besonders wertvot###camstag. 14. April 1934 Doctnund15. Jahrgang— Nr. 45 innerhalb ens rmählungen, Ge. verden stets be„Dortmund-Men. ", dort finden htung. Hausputz! auspolstern 5— Mi solstern.. 8.— Mi W. Steimann. häftl. Anzeigen ehr als 6 Inserate eines Jahres erkostet dieser Raum nur 00 RM. derholungen räumen ien auf den Preis n Nachlaß bis zu 20% ein. erben Sie durch den g. Lokalanzeiger“: Geschäfts= und Verkehrs=Anzeiger Meugeder Zeitung dreimal wöchentlich, Dienstag, Donnerstag und Samstaa.: Der ung apreis beträgt monatlich, durch Boten frei ins Haus gebracht, oder bei Ecsheung 1.— RM.= Einzelpreis 10 Pfennig.= Geschäftsstelle: DortmundE#ode, am Markt.= Fernruf Dortmund Nr. 11396.- Hauptschriftleiter, Euantwortlich für den gesamten Inhalt: Ernst Arnold, Dortmund=Mengede. E#smäßige Bellagen:„Das humoristische Blatt“,„Roman=UnterhaltungsMap.„Sport und Spiel“,„Für die Frau“.: D. A. III. 34 1710.= AnLenannahme bis nachm. 6 Uhr.= Bei Betriebsstörungen usw. besteht kein hespruch auf Lieferung der Zeitung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Organ zur Wahrung Das Heimatblatt Ankündigungsblatt der der Vorortsinteressen für alle Stände amtl. Bekanntmachungen Anzeigenpreise: 1 mm hoch, einspaltig, Grundpreis 8 Pfennig. Ermäßigte Grundpreise nach den Bedingungen des Tarifs bei Vereinsanzeigen 4 Pfennig, bei geschäftlichen und Unterrichts=Anzeigen S Pfennig. Reklamen im Textteil 1 mm 28 Pfennig.= Bei Zielüberschreitung, zwangsweiser Eintreibung oder in Konkurs= und Vergleichsfällen wird etwa bewilligter Rabatt hinsällig. Für telefonisch aufgegebene oder abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge und Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übemnommen.* Erfüllungsort Dortmund=Mengede. Gerichtsstand: Das für Dortmund zuständ Gericht.= Posfscheckonte Dortmund 4030. erbreitungsbezirk: Mengede, Bodelschwingh, Brüninghausen, Deininghausen, Deusen, Dingen, Ellinghausen, Groppenbruch, Huckarde, Ickern, Nette, Oestrich, Schwieringyausen, Westerfilde Beleidigung, gegen die Ehefrau hhoff, Der mund=WeZum Luftschacht 7, chen habe, nehme ich auern zurück und den vor WeiterverMärz=Anschlag geklärt er Maler Schulze gesteht den Handgranateaanschlag Unter den Linden Der Polizeipräsident in Berlin gibt bekannt: er Maler Erwin Schulze, der sich unter dem zingenden Verdacht, den Handgranatenanschlag Unter den Linden am 21. 3. 1934 ausgeführt zu ben, seit dem 1. 4. 1934 in Haft befindet, hat Lateingestanden. Das Gestänonis besitigt die vom 12. April bekanntgegebene Verffentlichung, daß die Handgranate aus dem sachgeschoß des Hauses Unter den Linden —76 geworfen worden ist. Nähere Einzeleiten können im Interesse der weiteren Unterung noch nicht bekanntgegeben werden. Gust. Schulte. Familienzuwachs im Hause Goebbels itag ima Frau Magda Goebbols, die Gattin des Reichsropagandaministers, wurde Freitag nachmittag von einem Mädchen entbunden. Phantasien und Tatsachen Französische Brunnenvergiftung übelster Art— Wer hat Grund zur Beunruhigung? „Matin“ und„Echo de Paris“ berichten auf Grund von Informationen aus angeblich sicherer Quelle aus Straßburg, daß in der Pfalz und in der Rheinprovinz gegenwärtig Vorbereitungen getroffen würden, um längs der Saargrenze Hitler=Verbände aufmarschieren zu lassen für den Fall, daß in Paris oder im übrigen Frankreich Unruhen ausbrechen sollten. Die SA=Abteilungen hätten, erklärt das„Echo de Paris“, anweisung erhalten, in diesem Falle sofort ins Saargebiet einzurücken. Es handele sich vor allem„um die braunen Regimenter Nr. 69, 245, 246 und 258 aus Trier und Birkenfeld. us der Pfalz würden sich die braunen Regimenter 17, 18, 22 und 23 in Marsch setzen". Hierzu ist zu sagen: Es handelt sich bei dieuser=Schweine es Gommen, sloßstraße 8. nmitte! telschule ttelschule zellung geliefert tzeitige Aufgabe ine einheitliche zum Schulbe1 kann. • 110 1d, enter Altardiebstahl dient eutschenhetze us 8mp; rmeyer Mengeder Str. g Sämtlicher er- und ler-Arbeiten schnell und iswert e und vollendetste s- Maschine, omsinghof Der Raub des Genter Altarbildes wird ausrechnet von der in Gent erscheinenden„Tijd“ empörender Weise politisiert. Während die elt um das Schicksal eines Kunstwerks von unsetzlichem Wert bangt und auf eine Aufkläung der Tat, die nur ein verbrecherischer Narr gangen haben kann, hofft, scheut dieses Blatt sicht, die Theorie aufzustellen, daß nur ein— eutscher der Dieb des Bildes sein könne, sich dafür zu rächen, daß Deutschland durch n Versailler Vertrag gezwungen worden sei, ss kostbare Kunstwerk an Belgien auszuliefern. Inwillkürlich(1)“, schreibt das Blatt in diesem slammenhang weiter,„kommt der Gedanke auf, der Diebstahl nur aus dem Grunde begann worden sein kann, um das Bild, das allhrlich Tausende von Bewunderern nach Gent zu schänden.“ ** Jeglicher Kommentar zu einer derart schampen Unterstellung erübrigt sich. Es ist jedoch ei Interesse, einmal festzustellen, wie gewisse skeise bestrebt sind, immer wieder die politische tnosphäre zu vergiften.— Damit auch der Kingr zu seinem Recht kommt, sei hier noch Fs Brüsseler„Standaard“ gedacht, der es ferstgebracht hat, bei der Wiedergabe der einEinen Lafeln des Genter Altars die beiden Foüren Adams und Evas, die auf dem Altarpeit in edler Nacktheit erscheinen, mit einem gitlen Gewand von den Schultern bis zu den Fnen bedeckt zu haben! Man kann hier nur #sen:„O sancta simplicitas!“ Wo ist der Genter Altar? er Raub vor dem belgischen Kabinettsrat.— Eine Verhaftung Nach Auffassung belgischer Kriminalisten ist sestohlene Altarflügel sehr wahrscheinlich 1 Amsterdam gebracht worden, wo eine regelihe Börse für gestohlene Bilder bestehen soll, #. von den Angehörigen der Diebeszunft und 8“ Agenten obskurer Antiquitätenhändler in Barcelona und London besucht wird. Die Escoaltung des Königlichen Museums in Brüs*“ git den Wert der gestohlenen Tafel mit Millionen Fre. an. Der Gesamtwert des seter Altars wird von derselben Stelle mit Millionen Frc. veranschlagt. im Donnerstag wurde die Kirche St. Bavo Ein die letzten Winkel durchsucht, da sich das k verbreitet hatte, der Dieb habe die hind.= Altartafel unter den vorhandenen Umanz“ nicht aus der Kirche bringen können, gen er müsse es irgendwie versteckt haben. dagn: inettsrat hat sich mit der Frage der ämtisLation eines besseren Denkmalschutzes in bit J.“ belgischen Museen und Kirchen beL'. Sei der Besprechung der Minister wurde bedanke erörtert, das berühmte Genter Al“ zu seiner größeren Sicherheit künftig Museum in Gent oder in Brüssel aufhren. Belgische Zeitungen fallen in die Zeit der Kriegsmärchen zurück In Kreisen der Kriminalpolizei glaubt man, wichtige Spuren zur Aufklärung des am Genter Altar begangenen Kunstraubs festgestellt zu haben. Großes Aufsehen erregt das Bekanntwerden der Tatsache, daß der Genter Staatsanwalt im Dezember 1933 dem Kapitel der St.= Bavo=Kirche den Empfang eines anonymen Schreibens mitgeteilt hat, das ausführliche Angaben über den geplanten Kunstraub an dem Hauptwerk der Gebrüder van Eyck enthielt. uuf Grund dieses Schreibens wurden jetzt neue Untersuchungen eingeleitet, die bereits zu Spuren in Richtung Antwerpen geführt haben. Ein erwerbsloser Architekt, der sich am Tage vor der Beraubung des Genter Altars längere Zeit in der St.=Bavo=Kirche aufgehalten hat, in der Tatnacht aber seiner Wohnung ferngeblieben ist, wurde verhaftet. Bisher soll es ihm nicht gelungen sein, sein Alibi nachzuweisen. ser Falschmeldung um den Versuch einer gefährlichen Brunnenvergiftung, nur geeignet, im französischen Volke falsche Auffassungen über die Gefühle des deutschen Volkes gegenüber Frankreich hervorzurufen. In Deutschland denkt kein Mensch daran, aus den Schwierigkeiten eines fremden Nachbarvolkes irgendwelchen Nutzen ziehen zu können oder ziehen zu wollen, trotz gewisser Erfahrungen, die Deutschland seinerseits in ähnlicher Situation hat machen müssen. Das deutsche Volk ist demgegenüber der Auffassung, daß nicht Schwierigkeiten, sondern nur gesunde Verhältnisse beim Nachbarn dem eigenen Lande von Nutzen sein können. Gegenüber der vorstehenden Phantasiemeldung sei nochmals auf nachstehende französische Tatsachenmeldung hingewiesen, die ihrerseits sehr viel eher geeignet sein könnte, in Deutschland Beunruhigung hervorzurufen: Rach einer Meldung des„Matin“ aus Straßburg sind weitere Festungsanlagen an der französischen Ostgrenze mit Mannschaften belegt worden. In die Kasematten von Neunhofen, Lemoach, Drachenbronn, Rödern sowie Groß=Hatten seien die Besatzungen eingerückt. In der Gegend von Neunhofen(drei Kilometer von der pfälzischen Grenze) sei die Festungsbelegschaft durch weiter zurückliegende Reservegarnisonen verstärkt worden. „Krieg soll künftig kein gewinnbringendes Geschäft mehr sein!“ Unter der Parole, daß Krieg künftig kein gewinnbringedes Geschäft mehr sein solle, hat der Senat beschlossen, eine Untersuchung der Frage der Kriegsmaterialherstellung und des Waffenhandels anzustellen. Die Untersuchung wird im Herbst dieses Jahres von einem aus sieben Mitgliedern bestehenden Sonderausschuß durchgeführt werden. der einheitliche Wille des deutschen Volkes. Wenn wir den letzten anständigen Deutschen unter uns haben, dann haben wir alles. Durch die Gemeinschaft ist ein Instrument größten Ausmaßes geschaffen worden, und es kann für uns nunmehr nur zwei Fronten geben: Die Front der Anständigen und die Front des Geldbeutels. 24 Millionen Menschen stehen heute bei uns in der Deutschen Arbeitsfront und der Partei. Der Weg zur Wirtschaftsführung führt durch diese Gemeinschaft. Die drei Säulen des Aufbaues sind: Der Gemeinschaftsgedanke als Fundament, der Gedanke der Ehre und der der Führung. Wirtschaftsführer können nur diejenigen sein, an denen die Gefolgschaften hängen. Es war eine gigantische Aufgabe, aus 169 Arbeitnehmer= und 40 Unternehmerverbänden das aufzubauen was heute geschlossen dasteht. Der Arbeitnehmer hat sich freudig eingereiht. Wir wissen, daß auch die Unternehmerschaft die Zeichen der Zeit verstanden hat. Jeder von ihnen hat die Pflicht, alle Lauen aufzurütteln und ihnen die Bedeutung unseres Gemeinschaftswerkes verständlich zu machen. Am 1. Mai wird der Aufbau der Deutschen Arbeitsfront mn einer Broschüre dem deutschen Volke i millionenfacher Auflage gegeben werden. Daraus wird hervorgehen, daß die Partei der Kern unserer Front ist und die DaF. der Ring um diesen. Mit Recht habe ich diesem Ring nicht die Bezeichnung Arbeiterfront, sondern Arbeitsfront gegeben, weil hier in treuer Kameradschaft alle, die schaffen, zusammenstehen sollen. Wir haben von 1914—1918 Kameradschaft bewiesen. Der Schützengraben hat uns zusammengeschweißt und diese Kameradschaft, dieser wahre Sozialismus, den wollen wir schaffen und den werden wir erreichen. Die Parole lautet: Wirtschaftsführer mitmarschieren! Ich verlange von Ihnen, als den Offizieren der Wirtschaft, mehr als von anderen. Wir wissen, daß Sie bereit sind, nach besten Kräften im Aufbau mitzuwirken. Nehmen Sie den 1. Mai zum Anlaß eines neuen Lebens, marschieren Sie mit uns Wirtschaftsführer mitmarschieren Staatsrat Dr. Ley vor den Wirtschaftsführern des Rhein-Ruhr-Gebietes Beginn der Kundreise Staatsrat Dr. Robert Ley weilte am Freitag mit seinen Mitarbeitern gelegentlich seiner Besichtigungsfahrt durch den Westen in Düsseldort, wo er an etwa 500 in der Tonhalle versammelte Unternehmer des Wirtschaftsbezirkes Westfalen einen eindrucksvollen und begeistert ausgenommenen Appell richtete. Namens der Unternehmerschaft des Wirtschaftsbezirkes Westfalen begrüßte Direktor Ernst Poensgen den Führer der Deutschen Arbeitsfront und erklärte die Bereitwilligkeit der Wirtschaftsführer zur Mitarbeit. Dann sprach als Vertreter des Führers Gauleiter Florian Grußworte an die Versammelten. Alsdann ergriff der Leiter des Amtes für den ständischen Aufbau der NSDAP., Dr. Max Frauendorfer das Wort, der in großen Zügen ein Bild des neuen deutschen Menschen zeichnete, dessen Schaffung das Ziel der nationalsozialistischen Revolution ist, der es bekanntlich nicht auf die Form, sondern auf den Durchbruch einer neuen Weltanschauung ankomme. Nun gelte es, dem neuen Menschen neue Formen zu schaffen und ihn organisatorisch zu erfassen. Hierbei ständen zwei Forderungen im Vordergrund: Die Unmöglichmachung des Klassenkampfes und die Ermöglichung einer nationalsozialistischen Wirtschaftsführung. Lebhaft begrüßt sprach dann in mehr als einstündiger Rede der Führer der Deutschen Arbeitsfront und Stabsleiter der Obersten PO., Dr. Robert Ley. Er betonte einleitend den Willen, bis zum 1. Mai, dem Tag der nationalen Arbeit, die Mehrzahl der Wirtschaftsführer vom nationalsozialistischen Wollen und Handeln zu überzeugen. Es darf im Innern unseres Vaterlandes keinen Gegner dieses Staates mehr geben. Wir ringen um jeden Menschen. Für uns bedeutet Macht nicht die Vorherrschaft der Polizei und des Maschinengewehres, sondern Simon prüft die deutsche Antwort Der Staatssekretär des Aeußern prüft gegenwärtig die Antwort der deutschen Regierung in der Frage der Erhöhung der deutschen FlottenHeeres= und Luftvoranschläge. Es wird betont, daß notwendigerweise die Prüfung der deutschen Antwort in allen ihren Auswirkungen einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Simon beabsichtigt, sobald wie möglich in Erwiderung auf eine Anfrage im Unterhaus eine Erklärung über die Lage abzugeben. Die Presse nimmt an, daß in der deutschen Note, nach den Aeußerungen der deutschen Blätter zu schließen, der Standpunkt vertreten wird, daß sich die Erhöhung des deutschen Wehretats nach technischer Prüfung als gerechtfertigt erweisen werde. Neue Memel=Schikanen Neue Verhaftungen und Husweisungen im Memel-Gebiet— Vereine müssen ihre deutschen Bindungen lösen Die offiziöse Litauische Telegraphen=Agentur berichtet über eine Reihe weiterer Maßnahmen gegen das Memeldeutschtum. So sind auf Verfügung des Bezirksgerichts in Schaulen drei frühere Mitglieder der aufgelösten Sozialistischen Volksgemeinschaft des Memelgebietes verhaftet worden, und zwar der Büroangestellte Ewald Krohnenberg, der Bademeister Bertram und der Stenograph des Memelländischen Landtags Molinus. Weiter ist, wie die Litauische TelegraphenAgentur sich ausdrückt, eine„ganze Sturmabteilung", bestehend aus zwölf Personen und ihrem Führer, dem Lehrer Franz Ulrich von der Herder=Schule in Heidekrug, die der ebenfalls aufgelösten Christlich=Sozialistischen Arbeitsgemeinschaft angehörten, verhaftet worden. Eine Haussuchung bei den Verhafteten soll belastendes Material ergeben haben. Nach ihrer Vernehmung wurden die Verhafteten in das litauische Gefängnis von Bajohren eingeliefert. Nach einer weiteren Meldung der Litauischen Telegraphen=Agentur hat der Memel=Gouverneur den reichsdeutschen Lehrern Lenoweit und Hans Melle die Arbeitsgenehmigung entzogen und den Landespräsidenten des Memelgebietes aufgefordert, diese beiden Lehrer sofort aus dem Dienst zu entlassen. Angeblich sollen sich Lenoweit und Melle gegen die litauischen Staatsinteressen vergangen haben. Ferner hat der Gouverneur die Memelländischen Sport= und anderen Vereinigungen aufgefordert, die Ausländer— es handelt sich hier in der Hauptsache um Reichsdeutsche—, die führende Stellungen in diesen Organisationen einnehmen, auszuschließen. Ebenso haben die Sportorganisationen, die mit deutschen Verbänden Beziehungen unterhielten, ihre Verbindungen mit reichs deutschen Organisationen lösen müssen. Der Memeler Sängerbund, dem 21 Gesangvereine angehören, hat sich gezwungen gesehen, seine Bezeichnung als Mitglied des Deutschen Sängerbundes aufzugeben. Auch mehrere Jugend- und kirchliche Organisationen haben ihre Beziehungen zu ähnlichen deutschen Organisationen abbrechen müssen. Verufswettkampf großer gewirkt, wenn im Marz 1952 bie losigkeit binnen vier Wochen um halbe Million gesunken wäre! Birklichkeit geworden. Es wirkt Bericht über die politische Lage Reichsminister Dr. Goebbels hielt am Freitagabend über alle deutschen Sender eine Rundsunkansprache. Er führte u. a. aus: Man muß sich im Geiste um zwei Jahre zuückversetzen, um die Größe der Vorgänge, die sich in Deutschland in den vergangenen 14 Monaten abgespielt haben, und noch abspielen, voll abmessen zu können. Sonst wird man leicht ungerecht gegen die Zeit und ihre nicht mehr abstreitbaren gewaltigen Erfolge auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Hätte es beispielsweise nicht fast wie ein Wunder gewirkt, wenn im März 1932 die deutsche Arbeitsle weit über eine Heute ist es Wirklichkeit geradezu kleinlich, um nicht zu sagen, lächerlich, wenn ein Teil der Auslandspresse angesichts dieser Tatsachen auch jetzt noch versucht, die Erfolge zu bagatellisieren. Denn sie sprechen in ihrer Größe für sich selbst und bedürfen keiner Lobredner. Heute wird wieder gewagt, geplant und geschaffen. Heute werden schon überall wieder gelernte und geschulte Arbeiter gesucht. Die Regierung hat Hand angelegt, und das Volk hat ihr dabei geholfen. Dadurch nur würde es möglich, in etwa über Jahresfrist die Hälfte des Weges zurückzulegen, für den der Führer sich am 1. Mai vier Jahre ausbedungen hatte: die Wirtschaft ist wieder aufgelebt und die deutsche Arbeitslosigkeit um die Hälfte gesunken. Niemand weiß besser als wir, daß dafür vom ganzen Volk große Opfer gebracht worden sind. Der Arbeiter hat sich in diesen Monaten der Wiederingangsetzung unserer Produktion zum großen Teil mit Löhnen begnügen müssen, die nicht dazu ausreichten, ein dem hohen Kulturstand unseres Volkes entsprechendes Lebensniveau zu halten. Er hat sich dieser Aufgabe mit einem Heroismus ohnegleichen unterzogen. Denn er hat gelernt, daß es oft notwendig ist, bei der Lösung des einen Problems schwere Opfer zu bringen, um die Lösung des anderen erst möglich zu machen. Er hat in der Erkenntnis dieser Zusammenhänge manchmal mehr Vernunft bewiesen, als jene Kreise der Wirtschaft, die da glauben, die von der Regierung durchgeführte Beruhigung des Produktionslebens finde ihren zweckmäßigsten Ausdruck in einer durch nichts gerechtfertigten Lohnherabsetzung, ergänzt durch eine noch weniger gerechtfertigte Preis= und Dividendenerhöhung. In seiner Rede am 21. März schon hat der Führer diese Kreise eindringlich verwarnt. Sie seien auch heute noch einmal darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht weiter geduldet werden kann, die sozialen Errungenschaften unserer Zeit zu sabotieren. Auch das Gesetz zum Schutz der nationalen Arbeit stellt einen sozialen Fortschritt und nicht einen sozialen Rückchritt dar. Die Regierung ist unermüdlich tätig, um durch weitere Maßnahmen den allgemeinen Lebensstandard unseres Volkes für alle Schichten und Stände zu heben. Damtt auch erst begründen wir für den neuen nationalsozialistischen Staat jenes wirtschaftliche und soziale Fundament, auf dem er unerschüterlich ruht. Die nationalsozialistische Bewegung leitet den Staat nach großen weltanschaulichen Grundsätzen und läßt sich in der Durchführung ihrer, auf weite Sicht gesehenen Prinzipien durch nichts und niemanden beirren. Es gibt im Lande nur wenige und kleine Konventikel, die das bis heute noch nicht eingeg zur Bese.. zerspaltenden Klassenkampfes getan oder geschrieben haben, heute meinen, sie könnten die deutsche Volksgemeinschaft durch Wiederbelebung konfessioneller Gegensätze stören, so beweisen sie damit nur, daß sie des Geistes der neuen Zeit keinen Hauch verspürt haben, unterschätzen aber andererseits offenbar die Entschlossenheit, mit der wir gewillt sind, solche frevlerischen Versuche zurückzuschlagen. Es gidt in Deutschland weder eine Arbeiter= noch eine Bürger=, weder eine protestantische noch eine katholische, sondern nur noch eine deutsche Presse. Die Konfessionen in ihrer Betätigungsfreiheit zu beschützen, ist Sache der Regierung. Sie wird diesen Schutz wahrscheinlich wirksamer ausüben als Zeitungen und Parteien. Ihre Hintermänner haben auch am allerwenigsten ein Recht dazu, der Regierung und dem Nationalsozialismus, die allein die Kirchen vor dem Ansturm des Bolschewismus gerettet haben, deshalb Neuheidentum vorzuwerfen, weil sie auf dem Gebiet des Politischen die alleinige Totalität für sich beanspruchen, ansonsten aber jeden nach seiner Fasson selig werden lassen. Jedenfalls stehen wir auf der Wacht. Wir werden es nicht dulden, daß das Werk unseres Glaubens irgendwie auch nur den geringsten Schaden erleidet. Unser Langmut ist nicht Schwäche. Die sieghafte Kraft des Nationalsozialismus geht über die paar Dutzend Stänkerer zur Tagesordnung über. Denn wir haben Besseres und Wichtigeres zu tun. Die deutsche Nation steht in einem zähen Ringen umihre Gleichberechtigung. Die Frage der Rüstungen scheint nunmehr in ihr entscheidendes Stadium einzutreten. Der Führer hat den Standpunkt der deutschen Ehre aufrechterhalten. Wir müssen unsere Grenzen tenbüros eine Unterredung, in der er sich eingehend über Vorbereitung, Durchführung und Erfolg des Reichsberufswettkampfes äußerte. Die Hitler=Jugend, erklärte Obergebietsführer Axmann, hat sich in der vergangenen Zeit dem politischen Kampfe widmen müssen in der richtigen Ueberzeugung, daß die berufliche Höchstleistung nichts gilt, wenn das politische Schicksal der Nation entschieden wird. Es war außerdem eine Folge des wirtschaftlichen Verfalls, daß die Jugend auf den Wert der Berufserziehung verzichten mußte und nur die Frage nach dem augenblicklichen Lebensunterhalt anerkennen konnte. So trat allmählich ein Mangel an guten Facharbeitern ein, und ein ungeheures Heer von ungelernten Arbeitern zog in die Betriebe. Um den deutschen Jungarbeiter aus dieser Entwicklung wieder herauszureißen, galt es, durch eine ganz große Aktion den Wert der Facharbeiterausbildung in den Vordergrund zu rücken. Der Reichsberufswettkampf ist aber nicht nur eine fachliche, sondern auch eine politische Angelegenheit. In der von der Hitlerjugend übernommenen Gewerkschaftsjugend gibt es noch manche, die noch immer in der marxistischen Weltanschauung gefangen sind. Diese können nur überzeugt werden durch fachliche Berufsarbeit, die in der Hitler=Jugend geleistet wird. Obergebietsführer Axmann äußerte sich dann über die Durchführung des Reichsbe1.2 Millionen Teilnehmer— Sieger-Ehrung durch den Führer Obergebietsführer Axmann, Leiter des So=rufswettkampfes selbst und teilte mit, daß sich rund 1.2 Millionen Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen an den Reichsberufswettkämpfen beteiligt haben. Weit über 100000 Mitarbeiter haben sich im ganzen Reich in den Dienst des Wettkampfes gestellt, um in den Prüfungsund Ehrenausschüssen mitzuwirken. In Anbe tracht der kurzen Vorbereitungszeit sind unsere Erwartungen, betonte Obergebietsführer Axmann mit Nachdruck, sowohl hinsichtlich der Beteiligung wie auch der gezeigten Leistungen, weit übertroffen worden. Aus allen Teilen des Reiches liegen Meldungen vor, die besagen, daß der Reichsberufswettkampf überall vorbildlich und unter großer Anteilnahme der Gesamtbevölkerung durchgeführt wurde. Die stärkste Beteiligung haben bisher die Metallarbeiter aufzuweisen. Es folgen die kaufmännischen Angestellten, die Holzarbeiter und die Graphiker. In der ganzen werktätigen Jugend haben wir durch diesen Wettkampf die Liebe zum Beruf wieder geweckt und die Jugend auch veranlaßt, sich in Zukunft der zusätzlichen Berufsschulung zu unterziehen. Der Leiter des Sozialamtes wies darauf hin, daß der Wettkampf auch im Auslande das größte Interesse gefunden habe und teilte zum Schluß mit, daß der Führer am 1. Mai auf dem Tempelhofer Feld den 15 Reichssiegern des Kampfes die Ehrenpreise überreichen werde. Klarer Kurs in der Kirchenfrage Eine Botschaft des Reichsbischofs Reichsbischof Ludwig Müller und das Geistliche Ministerium der Reichskirche, in das nunmehr, wie Donnerstag gemeldet, Ministerial= direktor Jäger berufen wurde, haben gemeinsam eine Botschaft erlassen, deren Inhalt geeignet ist, den Weg zum Frieden in der Evangelischen Kirche zu weisen. Die für alle evangelischen Christen außerordentlich bedeutsame Botschaft befaßt sich mit der derzeitigen Kirchenlage, zu der sie betont, daß es im Augenblick die vordringliche Aufgabe sei, die äußere Organisation der Reichskirche mit aller Kraft zu betreiben, wobei die Fragen des Glaubens und des Bekenntnisses unverührt bleiben. Es sei wichtig, daß die Frage der Organisation nicht mit denen des Glaubens und des Bekenntnisses vermischt werde. Deswegen sei ausdrücklich ein Laie maßgeblich mit der Organisationsarbeit betraut worden. Durch diese Botschaft ist die Situation für den deutschen evangelischen Christen nunmehr insofern klar, als er weiß, daß der äußere Rahmen seiner Kirche allen Feinden und Widerständen sum Trotz festgefügt wird.— In diesem festgeügten Rahmen ist Raum für die Erhaltung des Bekenntnisstandes und des Glaubensgutes der evangelischen Christen in allen bestehenden Ausprägungen. Die Botschaft des Reichsbischofs und des Geistlichen Ministeriums der Deutschen Evangelischen Kirche hat folgenden Wortlaut: „Mit dem nationalsozialistischen Aufbruch deutschen Volke, das zu den Urquellen seines Lebens zurückgefunden hat, ist auch die Evangelische Kirche in Bewegung geraten. Die das deutsche Volk bewegenden Fragen sind als Forderung in die Kirche gedrungen. Im Zuge der Entwicklung entstand in der Evangelischen Kirche harter Streit. Neben dem Kampf um geistliche Dinge brach bei der äußeren Umformung der Kirche ein Kampf um äußere Ordnung, um Disziplin und Führung aus. Unglücklicherweise wurden diese verschiedenen Auseinandersetzungen vielfach miteinander verquickt. Der Streit um geistliche Dinge wurde auch mit kirchenpolitischen Machtmitteln und der Kampf um die äußere Ordnung mit geistigen Argumenten ausgefochten. Geistliches Ringen folgt eigenem inneren Gesetz. Mit äußeren Mitteln soll und kann nichts entschieden werden. Aber eine feste äußere Ordnung hilft, daß um unseren Glauben wirklich nur geistlich gerungen wird. Darum ist es notwendig, unter Vermeidung von Glaubensstreitigkeiten zunächst die äußere Ordnung der Deutschen Evangelischen Kirche zu festigen und auszubauen. Vor Inangriffnahme dieser Aufgabe hat der Reichsbischof unter Zustimmung des Geistlichen Ministeriums den Ministerialdirektor und Leiter der evangelischen Angelegenheiten im Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Jäger, unter seinem Verbleiben in dieDie Prager Das Echo des deutschen Schrittes Die Prager Blätter geben den Inhalt der Verbalnote des Prager deutschen Gesandten, Dr. Koch, gegen die Herabwürdigung deutscher Staatsmänner durch sogenannte Karikaturen in der Prager Manes=Ausstellung meist kommentarlos wieder. Der tschechisch=agrarische„Vecer“, der schon des öfteren auf die unheilvoll zersetzende Rolle der jüdischen Emigranten nicht nur in der Tschechoslowakei, sondern auch in Frankreich hingewiesen hat, überschreibt die Nachricht: „Eine Note gegen die Karikaturenzeichnungen der Emigranten“. Während die deutsch=demokratische„Bohemia“ glaubt, ein Fragezeichen zu der Feststellung machen zu müssen, daß die meisten Hohnbilder von Emigranten stammen, zählt das weiter links stehende„Prager Tageblatt“ selbst die Namen der Emigranten auf, die als Urheber in Betracht kommen. Allerdings sucht das„Prager Tageblatt“ eine Entschuldigung darin, daß nicht nur Hindenburg, sondern auch Stalin, d'Anunzio, Masaryk und Benesch karikiert seien. Tatsache ist jedoch, daß sämtliche genannten nicht deutschen Staatsmänner auch in der Karikatur der Ausstellung heroisiert oder doch mit liebenswürdigem Humor behandelt werden. Keiner wird förmlich als Verbrecher oder mit abstoßender Fratze dargestellt, wie es bei allen Deutschen der Fall ist. Hier sei an die Bemerkung des tschecho=slowakischen Außenministers Dr. Benesch in einer### ner letzten Reden erinnert, wo er sagte: allem möchte ich wünschen, daß sich ein für## mal unsere Presse bewußt werde, daß sie niemal das Haupt irgend eines Staates angreifen dan Dies ist ein elementares Gebot der Anstända keit". Was für die Presse gilt, gilt ebenso alle anderen Arten öffentlicher Darstellungen,## auch in der Tschechoslowakei der behördlich Zensur unterliegen. ser staatlichen Dienststestlle, als rechtskundiges Mitglied in das Geistliche Ministerium berufen. Es wird die verantwortliche Aufgabe des rechtskundigen Mitgliedes im Geistlichen Ministerium sein, in Fortführung des Verfassungswerkes des Jahres 1933 die organisatorischen Fragen der Kirche der Lösung zuzuführen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, unter voller Wahrung des Bekenntnisstandes und des Glaubensgutes unserer Kirche, wie es in den einzelnen Gauen Ausprägung gefunden hat, unter Berücksichtigung auch des geschichtlich gewordenen Eigenlebens die angebahnte rechtliche Einheit in der Deutschen Evangelischen Kirche zu vollenden. Berlin, den 13. April 1934. Der Reichsbischof. (gez.) Ludwig Müller. Monatsspenden für die usv. Reichsfinanzminister empfiehlt regelmäßig monatliche Spenden Mit dem Abschluß des Winterhilfswerkes die Spenden der Beamten, Angestellten und beiter, die auf dem Wege des Gehaltsabzuges geführt wurden, aufgehört. Der Reichsfine minister weist, wie das V2Z.-Büro meldet, einem Runderlaß darauf hin, daß die Not digkeit, für die noch immer große Zahl notleiden der Volksgenossen ein Opfer zu bringen, indes fortbestehe. Regelmäßige monatliche Spenden die NS.=Volkswohlfahrt, so erklärt der Minist bedeuten einen geeigneten Weg für ein solch Opfer. Diese Spenden werden nicht im Wege Gehaltsabzuges erhoben, die Beamten, Angest ten und Arbeiter führen vielmehr ihren Bein an die für ihren Wohnsitz zuständige Ortsgrun der NS.=Volkswohlfahrt ab. Ernennungen in der ErnährungsDer Minister für Ernährung und Landwi# schaft hat den Bauer Wilhelm Küperan Bochum=Laer(Westf.) zum Vorsitzenden Deutschen Milchwirtschaftlichen Vereinigu (Hauptvereinigung) ernannt. Gleichzeitig wur der Landwirt Arn o Ortmann in Lui walde(Kreis Stuhm, Westpreußen) zum vertreter des Vorsitzenden ernannt. Die Reichsregierung hat Universitätsor Staatsrat Dr. Freiherr von Frevtagh=Lorineh an Stelle des Professors Dr. Schücking. Mandat abgelaufen war, zum Mitglied des Sich digen Schiedshofs im Haag ernannt. In unterrichteten französischen Kreisen man, daß die Antwort auf die englische wegen der Durchführungsgarantien im Ent fertiggestellt sei. Es würden jedoch noch Tage vergehen, bevor die Antwort nach abgehen könnte. Am 1. März betrug die Zahl der Arbeitsle im Saargebiet ro. 40 000 gegenüber 35 000 im vember vorigen Jahres. Vor einiger Zeit hatte der dänische Justizmig ster dem Folketing eine Vorlage zugehen lassen, eine Erweiterung der Bestimmungen für die## rilisation von Geistesschwachen vorsah. Der ting=Ausschuß hat der Vorlage zugestimmt. Das Höchste Gericht in Helsingfors hat die sten Urteile des Hofgerichts gegen Lappobewegung wegen Teilnahme am Mäntsah Putsch bestätigt und zum Teil erhöht. Das Berner Tageblatt setzt seine aufsehenen genden Veröffentlichungen über die bolschewist Propaganda in der Schweiz fort. Das Blatt, faßt sich vor allem mit den finanizellen Etm lagen dieser Provaganda. Laut Londoner„Morningpost“ wird#ng eine neue politische Organisation, die sich Bewegung" nennt, an die Oeffentlichkeit Die neue Bewegung tritt für nationale Wiee geburt ein und wendet sich gegen Soziali Desaitismus sowie gegen jeden politischen mismus. Rätselhafte Strahlungen einer Kranken Untersuchung durch die italienische Akademie beschütze und die zen können, um in Frieden zu arbeiten und die Wohlfahrt unseres Landes zu mehren. Wir hoffen immer noch, daß die Staatsmänner, denen das Schicksal der Nationen anvertraut ist, zu einer auch für uns erträglichen Lösung der internationalen Probleme kommen. Unser Standpunkt des Rechts ist unverändert. In ihrer Hand liegt es nun, der ganzen Welt Wohlfahrt, Glück, Festigkeit und Aufstieg zu sichern. Deutschland ist bereit, an diesen edlen Zielen mitzuarbeiten. Es braucht dazu: Im Innern Einigkeit, Arbeit und Brot. Nach außen Frieden Ehre und Gleichberechtigung. Seit einiger Zeit erregte eine im Hospital von Tirano bei Triest liegende asthmakranke Frau namens Monaro das Interesse der wissenschaftlichen Welt. Wie auf Grund der Aussagen zahlreicher Personen, darunter bedeutender Aerzte, einwandfrei feststeht, hat der Körper der schlafenden Frau zur Nachtzeit wiederholt helle Lichtstrahlen ausgestrahlt, die über der Brust blitzartig aurzucken und sogleich verschwinden. Frau Monaro weiß von den Vorgängen nichts. Nunmehr hat der Präsident der Königliche r c o n i, d e hen Akademie Italiens, der Erfinder Marconi, den bedeutenden Mediziner Professor Vitali beauftragt, die merkwürdige Erscheinung an Ort und Stelle einer Untersuchung zu unterziehen. fessor Vitali hat auf Grund einer ersten im sein anderer Wissenschaftler vorgenommenen tersuchung die Richtigkeit der besse Meldungen in vollem Umfange tigen mussen. Er stellte fest, daß es s0, Frau Monaro um eine durchaus normale on handelt, die von jeder Hysterie weit e“ sei und es energisch ablehne, als Mensch, sich ein Wunder vollziehe, betrachtet Professor Vitali fand, daß Frau Mona### dem Auftreten der Strahlung stark beun! uftreten erschien und ihr sonderte; die Te der Strahlung stark Körper heftigen Schuse emperatur und der Batikan dementiert Alarmmeldunge Der römische Korrespondent der Amsterdang „Tijd“ ist von vatikanischer Seite ermächtigt,# Alarmmeldungen in einem Teil der amerikan schen Presse über eine Krise in den Beziehungn zwischen der Reichsregierung und dem Hl. Stut kategorisch zu dementieren. Von der gleich Seite wird dem Korrespondenten mitgeteilt,# die Berichte in der schweizerischen Presse Ur eine Massenbewegung unter den deutschen stanten zur Rückkehr in die katholische Kirche## funden seien und von den angeblichen Verhan lungen zwischen dem Vatikan und den deutscha Protestanten gar keine Rede sein kann. Die## litische Tendenz dieser Berichte sei offenbar. keinen Fall denke die katholische Kirche daran, deutschen Protestantismus unter derartigen litischen Gesichtspunkten näher zu kommen. Dortm.