Ne 83 Teleph. Anschl. che" 96 83 Teleph. Anschl. I Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Nie 1////7 Abonnementspreis vierteljährlich prännmerande 1,25 Mark, 9= 141 bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Donnerstag, 26. Juni. Inserate werden bis Preis der einspaltigen Be Oeynhausen und Amt — vorm. 11 Uhr erbeten. 000 elle für Stadt und Kreis Herford, 1902 ehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. Ueber die Krankheit des englischen Königs, das offiziöse Bulletin, dem wir ja Glauben schenken müssen, spricht von Perityphlitis, wird von fachmännischer Seite geschrieben: Die Perityphlitis ist eine Eckrankung des Blinddarmes und seiner nächsten Umgebung. Der Blinddarm liegt an der rechten Seite des Unterbauchs, an der Stelle, an welcher der Dünndarm in den Dickdarm einmündet, als eine blindsackförmige Aussackung des Dickdarms nach unten und trägt an seinem äußersten Ende einen wurmförmigen Fortsatz, den sogenannten Appendix, welcher gewöhnlich hohl und durch eine klappenartige Vorrichtung gegen den Blinddarm abgeschlossen ist. In dem Blinddarm bleiben verschluckte Fremdkörper oder Kotmassen leicht liegen und geben durch den ständigen Reiz, welchen sie auf die Wand des Darmes ausüben, zu einer Entzündung dieser Darmwand Veranlassung; oft gehen derartige Kotmassen und Fremdkörper auch durch die zwischen Blinddarm und Wurmfortsatz befindliche Klappe hindurch, gelangen in den Appendix selbst und führen zu seiner Entzündung. Je nachdem nun die Entzündung sich auf die Wand des Blinddarms, dessen nähere Umgebung oder den wurmförmigen Fortsatz erstreckt, spricht man von einer Typhlitis, Perityphlitis oder Appendicitis. Meist tritt die Erkrankung, gleichgiltig, ob es sich um die eine oder die andere Form handelt, in Form eines plötzlichen Anfalles mit bedrohlichen, alarmierenden Erscheinungen auf. Allerdings gehen einem solchen Anfall auch ostmals Vorboten in Form von Störungen der Verdauung und Schmerzen in der Blinddarmgegend voraus, doch giebt es auch Fälle, in welchen derartige Vorboten vollkommen fehlen. Dann erkrankt der betreffende Patient urplötzlich mit Verstopfung, Erbrechen und Fieber und der untersuchende Arzt findet in der Blinddarmgegend die entzündliche Geschwulst. In günstig liegenden Fällen kann ein solcher Anfall von Perityphlitis bei geeigneter Behandlung vorübergehen und es kann bei einem solchen Anfalle sein Bewenden haben; nach erfolgter Heilung bleibt der Patient gesund. In anderen Fällen wiederholen sich die Anfälle nach kürzeren oder längeren Intervallen und gehen jedesmal in gleicher Weise bei entsprechendem Verhalten des Patienten vorüber. Bei jedem Anfalle schwebt jedoch der Patient in Lebensgefahr, da die entzündete Darmwand von dem in ihr befindlichen Fremdkörper durchbohrt werden kann und der durch diese Durchbohrungsöffnung in die Bauchhöhle austretende Darminhalt dann zu einer Bauchfellentzündung Veranlassung giebt. Je nachdem diese Bauchfellentzündung sich auf die Umgebung des Blinddarms beschränkt oder das ganze Baachfell ergreift, gestalten sich die Aussichten für die Erhaltung des Lebens günstiger oder ungünstig. Beschränkt sich die Bauchfellentzündung, so entsteht in der Gegend des Blinddarms und des Wurmfortsatzes ein Eiterherd, welcher beträchtliche Ausdehnung erreichen kann; doch bleibt dieser Eiterherd, falls mit seiner Eröffnung nicht gar zu lange gewartet wird, von dem übrigen Bauchfellraum getrennt. Man spricht in diesem Falle von einer Eiterhöhle um den Blinddarm, von einem perityphilitischen Absceß. Zum Zustandekommen dieses Abseesses ist die oben geschilderte Durchbohrung der Darmwand nicht unbedingt erforderlich. Die Entzündung der Darmwand kann auch ohne eine derartige Perforation auf die Umgebung sich foripflanzen und den perityphilitischen Absceß hervorrufen. Ist es jedoch einmal zu einer derartigen Eiteransammlung gekommen, so tritt das Messer des Chirurgen in sein Recht, und nach dem Grundsatz:„Wo Eiter ist, da muß er entleert werden“, muß so bald als irgend möglich, d. h. so bald, als die Diagnose des Abscesses gestellt ist, verfahren werden. In fast allen Fällen gelingt es, durch eine derartige Operation das Leben des Patienten zu retten, falls eben das übrige Bauchsell noch nicht von der eitrigen Entzündung ergriffen war. Ist letzteres jedoch bereits geschehen, hat sich eine allgemeine, eitrige Bauchfellentzündung entwickelt, so verschlechtern sich die Aussichten ganz außerordentlich. In den meisten Fällen ist mit dem Eintreten der allgemeinen, ertrigen Bauchfellentzündung, falls der Patient nicht sofort operiert wird, das Schicksal des Erkrankten besiegelt, und in kurzer Zeit erfolgt der Tod; kommt der Patient jedoch sofort zur Operation, so gelingt es auch in solchen ungünstigen Fällen noch manchmal, dem Allbezwinger Tod sein ihm schon verfallenes Opfer zu entreißen. Da nun eine derartige Perforation bei jeder Attacke der Blinddarmentzündung droht und da ferner die Operation während des Anfalles schlechtere Chancen für die Genesung giebt, und da schließlich viele Menschen, welche einen oder mehrere Anfälle gehabt haben, sich die zur moglichsten Verhütung weiterer Anfälle nötigen Beschränkungen in Arbeit und Diät nicht leisten können, schreitet man oftmals in der aufallfreien Zeit, d. b. nachdem ein Anfall oder mehrere bei innerer Behandlung geheilt sind, zur Operation, zur Entfernung des am häufigsten erkrankten wurmförmigen Fortsatzes, kommt es jedoch nicht zur Eiterbildung und zur Perforation, so gelingt es auch oftmals, falls der betreffende Patient den ärztlichen Vorschriften in Bezug auf seine Thätigkeit und seine Diät folgen kann, die Blinddarmentzündung ohne Operation zu heilen. ** * Die Londoner Meldungen über die Krankheit des Königs Eduard werden in der„Nordd. Allg. Zto“ mit folgender offiziösen Note eingeleitet: Für morgen war die feierliche Krönung