∆ 12. Jahrgang. Ne 83 Teleph. Anschl. N% Teleph. Anschl. ## Diess Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerando 1,25 Merk. bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Freitag, 28. Februar. roen### spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preit, Odaerg eizsihe luigerg, Vetizsle für Stadt und Kreis Herford, Oeyubausen und Amt Rekme 10 Pfg., sonst 13 Mö 1902 Imtliche für den erford. Feuermeldeanlage. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß n im die nachstehend verzeichneten Firmen, nämlich: I. August Linkmeyer, Chokoladen= und Zuckerwaren=Fabrik, „D. Gebr. Uekermann, Brauerei zum Felsenkeller bei Herford, bet3. Gustav Kopka, Möbelfabrik, „ d. Gustav Ernstmeier, Bleicherei und Appreturanstalt, #. Wilhelm Menckhoff, Herforder Leinenverein * k ihre Etablissements der neu eingerichteten städtischen Feuerldeanlage angeschlossen haben. 602b 1 Die Fernsprechstellen dieser Firmen stehen von heute ab Feuermeldestellen zur Verfügung. 6025 Herford, den 24. Februar 1902. Die Polizei=Verwaltung. 5715 I. V.: Busse. Am Montag, den 3. März d. J., nachmittags 3 Uhr, sollen die Budenplätze für den Mitfastenmarkt verwen werden. 509b Reflektierende werden ersucht, sich um diese Zeit auf dem en Markte einfinden zu wollen. Die Gewerbescheine sind t zur Stelle zu bringen. Herford, den 26. Februar 1902. Die Polizei=Verwaltung. I. V.: Busse. er * Verdingung. Der Abbruch des alten Lokomotivschuppens und des Reiserlen= und Kohlenschuppens, sowie die Wiederaufstellung des iserwellenschuppens auf dem Bahnhof am Donnerstag, den 6. März 1902, vormittags 11 ik verdungen werden. Zeichnungen und Bedingungen können bei der Unterzeichsen während der Dienststunden eingesehen und die Verungsunterlagen gegen porto= und bestellgeldfreie Einsendung 5.#50 Mk. in bar von hier bezogen werden. Zuschlagsst 2 Wochen. Bielefeld, den 25. Februar 1902. Königliche Eisenbahn=Betriebs=Inspektion. ——— s 1 Prinz Heinrich und die Presse. —### Aus New=York, 27. Febr., wird hierzu gemeldet: Die oltingutez. Prinz Heinrich bei dem Festmahl der Presse hielt, bin mir der Thatsache voll bewußt, daß ich der Gast e einigt## Dder Gesellschaft der Vertreter der Presse der Verdel, vntatell Staaten, besonders der Gast der„Newyorker StaatsFreunds: bin, und ich wünsche beiden zu danken für die crundliche Einladung und den Empfang, der mir heute Wvend zu Teil geworden ist. Ehe ich mich in Einzelheiten ### 5.916 ich Ihnen Allen zu verstehen geben, daß sche Mlsammensein, obwohl es als offiziell betrachtet ltint; werden mag, als ein ganz vertrauliches ansehe, und daß i5 m##sch ist, keiner von Ihnen möge, nachdem er in diese Feittasel verlassen, das auszubeuten versuchen, was hier gesagt oder geredet worden sei. Zweifellos ist die olting.Presse heut zu Tage ein Faktor, wenn nicht eine ige die Macht, weiche nicht vernachlässigt werden darf 731 und die ich mit„Zghllosen submarinen Minen 8 vergleichen mochle, die in vielen Fällen in der am wenigsten erwarteten Weise losgehen. Aber Ihre eigene Marinegeschichte lehrt uns, die Minen nicht zu beachten, wenn sie uns im Wege sind. Die bei dieser denkwürdigen Gelegenheit geführte Sprache war schärfer, als ich sie je heute abend zu wiederholen unternehmen würde. Ich brauche nur den Namen Farragut zu erwähnen. Ein anderer Vergleich mag Ihrem Geschmack, meine Herren, mehr entsprechen, und er ist thatsächlich schmeichelhafter. Er wurde Lezogen von Sr. Majestät dem Kaiser, ehe ich abreiste. Der Kaiser sagte:„Du wirst mit vielen Vertretern der Presse zusammentreffen, und ich wünsche deshalb, Du mögest Dir steis vergegenwärtigen, daß Preßleute in den Vereinigten Staaten beinahe mit meinen Lommandierenden Generalen rangieren.“ Ich weiß, es wird Sie interessieren, etwas über die Ratur # imer Mission in diesem Lande zu erfahren. Die Thatrapi..“: Seine Majestät der Kaiser hat die jüngste ride Entwicklung der Vereinigten Staaten aufs Genaueste verfolgt, und Seine Majestät ist sich sehr klar über die Thatsache, daß Ihre Nation eine rasch schreitende ist. Meine Sendung in dieses Land mag deshalb als ein Akt der Freundschaft und Kourtoisie angesehen werden mit dem einzigen Wunsche, freundschaftlichere Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu fördern. Sollten Sie willens sein, eine ausgestreckte Hand zu ergreifen, so finden Sie eine solche jenseits des Atlantischen Ozeans.“ Bei diesem Festmahl war der Chefredakteur des„Brooklyn Eagle“ Elway, der den Trinkspruch auf die Presse ausbringen sollte, durch Krankheit am Erscheinen verhindert. Der Chefredakteur der„Philadelphia Preß" Charles Emory Smith schilderte den Besuch, der er vor zwölf Jahren der Stadt Berlin abgestattet hat, wo er das Glück hatte, den jungen Kaiser und den Grafen Moltke zu sehen Er feierte die Verdienste Deutschlands um Kunst, Wissenschaft und Litteratur und zählte Deutschlands Sterne erster Größe auf. Dann nahm der Chefredakteur des„St. Louis Republican“ Charles William Knapp das Wort. Er sagte, nie zuvor seien die germanischen Völker so für den Frieden gewesen, wie unter der weisen Führung ihres illustren Kaisers, dessen Bruder man hier begrüße. Er trat für die Ausstellung in St. Louis ein und meinte, diese fördere die internationale Freundschaft. Große Armeen und mächtige Flotten sicherten den Frieden, verhinderten den Angriff und gewännen die Freundschaft. Hierauf wurden die„Wacht am Rhein“ und die amerikanische Hymne gesungen. Die Teilnehmer des Mahles richteten an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm: „Tausend Redakteure täglicher Zeitungen der Vereinigten Staaten senden Ew. Majestät von dem Festmahl zu Ehren Ihres illustren Bruders freundliche Grüße und die besten Wünsche für eine lange und segensreiche Regierung. Wir freuen uns der Anwesenheit des Prinzen in diesem Lande als eines Omens noch engerer Bande der Freundschaft und erwidern herzlich alle herzlichen wiederholten Freundschaftsversicherungen, die Ew. Majestät gütigst zu erteilen geruhten.“ Das Mahl war gegen Mitternacht beendet. Um 1¾ Uhr nachts reiste der Prinz von Jersey City nach Washington ab. Zur Tagesgeschichte. Von Sr. Maj. dem Kaiser. Nach den nunmehr feststehenden Dispositionen wird der Kaiser in den Tagen vom 8.— 12. Juni zum Besuch der Ausstellung in Düsseldorf eintreffen und sich von dort nach Krefeld und Mörs begeben, wo in seiner Gegenwart die 200jährige Zugehörigkeit der Grafschaft Mörs zu Preußen festlich begangen wird. Zum Schlusse seiner Rheinreise wird Kaiser Wilhelm in Bonn dem 75jährigen Stiftungsfeste der Borussen und vielleicht auch der 50jährigen Regimentsfeier der dort garnisonierenden KönigsHusaren beiwohnen. Nach der„Kreuzztg.“ hat der Kaiser auf einem Fest alter Herren beim Regiment der Garde du Korps den Rittmeister a. D. v. Kotze zum Major bzeffördert. Herr v. Kotze ist konservatives Mitglied des Abgeordnetenhauses; er war Landrat in Wanzleben und wurde 1899 wegen seiner Abstimmung zur Disposition gestellt. Vom Reichstag. In der gestrigen Sitzung des Reichstags entwickelte sich bei den Petitionen, die die Einleitung von Friedensverhandlungen im südafrikanischen Kriege forderten, eine lange Erörterung. Abg. Hasse(nat.=lib.) giebt dem Bedauern darüber Ausdruck, daß alle Großmächte, auch Deutschland, sich weigerten, zu Gunsten der Buren einzutreten, obwohl nach der Haager Konvention eine Intervention nicht als eine unfreundliche Handlung betrachtet werden solle. Wenigstens könne den Werken der Barmherzigkeit Eingang in Südafrika verschafft werden. Es sei beschämend, daß Englavd sich weigere, fremde Ambulanzen zuzulassen, wahrscheinlich, um der Welt keineu Einblick in seine Konzentrationslager zu gestatten. Abg. Werner(Antis.) hov hervor, daß es durch Verhandlungen im preußischen Abgeordnetenhause erreicht wurde, daß England sich bereit erklärt habe, Geld und Gaben den Buren zuzuführen. Abg. Dr. Arendt(Rp.) beantragte, meinte, man könnte die deutsche Regierung nicht zu derartigen Interventionen drängen. Dennoch wurde der Antrag Arendt angenommen, die Petition der Regierung als Material zu überweisen. Aus der Zolltarifkommission. Bei der vorgestrigen Abstimmung über die Kompromißanträge bezüglich der Getreidezölle bestand die Mehrheit aus den Kommissionsmitgliedern des Zentrums, der Konservativen und der Reichspartei, einem Polen und dem nationalliberalen Abg. Sieg. Nach diesem Beschluß soll als Minimalzoll in den Tarif eingestellt werden: für Roggen, Gerste und Hafer 5,50 Mk., für Weizen 6 Mk., und als Maximalzoll für Roggen, Gerste und Hafer 7 Mk. und für Weizen 7,50 Mk. Gestern trat die Zolltarifkommission in die Beratung der Position 5, welche den Buchweizen betrifft. Der Buchweizen unterlag bisher einem Einfuhrzoll von 2 Mk. Dieser soll nach der Regierungsvorlage auf 3,50 erhöht werden. Die Agrarier beantragen die Erhöhung des Buchweizenzolles auf 5 Mk. Nach längerer Debatte, in welcher die Rolle besprochen wurde, die der Buchweizen in den verschiedenen deutschen Landesteilen als Volksnahrungsmittel spielt, wurde der Antrag auf Erhöhung des Buchweizenzolles auf 5 Mk. mit 14 gegen 10 Stimmen angenommen. Das erbeutete chinesische Torpedoboot. Das den Chinesen in Taku abgenommene Torpedoboot wird im April nach beendeter Reparatur zum ersten Male unter dem Befehl des Oberleutnants Tietze in Dienst gestellt. Zum Burenkrieg. Ein Frankfurter Blatt erfährt, es könne auf Grund direkter Nachrichten aus Südafrika feststellen, daß Dewets berühmter Durchbruch nicht am 6. und 7. Februar erfolgt sei, wie Kitcheners Depesche lautet, sondern daß Kitcheners Mißerfolg bereits am 24. Januar in Kapstadt bekannt war und daß am 25. Januar englische Offiziere in Pretoria sich über Kitcheners Pech lustig machten. Kitchener war auch bereits am 29. Januar mit seinem Stabe von dem mißglückten Kesseltreiben nach Pretoria zurückgekehrt. Dewet brach bereits am 24. Januar durch die Einschließung durch, indem er Kitcheners Fighting Scouts angriff, aufrieb und vier Kanonen erbeutete. üpengrische, in bresem areeo ferner=0. liche Hilfe zurückweise. Abg. Schrempf(kons.) sprach sich für den Antrag Arendt aus. Albg. Dr. Spahn(Zentr.) Freilassung der Miß Stone. Nach fünfeinhalbmonatiger Gefangenschaft sind nun die amerikanische Missionarin Miß Ellen Stone und ihre Begleiterin, die Frau des Pastors Zilka, in der Nähe der Stadt Strumitza im türkischen Vilajet Solonichi in Freiheit gesetzt worden. Die Gefangennahme der Miß Stone war am 3. September v. I. bei Diuma=Baba im Vilajet Salonichi erfolgt. Sie befand sich anfangs September mit Frau Zilka, einer jungen Bulgarin von größter Schönheit, auf dem Wege von Samakow nach Salonichi, als sie den Räubern in die Hände fiel. Die Räuber forderten ursprünglich ein Lösegeld in der Höhe von ½ Million Frks. In Amerika wurden, um diese Summe aufzubringen, öffentliche Sammlungen eingeleitet; doch gelang es nur, ungefähr 300000 Frks. zusammenzubringen. Mannigfach waren die Bemühungen, um in Verbindung mit den Räubern zu treten. Sowohl offizielle Persönlichkeiten wie der amerikanische Generalkonsul Dickinson und der russische Agept in Sofia, Bachmetjew, als auch Privatleute, wie der amerikanische Missionar Peel, versuchten es, mit der Bande in Kontakt zu treten und die Freilassung