chungen. gfuhrer Heinrich ##t. Antolnette gedorn auseseschiens un ii eisgericht. Nonneberg ichung. verantrunr I. Abtbeilung. chung. Westfälischer Merkur. MUNSTER. : P r i n z e p e l m a r h t N e. Ahrlicher Abonsementspreis: Fur Donnr# Mittwoch, 0 (No. 138) INSERATT den 19. Juni 1861. Die geehrten Zeitungsleser — werden bei dem nahen Ablauf des Quartals ersucht, ihre Anbestellun. gen auf das mit dem 1. Juli 1861 beginnende III Quartal möglichst frühzeitig zu bewerkstelligen, um Unterbrechung in der Zusendung oder den Uebelstand zu vermeiden, daß den Abonnenten unkomplete Eremplare geboten werden müssen, wie es bei dem jüngsten Quartalwechsel wieder häufig vorkam.— Auswärtige wollen idre Anbestellung— unter Benutzung des der heutigen Zeitung beigelegten Abonnements. Scheines— der betreffenden Postanstalt, Hiesige bei der Expedition einreichen. Moller H. Sei stitut. sen ümmungen, Klumpfuh, phulosen oder sonstigen oder des Genusses der (628 4 a) zu Preisen, wole h. Echte Havanne ter Nachnahme dee rehbahn 8. werven angenenat von seffers in Munster, m nüche eic. August eine erfahrene Schwenger. tona ist so eben uch= und Kunsthandrstopfung und chen, Folgen und isung, zur gründNach dem Franvon Dr. Gustav künster. oder: Abenteuer von R. Benedix. ang 5% Uhr. Deutschland. 3 Berlin, 16. Juni. Gutem Vernehmen nach hat die aus der Huldigungsangelegenheit entstanden Radinetstrisis, welche durch einen Aufschub der Feier und durch eine Aenderung ihrer Form gehoben wurde, sich in den letzten Tagen auf dreiteren Grundlagen er neuert. Es sollen in wichtigen Prinzipienfragen sowohl im Schooße der Kadinettes, als zwischen dem Monarchen und mehreren seiner Räthe ernste Meinungsver schiedenheiten zu Tage getreten sein. Mi Recht werden die häusigen Ministerkonferenzen der jungsten Zen ummi diesen Konstilten in Verdindung gebracht. Son# wohiortentirte Personen sprechen von einer vorgestern Sr. Majestät dem Könige überreichten Denkschrife, in welcher die Mehrbeit des Staatoministeriums ihre An sichten über die nunmehr einzuhaltende Regierungspoli#il dargelegt hätte. Zur Theilnahme an dieser Kund gedung soll der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten, Graf Pückler, von seinen Kollegen e ligst aus Schlesien herderufen worden sein. Der Graf war auf drei Wochen in Urland gegangen, kehrie aber dereits am fünften Urlaubstage plötlich nach Berlin zurück. Wie es heißt, sind der Kriegominister v. R. und der Minister des Auswärtigen, v. Schleinig, an dem gemeinsamen Schritte der übrigen Kadinetsmuglieder nicht detheiligt. Herr v. Schleinig soll um seine Enlassung eingekommen sein. Schon im vergangenen Winzer hatte derselbe mehrmals den Wunsch ausgespiochen, sich von seinem Posten zurückzuziehen. Damals wurde behauptet, er füble sich durch kollegialische Mit wirkungen in der Verwaltung seines Ressorts drengt. Achnliche Gerüchte sind auch jetzt wieder in Umlauf. Zugleich erklärt man es für wahrscheinlich, daß Hei Schleinig das Amt eines löniglichen Hausministere halten werde. Einiges Aufsehen macht re hier, daß der Präsident des Staatsministeriums, Fürst zu Hohen zollern=Sigmaringen, bei den jett in Frage stebenden wichtigen Entscheidungen von Berlin abwesend ist. Mehrfachen Anzeichen nach bewegt sich die zu gewärtigende Hauptentscheidung für die innere Politik um sehr gewichtige monarchische Grundsätze, denen Par teianschanungen gegenüberstehen.— Wie zeet mehrseittz verlautet, licat es in der Absicht Sr. Majestat, gegen die Mitie des Monates Juli sich auf einige Wochen nach Baden=Baden zu begeben und zu Ende August wieder das Seebad Ostende zu besuchen.— Heute wurde in Potsdam das Stiftungsfest des Insanterie=Lehrdataillone in herkommlicher Weise gefeiert. Zur Theilnahme an der Feier begaben sich Morgens die hier anwesenden fürstlichen Herrschaften so wie die Generalität, die Staatsminister und andere hochgestellte Personen nach dem Festorte. Bei dem herrlichen Wetter fand der Gonesdienst im Freien auf dem Plage beim Neuen Pa lais statt. Nach der kirchlichen Feier erfolgte ein Vor deimarsch des Bataillons vor Sr. Maj. dem Könize, Höchstwelcher von den Mugliedern des Königshauses so wie von den bei Hofe anwesenden fürstlichen Gästen umgeben war. Später wurden die Mannschaften des Bataillons an langen Tafeln im Freien bewirthet. * Berlin, 17. Juni. Ihre Maj. die Königin ist gestern Abend 8“, Uhr von der Wildpark=Stauon von Potedam aus nach Codlenz abgereist.— Aus Ro penhagen ist die Meldung von der am 13. d., Mutags, glücklich erfolgten Emdindung J. k. H. der Frau Prinzessin Friedrich Wilhelm von Hessen, zweiten Toch ter Sr. k. H. des Prinzen Karl, von einer Prinzessin vier eingegangen.— Se. königl. Hoh. der Kronprinz wohnte heute dem Ministerrathe wieder bei.— Ueber die Verschiedung der Huldigungsfeierlichtenen schreidt die H 3.“:„Gleich nach dem Schluß der Kam in die schon früher angeregte und von Sr Majestat verlangte Huldigungsfeier auf's Neue Gegenstand der Berathungen gewesen. Die Kosten für die Kronung in Königeberg und die Huldigung in Berlin sind auf 1 Million dis auf 1,200,000 Thlr. veranschlagt gewesen, Se. Majestät verlangten aber nur 600,000 Thir. aus den Staatskassen. Diese soll das Ministerium verweigert haben, und zwar so bestimmt, daß eo seine Enilassung in gleno forderte, wenn man darauf bestände. Die Verschiedung auf den Oktober scheint dann eine Art Ausweg gewesen zu sein, indem man dieselbe als eine wichtige Einwirkung auf den Ausfall der kurz nach jener Zeit stattfindenden neuen Wahlen für das Abge ordnetenhaus dezeichnete. In Folge alles Dessen soll denn Se. Majestät von der jetzigen Huldigung abgestanden haden. Es soll in Werklicdtent wenig Aus sicht sei, daß diese Akie des Kenigthume von Got ies Gnaden überhaupt noch#attfinden werde."— Dem„Prt. Belkodl“ zufolge wird Herr v. Usedom, gegenwärtig Gesandter am Bundestage, als künftiger Minister des Auswärngen dezeichnet. Auch werde die Ernennung eines Ministers des königlichen Hauses erwartet.— Ein Ruglied der hiesigen„freien Gemeinde“ wollte Freimauter werden und meldete sich zur Aufnahme dei der Loge Ropal York. Se. Majestät der Konig, als Großmeister, hat entschieden, daß ein Mitglied freier Gemeinden nicht aufgenommen werden könne. So erzählt Ublich in seinem„Sonntagsdlatte“.