mmen diese 4150 te) . 90] Diese Zeitung erschetut am Abend jeden Wochentages. N4o ¼8 Abonnamentspreis viertsljährlich prännmerande 1,25 Mark F 1O„ Postbestekung komm“ es Bestellgeld binzs. Inserate werden bis mens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Pet###le für Stadt und Kreis Herford, Ocyuhausen und Amt Redme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. 1902 für den Kreis V# Hersord. Steuer= und Schulgeld=Erhebung. Die Hebetermine zur Zahlung der pro 4. Quartal des Rechnungsjahres 1901 fälligen Staats= und GemeindeIsteuern, sowie Schulgelder, finden vom 1. bis 15. FeTE IIv Wir machen hierauf mit dem Bemerken aufmerksam, daß Steuerpflichtigen, welche nicht längere Zeit auf Abfertigung m Kassenlokal warten wollen, empfohlen wird, schon in den sten Tagen zu zahlen, da erfahrungsgemäß, je näher er Ablauf der Hebetermine heranrückt, der Zudrang zur Kasse simmer größer wird. Herford, den 31. Januar 1902. Kämmerei=Kasse. 9b n, er as Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes schreibt vor, daß jeder Sterbefall am nächstfolgenden ochentage anzuzeigen m. Unbedingte Erfordernisse bei odesanzeigen sind: Angabe von Vor- und Familiennamen, eligion, Geburtsdatum, Stand, Wohnort und Geburtsort des erstorbenen; event. Vor= und Familiennamen, Stand und -Wohnort der Eltern des Verstorbenen und sind diese ErforderFiisse zwecks Vermeidung von Berichtigungen durch amtliche ASchriftstücke darzulegen. 45b Herford, den 3. Februar 1902. Königliches Standesamt. Widmann. das Deutschtum in den Vereinigten Staaten. Die bevorstehende Reise des Prinzen Heinrich giebt den eutschen der Union erfreuliche Gelegenheit, ihre Liebe zu der alten Heimat zu beweisen und lenkt andererseits das InTeresse des Mutterlandes in dankenswerter Weise wieder ein#al den Stammesbrüdern jenseits der Meere zu. Diesem e Gafönteresse kommt eine Mitteilung des Allgemeinen Deutschen lung Schulvereins entgegen, in der einige Angaben über Zahl und Lerbreitung der Deutschen in den Vereinigten Staaten gei#i#### werven, Dinge, über die bei uns trotz ihrer Wichtigkeit ### große Unklarheit herrscht. Es leben in den Vereinigten laaten nicht weniger als 10 Millionen Deutsche. 106#.von sind fast 3 Millionen noch selbst in Deutschland geScchechoren. Die übrigen sind rein deutscher Abstammung. In ctork allein sitzen fast 600000 Deutsche,(dadurch wird Genzir.“ nächst Berlin zur zweitgrößten Stadt mit deutscher Einr 3); in Chicago über 400000, also ungefähr der Milwansex Haft Leipzigs entsprechend. In einer Stadt wie hundert au.i 66, in Hoboken und Detroit 57 und 43 von irte Un Bufra Einwohner Deutsche. In Cincinnatti mit 121000, ame Clepeland 106 000, in Jersey=City mit 65000, in Louis mit 16.104.000, in Newark mit 67000 und in St. Schwankun 000 Seelen, stellen die Deutschen mit geringen wohner. im Durchschnitt 10 vom Hundert aller Benit 189000““ sind Städte wie Philadelphia und Baltimore isko und Viu#t“ 101 000 Deutschen oder wie San Franurg mit 71000 und 65000 deutschen EinPrinzen Heinrich in hoffentwenn man sich in Nordamerika und Pittsbu, seutscher Voltstratt sicht genannt. Diese kolossalen Massen bilden, in; die hier mit das beste Element des Ge„ rhalten, ist einz#uxsller Verbindung mit dem Mutterland n die wur dirch die Reise des Perinen Heiurich suich nicht verhehlen darf hag seg— 9#uam Heimat politze“; daß die Deutschen in Noroameriia er alten F einem frerzisch so gut wie verloren sind, und daß hre Arbent ginem( iggasen Volkstum zu gute kommt. Die daxptsorge, der nattongten, deutschen Politik bleibt es, dieser haßlosen Vergeudung Zeutschen Blutes Einhalt zu thun, und en deutschen Auswanvererstrom in Gegenden lenken, wo auch fernerhin Iy„rogersezer, und wirtschaftlicher Beziehung mmitelbar an den großen Aufgaben des Deutschtuns weiter sitarbeiten kann. Es braucht kaum hervorgehoven zu werden, auf diesem Gebiete auch die Frage der Wiedereroberung #er deutschen Ostmarken gelöst werden kann und muß. Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Aus der Sonnabendsitzung des Landtags. Sere sche et Veraung des Kopitalz,„Laudutrtschafliche LehePehes&am Aten“ trat Abg. Hirt(kons.) für Hebung des landwirt3651 Lftlichen Schulwesens ein. Abg. Metzger(natl.) lver, n=Zuck spulde wünschte, daß die Schüler der landwirtschaftlichen Mittelschulen zum Besuch der höheren Schulen zugelassen würden. Bei Kapitel„Tierärztliche Hochschulen" trat der Abg. Endemann(natl.) für eine soziale Hebung der Stellung der Tierärzte ein. Abg. Frhr. v. Wangenheim(Bund der Landwirte) wünschte auch bessere landwirtschaftliche Ausbildung der Tierärzte. Abg. v. Neumann(kons.) trat für Erhöhung der Gehälter der Kreistierärte ein. Abg. Ring(kons.) sprach sich für strenge Seuchenkontrolle aus. Landwirtschaftsminister v. Podbielski verbreitete sich ausführlich über die Fraze des Seuchenstandes. Es werde Aufgabe der landwirtschaftlichen Verwaltung sein, Deutschland vor Seuchen zu schützen und auch geeignete Maßregeln gegen die Rindertuberkulose zu ergreifen. Vor allem müsse die Pasteurisierung der Milch durchgeführt werden. Abg. Schmidt(Ctr.) hält die Reife für Prima für die Tierärzte für genügend. Abg. Goldschmidt(fr. Vp.) führte aus, die Steigerung der Rindertuberkulose könne nur in beschleunigter Mästung und Fütterung liegen. Die Grenzsperre erhöhe durch die Quarantäne die Tuberkulose gleichfalls. Wenn der Berliner Schlachthof minderwertiges Fleisch habe, so liege das an den Aksperrungsmaßregeln. In Berlin werde doch kein Vieh gezüchtet; es komme meist von den großen Gütern. Landwirtschaftsminister v. Podbielski wiederholt unter den Zurufen der Linken, daß die Berliner kein gutes Fleisch haben. Sie essen lieber eine halbe Kuh, als ein gut gemästetes Kalb. Abg. v. Mendel=Steinfels meinte, die Grenzsperre tangiere das Zuchtvieh nicht, sie könne auch nicht die Disposition für Tuberkulose erhöhen. Nach einer längeren weiteren Auseinandersetzung über diesen Gegenstand wurde das Kapitel bewilligt. Beim nächsten Kapitel entspann sich eine lange Erörterung über den Wert der Margarine. Dem früher nationalliberalen, jetzt bei keiner Fraktion befindlichen Abgeordneten Mohr wurde während seiner Ausführungen„Geschäftsreklame" zugerufen, was der Präsident scharf rügte. Landwirtschaftsminister v. Podbielski legte dar, daß die gute OleoMargarine in Deutschland weniger zum Verbrauch komme, dagegen viel minderwertige. Bei uns würden Zusätze gemacht, die nicht einmal in Amerika erlaubt seien. Hoffentlich kämen wir in Deutschland bald dahin, keine Margarine mehr zu brauchen. Abg. Ring(kons.) verbreitete