des Königs Eduard festgesetzt, und mit Vertretern aus allen Teilen des britischen Reiches waren auch die Abordnungen fremder Herrscher und Regierungen nach London geeilt, um an der Feier teilzunehmen. Ein schweres Schicksal ist in letzter Stunde dazwischen getreten. König Eduard ist von ernster Krankheit ergriffen worden, und statt froher Festesstimmung herrscht seit gestern bange Sorge im englischen Volke. Der Kaiser, der als Ueberbringer seiner Glückwünsche seinen erlauchten Bruder nach London entsandt hatte, wird mit dem ganzen königlichen Hause durch die Erkrankung des Königs Eduard tief berührt, und mit ihm vereint sich das deutsche Volk in aufrichtiger Teilnahme und dem Wunsche, daß dem kranken Fürsten eine rasche und völlige Genesung beschieden sein möge. Die Redaktion der„Kreuzztg." teilt mit, daß ihr„sehr gut unterrichteter Londoner Korrespondent“ ihr schon am letzten Donnerstag geschrieben, er habe von sehr zuverlässiger, dem Hofe nahestehender Seite erfahren, die Krankheit sei eine so ernste, daß das Schlimmste zu befürchten wäre: es handle sich um Krebs. Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, hat die dänische Kronprinzessin, wie hier verlautet, von ihrem in London weilenden Gemahl die Nachricht erhalten, daß der Zustand des Königs Eduard als hoffnungslos gelten könne. Den Londoner Privatdepeschen der Abendblätter ist folgendes zu entnehmen: Der Gedanke, den Festzug am Freitag mit der Königin auf der Feststraße stattfinden zu lassen, ist definitiv aufgegeben worden. London, 25. Juni. Trotz der unbestimmten Fassung der amtlichen Bulletins ist es nicht möglich, die Hoffnungen auf einen günstigen Verlauf der Krankheit König Eduards zu ermutigen. Das große Publikum ist natürlich geneigt, die Mitteilungen der Aerzte in hoffnungsvoller Weise auszulegen. Die Presse vermeidet infolge des ernsten Ersuchens der Hofbehörden die Veröffentlichung beunruhigender Vermutungen. Die Leser des offiziösen Berichts über die Operation ersehen daraus vielfach nicht, daß es thatsächlich nötig war, einen Teil der Eingeweide selbst zu entfernen und daß, wenn auch der König die gegenwärtige Krisis übersteht, eine weitere ernste Operation nötig sein wird, die ausgeführt werden muß, sobald der Zustand des Königs es gestattet. Der berühmte Chirurg Dr. Lister äußerte heute einem Freunde gegenüber:„Die Operation war der ernsteste Eingriff, dem ein Mann in dem Alter und dem Zustande des Königs unterworfen werden konnte.“ Morgen wird in der St. Pauls=Kathedrale ein FürGottes dien st für die Wiederherstellung des Königs abgehalten, zu dem alle Persönlichkeiten geladen sind, die Einladungen zur Teilnahme an der Krönungsfeier in der Westminsterabtei erhalten hatten. Prinz Heinrich von Preußen reist vorläufig noch nicht ab, da der König den Wunsch ausgesprochen hat, daß alle seine nächsten Verwandten bis auf weiteres hierbleiben. Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich ist heute morgen avgereist, ebenso Prinz Leopold von Bayern und Prinz Albert von Belgien. Der französische Vertreter folgt heute nachmittag. Alle von der städtischen Korporation zur Feier der Krönung getroffenen Veranstaltungen sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Werkleute sind eifrig damit beschäftigt, die großartigen Dekorationen und Tribünen vor dem Mansionshouse zu entfernen.— Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der englischen Könige, daß eine bereits angesetzte Krönung verschoben werden muß. Auch die Krönung Eduards V. wurde vertagt, um dann allerdings niemals stattzufinden. Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Von der Kaiserlichen Familie. Die Kaiserin ist gestern vormittag in Kiel eingetroffenZur Begrüßung waren auf dem Bahnhof erschienen der Kaiser und Prinz Adalbert, Prinzessin Henriette von SchleswigHolstein. Die hohen Herrschaften begaben sich auf dem Wasserwege an Bord der„Hohenzollern“. Die Kaiserlichen Prinzen aus Plön, sowie die kleine Prinzessin werden am 1. Juli zu längerem Aufenthalte auf Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel eintreffen. Zum Rücktritt Thielen's. Der Kaiser hat an den Staatsminister v. Thielen das nachstehende Handschreiben gerichtet: Mein lieber Staatsminister v. Thielen! Ihrem Ansuchen auf Entlassung aus Ihren Aemtern als Minister der öffentlichen Arbeiten und als Chef des Reichsamts für die Verwaltung der Reichseisenbahnen habe Ich durch Erlasse vom heutigen Tage entsprochen. Ich kann es Mir aber nicht versagen, Ihnen bei dieser Gelegenheit für die ausgezeichneten Dienste, welche Sie in Ihrer langjährigen und reichgesegneten Dienstlaufbahn Mir und dem Vaterlande geleistet haben, und insbesondere für die mannhafte Art, mit der Sie jederzeit Meinen Intentionen gefolgt und die großen Aufgaben auf dem Gebiete des Verkehrswesens vertreten haben, Meinen wärmsten Dank auszusprechen. Es war Mir eine besondere Freude, Ihnen in Anerkennung Ihrer großen Verdienste und als Zeichen Meines Wohlwollens den hohen Orden vom Schwarzen Adler verleihen und persönlich vehändigen zu können. Ich verbleibe Ihr wohlgeneigter König Wilhelm R. Neues Palais, den 23. Juni 1902. An den Staatsminister v. Thielen. Die Dotationen der Provinzen. Das Gesetz betr. die Ueberweisung weiterer Dotationsraten an die Provinzialverbände vom 2. Juni 1902 wird im „Reichsanzeiger" veröffentlicht. Nach§ 1 dieses Gesetzes werden den Provinzialverbänden von Ost= und Westpreußen, Brandenburg, Posen, Schlesien, Sachsen, Schleswig=Holstein, Hannover, Westfalen und der Rheinprovinz, den Bezirksverbänden der Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden, dem Stadtkreise Berlin, dem Lauenburgischen Landeskommunalverbande und dem Landeskommunalverbande der hohenzollernschen Lande 1) zur Erleichterung ihrer Armenlasten, 2)— abgesehen von dem Stadtkreise Berlin— zur Unterstützung von leistungsschwachen Kreisen(Amtsverbänden) und