Jahrgang. erkarden ( 12. Jahrgang. 8 U. gsomeiger für die gae Teleph. Anschl. echerford Enger sad Oe!“ Teleph. Anschl. OIE 1— Dien Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. ####I 1 Abornementspreis vierteljährlich pränumarande 1,25 Mark, 4120 bei Posthestellung kommt das Bestellgeld inzu. Sonnabend, 18. Oktober. Inferats werden bis spätssteus vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herfo#st, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., souß 15 Pfg. 1902 f#r den Kreis erfsrd. gewählt von der I. Abteilung. Einladung zur Stadtverordnetenwahl. Infolge Ablaufs ihrer Wahlperiode scheiden mit Ende Is. aus dem Stadtverordneten=Kolleg aus die Herren: 1. Fabrikant Kranefuß 2.„ Bach 3.„ Angenete gestorben 4.„ Busse 5. Professor Fellinger 6. Fabrikant H. Schulz, gestorben 7. Landwirt Hildebrand 8. Vorsteher Detring 9. Fabrikant Schönfeld 10. Agent Ströter gewählt von der Abteilung. gewählt von der Abteilung. II. III. Für die oben genannten Mitglieder ist eine Ergänzungsihl für die Amtsperiode vom 1. Januar 1903 bis 31 zember 1908 vorzunehmen. Ferner hat sein Amt als Stadtverordneter niedergelegt Kolon Herr Venghaus, gewählt von der III. Abteilung. Für dieses Mitglied ist eine Ersatzwahl vorzunehmen und ar läuft die Amtsperiode des zu wählenden Ersatzmannes 31. Dezember 1904. Zur Vornahme der obigen Ergänzungswahlen für die tiode 1903/1908 und der Ersatzwahl für die Periode 03/1904 werden die wahlberechtigten Bürger der II. Abteilung auf Mittwoch, den 12. November 1902 und„ Donnerstag,„ 13.„„ I. Abteilung„ Freitag,„ 14. I. Abteilung„ Samstag,„ 15.„„ h dem Lokal des Wirts Aecker hierselbst, Elisabethstraße irnhalle) eingeladen. Die Wähler der Abteilung haben in der Zeit von vorm. 9½ bis nachmittags 1 Uhr und von nachmittags 3½ bis 7½ Uhr, die der Abteilung von vormittags 10 Uhr bis nachm. 1 Uhr, Abteilung von mittags 12 bis nachmittags 1 Uhr erscheinen. Bei den Wählern der III. Abteilung gelten die 4 ersten umen als für die regelmäßige Ergänzungswahl abgegeben, 5. Stimme als für die Ersatzwahl(Venghaus) abgegeben. Es wird noch bemerkt, daß beir. der angesetzten Wahlden die Uhr der Münsterkirche allein maßgebend ist. Herford, den 19. Oktober 1902. 439k Der Magistrat. Quentin. sas städtische Brausebad für Männer und Frauen ist geöffnet: 200k Sonntags von 8—9½ Uhr vormittags. Mittwochs„ 3—9½/" nachmittags. Sonnabends„ 12—9½„„ Preis per Bad 10 Pfennig mit Handtuch und Seife. Der Magstrat: Buss. die diesjährige Körung der Provinzialbeschäler findet ; i m h i e s i g e n K r e i s e a m 2 3. d s. M t s., n a c h m i t t a g s 3 U h r dem Lübberbruche in Herford und am 24. ds. Mts., nach43S 12½ Uhr auf dem Marktplatz in Bünde statt. s.Lleichzeitig mit der Herbstkörung soll eine Stutenschau #; die den Zweck hat, einerseits geeignete Stuten für Lbinzial=Stutbuch anzukören, andererseits auch dem Gewitettor Gelegenheit zu geben, das im Kreise vorhandene ## Verial kennen zu lernen, damit er die passenden Hengste a eckstation geben kann. nue Stuten=Besitzer, welche Interesse für die Förderung „Pierdczucht haben, werden daher ersucht, ihre Stuten an zufuß vorbe zeichneten Termine der Hengstköru.„skommission den 14. Oktober 1902. 3441 — Der Landrat: von Borries. In dem Saut ursverfahren. eibesitzers Wilhelan über das Vermögen des Molnachträglich angemesgere e.u Herford is. zur Prüfung dem Königlichen Amisgerarwit. 9½ Uhr eprigen umisgerichte hier, Zimmer 12, anbeHerford, den 14. Oktober 1902. Königliches Amtsgericht. 4211 Die Burengenerale in Berlin. Die Burengenerale verweilten gestern vormittag in ihrem Hotel in Gesprächen mit ihren Berliner Freunden. Um 1½ Uhr fuhren sie zum Bismarck=Denkmal vor dem Reichstagshause und besuchten darauf das Reichstagsgebäude, wo sie sich zunächst im Restaurationssaal für den Bundesrat längere Zeit aufhielten, während Abgeordnete aller Parteien herbeiströmten, um die südafrikanischen wettergebräunten Gestalten zu sehen und zu begrüßen. Einer der ersten Herren, die sich vorstellen ließen, war Fürst Herbert Bismarck. Als dieser zwischen Botha und de Wet stand, während Delarey etwas seitwärts getreten war, wurde eine photographische Aufnahme von der Gruppe gemacht. Fürst Herbert Bismarck führte die Buren dann zu der in der Vorhalle zu den Präsidialräumen aufgestellten Büste seines Vaters, die er ihnen unter Betonung der hohen Vollendung und ausgezeichneten Lebenswahrheit erläuterte. Immer voller wurde es inzwischen in dem nicht sehr geräumigen Ecksaale. Von offiziellen Persönlichkeiten ließen sich den Generalen die württembergischen Minister v. Pischeck und v. Zeyer vorstellen; ersterer bat ausdrücklich den Abg. Schrempf um die Vorstellung, weil er den Wunsch habe, ionen die Hand zu drücken. Pastor Schowalter war überall der Dolmetscher. Inzwischen hatte sich auch die Wandelhalle dicht gefüllt. Die Generale nahmen dann auch die übrigen Räume des Reichstages in Augenschein; sie wurden auch auf die Tribüne geführt, wo sie von den für die Landtagsabgeordneten vorbehaltenen Plätzen den Verhandlungen folgten, während der Abg. Liebermann v. Sonnenberg die Erklärung übernahm. Die ganze Aufmerksamkeit des Hauses blieb natürlich in dieser Zeit auf die südafrikanischen Gäste gerichtet. Nach kurzer Zeit verließen sie wieder mit ihrer Begleitung das Reichstagsgebäude. Vom General de Wet wird ein charakteristisches Wort erzählt. Der General sagte in der Unterhaltung mit einem Führer der deutschen Burenbewegung:„Es ist doch schwer, eine Persönlichkeit zu sein, ich war glücklicher, als ich noch Bauer war.“ Vom Reichstage aus fuhren die Gäste nach dem Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I., das sie mit bewegten Mienen in Augenschein nahmen. Kränze haben sie hier und an dem Bismarckdenkmal übrigens nicht niedergelegt. Die Niederlegung der Lorbeerkränze unterblieb, weil, so heißt es, die Kranzschleifen nicht fertig geworden waren. Nachmittags 3 Uhr folgten die Burengenerale einer Einladung des Frauenhilfsbundes zum Thee. Abends 8 Uhr fand dann die große öffentliche Versammlung in der Philharmonie statt. Von der Decke herab hing über der Bühne in der Mitte das deutsche Banner mit dem Adler, rechts und links davon zwei große Banner in den vier Farben Transvaals und des Oranjestaats, mit Trauerflor versehen. Mit dem Glockenschlage 8 Uhr betraten die Helden von Südafrika den Saal. Tosender Jubel hatte sie wiederum auf ihrem Wege begleitet, nicht minder stark empfing er sie in den weiten Hallen der Philharmonie. Das Orgelpräludium ging unter in dem brausenden Hoch! und Hurra!, dem stürmischen Hindeklatschen der begeisterten Versammlung. Nur allmählich legte sich der Sturm. Mächtig klang die Weise des:„Gott grüße Dich!“ vom Erkschen Männergesangverein durch den Saal. Dann brachte Abg. Lückhoff ein Hoch auf den Kaiser aus, in das die Versammlung dreimal lebhaft einstimmte. Nachdem das„Heil Dir im Siegerkranz“ verklungen war, hieß Abg. Lüahoff die Helden in längerer Rede willkommen. „Gott grüße Dich“, so hub der Redner an,„unter diesem Zeichen steht unsere heutige Versammlung. Denn nicht sind die Generale gekommen, um Anklage gegen die Nation zu erheben, mit welcher sie und ihre Armee 2¾ Jahre lang in blutiger Fehde gelegen haven.“ Nach der Begrüßungsrede des Abg. Lückhoff ergriff dann General Botha selbst das Wort. Weiterhin wurde den Generalen von drei jungen Mädchen drei goldene Lorbeerkränze mit Widmungssprüchen, und zwar für General Botha:„Groß ist es, für das Vaterland zu kämpfen, doch größer ist es, für das Vaterland zu leben“, für Delarey:„Also spricht der Herr aus dem Munde des Propheten: Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde Euer Gott sein", für Dewet auch ein Bibelspruch. Nachdem noch an die Präsidenten Krüger und Steifn Sympathietelegramme abgesandt worden waren, wurde die Versammlung gegen 11½ Uhr geschlossen. Der Ertrag der Sammlung erreichte die Summe von ca. 25000 Mk., da viele Plätze weit höher. selbst mit 1000 Mk. bezahlt worden sind. Um etwaigen Unglücksfällen vorzubeugen, hat das Polizeipräsidium auf Wunsch des Empfangskomitees eine Anzahl berittener Schutzleute zur Verfügung gestellt, welche bei Ausfahrten der Butenführer, neben den Equipagen reiten und das Andrängen des Publikums verhindern., Enthüllung des Kurfürstenden kmals in Fehrbellin. In Gegenwart des Kaisers wird heute das Denkmal des Großen Kurfürsten enthüllt, das der Kaiser der Stadt Fehrbellin geschenkt hat. Zur Englandreise des Kaisers. „Daily Telegraph" erfährt aus Shorneliff, Kaiser Wilhelm werde sein englisches Dragoner=Regiment bei dem Besuche in England in der im Kriege getragenen Khakiuniform inspizieren und bei der Parade den Leuten Kriegsmedaillen überreichen. Das Regiment beabsichtigt eine aus Südafrika mitgebrachte, für König Eduard bestimmte, seltene Antilope dem Kaiser als Geschenk zu überreichen. Die Fortsetzung der Zolltarifdebatte. In der gestrigen mehr als sechsstündigen Sitzung des Reichstages haben die Redner der Konservativen, der Nationalliberalen und des Zentrums zur vorgestrigen Rede des Reichs kanzlers Stellung genommen. Danach ist das Schicksa der Zolltarifvorlage entschieden. Für den Regierungsentwurf dürften— abgesehen vielleicht von vereinzelten Mitgliedern einiger anderer Fraktionen— nur die Nationalliberalen stimmen. Zu ihnen werden sich angeblich noch die Polen gesellen. Das Zentrum will einstimmig an den Kompromißbeschlüssen der Kommission festhalten; die Freikonservativen werden dasselbe thun, aber nur ein kleiner Teil der Konservativen wird sich ihnen anschließen. Die große Mehrzahl der letzteren will den Anträgen Wangenheim auf 7,50 Mk.