M 13. Menden, Dienstag den 13. Februar 1872. 13. Jahrgang. den. n Düllmann: haltung, Vorstellung und zu müssen, wird ing unbedingt chlimme Brust au Sedig. rn Franz Rößler. u. Amt Menden, ssenschaft. rden in jeder Höhe Thlr.) angenom% p. a. verzinst. r Vorstand. 3. Februar c., 10 Uhr, m hiesigen MarktAckerwagen mit ern, 1 dto. Pflug, 1 Kleiderschrank, ttladen, 2 Tische, ühle, 1 Taschenuhr, ren, 1 sehr gute L. Pieper. 13. Februar c., 11 Uhr, er Behausung des smidt Sohn für demacher eine Partie Faselutterschweine. T. Pieper. - Verein. zeichneten liegt die nzeichnung für alle nden und Umgegend, Consumverein intebetheiligen wollen. F. Sellbach. liefere den Scheffel hlen ico Menden und res sofort erledigt. 8. Februar 1872. Dittmar. n und Husten.“ feranten Johann= in Berlin. ovember 1871.* ches Malzextract* lob von meinem“ n. J. Lörina. jieden, Favoriten“ Ich litt bedenklich* , w a s s i c h d u r c h* en Husten mani“ gab mich bereits* Mittel half. Da* hre Malzfabrikate:* ict=Gesundheitsbier* ust=Malzbonbons.* ihre Malzfabrikate* er Genesung geFeldbacher, Civil“ ssocié und Reprä* unstgießerei 2c. 2c.* le bei Franz Mellnden. Franck'sche Bonbons, Enz(Württemberg), übertroffenes und gegen Husten, Brustckeit, Halsbeschwerden n Paquets a 4 und n Mellmann in Mender. chwindsucht. r Behandlung von dals=Krankheiten emh seine einfache, seit vährte, naturgemäße Dr. Rottmann in I. M.(Prospecte und st gratis und franco.) Telegraph verbunden mit dem amtlichen Iserlohner Kreisblatt. Organ des landwirthschaftlichen Kreisvereins. Redaction, Druck und Verlag von W. Riedel in Menden. Erscheinungstage: Dienstag und Freitag.— Abonnementspreis: Vierteljährlich durch Boten oder die Post bezogen 12½ Sgr., durch den Briefträger frei in's Haus gebracht 15 Sgr. Insertionsgebühr: Für die 5gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen unter 5 Zeilen 5 Sgr.— Briese franco gegen franco. Preußischer Landtag. Berlin, 6. Febr. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses stellte Graf Krassow eine Interpellation in Betreff der Concessionen der Schankgewerbe, und der Minister des Innern erklärte sich für eine größte Strenge, soweit sie gesetzlich noch zulässig sei. Dann begann die Fortsetzung der Berathung des Gesetzes über Eigenthumserwerb von Grundstücken 2c. Die Specialdiscussion wurde heute nicht zu Ende geführt und wird morgen wieder aufgenommen werden. Berlin, 7. Febr. Das Herrenhaus nahm die noch unerledigten Paragraphen des Hypothekengesetzes ohne Discussion an. Das Amendement, nach welchem die Provinz Westphalen von den Wirkungen des Gesetzes ausgeschlossen bleiben sollte, wurde verworfen. Ueber das ganze Gesetz wird erst nach der Durchberathung der Grundbuchordnung und des Kostentarifs abgestimmt werden. Berlin, 8. Febr. Heute hat im Abgeordnetenhause die große Debatte über das Schulaufsichts=Gesetz begonnen. Die Tribünen waren überfüllt wie lange nicht. Zur GeneralDiskussion hatten sich nicht weniger als 40 Redner eingeschrieben, 23 für und 17 gegen das Gesetz. Auch an Abänderungs=Anträgen fehlte es nicht, so von den Abgeordneten Holtz, v. Bonin, Devens(Kleve). Letzterer Abgeordnete (früher bekanntlich Landrath in Essen, seit 1868 PolizeiPräsident in Köln) beantragte, die Staatsbehörde zu verpflichten, im Fall der Erledigung einer Schulinspektorstelle (wegen mangelnder Pflichterfüllung) dieselbe wieder mit einem Geistlichen derselben Konfession zu besetzen und nur dann kommissarisch mit einem Nichtgeistlichen, wenn jenem die kirchliche Oberbehörde die Genehmigung versagt. Heute sprachen: Richter(Prediger in Mariendorf bei Berlin), Reichensperger(Olpe), Virchow, Windthorst(Meppen), Lasker, Minister Präsident Fürst Bismarck, der indeß nur zu persönlichen Bemerkungen gegen Reichensperger und Windthorst das Wort ergriff. Die General=Diskussion wurde bis morgen(Freitag) vertagt. Berlin, 9. Febr. Die heutige Sitzung des Abgeordnetenhauses, in welcher die Generaldiskussion über das Schulaufsichtsgesetz fortgesetzt wurde, war bedeutsam besonders durch eine die Dauer einer Stunde in Anspruch nehmende Rede des Ministerpräsidenten. Fürst Bismarck wandte sich hauptsächlich wieder gegen die das Gesetz bekämpfende CentrumsFraktion.„Wie kommt es, sagte der Minister, daß Sie seit Jahren unzufrieden sind, während Sie bis dahin der preußischen Regierung nicht Dank genug wissen konnten, für die der katholischen Kirche einceräumte Stellung? Wären Sie eine rein konfessionelle Partei, so wäre dies schon ein Fortschritt, aber Sie haben sich mit Elementen des Unfriedens belastet, zunächst indem Sie den Abg. Windthorst als geschäftsleitend.s Mitglied annahmen. Entziehen Sie sich der welfischen Führung; die Welfen haben mit Ihnen nichts gemein, sie haben nur das Bedürfniß, im Lande Unfrieden zu stiften, um ihre Hoffnungen zur Erfüllung bringen zu können.“ Als zwei andere Bundesgenossen der Centrums=Fraktion bezeichnet der Ministerpräsident die polnische Arbeiterpartei unter der Führung der katholischen Geistlichen und den polnischen Adel. Letzterem ist es nur darum zu thun, das alte Polen wieder herzustellen, denn die katholische Geistlichkeit, selbst deutscher Nationalität, unterstützt diese Bestrebungen; das ist der empfindlichste Punkt, wo der Kampf eröffnet worden ist. Die Polen gestehen diese Bestrebungen offen zu, wir haben dies ruhig angesehen und ohne die Parteinahme der Geistlichkeit würden wir es noch mit ansehen; so aber müssen wir Keime, die gefährlich werden müssen, ersticken. Wir dürfen nicht erlauben, daß Schulinspectoren den Unterricht in der deutschen Sprache unterdrücken. Bei dem früheren Kuliusminister waren alle Stellen mit Leuten besetzt, welche mit diesen Bestrebungen sympathisirten(Hört!). Unsere Gutmüthigkeit ist zu Ende; Sie wollen die polnische Sprache; wir werden Ihnen mit Gesetzen in Betreff der deutschen Sprache entgegentreten.(Beifall.) Wir haben 100 Jahre geschwankt, jetzt werden wir uns Frankreich in Bezug auf den Elsaß zum Muster nehmen. Reichensperger möge mir glauben, mein Wunsch ist, Friede mit ihm zu machen. Nur möge er sich von Denen trennen, mit welchen solche Lösung unmöglich sei. Die Rechte aber moge von ihrem Mißtrauen gegen die Regierung lasser, welche vom König ernannt sei, und möge zu dem Geiste der gegenwärtigen Regierung Vertrauen haben, statt sich vor Gespenstern der Zukunft zu fürchten. Schließlich erklärt Fürst Bismarck die Opposition der Konservativen(welche heute nur durch den Abg. Strosser vertreten waren) für unberechtigt. KultusMinister Falk äußerte: Die Regierung wisse, wie Petitionen zu Stande kommen, sie prüfe die Einwendungen mit allem Ernst, glaube aber an ihrer Vorlage festhalten zu sollen; sie habe die Mehrheit des Landes nicht gegen sich. Die Gemeinden selbst seien nicht erregt, sie ließen sich zur Unterschrift der Petitionen überreden. Die Beseitigung der Geistlichen aus den Schulinspectionen liege der Vorlage als Princip nicht zu Grunde. Der Minister erklärt sich mit dem AbänderungsAntrag Bonin's einverstanden. Das Unterrichtsgesetz werde durch die Annahme der Vorlage nicht aufgehoben. Wolle man zur Beruhigung ausdrücklich hinzusetzen, daß Artikel 24 der Verfassung aufrecht erhalten bleibe, so möge man dies thun. Die Kirche sei mächtiger, als sie selbst glaube, sie brauche das Gesetz nicht zu scheuen. Der Staat würde die Organe mit Einsicht aussuchen; die katholischen Geistlichen dürften sich jedoch nicht ablehnend verhalten, sondern die Mandate annehmen. Die Bestimmung der Vorlage, daß die bisherigen Schulinspectoren verpflichtet seien, ihr Amt im Staatsauftrage fortzuführen, könne preisgegeben werden. Der Minister weist den verfassungsmäßigen Charakter der Vorlage nach. Die Erlassung eines Gesetzes sei nothwendig. Es handele sich um einen Nothstand zunächst in Gebietstheilen, wo nicht Deutsch gesprochen werde. Das Uebel müsse mit der Wurzel ausgerottet werden und zwar durch Ausführung der Verfassung. Gegen Personen sei das Gesetz nicht gerichtet. Evangelische Geistliche werden vielleicht ausnahmslos lange Zeit im Besitze der Schulinspection bleiben. — Außer den beiden Ministern und dem Abg. Strosser sprachen noch Gneist und Bethusy=Huc, beide sehr energisch zu Gunsten des Gesetzes. Auch ein Pole, v. Wierzbiuski, trat in die Schranken, natürlich gegen das Gesetz. Er meinte, die unfreundliche Haltung der polnischen Bevölkerung, worüber der Ministerpräsident geklagt, rühre von der stiefmütterlichen Behandlung der Regierung her, worauf Fürst Bismarck erwiderte, er habe sich nicht über die unfreundliche der polnischen Bevölkerung, sondern des polnischen Adels beklagt.