der Arbeiter nach de ich bei meiner Ich habe nichte #dr.(Glocke der der Herr Reichs#aranf zu ants dem Buche der Stelle vorgelesen, wurde, und ich marck's. Ich g und ich würde wäre, der den drückte, wir uns würde ich mich un gar nicht gereßherzogin von enke der Erbgroßheizontlich weibliche Augen ten, Formen und Gröhenholzes an. welches schenk des prinzlichen atur=Etuis, von dessen ldenem Drucke dem Beie königliche Hochzeits###em von Brillanten in in der Wahl, schillernd werthvoller, wie der u. durch die genial geveli re, die es gefertigt, diese glanzvolle Gabe verwenden. Durch Entn Diamant=Sterne ist rals Haarschmuck, Bro#r diamantene Bügel des legen, während aus den nd Ohrgehänge zusamdie Festabende hindurch god sich variiren, wozu beigegebene Sammlung inzliche Vater der Braut mit einer ovalen Riesent, die fürstliche Mutter ###rt, das in der Mitte on seltener Größe und n, wie Prinzessin Char##en mit dem Medaillon= und eingefaßt von Ruserzoglichen SchwiegerReihe von etwa 40 der Riviere bilden. Vor des jungen Erbgroßreichen gleichlaufenden, ###ten gebildet ist und in Großherzogs und der des derselben in einem brillantene großherLiwärts das ganze Arm n nach Form wie Fassung Vermählung die großGeburtstags=Angebinde innover gesertigt— geden Kunstindustrie auf ares Armband ist eine elgische Königspaar hat Brochen dieser Größe einer Fülle von Diairm zusammenhängender Wales war ein diamanbet worden. Der Prinz erliche Broche mit Diain Meisterstück nieadischen Herrschafem Brillanten in der Kronprinzen war eine Lazuli mit Flußperlen, Prinz Wilhelm hatte der n. Prinzessin Charlotte Goldfiligran geschenkt, ne Uhr sehen ließ. Der Armband in den anSmaragden zusammenir ein solches mit einem ehmen und als Kopfputz vzollern hatte einen kostGroßherzogin=Mutter in Armband mit Saphien Gaben, vielleicht weil sfarbe, besonders zahlinander gereiht in einer , u n d i n n a m e n t s der Prinz Karl überzwei übergroßen brilgroßen Saphir in einem weiteres kostbares Stück nzen Karl seiner Enene oder silberne, überch umrahmter Spiegel, reufaß und kleine Glocke wschen. Schalen u. a. m. der Großfürstin Maria sorung zweimal bestehen. das zweite Mal gehörte Unter den weiteren Vermählungsfeier zugeen großen Bildnisse der schenkt, der gelungensten mehrere Aquarellen vom rrn v. Heyden und eine Schulenburg, ferner ein A NAEMET, PREI incler ve Bostellgeln s Marh 75 Bpf. bei aller Pertämtern in Deutschlend, Oester reien Usgarn und Lusemburg 4 Mart 5 Beichsptsunige Der„Weutf Merkur erscheint mit Aumahme der hohes Festtage, alAbendblatt, und wird bereite mit den Nach Pen Bahfragiign eian ## franco und erheben iis Gebühr is der Regei pr. Postverschass Ne 59 Teutiches Reich. Berlin 28. Fedruar.— Oowohl politische Staatsactionen den Reportern ein ebenso angenehmer Tummelplatz sind, wie den Fischen ein klarer Bach, von sommerlicher Mittagssonne erwärmt,— und zwar aus dem Grunde, weil jeder Berichterstatter Gelegenheit bat, mit seinen „Verbindungen“ zu renommiren, und sich als„gutunterrichtet“ zu erweisen, so herrscht doch jetzt Angesichts der düsteren Nebel, in die sich unjere Lage hüllt, das allgemeine Gefühl der Uebersättigung vor. Selbst der eingefleischteste Sensationsreporter muß es müde werden, die per manente Aberration der politischen Magnetnadel zu verfolgen, und auch dem Leser wird die täglich neu auftauchende Legion politischer Combina= tionen gewiß endlich den gähnenden Ruf:„Toujours perdrix!“ aus pressen. Wir bemühen uns daher, kurz zu referiren, daß Herr Camp hausen dem Ka ser ein sehr dringlich verfaßtes Entlassungsgesuch eingereicht bat. Od es angenommen wird, können wir natürlich nicht sagen: das wird hauptsäckhlich wohl davon abhängen, ob der Kaiser einen passen den und dem Kanzler genehmen Nochfolger auftreiden kann. Wie man ferner dem„Hamb. Corr.“ von hier mittheilt, soll der Kaiser auf dem Hofball am letzten Freitog Herrn v. Bennigsen mit kühler Freundlichkeit, so daß Andere es hören konnten, gesagt haben, er, der Kaiser, werde mit jedem Jahre nicht nur älter, sondern auch conservativer, er könne sich von seinen Dienern nicht trennen, und er habe gar keine Neigung, auch nicht mehr die Kräfte, um sich mit neuen Ministern einzugewödnen. Diese Nachricht wird hier allgemein für wahr gehalten. Das ware denn jedenfalls eine fatale Douche für freudegeschwellte nationalliberale Herzen.— Die„Magdeb. Zig“ will wissen, daß der positiv „unionistische“ Oberverwaltungs=Gerichtsrath von Meveren an die Stelle des Oderkirchenraths Präsidenten Herrmann treten werde. Wenn Herr Falk sich bereit erklären sollte, diese Ernennung zu contrasigniren, — was er wohl nur auf spcciellen Wunsch des Kaisers thun würde—) so würden diese beiden Herren sich nach unserer Ueberzeugung kein haldes Jahr lang vertragen. Berlin, 27. Februar.— Es wird mit Bestimmtheit versichert, daß die Staatsregierung die von ihr getroffenen Anordnungen über Er theilung und Leitung des römisch=katholischen ReligionsUnterrichts anfängt, für bedenklich zu erachten. Die Debatten vom 23. und 24. Januar im Hause der Abgeordneten haben unzweifeldaft festgestellt, daß alle Parteien etwas von Gewissenszwang wittern. Wenn das katholische Volk immer von Neuem und immer deutlicher seine Stimme erhebt, so wird das Bewußtsein, daß die Gewissensfreiheit thatsächlich in Gefahr kommt, bald alle Kreise durchdringen. Es ist deshalb begreiflich, daß die Staatsregierung an vorbeugende Maß regeln denkt. Der Herr Minister Falk läßt augenblicklich durch die Landräthe zunächst feststellen, welche Pfarrer hinreichende Milde und Fröm migkeit besitzen, um die Leitung des katholischen Religions=Unterrichts zu übernehmen. Danach wird an die richtig qualificirten Geistlichen der Antrag ergehen, die Leitung von Staats=Gnaden fu führen. Der Herr Minister vergißt dabei nur, daß kein Geistlicher die Leitung des Religions=Unterrichts sich vom Staate übertragen lassen darf, taß deshalb die betreffenden Pfarrer Anträge der bezeichneten Art zurückweisen müssen mit dem Bemerken, daß es ihnen sehr angenehm sei, wenn die Regierung diejenigen Hindernisse beseitigen wolle, welche sie der Ausübung des kirchlichen Rechtes auf Leitung des Religions=Unterrichts entgegenstelle. Der Friede zwischen Rußland und der Türkei ist immer noch nicht fertig.„Wie die Dinge heute liegen,“ so bemerkt heute die „Nat.=Z.,„hat dieser Friede freilich auch mehr ein strategisches Interesse, als ein politisches. Was Rußland fordern wird, was es nöthigenfalls gewaltsam vertheidigen wird, weiß man in London und Wien so weit genau genug, um die Frage über Krieg und Frieden daran zu knüpfen und sie durch Rüstungen zum Theil zu beantworten. Für Rußland hat der Friede sodann nur noch so viel Werth, als er ihm strategische Vortheile gegenüber etwaigen Angriffen von dritter Seite ber bietet. Möglich, daß Rußland selbst unter solchen Umständen keine Eile mit dem Abschluß mehr hat, sondern inzwischen die Entwickelung der Dinge in Europa zu beobachten vorzieht. Wird der Friede zwischen heute und dem 2. März abgeschlossen, so würde sich für England und Oesterreich wohl kaum etwas darin finden, was die Anlässe für ihre Rüstungen rückgängig machen könnte. Es handelt sich für diese Staaten jetzt weniger um diese oder jenebesondere Bestimmung des Friedensinstrumentes, als um die vollzogene und in einem russisch- türkischen Frieden ohne Zweifel zusanctionirende Gewaltstellung Rußlands auf der ganzen Balkanhalbinsel. Hierüber ist ein Compromiß schwer denkbar. Die Situation ist daher trübe genug.“ Aus Paris geht dem genannten Blatte folgendes Telegramm zu: Heute sah man in hiesigen unterrichteten Kreisen sehr schwarz, und zwar in Folge von aus Wien und Petersdurg eingetroffenen Depeschen, aus denen allerdings hervorgeht, daß zwischen den russischen Prätentionet und den von Oesterreich als möglich erachteten Zugeständnissen ein gewaltiger Unterschied besteht.— Ein Telegramm des pester„Llopd aus Berlin meldet:„Der russische Versuch, Berlin zum Conferenzort zu machen, wurde von Bismarck mit der Erklärung zurückgewiesen, entweder müsse Wien oder dann überbaupt keine Residenzstadt gewählt werden.“— Die„Presse“ meldet:„Die nach einem konstantinopeler Telegramm des„Burcau Reuter“ mitgetheilten russisch= türkischen Friedensbedingungen sollen, wie in unterrichteten Kreisen versichert wird, ungenau sein. Die Abgrenzung von Bulgarien sei gegen Westen nicht festgestellt, gegen Südosten werde das tributäre Fürstenthum eine größere Ausdehnung erhalten. Die Gebietsvergrößerung Serbiens werde keinesfalls westlich der Drinalinie fallen. Der Gebietszuwachs Montenegros werde keineswegs in dem Frieden zwischen Rußland und der Pforte endgültig festgestellt, da Montenegro in keinem Suzeränctäts=Verhältniß zur Türkei steht. Die angegebene Kriegsentschädigung steht in gar keinem Zusammenhange mit der Abtretung Armeniens. Letztere sei eine conditio sine qus non des Friedensschlusses. Ebenso ist die Frage der Abtretung der Panzerschiffe eine selbständige.“ In Oesterreich beginnt man mit immer aufmerksamerem Auge die russischen militärischen Aufstellungen an den Grenzen zu beobachten. Längs den Karpathen, am Sereth, bis gegenüber der südöstlichen Grenze Serbiens zieht Rußland Defensivkräfte zusammen, die gegenwärtig für Rußland vielleicht schon den politischen Schwerpunkt der Lage angeben. Aus Wien wird der„Nordd. Allg. Ztg“ über die Intentionen der österreichischen Regierung geschrieben:„Oesterreich wird in den Münster, Freitag den 1. März Conferenzsaal eintreten mit der ausgesprochenen, jeder Zweideutigkeit entrückten Absicht, den europäischen Frieden zu wahren, die österreichisaungarischen Interessen unversehrt zu erhalten. Eine Preisgebung der letzteren wäre allerdings eine Prämie, die für die Erhaltung des Friedens zu bezahlen Oesterreich Anstand nehmen müßte. Mit welchem Gewichte Oesterreich seine Stimme auf der Conferenz zur Geltung zu bringen vermögen wird, das steht allerdings in innigem Zusammenhange mit dem Erfolge des Schrittes, daß gleich dem englischen Cabinet auch das österreichische nur mit einer eclatanten Kundgebung des Vertrauens der verfassungsmäßigen Vertretung ausgerüstet in den Conferenzsaal treten will, und daß dasselbe sich eins und einig fühlt mit jener Politik, welche alle Umsturzgelüste von sich weisend die Erhaltung des Weltfriedens, wie die Erhaltung der Bedingungen für Oesterreich- Ungarns Großmachtstellung zum ausschließlichen Zielpunkte hat und dabei entschlossen ist, alles, was die Erreichung dieses Zweckes durchkreuzen könnte, mit dem Aufgebote aller Kräfte abzuwehren. Der Reichstagsabgcorducte Holthof erklärte in einer demokratischen Versammlung in Frankfurt, daß nach seiner festen Ueberzeugung dic Auflösung des Reichstages bevorstche. Schöne Aussichten! Der Bericht der Justiz=Commission des Herrenhauses wird am 11. März zur Vertheilung kommen und die Plenarsitzungen bezüglich des Ausführungsgesetzes zur Gerichtsorganisation sollen am 14., 15. und 16. März stattfinden, so daß die Arbeiten des Abgeord netenhauses bezüglich dieses Gesetzes in der dritten Märzwoche wieder aufgenommen und Ende März geschlossen werden können. Im Reichstage hält man es für möglich, bis zum 13. April die Geschäfte abzuwickeln, es sei denn, daß die Gerichtskostengesetze eine Fortsetzung der Arbeiten nach Ostern nöthig machen. In dem Injurien=Proceß des Herrn v. Diest=Daber gegen den Fürsten Bismarck hat Letzterer durch seinen Anwalt Justizrath Drews, unter Beifügung seines von dem Kaiser ausgestellten Patentes als General der Cavalleric, in der von demselben am Sonnabend eingereichten Klagebeantwortung den Einwand der Incompetenz des Civilgerichts erheben lassen, ohne sich auf die Sache selbst einzulassen.