aß in ntlich nabe, ###etür bei olgte Luftsein zu Grov. two: hrervon glütahleister die Frieja in die Werk chen! cohen Uhs Kind. chnell 1 da0 70 Wohl Ein lagss an oßen ähler Vom chon, kein luptitlich ras" tei'n nann jeder inen. gar nscht sich ohen Dreußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. 13. Sitzung. Mittwoch, 24. Januar, 11 Uhr. Am Ministertisch: v. Podbielski. Präsident v. Kröcher eroffnet die Sitzung. Die Beratung des landwirtschaftlichen Etato, Titel 9Ministergehal““ wird fortgesetzt. Abg. Dr. Schröder=Kassel(nl.) verbreitet sich über die Virkungen der Darlehen der Landesversicherungsanstalten an die ländlichen Güter, bleibt jedoch wegen der im Hause herrschenden großen Unruhe auf der Tribüne meist unverständlich, ebense wie der folgende Redner, Abg. Frhr. v. Wolff=Metternich(Ztr.). Abg. v. Saldern(kons.) macht den Minister darauf aufmerksam, daß die amtlich veroffentlichten Kornpreise, auf Grund deren die Entschädigungen der öffentlichen Sozietäten bei Landschäden usw. bemessen würden, für die jetzigen Verhältnisse nicht mehr maßgebend seien, und bittet den Minister um Abhilfs auf dem Verordnungswege. Nach kurzen Ausführungen der Abgg. Brütt(frk.), Glatze nl.), Frhr. v. Eynatten(Ztr.) und Hennigs(k9) bemerk Landwirtschaftsminister v. Podbielski, daß die Regierung der Frage des Baues von Arbeiterwohnungen auf dem Lande große Aufmerksamkeit zuwende. Die vom Abg. v. SalHerforder Kreis=Nachrichten und Allgemeines. Herford, 27. Januar. Die biovol * M o z a r t. V o n K a r l R o e d e r. (Aus dem Werkchen:„Kleine Musikgeschichte. Entwickelung der Tonkunst in geschichtlichen und graphischen Notizen dargestellt v. K. R.“— Verlag W. Meuckhoff in Herford.) Joh. Chrysostomus Wolfgana Amadens Mozart wurde am 27. Januar 1756 zu Salzburg geboren. Der Vater, Leopold Mozart, war Vizekapellmeister des Erzbischofs von Salzburg. Derselbe war ein tüchtiger Musiker und Lehrer(Verfasser einer der ersten gediegenen Violinschulen) Schon mit 6 Jahren war Wolfgang ein Virtuos auf dem Klaviere; mit 7 Jahren komponierte er schon, und 12 Jahre alt wurde er Kapellmeister in Salzburg.— Der Vater unternahm mit der 11jährigen Tochter Anue Marie(„Hannerl“) und dem 6jährigen Wolfgang die erste Kunstreise nach München und Wien 9 Goltoranta geleistet; er war ein Universal=Musiker. Durch sein Jugendreisen hatte er die allgemeine wissenschaftlich Ausbildung vernachlässigt; er bemühte sich später, wo er Gelegenheit fand, das Versäumte nachzuholen.— Als Kind wurde er überall an den Höfen hoch gefeiert; als Mann lebte er in dürftigen Verhältnissen an der Seite einer Frau, die nicht haushälterisch zu wirtschaften verstand.— Mancherlei Intriguen erschwerten ihm seinen Lebensgang. Allgemeine Anerkennung fand er im vollste Maße erst nach seinem Tode bis in unsere Zeit herauf. — Denkmäler auf dem Kirchhof von St. Marx in Wien und in seiner Geburtsstadt Salzburg. * M o z a r t.( Z u m 2 7. J a n u a r.) Du einziger Stern vor hundertfünfzig Jahren Erschienen an der Tonkunst Firmament; Wo mancher Stern und manches Sternlein brennt— Dir keiner gleich, dem ewig wunderbaren. Wohl fllimmert es von ungezählten Scharen; Doch ein so herzerquickend goldues Licht, spenden uns die andern Sterne nicht; bahren. st, g. inde sin3 l beden te# 5 6 7 0 11 61 1 3 3½ 7 31 3 7 3 3 3 3 in In— konzert bi sers haben hmuck an So sprac „, in der estrede, i Seminat Selim die Herren d Lehrer allen an mern von Aus neuerer Zeit. □) □CSCSCSCS2 G S DDGXDDGXDDGDG2-) atte der ückben uste tengiee der für gen. 31• den die Nelische und ute, tadt hin verrienes rnte chen R un ein Die 150=Jahresfeier Mozarts wird am 27. Januar in aller Welt gefeiert werden, denn Mozarts Musik ist Gemeingut aller zivilisierten Völker geworden. Wer kennt nicht die herrlichen Opern des großen Musikers, die heute noch, wie vor hundert Jahren, die Welt entzücken. Auf allen Gebieten der Musik hat Mozart Meisterwerke hinterlassen, die durch die vollendete Harmonie zwischen Form und Inhalt zu den schönsten Denkmälern deutscher Kunst gehören. — Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater war ein bedeutender Musiker, der die hohen Anlagen seines Sohnes erkannte- und pflegte. Unser Bild zeigt den großen Komponisten neben seiner ebenfalls sehr begabten Schwester Marie Anna am Klavier, daneben sitzt der Vater Mozart und oben an der Wand bemerkt man das Porträt der Mutter.— Zur Heimkehr des Generals v. Trotha. Am 15. Dezember ist der bisherige Oberkommandierende der deutschen Truppen in Südwestafrika, Generalleutnant v. Trotha, nach anderthalbjähriger Abwesenheit auf dem Dampfer„PrinzRegent“ im Hamburger Hafen eingetroffen. Auf Befehl des Kaisers wurde der verdiente Heerführer von demkommandierenden General des XI. Armeekorps, General von Bock und Pollach, und mehreren Offizieren feierlich begrüßt. Oberst Ohnesorg überreichte ihm den vom Kaiser verliehenen Orden Pour le mérite. * Der Hofrat. — (Fortsetzung.) Roman von Jean Bernard.(Nachdr. verboten. Er hatte diese Andeutungen schnell und hastig hervorgestoßen, als müsse er sich mit ihrer Unterbringung beeilen; auf Franzens Antlitz malte sich ein grenzenloses Erstaunen. Er war gerade Willens, der Exzellenz eine gründliche Abfertigung in Bezug auf diese Zumutung zu teil werden zu lassen, als der Graf aufstand, um der Sängerin einige schmeichelhafte Worte zu sagen, da sie eben ein Lied beendet hatte. Er kehrte jedoch gleich wieder zu seinem Gast zurück, den er bat, falls es ihm passe, ein kleines Album zu betrachten, das auf einem Tischchen lag. Obwohl ihm diese Aufforderung auffiel, befolgte sie von Eder; viel lieber hätte er dem lieblichen Gesange Claires gelauscht.“ Aber der Graf ließ ihm keine Ruhe. Kaum hatte Franz in dem Album geblättert, als ihm Exzellenz dasselbe verbindlich lächelnd aus der Hand nahm und, ein bestimmtes Blatt aufschlagend, das Buchwieder zurückgab. Er beugte sich vor, deutete auf das Bild und sagte im Flüsterton:„Nur eine Photographie, Herr v. Eder, aber was? Ist Ihnen je ein so vollkommen schönes Antlitz vorgekommen? Was halten Sie von diesem Frauenkopf?“—„Herrlich, in der Tat, wenn auch etwas fremdländisch! Es ist die Photographie einer Marmorbüste..... Lehrer ter Weise die Feier ielt Hernngen die n Kaiserach Herr orte über Pflichten auf das csammelte zu einem durtstagsdes Kau illkommen u Bethel Prachtt einigen nde sind u treffen für kom fführung niemand ehr als die Mögmöchtel Turnerbund. Sonnabend, 27. Jau., abens 8 Uhr: Kaisergeburtstagsfeier im Bahnhofs=Hotel. Mitteldeutscher Vereinreisender Schausteller. Sonnabend, 27. Jau., abends 8 Uhr: 11. Stiftungsfest mit Kaisergeburtstagsfeier bei Aug. Tiemeyer. Turngemeinde. Sonntag, 28. Jan.: Tuengang(Kriegsspiel). effentlicher Vortrag.„Die Reformation 20. Jahrhunderts". Jeden Sonntag, abends 6½ Uhr und Mittwoch und Freitag, abends 8¼ Uhr. Aeckers Turnhalle. Krichels Vergnügungshalle ist auch morgen wieder geöffnet. Herr Krichel hat den Weg von der Lübbertorbrücke bis zur Halle elektrisch beleuchtet, so daß abends der Weg dorthin besser zu passieren ist. Die Neustädter Apotheke st morgen nachmittag auch nach 2 Uhr geöffnet. Städt. Haushaltsplau für 1906. 1) Schlachthofkasse. Einnahme: Schlachtgebühren 17770.— Mk. Gebühren für Untersuchung der Schweine auf Trichinen.. 3600.—„ Gebühren der Benutzung der Freibank 50.—„ Soustige Gebühren.... 160.—„ Aus der Kühlhaus=Anlage 4230.—„ Aus eigenem Vermögen... 457.08„ Verschiedene Einnahmen.... 62.92„ Zuschuß der Kämmereikasse—.—„ Summa der Einnahme 26 330.— Mk. Ausgabe: Rest=Verwaltung—.— Mt. Verwaltungskosten nen AufAnstalt eine be Besucher tern bis nden die können ermanns, imal zu er, Herrn für Here, Steil tag das eKinder igend in um die en. Da kann der i.„Res hlager de über alle zter Sorg ichm. 4½ ; a b e n d s mann. u Abend 7630.—„ Verzinsung und Tilgung des Anlage=Kapitals 8 039.88„ Unterhaltung der Gebäude, maschinellen Einrichtungen und des Juventars 2010.—„ Heizung, Beleuchtung und Wasser 2400.—„ Betrieb der Kühlhaus=Anlage 5810.—„ Verschiedene Ausgaben 440.12„ Kückerstattung der Zuschüsse aus früheren Jahren..—.— Summa der Ausgabe 26 330.— Mk. Festgesetzt in Einnahme und Ausgabe auf: Sechsundzwanzigtausend dreihundert und dreißig Mark. Forisetzungen folgen. 26. Jan. Unfall. Dem in der Stodiekschen Fabrik beschäftigten Maurer S. fiel heute bei der Arbeit eine schwere Eisenplatte auf den Körper, wobei er einen Beinbruch erlitt. Er wurde ins Herforder Kreiskrankenhaus überführt. Obernbeck, 26. Jan. Verkoppelung. In der Zusammenlegungssache von Obernbeck hat die königl. Spezial=Kommission zur Aufnahme der Generalverhandlung Termin auf den 29. d. Mts., mittags 1¼ Ihr, im Gasthof Müller anberaumt. Kirchleugern, 26. Jan. Brieftaubenverein. Dem Brieftaubenverein„Carrier“, hierselbst, wurde feitens des Herrn Oberpräsidenten die Genehmigung zur Verlosung von Wertgegenständen, welche am 18. Februar tattfinden soll, erteilt. Course der Berliner Börse. Mitgeteilt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank Akt.-Ges. Herlord, der 26. Januar 1906. lieut. Cours. Gestr. Goerz 3% Puss. Konsols 3½9— dto. 3% Deutsche Reichsanleihe 3½% dto. 3% Westfäl. Provinsial-Anleihe 4% dto. 3% dlo. 3% Rheinische Provinzial-Anleihe 3 1/% 4% dto. 4% Bielelelder Stadtanleihe 6 K nehi jetzt nicht für nötig.