Amtliche Anzeigen für den Kreis Herford. Städtische Volks-Bibliothek. Sämtliche in den Händen der Leser befindlichen Bücher sind spätestens am nächsten Sonntag, den 27. Juli, abzuliefern. Der Bibliothekar: Wulff. 5239 Die Stelle des Leiters der hiesigen städtischen Gas=, Wasser=, und Elektrizitäts-Werke ist zum 1. September(evtl. 1. Oktober) cr. zu besetzen. Das Einkommen beträgt— neben freier Wohnung in einer neben der Gas=Anstalt belegenen Villa— 3000 Mk., steigend jährlich um 100 Mk. bis 4500 Mr. Meldungen sind bis 10. August er. einzureichen. Herford, den 23. Juli 1902. Der Magistrat: Quentin. 4716 ie Anlage von Ueberfahrten von Trottoirs ist nach der * Polizei=Verordnung vom 27. November 1876 nur mit diesseitiger ausdrücklicher Genehmigung gestattet, welche schriftlich zu beantragen und wird die Genehmigung nur erteilt bei Verwendung von Pflaster=Material aus Schlackenkopfsteinen, welche von der Stadt gegen Vergütung des Selbstkostenpreises jederzeit erhältlich sind. Herford, 3. Juli 1902. 172g Die Polizeiverwaltung. Der I. Bürgermeister: Quentin. ie Rotlaufseuche unter dem Schweinebestande des Kolonen Kruse Nr. 2 in Bermbeck ist erloschen. Herford, den 24. Juli 1902. Der Amtmann: v. d. Schulenburg. Die Zustände in Südafrika. Den neuesten Meldungen zufolge wird nun Dewet doch nicht nach Europa kommen. Dieser Entschluß bildet einen neuen Beweis dafür, daß in Südafrika nicht alles so geht, wie es gehen sollte und wie man es in der ersten Friedensbegeisterung erwartet hatte. Es wird kein Geheimnis daraus gemacht, daß das Verbleiben des Burengenerals in Südafrika seinen Grund in der politischen Lage dieses Landes hat, die für die nächste Zeit Unruhen befürchten läßt und die Anwesenheit Dewets vielleicht wünschenswert machen dürfte. Inzwischen unterhalten die englischen Blätter sich und ihre Leser mit allerlei Vorschlägen, wie man den durch den Krieg verarmten Buren auf wirksame Weise helfen und dadurch der Gefahr, welche die wachsende Unzufriedenheit in sich birgt, vorbeugen könnte. Der„Scotsman“ glaubt zu wissen, daß Dewet mit seiner geplanten europcischen Reise die Absicht verband, Geld aufzutreiben, um damit seine ruinierten Landsleute bei der Wiedereinrichtung ihrer Farmen zu unterstützen. Das Blan schlug vor, der Burengeneral möge 500 oder 1000 seiner Landsleute mit nach England bringen, und meint, der Eindruck, den diese Leute mit heimnehmen würden, könnte biet dazu beitragen, das Mißtrauen der Buren in ihre nteuen Mitbürger zu zerstreuen. Was den finanziellen Erfolg##ee „Unternehmens" betrifft, so meint der Schreiber des betreffen“ den Artikels mit scherzhafter Naivetät, die Engländer wurd gern dafür bezahlen, wenn sie ihre ehemaligen Feinoe? Bremerhaven, 26. Juli. Unter den von den Bermuda inseln eingetroffenen Burenkämpfern befand sich auch der ehe malige Koloni enführer Helmhold, der im Jahre 1879 aus seiner Heimatstadt Uelzen nach Südafrika ausgewandert war. Helmhold hatte es in Transvaal bis zum Distriktsvorstand gebracht, eine Stellung, die mit derjenigen unserer Landräte zu vergleichen sein dürfte. Er war beim Ausbruch des Krieges als Kolonnenführer ins Burenheer eingetreten, jedoch vor etwa 12, Jahren bei Belmont gefangen und nach den Bermudainseln verschickt worden. Dort haben sich nach seiner Aussage 4000 männliche Gefangene, vom zarten Alter von 8 Jahren bis zum Greisenalter von 78 Jahren befunden, die anfangs bitterste Not litten; später und namentlich in letzter Zeit hat men etwas besser für das leibliche Wohl der Gefangenen gesorgt. Infolge seiner Weigerung, England den Treueid zu leisten, hat Helmhold in Südafrika seinen gesamten Besitz verloren und mußte auf Kosten des deutschen Hilfskomitees in die Heimat befördert werden. Der französische Kulturkampf. Im gestrigen Ministerrate unterzeichnete Präsident Loubet das erste Dekret, durch welches die Schließung von kongreganistischen Niederlassungen in Paris und im Seinedepartement verfügt wird. Durch dasselbe werden 26 Niederlassungen betroffen, welche, vor dem 1. Juli 1901 begründet, nicht um die erforderliche Genehmigung der Behörden eingekommen sind und sich geweigert haben, sich aufzulösen. Das Dekret wird heute in Kraft treten. Aehnliche Dekrete, welche sich auf solche Niederlassungen in den übrigen Departements beziehen, die nicht im Einklang mit dem Gesetze stehen, werden später nach Maßgabe der von den Präfekten eingehenden Berichte erlassen werden. Ein Rundschreiben des Ministerpräsidenten Combes, welches die im gestrigen Ministerrat beschlossenen Maßregeln gegen die kongreganistischen Niederlassungen begründet, empfiehlt den Präfekten, solche Niederlassungen nicht zu schließen, welche den Charakter von Hospizen hatten oder der Pflege der Wohlthätigkeit gewidmet sind. Dahin gehören die Waisenhäuser, Greisenheime und Kinderbewahranstalten. Ebenso sollen solche Niederlassungen nicht geschlossen werden, welche im guten Glauben sind, die Erlaubnis zum Weiterbestehen zu haben, oder welche Schutzbriefe haben oder ermächtigt sind, Geschenke anzunehmen; endlich diejenigen öffentlichen kongreganistischen Schulen, welche von der im Gesetz vorgesehenen Erlaubnis Gebrauch machen, binnen 6 Jahren diese in weltliche Schulen umzuwandeln. Combes sieht den Berichten der Präfekten entgegen, um zu erfahren, welcher von jenen genannten Kategorien verschiedene Kongregationen angehören, bevor er dieselben schließen läßt. Die Antworten der Präfekten werden in 2 oder 3 Wochen erwartet.— Gestern vormittag erschienen die Baronin Reille, Gräfin de Mun, Frau Piou, Frau Cibiel und Frau de Pameyrol im Elysée und ersuchten Frau Loubet um eine Audienz. Frau Loubet ließ ihnen antworten, sie könne keinerlei Bittgesuche über Frauen entgegennehmen, welche zur Kompetenz der Regierung gehörten. Aus den Departements, namentlich aus Finistère, in Paris eingegangene Telegramme besagen, daß die Schwestern mehrerer Kongregationen, welche sich bereits in ihre Mutteranstalten begeben hätten, wieder in ihre Schulen zurückgekehrt seien und erklärten, daß sie nur der Gewalt weichen würden. Die übrigen Schwestern, welche sich dem Gesetz bisher noch nicht unterworfen haben, geben gleiche Erklärungen ab; sie wohnen in den Orten und die Bevölkerung bewacht die Schulen und Niederlassungen der Kongreganisten. ** * Paris, 25. Juli. Die nationalistischen Blätter beschäftigen sich eifrig mit der Frage, welche Haltung der Vatikan dem mn. Pepsu“e. Angahmen werde.„Fiaar" gern dafür bezahlen, wenn sie ihre ehemaligen Feinbe# sehen könnten, deren Unsichtbarkeit während des Krieges! Hauptcharakteristikum, war. Nach dieser Probe von Takt unt“ gutem Geschmack sollte man eigentlich den Vorschlag erwartt“. Dewet moge unter der Aegide Imre Kiralfis im Lonoo#t“ Olympia=Theater eine Ausstellung seiner Landsleute, verct“ stalten—„Transvaal in London“— aber der Artikelschreitt, des„Seotsman“ ist weit bescheidener und begnügt stch.“.“ dem Vorschlag, Dewet solle mit 500 Buren in voller Kries““ betg, burch die Straßen von London reiten. Eimn eniz Borgehen der Kegierung gegenüber einehmnen werde„Figarg. Opiomatr und„Ehre berzliche Einladung würden Erolgun; mill wissen, die Kardinäle wüinschten schrofe Absage, der Papst den in der Geichichte des Krieges nach nie bageneseren) v., ge, um Abwarten and meine, diefraungzschen Bischsse Anblick sichern, und, ganz abgesehen von der Befriedigung der neige#ve: 6 1.“. Farufen, die Orden zu verteidigen.