der Gefangenen zu erwirken. Alle diese Bemühungen waren aber vergeblich, denn die Räuber wollten von dem ursprünglich verlangten Lösegeld nichts nachlassen. Im Laufe der Verhandlungen wurde die Rastorin Zilla von einem Kinde entbunden. Es verging wohl keine Woche, in der nicht Meldungen über Miß Stone von der bulgarischtürkischen, Grenze kamen, Berichte, die sich gewöhnlich nachträglich als falsch herausstellten, wie z. B. die Ende Iie Tachicht, austz Miß Sione und ihre Be. hrei Wochen wunde ugsr e w sesen Dor etma wurde endlich gemeldet, daß die Räuber sich herheigslassen,„raun, sich mit dem ihnen angebotenen Lösegeld zurrieben zu. geden. Dies scheint auch in der That der Fall zu sein, und es war wahrscheinlich der Leiter der . Tanischen Mission in Salonichi, dem es schließlich gelang, mit Hulse von Vertrauensmännern der Räuber die Freilassung der Missionarin durchzusetzen. Herforder Kreis=Nachrichten. Mitteilnagen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 28. Februar. □ Kurfürsten=Denkmal. Gestern nachmittag hat bereits eine Vorbesichtigung des Denkmalplatzes seitens einer kleineren Kommission im Beisein des Künstlers, Herrn Wesing, stattgefunden. Ein provisorisches Holzgerüst war aufgestellt. Diese Kommission entschied sich dahin, daß das mit dem Blick auf die Stadt gerichtete Denkmal die Mitte der Insel der beiden Fahrdämme einnehmen soll. Heute nachmittag wird eine weitere Prüfung der Platzfrage erfolgen. *. Für die Vetrikirche sind die Anstreicherarbeiten den Herren Austmann und Schael hier übertragen worden. Mit der Lieferung der beiden Glocken wurde die Glockengießerei Schilling in Apolda(Thüringen) betraut. Eine Glocke ist der reformierten Gemeinde bekanntlich von der Stadt als Geschenk überwiesen worden; diese wird die Mittelglocke bilden. An der Realschule findet am Montag, den 10. März, unter dem Vorsitz des Herrn Direktors Dr. Droysen die Abschlußprüfung statt. Im Silberkranze. Am morgigen Tage sind 25 Jahre verflossen, daß die Eheleute Hermann Heitland und Frau geb. Bitter den Bund fürs Leben schlossen. Auch die auf Stift Berg wohnenden Zigarrenmacher Bibusch'schen Eheleute feiern morgen ihre silberne Hochzeit. Wir gratulieren schon heute den Jubelpaaren zu dieser Feier. *½ Ein Vortrag für Herren findet am nächsten Dienstag, abends 9 Uhr, auf Veranlassung des Naturheilvereins im oberen Saale des Bürgervereins statt. Vortragender ist Herr Wilh. Siegert aus Bremen; derselbe wird über Frauenkrankheiten sprechen. . Zum Burenabend. Die Rednerin, welche in Transvaal geboren ist, war im Verlaufe des südafrikanischen Krieges mit ihren 4 Kindern in ein englisches Konzentrationslager von 3000 Personen geschleppt und daselbst wochenlang festgehalten worden. Wie schon gemeldet, hielt diese Burenfrau auch kürzlich in einer Frauenversammlung in Berlin einen Vortrag. Zur Verschönerung des Abends wird wiederum der Posaunenchor mitwirken und ferner auch der Verein Sängerwarte. Herr Oberlehrer Murken wird die Begrüßungsansprache halten. ** Gewerbeverein. Der gestrige Vortragsabend war nur mäßig besucht. Herr Dr. Hugo Grothe aus Wiesbaden hielt einen sehr interessanten Vortrag über:„Von Konstantinopel ins Herz Kleinasiens auf deutscher Eisenbahn“. Die erschienenen Mitglieder des Vereins hörten den wohldurchdachten Vortrag mit großem Interesse an. Der Redner wußte an Hand sehr klarer Lichtbilder die Zuhörer mit seinem lehrreichen Vortrage sehr zu fesseln; die Schilderung von Land und Leuten Kleinasiens war wohlgelungen. * Der Obst= und Gartenbauverein hält morgen abend 8 Uhr im Vereinshause wieder eine Versammlung ab. □ Theater. Ein Schauspiel Friedrich Gerstäckers: „Der Wilddieb“ geht Sonntag in Szene. Der bekannte Dichter schildert in ergreifenden Szenen, wie der Mensch, durch Leidenschaft verblendet, bis zum Mörder hinabsinken kann. Das Schauspiel hat überall großen Beifall gefunden; es ist spannend bis zum letzten Augenblick.— Der beliebte und gefeierte Held und Liebhaber Herr Oskar Bohnée vom Stadttheater in Köln hat sich bereit erklärt, noch einmal als„Wilhelm Tell“ und zwar am Mittwoch zu gastieren. Seinen hiesigen Verehrern wird diese Nachricht gewiß hoch willkommen sein, ist doch der Tell eine Paraderolle des geschätzten Künstlers.— Sudermanns neuestes Drama„Es lebe das Leben“, hat die Direktion für Herford angekauft und gelangt noch vor Schluß der Saison zur Aufführung. p Stenographie. Man schreibt uns: Der im Restaurant Biermann tagende Gabelsbergersche Stenographenverein wird am 7. März den zweiten Unterrichtskursus für Anfänger beginnen, und verweisen wir bezüglich des Näheren auf das heutige Inserat. Die Gabelsbergersche Stenographie ist das verbreitetste System in Deutschland. Es gehörten dieser Schule am 30. Juni 1901 1765 Vereine mit 67655 stenographiekundigen Mitgliedern an, während innerhalb des letzten Zähljahres 92118 Personen in Anfangskursen unterrichtet wurden. Aus diesen Zahlen geht am besten die große Verbreitung sowie die Vorzüglichkeit dieses stenographischen Systems hervor. ** Die Prüfung zum Güterexpedienten hat jetzt Herr Stationsassistent Brüning hier bestanden. * Für die Burenfrauen und Kinder gingen beim Amt Herford=Hiddenhausen ferner ein: 458,60 Mk. aus Schwarzenmoor, 120 Mk. aus Bermbeck und 18,25 Mk. aus Bustedt. □ Der heutige Viehmarkt war von allen Viehgattungen ziemlich gut beschickt. Der Handel ging im ganzen gut. Tragende Kühe kosteten 220—350 Mk., fette Kühe 100 Pfd. Schlachtgewicht 55—58 Mk., Wurst=Rinder und Bullen 100 Pfd. Schlachtgewicht 45—52 Mk. In Pferden war der Handel wesentlich flotter als am letzten Markt; sehr flott war der Schweinehandel. Es kosteten 6—8 WochenFerkel 20—24 Mk., Stangen und Säue 100—150 Mk. und tragende Schweine 120—200 Mk. Enger, 27. Febr. Landwehr= und Reserve=Verein. Am Sonntag nachmittag 4 Uhr findet wieder eine Monatsversammlung statt. Westerenger, 27. Febr. Einbruchsdiebstahl. In der vergangenen Nacht ist in der Zigarrenfabrik von Engelhardt u. Biermann hier eingebrochen und ist eine Anzahl Zigarren gestohlen worden. estellungen auf die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ werden täglich von allen Briefträgern, den Kaiserlichen Postanstalten, unseren Boten, sowie in unseren Agenturen entgegengenommen. Provinz und Nachbarstaaten. * Bielefeld, 27. Febr. Verschiedenes. Sanitätsrat Dr. Bertelsmann hier ist der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden.— Die nächste Schwurgerichtsperiode beginnt am 17. März. * Rehme, 26. Febr. Tödlicher Sturz. Gestern abend stürzte die Witwe Rahlmeier von einer Leiter und war sofort tot. Der jüngste Sohn, welcher aus dem Theater zu Hause kam, fand seine Mutter nicht im Wohnzimmer und fiel beim Suchen nach ihr über ihre Leiche. Werste, 27. Febr. Freiwillige Feuerwehr. — Zu der gestern abend nach dem Siekmannschen Lokal einberufenen Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr waren sämtliche Mitglieder erschienen. Vor Eintritt in die Versammlung hatten sich noch einige Mitglieder in die Liste eingezeichnet. Es fand zunächst die Wahl des Büreaus statt. Gewählt wurden: als Vorsitzender Herr Wilhelm Nolte, als Protokollführer Herr Wilhelm Siekmann sowie als Beisitzer die Herren Wilhelm Folle und Ferd. Althoff. Sodann wurde in die Erledigung der Tagesordnung, in der Wahl des provisorischen Vorstandes bestehend, engetreten. Der Vorstand besteht danach aus den Herren Heinrich Johanning als Hauptmann, Wilh. Siekmann als stellvertretender Hauptmann, Wilhelm Nolte als Schriftführer, Ferdinand Althoff als Zeugmeister und Wilhelm Folle als Kassierer. Als Vereinslokal wurde das jetzige Versammlungslokal inne behalten. Herr Gastwirt Siekmann hat sich erboten, einen Steigerturm auf seine Rechnung errichten zu lassen, was allseits freudigst begrüßt wird. * K a c k h a u s e n( b. S c h ö t m a r), 2 7. F e b r. E i n w a h r e s Sauglück hat ein hiesiger Einwohner. Er ist im Besitz einer Sau, die bis jetzt die nette Anzahl von 73 gesunden starken Ferkeln geworfen hat Das letzte Mal allein 28 Stück. Bei den hohen Schweinepreisen ein beträchtlicher Gewinn. * Detmold, 27. Febr. Der Landtag hat die Waht des Abgeordneten Wißmann beanstandet. * Moers, 27. Febr. Weil er zwei Kindeder seines Pfarrdorfs der Fürsorg eerziehung übezu 5 wiesen hatte, wurde der Pfarrer des Dorfes Vluye best n Moers von seiner ganzen Gemeinde thätlich angegriffen. Allehrs der Pfarrer in einen entlegenen Außenbezirk seiner Gemeindhun. ritt, rottete sich eine große Wenge zusammen und bombaschaft dierte das Pfarrhaus mit Steinen, weil das gerichtliche Urtefestge bezügl. der Fürsorgeerziehung, das der Pfarrer erwirsand hatte, als ein Unrecht empfunden wurde. Die Men wuchs immer mehr an und erwartete die Rückkehr de Geistlichen, der, als er vor dem demolierten Hause eintra vom Pferde heruntergerissen und zu der in Kräm pfen liegenden Mutter jener beiden Kinder gezerrt wurde. In zwischen erschien die Gendarmerie, befreite den Verwundete Pfarrer aus den Händen der erregten Menge und verhaftet mehrere Personen. Es ist daraufhin eine Verfügung ergangen daß die Kinder vorläufig bei der Mutter bleiben sollen. * Hennef, 27. Febr. Millionärin geworde ist plötzlich die Frau des Tagelöhners Ehrenberg in Stotter beck bei Hennef im Siegkreis. Sie hatte eine Schwester, di jetzt in Paris verstorben ist. Und nunmehr erhielt Fra Ehrenberg von den französischen Behörden die Mitteilung, da sie die Erbin ihrer Schwester sei, welche ein Riesen=Vermöge hinterlassen hat, das auf nicht weniger als fünf Millione Franks geschätzt wird. Das Berlöbnis im strafrechtlichen Sinne. Eir Entscheidung von prinzipieller Bedeutung fällte der 3. Straf senat des Reichsgerichts in der Strafsache gegen de Schlossermeister Alfred Junck, der am 10. Juni d. J. von##l. Landgerichte Bremen wegen Betruges zu Gefängnis verurtei worden ist. Der Angeklagte ist 1898 geschieden und hat sie„ seitdem mehrfach verlobt in der Absicht, materielle Nutzen aus diesen Verhältnissen zu ziehen; auch unter falscher Namen trat er hierbei auf. Die eine Geschädigte, eine ge wisse S., hat das mit ihm eingegangene Verlöbnis für ein wirkliches gehalten und Strafantrag nicht gestellt. Dal u Landgericht hat aber den Angeklagten dennoch verurteilt, wei es annahm, daß das Verlöbnis kein solches war, wie es er forderlich ist, um dem einen Teile das Recht zu gewähret durch Nichtstellung eines Strafantrags die Bestrafung un möglich zu machen.