=Zölle zustimmen. Auf diese Weise wird in zweiter Lesung wahrscheinlich alles abgelehnt werden, nicht nur die Regierungsvorlage und die extremagrarischen Anträge, sondern auch die Kommissionsbeschlüsse. Der sozialdemokratische Abg. Antrick eröffnete die Debatte mit einer mehr als 3½ stündigen Rede. Heute wird die Beratung fortgesetzt. Neues Marine=Dezernat. Der„Feldzug nach Peking“, wie die deutsche Expedition nach China im Sommer 1900 offiziell heißt, hat eine bemerkenswerte neue Militär=Einrichtung gezeitigt. Die deutsche Heeresleitung war bekanntlich auf solche Expedition nicht vorbereitet, wenngleich sie den an sie gestellten Anforderungen in vollstem Maße gerecht geworden ist, allerdings mit einer größeren Vorbereitungsfrist. Auf Veranlassung des Kaisers ist nun ein neues Marine=Dezernat geschaften worden, dem der Kapitän z. S. Derzewski vorsteht. Das Dezernat gehört zum allgemeinen Marine=Departement des Reichs=Marineamts und hat den Zweck, die militärischen Seetransport=Angelegenheiten zu bearbeiten und die Vorarbeiten für den Fall einer Mobilmachung vorzubereiten. Das Dezernat hat seine Thätigkeit bereits begonnen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß im Lause des nächsten Sommers eine größere Probemobilmachung für den Seetransport erfolgt. Reform des Hebammenwesens. Dem Vernehmen der„Soz. Praxis" nach wird das preußische Kultusministerium demnächst die erste Konferenz über die Reform des Hebammenwesens berufen. Lord Kitchener. Laut Meldung aus London ist Lord Kitchener gestern nach Aegypten und Indien abgereist. Die Burengenerale und Chamberlain. Im Haag wird versichert, die Burengenerale würden Ende Oktober eine neue Unterredung mit Chamberlain nachsuchen; gleichzeitig heißt es, daß die Aussichten einer Verständigung günstig stehen. Resorm der französischen Militärgerichtsbarkeit. Der Gesetzentwurf, betreffend die Reform der Kriegsgerichte ist soeben veröffentlicht worden und überträgt alle Verbrechen und Vergehen, ausschließlich derjenigen gegen die Disziplin, den bürgerlichen Gerichten. DeGesetzentwurf bestimmt, daß die einzige Berufungsinstanz d Hierzu zweites Blatt, Beilage und Illustriertes Kassationshof sein werde. Der sogenannte Revisionsrat soll aufgehoben werden. Herforder Kreisnachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 18. Oktober 1902. * Herr Ober=Bürgermeister Quentin begiebt sich morgen wieder nach Berlin zwecks Teilnahme an den Reichstagsverhandlungen der nächsten Woche. □ Ueber die gestrige Stadtverordnetensitzung berichten wir in der Beilage. In der geheimen Sitzung kam auch zur Mitteilung, daß Herr Ingenieur Dr. Hammacher aus Posen zum Direktor der städtischen Gas=, Wasser= und Elektrizitätswerke gewählt ist; Einwendungen gegen diese Wahl wurden nicht erhoben. In den Wahlvorstand behufs Vornahme der Stadtverordneten=Wahlen warden die Herren Dir. Burgtorf und Julius Koch als Beisitzer und die Herren Siepe und Ströter als Stellvertreter gewählt. Des Weiteren wählte das Kolleg Herrn Rentner Erwin Koch als Waisenrat für den Bezirk 30 und Herrn Meyer zu Capellen als solchen für den Bezirk 32. *∆ Zu den Stadtverordneten=Wahlen kommt heute die amtliche Bekanntmachung zur Veröffentlichung. Obst- und Gemüse-Ausstellung. Die Ausstellung wurde im Laufe des gestrigen Tages soweit fertig gestellt, daß die Prämiierung am Abend erfolgen konnte. An Stelle der verhinderten Herren Direktor Droysen und ObstbauInspektor Hagemann hatten die Herren Noack=Herford, StrubeFelsenkeller und Beckmann=Eickum das Preisrichteramt übernommen. Da sie resp. Herr Georg Uekermann selbst ausgestellt hatten, mußten sie außer Konkurrenz bleiben, obgleich sie sämtlich hätten prämiiert werden müssen. Das Preisrichteramt war überhaupt ein sehr schwieriges. Eigentlich könnte Alles prämiiert werden. Der Glanzpunkt ist das von Herrn Georg Uekermann ausgestellte, etwa 12 qm große Obst=Arrangement. Es ist wohl nicht zuviel gesagt, daß diese Ausstellung in jeder Großstadt Aufsehen erregen würde. Herrn G. Uekermann sei von dieser Stelle aus der wärmste Dank dafür ausgesprochen, daß er keine Mühe und Kosten gescheut hat, uns diese wundervollen Produkte vorzuführen. Herr Gärtner Breder hat den Saal mit schönen Gruppen von Lorbeerbäumen und Pflanzen sehr wirkungsvoll ausgeschmückt. Von den übrigen Ausstellern seien noch erwähnt: Die Königliche Strafanstalt, Lehrer Meyer=Wallenbrück, Beckhoff=Oeting= hausen, Fritz Heidemann=Herford, Rechengehülfe Riepe=Herford, Sekretär Ridderhoff=Herford, Landwirtschafts= und Real=Schule und die Geschäftsstelle des Provinzial=Obstbau=Vereins.— Preise erhielten: a. für Obst Riepe=Herford, JacobiHerford, Rich Bökelmann=Herferd; b. für Gemüse: Obergärtner Schönknecht=Herford, Haarmann=Brüggenhaus bei Schötmar, Bäckermeister Dresing=Herford; c. für Obstbäume: Beckhoff=Hücker Prämiiert wurden: Fabrikant HuchzermeyerHerford, Hollandstr., Fabrikant W. Menckhoff, Wilh. Sievecke, Aug. Lohmeyer=Herford und Beckmann=Steinbeck. Der Besuch der Ausstellung kann nicht dringend genug empfohlen werden. Ein Jeder wird den Eindruck gewinnen, daß etwas Vorzüg liches geboten ist. Durch plötzliches Aussetzen der elektrischen Beleuchtung wurde gestern abend kurz nach 6 Uhr der hiesige Staatsbahnhof in vollständiges Dunkel versetzt. Der Verabredung gemäß sollte um diese Zeit die Umschaltung auf das städtische Leitungsnetz erfolgen. Da aber infolge Störung der Fernsprechverbindung zwischen dem städtischen Werk und der Zentrale von Bokelmann u. Kuhlo eine Verständigung nicht möglich war, so wurde in letzterer schon ausgeschaltet, bevor die städtische Anlage eingeschaltet war. Wenn auch nach Entdeckung dieses Mißverständnisses sofort die Wiedereinschaltung veranlaßt wurde, so vergingen doch etwa 6—7 Minuten, bis die Finsternis beseitigt war. Die Umschaltung dürfte nunmehr heute erfolgen. 'k Gesangverein„Teutonia“ Stift Berg. Wie schon im Inseratenteil angekündigt, begeht dieser Verein morgen in Brockmanns Berggarten die Feier seines 30. Stiftungsfestes. Nachmittags findet Vokal= und Instrumental=Konzert unter Mitwirkung der Düngelschen Kapelle statt. Wie immer, wenn die„Teutonia“ ein Fest gab, so dürfen wir auch morgen genußreiche Stunden erwarten, weshalb sich der Besuch dieser Veranstaltung um so mehr empfiehlt. ** Zur Eickermann=Soiree. Für diese, morgen im Theatersaale des Bürgervereins stattfindende Soiree bringt der heutige Inseratenteil das Programm. Disselbe ist wieder sehr abwechslungsreich gewählt. Steindel=Quartett. Am Montag, den 27. d. M., abends 8 Uhr findet im hiesigen Stadttheater ein Konzeit des Steindel=Quartetts aus Stuttgart statt. Vater Steindel tritt mit seinen drei Söhnen auf. Die Besetzung des Quartetts ist wie folgt: Musikdirektor A. Steindel spielt Viola, der 7½jährige Albin spielt Violine, Max Steindel, 9½ Jahre alt, Cello und der 11½jährige Bruno spielt Klavier; letzterer ist hier bereits vor Jahren mit großem Erfolg aufgetreten. In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. 1,00—1.20 Mk., Eier Pfd. 65 Pfg., Wurzeln Bd. 10 Pfg., Porree Bd. 5 Pfg., Kartoffeln 4 Pfg. p. Pfd., Zwiebeln Pfd. 20 Pfg., Blumenkohl 30—40 Pfg., Kopfsalat Stück 5 Pfg., Radteschen Bund 10 Pfg., Gurken Stück 30 Pfg., Wirsing Pfd. 20 Pfg., Johannisbeeren Pfd. 22 Pfg., Brnen Psd. 25 Pfg., Weintrauben Rid. 50—60 Pfg., Rotkohl Kopf 20 Pfg., Zwiebel Bund 10 Pfg., Gurken Schock 0.50 bis 1.50 Mk., Schnippelbohnen Pfd. 15—20 Pfg, Pflaumen Pfd. 15—20 Pfg., Preißelbeeren 9##. 