=Meng * Im Silberkran begehen die Ehele Groppenbruch, Grof haft, das Fest de entbieten dem Jube Leserkreis gehört,r *„ K r a f t d u r c h ieht die NS=Gemei auch hier in Menallen Volksgenosser Freude geben soll. wird von hiesigen ##en mit der MG das Mandolinen= bede, die Gebrüder ere hiesige Kräfte breis von 10 Pfg inen Besuch der ber nicht nur der uch der Arbeiter bend erwartet. * Kirmes in M Pirts Schaarmann t ab Sonntag, d den 22. April groß estrubel, Die Se ###l, Karussels, rollei Buden aufgebaut, d orhanden sein mü as Wetter gut b hötigen Kleingeld n nd Schausteller vr * Berufswettkam pril, vormittags 8 befolgschaft I der em Marktplatz zi und Feder sind mi Theaterabend. # morgigen Sonr steraufführung der ede.„Wenns M s# das dreiaktige bird besonderen 2 nen. Frische, fr r Handlung eing or der Türe und Im ein Lied vom wird auch diesm. * Innere Missio sswoche wird au im Programm be sensten am Sonnte gg in der Kirche rauenversammlung ung des Frauene siebe=Harkort, die sllse und des Fre bestfalens sprecher Beim Rangiel ten. Am Donne litt der Reservezu in Rangieren e f Mengede einen schten Oberarm er Ellenbogen zeri heinen des San. ten Sanitäter di sückte wurde in ngeliefert. Bi us klattbütsch um 2 waren höher als normal. Die weitere### nisse der Untersuchung sind noch nicht beist Benesch in einer## wo er sagte:„I. daß sich ein für ab erde, daß sie niema sates angreifen dar ebot der Anständia gilt, gilt ebenso st er Darstellungen, s# der behördlichg llarmmeldunger ent der Amsterdame Seite ermächtigt, Teil der amerikan in den Beziehungn g und dem Hl. Stut Von der gleichn denten mitgeteilt, i# zerischen Presse Un den deutschen katholische Kirche### angeblichen Verhau an und den deutscha de sein kann. Die## ichte sei offenbar. An ische Kirche daran, da unter derartigen äher zu kommen. für die n59. pfiehlt regelmäßig Spenden interhilfswerkes Angestellten und es Gehaltsabzuges rt. Der Reichsfina B28.-Büro meldet, hin, daß die Notw : große Zahl notleiden er zu bringen, indese ionatliche Spenden fl o erklärt der Minist Weg für ein sold den nicht im Wege die Beamten, Angest vielmehr ihren Beit zuständige Ortsgru er Ernährungshaft ährung und Landwin lhelm Küpere .) z u m V o r s i t z e n d e n d aftlichen Vereinigu int. Gleichzeitig tmann in Luise: Bestpreußen) zum St n ernannt. dat Universitätsor on Freutagh=Loringd s Dr. Schücking. zum Mitglied des Stü ig ernannt. zösischen Kreisen erllit uf die englische unsta sgarantien im Entwr rden jedoch noch merkt e Antwort nach Lond# ie Zahl der Arbeitslo gegenüber 35 000 im der dänische Justizmit sorlage zugehen lassen, stimmungen für die achen vorsah. Der 5 orlage zugestimmt. Helsingfors hat die m hts gegen Führer Leilnahme am Mänkau Teil erhöht. setzt seine aulehggeg n über die bolschewisti beiz fort. Das Blatt den finanizellen En ningpost“ wird nisation. die sich„D Zweites Blatt zum Dertmund-Mengeder Lokal-Auzeiger Nr. 45. Sonnabend, den 14. April 1934. 15. Jahrgang. Lokales emie - unterziehen. einer ersten in dorgenommeren it der mfange fest, daß e. chaus normale, ysterie weit ent als Mensch, an g etrachtet Zu Persg Der charf beuneh Die weite geoganl ioch nicht Dortm.=Mengede, den 14. April 1934. * Im Silberkranze. Am heutigen Samstag begehen die Eheleute August Schmölter, Groppenbruch, Groppenbrucher Straße 27 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. Wir entbieten dem Jubelpaar, das auch zu unserem #eserkreis gehört, die herzlichsten Glückwünsche. *„ K r a f t d u r c h F r e u d e". Z u m e r s t e n M a l ieht die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“. auch hier in Mengede einen Abend auf, der ilen Volksgenossen wirkliche Kraft aus der Freude geben soll. Die ganze Vortragsfolge ird von hiesigen Kräften bestritten. So wirn mit der MGV.„Liederkranz“, Oestrich, as Mandolinen= und Gitarrenorchester Men bede, die Gebrüder Marx(Akkordeon) und wei ere hiesige Kräfte. Der niedrige Eintrittsbreis von 10 Pfg. soll jedem Volksgenossen einen Besuch der Veranstaltung ermöglichen. ber nicht nur der Arbeiter der Faust, sondern uch der Arbeiter der Stirn wird an diesem bend erwartet. * Kirmes in Mengede. Auf der Wiese des Lirts Schaarmann an der Volksgartenstraße t ab Sonntag, den 15. April bis Sonntag, en 22. April große Volksbelustigung mit Kirbestrubel. Die Schausteller haben Schiffschau#l. Karussels, rollende Tonnen und die üblichen Buden aufgebaut, die bei einer richtigen Kirmes orhanden sein müssen. Hoffen wir noch, daß as Wetter gut bleibt und daß es an dem kötigen Kleingeld nicht mangelt, damit Besucher nd Schausteller voll auf ihre Kosten kommen. * B e r u f s w e t t k a m p f. A m S o n n t a g, d e n 1 5. pril, vormittags 8 Uhr, trifft sich die gesamte befolgschaft I der Berufsgruppe Bergbau, auf em Marktplatz zum Wettkampf. Federhalter und Feder sind mitzubringen. Theaterabend. Im Saalbau Sigges ist morgigen Sonntag um 7,30 Uhr eine Thesteraufführung der„Vereinigten Bühne“. Mensede.„Wenns Mailüfterl weht“, so betitelt das dreiaktige Volksstück mit Gesang, und bird besonderen Anklang bei den Besuchern inden. Frische, fröhliche Volkslieder sind in r Handlung eingewoben. Da steht die Liesel sor der Türe und wartet auf den Hans, singt In ein Lied vom schönsten Wiesengrunde. Na, wird auch diesmal wieder schön. * Innere Missionswoche. Die innere Mississwoche wird auch in Mengede entsprechend Programm begangen. Außer den Gotteskensten am Sonntag vormittag wird am Mon## in der Kirche um 19,30 Uhr eine große rauenversammlung stattfinden unter Mitwirung des Frauenchors Nette, in der Frau iebe=Harkort, die Leiterin der westf. FrauenUlse und des Frauenwerkes der evgl. Kirche Pestfalens sprechen wird. * Beim Rangieren zwischen die Puffer gesten. Am Donnerstag morgen gegen 8 Uhr der Reservezugführer Sch. aus Dortmund eim Rangieren eines Güterzuges im BahnP# Mengede einen Unfall. Er geriet mit dem echten Oberarm zwischen die Puffer, wobei ek Ellenbogen zermalmt wurde. Bis zum Erheinen des San.=Rats Dr. Hallermann leieien Sanitäter die erste Hilfe. Der Verunsickte wurde in das Mengeder Krankenhaus ngeliefert. us te Hus. klattbütsche Eck f5 Mengen un Umgiegend. (Nachdruck verboten!) Mien leiwe Redaktör! Ek gäew wat doaför, wann de Zeitung nit wöer. Säeß Dag hew'k blauß Tied, dann est wier so wiet. Un est noch so schänn Wiär, kau'k an de Bliefiär. Lawer du sühst an dat Riemßel, dat't mäeh #.9 schlimm gemeint es; süß här ek op eaktör Donnerwiär riemt. Worüm sall de ressch ok verdreitlik sien, wann de April ganz „ltene Roll fällt un sik inbellt, hä wöer „en harop kommen un möeg nu at en artigen ergen bewiesen, dat hä düese Ehr verdennt r Bis doatau was't jo ok Wiär taum Eier#. De Schüppen blenken in de Giärn un düren lacht met'm ganzen Gesicht. Se freit ####.„ Tiet, wä nu kömmt; wann de Eärbeemn äerst dran sind, gäeht bis taum Heie wak sachter tau op'm Burenhuof. ea at ek di vertallt hew, hiet Wippstiädt ne Fiur op Austern makt. Sowiet at jähm k. buten anteseihn was, es se jähm ganz guet ###e: Allerdings hiet hä siene Kar van kahm“ an, wiel at dat Ding ächten käen 9.=822, schuwen mocht. Dawer hä hiet mi §:cacht, jähm anschmiät te hemmen. Op e woll hä sik en paar gekuokte Eier Jät es Eier, wann du käene hiest! ET Hauhner het en Pips, de Hahn kreiht kester s, noch, hiet oawer en Tenor at de #nd#pers, wann hä„in vorgerückter Stun ### gnmung“ singt:„Wi goaht nit ehr ihtnss½ bis at de Hahn op'm Mistfall har mi guet indeckt.(Niäbenbi, nett es mi leiwer at en halw Dutz Eier.) Der Sieg des„Stoßtrupps 1917“. Warnung. Die absolute Fähigkeit des Nationalsozialismus zu einer volksnahen, künstlerisch hochstehenden, ideengebundenen Filmschöpfung konnte nicht wirkungsvoller unter Beweis gestellt werden wie in diesem Film. Wenn nämlich irgendwo ein Höchstmaß von Formungsvermögen und seelischer Erfassung eines Lebensvorganges beansprucht wird, dann ist das der Fall bei dem schwierigsten Unternehmen, welches der Filmkunst als Aufgabe überhaupt gesetzt werden kann: Die Nachgestaltung des Fronterlebnisses und damit die Frontwirklichkeit. Wir haben eine ganze Reihe von sogenannten Frontfilmen bürgerlicher Herkunft hinter uns. Von denen die aus schnöden Kassengründen Kassengründei au den Markt cem###en wurden, soll dabei garnicht gesprochen werden. Es genügt, an die jammervolle Regie und die trostlos dürftige Vorstellungskraft von der Welt da draußen zu erinnern, welche bei den meisten Bildstreifen dieser Art zutage trat. Nicht nur, daß versucht wurde, mit achivalischen Mitteln („Or ginalstreifen“, aus dem Weltkrieg) oder mit empörend unzulänglichen Methoden den Krieg vorzuführen. Das schlimmste war, daß man sich nicht scheute, Namen wie Douaumont und Tannenberg buchstäblich zu verwirtschaften und unter Mißbrauch dieser Kampfstätten das Bild der Leistung und der Größe zu verzerren. Die Schöpfer des„Stoßtrupp 1917“ sind weder filmwirtschaftlichen Lockungen nochflacher, selbstgefälliger Routine, noch leichtfertigen Illu sionen über die Schwere ihrer Aufgabe erlegen. Sie wußten, daß sie einen neuen Weg zu beschreiten hatten, wenn sie den Frontfilm schaffen wollten, an dem sich alle künftigen zu orientieren haben. Sie wußten, die Frontleistung war so titanisch, daß der darstellende Bericht über sie verpflichtet. Nämlich zu unbestehlicher Wahrheitstreue, zu bewußtem Verzicht auf die geringste Konzession an den bürgerlichen Geschmack und zur äußersten Anspannung aller Mittel und Kräfte. Das war der Leitgedanke bei dieser Filmschöpfung, der wiederum getragen und überprüft wurde durch den Stoff des Vorgangs, wie ihn Hans Zöberlein in seinem Buch„Der Glaube an Deutschland“ geformt hatte. Hier war der Frontsoldat als Fachmann der Entscheidende. In der Gewißheit, daß jede Darstellung des Krieges, die etwas anderes enthüllt als sein wirkliches Wesen, ehrfurchtlos, kitschig, innerlich unwahr, unmöglich sein würde. * Wohltätigkeits=Veranstaltung im Fredenbaum. Ein großangelegtes Konzert veranstaltet die NSV., Ortsgruppe Eving, am heutigen Abend im Fredenbaumsaale. Sechs Männer= gesangvereine und ein Knabenchor werden gemeinschaftlich unter der Leitung des heimischen Chormeisters H. Lichtenberg acappella=Chöre und solche mit Orgelbegleitung zum Vortrag bringen. Es wirkt ferner mit der Musikzug der 30. SS.=Standarte unter Leitung von Musikzugführer Pg. Ronnenbach. Aus unserm Ortsteil ist der Männergesangverein„Grüne Tanne" und aus Westerfilde der Quartettverein „Sangesfreunde=Westhausen“, an diesem Konzert beteiligt. * Das Ulmensterben. Die Biologische Reichsanstalt für Land= und Forstwirtschaft teilt mit: Ut ehrlike Nöechstenleiw üewerleit ek jähm Soaterdag en halw Dutz. Jedes enzelne Ei was harmlaus präparäert. At de Mester muorgens in de Rieselfeller de Hack unnersetten woll, funn hä biem Fräuhstück im äersten Ei en schwatt Piärhoar. Graute Augen! Ne kruse Noahdenkerstäern un en Schüetteln met'm Kopp. Scha, dat ek de Gedanken nit opschriewen kann. De Mester pock dat angebruokene Ei vüersichtig in un nahm dat twedde in de Hand. Un, o Wunner, at hält afpeller un drin bäet, har hä wier en Hoar tüschen de Täen. Nu sost du doch de Motten kriegen! reip hä un de Wäert woar opmiärksam op sienen fräuhen Gast un kam an sienen Disch. Ok de bestauner dat Wunner. Hä schlaug jähm vuer, de Eier an de Hauchschaul in Hannover te schicken, wo dä Piärr= un Hauhnerdokters drop studäert. Dä sollen de Sak wuohl harutkriegen. Un de Mester hiet dat Geld dran woagt. Un Plästermeier woll sik van Muorgen kaputlachen, at hä mi vertallt, dat de Mester de beiden Eier unner drei Mark Nachnahme wier trüeg kriegen här. Plästermeier es wiägen Beihilfe verdächtig, wiel at siene Miär ne schwatte Mahn un en schwatten Stiät hiet. Hä hiet de Ziettel seihn, wä in dem Pakäetken was.„ S. g. H. Sie sind einem Aprilscherz zum Opfer gefallen. Die Pferdehaare sind mittels einer langen, feinen Nadel in das rohe Ei eingeführt. Wenn Sie genau zusehen, oder ein Vergrößerungsglas zur Hilfe nehmen, entdecken Sie die Spuren von Gips, mit dem die kleinen Verletzungen der Eierschale kunstgerecht verklebt sind. Wir erheben für unsere Bemühungen 3.— RM. durch Nachnahme.“ hiet in dem Schriewen stoahn. Un nu hiet hä mi in Verdacht.— oawer wu sall ek an Piärhoar kommen? Junge, wann hä wüßt, wu miene Frau schannt hiet, wiel at ek däen Küekendisch met Gips beschmiärt har. Nien leiwe Redaktör. De Fiergen sind nu boal te Enn. Un Dienstaa meit de I=Männkes Aus dieser inneren Bindung heraus zeigt der Film vom Stoßtrupp 1917 in einem Ausschnitt aus dem Massenschicksal des Weltkrieges die Kampfstätte, den Kampf und die Kämpfer, so wie sie gewesen sind. Die' Kampfstätte: Von schonungsloser Realistik. Den Kampf: Als eine einzige donnernde Symphonie von Detonationen und Splittergeheul, als ein Kaleidoskop von Feuerwänden und himmeltürmenden Fontänen, von Hämmern, Rauschen und dem ewigen Koilektivlärm der Frontlandschaft. Und den Kämpfer: Als Schreckensüberwinder im Banne einer Pflicht und darüber hinaus einer Idee, seines Glaubens an Deutschland. Hurrapatri otische Heldenimbetung findet man nicht in diesem Film. Er wirkt heroisch durch die Tarsachen. Durch das zwingende Abrollen der Vorgänge, durch die seelische Haltung, mit der das Frontschwein dem Schicksal entgegentritt, durch die soldatische Kampfsittlichkeit(das gerade Gegenteil von bürgerlicher Moral!) und durch die Kameradschaft aus gleicher Entbehrung und Todesgefahr. Die Leute von diesem Stoßtrupp sind Bayern gewesen, und so wurden als Darsteller wieder Deutsche aus Bayern genommen, aus dem Erdinger Moos, wo der Film entstanden ist. Nicht das ist an sich entscheidend, denn es gab Stoßtrupps aller deutschen Mundarten. Was aber so eindringlich und so volksverwurzeit wirkt, das sind eben diese lebenswahren, naturnahen Gestalten aus der Welt des einfachen geraden deutschen Volksgenossen, die hier ganz ungeschminkt zutage tritt. Hier in diesem Film sieht sich der unbekannte Frontsoldat selber, der wurzelechte, unkomplizierte Kämpfer für Deutschland, wie er war und sein wird, und hier empfindet er die Erinnerung an die Größe seiner Leistung, zu der er fähig war und stets gewesen ist, wenn er richtig geführt wurde. Der„Stoßtrupp 1917“ hält sich in strengster innerer Gebundenheit an die ehernen Gesetze des Krieges. Er zeigt das furchtbare Doppelgesicht der Materialschlacht, verschweigt keinen seiner Schrecken, beschönigt keine menschliche Anfechtung. Die Kriegsschrecken sind eine Größe. Nicht sie wirken zersetzend auf den Willen zur Landesverteidigung. Deutschland soll sich diesen Film sehen. Es ist der Lehrfilm vom Kriegserlebnis, den Spießern zur Beschämung, den Kriegsopfern zur Stärkung im Kampf um ihr Recht, der Jugend zum Vorbild. Unter der Ueberschrift„Der Ulmentod besiegt“, ist ein kurzer Aufsatz in zahlreichen Tageszeitungen erschienen, in dem u. a. behauptet wird, das Ende des Ulmensterbens sei gekommen, die Biologische Reichsanstalt habe Versuche, auf schwach erkrankte Bäume widerstandsfähige, asiatische Ulmenarten aufzupfropfen, glücklich zu Ende geführt und diese Maßnahme have sich zur Bekämpfung des Ulmensterbens glänzend bewährt. Diese Darstellung entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist lediglich, daß zwei asiatische Ulmenarten in jahrelangen Versuchen als widerstandsfähig gegen die Ulmenkrankheit erkannt worden sind und daß jetzt Versuche eingeleitet sind, auf unsere anfälligen Ulmen(sofern sie noch gesund sind) diese widerstandsfähigen Ulmenarten aufzupfropfen, in der Hoffin de Schaul. Dat es äerst wat nigs un wäet te licht wat oalls. En Bekannter van mi, wä fiefunväertig Joahr Schaul hoallen hiet, sag es tiegen mi:„Ek kann't van Dag noch nit begriepen, dat ek dat proat bracht hew. Wann mi enner, noah de drei äersten Schauldag sagt här:„Sau mien Suohn, ut de Schaul kömmst du nit ehr wier harut, bis at du 65 Joahr büst“— ek gläuw, ek wöer laupen, sauwiet at mi miene kuorten Bäen härren driägen kunnt.“ Dorüm: Käen Mensch schloah siene Kinner daut, me wäet nit, wat drut wäeren kann. Van Dag wäet de Kleinen dat jo ok vüel lichter gemakt. Se gliet so langsam, oahn at se't miärkt, ut'm Spieloaller in't Lehroaller harin. Am schlimmsten het't de enzigen Kinner, wä ümmer an Mamas Schüet pakt hiet, un nu müeglik dat äerste Joahr jeden Dag van de Magd gebracht oader afgehalt wären meit. Va un Mauer! Loat däen Jungen, wann hä säeß Joahr es, endlik Jung sien. Freit ink, wann hä sik en räecht schmiärigen un klüngeligen Kamroaden metbrengt, wiel at jähm dä wiägen siene Sträek un Infäll gefällt. Un wann it ink an däen Anzug staut, et es viellicht noch en ganzen afgelagten van inken Jungen doa, wä jähm päßt. Un dann denkt nit, it mögen däem I=Männken vam äersten Dag an bi de Schaulsaken helpen. Sewers es de Mann! dat priäkt jähm van klein an in. Wann hä graut es, helpt jähm auk nümms. Dat sall oawer nu nit heiten, Guotts Water üewer Guotts Land laupen te loaten. De Schaulsaken seiht jähm jeden Dag van Anfang an noah. Künnt se ok af un tau utputzen wann Galopparbäet geleistet es, wiel at de Schaulfrönd te buten flot hiet. Süß loat ne Jungen sien, so lang at hä well. Brukt ok nit de äersten väertien Dag noahm Schaulmester te goahn, üm te hören, wat it vör en düchtigen Jungen het. Oawer, wann it miärkt, dat wat nit stemmt, goaht ruhig noahm Schaulmester. Dä siet ink, wo de Has im Piäpper liet un wäet Afhölp. Un dann denkt nit ümmer:„Use Rüeh bitt nit, un use Katt kraßt nit.“ Denkt Die evangelische Kirchengemeinde teilt mit: Unter allerlei Vorwänden werden in verschiedenen Häusern der Gemeinde Unterschriften verlangt, daß man nicht katholisch werden wolle, daß man für die Kirche sei, daß die Bibel nicht abgeschafft werde, daß das Bekenntnis bleibe. Es ist unverantwortlich und unverständlich, daß durch solche Gerüchte Verwirrung angerichtet und die Volksgemeinschaft bedroht wird. Die Gerüchte entbehren jeglicher Grundlage. Die Führung des Volkes steht auf dem Boden des positiven Christentums und gewährt den anerkannten christlichen Kirchen, der evgl. und römisch=kath. ihren Schutz. Die Pfarrer u. das Presbyterium haben mit diesen nichts zu tun, sie haben keine Leute beauftragt, Unterschriften zu sammeln. Sie warnen vielmehr, zumal die Gefahr der Sektenbildung auf diesem Wege besteht, unter solche Liste ihre Namen zu setzen. W. solche List werden. erbitten die Pfarrämter, Presbyter oder das evgl. Gemeindeamt im Amtsgebäude sofort Mitteilung. nung, dadurch die Bäume unanfällig gegen die Krankheit zu machen. Ob diese Hoffnung sich erfüllen wird und wieweit diese Maßnahme in der großen Praxis durchführbar sein wird, bleibt abzuwarten. Es ist vorderhand lediglich ein Versuch, dessen Ergebnis noch aussteht. Dortmund * Zum Gastspiel Heinrich George im Dortmunder Stadttheater. Heinrich George, einer der populärsten Schauspieler der Bühne und des Films, gastiert Sonntag, den 15. April in Dortmund mit Friedrich Grieses Schauspiel „Mensch aus Erde gemacht". Das Ensemble setzt sich zusammen aus den Schauspielern Berta Drews, Hans Mierendorff, Franz Klebuschund Kai Möller. Ueber die Einmaligkeit und Vollendung der Darstellung in diesem erfolgreichsten der heutigen Werke schreibt z. B. die WeserZeitung, Bremen: Es ist ein geschlossenes, herrlich aufeinander abgestimmtes Ensemble, das durch die Einmaligkeit der Georgeschen Darstellung, die die Gestalt des Dichters nicht nur erfüllt, sondern durch sie hindurchstößt, aus ihrer typisierenden Allgemeingültigkeit zu seherischer Schöpfung des einzelnen Menschen sich einen Erfolg errang, wie er ohne Uebertreibung wohl seit Jahrzehnten in Bremen nicht mehr gesehen wurde. Aus tiefster Ergriffenheit wuchs ein Beifall, der schließlich so ungeheuer wurde, daß er Georges und des Ensembles Erscheinen vor dem eisernen Vorhang über die zwanzigmal erzwang. Dieser George=Abendwar ein schauspielerisches Erlebnis, wie wir es nur in unseren kühnsten Träumen erhofft hatten.“ Und die Bremer Nachrichten schrieben über dieses einmalige Gastspiel Georges im Bremer Stadttheater:„Die Gäste boten in der Tat eine ganz große schauspielerische und spielleiterische Ensembleleistung, deren hinreißender Gewalt sich wohl keiner der zahlreichen Zuschauer entziehen konnte, eine Leistung, die durch ihre erschütternde Größe und ihre wirkliche Einmaligkeit den Beifall zu einem orkanartigen Brausen, einem immer wiederkehrenden Hervorrufen dieses einzig lebenden Repräsentanten der deutschen Schauspielkunst steigerte.“ an inke äegene Kinner= und Schaultied. De Appel fällt nit wiet vam Stamm, et si dann, dat de Baum am Auwer stäeht. Wä sienen Jungen noch nit kennen soll, dä revendäer jähm af un tau de Büchsentasch. Se es ümmer vulle, oawer et gäeht ümmer noch wat doabi. Et lät sik ut däem Museumsinhalt sogar op de spätere Professiaun schluten. Rädkes van kapute Weckuhren verroat däen Mechaniker. Niägel un Schruwen den Schreiner usw. Wann oawer en Jungen käenen Paxband in de Tasch hiet, dann es hä entweder krank oader hä es Uewerhaupt käenen Jungen, un gäeht jeden Rüehn ut'n Wiäg. Un met de Däerns? Dat maut Mauer sewers am besten wietten, wu dä te behandeln sind. Wann de Mauer ne düchtige Frau woaren es, dann kennt se ok däen Wiäg doahenn un wäet ne de Dochter te lein. Wann dat süß nit richtig gemakt wät, künnen de Lüe seggen: Wann me de Kauh nit so guet kännt, soll me nit gläuwen„dat dat en Kalw dervan wöer. Nien leiwe Redaktör! Noch ganz kuort wat van de Politik. wä in de Austerdag nit tau Woar kommen kunn. Besunnere Austereier sind nit gelagt woaren. Du kennst doch däen Witz van äene bestimmte junge Frau, wä es van jähren Mann te hören kräeg, de Eier wören te hart gekuokt:„Ich hab sie aber schon ne Viertelstunde gekocht“, gaf se at Entschülligung an. Dat franzäusche Afrüstungsei wät ümmer härter, wiel at't jäben all vüel te lang kuokt hiet. Härren de Küök doamoals tau richtigen Tied, at de fief Minuten üm wören, in'n Pott griepen, wöer dat Ei te geneiten wiäst. Nu est te lat. Frankrich well nit. Nirgends es met däem Woart„heilig“ mehr Unfug gedriewen woaren, at in Genf. Wat soll nit alls heilig sien! Telest noch hiet Henderson ut lutter Verliägenheit wat van„heilige Pflicht“ küert.— Wi Vernünftigen raupt:„Heiliger Bimbäm! Wat sall dat Küren! Heilig es: Friede und Gerechtigkeit allen Völkern!“ Dien Amadeus. M e e im ee Belebung des Eisenbahnverkehrs Eine gute Unterrichtung der Bürgerschaft über die Geschehnisse in der Verwaltung trägt erheblich zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei. Während bisher das Zusammenwirken von Gemeindeverwaltung und Presse nur auf freiwilligen Vereinbarungen beruhte, sind jetzt durch das neue Gemeindeverfassungsrecht die Rechtsgrundlagen für diese Zusammenarbeit geschaffen worden. Das Gemeindeverfassungsgesetz vom 15. 12. 1933 bestimmt im§ 27, daß der Leiter der Gemeinde für Unterrichtung der Bürgerschaft über alle wesentlichen Vorgänge in der Verwaltung Serge zu tragen hat. Dazu schreibt„Die deutsche Gemeinde": In ößeren Gemeinden wird es nun nicht möglich ein, daß der Gemeindeleiter die Bürgerschaft in ewissen Zeitabschnitten zusammenberuft und ihr Aufklärung über die Arbeiten der Gemeinde geben wird. Die fortlaufende Unterrichtung der Bevölkerung wird vor allem durch die örtliche Presse erfolgen. In der Ausführungsanweisung vom 26. 2. 1934 zum Gemeindeverfassungsgesetz wird daher den Gemeinden in geeigneten Fällen empfohlen, zum Zwecke der Unterrichtung der Presse dieserhalb besondere Pressebesprechungen einzurichten oder in sonstiger Weise die dauernde Fühlungnahme mit der Ortspresse sicherzustellen. Durch diese Bestimmungen werden die bereits bestehenden gemeindlichen Pressestellen fest verankert. Aber auch die Gemeinden, die bisher eigne Pressestellen nicht besaßen, haben dafür zu sorgen, daß die Verbindung zwischen örtlicher Presse und Gemeindeverwaltung hergestellt wird. Die Bürgerschaft der Gemeinde hat jetzt einen Anspruch darauf, daß sie fortlaufend über wesentliche Vorgänge in der Verwaltung unterrichtet wird. In welcher Weise eine Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung und Presse erfolgt, wird sich im allgemeinen nach den örtlichen Verhältnissen richten. Es ist aber unbedingt nötig, daß jeder Leiter einer Gemeinde die Presse mit Nachrichtenmaterial aus dem Gebiet der Verwaltung versieht. Auch das Gemeindefinanzgesetz vom 15. 12. 1933 legt den Gemeinden und Gemeindeverbänden, soweit sie nicht weniger als 5000 Einwohner haben und ehrenamtlich verwaltet werden, die Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit der Presse auf. Nach§ 4 Abs. 3 dieses Gesetzes hat der Leiter der Gemeinde dafür Sorge zu tragen, daß die wesentlichen Gesichtspunkte des Entwurfes der Haushaltssatzung durch die örtliche Presse zur öffentlichen Kenntnis gebracht werden. Nicht nackte Zahlen sollen mitgeteilt werden, sondern auch der einfache Mann soll sich ein Bild darüber machen können, was ein Haushaltsplan bedeutet und wie die Steuergelder verwaltet werden. Der Märzbericht des Direktionsbezirks Essen Ermäßigung der Grundgebühren für Fernsprechanschlüsse Das große von der Reichsregierung verfolgte Ziel, alle Volksgenossen wieder in Brot und Arbeit zu bringen, ist auch für die Neugestaltung des Tarifwesens der Deutschen Reichspost richtunggebend und weist den Weg zu einer Angleichung der Fernsprechtarife an den Vorkriegsstand, soweit das nach der eigenwirtschaftlichen Lage der Deutschen Reichspost möglich ist. Den ersten Schritt auf diesem Wege bildete der Verzicht auf den sogenannten Apparatbeitrag, der bis zum Juni 1933 in Höhe von 50 RM. für alle neuen Fernsprechanschlüsse erhoben wurde. Der Wegfall des Apparatbeitrages brachte den erfreulichen Erfolg, daß der Rückgang der Fernsprechanschlüsse, der in den vorhergehenden Jahren bereits eine Viertel Million erreicht hatte, abgefangen und zum Stillstand gebracht werden konnte. Das weitere Ziel bildet jetzt die Wiedergewinnung der verlorengegangenen Anschlüsse und die Ausbreitung des Fernsprechers in immer weitere Kreise. Zu diesem Zwecke werden vom 1. Mai an die Grundgebühren im Durchschnitt fast umein Viertel gesenrt, womit ein alter Wunsch vieler Teilnehmer aus dem Mittelstand, dem Kleingewerbe und Kleinhandel erfüllt wird. Die Grundgebühren werden ermäßigt in Ortsnetzen mit 51 bis 100 Hauptanschlüssen von 4,00 RM. auf 3,50 RM., d. i. um 12,5 v. H., bis 200 Hauptanschlüssen von 5,00 RM. auf 4,00 RM., d. i. um 20,0 v. H., bis 500 Hauptanschlüssen von 6,00 RM. auf 4,50 RM., d. i. um 25,0 v. H., bis 1000 Hauptanschlüssen von 6,50 RM. auf 5,00 RM., d. i. um 23,1 v. H., bis 5000 Hauptanschlüssen von 7,00 RM. auf 5,50 RM., d. i. um 21,4 v. H., bis 10 000 Hauptanschlüssen von 7,50 RM. auf 5,50 RM., d. i. um 26,7 v. H., über 10000 Hauptanschlüssen von 8,00 RM. auf 6,00 RM., d. i. um 25,0 v. H. Mit dieser Gebührenermäßigung wird erreicht, daß über die Hälfte aller Wenigsprecher an Grundgebühren und Gesprächsgebühren zusammen weniger zu zahlen haben als vor dem Kriege. In den kleinen Ortsnetzen mit nicht mehr als 50 Hauptanschlüssen und einer Grundgebühr von nur 4 RM. mußte mit Rücksicht auf den geringen Betrag der Gebühr und auf die in diesen Ortsnetzen besonders hohen Anschlußkosten von einer Gebührensenkung abgesehen werden, zumal die Teilnehmer dieser Ortsnetze schon bisher geringere Gebühren als vor dem Kriege zahlten. Die Ermäßigung der Grundgebühr ist für die Deutsche Reichspost mit einem erheblichen Einnahmeausfall verbunden; sie konnte daher auch erst durchgeführt werden, nachdem der Finanzminister für 1934 auf einen Teil der von der Deutschen Reichspost an das Reich abzuliefernden Die im Vormonat beobachtete langsam ansteigende Verkehrsbelebung in den Fernreisezügen entwickelte sich im Monat März weiter günstig und steigerte sich gegen Ende des Monats zu einem starken Österverkehr, zu dessen reibungsloser Bedienung 104 Vor= und Nachzüge zu den planmäßigen Zügen zum Einsatz kamen. Während der Ausflugsverkehr außer Ostern aus jahreszeitlichen Gründen noch unbedeutend war, erfuhr der Sonderzugverkehr anläßlich mehrerer größerer Aufmärsche und Kundgebungen eine starke Belebung. Die Entsendung jugendlicher Landhelfer nach Ostpreußen und Pommern erfolgte im Monat März in noch größerem Maße als im Monat Februar; rund 8000 Personen gegen 5000 im Vormonat wurden in Einzeltransporten mit planmäßigen Zügen befördert. Zur Bewältigung des im März aufgekommenen Sonderverkehrs sind insgesamt 231 Personensonderzüge gefahren worden, davon 80 zu politischen Veranstaltungen, 6 für den Wintersport und die vorerwähnten 104 Vorund Nachzüge für den Österverkehr. Die Güterzufuhr zum Bezirk Essen wies im ganzen betrachtet, sowohl gegen den Vormonat als auch gegen März des Vorjahres eine merkliche Belebung auf, die nicht lediglich auf jahreszeitliche Einflüsse, sondern auf den allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zurückzuführen ist. Die Anzahl der im Monat März nach Bezirk Essen abgefertigten Wagen betrug 262 360(249424). Beim Expreßautverkehr war eine gewisse Steigerung sowohl gegen den Vormonat als auch gegen den gleichen Monat des Vorjahres festzustellen. Auch im Eil- und Frachtstückgutverkehr war die Entwicklung zufriedenstellend. Der Wagenladungsverkehr ließ eine weitere günstige Wirtschaftsentwicklung erkennen. Die 0=Wagenstellung für Brennstoffe belief sich im März d. J. auf insgesamt 475 748(462531) oder arbeitstäglich bei 26(24) Arbeitstagen auf 17 997(18 953) Wagen zu 10 To. Der Rückgang um arbeitstäglich durchschnittlich 5 Prozent hat seine Ursache in den jahreszeitlich bedingten verstärkt nachlassenden Hausbrandbezügen und in einer gewissen Zurückhaltung des Handels und der Verbraucher im Hinblick auf die erstmalig schon ab 1. 4. erhältBeträge verzichtet hat. Die Deutsche Reichspost hofft, daß durch eine regere Inanspruchnahme des Fernsprechers und durch die Gewinnung neuer Teilnehmer ein Teil dieses Gebührenausfalles wieder ausgeglichen wird. Ein kleines Mißverständnis wandert durch die Das lateinische Sprichwort„mens sana in corpore sano“, d. h.„gesunde Seele im gesunden Leib“ gehört zu den„klassischen Binsenweisheiten“, über die man nicht erst weiter nachdenkt. Aber bei einer kritischen Betrachtung kommt Dr. H. Helbich in der„Deutschen Medizinischen Wochenschrift" zu der Erkenntnis, daß dieses Sprichwort gründlich mißverstanden wird. Entspricht es auch wirklich den Tatsachen? Keineswegs! Zwar ist allgemein bekannt, in wie hohem Maße das Seelenleben eines Menschen von seinem Körperzustand abhängt, aber die Erfahrung hat gezeigt, daß sehr wohl auch in einem kranken Körper eine gesunde Seele wohnen kann. Unter zahlreichen Beispielen, die sich dafür darbieten, greift der Verfasser das des Fliegers v. Hünefeld heraus, der durch ein hartnäckiges chronisches Magenleiden sich in schlechtem körperlichen Allgemeinzustand befand und doch eine so gesunde Seele besaß, daß er mit unerschütterlichem Gottvertrauen und glühender Vaterlandsliebe eine von der ganzen Welt bewunderte Großtat vollbrachte. Es kann auch nicht bestritten werden, daß die Seele durch körperliche Krankheiten oft eine Vertiefung, Läuterung und Bereicherung erfährt. Das Sprichwort besitzt also in der üblichen Auffassung keine allgemeine Gültigkeit. Aber die ursprüngliche Bedeutung, die der Schöpfer des Wortes ihm beilegte, entspricht auch gar nicht der landläufigen Deutung. Der römische Satiriker Juvenal, der den Sittenverfall des römischen Reiches so leidenschaftlich gegeißelt hat, warnt in seinen 10 Satiren vor dem maßlosen Streben der Menschheit nach Gütern und zeigt an Beispielen, wie kurzsichtig es sei, die Götter um Reichtum, Macht, Ruhm, langes Leben, Schönheit zu bitten. Dann aber nennt er einige Wünsche, die der Mensch getrost tun darf, und darunter auch die Bitte,„daß die Seele im gesunden Leib gesund sei“. Daraus geht klar hervor, daß außer dem Besitz einer gesunden Seele ein gesunder Leib erbeten werden soll, daß also nicht der Besitz des einen als die Voraussetzung des anderen betrachtet werden kann. Ausgabe neuer Fettverbilligungsscheine Für Mai und Juni 1934 werden Stammabschnitte mit vier Bezugsscheinen für Haushaltsmargarine und zwei Reichsverbilligungsscheine für Speisefette ausgegeben. Der auf den Stammabschnitten befindliche Bestellschein gilt dementsprechend für 2 Pfd. Haushaltsmargarine. Für die Ausgabe gelten die bisherigen Bestimmungen. Es sei jedoch auf folgendes besonders hingewiesen: Die Ausgabestellen haben die Stammlichen Sommerrabatte, die bisher erst ab 1. 5 gewährt wurden. Dieser Rückgang im Kohlenversand, der regelmäßig in den letzten Wintermonaten zu beobachten war, ist in diesem Jahre insoweit bemerkenswert, als sein Ausmaß gegen den Vormonat geringer war, als der Rückgang des März zum Februar im Jahre 1933. Darüber hinaus ist aus dem Stellergebnis des März d. J. gegenüber dem März 1933 noch erkennbar, daß sich die Absatzverhältnisse des Ruhrbergbaues durch die fortschreitende wirtschaftliche Besserung um arbeitstäglich 2969 Wagen zu 10 To. oder 19,8 Prozent gebessert haben. Die Brennstoffanfuhr in den Duisburg=Ruhrorter Häfen hat nach Besserung des Rheinwasserstandes vom 2. Drittel des März ab eine erfreuliche Belebung erfahren; sie stieg von 663 973 oder arbeitstäglich 27 666 To. auf 740 748 bezw. 28 490 To. Der Koksverkehr nach Frankreich und Luxemburg sowie der Erzverkehr in der Gegenrichtung ist gegen den Vormonat nur gering gestiegen. Recht erfreulich hat sich weiterhin die 0= Wagenstellung für andere Güter als Brennstoffe entwickelt. Konnte schon im letzten Bericht des Monats Februar eine arbeitstägliche Zunahme von 326 Wagen oder 10,6 Prozent gegenüber dem Januar nachgewiesen werden, so hat sich diese Besserung im März mit täglich weiteren 300 Wagen oder 8,9 Prozent gegenüber dem Februar fortgesetzt. Die Ursache dieser günstigen Entwicklung liegt in der wieder einsetzenden Bautätigkeit, der besseren Beschäftigung und Absatzlage der davon abhängigen Industrien sowie in der Auswirkung der vielseitigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. An G=Wagen wurden arbeitstäglich 2485 (2525) gestellt. Der geringe Rückgang ist ausschließlich auf das saisonbedingte Nachlassen des Versandes von künstlichen Düngemitteln zurück zuführen. Die Stellung von Wagen besonderer Bauart hat sich infolge fortschreitender Besserung der industriellen Absatzlage weiter erhöht, und zwar von arbeitstäglich 962 auf 1051 Wagen. Zur Abwicklung des Gesamtverkehrs wurden auf Haupt= und Nebenbahnen des Direktionsbezirks Essen 2 215 380(2015 180) Zugkilometer und 83077012(75 480 758) Wagenachskilometer gefahren. abschnitte beschleunigt an die Bezugsberechtigten auszugeben. Mit der Ausgabe ist schon im April nach Eingang der Scheine unverzüglich zu beginLokaler Sport. Fußball 1. Kreisklasse. Da wegen des am Sonntag nachmittag in der Kampfbahn Rote Erde stattfindenden Spieles um die deutsche Fußballmeisterschaft F. C. Schalke 04 gegen Eimsbü sel in Dortmund Svielverbot herrscht, kommen die angesetzten Meisterschaftsspiele bereits morgens zum Austrag. In der Gruppe A steigen 3 Spiele. Bövinghausen trifft auf eignem Platz auf die stark vom Abstieg bedrohten Westerfilder Germanen und müßte bei regulärem Verlauf einen Sieg erzielen. Mengede weilt in Dorstfeld zu Gast. Somborn und Lindenhorst werden sich einen ausgeglichenen Kampf liefern. Lediglich ein Spiel findet in der Gruppe B statt. Brambauer muß schon vom Abstiegskandidaten Lünen 05 beide Punkte heimbringen, um sich die Meisterschaftshoffnungen nicht zu verscherzen. 