— Das ist nicht nach unserem Geschmacke 2 Crefeld, 27. Februar.— Der gestrige Tag läßt uns wiederum eine denkwürdige Kundgebung des ungeschwächten katholischen Gei stes, der unser Volk belebt, verzeichnen. Am Vormittag hatten— wie schon gemeldet ist— Vertreter des Clerus aus den Dibcesen Köln Trier, Breslau, Münster, Limburg und Paderborn eine fast vierstündige Besprechung über diejenigen Fragen, welche bei der gegenwärtigen Lage der Kirche von hervorragender Wichtigkeit sind. Am Abende 5“ Uhr wurde in der großen Centralballe die öffentliche Volksversammlung eröffnet. 4000 Männer standen dichtgeorängt um die Rednerbühne. Ihr Referent machte ganz dieselbe Erfahrung, welche er bei katholischen Volksversammlungen immer macht: die Haltung war musterhaft; alle Anwesenden zeigten durch den Ernst und die Ruhe, womit sie die Vorträge verfolgten, daß sie die ganze Größe der augenblicklichen kirchlichen Rothlage erkennen. Der jubelnde Beifall aber, welcher wiederholt laut wurde, gab den Entschluß kund. freudig Alles einzu setzen, um die Freiheit der Kirche zurückzuerobern. Ich bin ganz durchdrungen von der Ueberzeugung, daß keine Partei im Stande ist, solche Volksversammlungen zu bilten. Herr Dr. Urfey eröffnete die Versammlung mit warmen Worten und schlug Herrn Baron von Loals Präsidenten vor. Derselde nahm dankend an und der Beifall, welchen die Versammlung ihm zurief, bewies, daß Felix Los einen festen Platz im Herzen des katholischen Volkes bat. Die Schulfrage behandelten in glänzender Weise dann von juristischer Seite Herr Abgeordneter Julius Bachem aus Köln, von praktischer Seite Herr Pfarrer Dr. Schulte aus Erwitte. Ihre Leser kennen die Gründe, mit welchen von den katholischen Eltern und den Vertheidigern der katholischen Kirche die Rechtmäßigkeit unserer Forderungen auf dem Gebiete des Schulwesens gestützt und bewiesen wird: ich brauche dieselben deshalb dier nicht zu wiederholen. Nur mache ich darauf aufmerksam, daß gemahnt wurde, nicht müde zu werden in Anbringung von Beschwerden bei den Regierungen, beim Minister und beim Landtage. Da der Minister die Mas seupetitionen durch eine einzige Antwort abfertigen zu wollen schiene, so sei anzurathen, daß die Eltern der einzelnen Gemeinden nach ein ander vorstellig würden. Herr Rittweger aus Dortmund sproch recht gut über die sociale Frage und die Heilmittel des wirthschaftlichen Elendes. Herr Reichstags=Abgeordneter Dr. Franz feierte dann in wahrhaft erhebender Weise das Papsttbum. Der Vorschlag, dem hl. Vater Papst Leo XIII. ein Huloigungs=Telegramm zu senden, wurde freudig begrüßt. Es gab sich bier kund, was nach der Versammlung von Herrn Mathias Wiese aus Werden in einem glänzenden Trinkspruche ausgeführt wurde: daß nämlich das katholische Volk um keinen Preis von der Kirche und ihrem unfehlbaren Oderhaupte sich losreißen lassen will. Gott segne den crefelder Tag!— Die Westfalen, welche gestern Crefelds Gäste waren, erwiedern die herzliche Aufnahme, die ihnen zu Theil ward, mit dankbarster Liede. Möge das Band kirchlicher Einigkeit, das Westfalen und die Rheinprovinz zu Einem Lande macht, immer fester sich schlingen! Die echte Cultur wird dabei gewinnen, wenn auch der„Culturkampf" dabei in die Brüche geht. §s Crefeld, 27. Februar.— Auf ein von der gestern hier togenden Versammlung von Geistlichen der Diöcesen Münster, derborn, Köln, Trier, Breslau und Limburg an den bl. Vater, Papst Leo XIII., abgesandtes Telegramm ist soeben, Abends 8 Uhr 15 Min., die Antwort zu Händen des Hin. Oberpfarrers Huthmacher eingelaufen:„Sanctiseimus Pater acceptum habuit homagium gratulationis sacerdotum in tuo telegrammate memoratorum, eisque ex animo benedicit. P. Lasagni, prosecretarius status“ Oesterreich= Ungarn. * Wien, 26. Februar.— Für englische Rechnung werden hier zu Lande enorme Bieheinkäufe gemacht; das Bieh ist nach Triest zu stellen, vermuthlich für Malta.— Aus Prag schreibt man der„Krzzig.“: Im Kreise der czechischen Russophilen ist hinsichtlich des angeblichen Nutzens, der dem czechischen Volke aus den Siegen Rußlands erwachsen sollte, nunmehr eine vollständige Ernüchterung eingetreten. Es ist bezeichnend, daß Rieger's Organ„Pokrok' wieder auf seine frühere Behauptung zurückkommt, daß Rußland, derzeit vollauf mit der orien talischen Frage beschäftigt, sich um die Czechen nicht bekümmern könne und sich ihnen zu Liebe mit Deutschland, das ihm jetzt nöthig ist, nicht 1878. verfeinden könne. Das Rieger'sche Journal beruft sich dabei auch auf kn Aksakow, der es zuerst ausgesprochen hut, daß die Lösung der orienta 57 lischen Frage den Czechen keinen Vortheil bringen werde. Ehe die Czechen k. ihre Hoffnung auf Rußland setzen köanen, müsse der slavische Gedanke in Rußland sich erst aus der Hülse der Orthodoxie herausschälen, müssen nach Lösung der orientalischen Frage die Südslaven als handelade Factoren in den Kreis der slavischen Bölkerschaften eintreten, und müsse das russische Volk sich selbst erst freiheitliche Jastitutionen, die aus seinen## eigenen Bedürfnissen erwachsen, errungen hoben, um seine Stimme für die slavischen Brüder erheben zu können. Das alles könnte vielleichtin noch ferner Zeit geschehen; heute aber sei die Zeit hierfür noch nicht gekommen. Darum können auch die czechischen Politiker von Rußland nicht schon heute das erwarten, was höchstens kommende Tage brin gen können. Das ist also eine Vertröstung ad calendas gruecss. Mittlerweile werden aber die Absagebriefe der Provinzialen an die prager Czechenführer immer zahlreicher und bündiger, und so wird man sich schon in Bälde auf eine gründliche Ein= und Umkehr der völlig it bankerott gewordenen altczechischen Parteiführer gefaßt machen müssen. * Pest, 27. Februar.— Der„Nat.=Zig“ wird von hier geschrieben: Die Credit=Forderung von 60 Millionen soll zu den Vorkehrungen verwendet werden, die schon jetzt für eine eventuelle allgemeine Mobi I. lisirung getroffen werden. Die diesbezüglichen Vorbercitungen sind in der ganzen Monarchie in Gang gesetzt. Aus Marmaros=Sziget wird berichtet, daß an der dortigen Station der Nordostbahn Alles in den„ Stand gesetzt ist für den Fall einer Mobilisirung. Mehrere Officiere in spicirten dieser Tage den Bahnhof und die Stadt und bezeichneten einzelne Gebäude, die von der Militärverwaltung benöthigt werden. Achn? liche Vorbereitungen werden auch in Kecskemet getroffen. In dieser Stadt, wo sich ein großes Militärbekleidungsdepot befindet, soll eine größere Truxpenconcentrirung stattfinden. Die siebenbürger Magparen fühlen sich durch die russischen Truppenconcentrationen in Rumänien lebhaft beunruhigt. Der officiöse„Ellenör“ fordert heute die Regierugg 1 auf, etwas zu thun, damit das erschütterte Sicherheits=Bewußtsein wieder hergestellt werde. Die Ungarn befürchten, daß der Streit zwischen Rußland und Rumänien über den Besitz Bessarabiens eine Comödie sei, die zu dem Vorwande dienen soll, daß Rußland gegen Rumänien militärische Vorsichtsmaßregeln treffen könne, die eigentlich gegen Siebenbürgen gerichtet sind. Die russischen Vortruppen, zumeist aus Cavallcrie und Artillerie bestehend, sind dicht an der Grenze Siebenbürgens r aufgestellt. Die Ungarn motiviren ihre Aufregung mit der Thatsache,## daß die Russen den Pruth zwei Tage vor der Kriegserklärung über 9 schritten hatten und sie nun auch einen ähnlichen Vorgang befürchten. * Pest, 28. Februar.— Unterbaus. Simonvi richtete eine Interpellation an die Regierung wegen der angeblich durch die Russen erfolgten Hinrichtung österreichisch= ungarischer Unterthanen in der Türkei. Der Ministerpräsident erklärte, er werde die Interpellation„ später beantworten, das Ministerium des Auswärtigen werde vorerst mu Erhebungen veranlassen, um die Richtigkeit der Thatsoche zu ermitteln. seFrankreich. * Paris, 26. Februar.— Die„Rep. Franc.“, das Organ Gam=— betta's, berichtet, daß der italienische Minister Depretis ihrem römischen Correspondenten folgende Mittheilungen gemacht habe:„Wir haben,“ sagte der Minister,„unsere Interessen nicmals mit denen Ruß“ lands identificirt; eine solche Politik wäre werth, gebrandmarkt zu wer g den. Phantastisch hatte man uns niemals gehegte Absichten auf Albanien i oder Tunis zugeschrieben. Für die Zukunft haben wir noch weniger in Gründe, die russische Politik zu unterstützen. Italien hat seine Inter= so essen im Mittelmeer zu bewahren; die Besitzergreifung des Bosporus und der Dardanellen durch Rußland könnte ihm in keiner Weise zu zei sagen. In dieser Beziehung stimmt Italien mit Englond vollständig### überein. Kommen Conferenzen zu Stande, so wird Italien vor allem#0 nach der Sicherstellung des Friedens, weiter nach dem Schutz seiner Rechte in der Frage der Meerengen streben. Das Aufwärmen alter— Klatschereien bezüglich unserer Absichten auf Trient ist ein von unseren„ politischen Gegnern noch mehr gegen uns, als gegen Oesterreich ger### u# tetes Manöver. Dafür gab ich neuerlichst Hrn. v. Haymerle, dem Gesandten Oesterreichs, Beweise, welche keine Einwendung zulassen Wir die und die Mehrheit der Italiener verlangen ebensowenig nach dem Trienti= au nischen als nach Savoven. Für dergleichen Absurditäten können wir ren nicht verantwortlich gemacht werden. Das freisinnige und republikani ern sche Frankreich ist uns befreundet, für uns ein starker und großer Ver ein bündeter. In der orientalischen Frage ebensowenig als in irgend einer anderen ersehe ich einen Vorwand zu der geringsten Mißhelligkeit mit“ der republikanischen Regierung der französischen Republik. Frankreich und Italien verfolgen denselben Zweck, gehen dieselden Wege, haben sich nur die Hände zu reichen. Italien, stark und ruhig im Innern, wird seine Interessen im Orient nicht aus den Augen lassen, und wird nicht unter den letzten sein, welche sich underechtigten Forderungen, von welcher## Seiten dieselben gestellt werden mögen, widersetzen werden. Vor allem en wünscht und trachtet Italien; in einer freimüthigen und lebendigen zun Freundschaft mit Frankreich und Oesterreich zu leben. Sollte je in seinen in Beziehungen zu den zwei mächtigen Nachbarn ein Schatten eintreten, so ede wird es nicht die Schuld Italieus sein". Diese auf die weiteste Oeffentlichkeit derechneten Erklärungen des italienischen Ministers sind wohl Ifre beachtenswerth. Immerhin darf dabei jedoch das freilich noch unver i#e dürgte Gerücht bemerkt werden: daß italienische Häuser es nicht für un in möglich halten in Frankreich ein italienisches Staatsanleben von mehr als 500 Mill. Fraucs auszugeben und unterzubringen. Die Möglichkeit würde hauptsächlich von dem Zweck und von der Verwendung des 5 eventuellen, aber noch nicht geplanten, Anlebens abbängen. 3—4 * Paris, 28. Februar.— Der K. Z. telegraphirt man Der öster= in' reichische Kronprinz Rudolph und der österreichische Botschafter, so wie 8 der Minister des Auswärtigen, Waddington, sind auf diesen Abend zur d Tofel in's Elysée geladen.— Graf de Mun geht mit anderen Deputirten ich und Senatoren nach Rom, um der Krönung Leo's XIII anzuwohnen — Ein Rundschreiben des Kriegsministers ordnet zum 26 und 27. April die Zusammenziehung der Altersclaffen von 1866 und 1867 der L. Territorialarmee an.— Laut der„Defense“ hat die französische Regie.„ rung deshalb darauf verzichtet, den Baron Baude als Botschafter am um Vatican durch Gabriac, den französischen Gesandten in Brüssel, zu er; om setzen, weil Leo XIII. durch Vermittlung des französischen Botschafter## am italienischen Hofe den Minister des Auswärtigen, Waddingion, er„ sucht hatte, den Baron Baude auf seinem Posten in Rom zu lasten — Pes um Ander## eust se mnc der 1n daß a. Un1 * RE und ebse nicht vero-"1. ßen toung!“ gesetz besta!! reunung von Ich ch unden Großbritannien. * Lenden, 27. Fedruar.