30 Pfg., Aepfel Pfd. 10—15 Pfg., Streifrüben Bund 10 Pfg., Weißerüben Bund 10 Pfg., Wirsing Kopf 20—25 Pfg., Hühner Stück 1.00 bis 1.25 Mk., Endivien Kopf 10 Pfg. * Oberbehme, 1d. Okt. Diamantene Hochzeit. Gestern fand auf dem hiesigen Gute die Feier der diamantenen Hochzeit der Eheleute Kaspar Heinrich Bökemeier und Hanne geb. Budde statt. Mit dem 19. bezw. 14 Lebensjahre waren beide dort in Dienst getreten und haben fortan ohne Unterbrechung— abgesehen von den Militärjahren des Jubilars — hierselbst ihre Lebenszeit zugebracht. In derselben Wohnung haben sie ihre grüne, silberge, goldene und diamantene Hochzeit gefeiert. Ihre beiderseitige Ehrbarkeit, Treue und Beliebtheit fanden schon bei der Feier der goldenen Hochzeit in hohem Maße durch Ehrungen und Geschenke weitgehende Anerkennung. Auch die gestrige Festlichkeit, die nur durch die Familientrauer über den kürzlich erfolgten Tod der Schwiegermutter im Hause getrübt war, legte Zeugnis von der großen und innigen Teilnahme ab, die man weithin an dem Ehrentage der wackeren alten und doch verhältnismäßig noch frischen Leute nahm. Derartige Feiern ehren gleichermaßen Herrschaft und Dienstleute, die so lange Zeit hindurch sich gegenseitig Treue, Anhänglichkeit und Liebe bewahren. Wie weiter gemeldet wird, wurde dem Jubelpaar auch vom Superintendenten Höpker im Namen des Kaisers ein Geldgtschenk überreicht. Möge dem Jubelpaare ferner ein friedlicher Lebensabend beschieden sein! ¼ Blotho, 18. Okt. 100 Jahre alt. Rentner Stock hier vollendet morgen in seltener körperlicher und geistiger Frische sein 100. Lebensjahr. Eilshausen, 18. Okt. Karussellbelustigung findet morgen, Sonntag, bei Herrn Meyer, Gasthof„Zum Reichsadler" statt; siehe auch Inserat in der vorliegenden Nummer der Zeitung. * Bielefeld, 17. Okt. Dividende. Die Dividende der Maschinenfabrik vorm. Dürkopp u. Co. wird für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 15 Prozent(gegen 12 Prozent i. V.) geschätzt. Vermischtes. Selbstmorde. Ruhrort. Der Direktor der BergischMärkischen Bank, Filiale Ruhrort, Fr. Arnold hat sich gestern erschossen. Die Ursache ist unbekannt.— Harburg. Der 29jährige Briefträger Hamann aus Altona wurde morgens erschossen in der Haake aufgefunden. Der Grund ist angeblich in mißlichen Familienverhältnissen zu suchen.— Straßburg. In seiner Wohnung hat sich der 60jährige Oberarzt Dr. Otto Dürr vom Fußartillerie=Regiment Nr. 14 aus unbekannten Gründen erschossen. Der Leutnant Richter des Chevauxlegers=Regimentes Nr. 3 in Dieuze verübte Selbstmord, indem er in die Spinne sprang und ertrank. Die Leiche wurde noch nicht gefunden. Kinder verbrannt. Aus Aschera b. Langensalza wird gemeldet: Im hiesigen Gemeindehause brach früh Feuer aus, welches das Dachgeschoß einäscherte. Zwei Kinder im Alter von 9 und 4 Jahren kamen in den Flammen um; die Kinder waren sich selbst überlassen, während die Eltern auf dem Felde arbeiteten. Hungersnot. Aus Hongkong, 17. Okt. wird gemeldet: In Kanton ist die Reisernte mißraten; es herrscht Hungersnot. Unruhen drohen. Sammlungen zur Unterstützung der Notleidenden wurden eröffnet. (Fortsetzung im zweiten Blatt.) Standesamtsnachrichten für den Kreis Herford. Amt Herford. Nachrichten in der Zeit vom 11.—17. Oktober 1902. Geburten: 1 Sohn dem Bauunternehmer Friedrich Wilhelm Busch=Schwarzenmoor 123, Handarbeiter Karl Heinrich Rieso=Schweicheln 8. 1 Tochter dem Neubauer August Heinrich Schwachmeyer= Schweicheln 43, Bierfahrer Johann Heinrich Capito=Sundern 19. Neu eingetroffen 4435 Golf-Cap Golf-Paletots, Schwarze Cäpen, Schwarze Paletots 27 Mk., 22 Mk., 16 Mk., 12 Mk., 9 Mk. Louis Ranzow. Ein größerer, heller Raum wird als Werkstätte für ein geräuschloses Geschäft per sofort oder später zu mieten gesucht. Offerten befördert die Exped. d. Ztg. unter 430k. Laden in nur bester Lage möglichst 2 Fenster per sofort oder später zu mieten gesucht. Offert m. Preisangabe u. Größe unter 432k an d. Exv. d. Ztg. erbeten. Achtung! Wer an Husten, Heiserkeit, Asthma und Brustschmerzenleidet, für den ist das beste Haus= und Genußmittel der berühmte Mayer'sche 1431 Brust-Sprup. A'u haben bei Ed. Mumperow, verford. Radewigerstraße. Meiner werten Kundschaft zur gefälligen Nachricht, dass ich neben meinem KäseGeschäft von heute ab sämtliche Kolonial-, Speck- u. Murstwaren führen werde. . M i t d e r B i t t e, m i c h a u c h d a r i n g ü t i g s t + unterstützen zu wollen, zeichnet Hochachtungsvoll* * F r. K r ö g e r, + 4375 Johannesstrasse 46. Stadt-Theater. Sonntag, den 19. Oktober er., abends 8 Uhr: Letztes Auftreten von Louise Eickermann-Trautmann (v. Kgl. Konservator. z. Dresden) und A. Eickermann (vom Hoftheater zu Meigingen) Komer. Charakter-Darstellangen. (Nicht zu verwechseln m. Vorlesungen.) Neu! Programm. Neu! 1. Liebt mich mein Schatz. 2. Des Lebens höchstes Glück. 3. Ein kleiner Roman. (Aus Baumbachs„Abenteuer und Schwänke“.) 4. Enspekter Bräsigs Waterkur. 5. Ut: De Reise na'h Belligen. 6. Chiurgus Jacob Klein. Von Fr. Reuter(als Charakter= darstellungen.) Neu! II. Teil. Neu! 7. Die Schlacht bei Sedan. (Gr. Kriegsgemälde v. Prof. Bork.) Neu! III. Teil. Neu! 8. Humor. Ratschläge für heiratslustige Mädchen. 9. Der Hexensegen.) Aus H. Seidels 10. Der Schnupfen.]„Burlesken“. 11. Das Lachen.) Charakter= 12. Gute Nacht! darstellungen. Billetts zur Loge à 60 Pfg., zum Saal à 40 Pfg. in den Zigarrenhandlungen von Wessel, Gehrenberg u. Wilmsmeyer, Alter Markt. Kassenpreis: à 75 u. 50 Pfg., Gallerie à 25 Pfg. 383k Aeltere gebildete 440k Dame, welche jahrelang einen feineren Haushalt geführt, sucht baldigst passende Stellung, auch im besseren Geschäftshause. Ia Empfehlung. Näheres Göbenstraße 18. Wer giebt Stunden im Rechnen und Schreiben und wieviel kostet die Stunde. Offert. unt. H. B. 100 an die Exp. 4271 Der. Stadtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Schnellbesohl=Anstalt Gehrenberg 23 bei. 4431 Bürgerverein Dienstag, den 28., u. Mittwoch, den 29. Oktober 1902: 2 humorist Abende der Original-Leipziger Quartett= und Konzert-Sänger Herren Belzer, Denzau, Füge, Voigt, Lemke, Wismar und Bergmann. Von Autoritäten anerkannt als beste sämtlicher Quartettgesellschaften. Direktion: Paul Belzer. Streng decentes Programm mit vollständig neuen Vorträgen u. hocheleg. Ausstattung. Anfang präzise 8 ¼ Uhr. Eintrittskarten 75 Pf. Im Vorverkauf à 60 Pf. in der Zigarrenhandlung des Herrn Wessel und im Stadttheater. Dem geehrten Publikum wirklich genußreiche Stunden versprechend, laden zu diesem humoristischen Abend ergebenst 402*. Die Obigen. Wohnungen Stellungen (Wer eine Wohnung zu vermieten hat ooer mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) 2 ruhige Mieter suchen auf sofort eine frdl. Wohnung von 4 bis 5 Räumen. Offerten befördert die Exped. d. Ztg. unter 431k Ein freundlich möbliert. Zimmer mit Morgenkaffee in der Nähe des Hauptbahnhoses zu mieten gesucht. Gefl. Offerten unter 4241 an die Geschäftsstelle d Ztg (Stellungs=Gesuche und=Angebote inseriert man mit Erfolg in der Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) 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Prov.-Anl. 89.90 40/%%„„ 100.— B.n.„ 104,75 4 gielef. Stadtanleibe 104,— Samb. Hypotheken6 Sfandbriefe 1910 102.75 „chem, Westf. Boden4##Ted.-Pfandbriefe 1905 100,75 Meimg. Hypoth.Herferd, 17. Oktober 1902. ** Pfandbriefe 1906 102.50 Deutsche Bank-Akt. 208 80 Disc. Commandit-Akt. 187,20 A. Schaaff hausen'scher Bv. 115,30 Gelsenkirchener Bergw.Aktien 172,80 Hibernia Bergw.-Aktien 173,60 Harpener dto. 169.20 Harb.-Wien. Gummi-Akt. 315,60 Phönix Bergw.-Aktien 115,— Benkdiscont 4 ½ Tenden:: fest. Meteorologische Station Witterungsbericht vom 18. Oktober Höchste Temperatur des Vortages: 9.90. Niedr. Temperatur in der Nacht: 5,60. Temperatun um 7 Uhr vorm.: 6.40, 11„„ 9.00 Lustdruck um 7 Uhr vorm.: 748,8 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 1,5 mm. Wind: Stürmischer SW. Himmel: Bedeckt. 1 Voransstaztliches Okt.: Vorherrschend trübe und bewölkt mit schwachen L. Salinger&Co., Kaufhaus für sämtliche Bedarfsartikel empfiehlt in grösster Auswahl und billigsten Preisen: Unterzeuge für Herren u. 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Vertreter: August Holle in Herford, Lübberstr 5, Castanién in Bielefeld. Am Obernthor 3. 2838 H. Schönenberg Gehrenberg n2. Herford. Gehrenberg 12. 1r0 Fe tot lie 2 daß L Kamp daß d. das F daß di staunli machen volle not“ 12. Jahrgang. Teleph. Anschl. Herford Enger sbad U. Teleph. Anschl. N 245 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1.25 Mark. bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Sonnabend, 18. Oktober. Inserste werden bis Preis der einspaltigen Vei Oeynhansen und Amt vorm. 11 Uhr erbeten. elle für Stadt und Kreis Herford, 10 Pfg., sonst 15 Pfg. Zweites Blatt. ig. rersend, 5e 95 ebend 4le leines Co9563 geles eu hetten 19 35 1896 90 R Aus Provinz und Nachbarstaaten. * Dornberg b. Bielefeld, 17. Okt. Besitzwechsel. den Ontrup'schen Hof in Groß=Dornberg, der vor einiger Zeit durch Heirat in den Besitz des Lehrers Knobloch in Neuenahr übergegangen ist, hat der Oekonom Meyer zu Besterhausen(bei Enger) käuflich erworben und zwar 90 Scheffelsaat inkl. Gebäude und lebendem und totem Inventar 2 Mk. 600= 54000 Mk. Das übrige zu dem Hofe geLörige Land hat der neue Besitzer in Pacht genommen. Die Uebernahme ist bereits erfolgt. * Wunstorf, 17. Okt. Steinhuder Meer=Bahn. In dem am 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahre haben die Einnahmen aus dem Personenverkehr 96 508 Mk. betragen, In Vorjahre 96 519 Mk. Im ganzen sind 195 618 Personen befördert, gegen 204 161 im Vorjahre. Der Güterverkehr hat eine Einnahme von 64036 Mk. erbracht, im Vorjahre 54384 Mark. Befördert wurden 31117 t gegen 24 898 t im Vorjahre. Die Gesamt=Einnahmen belaufen sich auf 166417 Mk., die Ausgaben auf 106 982 Mk. Münster, 