätze an dem wichtigen Rohstoff Kohle gibt. Es wird darin festgestellt, daß innerhalb der augenblicklichen Reichsgrenzen sich Steinkohle in abbauwürdigen Lagerstätten bis zu einer Teufe von 1000 Meter 78 Milliarden Tonnen, bis zu einer Teufe von 1500 Meter 235 Milliarden und zu einer Teufe von 2000 Meter 280 Milliarden Tonnen befinden. Wenn man eine jährliche Durchschnittsförderung des deutschen Steinkohlenbergbaues(ohne Saar) von 150 Millionen Tonnen zugrunde lege, dann ergebe sich bei einer Teufe bis auf 1000 Meter eine Lebensdauer von rund 600 Jahren, bei einer Teufe bis auf 1500 Meter von rund 1800 Jahren und bei einer Teufe bis auf 2000 Meter von rund 2100 Jahren. Gemessen am Weltvorrat an Steinstohle erschienen diese sehr achtbaren Ziffern recht klein. Deutschland besitze nur drei Prozent des Weltsteinkohlenvorrates. Die Vorräte der einzelnen Steinkohlenrevi bis zu einer Teufe von 1000 Meter seien zu errechnen für das Ruhrgebiet auf rd. 55 000 Millionen To. plus 7000 Millionen To. des linksrheinischen Gebietes, für Oberschlesien auf 11000 Millionen To., für Der Arlaubslohn der Vergarbeiter Mitteilung des Bezirksleiters der UHF Hagel an die Zechen Der Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Westfalen und Landesobmann der RSBO, Walter Nagel, M. d. R., gibt in der Frage der Urlaubsbezahlung für den Bergbau folgendes bekannt: „Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. Ley, hat am 14. April in einer öffentlichen Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Gelsenkirchen erklärt, daß, wenn der Ruhrbergbau nicht in der Lage wäre, seinen Bergleuten den Urlaub 100%ig zu bezahlen, die Deutsche Arbeitsfront die restlichen 30% übernehmen würde. Dieses Versprechen wird eingelöst. Dr. Ley hat befohlen, daß alle Vorkehrungen getroffen werden, damit am Montag, dem 30. April 1934, bereits überall mit der Auszahlung der gekürzten Urlaubsgelder im Ruhrbergbau begonnen Die Zechenverwaltungen werden wegen der Kürze der Zeit auf diesem -ahrschule ütthof nnt für gewissenhe Ausbildung. Leitung Fahriehrer Schlüter. mngede, am 11430 und i!* ontag österreichischer Nationalrat „Dauersitzung“ des Parlaments wird Montag algeschlossen te und vollendetst gs- Maschine. ele Entscheidung über die Einberufung des sonalrates zum Inkrafttreten der neuen Ferichischen Bundesverfassung ist gefallen. Hundesregierung wird die neue Verfassung P#rlamentarischem Wege in Kraft setzen lasSchon am Donnerstag wurde die Notverlung der Regierung veröffentlicht, durch die r. 4pparat zur Annahme der neuen Bundeskesung in Gang kommt. In der Regierungs#nuns wird der der christlich=sozialen ParTehörende zweile Präsident des National#er Abgeordnete Ramek, beauftragt, das dium des Nationalrates zu übernehmen. e hat daraufhin den Nationalrat zu Mon10 Uhr einberufen. Auf der Tagesordnung #en drei Punkte: #se formelle Genehmigung der bisherigen Fttordnungen der Regierung, die auf brund des Kriegsermächtigungsgesetzes erlossen worden sind, Genehmigung der neuen Bundesver3. die Ratifizierung des Konkordates mit dem Vatikan. In der Eröffnungssitzung am Montag wird ein eigenartiges Verfahren eingeschlagen werden. Man wird davon ausgehen, daß die am 4. März 1933 infolge der Präsidentenkrise unterbrochene Sitzung des Nationalrates noch andauert. Unmittelbar nach Erledigung der Tagesordnung wird der Nationalrat aufgelöst werden. Das allgemeine Interesse richtet sich jetzt auf die Haltung der beiden oppositionellen Parteien, der Großdeutschen und der Landbündler. Wie von unterrichteter Seite verlautet, werden diese beiden Gruppen im Nationalrat eine gemeinsame grundsätzliche Erklärung abgeben. In Regierungskreisen sind lebhafte Bemühungen im Gange, eine Aussprache über die Punkte der Tagesordnung in der feierlichen Montagssitzung unter allen Umständen zu vermeiden. Die beiden Oppositionsparteien werden jedoch erst kurz vor der Sitzung des Nationalrates am Montag ihre endgültige Stellungnahme bekanntgeben. Kenntnis geben, wenn das Feld besetzt ist, so daß die noch anflutenden Massen rechtzeitig nach dem nahe am Feld gelegenen Neuköllner Volksvark geleitet werden können, wo ebenfalls große Lautsprecher aufgestellt sind. Aachen auf 1500, Niederschlesien 1200, Sachsen 225 Millionen To. Im Saaraebiet würden die abbauwürdigen Steinkohlenvorräte noch auf rd. 12000 Millionen To. geschätzt, auch in dieser Ziffer zeigt sich wieder die große Bedeutung der Saar für Deutschland. Die Braunkohlenvorräte Deutschlands erwiesen sich auf Grund von Feststellungen der letzten Zeit als sehr viel reicher als man angenommen habe. Die deutsche Braunkohlenindustrie habe vor einigen Monaten über ihre Vorräte eine Inventur aufgenommen, die ein geradezu erstaunliches Ergebnis gezeitigt habe. Gegenüber der weitverbreiteten Meldung, daß die Braunkohlenlagerstätten für wenig mehr als 30 Jahre Vorräte bergen, könne auf Grund der vorliegenden Unterlagen festgestellt werden, daß die im Bereich des Deutschen Braunkohlenindustrievereins in Mittel= und Ostdeutschland sicher nachgewiesenen Vorräte auf der Grundlage der Förderung des Jahres 1932 dem Braunkohlenberg= bau eine Lebensdauer von 237 Jahren, die wahrscheinlich ermittelten Vorräte eine solche von 81 Jahren gäben. Im rheinischen Braunkohlenrevier betrage die Lebensdauer im Tagebau 68 Jahre bei einer Durchschnittsförderung von 40 Millionen To. im Tagebau. Das Nationalvermögen an Steinkohlen= und Braunkohlenvorräten könne demnach als gewaltig bezeichnet werden. Der Kohlenbergbau sei das Barometer der Wirkschaft; ihr langsames Erstarken sei für ihn fühlbar gewesen, ihre Kräftigung werde sein Aufstieg sein. Wege ersucht, ihre Beamten der Lohnbüros sofort anzuweisen, unverzüglich mit der Errechnung folgender Zahlen für jeden Urlauber zu beginnen: 1. Von der Zeche gezahltes Rettourlaubsgeld 2. Demnach sind noch bis zur 100prozentigen Bezahlung des Urlaubes netto an den Urlauber zu zahlen...... Das von der Zeche anzufertigende und auszufüllende Unterlagenformular, auf Grund dessen der Urlauber den fehlenden Restbetrag bei der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront entgegennehmen kann, wird in der morgigen Presse veröffentlicht. Es werden selbstverständlich nur die jenigen Bergleute von der Deutschen Arbeitsfront berücksichtigt, die Mitglied der Deutschen Arbeitsfront sind.“ Für den 1. Mai alles gerüstet Dr. Goebbels besichtigt das Tempelhofer Feld Auf dem Tempelhofer Feld. dem Schauplatz des Staatsaktes zum 1. Mai. fand am Freitag durch Reichsminister für Volksaufklärung und Provaganda. Dr. Goebbels, eine Besichtigung statt, zu der die Vertreter sämtlicher für die Organisierung des Aufmarsches in Betracht kommenden Behörden und Organisationen erschienen waren. Dr. Goebbels interessierte sich eingehend auch für die Vorbereitungen zum Wohl und Wehe der Aufmarschteilnehmer. Etwa 8000 Sanitäter werden Hilfesuchenden den ersten Beistand leisten können. und mehr als 400 Aerzte stehen einsatzbereit zur Verfügung. 16 große Rettungsstellen nehmen ernstlich Erkrankte solange auf. bis sie von einem der 30 zur Verfügung stehenden Rettungswagen ins Krankenhaus geschafft werden können. Diese Maßnahme ist auch im Vorjahr vorsorglich getrofsen worden, obwohl am 1. Mai 1933 nicht ein einziger ernstlicher Unfall zu verzeichnen war. Da der größte Teil der Kundgebungsteilnehmer ungefähr zehn bis zwölf Stunden auf den Beinen sein wird — den An= und Abmarsch mitgerechnet— stehen ihnen in annähernd 100 Verkaufsständen Limonade. Kaffee und andere Getränke zur Verfügung: auch 55 000 Liter Trinkwasser stehen bereit. Die Aufmarschleitung hat ein Kleinluftschiff gechartert, von dem aus etwaige Verstopfungen der Züge der Aufmarschleitung funkentelegraphisch gemeldet werden. Vor allem soll die Beobachtung aus der Luft der Aufmarschleitung Staatsreisen der Woche Die ihrem Ende entgegengehende letzte AprilWoche zeichnet sich im besonderen Maße als eine Woche der Staatsreisen ab. Der französische Außenminister Barthou hat Warschau seinen Besuch abgestattet und hält sich noch ein paar Tage in Prag auf, und der italienische Unterstaatssekretär des Aeußern Suvich ist in Paris gewesen, hat wichtige Besprechungen dann in London gehabt, denen wiederum die sehr bemerkenswerten Unterhaltungen mit Vertretern der belgischen Regierung in Brüssel gefolgt sind, und schließlich ist unter den reisenden Politikern auch wieder einmal eine maßgebende Persönlichkeit Amerikas zu finden, Child, einer der engsten Mitarbeiter des Weltwirtschaftskonferenzpräsidenten Hull. Aber diese Reisen unterscheiden sich in vielfacher Beziehung ganz wesentlich voneinander. Wir wissen, daß die Reise des französischen Außenministers Barthou sehr bestimmte und konkrete Ziele verfolgte. Vor allem kam ihm darauf an, in Erfahrung zu bringen, wie weit und wie fest die alte französisch=polnische Uebereinstimmung auf dem Gebiete der europäischen Politik noch besteht. Wenn man lediglich nach den Worten der wechselseitigen Ansprachen und Trinksprüche gehen will, die von den Staatsmännern Warschaus ausgetauscht wurden, so könnte man annehmen, daß da alles beim Alten geblieben ist. Aber wie es eigentlich steht, wird sich zweifellos erst z. B. bei der nächsten Tagung der Generalkommission der Abrüstungskonferenz in Genf am ehesten zeigen. Ganz ohne Zweifel aber stand der Prager Aufenthalt Barthous im Zeichen der genügend bekannten und überschwenglichen französischtschechoslowakischen Freundschaft. Diese Ueberschwenglichkeit wird ganz sicherlich bestimmten französischen politischen Kreisen um so wohler getan haben, als am gleichen Tage der italienische Unterstaatssekretär Suvich in Brüssel mit großer, wenn auch nicht überschwenglich betonter Herzlichkeit ausgenommen wurde. Suvich hat von seinem Regierungschef für seine Reise keine besonderen Aufträge mitbekommen als den, sich bei den Regierungen, die er aufsuchte, ganz allgemein zu informieren. Abgesehen allerdings von London, wo er bekanntlich in bezug auf die italienischen Wünsche in Ostafrika einige bestimmte Fragen gestellt haben wird. Selbstverständlich hat der italienische Staatsmann in Paris, in London und auch in Brüssel die Abrüstungsfrage zum Thema seiner Unterhaltungen gestellt. Die italienisch=englische Uebereinstimmung auf diesem Gebiete ist ja bekannt, und es ist erfreulich, nun auch aus den Aeußerungen der verantwortlichen belgischen Staatsmänner zur Auffassung zu gelangen, daß man in Brüssel diesem englisch=italienischen Standpunkte nicht ferne steht. Was schließlich Mr. Child betrifft, so hat auch er, wie aus seinen Erklärungen hervorgeht, lediglich den Auftrag, die Verhältnisse in Europa nach allen Richtungen hin zu ergründen, um dann seiner Regierung Bericht zu erstatten. Spaniens Regierungskrise Finanzminister Samper mit der spanischen Kabinettsbildung beauftragt Nachdem der Präsident der Republik im Laufe des Freitagvormittag nochmals Besprechungen mit den Führern der wichtigsten politischen Gruppen gehabt hatte, beauftragte er den bisherigen Finanzminister Samper mit der Regierungsbildung. Das Kabinett soll möglichst den gleichen Charakter haben wie das zurückgetretene. Arabischer Krieg geht weiter Der Kommandant der Trupve des Iman van Demen, der im arabischen Krieg gegen die Saudis befehligte, wurde gefangengenommen. Nachdem die saudischen Truppen die Stadt Midi genommen hatten. unternahm er einen Fluchtversuch, wurde jedoch mit Panzerautos verfolgt und gefangengenommen. Der Leiter der„Tscheljuskin"=Ervedition. Professor Schmidt. in in Fairbanks (Alaska) eingetrossen. Deutschlands Hand zur Verständigung bleibt andapitpont Reichsaußenminister von Heurath vor der deutschen Presse— Die Genusgestreut setue der Vernunft und der Billigkelt müssen sich Geltung verschaffen Deutschland hat alle Voraussetzungen dafür geschaften— Mögen die anderen Staaten die Chance nutren Reichsaußenmintster Freiherr von Neurath hielt am Freitagabend vor einem Kreis von Vertretern der deutschen Presse eine Rede, in der er unter anderem folgendes ausführte: Die seit mehr als sechs Monaten geführten Verhandlungen zwischen den hauptsächlich beteiligten Großmächten sind von Frankreich brüsk abgedrochen worden, und zwar mit einer Begründung, die die schwersten Beschuldigungen gegen Deutschland in sich schließt. Die in der französischen Note gegen Deutschland gerichteten Angriffe und Vorwürfe sachlich im einzelnen zu entkräften, scheint mir allerdings kaum erforderlich zu sein. Es ist ja leicht zu sehen und ist sicherlich nicht nur in Deutschland erkannt worden, daß die wahren Gründe für den schwerwiegenden Entschluß der französischen Regierung in anderen Dingen liegen als den von ihr jetzt beanstandeten Zahlen unseres letzten Wehretats. Muß es nicht von vornherein einem jeden, der die Dinge natürlich und einfach sehen will, in Erstaunen setzen, daß eine Regierung, deren eigene Wehrausgaben sich im letzten Jahr auf über 16 Milliarden Franken beliefen, Alarm schlägt wegen des auf 890 Millionen RM. bezifferten Wehretats ihres Nachbarlandes? Ist es nicht befremdend, wenn die französische Regierung die diesjährige Erhöhung des deutschen Wehrhaushalts um etwa 220 Millionen RM. als eine Bedrohung brandmarken will, obwohl der größte Teil dieser Summe für die gerade von Frankreich geforderte Umwandlung unserer Reichswehr in Aussicht genommen worden ist? Hat nicht Frankreich selbst seine Wehrausgaben in den letzten Jahren trotz der schwebenden Abrüstungsverhandlungen wiederholt sprunghaft erhöht? Und kann eine Macht, die über die gewaltigste militärische Luftrüstung der Welt verfügt, und ihre eigene hochentwickelte Zivilluftfahrt mit den größten Mitteln unterstützt, wirklich ernstlich in Sorge darüber sein, daß Deutschland, um seine Zivilbevölkerung durch besondere Einrichtungen in den Ortschaften gegen feindliche Luftangriffe zu schützen, den Betrag von 50 Millionen und daneben für die Reorganisation der seit Jahren darniederliegenden Zivilluftfahrt den Betrag von 160 Millionen Reichsmark in seinem Etat bereitstellt? Man braucht nur das von der englischen Regierung veröffentlichte Statement vom 16. April dieses Jahres, das die letzte deutsche Stellungnahme kurz zusammenfaßt, der gleich darauf veröffentlichten französischen Note an England gegenüberzustellen, um zu erkennen, daß das Verhalten Deutschlands nicht den geringsten stichhaltigen Grund für die plötzliche Flucht aus den Verhandlungen darbot. Die französische Regierung will den entscheidenden Gesichtspunkt für die Beurteilung des deutschen Wehrstaats allein aus der Tatsache entnehmen, daß die Versailler Vertragsregelung noch durch keinen anderen Vertrag ersetzt sei. Ich verzichte darauf, diesen Standpunkt durch den Hinweis darauf zu widerlegen, daß die militärische: Klauseln der Versailler Vertrages überhaupt nichts über die Höhe des deutschen Wehretats enthalten und daß die etatsmäßige Bereitstellung von Mitteln noch nicht mit ihrer tatsächlichen Verausgabung gleichbedeutend ist. Denn weit wichtiger ist es, sich klarzumachen, was der französische Standpunkt im Prinzip besagt. Er läuft darauf hinaus, daß die Behandlung der Abrüstungsfrage im freien Believen der hochgerüsteten Staaten steht, daß Deutschland dagegen geduldig abzuwarten hat, was sie beschließen, und daß es selbst dann kein Recht hätte, etwas zu fordern und zu tun, wenn die anderen Mächte nach den bisherigen acht Jahren noch weitere zwei oder fünf oder zehn Jahre ergebnislos verhandeln und dabei ihre eigenen Rüstungen fortgesetzt steigern. Ich gestehe offen, ich habe es nicht für möglich gehalten, daß eine Regierung bei dem jetzigen Stande der Dinge und angesichts der ganzen Art, in der wir die Verhandlungen mit ihr geführt haben, heute noch ernsthaft mit einer solhen These hervortreten könnte. Sie stellt das ganze Fundament der Abrüstungsfrage nicht nur in rechtlicher, sondern auch in politischer und historischer Beziehung einfach auf den Kopf. Bis auf den letzten Buchstaben erfüllt Die Leistung Deutschlands ist bis zum letzten Buchstaben des Vertrages erfüllt worden. Die seit Jahren fällige Gegenleistung, die Durchführung der allgemeinen Abrüstung, teht vollständig aus, und nirgends ist ein Ansaltspunkt dafür gegeben, daß sie in absehbarer Zett bewirkt werden würde. Das ist die wirkliche Grundlage des Abrüstungsproblems. Es hat lange genug gedauert, bis endlich die Abrüstungskonferenz zusammenberufen wurde. Aber sie ist doch schließlich zusammenberufen worden, und so fruchtlos ihre Verhandlungen auch geblieben sind, das eine ist dadurch doch wenigstens gegenüber der jetzt von Frankreich beliebten These klargestellt und zur allseitigen Anerkennnung gebracht worden, daß nämlich eine Fortdauer des Zustandes einseitiger Entwaffnung Deutschlands inmitten seiner leten und auch in ihren künftigen stungsmaßnahmen unbeschränkten Nachbarn eine flagrante Rechtswidrigkeit und eine politische Unmöglichkeit sein würde. Ein einfaches Verbleiben Deutschlands bei dem ihm in Versailles aufgezwungenen Rüstungsregime wäre deshalb nur dann in Frage gekommen, wenn die anderen Mächte sich entschlossen hätten, ihre Rüstungen auf das gleiche Niveau herabzusetzen. Aber diese Forderung ist kategorisch abgelehnt worden, und seitdem konnten sich die Verhandlungen, soweit sie Deutschland betrafen, nur noch um die Frage bewegen, auf welche andere Weise die deutsche Gleichberechtigung zu verwirklichen wäre. Das ist in der bekannten Fünf=Mächte=Erklärung vom Dezember 1932 ausdrücklich und bindend festgelegt und durch die seitherigen Abrüstungsverhandlungen, so ergebnislos sie auch sonst verlaufen sind, bestätigt worden. Mit Recht hat deshalb die deutsche Regierung in ihrem an die französische Regierung gerichteten Memorandum vom 13. März dieses Jahres es als eine selbstverständliche, von allen Seiten längst anerkannte Tatsache hingestellt, daß für Deutschland unter keinen Umständen mehr ein Rüstnngastand in Betracht kommen könne, m Das Recht ist Will man abe chen Grundsätzen die Frage vorle Recht zur Seit es die These se Deutschland stehen wollte, sei uneingeschränkt zu sehen, das de# steten Staaten, v Deutschland hat Es hat zwar Grundsatz und dem künftigen in nüchterner, r gebenen Verhäl erste Abrüstung tieren, das nur jenes Endzieles an diesem maßt gehalten, ald si daß mit irgen maßnahmen d besondere Fran haben auf alle verzichtet. Wir haben erklärt, daß wir jede auch kung noch so weitgehende Rüstungsbeschränkung für Deutschland annehmen würden, wenn das auch seitens der anderen Mächte geschieht. Wir haben es also in die Entschließung der anderen Mächte gestellt, welche Waffenarten künftig überhaupt noch allgemein als zugelassen gelten sollen. In der besonders wichtigen Frage der Luftrüstung haben wir, wie sich aus dem schon erwähnten Statement der englischen Regierung ergibt, auch hinsichtlich der Quantität unserer Forderungen die weitgehendsten Zugeständnisse gemacht. Daneben haben wir uns mit der Einführung einer wirksamen Kontrolle einverstanden erklärt und haben alle denkbaren Garantien angeboten, um den nicht militärischen Charakter der politischen Organisationen in Deutschland sicherzustellen. Ist es angesichts dieses überall bekannten Sachverhalts überhaupt noch verständlich, wenn in der letzten französischen Note der Vorwurf erhoben wird, Deutschland wolle den anderen Mächten seinen Entschluß aufzwingen, seine Aufrüstung auf allen Gebieten und in einem von ihm allein zu bestimmenden Umfang fortsetzen? Wir sind bis an die äußerste Grenze desjenigen gegangen, was noch mit unseren vitalen Interessen zu vereinbaren war. Zur Verständigung bereit Auch jetzt sind wir zur Verständigung zur auf die Vorbereitung einer defenstog Ausrüstung, sondern auf die Ausrüstrn, mit Angriffswaffen eingestellt hätter verweise ich auf das entschiedenste in in Reich der Fabeln. Unsere Vorschläge u# Zugeständnisse aver zum Inhalt eine Vertrages zu machen, das steht jetzt nich mehr bei uns, sondern bei den andere Mächten. Nachdem die französische Regierung den von eingeschlagenen, nach unserer Ansicht allein in mäßigen Weg durch ihren plötzlichen Entsch verbaut hat, kann es nicht unsere Sache ihn von neuem zu eröffnen Ueber den Ernst der Lage klar Wir sind uns über den Ernst und die rigkeiten der Lage, die durch den letzten zösischen Schritt enstanden ist, im klaren. Standpunkt ist aber in rechtlicher, mora und politischer Beziehung zu fest begründet, daß wir der weiteren Entwicklung der etwa mit Angst entgegensehen müßten. deutsche Regierung steht glücklicherweise allein mit ihrer Ueberzeugung. Die und italienische Regierung haben ihre fung über die anzustrebende Lösung seit la bekanntgegeben, eine Auffassung, die entscheidenden Grundlinien mit unserer übereinstimmt. Auch die neutralen haben sich neuerdings mit Nachdruck für die wendigkeit des baldigen Abschlusses einer rüstungskonferenz ausgesprochen, die Grundsatz der Gleichberechtigung Rechnung So können wir erwarten, daß sich die Ge der Vernunft und der Billigke die in diesem Falle so klar zutage liegen, schl lich doch Geltung verschaffen wei Die Reichsregierung hat dafür, soweit es an liegt, alle Voraussetzungen geschaffen. Rur gegen Angriffe gesichertes Deutschland kann Seiedenafunktion erfüllen, die ihm im Zeutn Ruß Die Telegr bringt am Fr dem russischen schen Protokol Unversehrtheit Nachricht, daß gelehnt habe. rungen Litwir nächst sein Be scheid zum Ar die von der d läuterungen Vorschlages Vorschlag sei Sowjetunion trauensvoller und der Son nicht zutreffe polnischen R vorgeschlagen nur eine rung vorgese zum Schutze Osten Europ wendigkeit de politischen U Gebilde aner! früheren rus Eine Verle pas würde Die Sowjetr Friedens bef Mittel für d über das B schen Staate tet, daß aus ausgelesen man einem nicht mit ei handele nommene Unversehrth Verschlag w Staaten sich den. Litwidie Beseitig dung zwist Nr. 50. Dortm.=Mengede, Aprilwetter. De Launen. Er gleichte ben lachte und schei besicht zeigt, Tränen pahren Hagel des E Leisige Kälte“ verrät. brachten eine ganze hiedenartigsten Wett pahrhaft in Verlegen binterlich, übergangs sich kleiden sollte. H biges, frühlingsmäßig rechten Entwick ar Regentage hin Kantatesonntag. bird außer einer C ottesdienst der evgl. ach dem Hauptgott Marktplatz und use spielen. Kampfbund. In stung machte der ähere Mitteilung üb bestfälischen Männer IIs Redner sind vr schwese, Pastor Kn Nr. Stenger. * T h e a t e r= A b e n d. staltet die Nation orgigen Sonntag ufführung gelangtd ich arsen! Obstbäun urch Regier des R mit arsenha einer Obst sittelbarer fen nur ab nach vo mit arsel widerhaf mit Ge gst bedroh taler Jei Gesetzes Büros u geschlo hortmund Wllen un Ihr und 2,30 Uh igung der Bevölk n für H Uligungssch terstützung und Juni 1934 Son mit der 30. 4. E. D. C onnerstag, I. K; tag, dei n 8. 91 keitag, den 12. die Ausrüstun ngestellt chiedenste in d## * Vorschlage un m Inhalt eine is steht setzt nich bei den andere gierung den von r Ansicht allein in plötzlichen Entsch t unsere Sache er Lage kla Ekrust und die irch den letzten ist, im klaren. echtlicher, morg zu fest begründet, itwicklung der## sehen müßten. glücklicherweise ugung. Die haben ihre de Lösung seit le ffassung, die in mit unserer die neutralen Nachdruck für die Abschlusses einer sprochen, die igung Rechnung daß sich die Gese der Sillig!: zutage liegen, schl erschaffen we afür, soweit es an geschaffen. Rur Deutschland kann , d i e i h m i m Zweites Blatt zum Deetmund-Mengeder Lekar-Auzeiger Nr. 50. Samstag, den 28. April 1934. 15. Jahrgang. bar Lokales Dortm.=Mengede, den 28. April 1934. Aprilwetter. Der April ist der Monat der Paunen. Er gleicht einem Hysterischen, der noch lien lachte und scherzte, aber schon ein böses besicht zeigt, Tränenströme fließen läßt, einen pahren Hagel des Spottes niederprasselt oder eisige Kälte" verrät. Gerade die letzten Tage rachten eine ganze Musterkollektion der verhiedenartigsten Wetterzustände, so daß mancher ahrhaft in Verlegenheit geriet, ob er sich noch Einterlich, übergangsmäßig oder schon sommersich kleiden sollte. Hoffentlich tritt bald bestäniges, frühlingsmäßiges Wetter ein, wenn auch rechten Entwicklung der Vegetation ein ar Regentage hin und wieder erwünscht sind. Kantatesonntag. Am morgigen Sonntag bid außer einer Chormitwirkung im Hauptlottesdienst der evgl. Kirche der Posaunenchor llich dem Hauptgottesdienst um 11 Uhr auf em Marktplatz und nachmittags am Krankenuse spielen. * Kampfbund. In der letzten Kampfbundtung machte der Obmann Herr Brinkhoff lähere Mitteilung über den Kampfbundtag der bestfälischen Männerkampfbünde am 6. Mai. Us Redner sind vorgesehen Pastor Müllershwefe, Pastor Knolle, Hemer und Pastor kr. Stenger. Theater=Abend. Im Saalbau Sigges verhstaltet die Nationale Bühnengesellschaft am korgigen Sonntag einen Theaterabend. Zur ufführung gelangt der Schwank„Der Meisterur. auch arsenhaltiger Mittel beim BeObstbäumen. Im Interesse der Bieech Regierungspolizeiverordnung für des Regierungsbezirks Arnsberg arsenhaltigen Mitteln in die Blüeiner Obstsorte zu spritzen. Bäume, sittelbarer Nähe der Bienenstände sen nur abends nach Beendigung des ses nach vorheriger Verständigung mit mit arsenhaltigen Mitteln bespritzt #widerhandlungen gegen die Versind mit Geldstrafe bis zu 150 Mark ift bedroht. ler Feiertag— 1. Mai. Auf Gesetzes über d': Feiertage bleiben Büros und Kassen am Dienstag, #i geschlossen. Die Slandesämter hortmund sind für die Anmeldung Allen und Totgeburten von 10,30 Ihr und das Friedhofsamt von 2,30 Uhr geöffnet. ligung der Speisefette für die minBevölkerung. Die Ausgabe der n f ü r H a u s h a l t m a r g a r i n e u n d d e r lligungsscheine für Speisefette für terstützungsempfänger für die Mound Juni beginnt am Sonnabend, Al 1934(heute); und zwar werden Sonnabend, den 28. April die mit den Buchstaben A und B; in 30. 4. die Berechtigten mit den E. D. E; Mittwoch, den 2. Mai inerstag, den 3. Mai H, Freitag, J, K; Sonnabend, den 5. Mai tag, den 7. Mai N. O, P, O; 8. Mai R; Mittwoch, den 9. reitag, den 11. Mai T, U, B; den 12. Mai W; Montag, den us te Hus. itsche Eck fö Mengen Amgiegen). (Nachdruck verboten.) Jeiwe Redaktör!(16 dat nit sagt, de April här't ächter #lerst bedriegt hä sik at dat artigste at wann hä gar käen Wiätterken 1 künn, un op äenmoal wiest hä Af un tau lacht hä us met'm prächmnschien ut, wiel at wi oahne Schirm bahn sind. Siene Schüerkes verüm de Lüe te järgern. Mi hiet op'm Magen. Lacht mi ganz in, at ek ut'm Hus goah, lät mi Bahnhuof kommen un säept mi wo nit Hus un Dak taum Unner in, at wann hä mi alle plattdütafwaschen woll. Un at ek noah acher hä mi vam Bahnhuof bis er äerst rächt ut. Wippstiädt, wä kegungsmöglichkeiten sik bim Rumannslos“(Vereinslokal Schröder hiet opniemen loaten, kam vamn singsoabend natt at ne Katt noah sbäell bläew doabi, hä wör int wiel at doch ant Hus garnit Un dorüm kräeg hä statt Grock entäe un twäe häete Bolten int g. Loat wi ne doa dräug wäeren. Wann di wuohl en Rüehn fäehlt, Du brukst blaus noah de Lukas te fäuern. Doa kannst du alls Apenpinscher bis taum grötsten ge). Wä sien Rüehn nit anmeld Stüern nit betahlt, däem wäet ennt. Wo de Kuckuck bim Rüehn päet, wäet ek nit.(Bi de Möbel Lüe, wä van däem Fräuhjoahrsst wäct, müeglichst unsichtbar angeWie begehen wir den Tag der nationalen Arbeit in Mengede? Das Festprogramm anläßlich des Feiertages der deutschen Arbeit wickelt sich im Bereich der Ortsgruppe Mengede wie folgt ab: 30. April 1934: 20 Uhr Antreten am Marktplatz zum Einholen des Maibaumes von der Ortsgrenze. Am Marktplatz Aufstellen des Maibaumes. Eine rege Beteiligung der Mengeder Einwohnerschaft wird erwartet. 21,30 Uhr: Uebertragung der Kundgebung der HJ. vom Brocken. Entzünden des Maifeuers, Rede des Reichsjugendführers Baldur von Schirach. 1. Mai 1934. 8 Uhr: Kindergottesdienst beider Konfessionen in den Kirchen. 8,30 Uhr Antreten der evgl. Mitglieder der Parteigliederungen am Marktplatz. 9 Uhr Kirchgang derselben. 9 Uhr Uebertragung der Kundgebung der Schuljugend im Berliner Lustgarten. Rede des Reichsministers Dr. Goebbels. Lehrer und Schulkinder haben geschlossen hieran teilzunehmen. 9,30 Uhr Antreten der kathol. Mitglieder der Parteigliederungen und übrigen Mitglieder beider Konfessionen der Arbeitsfront am Marktplatz. 10 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in beiden Kirchen. 12 Uhr Empfang der Arbeiterabordnungen durch den Führer in der Reichskanzlei. Reichssendung. Gelegenheit zum Abhören auf dem Marktplatz, doch können Inhabes von Radiogeräten diese Sendung auch zu Haus abhören. 13,45 Uhr Antreten zum Festzug auf dem Marktplatz. Die Festwagen nehmen in der Rigwinstraße Aufstellung. Die Teilnehmer marschieren möglichst in Berufskleidung oder im Festanzug der Arbeitsfront. Der Festzug bewegt sich durch folgende Straßen: Ab Markt, Castroper=, Siegen=, Freihof=, Williburg=, Mengeder=, Ammer=, Georg=Hallermann=, Hansemann=, Castroper=Straße zum Markt. Dortselbst Aufmarsch der Fahnen, Eröffnung der Kundgebung durch Pg. Franz Land M. d. R. Ab 16 Uhr Uebertragung des Staatsaktes auf dem Tempelhofer Feld. Große Rede des Führers. 19,15 Uhr Schlußkundgebung im Lustgarten mit der Rede des Preuß. Ministerpräsidenten General Göring. Gelegenheit zum Abhören auf dem Marktplatz. Ab 20 Uhr Saalfeiern in den Lokalen Kaffsack, Sigges, Purcell und Knoch. 14. Mai X. Y, 3. Die Anträge auf Bewilligung der Speisefettverbilligungsscheine sind an den obigen Tagen bei den zuständigen Wohlfahrtskreisstellen anzubringen. Für die Prüfung der Bedürftigkeit sind, wie im Vormonat, sämtliche Unterlagen wie Familienbuch, Rentenbescheinigungen, Lohnbescheinigungen der arbeitenden Familienangehörigen usw. mitzubringen. Ohne diese Bescheinigungen und Unterlagen können Fettverbilligungsscheine nicht abgegeben werden. Die oben angegebenen Abfertigungstage sind genau einzuhalten, das Wohlfahrtsamt ist an den betreffenden Tagen von 7,30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Die Empfänger der Stammabschnitte werden in ihrem eigenen Interesse ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Stammabschnitte mit den Bestellscheinen unverzüglich bei einer Verkaufsstelle vorgelegt werden müssen, um die rechtzeitige Belieferung sicherzustellen. * Plakettenverkauf. Es wird darauf hingewiesen, daß am morgigen Sonntag im Mengeder Ortsgruppengebiet der Verkauf der Plaketten für den Festtag der deutschen Arbeit zum Preise von 20 Pfennig stattfindet. Die Verkäufer sind mit einem Ausweis der politischen Leitung versehen. * Sei kein Barbar. Kaum ragen die gelben Blütendolden der Schlüsselblume aus der grünen Blattrosette, da sind auch schon die Hände da, die alles schonungslos abreißen. Dem Buschwindröschen und Hahnenfuß, der Sumpfdotterblume, dem Wiesenschaumkraut und vielen anderen Frühblütern ergeht es ebenso. Und dabei eignen alle diese Blumen sich kaum zum Mitnehmen, weil sie leicht welken. Wenn man bracht hemmen.) Un dat Metniemen van son lebennigen Pandobjekt es auk sone Sak. Bi en Mops gäeht dat jo noch, oawer en scharpen Dobermann, wä dat ganze Mul vull Täen hiet, un op'm Mann dressäert es, äenfach et ne oalle Kauh ant Strick te niemen, gäeht dann doch nit. Gerichtsvollzieher Kliäsploaster mocht düese Dag en grauten Schüeperrüehn pennen. At de theoretische Däel van de Amtshandlung assolwäert was, soll dat Objekt van düese hauch nautpienlike Handlung metgenuommen wäeren. „Kriet ne ink mäh harut“, sag de Aegendümer, wä met de Licht üewer de Schullern doabistonn, wiel at hä ne Kar vull Aal in'n Garn fäuern woll. Wiel at oawer Kliäwploaster all bäuse Geschichten erliäwt har, un at Andenken väer afgemoalte Täen in de rächte Wade har, bracht hä sik en Rüehnleier met wä in Berlin at Rüehnfänger afgebaut was. Dä soll„Arno von der stolzen Höhe“. (de Rüehn sind van Dage alle adelig, wiel at se jähren Stammbaum biätter noahwiesen künnt, at jähre Häerns.) an de Kiett niemen. De Mann fong dat fuorts te dumm an. Hä woll däen Rüehn met en Stück Wuorst bestiäcken. Dat kannt de Rüeh vam Dressurplatz un wußt nu Beschäed. Kum mok de Fänger de Düer vam Rüehnstall noppen, doa hong jähm Arno all am Arm. Vör Angst üm siene Waden sprung Kliäwploaster an de Siet, stolper üewer de Schuwkarnbäum, schmäet de Bulljonfatt üm, un lag met samt siene Akten im Odör.———(Pause: Rieserbessem un ieskoalt Pumpenwater triät in Funktiaun. De Aktentasch wäet utgespoalt. De parfümerierten Popieren in Zeitungen ingedreiht.) Op ne „Fortsetzung“ van de Amtshandlung woar Verzicht geleist.—„Versammlung der Liebhaber an Ort und Stelle“ stonn i nde nächste Versteigerungsanzeige, wo„Arno von der stolzen Höhe“ drin angebnon was. Kliäwploaster vertallt de Geschichte siene Amtsbräuers, wä ne ge hörig utlacht het. Aener van jähm mok jähm bescheiden wäre und sich mit einigen Blumen begnügte, würde man nichts gegen ein Abpflükken sagen. Wenn aber ganze Hände voll abgerissen werden, dicke Bunde, die Körbe füllen, auf dem Wochenmarkt und an den Privatwohnungen zum Kauf angeboten werden, wenn man sogar die Pflanzen mit Wurzeln ausgräbt, dann ist das Naturraub und Naturschändung, die strafbar sind. Lehrer, Erzieher, Jugendführer, die zum Tier= und Pflanzenschutz ermahnen, können durch Belehrung und Aufklärung allein diesem Naturfrevel nicht steuern. Es sind nicht immer Kinder und Jugendliche, die beim Blumenpflücken dem Bauern die Wiese zertreten und ihn dadurch um einen Teil des Ertrages bringen, sondern vielfach erwachsene Menschen, die so gedankenlos handeln. Da ist es erforderlich, daß alle mithelfen. Diese grobe Beraubung und Verunstaltung der Natur muß nun endlich einmal aufhören! Zudem spenden diese frühblühenden Blumen und Pflanzen auch Nektar und Blütenstaub für die Bienen, Hummeln und anderen Insekten, die im Haushalt der Natur unentbehrlich sind. Nun wissen wir aber, daß die fleißigen Bienen fast ganz allein die Befruchtung der Obstbäume vermitteln. Es ist also direkt eine Schädigung der deutschen Volkswirtschaft, wenn die genannten Blumen massenhaft abgerissen werden. Also, schont die Natur, achtet ihre Schönheit! * Schlafen bei offenem Fenster. Was man im Frühjahr beachten muß. Für die nächtliche Regenerierung des Körpers ist nichts notwendiger als reine Luft. Aber nicht alle Menschen schätzen das unentbehrliche Lebenselement so ein, wie es ihrer Gesundheit gut wäre, und däen Vüerschlag: Mak dat ganz äenfach sau at ek. Im Rucksack niemst du die dann twäe Uowenpiepen füer de Bäen un twäe Krümmers füer de Järm met, wänn du wier son bäus Objekt te pennen hiest. Wä däen Schaden hiet und so weiter! M. l. R. So langsam gäeht nu noah Pingsten. Dat kannst du am Husputz miärken. Aenes Dags kömmst du noah Hus. un diene Bude stäeht opm Kopp un süeht ut, at wann doa ne Badeanstalt opgedoahn wären soll. Oawer et giet ok noch annere Täeken. Dat Suermaus im Fatt fängt an rostig te wären, un de ingemakte Vitzebauhnen rukt wat kräftig, wann Dauk un Fläut afgenuommen wäet. In en ördentliken Hushoalt draf niks ümkommen, un dorüm kömmt dat Ingemiäksel mehr at süß op'm Jättfahrplan. Un wat de Mensch nu äenmoal nit gäern iet, dat mag hä äerst rächt nit, wannt te fak op'm Disch kömmt. So gengt ok Fritzken Möllers utm Münsterlann, wä düet Joahr in de Schaul kommen es un däen wietsten Schaulwiäg in de Burschopp hiet. Doa, wo't vam Duorp in de Hei hengäeht, en oalt verfalln Krüezbild stäeht. Et stäeht all lang, un manchäen Hiät hiet siene Naut un Suorg jähm biät. Wält satt hiet, däen deckt lang de Eär. Van Dag stäeht doa Fritz Möllers füer, met Augen bloa un Hoar buntkrus; kömmt ut de Schaul un well noah Hus. Foalt trüe de Füstkes. Wat hä sag? „Fritzken saun schäunen Hunger hiet, giew, dat van Dag käen Suermaus giet!