N 241 Diese Zeitung erscheint m Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis viertelfährlich pränumerande 1,25 Mark. bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Dienstag, 14. Oktober. Inserate werden bis späteste#s vorm. 11 Uhr erbeten. Prais ver einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herfors, Oetusausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 18 Pfg. 1902 N Anzeigen Ar den Kreis Hersors. Tagesordnung für die[324k am Freitag, den 17. Oktober 1902, nachmittags 3 Uhr, stattfindende Stadtverordnetenversammlung. 1. Antrag des Magistrats betr. Erweiterungsbau des Brausebades zur Einrichtung von Wannenbädern. 2. Desgl. betr. Geldverkehr der Stadt mit der WestfälischLippeschen Vereinsbank. 3. Desgl. betr. Bewilligung von Mk. 3000 zur Erbreiterung der Schlachthofstraße und anderweite Festsetzung der Straßenregulierungskosten für die Schlachthofstraße. 4. Revision der Rechnung der Kanalbaukasse für 1900. 5. Antrag des Magistrats betr. Bewilligung eines Nachtragskredits von Mk. 571,82 für die Herstellung der Fußweganlage an der Lübber=Chaussee. Herford, den 12. Oktober 1902. 3241. Der Stadtverordneten=Vorsteher: Lücken. Infolge vorschriftsmäßig vollzogener Auslosung kommen zum 1. April 1903 folgende Stücke der Herforder Stadtanleihe vom 1. April 1897 zur Rückzahlung: 1. Littr. A. Nr. 45 zu 5000 Mk. —2Littr. B. Nr. 89, 90, 132, 206, 221, 229 zu je 1000 Mk. 3. Littr. C. Nr. 16, 52, 68, 73, 134, 143, 166, 185, 233, 239, 345, 412, 422, 520, 536, 749 zu je 500 Mk. 4. Littr. D. Nr. 11, 32, 105, 183, 190, 201, 519, 562, 644, 764, 880, 882 zu je 300 Mk. Rückständig sind aus der Verlosung zum 1. Oktober 1897 die Nr. 24 von Littr. A, aus der Verlosung zum 1. April 1899 die Nr. 673 von Littr. D, aus der Verlosung zum 1. April 1900 die Nr. 285 von Littr. G und die Nr. 370 von Littr. D, und aus der Verlosung vom 1. April 1902 die Nr. 194 von Littr. B und die Nr. 656 von Littr. C. Die Auszahlung erfolgt gegen Einsendung der OriginalUrkunden auf unserer Kämmerei=Kasse. Herford, den 7. Oktober 1902. Der Magistrat. Quenti. 3231 Tie Anfertigung der äußeren und inneren Thüren zum Neubau der höheren Mädchenschule hier soll in 2 Losen in öffentlicher Sabmission vergeben werden. Angebotsformulare sind auf dem Bausekretariat, Zimmer Nr. 6 des Rathauses I, zu beziehen. Termin zur Eröffnung der postmäßig verschlossen einzukeichenden Angebote wird auf den 23. Oktober cr., mittags 12 Uhr anberaumt. 3364 Herford, den 13. Oktober 1902. Das Stadtbauam Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Molkereibesitzers Wilhelm Frewert zu Herford ist in Folge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin auf den 3. November 1902, vormittags 10 Uhr vor dem Königlichen Amtsgerichte hier Zimmer 12 anberaumt. Hersord, den 7. Oktober 1902. Königliches Amtsgericht. 3171 Handels=Register des Königlichen Amtsgerichts zu Herford.(3341 „####enter Nr. 371 des Handelsregisters Abth. A ist die am “. Oktober 1902 unter der Firma: Tilker& Söhne errichtete, offene Handelsgesellschaft zu Herford am 11. OkFwer 1902 eingetragen, und sind als persönlich haftende Gesellschafter vermerkt: der Mühlenbesitzer Gottlieb Tilker, 33 der Jaufmann Wilhelm Tiller erich ur Seiäch Handels-Register des Königlichen 235 zu Herford. In unser Handels=Register ist Abth. A unter Nr. 370 die Firma Gustav Siveke in Enger und als deren Inhaber der Kaufmann Gustav Siveke zu Enger am 10. Oktober 1902 eingetragen. ee 6“ Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Reisedispositionen des Kaisers. Der Kaiser hat seine Abreise von Kadinen bis Freitag, den 17. d. Mts., verschoben. Am 18. Oktober mittags wird er in Fehrbellin eintreffen, um der Enthüllung des von ihm geschenkten Denkmals für den Großen Kurfürsten auf dem Kanonenberge beizuwohnen. Nach beendigter Enthüllungsfeier wird der Kaiser gegen 1 Uhr die Rückreise nach Berlin antreten. Aus einer Kaiserrede. Nachträglich werden Einzelheiten einer Rede bekannt, die der Kaiser am vorigen Dienstag im Offizierkasino des 3. Grenadier=Regiments in Königsberg hielt. Der„Königsb. Hartg. Ztg.“ zufolge feierte der Kaiser u. a. den neuen kommandierenden General des I. Armeekorps v. d. Goltz mit folgenden Worten:„Nun kann ich ruhig schlafen, jetzt habe ich einen Häseler im Westen, einen Häseler im Osten.“ Zum Kaiserbesuch in Straßburg. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Die„Wiener Allg. Ztg.“ hat sich aus Berlin eine auch in reichsdeutsche Blätter übergegangene Erzählung über ein Gespräch zwischen dem Kaiser und dem Rektor der Universität Straßburg melden lassen, das sich auf die Universitätsprofessoren bezogen haben soll. Wir können erklären, daß an dieser ganzen Erzählung kein wahres Wort ist. Die Kaiserreise nach England. Kaiser Wilhelm wird, wie der Londoner„Daily Telegraph“ meldet, während seines Aufenthaltes in England auch dem Earl of Lonsdale, der zu den engerem Bekanntenkreise des Monarchen gehört, auf Schloß Lowthercastle einen Besuch abstatten. Als Datum des kaiserlichen Besuchs wird der 18. November angegeben. Auf dem Schlosse, das der Kaiser bereits im Jahre 1895 einmal besucht hat, werden ausgedehnte Vorbereitungen zum Empfange getroffen. Der neue Oberpräsident von Hannover. Der Regierungspräsident Dr. Wentzel in Wiesbaden ist zum Oberpräsidenten von Hannover ernannt. Das Abschiedsgesuch des Grafen Stolberg wurde unter Verleihung des Kronenordens 1. Klasse genehmigt. Engerer Zusammenschluß der Landeskirche. Die Eisenacher Konferenz hatte, wie erinnerlich, in ihrer letzten Tagung in der Ueberzeugung, daß ein engerer Zusammenschluß der deutschen evangelischen Landeskirchen, insbesondere zur Wahrung und Förderung der gemeinsamen evangelischen kirchlichen Interessen nach außen dringend wünschenswert ist, und in der Absicht, diese Angelegenheit in Uebereinstimmung mit den deutschen evangelischen Kirchenregierungen thunlichst zu fördern, zur. Bearbeitung der Angelegenheit einen besonderen Ausschuß bestellt. Am 10. Oktober ist nun dieser Ausschuß in Wittenberg vollzählig zusammengetreten. In den an diesem und dem folgenden Tage dort im Lutherhause abgehaltenen Sitzungen wurde über die grundlegenden Bestimmungen eine Verständigung erzielt. Die an die Konferenz zu richtenden Vorschläge werden von dem Ausschuß in einer zweiten Lesung endgiltig festgestellt werden. Zum Disziplinarverfahren gegen Pastor Dörries ird noch aus Hannover gemeldet: Pastor Dörries hat, nachi die Ankündigungen über die damals bevorstehenden Veristaltungen des nationalsozialen Parteitages durch die Presse röffentlicht waren, von seiner vorgesetzten Dienstbehörde eine Verwarnung“ erhalten, für den Fall, daß er bei einer Verstaltung des Parteitages öffentlich auftreten werde! Die streffende Behörde schien nun anzunehmen, daß der vom astor Dörries gehaltene Vortrag„Verdirbt die Politik den harakter?“ gewissermaßen eine Antwort auf die eigenartige sorbeugungsmaßregel der Behörde sein sollte. Diese Annahme ifft nun keineswegs zu, denn das Vortragsthema des Pastor örries war schon lange festgelegt, bevor letzterer das Schreiben er Kirchenbehörde erhalten hat. Wie die Anklage gegen astor Dörries formuliert ist, auf welche Gesetzesparagraphen sich stützt, ist noch nicht bekannt; eine Vernehmung des seistlichen durch seine vorgesetzte Behörde hat aber bereits attgefunden. Man ist auf den weiteren Verlauf dieser Anlegenheit sehr gespannt. Der Wiederzusammentritt des Reichstages. Heute nachmittag 2 Uhr treten, nach dreimonatigen Ferien, die Reichsboten in dem stolzen Hause am Königsplatz in Berlin wieder zusammen. Eine Stunde vorher wird sich der Seniorenkonvent versammeln, um die geschäftliche Behandlung der zweiten Lesung des Zolltarifs zu beraten. Diese Vorbesprechung zeigt, daß der Reichstag bei seiner Wiedereröffnung unter einem einzigen Zeichen steht; der Tarifentwurf wird seinen Verhandlungen die Signatur geben, er wird sie allem Anschein nach, soweit nicht die Etatsberatung in Frage kommt, auch ausfüllen, bis der Tagung und mit ihr der Legislaturperiode ihre letzte Stunde geschlagen hat. Vom nationalliberalen Delegiertentag. Der jetzt in Eisenach abgehaltene Delegiertentag der nationalliberalen Partei nahm u. a. auch folgende ResoDer Deleg'ertentag der nationalliberalen Partei erachtet die Verabschiedung eines neuen Zolltarifgesetzes und Zolltarifs, sowie das Zustandekommen günstiger langfristiger Handelsverträge für eine wirtschaftliche und politische Notwendigkeit. Er bedauert, daß durch Versagung des erforderlichen Zollschutzes für die Landwirtschaft von radikaler Seite durch Aufstellung übertriebener, das Allgemeinwohl schädigender Forderungen im einseitigen Interesse eines Berufsstandes von agrarischer Seite das Zustandekommen der Vorlage erschwert oder gefährdet wird. Der Delegiertentag erwartet, daß die Reichstagsfraktion sich im wesentlichen auf Boden der Regierungsvorlage stellt, daß sie keinesfalls über die in der Regierungsvorlage enthaltenen Mindestzölle hinausgeht und daß sie weitere Mindestzölle ablehnt.— Bis zum Worte„Notwendigkeit“ wurde die Resolution einstimmig angenommen, bis„gefährdet wird“ fast einstimmig und der Schluß gegen 81 meist bayerische Stimmen. In der Gesamtabstimmung erfolgte die Annahme gegen 48 Stimmen. Ein deutsches Geschwader in den venezolanischen Gewässern. Auf die Nachricht von der Ermordung des Hamburger Plantagendirektors Russel in Venezuela zog Kommodore Scheder drei Kriegsschiffe, den großen Kreuzer„Vineta“, den kleinen Kreuzer„Gazelle“ und das Kanonenboot„Panther“ in den dortigen Territorialgewässern zur Erzwingung der diplomatischen Forderungen zusammen. Die Burengenerale. Die vereitelte Burenaudienz beim deutschen Kaiser wird noch immer hin und her erörtert. Die von burischer Seite in Aussicht gestellte authentische Darstellung der Angelegenheit steht aber immer noch aus. Ernst von Wildenbruch fordert in einem in den wärmsten Ausdrücken gehaltenen Aufruf die Bewohner Berlins auf, sich an der von dem deutschen Burenhilfsbund veranstalteten Versammlung zu beteiligen. Einem nach Dortmund gerichteten Brief des Sekretärs Bothas zufolge fahren die Burengenerale von Berlin nach London und kehren dann nochmals nach Deutschland zurück. Gestern nachmittag 1 Uhr kamen Botha, Dewet und Delarey auf dem Nordbahnhofe in Paris an und wurden von einer großen Menschenmenge stürmisch begrüßt. Dem General Dewet wurden 75000 Frcs., welche zum Besten der Burenfrauen und=Kinder gesammelt waren, überreicht. Im Ministerium des Innern wurden die Generale vom Ministerpräsidenten und vom Senator Pauliat empfangen. Im Ministerium des Auswärtigen hatten sie eine kurze Unierredung mit Delcassé. Als die Generale im Elysee ankamen, rief ein junger Mann:„Nieder mit den Engländern.