12. Jahrgang. für ie Icen,becheacuri Teleph. Anschl, erford EngenBadO“9'“ Teleph.Anschl. 109 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mark. bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Montag, 12. Mai. Inserate werden bis soätestens vorm. 11 Uhr erbeten. 1 Ja0 Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford,] 1902 Oeynhausen und Amt Reom: 10 Pfg., sonst 15 Pfg. Zur Tagesgeschichte. Autliche# Anzeigen für den Kreis Hersord. iejenigen Personen, welche Anträge auf DispositionsBeurlaubung ihrer bei der Kavallerie, reitenden Feldartillerie, bezw. der Marine dienenden Söhne nach erfolgter zweijähriger Dienstzeit stellen wollen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Gesuche in der Zeit vom 14. bis einschließlich 16. Mai ds. Is. während der Vormittags=Dienststunden auf unserem Haupt=Bureau, Elisabethstraße 9, anzubringen. Herford, den 12. Mai 1902. Der Magistrat: Busse. 284d a nach den diesseits getroffenen Feststellungen nicht in allen Kirchengemeinden des Stadtbezirks Herford regelmäßig ein Nachmittagsgottesdienst stattfindet, ist die Anwendung der Vorschriften der§§ 6 u. 16 der Provinzialpolizeiverordnung vom 7. Juli 189s ausgeschlossen, soweit die Zeit des Nachmittagsgottesdienstes in Betracht kommt. Zukünftig brauchen daher während der Zeit des Nachmittagsgottesdienstes die Ladenthüren nicht eingeklingt und die Schaufenster auch nicht geräumt oder verhängt werden. Herford, den 10. Mai 1902. 288e Die Polizeiverwaltung: I. V.: Busse. Aufhebung des Diktaturparagraphen im Reichslande. In eine besonders befriedigte Stimmung ist der Kaiser offenbar infolge der enthusiastischen Begrüßung auf seiner Fahrt nach der Hohkönigsburg gekommen. Er hat einen entscheidenden Schritt gethan, den ihm die Elsaß=Lothringer warm danken werden, um die Ausnahmestellung, die die Reichslande staatsrechtlich bisher noch im Reiche einnahmen, zu beseitigen. Der Kaiser hat nämlich einen Erlaß an den Statthalter von Elsaß=Lothringen gerichtet, in dem er im Vertrauen auf die reichstreue, loyale Gesinnung der reichsländischen Bevölkerung den Statthalter ermächtigt, sich wegen der Aufhebung des Diktaturparagraphen mit dem Reichskanzler in Verbindung zu setzen. Der Erlaß hat folgenden Wortlaut: Um den Bewohnern von Elsaß=Lothringen einen besonderen Beweis Meines Wohlwollens zu geben, sowie im Vertrauen auf die reichstreue und loyale Gesinnung, welche sich je länger, desto mehr in der Bevölkerung der Reichslande befestigt hat und die Mir bei Meinen wiederholten Besuchen dieser dem Vaterlande zurückgewonnenen Länder in unzweideutiger Weise entgegengetreten ist, will Ich Sie ermächtigen, wegen Aufhebung des§ 10 des Gesetzes vom 30. Dezember 1871, betr. die Einrichtung und Verwaltung, mit dem Reichskanzler in Verbindung zu treten, den Ich ermächtigen werde, einen entsprechenden Gesetzentwurf dem Bundesrate vorzulegen. Sie wollen diesen Meinen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis bringen. Hohkönigsburg, 9. Mai 1902. Wilhelm, I. R. War der Diktaturparagraph auch nichts weiter als eine Drohung, so hatte diese doch foctwährend eine aufflachelnde Wirkung und brachte also sicherlich mehr Schaden als Nutzen. Sollte einmal eine Krisis in der Stimmung und Haltung der Bevölkerung eintreten, so hat die Regierung wahrlich Handhaben und Machtmittel genug, um die Ordnung aufrecht zu halten. Nachdem nun vom Kaiser selbst die Aufhebung des verhaßten Paragraphen empfohlen worden ist, wird es im Bundesrate und im Reichstage keine Partei mehr geben, die dem in dieser Hinsicht angekündigten Gesetzentwurfe entgegentreten könnte. Das Reichsland wird nicht lange mehr„unter einem drakonischen Paragraphen seufzen"(wie man in der französischen Presse immer lesen kann), der den Französlingen nur einen guten Vorwand zu Angriffen auf die„barbarische" deutsche Regierung bot. Der Pariser„Figaro" hatte die Aufhebung des Paragraphen schon in diesen Tagen angekündigt und zugleich die Nachricht verbreitet, der Krouprinz solle zum Statthalter von: Elsaß=Lothringen ernannt werden. Es ist wohl nicht anzunehmen, daß diese zweite Nachricht sich eben so erfüllen werde, wie jene erste. Man muß indessen abwarten; unRöglich ist es nicht, daß das Pariser Blatt auch in diesem Falle gut unterrichtet ist. Deutschland. Zur Reise des Kaisers. Se. Majestät ist am Sonnabend mittag von Straßburg nach Wiesbaden abgereist. Die Ankunft daselbst erfolgte gegen 5 Uhr nachmittags. Auf dem Wege zum Schloß brachte die außerordentlich große Menschenmenge dem Monarchen lebhafte Huldigungen dar. Die Straßen sind mit Flaggen und Laubgewinden reich geschmückt. Nachdem der Kaiser beim Intendanten v. Hülsen gespeist hatte, wohnte er der Generalprobe der Oper„Armida“ bei. Greiz bekommt Garnison. Nach einer Meldung aus Leipzig hat die Reichsregierung auf eine Anfrage des Regenten von Reuß ä. L. sich bereit erklärt, vom 1. April 1903 ab eine Garnison nach Greiz zu legen. Unter dem verstorbenen Fürsten Reuß ä. L. wäre eine solche Maßnahme unmöglich gewesen. Untersuchungen über das Gesundbeten. Auf ministerielle Anordnungen hin finden gegenwärtig durch die Bezirksregierungen eingehende Erhebungen über den Umfang des Gesundbetens und die Art und Weise, in der die darauf gerichteten Bestrebungen ihre Verbreitung finden, statt. Zum Fürsorge=Erziehungsgesetz. Der Justizminister hat eine allgemeine Verfügung erlassen, die den zuständigen Kommunalverbänden eine schnelle und sachgemäße Unterbringung der Fürsorgezöglinge und einen dauernden Ueberblick über deren gesamte persönlichen Verhältnisse mehr als bisher erleichtern soll. Landmessergehülfen für die Kolonien. Wegen der zunehmenden Ausdehnung der Vermessungsarbeiten in den Schutzgebieten sind seitens der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes in nächster Zeit mehrere Landmessergehülfen einzustellen. Bevorzugt werden in amtlicher Stellung befindliche Katasterzeichner, welche bereits im praktischen Vermessungsdienste thätig gewesen sind. Die Bedingungen sind sehr günstig. Die Kasse der sozialdemokratischen Partei. Ein fetter Happen ist jetzt der Parteikasse der Sozialdemokratie zugefallen. Aus der Erbschaft des Genossen SchmitzAachen sind nach Zahlung der ausgesetzten Legate und der Erbschaftssteuer der Parteikasse 36 771 Mk. zugeführt worden. Zum Burenkrieg. Ein Lissaboner Telegramm des Londoner Blattes„Central News“ enthält folgende Mitteilung: Aus sehr glaubwürdiger Quelle ging hier von der Delagoabei eine Meldung ein, derzufolge die Burenkonferenz in Verceniging sicherlich den Frieden zur Folge haben werde. Die amtliche Verkündigung des Friedens soll auf den 20. Mai anberaumt sein. Es werden Vorkehrungen zu einer Friedensfeier an der Delagoabai getroffen. Ein in Amsterdam eingegangener Bericht des Komman' danten Fronemann besagt, daß die Buren im Nordwesten der Kapkolonie nunmehr 3000 Mann stark seien. Fronemann hatte mehrere Gefechte mit den Engländern. Die Buren erhalten von den Kapholländern Unterstützung. Aus dem Vatikan. Der Papst empfing am Sonnabend die zum Katholizismus übergetretene Königin Natalie von Serbien. Aus Rußland. In Poltawa wurden dieser Tage zwei Studenten gehängt, weil sie zu den Urhebern von den letzten Unruhen gehörten. Verschiedenen anderen Studenten steht noch der Prozeß bevor. Die beiden Studenten hatten einen gefälschten Ukas des Zaren verfaßt und verbreitet, worin die Bauern dadurch gegen die Gutsbesitzer aufgehetzt wurden, daß ihnen verkündet wurde, die Gutsbesitzer hätten sich ungesetzlich große Ländereien angeeignet, die eigentlich den Bauern gehören müßten. Herforder Kreisnachrichten. Herford, 12. Mai 1902. *e Aufhebung des Blendungsgebots an Sonntag=Rachmittagen. Wie die Polizeiverwaltung in der vorliegenden Nummer u. Bl. bekannt giebt, brauchen von jetzt ab an Sonntag=Nachmittagen die Schaufenster nicht mehr ver hängt zu werden, da nach den diesseits getroffenen Feststellungen nicht in allen Kirchengemeinden des Stadtbezirks Herford regelmäßig ein Nachmittagsgottesdienst stattfindet.— Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß nun endlich in dieser Angelegenheit Wandel geschaffen ist. *— Blau=Kreuz=Fest. Am Nachmittage des zweiten Pfingsttages findet im Walde bei der Heilstätte„Elim“ ein Blau=Kreuz=Fest statt. Die Ansprachen hierbei haben Pastor Hofmeister aus Hannover und Pastor Gottschalk von hier übernommen. Schützengesellschaft. Das gestrige Frühlingsfest wies regen Besuch auf. Die Stimmung war wie immer eine recht vergnügte und festesfrohe. Der Hof war vertreten; die Königin hingegen war an der Teilnahme des Festes verhindert. Koczalski=Konzert.„Raoul von Koczalski und immer wieder Raoul von Koczalski, der reizende kleine Klaviervirtuose", war das Gesprächsthema am Biertische wie im ästhetischen Retiro der viel gepriesenen und viel vermögenden Thees und Kaffees.„Nein, welch entzückende Mädchenhände der Junge hat und wie wunderbar er mit seinen kleinen Patschen die Oktavengriffe nimmt! Es ist geradezu süß," sprach lieblicher Mund,„es ist phänomenal, pyramidal schwärmten die Kunstenthufiasten, und heute, wo der so von Sympathie Getragene etwa 8 Jahre weiter gereift ist in der Kunst, heute, wo er mit eigenem Verständnis das zu geoen vermag, was früher Fleiß und fremde Führung ihm interpretierte, heute spielt er hier vor fast leerem Hause, vor kaun 2—3 Zeugen seiner früheren Triumphe! O Welt, o Welr, Undankbarkeit ist deine Signatur!— Will man für das Ausbleiben der damaligen Verehrer Gründe suchen, wie: Wonniger Mai, Frühlingsfest, Geldknappheit, so werden diese immerhin in dem Munde derer keine Geltung haben können, die hier auf Kunstverständnis und Liebe zum Schönen pochen. Nur Eins berechtigt zum Tadel, und dieses Eine wäre beinah auch uns ein Grund gewesen, uns den gestrigen Genuß zu versagen: Die unfeine Marktschreierei und Reklame! Wahrlich, ein Künstler wie Koczalski sollte auf solchen Tamtam verzichten, der bei den besser Denkenden eher abschreckt als anregt. Wir bedauern alle die, welche den gestrigen Abend nicht benutzt haben, denn es war eine köstliche Stunde, in der uns der Meister im Tempel der Kunst herumführte; jedes Stück, was er zeigte, eine klassische Perle, jede Fassung derselben seinste, geschmackvollste und vollendetste Filigranarbeit! Besonders der Mittelteil des Konzerts, ein Chopinschaustück, zeigte, über welch riesenhafte Technik, über welch geistvolle Phrasierung und Pointierung Koczalsky verfügt. Wundervoll war die Lisztsche Transskription von Schuberts Lindenbaum, Godards kernige Mazurka und Rubinsteins die ganze Kraft eines Meisters herausfordernde Valse caprice Auch von seinem Komponistentalent gab der Künstler zwei Proben, welche recht gut und berechtigt neben den anderen Werken bestanden, nur wird eine Etude wie die seines Opus 57 zu ihrer Interpretation immer Koczalskische Handgelenk= und Fingerfertigkeit verlangen. Das gestrige Konzert, obgleich nur einseitig dem Klavier zugewiesen, ließ in seiner Schönheit nichts zu wänschen übrig, sodaß man ihm gerne noch länger und unermüdet gelauscht haben würde. Hoffentlich hat sich der zweite Konzertabend am Dienstag einer reicheren und wohlverdienten Gunst des hiesigen Publikums zu erfreuen. Wie wir noch erfahren, wird der Klavierkünstler morgen neben den Werken von Chopin, Schumann, Schubert und Liszt auch die Sonate op. 31 Nr. 2 von Beethoven zu Gehör bringen. = Herforder Bankverein. Gestern fand im Bürgerverein eine Generalversammlung statt, die von etwa 40 Mitgliedern besucht war. Ueber den Verlauf der Sitzung wird uns folgendes mitgeteilt: Die im Besitze der Bank sich befindliche Ziegelei, welche auf diese Genossenschaft, infolge der geringen Bauthätigkeit, nur hindernd eingewirkt hat, wird in den Besitz einer neu gegründeten„Genossenschafts=Ziegelei e. G. m. b. H.“ übergehen. Damit ist der wichtigste Schritt zur Sanierung der Verhältnisse der Bank gethan. Auch die sonstigen Beschlüsse der Versammlung können nur dazu beitragen, daß das allgemeine Vertrauen, das leider in den letzten Jahren durch die verschiedenen Gerüchte, die ja auch zum Teil nicht völlig unbegründet sein mögen, abgeschwächt ist, wieder rehabilitiert wird.— An dieser Stelle möge nicht unerwähnt bleiben, daß— der irrigen Meinung gegenüber, eine kleine Genossenschaft sei für Spar=Einlagen und Depositen niemals so sicher wie Aktien=Banken u. s. w.— ein derartiger Verein, vermöge seiner eigenartigen Solidarhaft seitens der Mitglieder, im Stande ist, für die Sicherheit der gemachten Einlagen völlige Gewähr zu leisten. Bei den vorgenommenen Wahlen wurden in den Vorstand Herr F. Weihe und in den Aufsichtsrat die Herren H. Ruben, Vaul Haase, Herm. Meyer, G. Schulze und C. Caase neudesp. wiedergewählt. In die neu gegründete Kommission, deren Zweck sein soll, die an Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern zu gewährenden Kredite nachzuprüfen und zu genehmigen, fourden die Herren H. Schulte, H. Fürhoff und H. Mormann gewählt. Durch die Einrichtung der letzteren Kommission wird namentlich bezweckt, daß Vorstands= und Aufsichtsratsmitglieder nicht die Kasse für sich ausnützen, wie dies bei vielen Genossenschaften wieder der Fall ist; sodann aber auch dem Vorstande und Aufsichtsrate eine Hilfe bei der Krediteinschätzung unter sich zur Seite stellt. Der Segen, den eine derartige Einrichtung stiftet, wird gewiß in Zukunft nicht ausbleiben.— Zum Schluß möge noch erwähnt werden, daß der Bankverein auch den Check=Verkehr, eine Einrichtung, die leider noch viel zu wenig gewürdigt wird, sowie den An- und Verkauf von Wertpapieren, Einziehung von Wechseln 2c., in den Bereich seiner Thätigkeit gezogen hat, und dürfte es im Interesse der Mitglieder liegen, von diesen Einrichtungen fleißig Gebrauch zu machen. *0' Die„gestreugen Herren“ haben bisher keine besondere Ausnahme von den übrigen Maitagen gemacht; sie waren wie diese kalt und unfreundlich, sind aber ohne die gefürchteten Nachtfröste vorübergegangen. Hoffentlich tritt kein Rückschlag, sondern endlich bald warmes, echt frühlingsmäßiges Wetter ein, damit nun der Pflanzenwuchs und die Baumblüte ungehemmt fortschreiten und wir auch das bevorstehende Pfingstfest in ungetrübter Weise genießen können. ** Feuer. Gegen 8½ Uhr war heute vormittag auf dem Heuboden des Maurermeister Scheidtschen Hauses in der Hollandstraße Feuer ausgebrochen, das schnell weiter um sich griff, so daß außer dem Doppelhaus des Herrn Scheidt auch die Gebäude der Herren Schuhmachermeister Behnke und des Drechslermeisters Schneider in Brand gerieten. Bevor die Freiwillige Feuerwehr schnellstens herbeieilen konnte, hatte Herr Fabrikant Poggenpohl durch Benutzung der Fabrikspritze das Feuer zu löschen versucht. Das kleinere Haus des Herrn Scheidt ist nahezu eingeäschert; das größere Scheidtsche Haus, dessen Giebel gegen 10½ Uhr nach der Hollandstraße zu niedergerissen wurde, ist sehr beschädigt; von den beiden anderen Gebäuden ist der Dachstuhl abgebrannt. Eine Familie, welche in dem abgebrannten Hause wohnte, soll ihr Hab und Gut, das erfreulicherweise noch zum großen Teile gerettet werden konnte, nicht versichert haben. Gegen 11 Uhr rückte der größere Teil der Feuerwehr, welche wacker thätig gewesen war, wieder ab. 1 Verbrechen. Auf dem Lübberbruche wurde gestern abend von dem Polizeisergeanten Meyer ein Mensch dabei ertappt, als er sich an einem 9jährigen Knaben in sittlicher Weise verging. Der Festgenommene heißt Schwarze, ist Handelsmann und seit kurzem hier wohnhaft. Auf dem Transport unternahm der Verhaftete, indem er sich Rock und Mantel abwarf, noch einen Fluchtversuch, wurde jedoch wieder eingeholt und heute morgen dem Königl. Amtsgericht zugeführt. ** Märkte finden statt: Am Mittwoch, den 14. d. Mts. in Oeynhausen: am Donnerstag, 15. und Freitag, 16 d. Mts. in Vlotho. a In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. Mk. 1,15, Eier 2 Pfd. 95 Pfg., Rotkohl Kopf 10—30 Pfg., Wirsing 30—35 Pfg., Weißkohl 30—35 Pfg., Rosenkohl Pfd. 35 Pfg., Wurzeln Pfd. 8 Pfg., Schwarzwurzeln Pfd. 30 Pfg., Steckrüben St. 5 Pfg., Porree Bd. 5 Pfg., Zwiebeln 2 Pfd. 25 Pfg., Kohlrabi Bund 10 Pfg., Blumenkohl 50—55 Pfg., Schnittsalat Portion 10 Pfg., Kopfsalat Kopf 10 Pfg., Spargel Pfd. Mk. 1.—, Radieschen Bd. 10 Pfg. *e Elverdissen, 10. Mai. Viehmarkt. Bei dem gestern hier abgehaltenen Viehmarkt ging der Handel flott von statten. Rindvieh, das nur wenig am Platze war, wurde zu hohen Preisen verkauft. In Schweinen waren die Preise, wie überall, sehr hoch.