“ Wiel hät nit mag. Kindlik Vertrun! Wellt huoppen, dat Fritzken Möllers im Liäwen käene gröttere Suorgen hiet. Nu fiert wie taum twedden Moal däen äersten Mai at äen Volk. De Hiemmel hiet sik üewer Dütschland langsam klöert. Wann wie vüeraes Joahr met Huoppnungsfreide tiern. man kann ohne Uebertreibung behaupten, de die meisten bei der Vorstellung, bei offene: Fenster schlafen zu müssen, ein gelinder Schaue befällt. Das ist grundfalsch. Ebenso falsch wä es freilich, wenn jemand, der es garnicht ge wohnt ist, plötzlich bei weit aufgerissenen Fei stern schlafen wollte. Man geht am besten vor, daß man zunächst nur einen kleinen Spa des Fensters offen läßt, und den Vorhang her unterzieht oder, wo keiner ist, eine Decke übe das Fenster hängt, damit die frische Nachtlu nicht unmittelbar ins Zimmer fallen kan Selbstverständlich muß das Bett möglichst we vom Fenster aufgestellt sein. Unbedingt no wendig ist es, sich beim Schlafen gut zuzudecke und die Hände unter der Decke zu halten. Nach einiger Zeit kann man das Fenster weiter aufmachen und den Vorhang etwas höher ziehen, bis man schließlich auf die hygienischen Krücken ganz verzichten und bei offenem Fenster — und weil jetzt gewohnt, auch nur so— schlafen kann. Besonders Empfindliche können ja die etappenweise Gewöhnung noch vorsichtiger dosieren und zunächst mit dem Oeffnen des Fensters im angrenzenden Raum beginnen. Man wird bei richtiger Durchführung die angenehme Entdeckung machen, daß man immer besser schläft und immer frischer sich erhebt. Die kommende bessere Jahreszeit bietet die beste Gelegenheit, mit diesem bequemen, billigen und doch so dankbaren nächtlichen Luftkur zu beginnen. Bodelschwingh=Westersilde * Konzert des MGV. Sangesfreunde=Westhausen. Am morgigen Sonntag stellt sich der genannte Verein einmal wieder in einem eigenen Konzert vor.„Abend für das deutsche Volkslied“, so ist es betitelt. Alte und neue Volkslieder, vertraute Weisen werden unter Lichtenbergs Stabführung erklingen. Eine angenehme Abwechslung im Programm sind die von Erwin Althoff, Witten, vorzutragenden Lieder zur Laute. Aus dem Sängerleben. Starke Zunahme der Zahl der Mitgliedsnereine im DSB. Aus allen Gauen des DSB. wird auf der Bestandserhebung vom 1. Januar 1934 eine starke Zunahme der Mitgliedsvereine gemeldet. Die Gaue haben zum Teil ihre Mitgliedszahlen verdoppelt. Ganz besonders auffallend ist der Zuwachs im Gau Sachsen, dessen Gauführer Dr. Langmann in dem letzten Heft seines Mitteilungsblattes rund 62000 Sänger und Sängerinnen in 1780 Vereinen feststellt. Die Bestandserhebung des Vorjahres schloß mit 25000 Sängern und Sängerinnen ab. Nichtberufsmusiker als Chorleiter! Die Reichsmusikkammer hat folgende Verfügung erlassen: Mehrfach haben Leiter von Ortsmusikerschaften Chordirigenten von Gesangvereinen, die Nichtberufsmusiker sind, die weitere Tätigkeit in ihrem Verein untersagt. Ein derartiges Vorgehen ist unstatthaft. Fälle, in denen durch das Auftreten von nicht berufsmäßigen Chordirigenten Berufsmusiker geschädigt werden, sind unverzüglich der Reichsmusikkammer zu melden. Die Reichsmusikkammer wird demnächst mit dem als Fachverband eingegliederten DSB eine endgültige Regelung über die Chordirigentenfrage treffen. J. A.: Ihlert. dann fiert wi düet Joahr met tauversichtlichem Dank. Et gäeht vüeran. Un wann äerst de Vernunft ok bi de anneren Völker siegt, dann gäeht ok de Dichterdraum in Erfüllung:„Es ist ein großer Maientag der ganzen Welt beschieden. Vüerleifig sind wi noch nit sowiet. Gewiß, et es schäun, wann use Turnierrüters, wä de dütschen Farwen in Frankrich vertriät, so nett opgenumen wäet. Un use Offiziere niemt sieker de Geliägenheit bi de Hoar, de Kamroaden van de anneren Länner üewer dat nigge Dütschland kloaren Wien integeiten. Oawer wat helpt dat alle, wann de Regierungen nit wellt. Use Lüe in Frankrich und Barthou in Warschau. De Franzaus es bang, Polen künn te hiärtlik met us verkehren un ut däem gueden Verhältnis künn ne„Vernunftehe“ wären. Un dann wör dat vüele Geld, wat Frankrich vüerschuotten hiet, un doch taum Verscheiten bestemmt was, verluoren. Im Austen reckt sik de kleine Japaner un well China unner siene Flüeken niemen. Nümms sall mäh met China handeln un verhandeln dröwen, oahne sienen giällen Brauer te froagen. Un wier handelt sik üm Geld, wat de anneren China taustiäcken het un nu bang sind, te verleisen. Doa est es moal wier guet, dat wi käen Geld te verpumpen het. Süß dreihen se us doa auk noch en Strick drut. Wat wi nit alls doan hemmen söllt! In Belgien es en berühmt Bild gestuohlen, wat sau bekannt un sau düer es, dat't unmüeglik in Dütschland verkoft oader gewiesen werden kann. Un wie söllt doan hemmen.— De Striek het sovüel at: Mensch ärger di nit. Du kriest süß de Giältsucht, un se hoalt di dann för en Chinesen. W iiert in Dütschland däen äersten Mai, sau at ne noch käen Volk fiert hiet un fieren kann. Dat sall us Traust sien. Dorüm met Heil Hitler! Dien Amadens. Deutschlands Hand zur Verständigung bleibt ausgestreckt Reichsaußenminister von Heurath vor der deutschen Presse— Die GeSetze der Vernunft und der Billigkeit müssen sich Geltung verschaften Deutschland hat alle Voraussetzungen dafür geschaften— Mögen die anderen Staaten die Chance nutren Reichsaußenmintster Freiherr von Neurath hielt am Freitagabend vor einem Kreis von Vertretern der deutschen Presse eine Rede, in der er unter anderem folgendes ausführte: Die sett mehr als sechs Monaten geführten Verhandlungen zwischen den hauptsächlich beteiligten Großmächten sind von Frankreich brüsk aogebrochen worden, und zwar mit einer Begründung, die die schwersten Beschuldigungen gegen Deutschland in sich schließt. Die in der französischen Note gegen Deutschland gerichteten Angriffe und Vorwürfe sachlich im einzelnen zu entkräften, scheint mir allerdings kaum erforderlich zu sein. Es ist ja leicht zu sehen und ist sicherlich nicht nur in Deutschland erkannt worden, daß die wahren Gründe für den schwerwiegenden Entschluß der französischen Regierung in anderen Dingen liegen als den von ihr jetzt beanstandeten Zahlen unseres letzten Wehretats. Muß es nicht von vornherein einem jeden, der die Dinge natürlich und einfach sehen will, in Erstannen setzen, daß eine Regierung, deren eigene Wehrausgaben sich im letzten Jahr auf über 16 Milliarden Franken beliefen, Alarm schlägt wegen des auf 890 Millionen RM. bezifferten Wehretats ihres Nachbarlandes? Ist es nicht befremdend, wenn die französische Regierung die diesjährige Erhöhung des deutschen Wehrhaushalts um etwa 220 Millionen RM. als eine Bedrohung brandmarken will, obwohl der größte Teil dieser Summe für die gerade von Frankreich geforderte Umwandlung unserer Reichswehr in Aussicht genommen worden ist? Hat nicht Frankreich selbst seine Wehrausgaben in den letzten Jahren trotz der schwebenden Abrüstungsverhandlungen wiederholt sprunghaft erhöht? Und kann eine Macht, die über die gewaltigste militärische Luftrüstung der Welt verfügt, und ihre eigene hochentwickelte Zivilluftfahrt mit den größten Mitteln unterstützt, wirklich ernstlich in Sorge darüber sein, daß Deutschland, um seine Zivilbevölkerung durch besondere Einrichtungen in den Ortschaften gegen feindliche Luftangriffe zu schützen, den Betrag von 50 Millionen und daneben für die Reorganisation der seit Jahren darniederliegenden Zivilluftfahrt den Betrag von 160 Millionen Reichsmark in seinem Etat bereitstellt? Man braucht nur das von der englischen Regierung veröffentlichte Statement vom 16. April dieses Jahres, das die letzte deutsche Stellungnahme kurz zusammenfaßt, der gleich darauf veröffentlichten französischen Note an England gegenüberzustellen, um zu erkennen, daß das Verhalten Deutschlands nicht den geringsten stichhaltigen Grund für die plötzliche Flucht aus den Verhandlungen darbot. Die französische Regierung will den entscheidenden Gesichtspunkt für die Beurteilung des deutschen Wehrstaats allein aus der Tatsache entnehmen, daß die Versailler Vertragsregelung noch durch keinen anderen Vertrag ersetzt sei. Ich verzichte darauf, diesen Standpunkt durch den Hinweis darauf zu widerlegen, daß die militärische: Klauseln der Versailler Vertrages überhaupt nichts über die Höhe des deutschen Wehretats enthalten und daß die etatsmäßige Bereitstellung von Mitteln noch nicht mit ihrer tatsächlichen Verausgabung gleichbedeutend ist. Denn weit wichtiger ist es, sich klarzumachen, was der französische Standpunkt im Prinzip besagt. Er läuft darauf hinaus, daß die Behandlung der Abrüstungsfrage im freien Belieden der hochgerüsteten Staaten steht, daß Deutschland dagegen geduldig abzuwarten hat, was sie beschließen, und daß es selbst dann kein Recht hätte, etwas zu fordern und zu tun, wenn die anderen Mächte nach den bisherigen acht Jahren noch weitere zwei oder fünf oder zehn Jahre ergebnislos verhandeln und dabei ihre eigenen Rüstungen fortgesetzt steigern. Ich gestehe offen, ich habe es nicht für möglich gehalten, daß eine Regierung bei dem jetzigen Stande der Dinge und angesichts der ganzen Art, in der wir die Verhandlungen mit ihr geführt haben, heute noch ernsthaft mit einer solhen These hervortreten könnte. Sie stellt das ganze Fundament der Abrüstungsfrage nicht nur in rechtlicher, sondern auch in politischer und historischer Beziehung einfach auf den Kopf. Bis auf den letzten Buchstaben erfüllt Die Leistung Deutschlands ist bis zum liebten These klargestellt und zur allseitigen Anzlich erkennnung gebracht worden, daß nämlich eine Fortdauer des Zustandes einseitiger Entwaffnung Deutschlands inmitten seiner hochgerüsteten und auch in ihren künftigen Rüstungsmaßnahmen unbeschränkten Nachbarn eine flagrante Rechtswidrigkeit und eine politische Unmöglichkeit sein würde. Ein einfaches Verbleiben Deutschlands bei dem ihm in Versailles aufgezwungenen Rüstungsregime wäre deshalb nur dann in Frage gekommen, wenn die anderen Mächte sich entschlossen hätten, ihre Rüstungen auf das gleiche Niveau herabzusetzen. Aber diese Forderung ist kategorisch abgelehnt worden, und seitdem konnten sich die Verhandlungen, soweit sie Deutschland betrafen, nur noch um die Frage bewegen, auf welche andere Weise die deutsche Gleichberechtigung zu verwirklichen wäre. Das ist in der bekannten Fünf=Mächte-Erklärung vom Dezember 1932 ausdrücklich und bindend festgelegt und durch die seitherigen Abrüstungsverhandlungen, so ergebnislos sie auch sonst verlaufen sind, bestätigt worden. Mit Recht hat deshalb die deutsche Regierung in ihrem an die französische Regierung gerichteten Memorandum vom 13. März dieses Jahres es als eine selbstverständliche, von allen Seiten längst anerkannte Tatsache hingestellt, daß für Deutschland unter keinen Umständen mehr ein Rüstungsstand in Betracht kommen könne, wie er in Versailles festgelegt wurde. verzichtet. Wir haben erklärt, daß wir jede auch noch so weitgehende Rüstungsbeschränkung für Deutschland annehmen würden, wenn das auch seitens der anderen Mächte geschieht. Wir haben es also in die Entschließung der anderen Mächte gestellt, welche Waffenarten künftig überhaupt nock och allgemein als zugelassen gelten sollen. In der besonders wichtigen Frage der Luftrüstung haben wir, wie sich aus dem schon erwähnten Statement der englischen Regierung ergibt, auch hinsichtlich der Quantität unserer Forderungen die weitgehendsten Zugeständnisse gemacht. Daneben haben wir uns mit der Einführung einer wirksamen Kontrolle einverstanden erklärt und haben alle denkbaren Garantien angeboten, um den nicht militärischen Charakter der politischen Organisationen in Deutschland sicherzustellen. Ist es angesichts dieses überall bekannten Sachverhalts überhaupt noch verständlich, wenn in der letzten französischen Note der Vorwurf erhoben wird, Deutschland wolle den anderen Mächten seinen Entschluß aufzwingen, seine Aufrüstung auf allen Gebieten und in einem von ihm allein zu bestimmenden Umfang fortsetzen? Wir sind bis an die äußerste Grenze desjenigen gegangen, was noch mit unseren vitalen Interessen zu vereinbaren war. Das Recht ist auf Deutschlands Seite Will man aber schon nach rein formalrechtlichen Grundsätzen urteilen, dann sollte man sich die Frage vorlegen, wem wohl das bessere Recht zur Seite steht, ob Frankreich, wenn es die These seiner letzten Note vertritt, oder Deutschland, wenn es jetzt etwa darauf bestehen wollte, seine Gleichberechtigung sofort und uneingeschränkt bis zu dem Maße verwirklicht zu sehen, das dem Rüstungsstande der hochgerüsteten Staaten, vor allem Frankreichs, entspräche? Deutschland hat diesen Anspruch nicht erhoben. Es hat zwar an der Gleichberechtigung als Grundsatz und an seiner Verwirklichung als dem künftigen Endziel festgehalten, hat sich aber in nüchterner, realpolitischer Würdigung der gegebenen Verhältnisse dazu verstanden, für die erste Abrüstungskonvention ein Regime zu akzeptieren, das nur einen äußerst bescheidenen Teil jenes Endzieles in die Tat umsetzt. Wir haben an diesem maßvollen Standpunkt auch dann festgehalten, als sich immer deutlicher herausstellte, daß mit irgendwelchen erheblichen Abrüstungsmaßnahmen der hochgerüsteten Staaten insbesondere Frankreichs nicht zu rechnen war. Wir haben auf alle Angriffswaffen von vornherein Zur Verständigung bereit Auch jetzt sind wir zur Verständigung jederzeit bereit. Die Reichsregierung ist sich stets der Tatsache bewußt gewesen und ist sich ihrer auch heute bewußt, wie segensreich sich gerade eine Einigung über das Abrüstungsproblem für die Wiederherstellung des Vertrauens und für die politische und wirtschaftliche Zukunft aller Länder auswirken würde. Deshalb wünschen wir nach wie vor das baldige Zustandekommen einer Konvention. An den Vorschlägen und Zugeständnissen, wie wir sie zuletzt gemacht haben, halten wir fest. Alle Behauptungen, als ob wir uns nicht Prag und Paris in allen Fragen ein Die amtliche Mitteilung über Barthous Besprechungen in Prag Als Abschluß der zweitägigen Konferenz der beiden Außenminister wurde nachstehende Mitteilung ausgegeben: „In den drei langen Unterredungen, die Barthou und Dr. Benesch am 26. und 27. April hatten, gingen die beiden Außenminister sämtliche Tagesfragen der internationalen Politik durch. Insbesondere das Problem Mitteleuropa Rußlands baltischer Garantieplan Erklärungen Litwinous— Eine deutsche Erwiderung letzten Buchstaben des Vertrages erfüllt worden. Die seit Jahren fällige Gegenleistung, die Durchführung der allgemeinen Abrüstung, teht vollständig aus, und nirgends ist ein Anhaltspunkt dafür gegeben, daß sie in absehbarer Zett bewirkt werden würde. Das ist die wirkliche Grundlage des Abrüstungsproblems. Es hat lange genug gedauert, bis endlich die Abrüstungskonferenz zusammenberufen wurde. Aber sie ist doch schließlich zusammenberufen worden, und so fruchtlos ihre Verhandlungen auch geblieben sind, das eine ist dadurch doch wenigstens gegenüber der jetzt von Frankreich beDie Telegraphenagentur der Sowjetunion bringt am Freitag ebenfalls die Meldung von dem russischen Vorschlag eines deutsch=sowjetischen Protokolls über die Unabhängigkeit und Unversehrtheit der baltischen Staaten und die Nachricht, daß Deutschland diesen Vorschlag abgelehnt habe. Zugleich veröffentlicht sie Erklärungen Litwinows dazu. Litwinow bringt zunächst sein Bedauern über den ablehnenden Bescheid zum Ausdruck. Er führt weiter aus, daß die von der deutschen Regierung gegebenen Erläuterungen die Bedeutung der Ablehnung des Vorschlages nicht abschwächen könnten. Sein Vorschlag sei im Sinne der Friedensliebe der Sowjetunion und der Wiederherstellung vertrauensvoller Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion gemacht worden. Es sei nicht zutreffend, daß die Sowjetregierung der polnischen Regierung ein ähnliches Protokoll vorgeschlagen habe. Die Sowjetregierung habe nur eine gemeinsame polnisch=russische Erklärung vorgeschlagen, in der die Entschlossenheit zum Schutze der Verteidigung des Friedens im Osten Europas bekanntgegeben und die Notwendigkeit der vollkommenen wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit der neuen politischen Gebilde anerkannt werden sollte, die sich von dem früheren russischen Reich losgelöst haben. Eine Verletzung des Friedens im Osten Europas würde ein Vorspiel zum Weltkriege sein. Die Sowjetregierung sei um die Wahrung des Friedens besorgt. Das Protokoll wäre das beste Mittel für die Beseitigung von Verdächtigungen über das Bestehen einer Gefahr für die baltischen Staaten gewesen. Herr Litwinow beskreitet, daß aus dem Protokoll ein Protektorat herausgelesen werden könne. Die Tatsache, daß man einem Lande die Sicherheit garantiere, sei nicht mit einem Protektorat zu vergleichen. Es handele sich vielmehr um eine freiwillig übernommene Verpflichtung, die Unabhängigkeit und Unversehrtheit anderer Staaten zu achten. Der Verschlag würde bei den interessierten baltischen Staaten sicher wohlwollend aufgenommen werden. Litwinow betont, er habe ein Mittel für die Beseitigung oder Milderung der Entfremdung zwischen Deutschland und der Sowjetunion vorgeschlagen, dieses Mittel werde von Deutschland ohne überzeugende Begründung abgelehnt. Zum Schluß begrüßt er die Bereitschaft der deutschen Regierung zu freundschaftlicher Fühlungnahme mit der Sowjetregierung, die den Zweck habe, Uebereinstimmung über die beide Länder betreffenden politischen und wirtschaftlichen Fragen zu sichern und die vertrauensvollen Beziehungen wiederherzustellen. Die deutsche Regierung habe keine Wege gewiesen, wie dies geschehen solle. Die Ausführungen des sowjetrussischen Außenkommissars enthalten kein Argument, das geeignet wäre, die deutsche Auffassung zu widerlegen. Auch von sowjetrussischer Seite kann nicht bestritten werden, daß die Sicherheit der baltischen Staaten von keiner Seite bedroht ist und daß daher nicht der geringste Anlaß zu einem derartigen deutsch=sowjetrussischen Pakt vorliegt. Außerdem ist festzustellen, daß der sowjetrussische Vorschlag vertragliche Abmachungen bezüglich dritter Staaten bezweckt, ohne daß diese Staaten dies gewünscht hätten oder auch nur gefragt worden wären. Daß die politischen Ideen der Regierungen der baltischen Staaten sich in ganz anderer Richtung bewegen, ergibt sich mit aller Deutlichkeit aus den Nachrichten über die Aufnahme des sowjetrussischen Vorschlages. Der lettische Ministerpräsident Ulmanis hat in einem Preinterview seine Ueberraschung über die von Sowjetrußland eingeleiteten Verhandlungen zum Ausdruck gebracht. Wir glauben auch zu wissen, daß bei den Regierungen der übrigen interessierten Länder volles Verständnis für die deutsche Auffassung herrscht. Die deutsche Stellungnahme zu dem sowjetrussischen Vorschlag ändert selbstverständlich nichts an dem Wunsche der deutschen Regierung, mit der Sowjetregierung freundschaftliche und für beide Teile nutzbringende Beziehungen zu unterhalten. Eine gleiche Einstellung in Moskau, die nur eine Frage des politischen Entschlusses ist, dürfte das beste Mittel sein, zu einer Wiederherstellung vertrauensvoller Beziehungen zwischen beiden Ländern zu gelangen. und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zui den Donaustaaten und die Zusammenarbeit Donaustaaten mit den anderen interessie Staaten waren Gegenstand eines eingehe Gedankenaustausches. Die beiden Minister ten das vollkommene Einvernehn fest. Sie bestätigten weiter die Entscheidun die ihre Regierungen in dieser Angelegen getroffen haben und über welche sie selbst Erklärung m ihren jüngsten Kundgebung insbesondere soweit es sich um das Abko von Rom handelt, angaben. Die übrigen Fragen, besonders der Bal vertrag hinsichtlich der Politik der Kleinen tente, die Frage des Völkerbundes und vor der Komplex der Abrüstungsfragen, gesehen Standpunkt des bevorstehenden Zusammenn der Konferenz für die Herabsetzung und schränkung der Rüstungen, wurden in die gungen einbezogen. Die allgemeinere Prüfung der Bezie der Länder der Kleinen Entente zu ihren barn und zu Frankreich ermöglichten den Ministern, die gegenseitig ihre Informati austauschten, ihre Aktionen im Hinblick anf friedliche Zusammenarbeit in Mitteleuropa Osteuropa in Einklang zu bringen. Benesch und Barthou konnten sich einande den glücklichen Ergebnissen ihrer freundse lichen Unterredungen, die ununterbrochen## soluter Uebereinstimmung geführt wurden, glückwünschen.“ Berufswektkämpfer in der Enlscheidung Reichsjugendführer Baldur v. Schirach### am Freitag im festlich geschmückten in Berlin den Ausscheidungskampf der sieger im Reichsberufswettkampf. 500 Junst ter, kaufmännische Lehrlinge, Handwerksled# und Jungbauern waren aus allen Teilen ches zusammengekommen, um im friedlieg, rufswettstreit ihre Kräfte zu messen. Der) jugendführer begrüßte die jugendlichen Siede! die Berufselite der deutschen Jugend. Diese S sei ein neuer Beweis, daß ganz Deutschle# Arbeiterbewegung geworden ist, daß gans land im Banne des deutschen Arbeiters und Siegesfahne stehe. Dann wurden die Aufgaben für die! und weltanschauliche Prüfung verteilt. Am tag folgen die praktischen Prüfungen, die Reihe von großen Berliner Betrieben durc werden. Die Sieger aus diesen Aussche kämpfen werden am 30. April in einet anstaltung der Reichsjugendführung geedt', rend die 15 Reichssieger am 1. Mai vori,„# empfangen werden und die Ehrenpreise Nr. 50. Nachdem die französische Regierung den von eingeschlagenen, nach unserer Ansicht allein i mäßigen Weg durch ihren plötzlichen Ents# verbaut hat, kann es nicht unsere Sache ihn von neuem zu eröffnen Ueber den Ernst der Lage kla Wir sind uns über den Ernst und die rigkeiten der Lage, die durch den letzten zösischen Schritt enstanden ist, im klaren. Standpunkt ist aber in rechtlicher, mora und politischer Beziehung zu fest begründet, daß wir der weiteren Entwicklung der etwa mit Angst entgegensehen müßten. deutsche Regierung steht glücklicherweise allein mit ihrer Ueberzeugung. Die und italienische Regierung haben ihre fung über die anzustrebende Lösung seit la bekanntgegeben, eine Auffassung, die in entscheidenden Grundlinien mit unserer übereinstimmt. Auch die neutralen haben sich neuerdings mit Nachdruck für die wendigkeit des baldigen Abschlusses einer rüstungskonferenz ausgesprochen, die Grundsatz der Gleichberechtigung Rechnung So können wir erwarten, daß sich die Gese der Vernunft und der Billigle die in diesem Falle so klar zutage liegen, sc lich doch Geltung verschaffen Die Reichsregierung hat dafür, soweit es an liegt, alle Voraussetzungen geschaffen. Rm gegen Angriffe gesichertes Deutschland kann Friedensfunktion erfüllen, die ihm im Zent Europas obliegt. Ein wehrloses Reich nach allen Gesetzen der Geschichte schließlich Machtkämpfen und zur Zerrüttung der tinents führen. Mögen die anderen Reg rungen die große Chanee benutzen, ihnen die Reichsregierung unter ihrer star und sicheren Führung bietet. Unsere He# bleibt auch weiterhin zur Bersti digung ausgestreckt, und ich wiel was ich schon öfter erklärt habe: Es kommt auf den Entschluß der anderen Regierungen diese Hand zu ergreifen. Dortm.=Mengede, Aprilwetter. Der Launen. Er gleichte ben lachte und scher besicht zeigt, Tränen ahren Hagel des E Leisige Kälte“ verrät. rachten eine ganze hiedenartigsten Wett ahrhaft in Verlegen interlich, übergangs. sich kleiden sollte. Ho iges, frühlingsmäßig ##ur rechten Entwickl ar Regentage hin * Kantatesonntag. bird außer einer El lottesdienst der evgl. ich dem Hauptgott em Marktplatz und #use spielen. Kampfbund. In stung machte der ihere Mitteilung üb bestsälischen Männer Us Redner sind vr schwese, Pastor Kn Dr. Stenger. Theater=Abend. kstaltet die Natione horgigen Sonntag #uführung gelangt d : Gebrauch arsenh ritzen von Obstbäum n ist durch Regiert en Umfang des Re rboten, mit arsenha irgendeiner Obst in unmittelbarer hen, dürfen nur ab ienenfluges nach vo m Imker mit arse: erden. Zuwiderhar dnung sind mit Ge er mit Haft bedroh * Nationaler Feiund des Gesetzes i städt. Büros ur 1. Mai geschlo Stadt Dortmund Sterbefällen un „11,30 Uhr und 30 bis 12,30 Uh Verbilligung der bemittelte Bevölke zugsscheine für i#sperbilligungssch Nichtunterstützung se Mai und Juni 28. April 1934 besertigt am: Soni rechtigten mit der estag, den 30. 4. schstaben C, D, E G; Donnerstag, 4. 5. J. J, K; Montag, dei nstag, den 8. 9 S: Freitag, d mabend, den 12. Bi us slattdütsche un Un Der Reichskanzler empfing den des Reichsverbandes deutscher Offiziere. zu major a. D. Graf von der Goltz, der dest meldete, daß der Reichsverband hinter die Ausrüstrn, ngestellt hätter schiedenste in d# e Vorschläge un n I n h a l t e i n e bei den enten * zierung den von * Ansicht allein in plötzlichen Entsh unsere Sache er Lage klar rust und die rch den letzten ist, im klaren. echtlicher, mora. zu fest begründet, twicklung der sehen müßten. glücklicherweise igung. Die haben ihre e Lösung seit l fassung, die in mit unserer eig die neutralen# Nachdruck für die Abschlusses einer sprochen, die gung Rechnung daß sich die Gese der Billigke zutage liegen, schl rschaffen wi afür, soweit es an geschaffen. Rur Deutschland kann die ihm im Zent zehrloses Reich u eschichte schließlich Zerrüttung des? e anderen Rez hanee benutzen, unter ihrer star tet. Unsere H## hin zur Versti t, und ich wieder t habe: Es kommt deren Regierungen Zmeitr Blatt aum Dertmuhn-Meitaeder Eckar.-Auzeiger Nr. 50. Samstag, den 28. April 1934. 15. Jahrgang. Lokales gen ein en in Prag ksammenarbeit zwit ne Zusammenarbeit anderen interessie ind eines eingehe e beiden Minister i Einvernehn ter die Entscheidun in dieser Angeleger er welche sie selbst üngsten Kundgebun sich um das Abkom den besonders der Bal Politik der Kleinen kerbundes und vor ingsfragen, gesehen ehenden Zusamment Herabsetzung und n, wurden in die ifung der BeziEntente zu ihren ermöglichten den de# tig ihre Informatiz nen im Hinblick auf eit in Mitteleuropa zu bringen. konnten sich einandet issen ihrer freundse ie ununterbrochen m ig geführt wurden in der Entldur v. Schirach### geschmückten Preuhent dungskampf der es settkampf. 500 Junges linge, Handwerksledt# aus allen Teilen des um im friedlieg, te zu messen. Der A ie jugendlichen Sieget schen Jugend. Diese.s daß ganz Deutschland rden ist, daß gans tschen Arbeiters und fgaben für die 15 üfung verteilt.. in Prüfungen, die iner Betrieben durcht! aus diesen Aurltsen 0. April in einer ugendführung gerarg r am 1. Mai die Ehrenpreise ler empfing eutscher Offiziere.z# der Goltz, der den? sverband hinter Dortm.=Mengede, den 28. April 1934. Aprilwetter. Der April ist der Monat der gunen. Er gleicht einem Hysterischen, der noch hen lachte und scherzte, aber schon ein böses sesicht zeigt, Tränenströme fließen läßt, einen pahren Hagel des Spottes niederprasselt oder eisige Kälte" verrät. Gerade die letzten Tage stachten eine ganze Musterkollektion der verhiedenartigsten Wetterzustände, so daß mancher ahrhaft in Verlegenheit geriet, ob er sich noch interlich, übergangsmäßig oder schon sommersch kleiden sollte. Hoffentlich tritt bald bestäniges, frühlingsmäßiges Wetter ein, wenn auch r rechten Entwicklung der Vegetation ein r Regentage hin und wieder erwünscht sind. Kantatesonntag. Am morgigen Sonntag ird außer einer Chormitwirkung im Haupttesdienst der evgl. Kirche der Posaunenchor ich dem Hauptgottesdienst um 11 Uhr auf m Marktplatz und nachmittags am Krankenuse spielen. * K a m p f b u n d. I n d e r l e t z t e n K a m p f b u n d ung machte der Obmann Herr Brinkhoff ihere Mitteilung über den Kampfbundtag der estfälischen Männerkampfbünde am 6. Mai. Redner sind vorgesehen Pastor Müllerchwefe, Pastor Knolle, Hemer und Pastor r. Stenger. Theater=Abend. Im Saalbau Sigges verstaltet die Nationale Bühnengesellschaft am orgigen Sonntag einen Theaterabend. Zur ufführung gelangt der Schwank„Der Meisterger“. * G e b r a u c h a r s e n h a l t i g e r M i t t e l b e i m B e itzen von Obstbäumen. Im Interesse der Bien ist durch Regierungspolizeiverordnung für n Umfang des Regierungsbezirks Arnsberg nboten, mit arsenhaltigen Mitteln in die Blüirgendeiner Obstsorte zu spritzen. Bäume, in unmittelbarer Nähe der Bienenstände hen, dürfen nur abends nach Beendigung des sienenfluges nach vorheriger Verständigung mit n Imker mit arsenhaltigen Mitteln bespritzt #den. Zuwiderhandlungen gegen die Verdnung sind mit Geldstrafe bis zu 150 Mark er mit Haft bedroht. * N a t i o n a l e r F e i e r t a g— 1. M a i. A u f nd des Gesetzes über d: Feiertage bleiben städt. Büros und Kassen am Dienstag, 1. Mai geschlossen. Die Slandesämter Stadt Dortmund sind für die Anmeldung Sterbefällen und Totgeburten von 10,30 11,30 Uhr und das Friedhofsamt von 30 bis 12,30 Uhr geöffnet. Verbilligung der Speisefette für die minemittelte Bevölkerung. Die Ausgabe der zugsscheine für Haushaltmargarine und der ichsverbilligungsscheine für Speisefette für Nichtunterstützungsempfänger für die MoMai und Juni beginnt am Sonnabend, 28. April 1934(heute); und zwar werden gesertigt am: Sonnabend, den 28. April die rechtigten mit den Buchstaben A und B; pütag, den 30. 4. die Berechtigten mit den chstaben C, D, E; Mittwoch, den 2. Mai G; Donnerstag, den 3. Mai H; Freitag, 4. 5. J, J, K; Sonnabend, den 5. Mai M; Montag, den 7. Mai N, O, P, O; nstag, den 8. Mai R; Mittwoch, den 9. S; Freitag, den 11. Mai T, U, B; mabend, den 12. Mai W; Montag, den Wie begehen wir den Tag der nationalen Arbeit in Mengede? Das Festprogramm anläßlich des Feiertages der deutschen Arbeit wickelt sich im Bereich der Ortsgruppe Mengede wie folgt ab: 30. April 1934: 20 Uhr Antreten am Marktplatz zum Einholen des Maibaumes von der Ortsgrenze. Am Marktplatz Aufstellen des Maibaumes. Eine rege Beteiligung der Mengeder Einwohnerschaft wird erwartet. 21,30 Uhr: Uebertragung der Kundgebung der HJ. vom Brocken. Entzünden des Maifeuers, Rede des Reichsjugendführers Baldur von Schirach. 1. Mai 1934. 8 Uhr: Kindergottesdienst beider Konfessionen in den Kirchen. 8,30 Uhr Antreten der evgl. Mitglieder der Parteigliederungen am Marktplatz. 9 Uhr Kirchgang derselben. 9 Uhr Uebertragung der Kundgebung der Schuljugend im Berliner Lustgarten. Rede des Reichsministers Dr. Goebbels. Lehrer und Schulkinder haben geschlossen hieran teilzunehmen. 9.30 Uhr Antreten der kathol. Mitglieder der Parteigliederungen und übrigen Mitglieder beider Konfessionen der Arbeitsfront am Marktplatz. 10 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in beiden Kirchen. 14. Mai X. Y, 3. Die Anträge auf Bewilligung der Speisefettverbilligungsscheine sind an den obigen Tagen bei den zuständigen Wohlfahrtskreisstellen anzubringen. Für die Prüfung der Bedürftigkeit sind, wie im Vormonat, sämtliche Unterlagen wie Familienbuch, Rentenbescheinigungen, Lohnbescheinigungen der arbeitenden Familienangehörigen usw. mitzubringen. Ohne diese Bescheinigungen und Unterlagen können Fettverbilligungsscheine nicht abgegeben werden. Die oben angegebenen Abfertigungstage sind genau einzuhalten, das Wohlfahrtsamt ist an den betreffenden Tagen von 7,30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Die Empfänger der Stammabschnitte werden in ihrem eigenen Interesse ausdrücklich darauf hin gewiesen, daß die Stammabschnitte mit den Bestellscheinen unverzüglich bei einer Verkaufsstelle vorgelegt werden müssen, um die rechtzeitige Belieferung sicherzustellen. * Plakettenverkauf. Es wird darauf hingewiesen, daß am morgigen Sonntag im Mengeder Ortsgruppengebiet der Verkauf der Plaketten für den Festtag der deutschen Arbeit zum Preise von 20 Pfennig stattfindet. Die Verkäufer sind mit einem Ausweis der politischen Leitung versehen. * Sei kein Barbar. Kaum ragen die gelben Blütendolden der Schlüsselblume aus der grünen Blattrosette, da sind auch schon die Hände da, die alles schonungslos abreißen. Dem Buschwindröschen und Hahnenfuß, der Sumpfdotterblume, dem Wiesenschaumkraut und vielen anderen Frühblütern ergeht es ebenso. Und dabei eignen alle diese Blumen sich kaum zum Mitnehmen, weil sie leicht welken. Wenn man Bi us te slattdütsche Eck s5 Mengen un Amgiegen 5. (Nachdruck verboten.) Nien leiwe Redaktör!(16 sew ek di dat nit sagt, de April här't ächter Lhren. Aerst bedriegt hä sik at dat artigste g# un deit, at wann hä gar käen Wiätterken woar maken künn, un op äenmoal wiest hä K Nück. Af un tau lacht hä us met'm prächgen Sunnenschien ut, wiel at wi oahne Schirm Dus goahn sind. Siene Schüerkes verha blauß, üm de Lüe te järgern. Mi hiet besunners op'm Magen. Lacht mi ganz F##tstieks an, at ek ut'm Hus goah, lät mi Fs hoahm Bahnhuof kommen un säept mi Stier, wo nit Hus un Dak taum Unner een stonn, in, at wann hä mi alle plattdüt* S ü n n e n a f w a s c h e n w o l l. U n a t e k n o a h „ zeng, lacher hä mi vam Bahnhuof bis 1* Husdüer äerst rächt ut. Wippstiädt, wä #. Bewiegungsmöglichkeiten sik bim Ru„Seemannslos“(Vereinslokal Schröder #anal hiet opniemen loaten, kam vam Trainingsoabend natt at ne Katt noah Un Isbäell bläew doabi, hä wör int sallen, wiel at doch ant Hus garnit ###. Un dorüm kräeg hä statt Grock # u m e n t ä e u n t w ä e h ä e t e B o l t e n i n t georacht. Loat wi ne doa dräug wäeren. Wann di wuohl en Rüehn fäehlt, : Du brukst blaus noah de Lukas, 15 te fäuern. Doa kannst du alls dam Avenpinscher bis taum grötsten —(Dogge). Wä sien Rüehn nit anmeld Stüern nit betahlt, däem wäet gepennt. Wo de Kuckuck bim Rüehn wael, wäet ek nu.(Di de Möbel * de Lüe, wä van däem FräuhjoahrsEsocht wäct, müeglichst unsichtbar angebracht hemmen.) Un dat Metniemen van son lebennigen Pandobjekt es auk sone Sak. Bi en Mops gäeht dat jo noch, oawer en soharpen Dobermann, wä dat ganze Mul vull Täen hiet, un op'm Mann dressäert es, äenfach et ne oalle Kauh ant Strick te niemen, gäeht dann doch nit. Gerichtsvollzieher Kliäsploaster mocht düese Dag en grauten Schäeperrüehn pennen. At de theoretische Däel van de Amtshandlung assolwäert was, soll dat Objekt van düese hauch nautpienlike Handlung metgenuommen wäeren. „Kriet ne ink mäh harut", sag de Aegendümer, wä met de Licht üewer de Schullern doabistonn, wiel at hä ne Kar vull Aal in'n Garn fäuern woll. Wiel at oawer Kliäwploaster all bäuse Geschichten erliäwt har, un at Andenken väer afgemoalte Täen in de rächte Wade har, bracht hä sik en Rüehnleier met wä in Berlin at Rüehnfänger afgebaut was. Dä soll„Arno von der stolzen Höhe“. (de Rüehn sind van Dage alle adelig, wiel at se jähren Stammbaum biätter noahwiesen künnt, at jähre Häerns.) an de Kiett niemen. De Mann fong dat fuorts te dumm an. Hä woll däen Rüehn met en Stück Wuorst bestiäcken. Dat kannt de Rüeh vam Dressurplatz un wußt nu Beschäed. Kum mok de Fänger de Düer vam Rüehnstall noppen, doa hong jähm Arno all am Arm. Vör Angst üm siene Waden sprung Kliäwploaster an de Siet, stolper üewer de Schuwkarnbäum, schmäet de Bulljonfatt üm, un lag met samt siene Akten im Odör.———(Pause: Rieserbessem un ieskoalt Pumpenwater triät in Funktiann. De Aktentasch wäet utgespoalt. De parfümerierten Popieren in Zeitungen ingedreiht.) Op ne „Fortsetzung“ van de Amtshandlung woar Verzicht geleist.—„Versammlung der Liebhaber an Ort und Stelle“ stonn i nde nächste Versteigerungsanzeige, wo„Arno von der stolzen Höhe“ drin angebnon was. Kliäwploaster vertallt de Geschichte siene Amtsbräuers, wä ne ge hörig utlacht het. Aener van jähm mok jahm 12 Uhr Empfang der Arbeiterabordnungen durch den Führer in der Reichskanzlei. Reichssendung. Gelegenheit zum Abhören auf dem Marktplatz, doch können Inhabes von Radiogeräten diese Sendung auch zu Haus abhören. 13,45 Uhr Antreten zum Festzug auf dem Marktplatz. Die Festwagen nehmen in der Rigwinstraße Aufstellung. Die Teilnehmer marschieren möglichst in Berufskleidung oder im Festanzug der Arbeitsfront. Der Festzug bewegt sich durch folgende Straßen: Ab Markt, Castroper=, Siegen=, Freihof=, Williburg=, Mengeder=, Ammer=, Georg=Hallermann=, Hansemann=, Castroper=Straße zum Markt. Dortselbst Aufmarsch der Fahnen, Eröffnung der Kundgebung durch Pg. Franz Land M. d. R. Ab 16 Uhr Uebertragung des Staatsaktes auf dem Tempelhofer Feld. Große Rede des Führers. 