12. Jahrgang. 12. Jahrgang. und Teleph. Anschl. Mall M Teleph. Anschl. N 134 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich prönumerande 1.25 Mer bei Postbestellung kommt das Bestellgeld binzu Mittwoch, 11. Juni. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. 1902 Amtliche### Anzeigen für den Kreis Hersord. ehufs Räumung der kleinen Werre und der Bouwerre ist am Montag, den 16. Juni cr. das Wasser abgelassen und werden die Verpflichteten hiermit aufgefordet, die Räumungsarbeiten sofort vornehmen zu lassen bei Vermeidung von Strafe und Ausführung auf ihre Kosten. Besonders wird auf die Instandsetzung der Ufer hingewiesen. Die Räumung muß innerhalb Zer Tage bewirkt sein. Sämtliche die Vorflut hindernden Pfähle pp. sind aus dem Flußbett zu entfernen. gmmge tmmn 190f Herford, den 5. Juni 1904. Die Polizeiverwaltung. I. V.: Busse. ie Ausführung der Erd= und Chaussierungsarbeiten einschließlich Lieferung der Materialien zum Ausbau der 530 Meter langen Wegestrecke von der Herforder Chaussee am Doberge nach Bustedt soll öffentlich mindestfordernd vergeben werden. Angebote mit entsprechender Ausschrift sind unter Verschluß kostenfrei zu dem auf Freitag, den 13. d. Mts., nachmittags 3 Uhr in der Lindemann'schen Wirtschaft zu Bustedt anberaumten Eröffnungstermine an den Unterzeichneten einzureichen. m187 Kostenauschlag und Bedingungen können bei mir eingesehen werden. Herford, 9. Juni 1902. Der Amtmann: v. der Schuleuburg. Handels=Register des Königlichen Amtsgerichts zu Herford. 195 In unser Handels=Register Abt. A ist unter Nr. 365 die Firma Christian Seemann's Apotheke in Hiddenhausen und als deren Inhaber der Apotheker Christian Seemann zu Hiddenhausen am 9. Juni 1902 eingetragen. Verdingung. 1. für die Herstellung einer Futtermauer von rd. 560 cbm. Mauerwerk und Lieferung der Materialien; 2. der Erdarbeiten von rd. 6400 chm Boben; 3. der Abbrucharbeiten des alten Empfangsgebäudes, des Wasserturmes und des Abortgebäudes auf Bahnhof Herford am Mittwoch, 18. Juni 1902, vormittags 11 Uhr bei der Königl Eisenbahn=Betriebs-Inspektion in Bielefeld. Die Verdingungsunterlagen können gegen kosten= und bestellgeldfreie Einsendung von 1,00 Mark in Bar nicht in Briefmarken von der Betriebs-Inspektion in Bielefeld bezogen werden. Zeichnungen liegen bei Letzterer während der Dienststunden zur Einsicht aus. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Bielefeld, den 8. Juni 1902. Königliche Eisenbahn=Betriebs=Inspektion. Englands Dank. Wie sehr den Engländern nach der Beendigung des unrühmlichen Krieges in Südafrika bereits der Kamm schwillt, zeigt ein Artikel in einer englischen Zeitschrift. Es wird da aufgefordert, den deutschen Kaiser wegen der Vergrößerung der deutschen Flotte zur Rede zu steilen. Der betr. Artikelschreiber wünscht den Kaiser wie folgt angeredet zu sehen: Die Pläne für die Erbauung einer deutschen Flotte sind bekannt, aber sie werden mit Erstaunen von allen intelligenten Engländern beobachtet. Ew. Majestät haben keine Kolonien, die eine Flotte von solcher Ausdehnung notwendig machen. Wenn es eine andere Erklärung für die Existenz dieser Flotte giebt, als daß sie gegen England berutzt werden soll, wollen Ew. Majestät sagen, was ihr Zweck ist?— Was jetzt in der Presse ausgeführt wird, das ist nur das Echo dessen, was in den maßgebenden Kreisen geplant, was in den Kreisen der Jingos bramarbasiert wird: Die künftige Politik Englands wird keineswegs eine Politik der Dankbarkeit, der sentimentalen Rührseligkeit sein, sondern eine Politik gesteigerter Aggiessive, verstärkter Herausforderung. Und da England gewohnt ist, seine wuchtigsten Waffen auf dem Gebiete des Wirtschaftslebens zu suchen, so wird vielleicht in absehbarer Zeit kein Schuß fallen, so wird auch wohl das Waffer der Nordsee sich nicht vom Blute rot färben, wohl aber werden die Völker Europas Gelegenheit finden, zunächst die britischen Kriegskosten zu zahlen und dann hinter dem Verlust der wertvollsten Absatzgebiete hinterherzutrauern. Und Deutschland wird hier in erster Linie marschieren. Noch immer stehen wir mit unserem Handelsvertragsverhältnis zu England auf dem Standpunkt des qui vive, es wird nur Jahr für Jahr ein Saum an das dürftige Kleidchen genäht und in der Handelspolitik Canadas haben wir einen Vorgeschmack von kommenden Ereignissen erhalten: Wenn erst das große koloniale Zentralisationssystem zu Stande kam, über dem Chamberlain brütet, dann werden alleroings die Offiziösen glückselig auch diese neue Aera preisen, Andere aber werden das Gefühl haben, als ob doch nicht Alles gar zu fein gesponnen sei, was in den letzten Jahren am Spinvrad der Zeit geschaffen worden ist. Die Offiziösen leben schon jetzt in einer Stimmung jubelnder Lust:„Morgen kommt der Freiersmann, morgen werden wir ernten, was wir gesäet haben.“ Aber ach, der Freiersmann wird vorübergehen und die Ernte wird ein Anderer in die Scheunen sammeln. Der Riesenbedarf für die neuen Kolonien wird nicht in Deutschland gedeckt werden und die Zollgesetzgebung für Südafrika wird in einer Weise„revidiert" werden, daß uns Hören und Sehen vergeht. Dann wird vielleicht Graf WolffMetternich, der jetzt an der Themse das deutsche Reich vertritt, seine Ansichten über den„Jugendstil in der Politik" etwas modifizieren und diesen Stil dort suchen, wo zünftige Diplomaten die Erklärung Marschalls, daß die deutschen Interessen niemals die Vernichtung der Unabhängigkeit Transvaals zugeben würden, leichten Mutes umgeformt haben in den Satz: Deutschlands Interessen werden am besten gewahrt, wenn die Unabhängigkeit Transvaals vernichtet wird. Vorläufig stehen wir nur am Anfang der Entwickelung. Die gehässigen Ausfälle gegen Deutschland werden sich noch steigern und wir werden noch andere Vergleiche zu lesen bekommen, als den eines Jingoblattes, das uns mit einem über den Ausgang des Krieges zeternden hysterischen Weibe vergleicht. Die Wirkung in der großen Masse des englischen Volkes wird nicht ausbleiben. Man respektiert dort