lädte Herfand Enamdade. 6.8 0 ½ Teleph.Anschl.###erford.EnnerBad O’9“ Teleph.Anschl. wo 1 Diese Zettung erscheint am Abend jeden Wochentages. ## //K Abonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mark er 1•0 bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Instrate werden bis nätestens vorm. 11 Uhr erbeten.! Breis der einspaltigen Vett####le für Stadt und Kreis Herford, 1902 Oeynhausen und Amt Reymes10 Pfg., sonst 15 Pfg. für den Kreis Herford. Bekanntmachung. Das Kuratorium der Kreissparkasse zu Herford macht in Nr. 12 des Regierungsamtsblattes bekannt, daß vom 1. Juli 1902 ab der Zinsfuß für die vorhandenen Einlagen von 3¾% auf 3 ½% herabgesetzt werde, daß aber für Mündelgelder der Zinsfuß von 3¾% bis auf Weiteres bestehen bleibe, wenn die Einlagebücher zum Vermerk bei der Hauptkasse oder den Nebenkassen der Kreissparkasse bis zum 1. Juli dss. Is. vorgelegt werden. 400 Demgemäß werden alle Vormünder, Pfleger u. f. w. aufgefordert, die Sparkassenbücher ihrer Mündel bis zum 1. Juli d. Is. bei der Hauptkasse oder den Nebenkassen der Kreissparkasse vorzulegen. Herford, den 27. März 1902. Königliches Amtsgericht. Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Besuch des Kaisers in Hannover. Wie wir erfahren, trifft der Kaiser zur Enthüllung des Denkmals für den General der Kavallerie v. Rosenberg am 20. April in Hannover ein. Die Enthüllung wird mittags 12 Uhr stattfinden. Man erwartet dazu eine große Anzahl von Kavallerieoffizieren aus allen Teilen des Reiches, wie ja auch die Beiträge für die Herstellung des Denkmals durch etwa 2000 deutsche Kavallerieoffiziere aufgebracht sind. Bismarck. Auf den Fittichen des Sturmes ist der Frühling ins deutsche Land gezogen, nicht als der weiche, düftespendende Lenz des Südens, sondern als der jugendstarke, streitfrohe Recke von nordischer Herbheit, der den Kampf mit dem Winter siegreich bestehen wird. Es geht ein mächtiges Bewegen durch die Natur, die sich nach Befreiung von den harten Banden des Frostes und der Kälte sehnt. Wild rauschten im Winde die Wipfel der Bäume, als Ostern begann, und in den Lüften hat es getobt wie grimmer Kampf der entfesselten Elemente. In dieses Ringen der Naturgewalten ertönte aus den Eichen des Sachsenwaldes die leise, doch eindringlich ans Herz klingende Mahnung, dankbar zu gedenken des Mannes, der dort oben im schlichten Steinbau den ewigen Schlaf schläft, des treuen Dieners des Begründers des neuen deutschen Reichs. Auch wenn der Geburtstag des Unvergeßlichen nicht auf den 1. April fiele, so würde doch sein Gedächtnis grade in der jetzigen Jahreszeit, wenn der befreiende Frühling mit Brausen durch die Lande zieht, besonders lebhaft in uns werden. War er es doch, der als schwertgewaltiger Siegfried voranzog, als für unser Volk der Frühling hereinbrach mit seinem gewaltigen Ringen, der das Sehnen von Millionen verwirklichte, der nach heißen Kämpfen und glorreichen Siegen unseres Heeres die deutschen Stämme zur Einigung führte und dem deutschen Reich die seiner Kraft und Machtfülle gebührende Stellung sicherte. Die Erinnerung an dieses unvergängliche Verdienst des großen Mannes wird sich immer wieder in uns erneuern und beleben, wenn die Natur in ihrem ewigen Kreislauf sich verjüngt. Stets von neuem wird dann gelobt, daß Bismarcks Werk niemals untergehen soll, so lange noch deutsche Herzen schlagen und deutsche Arme das Schwert schwingen. Zum Ableben Dr. Lieber's. Der verstorbene Zentrumsführer Dr. jur. Lieber wurde am 16. November 1838 in Camberg geboren, studierte in Würzburg, München, Bonn, Heidelberg. Er vertrat den 3. Wahlkreis des Regierungsbezirks Wiesbaden, Unter=WesterwaldRheingau seit 1871. Lieber war ferner Mitglied des preuFischen Abgeordnetenhauses seit 1870 und gehörte auch dem Provinziallandtag, Kreistag in Wiesbaden und Limburg an. Dr. Lieber war als Mitbegründer der Zentrumspartei und ihr Wortführer einer der bekanntesten Parlamentarier. Besonders nach dem Tode Windthorsts(1891) ist er als Führer des linken Flügels des Zentrums, der sich 1893 gegen die Militärvorlage entschieden ablehnend verhielt, hervorgetreten. Lieber stimmte mit dem größeren Teil des Zentrums für die Handelsverträge. Besonders viel genannt wurde sein Name eei der Flottenvorlage, bei der ihm auf die zustimmende Valtung des Zentrums besonders Einfluß zugeschrieben wurde. Die drahtlose Funkentelegraphie. Die Reichsbehörden haben sich neuerdings mit der Frage der internationalen Regelung des Verkehrs mittelst drahtloser Funkentelegraphie beschästigt. Einem Berliner Blatt wird nun berichtet, daß die deutsche Reichsregierung sich mit dem Plane trägt, die übrigen Seemächte, in erster Linie England, Frankreich und die Vereinigten Staaten, zur Beschickung eines Kongresses einzuladen, dessen Aufgabe der Abschluß eines Uebereinkommens sein soll, durch das jedes Monopol der drahtlosen Telegraphie auf hoher See verhindert wird. Dieses Vorgehen soll die direkte Folge der Weigerung der Marconistation auf dem Nantucket=Leuchtschiffe sein, die Depeschen des Prinzen Heinrich auf seiner Rückreise aus Amerika anzunehmen und zu befördern, so wie sie erfahren hatte, daß die Depeschen von der„Deutschland“ kamen, also mit einem Slaby=Arcoschen Apparate gesandt waren. Dieser Vorfall habe deutlich gezeigt, wohin es führen würde, wenn die Marconi=Gesellschaft sich der Herrschaft über die Funkentelegraphie auf See bemächtigte. Zur Reform des Börsengesetzes schreibt die„Deutsche Juristen=Ztg.":„Der Gesetzentwurf scheint lediglich deshalb noch nicht aus dem Bundesrat an den Reichstag gelangt zu sein, weil durch die großen und schwierigen Arbeiten hinsichtlich des Zolltarifes einstweilen die Zeit des Reichstags zu stark in Anspruch genommen ist, um eine Vorlage über die Börsenreform zur Beratung zu bringen. Eine Zurückziehung des Gesetzentwurfes ist gutem Vernehmen nach seitens der verbündeten Regierungen nicht beschlossen, auch nicht in Aussicht genommen. Die Vorlage dürfte vielmehr in einem späteren Zeitpunkte dem Reichstage zugehen.“ — Es war nämlich durch einige Tagesblätter kürzlich, die Mitteilung verbreitet worden, daß die Regierung die Reform des Börsengesetzes überhaupt zurückzuziehen gedenke. Die Auslassung der Juristen=Zeitung verfolgt offenbar den Zweck, offiziös jenem Gerücht entgegenzutreten. Chinadenkmünze für französische Soldaten. Die Pariser Deputiertenkammer nahm einen Gesetzentwurf an, nach welchem eine Erinnerungsmedaille für die Soldaten, welche an der Chinaexpedition teilgenommen haben, geschaffen werden soll. England als Ueheber der neuen Friedensverhandlungen. Die im Haag erscheinende„Corr. Nederland“ schreibt: Zur Reise der Mitglieder der Transvaal=Regierung nach dem Oranje=Freistaat können wir erklären, daß: 1) die Anregung zu der jüngsten Wendung in der südafrikanischen Frage von der englischen Regierung ausgegangen ist; deshalb 2) auch die Reise der Mitglieder der Transvaal=Regierung in Südafrika nach dem Oranje=Freistaat von England veranlaßt worden ist, wodurch allein schon die Tendenz=Nachricht, die Stellung der Buren, speziell derer um Schalk Burgher, sei unhaltbar geworden, widerlegt wird; zum Ueberfluß sei jedoch hier noch ausdrücklich festgestellt, daß die Lage der Buren auf allen Teilen des Kriegsschauplatzes gegenwärtig günstiger als je ist; außer in den unbestrittenen militärischen Erfolgen in der jüngsten Zeit liegt der unwiderlegliche Beweis dafür auch darin, daß 3) die eventuellen Verhandlungen über den Frieden— die gegenwärtige Reise der Mitglieder der Transvaal=Regierung bezweckt ja nur eine unverbindliche Vorbesprechung der Buren unter sich, ob im Augenblick überhaupt über Frieden verhandelt werden könne— jederzeit nur im Einverständnis mit den Buren=Repräsentanten in Europa und nach wie vor nur auf der Grundlage der absoluten Unabhängigkeit der südafrikanischen Republiken und der allgemeinen Amnestie der Aufständischen aus der Kapkolonie und aus Natal geführt werden. Die Kriegslage in Südafrika. Staatssekretär Leyds erhielt soeben ausgezeichnete Nachrichten aus Südafrika. Delarey meldet