1. Dorstfeld 09— 1. TuBV. Mengede. Zum Meisterschaftsspiel müssen sich die Mengeder morgen in Dorstfeld stellen, womit sie vor keiner leichten Aufgabe stehen. Die Gastgeber nehmen in der Tabelle einen guten Mittelplatz ein und verfügen über eine junge, eifrige Kampfmannschaft. Wenn auch die letzten Resultate nicht gerade für den Platzverein sprechen, so lief die Mannschaft gegen Mengede immer zu vesonoerer Form auf. Die engen ungewohnten Ausmaße des Dorstfelder Platzes geben weiter Anlaß zu besonderer Vorsicht. Spielerisch ist den Rot=Weißen ein klarer Vorzug einzuräumen. Da noch Aussicht auf Erringung des Meistertitels besteht, sollten sie diese durch einen klaren Sieg unterstreichen. Anstoß 10,30 Uhr in Dorstfeld. Abfahrt 9 Uhr per Auto ab Waldeier. Vorher spielen die 2. Mannschaften beider Vereine. Die la=Jgd. empfängt vormittags 10,30 Uhr die gleiche Castrop 02. Handball 1. Minister Stein— 1. TuBV. Mengede. Zum Rückspiel müssen die Mengeder in Eving antreten. Die Gastgeber entpuppen sich auf eigenem Platz als ernsthafte Gegner und müssen die Rot=Weißen mit besonderen Leistungen aufwarten, wollen sie dort ein ehrenvolles Resultat erzielen. Anwurf 10,30 Uhr. Abfahrt 9,15 Uhr per Rad ab Waldeier. nen. Die Ausgabe muß auch in größeren g meinden innerhalb von zwei bis höchstens iu Wochen, also spätestens noch in der ersten Hälft des Mai, im wesentlichen durchgeführt sein. sonen, bei denen die Voraussetzungen für Bezug der Stammabschnitte erst nach dem 1. 1934 eintreten, haben noch bis zum 9. Juni 1934 Anspruch auf die unverkürzten Stammat. schnitte mit vier Bezugsscheinen und zwei Reichz. verbilligungsscheinen. Dieser Endtermin ist als Ausnahme für etwa neu hinzukommende B. rechtigte bestimmt und darf keinesfalls für die Festsetzung der normalen Ausgabetage als maß. gebend betrachtet werden. Die beiden Bezugz, scheine für Mai 1934 bleiben auch für den Mo. nat Juni gültig. Jedoch darf auf die beiden für Juni bestimmten Bezugsscheine Margarine nicht schon im Mai ausgegeben werden. Den Empfängern der Stammabschnitte ist von den Ausgabe. stellen, wie schon bisher, bekanntzugeben, die Stammabschnitte mit den Bestellscheinen un verzüglich bei der Verkaufsstelle vorgelegt wer den müssen, um die rechzeitige Belieferung sicher zustellen. Es besteht Veranlassung, darauf hin zuweisen, daß die Stammabschnitte nicht ausgegeben werden dürfen, wenn ein Bedürfnis offen. sichtlich nicht vorliegt oder die mißbräuchliche Verwendung der Scheine mit Grund zu besorgen ist. Die geltenden Bestimmungen über den Krei der Bezugsberechtigten ermöglichen es, Minder bemittelte, die nach ihrer wirtschaftlichen Lage auf einen Ausgleich gegenüber den höheren Fettpreisen tatsächlich angewiesen sind, an der Verbilligung teilnehmen zu lassen. Dabei werden, wie bisher, kinderreiche se milien sowie die Volksgenossen in den verschiedenen deutschen Grenzgebieten in Anbetracht ihrer besonderen wirtschaftlichen Verhält nisse hinreichend zu berücksichtigen sein. Die Entscheidung über die Einbeziehung minderbemit telter Volksgenossen in die Fettverbilligung nag Maßgabe der geltenden Bestimmungen ist von den Ausgabestellen nach pflichtgemäßem E messen und unter Berücksichtigung der Umstände des einzelnen Falles zu treffen. Steuerkalender 16. April: Staatl. Grundvermögensteuer Staatszuschlag, Gemeindezuschlag, Hauszinssten er, Entwässerungs=, Abortanschluß=, Straßen reinigungs= und Müllabfuhrgebühren für 16. April: Zahlung der Gewerbelohnsumm steuer für März an die städt. Steuerkasse. 16. April: Zahlung des Schulgeldes April an die städt. Steuerkasse. 20. April: Zahlung der Lohnsteuer, der E standshilfe und, soweit sie an die Finanzät, abzuführen ist, der Arbeitslosenhilfe für die 3 vom 1. bis 15 April an die Finanzkassen. 26. April: Zahlung der Gemeindebierstert für Februar unter gleichzeitiger Abgabe der zeige. Soweit Bier von auswärts in das Ge## der Stadt Dortmund eingeführt wird, ist glei zeitig schriftliche Anmeldung erforderlich. Bei Versäumung der Jahlungsfristen# die gesetzlichen Verzugszinsen und im Falle 4 Zwangsvollstreckung erhebliche Kosten zu zahle Kirchliche Nachrichten Evangelischer Gottesdienst. Mengede: 9,30 Uhr Hauptgottesdienst“ der Volkswoche der Inneren Mission um Mitwirkung des Frauenchors Mengede, Stenger. 10,30 Uhr Kindergottesdienst, Taufen. Montag 19,30 Uhr Vortrag Frauen in der Kirche. Die Bibelstunde Gemeindehause fällt deshalb aus. Diens 15 Uhr masurische Bibelstunde im Gemein haus, Schulstraße 2. Oestrich: Sonntag 20 Uhr Blaukreuzst Nette: Die Blaukreuzstunde fällt aus. gendbund Dienstag 20 Uhr im Gemeinde) Mengede. Deusen: Sonntag 9,30 Uhr Gottesdien 10,45 Uhr Kindergottesdienst. Bodelschwingh: Sonntag 10 Uhr tesdienst: 11 Uhr Kindergottesdienst. 2 nerstag 20 Uhr Gemeindebibelstunde. Westerfilde: Sonntag 9 Uhr Pastor Brink. 10 Uhr Kindergottesdiens. Katholischer Gottesdienst. Mengede: 6,15 Uhr St. hl. Messe. Uhr Frühmesse mit Predigt und gem Kommunion der Jungfrauen. 8.45 Uht dermesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt Predigt. Nachmittags 2,30 Uhr Osteran Nette: 7.30 Uhr Frühmesse mit Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittag' Uhr Osterandacht. Bodelschwingh: 7,30 Uhr Frühmesgung Predigt. Gem hl. Kommunion 2=.10 uh frauen und der Mädchenoberklasse,,„nen Hochamt mit Prediat. 2.30 Uhr Sattol andacht. Festnahmen wegen Devisenvergehens Datteln. Auf Veranlassung der Zollfahndungstelle Dortmund wurden folgende Personen aus Datteln wegen Devisenvergehens festgenommen Der Fabrikant Johann Fischer, dessen Leder fabrik im vorigen Jahre abbrannte und gegen den auch ein Verfahren wegen Versicherungsbe truges eingeleitet worden ist. Ferner der Protu rist Bernhard Berkenkamp und der Schwage# des Fabrikanten, der Kaufmann Heinrich Bresser Die Festgenommenen wurden dem Amtsgerich in Recklinghausen zugeführt, das Haftbefehler lassen hat. besteater Verbercenn der Wen packt nicht, r warmen Strahlen he und Wald es zu grü venn draußen alles herlust, die uralte M lit wie die Menschheit Einauszuziehen in d Die Wälder und Fel wigen Gesundbrunn und Seele zu er per einmal dieser S. al offenen Auges 1 ewandert ist in das Einmal den vielfältig berns an Körper un ## nie mehr los, den sleibt ein Wanderer Wie keine andere leit geschaffen, Junc uzurufen und zu schöne Werk der den sch eine vorbildliche rrungen hat und nidem deutschen Jugen us eines Richard S oie Liebe zur Natu dor allem zu unser dieses gewaltige We erbergen in allen 0 erlandes umfaßt. 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Und per einmal dieser Sehnsucht gefolgt ist, wer einmloffenen Auges und offenen Herzens hinaushewandert ist in das weite Land der Freude, wer finmal den vielfältigen Gewinn fröhlichen Wanberns an Körper und Seele erlebt hat, den läßt l# nie mehr los, den packt es immer wieder, der hleibt ein Wanderer sein Leben lang. Wie keine andere ist diese köstliche Frühlingseit geschaffen, Jung und Alt aufzurütteln und hufzurufen und zu werben für das große und schöne Werk der deutschen Jugendherbergen, das sch eine vorbildliche Stellung in der ganzen Welt rrungen hat und nicht mehr wegzudenken ist aus en deutschen Jugendwandern. Der hohe Idealisus eines Richard Schirrmann, unendliche, selbstboie Liebe zur Natur, zu Heimat und Volk und por allem zu unserer deutschen Jugend schufen ieses gewaltige Werk, das heute 2100 Jugenderbergen in allen Gauen unseres deutschen Vaerlandes umfaßt. Ein verpflichtendes Erbe hat die Hitler=Jugend mit dem Herbergswerk des keichsverbandes für deutsche Jugendherbergen sbernommen:„Erwirb es, um es zu besitzen!“ die Zahl der über vier Millionen Ueberlachtungen, die die deutschen Jugendherberen jetzt jährlich zählen können, beweist den gekunden Sinn unserer Jugend, beweist den Naturunger namentlich der Stadt=Jugend. Und darauf ommt es an, die Jugend aus den Steinwüsten er Städte heraus an den Quell allen Lebens zu führen. Sie wieder Naturverbundenheit zu lehen. Sie soll sich Heimat und Vaterland rwandern. Land und Leute kennen lernen und aus dem Gesundbrunnen Natur Kraft, Gesundheit und Lebensfreude für den persönlichen und nationalen Daseinskampf gewinnen. Die Möglichkeit dazu gibt das Jugendherbergswerk auch dem ärmsten Jungen und dem ärmsten Mädel. Vieles und Gutes ist vorhanden, mehr noch bleibt zu schaffen. Wo früher vielfach marxistischer und weichlich pazifistischer Geist auch in den Jugendherbergen und in der wandernden Jugend sich breit machte, herrscht heute der Geist des Nationalsozialismus. Die Jugendherberge, heute in allen Gauen unter nationalsozialistischer Führung, will neben der billigen Uebernachtungsstätte ein Hort der Kameradschaft und wahren sozialistischen Geistes, eine Heimstätte der Treue der deutschen Jugend zum heiligen Vaterland sein. Innere und äußere Sauberkeit sind ihr Kennzeichen. Im Rahmen des großen Werbefeldzuges für das heutsche Jugendherbergswerk veranstaltete dieser Tage der Gau Westfalen im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen eine Rundfahrt, um den Vertretern der Gebietspresse Gelegenheit zu geben, einen Blick zu tun in eine Reihe westfälischer Jugendherbergen und in die Arbeit und Ziele des Jugendherbergswerks. Aus berufenem Mund des eigentlichen Schöpfers und langjährigen Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen und Präsidenten des internationalen Jugendherbergswesens Schirrmann, des Gauführers Grimmelt=Münster, des Landesreferenten Bubenzer=Münsterland und der HJ.=Führer hörte man von dem Wollen und der Arbeit zum Ausbau des Jugendherbergswerkes. Man sah Jugendherbergen, wie sie sein sollen und wie sie das schöne Westfalen in großer Zahl besitzt, man sah auch solche, die dringend der Erneuerung und des Ausbaues bedürfen. Ueberall aber sah man frische fröhliche Jugend der HJ., des BdM. und des Jungvolks auf Ferienfahrt. Es war so recht ein Tag zum Wandern und Schauen. Ueberall in den Herbergen, in Hohensyburg, in Hohenlimburg, in Iserlohn, in Menden, in Arnsberg, am Möhnesee und in Soest, das gleiche Bild frisch=fröhlichen Treibens, hervorragender Ordnung und Sauberkeit. T S m 25 Be Zweifach ist der Sinn des Reichswerbe= und Opfertages für die deutschen Jugendherbergen, den der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen mit Unterstützung der Reichsregierung Mitte April durchführen wird. Einmal gilt es, neue Mittel zu schaffen, mit denen neue Jugendherbergen errichtet, bestehende finanziell entlastet und die Uebernachtungsgelder nach Möglichkeit weiter gesenkt werden sollen. Zum anderen wender sich die Werbung an Junge und Alte: Kommt her, Ihr Jungen und Mädel, schaut und erlebt es selbst, wie schön es bei uns ist und welch hoher Gewinn für Körper und Seele Euch aus dem Wandern erwächst. Kommt her zu uns, Ihr Eltern und Lehrer, seht selbst und überzeugt Euch, daß Eure Kinder, daß die Euch anvertraute Jugend bei uns gut aufgehoben ist, daß Leib und Seele der jungen Menschenkinder nicht nur nicht gefährdet sind in unseren Heimen, sondern stark gemacht werden für das ganze Leben. Das ganze deutsche Volk, das in der Fürsorge für die armen und bedrängten Volksgenossen so unendlich Großes geleistet hat in dem letzten Jahr, wird freudig und gern auch diesem Ruf Folge leisten, denn es geht um die Jugend, um Baterland und Staat. Westfälisches Jungvolk auf Osterferienfahrt Links: e S Jugendherberge Iserlohn Rechts: Jugendherberge Menden EAAA „Heis Gedesswited“ tädt die Jugend au Siel! Schwimmende Jugend-Großherberge im Hamburger Hafen Am Sonntag wurde in Anwesenheit des Reichsjugendführers die schwimmende Jugendherberge„Hein Godenwind“ ihrer Bestimmung übergeben. iptn Stau denkt zurück bei Kap Horn gehen Wellen wie Häuser, da man Mann am Steuer“, diese merklich angzernden Verse murmelt Käptn Stau, VerWenem nachsinnend, vor sich hin, als wir am Lelerrad des Dreimastseglers stehen, der bei un& Voß zur schwimmenden Jugendherberge .##ut wird. Oft haben Seemannshände die* Steuerrad fest und ingrimmig umklammert, n es galt, sich der blinden Wut des Meeres erwehren. s“ ein wechselvolles Geschick blickt der Dreier zurück. Auf einer französischen SchiffsMa.7 St. Lazaire lief er 1902 vom Stapel. rrechal Suchét“ hieß er damals. Später fuhr een englischen Namen„Faith“ tragend, unter besischer Flagge. Dann erwarb ihn die Ham8. Reederei Laeizs, der er bis 1925 gehörte. wworm“ hieß er. Viele Jahre hindurch brachte uf engößig Salpeterladungen nach Hamburg. Eih r seiner vielen Fahrten von Nord nach E“ von Europa nach Amerika und Afrika ge####er alte Dreimaster, wie Käptn Stau zu er# eiß, in große Seenot und konnte nur Pasen" zeborgen werden. Zuletzt lag er, ohne E#en und Segel, als eine Art Wohnschiff für Echifgfs,„Bedarfsfälle auf dem Hamburger bochl 2299f. Der alte verwitterte Käptn Stau die ihn und verbrachte in tiefer Abgeschiedenheit seine Tage damit, an seine glückliche Fahrenszeit zurückzudenken. Ein Geschenk an die Jugend Vom Hamburger Hafenbetriebsverein wurde die„Pellworm“ dem Reichsverband für deutsche Jugendherbergen, Gau Nordmark, gestiftet. Der tätigen Anteilnahme des regierenden Bürgermeisters Krogmann ist es zu danken, daß die erheblichen Mittel, die der Um= und Ausbau zur Jugendherberge erfordert, bald bereitgestellt wurden. Die bisher recht mangelhaften Uebernachtungsverhältnisse für Jugendwanderer in Hamburg werden die denkbar günstigste Umwandlung erfahren. „Hein Godenwind“— unter diesem Namen wird die schwimmende Jugendherberge im Hamburger Hafen bald in ganz Deutschland allen wandernden Jungen und Mädchen bekannt sein. Bei Gorch Fock werden sie dann nachlesen, was es mit dem„Hein Godenwind, Admiral von Mosketonien“ auf sich hat. Am 8. April marschierten 110000 Jungen und Mädel auf. Ihnen übergab der Reichsjugendführer Baldur v. Schirach, der die Taufe vornahm, das Geschenk, ein wahres Schmuckstück. Welche Arbeit erforderlich war, um aus der halb verschollenen„Pellworm“ eine so wohnliche Unterkunft, einen Platz zum Verweilen zu machen, werden dann nur wenige ermessen. Ein Rundgang durch das Schiff Unweit der riesigen Eisengerüste und Docks der Schiffswerft Blohm& Voß, in einem ruhigeren Winkel, liegt der„Hein Godenwind“. Sein neuer weißer Anstrich, unterbrochen durch einen blauen Zierstreifen, leuchtet in der Sonne. Neue Masten sind gesetzt und mit Takelage versehen worden; die Jungen und Mädel sollen ein richtiges vollständiges Schiff ihr eigen nennen. Nach der Art der Takelage, setzt mir Käptn Stau auseinander, sei es eine Polka= oder Polker=Bäk(die Schreibweise läßt er, gegen orthographische Bedenken beneidenswert unempfindlich, mir frei). Auch Rettungsboote, mehr der Vollständigkeit als des Erfordernisses wegen, zwei große Anker, Positionslaternen, ein richtiges Steuerrad wird der„Hein Godenwind“ haben. Nichts wird fehlen, was notwendig ist, um von Seefahrt zu träumen. Käptn Stau führt mich durch das Schiff, dessen obere Länge rund 85 Meter beträgt, zeigt mir den breiten Aufgang und den Schalterraum am Eingang. Hier melden sich die Jungen und Mädel, dann werden sie zur Schreibstube geschickt, einem einfachen, aber geschmackvoll, freundlich ausgestatteten Raum, wo sie ihren Schlafraum angewiesen behalten. Die Schlafräume, im zweiten und dritten Deck gelegen, mit vorbildlichen Toilettenanlagen versehen, haben im ganzen 510 Betten. Sie können, da ganze Schiffsteile in sich abgeschossen sind, nach Bedarf unter Jungen und Mädchen verteilt werden. Die Bettenzahl in den einzelnen Räumen ist verschieden. In den meisten sind es 10 bis zwölf. Es gibt aber auch Räume, in denen sich zwei, vier, sechs, acht, und andere, in denen sich bis zu dreißig Betten befinden. Maler und Anstreicher sind beschäftigt, die Wände hell zu streichen und die Bettstellen zu bronzieren. Tag für Tag arbeiteten hundertsechzig Handwerker, die, geräuschvoll oder leise,„Hein Godenwind“ von oben bis unten umtrempelten. Daß er es ihnen nicht immer leicht machte, zeigt mir ein kleiner Vorfall bei den Kesseln, dessen Zeuge ich war. Ein junger Arbeiter war in einen Kessel hineingekrochen, um ihn auszumauern. Vergebens versuchte er, sich durch das Kesselloch wieder herauszuzwängen, und es dauerte eine halbe Stunde, bis man ihn, nicht ohne einige Hüftabschürfungen, wieder herausgezogen hatte. Vier große, helle Tagesräume, die von einem Hamburger Künstler mit Wandbildern geschmückt wurden, dazu ein riesiger Fahrradraum, die Küche und eine Selbstkochküche mit elektrischem Herd füllen das erste Hauptdeck aus. Für fünf bis sechs Hundert Personen kann gekocht werden. Für den Herbergsvater, Kapitän Gabers, und seine Familie steht an Bord eine geräumige Wohnung bereit. Zwei Helfer und ein Koch wohnen ebenfalls auf dem Schiff. Auch Käptn Stau hat seine kleine, aber behagliche Kabine... Manchmal erzählt Käptn Stau Weit ist er herumgekommen, hat schon als Vierzehnjähriger große Fahrten gemacht und sich sein Leben lang mit Meer und Sturm herumgeschlagen. Manchmal abends, wenn es einem der Jungen oder Mädel gelungen ist, ihn aufzutauen, wird er beginnen:„Als wir damals um Kap Horn fuhren...“ Und alle werden in sein zerfurchtes, gutmütiges Gesicht schauen und seinen Worten lauschen. Mancher Junge, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, wird nicht ruhen, bis der Traum von der Seefahrt Wirklichkeit wird... Liegeplatz: Ueberseebrücke An der Ueberseebrücke, mitten im Hamburger Hafen, liegt der„Hein Godenwind". Dort reckt der weiße Dreimaster, am Bug das Hamburger Wappen und das der HI, seine Masten empor, und läßt seine Fahnen flattern. Vom Deck aus werden die jungen Wanderer, von denen viele zum ersten Male einen großen Hafen sehen, hinausschauen auf das Treiben, werden mit staunenden Blicken an der Schönheit der ein= und auslaufenden Ozeanriesen hängen und voll Neugier dem Hin und Her der kleinen Personenschiffe, Kutter und Barkassen folgen. Wenn sie wieder davonziehen, werden sie den Klang der Schiffssirenen wie eine haftengebliebene Melodie mit sich tragen.„Hein Godenwind“ ist nicht nur die größte schwimmende Jugendherberge, sondern wird zugleich seinen jungen Gästen auf einzigartige Weise zum Erlebnis werden. Carl Dietrich Carls. Die neue Kolonisation Friedrich der Große war der größte Kolonisator, er hat das große Siedlungswerk durchgeführt, um seine Soldaten unterzubringen und das dünn bevölkerte Land mit Bewohnern aufzufüllen. Heute ist Deutschland das meist bevölkertste Land. Noch im Jahre 1910 wohnten auf einem Quadratkilometer 120,3 Einwohner, 1933 bereits 139.3. Deutschland ist das Land ohne Raum geworden und deshalb eine neue Siedlungstätigkeit, eine neue Kolonisation notwendig. jedoch aus anderen Gesichtspunkten, die Friedrich den Großen bestimmten, Menschen anzusiedeln und Wohnverbesserungen vorzunehmen Deutschland muß bestrebt sein, für seine Einwohner Raum zu gewinnen und durch Bodenverbesserungen und Bodengewinnung die landwirtschaftliche Erzeugung zu steigern, um unabhängig vom Auslande zu werden. Die in Deutschland noch möglichen Bodenverbesserungen könnten zu einer Steigerung unserer landwirtschaftlichen Erzeugung im Werte von zwei Milliarden Mark jährlich führen. Hier kann der Arbeitsdienst einsetzen und hier ist er bereits eingesetzt worden. Nach den Angaben des deutschen Landwirtschaftsrates sind rd. 8.5 Millionen Hektar Flächen vorhanden, die zuviel Wasser haben, also ein Drittel des deutschen Kulturlandes. An unkultivierten Moorflächen etwa 1,9 Millionen Hektar(das Doppelte der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Sachsen) an Oedland 1,2 Millionen Hektar, von denen 600000 Hektar landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden können. Es können Flurbereinigungen, das heißt die wirtschaftliche Umlegung des besonders im Westen und Süden Deutschlands vielfach noch zersplitterten ländlichen Grundbesitzes erfolgen und dadurch 5 Millionen Hektar gewonnen werden. Durch Hochwasserschutz sind rund 1 Million Hektar Neuland zu gewinnen und viele hunderttausende von Hektar durch Eindeichungen. Alte Bauernsitze sind durch untragbare Steuern und Zinslasten verkommen, sie müssen neu kultiviert und einer neuen Bewirtschaftung zugeführt werden. Die kultivierbaren Moorflächen harren heute noch der Bearbeitung, ein ungeheures Gebiet für Neusiedlungen. Es liegt in der Planung des Arbeitsdienstes, dieses Moorgebiet zu kultivieren und daneben das Oedland, die sandige Heide, zum Kulturland zu machen. Wir haben demnach genügend Raum für den Nachwuchs, große Siedlungsmöglichkeiten und der Arbeitsdienst erfüllt eine volkswirtschaftliche Aufgabe von ungeheurem Ausmaß. Ob er zur Kultivierung der Moore oder des Oedlandes eingesetzt wird oder Deiche und Dämme baut, um die Ueberschwemmungen zu verhindern, die jährlich einen Schaden von 200 Millionen Mark verursachen, er sieht produktive Tätigkeit vor sich, die volkswirtschaftlich erst später einmal richtig gewertet werden wird. Bedenken wir nur, daß unser Einfuhrbedarf an Holz zur Zeit noch 22,5 Prozent der heimischen Holzerzeugung ausmacht und die Möglichkeit besteht, Oedland, geringfügiges Ackerland usw. aufs neue zu beforsten, so erhalten wir einen Begriff davon, welche Arbeitsmöglichkeiten für den Arbeitsdienst bestehen. Nach den Feststellungen des Reichsernährungsministeriums können zur Aufforstung gelangen: 1 Million Hektar geringfügiges Ackerland, 800 000 Hektar Oedland, 200 000 Hektar Waldschadensgebiet, 100 000 Hektar Blößen und 100000 Hektar Einschälwald und Hauberge. Zudem könnte diese Aufforstungsarbeit wesentlich zur Belebung der Wirtschaft beitragen, da allein der Pflanzenbedarf etwa 4,4 Milliarden Mark betragen würde. Soeben ist im Zentral=Verlag, Berlin, eine Schrift„Der Weg zum Arbeitsdienst“ veröffentlicht worden, in der als Planung für den Arbeitsdienst diese Kolonisierungstätigkeit hervorgehoben wird. An den maßgebenden Stellen bringt man selbstverständlich den Aufgaben des freiwilligen Arbeitsdienstes größtes Verständnis entgegen, denn gerade er ist dazu in der Lage, dem deutschen Volk Raum zu geben und mit systematischer Verfolgung der ihm gesteckten Ziele Neuland zu gewinnen, auf dem ein großer Teil der jungen deutschen Generation eine Heimat finden wird. Heute liegt eine andere Triebkraft hinter der großen Planung, die früher zwar auch erkannt worden war, aber dilatorisch behandelt wurde, weil nie ein ernster Wille zur Organisierung eines nationalen Arbeitsheeres aufkommen konnte. Gerade diese Aufgaben, die dem Arbeitsdienst gestellt sind, schlagen allen Verleumdungen ins Gesicht, daß auch der Arbeitsdienst eine Aufrüstung sei. Gewiß, er ist eine Aufrüstung, aber in anderer Hinsicht, eine geschlossene Organisation, die junge Kräfte einspannt zur produktiven Tätigkeit für die ganze Nation. Die geringen Kosten, die der Arbeitsdienst erfordert, werden vielfach aufgewogen durch die ungeheuren Werte, die er zu schaffen vermag und die er schaffen wird. Hier arbeitet ein junges Heer selbstlos, uneigennützig für die Nation und es sind nicht leichte Arbeiten, die den jungen Freiwilligen aufgebürdet werden, die aber von ihnen mit voller Hingabe übernommen sind. In allen Teilen des Reiches marschiert heute bereits das Heer des freiwilligen Arbeitsdienstes. dort aber, wo die größten Planungen vorliegen, zum Beispiel im Emsland, an der deutsch=holländischen Grenze und in der Lüneburger Heide werden die Bataillone dieser Arbeit anmarschieren, größer und stärker dort, um dem Moor um der Heide Land abzugewinnen und an der Nordsee, um in zäher Arbeit dem Meere eine ganze neue Provinz abzutrotzen, um die Halligen mit dem Festland zu verbinden. Die Politik der Woche Genter Eintagstliege— Um den deutschen Wehretat— Die Baseler Transter-Besprechungen— Das gigantische Ringen in der Arbeitsschlacht G. Es war vorauszusehen, daß sich die Arbeiten des Büros der Abrüstungskonferenz auf eine nicht allzu lange Dauer erstrecken würden. Daß man sich aber nur mit einer Zusammenkunft begnügte, um dort wieder erneut die Vertagung zu beschließen, beweist erneut, auf welch schiefe Ebene das ganze Abrüstungsproblem gelangt ist. Wollten noch am Anfang der Woche verschiedene Blätter von einem Besuch Barthous in Berlin sprechen, so konzentriert sich im Augenblick das Hauptinteresse auf die Garantiefrage. Die Geschäftigkeit der europäischen Diplomatie, insonderheit die Vasallenstaaten Frankreichs, ließ in ihrer Undurchsichtigkeit Perspektiven nach allen Richtungen offen. Offenbar will man die bereits angebahnten divlomatischen Verhandlungen fortsetzen, um nach deren Sichtung dem Büro der Konferenz mit konkreteren Angaben dienen zu können. Der Form nach drehen sich die Verhandlungen in Genf um den Macdonald-Plan, der in seiner Gesamtheit eine Annäherung an die deutschen Forderungen bringt und gleichzeitig eine gewisse Rücksicht auf die französischen Sicherheitsforderungen gibt. Wenn in diesem Zusammenhang eine stark beeinflußte französische Presse von einer Wendung in der Abrüstungsfrage spricht, die Frankreich geneigt erscheinen lasse, die deutschen Ansprüche anzuerkennen, so liegt darin offensichtlich nur ein Versuch Frankreichs, einen Ausweg zu suchen, um nicht als Friedensstörer in Europa zu gelten. In diesem Zusammenhang betrachtet, kann sich dieses Manöver nur um einen taktischen Schachzug handeln, der an der sattsam bekannten französischen Einstellung nicht das geringste ändert. Die Bemühungen, die auf dem toten Punkt angelangten Genfer Besprechungen wieder zu neuem Leben zu erwecken, drehen sich nicht zuletzt um die Frage einer erneuten Teilnahme Deutschlands an diesen Besprechungen. Hier steht der unbeugsame Wille der Reichsregierung, jede weitere Teilnahme solange abzulehnen, bis dem deutschen Volke die ihm gebührende Gleichberechtigung auch in der Rüstungsfrage zuerkannt wird, gegen eine chauvinistisch inspirierte Pariser Asphaltpresse, die dem französischen Volke immer wieder eine Invasion des gänzlich abgerüsteten deutschen Volkes in französisches Gebiet ausmalt. Henderson, der Vorsitzende der Abrüstungskonferenz, ist optimistisch, nicht ohne einen gewissen Grad von Besorgnis für den weiteren Verlauf der Besprechungen. Sein Appell an die Vertreter, sich der Aufgabe der Konferenz zu erinnern, läßt diese Mutmaßung durchaus zu. Er verkennt nicht die große Gefahr, daß die alten Feinde der Abrüstung das Uebergewicht erhalten könnten und die Welt aus dem Zustand der internationalen Ordnung in den der Anarchie geraten könnte. Ob seinem Optimismus aber die ersehnte Erfüllung zuteil werden wird, steht bei objektiver Würdigung der Sachlage doch sehr in Frage. Aus dem französisch=englischen Notenwechsel läßt sich eine optimistische Auffassung nicht rechtfertigen, und wenn Henderson glaubt, aus diesem Notenwechsel neue Anbahnungsmöglichkeiten zwischen London und Paris in der Frage der Abrüstung erhoffen zu können, so bleibt er mit seiner Auffassung allein. Barthou hat nämlich die englischen Fragen unbeantwortet gelassen und neue Fragen gestellt, die lediglich den Zweck verfolgen können, die Verhandlungen hinauszuschieben, um die französische Entscheidung für einen günstigeren Zeitpunkt bereitzuhalten. Daß Frankreich sich bereits heute über seine Haltung in der Abrüstungsfrage und zu den deutschen Forderungen vollkommen klar ist, darüber kann nicht der geringste Zweifel bestehen bei allen, die die Entwicklung der französischen Außenpolitik von Briand mit seinen paneuropäischen Ideologien, bis heute mit kritischer Würdigung verfolgt haben. Hier dient als bester Beweis die augenblickliche scharfe Zuspitzung des Verhältnisses zwischen Belgien und Frankreich, das auch durch den Brüsseler Besuch Barthous keine wesentliche Aenderung erfahren hat. Die Informationen, die Barthou in Brüssel erhielt, zeigen nur zu deutlich, daß Belgien die negative Kritik an allen Abrüstungsvorschlägen, gleich von welcher Seite sie kommen, ersetzen will durch eine Erkenntnis, daß die Haltung des hochgerüsteten Frankreich gegenüber dem gänzlich abgerüsteten Deutschland eine Verunglimpfung der Sicherheitsprobleme überhaupt bedeute. Daß diese Aenderung in der belgischen Einstellung am Quai d'Orsay einiges Bestürzen hervorrief, ist bei Anerkennung des bisherigen Verhältnisses der beiden Staaten nur zu verständlich. In diesen Tagen finden in Basel, im Gebäude der B33.=Bank die Verhandlungen der Anleihegläubiger Deutschlands mit dem Reichsbankpräsidenten statt, die die Frage der Regelung der deutschen privaten Auslandsschulden zum Gegenstand haben. Die Verhandlungen sind so gestaltet und zeigen von deutscher Seite einen derartigen Bereitschaftswillen, daß unbedingt mit einem günstigen Abschluß gerechnet werden müßte. In der Hauptsache spielt bei der Lösung dieser Fragen das Transferproblem eine hochbedeutsame Rolle. Dr. Schacht hat in seinen Ausführungen in nicht mißzuverstehender Weise zum Ausdruck gebracht, daß eine Nichtanerkennung der deutschen Schulden, ob sie nun privaten oder politischen Charakter tragen, niemals zur Debatte stehen könne. Die Bedenken der Auslandsgläubiger, die eine solche Nichtanerkennung befürchten, seien durchaus grundlos. Schulden seien eben Schulden und müßten als solche anerkannt und beglichen werden. Die Transferfrage, die zur Diskussion stehe, drehe sich demnach nicht um die Frage der Anerkennung oder Nichtanerkennung der deutschen Schulden, sondern nur um die Art und Weise, wann und eventuell zu welchem Zeitpunkt die Begleichung der Anleiheschulden erfolgen kann. Die Voraussetzungen zur Lösung des gesamten Problems liegen in der Devisenbeschaffungsfrage. Solange das Ausland seine Märkte unseren Produkten verschließt, ist eine Bereitstellung von Devisen schlechthin unmöglich. Deutschland kann nur dann einer Frage der Begleichung der Auslandsschulden nähertreten, Das„Krätzchen“ kehrt wieder Von der Zipfelhaube zur Feldmütze Durch die Zeitungen ging unlängst die Nachricht von der Wiedereinführung der alten schirmlosen Feldmütze, die seit dem Weltkriege im Reichsheer ersetzt war durch eine Mütze mit weichem Stoffschirm. Die gute, alte Feldmütze, die nun jetzt wieder zu Ehren kommt, hat zuletzt noch viel Spott und Hohn erdulden müssen: ausgerechnet sie hatten unsere Revolutionshelden von 1918 auf die Hörner genommen, an ihr, dem„Krätzchen" ließen sie ihr Gift und ihre Galle aus, sie sollte sozusagen das Sinnbild des„fluchbeladenen deutschen Militarismus“ sein. Warum, das mögen die Götter wissen: alle Armeen haben ähnliche bequeme schirmlose Mützen für den kleinen Dienst und das Lagerleben, aber keinem Menschen jenseits unserer Grenzen ist es bisher aufgefallen, sich darüber aufzuregen! Unsere Feldmütze hat eine lange Geschichte! Als eine Art Zipfelmütze, als ein außerplanmäßiges Bekleidungsstück hat sie vor zweihundert Jahren ihre Laufbahn angetreten. Sparsam. wie der preußische Militärfiskus allzeit war, ließ er sie nicht etwa neu anfertigen— nein, jeder Soldat mußte sich eine„Schlaaf Mütze". wie es damals hieß, selber zurechtschneidern aus alten. in Ehren ausgewirkten Westen und Kamisolen, die sonst zu nichts mehr nütze waren. Uebermäßig farbenfreudig mögen diese Zivtelmützen kaum ausgesehen haben! In einem Infanterie=Reglement von 1726 heißt es: „Von den alten Kamisölern sollen die Unteroffiziers und Gemeine Brusttücher und Schlaaf=Mützen laut Probe machen lassen". und der alte Dessauer bestimmt für sein Regiment, daß man„die Püsche! von alten Hüten“ daran setzen soll— solch eine Zivfelmütze sollte dann zwei Jahre vorhalten. Die Kavallerie hatte sogar zweierlei Arten. Schlafmützen und Fouragiermützen, die zu Avvells. zum Stalldienst und auch beim Pferdebewegen getragen wurden. Hier waren die Bestimmungen schon genauer: der Zivfel mußte nach rechts herunterhängen, und um den unteren Rand lief ein Streisen in der Regimentsfarbe. Als 1790 bei der Kavallerie blaue Mäntel eingeführt wurden, wurden aus alten Mänteln auch blaue Mützen gemacht: bei großer Kälte wurden sie unter den Hüten getragen. Es gibt sehr wenig Abbildungen dieser eigenartigen Kopfbedeckung. so daß uns der Anblick eines preußischen Soldaten mit einer Zivselmütze durchaus nicht vertraut erscheinen will, obwohl er damals in den Standorten gewiß nicht selten war. Bei der großen Umwandlung des preußischen Heeres nach dem Kriege 1806 wurde auch die Lagermütze planmäßig und erhielt jetzt als„Feldmütze" eine wesentlich ehrenvollere Stellung. Im Bekleidungswesen wurde damals viel von den verbündeten Russen übernommen und so diente auch hierbei das russische Modell als Vorbild. Während seines Aufenthaltes in Memel hatte der König die praktischen Mützen der litauischen Bauern gesehen. deren Ränder man als Hals= und Nackenschutz herunterklappen konnte, übrigens eine Art, wie sie ähnlich auch heute noch auf dem Lande und beim Schneeschuhsport getragen wird. Diese Mütze, die im übrigen schon fast die Form der heutigen Feldmütze aufweist, wurde aus grauem und bei der Garde aus blauem Tuch mit einem schmalen Rand in der Kragensarbe des Regiments eingeführt. Aber schon 1814 fielen die Klappen fort. Acht Jahre später erhielt die ganze Armee die bedeutend kleidsameren blauen Mützen. Erst im Jahre 1842 kam die schwarz=weiße Kokarde hinzu. Als ein Kuriosum will es uns erschelnen, daß in den Wirren der Revolutionsjahre 1848 durch Kabinettsorder zur preußischen Kokarde auch noch die schwarz=rot=goldene trat. Langes Leben war ihr allerdings nicht beschieden: schon 1850 verschwand sie wieder, um erst in anderer Gestalt nach 1918 aufzutauchen. Im Jahre 1897, am 100. Geburtstage Wilhelms I., kam dann endgültig für das ganze deutsche Heer die schwarz=weiß=rote Reichskokarde. Es war stets ein bequemes Stück. die Feldmütze. Sie ließ sich leicht verpacken im Tornister oder auch im Brotbeutel, und wer im Manöver durch den Schiedsrichter außer Gefecht gesetzt war, zog sie rasch hervor und stülpte sie sich auf. Die bequeme Verpackungsart und die Möglichkeit, sie auch unter dem Stahlhelm zu tragen. mögen zu ihrer Wiedereinführung beigetragen haben. Das neu eingeführte Hoheitsabzeichen wird an ihr nicht angebracht, zumal sie zum Ausgang nicht getragen werden darf. Da die alten Feldmützen erst noch aufgetragen werden sollen, so wird es noch eine Zeit dauern. bis wir im Manöver oder im Lager ein Wiedersehen mit ihr seiern können. W. Große, Major i. N. wenn ein ausgedehnter Export die Einfuhr Devisen ermöglicht. Dazu kommt, das Deutz. land, als in der Hauptsache verarbeitendes La einen großen Teil der Rohprodukte aus# Ausland einführen muß. Auch hier müssen u Begleichung der Schulden Devisen bereitgese werden. Die Lösung des ganzen Problems lien in einer durchgreifenden Wiederbelebung## europäischen Marktes, die den Import und 6# port in gleicher Weise fördert. * Immer wieder wurde in Reden und maßgebender deutscher Männer neben anden wichtigen Aufgaben der Kampf gegen die Arbeit losigkeit herausgestellt. Mit allen zur Verfügn stehenden Mitteln und mit immer neuen eindringlicheren Mahnungen wurde diese Grundübel der deutschen Volksnot der Kan angesagt und der überlegenen Strategie Reichsregierung und der um sie vereinten Mä ner ist ein Sieg von seltener Bedeutung gelu gen. Die Arbeitslosenzahl ist im Zeitraum ein Jahres von 5,6 Millionen auf 2.8 Millionen sunken. Das bedeutet eine Verminderung um Hälfte. Als der Führer vor einem Jahre, 1. Mai 1933, auf dem Tempelhofer Feld in lin zu den deutschen Arbeitern sprach, da er sich eine Frist von vier Jahren aus, die wendig sei, um das neue Deutschland auszubaug und um über die Schaffung eines neuen Bau### tums und eines neuen tatbereiten Arbeitertu die Arbeitslosigkeit in Deutschland zu beseitig Der Kampf, der unter Einsetzung aller fin ziellen und moralischen Mittel geführt wur ist um so höher zu bewerten, wenn man den folg in seiner ganzen Ausdehnung würdigt. gibt keine Verzagtheit und keine Niedergesch genheit mehr in den Reihen der deutschen Voll genossen. Die bereits erreichten Zahlen ben sen eindeutig, daß ein jeder wieder eines ges in den Produktionsprozeß eingeschaltet wint damit er Arbeit und Brot erhält. Bewu derungswürdig ist bei diesem Kampf die Ein deutschen Volkes, das abgesehen von einigen nigen Skeptikern, das Ringen in selten geschen Einheit führt. Bei einer solchen Geschlossenhe## des Volksganzen, kann ein Erfolg auf die Dau## nicht ausbleiben. Berücksichtigt man die Zahl die neuerdings durch eine Zählung in Indust Handel und Gewerbe errechnet wurden und denen im Laufe des Sommers mindestens Millionen neue Arbeitsstellen geschaffen werl sollen, so ist in seiner ganzen Bedeutung erreicht, was immer durch die verantwortlich Männer des Reiches erstrebt werden sollte: höchstens 1 Million Arbeitslosen in den näc Winter zu gehen, und die in den Arbeitsproz eingeschalteten auch in Arbeit zu halten. „Landaler“ Im 2. Jahrhundert saßen zwischen Oder Weichsel zwei germanische Gotenstämme, die lingen und Asdingen, deren Heldenlieder ih Sittenreinheit und ihren Mut im Kampf besa gen. Später zogen sie unter dem Namen„Vu dalen" nach Danzig, wo sie bis zum 5. Jahrhu dert blieben. Dann zogen sie unter Geiserich na Westen, wo dieser das große vandalische Rei gründete, davon kündet heute noch die Landsch „Andalusien“ in Spanien. 