(Beifäll.) Die Entscheidung darsuer, wann der Augenblick gekommen ist, an die gesetzgebenden kt#rverschaften zu appellieren, muß ich bitten, der verantwortRegierung zu überlassen.(Beifall.) Die Aufforderung er Presse an die Regierung, die hier und da auftaucht, der h# ven starken Arm des Staates zu zeigen, schadet der krust, als daß wir uug“ 4. daß sie nutzt. Die Zeit ist zu r Presse dievolution den starken Arm des Staates zu zeigen, schadet mehr, als daß sie nützt. Die Zeit ist „#### uns den Luxus gestatten können, uns gegen9# bekriegen. Wir haben es erlebt, daß große Parseien sich mit der Sozialdemokratie verbündet haben. Für die Regierung und die bürgerlichen Parteien muß die Parole lauzen: Gegen die revolutionäre Sozialdemokratie! Seien wir despulb einig gegenüber dem gemeinsamen Feinde!(Lebh. Beifall.) Damit ist die Interpellation erledigt, da eine Besprechung sicht beantragt wird. Nach Entgegennahme einiger Berichte durch Kenntnisnahme Hauses ist die Tagesordnung erschöpft. Die nächste Sitzung rd in März stattfinden. Schluß nach 2 Uhr, Org waren Seine Gewerbungen um Kupenlmeisterposten Durch unentgeltliche Vertretung des erfolglos. Thr Kapellmeisters bei St. Stephan suchte er sich die Anwart= schaft auf diese Stelle zu sichern, ohne aber je Genuß der Stelle gekommen zu sein. In seinen letzten Lebensjahren entstanden noch die Opern:„Cosi fan tutte“:„Die Zauberflöte"(wozu der Theaterdirektor Schikaneder den Text geliefert hatte), „La clemenza di Tito“ und das„Requiem“. Am 5. Dezember 1791 morgens 1 Uhr starb er und wurde in einfachster, ärmlichster Weise— ohne letztes Geleit— begraben. Sein Grab ist nicht einmal genau bekannt. Außer den genannten Werken schuf er noch Symphonien, zahlreiche Klavierkompositionen, 17 Konzerte für Klavier und Orchester und viele andere Meisterwerke.— Mozart war Meister auf dem Klavier, auf der Orgel und Violine. Seine Hauptstärke liegt auf dem Gebiete der Oper; dabei hat er aber auf allen Gebieten Großes e. Verein zur Wahrung gemeinsamer Interessen der gesamten Feldmarker Herfords und Stiftberg. Kaisergeburtstagsfeier am Freitag, 26. Jan., abends 8 Uhr. Gewerbe=Verei n. Sonnabend, 27. Jan., Extravorstellung des Stadttheater=Ensembles für die Mitglieder des Vereins. Fest=Prolog.„Zwei Wappen" von O. Blumenthal u. G. Kadelburg. Krieger= und Kameradschaftl. Verein Sonntag, 28. Jan., abends 7 Uhr Kaisergeburtstagsfeier Christl.=vaterl. Männerverein. Sonntag, 28. Jan., abends 6 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Gesangverein„Tätitia“. Preis=Maskenball. Sonnabend, 27. Jan., Brockmanns Berggarten. Stiftberger Kriegerverein. Sonntag, 28. Jan., nachm. 4 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Kath. Männerverein. Sonntag, 28. Jan., nachm. 6 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Turngemeinde. Sonnabend, 27. Jen., abends 10 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Hamburger Hypotheken-Pfandbriefe 1910 31, 0/ Preuss. Central-Boden-Credit-Pfand3 00 briefe 1906 4% dto. 1912 4% Preuss. Pfandbriefe 1912 4% Bhein.=Westf. Boden-Credit-Pfandbriefe 1912 3½% dto. 1908 Deutsche Bank-Akt. Disc. Commandit-Akt. Dresdner Bank-Akt. A. Schaafhausen'sche Bank-V.-Akt. Westf.-Lipp. Vereinsbank-Akt. Bochumer Gussstahl-Akt. Gelsenkirchener Bergwerks-Akt. Harpener Bergbau-Akt. Hibernia Bergwerks-Ges.-Akt. Laurahütte dto. Phönix Bergbau-Akt. Tendenz: fest. Bankdiskont: 5% Privatdirkont: 3⅜% 89.— 101.25 89.— 101.— 89.25 99.30 102.60 88.— 99.— 101.— 101.75 96.10 103.40 101.80 102— 96.90 242.75 188.70 165.60 164.80 248.50 226.40 21725 248.90 201.75 88.90 101.20 88.75 100.90 89.25 99.30 102.40 88.— 99.— 101.— 101.90 96.10 103.80 101.80 102.— 96.90 242.50 188.30 165.50 164.30 110.— 245.50 225.10 215.75 246.20 199.— M Witterungsbericht vom 27. Jannar. Höchste Temperatur des Vortages: 3,4“ Niedr. Temperatur in der Nacht: 3,0“, Temperatur um 7 Uhr vorm. 3,8°. Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 756,6° Niederschläge: 0,8 mw. Wind: Schwacher SSW. Wetter Niederschläge. mm. Trübe, geringe Voraussichtliches Wetter. 28. Jan.: Vorherrschend trübes, zeitweise aufklärendes Wetter mit schwachen südwestlichen Winder. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei &a leidenn an Verdauungs störung. Herverragend bewährt bei Brechdurchfall Darmkatarrh, Diarrhos efc. heutige Nummer umsaßt 6 Seiten und Illustr. Sonntagsblatt. Verantwortlicher Redakteur: Chrinian Quentis für den Inseratenteil ver###twortlich: Geora Bese Rotationsdruck und Verlag. Quentin Sellwe 94. Polen 13, fraktionslos 8. Toppekmandate sind 1½, erledigt sind 4 Mandate:##. Arnsberg(bisher Richter), Hohenzollern(Hodler, Bumiller); 7. Lüneburg(Schweckendieck) Die Internationalität der Genossen hat wieder einmal einen kleinen Sprung bekommen. Der Brüsseter „Peuple“ veröffentlichte dieser Tage ein Interview bei Bebel. Das ist aber, wie der Parteigewaltige heute in einer Verfügung im„Vorwärts" erklärt, apokryph. Er hätte im Gegenteil dem„betreffenden Parteigenossen" das Interview verweigert, und was er(Bebel) jetzt darüber lese, sei entweder aus den Fingern gesogen oder aus dem Zusammenhange gerissen und entstellt. Ungemein ungnädig schließt der Erlaß:„Ich betrachte das Verhalten des betreffenden Parteigenossen als eine illoyale Handlung und bedaueré, daß der„Peuple“ einem solchen Berichterstatter zum Opfer gefallen ist.“ — Das ist der Fluch der Größe. — eine Interpellation bezüglich neuer gesetzlicher Mittel zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, eingebracht vom Grafen Finckenstein, beantwortete der Ministerpräsident Fürst Bülow. Nach der Begründung der Anfrage durch den Grafen EulenburgPrassen führte Fürst Bülow aus:„Die Gefahren, die durch die Sozialdemokratie drohen, könne niemand ernster beiverten als er. Er habe keine Gelegenheit versäumt, der Sozialdemokratie mit Nachdruck entgegenzutreten. Vor der Tyrannei der Straße bruge die Regierung sich nicht; das habe sie gezeigt. Aber sie halte eine Vermehrung ihrer Befugnisse jetzt nicht für nötig. Die Entscheidung darüber, wann der Augenblick gekommen ist, an die gesetzgebenden Körperschaften zu appellieren, müsse der verantwortlichen Regierung überlassen bleiben. Die Aufforderung der Presse an die Regierung, die hier und da auftauche, der Revolution den starken Arm des Staates zu zeigen, schade der guten Sache viel mehr, als sie nütze. Die Zeit sei zu ernst, als daß wir uns den Luxus gestatten können, uns zu bekriegen. Für die Regierung und die bürgerlichen Parteien müsse die Parole lauten: Gegen die revolutionäre Sozialdemokratie! Seien wir deshalb einig gegenüber dem gemeinsamen Feinde!". Die Besprechung der Interpellation wurde nach dieser mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Beantwortung von keiner Seite beantragt. Die nächste Sitzung wird im März stattfinden. Eine Versammlung der Schlachtermeister Berlins und der Umgegend beschäftigte sich mit der Aeußerung des Abgeordneten Bebel, daß in der ersten Wählerklasse Bordellwirte und der Hofschlachtermeister Hefter in Berlin gewählt hätten, eine Zusammenstellung, durch die sich die Angehörigen des Fleischerberufes beleidigt fühlten. Von der geplanten Stellung von Strafanträgen gegen Bebel wurde schließlich Abstand genommen, nachdem eine Erklärung des Hofschlächtermeisters Hefter verlesen war, dahingehend, daß er es für unter seiner Würde halte, gegen Bebel vorzugehen, und auch die Versammlung bitte, über die Angelegenheit zur Tagesordnung überzugehen. Die Versammlung entsprach diesem Wunsche.— Jetzt hat sich auch Bebel selbst zu der Sache geäußert und erklärt:„Ich habe in meiner Rede den Namen Hefter nicht über die Lippen gebracht ich habe von einem sehr bekannten Berliner Schlachtermeister gesprochen, der nebst verschiedenen Bordellwirten Wähler der ersten Klasse gewesen sei, was im Jahre 1903 keinem der preußischen Minister passiert wäre. Der Berichterstatter eines bürgerlichen Blattes hat alsdann aus eigenem Antrieb den Namen Hefter in seinen Bericht ausgenommen, wofür sich der Herr bei diesem bedanken mag vorausgesetzt, daß die Ehre, als Wähler erster Klasse bezeichnet zu werden, ihn kränkt.