— In den späten Abendstunden und während der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag haben in verschiedenen Stadt theilen so erhedliche Rupestörungen stattgefunden, daß berittene Schutzmänner durch den Telegraphen berdeigerufen und mut der dlanken Wasse gegen die Ruhenörer eingeschritten werden mußte. Namentlich batten sich auf dem Buschingeplage und in der Waßmanns straße große Massen von Jungen und Bummlern gesammelt, welche die zur Aufrechtbaltung der Ordnung kommandirten Schutzmänner sortgesetzt neckten, verhöhnten, ihnen jede Art von Widerstand entgegensetzten und sie üderall, wo sie einschritten, mit Pfeifen und wildem Geschrei und seldst mit Steinwürfen empfingen. Eblied nichte übrig, als von den blaulen Waffen Gebrauch zu machen und die tumultuarischen Haufen mit Gewalt auseinander zu jagen. Ein äbnlicher beklageneweriher Auftrut fand am Freitag Adend vor der Kaserne des Kaiser Franz Grenadier=Reziments in der Kommandantenstraße, aus Anlaß der Eindringung einee verdafteten Deserteurs, statt. Obwobl der Offizier der Wache wiedervolt unter der Menge erschien, und zum Auseinandergeben gütlich aufforderte, war die Masse doch nicht dazu zu bewegen, verließ ihre Stellung auch nicht, als der Offizier das Zeichen mut der Trommel gad, so daß, ale man eine immer drohendere Haltung annahm und selbs Steine gegen die Fenster zu wersen ausing, der Offizier mit flacher Klinge einhauen lassen und so mit Gewalt den Auflauf zerstreuen mußte. Es wurden mehrere Ber haftungen vorgenommen. Gesetz Sammlung, ausgegeben am 15.d. entdalt unter 53682, das Gesetz, betreffend die Forterbedung eines Zu schlages zur klassißzirten Einkommensteuer, zur Klassen Nteuer und zur Mahl und Schlachtsteuer. Vom 10. Jun 5383, due Privilegium, die Emission von Partial Obliga tionen üder die von dem Fürsten zu Soime=Brannsele bei dem Bankhause Gebrüder Bethmann zu Franksurt a. M. kontrahirte Anleihe betressend. Vom 15. Apli 1861; unter 5384. den Allerbochsten Erlaß vom 6. Mai 1861, betreffend die Verleidung der sieialischen Vorrechte an den Fuinen von Ples für den Bau und die Unterhaltung einer Chaussee von Kohier im Kreise Pletz, der Regierungsbezirks Oppeln, nach Emannelssegen und bis zur Ven tbener Kreisgrenze in der Richtung auf Kauowiß: unter 5385 den Allerbschsten Erlaß vom 27. Mai 1861, detreffend die Gntheilung des Expropriationsrichtes fur dir von Alteubelen über Hozter bis zur Landesgrenze bei Holzmin5386, den Allerbochtten Erlaß vom 27. Mai 1861, betref ingen der Allerdschsten Ocdm— : 5. Otober 1841 stang; unter Nr. 5387, die Bekanntmachung des Allerhöchsten SchiedKöln, 17. Juni. Die gestern als deveistehend erwähnte Ankunft Ihrer Mai. der Königin vierselbt erfolgie heute früh 8½ Uhr mut dem derliner Kurterzuge. Die hohe Frau, deren gutes und beiteres Aussehen vom erfreulichsten Wohlsein zeugte, wurde auf dem Zentraldahnhofe von den Spigen der Zivil= und Militärdeberden ehrfurchtsvoll begrüßt und benugie, nachdem Allerhöchüsie im Prunksaale der Zentralstauen den Kaffee eingenommen, den um 9 Uhr abgebenden Rheinischen Zug zur Weiterreise nach Codlenz. (K. 3.) Aachen, 16. Juni. Dem englischen„Standard“ d aus Hamburg geschrieben:„Wir erwarten im Laufe des Monates Ipre Maj. den Konig und die Kömigin von Schweden. Se. Majestat gedenkt sich zur Herstellung seiner Gesundsen in die Bäder von Nachen zu begeben.“ * Frankfurt, 15. Juni. Zufolge der offiziellen Mittheilung über die vorgesirige Bandestags=Sitzung über welche schon kurz derichtet wurde) gab Preußen binsichtlich der Rerision der Kriegsverfassung des Bundes im Anschlusse an seinen Antrag vom 2. v. M. und in Beziedung auf die bezügliche Erklärung Oesterreichs vom 16. v. M. eine Erklärung ad, welche im Wesentlichen Felgendes besagte:„Die königliche Regierung, deren Organe bisder die Forderung einer Umgestaltung der Arnkel 12 bis 16 der Allgemeinen Umrisse der Bundes Kriegsversassung aufrecht erhalten daden, gibt dieses Verlangen auf und will, indem sie sich darauf deschränkt, eine Ausnahmebestimmung für den Fall zu beantragen, daß die beiden deutschen Großmächte oder eine derselden mit ihren Gesammt Armeen in den Krieg eintrete, der Revision der Kriegsverfassung nachstebende drei Alternat#ven zu Grunde gelegt baden: 1) diezenige der Art. 12 bis 16 der Allgemeinen Umrisse, welche ein einheitliches Krugedrer des Bundes, einschließlich der Kontingente Preußens und Oesterreichs, und einen von der boden Bundesversammlung zu wädlenden und in Und und Pflicht zu nedmenden Oberfeldberrn aufstellen; 21 diejemge des Art. 46 der Naberen Bestimmungen, betrefsend den Oderbesehl für den Fall, wenn nur ein Tbeil des Bundesberres zusammengezogen wird; für diese beiden Alternatwen können die Anordnungen der Bundes= Knegsverfassung ganz unverändert bleiden; 3) diezemge des Emtrute von Oesterreich oder Preußen oder beider Großmächte mit den Gesammt Armeen in den Krieg für den Bund. Für diese Alternative, welche der komiglichen Regierung ale die weitaus wichtigste erscheint, stellt Preußen, sobald deren Berücksichtigung deschlossen sein wird, die Rittbeilung eines vollständigen Entwurses der Näberen Bestimmungen der Kriegsverfassung in Aussicht." De in dieser Erktärung darauf dingewuesen war, daß der ausgesprochene Zweck des kömglich preußischen Antrages vom 2. v. M. die endliche Herdeifutzrung der Beschlußfassung üder die Ausschuß Anträge vom 26. Juli v. J. sei, so sab sich der kaiserlich osterreichische Gesandte veranlaßt, sich unter Ruckdeziebung auf seine Erklarung vom 16. v. M. dabin auszusprechen, daß die kaiserliche Regierung auf die Entscheidung der ersten Verfrage auch ihrerseite den größten Wertd lege. Beide Erslärungen gingen an den Militär=Ausschuß.— Der Wortlaut des von Preußen eingebrachten Antrages, die Bildung eines Küstenvertbeidigungs Korpe detressend, lautet: 1) Ee kommen für die Zukunft die zu Kriegsbesatzungen in den Bundesfestungen Mainz, Lurcmburg und Landau bestimmten Kontingente der Reserve=InsanOwision nicht dlos mit einem Theile, sondern mit der Gesammiqnote zur Verwendung. 2) Aus der Kriegsdesatzung von Mainz scheidet das großberzoglich sachstsche Kontingent, aus derzenigen von Luremdurg scheiden die Kontingente von Waldeck, Schaumdurg=Lippe und Lippe aus. 3) Ersteres wird dazu designirt, mit 3000 Preußen und einer preußischen Batterie, letztere mit 3000 Hannoveranern und einer haunovet'schen Bauterte Küstenvertbeidigungs- Brigaden zu bilden. 4) Der in Luremburg entstehende Ausfall in der Kriegedesatzung wird von Preußen gedeckt.— Als besonders günstig für diesen Antrag wird in der längeren Motivirung hervorgehoben, daß in dem Ueberschusse der Reserve=Division, welcher in Folge des Bundesbeschlusses vom 27. April d. J. eintreten wird, Truppen vorhanden sind, aus welchen das zur Vertheidigung der außerpreußischen deutschen Nordserküste erforderliche Korpe formirt werden kann, ohne daß die einzelnen mehr oder weniger geschlossenen Bundeskorps durch Eniziehung von Truppen=Abtheilungen einen Adbruch erleiden. Stuttgart, 15. Juni. Das Konkordat ist aufgehoben. In der Konkordats=Angelegenheit ist ein 1ö nigliches Reskript an die Kammer eingegangen. Wie theilen für heute folgende Stelle mit:„Da die Konven tion ihrer Form nach als ein Ganzes veradredet worden ist; da, was deren Inhalt betrifft, die Bestimmungen der Konvention, welche der Gesezgebung anheimfallen, und in welche Wir ausdrücklich nur mit dem Vordehalt und unter der Bedingung der ständischen Zustimmung eingewilligt haben, weitaus die wichtigsten sind; da eben deshalb ohne gleichzeitige gesetzliche Regelung der Punkte, auf welche diese Bestimmungen sich beziehen, die vor liegende Angelegenheit überhaupt in defriedigender Weise nicht zu ordnen ist: so müssen Wir, nachdem die Kam mer der Abgeordneten so entschieden ausgesprochen hat daß sie auf keine Ausführung einer dindenden Ueder einkunft mit der römischen Kurie an ne gelangende Ge seszvorlage eingeben werde, den abgeschlossenen Vertrag als solchen überhaupt als gescheitert berrachten, und können demselben daber auch Unsererseits eine rechtliche Verdindlichkeit nicht mehr zuerkennen.