Gemeinden auf den Gebieten des Armen= und Wegewesens, sowie bei dem Bau und der Unterhaltung von Brücken Renten im Jahresbetrage von insgesamt sieben Millionen Mark aus den Einnahmen des Staatshaushalts überwiesen. Der von den Renten zur Erleichterung der Armenlasten handelnde§ 4 lautet: Die auf die einzelnen Verbände entfallenden Jahresrenten(§§ 1—3) werden durch königliche Verordnung festgestellt. Bis zu der nach Maßgabe derselben zu bewirkenden Ausgleichung erhalten an Jahresreuten: der Provinzialverband von Ostpreußen 738,573 Mk., Westpreußen 715,148 Mk, Brandenburg 475494 Mk., Pommern 490 975 Mk., Posen 667 046 Mk., Schlesien 665749 Mk., Sachsen 481956 Mk., Schleswig=Holstein 464320 Mk., Hannover 498999 Mk., Westfalen 513 388 Mk., Rheinprovinz 621 725 Mk., Bezirksverband des Regierungsbezirks Kassel 326 261 Mk., Bezirksverband des Regierungsbezirks Wiesbaden 220017 Mk., Stadtkreis Berlin 84134 Mk., Lauenburgische Landeskommunalverband 17 458 Mk., Landesverband der Hohenzollernschen Lande 18757 Mk. Der§ 9 lautet: Die im§ 10 bezeichneten Verbände erhalten für den Neubau und die Unterhaltung von Kunststraßen in Provinz(Bezirksverband, Landeskommunalverband), Kreisen(Amtsverbänden) oder Gemeinden(Gutsbezirken) sowie zur Erleichterung der durch den Bau solcher Straßen entstandenen Schuldenlasten Renten im Jahresbetrage von zusammen 3 Millionen Mark. Von dieser Summe wird ein Teilbetrag von 1 Million Mark auf alle Verbände, ein solcher von 2 Millionen Mark außerdem auf die Provinzialverbände von Ost= und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen und Schlesien nach Maßgabe der§§ 2 Absatz 1—3 und 3 verteilt. Der§ 10 lautet: Die auf die einzelnen Verbände entfallenden Jahresrenten(§ 9) werden durch königliche Verordnung festgestellt. Bis zu der nach Maßgabe derselben zu bewirkenden Ausgleichung erhalten an Jahresrenten: der Provinzialverband von Ostpreußen 493 893 Mk., Westpreußen 475 132 Mk., Brandenburg 333290 Mk., Pommern 330111 Mk., Posen 441 810 Mk., Schlesien 468462 Mk., Sachsen 69693 Mk., Schleswig=Holstein 67143 Mk., Hannover 72157 Mk., Westfalen 74 237 Mk., der Rheinprovinz 89 903 Mk., Bezirksverband des Regierungsbezirks Kassel 47179 Mk., Bezirksverband des Regierungsbezirks Wiesbaden 31 816 Mk., Lauenburgischer Landeskommuna. end ut Bur. Aetchenahecenherschenden schen Lande 2680 Mk. Einen seltsamen Vorfall bringen die„Alldeutschen Blätter" zur Sprache.„Auf dem Reichspostdampfer„Kronprinz“ der Deutschen Ostafrika=Linie, die vom Deutschen Reich subventioniert ist, befanden sich auf seiner letzten Fahrt von Südafrika nach Hamburg eine Anzahl Deutscher, für die Missionar Westmann aus Pietersburg Sonntags Gottesdienst abhalten wollte. Nachdem der erste Offizier hierzu bereits die Erlaubnis gegeben hatte, wurde dieselbe dann vom Kapitän verweigert, weil er bereits den Engländern die Bewilligung hierzu erteilt hatte und diese doch in der Mehrzahl wären; als die Deutschen dann den Gottesdienst nachmittags halten wollten, wußte der Kapitän auch dies unter nichtigen Vorwänden zu verhindern. Den englischen Gottesdienst hielt ein Schlächtermeister aus Durban ab. Am nächsten Sonntag ging es den Deutschen genau ebenso.“ Also auf subventionierten Reichspostdampfern dürfen die Deutschen nicht einmal mehr ihren religiösen Bedürfnissen genügen, wenn es den Engländern allenfalls nicht recht sein könnte? Das sind ja erbauliche Zustände. Burenabgesandte in London. Die Burendelegierten Grobler und Wessels befinden sich in London. Wie es heißt, ist ihre Reise durch Chamberlain und Brodrick veranlaßt worden, welche die Frage der Rückkehr der Buren nach Südafrika persönlich mit ihnen besprechen Die Kasernierung des russischen Schulwesens. Der Petersburger„Regierungsbote" veröffentlicht einen Erlaß des Zaren an den Minister für Volksaufklärung, Senger, der verschiedene Anordnungen über die Umgestaltung von Mittel= und Hochschulen enthält. Unter anderem sollen in den Residenzen und Gouvernementsstädten bei den Mittelschulen allmählich Internate errichtet werden. Auch die Frage der Gehaltsaufbesserung der Lehrer und Erzieher soll geprüft werden. Offenbar glaubt man die Schüler, indem man sie in geschlossenen Anstalten unterbringt, besser in der Hand haben und von der Berührung mit freiheitlichen Ideen absperren zu können. Herforder Kreisnachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 26. Juni 1902. *¼ Schöffengericht. In der gestrigen Sitzung fungierten unter dem Vorsitz des Herrn Amtsgerichtsrats Vahle als Schöffen die Herren Gesthändler Deppermann und Kaufmann Landwehrmann von hier. Herr Polizeiinspektor Hohmuth vertrat die Amtsanwaltschaft. Folgende Strafsachen kamen zur Verhandlung: Der Wirt Wilhelm B. von hier hatte 3 Mark Polizeistrafe erhalten, weil er in der Nacht zum 11. Mai noch um 2 Uhr Gäste in seinem Lokal geduldet hatte. Der hiergegen eingelegte Einspruch wurde verworfen.— Der Handarbeiter Heinrich Ebm. von hier hatte am 13. April den Knaben Friedrich Br. mit seinem Rade derart überfahren, daß Br. eine ziemlich erhebliche Kopfverletzung davongetragen hatte. Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde auf eine Geldstrafe von 20 Mk. ev. 4 Tage Gefängnis erkannt.— Der Cigarrenarbeiter August K. aus Eilshausen Nr. 52 hatte am 6. April seinen Stiefvater, den Cigarrenarbeiter Heinrich V. mit einem Wassereimer und einer Flasche an den Kopf geschlagen und ihm erhebliche Verletzungen beigebracht. Der Verletzte wollte in der Verhandlung den gestellten Strafantrag zurücknehmen, was jedoch nicht zulässig war. K. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung mit Rücksicht auf seine Vorstrafen zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten verurteilt.