Jahrgang. Teleph. Anschl. en, Motho&ckp Kre. N 83 Teleph. Anschl. N6 218 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mark, bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 18 Pfg.1902 Anzeigen Hersord. Jestaufführung am 26. September 1902. Probe am Freitag den 19. September 1902 im Theatersaale des Bürgervereins. Abends 8 Uhr: Zweite Szene des Festspiels(Frauengemach im Hause des Ratsanverwandten Hollmann. Vierte Szene des Festspiels und drittes Bild(Schnitterinnen, Holländerinnen, Große Kurfürst, Louise Henriette, Gefolge.) Die beteiligten Damen und Herren werden um pünktliches Erscheinen gebeten. Außerdem werden diejenigen Herren, welche ihre Mitwirkung zugesagt haben und bei den Proben am Dienstag den 16. d. Mts. nicht anwesend waren, gebeten, sich gleichfalls um 9 Uhr abends einzufinden. Das Komitee: Der Vorsitzende: Busse, II. Bürgermeister. 363i iejenigen Personen, welche für das Jahr 1903 einen Wandergewerbeschein zum Betriebe des Gewerbes im Umherziehen wünschen, werden hierdurch aufgefordert sich zu diesem Zwecke in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. Rovember d. J., während der Vormittagsdienststunden auf dem Polizei=Sekretariate, Rathaus II, Zimmer Nr. 1, zu melden. Diejenigen Personen, welche bereits im Besitz eines Gewerbescheines sind, haben denselben bei der Anmeldung mit vorzulegen. Herford, den 15. September 1902. Die Polizei=Verwaltung: I. V.: Der 2. Bürgermeister: Busse. 356i Ein westfälischer Künstler. In einem Berliner Blatte iesen wir: „... Die Ausführung des Reliefs für unsere Bismarcksäule haben wir einem Landsmanne, dem Bildhauer Heinrich Wefing, übertragen. Vielleicht sehen Sie sich das Werk in seinem Atelier einmal an...—“ so schrieb mir einer der Herren vom geschäftsführenden Ausschuß des Bismarckbundes an der Porta Westfalika. Heinrich Wefing— der Name klang mir so bekannt, und doch— meine Ausstellungserinnerungen ließen mich im Stich, auch die„Siegesallee" versagte. Da brachte mich der„Landsmann“ auf die rechte Spur: im Westfalenlande war ich ihm zuerst begegnet, als ich unlängst einen kurzen Besuch in Oeynhausen zur Wanderung durch den Sachsenwinkel benutzte, nach der alten freien Reichsstadt Herford und dem Herrschersitze Widukinds, nach Enger. Der Widukind=Brunnen in Herford hatte mir damals einen tiefen, nachhaltigen Eindruck gemacht, auf hochgetürmtem zackigem Felsblock die prächtige Reitergestalt des Sachsenherzogs; in tiefer Bewegung, mit Scheu und Staunen blickt der Kriegsheld auf das Wunder zu seinen Füßen, wo sein feuriges Streitroß mit dröhnendem Hufschlage den frisch sprudelnden Quell aus dem toten Gestein geschlagen; auch das Roß scheut zurück vor dem lustig plätschernden Bache, der da so urplötzlich vor ihm den Felsen hinabrauscht. Der Vorgang ist in seiner dramatischen Bewegung mit glücklichem Griff festgehalten, Roß und Reiter sind mit dem Felsen zu einheitlichem organischem Aufbau verbunden, überall die ruhige Linie, nirgends allegorisches Beiwerk, ein Kunstwerk von tiefer Wirkung, aus dem Volk für das Volk. Kein Wunder, daß die Westfalen stolz sind auf ihren Widukindbrunnen. Wenn von irgend einem Künstler, so gilt von Wefing das Wort von der belebenden Kraft der Heimatscholle. Sein Erstlingswerk, das 1879 errichtete Kriegerdenkmal in Herford, Walküre einen gefallenen Krieger gen Walhall tragend, zeigt den Ideenkreis, in dem der Künstler gern sich bewegt. Dem niedersächsischen Stammeshelden sind ferner ein gestaltenreiches Marmorrelief in der Kirche zu Enger gewidmet, und die im Entwurf vorhandene Figur als Schirmer des Sachsengaus. Das Relief stellt die Taufe des Sachsenherzogs dar, eine gedankenreiche, durch den scharf individualisierenden Ausdruck der Gegensätze„Sieger" und„Besiegte" besonders wirkungsvolle Komposition.— Die Erinnerung an jenen kurzen Ausflug im Sachsenland gab mir von vornherein die Gewißheit, daß die Herren an der Porta Westfalika für ihr Bismarckrelief den richtigen Mann gewählt hatten: von Widukind zu Bismarck! zwei Volkshelden, deren Namen nicht Lerklingen werden, so lange noch das Wort von deutscher Streue gilt; wer den zähen Gegner des großen Frankenkaisers lebendig zu gestalten vermochte, der wird auch für die Heldengröße unseres Bismarck den richtigen Ausdruck finden. Ich traf den Künstler in seinem Atelier in der Dörnbergstraße. Mit freundlichem Lächeln beobachtete er den Eindruck, den sein Werk auf mich machte. Ja, das war der Alte vom Sachsenwalde— über ein Menschenalter hindurch der treue deutsche Diener seines Herrn, jetzt der getreue Eckart seines Volkes; so stand er vor den Tausenden seiner Getreuen in Friedrichsruh, so ruhte das Auge des Gewaltigen auf der atemlos lauschenden Menge, so ragte die Reckengestalt, ungebeugt von den Beschwerden des Alters, vor allem Volke. Ich gedachte der Worte Danneckers, als er in jenem Gartenhaus in Stuttgart an der Kolossalbüste seines großen Jugendfreundes modellierte:„Ich will Schiller lebendig machen, aber ich kann es nur kolossal.“ Das neue Relief wird in dem Rahmen der wuchtigen Architektur des Hausberger Bismarckturmes zu voller monumentaler Wirkung kommen.— Ließe sich das schöne Werk nicht in kleinem Format, etwa als Medaillon in Eisenguß, auf galvanischem Wege oder als Plaquetten vervielfältigen? Hier wäre eine dankbare Aufgabe für unsere Kleinkunst, dem deutschen Volke das Bild seines eisernen Kanzlers in guten Nachbildungen in dauerndem Material zugänglich zu machen. Heinrich Wefing ist ein Sohn der roten Erde, der Bauernhof in Eikum bei Herford ist seit urdenklichen Zeiten im Besitze seiner Familie. Dem greisen Ernst von Bandel, dem Schöpfer des Hermanndenkmales auf der Grotenburg, verdankt er die Anregung, sich ganz der Kunst zu widmen. Als neunjähriger Knabe machte er sich im väterlichen Haus und Hof nützlich, zuweilen freilich auf eigene Art. Als er eines Tages auf dem Kamp beim Viehhüten sich allzusehr darin vertieft hatte, aus Thon allerlei Getier nachzubilden, hatten sich seine lebendigen Pflegebefohlenen so weit in Feld und Wald verlaufen, daß sie erst am andern Tage mit Hilfe getreuer Nachbarn wieder zusammengetrieben werden mußten.„Aber gehauen hat mich mein Vater doch nicht,“ berichtete der Künstler mit vergnügtem Lachen. 1870 kam Wefing auf die Kunstakademie nach Berlin, wo er sich unter Albert Wolff, Pfannschmidt und seinem engeren Landsmann Friedrich Drake weiter bildete; später nahm Fritz Gesellschap, der vor einigen Jahren in Rom so tragisch endete, regen Anteil an Wefings Werken. Was ich in Wesings Atelier sah, bezeugt die Vielseitigkeit und zugleich die Eigenart dieses Künstlers; es seien nur genannt die Modelle und Entwürfe zu einem Friedrich dem Großen als Kolonisator des Oderbruches(der Entwurf liegt dem Kaiser zur Genehmigung vor); ein Großer Kurfürst für Herford (Enthüllung am 26. September), das Zwei=Kaiser=Denkmal in Sorau(1891) und Kaiser Wilhelm I. in Gardelegen, Kriegerdenkmäler in verschiedenen Auffassungen. Von Porträtbüsten fiel besonders auf der ausdrucksvolle Kopf des westsälischen Dichters und Geschichtsforschers Otto Weddigen, sowie eine Gedächtnistafel für dessen Geburtshaus in Minden. Wie jeder echte Künstler schafft auch Wefing am glücklichsten, wenn keine äußeren Schranken seine künstlerische Intuition hemmen; Reliefs wie der„Rattenfänger"(im Privatbesitz, mehrfach ausgeführt),„Belsazar"(im Museum in Danzig), Skizzen wie die reizende Idealfigur einer jungen Mutter mit dem Knaben auf dem Arme und Entwürfe für Grabdenkmäler, besonders aber das im Besitze der Kaiserin befindliche Marmorrelief„Singende Engel“ mit dem rührenden naivandächtigen Ausdruck der lieblichen Kindergesichtchen bezeugen Wesings besondere Begabung für stimmungsvolle Gruppierung, lebendige Bewegung und Ausdruck. Ein Siegfried(als Skizze zu einem Kaiser Friedrich=Denkmal der Ausführung harrend) kann als die glücklichste Verkörperung jener Vorstellung gelten, mit der weite Kreise des Volkes die Gestalt„Unseres Fritz“ mit Jung=Siegfried dem Drachentöter verbinden. Diese Skizze lenkte das Gespräch auf die Grabkapelle bei der Potsdamer Friedenskirche, in der die früher in der Vorhalle befindliche„Pietà“ von Ernst Rietschel auf Befehl der Kaiserin Friedrich aufgestellt wurde. Der Künstler teilte mein Bedauern, daß das herrliche Meisterwerk nicht mehr so allgemein zugänglich ist, wie früher in der Vorhalle zur Friedenskirche.