ano 1 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. D CIII Adonnementspreiß vierteljährlich pränumerande 1,25 Mark. bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. „Die Feinde Englands“ betitelt sich ein soeben in England veröffentlichtes Buch, welches nicht nur in England, sondern auch auf dem Kontinent mit Interesse gelesen werden wird. Dasselbe hat Sir George Peel, der Sohn des vormaligen Sprechers des Unterhauses, zum Verfasser und ist, kurz gesagt, eine Geschichte der kontinentalen„Anglophobie“. Was den Haß Europas gegen England verursacht hat, ist Herrn Peel zufolge im wesentlichen der Umstand, daß England Jahrhunderte lang das europäische Gleichgewicht gegen die Weltmachtsansprüche der verschiedenen Staaten des Kontinents verteidigt(!) hat. Das wird nun an der Geschichte der einzelnen europäischen Länder nachzuweisen versucht. Aber paßt die Peel'sche Theorie schlecht auf Spanien, so paßt sie noch viel schlechter auf Frankreich, Rußland und Deutschland. Es geht aus dem Buche selbst hervor, daß die englische Treulosigkeit nicht nur in Rußland, sondern auch in Deutschland die Anglophobie verursacht hat. Darüber sagt ein Korrespondent der Londoner„Times": „Wenn Herr Peel versichert, daß die preußisch=deutsche Anglophobie entstand, weil wir das Bündnis mit Friedrich dem Großen gegen den Wunsch Chathams im Stiche ließen, so macht er eine sehr unangemessene Feststellung. England ließ nicht bloß Friedrich im Stiche, sondern verriet ihn. Das Betragen Lord Butes, als er aus dem Bündnis mit Friedrich dem Großen ausschied, ist niemals von den englischen Geschichtsschreibern ordentlich behandelt worden. Die wahre Ursache, warum man in Deutschland dem englischen Volke niemals sein Betragen gegen Preußen verziehen hat, ist die, daß der englische Premier, Lord Bute, sich kein Gewissen daraus machte, die Pläne Friedrichs, unseres damaligen Verbündeten,— Pläne, die sich auf militärische Operationen gegen Frankreich bezogen,—, Choiseul zu verraten. Friedrich selbst hat dies niemals verziehen, und nach seinem Tode war der Haß gegen England für viele Jahre durch dessen Bruder, den Prinzen Oeinrich, vertreten. Dieser Haß war in Preußen während aller Krieze mit Napoleon und während des ganzen 19. Jahrhunderts lebhaft und mit noch größerer Bitterkeit fand er nach 1870 seinen Ausbruch. Im gegenwärtigen Augenblick ist das england=feindlichste aller Länder zweifellos das neue Deuische Reich. Herr Peel sagt richtig, daß die Bitterkeit Deutschlands gegen uns mit Verachtung durchtränkt ist, und daß Deutschlands Unwille die Messerschärfe des Schttes angenommen hat.“ Also sogar die deutschfeindlichen„Times“ geben einer uimme das Wort, welche als die Wurzel der deutschen Anglophobie die englische Treulosigkeit bezeichne. Zur Tagesgeschichte. Vom Kaiser und Kronprinz. Se. Majestät stattete gestern vormittag dem Reichskanzler Grafen Bülow einen längeren Besuch ab. Wie anscheinend offiztös in einem Berliner Lokalblatte bestätigt wird, dürfte der Deutsche Kronprinz noch in diesem Jahre einen Gegenbesuch am dänischen Königshofe abstatten. Rekrutenvereidigung in Berlin. Gestern vormittag wurden im Lustgarten in Gegenwart des Kaisers die Rekruten der Berliner, Spandauer, Charlottenburger und Lichterfelder Gardetruppen vereidigt. Die Prinzen, Generale, Admirale, die Herren des Hauptquartiers, der Kriegsminister und die fremdherrlichen Offiziere wohn dem feierlichen Akte bei, welchem die Kaiserin von einem Fenster des ersten Stockes im Königlichen Schlosse Auf die Ansprachen der Militärgeistlichen folgte die brigadeweise Vereidigung durch die Brisape 7ppgtzen: Dann hielt der Kaiser an die Rekruten„iihgr sam und christworin er sie zur Selbstzucht, unbedingtem Gehorsam licher Satesfurcht ernahnte, Ivez. 1, treu zu sein auch im Keinten, und se nit den Worten entseh:„Ru gest bin. thut Euren Dienst!“ General v. Kessel brachte alsdann ein Hura auf den obersten Kriegsherrn aus. Vom Reichstage. In der gestrigen Sitzung widmete zunächst der Präsident Graf Ballestrem dem dahingeschiedenen Abg. Rickert, der mit unerschütterlicher Treue an den Arbeiten des Hauses seit 1874 teilgenommen hat, einen ehrenvollen Nachruf. Dann wurde die Beratung über das Zolltarifgesetz bei dem von der Linken 2c. vorgeschlagenen§ 1b, betr. die Kartelle und Syndikate, fortgesetzt. Die Sitzung war ununterbrochen beschlußunfähig. Im allgemeinen zeigte das Haus, in dem zeitweise keine 30 Abgeordnete anwesend waren, wenig Interesse für die VerMittwoch, 5. November. Inserate werden bis Preis der einspaltigen se Oeynhansen und Am Rchsele 02eh #sus vorm. 11 Uhr erbeten für Stadt und Kreis Herford, #g., sonst 18 1902 handlung. Jedem einzelnen Redner hörte eine kleine Anzahl seiner Parteigenossen zu. Vertragsbrüche ländlicher Arbeiter. Der Landwirtschaftsminister hat ein Schreiben an die Landwirtschaftskammern gerichtet behufs Feststellung der Vertragsbrüche ländlicher Arbeiter, die in den letzten drei Jahren in den einzelnen Kammerbezirken vorgekommen sind. Zum Trakehner Schulprozeß. Zur Verurteilung der im Trakehner Schulprozeß Angeklagten zu den Prozeßkosten bemerkt die„Köln. Ztg": Die Verurteilung erfolgte„von Rechts wegen“, denn die Strafprozeßordnung bestimmt es so, und die Richter konnten nach Lage der Sache nicht anders erkennen, sobald sie einmal die Schuldfrage bejahten. Nun aber betragen diese Kosten 12 000 bis 20000 Mk., eine Summe, die in gar keinem Verhältnis steht zu der vom Gericht erkannten Geldstrafe. Der Grundsatz, daß die Verurteilung in die Kosten zugleich eine Art von Nebenstrafe sein soll, wird nur sehr bedingt Anerkennung finden können, in keinem Falle kann der Gesetzgeber aber gewollt haben, daß diese Nebenstrafe in solchem Miß. verhältnis stehen soll zur Hauptstrafe, wie in diesem Falle. Das allgemeine Rechtsgefühl kann es nicht als erlaubt empfinden, daß ein mit 100 bezw. 200 Mk. genügend gebüßtes Vergehen durch den rein zufälligen Umstand einer schwierigen und verwickelten Prozeßführung mit einer Nebenstrafe belegt werden soll, die das Fünfzigfache der eigentlichen Strafe beträgt. Eine billige Regelung dieser Frage ist sehr schwer, aber wenn offenbare Ungerechtigkeiten zu Tage treten, so sollte man auch für ihre Beseitigung sorgen; anscheinend giebt es heute dafür nur ein einziges Mittel, und das ist die Niederschlagung der Kosten auf dem Gnadenwege. Dewets Abreise von England. Am Sonnabend reiste Dewet, wie aus London geschrieben wird, nach einem mehr als zweimonatigen Aufenthalt in Europa nach Südafrika ab. Seine Stelle soll in der Burengesandtschaft durch Schalk Burger ausgefüllt werden, der am gleichen Tage in London eintraf. Dewet verabschiedete sich am Bahnhof in der herzlichsten Weise von Botha und Delarey, deren Hand er beim Abschied mit beiden Händen fest umfaßte. Außerdem hatte sich eine große Menge Publikum angesammelt, darunter eine Anzahl von Damen, die Blumensträuße tragend, sich mutig durch die Schaar der männlichen Bewunderer hindurchdrängten. Einem Vertreter des„Daily Chroniele“ gegenüber antwortete Dewet auf die Frage, ob er seinen Aufenthalt in Europa genossen habe und ob er irgend eine Mitteilung an das Pablikum zu hinterlassen wünsche: „Ich eigne mich nicht für solche Dinge. Meine Gesundheit ist nicht gut, und ich gehe aufs Veldi zuruu. Ich möchte sagen, daß mir mein Aufenthalt in England gefallen hat. Man war überall sehr freundlich. Sagen Sie den Leuten, daß ich für diese Freundlichkeit meinen Dank ausspreche.“ Der Daily Chroniele“ fügt hinzu:„Jetzt, wo General Dewet aus Gesundheitsrücksichten auf das Veld zurückkehrt, können wir davon überzeugt sein, daß er gewisse Illusionen fallen lassen wird, und daß er loyale Dienste leisten wird, zu deren Ausführung keiner unserer früheren Gegner mehr geeignet ist 48 S. Herforder Kreisnachrichten. 5. November 1902.. . Die Auslosung der Schöffen für das Geschäftzjahr 1903 fand vorgestern in einer öffentlichen Sitzung des Königl. Amtsgerichts statt. Folgende Herren werden im Laufe des nächsten Jahres als Schöffen zu fungieren haben und zwar a. als Hauptschöffen die Herren Fabrikant Gustav Marmelzein, am 28. Januar, 1. April, 5. August, 21. Oktober, 30. Dezember; Kürschner Heinrich Fürhoff, am 18. Februar, 29. April, 26. August, 4. November; Professor Karl Hagemann, am 18. Februar, 10. Juni, 19. August, 28. Oktober; Kaufmann Ernst Muermann, am 18. März, 15. April, 9. September, 23. September; Oberlehrer Friedrich Pischke, am 11. März, 17. Juni, 26. August, 11. November; Kaufmann Gustav Balster, am 7. Januar, 27. Mai, 22. Juli, 14. Oktober, 23. Dezember; Kaufmann Wilhelm Hildebrand, am 14. Januar, 17. Juni, 24. Juni, 9. Dezember; Kreisausschuß=Sekretär Heinrich Echterbecker, am 11. Februar, 29. April, 2. September, 7. Oktober, 23. Dezember; Sortierer Louis Freitag, am 25. Marz, 8. April, 9. September, 14. Oktober; Apotheker Gustav Meyer, am 25. Februar, 15. April, 15. Juli, 16. September; Kolon August Strothbäumer, Radewiger Feldmark 3, am 25. Februar, 8. April, 15. Juli, 2. Dezember, 30. Dezember; Kolon Hermann Tappe, Neust. Hierzu Unterhaltungsbeilage. Feldmark 12, am 21. Januar, 20. Mai, 8 Juli, 11. November; Kolon Friedrich Höke zu Sundern Nr. 11, am 21. Januar, 10. Juni, 29. Juli. 2. Dezember, 16. Dezember; Zigarrenfabrikant Fritz Schmiot in Eilshausen, am 25. März, 27. Mai, 1. Juli, 4. No ember; Kaufmann Wilhelm Ebmeyer in Hiddenhausen, am 7. Januar, 13. Mai, 22. Juli, 23. September; Eisenwarenhändler Wilhelm Fischer in Spenge, am 14. Januar, 1. April, 8. Juli 25. November; Werkmeister Heinrich Kipp, Spenge, am 4. Februar, 3. Juni, 24. Juni, 25. November; Glaser Karl Höpker in Enger, am 11. Februar, 6. Mai, 29. Juli, 30. September; Förster a. D. Heinrich Innhoff in Schweicheln, am 18. März, 13. Mai, 2. September, 30. September; Tischler Kaspar Fleer in Dreyen Nr. 49, am 4. März, 20. Mai, 1. Juli, 21. Oktober, 16. Dezember; Kolon Wilhelm Brühösener in Elverdissen Nr. 9, am 4. Februar, 6. Mai, 19. August, 16. September; Kolon Heinrich Meyer=Kerkhoff zu Schwarzenmoor, am 4. März, 22. April, 12. August, 9. Dezember; Kolon Kaspar Rürup in Falkendiek Nr. 2, am 28. Januar, 22. April, 5. August, 7. Oktober: Kolon Heinrich Coring in Belke=Steinbeck Nr. 9, am 11. März, 3. Juni, 12. Augnst, 28. Oktober. b. als Hilfsschöffen die Herren Fabrikant Heinrich Schönfeld, Bankter Daniel M. Ganz, Kaufmann Adolf Fischer, Rentner Adolf Kewe, Bierverleger Karl Lukas und Schuhmachermeister Hermann Aufderheide. SanitätsKolonne hält heute abend eine Versammlung ab. Freiwillige Feuerwehr. Aus der Generalversammlung vom Montag abend, die gut besucht war, tragen wir betreffs der Wahlen noch folgendes nach. Da einige der bisherigen Vorstandsmitglieder und zwar die Herren Heinrich Brandt, Hauptmann, Karl Müller, Kassierer und Wilhelm Siepe, Schriftführer eine Wiederwahl abgelehnt hatten, wurden zunächst die diesbezüglichen Ersatzwahlen vorgenommen. Der neue Hauptmann, Herr Fritz Rathert, gedachte in kernigen Worten der Verdienste, welche sich die ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstandes um die Wehr erworben haben und hob dabei auch heroo., daß Herr Siepe 20 Jahrlang die vielfachen Geschäfte der Wehr in so vorzüglicher Weise geführt habe. In dem Wunsche, daß die 3 Kameraden auch fernerhin ihr Interesse an der Wehr bekunden, brachte Hauptmann Rathert auf diese ein dreifaches Hoch aus, das freudigst aufgenommen ward. Weiter haben wir nachzutragen, daß Herr Ebert zum Zeugmeister einstimmig wiedergewählt wurde. □□ Allgemeine Ortskrankenkasse. Nachdem am Montag die Arbeitnehmer=Vertreter zur Teilnahme an den Generalversamalungen gewählt worden waren, wurden gestern abend die Vertreter aus den Kreisen der Arbeitgeber gewählt. Die Arbeitnehmer=Vertreter sind folgende Herren: W. Borgstedt, Heinrich Hartmann, W. Enkemann, Heinrich Schweppe, Bernhard Wellhöner, W. Krebs, Herm. Schinke. W. Brünger, Wilh. Kuhlwann, P. Tappe, H. Beckaann, Landwehr, Wilh. Dunker, Wilh. Dreisbach, Heinr. Möller, W. Holzueter, Heinr. Stranghöner, Rudolf Eichstädt, Robert Riemer, Karl Kröger, W. Klemme, Karl Huß, Gustav Bockermann, Valentin Hilden, Herm. Schweppe, Herm. Gravenhorst, Heinr. Brandtmeier, Heinr. Strunk, W. Breder, Karl Redecker, Vahle b. Echternkamp, Fritz Kassing, Ernst Brand, Fritz Bröcker, Heinr. Laker, G. Sabelgunst, Ph. Antreter, Heinr. Glißmann, Dannhaus gen. Pohlmann, Ernst Koch, Heinrich Griese, Julius Priesett, Paul Effler, Arnold Rüdiger, W. Schweppe, F. Hagemann und I. J. Hunold.