freudiges Selbstvertrauen auf allen Punkten des Kampfplatzes; er habe noch gerade soviel Munition als vor einem Jahre. Lord Kitchener telegraphierte aus Pretoria, in der vergangenen Woche seien 26 Buren gefallen oder verwundet worden und 259 im Nordosten des Oranjestaates gefangen genommen. Jedoch würden die Operationen durch das Anschwellen der Flüsse sehr behindert. Der Burenkommandant Beyers entfalte im Norden Transvaals jetzt wieder eine rege Thätigkeit. Er habe einen nur gering besetzten englischen Posten im Spelonken=Distrikt umzingelt, sei aber von einer zum Entsatz herbeigeeilten britischen Kolonne unter Oberst Colenbrander mit leichter Mühe zurückgeworfen worden. Herforder Kreis=Nachrichten. (Miteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 2. April. * Zur Schule! Die Osterferien haben nun heute für unsere Volksschulen ihr Ende erreicht, und mit den bisherigen Schülern und Schülerinnen, die morgen wieder in die Klassenräume zu neuem Lernen zurückkehren, tritt zum ersten Male auch eine Schaar kleiner A=C=B=Schützen an der Hand des Vaters oder der Mutter den ersten Gang zur Schule an. Froh und zuversichtlich die einen, weil in ihnen daheim schon die Freude am Lernen geweckt wurde, ängstlich und zaghaft die anderen, weil man ihnen leider oft Schule und Lehrer als Schreckgespenst hingestellt hat. Alle aber schauen sich in buntem Durcheinander mit einem Gemisch von Neugier und banger Erwartung in den Räumen um, die nun auf Jahre hinaus das Ziel ihrer täglichen Wanderung sein sollen, die sie nach einigen Wochen aber schon viel freudiger als jetzt besuchen, da sie dann bereits wissen, daß die Schule viel schöner und besser und daß der Herr Lehrer ein viel lieberer Onkel ist, als sie eigentlich gedacht haben. Ein bedeutsamer Abschnitt ist so ein erster Schultag aber auch für die Eltern, denen die Erziehung ihrer Lieblinge von jetzt ab nicht mehr allein obliegt, da die Schule ihnen hierin unterstützend zur Seite tritt. Soll darum das verantwortungsvolle Werk der Jugenderziehung gelingen, so müssen Schule und Haus Hand in Hand arbeiten, müssen die Eltern den Lehrern die schwere Aufgabe der Belehrung und Unterweisung der jungen Schaar nicht erschweren, sondern durch entsprechende häusliche Erziehung erleichtern, indem sie ihren Kindern zu Hause vor allem Achtung und Ehrerbietung gegen den Lehrer einflößen, gleichwie dieser den Kindern Achtung und Ehrerbietung gegen die Eltern einprägen wird. Für Schule und Haus wird der erste Schulgang der Kleinen dann ein gleich reich gesegneter sein. Der Bahnhof wird nach Beendigung der Neuund Umbauten eine ausgiebige elektrische Beleuchtung erhalten. Dieselbe soll für Empfangsgebäude und Bahnsteige schon am 1. Juli, für Güterabfertigung und Rangiergeleise spätestens am 1. Oktober in Betrieb sein. Im ganzen kommen über 200 Glühlampen und 62 Bogenlampen zur Verwerdung. Erfreulicherweise sind die Lieferungen und Arbeiten hierfür unserer einheimischen Elektrizitätsfirma Bokelmann u. Kuhlo übertragen. ##5 Unsere städtische Kapelle, betreffs deren Er— haltung in letzter Zeit erfreulicherweise wirksame Schritte gethan sind, gab am Abend des 1. Feiertags ein Konzert in Bünde, das geradezu begeisterte Aufnahme gefunden hat. Das dortige Tagebl. schreibt u. a. über das Konzert: „Das von dem Herforder städtischen Orchester unter Leitung des Herrn Kapellmeister Karl Düngel veranstaltete Konzert am ersten Feiertag war gut besucht, konnte aber leider nicht pünktlich beginnen, da die Kapelle unterwegs einen kleinen Unfall hatte und deshalb auch verspätet eintraf. Das Konzert nahm erst nach 9 Uhr seinen Anfang, man wurde aber für die lange Wartezeit durch die nun folgende ausgezeichnete Musik voll entschädigt. Meisterhaft wurden die bekannteren Sachen klassischer Musik zu Gehör gebracht, wie Ouverture zu„Zauberflöte", Fantasie aus der Oper „Afrikanerin" u. a. m. Besonders lobend erwähnen wollen wir das Flötensolo des Herrn Wiggert, der uns noch vom vorigen Jahre als trefflicher Solist bekannt war. Den Glanzpunkt des Konzerts bedeuteten unstreitig die Streichquartette „Großväterchens Tanz unter der Linde" und„Liebestraum nach dem Balle"(Czibulka.) Besonders das letztere hatte man wohl schon öfter gehört, aber die Art und Weise, wie Herr Düngel das Stück zu Gehör brachte, fanden wir hervorragend. Im Publikum herrscht atemlose Stille, so daß die herrlichen Abstufungen in dem feindurchdachten Vortrag völlig zur Geltung kamen. Auch die Zugabe„Volksliedchen“ vom Komezak fand allseitigen Beifall. Interessant war der Vortrag„Die türkische Schaarwache" und neu für unser Repertoir das Potpourri aus Gilberts Operette„Das Jungfernstift". Den Schluß bildete ein von Herrn Düngel selbst komponierter Marsch. Jeder verließ äußerst befriedigt den Konzertabend mit dem aufrichtigen Wunsche, Herrn Düngel noch öfters hier in Bünde konzertieren zu hören.“— .“ ist erfreulich, daß die Leistungen der Düngelschen Kapelle auch auswärts die verdiente Anerkennung finden. **Anläßlich des 50 jährigen Geschäftsjubiläums brachte gestern abend der gemischte Chor des christlich- vaterländischen Männervereins seinem Mitbegründer, Herrn Formstecher Gronemeyer in der kleinen Mauerstraße ein Ständchen. Der Vorstand übermittelte gleichzeitig die Glückwünsche des Vereins, für den Herr G. stets reges Interesse bekundete. Möge es ihm vergönnt sein, noch lange in gleicher Weise wirken zu können. *¼ Personalien. Dem jetzt in den Ruhestand getretenen Herrn Postsekretär Isert hier ist der Kronenorden 4. Klasse verliehen worden.— Herr Obstbaulehrer Hagemann hier ist zum Obstbau=Inspektor für Westfalen und Lippe ernannt.— Der Reichsbankbeamte Herr Ernst ist von hier nach Hildesheim versetzt; an seine Stelle tritt ein Herforder und zwar Herr Ruben. Im Naturheilverein hält heute abend 8½ Uhr (Bürgerverein) Herr Oberlehrer Fricke aus Bielefeld einen Vortrag über Magen= und Darmleiden. ** Aus der Altstädter Feldmark. Die neulich in Aussicht gestellte Vermessung betreffs Freilegung des von der Ahmserstraße auf die Ortschaft Strüh=Ahmsen zu führenden Landweges ist nunmehr erfolgt; sämtliche Grenzsteine sind bereits eingesetzt worden. Hoffentlich nehmen auch die weiteren Arbeiten zur Schaffung dieses neuen, längst gewünschten Weges einen schnellen Fortgang. Freimarken=Verkauf und Umtausch. Hierzu wird uns geschrieben: Behufs beschleunigter Abfertigung des Publikums ist angesichts des gestern in den ersten Morgenstunden sich zeigenden lebhaften Verkehrs noch im Laufe desselben Vormittags, wie bei der bekannten Promptheit der Post nicht anders zu erwarten war, das Personal des Markenschalters mehr als verdoppelt worden. Ferner beteiligen sich noch zwei andere Postschalter, die Packetannahme und die Ausgabestelle, nach Thunlichkeit an dem Absatz der neuen Wertzeichen. Jedermann kann sich also rasch der alten Wertzeichen entledigen und neue erhalten. ** Die ersten Schwalben wurden heute vormittag am Bergerthor gesehen. s Enger, 1. April. Stadtverordneten-Sitzung. Am Freitag nachmittag 5 Uhr findet wiederum eine Sitzung statt. Die Tagesordnung ist wie folgt: 1. Festsetzung des Fluchtlinienplans bezüglich der Häuser Nr. 59 und 81 der Burgstraße. 2. Errichtung einer städtischen Sparkasse. ea Enger, 1. April. Goldene Hochzeit. Heute feiern die Eheleute Neubauer Kaspar Niehaus hier das Fest der goldenen Hochzeit. # Westerenger, 1. April. Diebstahl. In der vorletzten Nacht sind dem Neubauer Friedrich T. hier 6 Hühner aus dem Stalle gestohlen worden. ** Bünde, 1. April. Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Kaufmanns August Sieks hier ist der Konkurs eröffnet worden. * Ennigloh, 1. April. Verschiedenes. Erhängt hat sich gestern nachmittag der elfjährige Sohn Karl der Witwe Nierste Nr. 70. Derselbe war vormittags noch zum Kirchgange gewesen, und ist laut Bd. Z. die Veranlassung zu dem traurigen Entschlusse des sonst ordentlichen Knabens wohl nur darin zu suchen, daß derselbe in den beiden letzten Jahren keine Versetzung in eine höhere Schulklasse erreicht hatte.