„Eine Pieta! Ja, das ist eine Aufgabe, für die ein Bildhauer sein ganzes Können einsetzen möchte". Er nahm die Hülle von einer kleinen Thonskizze: Maria zu Häupten des Leichnahms Christi, eine Gruppe von schlichter, edler Linienführung. Einzelheiten waren in dem kleinen Entwurfe nur leicht angedeutet. Der Blick, mit dem des Künstlers Auge auf der Gruppe ruhte, sprach deutlich aus, was ihm diese Aufgabe bedeutet.„Werden Sie die Gruppe ausführen?“ —„Wer weiß! Die kleine Skizze hat manchen Gönner, auch Herr von Rheinbaben, der sich weder das Verständnis noch die Freude an den bildenden Künsten seit Düsseldorf durch Sorge um die Staatsfinanzen verkümmern läßt, interessiert sich Hierzu eine Beilage. mtliche für den Kreis lebhaft für diesen Entwurf— aber Marmor ist ein gar teures Material!"—— Es soll mich freuen, wenn diese Zeilen dazu beitragen, die öffentliche Aufmerksamkeit noch stärker als bisher auf Heinrich Wefing zu lenken. R. Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Vom Flottenmanöver. Der„Hamb. Korr.“ meldet aus Kuxhaven: Nach heftigem Feuergefecht durchbrach gestern mittag zwischen 12 und 1 Uhr der Kaiser auf der„Hohenzollern“ an der Spitze des Angriffsgeschwaders die Sperren und nahm die Elbe. Die Manöver sind beendet; die Flotte wird nach der Kritik aufgelöst. Wie der„Hamb. Korr.“ aus Kuxhaven meldet, ist die Flotte mit der Kaiserjacht„Hohenzollern“ um 2½ Uhr zurückgekehrt und in der Grodener Bucht vor Anker gegangen. Handelsminister Möller ist vom Urlaub nach Berlin zurückgekehrt. Der Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein traf gestern mittag in Norderney ein und folgte abends einer Einladung des Reichskanzlers zu Tisch. Die österreichischen großen Manöver, an denen der Deutsche Kronprinz als Gast des Kaisers Franz Joseph teilgenommen hatte, sind zu Ende gegangen, und der Kronprinz ist wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Die Sympathien, welche Kaiser Wilhelm und dem Kronprinzen in Ungarn entgegengebracht werden, haben in diesen Tagen durch Volkskundgebungen und in der Presse warmen Ausdruck gefunden. Aus Frankreich. Die Wiedereröffnung der Elementarschulen im Departement Finistère vollzog sich gestern in größter Ruhe. Die angestellten Erhebungen ergaben für 32 Gemeinden bereits einen Zuwachs von 627 Schülern. Das Reiseprogramm der Burengenerale ist, wie ein Telegramm aus Brüssel meldet, wie folgt festgesetzt: Freitag nachmittag Ankunft in Antwerpen, Besuch bei den beiden Präsidenten des Burenhilfskomitees, Thee bei Frau Osterrieth, der bekannten Philanthropin. Abends Ansprache der Generale in der Grande Harmonie. Sonnabend abend Ankunft in Brüssel, wo die Generale Privatquartier nehmen. Von Brüssel soll eventuell die Reise nach Deutschland angetreten werden. Aufhebung des Kriegsrechts in der Kapkolonie. Nach einem„Reuterschen" Spezialbericht aus Kapstad erklärte der Kronanwalt Mr. Graham am 15. September, daß in ein bis zwei Tagen das Indemnitätsgesetz in Kraft troten werde, und daß die Regierung sodann dem Gouverneur den Rat erteilen wolle, das Kriegsrecht aufzuheben. Die Regierung beabsichtige gleichzeitig, das Gesetz zur Erhaltung des Friedens in Thätigkeit treten zu lassen. Dadurch werde es möglich gemacht werden, den Besitz und den Import von Waffen und Munition absolut zu kontrolieren. Alle Nachrichten aus dem Innern des Landes lauteten günstig, und es herrsche vollständige Ruhe. Herforder Kreisnachrichten. Herford, 18. September 1902. 2 Die Teilnahme der Vereine an der illungsfeier am 26. d. Mts. Es haben hierzu folgende reine zugesagt: Kriegerverein=Herford, Kameradschaftl. Verein, tegerverein= Stiftberg, Kameradschaftl. Verein= Stiftberg, teranen=Verein Altst. Feldmark,(Kreis=Krieger=Verband rsord stellt 1400 Mann zur Spalierbildung), Turngemeinde, irnerbund=Herford, Turnverein„Jahn", Stiftberger Turnernd, Gesangverein„Einigkeit",„Liedertafel",„Laetitia“, oncordia“,„Sängerwarte“,„Eintracht",„Teutonig“, Iorwübungsschule, Werkmeisterverei Postunterbeamten=Verein„Einigkeit", itscher Gruben= und Fabrikbeamten=Verband, Zweigverein ford, Mitteldeutsch. Vereinreisender Schausteller, Fahnenbrüderft der Maurer und Steinhauer.— Bemerkt sei noch, da ß kleinere Vereine(Mitgliederzahl unter 50) eine Deputation in Stärke von 3 Mann, die größeren Vereine eine solche von 6 Mann stellen. a Für die Ausschmückung am 26. d. Mts. wurden bereits gestern mehrere Fuder Tannen angefahren und auf dem Hofe des Rathauses I gelagert. „* Für die Eick'sche Tribüne auf dem Wessel'schen Grundstück sind jetzt die Arbeiten in Angriff genommen. *+- Die alte reformierte Kirche, welche bekanntlich in den Besitz der Münstergemeinde übergegangen ist, wird jetzt renoviert. Das alte Gotteshaus soll in seinem Aeußeren dem der Münsterkirche gleich werden. Zur Erinnerung daran, daß einst auf dem Terrain, wo jetzt die ehemalige reformierte Kapelle steht, der Sage nach ein Freund Wittekinds, Waltger oder Bolder, die erste Gottesdienststätte errichtet und damit den Grund zur Entstehung unserer Stadt gelegt hat— wie es heißt, schon im Jahre 789 oder 790— führt die alte reformierte Kirche nunmehr den Namen„Wolderus=Kapelle.“ * Die Bahnhofsuhr, die einen Durchmesser von reichlich 1 m hat, wird jetzt am Vestibüle des Empfangsgebäudes angebracht. ** An der Böschungsmauer am Staatsbahnhofe, welche sich recht hübsch ausnimmt, wird jetzt 3,60 m breites Asphalt=Trottoir gelegt. m Mittels Extrazugs passierte gestern nachmittag um 1¾ Uhr der Schah von Persien in der Richtung nach Köln unsere Station. *3 Der Lehrerverein versammelte sich gestern nachmittag um 3 Uhr in der Schule Feldmark II, wo Herr Hauptlehrer Düker in der 1. Klasse die Anfertigung eines Geschäftsbriefes vorführte. Im Centralhotel fand die Besprechung der Lektion, welche allseitig als eine mustergiltige bezeichnet wurde, statt.— Herr Lehrer Schulze hielt darnach einen interessanten und eingehenden Vortrag über Wechsellehre. Nach lebhafter, anregender Debatte wurde die Sitzung um 7 Uhr geschlossen. er Eine christlichsoziale Versammlung findet am 28. September, abends 7 Uhr im Saale des Herrn W. Feld (am Bahnhof) statt und wird in derselben Herr Hofprediger a. D. D. Stocker einen politischen Vortrag halten.— Die Versammlung ist so gelegt worden, daß Auswärtige die Abendzüge zur Rückkehr benutzen können. Näheres wird noch durch Inserate bekannt gemacht. * Die Düngelsche Kapelle begab sich heute vormittag nach Gütersloh, um an der dortigen Sedaufeier mitzuwirken. hk Aus der Handelskammer zu Bielefeld wird uns folgendes mitgeteilt: Die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen beabsichtigt demnächst eine Neubearbeitung der ausländischen Bestimmungen über Geschäftsreisende, Muster und Proben herauszugeben, wobei auch verwandte Gebiete wie Zollbehandlung von Postsachen und ähnliches nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollen. Das Werk ist als Nachschlagewerk gedacht, das auf alles Wissenswerte ausführlich und gründlich eingeht und durch jährliche Nachträge zu ergänzen ist. Bei genügender Beteiligung wird sich der Preis pro Exemplar auf 2—3 Mk. stellen. Bestellungen auf das Werk sind an die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen, Berlin W Linkstraße 19, zu richten. Postalisches. Ueber die Zulassung von Assistenten und Postverwaltern zur Sekretärprüfung hat das Reichspostamt jetzt bestimmt, daß von den aus den Zivilanwärtern hervorgegangenen Assistenten und Postverwaltern sich zur Post= oder Telegraphen=Sekretärprüfung melden können: die Assistenten, welche die Assistentenprüfung in der Zeit vom 1. April 1893 bis Ende