“ Er wurde sofort verhaftet. Streikbewegung. Unter den großen Streikbewegungen im Auslande ist der Genfer Generalstreik zusammengebrochen. Die am allgemeinen Streik beteiligten Arbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen und es streiken nur noch die Straßenbahner. Bei dem Generalstreik der französischen Vergarbeiter tritt, trotz gemeldeter neuer Arbeitseinstellungen, immer klarer zu Tage, daß es der Streikbewegung an Einheitlichkeit mangelt und eine lange Dauer des Streikes nicht zu erwarten ist. Die Versuche, auch einen allgemeinen Streik der belgischen Bergarbeiter zu inszenieren, sind bisher fehlgeschlagen. Immer ernster gestaltet sich dagegen die durch den großen pennsylpanischen Kohlengräberstreik hervorgerufene Situation in den Vereinigten Staaten. Wie es heißt, will Präsident Roosevelt dem Kongreß bei dessen bevorstehender kurzer Tagung vorschlagen, die Einfuhrzölle auf Kohlen ganz aufzuheben, um Hierzu Unterhaltungsbeilage. so der immer unerträglicher werdenden Kohlennot zu steuern. Dieser Meldung gegenüber gewinnt es an Bedeutung, daß in England bereits von verschiedenen Gewerkvereinen die Frage eines Ausstandes der englischen Kohlenbergleute zur Unterstützung der amerikanischen Streiker erörtert wird. Herforder Kreisnachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) 14. Oktober 1902. ** Zur Teilnahme an der heutigen Generalversammlung des Heilstättenvereins für den Regierungsbezirk Minden im Weinklub=Saal wird auch der Herr Regierungspräsident erwartet. □ Elektrische Beleuchtung. Wir veröffentlichten am Sonnabend ein Eingesandt, das die elektrische Beleuchtung verschiedener Plätze anregte. Wie wir erfahren, wird dieser Angelegenheit durch Prüfung der Kostenberechnung näher getreten werden. ** Bauten im Waldfrieden. Der jetzt offene Raum soll so eingerichtet werden, daß er auch im Winter benutzt werden kann. Diese Maßnahme ist recht erfreulich. Kaufmännischer Verein. In der gestrigen Vorstandssitzung wurde beschlossen, einen Redner der„Urania“, Berlin, zu engagieren und zwar wird derselbe am 9. Januar einen Vortrag über Martinique unter Verführung von Lichtbildern halten. Gleichzeitig beschäftigte sich der Vorstand betreffs der Neubesetzung des Dirigentenpostens der Handelslehranstalt; hierüber wird noch näheres mitgeteilt werden, sobald die weiteren Verhandlungen zum Abschluß gediehen sind. Wie schon im Inseratenteil bekannt gegeben, beginnt heute abend wieder in der Handelslehranstalt der Unterricht. 9—6 Herforder Turngemeinde. Morgen abend findet laut Inserat in der heutigen Nummer u. Bl. wieder eine Hauptversammlung statt. . Der Schwindler, von welchem wir am Sonnabend berichteten— er suchte bei Industriellen Zusagen zur Beteiligung an einer internationalen Ausstellung in London zu erlangen und schädigte eine hiesige Firma um 100 Mk.— ist gestern nachmittag in Köln a. Rh. verhaftet worden. Der Schwindler nannte sich Josef Szell aus Budapest. ∆ Ueberfahren. Der am Sonnabend ins hiesige Kreiskrankenhaus eingelieferte Schwerverletzte war am Freitag in Oetinghausen von einem Wagen überfahren worden; der mittlerweile von seinen Leiden Erlöste hatte sich auf der Wanderschaft befunden und hatte in Oetinghausen Stellung als Knecht erhalten. . Ein Einbruch versucht wurde gestern nachmittag in einem Hause der Schlachthofstraße, dessen Bewohner verreist waren, an sämtlichen Thüren einer Etage waren die Schlösser durch Nachschlüssel so verdorben worden, daß nur von sachkundiger Hand die Thüren wieder geöffnet werden konnten. bis jetzt bekannt, ist nur einem Dienstmädchen aus der verschlossenen Kommode ein 10 Mr.=Stück abhanden gekommen. Der That verdächtigt wird ein Handwerksgeselle, der gestern in dem Hause beschäftigt war. . Erbrochen wurde auf dem Ausladegleise am Güterbahnhof ein Waggon, in welchem Krystallzucker verladen war. Aus einem Zuckersacke waren 25 Pfd. Zucker gestohlen worden. in Enger, 13. Okt. Silberne Hochzeit. Dies Fest feierten gestern die Eheleute Kistenfabrikant Möhlendor hier. Wir gratulieren auch herzlichst. Provinz und Nachbarstaaten. * Bielefeld, 13. Okt. Kaiser Wilhelm= und Bismarck=Denrmal. In der für Mittwoch anstehenden Städtperordnetensitzung soll das Kolleg ersucht werden, zur Aufstellung eines Kaiser Wilhelm= und eines Bismarckdenkmals Platze vor dem neuen Rathause und am Niederwall zur Verfügung zu stellen. Zu dieser Denkmalsangelegenheit lesen wir in der oestf. Ztg. u. a. noch folgendes: Nachdem von dem ruhrigen Komitee zum Bau der beiden Denkmäler ein Fonds von annähernd 80000 Mr. aus freiwilligen Beiträgen bestehend gesammelt worden ist, handelt es sich jetzt darum, die Waßtrage zu entscheiden. Es wird beabsichtigt, das Kaiser Wilhelm=Denkmal in Verbindung mit dem Rathausbau zu errichten und möglichst mit diesem zu gleicher Zeit die Einweihungsfeier festzusetzen. Als Platz für das Kaiser=Denkmal ist bereits in dem Bauplane des Rathauses der Platz rechts von der Freitreppe(an der dem Theater zugewandten Seite) vorgesehen. Für das Bismarck=Denkmal hatte seiner Zeit Herr Prefessor Siemering in Berlin, dem die Ausführung des Denkmals übertragen ist, den Platz am Neumarkt gegenüber der Rathausstraße, die Vorderseite dieser Straße zugekehrt, empfohlen. Nach der T. gesordnung der Stadtverordnetensitzung ist jetzt ein Platz am Niederwall in Aussicht genommen. .** Bielefeld, 14. Okt. August Junkermann wird am Montag, 20., Mittwoch, 22. und Freitag, 24. 0. Mits. im Eintrachtssaal hier einen humoristisch=dramatischen Vortrags=Cyklus veranstalten. * Schröttinghausen, 13. Okt. Der Dachs als Hühnermörder. Einem hiesigen Hühnerbesitzer waren wiederholt einige Stück des Federviehs im Stall getötet und entdeckte man, daß unter der Einfriedigung des Stalles eine Höhle sich befand. Es wurde deshalb vor dem Loche eine Falle aufgestellt mit dem Erfolg, daß am anderen Morgen ein Dachs darin gefangen saß. Lage, 13. Okt. Zigeuner als Räuber. Auf den Hos des Landwirts Bökhaus in Hardissen kamen dieser Tage mehrere Zigeunerfrauen, um Futter für die Pferde zu betteln. Statt Futter wurden den zudringlichen Gästen 5 Pfennige angeboten mit dem Bemerken, nun schleunigst den Hof zu verlassen. Als der Besitzer des Hofes sich ins Haus begeben hatte, riefen Dienstboten den B. heraus, um den Zigeunerweibern die gefüllten Säcke mit Futter, welche letztere sich angeeignet hatten, wieder abzunehmen. B. wurde von den Weibern bedroht und als B. das Futter mit Gewalt erzwingen wollte, eilten die Begleiter der Weiber herbei, mißhandelten B. und ergriffen alsdann die Flucht. Eine Verfolgung der Zigeuner wurde nicht ausgenommen. * Osnabrück, 12. Okt. Prinz Heinrich von Preußen machte gestern gegen 6 Uhr, per Automobil von Hamburg kommend, unserer Stadt einen Besuch. Da das Benzin für den Motor ausgegangen, machte das Automobil bei der hiesigen Benzin=Station, Herrn Aug. Vatthauer, halt, um den Benzinbehälter zu füllen, was des Menschenandranges wegen auf der Diele des Herrn de Reuter geschah. Während der Füllung folgte der Prinz einer Einladung des Herrn de Reuter, eine Flasche Wein mit ihm zu trinken, und nahm noch als„Benzin für den Magen“(wie der Prinz scherzhaft bemerkte) eine ihm von der Firma I. Roth dedicierte Flasche „Alter Rot“ mit auf den Weg. Herr Vatthauer begleitete Se. Kaiserl. Hoheit per Rad bis nach dem Harderberge. ** Minden, 13. Okt. Ordensverleihung. Fürst Georg von Schaumburg=Lippe verlieh dem Postrat Müller hier das Ehrenkreuz 3. Klasse des Hausordens. * Hannover, 13. Okt. Vor Schreck gestorben ist das zweijährige Töcherchen eines Eisenbahnbeamten aus der Nordstadt. Es befand sich mit seiner Mutter in dem Wartezimmer einer Poliklinik eines Krankenhauses und erschrak, als ein anderes Kind plötzlich vom Stuhl fiel, so sehr, daß es starb. * Hann. Münden, 13. Okt. Die vergessene Leiche. In der üblichen feierlichen Art bewegte sich gestern im nahen Dorfe Ermschwert ein Leichenzug zum Friedhof, der Witwe V. die letzte Ehre zu erweisen. Schon war der Sarg in das Grab gesenkt, als eilig ein Bote gelaufen kam, um zu berichten, daß die Tote noch zu Hause auf dem Stroh liege; man habe einen leeren Sarg zu Grabe geleitet. Natürlich wurde die Leiche schleunigst nachgeholt. * Dortmund, 13. Okt. Unter starken Vergiftungserscheinungen erkrankten am Freitag nach dem Mittagessen die sämtlichen Mitglieder der Familie Arbeiter Heinrich Witte und zwar die Eltern und fünf Kinder. Es stellten sich Benommenheit des Kopfes, Erbrechen und Durchfall ein. Am selben Abend starben, nachdem Dr. Hellhake konsultiert war, zwei Kinder im Alter von 10 und 7 Jahren in den Armen der selbst schwer krank darniederliegenden Mutter, Die von dem Vorkommnis benachrichtigte Polizei ließ am Sonnabend morgen die Kranken in das Louisenhospital und die Leichen in das Totenhaus schaffen. Einige Stunden nach der Einlieferung starb das zweitjüngste Kind, ein etwa 4 Jahre altes Mädchen. Die übrigen noch lebenden Familienmitglieder, mit Ausnahme des jüngsten Kindes, welches außer Gefahr ist, liegen hoffnungslos darnieder. Die Aerzte stehen vor einem Rätsel und können über die Art des Gistes bisher keinerlei Ausschluß geben. Die Polizei stellte sofort Recherchen an, bisher jedoch erfolglos. Die vorgefundenen Speisereste, Küchenvorräte u. s. w. wurden beschlagnahmt und dem Stadtchemiker übergeben. Die Obduktion ist angeordnet. * Münster, 13. Okt. Die hiesige Freimaurer loge beging gestern ihr 125jähriges Stiftungsfest, sowie den 100jährigen Gedenktag, an welchem der damalige Generalleutnant v. Blücher, der Held der Befreiungskriege, Meister vom Stuhl wurde. Der Kaiser verlieh der Loge zu diesem Gedenktage sein Bildnis in prachtvollem Rahmen mit eigenhändiger Unterschrift. * Hagen, 13. Okt. Protestversammlung. Eine von ultramontaner Seite einberufene Protestversammlung, die von ca. 2000 Personen besucht war, fand gestern nachmittag im„Weidenhof" statt. Es sollte protestiert werden gegen die Begrüßungsrede, die der Erste Bürgermeister Cuno am vergangenen Montag anläßlich der ersten Festversammlung des Evangelischen Bundes gehalten hatte. Die Rede, welche sich scharf gegen den Ultramontanismus aussprach, hat unter den hiesigen ca. 20 000 Katholiken Widerspruch gefunden. Nach Eröffnung der Verfammlung durch den Pfarrer Lilotte nahm Reichstagsabgeordneter Fusangel das Wort, um das Auftreten des Ersten Bürgermeisters zu geißeln. Unter stürmischem Beifall wies er die Angriffe zurück und schlug nachstehende Entschließung vor, die einstimmig angenommen wurde:„Zweitausend im„Weidenhof" versammelte katholische Männer der Stadt Hagen haben mit tiefster Entrüstung von der Rede Kenntnis genommen, welche der Erste Bürgermeister Herr Cuno am Begrüßungsabend der 15. Generalversammlung des Evangelischen Bundes gehalten hat. Sie erblicken in dieser Rede den rücksichtslosen Ausdruck einer konfessionellen Voreingenommenheit, die man bei einem Privatmann schon im Interesse des guten Geschmackes höflichst bedauern müßte, die aber aus dem Munde des Oberhauptes einer konfessionell gemischten Stadtgemeinde kaum zu ertragen ist. Die Versammlung erklärt, daß der Erste Bürgermeister Herr Cuno durch sein Verhalten das Vertrauen der Hagener Katholiken bis auf den letzten Rest verlustig gegangen ist, und giebt der Erwartung Ausdruck, daß die berufenen Faktoren es versuchen werden, dem so schwer gekränkten katholischen Bevölkerungsteil in geeigneter Weise Genugthuung zu verschaffen. Die Versammlung glaubt schließlich die bestimmte Erwartung aussprechen zu. dürfen, daß die bisher im ganzen befriedigenden Beziehungen zwischen den beiden christlichen Konfessionen unter dem vom Stadtoberhaupt gegebenen schlechten Beispiel nicht zu leiden haben werden und daß wie bisher so auch in Zukunft beiderseitig mehr das ins Auge gefaßt wird, was uns eint, als was uns beide trennt.