sich über die Ursachen des Milchkrieges. Darauf wurde die Weiterberatung auf heute vertagt. Vom Grafen Waldersee. Der Kaiser hat durch ein Handschreiben an seinem Geburtstage dem Generalfeldmarschall Grafen Walversee eins der in China erbeuteten Bronzegeschütze überweisen lassen in dankbarer Erinnerung an die von dem Feldmarschall in China geleisteten Dienste. Das Geschütz ist schon sehr alten Datums, wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, hat ein Gewicht von etwa 35 Zentner und ist sehr reich verziert. Es gehört zu den Geschützen, aus denen seinerzeit auch auf die Gesandtschaften geschossen wurde. Prinzessin Elisabeth von Hessen wird am 5. Februar aus Nizza in Darmstadt erwartet. Sie wird wahrscheinlich dauernd bei dem Vater bleiben. Prinzeß Elisabeth ist die 1895 geborene Tochter des vor kurzem geschiedenen Großherzogspaares. Arbeiterfürsorge des Ministers von Thielen. Bei dem Empfange der Eisenbahnpräsidenten der verschiedenen preußischen Eisenbahndirektionen, deren Wortführer, Geheimrat Kranold, den Minister v. Thielen zu seinem 70 Geburtstage namens sämtlicher Beamten und Arbeiter beglück, wünschte, führte der Minister aus, er rechne auf die Präsidenten, daß sie alles thun würden, um die Mißlichkeit der gegenwärtigen Lage helfend abzustellen und dafür zu sorgen, „daß wir den Arbeitslosen Arbeit geben, daß wir den Mutlosen Mut einflößen, und daß wir überhaupt zur Hebung der Landeswohlfahrt nach Kräften beitragen.“ Mitteilungen des englischen Kriegsministers. Im englischen Unterhause brachte Broderick den Nachtragsetat für die Heeresverwaltung ein: 5 Millionen Psund. Er erklärt u. a.: Im Etatsjahr 1900—1901 betrugen die Kriegskosten für Südafrika 63 Millionen Pfund(1260 Millionen Mark), 1901—1902 würden sie 61 Millionen betragen. Einen Teil des Jahres zählte das Südafrika 250000 Mann, am 1. Januar 1902 237000 Mann. Durchschnittlich sind monatlich 24000 Pferde gekaust. Mit dem Groß beträgt die Gesamtzahl des Kriegsheeres 280 000. Die Regierung mußte durchschnittlich 208.000 Pferde und Maultiere, 30000 Ochsen, 27000 gefangene Buren. 150000 Köpfe von der Burenbevölkerung unterhalten. Die monatlichen Ausgaben verminderten sich von 5 auf 4 Millionen. Noch drei große feindliche Truppenkörper befinden sich auf dem Kriegsschauplatz, nämlich Dewets Streit, macht, die unter Umständen ein zu fürchtender Truppenkörper werden könnte, die Streitmacht unter Botha, die in ihren Bewegangen durch die letzten Operationen sehr gehemmt ist und Delareys Truppe. Kitcheners Plan sei es, diese Truppenkörper zusammenzudrängen und zu einem Gefecht zu zwingen(Wenn ihm das nur gelingt. D. Red.) Zum Burenkrieg. An den Operationen gegen Dewet sind jetzt 23 berittene Kommandos beteiligt. Alles scheint darauf hinzudeuten, daß die größte Anstrengung gemacht werden soll, um dem Widerstande der Burea ein Ende zu bereiten. Man glaubt noch, daß, wenn Dewet und Botha gefangen genommen würden, die übrigen Burenführer sich ergeben werden. Andererseits verlautet, daß die Burenkommandos noch immer zahlreich und gut ausgerüstet seien und noch ständig durch Rebellen verstärkt werden.— Auch dieses große Kesseltreiben gegen Dewet wird wohl mißlingen wie die vielen früheren! Zur Lage in China. Eine recht erfteuliche Nachricht, die auf die Nnverwaltung Chinas günstige Schlüsse zuläßt, meldet das Woffsche Bureau aus Peking: Peking, 1. Febr. Die chinesische Regierung zahlte heute die erste Kriegsentschädigungsrate in Höhe von 1820000 Taels an die Bankkommission in Schanghai. Das sind rund 5,600000 Mk. Hoffentlich fährt sie 0 fort. Herforder Kreis=Nachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 3. Februar. * Der Februar, den man auch Hornung oder Thaumonat benennt, ist wegen seiner Kürze besonders bei denjenigen Leuten beliebt, deren Portemonnaie das ganze Jahr hindurch an chronischem Geldmangel leidet. Sodann bringt er uns die ersten leisen Zeichen des wiedererwachenden Lebens in der Natur, Schneeglöckchen und andere bescheidene Blümchen. Seinen Namen hat der Februar von dem etruskischen Gott Februus, dem man alljährlich um diese Zeit Reinigungs= und Sühneopfer darbrachte. Als„Hornung“ war er der Liebesgöttin Freia geweiht, der zu Ehren noch heute in verschiedenen Ländern seitens junger Leute und Liebespaare scherzhafte Feste gefeiert werden. Vor allem aber bringt der Februar uns eine immer merklicher werdende Zunahme der Tageslänge, die jetzt bereits 9 Stunden beträgt und die zu Ende dieses Monats um weitere 2 Stunden zugenommen haben wird. *II Bauernregel für Februar. Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.— Viel Nevel im Februar, viel Regen das ganze Jahr.— Wenn es (2. Februar) stürmt und schneit, ist der Frühling nicht meh weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nich schnell.— Wenn im Februar spielen die Mücken, giebts Schafstall große Lücken.— Lichtmeß trüb, is lieb.— Die heilige Dorothee watet gern im nese. Schnee Wenns der Hornung gnädig macht, bringt der Mai den Frost bei Nacht— Kommt Lichtmeß gegangen, fängt der Tag schon an zu langen. Frierts im Februar nicht ein, wirds ein schlechtes Kornjahr sein.— Zu Lichtmeß hat der Bauer lieber den Wolf im Stalle, als die Sonne.— Scheint zu Lichtmeß die Sonne heiß, so kommt noch viel Schnee und Eis.— Biel Nebel im Februar, viel Kälte das ganze Jahr.— Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muß man im März die Ohren wärmen— Klar Februar, gut Roggenjahr.— Wenn der Nordwind im Hornung nicht will, so kommt er sicher im April.— Lichtmeß im Klee, Ostern im Schnee. Aus der Feldmärkerversammlung vom Freitag abend ist noch folgendes nachzutragen: Herr Hagemeier ist auch der Ansicht, daß die geplante Privat=Verkoppelung dasselbe sei, wie die Zwangsverkoppelung; wenn beispielsweise die Hälfte des in Frage kommenden Grundbesitzes freiwillig hergegeben sei, so werde die andere Hälfte gezwungen werden, der Verkoppelung beizutreten. H. verliest sodann den s. Z. an den Kreistag gerichteten Protest und empfiehlt, auch gegen diese neue Verkoppelung mit allen Kräften zu wehren. Außerdem sei auch die geplante freiwillige Zusammen legung für die in Betracht kommenden ländlichen Besitzungen unnötig; es hätten nur sehr wenige Grundbesitzer hiervon wirkliche Vorteile, während die übrigen nur Nachteile davon hätten. Auch Herr Wendt teilt die von dem Vorredner ausgesprochenen Befürchtungen; nach seiner Ansicht gehe man auch bei der Privatverkoppelung von dem Grundsatz aus: „Sich selbst zum Nutzen und andern zum Schaden.