„Echo Neugierde, würde der politische Effekt ungeheuer wertvoll sein. 7 zeve..., persichert, der Batikan wirke auf die französische beusdon, 2. Jul. De. Anoz, Oehal.. dortanante) Pelatur in Sine des felihen Bidestands en, mas zur sean, das der Vatian sch hülen wid, in die Ordensangelegenheit einzugreifen, denn Ministerpräsident Combes ist enschlosen, jeden Einnischurgepersch schroff abzuweisen, da selbst das Konkordat das Gesetz der ersten ReHierzu zweites Blatt und Illustriertes Sonntagsblatt. Anblick sichern, und, ganz abgesehen von der Bestirv#####o, Linie berufen, die Orden zu verr#####tt Neugierde, würde der politische Effekt ungeheuer wertvoll sein. sere..8 vgrsichert, der Vatikan wirke auf die französische London, 25. Juli. Die„Times“ meldet aus Johannes=]] de FFrorts z.ut ginne deg fräftigen Widerstandes ein, was zur burg: Die Regierung hat beschlossen, einige hervorragende Landwirte unter den Buren auszuwählen und sie zum Studium ter wissenschaftlichen Methoden des Ackerbaues in die engtischen Kolonien zu entsenden. Die erste Abteilung wird voraussichtlich in der nächsten Woche nach Kanada ahreisen; die zweite geht am nächsten Montag vom Ceylon nach Australien Deutschland. Kaiser Friedrich=Denkmal in Posen. Der Reichskanzler sowie die Minister Graf Posadowsky, v. Rheinbaben, v. Hammerstein und Studt haben, die Einladung des Denkmal=Lomites zur Einweihung des Kaiser Friedrich=Denkmals in Posen am 4. September angenomnen. Die Feier wird also, da das Kaiserpaar sowie viele deutsche und fremde Fürstlichkeiten anwesend sind, sehr glanzvoll verVuser. Zur Erkrankung des Königs von Sachsen. König Georg hat den größten Teil des gestrigen Tages außer Bett zugebracht. Die Besserung schreitet in erfreulicher Weise fort. Aus Rußland. Gestern nahm Admiral Avellan auf der Rbede von Reval eine Proberevue des rusischen Geschwaders vor aus Anlaß der Ankunft des Deutschen Kaisers zur Teilnahme an den russischen Marinemanövern. Ein Trust der Damenschneider Amerikas. Ein neuer Trust int jetzt unter dem Namen„Schutz echand de Danescheidet uit einen Kopia iun 3ug Dolanrs in New=Port gerchlich, eingetagen worten. D“ Verband plant die Vereinigung der Hauptfirmen, der Damen: schneideret in Ameria, u. a. auch zwacks Wetbenaktes, uit den europäschen Firmen. Die Vereinigung wird ihren Meitgliedern die neuesten Modelle liefern und sie überhatpt in deschäflicher Hirscht augeneimn unterstützen. Sie wil ferner den ameritkanischen Stil in der Damenschneiderei in Europa einfähren und zu diesen Zwcke Filaken in Paris, Wian, Verin und anderen Orten errichten. Herforder Kreisnachrichten. (WBitelungen von algeneinen, Iuterese sind uus steis willonnen un werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 26. Juli 1902. 7 Die gestrige Stadtverorduetzeustzung, nure von 15 Sadsgrochueten, belacht und boster usht““ schlusfähig. Für Donnerstag ist die nächste Sitzung auberaumt. Neuer Friedhof., Wegen Aubeingund ents Schmuckes auf dem Rondell des neuen Friedhofs fand in der seden Stzung der Fechoskangsionr die Berstiung uut Es ist geplant, eine symbolische Figur in etwa Menschengröße zu erwerben. Jagd=Verpachtung. Bei den diesmaligen, Jagdverpachtungen war man städtischerseits von dem bisherigen öffentlichen Gebotsverfahren abgegangen in der Annahme, höhere Gebote zu Frzielen. Da wegen der Stadtholziagd von seiten des Meistbitzraden das Gebot zurückgezagen, worden par, weil die Bedingungen nichts über den Wilschaden en“ s t o r n e i n e n o c h m a l i g e V e r p a c h t u n g d i e s e r Und die in einer Stadiverordnetegsitzung, gegeven wutr“, ve sprechen. In dem gestrigen Termine fiel das frühere Höchst gebot(815 Mt.) auf 460 Mk. Dieses Gebot gab Herr Kaufmann Barkhausen ab. Ueber die Zuschlagsertellung wird der Magistrat noch Beschluß fassen. Den Wildschaden muß der Pächter der Jagd tragen. Mit der Schützenfestnachseier findet nun morgen dieses bisher so fröhlich verlaufene Fest seinen Abschlus. Möge auch morgen echte Schützenfeststimmung herrschen ##7 Die Sanitätskolonne benutzte den heutigen Geburtstag des Herrn Dr. med. Brücher, ihm ihre dankbare Gesinnung für den erteilten Kursus zum Ausdruck zu bringen indem sie ihm durch eine Deputation ihre Glückwünsche aussprechen und ihn em großes Gruppenbüd überreichen liek 8) Promenadenkonzert. Auf dem Wilhelmsplatz findet morgen mittag von 11½ Uhr an Promenadenkonzert statt. Das Programm ist wie folgt: 1. Fest=Ouverture v. Lortzing, 2. Entre Akt u. Brautchor o. d. Op. Lohengrin v. Wagner, 3. Komtesse Walzer a. d. Operrette„Das Jungfernstift“ von Gilbert, 4. Fantasie a. d. Op.„Traviata“ v. Verdi, 5. Mit Preußischen Standarten, Marsch v. Franz v. Blon. ** Tirolerkonzert. Laut Inserat in der vorliegenden Nummer u. Bl. findet heute im Etablissement„Jägerhof“ ein Konzert der Tirolergesellschaft„Alpenrose“ statt. 9—° Wittekindsbergfest. Am Sonntag, den 7. September findet das diesjährige(11.) Wittekindsbergfest in der Porta statt. Als Uebungen für den Fünfkampf sind bestimmt: 1. Laufen(200 m in gerader Linie) am Fuße des Berges; 2. Weithochspringen; 3. 50 Pfd.=Stemmen; 4. Dreisprung(in beiden Formen gestattet) und 5. Dauerhangeln(14 m). Gewertet wird nach der deutschen Wettturnordnung. Sieger ist derjenige, welcher mindestens 25 Punkte bei 50 erreichbaren erzielt. 9—0 Turnerisches. Wie wir erfahren, hat sich beim Gauturnfest in Halle i. W. und zwar in der 2. Abteilung, auch der Turner Gustav Hülbrock vom Turnerklub Bielefeld einen Preis erturnt; er erreichte 80 Punkte. ∆ Eine Erinnerung an die letzte Militärzeit wurde jetzt den hiesigen Mannschaften, welche beim Reserveregiment Nr. 55 in der Senne eingezogen waren. Den Leuten wurde nämlich eine briefliche Zusendung mit 15 Pfg. in Marken und zwar als Vergütung für die Morgenkost pro 2. Juli. = Abänderungen in der Bewaffnung von Truppenteilen. Beim 1., 2., 6., 7., 9., 11., 14. und 18. Armeekorps, bei der 32. und 77. Infanteriebrigade und bei den Unteroffizierschulen werden in diesem Herbst ein Fünftel sämtlicher Gewehre, die im Friedensgebrauch sind, durch ein Fünftel aus den lagernden Beständen der Kriegsformation aufgefrischt. An Stelle der Karabiner Modell 88 werden jetzt die Karabiner Modell 98 ausgegeben, desgleichen an Stelle des Faschinenmessers Modell 71 der Pioniere, Eisenbahn= und Telegraphentruppen und der Fußartillerie das Seitengewehr 98/02. Die Beschaffung der Karabiner 2c. für die Fußartillerie geschieht nach Maßgabe der verfügbaren Mittel und nach Durchführung der Umbewaffnung der Infanterie. Die technischen Truppen erhalten das neue Seitengewehr gleichzeitig mit dem neuen Gewehr 98. *A Trunkenheit, Trunksucht und ihre Folgen (1. Januar bis 1. Juli 1902). Armenpflege: Aus den Protokollen der städt. Armen=Kommission: 1. Die Familie des dem Trunke ergebenen Handarbeiters K. mußte im Wege der öffentlichen Armen=Pflege unterstützt werden. 2. Die Frau und ein Kind des dem Trunke und teilweise dem Müßiggange ergebenen Handarbeiters K. mußten wegen mangelhafter Ernährung im Krankenhause verpflegt werden. 3. Einem Kinde des wegen Trunkes entmündigten Maurers Sch. mußte Waisenhauspflege gewährt werden. 4. Die Frau resp. Familie des dem Trunke ergebenen Schuhmachers K. mußte aus öffentlichen Armenmitteln unterstützt werden. 5. Die Familie des Agenten, frühern Bäckers H., der für Rechnung der öffentlichen Armenpflege in der Anstalt untergebracht war, mußte ebenfalls aus öffentlichen Armenmitteln unterstützt werden. 6. Die Familie des Maurers H., der dem Trunke und teilweise dem Müßiggange ergeben ist, mußte die öffentliche Armenpflege in Anspruch nehmen und zwar ist gewährt der Frau infolge mangelhafter Ernährung mit einem Kinde (Säugling) Krankenhaus=, 2 Kindern Waisenhauspflege. 7. Einem Kinde des dem Trunke und teilweise dem Müßiggange ergebenen Handarbeiters Sch. mußte Krankenhauspflege gewährt werden. 8. Die Frau des dem Trunke und teilweise dem Müßiggange ergebenen Handarbeiters W. mußte Pflege im Frauenasyl gewährt werden. 9. Der Frau und einem Kinde des dem Trunke ergebenen Handarbeiters(früher Cigarrenarbeiters) H. mußten Krankenhauspflege gewährt werden. Strafrechtspflege und Polizei: Aus den Listen der Königl. Amtsanwaltschaft und der Polizei=Verwaltung: Wegen strafbarer Handlungen, nachweislich im Rausch oder infolge der Trunksucht begangen, wurden vom hiesigen Schöffengericht bestraft und zwar mit Freiheitstrafen bis zu 2 Monaten im Einzelfall und zu Geldstrafen(in einem Falle auch zur Ueberweisung an die Landespolizeibehörde) wegen: Hausfriedensbruchs, teilweise in Verbindung mit andern Vergehen... e6 5 Personen Beamtenbeleidigung im öffentl. Interesse verfolgt 3„ Widerstands gegen die Staatsgewalt 1 Sachbeschädigung„ Diebstahls1 Wetnuges Mißhandlung, in einigen Fällen gefährlicher 11„ Bedrohung 2„ Weitelch„ ruhestörenden Lärms, Unfugs usw. 7„ 33 Personen Außerdem wurden 84 Fälle notiert, in denen Trunkenheit Kollisionen mit der Polizei herbeiführte, von denen ein großer Teil zu polizeilichen Verhaftungen(oft zur Nachtzeit) führte. Bei vielen dieser Fälle war die spätere Folge: Erhebung von Anklagen durch die Königl. Staatsanwaltschaft und Verhängung zum Teil empfindlicher Strafen durch die Strafkammer(welche oben nicht berücksichtigt). So dauern die Schäden durch den unmäßigen Alkoholgenuß ununterbrochen fort.