17. Okt. Plötzlich irrsinnig gevorden. Eine arge Störung des Gottesdienstes verursachte Sonntag während der Nachmittagspredigt im Dom ein Aötzlich irrsinnig gewordener Mann. Derselbe unterbrach den Heistlichen ständig durch lautes Rufen, so daß die Predigt Egebrochen werden mußte. Der Unglückliche entfernte sich Aübehelligt und begab sich nach der Ueberwasserkirche, wo er lich ebenfalls auffällig benahm. Als der Küster abends die Eirche abschließen wollte, weigerte sich der Kranke, die Kirche iu verlassen. Es blieb dem Küster nichts anderes übrig, als swei Polizeibeamte heranzuholen, denen es unter Assistenz Fniger Soldaten mit großer Mühe gelang, den Kranken zu überwältigen und zum Garnisonlazarett zu bringen. Lüdenscheid, 17. Okt. Ein tödlicher Unslücksfall ereignete sich nachts in der Werdohlerstraße. er 30 Jahre alte Fabrikarbeiter Heinicke stürzte, als er ine im dritten Stockwerk belegene Wohnung aufsuchen wollte, Ier das Treppengeländer in den Flur hinab. Bei dem tiefen Sturz zerschmetterte er sich den Schädel, sodaß der Tod auf Stelle eintrat. * D ü s s e l d o r f, 1 7. O k t. D e r N e t t o ü b e r s c h u ß Der Ausstellung beträgt, wie jetzt feststeht, über eine Rillion Mark. Frankfurt a. M., 16. Okt. Zur Ehrung Jahn's. Anläßlich der 50. Wiederkehr des Todestages Friedrich Ludwig Jahn's wurde gestern abend in der PaulsIrche im Beisein der Spitzen der Zivil= und Militärbehörden, Lertreter des Magistrats, der Stadtverordneten, Geistlichkeit, der Turnerschaft und zahlreichen Publikums die Gedenktafel #erlich enthüllt, welche die Turnersymbole und Worte trägt: Hier saß in der Nationalversammlung Friedrich Ludwig Jahn.“ Vermischtes. Ein Lützow= und Jahn=Denkmal wird am Sonn26 zu Mölln in Lauenburg enthüllt. Es besteht aus einem über 2 m großem Findling, an dem eine Bronzeplatte mit er Inschrift angebracht ist:„Hier kämpfte am 4. und 5. ö##ptember 1813 das Lützowsche Freikorps unter Major von „utow und Turnvater Jahn". Die Spitze des Steins krönt bronzener Adler. ine Aerztin in der Berliner Charité. Mit Renehmigung des Kultusministers wurde die Stellung eines hlontärassistenten in der Berliner Charité zum ersten Male einer Aerztin, Frl. Dr. Friederike Stelzner, besetzt, die in valle promovierte. o9. Aus dem Zuge gesprungen. Ein zu elf Jahren Auchthaus verurteilter Verbrecher, der von Berlin nach Straß#s transportiert wurde, sprang bei Station Lollar während —. Fahrt aus dem Zuge und blieb mit gebrochenem Genick tot liegen. daß Lord M.xxs Genesung. Man hatte angenommen, Kampfe gegen A.“ Verwundungen, die er in seinem letzten daß der Genergs en“? davontrug, so schwer sein würden, ie die Gerchtng ded Genteraige in. Ci. Bid Let, brche, machte, daß er seden Tag slsene Rite e e c cece Sechene St. e9us chrs## am 24. September in den Hafen von St. Johns, Neufundland, einlief. Das Schiff, das nur 46 Für November und 110 Judoren Aldontat##n schon jetzt Bestellüngen entgegengenommen. Dezember werden in unseren Agentaren Da sich der Bezugspreis in den Agenturen billiger als wie bei der Post stellt, empfiehlt es sich, die Bestellungen möglichst in unseren Agenturen zu machen. Mit Rücksicht darauf, daß die Leserzahl fortgesetzt zunimmt, erweist sich die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ auch als sehr wirksames Insertionsorgau, was vielfach eingegangene Schreiben bestätigen. Redaktion u. Verlag Registertons faßt, hat über 3200 englische Meilen zurückgelegt und war über 1½ Jahre unterwegs. Der Kapitän Walter Jackson aus Ipswich wollte mit dem Schiffe eine Sommerfahrt in das Land der Robben und Walrosse machen, aber das Eis hielt das Schiff fest, und er hatte alle Gefahren eines arktischen Winzers zu bestehen. Das Ziel der Reise war eine abgeschlossene Bucht der Frobisher's Bay, ein 200 Meilen langer Golf mit zahllosen Inseln. Dieser Meeresarm schneidet tief in das Baffinsland ein. Der kleine Schlepper hatte eine gemischte Ladung zum Tauschhandel mit den Eskimos, aber außerdem wollte man Moschusochsen, Rotwild und Füchse schießen und auf Walrosse jagen. Die großen schwimmenden Eisfelder, die vom Pol kommen, bringen viele Bären, Füchse und Walrosse mit, die hier nach ihrer langen Reise ans Ufer kommen. Das Schiff fuhr von Yarmouth um den Norden Schottlands herum nach Cap Farewell in Grönland. In fünfzig Tagen kam es an seinem Bestimmungsorte an, und die Mannschaft begann zu schießen und zu handeln. Als man aber Ende September wieder südwärts fahren wollte, versperrte bereits das Packeis aus dem Norden den Eingang der Bucht mit einer 30 Fuß hohen Mauer, so daß man den zehnmonatigen arktischen Winter über sich ergehen lassen mußte. Zum Glück teilte ein Eskimostamm alle Gefahren, und die Eskimos erwiesen sich als tapfere Gefährten und beteiligten sich an der Jagd. Viele Moschusochsen wurden wegen des Fells und des frischen Fleisches geschossen. Dieses Fleisch hat einen besonderen Moschusgeschmack und wird zuerst nicht gern von Europäern gegessen; aber in diesem Klima, wo viel Fleisch eine Notwendigkeit ist, gewöhnen sie sich schließlich daran. Die Walroßjagd ist ein aufregender und gefährlicher Sport, besonders wenn die Tiere Junge bei sich haben, oder wenn sie in Booten und Kajaks gejagd werden müssen. Einmal riß ein wütender Stier mit einem einzigen Streich seiner Stoßzähne einen Streifen aus einem Boot; zum Glück wurde aber Niemand dabei verletzt. Zeitweise war der beengte Raum des kleinen Schiffes für die Mannschaft fast unerträglich. Bei den verschiedenen Jagdausflügen ereigneten sich viele kleine Unfälle. Bei einem wurden zwei Eskimos von einem ihrer Gefährten erschossen, der auf eine Robbe zielte und, als das Tier untertauchte, die Waffe senkte, wobei die Ladung losging und ihnen in den Kopf drang. Am 5. September hörte man eine Dampfpfeife. Es war der Dampfer„Windward“ mit Peary an Bord. Der„Windward" nahm das Schiff dann am nächsten Tage ins Schlepptau, verließ es aber nachmittags, und Peary versprach, ein Kabeltelegramm an seine Freunde zu senden. Wenn der kleine Schlepper nun auch aus dem Eise heraus war, so hatte er doch noch 1500 Meilen bis Neufundland zu machen. Während dieses Teiles der Reise hatte das kleine Schiff entsetzliche Stürme und große Sturzseen zu bestehen. Nan Houtens G Leicht löslich leicht verdaulichf Seidenstoffe von Elten& Keussen, Sammte, Velvets, direkt an Private. Man verlange Muster. Handluns Krefeld. Ein unzertrennlicher Begleiter des Reichskanzlers Graf Bülow ist sein schwarzer Pudel. Von diesem Reichspudel erzählt man, daß jüngst ein süddeutscher Landwirt ihn als einen englischen bezeichnet und gemeint hätte: Der werde im Gegensatz zu Bismarcks deutscher Dogge„geschoren wie wir von den Englännern.“ Der Reichskanzler hat daraushin seinerzeit in einer Unterhaltung mit einem Parlamentarier äußerst vergnügt geäußert:„Unsinn! Es ist ein ehrlicher deutscher Pudel. Er stammt aus der Hundezüchterei Caesar u. Minka Zahna. Geschoren muß er allerdings werden."[4141 Beleuchtung. Während der langen Wintermonate gehört zum Wohlbefinden neben einem behaglichen Heim auch eine Beleuchtung desselben, die geeignet ist, den sich hinsichtlich der Helligkeit stetig steigernden Ansprüchen gerecht zu werden. Besonders auf dem Lande, wo Gas= bezw. elektrische Anlagen garnicht oder in nur beschränktem Maße vorhanden sind, macht sich das Bedürfnis nach einem hellen und doch zugleich billigen Licht bei Eintritt in die lichtärmere Jahreszeit immer wieder bemerkbar. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind daher die Bestrebungen, die wir in neuerer Zeit auf dem Gebiete der Spiritus=Industrie beobachtet, und die eine Fülle von Apparaten für die Verwendung des Brennspiritus zu technischen Zwecken gezeitigt haben. Unter denselben nehmen besonders die Spiritus=Glühlicht-Brenn= in ihren neuesten Konstruktionen eine hervorragende Stellung ein und sind dazu berufen, einen willkommenen Ersatz für Gasanlagen zu schaffen. Dieselben sind von einschlägigen Geschäften bereits allerorten eingeführt und sollten daher bei Neu=Anschaffungen von Licht=Anlagen, Tisch-, Küchenlampen 2c. unbedingt in Betracht gezogen werden. Wo geignete Bezugsquellen am Platze nicht vorhanden, wendet man sich direkt an die Zentrale für SpiritusVerwertung G. m. b. H., Berlin W., welche Interessenten mit Auskünften und Kostenanschlägen bereitwilligst an Hand geht.s 21 321n0 27811 Die Krankenpflege Kulturstaaten einen so hohen Grad von Vollkommenheit erreicht, daß eine Verbesserung derselben vielfach kaum für möglich gehalten wird. Nicht nur die Pflege der Kranken in der Familie hat sich gegen früher vollständig geändert und zwar zu Gunsten einer hygienischen Behandlung, sondern auch unsere großen Krankenhäuser sind Muster von gut eingerichteten und geleiteten Heilinstituten geworden. Daß die Küche eines großen Sanatoriums oder Hospitals nun keine untergeordnete Rolle spielt, ist allgemein bekannt. Die Bereitung geeigneter Kost für Kranke und Rekonvaleszenten ist sozusagen eine Wissenschaft für sich geworden. Gerade bei den Kranken heißt es speziell die Individualität jedes Leidens berücksichtigen. Neben den besten Arzeneien und den kräftigsten Nahrungsmitteln spielen aber im Leben des Patienten die Genußmittel keine geringe Rolle. Wo es gilt, den fehlenden Appetit anzuregen, da sind geeignete ungefährliche Reizmittel durchaus am Platz und werden von den Aerzten angewandt. Professor Dr. Martin Mendelson hat sich nun vor einigec Zeit über ein neues Genußmittel höchst anerkennend ausgesprochen, das, dem besten Fleischextrakt an Gehalt und Zusammensetzung gleich, äußerst günstige Wirkungen ausübt.