Teleph.Anschl. Versoro,engerwbabors Teleph.Anschl. N 20 Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Ebonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mark bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Freitag, 24. Januar. Inserats werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford,] 1902, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Eine bemerkenswerte Auslassung des Kaisers wird aus Berlin mitgeteilt. In Anbetracht der großen Arbeitslosigkeit hat der Monarch nämlich den Wunsch ausgesprochen, daß die aus Anlaß seines Geburtstages geplante Illumination der öffentlichen Gebäude 2c. möglichst eingeschränkt werde, und die hierfür bestimmten Gelder vielmehr nach Möglichkeit zu wohlthätigen Zwecken verwen det werden möchten. Dieser Wunsch des Kaisers ist den verschiedenen Stadtverwaltungen und Behörden mitgeteilt worden, und in der That haben zahlreiche Verwaltungen beschlossen, in diesem Jahre von einer Illumination abzusehen und einen ensprechen den Betrag der Armenverwaltung zu überweisen. Die sozialpolitische Debatte im Reichstag. Der Reichstag setzte gestern die zweite Lesung des Etats beim Etat für das Reichsamt des Innern, Titel„Staatssekretär“, fort, nachdem zuvor der Präsident Graf Ballestrem den Eingang der Interpellation des Grafen Hompesch u. Gen. (Ztr.) betr. Aufhebung des Jesuitengesetzes angezeigt hatte. Zum genannten Etatstitel ist außer der schon gestern mitge.#1, teilten Resolution von Bassermann u. Gen. betr. Vorlegung 61/8, von Uebersichten über die Arbeitsverhältnisse in den Betrieben gegeides Reiches und der Heeresverwaltung noch eine Resolution ktun Ze Abg. Roesicke(wildlib.) und Dr. Pachnicke(freis. Vernigung) eingegangen, die um baldige Vorlegung eines 5 D besetzentwurfes ersucht, wonach Kommunalverbände durch die 33 sandeszentralbehörde zur Errichtung und Unterhaltung von chf., Irbeitsnachweisen angehalten werden können. Abg Basserser 30 hann(natl.) bezeichnet von neuen sozialpolitischen Maß— jähmen als besonders wichtig die Sicherung der Forderungen „ D e r B a u h a n d w e r k e r, d i e O r d n u n g d e r g e w e r b l i c h e n K i n d e r Illlle Tarbeit, die Ausfüllung der Lücke zwischen Kranken= und Unfalld. Vosversicherung, die Fürsorge für Arbeiter=Witwen und Waisen, den Erlaß eines Regulativs für die Wahlen zum Gewerbegut ssericht, die Regelung der Arbeitszeit der Kellner und Kell„Kerinnen, die Einführung der Mindestruhezeit im Binnenschiff508fahrtsgewerbe, die Einführung kaufmännischer Sonder= und ourtn Schiedsgerichte. Auch die Verhältnisse der Bureaugehülfen bei so Rechtsanwälten bedürften der Regelung. Eine der wichtigsten ren) Aufgaben sozialer Gesetzgebung sei ferner die Schaffung von Arbeitsnachweisen. Redner bemängelte die laxe Handhabung des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb, forderte die siokamckelegentliche Zuziehung von Handwerkern bei den Kammern inig für Handelssachen und wandte sich dann der Frage des Frauenstudiums zu. Er hielt es für verkehrt, daß Frauen D erst vom 12. Lebensjahre ab zum Besuche des FrauengymEhasiums zugelassen werden und meinte, über den Widerstand rwhgff: er Männerwelt gegen das Frauenstudium werde die Zeit —— Tagesordnung übergehen. Auch solle man den rauen die Bethätigung an sozialpolitischen