— Gestern abend gegen 8 Uhr brannte das Wohnhaus des Bierverlegers Heinrich Altemeyer hier völlig nieder. * Kirchlengern, 1. April. Das neue hiesige Ponamt wurde am ersten Osterfeiertag eröffnet. 25. Westfälischer Lehrertag. * Soeft, 1. April. Im blauen Saale des hiesigen Rathauses begann gestern nachmittag die Vertreterversammlung des westfälischen Provinziallehrervereins unter dem Vorsitze des Rektor KuhloBielefeld. Dieser gab zunächst einen Rückblick über die Ereignisse des abgelaufenen Jahres und knüpfte daran eine Darlegung der inneren Vereinsverhältnisse. Der Provinzialverein zählt darnach in 76 Ortsvereinen etwa 2900 Mitglieder. Im letzten Jahre sind vier neue Vereine mit 250 Mitgliedern beigetreten. Auf den Regierungsbezirk Arnsberg entfallen 52 Ortsvereine mit 2190 Mitgliedern; auf den Regierungsbezirk Münster 7 Ortsvereine mit 180 Mitgliedern und auf den Regierungsbezirk Minden 17 Ortsvereine mit 540 Mitgliedern. Die neuen Vereine entstanden in Kastrop, Gronau, Pr.=Oldendorf und Schalksmühle. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde beschlossen, an den seitherigen Ministerialdirektor Dr. Kügler anläßlich seines Scheidens aus dem Kultusministerium ein Telegramm abzusenden. Der Vorstand des Provinzialvereins wurde ergänzt. In den Vorstand des deutschen Lehrervereins und zu Vertretern auf dem deutschen Lehrertage, welcher in den Pfingsttagen in Chemnitz stattfindet, wurden gewählt Bliesterning=Minden, Zimmermann=Schwelm, Gräwe=Hamm, Wieschendonk=Siegen, Ehringhaus=Hattingen, van Ekeris=Dortmund, Münker=Witten, Buhl=Minden und Kuhlo=Bielefeld. Die Einrichtung einer Kommission für Fortbildungsschulen wurde abgelehnt. Der Zusammenschluß der Militärkommission wurde auf die Dauer von zwei Jahren genehmigt. Als nächstjähriger Festort wurde Lüdenscheid gewählt. In der heutigen Hauptversammlung wurden folgende Vorträge gehalten: 1. Die Bildungsstoffe der Volksschule mit Rücksicht auf die Kultur der Gegenwart. Referent Bach=Schwelm. 2. Die Zurückgebliebenen in der Volksschule. Referent Klamer=Schalke. Im Anschluß an die Vertreterversammlung fand die Generalversammlung der Wilhelm Augusta=Stiftung statt. Das Vermögen derselben beträgt 31 985,07 Mk. Westfalen und Nachbarstaaten. * Brackwede, 1. April. Zwecks Verlegung des Bataillons von Bielefeld nach hier bemüht man sich jetzt seitens unserer Gemeinde. Dieselbe will das Grundstück zum Exerzierplatz sowie zum Bau der Kaserne gratis zur Verfügung stellen. Der Fiskus solle nur den Bau der Kaserne übernehmen. * Hamm, 1. April. Ein Geschenk des Kaisers an eine Näherin. Der Näherin Anna Ortmann zu Niedermassen ist vom Kaiser eine Nähmaschine geschenkt worden, welche derselben aus einem Berliner Geschäft unentgeltlich übersandt werden wird. * H a s p e, 1. A v r i l. E x p l o s i o n. A u f d e m h i e s i g e n Stahlwerk ereignete sich dieser Tage ein Unglücksfall. Die Platzarbeiter Schüßler und Richards waren bei ihrer Arbeit im Freien durch den strömenden Regen naß geworden. Um sich zu trocknen, stellten sie sich neben einen im Innern noch glühenden Schlackenblock. Letzterer explodierte plötzlich, wodurch die beiden Arbeiter durch Sprengstücke schwer verbrannt wurden. Schüßler, ein 21jähriger junger Mann, erlag kurz nachher seinen Verletzungen, während man bei Richards eine Genesung nicht für ausgeschlossen hält. * P l e t t e n b e r g, 1. A p r i l. E i n„ n e t t e r“ H a u s knecht. Im Hotel„Zur Post“ wohnte dieser Tage der Reisende einer Iserlohner Firma. Derselbe hatte einen erheblichen Geldbetrag einkassiert. Als er in seinem Schlafzimmer vor dem Schlafengehen unters Bett leuchtete, entdeckte er dort den Hausknecht des Hotels, der jedenfalls nichts Gutes im Schilde führte. Derselbe wurde verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Kaiserpreislied für den Wettbewerb beim nächsten Sängerfest, welches 1903 in New=York stattfinden soll, ist bereits ausgewählt worden. Den Preisrichtern, Prof. Wood von der John Hopkins=Universität, Prof. Raddatz vom City College in Baltimore und Pastor Hoffmann, lagen 108 Gedichte vor. Sie sprachen dem vom Pastor Hildebrandt in Constableville, New=York, eingesandten Gedicht den Preis zu. Dasselbe trägt den Titel„Das deutsche Volkslied" und lautet: Du hast mit deiner schlichten Weise Mein Herz gebracht in deinen Bann: Daß ich aus deinem Zauberkreise, Der mich umschlingt so lieb und leise, Mich nimmermehr befreien kann. Es sang mit deinem süßen Klange Die Mutter mich zur Ruh. War noch so thränennaß die Wange, Die Mutter sang, und beim Gesange Schloß mir der Schlaf das Auge zu. Beim frohen Reigen um die Linde Erklangst du in der Sommernacht. Der Liebste singt's dem schmucken Kinde, Der Wanderbursch im Morgenwinde, Und der Soldat auf stiller Wacht. Da ich nun fand auf fremder Erde Nach langem Wandern Ruh und Rast, Bliebst du in Treue mein Gefährte Und bist an meinem neuen Herde, Du, deutsches Lied, mein liebster Gast. Auf die beste Komposition dieses Gedichts findet ein weiteres Preisausschreiben statt. Der im vorigen Jahre vom Deutschen Kaiser gestiftete„Kaiserpreis" wurde vom Baltimorer„Arion" gewonnen, der ihn an den siegreichen Verein des nächsten Sängerfestes abzutreten haben wird, wenn er ihn nicht selbst behaupten kann. Einem furchtbaren Verbrechen ist man in Königsberg i. Pr. auf die Spur gekommen. Vor 1½ Jahren verschwand die Ehefrau des in der dortigen Eisengießerei„Union“ beschäftigten Werkmeisters Beeck. Wie die Hausbewohner erzählten, haben die Beeckschen Eheleute schon seit längerer Zeit in Unfrieden gelebt, wobei Beeck seine Frau öfters mißhandelte, so daß sich die letztere schließlich veranlaßt sah, sich aus der gemeinsamen Wohnung zu entfernen und bei einer ihr bekannten Hebamme in der Stadt Unterkunft zu suchen. B. habe jedoch seine Frau bald darauf zu überreden gewußt, wieder zu ihm zu ziehen. Der frühere Streit habe sich aber wiederholt, bis eines Tages die Frau spurlos verschwunden war. Der Ehemann erklärte damals auf Befragen, seine Frau habe ihn böswillig verlassen und sich auf Reisen begeben. Inzwischen war Beeck zu einer Witwe Mehrbach in der Drummstraße verzogen. Bei seinem Umzuge nach dort ließ er eine große Holzkiste, die angeblich Handwerkszeug enthalten sollte, in einem unbenutzten Keller des Hauses Lange Reihe Nr. 6 zurück und zwar, wie er sagte, weil in der neuen Wohnung kein Platz für die Aufstellung der Kiste vorhanden sei. Seit einiger Zeit machte sich nun in dem letzterwähnten Hause ein penetranter Geruch bemerkbar, der aus dem Keller zu kommen schien. Auf erfolgte Anzeige bei der Polizei ließ diese jetzt die sämtlichen Kellerräume durchsuchen, wobei man auch auf die von Beeck zurückgelassene Kiste stieß, der der Geruch entströmte. Die Polizei ließ die Kiste, nach welcher sich nach oberflächlicher Untersuchung durch einen Sachverständigen ein verlöteter Zinkeinsatz befand, nach Anatomie schaffen, wo in Gegenwart einer Gerichtskommission die vollständige Oeffnung vorgenommen wurde. Nachdem der Zinkeinsatz vorsichtig geöffnet worden war, entdeckte man zunächst eine Schicht Holzwolle, worauf ein seidener Strumpf und das Bein einer Frau sichtbar wurde. Nach weiterer Entfernung der verdeckenden Holzspäne und Seidengaze fand man unter einer Anzahl von Kleidungsstücken die vollständig verweste Leiche einer Frau, die einen Strick um den Hals. geschnürt trug. Nach der Kleidung zu schließen, glaubt man in der Leiche die vor 1½ Jahren verschwundene Frau Beeck wiederzuerkennen, deren Tod anscheinend durch Erdrosselung herbeigeführt wurde. Auf Veranlassung des Ersten Staatsanwalts wurde der unheimliche Fund vorläufig nach dem Leichenschauhause übergeführt, wo demnächst die Obduktion der Leiche stattfinden soll. Der Ehemann der Ermordeten; der in erster Linie als Thäter in Betracht kommt, ist seit Mitte März dieses Jahres angeblich in Begleitung seiner letzten Wirtin, Frau Mehrbach, von Königsberg nach Stuttgart abgereist, doch soll er inzwischen von dort unbekannt verzogen sein. Frau Mehrbach ist gestern im Berliner Vorort Pankow verhaftet und sofort nach Königsberg transportiert worden. Die