— Die Restauration hatte Herr Gastwirt Heidemann übernommen. r Elverdissen, 12. Mai. Wegebesichtigung. Am Freitag morgen weilten hier der Herr Landrat v. Borries sowie mehrere Mitglieder vom Kreisausschuß, um den sogen. Hellerweg, welcher von der Gemeinde eingezogen werden soll, zu besichtigen. Hollinde, 12. Mai. Hofprediger D Stöcker wird am 2. Pfingstfeiertag nicht, wie früher gemeldet, bei Kolon Boeckmann=Hollinde, sondern, wie man uns mitteilt, bei Kolon Gottlieb Boeckmann in Stedefreund(nahe beim Stedefreundskruge) reden. Näheres ist aus dem Inserat in heutiger Nummer zu ersehen. k. Enger, 10. Mai. Schulnachricht. Herr Lehrer Racherbäumer von hier wurde auf telegraphischem Wege nach Warburg zur Vertretung berufen. en Enger, 12. Mai. Im Silberkranze. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten am Sonnabend die Eheleute Schlachtermeister Hermann Gräfe hier. Dem Jubelpaare gingen viele Glückwünsche zu. Oldinghausen, 12. Mai. Schulbau. Der Schulvorstand und die Gemeindevertretung beschlossen den Bau eines zweiten Klassenzimmers. * Lenzinghausen, 10. Mai. Milzbrand. Unter dem Rindviehbestande des Kolonen Jostmann Nr. 10 hier ist der Milzbrand ausgebrochen. Ueber das Gehöft ist sofort die Sperre verhängt. Provinz und Nachbarstaaten. m Oeynhausen, 11. Mai. Gerichtliches. Der wiederholt vorbestrafte Arbeiter Wilhelm Kleemann, welcher z. Z. 1 Jahr Zuchthaus zu verbüßen hat, dessen Bruder, der Arbeiter Karl Kleemann von Niederbecksen, ebenfalls vorbestraft, und der Zimmergeselle Ferdinand Gottschalk von Rehme haben gelegentlich des hiesigen Schützenfestes den Gärtner Fischer auf dem Heimwege gemeinschaftlich mißhandelt. Die Bielefelder Strafkammer erkannte gestern gegen Wilh. Kl. wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung auf eine Zusatzstrafe von 5 Monaten Zuchthaus, Karl Kl. erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung 4 Monate und der weniger an der Affaire beteiligte Gottschalk 14 Tage Gefängnis. * Porta, 10. Mai. Zur Gründung des Bismarabundes. Als geschäftsführende Mitglieder des Vorstandes wurden gewählt: 1. Vorsitzender Dr. Braun=Hausberge (Stellvertreter Dr. Röhl=Lahde), Schriftführer Postverwalter Bergmann-Porta(Pastor Graewe-Minden), Kassenführer Rendant Koch=Hausberge(Rechtsanwalt Hattenhauer=Minden). Beisitzer wurden Pastor Meyer=Herford, Kataster=Kontrolleur VoigtBielefeld, Lehrer=Langewiesche-Bünde, Rechtsanwalt HeermannRinteln, Oberlehrer Koch=Bückeburg und Bürgermeister OckerStadthagen. * Osnabrück, 10. Mai. Zum Fall Weingart. Der Großherzog von Sachsen=Weimar hat es soeben wiederholt und endgiltig abgelehnt, den in Nöda einstimmig gewählten Pastor Weingart zu bestätigen. Diese Ablehnung ist um so bemerkenswerter, weil u. a. Minister Studt sich notorisch wiederholt zu Gunsten Weingarts verwandt hatte. * Bochum, 10. Mai. Bahnunglück. Auf dem Bahnhof Hattingen stieß gestern eine Maschine mit einem Personenzug zusammen. Fünf Personen wurden verletzt. * Hagen, 10. Mai. Dreikaiserbrunnen. Einen großen Dreikaiserbrunnen hat der Berliner Bildhauer Emil Cauer soeben für die Stadt Hagen modelliert. Es ist ein eigenartig gestaltetes Werk von etwa 8 m Höhe. Auf Naturfelsen erhebt sich ein Unterbau mit zwei seitlichen Schalen und einem aufragenden Obelisken, dessen Größe rund 4 m beträgt. Vorn zeigt sich am Unterbau eine lebendig aufgefaßte Gruppe, welche die Vereinigung von Handel und Industrie verkörpert. * Düsseldorf, 10. Mai. Einbruch in der Ausstellung. In der Kollektivausstellung des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund wurde in einer der letzten Nächte ein Einbruchsdiebstahl versucht, wobei es den Dieben gelang, einiges sehr wertvolles Handwerkszeug der Firma Siemens u. Halske gehörig zu entwenden. Der dienstthuende Nachtwächter soll während dieser Zeit geschlafen haben. * Koblenz, 10. Mai. Bestellungen von Krönungsbechern. Die Firma Gebr. Simon erhielt den Auftrag, 150000 Krönungsbecher nach England zu liefern Der Humbert-Crawford-Schwindel. Ganz Paris hat wieder seine Sensation. Madame Humbert, die in Paris auf großem Fuße lebte und vorgab, sie sei im Besitze von vielen ererbten Millionen, führte mit zwei Brüdern Crawford lange Prozesse über diese Erbschaft und entlockte die Riesensumme von 40 Millionen Mark Bankhäusern und sonstigen Geldleihinstituten. Am Sonnabend sollte sie endlich das Testament vorzeigen, wurde jedoch flüchtig. Der Humbert=Crawford=Schwindel nimmt einen gewaltigen Umfang an. Bisher wurden sechs Verhaftungen vorgenommen. Das Ehepaar Humbert, das vermutlich unter Mitnahme meh### erschwindelter Millionen nach Amerika flüchtete, wird#eckbrieflich verfolgt. Als schwerbelastet gelten der frühere Justizminister und Senator Humbert, der Vater des Schwindlers, mehrere Pariser Notare, ein Gouverneur der Banque de France, die beim Schwindel etliche Millionen verliert, sowie mehrere Senatoren und Abgeordnete und die nationalistische Presse. Ueber den Humbert=Crawford=Schwindel wird aus Paris noch folgendes gemeldet: Der Prozeß wurde durch alle Instanzen bis zum obersten Gerichtshof getrieben; fünf oder sechs mal im Laufe der zwei Jahrzehnte, während welcher dieser Räuberroman spielte, wurden die unsichtbaren Anfechter des Testaments in oberster Instanz abgewiesen und Frau Humbert für die rechtmäßige Erbin erklärt, aber immer wieder erhob sie selbst neue Prozeß ordnungsschwierigkeiten und Bedenken gegen ihr eigenes Recht und wußte dadurch den Prozeß im Gang zu halten. Inzwischen borgte sie auf die hundert Millionen nebst aufgelaufenen Zinsen, die sich, in französischer Rente angelegt, in einem berühmten Eisenspind neben ihrem Schlafzimmer in ihrem prachtvollen Hotel befinden sollten, über 56 Millionen, von denen etwa 15 in Gestalt von Kapital und Zinsen zurückgezahlt wurden, während noch 51 Millionen schwimmen. Der französische Ministerpräsident WaldeckRousseau, der in einem ihrer zahllosen Prozesse einen Gläubiger gegen Frau Humbert vertrat, erklärte schon vor drei Jahren dem Gerichtshof, er glaube weder an die Crawfords noch an die Millienen und er halte die Angelegenheit Crawford=Humbert für die„größte Gaunerei des Jahrhunderts“, gleichwohl ließen alle Gerichtshöfe sich noch drei Jahre lang mit seltsamer Gutmütigkeit narren. Rechtsanwälte ersten Ranges vertraten immer noch die unsichtbaren Crawfords, und neue Opfer fanden sich bereit, auf Grund der höchst zuverlässig aussehenden Klagen, einstweiligen Verfügungen und endgiltigen Urteile der Gerichte Frau Humbert neue Millionen vorzustrecken. Vor einigen Wochen begann der„Matin“ einen Feldzug gegen diesen unglaublichen Schwindel, er enthüllte diesen in allen Teilen. Er zeigte, wie der ganze Justizapparat eines großen Landes sich zwei Jahrzehnte lang dazu hergegeben hatte, einer Gaunerin allergrößten Stils die Plünderung unzähliger Opfer zu ermoglichen, von denen drei Selbstmord begingen. Gleichwohl rührte sich kein Staatsanwalt, und die Gerichte fuhren gleichmütig fort, in den Humbert=Crawford=Prozessen zu verhandeln und zu erkennen. Jetzt endlich brach die Eiterbeule auf. Ein Gläubiger, der Bankier Cattani, dem Frau Humbert 1 200 000 Frcs. schuldet, erstattete Strafanzeige. Der Gerichtshof ließ sich herbei, die amtliche Oeffnung des sagenhaften Eisenspindes im Hotel Humbert und die Aufnahme des Inventars seines Inhalts durch zwei hierzu ernannte Notare anzuordnen. Das Ehepaar Humbert wartete die Ausführung dieses Gerichtsbeschlusses nicht ab. Mittwoch abend paradierte es noch in seiner ersten Rangloge der Großen Oper, nach der Vorstellung fuhren die beiden heim, verbrannten so viele Papiere, daß in ihrem Hotel ein heftiges Kaminfeuer ausbrach und verließen noch in der Nacht ihr Haus und Paris. Sonnabend nachmittag nun wurde das Spind im Beisein der berufenen Amtspersonen von Schlossern gewaltsam geöffnet und natürlich leer gefunden. Darauf verhaftete der Staatsanwalt sofort den anwesenden Notar Parmentier aus Havre, der in allen Prozessen den Rechtsanwälten der Humbert alle UnterKünigenbrunnen. Ein Roman aus dem Hochspessart von F. Eduard Pflüger. (22. Fortsetzung.)