“ * Düsseldorf, 13. Okt. Von der Ausstellung. Heute vormittag erreichte die Zahl der Besucher der hiesigen Ausstellung die Ziffer von drei Millionen. * M a n n h e i m, 1 3. O k t. D e r v e r h a f t e t e D i rektor Böhm unterschlug als Testamentsvollstrecker der Gräfin Larose 100000 Mk. * Lübeck, 13. Okt. Im Streit erschlagen. Heute morgen erschlug d.r 80jährige Rentner Ollmann in Schlagsdorf seine Ehefrau mit dem Beil bei einem Streit über das Heizen des Ofens. * Karlsruhe, 12. Okt. Das Opfer eines Duells. Der stud. jur. Karl Reiß jun. wurde gestern unter allgemeiner Teilnahme beerdigt. Da die katholische Kirche Zweikämpfern die kirchliche Assistenz verweigert, trotzdem der Dahingeschiedene „Gott sei Dank noch einige Stunden zur Reue gehabt hat", so war der Geistliche der Bernharduskirche, der dies ankündigte, als Privatmann erschienen und als solcher erklärte er, die katholische Kirche verweigere den Duellanten das kirchliche Begräbnis, aber die Kirche verbiete nicht zu erscheinen und Anteil zu nehmen an der Trauer einer Familie. Der Verstorbene sei das Opfer einer verkehrten öffentlichen Meinung, eines falschen Ehrbegriffs und eines„sündhaften Vorurteils". Erschütternd war es, als darauf der tiefgebeugte Vater vortrat und die Leidtragenden bat, sie möchten sein ihm entrissenes Kind eine jugendliche Verirrung nicht allzu sehr entgelten lassen. In der öffentlichen Danksagung in den Blättern bitten die Eltern mitzuhelfen, daß Einrichtungen geschaffen werden, die andere Familien vor ähnlichen Heimsuchungen bewahren. Ende eines Romans. Aus New=York meldet der Telegraph, daß Miß May Yohe(alias Lady Francis Hope, zukünftige Herzogin von Newcastle) sich in Buenos=Ayres mit Mr. Putnam Bradlee Strong verheiratet hat. Damit hat ein Roman seinen— vorläufigen— Abschluß gefunden, der seinen Anfang im Jahre 1894 nahm und der zu verschiedenen Zeiten großes Aufsehen erregt hat. May Yohe war damals die gesuchteste Schauspielerin Londons. Sie hatte aus ihrer Heimatstadt New=York ein Stück„The little Christopher Columbus“ eingeführt, das mehrere hundert Vorstellungen erlebte und in London die amerikanischen Lieder in Mode brachte. May Yohe sprang und zwitscherte, als Matrose gekleidet, durch die vier Akte dieses Stückes, dem sie Leben und Heiterkeit verlieh. Lord Francis Hope sah die reizende May, verliebte sich in sie und heiratete sie, was einen großen Skandal zur Folge hatte; Lord Francis Hope war nämlich der direkte Erbe des Titels Herzog von Newcastle, eines der wichtigsten der englischen Pairschaft. Aber die Anmut May Yohes siegte, sie wurde von der Gesellschaft sogar sehr gut aufgenommen, und man gewöhnte sich, in ihr die zukünftige Herzogin von Newcastle zu sehen. Einige Jahre vergingen; man hatte den Skandal vergessen, als man plötzlich erfuhr, daß Lord Francis Hope ruiniert war, und daß seine Frau mit einem jungen Yankee=Offizier, den sie in ihrer Kindheit gekannt hatte, mit Mr. Putnam Strong, nach Amerika durchgegangen war. Von dieser Zeit an gehörten die Namen May Yohe, Lord Francis Hope und Putnam Bradlee Strong ständig der Lästerchronik an. Zuerst war es die Ehescheidungsklage, über die man zu reden hatte; die englische Presse giebt diesen Prozessen die weiteste Oeffentlichkeit. Kaum war das Urteil ausgesprochen, so kam eine neue Sensationsnachricht aus Newyork: Putnam Bradlee Strong hatte May Yohe verlassen, nachdem er auf ihre Juwelen 400000 Mk. geliehen hatte. Nun war Strong aber kein bloßer Abenteurer. Als Kapitän der amerikanischen Marine und Sohn eines früheren Bürgermeisters von Newyork gehörte er der hohen Yankeegesellschaft an. Man beschäftigte sich also sehr viel mit der Sache. Strong wurde gesucht, aber ohne Erfolg. Da er in einem Brief an seine Mutter seine Absicht, Selbstmord zu begehen, ausgesprochen hatte, glaubte man wirklich, daß er seinem Leben ein Ende gemacht hätte, als man plötzlich erfuhr, er ware in London, und May Yohe wäre ihm gefolgt. Sie folgte ihm auch nach Paris, dann nach Liffabon, wo sie ihn traf und ihm sicher verzieh, da sie ihn ja in Buenos=Ayres geheiratet hatte. Inzwischen haben die englischen Gerichte den Konkurs von Lord Francis Hope erklärt. Er kann seine Schulden in Höhe von 2300·000 Mk. nicht bezahlen. Es scheint, als ob er einen Teil seiner Gläubiger durch den Verkauf des blauen Hope=Diamanten, dessen Mitbesitzer er zu sein behauptet, abgefunden hat; aber die anderen Gläubigec wollen auch das, was ihnen zukommt. Zu ihnen gehört auch May Yohe, denn er schuldet ihr 200000 Mk. Diese Schuld bestreitet er allerdings, da sie nur auf Unterschriften beruhe, die infolge eines gewissen Druckes von ihm erlangt wären. .. Nun scheint dieser Sittenroman aus der englischen Gesellschaft zu Ende zu sein— vielleicht aber auch nicht. Vermischtes. Der Staatshistoriker des Staates New York wandte sich kürzlich an die amerikanische Botschaft in Berlin mit dem Ersuchen, zu ermitteln, ob das Schwert echt sei, das im Kapitol der politischen Hauptstadt des Staates New York, Albany, als Geschenk Friedrichs des Großen an George Washington aufbewahrt wird und die Inschrift: Der älteste General dem größten General der Welt" trägt. Die amerikanische Botschaft in Berlin zog darauf an höchster Stelle Erkundigungen ein und antwortete darnach durch das Staatsdepartement zu Washington, es sei nicht möglich, Mitteilungen über eine solche Quelle zu finden. Sie fürchte daher, daß die Tradition von der Widmung eines Ehrenschwertes durch König Friedrich den Großen an George Washington nicht auf Thatsachen beruhe. Eine Lehrerin zum Doktor promoviert. An der Berliner Universität ist Sonnabend die 42jährige Oberlehrerin Fräulein Anna Lüderitz zum Doktor promoviert worden. Ihre wissenschaftliche Arbeit behandelte: Die Liebestheorie der Provengalen bei den Minnesängern der Stauffenzeit. Das Rigorosum hat Frl. Lüderitz cum laude bestanden. Die Ermordung der Frau Iustizrat Itzmer vor Gericht. Das Schwurgericht in Potsdam verurteilte gestern den Maler Otto Wagner aus Nawaves, welcher angeklagt war, am 21. August die verwitwete Justizrätin I#mer ermordet und beraubt zu haben, wegen schweren Faubes zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Schuldfragen auf Mord und Totschlag wurden verneint. 8622#8 Das Opfer eines schweren Unfalls ist der 52 Jahre alte Konditor Karl Meraelshers aus der Oberbergerstr. 5 in Berlin geworden, der in einer Chokoladefabrik in der Schönhauserallee beschäftigt war. M. geriet dort beim Mahlen mit einer Hand in das Getriebe der Mischmaschine, die ihn mehrmals emporschleuderte und ihm einen Arm ausriß. Der Verunglückte wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht und starb dort an Verblutung und inneren Verlitzungen. .„ grseuex. Sonntag abend entstand in Greiz infolge Explosion einer Petroleumlampe ein Großfeuer, das einen Teil der luste kumg„ ccaße, im ganzen zwölf Häuser, einäscherte. Vermirs*“ Menschenleben sind nicht zu beklagen; der Schaden 50 auf 7—8010000 Mk. veranschlagt. T## Ugemeiner Weberstreik im Vogtlande. 3500 noch 1beiter— die Spinnereien und Appreturanstalten sind an.: kicht in Mitleidenschaft gezogen worden— sind, wie aus sic:“““ gemeldet wird, außer Arbeit; erregte Gruppen zeigen fur den Straßen, überall wird das Ereignis lebhaft begeko.“ doch sind Ausschreitungen bis jetzt noch nicht vor.2ek. Der Eintritt in den Generalstreik wurde von drei * ePterversammlungen mit über 2000 Teilnehmern einstimmig Nachdem er am Schlusse des Trauaktes die herkömmlichen Worte:„Sie können ihre Gattin umarmen“ gesprochen hatte, ließ er sich nicht lange biten... Course der Berliner Börse. Mitgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges. Herford, 13. Oktober 1902. . 8 3% Preuss Consols 92.— 3½%„„ 101,90 3% Deutsche Reichsanleihe 92.20 3½.„„ 101.90 Pfandbriefe 1906 102.50 Deutsche Bank-Akt. 209,60 Disc. Commandit-Akt. 187,75 A. Schaaffhausen'scher Bv. 115,80 EEELDESS Gebühren=Ordnung betreffend die Erhebung einer Abgabe für die polizeiliche„Behandlung der Baugesuche im Stadtbezirk Herford. Auf Grund der§§ 6, 7 und 8 des KommunalabgabenGesetzes vom 14. Juli 1893 wird unter Zustimmung der Stadtverordneten(Beschluß vom 3. Mai 1901, Nr. 888) und unter Genehmigung des Bezirksausschusses zu Minden folgende Gebührenordnung erlassen: § 1. Unterhaltungs-Beilage 7 Herforder Zeitung für Stadt und Land. Generalanzeiger für den Kreis Herford. Verantwortl. Redakteur: Paul Sattler. Herford, 14. Oktober 1902### Druck u. Verlag: Christian Quentin. Sin lteinern Herz. Roman von F. Klink=Lütetsburg. (Id. Fortsetzung.) „Der Guß hätte in unserer Fabrik hergestellt werden können,“ hub Herr Lars Halgren nach einer langen Pause endlich an.„Da giebt's Leute zum Wechseln, wie sich das bei so schwerer Arbeit gehört,“ sagte der alte Herr, und mit unzufriedenem Blick streifte er seine Nichte. „Ich war auch der Meinung, Herr Halgren, hab's aber auch begriffen, daß Fräulein Halgren nichts davon wissen wollte, Ihnen Last zu machen. Gern hätten Sie es doch nicht gethan, dafür sind Sie nicht gerade—“ Ein heftiger Hustenanfall zwang Sölve, abzubrechen. Er wurde braunrol im Gesicht und taumelte gegen die Wand. Ein Schreckensruf kam von Fredas Lippen. Sie stürzte auf den jungen Arbeiter zu, als wolle sie ihm zu Hilfe kommen. „Um Gotteswillen, Sölve, warum habt Ihr mir das nicht gesagt? Lieber hätte die armselige Fabrik zu Grunde gehen mögen, als daß ich eines Menschen Leben gewagt. Kommt heraus, Sölve, an die Luft.“ „Nein,— nein, Fräulein, lassen Sie. Es ist nur, weil die Thür aufgemacht wurde und der eiskalte Luftstrom so mit einem Male hereinkam. Das geht vorbei.“ Er hatte die Worte mit Anstrengung gesprochen, sie waren einzeln, keuchend über seine Lippen gekommen, und dabei wehrte er unablässig mit der Hand, als ob er befürchtete, daß man ihm sich nähere. Freda fühlte sich von einer namenlosen Angst ergriffen. „Aber Ihr könt hier in dieser Luft nicht bleiben, Sölve. Onkel Lars, was ist zu thun?“ „Vorläufig nichts,“ entgegnete Herr Lars verdrießlich. Sölve hat recht, die kalte Luft war es. Deine Neugier ist schuld. Was bliebst Du am Fenster stehen und siehst hinein? Laß ihn zufrieden, und wenn Du was willst, dann hole ihm ein Glas Punsch. Das mag hier das Beste sein. Nachher sorge, daß er trockenes Zeug kriegt, jeder Faden an seinem Leibe ist naß. Dann laß ihn nicht wieder gießen. Ich will Dir eine Annonce für das Stockholmer Tageblatt aufsetzen; daß Du ein paar kräftige Burschen bekommst, die wechseln können. Besser ist auch, ich sehe lieber ab und zu einmal bei Dir nach. Ich hätte es eher thun sollen, aber wer kann auf alles kommen? Man denkt doch, ein Mensch hat seine Vernunft.“ Herr Halgren verließ mit seiner Nichte den Gießraum, nachdem sie Sölve gebeten, nicht von der Stelle zu gehen, bis sie ihn mit allem Nötigen versorgt. Herr Lars Halgren zeigte sich sehr verstimmt und schien nicht Lust zu haben, auch nur ein Wort mit seiner Nichte zu wechseln. Sölves Worte hatten ihn peinlich berührt, weil er die Wahrheit gesprochen. Er war in seinem Argwohn gegen Freda zu weit gegangen. So kehrte er bald nach Jönköping zurück, obgleich er das Gefühl hatte, daß sein längeres Verweilen beruhigend für die Nichte sein würde. AAls Freda mit dem Punsch zu Sölve zurückkehrte, lag dieser bewußtlos am Boden. Auf seinen halbgeöffneten (Nachdruck verboten.) Lippen zeigten sich Spuren von Blut. Mit einem Schrei des Schreckens stürzte sie auf ihn zu und kniete an seiner Seite nieder, indem sie laut nach den im angrenzenden Werksaal beschäftigten Arbeitern rief. Aber niemand hörte sie. Das Kreischen der Feilen, das Schwirren des großen Schleifsteins, das Schnauben des Blasebalgs verursachte einen Lärm, der ihre Bemühungen erfolglos machte. Und noch immer erschien Sölve wie tot. Sie hatte seinen Kopf emporgehoben und dieser lag bleich und schwer in ihrem Arm. Warum hatte Onkel Lars sie allein gelassen? Warum kam niemand, ihr in der großen Not und Herzensangst beizustehen? „Grennus, Grennus!“ rief sie noch einmal voll Verzweiflung, aber ohne Hoffnung, gehört zu werden. Sie zitterte vor Furcht. Zehntes Kapitel. Während Freda so in furchtbarer Aufregung neben dem Bewußtlosen kniete, öffnete sich die Thür und Gustav Marholm trat herein. Sie fragte nicht, warum er noch einmal kam, nachdem sie ihm bei seinem ersten Besuch um Weihnachten auf Halgrensyard gesagt, daß sie aufrichtig bedauere, wenn sie ihm Anlaß gegeben, noch etwas zu hoffen. „Marholm, helfen Sie mir! Um Gottes willen. Der Mann stirbt mir unter den Händen.“ Nur einen flüchtigen Augenblick des Zögerns, von Freda nicht bemerkt, dann— „Was soll ich thun, Fräulein Halgren?“ Er hatte seinen Mantel abgeworfen und war schon an ihrer Seite. „Geben Sie mir den Punsch, bitte! So, nun helfen Sie mir, ihn aufzurichten. O Gott, wie gut, daß Sie gekommen sind!