N 96 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mark, bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Donnerstag, 24. April. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. 1902 12. Jahrgang. 12. Jahrgang. Anzeigen Herford. Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts zu Herford. Bei der unter Nr. 199 des Gesellschaftsregisters eingetragenen Firma Wittenstein& Steuer in Herford ist am 19. April 1902 Folgendes eingetragen: 6080 Der Kaufmann Friedrich Wittenstein ist gestorben und dadurch die offene Handelsgesellschaft aufgelöst. Der Kaufmann Werner Steuer zu Herford führt das Geschäft unter der bisherigen Firma fort. Die Firma ist nach Nr. 360 des Handelsregisters Abt. A übertragen. Sodann ist an demselben Tage in das Handelsregister Abt. A unter Nr. 360 die Firma Wittenstein& Steuer in Herford als deren Inhaber der Kaufmann Werner Steuer zu Herford eingetrage. Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts zu Herford In unser Handels=Register Abteilung A ist unter Nr. 361 die Firma: Hermann Gieseler in Herford und als deren Inhaber der Kaufmann Hermann Gieseler zu Herford am 22. April 1902 eingetragen. 609d 70 m 1. Mai d. Is. tritt für die Schmalspurbahnen des &## Landkreises Bielefeld und Herforder Kleinbahnen ein neuer Fahrplan in Kraft. Derselbe wird vom Gültigkeitstage auf sämtlichen Stationen zum Aushang gebracht und ist bei denselben für 15 Pf. käuflich zu haben. Herford, den 23. April 1902. 5905. Kleinbahn=Direktion. Der neue Krosigk-Prozeß. Der vorgestrige ungünstige Eindruck der Aussage Skopeks und die Bekundungen von Zeugen und Zeuginnen über diesen wird in Gumbinnen viel besprochen und als ein günstiges Moment für die Angeklagten angesehen. Marten, der sonst meist vor sich hinbrütete, scheint jetzt etwas besserer Stimmung zu sein. Unter den gestern zu Beginn des 6. Verhandlungstages aufgerufenen Zeugen befinden sich auch die Witwe des Ermordeten, eine in tiefe Trauer gekleidete, schlanke, noch ziemlich jugendliche Dame, die aus Lüneburg in Begleitung eines Majors v. Krosigk— wie es heißt, eines Bruders des Rittmeisters— erschienen ist; ferner der alte Wachtmeister Marten, der im Zivilanzug sehr gut aussieht und von der Unschuld seines Sohnes fest überzeugt zu sein scheint, und die Braut des Angeklagten Marten, Frl. Simoneit, ein hübsches junges Mädchen. Rittmeister Gustorf, der Chef der in Stallupönen liegenden 2. Eskadcon bekundet, am 21. Januar 1901 sei ein aus dem Wachtmeister und 4 Dragonern bestehendes Kommando anläßlich der in der Füsilierkaserne abgehaltenen Kriegsgerichtssitzung in Gumbinnen gewesen; dieses Kommando habe unter Aufsicht gestanden, andere Dragoner aus Stallupönen seien am 21. Januar nicht in Gumbinnen gewesen. Der Chef 1. Eskadron, Rittmeister Ewers, sagt aus, er habe sogleich nach dem Morde auch die 1. Eskadron antreten lassen und die Aufforderung an die Leute gerichtet, jeder, der etwas wahrgenommen habe, solle vortreten. Es meldete sich der Dragoner Baranowski, der aussagte, er habe kurz vor dem Morde an der Bandenthür einen Mann mit steifer Schirmmütze, Mantel und schwarzem Schnurrbart stehen sehen. Der frühere Vizewachtmeister, jetzige Landwirt Schneider bekundet, daß er von seiner vorgesetzten Behörde bestraft worden sei, weil er Skopek ausgefragt habe. Er hätte den Skopek nach seiner Freilassung nach dem Kasernenhof zurückgebracht. Da habe er ihn gefragt, ob er etwas gesehen habe. Er sagte: Nein, gar nichts, ich habe nur gesehen, daß zwei Personen dort gestanden haben. Wer es war, wisse er nicht. Dann fragte ich ihn, ob sie Mantel und Unteroffiziermütze gehabt hätten. Er erwiderte: Das könne er nicht sagen, es können auch Unteroffiziere gewesen sein.— Verhandlungsleiter Scheer: Wegen dieser Fragen, die Sie an Skopek gerichtet haben, sind Sie bestraft worden? Mit was?— Zeuge: Mit einem Verweis, sonst bin ich noch nie bestraft.— Darauf wird Skopek hineingerufen.— Verhandlungsleiter Scheer: Skopek, Sie wissen, Sie sind noch nicht vereidigt, Sie wissen, es handelt sich hier um eine furchtbar ernste Sache. Wie wir gestern gehört haben, haben Sie viel geredet. Haben Sie sich über Nacht nochmals überlegt, was Sie aussagen werden?— Zeuge: Ja.— Verhandlungsl. Scheer: Kennen Sie den früheren Vizewachtmeister Schneider?— Zeuge: Ja.— Verhandlungsl. Scheer: Und auch den Gendarmeriewachtmeister Melzer?— Zeuge: Ja. Melzer fragte mich in der Schmiede, was ich gesehen habe. Ich sagte ihm, daß ich zwei Personen an der Bandenthür hätte stehen sehen. — Verhandlungsl. Scheer: Haben Sie nicht auch etwas darüber geäußert, daß die beiden Mütze und Mantel gehabt hätten?— Zeuge Skopek: Das weiß ich nicht mehr.— Verhandlungsl. Scheer: Können Sie sich nicht besinnen?— Zeuge Skopek: Ich bin von so vielen gefragt worden. Was ich jedem gesagt habe, das weiß ich jetzt nicht mehr.— Verhandlungsl. Scheer: Hat Kriminalkommissar von Bäckmann Ihnen eine Weisung gegeben, Stillschweigen über das, was Sie wissen, zu bewahren?— Zeuge Skopek: Ja, er sagte, wenn mich jemand fragt, solle ich nicht Rede und Antwort stehen, sondern meine Aussagen nur den Herren vom Gericht machen.— Verhandlungsl. Scheer: In der vorigen Verhandlung konnten Sie sich zuerst nicht besinnen, daß Sie eine solche Anweisung erhalten hätten. Erst nachher haben Sie das zugegeben.— Zeuge Skopek: Ja, aber der Kriminalkommissar v. Bäckmann hat mir das im Viereck gesagt.— Verhandlungsl. Scheer: Nun sagen Sie uns: Was haben Sie gesehen?— Zeuge Skopek wiederholt, wie auswendig gelernt und wörtlich, seine gestern mehrmals gemachten Angaben. Um ½5 Uhr habe er die Schmiede verlassen und an der Bandenthür zwei Personen stehen sehen mit Mantel und steifer Mütze. Er dachte, einer davon sei der Wachtmeister, und sei deshalb schleunigst nach dem Krümperstall abgebogen. Dort fragte ihn Boguslawski, ob er nicht bald Gefreiter werden würde.— Verhandlungsl. Scheer: Halt, das brauchen wir nicht mehr. Nun haben wir aber gestern von dem Zeugen Petri, der Anna Sternberg usw. gehört, daß Sie allen diesen Personen gegenüber gesagt haben, Sie hätten nichts gesehen.— Zeuge Skopek: Davon weiß ich nichts, daß ich das erzählt habe.— Verhandlungsl. Scheer: Erzählen Sie denn manchmal den Leuten Märchen? — Zeuge Skopek: Wenn ich betrunken oder in Gesellschaft bin, erzähle ich manches, um die Leute zu unterhalten.— Skopek wird dann nochmals in Anwesenheit der Zeugen Melzer und Schneider befragt.— Verhandlungsl. Scheer: Besinnen Sie sich, Skopek, daß Sie gesagt haben, Sie haben nichts gesehen?— Zeuge Skopek: Ich habe nur immer gesagt, daß ich zwei Leute habe an der Bandenthür stehen sehen. — Verhandlungsl. Scheer: Haben Sie nun etwas gesehen oder nicht?— Zeuge: Jawohl, zwei Leute mit steifen Mützen. Gendarm Melzer erklärt, Skopek habe ihm auf Befragen gesagt, er könne nicht behaupten, daß die beiden Leute, welche an der Bandenthür standen, Militärmäntel hatten; es sei zu dunkel gewesen, um dies genau erkennen zu können.