— In seiner Revision bestritt der Ang# d klagte die Richtigkeit dieser Ansicht. Das Reichsgericht### kannte auf Verwerfung der Revision, indem es ausführte: Zur Entscheidung stand die Frage, ob ein Stra antrag der angeblich betrogenen Frauen person erforderlich war. Dieser Strafantrag wür notwendig gewesen sein, wenn es sich um ein Verlöbnis i#= Sinne des Gesetzes gehandelt hätte. Diese Frage war abe zu verneinen, da nach den getroffenen Feststellungen ein Ver löbnis in diesem Sinne nicht vorlag. In der bisherige Rechtsprechung ist im Sinne des Strafgesetzes de Begriff des Verlöbnisses ausschließlich aus dem Stra gesetze selbst interpretiert worden ohne Rücksicht au etwaige positive Bestimmungen der Landesgesetze. Di Frage, ob jetzt, nachdem durch das Bürgerliche Gesetzbuch ei gemeinsames Recht geschaffen ist, die Sache anders liegt, wa zu verneinen. Die Sache liegt heute noch so wie früher, den der Grund, aus dem die Strafsenate in Fällen, wie der vor liegende einer ist, ein Verlöbnis nicht als vorhanden an sehen, gilt noch heute. Er ist ein kriminalpolitischer und de Erwägung entnommen, daß der Schutz, den das Strafgesetz den Verlöbnis angedeihen läßt, z. B. beim Zeugnisverweigerungs recht zur Vermeidung von sittlichen Konflikten, nur dann Plat greifen kann, wenn das Verlöbnis auf einer sittlich einwand freien Grundlage aufgebaut ist; dies gehört zu dem Begriff der Angehörigkeit. Diese ist nur dann gegeben, wenn es sie um ein ernstgemeintes Eheversprechen handel Die Existenz ist dieses ernstlichen Willens entscheidend, nich K wirksamste Insertionsorgan. Die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ ist für den Kreis Herford Sonneck. Roman von Rudolf Elcho. (24. Fortsetzung.)—(Nachdr. verb.) Achtes Kapitel. Othmar war nach einem langen traumlosen Schlaf im Pfarrhause erwacht, als die ersten Strahlen der Wintersonne durch das Fenster fielen. Er sah sich in der einfach, aber sauber und wohnlich gehaltenen Stube mit der Verwunderung eines verwunschenen Prinzen um. Sobald es ihm aber klar wurde, wo er sich befand, sprang er mit gleichen Füßen aus dem Bett, schlüpfte in seine zerlumpten Kleider, wusch sich und ging über die Treppe hinab. Sein Schritt verlangsamte sich, je nayer er der Thüre des Wohnzimmers kam. Scheu und Bangigkeit ergriffen ihn beim Gedanken an die alte Frau mit den strengen Zügen. Schüchtern klopfte er endlich an und als das„Herein!" des Pastors ihm entgegenschallte, gab er sich einen Ruck und trat ein. Er fand Linz und dessen Mütter noch beim Kaffee am Tische sitzen.„Nun, mein Sohn", rief Jener ihm freundlich entgegen,„Du hast lange und hoffentlich auch gut geschlafen. Das begreift sich— nach all' den Gemüthsanstrengungen der letzten Tage. Komm, setz' Dich her zu uns und laß Dir das Frühstück schmecken.“ Er streckte Othmar die Hand entgegen und dieser wünschte ihm und der Greisin einen guten Morgen. Seine Beklemmung wich, als er sah, daß die alte Frau ihm gleichfalls mit freundlicher Miene die Hand entgegenstreckte und ihm dann Kaffee einschenkte, worauf sie das Zimmer verließ. Dem Pfarrer brannte gar manche Frage auf der Seele, um die Motive zu Othmars Umkehr zu erfahren, allein er sagte sich, daß er den scheuen Vogel erst heimisch werden lassen müsse, bevor er ein umfassendes Geständniß erwarten dürfe. Sobald der„verlorene Sohn" sein Frühstück verzehrt hatte, bemerkte Linz: Es ist Dir wohl sauer geworden, die alte Frau im Hunnenkastell zu verlassen?“ Othmar senkte erröthend die Blicke und antwortete erst nach einer Weile in gepreßtem Ton:„Ja, recht schwer!“ Dem Pfarrer genügte vorerst diese Bestätigung seiner Vermuthung, daß der junge Bursche seit seiner Flucht aus Sillach im Schutz der Waldliese gelebt habe, und er dankte ihm lächelnd für sein freundliches Gedenken am Geburtstage. Linz stellte dann mit seinem Zögling eine Prüfung an, um über den Stand seiner Kenntnisse ins Klare zu kommen, und als dies geschehen, bemerkte er:„Bei der Grammatik müssen wir— so unbequem dies auch sein mag— den Hebel ansetzen. Doch vorerst mußt Du neu eingekleidet werden. Darum laß uns jetzt aufs Schloß gehen. Nimm diesen Plaid, er verdeckt Deine Lumpen, und diese Pelzmütze. Wie mir scheint, hast Du eine Kopfbedeckung gar nicht mitgebracht?“ Othmar erhob sich erröthend und verwirrt. Statt des Pastors Frage zu beantworten, sagte er:„Auf's Schloß? Wozu soll ich——“ „Nun, Du mußt doch zuerst die Verzeihung der Gräfin von Wallis erbitten und dann wollen wir betreffs der nöthigen Auschaffungen mit ihr sprechen. Du brauchst Kleider, Schuhe, Bücher und manche andere Dinge, die ich hier bereits auf einem Zettel verzeichnet habe. Dazu ist eine Summe von mindestens dreihündert Mark erforderlich, welche, da der Graf sich in München befindet, seine Frau beim Rentmeister erheben muß.“ Othmar stand einen Augenblick fassungslos da, dann seufzte er tief auf und that einige Schritte nach der Thür zu, bevor sie aber erreicht war, hielt er wieder an und sagte mit kläglicher Miene:„Ich kann es nicht.“ Was kannst Du nicht?“ „Betteln.“ Der Pfarrer schüttelte lächelnd den Kopf, legte ihm dann die Hand mit ermuthigender Geberde auf die Schulter und sagte:„Geh, sei nicht kindisch. Die Summe welche ich für Dich fordere, entfließt doch Deinem Vermögen.“ „Das ist es nicht", versetzte Othmar mit tiefer Beklemmung,„aber ich kann ihr— der Gräfin— nicht unter die Augen treten und— eine Bitte um Vergebung bring' ich nicht über die Lippen.“ „Aber diese Frau ist die Güte selbst. Wie soll es dann werden, wenn der Graf Deine Unterwersung fordert?" 4 „O, den fürcht' ich nicht, der hat mir Unrecht gethan.“ Der Pfarrer rieb sich einen Augenblick nachdenklich das Kinn, dann wandte er sich ab und stieß einen leisen Pfiff aus. Er entnahm seinem Bücherschrank einerurte Band und sagte leichthin:„Gut, dann will ich die An gelegenheit beim Rentmeister ins Reine bringen. Da g ich ja Dein zweiter Vormund bin, kann ich wohl in des. Grafen Abwesenheit die Summe anweisen. Bitte, überst setze unterdessen diesen Abschnitt aus dem Livius. Eirolge lateinisches Lexikon findest Du hier. Er deutete aufnn seinen Schreibtisch und hieß ihn Platz nehmen.,#tre Der Pastor verließ das Zimmer, flüsterte in deuffer Küche heimlich mit seiner Mutter und eilte dann dem L Schloß zu. Auf der Brücke begegnete ihm Gräfiiser Maria im Schlitten. Sie ließ den Kutscher die Rapperr 1. anhalten und fragte den Pastor, ob er Lust habe, miska. ihr nach Sillach zu fahren, sie schulde der Frau Majoi einen Besuch. Linz trat zu ihr hin und sagte leist aber in großer Erregung:„Er ist da und will ein neues Leben beginnen.“ „Wer? Othmar? Wann ist er gekommen?“ Gestern Abend.“(Fortsetzung folgt.)“ ihm die mme Ver# Benicht Ver* : U es rsung nrecht Nr. 2 ndeder Inhalt der abgegebenen Willenserklärung. Außer Betracht übetzu bleiben haben hier die Bestimmungen der Zivilgesetze, die he beft nur dazu bestimmt sind, die Sicherheit des rechtlichen VerAllehrs zu garantieren. Damit hat der Strafrichter nichts zu neindhun. Aehnlich haben die Strafsenate bezüglich der Schwägerdubaschaft erkannt. Das Landgericht hat im vorliegenden Falle Urtefestgestellt, daß es sich nicht um ein ernstgemeintes Eheversprechen rwirdandelte. Daraus konnte###e omtstr#em Men r de intra Kräm In ndete haftet angen rde stotter er, di Fra g, da möge llione. Eir Straf de " vo; urtei at si. rielle tlscher ne ge ür en Da wei es er ährer un Ang #t e te: tra ten würd is i a Ver serige de Stra an Di ch ei wa den F vor n an id der den Plat wand egrift es sie andel nich Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, gestern nachmittag 6 Uhr nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meinen lieben Mann, unsern guten Vater und Grossvater, den Kolon Restaurant„Jägerhof“. Heute, Freitag, den 28. Februar 1902: Grosses ieds-Konzert =Gesellschaft„Humor“ dir. Zimmermann. Oberschelp. scher Verband 'sgruppe Herford. Monatliche Beilage zur Deutschen Vorf=Zeitung. (Herausgeber: Heinrich Sohnrer-Berlin.) 1902. Amtlicher Anzeiger der Königlichen Ansiedelungskommission für die Provinzen Westpreußen und Posen. Aufragen Ansiedelungslustiger über die Ansiedelungsbedingungen, Lage, Preis und Bodenbeschaffenheit der einzelnen Güter, Reifetreg und sonstiges sind zu richten an die „Königliche Ansiedelungskommission zu Posen, die darauf nähere Auskunft erteilt. 44 Amtlicher Teil. A. Die Erleichterungen für den Eigentumserwerb, die dem Käufer einer Ansiedlerstelle von der Königlichen Ansiede’ungskommission gewährt werden, sind folgende: 1. Der Grund und Boden braucht nicht mit Kapital bezahlt zu werden, sondern wird gegen eine jährliche Rente von höchstens 3 pCt. der fiskalischen Selbst osten zu Eigentum überlassen. 2. Zum Aufbau der Gebäude und zur Beschaffung des Inventars soll der Erwerber das festgesetzte Vern ögen selbst besitzen, doch können ihm unter Unständen dazu zinsfreie und erst nach einigen Jahren zu tilgende Darlehen(sogenannte Ergänzungsdarlehen) bis zum Höchstbetrage von ¾ des nachgewiesenen eigenen Vermögens zu einem niedrigen Zinsfuß gewährt werden. In Ausnahmefällen können Darlehne sogar über den Betrag des nachgewiesenen eigenen Vermögens hinaus gegeben werden. 3. Vor der Rentenzallung werden 1 bis 3. Freijahre gewährt. 4. Der zuziehende Ansiedler wird mit seinem Umzugsgute von der nächsten Bahnstation unentgeltlich mit Gutsgespann abgeholt „ und in vorhandenen Gutsgebäuden vorläufig untergebracht. 5. Beim Aufbau und bei der ersten Bestellung hilft die fiskalische Gutsverwaltung ihm, soweit nötig, durch unentgeltliche Gespannleistungen; Baumaterialien, namentlich Ziegelund Feldsteine, werden zu billigem Selbstkostenpreise überlassen. Wer nicht selbst aufbauen will, kann auch fertige Gehöfte " Jegen Zahlung der Selbstkosten übernelmen. 9. Der Ansiedler, der im ersten Jahre wegen des Gehöftbaues noch nicht selbst ernten kann, erhält bis zur ersten Ernte— abgesehen vom Saatgut—. Mund= und Wirtschaftsvorrat für sich, seine Familie und sein Vieh nach den dafür erlassenen näheren Bestimmungen unentgeltlich. Bei Uebernahme der 7 g##en Ernte gelten die bezügl. Vereinbarungen. Auschaffung von Obstbäumen für die neuen Stellen erfolgt Lurch die Ansiedelungskommission unter Uebernahme von 8. 3: dix Kosten. dür Erleichterung der öffentlichen Lasten werden den neuen Wers eergemeinden unentgeltlich Grundstücke überwiesen, deren Som.:"'s zu 5 Prozent der aufgeteilten Gutsfläche beträgt. 64 die Ansiedelungskommission die Erbauung neuer forderl: Schulen aus Anlaß der Besiedelung für erStaate##rachtet, werden die erstmaligen Baukosten vom S. Für den pächter einer Ansiedlerstelle. „K kann das Gehöft für Rechnung des Staates bauen; er erhatt vom Staate die festzusetzenden Baugelder. Nach einer der jedesmaligen Vereinbarung unterliegenden zinsfreien Zeit, hat Pächter einen Pachtpreis zu entrichten, der aus einer geringen Verzinsung der Baukosten und aus dem für das betreffende Gut f. stgesetzten Renten=Zinsfuß vom Bodenwert besteht. Auf Wunsch kann aber der Staat für den Pächter das Gehöft errichten; Verzinsung der Kosten wie vorstehend angegeben. Die Pachtstellen sind in erster Linie für Ansiedelungs= lustige mit nachgewiesener landwirtschaf licher Tüchtigteit und mit kleinem Vermögen(von 1000 Mk. au aufwärts) bestimmt und sollen mit einer durchschnittlichen Flächengröße von 40 bis 60 Morgen zur Auslegung kommen. Näheres enthält die kleine Schrift„Bauernland“ von Heinrich Sohnrey, die das Ausiedelungswesen zutreffend schildert und gegen Einsendung von 10 Pfg. in Briefmarken von dem Ausschuß für Wohlfahrtspflege auf dem Lande, Berlin W., Köthenerstr. 23, zu beziehen ist. Alle sonstigen Anfragen sind zu richten an die Königl. Ansiedelungskommission in Posen(Mühlenstr. 12a). Neue Auslegung. Rittergut Waldau — Kreis Schwetz a.