— Der Arbeiter Gustav K. von hier war angeklagt, am 4. Mai vorsätzlich und rechtswidrig eine der Wwe. L. hier gehörige Fensterscheibe eingeschlagen und am 8. Mai widerrechtlich in die Wohnung der Wwe. L. eingedrungen und letztere geschlagen zu haben. Angeklagter wurde wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 3 Mk., wegen Hausfriedensbruchs zu einer solchen von 10 Mk. und wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 15 Mk. verurteilt.— Der Brauereiarbeiter Fritz B. von Eilshausen hatte ein Strafmandat von 5 Mk. bekommen, weil seine 8 Hühner im Garten des Neubauers Bernh. M. durch Auskratzen der Saat Schaden angerichtet hatten. Der hiergegen erhobene Einspruch wurde verworfen.— Das Dienstmädchen Louise Br. von hier, z. Z. in Haft, war angeklagt, im April die Wwe. W. hier um 1,80 Mk. und den Metzgermeister D. hier um 4,50 Mk. unter Vorspiegelung falscher Thatsachen geschädigt zu haben, ferver hatte das Mädchen versucht, von der Wwe. W. weitere 30 Mk. zu erschwindeln, außerdem sollte die Angeklagte verschiedene Gegenstände ihrer Dienstherrin, der Wwe. S. und dem Fräulein M. hier entwendet haben. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gesamtgefängnisstrafe von 3 Wochen.— Der Ziegelarbeiter Heinrich Sch. von Lübbecke hatte am 10. März dem Ziegelmeister B. hier, Radwiger Feldmark, eine Hose entwendet. Das Urteil lautete auf eine Woche Gefängnis.— Der Schlosser Christian I. von hier hatte am 29. April seinen Hund frei umherlaufen lassen; das Tier hatte die vorübergehenden Leute belästigt. Strafe: 5 Mk. evtl. 1 Tag Haft. — Der Neubauer Philipp St. von Westerenger hatte ein polizeiliches Strafmandat von 5 Mk. bekommen, weil er am 20. April eine Kuh notgeschlachtet und das Fleisch zum Genusse für Menschen verwendet bezw. gegen Entgelt überlassen hatte, ohne der Ortspolizeibehörde hiervon Anzeige erstattet und die vorgeschriebene Bescheinigung des Tierarztes beigebracht zu haben. Angeklagter wurde freigesprochen, weil nicht er, sondern die Versicherung, welche über die Kuh zu verfügen hatte, den Verkauf des Fleisches hatte vornehmen lassen. Mout Gäa## tretenden Abonnenten wird bis Ende 01434= d. Mts. unsere Zeitung gratis zugestellt. Redaktion und Verlag. Am Renstädter Kirchturm und zwar auf der Seite nach Hrn. Maßmann zu haben sich zwei Kupferplatten blosgelegt, infolgedessen in der Bedeckung eine Beule entstanden ist. Wir machen hierauf aufmerksam, damit rechtzeitig die Reparatur vorgenommen werden kann. *.* Die Bauten an Pepers Mühle. Man schreibt uns: Ihre gestrigen Mitteilungen über diese Bauten und über das Resultat der Verhandlungen der Spezial=Kommission sind unzutreffende. Nach eingehenden Verhandlungen mit den Interessenten wurden die verschiedenen Protestpunkte und Wünsche in einem längeren Protokoll festgelegt und wird darnach die Entscheidung Königlicher Regierung noch erfolgen. Auf Antrag eines der Interessenten wurde ausdrücklich in das Protokoll aufgenommen, daß die Berechtigung, den Beschwerdeweg mit Grund betreten zu haben, vorhanden war. 1 Höhere Mädchenschule. Die Arbeiten am Neubau dieser Schule sind jetzt bis zum 2. Stockwerk gediehen; ein Teil desselben ist bereits fertig gestellt. Zum Turnlehrertag. Zu den turnerischen Vorführungen am Sonnabend nachmittag auf dem Schulplatz wird auch die Sanitätskolonne eine Trage(mit 4 Mann) stellen. =„Kunst und Schule“ lautete das Thema, welches der hiesige Lehrerverein in seiner Sitzung am Mittwoch nachmittag nach einem instruktien und interessanten Vortrag des Herrn Lehrer Siekmann eingehend behandelte. Im allgemeinen wurde der lebhafte Wunsch ausgesprochen, daß auch in unseren Schulen die Kunst mehr und meyr in dieser oder jener Form Einzug halten möge und dadurch den Kindern das Lernen zur Lust und ihnen die Schule zu einem angenehmen Heim werde. *3 Seitens der Sanitätskolonne findet am Freitag, den 4. Juli die Schlußübung auf dem Lübberbruch statt; dort wird voraussichtlich auch morgen eine Uebung abgehalten. r Abonnementskouzert. Gestern abend fand in den Anlagen des Etablissewents Wilhelmshöhe in Sundern das 2. Abonnements=Konzert der städtischen Kapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Düngel statt. Bei dem günstigen Wetter hatte sich eine stattlichr Anzahl Besucher aus Herford und Umgegend eingefunden und war der Aufenthalt graue Haus. Roman von B. Corony. 21. Fortsetzung. [Nachdruck verboten „Ich muß vorgelassen werden!“ „Es geht nicht; es geht wirklich nicht.“ „Aus dem Wege!“ schrie Gerhard den Alten an;„hier handelt es sich um ein Menschenleben!“ Er stieß ihn bei Seite und stürmte vorwärts. „Herr, Herr!" jammerte Johann;„ich weiß nicht— ich darf— ich soll—“ Gerhard hörte nicht mehr; er flog die Treppe hinan und öffnete die erste Thüre, die sich zeigte. Das Zimmer war leer. Ein zweiter, ein dritter Raum wurde durchschritten, dann stand er vor Katharina. Sie erschrak und wollte ihn mit ausgestreckter Hand zurückweisen. „Ich muß auf der Stelle den Doktor sprechen!“ rief der Architekt;„es betrifft eine ebenso plötzliche als schwere Erkrankung unseres Kindes. Wo ist er?“ „Seit Stunden schon eingeschlossen; er öffnet nicht, was ich auch thun mag,“ erwiderte sie mit heiserer Stimme, als wäre ihre Kehle ganz trocken. „Warum? Was ist geschehen?“ „Heute Morgen kam die Nachricht, daß er das Haus bis zu einem bestimmten Termine räumen muß. O, welche Scene, wie kann ein Mensch so toben, so alle Macht über sich verlieren? Ich meinte, die Wände müßten einstürzen.— Und in der Villa nebenan geht es lustig her. Aus allen Fenstern sehen Gäste und Martha Förster huscht wie ein Irrlicht im Garten herum. Verwünscht die Stunde, in der sie über unsere Schwelle kam; sie brachte das Unheil mit.“ „Verlieren wir keine Zeit mit müßigem Geschwätz; rufen Sie José!“ Das that ich schon lange, aber er antwortet nicht; sein N 1 9so. Den kenne ich zur Genüge; aber jetzt muß er nachgeben, denn zu wichtiges steht auf dem Spiel. Die Tbür ist verschlossen. „Sie soll sich öffnen und wenn ich sie eintreten müßte: Der Arzt hat jedem Rufe, der an ihn ergeht, Folge zu leisten.