Arbeiten „###nd die Teilnahme an politischen Vereinen und Versammlungen U P ezmöglichen. Mit einem der sozialen Gesetzgebung freundlichen leichstage werde hoffentlich die Regierung die augenblicklich chwebenden Fragen lösen können. Abg. Fischer(soz.) #delte den mangelnden Eifer des Zentrums in sozialpolitischen Lingen. Grade in der Zeit der Krisis müßte die soziale Lesetzgebung fortgesetzt werden. Agrarische Bereicherung und avierEchein=Sozialreform kennzeichnen unsere Gesetzgebung. Der Einfluß des Zentralverbandes zeige sich in Möller's Beurteilung sonatls Minister. In der 12000 Mk.=Angelegenheit sei Herr igardon Woedtke das unschuldige Opferlamm gewesen. Staatsndsenkretär Graf Posadowsky verteidigte die Maßnahmen der Liedekegierung betreffs der Berichte der Gewerbeinspektoren gegen lngriffe des Vorredners und bemerkt, für die Politik, die hüle L'trieben werde, sei nicht ein einzelner Beamter verantwortlich, Herreldern die Gesamtheit der verbündeten Regierungen. Am hülgsUsvau des Arbeiterschutzes werde mit allen Mitteln gearbeitet. a seber die Verhältnisse im Ausverkau swesen sei eine Umfrage ich pc#geleitet. In Betreff des neuen preußischen Handelsministers n Oeyst'ge man abwarten, welche Haltung er in verantwortlicher rassellg#ellung einnehmen werde. Abg. Roesicke=Dessau(wildlib.) Kmnte, in sozialpolitischer Hinsicht brauchten wir auf den se„„Oettbewerb des Auslandes nicht so viel Rücksicht zu vehmen, kasche..„. Begenteil, sozialpolitische Anordnungen machen uns (:t#rrenzfähiger. Er verlangt schnelleres Fortschreiten auf stalpolitischem Gebiete und bemängelt die Angaben des en Fra##satssekretärs über die Zahl der Arbeitslosen. Abg. Beckhztichnudburg(fr. Vp.) trat wie schon in früheren Jahren für Vogelzu hocltz ein. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, der na„gFuische Botschafter in Paris habe den Auftrag erhalten, auf .##ternationale Vogelschutz=Konvention hinzuwirken. Heute ah#rd die Beratung fortgesetzt Interpellation wegen des Jesuitengesetzes. Im Reichstage ist gestern die Interpellation des Zentrums wegen des Jesuitengesetzes eingegangen. Die Interpellation ist von dem Abgeordneten Grafen Hompesch und Genossen eingebracht und lautet: Am 1. Februar 1899 hat der Reichstag einen Gesetzentwurf, betreffend die Aufhebung des Gesetzes über den Orden der Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872, sowie einen Gesetzentwurf, betr die Aufhebung des§ 2 dieses Gesetzes beschlossen. In der Uebersicht der vom Bundesrat gefaßten Entschließungen über die Beschlüsse des Reichstages aus der ersten Session der 10. Legislaturperiode bis zu dem Monat Dezember 1900 ist dem Reichstage mitgeteilt, daß die Beschlußfassung des Bundesrates über die beiden Gesetzentwürfe noch aussteht. Wir richten an den Reichskanzler die Frage: 1. Liegt ein Beschluß des Bundesrates in dieser Angelegenheit auch heute nach Verlauf von drei Jahren seit der Beschlußfassung noch nicht vor? und wenn nicht, 2. Aus welchen Gründen hat der Bundesrat die Fassung einer Entschließung auf den genannten Beschluß des Reichstages bis jetzt verzögert? 