Polizei entfaltet zur Zeit eine fieberhafte Thätigkeit, um des mutmaßlichen Gattenmörders habhaft zu werden. Erschossen hat sich in Berlin am Sonnabend na#hmittag der 23 Jahre alte Student des Maschinenbaufachs Erich Steinrock, der infolge Ueberarbeitung nervös geworden war. Nach Ausgabe eines falschen Tausendmarkscheins wurde in Frankenstein(Schlesien) der Zimmermeister Sch. aus Reichenbach verhaftet; er hatte noch gleiche Falsifikate bei sich. In Königsberg i. Pr. wurden zwei Falschmünzer, der Kaufmann Kleist und der Goldarbeiter v. Zabrowski, festgenommen. Die von ihnen hergestellten Falsifikate waren Zehnmarkstücke; dieselben wurden teilweise beschlagnahmt. Schweres Eisenbahnunglück in Transvaal. Das Londoner Kriegsministerium giebt bekannt, daß sich am 30. Sonneck. Roman von Rudolf Elcho. (50. Fortsetzung.) (Nachdr. verb.) Vielleicht giebt's ein Mittel die Sache wieder ins Geleise zu bringen, Evchen. Ich hab' Sie lieb gehabt und liebe Sie noch. Mir hat's weh gethan, recht weh, als ich sah, wie leicht es dem verbummelten Aristokraten wurde, Ihr Herz zu gewinnen, aber nun, da Sie unglücklich geworden, zum Theil durch meine Schuld, mein' ich fast, meine Lieb' sei noch gewachsen. Ich will nicht fragen, wie weit Ihr Verhältniß zu— dem da— gediehen, ich frage nur: Wollen Sie mein Weib werden?“ Eva trat weit von dem Reumüthigen zurück und sagte:„Eher gehe ich ins Wasser! Sie mögen es gut meinen, Langmann", setzte sie in milderem Tone hinzu, als dessen Mienen sich verfinsterten,„aber ich gehöre zu den Frauen, die ihr Leben auf eine Karte setzen. Ich hab' verspielt, und in mir ist Alles weh und wund. Was Zorften zerbrochen hat, ist nur meine Liebe— ist nur enn. Selt von Hoffnungen, nicht meine Frauenehre, aber ich bin nun doch zeitlebens elend. Ich kann nicht die Frau eines Andern werden und wär' es mein bester Freund. Sie wandte sich zum Gehen und Langmann hielt sie nicht auf. Als sie in die Halle trat, zischte ihr die Stiefmutter entgegen:„Wo hast Du Dich herumgetrieben, faules Ding? Uns wächst die Arbeit über den Kopf. Nimm die Platte mit dem Kaffee und Kuchen und trag sie zu Schmidts aus der Kreuzgasse. Da drüben sitzen sie. Flink, flink!“ „Ich kann nicht, Mutter, mir zittern die Knie. Ich bin sterbenskrank; laß mich hineingehen, bitte.“ Die Lammwirthin lachte höhnisch auf und rief ihrem Manne zu:„Du, Alter, Deine Tochter will die Flinte ins Korn werfen. Wir sollen uns abrackern und sie will nach Hause gehen, weil sie sich abgespannt fühlt. Da hört doch Alles auf!“ „Sofort bedienst Du die Gäste!“ schrie Winter Evchen zu und schlug gegen den Zapfen eines Bierfasses, daß dieses dröhnte. Das könnte mir fehlen, daß die Mamsell an einem solchen Tage die Zimperliche spielte. Wirds bald?“ Eva erfaßte die schwere Platte, that einige Schritte, dann wankte sie und brach zusammen. Klirrend flogen Kaffekanne und Tassen gegen eine Tischkante und zerschellten. Gäste sprangen geschwind auf, als eine braune Fluth sich über ihre Kleider ergoß. Othmar, der eben in die Halle trat, um sich durch einen Trunk zu erfrischen, sah Eva wanken und stürzen. Er sprang herzu, hob sie auf und trug sie nach einem beim Buffet stehenden Korbstuhl. Winter fluchte und seine Frau jammerte. Othmar aber starrte völlig hoffnungslos in das marmorweiße Gesicht der Ohnmächtigen und fragte sich vergeblich, was seine heitere, glückstrahlende Freundin so schrecklich verwandelt haben könne. Unter den Gästen, die Evas Fall herbeigelockt, befand sich auch der Kreisarzt des Städtchens. Dieser fand Mittel, die Ohnmächtige ins Bewußtsein zurückzurufen. Als nun zahlreiche Gäste Eva umdrängten, rief der Arzt Winter zu:„Sorgen Sie dafür, daß Ihre Tochter sofort aus dem Trubel in ihr stilles Stübchen kommt und sich zu Bette legt. Ihr Pulsschlag läßt vermuthen, daß sie nahe daran war, einem Herzschlag zu erliegen.“ „Herzschlag?“— Evas Eltern tauschten einen Blick höchsten Erstaunens aus, dann sagte die Stiefmutter: „Gehen Sie, Herr Doktor, Sie spaßen! Wo sollte denn bei dem Mädel der Herzschlag herkommen, sie kann ja essen und trinken, was ihr Herz begehrt?“ Sechszehntes Kapitel. Der Tod kam ins Pfarrhaus, breitete aber keine Schrecken um sich her. Als der friedvollere Bruder des Schlafs nahte er sich der greisen Mutter Linz, um ihr sanft die Augen für immer zu schließen. Dem Sohne war es bei allem Trennungsschmerz tröstlich, daß sie ohne Leiden entschlief, und als die Todte auf dem von hohen Rüstern umschatteten und von einer Blumenwildniß überdeckten Friedhof bestattet wurde, zeigte Linz mehr Ruhe und Fassung während der Trauerrede seines Amtsbruders aus Sillach, als Othmar. Dieser hatte die alte Frau, die ihm zuerst hart und feindselig, später aber, als sie sein Wesen erkannte, mit großer Freundlichkeit begegnet war, recht lieb gewonnen. Er, wie Gräfin Maria, waren eifrig bemüht, dem verehrten Freunde Trost zu bringen, und als die kleine Dorfgemeinde, die fast vollzählig zu dieser Feier erschienen war, den Kirchhof wieder verlassen hatte, geleiteten sie Linz ins Pfarrhaus. Hier, in der behaglichen Wohnstube, in der er mit der Mutter so manche trauliche Stunde verlebt hatte, füllten sich des Pastors Augen mit Thränen. Er breitete die Arme aus, zog die beiden jungen Menschen an seine Brust und flüsterte in tiefer Bewegung:„Ach, wie viel erhebende Kraft wohnt doch in edlen Menschenherzen! Der schwerste Tag meines Lebens ist mir zu einem feierlich=schönen Liebesfest geworden durch Eure Güte! Jetzt weiß ich, warum innige Freude und tiefster Schmerz als reinsten Ausdruck die Thräne gemeinsam haben, sie sind verwandte Gefühle.“ Am Tage nach dem Begräbniß wollte Linz seinem Schüler den gewohnten Unterricht ertheilen, allein sein Bemühen, sich in den Gegenstand zu vertiefen, erwies sich als vergeblich. Nach einer Weile klappte er das Buch zu und sagte:„Lieber Othmar, wenn es Dir recht ist unterbrechen wir den Unterricht acht Tage lang.(Fortsetzung folgt.) März in der Nähe Barbertons ein schwerer Eise bahnunfall ereignete. 39 Soldaten wurden getötet, 45 verletzt. Die teuersten Mieten in ganz zahlen die Bürger von Charlottenburg. Selbst Berlin steht noch weit dahinter zurück. Es beträgt die durchschnittliche Miete in Charlottenburg 612 Mk. pro Jahr, während sie für Berlin und Hamburg, die nächstfolgenden Städte, nur 532 Mk. bezw. 489 Mk. pro Jahr beträgt. Ein Roman aus dem Leben. Vor zwölf Jahren fanden der Pastor Stewart und seine Frau bei einem Eisenbahn=Zusammenstoß in der Nähe von Rochester(Vereinigte Staaten von Nordamerika) ihren Tod. Ein reicher Amerikaner, Mr. Conger, der in demselben Zuge gefahren und unverletzt geblieben war, fand in den Armen der toten Frau Pastor ein kaum einige Wochen altes Baby. Er löste es aus den Armen der toten Mutter, nahm es zu sich und adoptierte es. da ist der liete Schnupfenäther„Forman“ anzuwenden, der ärztlicherseits mehrfach als „geradezu ideales Schnupfenmittel" bezeichnet wird. Bei leichtem Schnupfen Forman=Watte Dose 30 beihartnäckigen Fällen Forman=Pastillen zum Inhalieren 50 Pfennig. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage den Arzt. 383c Aufbewahren! 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Weiße Polarfedern(Gesetzlich geschützt!) à 2 M. 50 Pfg. per Pfund.— Kräftige Ware; weich, füllkräftig und haltbar.— Beliebte Sorte! Sehr empfehlenswert! Alexandra=Gänsefedern(Gesetzlich geschützt!) à 2 M. 50 Pf. und 3 M. per Pfund.(Russisch-sibirischen Ursprungs.) In Bezug auf Füllkraft, Weichheit und Elastizität übertreffen die Alexandra=Gänsefedern alle andern Sorten Bettfedern zu gleichen Preisen. Geeignet für alle Zwecke! Silberweiße Bettfedern à 3 M. und 3 M. 50 Pfg. per Pfund. Hervorragend feine Qualitäten; sehr füllkräftig, weich, haltbar und daunenreich. Für feine Aussteuerbetten ganz vorzüglich geeignet. Silberweiße Schwauenfedern à 4 M., 4 M. 50 Pfg. und 5 M. per Pfund. Dieselben sind für feine Brautausstattungen und Herrschaftsbetten besonders zu empfehlen. Echt chinesische Ganzdaunen.