—(Nachdr. verboten.) Eine Viertelstunde ritten sie so ohne ein Wort zu sprechen weiter und labten sich an der frischen Kühle des tauigen Waldes. Da plötzlich verbreiterte sich der Pfad, funkelnde Lichter fielen durch das Laubdach, zahllose Schillerfalter tanzten über dem Weg, große Libellen schossen surrend durch die Lust und ein warmer Atem wehte den Reitern entgegen. Plötzlich fiel der Weg jäh ab und durch die lichter und lichter gewordenen Bäume sah man auf ein weites Weizenfeld hinaus, das sich in sanften Wellenlinien vor dem Auge Rogers ausbreitete. In ziemlich weiter Ferne standen die Gespanne und rüstige Arbeiterkolonnen waren damit beschäftigt, die goldene Frucht aufzuladen. Hei wie die Sonne brannte und wie jetzt die Pferde in langem Galopp über die Stoppeln hingingen. Roger fühlte sich wie neugeboren. Alles war vergessen und er hätte jetzt nur gewünscht, seine Schwadron hinter sich zu haben und so gegen eine feuernde Linie bosnischer Aufrührer anzureiten. Die alte Kraft und der alte Mut waren vollständig zurückgekehrt, und wer ihn so im Sattel sitzen sah, konnte kaum hläuben, daß er vor Monaten als ein kranker Invalide in den Spessart eingezogen sei. Der Wildensteiner war nicht mehr auf dem Felde, er war schon vor einer halben Stunde zu Herrn von Echter geritten. Als der Graf diesen Namen hörte, fiel ihm eine schwere Unterlassungssünde ein. Er war nun schon fast ein Vierteljahr hier und hatte dem Echter nur einen flüchtigen Besuch gemacht. Der Echter hatte diesen Besuch mit seiner jungen Gattin erwidert und den Grafen gebeten, er möge ungeniert an irgend einem Sonntag ohne besondere Meldung mit ihm dinieren, man mache im Spessart nicht viel Umstände und er solle sich nur wie einen Freund des Hauses betrachten und kommen, wenn es ihm passe, er sei im kalten Grund jeden Tag herzlich willkommen. Davon hatte Roger noch keinen Gebrauch gemacht, weil ihm allerlei andere Dinge dazwischen gekommen waren und wiin vane er auch warten wolten bis er ofsiziell mit Ihring Besuch machen konnte. Auch das hatte sich verzögert, die Sorgen um die Beschaffung des Geldes hatten ihn hin und her getrieben und nun war die Verlobung schon eine ganze Woche öffentlich, ohne das Roger Anstalten gemacht hätte, sich mit Ihring im kalten Grund sehen zu lassen. Es war vielleicht gerade jetzt die passende Gelegenheit, sich um dieser Unterlassung willen zu entschuldigen. Er fragte darum den Reitknecht, ob er ihn noch das Stück bis zu Herrn von Echter begleiten könnte. „Zu Befehl Herr Graf.“ „Wir wollen dann gleich hier den nächsten Weg einbiegen und hinüber nach dem kalten Grund reiten.“ Der Weg führte jetzt nicht mehr durch den Wald, man war in die fruchtbare Zone des Hochspessarts ein getreten, große Dörfer lagen am Rande der Höhe und ziemlich ausgedehnte Feldmarken erstreckten sich rundum. Die große Straße, die von Eschau nach Aschaffenburg, von Süden nach Norden den Spessart durchquert, wurde jetzt in schneller Gangart erreicht und von hier aus war der Weg nicht mehr zu fehlen. Infolgedessen bat der Reitknecht um die Erlaubnis, nach Hause reiten zu dürfen, nachdem er dem Grafen noch einmal genau den einzuschlagenden Weg beschrieben hatte. Roger folgte der Straße durch das lange Dorf Heimbuchenthal und bog endlich nach dem kalten Grund ab. Es war ein schöner Weg unter Obstbäumen, zwischen herrlich bestellten Feldern durch. Endlich hörten auf der rechten Seite die Felder auf und es begann der Wald, ein mächtiger Eichenforst, der sicherlich seit dreihundert Jahren keine Axt gefühlt hatte. Noch wenige Minuten ging es am Rande dieses herrlichen Waldes weiter, dann bog ein breiter Fahrweg sauber mit Kies bestreut rechts ab und schlängelte sich etwa einen Kilometer lang zwischen den Waldriesen im tiefen Schatten hin. Ganz plötzlich, ohne daß man die Lichtung vorher gewahr geworden, kam man aus dem Wald heraus und stand vor einem weiten See, aus dem heraus sich das Schloß erhob. Ein mächtiger Turm überragte hoch die ganzen Gebäude, der Burghof war durch ein gewaltiges Rundbogentor nach dem See hin zugänglich und ein leichter Kahn schaukelte an einer Treppe. Zur Seite wo das Schloß nach dem Wald ging erhob üch nach ein kleiner Turw der die Dienerschaft beverbergte Das Herrenhaus war im Stil der mittelalterlichen Renaissanee gebaut und hatte eigentlich nur zwei Etagen, von denen das Erdgeschoß direkt von den Fluten des Sees bespült wurde, auf den zwei große Fenster mit grünen Läden hinausblickten. Ein schönes Renaissanceportal leitete von der dem See abgekehrten Seite ins Schloß. Als der Graf um den See herumritt, näherte er sich der Wohnung des Echter'schen Försters, der sofort herauskam und fragte was dergnädige Herr befehle. Sogleich kam auch ein Knecht des Schlosses und sprang hinzu, als Roger abstieg, um das Pferd in Empfang zu nehmen und den Steigbügel hochzuziehen. Die Erscheinung Rogers hatte etwas so außerordentlich Aristokratisches, daß der Förster sofort erkannte, er sei ein Herr, der seinen Herrn besuchen wollte und nicht ein Tourist, wie sie um diese Zeit ja vielfach das herrliche Schloß um seiner Naturschönheit willen aufsuchten. Deshalb fragte er sofort:„Ich habe wohl die Ehre den Herrn Grafen Wettenburg zu melden? Der gnädige Herr ist leider über die Eselshöhe geritten, da er mit dem gnädigen Herrn von Hobbach etwas die Landwirtschaft betreffend zu besprechen hatte, aber die gnädige Frau........ Wollen Euer Erlaucht die gnädige Frau sprechen?“ Roger nickte kurz:„Aber fragen Sie die gnädige Frau oo sie mich so wie ich vom Pferde gestiegen, empfangen will.“. Der Förster ging voran, öffnete dem Gaste das herrliche Renaissanceportal und führte ihn die breite Treppe hinauf auf eine mächtige Estrade, in der ein alter Kronleuchter von Hirschgeweihen hing, alte Waffen und Gerätschaften aus dem grauen Mittelalter in das hinein sich die Ahnen der Echter verloren. Kaum war der Förster in einer der Thüren verschwunden, als die jugendliche Gattin des Schloßherrn schon selbst herauskam, dem Grafen beide Hände entgegenstreckte und ihn in der liebenswürdigsten Weise in das sechseckige Turmgemach zog, ber He bear, Kause dgual en Gnitchudgung, gitdige Fau, daß ich in diesem Kostüm wage, Ihnen meine Aufwartung zu machen. us war eigenklich nicht meine Absicht, einen (Fortsetzung folgt.) weisungen und die Kostenvorschüsse geliefert hatte, und erließ Haftbefehle und Steckbriefe gegen die Humberts. Das prachtvolle Hotel mit seinen Kunstschätzen und einige Landgüter sind etwa 5 Millionen wert, 36 Millionen Schulden bleiben ohne jede Deckung. ** * Ministerielle und Nationalisten spielen die Humbertsache gegen einander aus. Letztere verhöhnen Magnin, den Vizepräsidenten des Senats und ehemaligen Gouverneur der Bank von Frankreich, welcher von der Richtigkeit der Erbschaft der Frau Humbert überzeugt gewesen sein soll, ebenso wie der Staatsrat Jacquin. Dagegen haben die Nationalisten in Humberts Freundeskreise außer Périvier noch mehrere andere ihrer Vertreter gehabt, beispielsweise den Grafen Branicki. Eine Tochter: Fabrikarb. Gustav Schröder, Maler Gust. Hempler, Fabrikarb. Heinr. Brandmeier, Bahnarb. Wilhelm Heidlindemann, Handarb. Wilhelm Wittland, Heizer Wilhelm Hartmann, Maurerpolier Herm. Steffen, Maurer Karl Plenker, Verwaltungs=Assistent Heinr. Holtmann. Aufgeboten: Prokurist Rudolf Friedrich und Anna Stuke, Stationsgehilfe Richard Reichel und Maria Mai, Hausdiener Herm. Siekmann und Dienstmagd Henriette Wiemann, Bergm. Karl Gronzelski und Schneiderin Anna Eckermann. Eheschließungen: Waschmeister Robert Buchholz und Dienstmagd Marie Stickdorn, Buchhalter Paul Seipold und Josephine Tenzer, Arbeiter Friedr. Schmidt und Fabrikarbeiterin Antonette Müller, Handarbeiter Kasnar Gestern Morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langen, schweren Leiden unser innigstgeliebtes Söhnchen Wilhelm 275e im Alter von 7½ Monaten. Dies zeigen tiefbetrübt an W. Drees und Frau. Herford, den 12. Mai 1902. mit schnellsten Frachtvorteilhafteste Bezug für Kaffee. Geschäft Direkter regelmässiger Bezug von tausenden von Säcken und Kisten Kaffee, Thee, Kakao mit schnellsten Frachtdampfern von den Produktionsländern. Direkte Weiterbeförderung der sorgfältigst gewählten Qualitäten von Kaffee, Thee und Kakao an die Fabriken von Kaiser's Kaffee-Geschäft. Fabrikation mit modernsten Maschinen unter Erzeugung besten Wohlgeschmacks und grösster Ergiebigkeit. Direkter Versand an über 750 eigene Verkaufsfilialen. Direkter Verkehr ohne Zwischenhandel mit den Konsumenten und Versorgung von Millionen von menschen mit Kaffee, Thee, Kakao und Chocolade aus Kaiser’s Naffee-Geschäft. lleiner Bruchteil des Jahresbedarfs von gleich ca. 300 Waggons wurden innerhalb Kree-Geschäft nach europäischen Hafenplätzen verladen. äckerstrasse 23. * ∆ Nachrichten vom 5. bis 10. Mai 1902. Geburten: Ein Sohn: dem Bildhauer Karl Begemann, ######er Hermann Budde, Wegewärter Heim. Laag, GartenAug. Held, Handarb. Wilh. Althoff, Teppichweber Wiebrock, Handarb. Herm., Gräweling, Maurer Wilh. B#Zeier, Schuhmacher Max Schumann, Postassistent Eduard ##enführ, Arbeiter Oswald Scheffler, Mühlenpächter Kaspar Suruborfer Auutelsaal [Elite Sorte billigst bei Heinrich Nolting 137e Samenhandlung. cDer heutigen Auflage liegt D eine Preisliste von Kaiser's Kaffee=Geschäft, größtes KiffeeImport=Geschäft Deutschlands im direkten Verkehr mit den Konsumenten bei, worauf wir besonders aufmerksam machen möchten. 