[Weichsel, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen— 611 ha groß, wird jetzt zur Besiedelung in 39 Stellen ausgelegt. Das Gut befindet sich in guter Kultur, der Boden ist als ein guter, rotkleefähiger Roggenboden zu bezeichnen, der sich zum Anbau aller Halm= und Handelsfrüchte, wie Weizen, Gerste und Rüben vortrefflich eignet. Die drainagebedürftigen Flächen sind von der Ansiedelungs=Kommission drainirt worden. Die hierfür entstandenen Kosten brauchen von den Ansiedlern nicht besonders verrentet oder getilgt zu werden. Zur Unterhaltung der Drainage wird eine Drainagegenossenschaft gebildet werden. Die Verkehrslage ist eine sehr günstige. Waldau grenzt unmittelbar an das jetzt ebenfalls zur Besiedelung ausgelegte Ans. Gut Prust, etwa 2 km Chausseeverbindung von der Bahnstation Prust, der Bahnstrecke Bromberg—Dirschau entfernt. Die 6700 Einwohner zählende Kreisstadt Schwetz, in welcher sich eine große Zuckerfabrik befindet, ist auf 18 km Chaussee, aber auch mit der Eisenbahn von Prust über Terespol zu erreichen. Die äußerst verkehrsreiche 50 000 Einwohner zählende Garnisonstadt Bromberg, 25 km Chaussee entfernt, Sitz der Regierung und anderer Behorden, durch Industrie und Handel bedeutend, ist mit der Bahn von Prust aus in einer halben Stunde zu erreichen. Die in Waldau befindliche Brenn=ei soll zu einer Genossenschaftsnklich leisen 5.„„ einerfurteilt. Anl Neue Kämpfe im Burenkriege. London, 28. Febr. Aus der Bemerkung in Kitcheners über Pesche, daß keine Einzelheiten vorliegen, wird hier allgemein Einolgert, daß die Truppen, welche die Eskorte der Privataußnne bildeten, samt zwei Kanonen in die Gewalt der iren gefallen sind. Dieses neue Mißgeschick der britischen t beuffen verursacht allgemeine Verstimmung. dens London, 28. Febr. Die Morgenblätter beklagen sich kräfiiser das Stillschweigen der Regierung bezüglich abpeis, letzten schweren englischen Niederlagen in Südmiska Najoi neu Verantwortlicher Reda kteur: Paul Sattler, für den Inseratenteil ver antwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, (Redan###—. sämtlich in Herford. gr.) daktion und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) I-Versammlung* März, nachmittags 4½ Uhr, im ile des Schützenhauses. einer Burenfrau im Burenlager und des Herrn chowalter aus Berlin. tsgeld 30 Pfg. verkauf sind für 25 Pfg. zu haben khoff, Dinklage, Wessel und im g ist für die notleidenden Frauen uren bestimmt. Der Vorstand. wir rhof“ inger 3035 5 Kärz, r des wiedeSteno= deutDie e sind Herrn 5975 nd. von 10 Erb. hen it alt. 54 mme. 385 athor. iserer Teues Anungs085 Stadttheater in Herford. Bürger-Verein. Direktion: Josef Zwenger. Sonntag, 2. März 1902: Zum ersten Male: Der Wilddieb. Schauspiel in 5 Akten von Friedrich Gerstäcker. Preise der Plätze wie bekannt. Musik von der Kapelle des Herrn Düngel. Kassenöffnung 7 Uhr. 5995. Anfang 8 Uhr. In Vorbereitung: Unwiderruflich letztes Gastspiel des berühmten 1. Helden und Liebhabers Herrn Oscar Bohnée Ritter v.). vom Stadttheater in Köln Wilhelm Tell. Ferner: Sudermanns neuestes sensationelles Werk: Novität! Novität! Es lebe das Leben. Die Direktion. Bürgervereinigung. Montag, 3. März 1902, abends 9 Uhr: Monats=Versammlung im Saale des Bürgervereins. Tagesordnung: I. Besprechung der Vorgänge in der Wahlvorversammlung bei Aecker. 6075 2. Besprechung über Echebung der Miete für Gas= und Wasseruhren. 3. Besprechung über Kanalabgaben. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden sämtliche Mitbürger, namentlich die Herren Hausbesitzer ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. Vor der Hauptversammlung um 8½ Uhr: Sitzung des Vorstandes. *„Ner, Torihefe billigen Preisen zu kaufen. Fr. Simon Ecke Brüderstraße. 6055 Halbverdeck, u sehr leicht, elegant gebaut, wenig gebraucht, I billig zu verkaufen. Wo sagt die Exped. der Zeitung unter Nr. 536b. er 9 Für Kunstfreunde! Aus der Konkursmasse des verstorbenen Herrn Heinrich Schulz zu Herford habe ich eine Reihe wertvoller 2c. zu verkaufen. 5875 Die Gegenstände sind im Schaufenster des Herrn Hermann Ellerbusch am Alten Markte ausgestellt. Eine von sachverständiger Seite aufgestellte Taxe kann auf meinem Bureau eingesehen werden. Der Konkursverwalter: Lümkemann, Rechtsanwalt u. Notar in Herford, Alter Markt 11. Die„Herforder 3 (24. Fortsetzung.) Sonneck Roman von Rudolf C Herforder Kreis=Nachrichten. Mitteilnagen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 28. Februar. Kurfürsten=Denkmal. Gestern nachmittag hat bereits eine Vorbesichtigung des Denkmalplatzes seitens einer kleineren Kommission im Beisein des Künstlers Herrn Wefina, stattgefunden. Ein provisorisches Holzge Diese Kommission entschied sich dahin,d auf die Stadt gerichtete Denkmal die! beiden Fahrdämme einnehmen soll. H eine weitere Prüfung der Platzfrage erft *. Für die Petrikirche sind den Herren Austmann und Schael hier Mit der Lieferung der beiden Glocken gießerei Schilling in Apolda(Thüringen) ist der reformierten Gemeinde bekanntlich Geschenk überwiesen worden; diese wird An der Realschule findet März, unter dem Vorsitz des Herrn T die Abschlußprüfung statt. Im Silberkranze. Am 25 Jahre verflossen, daß die Eheleute und Frau geb. Bitter den Bund fürs die auf Stift Berg wohnenden Zigarrent Eheleute feiern morgen ihre silberne Hoc schon heute den Jubelpaaren zu dieser *½ Ein Vortrag für Herren Dienstag, abends 9 Uhr, auf Veranl heilvereins im oberen Saale des Vortragender ist Herr Wilh. Siegert wird über Frauenkrankheiten sprechen. . Zum Burenabend. Die Transvaal geboren ist, war im Verlau Krieges mit ihren 4 Kindern in ein eng lager von 3000 Personen geschleppt un festgehalten worden. Wie schon gemeld frau auch kürzlich in einer Frauenversam Vortrag. Zur Verschönerung des Abent Posaunenchor mitwirken und fern Sängerwarte. Herr Oberlehrer#2 grüßungsansprache halten. ** Gewerbeverein. Der gestri nur mäßig besucht. Herr Dr. Hugo( hielt einen sehr interessanten Vortrag über ins Herz Kleinasiens auf deutscher C schienenen Mitglieder des Vereins hörten Vortrag mit großem Interesse an. De Hand sehr klarer Lichtbilder die Zuhö reichen Vortrage sehr zu fesseln; die S und Leuten Kleinasiens war wohlgelung * Der Obst= und Gartenbai abend 8 Uhr im Vereinshause wieder □ Theater. Ein Schauspiel „Der Wilddieb“ geht Sonntag in Dichter schildert in ergreifenden Szendurch Leidenschaft verblendet, bis zur kann. Das Schauspiel hat überall gro es ist spannend bis zum letzten Augenb und gefeierte Held und Liebhaber He vom Stadttheater in Köln hat sich berei als„Wilhelm Tell“ und zwar am Seinen hiesigen Verehrern wird diese willkommen sein, ist doch der Tell ein schätzten Künstlers.— Sudermanns neue das Leben“, hat die Direktion für gelangt noch vor Schluß der Saison zu p Stenographie. Man schrei staurant Biermann tagende Gabelsber verein wird am 7. März den zweiten U für Anfänger beginnen, und verwei Näheren auf das heutige Inserat. Die C graphie ist das verbreitetste System in Deutschland. Es gehörten dieser Schule am 30. Juni 1901 1765 Vereine mit 67655 stenographiekundigen Mitgliedern an, während inner halb des letzten Zähljahres 92118 Personen in Anfangskursen unterrichtet wurden. Aus diesen Zahlen geht am besten die große Verbreitung sowie die Vorzüglichkeit dieses stenographischen Systems hervor. der * Moers, 27. Febr. Weil er zwei Kinde seines Pfarrdorfs der Fürsorgeerziehung überzu bi wiesen hatte, wurde der Pfarrer des Dorfes Vluye beost n Moers von seiner ganzen Gemeinde thätlich angegriffen. Alkkehrs der Pfarrer in einen entlegenen Außenbezirk seiner Gemeindthun. ritt, rottete sich eine große Wenge zusammen und bombarschaft dierte das Pfarrhaus mit Steinen, weil das gerichtliche Urteffestge hezital der Fürsorgeerziebung, das der Pfarrer erwirkhande brennerei m. b. H. oder Gesellschafsbrennerei m. b. H. eingerichtet werden, welcher die Ansiedler als Mitglieder beizutreten haben. In dem 2 knentfernten Prust befindet sich eine fiskalische Dampfziegelei, auf der ebenfalls 2 km entfernten Ansiedelung Bachlinr eine Genossenschaftsmolkerei m. b. H. Waldau ist zur evangelischen Kirche in Schirotzken, 8 km entfernt, eingepfarrt. Es ist jedoch in Aussicht genommen für die u., Zusammenhange liegenden Ansiedelungen Prust, Waldau, Brachlin, Friedrichsdank und Topolno ein neues evangelisches Kirchspiel mit neuer Kirche und Pfarre in Waldau selbst zu errichten. Waldau ist gegenwärtig zu der zweiklassigen Schule in Rasmushausen eingeschult, erhält aber selbst eine evangelische Schule. Anmerkung. Die mit Gebäuden besetzten Stellen sind einstweilen nicht begebbar. Die Erwerber von Ansiedlerstellen ohne Gebäude erhalten drei, diejenigen, welche Stellen mit Gebäuden erworben haben, eins bis zwei Freijahre. Einige Siellen werden unwesentlich verändert werden, weil ein neuer Weg gebaut ist. Reisekosten=Uebersicht. Es kostet die Fahrt nach der Station Prust: Stettin über Krenz=Schneidemühl-Bromberg Frankfurt a. O.„„„„ Berlin„„ Magdeburg„„„ Halle a. S. Hannover„„„„„ Minden„„„„ Hamburg„„„„ 3. Kl. 11,90 Mk. 12.40„ 14,40„ 20,10„ 20,90„ 25,00„ 27.50 25,90„ 4. Kl. 6,00 Mk. 6.20„ T.2„ 10.10" 10.50„ 12 50„ 13,60 13,00 Bei Benutzung der 3. Wagenklasse sind auf weitere Strecken Rückfahrkarten von mehrägiger Gültigkeit in Gebrauch, wodurch sich die Kosten noch erheblich ermäßigen. Anfragen an die fiskalische Gutsverwaltung Prust, Kreis Schwetz, Westpr., oder an die Königliche Ansiedelungskommission in Posen. Besichtigung des Gutes jederzeit möglich. Vorherige Mitteilung an den Gutsverwalter erwünscht, damit Kauflustige vom Bahnhof mit Gutsgespann abgeyolt werden können. Auf dem Wege vom Bahnhof Prust nach Waldau empfiehlt es sich für Kauflustige bei ihrer Anwesenheit auch die Besiedelung von Prust zu besichtigen. Jur Besiedelung Achtes Kapitel. Othmar war nach einem langen im Pfarrhause erwacht, als die e Wintersonne durch das Fenster fielen einfach, aber sauber und wohnlich g der Verwunderung eines verwunsc Sobald es ihm aber klar wurde, sprang er mit gleichen Füßen aus in seine zerlumpten Kleider, wusch die Treppe hinab. Sein Schritt## näher er der Thüre des Wohnzin und Bangigkeit ergriffen ihn beim alte Frau mit den strengen Zügen. er endlich an und als das„Herein".ns uum entgegenschallte, gab er sich einen Ruck und trat ein. Er fand Linz und dessen Mutter noch beim Kaffee am Tische sitzen.„Nun, mein Sohn", rief Jener ihm freundlich entgegen,„Du hast lange und hoffentlich auch gut geschlafen. Das begreift sich— nach all' den Gemüthsanstrengungen der letzten Tage. Komm, setz' Dich her zu uns und laß Dir das Frühstück schmecken.“ Er streckte Othmar die Hand entgegen und dieser wünschte ihm und der Greisin einen guten Morgen. Seine Beklemmung wich, als er sah, daß die alte Frau ihm gleichfalls mit freundlicher Miene die Hand entgegenstreckte und ihm dann Kaffee einschenkte, worauf sie das Zimmer verließ. Dem Pfarrer brannte gar manche Frage auf der Seele, um die Motive zu Othmars Umkehr zu erfahren, allein er sagte sich, daß er den scheuen Vogel erst heimisch werden lassen müsse, bevor er ein umfassendes Geständniß erwarten dürfe. Sobald der„verlorene Sohn" sein Frühstück verzehrt hatte, bemerkte Linz: Es liegen zur Zeit im ganzen 70 Güter mit 1800 Stellen aus die größtenteils sofort, zum Teil erst dann abgebbar sind, wenn die Gebäude für den Betrieb der Gutswirtschaft entbehrlich werden. Eine größere Anzahl von Stellen ist noch verkäuflich auf folgenden Gütern(die eingeklammerten Worte hinter den Gutsnamen bedeuten den Kreis, in dem das Gut liegt— die folgende Zahl die Gesamtgröße des Gutes in da— 4 Morgen): (Fortsetzung). 