— Der frühere Vizewachtmeister, jetzige Landwirt Schneider bekundet, Skopek habe ihm gesagt, er habe eigentlich gar nichts gesehen, wisse auch nicht, ob die beiden Leute steife Mützen und Militärmäntel hatten. Auf seine Frage, ob es Zivilpersonen waren, habe Skopek gesagt, es können auch Zivilpersonen gewesen sein.— Skopek bemerkt, er erinnere sich nicht mehr, was er zu diesem Zeugen gesagt habe, er gebe aber als möglich zu, daß er dies demselben erzählt habe. Auf nochmaliges eindringliches Befragen erwidert Skopek, daß die Leute steife Mützen hatten. Kriminalkommissar Bäckmann wiederholt in Gegenwart Skopeks, daß er ihn eindringlich ermahnt habe, die Wahrheit zu sagen, aber hinzugefügt habe:„Lassen Sie sich nicht ausfragen; sagen Sie nur Ihren Vorgesetzten(den Offizieren) die Wahrheit.“— Auf Befragen des Verteidigers Horn bemerkt Bäckmann, er erinnere sich heute nicht mehr genau, ob er das Wort„Offizier" hinzugefügt habe. Auf die Frage des Verhandlungsleiters, ob Bäckmann das von ihm Ausgesagte auf seinen früher geleisteten Eid versichern könne, bemerkt Bäckmann, er könne dies, soweit sich dies auf die von ihm geführte Untersuchung beziehe, nicht aber bezüglich aller von ihm geführten Gespräche; er müsse dies betonen, damit man ihm nicht einen Strick drehen könne. Danach wird der Fahnenschmied Sergeant Krieg in den Saal gerufen. Derselbe bekundet, er wisse nicht, wann Skopek am Mordtage aus der Schmiede gegangen sei, da er(Zeuge) jenen Nachmittag Schule hatte. Er sei gegen 4 Uhr nachmittags in die Kantine gegangen und etwa Dreiviertelstunden dort geblieben. Da Zeuge sodann erklärt, daß er unwohl, wird ihm gestattet, in die frische Luft zu gehen.— Vizewachtmeister Schimanski und der frühere Trompeter, jetzige Grenzaufseher Hasse geben an, daß Krieg einige Tage nach dem Morde zu ihnen gesagt habe, sie wüßten doch, daß er zur Zeit des Mordes in der Kantine gewesen sei. Weder Schaminski, noch der Kantinenkellner Schlemminger können aber genauere Angaben darüber machen, wann Krieg in die Kantine gekommen und wie lange er dort verweilt hat. Hasse bemerkt, er habe Krieg erst gegen 4 Uhr 45 Minuten in der Kantine gesehen, allerdings könne er nicht sagen, ob derselbe nicht schon früher dort geHierzn eine Beilage. wesen sei.— Krieg wird darauf nach eindringlicher Ermahnung vom Verhandlungsleiter vereidigt.— Die Verhandlungen werden sodann auf heute vormittag 9 Uhr vertagt. Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Von Sr. Maj. dem Kaiser. Anläßlich des Geburtstags des Königs von Sachsen hatte sich gestern der Kaiser mittels Sonderzuges nach der Villa Strehlen bei Dresden begeben. Abends 6 Uhr 30 Min. begab sich der Monarch nach Primkenau. Reuß a. L. Prinz Friedrich Heinrich, Sohn des Prinzen Albrecht, wird den Kaiser bei der Beisetzung des Fürsten von Reuß ä. L. am Freitag vertreten. Das Jubiläum des Großherzogs von Baden. Der„Reichsanzeiger“ schreibt:„Am 24. April sind fünfzig Jahre seit dem Regierungsantritt des Großherzogs Friedrich von Baden verflossen. Dieser Jubeltag eines reich gesegneten Herrscherlebens, der in allen badischen Gauen mit treuer Dankbarkeit gefeiert wird, wendet auch im weiteren deutschen Vaterlande die Herzen der Patrioten aufs neue der ritterlichen Erscheinung des edlen Großherzogs zu. Gleich verehrungswürdig als Mensch, als Landesherr und als Bundesfürst, hat der erlauchte Oheim des Kaisers sich um die Verwirklichung der nationalen Einheitsbestrebungen unvergängliche Verdienste erworben. Eine Fülle bereitwilliger Huldigungen legt Zeugnis dafür ab, wie tief in den Zeitgenossen das Gefühl der Erkenntlichkeit lebt für dieses mit hohen Ehren vollendete halbe Jahrhundert echt fürstlicher Dienste an Land und Volk, an Kaiser und Reich. Dem Großherzog Friedrich seien auch an dieser Stelle die ehrerbietigsten und herzlichsten Wünsche dargebracht zu der Gedenkfeier des 24. April und für eine noch lange Dauer Seiner weisen, erfolgreichen Regierung!“ Aus den Parlamenten. Der Reichstag begann gestern die erste Beratung des Gesetzentwurfs, betreffend die gewerbliche Kinderarbeit. Der Entwurf dürfte heute einer 21gliedrigen Kommission überwiesen werden. In der Petitionskommission des Reichstags wurde vorgestern über das Gesuch eines Postunterbeamten in Dortmund verhandelt, der wegen Verbreitung des„Postboten" entlassen, um Wiederanstellung im Reichspostdienst nachsucht. Der Berichterstatter Abg. Hegelmeier empfahl, die Petition für nicht geeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären, da die Postbehörde den Vertrieb und die Verbreitung des Organs sowie die Agitation dafür ihren Bearten bei Strafe der Entlassung untersagt habe. Der Vertreter des Reichspostamts vertrat ebenfalls diesen Standpunkt und verfocht das Recht der Behörde zu dieser Maßregel. Die Vertreter des Zentrums dagegen traten für Ueberweisung der Petition an die Regierung zur Berücksichtigung ein. Dieser Antrag wurde schließlich angenommen. Das Abgeordnetenhaus beendete gestern die dritte Beratung des Etats des Landwirtschaftsministeriums. Zum Befinden der Königin Wilhelmina. Das Befinden der Königin war im Laufe des gestrigen Tages andauernd befriedigend. Vom Präsidenten Krüger. Das Reutersche Bureau erfährt, nicht Präsident Steijnsondern Präsident Krüger habe dem Magistrat von Berlin 500 Mk. füc die Opfer der Wetterkatastrophe übersandt.(Das ist auch verständlicher. Red.) Zum Burenkrieg. Die erste Sendung der deutschen Spenden für die Buren ist gestern in Bloemfontein eingetroffen. Die Londoner„Daily Mail“ leistet sich dazu die Meldung aus Bloemfontein, daß die für die Konzentrationslager aus Deutschland entsandten Kleider bei der Ankunft derart rochen, daß acht junge Damen(?) des Empfangs=Komitees darüber ohnmächtig wurden. Aus Rußland. Der Petersburger Berichterstatter des Londoner„Daily Mail“ meldet unterm 21. d. M.: Der Unterrichtsministes Amtliche für den Kreis Wannowski sei zurückgetreten, weil der Zar auf Auregung Pobjedonoszews seinem Schulreformplan die Genehmigung versagte. Der Rücktritt des Ministers wurde geheim gehalten und verursacht jetzt die größte Aufregung. Die Erneuerung der Studentenrevolte werde befürchtet. Herforder Kreis=Nachrichten. Herford, 24. April. *3 Jum Posannenfest, das am Sonntag nachmittag 2½ Uhr in der Münsterkirche stattfindet, wird Herr Pastor Pape aus Stift Quernheim die Ansprache halten. Die Beteiligung seitens der Bläser wird diesmal eine besonders rege werden; ca. 250 Posaunenbläser aus den 12 Vereinen des Herforder Kreisverbandes werden erwartet. Von wuchtiger Wirkung wird es sein, wenn diese stattliche Zahl gemeinsam ihre Posaunen in dem alten Gotteshause ertönen läßt. *½ Gustav=Adolf=Fest. Am Dienstag, den 