„Siris“, so nennt sich dieses Präparat, ist von Geschmack unübertrefflich, besitzt große Würzkraft und dürfte um so mehr das beste Ersatzmittel für Fleischextrakt sein, als es um zirka die Hälfte billiger ist als dieser. bmirett 1601 Wer das neue, wesentlich verbesserte Präparat— in allen Kolonialwaren= 2c. Handlungen erhältlich— noch nicht versucht hat, versäume nicht, sich von der vorzäglichen Qualität zu überzeugen. Wo nicht zu haben, verlange man unter Einsendung von 30 Pfg. in Briefmarken Probetöpfchen, ab Fabrik:„Siris=Gesellschaft“ m. b. H. Frankfurt a. M. 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Vertreter an allen Orten gesucht. 47 4 Gebühren=Ordnung betreffend die Erhebung einer Abgabe für die polizeiliches Behandlung der Baugesuche im Stadtbezirk Herford. Auf Grund der§§ 6, 7 und 8 des KommunalabgabenGesetzes vom 14. Juli 1893 wird unter Zustimmung der Stadtverordneten(Beschluß vom 3. Mai 1901, Nr. 888) und unter Genehmigung des Bezirksausschusses zu Minden folgende Gebührenordnung erlassen: § 1. Für die polizeiliche Behandlung der Baugesuche in der Stadt Herford(Prüfung des Baugesuchs, Rohbauabnahme, Schlußbauabnahme und alle damit verbundenen schriftlichen und sonstigen Arbeiten) wird zu Gunsten der Stadtkasse Herford eine Gebührsterhoben. § 2. Dieselbe soll betragen bei einem Bauwert —.*„„- OI beim Bezirksausschuß zu Minden offen. Gegen die Entscheidung des Bezirks=Ausschusses ist nur das Rechtsmittel der Revision zulässig. Die Einlegung des Einspruchs sowie der Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Herord, den 9. April 1901. Der Magistrat. Minden, den 29. November 1901. J.No. 2293 B. A. II. Genehmigt auf Grund der§§ 6, 8 und 77 des Kommunalabgaben=Gesetzes vom 14. Juli 1893.(Gesetz=Sammlung Seite 152). — Siegel.— Namens des Bezirksausschusses. Der Vorsitzende: I. V.:(gez.) Rahm. Vorstehende Gebühren=Ordnung wird in der obigen veränderten Fassung hiermit öffentlich bekannt gemacht. Herford, den 3. Oktober 1902. Der Magistrat: Quentin, Oberbürgermeister. 240k Bekanntmachung. Als Beginn der gemäß§ 21 des Einkommensteuergesetzes vom 24. Juni 1891 alljährlich für die Zwecke der Staatssteuer=Veranlagung vorgeschriebenen Personenstandsaufnahme ist von der Königlichen Regierung zu Minden für das Steuerjahr 1903 der 27. Oktober 1902 festgesetzt, was hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Herford, den 3. Oktober 1902. Der Vorsitzende der Einkommensteuer=Veranlagungs=Kommission des Kreises Herford. v. Borries. 1511 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Feldweg, welcher von dem Kolonate Kleimeier Nr. 26 Jöllenbeck abgeht und über die Bahnstrecke Löhne—Hamenl südlich ins Feld führt, wegen Neubaues der Wegeüberführung über genannte Bahnstrecke vom 1. Oktober ab auf die Dauer von etwa 8 Wochen gesperrt wird. Gohfeld, den 9. September 1902. Der Amtmann. I. V. 2481 Wiegand. bis 1000 Mk. über 1 000 bis „ 5000„ „ 10000„ „ 15 000 „ 20000„ „ 25 000 „ 30 000 „ 3 5 0 0 0„ 45 000 50 000 2 Mk. 5000 Mk. 5„ 10000„ 10„ 15000„ 15„ 20 000„ 20„ 25000„ 25„ 30000„" 30„ 35 000„ 35„ 45000„ 45„ 50000„ 50„ 90 000„ 60000„ 60„ und von da ab mit jeden beginnenden 10.000 Mk. höheren Bauwerts 10 Mk. mehr. Bei Bauten, welche für Rechnung des Deutschen Reichs oder des preußischen Staates unter Leitung von Bauheamten des Reichs oder Staats ausgeführt werden, soll nur die Hälfte der Gebühr zur Hebung kommen. su § 3. K Der Bauwert wird durch das Stadtbauamt bei dem ersten Prüfungsgesuch festgestellt und ist diese Festsetzung maßgebend, vorbehaltlich der sofort beim Magistrat einzulegenden Beschwerde, welch letzterer sodann vorbehaltlich der durch die§s 69 und folg. des Kommunalabgaben=Gesetzes vom 14. Juli 1893 gegebenen Rechtsmittel, entscheidet(vergl. jedoch 88 5 und 7). § 4. Die nach§ 3 festgesetzte Gebühr ist vor Erteilung des Bauscheiner auf der Stadtkasse einzuzahlen und ist im Nichtzahlungsfalle im Wege des Verwaltungszwangsverfahrens einzehhar. 15828 § 5. Weist der Bauherr nach Abschluß aller Baurechnungen nach, daß der wirkliche Bauwert geringer geblieben ist, so erfolgt eine entsprechende Erstattung. S 6. Gelangt der angemeldete und genehmigte Bau nicht innerhalb Jahresfrist zur Ausführung,(§ 43 der Bau=PolizeiOrdnung) so werden 2 der Gebühr nach Antrag erstattet. § 7. Dem Abgabepflichtigen steht gegen die Festsetzung der Gebühr der Einspruch zu. Dieser ist binnen einer Frist von * Wochen bei dem Gemeindevorstande einzulegen. Die, Frist beginnt mit dem ersten Tage nach der schriftlichen Mitteilung der Festsetzung der Gebühr. 4 Ueber den Einspruch beschließt der Gemeindevorstand. Gegen den Beschluß steht dem Pflichtigen binnen einer mit dem ersten Tage nach erfolgter Zustellung beginnenden Frist von zwei Wochen die Klage im Verwaltungsstreitverfahren Probe=Abonnement für Bekanntmachung. Kontrolversammlung— werbst 1902— im Landwehrbezirk Es haben zu erscheinen: Sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere und Obere Militärbeamte der Reserve; . Alle Jahresklassen der Reserve 1895—1902. . Die zur Disposition des Truppenteils Beurlaubten. vingungen verkau . Die zur Disposition der Ersatzbehörden wegen Untauglichkeit und Reklamation Entlassenen.] Edmard Meyer Diesenigen Migunschaft,n oer Landwehr j. Aufgebore, welche in der Zeit vom j. April bis 30. Sep= Agentur= und Kommisionsgeschäft, „ gerford. * nirtom Die Hagemeyer’sche 2761 Besitzung, Nr. 33 in Oetinghausen, bestehend in einem großen Wohnhause mit ca. 17½ Scheffelsaat Land, soll durch mich zum Preise von 15000 Mk. unter günstigen Bedingungen verkauft werden. Mtaut tember 1890 eingetreten sind. . Die auf Zeit anerkannten Invaliden der Jahresklassen 1895—1902 Die Jahresklasse steht auf dem Militärpaß. Ersatz=Reservisten brauchen nicht zu kommen An welchem Lage? Wo findet die Um wieviel[Kontrolversammlung Uhr? statr? 3. Novbr. 3. Novbr. 4. Novbr. 4. Novbr. 5. Novbr 5. Novbr 10½ vormittags 2 nachmittags Kreis Herford. 1. Im Bezirk des Meldeamts Bünde. Bahnhof Löhne im Saale des Hotels Horstkotte Mennighüffen auf dem Hofe des Kolons Meyer Nr. 1 Geräumiges, in gutem Zustande befindliches 373k Gebäude mit guten Kellern, für Fabrikzwecke zu mieten gesucht. Angebote unter H. K. 712 an die Erv. d. Zig. erbeten. Alle Jahresklassen unter 1—6. 10 vormittags 3 nachmittags 11½ vormittags Stift Quernheim neben dem Hause der Gastwirtschaft Budde Schwenningdorf auf dem Spritzenhausplatze Spenge im Saale des Gast hofes zum „Deutschen Kaiser“ Heitmann Ur November und Dezember. Herrr 6. Novbr. 6. Novbr. 7. Novbr. 3½ nachmittags 10½ vor mittags Enger am Ausgange nach Dreyen=Melle Bünde im Stadtgarten 3 nach mittags Amt Gohfeld. Aus den Gemeinden Rennighüffen, Obernbeck u. Beck=Uhlenburg des Amtes Mennighüffen. lus den Gemeinden Stift uernheim, Quernheim, Häver, Kirchlengern, Klosterbauerschaft und Rehmerloh des Amtes Mennighüffen. Aus dem Amte Röding= hausen. Jahresklasse 1895, 1896, 1897 unter 2 und die unter 1,5 u.6 Bezeichneten Jahresklasse 1898, 1899, 1900, 1901, 1902 unt. 2 u. die unter 3 und 4 Bezeichneten 2. Im Bezirk des Meldeamts Herford 190K 1806 (Genaue Adresse des Bestellers.) Herforder Zeitung für Stadt u. Lans“ nebst„Illustriertem Sonntagsblatt“ und Unterhaltungsblatt als Pratis=Beilagen 7. Novbr. 8. Novbr. 8. Novbr. 10. Novbr. 10. Novbr. 9 vormittags 3 nachmittags 9 vormittags 3 nachmittags 10 vormittags 2½ nach mittags Herford im Garten des Eisenbahn=Hotels Jahresklasse 1895, 1896, unter 2 und die unter , 5 und 6 Bezeichneten Jahresklasse 1897, 1898, unter 2 außer den unt. 1 und 3-—5. Jahresklasse 1899, 1900, 1901, 1902 unter 2 und die unter 3 und 4 Bezeichneten Jahresklasse 1895, 1896 1897, 1898 unter 2 und außer den unter 3—“ Bezeichneten Kaisersaal Jahresklasse 1899, 1900 1901 unter 2 sowie die unter 3—6 Bezeichneten. Ein Schwym, für dauernde Arbeit gesucht. H. Klüter, Bünde. 152! Wilhelmstraße. Cognac. Gesetzlich geschützte preiswürdigste Marke. Gutachten. „Kaiser=Cognac“ ist von hochfeinem aromatischem Geruch und vorzüglich. Geschmack, dessen Verwendung in der Medizin wie auch als Genußmittel nur bestens empfohlen werden kann. 116k 9. 10. 97. gez. Dr. Amsel, Approb. 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Nachkontrole bestraft, sondern es erfolgt auch auf 11.4 und 12,8 der Wehr=Ordnung Versetzung in die nächstjüngere Jahresklaßse.