“ Heftig schob Gerhard Katharina weg, er klopfte und meinte leises Lachen hinter der Thür zu hören; doch das mochte wohl Sinnestäuschung sein. Er klopfte schon nach einigen Sekunden wieder und rief mit lauter, gebieterischer Stimme;„Deiner Schwester Kind ist in Todesgefahr!— Oeffne!— Keine Sekunde darf länger gezögert werden!" Fast unmittelbar darauf drehte sich der Schlüssel. José stand auf der Schwelle.„Was hat denn dieser Lärm zu bedeuten?“ fragte er, die Hände aneinander reibend, ohne die Augen zu erheben. „Hast Du nicht gehört? Unser Kind ist schwer erkrankt. Edith ist verzweifelt; sie ruft nach Dir und wartet mit unbeschreiblicher Angst; nur von Dir hofft die Hilfe und Rettung.“ José richtete sich auf.— Welche Verheerungen hatten wenige Monate hier zu Stande gebracht! Wie ein dem Grabe Entstiegener sah der verhältnismäßig noch junge Mann mit dem greisenhaften Antlitz und der müden, abgezehrten Gestalt aus. „Ich komme!“ sagte er langsam und mit eigentümlichem Nachdruck. „Wäre es nicht gut— noch einen anderen Arzt zu Rate zu ziehen?“ stotterte Katharina.„In solchen Fällen pflegt man es oft zu thun; wenn Sie meinen, will ich selbst einen holen und—“ „Was fällt Ihnen ein?“ herrschte sie José an.„Wenn man mir nicht vertraut, so ziehe ich mich zurück. Es war dann durchaus unnötig, mich überhaupt zu stören; ich dränge meinen Beistand Niemanden auf, wird er aber gefordert, so verlange ich auch unbedingten Gehorsam!“ „Ich nehme diese Bedingung an!“ rief Gerhard,„Doch höre zuvor, um was es sich handelt; vielleicht kannst Du sogleich das geeignete Mittel verschreiben, und ich eile Dir voraus in die Apotheke, damit keine Zeit verloren geht.“ Edith wartete mit unsäglicher Angst auf Gatte und Bruder; ihrem zagenden Mutterherzen schien die Gefahr ins Riesenhafte zu wachsen. Als müsse jeder Atemzug des Kindes sein letzter sein, stand sie da und breitete die Hände über das kleine Geschöpf, wie um es vor einer feindlichen Macht zu schützen „Herr Doktor Werner,“ meldete das Dienstmädchen, er war dem Vater zuvorgekommen in den Gartenanlagen sehr angenehm. Die Leistungen der Kapelle waren vorzüglich, was auch der reichlich gespendete Applaus zur Genüige bewies. * Auf das Einödshofer=Konzert, das heute, Donnerstag, abend auf dem Schützenhofe— bei gutem Wetter natürlich im Garten— stattfindet, sei noch einmal empfehlend hingewiesen. ** Im Bürgerverein findet morgen abend wieder ein Abonnementskonzert der Düngelschen Kapelle statt. *∆ Die Brauerei Felsenkeller wurde gestern von einer größeren Anzahl Herren aus dem Lippischen besichtigt; hieran schloß sich eine Bewirtung seitens der Brauerei. # Neue Zweimark-Marken gelangen jetzt auf den Postanstalten zur Ausgabe. Während bei den am 1. April neu herausgegebenen Zweimark=Marken die Inschrift „Deutsches Reich“ im Gegensatz zu den anderen Wertzeichen in deutschen Typen hergestellt war, hat die neue Marke die Inschrift in lateinischen Buchstaben erhalten. Farbe und Zeichnung dieser Marke sind unverändert geblieben. Die nunmehr außer Verwendung gekommenen Zweimark Marken dürften, da sie nur in beschränkter Zahl angefertigt und gänzlich aufgebraucht sind, einen bedeutenden Sammlerweit erreichen. . Festnahme des Geldschwindlers. In der Person des 16jährigen Sattlerlehrlings Karl Sch. wurde gestern von dem Polizeisergeanten Pens derjenige entdeckt, welcher seit einigen Wochen kleinen Kindern auf der Straße Geld abschwindelte. Zum Teil ist der Thäter geständig. In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. 1,00 Mk., Eier 2 Pfd. 95 Pfg., junge Wurzeln Bd. 15 Pfg., Porree Bd. 5 Pfg., neue Kartoffeln Pfd. 15 Pfg., Zwiebeln Pfd. 20 Pfg., Blumenkohl 50—55 Pfg., Schnittsalat Portion 10 Pfg., Kopfsalat 2 Stück 15 Pfg., Spargel Pfd. 50—60 Pfg., Radteschen Bund 10 Pfg., Streifrüben 5 Bund 10 Pfg., Gurken Stück 25—35 Pfg., Kartoffeln Ctr. 2,50 Mk., Kirschen Pfd. 40 Pfg., Stachelbeeren Pfd. 20 Pfg., Schoten Pfd. 30 Pfg. * Enger, 25. Juni. Verschiedenes. Zum Preisschießen für das Schützenfest sind diesmal seitens der Schützengesellschaft besonders wertvolle Preise angekauft worden; z. Zi. sind dieselben im Schaufenster des Kaufmanns Kronsbein ausgestellt.— Zum Preise von 9000 Mk. hat der Cigarrenarbeiter Fritz Oberaus laut Anz. die an der Seelbornstraße gelegene Cig.=Fabrikant Aug. Wulfmeyersche Besitzung erworben.— Ein luftiges Plätzchen hat sich ein Huhn des Kolons Wilke in Belke gewählt. Hoch oben im Baum thront es als Besitzerin eines Nestes mit 9 Eiern. #m Löhne, 26. Juni. Verhaftungen. Der Dieb, welcher am Sonntag auf dem sog. Wittel ein Fahrrad entwendete, wurde in Lübbecke zur Haft gebracht.— Verhaftet wurde heute ein hiesiger Arbeiter, der verdächtig ist, in letzter Zeit fortgesetzt Eier und andere Sachen aus Güterwagen gestohlen und verkauft zu haben. 10 Gohfeld, 26. Juni. Revision der Quittungskarten. Der Kontrollbeamte wird mit der seitens der Landesversicherungsanstalt Westfalen angeordneten Revision der Quittungskarten am 30. d. M im Amte Gohfeld beginnen. m Mennighüffen, 26. Juni. Schulnachricht. Die durch Versetzung des Lehrers Lohmann als Hauptlehrer nach hier zum 1. Juli freiwerdende Lehrerstelle an der Schule Falscheide wurde dem Lehrer Kröger zu Melbergen von der Königl. Regierung übertragen. * Spradow, 25 Juni. Unglücksfall. Vorgestern nachmittag 6 Uhr verunglückte hier laut Bd. Tabl. der Maurer Aufderstraße bei dem Albsmeierschen Neubau. Ein eiserner Träger, unter dem das Mauerwerk nachgegeben hatte, zerschlug das Gerüst und der Verunglückte stürzte in die Tiefe, sich durch den Sturz einen Beinbruch zuziehend. Westfalen und Nachbarstaaten. * Salzuslen, 25. Juni. Zum Badekommissar ist Rittmeister von Hahn, bisher in Ilmenau, von dem Grafregenten ernannt worden. „O komm', komm'!“ schluchzte die über alle Begriffe Erregte;„hilf— rette!