“ Auch würde man später seitens der Stadt Herford wieder mit der Verkoppelung kommen; sei doch schon in einer der letzten Stadtverordnetensitzungen seitens des Stadtverordneten Detring die Behauptung aufgestellt, die Verkoppelung komme doch. Die Behauptung gewinne dadurch an Wahrscheinlichkeit, daß die Stadt Herford in absehbarer Zeit aus dem Kreisverbande ausscheiden werde und dann dem jetzigen 1. Bürgermeister dieselben Rechte zustehen, welche jetzt von dem Landrat des Kreises Herford ausgeübt werden. In Anbetracht dessen müsse von den Feldmärkern danach gestrebt werden, in das Stadtverordnetenkollegium geeignete Vertreter zu wählen. Er warnt noch besonders davor, irgend etwas zu unterschreiben, da von den Verkoppelungsfreunden auf alle mögliche Weise versucht werde, Unterschriften zu erhalten. Herr Stranghöner hat ein Schriftstück ausgearbeitet, wonach diejenigen Grundbesitzer, die zu der geplanten Privatverkoppelung bereits ihre Unterschrift gegeben haben, dies aber nunmehr bereuen, ihre Unterschrift zurückziehen können. Herr Meier=Arend aus Diebrock meint, daß nach seiner Ueberzeugung eine von der Stadt Herford ausgehende Zwangsverkoppelung wohl kaum ausführbar sei, da eine derartige Ausführung jeder gesetzlichen Grundlage entbehre. Das bezügliche Gesetz sei zweifellos im Interesse der Bevölkerung des platten Landes, nicht aber zu Gunsten der Städte gegeben, um diese zu ermöglichen, gute Bebauungs= und Straßenpläne zu erhalten. Er verspricht sich von der Wiedereinsetzung einer Kommission zur Bekämpfung der Verkoppelungsvorschläge augenblicklich die größten Vorteile. Dieser Ansicht sind auch die Herren Gößling und Hagemeier. Auf Antrag des letzteren wurde dann bekanntlich die Angelegenheit dem früheren, in der Verkoppelungsfrage bestandenen Komitee übertragen. ∆ Verein alter Krieger und Landwehrleute. Die gestern im Vereinshause stattgehabte Feier von Kaisers Geburtstag war überaus zahlreich besucht. Der Vorsitzende, Herr Meier=Arend aus Diebrock, sprach nach Verlesung des 21. Psalms:„Herr, es freuet sich der König in Deiner Kraft“ das Gebet; auch recht erbauend waren wieder die Vorträge des Altstädter Posaunenchors, welcher unter kundiger Leitung stets vorzügliches zu bieten weiß. Wie wir schon mitteilten, hatte Herr Rektor Bohnenkamp aus Minden die Festrede übernommen. Mit großer Spannung verfolgte man allseits dessen Ausführungen. Das Programm wurde auch durch vorzüglich gestellte Bilder aus dem Soldatenleben angenehm bereichert. Das in echt patriotischer Weise gefeierte Fest fand mit dem Vortrag der Posaunen von„Ich bete an die Macht der Liebe“ seinen würdigen Abschluß. ##. Der kameradschaftliche Verein Stiftberg feierte am Sonnabend den Geburtstag Sr. Maj. des Kaisers, verbunden mit der Feier des 3. Stiftungsfestes im festlich dekorierten Saale des Schützenhofes durch Konzert, Festrede und Ball. Nach Schluß des konzertlichen, von der Düngelschen Kapelle ausgeführten Teils hielt Herr Rektor Niediek Stiftberg eine zündende, von Patriotismus durchwehte Ansprache, worin er die Liebe unseres Herrschers zu seinem Volke pries. Redner zog dann die Feldzüge von 1864, 1866 und 1870/71 in Erwähnung und gedachte auch der Chinakrieger, die in treuer Hingabe für das Vaterland gekämpft haben, wobei er betonte, daß die deutsche Treue zum Vaterland weit über die Grenze hinaus auch im Auslande gelobt würde. Zum Schluß seiner Ansprache brachte Herr Rektor Niediek ein dreimaliges Hoch auf den Kaiser aus, in das alle Anwesenden jubelnd einstimmten. Hierauf folgte ein gemütlicher Ball, welcher die Festteilnehmer noch lange in fröhlichster Stimmung zusammenhielt. Im Postunterbeamtenverein„Einigkeit" fand gestern eine Doppelfeier statt; das 7. Stiftungsfest verbunden mit Kaisers Geburtstag wurde in Brinkmanns Saale begangen. Auch viele Freunde des Vereins hatten sich mit ihren Angehörigen recht zahlreich eingefunden. Herr PostSonneck. Roman von Rudolf Elcho. (2. Fortsetzung.)*—:(Nachdr. verb.) Maria Monticelli schritt in ihrem duftigen Tüllkleid und Brautschleier wie in einer weißen Wolke dahin. Aus dieser traten der Kopf und der zartgeformte Hals in edler Plastik heraus. Die Sonne übergoß ihr dunkles Haar mit flimmernden Reflexen und aus dem bleichen Gesicht, unter den schöngeschwungenen Brauen hervor strahlten die Augen wie zwei Sterne. In stiller Verzauberung schritt sie fast schwebend dahin. Ihre Bewegungen paßten sich unbewußt dem Rhythmus der von den Schulkindern gesungenen Hymne an und ihre lichte, formenschöne Erscheinung erhielt dadurch jene würdevolle Haltung, wie sie Thorwaldsen in seinen allegorischen Frauengestalten so schön zum Ausdruck bringt. Der starke Schall der Glocken erhob und durchbebte sie; ja, noch mehr, er übte auf ihr Gemüth eine den Frühlingsstürmen vergleichbare Wirkung aus. Mit dem Feierklang in ihrer Seele verband sich ein seliges Ahnen, ein Schwellen des Herzens und ein seltsames Kreisen des Bluts. Während ihrer ganzen Verlobungszeit war bei dem Gedanken an die bevorstehende Vermählung ein Gefühl leiser Bangigkeit aus den Tiefen ihrer Seele gespenstig hervorgekrochen, vor dem Klang der Riesenglocken aber verflog es. Ein seliges Erschauern rieselte ihr übers Herz und ihre Augen sahen hinter der blauen Wölbung des Himmels ein wundervolles Traumland. Die Eltern bemerkten in Marias Zügen den Abglanz einer hoffnungsfreudigen Seelenbewegung und dies gab ihnen selber ein Gefühl der Entlastung, denn es war mehr ihrer Ueberredungskunst als einer starken Herzensneigung der Tochter zuzuschreiben, daß diese sich jetzt auf dem Gang nach dem Traualtar befand. Maria hatte schaffner Tilker richtete begrüßende Worte an die Festteilnehmer und endete mit einem freudigst aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Während des Verlaufes des Festes wurden auch von Mitgliedern recht hübsche theatralische Aufführungen geboten. .* Eisenbahnarbeiter-Verein. Recht vergnügte Stunden wurden den vielen Besuchern bereitet, die gestern im Feldschen Lokale der Kaisers Geburts= und Stiftungsfestfeier dieses Vereins beiwohnten. Das Hoch auf den Kaiser brachte nach einer herzichen Ansprache der Vorsitzende aus. Von Mitgliedern wurden auch recht ansprechende theatralische Aufführungen geboten. r Im Obst= und Gartenbauverein hielt am Sonnabend abend Herr Obergärtner Strube=Felsenkeller einen sehr interessanten Vortrag über Spargelbau. Die sich hieran schließende Diskussion gab den Mitgliedern Gelegenheit, ihre gegenseitigen Erfahrungen auszutauschen. Die vom Kassierer gelegte Rechnung wurde dechargiert. Die nächste Sitzung wird voraussichtlich am 22. d. Mts. stattfinden. Herr Provinzial=Obstbaulehrer Hagemann wird in derselben über den Schnitt der Obstbäume sprechen und den Vortrag praktisch erläutern.