— Musurus Pascha hatte eine längere Conserenz mm: Lord Derkv.— Heute hat ein Ministerrath stangefunden. Lenden, 28. Februar.— Die Ernennungen von Lord Nopier von Magdala zum Oberbefehlshaber des Expeditionscorps, und des Gencrals Wolselen zum Generalstabschef desselben werden officiell bestängt.— Die Gardebrigade ist auf Kriegsfuß gesetzt worden, die Arsenale untfalten eine verdeppelte Thätigkeit; es wird Material für temporähre Eisenbahnen beschafft. Das Kriegsamt hat bis auf Weime teres den Uebertritt in die Reserve inhibirt.— Der„Standard“ erklärt „ das Gerücht, daß Lord Terby in Folge der Ernennungen Lord Napier's ##b.= u 15 und Wolselen's seine Entlassung gegeben hätte, auf das Entschiedenste für unbegründet. Der„Stondard“ glaubt, daß diese Maßregel nöthig geworden sei, weil England die russischen Bedingungen nicht sonctioniren könne, und falls Rußland keine Concessionen mache, möglichenfalls zum Scwerte werde greifen müssen. Italten. Rem. 24. Februar.— Ueber die uns berichtete Audienz der 22 Deutschen beim hl. Vater Leo XIII. meldet man noch der„Köln. Bzig.“: „An Einen der Herren, ein Mitglied des Centrums, wandte sich der Paost mit besonderm Interesse und sagte:„Ich bewundere die Festigkeit und Ausdauer, mit welcher Ihr für die Sache der Kirche eingetreten seid; haltet unerschütterlich fest; der Sieg wird Euch nicht fehlen!" Zu einigen Pilgern aus Münster und Paderborn sagte er:„Ich weiß, daß jene Provinz von ganz besonderer Ergebenheit gegen die Kirche und der dl. Stuhl erfüllt ist, und ich vertraue, daß Ihr in dieser Treue aushalren werdet!". Die liberale Perseveranza“, das Organ Bonghi's, meint in einem Artikel über den neuen Papst, Deutschland gegenüber müsse derselbe dem Verhalten seines Vorgängers folgen;„denn die Maigesetze überschreiten jedes Maß“.— Man schreibt dem„Journal de Bruxelles“ von hier:„Leo XIII. hat unserm Könige Leopold II., den er als Kind auf den Knieen gehalten hat, ein besonderes Andenken bewahrt, ebenso seiner heiligmäßigen Mutter Louise, seinem Bruder dem Grafen von Flandern und der Kaiserin Charlotte. Der Papst spricht bei jeder Gelegenheit gern von ihnen. Der Sinn der Worte, welche Se. Heiligkeit gestern an unsern Gesandten, Baron d'Anethan, richtete, war, wie ich Ihnen verbürgen kann, folgender:„Mit vielem Vergnügen sehe ich den belgischen Gesandten bei mir. Dankbar erinnere ich mich der Aufnahme, die ich in Ihrem Lande fand. Ihre gute Königin Louise sagte mir oft: Herr Nuntius, ich bitte um Ihren Segen für meine Kinder. Ich liebe Belgien sehr; es gibt dort edele perzen, und man thut viel Gutes dort. Ich habe keinen von Jenen vergessen, die mir dort wohlwellend begegneten, besonders erinnere ich mich Ihres würdigen Vaters, der demals Justizminister war. Sagen Sie ihm doch, daß ich an ihn und seine gastliche Aufnahme denke, daß ich ihm und den Seinigen besonders meinen Segen sende. Ich segne Ihren König und Ihr Land, und es würde mir zu besonderer Genugthuung gereichen, wenn ich während meines Pontificates etwas für das Wohl Belgiens thun könnte.“ Sie wissen vielleicht, daß Cardinal Dechamps das Resultat der Abstimmung im Conclave verkündete. Nach dem Fußkuß umarmte ihn der Popst und sagte:„Ich freue mich, daß ein Sohn des geliebten Belgiens der Erste ist, der mich beglückwünscht.“ Leo XIII. ist eben so leutselig und einfach wie Pins IX.“ Die lutherische,D. Volkszig.“ schreibt:„Es herrscht noch immer ein gewisses Dunkel darüber, ob der Papst Leo in die Fußstapfen des Papst Pius' treten oder andere Wege wandeln wird. Für einen denkenden Menschen existiren solche Zweifel nicht; ein solcher weiß, daß ein edler Mann— und das war der Cardinal Pecci bisher— auch edel bandeln wird.“ Nach einer Meldung der„Agenzia Stefank wird Cardinal Simconi seinen Posten als Staatssecretär nächsten Montag übernehmen und dabei eine Note an die Mächte richten, worin denselben für den dem Conclave geleisteten Beistand und für die Kundgedungen zu Gunsten des neugewählten Papstes gedankt wird. Fast sämmtliche papstliche Nuntien sollen, um früher eingegangenen Verpflichtungen enthoben zu sein, versetzt werden. Rom, 28. Februar.— König Humbert hal dem Marschall Mar Mahon und dem preußischen General v. Blumenthal das Großkreuz des savcyischen Militärordens verlichen. Rußlaud. * P e t e r s b u r g, 2 8. F e b r u a r.— D e r„ R e g i e r u n g s b e i e# v e r ö f f e n t licht einen kaiserlichen Ukas, d. d. 22. Februar, durch welchen der Finanzminister ermächtigt wird, von Zeit zu Zeit Reichsschatzobligationen auszugeben. Dieselben sollen auf eine nicht kürzere als dreimonatliche und nicht längere als einjährige Frist ausgegeben und die Zinsen nur für die entsprechende Frist gezahlt werden. Der Nominalwerth der Obli#na gationen soll nicht weniger als 1000 Rubel betragen. Die Obligationen können jährlich bis zu einer Summe ausgegeben werden, welche vom Kaiser zu bestätigen ist.— Ein officielles Telegramm aus dem Kankasus vom 26. d. meldet: Am 22. d., Vormittags um 11 Uhr, erfolgte die endgültige Räumung Erzerums durch die Türken und die Besetzung desselben durch die russischen Truppen. Die Bevölkerung verhielt sich vollkommen ruhig. In der Staot blieben nur türkische Commandos bei den Lagervorräthen, bis diese den Friedensbedingungen gemäß den Russen übergeben werden. Griechenland. Athen, 27. Februar.— Der„Times wird gemeldet, Trikeupis wird sich morgen in einer Spcciolmission an die Höfe der Großmächte begeben und zwar zunächst nach London. Türkei. * Konstantinopel, 26. Februar.— Der„Times“ wird berichtet: Die Unterbandlungen schreiten nur langsam fort, die Grenze für Bulgarien ist noch nicht firirt; die Erörterung der Frage, betreffend die Kriegskosten hat noch nicht begonnen, die Uebergabe der Flotte ist nicht verlangt worden. Die Russen sind bis Zeitinburnon vorgerückt. Amerika. * Wasbington, 27. Februar.— Aus gut unterrichteter Quelle verlautet, daß der Präsident Hayes, wenn er die Silberbill nicht mit seinem Beto belege, seine Apprebation mit einer Botschaft an den Congreß begleiten werde, in welcher demselben eine ergänzende Gesetzgebung anempfohlen werden soll t langen D nicht Tisch ande ist #dsaven. meinen Acenrerhe 0 ntrum und! glichen werde ich# vertragen, di den, destaat redien Woto# daß Ase Wen. un bensn# m nicht anve“? #e ich bitte 12 huen diel ugung de reiheit beie schten.: I 5 #rungsceng be zu wechte r der lieben!“ umissar bie# eppen) habest die der g ##ß indessen# Inen Kathol### soll: 8 rt Jhr dasc ein derec#### anepunkt#n Telegramme. Wien, 28. Februar Der„Polit. Corresp.“ wird aus Aihen von gestern gemeldet, bei Canca fänden seit zwei Tagen anhaltende erbitterte Kämpfe statt, in Canca selbst seien die Christen durch die Muhamedaner ernstlich bedroht. In Chimarra Griechisch=Albanien) sei gleichfalls ein Aufstand ausgebrochen, Delvigno stehe in Gefahr, in die Hände der Aufständischen zu sallen.— Gegenüber einer bukarester Mittheilung, wonach Oesterreich und England sich einer Retrocession Bessaradiens widersetzten, Frankreich und Italien aber Rußlands Forderungen unterstützten, bemerkt die „Polit. Corresp.“, diese Meldung entspreche nicht den thatsächlichen Verhältnissen, mindestens sei nichts devon bekannt, daß eine oder mehrere Mächte gerade in dieser Frage Rußland epponirten. Lenden, 1. März. Im Unterhause antwortete Northeote auf eine Anfrage des Marquis of Hartingion, daß Napier und Wolseley nicht zu Chefs der Expedition ernannt, sondern nur dazu auserlesen seien, falls die Expedition nöthig sei. Die Wahl habe vor 10 oder 12 Tagen stattgefunden. Napier sei aus Gibraltar derufen, damit er mit den Militärh börden consultiren könne, und, wenn erforderlich, zum Handeln dereit sei. Lendon, 1. März. Der„Daily Telegroph' läßt sich melden, die britische Regierung habe Fürst Gortschakow informirt, Lord Lostus, der britische Botschafter in Petersburg, werde abberufen werden, wenn die Russen mit oder ohne Zustimmung der Pforte in Konstantinopel einrücken sollten. Anderweitige Bestätigung dieser Nachricht liegt nicht vor. Reichstags=Verhandlungen. Berlin, 28. Februar. I. Interpellation des Abg. Winterer, betreffend das Verbot der Herausgabe eines projectirten politisch=kirchlichen Wochenblattes:„Der Elsässer“. Die Interpellation geht dahin: 1) Ist der betrefsende Fall zur Kenntniß des Reichskanzlers gekommen? 2) Wie gedenkt derselbe die Verfügung des Bezirkspräsidenten von Kolmar, welche dieses Verboi ausgesprochen, mit den in Elsaß Lothringen geltenden Gesetzen in Einklang zu bringen? 31 Ist der Reichskanzler geneigt, geeignete Maßnahmen zu Gunsten des untersagten Blattes zu tresfen? Abg. Winterer weist bei Begründung seiner Interpellation zunächst darauf hin, daß in der von ihm abgegebenen Erklärung, die Herausgabe des genannten Blattes betreffend, mit keiner Silbe von einem politischkirchlichen Blatte die Rede gewesen, es habe sich vielmehr nur um ein politisches Wochenblatt gehandelt. Ein Verbot sei gesetzlich nur zulässig, wenn Gefahr für die öffentliche Sicherheit vorbanden sei. Er frage, habe er, wo es sich um die Vertheidigung der Rechte des Landes, oder seiner eigenen Rechte handelte, jemals die gesetzlichen Grenzen überschritten Seines Wissens habe die Regierung dies auch niemals behauptet. Von der officiösen„Straßburger Zeitung" werde neuerdings das Verbot damit ge rechtfertigt, weil die Veröffentlichung des Programms des projectirten Blat tes in mehren französischen Blättern erfolgt sei und werde in denselben davon gesprochen, daß das Blatt die französisch=ultramon#an=socialistische Be wegung am Elsaß=Lotbringen ausbreiten solle. Er wolle davon absehen, ob französische Blätter sich in dieser Weise über das projectirte Blatt geäußert, jedenfalls könne aber doch er für das, was in französischen Blättern geschrieben werde, nicht die Verantwortlichkeit übernehmen. Constatiren müsse er aber, daß keine einzige Zeitung, weder eine französische noch eine deutsche, von der Tendenz des Blattes etwas gewußt habe. Man hätte also doch immer wenigstens die erste Nummer des Blattes abwarten sollen. Daß dies nicht geschehen, darin liege eine grenzenlose Ungerechtigleit. Das Verfahren der Regierung stelle sich um so härter heraus, als bei dem im Elsaß erscheinenden„Expreß zwei schwer verurtheilte Verbrecher der pariser Commune als Redacteure beschäftigt seien und in diesem Blatte die sociale Frage im Sinne der Commune besprechen. Einem Blatte, das diese Frage im christlichen Geiste besprechen wolle, werde dagegen das Erscheinen untersagt. Er erwarte von der Regierung heute die Erklärung, ob der§. 