24. und Mittwoch, den 25. Juni wird in Minden das diesjährige große Provinzial=Gustav=Adolf=Fest des westfälischen Haup; vereins gefeiert werden. □ Jubiläum. Am gestrigen Tage feierte der Werkführer der Firma F. Meyer u. Schwabedissen, Herr Rudolph Stork, sein 30jähriges Dienstjubiläum. Die Fabrikräume waren festlich geschmückt und wurden dem Jubilar von den Kollegen die wärmsten Glückwünsche entgegengebracht. Der Inhaber der Firma ehrte den Jubilar in der Weise, daß er demselben ein Sparkassenbuch von namhafter Höhe überreichte. Von amtlicher Seite ist bisher leider keine Anerkennung erfolgt, doch hofft man allgemein auf eine nachträgliche Ehrung. Der Tag wurde in der Fabrik durch eine kleine Feier beschlossen. Herr Stork versieht seit 30 Jahren sein Amt in der genannten Firma und wollen wir ihm wünschen, daß er dasselbe in froher Gesundheit noch recht lange bekleiden möge. * 3 Auf der Kleinbahn tritt mit dem 1. Mai ein neuer Fahrplan in Kraft. Wir bringen die einzelnen Kleinbahnstrecken auch diesmal in unserem Fahrplan mit zum Abdruck. ####z Westfälisch=Lippische=Vereinsbank, Aktiengesellschaft. Die am 23. d. Ms. stattgehabte Generalversammlung hat die sofort zahlbare Dividende antragsgemäß auf 5½% festgesetzt, die ausscheidenden Mitglieder des ersten Aussichtsrats wieder= und Herrn Landesbankrat a. D. Wigand, Direktor des A. Schaaffhausen'schen Bankvereins in Essen a. R., neu in den Aussichtsrat gewählt. Die Bilanz befindet sich im Inseratenteil der vorliegenden Nummer. Auf Stift Berg verstarb gestern abend eine Frauensperson, die sich in erschöpftem Zustande in eine offene Scheune geschlichen hatte. Ein Polizeibeamter war von Nachbarn, welche die Frau beobachtet und deren Benehmen zu Besorgnissen Veranlassung gegeben hatte, hinzugerufen worden und wollte die Ueberführung der schwer erkrankten Person in das Krankenhaus veranlassen. Bevor jedoch der Wagen fertig gestellt werden konnte, gab die Frau, die sich Spreckelmeyer aus Bielefeld genannt hatte, ihren Geist auf. Der hinzugerufene Kreisarzt Herr Dr. Rheinen konnte nur noch den Tod der etwa 50 Jahre alten Frau feststellen. Die Leiche wurde in die Leichenhalle transportiert. Ermittelt wurde noch, daß die Verstorbene vor einigen Tagen in Begleitung mehrerer Personen auf Stift Berg gebettelt hatte. * Schöffengericht. In der gestrigen Sitzung führte Herr Amtsgerichtsrat Vahle den Vorsitz. Als Schöffen fungierten die Herren Kolon Quest von Schwarzenmoor und Büscher von Belke=Steinbeck. Der Arbeiter August W. von hier, Endebutt, war angeklagt, am 2. November v. I. in der Bünderstraße ruhestörenden Lärm erregt zu haben. Das Urteil lautete auf eine Geldstrafe von 10 Mk. event. 2 Tage Haft. — Die Eheleute Bürstenmacher Valentin H. von hier, Ahmserstraße, waren am 25. Januar d. I. mit der Zigarrensortiererin W. in deren Wohnung in Streit geraten. Im Verlaufe desselben sollen die Eheleute H. zum Verlassen der Wohnung aufgefordert sein, dieser Aufforderung sind sie jedoch nicht nachgekommen. Sie hatten sich wegen Hausfriedensbruchs zu verantworten, wurden aber freigesprochen, da der Gerichtshof annahm, die Absicht, Hausfriedensbruch zu begehen, habe ihnen gefehlt.— Der Arbeiter Bernh. K. von Stiftberg war wegen Diebstahls einer Schürze angeklagt und wurde dieserhalb mit 1 Tage Gefängnis bestraft.— Der Maurermeister Heinr. Sg. von hier sollte auf dem Benterwege unbefugt Steine und Sand liegen gelassen haben. Die Verhandlung ergab, daß nicht Heinr. S. sondern Wilhelm S. die Kontravention begangen hatte; es mußte daher Freisprechung eintreten.— Der Zimmermann Wilhelm B. aus Stedefreund und Arbeiter Heinrich K. aus Radew. Feldmark waren der gemeinschaftlichen Körperverletzung des Schuhmachers Gustav St. und Arbeiters Wilhelm H. angeklagt. Da die Angeklagten die Veranlassung zu der Schlägerei gegeben hatten, wurde für jeden auf eine Geldstrafe von 60 Mk. event. 6 Tage Gefängnis erkannt.— Der Maurer Friedrich H von hier hatte am 16. März d. Is. aus dem Laden des Kaufmanns Sch. hier ein Portemonnaie im Werte von 2,80 Mk. genommen und war damit verschwunden. Er erhielt wegen Diebstahls 3 Tage Gefängnis.— Der Maurergeselle Heinrich Sch. von hier hatte am 2. Januar d. Is. den Maurer Heinrich D. von hier mit einer Schüppe geschlagen; Sch wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 10 Mk. ev. 2 Tagen Gefängnis verurteilt.— Der Arbeiter Heinrich N. von hier hatte am 27. Februar d. Is. die Ehefrauen Friederike S. und Johanne M körperlich mißhandelt, und war in die Wohnung des Maurers S. widerrechtlich eingedrungen; bei einem Angriffe hatte er sich eines Beiles bedient. N. wurde wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 20 Mk. ev. 4 Tagen Gesängnis, wegen Hausfriedensbruchs zu einer solchen von 5 Mark ev. 1 Tag Gefängnis und wegen des Angriffs mit einem Beil zu einer solchen von 5 Mk. ev. 1 Taa Haft verurteilt.— Der Händler Friedrich K. von Hiddenhausen war angeklagt, das Vermögen des Schlachters Fritz H. von Häger um 24,50 Mk. bei einem Viehhandel geschädigt zu haben. Es trat kostenlose Freisprechung des Angeklagten ein, — Der Knabe Erich N. von hier Rennthormauer sollte dem Kolonialwarenhändler V. hier 4—5 Flaschen Parfüm entwendet haben. Angeklagter, der früher bereits die That zugegeben hatte, leugnete nunmehr und mußte deshalb die Sache zwecks Ladung von Zeugen vertagt werden.— Ebenfalls wurde die Sache gegen den Müller Ernst D. von hier vertagt, der angeklagt war, eine Befestigung des Ufers des Putchemühlenbaches vorgenommen zu haben, ohne vor Beginn der Arbeit der Polizeibehörde davon Anzeige gemacht zu haben. m Ungetreuer Reisender. Der Kaufmann Max Ehmke aus Ottensen bei Hamburg, zuletzt in Herford wohnhaft und jetzt in Untersuchungshaft, war bei der hiesigen Weinfirma Kauffmann als Reisender angestellt und hatte in der Zeit vom 9. November v. Is. bis Ende Februar d. Is. von den einkassierten Geldern 454,90 Mk. unterschlagen. Die Strafkammer verurteilte gestern den E. zu 4 Monaten Gefängnis. In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Pfg., Hammelfleisch 60—65 Pfg., Nierenfett 40—50 Pfg., Butter Pfd. Mk. 1,20, Eier 2 Pfd. 95 Pfg., Rotkohl Kopf 10—30 Pfg., Wirsing 30—35 Pfg., Weißkohl 30—35 Pfg., Rosenkohl Pfd. 35 Pfg., Wurzeln Pfd. 8 Pfg., Schwarzwurzeln Pfd. 30 Pfg., Steckrüben St. 5 Pfg., Porree Bd. 5 Pfg., Zwiebeln 2 Pfd. 15 Pfg., Kohlrabi Bund 10 Pfg., Endivien Kopf 15—20 Pfg., Blumenkohl 50—70 Pfg. Provinz und Nachbarstaaten. * Oberbecksen, 23. Mai. Ein Waldbrand brach am Sonntag mittag in dem Bergteile des Kolons Reker Nr. 48 hier aus. Die gerade vom Kirchgange heimkehrenden Nachbarn mußten mit eingreifen, um durch Aufwerfen von Dämmen und Gräben dem weiteren Umsichgreifen des Feuers Einhalt zu thun, was dann auch nach einigen Stunden gelang. * Gütersloh, 23. April. Heidebrand. Am