19,15 Uhr Schlußkundgebung im Lustgarten mit der Rede des Preuß. Ministerpräsidenten General Göring. Gelegenheit zum Abhören auf dem Marktplatz. Ab 20 Uhr Saalfeiern in den Lokalen Kaffsack, Sigges, Purcell und Knoch. bescheiden wäre und sich mit einigen Blumen begnügte, würde man nichts gegen ein Abpflükken sagen. Wenn aber ganze Hände voll abgerissen werden, dicke Bunde, die Körbe füllen, auf dem Wochenmarkt und an den Privatwohnungen zum Kauf angeboten werden, wenn man sogar die Pflanzen mit Wurzeln ausgräbt, dann ist das Naturraub und Naturschändung, die strafbar sind. Lehrer, Erzieher, Jugendführer, die zum Tier= und Pflanzenschutz ermahnen, können durch Belehrung und Aufklärung allein diesem Naturfrevel nicht steuern. Es sind nicht immer Kinder und Jugendliche, die beim Blumenpflücken dem Bauern die Wiese zertreten und ihn dadurch um einen Teil des Ertrages bringen, sondern vielfach erwachsene Menschen, die so gedankenlos handeln. Da ist es erforderlich, daß alle mithelfen. Diese grobe Beraubung und Verunstaltung der Natur muß nun endlich einmal aufhören! Zudem spenden diese frühblühenden Blumen und Pflanzen auch Nektar und Blütenstaub für die Bienen, Hummeln und anderen Insekten, die im Haushalt der Natur unentbehrlich sind. Nun wissen wir aber, daß die fleißigen Bienen fast ganz allein die Befruchtung der Obstbäume vermitteln. Es ist also direkt eine Schädigung der deutschen Volkswirtschaft, wenn die genannten Blumen massenhaft abgerissen werden. Also, schont die Natur, achtet ihre Schönheit! * Schlafen bei offenem Fenster. Was man im Frühjahr beachten muß. Für die nächtliche Regenerierung des Körpers ist nichts notwendiger als reine Luft. Aber nicht alle Menschen schätzen das unentbehrliche Lebenselement so ein, wie es ihrer Gesundheit gut wäre, und däen Vüerschlag: Mak dat ganz äenfach sau at ek. Im Rucksack niemst du die dann twäe Uowenpiepen füer de Bäen un twäe Krümmers füer de Järm met, wänn du wier son bäus Objekt te pennen hiest. Wä däen Schaden hiet und so weiter! M. l. R. So langsam gäeht nu noah Pingsten. Dat kannst du am Husputz miärken. Aenes Dags kömmst du noah Hus, un diene Bude stäeht opm Kopp un süeht ut, at wann doa ne Babeanstalt opgedoahn wären soll. Oawer et giet ok noch annere Täeken. Dat Suermaus im Fatt fängt an rostig te wären, un de ingemakte Vitzebauhnen rukt wat kräftig, wann Dauk un Fläut afgenuommen wäet. In en ördentliken Hushoalt draf niks ümkommen, un dorüm kömmt dat Ingemiäksel mehr at süß op'm Jättfahrplan. Un wat de Mensch nu äenmoal nit gäern iet, dat mag hä äerst rächt nit, wannt te fak op'm Disch kömmt. So gengt ok Fritzken Möllers utm Münsterlann, wä düet Joahr in de Schaul kommen es un däen wietsten Schaulwiäg in de Burschopp hiet. Doa, wo't vam Duorp in de Hei hengäeht, en oalt verfalln Krüezbild stäeht. Et stäeht all lang, un manchäen Hiät hiet siene Naut un Suorg jähm biät. Wält satt hiet, däen deckt lang de Eär. Van Dag stäeht doa Fritz Möllers füer, met Augen bloa un Hoar buntkrus; kömmt ut de Schaul un well noah Hus. Foalt trüe de Füstkes. Wat hä sag? „Fritzken saun schäunen Hunger hiet, giew, dat van Dag käen Suermaus giet!“ Wiel hät nit mag. Kindlik Vertrun! Wellt huoppen, dat Fritzken Möllers im Liäwen käene gröttere Suorgen hiet. Nu fiert wie taum twedden Moal däen äersten Mai at äen Volk. De Hiemmel hiet sik üewer Dütschland langsam klöert. Wann wie vueraes Joahr met Huoppnungsfreide tiern. man kann ohne Uebertreibung behaupten, de die meisten bei der Vorstellung, bei offene Fenster schlafen zu müssen, ein gelinder Schaue befällt. Das ist grundfalsch. Ebenso falsch wä es freilich, wenn jemand, der es garnicht ge wohnt ist, plötzlich bei weit aufgerissenen Fer stern schlafen wollte. Man geht am besten vor, daß man zunächst nur einen kleinen Spa des Fensters offen läßt, und den Vorhang her unterzieht oder, wo keiner ist, eine Decke übe das Fenster hängt, damit die frische Nachtlu nicht unmittelbar ins Zimmer fallen kan Selbstverständlich muß das Bett möglichst we vom Fenster aufgestellt sein. Unbedingt no wendig ist es, sich beim Schlafen gut zuzudecke und die Hände unter der Decke zu halten. Nach einiger Zeit kann man das Fenster weiter aufmachen und den Vorhang etwas höher ziehen, bis man schließlich auf die hygienischen Krücken ganz verzichten und bei offenem Fenster — und weil jetzt gewohnt, auch nur so— schlafen kann. Besonders Empfindliche können ja die etappenweise Gewöhnung noch vorsichtiger dosieren und zunächst mit dem Oeffnen des Fensters im angrenzenden Raum beginnen. Man wird bei richtiger Durchführung die angenehme Entdeckung machen, daß man immer besser schläft und immer frischer sich erhebt. Die kommende bessere Jahreszeit bietet die beste Gelegenheit, mit diesem bequemen, billigen und doch so dankbaren nächtlichen Luftkur zu beginnen. Bodelschwingh=Westersilde * Konzert des MGV. Sangesfreunde=Westhausen. Am morgigen Sonntag stellt sich der genannte Verein einmal wieder in einem eigenen Konzert vor.„Abend für das deutsche Volkslied“, so ist es betitelt. Alte und neue Volkslieder, vertraute Weisen werden unter H. Lichtenbergs Stabführung erklingen. Eine angenehme Abwechslung im Programm sind die von Erwin Althoff, Witten, vorzutragenden Lieder zur Laute. Aus dem Sängerleben. Starke Zunahme der Zahl der Mitgliedsnereine im DSB. Aus allen Gauen des DSB. wird auf der Bestandserhebung vom 1. Januar 1934 eine starke Zunahme der Mitgliedsvereine gemeldet. Die Gaue haben zum Teil ihre Mitgliedszahlen verdoppelt. Ganz besonders auffallend ist der Zuwachs im Gau Sachsen, dessen Gauführer Dr. Langmann in dem letzten Heft seines Mitteilungsblattes rund 62000 Sänger und Sängerinnen in 1780 Vereinen feststellt. Die Bestandserhebung des Vorjahres schloß mit 25000 Sängern und Sängerinnen ab. Nichtberufsmusiker als Chorleiter! Die Reichsmusikkammer hat folgende Verfügung erlassen: Mehrfach haben Leiter von Ortsmusikerschaften Chordirigenten von Gesangvereinen, die Nichtberufsmusiker sind, die weitere Tätigkeit in ihrem Verein untersagt. Ein derartiges Vorgehen ist unstatthaft. Fälle, in denen durch das Auftreten von nicht berufsmäßigen Chordirigenten Berufsmusiker geschädigt werden, sind unverzüglich der Reichsmusikkammer zu melden. Die Reichsmusikkammer wird demnächst mit dem als Fachverband eingegliederten DSB eine endgültige Regelung über die Chordirigentenfrage treffen. J. A.: Ihlert. dann fiert wi düet Joahr met tauversichtlichem Dank. Et gäeht vüeran. Un wann äerst de Vernunft ok bi de anneren Völker siegt, dann gäeht ok de Dichterdraum in Erfüllung:„Es ist ein großer Maientag der ganzen Welt beschieden. Vüerleifig sind wi noch nit sowiet. Gewiß, et es schäun, wann use Turnierrüters, wä de dütschen Farwen in Frankrich vertriät, so nett opgenumen wäet. Un use Offiziere niemt sieker de Geliägenheit bi de Hoar, de Kamroaden van de anneren Länner üewer dat nigge Dütschland kloaren Wien integeiten. Oawer wat helpt dat alle, wann de Regierungen nit wellt. Use Lüe in Frankrich und Barthou in Warschau. De Franzaus es bang, Polen künn te hiärtlik met us verkehren un ut däem gueden Verhältnis künn ne„Vernunftehe“ wären. Un dann wör dat vüele Geld, wat Frankrich vüerschuotten hiet, un doch taum Verscheiten bestemmt was, verluoren. Im Austen reckt sik de kleine Japaner un well China unner siene Flüeken niemen. Nümms sall mäh met China handeln un verhandeln dröwen, oahne sienen giällen Brauer te froagen. Un wier handelt sik üm Geld, wat de anneren China taustiäcken het un nu bang sind, te verleisen. Doa est es moal wier guet, dat wi käen Geld te verpumpen het. Süß dreihen se us doa auk noch en Strick drut. Wat wi nit alls doan hemmen söllt! In Belgien es en berühmt Bild gestuohlen, wat sau bekannt un sau düer es, dat't unmüeglik in Dütschland verkoft bader gewiesen werden kann. Un wie söllt doan hemmen.— De Striek het sovüel at: Mensch ärger di nit. Du kriest süß de Giältsucht, un se hoalt di dann för en Chinesen. W iiert in Dütschland däen äersten Mai, sau at ne noch käen Volk fiert hiet un fieren kann. Dat sall us Traust sien. Dorüm met Heil Hitler! Dien Amadens. Aus Westdeutschland Vom Lieferwagen angefahren und tödlich verletzt Tot aufgefunden Bielefeld. Der Schriftsetzer Tubbesing wurde auf der Gütersloher Straße von einem Lieferwagen angefahren. Der Mann kam zu Fall, erlitt einen Schädelbruch und starb kurze Zeit darauf. Bad Salzuflen. In der Nähe des Kleinbahnhofes Kurpark wurde heute früh ein Mann im Straßengraben tot aufgefunden. Die Leiche wurde zur Friedhofshalle geschafft, wo bisher Verletzungen nicht festgestellt werden konnten, die auf eine gewaltsame Tötung schließen ließen. Die Nachbarbeziehungen zwischen dem Osnabrücker Land und Holland. Pflege des Grenzverkehrs Schweres Autounglück Osnabrück. Auf Veranlassung des Leiters des Verkehrsvereins in Hengelo an der oldenburgischen Grenze unweit Bentheim und gleichzeitigen Vorsitzenden der Twentsch=Hannoverschen Verkehrsgemeinschaft auf holländischer Seite waren Mitglieder der Regierung, der Kreis= und Kommunalverwaltungen und der Wirtschaft des Osnabrücker Bezirks zu einer Verkehrstagung nach Hengelo geladen worden. So herzlich und aufmerksam der Empfang und die Bewirtung waren, so harmonisch war auch der Verlauf der von den holländischen Freunden in festlichem Rahmen gehaltenen Zusammenkunft. Die holländischen Nachbarn hatten es sich nicht nehmen lassen, den mit den Landesfarben beider Staaten geschmückten und stimmungsvoll hergerichteten Festsaal zu Ehren ihrer Gäste mit reichem Blumenschmuck zu versehen. Den Absichten der Veranstalter entsprechend fand ein ausgiebiger persönlicher Gedankenaustausch zwischen den holländischen und deutschen Teilnehmern statt. Die persönliche Fühlungnahme ermöglichte es, praktische Maßnahmen, die der beiderseitigen Verkehrsförderung dienen und sich bereits in diesem Sommer voll auswirken werden, zu beschließen. Alle Teilnehmer der Tagung gewannen die Ueberzeugung, daß es bei ehrlichem Willen möglich sein müsse, auch über die Grenzen hinaus ein freundschaftliches gegenseitiges Verstehen und einen dementsprechenden Verkehr anzubahnen. Weiter bot die Zusammenkunft Gelegenheit, unter Führung der Gastfreunde die Schönheiten und die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Twente eingehend kennen und schätzen zu lernen. Besonderes Interesse erregte der musterhafte Twentsche Flugplatz, der hinsichtlich seiner Lage, Beschaffenheit und seiner Bauten wohl zu den schönsten europäischen Flughäfen gerechnet werden kann. Die Tagung gab den deutschen Teilnehmern u. a. wieder die Gewißheit, daß das Twentsche Nachbargebiet mit seiner Vielseitigkeit auch für die Bewohner des Osnabrücker Landes ein lohnendes Ausflugsziel ist. Dülmen. Ein Lastwagen mit Anhänger mit einer Ladung Steinen für das Arbeitslager in den Borkenbergen mußte wegen eines Motordefektes für kurze Zeit halten. Diesen Augenblick benutzte ein junger FAD=Mann, sich im nahen Feld die Fasanen zu besehen. Dabei achtete er nicht darauf, daß der Lastzug anzog. Er wollte aufspringen, verfehlte den Tritt und wurde von dem schweren Anhänger überfahren. Ein Bein wurde ihm abgequetscht, das andere mehrfach gebrochen und das Becken eingedrückt. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Vom Ertrinken gerettet Wirtschaftliche Besserung im Bezirk hagen=Haspe Motorradfahrer tödlich verunglückt Revision im Dörentruper Prozeß verworfen Die Reichsbahn um 500 000 RM betrogen Lemgo. Das Reichsgericht verwarf am Donnerstag die von dem früheren Direktor Barkhausen aus Neuenkamp bei Lemgo gegen das Urteil der Detmolder Strafkammer vom 1. Februar 1934 eingelegte Revision als unbegründet. Damit ist der Angeklagte wegen fortgesetzten Betruges zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe rechtskräftig verurteilt. Barkhausen war von 1902 bis 1928 geschäftsführender Direktor der Dörentruper Sand= und Tonwerke G. m. b. die Stampf= und Klebemasse herstellt. Barkhausen deklarierte die Klebemasse jahrelang für den Versand mit einem zu niedrigen Tarif. Er hatte gelegentlich Sachverständigen der Reichsbahn bei einer Besichtigung des Werkes wahrheitswidrig angegeben, daß der zur Herstellung der Klebemasse erforderliche Ton aus eigenem Grund gewonnen und beigemischt würde. In Wirklichkeit bezog er jedoch Ton für diesen Zweck aus anderen Gruben. Im gütertariflichen Sinne war diese mit Hilfe werkfremden Tons gewonnene Klebenasse nicht als Rohprodukt anzusehen. Trotzdem nahm Barkhausen den billigen Tarif in Anspruch, um den Umsatz des Werkes und damit seine Tanieme zu steigern, die jährlich rund 100 000 RM neben einem festen Jahresgehalt von 55000 RM betrug. Auch nach seinem Ausscheiden wurden diese Manipulationen bis zum Jahre 1933 beibehalten und dadurch der Reichsbahn ein Schaden von insgesamt 500000 RM an hinterzogener Fracht zugefügt. Tragischer Tod Lippstadt. Ein hiesiger Schneidermeister wurde von einem Stein seines im Ausbau beindlichen Hauses so unglücklich am Kopf getroffen, daß er an den Folgen im Krankenhaus starb. merkwürdiger Verkehrsunfall Rüthen. Von einem Lastauto mit angehängem Teerwagen löste sich ein Hinterrad, ohne daß die Insassen den Vorfall bemerkten. Als sich später auch das zweite Hinterrad löste und seine eigenen Wege ging, stürzte der Wagen um, wobei sich das Teer auf die Straße ergoß. Vom Bullen angefallen Lichtenau. Ein hiesiger Landwirt wurde von einem Bullen angefallen und mit den Hörnern derart zugerichtet, daß er neben Fleischwunden noch einen Bruch des rechten Schulterblattes davontrug. Er wurde dem Krankenhaus zugewiesen. Main hat aber im Anschluß an die polizeilichen Ermittlungen ein Verfahren gegen Thormann eingeleitet und durch einen Beschluß vom 10. 3. 1934, dessen schriftliche Abfassung jetzt vorliegt, gegen Thormann ein Vertretungsverbot gemäß § 9la der Rechtsanwaltsordnung verhängt, weil zu erwarten steht, daß in dem gegen ihn anhängigen Ehrengerichtsverfahren auf Ausschließung aus der Rechtsanwaltschaft erkannt werden wird. Damit ist Thormann das Auftreten als Rechtsanwalt vor deutschen Gerichten verboten. des Gauleiters. Er teilte mit, daß Gaul# Florian im Einvernehmen mit dem Reichsfüh der Marine=SA verfügt habe, daß das Lager Zukunft den Namen„1. RS=Facharbeitsla Sturmführer Winkelmann“ führen werde. großes Trauergefolge gab dann dem Toten letzte Geleit bis Hilden, von wo die Leiche Stettin übergeführt wurde. Gegen unverantwortliche Beunruhigungsvers## Abschied von Sturmführer Winkelmann Düsseldorf. Auf dem Hofe des 1. RS=Facharbeitslagers in Benrath fand am DonnerstagNeuer Dirigent der Bayreuther Festspiele Aachen. Die Staatspolizeistelle für den Be# Aachen teilt mit: In verschiedenen Tageszeit gen des Regierungsbezirks sind in der le## Zeit wiederholt zu den kulturpolitischen und ligiösen Auseinandersetzungen der Gegen Ausführungen gemacht worden, in welchen Begriff eines deutschen Neuheidentums in ziehung gebracht wird zu Bestrebungen des tionalsozialismus. Da derartige Ausführung den gegebenen Tatsachen in keiner Weise sprechen und infolgedessen eine Beunruhig der Oeffentlichkeit darstellen, wird darauf hin wiesen, daß die betreffenden Zeitungen in derholungsfällen mit scharfen Maßnahmen rechnen haben. Borken. Eine ältere Frau aus Heiden fiel in der Nähe der Badeanstalt in die Aa. Arbeitsdienstwillige retteten sie vor dem Ertrinken und sorgten für die Ueberführung in das Krankenhaus.— Zollbeamte entdeckten ein Schmuggellager, bei dem sie eine größere Menge Zollgut beschlagnahmen konnten. Zwei Schmuggler konnten verhaftet werden. Hagen. Im Bezirk Hagen=Haspe ist eine erfreuliche wirtschaftliche Belebung in der gesamten Eisenindustrie festzustellen. Durchweg sind die Betriebe augenblicklich gut beschäftigt. Bei den größeren Werken wurde in letzter Zeit eine Reihe von Neueinstellungen vorgenommen. Das Hasper Eisen= und Stahlwerk zählt augenblicklich eine Belegschaft von etwa 3000 Mann einschließlich 400 Beamten und Angestellten. Davon wurden etwa 300 Mann in letzter Zeit neu eingestellt. Ferner wurde ein neuer Hochofen angeblasen. Auch die Firma Ackermann& Co. beschäftigt augenblicklich 100 Mann. Die Belegschaft des Gußstahlwerks Wittmann hat etwa 200 Neueinstellungen zu verzeichnen und beschäftigt jetzt 850 Mann. Generalmusikdirektor Franz von Hößlin dirigiert in diesem Jahre auf Einladung von Frau Winifred Wagner und des Generalintendanten Tietjen drei Aufführungen des„Parsisal“, dessen musikalische Vorbereitung er auch übernimmt.— Franz von Hößlin, der jetzt als Generalmusikdirektor in Breslau wirkt, war bis 1932 in der gleichen Eigenschaft in Wuppertal tätig. Bochum. Bei einem Zusammenstoß mit einem Personenkraftwagen, der sich in der Nacht zum Donnerstag auf der Dorstener Straße vor dem Bahnhof Präsident ereignete, erlitt der Führer des Kraftrades einen Kieferbruch und eine schwere Gehirnerschütterung, während eine auf dem Sozius mitfahrende Begleiterin nur eine leichte Gehirnerschütterung davontrug. Beide wurden in das Elisabethkrankenhaus eingeliefert, wo der Führer des Kraftrades inzwischen seinen Verletzungen erlag. nachmittag für den vor einigen Tagen tödlich verunglückten Leiter des Lagers, Sturmführer Winkelmann, eine Trauerfeier statt. Gauarbeitskommissar Dr. Winkenwerder widmete dem Toten herzliche Abschiedsworte zugleich auch im Namen Großfeuer in St. Goar Ein Kind in den Flammen umgekommer St. Goar. Gestern abend kurz nach 10 bemerkte man in einem Wohnhaus in St. einen Brand, der allem Anschein nach du Kurzschluß entstanden ist. Das Feuer breitete mit großer Schnelligkeit aus. Im Ru hatten Flammen auch ein zweites Wohnhaus er# und von hier aus breitete sich das Feuer eine Scheune aus, so daß ein großer Gebäu komplex in ganz kurzer Zeit in hellen Flam stand. Die Bewohner der beiden Wohnhäuser, fast alle schon in den Betten lagen, wurden dem Feuer derart überrascht, daß es nicht möglich war, ihre Möbel und sonstigen Habsel keiten in Sicherheit zu bringen. Leider hat Feuer auch ein Menschenleben gefordert. Ein jähriger Junge ist in den Flammen umgekom und der Vater des Kindes sowie ein älte Mann wurden schwer verletzt. Die beiden ren mußten sofort in ein Krankenhaus geba werden, wo sie mit schweren Brandwunden niederliegen. Das Feuer konnte erst in den tigen Morgenstunden auf seinen Herd beschr werden. Fußball 1. Kreisklasse. Vom Telegraphenmast gestürzt Wanne=Eickel. Der Telegraphenarbeiter Wilhelm Hecker, der am Donnerstagnachmittag in der Bickernstraße mit Ausbesserungsarbeiten an der Leitung beschäftigt war, stürzte plötzlich infolge Bruches des Mastes aus einer Höhe von 11 Meter in die Tiefe. Der Bedauernswerte wurde in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Er erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und einen Schädelbruch. Schwerer Einbruch im Westerwald Marienberg. In der vergangenen Nacht wurde in ein hiesiges Konsummagazin eingebrochen. Die Täter, die Bekleidungsstücke im Werte von etwa 1000 RM stahlen, flüchteten in einem Personenkraftwagen, dessen Kennzeichen nicht festgestellt werden konnte, in Richtung Köln. Vertretungsverbot für Rechtsanwalt Thormann Von den noch ausstehenden Spielen kommen in der Gruppe A am Sonntag drei zum Austrag, die aber bis auf das Treffen Westerfilde gegen Schwerin weniger von Bedeutung sind. In dieser Begegnung wird sich wahrscheinlich der zweite Abstiegskandidat herausschälen. Nach der zuletzt gezeigten Form müßten die Schweriner knappe Sieger werden. Viktoria Dortmund sollte gegen Dortmund 08 einen weiteren Sieg an seine Fahnen heften. Dorstfeld müßte auf eigenem Platz die Lindenhorster Gäste knapp niederhalten können. Die Gruppe B meldet lediglich ein Spiel. Lünen 05 steht gegen Merkur Dortmund auf verlorenem Posten. 1. TuBV.— 1. Teutonia Lippstadt. Zum Rückspiel fahren die Mengeder morgen nach Lippstadt. Bereits im Vorjahr entpuppten sich die morgigen Gastgeber als äußerst spieltüchtige Gegner. Sie verfügen über eine gut eingespielte Mannschaft. Die sehr starke Hintermannschaft findet in dem wendigen und schußkräftigen Sturm gute Unterstützung. Die Mengeder stehen also vor einer schwierigen Aufgabe, die sie nur bei äußerster Kraftentfaltung im günstigen Sinne zu lösen vermögen. Die 1a=Jugend ist ebenfalls nach Lippstadt verpflichtet. Abfahrt beider Mannschaften um 9 Uhr ab Waldeier M.=Gladbach. Bereits während des Volksvereins=Prozesses war den Behörden die landesverräterische Verbindung des Rechtsanwalts Thormann mit ausländischen Stellen zur Kenntnis gekommen. Mit Rücksicht auf die reibungslose Durchführung des Prozesses hatte man aber davon abgesehen, Maßnahmen gegen Rechtsanwalt Thormann zu ergreifen. Thormann wurde einige Zeit nach dem Urteilsspruch in Schutzhaft genommen, aus der er inzwischen wieder entlassen ist. Die Untersuchung bei Thormann hat nur einen Teig seiner laudesverräterischen Korrespondenz mit dem Ausland zutage gefördert; der weitaus größte Teil dieser Korrespondenz war jedoch von Thormann vernichtet worden. Abgesehen aber von einer engen Verbindung Thormanns mit Förster haben die Ermittlungen weiter eine Verbindung zwischen Thormann und dem sich ebenfalls landesverräterisch betätigenden Professor Quidde in Genf ergeben. Einer strafrechtlichen Verfolgung Thormanns steht die Amnestie vom Dezember 1932 für politische Straftaten entgegen. Das Ehrengericht der Anwaltskammer im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt a. Germania Westerfilde— Sportfr. Schwerin Wer steigt ab? Am morgigen Sonntag findet das Entscheidungsspiel um den Verbleib in der 1. Kreisklasse zwischen Germania und Sportfreunde statt. Für beide Vereine besteht die Gefahr des Abstiegs. Es ist also ein spannender Kampf zu erwarten. Das Spiel findet in Westerfilde nachmittags um 4 Uhr statt. Vorher Spiel der 2. Mannschaften. Tag des unbekannten Sportlers. Am morgigen Sonntag ist für den Gau Westfalen der Tag des unbekannten Sportsmannes. Es sollen die außerhalb der Turnund Sportverbände stehenden Sportsmänner an diesem Tage ihr Können unter Beweis stellen. Für den Bezirk Mengede wurde der Athletik=Sportverein„Goliath“ mit der Durchführung dieser Veranstaltung betraut. Beginn um 10 Uhr vormittags im Saalbau Sigges. Eintritt und Teilnehmergebühren werden nicht erhoben. Abends um 7 Uhr ist die Veranstaltung für Boxer. Träger dieser Veranstaltung der Boxsport Westfalia. Die Boxkämpfe im Saale Schmitz statt. Kirchliche Nachrichten Evangelischer Gottesdienst. Mengede: 9,30 Uhr Kantategottesdie 10,30 Kindergottesdienst. Montag 20 allg. Bibelstunde im Gemeindehause. Dienstag: Feiertag der Arbeit. 8Schulgottesdienst; 9 Uhr Gottesdienst für Arbeitsfront und die sonstigen Formatio der NSDAP. 10 Uhr Hauptgottesdienst. Nette Waterloostraße: 8 Uhr Gottesdie 15 Uhr Blaukreuzstunde. Oestrich, Oestricher Str. 55: Sonntag Uhr Blaukreuzstunde. Deusen: Sonntag 9,30 Uhr Gottesdie Pastor Mittorp; 10,45 Uhr Kindergon dienst. Dienstag Singekreis. Bodelschwingh: Sonntag 10 Uhr Ka tegottesdienst. 11 Uhr Kindergottesdie Donnerstag 20 Uhr Bibelstunde. Westerfilde: Sonntag 9 Uhr Kantate gottesdienst; 10 Uhr Kindergottesdienst. Mittwoch ist Bibelstunde. Katholischer Gottesdienst. Mengede: 6.15 Uhr erste hl. Messe. Uhr Frühmesse mit Predigt. Gem. hl. 2 munion des Müttervereins und der### mädchen von Mengede. 8.45 Uhr Kind messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt Predigt. Nachmittags 2,30 Uhr Andacht hl. Familie. 4 Uhr Andacht mit Stan vortrag für den Mütterverein. Dienstag, den 1. Mai. Nationaler Feien 8 Uhr Kindermesse, 10 Uhr Hochan Predigt. Abends 8 Uhr Feierliche Eröfst der Maiandacht. Nette: 7,30 Uhr Frühmesse mit Predig, Uhr Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr dacht zur hl. Familie. Kommunion für Erstkommunikanten und die Mita des Müttervereins. Dienstag, den 1. Mai: Morgens 7/40 Hochamt zu Ehren der Muttergottes. 7,30 Uhr abends feierliche Eröffnung Maiandacht. Bodelschwingh: 7,30 Uhr Frühiktl Predigt. Gemeinschaftl. hl. Kommuuig Müttervereins und der Kommunionking, unteren Klassen. 10 Uhr Hochamt mi digt. 2,30 Uhr Sakramentsandacht...s Dienstag, den 1. Mai. 7,15 Uhr Hochamt, um Gottes Segen auf unse und Vaterland herabzuflehen. Barthou und Bi das geschäftige Be usenmimisters Barthe erschauer Reise ein eicht. Gezwungen gland, die in der liehungen gewisse 9 ichte, hat er seinem tempel überlegener usdrücken können, de anzösischen Politik heisten Fällen als E ewinnt die Reise a hmen hinaus sehr licht ohne Interesse, d unbeeinflußten M essevertreter verglei lich legen sich die Beurteilung des ltnisses größte Zurüc inen lassen müssen sisse Trübung erfe thous stand gan enden Persönlichke seines Außenmin ine neuen Bindunge thou sicherlich ang ing Polens von d ik einer gewissen A keisungen ist unverkei Orsay nahestehenden folgreichen Reise eldungen nicht die schte zu dementieren nicht mehr lange dringt langsam: Zahl der Schleppo alten Umfang ho tiefste Grund für i. Es mußte schon lnischen Vertreteri kreise stets in Par nen holten, wodur die polnische Pol Ja, man scheute ht, dieses offen zu sich aber geänder taktisch einzusch s, dafür war Bart erschau zu reisen. 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Selbstveridlich legen sich die offiziellen Kommentare in Beurteilung des französisch=polnischen Verltnisses größte Zurückhaltung auf, wenn sie auch ennen lassen müssen, daß die Beziehungen eine pisse Trübung erfahren haben. Der Besuch tthous stand ganz im Zeichen der überenden Persönlichkeit Pilsudskis, der die Pok seines Außenministers Beck verteidigte und ine neuen Bindungen eingehen wollte, die thou sicherlich angestrebt hatte. Eine Distanung Polens von der bisher betriebenen Potk einer gewissen Abhängigkeit an französische Leisungen ist unverkennbar. Wenn die dem Quai Orsay nahestehenden Blätter trotzdem von einer folgreichen Reise sprechen, so vermögen die seldungen nicht die bereits umlaufenden Geschte zu dementieren, daß Barthou seinen Ponicht mehr lange werde behaupten können. dringt langsam die Erkenntnis durch, daß Zahl der Schleppgänger in Genf nicht mehr alten Umfang haben wird. Hier mag auch tiefste Grund für die Warschauer Reise lieI. Es mußte schon immer auffallen, daß die blnischen Vertreter in Genf auf der Hin= und screise stets in Paris sich die nötigen Instruknen holten, wodurch der französische Einfluß die polnische Politik unschwer zu verkennen r. Ja, man scheute sich von französischer Seite ht, dieses offen zu bekennen. Dieser Zustand sich aber geändert. Die Instruktionsstunden r taktisch einzuschlagende Manöver blieben s, dafür war Barthou gezwungen, selbst nach erschau zu reisen. Sicherlich gingen die Besprechungen in der uptsache darauf hinaus, daß Barthou auf die utsche Aufrüstung, auf die deutsche Gefahr erhaupt hinwies. Es ist aber mit ziemlicher scherheit anzunehmen, daß Polen eine andere einung der deutschen Verhältnisse zum Ausabrachte und so sich die Ansichten nicht nähervielmehr sich noch mehr trennten. Hier mag bester Beweis die bekannte Rede des polhen Außenministers gelten, der Deutschland umwunden als einen zuverlässigen Vertragsimer hinstellte. Weiter ließ er offen durchcken, daß die neuerlichen Besprechungen in #rschau an dem deutsch=polnischen Verhältnis ht das geringste geändert hätten. Das ist heifellos ein großer Erfolg des jungen polnien Außenministers, der dadurch mit einer nellen Kontroverse sichtlich von der französien Politik abrückt und der polnischen Politik ne größere Eigenstaatlichkeit zu verleihen gelt ist. So muß der Versuch Barthous, festzu#len, mit welchen Verbündeten er noch rechnen ne, wenn er in Genf in der Abrüstungsfrage Veren möchte, als mißlungen bezeichnet werden. u kommt noch, daß die schroffe Ablehnung englischen Vorschläge zur Abrüstungsfrage, nur mit einem Komplex neuer Fragen bewortet wurden, auch in England einige Mißmmung hervorgerufen hat. Hier offenbart sich s neuerliche Meinung, vor allem in den Luftetkräften eine Vermehrung der englischen Bewe herbeizuführen, um hier in einigem Wettperd bleiben zu können. Die Bemühungen kreichs, nicht als der Störer der europäimi Friedensbestrebungen zu gelten, müssen # diesen Erkenntnissen als gescheitert betrachverden. Sein blinder Chauvinismus, seine zu Llichtige Einstellung in den Fragen der Bedung, drängen es in eine isolierte Stellung, ganz dem militaristischen Geiste ClemenceauI. Schulung entspricht. Daß dieser Geist die Politik Frankreichs beherrscht, zeigen die östen Besprechungen im französischen Parladie auf der ganzen Linie einen Sieg verkonnten, und deren schönste Blüte in stanzösischen Antwort an England bestand. ##gland betrachtet die französische Antwort als r glatte Absage an die Abrüstungsbemühuns und ein endgültiges Verlassen der AbLungsbasis. Interessanten Aufschluß gibt ##der das in der Presse vielfach erörterte stische Weißbuch, das gerade in dem ###blick im Unterhaus verteilt wurde, als die F#301ische Note an das Foreign Office gelangte. k.viesem Weißbuch versucht England darzulegen, #.#s alles versucht und getan habe, um dem „Asungsgedanken zum Siege zu verhelfen C.#s halb jede Schuld von sich weisen müsse. ### offenbart sich nicht nur die positiv einenglische Abrüstungspolitik, sondern es „##aneben, daß auch Italien und Deutschland E gewesen sind, ein Abkommen über die nung einzureichen, daß aber alle Bemühunergeblich waren, weil dieser positiven Einder drei Mächte die negative Frankreichs „Dt dem Besuch des italienischen UnterRetärs in London eine Bedeutung beigelegt, die von irrigen Voraussetzungen ausgeht. Es bleibt zunächst festzustellen, daß der Besuch bereits vor Ueberreichung der französischen Note angekündigt war. Seine Unterhandlungen streben deshalb keine bestimmten Ergebnisse an, die mit der Abrüstungsfrage zusammenhängen. Es ist aber nunmehr anzunehmen, daß dieser Fragenkomplex zur Erörterung kommen wird. Englische und italienische Blätter lassen erkennen, daß man nicht geneigt ist, den Anregungen Barthous zu folgen und jede weitere Verhandlung im Wege des persönlichen Meinungsaustausches einzustellen. Gerade diese Blätter stellen diese Forderung an die Spitze ihrer Erörterungen und lassen Bemühungen erkennen, den abgerissenen Faden zu diesen Verhandlungen wieder zu knüpfen. Und wenn Suvich eine Verständigung zwischen Rom und London herbeigeführt hat, wird er in Paris mit neuen Vorschlägen aufwarten können. So steht zu erwarten, daß Suvich bei seinem Besuch in Paris und bei seinem Empfang bei Doumergue die Fragen der Abrüstung in den Vordergrund schieben wird. Unverkennbar ist eine starke Abneigung, in Genf wieder die Abrüstungsverhandlungen aufzunehmen. In dieser Woche konnte die Begründung der deutschen Kolonien ihr 50. Jubiläum feiern. Mit dieser Tatsache rückt die Frage nach einem Wiedererwerb der Kolonien in den Vordergrund des Interesses. Durch den Versailler Vertrag wurden uns die Kolonien mit recht durchsichtiger Begründung entrissen und als sogenannte Mandate an die Siegermächte verteilt. Mit eigenartiger Zurückhaltung stehen diese Mandatmächte der deutschen Forderung nach Rückerwerb der Kolonien gegenüber. Selten wird eine Stimme laut, die eine Diskussion über diese Frage wagt und noch seltener eine, die das an Deutschland begangene Unrecht in seinem umfaßbaren Widerspruch zu bekennen wagt. Von deutscher Seite wurde die Forderung nach einer Rückgliederung der Kolonien wiederholt und mit aller nur wünschenswerten Offenheit erhoben. Gescheitert ist diese Forderung bisher immer an der Unzulänglichkeit des Versailler Vertrages, der feststellt, daß Deutschland unfähig sei, Kolonialland zu verwalten und daß deutsches Kolonialland deshalb unter das Mandat anderer Länder gestellt werden müsse. Aber verschwiegen wird, daß eine Verteilung der Kolonien bereits vorgenommen war, noch ehe die Friedensverhandlungen begonnen hatten. Heute hält man den Raub fest und läßt es zu Erörterungen nicht kommen. Und doch drängt gerade diese Frage nach schnellster Klärung, da sie wie fast keine andere die lebenswichtigsten Interessen Deutschlands an ihren entscheidendsten Punkten berührt. Hier liegen Angelpunkte der deutschen Wirtschaftskrise, hier lieegen elementare Möglichkeiten zur Behebung der deutschen Arbeitslosigkeit, hier verlangt bitteres Unrecht nach Wiedergutmachung. * Die Verhältnisse im Fernen Osten haben sich aufs neue zugespitzt. Es geht diesmal nicht um eine territoriale Expansion Japans in andere Länder, auch nicht um das Vordringen japanischer Waren auf dem Weltmarkt mit Hilfe eines geschäftlichen Dumpings, sondern um die Vormachtstellung Japans in China. Es muß schon angenommen werden, daß die Bemühungen Rußlands und Amerikas um China, die auf konkrete Vorschläge hinausgingen, von Japan peinlich empfunden wurden und von dort mit unzweideutigen Drohungen pariert werden. Japan betrachtet China als seine Domäne, über das auch nur ihm das Bestimmungsrecht zustehe. Chinas Haltung in dieser Frage ist noch nicht klar ersichtlich. Bekannt sind seine Bemühungen um Kredite, vielleicht mit irgendwelchen Konzessionen als Gegenleistung, bekannt ist weiter sein Bedarf an Waffen. Hier hoffte Japan zu einem festen Vertragsverhältnis mit China zu gelangen, das alle anderen interessierten Mächte von einer Beteiligung ausschließt. Diese Variierung der Monroe=Doktrin auf japanisch=chinesische Verhältnisse zwingt in Europa zu höchster Beachtung. Von hier aus gesehen, scheint ein kleiner Anlaß zu einem Konflikt führen zu können. Unklar ist nur, gegen wen Japan sich zur Wehr setzen würde, ob gegen China, oder gegen die Mächte, die die japanische Vormachtstellung im Fernen Osten beseitigen wollen. Der Völkerbund wird diese Lage nicht klären können, denn er hat schon einmal in einem japanisch=chinesischen Konflikt versagt. Ob die Bemühungen Rußlands, in den Völkerbund zu kommen, aus dieser Perspektive zu betrachten sind, läßt sich nicht erkennen, wird aber von Japan behauptet, das sich weiterhin nicht scheut, auf die japanischen Machtmittel hinzuweisen. Der japanische Expansionsdrang, der in der Hauptsache wirtschaftlicher Natur ist, aber von der Politik getragen wird, steht jetzt vor einem Problem, das gelöst werden muß. Zu erwarten bleibt die Haltung der russischen amerikanischen Diplomatie, von der es abhängt, wie sich die neue japanische Politik auswirkt. Deutschland und Jugoslawien Im internationalen Austauschverkehr Deutschlands hat der Südostraum Europas von jeher eine bevorzugte Rolle gespielt. Durch die neuen Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Jugoslawien sind die Gegenseitigkeitsbeziehungen gerade dieser beider Länder wieder in eine aktuelle Beleuchtung gerückt worden. Angesichts der lebhaften balkanpolitischen Bemühungen anderer europäischer Großmächte gewinnt die überaus freundliche Entwicklung dieser Verhandlungen noch ein besonderes bedeutungsvolles Gepräge. So entscheidend und so wichtig die neuen Handelsvertragsverhandlungen für die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit beider Länder sind, so wesentlich aber auch ist es, der deutschen Oeffentlichkeit einmal Elemente zu einer klaren Vorstellung über allgemeine gegenseitige Beziehungen beider Länder in die Hand zu geben; denn erst, wenn das Freundschaftsverhältnis zweier Staaten auch in seinen Völkern ein Echo zuneigenden Verständnisses gefunden hat, kann sich die Zusammenarbeit beider Länder auf einen wahrhaft tragfähigen Boden berufen. Das heutige Königreich Jugoslawien entstand nach dem Kriege. Den Kern des Landes bildet das vormalige Königreich Serbien. Südwestliche Teile der alten Donaumonarchie und das„Land der schwarzen Berge“ bilden den übrigen Bestand des neuen Königreiches, das vermöge seiner territorialen Situation weniger ein rein balkanischer Staat ist, als vielmehr eine Brücke zwischen Mitteleuropa und dem„Urbalkan". Dieses Land, das in sich gleichzeitig Kulturen des Abendlandes, des Mittelmeeres, des Orients und schließlich auch des slavischen Ostens vereinigt, dieses Land kann im Laufe der Geschichte eine ganze Fülle von Berührungen mit Mitteleuropa, mit Deutschland vor allem, nachweisen. Das jüngste, große geschichtliche Zusammentreffen brachte der Weltkrieg. Welche Wirkungen hat er im Volke dieses Landes ausgelöst? Es kann bei der Beantwortung dieser Frage von jenen Gebieten abgesehen werden, die im Weltkriege österreich=ungarisches Land und damit mit Deutschland waffenbrüderlich verbunden waren. Diese Gebiete sind dem deutschen Volke, häufig sogar blut= und stammesmäßig, nach wie vor in tiefster Freundschaft verbunden. Und in den serbisch=montenegrinischen Bezirken hat sich das nur wenig bekannte Wunder vollzogen, daß man am Ende des Weltkrieges von den deutschen Eroberern wie von Freunden Abschied nahm. Dieses augenscheinliche Wunder hat eine ganz natürliche Bewandtnis. Bis zum Jahre 1912 hatte das„alte“ Türkenreich in seinem balkanischen Territorium jeden, auch den leisesten Ansatz eines modernen Fortschritts mit aller Gewalt verhindert. Nach der Neugliederung des Balkans kam sehr bald der Weltkrieg, und dieser Weltkrieg machte die früher von Türken niedergehaltenen Balkanstämme nicht nur mit ihren neuen Eroberern, sondern zugleich auch mit den Sendboten bester europäischer Kultur und Zivilisation bekannt. Von jenen Tagen und Jahren ab, die oft, wie unsere alten Balkankämpfer wissen, einen recht friedsamen Charakter trugen, datiert namentlich bei den Serben eine große Achtung vor deutschem Können und deutscher Leistung. Die Achtung wandelte sich in Sympathie; und es ist heute so, daß der Serbe vom Weltkriege her die Deutschen in einer angenehmeren Erinnerung hat, als manchen seiner damals Verbündeten. Als wertvolle Ergänzung dieses zweifelsfreien Tatbestandes darf verzeichnet werden, daß die im Weltkriege auf serbischen Boden durch die deutsche Armee errichteten Feldlazarette von der Regierung des neuen Königreiches nicht etwa abgerissen, sondern zu Veterinärstationen, Bakteriologischen Instituten usw. ausgebaut wurden, und daß die von deutschen Truppen aus strategischen Gründen angelegten Straßen und Bahnen zum erheblichen Teil die Grundlage eines modernen serbischen Verkehrsnetzes bildeten. Aber noch etwas anderes gibt es, was gerade den serbischen Menschen zu einem Freunde des Ferdinand von Schill fiel im April 1809 mit seinem Freikorps in das Königreich Westfalen ein, um eine allgemeine Erhebung gegen Frankreich einzuleiten. Mit seiner Truppe zog er durch ganz Preußen und fiel im Kampf gegen die Holländer und Dänen in Stralsund. 