“ Sie schilderte hastig den Zustand der kleinen Kranken.„# José, erhalte mir mein Liebstes!" bat sie unter Thränen. Der Arzt beugte sich über die Kranke und begann seine Untersuchung. Edith war an dem Bett der kleinen niedergekauert; sie sah zu dem Bruder empor; eisig rieselte es ihr durch die Adern bis zum Herzen, das stille zu stehen drohte. Dieses totblasse, leichenhafte Gesicht des noch jungen Mannes, diese glühenden Augen, dieser gläserne Blick! Stand denn ein Phantom neben ihrem Kinde? Sie öffnete den Mund, aber der Ton erstarb ihr auf den Lippen; sie wollte sich aufrichten und sank wie gelähmt zurück. War es die Angst um ihr Kind, die sie wahnsinnig machte und ihr häßliche, furchtbare Traumbilder vorspiegelte? Sie klammerte sich mit beiden Händen an José und stammelte:„Sprich— sprich zu mir: Ich vergehe, ich weiß nicht, was mit mir ist; ich sehe Dinge, die nicht sind, nicht sein können. Mir schwindelt.— Sprich! Wirst du dieses kostbare Leben retten?“ „Ich hoffe es, meine Liebe,“ er zog eine mit purpurroter Flüssigkeit gefüllte Phiole hervor und entkorkte sie. Unsägliche Beklemmung, die sich bis zur finnlosen Angst steigerte, erfaßte Edith, als José zehn Tropfen abzählte und dann langsam dem Bettchen näher trat.„D#laß, laß,“ rief sie, von nervösem Schauer durchfröstelt. Um die dünnen, bleichen Lippen des Arztes zuckte wieder jenes spöttische Lächeln, welchen seinen Zügen einen so häßlichen, abstoßenden Ausdruck verlieh, aber sanft suchte er die Schwester hinweg zu schieben. „Laß!" wiederholte sie;„warte noch!“ Warum und auf wen?“ Er legte die eine Hand unter das Köpfchen des Kindes, um es empor zu heben. Da stieß Edith an seinen Arm und die rote Flüssigkeit wurde verschüttet. Er furchte die Stirn;„Deine erregten Nerven spielen Dir sonderbare Streiche, meine Liebe,“ sagte er;„tritt zurück, sonst kann ich dem Kinde nichts eingeben.“ (Forts. folgt.) n Oeynhausen, 25. Juni. Schöffengericht. Unter Vorsitz des Herrn Amtsgerichtsrats Kayser fungierten in der heutigen Sitzung die Herren Landwirt Heinrich Sieveking zu Obernbek und Kolon Friedrich Bröys zu Melbergen als Schöffen. Die Amtsanwaltschaft vertrat Herr Amtmann Schwier. Verhandelt wurde u. a. in folgenden Sachen: Dr. med. R. hier erhielt 3 Mk. Geldstrafe, weil er im hiesigen Stadtbezirk mit einem Automobil in zu schnellem Tempo gefahren war.— Der Arbeiter Gustav L. zu Rehme hatte den Arbeiter August Hille mit einem Steine mißhandelt. Urteil: 3 Tage Gefängnis.— Der Werkführer Wilhelm R. zu Werste hatte ein polizeiliches Strafmandat erhalten, weil er ein junges Mädchen ohne Arbeitsbuch beschäftigt hat. Die beantragte richterliche Entschedung brachte ihm Freisprechung. — Die Kleinhändlerin Soptie Sch. zu Löhne hatte ein Schild mit dem Namen Wilhelm Sch. statt Sophie Sch. an ihrem Ladenlokal anbringen lissen. Urteil: 3 Mk. Geldstrafe. — Der Arbeiter Fritz Gr. ju Niederbecksen hatte in Eidivghausen ein fremdes Falrrad verkauft. Urteil: 14 Tage Gefängnis.— Der Kistenmaher Gottlieb W. zu Eidinghausen wird beschuldigt, an 21. April in die Wohnung der Ww. Schäffer eingedrungen zi sein, seine von ihm getrennt lebende Frau, die erst zwei Lage vorher einem Kinde das Leben geschenkt hatte, mit der Tötung bedroht und in dieser Wohnung eine Fensterscheibe zerschlagen zu haben. Urteil: 2 Monate Gefängnis.— Die Arbeiter Michael S. und Valentin F. von der Stodiekshen Fabrik in Löhne sollten ihrem Arbeitskollegen Klatziny eine Taschenuhr entwendet haben. In dieser Sache wurde jedoch auf Freisprechung erkannt. * Oeynhausen, 25. Imi. Todesfall. Frau Geheimrat Georgine von Lauer, de Witwe des 1889 verstorbenen Generalstabsarztes der Armee ind Leibarztes des alten Kaisers Wilhelm, Gustav von Lauer, ist im Alter von 77 Jahren gestern hier gestorben. * Bielefeld, 25. Juni. Einbruchs=Diebstähle. In dem Hause Nr. 38 Bürgeweg, dem Fleischermeister Boge gehörig, gelangten heute nact Diebe durch ein unverwahrtes Kellerfenster in den Feller, öffneten mittelst Nachschlüssels zwei Thüren und entwadeten aus einer verschlossenen Kommode etwa 300 Mark in(old und Silber, eine goldene Damenuhr mit Kette und eine inge goldene Damenuhrkette, sowie mehrere Schmuckgegenständ. Ferner wurde der Laden des Papierhändlers Bauch mittes Nachschlüssels geöffnet und aus demselben etwa 15 Mk. bars Geld, sowie mehrere neue Portemonnates und Zigarrentaschn gestohlen. * Minden, 25. Juni. Verschiedenes. Unter Vorsitz des Generalsuperintendente D. Nebe nahm gestern die 61. Jahresversammlung des wesklischen Provinzial=Vereins der Gustav Adolf=Stistung ihren infang mit einer Versammlung der Delegierten im Evang. Lreinshause. Laut Geschäftsbericht wurden 2000 Gemeinden er Diaspora, davon allein 666 in Oesterreich, von dem Zenaalverein mit 1½ Millionen unterstützt.— Regierungs= und dewerberat Raether wurde zum Geheimen Regierungsrat ernant. Lübbecke, 25. Juni. Ehjubiläum. Zur Vorfeier des 50jährigen Ehejubiläumsdes Freiherrn v. d. Recke brachten Mitglieder des westfälische Bauernvereins ihrem 2. Vorsitzenden einen imposanten Fckelzug. Anläßlich dieses Jubiläums sandte auch der Kaiser vi Kuxhaven aus ein Glückwunschtelegramm. Der Jubilar erhit den Stern zum Kronenorden 2. Klasse. * Hannover, 25. Juni. Gfährliches Experiment. Ein Opfer seines Berufesist der Assistenzarzt Dr. Holzapfel am städtischen Krankenhar geworden. Der junge Arzt, der in der Kinderabteilung thig war, hatte sich mit Scharlachgift infiziert und erkrankte swer an dieser Krankheit. Die Erkrankung war um so gefähicher, als Dr. Holzapfel herzleidend war. Trotz der aufopferren Pflege seiner Kollegen erlag Dr. H. der Krankheit. Da Schicksal des jungen Arztes, der eben erst sein Staatsexgen bestanden hatte— sein Vater ist Leiter der Maschinenfaik von Knoewenagel— erregt hier allgemeine Teilnahme. * Brackel, 25. Juni. Si do ruhig, de Kaiser slept. Als in diesen Tagen die ihne auf dem hiesigen Bahnhofe gehißt wurde, verbreitete sie bald wie ein Lauffeuer die Kunde durch den ganzen Ort: D Kaiser kommt! Der Bahnhof wurde so gegen neun Uhr von mehreren hundert Menschen belagert. Ein kleines Erlebs sei hier noch mitgeteilt Als der Zug heranbraufte, fit wohl durch das entstehende Gedränge veranlaßt, ein klein Mädchen ganz herzhaft an zu schreien, eine größere Schuter beruhigte es und sagte: Si doch ruhig, de Kaiser slept. Das Wort that seine Wirkung, die Kleine schwieg. *###hrort. 