Dezember 1893 bestanden haben oder im gleichen Dienstalter wie diese stehen, bis spätestens Ende September 1903; diejenigen, welche die Assistentenprüfung in der Zeit vom 1. Januar 1894 bis Ende Juni 1894 bestanden haben oder in gleichem Dienstalter wie diese stehen, bis spätestens Ende Dezember 1903; diejenigen, welche die Assistentenprüfung in der Zeit vom 1. Juli 1894 bis Ende Dezember 1894 bestanden haben oder in gleichem Dienstalter wie diese stehen, bis spätestens Ende März 1904. Als frühester Zeitpunkt der Meldung zur Postsekretärprüfung gilt für alle bezeichneten Beamten der 1. April 1903. ** Gewitter. Gestern nachmittag gegen 2½ Uhr kam hier ein Gewitter zur Entladung. = Die Zeit der Acquinoktialstürme ist wieder gekommen, in diesem an atmosphärischen und vulkanischen Katastrophen so reichen Jahre allerdings recht frühzeitig, denn schon die sehr stürmische Witterung zu Ende voriger Woche ist dieser Periode zuzurechnen. Ein ungewöhnlich tiefes Minimum mit einem Barometerstand von nur 738 mm bewegte sich am 13. September über die Nord= und Ostsee in nordöstlicher Richtung fort und veranlaßte in der ganzen Zone südlich von seinem Zentrum, d. h. an den norddeutschen Küsten und im größten Teile Deutschlands, stürmische Winde, Regenund Hagelböen sowie Gewitter, wobei, besonders auf See, vielfacher Schaden angerichtet wurde. Aus zahlreichen Gegenden werden schwere Unwetter gemeldet, so verheerende Stürme, Wolkenbrüche, Gewitter, Ueberschwemmungen und Kälte von dem Eichsfelde, aus Thüringen, Sachsen, dem Riesengebirge, ja auch aus Frankreich(Grenoble) und England, und einem Teile Sihiriens(Krasnojavsk und Kainsk) sogar Schneefälle. Die Unwetter=Katastrophen scheinen sich also in diesem Jahre im September über sehr ausgebreitete Flächen der nördlichen Halbkugel eingestellt zu haben. Alljährlich um die Zeiten, wenn die Erde in ihrer Bahn die kleine Achse durchschreitet und die Sonne von einer Hemisphäre zur andern übergeht, d. h. über dem Aequator senkrecht steht, also um den 21. März und 23. September, gerät unsere Atmosphäre infolge des Wechsels in der Bestrahlung der Sonne in eine gewisse Aufregung, die sich zunächst in Bildung starker Luftdruck=Differenzen und dadurch wieder in stürmischer, niederschlagsreicher Witterung äußert. = Ueber die Höhe des Finderlohnes herrschen noch häufig irrige Anschauungen. Nach dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuche beträgt der Finderlohn im Werte bis zu 300 Mark 5 Prozent, von dem Mehrwerte 1 Prozent. Der Anspruch auf Finderlohn ist ausgeschlossen, wenn der Finder die Anzeigepflicht unterläßt oder den Fund verheimlicht. In letzterem Falle kann auch strafgerichtliche Verfolgung wegen Funddiebstahls eintreten. Schöffengericht. In der gestrigen Sitzung fungiecten unter dem Vorsitze des Herrn Amtsgerichtsrat Vahle die Herren Anton Klein von hier und Kaufmann Gottlieb Rieso von Enger als Schöffen. Herr Bürgermeister Busse vertrat die Amtsanwaltschaft.— Folgende Strafsachen kamen zur Verhandlung: Der Bäckergeselle August H. von Niederjöllenbeck war angeklagt, am 30. Juni ein dem Arbeiter H. von hier gehöriges Fahrrad aus dem Flure des Gastwirts Sch. hier entwendet zu haben. Angeklagter wurde freigesprochen, weil angenommen wurde, daß er das Rad nur zu einer Fahrt nach Eilshausen hat benutzen wollen.— Der Schneider Heinrich M. von Lenzinghausen hatte einen Strafbefehl von 72 Mk. bekommen, weil er seit Januar d. J. ohne Wandergewerbeschein in Spenge den Handel mit Manufakturwaren betrieben hatte und zwar ohne Begründung einer gewerblichen Niederlassung und ohne vorhrige Bestellung. Der hiergegen eingelegte Einspruch wurde auf Kosten des Angeklagten verworfen.— Der Kaufmann Hermann K. von hier hatte einen Umbau vornehmen lassen, ohne im Besitze der baupolizeilichen Genehmigung zu sein. Er war deshalb durch polizeiliches Strafmandat mit 10 Mk. bestraft. Hiergegen hatte K. Einspruch erhoben. Die Sache wurde vertagt. — Der Fabrikarbeiter Julius F. aus Iserlohn z. Z. in Hagen t. W. in Haft, war am 23. März dem Mäanerasyl in Enger mit verschiedenen Kleidungsstücken, die ihm geliehen waren, durchgegangen, ferner hatte er am 22. März den Pflegling H. in Enger bedroht, sowie diesen und den Hausvater B. daselbst beleidigt. Angeklagter wurde von der Anschuldigung der Unterschlagung freigesprochen, wegen der Bedrohung und Beleidigung aber mit 14 Tagen Gefängnis bestraft.— Die Fabrikarbeiterin E. von hier erhielt einen Verweis.— Die Ehefrau Friederike M. von Spenge stand unter der Anklage des Diebstahls. Sie war bei der Firma G. u. B. in Spenge als Zigarrenarbeiterin beschäftigt gewesen und hatte nach und nach größere Mengen Zigarren entwendet; der Bergmann Hermann F. von Oespel hatte die Angeklagte M. zu den von ihr begangenen Diebstählen durch Ueberredung angestiftet und hatte die gestohlenen Zigarren seines Vorteils wegen an sich gebracht. Der Zigarrenarbeiter Hermann M. in Spenge, sowie der Schneider Hermann M. daselbst sollten der Angeklagten M. wissentlich Beistand geleistet haben, um ihr die Vorteile der strafbaren Handlung zu sichern. Die angeklage Ebefrau M. wurde wegen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von 3 Wochen, der Schneider Hermann M., Ehemann der vorgenannten Angeklagten, wegen Begünstigung zu einer solchen von 14 Tagen und der Angeklagte F. wegen Anstiftung zum Diebstahl und wegen Hehlerei zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 3 Wochen verurteilt. Der angeklagte Zigarrenarbeiter Hermann M. wurde freigesprochen.— Der Maler Fritz A. von hier hatte ein Strafmandat von 3 Mk. bekommen, weil er auf dem alten Markte Feuerwerkskörper abgebrannt haben sollte. Angeklagter wurde auf den hiergegen erhobenen Einspruch freigesprochen.— Die Weberin Minna H. aus Sichwarzenmoor wurde von der Anklage des Betruges freigesprochen.— Die Witwe Louise H. aus Herford zuletzt in Exter, hatte sich wegen Nichtbefolgung der Kontrollvorschriften zu verantworten. Das Gericht erkannte auf eine Haftstrafe von 12 Tagen.— Maurergefelle Herm. Sch. von Altst. Feldmark sollte am 6. Juli auf der Schweichler Chaussee den Zuschneider Bernh. St. mit seinem Rade angefahren und ihm dabei seinen Schirm zerbrochen haben. Da St. nicht mit Bestimmtheit sagen konnte daß Angeklagter der Thäter gewesen, erfolgte kostenlose Freisprechung.— Der Maurer Anton H. von Bauerschaft Radewig wurde wegen Bedrohung des Maurers Fritz H. daselbst zu einer Geldstrafe von 5 Mk. verurteilt.— Wirt Wilh. B. von hier wurde beschuldigt, eine öffentliche Tanzbelustigung abgehalten zu haben, ohne daß er dieselbe polizeilich angemeldet hatte. Es wurde auf eine Geldstrafe von 15 Mk. erkannt.— Der Schlosser Hch. Wr. von hier war widerrechtlich in die Wohnung des Maurers K. Neust. Feldmark eingedrungen und hatte bei seiner Entfernung die Stubenthür des K. durch Fußtritte beschädigt. Angeklagter erhielt 30 Mk. Geldstrafe. In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. 