(In Farbe den Eiderdaunen ähnlich.) à 2 M. 50 Pfg. und 3 M. per Pfund. Sehr füllkräftig, weich und haltbar. Für Oberbetten und Plumeaus vorzüglich geeignet. Nordische Polardaunen.(Gesetzlich geschützt!) In Farbe den Eiderdaunen ähnlich. à 3 M., 3 M. 50 Pfg., 4 M., 4 M. 50 Pfg. und 5 M. per Pfund. Weltberühmte Spezialität ersten Ranges! Uebertrifft an Weichheit, Füllkraft und Haltbarkeit alle anderen Sorten Daunen zu gleichen Preisen! Für bürgerliche und feine Ausstattungen, ebenso für Hôtel- und Anstalts=Einrichtungen besonders empfehlenswert! Für Oberbetten und Plumeaus ganz besonders geeignet Silberweiße Gänsedaunen à 5 M. 75 Pfg. und 7 M. per Pfund. Hervorragend feine Qualitäten; sehr füllkräftig, weich und haltbar. Sehr empfehlenswert für feine Brautausstattungen und Herrschaftsbetten. Silberweiße Schwauendaunen à 8 M., 10 M., 12 M. und 14 M. per Pfund. Das Feinste und Beste, was überhaupt von weißen Daunen existiert.— Sehr empfehlenswert für allerfeinste Brautausstattungen und allerfeinste Herrschaftsbetten. Es wird jede beliebige Anzahl von Piunden geliefert. Sämtliche von uns gelieferten Bettfedern und Daunen sind vollständig gevrauchsfertig und können daher sofort in die Bettstücke hineingefüllt werden. Die Füllung der Betten kann in wenigen Minuten in Gegenwart des Käufers geschehen, denn Alle gangbaren Inlet-Grössen sind stets sertig genäht vorrätig. Gefälligst umwenden. 3. April. Bei lebhaften westlichen Winden kühles und veränderliches Wetter. Telegramar und Telephonische Meldungen. Die Friedensverhandlungen in Südafrika. London, 2. April. Aus Pretoria wird gemeldet, daß Schalt Burgher Kommandant Alberts berief eine Burenversammlung 35 eilen östlich von Springs ein, um die Rätlichkeit einer allkeinen Unterwerfung zu besprechen. Hans Botha soll eine ksammlung nach Amsterdam(Südafrika) zu dem nämlichen beck berufen haben. Große Hitze in Lissabon, 2. April. Hier ist plötzlich eine furchtbare de von 40 Grad im Schatten eingetreten. Erstickung durch Kohlendünste. Thsterburg, 2. April. Der Rechtsanwalt Lackner und sind infolge von Kohlendunstvergiftung in der erstickt. Buchbinderei verbunden mit Papier- und Schreibwarenhandlung. Indem ich prompte und gute Bedienung verspreche, bitte mein Unternehmen bei Bedarf durch Zuwendung von Aufträgen gütigst unterstützen zu wollen. Herford, 21. März 1902. Heinr. Frensemeier. Lieferung sämtlicher Schulutensilien. E Kenkurs-Ausverkauf. Aus der Konkursmasse der Firma Kaufhaus Ludwig Rieger(Inh. Alfred Goßlar) soll der vorhandene Warenbestand verkauft werden. Der Verkauf der Waren findet in ungestörter Weise statt und zwar von morgens 8 bis abends 9 Uhr im bisherigen Geschäftslokal der Firma. 6876 Lümkemann, Konkursverwalter. Meine sodell-HutAusstellung dem hentigen Tage eröffnet und sind che Neuheiten der Saison am Lager. und Federn zu waschen und färben ldigst einzusenden. Leinr. Studte, 17a Höckerstraße 11. 6590 ohne jetzt Zehrenberg 11, I. stunden: Vormittags 8—10 Uhr. Nachmittags 2—3 Uhr Dr. med. Paul Brücher, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Für Magenleidende! llen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens enuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen rch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf genschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung u haber, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzüglsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies innte dauungs- u. Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrichsche Kräuter=Wein. Kränter=Wein ist aus vorzüglichen, heilträftig befundenen ern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den Verdanungsorganismus des Menschen ohne ein Abführzu sein. Kräuter=Wein beseitigt alle Störungen in den läßzen, reinigt das Blut von allen verdorbenen kranknden Stoffen und wirn fördernd aus die Neubildung geBlutes. rch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter=Weines werden Magenübel meist Keime erstickt. Man sollte also aicht säumen, seine Anwendung allen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle me, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, eit mit Erbrechen, die bei chronischen veralteten Magenleiden heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. lverstopfung mung Kr kschmerzer Herzklopfen, losigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem erhoidalleiden) werden durch Kräuter=Wein rasch u. gelind beseitigt. Wein behebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungs inen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untaugstoffe aus dem Magen und Gedärmen. Sageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber, Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen u, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuterräftung spannung und Gemütsverstimmung, schlaflosen Nächten, erregten Nerven und schafft vem. Atntprtcheg. ee Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kränter-Wein ist zu haben in Flaschen à.41,25 u. 175. in Herford, Salzuflen, Vlotho, Enger, Bünde, Jöllenbeck. Spenge, Schildesche, Heepen, Heynhausen, Mennigguffen, Schötmar, Lewgo, Hohenhausen, Vaxenholz, Lage, Brackwede, Werther, Melle, Riemslob, Neuenkirchen, Borgholzhausen, Halle i. W., Bielefeld usw. in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzia, im Engrosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound kistefrei. Mindestquatum im Engrosversand sind also 3 Flaschen. * Vor Nächahmungen wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich[291f1 Hubert Ullrich'schn Kräuter-Welt. Mein Kräuter=Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind: Malagawein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Klaftwurze., Enzianwurzel, Kalmuswurzel an 10,0. Vereins, für den Herr G. stets reges Interesse bekundete. Möge es ihm vergönnt sein, noch lange in gleicher Weise wirken zu können. Personalien. Dem jetzt in den Ruhestand getretenen Herrn Postsekretär Isert hier ist der Kronenorden 4. Klasse verliehen worden.— Herr Obstbaulehrer Hagemann hier ist zum Obstbau=Inspektor für Westfalen und Lippe ernannt.— Der Reichsbankbeamte Herr Ernst ist von hier nach Hildesheim versetzt; an seine Stelle tritt ein Herforder und zwar Herr Ruben. * Im Raturheilverein hält heute abend 8½ Uhr (Bürgerverein) Herr Oberlehrer Fricke aus Bielefeld einen Vortrag über Magen= und Darmleiden. ** Aus der Altstädter Feldmark. Die neulich in Aussicht gestellte Vermessung betreffs Freilegung des von der Ahmserstraße auf die Ortschaft Strüh=Ahmsen zu führ— Landweges ist nunmehr erfolgt; sämtliche Grenzsteine sin reits eingesetzt worden. Hoffentlich nehmen auch die weitere beiten zur Schaffung dieses neuen, längst gewünschten 2 einen schnellen Fortgang. Freimarken=Verkauf und Umtausch.§ wird uns geschrieben: Behufs beschleunigter Abfertigung Publikums ist angesichts des gestern in den ersten Mo stunden sich zeigenden lebhaften Verkehrs noch im desselben Vormittags, wie bei der bekannten Promptheit Post nicht anders zu erwarten war, das Personal des Ma schalters mehr als verdoppelt worden. Ferner beteiliger noch zwei andere Postschalter, die Packetannahme und Ausgabestelle, nach Thunlichkeit an dem Absatz der 1 Wertzeichen. Jedermann kann sich also rasch der alten? zeichen entledigen und neue erhalten. * Die ersten Schwalben wurden heute vorm am Bergerthor gesehen. •s Enger, 1. April. Stadtverordneten-Sitzt Am Freitag nachmittag 5 Uhr findet wiederum eine Sit statt. Die Tagesordnung ist wie folgt: 1. Festsetzung des Fl linienplans bezüglich der Häuser Nr. 59 und 81 der# straße. 2. Errichtung einer städtischen Sparkasse. n Enger, 1. April. Goldene Hochz Heute feiern die Eheleute Neubauer Kaspar Niehaus das Fest der goldenen Hochzeit. i Westerenger, 1. April. Diebstahl. In vorletzten Nacht sind dem Neubauer Friedrich T. hier 6 Hü aus dem Stalle gestohlen worden. ** Bünde, 1. April. Konkursverfahren. I das Vermögen des Kaufmanns August Sieks hier ist Konkurs eröffnet worden. * Ennigloh, 1. April. Verschiedenes. Erh hat sich gestern nachmittag der elfjährige Sohn Karl Witwe Nierste Nr. 70. Derselbe war vormittags noch Kirchgange gewesen, und ist laut Bd. Z. die Veranlassun dem traurigen Entschlusse des sonst ordentlichen Knabens r nur darin zu suchen, daß derselbe in den beiden letzten Jal keine Versetzung in eine höhere Schulklasse erreicht hatte. Gestern abend gegen 8 Uhr brannte das Wohnhaus des 2 verlegers Heinrich Altemeyer hier völlig nieder. Kirchlengern, 1. April. Das neue hies Postamt wurde am ersten Osterfeiertag eröffnet. 