10 des Verwaltungsgesetzes, wie jedes andere Gesetz, nur eine ratio nelle Interpretation oder ob dieser Kautschufparagraph jede mögliche Interpretation zulasse, und ferner, ob in Elsaß alle Staatsbürger vor dem Ge setze gleich seien, oder eine Ausnahme stattfinde. Unterstaatssecretär Herzog erklärt in seiner Beantwortung, daß er sich streng an den Wortlaut der gestellten Frage halten wolle. Was die erste Frage anlange, so habe er dieselde mit„Ja“ zu beantworten, und in Bezug auf die zweite Frage bemerke er, daß nach der Auffassung der Regie rung die Verfügung des Bezirkspräsidenten mit dem Artikel 10 des Ge setzes von 1871 nicht im Widerspruch stehe. Derselbe raume der Regierung die Besugniß ein, von der im französischen Preßgesetz eingeräumten Gewalt Gebrauch zu machen, wenn derartige Preßerzeugnisse geeignet erscheinen, Unordnungen bervorzurufen. Objeaive Merkmale, an denen die Gefährlich keit erkennbar, seien der discretionären Entscheidung des Oderpräsidenten überlassen. Die Regierung werde dader die Verfügung aufrechterbalten Auf den Antrag des Abg. Schorlemer Aist wird in eine Besprechung der Intervellation eingetreten und Abg. Guerder constatirt zunächst, daß das Reichsland nun dereits 7 Jahre lang unter diesem Druck schmachte. Er dätte geglaubt, daß die Regierung einmal auf die Anwendung des Art. 10 verzichtet und auch seiner Partei einmal ihr Recht gestattet hätte. Nach der Erklärung des Vorredners bestehe darüber kein Zweisel, das die Regierung dazu nicht geneigt sei. Daraus schließe er, daß der erwähnte Art. 10 lediglich gegen seine Partei gerichtet sei, und halte er sich desbalb per pflichtet, an dieser Stelle gegen dieses Vorgeben zu protestiren im Namen der Freiheit und Gleichbeit und im Namen derjenigen Partei, die er im Hause vertrete. Abg. Schneegans will seinerseits constatiren, daß seine Partei in Elsaß=Loibringen ebenso für die Preßfreibeit und Preßgleichheit einstehe, wie die gegnerische Partei. Wir wollen, daß alle Parteien zum Worte kommen. Ich halte aber auch diese Maßregel für unpoluisch, für unklug und dätte gewünscht, daß sie unterblieben wäre Abg. Frdr. v. Schorlemer Alst:„M H.! Auch der letzte Herr Red ner hat ja die Mißlichkeit dieser Maßregel anerkannt, aber er hat uns doch einige sehr wunderdare Gründe vorgeführt, aus denen er nicht mit der Sache einverstanden wäre. Wenn er sich dabin aussprach, daß über die Gesetzlichkeit der Maßregel nur die Regierung zu urtheilen habe und er darüber gar nichts sagen wolle, so muß ich bemerken, daß das ein so bescheidener Standpunkt ist, daß, wenn er für die Redaction einer Zeitung maßgebend ist, die Regierung mut einem solchen Blau sehr zufrieden sein kann und gar keine Garantie mehr braucht, denn dann dat sie alle Garantien. Heiterkeit. Dann bat der Herr Abg. Schneegaus ausgeführt, die Interpellanten machten es ihm und seinen Freunden schwer, für ne einzutreten, weil sie üder Angriffe der Presse in Elsaß Lothringen klagten, während gerade seine Partei, die der Autonemisten, von den deutschen katholischen Blättern so beftig angegriffen würden. Ja, m. H., diese deut schen Blätter kommen aber gar nicht nach Elsaß=Lotbringen binein, sie werden ja nicht hineingelassen; die„Germania“ z. B. darf bis auf diese Stunde noch nicht nach Elsaß=Lotbringen, obgleich sie bis jetzt noch niemals eine Correpondenz aus Elsaßz Leibringen gebracht hat, wegen derer sie in Anklage versetzt oder zur Untersuchung gezogen worden is(Sehr richtig! im Centrum). Dann hat der Abg. Schneegans geklagt, daß die Maßregel auch deshalb mißlich wäre, weil die anderen Parteien ihn und seine Freunde täglich angreisen konnten. Dieser Grund ist mir nicht klar geworden, weil er zugleich anerkannte, daß jene mundtodt wären, denn sie baben kein einziges Organ dort, und es schien mir, daß Herr Schneegans hauptsächlich sich dadurch angegriffen fühlte, daß die anderen schweigen müßten(Heiter keit Nachher ist mir die Sache klar geworden, als er sagte, es trete da durch gewissermaßen ein Mangel an Material für die Presse seiner Partei ein. Das kann allerdings ein sehr unangenehmer Umstand für dieselbe sein. Den haben sie sich aber selbst zuzuschreiben, denn ich möchte daraus den Schluß ziehen, daß es ihnen zu sehr an eigenen Gedanken fehlt Unruhe). Die Antwort des Herrn Commissars der Bundesregierungen dat mich in keiner Weise überrascht, es war ja zu erwarten, daß er anf alle drei Fragen verneinend antworten würde und sagen, die Verfügung des Oberpräsidenten ist nach Auffassung der Regierung gesetzlich, Punttum! denn der g. 10 gibt dem Oberpräsidenten das Recht, bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit Veröffentlichungen zu untersagen, die Unordnungen hervorrufen könnten. Danach wird aber gar nicht gefragt, ob wirklich der Versuch gemacht ist, eine Unordnung dervorzurufen. Ich meine, eine verständige und anständig denkende Regierung muß abwarten, ob ein solcher Versuch gemacht wird und nicht von Hause aus die Voraussetzung haben, die und die Personen, wenn sie etwas unternehmen, werden jedenfalls Unordnung hervorrufen(Sehr richtig! im Centrum). Dann bat der Com missar weiter gesagt, es frage sich nur, ob die Verfügung in der Machtbejugniß des Oberpräsidenten liege und ob diese überschritten sei. Nein, m. p., so steht die Frage nicht. Es fragt sich, ob man gerecht und billig regieren will, oder tyrannisch. Denn wenn ich jede Verfügung er lassen will, die in meiner Machtbefugniß ist, ohne Grund, dann regiere ich nicht gerecht und billig, sondern einfach torannisch. Sehr wadr! im Cen trum.) Schließlich bat der Herr Regierungs Commissar sich auf ein Schrei den des Herrn Winterer bezogen, wonach derselbe früber seldst anders über die Sache gedacht hätte. Es ist das von dieser(der rechten Seite des Hau ses mit besonderer Freude begrüßt worden.„Ich meine, es gebt aus dem Schreiben nichts anderes, als die sehr lovale Haltung des Briefschreiders hervor, und ich denke, es wäre dies um so mehr ein Grund für den Oder präsidenten gewesen, nicht so vorzugehen, wie er gethan. Ich meine doch, daß die Forderung der freien Meinungsäußerung, nächst der der freien Ausübung der Religion, eine der derechtigtsten Forderungen ist, die ein Staatsbürger stellen kann, und nach dem, was wir hier bei der Begründung der Interpellation gehört haben und nach dem, was der Herr Abg. Schnee gans zugegeben hat, müssen Sie einräumen, daß in Bezug der freien Acu ßerung der Meinungen ein Zustand in Elsaß Lotbringen bestett, von dem man nicht glauben sollte, daß er unter der Regierung des deutschen Reichevorkäme, ja, der nicht einmal in Rußland vorkommt. In Rußland ist die Presse freier, als in Elsaß Lorbringen, ich glaube auch i der Türkei. Ader daß solche Zustände im deutschen Reich vorkommen, allerdings etwas Unerdörtes. Es wird gar kein Oppositionsdlatt in Elsaß Letbringen geduldet, auch kein unabhängiges Blatt. Es werden lediglich die Blätter geduldet, welche sich ganz auf den Standpunkt der Re gierung stellen, resp. sog. Reptile sind. Ich halte es aber geradezu für grauam, eine Bevötterung dazu zu zwingen, nur solche Blätter zu lesen(Heiterkeu, und deachten Sie auch din Umstand. es wirkt wirklich verdummend auf das Volk ein und es in daber so sehr schlimm, wenn dasselbe nur Blatter liest, die von der Re gierung subventionirt oder von ihr begünstigt werden. Ich möchte wünschen, daß auch namentlich von Seiten der Fortschrittspartei, die doch auch de berechtigte Preßfreiheit auf ihre Fahne geschrieben hat, dier ein energisches Wort und so energisch ausgesprochen würde, wie die Herren sonst so leicht bereit sind, dem Reichskanzler ein Vertrauensvotum zu geben Sehr gut! in Centrum). Ich meinerseits halte eine derartige Behandlung, wie sie i diesem Punkte und in anderen, über die ich jetzt nicht sprechen will, alse namentlich in Betreff der Presse in Elsaß Lotbringen stattfindet, für eine Mißregierung im höchsten Grade. Was soll man dazu sagen, wen wir gleichzeitig hören, daß die Blätter der Socialdemokraten ganz freien Ein gang in Elsaß=Lothringen baben, daß sie dort gelesen werden, während all: anderen Blätter nicht zugelassen resp. unterdrückt oder gleich durch Praven tion verhindert werden. Was sollen schließlich die Elsaß=Lothringer selbe: sagen, wenn sie einerseits sehen, daß diese selbe deutsche Regierung mit ihren ganzen Sympathien und ihren wärmsten Wünschen auf Seiten des Herrn Gambetta, also nicht blos der parla mentarischen, sondern sogar der Parlamentsregierung in Franireich steht und nun ihrerseits in dem Lande, wo sie daRegiment hat, nach den Grundsätzen des krassesten Absoln tismus verfährt und den Leuten jede freie Regung und auch den Audruck der freien Meinung untersagt? Glauben Sie, daß dies im Lande dort Sympathien hervorrufen kann? Ganz gewiß nicht! Die Reichsregierung soll doch auch zuletzt den Umstand bedenken, daß sie in Elsaß=Lothringen für die deutsche Sache Boden gewinnen und daß sie in Elsaß=Lotbringen sich auf Jemand stützen muß. Dort kann sie sich aber doch nicht ganz allein stützen auf die nach Elsaß=Lothringen eingewanderten deutschen Beamten oder auf die von ihren französischen Sympathien Abgefallenen? M. H., in kritischen Zeiten pflegen die ersten Kategorien gewöhnlich Fersengeld zu geben un die letzteren haben die Gewohnheit, daß sie einfach wieder abfallen und wieder zur ersten diebe zurückkehren. Der Regierung ist damit wenig gedient. Ich räume ein, daß es noch etwas anderes giebt, worauf man sich stützen kann, das sind die Festungen und die Armee. Aber ich meine, besser iste für eine Regierung, wenn sie so ihre Maßregeln trifft, und so zur Be völkerung steht, daß sie die Sympathien dieser Bevöllerung gewinnt. Wenn wir immer behauptet haben, daß Elsaß=Lothringen zu Deutschland gehöre daß es deutsches Land sei und uns gefreut haben, daß es wieder zu Deutsch land gekommen ist, nun dann muß man dort aber auch deutich regieren und nicht russisch. Die Art und Weise, wie jetzt in Elsaß-Lothringen regiert wird, ist nicht die deutsche Art, sondern ist uns fremd, wenigstens ich muß nach meinem Gefübl diese Regierung als eine nicht deutsche, nicht von deutschen Grundsätzen geleitete bezeichnen. Sehr richtig im Centrum.) Es ist auch kein gutes Zeichen, wenn eine Regierung das Urtbei# einer unabhängigen Presse nicht vertragen kann. Eine Regierung, die das nicht vertragen kann, muß kein gutes Gewissen haben und sich, wie man bei uns zu sagen pflegt, nicht gut unter der Weste fühlen. Ich kann also nur wünschen, daß man Seitens der Reichsregierung das, was wir hier von zwei verschiedenen Seiten aus Elsaß=Lotbringen gebört haben, beherzige, und daß man endlich den Elaß Lothringern nach dieser Seite die Freiheit gebe. Denn wenn Sie Freiheit geben, werden Sie dort Sympathie gewinnen, sonst nur immer mehr Abneigung.“(Bravo!) Abg. Marcart sconservativ) ist ebenfalls der Meinung, daß es poli tisch nicht richtig war, in dieser Weise zu verfahren. Abg Träger hält die Maßregel den bestehenden Rechtsverhältnißsen zuwiderlaufend. Der Bezirkspräsident babe gar nicht das Recht gehabt, jenes Verbot zu erlassen Nach dem mehrerwähnten Art. 10 konnte die Unterdrückung nur erfolgen, wenn das Blatt schon vorbanden war. Die Maßregel sei nicht die Unterdrückung eines Blattes, sondern die Beschlag nahme des Willens eines Mannes, der der Regierung verdächtig erschien Unterstaatssecretär Herzog versucht noch einmal die Rechtfertigung der Maßregel und verliest einen Artikel gegen das deutsche Reich, der von der Bedrückung der katbolischen Kirche handelt und mit der Honnung schließt. daß di. Stunde der Befreiung bald schlagen werde. Dar bedeute für Elsaß. wo es keinen Cukturkampf gäbe(Ruse: Ohol), nichts weiter als:„Loc ven dem deutschen Reich!"(Widerspruch.) Adg. Dr. Windthorst(Reppen):„M. H.! Zunächst freue ich mich daß der Herr Abg Marcart sich so warm für die Interpellation inter essirt hat. Ich hätte gewünscht, daß er nicht in der Lage gewesen wäre, ausdrücklich zu demerken, daß er nur für sich spreche. Ich bätte dann glau den können, daß auch die Herren von der Rechten seiner Ansicht wären. Ich erinnere, daß es conservativ ist, die Urrechte der Renschen zu vertreten. (Sehr gut! im Centrum.) Dann freue ich mich über die warmen Worte des Abg. Träger, der in der würdigsten Weise seinen und seiner Partei genossen Standpunkt geltend gemacht hat. Ich boffe, daß auch noch ein Redner der nationalliberalen Partei Heiterkeit uns in die Lage setzen wird, dieselde Befriedigung auszusprechen; denn es ist vor Allem nat### nal, hier so zu sprechen, wie der Abg. Träger gesprochen, und es ist unter allen Umständen noch mehr liberal(Sehr gut!. National ist es, weil esich darum handelt, diejenigen Wohlthaten der Freibeu, weiche wir in Deutschland genießen, sofern überhaupt bei unseren Preßzustanden von Frei deit gesprochen werden kann Heiterkeit, an die neuerwordenen Provin zeu auszudehnen und so die Herren dor mit uns auch innerlich zu ver söhnen. Liberal ist es. die Freiheit der Presse zu vertbeidigen: ich wen nicht, ob die Herren der nationallideralen Partei das vergessen haben. Dac in Beziebung ans diese Seite der Sache, wenn ich zwar noch woll barte sagen können, daß insbesondere die Herren, die sich Reichspartei neunen einen Anlaß gebabt hätten, ein Zeugniß jur das Rechi abzulegen: denn dier handelt es sich so recht eigentlich um eine Reichssache(Heiterkeit), war wan nicht immer bei den Vorträgen dieser Partei entdecken kann. Nun komme ich zu den Aeußerungen des Herrn Staatsseeretars Herzog, die der That im döchsten Grade defremdlich waren. Die Frage will ich ui weiter erörtern, ob nach dem Wortlamt des§. 