lon“, lest Abds. 8 Uhr. er Vorstand. Mnenza. Prauter-Honig Liqneur gegen Instuenza t. Abweichend von der, deil egenden Gebrauchs. jelde wie folgt den ingen. Man ibr gut ein halbes Wen las nach Geschmad ei vas ulli die Tosse mit kochenu. Dieser Grog wird mög##unken Ein Zusatz von ###ageist wird die Wirkung Zu baden bei einweg 41 Veris durch Franz Munster i. W., Hauptcher Liqueure.(316) Buckskin Fabrikliesert Collectionen Ausstattung zum Bezuge der Waare zu (3..2) 1I Cottbus REDACTION: Lätlersse Ne. 1. EXFEDITION: Domplatz. TI.I.BIRANN-ADRFSSE. „Hertur. Heuster W.“ ACENTUHES S uiche Ausenorn- un Lmtange-Expechlionen. EPVNTFINT TAGLICHS Munstte bu der Expedition Mh 2.00.#s abben deutschen“tamtern Mi 2.50. Einselse Blatter: Mk. 0.10. ISTRTIONSGEBUHR für dis Fessale on deren Raum M1 0.15. 5 Kr 0.50. Ue Eanehunr 4 durch Postaschnchme rent escher Königreich ingerer Zeu regelwäßig noch Benretungen nur Fabrikanten in Artikeln henfabrik und größere Offert. sub N. 4826 an F. Dresden.(354) h. Mädchen wird zum Stelle zur Erlernun, Rüche und des Haus. Im Hotel oder einer grö##ung gesucht. Freundl. Angaoe der Bedin. die Expedition der in Wesel unter No. 210 (355 und romantisch gelegeMardurg finden Pensionärinnen gute Aufnahme in einer Faenanschluß, letztern mit Erleinung des Haussub Z. 356 an die Ger GeschäftsIrd per sofort den gesucht. II. 1.353 an die GeBlatte: , d e n 1 6. J a n n a r, ithhaus=Saale: Concert V. r Leitung 16 Dr. J. O. Grimm nkung der KammerLtelka Gerster und des ally Liebling aus G RAMM. Sakuntala rk. a aus der Oper„Ri(6 Verdi. E. Gerster. und Polonalse — F Chopin. Bearvon M. ErdmannsS. Liebling. Frau E. Gerster. gsfahrt von R Schub. Curiose Frage von necke c. Wildfang von ubert. -solo. Hr S. Liebling. Concert von Schutte. F. Chovin. aus der Schottischen one v. F. Mendelsur die linse Hand allein 1) von J S. Bach. 1 P. Mascagni.— E. Gerster. tella.— b. M’ama, non Aria Santuzza. -Solo. pr S.Liebling. Tau in der Dorsschkänke“ enau's„Faust".— F. lügel Knake. en für Mitglieder zu Arten für Nichtmitglie3.50 sind in den Musien von E. Bisping und riedr. Keller) und an haben.(357) fang 7 Uhr. atholische Arbeitergen ferner ein: bl. Joh. d. Täusers in e. en, 50 Mk.: K. in Mün#rerlangung der Gesundzu Ehren des hl. Josef, d. bl. Antonius. 25 Mt. Mt. 1299.55 u mr. 1415,55 sen nimmt dankend ents„Westf. Merkur“, Uinster i. W. N6 15. Morgen∆ Eröffnung des Landtages. Der Landtag der preußischen Monarchie wurde gestern Mittag 1 Uhr im Weißen Saale des königlichen Schlosses durch den Minister=Präsidenten Graf v. Caprivi eröffnet. In der Kammer hatten sich sämmtliche Minister, die zu beiden Seiten des Thrones Aufstellung nahmen, sowie etwa 150 Mitglieder beider Häuser eingesunden. Die Lonen waren wegen der zur Zeu stattfindenden baulichen Veränderungen geschlossen. Der Minister=Präsident verlas, vor dem Throne stehend, folgende Thronrede: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtages! Seine Majestät der Kaiser und König haben mich mit der Eröffnung des Landtages der Monarchie zu beauftragen gerubt. Die Lage der Staatsfinanzen hat sich im Lause dieses Etatsjahres weniger günstig gestaltet Während die Rechnung für 1890—91 noch mit einem ansehnlichen, auf bewilligte Anleiben verrechneten Ueberschusse abschließt, ist es nicht ausgeschlossen, daß in Folge der Steigerung der Ausgaben, namentlich bei Staate=Eisendadnen, sich im laufenden Jahre ein jenen Ueberschuß übersteigender Feblbetrag berausstellen wird. Bei Aufstellung des Ihnen unverzüglich zugehenden Etats hat dem gemäß auf allen Gebieten der Staatsverwaltung besondere Sparsamkeit geübt werden müssen. Namentlich hat zum Bedauern der Staatsrezierung die als nothwendig auerkannte Aufbesserung der Besoldungen der unmittelbaren Staatsbeamten in diesem Jahre noch nicht in der wünschens wertden Weise weitergeführt werden können. Nur zu der allseitig für besenders dringlich erachteten Verbesserung der äußeren Lage der Lehrer an den höheren Schulen und Seminarien sind schon jetzt die erforderlichen Beträge in den Etat eingestellt. Das System des Aufrückens der Beamten nach Altersstufen ist bei den Unterbeamten bereits in dem diesjährigen Etat zur Ausführung gebracht und soll im nächstjädrigen Etat im Anschluß an die Vermehrung der etatsmäßigen Stellen auf weitere Beamtenclassen ausgedehnt werden Der Entwurf des in dem Einkommensteuer=Gesetze vom 24. Juni 1891 vordehaltenen Gesetzes wegen Gewädrung einer Entschädigung für die Aufbebung der den Häuptern und Mitgliedern der Familien vormals unmittelbarer deutscher Reichestände zustehenden Befreiung von ordentlichen Personalsteuern, sowie der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Revenuen des beschlagnahmten Vermögens des vormaligen Königs von Hannover, wird Ihrer Beschlußnadme unterbreitet werden. Der von dem Landtage wiederdolt gestellte Antrag auf gesetzliche Festder Grundsatze für die Veranschlagung. Füdrung und Controle . gutshaushalts dat die Staatsregierung veranlaßt, erneut an die A## n a einer solchen Gesetzvorlage deranzutreten, jedoch sind die Arde. nicht zum Abschluß gelangt. *#end an die im vorigen Jahre versuchte gesetzliche Ordnung des= schulwesens wird wiederum der Entwurf eines Volksschulgesetzes vorgelegt werden; derselbe ist bestimmt, die einschlagenden Vorschriften der Verfassungsurkund zur vollen Ausgestaltung zu bringen. In Verbindung damit ist die Autbedung der Regierungs=Adtheilungen für Kirchen= und Schulwesen und die Uebertragung idrer Geschäfte auf die RegierungsPräsidenten dur o eine Novelle zum Gesetz über die Organisation der allgemeinen Landesverwaltung beadsichtigt. Um den Kirchen=Gemeinschaften die als nothwendig erkannte Beseitigung der Stolgebüdren für Tausen und Trauungen in einsacher Form zu ermöglichen, ist die Gewährung staatlicher Beibülfen in Aussicht genommen und sind die erforderlichen Mittel in den Etat eingestellt Mit den Vertretungen der evangelischen Landeskirchen der älteren Provinzen und der Provinz Schleswig Holstein konnte bereits bei ihrem verfassunge mäßigen Zusammentreten eine kirchengesetzliche Regelung der Verwendung vereinbart werden, deren staatsgesetzliche Sanctionirung Sie demnächst beschäftigen wird. Auch andere äußere Verdältnisse der evangelischen wie der katdolischen Kirche betreffende Vorlagen werden Ihnen zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung zugeben. Der in der ersten Session der gegenwärtigen Legislatur=Periode nicht zur Berabschiedung gelangte Entwurf eines die Kosten der königlichen Polizeiverwaltungen in Stadtgemeinden neu regelnden Gesetzes wird mit einigen Abänderungen Jonen wiederum zur Beschlußnadme vorgelegt werden. Im Anschluß an dieses Gesetz wird die Uebertragung der Verwaltung der verschiedenen Zweige der Wohlfadrts=Polizei in jenen Städten an die Gemeindebebörden in die Wege geleitet werden Die Rechtsverbältnisse derjenigen Eisendadnen, auf welche das Gesetz vom 3 November 1838 nicht Anwendung findet, sind tbeils nicht völlig sicher, theils nicht so zweckmäßig geordnet, wie dies im Interesse kräftiger Entwickelung dieses wichtigen Verkehrszweiges erwünscht ist. Dem in 13) X Im Wetter geschüttelt. Eine Erzählung aus dem Bergmannsleben von Paul vom Wildbach. Nachdruck verboten. Nur Eine ist, die dem Knappen sreundlich beisteht in dem Kampfe gegen alle diese seindlichen Gewalten: das ist seine Lampe. Sie ist nicht nur sein Auge, bei dessen Verlust er blind und bülflos verloren einhertappt in der ewigen Fiusterniß der unterirdischen Gewölbe, sie ist auch sein zuverlastigster Warner bei herannahender Gefihr Es ist ein seines Instrument solch' eine Grubenlampe, und es hat viel Kopizerdrechens verursacht, bis sie im Jahre 1815 von dem Engländer Davy erfunden wurde. Ihre Construction berubt auf der Thotsache, daß enge M tollgeflechte eine auf einer Seite erfolgte Entzündung auf die andere Seite nicht fortsetzen. Da eine Flamme ohne Luft nicht brennen kann, so hat man daber die Grubenlampe mit einem haarseinen Drahtgeflecht um geben. Durch dieses Geflecht wird von der äußeren Luft nur so viel in ganz seinen Strömen zugelassen, als nöthig ist, um das schwache Lichichen zu speisen. Wenn nun die äußere Lust mit„schlogenden Wettern", brennbaren, explodirenden Gasen, geschwängert ist, so kann zwar durch das dichte Geflecht hindurch die Flamme keine Entzündung herbeiführen, aber sie beginnt plötzlich zu knistern und hüpsend auszuflackern und giebt so dem K appen das Zeichen zu eiligem Rückzug. Umgekehrt ist es, wenn die Lust von gistiger Gase ist und ihr der Sauerstoff sehlt; dann kann sie auch das Licht nicht erhalten: es wird klein und trübe und der Bergmann siebt, daß ihm Erstickung droht. Wenn irgendwo, dann gilt beim Bergbau der alte Wächterspruch: „Bewahrt das Feuer und das Licht“. Bei der Handhabung der Grubenlampen wird daher auch die strengste Controie geöbt. Auf das unbesugte Oeffnen und Auseinandernehmen der Lampen während der Arbeit sind die schweisten Strafen gesetzt. Der Fuß, an welchem die Lampe geöffnet wird, ist lustdicht mit dem Drahigeflecht zusammengeschraubt und mit einem Schlussel verschlossen, welcher aber nicht dem Bergmann eingehändigt, sondern von der Verwaltung in Verwahr gehalten wird. Jede Lampe ist numerirt und jeder Knappe hat seine bestimmte Nummer; sie wird ihm deim Einfahren brennend eingehändigt und noch beendigter Schicht muß er sie sosort wieder abliesern. Nach den Lompen wird daher auch die angefohrene Bergmannschaft gezählt, wie die Kriegsmannschaft nach den Gewehren. Trotz all dieser Vorsichtsmaßregeln aber entstehen dennoch nachgewiesener Moßen die meisten Grubenunglücke durch unvorsichtige Handhabung der Lampen. Auch auf Grube Beigmannsglück waren heute Abend die Lampen wieder vorschriftemäng ausgetheilt worden, und die fleißigen Knappen hämmerten und pochten bei ihrem trüden Schein dort unten wie die Heinzelmännchen, von welchen alte Sagen erzählen. Hier und da aber flog auch ein prüsender Blick hinüber nach dem Flämmchen, ob sich nichts Gefähriches anzeige. Denn die arbeitenden Häuer waren meistens verbetrathete Männer, an deren Leben und Gesundheit auch die Existenz von Weib und Kindern hing, und die Grube, welche verhältnißmäßig sehr tief war, war noch nicht so„verkühlt“, wie es bei den älteren und flacher liegenden Werken mit der Zett einzutreten pflegt. Die Leute hatten sich, wie es in der Guunde üblich ist, der OberMünster, Freitag, den 15. Januar 1892. dieser Beziebung dervorgetretenen Bedürfnisse soll eine Vorlage Abbülse schaffen, welche Idnen demnächst zugeben wird. Auch in diesem Jahre werden Ihnen auf dem Gebiete des Eisenbadnwesens Vorschläge gemacht werden, welche durch die Herstellung neuer Schienen=Verbindungen und durch sonstige Bauausführungen und Beschaffungen die Erweiterung. Vervollständigung und bessere Ausrüstung des Staatseisenbahnnetzes bezwecken. Die stetige Zunahme der Geschäfte bei den Gerichten der Stadt Berlin hat die Nothwendigkeit ergeben, die Führung der Dienstaussicht bei diesen Gerichten durch besondere Vorschriften zu regeln. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wird Ihnen zugeben. Durch die Novelle zur Reichs=Gewerbeordnung vom 1 Juni 1891 ist das seitberige Maß des gesetzlichen Arbeiterschutzes wesentlich erweitert worden. Die auf die Sicherung der Sonntagsrube der Arbeiter. sowie auf die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und erwachsener Arbeiterinnen bezüglichen Bestimmungen der Novelle finden auch auf den Bergbau unmittelbar Anwendung. Bei anderen durch das Reichsgesetz neu geordneten Gegenständen aber hat die Rücksicht auf die Eigenthümlichkeit des bergbaulichen Betriebes es zweckmäßig erscheinen lassen, die landesgesetzliche Regelung vorzubehalten. Eine entsprechende Gesetzes=Vorlage wird dem Landtage alsbald zugeben. Meine Herren, indem ich Sie im Auftrage Seiner Majestät begrüße, lade ich Sie ein, Ihre Arbeiten wieder aufzunehmen, und spreche im Namen der Staatsregierung die Hoffnung aus, daß Ihre Verhandlungen auch in der bevorstehenden Session unter Gottes Segen zum Wodle des Landes gereichen werden. Auf Befebl Seiner Majestät des Kaisers und Königs erkläre ich den Landtag der Monarchie für eröffnet. Die Verleiung der Thronrede wurde schweigend angehört. Die Ceremonie schloß mit einem von dem Präsidenten des Herrenhauses. Herzog von Rativor. ausgebrachten dreimaligen Hoch auf den Kaiser und König. in welches die Anwesenden lebhaft einstimmten.— Der Eröffnungsseier war ein Gottesdienst in der St. Hedwigskirche für die katholischen, im Dome für die evangelischen Mitglieder vorausgegangen. Im Anschlusse an die Eröffnungsfeier im Weißen Saale hielt das Abgeorduetenhaus um 1 Uhr seine erste Sitzung ab, die an Stelle des erkrankten Prasidenten v. Köller durch den ersten Vicepräsidenten der letzten Session Frhrn. v. Heereman eröffnet wurde. Da bereits 267 Mitglieder angemeldet sind, ist die Beschlußfähigken des Hauses gesichert Es kann deshalb morgen bereits die Constituirung des Hauses stattfinden; außerdem steht morgen die Entgegennahme von Vorlagen der Staatsregierung(Etat) auf der Tagesordnung. Das Herrenhaus versammelte sich zu seiner ersten Sitzung um 1% uor Da 96 Mitglieder anwesend waren, ist auch das Herrenhaus beschlußsähig. Unter den Anwesenden befand sich auch der durch Aller böchstes Vertrauen neu in das Haus berusene Frhr v. Schorlemer= Alst. Fürst Bismarck hat sich„Geschäfte wegen" deurlauben lassen Das bisherige Präsidium— Herzog v. Rativor als Präsident, Frhr. v. Manteussel(Crossen) erster, Oberbürgermeister Bötticher zweiter Vicepräsident— wurde wiedergewählt. Morgen 1 Uhr findet die nächste Sitzung statt, die aber nur geschäftliche Fragen zu erledigen hat. a. Das Volksschul=Gesetz ist dem Abgeordnetenhause heute bereits zugegangen. die Motive liegen jedoch noch nicht im Druck vor. Wir heben zunächst die wichtigsten Abweichungen des neuen Entwurfes von dem vorigjährigen hervor. Bei der Einrichtung der Volksschulen sollen die confessionellen Verhältnisse möglichst berücksichtigt werden. Den im vorigen Entwurf enthaltenen Bestimmungen fügt der neue noch hinzu, daß, so weit nicht an einem Orte bereits eine anderweite Schulverfassung besteht, neue Volksschulen nur auf confessioneller Grundlage ein gerichtet und die vorbandenen Volksschulen vorbebaltlich anderweiter Anordnungen in ihrer gegenwärtigen Verfassung bestehen bleiben sollen. Uebersteigt die Zahl der Kinder einer ReligionsGesellschaft in einer Schule anderer Confession 30. so kann der Regierungs=Prasident(der überall bei Leitung und Beaussichtigung der inneren Volksschul=Angelegenheiten an die Stelle der Schul=Auf sichtsbehörde des vorigen Entwurfes tritt) bei Zustimmung der Gemeinde die Errichtung einer besonderen Volksschule für dieselben anklrider entledigt und nur das Allernothwendigste am Leib behalten, trotz dem aber wurde es Allen außerordentlich heiß und der Durst brannte fürchterlich. Einem aber kam es gerade heute ganz unerträglich vor: dem Sachsenfritz. Er hatte in der vorbergehenden Nacht mit seinen Wirtb=hausCumpanen in der verrufenen Kneipe eine gehörige„Sitzung“ gehalten und verspurte jetzt die Folgen. Die dünne Kaffeebruhe, welche die Bergieute in einer blechernen Flasche muzunehmen pflegen, konnte ihm heute nicht genügen. Der Sachse stand allein an seinem Posten. einer geräumigen Höhle, welche er ausgehauen hatte, so daß er von Niemand beobachtet werden konnte. So hatte er schon mehrmals an seine Kleider schleichen und aus einer verborgenen Tasche eine kleine Flasche hervorholen können, welche er jedes Mal mit einem triumphirenden Behagen an den Mund führte. Die Flasche enthielt Schnaps. Zwar war es den Bergleuten per boten, solchen in die Grube mitzunehmen; jedoch wer so schlau war, wie der Sachsensritz sich rühmte, der brachte ja noch viel mehr sertig. Wie oft er aber auch an die Tasche schlich, immer wieder klebte ihm wie ausgedörrt die Zunge am Halse. und mit der Zeit schien das Feuerwasser das Uebel sogar noch ärger zu machen Da flog dem Sachsen ein Gedank, durch den Kopf. Vorsichtig warf er wieder einen Blick nach dem Gang, ob kein controlnender Beamter in der Nähe sei, dann ging er abermals an die geheime Tasche seines Rockes und zog gleich daraus eine kleine irdene Thoupseise bervor, wie sie außerhalb der Arbeitszeit von den Bergleuten vielfach denutzt werden. Einige Prisen Tabak. die er aus den Hosentaschen holte, reichten hin, um den Pfeisenkopf zu stopfen, und ein inneres Behagen flog über sein unheimlich griusendes Gesicht, als er probend die ersten Zuge aus dem noch kalten Rohre sog. Dann griff er mit der linken Hand nach seiner Lampe, während seine Rechte an der Innenseite des Hosenträgers herumnestelte und gleich darauf ein winzig kleines Nachschlüsselchen zum Vorschein brachte, welches er an dem Fuß der Lampe einführte. Ein leiser Knack verrieth, daß der Schlüssel seine Schuldigkeit gethan, und gleich darauf begann der Sachse mit geüdter Hand den Fuß mit dem brennenden Docht von dem schützenden Drohtgestell abzuschranden Eine Drehung— zwei— drei Drehungen hatte die Schraude schon gemacht—: da ein heller Blitz— ein surchtbarer Krach—— die Pfeise wurde nicht mehr angezündet. 5. Capitel. Der Grubenbrand. Tiefe Stille herrschte in dem weiten Hose der Grube=Bergmannsglück=. Nur hier und da durchbrach ein trübe brennendes Lämpchen die Dunkelheit mit seinem schwachen Lichte, und eintönig schallte der Schritt des Wächters, welcher in der Nähe des tiesen Schachtes auf= und abpatrouillirte. Gerade schaute er einmal nach der großen Uhr drüben am Zechenhaus, welche nur noch wenige Minuten bis Mitternacht zeigte, und Ausgabe. 