#tan rechtzeitig bei den Begründete Befreiungsgesuche sind unter Beifügung amtlich beglaubigter. Meldeämtern bezw. Bezirksfeldwebeln anzubringen widrigenfalls sie unberücksichtigt bleiben(für Offtz 5 Aach Venigug der Vonuotgesgenrlüngr. Derskeri. ur gunge tiche i der Pehet scheneiger, Mlannschaften entgegen genommen, welche bei den Kontrol=Versammlungen nicht in der Front stehen. Detmold, den 1o. Oktober 1902. Königliches Bezirks=Kommando. von Schroeder, Oberstleutnant z. D. u. Kommandeur. offeriere solche zu billigem Emil Wolff, Gnädige Frau Sommersprossen, Wimmerln etc. entstellen Sie! Gebrauchen Sie doch auf meisen Rat Apotheker Otto Klements Alpenblüten=Ereme und Sie werden über den Erfolg ersteunt sein Echt esce.. u. BeoHerford i. W.: W. Epselod. Markt=Drogerie: Hugo Dölz, Parf. OT 85t Heinrich Nolting. Westäliak-Ligzische Veriasbauk Aktiengesellschaft. 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Bankdirektor Siekmann macht den Vorschlag, daß mit dem Komitee des Kaiser Friedrich=Denrmals Fühlung genommen werde, um dahin zu wirken, daß von der Errichtung eines Kaiser Friedrich=Denkmals abgesehen wird; lieber sollte man ein Schwimmbad errichten. Stv. Schönfeld hält auch den Platz neben dem Brausebad für viel zu beschränkt; lehnen wir aus finanziellen Gründen den Neubau einer Schule nicht ab, so dürfen wir dies erst recht nicht bei einer Badeanstalt thun, die den weitesten Kreisen der Bevölkerung zu Gute kommt. Die 2. Lesung der Vorlage sei notwendig. Stv. Menckhoff spricht ebenfalls gegen die Wohl des in Aussicht genommenen Platzes und empfiehlt die Zurückverweisung der Vorlage an den Magistrat mit dem Ersuchen um Wiedereinbringung eines gcüberan Menierik kath Malff hetont haß münléchlPecher& Co., Herford Aufbewahren! In Westtalen (Geschäftsinhaber: Theodor Weihe.) Neue Bahnhofstraße Nr. 20 in unmittelbarer Nähe des Haupt=Bahnhofes. Garantie Neuheit und allerbeste Reinigung! 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Die Krankenkassen müßten auch einen erheblichen Beitrag zur Unterstützung einer derartigen Wohlfahrtseinrichtung bewilligen, wie dies von ihnen auch für die Lungenheilstätte in Lippspringe geschehen ist. Stv. Schönfeld will, daß zunächst ein kleiner einstöckiger Bau geschaffen wird, an den dann leicht Anbauten gemacht werden. Wir müssen aber einen guten Platz auswählen. Wenn wir stolz sind, jetzt einen Ober=Bürgermeister zu haben, so geschieht dies nicht allein der Person wegen, sondern auch deshalb, weil unsere Stadt einen heraufgekommen ist. Und so wird die Stadt auch in dieser Badangelegenheit etwas Ersprießliches schaffen können. Stv. Wolff weist darauf hin, daß das Komitee des Kaiser Friedrich=Denkmals gar nicht in der Lage ist, in der vorgeschlagenen Weise über #fügen, da diese doch nur zum Besten des sind. Schließlich wurde das Amendement kmann angenommen, den Magistrat zu ersung zu erwägen, ob nicht statt Erweiterung des keubau errichtet werden soll. Außerdem soll cht werden, mit dem Komitee des Kaiser um Ueberlassung des Denkmalsfonds für zu unterhandeln und alsdann die Bürgering von Beiträgen zu ersuchen. Hierauf ratsantrag betreffs hr der Stadt mit der Westfälischsereinsbank zugestimmt. Kämmerer daß bezüglich dieser Geschäftsverbindung ist: Die Stadt schuldet jetzt der Westereinsbank Mk. 415000 Accepte, für die ind 1/6% der Bankprov sion von 900000 326 bezahlt hat. Es handelt sich um 4½% und 331 500 Zahlen a 5½%; die hiesigen Kreissparkasse für diese Mk. 415000 sätte. Diese machen aus: Mk. 6036,25+ Mk. 11100,83, somit Verdienst Mark die Stadt das Geld zum netto Lombardsatz würden obige Mk. 11 100 sich auf Mark haben und es wäre ein Verdienst von nur lt worden. Das Geld kostete der Stadt sne 3¼0 mit der Provision der WestBank inkl. aller Spesen, während der tssatz sich auf knapp 5% gestellt haben nsung dieser Mk. 415 000 pro Tag stellt = M. 63,40, a 3 ¼%= Ml. 37,46, 25,94. Zum Magistratsantrag betreffs von Mk. 3000 zur Erbreiterung der aße und anderweite Festsetzung der Straßenfür die Schlachthofstraße gab Stv. SchönDie Straße soll um 2 m erbreitert und ebracht werden, was einen neuen Schmuck schließt. Referent bedauert daher, daß bei Facons igen, * moNE. 5. 8-30 att von e Gehrenberg 15. Herford I in allen Größen. 91 in alen Größen. ie olle, Sammet u. Seide. von Gehrenberg 15. 4355 Atelier von Martin Herrmani Herford, Brüderstrasse 34. Aufnahmen zu jed.Tageszeit, auch Sonntags— Ausführung in allen Grössen u. Manief“ Garantie für gute Bilder.— Schnelle Bedienung.— Billige Preise. 48 Die billigste Betriebskraft für die Industrie Original Saug-Generatorgas-Anlagen „Benz“ weit unter Preis, Größe I Paar 30 J) 2c. Damenstrümpfe 90, 95, 100 Tücher, Mützen, Jäckchen Reichhaltiges Lager Größtes Lager in fertig genähten Inlets!! 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Bach, Knigge, Kranefuß, Weihe, Drtering I, Koch, Müller, Siepe, Tappe, Raabe, Wolff, Schönfeld, Modersohn, Detring II, Menckhoff, Bankdirektor Stekmann, Prof. Fellinger, Dir. Burgtorf, Busse und Hülsenbeck. Nachdem mehrere Punkte in geheimer Sitzung erledigt worden waren, empfahl Stv. Menckhoff betreffs der Zustellung von polizeilichen Vorladungen einen anderen Modus zu treffen; dieselben müßten einheitlich von einer Stelle aus erlassen werden. Des Weiteren wies er darauf hin daß am 2. Lesung der Vorlage. Stv. Bankdirektor Siekmann macht den Vorschlag, daß mit dem Komitee des Kaiser Friedrich=Denkmals Fühlung genommen werde, um dahin zu wirken, daß von der Errichtung eines Kaiser Friedrich=Denkmals abgesehen wird; lieber sollte man ein Schwimmbad errichten. Stv. Schönfeld hält auch den Platz neben dem Brausebad für viel zu beschränkt; lehnen wir aus finanziellen Gründen den Neubau einer Schule nicht ab, so dürfen wir dies erst recht nicht bei einer Badeanstalt thun, die den weitesten Kreisen der Bevölkerung zu Gute kommt. Die 2. Lesung der Vorlage sei notwendig. Stv. Menckhoff spricht ebenfalls gegen die Wohl des in Aussicht genommenen Platzes und empfiehlt die Zurückverweisung der Vorlage an den Magistrat mit dem Ersuchen um Wiedereinbringung eines arnperan acrnierea Scih Walff herant daß mäglichst hald Be e Beile nute ätig ept 00 el W Wt ng hee K b oii b hl u#####g uag ui Ubum Doh ph al Mhsnun g ut ct obg ac zuir#iggel uusat###c#bvl#i gun u e iict e uuc cc cb hae it uueg ue##hh uuri unaval rc die städtische Insel am Bergerthor finden ließe. Die Krankenkassen müßten auch einen erheblichen Beitrag zur Unterstützung einer derartigen Wohlfahrtseinrichtung bewilligen, wie dies von ihnen auch für die Lungenheilstätte in Lippspringe geist.„ wv. Schönfeld will, daß zunächst ein kleiner einstöckiger Bau geschaffen wird, an den dann leicht Anbauten gemacht werden. Wir müssen aber einen guten Platz auswählen. Wenn dir stolz sind, jetzt einen Ober=Bürgermeister zu haben, so geschieht dies nicht allein der Person wegen, sondern auch deshalb, weil unsere Stadt einen heraufgekommen ist. Und so wird die Stadt auch in dieser Badangelegenheit etwas Ersprießliches schaffen können. Stv. Wolff weist darauf hin, daß das Komitee des Kaiser Friedrich=Denkmals gar nicht in der Lage ist, in der vorgeschlagenen Weise über die Golder zu verfügen, da diese doch nur zum Besten des sind. Schließlich wurde das Amendement kmann angenommen, den Magistrat zu ersung zu erwägen, ob nicht statt Erweiterung des keubau errichtet werden soll. Außerdem soll cht werden, mit dem Komitee des Kaiser um Ueberlassung des Denkmalsfonds für zu unterhandeln und alsdann die Bürgering von Beiträgen zu ersuchen. Hierauf ratsantrag betreffs hr der Stadt mit der Westfälischsereinsbank zugestimmt. Kämmerer daß bezüglich dieser Geschäftsverbindung t ist: Die Stadt schuldet jetzt der Westsereinsbank Mk. 415000 Accepte, für die ind 1/6% der Bankprov sion von 900 000 326 bezahlt hat. Es handelt sich um 4½% und 331 500 Zahlen à 5½%; die hiesigen Kreissparkasse für diese Mk. 415000 sätte. Diese machen aus: Mk. 6036,25+ Mk. 11100,85, somit Verdienst Mark die Stadt das Geld zum netto Lombardsatz würden obige Mk. 11 100 sich auf Mark haben und es wäre ein Verdienst von nur lt worden. Das Geld kostete der Stadt sne 3¼% mit der Provision der WestBank inkl. aller Spesen, während der tssatz sich auf knapp 5% gestellt haben nsung dieser Mk. 415 000 pro Tag stellt = Mr. 65,40, à 3 ¼%= Ml. 37,46, 25,94. Zum Magistratsantrag betreffs von Mk. 3000 zur Erbreiterung der aße und anderweite Festsetzung der Straßenfür die Schlachthofstraße gab Stv. SchönDie Straße soll um 2 m erbreitert und ebracht werden, was einen neuen Schmuck schließt. Referent bedauert daher, daß bei u aalgusbal ziat e t Mit b e ii h ucilalt uuc ceta ud Mi t fhrg imp uh g gi uucc uglng ant il1 svg uezcg S W ini ac gane W uei Mhici t oci M hit ah bc guahe ur Wct i it u W hal n en sg hlueic S . We ss ie nc der Herforder Zeitung für Stadt u. Land. Beilage zu Nr. 245 Stadtverordnetensitzung. In der gestrigen Sitzung waren anwesend: Ober=Bürgermeister Quentin, Bürgermeister