drüben immer Entschlossenheit, das Kaisertelegramm von 1896 erweckte thatsächlich solchen Respekt. Gefällige Liebesdienste nimmt man wohl entgegen, aber man lächelt über den Spender. Das ist heute so, das ist immer so gewesen und wird auch in Zukunft nicht anders sein. In den Tagen der größten Intimität, der gesteigerten Dienstfertigkeit, erlebten wir Samoa und die demütigende Beschlagnahme unserer Schiffe. Zur Tagesgeschichte. Deutschland Mit der Kaiserzusammenkunft in Reval wird auch eine Zusammenkunft der leitenden Minister verbunden sein. Es verlautet nämlich in Wiener politischen Kreisen, daß Reichskanzler Graf Bülow den Kaiser zu den russischen Seemanövern begleiten und daß auch der russische Minister des Auswärtigen Graf Lambsdorf der Zusammenkunft beiwohnen wird. Vom Krankenlager des Königs von Sachsen. Nach dem gestern mittag beim Dresdener Oberhofmarschall aus Sibyllenort eingegangenen Bericht empfing der König in den letzten Tagen wiederholt den präsumtiven Thronfolger, Prinzen Georg, der dann jedesmal längere Zeit im Gespräch mit seinem Bruder am Krankenlager verweilte. Gestern in früher Morgenstunde ließ sich der König über Regierungsangelegenheiten Vortrag halten, und erledigte eine größere Anzahl der ihm am Herzen liegenden Gnadengesuche. Die Erkrankung des Königs besteht in einer durch eine Erkältung hervorgerufenen Störung der Körperfunktionen, die sich bei dem hohen Alter des Patienten in sehr bedrohlicher Herzbeklemmung äußert. Wie es in einer anderen Meldung heißt, leidet der König an neuen Anfällen von Atemnot und fühlt sich schwächer. Dazu herrscht sa,wüle Witterung, und die Aerzte fürchten jede Wiederholung der Anfälle, und deshalb auch jede Aenderung des Wetters. Das gestern nachmittag ausgegebene Bülletin lautet: „Der König von Sachsen brachte einen großen Teil des Tages schlafend zu; in der schlaffreien Zeit zeigte Se. Majestät eine etwas regere Teilnahme. Der derzeitige Gesamtzustand ist im Uebrigen unverändert.“ Der Sultan sandte an den König ein Telegramm, in dem er sein unendliches Bedauern über die Erkrankung des Königs und Wünsche für die baldige Genesung ausdrückt.— König Albert dankte dem Sultan telegraphisch und erklärte, daß er sich besser befinde. Gestern vormittag ist der Beichtvater des Königs, Hofprälat Maaz in Sibyllenort angekommen. Der Hofkaplan Plewka reiste nachmittags von dert ab. Königin Wilhelmina in Deutschland. Wie aus Schloß Schaumburg gemeldet wird, ist daselbst gestern abend die Königin Wilhelmina der Niederlande mit der Königin=Mutter eingetroffen, um Erholung von ihrer schweren Krankheit zu suchen.— Schloß Schaumburg im Unterlahakreis des preußischen Reg.=Bez. Wiesbaden, bei dem Dorfe Balduinstein an der Lahn, gehört seit 1877 dem Fürsten zu Waldeck und Pyrmont. Die Mutter der Königin Wilhelmina, die verwitwete Königin Emma, ist eine geb. Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont. Die zweite Beratung der Zuckersteuernovelle. In siebenstündiger Sitzung hat der Reichstag gestern die zweite Beratung der Zuckersteuernovelle durchgeführt. Das Ergebnis ist 1) Ablehnung des von der Kommission in die Regierungsvorlage hineingefügten neuen Kontingentierungsplans, 2) Festsetzung der Zuckersteuer auf 14 Mk., unter Ablehnung des Kommissionsbeschlusses, der die Zuckersteuer vom 1. September 1903 an auf 12 M., vom 1. September 1905 an auf 10 Mk. normierte. Im Verlaufe der Sitzung führte Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben aus: Die schon von der Regierung vorgeschlagene Ermäßigung der Zuckersteuer von 20 auf 16 Mark wird eine bedeutende Ermäßigung des Zuckerpreises im Detailhandel herbeiführen. Eine weitere Herabsetzung des Steuersatzes nach dem Kommissionsvorschlag würde bei einer Steigerung des Konsums unerheblich sein, dagegen für die Reichskasse einen Ausfall von 7 Millionen bedeuten, d. h. bei Herabsetzung von 16 auf 12 Mark 28 Millionen. Die Regierungen würden am liebsten b.i dem Satz von 16 Mk. bleiben, wollen sich aber einverstanden erklären, auf die Basis von 14 Mk. eine Einigung zu erzielen.— Auf der Tagesordnung der nächsten Reichstagssitzung steht das Saccharingesetz. Eine zweite Sitzung, in der die noch ausstehenden dritten Lesungen und die Schlußabstimmungen erledigt werden sollen, ist für heute mittag oder nachmittag in Aussicht genommen. Dann soll die Vertagung erfolgen. Die Umlegung von Grundstücken in Frankfurt a. M. Das Abgeordnetenhaus nahm gestern die sogen ler Adickes im wesentlichen nach den Kommissionsbeschlüssen in zweiter Lesung an. Zu§ 11a wurde ein Antrag des konservativen Abg. v. Pappenheim angenommen, wonach gegenüber dem Kommissionsbeschluß eine geringfügige Erhöhung der Entschädigungssumme für das zu Straßen und Plätzen abzutretende Terrain festgesetzt wird. Minister von Thielen erklärte die Zustimmung der Regierung zu den Kommissionsbeschlüssen, auch zu§ 47, der die Ausdehnung des Gesetzes auf andere Gemeinden als Frankfurt a. M. ausschließt. Ueber die Regelung der Landestrauer soll bekanntlich dem preußischen Landtag in seiner nächsten Tagung ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, zu dem, wie es jetzt heißt, der Kaiser selbst die Anregung gegeben hat. Vielfach sind Beschwerden aus dem Erwerbsleben über Härten der bisherigen Landestrauerordnung eingelaufen, noch zuletzt beim Tode der Kaiserin Friedrich, wo sich gerade in den schönsten Sommertagen durch die Landestrauer und das mit ihr verbundene Verbot aller möglichen öffentlichen Veranstaltungen zahlreiche Gewerbetreibende einfach kalt gestellt sahen. Unzart, ja frivol mochte es anmuten, als während der schweren Erkrankung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen zu Anfang des Jahres 1888 von Köln aus die Erlaubnis, den Karneval feiern zu dürfen, nachgesucht und bewilligt wurde. Thatsächlich würde aber ein völliger Ausfall des Karnevals Tausende von Existenzen, die in der Konfektion, besonders der Papierindustrie, auch in dem Holzwaren= und Textilgewerbe ihr täglich Brod