— Unglück, Elend und Sorgen sind die Folgen, worunter leider so oft Familien und vor allem Kinder in höchst bedauerlicher Weise zu leiden haben. Wann hört die Unvernunft der Familien=Väter und Versorger auf? In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. 1,00 Mk., Eier Pfd. 50 g., junge Wurzeln Bd. 15 Pfg., PorreeBd. 5 Pfg., neue Kar###eln 7 Pfg. p. Pfd., Zwiebeln Pfd. 20 Pfg., Blumenkohl 35—45 Pfg, Schnittsalat Portion 10 Pfg., Kopfsalat 3 Stück 10 Pfg., Radieschen Bund 10 Pfg., Streifrüben 5 Bund 10 Pfg., Gurken Stück 30 Pfg., Kirschen Pfd. 30 Pfg., Stachelbeeren Pfd. 30 Pfg., Erbsen 10—12 Pfg., Großebohnen Pfd. 8 Pfg., Wirfing Pfd. 20 Pfg., Bickbeeren Pfd. 20 Pfg., Johannisbeeren Pfd. 20 Pfg., Birnen Pfd. 40 Pfg. *e Enger, 24. Juli. Ueberfallen wurde der Cigarrenarbeiter Frd. Peppmöller aus Belke, als sich der mit noch einem seiner Mitarbeiter gestern gegen 12½ Uhr nachts nach Hause begeben wollte an der Ziegelei von Bohrenkämper und zwar von den Maurern Kartelmeyer und Kiehl, ferner von dem Bahnarbeiter Paust(gent. Reinke) sämtlich aus Enger=Wörde. Diese bearbeiteten den Aermsten derartig mit Knüppeln und Steinen, letztere in ein Tuch gebunden, daß er bald bewußtlos und blutüberströmt zu Boden stürzte. Ein Arzt, welcher herbei geholt wurde, zweifelt an dem Aufkommen des Peppmöller. Da es sich hier um einen organisierten Ueberfall handelt, denn ein Zeuge hatte die Leute vorher in einem Versteck beobachtet, ist der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. * Enger, 25. Juli. Wittekinds=Epitaph. Bei der am 15. d. M. stattgefundenen Besichtigung des Wittekinds=Epitaphs durch den Konservator der Kunstdenkmäler, Geh. Reg.=Rat Lutsch, Provinzial=Konservator, Baurat Ludorff sowie Reg.= und Baurat Horn wurde laut G.=A. die Ansicht vertreten, daß das Epitaph in hiesiger Kirche auf keinen Fall neubemalt werden solle, dagegen wurde in Aussicht genommen, die stark beschädigte Einfassung des Steines durch einen tüchtigen Bildhauer wiederherstellen zu lassen, wozu die Mittel höheren Orts erbeten werden sollen. ) Enger, 25. Juli. Konsumverein. In Karl Brüggemanns Lokal findet am Sonntag, den 3. August, nachmittags 5 Uhr, eine außerordentliche General=Versammlung statt. Die Tagesordnung ist wie folgt: 1. Wahl eines ausscheidenden Vorstandsmitgliedes sowie Umwahl resp. Neuwahl des Aufsichtsrats; 2. Festsetzung der vom Kassierer zu leistenden Kaution. * 4 Gohfeld, 26. Juli. Feuerwehrfest. Morgen, Sonntag, feiert unsere freiwillige Feuerwehr ihr diesjähriges Stiftungsfest in den dazu aufgebauten Zelten, dem Herrn C. Backs, Friedensthal, gegenüber. Westfalen und Nachbarstaaten. * Bethel, 25. Juli. Betheljahresfest. Das diesjährige Betheljahresfest wird am 3. August vormittags von 10—11½(Festprediger Pastor Husemann=Blasheim) und nachmittags von 3—5(Festprediger Pastor Schreiner=Barmen und Pastor von Bodelschwingh sen.) geseiert werden. * Düsseldorf, 25. Juli. Studentenausflug nach Düsseldorf. 200 Studierende der technischen Hochschule in Berlin haben sich mittelst Extrazuges zur Besichtigung der Ausstellung nach Düsseldorf begeben. Mit ihnen fahren mehrere Professoren der Anstalt. * Altena, 25. Juli. Oberst Schiel, der bekannte Burenkommandant, wird in der nächsten Woche zu einem längeren Besuche bei seinen Verwandten hier eintreffen. * Lüneburg, 25. Juli. Ein Warenhaus in Brand. Das Warenhaus von Bernhard Meyer am Markte ist gestern vormittag bis auf den Grund niedergebrannt. Das Feuer entstand um 10 Uhr auf dem Boden, wo es so reichliche Nahrung fand, daß in ganz kurzer Zeit das ganze sehr hohe Dachgeschoß in Flammen stand. Auch der Flügelbau am Hinterhause, in welchem sich ein Restaurant befand, ist mit abgebrannt. Das ganze Warenlager ist bis auf den letzten Rest ausgebrannt, nur aus dem im Hause befindlichen Nähmaschinengeschäft wurden eine Anzahl Maschinen in Sicherheit gebracht. Der eine hohe Giebel des Hauses stürzte auf das Dach des Nachbarhauses(Schneider März) und zertrümmerte es, glücklicherweise oyne daß die dort postierten Feuerwehrleute verletzt wurden. Der Feuerwehr gelang es, die sehr gefährdeten Nachbargebäude zu halten, wozu auch die vollkommene Windstille beitrug. Am Nachmittage konnte jede Gefahr als beseitigt gelten. Ein Mitglied der Feuerwehr erlitt eine Beinverletzung und mußte vom Platze getragen werden. Das Meyersche Warenlager war bei der Norddeutschen Feuerversicherungsgesellschaft in Hamburg mit 100000 Mark versichert. Zum Schiffsunglück auf der Die Kaiserin hat ihrer Teilnahme für das Schiffsunglück auf der Elbe durch telegraphische Erkundigung bei der preußischen Gesandtschaft in Hamburg nach der Zahl ber hilfsbedürftigen Hinterbliebenen und nach der Art der eingeleiteten Hilfsaktion Ausdruck gegeben. Hamburg, 25. Juli. Das heute nachmittag stattgehabte Leichenbegängnis von 21 bei dem Unglück bei Blankenese Umgekommenen verlief in feierlicher Weise unter Beteiligung einer gewaltigen Menschenmenge. Auf dem ganzen Wege, den der Trauerzug bis zum Ohlsdorfer Friedhof passierte, hatte sich die aus ganz Hamburg zusammengeströmte Bevölkerung aufgestellt. Auf jedem Sarge lag ein vom Hilfsausschuß niedergelegter Kranz mit einer Inschrift auf der Schleife. Der Geistliche hielt in der Kapelle eine ergreifende Ansprache und schloß mit Gebet und Segen. Darauf setzte sich der Zug nach dem Friedhofe zu in Bewegung, an dessen Spitze eine Musikkapelle sowie zahlreiche Vereine und Liedertafeln mit ihren Bannern schritten. Diesen folgte ein endloser Trauerzug. Vermischtes. Revision im Sandenprozeß. Der zu sechs Jahren Gefängnis und 15000 Mk. Geldstrafe verurteilte Bankier Eduard Sanden hat durch seine Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Bernstein und Dr. Bollert, das Rechtsmittel der Revision anmelden lassen. Zum Leipziger Bankprozeß. Dr. Gentzsch, der verurteilte zweite Direktor der Leipziger Bank, hat sich dem Urteil des Schwurgerichts unterworfen und auf Einlegung der Revision verzichtet. Die Aushebung eines Spielernestes und die Sistierung von 35 Personen fand gestern abend in der Heiligegeiststraße zu Berlin und zwar im Restaurant Mattner statt. Das Lokal ist der Kriminalpolizei seit langer Zeit als Spielhölle bekannt und bereits wiederholt polizeilich durchsucht worden. Unter den Sistierten befand sich auch ein von der Polizei lange gesuchter Schwindler. Gegen den Wirt und eine größere Zahl der Sistierten ist sofort wegen Duldens oder Betreibens von Glücksspielen ein Verfahren eingeleitet worden. Auf dem Heimweg von der Jagd verunglückt. Vom Eichsfelde, 24. Juli, wird gemeldet: Gestern abend hat sich im Walde Beuren ein schreckliches Unglück ereignet. Der Hauptlehrer und Postagent Dietrich, ein eifriger Jäger, war auf die Jagd gegangen und hatte als Gehülfen einen Briefträger mitgenommen. Als es stark zu regnen anfing, machten sich beide auf den Heimweg. Dietrich übergab seinem Begleiter das Jagdgewehr zum Tragen, hatte aber vergessen, die Waffe zu sichern. Plötzlich krachte ein Schuß und die volle Schrotladung drang dem dicht neben seinem Begleiter gehenden Hauptlehrer Dietrich in den Leib. Die Aerzte erkannten sofort; daß die Verletzungen tötlich waren. Die Ladung war auf der einen Seite in den Leib und auf der anderen Seite wieder herausgedrungen. Heute vormittag 9 Uhr ist denn auch der Verletzte gestorben. Zugentgleisung. Russische Reisende erzählten, daß gestern früh in Granica der Zug, in dem sich die Königin von Griechenland befand, entgleist sei. Der diensthabende Stationsbeamte sei nach Oesterreich geflohen. Die Königin sei unverletzt geblieben. Tropische Hitze. Infolge der in Bukarest herrschenden tropischen Hitze sind viele Fälle von Sonnenstich und Hitzschlag vorgekommen. Cholera. Kairo, 25. Juli. Die Cholera hat sich über ganz Kairo verbreitet. Gestern sind 38 Cholerafälle amtlich festgestellt worden. Die Zunahme ist heute unbedeutend; doch ist die Zahl noch nicht amtlich bekannt. Die Gesamtzahl der Choleraerkrankungen in Mucha und Kairo seit dem 15. Juli beläuft sich auf 307 bei 227 Todesfällen. Zur Zeit sind 63 Fälle in Behandlung. Alle ägyptischen Truppen in Kairo sind nach dem Luger in Abbasye verlegt worden. (Fortsetzung im zweiten Blatt.) Wochenspielplan des Königlichen Kurtheaters zu Oeynhausen Montag, 28. Juli:„Der Raub der Sabinerinnen.