“ Außer Wirkung gesetzt ist die Verordnung vom 21. Dezember 1857, gegeben, um zu Vollziebung der Vereindarung das Erforderliche einzuleiten. Zurückgezogen ist der Gesetzentwurf vom 28. Fedruar 1861. Zur Regelung der Rechteverhältnisse der katbolischen Kirche wird ein selbstständiger umfassender Gesezentwurf vorgelegt werden, welchem, undeschadet der Rechte und Interessen des Staates und der in demselden denndlichen anderen Konfessionen, materielle Inhalt der Konvention zu Grunde gelegt wird. Nur dieses Gesetz bilder die Rechtsquelle, und hat dasselbe keine andere Natur, als jedes andere Gesetz; auch die bereits in Folge der Konvention ergangenen Verfügungen werden der erforderlichen Revision unterzogen. Die Kurie ist von Allem in Kenutniß ge segzt, Abschrift der Mittheilung wird den Ständen zugeben. Se. Maj. der König bofft, auf diesem Wege möge eine gedeibliche Lösung der Angelegenbeit erzielt werden. Unterzeichnet ist das Aktenstuck: Stuttgart in königl. Gebeimen Rath, den 13. Juni 1861. Auf Sr königl. Majestät besonderen Befehl, Neurath.(A. Z.) * Wien, 15. Juni. Ein Korrespondent der„K 3.“ schreidt von bier:„Bereits gestern kam das Gerücht in Umlauf, daß im kaiserlichen Kadinette ein Manifest an die Völker Oesterreichs, anstat einer Antwort auf die Adresse des ungarischen Landtages, ausgearbeitet werde. Manche Anzeichen sprechen dafür, daß die Adresse der pesther Deputirten, gleichviel, od sie mehr der Resolutions= oder der gemäßigten Partei entspricht, eine vollständige Aenderung der Lage herbeiführen werde; der Monarch, dem man den Duel Kaiser oder König vorenthält, dem man das Prädikat Majestät verweigert und den man zum Allerdurchlauchtigsten Herrn degradirt, wird als Kaiser von Oesterreich den Ungarn antworten. Daß die leitenden Staatomänner, so viel in ihren Kräften steht, den äußersten Schritt verzögern, ist gewiß; aber der Kelch ist allzu bitter, den die Magparen in blinder, zielloser Leidenschaft prasentiren. Ein langer Aufschub ist nicht mehr möglich.— Von Seiten des Finanzministeriums wird in Abrede gestellt, daß Verhandlungen in Bezug auf das Tabake= Monopol statgefunden haden. Ohne die Grunde untersuchen zu wollen, welche diese Erklärung veranlaßt haben, kann ich doch nicht umhin, zu bemerken, daß das TadaksMonopol sicherlich kein Hinderniß der Verständigung zwischen den Ländern diesseits und jenseits der Leitha abgeben wird, da die Krone in dieser Beziehung der Erfüllung der Volkswünsche kein Hinderniß entgegen setzen wird, vorausgesetzt, daß die staatsrechtlichen Beziehungen zwischen diesen Ländern einmal geordnet sind.“ — Der„Oesterr. Zig.“ schreidt man aus Prag, 14. Juni:„Seit gestern wird hier von czechischer Seite das Gerücht kolporurt, die czechischen Deputirten seien fest entschlossen, falls der VertagungsAntrag fallen sollte, idre Mandate niederzulegen.“— Die offiziöse„DonauZig.“ sagt:„Die Wiener Korrespondenz(3) der„Independance“ vom 12. d. M. über neuere Verhandlun gen zwischen den Kadinetten von Wien, Paris und Madrid in Betreff der ialienischen Angelegenheiten sind wir in der Lage, als eine ganz falsche Darstellung zu bezeichnen. Namentlich ist ein angedlicher Bericht des Farsten Metternich nach seinem letzten Aufenthalte in zentainebleau eine dare Erfindung.“ X Wien, 16. Juni. Jur Situation. Wie bekannt, hat„Pesti Hirnöt“, nach der neulichen Ab stimmung des Pesther Unterhausee bereite der Vor nahme von Neuwahlen, also indirelt der Auflösung des ungarischen Landtages, das Wort geredet. Er fäbrt deute in demselden Tone fort und sucht seinen Landoleuten degreiflich zu machen, wie es die Hauptsache sei, die Bahnen der Krönung zu ebnen, da Ungarn sonst nicht aus der Anarchie herauskomme, wah schen von zwei Seiten her um die Haut des ungarischen Volles deginnen werde, wenn dieser nicht sein Verhältniß zu Oesterreich geordnet bade, eoe es an die Lösung der drennenden Nationalitätenfrage gede.“ Zwar scheint„Hirnsl“ von dem Oderhause noch eine Verbesserung der gegenwärtigen Beschlußadresse zu erwarten; wenigstene dittet er die Magnaten, sich bei der Beraibung zu erinnern, daß das idnen vorliegende Schrifnück nicht mehr die Motion Deak's sei. Allein seine Hoffnungen in dieser Beziehung sind eden nicht beson ders groß, denn er überrascht uns gleichzeitig mit der Nachricht, daß der große Desorganisator Nyary, der erste Vizegespann des Pestber Komitates, entschlessen sei, nun doch noch den Antrag auf eine eigene„Resolution“ in der Ständetafel einzubringen. Hier in der Hofkanzlei hat man, wie es scheint, alle Illusionen in Betreff einer etwa zu erwirkenden konservativen Haltung des Landtages aufgegeben. Wie Baron Vay es früher liebte, von der Partei Deak=Cöwös sich ein wenig drängen zu lassen, um nicht durch seine altton servativen Kollegen Szecsen und Zeedenvi überflugelt zu werden, so benugt er jetzt nicht mehr die Lideralen als Mauerbrecher gegen die Altkonservativen, sondern umgekebri als Schuzwehr gegen den hereindrechenden Radikaltsmus. Der Freiherr bat sich ganz entschieden auf den Standpunkt„Hirnof's," des Organes der Altkonservativen, gestellt und verlangt Auflösung des arischen Landiages. Hierbei stoßt er aber energische Opposition von Seiten des Hrn. v. merling, der den neulich schon von uns auseinander gesetzten Plan, das Unterhaus sich weiter kom promittiren und schließlich verdluten zu lassen, defürwortet. Nun hat es allerdings mit dem Argumente, das der Staatsminister für sich anfübrt, seine Richtizkeit: daß die Zügellosigkeit der Pesther Versammlung esterreich nur genugt hade, während eine Auflosungsordre einen reaktionären Anstrich haben, und somit den kaum wieder hergestellten Ruf der Regierung in den Augen des Auslandes abermals gefährden würde. Indessen ist die Kehrseite der Medaille edenfalls nicht zu übersehen. Es würde dann nämlich, was„Hirnö!“ so treffend bezeichnet,„ein Feilschen von zwei Seiten her um die Haut Ungarne" beginnen. Dieses„Feitschen“ aber könnte leicht einen gewaltsamen, blutigen Karalter annehmen, und wenn die magparischen Separatiomus und Suprematie=Geluste, wie vor zwölf Jahren, zwi schen den zwei Müblsteinen einer militärischen Zentralregierung und der nicht magparischen Stämme Ungarns zerrieben würden, dürfte doch auch die junge Freiden Oesterreichs einen derartigen Prozeß kaum un beschädigt überdauern. nedigs anzuerkennen, und daß Senator Heckteren, welcher angeblich Hrn. Pereire in Eisenbahnangelegenbeiten nach Wien begleitete, vom Kaiser, wie ich ause destimmteste versichern höre, die Mission hatte, in diesen Sinne in Wien zu wirken. Die Absicht Frankreiche das talienische Königreich anzuerkennen, ist sogar durch Hrn. Thouvenel dereite den verschiedenen Regierungen eröffnet worden, doch ist die jetzt eine zustimmende Antwort, und zwar unter ausdrücklicher Wahrung der Bedingungen in Betreff Roms und Venedigs, nur von St. Peiersdurg und London eingetroffen. Der franzssischen Nation sollte die auf diplomatischem Wege erfolgte Anerkennung mittelst einer erläuternden„MonNote mitgetheilt werden. Bin ich gut unternich. tei, so wurde diese im Ministerrathe dereits diskumn Note im üdlichen phrasenreichen Siple desagen, daß du Regierung des Kaisers, um zu verhüten, daß das große Wert der italienischen Unabhängigken durch den Tod Cavour's gefährdet werde, es für angemessen erahn, den dermaligen Stand der Dinge anzuerkennen.