3. Gedenkt der Herr Reichskanzler eine solche Entschließung noch vor Beendigung der gegenwärtigen Tagung des Reichstages herbeizuführen? Deutschland und England. Wie die Londoner„Daily Mail“ aus Berlin erfährt, machte die deutsche Regierung der englischen Regierung erneute Vorstellungen wegen der fortgesetzten Oeffnung deutscher, für die deutsch=südwest=afrikanischen Kolonien bestimmter Briefe, die trotz des seitens der britischen Regierung ausgesprochenen Bedauerns wiederholt erfolgte. Zum Duell bei Springe. Wie jetzt nachträglich gemeldet wird, hat der Kaiser dem Vater des im Duell erschossenen Landrats v. Bennigsen, dem vormaligen Oberpräsidenten der Provinz Hannover, ein in den herzlichsten Worten abgefaßtes Beileidstelegramm gesandt. Gefangennahme eines englischen Generals wird jetzt erst nachträglich bekannt: Berlin, 23. Jan. Der englische General Callington hat sich, wie der„Tgl. Rundsch.“ aus dem Haag telegraphiert wird, mit seinem Stabe um Weihnachten in den Magaliesbergen nahe bei Pretoria an Delarey ergeben müssen. Es ist schon zu glauben, daß Lord Kitchener diese Hiobspost um Weihnachten absichtlich verschwiegen hat, da er ohnehin schon genug englische Mißerfolge zu berichten hatte, die seinen Landsleuten die Weihnachtsfreude gründlich verdarben. Herforder (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen un werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 24. Januar. Den Bau einer elektrischen Bahn betreffend. Wir haben schon mitgeteilt, daß die hiesige Elektrizitätsfirma Bokelmann und Kuhlo mit den Arbeiten für das hiesige Elektrizitätswerk beauftragt ist und daß mit den Arbeiten unverzüglich begonnen werden soll, da bekanntlich das Werk schon im September in Betrieb genommen werden muß, weil ja um diese Zeit auch der Bau des neuen Bahnhofsgebäudes beendet sein muß, wofür dann von der Stadt das elektrische Licht abzugeben ist. Herford wird auf diese Weise in den Stand gesetzt, sich auch den hier durchfahrenden Fremden im besten Lichte präsentieren zu können. Hoffentlich wird es dann auch möglich, die gewonnene elektrische Kraft für andere der Allgemeinheit zu Gute kommende Betriebe zu verwenden. Wir meinen den Bau einer elektrischen Bahn nach Bünde, um auf diese Weise diese industriereiche und stark bewohnte Gegend immer mehr dem Verkehr zu erschließen. Diese uns aus unserem Leserkreise gewordene Anregung haben wir gern aufgenommen, um sie hiermit der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Jedenfalls würde eine derartige Bahn sich als ganz rentabel erweisen. Da auch den in Betracht kommenden Gemeinden: Sundern, Eilshausen, Lippinghausen, Hiddenhausen und Doberg wie auch Bünde große Vorteile durch die Anlage einer elektrischen Straßenbahn erwachsen, werden dieselben wohl auch ihrerseits durch Aufbringung von Geldmitteln dazu beitragen, daß die Ausführung eines derartigen Projekts leichter in die Wege geleitet wer kann. Im Interesse des in Betracht kommenden Teiles des Herforder Kreises wäre dies sehr zu wünschen. ** An der Unterführung von der Hansabrücke nach der Kleinbahn sind nun die Arbeiten soweit gediehen, daß bis zum völligen Durchbruch der Unterführung nur noch eine Strecke von ca. 8 m fehlt. Bis Ende März hofft man die Arbeiten beendet zu haben. Gestern abend verbreitete sich das Gerücht, daß durch Verschütten mehrerer Arbeiter bei den Unterführungsarbeiten ein größeres Unglück geschehen sei. Wie wir an Ort und Stelle erfuhren, hatte sich