25. Westfälischer Lehrertag. * Soeft, 1. April Im blauen Saale des hiesigen Rathauses begann gest nachmittag die Vertreterversammlung des westfälischen vinziallehrervereins unter dem Vorsitze des Rektor Ku Bielefeld. Dieser gab zunächst einen Rückblick über die Er nisse des abgelaufenen Jahres und knüpfte daran eine D legung der inneren Vereinsverhältnisse. Der Provinzialver zählt darnach in 76 Ortsvereinen etwa 2900 Mitglieder. letzten Jahre sind vier neue Vereine mit 250 Mitglied beigetreten. Auf den Regierungsbezirk Arnsberg entfallen Ortsvereine mit 2190 Mitgliedern; auf den RegierungsbeMünster 7 Ortsvereine mit 180 Mitgliedern und auf Regierungsbezirk Minden 17 Ortsvereine mit 540 Mitgliede Die neuen Vereine entstanden in Kastrop, Gronau, Pr.=Old dorf und Schalksmühle. Auf Antrag des Vorsitzenden wu Sonneck. Roman von Rudolf Elcho. (50. Fortsetzung.) (Nachdr. verb.) Vielleicht giebt's ein Mittel die Sache wied ins Geleise zu bringen, Evchen. Ich hab' Sie lieb habt und liebe Sie noch. Mir hat's weh gethan, rei weh, als ich sah, wie leicht es dem verbummelt Aristokraten wurde, Ihr Herz zu gewinnen, aber nu da Sie unglücklich geworden, zum Theil durch mei Schuld, mein' ich fast, meine Lieb' sei noch gewachse Ich will nicht fragen, wie weit Ihr Verhältniß zu: dem da— gediehen, ich frage nur: Wollen Sie me Weib werden?“ Eva trat weit von dem Reumüthigen zurück und sagte:„Eher gehe ich ins Wasser! Sie mögen es gut meinen, Langmann", setzte sie in milderem Tone hinzu, als dessen Mienen sich verfinsterten,„aber ich gehöre zu den Frauen, die ihr Leben auf eine Karte setzen. Ich hab' verspielt, und in mir ist Alles weh und wund. Was Lorsten zerbrochen hat, ist nur meine Liebe— ist nur eine Welt von Hoffnungen, nicht meine Frauenehre, aber ich bin nun doch zeitlebens elend. Ich kann nicht die Frau eines Andern werden und wär' es mein bester Freund.“ Sie wandte sich zum Gehen und Langmann hielt sie nicht auf. Als sie in die Halle trat, zischte ihr die Stiefmutter entgegen:„Wo hast Du Dich herumgetrieben, faules Dina? Uns wächst die Arbeit über den Kopf. Nimm die Platte mit dem Kaffee und Kuchen und trag sie zu Schmidts aus der Kreuzgasse. Da drüben sitzen sie. Flink, flink!“ „Ich kann nicht, Mutter, mir zittern die Knie. Ich bin sterbenskrank; laß mich hineingehen, bitte.“ beschlossen, an den seitherigen Ministerialdirektor Dr. Kügler anläßlich seines Scheidens aus dem Kultusministerium ein Telegramm abzusenden. Der Vorstand des Provinzialvereins wurde ergänzt. In den Vorstand des deutschen Lehrervereins und zu Vertretern auf dem deutschen Lehrertage, welcher in den Pfingsttagen in Chemnitz stattfindet, wurden gewählt Bliefterning-Minden, Zimmermann=Schwelm, Gräwe=Hamm, Wieschendonk=Siegen, Ehringhaus=Hattingen, van Ekeris=Dortmund, Münker=Witten, Buhl=Minden und Kuhlo=Bielefeld. Die Einrichtung einer Kommission für Fortbildungsschulen wurde abgelehnt. Der Zusammenschluß der Militärkommission wurde auf die Dauer von zwei Jahren genehmigt. Als nächstjähriger Festort wurde Lüdenscheid gewählt. In der heutigen Hauptversammlung wurden folgende Vorträge gehalten: 1. Die Bildungsstoffe der Volksschule mit Rücksicht auf die Der Wanderbursch im Morgenwinde, Und der Soldat auf stiller Wacht. Da ich nun fand auf fremder Erde Nach langem Wandern Ruh und Rast, Bliebst du in Treue mein Gefährte Und bist an meinem neuen Herde, Du, deutsches Lied, mein liebster Gast. Auf die beste Komposition dieses Gedichts findet ein weiteres Preisausschreiben statt. Der im vorigen Jahre vom Deutschen Kaiser gestiftete„Kaiserpreis" wurde vom Baltimorer„Arion" gewonnen, der ihn an den siegreichen Verein des nächsten Sängerfestes abzutreten haben wird, wenn er ihn nicht selbst behaupten kann. Einem furchtbaren Verbrechen ist man in Königsberg i. Pr. auf die Spur gekommen. Vor 1½ Jahren verC r. C„* E. K. g„ * * r 2 Größtes Lager in fertig genähten Inlets!! Reichhaltiges Lager in garantiert federdichtem, echtfarbigem Bettbarchent, Bettsatin, Daunenköper Füllung der Betten bei persönlichem Besuche in wenigen Minuten! etc. sowie in bunt karrierten Bettbezug-Stoffen. Fertig genähte Bettstücke. Sogenannte Inlets oder Einschüttungen für Oberbetten, Unterbetten, Pfühle, Kopfkissen 2c. liefern wir in beliebiger Größe und hergestellt aus anerkannt guten, federdichten, echtfarbigen Stoffen, für deren langjährige Haltbarkeit garantiert wird. Billigste Preise! 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Daher Ist für den Käufer jedt 3% Risiko ausgeschlossen.1 5% % Man beachte dieserhalb auch die Versandtbedingungen in unseren Preislisten.1 6½ 15 Unsere Geschäftslokale sind geöffnet von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 7 Uhr nachmittags.] 23 — 4% An Sonntagen und allen christlichen Feiertagen ist unser Geschäft geschlossen. 1 4% 4% Pecher& Co., Herford (Geschäftsinhaber: Theodor Weihe.) in Westfalen Neue Bahnhofstraße Nr. 20, in unmittelbarer Nähe des Haupt=Bahnhofes. - chre Uileiderergeg. Brhmar, der even in die Halle trat, um sich durch einen Trunk zu erfrischen, sah Eva wanken und stürzen. Er sprang herzu, hob sie auf und trug sie nach einem beim Buffet stehenden Korbstuhl. Winter fluchte und seine Frau jammerte. Othmar aber starrte völlig hoffnungslos in das marmorweiße Gesicht der Ohnmächtigen und fragte sich vergeblich, was seine heitere, glückstrahlende Freundin so schrecklich verwandelt haben könne. Unter den Gästen, die Evas Fall herbeigelockt, befand sich auch der Kreisarzt des Städtchens. Dieser fand Mittel, die Ohnmächtige ins Bewußtsein zurückzurufen. Als nun zahlreiche Gäste Eva umdrängten, rief der Arzt Winter zu:„Sorgen Sie dafür, daß Ihre Tochter sofort aus dem Trubel in ihr stilles Stübchen kommt und sich zu Bette legt. Ihr Pulsschlag läßt vermuthen, daß sie nahe daran war, einem Herzschlag zu erliegen.“ „Herzschlag?“— Evas Eltern tauschten einen Blick höchsten Erstaunens aus, dann sagte die Stiefmutter: „Gehen Sie, Herr Doktor, Sie spaßen! Wo sollte denn bei dem Mädel der Herzschlag herkommen, sie kann ja essen und trinken, was ihr Herz begehrt?“ Se. W0 Gräfin Maria, waren eifrig bemüht, dem verehrten Freunde Trost zu bringen, und als die kleine Dorfgemeinde, die fast vollzählig zu dieser Feier erschienen war, den Kirchhof wieder verlassen hatte, geleiteten sie Linz ins Pfarrhaus. Hier, in der behaglichen Wohnstube, in der er mit der Mutter so manche trauliche Stunde verlebt hatte, füllten sich des Pastors Augen mit Thränen. Er breitete die Arme aus, zog die beiden jungen Menschen an seine Brust und flüsterte in tiefer Bewegung:„Ach, wie viel erhebende Kraft wohnt doch in edlen Menschenherzen! Der schwerste Tag meines Lebens ist mir zu einem feierlich=schönen Liebesfest geworden durch Eure Güte! Jetzt weiß ich, warum innige Freude und tiefster Schmerz als reinsten Ausdruck die Thräne gemeinsam haben, sie sind verwandte Gefühle.“ Am Tage nach dem Begräbniß wollte Linz seinem Schüler den gewohnten Unterricht ertheilen, allein sein Bemühen, sich in den Gegenstand zu vertiefen, erwies sich als vergeblich. Nach einer Weile klappte er das Buch zu und sagte:„Lieber Othmar, wenn es Dir recht ist unterbrechen wir den Unterricht acht Tage lang.(Fortsetzung folgt.) 3. 9 die9 Ste auch Rei Ver 12 R März in der Nähe Barbertons ein schwerer Eise buhnunfall ereignete. 