71. Jahrgang. ordnen. Er muß sie anordnen, wenn die Jahl 60 übersteigt. Die versagte Zustimmung kann durch den Kreisausschuß bezw. Bezirksausschuß ergänzt werden. In dem Goßler'schen Entwurfe dieß es einfach, wenn die Zahl der Schulkinder einer anderen Religions=Gesellschaft 60 übersteigt, kann die Schul Aussichtsbehörde die Errichtung einer besonderen Schule für sie anordnen. Während der vorigjährige Entwurf bestimmte, daß grundsätzlich kein Kind onne den Religions=Unterricht seines Bekenntnisses bleiben soll, sagt der neue, daß grundsätzlich kein Kind ohne ReligionsUnterricht durch einen Lehrer seines Bekenntnisses bleiben soll.— An confessionell eingerichteten Schulen dürfen nur Lehrer der betreffenden Confession beschäftigt werden, mit Ausnahme des Religionslehrers für die Kinder anderer Consession; der Goßler'sche Entwurf enthielt eine derartige Bestimmung nicht. Ueber die Leitung des Religions=Unterrichts in der Volksschule bestimmt§. 18: „Mit der Ertheilung des Religions=Unterrichts dürfen nur Ledrer beauftragt werden, welche ein die Befähigung dazu aussprechendes Lebramtszeugniß besitzen. Der mit der Leitung des Retigions=Unterrichts beauftragte Geistliche hat das Recht, dem Religions=Unterricht beizuwohnen, durch Fragen sich von der sachgemäßen Ertheilung derselben und den Fortschritten der Kinder zu überzeugen, den Lehrer nach Schluß des Unterrichts sachlich zu berichtigen, sowie dementsprechend mit Weisungen zu versehen. Die kirchliche Oberbehörde ist befugt, im Einvernehmen mit dem Regierungs Präsidenten einen Ortsgeistlicken ganz oder tbeilweise mit der Ertheilung des Religions=Unterrichts zu beauftragen. Falls von der kirchlichen Oberbebörde eine andere Bezeichnung nicht erfolgt, gilt der Pfarrer bezw. der erste Pfarrer als gesetzlich zur Leitung des ReligionsUnterrichts für die Volksschule innerhald seiner Pfarrei beauftragt. Eine Zurückweisung des Beauftragten ist zulässig, wenn derselbe die Ordnung der Schule gestört hat; sie erfolgt durch Beschluß des RegierungsPräsidenten nach Benehmen mit der kirchlichen Oberbehörde. Im Beschluß sind die Thatsachen anzugeben, welche die Zurückweisung begründen.“ Der Goßler'sche Entwurj dagegen bestimmte: Die Einführung neuer Lehrpläne in Bezug aus den Religions=Unterricht erfolgt im Einvernehmen mit den Organen der Reliaions=Gesellschaft Vor der Einführung neuer Religionsbücher ist die Ecktärung der betreffenden Organe einzuholen, daß gegen die im Buche enthaltenen Ledren nichts einzuwenden sei; enslich haben die von den Religions=Gesellschaften vierzu beaustragse: Personen das Recht, dem Religions Unterricht in der Schule beizuwohnen, durch Fragen sich von der sachgemäßen Ertheilung zu überzeugen, den Lehrer nach Schluß sachlich zu berichtigen und an der Ausstellung der Zeugnisse in der Religion mitzuwirken. Die Bestmmung über den Parter als gesetzlich beauftragten Religionslehrer und über die Zurückweisung stimmt mit der des neuen Ent wurfs überein.— Die Commission hatte den Goßler'schen Eatwurf dahin abgeändert, daß die mit der„Leitung" beaustragten Personen mit Genehmigung der Bezirks=Regierung den Religions=Untericht selbst übernehmen könnten. Im Anschluß hieran erwähnen wir gleich den 12 Paragraphen umfassenden Zusatz des neuen Entwurft, welcher von der„Vorbildung" der Lehrer hanbelt. Die wichtegsten Bestimmungen sind folgende: Die Lehrer=Seminare sollen auf confessioneller Grundlage eingerichtet werden und die Leiter und Lehrer an diesen Anstalten der berressenden Confession angehören. Die Einführung neuer Lehrpläne und neuer Lehrbücher für den Religions=Unterricht erfolgt im Einvernehmen mit den zuständigen kirchlichen Oberbevorden. Die Seminar=Directoren werden vom Könige ernannt; die Lehrer auf Vorschlag des Provinzial=Schulcollegiums durch den Unterrichts=Mmister. Die mu der Ertheilung des Religions=Unterrichtes zu bearttragenden Lehrer sind vorder den kirchlichen Oberbebörden namhaft zu machen behuss Aeußerung, ob gegen Lehre und Wandel derselden Einwendungen zu erheden sind. Die kirchlichen Oderbehörden ind befugt. j derzeit von dem Retigions Unterricht an den Seminore durch einen Commissarius nach rechtzeitiger Benachrichtigung des Provinzial= Schulcollegiums Kenntniß zu nehmen und vorgefundene Mangel dem Provmzial=Schuicollegium mitzutheilen. Der Prüfunge=uommission für die Seminate gehört auch ein von der kirchlichen steute sih schon auf die b vorst hende Ablösung— da schrak er hestig zusammer. Was war das?— Ein bleudender Schein erleuchtete im Nu den weiten Raum, und haushoch stieg eine mächtige Flamme aus dem Schachte auf. ale habe die Hölle sich geöffnet und ihren gräßlichen Brand nach oden gespicen. Doch nur einen Augenblick— dann lag Alles wieder in tieser Daukelheit. bloß eine graue Rauchwolke stieg noch aus dem Schacht empor und warf schmutzigen Ruß und Staud umher, während ein dumpfes, lang nachrollendes Donnern verrieth, daß dort unten Tod und Vernichtung hausten. Vergessen war da alle Müdigkeit unseres Wächters. Im Nu wor der Inspector und die anderen Beamten, weiche auf der Grube wor##ten, geweckt und gleich darauf war Alles in fiederhafter Thätigkeit. Boten wurden zu Aerzten und Gestlichen geschickt; der Telegraph spielte und benachrichtigte die Berg= und Lazareth=Verwaltung; vonn benachborten Gruben wurden Hülsemannschaften herbeigerufen: Tragbahren und Rettungs=Geräthe wurden bereit gestellt, kurz alle Maßregeln getoffen, welche bei einer Geuben=Explosion nötdig erscheinen. Vor Allem mußte versucht werden. od der Schacht nicht eingestürzt und somit der einzige Weg in die groufige Tiese versperrt sei. Der Inspector befahl daber, daß schleunigst die große Maschine in Bewegung gesetzt werde, welche die dreiten Förderkörbe neibt. Diese hängen nämlich an armdicken eisernen Drohtseilen, welche hoch oben über dem Schacht über eine Führungescheibe lausen und von da nach dem etwa 20 bis 30 Schritte entfernten Maschinenhause gehen Dort sind die Seile an einem mächtigen trommelartigen eisernen Rad besestigt, welches 8 bis 10 Meter im Durchmesser und eben so viel in der Breite bat, so daß also darin ein ansehnliches Wohnzimmer vollständig Platz hätte. Und zwar sind die Seile hier in umgesehrter Richtung angebracht, so daß, wenn das Rad sich dreht, das eine Seil auf= und zu gleicher Zeit das andere abgehaspelt wird und die beiden Förderkörbe in dem Schachte abwechselnd neden einander auf= und niedersteigen, wie am Ziehbrunnen die Eimer. Schnell wird dem Befehl des Inspectors Folge geleistet und die möchtige Maschine beginnt idre Arbeit. Das ungeheure Rad thut einen Ruck, — doch nichts bewegt sich, der Korb sitzt fest. Ist der Schacht vielleicht eingestürzt?— Wehe! Dann ist jede Anstrengung umsonst. der einzige Weg zur Rettung ist versperrt und alle die dort unten Verschütteten sind unsehldar verloren! Doch nein— die Maschine zieht stärker an, der Kord giedt nach— vielleicht hatte er sich nur ein wenig geklemmt—, jetzt hebt er sich,— und nach einigen Minuten langen. furchterlichen Wartens erscheint er endlich oben— jedoch leer, Niemand von Denen da unten hat die Gelegenheit denutzt, um an das freundliche Licht des Tages zu gelangen. Und das ist kein Wunder! Die zolldicken Eisenstäbe an dem Kord sind geschmolzen, verdogen und zerbrochen wie Strobhalme, das letzte Spähnchen Holz und Alles, was drenndar, ist vollständig verzehrt von der vernichtenden Gluth der Explosion, welche ganz fürchterlich gehaust haben muß— Das kann kein lebendes Wesen überstanden haben! (Fortsetzung folgt.) Oberbehör de gesandter Commissar an. Als Lehrer kann nur angestellt werden, wer die vorgeschriedene Prüsung bestanden hat; an dieser Prüfung kann sich die kirchliche Oberbedörde durch einen Beaustragten mit Stimmrecht detheiligen. Erhedi derjeide wegen ungenügender Leistungen im Gegensotz zur Mehrheit der Prüjungs=Commission Widerspruch gegen die Ertheilung des BefähigungsZeugnisses, so ist an den Oder=Präsidenten zu berichten, welcher im Einvernehmen mit der kirchlichen Oberdehörde zu entscheiden hat. Ist ein Einvernehmen nicht zu erzielen, so ist dem Lehrer das Ledramts Zeugniß mit Ausschluß der Besäbigung für den ReligionsUnterricht zu ertheilen. Drei neue Paragraphen beschäftigen sich sodann mit dem Privat= Unterricht. Der vorigjährige Entwurf bestimmte einfach, daß zum Besuche der öffentlichen Volksschule die Kinder nicht verpflichtet sind, die anderweit einen Unterricht empfangen,„welcher nach dem pflichtmäßigen Ermessen der Schulaussichts=Behörde geeignet ist, den Unterricht in der öffentlichen 2Aschule zu ersetzen“.— Nach dem neuen Entwurf sind Kinder vom Besuch der öffentlichen Volksschule entbunden, die in einer Privatschule oder von einem Hauslehrer nach einem Lehr plane unterrichtet werden, durch welchen mindestens die Lehrziele der öffentlichen Volksschule erreicht werden. Zur Ertheilung von Unterricht und zur Begründung und Leitung von Unterrichts-Anstalten wird jeder Preuße zugelassen, welcher seine sittliche, wissenschaftliche und technische Befähigung der betreffenden Staatsbehörde nachgewiesen hat. Diese Bestimmung schließt sich eng an Art. 22 der Verfassung an. Leiter von Privatschulen mussen die Rectorats=Prüfung, Lehrer die Lebrer=Prüfung bestanden haben. Für Hauslehrer wird die Befähigung ohne Weiteres als vorhanden angenommen bei Geistlichen, Lehrern und Schulamts=Candidaten, Studirenden, und wo es sich um den Nachhülfe=Unterricht eines eine öffentliche Schule besuchenden Kindes handelt, bei Schülern der beiden oberen Classen höherer Lehranstalten. Wer eine Privatschule zu gründen oder zu leiten, oder an einer sol chen eine Lehrerstelle anzunehmen oder häuslichen Unterricht zu ertheilen beabsichtigt, hat dies unter Nachweis seiner Befähigung der Schulbehörde anzuzeigen. Diese hat binnen einem Monat zu erklären, entweder, daß sie gegen die Befähigung nichts zu erinnern habe, oder daß sie dieselbe als vorhanden nicht anerkenne. In letzterem Falle hat sie die Thatsachen anzugeben, welche den Mangel einer Befähigung begründen. Gegen den Bescheid findet die Beschwerde an den Bezirks Ausschuß statt. Mit der Anzeige ist außerdem ein Lehrplan einzureichen, der von dem Regierungs=Präsidenten festzusetzen ist. Wird der Lehrplan in der beantragten Veränderung nicht genehmigt, so steht eine Beschwerde an den Unterrichtsminister offen. Treffen die Voraussetzungen für Ertheilung von Privat=Unterricht und Leitung von Privatschulen nicht mehr zu, so kann durch einen mit Gründen zu versehenden Beschluß des Bezirks=Ausschusses die fernere Unterrichts=Ertheilung oder Anstalts=Leitung untersagt werden. Gegen den Beschluß ist der Antrag auf mündliche Verhandlung bezw. Klage beim Ober=Verwaltungsgericht zulässig. Der Privat=Unterricht untersteht der Aussicht des RegierungsPräsidenten. Während der vorigjährige Entwurf bestimmte, daß das gesammte Schulzwecken gewidmete Vermögen, also auch das von Stiftungen u. s. w. an die bürgerliche Gemeinde übergehen und in einen allgemeinen Fond ausgeschüttet werden solle, soll nach dem neuen Entwurf dieses Vermögen mit allen daran haftenden Rechten und Pflichten für die einzelnen Schulen als besondere Schulstiftung bestehen bleiden. Die Vertretung der Schulstiftung in rechtlicher Beziebung steht den Schulvorständen zu, ebenso die Verweltung des Stiftungs=Vermögens. Die Schulvorstände haben oarüber den Gemeinden Rechnung zu legen. Das Vermögen ist, so weit erforderlich, zur Erhaltung der treffender Schule zu verwenden. Ein Rückgriff aus das Vermögen seldst ist nur so weit gestattet, als es dem Stiftungszweck entspricht. Nur die Vermögensstücke, welche unmittelbare Verwendung für Schulzwecke finden (Schulräume, Geräthe, Dienstwohnungen, Spiel= und Turnplätze), werden durch die bürgerliche Gemeinde verwaltet. In Bezug auf die Organisation der Schulverwaltung, der Schulbehörden, der Diensteinkommens=Verhältnisse der Lehrer u. s. w. entspricht die Vorlage dem, was bisher bereits darüber bekannt geworden ist. Erwähnt sei nur noch, daß der Schulvorstand besteht 1) aus dem Orts=Schulinspector als Vorsitzen dem. Sosern der Orts=Schulinspector nicht zugleich der mit der Leitung des Religions=Unterrichts betraute Geistliche sein sollte, aus 2) diesem Geistlichen, 3) einem an der Schule angestellten Lehrer. 4) aus sämmtlichen Schulvorstehern, 5) aus mehreren(mindestens drei) Mitgliedern, welche von den zur Schule gehörigen Hausvätern gewöhlt werden— Der Goßler'sche Entwurf dagegen wollte zu dem aus dem Gemeinde Vorsteher und Mitgliedern der Gemeinde=Behörden oder aus diesem und Gemeindegliedern bestehenden Schulvorstande, bezw. zu dem aus Vertretern der zum Schulverbande gehörigen Gemeinden bestehenden Schul ausschusse, den mit der Leitung des Religions=Unterrichts betrauten Geistlichen, sowie einen oder zwei im Schulbezirke angestellte Lehrer nur widerruflich von der Schulaussichts=Behörde als Mitglieder bestellen lassen. Der ganze Entwurf umfaßt 194 Paragraphen, während der vorigjährige 203 zählte. Deutsches Reich. Berlin, 14. Januar. ∆ Der Reichstag setzte heute mit seinen„schwachen Kräften" die zweite Lesung des Etats beim Etat des Reichsamts des Innern fort. Bei dem Capitel„Allgemeine Fonds" führte der Abg. Meyer(Arnswalde) Klage, daß das Reich zu wenig für Kunstzwecke thue, und fragte an, wie es mit dem National=Denkmal für Kaiser Wilhelm I. stehe. Die bisherigen Entwürfe gefielen ihm nicht. Es müsse eine neue Concurrenz ausgechrieben werden unter einer größeren Anzahl Künstler. Zur Preisjury müßten cavalleristisch veranlagte Künstler oder künstlerisch veranlagte Cavalleristen herangezogen werden. Nach seiner Ansicht wäre der Pariser Platz der geeignetste für das Denkmal. Staatssecretär von Bötticher entgegnete, die Kunst zu sördern gehöre nicht zu den verfassungsmäßigen Aufgaben des Reiches, doch gebe er zu, daß das Reich sich den künstlerischen Aufgaben gegenüber nicht passiv verhalten dürfe; es fördere ja auch die Kunst bei Bauten, er erinnere nur an den Reichstagsbau. Das NationalDenkmal für Kaiser Wilhelm angehend, so sei ihm nicht klar, warum von 10 Künstlern nur 4 sich an der Concurrenz betheiligt hätten. Der Kaiser habe sich noch nicht für ein Project entschieden. Man müsse Geduld haben. In der Jury gingen die Ansichten ganz unversöhnlich auseinander. Daß eine dritte Concurrenz ein allseitig befriedigendes Resultat ergeben werde, bezweifle er. Bei den Dampfersubventionen bewies Abg. Dr. amberger, daß er richtig prophezeit, als er schlechte Erfahrungen vorausgesagt habe. Abg. Richter unte stützte ihn dabei, während Abg. Dr. Hammacher und Staatssecr=kür von Bötticher meinten, man müsse noch einen längeren Zeitraum ab warten, ehe man ein Urtheil abgeben könne. Auf eine Anfrage Dr. Ha nmacher's erklärte Herr von Bötticher, daß ein Auswanderungsgesetz den Reichstag vielleicht noch in dieser Session zugehen werde. Abg. Dr. Lin zens(Centrum) sprach dabei die Hoffnung aus, daß der Entwurf auch die sittlichen Interessen der Auswanderer ins Auge fassen werde, um die sich namentlich der Raphael=Verein bisher bemüht habe. Der Antrag Richter wegen gesetzlicher Regelung des Einjährig=FreiwilligenWesens wurde gegen die Stimmen der Socialdemokraten und einiger Conservativen nach längerer Debatte angenommen. Morgen Fortsetzung der Berathung. * Ueber das Volksschul Gesetz äußern sich die wichtigeren Berliner Blätter heute Abend noch nicht. Nur die„Nat. Zig.“ klagt: Der Entwurf„bestätigt betreffs der Punkte, welche bereits vorher die ernstesten Besorgnisse hervorgerufen hatten, diese durchaus". Die„Freis. Ztg. hatte sich für die gesetzliche Regelung des Privatschulwesens und gegen die gegenwärtige Aenderung desselben, die eine Fortentwickelung des Volksschul=Unterrichts hemme, erklärt und bezweiselt, daß die„Nat.=Zig“ in ihrem Kampfe gegen die Unterrichtsfreiheit die nationalliderale Partei hinter sich habe. Die„Nat.=Ztg." beruft sich nun auf den„Hannov Cour.“ und die„Magd. Ztg., die ebenfolls gegen die„sogenannte Freiheit des Privat=Unterrichts" wettern. Das ist eben nationalliberal, daß keine Freiheit gewährt werden darf, von der auch die„Katholiken und der Clerus" Gebrauch machen können. * Ueber die Gesichtspunkte, welche die Unterrichts=B der Revision der Lehrpläne und Prüf Schulen geleitet haben, entnehmen wir der darüder veröffentlichten Denkschrift das Folgende: 1) Weitere Ausbreitung und Förderung der lateiulosen höberen Schulen. Die Entwickelung unseres döberen Schulwesens hat zum Schaden des mittleren Bürgerstandes seil Jahrzehnten zu einer einseitigen Ausgestaltung der lateinlehrenden Schulen auf Kosten der lateinlosen geführt. Von den 540 böberen Schulen Preußens im Schuljahre 1889—90 waren 480 lakeiniedrende. 