glücklicherweise kein derartig betrübender Vorfall ereignet. ## Postverkehr an Kaisers Geburtstag. Am Montag, am Geburtstage des Kaisers, ist der Postdienst in Herford in derselben Weise wie an den Sonntagen geregelt. #½ Das Gestühl in der neuen reformierten Kirche wird von der Quest'schen Möbelfabrik hier bezogen. Herrn Quest ist gestern der Auftrag zur Lieferung geworden. *. In der Vogelwelt regt es sich bei der anhaltend warmen Witterung bereits. Die kleine Vogelschaar, welche ihre alten Wohnstätten bei uns während der Winterzeit nicht verlassen hatte, fängt an zu kirren und zu zwitschern und fliegt vergnügt von Haus zu Haus und von Baum zu Baum, wo ihr auch Freund Starmatz einen Gegengruß entbietet. Aber nicht allein die Vogelwelt wird durch die warme Frühlingsluft zu neuem Leben angespornt, auch die Pflanzenwelt regt sich. An vielen Pflanzen wollen die Knospen aufbrechen. In einem Obstgarten an der Mindenerstraße steht bereits ein Birnbäumchen in Blüte. Daß außer Schmetterlingen uns auch schon Maikäfer überbracht wurden, ist bei der warmen Witterung nicht zu verwundern. *à Theater. Gestern gab es einen recht vergnügten Theaterabend. Schönthans Lustspiel„Cornelius Voß“, das überaus lustig und reich an komischen Einfällen ist, wurde gegeben und unterhielt die Besucher wieder aufs Beste. Die Aufführung ging ja auch im allgemeinen recht flott von statten. Zum Erfolge des Stückes trug besonders Frl. Weinberger bei, welche die reizend=naive„Paula“ temperamentvoll und anmutig gab. Das Spiel des Herrn Werth würde um vieles gewinnen, wenn derselbe größeres Gewicht auf eine gute Aussprache legen würde, wie dies stets von Herrn Winkelmann geschieht, der gestern den„Kabinettsrat“ in den verschiedenen Situationen treffend zu charakterisieren verstand. Frl. Zwenger als„Baronin“ zeichnete sich in ihrer Rolle durch vornehme Haltung und angemessene Sprache aus. Die übrigen Rollen hatten ebenfalls ganz gute Vertreter; Herr Lange als „Sekretär“ war besonders in der Szene originell, als er den Kabinettsrat„in die Tinte ritt". Die Besucher nahmen die einzelnen Akte mit vielem Beifall auf.— Am Sonntag gelangt„Die Löwenbändigerin von Paris“ zur Darstellung. * Die Bielefelderstraße wird im kommenden Frühjahr auf 200 m Länge und zwar bis km 30,4 mit Kleinpflaster versehen werden. Im nächsten Frühjahr erfolgt die Fortsetzung der Pflasterung. Es ist erfreulich, daß endlich seitens der Provinz für die bessere Instandsetzung dieser Straße etwas geschieht. 1 Konzessionserteilung. Herrn Wirt Büscher aus Bielefeld, der die ehemals Richtersche Schankwirtschaft erworben hat, ist zur Führung derselben die Konzession erteilt worden; ebenso dem Nachfolger in der Cordsmeyer'schen Wirtschaft, Herrn Sewing aus Schildesche. .: Die Tellersammlungen in öffentlichen Versammlungen, die bisher als Kollekten angesehen wurden und ohne Genehmigung verboten waren, sind nach den neuesten Rechtsprechungen des Kgl. Kammergerichts nicht mehr als solche J7. Falsche Einmarkstücke befinden sich hier Diese Falschstücke fühlen sich fettig an und sind leichter wie die echten. Sie tragen die Jahreszahl 1899.