1,05 Mk., Eier Pfd. 55 Pfg., Wurzeln Bd. 10 Pfg., Porree Bd. 5 Pfg., Kartoffeln 4 Pfg. p. Pfd., Zwiebeln Pfd. 20 Pfg., Blumenkohl 25—30 Pfg, Kopfsalat Stück 5 Pfg., Radieschen Bund 10 Pfg., Gurken Stück 30 Pfg., Wirsing Pfd. 20 Pfg., Johannisbeeren Pfd. 22 Pfg., Birnen 2 Pfd. 25 Pfg., Weintrauben Pfd. 50—60 Pfg., Rotkohl Kopf 20 Pfg., Bund 10 Pfg., Gurten Schock 0,50 bis 1,50 Mt., Schnippelbohnen Pfd. 7 Pfg., Pflaumen Pfd. 20 Pfg., Preißelbeeren Pfd. 30 Pfg., Aepfel Pfd. 8 Pfg., Streifrüben Bund 10 Pfg., Weißerüben Bund 10 Pfg., Wirsing Kopf 20—25 Pfg., Hühner Stück 1,00 bis 1,25 Mk. &g Lippinghausen, 18. Sept. Silberne Hochzeit. Gestern feierten die Eheleute Caspar Budde ihre silberne Hochzeit; auch wir gratulieren herzlichst. &a Eilshausen, 17. Sept. Die Seminar=Abgangsprüfung, die jetzt unter dem Vorsitz des Provinzialschulrats Oeltjen aus Hannover in Osnabrück abgehalten wurde, bestand von den 23 Prüflingen auch Herr Wilhelm Vogel von hier. Derselbe befand sich unter den 3 Seminaristen, denen die Prüfung erlassen wurde. * Wallenbrück, 16. Sept. Einen seltenen Fund machte gestern Herr Tischlermeister Hüttemann hier beim Pflügen. Es war ein Goldstück aus dem Jahre 1618. Laut N. W. V. Z. zeigt dasselbe auf der einen Seite einen Doppeladler und auf der anderen einen Löwen. In Exter, 15. Sept. Zur Eröffnung der Kleinbahn. Gestern wurde die Kleinbahn von Exter nach Salzuflen eröffnet. Zu Ehren dieses Tages waren an den beiden hiesigen Haltestellen(Exter und Hagen=Mühle, schöne Ehrenbogen errichtet und geflaggt. Die Eröffnung dieser Bahn war ein wichtiges Ereignis für die hiesige Gegend. Es hatte auch infolgedessen eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden, um Ein- und Ausfahrt der schön bekränzten Züge zu beobachten. und Nachbarstaaten. * Schötmar, 17. Sept. Verbrannt. Als jetzt die Frau des Einliegers Pivit zu Breden mit Feueranmachen beschäftigt war, sind ihr brennende Funken auf die Schürze gefallen und letztere in Brand gesetzt. In ihrer Aufregung läuft sie aus dem Hause und steht bald über und über in Flammen. Wie wir hören, ist die Bedauernswerte ihren Verletzungen erlegen. n Oeynhausen, 17. Sept. Schöffengericht. U. a. kamen folgende Strafsachen zur Verhandlung: Der Arbeiter Karl Br. aus Herford erhielt wegen Bettelns in Mennighüffen 3 Tage Haft. Die Strafe gilt durch die Untersuchungshaft als verbüßt.— Kolon Christian E. aus Mennighüffen hatte ein polizeiliches Strafmandat über 3 Mk. erhalten, weil er in Ellerbusch seine Dreschmaschine in Thätigkeit gesetzt hatte, ohne die nötigen Vorsichtsmaßregeln anzuwenden. E. hatte richterliche Entscheidung beantragt. Das Urteil lautete auf 5 Mk.— Der Zimmermann August K. zu Eidinghausen ist angeklagt, ein Quantum Schnaps, der Wwe. Scheidt gehörig, unterschlagen, und ferner die unverehelichte Minna Scheidt körperlich mißhandelt zu haben. Wegen Körperverletzung trat Freisprechung ein, wegen Betrugs dagegen Verurteilung zu 3 Tagen Gefängnis.— Der Kommis Hermann B. zu Löhne soll im Monat März in Westscheidt mit Manufakturwaren hausiert haben, ohne im Besitz des Wandergewerbescheins zu sein. Der Kaufmann Wilhelm M. zu Löhne, in dessen Geschäft der Angeklagte B. war, stand ebenfalls unter Anklage. M. erlangte Freisprechung, B. hingegen wurde zu 96 Mk. verurteilt.— Die Ehefrau Emilie W. zu Eidinghausen erhielt wegen Uebertretung der Kontrollvorschriften 6 Tage Haft.— Der Zigarrenarbeiter Heinrich B. zu Mennighussen war in die Wohnung des Zig.=Arb. Wilhelm Wollbrink eingedrungen, und hatte sich daraus trotz Aufforderung nicht entsernt. Urteil: 15 Mk. Geldstrafe. de Bielefeld, 17. Sept. Eine Hochzeit mit Hindernissen. Vor einigen Tagen sollte hier in einem äußeren Stadtviertel für den Arbeiter P. die Hochzeitsfeier stattfinden. Die Brautleute hatten sich, weil weder Heim noch Aussteuer vorhanden war, bei einem Freunde in der Petristraße eingenistet. Vor der Rückkehr des jungen Paares vom Standesamte war nun der Freund von einem Gerichtsvollzieher an die Luft gesetzt worden. P., welcher mit seiner Frau ein befonderes Zimmer inne hatte, zog es vor, im Hause zu bleiben. Dieses unberechtigte Verweilen wollte der Hauswirt aber nicht dulden und nahm schließlich, als P. nicht weichen wollte un sogar gewaltthätig zu merden drohte, polizeiliche Hilfe in Anspruch. Erst durch Zureden der Poltzeibeamten war der junge Ehemann zu bewegen, mit seiner Frau das Hochzeitslokal zu verlassen, um sich nicht weiter um die geladenen Freunde zu bekümmern. So kamen diese um ihren Hochzeitsschmaus. * Düren, 17. Sept. Große Unterschleife. Bei der Rendantur der beiden hiesigen Oktskrankenkassen II und III sind bei einer durch die Aufsichtsbehörde kürzlich vorgenommenen unvermuteten Revision bedeutende Unterschleife und falsche Buchungen entdeckt worden: Geschädigt ist hauptsächlich die Versicherungsanstalt Rheinland. Die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. * Paderborn, 17. Sept. Sennebahn. Gestern fand die landespolizeiche Abnahme der Teilstrecke(von der Bahn Paderborn=Brackwede) Sennelager=Schloßholte statt. Diese Strecke wird am 1. Oktober dem Verkehr übergeben; alsdann wird die ganze Strecke Paderborn-Brackwede für den Verkehr in Betrieb sein. Vermischtes. Trinkolas der Kaiserin. Die ermordete Kaiserin Elisabeth von Oesterreich schenkte vor einigen Jahren nach einem Kuraufenthalt in Langen=Schwalbach das von ihr benutzte wertvolle Trinkglas dem Brunnenmädchen, das sie bedient hatte. Das Glas gelangte durch einen Antiquitätenhändler angeblich für 20000 Mk. in den Besitz von zwei Herren, welche das Glas nun dem Kaiser Franz Joseph widmen wollen. Rudolf Virchsw und die Feuerbestattung. Es hat Verwunderung erregt, daß Virchow, der zu den angesehensten Vorkämpfern gehört, nicht auch für seine eigene Person die Einäscherung verfügt hatte. Hierzu schreibt jetzt die„Flamme": Zu wiederholten Malen hat sich Virchow zu dem verewigten Stadtv. Matterne dahin ausgesprochen, daß er aus Rücksichten, die an dieser Stelle nicht zu erörtern sind, eine Bestimmung über die Form seiner Bestattung nicht treffen wolle. Virchows Gründe für die Feuerbestattung, so meint das Blatt, behalten darum nicht minder für alle Zeiten ihren wissenschaftlichen Wert. In der Filiale der Dresdener Bank in Hamburg stahl ein unbekannter junger Mann 60 Hundertmarkscheine, während der Schalterbeamte eine zum Verkauf angebotene gestohlene Aktie prüfte. Von dem Diebe fehlt jede Spur. Der neue Mainhafen in Offenaach wurde am Montag dem Verkehr übergeben. Das Werk hat einen Kostenaufwand von etwa 2 Millionen Mark verursacht. Ein weiblicher Buchbindermeister. In Hamburg hat eine Dame die Meisterprüfung als Buchbinder bestanden. Uebrigens werden in der Buchbinderei weibliche Hilfskräfte schon seit Jahren in großem Umfange beschäftigt. Ueber das Vermögen der Hamburger Wechsler. und Bankfirma A. G. H. Großmann Wwe. u. Sohn, deren Inhaber Selbstmord beging, wurde gestern der Konkurs eröffnet. Die Passiva betragen etwa 750000 Mk. Im Kampfe mit Wilddieben wurde bei Wörmlitz der dortige Gendarm Huß erschossen. Auch ein Wilddieb blieb laut Meldung aus Halle a. S. tot auf dem Platze. Seine Leiche wurde von seinen Genossen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Im Lemberger Gesangnis brach unter den Sträflingen angeblich wegen schlechter Kost eine Revolte aus. In den Zellen und der Werkstätte wurde die Einrichtung zertrümmert. Militär wurde geholt, um die Ordnung wieder herzustellen. * Die Ermordung des Grasen Bonmartini zu Pologna rust in Italien fortgesetzt die größte Erregung Frvor. Die Untersuchung der Affaire bringt immer meyr scht in eine fürchterliche Familientragödie, die mit der Blutdat ihren Abschluß gefunden hat. Die Polizei entdeckte eine theime Wohnung, welche mit den Zimmern des Grafen konmartini und dessen Gemahlin in Verbindung steht. Diese käume waren durch Vermittelung der Gräfin, welche auch die Niete bezahlte, an einen„Handlungsreisenden Luigi Ferrari“ ermietet worden. Diesen Luigi Ferrari gav es aber überaupt nicht, an seiner Stelle wohnte dort der Jugendgeliebte er Gräfin, Dr. Secchi, einer der bekanntesten Aerzte Bolognas. Dr. Secchi unterzog sich einem Verhör durch den Unterlichungsrichter, dem es aber nur gelang, den ehebrecherischen Verkehr zwischen der Gräfin und dem Arzt festzustellen, bährend die Beihilfe Dr. Secchis an dem Mord als auszeschlossen erscheint. Inzwischen wurde auch ein Freund des Mörders. Tullio Murri, verhaftet, ein Mann, der seiner 146 Unser diesjähriger Tanz-und Anstands-Unterricht im Bürgerverein Herford beginnt am Donnerstag, den 2. Dktober, abends 8 Ahr für Damen, und um 9 Uhr für Herren. Weitere gefl Anmeldungen sind an Herrn A. Wessel, Credenstraße 14, sowie im Bürgerverein höfl. erbeten. M. Schmitt u. Frau, Vielefeld. Herforderstr. 31, Fernsprecher 777 in 10 Pfd.