— Die Generaldiscussion wird morgen fortgesetzt. Berlin, 10. Febr. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Debatte über das Schulaussichtsgesetz fortgesetzt. Mallinckrodt sprach gegen die Vorlage. Fürst Bismarck entgegnete demselben, indem er betonte, daß er ein ostensibles Zusammengehen der Centrums=Fraktion mit den Polen gestern nicht behauptet, sondern nur beklagt habe, daß die deutsch=katholische Geistlichkeit im Bündniß mit dem polnischen Adel das deutsche Element bekämpfe. Ueberall sei die katholische Geistlichkeit national gesinnt, nur in Deutschland habe sie internationale Tendenzen. Mit persönlichen Bemerkungen schloß die General=Debatte. In der SpezialDebatte über Paragraph 1 bezeichnete der Cultusminister die Amendements Holtz und Devens als völlig unannehmbar, und erklärte sich mit dem Amendement Bonin einverstanden. Die Amendements Holtz und Devens wurden abgelehnt; dafür die Conservativen, das Centrum und die Polen. Das Amendement Bonin wurde mit 188 gegen 158 Stimmen angenommen, hierauf der§. 1 mit diesem Amendement genehmigt. §. 2 wurde nach Ablehnung des Amendements Rauchhaupt angenommen, das letzte Alinea des Paragraphen nach dem Amendement Bonin gestrichen, der§. 3 in der Fassung Bonin's angenommen, eben so der neue, von Bonin beantragte §. 4. Hierauf wurde das gesammte Gesetz in namentlicher Abstimmung mit 197 gegen 171 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten das Centrum, die Polen und Altconservativen mit wenigen Ausnahmen. Nächste Sitzung Dienstag. Politische Ruchrichten. Deutschland. Berlin. Die„Prov.=Corr.“ bespricht die Aeußerung des Fürsten Bismarck über das Auftreten der Centrumspartei und sagt, die wirkliche Bedeutung der Aeußerung beruhe in der mahnenden Abwehr gegen politische Bestrebungen, welche unter dem Deckmantel des religiösen Glaubens ganz andere Ziele verfolgen. Aus den Aeußerungen Bismarck's gehe klar hervor, daß die Regierung fern davon war und ist, die katholische Bevölkerung irgend wie in ihrem kirchlichen Leben anzutasten oder zu beunruhigen. Auch die Concils= beschlüsse über die Unfehlbarkeit des Papstes hätten die Regierung nicht bestimmt, ihre Stellung zu den inneren Glaubensangelegenheiten der Katholiken zu ändern. Bismarck habe die Frage, ob durch die jüngst verkündete Lehre die Grundlage des katholischen Glaubens eine durchgreifende Wandlung erfahren habe, nicht berührt. Von dem weiteren Verhalten der Centrumspartei werde es vor Allem abhangen, ob und wie bald der Wunsch Bismarck's in Erfüllung gehen werde, aus der Calamität theologischer Erörterungen auf Hamburger Raubvögel. Novelle. Dem Teben nacherzählt. (Fortsetzung.) Er rief: „Du siehst, Freund Pausmeier, daß auch die blonde Rosa mit den blauen schwärmerischen Augen sich nicht weniger gut darauf versteht, einen achtbaren Mann zu verhöhnen, wie die schwarzlockige Albertine. Aber bei Gott, ich werde ihr diesen Spott nicht vergessen.“ Er wandte sich zu Herrn Theodor Plitter, der das von Bertha erhaltene Schreiben bereits geöffnet in der Hand hielt. „Jetzt lies Du,“ sagte er. Der Mann mit demn Fuchsgesicht folgte der Aufforderung. Der Brief der jüngsten Tochter des Kaufmanns Rohde lautete: Ueberaus hochgeschätzter Herr! Obwol die Natur mir selbst nur ein kleines Figürchen verliehen, liebe ich doch am Manne eine hohe schlanke Gestalt, so ungefähr, wie Ihre edlen Freunde, die Herren Pausmeier und Weißwurm sie besitzen; denn es ist ein gar zu süßes Gefühl, zu seinem Gatten nicht blos geistig, sondern auch körperlich hinaufblicken zu können. Sind Sie im Stande, durch irgend ein zauberkräftiges Mittel noch eine Höhe von mindestens sechs Fuß zu erreichen, so haben Sie die Güte, auf's Neue zu werben um Ihre, nur große Männer schätzende Bertha. Trotz ihres eigenen Aergers konnten die Herren Pausmeier und Weißwurm doch ein leises Lachen nicht unter: drücken. Aber dieses Lachen verschwand schnell wieder, als der kleine Mann sich rasch vom Stuhle erhob, und zornig ausrief: „Wir sind alle Drei auf's Tödtlichste von diesen Frauenzimmern beleidigt, das steht fest, nicht wahr?“ „So ist es,“ sagten die Andern. „Gut, rächen wir uns, so weit es in unserer Macht steht, und diese Macht ist nicht gering, da für Geld Vieles möglich zu machen ist?“ „Ich bin dabei,“ versetzte der Herkules Pausmeier, mit Weißwurm zugleich aufstehend. „Ich nicht minder," tönte es unter der Geiernase hervor. Herr Plitter streckte die magere Hand aus. „Schlagt ein: Rache an den Mädchen, die uns mit kaltem Hohne verworfen haben, Rache an ihnen, an den Eltern und an den künftigen Männern der übermüthigen Geschöpfe. Man soll erfahren, daß wir uns nicht ungestraft beleidigen lassen.“ Die sauberen Freunde des Herrn Plitter nickten und schlugen ein. Wie die drei Schweizer in Schiller's Drama:„Tell“ standen sie da, ihre Rachegelübde dem Abendwinde anvertrauend, der die Wellen des lieblichen Alsterstromes kräuselte. In welcher Weise sie aber ihre Rachegefühle in's Leben treten lassen wollten, darüber wollten sie in nüher zu bestimmenden Zusammenkünften verhandeln. Zweites Kapitel. Die drei Verlassenen. Es waren grade zehn Monate nach dem im ersten Kapitel erzählten Gespräche der drei von den Töchtern des Kaufmanns Rohde verschmähten Freier verflossen. Der Monat Mai, der im Kalender als Wonnemonat bezeichnet steht, war mit seinen milden Lüften, seinem jungen Grün und der Blüthenpracht der Obstbäume erschienen, und die ganze Umgebung Hamburgs glich mehr oder weniger einem großen parkähnlichen Garten, der mit zahlreichen schönen Landhäusern geschmückt ist. In einer solchen Villa, die eine gute Viertelstunde vor dem Dammthore lag und eine entzückende Aussicht auf den Alsterspiegel gewährte, hatte der Kaufmann Rohde mit seiner Familie seinen Sommeraufenthalt genommen. Es war das in diesem Jahre zum ersten Male geschehen, denn, obgleich Herr Rohde nicht ohne Vermögen und an der Börse gut accreditirt, so hatte er doch mit dem Hinblick auf seine drei erwachsenen Töchter, denen bei einer möglichen Verheirathung eine anständige Mitgift nicht fehlen durfte, und da er einen Sohn, der in Göttingen die Arzneiwissenschaft studirte, zu ernähren, bisher nur sein im alten Stadttheile belegenes Haus Winter und Sommer bewohnt und durchaus nicht auf verschwenderischem Fuße gelebt. Im letzten Jahre aber war ihm eine überseeische Spekulation * dem politischen Gebiete einen friedlichen und ruhigen Ausweg zu finden. Kein Eceigniß der Neuzeit hat in den betreffenden Kreisen wol mehr Ueberraschung hervorgerufen, als die Ernennung des Generallieutenants v. Podbielsky zum Generalinspecteur der Artillerie. Herr v. Podbielsky gehörte, bevor