— Ebenso fursieren seit einigen Monaten in West= und Süddeutschland falsche Reichskassenscheine zu 20 Mk. Auf die Ergreifung der Verfertiger und wissentlichen Verbreiter dieser falschen Scheine hat die Reichsschuldenverwaltung 1000 Mr. sobdeung u Anglücksfal in der Unckenbodshen Fahrik wird noch folgendes bekannt: Der Brauereiknecht Vogt von Gütersloh hatte in diesen Tagen in Herford zu thun und wollte eben vor dem Hause, des Herrn Unckenbold abladen. In demselben Augenblick, da Vogt vom Wagen absprang, rollte ein mehr als 60 Liter haltendes Bierfaß ihm nach und fiel ihm auf den Rücken, wodurch er schwer verletzt wurde. Enger, 23. Jan. Wittekind= und KriegerDenkual. Wie wir erfahren, sind für dieses, hier zu erbauende Denkmal die Geldmittel bereits in so reichem Maße vorhanden, daß in der nächsten Zeit mit dem Bau des Denkmals begonnen werden kann. In der nächsten Woche findet nochmals eine vereinigte Versammlung der beiden hiesigen Militärvereine statt, um endgiltig betreffs dieser Denkmalsfrage Beschluß zu fassen. Enger, 24. Jan. Schützengesellschaft. In der gestern abend in Brüggemanns Lokal stattgefundenen Generalversammlung wurden in den Vorstand wieder= bzw. neugewählt die Herren G. Koch, Oberst, Aug. Beckmann, Haupt mann, Fritz Hamspohn, Oberleutnant, Wilh. Weiß, Unterleutnant, Heinr. Brüggemann, Fahnenträger, sowie Aug. Kronsbein und Heinrich Gehring, Fahnenbegleiter. Der Kassierer wurde nicht umgewählt. Das Schützenfest findet am 5., 6. und 7. Juli bei Deuker statt. Wie der Oberst mitteilte, will Herr Deuker einen Scheibenstand erbauen lassen. Die Einnahme schließt mit 1168,72 Mk., die Ausgabe mit 1035,30 Mk. ab, so daß ein Ueberschuß von 133,42 Mk. verbleibt. Der Oberst schloß die Versammlung mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Maj. den Kaiser. tt Enger, 23. Jan. Konsumverein. Am nächsten Sonntag, nachmittags 3 Uhr, findet eine außerordentliche Generalversammlung des hiesigen Konsumvereins in Kleines Restaurant hier statt. Die Tagesordnung ist wie folgt: 1. Revisionsbericht und 2. Festsetzung resp. Genehmigung der von dem Lagerhalter zu leistenden Kaution. =e Hiddenhausen, 23. Jan. Ziegenzuchtverein. Am Mittwoch fand im Saale des Herrn Gastwirt Wortmann die Generalversammlung des Ziegenzuchtvereins für das Kirchspiel Hiddenhausen statt. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung um 9 Uhr und gab einen kurzen Ueberblick über die Thätigkeit des Vereins in diesem Jahre. Darauf wurde dem Kassierer Entlastung erteilt, und der Schriftführer erhielt das Wort zu einem Vortrage. Letzterer gab in demselben eine Uebersicht über den heutigen Stand der Ziegenzucht und gedachte der Männer, welche unentwegt mit Wort und That die Ziegenzuchtbestrebungen gefördert haben. Im weiteren Verlaufe seines Vortrages zeigte er, nach welchen Gesichtspunkten die Prämiierung der Ziegen bei Ausstellungen erfolgt, und durch welche Merkzeichen man sich über das Alter der Ziegen Gewißheit verschaffen kann. Sodann wurde beschlossen, eine Ziegenversicherung für Mitglieder des Vereins ins Leben zu rufen. Eine Versammlung, behufs Gründung einer solchen, wird Ende Februar stattfinden. * Bünde, 23. Jan. Zum Unglücksfall. Ueber den bereits gemeldeten Unglücksfall des Hilfsrangiermeisters Mickmack wird dem Tgbl. noch berichtet, daß das schreckliche Unglück beim Abspringen von der Maschine infolge des schlüpfrigen Nebelwetters entstanden ist. M. rutschte aus, fiel auf das Geleise, wo