„Wenn“, fügt die Neie, die Maßregel quas rechtfertigend, bei,„Frankreich dies tvut, so empfäng es dagegen die Zusicherungen der Führer der italienschen Parlamentes, man werde aus allen Kräften dahin streden, daß die romische Frage, die Unabhängiglen des heitigen Baiers 2c. die Ordnung der Dinge in Jialien nicht störe u. dgl.“... Dieser Note und der bedingungsweisen Anerkennung des ialien'schen Königreiches irmt jedoch, wie ich vernehme, ein diplomatischer Zwischenfall entgegen. Die österreichische Regierung sell in Fontainebleau haden erklären lassen, daß durch die deadsichtigte Anerkennung des ztalienischen Königreichee ven Seiten des Kabinetes der Tuilerien der Vertrag von Zürich saktisch aufgehoden werde. In diesem Vertrage, sagt Oesterreich nicht ohne rechtliche Begründung, ist den vertriedenen ialienischen Fürsten, die Rückledr in ihre Staaten, mit Ausschluß irgend einer Intervention, ausdrücklich gewahrt. Diese Rückkehr hätte der Vorstellung des Fürsten Meiternich zufolge in diesem Augenblick Belgien. Brüssel, 16. Juni. Dem Vernehmen nach soll demnächst die Verlodung des Grafen von Flandern einer Schwester des Königs Franz von Neapel stattfinden. ich. Frankr Verschiedene Blätter dringen übereinstimmend folgendes interessante Schreiben aus Paris vom 13. Juni: Personen aus der Umgebung des Kaisers versichern, daß dieser etwährend sehr besorgt und niedergeschlagen ist, und a# der Verlegenheit, in welche ihn die ztalienischen Ver alnisse versetzen, kaum ein Geheimniß macht. Di. rag. ist in der Thai keine dequeme, nd ich vermag sie wirklich nicht treffender zu schildern als durch nachfolgende Worte, die ich dem leginmistischen Blatte„Esverance du peuple“, von Nantes entnehme. Diese Worte mögen gleichzeitig als Beweis dienen, welche Sprache troß des Druckes, der auf die Presse ausgeübt wird, die Parteiorgane führen.„Die Revolution,“ sagt dieses Journal,„drängt den Kaiser unnachsichtlich vorwärts. Sie wünschi, sie verlangt die sofortige Anerkennung des Kömgreiches Italien, um der Polinik Bictor Emanuele wenigstens den Schein der Kraft zu verleihen... Aber wenn die Revoluton in das Kabinet der Tuilerien dringi, um den großen streich zu führen, um Hrn. Havin zu beschwichtigen und Victer Emanuel aus dem Ladprinth zu ziehen, in welches Cavour ihn geführt, so erhebi auch das katholische Frankreich, das Frankreich, welches den Frieden will, das kommerzielle, industrielle und finanzielle Frankreich seine Stimme:„Sire," ruft es,„vergessen Sie nicht, was 1812 Ihrem Oheim begegnete.... Von seinem Ehrzeize und seinem Genie hingerissen, hatte er beschlossen, ein unmögliches System bis nach Moskau zu verfolgen.... Die Klugen machten ihm ernste Vorstellungen; sie wurden Aufwiegler, Parteimänner genannt, und zu spät erkannte er den Werth ihrer Rathschläge, als die Flammen des Kreml ihm sagten, daß Moskau in Brand stehe.... Warten Sie also nicht, Sie, der Sie dies Beispiel vor Augen haben, bis Rom in Flammen steht, um die Rathschläge jener echt patriotischen Männer zu würdigen, welche von Hrn. Billault, von allen Ihren Ministern als Parteimänner bezeichnet werden, in der That aber nur gute Franzowahre Katboliken und in diesem Augendlicke viel leicht die alleinigen Klugen sind.... Gewiß ist, daß der Kaiser, dem Drängen der italienischen Partei nach gebend, geneigt wäre, das italienische Königreich unter große Aussicht, würde ader für alle Zeiten unmözic werden durch eine Anerkennung des italienischen Könz Marschälle Vaillan reiches, resp. der in Italien vollzogenen Revolution Sei, Thouvenel, Persign tens der französischen Rezierung. Durch diese Bar. des Pudlikume wa letzung der Züricher Verträge würde sich auch Oester K. 3proz. Rente 68,0 reich jeder eingegangenen Verpflichtung enthoben crach I franz.- österr. Odt ten und sich die volle Freiheit seiner Handlungen vor# Rente 68,02 18, f behalten. Bei dieser Gelegenbeit bestätige ich Iynn österr. Odlig. 258, auf das bestimmteste, was ich Ihnen über den Berit#— des General Ferev bezüglich der Vortrefflichkeit um Or 0 Schlagfernigkeit der österreichischen Armee in Italin## London, 1 geschrieden. sch über die Hallu * Paris, 16 Juni. Nach dem Vorgange da# schen Wirren gegen „Patrie“ ist nunmehr auch das„Papo“ bestrebt, dur aus und schließt i Gemütder auf die bevorstehende Anerkennung des„Ki.s wünschi den Amerit nigreiches Italien“ durch Frankreich vorzudereiten; dot sich zufrieden zu seb versichert auch dieses Blau, daß diese Anerkennung ein rung der Vereinigte kösung der römischen Frage noch nicht in sich schließe, trünnigen Staaten Nachdem das„Paps“ an die Veranlassung des staln, werden Englande### nischen Krieges und an die den italienischen Velkern### hören, daß die Volk gewährte Freiheit, über ihr Loos selbst zu entscheiden, zum merikanischen 1 erinnert hat, wird auseinander gesetzt, der Tod des# Ist dies aber unmö Grafen Cavour huve eine rasche„Konsoltdation“ da# Gesammtdunde zwe neuen Ordnung der Dinge nothwendig gemacht. Bei—— Lebzeiten Cavours hätte vielen Schwierigkeiten Trez geboten werden können, nach seinem Tode sei ro das Beste, diese Schwierigkeiten so bald als möglich aus em Wege zu räumen. In Anbetracht dessen kann dat Paps“, die bevorstehende Anerkennung ankündigen. Graf Vimercati hat in der That Paris gestern verlassen, um diesen Beschluß zur Kenntniß des Turiner Kabinettes zu bringen. Die Vordehalte des Tuilerienkadinettes in Bezug auf Rom und Benicht volldrachte Thatsachen, dürften Anstoß erregen; keinesfalls wäre Piemont in der Lage, gegen die Zulässigkeit derselden Einwendungen zu machen. Graf Bimercati dürfte jedoch gleichzeinig Baron Ricasoli unterrichten, daß die Bemühungen Franreiche, von Seiten Oesterreichs, Preußens und Rußlands eine Befolgung seines Beispieles zu erzielen, erfolglos geblieben sind.— Gestern haben in sämmtlichen Departemenis die Generalrathe=Wahlen begonnen. Die Wahlbewegung ist dieemal eine besonders ledhafte, und in dieser Beziehung haben die Dedatten im Senate und, im gesetzgebenden Körper unzweifelhaft ihre wollen wir uns den stemmen. Unser erste aller Staaten in Fri lich kürzeste Dauer Thomas Mapall, von dinten zu laden ganz und gar durch abgefeuert wird un Es wäre gut, wenn g, als noch#nen zu Felde zögen Turin keinen Feindes schlügen. Di von fern zusehen odr Dubliner Briefen zu Wirren, die irische in Stockung gerathen konnten auch nicht en I Ein Turiner K einige merkwürdige E Berichterstatter ausdr Früchte getragen, insofern sich im ganzen Lande ein de#diese Mittheilungen, deutender Aufschwung der öffentlichen Meinung demerk. Roms durch die Piem bar macht. Die offiziellen Kandidaten begegnen faßt allenthalden Mitbewerbern; dies ist namentlich in Bordeaur, Nantes und Marseille der Fall, überhaupt in großen Städten, wo eine Opposition sich auf Vermegen und gesellschaftliche Stellung stügen kann. Beispielsweise steht in Vordeaur die Regierung dreien Parteien gegenüber, der demokratischen, vertreten durch die„Gironde,“ der orleanistischen, deren Kandidat Crugp ist, und endlich der legitimistischen partei, weicht durch die„Guienne“ vertreten wird.