60 lateiniose. Von der Gesammtfrequenz aller böberen Schulen mit 135337 Schülern entfielen auf jene 115 444, auf diese nur 19•893, während z. B. in Bayern, dem Königreich Sachsen und Württemberg das Frequenz=Verbältniß zwischen beiden Schulgattungen ein weit günstigeres und in Württemberg insbesondere die Zahl der Schüler lateinloser Anstalten höber ist, als die der lateinlebrenden. Um auch an Orten, welche nur eine döhere Schule haben, den lateinlosen Realschulen Verbreitung zu sichern, ist, abgesehen von der Zulassung einer freieren Gestaltung des Lehrplaus, Vorsorge getroffen, daß für eine Minderheit von Schülern, welche später humanistischen Studien sich zuwenden will, in Nebencursen bis Quarta lateinischer Unterricht ertheilt werden kann. 2) Versuche mit einem lateinlosen Unterbau für alle Arten böherer Schulen. Die Frage eines einheitlichen lateinlosen Unterbaues für alle höheren Schulen, in welchen als grundlegende Sprache das Französische oder Englische von Sexta an gelehrt, das Lateinische an Gymnasien und Realgymnasien etwa in Untertertia, das Griechische an Gymnasien in Unter= und Obersecunda begonnen werden soll, erscheint der Unterrichts=Verwaltung auch nach den Erfahrungen, welche man in Schweden, Norwegen, Dänemark und der Schweiz mit dieser Einrichtung gemacht hat, noch nicht spruchreif. Darum ist in den anliegenden Lehrplänen und Lehraufgaben diesem Gedanken keine Folge gegeben worden. Um indessen die Ausführbarkeit des Vorschlages auch bei uns zu erproben, ist die Unterrichts=Verwaltung entschlossen, in Städten, wo mehrere Gymnasien und Realgymnasien und daneben mindestens eine lateinlose Realanstalt vorhanden sind, unter bestimmten Sicherungsmaßnahmen Versuche mit einem lateinlosen Unterbau zuzulassen. 3) Erster Abschluß der Vorbildung nach dem sechsten Jahrgange aller höheren Schulen. Das Näbere darüber ist in den Erläuterungen und Ausführungs=Bestimmungen enthalten. 4) Verminderung der Schul= und Hausarbeit und entsprechende Verstärkung der körperlichen Uebungen. Die Zahl der der Geistesarbeit gewidmeten wöchentlichen Schulstunden ist an Gymnasien vermindert um 16. an Realgymnasien um 21. an Ober=Realschulen um 18. dagegen sind für das Turnen an allen diesen Schulen je 9 Stunden wöchentlich hinzugekommen und wird für Turnspiele und die Gesundbeitspflege an diesen besonders Sorge getragen werden. Ebenso hat die Hausarbeit nach den beigefügten Gesichtspunkten für Bemessung derselben eine erbedliche Einschrünkung erfahren. 5) Minderung des Gedächtnißstoffes. Eine solche hat vor Allem in der Religion, den Fremdsprachen, der Geschichte und Erdkunde in bedeutendem Umfang stattgefunden. 6) Aenderung der Lehraufgaben der Gymnasien bezw. Realgymnasien in dem Deutschen, Lateinischen. Griechischen, Zeichnen und Aufnahme des Englischen in ersteren. Was das Gymnasium angebt, so schien es geboten, nicht nur die Stunden für das Deutsche zu vermehren, sondern vor Allem auch den intensiven Betrieb desselben in jeder Weise zu fördern. Durch die Ausdehnung des verbindlichen Zeichenunterrichts auf die beiden Tertien und die Aufnahme des wadlfreien Englisch in den drei oberen Classen ist vielseitigen berechtigten Wünschen entsprochen. Die Befürchtung, daß durch die Verminderung der Lehrstunden in dem Lateinischen die sprachlich=logische Schulung der Jugend und das Verständniß der Schriftsteller einen Abbruch erleide, theilt die Unterrichts=Verwaltung nicht. Indem sie fernerhin im Lateinischen auf stilistische Fertigkeit und insbesondere den Aufsatz verzichtet, im Griechischen Schreibübungen auf der Oderstufe beseitigt, giebt sie sich der Erwartung hin, daß das Verständniß der Classiker, unbeschadet der grammatischen und lexikalischen Sicherbeit, nach der sachlichen Seite hin eine Förderung erfahre und so der geschichtlichen Erfassung des Alterthums die rechten Dienste leiste. An Realgymnasien ist Lateinisch wieder, wie 1859—82, als Nebensache zu behandeln. 7) Aenderung des Lebrziels und des Lehrverfahrens in den neuen Sprachen. Das Ziel des Unterrichts in den neuen Sprachen hat in allen böberen Schulen eine Aenderung dahin erfahren, daß der praktiscte, mündliche und schriftliche Gebrauch der Fremdsprache und das Verständniß der Schriftsteller überall in den Vordergrund gestellt, die Grammatik nur Mittel zum Zwecke ist. Dadurch, daß die alte und mittlere Geschichte beschränkt und der Gedächtnißstoff erbeblich vermindert worden, ist es ermöglicht, der neueren und neuesten, insbesondere vaterländischen Geschichte einen dreiten Raum zu gewähren. Entwickelung des geschichtlichen Sinnes ist die Hauptausgabe dieses Unterrichts. 8) Minderung der Hausarbeit. Durch dieselbe ist einer Ueberbürdung vorgebeugt, andererseits für die Anleitung zu selbständiger geistiger Ardeit Vorkehrung getroffen worden 9) Förderung der erziedlichen Ausaabe der böberen Schulen. Dem weiteren Umsichgreisen des specialisirenden Fachledrertdums ist zu begegnen, in deren zu weit gebenden Forderungen ein Theil der Anklagen wegen Ueberbürdung begründet scheint. 10) Entlastung der Reisevrütung von Gedächtnißstoff und Vereinfachung der Prüfung. In dieser Beziebung seien nur die Minderung des Gedächtnißstoffes in Religion und Geschichte, die Beschränkung der Prüfung auf die Lehraufgaben der Prima und die Erleichterung der Befreiung von der mündlichen Prüfung dervorgeboben. 11) Abschlußvrüfung nach dem sechsten Jadrgange. Die Erläuterungen entdalten die Gründe für die Zweckmäßigkeit einer solchen lediglich den Cbarakter einer Classen= und VersetzungsPrüfung tragenden Einrichtung und die Widerlegung der dagegen erhobenen Einwendungen. * Ein Erlaß des Cultusministers an die Provinzial=Schulcollegien bestimmt, daß die neuen Lehrpläne für die höheren Schulen mit Beginn des Schuljahres 1892—93 bezw. bei Anstalten mit Wechselabtheilungen für den Michaelis=Jahrgang mit Beginn des Winter=Halbjahres 1892, die Ordnung der Entlassungs=Prüfungen und die Ordnung der Abschlußprüfungen mit Schluß des Schuljahres 1892—93 bezw. bei Anstalten mit Wechselabtheilungen für den Michaelis=Jahrgang mit Schluß des Sommer=Halbjahres 1893 überall gleichmäßig zur Durchführung gelangen. * Die Abgg. v. Eynern u. Gen.(natlib.) richten an die preußische Regierung die Interpellarion, ob sie beabsichtige,„noch im Laufe dieser Session eine Vorlage zu machen, durch welche die in§. 52 und§ 69 des Einkommensteuer=Gesetzes vom 24. Juni 1891 bestimmte Geheimhaltung der Steuererklärung durch Aufhebung der zur Zeit entgegenstehenden älteren Bestimmungen gesichert wird". * Erzbischof Dr. v. Stablewski hat heute Vormittag Berlin verlassen. Auf dem Schlesischen Bahnhof, von wo er abfuhr, waren her vorragende Po'n und polnische Vereine mit Fahnen erschienen. * Eine heute im„Reichsanzeiger veröffentlichte Bekanntmachung setzt die Feier des Krönungs= und Ordensfestes auf Sonntag, den 17. d., an. Wie jedoch verlautet, wird mit Rücksicht auf die aus England eingetroffene Trauerbotschaft nur das Capitel des Schwarzen Adlerordens abgehalten werden und die Vertheilung der Ordensdecorationen in aller Stille geschehen. Die sonst bei dieser Gelegenheit übliche Cour und das darauf folgende Diner sollen auf eine spätere Zeit verlegt werden. * Der Ehrengerichtshof in Leipzig verurtheilte die Berliner Rechts anwälte Dr. Coßmann zu 1000 Mark. Ballieu zu 500 Mark und ertheilte beiden einen Verweis. Der Reichsanwalt hatte in erster Linie die Ausschließung von der Rechtsanwaltschaft beantragt. England. * London, 14. Jan. Ueber den Tod des Herzogs von Clarence wird Folgendes berichtet: Der Herzog besand sich in letzter Nacht in den ersten Stunden wesentlich besser. Gegen 2 Uhr schwanden plötzlich seine Kräfte und es trat eine allmähliche Erschöpfung ein, welche bis zum Tode andauerte. Aus allen Theilen des Reiches und den Colonien laufen Beileids Telegramme ein. Die Braut des Prinzen ist vollkommen trostlos. Die Königin sandte eine Beileids=Depesche an die Eltern des Verstorbenen Verschiedene Theater sind heute und am Beisetzungstage geschlossen. Die Königin Victoria ist durch den Todessoll auf das Tiesste erschüttert; ihre Gesundheit hat jedoch nicht gelitten. Die Prinzessin von Wales ist vom Schmerz überwältigt. Die Leichenseier wird mit königlichem Pomp in der St. Georgs=Capelle des Schlosses zu Wiadsor statt. finden. Der Schmerz, welchen der Tod des Herzogs von Clarence in London verursacht hat. ist ein allgemeiner; die lebhafteste Theilnahme giebt sich für die Verlobte des Herzogs, die Prinzessin von Teck, kund, welche in der Pflege des Kranken von Anbeginn der Prinzessin von Wales unausgesetzt Beistand geleistet hat. Die Leichen der Trauer chen sich in der Stadt überall demerkbar; schwarze Fahnen und TrauerDecorationen geben der Stimmung der Bevölkerung Ausdruck. Von St. Paul ertönte auf Besehl des Lordmayors das Trauergeläut der großen Glocke. Die öffentlichen Festlichkeiten sind aufgehoben. Die deutigen Abendblätter erschienen mit Trauerrand. Colontal=Boß. Ueber neue Kämpfe in Deutsch=Ostafrika erhält jetzt die „Köln. Ztg.“ aus Tanga vom 18. December ausführliche Nachrichten, aus denen hervorgeht, daß bereits zu Anfang December im nördlichen Theile des Schutzgedietes Unruhen unter den Eingeborenen ausgebrochen waren, die schließlich zu einer empfindlichen Niederlege der Schutztruppe führten. Dem Bericht entnehmen wir Folgendes: Im Nordbezirk Tanga sind Unruhen in der Wadigo=Bevölkerung ausgebrochen, welche einen bedenklichen Umfang angenommen haben und sich leicht, salls nicht energische Maßtegeln ergriffen werden, über ganz Usambara ausdehnen können. Entstanden sind sie aus der allgemeinen Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der jüngst versuchsweise eingeführten Besteuerung der Eingeborenen. Man wird sich erinnern, daß schon vor einigen Monaten in Tanga Unruhen ausbrachen, weil die Eingeborenen glaubten, daß ihre Salinen besteuert oder ihnen gur weggenommen werden sollten. Durch eine bedeutende Verstärkung der Garnison gelang es jedoch, den Aufstand noch im Keime zu ersticken; aber der Funke des Mißtrauens war nicht so leicht auszulöschen und das frühere gute Einvernehmen zwischen der Regierung und der Bevölkerung von Usambara ist leider dauernd getrübt. Diese Gährung in der Bevölkerung führte Anfang dieses Monats zu verschiedenen Ausschreitungen und einige Dorsälteste ließen sich so weit hinreißen, die deutsche Flagge, welche ihnen anvertraut war, herabzureißen und sich direct gegen die Regierungsgewalt aufzulehnen. Der Bezirkshauptmann Krenzler unternahm darauf am 12. und 13. December mit einer Compagnie einen Marsch in das Wadigoland, um die aufrührerischen Häuptlinge zu bestrafen und die Ruhe wieder herzustellen. Auf die Nachricht von seinem Anmarsch hatten sich die Bewohner in das dichte Buschwerk und in die unwegsamen Gebirgshänge zurückgezogen und beschossen aus diesem sicheren Versteck die Truppe, welche das Feuergesecht aufnahm, aber gegen die unsichtbaren Gegner nur eine geringe Wirkung erzielte. Der geringe Patronenvorrath, der Mann 80 Stück war bald erschöpft, und nach mehrstündigem ziemlich wirkungslosen Feuer mußte Hauptmann Krenzler das Gesecht abbrechen und den Rückmarsch antreten. Die Truppe besand sich nun einem an Zahl vielfach überlegenen Gegner gegenüber in einer sehr unglücklichen Lage, und Hauptmann Krenzler mußte bald das Feuer gänzlich einstellen, um nicht die Truppe durch den Verbrauch der wenigen noch vorhandenen Patronen ernstlich zu gefährden. Die Wadigo erkannten bald ihren Vortheil und bedrängten die zurückmarschirende Truppe von allen Seiten. Ein Sudanese fiel un zwei wurden verwundet. Die Wadigo setzten die Verfolgung bis vor die Thore her Station fart uud nerinmter hier hurch einen krattigen Morn.# die der Station sort und versuchten hier durch einen kräftigen Vorst.5 die Truppen vom Fort abzuschneiden. Dies mißlang jedoch und die Angreiser wurden durch ein paar wohlgezielte Salven zurückgetrieben. Wir haben leider in dem letzten Jahre so viele Mißerfolge gehabt, daß der Glaube an die Unüberwindlichkeit der Truppe in der Bevölkerung gänzlich geschwunden ist; aber noch niemals, so lange die Schutztruppe besteht, ist es vorgekommen, daß eine reguläre Truppe von einer Negerhorde bis vor die Mauern der Station verfolgt wurde; eine solche Niederlage muß auf die Bevölkerung der Stadt eine niederdrückende Wirkung üben und das Ansehen der Trupve in bedenklicher Weise schädigen. Am 19. December ist alsdann eine zweite Expedition von 150 Mann unter Führung des Bezirkshauptmanns Krenzler gegen die Wadigos ausgebrochen. An der Expedition nehmen außer dem Stations=Chef noch Lieutenant Frhr. v. Bülow. Lieutenant v. Bronsart und vier Unterofficiere Theil. Die Expedition sollte etwa 14 Tage dauern. Die Aufregung unter den Wadigo war noch immer groß; als das Transportschiff mit den Tauppen in den Hafen einlief, wurde in allen Dörfern die Kriegstrommel geschlagen und Signalfeuer angezündet. CPC. Reichstags=Verhandlungen. 147. Sitzung vom 14. Januar. Eröffnung 1 Udr 15 Minuten. Am Bundesratdstische: v. Bötticher. Haus und Tribünen sind schwach besucht. Die zweite Lesung des Etats wird fortgesetzt beim Etat des Reichsamts des Innern, und zwar beim Capitel„Allgemeine Fonds". Bei Titel 1„Unterstützung für das germanische Museum in Nürnberg“ 48 000 Mark. bebt Abg. v. Meyer(Arnswalde) wie bereits im vorigen Jahre dervor, daß das deutsche Reich ungemein wenig für Kunstgewerbe ausgebe. Dabei habe die Commission sogar noch den Posten für die Untersuchung des römisch=germanischen Grenzwalles in übertriebener Sparsamkeit gestrichen. Redner fragt dann nach dem Stande der Angelegenheit des NationalDenkmals für Kaiser Wilbelm I. Er meine, wenn sich an der Concurrenz um das Denkmal nur vier Künstler betheiligten, so sei sie schon mißlungen. Hoffentlich werde die neue Concurrenz, die nothwendig sei, eine größere Zadl von Künstlern reizen. Zur Preisjury müsse ein cavalleristisch veranlagter Künstler oder ein künstlerisch veranlagter Cavallerist zugezogen werden.(Heiterkeit.) Er empfehle zur Aufstellung des Denkmals den Pariser Platz. Staatssecretär v. Bötticher entgegnet, daß die Kunst nach unserer Verfassung keine Reichsaufgabe sei. Was das Kaiser Wilbelm=Denkmal angehe, so sei ihm nicht recht klar geworden, warum von den zehn ausgeforderten Künstlern sich nur vier an der engeren Concurrenz betheiligt hatten. In der Jurv seien die Ansichten ganz unversöhnlich auseinander gegangen. Jedenfalls müsse man noch Geduld haben. Er zweisie nicht, daß schließlich ein Denkmal zu Stande kommen werde, welches den Wünschen der Nation entspreche. Titel 1 wird dewilligt. Bei Titel 12„Subvention der Postdampfer=Verbindung mit Ostassen und Australien 4 400000 Mark“ will Abg. Dr. Bamberger die Erfahrungen beleuchten, die wir mit dem interessanten Experiment der Dampfer=Subventionen gemacht hätten. Er habe früher erklärt, daß die Subventionen eigentlich eine Geldverschwendung seien, und die jetzt vorliegenden Ziffern über die Zunahme des deutschen Handels dätten ihm Recht gegeben. Die Ergednisse seien überraschend dürftige. Der Bremer Llovd habe trotz der Subvention Geld zugesetzt, uno zwar in den 4“ Jahren 7200000 Mark. In dieser Zeit bade das Reich 19500000 Mark zugeschossen. Rechne man die Abschreidungen dinzu, so hätten wir in 4 Jahren 6 Monaten über 28 Millionen Mark ins Wasser geworfen, also jährlich über 6500000 Mark. Angesichts dieser Erfabrungen könnte man wenigstens die Zweiglinie nach dem glücklichen Samoa fortfallen lassen, wohin von Deutschland im letzten Jahre für die kolossale Summe von 107000 Mark exportirt worden sei Staatssecretär v. Bötticher kann nicht zugeben, daß die Sache so ganz trostlos sei. Gegen die Vorjadre sei immerbin eine Steigerung des Verkedrs zu verzeichnen. Die Regierung sei bereits mit dem Llovd in Verhandlungen eingetreten, um zu erwägen, was zu thun sei, um das Unternehmen in größeren Fluß zu bringen Abg. Dr. Hammacher(natl) beklagt es, daß der Reichstag über diese Dinge so wenig Insormationen erhalte, und wünscht, daß dem nächsten Etat eine Denkschrift über die Entwickelung des Postdampfer=Verkedrs beigefügt werde. Zu einem abschließenden Urtheile sei die Zeit von 4 Jahren 6 Monaten zu kurz. Abg Richter(dfr.): Der ganze Wertb der deutschen Ausfuhr nach Ostafrika und der Einfuhr von Oftafrika nach Deutschland belaufe sich auf etwas über 800000 Mark und dafür gäden wir 900000 Mark Sudvention, unterhielten medrere Kriegsschisse dort und debattirten hier medrere Tage darüber.(Ruf: Wir bekommen ja keine Diäten! Heiterkeit! Nach Ostasien sei der Verkehr verdältnißmäßig noch am günstigsten; nach Australien sei der Verkehr weit geringer. An der Samoalinie aber babe der Handel gar kein Interesse, auch die Post nicht. Wenn man nun diese Linie einzieden sollte, so dürse man sie nicht etwa verwenden zur Einrichtung einer anderen Linie. Nach einer längeren Debatte, an der sick, die Abgg. Samdammer (dfr.), Dr. Bamberger, Hammacher und Richter betheiligen, wird der Titel bewilligt.„„ Beim Titel„Maßregeln gegen die Reblaus 5000 Mark“ wein Ab Dr. Buhl darauf din, daß die zu erwartende Steigung des Verfedrs mit Italien die Gefadr der Redlaus=Krankdeit steigere. Er bitte die Regierung, die Zollbedörden stricte anzuweisen, solche Sendungen, bei denen alte Reden zur Verpackung benutzt seien, zurückzuweisen. Staatssecretär v. Bötticher versichert, daß die Regierung Alles tdun werde, um eine Einschleppung der Reblaus zu verhüten. Der Titel wird bewilligt.