er seine Funktionen als Abtheilungschef im Kriegsministerium übernahm, längere Zeit dem Generalstabe an und war ehedem Infanterieofficier. Man war deßhalb überrascht, daß ein Nichtfachofficier für diesen so überaus wichtigen Posten berufen wurde und selbst in den dieser Stellung nahestehenden Kreisen ahnte man nicht, welche Lösung diese Vakanz finden würde, um so größer war deßhalb auch die Ueberraschung; wenngleich man namentlich in artilleristischen Kreisen mit dieser Lösung sehr zufrieden ist. Ist es schon einestheils die persönliche Liebenswürdigkeit des Generals, welche ihm überall Freunde erworben hat und erwirbt, die Befriedigung erregt, so kommt hierbei noch der Umstand in Betracht, daß die Funktionen eines General=Inspecteurs der Artillerie, wie ja auch schon der Name andeutet, mehr allgemein inspicirender Natur sind als speciell fachwissenschaftlich. Hieraus folgert man in artilleristischen Kreisen, daß ein Fach=General, wenn er zu dieser Stelle ernannt worden wäre, nunmehr zu Gunsten seiner persönlichen Anschauung das Uebergewicht seiner Stellung dem einen oder dem anderen System um die ja jetzt bei der Artillerie noch immer gestritten wird, zugewendet haben würde. Dies befürchtet man bei Herrn v. Podbielsky nicht, und darum ist er den Fachmännern als Nichtfachmann der willkommenste General=Inspecteur. Man meint auch, daß dieselbe Anschauung an maßgebender Stelle zur Entscheidung in dem angegebenen Sinne geführt habe. Auf allerhöchsten Befehl sind die General=Commandos sämmtlicher deutschen Trupentheile nochmals zu einer Berichterstattung aufgefordert, inwieweit vielleicht berechtigte Ansprüche Einzelner auf Verleihung des eisernen Kreuzes sich ergeben dürften. Nach specieller Prüfung dieser Berichte soll alsdann und zwar zum letzten Male eine weitere Vertheilung dieser Decoration stattfinden und demnächst eine Zusammenstellung aller Decorirten veröffentlicht werden. Die Summe der bis jetzt verliehenen eisernen Kreuze beläuft sich bereits auf über 25,000. Es ist fraglich geworden, ob die im Felde zu Officieren beförderten und gleichzeitig zur immobilen Armee versetzten Militairpersonen für die zwischen dem Datum des Beförderungsresp. Demobilmachungs=Befehls und Publikation desselben liegende Zeit als mobile Officiere zu betrachten sind und demgemäß auf Mobilmachungs- und event. auf Retablissementsgeld Anspruch haben. Hierauf hat das Kriegsministerium bestimmt, daß hierbei zu unterscheiden ist, ob der Officier vor dem Beförderungsbefehl schon mit einer Officierstelle beliehen gewesen ist oder nicht, und daß derselbe im ersteren Falle das Mobilmachungsgeld bereits bezogen resp. zu beanspruhen hat. Diesem kann ferner, wenn die Beförderung vor dem 18. März ausgesprochen ist, auch das Retablissements: geld unter Anrechnung der mobilen Periode gewährt werden. Die zu Officieren beförderten und gleichzeitig zur immobilen Armee versetzten Portepeefähnriche 2c., die am Tage des Beförderungs= resp. Demobilmachungsbefehls, mit einer Feldstelle noch nicht beliehen waren, haben indeß auf Mobilmachungsund Retablissementsgeld keinen Anspruch. Se. K. H. der General=Feldmarschall Friedrich Karl ist nebst Gefolge nach Italien und Aegypten abgereist.(In der Begleitung Sr. K. H. befinden sich der Chef des Stabes der 3. Armee=Inspektion, Oberst v. Bernuth, die persönlichen Adjutanten Major v. Krosiak und Rittmeister von Normann, sowie der Rittmeister Graf v. Wartensleben). Der Staatsminister a. D. Dr. v. Mühler hat sich mit seiner Familie nach Putzar begeben. Im letzten Kriege hat sich die Thatsache herausgestellt, daß die Beförderung der Soldaten auf den Eisenbahnen nicht unbedingt die schnellste ist. Bei kürzeren Entfernungen und größeren Truppenmassen überbietet das Marschiren zu Fuß die Beförderung durch Eisenbahnen an Schnelligkeit. Ein Armeecorps von 36,000 Mann wird die Entfernung von 18 Meilen schneller mit Fußmarsch als mit der Fahrt auf einer zweigleisigen Bahn zurücklegen und dies Verhältniß steigert sich bei einer eingleisigen Bahn auf 27 Meilen. Für größere Truppenmassen tritt durch die Beförderung mit Bahn nur dann eine Zeitersparniß ein, wenn bei zweigleisiger Bahn die Meilenzahl die Hälfte, und bei eingleisiger Bahn, wenn die Meilenzahl drei Viertel der Truppenstärke übersteigt. Pleß. Nach dem jetzt vorliegenden Resultat über die Nachwahl zum Reichstage erhielt der geistliche Rath Müller 9151 Stimmen, der Herzog von Ratibor 8395 Stimmen. Frankreich. Paris. Der Bonapartismus ist bereit, seine erste große politische Schlacht zu schlagen: er hat sich das Schlachtfeld selbst gewählt, in Korsika, in der Heimat der Bonaparten; er stellt dort seinen bedeutendsten und angesehensten Mann zur Wahl vor, den ehemaligen Staatsminister und SenatsPräsidenten Rouher, welcher einst so mächtig war, daß man ihn den Vice=Kaiser nannte. Auch besondere Glückszufälle kommen diesem Kandidaten zu Gute; Herr Thiers hat ihm freilich geschickt genug den Grafen Pozzo di Borao, ebenfalls Korse und aus einer Familie, welche seit Jahrhunderten in Erbfeindschaft mit den Bonaparten lebt, gegenübergestellt, aber die korsischen Republikaner wollen mit Pozzo di Borgo nichts zu thun haben und stellen einen Savelli als ihren besonderen Kandidaten auf. Diese Theilung seiner Gegner ist ein großes Glück für Nouher: vor einigen Tagen haben die Bonapartisten ihre Schlacht in Bastia eröffnet; Nouher ist zwar noch nicht da, wird sich aber in diesen Tagen in Marseille einschiffen, auch Prinz Napoleon wird als Wähler in Korsika zugegen sein.— Jetzt erfährt man erst, warum der Präfekt Valentin so Knall und Fall abgesetzt wurde — er hatte mehreren Fabrikanten Erlaubniß ertheilt, Pulvermühlen, Patronenfabriken, Mitrailleusen=Bohrereien anzulegen. Angeblich arbeiteten diese Leute für Aegypten; als aber die Regierung dahinter kam, konnten sie keine Verträge vorlegen und Präfekt Valentin gerieth in den schweren Verdacht der Konniven., für eine revolutionaire Partei, auf deren Rechnung diese Munition gefertigt wurde. Man kann sich wirklich nicht wundern, solchen Enthüllungen gegenüber, daß mehr und mehr die Meinung aufkommt, die deutsche OkkupationsArmee sei der einzige solide Halt der Thiers=Republik. Versailles. Die Wahl des Herrn Viktor Lefranc zum Minister des Innern wird die gemäßigten Republikaner befriedigen und die Radikalen nicht zu sehr verletzen. Er war General=Kommissar der Republik im Jahre 1848 und Mitglied der konstituirenden Versammlung, in welche er mit 57,000 Stimmen gewählt wurde. Was die Wahl des Herrn de Goulard zum Handelsminister betrifft, so ist er ein alter Freund von Herrn Thiers und wird unter ihm eher ein Sekretair als ein unabhängiger Minister sein.— Der Marschall Bazaine ist vor der Kommission, welche die Kapitulationen untersuchen soll, erschienen, man kennt aber seine Aussagen noch nicht. Die Nationalversammlung hat mit 445 gegen 143 Stimmen die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung der Journale, welche sich Beleidigungen gegen die Gnaden=Kommission schuldig gemacht haben, ertheilt. Der Antrag Ducrot's, die Deputirten Rouvier und Lefranc als Verfasser der inkriminirten Artikel in Anklagezustand zu versetzen, wurde einer besonderen Kommission überwiesen. Rheinisches. Münster. Der Kaiser hat am 1. Februar c. nachstehendes Telegramm au das General=Commando des 7. Armeecorps gerichtet:„Ich spreche dem 7. Armeecorps am Jahrestage, an welchem vor einem Jahre dasselbe durch seinen Heldenmuth unter den schwierigsten Umständen den glorreichen Krieg beendigte, nochmals Reinen königlichen Dank aus.(gez.) Wilhelm.