“ In Marholms Augen leuchtete es auf. Er war nicht mehr um den noch immer bewußtlosen Sölve bemüht, weil er nicht gewagt, Fredas Bitte zu widerstehen, sondern aus wirklicher Anteilnahme. Die Sorge um seinen eleganten Anzug in diesem schmutzigen Arbeitsraume war geschwunden und er nach Kräften behilflich, den jungen Arbeiter in eine bessere Lage zu bringen und ihm etwas Punsch einzuflößen. Den vereinten Anstrengungen gelang es endlich, Sölve zum Bewußtsein zu erwecken. Er schlug die Augen auf und sah Freda mit einem sonderbaren Ausdruck an. Sie dachte später, wenn sie dieses Augenblickes sich erinnerte, daß nur Glück und Freude in ihm gelegen habe. Er wollte sprechen, aber sie wehrte ihm, und er brachte auch keinen Laut über seine bleichen Lippen. „Marholm, was machen wir? Er muß sofort ins Krankenhaus gebracht werden, wo er die beste Pflege haben kann. Wie bekommen wir einen Wagen oder lieber noch eine Trage? Würden Sie nicht aus dem Werksaal ein paar Arbeiter herbeirufen? Oeffnen Sie nur die Thüre dort.“ menden 10000 Mk. höheren echnung des Deutschen Reichs nter Leitung von Baubeamten ihrt werden, soll nur die Hälfte n. 3. as Stadtbauamt bei dem ersten ist diese Festsetzung maßgebend, Magistrat einzulegenden Bevorbehaltlich der durch die§§ gaben=Gesetzes vom 14. Juli entscheidet(vergl. jedoch§§ 4. Hebühr ist vor Erteilung des einzuzahlen und ist im Nichtwaltungszwangsverfahrens ein5. Abschluß aller Baurechnungen st geringer geblieben ist, so ering. 6. ind genehmigte Bau nicht innerrung,(§ 43 der Bau=Polizeibebühr nach Antrag erstattet. 7. eht gegen die Festsetzung der eser ist binnen einer Frist von orstande einzulegen. Die Frist nach der schriftlichen Mitteilung eschließt der Gemeindevorstand. Pflichtigen binnen einer mit r Zustellung beginnenden Frist im Verwaltungsstreitverfahren den offen. Gegen die Entscheiist nur das Rechtsmittel der ruchs sowie der Klage hat keine 1901. Lagistrat. u. den 29. November 1901. J.No. 2293 B. A. II. er§§ 6, 8 und 77 des KommuJuli 1893.(Gesetz=Sammlung egel.— ezirksausschusses. orsitzende: gez.) Rahm. dnung wird in der obigen vernitlich bekannt gemacht. r 1902. agtstrat: „rbürgermeister. 240k und“.“ zeigte sich überhaupt vollständig gierig nach Kamille gus, ink sie statt des Wassers. Die Wirkung blieb nicht haupt Die Darmblutungen hörten beinahe sofort auf. Ueberdung Pehm von dem Moment an die Krankheit eine Wens zum Bessern. Sand. Auf der Insel Norderney verpacht gapten Tagen 800 Kilogramm Strandsand in Versandt, um d... Gemisches Laboratorium in Berlin e Nordernen angeschnenmte Vetz lauten Cheniker, dob der bei 9. in anger aumer Zeit glauben Chemiker, daß der und Sich selbst zu trauen, diesen originellen Einfall hatte ...71 jährige Friedensrichter Bundy in Jersey City(NordPerika). Er stellte die vorschriftsmäßigen Fragen selbst an 9, beantwortete sie und schrieb sich selber den Trauschein. der Installation ganz genau innegehalten werden müssen. Pappdächer müssen zum Winter wasserdicht gemacht werden. Dieses geschieh am besten mit Eutecton bricht bei der strengsten Kälte nicht und tropft nicht Eutecto braucht nicht gelocht zu werden.— Langjährige Haltbarkeit, daher billiger als Theeranstrich. Alleinverkauf für Kreis Herord, Bielefeld und Lippe Detmold: 441411.—9 R. Cohr Hermann Wittland& Sohn, Herford. Holzhandlung. Johannisstr. 32. 4 Beginn 1! Nov. 2566 Malerschule Olz- u. Marmormalerei. Küster& Strüwe, Marktstrasse 31. Bestellungen auf gute Mühlhäuser Speise Kartosfeln nehme schon jetzt entgegen und offeriere solche zu billigem Tagespreise. 3891 Emil Schlachthofstraße 33 KINNNNNN Nr. 82 vorzügliche 6 Pfg. Ligarre Ign. Pelster, Gehrenberg 25. 78e HAAAL 1 Ann so der immer unerträglicher werdenden Kohlennot zu steuern. Dieser Meldung gegenüber gewinnt es an Bedeutung, daß in England bereits von verschiedenen Gewerkvereinen die Frage eines Ausstandes der englischen Kohlenbergleute zur Unterstützung der amerikanischen Streiker erörtert wird. Herforder Kreisnachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 1 ** Zur Teilnahme an der heutig sammlung des Heilstättenvereins für de Minden im Weinklub=Saal wird auch de präsident erwartet. □ Elektrische Beleuchtung. am Sonnabend ein Eingesandt, das die el verschiedener Plätze anregte. Wie wir er Angelegenheit durch Prüfung der Kostenbe treten werden. ** Bauten im Waldfrieden. Raum soll so eingerichtet werden, daß er benutzt werden kann. Diese Maßnahme ist Kaufmännischer Verein. Vorstandssitzung wurde beschlossen, einen Re Berlin, zu engagieren und zwar wird ders einen Vortrag über Martinique unter Ver bildern halten. Gleichzeitig beschäftigte sic treffs der Neubesetzung des Dirigentenpost lehranstalt; hierüber wird noch näheres sobald die weiteren Verhandlungen zum sind. Wie schon im Inseratenteil bekann heute abend wieder in der Handelslehransto 9—° Herforder Turngemeind findet laut Inserat in der heutigen Numm eine Hauptversammlung statt. . Der Schwindler, von welchem berichteten— er suchte bei Industriellen teiligung an einer internationalen Ausstell erlangen und schädigte eine hiesige Firma gestern nachmittag in Köln a. Rh. verha Schwindler nannte sich Josef Szell aus B * Ueberfahren. Der am Son Kreiskrankenhaus eingelieferte Schwerverletz in Oetinghausen von einem Wagen über mittlerweile von seinen Leiden Erlöste k Wanderschaft befunden und hatte in Oet als Knecht erhalten. * Ein Einbruch versucht wurd in einem Hause der Schlachthofstraße, desse waren. An sämtlichen Thüren einer Etage durch Nachschlüssel so verdorben worden, kundiger Hand die Thüren wieder geöffn Soviel bis jetzt bekannt, ist nur einem Die verschlossenen Kommode ein 10 Mr.=Stück Der That verdächtigt wird ein Handwerks in dem Hause beschästigt war. . Erbrochen wurde auf dem Aus! bahnhof ein Waggon, in welchem Krystallz Aus einem Zuckersacke waren 25 Pfd. Zud n Enger, 13. Okt. Silberne Fest feierten gestern die Eheleute hier. Wir gratulieren auch herzlichst. Provinz und Nachl * Osnabrück, 12. Okt. Prinz Heinrich von Preußen machte gestern gegen 6 Uhr, per Automobil von Hamburg kommend, unserer Stadt einen Besuch. Da das Benzin für den Motor ausgegangen, machte das Automobil bei der hiesigen Benzin=Station, Herrn Aug. Vatthauer, halt, um den Benzinbehälter zu füllen, was des Menschenandranges wegen auf der Diele des Herrn de Reuter geschah. Während der Füllung folgte der Prinz einer Einladung des Herrn de Reuter, eine Flasche Wein mit ihm zu trinken, und nahm noch als„Benzin für * Bielefeld, 13. Okt. Kaiser Bismarck=Denkmal. In der für 2 Stadtverordnetensitzung soll das Kolleg Aufstellung eines Kaiser Wilhelm= und eine Plätze vor dem neuen Rathause und am? fügung zu stellen. Zu dieser Denkmalsane in der Ldestf. Ztg. u. a. noch folgendes: rührigen Komitee zum Bau der beiden D von annähernd 80000 Mk. aus freiwik stehend gesammelt worden ist, handelt es Platzfrage zu entscheiden. Es wird beab Wilhelm=Denkmal in Verbindung mit dem richten und möglichst mit diesem zu gleicher 8 feier festzusetzen. Als Platz für das Kaiser in dem Bauplane des Rathauses der Pl. Freitreppe(an der dem Theater zugewandte Für das Bismarck=Denkmal hatte seiner Siemering in Berlin, dem die Ausführung tragen ist, den Platz am Neumarkt gegen straße, die Vorderseite dieser Straße zugekehr der Tagesordnung der Stadtverordnetensitzu am Niederwall in Aussicht genommen. ** Bielefeld, 14. Okt. Augu wird am Montag, 20., Mittwoch, 22. u Mts. im Eintrachtssaal hier einen hum Vortrags-Cyklus veranstalten. * Schröttinghausen, 15. Okt. 2 Hühnermörder. Einem hiesigen H wiederholt einige Stück des Federviehs in— entdeckte man, daß unter der Einfriedigung Höhle sich befand. Es wurde deshalb vor Falle aufgestellt mit dem Erfolg, daß am ein Dachs darin gefangen saß. Lage, 13. Okt. Zigeuner als Räuber. Auf den Hos des Landwirts Bökhaus in Hardissen kamen dieser Tage mehrere Zigeunerfrauen, um Futter für die Pferde zu betteln. Statt Futter wurden den zudringlichen Gästen 5 Pfennige angeboten mit dem Bemerken, nun schleunigst den Hof zu verlassen. Als der Besitzer des Hofes sich ins Haus begeben hatte, riefen Dienstboten den B. heraus, um den Zigeunerweibern die gefüllten Säcke mit Futter, welche letztere sich angeeignet hatten, wieder abzunehmen. B. wurde von den Weibern bedroht und als B. das Futter mit Gewalt erzwingen wollte, eilten die Begleiter der Weiber herbei, mißhandelten B. und ergriffen alsdann die Flucht. Eine Verfolgung der Zigeuner wurde nicht ausgenommen. Marholm that, wie es ihm geboten wurde. Gleich darauf kam Grennus, welcher von seinem Schraubstock an der Werkbank aus bei offener Thür den Gußraum übersehen konnte. Kopfschüttelnd trat er näher. Er hatte es dem Sölve vorhergesagt, daß es so kommen würde, aber der Junge hatte ja nicht hören wollen, und nun war das Unglück geschehen. Sölve wollte aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden, sondern zu seiner Mutter, die ihn am besten verpflegen und bei welcher er sehr bald wieder zu Kräften kommen werde. Marholm erbot sich, seinen Wagen, der im Gasthof eingestellt sei, zu holen. Freda nahm das Anerbieten mit innigem Dank an, während sie Grennus beauftragte, einen der jungen Leute in die Villa hinaufzuschicken, um Bettzeug und Wein, einen andern den Arzt zu holen. „Kommt gleich hier zurück, Grennus, und bringt mir etwas reines Eis mit,“ sagte Freda, indem sie allmählich ihre Fassung wiedererlangte und mit mehr Ruhe die Lage übersah. Nichtsdestoweniger fühlte sie sich von banger Sorge bedrückt, indem sie in Sölves bleiches Gesicht blickte und daran dachte, daß sie unmittelbar an seinem Unglück schuld sei. Im Zeitraum von einer Stunde hatten alle Anordnungen ihre Erledigung gefunden, und Sölve saß, vorsichtig von Kissen unterstützt, neben Freda im Wagen, um zu seiner Mutter gebracht zu werden. Gustav Marholm hatte auf dem Bock mit Platz genommen, um dafür zu sorgen, daß der Kutscher vorsichtig fahre. Sölves Mutter zeigte sich bei Ankunft des Sohnes weniger erschrocken, als Freda befürchtet. Ihr Sohn habe schon vor Jahren wiederholt solche Anfälle gehabt und werde sich wieder erholen. Eine Sorge um den Lohnausfall konnte garnicht in ihr aufkommen. Freda hatte sie sofort über alles beruhigt. Erst nachdem Sölve, trotz seines Widerstrebens, das aber eine Bitte aus dem Munde Fredas in Nachgiebigkeit verwandelte, zu Bett gebracht, und strenge Befolgung der vorläufigen Anordnungen des Arztes, der noch im Laufe des Tages kommen wollte, zugesichert war, verließ Freda das kleine Haus, um zu Marholm zurückzukehren, der sie, im Wagen sitzend, erwartete. Sie nahm ohne weiteres neben ihm Platz. Sie litt es, daß er sie in seine Pelzdecke hüllte, und fand nichts Auffälliges darin, ja, sie hatte ein Gefühl, als ob er ihr eine Wohlthat erweise, für die sie ihm zu Dank verpflichtet sei. Er hatte ihr einen großen Dienst geleistet und sich so teilnahmsvoll, so umsichtig und mitleidsvoll bewiesen. Was wäre daraus geworden, wenn er nicht gekommen wäre? Konnte es nicht beinahe als eine Fügung angesehen werden, daß er gerade vorgefahren war? Es wäre ihr unmöglich gewesen, in dieser Stunde sich ihm kalt und ablehnend zu bezeigen. Ihr Herz war auch durch die Art, wie Sölves Mutter die Krankheit ihres Sohnes ausgenommen, ein wenig erleichtert. Vielleicht kannte sie die Natur des Sohnes, und der Kranke würde genesen. Dann sollte er nicht wieder in der Fabrik, viel weniger im Gußraum arbeiten. Sie wollte ihm die Gärtnerstelle in der Villa geben; Anordnung und Vegetation erforderten viel weniger Fachkenntnis als guten Willen und den würde er haben. Sie aber konnte ihn dann beaussichtigen und durch gute Verpflegung kräftigen. Derartige Gedanken hatten den gesunkenen Mut belebt. Dazu kam der herrliche Wintertag, strahlend in demantner Pracht. Weiß, funkelnd, glitzernd erschienen die Eisformationen, welche die Wasserfälle gebildet, gleich Teilen von Palästen, die Feenhände hervorgezaubert. Darüber ausgebreitet rotes Sonnengold und ein Himmel, zart wie ein aus Duft gewobener Schleier. Gustav Marholm und Freda hatten sich auf der Rückfahrt unterhalten, von dem armen Sölve, von der schönen winterlichen Landschaft und vielen anderen Dingen, aber nicht mit einem einzigen Wort von sich selber. Marholm chien vergessen zu haben, was ihn hergeführt, und Freda dachte nur an das Geschehene und wie ihr Begleiter so ehr zur guten Stunde gekommen war. " Nun hielt der Wagen wieder vor der Fabrik und Grennus öffnete den Schlag. Marholm sprang zuerst heraus und half Freda aus dem Gefährt. Dann sagte er in gedämpften Tone zu ihr:„Muß ich nach Jönköping zurück, ohne das Glück Ihrer Gegenwart noch eine Stunde getholische Kirche verweigere den Duellanten das kirchliche Begräbnis, aber die Kirche verbiete nicht zu erscheinen und Anteil zu nehmen an der Trauer einer Familie. Der Verstorbene sei das Opfer einer verkehrten öffentlichen Meinung, eines falschen Ehrbegriffs und eines„sündhaften Vorurteils“. Erschütternd war es, als darauf der tiefgebeugte Vater vortrat und die Leidtragenden bat, sie möchten sein ihm entrissenes Kind eine jugendliche Verirrung nicht allzu sehr entgelten lassen. In der öffentlichen Danksagung in den Blättern bitten die Eltern mitzuhelfen, daß Einrichtungen geschaffen werden, die andere Familien vor ähnlichen Heimsuchungen bewahren. nossen zu haben?