11 seiner Offiziere wurden in Wesel erschossen. Erst 5 Jahre nach seinem heldenmütigen Kampf war die Herrschaft Navoleons in Preußen beseitigt. deutschen Volkes gemacht hat. Durch viele Jahrhunderte hindurch hat der Serbe für den Balkan jene kämpferische Pionierarbeit leisten müssen, wie sie Preußen für Deutschland geleistet hat. Auf diesen psychologisch wichtigen und interessanten Punkt hat auch Reichsminister Stabschef Röhm anläßlich seines kürzlichen Besuches in Jugoslawien hingewiesen. Bringt so der Serbe aus einem nahverwandten Gleichklang der eigenen historischen Aufgabe das Organ zum Vermächtnis preußisch=deutscher Geschichte mit, so kann ihm natürlich auch die tiefe Sympathie für diese Geschichte nicht fehlen. Lange Zeit ist übrigens die irrige Ansicht verbreitet gewesen, als hätten— auch diese Dinge müssen hier berührt werden— die in Jugoslawien lebenden Deutschen„nichts zu lachen“. So verbreitet diese Ansicht war, so falsch war sie zugleich. Und es ist zur Erhärtung dessen wichtig festzustellen, daß nach den ausdrücklichen Erklärungen des deutschen Geschäftsträgers in Belgrad in keinem anderen Lande sich für die Auslandsdeutschen der Wechsel zum neuen Deutschland loyaler vollzogen, hat als im Königreich Jugoslawien. Ganz in diesem freundlichen Rahmen stellt sich die Tatsache, daß ausgerechnet aus der westdeutschen jugoslawischen Kolonie im Frühjahr vorigen Jahres die ersten Ausländerstimmen sich erhoben, die sich energisch gegen die im Ausland über Deutschland verbreiteten Greuelmärchen wandten.(Nur den allerwenigsten Ruhrgebietsbewohnern dürfte es übrigens bekannt sein, daß im rheinisch=westfälischen Industriebezirk allein 40—50000 Jugoslawen, meist Berg= und Industriearbeiter, wohnen.) Zum Schluß unserer Ausführungen aber seien noch einige Sätze aus einer Ansprache des jugoslawischen Generalkonsuls Pantic in Düsseldorf registriert, die dieser kürzlich von einem kleinen Kreise geladener Gäste aus Presse und Wirtschaft Westdeutschlands hielt. Generalkonsul Pantic sagte u. a.:„Deutschland und Jugoslawien, zwei Länder mit verschiedenen wirtschaftlichen Strukturen, sind schon ihrer Natur nach eines auf das andere angewiesen. Aus diesem Grunde waren auch unsere Wirtschafts- und Handelsbeziehungen immer die denkbar besten. Diese Beziehungen müsse auch in der Zukunft aufs freundschaftlichste gepflegt werden. Gerade in diesem Augenblick werden erfolgreiche Handelsbesprechungen zwischen beiden Ländern in Jugoslawien geführt. Gleichzeitig wird auch ein Touristen=Abkommen geschlossen, welches uns die Möglichkeit bringen soll, uns noch besser kennen zu lernen. Unsere Regierungen sind auf dem besten Wege.“ Ein neues Leichtflugzeug Das neue Kleinst=Flugzeug auf dem Flugplatz Le Bourget bei Paris, das mit einem 6=PS=Motor versehen ist, eine Geschwindigkeit von 90 Stunden kilometer erreicht und nur 4 Liter Brennstoff vro Stunde benötigt. Land Hedjas- jetzt Saudieh Von Wolfgang von Weisl. In Aarabien wird wieder gekämpft. Ihn Saud, der„Cromwell" Aarabiens. und der Imam von Jamen ringen erneut um die Herrschaft über Arabien. Die Chancen scheinen gleich verteilt zu sein, aber wer die staatsmännischen und strategischen Fähigkeiten Ihn Sauds recht zu beurteilen vermag, der wird dem Imam einen Sieg nicht glauben. Einer der wenigen Euroväer, die Arabien und seine Herrscher aus eigener Anschauung kennen, ist der Troi und Journalist Wolfgang von Weisl. dessen hochinteressantem Buch„Zwischen dem Teufel und dem Roten Meer“ wir mit Genehmigung des Verlages F. A. Brockhaus ein Kavitel entnehmen, das sich mit Ibn Saud und seinen Untertanen befaßt. Der Hedjas ist klein und arm. Parellel zur Längsachse des Roten Meeres zieht er im langen Viereck vom Golf von Akaba, wo er an Transjordanien grenzt. bis zum Emirat von Afir. zu einem Punkt zwischen Birk unter Ihn Saud und Wasm unter dem Idrisi— etwa 1400 Kilometer weit. Weniger bestimmt ist seine Breite: Grenze im Osten ist die Wüste, das Reich des Nedi im nördlichen Abschnitt und das Emirat von Ebha, auch Asir der Berge genannt. im Süden. Wer grobe Schätzungen liebt, mag die Oberfläche des Reiches Hedjas auf gegen 200000 Quadratkilometer veranschlagen. Eigentümer abliefern müssen. Aber zehn= und hundertmal soviel Land liegt unbebaut. weil niemand den Mut hat. Brunnen zu bohren, und nicht die Intelligenz. Handel ist einfacher, sicherer, leichter. Dieser Trägheit der Bevölkerung entspricht ihre Siedlungsdichte. Der gute Kenner des Landes. Ibrahim Devouy. der seit fast zehn Jahren Frankreich im Hedias vertritt und als Muslim überallhin Zutritt hat. schätzt die Einwohner des Hedjas auf 275 000 Seelen. Der Hedjas ist schwächer besiedelt als selbst Transjordanien— auf einen Quadratkilometer kommen rund anderthalb Seelen! Mekka: 45000 ständige Einwohner; außerdem etwa 10.000 bis 15000„flottierende", abund zuwandernde Besucher, ohne die Pilger: Medina: 8000 ständige Einwohner: außerdem 2000 bis 3000 Besucher: Djidda: 4500 ständige Einwohner; außerdem 2000 bis 3000 Besucher: Dambo al Bahr: 800 ständige Einwohner; außerdem etwa 500 Besucher: Qunfuda: 500 ständige Einwohner: Rabegh: 500 ständige Einwohner: Wedi: 400 ständige Einwohner. Meine ständigen Beobachtungen hatten ähnliche Ergebnisse, wo ich sie anstellen konnte. Ohne Unterschied zwischen der ständigen und der beweglichen Bevölkerung machen zu können, veranschlage ich Djidda auf 7000 bis 8000 Seelen: Dambo und Wedi auf gegen 1000; Lundfudab auf weniger als 1000. Ein Fünftel der Einwohner des Hedjas wohnt in den drei„großen“ Städten: Djidda. Mekka und Medina— dem Herzen des Hedjas. Ein Muslim. der das Wort„Hedjas“ ausspricht, denkt dabei nur an diese Orte: in ihnen ist das ganze Leben des Landes zusammengedrängt. Die Städte aber leben ausschließlich von der Pilgerfahrt. von der „Hadi". Ist die Hadi gut gewesen, dann strömt Geld ins Land— Mekka und Medina leben auf. die Kaufleute in Djidda haben ihre Waren teuer an die Pilger losgeschlagen und deren Kleinode, Teppiche und Waffen billig angekauft, als sie am Ende der Pilgerfahrt ohne Pfennig dastanden. Alles ist zufrieden, ist glücklich. Wehe aber, wenn die Pilgerfahrt schlecht ist. wenn die Pilger ausbleiben! Das bedeutet im ersten Jahre Armut. im zweiten Jahre schon Hunger und Not. Der Hadjas lebt von den Pilgern. und was er von seiner Regierung verlangt, ist eins: Solche Bedingungen im Land zu schaffen, daß die Pilger gerne kommen und lange bleiben. Weil König Hussein dies nicht verstand. rührte sich keine Hand für ihn, als ihn Ihn Saud angriff. Weil Ibn Saud in einem einzigen Jahr vollen Frieden im Hadjas hergestellt hat und infolgedessen die Hadi gut war. ist seine Herrschaft trotz der Unzufriedenheit vieler, denen er zu scharf auf die Finger sieht, gesichert. Die Hadi ist gut— es lebe der König! Der Hlltag im Sowjetparadies Moskaugrüßt: ind Sie der Letzte?“ Von Kurt Ellern Dieses Gebiet ist kaum bevölkert, selten bebaut. Vor dem Krieg war es vielleicht etwas besser; in der Ebene von Yambo zum Beisviel wurden bei Dambo el Nakhl Datteln erster Güte gezogen und ausgeführt— aber dann„kamen die Engländer und warfen mit Gold herum. und ein Goldstück war wie nichts in den Augen der Beduinen. und sie kümmerten sich nicht um die Datteln und lagen müßig. Und die Dattelvalmen gingen zugrunde. und das Land wurde arm.... erzählt mir ein Händler aus Dambo. „Gut,“ sagte ich.„Aber das Gold der Engländer blieb doch im Lande.“ „Nein. Das Gold verschwand, wie es kam. Man gab es leicht aus. weil man leicht verdient hatte. Heute ist der Hedjas ärmer, als er je war.“ Es stimmt. Schuld daran ist zum Teil die Unfähigkeit der Regierung Husseins. die das Land ausbeutete und in Kriege stürzte. Schuld aber ist noch mehr die Unfähigkeit der Hedjasiten, zu arbeiten. Die Türken. vor allem der bedeutende Gouverneur Osman Schefket Pascha, hatten viel zur Entwicklung des Hedjas getan. Sie bauten eine Quarantäne und einen Wasserkondensator in Djidda. sie bauten Kasernen und Spitäler. Schulen und Zollgebäude; ja sogar eine Wasserleitung bauten sie. in Djidda und richteten die alte Wasserleitung Mekkas neu her. Das alles geschah aber gegen den Willen der Scherifen von Mekka. Die Wasserleitung wurden mutwillig zerstört: nach dem Sieg Husseins noch wurden Reservoire aus Bosheit mit Steinen ausgefüllt und die Baumpflanzungen der Türkenzeit niedergehauen. Die Hälfte der wenigen Schulen wurde unter Hussein gesperrt. von zwei Spitälern Diiddas steht auch heute noch nur eines in Betrieb. Kein einziger Neubau wurde von den Arabern errichtet— in zehn Jahren Freiheit. Bis zu dem Tag. an dem Ibn Saud die Herrschaft antrat. konnte man im Hedjas nicht einmal in Sicherheit reisen: der Weg von Mekka nach Medina mußte mit Tributen an die Beduinen friedlich gemacht werden. Dementsprechendn sieht auch die Landwirtschaft aus. Die weite Küstenebene rings um Diidda könnte bei einigem Fleiß bewässert und damit fruchtbar gemacht werden. Sie ist heute eine völlige Wüste. in der nur Füchse und Schakale. Gazellen. Springmäuse, Wachteln und Wildtauben leben. Hier und dort sind kleine Gärten angelegt. bei Diidda gewöhnlich des reichen Mohammed Nazifs Land. Sklaven bewirtschaften sie, die ein Viertel des Ertrages ihres Gemüsebaues dem Womit verbringt heute der Durchschnittsrusse vornehmlich seinen Tag? Die Antwort auf diese Frage ist bald gegeben: Er steht Schlange! Er steht Schlange, wenn er Brot einkauft; er steht Schlange, wenn er sich ein Paar Schuhe besohlen lassen will; er steht Schlange, um einmal ins Theater zu kommen, und steht Schlange, um einen Film zu sehen. Immer dasselbe: Er steht Schlange——— Und dazu meistens umsonst! Das Schlangestehen ist fast zum Staatssymbol geworden. Ein gängiger Witz in Moskau lautet: Wie begrüßen sich zwei einander wildfremde Moskauer, wenn sie sich auf der Straße begegnen? Sehr einfach, nämlich mit den Worten:„Sind Sie der Letzte? Dann komme ich also nach Ihnen!“ Treffender kann es nicht gesagt werden. Es ist das typische Straßenbild in Moskau: Sollte irgendwo ein Laden offen sein und zu halbwegs annehmbaren Preisen etwas Brauchbares verkaufen, dann hängt an seiner Tür eine riesige Käuferschlange. Der Warenhunger ist bei dem winzigen Angebot geradezu unermeßlich. Es fehlt ja auch überall am Nötigsten. Die Warenknappheit, verbunden mit der hundertprozentigen Unfähigkeit der korrupten Sowjet=Verteilungsorganisationen hat im Laufe der Jahre ein grausiges Chaos entstehen lassen, von dem jetzt auch in den Regierungsstellen keiner mehr weiß, wie es beseitigt werden könnte. Und dies Chaos wendet sich nicht etwa gegen die sogenannte Bourgeoisie—, die gibt es schon lange nicht mehr, dies Chaos quetscht jetzt auch die Träger des Sowjetstaates, die Arbeiter der großen Moskauer Fabriken und die Studenten der Sowjetuniversität, an die Wand. Wie lange wird es noch dauern, dann hat dies Chaos, das keiner mehr eindämmen kann, auch die Rote Armee ergriffen, und was dann kommt, das weiß in Moskau niemand. Die hohen Towarischtschi Volkskommissare auch nicht. Vielleicht nicht einmal Stalin selb——— Ein paar Beisviele nur, wie es aussieht. In den Moskauer Mitischi=Waggonbau=Werken erhalten die Arbeiter ihr Brot durch eine besondere Verteilungsorganisation. Der Erfolg ist, daß die Arbeiter nach ihrem schweren Tagewerk— Achtstundentag, wer lacht da?— das zweifelhafte Vergnügen haben, noch zwei bis drei Stunden nach ihrer Brotration anstehen zu dürfen. Häufig sogar vergeblich. Die Arbeiter schimpfen, meutern, ohne daß die OGPU. die Maschinengewehre dazwischenhält. Die OGPU. schießmüde? Schlechtes Zeichen für ein auf Terror aufgebautes System! Aber die Brotversorgung wird darum auch nicht besser. Bezeichnend ist, daß diese hungernden Arbeiter eine Paradebelegschaft der Sowjets sind, alles ausgesuchte, bewährte Kommunisten, die bei Demonstrationen den Ausländern immer den Eindruck vorgaukeln mußten, wie gut es den russischen Arbeitern gehe. Nicht minder haarsträubend sind die Zustände an der Moskauer Universität, die als Hörer bekanntlich nur bewährteste Jugendgenossen zuläßt. Ein Student hat eine Zusammenstellung veröffentlicht, wie das„Studium“ ausgeübt wird. Schlange stehen ist auch an der Universität Trumpf, mit Schlange stehen geht der Tag hin, einer wie der andere. In den Speisesälen fehlt es nicht nur am Essen, sondern auch an Tischen. Stundenlang stehen die Studenten an, bis sie einen Platz erwischen, an dem sie ihr Essen hinunterschlingen, um schnell anderen Kommilitonen Platz zu machen. Man muß sich schlagen, um in den überfüllten Hörsälen wenigstens einen schlechten Stehplatz zu erlangen. Und abends darf man sich in die schmutzigen, vollgepferchten Schlafsäle mit viel List und Tücke mit hineinAsta Nielsen vom alten„Kientopp“. „Um 1909 herum, als ich zum erstenmal mit dem Film in Verbindung kam." erzählt Asta Nielsen.„galt es als eine Schande, in ein Kino zu gehen. geschweige denn an der Herstellung eines Filmes teilzunehmen. Der Besuch der ganz wenigen dunklen Kientovps war gesellschaftlich geradezu vervönt. Nur recht wenigen Fachleuten, insofern es solche überhaupt gab, sahen für den Film wohl eine technische, aber keinesfalls eine künstlerische Zukunft. So ist es kein Wunder, daß, als man mir ein Filmengagement anbot, ich das Angebot als eine Zumutung empfand. Dennoch wollte ich versuchen, aus der Rummelangelegenheit eine Kunst zu machen und willigte ein. in einem Film „Der Abgrund", zu spielen. Dieser Film. der von dem Besitzer eines elenden Kinos in Kovenhagen finanziert war, wurde in einem entlegenen Gefängnishof in der dänischen Hauptstadt gedreht. Eine notdürftig zusammengezimmerte Tribüne war der Schauplatz, die Sonne lieferte die einzige Beleuchtung. Der Manuskrivt= verfasser Urban Gad war zugleich Regisseur. Meine erste Filmgage für alle Aufnahmen betrug... 200 Kronen. Die Fotografie des 900 Meter langen Films erwies sich als so entsetzlich, daß der Finanzmann vor Schreck erkrankte. Dennoch wurde der Film nach Düsseldorf verkauft und brachte dem Käufer so viel Geld ein, daß er reich wurde. Fachleute hielten diesen unerwarteten Erfolg für Zufall. Die Namen der Darsteller und des Regisseurs wurden nicht erwähnt. Ich bekam dennoch, da die Sache sich herumgesprochen hatte. Engagements=Angebote von Varietes! Schließlich wurde in Berlin eine Gesellschaft gegründet, um zwei Filme zu drehen. Ein kleines Atelier mit einer Dachkammer im Norden Berlins wurde gemietet. Die Aufnahmedauer war eine Woche für jeden Film. Gedreht wurde nur im Sommer, da man keine Atelierbeleuchtung hatte. Immerhin waren diese Filme mit„richtigem Theaterspiel“ etwas ganz Neues: denn man kannte auf der Leinwand meistens nur Gruppen etwa„nach Makart“. die dann plötzlich zum Leben erwachten. Die Titel der unglaublich rührseligen Filme hießen„Heißes Blut" und„Nachtfalter“. Allmählich wuchs dennoch in Deutschland das Interesse für die neue Kunstart, und so entstand ein richtiger Film=Verleih mit einem„General= direktor“. Ein Film von 1200 Metern sollte gedreht werden. Nur fragte man sich, wieviel Elefanten und Löwen man dazu brauche, da das Spiel eines Schauspielers einen so langen Film nicht füllen könne. Das Niveau der Aufnahmen war nach den heutigen Begriffen entsetzlich. Man konnte Prinzen sehen. die bei Hofe sich auf die Schenkel knallten und Hofgesellschaften, die an Tischen mit karierten Tüchern bei Galadiners saßen. Das Manuskript gab damals den Rahmen der Handlung. Da hieß es zum Beispiel: Astas Kind stirbt. Astas Hauptszene. Welche Ratschläge Fachleute mir gaben, geht aus folgendem Erlebnis hervor. Ein Fachmann riet mir. Gummiwaden anzuschaffen, da meine Beine zu mager waren. Seine Frau, die im Zirkus auftrat, hatte durch ihre Waden die Gunst des Publikums erobert. Ein Kavitel für sich war die Zensur. Die ersten echten Tränen wurden mir von der Zensur herausgeschnitten mit der Begründung: Der allzu große Eindruck auf nervöse Menschen könne gesundheitsschädlich sein. Uebrigens sei das erschütternde Sviel ein Privileg des Theaters und nicht des Films. Ein Film. in dem ich ein uneheliches Kind zu spielen hatte. wurde verboten und erst nach vielen Verhandlungen freigegeben. Ein anderer Film wurde verboten, weil man meine Beine bis über die Waden sah. Als die Atelieraufnahmen Wirklichkeit wurden. war die Technik immer noch so primitiv. daß manchmal komische Zwischenfälle unvermeidlich waren. Im Film„Das Kind ruft“ hatte ich im Schnee zu sterben. Der Schnee bestand aber aus weißen Federn. Ich lag im Atelier als Leiche und mußte den Atem anhalten. weil die Federn beim leisesten Atemzug bochgingen. Eine tückische Feder hatte sich ausgerechnet auf meine Nasensnitze gesetzt und dennoch mußte ich starr liegen. Die kitschigen Sujets aber wie etwa„Sünden der Väter“. „Die Tochter der Landstraße".„Das Mädchen ohne Vaterland" trugen viel zur Popularität der neuen Unterhaltung bei. Im Jahre 1913 konnten die ersten deutschen Filmvaläste entstehen und von jedem Film liefen 40 bis 50 Kovien. Erst die Jahre nach dem Kriege brachten allmählich den unerhörten technischen Ausschwung des Films in der Form. in der wir ihn heute kennen. Dr. A. v. Andreevsky. Die Farben des Reichswappenschildes— eine altdeutsche Ueberlieferung Das braunschweigische Staatsministerium beschäftigte sich in einer Mitteilung an die Oeffentlichkeit mit den Farben unserer Reichswappenschilder. Die Amtsschilder der Reichsbehörden zeigen bekanntlich den schwarzen, rotbewehrten Adler auf goldenem Grunde. Gegen diesen Goldgrund richteten sich öfters vorgebrachte Einwände, weil verschiedentlich in dieser Farbenzusammenstellung ein Zugeständnis an das frühere Staatssystem erblickt wurde. Das braunschweigische Staatsministerium weist, wie es im Vorjahre auch das Reichsministerium des Innern getan hat, darauf hin, daß der Reichsadler seit Jahrhunderten auf goldenem oder goldgelbem Grunde dargestellt wird und es sich um eine alte Tradition handele. Diese Bekanntmachung war notwendig, weil die Kenntnis über die heraldischen Grundlagen unserer Reichs= und Landeswappen offenbar noch wenig verbreitet ist. Gold ist nämlich die altdeutsche Farbe der Kaiser und des Reiches, während Silber die Königsfarbe ist. Daher steht der Preußische Adler auf Silbergrund(oder weiß), der Reichsadler aber von jeher auf Gold. Wann war das letzte Ritterturnier? Das letzte Turnier, bei dem gepanzerte Reiter aus adligem Hause mit eingelegter Lanze gegeneinander sprengten, fand nicht etwa zurzeit des „letzten Ritters“ Kaiser Maximilian statt, sondern zu einer Zeit, als es schon Dampfmaschinen und Eisenbahnen gab. Im Jahre 1839 kaschlängeln, wenn man nicht auf den Steinen Flurs übernachten will. In den Bibliotheksräumen und in den Gau roben ist dasselbe Bild. Abend für Abend vn außerdem von der Partei bis tief in die Nagz hinein Versammlungsdienst verlangt. Studie, ren——, ja, wer kommt unter diesen Verhäl nissen dazu? So wird die geistige Führerschich des Sowjetrußlands von morgen„ausgebildet Ganz öffentlich prangert der Student Verhältnisse in einer Zeitschrift an. Du liebz Himmel, was hätte man in Moskau noch v# einem Jahr mit diesem Studenten und mit den Redakteur der Zeitschrift gemacht? Vor die OGPU, Salve, erledigt——— Heute schreibt man offen darüber. Mit ach uckender Lethargie sieht die einst so messerscha hneidende Geheime Politische Verwaltung zu Dämmerung des Sowjetchoas—.——? Wer kann es wissen! Die Moskauer Reg rungsstellen schweigen. Nur die Zeichen des Moskauer Alltags rei eine stumme, eindringliche Sprache. die Deutsche Benrath erwarte Aus aller Welt Kolkrabe gesetzlich geschützt Was wir gewöhnlich„Rabe“ nennen, ist der Wotansvogel der deutschen Sage, son ein kleinerer Verwandter aus dem Krähenz schlecht. Der alte Märchenvogel, der stattli Kolkrabe, ist in Deutschland fast ausgerot Man stellte ihm in früheren Jahren eifrig weil er Hasen und anderes Wild nicht schmäht. Jetzt ist der seltene Vogel durch ordnung der Regierungsbehörde in Stade Schleswig=Holstein und Hannover geschützt, das Auslegen von Gift zur Bekämpfung Raubzeuges ist dort wegen des Schutzes die eigenartigen Vertreters der deutschen Tier verboten. Katze bemuttert Kaninchen In einem sächsischen Städtchen kann man seltenes Idyll aus der Tierwelt sehen. Katze säugt dort außer einem schwarzen Kätz gleichzeitig fünf weiße Kaninchen, die man gegeben hat. Der Muttertrieb der Katze hat scheinend die Raubtiernatur völlig verdrängt Späte Reue Bei einer ostpreußischen Familie gab unbekannte Frau ein Päckchen ab, in dem eine Damasttischdecke und ein Schreiben mit den Worten:„Ich finde vor Gott dem rechten Tag und Nacht keine Ruhe und ün bringe hiermit die beim Russeneinfall im Ja 1914 Ihrer verstorbenen Mutter entwend Decke zurück...“ Von der Bühne in die Arena Eine selbst für Amerika ungewöhnliche rufsumstellung nahm R. Ringling, ein beliel Bariton der Oper in Chicago, vor. Er ist kusreiter geworden und begründet sein satteln“ im wahrsten Sinne des Wortes dar daß der Beruf des Sängers wegen der Gest durch Krankheit die Stimme zu verlieren, ihn zu unsicher sei. Eine Stadt unter dem Hammer Kürzlich wurde eine Stadt versteigert, lich in Amerika, wo man alles kaufen Es handelt sich um die kleine Stadt Pavaoo, deren Rande sich eine große Petroleumnerie befindet. Nun ist die Stadt, die nur send Menschen beherbergte, für 1775000 an eine Oelgesellschaft„weggegangen“. men anläßlich der Krönung der Königin 3 ria junge englische Edelleute auf den origin Einfall, ein regelrechtes Ritterturnier adzu ten. Man wollte damit wohl einigen Zeitung die behaupteten, die jungen Barone könnten sich amüsieren und nachts Unfug anstiften, Beweis noch lebendiger Rittertugenden liest Das großartige Turnier fiel aber buchstäblich Wasser, denn ein strömender Platzregen lies stolzen Reiter schnell mit zerweichten wischen abziehen. Schauwerkstatt der Meißner PorzellavManufaktur Die weltberühmte staatliche Porzellan, faktur in Meißen hat eine Schauwerkstatt gerichtet. Die Besucher können dort den##### ten Werdegang des Porzellans vom Rohstofl zum fertigen Erzeugnis in künstlerischer gestaltung verfolgen. Eine Sammlung auserlesener Meisterleistungen der Porte kunst ist der Schauwerkstatt angeschlossen. 1000jähriges Germanenschiff Bei Trockenlegungsarbeiten am Haff Nähe von Misdroy wurde im Schlickboden, Boot von sechs Meter Länge ausgegraben. aus einem Baumstamm gearbeitet ist. Em einer Tiefe von nur 1,50 Meter etwa 20 ter vom Wasser entfernt hat man das essante Stück gefunden, das offenbar Einbaumfahrzeugen gehört, wie es unser fahren vor etwa 1000 Jahren herstelttes. Rad rollt Reklame Eine originelle Gästewerbung untee jetzt das Bad Warmbrunn im Rieseng““ Ein drei Meter hohes Wagenrad wird Wagnergesellen von Warmbrunn nach. gerollt. Dies soll gleichzeitig eine für das deutsche Handwerk im Riesens sein. die erste Hälfte de B-Meisterschaft liege Aoril wird die zw gültige Klarheit br mutlich kaum noch— — von der Favorite jecen. Der letzte So hebnissen hat die Lagheigt ist, jeden bishei sen und über jedes n des Fragezeichen zu Gruppe hatte einen Dieser Favorit wur in seiner Stellung nal wieder alle vier Aussichten auf d en. Hat jetzt nicht ärtigen Spielen ei nicht Eimsbüttel heidend in den Gan Oder etwa Werd *Kampfmannschaft. d sch alles überwindend nag? Und nicht zule den im Augenblick kischland„wvielt" un ###entscheiden und an lich ist? Alles Fra nicht möglich ist. Der 29. Aoril siebt un ##we Nordwest gegen Kampf, Benratb# dersachsenmeister. wä n die Quittung für d Eimsbüttel holen# muß in der Gruppe drei Spielen ist abe des Programms 1 Begegnungen: Walt Fulda. Berlin— Hordwest BfL Benrath— W Eimsbüttel Im Düfseldor B/L Benrath 66— nratd ist nach d Schalke 04 wieder eister läßt sich— —— eine deut! toch Gruppensieger aber dabei, daß! sdurg noch einmal men das Ziel der Di ein Unentschieden 3 Sieg sein mußte. B Spielen das Selb wird am Sonntag #. 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Er ist begründet sein ine des Wortes sers wegen der Geso mme zu verlieren, r dem Hammer Stadt versteigert, an alles kaufen leine Stadt Pavaoo, große Petroleum= die Stadt, die nur te, für 1 775 000 Do weggegangen“. die Deutsche Fußball-Meisterschaft it Volldampf in die zweite Hälfte Benrath erwartet Werder Bremen— Schalke 04 in Hamburg— Huch Mülheim auf Reisen— FauoritenSiege sind zu erwarten g der Königin 3 te auf den origin kitterturnier abzu Ihl einigen i Barone könnten Unfug anstiften, littertugenden lieft A aber buchstäblig er Platzregen liez t zerweichten keißner Porzellav ktur liche PorzellanDe Schauwerkstatt innen dort denee llans vom Rohstost in künstlerischer je Sammlung fer ingen der Po tt angeschlossen. ermanenschiff eiten am Haff i #e im Schlickboden ange ausgegraßen, zearbeitet ist. 0 Meter etwa 20 hat man das das offenbar rt, wie es uniert fahren herstelttes. die erste Hälfte der Gruppen=Endsviele zur B=Neisterschaft liegen hinter uns. Mit dem April wird die zweite Serie begonnen, die gültige Klarheit bringen wird. Man kann mutlich kaum noch— ausgenommen die Gruppe — von der Favoritenstellung einer Mannschaft Der letzte Sonntag mit seinen kuriosen gebnissen hat die Lage so sehr verwirrt, daß man beigt ist, jeden bisher gültigen Maßstab aufzuzen und über jedes noch ausstehende Treffen ein des Fragezeichen zu hängen. Unsere nordwestGruppe hatte einen sicheren Favoriten: Schalke Dieser Favorit wurde am vergangenen Sonnin seiner Stellung so sehr bedroht, daß auf nal wieder alle vier Teilnehmer mit fast gleiAussichten auf den letzten Teil der Reise n. Hat jetzt nicht etwa Benrath nach drei ärtigen Spielen eine zumindest erste Chance? nicht Eimsbüttel trotz zwei Niederlagen noch eidend in den Gang der Geschehnisse eingreiOder etwa Werder Bremen, jene sympathiKampfmannschaft. die alle technischen Mängel alles überwindende Kampfkraft auszugleichen nag? Und nicht zuletzt Schalke. die Mannschaft. den im Augenblick kultiviertesten Fußball in #ischland„svielt" und manchmal vergißt, daß entscheiden und auch ihr System nicht unverlich ist? Alles Fragen, deren Beantwortung nicht möglich ist. Der 29. Aoril sieht nun die beiden Vertreter der we Nordwest gegen Bremen und Eimsbüttel Kampf. Benrath trifft in Düsseldorf auf den dersachsenmeister, während sich Schalke in Damdie Quittung für den ersten überlegenen Sieg Eimsbüttel holen muß. Auch der Mülheimer muß in der Gruppe Südwest reisen. Mit diedrei Spielen ist aber keineswegs der wichtigste des Programms umrissen; wir nennen nur Begegnungen: Waldhof— Offenbach. Dresden Fulda. Berlin— Benthen. Nordwrest: BfL Benrath— SS Werder Bremen W Eimsbüttel— Schalte 34 Im Düfseldorfer Rheinstadion 3/L Beurath 63— SS Werder Bremen nrath ist nach dem eindrucksvollen Erfolg Schalke 04 wieder„aktuell“. Für den Nieder= neister läßt sich— ohne allzu großen Opti— eine deutliche Möglichkeit errechnen. noch Gruppensieger zu werden. Voraussetzung aber dabei, daß der Couv gegen Schalke in sburg noch einmal gelingt. Vorerst ist Werder nen das Ziel der Düsseldorfer, gilt es Revanche i Unentschieden zu nehmen, das eigentlich Sieg sein mußte. Benrath hat nach zwei mäßiSpielen das Selbstvertrauen wiedergefunden wird am Sonntag mit der gleichen Intensität er Sache sein. die Schalke 04 bezwang. Schwieist dieser Gegner allerdings, da Schalke in saßiger Form spielte, um ernst genommen zu und außerdem durch die Konsequenz des seis aus dem Konzept gebracht wurde. Von A Dingen kennt der Niedersachsenmeister nichts. begensatz zu Schalke hat Bremen im Inneneinige Spieler, die nicht ihre Zeit vertänsondern entschlossen aus jeder günstigen PoLschießen. Findet sich die technische bessere und sturm beweglichere Benrather Elf einigerzusammen, wird ein knapper Sieg über den norddeutschen Gegner der wahrscheinlichste Ausgang des interessanten Treffens sein. Schalkes schwerer Gang TV Eimsbüttel— Fm. Schalle 04 Hätte Eimsbüttel am Sonntag von der großen Chance gewußt, die ein Sieg über Werder Bremen bedeutete, wahrhaftig. die Bremer wären nicht mit einem einzigen Punkt nach Hause gefahren. So ist der Nordmarkmeister in die unangenehme Lage versetzt worden, mit vier Verlustpunkten einmal zu Hause und zweimal auswärts spielen zu müssen. Dazu das große moralische Handicap, und man wird sich ausmalen können, wie labil seine Chancen sind. Er mag sich trösten, auch Schalke ist durch den Niederrheinmeister schwer erschüttert worden. Nicht etwa, daß es nun mit dem herrlichen Können, dem Spiel aus der„genialen Hand“ vorbei sei. aber das Vertrauen zu sich selbst dürfte einer nicht einflußlosen Nervosität gewichen sein. Gewiß hat Schalke soviel Routine. Kaltblütigkeit, und wie man es nennen will. aber wenn der Kampf bitter ernst wird. wenn es auf mehr als einen„erspielten“ Sieg ankommt, dann haben die Königsblauen nie recht durchdringen können. Mag sein, daß wir uns diesmal angenehm irren: möglich, daß sich die Nordmärkler in ihrem Zweckmäßigkeitsfußball und der Unkomoliziertheit ihrer Spielanlage noch einmal in dem Kombinationsnetz der Gelsenkirchener fangen, aber es könnte auch anders kommen. Wir sind geneigt, dem Westfalenmeister einen deutlichen Sieg zuzusprechen, er muß allerdings die Deckung nicht vernachlässigen und den Gegner etwas konzentrierter anfassen, als er es bei Benrath konnte und versuchte. Mülheim muß zu Böckingen In der Gruppe Südwest gibt es in Heilbronn das Treffen: Union Böckingen— Mülheimer SV und in Mannheim: SB Waldhof— Kickers Offenbach. Böckingen hat noch keinen Punkt. Mülbeim dagegen drei, womit aber noch lange nicht gesagt ist, daß der Mittelrheinmeister in Heilbronn seinen Sieg vom Vorsonntag wiederholen kann. Es ist ohne weiteres klar. daß— rein wielerisch— Mülheim und auch Böckingen keine ernsten Aussichten haben. Gruppensieger zu werden: aber was Energie und Kampfkraft vermögen, haben manche„technischen" Favoriten schon erfahren müssen. Böckingen verlor in Köln nur durch völliges Versagen des Tormannes. kann also leicht diesmal den Spieß umkehren. Man hat den Eindruck, als wenn in der Mülheimer Elf durch dauerndes Umstellen— auch während des Spiels— mehr verdorben würde. als gutzumachen ist. Die zweifellos begabte Elf wird sich auch in Heilbronn tapfer schlagen. Die Ossenbacher Kickers werden am Sonntag ihre letzte Chance, doch noch Gruppensieger zu werden. verspielen. In Frankfurt hat es am vergangenen Sonntag gegen einen technisch einwandfrei überlegenen Gegner noch eben zum Unentschieden gereicht, in Mannheim erhält das Bild schon eine andere Beleuchtung. Selbst bei vorsichtiger Beurteilung muß man den Waldhöfer Kombinationskünstlern eine reelle Chance auf die Deutschmeisterschaft einräumen. Gruppe Mitte: Der große Geheimtiv. 1. FC Nürnberg, hat sich auf einmal als eine Größe mit zweierlei Vorzeichen herausgestellt. Der Club wurde in Nürnberg von Dresden geschlagen; wer hätte das allen Ernstes für möglich gehalten? Damit ist natürlich noch nicht die letzte Position verloren. Unter diesen Umständen wird sich alles auf das Rückspiel gegen den Dresdner SC zuspitzen. Um aber erst bei Halle zu bleiben: Ein klarer Sieg des 1. FC Nürnberg steht außer Frage. Der Sachsenmeister hat nach seinem Siege in Nürnberg alle Aussicht. Gruppenmeister zu werden. Die beiden wichtigsten noch ausstehenden Spiele sind jedenfalls zu Hause bezw. im engeren Bezirk, während das Treffen gegen Halle auswärts stattfindet. Jetzt bietet sich also dem DSC nach vielen mißlungenen Anläusen die große Chance. das Ziel zu erreichen. Wir erwarten einen klaren Sieg der Dresdener. Gruppe Ost: Viktoria 89 Berlin— Beuthen 62 Preußen Danzia— Viktoria Stolv Der brandenburgische Meister in ans einziger Teilnehmer an der DFB=Endrunde noch odne Punktverlust. Das Vorspiel in Beuthen wurde mit 4:1 gewonnen, das Rückspiel in Berlin dürfte nicht weniger deutlich für Viktoria ausfallen. Stolv konnte am vergangenen Sonntag das erste Trefsen unter etwas glücklichen Amständen 3:1 gewinnen. Ob eine Wiederholung dieses Sieges möglich ist, hängt von der Verfassung des Danziger Sturmes ab, der in Stolv einen seiner schlechtesten Tage hatte. Wir erwarten auch diesmal wieder den Pommernmeister knapp in Front. Ansonsten im Westen Gau Westfalen Mäßige Ausbeute am letzten Aprilsonntag Im Westfalen=Gau herrscht am Sonntag fast Svielruhe. Insgesamt wurden nur drei Spielabschlüsse der Ligisten bekannt. Das Hauptinteresse wird sich nach Hagen richten, wo der Deutsche Sportklub den deutschen Ermeister Fortuna Düsseldorf empfängt. Bekanntlich spielen die Fortunen am Tage vorher gegen den Hamburger Sportverein. Preußen Münster setzt sich mit der Spielvereinigung Herten auseinander und am Wochenende hat Germania Bochum Union Gelsenkirchen zu Gast. und man darf auf das Abschneiden der Jonier in ndkampf der Handballer beginnt! Tura Barmen und Hindenburg Minden vor guten Aussichten Start der Deutschen Handball=Meisterschaft intag konnten bei den Männern und Frauen Gaumeister früh genug ermittelt werden. F#übrigens das erste Mal, daß im Handball Elokämpfe um die Deutsche später als bei den gn beginnen. Dies ist aver vor allem dem Zeitraum zuzuschreiben, der den Handbalt, Verfügung steht und somit jede Hast nach ausschaltet. Auch brauchen Vorrunde nicht wie bei den Fußballern, in gen mit Hin= und Rückkampf zu bestreiten. vielen wie bisher nach dem k.o.=System. F## der Verlierer sofort ausscheidet. L#tend bei den Männern alle 16 Gaumann= K“ den Endkampf eingreisen, nehmen an Liauenspielen nur 15 Gaumeister teil. Hier I7„„Hau Westfalen keinen Meister ermittelt eidt daher unvertreten. Im allgemeinen ##' westdeutschen Meistermannschaften in m2 ihrer Gegner recht günstig ab. Lediglich E####eltheinvertreter. TV Algenrodt, dürfte gegen den Titelverteidiger vor we „#nstigen Aussichten stehen. Der Niederrhein= Türa Barmen, dürfte die Vorrunde zu eden den SV Limmer 1910 sicher überstehen. (benburg Minden steht in der Heimat Askanischen Turnverein Berlin vor 2. Chancen. Sonstige Favoriten sind noch #az:.