(Schluß folgt v. Holler gements # Artillerie #bsch 1 vom ner Militär ulgeichiefer bergetreten. #sp. die illons Nr S 8 Classe un ezimen! ents Arzt ries: 3 Am entschen mmelt war. nter Andere süsse der erabsetzung r Deutschlat pei bedeutun e Gesellschaf apben= un ru Dr. z Geste kademie doctor der nkum unt rchitektur arren 82.10 nd cand. the ∆# it die An kurze rifte — beach rübpredigt usammenstel und ggg esetz. nten recht m 12. d. 2 korgen gab errn Regier nd erkundig igen für 2 :„ M e „Rein!" r H e r r e i n Betrag er zu und lbe die Bei nfäbig dend, daß ebülfe des shalb emof n Brief ab id unrichtig ebrigens ba werbsunfäh je abzieden chtiger Auf ichen bat Afrik In die GeT. Bor es bie ##elina, ihre #cht schönes locken eing eviten=Hoch #ugte von frauf begat ertretung. n die Iu ntwürfe zu Oberin sehr aß durch fr dracht sei. unen. Au ir die Haus sott die ebr nserer Gen Fan dat nigen Tau indet und TrauerVon St. der großen Die heutigen erhält jezt die Nachrichten, aus ##ordlichen Theile Sebrochen waren, Verlege der Folgendes: Im . Bevölke— msang angeßregeln ergriffen E n s t a n d e n s i n d ## der jüngst verRan wird sich ###en ausbrachen, ## oder ihnen gar Verstärkung der ersticken; aber #und das frühere kerung von der Bevölkerung igen und einige Ege welche ihnen Regierungsgewalt darauf am 12. das Wadigoland, se wieder herzudie Bewohner ###shänge zurück###ppe, welche das ##r eine geringe In 80 Stück war #ungslosen Feuer Rückmarsch anach überlegenen und Hauptmann icht die Truppe nen ernstlich zu # bedrängten die #se fiel und zwei ##s vor die Thore en Vorstoß die kio die Angreiser ben. Wir haben der Glaube an lich geschwunden ebt, ist es vorgede dis vor die age muß auf die ###rkung üben Weise schädigen. ##50 Mann unter Badigos aufge#ons=Chef noch #er Unterofficiere Aufregung unter P#ortschiff mit den Körfern die igezündet. ktat des Reichse Fonds“. Bei Fürnberg“ 48.000 Jahre bervor, ausgebe. Dabei ntersuchung des #mkeit gestrichen. des Nationalan der Concurei sie schon mißwendig sei, eine e ein cavalleriEr Cavallerist zu#g des Denkmals inst nach unserer ilbelm=Denkmal den zehn aufge##urrenz betheiligt Flich auseinander Er zweifle nicht, zelches den Wünndung mit Ostdie wir mit dem acht hätten. Er Geldverschwenr Zunahme des nisse seien überSubvention Geld In dieser ##n die Abschreier 28 Millionen Mark. Ange##ialinie nach dem Schland im letzten ###irt worden sei. hr die Sache so Steigerung des # dem Llovd in #n sei, um das Reichstag über l. daß dem nächdampfer=Verkehrs die Zeit von Ausfuhr nach sio belaufe sich auf Mark Subven##ten hier mebrere Heiterkeit.) Nach #ünstigsten; nach alinie aber habe n man nun diese Enden zur Einrichbgg. Samhammer 1, wird der Titel Miark" weist Abg. 1g des Verfehrs e Er bitte die Sendungen, bei weisen. #erung Alles thun Schluß folgt. Amtliche Nachrichten. Personal=Veränderungen in der Armee. o H o l l e s s e r. S e c= L i e u t e n a n t a l a e u i t e d e s 2. w e s t f ä l. F e l d= A r t kaiments Nr. 22 und Directions=Assist, bei den technischen Instituten Artillerie, dem Feuerwerks=Ladoratorium in Spandau zugetheilt. ##bschieds= Bewilligungen. Reinsdorff I., Prem.=Lieuteunt vom Fütl=Regiment Nr. 37 und commandirt zur Dienstleistung bei mer Militär=Intendantur, dehufs Verwendung im Intendantur=Dienste geschieden und zu den Reserve=Officieren des Füs.=Regiments Nr. 86 hergetreten. Hessen, Hauptmann a. D., zuletzt von der 2. Ingenieur###p, die Erlaubniß zum Tragen der Unisorm des westfäl. Pionier=Baions Nr. 7 ertbeilt Im Sanitäts=Coros. Dr. Noeldechen. Ober=Stadsarzt Classe und Regiments=Arzt vom Füs.=Regiment Nr. 33. zum Ins.= egiment Nr. 17; Dr. Schulte. Ober=Stadsarzt 2. Classe und Regizents-Arzt vom Ins=Regiment Nr. 17, zum Ulanen=Regiment Nr. 8 peren: Lokales. Münster, 15. Januar. Am beutigen Tage beginnen in Berlin die Verhandlungen des Leutschen Handelstages, der seit mehreren Jahren nicht mehr vermumelt war. Sie versprechen in bobem Grade interessant zu werden. later Anderem stehen auf der Tages=Ordnung die Verwendung der Ueberhüsse der Staatsbahnen, die Frage einer Weltausstellung in Berlin, die seradsetzung der Fernsprechgebühren und die Einführung einer Einheitszeit Deutschland. Außerdem wird der Handelstag Stellung nehmen zu bedeutungsvollen Gesetz=Entwürfen, nämlich der Gesetzesvorlage über Gesellschaften mit beschränkter Haftpflicht. und derjenigen, das Teleapden= und Elektricitätswesen betreffend. Die Handelskammer Münster hat als ihren stimmberechtigten Vertreter den Sondikus urn Dr. M. Biermer nach Berlin entsandt. : Gestern Morgen promovirte auf der Aula der hiesigen königl. #ademie cand. phil. Joseph Thiemann aus Bevergern(Westfalen) zum dector der Philosopdie auf Grund der Dissertation:„Die Nikolaikirche zu lntum unter steter Berücksichtigung der Geschichte der mittelalterlichen lrchitektur Westfalens kunstdistorisch dargestellt.“ Opponenten waren die #rren cand phil et archseol Joseph Hoffmann, cand. phil. Joseph Struck md cand. theol. Gustav Sandmann. Provinzielles. ∆ Münster, 15. Jan. Der bochwürdigste Herr Bischof Hermann zt die Anordnung getroffen, daß alljährlich am zweiten Sonntage nach piphanie in allen Pfarr= und Rectorat=Kirchen des Bistdums Münster ine kurze Zusammenstellung von kirchlichen Vorhriften, welche beim Antritte des Ebestandes „ beachten sind. sowohl beim Hauptgottesdienste, als bei der rüdpredigt von der Kanzel verlesen werden soll. Den Wortlaut dieser usammenstellung können wir erst, wenn am nächsten Sonntage die Verung von der Kanzel erfolgt sein wird, unseren Lesern mittbeilen. * Münster, 15 Jan. Zum neuen Einkommensteueresetz.— Für das willkürliche Verfahren mancher Veranlagungs=Benten recht bezeichnend ist ein Eingesandt, welches die„Barmer Zeitung" u 12. d. M. aus Unterbarmen veröffentlicht; dasselbe lautet:„Heute korgen gab ich meine Steuererklärung ab. Einer der Beamten des eerrn Regierungsratbes nahm mir dieselte aus der Hand, durchlas sie d erkundigte sich, indem er auf die Rubrik deutete, welche mit den Abzen für Altentheile 2c. auszufüllen st. wer das bekäme? Ich entgege:„Meine Mutter!“—„Haden Sie darüber einen notariellen Act „Nein!"—„Dann wird das auch nicht abgezogen!“ Flugs nimmt Herr einen Bleistift, streicht mit bewunderungswürdiger Gewandtbeit Betrag aus, addirt denselben meiner angegebenen Schlußsumme wieer zu und legt die Steuererklärung id acta. nachdem er mich unter dielde die Bemerkung hat schreiben lassen, daß ich meine erwerdssabige Mutter zu unterba ten habe.— Ich entgegnete selbstnd, daß über diesen Fall doch wohll nur die Commission und nicht der chülfe des Herrn Regierungsratdes zu entscheiden habe. Es dürfte sich sshalb empfehlen, die Erklärung per önlich und nicht durch eingeschriebeien Brief abzugeben, damit man gleich weiß, welche Position richtiger ud unrichtiger Weise dem Bleistifte des Herrn Beamten zum Opfer fällt. ledrigens dat der Herr Regierungsratd persönlich einem Herrn, der seine werdsunfähige Schwester zu ernähren hat, erklärt,„den Betrag können abzieben.“— Es scheint also weniger am notariellen Acte, als an tiger Auffassung des Gesetzes zu liegen, daß man mir den Betrag genichen hat.“ * A f r i k a V e r e i n d e u t s c h e r R i t h o l i k e n. A m 2 5. d. M. f i n d e t i n n die General=Versammlung des Centralvorstandes statt. I. Vorghorst, 14. Jan. Heut sind es 25 Jahre, daß die Oberin s diesigen Krankenbauses, die ebrwürdige Schwester ##eling, ihres Amtes gewaltet bat. Zur Feier dieses Ereignisses ist ein echt schönes Fest veranstaltet worder. Gestern Abend wurde es mit allen slocken eingeläutet. Diesen Morgen fand zur Danksagung ein feierliches witen=Hochamt mit mehrstimmigem Gesange statt. Der starke Besuch nte von der Beliebtbeit, welche die Schwester sich erworben dat. Bald rauf begaben sich Deputationen des Kirchen=Vorstandes, der Gemeindeertretung, sowie die diesigen Geistlichen und Aerzte zum Krankenhause. die Jubilarin zu beglückwünscen. Als Geschenk wurden ihr die nwürfe zu einem Erweiterungsbau des Hauses, welcher schon lange der berin sehnlichster Herzenswunsch war, überreicht, mit der Versicherung. iß durch freiwillige Liedesgaben schon eine ansehnliche Summe zusammenbracht sei, so daß hoffentlich der Bau bald wird begonnen werden gen. Außerdem waren von einzelnen Familien mancherlei Geschenke die Hauscapelle oder für den Hausbalt dargebracht. Möge der liebe it die ehrwürdige Schwester noch recht lange wirken lassen zum Segen erer Gemeinde! * X a n t e n, 1 4 J a n. W i e d a s o f f i c i ö s e W o l f f' s c h e B u r e a u a u s B e r l i n det, dat der Justizminister behuts seiner Information über den Verlauf Untersuchung, betreffend den hier verübten Knabenmord, vor ugen Tagen einen Rath seines Ministeriums an Ort und Stelle entdet. * Vordeck, 13. Jan. Das große Grubenungluck vom 8. d. bank=, hat zehn Opfer gesordert. Wie dasselbe entstanden, bleibt unaufgeklärt; die sofortige amtliche Untersuchung dat, laut der Köln. Volkszig keinerlei Anhaltspunkte für eine Schuld weder der Verwaltung, noch der Berunglückten ergeben, im Gegentheil erwiesen, daß alle bezüglichen Vorschriften genau beobachtet waren, so weit sich dies überhaupt ermitteln läßt. Sehr guten Eindruck hat es hier gemacht, daß gleich nach geschedenem Unglück Beamte für Herbeirusen von Pfarrgeistlichen sorgten, die nicht sofort getödteten Katholiken sind Alle auf der Zeche noch mit den dl. Sacramenten versehen worden, ehe sie ins Krankenhaus gebracht wurden. 1 Aus dem Oldenburgischen, 13. Jan. Eine stattliche Eiche hat kürzlich der Colon Steinkamp aus Nellinghoff für den boden Preis von 375 Mark verkauft. Die Länge derselben betrug circa 30 Meter, die Länge des Stammes bis zum ersten Ast 11 Meter und der größte Umfang desselben 3½ Meter. Man schätzte das Gewicht der Eiche auf 30 000 Pfund.— Einen glücklichen Fang machten Ende voriger Woche einige Jäger aus Visbeck. Dieselben waren auf dem frisch gefallenen Schnee einem Wildschwein auf die Spur gekommen. Sie hatten denn auch bald das Glück, einen kräftigen Keiler in einem kleinen Tannenwäldchen in der Näbe des Ortes anzutreffen. Gleich die erste woblgezielte Kugel streckte denselben nieder. Unter allgemeinem Judel wurde das Ungebeuer auf einem mit Tannenzweigen bekränzten Wagen nach Visdeck gefahren und dort ergab sich auf der Wage das stattliche Gewicht von 260 Pfund.— Die Schweinevreise sind dier im Steigen begriffen. Junge, etwa 6 Wochen alte Ferkel werden mit 1.50 dis 2.00 Mark pro Alterswoche bezahlt. Die vielen von Auswärts kommenden Händler konnten auf den letzten hiesigen Schweinemärkten bei Weitem nicht ihren Bedarf decken. Vermischtes. * Berlin, 14. Jan. Der Buchdruckerstrike ist in der heute stattgebadten Versammlung der Gehülfenvertreter für ganz Deutschland für beendet erklärt worden. * Hamburg, 14. Jan. Der Hamburger Dampfer=Lissabon= mußte wegen zahlreicher Erkrankungen am gelben Fieder, insbesondere aller Maschinisten, die Fahrt nach Hamburg aufgeben und nach Santos zurückkedren. * Tessaun, 14. Jan. Die Reisenden eines am Samstag hier eintrefsenden Bahnzuges wurden in nicht geringen Schrecken versetzt, als der Zug binter Wittenderg plötzlich im Felde zum Stillstand kam. Ein unter den Passagieren defindlicher Herr aus Dessau gestand dem Zugführer, daß er das Notbsignal gegeben, weil er beim Ausdlick aus dem Coupe sein künstliches Gebißverloren und dasselbe wieder erlangen müsse. Es wurde ihm, nachdem man ihm bedeutet, daß dieser Verlust kein Grund sei, das Notbsignal zu geben, doch gestattet, das Verlorene zu suchen. Nachdem der Herr das werthvolle Object auch wirklich wiedergefunden. wurde die Fahrt fortgesetzt. * Brüssel, 14. Jan. Während der gestrigen Vorstellung im Alblambra=Theater entstand in Folge einer Explosion im Bübnenraume eine Panik. 18 Personen wurden mehr oder weniger verletzt * L o n d o n, 1 4. J a n. D e r n e u e S t a b l d a m p f e r= K a s a r a=, 1 2 0 0 Tonnen, von Calcutta kommend, ist bei Rangoon wrack geworden.— An der Westküste Spaniens sank ein nach Konstantinovel bestimmter großer russischer Dampfer. Das Schicksal der Besatzung ist unbekannt. * Lissabon, 14. Jan. Bei der vortugiesischen Eisenbahn=Gesellschaft wurden große Unterschlagungen entdeckt. Ein Depotschein der Lusitanischen Bank über 150 Millionen Reis wurde als falsch erkannt. Die angeblich bei der Bank binterlegten Werthvapiere wurden von Beamten der Pensionscasse unterschlagen und verpfändet. Allerlet. * Zeitgemäße Mahnung: Uebt immer eure Bürgerpflicht, Auch wenn es schneit und friert. Vergeßt das Aschestreuen nicht. Sonst werdet ihr notirt Der Paragrapd stedt nicht zum Spaß In unserm Ortestatut. Wer einmal aus dem—— Pflaster saß. Der weiß, wie wed das thut! * Wetterregeln für den Jannn..— Der erste der zwölf Monatsbrüder dat seine ganz besondere Bestimmung, wenn man dem alten Volkssprüchlein und dem deredten Volksmund Glauben schenken darf. Just ihm nämlich wird speciell es zugeschrieben, den allergrößten Einfluß auf die Witterung des ganzen neuen Jadres zu besitzen!— Soll diese günstig sich und segensreich gestalten, muß er vor Allem sich als rechter Eis= und Schneemann zeigen, denn:„je bärter der Januar, je besser wird das Jahr," oder etwas anders ausgedrückt:„Kalter, strenger Januar bringt Segen für das ganze Jahr.“— besonders für die Landwirthschaft. in Bezug auf die es beißt:„Januar— Schnee zu Hauf.— Bauer. halt den Sack auf!“— aber:„tanzen im Januar die Mucken, muß der Bauer nach dem Futter gucken.“— Ja!„der Januar muß krachen, soll der Frübling lachen!" weil„dichtes Eis im Januar, giebt im Mai ein üpvig Jahr.“ doch„gelinder Januar, dringt ein spätes Frühjahr.“ und „wenn Frost nicht im Jänner kommen will, so kommt er im März und im April“. Darüber sind überdaupt alle Wetter=Gelebrten einig:„Januar naß und warm— daß Gott erbarm'!“ indem allgemein die Ansicht berricht:„im Januar viel Regen, ist dem Lande kein Segen." Auch der Nedel pflegt im ersten Jahresmonat kein beliedter Gast zu sein, wegen der Befürchtung:„auf Nedel im Januar folgt oft ein nasses Jahr:“— dagegen kommt man immer wieder auf den Wunsch zurück nach Eis und Schnee, und propbezeit sogar:„ist der Januar dell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.“— Muß man nun doch einmal mit Recht vom Januar hoffen und erwarten:„Wenn der Tag beginnt zu langen, Kommt die Kälte erst gegangen!“ * Neue Entdeckung.— Vor Beginn der Sitzung der königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu London am 10. December wurde nach der„Köln. Zig" dem Präsidenten eine Mittheilung von Professor Dewar über eine soeben gemachte wichtige Entdeckung zugestellt. Die Vorlesung ergad, daß Professor Dewar an jenem Tage Nachmittags 8 Uhr fl##igen Sauerstoff im Zustande des Siedens an der Lust(alse bei einer Temperatur von— 181 Grad C.) in einer Schale aus Steinsalz zwischen die Vole eines Elektromagneten gebracht habe. Zu seinem grohen Erstaunen sad er, daß, sobald der Magnet erregt wurde, der flüssige Sauerstoff sich plötzlich zu den Polen erbod und dort angezogen blied. bis er verdampft war. * Beim Photographen.— Aus Sternberg im Lande Mecklendurg erzählt das„Meckl. Tagebl“ folgende Geschichte: Ein Mann, dessen Kinder in Amerika wohnen und ihn um sein Bild gebeten hatten, kommt zu einem hiesigen Pbokographen, um sich abnehmen zu lassen. Der Vdotograph unterbält sich eine Weile mit dem draven Alten und sagt zum Schluß scherzhaft:„Dat sall ok so weid nich daudn" Sie begeben sich in das Atelier, das auf einem balkonartigen Vordau nach dem Garten zu errichtet ist. Die Oeffnung der Wand nach der Gartentreppe zu wird mit einem Laken verdängt und der gute Mann setzt sich, den Rücken der Treppe zugekehrt. Nachdem der Photograph seine Vorbereitungen getroffen hat, steckt er den Kopf unter das bewußte schwarze Tuch, und nun beißt es:„Noch ein wenig rechts“—„ein wenig zurück“—„ein bischen links"—„noch ein wenig zurück“— und— plötzlich sind Stuhl und „Obsect“ mit lautem Gevolter die Treppe hinuntergestürzt. Bleich vor Schreck eilt der Photograph die Stufen hinab und denkt, im glücklichsten Fall einen Mann mit gebrochenen Armen oder Beinen zu finden, doch vergnügt lächelnd, auf alle Biere gestützt, das Gesicht der Treppenöffnung zugekehrt, ruft der, einige Hautabschürfungen nicht acbtende und im Uebrigen glücklich unten Angekommene:„Is't gaud worden?" und sich aufrichtend, fügt er hinzu:„Dat barr'ck doch nicht dacht, dat dat Ding so'n Zug harr!“ Drahtberichte des Westfälischen Merkur. lId Frankfurt, 15. Jan. Bei Bischofsheim entgleiste gestern Abend der Köln= Frankfurter Schnellzug, wobei ein Wagen umfiel. Zwei Herren und eine Dame wurden verletzt. Id Posen, 15. Jan. Der„Dziennik Poznanski“ meldet, daß der General Gurko auf seinem Posten als General=Gouperneur von Warschau bleiben wird. Id Wien, 15. Jon. Der Bischof von Trieft hat refignirt, weil die Gemeinde sich über die Begünstigung des Slaventhums seitens des Clerus beklagt hat W Brüssel, 14. Jan. Anläßlich des Ablebens des Herzogs von Clarence wird der Hof eine sechswöchige Trauer anlegen. Alle Festlichkeiten sind bis auf Weiteres verschoden. Der König wird den Trauerfeierlichkeiten voraussichtlich in Begleitung des Generals Nicaise, des Oderstlieutenants Chapelie und des Hofmarschalls Grafen Qultremont beiwohnen. Der Graf von Flandern ist noch in Trauer wegen des Prinzen Balduin und wird daher der Beisetzung nicht beiwohnen, vielmehr eine Vertretung dahin entsenden. V Paris, 14. Jan. Der„Temps meldet aus Rom, der Papft werde den französischen Bischösen durch den Nuntius Ferrara mittheilen, daß er sich freuen würde, wenn der Vorschlag des Bischofs von Nancy, das Collectivschreiben über die religiöse Frage in Frankreich zu veröffentlichen, nicht verwirklicht würde.