— General de# Beaufort hat, der„K. 3.“ zufolge, einen Bericht über die Lage Spriens am 5. Juni an den Kaiser einzesandt; die Arbeit soll durch den Druck veröffentlicht werden. Wie es scheint, ist es nicht Beaufort, der nach der Abreise Lavaleitte's interimistisch Frankreich in Konstantinovel vertritt, sondern Graf Lallemand. Dar Abtretung der Insel zelne Vorgänge der e Zusammenhang unter zu bestätigen, daß K1 ein Wesentliches dazu Cavour auf das Kran er nicht wieder erstehe lischen Gesandtschaft Gegner des sardinische Polinik bezeichnet wird wichtigen Dokumente Herrn v. Cavour sowe als auch dem französts kompromittirten. Da benden Räumung Ron Besetzung durch Piemo denator Heckeeren, welEisenbahnangelegenhei. kaiser, wie ich aufe deission hatte, in diesen ie Absicht Frankreiche, kennen, ist sogar durch chiedenen Rezierungen eine zustimmende Anzcher Wahrung der BeVenedigs, nur von etroffen. Der franzslomatischem Wege ererläuternden„MoniBin ich gut unternchihe dereits diskumn Sipie besagen, daß di rhüten, daß das große zleu durch den Tos angemessen erahn, Dinge anzuerkendie Maßregel quas ses tbut, so empfäng Führer des italien16 allen Kräften daben ie Unabhänziglen des der Dinge in Italien Note und der bedinlien'schen Königreichet diplomatischer Zwische Regierung sell in n, daß durch die deas chen Königreiches ven ten der Vertrag von In diesem Vertrage, se Begründung, ist der die Ruckledr in ihre ter Intervention, aushätte der Verstellung diesem Augendlick Ue Zeiten unwöglih #s italienischen Kömz genen Revolution SeiDurch diese Barde sich auch Oester tung enthoben erach er Handlungen verbestätige ich Ihner en über den BeriaVortrefflichkeit um Armee in Italia dem Vorgange### Pape" bestrebt,## nerkennung des„Kéh vorzubereiten; do# iese Anerkennung ein sicht in sich schließe. glassung des ialuKriegsdepot wird eine tovographische Karte Spriene publiziren, welche während der eben deendeten Otkupation von dem kaiserlichen Generalstade ausgearbeitet worden. So hätte die Expedition wenigstens der Topographie genütt.— Der Präsident des Ziviltribungls hat der Klage des Herzogs von Broglie gegen den Polizeipräsekten wegen Beschlagnahme der Schrift: „Ansichten über die Regierung Frankreicho“ stattgegeden. Der„Ami de la Religion“ veröffentlicht die Butschrift und zugleich die vom 13. Juni datirte Ordon nanz des Präsidenten Benoit=Champp, welcher zufolge de Broglie den Polizeipräfekten innerhald acht Tagen vorladen lassen kann. Letzteres ist gestern geschehen.— Der„Constitutionnel“ und das„Journal des Dedote“ zeigen an, daß zu dem morgen für den Grafen vor Cavour in der Madeleinekirche stattfindenden Trauer. gottesdienste, welcher von der sardinischen Gesandischaft veranstaltet wird, keine persönlichen Einladungen ergeden.— Der„Courrier du Dimanche“ zeigt an, daß Hr. Ganesco nach Frankreich„ohne Bedingungen“ zurück gekehrt sei und die nächste Woche sein Amt als ChefRedakteur des Blattes wieder antreten werde. Ganceco wurde bekanntlich vor drei Monaten aus Frankreich ausgewiesen. Er hat seine Muße zu einer Arbeit üder die jegige Stimmung in Eurepa benugt, deren erste Adtheilung den Titel:„la seunenne“ führen und in Kurzem erscheinen wird.— Der„Moniteur“ veröffentlicht heute einen Bericht des Vizeadmirals Charner an den Marineminister über die Einnahme von Mytho. Der Inpali dieses Berichtes beschränkt sich auf die de reits bekannten Bewegungen der Kanonenboote und enthält weiter keine Detauls über den Kampf. Der Tod des Kommandanten Bourdais wird bestätigt.— Marschall Magnan macht in einem vom 13. Juni dauirten Tagesbeschle auf die„sehr zahlreichen“ Fälle von Seldstmord aufmerksam, die seit einiger Zeit seinem(1.) Armeckerps vorkommen, und erinnert die Soldaten an ihre Pflicht. Paris, 17. Juni. Dem Trauer=Gottesdienste für Cavour in der Madeleine Kirche wohnten beute die Marschälle Vaillant und Magnan, so wie die Herren Thouvenel, Persignp und Morny bei. Die Theilnahme des Publikums war sehr groß.— Schlußkurse vom 15 3proz. Rente 68,00, franz.= österr. E.- A. 512.5 franz.-österr. Odlig. 258,75. Börse vom 17.: 3pro Rente 68,02 ½, franz.=österr. E.= A. 511,25, franz. öfterr. Odlig. 258,75. Großbritannien. * London, 16. Juni. Der„Eraminer“ spricht sich über die Haltung, welche England den amerikanischen Wiren gegenüder angenommen hat, unumwunden aus und schließt mit der Erklärung:„Der Engländer wünscht den Amerikaner nur glücklich, machtig und in sich zufrieden zu sehen. Wenn die altbegründete Regierung der Vereinigten Staaten stark genug ist, die abtrünnigen Staaten zu idrer Pflicht zurückzuführen, so werden Englande Regierung und Volk sich freuen, italienischen Belkern## hören, daß die Volko Souveränctät vom St. Lorenz die selbst zu entscheiden, zum merikanischen Meerdusen wieder in Kraft besteht. ger, der Tod des* Ist dies aber unmöglich, und sollen aus dem sterbenden „Konsolidation“ dn Gesammtbunde zwei Konföderationen hervorgehen, se indig gemacht. Bei! wollen wir uns dem Unvermeidlichen nicht entgegenschwierigkeiten Troz semmen. Unser erster Wunsch ist die Wiedervereinigung em Tode sei es das aller Staaten in Frieden, unser zweiter aber die meg lich kürzeste Dauer eines unheilvollen Krieges.“— Hr. Thomao Mayall, erzählen die Abendblätter, hat eine von hinten zu ladende gezogene Kanone erfunden, die ganz und gar durch Dampftraft geladen, gereinigt und abgeseuert wird, und mit großer Schnelligleu arbenet. Es wäre gut, wenn mit der Zeit seldstständige Maschi nen zu Felde zogen und sich mit den Maschinen des Feindes schlügen. Die Armeen könnten dann gemüthlich von fern zusehen oder besser ganz zu Hause bleiben.— Dubliner Briefen zufelge ist, wegen der amerikanischen Wirren, die irische Auswanderung nach Amerika total in Stockung gerathen. Die letzten Emigrantenschiffe konnten auch nicht einen einzigen Passagier bekommen. London, 17. Juni. 3pCl. Konsols 90 1/8. ald als möglich aus acht dessen kann das ennung ankündigen. arts gestern verlasuß des Turiner Kade des Tuilerienkaenedig, als noch en in Turin keinen emont in der Lage, vendungen zu magleichzeitig Baron ihungen Franreiche, und Rußlands eine len, erfolglos gesämmtlichen DeparBahlen begonnen. besonders lebhafte, Dedatten im Seunzweifelhaft ihre Monates Juni stattfinden sollte, gegen die Aberetung Sardiniens an Frankreich, sobald es letzterem gelungen sein werde, die öffentliche Stimmung daselbst derart zu organsiren, daß die Abtretung durch den allgemeinen souveränen Volkswillen mottvirt werden konnte. Von Frankreich waren auch die nothigen Vorkehrungen getroffen worden, durch entsendete Agenten die öffentliche Meinung in Sardinien entsprechend zu dearbeiten. Nun aber hatte Graf Cavour in dem erwähnten zweiten De kument seinen Agenten in Sardinien die nöthigen Wei sungen ertheilt, wie sie sich zu denehmen hätten, um die Bemühungen Frankreichs in der Fabrikaton der öffentlichen Stimmung daselbst zu paralpsiren und ein den Wünschen desselben entgegengesetztes Resultat zu er