=Eimern und Kochtöpfen wieder eingetroffen bei 369i Kunkel. Bügelstraße 4. a. Sardellen Wie neu wird seder 261c mit Bechtel's Salmiak= Gallseise gemaschene Stoff jeden Gewedes, vor#ätig in Pick. zu 40 Pfg. bei Chr. Röckemann, Herm. Ebmeyer. empfiehlt billigst 3681 B. Kunkel, Bügelstraße 4. Schellfische 374 Rotzungen lebendfrisch vorrätig. Wilh. Havemann. (angespitzt) wahl empfiehlt ich Nolting. kel Zur Illumination! LUHNS SEIFEN-LEUCHTER mit der Kerze gesucht. t unt. 3751 die Cognae a Liter 2 Mark. Dieser Cognac ich nach franz. 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Oktober stattfindenden Enthüllung eines Zweikaiser=Denkmals für Kaiser Wilhelm und Kaiser Friedrich teil. deutscher Künstler. Berlin, 18. Sept. Die Pariser Theaterfahrt deutscher Künstler ist auf Herbst 1903 verschoben. Verhaftung eines Theaterdirektors. Bonn, 18. Sept. Der Direktor des Neuen Theaters, sobert Overweg, wurde wegen Betrugs verhaftet. Schwerer Verdacht. Kattowitz, 18. Sept. In Großpaniot wurden eine Arbetterin und deren Geliebter verhaftet, unter dem Verdacht, chre vier Kinder vergiftet zu haben. Erstochen. Buenos Ayres, 18. Sept. Der bekannte Fechtmeister dini erstach bei einem Fechtgange ohne Bandagen den Chef 5is graextinischen Polizei durch einen unglücklichen Stich in 801 74 944 72140 43 201 425 30 521 86 656(3000) 64 812 00 14 970 78 73000 292 93 367 690 708 25 27 810 74162 386 478 573 925 75015 28 143 65 87 216 19 90 406 37 668 78 943 79 76047 67 197 773 845 80 77024 40 182 245(300) 334 424 71(500) 72 624 839 70 908 78002 150 479 574 749 857 99 902 52 79188 226 99 309 400 74 711 954 80048 121 329 71 436 575 601 774 91 814 958 89 81040 84 96 178 296 310 441 821 42 928 46 82205 341 468 75 624 49 740 65 829 999 83047 126 80 214 34 335 442 783 852 924 81 84087 90 202 308 440 547 49 665 802 67 72 96 906 11 85521 863 86005 54 341 94 410 31 65 523 52 67 966 87149 233 95 511 661 877 88084 143 451 860 953 89088[500] 92 100 310 39 516 95 650 802 63 94 910 90147 242 49 370 98 559 795 837 45 97 91104 695 753 933 92099 125 245 405 577 873 948 93156 325 413 28 92 575 89 684 719 911 94182 280 94 96 385 624 775 95312 515 23 603 57 925 96013 101 453 719 845 97075 110 33 57 290 310 95 759 60(300 840 45 03 0809K 210 205 s00 600 6A 760 83 13001 801 28 840 45 93 98025 219 305 500 609 64 760 83(3001 801 28 99120 318 77 419 35 48 538 58 76 654 855 926 97..„00 98 723 100147 273 450 927 59 101024 182 390 481 609 28 723 102557 612 103127 34 568 686 722 921 104057, 68 26, 110 39 533 67 86 95 743 50 105106 24 201 B1, 44 B0g 1070#6 48 52 62 917 106014 188 210 74 83 308 516 748 900 88 303 17 62 497 942 59 108162 246 359 547 701 810 149046 137 384 88 589 622 837 57— 20g 906 13 111390 4o8 13- Nice 255 62 396 417 515 68 658 251 483 521 617 743 942 51 171107 246 71 834 79 928 172043 205 344 64 402 722 31 97 58 537 682 752 940 94 174129 267 466 922 51 42 512 600 27 738 857 904 41 176030 156 441 177012 589 613 16 76 790 827 916 38 818 97 919 179049 128 205 362 473 86 92 568 76 733 41 814 84 91 987e 245 320 61 86 646 69 861 922 60 181298 3 51 64 610 700 967 182247 323 77 91 536 5 445 932 184026 651 822 980 185016 23 A- i 6e, chce ei m bis Br.5 9. 33 830 646 9 20 0, ehg, e c äh ie e c hche chee 774 77. 196036 127 213 336 440 558 28 1###0 27 758 916 32 329 786 890 91 932 198428 514 67 l3000 199008 18 63 233 349 452 66.. u 708 201050 b1 122 200047 54 192 217 73 619 20 J. 202074 94 97 108 19 70 43 202 336 417 Co, 763, 800 203086 106 25 209 363 534 61 65 525 613 20 44 46 724 38 826##009 249 325 740 853 57 904 82 611 23 705 33 88 866 9S“, g7 607 792 892 206112 28 74 500 205058 98 134 231 318 914,0 207073 226 81 93 98 543 613 66 #8a##. 208006 97 298 338 54 715 41 934 209110 50 74 233 77 615 801 48 67 980 81 216116 43 63 200 51 97 352 578 610 776 823 70 211021 60 110 224 30 76 451 548 56 696 767 872 978 212030 361 683 765 66 84 881 988 213076 485 503 58 68 664 754 69 973 214120 62 241 442 659 787 914 215271 89 314 443 84 508 63 818 216077 158 96 247 378 488 569 625 800 217014 97 161 211 387 471 535 52 612 81 84 763 71 830 49 218154 402 516 704 886(300) 979 219138 92 677 96648194 402 516 220134 425 84 553 87 872 221000 18 190 328 505 52 69 725 864 222046 243 86 354 95 683 97 810 223034 213 34 325 460 658 912 224128 222 27 365 472 521 33 57 711 831 925 Berichtigung: In der Nachmittagsliste vom 15. September lies 1 statt 8294. 8291 statt 8294. Die Ziehung der 4. Kasse 207. Kgl. Preuß. Lotterie beginnt am 18. Oktoverer. Die Ermordung des Grafen Bonmartini zu sologna rust in Italien fortgesetzt die größte Erregung stvor. Die Untersuchung der Affaire bringt immer mehr cht in eine fürchterliche Familientragödie, die mit der Blutat ihren Abschluß gefunden hat. Die Polizei entdeckte eine heime Wohnung, welche mit den Zimmern des Grafen onmartini und dessen Gemahlin in Verbindung steht. Diese äume waren durch Vermittelung der Gräfin, welche auch die kiete bezahlte, an einen„Handlungsreisenden Luigi Ferrari“ ermietet worden. Diesen Luigi Ferrari gab es aber überaupt nicht, an seiner Stelle wohnte dort der Jugendgeliebte er Gräfin, Dr. Secchi, einer der bekanntesten Aerzte Bolognas. dr. Secchi unterzog sich einem Verhör durch den Unterschungsrichter, dem es aber nur gelang, den ehebrecherischen Verkehr zwischen der Gräfin und dem Arzt festzustellen, bährend die Beihilfe Dr. Secchis an dem Mord als auseschlossen erscheint. Inzwischen wurde auch ein Freund des Nörders, Tullio Murri, verhaftet, ein Mann, der seiner ufigen Geldverlegenheiten wegen bekannt war und den Berden wegen seiner plötzlichen Abreise nach Genua verdächtig rkam. Man fand bei ihm einige Tausend Lire, welche er Spiel von Murri gewonnen haben wollte. Der Chefumissar der Polizei bewirkte selbst in der Villa des Prof. kurri die Verhaftung der Gräfin Bonmartini, der Tochter s Gelehrten, die durch ihren geheimen Verkehr mit der Gebten Tullios, der Schneiderin Bonelli, die mehrere geheime ufträge für die Gräfin ausgeführt hatte und am Mordtage Hause des Grafen gesehen worden war, schwer belastet ist. ie Gräfin nahm kalt von ihrem alten Vater, dem sie das ebste auf Erden ist und der, durch das entsetzliche Unglück gedergeschmettert, ohnmächtig vor ihr zusammenbrach, Abschied id folgte wortlos den Geheimagenten. Sie hat sich, wie der aftbefehl lautete, wegen Beihilfe zum Mord und Raube zu rantworten. Unerklärlich bleibt, wie im Bruder des Grafen r Haß gegen den Schwager so stark werden konnte, daß er n zum Begehen des Mordes führte. Tullio Murri hatte eld so viel er brauchte, denn als einer der berühmtesten liniker Italiens konnte Professor Murri glänzend für seinen sohn sorgen. So schließt der erste Akt dieser Tragödie, eren Verlauf ganz Italien mit seltener Aufmerksamkeit folgte, dem es seine ganze Sympathie dem so schwer geprüften zeisen Manne der Wissenschaft zuwendet, dessen beide Kinder, ährend er selbst gerade in diesen Tagen wegen seiner 25. ihrigen Lehrthätigkeit an der Universität Bologna glänzend efeiert werden sollte, des Meuchelmordes und anderer furchtarer Verbrechen beschuldigt werden. Beschwerden ber unregelmäßige Zustellung der„Herforder seitung für Stadt und Land" bitten wir direkt unserer beschäftsstelle, Brüderstraße, mitzuteilen, damit sofort lbhilfe geschaffen werden kann. Verlag und Redaktion. Course der Berliner Altgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges. Herford, 11. September 1902. 102,50 Preuss Consols 92,20 ½%„„ 102.— % Deutsche Reichssnleihe 92.50 ½% % Westf. Prov.-Anl. % % Bielef. Stadtanleihs 103,70 % Hamb. HypothekenPfandbriefe 1910 % Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 100.75 4% Meining. Hypoth.102.— 89.80 99.90 104,40 102.75 Pfandbriefe 1906 Deutsche Bank-Akt. 210.— Disc. Commandit-Akt. 187,90 A. Schaaff hausen'scher Bv. 117.— Gelsenkirchener Bergw.Aktien 170.75 Hibernia Bergw.-Aktien 171.60 Harpener dto. 165.50 Harb.-Wien. Gummi-Akt. 322.80 Phönix Bergw.-Aktien 128.50 Benkdiscont 3% Tendens: schwach. Bitterungsbericht vom 18. September. Höchste Temperatur des Vortages: 15,4°. Niedr. Temperatur in der Nacht: 7,60. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 8,6°. „„11„„: 10,20 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 755,2 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 2,0 mm. Wind: Schwacher SW. Wetter: Trübe. 