“ Schwank in 4 Akten von Franz und Paul von Schönthan. Mittwoch, 30. Juli:„Der Obersteiger". Operette in 3 Akten von Carl Zeller. Donnerstag, 31. Juli:„Alt Heidelberg“, Schauspiel in 5 Akten von Wilhelm Meyer=Förster. Freitag, 1. August:„Des Pastor's Rieke". Komödie in 3 Akten von Erich Schlaikjes. Sonnabend, 2. August: Original=Ueberbrett'l. Anfang der Vorstellungen: 7½ Uhr. der Revaktion. Nach Eilshausen. Dampfer„Fürst Bismarck“ fährt mit 360 Mann Besatzung. und Verkehr. Berlin, 23. Juli. Heu und Stroh. Richtstroh 6,50—7,00 Mk., Heu 4,70—6,80 Ml. Course der Berliner Börse. Mitgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges. Herford, 25. Jul. 1902. Preuss Consols 93, „„ 102,60 Deutsche Reichsanleihe 93.50 102.75 Prov.-Anl. 89,75 99.80 104,70 103,60 0 71 23 Bielef. Stadtanleihe Hamb. HypothekenPfandbriefe 1900 102.50 Rhein. Westf. Bodend.-Pfandbriefe 1905 102.— Pfandbriefe 1900 102,50 Deutsche Bank-Akt. 208.— Disc. Commandit-Akt. 183.50 A. Schaaffhausen'scher Bv. 119.—. Gelsenkirchener Bergw.Aktien 165,90 Hibernia Bergw.-Aktien 166,70 Harpener dto. 164,50 Harb.-Wien, Gummi-Akt, 311.50 Phönix Bergw.-Aktien 124.25. Bankdiscont 3% Tendenz: schwach, Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 26. Juli. Höchste Temperatur des Voriages Niedr. Temperatur in der Nacht: 7,30 Temperatur um 7 Uhr vorm.: 15,1“. 11„„: 22,80 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 753,8 Tägliche Niederschlagshöhe:— mm Wetter. 27. Juli. Bei schwachen südwestlichen Winden vorherrschend bewölkt und warm; Gewitter wahrscheinlich. Telegramme und Telephonische Meldungen. Zum Schiffsunglück auf der Unterelbe. Berlin, 20. Juli. Die Besichtigung des Wracks ergabdaß das Schiff an Steuerbordmitschiffs am Radkasten von vorn im spitzen Winkel von etwa 36° gekroffen und bis zur hinteren Kajüte an der Längsseite von oben bis unten aufgeschnitten worden ist, ein Beweis, wie stark der Zusammenstoß erfolgte. Der Kollisionsschnitt hat den Boden des Schiffes 1,55 m von der Kielplatte entfernt. Der Befund gilt als ein wichtiges Beweismittel zur Lösung der Schuldfrage. Bis jetzt sind 77 Tote aufgefischt. Gestern wurden noch 8 Männer, 6 Frauen, 4 Knaben und 4 Mädchen aufgefunden. Wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Berlin, 26. Juli. Das Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung wird, wie aus Leipzig gemeldet wird, seitens der Staatsanwaltschaft gegen den,#ner Zeit verhafteten Chefredakteur des„Leipziger General=Anz.“, Pleißner, jetzt eröffnet. Auf ein deutsches Schiff geschossen. Berlin, 26. Juli. Nach einer Depesche aus Queenstown wird berichtet: Als das deutsche Schiff„Thekla“, das nach Hamburg unterwegs ist, auf der Rhede von Queenstown in kurzer Entfernung einer Insel, auf der sich ein engliches Militärlager befindet, Anker geworfen, wurde eine große Anzahl von Schüssen abgegeben, so daß die Besatzung von Deck in die .Dhtr ung die Schisr. Der Kapitän ließz sofort die Anker lichten und die Schüsse genau feststellen. Er wird der deutZur Lieferung von Wohnungen (Wer eine Wohnung zu vermieten hat oder mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten EIITELP— Eisenguss, ron und fertig bearbeitet, zu Bauzwecken, für Ziegeleien, ferner Maschinenteile aller Art nach vorhandenen und eingesandten Modellen oder Zeichnungen, Teile zu landwirtschaftlichen Maschinen, sowie auch kom gursersz-Fcäun, zu-Gicht- Gers plette Maschinen(Göpel, Häckselmaschinen 2c.] Spezialitgt: Herforder Zeitung für Stadt u. kand.) Formmaschinenguss für Massenartikel, Lohn- Eine hüßsche Wohnung Schleiferei und Vernickelungs-Anstalt 7 0 empfiehlt sich 2270 Friedrich Seehorst, Bünder Eisenwerk, Bünde i. Westfalen. von 3 Räumen nebst allem ZuDr. mod. Gresskopff’e „ Das ganze Jahr peötinet. Sanatorium Klushügel Ehxekzlischnt bei Osnabrück. Curanstalt behör und etwas Gartenland, Minuten vom Rennthor, steht; 1. Oktober zu vermieten. Nachzufragen in der Exp. d. 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Als Uebungen für den Fünfkampf sind bestimmt: 1. Laufen(200 m in gerader Linie) am Fuße des Berges; 2. Weithochspringen; 3. 50 Pfd.=Stemmen; 4. Dreisprung(in beiden Formen gestattet) und 5. Dauerhangeln(14 m). wertet wird nach der deutschen Wettturnordnung. Sie derjenige, welcher mindestens 25 Punkte bei 50 erreic erzielt. 9—0 Turnerisches. Wie wir erfahren, he beim Gauturnfest in Halle i. W. und zwar in der 2. Abt auch der Turner Gustav Hülbrock vom Turnerklub Bi einen Preis erturnt; er erreichte 80 Punkte. ∆ Eine Erinnerung an die letzte Militä wurde jetzt den hiesigen Mannschaften, welche beim R regiment Nr. 55 in der Senne eingezogen waren. Leuten wurde nämlich eine briefliche Zusendung mit 15 in Marken und zwar als Vergütung für die Morgenko 2. Juli. = Abänderungen in der Bewaffnung Truppenteilen. Beim 1., 2., 6., 7., 9., 11., 14 18. Armeekorps, bei der 32. und 77. Infanteriebrigad bei den Unteroffizierschulen werden in diesem Herbst Fünftel sämtlicher Gewehre, die im Friedensgebrauch durch ein Fünftel aus den lagernden Beständen der K formation aufgefrischt. An Stelle der Karabiner Mode werden jetzt die Karabiner Modell 98 ausgegeben, desg an Stelle des Faschinenmessers Modell 71 der Pir Eisenbahn= und Telegraphentruppen und der Fußartilleri Seitengewehr 98/02. Die Beschaffung der Karabiner: die Fußartillerie geschieht nach Maßgabe der verfüg Mittel und nach Durchführung der Umbewaffnung der fanterie. Die technischen Truppen erhalten das neue S gewehr gleichzeitig mit dem neuen Gewehr 98. *A Trunkenheit, Trunksucht und ihre Fr (1. Januar bis 1. Juli 1902). Armenpflege: Au Protokollen der städt. Armen=Kommission: 1. Die Familie des dem Trunke ergebenen Handarb K. mußte im Wege der öffentlichen Armen=Pflege unte werden. 2. Die Frau und ein Kind des dem Trunke und weise dem Müßiggange ergebenen Handarbeiters K. m wegen mangelhafter Ernährung im Krankenhause ver werden. 3. Einem Kinde des wegen Trunkes entmündigten Ma Sch. mußte Waisenhauspflege gewährt werden. 4. Die Frau resp. Familie des dem Trunke erge Schuhmachers K. mußte aus öffentlichen Armenmitteln stützt werden. 5. Die Familie des Agenten, frühern Bäckers für Rechnung der öffentlichen Armenpflege in der A untergebracht war, mußte ebenfalls aus öffentlichen### mitteln unterstützt werden. 6. Die Familie des Maurers H., der dem Trunke teilweise dem Müßiggange ergeben ist, mußte die öffer Armenpflege in Anspruch nehmen und zwar ist gewähr Frau infolge mangelhafter Ernährung mit einem (Säugling) Krankenhaus=, 2 Kindern Waisenhauspflege. 7. Einem Kinde des dem Trunke und teilweise Müßiggange ergebenen Handarbeiters Sch. mußte Kranken pflege gewährt werden. 8. Die Frau des dem Trunke und teilweise dem M gange ergebenen Handarbeiters W. mußte Pflege im Fr asyl gewährt werden. 9. Der Frau und einem Kinde des dem Trunke erge Handarbeiters(früher Cigarrenarbeiters) H. mußten Kre hauspflege gewährt werden. Strafrechtspflege und Polizei: Aus Listen der Königl. Amtsanwaltschaft und der Polizei waltung: Wegen strafbarer Handlungen, nachweislich im oder infolge der Trunksucht begangen, wurden vom hi Schöffengericht bestraft und zwar mit Freiheitstrafen b 2 Monaten im Einzelfall und zu Geldstrafen(in einem auch zur Ueberweisung an die Landespolizeibehörde) w Hausfriedensbruchs, teilweise in Verbindung mit andern Vergehen... ar Beamtenbeleidigung im öffentl. Interesse verfolgt Widerstands gegen die Staatsgewalt Sachbeschädigung Diebstahls Betruges: Mißhandlung, in einigen Fällen gefährlicher Bedrohung Bettelei ruhestörenden Lärms, Unfugs usw. Ver 1 1 11 2 1 7 33 Per Außerdem wurden 84 Fälle notiert, in denen Trunk Kollisionen mit der Polizei herbeiführte, von denen ein gTeil zu polizeilichen Verhaftungen(oft zur Nachtzeit) führte. Bei vielen dieser Fälle war die spätere Folge: Erhebung von Anklagen durch die Königl. Staatsanwaltschaft und Verhängung zum Teil empfindlicher Strafen durch die Strafkammer(welche oben nicht berücksichtigt). So dauern die Schäden durch den unmäßigen Alkoholgenuß ununterbrochen fort.— Unglück, Elend und Sorgen sind die Folgen, worunter leider so oft Familien und vor allem Kinder in höchst bedauerlicher Weise zu leiden haben. Wann hört die Unvernunft der Familien=Väter und Versorger auf? In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. 