429 setzten sie sich gar in Nordafrika fest(Karthago). Geiserich auch nach Rom. Allerdings zerstörte er es n damaligem Kriegsbrauch, aber, wie die zeit nössischen Historiker berichten, vernichtete er kei Denkmäler und Kunstwerke. Das Märchen der Zerstörung der Denkmäler brachten Feinde auf. Der Süden entnervte diese kra vollen Germanen und 533 besiegte Belisar, ostgotischen Truppen ihren letzten König Ge## mer. Während der französischen Revoluty# brachte der Bischof Gregoire das Wort„Vand len“ als Schimpfwort für die Deutschen aus, wi durchaus eine Geschichtsfälschung ist, und ged kenlose Deutsche sprechen heute noch von„3 dalismus“, wenn sie Kulturschande und Rost kennzeichnen wollen. Es genügt wohl, dem Urteil des Bischofs Salvianus von Marst (Marseille) gegenüber zu stellen, das in seine Buch„De gubernatione Dei“ steht:„Wo herrschen, herrscht keine Verderbnis, außer den Römern. Wo aber Vandalen herrschen, v#h den selbst die Römer rein". Abnahme des Kartoffelverbrauchs Durch die moderne Ernährungsreform hat, in fast allen Ländern der Verbrauch von toffeln stark vermindert. Dagegen werden 3“ nen in einer Weise gekauft, wie nie zuve. wurden monatlich viele Millionen mehr angebn und verbraucht als in den Jahren vorher. Das Haar verrät dein Alter! Eine Entdeckung, deren wissenschaftliche stätigung noch abzuwarten ist, hat ein A##r nischer Kriminalist kürzlich in Vorlesungen der Chikagoer Universität dargelegt. Er# festgestellt, daß das menschliche Haar, ähnlich“ Bäumen, den Jahren entsprechend Ringe 4½ weisen hätte, die das Alter des Menschen an gen. Ebenso lassen sich nach diesen Feststellur; bestimmte Wachstumsphasen bei den Haaren terscheiden, die in der Jugend am stärksten“ geprägt sind. Zahnbürstenklubs in England Um bei den Schulkindern das Interessean Zahnpflege zu wecken und zu fördern, M an mehreren Londoner Schulen„J0)“06 klubs“ gegründet, die sich bei den Kindern 9 Beliebtheit erfreuen. Die Mitglieder berosgug besondere Unterweisungen über Zahnri und erhalten Zahnbürsten zu billigen P## Armen Kindern werden Zahnbürsten um, liefert aus dem Ueberschuß des Großeinta# Schulen. Ium die Deutse V. f. I. Benr Der Auftakt zur egt hinter uns. W en Westen— nicht wird sich doch auf utmachen lassen. B h. einzig Schalke bllansehen. Die sicht mehr nach dem an Tatsachen. ndelt sich darum. n. um selbst aus al sch durchzudringen. p auch der Wert d fir, daß es unseren utsche Fußball so seinem Niveau en Das für den nächst Bogramm wird scho kingen, zumal die e kan annehmen mußt Fruppe Hordul am Schalke 04 Verder Brem In der Kamz Fe Schalke 04— Den Ergebnissen eilen, treffen sch nder Kampfbahn idwestlichen Grupt tteler Sieg über 2 isses viel kritisie Leistung restlos ssen noch ohne K den großen Vo zen, fanatischen alte hat in Dort h diesmal wieder Bei einigermaß llisch gelegene Ko ks ist schwer, eine ich alles auf die ndeutet. Eine Frac ist dem ersten An eingestellten umt Schalke—0 utertreffen gerate Kombinationsme bis mehr zu gewi sigert die Spannun pen glatten Sieg! Widerstand und Im Brem SV Werder 2 angsam hat sich langer im Nied reck erholt, der i Hamburg in d ##eslicht sieht diese # aus. Nicht all se und Bünger fe war wohl zum guc der Hamburge rung, begründet. grrather glatt üb mmmelt hatten. 1 e#tneisters so grof ##sach massierter Lüsseldorfer hal eent. Es müßte zugehen, wollte Flauf der Endspie Pkes Plus ist, daß ####e Verteidis Onis# sind die## 91s. 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V. f. I. Benrath in Bremen— Schalke 04 trifft in Dortmund auf Eimsbüttel— Mülheimer S. V. erwartet die Hickers aus Offenbach alen“ ißen zwischen Oder u je Gotenstämme, die deren Heldenlieder Mut im Kampf besa nter dem Namen sie bis zum 5. Jahrhu n sie unter Geiserich n große vandalische Re heute noch die Land n. 429 setzten sie sich (Karthago). Geiserich ngs zerstörte er es n ,) a b e r, w i e d i e z e i t chten, vernichtete er kei erke. Das Märchen: denkmäler brachten en entnervte diese kra 533 besiegte Belisar ren letzten König ranzösischen Revoluti goire das Wort„Van r die Deutschen aus, u ffälschung ist, und geda n heute noch von ulturschande und Roh s genügt wohl, salvianus von Marst su stellen, das in sein Dei“ steht:„Wo e Verderbnis, außer Vandalen herrschen in". Kartoffelverbrauchs irnährungsreform hat der Verbrauch von Dagegen werden Zu kauft, wie nie zuvor. Millionen mehr angeber den Jahren vorher. rrät dein Alter! eren wissenschaftliche rten ist, hat ein ameri rzlich in Vorlesungen sität dargelegt. Er## nschliche Haar, ähnlich entsprechend Ringe au Alter des Menscher, nach diesen Feststellun hasen bei den Haaren! Jugend am stärksten lubs in England dern das Interesse an und zu fördern, het ir Schullen Jod“ ich bei den Kinders. An Die Mitglieder beigsg ngen über Zahnreuuisg rsten zu billigen jans n Zahnbürsten umon chuß des Großeinkaul' Der Auftakt zur Deutschen Fußballmeisterschaft t h i n t e r u n s. W e n n e r a u c h— w e n i g s t e n s f ü r Westen— nicht alles hielt, was er versprach. wird sich doch auf der langen Distanz noch vieles utmachen lassen. Benrath und Mülheim verloren einzig Schalke rettete das westdeutsche Fußbllansehen. Die Fußballgeschichte fragt später sicht mehr nach dem„wie“, sondern hält sich ledigan Tatsachen. Noch ist nichts verloren: es delt sich darum, alle Energien zusammenzurafum selbst aus aussichtslos scheinender Position durchzudringen. In diesem Augenblick steigert auch der Wert der Leistung. Darum glauben ur. daß es unseren Vertretern gelingt, den westutsche Fußball so zur Geltung zu bringen, wie seinem Niveau entspricht. Das für den nächsten Sonntag zusammengestellte #ogramm wird schon ein wesentlich klareres Bild kingen, zumal die erste Runde nicht so verlief, wie kan annehmen mußte. hruppe Hordwest: am Schalke 64— TV Eimsbüttel Verder Bremen— BfL Benrath In der Kampfbahn„Rote Erdo“ Fe Schalke 04— TV Hamburg=Eimsbüttel Den Ergebnissen ihres ersten Treffens nach zu steilen, treffen schon am Sonntag in der Dortunder Kampfbahn„Rote Erde“ die Favoriten der bidwestlichen Gruppe aufeinander. Der Eims#tteler Sieg über Benrath ist trotz des hohen Erbnisses viel kritisiert worden, während die SchalLeistung restlos überzeugte. Die„Knappen" süissen noch ohne Kuzorra spielen, haben dafür ser den großen Vorteil. unter den Augen ihrer soßen, fanatischen Anhängerschar zu kämpfen. halte hat in Dortmund stets begeistert, so daß diesmal wieder mit Massenbesuch zu rechnen Bei einigermaßen günstigem Wetter wird die bllisch gelegene Kampfbahn überfüllt sein. Es ist schwer, einen Sieger vorauszusagen, wennalles auf die technisch überlegenen Schalker utet. Eine Frage ist nur, ob die Hintermannit dem ersten Ansturm der schnellen, ganz auf eingestellten Hamburger gewachsen ist. umt Schalke— ohne wie Benrath zu stark ins ntertreffen geraten zu sein— ins Spiel, läuft Komhinationsmaschine, dann hat Eimsbüttel bis mehr zu gewinnen. Gerade dieser Umstand sstert die Spannung. Normalerweise wird Schalke in glatten Sieg landen, aber erst nach erbitterWiderstand und kritischen Augenblicken. Im Bremer Weser-Stadion SV Werder Bremen Die Gruppe Mitte Normallösung Gäste. wäre aber ein knapper Sieg der VfL Benrath Langsam hat sich die große Schar der Fußballlanger im Niederrheingau wieder von dem sreck erholt, der ihr bei Bekanntwerden des 5:1 Hamburg in die Glieder gefahren ist. Bei Reslicht sieht diese Niederlage nämlich ganz anF aus. Nicht allein der Umstand, daß RasselnFé und Bünger fehlten, trug zu dem Fiasko bei, whar wohl zum größten Teil in dem enormen sic der Hamburger Stürmer, denen eben alles begründet. Jedenfalls steht fest, daß die stather glatt überrannt wurden. Als sie sich Ammelt hatten, war der Vorsprung des NordEttneisters so groß, doß er ihn mit doppelt und massierter Deckung verteidigen konnte. Düsseldorfer haben aus dieser Niederlage viel eeint. Es müßte schon mit eigentümlichen Dinzugehen, wollte sich Aehnliches noch einmal im Flauf der Endspiele bei ihnen wiederholen. Ein des Plus ist, daß Bünger wieder zur Stelle ist. lange Verteidiger ist doch nicht zu ersetzen. misch sind die Rheinländer den Bremern klar Sie werden sich aber auf einen Gegner machen, der jede Chance entschlossen austei, der vor allen Dingen auf heimischem Bobai selbst von besten Mannschaften— zu sichten bleibt. vope Südwest: Flheimer SB— Kickers Offenbach Union Böckingen— SV Waldhof Großkampf im Kölner Stadion Nülheimer SV— Kickers Offenbach Eie die Niederlage des Mittelrheinmeisters ##ime SD gegen den SV Waldhof nimmt sich Pavier schwerer aus, als sie in WirklichDer. Die kampfkräftige Kölner Elf, die das klagss ach glänzendem Beginn durch völliges #rag: des eigenen Torwarts um alle Chancen Ar du werden, dürfte am Sonntag weit besser die Stkeren. Davon und wir überzeugt, zu„ Ofsenbacher Kickers auf fremden Plätzen bie„#### Leistungen herankommen, die sie zu des Teringen. Bei normalem Spielverlauf g####estmeister knapp, aber sicher geschla„Piuttgart erwartet der württembergische lbhaf—* Böckingen den Favoriten SB Pnan 1“ in seinem ersten Spiel so gut gefiel, # ihm auch für die weiteren Kämpfe aller##en einräumen muß. Böckingen wird #e uur an vor eigenem Publikum auf das hef„wehr setzen, aber an einer knappen Nielaum vorbeikommen. sieht in Dresden den Dresdner SC im Kampf mit Wacker Halle und in Fulda Borussia Fulda mit dem 1. FE Nürnberg. Der Dresdner SC wird gegen Wacker Halle versuchen, seine zweifellos überdurchschnittliche Spielstärke besser zur Geltung zu bringen. Wenn wir auch nicht an einem Erfolg des Sachsenmeisters zweifeln, so wird er doch erst nach heftigem Widerstand erzielt werden können. Nach dem Dresdner SC wird nun auch der 1. FC Nürnberg erfahren müssen, was es heißt. Borussia Fulda im eigenen Gau— diesmal sogar in der eigenen Stadt— zu schlagen. Die Nürnberger Rotjacken bleiben natürlich nach wie vor Favorit der Gruppe. Fulda wird wieder die ganze Kraft einer resoluten, kampfbereiten Spielauffassung einsetzen, so daß es nicht ausgeschlossen erscheint. daß auch die Nürnberger einen Punkt einbüßen. Der Fußball in Westdeutschland In der Gruppe Ost kämpfen in Berlin Viktoria 89 Berlin und Viktoria Stolv, in Danzig Preußen Danzig und Beuthen 09. In allen spielerischen Belangen sind die Berliner überlegen; aber es wird immer noch von der Tagesform abhängen, ob ein klarer Sieg zustande kommt. oder ob man wieder mit allen Aufregungen— wie in Stolv— versuchen muß, über die Distanz zu kommen. Aehnlich ist die Situation beim Rückspiel zwischen Preußen Danzig und Beuthen 09. Die Balten werden natürlich zu Hause noch weit agiler sein. Geht Beuthen vom ersten Augenblick mit dem festen Siegeswillen an die Aufgabe, dann hat Danzig nicht viel zu gewinnen, aber jede Unterschätzung dürfte sich bitter rächen. Wir lassen den Ausgang offen. Ausklang der Meisterschaftssaison.. Gau Mittelrhein Ein Abstiegsspiel am Niederrhein Nachhutgefechte am Niederrhein—. Die Abstiegsfrage vor der Klärung Mit zwei Punktespielen wird die Meisterschaftssaison im Gau Niederrhein am Sonntag beendet. Von den beiden noch ausstehenden Meisterschaftstreffen interessiert vor allem der Ausgang der Begegnung zwischen den Essener Preußen und Schw.= Weiß, denn in diesem Punktekampf geht es um den Verbleib in der Gauliga, um Sein oder Nichtsein! Beide Vereine stehen in der Tabelle mit je 18 Pkt. gleich, doch hat Preußen das bessere Torverhältnis. o daß Schwarz=Weiß schon gewinnen muß, um in der Gauliga zu bleiben. Weiter kämpfen noch in Duisburg FB 08 und Borussia Gladbach. Dieses Sviel dürfte höchstens in Duisburg selbst interessieren, denn für die breite Oeffentlichkeit ist es gleichgültig, ob die Punkte in Duisburg bleiben oder ob Borussia Gladbach sie mit heimnimmt, da der Tabellenstand durch den Ausgang nur unwesentlich beeinflußt wird.— An Freundschaftsspielen bringt der Sonntag bereits einige interessante Begegnungen. Um die Punkte. Preußen— Schwarz=Weiß Essen Der Essener Lokalkampf erhält eine besondere Note dadurch, daß eine von beiden Mannschaften neben Schwarz=Weiß Barmen und Alemannia Aachen zum Abstieg verurteilt ist. Die Essener Preußen sind gerettet, wenn sie ein Unentschieden herausholen, da sich dann das bessere Torverhältnis zu ihren Gunsten auswirken würde. Für die Schwarzweißen sieht also die Situation recht bedrohlich aus, denn sie müssen gewinnen, um in der Gauliga zu bleiben. Auf heimischem Boden wird Schwarz=Weiß verzweifelte Anstrengungen machen. seinen Gegner niederzuringen. Ob der Erfolg aber auf Seiten des Platzvereins sein wird, ist zum mindesten sehr zweifelhaft, denn die Essener Preußen haben in den letzten Wochen eine gleichmäßig gute Form gezeigt. Freundschaftsspiele: Bei den Düsseldorfer Fortunen stellt sich am Sonntag eine der führenden Mannschaften Niedersachsens. Arminia Hannover. vor. Im Kampf um die Gaumeisterschaft erreichten die Hannoveraner mit Werder Bremen die gleiche Punktzahl. Fortung Düsseldorf wird keinen leichten Stand haben. Auf den Ausgang dieses Treffens darf man gespannt sein. Am Samstag tritt Hamborn 07 gegen Arminia Hannover an. Da die Hamborner zurzeit in bester Verfassung sind, darf man ein ausgeglichenes Spiel erwarten. Der Sieger ist schwer vorauszusagen. Eintracht Gladbach hat sich mit dem Sonntagsspiel gegen Hamborn 07 eine Aufgabe gestellt. spiel gegen Hamborn 07 eine Aufgabe gestellt. die ihr Können übersteigen dürfte. In Krefeld gibt ein interessantes Ortstreffen zwischen dem VfL Preußen und von Union Krefeld. Nachhutgefechte in der Bezirksliga Das Programm der Bezirksligaspiele ist gleichfalls nahezu beendet. Nur noch wenige Treffen stehen aus, nachdem bereits in den Gruppen 1. 2 und 3 die Meister feststehen.— Der Spielplan des kommenden Sonntags sieht folgende fünf Punktetreffen vor: Gruppe 2: SV Essen 99— BV Stoppenberg; Sportfreunde Essen— Essen=West 81. Gruppe 3: Sportfreunde Neuß— SSB Oberkassel. Gruppe 4: Germania Elberfeld— VfR Ohligs. Schwarz=Weiß Düsseldorf— Wersten 04. Privatspiele: Odenkirchen 05=07— PfB Speldorf, Eller 04— Ratingen 04. SSV Elberfeld gegen BV 04 Düsseldorf. FC Unterrath— SC 99 Düsseldorf(Sa.). SC Düren 03— SC 99 Düsseldorf, Homberger SvV— SpVa Herten. Union Hamborn— SC 07 Hamborn, Erle 08— SpC Sterkrade. Grün=W. Viersen— Meidericher SpV. SC Sonnborn 07— DSC Hagen(Sa.). Mittelrhein=Elf besucht Baden Repräsentativspiele der beiden Gaue in Karlsruhe Wenn in diesem Jahre die Auswahlmannschaften der deutschen Fußballgaue den im letzten Jahre aufgenommenen Wettbewerb fortsetzen. dann wollen sie gerüstet sein. Erfreulich, daß auch eine Reihe sozusagen inoffizieller Treffen ausgenommen ist. So haben die Mittelrheinischen kürzlich die Leipziger Stadtmannschaft aufgesucht, wobei das neue Gebilde freilich eine 0:4=Abfuhr erlitt. Die Badenser verzeichnen aus der jüngsten Zeit zwei 1:1=Ergebnisse gegen Gau Südwest und Württembare. Die beiden Gegner vom kommenden Sonntag auf dem Platz des Karlsruher FV setzen eine Verbindung fort, die im ersten Hitlervokalwettbewerb begonnen wurde. und Baden hat dabei eine 1:2=Schlappe gutzumachen. Der Mittelrhein stellt die zuletzt gegen Bonn mit 5:1 erfolgreiche Kölner Stadtmannschaft, die lediglich durch die Bonner Flügelstürmer verstärkt ist. Eine einheitlichere Besetzung kann der Mittelrhein kaum aufbieten und wir erhoffen ein ehrenvolles Abschneiden dieser Mannschaft. Reisterschaftsspiele der Bezirksklasse Die noch ausstehenden Meisterschaftsspiele der Bezirksklasse sind ohne besondere Bedeutung. In den Gruppen 1(Blau=Weiß), 2(Kölner BC) und 4(SV Idar) stehen die Sieger schon fest, während in der dritten Gruppe am Sonntag die Entscheidung zwischen BfB Lützel und Engers fällt. Die Bewegungsspieler werden es aber kaum schaffen. denn sie müssen schon mit sechs Toren Unterschied gewinnen, wenn sie in die Endkämpfe eingreifen wollen. Die Abstiegsfrage ist bis auf die Gruppe 1 geklärt. Frechen muß den Gang in die Kreisklasse antreten. aber es steht noch nicht fest. ob Neuenahr. Rheinland Mayen. oder Andernach der zweite Leidtragende sein wird. Zwischen diesen drei Mannschaften wird jedoch der zweite„Kandidat“ zu suchen sein. Hennef und Neuwied nehmen in der Gruppe 2 Abschied von der Bezirksklasse, in den Gruppen 3 und 4, wo nur je ein Verein absteigt, scheiden Phönix Trier und Teutonia Weiler aus. Der sonntägliche Spielplan sieht wie folgt aus: Beuel— Union Köln. SV Andernach— SC. Neuenahr. Köln=Bayenthal— Preußen Dellbrück, Igd. Kalk— SV Siegburg, Brachbrach 09— Vingst 05. Troisdorf SV— Kölner BC, Jugend Betzdorf gegen SC Neuwied. Gruvve 3: Heimbach=Weiß— Phönix Trier, Ehrang— Horchheim. BfB Lützel— Engers. Gruvve 4: SV Idar— Eintracht Kreuznach. Teutonia Weiler— Standernheim. Gau Westfalen Große Spiele werfen ihre Schatten voraus.— Am kommenden Sonntag absolviert der Westfalenmeister, FC. Schalke 04, sein zweites Sviel in der Runde um die Deutsche Fußballmeisterschaft gegen den TV. Eimsbüttel. Naturgemäß treten alle übrigen Spiele in den Hintergrund. Es wurden daher nur insgesamt vier größere Gesellschaftsspiel bekannt. Der DSC Hagen, der im Westfalengau sich einen mittleren Platz sicherte, hat Samstag Besuch von Sonnborn 07, der in der Gruppe IV der niederrheinischen Bezirksklasse einen achtbaren Gegner abgab. Tags darauf erwarten die Hagener den Kölner SC. 99. Die Hagener müssen sich am zweiten Tage sehr anstrengen, wenn sie gegen die Kölner ehrenvoll bestehen wollen. Auf dem Platz des SV Höntrov am Hellweg findet am Sonntag die Lokalbegegnung SV Höntrop gegen BV Wattenscheid 09 statt. Die Mannschaften haben sich in früheren Jahren manchen wpannenden Kampf geliefert. Rund um den Sonntag Spannende Entscheidungsspiele— Anrudern im Reich Das Sportprogramm des kommenden Sonntags ist außerordentlich umfangreich. Abgesehen von den zahllosen Fußballspielen im In= und Ausland wird in den anderen Sparten mit einer Fülle von Veranstaltungen aufgewartet, die großes Interesse verdienen. Bei den Handballspielern sind immer noch zwei Gaumeister zu ermitteln. In Württemberg fällt die Entscheidung zwischen Eßlingen und dem TV Göppingen. Die Mannschaften treffen am Samstag in Eßlingen auseinander, um tags darauf das Rückspiel in Göppingen auszutragen. Das zweite Endspiel des Gaues Bayern führt München 1860 und SrVag Fürth zusammen. Die Leichtathleten halten nun ihre Zeit für gekommen. Die„Suche nach dem unbekannten Sportsmann" wird in allen deutschen Gauen durchgeführt. Am„Tag des Langstrecklers" suchen neben den Leichtathleten noch die Radfahrer nach neuen Talenten. Die noch fälligen Waldlaufmeisterschaften der Gaue Mittelrhein. Nordund Südbayern werden am Sonntag abgewickelt. Das Anrndern im Reich geht diesmal unter gänzlich neuen Voraussetzungen vor sich. Auf allen Bootshäusern an deutschen Flüssen werden die Landes= und Vereinsflaggen gehißt zum Zeichen der Einheit im deutschen Rudersport. Das neue Ruderjahr wird auf allen Flüssen mit großen Geschwaderauffahrten eingeleitet, die für diesen prachtvollen Sport werben sollen. Die Eurova=Meisterschaften im Amateurboxen in Budapest werden am Sonntag beendet. Da alle Länder ihre Vertreter sorgfältigst ausgewählt haben, wird die Veranstaltung einen äußerst interessanten Verlauf nehmen. Gleichzeitig soll sich bei den Meisterschaften entscheiden, welche Mannschaft für den großen Revräsentativkampf USA gegen Europa in Frage kommt. In Breslau trifft der einheimische Matador Scholz auf den Krefelder Schwergewichtler Jakob Schönrath. dessen Bruder Hans in Brüssel gegen den famosen Spanier Gastranaga kämpft. Nach jahrelanger Pause werden auch in Mannheim Berufsborkämpfe abgewickelt. bei denen der Kölner Schwergewichtler Werner Selle und Melzow=Belgien den Hauptkampf bestreiten. Der Gau iNederrhein im Deutschen Amateurbox=Verband trägt in Wupvertal=Barmen Ausscheidungskämpfe im Hinblick auf die Deutschen Kampfspiele in Nürnberg aus. Der Radsport steht im Zeichen großer Bahnrennen. In Dresden, Wanne=Eickel, Bielefeld. Halle, Krefeld. Singen und Paris werden Bahnrennen ausgefahren, während der Große Straßenvreis von Hannover. Paris—Caen und die 100=KilometerRennen in allen deutschen Gauen von den Freunden der Straßenrennen zu beachten sind. Die Turner tragen in Frankfurt den zweiten Dreistädtekampf Frankfurt—München—Leipzig aus. der zu einer ständigen Einrichtung werden soll, ähnlich dem traditionellen Wettbewerb Hamburg— Leipzig—Berlin. Die Bochumer Germanen haben sich den Rheydter Spielverein verpflichtet. Die Elf ist nicht zu verachten und man darf gespannt sein, wie sich die Niederrheinleute gegen den Tabellenvierten aus Westfalen behaupten werden. Das erste Entscheidungsspiel steigt.. Nachhutgefechte im Westfälischen Industrie=Bezirk Obwohl noch nicht alle fünf Gruppenmeister der 1. Bezirksklasse im Gau IX(Wefalen) feststehen. steigt am kommenden Sonntag das erste Entscheidungsspiel zwischen den Gruppenmeistern Westfalia Herne(Gruppe II=Industrie=Bezirk) und dem Gruppenmeister von Münster. Union Recklinghausen. Bekanntlich ermitteln die fünf Gruppenmeister im Hin= und Rückspiel die beide zur Gauliga aufsteigenden Vereine, während von jeder Gruppe die beiden letzten Vereine, also 10 insgesamt, zur 1. Kreisklasse absteigen. Während sich Union Recklinghausen in der Gruppe Münster sehr sicher die Meisterschaft holte. hatte Westfalia Herne schwerer zu kämpfen, da Union Gelsenkirchen in dieser Gruppe ein ebenbürtiger Konkurrent war. Gefühlsmäßig muß man aber eher zu den Gästen halten, die nämlich frischer spielen und auch mit dem Torschuß nicht zögern. In beiden Gruppen des Westfälischen Industrie=Bezirks stehen noch einige Nachhutgefechte auf dem Programm. Die Lage in der Gruppe kann Sonntag geklärt werden, je nachdem die beiden Spiele zwischen MBV Linden und TuS Bochum bezw. Westfalia Bochum gegen VfL Hörde ausfallen. Für die Meisterschaft kommen in erster Linie noch Westfalia Bochum und MBV Linden in Frage. Die Meisterschaftsspiele: Westf. Industrie=Bezirk: Gruppe 1: MBV Linden— Tus Bochum. Westfalia Bochum— VfL Hörde, STV Werne— Alemannia Dortmund, Wetter 10— Preußen Bochum. Gruppe 2: SV Rotthausen— BfB Bottrov. TB Eickel— Germania Herne, Gelsenkirchen 07— Falke Gelsenkirchen. Privat: Erle 08— Spielklub Sterkrade. Union Gelsenkirchen— BfB Gelsenkirchen. Gruppe Minden: Paderborn 08— Hamm 03=04, Westfalia Ahlen— VfB Bielefeld. BfB Bünde— Westf. Brackwede, PSV Hamm— Unna 08. Bielefeld 06=07— SS Ahlen. Gruppe Münster: Borussia Rheine— Germania Datteln, Münster 08— Recklinghausen 13. Gruppe Arnsberg: Sportfreunde Siegen— Menden 09. Lüdenscheid 08— Sportring Gevelsberg. Milwpe 1911— BfB Weidenau. Versicherungssumme EINEMILLION ROMANVO Der Hausfrau gegenüber wird jetzt ein Platz frei. Der junge Mann— Carlo kennt ihn aus dem Tennisklub— nickt ihm freundschaftlich zu, steckt seinen Gewinn ein und geht vergnügt in die kleine Bar. Carlo setzt sich. Er ist gekommen, weil er keinen anderen Weg sieht, um das verlorene Geld zurückzuerhalten. Er kann sich seinem Vater nicht offenbaren. Es hätte auch keinen Zweck. Würde nur eine neue Demütigung bedeuten. Und er kann ebensowenig Ingeborgs Perlen nehmen. Nur dieses Haus, nur dieser grünbespannte Tisch können ihn noch retten. Er setzt sogleich. Verliert. Verdoppelt seinen Einsatz. Gewinnt einmal, um dann viermal hintereinander zu verlieren. Er ist nervös, hastig. Spielt ohne jede Ueberlegung mit einem verbissenen Trotz gegen das Schicksal, das ihm helfen muß. Aber es scheint sich nicht zwingen zu lassen. Gräfin Tamara Alexandrowna übergibt die Bank ihrem Mann, der bisher am Bakk=Tisch gesessen hat. Die Roulette wird stets von dem Ehepaar Swertschkow selbst bedient. Carlo mußte an Roland Moebius' Worte denken, als Konstantin Swertschkow sich ihm gegenübersetzte. Er ist auch ihm von Anfang an im höchsten Grad unsympathisch gewesen. Mit seinem scharfen, bösen, unheimlichen Gesicht, in dem lauernde, stechende Augen brennen, wirkt er weit mehr wie ein Hochstapler, als ein Aristotrat. Aber die Gräfin Tamara versteht es, den Gästen das Haus angenehm zu machen. Ihretwegen und zum Spiel kommt man immer wieder. Sie steht plötzlich hinter Carlo. Er spürt ihr erregendes, starkes Parfüm, den betörenden Duft ihrer Haut. Sie beugt sich über ihn. „Ich bringe dir Unglück, Chéri“, murmelte sie leise, nur ihm verständlich.„Darum gehe ich jetzt. Ohne mich wirst du vielleicht Glück haben.“ Sie hat recht. Plötzlich ist alles anders. Carlo ist in eine Gewinnsträhne hineingekommen. Sehr schnell ist der Verlust dieses Abends eingeholt. Ein Teil von dem früher verlorenen Geld zurückgewonnen. Die Scheine häufen sich vor ihm. Ganz leicht ist ihm jetzt ums Herz.„Aufhören!“ denkt er. Aber wieder setzt und gewinnt er.„Man muß diese wunderbare Chance ausnutzen“, überlegt er. Da fühlt er von hinten seine Hand umklammert. Wendet sich unwillig. Sieht in Tamaras zwingende dunkle Augen, hört ihre leise Stimme beinahe befehlend. „Aufhalten, Chéri! Nicht das Schicksal versuchen! Komm, laß uns ein Glas Sekt trinken!" Er ist ungehalten über die Störung. Aber der Zauber dieser Frau über ihn ist sehr groß. „Ich komme gleich!“ „Aber nicht mehr spielen!!“ „Nein, nur noch wenige Augenblicke zusehen. Ein Freund des Hauses tritt zu der Gräfin und bittet sie, ihn in die Bar zu begleiten. Carlo merkt kaum, daß sie geht. So vertieft ist er in das Spiel. Auch als Beobachter hier zu sitzen, ist prickelnd. Er hat seinen Zweck erreicht. Hat gewonnen. Die furchtbare Last ist von ihm abgefallen. Aber es ist doch schade, so in einer Glücksträhne aufzuhalten, sie nicht bis zur letzten Möglichkeit auszunutzen. In Gedanken setzt er weiter. Die Sieben. Verfolgt die rollende Kugel, als hätte er sich wirklich beteiligt. Und ist betroffen, als sie auf der Sieben stehen bleibt. Noch einmal setzt er— in Gedanken— auf die gleiche Zahl. Wieder gewinnt sie. Und ein drittes Mal. Wenn er in Wirklichkeit gesetzt hätte, wäre er nicht nur schuldenfrei, sondern hätte noch einen erheblichen Ueberschuß. Dies Gedankenspiel ist lächerlich. Entweder fort von diesem gefährlichen Tisch— oder noch einmal setzen. „Meine Herren, machen Sie Ihr Spiel.“ Konstantin Swertschkow blickt Carlo Detlessen lächelnd und aufmunternd an bei seinen lakonischen Worten. Carlo will nicht schwach werden. Will aufstehen. Gehen. Schweißtropfen stehen auf seiner Stirn. Jetzt, im allerletzten Augenblick, macht er seinen Einsatz. Aber diesmal kommt die Neun heraus. Er hat verloren. Er ist bestürzt. Ganz sicher hat er mit diesem Gewinn gerechnet. Er muß das eben Verlorene zurückholen. Verdoppelt beim nächsten Spiel seinen Einsatz. Wieder ist es die Neun, die gewinnt. Als nun Carlo auf die neun setzt, kommt die Sieben heraus. Es ist, als wolle das Glück ihn narren. Nun hat er jede kühle Ueberlegung, jede Vorsicht vergessen. Er beteiligt sich an jedem Spiel mit zäher, verbissener Leidenschaft. Sehr schnell ist der Platz vor ihm leer. Er hat seinen ganzen Gewinn verspielt. Noch immer kommt er nicht zur Vernunft. Jetzt aufhalten? In dieser Stimmung das Haus verlassen? Dazu ist er nicht gekommen. Wie es ihm schon einmal in dieser Nacht möglich war, das Glück zu zwingen, so muß es ihm wieder gelingen. Er schreibt kleine Zettelchen, die er statt baren Geldes oder Spielmarken als Einsatz gibt. Konstantin Swertschkow kennt seine Gäste. Von den jungen Hamburger Kaufleuten, die er sehr gern an seinem Tisch sieht, nimmt er sie ebenso ruhig wie bares Geld. Er selbst verkauft die Forderungen stets noch in derselben Nacht an diejenigen seiner Gäste, die Wert auf diese Art der Geschäfte legen. Wie sie am nächsten Tag ihre Ausstände eintreiben, einkassieren, interessiert den Hausherrn nicht. Ihm liegt daran, sich möglich zurückzuhalten. Carlo Detlefsens Gesicht ist sehr blaß. Sein Blick flackernd. Er haftet auf den Mienen der Umsitzenden. In allen Zügen sieht er die verzehrende Gier, besinnungslose Leidenschaft zu dieser späten Stunde, die auch ihn gepackt halten. Er weiß jetzt kaum noch, was er tut. Will gewinnen. Muß gewinnen. Um jeden Preis. Aber er verliert. Viele Male hintereinander. Und wenn ihm dann ein Gewinn zufällt, so setzt er sogleich die doppelte Summe, in der Hoffnung, jetzt wieder in eine Glückssträhne geraten zu sein. Und verliert von neuem. Nach einer langen Weile blickt er in jähem Schreck, in jäher Ernüchterung auf das Blatt Papier, auf dem er seine Eintragungen gemacht hat. Addiert die Summe. Fühlt einen Eisstrom durch seine Glieder jagen. Sein Herz in schmerzhaftem Krampf sich zusammenziehen. Als er sich erhebt, taumelt er. Sein Gesicht sieht merkwürdig verwüstet aus. Die Augen blicken gläsern. Carlo Detlessen hat in dieser Nacht das Dreifache seiner bisherigen Schulden verloren. 5. Der Plan Carlos Kehle ist wie ausgedörrt. So muß einem beinahe Verdursteten zu Mute sein. Er geht in die Bar. Die Spieltische in den beiden Räumen, die er durchschreitet, sind jetzt fast leer. Nur einige Unentwegte harren noch aus. Der Mixer, ein junger, hübscher Mensch, hockt mit verschlafenem Ausdruck auf seinem Stuhl. In einigen bequemen Sesseln in dem intimen, mit raffinierter Eleganz ausgestatteten Raum lehnen übermüdete Gestalten vor ihren Cocktails. In der Ecke sitzt Tamara Alexandrowna noch mit dem Gast, der sie vorhin bat, mit ihm zu trinken. Carlo kennt den Mann nicht, aber er haßt sein selbstzufriedenes, sattes Gesicht. Auch die Gräfin sieht müder und abgespannter aus, als Carlo sie je zuvor gesehen hat. Ein gequälter Zug ist um ihren Mund. Als sie seine verstörten Mienen bemerkt, die Verzweiflung in seinem starren Blick, verabschiedet sie sich von dem Gast. Tritt zu Carlo, der in gieriger Hast Sekt und Cocktails durcheinander trinkt. „Was ist geschehen?“ Und als er schweigt, fragt sie erregt:„Doch noch gespielt? Wieder verloren?“ Er nennt ihr flüsternd die Summe und setzt nur ihr verständlich hinzu: „Noch in dieser Nacht bleibt nur die Kugel noch für mich.“ So ernst ist sein Ton und so hoffnungslos sind seine Mienen, daß Tamara Alexandrowna blaß wird. Sie fühlt, daß seine Worte keine Phrase sind, daß dieser verzweifelte Mensch zu allem fähig ist. Die Gäste der Bar sind aufmerksam geworden, als sie das leise Zwiegespräch der Hausfrau mit dem jungen Kaufmann, von dessen großen Spielverlusten in dieser Nacht an jedem Tisch geraunt wird, bemerken. Die Gräfin sagt kurz: „Man kann sich hier nicht vernünftig unterhalten. Kommen Sie mit mir, Carlo, ich möchte noch etwas mit Ihnen beraten.