285e Korsetts, vorzüglich haltbar und gut sitzend empfiehlt als besonders preiswert Anton Schaefers, Gehrenberg 11.(5500 Posthörnchen.= Wachs=, Speck=, Perl=, Reis=Perl, Hinrichs=Riesen. Krupbohner, sowie sämtl. Sorten Stangenbohnen empfiehlt billigst 269e Heinrich Nolting, Samenhdlg. erte kein in) der iche ind er(Stellungs=Gesuche und=Angebote inseriert man mit Erfolg in der Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Für eine Kolonialw.=, Farbund Eisenwarenhandlung wird p. sofort oder später ein Lehrling gesucht. Kost u Logis im Hause. 208e Off. unter R. I. an die Exp. Gesucht auf sofort einen kläftigen Burschen im Alter von 16—18 Jahren, der mit Pferden umgehen kann. Bon wem, sagt unter 271e die Exp. d. Zta. wird gesucht von einer alten renommierten Nordhäuser Kornbranntweinbrennerei. Offerten unter P. T. 2 an die Exp. d. Zta. erb. 189e Meorerjugendliche Arbeiter und 1 j. Kocher gesucht von 287e Dieckmann& Mühler, Zuckerw.=Fabrik. Tüconge Piassava- und JibreMischer für dauernde Arbeit nach auswärts gesucht. Offecten unter 264e an d. Exp. unteter Zeitung erbeten. 2 junge Leute im Alter von 16—20 Jahren als Kantinen=Gehülfen sofort gesucht. Fachkenntnisse sind nicht erforderlich. Bewerbungen nebst Gehaltsansprüchen und Zeugnisabschriften sind zu richten an W. Schäferbartold, Minden 1. 28. Junger Mann, mit Buchführung und Korrespondenz vertraut, per sofort od. später gesucht. 252e Offert. unter H. 29 an die Exp. d. Zta. Suche sofort eine tuchtige Maschinennäherin für gefütterte Lüstre-Röcke. Nachzufragen unt. 279e i. d. Exp. d. Atz. Wartefrau zum Kinde für vormittags gesucht. 281e Frau Max Dresing. Zam Pfingstfest habe ich ca. 100 St. diesjährige 8—10pfündige 147e fette Gänse 1 Pfd. 90 Pfg. abzugeben. Dieelben werden sauber gerupft und ranko Haus geliefert. Bestellungen bitte bis zum 14. ). M. machen zu wollen. NB. Die Gäne sind gerade vie im Herost mit Getreide gegästet und sehr zart und wohlchmeckend. Brackmann, Landwirt, zermbeck Nr. 5 bei Herford. erteilt einen jung. MädD, a. gründlichen stenoaphischen Unterricht? System tolze=Schrey. Offert unt. K. L. 100 an die Erv d. Ztg. erbeien. Fest der Berliner Stadtmission am 2. Pfingstfeiertag, nachmitags 3½ Uhr bei Kolon Gottlieb Boeckmann in Stedefreund. Röstere Viersen #eoledefchelte Röslerei Bresist: Vaul Haase, Herm. Meyer, G. Schulze und C. Caase neudesp. wiedergewählt. In die neu gegründete Kommission, deren Zweck sein soll, die an Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern zu gewährenden Kredite nachzuprüfen und zu genehmigen, sourden die Herren H. Schulte, H. Fürhoff und H. Mormann gewählt. Durch die Einrichtung der letzteren Kommission wird namentlich bezweckt, daß Vorstands= und Aufsichtsratsmitglieder nicht die Kasse für sich ausnützen, wie dies bei vielen Genossenschaften wieder der Fall ist; sodann aber auch dem Vorstande und Aufsichtsrate eine Hilfe bei der Krediteinschätzung unter sich zur Seite stellt. Der Segen, den eine derartige Einrichtung stiftet, wird gewiß in Zukunft nicht ausbleiben.— Zum Schluß möge noch erwähnt werden, daß der Bankverein auch den Check=Verkehr, eine Einrichtung, die leider noch viel zu wenig gewürdigt wird, sowie den An- und Verkauf von Wertpapieren, Einziehung von Wechseln 2c. in den Bereich seiner Thätigkeit gezogen h Interesse der Mitglieder liegen, von fleißig Gebrauch zu machen. *0 Die„gestreugen Herren besondere Ausnahme von den übrigen wie diese kalt und unfreundlich, fürchteten Nachtfröfte vorübergegangen. Rückschlag, sondern endlich bald warmes Wetter ein, damit nun der Pflanzenw blüte ungehemmt fortschreiten und wir Pfingstfest in ungetrübter Weise genieß ** Feuer. Gegen 8½ Uhr we dem Heuboden des Maurermeister Sche Hollandstraße Feuer ausgebrochen, das griff, so daß außer dem Doppelhaus d die Gebäude der Herren Schuhmacherm Drechslermeisters Schneider in Brand Freiwillige Feuerwehr schnellstens her Herr Fabrikant Poggenpohl durch Ben das Feuer zu löschen versucht. Das kl Scheidt ist nahezu eingeäschert; das gre dessen Giebel gegen 10½ Uhr nach niedergerissen wurde, ist sehr beschädi, anderen Gebäuden ist der Dachstuhl a milie, welche in dem abgebrannten Ho Hab und Gut, das erfreulicherweise# gerettet werden konnte, nicht versichert rückte der größere Teil der Feuerwehr, gewesen war, wieder ab. 1 Verbrechen. Auf dem Lübb abend von dem Polizeisergeanten Mer ertappt, als er sich an einem 9jährig Weise verging. Der Festgenommene heiß mann und seit kurzem hier wohnhaft. unternahm der Verhaftete, indem er abwarf, noch einen Fluchtversuch, wurde und heute morgen dem Königl. Amtsge ** Märkte finden statt: Am 2 Mts. in Oeynhausen: am Donner: 16 d. Mts. in Vlotho. In den Markthallen stellte der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60 fleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60 40—50 Pfg., Butter Pfd. Mk. 1,15, Rotkohl Kopf 10—30 Pfg., Wirsing 3 30—35 Pfg., Rosenkohl Pfd. 35 Pfg., Schwarzwurzeln Pfd. 30 Pfg., Steckrüt Bd. 5 Pfg., Zwiebeln 2 Pfd. 25 Pfg., Pfg., Blumenkohl 50—55 Pfg., Schnitt Kopfsalat Kopf 10 Pfg., Spargel Pfd. Bd. 10 Pfg. #e Elverdissen, 10. Mai. Vigestern hier abgehaltenen Viehmarkt von statten. Rindvieh, das nur wenig zu hohen Preisen verkauft. In Schwei wie überall, sehr hoch.— Die Restaur wirt Heidemann übernommen. r Elverdissen, 12. Mai. W Am Freitag morgen weilten hier der H sowie mehrere Mitglieder vom Kreisau Der Künigenbr Ein Roman aus dem Hochspessart vor (22. Fortsetzung.)— Eine Viertelstunde ruten sie so ohn weiter und labten sich an der frischen Kü Da plötzlich verbreiterte sich der Pfad,f durch das Laubdach, zahllose Schillerfal Weg, große Libellen schossen surrend warmer Atem wehte den Reitern entgeg Weg jäh ab und durch die lichter u Bäume sah man auf ein weites Weizen sanften Wellenlinien vor dem Auge R ziemlich weiter Ferne standen die Arbeiterkolonnen waren damit beschäft aufzuladen. Hei wie die Sonne brannte und r langem Galopp über die Stoppeln hir sich wie neugeboren. Alles war verge nur gewünscht, seine Schwadron hinte gegen eine feuernde Linie bosnischer Die alte Kraft und der alte Mut we gekehrt, und wer ihn so im Sattel glauben, daß er vor Monaten als ein! Spessart eingezogen sei. ... Der Wildensteiner war nicht mehr vor einer halben Stunde zu Herr 4I.#e Graf diesen Namen hörte, Unterlassungssünde ein. Er war nun schon fast ein — h u r d e m E c h t e r n u r e i n e n f l ü c h t i g e n B e s u c h diesen Besuch mit seiner jungen Gattin erwidert und den Grafen gebeten, er möge ungeniert an irgend einem Sonntag ohne besondere Meldung mit ihm dinieren, man mache im Spessart nicht viel Umstände und er solle sich nur wie einen Freund des Hauses betrachten und kommen, wenn es ihm passe, er sei im kalten Grund jeden Tag herzlich willkommen. Davon hatte Roger noch keinen Gebrauch gemacht, weil ihm allerlei andere Dinge dazwischen gerommen waren und wiin hatte er auch warten wolten bis er lichen Waldes weiter, dann bog ein breiter Fahrweg sauber mit Kies bestreut rechts ab und schlängelte sich etwa einen Kilometer lang zwischen den Waldriesen im tiefen Schatten hin. Ganz plötzlich, ohne daß man die Lichtung vorher gewahr geworden, kam man aus dem Wald heraus und stand vor einem weiten See, aus dem heraus sich das Schloß erhob. Ein mächtiger Turm überragte hoch die ganzen Gebäude, der Burghof war durch ein gewaltiges Rundbogentor nach dem See hin zugänglich und em leichter Kahn schaukelte an einer Treppe. Zur Seite wo das Schloß nach dem Wald ging, erhob ##ft behart üch nach ein kleiner Turw der die Dienerschaft beherbergte. Kaum war der Förster in einer der Thüren verschwunden, als die jugendliche Gattin des Schloßherrn schon selbst herauskam, dem Grafen beide Hände entgegenstreckte und ihn in der liebenswürdigsten Weise m das sechseckige Turmgemach zog, dessen Fenster hinaus auf den See blickten. „Isch bitte tausendmal um Entschuldigung, gnädige Frau, daß ich in diesem Kostüm wage, Ihnen meine Aufwartung hen. Es zu machen. offiziellen war eigentlich nicht meine Absicht, einen (Fortsetzung folgt.) Hellerweg, welcher von der Gemeinde eingezogen werden soll, zu besichtigen. *4 Hollinde, 12. Mai. Hofprediger D Stöcker wird am 2. Pfingstfeiertag nicht, wie früher gemeldet, bei Kolon Boeckmann=Hollinde, sondern, wie man uns mitteilt, bei Kolon Gottlieb Boeckmann in Stedefreund(nahe beim Stedefreundskruge) reden. Näheres ist aus dem Inserat in heutiger Nummer zu ersehen. k. Enger, 10. Mai. Schulnachricht. Herr Lehrer Racherbäumer von hier wurde auf telegraphischem Wege nach Warburg zur Vertretung berufen. en Enger, 12. Mai. Im Silberkranze. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten am Sonnabend die Eheleute Schlachtermeister Hermann Gräfe hier. Dem Jubelpaare gingen viele Glückwünsche zu. • Oldinahansen. 12. unat Schulban Der Humbert-Crawford-Schwindel. Ganz Paris hat wieder seine Sensation. Madame Humbert, die in Paris auf großem Fuße lebte und vorgab, sie sei im Besitze von vielen ererbten Millionen, führte mit zwei Brüdern Crawford lange Prozesse über diese Erbschaft und entlockte die Riesensumme von 40 Millionen Mark Bankhäusern und sonstigen Geldleihinstituten. Am Sonnabend sollte sie endlich das Testament vorzeigen, wurde jedoch flüchtig. Der Humbert=Crawford=Schwindel nimmt einen gewaltigen Umfang an. Bisher wurden sechs Verhaftungen vorgenommen. Das Ehepaar Humbert, das vermutlich unter Mitnahme mebr### erschwindelter Millionen nach Amerika flüchtete. wird B##thrieflicn verfolgt. Als schmerhelastat##lten Kalser’s Grösstes Kaffee-Import-Geschäft Deutschlaßi Preisliste Kaffee. Geröstete Gute Haushaltungsmischungen, braun geröstet, zu M. 0.70, 0.80, 0.85, 0.90 das Pfd Feine kräftig schmeckende sehr ergiebige Mischungen, braun geröstet, zu M. 1.—, 1.10, 1.20 das Pfd. Diese Preislagen sind besonders zu empfehlen als Spez.al- Mischungen in sehr preiswerten Qualitäten. Feinste bis hochfeinste ausgewählte Mischungen, braun' geröstet, zu M. 1.30, 1.40, 1.50, 1.60, 1.80, 2.—, 2.10 das Pfd. Gute bis feine Perl-Rischungen, braun geröstet, zu M. 0.90, 1.—, 1.20 das Pfd. 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Letztere verhöhnen Magnin, den Vizepräsidenten des Senats und ehemaligen Gouverneur der Bank von Frankreich, welcher von der Richtigkeit der Erbschaft der Frau Humbert überzeugt gewesen sein soll, ebenso wie der Staatsrat Jacquin. Dagegen haben die Nationalisten in Humberts Freundeskreise außer Périvier noch mehrere andere ihrer Vertreter gehabt, beispielsweise den Grafen Branicki, welchem Eine Tochter: Fabrikarb. Gustav Schröder, Maler Gust. Hempler, Fabrikarb. Heinr. Brandmeier, Bahnarb. Wilhelm Heidlindemann, Handarb. Wilhelm Wittland, Heizer Wilhelm Hartmann, Maurerpolier Herm. Steffen, Maurer Karl Plenker, Verwaltungs=Assistent Heinr. Holtmann. Aufgeboten: Prokurist Rudolf Friedrich und Anna Stuke, Stationsgehilfe Richard Reichel und Maria Mai, Hausdiener Herm. Siekmann und Dienstmagd Heuriette Wiemann, Bergm. Karl Gronzelski und Schneiderin Anna Eckermann. Eheschließungen: Waschmeister Robert Buchholz und Dienstmagd Marie Stickdorn, Buchhalter Paul Seipold und Josephine Tenzer, Arbeiter Friedr. Schmidt und Fabrikarbeiterin Antonette Müller. Handarbeiter Kaspar Steffen und Gestern Morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langen, schweren Leiden unser innigstgeliebtes Söhnchen Wilhelm im Alter von 7½ Monaten. 275e Dies zeigen tiefbetrübt an W. Drees und Frau. Herford, den 12. Mai 1902. bee-Geschäft laf im direkten Verkehr mit den Konsumenten. Preisliste Thee letzter Ernte von direktem Import, feine bis hochfeinste Mischungen, lose: M.1.50,2.—, 2.50, 3.—3.50,4.—,5.— das Pfd. in Paketen zu 20, 30, 45 Pfg. : F a r b e b l a u ¼ P f d. M. O. S O, ½ P f d. M 1.— Farbe rot„„* 0.75,„**1.50. " F a r b e g r ü n„„„ 1.—,*** 2.—. Ceylon-Thee Qual. 1 M. 1.60 das Pfd.## „ II„ 2.40*"* in Paketen zu M. 0.20 und 0.30. Kakao aus unseren eigenen Werken garantiert rein, leicht löslich, lose das Pfd. M. 1.40, 1.50, 1.80, 2.40. 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Der heutigen Auflage liegt eine Preisliste von Kaiser's Kaffee=Geschäft, größtes KiffeeImport=Geschäft Deutschlands im direkten Verkehr mit den Konsumenten bei, worauf wir besonders aufmerksam machen möchten. 285e Korsetts, vorzüglich haltbar und gut sitzend empfiehlt als besonders preiswert Anton Schaefers, Gehrenberg 11.(5500 Posthörnchen, Wachs=, Speck=, Perl=, Reis=Perl, Hinrichs=Riesen. Krupbohner, sowie sämtl. Sorten Stangenbohnen empfiehlt billigst 269e Heinrich Nolting, Samenhdlg. beim Hinscheiden unserer utter bewiesene Teilnahme 276e chen Dank. 2 Wehmeyer und Kinder. 2. Mai 1902. und 2. erte kein in) der Xo. iche ind errst = Stellungen (Stellungs=Gesuche und=Angebote inseriert man mit Erfolg in der Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Für eine Kolonialw.=, Farbund Eisenwarenhandlung wird p. sofort oder später ein gesucht. Kost u Logis im Hause. 208e Off. unter R. I. an die Exp. Gesucht auf sofort einen kläftigen Burschen im Alter von 16—18 Jahren, der mit Pferden umgehen kann. Bon wem, sagt unter 271e die Exp. d. Zta. wird gesucht von einec alten renommierten Nordhäuser Kornbranntweinbrennerei. Offerten unter P. T. 2 an die Exp. d. Zta. erb. 189e Meorere jugendliche Arbeiter und 1 j. Kocher gesucht von 287e Dieckmann& Mühler, Zuckerw.=Fabrik. Tüchnge und Mischer für dauernde Arbeit nach auswärts gesucht. Offecten unter 264e an d. Exp. unieter Zeitung erbeten. 2 junge Leute im Alter von 16—20 Jahren als Kantinen=Gehülfen sofort gesucht. Fachkenntnisse sind nicht erforderlich. Bewerbungen nebst Gehaltsansprüchen und Zeugnisabschriften sind zu richten an Schäferbartold, Minden Junger Mann, mit Buchführung und Korrespondenz vertraut, per sofort od. später gesucht. 252e Offert. unter H. 29 an die Exp. d. Zta. Suche sofort eine tuchtige Maschinennäherin für gefütterte Lüstre-Röcke. Nachzufragen unt. 279e i. d. Exp. d. Atz. Wartefrau zum Kinde für vormittags gesucht. 281e Frau Max Dresing. Zum Pfingstfest habe ich ca. 100 St. diesjährige 8—10ofündige 147e fette Gänse a Pfd. 90 Pfg. abzugeben. Dieselben werden sauber gerupft und franko Haus geliefert. Bestellungen bitte bis zum 14. d. M. machen zu wollen. NB. Die Gäne sind gerade wie im Herdst mit Getreide gemästet und sehr zart und wohlschmick.nd. Brackmann, Landwirt, Bermbeck Nr. 5 bei Herford. Wer erteilt einen jung. Mädchen gründlichen stenooraphischen Unterricht? System Stolze=Schrey. Offert unt. K. L. 100 an die Ecv d. Ztg. erbeien. 283e Fest der Berliner Stadtmission am 2. Pfingstfeiertag, nachmitags 3½ Uhr bei Kolon Gottlieb Boeckmaun in Stedefreund. Redner: F### M.. 274e Vaul Haase, Herm. Meyer, G. Schulze und C. Caase neudesp. wiedergewählt. In die neu gegründete Kommission, deren Zweck sein soll, die an Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern zu gewährenden Kredite nachzuprüfen und zu genehmigen, wourden die Herren H. Schulte, H. Fürhoff und H. Mormann gewählt. Durch die Einrichtung der letzteren Kommission wird namentlich bezweckt, daß Vorstands= und Aufsichtsratsmitglieder nicht die Kasse für sich ausnützen, wie dies bei vielen Genossenschaften wieder der Fall ist; sodann aber auch dem Vorstande und Aufsichtsrate eine Hilfe bei der Krediteinschätzung unter sich zur Seite stellt. Der Segen, den eine derartige Einrichtung stiftet, wird gewiß in Zukunft nicht ausbleiben.