1,00 Mk., Eier Pfd. 50 junge Wurzeln Bd. 15 Pfg., Porree Bd. 5 Pfg., neue Kartosseln 7 Pfg. p. Pfd., Zwiebeln Pfd. 20 Pfg., Blumenkohl 35—45 Pfg, Schnittsalat Portion 10 Pfg., Kopfsalat 3 Stück 10 Pfg., Radieschen Bund 10 Pfg., Streifrüben 5 Bund 10 Pfg., Gurken Stück 30 Pfg., Kirschen Pfd. 30 Pfg., Stachelbeeren Pfd. 30 Pfg., Erbsen 10—12 Pfg., Großebohnen Pfd. 8 Pfg., Wirsing Pfd. 20 Pfg., Bickbeeren Pfd. 20 Pfg., Johannisbeeren Pfd. 20 Pfg., Birnen Pfd. 40 Pfg. e Enger, 24. Juli. Ueberfallen wurde der Cigarrenarbeiter Frd. Peppmöller aus Belke, als sich der mit noch einem seiner Mitarbeiter gestern gegen 12½ Uhr nachts nach Hause begeben wollte an der Ziegelei von Bohrenkämper und zwar von den Maurern Kartelmeyer und Kiehl, fernen non dem Bahnarheiter Panst(gent Reink=) sämtlich noch 8 gefund Wilhelm Bernstein und Dr. Bollert, das Rechtsmittel der Revision anmelden lassen. Zum Leipziger Bankprozeß. Dr. Gentzsch, der verurteilte zweite Direktor der Leipziger Bank, hat sich dem Urteil des Schwurgerichts unterworfen und auf Einlegung der Revision verzichtet. Die Aushebung eines Spielernestes und die Sistierung von 35 Personen fand gestern abend in der Heiligegeiststraße zu Berlin und zwar im Restaurant Mattner statt. Das Lokal ist der Kriminalpolizei seit langer Zeit als Spielhölle bekannt und bereits wiederholt polizeilich durchsucht worden. Unter den Sistierten befand sich auch ein von der Polizei lange gesuchter Schwindler. Gegen den Wirt und eine größere Zahl der Sistierten ist sofort wegen Duldens oder Betreibens von Glücksspielen ein Verfahren eingeleitet worden. * beleidig Staats redakte wird Hambu kurzer tärlage von Ee Kajüte lichten hen s 2 ltere rztes sich u di Größtes Lager in fertig genähten Inlets!! Reichhaltiges Lager in garantiert federdichtem, echtfarbigem Füllung der bei persönlichem Best in wenigen Minu Bettbarchent, Bettsatin, Daunenköper 8 Erf cher: Nour ohait etc. zwei Platt sowie in bunt karrierten Bettbezug-Stoffen. Fertig genähte Bettstücke. 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Neue Bahnhofstraße Nr. 20, in unmittelbarer Nähe des Haupt=Bahnhofes. Ue Der Besuch unseres grossen Lagers ist erwünscht!! Kein Kaufzwana!:— niedergelegter Kranz mit einer Inschrift auf der Schleife. Der Geistliche hielt in der Kapelle eine ergreifende Ansprache und schloß mit Gebet und Segen. Darauf setzte sich der Zug nach dem Friedhofe zu in Bewegung, an dessen Spitze eine Musikkapelle sowie zahlreiche Vereine und Liedertafeln mit ihren Bannern schritten. Diesen folgte ein endloser Trauerzug. Awoll, und Warm“. Peiter Vermischtes. Revision im Sandenprozeß. Der zu sechs Jahren Gefängnis und 15000 Mk. Geldstrafe verurteilte Bankier Eduard Sanden hat durch seine Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Zum Schiffsungluck auf der Unterelbe. Berlin, 26. Juli. Die Besichtigung des Wracks ergabdaß das Schiff an Steuerbordmitschiffs am Radkasten von vorn im spitzen Winkel von etwa 36° getroffen und bis zur hinteren Kajüte an der Längsseite von oben bis unten aufgeschnitten worden ist, ein Beweis, wie stark der Zusammenstoß erfolgte. Der Kollisionsschnitt hat den Boden des Schiffes 1,55 m von der Kielplatte entfernt. Der Befund gilt als ein wichtiges Beweismittel zur Lösung der Schuldfrage. Bis jetzt sind 77 Tote aufgefischt. Gestern wurden noch 8 Männer, 6 Frauen, 4 Knaben und 4 Mädchen aufgefunden. Wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Berlin, 26. Juli. Das Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung wird, wie aus Leipzig gemeldet wird, seitens der Staatsanwaltschaft gegen den seiner Zeit verhafteten Cherredakteur des„Leipziger General=Anz.“, Pleißner, jetzt eröffnet. Auf ein deutsches Schiff geschossen. Berlin, 26. Juli. Nach einer Depesche aus Queenstown wird berichtet: Als das deutsche Schiff„Thekla“, das nach Hamburg unterwegs ist, auf der Rhede von Queenstown in kurzer Entfernung einer Insel, auf der sich ein engliches Militärlager befindet, Anker geworfen, wurde eine große Anzahl von Schüssen abgegeben, so daß die Besatzung von Deck in die Kajüten flüchten mußte. Der Kapitän ließ sofort die Anker lichten und die Schüsse genau feststellen. Er wird der deutschen Regierung über den Vorfall Bericht erstatten. Seit 6 Jahren eingesperrt Pladrid, 26. Juli. Die Behörden entdeckten hier eine deire Lame, die sent sechs Jahren in einem dunkeln Raume oesperrt war. Sie ist die Tochter eines verstorbenen das seinem Kinde zugefallene große Vermögen r sich verbraucht hatte. u die besten Zuthaten für mein Kleid sind die billigsten: wünsche nur Minus Oriamal-Fabrikate, welche den Namen .### Erfinders VORWERK oder die bekannte chermarke tragen: Jourschutzborde I. phair-Borde„Primissima“ Cte. 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Heitlindemann im Alter von 63 Jahren, nach kurzen aber schweren Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der Hinterbliebenen H. Heidbreder nebst Kinder. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 29. Juli, nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Gänsemarkt 1 aus statt. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, gestern Morgen 5½ Uhr unsern lieben Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffen, den Uhrmachergehülfen Philipp Bondroit im Alter von 20 Jahren, nach langen schweren mit Geduld ertragenen Leiden, wohl vorbereitet mit den heil. Sterbesakramenten zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. 528g Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag. 28. Juli, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause Clarenstrasse 12 aus statt. Zur gefl. Beachtung! LEE Würze 801 nicht mitgekocht werden, sondern ist erst beim Anrichten zuzufügen. In Originalfläschchen von 35 Pfg. an, nachgefüllt für 25 Pfg., jedermann bestens empfohlen von C. König, Handlung in Löhne Besonderer Beachtung empfohlen wird die der heutigen Nummer beiliegende Preisliste über Bettfedern, Daunen, Bettstoffe und 5133 fertige Betten von Pecher u. Co. in Herford. Neue Bahnhofstraße Nr. 20, gegenüber dem Hauptbahnhofe. # Einem geehrten Publikum von Herford und Unge.— gend mache ich hierdurch die ergebene Mittellung, daß mir seitens des wohllöblichen Magistrats der Stadt Herford die Lonzesston zum Betriehe des 5110 A für Herford erteilt ist. Die Inbetriebsetzung des Unternehmens erfolgt am 1. August cr. V Indem ich verspreche, die mir seitens des verehrlichen ∆ Publ kums erteilten Aufträge prompt und gewissenhaft zur 4 Ausführung zu bringen, bitte ich, mein Unternehmen# V gütigst unterstützen zu wollen. A Hochachtungsvoll ∆ Aug. Horstmann, Bielefeld. Gottesdienste der Baptisten-Gemeinde Herford Am Gange Nr. 3. Vorm. 10 Uhr: Predigt. Prediger: Riemenschneider. Vorm. 11½ Uhr Sonntagsschule. Nachmittags 3 Uhr: Predigt: Prediger: Koch. Mittwoch abends 8½ Uhr: Gebelstunde. Sonntag, den 27. d. M.Große Tanzbelustigung wozu ergebenst einladet. 540g W. Büscher, Lindenhof. KAAA Zur Saat empfehle: Ia. Saatwicken, „ Incarnatklee, „ Senfsamen, „ Buchweizen. Wilhelm Biermann Neuer Markt. 4950 Feinste Matjes= und Vollheringe eingetroffen. 501g Frau Gehrenberg. Kragen, 6 Ctm. hoch Stück 45 Pfg., ½ Dtz. 2.50 Mk. Rein Leinen garant. 4fach. Hermann Braemer Gehrenberg 2.(70g KNN Christl. vaterl. Männerverein. Die Beerdigung unseres verstorbenen Mitgliedes und Mitbegründers unseres Vereins des Herrn Christ. Gronemeyer findet am Sonntag, den 27. d. M., nachmittags 3½ Uhr stott. Die Mitglieder des Vereins werden gebeten, sich um 3¼ Uhr im Vereinshause zu versammeln. 5290 Der Vorstand. Fahnen. Reinecke, Haunover. 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Dann könnte 19 gerden. aich einiger Zeit für„geheilt" erklärt und entlassen v., die ch bin seit fünfzehn Jahren Pflegerin und wei####ren die erzte zu behandeln sind. So sagte ich, wie alle Fin nicht on Irrenärzten geprüft werden, zunächst:„39 2 Tagen errückt.“ Als ich sagte, daß ich vier Leute„Jane etötet und dreimal Feuer angelegt hätte, sagten se: soppan, Sie müssen verrückt sein, da Sie so verrückt. aben.“ Aber ich bestand darauf, ich wäre nich vollte. sann erklärten sie mich für verrückt, was ich 6 sch bin zu gerieben für sie alle...“.. Samilie DavisSie erzählt nun von dem Tode der I:: Cambridge Dazu muß ich ein Jahr zurückgehen, als 10““—ich Mrs. sohnte. Im Juni des vorigen Jahres belst wollte sie aus llden P. Davis. Ich schuldete ihr Geld u.„#ie Cambridge em Wege schaffen. Sie war sehr erschöpft, I. und vonrreichte, und erzählte, daß sie unterwegs B##cu#cht werden lächtig geworden war und in den 5U9—2. gah. daß dies rußte, sich aber schon etwas erholt hätte. 