“ Sie spricht ein ganz reines Deutsch, doch mit einem fremden Akzent, einem besonderen Tonfall der Stimme, der etwas Erregendes hat. Carlo folgt Tamara Alexandrowna die Treppe hinauf. Wie oft hat er sie um ein Alleinsein in ihrem Zimmer gebeten, wie selten hat sie es ihm bisher gewährt. Aus Rücksicht auf die Gäste und Angst vor ihrem Mann hat sie sich immer wieder seinen stürmischen Bitten widersetzt. Was sonst Seligkeit für ihn bedeutet hätte, läßt Carlo heute ganz kühl. Er ist am Ende. Kann nicht mehr. Ihm ist alles gleich. Die Treppe ist nur schwach beleuchtet, da das Klubleben sich in den unteren Räumen abspielt. Oben auf dem Flur ist es dunkel. Tamara nimmt Carlos Hand und führt ihn in ihr Zimmer. Sie knipst das elektrische Licht an und schließt hastig die Balkontür. „King ist heute nachmittag gestorben", erzählt sie dabei, und zwei große Tränen lösen sich aus ihren Augen. King, der riesige Bernhardiner, ein Prachtexemplar, wie Carlo es in solcher Größe und Schönheit nie zuvor gesehen hat, war seit Tagen krank. „Man hat ihn mir vergiftet“, fährt Tamara fort.„Irgend ein Feind, vielleicht auch nur ein Gast, der bei uns verloren hat, hat ihm Gift gegeben. Die Menschen sind unfaßlich gemein.“ Carlo weiß, wie Tamara an dem Tier gehangen hat. „Bist du darum so anders heute?“ fragt er. „So unruhig und nervös?“ „Hast du es bemerkt. Das sollte nicht sein. Ja, darum auch, aber nicht allein um King. Morgen wollen wir ihn begraben.“ „Morgen King, in einigen Tagen mich“, versetzt Carlo dumpf. Sie zieht ihn neben sich auf das ChippendaleSofa, umfaßt seine Hände, bittet: „Mach keine Dummheiten, Chéri!“ „Tamara, glaub mir, mir bleibt nur noch die Kugel!“ „Du kannst dich irgend wie rangieren. Hier sind schon größere Summen verspielt worden, und niemand hat sich das Leben genommen. Dein Vater wird dir helfen.“ „Er kann es nicht mehr.“ Und er stößt verzweifelt heraus, wie es um das Haus Detlefsen steht. Die Frau wird unter der Schminke noch bleicher. „So sieht es aus? Und du bist doch gekommen?“ „Ich wollte mir das Verlorene ja wiederholen. Hatte es schon getan. Nur ganz wenig fehlte noch. Da ließ ich mich hinreißen, weiter zu spielen. Und habe nun so viel verloren, daß ich keine Möglichkeit mehr sehe, weiterzuleben. Ich habe ehrlos gehandelt! Verbrecherisch und gemein. Mein Vater hat recht gehabt mit all seinen harten Worten. Zu wenig war alles noch, viel zu wenig. Ich bin ein elender, verlorener Mensch.“ Sie legt ihm die Hand auf den Mund.„Sei still! Ich will das nicht hören! Du bist leichtsinnig Aber nicht schlecht!“ „In wenigen Tagen wird man wissen, wie es um uns steht, Tamara. Wenn ich bis dahin meine heutigen Spielschulden nicht bezahlt habe, wird man sie meinem Vater präsentieren. Und ich werden als ehrloser Mensch vor ihm stehen. Lieber tot!“ Sie fühlt, daß es ihm furchtbar ernst, daß er in dieser Stimmung zu allem entschlossen ist. „Wem soll dein Tod helfen?“ fragte sie und nimmt ihn in ihre Arme. Er preßt seine heiße Stirn an ihr duftendes Haar. „Mir“, murmelt er mit geschlossenen Augen. „Damit ich die Vorwürfe nicht mehr zu hören brauche.“ „Bist du so feige?“ „Ja, ich bin feige und untüchtig. Was wartet denn hier noch auf mich in diesen Zeiten? Was kann ich anfangen?“ „Ein neues Leben, Carlo!“ „Aber doch nicht hier. Doch nicht nach dem, was ich in dieser Nacht getan habe.“ „Dein Tod wird niemandem helfen", erklärte sie noch einmal hart. Und da er nicht antwortet und nur ganz leise stöhnt, fährt sie nach kurzer Ueberlegung fort:„Nicht dein wirklicher, aber dein vorgetäuschter Tod kann dir und deiner Familie nützen.“ Er hebt hastig den Kopf, den er in beiden Händen vergraben gehalten, und sieht sie mit einem verständnislosen Blick an. „Schau her.“ Sie nimmt das Mittagsblatt vom Tisch und deutet auf eine Notiz. Carlo liest: „Auf eigenen Wunsch ermordet.“ „Es ist die wahre Begebenheit von einem vollständig ruinierten ungarischen Weinhändler, der beschloß, für seine Familie in den Tod zu gehen, vorher Versicherungen auf Ableben und Unfall einging, und da im Fall seines Selbstmordes die Prämien nicht bezahlt worden wären, seinen eigenen Mörder gedungen hatte. Der junge Mensch, der in großem Elend lebte, gab sich gegen Bezahlung zu der grauenvollen Tat her. Aber die Zusammenhänge wurden aufgedeckt, der Mörder verhaftet. Der Tote hatte sein Opfer vergebens gebracht.“ „Was soll mir das, Tamara? Meinst du, daß ich so handeln könnte wie dieser Mensch? Nicht einmal sein Tod, den er so raffiniert ausdachte, hat seiner Familie genützt.“ „Weil er unklug war. Ungeschickt! Man kann einen Tod auch vortäuschen, braucht ihn nicht wirklich zu sterben.“ „Du hast in der letzten Zeit zuviel von diesen Dingen gelesen, Liebste. So etwas ist möglich, gewiß! Aber alle sind entdeckt worden.“ „Alle? Wir lesen von denen, die dumm und leichtsinnig waren und darum entdeckt wurden. Von den anderen erfahren wir nichts.“ „Warum möchtest du, daß ich so handeln soll?" „Weil du verzweifelt bist und nicht weiter weißt. Weil ich nicht will, daß du das Leben einfach von dir wirfst.“ „Warum willst du es nicht?“ „Muß ich es dir noch sagen?“ „Du liebst mich, Tamara?“ „Ich liebe dich, Chéri!“ „Und willst mich lieber zum Verbrecher machen als tot sehen?“ „Du soll ja gar kein Verbrechen begehen. Nur eine Täuschung.“ „Ist es kein Verbrechen, eine Gesellschaft um eine hohe Summe zu prellen?“ „Wenn du wirklich sterben würdest, müßte die Gesellschaft auch zahlen. Das ist ihr Geschäft. Du hast mir einmal erzählt, daß du mit einer großen Summe in der Lebensversicherung bist!“ LOLA STEIN „Mit einer halben Million. Die sich auf ein Million erhöht, wenn mein Tod durch einen Un fall herbeigeführt wird. Im Fall meines Selbsmordes aber zahlt die Gesellschaft nichts.“ „Wann ist die Versicherung abgeschlossen Chéri?“ „Vor zwei Jahren schon. Als ich von meinen großen Auslandsreisen zurückkam und in unsen Firma eintrat.“ „Vor zwei Jahren. So kann kein Verdacht en stehen, wenn dir jetzt etwas zustößt, Carlo. Abe eure Firma und deine Familie können gerett# werden durch diese Summe.“ Es bleibt still nach diesen Worten. Carlo denk an die erregte Auseinandersetzung mit seinen Vater, an die harten Worte, die er gehört, un die ihm so weh getan haben. Plötzlich steht R## land Moebius' Bild vor seinen Augen. Bei sei ner Gesellschaft ist er versichert. Das Haus Mobius würde der Verlust bei diesem Betru treffen. Tamara Alexandrowna betrachtet den Grübelnden. Legt ihre Hand auf sein dunkles, wellges Haar und streichelt es leise. Nach einer lan## gen Pause sagt Carlo: „Das alles sind Phantastereien, Tamara. Kein Möglichkeiten.“ „Ich habe im vollsten Ernst gesprochen, Chér“ „Du meinst wirklich, ich soll einen Betrug be gehen?“ „Um deiner Familie zu helfen, warum nicht Und um mir selbst den Weg für ein neues Leben zu schaffen. Hier wirst du entwurzelt sein, wenn eure Firma liquidiert, wenn dein Vater von deinen Schulden erfährt. Du hast mir selbstge# standen, daß du dich fremd und unglücklich schen den Deinen fühlst, neben deiner Braut, di du nicht mehr liebst.“ „Ich liebe dich, Tamara! Kann mir eine### kunft mit Ingeborg nicht mehr denken. Ueber kaupt keine Zukunft nach dieser Nacht. Auch den Plan scheint mir unausführbar. Man würde den Betrug entdecken...“ „Nicht, wenn ich dir helfe. Nicht, wenn vi klug sind.“ „Was aber soll mir ein neues Leben, in der ich allein und heimatlos, ein Flüchtling, ein Ver brecher sein werde?“ „Das sind bloße Worte, unnütze Vorstellungen Du kannst arbeiten. Und du wirst nicht allet sein!“ „Wenn du willst, gehe ich mit dir.“ „Du!“ Er reißt sie an sich. Preßt sie in sein Arme. Glühende, verzehrende, tolle Küsse#4 Leidenschaft. „So liebst du mich, daß du das tun willst „Ich liebe dich, Chéri!“ „Und dein Mann?“ „Ich will von ihm fort! Will aus diesem Leb heraus, das ich hasse, für das ich nicht passe. in reinlichere Verhältnisse.“ „Können es reinliche Verhältnisse sein, die m einem Verbrechen beginnen?“ Sie macht sich von ihm los. Ihr Mund schmal vor Hohn und Verachtung. „Bürger du! Verhätscheltes, verwöhntes tersöhnchen. So bleib, was du bist! Geh hüd brav nach Hause und beichte! Vielleicht wird dir verzeihen, dir helfen! Ich kann auch— dich— von meinem Manne gehen.“ Sofort ist sein Argwohn wach. Seine Eisth sucht rege. „Mit einem anderen, Tamara?" „Vielleicht! Oder glaubst du, daß sich kei finden wird?“ „Alle lieben, alle begehren dich!“ „Aber ich habe dich erwählt, Chéri! Willit mit mir in ein neues Leben gehen?".. Er kann sich dies neue Leben nicht vorstel Aber doch auch ein Dasein hier in der Stadt, Elternhause, neben Ingeborg nicht mehr. Er fragt, schon beinahe bezwungen von Willen der gefährlichen Frau: „Wie denkst du dir das überhaupt?“ „Du täuschest einen Unglücksfall vor. wird dich für tot halten und die Prämie aus len. Bei dieser Summe spielen deine Schut keine Rolle mehr. Du bist inzwischen ins M land gefahren, wo dich keiner kennt.“ „Und wenn ich— dort— Bekannten gegne?".„ „Man kann sich unkenntlich machen, Cherl. helfe dir.“ „Und die notwendigen Papiere? Ein Past „Es gibt falsche Pässe.“ „Wie soll ich ihn bekommen?" 46.150f Und wieder sagt sie mit ihrem rätselho Lächeln: fall „Ich werde ihn dir besorgen. Aber er“ viel Geld. Und noch eins, Chéri: Wir musth, nügend Kapital haben, um eine Weile sorgtl leben zu können. Denn du wirst nicht von* auf morgen eine neue Existenz haben!“ „Ich habe nichts“, gesteht er. „Vielleicht Edelsteine, Chéri?"—.„ 400 Er denkt an Ingeborgs Perlen. Nein,“ sie nicht nehmen. So weit wird er sich i niedrigen. So weit nicht sinken Fortsetzung —• SSGEESS9.T S Mon! a— JcoS S 0 D. S.ESS! =FS.T 9 B 8 „ EE B 50— S TAn SaGES SPAESG -OOnu S—WETS ..„ 2:„ o Sach Se -#EGn „ S*" G 0S 1 -( S• WE u Sa*„ S. — 42 * SüOpFS. #A• 8 B Kameraden im men— Kleider aus Fichtenholz— Unglaub liche Geschichten bleich im Gesicht, mit einem abwesenden Ausdruck, der Bowler beinah den Atem nimmt.„Laß das Mädel sein, Jim.“ Jim Bowler braucht nur nachzugeben. Er tut es nicht. Stumm schüttelt er den Kopf. Was ist ihm Jane! Aber darum geht es nicht. Irgend etwas anderes ist in ihm und gibt hn nicht frei, selbst wenn er sich das Genick dafür brechen sollte. Wieder stehen sie auf dem Brett. Unter ihnen, im grellen Licht der Scheinwerfer, die tausendköpfige Menge. Aber kein Netz schiebt sich jetzt zwischen den Blick. Sie sehen sich stumm an. Es scheint, als ob Carton etwas sagen wolle, dann schwingt er ab. Jim Bowler macht sich bereit. Er weiß nicht, was mit ihm geschieht. Niemals dürfte er springen. Ist er den wahnsinnig? Aber springt er nicht, so ist der Kontrakt zum Teufel, sind dreitausend Dollar Schulden da und die Nummer erledigt. Denn niemals kann er dann mit Fred Carton mehr zusammenarbeiten. Es bleibt ihm nichts anderes. Er muß ihm jetzt einfach vertrauen, nichts weiter. Muß die Kameradschaft der zehn vergangenen Jahre heraufbeschwören und Carton damit besiegen, wie Dompteure das vielleicht tun, wenn die Tiere unruhig werden. So etwas Aehnliches ist das jetzt zwischen Fred und ihm... Ein kleiner, bunter Punkt unten in der Manege, das ist Pippo, der Clown und seine Tochter. Seltsam ist das Leben manchmal... Drüben hebt Fred die Hände. Er kann sein Gesicht nicht sehen. Noch hat er Zeit, zurückzutreten. Was kann es Wichtigeres geben als das Leben. AAb!“ Eine harte, klare Stimme. Wie oft hat er dieses kurze Wort vernommen. Irgend eine heiße, mächtige Woge schießt in Jim Bowler empor. Zehn Jahre Kameradschaft... Getragen von einem harten, klaren Vertrauen zu dem da drüben, das nur von einem feinen, ganz feinen Pochen in den Schläfen unterbrochen wird, springt er ab. Ihre Hände halten sich. Jeder Schmerz und jede Ueberwindung dieser Minuten ist in dem Gesicht des Freundes zu lesen, als er ihn zu sich hinaufzieht auf das Trapez. Stumm halten sie sich bei den Händen. Was ist ihnen jetzt noch die Frau da unten. Manchmal gilt es Größeres zwischen Männern. Beifall dröhnt zu ihnen herauf. Sie lächeln sich zu, ganz kurz und fast ein wenig schamvoll. Dann lassen sie sich hinabgleiten... Kleider aus Fichtenholz Wie die Kunstseide entsteht und verarbeitet wird Von Dr. Haus Plettenberg Mehr und mehr verflüchtigt sich das Vorurteil, das ein Teil der Menschheit der Kunstseide entgegenbringt. Das ist im Hinblick auf unsere Volkswirtschaft durchaus zu begrüßen. Denn Naturseide wird nur in ganz geringem Maße in Deutschland hergestellt, da jene nützliche Raupe ein recht empfindliches Wesen ist. Aber die Kunstseide... Fast alle Rohstoffe, die wir zu ihrer Herstellung gebrauchen, stammen aus dem Vaterlande. Da ist zuerst der Zellstoff. Die Natur bietet ihn uns in riesenhaften Mengen an. Wir entnehmen ihn entweder den Baumwoll=Abfällen oder noch besser dem Fichtenwalde, der ohnehin sehnlichst auf Liebhaber wartet. Das Holz wird geschält, von Aesten befreit, naß geschliffen und gekocht, und zwar mit Sulfitlauge unter Druck, damit die Nebenprodukte abgespaltet werden. Schließlich erhält der Rohstoff die Form großer Papptafeln. Vierfach ist die Art der Behandlung, die der Zellulose in der Kunstseidefabrik zuteil wird. Das älteste, das Nitrat=Verfahren, daß sich der Salpetersäure bedient, und das nur wenig jüngere, das Kupfersalze zu Hilfe nimmt, sind fast außer Gebrauch gekommen. Am häufigsten ist heute das ViskoseVerfahren. Hier wird der Zellstoff mit Natronlauge behandelt, dann mit Schwefelkohlenstoff. Die nun entstandene Masse löst sich in Natronlauge zu der vielgenannten Viskose, einer Flüssigkeit, die dem Hönig oder Syrup ähnelt. Die Fäden, die aus den Düsen austreten, werden erhärtet und auf Spulen aufgewickelt. Das letzte Verfahren, das sogenannte Azetat=Verfahren, arbeitet mit starker Essigsäure. Im Jahre 1900 stellte man 0,6 Millionen Kilo Kunstseide her. Im Jahre 1910 waren es zehn mal so viel, im Jahre 1920 schon 18 Millionen und 1930 gar 185 Millionen Kilo. Diese Zahlen reden eine deutliche Sprache. Von der Welterzeugung werden 83 v. H. im Viskose=Verfahren hergestellt. Man hat zuerst nicht geringe Mühe gehabt, die Natur nachzuahmen. Es galt, Fäden von einem hundertstel Millimeter Dicke anzufertigen, die imstande waren, auf einem Querschnitt von einem Geviertmillimeter fünfzig Kilo zu tragen. Heute ist es gelungen, die Feinheit der natürlichen Faser noch zu übertreffen, obwohl diese in einer Länge von 9000 Metern nicht mehr als 1,2 bis 1,4 Gramm wiegt. Es läßt sich nicht leugnen, daß die von der Natur geschaffene Seide noch immer eine Reihe von Eigenschaften aufweist, die der Mensch von heute als Vorzüge bewertet und die man dem Erzeugnis der Fabriken bislang nicht hat beilegen können. Immerhin ist nicht zu verkennen, daß Wissenschaft und Technik mit Erfolg bemüht sind, den für uns Deutsche erstrebenswerten Ausgleich herbeizuführen, so daß hier die besten Zukunftsaussichten bestehen. Rings um die Welt Unglaubliche Geschichten Die abgestempelte Braut Schaden macht klun... Der Bürgermeister eines serbischen Städtchens in Mazedenien weigerte sich standhaft, einem netten Bauernmädchen, das sich im Nachbarort zu verheiraten gedachte, den nötigen Personalausweis mitzugeben. Es war in jüngster Zeit ein schwunghafter Handel mit solchen Papieren getrieben worden. Schließlich gab er dem Drängen nach und überreichte dem Mädchen einen Brief. Der Kollege im Nachbarort las mit Staunen:„Lieber Amtsbruder, die Ueberbringerin dieses wollte zwecks Verehelichung einen Personalausweis haben. Da soviel Mißbrauch damit getrieben wird, habe ich mich zu einem neuen Mittel entschlossen, in der Hoffnung, daß es bald bei all unseren Behörden eingeführt wird. Zum Beweis, daß es sich um die Person handelt, die das Aufgebot verlangt, habe ich ihr einen Stempel gleich auf den Oberarm gedrückt.. Ein Zug macht sich selbständig undein Auto nimmt die Jagd auf Auf einer südfranzösischen Bahnlinie versagte kürzlich etwas an der Maschine der Lokomotive eines Güterzuges. Führer und Heizer kletterten hinunter, um den Schaden zu beheben. Plötzlich pfiff die Lokomotive durchdringend und setzte sich in Bewegung— führerlos!— und der Zug verschwand in gutem Tempo. Dem Lokomotivführer und Heizer blieb nichts übrig, als ein vorüberfahrendes Privatauto anzuhalten und die Jagd nach dem flüchtigen Zug aufzunehmen. Der Heizer benachrichtigte vom nächsten Bahnwärterhaus die gesamte Strecke und der Führer überholte im Automobil seine selbständige Lokomotive. Kaum wurde sie ihres Herrn ansichtig, als sie, anscheinend in Angst vor Strafe, gehorsam stehen blieb... Hummern, die neuesten Schoßtiere Es gibt immer noch Leute, die das dringende Bedürfnis fühlen, unter allen Umständen sich irgendwie durch eine Seltsamkeit von ihren Mitmenschen zu unterscheiden. Nachdem wir schon Affen, Schildkröten, Eidechsen und dergleichen als Schoßtiere erlebt haben, ist jetzt die Reihe an den— Hummer gekommen. Am Strande von Santa Catalina, dem bevorzugten Badeorte Süd=Kaliforniens, kann man Herren und Damen, die etwas auf sich halten, bei der morgendlichen Straßenpromenade beobachten, wie sie einen solchen Scherenträger an einer Leine oder gar silbernen oder goldenen Kette spazierenführen. Vielleicht würden sie diesen Blödsinn bald wieder aufgeben, wenn sie wüßten, daß ihr vermeintlich so neuartiger Gedanke gar nichts Neues an sich hat. Schon vor etwa einem Jahrhundert fiel ein gewisser Gerard de Nerval, ein Dichter seines Zeichens, in den Straßen von Paris dadurch auf, daß er einen Hummer an einem Bande mit sich führte, richtiger wohl, hinter sich herschleppte, denn das Krustentier folgte seinem Besitzer nur höchst widerwillig. Gerard ging sogar so weit, sich in seinem Anzug nach Möglichkeit seinem Begleiter anzupassen. Beinkleider, Weste und Rock bestanden aus seegrünem Satin, alle Knöpfe aus Perlmutter, der Hut war mit Seetang„verziert“ und um den Hals trug der seltsame Dichter eine Korallenschnur, während ein Dreizack an Stelle eines Spazierstocks das ganze„abrundete“. Der Liebe Rätselwege Roman von Kurt v. Felbern 4 In diesem Augenblick war's, als am anderen Ende der Stadt Hermine Lohmeiers rechtes Ohr ganz unerträglich zu klingen begann. Sie lag in ihrem Zimmer auf dem Ruhesofa und verwünschte zum tausendsten Male ihre Dummheit, die darin bestand, daß es ihr erst heute morgen eingefallen war, Dr. Hermsdorf zum heutigen Abend zu bitten. Er hatte ihr darauf bedauernd erzählt, daß er zum Nachmittag bereits bei Herrn Andersen gebeten sei und daher nicht wisse, ob er über den Abend verfügen könne. Sie hatte den Studienrat bereits im Vorjahr anläßlich eines mehrtägigen Aufenthaltes in Düsseldorf kennen gelernt. Ihrem Erzählen von Wiesbachs idyllischer Schönheit war es zuzuschreiben, daß er auf den Gedanken gekommen war, sich um die hier ausgeschriebene Stelle zu bewerben. Auf ihr Zureden hin hatte der Vater, der im Schulkollegium eine wichtige Stimme besaß, seinen ganzen Einfluß für den Düsseldorfer Bewerber eingesetzt und seine Wahl durchgedrückt. Und nun drohte ein läppischer Zufall all die heimlich und mit hartnäckiger Zähigkeit gesponnenen Fäden zu zerreißen. Hätte sie wenigstens gewußt, wie der Studienrat am verflossenen Nikolausabend mit Helma bekannt geworden war! Sie hatte ihm erzählt, daß sie ihn mit Helma gesehen habe und hatte wohlweislich ihre Worte so gesetzt, daß er als Kavalier kaum anders konnte, als eine Erklärung der immerhin auffälligen Tatsache zu geben. Aber er hatte geschwiegen, hatte nur erwähnt, daß er allerdings die Ehre gehabt habe, Fräulein Andersen einige Schritte begleiten zu dürfen und war dann geschickt und so, daß ihr schlechthin jeder Rückweg unmöglich gemacht war, auf einen anderen Gesprächsstoff übergesprungen. Und nun saß er drüben in der Villa Andersen und war natürlich Helmas Tischherr! Und sie selbst, diejenige, der Wiesbach überhaupt die Anwesenheit des Studienrats verdankte, war kaltgestellt, war vergessen über Helmas Schönheit und Jugend. Es war zum Verzweifeln! In ohnmächtigem Zorn riß sie an dem feinen Batisttuch, das sie bereits seit einer Stunde in den Händen zerknüllte. * Es gab einen scharfen Ton, und dann trennte sich ächzend die rechte Hälfte von der linken, worauf beide nun unbrauchbare Teile mit einem zornigen Laut auf den teppichbelegten Boden geschleudert wurden. 6. Es war ziemlich spät geworden, als die beiden Besucher in der Villa Andersen sich von ihren Gastgebern verabschiedeten. Helma wechselte einen festen Händedruck mit dem Oberingenieur und fühlte dann mit wonnigem Erheben des Studienrats kühle Hand die ihrige umschließen. „Es war ein sehr, sehr schöner Nachmittag und Abend", sagte er dabei, ihr tief in die Augen blickend,„und ich werde immer mit aufrichtiger Freude an die Stunden zurückdenken, in denen ich die Ehre hatte, zum ersten Mal Gast Ihres Hauses zu sein.“ Der volle, tiefe Ton seiner Stimme legte sich wie ein warmer Mantel um Helmas Seele. Es war ihr im Augenblick unmöglich, eine Antwort zu geben. Sie schämte sich fast ihrer kindischen Unbeholfenheit, und die Tränen waren ihr nehe. Da wurde zum Glück Heinz Ruhland, ohne es allerdings zu wollen, der Retter:„Also, gnädiges Fräulein“, sagte er in seiner gewinnenden, frischen Art,„es bleibt dabei, daß der morgige Nachmittag einem Schlittenausflug in die Umgebung gehört. Und Sie haben sich verpflichtet, noch eine Partnerin zu besergen, damit das Kleeblatt seine glückbringenden vier Blätter hat.“ „Das habe ich“, versicherte Helma, die inzwischen, nachdem des Studienrats Hand sich von der ihrigen gelöst hatte, ihr Gleichgewicht wieder erlangt hatte,„und Sie werden beide mit meiner Freundin zufrieden sein.“ „Wollen Sie uns jetzt, beim Abschied, immer noch ihren Namen vorenthalten?“ fragte Heinz. „Gewiß will ich das“, scherzte Helma übermütig.„Was ist ein Name, Herr Ruhland? Schall und Rauch. Der Mensch selbst aber ist alles. Und den sollen Sie ja morgen kennen lernen.“ „Sie machen mich wirklich neugierig.“ „Um so besser! Dann werden Sie um so pünktlicher sein.“ „Glockenschlag zwei Uhr sind wir zur Stelle. Nicht wahr, Herr Dcktor?“ Walter Hermsdorf nickte:„Wir werden sein, wie die Verkörperung der Pünktlichkeit.“ Noch eine doppelte Verbeugung, und die beiden Herren gingen durch den Schnee dem Portal zu. Unter dem hohen, gußeisernen Bogen blieb Walter Hermsdorf stehen. „Wenn es Ihnen nichts ausmacht“, meinte er, zu seinem Begleiter gewandt,„so bleiben wir auf meiner gemütlichen Junggesellenstube noch ein Stündchen zusammen.“ Heinz Ruhland war zufrieden, und so sah Helma, hinter dem Vorhang stehen, die beiden Herren in bester Eintracht im einsamen Schaukellicht der Marktplatzhängelampe von dannen ziehen. Sie freute sich dessen, denn der Oberingenieur besaß ihre volle Sympathie, und sie glaubte heute schon fest daran, daß Ruth an seiner Seite glücklich werden würde, falls es ihr gelänge, den Mann für sich zu gewinnen. Und es mußte gelingen, es mußte! Hatte nicht das Schicksal selbst bereits über alles Erwarten vorgearbeitet, die Bahn geebnet, die von Ruth zu Heinz Ruhland führen konnte? * Eine schrecklich lange Nacht folgte, in der Helma kaum für eine Viertelstunde festen Schlaf genoß. Immmer wieder schreckte sic hellwach auf, weil sie des Studienrats Stimme zu vernehmen glaubte, immer wieder sah sie das strahlende Leuchten seiner dunklen, tiefen Augen, und wie ein süßer Schauder überlief es sie, wenn sie daran dachte, mit welcher Zuvorkommenheit er den ganzen Nachmittag und Abend um sie bemüht gewesen war. Durfte sie überhaupt noch daran zweifeln, daß ihre stille, aber schon erschreckend tiefe Zuneigung bereits erwidert wurde? Hatte sie nicht allen Grund, glücklich zu sein, mit klopfendem Herzen sich süßen Träumen von einer schönen, herrlich schönen Zukunft hinzugeben? War überhaupt Walter Hermsdorf älter als sie? Oft war es ihr im Laufe der sprühend lebhaften Unterhaltung so vorgekommen, als sei er kaum erst dem Gymna SE- OWWWNUTESSTS W M8WOOPPEES *BASEGE.3" *EEBODES 83 E. # S B SBEEEEG S S S SSS SiS S 8 Der Liebe Rätselwege sium entwachsen, trotzdem an seinen Schläfen hier und da ein silbernes Glitzern deutlich von seinen reiferen Jahren erzählte. Aber was tat es? War sie nicht um so jünger? Wie mancher, der bedeutend weniger Jahre zählt, als Walter Hermsdorf, vermochte es ihm weder an jugendlichem Aussehen, noch an Spannkraft und geistiger Regsamkeit gleichzutun! Und überhaupt— sie kuschelte sich fester in die weichen Kissen, als sie das dachte— wann hätte jemals die Liebe nach solchen Bagatellen gefragt, wie das Alter eine war? War es nicht ein durchaus unbestimmter, relativer Begriff, solange man die letzte Schranke, auf die es sich bezog, den Tod, nicht vorher wußte? Gewiß, fünfzehn Jahre war eine große Spanne Zeit, aber größer noch war die Liebe, und nur an diese noch wollte sie denken. Langsam dämmerte der Morgen heraus, ein herrlicher, vorbildlich schöner Wintermorgen. Gegen zehn Uhr setzte zwar ein linder Schneefall ein, aber es war, als läge dem Himmel nur daran, für den Nachmittag die denkbar schönste Schlittenbahn zu schaffen, denn als es Mittag wurde, leuchtete von neuem die Sonne vom blitzblanken Himmel durch den klirrenden Frost. Kurz vor zwei Uhr fuhr der Schlitten vor, den die beiden Andersenschen Rappen zogen, und wenige Minuten später, mit dem Glockenschlag zwei, betrat Heinz Ruhland die Villa. Er war sichtlich in bester Laune. Das Mädchen führte ihn in den Salon, wo er den Hausherrn und eine junge Dame antraf, die ihm auf den ersten Blick bekannt vorkam. Herr Andersen stellte vor: „Herr Oberingenieur Heinz Ruhland— Fräulein Keusen.“ Heinz Ruhland zog die Hand der jungen Dame respektvoll an seine Lippen und sagte dann mit einer leichten Unsicherheit:„Verzeihung, gnädiges Fräulein! Ich irre wohl nicht, wenn ich annehme, daß wir uns schon irgendwo begegnet sind?“ Ruths Wangen waren gerötet. Ihr Atem ging stark und drängend, denn trotz der Vorbereitung durch Helma, die ihr am Morgen von dem geplanten Ausflug und von den beiden männlichen Teilnehmern erzählt hatte, erregte sie das Wiedersehen doch stärker, als sie befürchtet hatte. Sie mußte sich auf seine Frage gewaltsam zu einer ruhigen Antwort zwingen.„Ich wohne in der Pension Otten am Hausenring“, sagte sie nur und entzog ihm ihre Hand, die er unbewußt noch gefaßt hielt. „Richtig!“ entgegnete Heinz und fühlte eine leichte Verlegenheit ob seines mangelhaften Gedächtnisses.„Ich hatte die Ehre, Ihnen am ersten Tag meines Dortseins vorgestellt zu werden. Leider war es mir dann nicht mehr vergönnt, mit Ihnen zu plaudern, denn wir saßen wohl an dem unendlich langen Tisch ganz entgegengesetzt, und zudem zwang mich meine Arbeit, stets im letzten Augenblick zu erscheinen und als erster wieder zu verschwinden. Herr Andersen, der ein Jugendfreund meines Vaters ist, hat ebenfalls bereits Veranlassung gehabt, sich über mich zu beklagen, aber er hat mir mein langes Ausbleiben verziehen, und ich hoffe, mein gnädiges Fräulein, daß auch Sie Gnade für Recht ergehen lassen und mir meine Vergeßlichkeit nicht nachtragen werden!" Er sah sie dabei so bittend an, daß Ruth alle Befangenheit schwinden fühlte. Mit einem offenen Lächeln bot sie ihm die Hand:„Vergeben und vergessen, Herr Ruhland.“ „Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein!“ Der feste Druck seiner Hand sagte ihr, daß die letzten Worte keine leere Höflichkeitsphrase waren, und ein törichtes Glücksempfinden wallte in ihr auf. „Ich muß Ihnen“, fiel der Hausherr, zu dem Oberingenieur gewandt, hier ein,„leider eine traurige Nachricht mitteilen. Herr Dr. Hermsdorf wird nicht kommen. Er hat vorhin eine kurze Mitteilung geschickt, des Inhalts, daß er durch ein dringendes Telegramm nach Düsseldorf gerufen worden sei und daher leider bei dem geplanten Ausflug fehlen müsse. Meine Tochter ist etwas verstimmt darüber, wie Sie sich denken können. Es ist ja auch ärgerlich, daß nun das so hübsch arrangierte Gleichgewicht gestört ist, aber— na, ich denke, es wird auch so gehen, nicht wahr?“ „Aber selbstverständlich, Herr Andersen!“ versicherte Ruth, und Heinz Ruhland meinte launig:„Ich verspreche Ihnen ehrenwörtlich, daß ich meine gesamten Talente, deren es nach Ansicht meines allerdings nicht ganz unparteiischen Vaters eine ganze Menge geben soll, in den Dienst der beiden Damen stellen werde.“ „Das genügt mir!“ lachte Karl Andersen, schon wieder gut gelaunt.„Da kommt ja übrigens auch die Ausbleiberin. Wo steckst du denn so lange, Helma?“ Die Eintretende, wie Ruth im warmen Pelzmantel steckend, begrüßte die Freundin und den Oberingenieur und meinte dann mit einem Lachen, das nicht ganz frei von Zorn war:„Was soll man nun dazu sagen, Herrschaften? Da meint man es gut und will diesem Fremdling in Wiesbach die Langeweile des zweiten Festtages angenehm überwinden helfen, und nun setzt er sich auf die Bahn und fährt nach seinem scheinbar unvergeßlichen Düsseldorf.“ „Aber Helma!“ warf der Vater ein,„du vergißt das Telegramm!“ „Ach was, Telegramm!“ entfuhr es Helma heftiger, als zu der sonst gut gespielten Ruhe passen wollte,„ich glaube nicht an das Telegramm.“ Ein peinliches Schweigen folgte den unbedachten Worten. Heinz Ruhland beendete es mit dem Hinweis auf den wartenden Schlitten. Gleich darauf glitt das elegante Gefährt unter dem melodischen Geläute der kleinen silbernen Schellen davon. Anfangs wollte vor Helmas sichtlicher Verstimmung kein rechtes Gespräch aufkommen, aber als die letzten Häuser des Städtchens in der Ferne versanken und die winterliche Natur in all ihrer unberührten Pracht und Eindringlichkeit ringsum sich dehnte, da wich allmählich die Lähmung, die über Helma gelegen zu haben schien, und nun wurde die Unterhaltung lebaft, und gerade Helma war es, die immer mehr Geist und Feuer hineintrug. Dabei schien es ihr Freude zu machen, dem Oberingenieur dauernd zu widersprechen, sodaß selbst Ruth, die an Helmas Art längst Gewöhnte, schließlich irre wurde und heimlich über soviel Widerspruchsgeist den Kopf schüttelte. Sie merkte es nicht, daß sie in dem Bestreben, dem Gegenübersitzenden zu helfen, immer mehr selbst das Gespräch zu führen begann, und daß auch Heinz Ruhland sich mehr und mehr ihr zuwandte, während Helmas spottsüchtige Zunge langsam schweigsamer wurde. Weder Ruth noch Heinz aber hätten im entferntesten daran gedacht, daß Helma einem wohl überlegten Plan folgte, als sie sich durch ihre beständigen Widersprüche und Spitzfindigkeiten selbst ausschaltete, und noch viel weniger wäre es ihnen in den Sinn gekommen, daß die anscheinend so kampflustige Begleiterin in Wirklichkeit nur ihr wundes, todmüdes Herz verbarg, während sie lebhaft plauderte. Hätte Helma nur gewußt, wie das ohne unliebsames Aufsehen möglich zu machen sei, so wäre sie gern umgekehrt, denn des Studienrats Absage hatte sie wie Keulenhiebe getroffen, weniger die Tatsache selbst, daß er nicht kommen könne, als die Art, wie er sich entschuldigt hatte. Zwar hatte sie sich gesagt, daß er vielleicht keine Zeit gehabt habe, sich persönlich zu rechtfertigen, aber ihr Herz, das seit gestern nur dem heutigen Wiedersehen entgegen geschlagen hatte, wehrte sich dagegen und wurde um so mißtrauischer, je länger sie grübelte und sann. Was konnte geschehen sein, seitdem der Studienrat gestern abend ihr Elternhaus verlassen hatte? Er war noch mit Heinz Ruhland zusammengewesen und dann jedenfalls zu Bett gegangen, denn am ersten Feiertag gab es keinerlei Gelegenheit, im Gasthaus zu sitzen. Und heute? Warum war er nicht gekommen, warum? Sie konnte an das Telegramm nicht glauben, so sehr sie sich auch Mühe gab. Es war etwas anderes, was ihn fernhielt, und dies andere mußte sie erfahren. Sie mußte. Flüchtig tauchten Hermines scharfe Züge vor ior auf, aber was konnte sie mit dem Fernbleiben des Studienrats zu tun haben? Zuzutrauen war ihr allerdings nach der Lüge über des Doktors Verlobung alles. Warum log sie von einer Verlobung, die in Wirklichkeit jeder Grundlage entbehrte? Warum? Lag ihr vielleicht daran, den Studienrat um jeden Preis und auf alle Fälle von der vermeintlichen Nebenbuhlerin fern zu halten? War ihr dazu jedes Mittel recht geworden? Fast mußte man so denken, denn eine andere Lösung gab es nicht. Ein Schwanken des Schlittens schreckte Helma auf. Wie aus einem wüsten Traum erwachend, sah sie um sich, sah die beiden anderen in eifrigem und, wie es schien, sehr einmütigem Gespräch und erblickte in nächster Nähe das Forsthaus, dem der Ausflug gelten sollte. Da warf sie mit zornigem Mut alle Sorgen und alle bangen Gedanken von sich, richtete sich hoch auf und zerriß mit einem lustigen Gesang das ernste Gespräch der beiden Begleiter. (Fortsetzung folgt.) — E— 3en 99 52 S 5551 Kameraden Kameraden im lletz Artistengeschicte von 1do Volter Von unten summt es zu ihnen herauf. Dann wird es langsam sehr still.„Ah“, sagt Carton kurz. Jim Bowler hebt die Hand. Es ist das Zeichen, daß er bereit ist. Mit einem gewaltigen Sprung schnellt er vor, fühlt das Federn des Brettes unter sich und wirft sich voran. Im doppelten Salto wirbelt er durch die Leere. Seine Hände greifen vor. Es ist eine genau berechnete und schon beinahe instinktive Beweung. Mit kurzem, harten Griff fassen seine Hände in die es Freunver. Ihre Gesichter sind, ein wenig rot vor Anstrengung, dicht übereinander. Unten bricht dröhnender Beifall los. Sie lächeln sich zu und schwinden hinüber zu dem zweiten Brett am Ende des Gerüstes. Ihre Nummer ist eendet. Die Nummer„Carton und Bowler“ bildet die Attraktion der„Wilton=Manege". Gibt es doch in den Staaten keine Truppe, die einen zweifachen Salto über eine Höhendistanz von vierundzwanzig zu achtzehn Meter ohne Netz auszuführen wagt. In den Applaus des Publikums dringt der Beifall der Kollegen und übrigen Artisten, die ihnen hinter der Manege zugeschaut haben. Bowler lächelt Jane Morton zu, der Tochter des Clowns Pippo, die ihrem Vater bei seinem Auftreten assistiert. Sie senkt ein wenig den Kopf. Jim Bowler beherrscht, wenn er mit Netz arbeiten darf, den dreifachen Salto nach vorn, wie zurück. Der Doppelsalto ist ihm ein Kinderspiel. Bereits mit fünfzehn Jahren hat er ihn ausgeführt. Es ist also absolut keine Gefahr, wenn er ihn mit Carton, der fast sieben Jahre mit ihm zusammenarbeitet, ohne Netz vorführt. Trotzdem rührt ihn die Bewunderung des Mädchens. Dicht geht er an ihr vorüber. Sie wendet sich ihrem Vater zu. Er spürt, daß sie unsicher ist. Ein wenig stolz lächelt er vor sich hin. Zum Ersticken heiß ist es in dem Umkleideraum. Nebenan befindet sich gleich der Baderaum, und die russische BalalaikaTruppe ist wie der Teufel hinter der Hitze her. Unklar klingen Gelächter und Gesang zu ihnen hinüber. Carton kleidet sich aus, legt die Schuhhaken ab, mit denen er sich, unbemerkt vom Publikum, hinter dem Trapez festlegt, denn das ist unbedingt notwendig bei dem Schwung, mit dem ihm Jim in die Hände saust. Sein Blick gleitet flüchtig über den Freund.