— Bei der Wichtigkeit dieses Gegenstandes ist zahlreichstes Erscheinen der Mitglieder dringend erwünscht. * D e r M a s k e n b a l l d e r S c h ü t z e n g e s e l l s c h a f t bot auch diesmal amüsante Kurzweil. Die Beteiligung war eine sehr rege; ca. 500 Karten waren abgesetzt worden. Auf mancherlei Darbietungen dieser Veranstaltung unserer Schützengesellschaft kommen wir noch zurück. —— Das gemeinsame Turnen der Turnwarte bezw. Vorturner der einzelnen Vereine des Minden=Ravensberger Gaues hatte gestern mittag ca. 60 Turner in der hiesigen städtischen Turnhalle versammelt. Das Essen in Biermanns Saale fand eine gleich rege Beteiligung. “ Die Herforder Turngemeinde hält morgen abend wieder eine Hauptversammlung ab. *½ Im Silberkranze. Am gestrigen Sonntag konnte das Rentner Uthmüllersche Ehepaar auf Stift Berg im Kreise seiner Familie und Anverwandten die 25. Wiederkehr des Hochzeitstages feiern. Dem Jubelpaar, welchem bereits durch ein Inserat in unserer Zeitung Glück= und Segenswünsche übermittelt worden waren, gingen auch noch gestern von Nah und Fern Gralulationen zu. Hoffentlich ist es den Gratulanten vergönnt, die Glückwünsche auch nach weiteren 25 Jahren zur geldenen Hochzeitsfeier des geschätzten Paares einsenden zu können. *∆ Bohnée=Gastspiel. Der freudige Beifall, welcher Herrn Oskar Bohnée vom Kölner Stadttheater gelegentlich seines ersten hiesigen Gastspiels am Freitag abend gespendet worden war, er pflanzte sich fort, als der beliebte Gast in der gestrigen Vorstellung als Graf Trast in Sudermanns„Ehre“ die Bühne unseres Musentempels betrat. Das besondere Interesse der wieder zahlreich versammelten Theaterbesucher wandte sich natürlich Herrn Bohnée zu, dessen Bühnengewandtheit sich auch durch jede seiner Bewegungen treffend kennzeichnet, so daß man gern sein Spiel auf den Brettern, die für ihn thatsächlich die Welt bedeuten, verfolgt. Dazu kommt die überaus sympathische Sprache, über welche Bohnée verfügt. Recht Anerkennenswertes leistete auch unser Ensemble, so daß der Gesamteindruck durch nichts wesentliches beeinträchtigt wurde. Die Vertreter des Vorder= und Hinterhauses waren in guten Händen; es wurde diesmal allseits auch recht temperamentvoll gespielt. Das Stück selbst, welches ja so recht aus dem Leben schöpft, verfehlte seine Wirkung auch gestern nicht. Die Spende eines hübschen Blumenbouquetts sowie eines prächtigen Lorbeerkranzes, die der Gast in dieser Vorstellung erhielt, wird denselben jedenfalls noch lange gern an sein hiesiges Auftreten erinnern.— Am Dienstag gelangt das mit so großem Beifall aufgenommene Lustspiel„Die strengen Herren" letztmalig und zwar zu gewöhnlichen Preisen zur Aufführung. Wer sich somit einen vergnügten Theaterabend verschaffen will, versäume nicht„Die strengen Herren“ kennen zu lernen. * Die Spezialttäten=Vorstellungen im Restaurant Bürgerbräu hatten sich am Sonnabend wie auch gestern eines sehr zahlreichen Besuchs zu erfreuen. Das Gebotene fand vielen Beifall. einige Jahre zuvor einen tiefen Schmerz dadurch erfahren, daß sie ihr junges Herz an einen Unwürdigen verlor. Damals war ihr kurz nach ihrer Verlobung durch eine rachsüchtige Rivalin der unanfechtbare Beweis geliefert worden, daß ihr Verlobter sie nur heirathen wolle, um sich von einer drückenden Schuldenlast zu befreien und daß er Liebe heuchelte, wo er nicht einmal die ihr gebührende Achtung empfand. Nach dieser furchtbaren Enttäuschung war sie schwer erkrankt und als sie genas, äußerte sie die Absicht, sich in ein Kloster zurückzuziehen. Die Eltern, welche keines ihrer Kinder so sehr liebten wie Maria, zitterten vor der Ausführung dieses Entschlusses und suchten sie durch längere Reisen davon abzubringen. Und die Fülle neuer Erscheinungen, die Schönheit landschaftlicher Scenerien und herrlicher Kunstwerke, die sich ihr erschloß, ließen allmälig die Herzenswunde vernarben und weckten wieder das unter der Asche glimmende Feuer der Jugend und Weltlust. Aber ein tiefes Mißtrauen war in ihrer Seele gegen alle Bewerber um ihre Hand zurückgeblieben. Sie glaubte jetzt mit Bestimmtheit zu wissen, daß nur die Millionen ihres Vaters die Heirathslustigen in ihre Nähe lockten, nicht ihr persönlicher Werth. So war sie für ihre Eltern die ihr gern eine glückliche Zukunft gesichert hätten, zum rechten Schmerzenskind geworden, als endlich Graf Franz von Wallis in die Reihe der Bewerber trat. Nach mehreren flüchtigen Begegnungen war Maria mit diesem in einer der weihevollsten Stunden ihres Lebens zusammengetroffen— nach der Parsifal=Aufführung zu Bayreuth. Beide waren ergriffen und begeistert von dem Wagnerschen Kunstwerk und begegneten sich in der schwärmerischen Verehrung für diesen Tonmeister. Nun hatte der Graf als vormaliger Adjutant König Ludwigs II. von Bayern persönliche Beziehungen zu Wagner und er führte am nächsten Tag Maria und deren Eltern in der Villa Wahnfried ein, wo sie die freundlichste Aufnahme ** Ein Luftballon kam am Sonnabend nachmittag gegen 3 Uhr aus nordöstlicher Richtung und flog über die Stadt hinweg in der Richtung nach Süd=Westen. Bei der Stärke des Windes war seine Geschwindigkeit eine äußerst große, und hielt er sich in dem sehr klaren Gesichtsfelde kaum ¼ Stunde auf. Der Ballon, welcher von zwei Personen besetzt war, hatte hier eine Durchschnittshöhe von ca. 1000 m. Bei der klaren und reinen Luft muß die Fahrt eine höchst interessante gewesen sein. * Mit dem Legen der Geleise auf der Salzufler Chaussee für die Kleinbahn nach Vlotho ist am Freitag begonnen worden. Ober=Telegraphen=Assistent Gronau aus Dortmund wird zum 1. April er. nach hier versetzt. Rotstandsarbeiten sind jetzt von der städtischen Verwaltung eingerichtet worden und zwar wird der Wassergraben zugeworfen, der das Gartengrundstück der alten Spinnerei, woselbst der Töchterschulneubau sich erheben wird, zerteilt. Es sind bis jetzt 5 Arbeitslose dabei beschäftigt. Verhaftet wurde gestern nachmittag ein fremder Arbeiter, der im Auftrage eines andern ein Fahrrad verkauft und das Geld durchgebracht hatte. 1. Leichenfund. Aufgefunden wurde heute morgen die Leiche des seit dem 28. v. Mts. verschwundenen Steinhauers Lommers und zwar in dem Werrearm bei Kopkas Fabrik. Die Leiche wurde geborgen und von den Angehörigen ins Haus genommen. Das gestrige Suchen nach der Leiche auf mehreren Kähnen war vergeblich gewesen. = In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Blumenkohl St. 20 bis 80 Pfg., Butter Pfd.