“ Es lag etwas Betrübtes in dem Ausdruck seines Gesichtes. Sie gab nicht unmittelbar eine Antwort, aber ihre Wangen, die im Laufe der letzten ernsten Zeit viel von ihrer ursprünglichen Frische eingebüßt, färbten sich lebhafter. Es hatte sie, ohne daß sie es wußte, vom ersten Augenblick angenehm berührt, daß er eine gewisse Zurückhaltung beobachtet und sie nicht mehr mit dem vertraulichen„Du“ angeredet, das sie wieder gereizt haben würde. „Gedulden Sie sich einige Augenblicke, Herr Marholm. Ich will das Komptoir schließen und mit Ihnen hinaufgehen. Mutter und Synnöve werden sich freuen, Sie wieder zu sehen. Lassen Sie Ihren Wagen vorläufig wieder einstellen, damit Sie sich von dem Schrecken erholen können.“(Fortsetzung folgt.) Das Sespenst. Eine Episode aus den Kämpfen auf Sumatra. (Nachdruck verboten.) Ungefähr zwei Stunden von Kota=Radia, so erzählt ein holländischer Offizier, stand mitten in einer sumpfigen Gegend die Benting S. (befestigter Posten), welche jetzt geschleift und verlassen ist. Es war ein ungesunder und einsamer Posten, theilweise nur einem Fußpfade entlang zu erreichen. Kein Mensch besuchte die Benting, es sei denn wegen Dienstsachen, und alsdann nur mit einer Eskorte von wenigstens 25 Bajonetten. Der Pfad lief erst durch einen dichten Wald, dessen zeltartige Bäume ein wunderschönes Laubdach bildeten. Die verschiedensten Sorten von Schlinggewächsen und Wucherpflanzen wanden sich um die Stämme, wuchsen den Aesten entlang empor, klammerten sich wiederum an andere Wucherpfanzen und bildeten also einen dichten Schleier, hinter welchem der tückische Feind öfters die Patrouille angriff oder arglose Weiber und Kinder ermordete. Nach einer Viertelstunde hört der Wald auf, der Fußsteig vereinigt sich alsdann mit einem Damm über dem Sumpfe, dessen trübes, grünliches Wasser bei dauernder Hitze gefährliche Fieber verursacht. Nachher läuft der Pfad durch ein verlassenes Zuckerrohrfeld und führt so nach der Benting. Dieser verstärkte Posten war den anderen befestigten durchaus ähnlich; nur unterschied sich derselbe von den andern durch die ungesunde, aber auch zugleich höchst malerische Lage. Die Landschaft umrahmt von dichten, schattenreichen Wäldern, unter deren Bäumen die Palmen an ihren reich gefiederten Kronen deutlich zu erkennen waren. Die Besatzung konnte aber diesen üppigen Pflanzenwuchs nur aus der Ferne bewundern, denn fortwährend wurde dieser Posten aus den Wäldern beschossen, so daß die Soldaten immer auf der Hut sein mußten. Die Besatzung dieser Benting war zusammengesetzt aus zwei Offizieren und etwa hundert Soldaten. In einer gewissen Nacht um Mitternacht wurde dem Offizier, der die Wache hatte, berichtet, daß eine der Schildwachen auf der nördlichen Seite in der Nähe des benachbarten Friedhofes eine weiße Gestalt gesehen hätte. Der Soldat, zufällig ein Malaie, erklärte, nicht geschossen zu haben, weil er vermuthete, daß er einen Geist vor sich hätte. Der Leutnant, der den Aberglauben der Malaien kannte, antwortete, daß der Soldat gewiß eines der hölzernen Kreuze auf dem Friedhof für eine Gestalt angesehen hätte, allein der Malaie behauptete steif und fest, daß er sich nicht geirrt und wirklich einen Geist gesehen habe. Während vier aufeinanderfolgender Nächte wurde dieselbe Erscheinung von verschiedenen Posten und immer zu derselben Stunde gesehen. Eine abergläubische Furcht begann sich der Gemüter der malaiischen Soldaten zu bemächtigen, so daß der Kommandant der Benting sich entschloß, der Sache ein Ende zu machen. Zuerst wurde während mehrerer Nächte auf dem Friedhofe ein Hinterhalt gelegt, allein immer, wenn die Soldaten auf der Lauer lagen, blieb das Gespenst weg. Der Geist schien genau zu wissen, wann er sich ohne Gefahr zeigen konnte, und erhöhte dadurch seinen Einfluß auf die abergläubischen Eingeborenen. In einer gewissen Nacht bereitete der Kommandant der Erscheinung eine neue Ueberraschung. Er verdoppelte die Posten und ließ einige Leuchtkugeln bereit halten. Bereits um zehn Uhr standen Offiziere und Mannschaften auf der Warte. Ringsumher herrschte eine tiefe Stille. Endlich kündigte die Schildwache durch zwölf Schläge auf der kupfernen Glocke die Mitternachtsstunde an. Plötzlich wurde die Gegend durch eine Leuchtkugel von hellem Licht bestrahlt, allein bevor die Soldaten feuern konnten, verschwand das Gespenst mit einem herausforvernden Hohngelächter wiederum in die Tiefe. des Stalles eine dem Loche eine anderen Morgen * Düsseldorf, 13. Okt. Von der Ausstellung. Heute vormittag erreichte die Zahl der Besucher der hiesigen Ausstellung die Ziffer von drei Millionen. * M a n n h e i m, 1 3. O k t. D e r v e r h a f t e t e D i rettor Böhm unterschlug als Testamentsvollstrecker der Gräfin Larose 100000 Mk. * Lübeck, 13. Okt. Im Streit erschlagen. Heute morgen erschlug d.r 80jährige Rentner Ollmann in Schlagsdorf seine Ehefrau mit dem Beil bei einem Streit über das Heizen des Ofens. Karlsruhe, 12. Olt. Das Opfer eines Duells. Der stud. jur. Karl Reiß jun. wurde gestern unter allgemetner Teluchne berdigt. Da die Lotholiche Her 3g, Kwetschzeene die kirchliche Assistenz verweigert, trotzdem der Dahingesch „Gott sei Dank noch einige Stunden zur Reue so war der Geistliche der Bernharduskirche, de„dies ankitz als Privatmann erschienen und als solcher erklärte er, den Maler Otto Wagner aus Nawaves, Weicher ungewar, am 21. August die verwitwete Justizrätin mordet und beraubt zu haben, wegen,[mgen Feripe lebenslänglicher Zuchthausstrafe und begen guf Mord erbürgerlichen Ehrenrechte. ist der 52 Jahre alte Konditor Karl Mergelsberg aus der Oberbergerstr. Pehre tsin gewochen, der in emer Choboladesabrik in der Schönhauserallee beschäftigt war. M. geriet dort beim Mahlen Est ziner Hand in das Getriebe der Mischwaschine, die ihn mearmals emporschleuderte und ihm einen Arm ausriß. Der Verunglückte wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht und starb dort an Verblutung und inneren Verletzungen. Großfeuer. Sonntag abend entstand in Greiz infolge Explosion einer Petroleumlampe ein Großfeuer, das einen Teil im ganzen zwölf Häuser, einäscherte. VerMenschenleben sind nicht zu beklagen; der Schaden wird auf 7—800 000 Mk. veranschlagt. K. 7—800 000 Mr. verunschlagt. „Allgemeiner Weberstreik im Vogtlande. 3500 woch Leiter— die Spinnereien und Appreturanstalten sind an.“ nicht in Mitleidenschaft gezogen worden— sind, wie aus sich“ gemeldet wird, außer Arbeit; erregte Gruppen zeigen spra den Straßen, überall wird das Ereignis lebhaft bedoch sind Ausschreitungen bis jetzt noch nicht vorNachdem er am Schlusse des Trauaktes die herkömmlichen Worte:„Sie können ihre Gattin umarmen“ gesprochen hatte, ließ er sich nicht lange bitten... Course der Berliner Börse. Mitgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges Herford, 13. Oktober 1902. Far nicgen. Der Eintritt in den Generalstreik wurde von drei e##terversammlungen mit über 2000 Teilnehmern einstimmig 8 abgelehnt hatten die E 8% Preuss Consoll 92.— „„ 101,90 3% Deutsche Reichsanleihe 92.20 3½%„„ 101.90 Wast“ Prov.-Anl. 89.75 3 20 4 Pfandbriefe 1906 102.50 Deutsche Bank-Akt. 209,60 Disc. Commandit-Akt. 187,75 A. Schaaffhausen'scher Bv. 115,80 Gelsenkirchener Bergw.Am nächsten Morgen meldete sich der malaiische Unteroffizier Wadikan beim Kommandanten. Er erklärte sich bereit, das Rätsel zu lösen, wenn der Kommandant ihm erlaubte, eine Nacht außer der Benting zuzubringen. „Ich habe gesehen,“ sagte der Unteroffizier,„daß der weiße Toen(Herr) immer erscheint, nachdem dort im Posten der Atjeher das Licht gelöscht ist. Zwischen beiden Erscheinungen besteht gewiß ein Zusammenhang. Wenn der Kommandant es gestattet, werde ich in dieser Nacht durch den Wald schleichen und mich bei dem Häuschen, wo das Licht brennt, auf die Lauer legen. Mit dem Kris(inländischen Dolch) und Revolver versehen, fürchte ich kein Gespenst noch Satan.“ Anfänglich war der Kommandant mit dieser gefährlichen Untersuchung nicht einverstanden, allein schließlich wußte der tapfere Unteroffizier alle Bedenken zu widerlegen, so daß seine Bitte endlich gewährt wurde. Abends um sechs Uhr, als jedermann in der Benting sein mußte, blieb Wadikin draßen im Gebüsch versteckt, um die Finsternis abzuwarten. Gegen sieben Uhr untersuchte er den Platz und erreichte, wie eine Schlange durch das hohe Gras kriechend, den Waldrand. In derselben Weise fortschleichend, war Wadilin um acht Uhr an seinem Bestimmungsort. Mit Rücksicht auf die häufigen Ueberschwemmungen sind die Häuser der Atjeher auf Pfählen erbaut. Daher hatte der Unteroffizier eine schöne Gelegenheit, unter dem Häuschen, unter einem Haufen trockener Blätter verborgen, den Lauf der Ereignisse abzuwarten. Seine Geduld wurde nicht sehr lange auf die Probe gestellt, denn kaum hatte er sich unter den Blättern versteckt, als etwa dreißig bis an die Zähne bewaffnete Männer vor der Hütte erschienen. Mann für Mann erstiegen sie die schmale Treppe und setzten sich in einem Kreise der Wand entlang nieder. Durch die großen Spalten in der Hausflur war der Unteroffizier im stande, alles zu sehen, was oben vorfiel. Mitten im Kreise stand ein Priester in weißem Gewande. Ein goldgestickter Turban bedeckte sein Haupt, in dem Gürtel trug er außer dem reichverzierten Klewang auch einen Revolver, in der Rechten hielt er einen Rosenkranz, und die Linke umfaßte den Koran. Er sah aus wie ein Mann von ungefähr vierzig Jahren. Sein Gesicht war gelb und von einem schwarzen Bart umrahmt. Nachdem der Priester die Anwesenden gezählt hatte, sprach er:„O, meine Brüder, öffnet eure Ohren, damit meine Worte eure Herzen durchdringen. Seit geraumer Zeit habe ich in Einsamkeit gelebt. Durch das Gebet habe ich mich gekräftigt und meinen Geist aufgeklärt. Endlich ist mir heute nacht der Prophet erschienen, und dieser hat mich auserwählt, euch folgendes mitzuteilen: Die Kafirs(Christenhunde), welche bereits seit mehreren Jahren euren heiligen Boden verunreinigen, werden alle durch eure Hand erschlagen werden. Fürchtet weder ihre Tapferkeit noch ihre größere Kriegskunst, denn sie werden nicht länger euren heiligen Scharen gewachsen sein. Dort, inmitten eurer früher blühenden Felder, steht eine Befestigung, auf welcher die stolze Fahne euch jeden Tag verhöhnt. Es ist der Wille des Propheten, daß diese Benting noch heute nacht vertilgt werde. Mohammed, der uns aus dem Paradiese beobachtet, wird eure Handlungen leiten. Durch einen Engel ist mir der Platz angewiesen, wo in der Nähe der Benting eine große Menge Waffen verborgen ist. Um ein Uhr werdet ihr alle eure Mannschaften sammeln in eurer Missigit(Kirche) und dort meine Befehle abwarten. Auch in den andren Mockims(Distrikte) hat man sich zum heiligen Kriege vorbereitet. Werft euch zu Boden und betet, damit euch Kraft gegeben wered. Gott ist Gott und Mohammed ist sein Prophet.