#burg. Polizei Hamburg, Polizei biger##nd die SvVag Fürth. Ob sich die L“, Sportfreunde in Carlowitz behaupten 14 mehr als fraglich. Bei den Frauen stehen sich die beiden rheinischen Gaumeister, TuS Duisburg 48 und der Mülheimer SV unglücklicherweise gleich in der Vorrunde gegenüber. Da Westfalen keinen Meister hat, bleibt für die weitere Teilnahme an den Endkämpfen nur noch eine westdeutsche Mannschaft übrig; voraussichtlich Duisburg 48. Im übrigen ist der SC Charlottenburg wieder erster Favorit. Der TKl Hannover und Stadtsportverein Frankfurt haben außerdem noch die besten Aussichten. Die einzelnen Paarungen der Vorrunde bei den Männern und Frauen sind: Männer: in Danzig: TV Neufahrwasser— Polizei Magdeburg; in Minden: SV Hindenburg Minden— Askanischer TV Berlin: in Stettin: Greif Stettin— Polizei Hamburg; in Breslau: Borussia Carlowitz— Leipziger Sportfreunde; in Wetzlar: TV Wetzlar— Polizei Darmstadt: in Barmen: Tura Barmen— SV Limmer 1910; in Mannheim: SV Waldhof=Mannheim—. TV Algenrodt; in Stuttgart: TSV Eßlingen— SpVag Fürth. Frauen: in Stuttgart: TV Cannstadt— SvVag Fürth; in Mannheim: VfR Mannheim— Stadtsportverein Frankfurt: in Danzig: TV DanzigOhra— SC Charlottenburg: in Breslau: SC Stabelwitz Breslau— Fortuna Leipzig; in Stettin: Preußen Stettin— Magdeburger Frauen SC: in Hannover: TKl Hannover— SV EimsbüttelHamburg; in Köln: Mülheimer SV— Tus Duisburg 48. Bochum gespannt sein. Die Bochumer Germanen konnten sich bei den Melsterschaftswielen den vierten Platz sichern und waren allenthalben gefucchtet. Um den Aufstieg Die Punktespiele um den Aufstieg werden am Sonntag mit zwei Treffen fortgesetzt. Westfalia Herne absolviert bereits schon das dritte Spiel. während der MBV Linden erstmalig in den Gang der Dinge eingreift. Westfalia Herne spielte bisher zweimal unentschieden und zwar gegen BfB Bielefeld 2:2 und gegen Union Recklinghausen 0:0 und Sonntag haben sich die Herner mit MBV Linden auseinanderzusetzen. Das Programm um den Aufstieg lautet: Westfalia Herne— MBV Linden. VfB Bielefeld— Union Recklinghausen. In der Gruppe 1 des Westfälischen Industrie= bezirks stehen noch drei rückständige Punktespiele auf dem Programm: Tus Bochum hat gegen Borussia Dortmund die besseren Chancen, der STV Werne und Preußen Bochum werden sich einen gleichwertigen Kampf liefern und auch die Begegnung zwischen SC Dahlhausen und Akminia Marten ist offen. In der Gruppe 2 stehen Pokalspiele im Vordergrunde. Sonntag spielen: Union Gelsenkirchen gegen Schalke 96 und Erle 08 gegen SV Rotthausen. An Privatspielen ist noch das Treffen Westfalia Bochum gegen BV Stoppenberg zu erwähnen, das die Bochumer für sich entscheiden sollten. Gau Niederrhein Im Gau Niederrhein gibt es neben dem Sviel Benrath— Werder Bremen noch Besuch des Hamburger SV bei Fortuna Düsseldorf und das Gastspiel der SyVag Fürth in Gladbach. In Erkenntnis der Wichtigkeit des Kampfes Benrath— Werder Bremen ist für Düsseldorf am Sonntag ab 12 Uhr mittags für das ganze Stadtgebiet Svielverbot erlassen worden. Das Revanchetreffen Fortunna— HSV steigt schon am Samstag. Ein gern gesehener Gast, die SpVag Fürth, hat mit einer Gladbacher Stadtmannschaft ein Gesellschaftsspiel vereinbart, das am Sonntag zur Entscheidung gelangt. Am Vortage geben die Fürther eine Vorstellung bei dem VfR Obligs.— Bei den Gesellschaftsspielen darf man sich von dem Besuch des Hamburger SV größte Publikumswirkung versprechen. Für Gladbach und Ohligs ist natürlich die Vorstellung der SoVag Fürth das Ereignis. Das Programm des kommenden Sonntags sieht so aus: Fortuna Düsseldorf— Hamburger SV(Sa) Hamborn 97— SV Höntron Rund um den Sonntag Meisterschaftsspiele im Fußball und Handball— Großereignisse im Tennis— Europameisterschaften im Ringen— Große Radrennen Am Sonntag erreicht die sportliche Frühjahrssaison, was der Umsang des Programms anbelangt. einen ihrer Höhevunkte. Es sind in allen Sportarten zahlreiche Veranstaltungen vorgesehen, die zum mindesten in den meisten Fällen mittlere Bedeutung haben, d. h. über den lokalen Charakter hinausgehen. Im Fußball kann man bei den Meisterschaftsspielen nach den Ergebnissen des letzten Sonntags nur etwas zaghaft Voraussagen treffen, denn es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, daß das „Favoritensterben“ anhält.— In Kassel wird ein Nevräsentativspiel zwischen dem Gau Nordhessen und dem Saargebiet ausgetragen. in Trier trifft Westdeutschland auf Lurembura.— Das Ausland wartet mit Ausscheidungsspielen zur Fußball=Weltmeisterschaft auf. Rumänien kämpft gegen Jugoslawien in Bukarest. Belgien und Holland treffen in Amsterdam aufeinander und Ungarn svielt gegen Bulgarien in Budapest. Weiterhin werden die„Privat“= Ländertreffen Tschechei— Ungarn in Prag und Paris— Irland in Paris abgewickelt. In England steigt am Samstag das mit Spannung erwartete Cuvendspiel zwischen Portsmouth und Manchester City. Auch im Handball nehmen die Meisterschaftsspiele ihren Anfang. Der deutsche Meister SV Waldhof dürfte zu Hause dem Mittelrheinvertreter TP Algenrodt das Nachsehen geben, während der Niederrheinmeister Tura Barmen in Limmer 1910 kaum einen ernsthaften Gegner findet Der Westfalenvertreter Hindenburg Minden hat zu Hause gegen den Askanischen TV Berlin die bessern Aussichten. Im Rugby wird bereits die Meisterschafts=Zwischenrunde durchgeführt. Die Berliner TennisBorussen spielen auf eigenem Platz gegen den deutschen Meister VfR Hannover und Linden 97 trifft auf den süddeutschen Titelträger RE Heidelberg. Für die Hocken=Anhänger gibt es zwei interessante Treffen. Die schweizerische Nationalelf spielt in Zürich gegen die ausgezeichnete süddeutsche Nachwuchsmannschaft und in Amsterdam wird ein Ländertreffen zwischen Holland und Belgien ausgetragen. Süddeutschland und Holland haben in den beiden Svielen die meisten Siegeschancen. Die technische Kommission des Internationalen HockeyVerbandes hält anläßlich des Länderspiels in Amsterdam eine Sitzung ab, auf der hinsichtlich der Olympiade 1936 in Berlin wichtige Fragen besprochen werden sollen. Die besten Tennisspieler von Rot=Weiß Berlin. also G. v. Cramm. Henkel 2, Dr. Kleinschroth und Göpfert weilen in Warschau. um einen Klubkampf gegen Legja auszutragen. Anschließend fährt von Cramm nach Prag. wo die internationalen Meisterschaften der Tschechoslowakei mit Roderich Menzel. Hecht. Kukuljevic. Puncec. Artens u. a. zum Austrag kommen. Der Berliner Schlittschuh=Club trägt zu Hause einen Klubkampf gegen den TC Kovenhagen aus. Aus dem Turnerlager wird ein Städtekampf in Heilbronn zwischen dem schweizerischn Spitzenverein St. Gallen. Solothurn und Heilbronn gemeldet. Die süddeutschen Kunstturner verfügen über ausgezeichnete Kräfte, dürften im Gesamtergebnis jedoch kaum einer Niederlage entgehen. Im Boren steht der Länderkampf im Amateurboren zwischen Deutschland und Polen in Posen im Vordergrund. Die Polen haben sich gerade in letzter Zeit sehr verstärkt, so daß man nicht absehen kann, wie das Treffen endet. In Essen tragen die Gaue Niederrhein und Westfalen einen Revräsentativkampf aus, der einige sehr interessante Begegnungen bringen wird. Der Breslauer Halbschwergewichtler Czichos trifft in Bukarest auf den Rumänen Spakow, der als kampfstärker gelten kann. In allen deutschen Gauen wird die„Suche nach dem unbekannten Borer" vorgenommen, die wohl zur Entdeckung einiger Talente führen wird. Auch die Schwerathleten suhen ihren„Unbekannten". Im Mittelpunkt stehen jedoch hier die Europameisterschaften der Amateurringer in Rom. Die deutschen Farben werden von unserer zurzeit besten Staffel vertreten, so daß(erst recht bei einer Beteiligung von 100 Ringern aus 20 Ländern) nicht abgesehen werden kann, wer für die Endrunden in Frage kommt. Der Deutsche Schwimm=Verband setzt seine Olumviaprüfungen in den Gebieten West. Ost. Nord uno Mitte fort Als Austragungsorte sind Obligs. Landsberg=Warthe. Altona und Leipzig vorgesehen. Die deutsche Wasserballsieben beteiligt sich an einem Kurs in Berlin. Stadtmannschaft Gladbach— SvVag Fürth FV Baesweiler— VfR Köln VfR Ohligs— SyVag Fürth(Sa) FV Birkesdorf— SyV Rheydt(Sa) Borussia Hückelhoven— Rheydter SyV Das Meisterschaftsprogramm der Bezirksklasse schrumpft von Sonntag zm Sonntag immer mehr zusammen. Der 29. April sieht in der Gruppe 4. die mit ihren Punktekämpfen stets im Rückstand lag, zwei Meisterschaftskämpse vor, die endlich die Abstiegsfrage klären werden. So muß Germania Elberfeld auf eigenem Platze den Lokalrivalen SSV Elberfeld wenigstens ein Unentschieden abtrozen, um durch das Divisionsverfahren vor dem Abstieg gerettet zu sein. Die Begegnung zwischen VfB Velbert und TSV Wersten 04 hat auf die Gestaltung der Tabelle kaum noch Einfluß, da bereits beide Mannschaften den Weg zur Kreisklasse antreten müssen. Als zweites Aufstiegsspiel zur Gauliga des Gaues Niederrhein steigt am Sonntag in Odenkirchen der Kampf zwischen SC Odenkirchen 05•97 und Turn Dülseldori. Versicherungssumme EINE MILLION R 0 AN VO LOLASTEI Ingeborg küßt die Cousine.„Warum sollte ich dir böse sein, Inez?“ „Weil du selbst so— unglücklich bist. Aber sieh, Ingekind, ich hab doch schon einmal soviel Schweres erlebt in meiner ersten Ehe. Und habe in den letzten Tagen gefürchtet, daß aus meiner Heirat mil Franz vielleicht nichts werden könnte. Denn ohne Geld können wir doch nicht leben! Seit heute glaube ich wieder an mein Glück.“ Inez ist wieder einmal nur mit sich selbst, mit ihrer Zukunft, ihrer so ungeheuer wichtigen reizvollen Person beschäftigt. Sie merkt Ingeborgs Starrheit nicht. „Du bist wüde, Inge, nicht wahr? Du bist so still. Wir wollen zu Bett gehen.“ „Ja, wir wollen schlafen. Gute Nacht, Inez.“ Nun ist auch Inez eingeschlafen. In ihrem Zimmer brennt kein Licht mehr. Ingeborg sitzt unbeweglich vor ihrem Sekretär. Sie denkt nicht daran, zur Ruhe zu gehen. Es ist furchtbar still ringsum. Ihr ist, als ob sie der einzige Mensch im Hause wäre. Aber sie ist nur der einzige, der noch wacht. Was soll geschehen? Was kann sie tun, um die Menschen, die sie liebt, die ihr die nächsten sind, zu schützen und retten? Noch ahnt keiner von ihnen das neue furchtbare Verhängnis, das über ihnen schwebt. Sie nimmt die Perlen wieder hervor. Sie muß um jeden Preis verhindern, daß hier im Hause jemand fälschlich des Diebstahls bezichtigt wird. Muß verhüten, daß— wenn die Verwandten von Carlos Tat erfahren, sie jemals auf den Gedanken kommen, er sei zum Dieb an der eigenen Mutter geworden. Die Perlen, die sie ihm schon einmal angeboten und die er verschmäht hat, wird sie nun in Wirklichkeit für ihn opfern. Sie empfindet, nicht einmal mehr Schmerz in dieser unheimlich stillen Stunde. Nur ein tiefes Grauen vor dem Leben, Angst vor dem, was noch auf sie wartet. Sie geht in Juana Detlefsens Ankleidezimmer. Schaltet nur die Lampe am Toilettentisch ein. Schleicht sich in das Schlafzimmer. Juana schläft. Sie hört die Nichte nicht. Merkt ihre Nähe auch nicht, als das junge Mädchen sich über sie neigt. Einmal wirft sie sich auf die andere Seite. Behutsam geht Inge mit dem Schlüssel ins Ankleidezimmer. Wenn Tante Juana jetzt aufwacht und Ingeborg sieht, kann sie sagen, daß das Fehlen der Perlen ihr keine Ruhe gelassen hätte, daß sie gekommen sei, um sich selbst zu überzeugen. Ihre Hand, ein wenig zitternd und seltsam kraftlos, durchstöberte das kleine Geheimfach. Da ist der andere Schmuck. Die verschiedenen Kassetten. Allerlei Papiere, die bei der Berührung knistern. Und nun hält sie das leere Etui, in dem sonst Juanas Persen lagen, in der Hand, legt die Kette, die der verschwundenen genau gleicht, in die äußerste Ecke des kleinen Safes zwischen Papiere. Tut alles wieder an seinen Platz. Verschließt den Safe, hängt das Bild auf. Bringt den Schlüssel ins Schlafzimmer in Juanas Handtasche zurück. Morgen wird sie gemeinsam mit ihr nach den Perlen suchen. Sie werden sie finden. Und Juana Detlefsen wird glauben, daß sie sich heute geirrt, daß sie nicht ordentlich nachgesehen hat. Sie schläft ganz ruhig. Ihr Gesicht ist schmerzlich verzogen. Leise stöhnt sie ihm Traum. Ingeborg löscht das Licht im Ankleideraum und geht in ihr eigenes Zimmer. Sie entkleidet sich und liegt mit weitoffenen Augen reglos im Bett. Ihr Körper ist sehr kalt und unnatürlich starr. Ihr Hirn wie ausgebrannt. Die ganze Nacht bleibt Ingeborg Detlefsen wach. 14. Um eine Million. Ingeborg sitzt Roland Moebius gegenüber. Die vierundzwanzig Stunden Wartezeit, um die sie ihn gebeten hatte, sind um. Sie hat ihm telephonisch gesagt, daß sie ihn noch einmal sprechen müsse, und der junge Direktor der VersicherungsGesellschaft Universum hat sie in sein Büro gebeten. Sein Herz schlägt sehr heftig, als er Ingeborg Oetlessen begrüßt. Es wird ganz weich von Mitleid und Zärtlichkeit, als er ihren müden, nach Schlaf verlangenden Augen, ihren blassen, verkrampften Zügen die Qual dieses letzten Tages, dieser schlimmen Nacht ansieht. Er wartet auf ihre Worte. Als sie aber schweigt, und in trostloser Verzagtheit vor sich hinblickt, fragt er, um die Situation zu erleichtern: „Sie bringen mir den Bescheid Ihres Onkels, Fräulein Detlefsen?“ „Nein, Herr Moebius, Onkel Lorenz weiß noch gar nichts. Ich— konnte es ihm nicht sagen.“ „Sie wünschen also, daß wir direkt vorgehen und mi tHerrn Detlessen sprechen?“ Sie hebt ihm beschwörend die Hände entgegen. „Nein! Nein!“ „Aber irgend etwas muß heute oder morgen in dieser Sache unternommen werden, Fräulein Detlessen.“ und sachlich bleiben. „Warum so schnell?“ „Weil die Versicherungssumme fällig ist. Und wir sie nicht auszahlen können, Fräulein Detlessen.“ „Sie wollen sie wirklich nicht auszahlen, Herr Moebius?“ „Wir dürfen es nicht, Fräulein Detlefsen. Wir tragen die Verantwortung für eine ordentliche Geschäftsführung, was ich Ihnen gestern schon sagte. Was also soll geschehen?“ „Ich weiß es nicht,“ versetzte sie hoffnungslos. Aber um mir das zu sagen, sind Sie doch nicht zu mir gekommen, Fräulein Detlessen?“ „Doch! Weil ich mir nicht anders zu helfen wußte.“ Am liebsten möchte er sie in seine Arme nehmen, sie streicheln, beruhigen und trösten. Aber er muß beherrscht Er fragt: „Sie haben sich alles, was ich Ihnen gestern sagte, überlegt, Fräulein Detlessen? Sind inzwischen zu der Ueberzeugung gekommen, daß es die Wahrheit ist?“ „Nein, o nein!“ Aber es klingt nur noch schwach. Nicht mehr so entschieden wie gestern. „Nicht? Sie glauben also nach wie vor an Ihres Vetters Tod?“ Sie nickt mühsam. „Dann, Fräulein Detlefsen, brauchen Sie und Ihre Familie die Exhumierung nicht zu fürchten.“ „Es wäre— entsetzlich!“ „Aber doch wohl der einzige Weg, um zum Ziele zu kommen. Um gewiß zu sein, nicht von uns um die Summe betrogen zu werden oder— selbst zu betrügen, Fräulein Detlefsen.“ Sie begreift plötzlich, daß sie bereit ist, sich an diesem Betrug mitschuldig zu machen. „Sie fürchten nicht das Grauen vor der Exhumierung, Fräulein Detlefsen, sondern Sie haben Angst vor der chemischen Untersuchung, weil Sie inzwischen eingesehen haben, daß ich Ihnen gestern nichts Falsches berichtet habe.“ Sie schweigt. Ihre Hilflosigkeit erschüttert ihn sehr. Vielleicht liebt er sie in dieser Stunde, da sie ihm in ihrem Elend gegenübersitzt, noch stärker, noch glühender, als jemals zuvor. „Ich will alles tun, was Sie wünschen, Fräulein Detlefsen. Ich will selbst mit Ihrem Onkel Lorenz sprechen, oder mit einem anderen Menschen, der die Vermittlung übernehmen kann, wenn Ihnen das lieber ist. Mit Herrn Leitgerber vielleicht?“ Sie schüttelt in heftiger Abwehr den Kopf. „Franz darf davon nichts erfahren. Auch Onkel Lorenz— darf es nicht wissen!“ „Warum nicht!“ „Weil ihn— diese Nachricht— noch viel härter treffen würde als Carlos Tod. Ganz gewiß will er ihn lieber tot wissen, als...“ Sie vollendet nicht. „So wird jeder rechtlich empfindende Mann fühlen“, bestätigt Roland und denkt dabei an seinen eigenen Vater, der von der gleichen Art ist wie Lorenz Detlefsen. „So gern ich es persönlich täte— wir können in diesem Fall auf Gefühle keine Rücksicht nehmen, Fräulein Detlefsen. Wir sind Kaufleute.“ „Ich bin nicht zu dem Direktor Moebius gekommen. Ich kam zu dem Menschen, weil ich dachte, daß er mir vielleicht helfen kann!" „Wie soll er Ihnen helfen, Fräulein Detlefsen? Als Mensch stehe ich Ihnen mit allen meinen Kräften zur Verfügung, ich sagte es schon. Aber Sie dürfen nichts von mir verlangen, was ich als gewissenhafter Kaufmann— sobald es um unsere Gesellschaft geht, und das tut es hier— ablehnen muß.“ „Unsere Familien waren früher sehr befreundet, Herr Moebius.“ „Sie wissen, woran diese Freundschaft zerbrach!“ „Sie sollten mich jetzt nicht daran erinnern!“ „Da Sie mir gegenübersitzen, Fräulein Detlefsen, ist es wohl natürlich, daß ich es tue.“ „Die Freundschaft zwischen den beiden alten Herren besteht auch heute noch!“ „Gewiß! Mein Vater schätzt und achtet Lorenz Detlessen als untadeligen Kaufmann, als liebenswerten Menschen. Aber seine eigene Gesellschaft, seine Aktionäre, die ihm vertrauen, darf er darum nicht schädigen.“ „Sie selbst waren einst Carlos Freund!“ „Es wäre vielleicht besser, von dieser einstigen Freundschaft zu schweigen, Fräulein Detlefsen! Denn Carlo hat mir das Schlimmste zugefügt, was ich in meinem bisherigen Leben erfahren habe. Ja, Fräulein Ingeborg, es war der größte Schmerz meines Daseins. Ich schwöre es Ihnen!“ „Wenn das der größte Schmerz war, Herr Moebius, dann habe ich ihn Ihnen bereitet. Nicht Carlo.“ „Er war es, den Sie mir vorzogen! Er, um den ich auf mein Lebensglück verzichten mußte. Sie sehen an meinem Verhalten, daß es bis heute keine andere Frau für mich gegeben hat. Sie, Ingeborg, waren und sind die Frau für mich! Die Einzige! Und weil ein Carlo Detlefsen existierte, habe ich auf Sie verzichten müssen.“ „Herr Moebius, wir wollen diese Dinge nicht berühren.“ „Es liegt sehr nahe, daß wir darüber sprechen, finde ich. Sie wissen genau, daß ich diese Dinge, wie Sie sie zu nennen belieben, nicht verschmerzt habe.“ „Wenn Sie wirklich— mein Freund waren und sind, Roland Moebius, so helfen Sie mir in dieser schwersten Not meines Lebens.“ „Sie verlangen viel von mir, Ingeborg Detlefsen, mir scheint, Sie verlangen Uebermenschliches! Ich soll Ihnen helfen, Carlos Andenken rein zu halten, ihn nicht als Verbrecher entlarven, ihn, den ich gehaßt und beneidet habe, wie keinen anderen Mann.“ Es ist nicht mehr der ruhige, sachliche Kauf; mann, der jetzt spricht. Es ist ein leidenschaftlich entflammender, lodernder Mensch. „Sie können ihn nicht mehr lieben, nachdem Sie wissen, wie er war und wie er gehandelt hat! An Ihnen gehandelt! Er hat Sie verlassen, hat Ihnen eine andere Frau vorgezogen und ist mit ihr gegangen. Es machte ihm nichts aus, Sie in den grauenvollen Schmerz zu stürzen.“ Sie ist noch bleicher geworden und zittert. „Das, was Sie sagen, können Sie nicht beweisen! Es sind Vermutungen!" „Mehr als Vermutungen, Fräulein Ingeborg. Aber— wie dem auch sei— ich bot Ihnen schon gestern an, die Ehre Carlo Detlessens vor der Welt nicht bloßzustellen. Meinem Vater und mir liegt wahrhaftig nichts an einem Skandal. Wir wünschen, Sie und Ihren Onkel so weit wie möglich zu schonen. Darum schlug ich Ihnen vor, freiwillig auf die Versicherungssumme zu verzichten. Damit wäre äußerlich alles in Ordnung.“ „Aber diese Summe... Mein Gott, Sie wissen ja ohnehin, wie es um unsere Firma steht, Herr Moebius. Es ist ein öffentliches Geheimnis. Wir können uns nur durch diese Million halten!“ „Sie hängen sehr an Ihrer Firma, Fräulein Detlessen? Ja, ich weiß, Sie sind eine echte Detlessen, ohne die Vermischung fremden Blutes, die für Carlo so verhängnisvoll geworden ist.“ „Es ist nicht— meinetwegen, Herr Moebius. Ich bin jung und kann auch bei einer anderen Firma arbeiten. Ich kann mich schon irgendwie durchbringen. Aber— Onkel Lorenz! Er ist so zerbrochen durch Carlos Tod. Und wenn er die — Wahrheit erfährt, oder das, was Sie für die Wahrheit halten...“ „Es ist die Wahrheit, Fräulein Detlefsen!“ „Wenn er hört, daß sein einziger Sohn ein Verbrechen begangen hat, so wird es das Entsetzlichste sein, was ihm geschehen kann, und die Folgen, Liquidation, Verarmung, Entwurzelung in seinen Jahren, Unmöglichkeit, sich ein neues Leben aufzubauen, würden den Tod für ihn bedeuten.“ Eine Weile bleibt es still. Dann sagt Roland: „Ihr Herz schlägt sehr warm für Ihren Onkel.“ „Er war mir seit meinem vierzehnten Jahr wie ein Vater und Tante Juana wie eine Mutter." „Sie könnten viel tun, um Ihrer Familie zu helfen?“ „Ich glaube, ich könnte alles tun. Aber— ich bin ja machtlos.“ „Vielleicht doch nicht ganz, Ingeborg Detlessen.“ Sie sieht ihn in banger Spannung an. „Was— meinen Sie?“ „Daß ich für meine zukünftige Frau gern eine Million opfern würde, Ingeborg!“ „Für Ihre— Frau?“ spricht sie ihm ionlos nach. „Was für den Direktor unserer Gesellschaft Schuld und Betrug wäre, ist für den Privatmann Roland Moebius möglich und erlaubt. Ich kann meiner— Braut eine Million zum Geschenk machen, Ingeborg. Verstehen Sie mich recht: Aus eigenen privaten Mitteln! Die Gesellschaft würde natürlich zahlen. Nach außen hin bleibt alles unverändert. Bisher wissen nur drei Menschen um den Betrug. Sie, mein Vater und ich. Und außer uns dreien wird niemand etwas davon erfahren. Ich— ersetze unserer Gesellschaft aus meinem persönlichen Vermögen die Million.“ „Das— würden Sie tun? Wirklich? In vollem Ernst?“ „Mir war nie ernster zu Mute, als in dieser Stunde, Ingeborg.“ Er vermag es kaum noch, seine ungeheure Spannung, seine Fassung zu bewahren. Er möchte vor ihr niedersinken, ihr tausend zärtliche Worte sagen. Aber er weiß, daß jetzt alles für ihn darauf ankommt, ruhig und beherrscht zu bleiben. „Haben Sie gestern, als Sie zu mir kamen, schon— daran gedacht?“ „Mit keinem Gedanken, Ingeborg! Das schwöre ich Ihnen. Ich kam, weil ich dachte, es sei am besten, wenn Sie als Erste davon erfuhren.“ Fassungsloses Staunen ist in ihr. „Sie wollen mich also immer noch, Roland Moebius?“ „Ich habe nie aufgehört, mich nach Ihnen zu sehnen, Ingeborg.“ Er sagt es leise und verhalten, steht jetzt halb von ihr abgewandt und meidet ihren Blick. Sie hat mich „Obgleich Sie wissen, daß ich— einen anden Mann— liebe.“ „Diese Liebe wird in Ihnen sterben, wenn e sich mit voller, ruhiger Ueberlegung klarma was dieser Mann Ihnen angetan hat.“ „Ich habe ihn verloren. Vor acht A erst...“ „Sie haben ihn nicht durch den Tod verlor Ingeborg. Auch über das Sterben eines sehr liebten Menschen muß ein so junges Mädchen Sie mit der Zeit hinwegkommen. Aber der hat Ihnen Carlo nicht genommen. Er selbst mit vollem Bewußtsein, mit Ueberlegung freiem Willen von Ihnen gegangen. Er hat verlassen, Ingeborg! Das müssen Sie sich im wieder sagen!“ „Sie sind sehr grausam, Roland Moebius!“ „Auch ein Arzt, der das Messer an die Wu setzt und Schmerzen verursacht, scheint dem tienten grausam. Sie können Ihre Wunde heilen, indem Sie sich ganz nüchtern klarmach daß Carlo mit einer anderen Frau lebt. einer, die er Ihnen vorgezogen hat.“ „Das wissen Sie nicht, das nicht!“ Sie sch es beinahe. Er sieht den Kampf in ihren Zügen. „Wenn Sie Ihre Familie und Ihre väterli Firma wirklich so über alles lieben, daß Sie ein Opfer bringen können, dann Ingeborg, den Sie meine Frau. Ich will Carlos Tat ewigem Schweigen verhüllen. Will die Milli zahlen, deretwegen er sie beging. Glauben Sie mir, es ist keine Kleinigkeit mich, diese Summe zu opfern. Ich werdeei harte Auseinandersetzung mit meinem Vater ben. Aber ich werde sie bestehen. Um Sie klar sehen zu lassen, Ingeborg, ich habe vor ger Zeit 150 000 Dollar geerbt. Von einer geschwester meiner verstorbenen Mutter, die Amerika reich verheiratet war und mich alleinigen Erben eingesetzt hat mer sehr gern gehabt. Ich hatte die Absicht, dieses Vermögen gele lich einer beabsichtigten Kapitalerhöhung in sere Gesellschaft zu stecken. Aber noch habe freie Verfügung über das Geld, das mir wirklich wie vom Schicksal zu besonderem 3 geschenkt erscheint. Den fehlenden Betrag werde ich mir zum durch den Verkauf meines persönlichen Eig tums verschaffen. Und wenn noch etwas se so kann ich eine Hypothek auf mein kleines Bucheneck aufnehmen. Es ist eine schwierige Situation. Für Sie, geborg, und auch für mich. Ich wiederhole mi Werbung um Sie, in einem Augenblick, in Sie unendlich traurig sind, in dem Sie glau nie wieder froh werden zu können. Sie den Mann verloren, mit dem Sie Ihr Leben bringen wollten. Aber— ich muß es immer immer wieder sagen: Nicht ein unbarmherz Geschick hat ihn Ihnen genommen, sondern selbst ist gegangen. Er hat Sie aus seinem sein gestrichen, wegen einer anderen Frau. durch eine verbrecherische Tat. Wie Sie sich immer entscheiden, was Sie auch tun und nen werden, Ingeborg— dieser Mann ist 3h verloren! Und wenn Sie sich das alles klarmo“ dann darf Ihr Stolz, Ihre Selbstachtung es! länger zulassen, an diesen Mann noch zu dem ihn— noch zu lieben.“ „Vielleicht, Roland Moebius, ist vieles von wahr und richtig, was Sie sagen. Ich bin so brochen, daß ich nicht mehr klar denken und u legen kann. Aber in einem Punkt irren Sie Liebe läßt sich mit Vernunft und mit Stolz Selbstachtung und was Sie alles aufzählen gen, nicht bekämpfen und nicht töten. Das sen Sie wissen.“ Er findet keine Antwort. Aber er hat so mals vergeblich versucht, mit tausend Vernu gründen sein Herz zur Ruhe zu bringen. ihm nicht gelungen. Sie sagt leise und hoffnungslos, schweigt:„Ich bin ein vernichteter Mensch, land Moebius. Was wollen Sie mit sok Frau? Innerlich bin ich in diesen Tagen an worden. Auch äußerlich. Sehen Sie mich einmal genau an. Nicht meine zweiundzy Jahre sind entscheidend, sondern das, was 10 lebte. Ich bin keine passende Gefährtin für Sie, kann es nie wieder sein.“ „Das zu entscheiden, überlassen Sie ruhig Ingeborg. Ich weiß, was der Einfluß der vermag, wenn Sie es jetzt auch nicht g0 wollen. Ich will nichts Unmögliches und nichts schmackloses. Wenn Sie mir Ihr Wort 9r bin ich bereit, zu warten. Sagen wir, ein Jahr. Dann können Sie, ohne irgendwie: zu erregen, sich auch nach außen hin zu m kennen.“ „Was soll die Welt, was meine Famill ken, wenn ich dann schon...“ „Gut! Also will ich noch länger warten. längstens ein Jahr bis zur Hochzeit. Wort muß ich heute schon haben, Ihr chen, daß Sie es halten.“ (Fortsetzung so Perst = 8.03 25. 5 = S □ 5 " 39•2 2597g* E„ ü 0 T5SBS RT; •* 18 6/n * 3.90 S B. S R S 01.012 —.0 2• 2.— %g 977.73 B 612 = 6·9 5 55 S 2 0 m. 2.— 2.□ . 8 □ —* •.— S 2.0 GaE 78 2.80 +— 10 —•*— —— 6 —. 10 S•* □. =2 870 ## DSDs a 8889S. * * FERE S0 B*—B 0 E —„ S•0 R ####S. *— 0. 2.15 . „S 509— Anmgn o B2 FS C• □ S#sns( SSeg. S u uun 2 5551 2 5 — S 28 S. Z. Ci 3 .8 62 # 8. 9— Ein sonderbarer Weltrehnomann— Was so nebenbei passiert „Warum sind Sie nicht gefahren?“ schrie Hohngreen. „Jch bin gefahren“, verteidigte sich Cleany. Holmgreen griff sich in die Haare.„Aber warum sind Sie nicht schnell gefahren“, ächzte er. „Warum soll ich schnell fahren, ich hasse das Schnellfahren, es hat keinen Sinn.“ „Er ist übergeschnappt“, murmelt Mr. Harris. Cleany lächelte.„Ich war übergeschnappt“, sagte er,„aber jetzt hobe ich das Gefühl, ganz normal zu sein.“ Alle standen ratlos herum. „Entschuldigen Sie“, unterbrach Cleany das Schweigen, „darf ich fragen, Herr Holmgreen, welche Schnelligkeit Sie erzielt haben.“ „451=Stundenkilometer!“ Cleany ergrif die Hand Holmgreens.„Ich beglückwünsche Sie von ganzem Herzen, Sie haben meinen Rekord gebrochen „Ich habe ihn eben nicht gebrochen,“ schrie Holmgreen, denn Sie haben nicht gekämpft.“ „Aber nicht doch. Herr Holmgreen, nicht doch“, tadelte Cleany,„Sie sind der Sieger, Sie haben mich um einen Stundenkilometer geschlagen.“ „Aber warum sind Sie in Dreiteufelsnamen nicht gefahren?“ „Mein Gott“, sagte Cleany,„weil es mir keinen Spaß macht. Weil ich einmal meine Ruhe haben will. Denken Sie doch vernünftig, Holmgreen. Wenn ich nur 452 gefahren hätte, dann hätten wir nochmal antreten müssen, und dann hätten wir, gottbehüte, vielleicht 453 herausgeholt und dann vielleicht 454 und so fort. Nein, lieber Herr Holmgreen, einmal muß der Mensch einen Punkt machen. Ich habe ihn gemacht. 450 und keinen Kilometer mehr!“ Holmgreen ließ seine Blicke verzweifelt auf diesen entsetzlichen Cleany ruhen. „Ich werde einen Schlaganfall bekommen“, stöhnte er. „Bewahre,“ sagte Cleany und griff nach dem Glas Wasser, das Harris inzwischen herangeholt hatte.„Trinken Sie nur, Holmgreen,„Sie haben es ehrlich verdient.“ Holmgreen trank gehorsam.„Und nun?“ fragte er, als er das Glas absetzte.„Was denken Sie nun zu tun?“ „Wenn,“ lächelte Cleany und sah Harris an, der mit gezücktem Füllfederhalter in der Hand an seinen Lippen hing, „wenn dieser Herr den Humor gehabt hätte, den er leider nicht besaß, hätte er die Welt an diesen Tag vorbereitet. Aber er unterschlug aus Mangel an Mut und Humor dem Publikum meine Lieblingsbeschäftigung: zu Fuß zu gehen! Ich werde nämlich nie wieder ein Auto besteigen, ich werde fortan zu Fuß gehen!“ Holmgreen ließ das Glas in den Sand fallen. „Ja, meine Herren“, sagte Cleany und teilte langsam mit den Händen die Mauer der Umstehenden,„ich werde endlich einmal diesen himmlichen Strand, dieses entzückende blaue Meer und diese balsamische Luft genießen. Ich gehe zu Fuß!“ Er entfernte sich grüßend und lächelnd. Die Gesichter der Umstehenden drückten alle Phasen der Empfindungen vom leisesten Erstaunen bis zu gänzlicher Idiotie aus. Alle sahen auf den schwarzen Punkt, der Cleany hieß und der sich auf dem weißen Sand wie eine Fliege im Milchtopf zäh und eigenwillig davonbewegte. Was so nebenbei passiert.... Das Blut der Kinder In einem großen Londoner Krankenhaus, dem St. ThomasHospital, liegt seit längerer Zeit eine Frau krank darnieder, die durch das Blut ihrer drei Kinder am Leben erhalten wird. Vor etwa einem halben Jahre wurde die an Blutarmut Leidende, die 56 Jahre alt ist, in das Krankenhaus gebracht. Zu bestimmten Zeiten kommen ihre Kinder— zwei Söhne im Alter von 25 und 23 Jahren und eine einundzwanzigjährige Tochter—, um sich für eine Blutübertragung zur Verfügung zu stellen, bei welcher Gelegenheit ihnen jeweils ein halbes Liter Blut abgezapft wird. Nur auf diese Weise ist es bisher gelungen, die kranke Mutter am Lehen zu erhalten. Auch ihr Mann würde sich gern als Blutspender betätigt haben; da er indessen zu einer anderen Blutgruppe gehört als seine Frau, die für solche Fälle wichtigste Voraussetzung also nicht gegeben ist, hat man von seiner Opferbereitschaft keinen Gebrauch machen können. Dem Manne soll geholfen werden? Im Anzeigenteil einer Neuyorker Zeitung suchte kürzlich ein Mann eine Frau zur Lebensgefährtin, die weder jung noch schön noch reich zu sein brauchte, aber genau sechs Fuß und sieben Zoll groß sein mußte. Damen darüber und darunter kamen für diesen Ehekandidaten nicht in Frage. Ferner mußte die Dame mindestens fünfzig Jahre alt sein, überdies taubstumm, sie mußte jegliche Musik=Kunststücke— bei Gehörlosigkeit!—, Hunde und Katzen verabscheuen und sich alkoholischer Getränke enthalten. Außerdem mußte sie Witwe sein, möglichst die Frau eines Delinquenten, der auf dem elektrischen Stuhl ins Jenseits gefahren war, um den„Vorzug, einen ordentlichen, soliden und in jeder Weise zu ihr passenden Mann zum Ehegefährten zu bekommen, auch richtig zu schätzen“. Auf diese Anzeige hin sollen sich nicht allzu viele Damen bisher gemeldet haben! Solche Dinge sind eben nur im Lande der unbegrenzten Möglichkeit denkbar. Die schwarzen Wölfe von Bulgarien Was der weiße Spatz unter seinen Artgenossen ist, das stellt der schwarze Wolf unter den seinen dar: ein Naturkuriosum und eine große Seltenheit. Während allerdings der weiße Sperling ein ausgesprochen harmloses Tier ist, kann man dies von dem schwarzen Wolf nicht gerade behaupten. In Gegenden, in denen schwarze Wölfe vorkamen, beispielsweise in Bulgarien, sagte man von diesen Tieren allerdings immer, sie wären nicht so schlimm wie die grauen, vor allem griffen sie keine Menschen an. In diesem Winter mußte man aber auch in Bulgarien die Erfahrung machen, daß der schwarze Wolf zwar selten, sonst aber auch nur ein Wolf ist. Nachdem ein Rudel von fünf schwarzen Wölfen zuerst unliebsam von sich reden machte, daß es in einem Schafstall einbrach und dort ein grausiges Gemetzel anrichtete, haben sich diese wenig schätzenswerten Tiere sogar auf eine ausgesuchte Spezialitiät geworfen, sie verfolgen nämlich mit unangenehmer Ausdauer Automobile, von denen sie wohl erhoffen, daß sie irgendwo in einer Schneewehe stecken bleiben könnten. Bislang sind zwar die Reisenden diesen Bestien noch unversehrt entkommen, aber die Legende von der Harmlosigkeit der schwarzen Wölfe ist nicht nun im winterlichen Bulgarien ein für alle Male zerstört. Marum, das japanische Schiffssymbol Fast alle japanischen Dampfer tragen als Zusatzbezeichnung zu ihrem eigentlichen Namen das Wort„Maru". Woher stammt dieser Ausdruck, und welchen Zweck verfolgt man mit seiner Anwendung? Vor vielen Jahren wurde das Wort „Maru“ als Ausdruck der Höflichkeit gebraucht, vornehmlich in Briefschlüssen. Später änderte sich das: die Höflichkeitsformel wurde Maro, während Maru eine Bezeichnung für die verschiedensten Dinge wurde, über deren Besitz man besondere Freude hatte. Ein Schwert von besonderer Güte, ein altes Erbstück usw. nannte man Maru. Gegenwärtig wird Marum für alles angewandt, wovon das Leben eines Japaners abhängt, also auch für das Schiff, das große Reisen zurücklegt. Bei Booten und sehr kleinen Schiffen wird das Wort Maru meist nicht hinzugefügt, da diese oft Frauennamen tragen und Maru nur hinter männlichen Namen vorkommt. Wenn in früheren Jahren ein Japaner eine lange Seereise unternahm, suchte er sich im Hafen einen Menschen, der ihm eine unaufhörliche Fürsprache bei den Göttern sein sollte. Der Mann mußte sich aller körperlicher Genußmittel enthalten. Ging die Reise gut von statten, so erhielt er bei der Rückkehr eine Belohnung. Verlief die Reise schlecht, so bekam er Schelte und Prügel. Ging das Schiff verloren, so wurde er getötet, weil angenommen wurde, er habe sein Enthaltsamkeitsgelöbnis gebrochen. Dieser Mann wurde der Maru des Schiffes genannt, und allmählich begann man dem Schiffsnamen den Namen dieses Mannes anzufügen. Das erste Schiff, das so getauft wurde, war die„Nippon Maru“, die im Jahre 1591 von Stapel lief. Eine gesetzliche Verpflichtung, die den japanischen Reedern vorschriebe, Maru hinter den Schiffsnamen zu setzen, besteht nicht. Aber alle Reeder fast ohne Ausnahme befolgen dieses ungeschriebene überlieferte Gesetz. Die japanischen Kriegsschiffe führen die Bezeichnung Maru übrigens nicht.— Es besteht noch eine andere Erklärung. Als Japan begann, mit fremden Ländern Handel zu treiben, und die Kaufleute Schiffe dorthin ausrüsten wollten, durfte kein Schiff Japan verlassen, solange nicht die Regierung die Erlaubnis dazu erteilt hatte. Als Beweis für die erteilte Zustimmung wurde dem Schiffsnamen das Wort Maru beigefügt, bei Kriegsschiffen jedoch nicht, weil der Staat seinen eigenen Schiffen keine besondere Erlaubnis zur Ausreise zu geben braucht. Bei kleinen Schiffen erübrigt sie sich ebenfalls, da nur große Dampfer längere Ueberseereisen unternehmen können. E. R. Roman von. ese Leutz 1 Urheberrechtschutz durch A. F. Rohrbacher-Verlag, Berlin-Lichterfelde-Ost. Nachdruck verboten Erstes Kapitel Fünfundsiebzig— achtzig— neunzig Kilometer. Die Luft singt. Bäume, Meilensteine, Telegraphenstangen versinken wie ein Spuk hinter dem die Gremsmühlen=Pansdorfer Landstraße dem Meer entgegenrasenden Mercedes. Aber er ist wundervoll gefedert, und deshalb spürt man kaum das Zittern der mächtigen, langestreckten Karosserie. Trotzdem beugt Christian Ahlert sich vor, um die Tourenzahl abzulesen. Helmut Kühne sieht es. Der Anflug eines Lächelns erhellt sekundenlang sein scharfgeschnittenes, junges Gesicht. Angst, Onkel? denkt er. Und weiter: Doralotte ist natürlich schuld, daß Huschke ein so wahnsinniges Tempo fährt! Man braucht die beiden da vorn nur zu beobachten. Doralottes Hände sind kleine, feste Fäuste, und was ihre Lippen sagen, ist nicht schwer zu erraten.„Tempo, lieber Huschte, Tempo! Das ist ja Schneckenpost!“ So oder ähnlich wird es sein. Und Huschke tut natürlich nichts lieber, als Gas zu geben. Doralottes Vater scheint anderer Ansicht zu sein. Die Stimme, mit der er ins Sprachrohr kuft, läßt an Schärfe nichts zu wünschen übrig: „Sind Sie verrückt oder betrunken, Huschke?“ Der Mann am Steuer rührt sich nicht. Er nimmt auch das Gas nicht weg. Denn Doralotte sagt blitzschnell: „Weiter!“ Zugleich dreht sie sich nach den beiden andern um. Ihr Jungmädchengesicht ist ein einziges Strahlen, die blitzenden Blauaugen leuchten vor Lust an der brausenden Fahrt. Sie hat brennende Backen, einen lachenden Mund. Mädchen, denkt Helmut Kühne, als er sie so sieht, Mädchen. Nie glaubt der Pilot die Kusine so geliebt zu haben, wie in diesem Augenblick. Doralottes helle Stimme jauchzt förmlich: „Ist das nicht herrlich, Kinder? Ach, Paps, sei doch nicht—“ Sie wendet sich schon wieder ab. Wie Christian Ahlert„nicht sein soll“, kann er sich denken. Mit einem ergebenen Seufzer lehnt er sich in die Polster zurück. Doralotte setzt auch diesmal, wie übrigens immer, ihren Willen durch. Es ist ein Wunder, daß Helmut die Wegweiser lesen kann. Er hat indessen nicht umsonst„Fliegeraugen“. Zugleich mit einer rückwärts deutenden Kopfbewegung schreit er seinem Onkel ins Ohr: „Scharbeutz, drei Kilometer!