Sonntag verbrannte hinter dem Boderkrug etwa 1 Morgen Heide. * Gevelsberg, 23. April. Explosion. Gestern vormittag explodierten im Kontor der Zündwarenfabrik von Hüser und Polster ein Quantum Zündbänder, wobei der Fabrikant Karl Polster im Gesicht erhebliche Brandwunden sowie einen Armbruch davontrug. Von dem Kontor sind nur die Fenster zertrümmert worden. * Bochum, 23. April. Seine Braut getötet. Auf der Blumenstraße gab ein junger Mann auf seine 21jährige Geliebte mehrere Revolverschüsse ab. Das Mädchen ist im Krankenhause bereits verstorben. * M ü l h e i m a. d. R u h r, 2 3. A p r i l. E i n s c h w e r e r Unglücksfall ereignete sich gestern abend auf der Feldstraße. Dort war man mit Kanalarbeiten beschäftigt. Das Erdreich war bereits bis ca. 4 m Tiefe ausgehoben, als plötzlich der Schacht einstürzte und zwei Männer begrub. Einer konnte alsbald gerettet werden; er hatte sich einen Schenkelbruch zugezogen. Der zweite Verschüttete, der Schachtmeister Aug. Friedr. Hahn wurde erst nach angestrengter dreistündiger Arbeit an das Tageslicht befördert. Er war tot. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und 7 Kinder. * Düsseldorf, 23. April. Der bekannte Homöopath Dr. Volbeding hatte sich, nachdem er seine ihm am 10. Nobr. 1896 wegen großartiger Schwindeleien, Kurpfuscher, fahrlässiger Tötung und Bestechung zudiktierte Strafe von 4 Jahren 1 Monat Gefängnis und 3000 Mk. Geldbuße abgeleistet hatte, hier in Düsseldorf wieder niedergelassen und die Ausübung seiner Praxis wieder begonnen. Ein vorheriger Versuch, sich in Dortmund eine Praxis zu gründen, war fehlgeschlagen. Da Dr. V. aber auch zu fünfjährigem Ehrverlust verurteilt worden war, so beantragte die hiesige Ortspolizeibehörde auf Grund des§ 53 der ReichsGewerbe=Ordnung in Verbindung mit dem§ 120 beim Bezirksausschuß, ihm die Approbation als Arzt auf die Dauer des Ehrverlustes zu entziehen. Der Vertreter V's machte geltend, daß V. das Wiederaufnahmeverfahren in seiner Sache beantragt habe und daß dieses thatsächlich in die Wege geleitet sei. Endlich könne der Bezirksausschuß auf Grund des § 53 der R=G.=O. dem Dr. V. die Approbation entziehen, er müsse dies aber nicht thun. Der Bezirksausschuß gab jedoch dem Antrage der Polizeibehörde statt und entzog V. auf die Dauer des Ehrverlustes die Approbation. * Aachen, 23. April. Kaiser Friedrich=DenkmalEin gestern hier gebildeter großer Ausschuß beschloß die Errichtung eines Kaiser Friedrich=Denkmals auf dem Ludwigsplatz, dem schönsten Platz der Stadt. Zur Erlangung von Entwürfen findet eine Preiskonkurrenz statt. deren Gesamtgewicht auf 11000 kg geschätzt wird. Der Gesamtwert der vernichteten Wertzeichen übersteigt die Summe von 3¾ Millionen Mark. Er betrug genau 3 752000 Mk. Es sind dies lediglich die im Berliner Bezirk von den Postanstalten nicht abgesetzten Wertzeichen der alten Ausgabe. Die umgetauschten Wertzeichen, die schon in den Händen des Publikums gewesen sind, werden später vernichtet. Made in Germany. Der englische Kriegsminister Brodrick hat bei der„Deutschen Filterwerke=Gesellschaft“ in Hamburg eine Bestellung auf eine große Anzahl keimfrei filtrierender Filterzylinder gemacht, die bei der britischen Armee eingeführt werden sollen. Lustiges Allerlei. Vom Kasernenhofe. Feldwebel:„Was, Einjähriger, Ihnen ist das Bein eingeschlafen? Herr, kommen Sie mir mit ausgeschlafenen Beinen zum Dienst!“ Stilblüte. Klara saß im Salon; sie glich einer Knospe. Beim Erscheinen des Geliebten sprang sie auf. Aufrichtig. Weinhändler(zu seinem Sohn):„Arthur, geh' sparsam mit dem Gelde um! Es ist sauer verdient!" Eingesandt. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Als angegriffener Teil haben wir das Recht, in dem uns aufgedrungenen Meinungsstreite mit den Mitgliedern des Magistrats auch das letzte Wort zu erhalten. Wir bedauern es, daß nach der letzten Ankündigung die Fortsetzung des Streites in die Stadtverordnetensitzungen verlegt werden soll, weil damit gewissermaßen der Kampf aus dem Hinterhalte geführt wird, indem wir dort nicht zu Worte kommen können. Wir werden uns aber bemühen, alle daselbst etwa im Laufe der Zeit gegen uns vorgebrachten Mitteilungen, soweit solche auf Unrichtigkeiten beruhen, in der Oeffentlichkeit zu widerlegen und uns keineswegs abhalten lassen, Mißstände aufzudecken und alle Fragen öffentlichen Interesses öffentlicher Besprechung zu unterziehen, wozu sich bereits jetzt schon wiederum Material genug angesammelt hat. Gegen die Behauptung, daß unsererseits tendenziöse Gehässigkeiten gegen den Herrn Stadtbaumeister ausgesprochen seien, verwahren wir uns auf das Entschiedenste. Wir werden ebenso, wie die Mitlieder des Magistrats von dem glühenden Wunsche beseelt, das Wohl der Stadt zu fördern; daß wir zu diesem Zwecke eine Anzahl von Fehlern, welche der Stadtbaumeister gemacht hat, aufdecken mußten, bedauern wir sehr, es würde sicherlich um die Stadt besser stehen, wenn das nicht möglich gewesen wäre. Daß der Magistrat uns öffentlich Recht geben würde, haben wir nicht erwartet, es genügt aber unser Hinweis trotz dem sicher, um für die Folge bessere Verhältnisse zu erzielen, und der mit Genehmigung des Magistrats von den städtischen Beamten ausgeübten Privatpraxis zukünftig ein Ziel zu setzen. Die Majorität der Stadtverordnetenversammlung, aus welcher der Magistrat das Vertrauen zu seinen Leistungen schöpft, würde niemals vorhanden sein, wenn die Meinung der großen Mehrzahl der Bürgerschaft zum Ausdruck gebracht werden könnte. Die Hineinziehung der Person unseres Vorsitzenden in den Schriftsatz können wir nicht billigen, gleichviel ob derselbe vor bald 20 Jahren in seiner kurzen Thätigkeit für die Stadt Leid oder Lust geerntet hat; auch entspricht die jetzige Darstellung des Magistrats den Thatsachen nicht, weil damals der Vorsitzende bis zum letzten Augenblicke die Tüchtigkeit des „Stabllechniters" lobend hervorgehoben hat. Wollten wir mit gleicher Münze dienen, so müßten wir die Wandlungen, welche der Vorsitzende des Magistrats durchgemacht hat, einer gleichen Kritik unterziehen. Das würde nicht uninteressant werden. Die Bürgervereinigung. Familien-Nachrichten. Gestorben: Fabrikant Friedrich Haseldieck, 27 Jahre, in Schwenningdorf. Heinrich Niedermeyer, 25 Jahre, in Hüffen. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 24. April. Höchste Temperatur des Vortages: 16,1“. Niedr. Temperatur in der Nacht: 9 50. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 10,20. 11„„: 15.8% Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 756.1 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 4,6 mm.. Wind: Schwacher SO. Himmel: Bewölkt. 