10 der: fahren konnte, wie er verfahren ist. Denn ware selbst erschienen, so konnte der Oberprasident doch sofort schlagen; desbalb war es praktisch ziemlich einerlei, vorder oder nachber das Blatt bindert. Im Geg vorsichtig gefunden, daß der Interpellant aufragte, ob Zulassung erwarten könne, um sich zu sichern. Ein A Zulassung nachgesucht werden müsse, liegt darin nicht, daß wenigstens die Herren im Justizamt eine solche haben zugeden wollen. Die Gründe der politischen Kin ehrte Herr Regierungsvertreter für die Maßregel anges alles Recht. Innachst können die Artikel, welche aus vorgelesen sind, doch nicht angeführt werden, um en Artikeln abgegebene Verfügung zu rechtfertigen. Dann des verlesenen Artikels auch gar nicht geeignet, irgende zu lassen. Sehr rich tig! im Centrum.) Nach die sich der Arttkelschreiber auf, das Ledhafteste über den Vorgang, den vor uns haben. Er beschwer, sich hierüber nicht starker, alsd Träger und fügt dann hinzu, daß er bosse, es werde die Stunde d freiung schlagen. Daß damit die Stunde der Befreiung des Elsscher Herrschaft gemeint sei, folgt gar nicht aus dem Arnt bineinlesen, wenn man will, aber aus dem Artikel folgt es mit digkeit nicht.(Sehr richtig! im Centrum.) In Preußen gi eine große Zahl von Staatsbürgern— 8,000,000—, die un schweren Drucke leiden.(Sehr wahr! im Centrum.) 2 nicht allein, sondern sie beten täglich, daß Gott sie von diesem freie, daß er der sirche die Freibeit gebe, die sie nothi Braro! im Centrum! Damut sagen sie nicht, daß sie von 2 getrennt sein wollen. Nun frage ich aber: wenn selbst das, was Regierungs=Commissar aus diesem Artkel gelesen hat, darin stan man daraus die fortdauernde Unterdrückung jedes Organs der des Elsaß rechtfertigen können? Rein! Gerade eine solche Aeußer mich veranlassen, diese Partei zu Wort kommen zu lassen, damit Heimath sage, was sie drückt, und damit sie nicht gezwungen Ausland ihre Klagen und ihre Seufzer zu bringen. Ruf:„Daseine Beschwerden vortragen kann, so werden# heutscher protest zan anf die andere zen Kreisen, die in #higt, eine seichUnterbrechung en ibt. dann nehm sber, daß wir un indiger Weise d# Menschen sehr leic ichtesten Weg, der aden das große Jahren der Mase: ihre Beschwer! idnen abbelsen, Was dann die tane Dinge Herrn das Versta ich bin der Auf Kirche zu vert die Majorität ang kein Culiurkamt# Weise geführt u r d e r C u l t u r l a l den Zielen hrierungen über d deren kirchlichen sehr genau, wesb. Die Herren schreckend für die meigt sei, anf? .! wenn Sie de nden, daß man wenn man edarüber und#i# wirken, daß en hrerkling Abg. v. Pult gesetzlich zulässig Urtheils entbalt icht, daß die Nach einigen II. Interpella kanzler: Beabsich: zulegen: 1) beire n Dienste einbbetressend die ne Regelung# Präsident des oicher Gesetzenim zerung mitgetbe die Sache nicht II. Erste u dem deutschen Ne werden ohne Det tragt Abg. Som Munst tracht“ an Telegramm la# Prasidenten de „An den Pi Munster. R. wünsche der kat Absicht stalten, u schen na Tadh r eine woblwollende der war der Juba Bedenken eintrete ii Artikel beschwei an von deut an kann im Dage P74 stüchten ich der #uck aden. Und endlich. Reich ringen gen sich Eaß-Lothringen nicht ganz allein ##chen Beamten oder M. H., in kritischen geld zu geben und vieder abfallen und damtt wenig gedient. auf man sich stüven meine, desser ist es und so zur Be ung gewinnt Wenn inzn Teutschland geböre, r zu Deutschauch deutich Weise, wie jetzt idt die deutsche A muß nach meinem deutsche, nicht nen. Sedr richtig ne Regierung das Urtbeil Eine Regierung, die ntes Gewissen haben egt, nicht gut unter n. daß man Se verschiedenen Seiten aus man endlich den Elaß e. Deun wenn Simpathie gewinnen r M e i n u n g, d a ß e s p o l i enden Rechtsverhältnissen nicht das Recht gehabt, nien Art. 10 konnte die vorhanden war. Die es, sondern die Beschlag ung verdächtig erschien. Rechtfertigung der entiche Reich, der un der Hoffnung schließt, Das bedeute für Elsaß, nichts weiter als:„Los Zunächst freue ich mich, die Interpellation intern d e r L a g e g e w e s e n w ä r e e. Ich hätte dann glau Ansicht wären. Ich r M e n s c h e n z u v e r t r e t e n. über die warmen Worte seinen und seiner Partei sofse, daß auch noch ein uns in die Lage setzen s ist vor Allem u wrochen, und es ist unter nes. weil es reibett, welche wir in Preßzuständen von Freiie neuerworbenen Pri auch innerlich zu zu vertheidigen; ich vergessen haben. Das ch zwar noch worl hätte h Reichspartei neunen, techt abzulegen; denn bier ane(Heiterkeit), was entdecken kann. Nun secretärs Herzog, die in Die Frage will ich nicht der Oberpräsident so per elbst das Blatt einen Tag ##efort mit der Keule darau rlei, ob der Oberprasident n Gegentheil, ich habe es ne, ob er eine wohlwollend ein Anerkenntniß, daß die ti. und ich freue mich solche Interpretation nicht den Kingheit, welche der ver „Fübrt hat, übersteiger # aus französischen Blätter um eine bereits vor diesen Tann aber war der Inhal ein Bedenken eintreter # esem Artikel beschwer den Vorgang, den wir hier di stärker, als der Abg die Stunde der Be Veireiung des Elsaß von deutArntel. Man kanne ulel folgt es mit Nothwen in Preußen gibt es aud die unter einen m Centrum.) Sie sage von diesem Drucke bedie sie nothwendig hat ; c a n s i e v o n D e u t s c h l a n enn selbst das, was der Hei darin stände, würd s Organs der Majoritä seiche Aeußerung würd zu lassen, damit sie nicht gezwungen ist, in da Ruf:„Das thätensi Klarheit und Onenbei immer ein anderes Colori auswärtige Presse st dau man nach alle muß, daß nichts mehr renn man sich darübe ##n welche vordin gestellt worden ist entweder soll man die Leute sprechen ##en und mit ihnen eine Discussion eingeben, um sie zu überzeugen, oder ##n soll sie niederschlagen. Glauden die Herren, welche im Elsaß Namens Gtchlands das Regiment führen, den deutschen Namen im Elsaß und in Welt dadurch respecurt zu machen, daß sie dort die Bevölkerung, die #ritat derselben, nie erschtagen, nun so mögen sie es versuchen. Ich ale gtscher protestire gegen einen solchen Versuch. Ich begreise aber, daß #n an die andere Alternative nicht eingeht, kenn man ist allerdings in Kreisen, die in Elsaß das Regiment baben. nicht geübt und nicht de ##igi, eine solche Discussion mit Verstand zu führen.(Unruhe— nerbrechung durch den Präsidenten.— Wenn der Herr Präsident das aubt. kann nehme ich es an, ich habe es nicht geglaubt.— Ich meine daß wir uns diese Sachlage leicht erklären können. Es ist für jede #eankratte leichter, mit der Keule dreinzuschlagen, als in rubiger, verandiger Weise die Verhaltnisse zu lösen und zu klären, und es ist dem tenschen sehr leicht möglich oder sehr leicht für ihn veranlaßt, daß er den chtesten Weg, den der Gewalt, ergreift. Wir hier im Reichstage aber eden das große und lebendige Interesse, zu verlangen, daß endlich nach 7 abren der Majorität der Elfässer die Freiheit gegeben wird, offen und ur ihre Beschwerden vorzutragen. Sind diese dann begründet, so werden r ihnen abhelfen, und sind sie unbegründet, so werden wir sie widerlegen. das dann die Bemerkung des Herrn Commissars über angedlich ultraenrane Dinge betrifft, so bin ich der Meinung, daß dem verehrten errn das Verständniß in dieser Beziehung avhanden gekommen ist, denn din der Ansicht, daß man im Elsaß wohl berechtigt ist, die Grundsätze r K i r c h e z u v e r t r e t e n u n d d i e F r e i h e i t d e r K i r c h e z u w a h r e n, w e l c h e r Majorität angedört. Und wenn der verehrte Herr glaubt, daß dort in Culturkampf ist, so ist es zwar richtig, daß er dort nicht in solcher eise geführt wird, wie in Deutschland oder richtiger in Preußen, daß aber der Culturkampf dort gerade so raffinirt durchgeführt wird, wie man den Zielen nach in Deutschland will. Das haben wir bei den Er terungen über die Unterdrückung von Schulen und Instituten und bei an ren kirchlichen Angelegenheiten wiederholt hier ausgeführt. Ich weiß aber or genau, weshalb derartige Appelle immer an den Reichstag gemacht wer n. Die Herren glauben, daß das Wort„ultramontan“ noch sehr er reckend für die Majorität sei, sie glauben, daß eine große Majorität noch neigt sei, auf dem Wege gegen die katholische Kirche weiter zu geben M. wenn Sie den Pulsschlag der Zeit genau beobachten, dann werden Sie iden, daß man auf diesem Geviete vielfach anderen Sinnes geworden ist, venn man es auch heute noch nicht laut bekennen will. Ich freue mich arüber und din der Meinung, daß es unser Aller Pflicht ist, dahin zu rien, daß endlich hier im Reichstage solche Worte nicht ehrerklingen.“(Bravo! im Centrum.) Abg. v. Puktkamer(Fraustadt) hält die Maßregel der Regierung für setzlich zulässig; od sie politisch zweckmäßig, darüber wolle er sich des Artberls entbalten.— Abg. v. Schmio Württemberg) ist ebenfalls der Ansicht, daß die Maßregel auf dem Boden des bestehenden Rechts stehe. Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird der Gegenstand verlassen. II. Interpellation des Abg. Evsoldt: Ich frage den Herrn Reichs lanzler: Beabsichtigt die Reichsregierung dem Reichstage Gesetzentwürfe vorulegen: 1) betreffend die Erhöhung der Unterstützung der Familien n Dienste einderufener Reserve= und Landwehrmannschaften? betreffend die bei Vorlage des Reichs Militärgesetzes in Angriff genomene Regelung der Communal Verhältnisse der Militärpersonen? Präsident des Reichskanzleramts, Hofmann, antwortet ad 1, daß ein solcher Gesetzentwurf ausgearbeitet und den einzelnen Regierungen zur Acu ßerung mitgetheilt worden sei, und ad 2, daß die Regierung zur Zeit auf die Sache nicht eingehen könne. III. Erste und zweite Beratdung des Auslieferungs=Vertrages zwischen dem deutschen Reich und Brasitien. Wird genehmigt. Fortsetzung der zweiten Berathung des Etats. Capitel la bis 5 werden ohne Devatte bewilligt.— Zu Capitel 6 Statistisches Amt) bean ragt Abg. Sombart die Aufstellung einer deutschen Forststatistik. Der An trag wird genehmigt und die Position bewilligt. Ebense Capitel 7. Nächste Sitzung Sonnabend. Lokaies. Münster, 28. Februar.— Auf ein von der Gesellschaft„Einacht“ an den hl. Vater Papst Leo XIII. gerichtetes Huldigungselegramm landte gestern Abend folgende Devesche aus Rom an den tracht an den hl. Vater Pavst deo XIII. gerichtetes Hulo Telegramm langte gestern Abend folgende Depesche aus Rom Präsidenten derselben, Herrn Fabrikanten Noest, an: „An den Präsidenten der katholischen Gesellschaft„Eintracht“ ir Munster. Rom, 5 Uhr. Der hl. Vater nahm wohlwollend die Glück wünsche der katholischen Gesellschaft entgegen. Er segnet sie. P. Lasagni, Pro=Staats=Secretär.“ Provinztelles. Münster, 1. März.— Man hat, wie uns mitgetheilt wird, die Absicht auch aus Deutschland eine Pilgerfahrt nach Rom zu veranstalten, um dem neuen Oberhaupte der Kirche die Huldigung der deutschen#atholiken darzubringen. Diejenigen, welche beabsichtigen theilzunehmen, sind gebeten, sich schon jetzt an Herrn Felix Freiherrn v. Loe in Terporten bei Goch(Rheinpreußen) zu wenden.