19. Sept. Vorwiegend veränderliches Wetter mit schwachen südwestlichen Winden. urg sen. äfte len: ren net. nlitz dieb atze. lichräfIn 8165 Telegramme und Telephonische Meldungen. Der Kronprinz in Aken. Aken a. d. Elbe, 18. Sept. Der Krouprinz ist gestern nachmittag hier eingetroffen. Auf der ersten Pürsch hat er einen kapitalen üchtzehnender geschossen. Enthüllung eines Berlin, 18. Sept. Der Kronprinz nimmt an der in Myslowitz am 18. Oktober stattfindenden Enthüllung eines Zweikaiser=Denkmals für Kaiser Wilhelm und Kaiser Friedrich teil. Theaterfahrt deutscher Künstler. Berlin, 18. Sept. Die Pariser Theaterfahrt deutscher Künstler ist auf Herbst 1903 verschoben. Verhaftung eines Theaterdirektors. Bonn, 18. Sept. Der Direktor des Neuen Theaters, Kobert Overweg, wurde wegen Betrugs verhaftet. Schwerer Verdacht. Kattowitz, 18. Sept. In Großpaniot wurden eine Arheiterin und deren Geliebter verhaftet, unter dem Verdacht, hre vier Kinder vergiftet zu haben. Erstochen. Buenos Ayres, 18. Sept. Der bekannte Fechtmeister Zint erstach bei einem Fechtgange ohne Bandagen den Chef s:“ argentinischen Polizei durch einen unglücklichen Stich in Unser diesjähriger 146 Tanz-und Anstands-Unterricht im Bürgerverein Herford beginnt am Donnerstag, den 2. Bulover, abends 8 Uür für Damen, und um 9 Uhr für Herren. Weitere gefl Anmeldungen sind an Herrn A. Wessel, Credenstraße 14, sowie im Bürgerverein höfl. erbeten. M. Schmitt u. Frau, Vielefeld. Herforderstr. 31, Fernsprecher 777 mit Bechtel's Salmiak= Gallseise gemaschene Stoff jeden Gewedes, vor#ätig in Pck. zu 40 Pfg. bei 261c Chr. Röckemann, Herm. Ebmeyzer. Wie neu wird seder Wer auf die längere Kaltbarkeit seines Wäschevorrates Wert legt versuche Junligm Zeise Da bei richtiger Befolgung ihrer einfachen Wasch Methode der Sodazusatz wegfällt und bei besserer Haushaltungswäsche das Kochen und Brühen unnötig ist, wird die Wäsche nicht durch Zusatz schädlicher Nülfsmittel wie Soda etc. angegriffen. Anfelgolen in 10 Pfd.=Eimern und Apleigelbs Kochtöpfen wieder eingetroffen bei 3691 Kunkel. Bügelstraße 4. la. Sardellen empfiehlt billigst 3681 B. Kunkel, Bügelstraße 4. Schellfische 34 Rotzungen lebendfrisch vorrätig. Wilh. Havemann. Illuminationskerzen s Klavierkerzen(angespitzt) Tafelkerzen in großer Auswahl empfiehlt billigst Heinrich Nolting. Teckel zu kaufen gesucht. Von wem sagt unt. 3751 die Exp. d. Zig a Liter 2 Mark. Dieser Cognac ich nach franz. Art hergestellt und wird für dessen Aechtheit jede Garantie übernommen. 3671 B. Kunkel. Bügelstr. 4. Zur Anfertigung von Fahnen jeglicher Art in div. Preislagen halte mich bestens empfohlen. Wilh. Mönkemann, 2671 Lübberstraße 28. Als Plätterin in und ausser dem Hause halte mich bestens empfohlen. 10 Hermine Kreit, 33 Schlachthofstrasse 33. Feinstes neues Weinsauerkraut empfiehlt billigst 3201 Heinrich Noltina. vanhloaten CXC0 Versuchen Sie einmal während 8 Tagen eine Büchse van Houten's Cacao als erstes Frühstück. Grosse Ersparnis im Haushalt mit 2351 -Würze, Maggi's Suppenwürfeln u. Maggi’s Bouillion-Kapseln. Bestens empfohlen von Wilh. Havemann, Ecke Schiller- u. Neue Bahnhofstrasse LTETE Verantwortlicher Redakteur: Paul Sattler für den Inseratenteil verantwortlich: Geora Bese. Druck und Verlag: Coristian Quentin, sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) 21185 352 70 522 50 803 33 57 23450 502 25075 131 222 88 323 28185 318 46 85 283 378 90 500 61 377 461 418 62 634 89 91(300 29 675 779 4. Ziehung der 3. Klasse 207. Kgl. Preuß. Lotterie. Wom 13. bis 17. September 1902.) Nur die Gewinne über 172 Mk. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohue Gewähr.) 17. September 1902, vormittags. Nachdruck verboten. 66 344 430 506 780 861 941 68 1022 141 305 67 88 412 35 56 63 538 70 71 638 51 709 859 2043 225 70 93 325 36 55 420 97 569 808 34 70 917 3016 42 47.183 295 629 743 97 844 50 4115 319 39 561 98 724 97, 5108 19 80 293 654 767 926 6009 76 169 81 262 94 356 439 58 635 778 98 906 7233 57 67 356 617 716 17 59 828 935 54 8114 62 214 62 751 9064 114 74 307 54 541 650 50 701 842 10122(300) 477 525 99 646 755 860 11031 233 54 347 444 652 53 745 807 67 87 957 12071 489 721 864 13029 46 95 169 210 38 52 333 36 571 840 48 56 900 46 53 14066 224 83 417 588 674 87 817 21 38 87 15000 141 211 60 82 388 554 79 602 75 923 32 16077 145 97 212 357 400 57 831 68 953 17198 330 457 516 699 744 996. 18230 41 95 379 508 14 88 638 80 900 4 88 19137 202 56 83 309 610 81 713 32 20108 70 411 42 618 29 742 946 90 790 936 222005 11 18 352 483 531 62 24126 99 329 494 517 66 637 704 852 658 90 756 79 96 867 908 12 26130 47 99 731 43 60 27085 114 255 506 625 29 767 915 24 29148 818 945 30045 58 68 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September lies Die Ziehung der 4. Kasse 207. Kgl. Preuß. Lotterie beginnt am 18. Oktoverer. Die Verlobung meiner Tochter Bertha mit Herrn August Hoffert, Friedrichsdorf Krs. Ruppin, beehre ich mich ergebenst anzuzeigen Westerenger, den 16. September 1902. 3531 Frese, Lehrer. Bertha Prese August Hoffert Verlobte. und Kistenteile jeder Art für Bahn, Post und Export. Kleine Kisten für Seifen, Zucker etc. Holzwolle, Crockenrahmen, Flaschentransportkasten etc. empfiehlt billigst 722a) C. J. Becker, Dampfsäge- u. Kistenfabrik, Köln-Nippes Zur Einweihungsfeier des *„Kurfürsten=Denkmals“ als empfehlenswertes Geschenk: à„Kurfürsten=Chocolade“. # mit dem Denkmal, hochseine Qualität, pro Tafel 30 Ps. 8 Fritz Biermann. W. Epseloh, W. Hansberg, C. Matzmann, Carl Meves, Herm. Biermann, M. Klaassen Nachf., Geschw. Kreckler, Ernst Budde, zu haben bei: 3291 Herm. Ebmeyer, Wilh. Sprick, C. H. Tödtmann Nachf W. Havemann, Ed. Mumperow, W. Pottebaum,(Läge Nachf.) Wilh. Beiner a. 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Roman von Dora Duncker. (45. Fortsetzung.)—(Nachdruck verboten.) Er kicherte leise vor sich hin.„Denke nur, was die Mutter dazu sagen würde, wenn als ein etwas verspäteter Nekrolog für den hochverehrten Biedermann dies kostbare Dokument plötzlich bekannt gemacht würde? Du kennst doch das alte Lied— sie würde daran sterben.“ Anna stöhnte laut auf, keines Gedankens, keines Wortes mehr fähig. „Siehst Du, das trifft Dich doch. Du hättest ein Bischen rücksichtsvoller mit mir umgehen sollen, mein Schatz, das wäre um vieles klüger gewesen, hast's nicht besser gewollt. Na also— für heute, gute Nacht.“ Und ohne eine Antwort abzuwarten, schlich er durch das nur angelehnte Gitterthor auf die dunkle Landstraße hinaus. Ein paar Minuten lang blieb Anna noch in dumpfer Betäubung auf der schmalen Gartenbank sitzen, auf der sie zusammengesunken war. Dann raffte sie sich gewaltsam auf. Sie mußte Hilfe schaffen. Um jeden Preis dies Gräßliche abzuwenden versuchen. Zu ihm? Jetzt, da die Nacht schon hereingebrochen— da der Andere zweifellos den Weg zu ihm besetzt halten würde — es wäre völlig zwecklos gewesen. Was auch sollte sie ihm sagen, da sie ihm die Wahrheit nicht sagen konnte!— kam ein anderer Gedanke. Sie hatte gehört und gelesen, daß zuweilen, wenn auf exponirten Posten ein Streik, eine Revolte drohte, Militär zu Hilfe gerufen wurde. Spandau war nicht weit. Dorthin wollte sie, die Militärbehörde um Hilfe anzuflehen. Aber wie nach Spandau gelangen? Es war spät und fast finster— der Weg sehr unsicher.— Ioyr lag nichts am Leben— aber mit dem ihren würde muthmaaßlich auch das seine verspielt gewesen sein. Noch ein anderes Bedenken stieg in ihr auf. Wenn sie selbst kam— in dieser furchtbaren Erregung— würde man ihr überhaupt Glauben schenken?