finden, einfach in Frage stellen und vernichten. Schützenfeste und andere sommerliche Veranstaltungen mußten im vorigen Jahre beim Tode der Kaiserin Friedrich in Preußen unterbleiben oder plötzlich eingestellt werden, und wie ein Aufschrei ging es in der ohnehin wirtschaftlich gedrückten Zeit durch das Land, daß schließlich die Fortsetzung der Schützen= und anderer Feste nach Beendigung der Landestrauer gestattet wurde. Um diese verhängnisvollen Wirkungen eines schönen äußeren Gefühlsausdruckes, die sich ja schon durch die Enthaltsamkeit weiter, wirklich innerlich anteilnehmender Volkskreise von allen lauten Lebensbethätigungen bis zu einem gewissen Grade immer sühlbar machen werden, soweit möglich abzuschwächen, soll die Landestrauer in Preußen einer Neuregelung unterzogen werden. Deutschland und Frankreich. Mit Bezug auf die vom deutschen Reichskanzler Grafen Bülow gelegentlich der Verhandlungen über die Aufhebung des Diktaturparagraphen gehaltene Rede sagt ein anscheinend offiziöser Artikel des Pariser„Figaro":„Manche Franzosen gaben sich der Hoffnung hin, daß Frankreich durch ein außereuropäisches Uebereinkommen mit Deutschland gleichwertige Genugthuung in Europa(d. h. Ablassung eines Teiles der Reichslande gegen französische Kolonien. Die Red.) erlangen könnte. Diese Hoffnung war eine Illusion. Aber wenn gewisse Leute an ihr noch festhalten sollten, so wollte Graf Bülow nicht, daß sich nunmehr irgend jemand darüber täusche. Dank dem Grafen Bülow ist die Situation auf deutscher Seite von unvergleichlicher Klarheit. Was uns anlangt, so haben wir keine Ursache, dieselbe zu verdunkeln. Wir sind von den korrekten Beziehungen, die wir zu unseren Nachbarn unterhalten, befriedigt. Wir sind bereit, die Courtoisie, für welche wir wiederholt Beweise erhalten haben, mit gleicher Courtoisie zu erwidern. Wir wohnen ebenso wie die Deutschen in dem Friedensgebäude, dessen Bewohner sich, wie der Reichskanzler jüngst in der dem„Figaro" bewilligten Unterredung sagte, je nach Zeit und Art mehr oder weniger behaglich fühlen. Aber es ist uns noch in höherem Maße unmöglich, dem Erbgute unserer Erinnerungen zu entsagen, als es Deutschland schwer fällt, auf einen einzigen seiner Siege zu verzichten, und da wir außerhalb des Gebietes, auf das Deutschland zu begeben sich weigert, nichts von ihm zu verlangen haben, so werden wir auch weiterhin in den gutnachbarlichen Beziehungen, welche die Zeit zwischen Frankreich und Deutschland hergestellt hat, den genauen und hinreichenden Ausdruck dessen finden, was die Sorge um den allgemeinen Frieden und die Wahrung eigener Interessen von einer richtigen Politik verlangen.“— Ein anderes französisches Blatt, die„Aurore“, sagt in Betreff der Erklärungen des Grafen Bülow, diese Rede beweise, daß die Germanisierung Elsaß=Lothringens eine vollendete Thatsache sei. Was bedeuteten dieser Thatsache gegenüber die deklamatorischen Behauptungen der Revanche=Helden!„Wir beglückwünschen,“ so sagt das Blatt, „die Deutschen nicht zu diesem Ergebnis, aber, wer wagt es, die Elsaß=Lothringer zu tadeln?“ Keine Illumination des deut schen Botschaftspalais in London. Die„Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Meldung der Rh. W. Ztg., daß die deutsche Botschaft zum Friedensabschluß illuminiert habe, als Erfindung. Hierzu bemerkt das Essener Blatt: Wir haben die Nachricht von einem ständigen, sonst stets zuverlässigen Mitarbeiter, bei dem wir dieserhalb sofort Rückfrage halten werden. Andere Blätter z. B. der„Hann. Courier“ haben übrigens inhaltlich dieselbe Meldung gebracht. Sie ist also jedenfalls in London so runderzählt worden. Wenn es eine Erfindung ist, so ist diese in London entstanden, denn so etwas diesseits zu erfinden, wäre angesichts einer zu erwartenden Aufklärung ungereimt. Zur Waffenstreckung in Südafrika. Das„Reutersche Büreau“ meldet aus Pretoria, den 9 Juni: Bisher haben sich über 7000 Buren ergeben. Die Hülfsbedürftigen in Indien. Der Vizekönig von Indien sandte nachstehendes Telegramm an den Staatssekretär für Indien: Im größeren Teil des Landes ist leichter Regen niedergegangen. Die Zahl der Hilfsbedürftigen hat weiter um 15000 zugenommen und wird sich wahrscheinlich noch vermehren, bis der Monsum beginnt; die Preise sind aber ziemlich billig. Herforder Kreisnachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 11. Juni 1902. = Das Ravensberger Missionsfest soll in diesem Jahre am 3. Juli in Bünde gefeiert werden. Der Beginn dieses kirchlichen Festes ist auf 9½ Uhr vormittags festgesetzt. — Reinigung des Flußbettes der Werre. Nachdem das Flußbett der Werre infolge Ziehung der Schützen am Bergerthor fast trocken gelegt ist, um mit dem Einbau der Turbinen für das städtische Elektrizitätswerk beginnen zu können, wird nun auch eifrigst daran gearbeitet, das Flußbett selbst in Ordnung zu bringen. In demselben sind Schienen gelegt, um mittelst Wagen Erde und Steine abzufahren. Von der Mittelstädter Mühle bis zum Bergerthor geschieht die Reinigung des Flußbettes auf Kosten der Stadt und der Mühle; die Arbeiten sind dem Unternehmer Strunk übertragen. Die andere Reinigung von Pepers Mühle bis zum Merkpfahl nahe an der Mittelstädter Mühle, welche die Stadt allein vorzunehmen hat, erfolgt durch den Fuhrpark. Auf dieser Strecke muß das Flußbett erheblich vertieft werden, damit die Stadt den vertragsmäßigen Staustand innehalten kann. Der Merkpfahl bei der Mittelstädter Mühle wird bekanntlich um 50 cm erniedrigt. Außerdem reinigt der Fuhrpark für die Stadt das Flußbett unterhalb der Peperschen Mühle. Die Arbeiten zwecks Turbineneinbaues werden auch nachts bei elektrischer Beleuchtung eifrigst gefördert.