— Auf ein von demselben ennendetes Telegrumm lief von dem Prostaatssecretär P. La sagni die telegraphische Antwort ein:„Der hl. Vater ertheilt den Ka tholiken Deutschlands aus vollem Herzen den apostolischen Segen.“ Dortmund, 28. Februar.— Soeben verbreitet sich in der Stadt die Trauerkunde, daß unser Oberbürgermeister Richard Prufer heute Morgen gegen 9 Uhr an den Folgen einer Hals= und Unterleibskrankheit gestorben ist. Herr Prüfer, welcher c. 1“, Jahr unserer städtischen Verwaltung vorgestanden, war geboren, laut der Trem.“, am 27. April 1836 zu Frankfurt a. d. O., stand also noch in dem kräftigsten Mannesalter, er hinterläßt Frau und 3 Kinder, letzt re im Alter von 10, 9 und 6 Jahren. Der Stadt Dortmund ist leider mit den Leider städtischen Verwaltung kein Glück beschieden, denn zum vierten Male seit wenigen Jahren ist dieselbe genöthigt, sich nach einer neuen und ordnenden Hand umzusehen, welche das Chaos unserer fast ganzlich darniederliegenden Verhältnisse zusammenhalten soll. Wir verlieren an Herrn Prüfer einen thatkräftigen, energischen und fleißigen seamten, der es verstanden hat, sich in der kurzen Zeit seines Hiersemns die Liebe seiner Untergebenen und die Achtung Aller Mitbürger durch seinen Gerechtigkeitssinn zu erwerben. * Minden, 26. Februar.— In einer heute hier abgehaltenen onservativen Versammlung, zu der sich auch der Reichstags abgeordnete v. Nathusius=Ludom eingefunden hatte, wurden zufolge dem W. V' folgende drei Bechlusse gefaßt: 1) Die Versammlung verlangt Abschoffung der zwangsweisen Ciilehe. 2) Die Versammlung ist gegen die Einführung der religionslosen Volksschule, und ist 3) gegen die Expropriirung der Kirchhöse. Obschon nun die Redner auch gegen die Maigesetze, die die Interessen der evangelischen Kirche so schwer schädigten, sich aussprachen, so dürfen wir uns doch nicht wundern, daß bei der bekannten Stimmung der evangelischen Prediger der betreffende Herr eine„gewisse Berechtigung“ derselben gegenüber den Uebergriffen der katholischen Kirche Unfehlbarkeit u. s. w.) anerkannte. Dagegen müssen wir uns freuen, daß Herr von Nathusius es unumwunden aussprach, der Staat sei zu weit gegangen, er habe in das innere Leben der katholischen Kirche eingegriffen. * Arnsberg. 26. Februar.— Da der Vorsitzende der Landesultur=Gesellschaft für den Regierungs=Bezirk Arnsberg Landrath a. D. Overberg in Letmathe in das landwirthschaftliche Ministerium berufen worden ist, so hat, laut der„E. Z., der stellvertretende Vorsitzende Freiherr E. v. Hövel zu Haus Herbeck bei Hagen die Directorialgeschäfte der Gesellschaft übernommen s. Osnabrück, 28. Februar.— Das königliche katholische Consistorium ordnete für Ostern d. J. die Einführung des von dem Provinzial=Schulcolleg zu Münster herausgegebenen„Lesebuches für Mittelclassen katholischer Volksschulen“ an. Naturlich hat eine Bearbeitung besonders für die Provinz Hannover stattgefunden. &am Lingen, 27. Februar.— Die Leiche des am 25. November v. J. in Plantlünne in der Aar ertrunkenen Knechts des Händiers D. ist endlich am Sonnabend wieder aufgesunden und zwar in der Nähe der Unglücksstelle.— Heute Morgen hat vor königlichem Amtsgerichte hier eine Versammlung der Hauptgläudiger der kürzlich in Concurs gerathenen Firma Windhoff. Deeters& Comp. stattgefunden. Wir hören, daß bei dieser Gelegenheit zunächst beschlossen ist. die Eisengießerei und Maschinenfabrik der gedachten Firma vorläufig in unveränderter Weise sortzuführen. = Essen, 26. Februar.— Die gestrige Versammlung des katholischen Volksvereins war eine der interessantesten und anregendsten, welche seit Bestehen des Vereins gehalten worden. Gegen 8 Uhr eröffnete Herr Math. Wiese die Versammlung, indem er in begeisterten Worten des dahingeschiedenen hl. Vaters Pius IX. gedachte, dessen Andenken die Anwesenden durch Erheben von ihren Sitzen ehrten, und zugleich dem neuen Papste Leo XIII. ein Hoch ausbrachte, in welches die Versammlung kräftig einstimmte. Hierauf verlas er, laut der ,D. Reichsztg“ folgendes Telegramm, welches heute Morgen nach Rom abgegangen ist:„Die Versammlung katholischer Bürger des Decanates und der Stadt Essen wunscht dem hl. Vater Leo XIlI. mit treuem und liebevollem Herzen alles Glück und viele Jahre im Pontificat und bittet in aller Demuth um den apostolischen Segen.“ Hierauf ergriff Herr Domcapitular Klein aus Paderborn das Wort und sprach über „christliche Gewerkvereine und die Socialdemokratie"; er zeigte, daß kein christlicher Arbeiter ein Socialdemokrat sein könne, und daß er auch nicht mit Socialdemokraten-zur Lösung der socialen Frage sich vereinigen dürfe. Herr Pfarrer Schulte aus Erwitte, der mit lautem Jubel von der Versammlung begrüßt wurde, knüpfte an die Worte des Vorredners an und erörterte, wie die sociale Frage nur dann ihrer Lösung entgengeführt werden könne, wenn auch der späteren Generation, also namentlich den Kindern, eine christliche Erziehung zu Theil werde. Zum Schlusse erinnerte Redner die Versammlung an den Namenstag des Präsidenten Herrn Math. Wiese, der auf den heutigen Tag falle, und forderte zu einem Hoch uuf den unermüdlichen Führer der katholischen Bewegung im Kreise Essen auf. Rachdem dieser seinen Dant ausgesprochen für die Ehre, welche ihm erwiesen, wurde die Versommlung geschlossen. * B a y e n t h a l, 2 5. F e b r u a r.— A m S o n n t a g, d e n 1 7. d. M., h i e l ten die social=demokratischen Agitatoren Heiland aus Berlin und Weirauch aus Köln hier eine Versammlung ab, um über die Lage der Arbeiter zu referiren. Wie überall in katholischen Gegenden war die Versammlung sehr schwach besucht, so daß selbst von Sei ten der Berufer über die geringe Theilnahme Klage geführt wurde; trotzdem von Köln und Nippes manche mitgekommen waren, war der Saal nur zum kleinen Theile gefüllt. Das Resultat war, laut der„K. Vzt, auch gleich Null: nicht ein Einziger schloß sich der social=demokratischen Partei an. * Limburg(a. d. Lahn), 26. Februar.— Der Nass. Bote“ schreibt: „Der hl. Vater Pius IX. hat wenige Tage vor seinem Hinscheiden unserm hochw. Herrn Bischof, welcher am 26. v. M. den 35. Jahrestag seiner Wahl feierte und, so Gott will, in zwei Monaten(18. April) sein 70. Lebensjahr in körperlicher und geistiger Frische vollenden wird, einen neuen Beweis seiner besonderen Hochschätzung und Zuneigung daduich gegeben, daß er demselben einen prachtvollen Bischofsring verehrte.“ Aus Nassau, 25. Februar.— Seitens des Oberpräsidenten resp. der Landräthe wurden die katholischen Pfarrgeistlichen ersucht, von der Kanzel herab die vor Kurzem geschehenen Doppelbochzeiten am königlichen Hofe zu Berlin bekannt zu machen. Das anzuordnen, ist ja Sache des Bischofs. Soviel wir wissen, hat ein Oberpräsident nicht bischöfliche Rechte. Altona, 26. Februar.— Die hiesige Polizei hat sich auf dem Gebiete der Verfälschung der Lebensmittel ein großes Verdienst erworben. Der Polizei=Sergeant S. hat in Berlin einen zweimonatlichen Cursus zur Prufung von Lebensmitteln durchgemacht und befaßt derselbe sich jetzt hauptsächlich damit, des Vormittags Milchlieferanten anzuhalten und deren Waare zu untersuchen. Die Folgen sind insosern erfreulicher Natur, als bereits verschiedene Milchfälscher ermittelt sind, deren Waare confiscirt wurde. Sergeant S. ist der Schrecken der Milchlieferanten.— Der vier bestehende„Bildungsverein“, welcher, wie das Arreßbuch angibt, gegründet ist, um jedem Gewerbtreibenden Gelegenheu und Mittel zu geben, seine freie Zeu auf eine nützliche Weise, namentlich zur Aneignung und Vermehrung der nothwendigen Kenntnisse, sowie zur Bildung und Beredelung von Geist und Herz, zu verwenden, hatte zu gestern Abend einen freien Vortrag über„Darwinzsmus und die Religion“ annoncirt. Es wurde hier von einem Dr. Wielicenus vor meist jungen Leuten der Lehre des Darwin das Wort geredet und die Schöpfungsgeschichte, wie sie die Bibel uns lehrt, für ein Märchen erklärt, woran Gebildete schon längst nicht mehr glaubten. Höchst komisch hörte sich die Behauptung des Redners an, die Lehre Darwin's sei nicht irreligios, selbige lehre erst recht die Religion, d. h die Menschenliebe. Näher auf den Vortrag einzugehen, hieße die Leser des„Merkur" beläst gen resp. beleidigen. Jedoch Angesichts der hier wie kaum anderswo so uppig aufblühenden Socialdemokratie, welche, wie die berliner Vorgänge zeigen, gegen das Christenthum und dessen hl. Institutionen ankämpft, in es unerklärlich, wie der Vorstand eines„Bildungsvereins", welcher meistens für junge Leute der kleineren Gewerbe besteht, solche Vorträge gestatten kann. Braucht man sich da zu wundern, wenn, wie dieses in den Nachbarstädten Ottensen und Wandebeck der Fall ist, bei den Wahlen von Kirchenvorstehern die Socialdemokraten siegen, und der Kirchenbesuch so gering ist?! Julda, 24. Februar.— Für die Oberclassen unserer katholischen Volksschulen steht die Beschaffung eines neuen Lesebuches in Aussicht. Dasselbe, im Auftrage des Provinzialschulcollegiums zu Münster verfaßt und für die Schulen des Regierungsbezirks Kassel be arbeitet, ist erschienen im Verlage von W. Crüwell in Dortmund. Es verdienen aus der Blumenlese, die ein Muarbeiter der„Fuld. Zig. aus diesem Lesebuche für katholische Schulkinder gemacht hat, folgende Kraftsätze in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Um den Patriolismus zu wecken, werden die Franzosen aus dem letzten Kriege mit folgender Tactlosigkeit regalirt. Auf S. 476 heißt es:„Der erste Tatzen schlag:„Da haben wir den Feind gepackt, daß die Rippen ihm geknackt, in den rothen Hosen; bis ihm ganz die Lust verging. und er an zu laufen fing, in den rothen Hosen u. s. w.“ Am meisten ist auszustellen an der sittlich=religiösen Seite des Lesebuchs. Seit 452 läßt man die Schul kinder lesen:„Nun ade, fahr wohl Feinsliebchen, weine nicht die Augen roth“ Ferner S. 97:„Da schaut aus dem Fenster sein Schätzel fromm“. Endlich S. 197 heißt es:„Der Kinderglaube in Julda läßt auch die neugeborenen Kinder aus diesem Brunnen(dem Bonifaciusbrunnen bei Horas) hervorgehen“.“ Um ein derartiges Lesebuch in den katholischen Schulen einzufuhren. bedurfte es in der That erst unserer„Cultur"=Aera! Vermischtes. * Ein Scherz, der aus der politischen Situation heraus entstanden ist. Die Russen, so behauptet man, sind eigentlich viel großmüthiger, als man irgend glaubt. Sie wollen den Serben sogar noch eine Kleinigkeit mehr geben, als diese selber verlangen. Die Serben wollen nur Nisch und die Russen werden ihnen Nisch—t geben Redactions=Ertefkasten Nach Aukum: Wir konnen nichts thuen, wenn Sie nicht über jede Unregelmaßigkeit der dortigen Postanstalt Beschwerde führen Verantwortlicher Redacteur Johannes Hoffmann in Münster. Wetterberichte der deutschen Seewarte in Hamburg, Thermometer nach Reaumu:, am 26. Feeruar. 5 Uhr Morgens: Haparanda 5,8 Münster 5.8 8.8 Creseid+ 1.5 Matdien+ 8.8 Perlin+ 4.0 Galentia Jrl.+ dmittagsbericht: Der Parometerfall dat sich auch über Ostdeutschland(mit barmung an gedehnt und ist neuerdings auf den dritischen Inseln eingetreten, Sudwesten der Druck zugenommen dat. Handels=Nachrichten. Neuß, 28 Februar.— Weizen per 100 Kilo 1. Qual 23 M. 20 Pf. - Qual 21 M. 70 Pf., 3. Qual.— M— Pi. Landroggen. Qual 15 M. 80 Pf., Qual.= M 30 Pf. Gerste 1: M.— Pf. Buchweizen 1. Qual. 15 M. Pf., 2 Qual— M.— Pf. Hafer 14 M. 40 Pf. Aveel 31 M. 50 Pf. Kartoffeln 8 M. Pf. Heu per Kilo 2 L-, 40 Pf. Roggenstroh per 100 Kilo 3 M. 60 Pf. Rüdöl per 1 Kiloin größ. Part. 73 M.— Pf., in klein. Part. 75 M.— Pf. Rüdkuchen per 1#0 Kilo Stam f— M.— Pf. Preßkuchen do. 15 M. 50 Pf. Branntwein per 1 0 Liter zu 50“ lohne Maklergeld) M.— Pf. Gereinigtes Oel 76 M. Bi. bis 78 M.