— Die Arbeitgeber wählten gestern folgende Herren: A. Dörnte, H. König, A. Weddigen, D. Korte, C. Lucas, Fr. Flacke, F. Rüdiger, H Kottmann, F. Heidemann, Louis Matthias, Karl Steffen, E. Richter, C. Bock, A. Hartenstein, A. Tremel, H Henning, Sieker, Meinh. Westfeld, Wilh. Dreseler, H. Meise(Steinstr.), H. Witthüser, C. Unckenboldt und B. Blumenthal.— Die gestrige, im Restaurant Tiefte stattgehabte Versammlung war von 6 Arbeitgebern besucht. c Pensionsversicherung der Handlungsgehilfen. Ueber dieses Thema findet am Sonntag abend auf Veranlassung des hiesigen Kreisvereins Hansa im Verbande deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig ein Vortrag im oberen Saale des Bürgervereins statt. Redner ist der Geschäftsführer des Leipziger Verbandes, Herr Felix Marquart. ##u Konzert des Bieleselder städtischen Orchesters. Im Saale des Schützenhofes fand gestern abend wieder ein Abonnements=Konzert des Bielefelder städtischen Orchesters statt. Der 1. Teil brachte Beethovens II. Sinfonie in mustergiltiger Weise zu Gehör. Die einzelnen Teile dieses großen Tongemäldes wu den in vorzüglicher Weise wiedergegeben; man sah sich im Geiste in eine herrliche Landschaft versetzt, man lauschte dem Plätschern der Wellen, dem Murmeln des Baches, man hörte Ler##en= und Finkenschlag. Da trübt sich der Himmel und der Sturm braust, die Blitze zucken und der Donner rollt; doch das Unwetter zieht vorüber und aus der Ferne tönt, erst leise, dann lauter, bis Trompeten und Posaunen mit einstimmen:„Nun danket alle Gott.“ Händels berühmtes„Largo" und Jos. Seb. Bachs Präludium riefen anhaltenden und lebhaften Beifall hervor. Als vorzüglichen Geiger, dem ein eleganter Bogenstrich und edle vornehme Tonbildung eigen ist und zudem über eine vorzügliche Technik verfügt, lernten wir Herrn Konzertmeister Dietz kennen. In dem E-moll Violin=Konzert von Mendelssohn zeigte er sich als Meister auf seinem Instrumente. Die akademische Fest= Ouverture bildete den Schluß des höchst genußreichen Abends. Das Programm war mit großer Sorgfalt ausgewählt. Die berechtigte Hoffnung des Herrn Königl. Musikdirektors Ochs wurde insofern erfüllt, als der Besuch ein ziemlich guter zu nennen war; Freunde klassischer Musik werden diese herrlichen Abende nie versäumen.— Demnächst beginnt wieder ein Cyklus von Abonnementskonzerten. Von einem Verehrer guter Musik war Herrn Musikdirektor Ochs per Postkarte der Vorschlag gemacht worden, für die Konzerte während der Wintersaison den Weinklubsaal zu benutzen. Bei der Größe des Orchesters läßt sich aber leider, wie uns Herr Ochs mitteilt, dieser Wunsch nicht erfüllen. Die Altonaer städtische Armenanstalt in Osdorf bei Blanrenese ist teilweise niedergebrannt. Das Schulgebäude und die Erntevorräte wurden vernichtet, jedoch sämtliche ca. 150 Insassen gerettet. Das Hauptgebäude ist unversehrt geblieben. * M.= G l a d b a c h, 4. N o v. F ü r u n g i l t i g e r k l ä r t wurde vom Kammergericht eine hiesige Polizeiverordnung, wonach die Hausbesitzer die Hausnummern durch Beamte der Stadt und nicht selbständig anbringen lassen sollen. Der Polizeibehörde stehe zwar das Recht zu, darauf hinzuwirken, daß die Häuser mit Nummern versehen werden, die an richtiger Stelle anzubringen seien, nicht aber das Recht, der Stadtgemeinde und deren Beamten die Prüfung zuzuschieben, in welcher Art und Form die Hausnummern angebracht werden sollen; vielmehr habe die Polizeibehörde selbst die Grundsätze für die Anbringung und Form der Hausnummern anzugeben. *# Ein weiterer Obstmarkt findet morgen in Aeckers Turnhalle statt Verwaltungsstreitsache. Im mündlichen Verhandlungstermin vor dem Magistrat wurden gestern die Anträge des Kaufmanns Huß, Lockhauserstraße und des Kleinhändlers Koch Eimterstraße auf Errichtung von Gastwirtschaften wegen mangelnden Bedürfnisses zurückgewiesen. *0 Die Zustände an der Salzuflerstraße. Das am Montag abend in der Bürgervereinigung gebildete Komitee begab sich gestern nachmittag nach der Salzuflerstraße, um sich über die Zustände daselbst zu informieren. Es wurde festgestellt, daß die in der betr. Sitzung vorgebrachten Beschwerden berechtigt sind. Die Bordsteine hätten um 30—50 cm weiter zurückgesetzt werden müssen. Herr Stadtverordneter E. Schönfeld übernahm es, die nötigen Schritte zur Abänderung der Anlage in die Wege zu leiten. ** Enger, 4. Nov. Behufs Errichtung einer Zwangsinnung für das Schmiede=, Schlosser-, Klempnerund Kupferschmiede=Handwerk einschl. Installateure im hiefigen Amte sind Aeußerungen bis zum 13. d. Mts. auf dem Amtsbureau schriftlich oder mündlich abzugeben. Es wird darauf aufmerksam gemachst, daß sämtliche Handwerker, auch diejenigen, welche keine Gesellen und Lehrlinge halten, in Betracht kommen. Aus dem letzteren Grunde sind die Erklärungen der beteiligten Handwerker nochmals abzugeben. i Enger, 4. Nov. Standesamtliches. Gegen das Vorjahr sind an Geburten 40 zugekommen. ett Enger, 4. Nov. Konsumverein. Am Sonntag nachmittag 5 Uhr findet eine außerordentliche Generalversammlung bei W. Kleine hier statt. Auf der Tagesordnung steht die Beschlußfassung über die Entlastung des vorherigen Lagerhalters. a Enger, 5. Nov. Zur heutigen Stadtveroronetenwahl sind noch als Kandidaten aufgestellt in der 1. Abteilung: Herr Zigarrenfabrikant Wilh. Osterwald für Herrn Kolon Winkelhage, der aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat als Stadtverordneter niedergelegt hat, außerdem Herr Kaufmann Aug. Brüggemann, welcher dem Kolleg bereits angehört. Für die 3. Abteilung ist noch Herr Sattlermeister Niehaus als weiterer Kandidat aufgestellt. ett Enger, 5. Nov. Bersammlung. Ueberaus zahlreichen Besuch wies die gestern abend im Pörtnerschen Saale stattgehabte öffentliche Versammlung auf. Den Vorsitz führte Herr Kaufmann August Gröppel. Herr Stadtverordneter Schwabedissen kam in seinen ausführlichen Erörterungen über städtische Angelegenheiten auch auf den Barmeyerschen Prozeß zu sprechen. Der Liebesroman am Zarenhofe. Petersburg, 4. Nov. Hinter der schlichten Kassierung des Großfürsten Paul Alexandrowitsch, des jüngsten Sohnes Kaiser Alexander II. als Kommandeur des Gardekorps steckt ein ganzer Roman ein Familiendrama, wie es sich am Zarenhofe seit drei Jahr zehnten zum dritten Male wiederholt. Großfürst Paul bekleidete als Militär den Rang eines Generalleutnants und Generaladsutanten des Zaren und war mit der griechischen Prinzessin Alexandra vermählt gewesen, die nach zweijähriger Ehe starb. Seit ungefähr drei Jahren sing der Großfürst Paul an, ein intimes Verhältnis mit der Frau des Adjutanten des Großfürsten Wladimir, einer Baronin Pistolkors, geborenen Karatajew, zu unterhalten, von welchem bald in ganz Petersburg gesprochen wurde. Zu Beginn dieses Jahres setzte der Großfürst Paul es durch, daß sich Baron Pistolkors von seiner Frau scheiden ließ, und trug sich seit jenem Zeitpunkt mir der Absicht, die geschiedene Baronin Pistolkors zu heiraten. Dieses Verhältnis des Großfürsten Paul führte übrigens schon im vorigen Winter auf einem Ball im Winterpalais zum offenen Eklat, als die Baronin Pistolkors mit den Brillanten der verstorbenen Großfürstin Alexandra auf dem Hofball erschien Der Zar, der diese Taktlosigkeit bemerkte, verlangte, daß die Baronin Pistolkors den Hofball sofort verlassen müsse, was auch geschah. Damals dürfte in der schönen, aber geistlosen Frau der Plan gereift sein, dem reichen Großfürsten den Fuß für immer auf den Nacken zu setzen. Nach ihrer Scheidung von Baron Pistolkors erklärte sich Großfürst Paul auf ihre Bitten auch bereit, sie zu heiraten, obwohl er vor diesem Schritte gewarnt worden war. Er reiste im Juni ins Ausland, um seinen Plan auszuführen, doch schlugen ihm mehrere russische Geistliche ab, die Trauung zu vollziehen, zu der sich schließlich ein griechischer Geistlicher in Livorno bereit fand. Großfürst Paul wurde am 10. Oktober in aller Stille mit der geschiedenen Baronin Pistolkors, ge borenen Karatajew, getraut. Als diese Nachricht in Petersburg eintraf, wo ihr anfangs nur wenig Glauben geschenkt wurde, war alles auf die Antwort des Zaren gespannt. Jetzt wurde sie veröffentlicht. Es ist die strengste Strafe, die den 42 Jahre zählenden Groß fürsten treffen konnte, der für einen unbedachten Schritt aller militärischen Würden entkleidet und wahrscheinlich auf Jahrzehnte hinaus vom Zarenhof verbannt worden ist. Nur seinen großfürklichen Titel hat er behalten und die nicht unbedeutenden Revenüen aus seinem Privatvermögen. Das junge Paar soll die Absicht haben, ständig in Cannes zu leben. Neben dem Großfürsten Michael Michailowitsch, der eine Gräfin, und dem Großfürsten Nikolai Konstantinowitsch, der die Tochter eines Polizeimeisters in Orenburg heiratete, ist dieses der dritte Großfürst, den seine Liebe zu einer Frau ins Exil führt. Als Nachfolger im Kommando des Gardekorps wird Baron Meyendorf genannt. (Schweden) ein. Es ist die Gutsbesitzersgattin Lisbeth Eliasdotter in Gjörvik, welcher dieses seltene Geschick zu Teil wird. Ihre Tochter heißt Lisbeth Israelsdotter daselbst. Das Enkelkind heißt Elisabeth Nord, die Urenkelin Karolina Persson in Sikas und deren Töchterchen, die Ururenkelin, heißt Alma Elisabeth und ist 6 Wochen alt. Ein unterirdisches Hotel. In Mons in Belgien giebt es seit einiger Zeit ein Hotel, das einzig in seiner Art dasteht: es liegt nämlich auf dem Grunde eines Kohlenberg= werkes, 185 Meter unter der Erdoberfläche. Das seltsame Hotel, das in einem hohen kohlenhaltigen Gang in der Grube von Saint=Pierre=de Moos ausgehauen ist, befindet sich am Boden des Hauptschachtes und bei der Einmündung der Gänge, deren Verzweigungen sich bis zu neun Kilometer weit unter der Erde erstrecken. Es dient vor allem den Neugierigen, die während des Sommers in ziemlich großer Zahl zum Besuch des Bergwerkes von Saint-Pierre kommen. So haben sich in diesem Jahre nahezu 2000 Touristen in dem Fremdenbuch des unterirdischen Hotels eingeschrieben. Obwohl es ganz aus Kohle besteht, ist doch für Komfort und selbst für Luxus Sorge getragen. Man findet darin einen großen Salon, der, wie alle anderen Zimmer, mit elektrischem Licht erleuchtet ist; ferner enthält das Hotel eine Bibliothek, ein Klavier und ein Schwimmbassin. Zwei besondere Fahrstühle besorgen das Ein= und Ausfahren der Besucher. ur dr erruch. y Hiddenhausen, 4. Nov. Gemeinderatswahl. Gewählt bezw. wiedergewählt zu Gemeindevertretern wurden die Herren Wirt Herm. Wortmann und Kaufmann Hüttemann, letzterer an Stelle von dem nach Jöllenbeck verzogenen Kolon August Döpke. ett Vlotho, 4. Nov. Freiwillige Feuerwehr. Nov. Freiwillige Feuerwehr. Am Sonntag, 16. d. Mis. begeht die Freiwillige Feueroehr ihr 25jähriges Bestehen. Das Fest wird abends vorher durch Fackelzug eingeleitet. Provinz und Nachbarstaaten. * Kassel, 4. Nov. Aras.