9“2 1#8 ob sie an ut für mich wäre, da es so aussehen wurde:. Haus in derinem Herzleiden sterbe. Ich brachte ie geohner waren für en Straße, in der ich wohnte. Die Deih mit ihr. NachBEP 3aR 1AT en Straße, in der ich wohnte. Die mnit ihr. NachSommer fortgegangen und ich war grwasser mit Morich Mrs. Davis Frühstück und V####t##unggs wurde sie im gegeben hatte, gingen wir fort. nach Hause und ohnmächtig. Ich brachte sie Müy“ osig. Sie war in Bett, und gab ihr eine zweite kleine zin Sterben, und iklichkeit zuckerkrank und lag zehn Tage##mit es schnell brauchte ihr nur genug Gift 3u., Popf“ gapitän Davis und te wirkte. Auf mein Telearamrz,gseniger gall das Uebel Familie, und ich sagte ihnen,## Larß sie infolge der lung des Morphtuns aud witeretranzs tzeifnahm erzähl nun pvan, die auchandemLeichenbegang. Tochter Mes. Gordon ter, daß sie mit Kaptän Davids, seiner Tochrer zr ung geuer e, Iwving eidbfzscheite, die sie von ihr haten mit e domit die bon, gu. Zahihn erstickte die Flammen Hase verdramten. Der bopy., zu vermgeihen. Dann und fe balf iHm, um berzinter ge dn uber ihr kanies hloß sie, Mrs. Gordon zu töten.„.5, Genevieve, und oritute. Site salbst hebte vos Pegze, Perer, Lan. k. ste, wenn Mrs. Gordon aus dem Wove., Hazu bringen, im Kinde eine Mutter sein und Harry Gardon vazu sie zu lieben. Sie gab deshalb Mrs. Gordon eines Abends Mineralwasser wit Morphium und that sehr besorgt um sie, als ihre Kräfte sanken. Mrs. Gordon starb am 29. Juli und Jane Toppan war wieder bei der Beerdigung. Nunmehr dachkte sie daran, den Kapitän aus dem Wege zu schaffen. Zuerst hatte sie geglaubt, er würde sie nach dem Tode seiner Frau heiraten. Dann fand sie heraus, daß er sie im Testain bedacht hatte. Er ging eines Tages nach Boston und an sehr erschösft zurich, der es sche heiß war Site, der. giftete ihn, er starb am nächsten Tage und wurde neben seiner Tachter bearaben. Es blieb ihr noch das letzte überlebende Mitglied der Familie Davids, Mrs. Gibbs, deren Veraiftung schließlich zu ihrer Verhaftung führte. Minnie Gibs war ihre beste Freundin, aber Jane Toppan wolle ihren Gatten heiraten. Minnie war zwar eifersüchtig, hielt viel von ihr. Sie wurde von ihr vergiftet, als sie alle zusammen einen Ausflug machten; als sie unwohl zurückehre, widersetzte sich Jane Toppan dem Vorschlage, daß ein Arzt gechaolt werden solle und übernahn selbs de Bülcge, 18. be bäilig zu vergisten. Der Arzt sagte, esz wäre ein, Herzleden. Nach ihrem Tode ging ich nicht an sie heran. Ich wusch sie soar nicht; denn ich habe einen Widervilen gegen Aber ich fürchte keine rächenden Geister. Ich sah niemals e ea Aisch ter Aue euscheche chee wurde sie einfsach entlassen, und sie„pfleote“ runz,)#er ehen sechen 2od finden“. uis Gist, egarchge ie chnichen de Herzskslisest und Hanteaiafen, lonen Spzgren, ein Arzt oder Chemiker entdecken kann.“ Sie konnte dabei ihre Ooser nicht leiden sehen:. Sie gab seis dasselbe Gist, jedoch immer in verschiedenen Quantitäten und auf verschiedene Art, und sie war so vorsichtig, daß sich lange kein Verdach auf sie lenkte. Sie behauptet, daß die meisten Aerzte genaue Prüfung der Leiche vornehmen, bevor sie den Toten schein ausstellen; in den Fällen, wo sie die Leute vergiftete, sie als Todesursache stets Herzleiden, Diabetes, Entkräftung uswp. angegeben. In einer Famisie Brigham räumte sie dre Frauen aus dem Wege; sie hoffte auch hier, daß Mr. Brigham sie heiraten werde. Er verlobte sich auch mit ihr, aber als die Hochzeit festgesetzt werden sollte, sagte er ihr, er werde eine andere Frau heiraten. Darauf mochte si den Versuch, ihn auch zu vergiften; als er sie aber infolg des Besuches eines Detektives aus dem Hause wies, sah sie, Ois. bos fe der aldben her woesten ion ad lcht. Kasdben, ete S eiher äclse ein Freund mir Vergißmeinnicht ins Gefängnis schickte, wein ich. Die Blumen erinnern mich an meinen ersten Geliebten. Als er sich von mir wandte, änderte sich meine leichtherzig Natur. Ich lachte noch, aber ich hatte hassen gelernt. Ich liebe dabei die Menschen, und pflege sie gern. Ich bin auch keine Morphinistin, ich kenne die schrecklichen Folgen zu g Ich töte die Leute, um sie aus dem Wege zu räumen. Wäre ich verheiratet gewesen, hätte ich wahrscheinlich alle diese Leute nicht getötet, denn ich hätte meinen Mann, meine Kinder und mein Heim gehabt. Ich habe alle aufregenden Romane geSecshe cde ie dhsr segte set, Sch alch an ub slce. den Spiegel, dann wirst Du wissen, wer Du bisxz.#ct un in Pertoshgu), en. Bhshans wer a. butz ichz Rauch und Hlanzen,— Dem IF gung fürzen allehimmel b. e. gch aer, Besäih uihen ust nische ar 5 Liche solte, ihm br. 1.—.— Doch Ueberstürzung, thut dabei gleich ins Wasser kürhen ach, hat er erst ruhig Blut nicht gut, 9.1, undern in die Arme,— gesetzt der bos e. 9).—. iuin rcharmel u—.— Es sürzt so Planche. Fall, daß die sich sen; aäruit der Kours, das ist verhängnisdos bersechen boy, Bamn enpfndets um so Hhlinger buev.„n leicht in Trümmer.— Ach, abwärts denn seine Woerte I.usem Schrit— der Eine„stürzt, er geht es stets mit shyt und nun beginnt die Ebene, di reißt den Andern inn.—.—, Teißt viele in die Tiefe! schiese,— ein Zöhnguch gutes altes Haus,— trotz aller E5 stürzte, schon wong sich, aus— es flrzen Banken „Stätzen“ blieb der Stu pas se gewonnen, ging auch und auch Direktoren,(.ür leicht, wer auf der Höhe steht verloren:— es Kröfhre Pfade geht— wenn er nich wvenn er vicht vmzgn, her Andern— dann muß er selbst un sicher stellt das Gut ber. E stürzt so vieles in Wuak Scer. eh-ut. erich den Knaie Bete ie Seien Stomn.— be. uun Sanlischunr.— Nur. turm— uumnutet, vog hitund Trümmer!— Das od e oesthngz,„e gagt der Zahn der veonr.— an stürzt!—— Es nagt#### bleibt nur zum Bau,— von seiner Heritzg wener.— das istbes Schönen ein Häuschen Staub— nichts wrnu., Exenst Heiter Erdenlos! Fehler.“ Zeitgemäße Betrachtungen. sb Rachand uhaen) Mancherlei Sturz! Dos Ay, uunterzung geweißt sich die Zeit,— das Schönste wird dem Untergang — und durch der Elemente Macht und Storrg, Gähe gtreß, das Schönste unsrer Erdenwerke.— Zu korggggig zus das Schönste unsrer Erdenwerke.— Zu uv:o“r.r.si giud das Menschenkind— trotzdem bie, Böher. j60 br: und iz die — wer höher stigt.„Kann desto bieser,zoze. Sunzl Wie Deseinsteude sich verihegen Zu.ch dem, der Pöhzlich seinen Hal verlor,— eia jsäßer Stuz vernichtet all sein Strven,— purlos berschwourzhei hestägeund“ istat worm er diesen an einen Lieler„Velctistgzeigt. L. ist, wie sich jetzt herauseide Andut, Iu. Apehe gischen, Bankerats enfioher.„De gestelt hat, wegen beitrügertsg, Mechselschuld beträgt allein ochoad uoh boschun:. De uunmn Sihnagr Wahheeck. 0000o vvr,„gögptehenfalge nach Unterschlagung von 120000 Mi. veg Har'ssammen st der Det Sid Bond dr. ae. Aachis 1ts1 Uühr etlote 86h. bei Witenberge geworden.„it glich das blühende Dorf einem Feuerlärm, und iu burgder en Einpohner konnten nur ihe einzigen Blammenwee,. Aex der Häuser boten dem gierigen eben veten. Di. Oirtezyrog Während der Ueberschet an Slement reichliche Rodrung,.., der Schnakenburger Feuer der Eilbe erit der Opergertzsangrfalf den Tod. Der Aublick wehr Bhoeter durch, iagl bop, zu t., Ahare Eregung versetz des Flamnenmers sol. io. Lu, außer enigen wenigen auboben. Von Lonzen Oog Schutgaus und das Armenhaus deren Gebhuden vur Die Lastegung unter den Vepohnern, verschent geblieben, Dve, an den Betelstab gebracht wurden, ee eshed be esche Stondesbeanten eine ben Z., Bbliagenheit es ik, Hynens Geischat, Der Wony, Miggutigung aufadricken, st zuPosentesen de omdtign Heier=Zeise, uusiche Ant wuche gleich, Fleischbeschapeg, A„ Würde insofern. 3wu. T.a. n.4 henz ie Rbsrech uer Au. u. Aenchen uer Karichen 18. als der Veante, bei der Aoven gag stergupe scden Steurst. ewiche, pichierfeie, junge chinenfrei: enthielt. Dos vtrichu, 15 Winuten später mit wurde infolge dieses Versechens uder lalseg, einer richtig abgestempelten Urrunoe Eunmuger. Nst u u. u. g Standesantsnachrichten für den Kreis Herford. hurten: Ein Sohn dem Ackersmann Heinrich WortFallendiek, Kolon Hermann Breder=Diebrock, Vierfahrer Eleahor Hünerhof=Schweicheln, Rangierer Wihelm BlackeSundern, Kolon August Siorl=Schwarzennor, Kolon Gotlicb Eir Tichter dem Maurer August Fuuke=Elverdissen, Eheschließungen: Schlosser Heinrich Böske=Sundern mit Luise Budde geb. Möller=Hüffen. Sterbefälle: Ehefrau Henriette Hilgenböker geb. Buchholz Schwarzenmoor 44 J. 5 M. 16 T., Kolon Caspar Steffen=Eickum 80 J. 3 M. 10 T. alt. 1 Roman von Dora Duucker. (4. Fortsetzung.)