ihm ein Arm und Bein buchstäblich abgefahren wurden, so daß der Bedauernswerte, der nach dem Unfall ins Bünder Krankenhaus transportiert wurde, in Lebensgefahr schwebt. Dr. Fix legte an der Unfallstelle den ersten Notverband an. M. stand kurz vor seiner Anstellung. #s Löhne, 23. Jan. Für die Buren. In der Generalversammlung des Rauchklubs„Einigkeit" wurden 5 Mk. für notleidende Burenfamilien eingesammelt. Weitere Beträge werden gern von der Redaktion dieses Blattes angenommen. * Blotho, 23. Jan. Todesfall. Gestern nachmittag ist Frau Amtmann Brüggenschmidt, welche seit einigen Tagen leicht erkrankt war, plötzlich an Herzlähmung gestorben. Die Verstorbene erreichte ein Alter von nur 38 Jahren. Jedenfalls wird die Beisetzung der Leiche in der Brüggenschmidtschen Familiengruft in Bochum stattfinden. Aus Provinz und Nachbarstaaten. ilt Oeynhausen, 23. Jan. Schöffengericht. In der gestrigen Sitzung kamen noch folgende Strafsachen zur Verhandlung: Der Pächter Bruno D. sollte dadurch groben Unfug begangen haben, daß er von der Veranda des Hotels „Zum Pavillon“ Biergläser auf die Straße geworfen haben sollte. Er mußte wegen Mangel an Beweisen freigesprochen werden.— Der Tabaksreisende Franken hier hatte gegen den Tabaksreisenden M. zu Bremen Privatklage wegen Beleidigung erhoben. M. hatte Widerklage erhoben. Das Urteil lautete gegen M. auf 200 Mk. bzw. 20 Tage Gefängnis. F. erlangte Freisprechung.— Der Ziegeleiverwalter Georg D. zu Dehme ist angeschuldigt, von April bis Oktober v. I. junge Leute unter 16 Jahren über 10 Stunden beschäftigt zu haben, wofür er 50 Mk. Geldstrafe bzw. 5 Tage Haft erhielt.— Der vorbestrafte Tischler Gustav R. zu Hannover wird beschuldigt, am 16. August 1901 den Schaffner Ludwig Schnekendick zu Hameln auf dem Bahnhofe Löhne beleidigt zu haben. Es wurde auf 15 Mk. Geldstrafe bzw. 3 Tage Haft erkannt. — Aus der Haft vorgeführt wurde sodann der Friseurgehilfe Abraham R. aus Hamburg, dem zur Last gelegt wird, am 6. Januar dem Viehhändler Vorreuter einen Ueberzieher entwendet zu haben. Das Urteil lautete auf 3 Wochen Gefängnis, wovon eine Woche für die Untersuchungshaft angerechnet ist. — Der Arbeiter Heinrich Th. zu Mellbergen sollte dadurch groben Unsug verübt haben, daß er am 16 Oktober, nachmittags, mehrere Stunden vor dem Stationsgebäude in Oeynhausen in einem zur Beförderung von Kranken zu benutzenden Wagen geschlafen hatte, weshalb gegen ihn eine 2tägige Haftstrafe verhängt war. Die hiergegen beantragte richterliche Entscheidung hatte keinen Erfolg.— Der frühere Vierverleger Aug. H. zu Niederbecksen wird beschuldigt, am Abend des 29. November den Kaufmann Wilh. Brandt zu Oeynhausen körperlich mißhandelt zu haben. H. mußte wegen Mangel an Beweisen freigesprochen werden. □ Wulferdingsen, 23. Jan. Gründung einer Ein= und Verkaufsgenossenschaft. Wie Herr Faltz bekannt giebt, findet am Sonnabend abend 6 Uhr im Blaseschen Lokale hier eine Versammlung behufs Gründung einer Ein= und Verkaufsgenossenschaft statt. Referent ist Herr Kornhaus=Verwalter Zimmermann aus Minden. Alle Interessenten sind zu dieser Versammlung eingeladen. * K o b l e n z, 2 3. J a n. R a u b a n f a l l. Z w i s c h e n Pfaffendorf und Horchheim wurde gestern abend von drei Strolchen auf den Buchhalter eines Bauunternehmers ein