“ — Die Steuerkommission des Reichstages trat gestern in dieBeratung der Tabaksteuervorlage ein. Der Reserent Abg. Held(nl.) besprach die vorliegenden titionen. Von 80 vorliegenden Petitionen spricht sich nur eine einzige für die Vorlage aus. Der Referent lehnt ebenso wie der Korreferent Abg. Geyer(Soz.) die Vorlage ab. Wien, 26. Jan. Die Berufung des Grafen Andrassy zum Kaiser ist, wie gemeldet, gestern erfolgt. Heute findet die entscheidende Audienz statt. Die Aussichten werden bereits günstiger beurteilt. Die Ursache des Umschwunges ist ein völliges Nachgeben der Koalition in der Armeefrage aus Furcht vor dem sonst unvermeidlichen Absolutismus. Graf Andrassy unterbreitete dem Kaiser ein schriftliches Memorandum über die Bedingungen, unter denen die Koalition die Regierung übernehmen will. Baron Fejerpary soll die Annahme beim Kaiser wärmstens befürwortet haben. Falls die Audienz Andrassys den Friedensschluß herbeiführt, will Fejervary sofort seine Entlassung einreichen und Andrassy, wie schon angekündigt, die Kabinettsbil, dung übernehmen. Belgien. Brüssel, 25. Jan. Das heute durch den Präsidenten des Kassationshofes Giron verlesene Urteil im Prozeß um die Hinterlassenschaft der Königin bestätigt im großen und ganzen die Entscheidung der beiden vorigen Instanzen. Es wird angenommen, daß die Heirat des damaligen Kronprinzen, heutigen Königs Leopold, mit der Erzherzogin Marie Henriette kein bürgerlicher, sonHern ein Akt gewesen sei, der nicht nur die Familie des Königs, sondern das ganze Land angehe. Demenisprechend sei dieser Akt als für das Land vorteilhaft vom Minister des Aeußeren im Senat am 3. Mai 1853 angekündigt worden. Die Fürstenheiraten unterliegen nicht den Regeln des bürgerlichen Rechtes, sondern den Regeln des Völkerrechts, das in jedem Lande, selbst den Vereinigten Staaten, einen Teil des Landrechts ausmache. Man wende ein, daß der Inhalt des auf Gütertrennung gehenden Vertrages nicht dem Parlament zur Billigung vorgelegen habe, also ein politischer Vertrag nicht sein könne. Der Inhalt des Vertrages unterstehr aber lediglich dem Zivilrecht. Die Unterzeichnung des Vertrages durch den beauftragten Diplomaten sei der Unterschrift eines Vertrages gleichwertig. Wenn die zwei Monate nach der Hochzeit vollzogene Ratifikation des Vertrages nicht die Gegenzeichnung eines Ministers trage, so sei geltend zu machen, daß die Ratifikation lediglich den Vollzug einer bereits bestehenden Tatsache darstelle. Gräfin Lonyay, geb. Prinzessin Stefanie von Belgien, sowie die Gläubiger der Prinzessin Luise und Prinzessin Luise selbst werden mit ihrer Forderung, den auf Gütertrennung hingehenden Ehevertrag des Königs von Belgien für ungiltig zu erklären, abgewiesen. Die Kläger haben zu gleichen Teilen die stark aufgelaufenen Kosten zu tragen. London, 26. Jan. Nach den bis heute abend 8½ Uhr vorliegenden Wahlergebnissen sind gewählt 362 Liberale, 41 Arbeitervertreter. 146 Unionisten und 82 Nationalisten. Spanien. Biarritz, 25. Jan. Nac, dem Frühstück in der Villa Mouriscot machte der Könia von Spanien mit den Prinzessinnen von Battenberg eine Spazierfahrt in der Umgegend. Nach einem Besuche bei Lord Dudley kam der König nochmials mit der Prinzessin Erna von Battenberg zusamnen und begleitete sie in die Villa Villa Mouriscot zurück; wo abends Diner stattfand, an dem der Könin, die Prinzessinnen und die Gefolge teilnahmen. Der König beabsichtigt, um 11 Uhr abends nach San Sebastian zurückzukehren. Madrid, 26. Jan. Wié die Blätter melden, wird der Graf de la Mina zu gegebener Zeit sich nach. London begeben, um beim König Eduard um die Hand der Prinzessin Erna von Battenberg für den König Alfons nachzusuchen. Montenegro. Cetinje. 25. Jan. Die Meldung eines auswärtigen Blattes von einer montenegrinisch=serbischen Allianz gegen Oesterreich= Ungarn wird von amtlicher montenegrinischer Stelle als vollkommen grundlos bezeichnet. Von derselben Seite werden die tendenziösen Mitteilungen über eine angebliche in Italien abgeschlossene Kriegsanleihe und über die gegen die Herzegowina gerichtee Mobilisierung der Armec sowie über das im Beisein italienischer und serbischer Offiziere abgehaltene Manöver entschieden in Abrede gestellt. An maßgebender Stelle wird versichert. Montenegro habe keine aggressiven Absichten am Balkan und sei bestrebt, nach der Politik der Aufrechterhaltung des Status quo auf dem Balkan in Freundschaft mit allen Nachbarn zu leben und alle seine Kräfte zur Förderung der inneren Wohlfahrt und zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung an seinen Grenzen zu verwenden. Amerika. Washington, 26. Jan. Amtliche Kreise äußern die Ansicht, Frankreich werde das weitere Vorgehen gegen Venezuela aufschieben, bis die Krisis in der Marokkokonferenz geschwunden sein werde Aus dem deutschen Berlin, 26. Jan. Das Programm der heutigen Reichstagssitzung hatte mit seiner trockenen Sachlichkeit Abgeordnete wie Publikum abgeschreckt; vor kaum einem Dutzend Mitgliedern und leeren Tribünen eröffnete der Präsident die Beratungen. Ein Gesetzentwurf,„betr. Abänderung der Gewerbeordnung", verständlicher betreffend Kontrolle des Baugewerbes, und ein Entwurf über eine Abänderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz gelangten zur Verhandlung. Indessen gelang es den Rednern dach# allgemeine### ihnen so gut. würdig und! Detmold, 27. Januar. Heute, Sonnabend, morgen 9 Uhr hat der Tod den Oberkonsistorialrat Steinhagen von seinem langen, schweren Leiden erlöst. Ein Leben ist ansgerungen, das in den letzten Jahren ausgefüllt war durch schwere Krankheit, ausgefüllt durch den seelischen Schmerz gezwungener Arbeitsuntätigkeit. Aber es ist auch ein Leben ausgerungen, das durch Mühe und Arbeit ausgefüllt war und deshalb köstlich gewesen ist. Ein Leben, das für viele tausende von Segen war. Am 1. Oktober v. J. ist Hermann Steinhagen.von seinem Amte als Schulrat zurückgetreten, das er mehrere Jahre lang als Nachfolger des hochverdienten Konsistorialrats Thelemann inne gehabt hatte. Er war vordem Pastor in Brake und vor dieser Amtstätigkeit Pastor in Silixen. Dem lippischen Volke galt er allezeit als ein freier, feingeistiger Mann und namentlich die Lehrer des Landes haben in ihm den modernen Schulmann erblickt. Und in der Tat: Rat Steinhagen war ein geistig hervorragender Mensch, der für die Entwicklung unserer Schule, für die geistige Anregung der ihm unterstellten Lehrer viel getan hat. Wenn er nicht alles durchzusetzen vermochte, so lag das in den Verhältnissen begründet. Nichtsdestoweniger aber war er ein großer Mann, den das lippische Volk nicht vergessen wird. Hanover, 27. Jan. Königl. Thater. Sonntag:„Die Zauberflöte". Montag:„Robert und Bertram". Dienstag: „Herbstzauber",„Nach dem Balle":„Die Neuvermählten". Mitwoch:„Der Barbier von Sevilla". Donnerstag:„Ultimo". Freitag:„Don Juan". Sonnabend:„Nora". Sonntag: „Lohengrin.“ Geestemünde, 25. Januar. In der Nacht zum Mittwoch ist hier Frau Meta Degen im Alter von über 101 Jahren gestorben. Sie hinterläßt in fünf Generationen zum Stillstand gebracht. Es ist nun leicht möglich, daß in der herrschenden Aufregung die Wagentür nicht ordentlich geschlossen wurde und infolgedessen auch der andere Knabe, als er sich später, von den Eltern unbeachtet, an die Koupretür lehnte, hinausstürzte. Kleine Nachrichten. Durch Erschütterungen bei Schießübungz mit großen Küstengeschützen erfolgte auf Helgoland ein Felssturz.— Der spanische Luftschiffer Duro, der Montag nachmittag in Pau mit seinem Ballon aufgestiegen war, um die Pyrenäen zu überftiegen, ist Dienstag früh 6 Uhr in Guadix, ProvGranada, gelandet.— von St. Bernhard. Mittwo: Oberlehrer Ludwig, Kassierer der Hilfskasse der Lehrerschaft, unter dem Verdachte der Unterschlagung von 24000 Mark verhaftet.— Durch das Umkippen glühender Gießmassen wurden auf dem Oberbilker Stahlwerk bei Düsseldorf ein Vorarbeiter tödlich, ein Meister und ein Arbeiter schwer verletzt. Betrachtungen. „Die Hauptsache ist der Frieden!" Betrachten wir die Dinge auf der Welt.— so blüht das wahre Glück uns nur hienieden,— wenn holde Eintracht herrscht und gold'ner Frieden— allüberall die Oberhand behält.— Das hat man ja in Rußland nun geseh'n,— o Schreckenszeit, wenn rings die Trümmer rauchen!— Die Menschen seh'n manch Werk zu Grund geyn,— das aufzubau'n sie oft Jahrzehnte brauchen — D'rum gebt Reformen, wo sie nötig sind,— bevor die rohen Massen sie erzwingen.— dann wird kein Mann des Aufruhrs Fackel schwingen,— beruhigt wird des Volkes schlichtes Kind. — Nun ruft in Rußland Zar wie Bürgersmann:„Nur schnell Reform, die Hauptsach ist der Frieden!"— Ja, wenn man damit zeitiger begann,— so wäre vieles schreckliche vermieden!— Im ontscha O7EL1 in seinen eig konnte, bei di örterungen zu Der erste erwünschte G Befähigungsn klamieren. m für das Bauh von dem Jol Zentrum(Ab (Abg. Gamp) bis zu den 9 Wanzleben al fähigungsnach beriefen sich Köln. der zw zu verlangen für aber um gewerbe verla von entfernt. daß die Verw führung oder nen untersage denen sich ere rung ungeeig ner Begründt gungsnachweis ben: er verle Januar 1905 würde eine V scheinung ge dieses nun we aber ließ er k die Regierung gen Zeit für Diese un Gamp gerade aber derart zo Minister den das Schaffot mit der Erklä zialist charakte feindlich, und ihn„tot für Aber es fehlt Gesetzentwurf zeigte sich hiei des tiefsten W und die Poliz freunde mit nachweis, so setzentwurf w ten übertrüge ordneten Hoff nung wünscht der Entwurf hineingefallen bewiesen habe sprach sich aud und es hat 1 mission, in di genehmere Ge Die Unte eröffnet und: sich darum. d in die Städt Maße den St jähriger, statt wechsel den 2 sich zieht. A Bielefeld, abend: Prolog denbruch E Montag: Die von St. Ber Donnerstag: Ehre. In Herfo, der Zigarrenh bis mittags 12 Bückeburg, 24 Fürsten zu Schau auf sein Abschiede. worden. General ist, steht im 67. Lel in schaumburg=lippi steigung des jetzt rei Adjutant er geweser Oberstleutnant und der preußischen Arm zun Obersten beförd A als Gener2 Kasse erworl „Jawohl, ganz richtig, wer mag es sein?“ „Ah—— Sie wissen nicht, wen das Bild darstellt?