39 Soldaten wurden getötet, 45 verletzt. Die teuersten Mieten in ganz Deutschland zahlen die Bürger von Charlottenburg. Selbst Berlin steht noch weit dahinter zurück. Es beträgt die durchschnittliche Miete in Charlottenburg 612 Mk. pro Jahr, während sie für Berlin und Hamburg, die nächstfolgenden Städte, nur 532 Mk. bezw. 489 Mk. pro Jahr beträgt. Ein Roman aus dem Leben. Vor zwölf Jahren fanden der Pastor Stewart und seine Frau bei einem Eisenbabn=Zusammenstoß in der Nähe von Rochester(Vereinigte Staaten von Nordamerika) ihren Tod. Ein reicher Amerikaner, Mr. Conger, der in demselben Zuge gefahren und unverletzt geblieben war, fand in den Armen der toten Frau Pastor ein kaum einige Wochen altes Baby. Er löste es aus den Armen der toten Mutter, nahm es zu sich und adoptierte es, da Leine Ehe kinderlos geblieben war. Mr. Conger starb vor einigen Wochen und hat, unter Auswerfung einer Jahresrente für seins Witwe, sein ganzes Vermögen(25 Millionen Mark) der angenommenen Tochter, der kleinen Wressa StewartConger, hinterlassen. Rikchens Liebesbrief. Folgender„Liebesbrief“ ist der„Butj. Zta" zur Veröffentlichung zugegangen:„Geehrter Herr, Ich ergreife die Feder, um an ihnen zu schreiben. Ich möchte Dir eben mitteilen, daß ich gerne mit Sie freien möcht, ich bin Rikchen und wohne beim Bauern S. Use andere Magd freit mit usen Knecht die sind am Sonntag aus gewesen da hat sie ihn neues Schimisettken gekauft da hat sie sich gleich i ihn verliebt, und da sagte sie wir beide thäten gut zusammen passen wenn sie nun mir freien wollen, so kommen sie Sonntag aufn Deich, um 5 Uhr bin ich auch da. Wir haben einen großen Haushalt use Herr ist sehr strenge und use Fru sehr ingebildet sie hatt einen neuen Sonnenschirm und da thut sie sich recht dicke mit. Wir haben 6 Kühe, 4 Pferde, 6 Schweine und 1 Kalb wir haben auch eine Nähmaschine da naht unse Fru druff unser Kanarienvogel macht schon das schnurren nach haben sie auch einen Vogel? Wir haben auch einen Schruthahn use Herr sagt auf einen großen Hof gehört auch einen schönen Hahn. Wir wohnen dicht bei der Kapelle use Pastor besucht uns oft sonst kommen hier nicht viel Leute weil der Weg vull dreck ist. Use Fru ihr Bruder kommt auch oft das ist ein echter Saufnickel kommt mit Hauschen an und geht oft bei die Pulle dann is er ganz vull und müssen unsere ihn nach Hause fahren. Ich habe diesen Brief in Eile geschrieben bei der Lampe und muß jetzt aufhören weil kein Uelge mehr auf is. Ich habe zwei Stücke Leinen im Koffer die verwahr ich mich bis ich heiraten thue. Das eine etwas grob für Bettelaken, das andere ist sein mit Blumen für Schawietten. Ich muß tüchtig arbeiten, aber das macht niks, denn Arbeit macht das Leben süß. Se könnt man fragen, ob ich nich düchtig arbeiten kann und ich kann besser dreschen als use Fru und kochen thu ich immer für die Schweine, wenn Se mik des Abends mal besuchen wollen, meine Stube ist im Schuppen beim Schweinestall vor use Fensten is eine rote Gardine da kloppen Se man an ik komme dann soglicks. Wenn Se mith nicht frien wullen dann werde ich ganz trurig und können mir int kühle Grab tragen. Im der Hoffnung, das Se um 5 Uhr ufn Deich sind, grüßt Sie ihre liebe Braut Rikchen.“ Briefkasten der Redaktion. D. I. Die gewünschte Adresse ist wie folgt: Allgemeine Stereotypie=Anstalt für Zeitungsdruckereien, G. m. b. H., Berlin SW., Johanniterstraße 6. Course der Berliner Börse. Mitgetellt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges. Herford, 1. April 1902. Er 4 3% Preuss Consola 92,30 % n„ 101,70 3% Deutsche Reichsanleihe 92,70 8½%„„„ 101.75 3% Westt. Prov.-Anl. 90,30 ½%„„ 99.50 4%„„ 104.— 4% Bielef. Stadtanleibe 103,50 4% Hamb. HypothekenPfandbriefe 1900 100.— 4% Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 100,60 4% Meining. Hypoth.Pfandbriefe 1900 100,10 Deutsche Bank-Akt. 209,40 Dresdener Credit-Anstalt—.— Disc. Commandit-Akt. 194,90 A. Schaaffhausen'scher Bv. 123.— Gelsenkirchener Bergw.Aktien 164,25 Hibernia Bergw.-Aktien 163,25 Harpener dto. 167,70 Harb.-Wien. Gummi-Akt. 319.— Phönix Bergw.-Aktien 142.30 Bankdiscont 3% Tendenz: schwach. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 2. April Höchste Temperatur des Vortages: 9,60. Niedr. Temperatur in der Nacht: 3,60. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 5,1°. „„11„„ 9,30 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 746,1 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 0.9 mm. Wind: Lebhafter W. Wetter: Bewölkt, zeitweise heiter. 3. April. Bei lebhaften westlichen Winden kühles und veränderliches Wetter. Telegramar und Telephonische Meldungen. Die Friedensverhandlungen in Südafrika. London, 2. April. Aus Pretoria wird gemeldet, daß Aussichten über das Zustandekommen des Friedens wachsen. Steifn verabredete eine Zusammenkunft mit Delarey, zu der bich Schall Burgher erwartet wird Kommandant Alberts berief eine Burenversammlung 35 Teeilen östlich von Springs ein, um die Rätlichkeit einer alla keinen Unterwerfung zu besprechen. Hans Botha soll eine 3sammlung nach Amsterdam(Südafrika) zu dem nämlichen Gweck berufen haben. Große Hitze in Portugal. 6;. Lissabon, 2. April. Hier ist plötzlich eine furchtbare *se von 40 Grad im Schatten eingetreten. Erstickung durch Kohlendünste. sein Onsterburg, 2. April. Der Rechtsanwalt Lackner und Nach, Frat sind infolge von Kohlendunstvergiftung in der erstickt. i1 der liche Schnupfenäther„Forman“ anzuwenden, der ärztlicherseits mehrfach als „geradezu ideales Schnupfenmittel" bezeichnet wird. Bei leichtem Schnupfen Forman=Watte Dose 30 beihartnäckigen Fällen Forman=Pastillen zum Inhalieren 50 Pfennig. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage den Arzt. 3830 van Feutens Cacoo 7a Kilo Veranwwortlicher Revo kteur: Paul Sattler, für den Inserateuren der antwortlich: Geora Bese, und Verlag: Cheistsen Quentin, sämtlich i Herford (Redaktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) Eisen-Tropon. hat sich bei den Versuchen, welche die Brünner Ferien=Colonie während des letzten Sommers beijsch wächlichen Kindern anstellte als ein ganz unvergleichliches Präparat erwiesen. Die Erfolge waren vorzüglich; schon nach achttägigem Gebrauch konnte der günstige Einfluss des Eisen-Tropons in Bezug auf das allgemeine Befinden, Aussehen und Lebensfreude der Kinder festgestellt werden. Auch die Wirkung auf oen Appetit war eine sehl gute; es wurden ausnahmslos bei denjenigen Kindern, welche EisenTropon erhielten, sehr erhebliche Gewichtszunahmen in kurzer Zeit konstatiert. Eisen-Tropon ist zum Preise von Mk. 1,85 p. Büchse überall erhältlich. Possberg& Schumacher. Fernsprecher Nr. 111,. Kohlen, Koto, Brikets, Kalk, Cement, Gyps, Thonrohre, Platten, Chamotte steine, Rohrgewebe und alle sonstigen Baumaterialien Comptoir: Engerstraße 415. 280 Täger: Engerstraße 415 u Diebrockerstraße 4. MAAMMM Alm mal mit meinem großen Warenlager, bestehend in: D0 Wollgarn, wollenen u baumwollenen Strümpfen und Socken, aller Sorten Unterzeuge, Hosen, Jäckchen, Wäsche, Weiß= und Kurzwaren jeder Art, in kurzer Zeit gänzlich zu räumen, habe ich die ohnehin schon billigen Preise noch um 10 bis 15% herabgesetzt und bitte ich, die Gelegenheit benutzend, sich bei mir einzufinden und ihren Bedarf zu decken. 355 Anton Schaefers, Gehrenberg 11. Ausverkauf. Einen Posten vorjähriger Fahrräder verkaufe, um damit zu räumen, zu bedeutend ermäßigten Preisen. Auch stehen bei mir eine Anzahl gebrauchter Maschinen, welche ich zu jedem annehmbaren Preise abgebe, aus. Gleichzeitig mache ich ergebenst auf meine neuen dies. jährigen Modelle von nur erstklassigen Fahrrädern aufmerksam. Carl Schierbaum, 754„ Rennstraße 38. Geschäfts-Eröffnung. Eröffnete hierselbst, Radewigerstraße 17(gegenüber der Kirche) eine 2100 Buchbinderei verbunden mit Papier- und Schreibwarenhandlung. Indem ich prompte und gute Bedienung verspreche, bitte mein Unternehmen bei Bedarf durch Zuwendung von Aufträgen gütigst unterstützen zu wollen. Herford, 27. März 1902. Heinr. Frensemaier. Lieferung sämtlicher Schulutensilien. X# Konkurs-Ausverkauf. Aus der Konkursmasse der Firma Kaufhaus Ludwig Rieger(Inh. Alfred Goßlar) soll der vorhandene Warenbestand verkauft werden. Der Verkauf der Waren findet in ungestörter Weise statt und zwar von morgens 8 bis abends 9 Uhr im bisherigen Geschäftslokal der Firma. 