zielen, so daß, nachdem die Besigznahme Roms erfolgt sei, die Abtretung Sardiniens dennoch unterdleiden könne, da sich die ganze Bevölkerung derselden abgeneigt zeige, und dae öffentliche Summrecht daselbst einen ne gativen Erfolg gehabt habe. Man sicht, daß Graf Cavour wirklich die Wahrbeut zu sprechen glaubte, als er eine Adiretung Sardimens leugnete. Der englische Diplomai, im Besitze jener Dokumente, hatte nichts Ei ligeres zu thun,“ als das erste seiner Regierung, das zweite konsidennell dem französischen Geschäfteträger zur Einsicht zuzustellen. Die Folgen ließen sich voraus Die englische Regierung äußerte ihre Meinu pariser Radinette gegenuber ganz energisch, dieses war natürlich über den schlauen Streich auch nicht sehr erdaut, und das Ende war, daß Graf Cavour eines schönen Morgens von Paris aus die Mittheilung er bielt, daß von einer Besetzung Roms durch die Die montesen noch lange nicht die Rede sein könne, und selbst die bereite zugesagte Anerkennung Italiens von Frankreichs noch ein Weilchen unterbleiden werde Aus Turin berichtet die dortige amtliche Zeitung vom 16. Juri, die Regierung habe eine telegraphische Depesche erhalten, welche ihr die Anerten des„Kömgreiches Italten“ durch Frankreich anzeige. Dem Mailänder„Lombardo" zufolge werden Farini und Nigra dinnen Kurzem in einer auf diesen Gegenstand und auf die römische Frage bezüglichen diplomatischen Mission nach Paris abgeden.— Die „Orinione“, jert das Organ Ricasoli's, vervellständigt Letzterem in der Kammer entwickelte Programm n Ministeriums:„In Italien haben wir nur wenige Gegner der Allianz mit Frankreich; sie hassen Frankreich und wollen uns in Anarchie stürzen. Sie schreien über die Sklaverei Italiens und bedaupten, um unabhängig zu sein, mußten wir vereinzelt stehen. Die Politik der Adsonderung wäre unser Ruin, so wie die Allianz mit Frankreich unser Heil ist; diese Allianz ist gegründet auf gegenseitige Interessen, sie ist beständiger, sicherer und ehrenhafter für die beiden Nationen, als ersterem die Polink der Adsonderung. Baron Ricasoli hat bei einer kürzlichen Gelegenbeit dargetban, daß er die Politik des Grafen Cavour billigt, seine Hinneigung zur französischen Allianz ist also nicht zweifelhaft. Der Willkomm, den man in Frankreich seinem Namen bet, beweist uns, daß seine Ansichten nicht weniger als seine Thaikraft gewürdigt werden, und von allen denjenigen, die dem Grafen Cavour ihren Beistand liehen, unterstützt zu werden verdienen."— In ihrer Nummer vom 14. Juni uimmt die„Opinione“ von den dekannten Pöbel= Erzessen in Florenz Veranlassung, vor„reaktionären Demonstrationen“ zu warnen, denn diese wurden wieder Demonstrationen im entgegengesetzten Sinne zur Folge baden, und die Regierung könnte dann keine Verantwonung auf sich nehmen. Weiter wird das Verfahren vieler Nodin in Florenz am Sterbetage Cavour's, an welchem dieselden m österreichischen und großberzoglichen Orden geschmückt der Kirchen=Prozession Theil nahmen, befug dekämpf Die Namen dieser Nobilt wurden durch die Presse per halter hade im Stillen sämmtliche Berschwörer sestuchund aus Neapel binaus trausportiren lassen, um die Bevölkerung nicht in Unruße zu verseten. * Wu aus Rom das„Pavé“ erfadren daden will, wäre der erfolgte Rücksall im Befinden des deiltgen Baiere nicht undedenklich. Dagegen dalt der „Monde“, die Nachricht von dieser abermaligen Ertrankung dee Parsteoe für ein von den romischen Reroluttenären ausgesprengies undegrundetes Gerucht.— Das „Giornale di Roma“ vom 10. Juni deschränkt sich darauf, den Too Cavcur's einsach nach der Turiner offiziellen Zeitung vom 6 anzuzeigen. In einem Berichte der„K. Bl.“ aus Rom vom 11. Juni lesen wir: Gestern Mergen las der beilige Vater in seinem Palaste eine Wesse für die Seelenrude des Grafen Caveur; er hatte gleichzeung verfügt, daß auf seine Kosten von früd Morgens an dis Mittag in der vatikanischen Basiitcka Messen in derselden Intenten gelesen werden sollten. Abende langie der Pater Frauzusfaner hier an, der den Widerruf Cavour'e entgegengenommen und ibm nach diesem vor Zeugen erfolgten und unterschriedenen Widerrufe die Sairamente der Kuche gereicht hatte. Derselde datte heute Morgen Audienz bei dem heiligen Vater. Gur unterrichtete Personen sagen, daß der sterdende Mimster, adge seden von dem Widerrufe, den anwesenden Personen, seinem Bruder, seiner Jamilie, dem Könige und dem Prinzen Carignan, erklärt hade, Italien stede am Rande Abgrundes und Louis Napolcon sei Italuens schlechter Genius. Der Konig bade sich einer Art Verzweiflung überlassen und sich schluchzend von seinem Minister getrennt. Victor Emanuel, deißt es, daue dem Grafen Cavour gesagt:„Wenn der Baumeister auch stirdt, der Plan Sleidt“, und Cavour vierauf erwidert: Ew. Majestät täuscht sich; ich war nur ein Wertzeug“ Cavour hatte den Pfarrer, zu dessen Sorengel er gehörte,(einen sireng lirchlich gesinnten Geistlichen — a manes stretla, wie ee in der amtlichen Deveche dieß zu sich rufen lassen und eine andertbaldsun dige Unterredung mit diesem gehabt. Von einem Wiif war nicht gleich Anfangs die Rede; der Beuder des Grafen gad die Veranlassung dazu. Das Gerucht diesem Widerruf bat in den Gemüthern unserer Revolutionäre eine plögliche Umwandlung dewirkt. Ca vour wird jegt für einen Verrätder erklärt, und das „Comitato“, bat die dreitägige Trauer, welche es delrehatte, wieder absagen lassen.— Man kündigt die baldige Ankunft Lamoriciere's an; der General kann jedoch erst am 30. Septemder dieses Jahres wiein aktiven Dienst beim beiligen Studle treten; an gedachtem Tage läuft der Zeitraum ab, innerhald dessen er sich hatte verrflichten müssen, nicht gegen Piemont zu dienen.— Die Nachrichten aus den Provinzen melden von allgemeiner Aufregung Die Mazzinisten sind ungemein ruhrig. Garidaldi will sich, wie ce beißt, nach Turin degeben.— Der heilige Vater wird dinnen Kurzem nach Castelgandolfo abreisen. Dänemark. penhagen, 14. Juni. Finanzminister biesigen 4. Wadlreise einstimmig de, sprach sich vor der Wahl dabin aus, daß die Grundzüge, nach denen die Rezierung dandeln wurde, folgende seien: eine Verbindung zwischen Dänemark und Schieewig, und eine Verbindung durch eine Verfassung, welche frei, unadbängig und danisch sei. Der im 7. Kopenbagener Wabttreise einstimmig gewäblte Justizminister Casse bezeichnetees als das Ziel, welches die Regierung vor Augen baden müßte, iche selbstständigere Stellung für Holstein binzustreben, daß der König ohne Schwierigkeit die Verpflichtungen erfüllen könnte, welche das Verhältniß diesee Landestheilee zu dem deutschen Bunde öffentlicht. Die„Opinione“ bedauert,„daß einige dersich füdre, und eine solche, daß die Emmischung des deutselben ein Opfer der Gewaltthätigkeit wurden“, und schen Bundes in den Theil des Reiches, der ion nichte hätte es lieber gesehen, daß die Florentiner jener Pr Italien. Ein Turiner Korrespondent des„Vaterland“ gibt einige merkwürdige Enthüllungen, deren Richtigkeit der ungweneigun„ Berichterstatter ausdrücklich verbürgt. Allerdings sind nzen Lande ein de Ndiese Mittheilungen, welche die projektirte Besetzung Meinung demerk. Roms durch die Piemontesen und die daran geknupfte aten begegnen