“ Balve. Herr Kreisrichter Dröge hierselbst ist zum Rechtsanwalt bei dem Kreisgericht in Arnsberg und zugleich zum Notar im Departement des Appellationsgerichts zu Arnsberg, mit Anweisung seines Wohnsitzes in Arnsberg, ernannt worden. Unna. Gleich nach Beendigung des Krieges von 1870/71 wurde in Unna viel davon geredet, daß die Stadt ihren im Kriege gefallenen Mitbürgern ein Denkmal zu setzen gedenke, um das Andenken Derer zu ehren, die Deutschlands Freiheit und Macht mit ihrem Blute bezahlt haben, und um in ihnen der Nachwelt leuchtende Beispiele vor die Augen zu stellen. Wie es gekommen, daß der Gegenstand allmälig von der Tages=Ordnung verschwand, ist unbekannt. Jetzt ist er durch die hier bestehenden Krieger=Vereine wieder aufgegriffen worden. Sie haben zunächst beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen und das Denkmal auf Kosten der Stadt errichten zu lassen. Witten. Am 7. Febr. ereignete sich hier ein trauriger Fall, der Eltern kleiner Kinder zur Warnung mitgetheilt zu werden verdient. Die Mutter einer achtbaren Familie war auf kurze Zeit aus der Wohnstube gegangen, wo zwei Töchterchen von 5 und 2½ Jahren spielten. Das jüngste Kind klettert bald darauf an das Fenster und weiß dasselbe zu öffnen. Die Familie wohnt aber im dritten Stock. Als die Mutter noch im Nebenzimmer beschäftigt ist, lehnt sich die Kleine so weit hinaus, daß sie das Gleichgewicht verliert. In Folge des Sturzes aus der bedeutenden Höhe auf den harten Boden wurde der Kopf zerschmettert, so daß der Tod nach ein paar Stunden als eine Wohlthat erschien. Gelsenkirchen. Gedankenloser Unvorsichtigkeit sind leider am Abend des 2. Februar wieder zwei Menschenleben zum Opfer gefallen. Ein Bergmann in Braubauerschaft hatte in unbegreiflichem Leichtsinn eine größere Quantität Dynamit hinter dem Ofen aufgehängt. Er selbst war zur Arbeit gegangen, während seine Frau mit zwei Kindern zu Hause zurückblieb. Plötzlich entzündet sich das Dynamit hinter dem heißen Ofen und— das Häuschen liegt sofort zu Dreivierteltheilen in Trümmern. Ein Knabe wird durch eine aufgerissene Wand ins Freie geschleudert und scheint weiter keine Verletzungen davongetragen zu haben. Das andere Kind war sofort todt und ist am Körper schwarz angelaufen. Die Mutter der Kinder ist aber entsetzlich verstümmelt; sie ist vollständig auseinandergerissen; Theile von ihr lagen weit und breit umher. Tanten. Zwei Stunden von hier, in der Gemeinde Appeldorn, hat man in einer Sandgrube eine große Menge römischer Urnen gefunden, die auf eine gemeinsame Begräbnißstätte an dieser Stelle schließen lassen. Köln. Ein hiesiger verheiratheter Büchsenmacher vom 65. Infanterieregimente wurde das Opfer seiner Unvorsichtigkeit. Er hatte nämlich den Lauf einer Büchse zum Reinigen in's Feuer gelegt, ohne sich überzeugt zu haben, ob derselbe geladen sei. Während er nun am Feuer stand, ging der Schuß los; dem Büchsenmacher fuhren zwei Kugeln in den Unterleib und verletzten ihn derart, daß er nach etwa 24 Stunden starb. Conz bei Trier. Ein schreckliches Eisenbahn=Unglück hat sich am 6. d. M. auf der Strecke Conz= Luxemburg, in der Nähe von Oettringen(letzte Station vor Luxemburg), ereignet. Der von Luxemburg kommende Güterzug rannte in der Steigung von Oettringen auf den von Trier kommenden Personenzug. Leider wurde dabei der Führer getödtet, ein Heizer sehr schwer und mehrere Beanten leicht verwundet; viele der Passagiere haben theils leichte, theils schwere Kontusionen davongetragen, eine Anzahl Wagen und die Maschine wurden zertrümmert. Aus dem Kreise Iserlohn. Iserlohn. An Stelle des nach seinem Wunsch von der Führung der Schulinspections=Geschäfte entbundenen SchulInspectors Vorländer zu Altena ist der Pfarrer Groos in Iserlohn zum Schulinspector über den evangelischen SchulAufsichtskreis Iserlohn ernannt. Illerlei. * Professor Dr. Esmarch in Kiel, weit berühmt durch seine chirurgische Praxis, hat sich mit der Prinzessin Henriette von Augustenburg, Schwester des Herzogs Friedrich verlobt. * Dr. Strousberg verläßt, so meldet das Fremdenblatt, mit der ganzen Familie binnen Kurzem Berlin und siedelt nach London über, woselbst er ein prächtiges Grundstück in der nobelsten Gegend erworben. Sein hiesiges Grundstück in der Wilhelmsstraße soll Dr. Strousberg an Director Hansemann für 500,000 Thlr. verkauft haben. Alle in seinem Hause enthaltenen Kunstwerke, die werthvolle Bibliother 2c., gehen mit nach London hinüber. Landwirthschaftliches. Einfaches Verfahren, die Kartoffeln vor dem Austreiben zu schützen. Die feuchte, milde Witterung des Frühjahres beschleunigte das Austreiber den Früchten und Geschmack In der## besonders aus Früchte dadur benützt, oder i Haushalt der statthaft, sond Küche zu erha war bisher kei man begnügte schon halb ver die aber nich Kartoffeln au wiederholt wer mit Erfolg en Symptome zu mit Dämpfen Wein schwefelt wegen nicht z bringt, worin Hat der Schw ist den hinei lange Zeit ger fahrens kann kende Kartoffe Charakterzi Ein Besuc Fürsten Bis kanzlers, das si würdig anrei bemerken nur an dem Her officiellen Wel Frequen wünschen, daf vorbereitet we zeichneten zu Autorisirt du Die L Der ge Reserve zum Erster Zwei Zwei 36—4 Ferner im Gesammte geglückt, die sein Vermögen um circa zwanzigtausend Mark vermehrt. Seine Frau und die drei Töchter hatten schon lange den Wunsch gehegt, die schöne Jahreszeit in einem mit einem hübschen Garten versehenen Landhause zuzubringen. Sie hatten ihn mit Bitten bestürmt, und da grade eine Villa an der Alster zu einem mäßigen Preise zu verkaufen stand, so war der Wunsch seiner Familie von ihm erfüllt worden und in der Mitte des Monats April, der in diesem Jahre schon ungewöhnlich mild war, hatte der Umzug stattgefunden. In diesem Landhause war in den ersten Tagen des Wonnemonats das fröhliche Fest einer Verlobung gefeiert worden. Die älteste Tochter des Kaufmanns, die hochgewachsene schöne Albertine, die im vorhergegangenen Jahre dem Herrn Pausmeier einen so spöttischen Verwerfungsbrief geschrieben, war jetzt die glückliche Braut des Architekten Berger, der zu den wohlhabendsten und vielbeschäftigsten Baumeistern Hamburgs zählte, obgleich er erst vor Kurzem das zweiunddreißigste Jahr überschritten. Nicht die Convenienz, die Liebe hatte diese Verbindung geschlossen. Das junge Paar war auf einem Polterabendfeste, das zu Ehren einer Freundin Albertinens begangen worden, zuerst zusammengetroffen. Albertine war eine leidenschaftliche Tänzerin, Edmund Berger ein ebensolcher Tänzer. Beide wußten diese in allen gesellschaftlichen Kreisen hochbeliebte Kunst mit Grazie und Ausdauer zu üben. Die junge Dame hatte die meisten Touren, die sie zu vergeben, dem blondgelockten schlanken Architekten bewilligt, und das stattliche Paar, das den Walzer nicht hüpfte sondern schwebte, die Bewunderung der Gesellschaft erregt. Aber Berger verstand nicht nur graziös zu tanzen, er war auch ein liebenswürdiger, geistreicher Gesellschafter, der sich in den Zwischenpausen des Tanzes in das Herz der schönen Albertine, deren körperlicher Reiz sein Auge schon beim ersten Anblick gefesselt, hineinzuplaudern wußte. Die Bekanntschaft, die Beiden gleichmäßig zusagte, hatte im Laufe des Winters gelegentlich ihre Fortsetzung gefunden, und das Endresultat derselben war ein Heiraths=Antrag des Architekten gewesen, der von Albertinen mit Freuden entgegengenommen worden. Auch die Eltern des jungen Mädchens hatten Nichts gegen diesen Antrag gehabt. Edmund Berger genoß in der ganzen Stadt eines guten Rufes, der, was die Gefühle Albertinens betraf, nur dadurch einen kleinen Abbruch erlitt, daß der junge Mann, wie hier und dort erzählt wurde, stets ein großer