— Pf. Köln, 28 Februm Weizen ohne Sack per 200 Pfd. ess. hies. 24.— B., do. fremder 21 m. 22 50 B. mit Gewicht von. Ped. per##Liter per März##### dez. 21.70 B., 21,70 G. per Mai 21 25 bez. 21,25 B., 21,29 G. Roggen ohne ack per 2 0 Pfd. eff bies. 16.10—18 B., fremder 20.—.., mit Gewicht von 69 Pfd. per 50 Liter per Mörz 14,1 bez., 14,45 B., 14,40 G., per Mai 14,75 bez., 14,80 B., 14,75 G. Rüröl per 1% Pfd. mit Faß eff. in Partien von 100 Ctn.— bez., 35,70 B.,— G. per Mai 35,20 bez., 35, 0 B, ,90 G. Berlin, 28. Februar.— Weizen loco pr. 1000 Kilo 185—225 M. bez., pr. Februar— März 200,— bez., per April— Mai 205,— bez. Roggenloco pr. 1000 Kilo 138—150 M. gefordert pr. Februar—März 147,— bez., er April Mai 146,— M. dez. Gerste große u. kleine per 1000 Kilo 130— 200 M bez Hafer locose ln Kiom—165 m##der per Februar—. März 130,— M. vez. Petroleum per 15: Kilo lne# 25 30 M., der Februar 25.20 M.vc Spiritus per 100 unet loce ohne Haß 51,70 M. ber., der Februar 52— M der., per Februar März52,— M. dei. Rüdoöl per 00 cilo###co ohne Faß 67.50 bez., per FebruarMärz 68.70 bez. Vern Bot#e vom. 28, Februar. we eld Stitm und Ladiergel) 77."— W. 5 216.40 5 P. 5½ 215 60 6 D entest in s Orster: en ergulden Oefterr.#knsten Pens: 4# r 98,50 0 i 56 25 b rt. 52 30 b1 cose 105.* Schluß=Course vom 28 atng-Eut u. 81,25 b Oesterr.=r. E.=f. 435 50% Ruin 4·K 105— 01 Rhein Nuhel Februar. Luremb.# F. Oeßterr. Erei Pera=Mark n. Mind P 384 50 ½ 100.50 b1 E. 24,50 Reichebenk 155,88 G „ 2. vod.=Cred=v 96.75 d# Verl. Hand=Ges. 70 5 0 Dermst.##f. 100 25 u.„ Jetteld. 55.50 E 115,90 b. eld, Geld=Come vom: . 2 0 P. 2 5 P f. 4= F r s. S t u c k Siers Oenabr. Lergm.=A. #nadr. Stoile Punster=Hemmer Februat Kiln, Geld=Course vom 28 Fedruar. Teigtsch. Englische Hollandische u, 28. Februar. Oesterr. Papter=Rinte 5 Oesterr. Sitber=Rente 5 5% Turken: Oesterr. 1886er Loose 2 Niedel. wirkl. Schull 4 5/6 Sxamische 13 Spantsche inlandische 12 6/10 Portugiesische von 1859 50 . 167er Amerikantsche Anleide 9##“ Telegraphische Handels=Nachrichten. London, 20 Februar. Consols 95 5/16 Amerikaner, fundirte Italiener 73°.. Lombarden 6 18. Türken 7“.. Aus der Ban flossen den 6,00 Pfb. Paris, 28. Februar— Mait 4% Rente 73,82½ Anleihe 1872 109,55, ital. 5% Rente 73.40, österr. Goldrente us, Franzosen 541 2. Lombarden 161,25, do. Prioritäten 36 Türken 1865er 7,50, do. 196 er 43,4 Türkenloose 26,70. Baulausweis. Zunahme: Porteseuille m.2 000, Gesammt=Vorschüsse 917.400, No enumlauf 56,600,000, Guthaben des Staatsschatzes 4,072, 40 Fres. Abnahme: Baarvorrath93,00 Laufende Rechnung der Privaten, Fres. Schuld des Staatsschatzes unverändert. Frankfurta. M., 28 Februar.— Amerikaner—, Creditactien 191 1/8 Franzosen 217, Galizier 201. Lombarden 63, Goldrente 61 18/16, Silverrente 56. New=York,27 Februar. Höchste Notirung des Goldagios 17/8, niedrigste 1“. Baumwolle 1, Fracht für Getreide 5 1. Hamburg, 28 Februar.— Weizen 126 pfd. per April—Mai Kilo 2 00 G., rer Mai— Juni 212 G. Roggen per Aoril Mai 1000 Kilo der Mai Juni 150 G. Hafer flau. Gerste flau. Rüböl matt loco 72 B., der Mai per 2 0 Psd. 70½ B. Spiritus fest, per Februar 41¾, per März—April 42¾ vr. 1000 Liter Nrg. Kaffee ruhig, Umsanz Anr Sack. Petroleum matt, Standard white loco 10,75 B., 10 55 G., der Februar 10,65 G., per August—December 12,30 G. Bremen 28. Februar.— Petroleum ruhig Standa#o whlte i### 11,05, per Aoril 11,1;, per August— December 12.30. Antwerpen, 28 Fedruar. Petroleum=Markt.(Schlußbericht.) Raffinirtes, Type weiß, loco 27%, bez., 28 B., per Fedruar 27½ bez., 27¼ B., per März 27½ bez., B. Livervool, 28 Februar—(Anfangsbericht) Baumwolle: Muth maßlicher Umsan 3000 Ballen Fest. Tagesimport 21,000 Ballen, davon 21,000 Ballen amerikanische— Ballen Maceio,— B.ägyptische. (Schlußbericht.) Baumwolle: 8#0 Ballen Umsatz, davon für Speculation und Expert 1000 Ballen Fest. Middling Orleans 5“ middl. amerikanische" 2 10, fair Dhollerab!“„ middl. fair Dhollerah 4“, good middl. Dhollerah 4¾ middl. hollerah —. fair Bengal 4%, good fair Broach 5½ znew fair Oomra 5 1/16, good fair Oomra 5% fair Madras 5 5/16 fair Pernam#, fair Smyrna foir dapptische### Es ist eine alte Erfahrung, daß Alles neu Auftauchende mit einem ge wissen Mißtrauen betrachtet wird; aber auch selbst lang in der Wissenschaft bekannte und angewandte Mittel unterliegen diesem Schicksal, sobald sie in allgemeinen Kreisen bekannt werden sollen. So erging es auch vor einigen Jahren dem Chloral, welches Jedermann mit einer gewissen Scheu ansah und heute— es ist eines der verbreitetsten Mittel geworden! Bei Einführung der Guyot'schen Theerkapseln bei uns, obgleich Theer der Wissenschaft seit Langem dienstbar ist(Siehe Pros. Lebert, Handduch der prokt. Medicin, Bd. I., S. 1045 und 1074, Prof. Seitz, Bearbeitung des Niemener, Bd. I., S. 85, Pros. Waldenburg und Dr. Simon, Hand buch der Arzneiverordnungslehre, S. 555)— konnte man die gleiche Beobachtung machen, und haben sich manche Befürchtungen über deren Gebrauch geltend gemacht. In Frankreich, Belgien und Holland, wo dieselben seit langer Zeit ein geführt sind, sind sie in Jedermann's Hand; bei geeignetem Gebrauch war der Erfolg stets zufriedenstellend, und nie hatte Jemand Anlaß zu klagen. Es dürfte daber interessant sein, eine fremde Autorität zu hören, aus einem Lande, woselbst die Theerkapseln vopulär sind. Herr Bouchardat, Professor der Hygienie an der medicinischen Faculiät in Paris, früher Präsident der medicinischen Akademie und einer der competentesten der französischen Aerzte, schreibt uns: „Sie fragen mich, ob ich es für unklug halte, Theerkapseln aus „norwegischem Theer in den Händen des Kranken zu lassen, sowie „ob deren Anwendung, ohne Verordnung und Beaussichtigung von „ärztlicher Seite gefahrdringend zu erachten sei! „Ich habe die Guvot'schen Theerkapseln häufig erfolgreich an„gewandt und kann daher behaupten, daß ich sie, obgleich entschie „den heilkräftige Eigenschaften besitzend, dennoch für eines der un„schädlichsten Medicamente halte. Genehmigen Sie die Versicherung meiner vollkommensten Hochachtung. Paris, 26. Januar 1878. gez. Bouchardat Profesor der Hpgienie.. Ein Gutachten des königlichen Rathes Herrn Dr. Koranvi. Professor der medicinischen Klinik in Budapest: Das Franz Joseph=Vitterwasser zeichnet sich dadurch aus, daß es einen milden, nicht unangenehmen Geschmack hat und in kleinerer, kaum 150 Gramm betragender Gabe schon eine prompt eröffnende Wirkung übt, daß diese in verhältnißmäßig kurzer Zeit ohne unangenehme Nebenwirkung einzutreten pflegt und das Waiser selbst bei längerem Gebrauche den Appetit und die Verdauung nicht steit. Ebaus“— Insinn 9 ab. 2b hierungsco # nur au ##te zu—. r der Ueben! richtig! ummar hien. leppen) habest zu, die der #uß indessen." Anen Katbo rzugsweise #errn Min S#urch gr #rden soll ## Jor das 1 an trrgge Sandpunkt### * Klos hat ; u n d d e " warn n dame fra 1 mich sches sagen kaßregeln Sute. 80 sen Punkt 1, umsom 1 für die Religionsun ingewiesen, Ader Lehrer Zugeftäntn: werden. #denn er us gesetzlich Weenen urw Anennen liegt die 8 bristlichen und die An Elegenheit Stand 9ar bier bleibt Gebarts-Anzeige. Die heute Abend glücklich erfolgte Gevurt eines kräftigen Knaben zeigen docherfreut an Fr. A. Quante und Frau, Elise geb. Frondhof. Warendorf, 28. Februar 1879. Todes=Anzeige. Heute Morgen, früh 6 Uhr, entschlief sanft und ergeben, nach langen schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden, frühzeitig mit den heil. Sterbesacramenten versehen, unser lieber Bruder, der Rechnungsrath Heinrich Zimmermann, im 62. Lebensjahre. Die Seele des theuern Verstordenen wird der christlichen Fürditte empfohlen. Münster, den 28. Februar 1878. Die trauernden Geschwister. Die Beerdigung findet am 2. März, vom Prinzipal=Markt Nr. 43 aus; die Exequien am 7. März, Morgens 9 Uhr, in der St. Lamberti=Kirche statt. Todes=Anzeige. + Der liebe Gott hat unsern theueren, 78 Jahre alten Vater, Schwieger= und Großvater, den Chorküster Vernhard Heinrich Funcke, nach kurzem Krankenlager und nach Empfang der hh. Sterbefacramente, heute Nacht zu sich in die Ewigkeit abgerufen. Wir empfehlen den Verstordenen angelegentlichst der Fürbitte seiner vielen Verwandten, Freunde und Be kannten, insbesondere der Priester beim heil. Opfer. Beckum, den 28. Februar 1878. Die trau ernden Kinder, Schwiegertochter und Enkel. Die kirchliche Bestattung wird Montag, den 4. März, Vormittags 9 Uhr, stattfinden. Todes=Anzeige. + Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Nachmittag 3½ Uhr unsere theure, sorgsame Mutter und Schwiegermutter, die Wittwe Christina Borgmann, geb. Hagemeier, in ein besseres Jenseits abzuberufen. Sie stard nach langen, mit christlicher Geduld ertragenen schweren Leiden, wohl vorbereitet durch einen wahrhaft tugendhaften Lebenswandel und gestärkt durch öftern Empfang der heil. Sacramente, im 69. Jahre ihres Lebens cottergeben. Wir widmen diese Traueranzeige allen Verwandten und Bekannten mit der Bitte, der theuren Hingeschiedenen im Gebete zu gedenken. Wadersloh, 27. Februar 1878. Die trauernden Angehörigen. Amtliche Submission auf Lieferung von Schreib=, Brief= u. s. w. Papier für die Zeit vom 1. April 1878 bis ultimo März 1880, für die Direction der Westfäl. Eisendabn. Termin 12. März, 11 Uhr, im hiesigen Centralbüreau. Ediktalladung. Die dem Otto Grotemeyer'schen Fundations=Fond zu Bevergern gehörige, und auf jeden Inhaber lautende Schuldverschreidung der Paderborner Tilgungs=Casse Litt. D. Nr. 4102 über 200 Thaler, vom 30. December 1842, ist nach Anzeige des Amtmanns Buscher zu Bevergern verloren gegangen. Da seitens der Königlichen Direction der Rentenbank hierselbst das vorschriftsmäßige Aufgebot der erwähnten Schuldverschreibung bereits stattgefunden, dieselbe aber nicht wieder zum Vorschein gekommen, sich auch Niemand als Inhaber derselben bei der Direction der Rentenbank gemeldet hat, so werden auf Antrag des mit er Verwaltung des erwähnten Fundations= Fonds betrauten Kirchen=Vorstandes zu Bevergern alle diejenigen, welche an den vorbezeichneten Rentendrief ein Anrecht zu haben vermeinen, aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 10. September 1879, 11 Uhr. an der Gerichtsstelle, Termins=Zimmer Nr. 14, anberaumten Termine zu melden und ihr Recht nachzuweisen, widrigen Falls der Rentenbrief für erloschen erklärt, und dem Antragsteller ein neuer an dessen Stelle ausgefertigt werden wird. Münster, den 15. Februar 1878. Königl. Kreis=Gericht, I. Suche: d. Osterferten Vertretung. Marburg. F. Zumich, stud. pharm. Bekanntmachung. Am Donnerstag, den 7. Marz, Vormittags 10 Uhr, soll auf dem hiesigen Amtsbüreau der Neubau der EgberdingsBrucke über die Berkel in hiesiger Gemeinde Tungersloh= Pröbsting, veranschlagt zu 2244 Mark, unter den im Termine bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich an den Wenigstfordernden in Verding gegeben werden. Pläne und Kostenanschlag liegen auf dem Amtsbüreau zur Einsicht offen. Gescher, 27. Februar 1878. Amtmann Lüders. Gegenüber den Kundmachungen des Verwalters- des Das unterzeichnete Comit erlaubt sich hiermit an alle alten Herren des Corvs Guestphalia Heidelberg die ergebene Bitte zu richten, ihre Adressen dem Mitunterzeichneten, Referendar Graf von Schwerin in Frankfurt a. O., Jüden straße 12, einsenden zu wollen, einmal behufs Zustellung einer persönlichen Einladung zu dem im Sommer dieses Jahres in Heidelberg zu feiernden 60jährigen Stiftungsfeste des Corps, sodann behufs Aufstellung eines neuen Alte Herren=Verzeichnisses. Heidelberg. im Februar 1878. Das Comité der alten Herren und Activen: Gisbert Frhr. Vincke, Regierungsrath a. D., Freidurg i. Br. Albert Rusche. Rad. und