— Die Zeitungen begleiten die Nachricht vom Tode des Herzogs von Clarence mit Worten lebhafter Theilnahme für die königliche Familie und das britische Volk. W Venedig, 14 Jan. Die auf heute anberaumte Sitzung der internationalen Sanitäts Conferenz ist auf morgen vertagt worden. Verantwortlicher Redacteur: Dr. jur. Paul Weilbächer in Münster. Wetterberichte der deutschen Seewarte in Hamburg. Thermometer nach Reaumur, am 4 Januar. Uhr Morgens: Asstanm— 5. Hamburg— 5, Jle d##ix+ 1, 7 Münster— 6 Ritzze Muthmaßliche Witterung am 16. Jannar. (Nachdruck verboten. Zeitweise heiteres, meist trübes Wetter mit etwas Schneefall und gelinderem Frost. Begründung der Prognose und Wetterbericht vom 14. Januai, Abends 11 Uhr. Südlich der Alven zieht eine tiefe Depression in östlicher Richtung dabin und veranlaßt in weiterem Umkreis trüdes Wetter mit Schneefall. Andere Störungen im Nordwesten und über der nördlichen Ostsee baden ihren Ort wenig verändert. Relatio hoch ist der Luftdruck im boben Norden und im Westen.— In ganz Deutschland herrscht Kälte, meist hat der Frost erbedlich zugenommen bei vorwiegend östlichen Winden, „Die gelehrten Frauen“ sind es, die oft als Zielpunkt eines nicht selten recht saden Spottes der Dichter dienen mußten und wohl auch noch heute dienen. Eins ist es aber, worin wohl jeder Klardenkende eine wissenschaftliche Beschäftigung der Frauen anerkennen muß— die elementare Erkenntniß der Ernährung des menschlichen Körpers; denn wer uns täglich unsere Speisen kocht, der muß auch wissen, ob er uns nahrhaft und zweckmäßig Bereitetes vorsetzt, der muß vor Allem die evochemachenden Resultate der Ernäbrungsledre zu würdigen versteben, von denen ein vorzügliches Beispiel in Kemmerich's Fleisch=Pepton vorliegt, jenem leicht verdaulichen schmackhaften Präparat, das als Stärkungsmittel in keiner Hausbaltung fedlen sollte. Handels=Nachrichte Weosel 100 Fl. 100 Fl. 2M. 3 Anw. 100 Fr. 8 T. do. 100 Fr. 2M. 3 100 F. S T. Berlin, Börd vom 14. Januar. 9 Kr. 2M. 1P#d. St. 8 T. 1P. St. 3 M. 100 Fl. 5 T. 3 8%55 49 3½ 2023 b, 3½ 20.24 b 4 172.50 L 171,70 5 Soll. Silder Ducaten— Sovereigus 20 20=Fres.=Stücke 16 Imverials 16 Dollars 4 Oesterr. Bankneten 172 Franzosische Banknete 20 Russische Bankneten 198 do. Zollceupen 324 Bank-Discon Berlin, Schluß=Course vom 14 Januar. In= und ausländische Fonds- und Staatspaviere Mschulescheine Anl. 1135 Hoodk. Pod. .V voriger deutt#er 84,80 b, 84, 60 b 81,8 0 84,80 b 100.30 B 99,9 9 155,00 bz 151.50 b 110,30 00 119,30 101,30 b, 101,30 G 101,00% 101.00 b 107.50 G 107/ 50 20,00 M 05,3 6 00.00 Hamd. Hop.=Psandor Hop.=Br. Borz.=A. 1. vo. l. rz. 100 de cond. rz. 100 do. Em. 11 u. 1T, 101,00 S 101,00 b Nr. B. 4.=B. Ser. V. rz 100 106 75(S 106,75 G II.—IX. vz. 100(100,40 0; 100, 30% R. Hop.=A. B.rz. 100 101, 20 bz 10. 20 b p##o det. Bank 117,75 4 117,75 00 25%" 102, 0 G 191,40(9 I vo. Bodencredi d#. volle 101 50(P 101.61 G Hannoo. d. Gertis. 100,75% 100, 75 51 f 4½ Pr. B. u. Pr.=Anl. 138 8 4B 139,0 b 143.42 b3 143.50 b Eisenbahn= Prioritäts=Actien und Obligationer Graunschw. Loose Oldend. Loose Sachl. Staatsren:: Oesterr. Goldrente do. Papiercen ba. 18907 Loose be. 18641 Po. do. Credit=Loose do. 4% 250-8l. Unner 10 Rufs.=Engl. An erveriger 101.4 B 104 45 127.50 928 00 0 9.70 5,50 B 95.8 316.00 0 315 5 222.50 24 124,20 b, 1. 4.00 b 251.30 4 260 255 00.00 b4 112.00 69 0 00 0 81.72 5 92.60 0 92.20 0 00, 40 103,4) 54 090.#0 S. Ziehung 105, 70% 99 705 194,50 49/102, 40 Alld. Westd. Gold n. Gold struerpfl. Sterstesn Lioten Nastriche..... be. 4r. ##n. Cdez=Neus. I. II. 97,50 G 97.60 b 97.50 0 97. 60 00.00 G 00.0 nscheder 105.05 6) 10 4.60 99.91 10% 0 94.70 G 94.70 107,10 0 102, 104 100.900100 00 00 90.00 b 00.00 G 00. 0 106.70 9 106, 80 C9 Krouprin, Audellen. do.(Salekzurg Oestr. Nerdwestd. gar. 52. 73-17 Oestr.=Ung. Gin. gur. #e. be. v. 13½ bo. 188## Gred.=D. Rb. u. 1o p#nd. Ges. r Bank=B. Rark. Bau. au Bank Lariche Bank....... ae Bank Mrts. 119.25 0 119 25 5 00,00 0 00, 20% 136.9 136.40 b 104.25 0 104.15 0 115.00 B 115,30 G 030,00 40 00 5 b2 156.00 156.50 104,50 0 103,75 Ung. Nerdosttahn do. de. Gld.-Obl. Groß. Russ. Eisend. gar. Mosco=Rjasan, gar. Mosro=Smolenak gar. Baukactten. Essener Cred.=R. Oenadr. Bank Oldend. Spard. Reichsdank Oesterr. Cred.=A. Westsal. Bank Khein.=Wests. Vonl 92,00 b 92.20 U 75.50 9 75.50 S 88,25 M 88.10 B 99.25 W 99 5009 148,09 5410 112,. 70 5 162,20 Industrie= und Versicherungs= Actien. Elfeld=Grenau Aplerdecker Steink. Arenderger Beraw. Vorwarts Bielefelder Sp. 11325## Dortm. St.=Pr. Lit. a. Selsenk. Bergw. Harkort Brückd. St.=Pr. Horder Huttenv., alte laurehüite Leuise Tiesdau, cond. Wedernicher Bergw. Schlei. Zinkdürten 180.15 W 131.50 50 113,50 9 94 60.00f 5 0, 141,90 b 9 83.75 5 Din 161. 10 0 00 197.50 Bdonix Bergo. Ravensberger So Nachen=Münch. Colonia, R.=B. Elderfelder Glasdacher J. 8 Leiptiger F.=B. Magdedurger F.=H. Olbendurger Bers.“. Berlin Leden### Concer#., 8.-B. Rietorte P##rin 3950 b. 3919 P 3100 S 3300 0 Waaren= und Broducten=Berichte vom 14 Jaunar. Neuß. Weizen neuer 1.K 22,80, 2. 21,80.— Landroggen neuer 1. 21,80, 2. 20.30.— Kartosseln 9,50.— Haser 15,00.— Rüböl per 100 Kilo a größ. Part. 62.00, in klein. Part. 63 50.— Preßkuchen dito 128.— Gerrinigtes Oel 65,00—66.50. m% Köln. Weizen hiesiger loco 23.75, fremder loco 25.25, per März 21,20, per Mai 21,30.— Roggen loco hiesiger 24.25, fremder loco 26.25, per März 22,40, per Mai 22,50— Hafer hiesiger loco 15,25, fremder 18.50 — Rüböl loco 64,00, per Mai 60.30, per October 59,30. Magdeburg. Landweizen+# 00— 00: Weißweizen 00— 00, glatter engl. Weizen 00— 00: Rauhweizen 00— 00.— Roggen 00— 00— Chevaliergerste 00— 00: Landgerste 00— 90.— Hafer 00— 00 fün 1000 Kilogr.— Kornzucker, exel. von 92“ 19.65 Kornzucker errl. 88% Rendem 18.85: Nachproducte, exrl. 75% Rendem. 16,40.— Gem. Raffinade, mit Fei 29,75, gem. Mel. I., mit Faß 28.50 Hamburg. Weizen holsteinischer loco neuer 218—228.— Roggen loco mecklenburg. neuer 218—247, russischer loco neuer 192—198 nom— Rüböl loco 61.00 per 200 Pfd.— Sptritus per Januar 37½ Br., per Januar= Februar 37½ Br., per April=Mai 37% Br., per Mai=Juni 38 Br. per 1000 Liter=Procent.— Petroleum Standard white loco 6.30 B., 0.00 G., per Januar=März 6.25 B., 0.00 G.— Schmalz(Steam) 00 Br. Stettin. Weizen loco 218—224, per Januar 223.00, per April=Mai 216 00.— Roggen loco 218—223, per Januar 232,00, per Aprtl=Mai 225.50— Hafer loco neuer 153—162.— Rüböl loco per Januar 57, per April=Mai 57.00.— Spiritus loco ohne Faß mit 50 Mk. Consumsteuer 00.00. mit 70 Mk. Consumsteuer 48.00, per Januar mit 70 u Consumsteuer 47.80, per April=Mai mit 70 Mk. Consumsteuer 47,60.— Petroleum loco 11.10 Breslau. Sptritus per 100 Liter 100% excl. 50 Mk. Verbrauchsabgaben per Januar 66.30, do. do. 70 Mk. Verbrauchsabgaben per Januar 46.80, do. do. per Januar=###ebruar 00.00, per Apnil=Mai 48.40.— Roggen per Januar 237.00, per April=Mai 2.0,00.— Rüböl per Januar 60,00. per Aptil=Mai 00,00.— Zink umsatzlos Posen. Sptritus loco ohne Faß mit 50## Consumsteuer# 65,90, do. mtt 70## Consumsteuer 46,50. Leipzig. per Januar " Februar " März " April " Mai " Juni Kammzug=Terminhandel. La Plata. Grundmuster B. Mt. 3.57¼ 3.60 3.62 3,62 3 65 5 1 5 3. 3.7 Mf. per Juli " August " September " October " November " December Umsatz 155000 Kilogr. Wien. Weizen per Frübjahr 1892 10,94 Gd 10,97 Br., dr Helbst 9.86 Gd., 9.89 Br. Roggen per Frühjahr 1892 10.64 Gd., 10.67 Br., per Herbst 8,88 Gd., 8.93 Br.— Mais per Mai=Jumi 6,13 Gd., 6.16 Br., per Juli August 6.23 Gd., 6,28 Br.— Hafer pei Frühjahr 1892 6,70 G, 6,73 Br. Pest. Weizen per Frühjahr 1892 10,76 Gd., 10.78 Br., per Herbst 9.57 Gd., 9.59 Br.— Haser por Frühjahr 1892 6,29 Gd., 6,31 Br.— Mais per Mai=Juni 1892 5,75 Gd., 5,77 Br.— Kohlraps per August=September 13.45 Gd., 13.55 Br. Antwerpen, 14 Jon. Petroleum fest. Bl. dis= krs. per Januar„ per Febiuar per Sept.=Der. Schmalz, Wilcox, per 100 Kg.„ Amerik. rotder Winterweizen Nr. 2 disp. Woll=Umsaz—„„„ 16 Paris. Rohzucker 88% loco 39.25. Weißer Zucker Nr. 3 pro 100 Kilogramm per Januar 41.00, per Fedr. 41.37½ per März=Juni 42 12½. per Mai August 42.50.— Weizen per Januar 26.00, per Februar 26.20, per März=April 26.70, per Marz=Juni 26,90.— Roggen per Januar 20,00, per März=Juni 21,50— Mehl per Januar 56 00), per Februar 56,75, per März=April 57.80, per März=Juni 58.20.— Rüböl per Januai 56 25, per Februar 57.25, per März=April 58 25. per März=Juni 58,75.— Spirnus per Januar 46.00, per Februar 45.50, per März=April 45.50, per Mai=August Amsterdam. Weizen per März 246.00, per Mai 250.00.— per März 226.00. per Mai 231.— Rüböl loco 00. pei Mai 00, per Herbst 00. Bancazinn 55.— Java=Kaffer good ordmary 52½. Lonvon. upfer Chili=Bars, g. o. B. L. 45%. per 3 Monat 46. — Zinn. Stratts L. 00,00.— Blei spanisch L. 11,2,6.— Zink, schles., e. B8 Glasgow. Warrants 47 fd.— d. Käufer,— sh.— d. Verkäufer Gewinn-Plan: Vom 18. bis 25. Januar C. unviderrutlich Hauptziehung de: Deutschen Antisclaverei-Lotterie. zum amtlichen Mark 42, 24, 8.40, 4.20. (Porto und amtliche Liste 50 Pig.) emptichlt und versendet so lange Vorrath reicht „Lewin, Bank- u. Lotterie-Geschäft. 13020 Gew. Mk. 3075000, sämmtlich ohne Abzug zahlbar. Berlin C., Spandauerbrücke 16.— Neustrelitz. Telegramm-Adresse: für Berlin:„Geldquelle Berlin“. für Neustrelitz:„Goldquelle Neustreiltz“. — Der prompte Versand der Loose findet sowohl von Berlin, wie von Neustrelitz aus statt. übertressen an Wirksamkeit und Billigkeit weitaus alle anderen, seien es sog. Schweizer=, Rhabarber= oder andere Urbanuspillen. Meine Urbanuspillen sind medicinalamtlich begutachtet und kosten nur„ des Preises nach der Apotheker Taxe, 100 Stück 1 Mark, 6 Schachteln u 100 Stück 5 Mark. Ein Vergleichsversuch mit anderen Pillen wird meine Behauptung bestätigen. Einige der nach vielen 1000 zählenden Dankschreiben werden jeder Schachtel beigefügt. Auch zu haben in der Hirsch-Apotheke zu Münster.(13) Meine Urbanuspillen Dr. Overhage, Versandt durch die Hirschapotheke in Paderborn am Kettenplatz. Todes-Anreige. Gott dem Allmächtigen hat es nach seinem unerforschlichen Rathschlusse gefallen, heute Morgen gegen 7° Uhr meinen einzigen, innigstgeliebten Bruder, den Stadt=Calculator Wilhelm Deverse, im 60. Lebensjahre, unerwartet, jedoch wohl vorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Den vielen Freunden und Bekannten des Verstorbenen widmet diese Traueranzeige mit der Bitte um stille Theilnahme die tiefbetrübte Schwester: Bernardine Deverse. Münster, den 14. Januar 1892. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 17 d. M. Nachmittags 3“ Uhr. vom Sterbehause(Georgscommende 9) aus; das feierliche Seelenamt am Montag, Morgens 8 Uhr, in der Liebfrauen=Lirche. Nachruf! Am heutigen Tage in der Frühe stard nach kurzem Krankenlager der Stadt=Calculator Herr Wilhelm Deverse. Derselbe hat sich durch seine Pflichttreue, seinen liebenswürdigen Charakter und sein offenes, leutseliges Wesen die Hochachtung und Liebe aller Amtsgenossen im hohen Maße erworben. Er war ein braver Mann im wahren Sinne des Wortes, ohne Falsch und ohne Tadel, der überall Freunde, aber keine Feinde hatte. Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Münster, den 14. Januar 1892. Die Beamten der Stadtverwaltung. Todes=Anzeige. Heute Nacht 1 Uhr nahm der liebe Gott mein innigstgeliebtes jüngstes Söhnchen und unsertheures Brüderchen Heinrich nach kurzem, schwerem Leiden in Folge Gehirnentzündung im zarten Alter von 6 Jahren zu sich in den Himmel, nach dem ihm sein Schwesterchen vor einigen Wochen vorangegangen ist. Um stille Theilnahme bitten die trauernde Mutter Frau A. Schrage nebst Angehörigen. Münster, 14. Januar 1892. Das Sechswochen=Seelenamt für den verstorbenen Postsecretair Th. Schönhoff findet am Samstag, den 16. d. Mis., Morgens 8 Uhr, in der St Ludgeri=Kirche statt. Verwandte und Bekannte werden freundlichst eingeloden. Lehrling. Für mein Wäsche= und Aussteuer=Geschaft suche zum baldigen Eintritt einen Lehrling mit guter Schulbildung. II. Dütting, Wäschefabrik. (362) Münner i. W. Ziehung in drei Tagen!!! Intiselnverelloose V, 43 MI., ½ 21,50 Mark. ½ 4,40 Mt I. Hauptgewinn 600000 Mf.! Kölner Dombau-Loosea 3Mf. (Hauptgewinn 75 000 Mt.) empfiehlt und versendet noch A. Rolef Münster i. W., Drubbel I. Gesetzlich geschütz:: Dr. Romershausen's Augen-Essenz mite schelel Alcohol, zur Stärkung und Erhaltung der Seharatt erfunden und seit mehr al50 Jahren in unerreichte: Güte darge tücke en Dr. Zu bezichen in 1 und 3 M entweder dirck odler I Münster: In den bekannten Niederlagen 1 Die Fabrik feuerfester Producte Rudolf König zu Annen i. Westf. liefert feuerfeste Steine zu allen Feuerungsanlagen.(31) Gemälde=Sammlungen der verstordenen Herren Nentner Joh. Cremer in Köln. Rentner Pet. Schiffer in Crefeld, Rentner Hauptmann a D. Uckermann in Köln, sowie des Herrn Gust. Blass senr. auf Burg Broch 2c. Versteigerung den 20. und 21. Januar 1892. Illustrirte Kataloge sind zu haben.(369) I. M. Heberle H. Lempertz' Söhne), Köln. Der von mir bereits annoncirte — Tanz-Cursus— findet für Damen Freitag, den 15. Jannar, Nachmittags 6 Uhr, für Herren Mittwoch, den 20. d. M., Abends 8'. Uhr, in meinem Tanz= und Anstands-Unterrichts=Institut(Neubrückenstraße 51) statt. L. C. Fricke, Director. Christlich=conservativer Bürgerverein, Bezirk Osten. General=Bezirks=Versammlung am Freitag, Abends 8¼ Uhr, beim Gastwirth Alex Pape, Salzstraße Tages=Ordnung: 1) Jahresbericht und Rechnungslage. 2) Besprechung von Bezirksinteressen und Annahme von Auttägen für die General=Versammlung. 3) Aufnahme neuer Mitglieder. Um allseitiges, pünktliches Erscheinen bittet der Vorstand. Carl Menton, Worms a. Rh., Düngerfabrik, empfieb„Knochenmehl, rob und gedämpft. Euperphosphat und sämmtliche sonnigen Düngemittel unter Gehalte garautie; ferner: Fleischmehl und Fntter=Knochenmehl , z u b i l l i g s t e n P r e i s e n.( 3 6 8 Jos. König. Uhrmacher u. Optiker. Ludgeristr. 6“, nahe am Ludgeriplatz, hält sein Lager □ 1.—"— besserer Qualität, preiswürdiger Ix F v. Fe, die in Bezug auf Gangleistung and gediegenen Arussere auch den hochsten Ansprüchen genügen, bestens empiehlen Reichste Auswahl in Barometern, Thermometern, Reise- und Theuterzläsern, Rathenower Brilien und Pincener, Leseglüsern und Loupen ele. Specialität: Anfertisung von Brillen nach ärztlieter Vorschrift.(65) Die Strumpfwaaren=Fabrik, Garne und Kurzwaaren=Handlung von Münster J. Raueiser Köln, in Bestialen, Wrceh Bhidmartt 10. Salzstraße gegründet 1=63. Marzellenstr 12 Nr. 54. Telephon 676 80. Friesenstr. 4, erlaubr sicd einen neuen Artikel zum Schutze gegen Ertaltungen in Form einer kurzen, woll. Normal=Unterjacke zu empfehlen und zwai in 3Größen, per Stuck Mark 2.50, 2,75 und 3.00. ##ieselden dienen. um Brust, Nacken, Lungen und Luftröhre zu schügzen, und können bei Tag und Nacht gebraucht werden, gewiß bei den sortdauernden Krankheiten, wie Gripre 2c., nicht zu unterschäßen.(231) Zugleich empfehle nedst meiner großen Auswahl bester und preiswertder deutschen und englischen Garne, eine neue Qual=tat Rockwolle per Psund 3 Mark in allen Farden. Musser gratie. Anntäge von 20 fuf und höder#ico. Deutscher Levante=Verkehr über Hamburg secwärts. Directe Frachtsätze lam veröffentlichtem Tar# von Stationen Königl. Preußischen, Königl. Bayrischen und Königl. Sächsischen Staats=Enenbahnen, der Saal=Eisenbahn und der Werrabahn nach Piräus, Syra, Smyrna, Salonik, Dedengatch. Konstantinopel, Bourgas. Varna und Galatz-Bralla. Mit Gültigkeit vom 1. April ist ein neuer Tarif in Kraft getreten. Nähere Auskunst ertheilen die berressenden Eisenbahn Güter=Expeditionen, sowie in allen Fällen die(58) Telegr.=Adr. Vantele. Deutsche Levante-Linie In Hamburg. -grist. F. Ellinghaus, Bestellen Sie zu 3.50, 4. 4,80, 5 bis 15 Mark eine Probekiste Cigarren u. Sie werden staunen über die vorzügliche Qualität. Garantirt nur beste überseeische Tabake, Pfälzer ausgeschlossen. Nicht Passendes tausche gern um.(44) Versandt gegen Nachnahme, von 20 Mk ab franco. Preislisten ftanco. Cigarren=Versandt=Geschäft Hermann Witter. Alleestr. 123, Bochum. Westfalen. Franz Pauly, Düsseldorf, Handlung reiner Natur=Weine. Niederlage für Münster und Umgegend bei Gustar Hemmerling. Drubbel, woselbst auch Preis=Verzeichsse zu haben sind.(319) LouisTidow, Hannover, Feuerspritzenfabrik, empfiehlt ihre rühmlichst bekannter Neuerlöschmaschinen in großt. Aus mabl.(Sctt 1870 v. p. 2000 St ge#iefert. Spritzenzubehör jeder An. Preise billigst. Waringe. Pr. Cos. Ein eichen=geschnitztes HerW ren=Modilar mit Schreibtisch und Bücherschrank, unter der Hand billig zu verkaufen. Zu erfr. Lohndiener Herpert. Krumme=Gasse 5.(335 ianino'S Gntertcht ke sonders geeignet Kreuzs. Eisenbau. Hchste Tonfülle. Frachttrei auf Probe Preisverzeichn. franco. Baar od. 15—20 Mk. monatlich Berlin, Dresdenerstr. 38. Friedrich Bornemann& Sohn, Pianino-Fabrik.(43) Stellenvermittelung durch den Verband Deutscher Hand lungsgehülfen, Geschäusstelle Düsseldorf. Friedrichstraße 111.(88.33 Für das Comptoir eines bieA sigen Fabrik Geschäftee wird ein durcheus tüchtiger, sicher arbeitender. junger Kaufmann, der in Correspondenz und Buchführung gewandt und erfahren sein muß, gesucht Sehr schöne Handschrift und deste Reierenzen erorderlich. Reflectnende Herren belieben ihre Ansprüche 2c. unter Luta A. Z. 250 an die Annonc=Exped. A. Rolef. Drubbel 12, einzureichen.(374) Eine Leinenweberei in der Näde in M=Gladbach sucht zum sofortigen Eintritt einen durch zue uchtigen Obermeister. Nur solche Beweiber wollen unter Angabe ihrer Gevaltsansprache sich melden. che in allen Zweigen der Leinen. weberei eifahren sind und gute Zeuauss desitzen. Osserten unser E. G. 176 an die Annoncen=Exped. von Hassenstein& Vogler, A.