—10 Mk.. Eier Pfd. 60—65 Pfg, Wurzeln 1 Bd. 10., Sellerie 10 J, Zwiebeln 2 Pfd. 15 J, Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 Hammelfleisch 60—65#5, Nierenfett 30—50 3, Porree Bd. 5 J., Rotkohl p. Kopf 20—30 Pfg., Wirsing 20—35 J, Weißkohl 10 bis 20 J. Steckrüben St. 5 Pfg., Spinat 20 I. Aepfel Pfd. 10—20 3, Kohlrabi Bund 10 Pfg., Weintrauben Pfd. 60—70 Pfg., Wallnüsse 30—40 Pfg., Rosenkohl Pfd. 30 Pfg., Braunkohl 5 St. 10 Pfg., Bratfische Pfd. 25 Pfg. = Lenzinghausen, 1. Febr. Enttäuschung. Am 23. November vorigen Jahres veröffentlichte diese Zeitung eine Zuschrift, in welcher über die mangelhafte Postbestellung in unserem Orte Klage geführt und der Wunsch ausgesprochen wurde, daß die angedeuteten Mißstände beseitigt werden möchten. Unsere Einwohner atmeten auf in der Erwartung, jetzt inbezug auf den öffentlichen Verkehr ins rechte Geleise zu kommen. Leider haben wir eine Enttäuschung erlebt. Nur im unwesentlichsten Punkte ist eine Aenderung eingetreten. Während die beiden, nachmittags zum Postamte heimkehrenden Postboten früher zusammen gingen, wandern sie jetzt ihre Straße jeder für sich allein. Sonst ist alles beim Alten geblieben. Unsere Briefkasten sind nach wie vor Briefruhekasten, da die nach 5½ Uhr nachmittags eingeworfenen Briefe 2c. ebenso wie früher erst am folgenden Tage um 8½ Uhr abends von Spenge abgehen. Der in Lenzinghausen bestellende Postbote muß noch wie sonst den Umweg über Mühlenburg machen; den Boten nach Südspenge aber läßt man ebenso wie vorher dort vorbei gehen, ohne daß er Bestellungen macht, und in Lenzinghausen warten wir vergebens auf Besserung. Wie kommt das? Einfach so: Der Bote nach Südspenge geht, nachdem er am Morgen in Spenge Verwendung gefunden hat, erst um Mittag vom Postamte fort. Bekommt Mühlenburg aber um diese Zeit erst seine Postsachen, so liegt die Befürchtung nahe, daß von dort aus höheren Orts Beschwerde geführt wird. Da versucht man es lieber mit der altbewärten Gutmütigkeit der Lenzinghauser und läßt unser Dorf warten. Sollte es sich denn durchaus nicht ermöglichen lassen, daß morgens zeitig ein Bote, ohne vorher Umwege machen zu müssen, in Lenzinghausen die Postsachen herumbringt und nachmittags ein anderer bis zu den Posthülfsstellen geht und an der Chaussee bestellt? Wir wissen ja, daß unsere Spenger Postverwaltung nicht allein imstande ist, alle Mißstände zu beseitigen, aber sie kann doch an geeigneter Stelle darauf hinwirken, und in diesem Sinne wünschen wir ihr etwas mehr Reformfreudigkeit. fanden. Von dieser Stunde ab hatte sich ein freundschaftlicher Verkehr zwischen dem Grafen und den Monticellis herausgebildet und als jener Maria seine Hand antrug, fand er die lebhafte Unterstützung der Eltern. Maria empfand ein freundschaftliches Interesse für den Grafen, der sich als Wittwer vereinsamt fühlte und dessen Weltschmerz die Habsucht auszuschließen schien. Da er manche bestechende Eigenschaft besaß, so gab sie endlich dem Drängen ihrer Familie nach und willigte ein, Gräfin von Wallis zu werden. Nun waren die Eltern ganz von dem Bewußtsein erfüllt, ein gutes Werk vollbracht zu haben, und auf dem kurzen Gang vom Marktplatz zum Dom sagten sie sich: unsere Tochter schreitet dem Glück entgegen. Der Zug war fast ganz in die enge Lammgasse eingetaucht und von der auf dem Markt versammelten Zuschauermenge drängten Hunderte in der Hoffnung nach, der Trauung im Dom beiwohnen zu können. Der Kantor, die singenden Schulkinder und blumenstreuenden Jungfrauen waren eben am breiten Thor des Winterschen Gehöftes vorbeigeschritten, da klafften mit einem Male dessen Flügel weit auf und hervor stürmte— eine Ochsenheerde. Wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, warfen die breitgehörnten Thiere sich blindlings in den Zug hinein und erregten eine unbeschreibliche Panik. Kreischend sprangen die jungen Mädchen vorwärts, warfen die nächststehenden Gefährtinnen zu Boden und suchten sich auf den Domplatz zu retten. Die Träger des Baldachins wichen entsetzt und mit solcher Hast vor den anstürmenden Ochsen zurück, daß ihr luftiges Zelt zusammenbrach und den Bischof völlig umhüllte. Dieser wäre von dem „schwerwandelnden" Rindvieh zertreten worden, wenn nicht der seinen Händen entfallende Krummstab eine Heldenfaust gefunden hätte, die sich seiner als Waffe bediente. Holzer, der Rektor des Progymnasiums, war in * Bünde, 2. Febr. Verschiedenes. Der Arbeiter Heinrich Grothaus, der seit 1860 ununterbrochen bei der Firma Arnold Andree thätig ist, hat als Veteran der Kriege 1866 und 1870/71 an Kaisers Geburtstag den Verdienstordenerhalten. Die Auszeichnung wurde laut Tgbl. von H rrn Amtmann v. Schütz überreicht. Von der Firma hat der Gefeierte ebenfalls eine Anerkennung erhalten.— Das Spinnrad ist überall im Bezirk der Zigarrenfabrikation gewichen. Ob bei sinkender Konjunktur nicht einmal das Veraltete modern werden könnte? Im Kreise Lübbecke hat jedoch das Spinnrad noch volles Haus= und Familienrecht in einigen Bezirken. Im Winter spinnt die ganze Familie, das neunzigjährige Mütterchen und die frische Enkelin, Knechte und Mägde, freilich nur für den eigenen Bedarf. Bei ihnen gilt noch, wie die Zig. bemerkt, das Wort:„Selbst gesponnen, selbst gemacht, rein dabei ist Bauerntracht.“ * Vlotho, 1. Febr. Fradi im Zuchthaus. Der Ein= und Ausbrecher Fradi, welcher sich bisher im Bielefelder Gerichtsgefängnis befand, wurde nun gestern durch zwei Beante dem Zuchthause in Celle zugeführ. Vermischtes. Eine neue Kaiserhymne. Vielfach wird unsre preu ßische Nationalhymne als nicht mehr ganz zeitgemäß bemängelt Sie wurde bekanntlich zur Feier des Einzuges Königs Friedrich Wilhelm II. in Berlin nach seiner Rückkehr vom Kriege gegen das französische Revolutionsheer gedichtet. Eine recht hübsche deutsche Nationalhymne, die am Lagerfeuer in Südwestafrika gedichtet wurde, bringt die„Kreuz=Ztg.