= , u. 2cov. Großer Einbruchdiebstahl. Hier wurde ein großer Pretiosen= und Uhrendiebstahl in dem Uhrengeschäft von Debus durch eine Einbrecherbande ausgeführt. Eine bedeutende Anzahl von Uhrer, Schmucksachen und Juwelen wurde von den Dieben erbeutet. * Düsseldorf, 4. Nov. Schwere Unglücksfälle. Beim Abbruch der Maschinenhalle auf der Ausstellung fiel dem Oberingenieur einer Rheydter Firma durch Abrutschen einer Hebewinde ein Maschinenstück auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel. Der Verunglückte war sofort tot.— Im benachbarten Hofeld wurde ein 78jähriger Greis von einem wildgewordenen Stier auf die Hörner genommen und derart zugerichtet, daß er in Kürze an den Verletzungen gestorben ist. * Mainz, 4. Nov. Eine Falschmünzerbande, die sich aus auf der Gustavsburg beschäftigten Fabrikarbeitern zusammensetzte, wurde im benachbarten Weisenau von Gendarmen in ihrer Werkstätte bei der Arbeit überrascht. Die Thätigkeit der Bande beschränkte sich auf die Herstellung von falschen Zehnpfennigstücken, mit denen die Automaten in der Umgegend ausgeraubt wurden. * Fulda, 4 Nov. Erstochen. Nachts wurde, wie schon kurz gemeldet, der junge Wirt Schleichert in Liebharts bei der Milseburg in seiner eigenen Wirtschaft erstochen. Der blutigen Thot ging ein kurzer Wortwechsel voraus. Drei der That verdächtige Burschen sind verhaftet. * Nordhausen, 4. Nov. Todesfall. Gymnasialdirektor Dr. poil. Ludwig Schulze hier ist gestern nachmittag gestorben. Der Versiorbene war ein begeisterter Enhänger der humanistischen Bildung. * Altona. 4. Nov. Feuer in der Armenanstalt. Eine hübsche kleine Geschichte über das Kaiser paar bringt die„St. James Gazette": Der Kaiser begab sich einmal auf die österreichische Gesandtschaft und hielt sich dort länger auf, als er beabsichtigt hatte, so daß es ihm nicht mehr möglich gewesen wäre, sich von der Koiserin zu verabschieden, da er abreisen wollte. Auf des Kaisers Ersuchen setzte der Gesandte das Telephon mit dem Schloß in Verbindung. Der Kaiser sprach hinein, allein die Antwort schien nicht den Schluß zu bilden. Nach wenigen Minuten fuhr ein kaiserlicher Wagen im schärfsten Galopp vor der Gesandtschaft vor, die Kaiserin sprang heraus, umarmte den Kaiser und entfernte sich sogleich wieder. Im Fortgehen wandte sie sich zu dem Gesandten und sagte:„Ich bitte Oesterreich=Ungarn um Verzeihung.“ Die Verwendung weiblicher Lehrkräfte im Volksschuldienst hat in Berlin eine außerordentliche Ausdehnung gefanden. Die Lehrerinnen hatten seit mehreren Jahren bereits über ein Drittel aller festen Lehrstellen der Berliner Gemeindeschulen inne. Am Schluß des Schuljahres 1901/02 waren an den Gemeindeschulen neven 249 Rektoren und 2603 Lehrern 1490 wissenschaftliche Lehrerinnen thätig. In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil der Lehrerinnen an der Gesamtzahl der wissenschaftlichen Lehrkräfte verdoppelt. Hochverratsprozeß. Heute beginnt vor dem vereinigten zweiten und dritten Strasseaat des Reichsgerichts in Leipzig der Landesverratsprozeß gegen den Geschäftsreisenden Edo Becker=Wolfenbüttel wegen Verrats militärischer Geheimnisse an Frankreich. Die Verhandlung ist öffentlich. Senatspräsident Treplin wird den Vorsitz führen, Oberreichsanwalt Dr. Olshausen die Anklage vertreten. Opfer der Wellen. Im September sind 116 Schiffe vollständig verloren gegangen, darunter 13 deutsche Segelschiffe und 4 deutsche Dampfer. Außerdem weist die Stattstik 383 durch Unfälle beschädigte Schiffe auf, darunter 35 Deutsche. Kesselexplosion. Auf dem Packetfahrtdampfer„Sivonia“ sind während der Reise von China nach Hamburg infolge einer Kesselexplosion 16 farbige Heizer verbrannt. Großmütterchens Großmutter. Der außergewöhnFall, daß eine Frau ihre Nachkommen bis zum vierten Gliede um sich versammelt sehen darfte, traf in Hammerdal Wie sollen Wiesen behandelt werden, um Höchsterträge liefern zu können. (Schluß.) Was die Zeit zur Ausführung der Düngung betrifft, so muß hinsichtlich der Düngung mit Kainit jedenfalls der Herbst als die geeignetste Zeit hingestellt werden. Es liegen gerade neuere Versuche der Moorversuchsstation in Bremen vor, die hierfür den besten Beweis geben. Wenn z. B. bei der Anwendung des Kainits erst im Frühjahr in zwei Schnitten 16430 kg Heu erzielt wurden, so stieg der Ertrag bei der Anwendung schon im Herbste vorher auf 22750 kg. Der Grund für die weniger günstige Wirkung der späten Kainitdüngung dürfte hauptsächlich darin liegen, daß die jungen Pflanzen gegen konzentrierte Salzlösangen sehr empfindlich sind. Junge Gras= und Kleepflanzen können bei der Anwendung erst im Frühjahr durch die Chlorsalze sehr geschädigt werden. Die Anwendung der Thomasschlacke geschieht ebenfalls zweckmäßig im Herbste, indem dadurch das Eindringen und Verbreiten derselben im Boden in hohem Maße gesichert wird. Sie kann aber auch unbedenklich erst im Frühjahr, und andererseits auch, was sich besonders bei Wiesen, die im Herbste leicht überschwemmt werden, empfiehlt, gleich nach dem ersten Schnitt geschehen; irgend welche Nachteile sind dabei nicht zu befürchten, während die gute Wirkung unter keinen Umständen ausbleibt. Als weiteres wichtiges Verbesserungsmittel der Wiesen bezeichneten wir endlich gutes Eggen und Walzen derselben, event. auch zeitweilige Nachsaat. Das Eggen der Wiese ist dem Gedeihen des Grases nach den verschiedensten Richtungen dienlich. Durch dasselbe wird nicht nur das Moos beseitigt und eine zweckmäßige Verteilung der Dünger bewirkt; dasselbe hat vor allem den Zweck, die Wiesennarbe zu lockern und dadurch den Zutritt der Atmosphäre zu verstärken, so die Thätigkeit der Wurzeln zu fördern; zugleich aber auch die Verdunstung der überschüssigen Feuchtigkeit zu begünstigen.— Am besten geschieht das Eggen im Herbste vor und nach der Düngung. Kann dasselbe aus irgend welchen Gründen dann nicht ausgeführt werden, so geschieht es zweckmäßig im Frühjahr, sofort nachdem der Boden genügend abgetrocknet ist.— Das Walzen der Wiesen ist im allgemeinen noch weniger gebräuchlich, trotzdem es sich meist als sehr vorteilhaft erweist. Letzteres ist stets da der Fall, wo sich im Frühjahr ein Auswintern der Wiesenpflanzen oder doch Auffrieren des Boders zeigt, was namentlich bei stark wechselndem Frost und Duwetter und auf etwas humosem Boden eintritt. Hier ist in den meisten Fällen der kümmerliche Pflanzenwuchs allein auf den zu losen Zustand des Bodens zurückzuführen und bewirkt da die Benutzung der Walze sicher rasch Wandel. Gerade auf solchen Wiesen wird auch eine zeitweilige Nachsaat dringend notwendig und ist solche hier stets vom bestem Erfolge. Bei Beobachtung der hier angeführten Punkte tritt die gewünschte Hebung und Verbesserung der Wiesenerträge sicher schon in kürzester Zeit ein, und ist damit dann auch die Möglichkeit der verstärkten, zugleich verbesserten Viehzucht geboten.##0 15252 und Verkehr. Berlin, 4. Nov. Heu und Stroh. Richtstroh 4.32—5,50 Mk., Heu 4.99—7,50 Ml. Witterungsbericht vom 5 November Höchste Temperatur des Vortages: 11,4“ Niedr. Temperatur in der Nacht:—6,50 Temperatur um 7 Uhr vorm.: 1,5“. 11„„: 7,80 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 757,0 mmn. Tägliche Niederschlagshöhe:— mm Wind: Lebhafter SO. Himmel: Bewölkt. 6. Nov. Bei mäßigen südlichen Winden vorherrschend veränderliches Wetter. Formau(Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfsach als geradezu idenles Schuupfenmittel bezeichnet! Bei leichtem Schiuupfen Forman=Watte(Dose 30 Pfg.) Bei starkem Schnupfen Forman=Pastillen (50 Pfg.) zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt. 85 Leibniz Kinderment caes-Fabis Dter Tenorist de Czishans„Zu sherser Austellug, gergute sich stonr gsach Medung te nur was####r scho. Aussicht“ der größten Frequeng, Herrn Büter, Bürgerverein, blich aus dar g#s, seinem Namen durch den prächtigen Aus= Herford. 541 sondern ages hein und die Ausstellung alle Ehre machte, bekam wicht unng d auch einen ganz vorzüglichen Kaffe sahren Zeicht alle aber, die dort einkehrten, haben auch erhalb Kathramets wpase,=Pis gung von halb Bohnenkaffe und hat#Xathreiners Malzkaffee getrunken haben. Diese Mischung 2 sich in tausenden von Haushaltungen schon bewährt und Unterhaltungs-Beilage zur Herforder Zeitung für Stadt und Land. Generalanzeiger für den Kreis Herford. Verantwortl. Redakteur: Paul Sattler. Herford, 5. November 1902. Druck u. Verlag: Christian Quentin. Jenseits von Gut und Böle. Kriminal=Roman von Robert Krafft. (5. Fortsetzung.) King hob Francois trotz seines Sträubens auf, setzte mit der andern Hand das Waschbecken, welches schon wieder reines Wasser enthielt, von dem Stuhl auf den Boden, nahm selbst Platz und den Knaben auf den Schoß; er sollte ihm die Zunge zeigen, er wollte es nicht. „Francois, zeige dem Doktor die Zunge, sonst weint Mama,“ sagte sie, und King merkte wohl, wie sie noch tiefer errötete, als er den einzigen Stuhl freigemacht hatte. Dieses Mittel„sonst weint Mama“ war zwar nicht sehr erzieherisch, aber es wirkte, der kleine Mann zeigte die Zunge. Es folgten Fragen der Mutter, Antworten und Beruhigungen des Arztes, hierauf kehrte Francois zu seinen Spielsachen zurück und unterhielt sich mit Puppen vorstellenden Holzstücken; jetzt war er der Doktor. Sie sprachen über dieses Kind und über Kinder im allgemeinen, ein Wort gab das andere, King blieb sitzen und die Mutter lehnte sich ihm gegenüber, an die Nähmaschine. Sie war die Verlegenheit selbst, doch sie konnte dabei ein Gespräch führen. „Ach ich habe ja ganz vergessen— wieviel haben Sie denn gestern Abend ausgelegt?“ Ihre Finger suchten in dem schon längst bereitgehaltenen Geldtäschchen. „O das hat keine Eile, Madame— lassen sie doch die Kleinigkeit.“ „Nein, nein, ich darf nicht, Jules duldet es nicht.“ „Jules“ oder„mein Mann“ kam oft von ihren Lippen, immer mit einem„ich muß“,„er will es“, sich darf nicht". Wie konnte es auch anders sein, als daß ein Mann, dem zu Liebe sie alles opferte, bedingslose Macht auf sie ausübte. „Die Medizin— zwei Fr... Sous— zwei Sous kostet die nur.“ „Zwei Sous, das ist ja gar nicht— das ist sehr billig. Und die Milch?“ „O, Milch ist hier ja auch sehr billig, für die habe ich nur zehn Centimes bezahlt, es war ja in der Nacht.“ Einer war hilfloser als der andere. Er sah, wie sie die Kupfermünzen hastig zählte, er sah, wie schwer es ihr wurde und wie gern sie doch den Betrag zurückerstattete, und er sah auch, wie sie wußte, daß er die Unwahrheit sprach— wie konnte es auch anders sein!