-., Köln. 309 anufacturman Ich suche fur mein rengeschäft zu Onern(367) einen Lehrling aus guter kathol'scher Jamilie. Husum Schleswg Holstein). J. C. Thiessen a. Markt Platz= oder Lauermeisterstelle gesucht unter bescheidenen Ansprüren von ein. verhemat###eten cautionsjähgen Mann in den 40er Jahren siedend. welcher im Burean- und Comptoirwesen erfahren m Offerten unter A. P. 372 an die Geschl testelle d eies Blattes erbeten Gesuch. Ein jung. Mann sucht zum 1. Apri oder Mai in Munster Stellung für Compton. Lager oo. f. kleine Reisen. Gute Zeugn.— Get. Briese n. A. H. 10 an A. Rolef, Münster(375) Tudgeristr. 69. feines Civil-Garderobe-Geschäft, Uniform-Fabrik und MilitairEffecten-Handlung, hält sich zur Anfertigung von seiner Civil=Garderobe nach Maß, Uniformen aller Art, sowie Livreen n. bestens empfohlen. Für guten Sitz wird garantirt. Größte Auswahl in deutschen und englischen Neubeuten, sowie Niederländer Tuchen.(29) Ueberzieher u. sonstige Herrenkleider, Officier=Paletots, Militairmäntel, dito Röcke u. Hosen, Taschenuhren, Gold- u. Silbersachen, Münzen, Medaillen, Antiquttäten u. Autographen kauft steis zu höchsten Preisen(27) C. Rütter, Lütkegasse 15. junger Mann mit guter Schu bildung sucht per josor oder zu Ostern Stellung ale Lehrling in einem Detail=Geschäft dei einem katbolischen Peinzipo Offerten aub A. 253 an die Geschätte stelle dieses Blattes Für ein 1°jähriges, katbol. Mädchen, Kaufmannstochter, in englisch, französisch und italienisch erfahren, und auch musikalisch ausgebildet, wird in einer besseren Familie Stellung gesucht behute Erlernung des Haushalts, wo dasselbe zu allen Hausarbeiten angehalten wird. Offerten unt. No. 371 an die Geschäftsstelle dieses Blattes erbeten. chlafröcke. Buckskin=Reste, empfiehlt(33) H. KNIEVEL, Hörsterstr. 52 Junge Hündchen zu verkaufen. Näheres Harsewin kelgasse Nr. 20 21.(3031 Herrschaftlich eingerichtete(366 neue Villa für 1 Familie, auf der Weselerstraße Nr. 12 hierselbn, in der Nabe der Promenade, mit großen, dellen eleganten Raumen, durchaus trocken, stedt unter günstigen Bedingungen zu ver kaufen. Seldige kann zu jeder Zeu besichtigt werden. Naheres zu erfahren Köniastr. 71 u. Bogenur. 161. Mein zweites, großes Ladenlocal, Drubvei Nr. 19, mit grozzem Schaufenster u. separatem Eingang, am 1. April, event. auch früher, zu vermiethen. Gustav Hemmerling. Beamter sucht baldigst 2 herrschaftlich möblirte Zimmer T. 4.328 die Geschäftsstelle d. Bl. *) möblirte Zimmer gesucht. Of. # m i t P r e i s a n g a b e u n t e r A. 3 7 0 a n die weschäftestelle dieres Blatte. Mesunde, freundliche Wohnung, bestedend aus 4 Zimmern. Ku#nebst Bodenstuben und sonstigem Zube hör.— Eckhaus mit hübscher Aussicht auf den Peinzivalmarkt— per 1 April zu vermiethen. Näber#e# Salz= straße Nr. 1. * I n s e r a t e f ü r d i e nachste Sonntags: Nummer wolle man uns ges. spätestens die Samstag Nachmittag Uhr zustellen. Die Expedition. Verlag des„Westfälischen Merkur, Actien=Gesellschaft für Druck und Verlag in Münster. Druck der Coopenrath'schen Buchdruckerei Ne die Graf „Herren von der Aufzahlu über die Neuerd### zwischen Her## Herrn Thiel Maße von den Herr M Collegen aus Reidung ent vollstän der Eröffnu den Herr 2 aber doch a tung nicht sondern zu leiten. Im bescheidene Herr Mign trifft alle anzumalen in den rosia Wohlgefühl und Mitler Staatecanen prüfen ba schreckt, bloi nung ist, ob und darau zu erwägen besondere Re in den Ersen mussen. In den Vorlage lendes für die Reg# ordnungen Inhalt ang noch„ande kathol Der 2 anderweit iun Ausgesta tikel herogegangen läßt sich auf wenn ein Ko ter in gro#e Mahnung zu Platze sein. unterrichte Auch die A unmittel kur werden Ermessen Vorzüge de: also in! Schulvorsta# seren zu suchen se# Ob ein lich wird, Parlamente ten zu ent gung kosten Das in## Nach Münste tikel 2„8 deren Erde litten haben stimmte Be worden sink Persoren b. auf den An Personen haben Die er auf Beiräg sonen weld ob ihnen da wperrten, we Im B aber die g4 waltung der gebracht eb den Kosten werden el Bezugsdere was er verl Gesetzet saß od ein gesp in so weil lionen u treter“ dieser„Inst zu erheben balten, tall Casse Wo eindehaltene Bertreter de aus der Spe ie. verhage, bru am Rettenplatz. mmlung ex Pape, Salzstraße. Vorstand. Pauly, seldorf, iner Natur= Weine. Munster und Um#ustar Hemmerling, u auch Preis=Verzeich(319) hfröcke, uckskin=Reste, empfiehlt(33) VEL, Hörsterstr. 52. ##egeschnitztes HerToilar mit Schreibicherschrank, unter illig zu verkaufen. andiener Herpert, me 5.(335) vermittelung ind Deutscher Hand. a. Geschäusstelle Düffelaße 111.(8833) hweberei in der Nähe ### sucht zum sofortigen nus süchtigen rmeister. ber wollen unter Anltsanspruche sich melden, gen der Leinenen sind und gute Zeugfierten unser E. G. 176 Erpco. von HassenKöln. 309) Hündchen Näheres Harsewin20 21.(363 ich eingerichtete(366) PVilla auf der Weselerstraße 1. in der Nahe der Pror##tzen. dellen eleganten chaus trocken, steht Bedingungen zu verige kann zu jeder Zeit u. Naheres zu erfahren u. Bogenstr. 161. les, großes Ladenei Nr. 19. mit grouster u. separatem m 1. April, event. zu vermiethen. Hemmerling. #ter sucht balherrschaftlich de Zimmer. T. A. 328 an #i- d. Bl. FIIRTEEREES zimmer gesucht. Off. ngabe unter 4.370 an Ue dieses Biattes. heundliche Wohnung, aus 4 Zimmern, Küche ben und sonstigem Zubeis mit hübscher Auessicht valmarkt— per 1. April hen. Näheres Salz (365) Inserate für die sichste Sonntags= ummer wolle man bis ges. spätestens amstag Nachmittag Uhr zustellen. Die Expedition. (Sprechstande 10—11 I RYPEDITION: Domplatz. TEIFTRANN-ADRESSE „A#ftm. Mänster W.“ AOHTUKF. Sammtliche AnsosesnZeitungs-Kxpetidonen. Merkur. ERSCHEINT TICLCHüN IMds Mitturs und Abende) ABONNEMENTS-PREIS wertstjährtich in Münster in der Expedition Ml. 200, be# INSERTIONSHEBUHR für die PeetNl 0.50. Die 1 Betragen ren in der Né 15. Abend= Münster, Freitag, den 15. Januar 1892 Ausgabe. 71. Jahrgang. Die Eröffnungs=Rede, die Graf Caprivi vor verhülltem Thronsessel den versammelten „Herren von beiden Häusern des Landtages“ vorlas, enthält außer der Aufzählung der bevorstehenden Vorlagen nur eine lebhafte Klage über die schlechte Finanzlage. Neuerdings berichteten einige Zeitungen von einem Gegensatze zwischen Herrn Miquel, dem überaus sparsamen Finanzminister, und Herrn Thielen, dem reformlustigen Eisenbahnminister. Mit welchem Maße von Geduld und Ergebenheit der Druck ausgenommen wird, den Herr Miquel im Namen der ungünstigen Finanzlage auf seinen Collegen ausübt, ist ja schwer festzustellen. Sollte aber irgend eine Reidung entstanden sein, so ist zweifellos augenblicklich Herr Miquel vollständig sie greich geblieben. Das zeigt die Einleitung der Eröffnungsrede. Der große Fehlbetrag für den laufenden Etat, den Herr Miquel zwar nicht mit voller Bestimmtheit ankündigt, aber doch als„nicht ausgeschlossen“ hinstellt, soll die Volksvertre tung nicht bloß zu der gewöhnlichen pflichtgemäßen Sparsamkeit, sondern zu einer„#esonderen“ Bethätigung dieser Tugend an leiten. Im Grunde unseres Herzens haben wir immer noch die bescheidene Hoffnung, daß es nicht ganz so schlimm ist, wie Herr Miquel es darstellt. Denn der jetzige Finanzminister über trifft alle seine Vorgänger in dem Eifer, die Finanzlage schwarz anzumalen. Im geraden Gegensatz zu Herrn von Camphausen, der in den rosigsten Farben so gern schwelgte, scheint Herr Miquel das Wohlgefühl„schaffender Freude“ darin zu suchen, daß er Furcht und Mitleid errege und die Volksvertreter zu weiterer Füllung der Staatscassen anrege. Die Volksvertretung wird gewissenhaft zu prüfen haben, ob der Fehlbetrag, mit dem uns Herr Miquel erschreckt, bloß eine zufällige, vorübergehende deficitähnliche Erscheinung ist, oder ob wirklich ein dauernder Ausfall zu erwarten und darauf der Etat zuzustutzen ist. Und dann ist ferner noch wohl zu erwägen, welche Ausgaben beschnitten werden dürfen, ob ins besondere Reformen, die productiv zu werden versprechen(z. in den Eisenbahntarifen), wegen der Finanznoth verschoben werden mussen. In den Mittheilungen über die bevorstehenden GesetzesVorlagen bringt die Eröffnungs=Rede nichts besonders Auffal lendes, giebt jedoch an einigen Stellen Räthsel auf. Sowohl für die Rechtsverhältnisse der Eisenbahnen, wie für die Arbeits ordnungen in den Bergwerken werden Vorlagen mit noch dunklem Inhalt angekündigt, und neben dem Stolgebühren Gesetz erregen noch„andere, äußere Verhältnisse der evangelischen wie der katholischen Kirche betreffende Vorlagen“ die Neugierde. Der Absatz über das Volksschu! Gesetz hebt den schon anderweit kundgegebenen leitenden Gesichtspunkt der„vollen Ausgestaltung" der einschlagenden Verfassungs Ar tikel hervor. Der Entwurf ist sofort dem Abgeordnetenhause zu gegangen. Ein abschließendes Urtheil über die umfangreiche Arbeit läßt sich auf einen flüchtigen Einblick noch nicht begründen. Aber wenn ein Katholik durch das Geschrei der culturkämpferischen Blät ter in große Hoffnungsseligkeit gewiegt worden sein sollte, so wird Mahnung zur Mäßigung seiner Erwartungen schon jetzt am Platze sein. Die Bestimmungen über die„Leitung" des Religions unterrichts verrathen verzweifelt wenig von dem neuen Course. Auch die Ankündigung, daß der Kirche durch die Julässigkeit der unmittelbaren Ertheilung des Religionsunterrichts ein Aus kunftsmittel gegenüber einem kirchlich bedenklichen Lehrer gegeben werden solle, verliert ihren Werth, da diese Zulassung von dem Ermessen des Regierungs Präsidenten abhängig gemacht wird. Die Vorzüge des neuen Entwurfs gegenüber dem Goßler'schen werden also in kirchlich=religiöser Hinsicht in den Capiteln vom Schulvorstande und den Privatschulen und im Uebrigen in der bes seren Wahrung der Gemeinderechte und des Stiftungs=Eigenthums zu suchen seien. Ob eine Verständigung zwischen Kirche und Staat mög lich wird, das haben nicht wir und auch nicht unsere Vertreter im Parlamente allein, sondern vor Allen die kirchlichen Autoritäten zu entscheiden. Es wird jedenfalls noch viel viel Anstrengung kosten, ehe wir unter Recht an der Schule gesichert haben. Das ist der erste Eindruck auch bei diesem Entwurf. * Zur Ausführung des Sperrgelder=Gesetzes vom 25. Juli 1891. Nach Artikel 1 des Gesetzes sind im Sammelsonds für das Bisthum Münster 1 535 266 Mark 90 Psg enthalten. Hiervon sind nach Arnkel 2„Beträge zu bewilligen an solche Institute und Personen bezw. deren Erben, welche daduich Einbuße an ihren Ernkunften erlitten haben, daß auf Grund des Gesetzes vom 22. April 1875 für sie bestimmte Bezüge zu dem im Artikel 1 bezeichneten Sammelconto eingezogen worden sind". „Hierbei treten an Stelle der in Absatz 1 ausgeführten Insttute und Personen bezw. deren Erden diejenigen Institute. Corporationen und Fonds auf den Antrag ihrer gesetzlichen Vertreter, welche diesen Instituten und Personen nachweislich einen Ersatz für die erlittenen Eindußen gewährt haben.“ Die erste Frage, die sich hier erbebt, ist folgende: Wer hat Arsoruch auf Beträge aus der Sverrgelder=Casse; alle di jenigen Institute und Personen, welchen seiner Zeit Einkommenstheile einbehalten wurden, gleicho##l ob ihnen dafür anderwärts Ersatz geworden oder nicht; oder bloß jene Geerrten, welche nirgends woher Ersatz erhalten hoben? Im Voraus sei bemerkt, daß nur„Beträge“ ausgezahlt werden, nicht aber die ganze gesperrt gewesene Summe; denn die Kosten für die Verwaltung der Sperrgelder von 1875 bis jetzt werden von diesen in Abzug gebracht; ebenso die durch die Thätigkeit der Fünser=Commission erwachsenden Kosten. Die aus die einzelnen Diöcesen entfallenden Gesammtbeträge werden also um diese Kosten vermindert, und die Abgänge pro rata auf die Bezugsberechtigten repartirt werden. Niemand wird demzufolge Alles, was er verloren hat, wieder bekommen können. Nach dem Wortlaute des Gesetzes faßt dasselbe, wie das auch nicht wohl anders sein kann, die Frage, od ein gesperrt Gewesener anders woher Ersatz erhalten hat oder nicht, nur in so weit ins Auge, als dieser Ersatz von„IInstituten, Corporalionen und Jonds“ geleistet wurde, welche„gesetzliche Verlreter“ haben. Wo dieses zutrifft. haben die„gesetzlichen Vertreter“ dieser„enstitute, Corporationen und Fonds" die Rückzahlungs=Ansprüche zu erheben, nicht aber die gesperrt Gewesenen selbst. Diese letzteren erdalten, falls ihnen s. Z Alles ersetzt worden, nichts aus der SperrgelderCasse. Wo also beispielsweise ein Kirchensonds dem Pfarrer die diesem eindehaltenen Gehaltstheile vollständig ersetzt hat, steht es dem gesetzlichen Bertreter des Kirchensonds, d. h. dem Kuchenvorstand, zu, die Rückzahlung aus der Sperrgelder Casse zu verlangen und zu beziehen; natürlich muß er der Fünfer=Commission durch Vorlage der Rechnungsbelege 2c. den Richweis führen, duß aus dem Kirchensonds dem gelperrt Gewesenen wirklich Ersatz geleistet worden ist. Kann und thut er das, so bekommt er für den Kirchensonds den ihm von der Commission zugebilligt werdenden„Betrag". Hat der gesperrt Gewesene aber s. Z. nur einen Theil seines Ausfalls aus dem Kirche sonds bezogen, so kann er seldstverständlich den nicht ersetzten Rest liquidiren. Dasselbe gilt, wenn ein gesperrt Gewesener aus einem Bisthums Fonds Ersatz erhalten hat; in diesem Falle hat der„gesetzliche Vertreter" des betreffenden Bisthums Fonds, also die bischöfliche Bedörde, den Rückzahlungs=Anspruch zu erheben und den daraufhin bewilligt werdenden Betrag zu vereinnahmen. Wie aber, wenn der Ersatz wie vielsach geschehen, nicht von einem Institut, einer Corporation oder einem Fonds mit„gesetzlichen Vertretern“ geleistet worden ist, sondern von einzelnen Wohlthätern, oder von einem Comité, mag sich dasselbe nun aus mehreren oder sämmtlichen Kirchenvorstchern, oder aus sonstigen Privatpersonen zusammengesetzt haben? In diesem Falle haben nach dem Gesetze die einzelnen Wohlthäter, bezw. das Privucomité, da seine Mitglieder nicht„gesetzliche Vertreter“ eines(gesetzlichen) Instituts, einer Corporation oder eines Fonde sind, keinerlei Ansprüche an die Sperrgeldercasse zu erheten, sondern lediglich der gesperrt Gewesene oder dessen Erden selbst, und diesen müssen auch die bewilligt werdenden Beträge ausbezahlt werden. Was sie damit zu machen haben, bestimmt das Gesetz nicht; wie die Fünser=Commission auch nicht prüft, in wie weit und von wem im Einzelnen sie s. Z Ersatz erhalten haben. Die Verwendung des Betrages bleibt vielmehr jediglich ihrem Gewissen und Ecmessen anheimgestellt, edenso wie es den Privat=Wohlthätern, die s. Z. Ersatz geleistet haben, überlassen dleibt. dem Empfänger gegenüber Ansprüche auf Rückerstattung geltend zu machen, soweit dies nach Lige der Sache möglich ist. Es ist übrigens nicht daran zu zweiseln, daß kein durch Privat=Wohltbätigkeit bereits entschädigter gesperrt Gewesener, bezw. dessen Erden, solche Rückzahlungen zum eigenen Vortheil verwenden, und so doppelte Bezahlung annehmen werden. Alle werden, deß sind wir gewiß, was sie aus der Sperrgeldere isse empfangen, zu kirchlichen Zwecken wieder herausgeben: zu welchen, dae muß wie schon bemerkt, ihrem Ermessen und eventuellen Benehmen mit den detreffenden Piivat Wohlthätern, so fern dieselben noch zu ermitteln sind, anheimgestellt bleiben. Soweit aber solche bereits Entschädigie etwa keine Rückzahlungs=Forderung stellen sollten, werden die dadurch ersparten Beträge, als„erübrigt“, gemäß Artikel 5 des Gesetzes.„an das Biethum ausgezahlt, und zu einem Diöcesansonds angelegt. aus dessen Ertrage nach Vereindarung zwischen dem Minister der geistlichen Angelegenbeiten und den Diöcrsan=Odern emeritirte Geistliche unterstützt, auch die Gehälter der Domherren, Domvicare und Beamten der deschöflichen Verwaltung aufgebessert oder Unterstützungen on arme Kirchengemeinden behufs Wiederhernellung kirchlicher Gebäude(Kirchen, Copellen. Häuser für Geistliche und Kiichendiener) gewährt werden können. — Die Vereindarung hit den für den einzelnen Zwick verwenddaren Gesammtbeirug festzustellen. Innerhalb des letztern bleivi die Einzelverwendung dem Diöcesan=Obern überlassen Die Vereinbarung dleibt so lange in Gettung. dis eine Adänderung erfolgt ist". Zum Schlusse wäre noch zu erörtern, wie gescheben muß, wenn etwa einem Kurchen= oder Dtücrsonfonds staatliche Leistungen einbehalten, und der Fonds dadurch außer Stande gesetzt worden, seine Beipflichtungen gegen einen Geistlichen zu erfüllen; dieser ader durch Privatwohldätigkeit Ersatz erholten hat. Wer hätte in solchem Falle bei der Fünfercommission den Antrag auf Ruckzahlung der einbehalten gewesenen Beträge zu stellen? Unseres Elachtens nicht der Geistliche, sondern der gesetzlich: Vertreter der beir Fonds, also der KuchenVorstand bezw. die dischöfliche Beböcde. Diese würden alsdann dem geschadigt gewesenen Geistlichen seine ihm zukommenden Beträge rachträglich zu verabfolgen und es ihm zu überlassen haben, event. im Encernehmen mit den Privaten. welche ihms Z Ersatz geleistet, zu bestimmen, welchem kurchlichen oder milden Zwecke die durch Privatwohlthätigken ausgevrachten Beträge zusließen sollen. Der Fonde, dem sie direct aus der Staatecasse zuzufuhren gewesen, dat kein Recht darauf, sie zu behalten. gerade so wenig, wie er sie. wenn de Sp rre nicht eingetreten wäre, für sich hätte behalten können Die Staatecasse erfüllt jetzt ihre Verdindlichken dem zahlungepflichtigen Fonds gegenuber; dieser hat olso nunmehr seinerseits seine bislang nicht eingelöste Verpflichtung dem empfangsberechtigten Geistlichen(dezw. dessen Erben) gegenüder zu erfüllen. Od der letztere durch Privote dereits früber entschädigt worden oder nicht, hit auf die Berpflichtung des Zonds. seinen Verbindlichkeiten nachzukommen, nachdem er nunmehr dazu in den Stand gesetzt ist, keinen Einfluß. Die dreimonatliche Präclusivfrist, dinnen welcher die Forderungen an die Sperrgeldercasse bei dem Vorsitzenden der Fünfercommission — für die Diöcese Münster Herr Landgerichts=Raty Nacke in Münster— eingereicht wirden müssen, läuft bekanntlich vom 1 d. Mis. an. (Nach dem„Nass. B.) Deutsches Reich. Berlin, 14 Januar. g. Ueber eine auf Anordnung der Fmanz=Verwaltung erfolgte Niederschlagung eines Stempelsteuer=Processes, dei dem es sich um eine Steuer Hinterziehung von 2“, Millionen gehandelt haben sollte, waren allerhand Andeutungen durch die Presse gegangen, welche von der „Nordd. Allg. Ztg" nunmehr als„grode Enistellungen des wahren Sachverhalts“ charakterisirt werden. Er handelt sich nach der Darstellung des olficiösen Blattes nur darum, daß bei der im Jahre 1886 erfoigten Umwandlung von Stammactien einer sdlesischen Bergbau=Actien Gesellschaft in Stamm=Prioruätsactien zwar der Actienstempel mit fünf vom Tausend, nicht aber auch der Anschaffunge=Stempel mit einem Zehntel vom Tausend gezablt worden ist. Da die neuen Prioritäts Actien in den Händen der alten Inhaber blieben, so glaubten diese zur Zahlung des Anschaffung=Stempels nicht verpflichtet zu sein. Für die Einzelnen handelte es sich um verschwindend geringe Beträge. Zum Beisneel für die Disconto=Gesellschaft um 1 Mark, für Mendelssoon und Comp. um 20 Pfg., für Delbrück und Comp. um 60 Pfa. v. s. w. Die Frage der Zahlungspflicht war damals noch nicht reichsgerichtlich entschieden.