„Hübsches Mädel, die Jane.. Bowler nickt, grinst ein wenig. Langsam drückt er einen Handstand auf der Tischkante.„Will ich meinen. Werde heute abend mit ihr tanzen gehen. Mal nachher sehen, wo sie steckt.“ Er schrickt zusammen. Carton hat ihm den Tisch unter den Händen weggerissen. Mit einem kurzen Schwung kommt er auf die Beine. „Verrückt geworden.“ Carton starrt ihn an. Sein Gesicht zeigt jene gefährliche Entschlossenheit, die ihm manchmal eigen ist, wenn er irgndeine besonders schwierige Sache probt oder sobald er zuviel getrunken hat. Bowler kennt das an ihm. Jetzt aber will es ihm nicht gefallen. „Laß das Mädel zufrieden. Kenne sie von früher her. Komm mir nicht in die Quere. Du weißt...“ Ein leiser, drohender Unterton schwingt in dem Raume nach. Bowler erinnert sich. Schon einmal hat er Fred ein Mädel vor der Nase„weggeschnappt“. Aber gerade darum... An und für sich war ihm diese Jane ziemlich gleichgültig. Aber jetzt? Wenn Carton so mit ihm sprach?„Wollen sehen“, sagt er gleichmütig.„Guten Abend, Fred.“ Jeden Morgen proben sie zwei Stunden. Schweigend gehen sie an die Arbeit. „Jim?“ „Und?“ „Du bist mit Jane...“ Jim Bowler grinst. Seine Wut ist vorüber. Er ist mit Jane ausgegangen. Nun gut. Daß der gute Fred ein wenig zu spät kam... Für ihn ist die Geschichte erledigt. Die Entscheidung liegt bei Jane. Aber er weiß, daß sie bereits für ihn gefallen ist. Carton starrt an ihm vorüber, schweigt. Nur einmal hat er kurz genickt, den Kopf ein wenig fallen lassen. Jim Bowler gefällt dieses Gesicht nicht. Ist Carton tatsächlich so verliebt n das Mädel? Die Diener haben das Netz gespannt. Bowler probt mit Carton seit beinahe drei Jahren bereits den freien, dreifachen Salto. Er will eine solche Sicherheit erlangen, daß er ihn einmal ohne Netz vorführen kann, ebenso wie er es bisher mit dem Doppelsalto getan. In den letzten beiden Monaten haben sie trotz der täglichen, vierfachen Probe nicht einen einzigen Fehlgriff gehabt. Verlaufen die nächsten sechs Wochen ebenso, wird er Wilton aufsuchen und ihm den Vorschlag machen— bei dreifacher Gagenerhöhung allerdings— auch den dreifachen Salto... Sie stehen auf dem ersten Brett. Carton hat bereits die Schaukel in der Hand, um sich hinabzuschwingen. Jim kreidet seine Hände ein. Ihre Blicke gleiten aneinander vorüber. „Jim, laß das Mädel sein.“ „Denke nicht daran, mein Junge.“ Carton starrt ihn an. Ganz plötzlich, so daß Jim ein wenig unsicher wird. Doch da schwingt der andere bereits hinüber. Der riesige Raum unter ihm liegt im Halbdämmer. Nur hier oben in der Kuppel ist es hell. Jim sieht empor. Draußen liegt die Sonne über dem Glasdach. Unten in der Manege ist kein Mensch. Er macht sich fertig. Die Stimme Cartons.„Ab!“ Jim Bowler springt. Seine Hände greifen in die seines Partners. Im nächsten Augenblick stürzt er senkrecht nach unten, fühlt den feinen Schmerz, der entsteht, wenn man mit der bloßen Schulter in die groben Stricke des Netzes fällt. Ein wenig verwirrt richtet er sich auf. Das war doch...? Fred hat nicht zugegriffen, ihn aus der Hand gleiten lassen. Mit einem kurzen Fluch sieht er empor. Im gleichen Augenblick fast kommt Carton herabgesaust, steht neben ihm im Netz. Sie starren sich an. Fred Carton streicht sich mit einer fast unbewußten Bewegung das Haar aus der Stirn.„Laß Jane zufrieden, Jim. Du bist nachher mit ihr verabredet. Ich werde gehen, dich entschuldigen...“ Unwillkürlich sieht er nach oben. Da weiß Jim Bowler, was ihm heute abend bevorsteht, wenn sie ohne Netz auftreten und er bis dahin nicht... So also steht es zwischen ihnen, Er macht eine kurze Bewegung. Es ist, als ob er dem anderen an den Hals wolle. Dann besinnt er sich. Stumm proben sie weiter. Alles geht in Ordnung. * Jim Bowler kommt mit Jane aus Manhatten zurück. Es dunkelt bereits. Er bringt das Mädchen zu ihrem Zimmer. Vor der Tür sieht sie ihn an. Er könnte sie jetzt küssen, wenn er es wollte. Mit einem kurzen Händedruck verabschiedet er sich. Jane verliert, sobald man länger mit ihr zusammen ist. Schon gestern abend war er enttäuscht. Warum ist er heute mit ihr ausgegangen? Aus Trotz gegen Fred? Unten auf der Halle trifft er auf Carton. Sicher hat er sie kommen sehen. Jim setzt ein Lächeln auf, ein breites, behagliches und nur ein wenig geheimnisvolles Lachen. Nur nicht nachgeben jetzt. Soll Fred sich nur quälen für seine Unverschämtheit heute vormittag. Im gleichen Augenblick fühlt er ein heißes Pochen in den Schläfen. Ein Blick des anderen hat ihn gestreift. Bis jetzt ist er nicht auf den Gedanken gekommen, daß Fred Carton wirklich... Mit einem Ruck wendet er sich und geht hinüber zu Mister Wilton in das Büro. Der bietet ihm eine Zigarre an, klopft ihm auf die Schulter. Sein Gesicht wird ungläubig, als Bowler ihm mitteilt, daß er heute nicht auftreten kann. „Warum?“ „Weiß nicht, Boß. Bin nicht in Ordnung.“ „Blödsinn!" „Ich trete heute nicht auf“, sagte Jim kurz. Er wendet sich. Die wütende Stimme des anderen hält ihn zurück. „Kontraktbruch, Bowler. Ihr wißt, wie die Abmachungen lauten.“ Bowler bleibt stehen. Er erinnert sich. Keine Gage und dreitausend Dollar Konventionalstrafe. Das ist untragbar für ihn. Er braucht das Geld. Ein Weg bleibt ihm nur. Er muß sich vor Fred Carton demütigen. Macht Carton Ernst, so wird ihm kaum etwas nachzuweisen sein. Wie oft kommen solche Unfälle vor. Fred braucht nur zu behaupten, Jim Bowler habe seinen Schwung falsch bemessen. Bowler sieht den Manager an. Er will etwas sagen. Dann kann er es nicht. Stumm wendet er sich und geht hinaus. Aber im gleichen Augenblick, wo er draußen Carton sieht, weiß er auch, daß er sich nicht demütigen kann. Selbst um sein Leben nicht. Außerdem hat Fred nur gedroht. Zehn Jahre kennen sie sich. Wahnsinn ist doch das alles! Zehn Minuten vor dem Auftritt geht Jim hinüber in die Garderobe. Da steht Fred vor ihm, bereits angekleidet, völlig S S a.— S 89 # T S• S S" 8838 „S8P8 es#. *— EE#E *• * 55ES S S 85 S 88— S S“SS . 832 S 6— 8881 . JASO *2 5 PaG. I5 O 2— 83 2=* S S.•S—. S 988 S 9355 E. 5 S S S 8 E 4 9 das Lumseistische Blatt Autigugeiseher Jeetün Von Erich Hillebrandt (Nachdruck verboten.) Tante Anna hat eine merkwürdige Eigenart. Penn sie in eine fremde Stadt kommt, dann sucht sie überall nach Antiquitäten. Sie ist nämlich der Meinung, daß solche alten Städtchen eine sundarube für den Sammler sind und daß sich hier reiche Beute machen läßt. So geht sie denn von Keller zu Keller, von Geschäft zu Geschäft und läßt ihre entdeckungsfreudigen Augen fleißig umherschweisen. Sie ist glücklich, einmal ein altes Buch zu erwischen oder eine Vase, einen Schmuck oder ein Möbelstück. So war Tante Anna auch manchmal in B. Und da fand sie bei einem Manne namens Peißbart, der einen Keller besaß und von dem man eigentlich nicht genau wußte, was er trieb. einige alte Möbelstücke, und. was besonders wertvoll war, diese Möbelstücke waren von Holzwürnern fast ganz zerfressen. Man weiß ja, daß solche sengen von diesen Tieren nur in wirklich ganz alten Stücken sich befinden. Tante Anna also setzte ihr süßestes Gesicht auf und fragte, ob denn diese Möbelruinen zu verkaufen seien. „Nee“, sagte Herr Weißbart und sah Tante Anna sonderbar an. Ein Mensch. der diese surchtbaren Dinge kaufe wollte, war ihm noch nicht bebegnet. „Ich zahle sehr gut", sagte Tante Anna. Herr Weißbart rieb sich das Kinn. „Nee“, sagte er dann.„Das kann ich nicht, dann snnte ich nicht weiter arbeiten.“ Nun wurde die Tante aufmerksam. „Was bedeutet das, daß Sie nicht weiter arbeiten können?“ „Weil meine Tiere sonst nichts zu fressen hätten.“ „Wieso? Sind Sie nicht Antiquitätenhändler?" „Nee“. sagte Herr Weißbart.„das bin ich nicht. züchte nur Holzwürmer.“ Die gute Tochter „Hast du einen Wunsch. Puppi?“— „Ja. Mutti. ist möchte dir auch mal die Ohren waschen.“ U Bei der Hellseherin „Einen Augenblick noch, meine Dame, ich suche oß seit heute morgen meine Brille...“ Zubi wied geletogearliet Von L. Ring (Nachdruck verboten.) öubi wird photographiert— die ganze Familie ###uigeregt. Papa hat einen roten Kopf. Mama nervös, und die Köchin brennt die Speisen an. Füt die Hauptperson, die das ganze angeht, legt Er, souveräne Gleichgültigkeit an den Tag— oldi. Bubi schlummert vorläufig noch in seinem Anderwagen und weiß nicht, was ihm bevorsteht. enn es brav bleibt, wie jetzt", sagt die gute sprotzmama,„dann wird alles gut gehen.“ Wenn's so brav bleiben wird“. knurrt der Vagek ingrimmig.„Ich wette, der Schlingel fängt ra entscheidenden Moment ein Mordsgeschrei an. #nd verdirbt alles. Bei ihm ist ja alles verkehrt. fvenn er schlasen soll, so wacht er auf. und wenn kttinken soll, hat er keinen Appetit.“ mabenvater", erwidert die Mutter mit zürnenEim Blick,„er ist doch ein Baby! Ich wette, du „###in viel ungezogener, wie du so alt warst wie #., And sie drückt den Kleinen mit zärtlichem Pitergefühl an die Brust. ######nn du dich nicht beeilst, werden wir übermehr zum Photographen kommen". beerkt Papa nervös. L slaubst du. ich werde mich vor dem Photo12% n blamieren“, sagt die Mutter entrüstet. harts i0h das Kind in einem unmöglichen Aufzug thin bringen? Der möchte sich etwas Schönes penken!“ g#en Photographen ist die Hauptsache, daß die #e#g aphien gelingen und er dafür sein Geld ##icumt“, erwidert der Vater trocken. vart zlaubst du“. gibt Mama gereizt zur Ant„ eie Aber ich lasse mich nicht ausspotten.“ . beginnt aufs neue. Baby auf das sorgfältigai 74iehen, eine Bemühung, die von dem Kinde gan; haftem Geschrei bedankt wird. Endlich ist Dr#, weit, um den schweren Gang anzutreten. Lootograph. ein junger Mann mit kühnem g 1222, begrüßt die eintretende Familie auf fteudigste.„Ein entzückendes Kind“. sagt er .s. einem Blick voll Bewunderung auf Baby. i er immer“, sagt Mama voll Stolz und der Der Kaue Seelaund „Ich bin der blaue Seehund", stellte sich ein etwas beleibter Herr im Vestibül eines großen Hotels einer Dame vor. die die Vierzig bereits überschritten hatte, trotzdem aber noch recht vorteilhaft aussah. Sie neigte den Kopf und erwiderte die Vorstellung. „Ich bin die Kaiserin Katharina", sagte sie mit einer gewissen Hoheit, und der blaue Seehund verneigte sich noch einmal. „Habe schon viel von Ihnen gehört. Sie sollen ja ein strenges Regiment führen und als alleinstehende Frau mit den tollsten Sachen fertig werden."— „Man übertreibt leicht", antwortete die Dame, während der blaue Seehund einem Paare entgegensah. das eben durch die Halle kam. „Sieh an“, rief er erfreut,„dort kommt der große Kurfurst mit der Tänzerin Barberina. Man munkelt davon, daß die beiden in absehbarer Zeit heiraten wollten.“ „Richt möglich, die Barberina ist doch eigentlich viel älter als der Kurfürst.“ „Trotzdem verdient sie noch ganz gut, sie hat eingeführte Gäste und ich glaube, der Kurfürst würde bei dieser Allianz nicht schlecht fahren.“ Die Kaiserin von Rußland aber spann ihr frauliches Garn weiter. Auskunft „Werden bei Ihnen auch gratis Zähne gezogen?“ „Jawohl!" „Schmerzlos?“ „Auch das! Aber nicht beides zusammen! * Ausrede „Warum kommst du um drei nach Hause?" „Es war so langweilig am Stammtisch. daß ich mich nach einer Unterhaltung mit dir sehnte.“ * Verstärkung Tante(in der Konditorei):„So. Lieschen, jetzt werde ich dir einen Windbeutel kaufen.“ Kleine:„Bitte. Tante. einen recht großen. Womöglich einen Sturmbeutel!" * * Schauspieler Schauspieler Boll hat eine Beule. „Faule Aepfel?" fragt ein Freund. „Keine Spur— beim zwanzigsten Hervorruf am eisernen Vorhang gestoßen.“ * Stammtisch „Ich liebe den Eichenwald.“ „Warum rauchen Sie ihn dann?“ Restaurant „Herr Ober. der Teller ist naß.“ „Pardon, das ist die Suppe.“ * Die Ueberlegene „Warum willst du eigentlich durchaus einen Juristen heiraten. Trude?" „Weil es ein stolzes Gefühl sein muß, einem solchen gegenüber immer Recht zu behalten!“ Photograph hat ihre Sympathie gewonnen. Der junge Mann bemerkt sogleich seinen Vorteil.„Ich möchte den Herrschaften vorschlagen, zwei Dutzend Aufnahmen zu machen, davon eventuell zwölf Postkarten, die anderen Großbilder.“„Wir sind keine Millionäre". fällt ihm der Vater ins Wort.„sechs Postkarten genügen vollkommen.“ Der Photograph tauscht einen bedauernden Blick mit Mama.„Bei dem Kinde fängst du zu sparen an“, sagte sie rügend. worauf der nichts mehr zu erwidern weiß. „Ich denke, wir photographieren das Kindchen unbekleidet", schlägt der Photograph vor.„Das dürfte reizend sein", stimmt Muma freudig bei. „Dann möchte ich wissen, warum wir so lange mit der Toilette gebraucht haben“, brummt der Vater. aber seine Einwendungen finden kein Gehör. Das Werk von Babys Entkleidung geht verhältnismäßig ohne große Anstalten vonstatten. Der Junge wird bäuchlings auf ein mit grüner Seidendecke bedecktes Tischchen gelegt. Auch das läßt er sich ohne großen Widerstand gefallen.„Ein braves Kind". lobt der Photograph.„Guck=guck. guck=guck“. ruft er. Aber Baby hat einen interessanten Gegenstand zur Beobachtung gesunden. Er schaut unentwegt auf den rückwärts befindlichen Wandschirm und wendet dem Herrn Photographen trotz dem freundlichen Guck=guck einen zum Photographieren nicht besonders erwünschten Körverteil zu. Der diplomatische Photograph versucht ein anderes Kunststück.„Hasi. Hasi“. lockt er und läßt einen kleinen Teddybären quiekende Töne ausstoßen. Baby fängt lebhaft zu strampeln an. Seine Augen leuchten. Aber im gleichen Augenblick stöß: die Mutter, bevor der Photograph zum Knivsen kommt, einen Schrei aus. Sie stürzt sich auf Baby. „Aber Baby“, sagt sie mit dem Ton leichten Vorwur's,„was soll das heißen?"—„Da haben wir's“, brummt der Vater voll Zorn, denn Baby hat seine allzu feuchte Unterschrift auf die Seidendecke abgegeben. Verzweifelt blickt der Photograph himmelwärts. „Das macht gar nichts, gnädige Frau"“. versichert er mit wuterstickter Stimme. Eine neue Decke wird untergelegt. Diesmal ist sie aus Wachsleinwand. Aber Bubis Bäuchlein scheint diese kalte Berührung unangenehm zu empfinden, und der Kleine fängt heftig zu weinen an.„Kikerikt!" (Nachdruck verboten.) „Eigentlich hatte ich gedacht, daß sie sich für den Schultheiß vor. Mittweila interessierte, denn sie hat ihn einmal besucht.“ „Nicht doch", erwidert der blaue Seehund.„dieser Besuch hatte mit einer eventuellen Ehe nichts zu tun, das weiß ich genau. Sie war nur herübergefahren, um sich den Betrieb anzusehen.“ „Na. Sie scheinen ja ganz gut informiert zu sein. was wissen Sie denn sonst noch Neues?“ „Gar nicht viel. Der Herzog Eugen hat die Krippe an sich gebracht und will darin tanzen lassen. Die Sonne hat in Mering dem Kaiser von Japan das Wasser abgegraben, und der silberne Mond ist neu gestrichen worden.“ Bis hierher war ein Herr diesem Gespräch aufmerksam gefolgt. Jetzt aber erhob er sich furchtsam und raste davon, um zur Polizei zu gelangen. Dort erzählte er, daß aus einem Irrenhause Kranke ausgerissen sein mußten. die sich im Vestibül des Grandhotels ein Stelldichein gaben. Ein Beamter kam mit. Ging auf den blauen Seehund zu und bat um seine Legitimation. Der Seehund gab sie ihm. und so kam es an das Tageslicht, daß hier die Hotelbesitzer der Umgegend zu einem kleinen Fest zusammengekommen waren... Schalldämpfer für Schnarcher Im Zweisel „Geliebte! Du bist der Sonnenschein meines Lebens! Mag auch das Schicksal Donner und Regen bringen, mit dir allein werde ich jedem Sturme trotzen!“ „Liebster". flüstert sie in seinen Armen,„ist das ein Wetterbericht oder eine Liebeserklärung!“ alt ist Der Grund denn deine große Schwester. „Warum bist du denn hier?" „Ich habe in die X=Bank eingebrochen! Und du?“ „Ich habe die X=Bank gegründet!" „Wie Karl?“ „Die ist 24 Jahre alt.“ „So? Mir sagte sie, sie wäre erst 20.“ „Ach. das kommt wohl davon, daß sie bis zu ihrem vierten Jahre nicht zählen konnte.“ * Opfer „Willst du für mich ein Wort bei meiner Braut sprechen?“ „Gern, wo denn?“ „Auf dem Standesamt.“ ruft der Photograph und sucht durch eine Verwandlung in einen Hahn sich dem Baby sympathisch zu machen. Da der Hahn nicht die entsprechende Beachtung findet, wagt er einige Bocksorünge und wirft dabei einen Ständer mit einer Vase um. Der Papa grinst vor Schadenfreude.„Scherben bedeuten Glück". sagt der Photograph. und wischt sich schweißtriefend die Stirne. „Ihr könnt nicht mit dem Kinde umgehen". bemerkt daraufhin der Papa, der auf einmal seine Autorität bezeugen will.„Schön lachen. Bubi. schön lachen", ermahnt er Baby. Fast scheint es. als würde Baby diesem väterlichen Wunsch Folge leisten. Aber gerade, als der Photograph knivst. fängt es zu nießen an.„Jetzt hat es zumindest zwei Köpfe“. murmelt der Photograph verzweifelt vor sich hin. „Ich glaube, es ist zu kalt hier", bemerkt besorgt Mama. „Ich glaube, es ist zu heiß", widerspricht Papa. „Nein“, sagt Mama.„das Kind darf mir hier nicht krank werden. Du bist mir ein schöner Papa“. ruft sie, und wirft ihrem Gatten einen wütenden Blick zu. Bubi zerreißt den elterlichen Disput mit einem fürchterlichen Geschrei. „Hasi. Hasi". sucht noch einmal der Photograph zu vermitteln. Nun hält Baby wirklich das Hasi zwischen seinen Fäustchen, aber es läßt es überglücklicherweise auf ein Glas fallen, das nun klirrend zu Boden fällt. „Scherben bedeuten Glück", bemerkt nun höhnisch der Papa. Dem Photographen stehen bereits die Haare zu Berge. Mittlerweile ist Mama mit der Babytoilette fertig geworden.„Na. willst du endlich das Kind photographieren lassen?“ schreit Pava wütend.„Nein, wenn du in einem solchen Ton mit mir sprichst, dann habe ich überhaupt nichts mehr mit dir zu reden.“ Sie stürzt mit Baby hinaus. Papa folgt ihr auf dem Fuß. und der Photograph sinkt vernichtet auf sein Hasi, das einen letzten Klageton ausstößt und dann endgültig seinen Geist aufgibt. Auskunft „Wer sind die vier reizenden Damen?" „Ein Streichquartett.“ „Musikerinnen?“ „Nein, Butterfräuleins." Echte Shaw=Antwort Shaw wurde von einer Dame gefragt. welche Kunst er bei Frauen am meisten schätze. „Daß sie jünger aussehen als sie sind“, sagte der Satiriker. * Das Geschenk „Ich habe meiner Braut ein Geschenk gemacht. das ihr dauernd vor Augen stehen wird.“ „Verstehe, ein wertvolles Schmuckstück.“ „Irrtum. einen Sviegel.“ Seine Auffassung Lehrerin(zum Schüler):„Kannst du mir ein Beispiel nennen dafür, daß Ehrlichkeit am längsten währt?“ Schüler:„Ja, wenn ich abschreibe, bin ich in ein paar Minuten fertig mit meiner Rechenarbeit; aber wenn ich alles allein ausrechne, dau rt es viel länger.“ Die scherzhafte Jungfrau In Brabant war eine Jungfrau, eines Ritters Tochter, die lebte im Haushalt ihrer Tante und wollte von den Männern nichts wissen. Es fügte sich eines Tages, daß sie Küchlein backen sollte. Sie knetete den Teig und hatte den Nudelwalger neben sich liegen. Da kam ein Reiter, der dachte, sie hat beide Hände voll, und kann sich nicht wehren und fiel sie an und wollte sie küssen. Da er wischte sie den Nudelwalger und schlug ihn dem Mutwilligen auf den Kopf, daß ihm das Gesicht verging und Beulen aufliefen. Er sprach:„Du schändliche Frau; sollst du mich also schlagen; ich hab mit dir nur spaßen wollen!“ Sie erwiderte lächelnd:„Es ist mir auch nur Spaß gewesen.““ Dieser Jungfrau Lob ging weit im Lande herum. Beruhigt „Ich habe Mama die Verse gezeigt, die du auf mich gemacht hast. Tony. und sie ist jetzt mit meiner Wahl einverstanden.“ „Er hat nie ein Wort über Liebe gesagt!" „Vielleicht liebt er dich unaussprechlich!“ „Das freut mich. Liebling“, sagte er geschmeichelt. „Ja, sie sagte, daß sie sehr zufrieden sei. daß ich wenigstens keinen Dichter heirate.“ Irrtum „Ich wußte gar nicht, daß Navoleon ermordet wurde.“ „Er wurde doch auch nicht ermordet.“ „Wieso nicht? Ich habe gestern ein Bild gesehen, darunter stand:„Navoleons Tod nach einem Stich von Dolder.“ Das logische Fritzchen Fritzchen:„Nicht wahr, Vati. eine Frau ist die bessere Hälfte von ihrem Mann?“ Vater:„So heißt es. ja!“ Fritzchen:„Wenn also der Mann zum zweiten Male beiratet, dann bleibt demnach nichts mehr von ihm übrig.“ Feauenwert nd klein- das Kind Mütterliche Sendung dee deutschen Feau Von Elli Heese V. A. Der Zusammenklang des jungen nationalen Aufstiegs ruht auf einem gewaltigen Dreiklang, der weithin den Lebenswillen des Dritten Reiches in das frühlingsjunge Land hinaustönen läßt. Den Grundton dieses Dreiklangs gibt die Volksgemeinschaft: mit mächtigem und tiefem Glockenklang ertönt das Lied vom einigen deutschen Volke, das sich in einer über alle Schranken früherer Tage hinwegreichenden Kameradschaft brüderlich im Winterhilfswerk beistand. Hell und sieghaft ließ die zweile Glocke am 21. Lenzing(März) ihr Lied von der Arbeit ertönen,— der Kanzler lieh ihm die Worte, und werktätige Hände setzten es nun in die Tat um. Und jetzt stimmt die dritte Glocke ihr Lied an: das Lied des Glaubens an Deutschland und seine Zukunft. Ein weicher, warmer Akt schwingt in diesem Lied: der Chor der Mütter, und über ihm jubelnd und hell die Stimmen des jungen und jüngsten Geschlechtes. Beiden— den Müttern und Kindern— gilt das Werk, in dem Volk und Staat nach der brüderlichen Opfertat des Winterhilfswerks die Zukunft der Nation sichern wollen. Das Hilfswerk„Mutter und Kind“ steht unter dem Leitwort des Reichsministers Dr. Goebbels:„Mutter und Kind sind das Unterpfand für die Unsterblichkeit eines Volkes". Damit fordert also der Staat für die Hilfe, die er der Mutter und ihren jungen Kindern gewährt, auch eine gewaltige Verantwortungsbereitschaft von der Frau. Der Wunsch, Saat zu senken in den fruchtbaren Boden des neuen Reiches, der Elternwille, diesem sieghaften Staat Bürger zu schenken, ist naturgegeben, ist fast eine selbstverständliche Folge im schnellen Siegeslauf dieser jungen Bewegung. Die Saat aber muß gehütet, die Kinder geleitet und erzogen werden, damit sie das Werk der nationalsozialistischen Bewegung vollenden, damit folgende Geschlechter Träger deutscher Macht, deutscher Ehre und Freiheit werden. Hüterin der Saat Erzieherin der Ingend ist die Mutter, die deutsche Frau als Bürgerin dieses Dritten Reiches— das liegt im Worte des Reichsministers. Der nationalsozialistische Staat sieht in der Mutter die Trägerin der Nation. Von jeher war die Ehrung der Mutter tief im germanischen Wesen begründet, die alten Sagas, die heute wieder zu uns sprechen, beweisen es in vielen Ueberlieferungen. Die deutsche Frau verstand und versteht das Heldische im Manne und pflegt es in ihren jungen Kindern: ergreifend noch klingt uns ein Zeugnis darüber aus dem Brief eines kriegsgefallenen Studenten an seine Mutter:„Auch du hast diesen schweren Krieg geschlagen, so laß mich Dich die größte Heldin heißen.“ Kein Volk hat so wie das deutsche Dichterworte gefunden für seine Muttersprache— für die Laute, in denen die Mutter mit dem Kinde das erste Gebet spricht, in denen durch Lieder, Märchen und vertraute Geschichten die Mutter Wesen und Taten ihres Volkes in dem jungen Geschlecht weiter leben läßt. Wohl sind diese Erkenntnisse oft ausgesprochen, gepriesen, besungen worden— noch niemals aber sind sie zu einem so gewaltigen Vielklang angeschwollen wie er nun im Hilfswerk„Mutter und Kind“ an unser Ohr tönt. Weil dieses Werk dem deutschen Volke dienen will, darum ist für die Hilfsleistung an den Müttern deren erbbiologiKind und Gaeten Wie Sie züeinander nassen Für alle, die Gärten und Kinder haben Der Frühling ist da— die Arbeiten im Garten sind im Gange. Darum sei rasch noch vor der Jahreseinteilung des Geländes, den diesjährigen Bepflanzungsplänen, vor Anlage der Beete und Rabatten ein dringlicher Appell an alle Eltern unter den Gartenbesitzern gerichtet: Gedenket bei euren Gartenplänen eurer Kinder! Nicht alle Gärten sind so groß, daß ein besonderer Kinderspielplatz möglich ist. Reicht aber der Raum aus, so sollte kein„kinderbesitzender“ Gartenfreund seinen Jungen und Mädeln dies hygienisch und erzieherisch fast unersetzliche Ingendparadies vorenthalten: eine allen Unternehmungen der kleinen Gesellschaft freigegebene, sonnige, mit widerstandsfähigem Dauerrasen bepflanzte Grünfläche, möglichst mit Turngeräten für die Großen, einem Sandkasten für die Kleinen und einem Planschbecken für alle„mobliert". Ist solch eine Separat=Wildnisecke nicht zu ermöglichen, so muß man im Familiengarten schon einige Rücksicht auf die Wünsche und Bedürfnisse der jungen Generation nehmen: die Grünflächen nicht als empfindliche, unbetretbate„Augenweide“ gestalten, sondern mit bestem Dauerrasen versehen zum Lagern und Umherspielen freigeben— die Wege nicht von ungeschützten Rabat ten umsäumt zur Streitquelle zwischen dem erwachsenen Pflanzenfreund und den jugendlichen Wildfängen werden lassen, sondern als„Schutzsche Bedeutung maßgebend. Nicht nach dem sozialen Stand der Mutter wird gefragt, sondern nur danach, ob sie dem Staate erbgesunde Kinder bringen kann,— dann werden ihr und ihrem Kinde nicht nur die mannigfachen sozialen Hilfen dieses großen Gemeinschaftswerkes zuteil, dann soll sie in einer planmäßigen Mütterschulung auch seelisch und geistig für ihre Mutteraufgabe erzogen werden. So verhilft der neue Staat den Müttern dazu, die Mahnung zu erfüllen, die Fichte den Frauen der Freiheitskriege zurief: „Sorget, Ihr Mütter“, so mahnte dieser vaterländische Denker,„daß bei Euch die Kette nicht abreiße, daß sich durch Euch als untadeliges Mittelglied die Nachkommen an die glorreiche Reihe der Vorfahren anschließen.“ Was uls Cellet VA Die Markttasche der Hausfrau spielt in der Volkswirtschaft eine ganz besondere Rolle. Durch sie wandert bekanntlich der größere Teil unseres Volkseinkommens„dem Markte der Verbrauchsgüter" zu, wie sich die Volkswirte hochtrabend auszudrücken belieben. Einfacher gesagt: in ihr verwandelt sich das Einkommen in des Lebens Notdurft und Nahrung. Die Markttasche ist gewissermaßen ein Engpaß im Kreislauf der Wirtschaft. Zu ihr strömt in vielerlei Gestalt der Verdienst als Lohn, Gehalt, als Rente und Dividende. Von ihr aus ergießt sich dieser Strom wieder, befruchtend und neues Einkommen schaffend, in alle Gebiete der Wirtschaft, in Landwirtschaft und Gewerbe, in Handel und Industrie. Wenn man nun hört, daß selbst in den letzten schlimmen Jahren das gesamte Einkommen des deutschen Volkes noch immer auf mehr als 50 Milliarden Reichsmark geschätzt wurde, so wird man zugeben, daß besagter Markttasche ein besonderer Platz im Wirtschaftsleben gebührt. Es ist nun nicht gleichgültig, welchen Weg der Einkommensstrom bei den verschiedenen täglichen Einkäufen der Hausfrau nimmt. Gedeih und Verderb einer Volkswirtschaft hängen davon ab, ob er zurückfließt in die heimische Landwirtschaft und in das heimische Gewerbe, oder ob er sich in die Erzeugnisse anderer Länder verwandelt und so die Heimat verläßt. In den Entschluß der Hausfrau ist es gestellt, ihm den richtigen Weg zu weisen. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, sie setzt Einsicht in die wirtschaftlichen Notwendigkeiten voraus, sie erfordert ein wenig Nachdenken und vor allem Stolz auf die wirtschaftlichen Leistungen des eigenen Volkes. Und eben daran fehlt es uns noch in Deutschland. Wir besitzen genug, was uns zu diesem Stolz berechtigt: eine Industrie und eine Landwirtschaft, die ihresgleichen suchen in der Welt, eine Arbeiterschaft und einen Stab wirtschaftlicher und technischer Leiter, um die man uns allerorten beneidet, die unbestrittene Führung auf vielen Gebieten der Wirtschaft. Aber es fehlt uns das selbstverständliche Gefühl für unser Können und unser Ueberlegensein. Diesem Gefühl verdanken andere Völker ihr Beharrungsvermögen und ihren Einfluß in Politik und WirtKS A Ringelreihen unter sprießendem Laub bedürftige" durch Steineinfassungen usw. isolieren... ein Garten, in dem Kinder mitleben sollen, darf keine empfindliche Freiluft=„GuteStube“ sein, sondern muß eine behagliche, gebrauchsstabile Wohnstätte bilden. Man follte aber den kleinen Gartenliebhabern durchaus nicht nur Rechte einräumen. Erst durch ein wohlabgewogenes Pflichtenquantum werden sie sich im Garten so recht heimisch fühlen und ihn als ihnen mitgehörig lieben lernen. Nichts begeistert Kinder mehr, als beim Umgraben, Pflanzen und Säen helfen zu dürfen. Mit ganz anderem Interesse betrachten sie nachher alles, was da blüht und wächst, wenn sie tätig dazu beitragen durften, den Garten zu bestellen. Und mit ganz anderer Bereitwilligkeit und Pflichttreue werden sie ihren Kräften angepaßte, verantwortliche„Aemter" der Pflege— des Gießens, Jätens usw. übernehmen und versehen. Neben dieser Mithilfe aber sollte man jedem Kinde ein kleines Stückchen Land zu ganz freier Verfügung überlassen, auf dem es pflanzen und säen darf, was es will und wie es will— für dessen Bestellung und Pflege der kleine Gärtner ganz allein verantwortlich ist(wenn man ihn auch anfangs unmerklich ein wenig beraten und kontrollieren kann und muß). Solch ein„eigenes Beet“ wird jedem ursprünglich empfindenden Kinde sehr bald zur größten Freude, zum Ausgangspunkt intensiver Naturverbundenheit und Pflanzenliebe. Schon die Auswahl der blühenden und grünenden Gewächse— das geheimnisvolle und überraschende Wunder Samentüte— die von Jahr zu Jahr planvoller und geordneter werdende„gartenarchitektonische“ Anlage begeistern den kleinen Gärtner. Gibt es dann gar erst etwas zu ernten: findet er selbst etwas zum Schnabulieren oder kann mit selbstgezogenem Gemüse, eigenerzeugten Blumensträußen aufwarten, Samen oder Stecklinge vom eigenen Beet selbst auspflanzen oder verschenken, so fühlt er sich für seine redliche Mühe und fürsorgliche Pflegearbeit mit Stolz belohnt. Marein. * Gelzeinseisse“ in Kleideescheatk unserer Alngeau Das„Geheimnis“,„Gefängnis“ und der„Tugendwardein“ der einstigen Modedame Wir leben in einer hygienischen und sachlichen Zeit, und können daher nur schwer fassen, wie romantisch und verschnörkelt man früher dachte und selbst die alltäglichsten Notwendigkeiten sprachlich umkleidete. Die Modedame früherer Zeiten nannte die kleinen Sachen und Sächelchen ihrer Garderobe niemals beim Namen, sondern war stolz darauf, sich in neckisch=romantischen Ausdrücken ergehen zu können. Wissen Sie, was ein Tugendwardein war? Der sorgsam ausgesteifte Unterrock der Frauen, den sie unter der Krinoline trugen, führte diese Bezeichnung. Er hatte die Aufgabe, die Körperformen der Trägerin zu verdecken und unkenntlich zu machen, weswegen er als Hüter der„Tugend“ angesehen wurde. Das„Geheimnis“ der Modedame des siebzehnten Jahrhunderts lag in ihrem Gürtel verborschaft. Dieses selbstsichere Gefühl müssen wir ge, winnen, denn es ist Voraussetzung für den Au. bau im Innern und die Erhaltung und Stärkung unserer wirtschaftlichen Geltung in Welt. Wer sollte da nicht zustimmen, wird man fwgen,— aber was hat das mit der Markttasche unserer Hausfrau zu tun? Nun, muß jener Stolz nicht all unserem Tun und Lassen seinen Stempel aufdrücken, wenn er wirklich in unseren Innersten seine Wurzel hat? Muß er uns nicht auch in den Kleinigkeiten unseres Alltags leiten und also auch der Hausfrau bei ihren täg. lichen Einkäufen ständiger Begleiter sein— unauffällig, aber allgegenwärtig? Muß er nicht seinen Ausdruck finden in der Selbstverständlichkeit, mit der sie den Erzeugnissen der heimischen Landwirtschaft, der heimischen Industrie und des heimischen Handwerks, der heimischen Kunst und des heimischen Kunstgewerbes den Vorzug gibt Selbstbewußtsein und Stolz müssen die Markttasche regieren, wenn es der Wirtschaft gut gehen soll. Auf jede einzelne Hausfrau und au jeden einzelnen Kauf und Auftrag kommte an. Wer wird hier zurückstehen wollen? Wer wird aus Gedankenlosigkeit oder oberflächlicher Gewohnheit andere Völker ins Brot setzen, während die Arbeitsstätten in der Heimat leerstehen? Selbstbewußtsein und zielbewußter Wille sind die Zeichen des neuen Deutschland, üben wir sie auc dort, wo sie, dem einzelnen oft unbewußt, noch nicht voll wirksam sind. Peter Haerlin. Müttersildungstuese im weislielten Reßeitsdiens Die Reichsleiterin des Deutschen Frauenarbeitsdienstes, Frau Scholtz=Klink, führt, wie das Vd3=Büro meldet, in grundsätzlichen Betrachtungen zum deutschen Frauenarbeitsdienst unter anderem aus, daß vor allem die Praxis in der Schulung des weiblichen Arbeitsdienstes zur Geltung kommen solle. Die staatspolitische Erziehung im weitesten Sinne, wie sie der Nationalsozialismus für die deutsche Frau fordere, solle nach einheitlichen Richtlinien durchgeführt werden, wobei besonders die Kenntnisse der Rassenkunde und Erblehre vermittelt werden sollen, wie sie für die Mädchen als künftige Mütter des Volkes unentbehrlich seien. Gerade dieses Kapitel solle den Arbeitsdienstwilligen unter den Gesichtspunkt einer verantwortungsbewußten Mütterbildung nahegebracht werden, zu welchen Zwecke in jedem Arbeitsdienstheim künftig durch ausgesuchte Kräfte 14tägige Kurse abgehalten werden, die die Aufgabe haben, vor allem durch rege Aussprache den Mädchen Gelegenheit zu gründlichster Selbstbesinnung zu geben. Weiter würden die praktischen Probleme aus der Siedlung eingehend behandelt werden, während di körperliche Schulung die Ertüchtigung zum greßen Beruf als Mutter erstrebe. Die Zusammensetzung der einzelnen weiblichen Arbeitsdienst heime müsse immer einen Ausschnitt aus der Zu sammensetzung des gesamten Volkes darsteller, Es müsse aufs schärfste abgelehnt werden, das der Frauenarbeitsdienst als Fürsorgemaßnahme, Unterbringungsmöglichkeit erwerbsloser Mädchen oder gar als eine Art Fürsorgeerziehung gefähr deter Elemente mißbraucht werde. gen. Der breite Gürtel hatte viele Fächer um ersetzte die moderne Handtasche. Nadelkissen, Federmesser, Bindfaden und ins Taschentuch ein geknotetes Geld, also tatsächliche„Geheimnisst“ wurden im Gürtel aufbewahrt, der seinen N men mit Recht führte. Die frühere Zeit war äußerst galant. So#. es zu verstehen, daß man dem plumpen und guc vollen Schnürleib eine umschreibende Bezeich nung gab. Er hieß das„Gefängnis“. Die Frauen atmeten abends, wenn sie dieses Marterinstrument ar legen durften, so auf, als oo sie einer Gefans niszelle entkommen wären. Die Schleppe, die weder von den Behörden noch von den Eheherren gerne gesehen wurke erhielt keinen so schmeichelhaften Namen wie* Schnürleib. Während des ganzen Mittelaltet und lange in die Neuzeit hinein führte sie“ Bezeichnung„Schwanzrock". Reizend hinge; ist die Namensgestaltung des Schleiers, „hängende Flamme“ hieß, weil er dazu ang war, Verwechslungskomödien, Vortäuschung" scher Tatsachen und ähnliche Verwandlungskun stücke zu erleichtern. Zur Garderobe der eleganten Dame von gehörte auch das sogenannte„Flohpelzche:. war ein Streifen aus Edelpelz, dessen Ende aus Edelsteinen zusammengesetzten Tierkopf bes“ Klauen aufwies. Dieses kostbare Stück vu, Sommer und Winter getragen, denn die Asite waren fest davon überzeugt, daß ihr Flohroz##g Flöhe und andere Ungeziefer anziehen und der Haut der Trägerin abhalten könne schluß der Trie Gesamte Trier. Am dri Irierer FrühjahrsBesuch geringer al#as Versteigerungs Grenzen. Etwa 60 gelangenden 1932er 97 Fudern erhielter wegen nicht genüg gezogen und 18 F fuder Saarweine Mil. und einen Du Das teuerste Fuder berger Spätlese mi wurden nur 9 Fu Fuder für insgesa den. Der Gesamter 57160 RM. imm Die Weinverstei sen drei Tagen 25 Mosel bei 120 ½ v RM. beteiligt. we 85320 RM. erzielt verkaufte Fuder R Die Gesamtzahl botenen Mosel=, S 286½ Fuder, dave lauft(rund 75 Pro zu geringen Preiwährend 37 Fuder 100jähriges Be B Bad Kreuznach. ginn der diesjähr jährige Bestehen Solbäder A. G. geplante Hundertje minister Franz Mai statt. Zahlre das Jubiläum zu diesem Jahre in B Razzia beim Rotf Illegalität Reunkirchen. 