Busse, Kammerer Falk, Stadtverordneten-Vorsteher= Stellvertreter Böckelmann sowie die Stvv. Bach, Knigge, Kranesuß, Weihe, Detering I, Koch, Müller, Siepe, Tappe, Raabe, Wolff, Schönfeld, Modersohn, Detring II, Menckhoff, Bankdirektor Stekmann, Prof. Fellinger, Dir. Burgtorf, Busse und Hülsenbeck. Nachdem mehrere Punkte in geheimer Sitzung erledigt worden waren, empfahl Stv. Menckhoff betreffs der Zustellung von polizeilichen Vorladungen einen anderen Modus zu treffen; dieselben müßten einheitlich von einer Stelle aus erlassen werden. Des Weiteren wies er darauf hin, daß am Kreiskrankenhause noch immer die üblen Gerüche zu konstatieren sind. Bürgermeister Busse bemerkt, daß seinerseits sofort beim Landratsamt um Abhilfe der Zustände Schritte gethan seien; es soll versucht werden, durch Streuen von Torf den Geruch zu beseitigen, oder aber den Stall zu entfernen. Bezüglich der erwähnten Vorladungen sagt der Herr Bürgermeister zu, die Angelegenheit zu prüsen. Der Vorsitzende teilt alsdann mit, daß Stv. Venghaus aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niedergelegt habe. Dasselbe soll bei den Mitte November stattfindenden Stadtverordneten-Wahlen ebenfalls neu besetzt werden. Punkt 1 der Tagesordnung betraf den Antrag des Magistrats betr. Erweiterungsbau des Brausebades zur Einrichtung von Wannenbädern. Das Referat hierzu gab Stv. Weihe. Es sollen 6 Wannenbäder, und zwar 2 erster und 4 zweiter Klasse, eingerichtet werden. Die Kosten sind auf 8000 Mk. veranschlagt. Ein Bad in erster Klasse würde mit Handtuch und Seife 80 Pfg., ohne Handluch und Seife 70 Pfg. kosten; in 2. Klasse sind die Preise auf 60 bzw. 50 Pfg. normiert. Referent erwähnt noch, daß Versuche angestellt seien wegen Einrichtung eines Schwimmbades. Die Ausgabe hierfür würde aber viel zu hoch werden. Stv. Ströter, welcher durch Krankheit verhindert ist, macht schriftlich den Vorschlag, wenigstens einen Baderaum so einzurichten, daß man mit Krankenwagen in denselben gelangen könne. Der Vorsitzende glaubt, daß diesem Vorschlag bereits willfahren ist und hofft, falls dies noch nicht hinreichend geschehen sei, daß dies noch geschieht. Im übrigen glaubt Redner, daß die Frage der Einrichtung eines Schwimmbades noch weit hinausgeschoben werden könne. Stv. Busse befürchtet, daß der für dieses Bad gewählte Platz(neben dem Brausebad) nicht hinreichend genug ist. Wir müssen auch auf die Einrichtung von Schwefel= und anderen Bädern bedacht sein, wie solche gern von den Aerzten verordnet werden. Als Platz dürfte eher das freie Terrain am Elektrizitätswerk geeignet sein. Redner ist sehr für die vom Ausschuß empfohlene 2. Lesung der Vorlage. Stv. Bankdirektor Sietmann macht den Vorschlag, daß mit dem Komitee des Kaiser Friedrich=Denkmals Fühlung genommen werde, um dahin zu wirken, daß von der Errichtung eines Kaiser Friedrich=Denkmals abgesehen wird; lieber sollte man ein Schwimmbad errichten. Stv. Schönfeld hält auch den Platz neben dem Brausebad für viel zu beschränkt; lehnen wir aus finanziellen Gründen den Neubau einer Schule nicht ab, so dürfen wir dies erst recht nicht bei einer Badeanstalt thun, die den weitesten Kreisen der Bevölkerung zu Gute kommt. Die 2. Lesung der Vorlage sei notwendig. Stv. Menckhoff spricht ebenfalls gegen die Wahl des in Aussicht genommenen Platzes und empfiehlt die Zurückverweisung der Vorlage an den Magistrat mit dem Ersuchen um Wiedereinbringung eines größeren Projekts. Stv. Wolff betont, daß möglichst bald Wannenbäder geschaffen werden müssen und zwar an einer Stelle, wo später ein Schwimmbad eingerichtet werden könne. Die in Aussicht genommenen Preise für Benutzung der Wannenbäder seien viel zu hoch bemessen; rentabel würde das Bad nur werden, wenn man es weiteren Kreisen durch niedrige Sätze zugänglicher machen würde. Redner bedauert es auch, daß der Vorschlag betreffs Verwendung der bisher für das Kaiser Friedrich=Denkmal gesammelten Gelder nicht vor Errichtung des Kurfürsten=Denkmals gemacht worden sei; auf diese Weise hätten weitere 20000 Mk. für ein Schwimmbad Verwendung finden können. Bürgermeister Busse weist auf die Notwendigkeit der schnellmöglichsten Schaffung von Wannenbädern hin. Der dafür gewöhlte Platz sei hinreichend; das freie Terrain am Elektrizitätswerk müsse für die evil. Vergrößerung dieses Werkes reserviert bleiben. Legen wir die Wannenbäder am Brausebad an, so stellen sich auch die Kosten für die Bedienung erheblich billiger, als wenn das Bad an anderer Stelle errichtet würde. Ein Schwimmbassin schon jetzt anzulegen, sei wegen der hohen Kosten nicht möglich. Seitens des Referenten haben wir bereits gehört, daß hohe Zuschüsse in anderen Städten nötig sind. Die Errichtung eines Schwimmbassins würde einen Aufwand von mindestens 80000 Mk. erfordern. Wollen wir einem derartigen Unternehmen näher treten, so bedarf dies noch langer Erwägungen. In der jetzt projektierten Anlage auch medizinische Bäder mit einzurichten, sei anzustreben. In der Nachbarstadt Minden habe man der hohen Kosten wegen von der Errichtung eines Schwimmbades abgesehen. Für die vorgeschlagene 2. Lesung der Vorlage tritt Redner ebenfalls ein. Ober=Bürgermeister Quentin ist für die Magistratsvorlage, welche für das Notwendigste vorerst Rechnung trägt. Zu empfehlen sei es, Listen für Anteilscheine à 100 Mk. in Umlauf zu setzen, um zu sehen, welche Summe auf diese Weise zusammenkommt. Würden ca. 30000 Mk. aufgebracht, so könnten sofort die Verhandlungen fortgesetzt werden. Stv. Menckhoff glaubt, daß die Schwierigkeiten nicht so erheblich sind, wenn sich ein Platz wie die städtische Insel am Bergerthor finden ließe. Die Krankenkassen müßten auch einen erheblichen Beitrag zur Unterstützung einer derartigen Wohlfahrtseinrichtung bewilligen, wie dies von ihnen auch für die Lungenheilstätte in Lippspringe geschehen ist. Stv. Schönfeld will, daß zunächst ein kleiner einstöckiger Bau geschaffen wird, an den dann leicht Anbauten gemacht werden. Wir müssen aber einen guten Platz auswählen. Wenn wir stolz sind, jetzt einen Ober=Bürgermeister u haben, so geschieht dies nicht allein der Person wegen, ondern auch deshalb, weil unsere Stadt einen heraufgekommen ist. Und so wird die Stadt auch in dieser Badangelegenheit etwas Ersprießliches schaffen können. Stv. Wolff weist darauf hin, daß das Komitee des Kaiser Friedrich=Denkmals gar nicht in der Lage ist, in der vorgeschlagenen Weise über die Gelder zu verfügen, da diese doch nur zum Besten des Denkmals bestimmt sind. Schließlich wurde das Amendement Menckhoff=Siekmann angenommen, den Magistrat zu ersuchen, bis zur 2. Lesung zu erwägen, ob nicht statt Erweiterung des Brausebades ein Neubau errichtet werden soll. Außerdem soll der Magistrat ersucht werden, mit dem Komitee des Kaiser Friedrich-Denkmals um Ueberlassung des Denkmalsfonds für ein Schwimmbad zu unterhandeln und alsdann die Bürgerschaft zur Spendung von Beiträgen zu ersuchen. Hierauf wurde dem Magistratsantrag betreffs Geldverkehr der Stadt mit der WestfälischLippischen Vereinsbank zugestimmt. Kämmerer Falk teilte mit, daß bezüglich dieser Geschäftsverbindung folgendes festgestellt ist: Die Stadt schuldet jetzt der Westfälisch=Lippischen Vereinsbank Mr. 415000 Accepte, für die sie intl. Stempel und 1/6% der Bankprov sion von 900 000 zusammen Mk. 7326 bezahlt hat. Es handelt sich um 482 900 Zahlen à 4½% und 331 500 Zahlen a 5½%; die die Stadt event. der hiesigen Kreissparkasse für diese Mk. 415000 zu zahlen gehabt hätte. Diese machen aus: Mk. 6036.25+ Mk. 5064,58 zus. Mk. 11100,83, somit Verdienst Mark 3774,83. Würde die Stadt das Geld zum netto Lombardsatz erhalten haben, so würden obige Mr. 11100 sich auf Mark 9969,72 ermäßigt haben und es wäre ein Verdienst von nur Mk. 2643,72 erzielt worden. Das Geld kostete der Stadt somit 2 9/16% ohne 3¼% mit der Provision der Westfälischen=Lippischen Bank inkl. aller Spesen, während der Lombarddurchschnittssatz sich auf knapp 5% gestellt haben würde. Die Verzinsung dieser Mk. 415 000 pro Tag stellt sich: à 5½%= Mk. 63,40, a 3 ¼%= Mk. 37,46, Tagesverdienst Mk. 25,94. Zum Magistratsantrag betreffs Bewilligung von Mk. 3000 zur Erbreiterung der Schlachthofstraße und anderweite Festsetzung der Straßenregulierungskosten für die Schlachthofstraße gab Stv. Schönfeld das Referat. Die Straße soll um 2 m erbreitert und somit auf 15 m gebracht werden, was einen neuen Schmuck der Stadt in sich schließt. Referent bedauert daher, daß bei neueste, chike Facons# moderne Längen, modernste Stoffe IaffCS1 in allen Größen enorme in Velour, Wolle, Sammet u. Seide, Warenhaus der Schlachthofbrücke ein großer Sammelschlammkasten eingebaut sei; an dieser Stelle hätten wir einen gut entbehrlichen Bauplotz für mindestens 8000 Mk. verkaufen können. Im übrigen empfiehlt Referent die Annahme des Magistratsantrags. Ober=Bürgermeister Quentin dankt den Herren Böckelmann und Siekmann für ihr Entgegenkommen gegenüber der Stadt;ersterer hat gegen geringe Entschädigung, letzterer