25. Juni. Die milherzige Kaiserin. Als die Kaiserin bei der Begrüßung if dem Denkmalplatz bemerkte, daß das stürmische Wetter d Frau Landrat hart zusetzte, ließ sie ihr den eigenen Man zum Schutze umlegen. Hagen, 25. Juni. Zur Holnsyburg=Feier. Rittergutsbesitzer Overweg zu Reichsmar der Vorsitzende des Denkmalkomitees, ist jetzt nach Berlin ghren, um noch einen letzten Versuch zu machen, den Kaiser z Teilnahme an der Einweihungsfeier des Kaiser Wilhelm=Dimals zu bewegen. Sollte der Kaiser zusagen, so würde Einweihungsfeier sich jedenfalls großartig gestalten; event. U die Einweihung verschoben werden. * Barmen, 25. Juni. Deplmisenthüllung. Heute mittag fand in der Ruhmeshalleie Enthüllung des Denkmals Kaiser Wilhelm II. in Anweseeit des Schöpfers des Denkmals Professor Begas aus Berlin ft. Das Denkmal ist in weißem carrarischem Marmor ausghrt und stellt den Kaiser in Generalsuniform mit dem Bar des Schwarzen Adlerordens dar. * Düsseldorf, 25. Juni. Von d Ausstellung. Am Sonntag wurden nicht weniger als 461 Personen an den Thoren gezählt, darunter 35 294 d vollen Eintrittspreis zahlende und 2900 Personen, die tit Vereins= und Krongreßkarten versehen waren. Dazu koren noch 25 967 Abonnenten. An der Kasse wurden 353,50 Mk. eingenommen, die größte Einnahme, die bis st erzielt worden ist. Auf dem Ausstellungsbahnhof kamen 6356 Personen an, die mit Extrazügen nach Düsseldorf befördert worden waren. Vermis Eroberung der Stadt Emden. Die Stadt Emden ist im Jahre 1866, was wohl nicht allgemein bekannt sein dürfte, mit Hilfe von zwei preußischen Kriegsschiffen regelrecht erobert worden. Das Ereignis vollzog sich allerdings völlig ohne Blutvergießen, ja der Hergang entbehrt im Einzelnen sogar nicht ganz jener humoristischen Züge, die uns aus den harmlosen Spöttereien der„Fliegenden Blätter" über die militärischen Verhältnisse der„guten alten Zeit“ geläufig sind. Wie die„Frankf. Ztg.“ Frhrn. von Reitzensteins Geschichte der Hannoverschen Artillerie entnimmt, besaß Emden eine kleine Garnison, eine Abteilung des in Osnabrück liegenden 7. Infanterie=Regiments, unter dem Befehle des Hauptmanns v. Düring; außerdem waren noch ein Unteroffizier und vier Mann zur Bedienung der drei Strandbatterien fan der unteren Ems vorhanden. Im ganzen belief sich die Heeresmacht auf— zwei Offiziere und vierzig Mann. Die Strandbatterien waren insgesamt mit 22 Geschützen, glatten Eisenrohren alter Konstruktion, ausgerüstet. Hauptmann v. Düring hatte anfänglich die Absicht, seine Infanteristen der königlichen Armee zuzuführen, allein schon in Meppen erhielt er— von welcher Seite hat sich niemals mit Sicherheit feststellen lassen— am 17. Juni den Befehl zur Rückkehr. Nun beschloß der wackere Offizier, im Einverständnisse mit dem Stadtkommandanten Oberstleutnant von Freytag, die noch in Ostfriesland befindlichen Reserven und Beurlaubten zu sammeln, um Emden zu verteidigen. Als er jedoch am Donnerstag, den 21. Juni, eben damit beschäftigt war, die von Osnabrück eingetroffenen Schießvorräte auspacken zu lassen, wurde nachmittags um halb 2 Uhr von der anderthalb Meilen abwärts gelegenen Knocke her das preußische Kanonenboot„Tiger“ gemeldet, das die erste der Strandbatterien bereits unhrauchbar gemacht hatte. Düring wollte sich nunmehr auf die Verteidigung der mit sechs 9=Pfündern versehenen Hauptbatterie an der Schleuse beschränken, ließ die Geschütze in Stand setzen und Kugeln glühend machen, allein im letzten Augenblicke stellte sich heraus, daß— nur für 7 Schüsse Pulver vorhanden war, während das Ladezeug gänzlich fehlte. An einen Kampf war mithin nicht zu denken. Inzwischen hatte der„Tiger“ einige tausend Meter vor der Batterie im Dollart Anker geworfen und durch einen Parlamentär zur Uebergabe auffordern lassen; als dann auch noch der Aviso„Loreley“ klar zum Gefecht herandampfte, entschloß sich von Düring schweren Herzens zur Kapitulation gegen die Zusicherung freien Abzuges mit militärischen Ehren. Wenige Tage später rührte dann der königstreue Soldat in Mainz schon wieder eifrig die Werbetrommel, um aus Versprengten eine kleine Welfenlegion zu bilden. Fürsten als Grundbesitzer. König Albert von Sachsen war von den deutschen Fürsten der fünfreichste Grundbesitzer, denn er besaß insgesammt 51 Güter mit einem Waldund Feld=Areal von 31 000 Hektar. Kaiser Wilhelm besitzt nach der neuesten amtlich beglaubigten Zusammenstellung der fürstlichen Besitzungen in Preußen als reichster Grundbesitzer nicht weniger als 83 Güter im Gesamtumfange von 98746 Hektar und 651 631 Mark Grundsteuer=Reinertrag. Es folgen dann der Fürst von Pleß mit 75 Gütern(50112 Hektar und 324042 Mark Grundsteuer=Reinertrag), der Herzog von Ujest mit 52 Gütern(39742 Hektar und 233 701 Mark Grundsteuer=Reinertrag), der Herzog von Ratibor mit 41 Gütern (33096 Hektar und 274627, Mark Grundsteuer=Reinertrag). Die übrigen fürstlichen Fideikommißbesitzer begnügen sich mit einer weit geringeren Anzahl von Besitztümern. Kleine Nachrichten. Hildesheim. Der tausendjährige Rosenstock steht zur Zeit in voller Blüte.— Kiel. Die neue Segelyacht des Kaisers,„Meteor", ist gestern früh hier eingetroffen.— Aachen. In der gestrigen Schwurgerichtssitzung wurde der Gattenmörder Frank zum Tode verurteilt.— Genf. Luccheni, der Mörder der Kaiserin Elisobeth, hat einen Wärter überfallen, der seine Zelle betrat. Luccheni wurde in Eisen gelegt.