“. Sie lautet: Dem Kaiser. (Melodie:„Heil Dir im Siegerkranz“.) Heil Dir im Thronesglanz, Herrscher des Vaterlands, Heil Kaiser Dir! Du bist des Landes Hort, Und auf Dein Kaiserwort Lauschet die ganze Welt. Heil Kaiser Dir! Du hobst mit starker Hand Dein deutsches Vaterland Kräftig empor. Unter den Mächten all' Ragt wie ein starker Wall, Von Deiner Hand regiert, Deutschland hervor. Jeglichem Feind zum Trutz, Und jedem Freund zum Schutz Steht Deutschlands Heer. Handel und Wandel blühn, Und deutsche Schiffe ziehn, Von starkem Arm beschützt, Stolz über's Meer. Dir, edles Zollernblut, Mit der Begeist'rung Glut Huldigen wir. Lang unser Fürst zu sein, Möge Dir Gitt verleihn Zu Deines Landes Wohl. Heil Kaiser Dir! v. E. Zurückgewiesene Orden. Von den aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers durch Ordensverleihungen dekorierten Personen hat ein größerer Teil die Annahme der Auszeichnungen zurückgewiesen. Wie jetzt bekannt geworden ist, sind 27 Personen gewesen. In der Hauptsache handelt es sich hierbei um Zurückweisung des Allgemeinen Ehrenzeichens durch Lehrer, Subalternbeamte, pensionierte Postbeamte usw. Die Anklage wegen der angeblichen Potsdamer Duellrede des Kaisers ist jetzt in Potsdam dem Redakteur Paul Groll, der früher bei der„Potsdamer Zeitung" thätig Tat, ferner dem Verleger des Blattes, Buchdruckereibesitzer Fritz en, und dem stellvertretenden Vorsteher der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung, Geheimer Rechnungsrat Julius micen all der entsetzt aufschreienden und auseinander „en au der entsetzt aufschreienden und auseinal Uebenden Menschen allein der schrecklichen Situation geDüchsen. Mit dem aufgerafften Krummstabe in den Banden warf er sich den anstürmenden Zugthieren entJen u.1d brachte die Vordersten aus der Richtung. Diese sich dem Markte zugewendet, Holzer aber trieb Legenüberliegenden Thorfahrt des Kantorhauses hor mich standen zwar auch Zuschauer in Menge, die hastig ins Innere des Gehöfts zurück und nten ihnen folgen und unter der Thorfahrt einen Unterschlupf finden. Die meisten der Thiere hatten auc),# heroischer Bewegung, drohendem Aufschrei und zchorlicklichen Schlägen die ursprüngliche Richtus, Zemn, Maxkte hin aufgegeben und sich, die Lammgasse durchquerend— in das gegenüberliegende Gehöft gerettet. Nur Letzten in der Heerde drängten sich an dem energischen Patzagogen mit solchem Ungestüm vorbei, daß dieser zur Seite geschleudert wurde und der Länge nach auf den####ch stürzte. Es waren noch drei Thiere, welche hegng#grischenknäuel zu durchbrechen und den Ausgang zum#erzwingen suchten. Offenbar waren diese frevelhaft gehetzt worden, denn ihre Besitzer, zwei Viehhändler, standen in demüthigster Haltung, mit den Mützen in der Hand beim Thore und ihre Mienen schienen zu sagen: Wir sind an diesem gräßlichen Attentat schuldlos! Da die schreckensbleichen„heitsgäste in der engen Lammgasse, wegen der vom Markt nachdrängenden Menge, nicht entrinnen konnten, so wichen sie, soweit dies irgend anging, vor den anstürmenden Thieren zur Seite. Plötzlich schwang sich mit einem wilden Aufschrei ein junger Bursche auf den Rücken eines der Thiere, das ihn gerade der Braut entgegentrug. 9# 1n 8mm Et.n Maria war außer Stande, sich von der Stelle, zu bewegen. Der Schrecken hatte sie gelähmt. Schreiend waren die Gefährtinnen zurückgewichen sie stand wie Steinbach zugestellt worden. Die Genannten werden der Beleidigung der Leutnants im 1. Garde Regiment z. F. v. Goßler (Sohn des Kriegsministers) und v. Kessel(Sohn des kommandierenden Generals des Gardekorps) beschuldigt. komische Kauserhöhung findet sich in dem in Freiwaldau erscheinenden„Mährisch=Schlesischen Volksfreund“ verzeichnet. Dieses Blatt ist Eigentum der Frau Betty Titze, die dort nachttehende, mit ihrem vollen Namen gezeichnete Notiz veröffentlicht:„Ehrung. Ich erlaube mir zur öffentlichen Kenntnis zu bringen, daß ich mein Dienstmädchen Bertha Barnert am Heiligen Abend des Jahres 1901 wegen ihrer Treue in meinem Hause, wegen ihrer opfermutigen Pflege während meiner schweren Erkrankung und wegen ihrer Verdienste gegenüber meinem Hausstande zur Stütze der Hausfrau erhoben habe und sich dieselbe heute„Fräulein Bertha Barnert, Stütze der Hausfrau im Hause der Frau Betty Titze" zeichnet.“ Die Kaiseryacht„Hohenzollern“, die bekanntlich auf der Fahrt nach Amerika begriffen ist, erhielt Befehl, anstatt der Insel St. Lucia, wo gelbes Fieber herrscht, St. Thomas anzulaufen. Der erneute Krosigkprozeß findet, da noch zahlreiche Zeugenvernehmungen zu erledigen sind, erst Anfang März statt. Marten wird etwa acht Tage vorher nach Gumbinnen übergeführt werden. Golde verhungert. Vor einigen Tagen starb in W. bei Allenstein die Rentiere K., die im Gelde thatsächlich verhungert ist, an Entkräftung. Daß die bis zum Geiz sparsame Frau Geld gespart habe, wußte Jeder, daß sie aber den lathenden Erben 300000 Mk. hinterlassen werde, daran hatte wohl keiner geglaubt. An einem Hering und einigen kalten Kartoffeln aß die Frau, die ein hohes Alter erreicht hat, oft zwei bis drei Tage. Drahtlose Telegraphie. Nach einer Meldung aus Kuxhafen ist es dort gelungen, mit einem Apparat nach System Ssaby=Arco nach Esbjerg an der Westküfte von Dänemark, d. h. auf eine Entfernung von 220 Kilometern, drahtlos zu telegraphieren. Standesamtsnachrichten für den Kreis Herford. Stadt Herford. Nachrichten vom 21. Jauuar bis 1. Februar 1902. Geburten: Ein Sohn: dem Schuhmacher Friedrich Blanke, Handarbeiter Heinrich Kronshage, Arbeiter Ernst Querl, Bügler August Wörmann, Maurer Wilhelm Stocksieker, Uhrmacher Theodor Zimmermann, Bügler Heinrich Beugholt. Eine Tochter: dem Maurer Friedrich Held, Fabrikarbeiter Hermann Tielking, Kolonssohn Auaust Schnier, Tischler Heinrich Wittland. Aufgeboten: Schlosser Georg Abt und Näherin Charlotte Riemann, Schneider Rudolf Thiele und verwitwete Arbeiter Wilhelmine Hühnerhof, Fabrikarbeiter Gustav Schröder und Näherin Emilie Hepmann chließungen: Fabrikarbeiter Jonni Beyle und verwitwete Ziegelarbeiter Marie Schlaak, Geschäftsführer Heinrich Hofmann und Gehilfin Henriette Berg. Former Aug. Cruse und geschiedene Steinbildhauer Sophie Grimmer, Fabrikarbeiter Adolf Tolksdorf und Fabrikarbeiterin Auguste Bödeker. Sterbefälle: Curt Breder 7 Monat, Auktionator Hermann Hensen 54 Jahre, Kaufmann Meyer Spiegelberg 84 Jahre, Minna Stüker 5 Monat, Lehrer Friedrich Humke 21 Jahre, Arbeiter Heinrich Heese 31 Jahre, Amalie Becker 9 Monat, Schüler Carl Danielmeyer 13 Jahre, Ehefrau Emilie Mennicke 28 Jahre, Carl Brune 1 Monat. Eine Tochter: Gäriner Heinrich Hahn, Svenge. Kolon August Niederbiermann, Lenzingheusen. Nu= Arb. Heinrich Haubrock, Spenge.(Zwillinge) Fab.=Arb. Wilhelm Niederschirgs, Spenge. Gärtner Carl Lampe, Spenge. Seidenweber Gottlieb Pott, Spenge. Aufgeboten: Handarbeiter Heinr. Hocker, Spenge und Zig.=Arb. Witwe Louise Röthemeier geb. Ellerbrock, Svenge. Tischler Witwer August Althoff, Lenzinghausen und Handarbeiterin Witwe Marie Wellenkötter geb. Kreft, Spenge. Zig.=Arb. Witwer Heinrich Manter, Spenge und Zig.=Arb. Anna Schröder, Spenge. Sterbefälle: Kind Wilhelm Schleef, Spenge, 25 Tage alt. Zig.