— Zum Schluß möge noch erwähnt werden, daß der Bankverein auch den Check=Verkehr, eine Einrichtung, die leider noch viel zu wenig gewürdigt wird, sowie den An- und Verkauf von Wertpapieren, Einziehung von Wechseln## en den Bereich seiner Thätigkeit gezogen h Interesse der Mitglieder liegen, von fleißig Gebrauch zu machen. * Die„gestreugen Herren besondere Ausnahme von den übrigen waren wie diese kalt und unfreundlich, fürchteten Nachtfröste vorübergegangen. Rückschlag, sondern endlich bald warmes Wetter ein, damit nun der Pflanzenw blüte ungehemmt fortschreiten und wir Pfingstfest in ungetrübter Weise genieß ** Feuer. Gegen 8½ Uhr dem Heuboden des Maurermeister Sche Hollandstraße Feuer ausgebrochen, das griff, so daß außer dem Doppelhaus d die Gebäude der Herren Schuhmacherm Drechslermeisters Schneider in Brand Freiwillige Feuerwehr schnellstens her Herr Fabrikant Poggenpohl durch Ben das Feuer zu löschen versucht. Das kl Scheidt ist nahezu eingeäschert; das gri dessen Giebel gegen 10½ Uhr nach niedergerissen wurde, ist sehr beschädi, anderen Gebäuden ist der Dachstuhl a milie, welche in dem abgebrannten Ha Hab und Gut, das erfreulicherweise gerettet werden konnte, nicht versichert rückte der größere Teil der Feuerwehr, gewesen war, wieder ab. Verbrechen. Auf dem Lübb abend von dem Polizeisergeanten Mer ertappt, als er sich an einem 9jährig Weise verging. Der Festgenommene heiß mann und seit kurzem hier wohnhaft. unternahm der Verhaftete, indem er abwarf, noch einen Fluchtversuch, wurde und heute morgen dem Königl. Amtsge ** Märkte finden statt: Am 2 Mts. in Oeynhausen: am Donner16 d. Mts. in Vlotho. a In den Markthallen stellte der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60 fleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60 40—50 Pfg., Butter Pfd. Mk. 1,15, Rotkohl Kopf 10—30 Pfg., Wirsing 3 30—35 Pfg., Rosenkohl Pfd. 35 Pfg., Schwarzwurzeln Pfd. 30 Pfg., Steckrüt Bd. 5 Pfg., Zwiebeln 2 Pfd. 25 Pfg., Pfg., Blumenkohl 50—55 Pfg., Schnitt Kopfsalat Kopf 10 Pfg., Spargel Pfd. Bd. 10 Pfg. #e Elverdissen, 10. Mai. Vie gestern hier abgehaltenen Viehmarkt von statten. Rindvieh, das nur wenig zu hohen Preisen verkauft. In Schwei wie überall, sehr hoch.— Die Restaur wirt Heidemann übernommen. r Elverdissen, 12. Mai. W Am Freitag morgen weilten hier der H sowie mehrere Mitglieder vom Kreisau Hellerweg, welcher von der Gemeinde eingezogen werden soll, zu besichtigen. *3 Hollinde, 12. Mai. Hofprediger D Stöcker wird am 2. Pfingstfeiertag nicht, wie früher gemeldet, bei Kolon Boeckmann=Hollinde, sondern, wie man uns mitteilt, bei Kolon Gottlieb Boeckmann in Stedefreund(nahe beim Stedefreundskruge) reden. Näheres ist aus dem Inserat in heutiger Nummer zu ersehen. k. Enger, 10. Mai. Schulnachricht. Herr Lehrer Racherbäumer von hier wurde auf telegraphischem Wege nach Warburg zur Vertretung berufen. en Enger, 12. Mai. Im Silberkranze. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten am Sonnabend die Eheleute Schlachtermeister Hermann Gräfe hier. Dem Jubelpaare gingen viele Glückwünsche zu. 10 0n M. f. Der Humbert-Crawford-Schwindel. Ganz Paris hat wieder seine Sensation. Madame Humbert, die in Paris auf großem Fuße lebte und vorgab, sie sei im Besitze von vielen ererbten Millionen, führte mit zwei Brüdern Crawford lange Prozesse über diese Erbschaft und entlockte die Riesensumme von 40 Millionen Mark Bankhäusern und sonstigen Geldleihinstituten. Am Sonnabend sollte sie endlich das Testament vorzeigen, wurde jedoch flüchtig. Der Humbert=Crawford=Schwindel nimmt einen gewaltigen Umfang an. Bisher wurden sechs Verhaftungen vorgenommen. Das Ehepaar Humbert, das vermutlich unter Mitnahme me### erschwindelter Millionen nach Amerika Gasfafn4 MI Tchamhaann Der Künigenbr Ein Roman aus dem Hochspessart vor (22. Fortsetzung.)— Keine Seglerverladungen, nur Bez der erfahrungsgemäss beste U Kalser Grösstes KaffeeImport-Geschäft Deutschlands im direkten Verkehr mit den Konsumenten. Grösster Kaffee-Rösterei-Betrieb Europas. 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Alles war verge nur gewünscht, seine Schwadron gnte gegen eine feuernde Linie bosnischer Die alte Kraft und der alte Mut we gekehrt, und wer ihn so im Sattel glauben, daß er vor Monaten als ein Spessart eingezogen sei. .. Der Wildensteiner war nicht mehr schon vor einer halben Stunde zu Herr Als der Graf diesen Namen hörte, Unterlassungssünde ein. Er war nun schon jahr hier und hatte dem Echter nur einen flüchtigen Besuch diesen Besuch mit seiner jungen Gattin erwidert und den Grafen gebeten, er möge ungeniert an irgend einem Sonntag ohne besondere Meldung mit ihm dinieren, man mache im Spessart nicht viel Umstände und er solle sich nur wie einen Freund des Hauses betrachten und rammen, wenn es ihm passe, er sei im kalten Grund jeden Tag herzlich willkommen. Davon hatte Roger noch keinen Gebrauch gemacht, weil ihm allerlei andere Dinge dazwischen gekommen waren und min hatte er auch warten wollen bis er Ueber 30000 Sack Kaffee, Kaiser's Kaffee-Geschä Monatstrist von den Produktionsländern für Kaiser’g Verkaufstiliale Vreier Fährideg sauber mit Kies bestreut rechts ab und schlängelte sich etwa einen Kilometer lang zwischen den Waldriesen im tiefen Schatten hin. Ganz plötzlich, ohne daß man die Lichtung vorher gewahr geworden, kam man aus dem Wald heraus und stand vor einem hof war durch ein gewaltiges Rundbogentor nach dem See hin zugänglich und em leichter Kahn schaukelte an einer Treppe. Zur Seite wo das Schloß nach dem Wald ging erhob nach ein kleiner Turw der die Dienerschaft beherbergte. sich Kaum war der Förster in einer der Thüren verschwunden, als die jugendliche Gattin des Schloßherrn schon selbst herauskam, dem Grafen beide Hände entgegenstreckte und ihn in der liebenswürdigsten Weise in das sechseckige Turmgemach zog, dessen Fenster hinaus auf den See blickten. Ich bitte tausendmal um Entschuldigung, gnädige Frau, daß ich in diesem Kostüm wage, Ihnen meine Aufwartung zu machen. Es war eigentlich nicht meine Absicht, einen offiziellen (Fortsetzung folgt.) 1 weisungen und die Kostenvorschüsse geliefert hatte, und erließ Haftbefehle und Steckbriefe gegen die Humberts. Das prachtvolle Hotel mit seinen Kunstschätzen und einige Landgüter sind etwa 5 Millionen wert, 36 Millionen Schulden bleiben ohne jede Deckung. ** * Ministerielle und Nationalisten spielen die Humbertsache gegen einander aus. Letztere verhöhnen Magnin, den Vize präsidenten des Senats und ehemaligen Gouverneur der Bank von Frankreich, welcher von der Richtigkeit der Erbschaft der Frau Humbert überzeugt gewesen sein soll, ebenso wie der Staatsrat Jacquin. Dagegen haben die Nationalisten in Humberts Freundeskreise außer Périvier noch mehrere andere ihrer Vertreter gehabt, beispielsweise den Grafen Branicki, welchem das von Humbert zuletzt bewohnte Palais gehörte, das Humberts für ihr Eigentum ausgaben, obwohl sie es nie bezahlt hatten. Advokat Dubuit geberdet sich wie rasend, so groß ist seine Erregung. Er wollte einen Reporter, welcher ihn interviewt hatte, im Zimmer einsperren, weil Dubuit bedauerte, die Worte:„Ich bin zerschmettert“ gesprochen zu haben. Vermischtes. " Zur Katastrophe auf Martinique. Ein Paradies I hat man die Antillen genannt mit ihrem Palmenkliwa. Und in der That, es giebt einen merkwürdigen Eindruck, wenn man im Monat Januar von Newyork in etwa sechstägiger Fahrt zu den Antillen dampft und sich aus den Schneehaufen des Broadway fast plötzlich unter schattende Palmen und zwischen duftige Blumen versetzt sieht. Ein Paradies! Aber eines, in dem mehr als eine Schlange lauert: furchtbare Stürme, verheerende Erdbeben, nimmer erlöschende Fieber. Und zu dem allen das im Schoß der Berge schlummernde Feuer. Wieder einmal hat ein solcher Ausbruch stattgefunden, und noch weiß man nicht, welchen Umfang die Vernichtung hat. Aber das eine steht schon jetzt fest, daß eine der blühendsten Städte der Antillen, der bedeutendste Handelsplatz in den amerikanischen Kolonien Frankreichs vom Erdboden weggewischt ist und daß in Jahrzehnten sich kaum wieder aufbauen lassen vird, was eine Stunde zerstört hat. Zu den Namen der Kömerstädte Herkulanum und Pompeji mag man jetzt auch den von St. Pierre auf Martinigue schreiben.