— Paris. Infolge der großen Hitze wurden mehrere Personen vom Hitzschlag befallen; eine Person starb sofort. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 26. Juni Höchste Temperatur des Vortages: 23,0“. Niedr. Temperatur in der Nacht: 8,40. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 15,1°. „„11„„ 21,00 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 762,3 mm. Tägliche Niederschlagshöhe:— mm Wind: Mäßiger NO. Wetter: Heiter. Wetter. 27. Juni. Bei mäßigen östlichen Winden Witterungsfortdauer. Telegraunar und Telephonische Meldungen. Die Krankheit des Königs Eduard. Berlin, 25. Juni. Ueber das Befinden des Königs Eduard liegen außer den offiziellen schöngefärbten Meldungen folgende Nachrichten vor: Die Leibärzte erklären, eine Entscheidung sei vor Ablauf von wenigstens 48 Stunden nicht zu erwarten. Alles hängt davon ab, ob es gelingt, die Entzündung der um den Blinddarm liegenden Gewebe zu beseitigen, die schon weit vorgeschritten sein soll. Die gestrige Operation, welche offiziell schlechthin als erfolgreich bezeichnet wird, war dies nur insoweit, als es gelang, die nach Durchbrechung der Blinddarmwandung entstandenen Geschwürmassen zu entfernen. Man befürchtet aber jetzt, daß infolge der Entzündung in den äußeren Geweben eine Bauchfellentzündung eintrete. Die hohe Temperatur ist in der letzten Zeit weiter gestiegen. Die Herzschwäche erregt ebenfalls Besorgnis. London, 26. Juni. Die gestrige Nummer des„Britisch Medical Journal“ erklärt, der Befund der Operation ergab, daß das Abceß die Folge einer jener unerklärten Entzündung war, die häufig in der Gegend des Blinddarmes erfolgt und die durch organische Leiden des Königs oder durch bösartige Gewächse verursacht werden. Der König sei natürlich nicht außer Gefahr. Da aber bisher keine ungünstigen Symptome auftraten, sei ein guter Grund zur Hoffnung auf vollständige Wiederherstellung des Königs gegeben. Eine ärztliche Autorität äußerte sich der Westm. Gaz. zufolge dahin, bis die Kanüle aus der Wunde genommen sei, könne man nicht sicher auf Genesung rechnen. Die Hauptgefahr seidas Hinzutreten von Bauchsell=Entzündung. Oft'schreitet auch das perityphilitisches Geschwür ohne jedes warnende Sympton zum tötlichen Ausgang fort. Zweifellos sei die Operation zur Rettung des Königs notwendig gewesen. Der König werde lange Zeit krank bleiben. Trotz der unbestimmten Fassung der amtlichen Krankheitsberichte ist es nicht möglich, die Hoffnungen auf einen günstigen Verlauf der Krankheit König Eduards zu ermutigen. Die Presse vermeidet infolge des ernsten Ersuchens der Hofbehörden die Veröffentlichung beunruhigender Vermutungen. Es war thatsächlich notwendig, einen Teil der Eingeweide selbst zu entfernen. London, 26. Juni. Das Bulletin von gestern, 11 Uhr abends, lautet: Im Befinden des Königs ist andauernd ein befriedigender Fortschritt zu verzeichnen. Der König schlief einige Stunden während des Tages, empfindet nur sehr wenig Unbehagen und ist heiterer. Die Wunde heilt gut. 3000 Mark Preisausschreiben für Hausfrauen. 150 wertvolle Preise i. 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Berantwortlicher Redakteur: Paul Sattler, für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) Die noch vorrätigen garnierten Damen- und Kinderhüte verkaufe vorgeschrittener Saison halber weit unter Trauerhüte, Spitzenhüte und Mützen in schönster Ausführung stets am Lager. Heinr. Studte Höckerstraße 11. 2825 Bekanntmachung. Am Sonnabend, 28. d. M., nachmittags 6 Uhr anfangend läßt die Witwe Neubauer Niemeier Nr. 136 zu Bischofshagen 1 mit einem Morgen Gartenland und 1 Stallgebäude, beides nahe am Bahnhof Löhne gelegen, öffentlich meistbietend verkaufen, wozu ich Künfer einlade. Sammelplatz bei Gastwirt König. 452f Mennighüffen, 23. Juni. Der Auktionator: E. Kröger a. Harzkäse vorzüglich durchgohren, 4 Stück 10 Pfg. 414f Heinrich Nolting. Grottensteine empfiehl 3684 M Grundmann, Plattemihle bei Vlotho. 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Gestern Mittag wurde uns unser liebes Töchterchen Agnes im zarten Alter von fast 5 Monaten durch den Tod entrissen, welches hiermit tiefbetrübt anzeigen 496f Herford, 26. Juni 1902 E. Oberhaus u. Frau. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Sohn, unseren guten Bruder und Neffen Fritz Siemonsmeyer nach schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen, was tiefbetrübt mit der Bitte um stille Teilnahme anzeigen Die trauernden Hinterbliebenen. Herford, den 25 Juni 1902. 582f Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29 Juni, nachmittags ½4 Uhr vom Trauerhause. Lübberstr. 14 aus statt. Wohnungen (Wer eine Wohnung zu vermieten hat ooer mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Goldene Medaille. Danksagung. Allen Denen, welche bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters ihre Teilnahme in so reichem Masse bewiesen haben, auch für die vielen Kranzspenden, insbesondere dem verehrlichen KriegerVerein und dem Gesang. Verein„Einigkeit“ sowie dem Schlachthofpersonal sagen wir auf diesem Wege unsern 494f tiefgefühlten Dank. Herford, 26 Juni 1902. Ww Redecker und Kinder. Feinsten Salatöl empfiehlt billigst 491 Heinrich Rolting Die Beleidigung gegen einen Landbriefträger nehme ich hier mit zurück. 495 M. Winter. Zum Curniehrertag Flaggen Maals!. Bruchleidenden PARIS 1896. empfehle meine solid und dauerhaft gearbeiteten, Tag und Nacht tragbaren Gürtelbruchbänder ohne Federn, e## Leib= und Vorfallbinden. Für jeden Bruchschaden Extraaufert Außerordentlich zahlreiche Anerkennungsschreiben. Kein Druck wie bei Federbändern. Mein Vertreter ist wieder mit Mustern anwesend in Herford Montag, den 30. Juni 2—6 Bandagenfabrik L. Bogisch, Stuttgart, Ludwigstr. 75. Bahnhofswirtschaft Oetinghausen. Zur beginnenden Sommerzeit halte ich mein Restaurant mit Garten dem auswärtigen Dublikum bestens empfohlen. 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