—(Nachdruck verboten.) War er selbst doch ganz zufällig Zeuge mehrerer großer Bestellungen gewesen, bei denen sich's gerade um Weißholz' letzte bahnbrechende Erfindung gehandelt hatte. War es nicht am Ende das Beste, er gab dem erbitterten, tiefgekränkten Manne sogleich diese Genugthuung? Nein, heute war es besser, ihn nicht noch mehr zu ärgern. Aber morgen, morgen wollte er ihm aus den Büchern beweisen, daß der Nichterfolg seines Schaffens eine schamlose Lüge sei. Nachdem Weißholz ein wenig ruhiger geworden, bat Hellweg den Gelehrten, ihm zu sagen, aus welchem Grunde Zeuner eigentlich beühm gewesen sei.—„Denn daß es sich nur so im Allgemeinen um den Rückgang des Geschäftes oder gar einzig um meine Weigerung, die einseitige, unrechtmäßige Kündigung anzunehmen, gehandelt haben sollte, scheint mir nicht recht glaublich.“ „Das war es nicht, Sie haben Recht“.— Weißholz' Stimme bebte. Ein heftiger Frostschauer durchschüttelte ihn. „Kommen Sie, Hellweg, wir vollen uns an den Kamin setzen, mich friert plötzlich recht erbärmlich.“ Georg rückte ein paar Stühle am Kamin zurecht, in welchem Weißholz während der kalten Jahreszeit das Feuer Tag und Nacht nicht ausgehen ließ, und legte ein paar Kohlen nach. „Ich danke Ihnen— so wird's gehen.— Und nun des Pudels Kern— hören Sie nur recht genau zu, Hellweg, Sie werden da etwas erleben— des Pudels Kern war Zeuners in förmlich beschwörender Form hervorgebrachter Antrag, ich möge mich rasch entschließen, von dem Gesellschaftsvertrag zurückzutreten.“ „Ab—“ „Bevor das Unternehmen vollständig zusammenbräche—“ Hellweg rannte, seine Aufregung kaum noch meisternd, im Zimmer auf und nieder. „Da also soll es hinaus?“ murmelte er vor sichhin. Und dann zu Weißholz sich zurückwendend:„Und er, wie denkt er sich die Folgen eines Zusammenbruches für seine Person, wenn er die Ihre so sorglich davor schützen will?“ „Es muß ihm nicht allzu schlecht gehen.“ „Schon möglich,“ murmelte Hellweg heftig zwischen den Zähnen. „Er meinte, er sei durch Privatvermögen gedeckt.“ „Durch die Erfolge schamloser Betrügereien— vermuthlich.“ „Im Uebrigen— ich muß das zu seiner Entschuldigung anführen für die etwas überstürzte Art, sich von mir zu trennen — bot er mir für die ausfallenden Tantiemen und damit ich durch vier Jahre nicht beinahe umsonst gearbeitet, eine ansehnliche Summe.— Ich habe sie natürlich ausgeschlagen— denn wenn ich das Geschäft mit meinen Erfindungen schon zurückgebracht — ja vielleicht ruinirt habe, kann ich doch unmöglich noch Entschädigungsgelder annehmen— aber immerhin— es war von Zeuner jedenfalls gut gemeint.— Sind Sie nicht auch der Ansicht, lieber Freund?“ Hellweg, der noch immer mit langen, aufgeregten Schritten immer hin und her raunte, hatte während der letzten Minuten gar nicht mehr auf den Doktor gehört. Es war ihm, nach dem, was er von Weißholz erfahren hatte, unabweislich klar geworden, daß alle Manipulationen des geriebenen Mannes darauf hinausliefen, für irgend ein im Dunkel gehaltenes Geschäft, mit dem enorm zu verdienen sein mußte, freie Hand zu bekommen, um die Vortheile allein und ungeschmälert in seine Tasche fließen zu lassen.“ „Hat er Ihnen die Bücher vorgelegt?“ stieß er aufgeregt hervor.„Er muß Ihnen doch irgend einen greifbaren Beweis erbringen, daß das Geschäft wirklich derart im Rückgang begriffen ist, wie er behauptet—“ „Nein, er hatte die Bücher nicht— überhaupt nichts Schriftliches—“ „Natürlich— das war vorauszusehen—“ „Seien Sie doch nicht ungerecht, Hellweg. Morgen früh wird er ja mit den Büchern kommen, bis dahin habe ich mir meine Entscheidung noch vorbehalten. Es wird eine böse Nacht werden—“ fügte er mit einem kaum unterdrückten Seufzer hinzu. Ein paar Augenblicke saßen sie, jeder in seine düsteren Gedanken verloren, sich stumm gegenüber. „Wenn es Ihnen recht ist," begann Hellweg wieder,„bleibe ich die Nacht hier und wohne auch, sofern es ihr Wunsch sein sollte, morgen früh der Unterredung mit Herrn Zeuner bei—“ „Das, das wollen Sie—— trotz der eigenen mißlichen Lage, in die wir Sie gebracht haben? O, Sie——“ Er konnte vor Bewegung nicht weiter sprechen. Auch Hellweg nickte nur stumm mit dem Kopfe. Die Dankbarkeit und Hilflosigkeit des Doktors rührte ihn lief. Nach einer kleinen Weile erst sagte der Ingenieur:„Das Beste wird sein, Sie gestatten mir, statt Ihrer die Bücher nachzusehen.“ Weißholz nickte befriedigt. „Doch müßte ich Sie dazu um eine Vollmacht bitten— auf alle Fälle— man kann nicht wissen, wie die Dinge sich abspielen, ob ich einer solchen nicht bedürfen werde—“ Dem Doktor wurde es beklommen zu Sinn. „Was soll Zeuner von alle dem denken?“ fragte er fast schüchtern. „Was er will,“ gab der Andere heftig zurück, und hatte ihm schon Feder und Papier vom Schreibtisch gereicht.„Schreiben Sie! Es hilft nichts, Sie werden später einsehen, daß es sein mußte.“ Mit zitternder Hand schrieb Weißholz, was Hellweg ihm vorsprach. „So, mein treuer, verehrter Freund, wenn Sie nun nicht wollen, haben Sie nicht mehr das geringste mit dieser widrigen Angelegenheit zu thun.“ „Aber ich muß mich doch entschließen, ob ich bleiben oder ausscheiden will“. „Das wird keiner besonderen Entschließung bedürfen.“ Hellweg warf einen langen, mitleidigen Blick auf das große, betrogene Kind. Dann sagte er, in einen leichteren Ton verfallend:„Und nun, Verehrtester, ist's höchste Zeit für Sie, Ihr Lager aufzusuchen. Ich werde Frau Becker bitten, mich hier auf Ihren Divan eines herzurichten— wir werden beide vortrefflich schlafen— onn— was ist denn das—?“ Weißholz hatte sich erhoben, war aber, vermuthlich von einer plötzlichen Ohnmachtsanwandlung überrascht, wie von einer Axt gefällt, zu Boden gesunken, ehe Hellweg auch nur Zeit gefunden, ihn in seinen Armen aufzufangen. Erschreckt hob Hellweg den Bewußtlosen auf und trug ihn auf den Divan nahe am Fenster. Kein Zweifel, der Krankheitskeim, den die Ueberlast geistiger Arbeit vielleicht schon längst in ihn gelegt, war durch die Aufregungen, Kränkungen und schweren Enttäuschungen des heutigen Tages nur allzurasch entwickelt worden. Schnell rief Hellwig Frau Becker herein und beide brachten den Kranken im Nebenzimmer zu Bett, wo er sogleich in Fieberbelirien verfiel. Da es aussichtslos war, jetzt gleich in dieser abgelegenen Gegend einen Arzt zu finden, so begnügte sich Hellweg für den Augenblick da mit, des Doktors, glühenden Kopf zwei Stunden lang durch kalte Wasserkompressen zu kühlen, wodurch dieser auch ruhiger wurde. Dann schickte der junge Mann Frau Becker zu Bett und blieb allein an Weißholz' Lager sitzen. Der Kranke sprach noch fortwährend, aber was er sprach, schienen jetzt weniger Delirien, als unausgesetzte Ausbrüche seiner gemarterten Seele zu sein. Plötzlich richtete er sich auf und griff nach Hellwegs Hand. „Nein, das müssen Sie hören, ich spreche nicht im Fieber —“ und wirklich schien er plötzlich wieder bei vollem Bewußtsein zu sein.„Sehen Sie, Hellweg, wenn ich jetzt zurücktrete, was fangen dann meine armen Verwandten an? Ach, Sie wissen garnicht, wie viel Elend in unserer Familie ist. Wenn ich auch nicht viel für sie thun konnte— sie mögen mich für einen recht erbärmlichen Knicker gehalten haben— nach meinen wissenschaftlichen Erfolgen mußten sie ja am Ende glauben, ich sei ein reicher Mann— ha. ha!— sie hätten vorsichtiger in der Wahl ihrer Verwandten sein sollen— aber es war doch immerhin Etwas. Gebe ich aber die Stelle hier auf— und findet sich nicht sogleich etwas Aehnliches, müssen sie hungern.“ Hellweg dachte an Zeuners Coupee mit dem kostbaren Rappen, an den Luxus seiner Wohnung— an die Diners und Soupers in den ersten Weinrestaurants der Stadt— und er knirschte mit den Zähnen. Aber er sagte nur: „Davon sprechen wir morgen. Es wird sich schon Rath finden.