2 haben dieser Tage reiche Razzia bei kämpferbundes v nehrfach wegen V nungen der Regie Kommunisten Heit wurde schwer be aus dem hervorg ganze Saargebiet gen, Stürme, Tru Man unterhält trupps, Blink=, A Ferner soll nach nen dafür gesorgt Arxepistolen aus auch hier wieder e fahren drohen. Koblenz. Provinzial Moselort L eine frei ir deckt. Neber Jongefäße den. Der Die manns der r Schulz den 2 bau i Soebe dieses preußi Jahrhi darstel suchun menfa Von den ahrhundert besaß der p vorherrschaft sich in es Landes 1 ner außerhal nach dem Au ichen Lebens hunderts übt nundschaft u s sogenant die neue Ber ahrhunderts unbeschränkte entwickelte si inter hervo ungea Naat aus s De undertwende ern ae iper! grunden des daltenen Ein Aus Westdeutschland ühl müssen wir ge. tzung für den Auf. haltung und Stär. 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Von 97 Fudern erhielten 59 den Zuschlag, 20 wurden wegen nicht genügenden Preisangebots zurückgezogen und 18 Fuder blieben ohne Gebot. 49 fuder Saarweine erhielten insgesamt 47370 kM. und einen Durchschnittspreis von 966 RM. das teuerste Fuder Saarwein war Schwarzhofberger Spätlese mit 2170 RM. An Moselweinen wurden nur 9 Fuder ausgeboten, von denen 7 Fuder für insgesamt 6620 RM. verkauft wurden. Der Gesamterlös des Schlußtages war mit 57160 RM. immerhin noch bedeutend. Die Weinversteigerung brachte insgesamt an den drei Tagen 250 780 RM.; hierbei ist die Nosel bei 120½ verkauften Fudern mit 155 330 RM. beteiligt, während 87 Fuder Saarweine 85320 RM. erzielten. 10 130 RM. erbrachten 11 verkaufte Fuder Ruwerweine. Die Gesamtzahl der zur Versteigerung ausgebotenen Mosel=, Saar= und Ruwerweine betrug 286½ Fuder, davon wurden 218½ Fuder verkauft(rund 75 Prozent), 31 Fuder wurden wegen u geringen Preisangebots nicht zugeschlagen, während 37 Fuder ohne Gebot blieben. 100jähriges Bestehen der Kurverwaltung Bad Kreuznach Wirtschaftsbelebung im Industriegebiet Gesteigerte Schwefelsäureerzeugung im Ruhrrevier— Wiederinbetriebnahme der Chemischen Industrie R. G., Bochum Lee? Bad Kreuznach. Bad Kreuznach kann mit Beginn der diesjährigen Kursaison auf das 100jährige Bestehen der Kurverwaltung und der Solbäder A. G. Kreuznach zurückblicken. Die A. Aeitsdiene##eplante Hundertjahrfeier, zu der ReichsarbeitsNlebeitduten## ninister Franz Seldte erwartet wird, findet im Mai statt. Zahlreiche Organisationen nehmen das Jubiläum zum Anlaß, ihre Tagungen in diesem Jahre in Bad Kreuznach abzuhalten. Deutschen Frauenoltz-Klink, führt, n grundsätzlichen BeFrauenarbeitsdienst sor allem die lichen Arbeitsdienstes Die staatspolitische nne, wie sie der Naeutsche Frau fordere, htlinien durchgeführt e Kenntnisse der Rasmittelt werden sollen, künftige Mütter des Gerade dieses Kaistwilligen unter dem antwortungsbewußten t werden, zu welchem instheim künftig durch ge Kurse abgehalten aben, vor allem durch dchen Gelegenheit zu ng zu geben. Weiter obleme aus der Siedwerden, während die irtüchtigung zum gretrebe. Die Zusammeniblichen ArbeitsdienstAusschnitt aus der Zu ten Volkes darstellen. bgelehnt werden, das 5 Fürsorgemaßnahme, erwerbsloser Mädchen sorgeerziehung gefähr werde. atte viele Fächer und ndtasche. Nadelkissen, io ins Taschentuch ein ichliche„Geheimnisse“ pahrt, der seinen lußerst galant. Sof em plumpen und gug imschreibende Bezeich “. Die Frauen atmeten Marterinstrument ob sie einer Gefäng er von den Behörde gerne gesehen wu.de, haften Namen wie s ganzen Mittelalter hinein führte sied “. Reizend hingegen g des Schleiers, weil er dazu angete ien, Vortäuschung he Verwandlungskun santen Dame vol site„Flohpelzchgn in pelz, dessen Ende en.! gesetzten Tierkopf begt. kostbare Stück Witig agen, denn die st, daß ihr Flohrsg efer anziehen und holten Bünvr ga Razzia beim Rotfrontkämpferbund Neunkirchen Illegalität des RFB festgestellt Neunkirchen. Blaue Polizei und Landjäger haben dieser Tage in Neunkirchen eine umfangreiche Razzia bei den Führern des Rotfrontkämpferbundes vorgenommen. Bei den schon nehrfach wegen Verstoßes gegen die Notverordnungen der Regierungskommission vorbestraften kommunisten Heindl und 17 weiteren Genossen wurde schwer belastendes Material gefunden, aus dem hervorgeht, daß der RFB über das ganze Saargebiet verbreitet, in Unterabteilungen, Stürme, Trupps und Untertrupps zerfällt. wan unterhält gut ausgebildete Nachrichtentrupps, Blink=, Morse= und Winkabteilungen. Ferner soll nach den vorgefundenen Instruktionen dafür gesorgt werden, daß alles mit 08 mmArmeepistolen ausgerüstet werde.— Man sieht auch hier wieder einmal, von welchen Seiten Gefahren drohen. Fränkisches Grab freigelegt Koblenz. Bei Arbeiten zur Erweiterung der Fopinziallandstraße Koblenz=Trier wurde im Noselort Lay 75 em unter der Straßenkante eine frei im Boden angelegte Grabstätte aufgedeckt. Neben dem gut erhaltenen Skelett wurden Longefäße und eine eiserne Lanzenspitze gefunden. Der Fund gehört der fränkischen Zeit an. Die seit November 1933 durchgeführte Kontingentierung der Schwefelsäureeinfuhr sowie die Zunahme der Erzeugung von schwefelsaurem Ammoniak zeigt eine für das Ruhrrevier erfreuliche Auswirkung. Die zum Interessenbereich der Deutschen Ammoniak=Verkaufs=Vereinigung gehörende Chemiiche Industrie A. G., Bochum, die mit einem Aktienkapital von 2 Millionen RM ausgestattet ist, kann mit dem 1. Mai wieder den Betrieb aufnehmen, nachdem das Werk vier Jahre lang gänzlich stillgelegen hat. Das Produktionspro= gramm sieht zunächst eine Schwefelsäuregewinnung auf der Basis von rund 50000 Tonnen jährlich vor, was etwa einem Drittel der LeiGroßfeuer in Dattenfeld Unterkunftsraum des Freiwilligen Arbeitsdienstes niedergebrannt— Etwa 30000 RM. Schaden Dattenfeld(Kreis Altenkirchen). In der Nacht brach im Anwesen des Gastwirts Hoffer aus bisher noch nicht geklärter Ursache ein Großfeuer aus. In dem großen Saale der Gastwirtschaft ist seit einigen Wochen eine Abteilung des Freiwilligen Arbeitsdienstes in Stärke von 60 Mann untergebracht. Ein Arbeitsdienstler bemerkte den Brand und alarmierte sofort die Abteilung des Arbeitsdienstes und die Hausbewohner. Das Feuer nahm einen so großen Umfang an, daß an eine Rettungsmöglichkeit des Gebäudes nicht mehr gedacht werden konnte. Die Freiwillige Feuerwehr griff sofort mit aller Macht ein, konnte sich aber nur auf den Schutz der angrenzenden Gebäude beschränken. Sämtliche Ausrüstungsgegenstände und sonstigen wertvollen Sachen des Freiwilligen Arbeitsdienstes wurden ein Raub der Flammen. Das Gasthaus mit dem anschließenden großen Saale, ein Wohnhaus sowie sämtliche Einrichtungen des Wirthauses wurden durch den Brand in Asche gelegt. Der Schaden der auf 25 000 bis 30000 RM. geschätzt wird, soll durch Versicherung gedeckt sein. Neue Prozeßordnung wirkt sich aus Die Wahrheit vor Gericht Köln. Ein großer Prozeß, wozu 14 Zeugen erschienen waren, stand am Arbeitsgericht Köln an. Vor Eintritt in die Verhandlung erklärte der Vorsitzende: „Aus den Schriftsätzen der beiden Parteien geht hervor, daß die Behauptungen sich schroff gegenüberstehen. Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Behauptung einer Partei grobe Unwahrheiten darstellen und zwar in Punkten, die einen Irrtum oder falsche Auffassung ausschließen. Nach der neuen Prozeßordnung ist es verboten, am Gericht wissentlich falsche Behauptungen aufzustellen. Wenn auch vorläufig noch keine Strafen wegen Verstöße gegen dieses Verbot festgesetzt sind, so steht das Arbeitsgericht die Bedeutung des preußischen Staatsbergbaues Schon gelegentlich des Deutschen Bergmannstages 1933 wurde der erste Band der von Berghauptmann a. D. Max Schulz-Briesen veröffentlichten eingehenden Arbeit„Der preußische Staatsbergbau im Wandel der Zeiten" vorgelegt. Soeben erscheint nun der zweite Band dieses Werkes, der die Entwicklung des preußischen Staatsbergbaues von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart darstellt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung lassen sich etwa wie folgt zusammenfassen: #on den Anfängen des Bergbaues im 17. Pchrhundert bis in das 19. Jahrhundert hinein Esaßz der preußische Staat eine unbestrittene dorherrschaft dem Privatbergbau gegenüber, Les sich in der Hauptsache aus der Geldarmut *s Landes und dem Fehlen fachkundiger Mäner außerhalb der Beamtenschaft erklärt. Auch 29 dem Aufblühen und Erstarken des gewerbchen Lebens in der ersten Hälfte des 19. Jahrsunderts übte der Staat noch eine Art Vorcundschaft über den Privatbergbau in Gestalt sogenannten Direktionsprinzipes aus, bis * neue Berggesetzgebung um die Mitte des 19. 2thunderts diese Fessel sprengte und die fast weschränkte Bergbaufreiheit einführte. Bald fwickelte sich die private Bergwerksindustrie er hervorragenden Wirtschaftsführern zu ztek ungeahnten Blüte und verdrängte den „en aus seiner beherrschenden Stellung im hun829½: Das führte nun wieder um die Jahrvertwende zu dem Bestreben des Staates, sich ## erwerb von Bergwerken und Grubenfelm im Wege der Gesetzgebung den von ihm aus unden des Gemeinwohls für erforderlich genen Einfluß im Bergbau zu sichern. Die Frage, ob der Anteil des Staates am Gesamtbergbau Preußens in dem Zeitabschnitt von 1900 bis 1932 zahlenmäßig gewachsen ist oder nicht, läßt sich wie folgt beantworten: Faßt man den ganzen Erzbergbau zusammen, so hat der Anteil des Staates sowohl 1900 wie 1932 rund 3,1 Prozent betragen; der allgemeine Rückschlag im Metallerzbergbau in den letzten Jahren hat also Staats= und Privatbergbau ziemlich gleichmäßig getroffen.— Beim Salzbergbau und den Salinen ist ein erhebliches Sinken des staatlichen Anteils, und zwar von 18,8 Prozent auf 11,3 Prozent bezw. von 43,6 Prozent auf 31,5 Prozent, zu verzeichnen, bei den Salinen im wesentlichen durch das Entkehen neuer privater Werke und durch die Abtretung der Saline Hohensalza an Polen, bei den Salzwerken, von denen etwa vier Fünftel Kaliwerke sind, infolge der stürmischen Entwicklung des privaten Kalibergbaues im ersten Jahrzehnt, mit der der Fiskus trotz des Erwerbs von Vienenburg nicht Schritt halten konnte. Die teilweise als Ersatz für den Verlust des letztgenannten Werkes infolge Wassereinbruchs 1930 von der Preußag erworbenen staatlich=anhaltischen Salzwerke sowie die von dem Burbach=Konzern gekaufte Mehrheit(56 Prozent) der badischen Kaliwerke Baden und Markgräfler sowie sonstige Quotenkäufe kommen in der Statistik des preußischen Salzbergbaues nicht zum Ausdruck. Durch die erwähnten Maßnahmen ist es der Preußag(Preußische Bergwerks= und Hütten A. G.) aber gelungen, ihren Anteil an dem im Kalisyndikat zusammengeschlossenen deutschen Kalibergbau von rd. 60 auf rd. 130 Tausendstel zu steigern.— Beim Braunkohlenberabau erklärt sich der Rückgang des staatlichen Anteils von 1,4 auf 0,2 Prozent stungsfähigkeit des Werkes von 150000 Tonnen entspricht. Die Chemische Fabrik Curtius A. G., Duisburg, deren Aktienkapital von 2,5 Millionen RM sich ebenfalls im Besitze der Deutschen Ammoniak=Verkaufs=Vereinigung befindet, wird ihre Erzeugung derart steigern, daß die auf 130 000 Tonnen jährlich zu veranschlagende Leistungsfähigkeit voll ausgenutzt wird. Zurzeit beträgt die Kapazitätsausnutzung etwa 90000 Tonnen jährlich. Durch die Wiederinbetriebnahme der Bochumer Anlage wird zunächst ein Teil der Belegschaft wieder Arbeit erhalten; auch bei der Duisburger Anlage sind Neueinstellungen zu erwarten. doch auf dem Standpunkt, daß der Partei, die beim Vorbringen wissentlich unwahrer Darstellungen erwischt wird, in dem betreffenden Prozeß keinerlei Glauben mehr beizumessen ist. Mag daher jede Partei mit ihren Behauptungen recht vorsichtig sein, um sich derartigen Folgerungen zu entziehen.“ Der Prozeß an sich hatte kein allgemeines Interesse, nur ist noch zu vermerken, daß er ohne Vernehmung auch nur eines der 14 Zeugen durch Vergleich erledigt wurde. Schädlinge am Volksvermögen Köln. Gegen einen hiesigen Geschäftsvertreter und dessen Ehefrau mußte wieder ein Strafverfahren wegen Betrugs zum Nachteil des Wohlfahrtsamtes eingeleitet werden. Beide bezogen mehrere Monate Wohlfahrtsunterstützung, obwohl sie Arbeit und Verdienst hatten. Ihr Einkommen wurde dem Wohlfahrtsamt verschwiegen. Nach bald einem Monat in Holland als Leiche gelandet Köln. Am 17. März dieses Jahres fiel beim Spielen ein achtjähriger Schüler aus KölnKalk in den Rhein und ertrank. Aus Millingen in Holland erhielten jetzt nach fast einem Monat die verzweifelten Eltern die Nachricht, daß dort die Leiche des Knaben aus dem Rhein geborgen wurde. Das erste Hochzeitspaar aus dem Auslande eingetroffen Köln. Das 108. Hochzeitspaar(inzwischen sind schon 150 Hochzeitspaare in Köln eingetroffen), das die Vergünstigung für Hochzeitsreisende vom Kölner Verkehrsverein erhielt, kam aus Belgien. Es waren Deutsch=Belgier aus Eupen. Die Domstadt wird auch diesen jungen Menschen unvergeßliche Eindrücke bringen und die Liebe der Bewohner der abgetrennten Gebiete zum Mutterlande erhöhen. Spanische Studenten in Köln Köln. Eine Gruppe spanischer Studenten aus Madrid, die sich seit Anfang April auf einer Studienreise durch Deutschland befindet, ist ohne weiteres durch die außerordentliche Entwicklung gerade dieses Bergbauzweiges seit dem Beginn des Weltkrieges. Das Ergebnis würde aber weniger ungünstig sein, wenn man die Braunkohlenförderung der Preußischen Elektrizitäts A. G. aus ihrer Grube bei Wölfersheim sowie aus den Braunschweigischen Kohlenberg= werken bei Helmstedt mit ihrem auf die Preußenelektra entfallenden Anteil von rd. 48 Prozent hinzu rechnete. Dann würde sich nämlich der Anteil des preußischen Staates an der deutschen Braunkohlenförderung des Jahres 1932 um rd. 2,5 Mill. t erhöhen und fast 2,2 Prozent betragen. Beim Steinkohlenbergbau, wo der Anteil von 15,5 Prozent auf 103 Prozent zurückgegangen ist, muß man vor allem die Tatsache berücksichtigen, daß die gesamte Förderung der früheren preußischen Saargruben in den Zahlen für 1932 nicht enthalten ist. Der Verlust eines Teiles der oberschlesischen Staatsgruben kommt in der Verhältniszahl weniger zum Ausdruck, weil auch der oberschlesische Privatbergbau einen großen Teil seiner Gruben, und zwar einen größeren als der preußische Staat, an Polen hat abtreten müssen. Unterstellt man, daß die Förderung der Saargruben, die im Jahre 1932 unter der französischen Verwaltung rd. 10 Mill. t betragen hat, nach der zu erwartenden baldigen Rückgabe an Preußen infolge der ungünstigeren Absatzverhältnisse und des in den letzten Jahren im gesamten deutschen Bergbau eingetretenen Rückganges nur etwa 8 Mill. t erreicht, so würde sich der Anteil des preußischen Staates an der Gesamtsteinkohlenförderung Preußens unter Einrechnung der Saar auf rd. 17 Prozent erhöhen, gegenüber 1900 also eine geringe Zunahme festzustellen sein. Der Erwerb und Ausbau der westfälischen Steinkohlenzechen einschließlich der Hibernia(im Jahre 1902) hat demnach zwar nicht vermocht, letzter Tage auch in Köln eingetroffen, wo größere industrielle Werke besichtigt wurden. Die ausländischen Gäste wurden von dem Direktor des Kölner Verkehrsvereins empfangen und nach der Begrüßung zur Besichtigung des Kölner Rathauses eingeladen. Im Namen der Studenten dankte der spanische Konsul herzlich für die gastfreundliche Aufnahme und wies darauf hin, daß die spanischen Studenten nicht verfehlen werden, begeistert von dem Empfang in der schönen Domstadt am Rhein zu erzählen und in der spanischen Heimat das Bild des Deutschlands zeigen werden, wie es in Wirklichkeit ist und nicht im Zerrbild der Greuelpropaganda. Einweihung der Gebietsführerschule Mittelrhein in Mödrath Köln. Am 15. April, 18 Uhr, wird die Gebietsführerschule des Gebietes Mittelrhein der HI eingeweiht und den Namen des für die nationalsozialistische Revolution in Düren gefallenen Hitlerjungen Paul Thevellis erhalten. Die Einweihung wird eingeleitet durch eine Begrüßungsansprache des Gebietsführers Wallwey. Anschließend wird Staatsrat Gauleiter Grohé die Weiherede halten. Sprechchöre und Fanfaren werden die Feier würdig umrahmen. Während der Besichtigung der Führerschule durch die Gäste nimmt die versammelte H3 Aufstellung zur Weihe von fünf Flugzeugen der Fliegermercedeswagen nur leicht befchädigt Henne bald wieder dabei Köln. Bei näherer Nachprüfung des Trainingsunfalls des neuen Mercedes=Rennwagens auf dem Nürburgring stellte sich erfreulicherweise heraus, daß der Wagen nur leicht beschädigt wurde und in kurzer Zeit wieder gebrauchsfähig sein wird. Henne erlitt nur eine leichte Gehirnerschütterung und leichte Hautabschürfungen und wird das Training bald wieder aufnehmen können. Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß Henne mit großer Geschwindigkeit eine wegen Bauarbeiten halbseitig gesperrte Strecke passierte und in eine Schlackenstelle geriet, sodaß er aus der Bahn geschleudert wurde. Zum Glück war das Gelände sumpfig, wodurch größeres Unheil verhütet wurde. Schmuggel an der westfälischen Grenze Münster. Im Monat März dieses Jahres konnten bei der Schmuggelabwehr folgende Warenmengen beschlagnahmt werden: 1145 Zigaretten, 539 Heftchen Zigarettenpapier, 1579 kg sonstige Tabakwaren, 24401 Stück Hühnereier, 173 kg Kaffee, 878 kg Getreide und Müllereierzeugnisse, 2 Pferde, 3 Schweine und rund 90 kg Waren verschiedener Art; außerdem an Verkehrsmitteln, die zur Beförderung von Schmuggelwaren dienten: 15 Fahrräder, 6 Kraftwagen, 2 andere Wagen und 1 Karren. Zahl der Aufgriffe 126. Starker Auftrieb in der Textilindustrie Nordhorn. Infolge der stärkeren Beschäftigung der heimischen Textilindustrie ist es schwierig, den Bedarf der Textilarbeiter zu decken. Besondere Nachfrage herrscht nach Webern. Man ist dazu übergegangen, diese aus Bocholt heranzuholen. So sind in diesen Tagen etwa 10 Weber nach hier gekommen. den Anteil des Staates am gesamten Steinkohlenbergbau Preußens, der sich in der Zwischenzeit außerordentlich entwickelt hat, wesentlich zu erhöhen, hat aber wenigstens ein Absinken desselben verhindert.— Der Anteil des preußischen Staates am gesamten preußischen Bergbau würde im Jahre 1932 unter Einrechnung der Saar dem Werte nach schätzungsweise 14,6 Prozent gegenüber 16,4 Prozent im Jahre 1900 betragen. Die oft gestellte Frage nach der„Rentabilität“ des preußischen Staatsbergbaues wird von dem Verfasser nur gestreift. Versuche man, die Rentabilität der vom Staate in Westfalen erworbenen Werke zu berechnen, so komme man zu einem wenig erfreulichen Ergebnis. Vom reinen Geschäftsstandpunkt aus betrachtet sei das Eindringen des preußischen Staates in den Ruhrbergbau bis jetzt nicht als Erfolg zu bezeichnen. Indessen standen ja bei diesem Vorgehen auch nicht rein wirtschaftliche Gesichtspunkte im Vordergrunde, sondern es handelte sich darum, dem Staate in diesem wichtigsten Steinkohlenbezirk Preußens einen angemessenen Einfluß zu ver schaffen. Bei der Behandlung betriebswirtschaftlich organisatorischer Fragen kommt Berghauptmann Schulz=Briesen zu dem Ergebnis, daß die Einbringung des gesamten staatlichen Bergwerksbesitzes in eine Aktiengesellschaft, nämlich die Preußag, sich als richtig erwiesen hat. Ein Bedürfnis zur völligen Verschmelzung der noch selbständig bestehenden westfälischen Bergwerksgesellschaften Hibernia und Recklinghausen mit der Preußag bestehe angesichts der Personalunion im Vorstand und Aufsichtsrat nicht. Ob sich im Laufe der Zeit ein noch engerer Zusammenschluß dieser drei Gesellschaften mit der Preußischen Elektrizitäts A. G., die bekanntlich ebenfalls Bergbau betreibt, als zweckmäßig und durchführbahr herausstellen werde, bleibe abzuwarten. WESTDEUTSCHER RUNDFUNK Presramm v. 15. 4, bis 18. 4. 1930 SelKe 20.45: Lustiger Spaziergang um die Liebe. Ein Sviel für den Funk von Paul Schaaf. Spielleitung: Kurt Baumgarten. 1. Einleitung. 2. Aus der Jugendzeit. 3. Liebesbriefe. 4. Laßt Blumen sprechen. 5. Ein Mann redet. 6. Die Kleiderfrage. 7. Es prüfe, wer sich ewig bindet. 8. Und wie ist es in der Ehe? 9. Heirats=AnGLEICHBLEIBENDE TAGESEINTEILUNG 6.15: Von Hamburg: Hamburger Hafenkonzert. Frühkonzert auf dem Motorschiff„H. C. Horn“ der Horn=Linie. 9.00: Evangelische Morgenfeier. Deutsche Christen im Kampf für das Evangelium. 9.45: Kammermusik. Rudi Rbein (Violine). Egbers Grape(Klavier) 10.00—10.45: Katholische Morgenfeier. Aus Billerbeck in Westfalen: Zum 1122. Todestag des heiligen Ludgerus. Der Bischof von Münster, Clemens August Graf Galen, feiert das Pontifikalamt in Billerbeck, wo Ludgerus, der erste Bischof von Münster, starb. 11.90: Paul Heinr. Geblo: Funkover und Funkoverette. Ein Bericht mit Schallplatten. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung. Bach=Kantate.„Erwünsch= tes Freudenlicht". Kantate von Joh. Seb. Bach. Mitwirkende: Das Stadt= und Gewandhausorchester. der Thomanerchor. Solisten; Martba Rahmsdorf(Sovran), Anni Bernards(Alt). Hans Jürgen Walter(Tenor), Max Fest(Orgel). Friedbert Sammler(Cembalo). Leitung: Thomaskantor Professor D. Dr. Karl Straube. 12.00: Von Hamburg: Mittagskonzert. 13.00: Ein Wort an alle. 13.30: Von Hamburg: Eilenriederennen in Hannover.(Stafielhörbericht.) 14.00—14.45: Volk musiziert. Leitung: Gustav Kneip. Ausführende: Zitber= und Mundbarmonikaspieler: Straßensänger: Die singende Säge: Drehorgelspieler. Sprecher: Rudi Rauber. 15.00: Die Frühlingsstraße. Eine Schilderung von Karl Röttger. 15.15—15.30: Eltern und Kinder. Dr. Walter Kauve: Schularzt und Familie. 15.40: Bauernfunk. Anton Ortkamp:„Mensch und Scholle". Das Gesicht westfälischer Landschaft. 16.00: Kinderstunde. 16.30: Schubert— Reger. Das Streichquartett des Reichssenders Köln(Rhein— Schwarz — Ringnalda— Grote). Solikin: Tilly Steinkrüger(Alt). Begleitung: Eabert Grape (Klavier). 17.00: Zeitwende. Kämpferische Dichtung der Gegenwart. Karl Maria Holzapfel. 17.15: Nachmittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester, Leitung: Wilbelm Keiver. 18.30: Zum Tag des deutschen Rudersports. Zwei Hörberichte. 1. Olympia=Prüfungs=Achter in Köln. 2. Beim Anpaddeln der Kanuten. 19.00: Der Intendant spricht zur Hörerschaft. 19.30: Lieder der Bewegung. 19.45: Sportvorbericht. 20.00; Abendkonzert. Das Große Orchester und der Kammerchor des Reichssenders Köln. Leitung: Josef Breuer. 6.00 Morgenruf 6.05 Frühkonzert 6.30 Leibesübungen 6.50 Zeit, Wetter. Nachrichten 7.00 Wiederbolung des Morgenrufs. anschl. Morgenkonzert 8.00 Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen 8.05 Gymnastik für Frauen 8.20—8.30 Für die Frau 10.00 Zeit. Wetter, Nachrichten 11.30 Funkwerbung 12.00 Unterhaltungskonzert 12.45 Mittagsmeldungen I. Glückwünsche 13.00 Mittagskonzert 15.30 Wirtschaftsmeldungen 16.00 Nachmittagskonzert 18.50 Wirtschaftsmeldungen 19.00 Abendmusik 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten 22.20 Unterhaltungsmusik auf Schallplatten zeige! 10. Der Tonfilm gibt Auskunft! 11. BekanntschaftMachen. 12. Ein neues kleines Liebeslied. 13. Ballgeflüster. 14. An die Adresse der Junggesellen. 15. Der gute Schluß. 22.30—0.30: Von Hamburg: Tanzmusik. KöNIGSWUSTERHAUSEN 8.00; Stunde der Scholle. Wie gelangt der deutsche Erbhofbauer mu einer Familiengeschichte? Richard Erfurth.— Eine Viertelstunde für Siedler und Gartenfreunde(Fortsetzung). Bernhard Wilhelmi.— Lehrgang: Das Reichserbhofge. setz(4. Stunde). Landgerichtsrat Dr. Wilhelm Saure. 8.55 Uebertragung Berlin: Morgenfeier. 11.00: Herbert Böhme liest eigene Gedichte. 12.05: Musik zum Mittag. Musikzug der 13. SA.-Standarte unter Leitung von Ober-Truppführer Hermana Wipper. 14.00: Kinderliedereingen. Emmi Goedel. 14.30: Kinderfunkepiele. Von der Prinzessin, die nicht schlafen konnte. Märchenspiel von Paul Bockelmana. Leitung: Otto Wollmann 15.15: Eine Vierteilstunde Schach 15.30: Stunde des Landes. Nu snicker(munter) tau, Musikanten, speelt upl Tanz im Dorfkrug. 16.00: Uebertragung Königsberg: Nachmittagekonzert. Kleines Funk-Orchester. Leitung: Eug. Wilcken. 18.00: Buch und Rundfunk. 18.15: Plautermann meint... 18.45:„Am Busen der Natur“. Drei lustige Szenen von Hermann Krause. 19.35:„Das deutsche Anrudern 1934“. 20.00: Uebertragung Hamburg: Reichswehrkonzert. Ausgeführt vom Trompeter-Korpe der reit. Abteilung Art.-Regt. Nr. 6, Verden(Aller). Leitung: Musikmeister Horn. 21.00: Uebertragung München: Zauber der Stimme. Ein großer musikalischer Funkexpreß. 22.30—22.45: Hörbericht von den Schlußrunden der Europameisterschaften im Amateurboxen des Reichssenders Köln. Lta.: Josef Breuer: Das Schrammel= trio: Walter Vogt(Violine), Marga Bäuml(Gitarre), Willi Jansen(Bandonion). 14.45: Schlachtviehmarktberichte. 15.10: Arbeitsbeschaffungsfront. Dr. Ing. Venth: Der Anteil der Stromkosten in Haushalt. Gewerbe und Landwirtschaft. 15.50: Stimme der Zeit. 16.00: Aus Königsberg: Nachmittagskonzert. 17.00: Goswin P. Gath: Birken im Frühling. Altdeutscher Volksglaube und Brauch. 17.15: Besperkonzert. Das Schram= melquartett: Marga Bäuml. Walter Vogt, Willi Breuer, Willi Jansen: Hubert Kirsch (Bariton). 18.00: Jugendstunde. Jugend treibt Sport. Leitung: Hans J. Reinarz. 18.20: Französische Unterhaltung. 18.40: Vom Tage. 19.00; Abendmusik. Das Große Orchester. Leitung: Otto Julius Kühn.„Heiteres aus Wien". 20.15: Von Köln: Reichssendung. Stunde der Nation. Volkslieder der Saar. Bearbeitung und Leitung: Gustav Kneiv. Verbindende Worte: Rudolf Eich. Sprecher: Hermann Probst— Rudolf Rauher. Mitwirkende: Liselotte Mann(Alt), Heinz Hoersch(Tenor), Willy Schneider(Baß). Die sechs frohen Sänger: Marga Bäuml(Gitarre), Willi Jansen(Bandonion): Der Kammerchox. Leitung: Josef Breuer: Mitglieder des Orchesters. 21.05: Der unbekanntere Beethoven. Am Flügel: Egbert Grape. 21.30: Westdeutsche Wochenschau. 22.30—0.30: Unterhaltungskonzert das Kleine Orchester, Leitung; Leo Eysoldt. 17.40; 1.„Die Fahne der Verfolgten“, ein Zyklus für Männerchor von Herbert Müntzel. 2. Madrigale alter und neuer Meister. Der Kammerchor des Deutschlandsenders, Leitung: Hans Georg Görner. Am Flügel: Peter Völkner. 18.253 Zur Unterhaltung.„Wir sprechen in Rätseln“. 18.551 Das Gedicht. 19.00; Unterhaltungskonzert. Julius Tomsen m. sein. Orchester. 19.40—20.00: Oesterreich-Vortrag (Uebertragung München). 21.10—22.00: Der Einsame und sein Buch. 22.25: Die Neugestaltung des deutschen Fechtens 23.00—24.00: Wilhelm Kempff spielt Klavierwerke von Bach und Mozart. JKEELE KöNIGSWUSTERHAUSEN EZIeKILNE 8.20—8.30: Für die Frau. Cläre Meichsner: Was kochen wir diese Woche? 10.10: Wir und die Welt. Richard Heinemeyer:„Was brachte der Sportsonntag?"— Ingeborg Hesse:„Südliche Intermezzi“ (Italienische Skizzen in drei Hörbildern mit Musik). 12.00: Unterhaltungskonzert. Die fröhlichen Fünf. 13.00: Mittagskonzert. Das Große Orchester. Leitung: Otto Julius Kühn. 14.00—14.45: Bunte Volksmusik. Mitwirkende: Willy Schneider (Baß). Sepp Summer(Lieder zur Laute): Der Kammerchor 9.00; Berufe- und Fachschulfunk. Das Gesetz der Arbeit. Wesen und Zweck. 9.40: Bücher des deutschen Schicksals 10.10: Werkstunde. Flugzeugmodellbau. Ltg.: Mayer-Gentner. 10.50: Körperliche Erziehung. Verhinderung und Verbesserung körperlicher Schäden unserer Schuljugend. 11.30: Lieder und Arien von Mozart. 12.10: Unterhaltungsmusik auf Schallplatten. 14.00: Buntes Allerlei(Schallplatten). 15.15: Für die Frau. Wir richten unseren Balkon ein. Ursula Scherz, William Wauer.— Die Frau von heute und ihr Buch Bertel Bihler. 15.40: Werkstunde für die Jugend. Unsere Box, ein VergröBerungsapparat. 16.00: Uebertragung München: Vesperkonzert. 17.00: Bücherstunde.„Der Kampf der Deutschen“ 17.20: Tiere zu Hause und in fremden Ländern Das Orchester des Reichssenders Stuttgart. Leitung Gustav Görlich: Rundfunkchor: Handharmonikakapelle: Zitbertrio Heinz Mönch u. a. 21.15: Vom Deutschlandsender: Fronleichnam 1910... 120 Tote. Kurzhörspiel von Werner Plücker. 21.40:„Unsere Reichswehr“. Ein Besuch beim Artillerieregiment Nr. 6 in Münster. Sprecher: Dr. Bernh. Ernst(Aufnahme). 23.00—0.30: Kammermusik. W. A. Mozart. Das Kunkel=Quartett (Kunkel— Albers— Anrath — Münch=Holland). Hans Haaß (Klavier), Paul Gloger(Klarinette), Paul Stolz(Flöte). Walter Löscher(Oboe). KöNIGSWUSTERHAUSEN 8.20—8.30: Für die Frau. Aenne von Werden: Lebensweisheiten einer alten Frau(Isolde Kurz). 10.10: Schulfunk für Schüler vom 7. bis 10. Lebensjahre. Käthe Martin: Kinderturnen mit Musik. 10.30: Bei den ABC=Schützen: Der erste Schultag. 11.00: Wir und die Welt. Willi Pferdekamp:„Unter: dem Aequator“.(Ein Bericht mit Schallvlatten.) 12.00: Aus Berlin: Unterhaltungskonzert. Das Kleine Funkorchester. Leitung: Willv Steiner. 13.00—14.45: Uebertragung aus dem Haus der Jugend, Dortmund: Mittagskonzert. Das Dortmunder Sinfonie=Orchester, Leitung: Theo Erpenbach. Solisten: Aug. Winkler(Violine), Gerard Bunk(Klavier). 15.00: Kinderstunde. Märchen. 15.40: Bauernfunk. Wie kann jeder Bauer an der Lösung der Eiweit= und Fettfrage mitdelsen? Zwiegespräch zwischen Bauer Hidding und Dr. Kirste. 16.00: Nachmittagskonzert. Das Große Orchester. Leitung: Otto Julius Kühn. 17.00: Dr. Friedr. Burger: Studien und Beobachtungen auf den Canarischen Inseln. 17.20: Vesperkonzert. Mitwirkende: Fritz Flocke(Tenor), Therese Sarata Kuermann (Violine), Erich Rummel(Klavier). 18.00: Jugendstunde. Jugend mufiziert. 18.20: Dichter des ganzen Volkes. Walter von Molo: Fähndrich Schiller. Eine Erzählung. 18.40: Vom Tage. 19.00: Abendmusik. Leo Eysoldt mit seinem Orchester svielt zum Tanz. 20.15: Von Stuttgart; Reichssendung. Stunde der Nation. „Schwäbischer Bilderbogen". Eine Reise durch Schwabens Vergangenheit und Gegenwart. Zusammenstellung und Leitung: Fritz Ganß. Mitarbeiter: Curt Elwenspoek. Paul Enderling. Martin Lang. Mitwirkende: 10.10; Aus deutscher Geschichte: Der Osten ruft. 10.50; Fröhlicher Kindergarten 11.30: Schlichte Weisen. 11.45: Rasse- und erbbiologisches Schrifttum. 12.10: Allerlei Instrumente auf Schallplatten. 1. Balalaika-Orchester, 2. Zigeuner-Orchester. 3. Hawaian-Orchester. 4. Bandonium. 5. Zigeuner-Orchester. 6. Wurlitzer Orgel. 14.00: Ouvertüren, Fantasien und Potpourris(Schallplatten). 15.153 Für die Frau. Plauderei über wertvolle Bücher, die Anretzung geben. 15.40: Gedanken über die Schule als Volksordnung. 16.00: Uebertragung des Nachmittagskonzertes Stuttgart. 17.00: Neuaufbau d. Volksbüchereien. Dr. Hans Joachim Beyer. 17.20: Jugendeportstunde. Leibesübung für die berufstätige Juzend. Sprecher: Dr. Lottermoser 17.40: Musik aus vergangenen Jahrhunderten. 18.35s Politische Zeitungeschau des Drahtlosen Dienstes. Hauptschriftleiter Hans Fritzsche. 19.00: Zur Unterhaltung. Volkskomiker und Volkeinstrumente. 21.15:„Fronleichnam 1916... 120 Tote“. Kurzhörspiel von Werner Plücker. 21.40: Der frühe Beethoven. 22.253 Altea Eisen...7 Sprecher: Dr. Brustmann. 23.00—24.00: Uebertragung aus Frankfurt: Nachtkonzert. EHHEEE 18.20: Deutsch für Deutsche. 18.40: Vom Tage. 19.00: Abendkonzert. Das#u Orchester, Leitung: Dr. helm Buschkötter. 20.10: Von Frankfurt: Un Saar. Den Weg frei zur3 ständigung. 20.30: Aus der Großen Messeta Köln=Deutz: Kleine Funkun haltung. Mit dem Voltsen fänger durch das Tagesm gramm des Reichssenders Z# Ein lustiges Spiel von Rausch und Curt Baumgam Spielleitung: Curt Baumz ten. Mitwirkende: Olga### wick. Marita Gründgens, Berdling, Irmgard Westra, tonie Pütz=Fricke. Agnes#### nitz. Ingrid Fernolt, 6# Roese=Reinhardt. Kläre 5 sen. Curt Baumgarten. Ru Rauher, Hermann Probst, Ha### Tenhoff. Josef Kandner, chard Müller. Hans Kni Dr. Toni Maus, Kurt Vo Willi Stassar, Hans Carl ler. Paul Henn. Hanns Herten, Kurt Ehrhardt. En Lundt, Friedrich Eugen Enze Adolf Demuth. Willy Scu# der, Garrick(Tierstimmen=Iu### tator), Leo Eysoldt mit sein Orchester. Die fröhlichen F### der Kinderchor des Reich ders Köln. Der Reinertrag des dient zur Beschaffung Rundfunkgeräten für Kriegschädigte und Arbeitsinvali 21.00—22.00: Sinfoniekonzert Orchesters des Reichssend Köln. Leitung: Dr. Buschkötter. 22.20: Eine kleine Partie 22.30—24.00: Aus München: Tan musik. 24.00—0.30: Nachtmusik auf platten. Walzer auf Walzer 8.20—8.30: Für die Frau. Sepp Schüller: Kinder müssen Komödien haben und Puppen. 10.19: Wir und die Welt. Theo Schulz:„Brasilianische Erlebnisse"— Paul Heinrich Gehly: „Vom Rokoko ins Biedermeier". 12.00: Unterhaltungskonzert. Die fröhlichen Fünf. 13.00—14.45: Mittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester. Leitung: Wilhelm Keiver. 15.15: Dr. H. Schürmann: Kurzarbeitersiedlung. 15.50: Stimme der Zeit. 16.00: Aus Frankfurt: Nachmittagskonzert. Aus dem Kurhaus Baden=Baden. Ausführung: Das Sinsonie= und Kurorchester Baden=Baden, Leitung: Herbert Albert. 17.00: Die Welt im Buch. Jakob Kneip:„Hunsrückweihnacht"— Margarete Schiestl=Bentlage: „Unter den Eichen"— Karl Heinrich Waggerl:„Das Jahr des Herrn". 17.20; Meister ihres Fachs(EllyNev=Trio). 18.00: Wirtschaft unter der Zeitluve. KöNIGSWUSTERHAUSEN 9.00: Deutsches Volkstum: Deutschen in Ungarn. 9.40: Kindergymnastik. 10.10: Deutsche Volksinstrument# 10.50: Werke von Engelbert Hu perdinck. I. Opern. II. Liede Gesang: Kati Rach. An. gel: Heinz Lahmann. 11.30: Stunde der Hausfrau. Je ist es Zeit für ein Kräuterbe Thea Wagner.— Auch Stadtfrau zieht sich Gewi pflanzen. Gerta Wendelmat 12.10: Unterhaltungsmusik Schallplatten. 14.00: Unterhaltungsmusik Schallplatten. 