“ Was sind drei Kilometer, wenn Doralotte neben Huschke sitzt und das Tempo der Fahrt bestimmt! Die ersten Häuser des stillen Badeorts tauchen auf— und verschwinden schon wieder. Nun geht es am Ufer entlang, im sanften Bogen der weiten Lübecker Bucht. Rechts blaut das sommerliche Meer. Fern an. Horizont steht die Rauchfahne eines unsichtbaren Dampfers scheinbar unbeweglich. Zur Linken der hart oberhalb der Dünen verlaufenden Straße steigt herrlicher Buchenwald empor. Haffkrug. Die Bremse kreischt. Doralotte ist als erste aus dem Wagen gesprungen. Strahlend blickt sie sich um. Wieder, wie vor Wochen, als sie das alles auf einer allein unternommenen Tagestour sah, ist sie gefangen und entzückt. Ihr Gesicht ist stolz, als sei sie die Schöpferin oder doch mindestens Besitzerin der Idylle, als die sich der Ausschnitt der Fischerdorfstraße bietet: die rohrgedeckten Katen mit den schiefen, weiß oder grün oder blau gestrichenen Fensterrahmen im leuchtenden Ziegelrot der Mauern die aufgeregt flügelschlagenden Gänse, die blumenbunten Vorgärten hinter niederen Staketen, die zum Trocknen aufgespannten Netze, ja, auch der behäbige Wirt mit Bartkrause und Schifferpfeife zwischen den schmalen Lippen. Er schmunzelt innerlich, als er den Luxuswagen gerade vor seinem Gasthaus halten sieht. Blitzschnell taxiert er den zu erhoffenden Verdienst. Aber Doralotte beachtet ihn nicht weiter. „Dort geht's nach„Buchenhöhe“!“ Sie weist die Dorfstraße hinunter. Die werden doch nicht gehen wollen, ohne eingekehrt zu sein? Mit dem Mut der Verzweiflung mischt der Wirt sich ungefragt ein: „Der Hof liegt keine Viertelstunde weit von hier. Aber der Weg ist schlecht. Die Herrschaften tun wirklich gut daran, zu Fuß zu gehen.“ Er räuspert sich.„Suchen die Herrschaften etwa Sommerwohnung? Ich mein' es gut, möchte den schaften gern eine Enttäuschung ersparen. Die„Buchenhöher“ Ländereien sind alle verpachtet, und das Haus ist unbewohnbar.“ Doralotte nickt ungeduldig. „Ja, ja. Ich weiß das alles schon.“ Inzwischen sind auch die übrigen Insassen des Autos ausgestiegen. Christian Ahlert hat kaum hingehört, was seine Tochter mit dem Dorfwirt redet, als er sie aber jetzt sagen hört, daß sie„Buchenhöhe“ kaufen wollen, unterbricht er siet „Sachte, sachte, min Deern. So sicher ist das vorläufig denn doch noch nicht!“ Hinter ihm ist noch jemand aus dem Wagen geklettert. Etwas mitgenommen sieht der Herr aus, er scheint froh zu sein, die Autofahrt hinter sich zu haben. Der Wirt nimmt vor Erstaunen die Pfeife aus dem Mund. „Du krügst'ne Bax! Der Herr Notar!“ „Tag. lieber Krüger,“ sagt der Jurist, den Christian Ahlert sich aus Eutin mitgebracht hat.„Die Herrschaften wollen gleich weiter nach„Buchenhöhe“, der Wagen bleibt einstweilen hier. Lassen Sie das Tor aufmachen.“ An unsichtbarer Stelle scheint man nur auf diesen Befehl gewartet zu haben. Wie auf ein Stichwort hin tut sich das doppeltürige, aus dicken Bohlen zusammengenagelte Hoftor auf. Huschke fährt den blauen Mercedes hinein. „Schnell, für jeden ein Glas Vier, du nimmst wohl lieber Selters oder was Sie an Limonade da haben,“ wendet sich Ahlert von Doralotte wieder zum Wirt. Er versteht sich auf Gesichter und hat die betrübten Mundwinkel des Dicken bemerkt. Später läßt er noch fünf Korn bringen, den Doralotte aber mit deutlicher Abwehr dem Vetter hinhält. Gleich darauf gehen die drei Herren mit dem jungen Mädchen zusammen die Dorfstraße hinunter. Der kleine, nervöse Jurist müht sich, mit seinen Trippelschritten an der Seite des neuen ihm gehenden hochgewachsenen Lübecker Reeders zu bleiben, der seine dunkle Brasil raucht und-mit sparsamen Worten ab und zu den Redeschwall seines Begleiters unterbricht. Hinter innen geht das andere E“8 H9E5BSE E8 T-PSEBPSSLSEE 595g SSEEESSSSEBBSSEE E SHLEUSE E"BGSES·0 n Paar, Doralotte und Helmut Kühne, im harmonischen Zusammenklang der Schritte. Das feingliederige, knabenhaft schlanke Mädchen geht dem Mann bis knapp zu den Schultern. Neben ihr wirkt der junge Flieger noch größer. Er ist das Bild gehaltener, sportgestählr Kraft.— Die beiden haben sich anscheinend wenig zu sagen. Sie betrachten die Gegend, hin und wieder machen sie sich gegenseitig auf einen besonders hübschen Ausblick aufmerksam. Sie haben keine Ahnung, welches gesteigerte Interesse der Notar Doktor Berndt an ihnen nimmt, der nun schon zum weitenmal leicht bedeutungsvoll hüstelnd vom„jungen r“ spricht. Christian Ahlert erweist sich in dieser Hinsicht indessen als noch einsilbiger als sonst. Es ist ihm zwar begreiflich, was den quecksilbrigen, wißbegierigen Juristen zu seiner Annahme brachte; er hat diesem ja selbst erzählt, daß der beabsichtigte Ankauf des in altfriesischen Stil gehaltenen Gutshauses der vor Jahrhunderten aus den Dithmarschen her eingewanderten Trentows auf„Buchenhöhe“ weniger seinem eigenen, als dem Wunsch seiner Tochter entspringt. Außerdem haben Doralotte und Helmut den Hauptteil der Korrespondenz mit Doktor Berndt geführt. Es ist am Ende kein Wunder, wenn er annimmt,„Buchenhöhe“ solle den Wohnsitz des jungen Paares“ abgeben.— Zu seinem eigenen Erstaunen ertappt sich Christian Ahlert slötzlich auf dem Wunsch, daß dem wirklich so sein möchte. freilich ist bisher nie davon gesprochen worden. Und nun ühlt er sich immerhin doch veranlaßt, die Angelegenheit dem Fremden gegenüber klarzustellen. „Meine Tochter und mein Neffe sind nicht verlobt, Herr Oektor.“ Der Notar lächelt höflich. Sein Beruf bringt es mit sich, daß er mit Geschmack die Grenze zwischen Unparteilichkeit und scheinbarer Anteilnahme gegenüber allen menschlichen Beziehungen seiner Klienten innezuhalten weiß. Im Grunde ist es viel weniger das Wohl und Wehe der Ahlertschen Familie, das ihm am Herzen liegt, als das von ihm vertretene Interesse des Besitzes des zum Verkauf stehenden Gutshauses. Und dazu scheint es ihm am besten zu passen, wenn die Reederstochter und der junge Mann— Mag es sich aber damit wie immer verhalten, fest steht, daß es diesmal einfach klappen muß! Das ernsthafte Kaufangebot Christian Ahlerts ist wie eine Bombe in sein kleinstädtisches Büro eingeschlagen. Volle drei Jahre lang ist es nicht gelungen, auch nur ein einziges reelles Interesse zu verzeichnen, trotz der teueren Inserate und der überaus günigen Bedingungen. Altfriesische Bauernhäuser an der ostholeinschen Küste, abseits der Hauptverkehrsstraßen und ohne zugehörige Ländereien— die schon Großvater und Vater Georg Trentow durch Kopfverschleuderung oder langfristige Verpachtung abgestoßen haben— sind eben allerdings originell; aber leider keine gefragten Objekte auf dem ohnehin flauen Immobilienmarkt. Doktor Berndt ist bei allem beruflichen Ehrgeiz und aufrichtigen Eifer für seinen Mandanten nicht gewissenlos. Er hat es für seine Pflicht und zudem klug gehalten, Herrn Ahlert bereits brieflich darauf hinzuweisen, daß„Buchenhöhe“ sich in keinem sofort bewohnbaren Zustand befindet. Der Besitzer, Architekt von Beruf, hat weder die Mittel, den alten Hof, oder vielmehr das ihm von diesem mit dem weitläufigen, parkähnlichen Garten allein gebliebene Wohnhaus, halten zu können, noch um die dringend notwendigen Restaurierungsarbeiten vornehmen zu lassen. Zu seinem Erstaunen haben sich die Lübecker durchaus nicht abschrecken lassen. Und nun steht man hier an Ort und Stelle und somit vor der Entscheidung. „Hier um die Wegbiegung noch, dann sind wir da.“ Doralotte nickt ihm fröhlich zu. Sie weiß es ja! Oh, sie hat nicht vergessen, wie eindrucksvoll der erste Blick auf das von alten, hohen Bäumen umgebene Friesenhaus ist. Jetzt taucht das altertümliche Dach mit seinen trotzig ausladenden Giebeln zwischen den Wipfeln auf. Sie reißt begeistert die Mütze vom windzerzausten Blondhaar und jubelt: „Willkommen,„Buchenhöhe"! Nun, was sagt ihr? Paps: „Buchenhöhe“— oder ich geh’ ins Kloster!“ Christian Ahlert hat sich umgedreht und sieht mit zwiespältigen Gefühlen in das strahlende Gesicht seines einzigen Kindes. „Hm. Es sieht aus wie eine riesengroße Scheune. Und da es sich offenbar um eine bedauerlich leere Scheune handelt—“ Der Notar hebt beschwörend die Hände. „Nicht doch, Herr Ahlert! Sie werden bei Besichtigung der Räume sehen, daß noch vieles so gut wie vollständig erhalten ist. Der Gutsherr hat immer besonderen Wert darauf gelegt, daß auch die noch zahlreich vorhandenen alten Möbel pfleglich behandelt wurden—“ „Ja, ja,“ unterbricht der Schiffsherr,„ich weiß, das ist alles nicht so wichtig. Gutsherr!“ Er lacht gutmütig auf. Dabei äugt er unausgesetzt kritisch hinüber.„Weder elektrisches Licht, noch Lift, noch eine vernünftige Lösung der Wasserversorgung und der Kanalisation,“ murrt er. Doktor Berndts gleichbleibend liebenswürdiges Lächeln erstark zur Maske. „Dies: Fakten waren Ihnen bekannt, verehrter Herr Ahlert. Mein Mandant hat nicht die mindeste Veranlassung, etwaige Reflektanten irrezuführen.“ „Christian Ahlert, der die Verärgerung des Juristen spürt, wendet sich an seine Tochter. „Auf aue Fälle wollen wir uns die Sache mal ansehen. Oder gibst du das Rennen am Ende doch lieber vor dem Start auf?“ ch)“ Schnell und empört kam es zurück.„Ich denke nicht daran Ich koche förmlich vor Begeisterung, merkst du das nicht? Oh, Paps, das sticht sogar Grit Boyers Wochenendhaus aus! Du weißt doch, ihr Vater hat in Bergedorf auch ein altes Bauernhaus gekauft und es vollständig umbauen lassen. Da hat eine hübsche Stange Geld hineingesteckt werden müssen, selbst wenn man in bezug auf Grits Angaben in Rechnung stellt, daß sie selbstverständlich übertrieben sind. Aber sieh mal—“ sie weist mit ausgestrecktem Arm auf„Buchenhöhe“ —„ein echtes, richtiges Friesenhaus, wie man es sonst in der ganzen Welt nur in Dithmarschen findet, hier— und nicht etwa erst jetzt aufgebaut, sondern jahrhundertealt— also fein!“ Auf dem Gesicht des alten Herrn, das sonst so streng und scharf sein kann, liegt das nachsichtige Lächeln, das er der früh mutterlos gewordenen Tochter gegenüber stets hat. Trotzdem holt er noch eine Meinung ein, ehe er weitergeht, diesmal die des Neffen: „Na, Helmut? Deine Meinung noch die alte?“ Dem Flieger schießt es heiß in die Stirn. Er fühlt des Mädchens Augen forschend und bittend auf sich ruhen; er weiß genau, welche Antwort sie sich von ihm wünscht. Im Grunde ist dieser Ankauf eine Verrücktheit, aber da er von Doralotte ausgeht, der noch nie ein Mensch etwas abgeschlagen hat, sagt er: „Lieber Onkel Christian, hinein wollen wir auf alle Fälle gehen, deshalb sind wir ja hier. Dabei können wir uns selbst am besten davon überzeugen, was aufgewandt werden müßte. Vielleicht ist es wirklich halb so schlimm. Scheune? Da muß ich Doralotte recht geben. Nein! Gar so prosaisch kann ich „Buchenhöhe“ nicht finden. Im Gegenteil! Von hier aus wirkt es entzückend romantisch— und Doralotte wird sicherlich eine entzückende Hausherrin sein!“ Er lacht mit blitzenden Zähnen und sieht dabei seiner Kusine in die Augen. Doralotte wird rot unter diesem Blick. Zugleich bekommt sie einen besinnlichen, fast fraulichen Zug um den unbekümmerten Mund. Sekundenlang ist ihr Auge unsicher. Dann schüttelt sie die Befangenheit ab. Ist ja dumm! So was!—— Mit einer raschen Bewegung streckt sie dem Vetter die schmale, feste Hand hin: „Danke, Helmut. Bist ein famoser Kerl.“ Und doch denkt sie gleich danach zum erstenmal daran, wie es sein wird, wenn sie mit ihm unter diesem Dach hausen wird. Frau sein, Helmuts Frau.— Ein ganz neues Gefühl innerer Hilflosigkeit, Unsicherheit überkommt das selbstsichere Mädchen. In plötzlicher Ideenverbindung fällt ihr Frau Doktor Hobbing ein, die langjährige Hausdame ihres Vaters. Welch ein Jammer, daß die Gute so beharrlich nach Paps angelt— man könnte ihr sonst das Herz ausschütten. Aber so?! Pah, sie würde zu jeder Ehe zuraten, einfach, um die erwachsene Tochter aus dem Hause zu haben! Nein, die Hobbing ist die Rechte auch nicht! Ach, man ist sehr allein im Grunde— bitterlich allein. Während sie durch den verwilderten Garten, der eine blühende Wildnis ist, dem alten Hause zugeht, ist sie sehr still. Seine Frau! klingt es noch immer in ihr wider. Liebe— Liebe? Liebt sie Helmut? Aber ja. Sicher ist es doch Liebe, was sie zu ihm, dem Gespielen glücklicher Kinderjahre, zieht! Sie ist ja mit ihm, der die Eltern bei einem furchtbaren Unglück frühzeitig verloren hat, aufgewachsen. Der Krieg hat sie getrennt, sie selbst ist damals noch ein kleines Mädel gewesen und schrecklich stolz auf„ihren“ Helmut, der zu Richthofens Kampfstaffel gehörte. Als er dann zurückkam und, eigentlich gegen den Willen Christian Ablerts. Svort=, sväter VerkehrsB öMSS L SunE — 8— 2. S—1 S S 583 9• 2— flieger wurde, hat sich in ihrem Verhältnis zueinander nur wenig geändert. Es ist eigentlich ganz selbstverständlich, daß man sich nun nie mehr trennt, daß Doralotte ihm ihr Leben anvertraut. Sie weiß sich und ihr Geschick bei ihm in den besten, treuensten Händen. Ein einziges Mal nur haben sie von der Zukunft gesprochen, taten es in der beherrschten, aus Scham und Furcht vor innerer Preisgabe kühl wirkenden Art, die dem Norddeutschen eigen ist. Aber Doralotte hat doch ein warmes, gutes Gefühl dabei gehabt. Rings duftet es. Doralottes Phantasie beginnt zu arbeiten, ihre Gedanken klären sich, schweifen ab. Hier muß ein Steig in Terrassenabstufung angelegt werden und unten, an der Ausmündung, muß ausgeholzt werden, so daß man einen Blick aufs Meer hinaus hat. Den gleichen Blick, den man vom Hause aus genießt; aber während man den schmalen, von blühendem Gesträuch mauergleich eingefaßten Steig hinabgeht, bleibt das Meer unsichtbar. Dafür wirkt die Aussicht dann unten wieder wie eine Offenbarung. Nun sind sie angelangt. Doktor Berndt schließt umständlich die schwere Tür auf. Man tritt ein. Es dauert eine gute Stunde, bis der Besitz des letzten Nachfahren aus dem Friesengeschlecht, das sich hier seßhaft machte, auch nur oberflächlich besichtigt ist. Doralotte fällt aus einem Entzücken ins andere. Und diese schweren Alkovenmöbel, diese uralten Zinngeschirre, die gekachelte Küche mit dem eingebauten Rauchfanghimmel über dem mächtigen Herd sind es wert, daß man sie bestaunt und bewundert. Doktor Berndt, der ein guter, kluger Menschenkenner ist, ist plötzlich sparsam mit Worten geworden. Er enthält sich jeder Anpreisung, beschränkt sich lediglich auf fast trockene Erläuterungen. Christian Ahlert selbst hat sich energisch von dem Zauber, der auch ihn einspinnen wollte, freigemacht und sieht sich aufmerksam, sehr nüchtern um. Das Dach ist schadhaft, eindringender Regen hat vieles zerstört. Die Dielen sind morsch, es gibt nur noch wenige unzerbrochene Fensterscheiben. Die schwere Seide der Alkorenumhänge ist verblichen und zerschlissen, an den Wänden lösen sich die Tapelen und die Holztäfelung hat sich geworfen. In den alten, messingbeschlagenen Truhen sitzt der Holzwurm. Er fängt an zu rechnen. Aber da er gerade an dem Fenster steht, durch das man einen bezaubernden Blick über den Garten und weit über die Dünen fort aufs ferne Meer hin hat, tut er es schon mit halberwachter Besitzerfreude. Er weiß, daß Doralotte glücklich ist, und das freut ihn. Sie ist Feuer und Flamme. Augenblicklich knipst sie unaufhörlich; man kann nicht sagen, daß se ihren Photoapparat umsonst mitgebracht hat. Der Lübecker seufzt.„Seien Sie ehrlich, Doktor, unter fünfzigtausend Mark ist der Umbau, wenn er einigermaßen großzügig durchgeführt wird, nicht zu machen!“ Der Jurist bleibt kühl. Es liegt ihm daran, den Reeder davon zu überzeugen, daß es auch billiger geht; er ist ja genau im Bilde. „Sagen wir fünfundvierzigtausend und keine hundert Mark mehr.“ Doralotte hat die Zahl gehört und erschrickt nun doch. In plötzlichem Impuls schlingt sie beide Arme um des Vaters Hals. „Lieber, guter Paps, du hast es mir doch versprochen. Und ich hab' es schon allen erzählt. Ich will auch keine teuren Reisen, auch meinen Wagen kannst du ruhig verkaufen.“ (Fortsetzung folgt.) Ein sonderbarer Weltrekordmann Eine Geschichte unter Als Cleany durch seinen Weltrekord von 450=Stundenkilo= meter berühmt geworden war, belagerten ihn die Interviewer, und nachdem sie alles aus ihm herausgezogen hatten, fragten sie ihn der Form halber auch nach seiner Lieblingseschäftigung,„damit das Bild eine gewisse Abrundung erfährt,“ wie Mr. Harris, der Reporter des„Daily NewsPaper" halb entschuldigend zu Cleany sagte. Cleany zögerte eine Weile, wie Harris dachte, aus Berechnung, um diese Lieblingsbeschäftigung mit genügender Wichtigkeit dem Publikum zur Anbetung und zur Nachahmung zu empfehlen, lächelte und sagte:„Zu Fuß gehen!“ Mr. Harris ließ den Füllfederhalter mit so jähem Ruck sinken; daß der Mann mit dem Weltrekord leicht zurückwich, um nicht Tinte auf seinen tadellosen Autodreß zu bekommen. Trotz seiner immensen Erfahrungen in Sachen der Spleens sämtlicher Champions gelang es Harris nicht, seinem Gesicht das liebenswürdige Lächeln zu erhalten, daß er stets bei der Antwort seiner interviewten Opfer bereithielt. Er war einfach entsetzt und konnte es nicht verbergen Es war selbstverständlich, daß Mr. Haaris diese unmögliche Behauptung seinen Lesern nicht servieren konnte. Er setzte statt dessen ein„Briefmarken sammeln“, in der nicht unberechtigten Annahme, daß bei der Anzahl der Briefe, die Cleany täglich aus allen Weltteilen bekam, sich eine Sammlung von selbst ergab. Es ist nicht bekannt, was Cleany zu dieser unterschlagenen Behauptung sagte. Es ist anzunehmen, daß er viel zu beschäftigt war, um auf alle Bemerkungen mit Dementis zu antworten. Außerdem stand ihm der Kampf gegen den„Geölten Blitz“ Holmgreens bevor. Täglich ging Cleany zum Strand, wo das silberne Auto „Das achte Weltwunder“ schon bereitstand, um von seinem Herrn mit mehr als fünffacher D=Zug=Geschwindigkeit am Meer entlang gejagt zu werden. An dem denkwürdigen Tag, da Cleany und Holmgreen um den Weltrekord kämpften, lag von früh morgens an ein blendender Sonnenschein über der Bucht, daß alle die abertausend Menschen, die auf der Strecke zwischen Start und Ziel wie ein unendlich langes schwarzes Band hingerollt agen, die Augen schließen mußten. Obwohl alle Zuschauer wie immer gewettet hatten, diesesmal würden sie aber ganz bestimmt den Moment der Abfahrt deobachten, kamen sie doch erst wieder zu sich, als sich der Rennfahrern von Maré Stahl „Geölte Blitz“ schon auf der Hälfte seiner vorgeschriebenen Bahn bfand.. Aber ein Ruf des Erstaunens brach aus dem Munde des Publikums, als es nach dem achten Weltwunder ausschaute. Cleanys Wagen fuhr in einer Art Schneckentempo gemächlich am Rande des Meeres dahin. Er fuhr ungefähr mit der Geschwindigkeit, die für Brücken mit weniger als 500 Zentner Traglast vorgeschrieben ist, während der„Geölte Blitz“ schon längst am Ziel angekommen war und Holmgreen, vor Anstrengung zitternd, den Sturzhelm in der Hand, verdutzt Ausschau nach Cleany hielt. Dann sprang er in das erste beste Auto und fuhr wutschnaubend dem gemütlich daherzuckelnden Cleany entgegen. Cleanys braunes Jungengesicht strahlte vor innerer Zufriedenheit. Er grüßte bei seiner Ankunft verbindlich nach allen Seiten, wie ein Potentat, der sich nach seinem Regierungsantritt vom Volke huldigen läßt. Und wirklich schrie das Publikum, nachdem es das erste Erstaunen überwunden hatte, amüsiert:„Hoch Cleany“, als habe er sich irgend ein unerhörtes Verdienst erworben. Ein ungeheures Gelächter pflanzte sich durch den schwarzen Menschenkordon fort, und nur diejenigen, die Wetten abgeschlossen hatten, durchbrachen die Ketten der Schutzmannschaften und wateten außer sich durch den grellweißen, losen Sand, um möglichst schnell Cleany auf den Leib zu rücken. Inzwischen war Holmgreen heran. Er bremste mit Aufbietung aller Kraft kurz vor dem achten Weltwunder, sprang aus dem Auto und stürmte auf Cleany zu, der ebenfalls bremste, aber mit Leichtigkeit, und ruhig im Wagen sitzen blieb. „Schuft!“ schrie Holmgreen,„Betrüger, Lump...“ Ihm versagten die Worte. Cleany machte eine Handbewegung, die bedauernd und verbindlich war.„Aber, aber“, sagte er väterlich. „Lassen Sie mich“, tobte Holmgreen, obwohl niemand ihn festhielt,„lassen Sie mich, wissen Sie, was Sie sind?“ „Ich habe es schon mit Befremden gehört“, sagte Cleany würdig. „Und was haben Sie darauf zu antworten?“ keuchte Holmgreen. „Daß ich Sie bitte, sich zu beruhigen.— Ein Glas Wasser für den Kapitän“, rief er den jetzt Herangekommenen zu. „Ein Glas Wasser, schnell“, rief Mr. Harris, der sich unter den ersten besand. das Juumeeistische Blatt Der Ließesseiettestelter Von Xaver Ambrosius (Nachdruck verboten.) Der Münchener Dienstmann Froschmayr ist ein kop für sich. Seine Nase ist ein vielbegehrtes sodell für die Darstellung bürgerlicher Bierkinker, und wenn Froschmayr abends in der Schwemme des Hofbräuhauses sitzt, dann laushen die andern Stammgäste seinen Reden über #alitik und Wirtschaft; es ist nämlich immer Interhaltsam, jemand zu hören, der keine Uhnung von der entsprechenden Materie hat. Froschmayr bildete sich natürlich ein, alles zu bissen und auf verschiedenen Gebieten Kapazität sein. Er ist auch eine Kapazität. Man kennt ihn München dafür, daß er Liebesbriefe mit feiS#er Einfühlung befördert. Wie er sich am *#tammtisch um Politik kümmert, so kümmert er # im Dienst um den Seelenfrieden seiner klienten, denen er Ratschläge und Warnungen hteil werden läßt. Man erzählt sich von ihm, lit er vor vielen Jahren einem Rittmeister von in Chevauxlegers, als er einen Brief mit einem kosenstrauß an ein Ballettfräulein befördern blie, geantwortet habe, der Herr Rittmeister blie seine Hände davon lassen, denn dies Geusi sei für einen bayerischen Offizier zu teuer. chon seit zehn Jahr habe er fast wöchentlich Briefe dem Fräulein zu bringen, und lediglich lie verehrungswürdige Uniform des Herrn Rittkeisters veranlasse ihn, gehorsamst zu warnen. Bei Froschmayr bekam man Auskunft. Er kunte die Jugend Münchens, er hatte die Jüngnge und Jungfrauen heranwachsen sehen. So dar er gewissermaßen ein öffentlicher Briefbsten, an den man sich nur zu wenden brauchte, m beraten zu werden. Natürlich war er sehr blz darauf und völlig überzeugt von seiner UnEhlbarkeit. Wir aber wollten dem dicken Froschayr einen Possen spielen. Dazu nahmen wir Ins eine bildhübsche junge Schauspielerin vom Volkstheater, welche die Aufgabe hatte, mit ooschmayr über den ersten Helden des Staatseaters zu sprechen und bei ihm den Eindruck zu swecken, als interessiere sie sich für diesen Mann. woschmayr sah das Fräulein wohlwollend an. „Für so an schlampeten Lackel wia den, da ns zu sauber. Lassens Herz davon.“ das Fräulein sah darauf Froschmayr ernst * liebevoll an. Und antwortete ihm, daß er ein Vater zu ihr sei. Eigentlich aber sei er fr einen Vater noch viel zu jung, und sein Typ so männlich, daß ein junges Ding bei ihm dohl aufgehoben sein könne. Sie sei eine von enen, die auf eine äußere Larve nichts gebe. Sie bbe übrigens gelesen, daß hübsche Männer impr einen Charakterfehler hätten. Froschmayr strich sich daraufhin den Bart und keinte dann, das sei wohl richtig und ob das kräulein schon lange in München sei. Rein, sie sei aus Augsburg. Man kam weiter in das Gespräch, und schließ## fragte Froschmayr, ob er denn dem Fräulein scht einmal die Sehenswürdigkeiten Münchens igen könne. sie hätte zwar schon viel von München geEinsbeüel mit Hüderteissen Humoreske von Kurt Miethke a. Nachdruck verboten. „ der Regen rauschte, unaufhörlich, eintönig ### einschläfernd. Es war Nacht. Bill, der Ein#cher, kauerte an der Mauer und paßte auf. sichts war zu sehen, nichts zu hören, nichts sßer dem Regen. Vill beobachtete nun die vermaledeite Villa warese schon den ganzen Tag, nicht das Gengste regte sich darin. Der Briefträger sowie * Milchfrau hatten ihm gesagt, daß der Beper Savarese, ein Italiener, schon seit vierzehn lagen verreist sei. Seit vierzehn Tagen, man denke! Und gestern abend erst, als Bill einzubrechen shüchte, da hatte ion aus dem Dunkel die „imme Savareses angeschrien:„Hände hoch! eer ich schieße!“ Und der Hahn des Revolvers ickte, Bill warf schleunigst die Hände in die %e und war heilfroh, als Mister Savarese „Verfluchter Gauner, hier in meine Nachseinzubrechen! Mach, daß du fortkommst, in schieße ist dir dein bißchen Gehirn aus dem A#del. Na mal los, ein bißchen dalli, und das wird auch wieder zugemacht, veranden?“ vill tut dann zitternd vor Wut, was ihm der 3er der Villa befahl, flüchtete und schwor “ wiederzukommen. „, war er nun! Sollte es ihm wirklich nicht gusen, hinter das Geheimnis dieser Villa zu nen? Entweder war dieser Savarese wirkbog Teist, na, dann mußte er aber doch eine P zurückgelassen haben. onne auch gar nicht möglich sein! Denn das hestern abend Savarese selbst gewesen, der ###prochen hatte. Bill erkannte außerdem die De des hünenhaften Mannes ganz deutlich, sehen, aber unter bewährter Führung würde sie es sich gern noch einmal ansehen. Daraufhin verabredete sich der Froschmayr mit dem netten Fräulein für den nächsten Abend in den Bürgerbräugarten, wo gerade ein neuer Anstich ausgeschenkt werden sollte. Der erste Teil unseres Komplottes hatte also geklappt. Und jetzt folgte der zweite Teil. Der Komiker des Volkstheakers trat an Froschmayr heran Er war bereits ein älterer Herr und sah recht gemütlich aus. „Sie befördern doch Briefe, mein Herr?“ „Schon, schon, was soll's denn sein.“ „Ich habe hier eine sehr diskrete Aufgabe, Sie werden das verstehen. Ich habe mich in eine Frau verliebt, die verheiratet ist. Ich glaube, Boxen in Chicago wie er in der Tür stand und die drohenden Worte ausstieß. Bill wartete, bis der Polizist Atkins seine Runde gemacht hatte, dann schlich er sich nach vorn, vermied den kiesbestreuten Weg, um kein Geräusch zu machen, blieb, am Hause angekommen, lauschend stehen, öffnete dann mit ein paar schnellen Griffen den Fensterladen und das Fenster selbst, lauschte wieder, dann schwang er sich hinein. Es konnte ja niemand im Hause sein! Um so größer war sein Erstaunen, als er den riesigen Savarese schon wieder stehen sah und als dieser wieder sagte:„Hände hoch! Oder ich schieße!“ „Halt den Mund!“, knurrte Bill zurück. „Verfluchter Gauner, hier in meine Nachtruhe einzubrechen!“ sagte Savarese.„Mach, daß du fortkommst, sonst schieße ich dir dein bißchen Gehirn aus dem Schädel. Na, man los, ein bißchen dakli, und das Fenster wird auch wieder zugemacht, verstanden?“ Nun, das tat Bill. Aber bloß, um von außen nicht beobachtet werden zu können. Dann knipste er gemütlich seine Blendlaterne an und betrachtete Savarese.„Gut siehst du aus, mein Junge“, grinste Bill.„Eine Wachspuppe! Und davon habe ich mich in die Flucht schlagen lassen. Hehe!“ Bill ging ans Fenster zurück, und sowie er eine bestimmte Stelle des Fußbodens betrat, tat der wächserne Savarese den Mund auf und sprach:„Hände hoch! Oder ich schieße!“ Und dann sagte er wieder genau dasselbe Sprüchlein, das Bill schon zweimal gehört hatte. Bill konnte es sich nicht verkneifen, immer wieder von neuem den gut gemachten Bluff zu bewundern. Dann durchsuchte er den Nebenraum genau, wobei er natürlich den ausgezeichnet durchdachten Apparat entdeckte. Ein Grammophon mit einer Platte, sich selbsttätig einschaltend, verbunden mit einem Dreisie lebt nicht in glücklicher Ehe, und ich will sie fragen, ob sie sich scheiden lassen will. Natürlich muß man das mit der notwendigen Delikatesse tun. Wenn Sie den Brief aber übergeben, dann achten Sie darauf, daß der Mann nichts merkt.“ Damit reichte er ihm ein Fünfmarkstück, und Froschmayr nahm ehrfürchtig die Mütze ab. Der Komiker entfernte sich schnell und Froschmayr las die Adresse des Briefes. In diesem Augenblick hielt er sich für verrückt, denn auf dem Briefumschlag stand klar und deutlich: „Frau Barbara Froschmayr, durch Güte.“ Froschmayr kam überhaupt nicht auf den Gedanken, daß dieser Brief an seine Frau ein Flachs sein könnte. Er hatte als echter Münchner genügend Phantasie, um sich die Hintergründe dieser Liebesaffäre auszumalen. Seine Frau war dick und unansehnlich. Trotzdem, er hatte gehört, daß Liebe blind ist, und hatte er nicht selbst vor kurzer Zeit diese Erfahrung gemacht? Hatte ihm nicht ein hübsches junges Mädchen durch die Blume zu verstehen gegeben, daß sie Sympathie für ihn empfand? Es war also doch möglich, und verrückt genug sah der dicke Kerl ja aus. Aber daß seine Barbara, mit der er nun schon bald die silberne Hochzeit feierte, ihm nichts von der ganzen Affäre gesagt hatte, das kränkte seinen Stolz als Psychologen. Und es war selbstverständlich, daß er den Brief öffnete. Er enthielt nur wenige Zeilen. „Ein Mann, der Ihr Bestes will, bittet Sie, ihm eine Unterredung zu gewähren. Treffen Sie mich morgen abend um 8 Uhr vor dem Bürgerbräugarten. Ich werde eine gelbe Rose im Knopfloch tragen.“ Froschmayr entschloß sich, diesen Brief nicht abzugeben. Aber er wollte sich den Mann mit der gelben Rose im Knopfloch schon kaufen. Oh, der sollte den Froschmayr in ganzer Größe kennen lernen. Dieser Casanova, dem kein Eheglück heilig war. Seiner Frau Barbara sagte natürlich Froschmayr kein Wort. Als er nach Hause kam, glaubte er jedoch zu bemerken, daß Barbara seltsam aufgeregt war. Auch hatte sie etwas Paprika an die Leberknödel genommen, und er konnte kein Paprika ausstehen. Vielleicht wollte sie ihn zum Zorne reizen, damit sie einen Grund zur Scheidung hatte. Oh nein, so war Froschmayr nicht zu kriegen. „Alte Leut, wanns verrückt werden, fangs mit dem Futter an.“ Das war alles, was er zu sagen hatte. Am Abend des nächsten Tages war das ganze Volkstheater und das halbe Staatstheater im Bürgerbräu da. Es hatte sich herumgesprochen, daß Froschmayr im Mittelpunkt einer Katastrophe stehen würde. Und seine Beliebtheit im Zusammenhang mit seinem drolligen Gesicht reizte gerade dazu, bei dieser Entwicklung Zuschauer zu sein. Man hatte durch den Brief Froschmayr zornig machen wollen. Und da hatte man an Frau Barbara eine Nachricht gelangen lassen, sie würde ihren Mann, der ein Scheinheiliger sei, am Abend im Bürgerbräugarten mit einer jungen Schauspielerin finden. Sie solle ihm nur nicht böse sein, denn seine langjährige Tätigkeit als Liebesbriefbesteller habe ihm wahrscheinlich diese Tollheit eingegeben. Am Abend fand Froschmayer, als er mit dem röhrenradioapparat. Als Lautsprecher wurde der Mund der Wachsfigur benutzt. Ein fabelhafter Einbrecherschreck. Glänzend durchdacht. Die Stimme klang, besonders durch die Radioverstärkung, vollkommen natürlich. Ein herrliches Spielzeug! Bill hatte seine helle Freude daran, es war ihm ein Riesengenuß, die komplizierte Geschichte genau zu studieren. Und da Bill eine dankbare Natur war, beschloß er, für diesen Genuß Honorar zu bezahlen. Wenn man nun glaubt, daß Bill die Wohnung verließ, ohne gestohlen zu haben, so irrt man sich. Im Gegenteil, er erbeutete ein erkleckliches Vermögen an Schmuckgegenständen, und den echten Renoir schnitt er gleichfalls aus dem Rahmen, um ihn zusammengerollt in die Tasche zu stecken. Nein, Bill bewies seine Dankbarkeit und seine Anerkennung für den gehabten Genuß auf andere Weise. Als nämlich Savarese von seiner Seereise gebräunt und strahlend nach Hause kam und die Tür öffnete, stehe, da öffnete die Wachspuppe mit einem deutlichen hinzugemalten Grinsen den Mund und sprach:„Mein lieber alter Savarese, Sie sind ein Bastler ersten Ranges. Ich aber, der ich hinter ihr Geheimnis kam, bin ein Einbrecher ersten Ranges. Und kann ich nicht umhin, Ihnen meinen besten Dank für die freundliche Ueberlassung Ihrer Wertgegenstände zu übermitteln, zu welchem Zweck ich mir erlaubt habe, eine Grammophonplatte mit einem freundlichen Gruß an Sie zu besprechen, wobei ich weder Mühe noch Kosten scheute. Servus alter Knabe!“ Savarese wurde unter seiner sommerlichen Bräune weiß vor Aerger. Er arbeitet augenblicklich an einem wirksamen Hausschutz für seine nächste Seereise, einem automatisch funktionierenden Maschinengewehr... Fräulein den Garten betreten wollte, den Dicken mit der gelben Rose. „Gehns weiter, Sie“, sagte er streng. „Sie haben es nötig“, antwortete der Komiker und sah Froschmayr von oben bis unten an. Die Schauspielerin drängte zum Weitergehen und Froschmayr ließ es für den Augenblick bewenden.—— Und dann kam die Katastrophe mit dem Augenblick, da Frau Barbara Froschmayr ihren Gatten mit der jungen Dame erblickte. Sie sprach kein Wort, denn sie war eine tapfere Frau. Für alle Fälle aber hatte sie ihren Regenschirm mitgebracht, den zückte sie nun und schlug ihn zunächst einmal heftig auf den Biertisch, an dem Froschmayr mit seiner Begleitung saß. Die junge Schauspielerin wurde von den Mitgliedern ihres Theaters schnell in Sicherheit gebracht, und dann hagelte es auf Froschmayr hernieder, der sich vergeblich mit den Armen über den Kopf zu schützen versuchte. Zum Schluß nahm sie ihn beim Wickel und führte ihn im Triumph ab. Am nächsten Morgen stand er auf seinem Posten in der Maximilianstraße. Feierlich und gekränkt stand er da, und sein Blick erhellte sich erst wieder, als man ihm ein durch Sammlung zustandegekommenes Geldgeschenk überbrachte und den Fall seiner Frau gegenüber aufklärte. Er war ja nur der harmlosen Versuchung erlegen. Aber die Sache hat ihn doch gebessert. Er ist jetzt sehr zurückhaltend geworden und redet nirgends mehr herein. Denn er hält die ganze Liebe für faulen Schwindel. „Sie werden beschuldigt, auf der Jagd Ihren Freund angeschossen zu haben! Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung einzuwenden?" „Mein Freund hatte eine Hasenscharte.“ Ausrede „Ich kann mit Ihrem Patentschloß die Tür nicht öffnen." „Das ist ja eben das Patent.“ Schmiere „Ich habe alle Eier ausgekauft.“ „Warum?“ „Mein Mann spielt heute hier den Hamlet.“ Auskunft „Können Sie mir sagen, ob das der Mond oder die Sonne ist?“ „Nee, ich bin nicht von hier.“ Der unbekannte Hauptmann Gerhart Hauptmann, sehr zurückgezogen lebend, sucht sich auch, wenn er sich einmal Erholung gönnt, ängstlich vor„Popularität“ zu schützen und vermeidet es selbst, sich Post direkt nachschicken zu lassen. Als er einmal in Bozen weilte, erreichte ihn dennoch ein Brief, der adressiert war wie folgt:„Herrn Gerhart Hauptmann, zur Zeit Bozen, Tirol.“ Der Absender erhielt nach geraumer Zeit den Brief zurück mit dem postalischen Vermerk: „Beim Schützenregiment und 8. Division unbekannt. Hauptmann möglicherweise Familien= name. Darunter natürlich nicht zu ermitteln.“ □ 6 9 * „Nein, ich kann ihn nicht ausstehen. er hält sich für einen echten Scheich, weil er ägyptische Zigaretten raucht und wie ein Kamel tanzt!