“ Wie ein Mann warfen sich alle Atjeher zu Boden, schlugen sich auf die Brust und riefen ihr„Allah!“ Der Priester verlas in einförmiger singender Weise ein Gebet aus dem Koran, die Menge begleitete dieses, indem sie das Haupt von der rechten nach der linken Seite bewegte, und allmählich wuchs die Erregung. Wadikin begriff jetzt, daß es für ihn die höchste Zeit sei, sich aus dem Staube zu machen. Er kehrte auf demselben Wege, den er gekommen war, nach der Benting zurück. Als er sich der Befestigung auf ungefähr zweihundert Schritt genähert hatte, ahmte er den Schrei eines Vgoels nach, und diesen Laut wiederholte er noch mehrere Male. Jedesmal wurde der Schrei aus der Benting beantwortet, zum Beweise, daß die Besatzung seine Annäherung bemerkt hatte. Mit der nötigen Vorsicht wurde das Thor geöffnet, und alsbald befand sich Wadikin wiederum inmitten seiner Waffenbrüder. Nachdem der Unteroffizier dem Kommandanten Bericht erstattet hatte, rief ber Offizier die Mannschaften zusammen, damit er ihnen die gefährliche Lage mitteilen konnte. Sogar die Eingeborenen waren nun überzeugt, daß der weiße Toen kein Geist, sondern ein Spion sei. Wadikin brachte seine Erscheinung in Zusammenhang mit der Mitteilung des Priesters über die verborgenen Waffen und erbat sich kyd“.* zeigte sich überhaupt vollständig gierig nach Kamille dug. Ink sie statt des Wassers. Die Wirkung blieb nicht Darmblutungen hörten beinahe sofort auf. Ueberkahm von dem Moment an die Krankheit eine Wen6 zum Bessern. Sand. Auf der Insel Norderney letzten Tagen 800 Kilogramm Strandsand in und an ein chemisches Laboratorium in Berlin ort auf etwaigen— Goldgehalt untersucht zu a. unech gnge## aumer Zeit glauben Chemiker, daß der sich pemmte Sand goldhaltig sei, und daß 9 vielleicht eine Ausbeute lohnen könnte Gebühren=Ordnung betreffend die Erhebung einer Abgabe für die polizeiliche Behandlung der Baugesuche im Stadtbezirk Hersord. Auf Grund der§§ 6, 7 und 8 des KommunalabgabenGesetzes vom 14. Juli 1893 wird unter Zustimmung der Stadtverordneten(Beschluß vom 3. Mai 1901, Nr. 888) und unter Genehmigung des Bezirksausschusses zu Minden folgende Gebührenordnung erlassen: § 1. Für die polizeiliche Behandlung der Baugesuche in der Baugesuchs, Rohbauabnahme, amit verbundenen schriftlichen zu Gunsten der Stadtkasse daher die Erlaubnis, mit einigen Soldaten den Friedhof einer genauen Untersuchung unterziehen zu dürfen. Es war elf Uhr. Mit einigen auserlesenen Soldaten schlich der Unteroffizier nach dem Friedhof. Wie Katzen krochen die Soldaten über den Boden, jeder mit einem Hackmesser bewaffnet. Während einer halben Stunde wurde der Boden ohne Resultat durchforscht, und gerade stand Wadikin im Begriff, mit seinen Soldaten nach der Benting zurückzukehren, als einer der Mannschaften mit einem Beine bis zur Hüfte in ein Loch fiel. Alsbald wurde das Loch untersucht. Die Bedeckung von Bambus und Alang=alang(hohes Gras) wurde entfernt, und alsbald entdeckte man bei dem Lichte einer kleinen Laterne eine sehr große Anzahl von Klewangs, Lanzen, Donnerbüchsen, Pulver und Blei. Innerhalb kurzer Zeit war das Loch mit Hilfe einer aus der Benting aufgebotenen Patrouille geleert, und so befanden sich die Waffen des Gespenstes in den Händen der Niederländer. Inzwischen saß auch die Besatzung nicht still und traf ihre Vorbereitungen für den Ueberfall. Aber nichts Verdächtiges zeigte sich. Um zwei Uhr zeigte sich die weiße Erscheinung auf der gewöhnlichen Stelle, allein jetzt wurde sie von Hunderten von Atjehern begleitet. Die Leuchtkugeln erhellten das ganze Terrain, und so konnte die Besatzung deutlich die Athieher unterscheiden. Dieselben waren in mehrere Banden geteilt und stürmten mit einem wilden Kriegsgeschrei vorwärts, allein sie flohen heulend ebenso schnell zurück. Die Artillerie hatte den Propheten und seine Anhänger mit einigen gut gerichteten Kartätschen begrüßt, und dieser Empfang kam den Angreifern ganz unerwartet. Obendrein konnten die Atjeher die Wafen, welche der Prophet ihnen versprochen hatte, nicht finden, und so wurde das Vertrauen, mit welchem sie in den Kampf gezogen waren, erheblich erschüttert. Da sprang plötzlich eine weiße Gestalt den Atjehern voran, welche, den Klewang über dem Haupt schwingend, die Streiter zum Kampfe ermunterte. Mit neuem Mut wurde der Angriff wiederholt. Mehr als 300 Atjeher drangen vorwärts und stürmten mit Donnerbüchsen, Klewangs und Speeren auf die Benting los. Der Kampfplatz, durch die Leuchtkugeln hell erleuchtet, bot einen phantastischen Anblick dar. Deutlich konnten die Soldaten die Gesichter der Angreifer unterscheiden. Es waren beinahe ohne Ausnahme echte Banditenphysiognomien, auf welchen grimmer Haß zu lesen war, Kerle, von denen weder Mitleid noch Gnade zu erwarten war. Aber der Mut und die Todesverachtung der Feinde war umsonst, und schließlich sahen sie sich genötigt, zu flüchten und wütend zum Rückzug zu blasen. Gegen fünf Uhr kündigte Trompetenschall die Annäherung der niederländischen Kolonne an, welche den abziehenden Feind in die Flucht schlug. Als das Thor geöffnet wurde, stießen die Soldaten alsbald auf eine weiße Gestalt. Dieselbe war auf die Kniee gesunken. Die eine Hand umklammerte eine Palissade, die andere hielt noch den Klewang in der Faust. Das Haupt war zur Seite geneigt, allein die starren Züge waren noch auf das Thor gerichtet. Die Brust war von mehreren Kugeln durchbohrt. So war auch das Gespenst den Tod der Tapferen gestorben. Doesie-Album. Verzweiflung. (Aus dem Russischen.) „Mit der Zeit,“ sprichst Du entschieden, „Pflückt man Rosen doch hienieden.“ Schön und tröstend sind die Worte Angebracht an anderm Orte; Doch bei mir sie anzuwenden, Heiß' ich Zeit umsonst verschwenden. Sieh' mein Lenz ist längst gewichen Und mein Sommer ist verstrichen. Auch mein Herbst ist bald vorüber, Trüber wird es, immer trüber. Schnee und Eis vor meinen Blicken Welche Rosen kann ich pflücken? der Rosen nie gebrochen, Der von Dornen wund zerstochen, Der mit Wonnen Unbekannte, Nur an Leiden Festgebannte— Winkt noch Trost dem Freudelosen? Nein, es blühen keine Rosen!... N. Golant. 2. einem Bauwert 00 Mk. 000„ 2 Mk. 5„ 100 100 100 00 100 100 100 100 10 15 20 25 30 35 45 50 60 nnenden 10,000 Mk. höheren lechnung des Deutschen Reichs inter Leitung von Baubeamten ährt werden, soll nur die Hälfte m. 3. das Stadtbauamt bei dem ersten ist diese Festsetzung maßgebend, Magistrat einzulegenden Bevorbehaltlich der durch die§§ bgaben=Gesetzes vom 14. Juli entscheidet(vergl. jedoch§§ 4. Gebühr ist vor Erteilung des einzuzahlen und ist im Nichtrwaltungszwangsverfahrens ein5. Abschluß aller Baurechnungen rt geringer geblieben ist, so erung. 6. und genehmigte Bau nicht innernrung,(§ 43 der Bau=PolizeiHebühr nach Antrag erstattet. 7. teht gegen die Festsetzung der ieser ist binnen einer Frist von vorstande einzulegen. Die Frist nach der schriftlichen Mitteilung seschließt der Gemeindevorstand. Pflichtigen binnen einer mit er Zustellung beginnenden Frist im Verwaltungsstreitverfahren den offen. Gegen die Entscheiist nur das Rechtsmittel der sruchs sowie der Klage hat keine 1901. Kagistrat, m, den 29. November 1901. J.No. 2293 B. A. II. 6, 8 und 77 des Kommuer Juli 1893.(Gesetz=Sammlung egel.— bezirksausschusses. orsitzende: gez.) Rahm. dnung wird in der obigen vernitlich bekannt gemacht. r 1902. agistrat: rbürgermeister. 240k 1. Sich selbst zu tranen, diesen originellen Einfall hatte I 71 jährige Friedensrichter Bundy in Jersey City(NordPerika). Er stellte die vorschriftsmäßigen Fragen selbst an beantwortete sie und schrieb sich selber den Trauschein. der Installation ganz genau innegehalten werden müssen. Pappdächer müssen zum Winter wasserdicht gemacht werden. Dieses geschieh am besten mit tropft nicht Enteton braucht nicht getechgrzer gnerig.— Verord, Bieleseld und Hermann Wittland& Sohn, Holzhandlung. Johannisstr. 32. 4 Beginn 1! Nov. 256 ölz- u. Marmormalerei. Küster& Strüwe, Malerschule 5998 Marktstrasse 31. Bestellungen auf gute Mühlhäuser Speise Kartoffeln nehme schon jetzt entgegen und offeriere solche zu billigem Tagespreise. 3891 Emil Wolff, Schlachthofstraße 33 INNNNNNNI Nr. 82 vorzügliche 6 Pfg. Ligarre Ign. Pelster, Gehrenberg 25. 788 HAL der immer unerträglicher werdenden Kohlennot zu steuern. ieser Meldung gegenüber gewinnt es an Bedeutung, daß in gland bereits von verschiedenen Gewerkvereinen die Frage es Ausstandes der englischen Kohlenbergleute zur Unteritzung der amerikanischen Streiker erörtert wird. L Tann Herforder Kreisnachrichten. litteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 1 ** Zur Teilnahme an der heutig mmlung des Heilstättenvereins für de inden im Weinklub=Saal wird auch de äsident erwartet. □ Elektrische Beleuchtung. Sonnabend ein Eingesandt, das die el schiedener Plätze anregte. Wie wir erf igelegenheit durch Prüfung der Kostenbe ten werden. Bauten im Waldfrieden. tum soll so eingerichtet werden, daß er nutzt werden kann. Diese Maßnahme ist z Kaufmännischer Verein. rstandssitzung wurde beschlossen, einen Re rlin, zu engagieren und zwar wird ders en Vortrag über Martinique unter Ver dern halten. Gleichzeitig beschäftigte sic ffs der Neubesetzung des Dirigentenpost ranstalt; hierüber wird noch näheres ald die weiteren Verhandlungen zum d. Wie schon im Inseratenteil bekann ite abend wieder in der Handelslehransto 79—° Herforder Turngemeind det laut Inserat in der heutigen Numm e Hauptversammlung statt. . Der Schwindler, von welchem ichteten— er suchte bei Industriellen igung an einer internationalen Ausstell angen und schädigte eine hiesige Firma tern nachmittag in Köln a. Rh. verha hwindler nannte sich Josef Szell aus B # Ueberfahren. Der am Son eiskrankenhaus eingelieferte Schwerverletz Oetinghausen von einem Wagen überfe tlerweile von seinen Leiden Erlöste k inderschaft befunden und hatte in Oet Knecht erhalten. . Ein Einbruch versucht wurd einem Hause der Schlachthofstraße, desse ren. An sämtlichen Thüren einer Etage sch Nachschlüssel so verdorben worden, diger Hand die Thüren wieder geöffn viel bis jetzt bekannt, ist nur einem Die schlossenen Kommode ein 10 Mk.