25. April. Bei schwachen südlichen Winden Witterungsfortdauer. Vernichtung der alten Postwertzeichen, welche von den Postämtern des Berliner Bezirkes bis zum 1. April nicht abgesetzt worden waren und an die Oberpostdirektion zurückgegeben worden sind, hat einen derartigen Umfang angenommen, daß sie erst gestern beendigt werden konnte. Schon am 4. April hatte man mit der Arbeit begonnen. Die von den Postanstalten eingelieferten Wertzeichen mußten zuerst nach ihrem Bestande geprüft werden. Nach Beendigung dieses umfangreichen Geschäftes wurden sie wie die Rückbriefe, d. b. die unanbringlichen Briefsendungen, in der Zentralheizung des Hauptgebäudes in der Spandauerstraße verbrannt. Sie werden dort in Schlote, die mit Deckeln abgeschlossen sind, geworfen. Das Feuer wird durch Coaks, vermischt mit Holz, genährt. Auf die Papiermassen wird wieder eine Schicht Coaks und Holz gelegt, um die Rückstände am Emporfliegen zu hindern. Um ferner das Hinausfliegen zum Schornstein unmöglich zu machen, sind diese mit einem Siebe versehen. Die Verbrennung findet nur unter mittlerem Druck statt, da das Verbrennen von kompakten Papiermassen bekanntlich sehr schwierig ist. Das ganze Autodafé geschieht unter Aussicht eines Postrates in Vertretung des kaiserlichen Oberpostdirektors. Mit der Abnahme und Vernichtung waren während der ganzen Zeit 8 bis 10 Beamte vom Morgen bis zum Abend beschäftigt. Vernichtet wurden nicht weniger als 455 Beutel, Telegrammr and Telephonische Meldungen. 13 Arbeiter verschüttet. Leitmeritz, 24. April. Bei einem Neubau in der Stadt stürzte ein Gerüst zusammen. 13 Arbeiter wurden verschüttet. 3 Personen wurden tötlich, die Uebrigen wurden schwer verletzt. Mühlenbrand. Marienwerder, 24. April. Die nahe gelegene Dampfmühle Zenienthal ist niedergebrannt. Die Maschinen und 4000 Zentner Getreide sind vernichtet. Ein Feuerwehrmann wurde verschüttet. Bauern=Revolten in Rußland. Petersburg, 24. April. Im Gouvernement Poltawa nehmen die Bauern=Revolten zu. Außer der Besitzung Karlowka des Herzogs von Mecklenburg wurden bereits 63 Güter verwüstet. Der Minister des Innern unternimmt demnächst eine Dienstreise nach Südrußland, um sich in Betreff der großen Unruhen, die zwischen den Bauern und den Gutsbesitzern wegen der Selbstverwaltungsfrage herrschen, persönlich zu überzeugen. 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Mitteilungen des Vorstandes. 2.„ der Verkehrsgruppe. 3. Berichterstattung über die letzten Stadtverordnetensitzungen. 4. Besprechung der Turbinenangelegenheit des Elektrizitätswerkes. 5. Antrag auf Vermehrung der Stadtverordneten. 6. Verschiedenes. 6050 Zu dieser Versammlung sind Gäste wilkommen und ersuchen wir namentlich unsere Mitglieder, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Ich bin zurückgekehrt. Dr. Goebel, Spezialarzt für Nervenkranke. Bielefeld, Niederwall 3. ochbücher von 50 Pfe. an. 5080 Henriette Davidis' Mf. 4.50 bei Adolf Pottkamp, Buchhandlung, Lübberstr. Fernspr. 74 Zwei gewandte Arbeiter zum Nageln von Kisten gesucht. 6045 H Meyer, Wallmühle. Lehrling 5300 oder jugendlichen Arbeiter sucht Fr. Pottramp, Klempnermstr. Bernhardiner, ide, groß und kräftig, schönes r, an Stube und Kette gekont, zu verkaufen. Nähere Adresse sagt unt. 595d Exv. d. Zt. Nebei Husten, Heiserkeit berühmBronchial, Kartarrh, karrnbium u. Knötericharamellen sind zu haben bei: Rolting, Mahnen. 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Eierkartoffeln Frau Ida Werner. Wir machen hirmit darauf aufmerksam, daß nur Mitglieder unserer Gesellschaft und deren Angehörige zum Besuche des Schützenhofes berechtigt sind. Anmeldungen werden schriftlich erbeten an unseren Rendanten W. Werner, Rennthorwallstr. 7. Herford, den 22. April 1901. Der Verwaltungsrat der Herforder Schützengesellschaft. Das im Volksmunde geführte Gerede, ich sollte gesagt haben, der Gastwirt H. Rösche Nr. 102 Ellerbusch habe gegen mich einen falschen Eid geleistet, behaupte ich nie gesagt zu haben und habe hierzu auch absolut keine Veranlassung resp. Grund gehabt. 594d Gez. einverstanden, H. Rösche, gez. K. Bringewatt. Absch. W. B.(5940 Damen-Konfektion. Herren-Konfektion. hochfeine Verarbeitung, statt 9 15 22 35 Mk. elegant sitzend, jetzt 6,50 10.50 16 25 Mk. Damen=Paletots in modernen Längen mit chicken statt 12,50 18 29 39 Mk. Applikationskragen, hochfein gefüttert jetzt 8,50 12,50 20 28 Mk. 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April 1902 eingetrage. 586d Die Gerwerbesteuerrolle für die Gemeinde des Amtes Herford∆ Hiddenhausen für 1902 liegt zur Einsicht der Steuerpflichtigen vom 30. April bis 8. Mai d. Is. auf hiesiger Amtsstube offen. 1 Herford, den 21. April 1902. Der Amtmann: v. der Schulenburg. Verdingung der Erd=, Maurer=, Zimmer= usw. Arbeiten nebst teilweiser Lieferung der Materialien zur Herstellung von Bahnsteigüberdachungen und zwar: rd. 106,4 Mtr. lange Hauptbahnsteigüberdachung und rd. 197,6 Mtr. lange Zwischenbahnsteigüberdachung auf dem Bahnhofe zu Herford am Freitag, den 2. Mai 1902, vormittags 11 Uhr, bei der Königlichen Eisenbahn=Betriebs-Inspektion in Bieleseld. Bedingungen und Verdingungsunterlagen können gegen kosten= und bestellgeldfreie Einsendung von 1 Mark in Bar, nicht in Briefmarken, von der Betriebs=Inspektion in Bielefeld bezogen werden. Zeichnungen liegen bei letzterer während der Dienststunden zur Einsichtnahme aus. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Bielefeld, den 21. April 1902. Königliche Eisenbahn-Betriebs=Inspektion. Künigenbrunnen. Ein Roman aus dem Hochspessart von F. Eduard Pflüger. (8. Fortsetzung.)—(Nachdr. verboten.) „Ein herrlicher Blümengarten hier," nahm jetzt Roger das Gespräch wieder auf. „Ja, das sind meine Lieblinge, meine Rosen, meine Nelken, meine Levkojen und all die anderen, die ja seit Jahren den einzigen Verkehr bilden, den ich mir tagtäglich gestatten kann.“ Als sie jetzt die breite Treppe, die von dem Blumenparterre nach der großen Eingangspforte führte, hinaufschritten, sprangen ihnen zwei große Schweißhunde entgegen, die aber auf einen Wink der Schloßherrin sich wieder gehorsam niederlegten. Roger sah an den zerfetzten Ohren, daß sie nicht nur zur Zierde im Hause seien, sondern daß sie schon manchen schweren Kampf mit den Wildschweinen des Hochspessarts bestanden hatten. Der Gast schaute sich in dem hohen Vestibule, von dem eine schwere eichene Doppeltreppe in das obere Geschoß führte, erstaunt um. Alte Rüstungen und Waffen schmückten die Wände und die Nischen zwischen der Doppeltreppe. Hohe Bogenthüren, über denen alte Gobelins hingen, führten in die Gemächer, und die eigentümlich verblaßten Figuren der Gobelins hatten in dem Halbdunkel des Vestibules ein seltsam gespenstisches Aussehen. Dieses Entree machte einen ehrwürdigen Eindruck auf den Grafen und er wurde sich bewußt, daß mehr als ein halbes Jahrtausend auf ihn herabblickte. Wie er noch im Anschauen versunken war, ging plötzlich eine Thur auf und ein schneidender Lichtstrahl fiel in das halbdunkle Vestibul und blieb auf einer alten Karthaune haften, die ihr schwarzes Geschützrohr drohend gegen den Eingang richtete. Roger hatte Verständnis für alte Waffen und alte Geschütze und er ging mit schnellen Schritten auf das Stück zu, indem er sich nach Ihring umwandte und fragte: „Diese Karthaune stammt sicher aus dem fünfzehnten Jahrhundert?