36. Trzebin(Koschmin) 1700 Morgen, 27 Stellen, davon noch unbegeben 25 Stellen. Acker drainirt, in guter Kultur, fast durchweg Gersten=, Rüben= und Weizenboden, rothklee, fähig, Rest guter Roggen= und Kartoffelboden. Verkehrs lage günstig, nächste Eisenbahnstation Dobrzyca, zugleich 37. 38. Kirchort, 4 kn entfernt. Neue Schule wird auf Staatskosten errichtet werden. Bachwitz(Bromberg) 1950 Morgen, 2s neu ausgelegte Stellen, davon noch unbegeben 25. Acker drainirt, ist ein ertragssicherer Mittelboden, der sich in guter Kultur befindet. Wiesenverhältniß äußerst günstig. Die auf dem Gute vorhandene große Brennerei soll den Ansiedlern als Genossenschaftsbrennerei überlassen werden. Kirchen= und Schulverhältnisse geregelt. Kullig(Loebau) 1650 Morgen, 23 neu ausgelegte Stellen. Acker in guter Kultur. Gut liegt am Welle=Flüßchen und besitzt im Welle=Thale schöne Wiesen. Verkehrslage recht günstig, da nur 2 km Chaussee von der nächsten Eisenbahnstation Zajonskowo entfernt. Kirchen= und Schulverhältnisse geregelt. 39. Kryzszkowo(Posen=West) neu ausgelegt in 5 Ansiedler= stellen, wovon 2 vergeben sind. Acker geeignet zum Anban aller hier landesüblichen Feldfrüchte. Verkehrslage sehr gut; nächste Eisenbahnstation Rokietnier 2 km, von wo aus die 120000 Einwohner zählende Provinzialhauptstadt Posen in kaum ½ Stunde erreichbar ist. Kirchen= und Schulverhältnisse geregelt. 40. Jelitow=Rombschin(Adelnau), 970 ha. 51 Stellen, 41 Stellen verkauft. Acker im Durchschnitt kleefähig, zum größten Teil zum Weizen= und Rübenbau geeignet. Nächste Eisenbahnstationen Bieniew und Ostrowo. In nur 2 km Entfernung liegt das Städtchen Raschkow, woselbst eine große evangelische Kirche errichtet wird. Wiesen ausreichend und von guter Beschaffenheit vorhanden; Berkehrslage günstig, da Chausseen und in geringer Entfernung Eisenbahnverbindung vorhanden. Nach der größeren Kreis= und Garnisonstadt Ostrowo 5 km. 11000 Einwohner. Brennerei und Molkerei ganz in der Nähe vorhanden. 41. Orzeskowo(Schroda) in 20 Stellen ausgelegt. Davon 11 Stellen verkauft. 8 kn von der Haltestelle Nekla entfernt, grenzt an das fast ganz besiedelte Gut Dominowo. Der Acker ist durchweg kleefähig und von guter Beschaffenheit. Feldsteine, Ziegel usw. genügend am Ort. Nur wenige Stellen sind noch abzugeben auf folgenden fast fertig besiedelten Gütern: Alswede(Schroda) 1 Stelle, Ulanowo (Gnesen) 2 Stellen, Wilcza(Jarotschin) 3 Stellen, Dominowo (Schroda) 4 Stellen, Miloslawitz(Wongrowitz) 1 Stelle, Ziemnitz Stellen, Gorg(Posen West) 3 Stellen, B (Kosten) 5 Stellen, Gorg(Posen West) 3 Stellen, Branitz(Schwetz) 5 Stellen, Oschnau(Znin) 4 Stellen, Laskirch=Gontsch=Hohenau (Znin) 3 Stellen, Rynsk(Briesen) 6 Stellen, Branitz(Schwetz) 6 Stellen. In Zwolno, Kreis Schrimm, einer nicht ganz 300 Einwohner zählenden, in der Nähe der Städtchens Santomischel liegenden Gemeinde, ist ein 33,84 ha großes Grundstück mit Gastwirtschaft und Ziegelei, sofort freihändig zu verkaufen. Der Acker besteht aus Boden 5., 6. und 7. Bonitirungsklasse. An Gebäuden sind vorhanden: 2 Wohnhäuser, 3 Ställe, 1 Scheune. Evangelische Schule am Orte. Preisfor der ung: 45000 Mk. Nähere Auskunft erteilt der Herr Kreislandrat zu Schrimm. Für Kauflustige, die sofort ein hotel in einer mittleren Stadt übernehmen wollen. In Borek, Kr. Koschmin, Reg.=Bez. Posen, ist ein Hotel— schöne Gast= und Fremdenzimmer— verbunden mit Ausschank und Kolonialwaaren=Geschäft Familienverhältnisse wegen sofort verkäuflich. Kauflustige wollen sich an den Kgl. Herrn Landrat in Koschuin oder den Hotelbesitzer Herrn Raetzler in Borek wenden. Der Kaufpreis beträgt 45000 Mk., Anzahlung 15000 Mk. Krugverpachtung. Die Krugwirtschaft auf dem im Kreise Strelno belegenen, 6 kn von der nächsten Eisenhahnstation Kruschwitz und 15 ku von der Kreisstadt Strelno entfernten Ansiedelungsgute Racice soll vom 1. Juli 1902 auf 6 Jahre bis zum 30. Juni 1908 meistbietend verpachtet werden. währung. 1 Mindestpachtgebot 1230 Mk.. Die Zeit von der Ertheilung des Zuschlages bis 1. Juli 1903 wird für ein volles Pachtjahr und Insertionskosten hat gerechnet. Die entstandenen Porto sächter zu tragen. Nachzuweisendes Vermögen rd. 5500 Mk., wovon 1800 bezw. 2200 Mk. in Wirtschafts= bezw. Kruginventar nachgewiesen werden können. Genauere Auskunft erteilt die fiskalische Gutsverwaltung Narice, Post Kruschwitz. Die näheren Pachtbedingungen können von geg Köl des Ern ack dem Bur gela scha geko Krei Fan bem siedl kom mit stück S teut Zuh gan bei lust ihre am Lan perr und mit Anf vort and mög eini arbe 8 g wor sich halt die Sta beit wer und nun billi Aald ein 2 3 möc über als 5½ here Lan in scha 6¼ von hier ied on teh die ehl ##ar Statt „Auf's scheint, hast Du eine Kopfbebeckung gar nicht uirgebracht?“ Othmar erhob sich erröthend und verwirrt. des Pastors Frage zu beantworten, sagte er: Schloß? Wozu soll ich——“ „Nun, Du mußt doch zuerst die Verzeihung der Gräfin von Wallis erbitten und dann wollen wir betreffs der nöthigen Auschaffungen mit ihr sprechen. Du brauchst Kleider, Schuhe, Bücher und manche andere Dinge, die ich hier bereits auf einem Zettel verzeichnet habe. Dazu ist eine Summe von mindestens dreihundert Mark erforderlich, welche, da der Graf sich in München befindet, seine Frau beim Rentmeister erheben muß.“ Othmar stand einen Augenblick fassungslos da, dann seufzte er tief auf und that einige Schritte nach der Thür zu, bevor sie aber erreicht war, hielt er wieder an und sagte mit kläglicher Miene:„Ich kann es nicht.“ Was kannst Du nicht?“ Pfff uns. Er entnahm seinem Bücherschrau=einenkurt Band und sagte leichthin:„Gut, dann will ich die Angelegenheit beim Rentmeister ins Reine bringen. Das ich ja Dein zweiter Vormund bin, kann ich wohl in desl.. Grafen Abwesenheit die Summe anweisen. Bitte, übere setze unterdessen diesen Abschnitt aus dem Livius. Einfolg lateinisches Lexikon findest Du hier. Er deutete außnn seinen Schreibtisch und hieß ihn Platz nehmen... Pre Der Pastor verließ das Zimmer, flüsterte in deräffe Küche heimlich mit seiner Mutter und eilte dann dem Schloß zu. Auf der Brücke begegnete ihm Gräfinser Maria im Schlitten. Sie ließ den Kutscher die Rappenser#1 anhalten und fragte den Pastor, ob er Lust habe, mittika. ihr nach Sillach zu fahren, sie schulde der Frau Majou einen Besuch. Linz trat zu ihr hin und sagte leise, aber in großer Erregung:„Er ist da und will ein neues Leben beginnen.“ „Wer? Othmar? Wann ist er gekommen?“ „Gestern Abend."(Fortsetzung (Re deider Inhalt der abgegebenen Willenserklärung. Außer Betracht berzu bleiben haben hier die Bestimmungen der Zivilgesetze, die e beoft nur dazu bestimmt sind, die Sicherheit des rechtlichen VerAlkehrs zu garantieren. Damit hat der Strafrichter nichts zu eindthun. Aehnlich haben die Strafsenate bezüglich der Schwägerubarschaft erkannt. Das Landgericht hat im vorliegenden Falle Urteifestgestellt, daß es sich nicht um ein ernstgemeintes Eheversprechen zwirkhandelte. Darans konnte an ze Rechtsirrt m gefolgert werden en don ihr oder der Königlichen Ansiedelungs=Kommission zu Posen gegen 50 Pfg. in Briefmarken bezogen werden. Bewerbungsgesuche sind bis, zum 15. Mai 1902 an die Königliche Ausiedelungs=Kommission, zu Posen unter Angabe des Fachtgebotes einzusenden. Der Zuschlag erfolgt nach dem Ermessen des Präsidenten der Königl. Ansiedelungs=Kommission. gte in be n ils 10 en nd cht err ai hr us en ex41 in ste km se nd da n dt rei 11 nt. er it. ist 0 S0 itz 6) al t) er eir ift se. U. nd ch. in nichtamtlicher Teil. *r Oir oll nd se. 1 in5 far Nk. sen n en pfälzer. Aus Baiern sind bis jetzt verhältnismäßig wenig Ansiedler nach Westpreußen=Posen gekommen, sei es nun, daß die Furcht vor dem Mangel an Trinkbarem, oder daß andere Vorurteile diese Zurückhaltung bewirkten. Die Wenigen aber, die sich bei uns niedergelassen haben, sind keineswegs enttäuscht, sondern befinden sich wirtschaftlich sehr wohl und vermissen nichts. Von diesen aus Baiern gekommenen Ansiedlern stammen die Meisten aus den fränkischen Kreisen; Mittelfranken, Ober= und Unterfranken, aber auch mehrere Jamilien aus der gesegneten, schönen Rheinpfalz, und es ist gewiß bemerkenswert, daß gerade diese Pfälzer hier im Osten als Ansiedler ganz besonders zufrieden sind und besonders gut voran kommen. Sie hatten eben zuhause, in der Pfalz, enge Verhältnisse mit sehr hohen Boden= und Pachtpreisen, mit kleinem, sehr zerstückelten Grundbesitz, wo sie nur bei großer Arbeitsamkeit und Sparsamkeit sich erhalten konnten; größeres Vermögen auf so kleinem, teurem Besitze zu erwerben, ist wohl den meisten jener Kleingütler Zuhause versagt, Nun kommen solche Leute auf die schönen, großen, sanz arrondirten Ansiederstellen, wo ihnen die erdenklichste Hülfe bei der Niederlassung zuteil wiro, wo sie ganz nach Herzenslust sich einrichten und wirtschafteu können; behalten sie da nur ihre gewohnte Betriebsamkeit einigermaßen bei, so kann es gar nicht am guten Gelingen fehlen. Denn die Pfälzer sind sehr tüchtige Tandwirte, die in der Viehzucht, im Feldbau, in der Kunstdüngerverwendung, und auch im Genossenschaftswesen gut Bescheid wissen Und überall mit fortschreiten. Vermögen bringen sie nicht eben viel Mit; das ist aber auch gar nicht so notwendig, denn hier bei der Ansiedlung kann auch ein Geringbemittelter noch recht gut an= und vorankommen, wenn er nur fleißig und tüchtig ist Vor zwei Jahren ist ein Pfälzer, der jetzt die Tochter eines andern pfälzischen Ansiedlers geheiratet hat, mit 1300 Mark Vermögen auf das Ansiedelungsgut D. gekommen, hat da zunächst einige Zeit, um sich die Sache erst anzusehen, in Tagelohn mitgegrbeitet, und sich dann eine kleine, aber sehr gute Landstelle von § Morgen(etwa 7 bair. Tagw.) gegen Rente zu Eigentum erworben. Das Land— wie erwähnt von sehr guter Beschaffenheit — kostet ihm p. Morg. 8,50 Mark Jahresrente(ca. 11 Mark p. K ogewerk); es ist also nun sein Eigentum und er wird, sobald er ich noch mehr gespart hat, ein Zulagestück zum gleichen Preise erAalten, so daß ihn die Stelle sicher nährt und beschäftigt, auch wenn die üblichen 7 Kinder kommen. Zum Wohnhaus mit eingebautem Stall hat dieser kleine Pfälzer sich vom Gute eines der alten ArOelterhäuser, das auf seinem Lande stand und eigentlich weggerissen (berden sollte, für 250 Mark(zweihundertundfünfzig Mark) gekauft sich da ganz nett und wohnlich eingerichtet. Er muß sich aber hin; roch einen neuen Stall bauen, und weil er hierzu Geld zu g. 1gem Zins(ein sogenanntes Ergänzungsdarlehen) von der Kgl. Elliedelungskommission bekommen soll, wurde sein ganzes Besitztum ein## durch einen Sachverständigen genau taxirt: Da ergab sich L°0 Taxwort von nahezu 3000 Mark. Der Mann hat also in den Jahren seines Hierseins als Ansiedler sein mitgebrachtes Verzi ben von 1300 Mark mehr als verdoppelt! Er ist aber auch Taus fleißig,— wie er das wohl auch in der Pfalz sein mußte, 51/“ dort ein Pachtgeld von 60 Mark vom Tagewerk, also das Der hiesigen Reute, und noch dazu von leichterem Boden erz Schwiegervater des kleinen Ansiedlers, von dem ich eben German## mit 7000 Mark Vermögen aus der Gegend von Lands!