„Wenn nun in Folge von Beschwerden der Betheiligten das Strasverfahren niedergeschlagen und nur die Nacherhebung der Steuer angeordnet wurde, so entsprach dies dem von der Steuer=Verwaltung stets befolgten Grundsatze. die Billigkeit da walten zu lassen und ein eigentliches Strafverfahren nicht einzuleiten, wo den Betheiligten, wie im vorliegenden Falle außer Zweifel stond. weder die Adsicht einer Steuer=Hinterziehung. noch eine wirkliche Fahrlässigkeit zur Last fällt“ * Liberale Blätter haben sich über den Pomp geärgert, der bei der Vereidigung des Erzbischofs Dr. v Stableweki entsaltet wurde. Wir hatten in dem Chor der Entrusteten den„Reichsboten vermißt. Er kommt aber heute auch und zwar in Form der Beantwortung einer angeblich an ihn gerichteten Anfrage, warum im Gegensatz zu diesem Pomp der Act bei einem evangelischen General Superintendenten ganz in der Stille vor sich geh:. Die Antwort des orthodoxen Blattes beginnt eadagior, geht aber allmählich zum esurjoso= über. Die Entsaltung des großes Pompes habe wohl damit zusamm ngehangen, daß die Bereidigung durch den Kaiser selbst vorgenommen wurde; vieileicht habe auch gerade dem polnischen Bischofe gegenüber der Leistung des Treueides gegen den Landesherrn ein besondeter perlönlicher Nachdruck verliehen werden sollen.(Welche Insinuation!) Daß die katholischen Bischöse ceremoniell anders behandelt würden, als die General=Superintendenten, deruhe auf dem alten herkömmlichen Hofceremoniel und auf der Stellung, welche die Bischöse in ihrer kirchlichen Hierarchie einnähmen; früher seien manche Bischöfe zu ich regierende Fürsten gewesen. Die evangelische Kirche habe keine Hiera## nie und lege auf äußeren Glanz keinen Werth. weil sie von dem geistlichen Amte eine ganz andere Auffassung habe; sie dürfe deshalb auch nicht mit Eisersucht auf die vom Staate den Bischösen erwiesenen Ehren blicken. Wohl aber dürfe sie verlangen, daß der Staat ihre Verireter sachlich genau so behandele und ehre, wie die römische Kirche. Der preußische Staat mit seiner evangelischen Vergangenheit und mit evangelischer Mehrheu der Bürger sollte sich hüten, dem Machtstreben der römischen Hierarchie gegenüber bei dem Empfange von Bischöfen mehr zu thun, als das traditionelle Ceremoniell gerade vorschreibe.„Denn er hat keine Ursache, diesem Machtstreben noch ein besonderes Piedestal vor den Augen der recht äußerlich urtheilenden Welt zu bauen und daneben die evangelische Kirche als „armes Wurm“ in den Schatten treten zu lassen.“ Die evangelische Kirche müsse verlangen,„daß durch die der katholischen Kirche erwiesenen Ehren nicht ein Schatten aus sie fällt, der in der Empfindung der Welt leicht den Charakter der Verachtung und Geringschätzung annimmt und dadurch für die Wirksamkeit der evangelischen Kuche schädlich wirkt". Naturam expellas furen— eist: der Pomp hat nichts zu bedeuten, wir dürsen darauf nicht eisersüchtig sein, denn wir geben auf solche„Aeußerlichkeiten“ nichts— und schließlich die Klage, daß der„arme evangelische Wurm“ in Schatten gestellt, verachtet und gering geschätzt wird. * Im Reichstage hat der Adg. Dr. v. Bar mit Unterstützung seiner freisinnigen Fractions=Genossen einen Gesetz=Entwuif, betreffend den Vollzug der Haft= und Gefängnißstrafen, eingebracht. Nach demselben soll— abgesehen von einer großen Menge von Ausnahmen, welche gemeine und entehrende Vergehen und Verbrechen betreffen— im Falle einer Verurtheilung zu Haft oder Gefärgniß von nicht über sechs Monaten der Verurtheilte berechtigt sein, die Vollstreckung der Freideitsstrafe in folgender Weise zu verlangen: 1) dem Verurtheilten muß auf sein Verlangen eine Einzelzelle angewiesen werden, jedoch unter Zulassung von Besuchen. 2) Dem Verurtheilten ist die eigene Kleidung zu belassen, wenn dieselbe genügend von ihm selbst oder von anderen für ihn beschofft wird. Eine Behandlung(?), welche ihn als Sträfling kennzeichnet, ist unzulässig. 3) Dem Verurtheilten ist es gestattet, auf seine Kosten sich eigene Beköstigung. und soweit es mit Rücksicht auf Raum, Ordnung und Sicherheit der G.fänguißanstalt zulässig erscheint, eigenes Mobilar und Dasjenige, was er für seine Beschäftigung erforderlich erachtet, sowie Beleuchtung zu verschoffen. Es können zu diesem Zwecke besser eingerichtete Zellen zu angemessenem Preise von der Gesängniß Verwaltung gewährt werden 4) Dem Verurtheilten steht die Wahl der Beschäftigung frei, sofern er für seine Beköstigung entweder selbst sorgt oder dafur angemessene Vergütung leistet, und die Beschästigung mit der Ruhe und Sicherbeit des Gesängnisses vereindar ist. Der Verurtheilte kann auf einzelne dieser Vergünftigungen verzichten * Nach dem 24.: im Reichstage zur Vertheilung gelangten Petitions Verzeichnisse ersuchen zehlreiche lundwirthschaftliche Vereine um Revision des Jnvaliditats= und AltersversicherungsGesetzes. Mhrere namhafte Wuuficmen und Genossen bitten um einheitliche Herabsetzung des Fatzweinzolles auf 10 Mark für 100 Kilogramm.— 12 Petitionen detreffen wiederum den Gesetzentwurf über das Telegraphenwesen Die Vertheidiger im Heinze Proceß standen, wie schon kurz mitgetheilt, am Mittwoch vor dem Edren=Gerichtshof des Reichsgerichts zu Leipzig für die Rechtsanwälte. Die Discplinar= Kammer der B riiner Anwälte hatte bekanntlich gegen den Rechtsanwalt Ballien auf einen Verweis, gegen den Rechtsanwalt Coßmann auf einen Verweis und 500 Mark Geldbuße erkannt. Gegen dieses Urtheil hatten sowohl die detheiligten Rechtsanwälte, wie die Oder=Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt Der Gerichtshof in Leipzig hu eine Verschärfung eintreten lassen und Rechtsanwalt Cotzmann mit einem Verweise und 1000 Mark Geldduße. Rechtsanwalt Ballien mit einem Verweise und 500 Mark Geldduße delegt. Für die Strafverschärfung sei der Umstand maßgebend gewesen, daß der Uhren=Gerichtshof zur Ueberzeugung gelangt sei. dem Vorsitzenden des Schwutgerichts sei thatsächlich von dem Veitheidiger der Vorwarf der Varteilichkent gemacht worden. Dazu komme das Secttrinken, der cordiale Verkehr mit den Angeklagten, bei Dr. Coßmann das Acten= abholen. Die Frage, ob der Vertheidiger berechtigt ist, dem Angeklagten zu rathen, bei seiner verantwortlichen Vernehmung zu schweigen, wurde principiell nicht entschieden. Der Gerichtsbof sprach die Angeklagten im vorliegenden Fall von einer Schuld in dieser Beziehung frei, weil sie Beide bereit waren, die an und für siv versängliche Ratbvertheilung sofort zu begründen. Der Verhandlung präsidirte der Präsident des Reichsgerichts, v. Oehls dläger Als Zeugen aus dem Heinze Proceß fungirten die Landgerichts=Director Rieck. Staatsanwalt Unger und der Geschworene im Heinze=Proceß, Biceconsul Oppeaseld. Die Verhandlungen fanden in nichtöffentlicher Sitzung statt. Die Verhandlungen dauerten von 9 Uhr Morgens dis 8 Uhr Abends. Der Urtheilssprechung des Gerichtshofes ging eine mehr als zweistündige Berathung vorher. Bei den Zeugen Vernedmungen sprach sich am schärfsten Staatsanwalt Unger aus, der das Verhalten der Vertheidiger provocatorisch nannte. Aebnlich äußerte sich der Landgerichte Director Rieck., Verdältnißmäßig günstig lautete die Aussage des Consule Oppenseld, der bekundete, eigentlich nichts Anstößiges in dem Verhalten der Vertbeidiger gesunden zu baden. * Wie die antisemnische Staatsbürgerztg.“ meldet, wurde gestern sofort nach seinem Erscheinen das neueste Druckheft des Rectors Ablwardt „Jüdische Tactik“, der dritte Theil des Werkes„der Vertbeidungskampf der artschen Vötker mit dem Judenthum", beschlagnahmt, und zwor auf Grund eines Beschlusses des Amtegerichte * K a r l s r u h e, 1 4 J a n. D i e F r e u d e d e r L i b e r a l e n ü d e r i h r e n W a h l sieg in Waldkurch zeigt deutlich, mit welcher Besorgniß sie dem Ausgange der Wahl entgegen gesehen haben. Es handelte sich ja um nichts mehr oder weniger als um den Besitz der Mehrdeit im Londtage. Vorläufig ist dieselbe noch, wenn auch mut Ach und Krach, geretiet worden, aber auch nur vorläufig, denn gegen die Wahl wird Protest erhoben wegen mangelnder Ergänzung einer größern Anzohl verstordener und verzogener Wahlmänner. Da dürften die liberalen Blätter zu früh ihren Teiumph= gesang angestimmt haben. * München, 14 Jan. Bei der Fortsetzung der Berathung über den Eisenbahnetat im Abgeordnetenhause erklärte der Ministerprasident Frhr. v Crailsheim neuerdings, die Sachlige binsichtlich der ungarischen Refactien könne erst nach der Publication der Handelsverträge in Oesterreich Ungarn übersehen werden. Gegen eine etwaige Beibehaltung der norddeutschen Getreide=Staffeltarise würden von der Regierung die erforderlichen Schritte eingeleitet werden, um eine Schädigung der bayerischen Landwirthschaft zu verhüten. Bei der freundlichen Rücksichtnahme der v eußischen Regierung auf Bayern würden diese Schritte sicherlich Erfolg haben. Die Localbahn Zuschläge seien erst abzuschaffen, wenn die Rentabilität dieser Bahnen eine angemessene geworden sei. Die Einstellung der Gesammteinnahmen der bayerischen Bahnen in den Etat mit 109 625 626 Mark wurde bewilligt. Oesterreich= Ungarn. * Wien 14. Jan. Bei der heute sortgesetzten General=Dedatte im Abgeordnetenhause über die Handelsverträge gab der Abgeordnete Roditsch(Slovene) die Erklärung ab, er werde, odwohl kein Gegner der Handelsverträge im Allgemeinen, doch gegen den vertrag mit Italien stimmen. Stalitz(Triest) trat für die Handelsverträge ein, welche, indem sie eine Epoche der Zollherabsetzung inangurirten, einen großen Fortschritt bedeuteten, und sprach sich für eine Vermehrung der österreichischen Handelsmarine, sowie für die Errichtung einer Bank zur Hebung der Schifffahrt und Rhederei aus. Im weiteren Verlaufe der Sitzung erklärte der ückerdauminister, er betrachte die Weinzollclausel zwar nicht als eine Zierde des Vertrages, halte dieselbe indessen für ungefährlich Wollte Italien die Weinzölle herabsetzen, so würde### auch diese Herodsetzung allen anderen Ländern. ausgenommen Frankreich, bewilligen wussen. Er hoffe, auch die Abgeordneten, welche die Weinzollclauset deanst####det n. würden für alle Verträge stimmen. Geßmann (Aansemit) erklärte, er werde aus volkswirthschoftlichen, nicht politischen Gründen, und insbesondere aus Rücksicht für das Kleingewerbe gegen die Vertre# Limmen. Neuder ist für die Verträge; er besprach die Resactienfrage und hod hervor, die Refactien kämen nur der ungarischen Handelsgesellschaft zu Gute, welche im ungarischen Interesse begründet sei, sonst aber keine Ex stenz Berechtigung hätte. Er bedauere das Vorgehen des ungarischen Handelsministers. Italten. * R o m. 1 4 J a n. D i e K a m m e r n a h m h e u t e i h r e A r b e i t e n w i e d e r auf. Rudim legte die auf das Uebereinkommen mit Ras Tigre bezüglichen Documente vor. Darauf wurde die Berathung der Handelsverträge mit Deutschland und Oesterreich=Ungarn begonnen. Gianturco und Rudini sprachen für die Verträge— Der Präsident und Rudini forderten die Kammer auf, anläßlich des Ablebens des Herzogs von Clarence ihr Beileid auszud rücken.— Gegenüder dem Beschluß der französischen Regierung, auf italienische Waaren vom 1. Fedruar ab den Marimaltarif anzuwenden, erwidert die„Opinione“. Italien werde seine Interessen zu wahren wissen, und fordert die Opposition auf, ihre unwürdige Polemik, die die Finanzpolitik der Regierung und somit die Landeswohlfahrt schädige. aufzugeben. Colontal=Post. * Die Unruhen in Tanga, von denen in den letzten Tagen berichtet worden ist, sind nach einem Telegramm des Gouverneurs von Deutsch=Ostafeika nicht von erheblicher Bedeutung, sondern auf rein locale Reidereien zurückzusühren. Hauptmann Krenzler hat ein Dors in der in Afrika üdlichen Weise gezüchtigt und dann auf dem Rückwege zwei Eingeborene seiner Truppe verloren, ohne daß der Vorgang auch nur im Geringsten den ihm zugeschriebenen bedeutsamen Charakter gehabt hätte. Vielmehr erachtete Hauptmann Krenzler den Zwischensall mit der Züchtigung des Dorses für vollständig erledigt. CPC. Reichstags=Verhaudlungen. 147. Sitzung vom 14. Januar. (Schluß.) Bei Cav.„Reichscommissariate", Titel 1„Auswanderungswesen", spricht Abg Dr. Hammacher die Erwartung aus, daß das Auswanderungs= Gesetz, welches das Auswanderungs=Wesen einheitlich regeln solle, auch die Verpflichtung des Reiches anerkennen werde, den Auswanderern Fürsorge angedeiben zu lassen, sowodl beim Entschlusse zur Auswanderung, als bei der Ausführung derselben. Die Maßregeln, welche in Preußen gegen die Auswanderung nach Brasilien getrossen seien, halte er nicht für glücklich. Das v. d. Hevdt'sche Rescript habe es verbindert, daß das deutsche Element in den gesunden Provinzen von Südbrasilien noch mehr gestärkt wurde. Er bittet den Reichskanzler, auf die Aufhebung des v. d. Heydt'schen Rescrivts dinwirken zu wolln. Staatsiecretär v. Bötticher erklärt, daß das Auswanderungs=Gesetz bis Mitte Fedruar zur Vorlage an den Bundesrath fertig gestellt werden solle Abg. Dr. Lingens(Centrum) hofft, daß der Entwurf auch die sittlichen Interessen der Auswanderer ins Auge fassen werde, um die sich namentlich der Rapdael=Verein bisder bemüht dade. Der Titel wird bewilligt. Zu Titel 3„Reichsschulcommission", beantragt Abg Richter(dir folgende Resolution:„Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, in Ausführung der Bestimmung des Reichsmilitär=Gesetzes vom 2 Mai 1874 dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulegen zur Regelung der Vorbedingung, welche zum einjährig=freiwilligen Dienst berechtige.“ Abg. Richter führt aus, daß es für weile Kreise der Bevöllerung von außerordentlicher Bedeutung sei. eine sichere Unterlage dafür zu haben, ob sie drei oder nur ei Jahr zu dienen baden Wir ständen jetzt vor einer schwerwiegenden Aenderung der bisderigen Bestimmungen in Preußen, wo die Berechtigung von dem Bestehen einer besonderen Prüfung abdängig gemacht werden solle. Er protestire dagegen, denn das Gesetz von 1874 sage:„Ein Gesetz wird die Vorbedingung genau regeln, welche zum einjährigen Dienst berechtige.“ Möge die Regierung in einem Gesetz die Prüfung vorschlagen: er sei überzeugt, daß dann die Mehrbeit des Hauses die Prüfung als nutzlosen Ballast verwersen werde Staatsminister v. Bötticher erwidert, daß es sich bei der Prüfung nicht darum gebandelt bade, eine Erschwerung der Erlangung der Einjährigen Berechtigung einzufüdren. Die Frage der Einjährigen=Berech= tigung jetzt durch Reichsgesetz zu regeln, empfeble sich nicht; man thue besser, erst die Reorganisation des Schulwesens abzuwarten Abg Dr. Partmann(cons. empfiehlt, den Antrag anzunehmen. Abg. Richter bezeichnet die Darstellung. als ob die BerietzungsPrüfung nicht im militärischen, sondern im pädagogischen Interesse eingeführt werke, als ganz neu und allem bieder Gekörten widersprechend. Staatssecretär v. Bötticher bedi bervor, daß die Prüfung keinesweas nur militärische Bedeutung habe, da sie ja auch für eine Reide ron Subaltern=Carn eren 2c. maßgebend sei. Abg. Dr. Althaus(dfr) befürwortet den Antrag Abg Dr. v. Bar(dfr.) bält das Geschenk, welches die Militärverwaltung der Schule durch die Zwischenprüfung gemacht habe, für ein wenig erfreuliches. Jede Zwischenbrütung, welche den Gedächtnißkram vermehre, müsse verdorrescirt werden. Aba Richter will die Schulbebörde nicht verhindern, eine Prüsung vorzunehmen; aber er wolle die Schulbebörde nicht verpflichten, unter allen Umständen die Prüfung vorzunehmen. Diese Berpflichtung solle ohne allen Zweifel nur auf Requisition der Militärbebörde eingeführt werden Die Resolution wird dierauf mit großer Mehrbeit— nur die Socialdemokraten und einige Conserrative stimmen dagegen— angenommen Der Titel, sowie der Rest des Capitels wird bewilligt und sodann die Weiterberathung auf morgen 1 Uhr vertagt Schluß 4% Uhr. * Personal=Veränderungen in Betresf der Geistlichkeit des Bisthums Münster. (Nach dem„Kirchlichen Amtsblatt“.) A. Ernennungen. de Witt, Bernard, Caplan zu Rees, zum Pfarrer in Issum. Everke, Bernard, Cooperator zu Ottmarsdocholt, zum Caplan an der Pfarrkirche zu Hopsten. Karthaus. Peter, Caplan in Erle, zum Pfarrer dortselbst. Objaden, Johannes, Bicar zu Ringenberg, Pfarrei Dingden, zum Caplan und Verwalter der Bicarie S Joannis an der Pfarrkirche zu Rees. Allers, Anton, Seminar=Priester, zum Bicar an der Missions Cavelle zu Ringenberg. Pfarrei Dingden. Never. Clemens. Bicarie=Verwalter zu Westbevern, zum Caplan und Verwalter der Bicarie 8 Joannis und S. Annse und S. Antonii an der Pfarrkirche zu Nienborg. Lülf Ferdinand. Seminar=Priester, zum Caplan und Verwalter der Bicarie S. Marise Mag. dalense an der Pfarrkirche zu Westbevern. Niesert, Joseph, SeminarPriester, zum Cooperator an der Pfarrkirche in Spellen. B. Sterbefälle. 