“ „Gut geraten, Graf, sie stammt sogar aus dem Ende des vierzehnten Jahrhunders und hat ebenso wie die Karthaune auf der andern Seite der Treppe in der Schlacht bei Worms 1388 die rheinischen Städte niederwerfen helfen. Die Burg gehörte damals den Rieneckern, aber darauf einem Hobbach. Früher standen die Karthaunen an der Zugbrücke, aber die Festungswerke des Wildenstein sind geschleift und nur die Wohnräume sind erhalten geblieben. Gerade dieses Vestibul gehört zum ältesten Teil.“ „Sie scheinen ja sehr erfahren in der Geschichte.“ „In der Geschichte meines Hauses, meines Geschlechtes gewiß. Wer wäre das nicht, wenn er das Glück hat einer Familie anzugehören, die an Alter mit den Fürsten des deutschen Reiches wetteifern kann.“ Der Graf wollte etwas antworten, aber er schwieg, denn es drang jetzt aus dem offenen Gemach eine Stimme an sein Ohr. Er konnte nichts verstehen, es was eine fremde aufgeregte Stimme, die schnell hintereinander sprach. Dann aber vernahm er deutlich die aufgeregte Stimme des Freiherrn, der dem Andern die Worte abschnitt: „Wenn sie auf ein solches Gut wie den Wildenstein keine Hypothek verschaffen können, wozu hat man da einen Banquier.“ Gleich darauf wurde die Thür ganz geöffnet und ein mittelgroßer Herr trat heraus, machte eine Verbeugung gegen die offene Thür und sagte: „Ich komme wieder, Herr Baron, wenn sie weniger aufgeregt sind.“ Dann zog er die Thür hinter sich zu und wollte durch das Vestibul nach dem Ausgang. Da entdeckte er Fräulein von Hobbach, blieb einen Augenblick stehen, reichte ihr die Hand und sagte mit einem verbindlichen Lächeln: „Der Herr Papa ist heute leider sehr ausgeregt, gnädigste Baronesse. Ich ziehe es daher vor nach Hause zu fahren und erst wieder zu kommen, wenn der Sturm sich gelegt hat.“ „Aber Herr Kommerzienrat, sie wollen nicht zum Abendbrot bleiben?„„ „Nein, nein, lassen sie mich, es ist besser wenn ich ihrem Herrn Papa nicht mehr begegne.“ „Ja, ja, immer der Streit und dabei können sie doch nicht vou einander lassen.“„„„„ „So ist es, gnädigste Baronesse. Seit fünfzig Jahren der Streit, hoffentlich wird er im einundfünfzigsten nicht zum Bruch führen.“ „Aber ich bitte sehr um Verzeihung Herr Kommerzienrat, daß ich vergessen habe vorzustellen. Herr Graf Wettenburg ..... Herr Kommerzienrat Fink aus Aschaffenburg, der geschäftliche Beirat meines Vaters.“ Die beiden Herren verbeugten sich, dann ging der Kommerzienrat auf den Grafen zu und reichte ihm die Hand. „Herr Graf, ich habe ihren Herrn Vater gut gekannt und manches Stündchen im Riesen zu Hanau mit ihm verplaudert. Das war allerdings so kurz nach den Revoulutionsjahren, also schon eine lange Zeit. Gehen sie nicht an meinem Hause vorüber, wenn sie ihr Weg nach Aschaffenburg führt.“ „Ich werde nicht verfehlen, Herr Kommerzienrat.“ Wieder gegenseitige Verbeugung, dann wandte sich der alte Herr dem Ausgange zu. „Also sie wollen wirklich nicht bleiben, Herr Kommerzienrat?“ „Nein, nein, lassen sie. Es ist besser ihr Vater beruhigt sich erst und wir reden dann weiter, sie wissen ja wie er ist, allen Neuerungen abhold ein grimmer Feind der neuen Zeit der wir doch alle einmal unterthan sein müssen.“ Dann verneigte sich der Kommerzienrat und trat auf die Freitreppe hinaus wo er verschwand. Die geschäftliche Verstimmung des Freiherrn warf einen Schatten auf die Unterhaltung beim Abendtisch, den selbst die ausgesuchte Liebenswürdigkeit Ihrings nicht verbannen konnte. Der alte Herr verstand es schlecht sich zu beherrschen, ganz besonders nicht, wenn er in dem Kampf zwischen Industrie und Landwirtschaft, zwischen alter und neuer Zeit, den er rastlos führte, eine Schlappe erliten hatte wie heute. „Ja, ja,“ schalt er,„der landwirtschaftliche Besitz ist nichts mehr wert, Schornsteine bauen, Transmissionen laufen lassen, das ist etwas, damit kann man es zu etwas bringen. Aber daß man ehrlich seinen Kohl baut und davon leben kann, die Zeiten sind vorbei.“ „Aber Vater, mach' doch unseren Gast nicht am ersten Tage mit deinen Sorgen bekannt.“ „Bekannt oder nicht bekannt, er wird es schon erfahren, wie es um uns steht und er wird es auch noch an sich selbst erfahren, wenn auch nicht in dem Maaße wie wir. Er hat ja viel Wald und der ist immer noch zu verwerten, denn Holz braucht die neue Zeit auch. Wir aber mit unserem Acker. land können betteln gehen.“ „Ja sie müssen eben Dinge kultivieren die was einbringen.“ „Ich will es ja auch. Tabak will ich anbauen und eine Zigarrenfabrik einrichten. „Also doch der neuen Zeit die Hand reichen.“ „Nicht der neuen Zeit, nein den veränderten Verhältnissen. Ich will immer Landwirt bleiben. Was sie mir alles sonst angeboten haben, darauf pfeife ich.“ Einen Luftkurort einrichten, eine künstliche Steinfabrik wollen sie bauen und eben machte mir der Komerzienrat den Vorschlag, ich soll mich entschließen, einen großen Teil meines Besitzes herzugeben, um eine Kleinbahn von Wörth nach Heigenbrücken durchzulegen.“ „Ja aber Vater, das wäre doch die Rettung für uns alle.“ „Nein, ich thue es nicht, ich will nicht: So wie wir die Bahn haben, haben wir auch die Fabriken. Drüben von Schippach herüber rauchts und dampfts schon: Dann kriegen wir Gesindel hierher und Spekulanten." Den Echter habe ich schon verpflichtet, er giebt seine Einwilligung nicht und ich auch nicht und Sie, Wettenburg, müssen mir auch Ihr Wort geben, daß Sie nicht einen Fuß breit von Ihrem Wald für die Eisenbahnen abtreten.“ „Ich weiß doch nicht, Herr Baron, ob dadurch nicht unsere Gegend bedeutend gehoben würde.“ „Ruiniert würden alle. Sie schneiden uns durch unsere besten Felder durch und nehmen uns die paar Arbeiter die wir noch haben zum Bahnbau, zu Bahnwärtern, zu Streckenwärtern und allem Möglichen. Glauben Sie#daß uns dann noch jemand einen Schlag im Wald oder einen Stich im Feld thut, denken Sie daran ja nicht. Wenn sie erst auf den Bahnhöfen und in ihren Wärterbuden faulenzen können und dafür bezahlt werden, dann werden sie nicht so dumm sein, bei uns zu arbeiten. Nein nein, Wettenburg, Sie sehen die Dinge von einer falschen Seite an. Nicht einen Fuß breit Land bewilligen Sie, Sie müssen mir Ihr Wort geben, wie es mir der Echter gegeben hat.“ „Gern, Herr Baron, ich habe ja kein Interesse daran, ich meinte nur es wäre Ihr Vorteil.