— und er errötete vor Verlegenheit ebenso wie sie. Mit einem gemurmelten Dank steckte er die Kupfermünzen ein. „Die Wirtin erzählte mir schon viel von Ihnen,“ suchte sie unbefangen das Gespräch wieder aufzunehmen, „natürlich, das ist so in kleinen Häusern— so bei uns, daher wußte ich Ihren werten Namen. Sie sind englischer Arzt und haben einen französischen Namen? Nein, Sie sind auch kein Franzose, ich höre es Ihrer Sprache an.“ King empfand nur als ein Glück, daß sie ihn nicht auch noch nach seinem Honorar fragte, denn er wäre fähig gewesen, unter dem Banne dieser Augen auch noch fünf Centimes für seine Mühe zu fordern. (Nachdruck verboten.) „Mein Vater war ein Franzose, meine Mutter eine Engländerin, ich bin in England geboren und erzogen. Gegenwärtig halte ich mich in Paris auf, um die Vorlesungen einer medizinischen Autorität zu hören, ich präpariere mich jetzt darauf.— Was treibt denn der kleine Francois da? Ich glaube gar, er spielt schon Theater mit seinen Puppen.“ „Ja, das tut er immer, er ist Dramatiker, Regisseur und Souffleur zugleich,“ sagte die Mutter mit einem zärtlichen Blick nach dem laut sprechenden Kinde,„obgleich er noch gar nicht weiß, was Theater ist. Er soll es eigentlich gar nicht tun, mein Gatte will es nicht haben.“ „Warum denn nicht? Das ist eine glückliche Gabe, welche ausgebildet werden sollte, wenn sie wirklich vorhanden ist. Auch Sie, Madame, besitzen ein wunderbares Talent.“ „Ich!?“ „Verzeihen Sie, Madame— jene Wand ist zu dünn— ich habe Sie singen hören.“ „Nun ja, ich habe ein bischen Stimme.“ Aber sie konnte nicht lügen. Eine Schauspielerin war sie nicht. Ihr Gesicht wurde wie in Feuer getaucht, unsicher blickte sie auf den Sprecher. „Sie haben eine herrliche Stimme! Sie könnten in London im Westminster=Konzert auftreten!“ rief er enthusiastisch. „O nein, das könnte ich nicht,“ lächelte sie, noch unsicherer. Da gewahrte sie seinen forschenden Blick, und plötzlich wurde sie eine andere. Sie richtete sich von ihrer lehnenden Stellung auf, das Lächeln verschwand, sie trat jetzt nicht fest auf, flehend blickte sie ihn an, aber sie war doch eine andere. „Waren Sie im April in der Westminster Hall?“ fragte sie ruhig. Er stand auf, sein Auge schweifte durch die armselige Kammer und zu ihr zurück. „Ja, Signora Sassari.“ „Bitte setzen Sie sich wieder, Monsieur Rouen.“ Sie ging auf das Bett zu und ließ sich darauf nieder, auch ihr Blick irrte durch die Kammer, er blieb auf dem spielenden Kinde haften, und dann wendete sie ihn wieder dem Manne zu, der den Stuhl ihr gegenüber gerückt hatte. Durch den plötzlichen entschlossenen Ernst verlor sie nichts von ihrer sanften Lieblichkeit. „Francois ist zu vertieft, er hört uns nicht. Ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig, Ihnen, der sich meines Kindes und meiner als ein edler Mann angenommen hat, und einem solchen kann ich mich anvertrauen, und es ist so auch besser für meine eigene Sicherheit. Jules hat mir schon oft verboten, zu singen, ich tue es doch manchmal in Gedanken, wenn ich heiter bin; dies wird das letzte mal gewesen sein. Ja, ich bin die Sassari. Was denken spater von fer zahlungsfähigen Manne zu # gesucht. 5011711 ##erten mit Vielsangabe un. an die Ero. d. Bl. Gesamtauflage unserer ##ung liegt ein Prospekt der .Pburger Pferdelotterie eral=Agen. J. Stürmer, Eburg bei. 891 vorzüglich durchgohren 4 Stück 10 Pfg. Heinrich Noltina. FRADoe Ccc-O. SO.waOd Ocma 0I SHOT 5015 559 OOe □ 8888 10 Saüi 921—5 -S G47— 0—.—* 9S 0 1100 650000 — 91•— S.— SSi OO O•OIT-S SROOc OPOLOSDST P--S GN-IO OTARE AASRSGUCLSEN“ S SOI Sste —00—— Dnag — 12 2 o 95c □•— — NOSSSR BSS S82 Soug 65 2 Pen Oe e 1008 „O am Sce oe Ae 01 □ 888 S00G SSg B er— 7 5888 19 *SO =5DTE S A 9207 8900 5Lone 0 9— Fan 0n 00 197— „1O„ S „SSnn Sixc: #io####e Sch *50 e.00 ToO 10S/SOOESS #E 0 5 F Tolf- S3cn □□ •X98— nNONOOSONE o Je OOT C e „aneeH 00 nn SS 1%6 #####. 10 cuenc 22 SO 8%% 8 380 88 1n RSS 2 # 0 0000 8352 68 □—— S8SDE □16 - KOSOT · 88 8853 .S• Peca— * S e e, g i e.„ o t g SUP S FSOSSE Sae. r S. 5— SI VIGNLUTETGG• O SO D OSOmS 8O on KO“ SSOSS SSG 869 588 cee e 85 e 3 Sie#8# Scee* 83 3% C SSO S ASSE K S###ES 88 388988 ODOMONO. COF-AGD ios- Soch aSgöge ce SaSA SE SopSog PhÖFET M S-OEGNO -0—— 91— 2 8 MPOSC □ C S Ger — 88808 8 # E ###Bremer ein Rolandmühle A.-G. remen offeriert ihre hochvrozentigen wirklich fasetfreien Baumwollsaatmehle u. baarfreten Erdnuß Mehle in stets frischer Maylung2 P GSSS 8 Ge 2 0 GAUVeR NM 10000US S OPS OO NoZRSN 992— n#rg 1—. 10 S „• U O Säö e eeee 8 9 566 g B-rggn mnbes g PS 8 1OC01 Son *83— K U—— SLOTÄRSTNORESSNSSSSMUST 0 O S Pent, S S85 S an. 88 8 868 SeScc, öße geg she Spch#gs- Sswse SE5SB S S88S GSSSS8 SSGEg 5. Sggs Sis sseceeeeshehhesteseechseschesehchesseseeesehese Sug unsstamggese Sxg geg.m anma GESGGESS-OS SS9SS BS. O1 UnTPENRAR ERGASSmSBAAS SäcöSee Sasss SssasesScrsses8 98888SSS S·85Sss92 29 6.2g 8 Ssear S. 95c. u, 5o Pei. 3 S S Sn a * — OCHOH-K OOm-E OMOL Zoins 812 2 REL-SSE PI-OGIEn Oin8 Seisee 85 ## 95 Ocnde 00 SAJn-enS 8 BAO ESDHT SOMm 883838 BSSSESS SSSRSES Da trübt sich der Himmel und der Sturm braust, die Blitze zucken und der Donner rollt; doch das Unwetter zieht vorüber und aus der Ferne tönt, erst leise, dann lauter, bis Trompeten und Posaunen mit einstimmen:„Nun danket alle Gott.“ Händels berühmtes„Largo" und Jos. Seb. Bachs Präludium riefen anhaltenden und lebhaften Beifall hervor. Als vorzüglichen Geiger, dem ein eleganter Bogenstrich und edle vornehme Tonbildung eigen ist und zudem über eine vorzügliche Technik verfügt, lernten wir Herrn Konzertmeister sohn zeigte er sich als Meister auf seinem Instrumente. Die akademische Fest= Ouverture bildete den Schluß des höchst genußreichen Abends. Das Programm war mit großer Sorgfalt ausgewählt. Die berechtigte Hoffnung des Herrn Königl. Musikdirektors Ochs wurde insofern erfüllt, als der Besuch ein ziemlich Freunde klassischer Musik werden dies versäumen.— Demnächst beginnt# Abonnementskonzerten. Von einem Herrn Musikdirektor Ochs per Post macht worden, für die Konzerte währ Weinklubsaal zu benutzen. Bei der C sich aber leider, wie uns Herr Ochs nicht erfüllen. ** Ein weiterer Obstmark Turnhalle statt. Verwaltungsstreitsache. handlungstermin vor dem Magistrat träge des Kaufmanns Huß, Lockhau händlers Koch Eimterstraße auf Errich wegen mangelnden Bedürfnisses zurü *0 Die Zustände an der 6 am Montag abend in der Bürgervere begab sich gestern nachmittag nach de über die Zustände daselbst zu infor gestellt, daß die in der betr. Sitzung berechtigt sind. Die Bordsteine hätte zurückgesetzt werden müssen. Herr S feld übernahm es, die nötigen Schri Anlage in die Wege zu leiten. ** Enger, 4. Nov. BehufZwangsinnung für das Schmi und Kupferschmiede=Handwerk einschl. Amte sind Aeußerungen bis zum 13 bureau schriftlich oder mündlich abzu aufmerksam gemachst, daß sämtliche Ha welche keine Gesellen und Lehrlinge h Aus dem letzteren Grunde sind die Handwerker nochmals abzugeben. m Enger, 4. Nov. Stan das Vorjahr sind an Geburten 40 ett Euger, 4. Nov. Konsu nachmittag 5 Uhr findet eine außero lung bei W. Kleine hier statt. Au die Beschlußfassung über die Entlast halters. a Enger, 5. Nov. Zur! ordnetenwahl sind noch als Ka 1. Abteilung: Herr Zigarrenfabrika Herrn Kolon Winkelhage, der aus Mandat als Stadtverordneter nieder Kaufmann Aug. Brüggemann, welch gehört. Für die 3. Abteilung ist Niehaus als weiterer Kandidat ausg eit Enger, 5. Nov. Ber zahlreichen Besuch wies die gester Saale stattgehabte öffentliche Versan führte Herr Kaufmann August Grö neter Schwabedissen kam in seinen über städtische Angelegenheiten auch Prozeß zu sprechen. y Hiddenhausen, 4. Nov. Gewählt bezw. wiedergewählt zu 0 die Herren Wirt Herm. Wortmann mann, letzterer an Stelle von dem Kolon August Döpke. tt Vlotho, 4. Nov. Frei Am Sonntag, 16. d. Mis. begeht ihr 25jähriges Bestehen. Das Fef Die Altonaer städtische Armenanstalt in Osdorf bei Blanrenese ist teilweise niedergebrannt. Das Schulgebäude und die Erntevorräte wurden vernichtet, jedoch sämtliche ca. 150 Insassen gerettet. Das Hauptgebäude ist unversehrt geblieben. * M.=Gladbach, 4. Nov. Für ungiltig erklärt wurde vom Kammergericht eine hiesige Polizeiverordnung, wonach die Hausbesitzer die Hausnummern durch Beamte der Stadt und nicht selbständig anbringen lassen sollen. Der Polizeibehörde stehe zwar das Recht zu, darauf hinzuwirken, daß die Häuser mit Nummern versehen werden, die an richtiger Stelle anzubringen seien, nicht aber das Recht, der Stadtgemeinde und deren Beamten die Prüfung zuzuschieben, in welcher Art und Form die Hausnummern angebracht werden sollen; vielmehr habe die Polizeibehörde selbst die Grundsätze für die Anbringung und Form der Haus(Schweden), ein. Es ist die Gutsbesitzersgatin Lisbeth Eliasdotter in Gjörvik, welcher dieses seltene Geschick zu Teil wird. Israelsdotter daselbst. Das Enkelkind heißt Elisabeth Nord, die Urenkelin Karolina Persson in Sikas und deren Töchterchen, die Ururenkelin, heißt Alma Elisabeth und ist 6 Wochen alt. Ein unterirdisches Hotel. In Mons in Belgien giebt es seit einiger Zeit ein Hotel, das einzig in seiner Art dasteht: es liegt nämlich auf dem Grunde eines Kohlenbergwerkes, 185 Meter unter der Erdoberfläche. Das seltsame Hotel, das in einem hohen kohlenhaltigen Gang in der Grube von Saint=Pierre=de Moos ausgehauen ist, befindet sich am Boden des Hauptschachtes und bei der Einmündung der Gänge, deren Verzweigungen sich bis zu neun Kilometer weit unter der Erde erstrecken. Es dient vor allem den Neugierigen, die Fackelzug eingeleitet. Aus Provinz und roßer Kassel, 4. Nov. Hier wurde ein großer PretiosenUhrengeschäft von Debus durche geführt. Eine bedeutende Anzahl und Juwelen wurde von den Dieb * Düsseldorf, 4. Nov. fälle. Beim Abbruch der Masi stellung fiel dem Oberingenieure Abrutschen einer Hebewinde ein M und zerschmetterte ihm den Schäd sofort tot.— Im benachbarten He Greis von einem wildgewordenen nommen und derart zugerichtet, da letzungen gestorben ist. * Mainz, 4. Nov. Eine die sich aus auf der Gustavsburg zusammensetzte, wurde im benachbartin ihrer Werkstätte bei der Arbeit überrascht. Die Thätigkeit der Bande beschränkte sich auf die Herstellung von falschen Zehnpfennigstücken, mit denen die Automaten in der Umgegend ausgeraubt wurden. Fulda, 4 Nov. Erstochen. Nachts wurde, wie schon kurz gemeldet, der junge Wirt Schleichert in Liebharts bei der Milseburg in seiner eigenen Wirtschaft erstochen. Der blutigen Thot ging ein kurzer Wortwechsel voraus. Drei der That verdächtige Burschen sind verhaftet. * Nordhausen, 4. Nov. Todesfall. Gymnasialdirektor Dr. poil. Ludwig Schulze hier ist gestern nachmittag gestorben. Der Verstorbene war ein begeisterter Anhänger der humanistischen Bildung. Altona, 4. Nov. Feuer in der Armenanstalt. Sie nun wohl, mein Herr, die Sassari als Hemdennäherin in einer Dachkammer zu finden?“ „Ich bin— außer mir— fassungslos!