Lebemann und ein Bewunderer des schönen Geschlechts gewesen. Aber die Liebe verzeiht ja gern das Vergangene und blickt mit seligen Hoffnungen in die Zukunft. So auch Albertine. Konnte sie sich auch einer Anwandlung von Eifersucht nicht erwehren, wenn sie sah, daß die Blicke ihres künftigen Gatten noch zuweilen mit Wohlgefallen auf dem hübschen Gesichte irgend einer anderen jungen Dame hafteten, so hoffte sie doch, da sie selbst von ihrem persönlichen Werth überzeugt war, ihn, wenn er erst mit ihr vermählt, so zu fesseln, das er nimmer daran denken würde, einen Verrath an ihrem treuen Herzen zu begehen. Es war am Sonntage nach der Verlobung— die Hochzeit sollte erst um Neujahr stattfinden— als Edmund und Albertine aus dem Garten des Herrn Rohde heraustraten, um einen Spaziergang am Ufer der Alster hinauf nach Eppendorf zu machen. Dort wohnte eine mit Rhode befreundete Familie, die man besuchen wollte. Dieser Spaziergang wurde in der siebenten Stunde des Nachmittags angetreten. Der Sonnenball, der den Tag über vom unbewölkten Blau herabgestrahlt hatte, war dem Untergange nahe. Hamburgs schönste Zierde, die Alsterfluth, war von einem rosigen Schein übergossen. Stolze Schwäne badeten ihr schneeiges Gefieder in der Nähe des Ufers. Mehr der Mitte des kleinen Landsees zu durchschnitten zahreiche Kähne mit und ohne Segel die von der Sonne gemalte Purpurdecke des Wassers. Der Blick dorthin und nach der Uhlenhorst hinüber entzückte das Auge der Liebenden. Auf der Seite aber, wo sie wandelten, konnte sich ihr Ohr an den süßen Lauten der Nachtigallen erfreuen, die ihr erstes Jauchzen der Liebe aus den hohen Kronen der in den Gärten befindlichen Bäume herabtönen ließen. Ein ähnlicher Jubel, wie der in der sie umgebenden Natur, herrschte auch in der Brust der Verlobten, die mit dem Dichter sprechen konnten, daß hier sich wahrhaft das Herz zum Herzen gefunden. (Fortsetzung folgt) sind zu haber Ex wieder aufgegriffen , den Magistrat zu u nehmen und das zu lassen. hier ein trauriger nung mitgetheilt zu baren Familie war gen, wo zwei TöchDas jüngste Kind weiß dasselbe zu ten Stock. Als die ist, lehnt sich die eichgewicht verliert. nden Höhe auf den rt, so daß der Tod st erschien. nvorsichtigkeit sind zwei Menschenleben in Braubauerschaft größere Quantität Er selbst war zur it zwei Kindern zu sich das Dynamit äuschen liegt sofort Knabe wird durch eudert und scheint haben. Das andere schwarz angelaufen. h verstümmelt; sie ile von ihr lagen , i n d e r G e m e i n d e eine große Menge keinsame BegräbnißBüchsenmacher vom iner Unvorsichtigkeit. zum Reinigen in's haben, ob derselbe er stand, ging der wei Kugeln in den ; e r n a c h e t w a 2 4 senbahn=Unglück hat Luxemburg, in der uxemburg), ereignet. ug rannte in der Trier kommenden ührer getödtet, ein leicht verwundet; theils schwere Konen und die Maschine ohn. em Wunsch von der entbundenen Schuler Pfarrer Groos evangelischen Schulweit berühmt durch inzessin Henriette Herzogs Friedrich et das Fremdenblatt, Berlin und siedelt rächtiges Grundstück hiesiges Grundstück sberg an Director uft haben. Alle in rthvolle Bibliothek 2c., or dem Austreiben hjahres beschleunigte Herzen zu begehen. bung— die Hochzeit als Edmund und Rohde heraustraten, hinauf nach Eppenundete Familie, die ebenten Stunde des r vom unbewölkten ngenahe. Hamburgs einem rosigen Schein schneeiges Gefieder te des kleinen Landnit und ohne Segel des Wassers. enhorst hinüber entr Seite aber, wo sie süßen Lauten der ichzen der Liebe aus befindlichen Bäume der sie umgebenden Verlobten, die mit r sich wahrhaft das das Austreiben der Kartoffeln im Keller in einer Weise, die den Früchten nicht selten einen Theil ihres Nahrungswerthes und Geschmackes raubte. In der Landwirthschaft sind die dieser Verwandlung besonders ausgesetzt gewesenen, ungenießbar gewordenen Früchte dadurch zu verwerthen, daß man sie als Viehfutter benützt, oder im Frühjahre als Saatfrüchte verwendet. Im Haushalt der Städter ist eine ähnliche Verwendung nicht statthaft, sondern es handelt sich darum, die Kartoffeln der Küche zu erhalten, d. h. vor Entkeimung zu schützen. Hierzu war bisher kein wirklich erfolgreiches Mittel bekannt, sondern man begnügte sich in der Regel damit, die Keime der oft schon halb verdorbenen Früchte zu entfernen, eine Maßregel, die aber nicht von anhaltender Wirkung ist, sondern die Kartoffeln auf Lager im Laufe des Sommers mehrmals wiederholt werden muß. Um diesem Keimungsprozeß nun mit Erfolg entgegenzutreten, imprägnirt man, sobald sich Symptome zum Austrieb bemerkbar machen, die Kartoffeln mit Dämpfen von schwefeliger Säure(ähnlich wie man den Wein schwefelt), indem man ein gewisses, doch der Wirkung wegen nicht zu großes Quantum in eine Tonne(Stüppich) bringt, worin eine ganz reine Schwefelschnitte verbrannt wird. Hat der Schwefeldampf den Inhalt gehörig durchdrungen, so ist den hineingebrachten Kartoffeln die Keimkraft für sehr lange Zeit geraubt. Durch Anwendung dieses einfachen Verfahrens kann sich jede Haushaltung gesunde und wohlschmekkende Kartoffeln bis zur nächsten Erndtezeit aufbewahren. Charakterzüge und Anekdoten vom Fürsten Bismarck. 8. Ein Besucher der letzten parlamentarischen Soireen beim Fürsten Bismarck erzählt ein neues Bonmot des Reichskanzlers, das sich den unter derselben Firma bereits circulirenden würdig anreiht. Wir geben es in Folgendem wieder und bemerken nur, daß es an einem Tage gesprochen wurde, an dem Herr v. Mühler noch in den Augen der nicht officiellen Welt als im Vollbesitze seines cultusministeriellen Portefeuille's galt. An jenem Abend der vorerwähnten Soiree nämlich wandte sich einer der zahlreichen Herren, welche de rebus politicis disputirend in den Salons des FürstenReichskanzlers einherstolzirten, an diesen mit den Worten: „Wie Schade doch Durchlaucht, daß so viel unseres einheimischen Silbers die baierische Grenze passiren muß. Zwanzig Millionen, was bleibt denn da noch für uns übrig?"— „Genug, mehr als genug, mein lieber Herr Doctor, erwiderte lächelnd der Fürst,„denken Sie doch nur an unser Ministerium, das ist ja das reine Silber=Ministerium.“—„Silber=Mini= sterium? Darf ich um eine nähere Erklärung dieser sonderbaren Bezeichnung bitten, Durchlaucht?“—„Recht gern, geben Sie Acht. S. ist zunächst mein landwirthschaftlicher College Selchow; I. der Handelsminister Graf Itzenplitz: L. gehört dem Justizminister Dr. Leonhard: B. erlaube ich mir zu sein; E. Graf Eulenburg, gehört in das Ministerium des Innern und mit R., der Initiale meines kriegerischen Collegen Roon schließt das Silber=Ministerium.“ —„Charmant Durchlaucht, aber— gestatten Sie mir die Frage,— wo bleibt Herr v. Mühler?“—„Herr v. Mühler? Der zählt nicht mit, für M. haben wir leider keine Verwendung,“ entgegnete der Kanzler mit einem bedeutungsvollen Lächeln und empfahl sich unserm Gewährsmann mit einem höflichen:„Auf Wiedersehen!“ 9. Herr v. Bismarck kam eines Tages mit dem alten würdigen Oberstlieutenant v. Wolden von Potsdam zurück. Unterwegs im Coupé führte ein naseweiser Handlungsdiener oder so etwas Aehnliches, in höchst vorlauter Weise das große politische Wort, und ließ es sich endlich auch beigehen, den grauen Obristlieutenant zu belästigen und zu verhöhnen. Bismarck sah sich den Menschen ein paar Mal an, der aber fuhr in seinem Geschwätz fort, bis der Zug auf dem Bahnhofe in Berlin hielt. Auf dem Perron nun trat Bismarck plötzlich in straffster Haltung und mit einem so mächtigen Blick auf den vorlauten Herrn zu, daß dieser erschrocken einen Schritt zurückwich. Schweigend that Bismarck einen zweiten Schritt und trieb den Unglücklichen so bis an die Wand, dann fragte er ihn ganz einfach: „Wie heißen Sie?