“ „Siehst Du, Kind, ich sage es Dir immer, ein Edelmann bleibt ein Edelmann. Ich danke Ihnen, Graf, daß Sie mir zustimmen, trotzdem man Ihnen keine verlockenden Anträge gemacht wie mir. Zum Präsidenten wollten sie mich machen von der Eisenbahn mit einem Einkommen, wie ich hier kaum in fünf Jahren habe in einem Jahr und auch die Hypothek für den Bau der Zigarrenfabrik wollte er mir geben, der alte Fuchs, der Fink. Aber ohne die Bahn keinen Heller, das Gut sei nichts wert ohne die Bahn und sei schon so wie so mit Hypotheken überlastet. Pfui über diese Gesellschaft, der jedes adelige Fühlen und Denken abgeht. Aber der Echter und Sie, Wettenburg, Sie sind noch Männer, die wissen, was es heißt, ein Edelmann sein, die noch die Verpflichtungen verstehen, die eine alte Familie uns auferlegt. Sie sollen nur kommen, wenn Sie etwas von mir wollen, meine beiden Karthaunen lasse ich auffahren.“ „Aber Papa, rede Dich doch nicht in eine solche Hitze, es ist ja wirklich nicht nötig. Vorläufig ist ja noch alles gut und Du mußt nicht glauben, daß Dir jedermann an den Hals will. Der Herr Kommerzienrath ging doch in sehr versöhnlicher Stimmung.“ „Versöhnlicher Stimmung, wenn er mir alles verweigert, was ich von ihm will.“ „Aber Du hast ihm doch auch alles verweigert, was er von Dir haben wollte.“ „Das war auch unmöglich Kind und das verstehst Du nicht Männergeschäfte sind nichts für Frauenköpfe. Geh' sing uns lieber etwas.“ Ohne Ziererei erhob sich Ihring und die beiden Herren folgten ihr in den anstoßenden kleinen Salon, der den großen herrlichen Bechstein=Flügel beherbergte. Und nun setzte sie an das offene Klavier und begann leise eine unbestimmte Melodie anzuschlagen leise immer stärler werdend bis sich allmählich aus den verworrenen Akkorden eine feste Melodie erhob, dann ließ sie die Töne wieder abschwellen und setzte jetzt mit ihrer klangvollen Altstimme ein: Der wilde Jäger bei dunkler Nacht Im wildesten Dickicht des Forstes erwacht, Er höret den Sturm und erhebt sich im Zorn, Er nimmt seine Hunde, das tönende Horn. Besteigt seinen Rappen, mit Blitzesgewalt Durchfährt er, laut schnaubend, den zitternden Wald; Es wiehert sein Roß, tönt das Horn in die Runde, Er hetzt die Gefährten, es bellen die Hunde. Wohlauf meine Jagd! wohlauf meine Jagd: Das Revier ist unser, denn jetzt ist es Nacht; Von flüchtigen Geistern wird gerne gehetzt, Wer sich vor Geheul und Gebelle entsetzt. So fahren sie polternd durch Lüfte dahin, Ein Grauen dem frommen und furchtsamen Sinn; Doch wer sich vor Wald und Nacht nicht entsetzt, Der wird vom Getümmel der Geister ergötzt. Zwischen den einzelnen Strophen des machtvollen Tieck'schen Liedes erklang das Klavier bald wie das seltsame gespenstische Rauschen des Hochwaldes, bald wie das Donnern eines Hochwetters und wieder schmetterte dazwischen Hörnerklang und Horridoh und Hussassa. Ihring hatte das Lied mit einer Gewalt vorgetragen, daß der alte Freiherr jäh emporsprang und begeistert ausrief: „Das ist doch noch ein Lied wie es sich ziemt in den Mauern des alten Wildenstein. Aber nun singe auch einmal etwas Weibliches etwas Zartes von der Liebe, nicht wahr Wettenburg von der Liebe.“ (Fortsetzung folgt.) K Eg G 6 G. O . 8 TOIO S 10 1 0 4010 0ARUD O 8 1— OOocchhoooeSOEEDS BODEFS Leocroc SL SSic Se S Scchec S 8 0. O 0 —. 91 00 o 8 n S G orc Coisocht-e OIDDDOOTG. MOO91. OOOE S# O ee Sguga rug CorOceng Scccme SCOCOA O ie. Jm Oooc- OmSo Sec— Sec— SS S5 U GGeh Sten 2 FAODORST Smn 6 ∆1.—.— SSOSSS SSSEGG Sa#..# Pc 01 Peache 10.— 3. a Sa-pScn#sse Scce Oor-Se“ic 820— OSS E- Oe Mein Jes Sa#s SG/1Mx 0. 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April 1902, vormittags. 288 96 451 599 621 40 704 36 39 894 916(1000] 1013 48 65 147(1000) 282 325 517(3000) 650(1000) 705(500] 24 856 924 49 84 2019 296[3000] 303 740 3028 70 84 193 348 50 69 83 664 708 4011 43 164 291(3000) 327 430 661(3000) 848 52(500) 85(1000) 929 98 5042(1000) 88 191 243 351 483 655 875 6042 56 66 234 419 67 96 525 89(500) 786 827 54 937 7077 145 67 410(500) 68 525 681 734 891 8077 78 1500] 626 91 752 9124 36 92 215(15000) 42 468 559 652 790 881 10027 161 682 716 80 970 11003 46 192 264 364 12014 50 99[500) 282 313 400 37 549 689 733 869 987(5001 88 13130 298 595 707 14020 33 89 217 311 29 533 959 96 15104 466 96 569 89 1500) 941 16092 149 53(1000) 55 322 1500) 94 449 559 669 768 808 49 98(10001 17248 70(3000) 315 83 799 821 920 63 18056 59 123(1000) 60 286 354 96 460 587 722 898 922 25 19023 72 110 377 592 626 829 54 988 20005 39 168 417 77 547 759 90 823 70 21097 191 461 512 60 651 990 22069[3000) 74 153 201 62 506 59 637 790 802 916 43 23087 212(500] 91 380 444 70 72 787 802 24056 115 393 671 707 880 92(5001 25036 56 181 343 49(1000) 582 85 756 818 53 26016 142 92 232(1000) 72 461 593 698 760 99 991 94 27046 69 91(500) 121 225 358 445 598 639[1000) 722(5000) 28175 205 18 339 75 90 94 665 705 38 29126 221 555 749 13000) 944 30000 302 57 95 415 556 624 754 31158 86 220 330 444 73 654 32375 518 618 57 856 79 961 33123 238 402 52(500] 62 553 86 34066 107 16 316 486 510 14 681 744 35175 358 59 64 495 62 99 640 700500) 1 39 78 844 74 934 42 36110 71 490 543 661 918 40 66(3000) 80 37046 148 50 445 523 603(30001 735 838 918 50 52 38543 770 73 39024 91 753 96 979 40012 20 39 357 523 86 794(500) 803 1500] 88 41155 201 46 489 96 502 21 950 42272 404 98 602(1000) 21 825 38 43123 359 82 438 48 564 925 44038 59 126 260 673 79 700 801 905 45 45616 53 62 793 826 962 46043 208 63 80 330 443 3000) 624 65 85 819 47104 51 519 851 80 978 48138 73 209 393 461 529 86 853 49036 105 80(3000) 275 80 307 497 513 601 72 50015 34 110(500] 202 352 408 569 648 75 83 834 70 953 51034 65 136(500) 239 85 376 432 79 52073 106 82 419 504 6 35 41 719 819 53082 101 283 418 579 662 961 85 54109 38 225 86 396 460 543 624 55014 89 180 99 328 30 593 640 76 897 56403 52 540 64(200000] 841 90 57038 67 340 562 682 93 58053 195 246 302 418 65 77 536 721(1000) 898 59031 138 1500) 290 515 890 60026 351 456(500) 576 612 941 15001 87 61077 133 78 92 429 71 85 96 583 765 844 66 991 62217 511 84 63009 10 53 226 408 87 604 96 893 64033 233 351 438 48 74 523 63 600 62 907 72 94 65086 154 67 202 62 314 628 31 80 790 876 66033 261 87 420 553 66 72 758(500) 927 67089 259 480 519 68002 187 446 61 654 799 851 919 70 69156 206 15 355 410 592 792 70049 183 88 638 828 83 916 71021 54 74 90 210 444 576 764 88 72076 125(1000) 292 449 61[1000] 544 606 817 20 69 73057 117 36 51 250 480 97 99 575 604 702 863 973 74056 69 77 110 285 649 717 816(1000) 77 935 57 75035 304 17 415 600 53 772 821 76028 188 234 96 375 464 800 28(5000) 927 77082 94 95 212 589 659 706 882 913 61 78141 379 470 511 52 995 79016 19 92(1000) 223 90 341 558 652 766 905 30 80011 436 543 601 22 738 91 855 943 81026 225 45 697 908 24 26[3000] 82154 258 323 407 35 541 690 887 965 83034 111[500) 291 347 67 96 436 652 786 855 934 84011 133 36 398 457 613 45 66 809 23 58 67 934 92 85059 116 212 31 321 59 67 98 420 539 67 781 862 86078 581 714 74 89 845 1000) 85 8V122 85 567 650 757 88153 209 332 66 720 11000] 76 91 862 938 89090 