““ in der Rheinpfalz; er hat sich hier eine stattliche in einem 8½ gezeichneten Bodens: 60 Morgen(45 bair. Tagw.) schaftet„ luck erworben, sich einen schönen Hof gebaut und wirt6¼ Mar“ seinen Familien=Angehörigen vortrefflich. Er zahlt nur von seinem Jehresrente pro Morgen(rd. 8,75 Mark v. b. Tagw.) hier mit i5, Eicentum, und er, wie seine Angehörigen erklären sich m Besitz und mit den Verhältnissen durchaus zufrieden. jedler do? ungünstigen Jahres haben die beiden erwähnten Anondere ist di. 2 1901 eine ganz leidliche Ernte gemacht, insbeteht so ausgeze##* prachtvoll gerathen. Die heurige Wintersaat i Stellen ein"" daß— wenn nicht grade alles schief geht— „### ist in 5g reiche Ernte haben werden. Alles Land, was dazu nache einen 411ig hergerichtetem Stande und die Wirtschaften sachen einen guten Eindruck. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, gestern nachmittag 6 Uhr nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meinen lieben Mann, unsern guten Vater und Grossvater, den Kolon Restaurant *c4 Es wäre zu wünschen, daß aus den dicht bevölkerten, hochkultivierten Gegenden der Pfalz sich noch mehr Leute von der Art, wie sie geschildert wurden, in der Ostmark ansiedeln möchten. Sie sollten sich hier wenigstens einmal umsehen, bevor sie nach Amerika odr sonst wohin in überseeische Länder auswandern. Die Reise kommt ja nicht gar so theuer, insbesondere nicht, wenn sie in größerer Gesellschaft gemacht wird. Die Besichtigung der Güter wird auf vorherige Anfrage gern gestattet, und die kgl. Ansiedelungskommission in Posen sorgt auf Wunsch auch dafür, daß die Besichtigenden freie Fahrt von der Station in Posen auf die Güter, und freie Verköstigung und Unterkunft durch die Gutsverwaltungen erhalten. Aber zuvor anmelden!— „Jägerhof“ Heute, Freitag, den 28. Februar 1902: Grosses jeds-Konzert =Gesellschaft„„Humor““ dir. Zimmermann. Liebzehn. Seine Majestät der Kaiser hat kürzlich bei dem siebenten Sohn eines Ansiedlers die Patenstelle angenommen und demselben auch ein ansehnliches Pathengeschenk gegeben. Der Vater des Glückskindes hat den Beweis kaiserlicher Huld und Gnade auch wohl verdient; denn einmal ist's ein braver alter Soldat, der sich aus seinem früheren Zivilstande als Gutsschäfer durch seiner Hände Arbeit auf eine schöne Landstelle von 62 preuß. Morgen ehrlich herauf gewirtschaftet hal,— und dann hat der Mann unser liebes deutsches Vaterland eigentlich nicht nur um 7, sondern um 17 neue Bewöhner vermehrt! Von der ersten Frau gab es 10, davon leben aber nur noch 6; von der zweiten Frau sinds 7, lauter Buben und alle gesund. Die Nachbarn zerbrechen sich heute schon den Kopf, wer nun beim nächsten usw. Pathe stehen soll; unter 2 Dutzend geht das bestimmt nicht ab. Der Kindersegen ist bei unseren Ausiedlerfamilien überhaupt sehr erfreulich und die Kinder gedeihen allesamt prächtig, besonders die Mädchen; bei den Jungen ist die Klage, daß sie in der Schule etwas begriffsstützig sind, dafür aber sind sie um so gesünder und stärker, müssen sie doch auch von frühester Kindheit an zuhause tüchtig mit arbeiten. Arbeit und Brot macht die Wangen rot; an beiden fehlt es einem Ansiedler wohl niemals. Die älteren Ansiedlergemeinden gedeihen in jeder Beziehung recht gut. Zwar das letzte Mißjahr hat viele, die noch nicht so recht fest standen, in Verlegenheit gebracht. Aber ist das im alten Lande nicht grade so; hat das dürre Jahr 1893 in Süddeutschland nicht etwa eben soviel geschadet, und vom Staate nicht ebensoviel Beihülfen für den dortigen altansässigen Bauernstand gefordert, als das Notjahr 1901 in der Ostmark? Zudem sind hier im vorigen Jahr doch nicht alle Gegenden so hart betroffen worden, und die älteren Siedelungen wissen sich im Allgemeinen zwar schwer, aber doch leidlich über den Mangel hinweg zuhelfen. Entwertei ist Grund und Boden der älteren Siedelungen gewiß nicht. In eben der Gemeinde, wo Kaisers Pate wohnt, hat ein größerer westfälischer Ansiedler neulich wieder fünfzig Morgen Land von einem Polen zugekaust; kostete der Morgen 300 Mark, das ist genau das Doppelte von dem, was der Ansiedler selbst seit 10 Jahren für sein Land der kgl. Ansiedelungskommission verrentet. Der Mann hat einen sehr schönen Hof und wirtschaftet gut; die Haupteinnahme bringt ihm seine vorzügliche Schweinezucht. Das Rezept dazu hat er sich von dem weitbekannten Schweinczüchter Nacke in Brake, Westfalen, wo er gelernt hat, mitgebracht; es lautet: Verständuis, Sorgfalt und Selberthun. Letzteres ist die Haupsache. Ein kleineres Gehöft in dem besagten Kaiserspathendorf gibt so recht den Beweis, was eigene Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit in der Ansiedelung vermögen. Es gehört einem alten Ehepaar aus Lithauen, natürlich Deutschen. Er hatte sich als Herrschaftskutscher, sie hatte sich auch in dienender Stellung etwas erspart, zusammen so gegen dreitausend Mark, die Frucht vieler Jahre ehrlicher Arbeit. Damit übernahmen sie eine ganz kleine Stelle und bauten selbst auf; buchstäblich selbst, denn alles was an Gebäuden auf der Stelle steht— Wohnhaus, Scheune, Ställe und Schuppen— haben die Leute mit Hülfe einiger Tagelöhner sich eigenhändig gebaut, vom Keller bis zum Schornstein und von der Tenne bis zum Firste. Der Mann, dem eine große natürliche Begabung für alle Handfertigkeiten eigen ist, hat im Hause die Dielen selbst gelegt, die Oefen selbst gesetzt, die Zimmer hübsch tapeziert— ja„tapeziert", ohne Nasenrümpfen; er macht sich sene Pferde= und Ochsengeschirre selbst, hat sich aus zwei Feldsteinen und alten Triebrädern eine famose Schrotmühle gebaut; kurz fast alles, was man sieht, hat der Alte selbst„zusammengebastelt", wie seine Alte sagt. Es ist aber alles gut und richtig, und ist eine saubere, ordentliche Wirtschaft. Jetzt gehören dazu 32 Morgen eigenes Rentenland; nicht viel, aber gut im Stande und sehr ertragreich: es hat sich auf der Stelle auch Mergel gefunden und der alte Lithauer, der das von zuhause her kannte, mergelte nach und nach sein ganzes Land. Das hat Beiden, dem Lande und seinem Besitzer, große Vorteile gebracht; ich glaube, daß Letzterer nun seine Stelle mit keiner anderen im Dorfe tauschen möchte. H. Oberschelp. tscher Verband tsgruppe Herford. i-Versammlung* März, nachmittags 4½ Uhr, im ale des Schützenhauses. einer Burenfrau im Burenlager und des Herrn chowalter aus Berlin. eld 30 Tfg.— verkauf sind für 25 Pfg. zu haben ckhoff, Dinklage, Wessel und im gist für die notleidenden Frauen uren bestimmt. Vorstand. n wir erhof“ änger3035 8 Närz, er des wiede18 StenodeutDie erricht ste sind Herrn 5975 and. eat alt. 5540 eamme. 0 unthor. unserer Neues er Anlungs6085 Stadttheater in Herford. Bürger-Verein. Direktion: Josef Zwenger. Sonntag, 2. März 1902: Zum ersten Male: Der Wilddieß. Schauspiel in 5 Akten von Friedrich Gerstäcker. Preise der Plätze wie bekannt. Musik von der Kapelle des Herrn Düngel. Kassenöffnung 7 Uhr. 5995.. Anfang 8 Uhr. In Vorbereitung: Unwiderruflich letztes Gastspiel des berühmten 1. Helden und Liebhabers Herrn Oscar Bohnée Ritter p.). vom Stadttheater in Köln Ferner: Sudermanns neuestes ensationelles Werk: Novität!. Novität! lebe das Leben. Die Direktion. Bürgervereinigung. Montag, 3. März 1908, abends 9 Uhr: Monats=Versammlung im Saale des Bürgervereins. Tagesordnung: 1. Besprechung der Vorgänge in der Wahlvorversammlung bei Aecker. 6075 2. Besprechung über Echebung der Miete für Gas= und Wasseruhren. 3. Besprechung über Kanalavgaben. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden sämtliche Mitbürger, namentlich die Herren Hausbesitzer ganz besonders eingeladen. . Der Vorstand. Vor der Hauptversammlung um 8½ Uhr: Sitzung des Vorstandes. Neue Kämpfe im Burenkriege eilleneurteilt. Andes„London, 28. Fedr.„Aus der Bemerkur, in Kitcheners übers(Pesche, daß keine Einzelheiten vorliegen, wird hier allgemein Einfolgert, daß die Truppen, welche die Eskorte der Privatauß zune bildeten, samt zwei Kanonen in die Gewalt der S#en gefallen sind. Dieses neue Mißgeschick der britischen verzaffen verursacht allgemeine Verstimmung. London, 28. Febr. Die Morgenblätter beklagen sich Stillschweigen der Regierung bezüglich P#etzten schweren englischen Niederlagen in SüdRajot leise neues Verantwortlicher Reda kteur: Paul Sattler, r den Inieratentan um mln. 00 gt.) für den Inseratenteil ver antwortlich: Georg Bese, Druck und Verlaa: Christian Quentin, (Redarti— sämtlich in Herford. kon und Expedition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) *•— billigen Preisen zu kaufen. Fr. Simon Ecke Brüderstraße. 11 84 6056 Halbverdeck, sehr leicht, elegant gebaut, wenig gebraucht, billig zu verkaufen. Wo sagt die Exped. der Zeitung unter Nr. 536b. Für Kunstfreunde! Aus der Konkursmasse des verstorbenen Herrn Heinrich Schulz zu Herford habe ich eine Reihe wertvoller Gemälde, Kupferstiche 2c. zu verkaufen. 5875 Die Gegenstände sind im Schaufenster des Herrn Hermann Ellerbusch am Alten Markte ausgestellt. Eine von sachverständiger Seite aufgestellte Taxe kann auf meinem Bureau eingesehen werden. Der Konkursverwalter: Lümkemann, Rechtsanwalt u. Notar in Herford, Alter Markt 11. Herforder Kreis=Nachrichten. Mitteilnagen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 28. Februar. Kurfürsten=Denkmal. Gestern nachmittag hat bereits eine Vorbesichtigung des Denkmalplatzes seitens einer kleineren Kommission im Beisein des Künstlers Herrn Wesing. stattgefunden. Ein provisorisches Holzg Diese Kommission entschied sich dahin, auf die Stadt gerichtete Denkmal die beiden Fahrdämme einnehmen soll.§ eine weitere Prüfung der Platzfrage erf *. Für die Petrikirche sind den Herren Austmann und Schael hier Mit der Lieferung der beiden Glocken gießerei Schilling in Apolda(Thüringen ist der reformierten Gemeinde bekanntlic Geschenk überwiesen worden; diese wird *1 An der Realschule findet März, unter dem Vorsitz des Herrn 2 die Abschlußprüfung statt. Im Silberkranze. Am 25 Jahre verflossen, daß die Eheleute und Frau geb. Bitter den Bund fürs die auf Stift Berg wohnenden Zigarren Eheleute feiern morgen ihre silberne Hoschon heute den Jubelpaaren zu dieser * Ein Vortrag für Herrei Dienstag, abends 9 Uhr, auf Veranl heilvereins im oberen Saale des Vortragender ist Herr Wilh. Siegert wird über Frauenkrankheiten sprechen. . Zum Burenabend. Die Transvaal geboren ist, war im Verla Krieges mit ihren 4 Kindern in ein en lager von 3000 Personen geschleppt ur festgehalten worden. Wie schon gemeld frau auch kürzlich in einer Frauenversan Vortrag. Zur Verschönerung des Aben Posaunenchor mitwirken und fern Sängerwarte. Herr Oberlehrer 2 grüßungsansprache halten. ** Gewerbeverein. Der gestri nur mäßig besucht. Herr Dr. Hugo hielt einen sehr interessanten Vortrag über ins Herz Kleinasiens auf deutscher 6 schienenen Mitglieder des Vereins hörten Vortrag mit großem Interesse an. D Hand sehr klarer Lichtbilder die Zuhö reichen Vortrage sehr zu fesseln; die S und Leuten Kleinasiens war wohlgelung * Der Obst= und Gartenbai abend 8 Uhr im Vereinshause wieder Theater. Ein Schauspiel „Der Wilddieb“ geht Sonntag in Dichter schildert in ergreifenden Szen durch Leidenschaft verblendet, bis zur kann. Das Schauspiel hat überall gro es ist spannend bis zum letzten Augenb und gefeierte Held und Liebhaber He vom Stadttheater in Köln hat sich berei als„Wilhelm Tell“ und zwar am Seinen hiesigen Verehrern wird diese willkommen sein, ist doch der Tell ein schätzten Künstlers.