=Stück r That verdächtigt wird ein Handwerks dem Hause beschäftigt war. s. Erbrochen wurde auf dem Ausl inhof ein Waggon, in welchem Krystallz s einem Zuckersacke waren 25 Pfd. Zud n Enger, 13. Okt. Silberne st feierten gestern die Eheleute Kinenf r. Wir gratulieren auch herzlichst. * Osnabrück, 12. Okt. Prinz Heinrich von Preußen machte gestern gegen 6 Uhr, per Automobil von Hamburg kommend, unserer Stadt einen Besuch. Da das Benzin für den Motor ausgegangen, machte das Automobil bei der hiesigen Benzin=Station, Herrn Aug. Vatthauer, halt, um den Benzinbehälter zu füllen, was des Menschenandranges wegen auf der Diele des Herrn de Reuter geschah. Während der Füllung folgte der Prinz einer Einladung des Herrn de Reuter, eine Flasche Wein mit ihm zu trinken, und nahm noch als„Benzin für den Magen"(wie der Prinz scherzhaft „„„„„ G SmG GG.IE S.Sielast Glaiche tholische Kirche verweigere den Duellanten das kirchliche Begräbnis, aber die Kirche verbiete nicht zu erscheinen und Anteil zu nehmen an der Trauer einer Familie. Der Verstorbene sei das Opfer einer verkehrten öffentlichen Meinung, eines falschen Ehrbegriffs und eines„sündhaften Vorurteils". Erschütternd war es, als darauf der tiefgebeugte Vater vortrat und die Leidtragenden bat, sie möchten sein ihm entrissenes Kind eine jugendliche Verirruug nicht allzu sehr entgelten lassen. In der öffentlichen Danksagung in den Blättern bitten die Eltern mitzuhelfen, daß Einrichtungen geschaffen werden, die andere Familien vor ähnlichen Heimsuchungen bewahren. Markt an 9 wird auf Tertilarbei nicht „keerane g in der sprochen, er Aus Provinz und FÜR UNSERE JUGEND Die Soldaten kommen. Hurra! Die Soldaten kommen, Aufmarschiert in Reih und Glied! Heisa, wie da unsre Buben In Begeisterung erglüht. Fort von Arbeit rasch und Spiele; Ja, vom Vesperschmause gar, Mit erhobenem Gefühle Stürmt die muntre Knabenschar. der Teich einmal abgelassen, um die überzählige Brut zurückzubehalten, weil diese sonst das Wachstum der größeren Fische hindert. Im Sommer verteilen sich die Fische und spazieren lieber vereinzelt in ihrem nassen Reich umher, während sich im Herbst wieder das Bedürfnis nach Geselligkeit geltend macht. In dieser Zeit findet auch das eigentliche Fischen statt. Die ein= bisodreisömmrigen Karpfen werden als Satz zurückbehalten, während die größeren, von drei Pfund an, in den Handel gebracht werden, um als leckeres Mahl auf der Tafel zu prangen. Das ist euch wohl das liebste. Hänschen selbst, von Mutters Schoße, Ist behend mit durchgebrannt, Einen Schuh erst an dem Fuße Und den andern in der Hand. In das blitzende Gefunkel Schauen sie und flüstern leis. Auf den Wangen brennt es dunkel, In den Augen blitzt es heiß. Und die kleine Hand zuckt lüstern, Kampfbereit zur frischen That, Und die roten Lippen flüstern: „Wär' ich nur erst ein Soldat!“ Allerlei Zeitvertreib. Hast du deine Lektion gelernt? Tief unten bei den Fischlein. Einer, der ausgezählt wird, wählt einen kurzen Reim, z. B. „Ein Affe gar possirlich ist, zumal wenn er vom Apfel frißt“, und fragt darüber die übrigen, in deren Antwort kein„Ja“ und kein„Nein“. vorkommen darf, aus. Wer fehlt, hat eine Strafe zu erleiden. Beispiel: A. fragt B.: Ist ein Affe ein Tier?— B.: Allerdings. A. fragt weiter bei C.: Sind Affe und Bär nicht einerlei?— C.: Ganz und gar nicht. A. zu D.: Hast du schon einen Affen gesehen?— D.: Schon sehr oft. A. zu E.: Gibt es viele Affen?— E.: Sie bewohnen die Wälder, ganze Landstrecken. A. zu F.: Auch in Deutschland?— F.: Nein— aber in Asien. Da F. mit„Nein“ geantwortet hat, muß er eine Strafe erleiden und ein Pfand erlegen. Ein zweiter beginnt zu fragen mit einem neuen kurzen Spruch. Das Spiel wird um so unterhaltender, je mehr der Fragende es versteht, falsche Antworten zu veranlassen. * Bielefeld, 13. Okt. Kaiser Smarck=Denkmal. In der für 2 dtverordnetensitzung soll das Kollege stellung eines Kaiser Wilhelm= und eine itze vor dem neuen Rathause und am? ung zu stellen. Zu dieser Denkmalsanz der Lestf. Ztg. u. a. noch folgendes: rigen Komitee zum Bau der beiden D i annähernd 80000 Mk. aus freiwik send gesammelt worden ist, handelt es itzfrage zu entscheiden. Es wird beab lhelm=Denkmal in Verbindung mit dem sten und möglichst mit diesem zu gleicher Z r festzusetzen. Als Platz für das Kaiser dem Bauplane des Rathauses der Ple eitreppe(an der dem Theater zugewandte r das Bismarck=Denkmal hatte seiner emering in Berlin, dem die Ausführung gen ist, den Platz am Neumarkt gegen iße, die Vorderseite dieser Straße zugekehr Tagesordnung der Stadtverordnetensitzu Niederwall in Aussicht genommen. ** Bielefeld, 14. Okt. Augn d am Montag, 20., Mittwoch, 22. u ts. im Eintrachtssaal hier einen hum rtrags-Cyklus veranstalten. * Schrüttinghausen, 15. Okt. 2 ihnermörder. Einem hiesigen H ederholt einige Stück des Federviehs in nn grdeckte man, daß unter der Einfriedigung des Staltes eine ihle sich befand. Es wurde deshalb vor dem Loche eine ie aufgestellt mit dem Erfolg, daß am anderen Morgen Dachs darin gefangen saß. Lage, 13. Okt. Zigeuner als Räuber. Auf 1 Hos des Landwirts Bökhaus in Hardissen kamen dieser ige mehrere Zigeunerfrauen, um Futter für die Pferde zu tteln. Statt Futter wurden den zudringlichen Gästen 5 fennige angeboten mit dem Bemerken, nun schleunigst den of zu verlassen. Als der Besitzer des Hofes sich ins Haus geben hatte, riefen Dienstboten den B. heraus, um den Ziunerweibern die gefüllten Säcke mit Futter, welche letztere h angeeignet hatten, wieder abzunehmen. B. wurde von den Zeibern bedroht und als B. das Futter mit Gewalt ervingen wollte, eilten die Begleiter der Weiber herbei, mißandelten B. und ergriffen alsdann die Flucht. Eine Verilgung der Zigeuner wurde nicht ausgenommen. Wenn ihr an einem Teich standet und euch an dem klaren, glitzernden Wasserspiegel freute, habt ihr da schon darüber nachgedacht, welch geheimnisvolles Leben und Weben in den feuchten Tiefen herrscht? Nehmen wir an, es sei ein Karpfenteich, den ich euch jetzt beschreibe. Auf dem Grunde lagern dichte Schlammmassen, in dem kleine Kerbtiere, Egel, Schnecken u. s. w. ihr Dasein fristen, um den größeren Fischen zur Nahrung zu dienen. Namentlich der Aal wühlt gern im Schlamm herum, und seinem Beispiel folgt auch die Schleie. Der Karpfen jedoch, der sich sonst ganz gut mit den beiden in seinem Reiche verträgt, strebt mehr nach der Oberfläche, thut sich an den Wassertierchen, die den Teich zahlreich bevölkern, gütlich und schnappt mit Vorliebe nach den auf der Oberfläche hintanzenden Insekten. Wesentlich in einem Karpfenteich sind auch die Hechte, die es sich angelegen sein lassen, die überzählige Karpfenbrut zu vertilgen. Mitunter frißt der Hecht auch größere Fische an, die er dann liegen läßt. Dies machen sich wieder die Krebse, die in den Mauerritzen hausen, zu nutze; sie bevorzugen namentlich das, was schon in Verwesung übergegangen ist. Auch die Frösche, welche im Sommer oft zu verschwenderisch mit ihren Freikonzerten sind, spielen ihre Rolle in dem nassen Element. Der Froschlaich besonders ist von großem Nutzen, da er eine Hauptnahrung der Karpfen bildet. Schließlich seien noch die Wasserpflanzen, namentlich die Algengewächse, erwähnt, von denen sich wieder die Wassertierchen nähren. Ihr erseht daraus, daß jedes der genannten Tiere und Pflanzen seine Bedeutung hat, und gleichsam eines dem andern zur Erhaltung seines Lebens dienen muß. Daß die Fische auch anderes Futter, das man ihnen reicht, nicht verschmähen, ist euch sicher bekannt. Denn ihr werft gewiß selbst ein Stückchen Brot oder Semmel in den Teich und ergötzt euch daran, wenn die Fischlein blitzschnell an der Oberfläche erscheinen und danach schnappen. Sogar Küchenabfälle aller Art nehmen sie mit in den Kauf. Hiermit sei der Ernährung das Wort gesprochen, und ich möchte euch nur etwas über ihr sonstiges Treiben sagen. Im Frühjahr, wo die Laichzeit beginnt, scharen sich die Karpfen gern zusammen und ziehen in langen Zügen durch die Wellen. Gewöhnlich wird schon im Frühjahr und Aufgaben. 1. Homonym. Zwanzigmal hat mich ein jeder, Ob Weib, ob Mädchen, Knabe, Mann, Hat mich jemand auch im Kopfe, Merkt man ihm es sicher an. Aber trifft mich auf mein Köpfchen Jemand stets zu rechter Zeit, Ei, der ist kein dummes Tröpfchen, Sondern sicher recht gescheit. Auf den Kopf liebt mich zu schlagen Alle Welt, dahin, dorthin, Doch dann kann ich es vertragen, Weil ich just von Eisen bin. Ja, ich kann auch viel ertragen, Ob auch nur ein kleiner Wicht, Bin ich fest wo eingeschlagen, Weich' und wanke ich auch nicht. 2. Zahlenrätsel. 1 2345 ein Fluß in Rußland. 6 7 7368910 ein Gebild des Wasserstoffgases. 3 5 8 9 11 ein Fisch. 9 5 12 5 13 eine Stadt am Main. 14 11 11 6 4 eine saure Flüssigkeit. 3 14 13 der König der Tiere. 15 14 10 5 ein Mädchenname. Die Anfangsbuchstaben ergeben den Namen eines ruhmreichen deutschen Kaisers, und die Endbuchstaben von unten nach oben den seiner Gemahlin. (Auflösungen in der nächsten Jugend=Nummer.) Auflösungen der Käthsel in letzter Jugend-Nummer Dorn.— 2. Holländer— 1. Horn— Zorn— Born Hollunder.— 3. Pfeil— Pfeiler. Scherzfragen: 1. In Knochen.— 2. Keine Blume geht auf ein Beet; der Gärtner pflanzt sie dahin. eine uwelnbrr. 1S. Lil. Bon der Nussteltung. Heute vormittag erreichte die Zahl der Besucher der hiesigen Ausstellung die Ziffer von drei Millionen. * M a n n h e i m, 1 3. O k t. D e r v e r h a f t e t e D i rektor Böhm unterschlug als Testamentsvollstrecker der Gräfin Larose 100000 Mk. Lübeck, 13. Okt. Im Streit erschlagen. Heute morgen erschlug d.r 80jährige Rentner Ollmann in Schlagsdorf seine Ehefrau mit dem Beil bei einem Streit über das Heizen des Ofens. Karlsruhe, 12. Olt. Das Opfer eines Duells. Der stud. jur. Karl Reiß jun. wurde gestern unter allgemeiner Teilnahme beerdigt. Da die katholische Kirche Zweikämpfern die kirchliche Assistenz verweigert, trotzdem der Dahingeschiedene „Gott sei Dank noch einige Stunden zur Reue gehabt hat", so war der Geistliche der Bernharduskirche, der dies ankündigte, als Privatmann erschienen und als solcher erklärte er, die kawar, am 21. August die verwitwete Justizrätin Ißmer ermordet und beraubt zu haben, wegen schweren##### lebenslänglicher Zuchthausstrafe und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Schuldfragen auf Mord und schweren Unfalls ist der 52 Positonr aandt Mingeschbens usd der Tchechungeste. ian Berin gewochen, dn in eiter Chobladesahrik in der Schbanseraie beschistzt var. D.gertet dort bein Masen mit einer Hand in das Getriebe der Mischmaschine, die ihn mehrmals emporschleuderte und ihm einen Arm ausriß. Der Verunglückte wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht und starb dort an Verblutung und inneren Verlitzungen. Großfeuer. Sonntag abend entstand in Greiz infolge Explosion einer Petvoleumlampe ein Großfeuer, das einen Teil ssen, chlag nalta ne B reien eschä hätig we larbei wolle sen A ( Neero chau Bei Oktob Jeg rtes ein eleine beider 9 de ∆ 45 rs 5 halb m au 5o Ger 8 1 bo C beka ein rosch ben, n b oner Und man 5 D Gut Zeitu seit mar Ab 6l ihe 6 de B. 2 n wei gew i bei enis Pieser dlese 9e crli eine Na noch auf 960 Geg pirkte erin k0. zu en den hing 3 aus ank zum . Gol Lirden ir be e verz sandt, Perden. Norde 9 viellei 7114 9 602 bean im ganzen zwölf Häuser, einäscherte. Verwird aue Perschenleben sind nicht zu beklagen; der Schaden StI 7—800000 Mk. veranschlagt. Terti#ngemeiner Weberstreik im Vogtlande. 3500 noch rinet“— die Svinnereten und Appreturanstalten sind Meeran Pitseidenschaft gezogen worden— sind, wie aus sich in semeldet wird, außer Arbeit; erregte Gruppen zeigen sprog, den Straßen, überall wird das Ereignis lebhaft begekomme, doch find Ausschreitungen bis jetzt noch nicht vorArbeitengaur De Eintritt in den Generalstreik wurde von drei ** sbersammlungen mit über 2000 Teilnehmern einstimmig Penl, nachdem die Fabrikanten es abgelehnt hatten, die nor". ulu zu diskutieren und ihrerseits mit einem ne 95.Hervorgetreten waren, der den Arbeitern indessen beien F.clechterung der alten Bedingungen erschien. Den sscha### nut der Ausstand gerade jetzt höchst ungelegen, da hätigk.:“s wieder ein reger geworden war, alle Stühle dtent waren und die Webereibesitzer sich sogar genötigt larbe::. Arbeitskräfte heranzuziehen. Die Glauchauer wollen haben sich mit den Streikenden solidarisch erklärt en auch ihrerseits die Arbeit einstellen, wenn die einu. 7###ketten für Meeraner Fabrikanten gefertigt werden Neera.,(0n jetzt arbeiten in Glauchau über 800 Stühle cha.): Es ist also sehr wahrscheinlich, daß auch in g der Generalstreik erklärt wird. Outat der Ballonfahrt verunglückt. Aus Paris, .