— Würde man sie nicht vielmehrfür eine Wahnsinnige halten, die unter dem Banne einer fixen, aus der Luft gegriffenen Idee stand? Und wenn man sie wirklich wie einen vernunftbegabten Menschen zu Worte kommen ließ, wie wollte sie ihre Todesangst um Georg begründen? Sie war die Frau eines Andern, sie würde diesen Umstand nicht verschweigen dürfen, sie würde ihren Namen nennen müssen, um tausend Dinge würde man sie befragen, in tausend Widersprüche würde sie sich verstricken, die Wahrheit würde ihr wieder einmal verschlossen, durch Eide und Schwüre verriegelt sein. Da fiel ihr ein, daß der Briefkasten an der kleinen Waldschänke mit großer Zuverlässigkeit Morgens schon vor fünf Uhr geholt würde. Ein Brief, den sie jetzt dorthin trug, würde zweifellos um acht Uhr Morgens in Spandau ausgegeben werden. Um zehn war die Versammlung angesetzt, nichts stand im Wege, daß die Hilfe rechtzeitig eintraf. Aber würde man einem anonymen Schreiben Glauben schenken? O, gewiß, man mußte es, wenn sie nur recht eindringlich die entsetzliche Gefahr zu schildern verstand, die den geliebten Frennd bedrohte. Sie flog ins Haus. Mit zitternden Fingern machte sie Licht in ihrem Zimmer an. Dann lauschte sie nach dem Zimmer der Mutter hinüber — die alte Frau schlief ruhig und fest. Anna nahm Papier und Feder zur Hand— nach kurzem Besinnen schrieb sie nieder, was sie soeben erfahren— was Hellweg bevorstand, wovor sie zitterte. Nun galt's noch den einsamen, schaurigen Weg durch den Wald. Je schneller sie sich dazu entschloß, desto sicherer war sie wenigstens, Rudolf und Gruner nicht in die Hände zu fallen. Sie hatte von Max gehört, daß die Abendgelage der Arbeiter und Arbeiterfreunde in der einsam gelegenen Fuhrmannsausspannung auf dem Wege nach Charlottenburg jenseits Villa Eva, abgehalten würden und meist bis in den grauenden Morgen währten. War es auch heute so— und sie zweifelte nicht daran, angesichts des Niederträchtigen, das für morgen geplant war— so würde siejetzt noch, es war eben zehn Uhr vorüber, unbehelligt durch den Wald bis an die Waldschänke gelangen. Sie hüllte sich bis zur Unkenntlichkeit in ein großes dunkles Tuch— schloß das Haus und den Garten vorsichtig ab, steckte die Schlüssel zu sich und schlug die Straße rechts vom Hause nach Spandau zu ein. Ringsum schaurig tiefe Stille. Nur ihr eigener Schritt in dem weichen Sande gab einen knirschenden Laut. Ab und zu rauschten ein paar abfallende Kiefernadeln auf den trockenen Boden— knackte ein Ast unter ihrem eilenden Fuß— schlug ein aufgescheuchter Vogel ängstlich mit den Flügeln. Ihr Auge hatte sich bald an die Dunkelheit gewöhnt— des Weges war sie sicher— dennoch mußte sie ihn scharf im Auge behalten. Aus dem Giebel der Waldschänke schimmerte noch Licht. Anna mußte um das Haus herum schleichen. Der Vriefkasten befand sich an der Rückwand der Schänke. Rings um das Haus war der Boden ein paar Schuh breit gepflastert, zum Schutz gegen die Feuchtigkeit. Auf den Zehen flog sie über die Steine. Das Licht da droben im Giebelfenster ließ sie die äußerste Vorsicht wahren. Wenn er es wäre, der da oben hauste— wenn er sie hörte und sie mit Gewalt hinaufschleppte? Mit zitternden Fingern hob sie die Klappe— ein leises Aufschlagen— Gott sei Dank, es war gelungen— der Brief lag wohlgeborgen in dem Kasten. Nun fort— nur fort! Wie ein Schatten huschte sie aus dem schmalen Lichtkreis des kleinen Hauses in das Dunkel des Waldes zurück. Es schlug elf Uhr, als sie ihr Zimmer wieder betrat. Trotz der kalten Herbstnacht war sie in Schweiß gebadet. Ihre Zähne schlugen vor Erregung hörbar übereinander. Wie sie da war, sank sie wie umgefällt, mit all ihren Kleidern noch in das nebeldampfende Tuch gehüllt, auf ihr Lager, unfähig, sich zu rühren, einen einzigen Gedanken mehr zu fassen. Nach kaum fünf Minuten war sie in einen tiefen Schlaf versunken. 36. Kapitel. Grau und nebelig hing der anbrechende Morgen über den duftigen Wiesen. In Georgs Arbeitszimmer neben dem Glashaus brannte noch die Lampe von der Nacht her. Er hatte sein Lager überhaupt nicht aufgesucht. Gleich nachdem er gestern Abend von Segenhaus gekommen war, hatte er sich nach einer kurzen Beratung mit seinen Getreuen an den Schreibtisch gesetzt und die Nacht über an der Vorlage für die heutige Versammlung, über neuen Plänen und Vorschlägen zum beiderseitigen Wohl der Arbeiter wie der Fabrik gegrübelt. Jetzt, bald nach sieben Uhr, löschte er die Lampe und lehnte das Haupt, die Augen schließend, einen Augenblick ermüdet gegen die Lehne seines Arbeitsstuhles zurück. Wieviel, fast zuviel war auf ihn eingestürmt, seit er von München hierher übersiedelt war! Er wollte sich nicht in müßiges Denken verlieren, wollte alle Kraft auf einen Punkt gerichtet halten, auf die in wenigen Stunden stattfindende Versammlung. Dennoch konnte er's nicht hindern, daß ihm Anna's Bild immer wieder vor Augen trat, wie sie gestern Abend im Rahmen der Gitterthür gestanden und mit einem unendlich müden verlorenen Blick zu ihm aufgesehen hatte. Und neben Anna's Bild stieg ihm ein zweites auf, eine Art Schattenbild, auf dessen Greifbarkeit er freilich nicht zu schwören vermocht hätte. Als er an der Wegbiegung sich noch einmal nach Anna umgesehen, war's ihm gewesen, als habe ein Mann an ihrer Seite gestanden, einer jener heruntergekommenen, verlotterten Gesellen, wie sie jetzt zum Schrecken der wenigen Anwohner in der Gegend herumstrolchten. Einen Augenblick hatte ihn eine jähe Angst um Anna gepackt. Er hatte das Pferd herumreißen, nach Segenhaus zurücksprengen wollen, da war der Platz vor dem Gitter leer gewesen, der Spuk verschwunden. Er klingelte. Franz erschien mit einem Packet soeben eingegangener Briefe in der Hand. Ein paar Kostenanschläge. Ein Brief von dem Justizrath Falk, den er um einen Rath gebeten hatte, und der mit den angelegentlichsten Empfehlungen an Frau Anna schloß. Ein Drohbrief— und da noch einer, auch nicht viel besser in Schrift und Ansehen, muthmaaßlich eine Bettelei oder dergleichen. Er öffnete den unsauberen, mit augenscheinlich verstellter Hand bekritzelten Umschlag und fing an zu lesen. Ein bitteres Lächeln zog sich um seine Mundwinkel. So weit also verstieg sich schon ihre giftige Bosheit! Wenn es nicht so unglaublich thöricht gewesen wäre, hätte man wahrhaftig einen Grimm darüber empfinden können. „Eine Person, die es wahrhaftig aufrichtig mit Euer Hochwohlgeboren meint, warnt Sie hierdurch angelegentlich vor Frau Anna Thienemann vulgo Rudolf. Diese Frau unterstützt insgeheim die gegen Euer Hochwohlgeboren gerichtete Arbeiterbewegung. Die Beweise hierfür werden später erbracht werden.“ Er legte den Brief auf seinen Schreibtisch und stützte den Kopf in die Hand. Wie konnte nur ein Mensch auf einen so wahnsinnigen Gedanken kommen. Anna die Arbeiterbewegung unterstützen! Anna gegen ihn intriguiren! Es hatte schon zweimal an der Thür geklopft, ohne daß Georg darauf geachtet hätte. Jetzt wurde die Thür geöffnet— Georg fuhr auf. „Ah, Weber.— Guten Morgen— nur herein— was bringen Sie?“ „Nichts, Herr Hellweg.— Ich wollte mir nur erlauben, noch einmal auf meine gestrige Meinung wegen der Versammlung zurückzukommen.— Wollen Sie sie wirklich abhalten, Herr Hellweg?“ „Natürlich will ich's. Sie ist ja angesetzt. Und wie ich Ihnen schon gestern sagte— ich wüßte keinen Grund—“ „Tausend für einen— aber ich weiß, mein Rath in dieser Sache gilt Ihnen nichts.— Sie halten Jeden für feig, der nicht gerade auf's Ziel losschießt, wie Sie.— Die andern Herren wissen das so gut wie ich, sie reden Ihnen zum Munde — ich aber— bei Gott, ich kann's nicht.— Welcher Fabrikherr ruft denn auch alle Streikenden zusammen, anstatt mit einem Ausschuß zu verhandeln?“ „Mein lieber Freund, ich verkenne Ihre gute Absicht durchaus nicht— aber Sie sind überängstlich.— Auch ich habe meine Vorkenntnisse.— Wenn auch nicht aus eigenen, so doch aus Anderer Erfahrungen und Beobachtungen weiß ich, daß eine Masse viel leichter umzustimmen ist als wenige Führer.“ „Täuschen Sie sich nicht, die Erregung der Masse, der Sie heute entgegentreten wollen, ist groß. Sor einigen Tagen lagen dte Dinge noch ganz anders. Da hatten wir nur mit unseren eigenen Leuten zu thun. Jetzt aber haben Sie Fremde, gefährliche Elemente hinzugezogen.