2. October 1891. Roer. Wilbelm. Missions=Pfarrer zu Theresopolis in Brasitien. geboren 28. September 1822. zum Priester geweiht 19. Auaust 1848. 2. Oecember 1891. Kemper, Bernard. Pfarrer zu Herzfeld. geboren 9. Juli 1822. zum Priester geweibt 14. Juni 1851. 7. December 1891, Walter, Joseph. Vicar zu Bösensell, geboren 12. Mai 1825. zum Priester geweibt 5. Juni 1852. 7. December 1891, Oldenburg, Rudolf, Pfarrer zu Barssel, geboren 10. Octoder 1810, zum Priester geweibt 24. October 1833 14. December 1891, Haskamp. Heinrich, Caplan und Schulvicar zu Rechterfeld, geboren 2. Januar 1851, zum Priester geweibt 19. December 1874. 23. December 1891, Mever, Karl, Pfarrer zu Horneburg. geboren 6. März 1813, zum Priester geweiht 19. März 1836. Locales. Münster, 15. Januar — Das Kaiser=Panorama im=Restaurant zur Krone= brachte in dieser Woche die Landschaftsbilder von Savoyen und Tyrol. Ein Besuch der Ausstellung ist sehr interessant und lobnend Provinztelles. I Rheine, 14. Jan In der letzten Zeit sind die benachbarten Bauer“ schaften Eichendoiff und Altenrbeine arg von Krankbeiten des Kindesalters beimgesucht worden Wädrend dort seit vorigen Sommer mit kurzen Unterdrechungen die Dipptberitis berrschte, treten da zur Zeit die Masern in bedenklicher Weise auf Dagegen dat im Stadtgebiete die gefürchtete Evidemie der Masern und der Dipbtheritis nunmehr bedeutend nachgelassen. Sterbefälle kommen weniger vor Genannte Krankbeiten nebst deren gefährlichen Foigen sorderten hierselbst in verhältnitzmäßig kurzer Zeit mehr denn 50 Opfer -ch- Herbede a. d. R., 14. Jan Auf Auregung von einer Seite hin, welche mit dem Namen des Bonisatius=Vereins aufs Innigste verknüpft ist, ist hier eine neue Communicanten= und WaisenAnstalt ins Leben gerufen worden. Dietelbe ist zunächst bestimmt zur Aufnahme von Kindern dieses Diasvorabezirkes und dessen nächster Umgebung. jedoch sollen auch Kinder anderer Kreise. soweit der Raum es gestattet, zugelassen werden. Zur Leitung der Anstalt sind Schwestern aus der Congregation der Franciscanerinnen von der ewigen Anbetung aus dem Mutterhause Mülheim a d M., früder zu Olve. berufen und werden vorläufig zwei derselben vier eintressen, sobald die durch den gegenwärtigen Frost leider unterhrochenen Einrichtungsarbeiten beendet sein werden. Möchte der himmlische Nährvater, der bl Joseph, unter dessen Schutz die Anstalt gestellt worden ist, dieser doch recht zadlreiche edie Woblthäter zufüdren und denselben ede Gabe zeitiebens und besonders in der Todesstunde durch seine Füritte am Throne Gottes möglichst lohnen! * Gelsenkirchen, 14. Jan. Der berühmte„Kaiser=Delegirte" Genosse August Siegel, bisder von den Socialdemokraten des Kodlen reviers so boch gefeiert und Vorstandsmitglied des socialdemokratischen „Alten Verbandes“, ist verduftet. Die„Gelienk. Arbeiter Zia“ schreibt erzürnt im„Briefkasten":„Neugieriger. Den Aufenthalt des Bergmanns A. Siegel können wir Ihnen nicht genau angeben. So viel uns bekannt, ist er zu Schiff nach England. Furcht vor dem Gefängniß ließ es ihm geratben erscheinen, seine werthe Person in Sicherbeit zu dringen Man kann ihn hier glücklicher Weise entbehren“ Am vorletzten Sonntage erschien Siegel noch in einer Bergarbeiter=Versammlung im Plaaß'schen Locale in Dortmund, dielt eine wadre Brandrede, in der er stricte forderte: und möge man noch so viele Redacteure der(socialdemokratischen) deutschen Bergardeiter=Zeitung. des Organs des alten Verbandes, einstecken, eine Aenderung werde und dürfe in der Haltung nicht erfolgen. Auch er solle jetzt bald ins Gesängniß, wahrscheinlich habe ihn der Staatsanwalt absichtlich so lange in Freiheit gelassen, damit er sich aus dem Staube machen solle.„Aber die Freude wird der Staatsanwalt nicht baden,“ rief Siegel mit erbobener Rechte donnernd aus,„ich werde die Strafe abbrummen und sodann=ungebessert= zurückkedren Dann wird von vorne wieder angesangen.“ So Siegel am vorletzten Sonntag in Dortmund unter dem Bravo seiner wenigen anwesenden„Genossen“, einige Tage nachber schüttelte er den deutschen Staub von den Füßen. * D u i s b u r g, 1 4 J a n. G e s t e r n M o r g e n g e g e n 8“ U h r e r f o l g t e i n der großen Liqueurfabrik Helmich und Berger die Explosion einer Retorte. Der drennende Indalt(Sorit) ergoß sich über den dicht bei der Retorte stehenden Cbef der Firma, Herrn Fritz Helmich, sowie über den Destillateur. Letzterer sprang, lichterloo drennend, dinaus. wädrend Herr Helmich dülflos in den Flammen blieb und erst nachträglich berausgebolt werden konnte, natürlich schmählich verdrannt. ader noch lebend. Durch die Arbeiter der Firma und andere dinzuellende Leute wurde der Brand in der Destillerie gelöscht, so daß die Feuerwehr gleich wieder umledren konnte. Herr Helmich und sein Destillateur liegen bedenklich darnieder.— Herr Oder=Postsecretär Tewes von dier, hat, li..W. Bta“, Aufforderung erhalten, sich zu der Stelle eines Betriebs=Inlvectors des deutsch=ostafrikanischen Post= und Telegrapben=Verkehrs zu melden. Das Gehalt beträgt 5 00 Mark außerdem werden jährlich 2000 Mark Stellen zulage, 1000 Mark Equpitungsgeld, nebst Kilometergeld für die Seereise und 12 Mark Tagegelder gewährt. * C o b l e n z, 1 3 J a n. U n s e r e S t a d t h a t n u n a u c h i h r e n K r a Am Sonntag wurde ein Geschäftsmann verdaftet, der seit längerer Zeit größere Summen, die ihm zur Capitalisirung übergeben wurden, unterschlagen und die Schuldurkunden gesälscht hatte. Ferner ist seit gestern ein bekannter Mehlagent verschwunden, der in letzter Zeit durch Fruch differenz=Geschäfte große Summen verloren hat und seinen Verpflichtung, nicht mehr nachkommen konnte. Wllerlet. [*) Aussaat von Blumen auf den Schnee.— Wer in Gärichen die bekannten Alpendlumen Aurikeln, Gentians acaulis, und ande mit Erfolg aussäen will, der warte damit nicht bis zum Frühling. sond benutze die Zeit, wo Schnee liegt, oder noch zu erwarten ist, denn Erfahrung hat gelebrt, daß dieser die Keimung nicht nur befordert, sonde in vielen Fällen, überhaupt bei diesen Pflanzen, ern möglich macht. Schwurgerichts= Verhandlungen. ∆ Münster, 15. Januar. Auf der Anklagebank sitzt der 48jährige Bäcker und Wirtd Fra Tinnefeld aus Bocholt. Er hat am 5. December v. I. bei ein Streite seine Ehefrau erschossen. Die Umstände der That sind noch gemein bekannt. Tinnefeld lebte mit seiner Frau, Helene ged Nient## verwittwete Terflüchten, seit Langem in däuslichem Unfrieden. welcher Seite die meiste Schuld lag, ist nicht nöthig, zu erörtern: Ur vieler Streitigkeiten war wohl, daß der Mann dem vorebelichen S# seiner Frau nicht grün war, während diese den jungen Menschen viellmehr als nothwendig protegirke. Am fraglichen 5. December entspa sich wieder ein Streit wegen des Stiessodnes Nienhaus, beiderseits 1 man — Die Bewegung. ###die Aufmerksamkeit chafts=Bewe auch in Deutschlat u den 12 Millio. in einen boben Grad von Aufregung, der Angeklagte ging####sind. Und noch Schlafstube, bolte sich einen Revolver, und nachdem dann noch harte Worte hin und ber geflogen, krachten zwei Schüffe Gäste. Voraussicht nach In rbeiter Deutschlau im Nedenzimmer anwesend waren, stürzten herbei und fanden die todt in einer Ecke sitzen, eine Kugel ins Genick hatte den Ledenssaden iches ihre Vorthedurchschnitten. Der Thäter war ernüchtert und geberdete sich ganz geich“ zweifelt. Tinnefeld war seit Langem ein Trinker— aus Verdruß, wie#Sktome hleich. oi# sagt. Schon vor drei Jahren hat er sich den Revolver gekauft und#ocialdemokratischem einem Bekannten gegenüber Aeußerungen gemacht, welche diesen##nd das Land verhee anlaßten, ihm den Revolver zeitweilig abzunehmen. Der Angeklagte hatte in seinen ersten Verhören so ziemlich Alles gegeben, beute will er sich auf das, was in dem entscheidenden Momevorgegangen ist, nicht besinnen. Sein Geisteszustand ist normal. Die königl. Staatsanwaltschaft plaidirt für Schuldig der vorsätzlich Tödtung seiner Ebefrau und gie bi den Geschworenen anbeim. dem An klagten mildernde Umstände zu bewilligen. Für alle Fölle sind auch und in richtige Bahn ung und Parlame sige finden Wie seit der Cha guch in Deutschland ter=Bewegung in der klagten milbernoe Umstande zu bewinligen. Fur aule Faule nno auf— Fragen gestellt, ob event. Körververletzung mit Todeserfolg oder fabr####inigen sih in! Tödtung vorliege. Die Vertheidigung versucht, den Zustand des A##eben den Intere klagten im Momente der That als einen solchen hinzustellen, daß die####ressen ihres speci Verfügung über den Willen ausgeschlossen gewesen, der Angeklagte nicht strafbar sei. Das Verdict der Geschworenen verneint die Frage auf Tödtung Vorsatz, bejaht dagegen jene auf vorsätzliche Körververletzung mit Toc erfolg Die königliche Staatsanwaltschaft beantragt das Maximum der fängnißstrafe von 5 Jahren. Die Vertbeidigang dält die That mit Strafminimum von 3 Jahren Gesängniß für genügend gesühnt Gerichtshof erkennt aber auf 5 Jahre Gesängniß Drahtberichte des Westfälischen Merku Id Berlin, 15. Jan. Im Reichstag wird die zweite Lesun Etats fortgesetzt. Beim Titel„Vorsitzender des Oberseeamts" bespricht Abg. Metz (Soc.) unter Hinweis auf den vor dem Hamburger Seeamt verhand Fall die schlechte Behandlung der Schiffsfeuerleute, besonders der Nez woduich oft deren Tod erfolge. Der Unterstoats cretär von Rottenburg verwahrt sich gegen Vorwürfe Die Soc. Abgg Schwarz. Metzger, Bebel sprechen gegen die Beb lung der Anzeigen durch das Seeamt. Adg Jebsen(nt) nimmt die deutschen Capitäne in Schutz 1I4 Berlin, 15. Jan. Das Abgeordnetenhaus wählt per A mation das vorigjährige Präsidium wieder. Der Finanzminister ein Exposé der Finanzen. Die Einnahmen sind um 130 Millionen stiegen. Das Ordinarium der Ausgaben ist um 133° Millionen stiegen, das Extraordinarium der Ausgaben ist um 3 Millionen verdert worden. Der mögliche, durch die neuen Handelsverträge dem Ausfall an Einnahmen wird auf 30 Millionen geschätzt. Dos Etauergiebt voraussichtlich ein Deficit von 24 Millionen, da in den Einna# durch die Eisenbahn durch unerwartete Mehrausgaben ein Ausfall vorgerufen worden ist. Eine Aufbesserung der Lehrergehälter mit e Betrage von 4 Millionen wird zugestanden. Eine Mehreinnahme erwarten bei der Einkommen=, Gebäude= und Gewerbesteuer, eine dereinnahme bei dem Betriebe der Eisenbahn. Der Cultusnmister v. Zedlitz bringt den Volksschul Ge entwurf ein. A- dem Princip der Staatsanssicht halte die Ren best Bei dei Ertheilung des Religions=Unterrichtes wird die Geist# berücksichtigt. Die Confession des Lebrers und der Schule müss gleiche sein. Rom. 15 Jau.(Eigener Drabtbericht) Die Nachricht das###finden des Cardinals Rampolla sich erheblich verschlechtert ist in der ganzen Stadt verbreitet; glücklicher Weise jeroch nicht richtig Kra###e befindet sich auf der Besserung. Verantwortlicher Redacteur: Dr. jur. Panl Weildächer in Mün Bekanntmachung. Von der Königlichen Regierung als Auctionator von Immol für den Land und Stadtkreis Munster angestellt, empfehle ich zur Abhaltung von Haus und Grundstück Verkäufen. Nottuln, den 15. Januar 1892. W. Händler. Berlin, 15. Jan(2,45 Uhr 4 D. Reichs=Anl. 106,60 3 1/% do. 99.90 4% Pr. Cons. 106,70 3½% do. 99.10 4%Rh.=Westf. Rentbr. 102.50 4 1/“„Oest. Silb.=Rent. 4% Ung. Gold=Rente Disconto=Comm. Dresd. Bank Schaaffhausen B.=V. Bochumer Gußstab! 115. Eschw. Bergw. 94.00 Bautdisconto 92 25 179.60 139.00 194 25 Nachm.) deungen 106.50 99.10 106.60 99.10 102.50 80.80 92.25 179.60 138 75 104.25 115.00 94,25 3%.— Mitgetbeill vom Westfälischen Bantverein. Gelsenkirch. Berg.=Act. G.=Mar.=Hün. St.=A. Harp. Bergw. Köln. Bergw. Westf. Draht=Ind=Act. Ostpreuß. Südbahn Wechsel=Course. Amsterdam 8 Tage Antwerpen 8 London 8 Paris 8„ Wien 8„ Lombard 3½“ und 141.90 76,50 150,00 142.25 91.00 69.40 168.40 80.70 A 80.75 172.50 140,70 76,25 149,00 142.75 91.50 69.25 168.40 80,70 20,338 80.75 172,35 Berlin, 15. Jan. Productenbörse.(Schluß.) Eigene Drabmachricht Mutgetheilt von Herrr: M. Flechtheim Hamburg, 15 Jan.(2 UhrS Min.) Eigene Drahmnachricht vermittelt von Herren Peimann, Ziegler& Co., Hamburg, du dehauptet man Zucker. Gefriger Schluß Heute 12 Uhr Cote Gremen, 15 Jan.(2 Uhr 32 Min. Eigene e n. □ Tortmund, 14 Jan.(Original=Bericht der Börse.) Die ge Börse war gut besucht Presrichtung: etwas fester. Umsätze Der stärkere Frost wirkt etwas beledend auf das Getreide=Geschäft Angebot ist aber noch immer sehr stark. namentlich von Lan#### die im Preise wesentlich niedriger gegen die Vorwoche Weizen, westfälischer 23.25 bis 23.50 Mk., do. fremder 23.50 Mk., Roggen, westsälischer 22.00 bis 2250 Mk., do. fremder 24.50 Mi, Haser, westsätischer 15.50 bis 1600 Mk. do. fremder 18.00— Mi, Futtergerste 16.00 bis 16.50 Mk., Weizenvorschuß 31.00 Ml., Roggenvorschuß 33.00 dis 34.50 Mk., Weizenkleie 11.50—11.7 Alles per 100 Kilogramm Frachtparität Dortmund inclusive Sat Adnahme von Doppelladungen. Mt. 39.25 Mt. 39 23 Havre, 15. Jan Eigene Drahtnachricht. vermittelt von Herren Peimann, Ziegler& Co.. Hamburg. durch A. Sprickmann=Kerkerinck Kasser. März Mai Sepi Gestriger Schluß.. 79.25 77.25 1 75.50 behauptet Heutiger Schluß 79.75 77,75 1 76,00 behauptet Magdeburg, 15. Jan. Eigene Drayinachricht, vermittelt von Herren Peimann, Ziegler& Co., Hamburg, durch A. Sprickmann=Kertermck. Zucker. Gestern 11 Uhr Heute 11 Uhr behauptet matt Liverpool, 15. Jan(10 Uhr 37 Min.) Eigene Drahinachricht. Baumwolle. Der Mark eröffnete für Loco willig. mit wenig Frage; muth maßlicher Umsat, 8000 Ballen. Import 28.00 Ballen, davon 28000 Ballen amerikanische Baumwolle. Januar=Fedruar 4 1/8., Februar=März 4 1/8., März April 4°/6. 13. Jan. Jan New=York. Geld s Reg.=Sculdsch. 1½“ „„ anderr Diderd. 2½7 1½ Wechsel aus kondon 60 u. 4,63¼ 4 83 Cadte Tranen 4.42% 4.83 Waosel auf Paris 60 T. 6.21 s 5.21 Wechsel auf Bertin 00 T. per 947 4% fundirte Anleihe 116# 116 Canado Pacisie GB. A. 94 999 Central Pacisie=GB. A. 84 329 Chicage Norid West A. 127 1122 En: Pilwaut u. S. Paul 31½ 1 85 Allinote Gentrald.-Act. 108½ 1970 Lake Sdore Actien 121 121Leutsville u. Nacho A. 81 80 N.=. Lake Erie& West. 32½ 32 Neo Dert Gchiralb. A. 112½# 119 Norih Pac. Vorzuge A. 67% 671 Norselt, West. prei. 59½ 82 #ich. Lopeka S. fe=A. 43“ 427 Union Parisie Actien 42% 484 Reno. u. Kte Gr. Pers. 48% 45 Silderprete 92“ Gamel Febr. 6.6: 6.62 „ vertalgin 6 67 6.60 Rode u. Breiders 6.22 6.20 Speck sdoert el. in Chic. 6.90 5 95 Teia 4% 4%% Verpentinol 82 32% Zucker ta# rei. Musceo 8 2 Terpentinöl in Wilmington 30 Schlugsreise. 13. Jan. Baumwolle, Tageszufudr 13000 „ Auss. u. Engl. 4#200 „„ n. d. Feul. 6600 „ in New-Orleane 6“ Ridet Uol. i. New-P. 7½ rieter. Fedr. 7 32 „„ Aprti 7.54 Mai. 7.66 „ Ang. 1.27 Etten Celinen Nr.1 32.90 curter Fedr. 11,00 m Raster Mie Nr.1 12% „ Fedr. 12 07½ „ April 11. 62 Betrel. rodee Porkers 6 20 Standere mhin Pipe Line Gert. Zedr. (Veireidefracht 6 Mend 4 20 Raie Fedr. 30% Rot. Loenie r#r i4## ver 102„ „ Lieter. Jan. 101“ m ene A. 9 Raie in Chltaus Feor Stahlschienen 80. Stahldraht 45 Berlag des„Westsällschen Merkur', Actien=Gesellschaft für Verlag und Druckerei in Münster. Druck der Coovenrath'schen Buchdruckeret. Né 16. Br ind an sich durcha is fünfzig Jahren. ocialen Frieden, zu Wohle der arbeiter Frade Unions dier der unchristlicher E jung an sich feindlich enden Bevölkerung eressen. Bedürfnist er Fachgenossen u seutigen Fortscht ind die Gewe### eineswegs künst. erverhältnisse n Es laßt sich dur## och weniger rück un in underechtigtes# ätze nur verschärtArbeiter, speciell Zünfte und Inn#n ie Gewerkschauen ersteht man ihre: ene zum Schutze dStuße der In zunung die verschreo## eute ein allgemeine #n allgemeiner de### daren nur so lange keine und mir negas ei Ausdruck geben die Arbeiter=B# beweik=Vereinen zu dhe Bedeutung d haften und egenstellen? Das nd der Lösn fartellen. Ringen peciellen Interesse seit mehr sied ##werk Vereinen üben noch drüdRittel gebraucht m. 4 ine Erzäblung Der Kord. w igt;— er kanne icht mehr georan #ar ist noch die etten ist. da Aber vor u fteigen #ch bei der Eron nneinwagt. Vor Allem eshalb. die Masc eigen zu lassen. u ind das Rettu Unterdessin d reitet und die er Lupend Bergie ach Haute gekehil er alte Pfarrer: Es in ung Noch steige Raßrea Better gewikt. infahrt getron as G.rausch me inen Augenblick riche die schma graustreten mit sode ermattet zeb in wodres Wund Auf Grube #igefahren, und er Erde Einnkameraden dort Donnern ertönte. Ale# boiken die gist: Böchter aber. 41 chocht pon on dinunter in k. wo das in der eknrische Lenu och oben sich dan körde in Bew. die kleine 3 nern deraufzuk kaum her von S