unentgeltlich Terrain abgetreten. Stv. Wolff meint, daß auch die Kleinbahn einen Teil zu den Kosten beitragen müßte, da die Erbreiterung der Straße durch diese Bahnanlage bedingt sei. Der Ober=Bürgermeister bemerkt, daß ein Druck auf die Kleinbahn nicht ausgeübt werden könne, weil die Anlage der Bahn mit der Erbreiterung der Straße nichts zu thun habe. Der Vorlage des Magistrats wurde zugestimmt. Stv. Sieve referiert alsdann betreffs der Revision der Rechnung der Kanalbaukasse für 1900. Dem Antrag des Referenten, verschiedene Monita dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde zugestimmt. Stv. Koch giebt weiterhin das Referat zu dem Antrag des Magistrats betr. Bewilligung eines Nachtragskredits von Wk. 571,82 für die Herstellung der Fußweganlage an der Lübber=Chaussee. Sto Schönfeld bringt zur Sprache, daß seitens der Anwohner der Mindenerstraße noch nicht die Trottoire angelegt seien; auch am alten Vlothoeeweg sei dies noch nicht völlig geschehen. Aus diesem Grunde sollte man die Angelegenheit noch vertagen. Der Ober=Bürgermeister bittet, eine derartige Verzwickung nicht eintreten zu lassen. Am alten Vlothoerweg sei nur noch ein An rohner im Rückstande; diesem sei noch Ausstand gewährt. An der Lübber=Chaussee werden die Trottoire sämtlich im Frühjahr angelegt. Nach diesen Ausführungen erklärte sich Stv. Schönfeld für die Magistratsvorlage. Nach weiteren Erklärungen des Referenten zur Sache selbst wurde dem Antrag zugestimmt. — Schluß der Sitzung um 6 Uhr. Gegen Schnupfen ist der neue Schnupfenäther„Forman“ anzuwenden, der ärztlicherseits mehrfach als„geradezu ideales Schnupfenmittel" bezeichnet wird. 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D'rum hör' auf mich und laß dir sagen, Wie du dich nimmer brauchst zu plagen Und wie du kochen kannst ein Ei Und dennoch plaudern nebenbei: Mit kaltem Wasser setz' aufs Feuer Den Topf und auch zugleich die Eier, Sobald es fängt zu sieden an, Sind diese fertig auch sodann.— Sehr einfach ist die Art zu nennen, Das wirst du sicher anerkennen, Doch ist bekannt sie dir, vergieb, Daß ich sie nochmals hier beschrieb. Spare in der Kleidung. Im Oktober, so schreibt eine erfahrene Hausfrau in Briefen an eine junge Freundin, öffne ich meine Kisten, in die ich Pelz und wollene Sachen sorgfältig verpackt habe. Da werden nun die Kindersachen untersucht und angezogen, ob noch alles paßt. Aus Vaters Sachen läßt sich, nachdem sie gereinigt und mit Seifenspänen gewaschen, sehr wohl ein Anzug für einen der Knaben herstellen. Die „Kindergarderobe“ giebt uns da so vortreffliche Anleitung und die Schnitte passen immer sehr gut. Man weiß wirklich mit den getragenen Herrenkleidungsstücken oft nicht, was beginnen, und so kann man sie vorteilhaft verwerten und spart das Geld für einen Kinderanzug. Ebenfalls sehr gut verwenden kann man schadhaft gewordene Unterwäsche, zu Kindersachen. Meine Kinder tragen nur wollene Unterbeinkleider im Winter, die vorher auch etwas anderes gewesen sind. Die kleinen Flecke, die beim Verarbeiten abfallen, kommen in ein Kistchen und werden nach und nach zum Blankputzen der Lampen usw. verwendet. Habe ich nun Wäsche und Kleider in Ordnung, so wird der Wäscheschrank durchgesehen. Küchenhandtücher gehen wohl am schnellsten entzwei. Die ersten Löcher werden mit offener Baumwolle gestopft, dann aber, wenn das Gewebe dünn wird, lege ich das Handtuch in drei Teile, nähe es zusammen, und benütze es in der Küche zum Anfassen der heißen Töpfe, etliche kommen auch zum Abseifen der Fensterbretter und Thüren in Gebrauch. Vor kurzem habe ich auch von einer Dame etwas mir Unbekanntes gesehen und gelernt. Die Dame strickte schwarze Kinderstrümpfe und zwar, von der Ferse an, Vorderund Hinterteil besonders, nur oben an den Zehen, kurzvor dem Zunehmen des Strumpfes vereinigte sie die Maschen. Vorder= und Hinterteil des Fußes werden entweder zusammengenäht oder gehäkelt. Sie begründete ihr Thun folgendermaßen, das untere Fußblatt am Strumpf zerreißt doch schneller als das obere, während man an den Zehen meist gleichzeitig durch ist. Um nun nicht beim Anstricken so viel aufzutrennen und wieder zu reparieren, ist sie auf die gute Idee gekommen, den Strumpf auf die angegebene Art zu stricken. Mir will's einleuchten, ich thu's jetzt auch so, man spart Wolle und — Zeit. Daß du die neuen Stiefelsohlen vor Gebrauch erst tüchtig, 2 bis 3 Mal hintereinander, mit Oel sich nehme Baumöl) einschmierst, ist dir wohl bekannt, wenn nicht, versuche es, du erzielst eine größere Haltbarkeit. Es gehört zwar nicht direkt zum Sparen, aber im gewissen Sinne doch, ich habe in meinem Wäscheschrank, in einer ganz bestimmten Ecke, eine Rolle sauberes, altes Leinen für etwaige Verwundungen, kommt ein kleines oder größeres Mißgeschick vor, so hat man Verbandmaterial gleich bei der Hand, und braucht nicht erst lange zu suchen, man spart Zeit und kann dadurch vielleicht dem Uebel schneller abhelfen.— Kommt nun das Frühjahr und du besiehst da deine Garderobenschätze, so werden dir nachfolgende Zeilen vielleicht von Nutzen sein. Zuerst zu den Strohhüten. Ich trenne Bänder, Futter, u. s..w ab und bürste den Hut sauber, dann habe ich mir schon vorher für 10 Pf. kristallisierte Citronensäure in etwas Wasser aufgelöst, und gebe da für 10 Pf. Schwefelblüte hinzu, mit diesem Gemisch und einer sauberen Bürste werden nun die Hüte gewaschen und in der Luft getrocknet, dann wird der Schwefelstaub gut abgeklopft und der Hut sieht wie neu aus. Die Bänder werden in Benzin tüchtig gewaschen, Spitzen in Spiritus und dann werden letztere auf ein Kissen gesteckt zum Trocknen, die Bänder geplättet, aber man muß sehr vorsichtig sein wegen des leicht entzündlichen Benzins, solche Arbeit auch nie des Abends vornehmen. Helle Kleider, Jacken u. s. w. reinige ich mit Benzin und Magnesia, man rührt einen Brei und bestreicht damit den zu reinigenden Gegenstand, reibt mit einem sauberen Tuch und klopft dann das allein übriggebliebene Magnesiapulver gut ab; die Sachen werden tadellos und du kannst dir auf diese sehr leichte Reinigungsart manches Markstück erhalten, das du sonst für's chemische Reinigen geben müßtest. * Küche und Keller. Allerleisuppe. Die Reste der Bohnen= und Blumenkohlsuppe werden in dieser Suppe verwandt, beide streicht man durch ein Sieb und rührt sie mit heißem Wasser in einer glatten Suppe. Man röstet jetzt Mehl in Butter lichtbraun, verkocht die Suppe mit dieser Einbrenne, damit sie sämig wird, giebt einer halben Tasse kräftiger Bouillon, 1 Löffel Milch, Salz sie einmal auf. Kleine Speckstückchen der Bohnensuppe mit einigen Löffeln voll feinwürfelig geschnittener roter Wurzeln, die man für sich zukocht, thut man beim Anrichten in die Suppe. * Fleischrand(Restgericht). Braten= und Suppenfleischreste, auch Ueberbleibsel von Fray-Bentos=Zunge und gekochtem Schinken, wiegt man fein und mischt es mit 3—4 Eiern, einigen Löffeln Mehl, einer halben Tasse kräftiger Bouillon, 1 Löffel Milch, Salz und wenig Muskatnuß zu weicher Farce. Man füllt diese in eine ausgestrichene und ausgestreute Randform, bäckt den Rand eine halbe Stunde, stürzt ihn und füllt das Gemüse hinein. Zur(Dode der Namen. Auch die Vornamen haben ihre Mode. So waren in in der Renaissancezeit altrömische und griechische Namen in Brauch; zur Zeit der Reformation war dann in England wieder die alttestamentarische Namensgebung üblich, was sich teilweise bis heute noch erhalten hat. An exotischen Auswüchsen fehlte es auch da nicht. Manche Puritaner wählten ganze Bibelsprüche als Namen, oder gewisse charakteristische Bezeichnungen. Sir Thomas Carew, der Sprecher des Hauses der Gemeinen zur Zeit Jakobs I., hatte eine Frau, deren Taufnamen„Mäßigkeit“ war, und seine vier Töchter hießen:„Geduld",„Schweigsamkeit", „Mäßigkeit",„Klugheit“. In Deutschland kam es nach dem sogenannten Befreiungskrieg vor, daß Eltern ihre Kinder„Blücherette" und„Landsturmine“ benannten, und nach dem deutsch=französischen Krieg kam es vor, daß ein Vater seiner Tochter den Namen„Sedanine“ gab. (Backpulver, Dr. Oetkers Bauillin=Zucker Puddingpulver à 10 Pfg. Millionenfach bewähret. 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Jedermann wird zu dieser Versammlung hiermit herzlichst eingeladen— Männer und Frauen aller Stände—. Eintritt frei. Der Vorstand des Vezirksvereins Herford des„Deutschen Vereins gegen den geistiger Getränke.“ G. Ernstmeyer, Herford. Feldmann, Gem.=Vorst., Hiddenhauser. Fellinger, Professor, Herford. Hildebrand, Kolon. Radew. Feldmark. Verkmeister, Eilshausen. Kleine, Cigarrenarbeiter, Oetinghausen. Köper, Pfarrer, Herford. Meyer, Werkführer, Herford. Niemann, K. Nolting, Herford. Quentin, Oberbürgermeister Zückerwarenarhei 4 Zr: Rheinen, Kreisphysikus, Herford. Schröder, Herford, Steyfsitrift., Ferforr, von der Schulenburg, Amtmann, Uslerbäum. Tischler, Herford. Stork, Werkmeister, Elverdissen. Uslerbäumer, Kolon, Neust., Feldmark. Wehmeyer, Gem.=Vors Stedefreund. Wittenberg, Hauptlehrer, Altst. Feldmark. 4365