Raubanfall gemacht und 8000 Mk., die zur Lohnzahlung bestimmt waren, geraubt. Der Buchhalter sowie zwei Begleiter wurden durch Schüsse verletzt. Die Thäter entflohen. Vermischtes. Säbel=Affaire. Großes Aufsehen erregt in Zittau die blutige Säbel=Affaire, die sich nachmittags zwischen dem Leutnant Rose vom dortigen sächsischen Infanterie=Regiment Nr. 103 und dem Kaufmann Richard Häbler in dessen Wohnung abgespielt hat. Der Leutnant besuchte in der Nacht zum Samstag ein Caféhaus und saß dort mit einer Dame und einem anderen jungen Mann an einem Tischchen, als Häbler herantrat und die Dame— angeblich eine Kellnerin aus einem anderen Café— mit Redensarten belästigte. Rose verbat sicht das, es gab einen kurzen Wortwechsel, und als Häbler auf die Dame weiter einsprach, rief ihm der Leutnant zu:„Sie sind ja besoffen!" Darauf applizierte Häbler dem Offizier, welcher Zivilkleidung trug, eine schallende Ohrfeige. Ohne ein Wort zu sagen, stand Leutnant Rose auf, verließ das Lokal und ließ sich durch den Kellner Ueberzieher, Hut und Stock nachbringen. Diese Szene hat nun am Sonntag nachmittag das eingangs erwähnte Nachspiel gehabt. In voller Uniform erschien Rose in der Wohnung Häblers und erklärte ihm kurz, er sei gekommen, um für die ihm angethane Schmach Revarche zu nehmen. Dann zog er sofort seinen Säbel und hieb auf Häbler ein Dieser wehrte natürlich die Schläge so gut es ging ab und es entstand ein Ringen, während dessen der ziemlich kräftige Häbler wiederholt versuchte, dem kleinen und noch sehr jungen Offizier die Waffe zu entreißen. Inzwischen waren auch auf die Hilferufe der etwa 14 jährigen Tochter Häblers Hausbewohner herbeigeeilt; man telephonierte auch zur Polizei. Als diese erschien und die noch immer um die Waffe Ringenden trennte, hatte Häbler an den Armen und am Kopf durch Säbelhiebe mehrere blutende aber ungefährliche Wunden erlitten. Er wurde von einem Arzt verbunden, während sich der Offizier sofort zum Regimentskommandeur begab. In dessen Wohnung hat noch am Sonntag abend ein Ehrenrat der Offiziere des Regiments stattgefunden Leutnant Rose wird sich demnächst vor dem Militärgericht in Dresden zu verant worten haben. * L u s t i g e s A l l e r l e i. B o s h a f t. C o m m i s v o y a g e u r: „Ist heute in ihrem Neste was los?— Gastwirt:„Im Volksbildungsverein ein Vortrag, der Sie gewiß interessieren wird.“ — Commis voyageur:„Worüber?“— Gastwirt:„Ueber moderne Flugtechnik.“ Das Neueste. Nachtwächter(der nachts einen Studenten auf dem Trottoir liegend findet):„Stehen Sie doch auf, was thun Sie denn hier?"—„Ich... ich... nehme ein Mondbad.“ Berlin. 21. Jan. Heu und Stroh. Richtstroh 7,66—6,82 Mk., Heu 6,00—8,20 Mk. London, 23. Jan. Die Bank von England setzte den Bankdiskont auf 3½ Proz. herab. Briefkasten der Redaktion. oe. Wenn irgendmöglich, ja. Besten Dank für das Gesandte. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 24. Januar Höchste Temperatur des Vortages: 7,8°. Niedr. Temperatur in der Nacht: 3,0°. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 3,0“. 