## e r w i r d g e m e l d e t: I m P a r k v o n V a u g i r a r d s t i e g rtes r.: 8 Uhr ein von dem Luftschiffer Bradsky koneinbares Luftschiff auf. In demselben saßen Bradsky ele„#wisser Warin. Die Fahrt sollte zunächst bis zur alles e und zurück nach Vaugirard gehen. Anfönglich bis„Ju., das Schiff bewegte sich bei einer Höhe von beis 200 Metern über die großen Beulevards nordwärts. a:•7 Propeller arbeiteten vorzüglich; eine leichte Beschä's Steuers zwang jedoch die Luftschiffer, etwas im ##“ fahren. Um 10 Uhr wollten Arbeiter des Inen JTachambre in Vaugirard das Luftschiff haben zurück##. sehen. Dies muß aber eine Täuschung gewesen sein. Stunde später ging der Polizeipräfektur ein TeleUs Stains(Arr. St. Dinis) zu, nach welchem ein vort zur Erde gestürzt ist und die beiden Insassen ums a§'kommen sind. Nach einer weiteren Meldung ereignete Unglück gegen 9½ Uhr dadurch, daß die Gondelseile odurch Bradsky und sein Gefährte mit der Gondel v. Erdboden geschleudert wurden. Der Ballon selbst ist lannter Richtung davongegangen. „#e eigentümliche Entdeckung. Kürzlich hat in „ein Original das Zeitliche gesegnet, nicht ohne, seinem eren Charakter entsprechend, der Welt eine originelle Ichung zu hinterlassen. Der Bureaudiener Marius ist eh, eine bescheidene, witzige und allen Pariser Jourbekannte Persönlichkeit, die in den meisten Zeitungsllen der Hauptstadt ein= und ausging. Marius war 4nd bartlos; man war stets über sein Alter in Zweifel, ###l ihn sah. Der ehemalige Kammerpräsident Burdeau ihn in der Redaktion des„Soir" als Bureaudiener Dann kam er ans„Evénement"; dann nahm ihn 9ühot am„Siécle" auf. Zuletzt diente Marius der sotitung„Auteuil=Longchamps". Jetzt fand man ihn seinem Bette. Man glaubte erst an einen Selbstmord, zan bei der Eigenart des Verblichenen nicht unberechtigt Aber der Gerichtsarzt stellte fest, daß Marius im Alter I. Jahren eines ganz natürlichen Todes gestorben sei, zerbei kam er auf die unerwartete Entdeckung: Marius ### Maria, eine Frau. Verzwickte Familienverhältnisse. Daß eine 23Braut die Stiefmutter ihres 27jährigen früheren Verwerden kann, ist kürzlich im Norden Halles zur Leworden. Vor etwa ¾ Jahren kam die nunmehr zur :, Frau avancierte Braut mitihrem Bräutigam zum BeF. ihrer Schwiegermutter und blieb noch etwa vierzehn Ei dem Schwiegervater, um diesem einstweilen die Wirt## führen, während der Bräutigam gleich nach dem :s wieder abreiste, um seinem Berufe nachzugehen. er Zeit war das 56jährige schwiegerväterliche Herz so di. Liebe zu der jugendlichen Schwiegertochter entbrannt, „Ek ihrem Verlobten den Ring zurückschickte und dem Lervater die Ehe versprach. Kürzlich fand die Hochzeit og dadurch zum Stiefsohn gewordene Bräutigam hatte g##ich vorgezogen, der Feier fern zu bleiben. #r Hund als Arzt. Zum Heilinstinkt der Tiere * Leserin interessante Beobachtungen an einem Dackel Nänne hatte die Staupe, und zwar in allerschwerster Nach allen möglichen anderen Komplikationen traten och Darmblutungen ein, ebenso stieg die Augenentzün„Juf das Höchste. Der Tierarzt verordnete Kamillen„gen der Augen und, um den Hund wieder zu Kräften a#en, Tokayer Wein. Tokayer fand bei Männe absolut „I'senliebe, er rückte aus, sowie er ihn nur roch. Dadie Kamille ganz merkwürdig auf ihn. Sobald die in mit dem in Kamille getauchten Schwamm an seine kam, suchte der Hund den Schwamm zu erhaschen und „zu saugen. Als ihm ein Holzlöffel voll Kamille vorwurde, trank er ihn sofort aus. Jetzt wurde ihm Wassernapf ein großer Napf voll kalten KamillenAngestellt; der Hund ging sofort daran und trank ihn end,“ zeigte sich überhaupt vollständig gierig nach Kamille an ank sie statt des Wassers. Die Wirkung blieb nicht #upt.“ Darmblutungen hörten beinahe sofort auf. Ueberdung„ ahm von dem Moment an die Krankheit eine WenAuf der Insel Norderney Säcke verpackt.““ Tagen 800 Kilogramm Strandsand in Ersandt, um dort auf zin chemisches Laboratorium in Berlin Perden. Schon seit a. Goldgehalt untersucht zu # Norderney angeschwemmte Sand gasier daß der vieleiche eine Alsben lohten Kanteu en ud De ). Sich selbst zu trauen, diesen originellen Einfall hatte (1 jährige Friedensrichter Bundy in Jersey Eity(Norderia). Er stellte die vorschriftsmäßigen Fragen selbst an beantwortete sie und schrieb sich selber den Trauschein. Nachdem er am Schlusse des Trauaktes die herkömmlichen Worte:„Sie können ihre Gattin umarmen“ gesprochen hatte, ließ er sich nicht lange bitten... Course der Berliner Börse. Mitgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges. Herford, 13. Oktober 1902. 3% Consols 92.— 101,90 mutsche Reichsanleihe 92.20 „ 101,90 Prov.-Anl. Preuss 3½ 8%% 3½9 0 3 1/% 4% 4% 4% 4% 89.75 99.75 104,60 103,80 Bielef. Stadtanleihe Hamb. HypothekenPfandbriefe 1910 102.75 Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 100,75 4% Meinieg. Hypoth.Pfandbriefe 1906 102,50 Deutsche Bank-Akt. 209,60 Disc. Commandit-Akt. 187,75 A. Schaaffhausen'scher Bv. 115,80 Gelsenkirchener Bergw.Aktien 174,20 Hibernia Bergw.-Aktien 175.25 Harpener dto. 170,10 Harb.-Wien. Gummi-Akt. 320.50 Phönix Bergw.-Aktien 121,— Benkdiscont 4% Tendens: zieinlich fest. Meteorologische Station Witterungsbericht vom 14. Oktober. Höchste Temperatur des Vortages: 12,9“. Niedr. Temperatur in der Nacht: 8,50 Temperatur um 7 Uhr vorm.: 10,0“. „„11„„: 12,40 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 754,8 mm Tägliche Niederschlagshöhe:— mm Wind: Schwacher SW. Himmel: Bewölkt. Voraussichtliches Wettes. 15. Okt.: Bei schwachen südwestlichen Winden vorwiegend bewölkt; geringe Niederschläge wahrscheinlich. Der Kaiser mit dem Pilgerkrenz vom heil. Grabe. Frauenburg(Ostpreußen), 14. Okt. Ueber den hiesigen Aufenthalt des Kaisers wird berichtet, daß der Kaiser u. a. das Pilgerkreuz vom heil. Grabe und die Benediktmedaille angelegt hatte. Zum Besuch der Burengenerale. Berlin, 14. Okt. Der Polizeipräsident hat wiederholt und dringend den Wunsch geäußert, die Burrngenerale möchten bei der Fahrt zum Hotel den Weg durch das Brandenburger Thor vermeiden. Ein Zug von Räubern angehalten. New=York, 14. Okt. Verkleidete Männer hielten einige Meilen von Lincoln(Nebraska) einen Eilzug an. Sie zerstörten den Postwagen und raubten 50000 Dollars, meist in Gold. Neues Diamantenfeld entdeckt Kimberley, 14. Okt. In der Nähe von Windsorfon ist ein neues Diamanienfeld entdeckt worden. Es sind daselbst Diamanten von 106 und 126 Karat gefunden Formau(Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schunpfmittel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman=Watte (Dose 30 Pfg.) In hartnäckigen Fällen Forman=Pastillen zum Inhalieren 50 Pfg. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt. 3211 van Houtens C0 Ein nahrhaftes, belebendes Gefränk. welches einen wohlthuenden Ehrlluss auf die Nerven ausübl. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sattler für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Onentin sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) Städtisches Elektrizitätswerk. Voraussichtlich kann am 15. Oktober mit der Lieferung von elektrischem Strom begonnen werden. Anschlußmeldungen haben uur mittels der auf dem Kontor der Gas=Anstalt gratis erhältlichen Formulare zu geschehen. Ebendaselbst werden auch die Bedingungen kostenlos verabfolgt, welche besonders bezüglich der Installation ganz genau innegehalten werden müssen. Pappdächer tüssen zum Winter wasserdicht gemacht werden. Dieses geschieht m besten mit Fränkels pat.„Special=Entecton“. Eutecton bricht bei der strengsten Kälte nicht und tropft nicht bei größter Hitze, Eutecton braucht nicht gekocht zu werden.— Langjährige Haltbarkeit, daher billiger als Theeranstrich. Alleinverkauf für Kreis Herord, Bielefeld und lippe Detmold: 6381 Hermann Wittland& Sohn, herford. Holzhandlung. Johannisstr. 32. Gebühren=Ordnung betreffend die Erhebung einer Abgabe für die polizeiliche Behandlung der Baugesuche im Stadtbezirk Hersord. Auf Grund der§§ 6. 7 und 8 des KommunalabgabenGesetzes vom 14. Juli 1893 wird unter Zustimmung der Stadtverordneten(Beschluß vom 3. Mai 1901, Nr. 888) und unter Gen. migung des Bezirksausschusses zu Minden folgende Gebührenordnung erlassen: § 1. Für die polizeiliche Behandlung der Baugesuche in der Stadt Herford(Prüfung des Baugesuchs, Rohbauabnahme, Schlußbauabnahme und alle damit verbundenen schriftlichen und sonstigen Arbeiten) wird zu Gunsten der Stadtkasse Herford eine Gebühr erhoben. § 2. Dieselbe soll betragen bei einem Bauwert bis 1000 Mk. 2 Mk. über 1000 bis 5000 Mk. 5„ „ 5000„ 10000„ 10„ „ 10000„ 15000„ 15„ „ 15000„ 20000„ 20„ „ 20000„ 25000„ 25„ „ 25000„ 30000" 30„ „ 30000„ 35000„ 35„ „ 35 000„ 45000„ 45„ „ 45000„ 50000„ 50„ 50000„ 60000„ 60„ und von da ab mit jeden beginnenden 10000 Mk. höheren Bauwerts 10 Mk. mehr. Bei Bauten, welche für Rechnung des Deutschen Reichs oder des preußischen Staates unter Leitung von Baubeamten des Reichs oder Staats ausgeführt werden, soll nur die Hälfte der Gebühr zur Hebung kommen. § 3. Der Bauwert wird durch das Stadtbauamt bei dem ersten Prüfungsgesuch festgestellt und ist diese Festsetzung maßgebend, vorbehaltlich der sofort beim Magistrat einzulegenden Beschwerde, welch letzterer sodann vorbehaltlich der durch die§§ 69 und folg. des Kommunalabgaben=Gesetzes vom 14. Juli 1893 gegebenen Rechtsmittel, entscheidet(vergl. jedoch§§ 5 und 7). § 4. Die nach§ 3 festgesetzte Gebühr ist vor Erteilung des Bauscheines auf der Stadtkasse einzuzahlen und ist im Nichtzahlungsfalle im Wege des Verwaltungszwangsverfahrens einziehbar. § 5. Weist der Bauherr nach Abschluß aller Baurechnungen nach, daß der wirkliche Bauwert geringer geblieben ist, so erfolgt eine entsprechende Erstattung. § 6. Gelangt der angemeldete und genehmigte Bau nicht innerhalb Jahresfrist zur Ausführung,(§ 43 der Bau=PolizeiOrdnung) so werden 2/ der Gebühr nach Antrag erstattet. § 7. Dem Abgabepflichtigen steht gegen die Festsetzung der Gebühr der Einspruch zu. Dieser ist binnen einer Frist von 4 Wochen bei dem Gemeindevorstande einzulegen. Die Frist beginnt mit dem ersten Tage nach der schriftlichen Mitteilung der Festsetzung der Gebühr. Ueber den Einspruch beschließt der Gemeindevorstand. Gegen den Beschluß steht dem Pflichtigen binnen einer mit dem ersten Tage nach erfolgter Zustellung beginnenden Frist von zwei Wochen die Klage im Verwaltungsstreitverfahren beim Bezirksausschuß zu Minden offen. Gegen die Entscheidung des Bezirks=Ausschusses ist nur das Rechtsmittel der Revision zulässig. Die Einlegung des Einspruchs sowie der Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Herford, den 9. April 1901. Der Magistrat. Minden, den 29. November 1901. Genehmigt auf Grund der§§ 6. 8 und 77 des Kommunalabgaben=Gesetzes vom 14. Juli 1893.(Gesetz=Sammlung Seite 152). — Siegel.— Namens des Bezirksausschusses. Der Vorsitzende: I. V.:(gez.) Vorstehende Gebühren=Ordnung wird in der obigen veränderten Fassung hiermit öffentlich bekannt gemacht Herford, den 3. Oktober 1902.“ Der Magistrat: Quentin, Oberbürgermeister. 2401 zielefelder Malerschule für Dekorations-, Holz- u. Marmormalerei. eginn 1! Nov. u. Marmormalerei. Küster& Strüwe, #r Woher kommen die Krankheiten Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Andrang des Blutes zum Kopfe, Gicht, Rheumatismus, Ausschlag, Geschwüre, Flechten, Influenza, Hämorrhoidalleiden, Appetitlosigkeit, Erkältung, Husten, Heiserkeit, Brustbeschwerden, Halsleiden, Atemnot, Verstopfung, Aufstoßen, Sodbrennen, Uebelkeit, Blähungen, Schlaflosigkeit, Entkräftung, offene Beinschäden, Krampfadergeschwüre 2c. 2c. größtenteils von den Unreinigkeiten des Blutes. Wie reinigt man am schnellsten, billigsten und gründlichsten das Blat? durch den echten Laarmann'schen Teutoburger-Waldthee. Teutoburger Waldthee besteht aus 23 der besten heilträftigsten Kräutern und Thees und keinigt das Blut ohne den Körper anzugreifen. Die Abführung wird eine gelinde und greift weder Darm noch Magen an. 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