— Herrn Quest zahlt die Stadt dem Vernehmen nach eine tägliche Gebühr von 20 Mk. * B e z ü g l i c h d e r F u t t e r m a u e r, w e l c h e j a d e m n ä c h s t in der Bahnhofstraße vom alten Wasserturm an bis zum neuen Bahnhofsgebäude zu errichten ist, wird uns ein recht beachtenswerter Vorschlag, und zwar dahingehend, einen Teil dieser Mauer mit Nischen zu versehen, die dann vermietet werden könnten. Auf diese Weise ließe sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden; es würde den Geschäftsleuten gedient sein, die Wert darauf legen, in der Nähe des Bahnhofs eine Filiale zu haben, und dann ließen sich auch erwünschte Ruheplätzchen schaffen. Des Weiteren würde durch Berücksichtigung dieses Vorschlags auch ermöglicht, daß die Futtermauer wesentlich verschönert sich ausnehmen wird, was außerdem auch durch Anpflanzung von Ephen zu empfehlen wäre.— Wir haben der vorstehenden Anregung gern Raum gegeben, weil dieselbe jedenfalls manches für sich hat. . Markthallenkommission. Unter dem Vorsitz des Herrn Bürgermeisters Busse fand gestern vormittag 11 Uhr eine Sitzung der Markthallenkommission statt. Es wurde beschlossen, den städtischen Kollegien eine Neupflasterung des Hofes vor dem Rathause II, dessen Zustand ja wiederholt zu Klagen Anlaß gegeben hat, dringend zu empfehlen, ebenso eine Besserung der übrigen Höfe. Ferner wurde die Anbringung einer Bedürfnisanstalt für Frauen als notwendig erachtet. □□ Deutscher Flotten=Verein. Sonderfahrten zur Kieler Woche. Man schreibt uns: Außer der schon erwähnten, vom 26.—30. Juni dauernden Fahrt veranstaltet der Deutsche Flotten=Verein noch zwei vom 29. Juni bis zum 4. Juli. Eine(A) führt von Berlin über Bremen, Bremerhaven, Helgoland, Hamburg, Kiel nach Berlin zurück, die andere(B) in umgekehrter Folge von Kiel nach Bremen. Das Programm enthält u. a. Festessen an Bord der Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd„Kaiser Wilhelm der Große"(A) oder„Kaiserin Maria Theresia“(B), Uebernachtung und Frühstück an Bord dieser Dampfer und Besichtigung unter Führung der Kapitäne und Offiziere. Der Preis für die Teilnahme an einer dieser Fahrten beträgt 125 Mk. von Berlin und nach Berlin zurück auf der Eisenbahn zweiter, zu Schiff erster Klasse einschließlich Fahrgeld, Unterbringung, Verpflegung(ohne Getränke), Trinkgelder usw. Diejenigen, welche sich erst in Bremen(A) oder in Kiel(B) anschließen wollen, zahlen 100 Mk. Anmeldungen sind bis spätestens zum 15. Juni zu richten an die Präsidial=Geschäftsstelle des Deutschen Flotten=Vereins, Berlin NW., Dorotheenstraße 42, II. Genaues Programu., Teilnehmerliste, Teilnehmerkarte, Kofferadressen usw. erhalten die Teilnehmer einige Tage vor Beginn der Fahrt. Für die Bequemlichkeit der Damen wird bestens Sorge getragen, und in den Programmen sind allabendlich Konzert und Tanz vorgesehen. Der belehrende Teil der Fahrten hat wesentliche Erweiterungen gegen das Vorjahr erfahren; so sind geplant: Teilnahme an zwei Regatten, längerer Aufenthalt in Hamburg, Fahrten in die offene See von Kiel aus, Vorführung von Rettungsapparaten in Laboe und vielleicht auch Manöverübungen von Kriegsschiffen, deren Besuch unter Führung von Offizieren stattfindet. Bei größerer Beteiligung aus der Provinz Westfalen würde Fahrpreisermäßigung ab Dortmund nach Berlin bzw. Bremen oder Kiel beantragt werden. Ferner teilen wir unseren Mitgliedern mit, daß ihnen beim Besuch der Marine=Schauspiele auf der Düsseldorfer Ausstellung eine Preisermäßigung von 50% gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte gewährt wird. Konzert=Notiz. Für die durch den Lohndiener Herrn Wessel in diesen Tagen in Umlauf gesetzte Abonnementsliste zu den im Sommer auf dem hiesigen Schützenhof zu veranstaltenden Konzerten des hier gewiß rühmlichst bekannten Bielefeider städtischen Orchesters(Dirigent: Königl. Musikdirektor Ochs) bitten wir unsere Leser um recht reichliche Zeichnung, da nur durch eine gewisse Garantie der hohe Kunstgenuß sicher in Aussicht gestellt werden kann. Die Schulz'sche Villa am Wilhelmsplatz wurde in dem heutigen Zwangsversteigerungstermin von Herrn Kaufmann Wilh. Sievecke für 34000 Mk. erstanden. Zu diesem Termin hatten sich ca. 12 Käufer eingefunden. ** Besitzwechsel. Die in der Mindenerstraße gelegene Besitzung des Herrn Schuhmachermeisters Tielker hat Herr Kaufmann Julius Weingarten zum Preise von 6850 Mk. käuflich erworben. . Beschädigung von Rohren. Dem Fabrikant Matthias sind heute nacht 2 Cementrohre zerschlagen worden. M. hat für die Ermittelung des Thäters 10 Mk. Belohnung ausgesetzt. . Geistesgestört. Der gestern von der Polizei festgenommene Arbeiter Wolsky mußte wegen Geistesgestörtheit vorläufig in das Kreiskrankenhaus überführt werden. * Herringhausen, 10. Juni. Diphtheritis. In der hiesigen Gemeinde ist die Diphtheritis ausgebrochen. Die Schule ist vorläufig geschlossen worden. i Enger, 10. Juni. Verschiedenes. Die öffentliche Prüfung der Schülerinnen des IV. Lehrganges der Wanderhaushaltungsschule findet am nächsten Sonnabend statt. — Der Bau der Kleinkinderschule ist in Angriff genommen; er wird durch den Baugewerksmeister Kenter hier ausgeführt. n Siele, 10. Juni. Schulbausache. Am 17. ds. Mts. findet eine Sitzung des Schulvorstandes statt, in welcher in Gegenwart eines Regierungsvertreters über die Bauplatzfrage für den Schulneubau verhandelt werden soll. k Westerenger, 10. Juni. Schulerweiterung. Eine Sitzung des Schulvorstandes und der Gemeindevertretung zwecks Erweiterungsbaues der Schule II findet am 17. ds. Mts. in der Schule I hier statt. Den Verhandlungen wird Regierungsrat Mackensen beiwohnen. „ Spradow, 10. Juni. Entwendung von Schirmen. Immer, wo größere Menschenmassen zusammenkommen, finden sich auch die Spitzbuben ein. So war es auch am Sonntag gelegentlich des hier stattgehabten Herforder Kreiskriegerverbandssestes der Fall. Die Diebe hatten es hier vor allem auf Schirme abgesehen; ca. 30 Stück sollen abhanden gekommen sein, selbst Kinderschirme fehlen. ** Blotho, 10. Juni. Berschiedenes. Heute begingen die Rentner Thoreinschen Eheleute das Fest der goldenen Hochzeit.