“ stieß King hervor, nochmals von Bestürzung ergriffen, nun, da er die Thatsache ausgesprochen hörte. „Und doch ist es ganz einfach. Vor vier Jahren lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Ich war damals, unter anderem Namen, obgleich erst achtzehn Jahre alt, eine gefeierte Sängerin, verwöhnt, angebetet, umgeben von Glanz und Reichtum. Er war Leutnant und hatte so gut wie nichts. Wir liebten uns. Jules entstammt einer altaristokratischen Familie Frankreichs, arm aber stolz. Eine Sängerin zu heiraten ist heutzutage eigentlich kein Verbrechen mehr, doch noch immer für einige Familien, vielleicht haben sie nicht ganz Unrecht, wenn sie keine Sängerin aufnehmen wollen. Jules' Familie gehört zu diesen, wir liebten uns, so entsagte ich der Kunst, dem Reichtum, der Ehre, allem und wurde sein Weib. Das ist meine einfache Geschichte.“ King räusperte sich.„Für Sie vielleicht einfach, für mich vollkommen rätselhaft. Sie haben sich mir nun einmal offenbart. Hat Sie denn nun Ihres Gatten Familie aufgenommen?“ „Nein, sie darf gar nichts von der Heirat wissen. Der Makel, daß ich Sängerin gewesen bin, haftet doch an mir, ihrer Ansicht nach, sie würden Jules von sich stoßen, er hat doch von einem Verwandten eine große Erbschaft zu erwarten....“ „Ah.— so!“ „Mein Herr, lassen Sie mich ausreden,“ fuhr sie majestätisch fort, aber gleich ein freundliches„bitte" nachsetzend.„Sie meinen, es wäre männlicher von ihm gewesen, wenn er die Erbschaft fahren gelassen, mit seiner ahnenstolzen Familie gebrochen und mich öffentlich anerkannt hätte. Das mag für unsere Begriffe richtig sein. Aber glauben Sie denn, es ist ihm um jene Erbschaft zu tun? Ich sagte doch, ich liebte ihn. Ich hätte ihn damals mit Reichtümern überschütten können, ich könnte es jetzt noch, ja, warum soll ich es nicht sagen, ich wäre damals bereit gewesen, seine Geliebte zu werden und alles mit ihm zu teilen, er aber forderte mich zum Weibe und schilderte mein Los, welches mir als seine Frau zuteil würde, so wie Sie es jetzt finden, bis sich die Verhältnisse änderten— und ich wurde sein Weib. Welcher Mann hätte es getan? Nicht viele. Er teilt die Vorurteile seiner Familie nicht, doch er ist Offizier, mit Leib und Seele, ein einflußreiches Glied könnte ihn sofort stürzen— nur das ist es, was ihn abhält, sich mit mir öffentlich zu zeigen, nichts weiter. Jules ist ein Edelmann!“ Sie hatte zuletzt mit Begeisterung gesprochen. King konnte nur sie bewundern, nicht diesen Edelmann, den er nicht edel fand. „Der einflußreiche Verwandte ist ein General,“ setzte sie hinzu,„ein schon sehr alter Herr, sein Tod ist doch bald zu erwarten, er hinterläßt auch die Erbschaft, und dann werden wir ein neues, noch schöneres Leben ohne Geldsorgen beginnen.“ Die alte Innigkeit strahlte aus ihren Augen. „Die Signora Sassari in einer Dachkammer,“ sagte der junge Mann kopfschüttelnd, noch zu sich selbst. „Ja,“ lachte sie plötzlich heiter auf,„viel mehr wirft das Hemdennähen nicht ab. Haben Sie schon einmal Hemden genäht? Die Männer wissen gar nicht, was für Arbeit dazu gehört, wieviel Stiche.“ „Bekommt denn ein französischer Offizier so wenig Gehalt?“ Sie wurde wieder ernst, selbst ein wehmütiger Zug prägte sich in ihrem Antlitz aus. „Es ist sehr wenig, trotzdem er jetzt schon Capitän ist. Er muß ja standesgemäß auftreten— schon seiner Familie und seines Standes wegen. Standesgemäß— und seine Frau läßt er Brotsuppen essen, dachte Kina mit Bitterkeit. „Konnten Sie denn keine Beschäftigung wählen, welche mehr einbringt?“ „In eine dauernde Stellung darf ich nicht gehen. Nein, nun ist es zu spät, etwas anderes anzufangen, ich würde mich bei Berührung mit fremden Leuten auch zu sehr der Gefahr aussetzen, erkannt zu werden, jetzt oder später. Das Weißnähen habe ich gelernt, mir ist es als Kind auch nicht gut gegangen. O, es bringt auch etwas ein, wenn auch nicht gerade fünfhundert Pfund in zehn Minuten,“ fügte sie lächelnd hinzu; es war aber ein trübes Lächeln. „Wenn Sie Ihre eigene Person so geheim halten müssen, dann begreife ich nur nicht, daß Sie in London noch einmal öffentlich als Sängerin auftraten, Ihr Herr Gemahl wußte doch gewiß davon.“ „Natürlich, ich tat es ja erst auf seine— mit seiner Einwilligung. Er brauchte— wir brauchten Geld. Sie sehen mich so erstaunt an? Denken Sie doch, ich könnte ja noch alte Verpflichtungen haben— einen gebrochenen Kontrakt— kurz, ich riskierte es, so sehr er mich auch bat, es nicht zu tun— wir brauchten Geld.“ Sie log, sie log! Und sie konnte keine Unwahrheit sagen. Sie hatte sich ja auch schon versprochen, er hatte Geld gebraucht, sie hatte es riskiert, und nun—— Wieder wandert sein Blick durch die Kammer. „Sie finden die Ausstattung etwas ärmlich, nicht war? lächelte sie, jetzt wirklich heiter.„Für mich genügt sie, ich befinde mich ganz glücklich hier.“ „Nein, nein, Sie können nicht glücklich sein!“ rief er leidenschaftlich, in solcher Situation durfte er auch frei sprechen.„Sie, eine gefeierte Sängerin, jung, schön, alles was Sie nur wünschen, zu Ihren Füßen, auf Händen getragen— ssagen Sie nicht, daß Ehre und Ruhm und Reichtum ein leerer Schall sei— Sie können von diesem Leben nicht befriedigt sein.“ „Nicht?“ fragte sie langsam und wie ein Sonnenstrahl brach es aus ihren Augen, als sie die Hand nach dem spielenden Kinde ausstreckte.„Sehen Sie dort— mein Kind— und sein Vater liebt mich— ich sage Ihnen, mein Herr: in dieser armen Kammer wohnt das Glück!“ King war ergriffen. Ja, sie war glücklich. Aber noch einmal drängte es ihn zu sprechen. „Und dennoch, und sind Sie auch glücklich, so handeln Sie egoistisch, Sie tun ein Unrecht. Ein gütiger Gott hat Ihnen diese herrliche Gabe des Gesanges verliehen, daß Sie die Menschen damit esfreuen sollen—“ „Halten Sie ein, mein Herr!“ unterbrach sie ihn dann schnell, und feierlich fuhr sie fort:„Derselbe Gott hat zu mir gesagt: er soll dein Herr sein— und ich bin ein Weib, welches sein Kind und seines Kindes Vater liebt. Sie stehen mir näher als die Welt.“ Da war King geschlagen. Er wußte nichts zu sagen, stand auf, um zu gehen. „Ich halte Sie von der Arbeit auf. Lassen Sie mich nur noch einmal Ihre Hand nehmen. Beneidenswert der Mann, welcher— doch wie darf ich als Fremder Ihnen das sagen, und Worte vermögen es auch nicht auszudrücken, was ich im Herzen fühle. Sie haben mich schon einmal bezaubert und der Welt entrückt, heute haben Sie mir einen Himmel gezeigt, und ist mir auch der Eintritt zu ihm verschlossen, kann ich auch nur sehnsüchtig an ihn zurückdenken, diese Stunde wird mir ewig— ewig unvergeßlich sein. Ich danke Ihnen.“ Sie hatte ihm die Hand gereicht. Wohl sah man ihr an, daß diese schwärmerischen Worte einen tiefen Eindruck auf sie machten, doch sie schlug schnell einen andern Ton an. „Nein, Sie halten mich durchaus nicht auf,“ sagte sie leichthin, die Hand wieder aus der seinen zurückziehend,„heute ist ja Sonntag, und Sonntag arbeite ich nie. Da lese ich am liebsten ein gutes Buch— nein, kein gutes Buch," verbesserte sie sich, schalkhaft lächelnd,„das ist nur eine laandläufige Redensart, am liebsten lese ich zur Erholung einen recht spannenden Roman, gleichzeitig von wem, wenn es nur zerstreut, ach, ich habe mir ja gestern kein Buch aus der Bibliothek besorgen können, nun habe ich heute wieder nichts.“ Da zuckte durch des Detektivs Kopf wieder die ernüchternde Gedankenreihe: es ist die Sassari, John Lewis, Stancy, linke Loge Nummer sechs. „Wenn ich Ihnen aushelfen darf, ich habe ziemlich viel Reiselektüre bei mir.“ „Ach bitte, ich wollte Sie schon darum fragen. Ich kann auch alles englisch lesen, nur nicht geläufig sprechen.“ King begab sich in sein Zimmer, wo er, wie erwähnt, schon Vorbereitungen getroffen hatte, er hatte seinem Koffer das aufbewahrte Zeitungsblatt entnommen, in welchem später noch einmal der Doppelselbstmord beschrieben worden war, illustriert mit den Holzschnittporträts von John und Stancy, die Züge ziemlich gut wiedergegeben. Frankreich. Die Verhandlung ist öffentlich. Senatsprasivent Treplin wird den Vorsitz führen, Oberreichsanwalt Dr. Olshausen die Anklage vertreten. Opfer der Wellen. Im September sind 116 Schiffe vollständig verloren gegangen, darunter 13 deutsche Segelschiffe und 4 deutsche Dampfer. Außerdem weist die Stattstik 383 durch Unfälle beschädigte Schiffe auf, darunter 35 Deutsche. Kesselexplosion. Auf dem Packetfahrtdampfer„Sivonia“ sind während der Reise von China nach Hamburg infolge einer Kesselexplosion 16 farbige Heizer verbrannt. Großmutter. Der außergewöhntiche Fall, daß eine Frau ihre Nachkommen bis zum vierten Gliede um sich versammelt sehen darfte, traf in Hammerdal 6. Nov Dei mäßigen sublichen änderliches Wetter. Willden Vorgerrschenb Verfach als geradezu ideales mittel bezeichnet! Bei leichtem Schmu pfen Forman=Watte(Dose 30 Pfg.) Bei starkem Schnupfen Forman=Pastillen (50 Pfg.) zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt. 85 Leibniz Kindermehl gäkes- Fäble ##5 Auf der Düsseldorfer Ausstellung erfreute sich „Zür„Duen Aussicht“ der größten Frequenz, . beg## seinem Namen durch den prächtigen Aussondern den Rhein und die Ausstellung alle Ehre machte, bekam: Hih, wan dort auch einen ganz vorzüglichen Kaffe sahrz: Dicht alle ave., die dort einkehrten, haben auch erhalß ggus sie eine Mischung von halb Bohnenkaffee und hal###athreiners Malzkaffee getrunken haben. Diese Mischung - sich in tausenden von Haushaltungen schon bewährt und Ein sicherer 2ter Tenorist zur Grübdung eines Quartetts sofort gesucht. Meldung bei Herrn Büter, Bürgerverein, Herford. 541 Selbst gute Zeitungen machen diese englische Sitte oder vielmehr Unsitte mit. Dasjenige Publikum, welches davon oft unangenehm betroffen wird, ist gegen die Preßfreiheit machtlos. Die Reporter wissen sich Photographien von den Betreffenden immer zu verschaffen, und merkwürdig war es nur gewesen, daß keine Zeitung das Bildnis von Sydney Howart gebracht hatte. Doch die ganz obscuren Winkelblättchen hatten einen Holzschnitt von ihm gehabt, der war aber nach der Phantasie des Zeichners gefertigt worden, gar keine Aehnlichkeit mit ihm habend. Man hatte also doch wohl keine Photographie von ihm erlangen können, es war, ganz seltsamer Weise, keine Momentaufnahme bei irgend einer Gelegenheit von ihm gemacht worden, oder diese waren alle mislungen, die Vollkommenheit dieser Momentapparate datiert auch erst von allerletzter Zeit. Irgend etwas hatte King aus seinem Zimmer holen und in dieses Papier wickeln wollen. Er hatte es während der Unterredung vergessen, und als er jetzt einen neuerscheinenen, französischen Roman in die Zeitung einschlug, berührte es ihn schmerzlich, daß er es tat; aber er mußte es tun, er war Detektiv. Er ging wieder hinüber, wickelte das Buch aus, legte die Zeitung, die beiden Bilder sichtbar, auf den heute abgeräumten Tisch, er sprach über das Werk, über den Verfasser, es entspann sich eine Unterhaltung, bis plötzlich King, welcher ihre Züge nicht aus den Augen ließ, mit dem Finger auf Johns Porträt deutete. (Fortsetzung folgt.) Der Riesenluftsprung. Von Ernst Ballenstedt. (Nachdruck verboten.) Ein junges Gesicht mit hellblondem Schnurrbart, eine lange, aber wohlgebaute Nase und blitzende schwarze Augen, dazu eine Gestalt von sechs Fuß Höhe— so sah ich, Bill Esuria, in meiner Jugend aus. Wenn auch nicht sehr hübsch, so war ich doch noch sehr jung, und jede Muskel meines Körpers war gestählt. Ich besaß kecken Wagemut und verdiente mir meinen Lebensunterhalt mit halsbrechenden Kunststücken. Mlein Dater verlor sein Leben bei einer Ballonfahrt, mein Bruder wurde in Daris getötet, als er eine aus einer Kanone abgefeuerte Augel auffangen wollte, und ich machte meine Kunststücke am schlappen Seil. In einem Sommer verdiente ich mir wieder einmal mein Brot mit Seillaufen, doch die Zeiten waren schwer an der Dacificküste, das Geld kam schlecht ein, und meine Arbeit wurde recht armselig bezahlt. Ein neues Hotel mit mehreren hundert Zimmern war erbaut worden, und der Besitzer suchte jemand, der sein Leben aufs Spiel setzte, um das Dublikum am Eröffnungstage heranzuziehen. Ich suchte ihn auf, und sagte ihm, ich wäre der Mlann, den er brauchen könnte. „Was ist denn Ihr Beruf?