“ „Nelke, ich heiße Nelke!“ stotterte der also Gefragte ängstlich und bleich. „Dann nehmen Sie sich in Acht, Sie Nelke Sie, oder ich werde Sie pflücken!“ Wendete sich ab und ließ die arme Nelke geknickt, aber um eine goldene Lehre reicher, an der Wand stehen. 10. Die Schwester des Herrn v. Vismarck, Frau Kammerherr v. Arnim, hatte demselben frische Wurst geschickt. „So gute Blutwurst," schrieb ihr Herr v. Bismarck,„aß ich nie und so gute Leber nur selten; mögen Deine Schlachtthaten an Dir gesegnet werden.“ 11. Ein bekannter Politiker stellte an der Tafel Bismarck's eine sehr parodoxe Behauptung auf. Einer der Anwesenden wollte sie widerlegen. „Bemühen Sie sich nicht,“ rief Herr v. Bismarck„warten Sie noch zwei Minuten, und der Herr Professor wird sich sofort selbst auf's Glänzendste widerlegen!“ 12. Graf Bismarck empfing eines Tages eine Deputation aus Bütow, welche ihm das Ehrenbürger=Diplom dieser Stadt überbrachte, auf das Leutseligste, nahm das Diplom gern an und bot derselben nach dem Diner die Gastfreundschaft seines Hauses für die Nacht an. Die ehrsamen Bürger aber erklärten, sie hätten ihren sorglichen und auch neugierigen Ehehälften versprochen, vor Mitternacht wieder heim zu sein und müßten ihr Versprechen halten. Darauf wendete sich die Gräfin lächelnd zu ihrem Gemahl und sagte:„Da Du jetzt auch Bürger von Bütow bist, so wäre es mir sehr lieb, wenn Du von jetzt ab diesem guten Beispiele Deiner Bütower Collegen folgtest!“ Bismarck lachte und zuckte die Achseln, eine Antwort gab er aber nicht. Ackerbauschule in Cleve. Beginn des Sommer=Halbjahrs: Dienstag den 9. April. Frequenz während des Wintersemesters 59 Schüler. Eltern, welche wünschen, daß ihre Söhne auf das Examen zum einjährig Freiwilligendienst vorbereitet werden, haben dieses bei der Anmeldung der Schüler dem Unterzeichneten zu erklären. Nähere Auskunft ertheilt Dr. A. Fürstenberg, Director. Grosse Kölner Pferde= und Equipagen=Lotterie. Zur Hebung der Pferdezucht. Autorisirt durch Verfügung Seiner Excellenz des Minister des Innern vom 16. Januar 1868. Die Lotterie besteht aus 25,000 Loosen à Einen Thaler. Der ganze Ertrag des Looseverkaufs wird ohne allen Abzug und Reserve zum Ankauf nachstehender Gewinne verwandt: Erster Hauptgewinn: Eine elegante vierspännige Equipage mit complettem plättirtem Geschirr und vier edlen Pferden. Zwei Hauptgewinnc in zwei eleganten zweispännigen Equipagen mit complettem plättirten Geschirr und je 2 Racepferden. Zwei Hauptgewinne in zwei eleganten einspännigen Equipagen, complettem Geschirr und je einem schönen Pferde. 36—40 Wagen=, Reit= und Arbeitspferde und Fohlen. Ferner eine große Anzahl eleganter Wagengeschirre, Reitsättel 2c. im Gesammtankaufspreise von circa 21,000 Thalern. Ziehung 6. April 1872. sind zu haben in der Expedition des Westphälischen Telegraphen. SKKMIKIng J. Liebig’s Vegetabilien-Extract — ein concentrirter Nahrungsun:— genannt Wie Liebig's Fleischextract hinsichtlich des Fleisches, ist der Wundersaft in Bezug auf Pflanzenstoff der vorzüglichste Kraftauszug. Er ist ein allseitig anerkanntes, alleiniges und sicheres Hilfsmittel für Hals=, Brust= und Lungenleiden; Hauptstärkungsmittel für schwächliche Kinder, Greise, Reconvalescenten sowie Schwächlinge jeder Art, insbesondere auch Geschlechtsschwache. Zur Hebung aller Verdauungs= und UnterleibsBeschwerden giebt es absolut kein anderes, besseres Mittel und gegen Blutarmuth ist es unübertrefflich. Jeder gesunde Mensch sollte zum Schutze gegen Krankheitsanfälle täglich eine Kleinigkeit davon zu sich nehmen. Die sehr ausführliche Gebrauchsanweisung giebt Näheres. Nur allein ächt zu beziehen durch Johann Zeioler, Berlin, Mohrenstraße 38. Preis pro Flasche 1 Thlr. Niederlagen werden errichtet. Die Communal= und PrivatwaldBesitzer, welche auch für dieses Jahr ihren Bedarf an Nadelholzsaamen durch Vermittelung des von uns damit beauftragten Regierungs=Sekretairs Schwartz hierselbst zu beziehen wünschen, werden hierdurch veranlaßt, sich baldigst schriftlich an letzteren zu wenden, welcher demnächst für Zusendung des gewünschten Saamens sorgen und von den einzelnen Empfängern den Betrag der Kosten, welcher für jetzt noch nicht angegeben werden kann, einziehen wird. Sobald die Preise feststehen, werden wir solche durch eine besondere Amtsblatts=Bekanntmachung zur Kenntniß des betheiligten Publikums bringen. Arnsbera, 25. Januar 1872. Königliche Regierung. Vorstehende Bekanntmachung der Königlichen Regierung zu Arnsberg, welche in der Nummer 5 des diesjährigen Amtsblattes sich befindet, bringe ich hierdurch zur weiteren allgemeinen Kenntniß. Iserlohn, 7. Februar 1872. Der Königliche Landrath: Overweg. Bekanntmachung. Montag den 19. Februar c., Morgens 10 Uhr aufangend, sollen in der Waldemei, District„Karrweg", 90 Haufen Eichen=Durchforstungs=Reiser öffentlich zum Verkaufe ausgesetzt werden. Kauflustige wollen sich zur bestimmten Stunde an Ort und Stelle— bei Nr. 93— einfinden. Menden, 12. Februar 1872. Der Bürgermeister: Papenhausen. Landwehr=Verein. Da die bereits angekündigte Verloosung zum Zwecke der Anschaffung einer Vereinsfahne in der allernächsten Zeit stattfinden soll, so werden die geehrten Mitbürger und VereinsMitglieder, welche Geschenke zu Gewinnen zu verabreichen geneigt sind, gebeten, solche im Laufe dieser Woche an die unterzeichneten VorstandsMitglieder abgeben zu wollen. Menden, 12. Februar 1872. Der Vorstand. Papenhausen. Huckert. Schöne. Th. Törnig. C. Friedrich. Ph. Düllmann. Fr. Ammelung. Aug. Schröder. X. Fredebölling. §. Tünnerhoff. Ein Messingplatten=Gießer wird gegen hohen Lohn gesucht. Wo? ist in der Exp. d. Bl. zu erfragen. Wegen rückständiger Brandsteuer wird am Mittwoch den 14. c., Mittags 12 Uhr, am hiesigen Pfandhause eine Kuh öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden. Menden, 12. Februar 1872. Hower. 4 Wohnhäuser, mit Anbau 2c., im Stadtbezirke und an öffentlichen Straßen und Plätzen belegen, unter der Hand zu kaufen durch Menden. L. Pieper. Bückinge zum Braten und Rohessen, Sardinen, frische Apfelsinen, guten holl. Käse sowie Butter empfiehlt billigst Menden. Franz Rössler. Gute Hafergrütze stets zu haben in der Wohnung des Schuhmachermeisters Heinrich Unkhoff. Für Schuhmacher! Patent= Cylinder=Nähmaschinen zweckmäßigster Construction, für Schuhmacher, nach allen Richtungen nähend, empfiehlt die SchuhmacherGeräthehandlung von Carl Reese in Unna. F 6 #s Die soeben erschienene Num ss 58 mer 20 enthält: ss Drei Geburtstage aus dem Leben Joh. Seb. Bach's. Musikalische Novellette aus Leipzigs Vergangenheit. Mit der großen Illustration: Morgenandacht bei Bach von Toby E Rosenthal.— Der Bauer von altem Schrot und Korn. Von G. Hammer.(Schluß.) — Der Sturz des Meisters. Vaterländischer Roman von Georg Hiltt. (Fortsetzung.)— Der deutsche Schulgeograph. Mit Portrait H. A. Daniel's. — Kleine Zeitung der Liebhaberein und Kuriositäten: Handschriften deutscher Genecale. Zu Bestellungen empfehlen sich: F’. Bischoff, J. Bädeker in Iserlohn: A. Ritter in Arnsberg. Wie allgemein sich der R. F. Daubitz'sche *) fabricirt vom Apotheker R. F. Daubitz, Charlottenstraße 19, als Hausmittel eingebürgert hat, möge man aus folgenden Schreiben, die dem Erfinder desselben zugegangen sind, entnehmen. 20 schreibt unter andern Herr Carl Friedrich aus Neustadt Schwarzwald: „Da wir Ihren Magen= bitter als ein bewährtes Hausmittel in unserer Familie seit Jahren anerkennen 2c.“ Herr Köhler in Preetz: „Seit einer Reihe von Jahren habe ich Ihren Magenbitter mit bestem Erfolge bei Unpäßlichkeiten und selbst bei Krankheitsfällen angewandt, so daß er mir nunmehr Bedürfniß geworden 2c.