“ „Leider nein,“ sagte er, indem er seine Stimme noch mehr, mäßigte,„ich besitze über zehn solche Albums mit ausgewählten Schönheits=Porträts; aber fast bei allen kenne ich die Namen der dargestellten Damen. Diese Photographie erhielt ich von einem Agenten von London. Leider konnte er nicht angeben, wen das Bild darstelle. Ich besitze es noch nicht lange. Vor kurzem war auch Se. Hoheit Prinz Frazzilo bei seiner gelegentlichen Anwesenheit bei mir, er hatte das größte Interesse an diesem Bilde. Leider konnte ich ihm keine Auskunft über das Mädchen, dessen liebliche Züge hier dargestellt sind, geben... Er interessiert sich mehr als lebhaft für das Bild und damit wahrscheinlich auch für die Inhaberin dieser Züge...“ „Darf man das Bild einmal aus dem Album nehmen?“ „Natürlich, aber was wollen Sie damit bezwecken? Sie sehen da nur die Firma des englischen Photographen, der auch keine Auskunft geben konnte...“ „Das wäre," meinte Franz kurzhin und zog das Bild aus dem Kartonrahmen. Es war so, wie Exzellenz gesagt hatte, und doch nicht ganz. Franz von Eder bemerkte an gewissen Anzeichen, daß die Photographie deutschen Ursprungs war; er sah es nicht nur auf den ersten Blick an der Art des angewandten Verfahrens, sondern auch an Zeichen unten am Rande des Plattenbildes, die auf Münchener Ursprung und, wenn nicht alles täuschte, auf Albert hinwies.“ Bei seinem Aufenthalte in München hatte er unzählige Bilder dieser in Kunstkreisen geschätzten Firma in der Hand gehabt und glaubte auch diesmal sicher zu sein, eine Albertypie vor sich zu sehen, wobei er durch die in kleinen Ziffern beigegebene Nummer der Platte(22222) unten links in der Ecke noch mehr Mozart am Klavier. bestärkt wurde. Er gab seiner Meinung jedoch keinen so detailierten Ausdruck, sondern sagte, das Bild wieder in das Album einschiebend:„Es ist ein deutsches Produkt, wie ich mir dachte.“ „Ah, sehr gut. Ja, ja, man sagte mir, Sie seien weit gereist und ein tüchtiger Kunstkenner. Wir werden noch Gelegenheit haben, über dieses Bild zu reden. Jetzt wollen wir unsere Künstler zu einer Pause veranlassen; es dürfte sonst für Fräulein Claire zuviel werden. Er erhob sich und sagte der Sängerin viel schmeichelhaftes über ihren Gesang, indem er sogleich eine elektrische Klingel in 1* 2 (1) durch Bürgermeister Burchard(2) in Hamburg. Bewegung setzte, das Zeichen für die Dienerschaft, den Kaffee zu servieren. Das geschah, zugleich trat aber auch ein Diener ein und brachte ein herrliches Bouquett, welches Graf Vesan der Sängerin als schuldigen Kunsttribut überreichte, die es mit leichtem Erröten und unter Dankesworten entgegennahm. Sie bemerkte wohl inmitten der Blumen das kleine zierliche Convert und wußte genau, was es enthielt: ihr Honorar für den Abend. So oft sie erschien, empfing sie es auf gleiche Weise; anfangs hatte sie das in einer größeren Banknote bestehende Honorar nicht annehmen wollen, nun wandte sie nichts mehr dagegen ein, weil der Graf eine Weigerung nicht zuließ. Das sich entwickelnde Gespräch drehte sich in der Hauptsache um Theaterverhältnisse in H..., die namentlich Herr Trael scharf kritisierte. Claire Verser, die von Haus aus Wagnersängerin war, beklagte sich bitter, daß sie nie Gelegenheit hatte, ihre wahre Kunst dem Publikum vorführen zu können, da man sich nicht an Wagner heranwage, so oft auch der Hofkapellmeister in dieser Beziehung Schritte bei der Intendanz, getan habe. Trael meinte, es sei an der Zeit, auch in H... Wagner zum Wort kommen zu lassen. Der Graf enthielt sich eines bestimmten Urteils, weil er außer Rienzi, Holländer, Lohengrin und Tannhäuser nichts von Wagner kenne, aber er meinte auch, diese Opern wenigstens müsse das Hoftheater bieten. Es war unmöglich, daß v. Eder bei diesem lebhaft geführten Gespräch stumm blieb; man fragte ihn direkt um seine Meinung. „Aufgefallen ist mir diese Unterlassung auch schon,“ sagte er endlich; „allein Unrecht hat die Direktion eigentlich nicht, denn es fehlen die Von der Begrüßung des Generals v. Trotha Bückeburg, 26.— schwer ertrankten Prinzessin Friedrich zu Schaumbura=Lipre hat sich soweit gebessert, daß keine Bulletins mehr ausgegeben werden. Bösingfeld. 26. Jan. Ein schwerer Unfall traf heute den Knecht des J##ions Begemann in Linderbruch, indem seine Pferde durchgingen, wobei der Unglückliche unter die Räder des Wagens kam, so daß er hoffnungslos darnierliegt. Man erzählt hier, daß durch das Singen und Gejohle einiger Burschen die Pferde scheu geworden seien. Bösingfeld, 26. Jan. Gelegentlich der Amneldung zur Stammrolle auf Linderhofe wurde der Ziegler Zimmermann von hier von Burschen aus Loßbruch arg zugerichtet. Hoffentlich trägt der Verletzte an seiner Gesundheit keine nachteiligen Folgen davon. russischen Auswandererfamilie angehörige Knaben während der Fahr aus einem Abteil des Posener Schnellzuges gestürzt. Trotz der kriminalpolizeilichen Nachforschungen hat, wie uns mitgeteilt wird, der traurige Vorgang eine vollkommene Aufklärung nicht gefunden. Daß die Kinder von ihren Eltern aus dem Zuge gestoßen worden sind, ist um so unwahrscheinlicher, als nicht die geringste Veranlassung zu einer derartigen Tat vorhanden war, vielmehr scheint ein ganz eigenartiger unglücklicher Zufall vorzuliegen. Es wird angenommen, daß die Knaben im Wagenabteil herumgespielt haben, und es ist nicht unmöglich, daß sie hierbei den Drücker der Wagentür geöffnet haben. Nachdem der eine Knabe aus dem Koupee herausgefallen war, wurde der Zug bekanntlich regiment wegen vorschriftswidriger Behandlung einer Untergebenen zu zwei Monaten Gefänanis und Ent fernung aus dem Heere. Abendtafel beim Kaiser. Berlin, 27. Jan. Im Elisabethsaal des Königliche Schlosses fand gestern abend eine Abendtafel statt, der die hier eingetroffenen Fürstlichkeiten, daruntt auch das junge Fürstenpaar zur Lippe, mit Umgebnlt teilnahmen. Fürst von Ysenburg=Büdingen*. 16 Büdingen(Großherzogtum Hessen), 27. Jan. Fürst Bru Ysenburg=Büdingen ist gestern gestorben. Der Fürst hate Alter von 70 Jahren erreicht. Ihm folgt Erbprinz geboren 1877. daß in dentlich Knabe, upretür n bei erfolgte Luftiit seiien zu Prov Littwo: ig von n. gliStahlNeister ür die ns nur r F r i e n ja in gs die Werk auchen e rohen ufruhrs 5 Kind. schnell lan daden!— Dreußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. 13. Sitzung. Mittwoch, 24. Januar, 11 Uhr. Am Ministertisch: v. Podbielski. Präsident v. Kröcher eröffnet die Sitzung. — Die Beratung des landwirtschaftlichen Etats, Titel Ministergehalt“, wird fortgesetzt.— . Abg. Dr. Schröder=Kassel(nl.) verbreitet sich über die Virkungen der Darlehen der Landesversicherungsanstalten an die sändlichen Güter, bleibt jedoch wegen der im Hause herrschenden sroßen Unruhe auf der Tribüne meist unverständlich, ebense der folgende Redner, Abg. Frhr. v. Wolfr=Metternich(Ztr.). Abg. v. Saldern(kons.) macht den Minister darauf aufmerksam, daß die amtlich veröffentlichten Kornpreise, auf Grund deren die Entschädigungen der öffentlichen Sozietäten bei Landschäden usw. bemessen würden, für die jetzigen Verhältnisse nicht mehr maßgebend seien, und bittet den Minister um Abhilfe auf dem Verordnungswege. Nach kurzen Ausführungen der Abgg. Brütt(frk.), Glatze! ul.),„Frhr. v. Eynatten(Ztr.) und Hennigs(k9) bemerk Landwirtschaftsminister v. Podbielski, daß die Regiekung der Frage des Baues von Arbeiterwohnungen auf dem Sande große Aufmerksamkeit zuwende. Die vom Abg. v. Saldern berührte Frage sei nicht auf dem Wege der Verfügung, h#dern nur auf dem Wege der Gesetzgebung zu lösen. In seinen weiteren Ausführungen teilt der Minister mit, daß dem Haust # nicht zu ferner Zeit ein Gesetzentwurf zugehen werde, der die Entschuldung des ländlichen Besitzes regeln und eine EntschulLungsgrenze festsetzen werde. Für dieses Gesetz komme zwar blerst nur die Provinz Brandenburg in Betracht, die sich bekeit erklärt habe, eine Million Mark für diesen Versuch bekeit Gese zustellen. Trotzdem solle das Gesetz aber ein allgemeines Herforder Kreis=Nachrichten und Allgemeines. 21. Januar. * Mozart. Von Karl Roeder. (Aus dem Werkchen:„Kleine Musikgeschichte. Die Entwickelung der Tonkunst in geschichtlichen und biographischen Notizen dargestellt v. K. R.“— Verlag von W. Meuckhoff in Herford.) Joh. Chrysostomus Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 21. Januar 1756 zu Salzburg geboren. Der Vater, Leopold Mozart, war Vizekapellmeister des Erzbischofs von Salzburg. Derselbe war ein tüchtiger Musiker und Lehrer(Verfasser einer der ersten gediegenen Violinschulen) Schon mit 6 Jahren war Wolfgang ein Virtuos auf dem Klaviere; mit 7 Jahren komponierte er schon, und 12 Jahre alt wurde er Kapellmeister in Salzburg.— Der Vater unternahm mit der 11jährigen Tochter Anue Marie(„Hannerl“) und dem 6jährigen Wolfgang die erste Kunstreise nach München und Wien. Am Wiener Hofe fanden sie herzliche Aufnahme. Im folgenden Jahre(1762) ging er nach Paris, wo das Wunderkind bei Hofe großes Aufsehen erregte. Dort erschien auch seine erste Sonate für Violine und Klavier(1764). Gleichen Erfolg erntete er in London, wo er die Bewunderung Bachs(des englischen), des Klavierlehrers der Königin erregte. Dort entstand seine erste Symphonie und 6 Sonaten für Violine und Klavier, welche er der Künigin midmete. Hierauf aina die Reise geleistet: er war ein Universal=Musiker. Durch sein Jugendreisen hatte er die allgemeine wissenschaftlich Ausbildung vernachlässigt; er bemühte sich später, wo er Gelegenheit fand, das Versäumte nachzuholen.