Landesältester auf Dalbersdorf Dr. F. R. Michel, Fabrikbesitzer in Ludwigsbasen a. Rh. Franz Baron v. Hahn. Rgb. auf Herbergen. Gustav Gaus Edler zu Putlitz. Chef der Großberzogl. TheaterDirection zu Carlsruhe. Hans von der Malsburz. Rab. auf Escheberg. Wilhelm Schmieding, Kreisrichter in Essen. Detlost Graf von Schwerin, Referendar in Frankfurt a. O. Max Lossew, stud. jur Heidelberg. eecocseeeS Sccc Fertige Herren=Wäsche eigener Fabrik, Faltenbemden, leinene u Chiffon=Chemisetten in großem und ServiteurFormat, Manchetten, Kragen, leinene einsätze, 2= und Zsach gefüttert. Alles iu den modernsten Facons u solidester Arbeit, empfiehlt zu sehr billigen Preisen in großer Auswahl die Leinen=, Bettwaaren= und Wäsche Handlung von lug. Gbessmann. Salzstraße 5. Seidene Masken in allen Farben, mit Behang, sehr billig, à 1 Mark. Bärte in allen Farben rechtbillig. Sämmtliche Carnevals=Artikel Dupre. Rieler Sprotten, Bückinge zum Rohessen, russische Sardinen in chen sehr billig, holland. Sardellen, große holländische Heringe, marinirte und Milcher=Heringe, sowie weichkochende Hülsenfrüchte empfiehlt I. Hunke, Krummentimpen 60•61. Kleine Pickelgurken, faß= und pfundweise, empfiehlt J. van Gemmeren. (Ein junges Mädchen, kath., sucht Stelle als Ladenmädchen, auch würde sich dasselbe abwechselnd in der Küche beschäftigen. Näh. in der Exped. d. Bl. Ausser. gerichtlichen Concursmassen=Ausverkaufe tbeile ich ergebenst mit, daß diejenigen Waaren, die er conform mit mir führt, bei mir n reeller Waare zu eben dem resp. zu billigeren Preisen zu haben sind: 1. B. verkaufe ich: Gute weiße Shirting=Unterröcke von 1.10 an(verwalterlicher Preis 1.50), Kinder=Kittelschürzen von 0.40 an„„ 0.50 Waschächte, beiderseits bedr. Damenschürzen v. 0.55 an„„ 0.750 Starke grone Wasselbettdecken von 2.50 an(„„ 2.75), Starke Commoden=Waffeldecken von 0.98 an(„„ 1.00) Herren u. Damen Manchetten u. Kragen von 0.20 an„ auch 20 Pf.) Ich bitte wiederholt, sich von der Reellitkt und den wirklich und anerhannt billigsten Preisen meiner Artikel gütigst zu überzeugen, bevor man das Geld solchen Leuten zubringt. Preiscourant meiner Artikel steht immer zu Diensten Werner Husing, Roggenmarkt. Kath. Töchterschule und Pensionat zu Telgte bei Münster. Das Sommersemester beginnt am 24. April.— Auskunft ertheilen gütigst die Herren Domkapitular Lünnemann in Münster und Pfarrer Neuwöhner in Telgte. Bonner Fahnen=Fabrik. Zu bevorstehenden Festlichkeiten empfehlen wasserächte Fahnen, Saal=Decorationen, Ballons, Lampious, Illuminations=Artikel durch die Haupt=Agentur##. Richter, Münster, Alter=Fischmarkt. Holz=Verkauf. Am Donnerstag, den 7. März er., Morgens 11 Uhr, werden in der Wohnung des Wirths Wiechert in Rinkerode nachbenannte bereits gefällte Eichen und Buchen, zu Grubenholz tauglich, meistbietend in Abtheilungen verkauft 1) in den Forsten des Guts Bisping, Kirchspiels Rinkerode: Forstdistrikt Sehrenhege 1227 Eichen, „ Hökesfelder=Ort 80 Eichen, „ Uelksort 181 Eichen, „ Hohenholt 191 Eichen, „ Davert, Schlag 18, 246 Eichen; 2) in dem zum Gute Romberg, Kirchspiels Ascheberg, gebörenden Forstdistrikt Heubrock: 8I5 Eichen, 41 Buchen; 3) in dem zum Lendermanns Erbe, Kirchspiels Ascheberg, gehörenden Forstparcell Kuhkamp: 1704 Eichen. Der Förster Berkenheger auf dem Hause Bisping bei Rinkerode zeigt auf Wunsch das erwähnte Grubenholz näher an. Sämmtliches Holz liegt an guter Abfuhr. Münster, den 20. Februar 1878. Gräflich von Galen'sche Rentei. Für die diesjährige Bau=Saison halten wir uns zur Lieferung sämmtlicher Tischler=Arbeiten, als: Hausthüren, thuren, Zwei=, Drei=, Vier= und Sechsfüllungsthüren, Fenster, Treppen, gußleisten, Fußböden 2c. bestens empfohlen. Mechanische Bauschreinerei Actien=Gesellschaft in Dortmund Geschäfts=Verlegung Meinen geehrten Kunden d. ergebenste Anzeige, daß ich me Schweinemetzgereigeschaft von Ludgeristraße Nr 112 nag der Telgterstraße Nr. 16 verlegt habe. Münster, den 1. März 1878 Heinrich Aundrup Zu den bevorsteheuden Fasinachtslagen empfiehlt zur gefälligen Adnahme die feinsten Liqueure in 1. ½ ½ Liter u. s. w, als. Puns# mehr als 5 Sorten, Arac. Vanille. Persico. Parfalt d’amour. Ingwer, Barceloner Chronen sowie alle Sorten Branntwein Fabrikpreisen Heinr. Stodtbrock Spickerhof 38. Alle Sorten Mehl, weich kochende Hülsenfrüchte Magdeb. Sauerkraut, da Pfund zu 12 Pf. Aepfelkraut, das Pfund zu 22 Pfg., Salz gurken u. s w. empfiehlt H. Stodtbrock. Hôtel. Der Hotel=Besitzer J. Schlüter in Goor, Provinz Overyssel, Holland, beab sichtigt wegen vorgeschrittenem Alters und Veränderung seines Wohnorts), seine in der unmittelbaren Näbe der Station der Eisenbahn und in Mitte der Stadt gelegenen Besitzungen am 5. März auszubieten und am 26. März desinitiv zu verkaufen, bestehend aus: 1) einem zweistöckigen Gebäude(Hotel), theilweise im Jahre 1866 neu gebaut, worin seit circa 60 Jahren die Gastwirtyschaft mit destem Erfolge betrieden ist, mit 20 Logir=Zimmern, einem 100 □ Meter großen und eleganten Saal, Speisesaal, Schenk und Entr.=Zimmer mit Billard, Haushalt=, Bedientenzimmer, Comptoir u. s. w., zwei geräumigen wasserfreien Kellern, großer Scheune mit Stallung für 10 Pferde u. 5 Kühe u. großen Bodenräumen, Waschküche, Mangelkammer, 2 Wellwasserpumpen, 2 großen Regenwasserdrunnen: 2) einer neuen Wagen=Remise; 3) einer Kuppel mit geräumigen wasserfreien Keller: 4) einem am Hause grenzenden Garten, circa 50 Ar groß, schön angelegt u mit mehr denn 50 der feinsten Obstbäume besetzt; 5) zwei Wiesen, circa 1 Hektar groß, unmittelbar an den Garten und an die Station der Eisenbahn grenzend: 6) auch circa 20 Hektar Wiesen, Acker und Holzbestand, gelegen bei Goor und Kirchspiel Markulo. Vorstehendes ist auch unter der Hand zu kaufen, ebenso auch das complete u. feine Mobiliar, auch 2 schöne Pferde, 5 Wagen u. s. w. Die Lage dieser Besitzung ist eine der schönsten und meist besuchtesten in Goor und mache ich sowohl Privat= als Geschäftsleute auf diese günstige Gelegenheit zum Ankauf aufmerksam. Näheres auf den Ankauf bezügliche ist einzuseben beim Notar vander Muclen in Goor(Holland). Sing- u. Prachtrögel 300 Harzer Kanarientögel Hohlroller mit Gluck= und Flötentönen. Große Auswahl Chinesischer Nach tigallen, die auf Commando singen rothe, grüne und graue Kardindle, Reinvögel, Wellenpapagelen u. s. w. werden dieser Tage verkauft. H. Kaufmann, Hammer’s Hotel am Bahnhofe. Reelles Heirathsgesuch. Ein gebildeter junger Kaufmann, 28 J., katholisch, dessen Vermögen noch nicht disponibel, sucht die ernstgemeinte Bekanntschaft einer jungen gebildeten Dame mit einigem Kapttal zu machen und bittet vertrauensvoll um Angabe ihrer Adresse unter Litr. R. W. 270 durch die Annoncen Expedition von August Rolef in Münster, Bogenstraße 5. Strengste Discretion Ehrensache. In einem katdol. Familien=Pensionate findet ein junges Mädchen sofort Aufnahme, um sich in der Küche, Haushaltung, sowie für's practische und gesellschaftliche Leben gründlich auszubilden. Pensionspreis 180 Thaler. Franco=Offerten unter S C. post lagernd Remagen. Ein erfahrener Gärtner sdernimmt jede Gartenarbeit. Bestellungen nehmen entgegen Heinrich Wieschmann, Hörsterthor, und August Kornfeld. Mühlenweg A 26. Ein junges Mädchen, welches zwei Jahre in einem Spezereigeschäfte war, sucht eine Stelle als Ladengehülfin. Gefl. Offerten Herrn Bern. Strickling in Esser Rottstraße Nr. 26.(2) Zum sofortigen Antritt suche einen zuverlässigen Gehülfen für Pflanzencultur und Anlagen. W. Stoffregen, Handelsgärtner, Dortmund, Münsterstraße 172. Ein erfahrenes Kindermädchen zu einem Kindezum 1. September od. October gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. Spiekerhof 38. Culmbacher Tafelbier (selbiges auch flaschenweise franco ins Haus gebracht) be Adolf Möller Eine Wasser oder Windmühle, hauptsac lich für Kundengemahl, zu pachten g sucht. Franco=Offerten unter C. B. besor die Annonc.=Exped. v Münster, Bogenstr. 5. Erzieherin Wegen Aufhebung eines hiesigen Kloste sucht ein ordentl. Mädchen, mit guten Zeu nissen versehen, eine Stelle als Erzieber einiger Kinder zu April od. Mai. Näh. Ex Ein Kaufmann, katholisch, mit schön Handschrift, der im Verwaltungs= und Rec nungswesen bewandert und selbständig Arbeiter ist, sucht unter bescheidenen## sprüchen eine passende Stelle. Beste nisse. Eintritt sofort. Zu erfragen in d Annonc.=Exped. ven A. Rolef, Boge straße 5, Münster.(2) eantwortet man bsolutem Irrthum Fachmann, c l übernehmen batt „# dies wieder in Ech des Kanzler## ent des preußischen Familie wird in einem kath. Hause ein den Reichs inan Stelle zur Erlernung des Haushalts gesuc sielelde Person Gefl. Offerten Herrn B. Strickling Essen, Rottstraße Nr. 26.(2 Für ein junges Mädchen aus anständig Mehrere Mädchen, kath., mit guten Zeu nissen, erhalten gegen April Stelle. Wo, sagt die Exped. d. Bl Eine Person gesetzten Alters, katholis# in der Hauswirthschaft durchaus erfahre wird als Haushälterin gesucht. Solch wird der Vorzug gegeben, die auch schon einem Manufactur=Geschäft thätig war. Offerten unter B. J. 18 besorgt dReichskanzler d Exped. d. Bl. KXPEDITION 25 40 R, AGEN“ Samburg, Frani Wien, Berhn perlin und Koln Qassel: Tà Diein Raunerer Dortm Frankfurt= W Paris: Hlaras I. n NN 60 Hierzu 11 Berlin, 1 B ###lich dem Zustat les toppt im Dur Tag zum ein is deengende Ben ister Spannung sein nen Sessel zu schw.r gelöst, und wart e Strömungen d. ##n wir uns kein Gen Nichts dorüber u oddielski alle Tavischen beginnt sich nntlich am längster der die Stellung artei angehöriger 18, die Lampen# utlich erklären,„daß eiche zu befolgen nationalliberalen Jedermann ein! aucht hat, um üt euzzig meldet.. amphausen habe Lajestät der Kaiser Entbindung von husen— so beint A. Role Mojestät persönlich esen sei, in dieser in. Der Finanzmn sieder zu erschen aß der Oberpräsi erster 1 bird dagegen de. Die Frage, wer## lichten eine Stelle im Rei Is diese! In sola inen Fragen legen beantwortung## heilt:„Damitd cung, der Finanz ers übertragen u kachtragscredit ur Bewilligung: elches in den le#### lsaß Lothringenein. Die Gesa# Finanzverwan #an dazu nich Ein junges kath. Mädchen, aus„ Familie, welches ein Pensionat besucht bi sucht in einem anständigen Privathause o auch auf einem Gute, Stelle zur Erlernun des Haushalts. Nähere Auskunft ertheill.". die Exped. d. Bl. unter Chiffre I., W. 40 Reichskanzleram ah übertragen k. Ein freiliegender Garten, mittlerer Größtggm. Wegi. auf sofort zu miethen gesucht, am liedst=###ttt zwischen Servatii= und Ludgerithor. den seinen Absch Näheres Kieuzstraße 1. les Verhältniß #s wird von einer Dame eine kleine Beichtr oder auch eine größere Wohnnn Reichskan; in Mitte der Stadt gesucht, entwedestädter aus„ gleich, später oder Herbst. füngsten Au Offerten beliede man unter Lür Threußischer Mini Nr. 4 in der Expedition dieses Blatt=breußischel abzugeben. fer Re9 Gesucht dauernd zu miethen, möglicht.! 5as mein. im Mittelpunkt der Stadt, eine freundlichlich der breuu## fein möblirte Wohnung—. dent des Preupisch Wohn= und Schlafzimmer. neinen als Bi##t Anerbieten unter Litr. A. Z. an Prant— Erped. d Bl.ahzugeben. brissentiren. Eine seine Wohnung von drei möblirtet Fürst Bi Zimmern zum 1. April zu vermiethen.#en##in m An den Fastnachtstageneiner## wird in meinen Localen keingrantien Bier verabreicht. Dienstag descha An den 3 im oberen Saale der] Der Bossisa Restauration Midy###en CONCER Der„Bossisch Gesangvorträgen. Anfang 7 Uhr. Restauration a la corte. Verleger Karl Boed dinghaus in Münst er. Expedition: Prinzipalmarkt Nr. 26. Druck der Coppenrath'schen Buchdruckerei. ß der Reichet inten und P### über rganisation det läne ausfudre verpflichtetn iemand kennt iele; dennoch# id oft beillose ind wirthschaft ler nicht nur v