“ *) Zu haben bei Aug. Ebbinghaus in Menden. Die täglich erscheinende Hagener Zeitung empfehle ich hiermit zu Inseraten aller Art.— Die Zeitung erscheint in einer Auflage von mehr als 4000 Exemplaren und ist nicht allein das verbreitetste Blatt des industriereichen Kreises Hagen, sondern eines der gelesensten Blätter der Provinz Westphalen. Insertionsgebühren nur 114 Sgr. Abonnementspreis 221/2 Sgr. pro Quartal. Hagen. G. Butz. Schließlich wird nochmals ersucht, die städtischen Steuern und sonstigen Gefälle, über welche vor fast vier Wochen die Mahnzettel zugestellt worden sind, zu berichtigen, da ich sonst nach Ablauf von 8 Tagen Executions=Maßregeln in Anwendung bringen muß. Menden, den 12. Februar 1872. Düchting, Rendant. Die Nase ist jetzt wieder heil, Drum kannst Du kleines— Die Tücke, Bosheit so erproben, Daß Dich gewiß wird Jeder loben. Ein kein Diskontogeschäft machender Verschönerungsrath. Münster, den 2. Januar 1872. Bekanntmachung. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr, kann aber von diesem Alter an und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahrs nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Wer von den im Regierungsbezirk Münster sich aufhaltenden jungen Leuten die Berechtigung zum einjährigen Dienste nachsuchen will, hat sich schriftlich bei der unterzeichneten Kommission zu melden, wogegen den im RegierungsBezirk Arnsberg wohnenden freigestellt bleibt, sich beliebig bei der Prüfungs=Kommission für einjährige Freiwillige zu Düsseldorf, Minden oder Münster anzumelden. Mit der schriftlichen Anmeldung, welcher 1. ein Geburts=Zeugniß(Taufschein), 2. ein amtlich beglaubigtes Einwilligungsattest des Vaters beziehungsweise Vormundes, 3. ein Unbescholtenheits=Zeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Director beziehungsweise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute von der Polizei=Obrigkeit auszustellen ist, und 4. ein Schulzeugniß beigefügt sein müssen, ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Diejenigen jungen Leute, welche ihre wissenschaftliche Qualification durch Schulzeugnisse(ckr.§. 154 Nr. 2 der Militair=Ersatz=Instruction für den norddeutschen Bund vom 26. März 1868— Extra=Beilage zu Nr. 36 des Amtsblattes pro 1868,— sowie Rescript der Königlichen Ministerien des Krieges und des Innern vom 12. Februar 1869— Ministerial=Blatt der innern Verwaltung pro 1869 S. 82)— nachweisen, dürfen die Berechtigung zum einjährigen Dienste zu jeder Zeit, jedoch innerhalb der feststehenden Altersgränzen, nachsuchen. Zur Prüfung derjenigen jungen Leute, welche ihre wissenschaftliche Qualification durch Ablegung eines Examens(§. 155 der gedachten Militair=Ersatz=Instruction) führen wollen, steht der nächste Termin auf den 18. und 19. März d. J. im hiesigen Regierungs=Gebäude an. Wer sich dieser Prüfung unterziehen will, hat sich spätestens bis zum 1. März d. J. unter Vorlegung der oben erwähnten Atteste bei uns schriftlich zu melden, worauf derselbe eine besondere Vorladung zum Erscheinen in dem vorbezeichneten Prüfungs=Termine behufs Feststellung seiner wissenschaftlichen Qualification zu gewärtigen hat. Prüfungs=Commission für einjährige Freiwillige. Freiherr v. Nyvenhaus. Abels, Militair=Departementsrath. Ausreichung der neuen Zinscoupons Serie V. beziehungsw. II. zu den Schuldverschreibungen der preußischen Staats=Anleihen vom Jahre 1856 und 1868 A. Die Zinscoupons zu den Schuldverschreibungen der preußischen Staats=Anleihen vom Jahre 1856 und 1868 A. für die vier Jahre vom 1. Januar 1872 bis 31. December 1875 nebst Talons werden vom 5. Februar d. J. ab von der Kontrole der Staatspapiere hierselbst, Oranienstraße 92 unten rechts, Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn= und Festtage und der Kassenrevisionstage, ausgereicht. Die Coupons können bei der Kontrole selbst in Empfang genommen oder durch die Regierungs=Hauptkassen in Hannover, Osnabrück und Lüneburg, oder die Kreiskasse in Frankfurt a. M. bezogen werden. Wer das Erstere wünscht, hat die alten Talons für jede der gedachten beiden Schuldengattungen mit einem besondern Verzeichnisse, zu welchem Formulare bei der gedachten Controle und in Hamburg bei dem Ober=Post=Amte unentgeldlich zu haben sind, bei der Kontrole persönlich oder durch einen Beauftragten abzugeben. Genügt dem Einreicher eine nummerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist jedes Verzeichniß nur einfach, dagegen von denen, welche eine Bescheinigung über die Abgabe der Talons zu erhalten wünschen, doppelt vorzulegen. In letzterem Falle erhalten die Einreicher das eine Exemplar mit einer Empfangs=Bescheinigung versehen sofort zurück. Die Marke oder Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen Coupons zurückzugeben. In Schriftwechsel kann die Kontrole der Staatspapiere sich mit den Inhabern der Talons nicht einlassen. Wer die Coupons durch eine der oben genannten Provinzialkassen beziehen will, hat derselben die alten Talons mit einem doppelten Verzeichnisse für jede Schuldengattung einzureichen. Das eine Verzeichniß wird mit einer Empfangsbescheinigung versehen sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der neuen Coupons wieder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Provinzialkassen und den von den königlichen Regierungen, beziehungsweise von der königlichen Finanz=Direction zu Hannover in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeldlich zu haben. Des Einreichens der Schuldverschreibungen selbst bedarf es zur Erlangung der neuen Coupons nur dann, wenn die alten Talons abhanden gekommen sind; in diesem Falle sind die betreffenden Dokumente an die Kontrole der Staatspapiere oder an eine der genannten Provinzialkassen mittelst besonderer Eingabe einzureichen. Berlin, den 17. Januar 1872. Haupt=Verwaltung der Staatsschulden. von Wedell. Löwe. Meinecke. Obige Bekanntmachung wird mit folgenden Bemerkungen zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1. diejenigen Interessenten, welche die Ausreichung fraglicher Coupons und Talons durch Vermittelung der hiesigen Regierungs=HauptKasse bewirken wollen, müssen die Talons mit einem doppelten Verzeichnisse übergeben. Die Formulare können sowol bei der Regierungs=Hauptkasse, als bei sämmtlichen Steuerkassen in Empfang genommen werden; 2. die Schuldverschreibungen, von denen die zugehörigen Talons noch im Besitze der Interessenten sind, dürfen nicht mit übergeben werden; 3. sind dagegen die Talons abhanden gekommen, so sind die betreffenden Documente mit besonderer Eingabe an die RegierungsHauptkasse einzureichen. Arnsbera, den 23. Januar 1872. Königliche Regierung. Iserlohn, den 6. Februar 1872. Vorstehendes gereicht hierdurch weiter zur Nachricht des betheiligten Publikums. Der Königliche Landrath: Overweg. Iserlohn, den 7. Februar 1872. Die im 5. Stücke des diesjährigen Regierungs=Amtsblatts sub Nr. 79 erschienene Bekanntmachung der königlichen Hauptverwaltung der Staatsschulden d. d. Berlin, den 16. Januar 1872, betreffend die 17. Verloosung der Staats=Prämien=Anleihe vom Jahre 1855, wörtlich lautend: In der am 15. und 16. d. Mts. in Gegenwart eines Notars öffentlich bewirkten 17. Verloosung der Staats=Prämien=Anleihe vom Jahre 1855 sind auf diejenigen 2400 Schuldverschreibungen, welche zu den am 15. September v. I. gezogenen 24 Serien gehören, die in der beiliegenden Liste aufgeführten Prämien gefallen. Die Besitzer dieser Schuldverschreibungen werden aufgefordert, den Betrag der Prämien vom 1. April d. J. ab täglich, mit Ausschluß der Sonn= und Festtage und der zu den