— Im nahe gelegenen Wehrendorf ist dem Wirt Zurheide nachts aus der Ladenkasse ein Betrag von ca. 20 Mk. entwendet worden. Von dem Spitzbuben fehlt jede Spur. Dem Bäckergesellen des Herrn Z. wurde auf dem Nachhausewege von Salzuflen die Uhr gestohlen und zwar von einem des Weges kommenden Menschen, der den Gesellen nach der Zeit gefragt hatte. Aus Provinz und Nachbarstaaten. * Bielefeld, 10. Juni. Schwurgericht. Der Beginn der nächsten Schwurgerichtsperiode ist auf den 1. Juli festgesetzt. Vorsitzender ist Landgerichtsdirektor Löher. Die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ ist für den Kreis Herford das wirksamste Insertionsorgan. graue Haus. Roman von B. Corony. 8. Fortsetzung. [Nachdruck verboten.] Ediths fessellos nieverwallende Locken flogen hoch auf und ringelten sich um die Zweige des Strauches, neben dem sie stand. Katharina löste die goldenen Strähne von dem Geäst und wiederholte ihre Aufforderung, rasch unter Dach zu treten. „Aber José?“ stammelte das junge Mädchen ängstlich. „Er weilt jedenfalls an sicherem Orte, bis das Ungewitter seine Wut erschöpft hat. Komm! Du glühst ja förmlich; schnell, es regnet schon!“ Vom Sturm vorwärts getrieben, verließen sie den Garten. Gleich darauf prasselte der Regen, untermischt mit Hagelkörnern, an die Fenster. Es schien, als wollte sich der Aufruhr gar nicht besanftigen; zerriß das Gewölk an einer Stelle, so zogen wieder neue Wolkenmassen heran; schwefliger Geruch erfüllte die Luft, und erstickend heiß war es in den Gemächern. „Geh zu Bette, Kind,“ sagte Katharina, als das Tosen endlich etwas nachließ:„Du siehst müde und angegriffen aus.“ „Ich will den Bruder erwarten.“ „Du hörtest ihn doch sagen, daß er vielleicht die ganze Nacht weg bleibt.“ „Nun, so wache ich bis zum Morgen!“ rief Edith, beide Feusterflügel aufreißend;„ich könnte doch nicht schlafen; mir ist so bang, so traurig, so ängstlich zu Mute, als stände Unheil lauernd hinter mir, als müsse die nächste Stunde etwas Entsetzliches Hie(Gewitterschwüle regt Deine Nerven auf,“ bemerkte entgegnete Edith und schickte sich an, das „ H in gest Dus, Fraote die. Vegrnte, Arbeitszimmer: von dort kann man, wenn Blitze zucken, die ganze Gegend überblicken: welleicht sehe ich ihn kommen.“ „In dem häßlichen Durcheinander dort drüben wird Dir nur noch unheimlicher. Doch wie Du willst. Gehen wir also.“ „Bleib hier!“ bat Edith. „Weshalb? Ich begleite Dich.“ „Das sollst Du aber nicht; Du sollst nicht fortwährend auf alles achten, was ich thue und lasse. Diese beständige Sorge oder Bevormundung, ich weiß nicht, welcher Ausdruck der richtige ist, verbittert mein Leben, ich bin doch nun alt genug, um selbst zu wissen, was mir frommt.“ Sie nahm die auf dem Korridor brennende Lampe mit sich, ging in das bezeichnete Gemach und lehnte sich weit aus dem Fenster. Der Donner rollte nicht mehr, doch in der Ferne flammte es häufig jäh auf, während die vorüberjagenden Wolken sich oft rasch teilten und dann matten Silberglanz zwischen ihren phantastischen Formen hindurch schimmern ließen. Des Vollmonds bleiche Strahlen suchten den schwärzlichen Schleier zu zerreißen, und wenn ihnen das sekundenlang glückte, so konnte man ganz deutlich den schmalen, am Walde hinführenden Weg überblicken.— Nahte dort jetzt eine Gestalt, oder war es Täuschung? Wieder erfolgte ein grelles Aufzucken. Wie geblendet drückte Edith die Hand an die Augen und wandte sich um. O, wie häßlich, wie unheimlich sah es doch in diesem Zimmer aus! Die flackernde Lampe erhellte den Raum nur spärlich, gerade genug, um die Schatten der hier aufgehäuften Gegenstände bis ins Grauenhafte zu vergrößern und zu verzerren. Das waren keine Fledermaus flügel mehr, sondern Geierfittiche; die Schattenrisse der Skelette hatten keinen Raum an der Wand, sie bedeckten sogar den Plafond; alles in diesem Zimmer schien sich zu regen, zu wachsen, zu drehen. Es war, als rückten die Mauern zusammen, als senke sich die Decke herab, kröchen die Schlangen aus ihren Spiritusbehältern, grinse der Totenkopf auf dem Schreibtisch. Das Mädchen schrie plötzlich laut auf und stürzte zur Thür. Da öffnete sich diese, und José erschien auf der Schwelle. dunne, feuchte, schwarze Haar hing ihm tief in die Stirne. warum zitterst Du und geberdest Dich wie eine Wahnsinnige?" herrschte er die Schwester an. #ch erschrak— weshalb weiß ich nicht", stammelte sie. „Es ist gräßlich hier!“ „Warum kamst Du denn herein, wenn Deine Nerven so schwach sind?“ „Um nach Dir auszuspähen; ich ängstigte mich“. „Du lügst!“ rief José.„Nicht um meinetwillen betratest Du dieses Zimmer, sondern um nach dem Neubau hinüber zu sehen; vielleicht stand da drüben Einer und winkte Dir zu.“ „Was fällt Dir ein?— Und weshalb bist Du so aufgebracht?“ fragte Edith, sich bang an die Wand drückend. Katharina hatte recht; zuviel durfte Edith sich nicht zumuten, furchtsam irrte ihr Blick nach der Thür, als müsse die oft förmlich gehaßte, aber doch unentbehrliche Gefährtin eintreten und durch ihr klares, hartes, nüchternes Wesen das Grauen verscheuchen. Aber die Hellmuth kam nicht. „Was mir ist?“ erwiderte José nach längerem Schweigen, „Der Patient, den ich behandelte, starb mir unter den Händen; ich konnte ihn nicht retten.“ „Das ist traurig; aber wenn den Aerzten die Macht verliehen wäre, jeden am Leben zu erhalten, so gäbe es überhaupt keinen Tod mehr. Hinterließ er eine zahlreiche Familie— unversorgte Kinder oder eine verzweifelte Mutter?" „Er stand allein.“ „Nun, dann trifft sein Hinscheiden doch niemanden schwer; das Bewußtsein, alles, was in Deiner Macht lag, gethan zu haben, muß Dir genügen.“ „So?— muß es das?— Ich hätte ihn vielleicht gerettet, wäre es mir, bevor ich das Haus verließ, moglich gewesen, meine Gedanken mehr zu sammeln; aber der Bau nebenan läßt mich ja gar nicht zu Verstande kommen. Das beständige Hämmern, das Reden, Lachen, Durcheinanderschreien der Leute, der Anblick der Arbeiter, die an den Leitern emporklettern und mir dummdreist ins Zimmer starren, stört mich; es macht mich unfähig zum Denken.“ „Dem ist ja leicht abzuhelfen; Du kannst ja die Räume beziehen, die ich jetzt bewohne, und ich richte mich hier ein; gleich morgen soll Katharina—“ „Das soll nicht geschehen!— Hast Du es gehört und verstanden?