“ „Drahtseillaufen.“ „Ah bah, das ist alles? Können Sie keine Bierflaschen essen oder Messer verschlucken?“ „Nein, meine Stärke liegt in Luftkunststücken.“ Er lachte etwas verächtlich. „Und was können Sie auf dem Seil machen?“ „Ich kann einen Schubkarren hinüberfahren.“ „Alte Sache!“ „Kann Sie auf meinem Rücken tragen.“ „Auch nichts Neues!“ „Ich kann kochen, essen, tanzen und einen Saltomortale auf dem Seil schlagen.“ „Das sind alles alte Sachen, ganz hübsch für eine gewöhnliche Vorstellung; ich brauche aber etwas Neues, etwas Originelles, Sir!“ „Nun gut,“ sagte ich nachdenklich,„ich kann auch mit etwas Neuem, Originellem dienen.“ „Heraus damit!“ „Sie sehen dort den Hohlweg? Lassen Sie auf jeder Seite desselben einen Mast aufstellen, sagen wir etwa zweioder spater von zahlungsfähigen Manne zu gesucht. 50 ###erten mit Vreisangabe un. 550 an die Exv. d. Bl. erb. hundert Fuß hoch; das würde vierhundert Fuß vom Erdboden ausmachen, denn der Hohlweg ist circa zweihundert Fuß tief. Annoncieren Sie meinetwegen sechshundert Fuß, wenn Sie wollen— für meinen Zweck können es auch zwölfhundert sein. Sie können diese Masten sehr billig und doch kräftig mit Drahtseilen umwinden lassen und müssen außerdem von Mast zu Mast einen dicken Draht spannen. Ich werde ihrem Dublikum nun alle bekannten Kunststücke vormachen und obenein noch eine Wassermelone essen.“ „Humbug!“ „Durchaus kein Humbug! Außerdem werde ich zum Schluß der Oroduktion in die Schlucht hinunterspringen, ohne mir dabei die geringste Verletzung zuzuziehen.“ „Das wollen Sie machen?“ rief der Hotelbesitzer, sich vor Dergnügen die Hände reibend, während es in seinen Augen aufblitzte.„Sie wollen hinunterspringen, gleichviel, ob Sie dabei um's Leben kommen oder nicht?“ „Jawohl, das will ich!“ „Und Ihr Preis?“ „Fünfhundert Dollars.“ „Ich werde hundert Dollars geben, wenn Sie es machen; mehr ist die Sache nicht wert. Aber das sage ich Ihner gleich, wenn Sie sich etwa am Seil festbinden lassen und dann hinunterspringen, gebe ich Ihnen keinen Cent. Auch von einer Balancierstange kann nicht die Rede sein.“ „Auch damit bin ich einverstanden; ich verlange nichts weiter als einen großen Sonnenschirm!“ „Nür recht, wollen Sie auch einen Fahrstuhl haben, um sich in die Höhe ziehen zu lassen, damit Sie sich Ihr Costüm nicht schmutzig machen? Oder soll ich Sie in einem Korb hinaufziehen lassen? Sie sind ein braver Mann, Sie werden das Dublikum schon heranziehen, na wollen Sie es für das Geld machen oder nicht?“ Ich wollte mich ärgerlich entfernen, war aber noch keine zehn Schritt gegangen, als er mich wieder zurückrief und mir sagte, er wolle mir 200 Dollars geben. Ich lehnte auch diesmal ab und nach langem Hin= und Herreden willigte er endlich ein, mir die 500 Dollars zu zahlen und gab auch sofort Befehl zur Aufstellung der Masten. Ein ungeheurer Fallschirm wurde nach meinen Anweisungen gefertigt, und ich probierte sorgfältig das Seil am Tage, bevor die Oroduktion stattfinden sollte. Ich war einmal von einem Ballon mit einem Fallschirm mit vollkommener Sicherheit mehrere tausend Fuß hinuntergeschossen, doch das war hier eine ganz andere und weit gefährlichere Sache. Ein Fallschirm, der nur vierhundert Fuß hinunterfiel, hatte kaum die Kraft, der Gravitationsgewalt zu widerstehen, bevor er die Erde erreichte. Ich war mir der Gefahr, der ich mich aussetzte, vollkommen bewußt, und deshalb wollte ich erst eine Orobe anstellen, bevor ich die Sache endgültig aO. Wohin ich auch blickte, auf allen Seiten umgaben mich Gefahren. Der Mut verließ mich, als ich in die Ciefen der Schlucht mit ihren scharfen, zackigen Ranten und ihren vorgeschobenen Bäumen und Sträuchern hinunterblickte. Ich wußte, wenn mein Fallschirm an einem dieser Bäume hängen blieb, so war es mit mir und meinem Leben vorbei. Deshalb studierte ich die Wissenschaft des Falles lange und ausführlich. Ich hatte schon viele gefährliche Kunststücke in meinem Leben gemacht, doch das war das tollkühnste, das ich je gewagt hatte. Ich ließ mir den Fallschirm nach demselben allgemeinen Orinzip herstellen, nach dem sie alle gefertigt sind— ein starker Sonnenschirm mit einem kleinen Loch an der Spitze. Dieses Loch läßt die Luft nach oben entweichen und mildert so die Gewalt des Druckes, der den Fallschirm sonst in Stücke zerreißen würde. Der größte Schirm, den ich je gebraucht hatte, wäre bei der starken Gravitationskraft und der geringen Entfernung wertlos gewesen, denn er hätte nicht den genügenden Widerstand geboten; deshalb ließ ich den Fallschirm in einem Durchmesser von 24 Fuß herstellen mit weit schwererem Griff als gewöhnlich. Er wurde aus dickem Segeltuch und starken Stricken gefertigt, mit einer Stange am Ende des Griffes, auf die ich meine Beine und Hände stützen konnte. Ich wog mich sorgfältig und ließ dieselbe Quantität Sand in einen Sack füllen, den ich auf dem Fallschirm festbinden ließ. Dann klomm ich nach mancherlei Schwierigkeiten zu dem Drahtseil empor und ließ den Fallschirm los. Er schoß sofort mit knarrendem, kreischendem Geräusch durch die Luft, was mich auf die Idee brachte, ein Waldhorn an 0oc 501— c GE1 0 □ —0. SO2L. SOID 1 5 501-00— S5S88 Ge R N * * —□ Se □ 50— O00RO OWTOE Con-S 500% EE OcOOO 07—.— (00000— — 51— — S— 8 308 — 6 K 0 2##3 610 — □0 C O•OT-S G 51D 935 □O G — ———.— 5 C 5%-SC 1• aXr EOT E 0 —00— 41— " 8 250 1 91— S2 Sei 50 01848 61nF1D00 ∆-— W G. Poin Om0 2 1 2. 70 S — G• *OOI-□CC 0 en 8 S 01 * X□ 69.61 " K%18 8 . □ re ∆OAS S8 □O OcrSciche. DOT WO 00 DoeirO 55#c10 S38SSS P HDOST Sn 8 8 Be se 8 8PSE88 888 0 M S—C — SA KOOIS 98 □ STOSE Pei C 8880 8 8 E5 ∆ □0O ADO Je oen 9* K 3 Ri Scolcin 0 Gesamtauflage unserer liegt ein Prospekt der (g. Bburger Pferdelotterie E#eral=Agen: J. Stürmer, #sburg, bei. 891 vorzüglich durchaohren 711 4 Stück 10 Pfa. Heinrich Noltina. 611k Rolandmühle A.= G. emenchc offeriert ihre hochvrozentigen wirklich faserfreien Baumwollsaatmehle u. haarfreten Erdnuß Mehle in stets frischer MahlungS S•SCSE — 86 8.5 450 S 5 92 es S S 5 R 5 2 • 5• 8888o SO#-S000 □0 SLol A e □—— 58 Pace 01„ SHT S-2 I# oSGS Seites OCUOL-K 00-AE 81 S 8 G 5 Acn 9 oie 8 85568 SS LSI OEO S0oc5 SLE □ 10•1100 S8S560 O9% S SOSSES3SSSES 00— -0 10 007 Too#D□ S 0SS. 0n 1 50 Oeic ALSoon S##S 10 0000 50f—0-P20 CS20 SDum“ S one8O. 0 HSSE. 8 8 5 1— S SesW Si F NC o o. Potoie 8883SS 8## 00 DSA 98 1D— C. 88 SoSSS9 Soi#S# 1255 8— 2 Son uie ig RE 50 1 8889S 88838 90.000 S 10 OS PSO „ 60—000 e S SeTT— —10 S888 GO S Ges . 8 „ 8 10 S O VES . □ 88389 Soce SCIE-SISS ue g• c e. SS* 10„— 0 9 9% 8 KSu Sa SON 50 F 10 EOSS M. Sr ehe Hoche 0O ∆ □ an g a SSS S SSSS8S SLOCESI CoOr-MG. OOF-ASTD 50000 IDSS Sch SchSSo. OH STOOCINO S 16 E SCOw2 S K Da trübt sich der Himmel und der Sturm braust, die Blitze zucken und der Donner rollt; doch das Unwetter zieht vorüber und aus der Ferne tönt, erst leise, dann lauter, bis Trompeten und Posaunen mit einstimmen:„Nun danket alle Gott.“ Händels berühmtes„Largo" und Jos. Seb. Bachs Präludium riefen anhaltenden und lebhaften Beifall hervor. Als vorzüglichen Geiger, dem ein eleganter Bogenstrich und edle vornehme Tonbildung eigen ist und zudem über eine vorzügliche Technik verfügt, lernten wir Herrn Konzertmeister Dietz kennen. In dem E-moll Violin=Konzert von Mendelssohn zeigte er sich als Meister auf seinem Instrumente. Die akademische Fest= Ouverture bildete den Schluß des höchst genußreichen Abends. Das Programm war mit großer Sorgfalt ausgewählt. Die berechtigte Hoffnung des Herrn Königl. Musikdirektors Ochs wurde insofern erfüllt, als der Besuch ein ziemlich Freunde klassischer Musik werden diese versäumen.— Demnächst beginnt u Abonnementskonzerten. Von einem Herrn Musikdirektor Ochs per Postk macht worden, für die Konzerte währ Weinklubsaal zu benutzen. Bei der C sich aber leider, wie uns Herr Ochs nicht erfüllen. ** Ein weiterer Obstmarkt Turnhalle statt. Verwaltungsstreitsache. handlungstermin vor dem Magistrat träge des Kaufmanns Huß, Lockhau händlers Koch Eimterstraße auf Errich wegen mangelnden Bedürfnisses zurüc *0 Die Zustände an der# am Montag abend in der Bürgervere begab sich gestern nachmittag nach der über die Zustände daselbst zu infor gestellt, daß die in der betr. Sitzung berechtigt sind. Die Bordsteine hätte zurückgesetzt werden müssen. Herr St feld übernahm es, die nötigen Schrit Anlage in die Wege zu leiten. ** Enger, 4. Nov. Behufs Zwangsinnung für das Schmi und Kupferschmiede=Handwerk einschl. Amte sind Aeußerungen bis zum 13 bureau schriftlich oder mündlich abzu aufmerksam gemachst, daß sämtliche Ha welche keine Gesellen und Lehrlinge h# Aus dem letzteren Grunde sind die E Handwerker nochmals abzugeben . imn ernger, 4. Nov. Stan das Vorjahr sind an Geburten 40; ett Enger, 4. Nov. Konsu nachmittag 5 Uhr findet eine außero: lung bei W. Kleine hier statt. Auf die Beschlußfassung über die Entlast halters. a Enger, 5. Nov. Zur k oronetenwahl sind noch als Ka 1. Abteilung: Herr Zigarrenfabrika Herrn Kolon Winkelhage, der aus Mandat als Stadtverordneter nieder Kaufmann Aug. Brüggemann, welch gehört. Für die 3. Abteilung ist Niehaus als weiterer Kandidat aufg ett Enger, 5. Nov. Ber zahlreichen Besuch wies die gester Saale stattgehabte öffentliche Versan führte Herr Kaufmann August Grö neter Schwabedissen kam in seinen über städtische Angelegenheiten auch Prozeß zu sprechen. #s#t r shansen, 4. Gewählt bezw. wiedergewählt zu 0 die Herren Wirt Herm. Wortmant mann, letzterer an Stelle von dem Kolon August Döpke. ett Vlotho, 4. Nov. Frei Am Sonntag, 16. d. Mis. begeht ihr 25jähriges Bestehen. Das Fef Fackelzug eingeleitet. Aus Provinz und Kassel, 4. Nov. Großer Hier wurde ein großer Pretiosen 1 Uhrengeschäft von Debus durche geführt. Eine bedeutende Anzahl und Juwelen wurde von den Dieb . Düsseldorf, 4. Nov. fälle. Beim Abbruch der Mas stellung fiel dem Oberingenieure Abrutschen einer Hebewinde ein M und zerschmetterte ihm den Schät sofort tot.— Im benachbarten Hi Greis von einem wildgewordenen nommen und derart zugerichtet, da letzungen gestorben ist. * Mainz, 4. Nov. Eine die sich aus auf der Gustavsburg zusammensetzte, wurde im benachbarte.