— Sudermanns neue das Leben“, hat die Direktion für gelangt noch vor Schluß der Saison zu p Stenographie. Man schrei staurant Biermann tagende Gabelsber verein wird am 7. März den zweiten U für Anfänger beginnen, und verwe Näheren auf das heutige Inserat. Die C graphie ist das verbreitetste System in Deutschland. Es gehörten dieser Schule am 30. Juni 1901 1765 Vereine mit 67655 stenographiekundigen Mitgliedern an, während innerhalb des letzten Zähljahres 92118 Personen in Anfangskursen unterrichtet wurden. Aus diesen Zahlen geht am besten die große Verbreitung sowie die Vorzüglichkeit dieses stenographischen Systems hervor. ** Wio Mützeng zum(Gütorernedionten hat jetzt * Moers, 27. Febr. Weil er zwei Kindelder seines Pfarrdorfs der Fürsorg eexziehung überzu b Die„Herforder ∆ (24. Fortsetzung.) Sonneck Roman von Rudolf C Unterkunftssorgen. „Der zuziehende Ansiedler wird mit seinem Umzugsgute von der nächsten Bahnstation unentgeltlich mit Gutsgespannn abgeholt und in vorhandenen Gutsgebäuden vorläufig untergebracht.— Der Ansiedler, der im ersten Jahre wegen des Gehöftbaues noch nicht selbst ernten kann, erhält bis zur ersten Ernte, abgesehen vom Saatgute, den Mund= und Wirtschaftsvorrat für sich, seine Familie und sein Vieh unentgeltlich.“ So zu lesen auf der ersten Seite dieses Blattes unter den„Erleichterungen für den Eigentumserwerb“. Weil sich soviele neue Leute immer wieder den Kopf zerbrechen, was denn werden soll, solange sie auf der gekauften Landstelle noch nicht gebaut haben, und weil insbesondere sich darüber die Frauen meist die schwersten Sorgen machen, so sei doch auf die vorbezeichneten amtlichen Mitteilungen der kgl. Ansiedelungskommission auch hier im nichtamtlichen Teile des Blattes hingewiesen Kommt also eine neue Ansiedlerfamilie mit ihrem Hab und Gut, mit ihrem Haus= und Wirtschaftsgeräthe und allem Sonstigen beim Anzuge auf der dem Gute zunächst gelegenen Eisenbahnstation an, so wird sie daselbst von den Gutsgespannen und den zum Umladen erforderlichen Arbeitern erwartet und mit ihren Sachen sogleich sicher nach dem Ansiedelungsgute gebracht. Selbstverständlich muß die Gutsverwaltung vorher genau wissen, wann die Leute kommen wollen und wieviel Wagen zum Abholen etwa nöthig sind. In der Regel bringen die Leute nicht sofort alles mit, sondern lassen es später, wenn sie erst einige Baulichkeiten fertig haben, nachkommen. Besser möchte es freilich in den meisten Fällen sein, alles, was der Familie gehört und mitkommen soll, auch sofort mitzubringen; das erspart manche Reise und vielen Aerger und macht den Abschied sowie die Eingewöhnung sehr viel leichter. Für die Unterkunft wird auf dem Gute schon gesorgt. Am besten werden jene Ansiedler, welche zu ihrer Stelle keine alten Gutsgebäude übernehmen, sich schon vor ihrem Aufzuge durch die Gutsverwaltung eine neue Scheune auf ihrem Lande bauen lassen. In der Scheune kann dann alles Mitgebrachte gut, sicher und trocken unterkommen bis die Neubauten fertig sind; man kann auch im Sommer ganz famos darin wohnen und schlafen, und man ist immer auf dem Hofe und beim Bau, was große Annehmlichkeiten bietet. Die Scheunen=Unterkunft hat sich so praktisch erwiesen, daß auf manchen Ansiedlungsgütern auch ohne vorherige Vereinbarung mit den Ansiedlern gleich auf jeder Stelle eine angemessen große oder kleine Scheune von der Gutsverwaltung gebaut wird, und die Preise dafür sind, infolge besonderen Abkommens mit großen Baugeschäften, so billig, daß der Ansiedler sie um das Geld wohl schwerlich selbst herstellen könnte.— Vordem hat man es wohl bei der Ansiedelung mit besonderen Bretterbuden zur ersten Unterkunft versucht; die haben sich aber gar nicht bewährt, waren zu eng, kalt, ungesund, bei rauhen Wetter gar nicht zu ertragen. Die jetzige Unterkunstsweise— in alten Gutsgebäuden oder in den neuen Scheunen— bis zu vollendetem Bau genügt allen billigen Anforderungen, die man in einer solchen Umzugs= und Bauzeit nur stellen kann. Alles was zur Leibes=Nahrung und=Notdurft gehört, wird ja während der Bauzeit den neuen Ansiedlern von der Gutsverwaltung unentgeltlich geliefert. Es sei auch hier wieder darauf aufmerksam gemacht, daß die zum Neubau eines Gehöftes erforderlichen Baumaterialien, also Steine, Kalk, Sand, Bauholz usw., von der Gutsverwaltung unentaeltlich angefahren werden. Wenn sich also ein Ansiedelungslustiger frühzeitig zum Ankauf entschließt und bald seinen Bauplan aufstellt, so wird ihm auch rechtzeitig Alles, was er braucht, angefahren. Das erleichtert und beschleunigt den Aufbau natürlich ungemein und hilft in kürzester Zeit über alle Unterkunftssorgen hinweg. Achtes Kapitel Othmar war nach einem langen im Pfarrhause erwacht, als die e Wintersonne durch das Fenster fieler einfach, aber fauber und wohnlich g der Verwunderung eines verwunsc Sobald es ihm aber klar wurde, sprang er mit gleichen Füßen aus in seine zerlumpten Kleider, wusch die Treppe hinab. Sein Schritt v nayer er der Thüre des Wohnzin und Bangigkeit ergriffen ihn beim alte Frau mit den strengen Zügen. er endlich an und als das„Herein!“ entgegenschallte, gab er sich einen Ruck und trat ein. Civis. Sobald der Frühling ins Land kommt, findet alljährlich in diesem Blatte eine Aufforderung an Ansiedelungslustige zur Teilnahme an gemeinschaftliche Besichtigungsreisen statt.(Bitte die März=No. 1901 zu vergleichen.) Zur Ausführung einer solchen Reise ist jedesmal eine Beteiligung von mindestens 30 Personen erforderlich, die sich gemeinschaftlich durch einen damit beauftragten Vertrauensmann einen oder mehrere Wagen bei dem nächsten Stationsvorstande rechtzeitig bestellen. Die erste Aufforderung zur Ausführung einer solchen Reise mit näherer Angabe wird in der nächsten— März— No. dieses Blattes erfolgen. Sollten in Ihrer Heimat soviel Ansiedelungslustige vorhanden sein, daß ein Extrazug zur Besichtigungsreise genommen werden könnte, dann wird gebeten, hiervon der Kgl. Ans.=Kommission Mitteilung zu machen, die das Weitere veranlassen wird. wiesen hatte, wurde der Pfarrer des Dorfes Vluye befoft n Moers von seiner ganzen Gemeinde thätlich angegriffen. Altkehrs der Pfarrer in einen entlegenen Außenbezirk seiner Gemeindsthun. ritt, rottete sich eine große Wenge zusammen und bombarschaft dierte das Pfarrhaus mit Steinen, weil das gerichtliche Urteiffestge bezüal, der Fürsaraeerziehung des der Pfarrer erwirkhand — aß send due ente lift Namenschen. sei Die sonderbaren polnischen Ortsnamen, welche viele der neu=krad gekauften Ansiedelungsgüter tragen, haben schon manchen Ansiedelungs=Uste lustigen abgestoßen, und manchen veranlaßt, sich lieber eine Stellesten auf einem Gute mit schönerem Namen zu wählen. Es ist ja wahr: viele dieser polnischen Namen klingen für den Deutschen abscheulich" sie scheinen für den, der die besondere Aussprache der polnischenmn Schreibweise nicht kennt, ganz unaussprechlich oder ihre Aussprache sun scheint nicht ohne Zungenverrenken möglich. Was wollen West=stsch deutsche aus Hessen oder Rheinland doch mit Namen anfangen wieg z. B.: Szczodrykowo, Trlong, Drzonek, Trzcielino, Wszedzin, ider Wiesszcycyn, Przeclaw, Rynarschewo, Popowo, Ozlowo, Plonkowo, stu Dombrowo, Tonowo, Osno, Niedzwiady, Zurawiniec, Zdziechowo, Przybyslawice, und anderen?! Zunge und Ohr gewöhnen sich zwarprik sehr bald an das Fremdartige, aber heimisch kann der fremdestrd Namen niemals ganz werden. Das soll er aber auch nicht. Sobald ein neues Ansiedelungsgut voll besiedelt und an Stelle der früherenf polnischen Herrschaft mit ihren polnischen Instleuten und Dienst= boten eine neue, rein deutsche Ansiedlergemeinde getreten ist, erfolgt regelmäßig die Umtaufe mit einem guten deutschen Ortsnamen. Weiche es angeht, nimmt man den neuen Namen so, daß er dem alten etwas ähnlich lautet; so ist z. B. aus Niedzwiady: Neitwalde, ausäste Tonowo: Tonndorf, aus Dombrowo: Dornbrunn, aus Osnoran.“ Oschnau, aus Laskowo: Laßkirch geworden. Aber das ist keines=um wegs die Regel, vielmehr werden ebenso häufig die neuen deutschen Namen nach besonderen Umständen, z. B. nach Herkunft der An=l siedler, nach Lage und Gegend der neuen Gemeinde, nach berühmter### Männern gebildet; so giebt es z. B. ein neues Kornthal(nach#he dem alten württembergischen), ein Alswede(westfälisch), Leipe=C. rode, Hohenau, Deutscheck, Ostwehr, Wilhelmsau, Friedrichshöhe, Bismarksfelde. Auch die besonderen Wünsche der neuen Ansiedlergemeinde hinsichtlich der Umtaufe des Ortes werden thunlichst berücksichtigt. Es ist deshalb dem, der sich eine Landstelle bei der Ansiedelung suchen will, nur zu raten, kein Ge““ wicht auf den polnischen Namen eines Ansiedelungsgutes zu legen,s#i denn der fällt später stets und an seine Stelle tritt immer ein guterste# deutscher Ortsname. Uebrigens hat ja auch die Kgl. AnsiedelungsKommission gegenüber den Ansiedelungslustigen keine Namenscheu; sie mögen heißen, wie sie wollen, selbst— na, ich will den Namen lieber nicht her schreiben!— wenn es nur tüchtige, brauchbare Leute und gute Deutsche sind. Aber eines allerdings ist den Ansiedlern nicht gestattet, was in früheren Zeiten vor der staatlichen Besiedelung leider so häufig von Deutschen geschehen ist, sie dürfen sich, bezw. ihren Namen kein polnisches Schwänzchen anhängen. Er, der Herr Müller, kann sich also hier nicht Müllerski, und sie kann sich nicht Müllerska nennen; auch der Herr Schulz darf sich nicht etwa„vornehm“ hier Sculcz nennen wollen; der Spaß würde hohe Strafe— kosten und verboten werden— von rechtswegen! Das ist keine Namenscheu, sondern die Verachtung einer undeutschen Gesinnung,# die sich ihres guten deutschen Namens schämen wollte. Bei Allem. was in der Ostmark für das Deutschtum geschieht,— steht die Mahnung des Großen Kurfürsten voran:„Gedenke, daß du ein Deutscher bist!" 43 1 1 Der kleine Keinrich. den Ein Waisenknabe aus demöllig Westen und eine Ansiedler= bei gestalt aus der deutschen Ostmark. Zur Erläuterung einer sozialpädagogischen Aufgabe des deutschen Volkes von Heinrich Sohnrey32 S. 80 in bester Ausstattung. Preis 15 Pf. Partiepreis fürittac 12 Exemplare Mk. 1.20 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. gab Gegen Einsendung von 15 Pfg. in Marken erfolgt Franko=Zusendung ttag eines Probeexemplars von der Landbuchhandlung, Deutscher Dorfschriftenverlag. Berlin SW. 46. A suse st US UEKE 7 1. * 1 T ntri Für die Redaktion verantwortlich Oekonomierat Dr. Ludloss in Posen.— Druck: Spezialdruckerei für Massenauflagen Adolf Allmers, Varel in Oldenburg. h1 zi Er fand Linz und dessen Mutter noch beim Kaffee am Tische sitzen.„Nun, mein Sohn“, rief Jener ihm freundlich entgegen,„Du hast lange und hoffentlich auch gut geschlafen. Das begreift sich— nach all den Gemüthsanstrengungen der letzten Tage. Komm, setz' Dich her zu uns und laß Dir das Frühstück schmecken.