“ „Gehört wohl— verstanden nicht.“ „Nun so will ich Deinem, wie es scheint, jetzt sehr schwachen Begriffsvermögen zuhilfe kommen und deutlicher reden. Du ziehst nicht bier ein weil ich keine thörichte Liebelzi zwischen Die * Detmold, 10. Juni. Auszeichnung. Das Trompeterkorps des Kürassier=Regiments v. Driesen spielte bei der Frühstückstafel gestern mittag im Residenzschlosse. Die Musik wurde so trefflich ausgeführt, daß, wie wir in der Ldsztg. lesen, der Regent nach der Tafel dem Stabstrompeter Fritzick das silberne Ehrenkreuz überreichte. * Oberbecksen, 10. Juni. Blitzschlag. Bei dem am Sonntag mittag niedergegangenen Gewitter traf laut O. A. der Blitz die Windmühle des Müllers Fr. Böker hierselbst, zerschlug einen Mühlenflügel gänzlich und zersplitterte die Welle, ohne jedoch zu zünden. Der Schaden, der durch Versicherung gedeckt ist, wird sich auf cu. 400 Mk. belaufen. * Paderborn, 10. Juni. Mutige That eines jungen Mädchens. Der Mut und die Geistesgegenwart eines jungen Mädchens rettete gestern abend der 4jährigen Enkelin des Steueraufsehers R., die in den Arm der Pader an Schwarzendahls Mühle gefallen war, das Leben. Während das Kind bereits in dem Strudel versunken war, sprang die 14jährige Tochter des Maurermeisters Gertler kurz entschlossen über das Geländer in das reißende Wasser und rettete das Kind vom Tode des Ertrinkens. * Buer, 10. Juni. Verhängnisvoller Trunk. Ein 1½ Jahre alter Knabe trank vor einigen Tagen im elterlichen Hause aus einer Flasche in einem unbewachten Augenblick Medizin, die für seinen Vater zum Einreiben bestimmt war. Nach großen Schmerzen ist das Kind verstorben. * Kassel, 10. Juni. Ein unglücklicher Stoß. Eine unglaubliche Rohheit hatte Sonntag nachmittag den jähen Abbruch eines Fahnenweihfestes und den Tod eines Menschen in dem Dorfe Harmuthsachsen zur Folge. Einem angeblichen Agenten von hier wurde der Zutritt zum Festplotz verwehrt, weil er sich weigerte, eine Eintrittskarte zu lösen. In dem darob entstandenen Wortwechsel stieß der Fremde dem Aufsicht führenden Vorstandsmitglied des betr. Gesangvereins, einem jungen Menschen namens Mengel, die Schirmstockspitze solcher Heftigkeit ins Auge, daß M. infolge Verblutung auf der Stelle verstarb. Der Thäter, an dem fast Lynchjustiz verübt worden wäre, wurde vom Gendarmen verhaftet. * Oldenburg, 10. Juni. Ein Opfer der Schlachtbank. Es wurde mitgeteilt, daß der Hengst„Brotherr“ der Schweiburger Hengsthaltungsgenossenschaft, hiel ein Opfer der Schlachtbank geworden sei. Ueber das gesundheitliche Befinden des Hengstes standen sich zwei tierärztliche Meinungen vollständig gegenüber. Die eine Meinung ging dahin, daß der Hengst mit„Spat“ behaftet sei, die andere dahin, er sei frei vom„Spat". Die erste Meinung vertrat Tierarzt Dr. Greve hierselbst. Der„Brotherr", der für 12000 Mk. käuflich erworben war, wurde abgekört, konnte aber dann als Gebrauchspferd für etwa 1000 Mk. verkauft werden. Die Genossenschaft beschloß jedoch, den Hengst zu töten und untersuchen zu lassen, um festzustellen, welche von den tierärztlichen Meinungen die richtige sei. Das ist geschehen, und die Hinterbeine des Pferdes sind nach der Tierarzneischule in Berlin gesandt zur Begutachtung. Das Gutachten der Schule ist eingetroffen. Es geht dahin, daß der Hengst thatsächlich mit„Spat" behaftet gewesen ist. Damit ist also die Ansicht des Tierarztes Dr. Greve hierselbst als die richtige festgestellt. Vermischtes. Mit militärischen Ehren begraben wurde in Mocker bei Thorn(Westpreußen) ein 5jähriger Junge, Sohn einer Witwe, der von dem durch einen Leutnant des Inf.= Rats. 176 gelenkten Wagen ohne dessen Verschulden überfahren und getötet worden war. Das gesamte Offizierkorps und die Regimentskapelle nahmen an der Trauerfeier teil, die einen erhebenden Eindruck machte. Ein Kriegshund als„Juyaver“ der Chinamedaille. Gelegentlich einer Prüfung der Kriegshunde, die dieser Tage unweit Frankfurt a. M. abgehalten wurde, fiel der erste Bataillonspreis dem Jägerbataillon Nr. 4 in Bitsch t. Elsaß zu für seine Airedale=Terriers Muck, Bill und Bello. Hierbei sei bemerkt, daß der genannte Kriegshund Muck mit und dem Herrn Baumeister dulde, weil ich es nicht leiden mag, daß Du immer am Fenster stehst und Blicke mit ihm austauschest, weil ich mit dem eingebildeten Gecken nichts zu thun haben will!“ In Ediths Gesicht spiegelten sich Trotz und verletzter Stolz.„Von einer Liebelei, von einem koketten Spiel kann bei mir nicht die Rede sein," erwiderte sie kühl abweisend. „Wenn einst die Liebe in mein Herz einzieht, so geschieht es für Zeit und Ewigkeit; dann würden mich selbst Mauern und Eisengitter nicht hindern, ihrem Gebot zu folgen.“ „Vielleicht könnte aber Dein mir gegebenes Wort zu einer mächtigeren Schranke werden.“ „Mein Wort?“ „Denkst Du etwa nicht mehr an das Versprechen, das wir austauschten?“ „D doch; allein damals waren wir fast noch Kinder; ich hätte nie gedacht, daß Du aus dieser kindischen, unüberlegten Aeußerung eine drückende Fessel für mich schmieden würdest.“ „Das ist auch keineswegs meine Absicht; mit Gewalt halte ich Dich nicht zurück. Geh', wenn Du willst!“ erwiderte er herb und stieß heftig die Thür auf, gleichsam sie auffordernd, das Zimmer zu verlassen. „Zögernd blieb das Mädchen stehen.„So gereizt und ungerecht warst Du noch nie,“ sagte sie, und verhaltenes Weinen zitterte in ihrer Stimme.„Warum zürnst Du mir und blickst mich so finster an? Stand ich Dir nicht immer treu zur Seite?“ „Das thatest Du solange, bis jener Mensch kam; seitdem er unser Haus betrat, bist Du eine andere geworden.“ Sie erglühte.„Du sprichst sonderbar. Was hat Herr Steiner verschuldet? Wie Du als Arzt Deines Berufes, so waltet er als Architekt des seinigen. Hätte er Försters Auftrag abgelehnt, so würden sich genug andere gefunden haben, den Bau zu übernehmen. Und weshalb sollte er den ihn ehrenden Auftrag um unseretwillen zurückweisen? Das durftest Du weder verlangen noch erwarten.