687c Lümkemann, Konkursverwalter. Hermann Halle Bürstenmacher, Herford, Brüderstraße 36 empfiehlt seine als gut anerkannten Bürsten u. Pinsel, Ausklopfer, Aufnehmer, Schwämme, Matten, Kämme, Wedel u. s. w. Dr. med. Grosskopff’a— Das ganze Jahr geöftnet. Sanatorium Klushügel Ehxakalisch diutestiche bei Oanabrück. Curanstalt Gesammtes Wasserheilverfahren, Sonnen-, eleetr. Licht-, Medizinal-Dampt u.römisch-frische Bäder, Diäteuren, Massage, Inhalaterium. Prosp. kestentret Meine Modell-HutAusstellung ist mit dem hentigen Tage eröffnet und sind sämtliche Nenheiten der Saison am Lager. Hüte und Federn zu waschen und färben bitte baldigst einzusenden. Leinr. Studte, 173 Höckerstraße 11. Wohne jetzt Gehrenberg 1], I. Sprechtunden: Vormniyg, g— 4o her. Dr. med. Paul Brücher, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Für Magenleidende! Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf Magenschmerzen, schwere Verdanung oder Verschleimung ugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügiche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs- u. Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrichsche Kräuter=Wein. Dieser Kräuter=Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den ganzen Verdanungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter=Wein beseitigt alle Störungen in den Blutgeäßzen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirk fördernd aus die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter=Weines werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also aicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßzen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen veralteten Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie BeklemSkuhlverstopfung mung, Kolitschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter=Wein rasch u. gelind beseitigt. Kräuter=Wein behebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung Bluthichr. undes der Leber, Snttrastuug Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter spannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. KräuterWein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter* Sr z.br4 Oerhouune und Ernährund erregten Nerven und schafft dem Kranren neue sraste und Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kränter-Wein ist zu haben in Flaschen à1,25 u. 175. in Herford, Salzuflen, Vlotho, Enger, Bünde, Jöllenbeck. Halle i. W., Bielefeld usw. in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, im Engrosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisea nach allen Orten Deutschlands portound kistefrei. Mindestquatum im Engrosversand sind also 3 Flaschen. # Vor Nächahmungen wird gewarnt.Man verlange ausdrücklich[291f1 Hubert Ullrich'sch n Kräuter-Wein. Mein Kräuter=Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandtelle sind: Malagawein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Klaftwurze., Enzianwurzel, Kalmuswurzel a# 10,0. n eröffnet! Die Tage des großen. Neu eröffnet! Gardinen=, Rouleaur= und Teppich=Verkaufs von Mittwoch, den 2. April bis Mittwoch, den 9. April, abends, sollte jede sparsame Hausfrau wahrnehmen. billige Preise. Breidenbach& Cie., Alter Markt 12. 265 Kaufhaus für sämtliche Mannfaktur=Modewaren-, Damen=, Herren= und Kinder-Konfektion. Wohnungen (Wer eine Wohnung zu vermieten hat oder mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Wohnung auf Wunsch mit etwas Land, zum 1.Oktober zu vermieten. 310 Ang. Husemann, Rennthor, Karlstr. 38. Brautpaar Stagenwohnung v. 4—5 Räumen, möglichst mit Gärtchen. Off. m. Oreisang. unt. 70hc an die Exp. d. Ztg. 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Abnahme der Jahresrechnung und Entlastung des Kassierers. 2. Erhöhung der Krankengelder. 3. Verschiedenes. 752c Der Vorstand. Bürger-Vereinigung. Hauptversammlung im Saalt des Bürgervereins Donnerstag. den 3. April, abends 9 Uhr Vorher: 8½ Vorstandssitzung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Antrag d's Vorstandes: zu dem Zeltungsartikel des Mag'strats. 3. Mitteilungen aus den Stadtverordneten=Sitzungen. Credenstr. 35. Geschäfts-Verlegung. Herforder Kunstglaserei Inh.: August Einecke. Credenstr. 35. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, dass ich mein Atelier von der Comthurstrasse nach Credenstrasse 35 bei Herrn Zahntechniker Dietrichs im Hause verlegt habe. Durch bedeutende Vergrösserungen bin ich in der Lage, den grössten Anforderungen gerecht zu werden. 270 Zur Uebernahme ganzer Bauten in Bunt- und Blankverglasung halte ich mich bestens empfohlen.— Skizzen und Muster stehen jederzeit zu Diensten. Für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens dankend, bitte ich, mein Unternehmen gefl. zu unterstützen, und werde ich stets bereit sein, nur solide und saubere Arbeit zu liefern. Hochachtungsvoll August Einecke, Kunstglaser. Ziehung i. u. 1b. April 1902 Königsberger Geld-Lotterie 6241 Geldgewinne Mark 200000 mit blauem Stein. Gegen gute Belohnung abzu geben Hermannstr. 1b. 475 Kapitalien 5484 in verschiedener Höhe gegen wirklich gute Hypotheken durch mich zu verleihen. 548a Eduard Meyer, Agentur= u. Kommissions=Geschäft Hersord. # Gesellschaft. Am Sonntag, 6. nachmittags 4 Uhr findet die jährliche Generalversammlung im evangel. Vereinshause statt. Tagesordnung: Rechnungslage. Resiltat der Impfung. Vorstandswahl. Verschiedenes 750c Der Wichttgkeit halber wird um zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Der Vorstand. prakt. Vertreter für Naturheilkunde u. Homöopathie in Hausberge b. Porta, Westf Zu sprechen Gautans jeden Montag und in Gersorb Donnerstag, nachmittags von 1—6 Uhr im Restaurant„Zur Post“, Hämelingerstraße. 1d Ein gebrauchter, aber noch gut erhaltener Kinderwagen zu kaufen gesucht. Nachzufragen in der Expd. d. Ztg. unt. Nr. 480 Donnerstaa in der halle u. Freitags frische Seefische verschiedene Sorten, billigst be: Julius Riedel, 335 geger über der Post. ittagsti finden noch einige bessere Herren 49d Freiheitstr. 8 „Aheumatisnus Reißen, Blasenleiden, Hautkrank= heiten heilt Gördel=Gichtthee(Ehren= preis). Glänzende Atteste. Packer 1 M. in Herford bei Karl Meves, AdlerDrogerie u. H. Erdmann. 3311 4000 m 6= 24000 Loose à 3 Mark, Porto und Liste 30 Pfg. extra, empfiehlt und versendet auch unter Nachnahme Carl Heintze Berlin W., Unter den Linden 3. Zahlungen an die Firma Fr. Simon ber Gehrenberg17 sind jetzt Radewigerstrasse 24 l. im Ganz'schen Hause an Fräulein Bukofzer zu entrichten. 51d Kameradschaftlicher Verein. Donnerstag, 3. April er., abends 8½ Uhr General-Versammlung im Vereinslokal(Aecker's Turnhalle.) Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Abnahme der Jahresrechnung. 3. Verschiedenes. Die zur Aufnahme sich gemeldeten neuen Mitglieder werden. ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. 786c Der Vorstand. Friedrichs=Gymnasium zu Herford. Die Aufnahmeprüfung findet Dienstag, 8. April, früh 8 Uhr, statt. Anmeldungen nimmt bis zum 7. April in seiner Wohnung entgegen Der Gymnasialdirektor: Prof. Dr. Windel. 7880 E#bG Triumph seinste Süßrahmmargarine à Psd. 70 Pfg., 5 Pfd. 325 Pfg. Feine Süssrahmmargarine 8 Pfd. 60 Pfg., 5 Psd. 275 Pfg. 617c Heinrich Nolting. Meine Wohnung befindet sich von heute ab 41d Elisabethstr. Nr. 5. Frau Wwe. Hebamme. Aufnahmeprüfung: Dienstag, 8. April, früh 8 Uhr. Anmeldungen nimmt am Mittwoch, den 26., Sonnabend, den 29. März und Mittwoch, den 2. April von 10 bis ½1 Uhr im Amtszimmer der Schule entgegen. 6276 Der Direktor: Dr. Droysen. Katholische Schule. Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder findet Donnerstag. den 3. d. Mts., morgens 10 Uhr in der alten Bürgerschule statt. Aufgenommen können nur solche werden, welche bis zum 1. Mai das 6. Lebensjahr vollendet haben. Die Impfscheine der Kinder sind vorzulegen und von den nicht hier geborenen auch die Geburtsscheine. 2d Peitz, Hauptlehrer. Besonderer Beachtung empfohlen wird die der heutigen Nummer beiliegende Preisliste über Bettfedern, Dannen, Bettstoffe und 375 fertige Betten von Pecher u. Co. i Herford. Neue Bahnhofstraße Nr. 20, gegenüber dem Hauptbahnhofe.