—. in ihrer Werkstätte bei der Arbeit überrascht. Die Thätigkeit Schaneuer, vrchränkt, sich auf die Hertellung von faschen Zehupfenpigstücken, mit denen die Automaten in der Umgegend ausgeraubt wurden. Fulda, 4 Nov. Erstochen. Nachts wurde, wie schon kurz gemeldet, der junge Wirt Schleichert in Liebharts #er Misseburg in seiner eigenen Wirtschaft erstochen. Der blutigen Thot ging ein kurzer Wortwechsel voraus. Drei der That verdächtige Burschen sind verhaftet. .. Nordhausen, 4. Nov. Todesfall. Gymnasial###r Dr. poil. Ludwig Schulze hier ist gestern nachwittag genorb,,: de„Perstorbene war ein begeisterter Enhänger der humanistischen Bildung. Altona, 4. Nov. Feuer in der Armenanstalt. Die Altonaer städtische Armenanstalt in Osdorf bei Blanrenese ist teilweise niedergebrannt. Das Schulgebäude und die Erntevorräte wurden vernichtet, jedoch sämtliche ca. 150 Insassen gerettet. Das Hauptgebäude ist unversehrt geblieben. * M.=Gladbach, 4. Nov. Für ungiltig erklärt wurde vom Kammergericht eine hiesige Polizeiverordnung, wonach die Hausbesitzer die Hausnummern durch Beamte der Stadt und nicht selbständig anbringen lassen sollen. Der Polizeibehörde stehe zwar das Recht zu, darauf hinzuwirken, daß die Häuser mit Nummern versehen werden, die an richtiger Stelle anzubringen seien, nicht aber das Recht, der Stadtgemeinde und deren Beamten die Prüfung zuzuschieben, in welcher Art und Form die Hausnummern angebracht werden sollen; vielmehr habe die Polizeibehörde selbst die Grundsätze für die Anhringung und Farm der Hausum das schrecklich lieblichere Musik zu dem Sicherheitsventil zu befestigen, Knarren möglicherweise durch etwas übertönen. Der Fallschirm schoß die ersten 150 Fuß mit schrecklicher Schnelligkeit hinunter, der Sandsack schwang sich wie ein Oendel hin und her, und der Fallschirm zappelte wie ein Kaulbarsch. Ich beobachtete ihn genau, erreichte der Sack sicher den Boden der Schlucht, so konnte ich das Kunststück wagen; so schrecklich der Abstieg auch war, ich wollte es riskieren, denn ich war überzeugt, daß man heil und gesund bei dieser Sache davon kommen konnte. Gerade bevor der Sack in die Schlucht hineinfiel, schwang er sich schrecklich hin uno zurück, drehte sich mit einem Rucke, blieb plötzlich in der Luft hängen, schoß dann wie ein Ofeil weiter, flog etwa sechzig Fuß nördlich und begegnete hier einem Windstoß, der ihn wieder nach der entgegengesetzten Seite der Schlucht trieb. Ich erwartete, er würde sich von seinen Stricken loslösen, so plötzlich war der Zusammenstoß, und ebenso wußte ich, er würde zerreißen und wie ein Stein sinken, sobald er nur von dem kleinsten Zweig verletzt wurde. Doch in diesem kritischen Augenblick richtete er sich von selbst auf, begann ruhig und leicht hinabzusinken und landete in wenigen Sekunden sicher auf dem Grunde der Schlucht. Richt ein Sandkörnchen ging verloren; wäre die Ladung nicht leicht vor sich gegangen, so wäre der Sack zerborsten, und der Sand ringsumher gestreut worden. Die Sache ließ sich also machen. Obwohl mir die Schnelligkeit der ersten 150 Fuß durchaus nicht gefiel, so beunruhigte sie mich doch nicht so sehr, wie die Windstöße. So ein Windstoß konnte mich in einen Baum treiben, meinen Fallschirm zerstören, was sicheren Cod bedeutete; oder konnte mich auf die scharfen Felskanten stürzen, was denselben Ausgang zur Folge hatte. Doch was hat es für einen Zweck, sich mit solchen Gedanken abzugeben? Ich hatte bis dahin Glück gehabt, warum sollte es mich bei dieser Gelegenheit verlassen. Kam ich sicher herunter, so war ich ein Held oder etwas ähnliches. Hätte ich meine Fahrt regulieren und meine Landungsstelle wählen können, so wäre die Sache fast gefahrlos gewesen; doch das war unmöglich. Am nächsten Mlorgen, punkt[0 Uhr war ich fertig, und das halsbrecherische Kunststück konnte vor sich gehen. Es war ein ereignisreicher Tag für den Hotelbesitzer; der Zulauf des Dublikums war ungeheuer. Wetten wurden auf mich abgeschlossen. Ich war fern und nah mit meinem gefährlichen Riesensprung annonciert worden. Es war nicht sehr ermutigend, als ich Jemand sagen hörte:„Ich bin überzeugt, er wird sich den Hals brechen, und das ist auch ganz recht; er verdient es nicht besser.“ Ich fühlte, die Bemerkung war gerecht. Jetzt, wo ich kurz vor der Ausführung meines Kunststückes stand, merkte ich erst, daß ich schlimmer wie ein Narr handelte, mein Leben derartig aufs Spiel zu setzen. Der Hotelbesitzer war glücklich, er schlug mir auf die Schulter und sagte mir, wenn ich lebend davon käme, würde er mir ein hübsches Geschenk machen. Ich trug ein neues seidines Crikot, und die Leute starrten mich an, als wenn ich wahnsinnig ware. Ich glaube, ich wahr es auch wirklich. (Schluß folgt.) Doesie-Album. sie kommt es 2 Nach der Sage sollen Wunden, Von dem Dorn der Ros' empfangen, Nur so lange schmerzen, bluten, Bis die Sonne heimgegangen. Nun, wie kommt es, daß die Wunden Immer mehr mich brennen, schmerzen, Da nun längst schon heimgegangen, Meine Sonne aus dem Herzen? Siegmund Libroß, (Schweden) ein. Es ist die Gutsbesitzersgattin Lisbeth Eliasdotter in Gjörvik, welcher dieses seltene Geschick zu Teil wird. Ihre Tochter heißt Lisbeth Israelsdotter daselbst. Das Enkelkind heißt Elisabeth Nord, die Urenkelin Karolina Persson in Sikas und deren Töchterchen, die Ururenkelin, heißt Alma Elisabeth und ist 6 Wochen alt. Ein unterirdisches Hotel. In Mons in Belgien giebt es seit einiger Zeit ein Hotel, das einzig in seiner Art dasteht: es liegt nämlich auf dem Grunde eines Kohlenbergwerkes, 185 Meter unter der Erdoberfläche. Das seltsame Hotel, das in einem hohen kohlenhaltigen Gang in der Grube von Saint=Pierre=de Moos ausgehauen ist, befindet sich am Boden des Hauptschachtes und bei der Einmündung der Gänge, deren Verzweigungen sich bis zu neun Kilometer weit unter der Erde erstrecken. Es dient vor allem den Neugierigen, die Spruch. Der Einsamkeit trau' nicht Der schmeichelnden Katze, Denn: hat sie dich, zeigt sie Die furchtbare Tatze. Blüten amerikanischen Humors. Miß Fortyeld zu ihrer Freundin:„Ich möchte meinem Bräutigam zu seinem Geburtstage eine große Ueberraschung bereiten; kannst du mir nicht einen Rat geben?“ — Freundin:„Verrate ihm dein Alter!"—— Seelsorger (im Strafhause):„Sagen Sie mir, armer Freund, weshalb sind Sie denn hier?“— Sträfling:„Ich bin ein Opfer der verhängnisvollen Zahl 13— 12 Geschworene und ein Richter!"——„Ehrlichkeit, mein Sohn,“ sagte der millionenreiche Kongreßmann,„ist die beste Politik.“ „Aber es will mich bedünken, du bist trotzdem nicht schlecht gefahren,“ erwiderte der Sohn.——„Wie war das Essen in der ländlichen Gegend, wo Sie den Sommer verbracht haben?"—„O, ganz gut; die Leute erhalten Milch, Sahne, Butter, Eier und das übrige jeden Tag frisch aus der Stadt.“ Gründlich abgeholfen. A.: Ist es wahr, du hast neulich von unserm Freund Emil eine Ohrfeige bekommen?— B.: Ja, aber das sage ich dir, vorläufig schlägt mich der nicht wieder!— A.: Wieso denn?— B.: Weil ich morgen nach Amerika fahre. Es nutzt nichts. Der Rekruteninstruktionsoffizier eines pfälzer Regiments hatte mit dem neuen ihm zur Ausbildung zugewiesenen Menschenmaterial schweren Aerger. Zwar waren es frische kräftige Jungen, die er da vor sich sah, so daß ihr Anblick sein Kriegerherz erfreuen konnte— aber, aber, Disciplin war ihnen gar nicht beizubringen. Besonders dem Hans Jörg mangelte jedes Verständnis für militärischen Anstand. Eines Tages, als der Herr Hauptmann sich die Neulinge betrachtet, bekam das Unglückskind von Hans Jörg es fertig, auf eine Frage den Vater der Kompagnie mit dem traulichen„du" anzureden. Der arme Rekrutenoffizier wollte vor Schreck in die Erde sinken und gab seinem Sergeanten den strengen Befehl, die Leute, speziell unsern Hans Jörg, besser zu instruieren. Die Früchte dieser Instruktion sollten sich bald zeigen. Ungefähr sechs Wochen nach dieser Affaire bezog unser Freund die erste Wache; es war ein kleiner Posten, von einem Korporal kommandiert. Hans Jörg kam während des Nachmittags zweimal auf Posten; der Korporal schärfte ihm streng ein, sich nicht von dem Platzmajor überrumpeln zu lassen und machte ihn noch besonders auf die Hauptronde aufmerksam, die gegen elf Uhr kommen müßte. Der Junge that sein bestes, er strengte Augen und Ohren an, aber er sah und hörte nichts, außer dem schauerlichen Ruf:„Habt Acht!“ der sich jede Viertelstunde wiederholte, so oft die Turmuhr anschlug, worin unser Freund mit einstimmte. Es schlug elf Uhr, die Ronde kam nicht, es schlug dreiviertel auf zwölf, unser Freund in seinem Diensteifer fluchte wie ein Türke, da endlich naht ein Licht, es kommt näher und immer näher, bis auf zehn Schritte. Unser Freund ruft:„Halt, wer da!“—„Hauptmann Griesmüller mit der Hauptronde,“ erwiderte der Offizier. —„So!“ brüllt unser Freund,„jetzt kommt Ihr erscht, Ihe faule Hund? Awwer Ihr kriegt die Krenk, wann der Korporal'raus kommt. Ihr habt schon um elf Uhr do sein solle!“ und dann rief er die Wache heraus. Die Instruktion hatte somit nicht viel genützt. Frankreich. Die Verhandlung ist öffentlich. Senatsprasivenr Treplin wird den Vorsitz führen, Oberreichsanwalt Dr. Olshausen die Anklage vertreten. Opfer der Wellen. Im September sind 116 Schiffe vollständig verloren gegangen, darunter 13 deutsche Segelschiffe und 4 deutsche Dampfer. Außerdem weist die Stattstik 383 durch Unfälle beschädigte Schiffe auf, darunter 35 Deutsche. Kesselexplosion. Auf dem Packetfahrtdampfer„Sidonia“ sind während der Reise von China nach Hamburg infolge einer Kesselexplosion 16 farbige Heizer verbrannt. Grotzmütterchens Großmutter. Der außergewöhnliche Fall, daß eine Frau ihre Nachkommen bis zum vierten Gliede um sich versammelt sehen darfte, traf in Hammerda# 6. Nov Der mäßigen füblichen Willben änderliches Wetter. Formau(Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu idenles Schun###enmittel bezeichnet! Bei leichtem Schlu pfen Forman=Watte(Dose 30 Pfg.) Be starkem Schnupfen Forman=Pastillen (50 Pfg.) zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt. 851 Leibniz Kindermehl gäkes- Fab## Auf der Düsseldorfer Ausstellung erfreute sich as Caféhaus„Zur schönen Aussicht“ der größten Frequenz, nur weil es seinem Namen durch den prächtigen AusAick auf den Rhein und die Ausstellung alle Ehre machte, sondern weil man dort auch einen ganz vorzüglichen Kaffee kkam. Nicht alle aber, die dort einkehrten, haben auch er##ten, daß sie eine Mischung von halb Bohnenkaffee und AAlb Kathreiners Malzkaffee getrunken haben. Diese Mischung 2U sich in tausenden von Haushaltungen schon bewährt und Ein sicherer 2ter zur Grürdung eines Quartetts sofort gesucht. Meldung bei Herrn Büter, Bürgerverein, Herford. 541 Niederlage der Berndorfer Metallwarenfabrik Arthur Krupp. Spezialität: Einrichtungen für Restaurants, Hotels, Cafés etc. etc. # Fernsprecher 341. ühne Loos gewinnt man nichtl Fertuna sel dir hels bei der staatlich genehmigten Elften Strassburger Pferde-Lotterie Ziehung garantirt 15. November 1902. Noch keine Ziehung wurde verschohen! Loos 120 OGmause. M 39000 Loos Haupttreffer: # ire Perten besannt 1.10000 eleganter Vierspänner eleganter Einspänner 8 Pferde, einzeine Geuinne Fohlen,„ 9 10800 6470 3010 1140 Gewinne, einzein„ ## ouinng,„ LOTGGuinne„„ 12200 dewinne M M. 39000 Ssch Gewinne ist ausgeschlossen. Eine Verminderung-. 10% Abzug und die 31 ersten mit 25% Abzug vom General-Agenten in Baar ausbezahlt. Sämmtliche 1130 letzten Gewinne werden auf Verlangen Wl““ 10 ptg. Porto bis 5 Mk., mit 20 Pfg. bis 100 Mk. Freimarken, Banknoten, Coupons Billigster und sicherster Bezug erfolgt per Postanweisung rgcheinen ungefähr 8 Tage nach der Ziehung. Um genaue, deutliche Adresse wird werden in Zahlung genommen. Nachnahme ist theurer.