“ G d 0 Ve de um S St 11 fe Feauenwert ud fleim- das Kind Deutsehe Feauen- deutsche Aekeit Von Dr. Marga Garnich Deutsche Frauen, deutsche Arbeit— das klingt uns wie ein Teil eines vertrauten Liedes, stummt aber aus dem ungesungenen Volkslied von der sozialen Verbundenheit der deutschen Frau. Ist es für uns überhaupt noch vorstellbar, daß es Frauen gab, die völlig unberührt lebten von der ernsten Größe sozialer Zusammenhänge, die, wenn im geselligen Beisammensein einmal das Wort wirtschaftlichen und sozialen Problemen galt, sich schmollend langweilten und ihre männlichen Beschützer in Entzücken versetzten durch ihre völlige Unkenntnis der Sorgen und Freuden ihres Volkes. Solche Frauen drehten sich tagtäglich um sich selbst und ihre Schönheit und ihr Vergnügen und um die Gunst des Mannes, der ihnen Versorgung und Unterhaltung bedeutete. Wertvolle Frauen haben ein solches„bequemes“ Leben bestimmt nie als schönes Leben gewertet; ein natürlicher Instinkt weckte in ihnen das Verständnis für den Adel der Arbeit und das Glück der Volksverbundenheit, und sie suchten sich ein Betätigungsfeld auf dem Gebiete der Wohlfahrt oder auf anderen Arbeitsgebieten, die ihrer sozialen Einstellung innere Befriedigung gewährten. Daß die reaktionäre Form der alten„Wohltätigkeit" diese Arbeit unserem nationalsozialistischen Denken entfremdet, spricht nicht gegen den guten Willen, mit dem der bessere Teil der Frauen den Anschluß an die Volksgemeinschaft gesucht hat. Die anderen aber, die„reizend“ Lebensfremden und vom häßlichen Alltag nicht Berührten, zerrissen mit ihren zarten Händen alle Fäden, die deutsche Arbeit von Volksgenosse zu Volksgenosse spinnt. Diese„gnädigen Frauen“ waren es, die das sorgsam gekleidete, aber sorglos behandelte Hausmädchen nach seiner erhöhten Arbeitsleistung vor dem Empfang der Gäste, übermüdet durch viele Nachtstunden in der Küche wachen ließen, damit die Gäste heruntergeführt werden und ihr „Trinkgeld“ entrichten könnten, statt daß die Hausfrau selbst zu den großen Unkosten der Gastlichkeit noch die unbedeutende fügte, ihr Mädchen nach beendeter Bewirtung mit einer Sondervergütung einigermaßen rechtzeitig ins Bett zu schicken. Diese„gnädigen Frauen" betrachteten jeden Volksgenossen als ihren Feind, den sein Beruf zwang, ihnen etwas anzubieten und ihre„kostbare“ Zeit in Anspruch zu nehmen. Haben sie je die Existenz des Scherenschleifers überdacht, der sich kümmerlich von seinem Gewerbe nährt, den sie dringend regelmäßig im Haushalt brauchen könnten und den sie nicht in Anspruch nehmen und lieber mit stumpfen Messern am Brot herumsägen, weil es ihnen lästig ist, sich nach dem Scherenschleifer zu richten, wenn er gerade da ist und weil sie immer nur Zeit für ihre Messer und Scheren haben, wenn er gerade in einer anderen Gegend arbeitet. Oder wie ist das, wenn der Schornsteinfeger kommt, der Mann der Müllabfuhr, der Gasmann oder irgend ein Handwerker, der seit ein paar Tagen wegen irgend einer kleinen Reparatur bestellt ist? Sie kommen immer, wenn die Hausfrau gerade ausgehen will oder sich gerade für ein Viertelstündchen hingelegt hat. Sie stören immer, auch wenn sie sich vielleicht ganz genau überlegt haben, wenn sie recht kommen könnten. Wie sie siels keinnen teeitten Wo findet man einen Ehepartner? Ueberraschende Feststellungen einer Umfrage Von Dr. H. Humbert Vor einiger Zeit hat das Wiener Psychologen=Ehepaar Bühler eine Massenrundfrage bei 5000 Versuchspersonen zum Abschluß gebracht, welche lautete:„Wie haben Sie Ihre Frau(Ihren Mann) kennen gelernt?“ In dem Resultat dieser Heirats-Enquete sind also die einschlägigen Erlebnisse von Bürgern und Proletariern, von Landbevölkerung und Großstädtern, von anständigen und soliden Menschen wie auch — von eben entlassenen Sträflingen berücksichtigt. Voraussetzung war lediglich, daß die Befragten schon einmal(wenn nicht wiederholt) von dem jeweiligen Standesamt als„Verheirateter“ abgestempelt worden waren. An erster Stelle: die Jugendfreundschaft Merkwürdigerweise ergibt sich nun, daß der mitteleuropäische Mensch in Wirklichkeit viel konservativer und weniger sprunghaft ist(zumindest im Punkte der Ehe), als man bei dem sonstigen Bild des modernen Lebens annehmen sollte. Denn an erster Stelle und mit dem weitaus überwiegenden Satz von 28 Prozent aller Möglichkeiten des Sichkennen= und Liebenlernens stehen die Jugend= und Schulfreundschaften, die Begegnungen auf Hochschulen, in Abendkursen usw. Mit 14,6 Prozent an zweiter Stelle steht eine Ehechance, die womöglich noch gesitteter und vor allem kontrollierter ist als eine Jugendeselei, die ja in vielen Fällen eine sehr romantische Angelegenheit sein kann. Diese 14,6 Prozent vom Hundert lernen sich schlichtbürgerlich bei den Eltern oder Verwandten der einen oder anderen späteren Ehehälfte kennen. Hier wird es vermutlich keine Ueberraschungen geben! Die soziale Lage und Herkunft der jungen Leute wird mehr oder weniger die gleiche sein, über die Das sind die Gelegenheiten, bei denen sich die deutsche Frau ausweist durch die Rücksicht, die sie jedem arbeitenden Volksgenossen entgegenzubringen bereit ist. Ein freundliches Wort für den Menschen, den sein Beruf in unser Haus führt, der gute Wille, ihm entgegenkommend seine Arbeit zu erleichtern— Selbstverständlichkeiten für uns, Unmöglichkeiten für manche Püppchen von einst. Wenn sich bei diesen„Damen“ aber gar ein Reisender meldete, der Werber für eine Zeitschrift, die Propagandistin einer Industriefirma, deren Aufgabe in Hausbesuchen und hauswirtschaftlicher Aufklärung bestand? Denen ließ man natürlich durch das Personal die Tür vor der Nase zuschlagen! Denen schlägt man leider auch heute noch allzuoft die Tür vor der Nase zu! Viele Frauen müssen heute noch lernen— was jeder Nationalsozialistin selbstverständlich ist— Verständnis für jede Arbeit zu gewinnen und sie zu unterstützen, so gut es uns möglich ist. Wir müssen uns selbst und unsere Hausgenossen dazu erziehen, nicht verächtlich abweichend diesen Volksgenossen zu begegnen, sondern ihrer Arbeit das kleine Opfer an Zeit und Freundlichkeit zu bringen, das notwendig ist, ihr Angebot anzuhören oder es in einer Weise abzulehnen, die ihnen den Mut gibt, an weitere Türen zu klopfen. Beim Einkauf im Ladengeschäft, beim Umgang mit Lieferanten aller Art muß sich eine deutsche Frau klar sein über ihre Pflicht, deutsche Arbeit zu fördern durch Verständnis für den Arbeitenden und sein Werk, durch Ermunterung des Schaffenden, durch Pflege der sozialen Beziehungen, die ihr als Käuferin und Auftraggeberin anvertraut ist als hohe Aufgabe im Dienste nationalsozialistischer Wirtschaft und Volksgemeinschaft. Mein Ainen Küler.. — schnell fort mit dem Pickel! Man steht auf, wirft einen Blick in den Spiegel und ruft enttäuscht aus:„Ach, schon wieder ein Pickel!“ So ein winziges, kleines, wenn auch häßliches rotes Dings ist es nur, aber dennoch imstande, einem die gute Laune für den ganzen Tag zu verderben. Und gerade zum heutigen TeeNachmittag wollte man besonders gut aussehen und mit einem reinen, frischen Taint vorteilhaft auftreten! Wie schnell den Störenfried unsichtbar machen, denn verschwinden wird er ja erst nach gewisser Zeit? Also schnell eine dicke Puderschicht darüber, wenn möglich, diese sogar innerhalb mehrerer Stunden des öfteren wiederholen— sollte das wirklich die richtige Kur für das uns entstellende Uebel sein? Gewiß nicht, wir gehen dem Feind unserer Schönheit ganz anders zuleibe und versuchen damit zugleich, sein regelmäßiges Erscheinen ganz außer Kurs zu setzen: Das Wichtigste, Pickel und andere Unreinheiten unserer empfindlichen Gesichtshaut fernzuhalten, ist zunächst unsere peinliche Kontrolle über verschiedene Dinge. Das tägliche Hauttraining unserer besten Visitenkarte mit Hilfe von den beBauernpaar aus dem Schwarzwald materiellen Punkte(sprich Mitgift und Aussteuer), ist man sich auch recht bald klar. Wenn die Verbindung dann doch aus irgend welchen Gründen schief geht, dann ist gewiß nicht die Art der Annäherung daran schuld. Erst den dritten Platz nimmt eine Gelegenheit ein, von der man sich in jüngst vergangenen Zeiten eine weitaus beherrschendere Stellung einbilden würde. Nur 12,8 Prozent der jungen Eheleute lernen sich an ihrer Arbeitsstätte, in Büros, Läden, Fabrikhallen kennen und schätzen. Im allgemeinen handelt es sich um Ehen zwischen Gleichgestellten, höchstens daß dann und wann ein Abteilungsleiter an einer hübschen Untergebenen so sehr Gefallen findet, daß er sie zum Traualtar führt.— Liebessorgen während des Urlaubs Nummer Vier mit 10,3 Prozent— das sind die Eheaussichten, die sich in Geselligkeitsvereinen, in Schach= und anderen Sport= wie Vergnügungsklubs ergeben. In diese Kategorie fallen auch die Jahresfeste und Gründungsfeiern usw., die also auch ihr Teil zur„Ankurbelung“ der„Ehewirtschaft" beitragen. Keine ganz kleine Rolle spielen ferner die Ferienreisen ins Gebirge und an die See. Man ist für kürzere oder längere Zeit von allen beruflichen Sorgen frei, was ist menschlich verständlicher, als daß man sich sofort neue Liebessorgen verschafft. 8,9 Prozent im Kreise der 5000 Liebenden sind auf diese Art zu ihren Ehegefährten gekommen. Auch das ist eigentlich wieder ein Zeichen dafür, daß kleine Ferien= und Sommergeschichten durchaus nicht in der Regel vergessen und abgetan sind, wie es manche Kritiker des sozialen Lebens von heute gern wahrhaben möchten. An sechster Stelle stehen die Bekanntschaften und künftigen Ehen, die im weitesten Sinne des Wortes„auf künstlerischer Basis“ geschlossen werden. Es handelt sich da, mit 8,1 Prozent, zum Teil um aktive Teilnahme(etwa im Chorverein, bei Sängerfesten usw.) oder auch um die Möglichkeit des Sichfindens in Theatern oder Konzerten. Am stärksten wird da wohl die heute recht beliebte „Tonfilmbekanntschaft“ in Betracht kommen— aber da ist es freilich manchmal zweifelhaft, ob man noch von einer„künstlerischen Basis“ sprechen darf. Das moderne Leben ist so gehetzt und verlangt so viel von fast jedem Menschen, daß es kaum genug Sanatorien und Erholungsheime gibt, um die Gesundheit der Arbeitenden wieder herzustellen. Doch auch der Zustand der Rekonvaleszenz scheint, wie jeder Ferienaufenthalt und jede Vergnügungsreise, dem Sichverlieben und im Anschluß daran Sichverheiraten besonders förderlich zu sein. 7,2 Prozent der behandelten Fälle haben, wenn schon nicht die Krankenpflegerin, so doch das weibliche Wesen geheiratet, welches ihnen in dieser kritischen Lebensepoche eventuell als„Mitleidende“ nahe war. Die„seltenen“ Gelegenheiten... Und wie steht es mit den diversen Junggesellenabenden, den Witwenbällen, Witwenfeiern usw., die von einem erfinderischen Gastgewerbestand aufs Tapet gebracht wurden? Nur 7 Prozent unserer Fälle haben sich in öffentlichen und allgemein zugänglichen Tanz= und Vergnügungslokalen kennen und nicht nur als Tanzpartner lieben gelernt. Nummer 9 und 10 unserer Liste: das sind die„ganz zufälligen Begegnungen“ mit 2,5 Prozent(ob es sich nun um plötzliche Regengüsse,„wirklich verlorene“ Handschuhe und Taschentücher, Straßenunfälle usw. handelt), und am allerschlechtesten schneidet die Ehemöglichkeit des gewöhnlichen„Ansprechens" und„Nachsteigens“ ab. Nur 30 Leute von unseren 5000 oder 0,6 Prozent sind auf diese Weise fürs Leben glücklich geworden. Masvotte Man findet sie eigentlich nicht oft. Häufig kann man in der Straßenbahn, in Lokalen oder in Parkanlagen erleben, daß irgend ein Fremwährten chemischen Mitteln haben wir regelmäßig vorgenommen, haben wir aber; leicht bei Ausübung desselben nicht schon gesn und dem Pickel allerhand Gründe seiner Dasein berechtigung gegeben? Wie waren unsere bei unserer eigenen kosmetischen Gesichtsbeha lung beschaffen? Hatten wir sie vorher gründ gereinigt, ehe wir mit der Auftragung des### mes und den leichten Massagestrichen beganng Eigentlich ist das so selbstverständlich— aber rade die selbstverständlichsten Dinge vergessen hier und da— in Ausnahmefällen! Waren vielleicht unvorsichtig mit dem ganz sauberen sichtstuch oder dem Wattebäuschchen, das nicht erneuerten, so daß wir auf das zu gende Gesicht Keimträger brachten, die empfindlichen Stellen nur zu leicht aufgriffen — Oder hatten wir überhaupt übersehen, das sicht vor dem Schlafengehen an einigen Aben zu säubern? Das rächt sich nun, und auch die nährungscreme, die wir nächträglich als verst nende Behandlung anwendeten, nützt nichts im Gegenteil. Wehe aber, wenn aus dem einen Pickel lich zwei, drei und mehr entstanden sind! dann ist die Selbstbehandlung oft schlud. Mitd Fingern an dem Pickel herumzudrücken und dadurch— ohne daß man das selbst will beobachtet— auf gesunde Stellen des Gesch zu übertragen, muß wirklich unterbleiben. betupfe zunächst den Pickel und seinen enge Umkreis allein mit einem guten Kampferwast das man zur Säuberung und Entfettung Morgen benutzt, werfe ausdrücklich die dazu brauchte Watte fort, bedecke vielleicht den Pia noch mit einer medizinischen Zinkpaste und dann erst an die Generalsäuberung des Gesichte Auf diese Weise verhindert man wenigstens Vermehrung des unliebsamen Dinges eigene Schuld. Dabei sei gleich gesagt, daß Ueberfettung bei der Einreibung des Cremes nau so vermieden werden muß, wie eine zu se lose Behandlung bei Teints, die Fettnahrung! nötigen. Jedenfalls soll die Säuberung am M gen mit dem Einklopfen eines Gesichtswasse ebenso befolgt werden. Wir hatten aber saubere Hände, wir haben gar das Abschminkpapier, das viel hygienisch als das Tuch und die Watte ist und jedes fortgeworfen wird, benutzt, wir haben auch Pickel nicht übertragen— und doch entstand mehrere der kleinen Häßlichkeiten daraus! nun?— Wir kontrollieren unsere Kost einmal licher und regeln die pünktliche und gründlit Verdanung. Obst, Gemüse und geeignetes nehmen wir bei unseren Mahlzeiten ein, üb mäßiges Fleisch wird für eine Weile ausgeschall Wir gehen viel an die frische Frühlingsluft, es regnet, so nützt das sogar unserem Teint. turnen 10 Minuten des morgens und holen paar kräftige, recht tiefe Atemzüge am offen Fenster— die regelmäßige Pflege unseres sichtes lassen wir uns unter unserer eigenen trolle angelegen sein und siehe da— eines ges ist kein Pickel mehr zu sehen! Sybil. Wir sollten lernen, die Grundwerte fren Besucher in einigen Augenblicken zu erfasse Das Vorzimmer, das jeder passieren muß, der Verstand. Des Herzens warmes Ampel! soll es durchwärmen. der ungeniert Fragen stellt, als wäre er Staatsanwalt oder Untersuchungsrichter aber, daß er, was fast noch schlimmer ist, fragt seine intimsten Angelegenheiten auszut men beginnt. Nichts wirkt auf einen gebildeten, fein empfl denden Menschen abstoßender, als wenn ein den er erst vor wenigen Augenblicken kenn lernte, seine privaten, geschäftlichen, vergan nen, gegenwärtigen und zukünftigen Angelege heiten vorzutragen anfängt Es ist das nicht taktlos, sondern auch zudringlich, es wirkt n nur abstoßend, weil es eine Respektlosigkeit der natürlichen Interessensphäre des Nächt darstellt, der das nun notgedrungen anhor muß, obwohl es ihm im Innersten langweilt. ist auch aus dem Grunde im höchsten Grade rückschreckend, weil der unfreiwillige Zuhörer nerlich darauf gefaßt ist, um einen Rat, Hilfeleistung oder eine geschäftliche Gefällige gebeten zu werden. Nur die richtige Dosis von Zurückhaltung Distanz nämlich kann Freundschaften und schäftliche Verbindungen dauernd gestalten. die Zurückhaltung des einen oder des anden Partners fehlt, wird das Vertrauen im ander zweifellos untergraben. Es ist Sache des Talt der Beherrschung und der guten Erziehnr## nau zu empfinden, wie weit man in den lungen über die eigene Person gehen darf. i für die meisten Menschen ist es ebenso essant wie unangenehm, von intimen Angeles heiten anderer unfreiwillig Kenntnis zu langen. Man sagt den Frauen nach, daß sie zu und Geschwätz neigen. Die Frau von heun mit ihrer Selbstdisziplin und Selbsterziehung gelernt und erreicht. Sie weiß, daß Mensc die den Tratsch lieben, entweder innerlich“ und unausgefüllt, oder aber indiskret=neu### sind. 4.15: Von Hamburg Hasenkonzert. Das( läute vom Bremer T ral:„Wachet auf. ru Stimme. 8.15—8.25: Zeit. Wet richten. 3.00: Evangelische M aus der Kirche in Niederrhein. 1.45: Kammermusik. R (Violine), Egbert Gr vier). 10.45: Aus Dors Morgenfeier.„Bei ziskanern in Dorsten Von deutscher Kunst. 1.30: Von Leipzig: dung: Bach=Kantate dem Herrn ein neue 00: Uebertrag. aus T Fliegermusik. Mitw Reichsorchester des Luftsports. Leit.: Ger direktor Fliegerkapit Schulz=Dornburg. Blasmusik. In der Pause: 13.00: ter. Glückwünsche— an alle. II. Sinfonische Must 100—14.45: Zur Un Die fröhlichen Fünf. 5.00: Karl Petry: pflanzen im deutsch. i5: Eltern und Kin Schulte: Die Musik i schen Familie. 40: Bauernfunk. A nenzüchter! Auch fördert neues Baue .00: Kinderstunde.( eine alte deutsche 500 Jahren. Hörspie Vollmann. ##5: Nachmittagskor Kleine Orchester, Le Eysoldt. 30: Wir sagen den nat an. #.00: Von Münster: des 7. Armeekorvs Eine Gedächtnisstun iere westfälische ReSvortvorbericht 15: Das Paradie Peri. Oratorium timmen. Chor un von Robert Schum wirkende: Das Gro des Reichssenders Lammexchor des R Köln. Leitung: Jo Solisten: Kläre 5 pran), Maria Do pran), Hildeg. Hen beinz Ludwig Kor Franz Legrand(Te Strienz(Baß). 30—0.30: Vom sender: Tanzmusik Hans Bund. EUTSCHLAN 00: Stunde der S ##05: Uebertragung tervorhersage. 10: Sperrzeit. .00: Carl Ludwig beie der Demut“ Käte Graber.) ##5: Deutscher S richt. Reichssendun tns Leipzig: Herrn ein neues Li für zwei Chörea Jch. Seb. Bach. #om Thomanerche Lomaskantor Pro Staude. Ro0: Glückwünsch 1%14.00: Musik Ausführende: Mu: Tlleßerlandesgrupr heitung von M P#5. Zeitzeichen de Seewarte. Kacten! lustigen gamina und #'0 ne erheite giie zusehen. ###üft wird. Passierte da #Kdireuter Eisem Kölr ##n ließ Chemie zu gie er zum B tallinische #### nicht. w ließ fragend an omals mit bniane wie ilion un leckerigen EICHSSENDER KÖLN Programm v. 29. 4. bis 2. 5. haben wir aben wir aber vi# n nicht schon geset ünde seiner Daseinparen unsere schen Gesichtsbehan sie vorher gründ Auftragung des## gestrichen begama ständlich— aber Dinge vergessen efällen! Waren m ganz sauberen säuschchen, das auf das zu rei brachten, die zu leicht aufgriffen pt übersehen, das an einigen Abend sun, und auch die chträglich als ver ten, nützt nichts SeKHe m einen Pickel itstanden sind! goft schlud. 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Strienz(Baß). 30—0.30: Vom Deutschlandender: Tanzmusik der Kapelle bans Bund. ildeten, fein empft er, als wenn ein Augenblicken kenn häftlichen, vergan ünftigen Angelege Es ist das nicht! iglich, es wirkt n Respektlosigkeit“ phäre des Näch tgedrungen anhör iersten langweilt. n höchsten Grade eiwillige Zuhörer im einen Rat, häftliche Gefälligt in Zurückhaltung eundschaften und uernd gestalten. en oder des ander sertrauen im ander ist Sache des guten Erziehung. t man in den“ son gehen darf. 2 st es ebenso un n intimen Angeles EUTSCHLANSENDER 90: Stunde der Scholle. #5: Uebertragung Berlin: Wettervorhersage. 10. Sperrzeit. 00: Carl Ludwig Löhe:„Ge####e der Demut“.(Sprecher Käte Graber.) ####5: Deutscher Seewetterbericht. : Reichssendung: Uebertrakung Leipzig:„Singet dem Herrn ein neues Lied“. Motette f zwei Chöre a capella von #ch. Seb. Bach. Ausgeführt „Im Thomanerchor. Leitung: Ihomaskantor Prof. D. Dr. Karl Straube. D: Glückwünsche. 10—14.00: Musik zum Mittag. Ausführende: Musikkorps der legerlandesgruppe XVI unter „itung von Musikzugführer Wollf. 25 Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. GLEICHBLEIBENDE TAGESEINTEILUNG z.15: Von Hamburg: Bremer Hasenkonzert. Das Große Geläute vom Bremer Dom. Choral:„Wachet auf, ruft uns die Stimme. 8.15—8.25: Zeit. Wetter, Nachrichten. s.0o: Evangelische Morgenfeier aus der Kirche in Homberg= Niederrhein. 3.45: Kammermusik. Rudi Rhein (Violine), Egbert Grave(Klavier). 6.00—10.45: Aus Dorsten: Kath. Morgenseier.„Bei den Franziskanern in Dorsten". 1.00: Von deutscher Art und Kunst. 1.30: Von Leipzig: Reichssendung: Bach=Kantate.„Singet dem Herrn ein neues Lied". 200: Uebertrag. aus Wuppertal: Fliegermusik. Mitwirk.: Das Reichsorchester des deutschen Luftsports. Leit.: Generalmusikdirektor Fliegerkapitän Rudolf Schulz=Dornburg. I. Frühe Blasmusik. in der Pause: 13.00: Zeit. Wetter. Glückwünsche— Ein Wort an alle. II. Sinfonische Musik. 100—14.45: Zur Unterhaltung. Die fröhlichen Fünf. .00: Karl Petry: Frühlingspflanzen im deutsch. Volkstum. i5: Eltern und Kinder. Hans Schulte: Die Musik in der deutschen Familie. 40: Bauernfunk. Werdet Bienenzüchter! Auch der Imker fördert neues Bauerntum. .00: Kinderstunde. Gang durch eine alte deutsche Stadt vor 500 Jahren. Hörspiel von Otto Vollmann. 45: Nachmittagskonzert. Das Kleine Orchester. Leitung: Leo Eysoldt. .30: Wir sagen den neuen Monat an. 6.00 Morgenruf 6.05 Frühkonzert 6.30 Leibesübungen 6.50 Zeit. Wetter. Nachrichten 7.00 Wiederbolung des Morgenrufs. anschl. Morgenkonzert 8.00 Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen zum Tanz. ZeKIINE 8.05 Gymnastik für Frauen 8.20—8.30 Für die Frau 10.00 Zeit. Wetter. Nachrichten 11.30 Funkwerbung 12.00 Unterbaltungskonzert 12.45 Mittagsmeldungen I. Glückwünsche 13.00 Mittagskonzert 15.30 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Nachmittagskonzert 18.50 Wirtschaftsmeldungen 19.00 Abendmusik 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten 22.20 Unterhaltungsmusik auf Schallvlatten 14.00: Kinderliedersingen. Leitung: Emmi Goedel. 14.30: Kinderfunkspiele: Der Fischer und seine Frau. 15.05: Eine Viertelstunde Schach. 15.20: Stunde des Landes:„Der Pflug geht wieder übers Land“. 16.00: Uebertragung Leipzig: Nachmittagskonzert. Aus komischen Opern. Leipziger Sinfonieorchester. Dirigent: Hilmar Weber 17.00: Urlaubsgemeinschaften reisen durch Deutschland. Zwiegespräch. 17.15: Unterhaltungsmusik. 17.25: Unterhaltungsmusik. 17.50: Plautermann meint. 18.20: Fortsetzung cer Unterhaltungsmusik. 18.50:„Amsel, Drossel, Fink und Star“. Eine heitere Frühlingshörfolge aus der Vogelwelt. 19.50: Sport des Sonntags 20.00: Fröhlicher Sonntagabend. 22.00: Wetter-, Tages- u. Sportnachrichten. 22.45: Deutscher Seewetterbericht. 23.00—0.30: Hans Bund spielt 21.30: 546. Mai=Abendfest in Bochum. Ein Hörbericht von einem uralten Brauch. Sprecher: Probst(Aufnahme). 22.00: Von Berlin: Nachrichten. Anschließend, gegen 22.20: Von Berlin: Hörberichte vom Empfang der Arbeiterdelegationen zum 1. Mai 1934. Anschließend: Von Berlin: Blasmusik. Anschließ.: 5 Min. Umschaltvause. Reichssenders Hamburg. 23.45: Reichssendung: 0.45: Uebertragung vom Brocken von der Hitler-Jugendfeier mit einer Ansprache des Reichsjugendführers Baldur v. Schirach. A-ee 23.45—1.00: Von Hamburg: Walvurgisfeier am Hexentanzplatz. Uebertragung vom Brocken. Maiseier der Hitlerjugend. DEUTSCHLANSENDER 8.20—8.30: Für die Frau. Kläre Meichsner:„Was kochen wir diese Woche?“ 10.10: Musikalischer Schulfunk für Schüler vom 10. Lebensjahre an.„Fröhliche Maienzeit". Chor des Kölner Städt. Waisenhauses 2. Leiter: Gustav Feger. 10.50: Wir und die Welt. Rich. Heinemeyer:„Was brachte der Sportsonntag?" Josef Schlaf:„Maibräuche in Westdeutschland".(Ein Bericht mit Schallvlatten.) 12.00: Unterhaltungskonzert. Die fröhlichen Fünf. 13.00: Mittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester. Leitung: Wilhelm Keiver. 14.45: Schlachtviehmarktberichte. 15.10: Studienassessor Hans Bartmann: Verständnislose Behandlung der Kinderreichen i. alten System. 15.50: Stimme der Zeit. 16.00: Von Stuttgart: Nachmittagskonzert. Das Rundfunkorchester, Leit.: Otto Seyfert. Solist: Rudolf Müller=Chapvius(Klavier). 17.00: Goswin P. Gath: Alter. Glaube und Brauch um die Walpurgsnacht. 17.15: Vesperkonzert. Mitwirk.: Marga Bäuml(Gitarre). Hermann Hagestedt(Violine). Peter Busbach(Viola). Hans Porthun(Flöte), Liesel Keller (Sopran), Hans Haaß(Klav.). 18.00: Jugendstunde. Jugend treibt Sport. Leitung: Hans Jacob Reinarz. 18.20: Französische Unterhaltung. 18.40: Vom Tage. 19.00: Abendmusik. Die fröhlichen Fünf und das Schrammelquartett des R. K. Marga Bäuml (Gitarre). Walter Vogt(Violine). Willi Breuer(Violine), Willi Jansen(Akkordeon). 20.15: Vom Deutschlandsender: Reichssend.: Stunde d. Nation. „Münchener Geiselmorde". 20.45: Kammermusik. Paul Müller(Violine), Walter Wielsch (Klavier). 21.05: Dichter des ganzen Volkes. Wilhelm Schäfer erzählt zwei Anekdoten vom alten Blücher. 9.00: Berufs- und Fachschulfunk: Streifzüge durch die Wirtschaftsgebiete des rheinischen Schiefergebirges. 9.40: Max Prells:„Das Warenhaus zur Freude“. 10.00: Neueste Nachrichten. 10.10: Werkstunde. Photolehrgang „Die Kamera hilft bei volkskundlichen Arbeiten“. 10.50: Körperliche Erziehung. 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: Lied am Vormittag. Komponisten der Gegenwart: Paul Richter. 11.50: Die Reichsschule des deutschen Arbeitsdienstes.: Otto Lancelle. 12.00: Wetterbericht für die Landwirtschaft, anschließend Glückwunsche. 12.10: Virtuose Klavier- u. Violinmusik(Schallplatten). Anschließend Wiederholung des Wetterberichtes für die Landwirtschaft. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: Sperrzeit. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Rund um den Frühling. (Schallplatten.) 15.00: Wetter- und Börsenberichte. 15.15: Mütter und Kinder besprechen eine Wanderfahrt. 15.40: Werkstunde für die Jugend. 16.00: Uebertragung Stuttgart: Nachmittagskonzert. 1700: Bücherstunde: Bilder aus der europäischen Landschaft. 17.15: Reichsbahn und Reise 17.45: Lieder nach Texten von Joseph Goebbels. Gesang: Rosalind von Schirach. 18.25: Rösselsprung durch deutsches Land. 18.55: Das Gedicht: anschließend Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19.00: Wunschkonzert auf Schallplatten. 20.00: Kernspruch. Anschließend Kurznachrichten des Drahtlosen Dienstes. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation. Münchener Geiselmorde. Kurzhörspiel von Werner Plücker(Aufnahme). 20.45: Trio in G-dur(Joseph Haydn). 21.00:„Stein, gib Brot—!“ Eine Funkballade von Alfred Karrasch. Musik: Walter Gronostay. Spielleitung: Gerd Fricke. 22.00: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.30: Helft den deutschen Jugendherbergen 22.45: Deutscher Seewetterbericht. 23.00: Uebertragung Hamburg: Bekannte Unterhaltungsmusik. Wer kennt sie? Leitung: Gerhard Maaß. Das Orchester des 9.00: Vom Deutschlandsender: Reichssendung: Hörbericht von der Kundgebung der Berliner Schuljugend im Lustgarten. Anschließend gegen 10.00: Von Köln: Hörbericht vom Festzug deutschen Volks= und Brauchtums. Sprecher: Probst. Und: Bunte Volksmusik. 11.30: Von Berlin; Reichssendung: Die Welt der Arbeit. 2000 Meter über und unter der Erde, eine Sinngebung und Deutung der Arbeit durch den Arbeiter und Dichter. 12.00: Von Berlin; Reichssendung: Uebertragung aus dem Kongreßsaal der Reichskanzlei. Hörbericht vom Empfang der Arbeiterabordnungen in der Reichskanzlei. Anschließend: Vom Deutschlandsender: Reichssend.: Die nationalsozialistischen Lieder. Ausführende: Der Schul= und HIFunk: Der SA=Chor Berlin, unter Leitung von Lothar Gruenberg: Der Musikzug der 15. SS=Standarte unter Leitung v. Obertruppführer Paul Hellmann. Anschließend gegen 13.00: Von Köln: Mittagskonzert. Das Große Orchester. Leitung: Dr. Wilhelm Buschkötter. 14.00: Vom Deutschlandsender: Reichssendung: Uebertragung vom Festakt der Reichskulturkammer in der Staatsover Berlin. Anschließend: Vom Deutschlandsender: Orchesterkonzert. Ausführende: Das Orchester des Deutschlandsenders. Leit.: Edwin Lindner: Der Musikzug der 15. SS=Standarte. Anschließ.: Von Berlin: Reichssendung: Hörbericht vom Aufmarsch vom Tempelhoferfeld. Anschließend: 16.00: Von Berlin: Reichssendung: Uebertragung vom Staatsakt auf dem Temvelhoferfeld. Anschließ.: 5 Min. Sendevause. Gegen 17.35: Von Köln:„Feierstunde der arbeitenden Frau". Einführung: Intendant Dr. Glasmeier. 18.15: Vom Deutschlandsender: Reichssendung: Zeitsatire von Orvheus dem Zwoten. Mai 1913— Mai 1934. 19.00: Reichssendung: Abendnachrichten. 19.15: Vom Deutschlandsender: Reichssend.: Schlußkundgebung aus dem Lustgarten in Berlin. 20.00—1.15: Ringsendung d. deutschen Rundfunks: 20.00: Vom Deutschlandsender: Von der Zugspitze bis Helgoland u. Pillau(Ostvreußen). 20.30: Von Frankfurt: Uebertragung v. Festabend der I. G. Farben in Höchst. 21.00: von Berlin: Uebertragung v. Festabend der BVG. 21.30: Von Berlinz Zweite Abendnachrichten. 21.45: Von Breslau: Uebertragung vom Abendfest der Belegschaft d. Delbrück=Grube aus Hindenburg=Gleiwitz. 22.15: Von Stuttgart: Uebertragung von den Veranstaltungen der Mercedes=BenzWerke in Untertürkheim und der Zevpelin=Bauwerke in Friedrichshafen. 22.45: Von Köln. Uebertragung aus Essen vom Abendfest der Kruppwerke. 23.15: Von Hamburg: Uebertragung von der Veranstaltung der Continental=Werke in Hannover. 23.45: Von Leipzig: Uebertragung v. Festabend der ZeißWerke in Jena. 0.15: Von München: Uebertragung von der Veranstaltung der Wagner=Brauerei. 0.45—1.15; Von Königsberg: Uebertragung von der Abendveranstaltung: Tanzmusik aus der Schichauwerft in Elbing. 1.15—3.00: Von Köln: Kehraus. Leo Eysoldt m. sein. Orchester und allerhand Ueberraschungen. DEUTSCHLANSENDER 9.00: Reichssendung: Hörbericht und Uebertragung der Kundgebung der Berliner Schuljugend im Lustgarten. 10.00: Uebertragung Berlin: Hörbericht vom Festzug„Deutsches Volks- und Brauchtum“. 10.30: Frühlingsmusik. Das Notstands- Orchester Bezirksamt Tiergarten. Leitung: Werner Heidrich 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: Reichssendung:„Die Welt der Arbeit“. 2000 Meter über und unter der Erde. 12.00: Reichssendung: Uebertragung aus dem Kongreßsaal der Reichskanzlei. Hörbericht vom Empfang der ArbeiterAbordnungen in der Reichskanzlei. 12.40: Reichssendung: Die nationalsozialistischen Lieder. 13.15: Sperrzeit. 14.00: Reichssendung: Hörbericht und Uebertragung vom Festakt der Reichskulturkammer in der Staatsoper. 15.00: Reichssendung Tänze und Märsche. Musikzug der 15. SS-Standarte. Leitung: SSObertruppführer Paul Hellmann. Orchester des Deutschlandsenders. Leitung: Edwin Lindner. 15.50: Reichssendung: Hörbericht vom Aufmarsch zum Tempelhofer Feld. 16.00: Reichssendung: Hörbericht und Uebertragung vom Staatsakt auf dem Tempelhofer Feld. 17.30: Funkstille. 17.35: Musik am Nachmittag. SAChor Berlin. Leitung: Lothar Grünberg. Musikzug der 15. SS-Standarte. Leitung: Obertruppführer Paul Hellmann. 18.00:„Die Arbeiterfrau“ 18.30: Musik, am Nachmittag (Fortsetzung). 19.00; Reichssendung:„Der Mai ist gekommen“. Eine Hörfolge von Orpheus dem Zwoten. Musik: Johannes Müller. 19.45: Reichssendung: Abendnachrichten. 20.00: Reichs-Ringsendung. 22.45—23.00: Deutscher Seewetterbericht. 0.30: Sperrzeit. 1.15: Nachtmusik. ENEEE Kurhaus Bad Aachen. Dar Aachener Streich=Orchester. Lei tung Kavellmeister W. Joti 15.10: Herm. Waterkamp(Presse chei der Stadt Duisburg) Da neue dreußische Gemeinde=Ver fassungs=Gesetz. 15.50: Stimme der Zeit. 16.00: Von Hamburg: Nachmit tags=Konzert. Gestalten audeutschen Märchenovern. Le tung: Adolf Secker. Mitwir“ Erna Kroll=Lange. Gertrus Schnitzer. Eva Schlee. Ot### Stadelmeier. Bernh. Jaksch; (Gesang). Das Orchester des Reichssenders Hamburg. 17.00: Die Welt im Buch.„Ein Mann verwirkl. einen Traum 17.15: Vesverkonzert. Mitwirk Hubert Mengelbier— Walte: Beißel(zwei Klaviere). So listin: Maria Schaeben(Alt Begleitung: Franz Bernbard: 18.00: Arbeitsbeschaffungsfront Professor Schöberl:: Nutzbar machung der Elektrizität in Großküchenanlagen. 18.20: Deutsch für Deutsche. 18.40: Vom Tage. 19.00: Abendmusik. Das Große Orchester. Leitung: Dr. Wil helm Buschkötter. 20.10; Von Frankfurt: Unsere Saar— Den Weg frei zur Verständigung. 20.30; Feierabend. Unterhaltung in Wort und Ton. 22.20: Stivpvisite(Aufnahme). 22.40—0.30: Von Königsberg: Unterhaltungs= und Tanzmusik Das Kleine Funkorchester. Leitung: Eugen Wilcken: Tanzkapelle: Erich Boerschel. DEUTSCHLANSENDER 8.20—8.30: Für die Frau. Stephy Binder:„Wie komme ich billig zu schönen Teppichen?" 10.10: Wir und die Welt. Prof. Dr. Walter Bombe. 11.45: Bauernfunk. Am Bienennenstock. Uebertragung aus der Lehr= und Versuchsanstalt für Bienenzucht bei der Landesbauernschaft Münster. 12.00: Unterhaltungskonzert auf Schallvlatten. Lustig und fidel. 13.00—14.45: Mittags=Konzert. Uebertragung aus dem neuen 10.00: Neueste Nachrichten. 10.10: Deutsche Volksmusik: Unsere Militärmusik 10.50: Fröhlicher Kindergarten 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: Stunde der Hausfrau. 11.45: Funkstille. 12.00: Wetterbericht für die Landwirtschaft; anschließen Glückwünsche. 12.10: Mittagskonzert(Schallplatten). Anschließend Wiederholung des Wetterberichts für die Landwirtschaft. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: Sperrzeit. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Unterhaltunge- Konzert (Schallplatten). 15.00: Wetter- u. Börsenberichte 15.15: Zeitschriftenschau. 15.40s Erziehungstragen. Ein Sportarzt wandert mit der Jugend. 16.00: Uebetragung Breslau: Nachmittagskonzert der Funkkapelle. Leitung: Gerh. Ew Rischka. 17.00: Aus alten Domen und Schatzkammern 17.20:„Laßt uns singen, laßt uns springen". Volksmusik und Tanzlieder aus deutschen Gauen. 18.25; Maiglöckchen. 19.30: Mit dem Deutschlandsender nach Italien. Italienischer Sprachunterricht für Anfänger 20.00: Kernepruch. Anschließene Kurznachrichten des Drahtlosen Dienstes. 20.10: Reichssendung: Uebertragung Frankfurt:„Unsere Saar — Den Weg frei zur Verständigung. 20.30: Uebertragung München: Musikalisches Feuerwerk. 21.00: Uebertragung Köln: Gemischtsendung. 22.00: Wetter-, Tages- u. Sportnachrichten. 22.30: Viertelstunde Funktechnik 22.45: Deutscher Seewetterbericht. 23.00: Uebertragung aus dem Festsaal des Clou. 0.30: Sperrzeit. 1.15: Fortsetzung der Uebertra□o gung aus dem Clou. Sramen-Schwänke 84, lustigen Geschichten und Schnurren um die Anina und ihre Nöte sind garnicht zu zählen. se ne erheitern immer wieder diejenigen, die von “% dusehen, wenn einer auf Herz und Nieren sbruft wird. keanierte da dem bekannten Balneologen ProfesINolteuter das folgende köstliche Geschichtchen Kölreuter im Alter fast ganz taub ge X’Len, ließ er es sich nicht nehmen, immer noch Lehemie zu prüfen. Bei einem solchen Eramen man; zum Bestimmen einem Prüfling eine kleine ##tinische Stange vor. Der Herr Kandidat sicht, was für ein Kristall er vor sich hatte Peuter ließ ihn an dem Kristall lecken und sah ##tagend an:„Na?...“ Ließ den Kandidaten nals mit der Zunge prüfen... und nochmals m##isto wiederum. Bis die übrige Prüfungs K½on unruhig wurde und einer der Herren eeckerigen Kandidaten entsetzt zurief:„Lassen Sie das Lecken sein. Die Stange ist ja schwer giftig—— Zyanquecksilber, Der Prüfling war geistesgegenwärtig. Als er feststellte, daß Professor Kölreuter den Zwischenruf nicht gehört hatte, schrie er Kölreuter ins taube Ohr:„Es ist Zyanquecksilber.“ Der Jüngling bestand mit Auszeichnung. In Tübingen stieg ein gereistes Semester ins Eramen. Der prüsende Herr Professor schloß aus dem stattlichen Leibesumsang und den Schmissen des Kandidaten, daß dieser sich nicht ausschließlich und nur den Wissenschaften geopfert habe. Der Herr Professor liebte diesen Tyv des Studenten nicht. So stellte er immer kniffligere Fragen an den vor Examensnot schwitzenden Kandidaten. der aber trotz seines Bierbäuchleins in seinen Wissenschaften gut beschlagen und auch nicht auf den Mund gefallen war. Plötzlich fragte der Professor:„Wer war die Großmutter des heiligen Augustinus?“ Frech und gottesfürchtig fragte der Kandidat zurück: „Meinen der Herr Prosessor väterlicher= oder mütterlicherseits.“ Der Professor gab sich geschlagen. Er fragte nicht weiter. Noch eine Examensgeschichte. Es war am Darmstädter Gymnasium. Drei Schmerzenskinder der Oberprima hatten gerade noch die Reisenrüfung bestanden. Eigentlich unverdientermaßen und gegen jedes vennale Naturgesetz, meinte der Konrektor Storck. „Sie sind alle drei Schafsköpfe. Sie werden niemals die Reiseprüfung bestehen,“ hatte der Lateinoroiessor schon vorher getobt.„Was wollen Sie denn eigentlich werden?" fragte der Klassengewaltige den einen der drei: „Chemiker Darauf der Altphilologe mit dem ganzen Hohn seiner ehrwürdigen Wissenschaft:„Dummkopf. was ist denn das...?“— In allen drei„Dummköpfen“ hatten sich jedoch die Herren Professoren geirrt. Der. der Chemiker werden wollte, hieß Justus v. Liebig und wurde zum Vater der modernen Chemie und der Bahnbrecher intensiver landwirtschaftlicher Bodenaus nutzung. Der andere der drei hoffnungslosen „Dummkövse" hieß Gervinus: er wurde ein Geschichtsgelehrter von Weltruf. Der dritte im Bunde war Kauv. der berühmte Naturforscher und wissenschaftliche Gegner Darwins. So hat das Leben bessere Zeugnisse geschrieben als das hohr Gymnasialkollegium zu Darmstadt Dr. A. Unerhörte Frage „Sie trinken ja ein Starkbier nach dem andern. Herr Salvermoser!