— Als Kind wurde er überall an den Höfen hoch gefeiert; als Mann lebte er in dürftigen Verhältnissen an der Seite einer Frau, die nicht haushälterisch zu wirtschaften verstand.— Mancherlei Intriguen erschwerten ihm seinen Lebensgang. Allgemeine Anerkennung fand er im vollsten Maße erst nach seinem Tode bis in unsere Zeit herauf. — Denkmäler auf dem Kirchhof von St. Marx in Wien und in seiner Geburtsstadt Salzburg. * M o z a r t.( Z u m 2 7. J a n u a r.) Du einziger Stern vor hundertfünfzig Jahren Erschienen an der Tonkunst Firmament; Wo mancher Stern und manches Sternlein brennt Dir keiner gleich, dem ewig wunderbaren. Wohl fllimmert es von ungezählten Scharen; Doch ein so herzerquickend goldnes Licht, Es spenden uns die andern Sterne nicht; Wer's in sich sangt, wird's immer treu bewahren. Ob auch Dir nicht gelächelt Fürstengunst, Der lautre Quell, Du König deutscher Kunst, Ist Dir aus deutscher Seele reich geflossen. Und dann: Wie Deine Klänge klar und rein, So war von Gold auch Deiner Seele Schein— Du hohes Leitbild Deinen Kunstgenossen.— m notwendigen Gesangskräfte. Man wird nicht über die entsprechenden Mittel zur Vermehrung der Gesangskräfte verfügen können. Hoftheater pflegen von dem Budget abhängig zu sein, welches von höchster Stelle festgesetzt wird; vielleicht ist man dort nicht so sehr von Wagner eingenommen.“ Exzellenz lachte laut und widerlegte dann alle diese Einwürfe:„Unser teurer Digges will Wagner nicht,“ schloß er seine Auseinandersetzung,„und da müssen sich die Herrschaften und da. Publikum eben beugen. Hier kann es aber nur besser werden, wenn die Presse den ersten Alarmschuß abfeuert. Die Staatszeitung haben natürlich Vietz und sein Schwager Digges in der Tasche; nichts für ungut, Herr v. Eder, aber dafür können Sie nichts. Es bleibt also nur der„Bote“. Der müßte herzhaft an die Sache herantreten.“ „Oft genug machte ich deshalb kleine Bemerkungen,“ sagte Trael,„aber diese verfangen nicht. Zu eingehenden, sachgemäß begründeten Besprechungen der bestehenden Uebelstände fehlen mir zwar die Unterlagen nicht, aber um so mehr die federgewandten Ausführungen.“ „Das nenn' ich offen und ehrlich gesprochen," versetzte der Graf.„Die beiden jungen Prinzen, große Verehrer Wagners, würden es mit Freuden begrüßen, wenn in den bestehenden Verhältnissen einmal Wandel geschaffen würde. Sie, Herr v. Eder, könnten da helfend eingreifen; ich weiß es aus bester Quelle, daß Sie dazu befähigt sind... Oder haben Sie etwa nicht die Aufsehen erregende Schrift geschrieben:„Wie soll man Gluck auf dem modernen Theater aufführen?“ Sie haben damit Erfolg gehabt.“ Franz gab dies zu, hatte jedoch gegen die ihm zugemutete Rolle viel einzuwenden, besonders wegen seiner Stellung an der„Staatszeitung“, die eine derartige Tätigkeit zu verbieten scheine. Im Laufe der weiteren, sehr lebhaften Erörterung über diesen Gegenstand erfuhr v. Eder allerdings Punkte, die eine Kritik geradezu herauszufordern schienen: es dünkte ihm allmählich eine dankbare Aufgabe zu sein, in diesem Verhältnis Wandel zu schaffen, zumal Graf Vesan wiederholt versicherte, daß die beiden Prinzen dieser Anregung nicht fern ständen. So ließ er sich denn bereden, seine Feder der Anbahnung einer Theaterreform zu leihen. Man beschloß, daß Trael und v. Eder wie bisher in der Gesellschaft einander ignorieren sollten, um die Urheberschaft der im„Boten“ erscheinenden Reformartikel zu schützen, für die Trael mit voller Verantwortung gegebenen Falles einzutreten hatte. Zuletzt sprach man auch von dem jungen Grafen Vesan, nach welchem sich Claire erkundigte; Exzellenz wußte bereits, daß Graf Ferdinand in Berlin v. Eders Bekanntschaft gemacht hatte. Franz hielt natürlich mit seinem Urteil über den jungen Grafen zurück, merkte jedoch aus den Aeußerungen der Exzellenz, daß Ferdinand seinem Oheim sicher gewisse Andeutungen über die auffallende Annäherung des Prinzen Frazzilo an den Fremdling gemacht hatte. Exzellenz war taktvoll genug, Franz nicht nach dem Grund der Annäherung zu fragen, und dieser vermied es geschickt, freiwillig darüber Auskunft zu geben. So galt denn die Begegnung zwischen Frazzilo und v. Eder als eine zufällige. Der Graf sprach die Absicht aus, später eine größere Gesellschaft geben zu wollen, falls sein Neffe auf Urlaub nach H... kommen sollte, was freilich nur geschehe, wenn auch der Prinz, wie er vorhabe, für einige Tage nach H... reise. „Ich bin seit Jahren,“ sagte er wie erklärend zu Franz gewandt, „für die Gesellschaft ein toter Mann! Als ich noch mein Amt versah, dachte ich mir es himmlisch, so ganz unabhängig und ohne Gesellschaftsrücksichten für mich zu leben, und ich nahm mir vor, sobald ich könnte, mein Leben einfach und zwanglos zu gestalten. Und so kam es, daß die Menschen mich fast ganz vergessen haben; selten, recht selten verirrt sich ein alter Bekannter in meine Klause. Ich wollte es so und sühle mich ganz behaglich dabei.... Hm! Meine Festgesellschaftsräume sind seit langem verödet, aber meinem Neffen zulieb, könnten sie sich doch wieder beleben; er ist ja der einzige Mensch, der mich mit der Gesellschaft verknüpft und für den ich gebührend sorgen möchte. Nun, wir werden die Sache noch überlegen können; es müßte sich hier eine auserlesene Gesellschaft zusammenfinden, die außer Speise und Trank auch ein anregendes Konzert antreffen sollte. Um das letztere zu arrangieren, bedürfte es Ihrer freundlichen Unterstützung, Claire! Vielleicht ist der Tenorist Meier zur Mitwirkung zu bewegen. In meinen lange nicht benutzten Gesellschaftsräumen werde ich eine köstliche Luft herzustellen wissen, selbst im größeren Tanzsaale unten wird sich mein Zerstäubungsapparat bewähren. Meinen Sie nicht auch, daß man am besten Flieder dabei verwendet?“ „Das kann man Ihnen getrost überlassen,“ meinte die Sängerin. Geschmeichelt verbeugte sich der Greis und erzählte noch ein langes und breites von dem Ozonateur, einem Desinfektions=Apparat, den er in Anwendung bringen wollte. Zur bestimmten Stunde trat ein Diener ein und. meldete: „Der Wagen ist vorgefahren.“ „Schon so weit?“ fragte der Graf höflich.„Wie schnell die Zeit vergeht in so angenehmer Gesellschaft!“ Claire Verser verabschiedete sich von dem alten Grafen, der ihr galant die Hand küßte:„Auf Wiedersehen!“ Auch Trael und v. Eder verabschiedeten sich darauf und suchten ihr Heim auf. Als Franz lange schon zu Bette lag, ohne einschlummern zu können, glaubte er immer noch Lilac Eau de Cologne und Maiglöckchenduft zu riechen. Selbst im Traum spielten diese Parfümkobolde eine Rolle; von allen Seiten schleppten sie Räucherschaufeln, Zerstäuber in allen Formen und Parfümflaschen herbei und nannten dem Schläfer all die Namen, die er in den Zimmern des alten Grafen gelesen: Eau de Lavande Ambrée, Syringa, Coniferenduft, Lavendelwasser nannten sich die niedlichen Elfengestalten, die den Träumer umtanzten und einer Fee in langem, weißem Gewande huldigten, die sich Ozonia nannte und auf eine weiße Marmorbüste deutete, die ein wunderbar schönes Mädchen darstellte, jenes geheimnisvolle Wesen, dessen Namen man nicht kannte. 3. Das nächste, was Franz v. Eder in den folgenden, einförmig verlaufenden Wochen tat, war, daß er seinen Freund Osenmann im erbprinzlichen Palais wieder einmal aufsuchte. „Ah, Herr Baron, welche Ehre,“ rief der Mann in aufrichtiger Freude,„gestatten Sie, daß ich Ihnen meine Frau vorstelle.“ v. Eder sagte der stattlichen Dame Osenmann einige Komplimente. „Liebe Luise,“ sagte der Haushofmeister,„bitte, besorge uns eine Flasche von dem Ofener und sorge dann dafür, daß wir nicht gestört werden. Nicht wahr, Herr Baron, Sie erlauben doch? Ist Ihnen eine Zigarre gefällig?“ „Nur nicht zu viel auf einmal, lieber Osenmann. Ich rauche für gewöhnlich nur Zigaretten. Darf ich Ihnen von meinen eine anbieten? Echte Egyptier.. Franz hielt dem Haushofmeister die Zigarettendose hin; Osenmann, sichtlich erstannt, zögerte sich zu bedienen. „O, Sie sind wahrscheinlich ein Zigarettengegner...“ „Nicht doch, Herr Baron, ich nehme eine mit großem Dank an. Ich war nur im ersten Augenblick frappiert über die Aehnlichkeit Ihres Etuis mit einem, das ich genau kenne. Aber warum sollte es nicht ein ähnliches geben...“ „Ach so,“ lächelte Franz, als er seine Unvorsichtigkeit bemerkte, „dieses Etuis ist schon von vielen bewundert worden; es ist ein liebes Geschenk, freilich für mich viel zu kostbar. Sie haben natürlich oft Gelegenheit, solche Sachen zu sehen.“ „Ja, es ist sonderbar," bemerkte Osenmann,„unter anderen Umständen hätte ich fast schwören mögen, es sei das Zigaretten=Etuis des Prinzen Frazzilo... Merkwürdige Gedanken, Herr Baron, nicht wahr? Ah, da kommt der Wein.