“ „Wen habe ich denn zugezogen? Ein paar harmlose, brotlose Leute, mit denen ich Mitleid hatte, Handlanger, die mit dem eigentlichen Fabrikpersonal kaum zusammen kommen. Der Einzige, von dem hier ernsthaft die Rede sein könnte, ist Zenier— der Belgier—“ „Der aber nie einer gewesen ist— das haben wir auf dem Bureau sehr bald herausgefunden—„Gleichviel, er ist ein Unglücklicher— hat furchtbare Schicksale durchlebt— ist auf einem Auge der Sehkraft beraubt — und vor allem— er versteht seine Sache—“ „Tone Zweifel,“ gab Weber mit starker Betonung zurück. „Er hat in den wenigen Tagen bereits ein ansehnliches Stück Hetzarbeit vor sich gebracht— überdies—“ „Nun, was weiter—“ unterbrach Hellweg den Alten, ungeduldig werdend. Weber ließ sich nicht aus der Fassung bringen. Zu wichtig dünkte ihm, was er zu sagen hatte—„überdies sollte man sich über diesen sogenannten Herrn Belgier in Segenhaus nähere Auskunft erteilen lassen—“ Georg schlug mit der Hand auf die Tischplatte. Seine Stirn färbte sich mit zornigem Roth. „Was soll das heißen? Erst verdächtigen Sie den Mann, und dann weisen Sie mich um Auskunft über den Verdächtigen nach Segenhaus? Wollen Sie damit sagen, daß man auch dort—“ „Sehr arbeiterfreundlich gesinnt ist— ja, Herr Hellweg. Das will ich sagen und wenn Sie mich auf der Stelle entlassen— ich bin das Ihne. und der Fabrik und nicht zuletzt dem Vertrauen, das Herr Krüger in mich gesetzt hat, ars er mich Ihnen abtrat, schuldig.“ Georgs Hand hatte unwillkürlich nach dem anonymen Brief gegriffen, der vor ihm auf dem Schreibtisch lag. Er hielt ihn fest zwischen den Fingern. Jetzt sagte er mit eisigem Ton: „Beweisen Sie Ihre Behauptung.“ „Beweisen kann ich meine Behauptung nicht. Ich kann nur wiederholen, was hier von Mund zu Munde geht, in der ganzen Gegend ein öffentliches Geheimniß ist, von dem nur Sie nichts zu wissen scheinen.“ „Infame Klatscherei, weiter nichts. Und dazu geben Sie sich her, Weber! Ich kenne Frau Thienemann's Gesinnungen genau— auch mir gegenüber hat sie schon öfter die Arbeiter in Schutz genommen, aber nur aus der überströmenden Güte ihres weiblichen Empfindens heraus. Also welches Verbrechens zeiht man die alleinstehende Frau, die Niemanden zu haben scheint, der sie vor Verleumdungen schützt.“ „Sie werden sich des Maurers Gruner erinnern, Herr Hellweg, den Sie eines Tages von der Arbeit jagten—“ „Ja. Was hat der mit den Thienemanns zu schaffen!“ „Nichts mit ihnen direkt. Aber er wird seit Wochen mit einem Anderen in der Gegend gesehen— und dieser Andere—“ „Dieser Andere?“ „Wird nicht selten in Segenhaus zugelassen.“ „Was reden Sie da, Weber!“ „Was ich verantworten kann, Herr Hellweg.“ Die Spukerscheinung des gestrigen Abends stieg wieder vor Georg auf. Er schwieg. „Und mit Gruner und diesen Andern, den Niemand zu kennen scheint— der sich auch bei uns, soviel ich weiß, noch niemals sehen ließ, steckt dieser sogenannte Belgier Zenier ohne Zweifel unter einer Decke. Erst diese Nacht haben sie gemeinsam in der Ausspannung an der Chaussee durchzecht— und zwar in einem sevaraten Zimmer—“(Fortsetzung folgt.) GODOG —— 1 Oi-EiS OOL 1. * —— 1 □ Sic OOUNOOG. —0—— O#OOf c Se 88 a •C 19 □ □.— — — 88121 + 01 S OONNWO0 0 —• Ooc 850 # 18 OcH LoOSOT SSO S 1011 00-05□ #CDP-A Sossr- 0 Wade □0 S# Ge 0 0000 ASG 0 0 HSE 151500 1100 0 1½10— . ech e S PSgge 1e 988 986 SS Co 00U0 OOOINGL 57 S9 —— 7 9917 Soe 8S ei 90 CDD □F □ C101 500 10 COLSASC. 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Frodermann=Niederbecksen 24, Maurer Kail Süllwald=Niederbecksen 251 mit Karoline Rüggemeier=Langenholzhausen 52, Cigarrenarbeiter Friedr. Knollmann=Werste 180 mit Marie Rosenstengel=Wulferdingsen 99, Cigarrenarbeiter Friedr. Schwarze=Vlotho 250 mit Wilhelmine Röker=Rehme 315, Knecht Friedr. Stockey=Volmerdingsen 9 mit Friederike Schönfeld=Rothenuffeln 4. Gestorben: Ehefrau Anne Marie Friedrichs=Rehme 190, 60 I. Witwe Caroline Gerkensmeyer=Werste 196, 54 Jahre alt. Briefkasten der Revaktion. Nach Eilshausen. Sie müssen kündigen. Wenn nichts anderes ausgemacht ist, müssen Sie die gesetzlichen Fristen— die sich nach der Mietszahlung richten— inne halten. Amtliche Anzeigen für den Kreis Herford. Zur Feier der Enthüllung eines Denkmals für den Großen Kurfürsten am 26. September 1902. Tribüne. Anmeldungen für Tribünenplätze(à 3 Mk.) werden auf dem Stadtsekretariate(Rathaus 1), Zimmer Nr. 4 in den Vormittags=Dienststunden entgegengenommen. Das Fest=Komitec. 2931 Quentin, I. Bürgermeister. Städtisches Elektrizitätswerk Gewerbetreibende, welche elektrische Kraft zu benutzen beabsichtigen, sowie diejenigen, welche elektrische Kraft nur während der Tagesstunden gebrauchen, wollen ihre Anmeldungen bis zum 20. ds. Mts. an das Städt. Gas- u. Wasserwerk gelangen lassen. 1691 Die Gas- und Wasserwerks-Kommission. 2 as städtische Brausebad ist geöffnet: Mittwochs von 3—9½ Uhr nachmittags Donnerstags„ 5—9„„ Freitags„ 5—9 Sonnabends„ 12—9½„ Sonntags„ 6½—9½„ Der Magistrat. Busse. vormittags. 329e Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Feldweg, welcher von dem Kolonate Kleimeier Nr. 26 Jöllenbeck abgeht und über die Bahnstiecke Löhne—Hameln südlich ins Feld führt, wegen Neubaues der Wegeüberführung über genannte Bahnstrecke vom 1. Oktober ab auf die Dauer von etwa 8 Wochen gesperrt wird Gohfeld, den 9. September 1902. Der Amtmann. I. V. 248i Wiegand. Bestellzettel. (Genaue Adresse des Bestellers.) Quittung. Obige Mk. Pfg. sind heute richtig bezahlt 3. Ziehung der 3. Klasse 207. Kgl. Preuß. Lokterie. (Vom 13. bis 17. September 1902.) Nur die Gewinne über 172 Mk. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 10. September 190—, vormittags. Nachdruck verboten. „ 63 83 152 227 48 495 626 781 978 1056 140 44 60 220 365 96 534 96 807 72 905 72 73 2000 127 464 629 816 41 93 987 3019 528 725 40 949 4015 50 78 103 42 79 223 435 48 585 639 60 773 90 5091 147 55 65 213 428 42 735 855 99 906 6173 579 643 44 57(300) 715 67 85 889 7138 80 525 33 758 91 96 913 30 8137 506 606 75 864 70 9272 373 651 709 10025 345 54 432 39 75 685(500] 89 825 95 932 11142 51 90 206 336 521 56 761 891 916 12007 64 370 935(3000) 13121 85 296 313 687 14017 28 104 370 562 827 907 50 60 15088 155 329 485 593 16127 347 78 405 577 88 627 730 17234 343 458 582 660 88 896 18362 589 642 44 779 90 963 98 19027 76 108 34 282 92 383 442 507 17 34 79 784 883 980“ 20010 247 323 447 76 89 548 700 35 55 808 21210 24 66 93 424 507 64 776 932 47 56 22015 140 287 396 677 761 859 23180 211 15 370 418 513 51 651 729 71 911 24001 52 115 292 384 556 709 81 805 82 993 25220 341 49 94 586 89 733 809 967 92 26042 195 354 68 541 619 765 91 27326 53 492 528 77 778 852 977 28093 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Ziehung der 3. Klasse 207. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 13. bis 17. September 1902.) Nur die Gewinne über 172 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 16. September 1902, nachmittags. Nachdruck verboten. 40 116 687 96 849 76 956 1123 274 445 831 94 2098 132 525 967 3002 122 30 343 96 412 529 659 79 757 895 905 79 4000 3001 67 137 209 313 73 480 539 5026 194 96 98 490 501 14 650 88 6361 437 47 62 71 73 623 41 781 905 19 33 39 7196 264381 555 755(30000] 8099 393 754 63 817 9618 819 51 961 #4 0046 136 726 31 36 61[300] 80 11036 270 78 404 611 54 782 969,12008 66 231 59 340 419 67 529 48 77 80 676 87 756 95 952„13071 188 235 342 82 466 531 678 737 912 14078 167 266 479 767 849 63 935 15035 393 455 68 652 885 925 16264 506 17010 33 36 67 145 50 472 98 697 724 61 913 75 18143 309 442 573 718 835 86 19146 98 276 88 341 540 637 764 89 911 # 2 3 0 4 4 4 8 1 4 9 1 8 2 3 2 1 0 0 9 2 2 0 2 9 9 6 4 0 4 8 6 6 9 3 7 2 2 9 5 9 22040 95 194 383 494 652 719 29 54 933 74 86 23224 385 499 587 774 908 18 41 88 24150 216 71 84 418 89 524 83 731 846 25149 547 801 85 26036 227 43 385 714 77 858 924 73 27048 233[300] 99(300) 334 484 500 32 67 684 718 906 28325 418 953 29255 79 302(300) 7 24 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224090 99 447 55 98 560 623 32 55 837 957 Im Gewinurade verblieben: 4 Gewinne zu 3000, 1 zu 1000, 6 zu 500 Mk. Post=Annahme 1902.