faß# Abtretung der Insel Sardinien detreffen, geeignet, ein namentlich in Vor= u zeine Vorgänge der ersten Juniwoche in einen gewissen zu, überhaupt in Zusammenhang unter sich zu bringen, um zulegzt segar sich auf Verme= m zu bestätigen, daß Kundgedungen aus Paris allerdinge üigen kann. Bei=A ein Wesentliches dazu beigetragen haben, den Grafen Regierung dreien###avour auf das Krankenlagrr zu werfen, von welchem n, vertreten durch#aer nicht wieder ersteben sollte. Ein Mitglied der engderen Kandidat###lischen Gesandtschaft in Turin, der als ein entschiedener chen Partei, welche# Begner des sardinischen Ministerpräsidenten und seiner — General de# Politik bezeichnet wird, hatte sich die Abschrift zweier einen Bericht üder#wichtigen Dokumente zu verschaffen gewußt, welche den Kaiser einge=##berrn v. Cavour sowohl der englischen Regierung, ale Druck veröffentlicht Tals auch dem französischen Gewalthader gegenüber arg Beaufert, der nach####empromtttirten. Das erste handelte von der bevorstefrankreich in Kon=#benden Räumung Roms durch die Franzosen und dessen Lallemand. DasBesetzung durch Piemont, welche noch im Laufe des zession gar keine Bedeutung deigemessen hätten.— Das Mailand erscheinende Blatt„Il Lombardo“ meldet, p der Gemeinderaih von Mailand 80,000 Fr. als Beitrag zur Errichtung eines Cavour-Monumentes votirt bat. * Wenn die äußeren Trauerbezeugungen um Ca 6 Tod in Oberitalien eden so zahlreich als impo waren, so baden sich die Dinge in Süditalien anders herausgestellt, wo von Dem, was man Natonaltrauer nennt, Nichts vorhanden gewesen zu sein scheint, dagegen einerseits die Anhänger des vertricbe nen Königs, andererseits die republikanisch Gesinnten bedeutende Parteien bilden. Ein demokratisches Blau, Popolo d'Italia,“ ruft sogar den Ncapolitanern „Wenn auch Cavour nicht mehr eristirt, so muß doch das Land, auf seiner Hut gegen die Caveurianer sein.“. Eine in Neapel verdreitete, ursprünglich vom Turiner„Espero“ ausgegangene Proklamation enthielt unter Anderem folgende Worte:„Fortan darf nur ern Feldruf gehört werden: hinaus aus dem Lande mit allen Cavourianern, sie sind schlimmer als die Kroaten!“ Dem Mailänder„Lombardo“ wird versichert, daß die geheime Polizei San=Maruno's in Neapel eine geschickt angelegte Verschwörung entdeckt hade, die darauf hinauslief, den königlichen Palast am Tage der Verfassungs=Feier in die Luft zu sprengen. Der Stattanginge, verbindert werde, so wie dahin, daß diese Ordnung jegt zur Enscheidung komme. Griechenland. Arben, 10. Juni. Die Untersuchung gegen die wegen poliischer Umtriede Verbafteten gebr ihren ruhigen Gang fort. Die Regierung scheint einer weitverzweigten Verschwörung auf die Spur gekommen zu sein. Die Hauptursache derselben ist keine andere als die, daß die Rezierung der griechischen Partei dell' welche hinter der italienischen nicht zurückdleiben will, nicht Rechnung tragen will. Die Griechen baben es sich nun einmal in den Kopf gesetzt, eine Großmacht zu werden, und sind blind für die Hindernisse, die sich der Ausführung dieser Idee entgegentbürmen. Diesen Zustand der Gemütder karatterisirt ein diesiges Blaut sehr ichtig, indem co sagt:„Wir wissen es nur zu gut, daß wir schwach und ohnmachtig sind, und es ist eben dieses Gefühl unserer Schwache und Ohnmacht ale Territerialstaat, welches die patriotische und großberzige Einbildungskraft jedes Griechen vom Kinde die zum Greise quält und in fiederhaften Zustand versetzt. Dieses selbe Gefühl drängt die stolzen Bewobner der soni schen Inseln, unser Schicksal zu theilen, sollten auch idre materiellen Interessen darunter leiden 2c.“ Und weil die Regierung solchen thörichten Bestredungen keinen Vorschud leistet, so meint der„Freund des Vaterlan des“, er sehe in allen Alten des Ministeriume Sarkatmen, Ironie und Verachtung für die Größe Prosperität der hellenischen Ration. Die 10 englischen Linienschiffe, welche in Korfu stationirt sind, die englische Flotie, weiche die Küsten von Kleinasien schützt, die Erklärungen Lord Palmerston's zädlen gar Nichts## den Augen der griechischen Fanatiker. Die vier arre tirten Offiziere sind nicht nach Salamis abgegangen, sie befinden sich noch an Bord des Dampfere„Oto“ im Ppräus. Der Minister des Innern, Herr Cprist pulos, hat ein sehr prakusches und umsichtiges Zirku larschreiden an die Nomarchen des Kömgreiches erlassen. (Donau 3.) Blätter. Tägliche politische Zeitung gegründet am 1. April 1860. Asien. Laut den letzten Nachrichten französischer Blätter aus China datten die Redellen bedeutende Fortschritte gemacht. Sie befanden sich, ctwa 200,000 Mann stark, nur noch 32 Kilometer von Peking entfernt. Auch jenseits der großen Mauer, in der Provinz selder, in welche sich der Kaiser gefluchtet, soll eine Empörung ausgedrochen sein. Durch die rasche Zunahme des Adonnements, weiches von 1650 aus 2u#a 2530, 3250 geniegen in, stehen dieselben jetzt in der Reihe der.— uuf 21d., drei meistverbreiteten Zeitungen der Rheiuprovinz und Wessalens. Das Publikum dat, wie man siebt, dem Unternehmen eine fortdauernd steigende Aufmerksamten zugewendet. Die raschMittbeilung aller wichtigen politischen Schriftstucke, auch dersenigen, welche von anderen gropen Zeitungen ihren Leiern voren##### ten murden, io wie das Streder Her. Redaktion, nur möglicht wahrbeitegetreue Berichte mitzubellen, Ainden, volle AnerkenuunTurch Heranziedung bedeutender Mitardeiter, Vermehrung der jelegraphischen Depeschen wie der Beilagen sucht die Versagenenslung der aufmunternden Guns des Publikums entgegen zu kommen.errtugegansDie„Kolnischen Blatter“ geden täglich eine vollständige, regelmatzige Wochen= Rundschau, Feuilleton und durch zadtreiche Beilagen wird der Raum des 2 1. Januar k. J. gescheben kann, indem dann die Aenderung des Stempelsteuergeseper Redakteur: Frtdolin Holimann. Verlag von J. P. Bachem. In Kdin 1½ Thir., in ganz Preußen 1½ Tdlr. per Quartal. Nachst der„Kölnischen Zeitung" dürsten sich die„Rolnischen Blütter“ vor allen übrigen rheinischen Zeitungen zn Inseraten aller Art empfeblen, besonders da ihnen der Kaufmannsstand fortwahrend mehr Theilnahme schenkt. Die Einrückungs= Gebüdre Zeile, Iönnen in Freimarken an die Expedition eingesandt werden. Berechnung: Zwolf Silden für eine Zeile entgegen zu sommen. eine vollständige, wohlgeordnete Uebersicht der Greignisse, kurze, flare Leitartikel nd unterhaltende Beilage. Druck schon, Papier gut, Preis billia, Format dequen Plattes von Quartal zu Quartal erweitert, was in erhodtem Made erst mit den die Aenderung des Stempelstenergesepzes in Krast um Rittergüter-Verkauf. Eine Herrschaft, ian, uu dann u. 4.5 Lokales und 18. Juni. Die aus Anlatz der Verdandlungen 3000 M. Wald im Werthe von 60 bis 70,000 Thlr. im Berliner Adgeordnetendause über Gewerbeangelegenhei Seiten des hiesigen Handwerker Vereins projektirte ursprunglich für das Herrenhaus bestimmte Petition isnt mehr in Folge des seitdem eingetretenen Schlusses der Landt session, von den Vorstandemitgliedern unterzeichnet, an das nisterium nach Berlin abgenangen. Munster, 18. Jun. Lommertheater.) Es dünkt recht und billig, der tbeatralischen Vorstellungen der Gesellf des Herrn Direktors Stein, die