* zu machen, da solche kurz vor der Ziehung so zahlreich einlaufen, dass gebeten. Die Bestellungen bitte ich P“„1, Erledigung schwer ausführbar ist. 11 Loose 10 Mkk. Aiand 40 Pfd.— Oxtra, ompilank, sowio alle anderen Porto und Liste 25 Pig.—“ohmigen Loose Loöse a 1 MK., Porto und Listo 25 Pfs.— AuPisgegohmigten Loose J. Stürmer. General-Agent, Strassburg i. Els. entur Straseburgele.— Tolephourut saing.— Reichebank-Eire-Sonte.) Celeoramm-Adresse: Stürwer Seye“ gtrageburger Pforde-Looso-Plakate und-Prespekte Langostrasse 101, und 4N„Emntlighen Verkaufsstellen. S0wie diejenigen Werthgewinne, deren Beträge mit einem gewissen Abzug General-Agenten garantirt sind, zahle ich gegen Rückgabe der Gewinhioose“ nach Ersehelnen der amtlichen Liste In Baar aus. Geldgewinne in jeder Hono, Bei dem geringen Einsatzvon nur A.Mk ist ein Glücksversuch zu empfehlen! Mit 1 Mark sind 10000 Mark zu haben! osse Lieferung: estaurant Herold Hannover. S8 8258 0 □ —0. GO —— 8898 10 —01— K D □0 —938.— — X —8 1100 2 —— 181 97— C O0 O0RO □•0T OI SSLO OTc 0010 — 517— S — 8— 8 8U8 #S 9— O•DIT-S . *0HSH1BO. 1M T 60 S 01— # 3 . 3 O2 10— □ *□ . —— 0T5 275 ###0 K. BEASSSS ½OOP GE K 0 s OD SERCTOOSSS S5 „ 1910 002— SmmP-A Toocn *0 2 12 27 Pai SeiWOTDOGS S 8— SAE D Oae S AS8DF-SCDD □ □ 0 — 0 S —.—— —8.— — 8 0 ——— Ses K □C 1 KAIPDS=SE“•5 " 8o SE Se * SReS CPATG S 9 5 -IO ·SPSSSS ET *□ —— P97 SPSS-BSS SGS2 SC. Bag SS&Sm; a #% Og g ARSESS O Am 01—5 PRSRO Jodoct-onn— Sa OSnESU To O ##I. 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Brement offeriert ihre hochvrozentigen wirklich faserfreien Baumwollsaatmehle u. baarfreten Erdnuß Mehle in stets frischer Mahlung—.8 ##S 5 9ES Sss s 5 5 ——— —#. 1— S SES ##S 5 .*• *1 S Jouie X I — SS.S „Mo S □ G□ 000 o 1 —□ Ser SoiteMt5 □ SSHOOCOm-GL B.— 89 O — -* 88S SSO Sge H K — Sc OEIS Oe OO %—0□ A* □. 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Als vorzüglichen Geiger, dem ein eleganter Bogenstrich und edle vornehme Tonbildung eigen ist und zudem über eine vorzügliche Technik verfügt, lernten wir Herrn Konzertmeister Dietz kennen. In dem E-moll Violin=Konzert von Mendelssohn zeigte er sich als Meister auf seinem Instrumente. Die akademische Fest= Ouverture bildete den Schluß des höchst genußreichen A war mit großer Sorgfalt ausgewählt. nung des Herrn Königl. Musikdirektor erfüllt, als der Besuch ein ziemlich Freunde klassischer Musik werden dies versäumen.— Demnächst beginnt u Abonnementskonzerten. Von einem Herrn Musikdirektor Ochs per Postl macht worden, für die Konzerte währ Weinklubsaal zu benutzen. Bei der sich aber leider, wie uns Herr Ochs nicht erfüllen. ** Ein weiterer Obstmarkt Turnhalle statt. Verwaltungsstreitsache. handlungstermin vor dem Magistrat träge des Kaufmanns Huß, Lockhau händlers Koch Eimterstraße auf Errich wegen mangelnden Bedürfnisses zurüc *0 Die Zustände an der 6 am Montag abend in der Bürgervere begab sich gestern nachmittag nach der über die Zustände daselbst zu infor gestellt, daß die in der betr. Sitzung berechtigt sind. Die Bordsteine hätte zurückgesetzt werden müssen. Herr Si feld übernahm es, die nötigen Schrit Anlage in die Wege zu leiten. ** Enger, 4. Nov. Behufs Zwangsinnung für das Schmi und Kupferschmiede Handwerk einschl. Amte sind Aeußerungen bis zum 13 bureau schriftlich oder mündlich abzu aufmerksam gemachst, daß sämtliche Hal welche keine Gesellen und Lehrlinge h# Aus dem letzteren Grunde sind die E Handwerker nochmals abzugeben. m Enger, 4. Nov. Stan das Vorjahr sind an Geburten 40; eit Enger, 4. Nov. Konsu nachmittag 5 Uhr findet eine außeror lung bei W. Kleine hier statt. Auf die Beschlußfassung über die Entlastt halters. a Enger, 5. Nov. Zur h ordnetenwahl sind noch als Ka 1. Abteilung: Herr Zigarrenfabrika Herrn Kolon Winkelhage, der aus Mandat als Stadtverordneter nieder Kaufmann Aug. Brüggemann, welch gehört. Für die 3. Abteilung ist Niehaus als weiterer Kandidat aufg iit Enger, 5. Nov. Ber zahlreichen Besuch wies die gester Saale stattgehabte öffentliche Versam führte Herr Kaufmann August Grö neter Schwabedissen kam in seinen über städtische Angelegenheiten auch Prozeß zu sprechen. y Hiddenhausen, 4. Nov. Gewählt bezw. wiedergewählt zu C die Herren Wirt Herm. Wortmann mann, letzterer an Stelle von dem Kolon August Döpke. itt Vlotho, 4. Nov. Frei Am Sonntag, 16. d. Mis. begeht ihr 25jähriges Bestehen. Das Fest Fackelzug eingeleitet. Aus Provinz und? Kassel, 4. Nov. Großer Hier wurde ein großer Pretiosen= u Uhrengeschäft von Debus durch e geführt. Eine bedeutende Anzahl: und Juwelen wurde von den Diebe * Düsseldorf, 4. Nov. fälle. Beim Abbruch der Masc stellung fiel dem Oberingenieur ei Abrutschen einer Hebewinde ein Me und zerschmetterte ihm den Schäd sofort tot.— Im benachbarten Ho Greis von einem wildgewordenen nommen und derart zugerichtet, daf letzungen gestorben ist. * Mainz, 4. Nov. Eine die sich aus auf der Gustavsburg zusammensetzte, wurde im benachbarte in ihrer Werkstätte bei der Arbeit übe der Bande beschränkte sich auf die H Zehnpfennigstücken, mit denen die Autol— ausgeraubt wurden. * Fulda, 4 Nov. Erstochen. Nachts wurde, wie schon kurz gemeldet, der junge Wirt Schleichert in Liebharts bei der Milseburg in seiner eigenen Wirtschaft erstochen. Der blutigen That ging ein kurzer Wortwechsel voraus. Drei der That verdächtige Burschen sind verhaftet. * Nordhausen, 4. Nov. Todesfall. Gymnasial= direktor Dr. phil. Ludwig Schulze hier ist gestern nachmittag gestorben. Der Verstorbene war ein begeisterter Enhänger der humanistischen Bildung. * Altona, 4. Nov. Feuer in der Armenanstalt. Die Altonaer städtische Armenanstalt in Osdorf bei Blanrenese ist teilweise niedergebrannt. Das Schulgebäude und die Erntevorräte wurden vernichtet, jedoch sämtliche ca. 150 Insassen gerettet. Das Hauptgebäude ist unversehrt geblieben. *#-Gladbach, 4. Nov. Für ungiltig erklärt wurde vom Kammergericht eine hiesige Polizeiverordnung, wonach die Hausbesitzer die Hausnummern durch Beamte der Stadt und nicht selbständig anbringen lassen sollen. Der Polizeibehörde stehe zwar das Recht zu, darauf hinzuwirken, daß die Häuser mit Nummern versehen werden, die an richtiger Stelle anzubringen seien, nicht aber das Recht, der Stadtgemeinde und deren Beamten die Prüfung zuzu(Schweden) ein. Es ist die Gutsbesitzersgattin Lisbeth Eliasdotter in Gjörvik, welcher dieses seltene Geschick zu Teil wird. Ihre Techter, heist, Lisbeth Israelsdotter daselbst. Das Enkelkind heißt Elisabeth Nord, die Urenkelin Karolina Persson in Sikas und deren Töchterchen, die Ururenkelin, heißt Alma Elisabeth und ist 6 Wochen alt. Ein unterirdisches Hotel. In Mons in Belgien giebt es seit einiger Zeit ein Hotel, das einzig in seiner Art dasteht: es liegt nämlich auf dem Grunde eines Kohlenbergwerkes, 185 Meter unter der Erdoberfläche. Das seltsame Hotel, das in einem hohen kohlenhaltigen Gang in der Grube von Saint=Pierre=de Moos ausgehauen ist, befindet sich am sicht sonde bekan ehre halb at Baldigster Tooskauf empfohlen! 1 Loes 1 Mk., 11 Loese 10 Mk. Schon Mancher hat sein Glück dadurch gemacht, daß er sich für wenige Mark Lotterie=Loose kaufte und mit einem erheblichen Gewinn herauskam. 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Auf dem Packetfahrtdampfer„Sidonia“ sind während der Reise von China nach Hamburg infolge einer Kesselexplosion 16 farbige Heizer verbrannt. Großmütterchens Großmutter. Der außergewöhnliche Fall, daß eine Frau ihre Nachkommen bis zum vierten Gliede um sich versammelt sehen darfte, traf in Hammerdal Ziehung ganz sicher 15. Nevember 1902. Loose à 1 Mt., 11 Loose 10 Mk., empfiehlt S. Stürmer, GeneraleAgent, Straßzburg i. Elsaß, Langestraße 107, Telegramm=Adresse: Stürmer, General=Agentur, Straßburgels.— Telephonruf 1435— Reichsbank=Giro=Conto u. alle durch Straßburger Pferde=Loose=Plakate u. Prospekte kenntlichen Verkaufsstellen. Versuche dein Glück mit nur Mark das Toos bei der Straßburger Pferde-Lotterie! Formau(Schuupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu idenles mittel bezeichnet! Beileichten Schlupfen Forman=Watte(Dose 30 Pfg.) a ges, Schnupfen Forman=Pastillen zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant! In allen Apotheken. 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Nicht alle aber, die dort einkehrten, haben auch erho76½, daß sie eine Mischung von halb Bohnenkaffee und z10 Kathreiners Malzkaffee getrunken haben. Diese Mischung 2“ sich in tausenden von Haushaltungen schon bewährt und sat auch auf der Ausstellung, wenn man so sagen darf, Feuerprobe bestanden; ein neuer erfreulicher Beweis für Lorzüglichkeit dieses heimischen Fabrikates, dessen Wert Kaffee=Zusatz und Kaffee=Ersatz auch von maßgebenden ritäten längst anerkannt ist. Sammte, Velvets, direkt an Private. Man verlange Muster. von Elten& Keussen, Fandlung Krefeld. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sattler für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in§# ledaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) Lohnungen Stellungen eine Wohnung zu verin hat oder mieten will, e dies in der sehr beachteten er Zeitung für Stadt u. 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November 1902, um 4 Uhr nachmittags, vom Trauerhause, Rennstrasse, aus statt; das feierliche Seelenamt Samstag Morgen ½8 Uhr in der Pfarrkirche „Jägerhof, Rennstraße 23. Täglich Auftreten des Kölner Varieteen. Possen=Ensembles 2 Damen. 3 Herren Jeden Arend zum Schluß ein neue Posse. Anfang 8 Uhr abends. Sonntags von 11½ bis 1 Uhr: Matinee und von 4 Uhr nachmittags: Konzert. Neu eingetroffen: Sendungen(Waggonladungen.) —— Geschäftsübernahme. Einem geehrten Publikum von Herford und Umgegend zur gefl. Kenntnisnahme, dass ich mein FriseurGeschäft Herrn G. Kühl verkauft habe. Indem ich für das mir entgegengebrachte Wohlwollen freundlichst danke, bitte ich dasselbe auch auf meinen Nachfolger zu übertragen. Hochachtend H. Dölz. Der Verein der Feldmarken Herfords und Stiftberg hält noch am Mittwoch, abend bei Wwe. Brinkmann am Rennthor Versammlung ab, wozu die Wähler der 3. Abteilung aus Feldmarken und Stiftberg eingeladen werden. Am Freitag abend 8 Uhr im Vereinshause für alle Wähler der 3. Abteilung der Feldmar ken und Stiftberg zur Beschlußfassung der Wahl. Tagesordnung: 1. Aufstellung der Stadtverordneten. 2. Verschiedenes. 421 auffallend billigen Preisen * e m p f e h l e: Dekorierte Eßlerpice 10. 18 55 28 Ma; dio dto für 12 Personen(reiche Dekore, neue Formen) 15, 20, 25, 30, 38 bis 120 Mk. GIAMLSNS##(sein dekoriert, auch creme mit Gold) 2,25, 3,50, 4,50 5, 6 bis 18 Mk. Gaffee und Theeservicg für 6 und 12 Personen von einfachster Kässee und Threservictr bis feinster Ausführung besonders billig. Küchengarniturgn in vielen Ausführungen(6 große, 6 kleine Küchengarntkuren Tonnen, Essig= und Oelkrug, Salz= und Mehlfaß), komplett 7,50, 9, 10,20, 12,80 Mk. 2c. 2c. Bezugnehmend auf Obiges bitte ein geehrtes Publikum, das meinem Vorgänger Herrn Dölz geschenkte Vertrauen auch auf mich zu übertragen. 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