=Arb. Kaspar Heinrich Menhoff, Leuzinghausen, 24 Jahre alt. Familien=Nachrichten. Verlobt: Anna Niebuhr mit dem Domänenpächter Gustav Meier zu Eißen in Lippe(bei Heepen). Bexten(bei Schötmar). Gestorben: Charlotte Wessel, 83 Jahre, in Detmold, Friedrich Bartling, 74 Jahre, in Lemgo, Wilhelm Ronsiek, 80 Jahre, in Schildesche, Gerichtsvollzieher Wilhelm Düwelhenke, 33 Jahre, in Alverdissen, Anna Haukötter geb. Kottenkamp, Auguste Diestelkamp geb. Diekmann, 28 Jahre, Schuhmachermeister Wilhelm Halle, 69 Jahre, Heinrich Ellerbrock, 88 Jahre, Kaufmann Gustav Nebeling, 59 Jahre, und Theodor Rautert, 4 Jahre, in Bielefeld, Friedrich Müller, 66 Jahre, in Niederbecksen. Briefkasten der Redaktion. Zu den Stadtverordnetenwahlen. Das uns heute gegen mittag hierzu gewordene Eingesandt bringen wir in der nächsten Nummer. W. S. Die Gemeinde kann unter diesen Umständen nicht zum Ausbau des betreffenden Weges gezwungen werden; alle Schritte in dieser Angelegenheit sind vergeblich. oo. Das Fest findet nur im Kreise der betr. Beamten statt; weitere Einladungen können nicht erfolgen. Nach Mennighüffen Nr. 1002.„Eine diesbezügliche Abschrift ist nicht zu erhalten. Course der Berliner Börss. Mitgeteilt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges Herford, 1. Februar 1902. 91.20 3% Preuss Consols 3½%„ 101.80 3% Deutsche Reichsanleihe 91.30 3½%„„ 3% Westf. Prov.-Anl. 3½%„„ „ Bielef. Stadtanleihe 4% Hamb. Hypotheken101,80 88.75 9930 103.60 102,90 99.40 Pfandbriefe 1900 4% Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 100.— 4% Meining. Hypoth.100.— 2080 Pfandbriefe 1900 Deutsche Bank-Akt. Dresdener Credit-Anstalt Disc. Commandit-Akt. 188,90 A. Schaaffhausen'scher Bv. 121,60 Gelsenkirchener Bergw.Aktien 172,80 Hibernia Bergw.-Aktien 163.80 p e n e r d t 6. 1 6 6, 9 0 Wien. Gummi-Akt. 308.— Phönix Bergw.-Aktien 144,80 Bankdiscont 3½% Tendens: fest. Harpel Harb. Amt Spenge. Vom 1. bis 31. Januar 1902. Geburten ein Sohn: Wegewärter Wilhelm Brand, Hücker=Aschen. Seidenweber Heinrich Dreier, Lenzinghausen. Werkmeister Hermann Heitbrink, Spenge. Heuerling Wilh. Sahrhage, Spenge. Heuerling Heinrich Grundmann, HückerAschen. Heuerling Gustav Schaaf, Spenge=Mühlenburg. Tischlergesell. Hermann Niehaus. Svenge. Meteorologische Station Witterungsbericht vom 3. Februar. Höchste Temperatur des Vortages: 0,30. Niedr. Temperatur in der Nacht: 0,1°. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 0,6°. 11 1 50 „ 9——„„*„ Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 755,7 mm. Tägliche Niederschlagshöhe:— mm Wind: Mäßiger N0. Himmel: Bewölkt. Voraussichtliches Wetter. 4. Febr. Bei mäßigen südöstlichen Winden und geringer Wärmezunahme bewölkt; leichte Niederschläge nicht ausgeschlossen. gewurzelt mitten in der Gasse. Mit weitaufgerissenen Augen und halbgeöffnetem Munde starrte sie in das erregte Gesicht des plötzlich vor ihr aufgetauchten Reiters. Schon meinte sie, die Hornspitze seines schwerfälligen Reitthieres auf ihrer Brust zu fühlen, da pfiff eine Gerte durch die Luft, der auf die Nüstern getroffene Ochse wich links aus und von seinem Rücken glitt der Reiter herab. Nun stand er der zitternden Marie so dicht gegenüber, daß sein heißer Odem ihre Wange streifte. Mit funkelnden Augen sah er sie an und rief;„Dir soll nicht wohl werden auf meiner Mutter Platz, verlaß' Dich drauf!“ In der nächsten Sekunde war der schreckliche Mensch verschwunden und ein Tumult entstand in ihrer Nähe. Maria sah nicht mehr, daß ihr Verlobter den kühnen Reiter erfaßte, daß die Offiziere mit ihren Säbeln die Ochsen an die Wand drängten uno zum Stehen brachten, ihr flimmerte ein Funkenregen vor den Augen und schwankend suchte sie einen Halt an der Schulter ihrer Schwester. Die Schwächeanwandlung ging bald vorüber und als sie nach einigen tiefen Athemzügen wieder um sich sah, bemerkte sie, daß der ehrwürdige Bischof sich wieder erhoben hatte. Die Friedensstörer waren verschwunden und ihre besorgten Verwandten und Freunde umdrängten sie. Auf alle Fragen nach ihrem Befinden hatte sie nur ein dankbares Lächeln zur Erwiderung, bis der Graf von Wallis besorgt hinzusetzte:„Wirst Du Dich auch stark genug fühlen, den Gang zum Dom fortzusetzen, oder sollen wir die Hochzeit verschieben? (Fortsetzung folgt.) anFür Februar und März werden noch jetzt in unseren Agenturen sowie bei den Briefträgern Bestellungen auf die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ entgegengenommen. Verlag und Redaktion. Zur Amerikareise des Prinzen Heinrich. Berlin, 3. Febr. Das Geschenk des Kaisers an Miß Roosevelt besteht in einem goldenen, mit Diamanten reich verzierten Schmuckkästchen, das inmitten des Deckels ein Miniaturbildnis des Kaisers und auf dem Grunde das kaiserliche Monegramm trägt. Die Geschenke an die den Ehrendienst bei dem Prinzen Heinrich thuenden Offizieren bestehen in goldenen und silbernen Zigarren= und Zigäretten=Etuis mit dem Monogramm des Kaisers. Hofrat Salzmann hat bereits mit zwei Mundköchen die Reise nach Amerika angetreten, um alles für das Gala=Diner auf der„Hohenzollern“ vorzubereiten. New=York, 3. Febr. Die Reiseronte des Prinzen rich beträgt über 8000 km. holländische Friedensversuch Haag, 3. Febr. Wie verlautet, bleiben die Burenführer festkentschlossen, alle Friedensverhandlungen ohne Gewährung völliger Unabhängigkeit ab zulehnen. Maßnahmen der russischen Regierung. Kattowitz, 3. Febr. In sämtlichen russischen Zollämtern ist ein vom russischen Finanzminister unterzeichneter Ukas des Zaren eingetroffen. Danach wird den Zollbeamten zur Pflicht gemacht, sämtliche aus Deutschland kommenden Waren einer besonders gründlichen Prüfung zu unterziehen. Sturm im Kanal. London, 3. Febr. Der Sturm im Kanal dauert sont Die Verbindungen mit dem Festlande sind noch unterbrochen. Zur Lage auf Kuba. New=York, 3. Febr. Nach hier vorliegenden Meldungen esehenh au der Juick Hobda nchze roße Schneefälle. albgen### 3. Febr. In der schwäbischen Alb und im Albgau sind unter heftigen Stürmen schwere Schneemassen niebergegangen. Der Bahnbetrieb ist streckenweise unterbrochen. Verantwortlicher Reda kteur: Baul Sattler, für den Inseratenteil ver autwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. (Redaktion und Expedinon: Bräderstraße 21, am un Todes-Anzeige. Sonnäbend Vormittag 1½ Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden meine innigstgeliebte treusorgende Gattin und Mutter Emilie Mennicke 365 : geb. Stock im Alter,von 28 Jahren, welches tiefbetrübt anzeigen Carl Mennicke, Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. d M., nachmittags 3¼ Uhr, vom Trauerhause, Hollandstr. 34, aus statt. Todes-Anztige. Am Sonnabend nachmittag um 3 Uhr verschied nach kurzen schweren Leiden unser inniggeliebter Sohn und Brude: im Alter von 5 Jahren, welches wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrübt anzeigen.