“ Franz wollte und konnte die Geschichte des Etuis nicht erzählen und berichtete daher eifrig, was er beim Grafen Vesan erlebte. In der Hauptsache war es ihm darum zu tun, von Osenmann zu hören, ob man in den maßgebenden Kreisen wirklich eine Reform des Theaters gern sehen würde. Er fand, daß Graf Vesan ihm wahrheitsgetreu berichtet hatte; Osenmann teilte ihm auf diesem Gebiete so viele neue Details mit, daß er seinen Besuch nicht bereute. Leise und vorsichtig berührte er dann die Angelegenheit der geheimnisvollen Phorographie; allein Osenmann bekannte offen, daß er von einer solchen nichts wisse. Von der Schönheitsgalerie des Grafen hatte der Haushofmeister dagegen hier und da reden hören. Nach einigen anderen, weniger wichtigen Fragen und Erörterungen empfahl sich v. Eder von seinem liebenswürdigen Wirte. Acht Tage später erschien im„Boten“ ein Artikel, der den Titel führte:„Das Hoftheater verschlingt Riesensummen und leistet nichts.“ Es waren anläßlich einer Freischütz=Aufführung in diesem Artikel Dinge offenkundig besprochen, die man nur im geheimsten Winkel sonst zu äußern wagte. Im allgemeinen Teil waren die Aufgaben einer modernen Bühne erörtert und wurde nachgewiesen, daß die Direktion Digges keine Ahnung von diesen Aufgaben habe, trotzdem jedoch das große Theater=Budget völlig aufbrauche. Es ei unglaublich, hieß es, daß bei der Aufführung des„Freischütz“ stets noch die Inszenierung von Methusalemszeiten geboten werde. Ob Herr Digges denn niemals von der Münchener Einrichtung gehört habe? Herr Digges werde wohl schon davon haben läuten hören, allein die Mühe sei zu groß. Wenn man es freilich wagen dürfe, selbst einem Wunsche von höchster Seite nach einer Wagnerschen Oper ein kühnes„non possumus“ entgegenzusetzen, ohne eine Zurechtweisung sonder gleichen zu riskieren, dann brauche man sich auch nicht um Neuinszenierung des„Freischütz“ zu kümmern. Uebrigens habe Herr Digges mit seinem klassischen„von possumus“ bezüglich der Aufführung von Wagner=Opern ganz recht; er könne Konzert bi kaisers haben nschmuck an So sprach er, in der Festrede, ir im Seminat er Selim in die Herren und Lehrer In allen an zimmern von und Lehrerachter Weise ei die Feier hielt Her klangen die a im Kaisersprach Herr Worte über sie Pflichten ch auf das versammelte och zu einem rgeburtstagser des Kau willkommen in Bethel an. Pracht seit einigen Hände sind en zu treffen ß für kom =Aufführun lte niemand nsomehr als den die Mögen möchter emeinen Aufr die Anstalt ar, eine be ige Besucher dauern bis mmenden die lutzen können Turnervund Sonnabend, 27. Jau., abenos 8 Uhr: Kaisergeburtstagsfeier im Bahnhofs=Hotel. Mitteldeutscher Vereinreisender SchauWVter. Sonnabend, 27. Jau., abends 8 Uhr: 11. Stiftungsfest mit Kaisergeburtstagsfeier bei Aug. Tiemeyer. Turngemeinde. Sonntag, 28. Jan.: Turnjang(Kriegsspiel). Oeffentlicher Vortrag.„Die Reformation des 20. Jahrhunderts". Jeden Sonntag, abends 6½ Uhr und Mittwoch und Freitag, abends 8¼ Uhr. Aeckers Turnhalle. Krichels Vergnügungshalle ist auch morgen wieder geöffnet. Herr Krichel hat den Weg von der Lübbertorbrücke bis zur Halle elektrisch beleuchtet, so daß abends der Weg dorthin besser zu passieren ist. * Die Neustädter Apotheke st morgen nachmittag auch nach 2 Uhr geöffnet. * S t ä d t. H a u s h a l t s p l a u f ü r 1 9 0 6. 1) Schlachthofkasse. Einnahme: Schlachtgebühren 17770.— Mk. Gebühren für Untersuchung der Schweine auf Trichinen... 3600.—„ Gebühren der Benutzung der Freibank 50.—„ Soustige Gebühren... 160.—„ Aus der Kühlhaus=Anlage 4230.—„ Aus eigenem Vermögen.. 457.08„ Verschiedene Einnuhmen... 62.92„ Zuschuß der Kämmereikasse—.—„ Summa der Einnahme 26 330.— Mk. Ausgabe: Rest=Verwaltung—.— Mt. Verwaltungskosten 7630.—„ Verzinsung und Tilgung des Anlage=Kapitals 8 039.88„ Unterhaltung der Gebäude, maschinellen Einrichtungen und des Juveutars 2010.—„ Heizung, Beleuchtung und Wasser 2400.—„ Betrieb der Kühlhaus=Anlage 5810.—„ Verschiedene Ausgaben 440.12„ Kückerstattung der Zuschüsse aus früheren Jahren—.— Sudermanns, 5 einmal zu erleger, Herrn ung für Herhatte, Stein Sonntag das izende Kindere Jugend in ises, um die locken. Da so kann der rden.„ResSchlager de zug über alle rößter Sorg nachm. 4½ tg; abends dermann. eden Abend Summa der Ausgabe 26 330.— Mk. Festgesetzt in Einnahme und Ausgabe auf: Sechsundzwanzigtausend dreihundert und dreißig Mark. Fortsetzungen folgen. F Löhne, 26. Jan. Unfall. Dem in der Stodiekschen Fabrik beschäftigten Maurer S. fiel heute bei der Arbeit eine schwere Eisenplatte auf den Körper, wobei er einen Beinbruch erlitt. Er wurde ins Herforder Kreiskrankenhaus überführt. Obernbeck, 26. Jan. Verkoppelung. In der Zusammenlegungssache von Obernbeck hat die königl. Spezial=Kommission zur Aufnahme der General= verhandlung Termin auf den 29. d. Mts., mittags 1½ Uhr, im Gasthof Müller anberaumt. F Kirchlengern, 26. Jan. Brieftaubenverein. Dem Brieftaubenverein„Carrier“, hierselbst, wurde feitens des Herrn Oberpräsidenten die Genehmigung zur Verlosung von Wertgegenständen, welche am 18. Februar stattfinden soll, erteilt. Course der Berliner Börse. Mitgeteilt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank Akt.-Ges. Herlord, den 26. Januar 1906. 3% Puss. Konsols 3 ¼%8— dto. 3% Deutsche Reichsanleihe 3½% dto 3% Westfäl. Provinzial-Anleihe 3½% dto. 3%". dio 3% Rheinische Provinzial-Anleihe 3 1/% 4% dto, 4% Bielefelder Stadtanleihe 4% Hamburger Hypotheken-Pfandbriefe 1910 t, 6 unte Prut at ein ganst legierung und vie vurgerlichen Parteien muß die Parose tauen: Gegen die revolutionäre Sozialdemokratie! Seien wir deseinig gegenüber dem gemeinsamen Feinde!(Lebh. Beifall.) „. Damit ist die Interpellation erledigt, da eine Besprechung ##cht beantragt wird. #s Nach Entgegennahme einiger Berichte durch Kenntnisnahme s Hauses ist die Tagesordnung erschöpft. Die nächste Sitzung im März stattfinden. nach 2 Uhr, Ete Ur TO und das„Sreintin“. Am 5. Dezember 1791 morgens 1 Uhr starb er und wurde in einfachster, ärmlichster Weise— ohne letztes Geleit— begraben. Sein Grab ist nicht einmal genau bekannt. Außer den genannten Werken schuf er noch Symphonien, zahlreiche Klavierkompositionen, 17 Konzerte für Klavier und Orchester und viele andere Meisterwerke.— Mozart war Meister auf dem Klavier, auf der Orgel und Violine. Seine Hauptstärke liegt auf dem Gebiete der Oper; dabei hat er aber auf allen Gebieten Großes eage. in samer dmarke urtstagsfeier Jan., Extra ie Mitglieder en“ von O. Airegerunb Fumrravschaftl. Verein Sonntag, 28. Jan., abends 7 Uhr Kaisergeburtstagsfeier Christl.=vaterl. Männerverein. Sonntag. 28. Jan., abends 6 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Gesangverein„Lätitia“. Preis=Maskenball. Sonnabend, 27. Jan., Brockmanns Berggarten. Stiftberger Kriegerverein. Sonntag, 28. Jan., nachm. 4 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Kath. Männerverein. Sonntag, 28. Jan., nachm. 6 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. Turngemeinde. Sonnabend, 27. Jen., abends 10 Uhr Kaisergeburtstagsfeier. 3½% Preuss. Central-Boden-Credit-Pfand2 70„ briefe 1906 4% dto. 1912 4% Preuss. Pfandbriefe 1912 4% Rhein.=Westf. Boden-Credit-Pfandbriefe 1912 dto. 1908 Deutsche Bank-Akt. Disc. Commandit-Akt. Dresdner Bank-Akt. A. Schaafhausen'sche Bank-V.-Akt. Westf.-Lipp. Vereinsbank-Akt. Bochumer Gussstahl-Akt. Gelsenkirchener Bergwerks-Akt. Harpener Bergbau-Akt. Hibernia Bergwerks-Ges.-Akt. Laurahütte dto. Phönix Bergbau-Akt. Tendenz: fest. Bankdiskont: 5% Privatdickont: Witterungsbericht vom 27. Jannar. Höchste Temperatur des Vortages: 3.41 Niedr. Temperatur in der Nacht: 3,0°. Temperatur um 7 Uhr vorm. 3,8°. Guftug„„„„„ 9, 8% Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 756,6° am Niederschläge: 0,8 mw. Wind: Schwacher SSW. Wetter: Trübe, geringe Niederschläge. 28. Jan.: Vorherrschend trübes, zeitweise aufklärendes Wetter mit schwachen südwestlichen Winde. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei &a leiden nicht an Verdauungsstörung. Herverragend bewährt beiBrechdurchfalt Darmkatarrh, Diarrhos etc. Ansere heutige Nummer umfaßt 6 Seiten Sonntagsblatt. Verantwortlicher Redakteur: Christ für den Inseratenteil ver##twortlich: Rotationsdruck und Verlag. Quen an Quentin Geora Bese. Sell wi Doppekmandate sind 1. Arnsberg(bisher Bumiller): 7. Lüne94, Polen 13, fraktionslos 8. 104, erledigt sind 4 Mandate: Richter), Hohenzollern(Hodler, burg(Schweckendieck) Die Internationalität der Genossen hat wieder einmal einen kleinen Sprung bekommen. Der Brüsseter „Peuple“ veröffentlichte dieser Tage ein Interview bei Bebel. Das ist aber, wie der Parteigewaltige heute in einer Verfügung im„Vorwärts“ erklärt, apokryph. Er hätte im Gegenteil dem„betreffenden Parteige nossen" das Interview verweigert, und was er(Bebel) jetzt darüber lese, sei entweder aus den Fingern gesogen oder aus dem Zusammenhange gerissen und entstellt. Ungemein ungnädig schließt der Erlaß:„Ich betrachte das Verhalten des betreffenden Parteigenossen als eine illoyale Handlung und bedauere, daß der„Peuple“ einem solchen Berichterstatter zum Opfer gefallen ist.