“ „Das gebe ich zu; aber dessen ungeachtet ist und bleibt er mir widerwärtig; ich werde ihn niemals freundlich willkommen heißen, Du weißt, daß ich nicht leicht zu täuschen bin; ich weiß es nur zu gus da##er nur deinetwesen hierher kommt. in China war; er trägt die Chinamedaille am Halsbande. Was er dort für das Militär war, geht aus folgender Episode hervor: Muck befand sich bei einer Abteilung Infanterie; durch seine Wachsamkeit in der Nacht wurden die Soldaten auf Vorgänge an einem nahegelegenen Flußufer aufmerksam, wo die Boxer sich in aller Stille beeilten, eine Brücke abzureißen, was nur durch die Klugheit des Tieres indirekt verhindert wurde. In einer launigen Nachsitzung der dabei beteiligten Offiziere wurde später einstimmig beschlossen, dem treuen Wächter die Chinamedaille zu verleihen, allerdings nur in— Imitation. Nichtsdestoweniger ist Muck überaus stolz auf diese seltene Auszeichnung. Ueber den Fluchtversuch von Sträflingen aus dem Zuchthaus in Moabit wird noch folgendes gemeldet: In dem Zuchthause an der Lehrterstraße, dem sogen. Zellengefängnis, überfielen vorgestern nachmittag zehn Sträflinge einen Aufseher, steckten ihm ein Tuch in den Mund, knebelten ihn mit Handtüchern und legten ihn dann in eine Ecke des Saales, wo er hilflos liegen bleiben mußte. Dann nahmen sie ihm die Schlüssel ab, schlossen die übrigen Gefangenen und Aufseher in ihren Sälen ein und zerschnitten die elektrische Lärmleitung. Es gelang nur zweien, aus der Anstalt zu entwischen. Die übrigen wurden teils bei dem Fluchtversuch selbst, teils kurz darauf wieder dingfest gemacht. Auf Amors Pfaden begegneten sich kürzlich Mutter und Sohn in Berlin. Eine Mutter, eine Rentnerin in den besten Jahren, suchte durch eine Zeitungsanzeige einen Mann. Es meldeten sich oone Angabe ihres Namens viele, welche die Bekanntschaft der Frau mit„imposanter Figur: machen wollten. Die Heiratslustige entschied sich für einen Bewerber aus der Provinz. Auf dem Fernbahnsteig an der Friedrichstraße sollte er sie treffen. Sie wollte einen Maiglöckchenstrauß tragen und er sollte eine rote Rose ins Knopfloch stecken. Sehnsüchtig harrte die Witwe der Ankunft des Zuges; der einzige Reisende aber, der mit der roten Rose ausstieg, war ihr Sohn, der in der Provinz angestellt ist. Das Wiedersehen war für beide etwas peinlich. Eine„reiche junge Witwe“. In einem Dorfe in Michigan legte vor kurzem der Postbeamte seine Thätigkeit nieder, weil er für eine Dorfbewohnerin eine derartige Menge von Briefen bekam, daß er allein die Arbeit nicht bewältigen konnte. Als man nun die Sache untersuchte, stellte man fest, daß diese Frau, die eine Art Hütte in einer elenden Dorfstraße bewohnte, eine Annonce in eine Heiratszeitung hatte setzen lassen, durch die sie einen Gatten suchte; sie gab sich als eine junge Witwe aus, die über 200000 Mk. im Vermögen und außerdem die Aussiht auf eine Erbschaft von 5 Millionen hätte. Als Antwort schickte sie Heiratslustigen, die an sie schrieben, das Porträt einer Schauspielerin. Als man sie festnahm, entdeckte man mehr als 1000 Briefe von Bewerbern. 187 Bißverletzungen von Menschen durch tollwutverdächtige Tiere wurden in Preußen 1901 und 1902(bis jetzt) gemeldet gegen 233 im Vorjahr. Die meisten derartigen Verletzungen kamen in Ostpreußen vor. In Wien erschoß sich ein 13jähriger Bürgerschüler namens Winkler aus Schwärmerei für die Burensache und aus Trübsinn für die Niederlage der Buren. Er hinterließ einen Zettel, auf dem geschrieben stand: Ich bleibe meinem Schwure treu und folge der Burenfahne. Eingesandt. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) An der Salzuflerstraße liegen seit langer Zeit Bordsteine; man glaubte, daß dieselben für die dortige Trottoiranlage bestimmt seien. Da aber noch immer die Bordsteine dort lagern, muß wohl diese Ansicht eine irrige gewesen sein, weil doch sonst bei der bekannten schnellen Erledigung solch notwendiger Anlagen die Bordsteine längst eingesetzt sein würden. Wir fragen nun, wie lange Zeit die Salzuflerstraße dem Fuhrpark noch als Lagerplatz dienen soll. Mehrere Bewohner der Salzuflerstraße. Standesamt Rehme zu Nachrichten für die Zeit vom 1.—8. Juni. Geburten: I. Sohn: dem Zigarrensortierer Sauerwald=Rehme Nr. 356, Pastor Heinrich DustmannVolmerdingsen, Maurer Ludwig Eichhorn=Rehme 179. Eine Tochter: dem Zigarrenarbeiter Christian Struckmeier=Werste Nr. 209, Werkmeister Fritz Jäger Niederbexen Nr. 32, Zigarrenarveiter Wilhelm Kahre=Werste Nr. 88, Ziegelarbeiter Wilhelm Thies=Rehme Nr. 373, Bäcker Wilh. Folle=Werste Nr. 227, Kolon Friedeich Gerdsmeier=Rehme Nr. 63. Eheschließungen: Polizeisergeant Heinrich Hagemeier=Volmerdingsen Nr. 41 mit Justine Husemöller=Volmerdingsen Nr. 122. Sterbefälle: Idiot Peter Johann SchwahnVolmerdingsen(Anstalt Wittekindshof), 16 Jahre alt Zigarrenarbeiter Friedrich Schöning=Rehme 164, 21 Jahre au: Handel und Verkehr. Berlin, 6. Juni. Heu und Stroh. Richtstroh 7,00—7,60 Mk., Heu 7,40—9,80 Mk. Course der Berliner Börse. Mitgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Hertord, 10. Jun. 1902. 92.40 Akt.-Ges. 8% Preuss Consoll 3½%„„ 101,90 3% Deutsche Reichsanleihe 92,90 „„ 102,20 Prov.-Anl.—.— 3½ 3½%„ 4%„„ 104,10 4% Bielef. Stadtanleihe 103,60 4% Hamb. HypothekenPfandbriefe 1900 100,10 4% Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 100,60 4% Meining. Hypoth.Pfandbriefe 1900 100,20 Deutsche Bank-Akt. 210.25 Disc. Commandit-Akt. 188.— A. Schaaffhausen'scher Bv. 122,Gelsenkirchener Bergw.Aktien 173,90 Hibernia Bergw.-Aktien 174,50 Harpener dto. 178.— Harb.-Wien. Gummi-Akt. 335.— Phönix Bergw.-Aktien 123.75 Bankdiscont 3% Tendens: stiller. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 11. Juni Höchste Temperatur des Vortages: 15,4°. Niedr. Temperatur in der Nacht: 7,70. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 9,6°. „„11„„ 11,00 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 750,9 mm. Tägliche Niederschlagshöbe: 0.3 mm.. Wind: Schwacher W. Himmel: Bewölkt. Telegrampr und Telephonische Meldungen Bibliothek=Beschlagnahme russischer Studenten. Halle a. S., 11. Juni. Die hiesige Polizei beschlagnahmte in der Privatwohnung eines russischen Studenten die gemeinsame Bibliothek der hier studierenden Russen und Russinnen. Zum Krönungsfest in London. London, 11. Juni. Königin Alexandra ließ durch den Bischof von London ankündigen, daß sie bei der Krönungsfeier 10000 Dienstmädchen zum Thee einladen und Krönungsmedaillen verleihen wolle. Große Feuersbrunst in Amerika. Newyork, 11. Juni. Eine verheerende Feuersbrunst hat im Badeort Saratoga, Staat Newyork, das Postamt, das Theater, die Bank und eine Menge Warenhäuser eingeäschert. Der Gesamtschaden wird auf eine Viertelmillion Dollars geschätzt. Zwei Personen sind umgekommen, sieben werden vermißt. BIAT Rio-ne: Biscuits Cdkes-Fabrn Wilhelm Epseloh, Markt=Drogerie, Gehrenberg 2. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sattle: für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Coristian Quentin, sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gebrenberg.) trotz des wenig einladenden Empfanges, den er bei mir gefunden hat.“ Ihre Augen begegneten ihn fast herausfordernd.„Vielleicht hast Du recht; was folgt daraus?“ „Er hegt die Hoffnung, Dich einst zu besitzen.“ „Und wenn er diese Hoffnung hegte?“ „Dann wirst Du gut thun, sie ihm zu benehmen, vorausgesetzt, daß Du keine Scheidewand zwischen uns errichten willst. Es giebt unbezwingliche Antipathien, sie sind stark genug, daß zwei Menschen sich so feindlich bleiben wie Feuer und Wasser. Eine derartige Abneigung herrscht zwischen mir und dem Baumeister, seit der ersten Siunde, in der wir uns entgegentraten. Begründet oder nicht; sie ist vorhanden und wird niemals weichen. Jeder von uns fühlt, daß der andere ihm im Wege steht und keiner ist gesonnen, den Platz zu räumen. Nun kommt es ja natürlich darauf an, wie Du darüber denkst und entscheidest; aber Dich einem Menschen hingeben zu müssen, der mir widerwärtig ist, der Dich kraft seines Rechtes von mir fernhalten dürfte und würde, das könnte ich nicht ertragen.“ Die Hand auf den Fensterriegel gelegt, starrte Edith regungslos in die nun sternenhelle Nacht hinaus; erst das Geräusch einer zufallenden Thüre schreckte sie aus ihrem Sinnen empor. José hatte sich zürnend in sein Arbeitszimmer zurück gezogen. Ein trostloses Gefühl der Hilflosigkeit überkam sie plötzlich in dem halbfinsteren Zimmer, ein heißes Verlaugen nach der früh verstorbenen Mutter, und dabei schlich wieder jene unbeschreibliche Empfindung banger Furcht vor etwas Rätselhaftem, Drohendem, vor etwas, das sie nicht näher bezeichnen konnte, in ihre Seele. Sich scheu umsehend, als laure das Grauen in jedem Winkel des unheimlichen Gemaches, huschte sie hinaus, blieb aber dann zögernd stehen. Seit frühester Kindheit war Edith gewohnt gewesen, zu dem Bruder als zu ihrem Beschützer, einem ihr geistig Ueberlegenen aufzublicken, alles sie betreffende seiner Entscheidung zu überlassen. Konnte sie das noch, nachdem die Liebe in ihr Herz eingezogen war? Und doch hatte sie das Bewußtsein, von dem Bruder nicht lassen oder auch nur stundenlang sein Zürnen ertragen zu können. Langsam kehrte sie zurück, durchschritt das eben verlassene Gemach und öffnete die Thür des Zimmers das José als Laboratorium diente Er stano in der Mitte des großen Raumes, als habe er ihres Kommens bereits geharrt; während seine Augen finster blickten, flog ein Lächeln befriedigten Triumphes um seine Lippen. „Bande des Blutes sind mächtiger, als man denkt,“ sagte er mit Junigkeit,„doch laß uns heute unser Gespräch nicht fortsetzen, Du bist noch zu erregt.“ Schweigend drückte sie seine Hand und entfernte sich, um ihr Schlafzimmer aufzusuchen. 5. Als der Herbst mit seinem flimmernden Rauhfrost ins Land zog, erhob sich die Villa bereits wie ein kleines Schloß. Man ging nun an die innere Ausschmückung; Tag und Nacht loderte gewaltiges Feuer in den Oefen, um den Bau auszutrocknen und die Zimmer möglichst bald bewohnbar zu machen. Der junge Architekt hatte ein Meisterstück geschaffen; schlank und zierlich und mit künstlerischer Feinheit behandelt, stand das Gebäude da und zog die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. 0 Auch der Kommerzienrat Behrens hatte den Neubau besichtigt und dem jungen Meister den Auftrag erteilt, ihm auf einem neugewonnenen Terrain ein stattliches Haus zu erbauen. Steiner konnte jetzt schon seine Zukunft als gesichert betrachten; er war nun fähig, einem geliebten Weibe eine sorgenfreie Existenz zu bieten. Aber zwischen der Geliebten und ihm stand der finstere menschenscheue José als nicht zu besiegendes Hindernis. Edith hatte Gerhard kein Hehl aus ihren Empfindungen gemacht; sie hatte ihm rückhaltlos die verborgensten Tiefen einer glühenden, leidenschaftlichen Seele entschleiert; sie zagte aber dennoch vor dem entscheidenden Schritt. Oft wallte ein Gefühl des Zornes und des Zweifels in Gerhard auf; in solchen Momenten machte er ihr diese Schwäche zum Vorwurf. Jäh aufflammend wies sie diese Anklage zurück.„Ich bin weder schwach noch wankelmütig,“ sagte sie;„müßte ich mit mir feindlich gesinnten oder gleichgiltigen Menschen um mein Glück kämpfen, so würde es mir wahrlich nicht an Entschlossenheit fehlen; dann würde mich der Widerstand nur zu energischem Verfechten meines Willens reizen. (Fortsetzung folgt.) KINNIRRHIHDW Ein Kabinetbild umsonst erhält Jeder bei Bestellung von 1 Dutzend Visitbildern. 9—0 Feinste Ausführung, größte Naturtreue, Garantie für Haltbarkeit, billige Preise. 9—0 Anfertigung jeder Art Bilder jeden Format's auf Matt oder Glanzpapier -Vergrösserungen. Louis Fricke, Photograph Herford, Bäckerstrasse 22. Detmolder Lotterie. Ziehung am 2s. und 26. Juli 1902. Es gelangen zur Verlosung: 1 vollständig elegantes Gespann, 25 Pferde und Füllen, 20 Stück Rindvieh u. 1954 andere Gewinne (Fahrräder, Maschinen, Haushaltungsgegenstände 2c.) also zusammen: 2000 Gewinne 5 Im Gesamtwerte von 22500 Mk. 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