“ „Freili! Wie sonst denn? Trinken Sie etwa zwei auf einmal?" Das sclawedisekee Königsmärchen das Aleuteuer Beeiadette Neubearbeitet von Dr. Heinz Hungerland tik getaucht. Der Gascogner und die Bajadere Der melancholische schwedische Dichterprinz Wilhelm, der frühere Gemahl der russischen Prinzessin Maria, die in Paris einen Modesalon führt und Aufsehen durch die Veröffentlichung ihrer Erinnerungen erweckte, besuchte kürzlich das ärmliche Geburtshaus seines Urgroßvaters Bernadotte in Pau an den Ufern der Gave und gab nach seiner Rückkehr in schwedischen Blättern eine Schilderung seiner Eindrücke und Forschungen— das Lebensbild des einfachen Gaseogners, der vom Advokatenschreiber und Stiefelputzer zu einem nordischen Königsthron aufstieg, erscheint durch diese neuerlichen Zutaten noch wilder bewegt und in eine fast beispiellose Roman(Die Schriftleitung.) Jean Baptist Bernadotte, am 26. Januar 1763 als Sohn eines armen Rechtsanwaltsgehilfen zu Pau in Südfrankreich geboren, begann nach Verlassen der Schule selbst als Advokatenschreiber seine Laufbahn. Einige Zeit weilte er als Postillon auf Korsika. Damals wurde ihm von einem Korporal der Marinebrigade, dem Sohn einer Zigeunerin, gewahrsagt, er werde einst eine Krone tragen. Im Jahre 1780 trat er in das französische Heer ein, und bald nach seiner Ausbildung wurde er mit seiner Truppe nach Indien gesandt. Im Juni 1783 landete der Unteroffizier Bernadotte auf Befehl des Admirals. De Suffrein mit seinen Marinesoldaten bei Cuddadore in Vorderindien. Die Stadt wurde von einem englisch=hannoverschen Heere belagert. Bernadotte war mit seinen Leuten im Europäerviertol untergebracht worden. Während des langweiligen heißen Sommers hatte der heißblütige Gascogner ein gefährliches Liebesabenteuer, das er später geleugnet haben soll. Eines Abend folgte er der Einladung des Gesandten eines indischen Fürsten, die sich vom Gouverneur bis auf das Unteroffizierkorps erstreckte, zu einem prunkenden Feste, das alle Lockungen des Orients bot. U. a. traten Bauchtänzerinnen auf. Einer der schlanken Schönen, Gulbaden, d. h.„die mit den rosigen Gliedern", spendete der leicht entflammte Sergeant besonderen Beifall. Sie dankte mit glutvollem Blicke und ließ bei ihrem Abtreten einen Jasminstrauß von ihrer Brust zu seinen Füßen niederfallen. Am folgenden Tage bringt eine alte Frau ihm eine Botschaft von der Tänzerin, die ihn zu einem Stelldichein um Mitternacht bittet. Am Abend des Tages kündet ihm sein Oberst baldige Beförderung an und ersuchte ihn, die Pläne des Feindes zu erkunden. Lächelnd fügt er hinzu, daß in dieser Hinsicht durch die Liebe eines Weibes oft viel zu erreichen sei. Er spielte auf das Benehmen der Bajadere an, das ihm nicht verborgen geblieben war. Jalsche Brillantknöpfe Jalsche Auskünfte Die Bajadere indessen war eine Verräterin. die den Franzosen nur ausgehorcht und ihm falsche Auskünfte gegeben hatte. Das Unternehmen der Franzosen am frühen Morgen des 27. Juni mißglückte völlig; zu ihrer größten Ueberraschung fanden sie den Feind sorgfältig vorbereitet auf den Ueberfall. Vernadotte kämpfte in verzweifelter Wut. Beim Ringen mit einem riesenhaften eingeborenen unteroffizier glitt er in einer Blutlache aus, empfing eine schwere Wunde und lag lange bewußtlos auf der Walstatt. Der Ausfall wurde mit großen Verlusten zurückgeschlagen und die Franzosen hinter die Mauern der„Festung zurückgeworfen. Der Oberst des hannoverschen Regiments v. Wangenheim ging gerade über das Schlachtfeld, als er Zeuge wurde, wie ein eingeborener Soldat einem schwerverwundeten französischen Sergeanten mitleidig den Todesstoß versetzen wollte. Er verhinderte dies, und durch sein schnelles Eingreifen und die Sorgfalt des hannoverschen Regimentsarztes wurde der junge hübsche Franzose, der kein anderer als Bernadotte war, vor den ungeschickten Händen der eenglischen Feldscherer bewahrt und dem Leben wiedergegeben. Eines Tages, als er auf seinem Schmerzenslager der Genesung entgegendämmerte, wurde ein eingeborener Unteroffizier Faldzin zu ihm eingelassen, derselbe, der ihn überwältigt hatte. Zu seinem Erstaunen ergab es sich, daß es der Bruder der Tänzerin war, zu deren hennagefärbten Füßen er liebeglühend gelegen hatte. Grußlos und barsch schleuderte er Bernadottes Geschenk, die Westenknöpfe, auf das Lager des Sergeanten, eröffnete ihm roh, daß er nicht der Bruder, sondern der Geliebte der Tänzerin sei, die sich für falsche Edelsteine bedanke. Mit frechem Grinsen schilderte er ihm, wie er durch beide überlistet worden sei. Wahnsinnig vor Wut wollte Bernadotte aufspringen und ihn töten, aber zu schwach sank er auf sein Lager zurück. Er zeichnete die Erlebnisse in einem Büchlein auf, das er später, angewidert von seiner eigenen Torheit, in den Fluß warf, denn er besaß neben vielen bewunderungswerten Zügen auch die charakteristische Eigenschaft seiner Landsleute, unangenehme Wahrheiten zu mißachten und zu verschweigen. Die Blätter aber wurden durch Zufall am Strande wieder aufgefunden und kamen in die Hand einer englischen Schriftstellerin, die den Inhalt veröffentlichte. und Uniformreinigen u. a. Obliegenheiten für diesen. Er wußte sich bei seinem Gönner so in Gunst zu setzen, daß er bald, als er heimwehkrank um seine Entlassung bat, gegen einen Engländer ausgetauscht wurde. Wieder in das Heer seines Landes eingereiht, zeichnete er sich vor allem in den Kämpfen der Jahre 1792 und 1793 vorteilhaft aus. Im letztgenannten Jahre schrieb er übrigens einmal,„er wünsche der Republik zu dienen, der einzigen Regierungsform, die er billige.“ Im Jahre 1794 wurde der tüchtige Offizier zum Divisionsgeneral ernannt. In dieser Eigenschaft kämpfte er 1796 in Deutschland und 1797 unter Bonaparte in Italien. 1799 wurde er vom Direktorium zum Kriegsminister und 1804 zum Marschall von Frankreich erhoben. Selten verlor er eine Schlacht, niemals Vertrauen und Anhänglichkeit seiner Soldaten. Wiedersehen mit seinem Lebensretter In das Jahr 1804 fällt das erste Wiedersehen Bernadottes mit seinem Retter Wangenheim. Der Marschall war als Statthalter nach Hannover gesandt worden und legte dem vom Feinde schon hart mitgenommenen Lande abermals schwere Kontributionen auf. Da erschien v. Wangenheim, der damals die Stellung eines kalenbergischen Landrates innehatte, an der Spitze des Landeskollegiums vor ihm, um des Landes Not zu gen und um Schonung zu bitten. Das Erstaunen des Landrates läßt sich denken, als der Marschall sich zu erkennen gab und jener sich seinem ehemaligen Burschen gegenüber sah. Bernadotte behandelte seinen Lebensretter in freundlichster Weise und versprach nach Kräften Abhilfe zu schaffen. Bald darauf— im Jahre 1805— wurde Bernadotte von Napoleon zum Fürsten von Pontecorvo ernannt, denn er hatte viel dazu beigetragen, bei Ulm und Austerlitz eine günstige Entscheidung herbeizuführen. Nach der Schlacht bei Jena verfolgte er Blücher bis nach Lübeck und zwang ihn zur Uebergabe. Unter den Gefangenen befanden sich auch 1500 Schweden, gegen die Bernadotte sich so teilnehmend zeigte, daß Karl XIII. von Schweden auf ihn aufmerksam wurde. Vom Stiefelputzer zum Marschall Thronfolger und Schwedenkönig Der Oberst von Wangenheim nahm den Genesenen in seinen persönlichen Dienst. Als Dieser, der ohne Leibeserben geblieben war und Bernadottes Tüchtigkeit hinlänglich kannte, schickte im Juni 1810 den Leutnant des UpplandBursche besorgte er pflichtgetreu, voller Dank= regiments, Carl Otto Körner, zu ihm mit der barkeit gegen seinen Retter, das Stiefelputzen] Anfrage, ob er gegebenen Falles geneigt sei, Augellagte: Weltaussteltung Die Botin holt Bernadotte gegen Mittemnacht ab. Sie gelangen vor ein Haus, aus dem Saitenklänge und Jasmindüfte dringen. Auf das flache Dach geführt, bietet sich seinen Augen ein berückendes Bild. Im Mondenlichte lehnt Gulbaden in den Pfühlen eines Ruhebettes, in der Hand die Laute, gehüllt in ein golddurchwirktes Gazegewand. Sie begrüßt ihn in gebrochenem Französisch und lädt ihn zu Sorbett und anderen Leckereien ein. Bernadotte ist entzückt. Er fragt die Geliebte, ob ihr englische Soldaten bekannt seien. Sie erwidert, sie habe darunter einen Bruder, der bei den bengalischen Sepoys stehe und unwürdig behandelt alles zum Schaden seiner Offiziere tun werde. Bernadottes Besuche wiederholen sich. Er erfährt gegen klingenden Lohn, daß die Engländer zurzeit weniger wachsam seien, Unzufriedenheit unter den Truppen herrsche und die Sepoys auf Verrat sännen; ein schlauer Feind könne jetzt Glück haben. Bernadotte fühlt sich seinem Ziele, Marschall von Frankreich zu werden, näher. Er schenkt der Tänzerin die einzigen Juwelen die er besitzt, das Geschenk einer Dame aus Marseille, Westenknöpfe mit falschen Steinen, die sie anscheinend für echt hält. Der Sergeant überbringt die Ergebnisse seiner Nachforschungen seinem Kommandeur. Ein Ausfall für die Nacht wird beschlossen. Aber Bernadotte kann am Abend beim Abschiednehmen von der Geliebten deren Fragen nicht widerstehen und deutet ihr traurig an, daß es gegen Morgen noch zum Kampfe kommen und er sie vielleicht nicht wiedersehen werde. Millionenprezesse in Chicago— Die unbekannte Seuche auf der Weltausstellung— Vierzig Tote erheben Anklage Von F. O'Brien Die Weltausstellung von Chikago 1933, das „Wunder" des Jahrhunderts, ist für dieses Jahr verlängert worden. Der ungeheure Erfolg, der sich in Millionenbesuchern ausdrückt, hat die Organisatoren eine Fortsetzung erhoffen lassen. Allenthalben locken bunte Plakate—„Waren Sie schon in Chikago?“—„Sie versäumen das größte Erlebnis Ihres Lebens, wenn Sie sich nicht an unserer billigen Gemeinschaftsreise zur Weltausstellung beteiligen“—„Wir bringen Sie im Auto von Ihrem Haus nach Chikago und zurück“— und wie die erfindungsreichen Propagandachefs der Reise=Unternehmen sich sonst noch ausdrücken mögen— aber der Erfolg ist keineswegs entsprechend. Ja, es macht sich vielmehr eine gewisse Scheu vor Chikago bemerkbar— und daran sind diesmal nicht die beliebten Verbrecher der„schwarzen Stadt“ schuld—. Das Gespenst der Weltausstellung— Man munkelt vielmehr von einem„Gespenst“ Bekannt wurde es durch einen Arzt, Dr. C. Boren, der mit seiner Gattin im Vorjahr die Ausstellung besuchte und für die Dauer seines Aufenthalts im Kongreß=Hotel wohnte. Nach wenigen Tagen erkrankte Frau Dr. Boren, kurz darauf auch ihr Gatte. Sie lagen mit hohem Fieber im Hotel und die zugezogenen Aerzte mußten sich auf Kopfschütteln, unverständliche lateinische Bezeichnungen und den Rat beschränken, Stadt und Weltausstellung so rasch als möglich zu verlassen. Das war leichter gesagt als getan. Das unbekannte Leiden hinterließ so schwere körperliche Schwächen und Schädigungen, daß Dr. Boren und seine Frau erst nach Wochen Chikago verlassen konnten, um einen monatelangen Kuraufenthalt in einem Bad zu nehmen. Völlig geheilt sind beide noch nicht. Die Anklage gegen die Stadt Nach Newyork zurückgekehrt, richtete Dr. Boren sofort eine Klage gegen das Kongreß=Hotel, das unter staatlicher Verwaltung und städtischer Oberaufsicht steht. Es ist also sozusagen eine „Staatsklage". Der Kläger verlangt für sich und seine Frau wegen der Gesundheitsschädigung auf Lebenszeit eine Entschädigung von 600000 Dollar. Der Prozeß hatte kaum begonnen, als ein ganzes Heer von weiteren Klägern auftrat—. die Krone Schwedens anzunehmen. Nach gem Bescheid wählten ihn dann in demsel Jahre die schwedischen Stände zum Thronzol Allerdings ist hinzuzufügen, daß der König der Hoffnung hingab, durch seine Adoption u Napoleons Hilfe Finnland wieder zu erwerk Etwas Selbstsucht spielte jedenfalls mit da## sowohl von Karls XIII. wie von NapolenSeite, der natürlich auch die Hand im Sp## hatte. Man erzählt nämlich, Bernadotte habe Dese## Clary aus Marseille, die verlassene Geliebte### poleons, der ja Frauen gegenüber wenig gefühl und Gewissenhaftigkeit zeigte, auf dese Wunsch geheiratet. Um nun dieser gegenühe der er einst in einer Schäferstunde eine Kron## versprochen hatte, sein Wort einzulösen und gewissermaßen zu rehabilitieren, habe der Kan die Wahl seines Marschalls zum schwedisch Thronfolger betrieben. Nach einer anderen Ueberlieferung soll## nadotte schon 1789 um die Hand dieser geworben haben und von ihrem Vater,### reichen Kaufherrn, schroff aus dem Hause gen# sen worden sein. Bernadotte, der als Thronfolger den Nan Karl Johann angenommen hatte, übernahm 181 den Oberbefehl über die Nordarmee der ge### Frankreich verbündeten Mächte, bei welcher### legenheit er durch sein zauderndes, zweideutig Verhalten in den Verdacht der Verräterei gen# Nach der Völkerschlacht bei Leipzig wandte sich nach Norden und erlangte von Dänemark Kieler Frieden die Abtretung Norwegens. Im Jahre 1818 bestieg er als Karl XI Schwedens Thron. Seine Regierung war segen reich für sein Volk. Seinen Retter vergaß auch auf dem Thron nicht, sondern lud ihn nei# dessen Angehörigen häufig zu sich nach Stockhol ein. Dann plauderte er in leutseliger Weise: den zusammen verlebten Tagen, ohne je in scher Scham die Stellung, die er bei dem Obsten v. Wangenheim eingenommen hatte, zu leugnen. Er starb am 8. März 1844. die erste Aufnat Krot Akihito T bird mit diesem Bild veigt. Die Aufnahr issen Geburt in ganz egangen wurde, ist vo ssiziell der Weltore U Der Sinn der Ein Art Aus alter Weet Der Abgeordneten Zähmung Ein originelles Mittel zur Beruhigung tob der Parlamentarier wird jetzt in Spanien du geführt. Man bringt im Sitzungssaal eine Glocke an, die auch den stärksten Stimmenlä übertönt. Man erwartet, daß die Herren Volt vertreter dieser Trommelfellmassage nicht stan halten und von selbst den Saal verlassen.— wird dann die„Würde des Hauses“ gewahrt. Flöhe verursachen Erdbeben Die Geologen werden diese Behauptung streiten; aber die heidnischen Bewohner Kamtschatka glauben fest daran. Nach ih Ueberlieferung fährt nämlich der Höllengott mit einem Hundeschlitten in der Unterwelt um. Wenn der Zughund einmal stehen bleibt: sich die lästigen Flöhe abschüttelt, erzittert Erde, ein Erdbeben ist da. Hunderte von Erkrankten— 40 Tote! Erst jetzt stellte es sich heraus, daß— was Stadt und Weltausstellung ängstlich verschwie gen hatten— zur Zeit der Ausstellung eine schwere Seuche in Chikago grassierte. Hunderte von Besuchern und Bewohnern der Stadt Chikago waren davon befallen worden. Unglücklicherweise forderte die Epidemie auch Todesopfer— vierzig an der Zahl! Selbstverständlich hatte Chikago kein größeres Interesse, als so schnell wie möglich den Krankheitserreger feststellen zu lassen, um Vorbeugungsmaßnahmen und Heilungsmethoden zu ergreifen. Ein Heer von Aerzten wurde, unter dem Versprechen größter Diskretion, aus allen Teilen des Landes angefordert. Man entdeckte, daß es sich bei der Seuche um eine neuartige, sehr gefährliche Art der Ruhrerkrankung handelte. Den eigenen Tod auf Jahre vorhergesagt Am 15. April starb in Serajewo ein alter! namens Sakir Tuzlo, der ein ausgezeichnet Kenner des Koran war. Der Tod dieses Mannhat in der ganzen Gegend mächtiges Aufseh erregt. Sakir Tuzlo hatte nämlich schon wa einigen Jahren sich einen Grabstein herstel lassen, auf dem er damals schon den 15. Ap 1934 als Todestag einmeißeln ließ. Tatsächlich er an diesem Datum jetzt eines natürlichen terstodes gestorben. der„Völkische Beo lrtikel des Reichsmis sinn der deutschen nter anderem: Die lten Stils mehr, son ationalsozial undenheit. An sicht Klassen und Ste ationalsozialisten, fahnen Adolf Hitler: eutschen Reiches sin bettbewerb der nati ahre verkündete A weimal vier Jahren lgen.— Ein Jahr ers aus! Voll Stolz en, daß dieses ei ind der Not und 0 inde der Hoffnung ung, der außenpolit menpolitischen Unsi eit, der Ordnung, di ens gemacht hat.! er nationale Feiert im Zeichen der lingen werde, die uchtbare Erbe der en. Das wird aber eist des Nationalst sie sieghafte Kraft mze deutsche Volk er deutschen Maife sraft der Idee Adr solke und der ganze nerschütterlichen W bege friedlicher Arl rtzuschreiten bis zi Das lettisch Brihwa Seme“ nin Sowjetunion 0 sückt seine Unzufrisowjetunion diesen ihme der baltischen Schuld der Nationalgerichte? Kaum war der Erreger festgestellt, als man versuchte, ihn zu bekämpfen. Wie war er nach Chikago gekommen? Die meisten glaubten, eine Veränderung des Wassers auf Grund der starken klimatischen Störungen in jener Zeit dafür verantwortlich machen zu können. Andere neigten zu der Annahme, daß die zahllosen Fremden, die Japaner und Chinesen, die Eingeborenen aus Afrika und die Indianer, trotz der Gesundheitspolizei den Erreger mitgebracht hätten— und sei es auch nur in ihren Ausstellungsobjekten. Da die Weltausstellung Sorge getragen hatte, daß jede Nationalität durch eigene Küchen mit ihrer heimischen Kost und ihren Nationalgerichten beköstigt wurde, und da es ein beliebter Sport der Ausstellungsbesucher war, jeden Tag in einer anderen„Landesküche“ zu essen, so war die Möglichkeit größter Verbreitung gegeben. Der Weltrekord der Ehrlichkeit In den Vereinigten Staaten spricht augenblicklich viel von einem— dem Namen. nicht bekannten— Manne, für den die An rikaner den Titel des ehrlichsten Menschen Welt in Anspruch nehmen. Die Polizeibehör von New Jersey bekam dieser Tage ein Son ben ohne Unterschrift, in dem der Absender m teilte, er habe in der vorhergehenden Nacht rote Licht einer Verkehrsampel nicht beachtet. er in Eile gewesen sei, habe er gegen die 2 kehrsvorschrift eine Straße gekreuzt. Anliese überreiche er, da er sein Gewissen nicht mit en Gesetzesübertretung belasten wolle, einen in der Höhe des Polizeimandates, das er halten hätte, wenn ein Polizist in der Nähe wesen wäre. Sollte dieser ehrlichste Mensch der Welt leicht eine Erfindung der Verkehrspolize leuchtendes Beispiel sein, das die Autofah zur freudigen Nachahmung reizen soll? 05 S S Millionen=Klagen So bricht ein Sturm von Klagen über der Stadt, die unter einem Defizit der Weltausstellung seufzt, zusammen. Man rechnet, daß die geforderten Entschädigungen viele Millionen betragen werden und sieht den Ausgang der Angelegenheit noch nicht. Daher mühen sie sich umsonst, die fröhlichen, bunten Reklamen mit ihren Lockrufen:„Sie versäumen das größte Erlebnis Ihres Lebens, wenn Sie nicht Chikago und die Weltausstellung besuchen!“ Von einer Pinie erschlagen Eine Hirtin aus der Gegend von neyon. Calabria hatte ihre drei Kinder unter eine hundertjährige Pinie gesetzt, während sie 1 Herde beaussichtigte. Plötzlich sah sie, daß wohl schon morsche Baum umstürzte Kinder unter sich begrub. Zwei der Klei# waren sofort tot, das dritte wurde schwer beith Erbschaft im Rauchfang Hinter der Verschlußklappe eines Schortstt fand in Staßfurt ein Schornsteinfeger# Geldbetrag von 21570 Mark, allerdings, ½ kriegsgeld. Ein kürzlich verstorbener wurde als der ehemalige Besitzer de. n# festgestellt. Die Erbin, die Tochter, hat aber1 eine Summe von 315 Mark erhalten, P##### sich um Vorkriegsgeld handelte. Vor F#### flation war das Geld auch im Schornstem sicher gewesen! Mensch und er michoste: #l.e 7. blank ihm soge hmen. Nach dann in demsel e zum Thr daß der Könligs seine Adoption u jieder zu erwerhe denfalls mit dasel sie von Napoleen# e Hand im Svz adotte habe Destlassene Geliebte enüber wenig Zeu it zeigte, auf dessen n dieser gegenühe erstunde eine einzulösen und ren, habe der Kais s zum schwedisch rlieferung soll Hand dieser Da### ihrem Vater, is dem Hause ger## nfolger den Ran atte, übernahm 18 ordarmee der geg chte, bei welcher erndes, zweideutig der Verräterei ger i Leipzig wandte te von Dänemark ing Norwegens. er als Karl XI egierung war segen in Retter vergaß ondern lud ihn neu u sich nach Stockhol leutseliger Weise agen, ohne je in die er bei dem Ob ommen hatte, zu die erste Aufnahme des sapanischen Krouprinzen Der andere Starhemberg Starhemberg über die Stellung Oesterreichs im deuischen Volk BRO S a. a M Akihito Tungu no Miva bird mit diesem Bild zum erstenmal der Welt neigt. Die Aufnahme des künftigen Mikados. sen Geburt in ganz Japan mit großen Feiern egangen wurde, ist von der japanischen Regierung siziell der Weltpresse zur Verfügung gestellt worden. * Weet n Zähmung ir Beruhigung tob itzt in Spanien du itzungssaal eine gro ärksten Stimmenlä aß die Herren Volillmassage nicht stan Saal verlassen.— Hauses“ gewahrt. n Erdbeben diese Behauptung schen Bewohner daran. Nach ih ch der Höllengott# in der Unterwelt nmal stehen bleibt chüttelt, erzittert Jahre vorhergesagt erajewo ein alter: er ein ausgezeichnet er Tod dieses Mann d mächtiges Aufseh tte nämlich schon# i Grabstein herstell s schon den 15. Ap zeln ließ. Tatsächlich eines natürlichen der Ehrlichkeit Staaten spricht em— dem Namenn ne, für den die An rlichsten Menschen n. Die Polizeihehor dieser Tage ein dem der Absender m hergehenden Nachtd mpel nicht beachtet. abe er gegen die ße gekreuzt. Anliese) bewissen nicht mite en wolle, einen mandates, das er solizist in der Nähe! Mensch der Welt der Verkehrspolizei# , d a s d i e A u t o f a h r ia reizen soll? tie erschlagen Gegend von Reggl Kinder unter eine#### setzt, während sie 1 ötzlich sah sie, um umstürzte und tb. Zwei der Klette wurde schwer verls Der Sinn der deutschen Maifeier Ein Artikel Dr. Fricks der„Völkische Beobachter“ veröffentlicht einen lrtikel des Reichsministers Dr. Frick über den kinn der deutschen Maifeier. Darin heißt es inter anderem: Die Maifeier ist kein Volksfest lten Stils mehr, sondern eine Kundgebung sationalsozialistischer Volksverundenheit. An diesem Tage marschieren sicht Klassen und Stände, sondern nur Deutsche, sationalsozialisten, Volksgenossen hinter den fahnen Adolf Hitlers, die heute die Zeichen des eutschen Reiches sind, alle geeint im friedlichen Pettbewerb der nationalen Arbeit. Vor einem ihre verkündete Adolf Hitler den Plan, in weimal vier Jahren die Not des Volkes auszuslgen.— Ein Jahr nachher sieht das Reich aners aus! Voll Stolz und Ruhe darf man heute ogen, daß dieses eine Jahr aus dem Deutschund der Not und Erwerbslosigkeit, aus einem ande der Hoffnungslosigkeit und der Zerrütsing, der außenpolitischen Isolierung und der nenpolitischen Unsicherheit ein Reich der Areit, der Ordnung, des Aufbaues und des Frieens gemacht hat. Die deutsche Maifeier 1934, #r nationale Feiertag der Arbeit, steht mit secht im Zeichen der frohen Sicherheit, daß es klingen werde, die Not unserer Tage und das srchtbare Erbe der Nachkriegszeit zu überwinen. Das wird aber nur möglich sein, wenn der seist des Nationalsozialismus, der Glaube an sie sieghafte Kraft der Volksgemeinschaft das inze deutsche Volk erfüllt. Das ist der Sinn er deutschen Maifeier, daß sie die Größe und sraft der Idee Adolf Hitlers dem deutschen kolle und der ganzen Welt zeige und damit den verschütterlichen Willen kundgebe, auf dem bege friedlicher Arbeit zu Freiheit und Brot rtzuschreiten bis zum Siege! Das lettische Bauernbund=Blatt brihwa Seme“ nimmt zu dem Garantievorschlag l Sowjetunion an Deutschland Stellung und sückt seine Unzufriedenheit darüber aus, daß die kowjetunion diesen Schritt ohne Wissen und Teilsihme der baltischen Staaten eingeleitet habe. Auf Einladung des Heimatschutzes hielt der Bundesführer der Heimwehren, Starhemberg, eine große Rede, in der er sich hauptsächlich mit der Stellung Oesterreichs im deutschen Volke befaßte. In der Diplomatenloge bemerkte man den italienischen Gesandten Prezosi. Bundeskanzler Dollfuß, Vizekanzler Fey und eine Reihe von Ministern nahmen an der Kundgebung teil Starhemberg führte unter anderem aus: Am 1. Mai tritt eine neue Verfassung Oesterreichs in Kraft. Damit bekommt der neue österreichische Staat einen neuen einheitlichen Guß Wesentlich ist, daß jetzt der neue Oesterreicher sich zur Geltung bringt. Oesterreich war immer hundertprozentig deutsch. Oesterreichisch sein heißt deutsch sein. Ein wirklich österreichischer Staat wird immer ein ganz und gar deutscher Staat sein. Das deutsche Oesterreich hat deutsche Aufgaben zu erfüllen. Ein deutsches Oesterreich muß zum entscheidenden Faktor der gesamtdeutschen Entwicklung werden. Dies ist die Hauptfrage der Zukunft. Es wäre ungesund und unmöglich, ein Oesterreich zu denken, das im Gegensatz zu dem ihm durch Natur, Blut und Rasse eng verbundenen gesamtdeutschen Volke steht. Die österreichischen Aufgaben liegen in der engsten Schicksalsgemeinschaft mit den großen heutschen Aufgaben. Das österreichische deutsche Volk hat besondere deutsche Aufgaben im Donauraum zu erfüllen. Daher ist es die Pflicht des deutschen und des österreichischen Volkes gegenüber Blut und Rasse, den Blick freizuhalten für die großen historischen Aufgaben und Ziele der Zukunft, die sich für die gesamtdeutsche Entwicklung bieten. Oesterreich muß deutsch sein als ein selbständiges deutsches Oesterreich, muß eine eigene österreichische Führung haben, nicht aus lokalem Patriotismus heraus, sondern um wirklich gesamtdeutsche Politik im Donauraum treiben zu können. Die unselige Kluft zwischen Deutschland und Oesterreich beruht weniger auf gewissen Ereignissen der letzten Wochen und Monate, sondern uralte Verschiedenheiten in der Auffassung der deutschen nationalen Begriffe des deutschen Pflichtenkreises sind wieder wach geworden. Hierin besteht vielfach eine andere Auffassung als im Norden Deutschlands. In vergangenen Jahrhunderten sind zum Nachteil des Gesamtdeutschtums diese Gegensätze oft zu Tage getreten, haben selbst zum Kampf um die Vormacht mit der Waffengewalt geführt. Der große Aufstieg der deutschen Nation wird jetzt beginnen. Die Zeit ist nicht allzu fern wo man auch jenseits der österreichischen Grenzen erkennen wird, daß das deutsche Oestereich deutsch ist und die österreichische Auffassung des Deutschtums einen Platz in der gesamtdeutschen Entwicklung hat. Daß diese Zeit nicht mehr allzu fern liegt, kann bereits aus verschiedenen Dingen geschlossen werden. Die übertriebene und teils materialistische Auslegung des Begriffes„national“ muß überwunden werden. Ueberall in Europa setzen sich die faschistischen Ideen durch. Auf der Grundlage des faschistischen Gedankens ist die Verständigung der europäischen Völker möglich geworden. Jedes Volk hat seine weltpolitische Sendung zu erfüllen. Das, was die alte österreichisch=ungarische Monarchie verkörpert hat, muß jetzt durch ein System gegenseitiger vernünftig geregelter Beziehungen wieder entstehen. In dem AugenDer kampf gegen den„blanken haus“ MMMMARRARRR Brss 44 Neulandgewinnung an der deutschen Nordseeküste Mensch und Meer stehen von jeher im Kampf gegeneinandet. Einst konnte der Mensch nur mit #ttivsten Mitteln gegen seinen Widersacher angehen und sich nur mühsam vor diesem Feind Das Meer blieb Sieger. Jetzt jedoch ru ar man mit den modernsten Hilfsmitteln der Tech„blanken Hans“, wie das Meer von den Küstenbewohnern genannt wird. zu Leibe und geint ihm sogar in zähem Kampfe Neuland ab. blick, wo das deutsche Oesterreich in einer solchen Gruppierung den entscheidenden Einfluß ausüben kann, wird Oesterreich in der Lage sein, die gesamtdeutschen Aufgaben im Donauraum zu erfüllen und dem Gesamtdeutschtum zu dienen. Aber es sei die besondere Aufgabe des Heimatschutzes, gerade die verhetzten marxistischen Arbeiter für das Vaterland zu gewinnen. Der neue österreichische Staat müsse ein sozialer Staat sein. Das Endziel sei erst erreicht, wenn die Ideen des Heimatschutzes Gesamteigentum der österreichischen Nation geworden seien. Franz Ferdinand sprach Große Habsburger=Versammlung in Wiener=Neustadt In Wiener=Neustadt fand am Donnerstag eine große monarchistische Versammlung statt, an der alle Habsburger teilnahmen, die augenblicklich in Oesterreich leben. Herzog Max von Hohenberg, der Sohn des ermordeten Thronfolgers Franz Ferdinand, hielt die Hauptrede. Während der Versammlung wurde eine Gasbombe geworfen Bei der Beerdigung eines früheren Schutzhäftlings. der im Innsbrucker Krankenhause an den Folgen einer Magenoperation gestorben war, sang die Menge am offenen Grabe das Horst=Wessel=Lied Zahlreiche Arbeiter zogen aus der Umgebung von Gmunden unter dem Ruse„Heil Hitler“ in Linz ein. Die Fensterscheiben der Villa des Bürgermeisters wurden eingeworfen. Die Polizei ging mit dem Gummiknüppel gegen die Demonstranten vor. An der Mühlkreisbahn bei Wien ist ein Sprengstoffanschlag verübt worden, wodurch das Geländer der über den Fluß führenden Brücke beschädigt wurde. Nach. Wiener Pressemeldungen ist die einheitliche Zusammenfassung des gesamten Sportwesens unter Leitung des Fürsten Starhemberg geplant. Die Regierung hofft dadurch einen entscheidenden Einfluß auf die Sportverbände ausüben zu können. Einweihung der Reichsführerinnenschule des B9m. in Potsdam Im Rahmen einer schlichten Feierstunde wurde Freitag nachmittag die Reichsführerinnenschule des B2M. in Potsdam durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach eingeweiht. Neben den Ehrengästen, Ministerialrat Usadel vom Reichsinnenministerium, Regierungspräsident Dr. Fromm, Bürgermeister Dr. Dehms und anderen nahmen zahlreiche Obergau= und Gauverbandsführerinnen des B9M. aus dem ganzen Reich und viele Führer der Hitlerjugend an dem Weiheakt teil. Ihren Dank an den Reichsjugendführer für die Errichtung der Reichsführerinnenschule verband die Leiterin der Frauenschule Martha Heß, mit dem Versprechen, die Schule in seinem Sinne und im Sinne des Führers zu leiten. Reichsjugendführer Baldur von Schirach weihte nach einer kurzen Rede die Schule dem Führer Adolf Hitler. Oeffentlicher Verkauf des Festabzeichens zum 1. Mai hat begonnen Mit dem Freitag hat im ganzen Reich der öffentliche Vertrieb des Festabzeichens zum Nationalfeiertag des deutschen Volkes begonnen. Die Plakette hat in allen Bevölkerungskreisen außerordentlichen Anklang gefunden, da sie gerade von den schaffenden deutschen Volksgenossen als ihr Denkmal der Arbeit angesehen wird und als Mittel der Arbeitsbeschaffung Tausenden von deutschen Volksgenossen Arbeit und Brot gegeben hat. Jeder einzelne bekundet seine Verbundenheit mit dem Arbeiter, der Stirn und der Faust durch das Tragen des Festabzeichens. Der Verkaufspreis für das Abzeichen ist für das ganze Reich auf 20 Pfennig festgesetzt. Eine Riesentorte im Kindergarten der Ausstellung„Deutsches Volk— „Deutsche Arbeit“ Im Freigelände der Ausstellung„Deutsches Volk— Deutsche Arbeit“ hat der Gau Berlin der NS=Volkswohlfahrt einen Kindergarten eingerichtet, in dem Ausstellungsbesucher ihre Kinder unter Aufsicht von geschulten Kindergärtnerinnen in Verwahrung geben können. Den kleinen Besuchern wird am Sonnabendnachmittag eine besondere Freude bereitet werden. Sie werden sich an einer Riesentorte von über einem halben Zentner Gewicht und fast einem Meter Durchmesser, die der Führer von seinem Geburtstagstisch der RS=Volkswohlfahrt zur Verfügung gestellt hat, gütlich tun können, und es ist nur zu hoffen, daß sich die kleinen Mägen der ihnen gestellten Aufgabe gewachsen zeigen. Bei einer faschistischen Versammlung in Plymouth(England) kam es zu einer schweren Schlägerei. Vier Personen wurden erheblich verletzt. In Degerloch bei Stuttgart fuhr ein betrunkener Kraftwagenführer in rasender Fahrt in eine entgegenkommende etwa 60 Mann starke SS.=Kolonne Dabei wurden zwei SS.=Männer schwer verletzt. Ermächligungsgesetz in Oesterreich Die Regierung wird dem am Montag zusammentretenden Nationalrat ein Ermächtigungsgesetz zur Annahme vorlegen, nach dem alle Rechte des Parlaments auf die Regierung über: gehen. Das Ermächtigungsgesetz, das ein besonderes Verfassungsgesetz ist, besteht aus vier Artikeln, von denen der erste die Bestimmungen der bisherigen Verfassung aufhebt, wonach jede Gesamtänderung der Bundesverfassung einer Abstimmung des gesamten Bundesvolkes zu unterziehen ist. Die neue österreichische Bundesverfassung wird dem Nationalrat am Montag in Form einer Notverordnung vorliegen. Die Unterzeichnung des Konkordats mit dem Vatikan ist gleichfalls auf den 1. Mai festgesetzt worden. In dem Ermächtigungsgesetz wird der Bundespräsident beauftragt, das Konkordat mit dem Vatikan zu ratifizieren. Erweiterung der Befugnisse des französischen Staatspräsidenten? Der Verfassungsausschuß der französischen Kammer hat am Freitag mit 21 gegen 3 Stimmen einen Antrag angenommen, wonach in Zukunft die Kammer vom Staatspräsidenten aufgelöst werden kann, ohne daß dazu die Genehmigung des Senats notwendig ist. Ein Zusatzantrag, wonach der Auflösungserlaß vom Ministerpräsidenten gegengezeichnet werden müßte, wurde abgelehnt. Die Mehrheit des Ausschusses war der Ansicht, daß der Staatspräsident niemals einen so wichtigen Beschluß fassen würde, ohne sich vorher mit dem Ministerpräsidenten verständigt zu haben. Wieder ein großer Dorfbrand Nachdem erst vor kurzer Zeit das Dorf Mosz= czenice von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht worden war, der 72 Anwesen zum Opfer fielen, wird jetzt ein neues großes Feuer aus der Wojewodschaft Kielce gemeldet. Diesmal handelt es sich um das gleichfalls bei Saybusch gelegene Dorf Strzyrawa, wo ein Brand wütete, der elf Anwesen einäscherte. Soweit bisher bekannt, sind Menschenleben nicht zu Schaden gekommen. Aus Moszczenice wird noch ergänzend gemeldet, daß außer den vier Dorfbewohnern, die in den Flammen umgekommen sind, weitere zwölf Personen vermißt werden. Es wird angenommen, daß sie in den Wäldern umherirren. 400 haustiere von Buffalo-Mücken getötet Wie aus Little Rock(Arkansas) gemeldet wird sind dort plötzlich riesige Schwärme, die schwarzen Walken gleichen, von„Buffalo=Mücken“ aufgetreten, die unter den Viehbeständen großen Schaden anrichteten. Die Tiere, die Stechmücken ähnlich sind, haben durch ihre Stiche in einem Umkreis von zehn Meilen innerhalb von zwe Tagen 400 Pferde, Maulesel und andere Haus tiere getötet. Die Landwirte müssen ihr Vieh in den Ställen halten und dauernd vor den Türen Feuer unterhalten, um die Insekten von den Stallungen abzuhalten. Der Schaden ist um so größer, da die Feldarbeit in vollem Gange ist. Ein eigenartiges Ausweispapier Dieser Paß. der so groß wie ein Mensch ist, ist auf beiden Seiten mit Stempeln und Bescheinigungen ausgefüllt, die den Inhaber berechtigen, durch Persien. Georgien und die Sowjet=Republik zu reisen. Allerdings sind diese Bescheinigungen im Laufe von zehn Jahren in diesen Paß eingetragen worden. hnen die 4 Abbildung! Jugendlicher Lotsenhut mit gestepptem Rand 3.25 Abarter Frauen-Matelot 4.50 solide Verarbeitung Abbildung 3 Fescher Bandeaux-Hut mit bunter Blumengar 6.— nierung Abbildung 4 Flotter Hochsommer-Hut Palmgeflecht und Band. 7.50 garnitur DORTMUND · WESTENHELLWEG Leupin-Creme u. Seite vorzügliches Hautpflegemittel, seit Jahren bewährt bei Flechte, Hautjucken, Ausschlag, Wundsein usw. Bahnhof-Drogerie E. Middendorf Restaurant H. Hubbert Ab Sonntag, den 29. April, jeden Sonntag ab 6 Uhr Konzert und Tanz Tanz im Freien! Stadttheater Dertmund- Ruf 37254 Samstag 20 Uhr- Preise v. 70 Pig. an Erstaufführung Die große Chance Lustspiel in 3 Akten. Sonntag 20 Uhr- Preise v. 70 Pfg. an Der fliegende Holländer Oper in 3 Akten ANTRE-E-CTTSEE en A.IVereinsnachrichten. Kriegerund Landwehr=Verein Oestrich. Die Monatsversammlung findet am Sonntag, den 29. April, 4,30 Uhr, im Vereinslokal Wiegand statt. Anschließend findet die Uebertragung des Appells der 13. Inf.=Div. vom ehemal. 7. Armeekorps unter Mitwirkung der jetzigen Traditionstruppenteile aus Münster statt. Ich erwarte restloses Erscheinen der Mitglieder. Der Vereinsführer. Schreinerei liefert Kleiderschrank, 3 tür., komplett für 180 Mk. Schriftliche Angebote unter R. D. an die Geschäftsstelle d. Ztg. Boxsport„Westfalia“ Mengede Gesucht wird der„Unbekannte" Boxer Sonntag, abends nitz 7 Uhr im Saale Schmitz Jeder kann boxen. Meldungen werden noch bis Sonntag 6 Uhr im Lokale angenommen. 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Remigiusstraße## erbreitungsbezirk: sille und sedanken zum 1. M i Karlheinz Ba Berlin „Wir wollen arbei werden arbeiten willensentschlosse in die Worte des V #s in die Herzen: utscher Menschen. Porte waren Bef iren zugleich leide e Bekenntnis heilig rung, die allein en Not ein Ende nnte. Vielleicht ist blksgenossen der tie sschwere Ernst dies ht bewußt geworde d mit ihm Milli eich vor einem sichtigste Arbeits=Fe iten und Völker be Der 30. Januar# des Siegesmar tionalsozialistischen r 21. März doku geschlossenen W nzen Volkes zur at. Der 1. Mai ste alle, die deutse sind, in der natu gsten und darum rderung— der 9 Arbeit und da sittlichen Leber Als an jenem erste ge im nationalsozi zutschland aus tau ##rtausend Gassen, Straßen die prschierten und Flionen und imme nen, den Befehl # jene Zeit endg rocht hatte, den #amit Brot zu si is beendet, die d see und im Chaos ensfremden Theo ## sollte der Mer ##er den Sinn verweigert wu eine Zielsetzut seeit kann der stete taltungswille sich # die Möglichkeit, lendungs=Sehnsu ens zu ziehen. en, nur in der A volksfremdes E #eitsmöglichkeit vo osen. Aus zuku ##en Menschen u ensloser Sklavel Woen, verbittert. v die ein flamm „perzen dieser am Markt ien und aus s neu zu erwunsere Behart verdienen. Wir Nuf 11390 inn derr, mach un und uns b die Stunde