“ — Das ist der Fluch der Größe. — Eine Interpellation bezüglich neuer gesetzlicher Mittel zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, eingebracht vom Grafen Finckenstein, beantwortete der Ministerpräsident Fürst Bülow. Nach der Begründung der Anfrage durch den Grafen Eulenburg: Prassen führte Fürst Bülow aus:„Die Gefahren, die durch die Sozialdemokratie drohen, könne niemand ernster bewerten als er. Er habe keine Gelegenheit versäumt, der Sozialdemo uir Nachdruck entgegenzutreten. Vor der Tyrannei der krati Straße veuge die Regierung sich nicht; das habe sie gezeigt. Aber sie halte eine Vermehrung ihrer Befugnisse jetzt nicht für nötig. Die Entscheidung darüber, wann der Augenblick gekommen ist, an die gesetzgebenden Körperschaften zu appellieren, müsse der verantwortlichen Regierung überlassen bleiben. Die Aufforderung der Presse an die Regierung, die hier und da auf tauche, der Revolution den starken Arm des Staates zu zeigen, schade der guten Sache viel mehr, als sie nütze. Die Zeit sei zu ernst, als daß wir uns den Luxus gestatten können, uns zu bekriegen. Für die Regierung und die bürgerlichen Parteien müsse die Parole lauten: Gegen die revolutionäre Sozialdemokratie! Seien wir deshalb einig gegenüber dem gemeinsamen Feinde!" Die Besprechung der Interpellation wurde nach dieser mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Beantwortung von keiner Seite beantragt. Die nächste Sitzung wird im März statt. finden. Eine Versammlung der Schlachtermeister Berlins und der Umgegend beschäftigte sich mit der Aeußerung des Abgeordneten Bebel, daß in der ersten Wählerklasse Bordellwirte und der Hofschlachtermeister Hefter in Berlin gewählt hätten, eine Zusammenstellung, durch die sich die Angehörigen des Fleischerberufes beleidigt fühlten. Von der geplanten Stellung von Strafanträgen gegen Bebel wurde schließlich Abstand genommen, nachdem eine Erklärung des Hofschlächtermeisters Hefter verlesen war, dahingehend, daß er es für unter seiner Würde halte, gegen Bebel vorzugehen, und auch die Versammlung bitte, über die Angelegenheit zur Tagesordnung überzugehen. Die Versammlung entsprach diesem Wunsche.— Jetzt hat sich auch Bebel selbst zu der Sache geäußert und erklärt:„Ich habe in meiner Rede den Namen Hefter nicht über die Lippen gebracht ich habe von einem sehr bekannten Berliner Schlachtermeister gesprochen, der nebst verschiedenen Bordellwirten Wähler der ersten Klasse gewesen sei, was im Jahre 1903 keinem der preußischen Minister passiert wäre. Der Berichterstatter eines bürgerlichen Blattes hat alsdann aus eigenem Antrieb den Namen Hefter in seinen Bericht ausgenommen, wofür sich der Herr bei diesem bedanken mag vorausgesetzt, daß die Ehre, als Wähler erster Klasse bezeichnet zu werden, ihn kränkt.“ — Die Steuerkommission des Reichstages trat gestern in dieBeratung der Tabaksteuervorlage ein. Der Reserent Abg. Held(nl.) besprach die vorliegenden Petitionen. Von 80 vorliegenden Petitionen spricht sich nur eine einzige für die Vorlage aus. Der Referent lehnt ebenso wie der Korreferent Abg. Geyer(Soz.) die Vorlage ab. Oesterreich=Ungarn. Wien, 26. Jan. Die Berufung des Grafen Andrassy zum Kaiser ist, wie gemeldet, gestern erfolgt. Heute findet die entscheidende Audienz statt. Die Aussichten werden bereits günstiger beurteilt. Die Ursache des Umschwunges ist ein völliges Nachgeben der Koalition in der Armeefrage aus Furcht vor dem sonst unvermeidlichen Absolutismus. Graf Andrassy unterbreitete dem Kaiser ein schriftliches Memorandum über die Bedingungen, unter denen die Koalition die Regie rung übernehmen will. Baron Fejerpary soll die Annahme beim Kaiser wärmstens befürwortet haben. Falls die Audienz Andrassys den Friedensschluß herbeiführt, will Fejervary sofort seine Entlassung einreichen und Andrassy, wie schon angekündigt, die Kabinettsbil, dung übernehmen. Belgien. Brüssel, 25. Jan. Das heute durch den Präsidenten des Kassationshofes Giron verlesene Urteil im Prozeß um die Hinterlassenschaft der Königin bestätigt im großen und ganzen die Entscheidung der beiden vorigen Instanzen. Es wird angenommen, daß die Heirat des damaligen Kronprinzen, heutigen Königs Leopold, mit der Erzherzogin Marie Henriette kein bürgerlicher, sonHern ein Akt gewesen sei, der nicht nur die Familie des Königs, sondern das ganze Land angehe. Demenisprechend sei dieser Akt als für das Land vorteilhaft vom Minister des Aeußeren im Senat am 3. Mai 1853 angekündigt worden. Die Fürstenheiraten unterliegen Montenegro. Cetinie 5. Jan. Die Meldung eines auswärtigen Blattes von einer montenegrinisch=serbischen Allianz gegen Oesterreich= Ungarn wird von amtlicher montenegrinischer Stelle als vollkommen grundlos bezeichnet. Von derselben Seite werden die tendenziösen Mitteilungen über eine angebliche in Italien abgeschlossene Krieasanleihe und über die gegen die Herzegowina gerichtee Mobilisierung der Armec sowie über das im Beisein italienischer und serbischer Offiziere abgehaltene Manöver entschieden in Abrede gestellt. An maßgebender Stelle wird versichert. Montenegro habe keine aggressiven Absichten am Balkan und sei bestrebt, nach der Politik der Aufrechterhaltung des Status quo auf dem Balkan in Freundschaft mit allen Nachbarn zu leben und alle seine Kräfte zur Förderung der inneren Wohlfahrt und zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung an seinen Grenzen zu verwenden. Amerika. Washington, 26. Jan. Amtliche Kreise äußern die Ansicht, Frankreich werde das weitere Vorgehen gegen Venezuelg aufschieben, bis die Krisis in der Marokkokonferenz geschwunden sein werde Aus dem deutschen * Berlin, 26. Jan. Das Programm der heutigen Reichstagssitzung hatte mit seiner trockenen Sachlichkeit Abgeordnete wie Publikum abgeschreckt; vor kaum einem Dutzend Mitgliedern und leeren Tribünen eröffnete der Präsident die Beratungen. Ein Gesetzentwurf,„betr. Abänderung der Gewerbeordnung", verständlicher betreffend Ke Detmold, 27. Januar. Heute, Sonnabend, morgen 9 Uhr hat der Tod den Oberkonsistorialrat Steinhagen von seinem langen, schweren Leiden erlöst. Ein Leben ist ausgerungen, das in den letzten Jahren ausgefüllt war durch schwere Krankheit, ausgefüllt durch den seeliseh. Schmerz gezwungener Arbeitsuntätigkeit. Aber es ist auch ein Leben ausgerungen, das durch Mühe und Arbeit ausgefüllt war und deshalb köstlich gewesen ist. Ein Leben, das für viele tausende von Segen war. Am 1. Oktober v. J. ist Hermann Steinhagen von seinem Amte als Schulrat zurückgetreten, das er mehrere Jahre lang als Nachfolger des hochverdienten Konsistorialrats Thelemann inne gehabt hatte. Er war vordem Pastor in Brake und vor dieser Amtstätigkeit Pastor in Silixen. Dem lippischen Volke galt er allezeit als ein freier, feingeistiger Mann und namentlich die Lehrer des Landes haben in ihm den modernen Schulmann erblickt. Und in der Tat: Rat Steinhagen war ein geistig hervorragender Mensch, der für die Entwicklung unserer Schule, für die geistige Anregung der ihm unterstellten Lehrer viel getan hat. Wenn er nicht alles durchzusetzen vermochte, so lag das in den Verhältnissen begründet. Nichtsdestoweniger aber war er ein großer Mann, den das lippische Volk nicht vergessen wird. Hanover, 27. Jan. Königl. Thater. Sonntag:„Die Zauberflöte". Montag:„Robert und Bertram". Dienstag: „Herbstzauber",„Nach dem Balle",„Die Neuvermählten". Mitwoch:„Der Barbier von Sevilla". Donnerstag:„Ultimo". Freitag:„Don Juan". Sonnabend:„Nora". Sonntag: „Lohengrin.“ zum Stillstand gebracht. Es ist nun leicht möglich, daß in der herrschenden Aufregung die Wagentür nicht ordentlich geschlossen wurde und infolgedessen auch der andere Knabe, als er sich später, von den Eltern unbeachtet, an die Koupretür lehnte, hinausstürzte. Kleine Nachrichten. Durch Erschütterungen bei chießübungzn mit großen Küstengeschützen erfolgte 10 en auf Helgoland ein Felssturz.— Der spanische Luftschiffer Duro, der Montag nachmittag in Pau mit seinem Ballon aufgestiegen war, um die Pyrenäen zu überftiegen, ist Dienstag früh 6 Uhr in Guadix, ProvGranada, gelandet.— von St. Bernhard. Mittwo: Oberlehrer Ludwig, Kassierer der Hilfskasse der Lehrerschaft, unter dem Verdachte der Unterschlagung von 24000 Mark verhaftet.— Durch das Umkippen glühender Gießmassen wurden auf dem Oberbilker Stahlwerk bei Düsseldorf ein Vorarbeiter tödlich, ein Meister und ein Arbeiter schwer verletzt. Betrachtungen. „Die Hauptsache ist der Frieden!" Betrachten wir die Dinge auf der Welt,— so blüht das wahre Glück uns nur hienieden,— wenn holde Eintracht herrscht und gold'ner Frieden— allüberall die Oberhand behält.— Das hat man ja in Rußland nun geseh'n,— o Schreckenszeit, wenn rinas die Trümmer rauchen!— Die Menschen seh'n manch Werk zu Grund geyn,— das aufzubau'n sie oft Jahrzehnte brauchen — D'rum gebt Reformen, wo sie nötig sind,— bevor die rohen Massen sie erzwingen.— dann wird kein Mann des Aufruhrs Fackel schwingen.— heruhigt wird des Volkes schlichtes Kind. mit diesen Sängern und Sängerinnen, die hier ihre Stimme erschallen ließen, allerdings den Anforderungen Wagners nicht gerecht werden. Mit dem Gelde, welches Se. Hoheit der Herzog jahraus, jahrein für das Hoftheater aussetze, könne man aber recht wohl das passende Personal anstellen. Die Bewohner von H.... fielen am andern Tag von einem Erstaunen ins andere, denn sie bekamen zum ersten Male eine echte Theaterkritik zu lesen, bei der sie nicht wußten, ob sie sich mehr über die Offenherzigkeit des allgemeinen Teils oder über die Derbheit der eigentlichen Kunstkritik wundern sollten. In Berlin würde man diese Rezension„zahm“ genannt haben, in München hätte man in den kräftigsten Ausdrücken von einer Herabwürdigung der Kunst gesprochen, in H## sagte man vor Erstaunen fast nichts; im Herzen aber jubelten die Abonnenten des Hoftheaters, daß endlich jemand gewagt hatte, die Wahrheit zu bekennen. Der kleine Kreis, welcher aus Gründen allerlei Art zum Intendanten Digges hielt, fand die im„Boten" abgedruckte Kritik einfach anmaßend und unglaublich frech; man war empört und zugleich erschreckt über die Kühnheit des Verfassers. (Fortsetzung folgt.) An die Hoffnung. Die du so gern in heilgen Nächten feierst Und sanft und weich den Gram verschleierst, Der eine arme Seele quält,— O Hoffnung, laß durch dich emporgehoben Den Dulder ahnen, daß dort oben Ein Engel seine Tränen zählt. Und blickt er auf, das Schicksal anzuklagen, Wenn scheidend über seinen Tagen Die letzten Strahlen untergehn, So laß ihn um den Rand des Erdentraumes Das Leuchten eines Wolkensaumes Und einer nahen Sonne sehn. Nur schnell n man danieden!