* Die trauernden Eltern: August Redeker und Frau Die Beerdigung findet am Mittwoch nichmittag um 3 Uhr vom Trauerhause Frühernstrasse aus statt. 39b Eisenbahnbéamtenverein. Die Beerdigung der Ehefrau unseres Vereinsmitgliedes des Herrn Wagenmeister Meunta# findet am Dienstag nachmittag 3½ Uhr, vom Trauerhause, Hollandstr. 34, aus statt. Um recht rege Beteiligung wird gebeten. 40b Der. Vorstand. C HOLESCHNTTE SE STRICHATZUNGE R-D NUTOTTPIER-SAIANS ½8 STEREOTTPIEN. Carl Kind Bielefeld, Obernstn 22 Wohnungen Stellungen (Wer eine Wöhnung zu vermieten hat oder mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Wohnung von 3 Räumen n der Nähe der Gefangenenanstalt sifort gesucht. Näheres bein Herrn Gastwirt A. Schulze. Hansobrücke.(6730 Beamtenfamilie, 1 Kind, sucht zum von Preise von 350—400 Mk. Offerten unter Th. G. 100 an die Expedition dieser Zeitung erbeten 38b5 Cntitie, Peeind,(acht zul a Wohnung o 4 Räumen mit Zubehör, im Preiss von 3 Räumen mit Stallung u. Land umzugshalber verl, Abril zu vermieten. 6740 Heinr. Hilkerbäumer, Altst. Felom. 8. Eine Wohnung von 5 Zimmernmit Zubehör im Dachgeschoß zum, 1. Aptil zu vermieten. 148 6433 Enaerstraße 588. Einf. möbliertes Zimmer mit Morgenkaffee zu beimiesen. 465 Jüdenstr. 20. Zum 1. Okt. d. J. inn die meines Hauseszge d. L. 9 anderiet weitig zu verm en. 554 Kleine. Wohnung 5 Räume zum1 April zu vermieten. Preis 220 Mark. 607a Steinstraße Nr. 22. Zeine Herrenwohung frei. 2 Freiheit 5a parterre. Wohmung— Dienstmädchen. Frau Erwin Koch. (Stellungs=Gesuche und=Angebote inseriert man mit Erfolg in der Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Suche auf sofort einen Schneidergesellen 135 H. Haddevhorst. Elverdisserstraße 370. 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Es liegt im Interesse der Kinder, die überhaupt einmal unsere Schu'e besuchen sollen, daß sie gleich der untersten(IX.), spätestens der VII. Klasse(3. Schuljehr) zugeführt werden. Anmeldungen zu allen Klassen nimmt der Unterzeichnete Montags und DounerStags von 11—12 Uhr in seinem Amtszimmer im Schulgebäude entgegen Erforderlich sind dabei: der Geburtsschein, der letzte Impfschein, sowie bei Schüler nnen, die bereits eine Schule besucht haben, das letzte Zeugnis. Die Anmeldungen werden möglichst bald erbeten. 618a Der Direktor: Siebert. Königl Preuss. 206. Klassen-Lotterie. Die Erneuerung der Loose zur 2. Klasse hat mit Vorlegung des Vorklassenlooses, bei Verlust des Anrechts, bis zum 4. Februar, abends 8 Uhr, planmäßig zu geschehen. Wesse., Königl. Preuß. Lotterie=Einnehmer Modersohn,„„„ 487a * Restaurant„Jägerhof. srtct Vollständig neu renoviert,# Echt Münchener Löwenbräu u. 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Jebruar, vormittags 11 Uhr, werde ich in Hollwiesen bei Plotho eine gut erhaltene DampfDreschmaschine öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. 115 Reflektanten wollen sich zur festgesetzten Zeit bei der Ed Krüger'schen Mühle in Hollwiesen b. Blotho versammeln. 30. Januar 1902. Prosowski, Gerichtsvollzieher. Turngemeinde Herford. Laupt=Versammlung am Dienstag, den 4. Februar 1902 1. 3. 4 6. Um 155 nach dem Turnen. Tagesordnung: Bericht der Kassenprüfer. Aufnahme. Jahresbericht. Wahl der Abgeordneten zum Gautage. Haushaltsetat. Eingänge. zahlreiches Eescheinen ersucht Der Tururat. Turngemeinde Herford(e. V.) Unser diesjähriger Maskenball findet am . S o n n t a g. d e n 9 F e b r u a r e r, im alten großen Saale des Schützenberges statt, wozu wir unsere Mitglieder hierdurch einleden. Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Mitslieder und eingesalene Damen haben freien Zutritt. Nichtmitglieder haber nur Zutritt, wenn sie durch Mitglieder eingeführt werden und beträgt das Eintrittsgeld für eingeführte Herren Mk. 2.00. Zuschauerkatten.„ 0 50. Der Tururat. Zur gefl. Beachtung: Die Farten für die Mitglleder der Frauenabteilung sowie die Karten für die eingeladenen Damen sind weiß. Die Karten der Mitglieder sind grün. Zu obigem Feste ist der alte große Saal der Turngemeinde übe lassen. 335 I. V.: Obermann. Major. feiert seinen diesjährigen(551 Maskenball mit grosser Preisverteilung und Ueberraschungen am Sonnabend, 8. Februar, abends 8 Uhr, in Brockmann’sBerggarten. - Karten sind bis 8. Febr, abends 7½ Uhr, im Vereinslokal(H. Kemner) abzuholen. Der Vorstand. Weinklub Herford. Montag, 10. Febr., nur, einmaliges Gastspiel vor Fritz Ungers burtem Theater. „Berliner Original-Uberbrett!“. 1k 1. Teil: Eine Soireé bei von Wolzogen. 2.„ Das bunte Theater. 3.„ Ein Cyclus lebender Lieder(a la Krolls Oper). Mitwir) Die Damen: Tavary, Kittel, Aslé, Könnemann, Wagner, Unger kende:1 Die Herren: Fink, Alexander, Strauss, Thiemann, Ungel. Beginn 8 Uhr. Eintrittspreis: Nummerierter Sperrsitz 1,50 Mk., Abendkasse# Mx Vorverkauf nur bei Herrn Frese, Kastellan des Weinklubs. Turnverein Jahn. * findet am Sonntag den 9. Februar in den Lokalitäten des Herrn Adolf Schulzestatt. Anfang nachmittags 6 Uhr. Abends 12 Uhr große Preisverteilung an die besten Masken. Einlaßkarten sind bis zum 9. Februar, nachmittags 6 Uhr im Vereinslokal bei Herrn Adolf Schulze, sowie bei den Mitgliedern zu haben.(653a Die Preise sind im Schaufenster der Wwe. Weinberg, Bäckerstraße, ausgestellt. Komitte. Stiftberger Turnerbund Unser diesjähriger großer PreisMaskenball findet am Sonnabend, 8. Februar, in beiden Sälen des Herrn Tiemeyer statt. Die Musik wird ausgeführt von der Düngelschen Kapelle. Anfang abends 8 Uhr. (245 Der Vorstand. NB. Karten sind vom Vereinswirt Tiemeyer abzuholen. Garderobe befindet sich im kleinen Saale. Stadtheater in Herford Bürger=Verein. Direktion: Josef Zwenger. Dienstag, 4. Februar; Zum unwiderruflich letzten Malé. Auf vielfachen Wunsch: Novität Novité Die strengen Herren Lustspiel in 3 Akten von Blumenthal u. Kadelburg. Gewöhnliche Preise. Musik von der Kapelle de Herrn Düngel. Kassenöffnung 7½ Uhr. 345 Anfang 8½ Uhl In Vorbereitung: Novität: Wenn man in Dunkeln küßt. Ferner Sensations=Novität. Stürmischer Lacherfolg Platz den Frauen Die Direktion. Herforder Verband, (Privat=Feuerversicher.=Verein Am Mittwoch, 5 Februat nachmittags 3 Uhr, findet in Herford im ev. Ver einshause ein 665 Außerordentliche Generalversammlung statt, ze welcher die Mitgliede ernedenst eingeloden werden. Laar, d u 28 Januar 1902. Das Direktorium: Mever=Heinrich. a. (chem. rein) a Pfd.=0 Pfg. 6 Pid. 3 Mk. 646 Heinrich Nolting. Grottensteine empfiehl“ 368 M Grundmann, Platten hie bei