KassenRevisionen nöthigen Zeit, von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags, bei der Staatsschulden=Tilgungskasse hierselbst, Oranienstraße Nr. 94, gegen Quittung und Rückgabe der Schuldverschreibungen mit den dazu gehörigen Coupons Ser. III. Nr. 1 bis 8 über die Zinsen vom 1. April 1871 ab nebst Talons, welche nach dem Inhalte der Schuldverschreibungen unentgeldlich abzuliefern sind, zu erheben. Die Empfangnahme der Prämien kann auch bei den königlichen Regierungs=Hauptkassen, sowie bei der Kreiskasse in Frankfurt a. M. und den Bezirks=Hauptkassen in Hannover, Osnabrück und Lüneburg bewirkt werden. Zu diesem Zwecke sind die Schuldverschreibungen nebst Coupons und Talons einer dieser Kassen vom 1. März d. J. ab einzureichen, welche sie der Staatsschulden=Tilgungskasse zur Prüfung vorzulegen, und nach erfolgter Feststellung die Auszahlung vom 1. April d. J. an, zu besorgen hat. Der Geldbetrag der etwa fehlenden, unentgeldlich mit abzuliefernden Coupons, wird vom Prämienbetrage zurückbehalten. Formulare zu den Quittungen werden von den gedachten Kassen unentgeldlich verabreicht. Die Staatsschulden=Tilgungskasse kann sich in einen Schriftwechsel mit den Inhabern der Schuldverschreibungen über die Prämienzahlung nicht einlassen. Zugleich werden die Besitzer von Schuldverschreibungen aus bereits früher verloosten und gekündigten, auf der beiliegenden Liste verzeichneten Serien, zur Vermeidung weiteren Zeitverlustes an die baldige Erhebung ihrer Kapitalien erinnert. wird hierdurch weiter zur Kenntniß und Beachtung des betheiligten Publikums gebracht uno zwar mit dem Bemerken, daß die gedruckte Prämien=Liste in meinem Amtsbureau, in den Amtslokalen der Ortsbehörden, bei den königlichen Steuerkassen, sowie den Kommunalkassen des diesseitigen Kreises während der gewöhnlichen Dienststunden zu Jedermanns Einsicht offen liegt. Der Königliche Landrath: Overweg. Iserlohn, den 7. Februar 1872. In der bevorstehenden Beschälzeit werden die hier bekannten und bewährten beiden Beschäler aus dem königlichen Landgestüte zu Warendorf bei dem Stationshalter Herrn Wirth Griese zu Kalthoff aufgestellt. Die Pferdezüchter werden hiervon benachrichtigt mit dem Bemerken, daß die Beschäler am 22. d. M. auf der Station ankommen, daß der Kreis=Verein seinen Mitgliedern zum Sprunggelde je 15 Sgr. vergütet, und daß die nachweislich trächtigen Stuten bei einer Heranziehung zum Kriegsdienste berücksichtigt werden sollen, um sie der Pferdezucht zu erhalten. Der Director des landwirthschaftlichen Kreis=Vereins: Landrath Overweg. Die rühmlichst bekannten Stollwerck'schen Brust-Boubous aus der Fabrik 1867. 1867. des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Cöln a. Rh. gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung 2c. stets vorräthig in Menden bei Ang. Ebbinghaus, „ Franz Rößler, „ L. Rüßmann, Die Vernachlässigung von Katarrh und Husten kostet unzähligen Menschen das Leben! Man vergesse doch nie, daß jeder Katarrh eine Krankheit ist und wie leicht derselbe in Lungenentzündung oder noch häufiger in Lungenschwindsucht übergehen kann. Bei allen katarrhalischen Leiden, Husten, Heiserkeit, Grippe, Brustschmerzen, Verschleimung, Rauheit, Kitzel oder Kratzen im Halse, Keuchhusten, Engbrüstigkeit, Blutspeien, selbst bei beginnender Lungenschwindsucht wirkt der L. W. Egers'sche Fenchel=Honig=Extract reizmildernd und besänftigend, er befördert auffallend den Auswurf des zähen stockenden Schleimes und vermindert die Husten=Anfälle, auch wird der so unangenehme Reiz und Kitzel im Kehlkopf sehr bald dadurch gehoben und mit ihm die eigentliche Ursache der Schlaflosigkeit. Die alleinige Niederlage ist bekanntlich nur bei Aug. Ebbinghaus in Menden. Th. Brochtrop in Fröndenberg, F. W. Rubens in Unna. P. S. Es kann nicht oft genug darauf aufmerksam gemacht werden, das viele Industrie=Ritter das Publikum mit erbärmlichen Nachpfuschungen des weltberühmten L. W. Egers'schen Fenchelhonigextracts zu täuschen und dadurch nicht nur am Geldbeutel, sondern auch an der Gesundheit, zu schädigen versuchen. Daher ist es dringend nothwendig sich die obengenannte lokale Verkaufsstelle wohl zu merken und beim Ankauf zu beachten, daß jede Flasche Siegel, Facsimile sowie die im Glase eingebrannte Firma des Erfinders und Fabrikanten L. W. Egers in Breslau tragen muß. Empfangstage beim Rentamte Arusberg. Zum Empfange der rückständigen Domanialgefälle für 1871 und der praenumerando fälligen Abgabe für 1872 sind beim Rentamte Arnsberg folgende Tage festgesetzt worden: 1. für die Rezeptur Arnsberg: der 20. Februard. J.; 2. für die Rezeptur Menden: der 22. Februar d. J., des Vormittags; 3. für die Rezeptur Balve: der 23. Februar d. J., des Vormittags von 8 bis 11 Uhr. Arnsberg, 5. Februar 1872. Königliches Rentamt. Hofmeister. Dienstag den 13. Februar c., Morgens 10 Uhr, verkaufe ich auf dem hiesigen Marktplatze gegen Credit: 1 fast neuen Ackerwagen mit 2 Paar Leitern, 1 dto. Pflug, 1 Kochofen, 1 Kleiderschrank, 2 neue Bettladen, 2 Tische, 6 neue Rohrstühle, 1 Taschenuhr, 2 Schiebkarren, 1 sehr gute Ziege 2c. 2c. Menden. L. Pieper. Dienstag den 13. Februar c., Morgens 11 Uhr, verkaufe ich an der Behausung des werrn Ernst Schmidt Sohn für Viehhändler Rademacher eine bedeutende Partie Faselu. tragbare Mutterschweine. Menden. T. Pieper. Holz=Verkauf. Der Gutsbesitzer Herr Jos. Schulte gen. Mittelste zu Barge läßt Donnerstag den 15. c., Morgens 11 Uhr, in seinen Hofeswaldungen, Distrikt „Plätzen“, 130 Nummern sehr schöne langschaftige Eichen, zu Brettern, Bohlen, Geschirr= und Grubenholz passend, 50 Nummern Buchen, zu Bretter=, Geschirr= und Brandholz geeignet, öffentlich durch mich verauctioniren. Das Holz steht an sehr guter Abfuhr, an der von Menden nach Wimbern führenden Chaussee und ¾/4 Stunde vom Bahnhof Wickede. Menden. F. Gottlob. 0 Buchen=Nutzstämme, bis zu 40 Centim. Durchmesser, aus dem Districte„Lahrberge“, gebe ich unter der Hand zum Taxpreise ab. Lahr, 7. Februar 1872. Der Förster: Benten. Großer Holzverkauf. Der Hofbesitzer Herr Fried. Kost gen. Papenberg zu Papenberg bei Böckelühr will am Montag den 19. d. Mts., Morgens 9½ Uhr anfangend, in seiner an bequemer Abfuhr belegenen Hofeswaldung, circa 250 Nummern schöne starke langschaftige Eichen, und 250 Nummern hochstämmige starke Buchen, von 1 bis 2½ Fuß Durchmesser, zu Bohlen, Brettern, Schwellen, Bau=, Geschirr= und Grubenholz geeignet, gegen mehrmonatlichen Credit verkaufen lassen. Sammelplatz auf dem Hofe. Letmathe, 8. Februar 1872. Hoynck. Lungenschwindsucht. In brieflicher Behandlung vo Lungen= und Hals=Krankheiten em pfiehlt sich durch seine einfache, se 24 Jahren bewährte, naturgemäße Heil=Methode: Dr. Rottmann in Aschaffenburg a. M.(Prospecte und sonstige Auskunft gratis und franco.) Berlin. wieder auf d England und ersten diplos Südstaaten Kampfes zwis Für die letz freilich nicht, ungehindert neutral gege uns kommen sich nicht. für die südl und sammel ließ auf der nahe bei Liv 28. Juli 18 amerikanisch die Anzeige 1 die See, un hatte das A den Namen krieg gegen Untergange bourg. Eir Gesetze Engl. Der amerik Rechte, wei und die eng machte. Ar „Florida“, zu gleichem unter der H. solche Vorgä nur erst der erhalten. 2 Rebellen imn entgegen; waren nun den Süden bethätigen, amerikanisch der„Alaban kam ein V Kommission die Entscheid Souverän 1 die Genehn nicht. Die brachte die Dokument: Amerikas h als ein recht Fröhlich geschieht schritten sie Die sich war Alber: Der gl Ohr, konn nicht lassen einen, wen Es gese ganges me Alberti Blick das holte. Sie bli Eine A herrlich ge „Edmi kein junge Du sie der Der A „Du i war ein b