vor einigen Wochen in wohnter Weise in ihren leichtgetugten Kunstiempel auf der wiederum eingezogen iu, in diesem Blatte mit einigen Worte zu gedenken. Schreiber dieser Zeilen hat einigen Vorstellungen rt beigewohnt und glaudt im Sinne des großeren Tbeiles der Besucher des Sommertheatert zu dandein, wenn er den Leistun gen der dort wirkenden Darsteller und Darstellerinnen ein Zeug niß deifalliger und ermunternder Anerkennung auszustellen sich erlaubt. Der Fleiß, den die mitwirkenden Krafte auf das Stu dium idrer Rollen verwenden, und das eifrige Bestreben, sich durch eine prazise und gewandte Darstellung den Beifall dee Publikums zu erringen, ist unverkenndar und ruhmenewerth, das gilt im Besondern von den Herren Overdeck. Schiller und Löber und von dem weidlichen Personal Filn. Koch, von Schwandern, Jenke und Fr. Kopka. Ebenso verdient das Bestreben des Herrn Direktore Stein, bei der Auswahl dee Repertoire dem Pubitkum stets das Neueste und Beste aus dem Geviete des Lustspieles, des Vaudeville und der Posse in zweckentsprechender Abwechelung zu bieten, eine belodende Erwähnung: die Anerkennung einer umsichtigen und thätigen Direktionesah rung von Seiten dee Publikums wurde für Herrn Stein dieselbe geblieben sein, wenn er sich auch nicht der Mude unterzogen je Osfenbach iche Burleeke„Orpheu= in der Unt zur Aufführung zu bringen, eine Operette, bei welcher der szenischen Auestattung den Mangel an innerem rsegzen muß und deren Inszenirung deßhalb denn ie Mittel einer Sommerbühne übersteigen mag. Uet jate sich das zahlreich erschtenene Publikum bei der nien Wiederholung dieser Operette dankvar geennen Genutz und lohnte den Mitwirkenden du hausig gespendeten Beisall und Hervorruf. 40 60 000 fAnseh. Ein Aittergut un Bosen. 1100 fl. meist 1 F 2. Kl., 100 fl. Jehurige 40 u Laubhmls, berühmte Schafheerdeernaurt Inventer und Austernemneshaft, schonen Schloss und 000 TP Ein Rit Zweltes Abonnements-Concert im Schloßgarten Mittwoch, den 19. Juni, ausgefudrt vom Mußiktorps des 1. Wests. E Goedecke General=Versammlung 90 N. Mtearn. 470 M. Vald uso mils u Ein Rittergut, 3 Urden von 1270 N. A#rel. sehr gutem Boden. Saale der Mezger biesiger Sie Schupentestee verbunden mit Jagd un —.— 21. d. M., Abends 8 Uhr, in Der Vorstand Schpinh 4nt.— 1 Ein Rittergut *„ Ein Rittergut verzügl Torflagerr F. Behrend. 520 U Verloren Rothe rn. 400 fl m Wege vom Ludgerithor durch gebeten, dieselde Loerstraße 8 Bresian haupt Kapitalien auf sichere Hypotbel, aber un sächlich auf Ländereien, besorgt d. N.=B. v# Wild. Artmann. Neustraße 105 Todes= Anzer# über Leden und Tod dat Tapeten- und Vorden. H. B o Mein bekannte und Borden, wie auch Uen Dimensonen bringe dem Bemerken, daß#### auch Spiegelgialer per Kite und Hauptm. a. D. r die Lwiglen zu rafe wie auch ich diermit in antige Erinnerung! leinen per 100 fußweise so wie deutend billiger verkauft werden. mehrere Partien altere Tapeten,! te Must Vermischte Nachrichten. Die englischen Zeitungen bringen Cavour's Tod aus Rech nung des Ungeschickes der italtenischen Aerzte und enthalten al erlei Bemerkungen über deren versehlte Ruren. In einer Zen schrift über dasselde Tbema, die man im„Morning Herald; iin dei, beitt es: Ein sehr wohlbekannter englischer Bischof erzahl oft von seinen Reiten in Italien, und wie er in einem Dorf am Simplon das Fieder bekam und nach einem Aderlaß aufge geben wurde.(Blücklicherweise sandte er ein Blatt Papier, au dem er seine Krankheit angab und jeden etwa vorkommendet Englander um Hulfe ersuchte, nach der nachsten Stadt und lie es dort im Hotel anschlagen. Wer kommt zufallig des Wege mit Alpenstock und Tornitter? Ein Arn aus London, und zwa ##. Kompfeie munertarten werden auf Verlangen verabren Um geneigten Zuspruch dittet die Tapeten=Handlung Franz Hange, Aegidin Straße Nr. 118. Munster, den 18. Juni 1 Echte Cyoner Taffete zu ra gro-Preisen) und die erwarteten Barege Tücher wiel orrathig bei Paul Schmitz. Morrin's elastische Hühneraugen- und Ballen-Ringe, neue beruhmte Hulsommtel für mu Hühneraugen oder Fallen Bedaftete empfing zum Verkauf und empfiehlt echt eschiedenen in ihren Adaue, den 17. Ju diesen für uns so schmerzlichen Verlust VerGebete eingedent zu sein. trauernde Wittwe nebst Kindern Todes=Anzeige. Dem Allmachtigen hat er nach seinen Absichten gesallen, meinen einzigen Soy## . M. zu sich zu nehmen. Verselbe ertrank nebst einem meiner nann Venuewald aus— Perse, zu welchem er sich suche phan englischen 6 00 G. Laymann in Münster. Malz-Ertrakt und Malz-Pulver m besten Berl. Fabrikate empfeblen in frischer inung leinr. Hartmann& Co., Frauenstraße 258. 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Jahre seines thätigen Lene und im 25. Jahre unserer glücklichen Ede. Tiesen fur mich und meine mier Kinder so harten Verst zeige ich Verwandten und Freunden dierdurch ergebenst mit der Bute, dee Vernorbenen im Gebeie zu gedenken. den 18. Juni 1801. Wittwe J. T. Hölscher geb. C. Brünit nebst Kinder. Die Beerdigung findet stau am Mittwoch, den 19. achmittage halb 4 Uhr, und die Exeguten am Donn a Morgen 9 Uhr in der St. Lambe#n Kirche. Caschen-Fremdwörterbuch, meichem mehr als 20.000 fremde Wörter enthalten sind, die in der Umgangssprache, Büchern, Zeitungen, amtlichem und gerichtlichem Geschäftestite u. s. w. rkommen und dier mit ihrer Rechtschreibung und Aussprache rdeutscht ertlart werden. Ein unentbehrliches Handbüchlein für Jedermann, besonders aber in Beamte, Studirende, Kaufleute, Kunstler, Zeitungsleser u. s. w. Zehnte verbesserte und vermehrte Auflage. geh. nur 10 Sge Beide Bücher sind 7 50 Coppenrath'schen Buch= und Kunsthandlung. Sommertheater in Münster. Mittwoch, den 19. Juni. Drei Partien Mariage, oder: Wer sicht wagt, der nicht gewinnt. Posse mu Gesang „„„„— Alten von A. Rovert. Musil u Kassen=Eröffnung 4½ Uhr. Conradi Anfang 5% Uhr. Truck und Verlug der Coppenrathschen Buchdruckerei und Buch= und Kunsthaudiun. in Munster. Verantwortlicher Redakteur: F. Coppenratd in Münster. Die g 3 Berlin, dauert noch fort. königl. Hohen dee abgehalten, welche erst gegen 2 Uhr Mittag war der Vortrag bei Sr. berg. Wie mehr noch immer um trittes des jerziger Fortdestand dre# scheiden einzelner gung kommen. Bestimmtbent sagen Wunsch des Mini legen, in Erfullun zeichen deuten darverschiedenen Vorg so wie mit den ne des Parteiwesene sten Wadlen in 3 die übergreifende in Verwaltungean ernster Erörterung wohnte heute Mer Prinzen Albrechta souci dem Prämien bei. Später arbe Adjutanien v Ma wird der Prinz Ke statfindenden milit brauch nach Baden Höchstderselde nach dem Fürsten von burg einen längere plomatischen Kreise auf dem hiesigen fr unzweifelhaft betrat rII „Der Rücktrin dee desinitiv bezeichnet. folger des Freiherr derer Seite nennt ter am britischen 5 Schleiniz. Es nungsverschiedenbett gesprochen.“— 7 „Eine wenig erfreu drang zur Erlangu derselden mit Beziet nig gerichteten Nodi stellung. Es ist dar schiene darnach, als tete Stellung in der angemessene Laufdat der Armee, nicht me in den Adelestand u Chef der 2. Aruller v. Puntkammer, de 50jährigen Dienstial den dem pochgeebrie liehen und Seitene ihm ein werthvoller blemnen zum Geschen „Ger.=Z.“ bürfte de