“ Dann legte er dem Kranken noch eine frische Kompresse auf den Kopf und redete ihm freundlich zu, es nun endlich mit dem Schlafen zu versuchen. Diesmal mit Erfolg, denn eine halbe Stunde später lag Weißholz friedlich athmend da. Hellweg zog die Uhr. Es war drei. Sollte er sich nun, da er Weißholz getrost auf ein paar Stunden verlassen konnte, sofort auf den Weg machen, der ihm in dieser Schreckensnacht unerläßlich geworden schien? Er dachte einen Augenblick scharf nach. Nein. Drei Stunden Ruhe durfte er sich wohl selbst noch gönnen. Der neue Tag würde seine volle Kraft beanspruchen. Wenn er um sechs auf ldas Polizeipräsidium fuhr und dort seine Sache vorbrachte, würde er um neun bequem zurück sein können. Vor zehn wurde Zeuner nicht erwartet. Und er ging und weckte Frau Becker, damit sie statt seiner nun bei dem Schlafenden wachen möge. Er selbst streckte sich auf den Divan in Weißholz Arbeitszimmer aus, nachdem er Frau Becker nachdrücklich eingeschärft hatte, ihn kurz vor sechs Uhr pünktlich zu wecken. 6. Kapitel. Der Sturm tobte noch immer in ungeschwächter Kraft, nachdem Hellweg längst von seinem frühmorgendlichen Gang zurückgekehrt war. Weißholz hatte ihn weder gehen noch kommen hören, so fest hatte er geschlafen, so fest schlief er noch, als Zeuner eine Stunde nach Hellweg die Klingel zog. Georg hatte Frau Becker nach seiner Rückkehr aufs Nachdrücklichste eingeschärft, Herrn Zeuner unter keiner Bedingung weder etwas von der Krankheit des Doktors, noch von seiner eigenen Anwesenheit hier zu verrathen. Hellweg hörte durch den Spalt der Zimmerthür, die sie offen gelassen hatlt, daß die Frau Zeuner wörtlich wiederholte, was er ihr eingeprägt hatte. „Ja wohl. Der Herr Doktor ist zu Haus und erwarten Herrn Zeuner schon.“ Dann stieß sie die Thür weit auf und verschwand in der Küche. Hellweg hatte sich mit dem Rücken gegen das Fenster gestellt, so daß Zeuner ihn nicht gleich erkennen konnte. Als er nun aber ein paar Schritte auf ihn zu kam, wich Zeuner entsetzt zurück und stierte ihn mit ungläubig erschreckten Augen an, als ob er einen Spuk am helllichten Tage sehe. Dann trat er einige Schritte zurück und faßte die Bücher unter seinem Arm fester zusammen. Hellweg verneigte sich kurz vor demnun regungslos wie eine Bildsäule dastehenden Mann. Endlich rang sich die Frage nach Weißholz mühsam von Zeuners Lippen. Hellweg ging gerade auf sein Ziel los.„Der Doktor ist in dieser Nacht schwer erkrankt. Ich stehe hier an seiner Stelle.“ Zeuner ward bei dieser unerwarteten Wendung der Dinge noch fassungsloser denn zuvor. Er stotterte einige unzusammenhängende Worte von Aufschieben und Wiederkommen, machte auch eine neue Wendung der Thür zu, dann aber fiel ihm ein, daß von einem Aufschub ja garnicht die Rede sein könne, da der Kaufkontrakt mit Krüger bis morgen perfekt sein müsse, sollte er nicht vor den Ruin, oder Schlimmeres noch gestellt werden. „Krank—? das wollen wir doch einmal sehen— eine infame Lüge, damit Sie hier den Herrn spielen können, nachdem ich Ihnen gestern schon den Stuhl vor die Thür gesetzt—“ und dabei stürzte Zeuner auf die Thür zu, von derer wußte, daß sie zu Weißholz' Schlafzimmer führe. Aber Hellweg, dem diese Wendung nicht überraschend kam, war schneller als Zeuner. Er stellte sich vor die Thür, sie mit seinem breiten Rücken deckend, und sagte sehr ruhig:„Ich muß Sie bitten, den Schlaf des Kranken nicht zu stören—“ Zeuner knirschte vor Wuth. Es hätte nicht viel gefehlt, er wäre mit Fäusten auf denjenigen losgegangen, der ihm so gelassen den Eingang verwehrte, hätte ihm nicht Hellweg in eben demselben Augenblick ein beschriebenes Blatt vorgehalten. „Daß ich mit allen Rechten ausgerüstet an seiner Stelle stehe, mag Ihnen diese Vollmacht beweisen.“ Nachdem Zeuner gelesen, nickte er stumm. Es war alles in Ordnung. „Es handelt sich“, begann Hellweg nach kurzer Pause, „um Unterzeichnung des Rücktrittsvertrages des Herrn Doktor Weißholz aus seinem Societätsvertrag mit Ihnen—“ Zeuner athmete auf. Vielleicht hatte dieser überlästige Ingenieur Weisung, ohne weiteres statt Weißholz zu unterzeichnen, weil diesem selbst die Sache peinlich war. Dann war die Geschichte mit einem Schlage aus der Welt, und er würde sich schwer hüten, nachträglich die Bücher noch einer Revision unterziehen zu lassen. Jacob Zeuner's Mienen heiterten sich sichtlich auf. Die krampfhafte Spannung der Rechten, mit der er die Bücher umklammert gehalten, ließ nach. „Ja wohl, gewiß— und da Sie nun einmal Vollmacht haben, setzen Sie am besten Weißholz' Namen gleich hierher.“ Er tippte mit dem Zeigefinger auf eine Stelle unter dem Kontrakt, gegenüber seinem eigenen Namen. Dann fügte er, Hellweg mit einem hämischen Blicke messend, hinzu: „Ist dies Geschäft beendet, dann steht ja auch nichts mehr im Wege daß wir unser#estern Vegonnenes zum Austraa bringen — Sie haben sa dann nur noch mit einem Chef zu thun— und ich meine—“ „Ganz wohl“, unterbrach ihn Hellweg kühl.—„Aber soweit sind wir noch nicht. Herr Doktor Weißholz wünscht sich zunächst, in diesem Fall durch mich, von dem Rückgang des Geschäfts zu überzeugen, mit dem sie Ihr dringendes Gesuch, er möge sofort aus dem Gesellschaftsvertrage scheiden, begründen. Darf ich Sie also um die Bücher bitten?“ Hellweg streckte die Hand nach den Büchern ans, die Zeuner vor sich hingelegt hatte. Zeuner sprang auf, Zornesröthe im Gesicht. Das Blut war ihm vor Angst und Wuth bis unter die Stirnhaut getreten. „Die Bücher Ihnen!“ schrie er auf, sie mit den geballten Fäusten beschwerend.„Sind Sie des Teufels? Glauben Sie, ich werde einem Untergebenen meine Bücher zeigen?“ „Sie werden sich erinnern—“ Eine kurze, schwüle Pause— dann legte Zeuner zähneknirschend die Bücher auf das Tischchen neben dem Kamin. Hellweg durchblätterte die Konten nur sehr oberflächlich. Sie waren von Zeuners eigener Hand geführt und wiesen minimale Erträgeauf, deren Genauigkeit Hellweg nach seinen Erfahrungen im Geschäft allerdings stark zu bezweifeln Ursache zu haben glaubte, gegen deren Richtigkeit er aber nicht die leisesten Beweise erbringen konnte. Die Fakten, auf die Georg sich stützen konnte, waren aus geführte Bestellungen und sehr bedeutende Eingänge auf dieselben, welche seiner Schätzung nach zu Ende des vorigen Jahres gebucht sein mußten, denn er erinnerte sich genau der Daten jener besonderen Gelegenheiten, bei denen er zufällig von diesen Geschäftsabschlüssen erfahren hatte. Auch das zweite Buch wurde nur flüchtig durchblättert. Zeuner wurde immer ruhiger, immer kaltblütiger. Es kam wieder Farbe in sein blasses, bräunliches Gesicht. Ja, er rückte sogar auffällig vom Kamin ab. Die Nähe der Flamme schien ihm an Wichtigkeit verloren zu haben. „Ein Scheinmanöver, die Würde zu wahren, weiter nichts,“ dachte er und legte auch die Konten über das dritte Geschäftsjahr vor Hellweg hin. Der Ingenieur sah mit demselben flüchtigen Blick darüber; freilich bemerkte er sofort, daß das Buch nicht mehr von Zeuner's eigener Hand, sondern in scheinbar verstellter Schrift geführt war, eine Thatsache, die unter Umständen nicht ihn, sondern eine ganz andere Instanz zu beschäftigen haben würde. Rascher noch als die andern schob er es bei Seite und griff dann selbst mit kaum noch zu verbergender Spannung nach dem letzten der Bücher. Mit beiden Händen hielt er es fest. Seine Augen schienen die engbeschriebenen Blätter durchbohren zu wollen. (Fortsetzung folgt.) Probe=Abonnement für August und September. Wir bitten unsere geschätzten Leser und Freunde unseres Blattes, nachstehenden Bestellschein weiterin ihren Bekanntenkreisen verbreiten zu wollen. Herr (Genaue Adresse des Bestellers.) Exeme plare Benennung der Zeitung Bezugszeit Betrag N 3 Bestellgeld K „Herforder Zeitung für Stadt u. Land“ nebst„Illustriertem Sonntagsblatt“ als Gratis=Beilage Zwei Odige Quittung. Mk. Pfg. nnd heute richtie bevlblt, 1902. Post=Annahme Recht nur in versiegelten grünen Fackefen a 30 u. SOPFEN Totet sicher alle Insecten sammt Bruf. Millionenfach bewährt gegen Fliegen. Schnecken, Schnacken, Schwaben, Russen, Wanzen usw. Wird von Militärbehörden schon seit Jahren bezogen Alleiniger Fabrikant: Apoth. E. Lahr in Würzburg. In Herfora zu haben in der Neustädter, Altstädter und Adler-Apotheke sowie bei Wilh. Epseloh. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sat###er, für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentir, sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 2, am Gehreuberg.) 8 8 8 2 6 8 Wilhelmshöhe beliebter Ausflugsort, in 20 Minuten vom Bahnhof zu erreichen.— Schöne schattige Anlagen und Veranda. II. Kaffee, Weine, Biere, Liqueurs sowie kalte Speisen. Eigene Konditorei. Süsse und saure Milch. Für die Unterhaltung der Kinder: Karussells, Schaukel, RundlautWilhelm Beiner. Für die Haustraul Willstein's Honig-Essig. 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