“ Er streckte Othmar die Hand entgegen und dieser wünschte ihm und der Greisin einen guten Morgen. Seine Beklemmung wich, als er sah, daß die alte Frau ihm gleichfalls mit freundlicher Miene die Hand entgegenstreckte und ihm dann Kaffee einschenkte, worauf sie das Zimmer verließ. Dem Pfarrer brannte gar manche Frage auf der Seele, um die Motive zu Othmars Umkehr zu erfahren, allein er sagte sich, daß er den scheuen Vogel erst heimisch werden lassen müsse, bevor er ein umfassendes Geständniß erwarten dürfe. Sobald der„verlorene Sohn" sein Frühstück verzehrt hatte, bemerkte Linz: Es Statt „Auf's scheint, haft Du eine Kopfbebeitung gar nicht lilgebracht?“ Othmar erhob sich erröthend und verwirrt. des Pastors Frage zu beantworten, sagte er: Schloß? Wozu soll ich—“ „Nun, Du mußt doch zuerst die Verzeihung der Gräfin von Wallis erbitten und dann wollen wir betreffs der nöthigen Anschaffungen mit ihr sprechen. Du brauchst Kleider, Schuhe, Bücher und manche andere Dinge, die ich hier bereits auf einem Zettel verzeichnet habe. Dazu ist eine Summe von mindestens dreihundert Mark erforderlich, welche, da der Graf sich in München befindet, seine Frau beim Rentmeister erheben muß.“ Othmar stand einen Augenblick fassungslos da, dann seufzte er tief auf und that einige Schritte nach der Thür zu, bevor sie aber erreicht war, hielt er wieder an und sagte mit kläglicher Miene:„Ich kann es nicht.“ Was kannst Du nicht?“ der he lize DII and. Er entmahm seinen Bücherschranr Einen furt Band und sagte leichthin:„Gut, dann will ich die An gelegenheit beim Rentmeister ins Reine bringen. Da ich ja Dein zweiter Vormund bin, kann ich wohl in des## Grafen Abwesenheit die Summe anweisen. Bitte, über setze unterdesse, diesen Abschnitt aus dem Livius. Einfolg lateinisches Lexikon findest Du hier. Er deutete außynn seinen Schreibtisch und hieß ihn Platz nehmen... IrDer Pastor verließ das Zimmer, flüsterte in deräffe Küche heimlich mit seiner Mutter und eilte dann dem Schloß zu. Auf der Brücke begegnete ihm Gräfinser Maria im Schlitten. Sie ließ den Kutscher die Rappensr 1 anhalten und fragte den Pastor, ob er Lust habe, mitsika. ihr nach Sillach zu fahren, sie schulde der Frau Major einen Besuch. Linz trat zu ihr hin und sagte leise, aber in großer Erregung:„Er ist da und will ein neues Leben beginnen.“ „Wer? Othmar? Wann ist er gekommen?“ (Fortsetzung folgt.) de der Inhalt der abgegebenen Willenserklärung. Außer Betracht berzu bleiben haben hier die Bestimmungen der Zivilgesetze, die e befoft nur dazu bestimmt sind, die Sicherheit des rechtlichen VerAlskehrs zu garantieren. Damit hat der Strafrichter nichts zu eindsthun. Aehnlich haben die Strafsenate bezüglich der Schwägerubarschaft erkannt. Das Landgericht hat im vorliegenden Falle Arteiffestgestellt, daß es sich nicht um ein ernstgemeintes Eheversprechen wirkhandelte. Daraus konnte ohne Rechtsirrtum gefolgert werden, aß ein Verlöbnis nicht vorlag, und damit entfiel die Notsendigkeit eines Strafantrages. Studentische Schlägermensuren werden als duelle angesehen und bestraft. Zwei Berliner Stuenten hatten eine der üblichen Bestimmungsmensuren mit gebliffenen Schlägern und Binden und Bandagen ausgefochten. lei derartigen Mensuren kann, wenn die Schläger nicht neu=krade unrein waren, so daß die Gefahr einer Blutvergiftung ungs-Usteht, größeres Unheil nicht angerichtet werden. Solche Stellekkensuren werden auch in allen Universitätsstädten an bewahr: fmmten Wochentagen ausgefochten, ohne daß den Paukanten .l:# traus seitens der Gerichte üble Folgen erwüchsen. Ganz uerdings scheint jedoch auch in der Beurteilung dieser Be, immungsmensuren bei unsern Gerichten eine strengere Aufssung Platz gegriffen zu haben, nachdem das Reichsgericht Wen=tschieden hat, daß die Bestimmungsmensuren der Studenten n wies Zweikämpfe mit tödlichen Waffen anzusehen seien. Die jedzin, iden Berliner Studenten wurden zu je drei Monaten ikowo, stungshaft verurteilt. howo,] Ein Großfeuer zerstörte gestern morgen die Stärkezwarprik von Amthor u. Co. in Halle a. S. Die Nachbarhäuser remdeurden ebenfalls beschädigt. sobald, Unglück in den Alpen. Aus Zürich wird gemeldet: iheren stern stürzten auf einer Bergtour am Leysjoch die beiden .„n Bern aufgebrochenen Touristen Flendert aus Düsseldorf ##ld Hasselbauer, Student aus Bern, in eine tiefe Gletscheralte und blieben tot. Es ist bisher nicht gelungen, die WBoschen zu bergen. alten!* Lustiges Allerlei. Abwarten. Kellner:„Die ausäste beschweren sich über das Essen. Es ist zu wenig Salz Osnoran.“— Wirt:„Sollen's halt warten, bis die Rechnung eines-mmt.“ irschen! Schwerenöter, Junge Dame: Ich bin ganz unAn=scklich Herr Sekretär, ich have schon alles Mögliche verhmten""“ aber meine Sommersprossen wollen nicht weggeh'n! nperr: Ganz begreiflich, so schöne Plätzchen verläßt man ive Er veni ünsche Briefkasten der Redaktion. Ortes Nach Eidinghausen. Es sind bei der Auflösung des einentraftes nur die Bedingungen der Gesellschaft, die Sie n Ge-##rkannt haben, maßgebend. Da uns letztere nicht bekannt ogen!; können wir Ihnen auch nicht mitteilen, ob Sie zur vor###tigen Lösung des Vertrags berechtigt sind. Sie fragen am 9utersten bei der Gesellschaft selbst an. 105#.###### scheu; kamen Leute edlern delung bezw. Herr nicht Sa Strafe keine nung, enke, .1 Meteorologische Station Witterungsbericht vom 28. Februar. Höchste Temperatur des Vortages: 5,30. Niedr. Temperatur in der Nacht: 3,70. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 4,40. „„11„„; 10,4% Lustdruck um 7 Uhr vorm.: 745,3 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 3,9 mm Wind: Schwacher S8O. Himmel: Heiter. Febr. Wärmer, zeitweise bewölkt und veränderlich mit mäßigen südlichen Winden. Telegrauumr and Telephonische Meldungen. 11 m.u.. Zum 6 375/8, Berlin, 28. Febr. Seitens der verschiedenen Parteien dem ünr,„et auliche Beratungen statt, um die Regierung in der edler„artffrage zu einer, wenn auch noch so geringen Konzession bewegen. suren. 9#### Priuz Peinrich in Amerika. e fürittag' alhington, 28. Febr. Prinz Heinrich ist gestern voringen, gaß gr 1hr hier eingetroffen. Bald nach seiner Ankunst idung ttag nas nach der deutschen Botschaft und fuhr gegen a7. nach dem Kapitol. Bei seinem Eintritt erhoben sich Kiwbesenden von den Plätzen. Nach der Sitzung erfolgte ig. 1.9 9ht nach Washingtons Grab. Abends fand im Weißen ein Festessen statt, an dem auch Präsident Roosevelt a un und Tochter teilnahmen. r) New=York, 28. Febr. Als gestern früh 1½ Uhr Prinz strich in„ersey City den Zug nach Washington bestieg, am die Polizei eine Persönlichkeit fen, welche zudringlich und„widersetzlich benahm. Als der Prinz r sah, sagte er: Ihr amerikanischen Polizisten macht kein verlesens.### gestgenommeue entpuppte sich später als harmloser Ueberneugieriger; derselbe wurde aber doch vom ichetrichter zu 30 Douars Geldbuße wegen Ungebührlichkeit . Neue Kämpfe im Burenkriege. des London,#—. vier. nun der Bemerkung in Kitcheners über=(Pesche, daß keine Einzelheiten vorliegen, wird hier allgemein Einfolgert, daß die Truppen, welche die Eskorte der Privatauß inne bildeten, samt zwei Kanonen in die Gewalt der ren gefallen sind. Dieses neue Mißgeschick der britischen veraaffen verursacht allgemeine Verstimmung. vem! London, 28. Febr. Die Morgenblätter beklagen sich räfinser das Stillschweigen der Regierung bezüglich ppeust, letzten schweren englischen Niederlagen in SüdRajot l neues gt.) ktwortlicher Reda kteur: Paul Sattler, r Inerate teil ver antwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, ämtlich in Herford. ition: Brüderstraße 21, am Gehrenberg.) Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, gestern nachmittag 6 Uhr nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meinen lieben Mann, unsern guten Vater und Grossvater, den Kolon im 66. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen, welches tiefbetrübt anzeigen Wilhelmine Sundermeyer, geb. Paschetag und Kinder. 596b Die Beerdigung findet am Montag, den 2. März, vormittags 11 Uhr vom Trauerhause aus statt. Die Beisetzung auf dem Friedhofe Stiftberg, nachmittags 2 Uhr. Restaurant„Jägerhof“. Heute, Freitag, den 28. Februar 1902: Grosses Abschieds-Konzert der Volks=Sänger=Gesellschaft„Humor Dir. Zimmermann. 5865 Oberschelp Alldeutscher Verband Ortsgruppe Herford. 3. Buren-Versammlungs am Sonntag, 2. März, nachmittags 4½ Uhr, im großen Saale Vortrag einer Burenfrau über ihre Erlebnisse im Burenlager und des Herrn Pastor Schowalter aus Berlin. Eintrittsgeld 30 Karten im Vorverkauf sind für 25 Pfg. zu haben bei den Herren Menckhoff, Dinklage, Wessel und im ev. Vereinshause. Der Reinertrag ist für die notleidenden Frauen und Kinder der Buren bestimmt. 6015 Der Vorstand. Müller: Wo gehen wir heute abend hin? Schulze: Zum„Jägerhof" nach der fiedelen VolkssängerGesellschaft Humor! 3035 (Redaktion und Schuhwaren=Lager von 6035 Radewigerstr. Nr. 3, bringt sein gut sortiertes Lager in anerkannt nur bester Ware zu außergewöhnlich billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. Konfirmandenschuhe in großer Auswahl. Anfertigung nach Maß und Reparaturen prompt und billig W wird fortgesetzt und bietet günstige Gelegenheit, wirklich gute, tadellose Waren zu sehr billigen Preisen zu kaufen.(6055 Fr. Simon Ecke Brüderstraße. Halbverdeck sehr leicht, elegant gebaut, wenig gebraucht,* u billig zu verkaufen. Wo sagt die Exped. der Zeitung unter Nr. 536b. K Am Freitag, d. 7. März, abends 9 Uhr, beginnt im Vereinszimmer des Restaurants Biermann wiederum ein Anfängerkursus in der Gabelsbergerschen Stenographie, dem verbreitetsten deutschen Schnellschrifisystem. Die Bedingungen für den Unterricht sowie eine Einzeichnungsliste sind in der Buchhandlung des Herrn Menckhoff ausgelegt. 5975 Der Vorstand. Au ein Fabrikgeundnuck, Toxe 37,000 Mk., wird Hyrothek von Mk. 10—15000 an erster Stelle gesucht. Offert. unt 5885 an oie Exp. Ein kleines Mädchen ist zu verschenken. 2 Morat alt. Nachzufragen bei 5540 Frau Hoy, Hebeamme. Eine gute 5385 iege ist zu verkaufen. 16 Karlstraße 18, Rennthor. Der heutigen Auflage unserer Zeitung liegt Nr. 2„Neues Bauernland" bei, Amtlicher Anzeiger der Königl. Ansiedelungs kommission Posen. 6085 Stadtheater in Herford. Bürger-Verein. Direktion: Josef Zwenger. Sonntag, 2. März 1902: Zum ersten Male: Der Wilddieb. Schauspiel in 5 Akten von Friedrich Gerstäcker. Preise der Plätze wie bekannt. Musik von der Kapelle des Herrn Düngel. Kassenöffnung 7 Uhr. 5995 Anfang 8 Uhr. In Vorbereitung: Unwiderruflich letztes Gastspiel des berühntten 1. Helden und Liebhabers Herrn Oscar Bohnée Ritter v.). vom Stadttheater in Köln Wilhelm Tell. Ferner: Sudermanns neuestes sensationelles Werk: Novität! Novität! Es lebe das Leben. Die Direktion. Bürgervereinigung. Montag, 3. März 1902, 0 Uhr: Monats=Versummurg im Saale des Bürgervereins. Tagesordnung: 1. Besprechung der Vorgänge in der Wahlvorversammlung bei Aecker. 6075 2. Besprechung über Echebung der Miete für Gas= und Wasseruhren. 5. Besprechung über Kanalabgaben. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden sämtliche Mitbürger, namentlich die Herren Hausbesitzer ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. Vor der Hauptversammlung um 8½ Uhr: Sitzung des Vorstandes. Für Kunstfreunde! Aus der Konkursmasse des verstorbenen Herrn Heinrich Schulz zu Herford habe ich eine Reihe wertvoller Gemälde, Kupferstiche 2c. zu verkaufen. 5875 Die Gegenstände sind im Schaufenster des Herrn Hermann Ellerbusch am Alten Markte ausgestellt. 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