265 333 57 90 487 90 543 776 815 81 977 90001(1000) 36 111(10001 46 335 60 1573 691 719 37 69 829 968 91005 64 93 181 311 59 417[500) 31 310 38 48(3000] 49 642 790 92031 116 22 244 451 672 748 85 933 93109 311 45 96 406 503 42 81 669 957 76 94041 155(500) 289 627 66 69 95019 116 349 577 650 839 80 96291 337 606 871 74 933 97176(1000) 499 589 636 38 762 87 812 72 973 98007 58 80 267 427 71 533 74 613 37 728 859 79 99006 153 204 8 369 401 587 649 967 100016 27 55 142(3000) 253 934 101203(1000) 367 741500) 566 759 840 905 102049[500] 80 117 204 50 369 556 610 841 103158 251 368(500) 69 591 747 82 927 104120 62 350 615 842 91 906 105000 31(1000) 417 511 30 47 606 777 806 29 976 84 10001 106120 364 430 592 639 11000) 809 107127 47 59 218 38 536 746 921 36 108011 260 393 712 84 858 109235 331 409 63 1500) 565 605(500) 821 918 87„ 9 110000 32 67(30001 73 95 298 421 97 679 934 111114 310 8. Ziehung der 4. Klasse 20 6. Kgl. Preuß. Lotterie. (Vom 12. April bis 5. Mai 1902.) Nur die Gewinne über 232 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 21. April 1902, nachmittags. „ 86 160 328 69 431 573 696 771 73 831 1126(1000) 85 222 75 93 319 519 745 83 823 929 83 2010 125 247 83 363 421 59 [3000) 570 807 86 926 3126 45 74 335 68 75 1500) 565 763 923 42 4304 656 705(500) 37 826 72 957 5339 489 511 30 49 602 706 888 980 6016 117 259 348 618 70 993 7013 58 67 106 241 383 425 561 1500) 643 94 880 81 8151 94 296 317 20 98 466 554 77 82 958 82 83 95 9000 211 337 476 501 49(500) 769 854 952 57(3000 10118 586 808 75 90 11203 38 86 302 841 85 941(500) 59 11000) 12107 91 97 257 90 333 40 46 415 570 704 23 874 75 995 13045 123 72 299 526 689 744 813 14041 49 171 236 84 537 939 15066 132 332 41 595 721 839 989 16368 443 67 720 806(500) 956 17273 359 598 703 16(3000] 917 74 18043 291 430 592 651 796 924 30(500] 19102 24 78 569 81 649 757 966 20038 75 117 233 54 436 545 620 707 50 899 21008 96 159 81 215 378 402[3000) 51(500) 743 55 957 22230 332 561 655 63 706 58 887 922 23064 125 253 394 489 539 674 86 713 1000] 14 41 84 960 73 24022 199 236 46 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April lies 89151 statt 89157 und 195313 475 statt 193313 475. 93(500) 363 402 28 33 63 677 736 57 113425 69 516 645 49 795 864 977 114260 330 50 557 85 907 115090 102 349 98 561 94 674 700(500) 7 823 33 957. 116083 258 310(3000] 13 28 405 518 725(3000] 39 45 70 941. 117158 236(500) 558 70 692 760 118007 20 70 340 84 751 890 119123 225 341 46 83 13000 436 42 524 94 755 882 941 120060 138 202 79 98 657 806 39 935 121031 127 292 341 67 89 503 16 659 122110 300 492 504[500) 821 123029 58 95 151 456 95 616 27 706 12 51. 61(1000) 78 80 806 29 1500) 908 23 124143 89 207 359 489 713 81 87 125048 1500) 223 509 608 899 947 126068 157 91 245 54 88 637 900 127089 90 269 301(1000) 62 461 662 850 128009 61 111 213 343 60 556 94 912 41 129042 581 616 93 96 736 896 934 130189 258 324 84 408 727 853 131089 224 304(500] 40 61 606 731 891(1000) 904(1000 93 132079 84 191 508 783 972 133013 616 869 134124 46 312 24 466 547 621 90 880 135024 231 52 315 421 548 6911150000) 81721 54 78 136046 172 89 239 470 76 636 93 757 879 137013 24 1500 99 118 20 56 201 52 330 46 412 76 77 520 700 49 977 138174 293 435 611 49 727 84 803 922 139508 53 615 91(1000) 765 818 919 55 78 140184 305 426 88 93 518(10001 658 884 89 141039 174 320 443 61(10001 542 739 847 57 60 992 142019 101 89 252 373 598 601 715 848 991 143374 454 604 83 749 811 76 912 144011 346 54(10001 739 801 145352 466 633 66 1500) 723 38 860 93 146049 159 75 200 315 582 675 739 914 147139 510 81 616 821 148085 108 31 745 977 149093 206 568(1000] 662 746 801 989 150297(1000) 474 627 91 710 99(1000] 151134 340 55 416 536 83 720(1000] 814 152010 19 113 391 430 49 510 39 1500 711 821 942 153097 205 561 69 682 88 724 75 840 154070 694 761 88 877 78 981 155339 522 794 869 947 89 156117 39 382 617 27(500) 57 760 157022 60 219 680 820 76 980 158180 433 519 696 952 159051 11000] 195 229 356 90 428 568 782 98 902 75 160052 62 146 273 321 24 543 715 38 938 44 161104 45 213 721 839 996 162079 156 95 276 83 318 84 632 945 163131 93 226 551(10001 77 661 1500) 84 900 10 41 69 94 164201 26 306 415 74 554 772 812 89 99 941 165213 416 23 56 766 881 909 166019 521(1000) 90 720 903 167219 58 301 677 97 711 47 59 812 87 168239 52 73 607 88 828 92(500] 169001(5000) 12 176 203 6 29 60 72 470 508 43 722 963 74 170003(500] 161 824 978 95 171050(500] 136 274(500) 361 68 409 563 764 883 993 172014 90 134 228 469 673 76 958 173078 149 247 81 380 459 95 742 800 30 908 48 65 75 174069 114 205 322 55 622 759 845 175212 390 502 21 613 15001 724 816 176038 40 156(1000 65 210 358 421 508 48 91 646 79 82 177160 261 387 506 60 950 178053 455 81 86 529(500) 609 75 728 11000 831 179026 67 146 557 742(1000) 836 64 77 923 180008 236 48 86 312 409 74 535 69 13000) 685 873 181001 31 36 62 190 232 43 67 504 13 658 945 96 182134 48 282 348 450 622 28 712 56 967 l1000) 183261 328 81 571 72 692 796 809 955 184119 57 308 60 539 959 185036 47 109 65 360 410 514 721 78 821 67, 186048 289 307 404 510 21 684 924 96 187081 99 203 470 532 60 629 748 817 26 76 914 33 34 47 188102 314 537 653 97 821 958(500) 75·84 189022 155 64 73 490 667 89 727(3000) 853(1000 190035 236 360(500) 63 459 603(3000) 88 742 855 75 980 191056 545 601 55 70 80 834 43 192036 325(1000) 479 689 768 967 76 193009 69(500] 104 466 88 580 867 194020 222 311 564 600 47 54 706 10 68 854 974 195022 113 506 30 629 57 196006 18 238 39(1000) 556 73 752 197102 19 563 99 604 75(500) 723 93 858 912 198193 211 17 346 417 30 31 1500) 65 91 524 669 706 199222 72 435 91 710 37 916 200012 174 272 460 89 570 711(30001 71 889 920 65 201317 490 605 749 808 993 202000 83 185 331 544 735 67 978 203073 187 209 11000) 424 89 92 690 737 934 70 204168 292 530 652 752 911 46 205124 41(1000) 74 215 26 543 881 206469 671 790 889 924 207164 77 235 306(1000] 416(500) 512 659 61 208021 53 55 56 74 156 379 92 424 737 839 209318 90 432 59 1500 63 91 511 96 812 908,(3000]. 20 210052 289 339 47 61 73 1500) 428 75 92 615 1500) 18 54 211030 71 193 201 329 62 401 15 535 663 91 924 212017 132 84 249 62 68 520 691 213134 97 297 367 73 98 552 963 76 214086 92 117 245 424 528 869 953 215009 23 15000) 36(5001 77 135 73 258 314 413 53 79 96 538.42 52 772 939(500) 64 216125 58 76 281 420 48 929 217050 91 242(500) 53 375 83 97 1000) 411 630 85 937 218137 49 693 219125.70 299 553 70 601(5001 67 85(10001-966 220080(500) 118 243 73 456 731 841 221153(10001 71. 316 420 530 650 818 22227030759 42780 658 65(1000 76 784 848949 223079 82 119 84 225 396(500 448 530 89 622 47 98 712 42 923 25 224003 50 806 se tia Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500000, 1 zu 150000, 2 zu 75000, 2 zu 50000, 7 zu 30000, 11 zu 15000, 25 zu 10000, 46 zu 5000, 722 zu 3000, 931 zu 1000, 1800 zu 500 Mk.