15.15; Füre deutsche Midel: Mädel unterhalten sich## den Beruf der Geflügelzüchtt 15.35: Bücher des deutsch Schicksals. Hans Grimm ohne Raum“. 16.00: Uebertragung Hambr Nachmittagskonzert. 17.00: In der Volksbücherei. Hörszene von Friedrrich bendey. 17.30: Aus Chopina Werken. 18.00: Was uns bewegt.„ 18.45: Violinmusik der Romantl Am Flügel: Michael Raucheise# 19.30: Mit dem Deutschlandst der nach Italien. Italienise Sprachunterricht für Anfäng“ Riccardo de Lucca und Hil Finkelnburg. 20.30: Deutsche Balladen. 21.00: Uebertragung Leipzit: S foniekonzert. 22.30: Viertelstunde Funktechtt 23.00—0.30: Nachtmusik. Orcht ster des Deutschlandsendert Der Kundfunk soll dem deutschen Volk neue Dichter und Künstler schenken Reichsminister Dr. Goebbels vor den Rundfunkintendanten Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Intendanten des deutschen Rundfunks und gab in mehr als einstündigen Ausführungen einen Ueberblick über die Ergebnisse der seit einem Jahre unter Führung seines Ministeriums geleisteten Arbeit auf dem Gebiete des Rundfunks und über dessen Aufgaben in der Zukunft. An dem Beispiel der am 1. April eingeführten Neubenennung der Sender als Reichssender zeigte Dr. Goebbels den organisatorischen und politischen Fortschritt gegenüber dem partikularischen und machtlosen Zustand vor einem Jahr. Der nationalsozialistische Rundfunk sei der erste politische Rundfunk der Welt und er habe in seinen großen Aktionen, wie der Gestaltung des 1. Mai, Vorbildliches geleistet. Die energische Politisierung habe aber die Gefahr der Einseitigkeit in sich getragen. Eine zeitlang sei mit einem Ueberhandnehmen der Politik geradezu eine Gefahr für den Rundfunk erwachsen. Erst die notwendige Auflockerung der Programme ergäbe eine fruchtbare Gesamtarbeit. Die nationalsozialistische Politik bilde die selbstverständliche Grundlage jeder Programmgestaltung im Rundfunk. Aber eben deshalb brauche die Politik nicht beständig zitiert werden. Musik, leichte Kunst, künstlerische Vielfältigkeit und dabei hohe Leistung müssen jedem Rundfunksender zu eigen werden. Dr. Goebbels entwickelte am Beispiel des Films, wie die große weltanschauliche Problemstellung des Nationalsozialismus mit allen künstlerischen Ausdrucksformen zur Darstellung gebracht werden könne, ohne daß man in den ler verfalle, beständig Fahnen, Standarten und Hakenkreuze auf der Leinwand zu zeigen. Ebenso gelte für den Rundfunk der Grundsatz der indirekten, aber desto erfolgreicheren Arbeit für die Durchdringung des Volkes mit nationalsozialistischem Geiste. Reichsminister Dr. Goebbels gab bekannt, daß es ihm gelungen sei, für den Rundfunketat und die Programmarbeit neue Geldmittel in erheblichem Umfange zur Verfügung zu stellen, die weit über das hinausgingen, was er schon zu Anfang dieses Jahres an Sonderbeiträgen zur Unterstützung der freischaffenden Künstlerschaft aufgewendet habe. Die vermehrten Geldmittel sollen ausschließlich dem Kulturaufbau zugute kommen. Sie dürfen nicht, wie es früher üblich war, für Spesen und Verwaltung verbraucht werden. Für die Verwaltung muß vielmehr der Grundsatz äußerster Sparsamkeit gelten. Der Rundfunk müsse seine Aufgaben der freischaffenden Künstlerschaft gegenüber erfüllen. Es sei der schönste Ehrgeiz eines Intendanten, einen unbekannten Mann aus der Provinz an seinen Sender heranzuziehen und ihn zu Leistungen anzuspornen, und so dem deutschen Volke neue Dichter und neue fruchtbare Künstler zu schenken. Der Intendant sei der Führer seines Senders. Er soll autorativ aber damit auch verantwortlich und jedem seiner Mitarbeiter ein Vorbild sein. Er habe das Recht zu Experimenten, aber er müsse sich dabei fragen, ob das Experiment für die Oeffentlichkeit reif und interessant sei. Bei jeder Sendung muß gefragt werden, wieviel Hunderttausende und Millionen ror zuhören. Unter der tiefen Verantwortung dieses Gefühls und dieser Vorstellung müsse der im Rundfunk Schaffende arbeiten. Der Rundfunktätige habe vor allen Dingen beständige Erziehungsarbeit an sich selbst zu leisten. Die Nationalsozialisten seien jung und unverbraucht an die Macht gekommen und sie könnten nun das schönste Instrument handhaben, das sie mit der Seele eines ganzen Volkes verbindet. Er begrüße es, daß der Rundfunk, wie überhaupt alle Disziplinen seines Ministeriums, beständig unter der öffentlichen Kritik stünden. Dadurch bleibe er mit dem Volke in Verbindung und er erwarte von jedem seiner Mitarbeiter, daß er immer im Volke stehe, immer in Bewegung sei, sich niemals isoliere und damit immer für aktive Aufgaben der Zukunft fruchtbar bleibe. Tells„Hohle Gasse“ als Nationaldenkmal Die berühmte Hohle Gasse wird schon seit längerer Zeit täglich von mehreren hundert Autos durchfahren, die nach dem Gotthard streben; denn„es führt kein anderer Weg nach Küßnacht hin". Das bekannte Zitat wird aber bald nicht mehr zutreffen. Die Schweizerische Organisation„Pro Campagna“ hat jetzt eine großzügige Aktion zur Erhaltung der historischen Stätte eingeleitet, die durch den Verkehr bereits Das Zelt Mahmuts II. im Museum Im ehemaligen Sultanspalast, dem Reichsschatzu Verwaltungs= der N. ESK. Die Verwalt ion der RSDAP, d ktion der Welt überba ## den schwierigsten# nien. Nachdem durch d aatskommillars v. Kal iite RSDAP verboten kfolgte im Februar 19 Führers Adolf Hitlerd Lei welcher, beginnend elle, die erste Geschä aes Fri. Eber Nachf. erichtet wurde. hier wurde der Gr gantischen Organisal senden von Dienstst Umsang sich der Ni Vorstellun Rit der Gründung tion betraute der hwarz, der beute anten Verwalt besenisation de buoliziert der Verwa lute infolge seiner heinen mag. so ein tundlagen. Die hatzmeister schon in ib klar gehalten, daß ringsten abgewichen „ Fortschreiten und ung wuchsen naturger erwaltungs=Organise hritthalten je nach ## Zentrale eine Abt beben ruft, sondern beitverzweigten Dienf brganisch gefolgt sind. ine Verwaltungs= un haffen werden. die auch in den sch unter mancherlei 1 die Mittel zur Bi Erringung der M Die Reichs Das große Werk ein altungs=Organisation einen Ausgang von haltung der RS ine ordnungsgemäße bst vier Millionen zä SOAP durchzuführe inanzhoheit in einer Die zu diesem inanzaufsicht bird durch den Reichs Organe ausgeübt. 3 ieser Aufgabe unterst vohl die bei der 3 wie Hauptbuchha steiabteilung. Hil evisionsabteilung. vektion, Haus= und tialverwaltung. Se die Verwaltung ugen, wie der Reie FFrauenschaft. An vierversorgung. NSPolkswohlfahrt und e ilfswerk 1934. Die praktische Durch cht, die Sammlun Materials. das d ktionen des Reichsscho stark entstellt ist. Durch eine allgemeine sammlung in der ganzen Schweiz sollen die tel aufgebracht werden, mit denen eine e über einen Kilometer lange Umgehungsstraße baut werden soll. Man rechnet mit einem wendigen Geldbetrage von etwa 350.000 Frg Die„Hohle Gasse“ soll dann in ihren frühen Zustand versetzt, für den Fahrverkehr und als Nationaldenkmal erhalten werden. ertragen. DiJanuar 1931 hrer Anfangstö sichte von den visoren bearbe Herbst 1931 ung und zur D ##ufgaben der### heisters Pg. S keister bei der feite steht, deru Als Leiter de Eewert nach de edenen Richtlin meutigen Größe rundlagen zur Eeuanzaussicht 31 llage unveränd pard hiermit e sition der Verw mit dem## Fichtlinien durch Diese Aufgab der Zeit, so politischen O . und Or Ruster einer Serail“ in Istanbul, wurde ein neuer Museum saal eröffnet. Der Saal, in dem einst ds# fremden Gesandtschaften mitgebrachten Gesche-! aufgehoben wurden, heißt„Fünfte Schetke.! mer". Jetzt sind hier türkische und persische St„ aus dem 16. bis 18. Jahrhundert Je, ges Kleider alter Sultane, auch das goldbestickte,. des Eroberers von Byzanz, Mahmut II. altchinesische Kunstwerke von hohem Wert!“, den hier ihren Platz. bemerkenswei ichen Verwe #istischen Bu nigrehend Verwal burde. Die Verteilung der Glaubensbekenptn gage Nach den Angaben des neuen päpstlichen## buches, das die augenblickliche Verteilu#eg### Konfessionen der ganzen Welt enthält 791.— katholische Glaubensbekenntnis mit 350 M' ggnt die meisten Mitglieder. Es sind das 19 Fahie aller Erdenbewohner. An zweiter Stelle sten.!.1 Lehre des Konfuzius mit 16 Prozent, an v 2. der Islam mit 13 Prozent. 12,1 Proic zin Menschen bekennen sich zum Glauben de“ dus, 10.8 sind Buddhisten, 8.9 Protestanten Uebrige entfällt auf Schismatiker, Anamiten“ den und Dissidenten. ern die bezeichne Pinien Panisati. hten 9 n 90 9 4. 19: sch für Deutsche. Tage. dkonzert. Das Gu# Leitung: Dr. chkötter. Frankfurt: Ung en Weg frei zur g. der Großen Messetg t: Kleine Funkung Mit dem Volksen surch das Tagesn 's Reichssenders### ges Spiel von nd Curt Baumgang ing: Curt Baumz twirkende: Olga rita Gründgens. Z Irmgard Westra, itz=Fricke. Agnes grid Fernolt, Gi# inhardt. Kläre Baumgarten. Ru Hermann Probst. 5 Josef Kandner, üller, Hans Knit Maus. Kurt Vo assar. Hans Carl Henn. Hanns Au Kurt Ehrhardt, riedrich Eugen Enze emuth. Willy sick(Tierstimmen=In eo Eysoldt mit sein Die fröhlichen#### herchor des Reich R. einertrag des ur Beschaffung kgeräten für Krieg und Arbeitsinvali 9: Sinfoniekonzert s des Reichssen Leitung: Dr. Wilber. e kleine Partie ): Aus München: Tau : Nachtmusik auf Walzer auf Walzer WUSTERHAUSEN tsches Volkstum: n 1n Ungarn. lergymnastik. sche Volksinstrumen ke von Engelbert Hu " I. O p e r n. I I. L i e d s Kati Rach. An 12 Lahmann. de der Hausfrau. Jei it für ein Kräuterbei agner.— Auch 1 zieht sich Gen Gerta Wendelmat terhaltungsmusik itten terhaltungsmusik tten. deutsche Mädel: interhalten sich## uf der Geflügelzücht cher des deutscha ls. Hans Grimm gum bertragung Hambu tagskonzert er Volksbücherei. e von Friedrrich Chopine Werken. uns bewegt. inmusik der Romanu : Michael Raucheisen dem Deutschlander 1 I t a l i e n. I t a l i e n i s c h e nterricht für Anfänge de Lucca und burg. tsche Balladen. ertragung Leipzit: Sr telstunde Funktechrb : Nachtmusik. OrebDeutschlandsendert eine allgemeine Schweiz sollen die nit denen eine en asbeitet die Partei Sensation in Waltershausen gsstrabe 9.# einem 10 Franken n früherr hr gespe berden. keichsschatzmeister Schwarz die Verwaltungs= und Einanz=Organisation der N. S. D. A. P. gsx. Die Verwaltungs= und Finanz=Organiion der NSDAP, die wohl die größte OrganiLtion der Welt überhaupt ist, wurde seinerzeit un# den schwierigsten Verhältnissen ins Leben ge„ien. Nachdem durch das Machtwort des General= aatskommissars v. Kahr am 9. November 1923 die te NSDAP verboten und ausgelöst worden war. folgte im Februar 1925 nach der Freilassung des kührers Adolf Hitler die Neugründung der Partei. ei welcher, beginnend mit einer einzigen Dienstelle, die erste Geschäftsstelle im Hause des Veraaes Fri. Eher Nachf. in der Thierschstraße einerichtet wurde. hier wurde der Grund zu der heutigen aigantischen Organisation mit ihren Zehntausenden von Dienststellen gelegt, von deren Umsang sich der Nichteingeweihte kaum eine Vorstellung machen kann. Rit der Gründung und Leitung der Organim betraute der Führer den Pa. Franz T. shwarz, der heute an der Spitze der geanten Verwaltungs= und Finanzseganisation der RSDAP stedt. So pliziert der Verwaltungsavparat der NSDAP nie infolge seiner gewaltigen Entwicklung erseinen mag, so einsach ist er in seinen rundlagen. Diese wurden durch den Reichssatzmeister schon in ihren ersten Anfängen bereits klar gehalten, daß von ihnen bisher nicht im ringsten abgewichen zu werden brauchte. Mit Fortschreiten und der Entwicklung der Beweung wuchsen naturgemäß auch die Aufgaben der erwaltungs=Organisation, die in ständigem hritthalten je nach Zweckmäßigkeit nicht nur bei r Zentrale eine Abteilung nach der andern ins Leben ruft, sondern der auch sinngemäß alle die beitverzweigten Dienststellen im gesamten Reiche ganisch gefolgt sind. Nur auf diese Weise konnte ine Verwaltungs= und Finanz=Organisation gehaffen werden. die auch in den schwersten Kampfzeiten und ruter mancherlei Rückschlägen dem Führer die Mittel zur Verfügung stellte, die zur Erringung der Macht erforderlich waren. Die Reichskassenverwaltung Das große Werk einer völlig einheitlichen Veraltungs=Organisation über ganz Deutschland hat einen Ausgang von der Reichskassenverhaltung der RSDAP aus genommen. Um ine ordnungsgemäße Verwaltung der nunmehr bst vier Millionen zählenden Mitgliederschaft der 8OAP durchzuführen, war es notwendig. die inanzhoheit in einer einzigen Hand zu vereiniDie zu diesem Zwecke gebildete oberste inanzaufsicht über die gesamte Bewegung bird durch den Reichsschatzmeister bezw. durch dessen Organe ausgeübt. Zur praktischen Durchführung ieser Aufgabe unterstehen dem Reichsschatzmeister vohl die bei der Zentrale errichteten Abteilunwie Hauptbuchhandlung. Aufnahmeabteilung. steiabteilung. Hilfskasse, Reichszeugmeisterei, evisionsabteilung. Personalabteilung, Hausvektion. Haus= und Grundstücksverwaltung. Manialverwaltung. Sekretariat und Kanzlei, als die Verwaltung weiterer selbständiger Glieugen, wie der Reichsjugendführung, der NSBO, FFrauenschaft. Amt für Beamte. NS=Kriegsvierversorgung, RS=Hago, NS=Lehrerbund, NSkolkswohlfahrt und endlich auch das Winterilfswerk 1934. Die praktische Durchführung der obersten Finanzussicht, die Sammlung des entsprechenden statistiMaterials. das die Grundlagen zu den Disvotionen des Reichsschatzmeisters liefert, ist der Reichorevisionsabteilung vertragen. Die Revisionsabteilung wurde am Januar 1931 ins Leben gerusen. Während in pter Anfangstätigkeit lediglich die Revisionsbesichte von den im Außendienst stehenden Reichssvisoren bearbeitet und verwendet wurden, wurde Herbst 1931 zum Ausbau der Revisionsabteikig und zur Durchführung verwaltungstechnischer kufgaben der jetzige Stabsleiter des Reichsschatzkeisters Pg. Saupert, der dem Reichsschatzgeister bei der Durchführung seiner Aufgaben zur eite steht. berufen. ais Leiter der Revisionsabteilung begann Pg. kurert nach den ihm vom Reichsschatzmeister gedenen Richtlinien die Revisionsabteilung zu ihrer itigen Größe auszubauen und gleichzeitig die erundlagen zur praktischen Ausübung der obersten Einanzaussicht zu schaffen. die bis zum heutigen g#se unverändert beibehalten wurde. Hand in Pird hiermit erfolgte die technische Durchorganivon der Verwaltung, die immer im Einvernehmit dem Reichsschatzmeister und nach dessen kichtlinien durchgeführt wurde. diese Aufgabe gelang nach überraschend kureer Zeit, so daß heute die Verwaltung der belitischen Oeganisation wie der GauleitunG. und Ortsgruppen schlechthin als das Nuster einer Verwaltung überhaupt bezeichnet werden kann. lenswert hierbei ist, daß erstmalig in einer Verwaltung grundsätzlich mit den kameraPnschen Buchführungsmethoden gebrochen und Gbtechend den Finanzquellen der Partei Verwaltung auf eine Art„kaufmännische“ Bafis gestellt Allein hierin war und ist die Aufgabe Zeichsrevisionsabteilung nicht erschöpft, sonL'n diese bestand vielmehr noch darin. durch ausx hnet geschulte Revisoren die gegebenen RichtL.! in die Tat umzusetzen. Großzügige ReorNationen, umfassende Finanzierungen u. dgl. g und sind der Reichsrevisionsabteilung und 8.7 Organen übertragen. Auch die derzeitige .=altungs=Reorganisation der NSBO, NS. 1enschaft und die nunmehr beginnende der NSIn g. Aufgabe der Reichsrevisionsabteilung, die In Saufe der Jahre die Zahl ihrer Revisoren auf #######t hat, von denen 4 Reichsoberrevisoren. Rtichef““ des Pg. Saupert zum Stabsleiter des ##3chatzmeisters im Mai v. J. wurde die LeiS### er Reichsrevisionsabteilung Pg. Evarist E Tehler übertragen, der sie ganz im Sinne * Vorgängers weiterführt. Die gegebenen Hufsehenerregender Beweisantrag gegen den Jungen Baron Waltershausen— Hassiber zwischen Mutter und Sohn Zu Beginn des achten Verhandlungstages stellte der Verteidiger Liebigs, Dr. Deeg, einen aufsehenerregenden Beweisantrag, Baron von Waltershausen soll, als die Sache Waltershausen einzuschlafen schien, erzählt haben, er habe die Sache mit seiner Mutter fabelhaft gedreht. Er habe sie in der Untersuchungshaft besucht. Da es angesichts der scharfen Bewachung schwierig gewesen sei, geheime Nachrichten auszutauschen, hätten sie ein fabelhaftes Mittel gefunden. Die Mutter habe ihn weinend umarmt und mehrmals geküßt, wobei sie ihm einen zusammengerollten Kassiber in den Mund geschoben habe. Als Beweis beantragte Dr. Deeg daher die Vernehmung einer gewissen Frau Ellen Ziegler aus Berlin. In weiteren Beweisanträgen weist der Verteidiger darauf hin, daß auf Schloß Waltershausen tatsächlich bis zum 13. November 1932 eine kleinkalibrige Vistole vorhanden gewesen sei, die der Pistole von Liebig geglichen habe. Seit dem 1. Dezember aber sei diese Waffe verschwunden. Nachdem bekannt geworden sei, daß Liebig am 30. November auf einen Habicht seine letzte Patrone verschossen habe, habe auch Baron Waltershausen mitgeteilt, daß er ebenfalls eine Walter=Pistole besessen habe, obwohl er früher den Besitz von Waffen abgeleugnet habe. Die Vernehmung der Frau Werther wird dann fortgesetzt. Der Vorsitzende überreicht dabei der Zeugin ihren Revolver, um zu sehen, ob sie mit dem Revolver umgehen könne, nachdem sie behauptet habe, in der Mordnacht noch drei Alarmschüsse abgegeben zu haben. Allem Anschein nach kann sie aber mit dem Revolver überhaupt nicht umgehen, was sie allerdings mit der großen Aufregung zu begründen sucht. Weitere Fragen behandelten den Einspruch eines Maklers Jokober in Nürnberg, der sich bei einem Geldmann um einen Kredit von 20 000 Mark für Frau Werther bemüht haben soll. Ihm soll Frau Werther erzählt haben, sie würde von amerikanischen Verwandten 200 bis 300 000 Mark bekommen. Deshalb sollte der Geldmann auch nach Amerika fahren, um die Sache zu regeln. Dafür sollte er 10000 Mark erhalten. Hauptmann Werther habe aber nichts davon wissen dürfen. Die 20000 Mark hätten tatsächlich für die Hochzeit des Sohnes sein sollen. Der Hauptmann habe aber abgelehnt, weil er das Leben des Sohnes zu kostspielig gefunden habe. Es entwickelt sich eine Auseinandersetzung zwischen dem Verteidiger und Frau Werther über die Feststellung, daß sie in der Mordnacht Karl Liebig ganz genau erkannt habe. Der Verteidiger hält ihr vor, sie habe früher erklärt, sie habe den Mann nur schattenhaft gesehen. Jetzt wolle sie Liebig ganz genau erkannt haben. Frau Werther bleibt aber bei ihrer Aussage und wiederholt, daß es Liebig gewesen sei. Auf weitere Fragen der Verteidigung wird Frau Werther unruhig und erklärt:„Herr Staatsanwalt, ich wünsche Ihnen einmal eine solche Nacht. Danach sollen Sie gefragt werden, was Sie gemacht und getan hätten. Auch als Mann werden Sie dann nicht mehr alles wissen.“ Der Verteidiger erwähnt darauf ein Bild der Braut des Liebig, das Hauptmann Werther etwa drei Wochen vor der Mordnacht eigenhändig eingerahmt haben soll. Frau Werther gibt zu, daß der Rahmen aus ihrem Besitz ist, ob ihr Mann das Bild aber selbst eingerahmt habe, könne sie nicht angeben. Der Verteidiger verlas dann einen Brief, den die Zeugin Werther an den Gauleiter von Unterfranken gerichtet hat und in dem sie das ganze Vorkommnis als ein rein kommunistisches Attentat darstellt. Da der Verteidiger wegen der Anschuldigung, Liebig sei kommunistischer Spitzel gewesen. Strafanzeige erstattet hat, machte Frau Werther von dem Recht der Zeugnisverweigerung Gebrauch. Der Verteidiger erinnerte dann die Zeugin daran, daß ihr Sohn einmal geäußert haben soll:„So ein Kerl gehört über den Haufen geschossen!" Diese Aeußerung habe sich auf den Hauptmann bezogen und sie sei gefallen anläßlich eines Holzverkaufs zu ganz besonders niedrigen Preisen, über den sich der Baron sehr aufgeregt habe. Die Zeugin wollte von dieser Angelegenheit nichts mehr wissen. Liebig erklärte, er habe gar keinen Grund gehabt, Hauptmann Werther zu erschießen. Er etonte, daß er seinerzeit für die Herrschaft alles getan habe. Zu der Anschuldigung des Privatdetektivs Lehnert=Berlin, er hätte über auffallend große Gelder verfügt und damit andere freigehalten, erklärte Liebig, nach zehn Jahren könne man sich wohl 200 Mark erspart haben. Weiter wurde Frau Rosa Lippot vernommen. Sie war zusammen mit ihrem jetzigen Mann Vinzenz Lippok, von dem sie seit 1930 getrennt lebt, auf dem Schloß bedienstet. Sie gab an, daß die Beziehungen der Eheleute Werther korrekt, wenn auch nicht gerade herzlich gewesen seien. Erst 1927 hätten sich Schwierigkeiten bemerkbar gemacht. Bei einer Erörterung der Beziehungen des Hauptmanns zu Frauen und zu seinen Dienstboten erklärte Frau Lippok, Hauptmann Werther habe die Frauen vielfach ohne Rücksicht auf seine Gattin belästigt. Auch ihr habe er wiederholt nahetreten wollen, sie habe sich das aber verbeten und dann habe er es unterlassen. Auch eine gewisse Anni aus Würzburg habe sich über Zudringlichkeiten des Hauptmanns beklagt. Am Nachmittag wurde der Zeugin ihr Mann gegenübergestellt, um die Frage zu klären, wann eigentlich Lippok auf Schloß Waltershausen eintraf, am Morgen des Mordtages oder später. Sie bekundete, daß ihr Mann nach Rückkehr von Waltershausen einen eigentümlichen Eindruck auf sie gemacht habe. Er habe einmal einen Nervenzusammenbruch erlitten und Selbstmordgedanken geäußert. Auf die Frage, ob der Zeuge mit Frau Werther ein Verhältnis gehabt habe, antwortete Lippok mit Nein. Lippok berichtete dann, wie er in seiner neuen Stellung in Berlin von der Mordtat in Waltershausen gelesen habe und sofort den Entschluß gefaßt habe, dorthin zu fahren, um Frau Werther beizustehen. Liebig habe er nicht gekannt. Er habe dann auch Frau Werther im Krankenhaus in Schweinfurt besucht, aber mit ihr nicht über die Mordtat gesprochen. „Aus Liebigs Pistole wurde geschossen“ Wichtiges Sachverständigengutachten In der Freitagnachmittagsverhandlung erstattete der Sachverständige Dr. Walter Heß von der Chemischen Untersuchungsanstalt in Stultgart ein Gutachten, in dem er feststellte, daß in der Mordsache auf dem Schloß Waltershausen mit aller Bestimmtheit aus der Pistole des Angeklagten Liebig geschossen wurde. Ein Erlaß des Stabschefs Röhm Stabschef Röhm hat folgenden Aufruf erlassen: Feinde des neuen Deutschland versuchen, unter dem Deckmantel der Heimat= und Vaterlandsliebe, im Saargebiet SA=Einheiten zu bilden und zur Tätigkeit zu bringen. Da der Führer die politischen Richtlinien gegeben hat und jeder Versuch einer illegalen Betätigung zum Nachteil der deutschen Sache ausscheiden muß, bedeutet ein Verstoß dagegen Ungehorsam und Landesverrat. Wer in der geschichtlichen Stunde des Saarlandes nicht eiserne Disziplin halten kann, sondern den Einflüsterungen von bezahlten Spitzeln und gewissenlosen Elementen sein Ohr leiht, ist ein Verräter an Volk und Heimat und wird als solcher nach der Rückgliederung an das Vaterland in den Reihen der dann zu bildenden SA keine Aufnahme finden. Auch die letzten Sechs gerettet Nach einer Meldung aus Moskau sind nun mehr auch die letzten sechs Mitglieder der Besatzung des Eisbrechers„Tscheljuskin“ in Sicherheit gebracht worden. Die gerettete Mannschaft soll so schnell wie möglich nach Moskau gebracht werden, wo sie frühestens Anfang Juni eintreffen dürfte. Es soll ihr ein feierlicher Empfang bereitet werden. präzisen Disvositionsmöglichkeiten erlauben es dem Reichsschatzmeister, je nach der Lage der Dinge seine Entscheidungen in jeder Hinsicht zu treffen. da das ihm zur Verfügung stehende statistische Zahlenmaterial, sei es solches, das die Finanzen. oder solches, das nur die reine Mitgliederstandsbewegung der Partei betrifft, ihm dies ermöglicht. Die Reichsrevisionsabteilung überhaupt wurde in ihrer Form wie in ihrem Geist zu einem Instrument des Reichsschatzmeisters ausgebaut, das im Hinblick auf die ihr gegebenen außerordentlichen großen Vollmachten jederzeit in der Lage ist, auf jedem Gebiet der Verwaltungsorganisation seinen Willen und seine Ideen durchzusetzen. Große Werte wurden durch den zielbewußten Einsatz dieser Abteilung und ihrer Organe der Bewegung erhalten. Die Unantastbarkeit dieses glänzend geschulten Revisoren=Personals hat daher der gesamten Verwaltung der Bewegung noch ihr besonderes Gepräge aufgedrückt. Der Reichsschatzmeister hat daher auch Reichsrevisoren zur Untersuchung besonders schwerwiegender Fälle bei staatlichen und städtischen Behörden zur Verfügung gestellt. Wenn im Vorstehenden nur in kurzen Zügen die großen Disvolitionsarbeiten des Reichsschatzmeisters und seiner obersten Finanzorgane skizziert sind. haben die ihm zur Durchführung der Verwaltungsarbeiten bei der Zentrale unmittelbar unterstehenden Abteilungen nicht minder große Aufgaben zu erfüllen. 44 Die Hauptbuchhaltung der Reichskassenverwaltung hat deren langjähriger Leiter Pa. Friedrich Haaß in unermüdlicher ArLeichen vermißter Krieger entdeckt Bei Amiens sind die sterblichen Reste von 465 während der Somme=Schlacht ums Leben gekommenen Soldaten, die vermißt waren, entdeckt worden. Es handelt sich um 380 Leichen deutscher Soldaten und 85 Leichen französischer Soldaten. Schon wieder geheiratet Wie der„Newyork Daily Mirror“ mitteilt, ist die Filmschauspielerin Pola Negri nach Kalifornien gefahren, um sich dort wieder einmal zu verheiraten, und zwar dieses Mal mit dem Chikagoer Millionär Me Corgick. beit mit denkbar geringem Personalaufwand aus kleinsten Anfängen heraus aufgebaut. Der Aufnahmeabteilung wie der Karteiabteilung kommt naturgemäß bei der Zentrale eine erhebliche Bedeutung zu. Während in allen übrigen Abteilungen. mit Ausnahme der Hilfskasse und der Reichszeugmeisterei, die Arbeiten mit verhältnismäßig geringem Personalaufwand erledigt werden können. geben die Aufnahme= und Karteiabteilung das Bild des sog. Massenbetriebs. Es klingt heute fast scherzhaft, wenn man daran erinnert. daß einstmalig der Reichsschatzmeister die ersten Mitglieds= und Karteikarten selbst geschrieben hat. Folgerichtig wurde von ihm damals schon erkannt. daß die ordnungsmäßige Führung einer Kartei die Grundlage einer Organisation überhaupt darstellt. In den Uranfängen der Kartei war die Arbeit immer noch so, daß das Ausschreiben der Mitgliedskarten und das Eintragen der Karteikarten und Registrieren von einer einzigen Person bewältigt werden konnte. Erst in den darauffolgenden Jahren wurde die Entwicklung eine immer rapidere. Aufnahme= und Karteiabteilung arbeiten in engstem Einvernehmen. Derzeit sind fast 400 Angestellte beschäftigt, um die gewaltigen Arbeitsmengen in Tagund Nachtschichten bewältigen zu können. Die Aufnahmeableilung, die Pg. Albert Grol! untersteht, der sie seit vielen Jahren leitet, hat das Verdienst, derzeit mit einer Ossegger Witwen abgefahren Sie bekamen Mittagessen und Fahrkarten Die Abordnung der Witwen der Opfer der Ossegger Grubenkatastrophe verließ Freitag mittag Prag. Die Frauen hatten auf Staatskosten Mittagessen und Fahrkarten erhalten. Sie zogen geschlossen unter Führung eines Abgeordneten und eines Senators zum Bahnhof. Der Albordnung ist die Erfüllung ihrer Forderungen auf teils sofortige Auszahlung, teils mündelsichere Hinterlegung der für sie gesammelten Unterstützungsgelder zugesagt worden. Moskitoschwärme verdunkeln den himmel! Schwere Folgen der Ueberschwemmungen in Südwest=Afrika Die Londoner„Morningpost“ meldet aus Johannesburg: In Südwest=Afrika sind infolge großer Ueberschwemmungen der letzten Monate Seuchen ausgebrochen. Große Gebiete sind in Sumpfland verwandelt worden, das den Brutplatz für die Moskitos bildet. An einigen Stellen ist das Trinkwasser verdorben. Im GobabisBezirk sind bereits 31 Europäer und 70 Eingeborene an Malaria gestorben. Abends ist dort der Himmel verdunkelt von den Moskitoschwärmen. Die Eisenbahndämme werden seit Monaten immer wieder vom Wasser unterspült, so daß es starke Verkehrsstörungen gibt. Infolgedessen herrscht Mangel an Lebensmitteln und besonders an Arzneien. In Windhuk tritt Typhus und Diphtherie auf. Die Elektrizitätsversorgung der Stadt ist nur noch für zehn Tage gesichert. In Keetmanshoop ist gleichfalls eine TyphusEpidemie ausgebrochen. Tollkühner Ueberfall des Verbrecherführers Dillinger Wie aus Warsaw(Indiana) gemeldet wird, hat der berüchtigte von allen Polizeistationen des Mittelwestens verfolgte Gangsterführer Dillinger dort einen neuen tollkühnen Ueberfall ausgeführt. Dillinger überfiel nur mit einem Begleiter den Nachtwächter des Ortsgefängnisses und zwang ihn mit vorgehaltener Maschinenpistole, die Polizeistationen zu öffnen. Dort entnahm er vier Panzerwesten und einige Maschinenvistolen und entkam in einem Kraftwagen, obwohl er von 50 Polizeikraftwagen verfolat wurde. Die französische Regierung hat beschlossen, die Frontkämpferpensionen mit sofortiger Wirkung um 3 Prozent zu kürzen. Die FrontkämpferOrganisationen haben dem bedingt zugestimmt. täglichen Spitzenleistung von 12000 ausgeschriebenen Mitgliedskarten — ohne die Ausstellung der Mitgliedsbücher— den Rekord auf diesem Gebiet geschlagen zu haben. Die Bedeutung dieser Arbeitsleistung wird dem Laien verständlicher, wenn er weiß, daß die Ausstellung einer einzelnen Mitgliedskarte nicht weniger als acht verschiedene Arbeitsgänge benötigt. so daß insgesamt täglich zur Bearbeitung der Mitgliedskarten und Aufnahmescheine 96000 Arbeitsgänge erforderlich sind. Die Karteiabteilung wird seit Jahren durch Pa. Hans Kegel geleitet. Man kann sie ruhig die Kartei der Millionen nennen. In dieser einzigen wuchtigen Kartei, die in 90 großen feuer= und diebstahlsicheren Panzerschränken untergebracht ist, wird jedes einzelne Mitglied dopvelt registriert. Jeder einzelne Aufnahmeschein ist eigens eingereiht und wiederum ist jeder einzelne Aufnahmeschein in einem sogenannten Mitgliedergrundbuch eingetragen. Nicht weniger als nahezu 100000 Veränderungen im Mitgliederstand im Monat bedingen weiterhin eine ungeheure Arbeitsleistung, da aus jeder einzelnen Karteikarte die Personalien eines jeden einzelnen Mitgliedes zu ersehen sind. Dabei ist durch ein außerordentlich sinnreiches System Vorsorge getroffen, daß die Aufnahme von Personen. deren Mitgliedschaft nicht erwünscht ist, verhindert wird. Jedes einzelne Mitglied, das, wie bereits erwähnt, zweimal registriert wird, ist so wohl bei seiner jeweiligen Ortsgruppe zu finden als auch in der sogenannten Zentralkartei. (Schluß folgt.) * unsererleistungsfähigkeit, FRLUHES Aparter Komplet.. Noppen-Bouclé-Mantel s##. Deuels mit Stichelhaaf. mit einseitig gestenptem Regesteppter Kragen.#DA EA vers, mit Tupfen- Seidenchal, AA EN Er OOO ganz auf Maroo. Beidenchal. Taschengar arnierung, ganz a. 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Sonntag 20 Uhr- Preise„v 90 Pfg. an Gastspiel Heinrich George „Nensch aus Erde gemachl“ Diama von Friedrich Griese Die Verlobung unserer Tochter Hildegard mit Herrn Hellmuth Ahlmeyer beehren wir uns anzuzeigen Fritz Wagenschwanz und Frau Josefine geb. Quandt. Fahrräder Große Auswahl in Dürkopprädern sowie Stöver. W. K. C., Standard und Presto. Sämtliche Ersatzteile zu den niedrigsten Preisen Spezialgeschäft Pütthoff Mengede, am Markt. Dortm.-Mengede Mengeder Str. 592 Meine Verlobung mit Fräulein Hildegardua genschwanz gebe ich hiermit bekannt. hienstag, 17. Ap Helmuth Ahlmese stellv. Abt.-Führer Soest 2/207 Lübecker Ring Leupin-Creme u. Seite vorzügliches Hautpflegemittel, seit Jahren bewährt bei Flechte, Hautjucken, Ausschlag, Wundsein usw. Bahnhof-Drogerie E. Middendorf Kleine Anzeigen finden weiteste Verbreitung durch den Dortmund-Mengeder Lokal-Anzeiger NS-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, Ortsgr. Menge Am Sonnabend, den 14. April 1934, um 200 findet im Saale Kaffsack die erste Veranitaltung im Rahmen der Ns-Gemeinich „Kralt durch Freude“ unter dem Titel „Vom Volkslied zur Symphonie“ statt— Es wirken mit der MGV. Liederkranz(Dirigen Keinhörster) und Gesellschaft der Mandolinen- und Citan freunde Mengede(Dir. K. Klingenberg) sowie Gebr Mat An alle deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust ergeht der ruf zu zahlreichem Besuch.— Eintrittspreis nur 10 Pfennig. 99 Bei allen Waren Vemlinde“ * sparen! vesielSchlle Automebllbau Flugzeugbsu Maschinenbau Elektrotechnik Heizungsbau Lage Lippe-Oetmold Warnung. Ich warne jeden, unwahre Gerüchte zu verbreiten, da ich sonst rücksichtslos Anzeige erstatte. Peter Hoffmann. Zum Sckulanfang sämtliche Lehrmittel, Schreib- u. Teichenartike vorrätig in der Buchhandlung E. Arnold, Mengede, am Markt. Volksbelustigung- Kirmes Mmimmmmmnmnnnamnmnnumnennnnnene ninnnntn Einiinnitnelinnnn atnnnn in der Zeit von Sonntag, 15. April bis einschl. Sonntag, 22. April auf Schaarmanns Wiese in Mengede M m Erstklassige Geschäfte vorhanden. Eintritt frei.— Geöffnet täglich ab 3 Uhr. Um zahlreichen Besuch bitten Die Veranstalter. s schauen drei Mädels dreimal wöchentlich, Dier maspreis beträgt monatlich, dur #ezug 1.— Jui.= Einzelpreis om Markt.= Fernruf 2 für den gesamten I elmäßige Beilagen:„Das hul „Sport und Spiel,„ 6 Uhr. rch auf Lieferung der zum Fensterhinaus: Die Käte, die Grete, die Mimi. Drei büitzsaubre Mädels ein blitzblankes Haus Zum Einweichen der Wäsche IrE e Henko Wasch= und Bleich=Soda! erbreitungsbezirk: 1 deutsche Jestspi unt Das Mitglied der nere Angelegenheite inder beiden Festspitersagt:„Das deut in Hanns Maria Lu Professor Dr. Bu frankreichs neu nicht vor 0 Die neue französise er Frankreichs Garc erden sollen, dürfte gehen. Die Note wir Financiere" zufolg ankreich sich auf ir bts der deutschen ssen könne. dessen Auf pnntag bekannt wu klassung gab, energi #fenthaltsbewilligun ontag in Begleitun en. Trotzki ist im Ziel weitergereist. hautemps gab er Die Entdeckung de in Dezember 1933 stbicon, im Walde in der französisch uunen hervorgerufer Zu der überraschen mend bekannt, daß a bei Fontaineblea und Treiben der segenüberstand. M #Villa zu bewacher #t abzuwarten, um Piese Gelegenheit poi# ließ sich seine den Abend von eine gen bringen. Am ptorradfahrer nach als ihn der Verke fragte, verweiger k auf dem Polizei der Erklärung. er habendlich in die gute die Polizei zu P Unterlage, um sie sen anzusehen. kamten einen ältere sannten, der aber 3 gab. Erst als sie ##.:„Troski sei. 9 g###t seine wahren Atung der Polizeibe # sie bei der Durch nis machen mußten. F Laß und die A gvartement Seinee ssischen Innenmi geb ihnen also nichts F# st verlassen. besaß seine? #er 1933 vom fr L. das Departement in dem in Zorbicon Wohnut ### jranzösischen P P#enthaltserlaubnis F. 1933 war C ## es gibt auch terisät, im„Mat E nachgesucht, da E# 3ulagte. Diese( Par möbnlich sei. zu keinen Behrung 7. 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