— it anno 70 iches Wohl t.— Ein Landtags= nichts an en—— n g r o ß e n in Wähler — Vom übte schon. Dank, kein sie Hauptgemütlich Algeciras" Partei'n ranzmann wird jeder gewinnen. z und gar Uniformen sa wünscht iimmt sich ich frohen Heiter. Zur Belehrung und Unterhaltung Gemeinnütziges. nicht den Regeln des bürgerlichen Rechtes, sondern den Italienische Omelette. Man quirlt zehn Eigelb mit vier Löffel saurer Sahne gut durcheinander, fügt Salz, feinen Pfeffer, einen Löffel gewiegte Petersilie, ebensoviel Schnittlauch und sechs Löffel feinst gewiegten Schinken hinzu, zieht den steifen Eierschnee unter die Masse und bäckt nun von ihr kleine Omeletten. Indes dünstet man kleine Champignons in Butter und ein wenig Zitronensaft weich, verdickt den Schmorsaft mit weißem Buttermehl, verkocht dies mit etwas Weißwein und kräftiger Bouillon von Fleischextrakt zu dicker Sauce, vermischt mit ihr die gewiegten Champignons und füllt nun dieses Ragout auf die Omeletten. Man rollt sie zusammen, stellt sie auf ein Wasserbad und überzieht sie beim Anrichten mit etwas Jus aus Fleischextrakt. Graupenschleimsuppe. 50 g Graupen, 5 g Butter, eine Prise Salz, 1½1 Wasser, Zitronensaft oder Weißwein. Recht dicke Graupen werden solange im Wasser langsam gekocht, bis sie völlig weich, dick und weiß geworden sind. Hierauf gießt man die dickschleimige Brühe durch und würzt sie mit Zucker und Zitronensaft oder Weißwein und etwas Salz. Bereitungsdauer 1½ Stunde. Erfrorene Ohren reibe man mit Schnee fünfzehn bis zwanzig Minuten lang, nachher mache man immerfort kalte Wasserumschläge, bis Farbe und Empfindung wiederkehren; allmählich nimmt man dann das Wasser wärmer. Lustiges. 1. Bilderrätsel. Regeln des Völkerrechts, das in jedem Lande, selbst den Vereinigten Staaten, einen Teil des Landrechts ausmache. Man wende ein, daß der Inhalt des auf Gütertrennung gehenden Vertrages nicht dem Parlament zur Billigung vorgelegen habe, also ein politischer Vertrag nicht sein könne. Der Inhalt des Vertrages unterstehr aber lediglich dem Zivilrecht. Die Unterzeichnung des Vertrages durch den beauftragten Diplomaten sei der Unterschrift eines Vertrages gleichwertig. Wenn die zwei Monate nach der Hochzeit vollzogene Ratifikation des Vertrages nicht die Gegenzeichnung eines Ministers trage, so sei geltend zu machen, daß die Ratifikation lediglich den Vollzug einer bereits bestehenden Tatsache darstelle. Gräfin Lonyay, geb. Prinzessin Stefanie von Belgien, sowie die Gläubiger der Prinzessin Luise und Prinzessin Luise selbst werden mit ihrer Forderung, den auf Gütertrennung hingehenden Ehevertrag des Königs von Belgien für ungiltig zu erklären abgewiesen. Die Kläger haben zu gleichen Teilen die stark aufgelaufenen Kosten zu tragen. Britisches Reich. London, 26. Jan. Nach den bis heute abend 8½ Uhr vorliegenden Wahlergebnissen sind gewählt 362 Liberale, 41 Arbeitervertreter. 146 Unionisten und 82 Nationalisten. Spanien. Biarritz, 25. Jan. Nach dem Frühstück in der Villa Mouriscot machte der König von Spanien mit den Prinzessinnen von Battenberg eine Spazierfahrt in der Umgegend. Nach einem Besuche bei Lord Dudley kam der König nochnials mit der Prinzessin Erna von a W br □ EE 2. Rätsel. Es liegt in jedem Hühnerei Und auch im Ei der Taube, Doch wird ein Tier daraus, sobald Ich seinen Kopf ihm raube. Battenberg zusannnen und begleitete sie in die Villa Villa Mouriscot zurück; wo abends Diner stattfand, an der bis Lösung der Aufgaben in voriger Nummer: 1. Ast, Malve, Chester, Atelier, Amneries, Bornu, Ara. in Rom. 2. Die Zahlen heißen 73, 21 und 6. 3. Niederwald. Ahasver F 1 hrig. utschlandt kreise sind icht(l bechnet den ide Viehchweine Ueber Erwarten. Junge Frau:„Geh nicht hin zum Kind, es schläft.. Mann:„Aber ich möchte es so gern sehen.“ Junge Frau:„Warte nur, in der Nacht, wenn es erwacht, kannst Du es ja eine Stunde herumtragen.“ Die mißlungene Porträtbüste. Bildhauer:„Was haven Sie aber gegen diese Büste einzuwenden?“ Witwe:„Sie ist nicht natürlich.“ Bildhauer:„Aber Sie haben doch selbst zugegeben, daß die Aehnlichkeit frappant ist!“ Witwe:„Gott ja, die Züge sind ja getroffen, aber an meinen Mann— Gott hab' ihn selig!— wird mich dieser Marmor nie erinnern. Die Büste ist so ruhig, wissen Sie und— und— er hatte immer den Veitstanz.“ Weinselig. (Ein Berauschter sinkt auf einen Eckstein hin und kann sich nicht von der Stelle rühren. Ein mildherziger Passant fragt ihn wohlwollend):„Wie heißen Sie, mein Herr?“ „Wie ich heute heiße, das weiß ich nicht, gestern hieß ich Müller.“ is hatte an der n glücke haben Verluste Es hälte noch schlimmer sein können. Vater:„Ich bin außer mir, Erich! Also Du bist der letzte von den zweiundzwanzig Schülern in Deiner Klasse?“ Erich:„Es hätte noch schlimmer sein können, Papa!“ Vater:„Das leuchtet mir wahrhaftig nicht ein Erich:„Na, es hätten noch viel mehr Jungens in meiner Klasse sein können!“ Druck und Verlag: Neue Berliner Verlags=Anstalt, Ang. Krebs, Charloitenburg bei Berlin, Berlinerstr. 40. Verantwortlich für die Redaktion der Zeitnngsveitagen der Neuen Berliner Verlags=Anstalt, Aug. Krebs: C. Schulz; Charlottenburg, Guerickestr. 37. rlamenRegierm der d dafüt itragen. en 31 werden urch die Fur auf wor ist, in steig Adiu n Melrussische n und ufleute, Stadt dorthin 1870 hat er sich das Eiserne schwer erkrankten Prinzessin Friedrich zu Schaumbura=Lipre hat sich soweit gebessert, daß keine Bulletins dem der Könin, die Prinzessinnen und die Gefolge teil nahmen. Der König beabsichtigt, um 11 Uhr abends nach San Sebastian zurückzukehren. Madrid, 26. Jan. Wie die Blätter melden, wird der Graf de la Mina zu ugebener Zeit sich nach London begeben, um beim König Eduard um die Hand der Prinzessin Erna von Battenberg für den König Alfons nachzusuchen. als Generalmajor. Kasse erworben. Bückeburg, 26. Jannar. Das Befinden der in Nachod schwer„* mehr ausacoeben werden. Bösingfeld. 26. Jan. Ein schwerer Unfall traf heute den Knecht des Lolons Begemann in Linderbruch, indem seine Pferde durchgingen, wobei der Unglückliche unter die Räder des Wagens kam, so daß er hoffnungslos darnierliegt. Man erzählt hier, daß durch das Singen und Gejohle einiger Burschen die Pferde scheu geworden seien. Bösingfeld, 26. Jan. Gelegentlich der Amneldung zur Stammrolle auf Linderhofe wurde der Ziegler Zimmermann von hier von Burschen aus Loßbruch arg zugerichtet. Hoffentlich trägt der Verletzte an seiner Gesundheit keine nachteiligen Folgen davon. die Hospitäler gebracht. Die Katastrophe im Schnellzuge. In der Nähe von Frankfurt a. O. waren, wie wir mitteilten, zwei einer russischen Auswandererfamilie angehörige Knaben während der Fahr aus einem Abteil des Posener Schnellzuges gestürzt. Trotz der kriminalpolizeilichen Nachforschungen hat, wie uns mitgeteilt wird, der traurige Vorgang eine vollkommene Aufklärung nicht gefunden. Daß die Kinder von ihren Eltern aus dem Zuge gestoßen worden sind, ist um so unwahrscheinlicher, als nicht die geringste Veranlassung zu einer derartigen Tat vorhanden war, vielmehr scheint ein ganz eigenartiger unglücklicher Zufall vorzuliegen. Es wird angenommen, daß die Knaben im Wagenabteil herumgespielt haben, und es ist nicht unmöglich, daß sie hierbei den Drücker der Wagentür geöffnet haben. Nachdem der eine Knabe aus dem Konpee herausgefallen war, wurde der Zug bekanntlich Militärjustiz. Nürnberg, 27. Jan. Das Oberkriegsgericht verurteilte den Oberleutnant Appelt vom 10. Infanterie, regiment wegen vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen zu zwei Monaten Gefängnis und Entfernung aus dem Heere. Abendtafel beim Kaiser. Berlin, 27. Jan. Im Elisabethsaal des Königliche Schlosses fand gestern abend eine Abendtafel statt, a“ der die hier eingetroffenen Fürstlichkeiten, darunte auch das junge Fürstenpaar zur Lippe, mit Umgeban### teilnahmen. Fürst von Ysenburg=Büdingen F. Büdingen(Großherzogtum Hessen), 27. Jan. Fürst Ysenburg=Büdingen ist gestern gestorben. Der Fürst hat e“ Alter von 70 Jahren erreicht. Ihm folgt Erbprinz Wolfgas=, geboren 1877. An Pr. Die „Min Ab Wirkun ländlich großen wie der Ab Ab merkal deren d schäden nicht m auf der Na nl.) J Lai rung d Lande dern b sondern weitere in nich Entschu dungsg zuerst keit er keitzust Gesetz — Ab Kellert. müsse Ab Ab dem L kötigen La mit ei zu vert Berecht drücken „ 9b Landwi steuer Na wird d liche Er Be ten“f landwir würden Söhne müßten Die län schulen . 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