— Der französische Ministerrat beschäftigte sich am Sonnabend mit dieser Katatrophe. Kolonialminister Decrais bestätigte, daß die ganze Stadt St. Pierre verwüstet sei. Der Finanzminister wurde ermächtigt, sämtliche nötigen Kredite zur Verfügung zu stellen zur Hilfeleistung auf Martinique. Ein Staatsbeamter begiebt sich morgen auf einem Staatsschiffe von Prest nach Martinique; er überbringt 500000 Franks. Der Louverneur von Guadeloupe wurde ermächtigt, alle notwendigen usgaben für den Transport und die Verpflegung der Ueberbenden zu machen. Der Ministerrat beschloß außerdem, zum eichen der Trauer die Flaggen auf den öffentlichen Gebäuden dährend dreier Tage halbmast zu hissen. Nach einer weiteren Meldung speit der Bulkan Mont elée, der das Unheil angestiftet hat, noch immer Feuer, so aß das Betreten des Bodens in der Nähe der zerstörten tadt gefährlich ist. Soweit festgestellt werden konnte, anrten 20 Schiffe im Hafen von Saint Pierre, darunter ein anzösisches Kriegsschiff und mehrere fremde Handelsschiffe. lle 20 Schiffe sind spurlos verschwunden. Man nimmt an, sie auf offener See samt der Bemannung verbrannten. eben den vielen Opfern an Menschenleben erreicht der Sach aden die Summe von mehreren hundert Millionen; unter Getöteten befanden sich ungefähr 2000 Weiße. Kannibalen als Krönungsgäste. Unter den Gästen aus englischen Kolonien zur Krönung nach London kommen, findet sich auch ein Kontingent der Eingeborenen=Polizei auf Fidschi=Inseln, einst ein übel beseumundetes Fleckchen Erde. Zn der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bildeten sie nur den Zufluchtsort für Verbrecher aller Art, denen in kem Vaterlande der Boden zu heiß geworden war, sondern * Kannibalismus stand in vollster Blüte. Jetzt herrschen rt unter britischer Verwaltung friedliche Zustände, aber die ksrottung des Kannibalismus hat doch viele Schwierigkeiten kkeitet. Der letzte eingeborene König namens Thakombau, r die Inseln Lord Rosmead übergab, sagte einst, vor seiner kkehrung zum Christentum, in einer Unterhaltung mit Adstral Erskine:„Sie haben gut reden über die Abschaffung K Menschenfresserei. Sie haben aber auch genug Rindfleisch Lande.“ 2377 Dienstmädchen aus der Provinz sind am 1. il in Berlin eingetroffen und polizeilich gemeldet worden. sind dies tausend Dienstmädchen mehr, als zur gleichen it im Vorjahre. Am Eingang der Kieler Förde, am Leuchtturm lk, ist jetzt eine Station für drahtlose Telegraphie einsichtet worden, die von morgens 7 bis 8 Uhr abends in ätigkeit ist. Winterwetter in Italien. Auch in Ober= und ttelitalien herrscht jetzt eine für die Jahreszeit außergehulich niedrige Temperatur. In Piemont sind starke Hneefälle niedergegangen. Amtserschleichungen. 19 Newyorker Polizeikommissare id zur Disposition gestellt, weil eine angestellte Untersuchung ab, daß sie ihre Stellungen nur durch Bestechung erlangt ten. Einige haben 100000 Mk. für ihre Posten bezahlt. Standesamtsnachrichten für den Kreis Herford. Stadt Herford. Nachrichten vom 5. bis 10. Mai 1902. d. Geburten: Ein Sohn: dem Bildhauer Karl Begemann, #chler Hermann Budde, Wegewärter Heine. Laag, GartenS##iter Aug. Held, Handarb. Wilh. Althoff, Teppichweber §. Dr. Wiebrock, Handarb. Heru. Gräweling, Maurer Wilh. H.Reier, Schuhmacher Max Schumann, Postassistent Eduard ##enführ, Arbeiter Oswald Scheffler, Mühlenpächter Kaspar 18 Eine Tochter: Fabrikarb. Gustav Schröder, Maler Gust. Hempler, Fabrikarb. Heinr. Brandmeier, Bahnarb. Wilhelm Heidlindemann, Handarb. Wilhelm Wittland, Heizer Wilhelm Hartmann, Maurerpolier Herm. Steffen, Maurer Karl Plenker, Verwaltungs=Assistent Heinr. Holtmann. Aufgeboten: Prokurist Rudolf Friedrich und Anna Stuke, Stationsgehilfe Richard Reichel und Maria Mai, Hausdiener Herm. Siekmann und Dienstmagd Henriette Wiemann, Bergm. Karl Gronzelski und Schneiderin Anna Eckermann. Eheschließungen: Waschmeister Robert Buchholz und Dienstmagd Marie Stickdorn, Buchhalter Paul Seipold und Josephine Tenzer, Arbeiter Friedr. Schmidt und Fabrikarbeiterin Antonette Müller, Handarbeiter Kaspar Steffen und verwitwete Schneider Anna Lange, Kutscher Ernst Rädeker und Haushälterin Konradine Beins, Handarb. Heinr. Sundermann und Dinstmagd Johanne König, Arbeiter Aug. Kalinsky und Fabrikarbeiterin Elisabeth Greiser. Sterbefälle: Landw. Heru.. Mester 39 J., Rudolf Wiegelmann 14 Tage, Ilsabein Eickmeyer 83 J., Arbeiter Kaspar Böckmann 74 J, Reichsbankdiätar Richard Hammer 25 I., Ehefrau Stellmacher Anna Wehmeyer 50 J., Kaufm. Heinr. Koch 20 I., Adelheid Holtmann 1 I., Fabrikarb. Heinr. Eickmeier 65 I, Witwe Friederike Wörmann 74 J., Elisabeth Weber 5 Mon., Tischler Wilhelm Kaiser 26 J. alt. neier. Jamilien-Nachrichten. Geboren 1 Tochter: Rechtsanwalt Schulz in DetmoldVerlobt: Margarete Baumann mit Hauptlehrer Heinrich Culemann in Bünde=Ennigloh. Gestorben: Sohn Heinrich des Herrn H. Fretthold in Ennigloh, der Königl. berittene Steuer=Aufseher a. D. August Bugge, 75 Jahre, in Oeynhausen. und Verkehr. Berlin, 7. Mai. Heu und Stroh. Richtstroh 7,00—7,32 Mk., Heu 6,80—8,80 Mk. Course der Berliner Börse. Mitgeteilt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges. Herford, 10 Ma. 1902 91.80 3% Preuss Consols 3½%„„ 101,80 3% Deutsche Reichsanleihe 91,90 20% 3½%„ 3% Westf. Prov.-Anl. 101,80 89.40 8 S* 4%„„ 104,10 4% Bielef. Stadtanleihe 103,60 4% Hamb. HypothekenPfandbriefe 1900 100,20 4% Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 100,75 4% Meining. HypothPfandbriefe 1900 100,30 Deutsche Bank-Akt. 206,60 Disc. Commandit-Akt. 184,25 A. Schaaffhausen'scher Bv. 120.25 Gelsenkirchener Bergw.Aktien 168,25 Hibernia Bergw.-Aktien 166,70 Harpener dto. 173.— Harb.-Wien. Gummi-Akt. 329.25 Phönix Bergw.-Aktien 138,50 Bankdiscont 3% Tendenz: fest. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 12. Mai. Höchste Temperatur des Vortages: 11,5°. Niedr. Temperatur in der Nacht: 1,40. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 5,0°. „„11„„: 8.4% Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 751,7 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 1,5 mm. Wind: Schwacher W. Himmel: Bedeckt; zeitweise Regen. 13. Mai. Bei schwachen westlichen Winden Witterungsfortdauer. Telegrammr und Telephonische Meldungen. Ein flüchtiger Kassierer. Berlin, 12. Mai. Die Revision der Bücher im Konsumverein ergab, daß der flüchtige Kassierer Hann Angestellter bei Siemens u. Halske) nicht nur von der zur Bezahlung der Lieseranten bestimmten Summe 27·000 Mk. fortgenommen, sondern bereits vorher 4800 Mk. veruntreut hatte. Der Konsumverein hat zur Ergreifung des Thäters eine Belohnung von 300 Mk. ausgesetzt. Die vulkanischen Ausbrüche auf den Antillen. Paris, 12. Mai. Nach einer Meldung des„Temps“ soll der ganze nordwestliche Teil der Insel Martinique verwüstet sein; außer St. Pierre seien noch drei Ortschaften vernichtet. Paris, 12. Mai. Präsident Loubet hat aus Anlaß des Unglücks auf Martinique vom deutschen Kaiser sowie von den anderen Staatsoberhäuptern Beileidstelegramme erhalten. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sa####ler, für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) gepökelt, Ohren, Pfoten, Rippen, Schwänze, Schnauzen, Kopfstücke 2c., liefert frisch und haltbar in Gebinden a ca. 30, 50 und 100 Pfd. für nur Mf. 25.— per Zent. ab Neumünster Julius Werner, Neumünster i H. 448d Sckendorfer Runkelsagt [Elite Sorte billigst bei Heinrich Nolting 137e Samenhandlung. cDer heutigen Auflage liegt eine Preisliste von Kaiser's Kaffee=Geschäft, größtes KiffeeImport=Geschäft Deutschlands im direkten Verkehr mit den Konsumenten bei, worauf wir besonders aufmerksam machen möchten. 285e Stenographie zum Selbstunterricht 50 Pfg. bei Adolf Pottkamp, Buchhandlung, Lübberstraße. 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Besprechung über den in Schwelm stattfindenden Feuerwehrtag. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Herford. Die Mitglieder, welche an der 572e teilnehmen wollen, werden ersucht, sich in die im Vereinslokal F. Biermann aufliegenden Liste bis spätestens Donnerstag einzuzeichnen. Als Kopfbedeckung ist weiße Mütze Bedingung. Abfahrt 1. Pfingsttag 3,54 morgens. Nicht-Mitglieder können sich anschließen Täglich frischen Granat bei„ 2789 Herm. Ebmeyer, Radewig 31. irtschl. Lokalverein Herford. Versammlung Mittwoch, den 1a. Mai, nachmittags 2½ Uhr, in Herford, Hotel Görges. Tagesordnung: 1. E'ngänge. 2. Beratung und Beschluß über den diesjährigen Ausflug. 3. Verkauf der dem Vereine gedörenden Hand=Hederichspritze. 4. Referat über die rationelle Schweinezucht und Schweinehaltung. 5. Aus landwirtsch. Zeitschriften. 6, Verschiedenes. Zahlung des Vereinsbeitrages für 1902 und der Reste aus 1901. Herso d, den 9. Mai 1902. Der Vorstand