11„„: 6,0% Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 752,4 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 1,0 mm Wind: Schwacher SO. Himmel: Heiter. Telegrammr und Telephonische Meldungen. Die Amerikareise der„Hohenzollern". Gibraltar, 24. Jan. Die Kaiseryacht„Hohenzollern“ ist hier eingetroffen. Kommandant Graf Baudissin begab sich unter dem Salut der Landbatterie an Land und besuchte den Gouverneur. Die„#ohenzouern“ setzte alsdann die Reise nach Newyork fort. Reichstagswahl. Bückeburg, 24. Jan. Bei der gestern stattgehabten Reichstagswahl erhielt Graf Reventlow(deutsch=sozial) 3004, der Gegenkandidat Acchitelt Demmig(freis.) 2978, Reichenbach(Soz.) 1605 Stimmen. Obwohl das Resultat aus zwei kleinen Bezirken noch aussteht, ist eine Stichwahl zwischen Reventlow und Demmig zweifellos. Zur Lage in China. Tientsin, 24. Jan. Der dem Kommando der deulschen ostasiatischen Besatzungs=Brigade zugeteilte Leutnant Mutius ist auf einem Patrouillenritt in der Nähe von Chunliangcheng, 16 Meilen östlich von hier, von Räubern durch einen Schuß in die rechte Schulter schwer verletzt worden. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sattler, für den Inseratenteil verantwortlich: Geora Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. Redak tionn. nedition Brüderstraße 21 am Gehrenberg]. Die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ ist für den Kreis Herford das wirksamste Insertionsorgan. Treue um Treue. Ein Roman aus Transvaal von Ferdinand Runkel. 37. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) So wurde der ganze Tag mir einem hinhaltenden Gefecht ausgefüllt. Die Engländer gingen vor, erhielten Feuer, zogen sich zurück, sammelten Kräfte und drangen von Neuem vor, um wieder zurückgeschlagen zu werden. Plötzlich tauchten wie aus der Erde gewachsen auf dem großen Spionkop rothe Röcke auf, und nun überschütteten die Engländer von dieser überhöhenden Stellung aus das kleine Flankendetachement mit vernichtendem Feuer. Die Buren und Europäer aber waren weit entfernt, sich dadurch beirren zu lassen. Sie deckten sich und hörten vollkommen auf zu schießen, bis die Engländer zum Sturm ansetzten und in tollem Lauf den großen Kop herunter rannten. Da erst wurde geschossen mit großer Ruhe und mit großer Schnelligkeit. Viele erreichten das kleine Querthal, daß die Spitzkopjen von dem großen Kop trennte, nicht, wenigstens nicht lebend, sondern sie schossen in gewaltigen Kopfsprüngen herab, um nicht wieder aufzustehen. Als das Maximgeschütz bemerkte, daß die Flankenstellung Burgers bedroht war, verschwand es von seiner Stellung, um mit einer Rechtsschwenkung auf einem Hügel aufzufahren, der das Querthal abschloß, in dem die Engländer stürmten. Sofort begann die Maschinerie zu spielen, und die Engländer ließen nun von den Kopjen ab und wandten sich gegen das Maximgeschütz. Das verstanden die Buren aber falsch, Krolikowsky zog seinen riesigen Säbel und nun ging es, nachdem ein furchtbares Feuer eröffnet war, zum Angriff vor, dem die schon geschwächten und durch das Laufen außer Athem gelangten englischen Soldaten nicht standhielten, sie gingen einfach zurück. Es wurde in aller Ruhe weiter geschossen, bis die Nacht hereinbrach und Krolikowsky sich dann zum General begeben mußte, um die Befehle für den nächsten Tag zu erhalten. Dort erfuhr er, daß der Feind auf allen Punkten zurückgeworfen sei und sich weit hinter dem Tugelaufer gelagert habe. Schalk Burger lud den Veldcornet ein, bei ihm im Zelte zu schlafen, und der Pole streckte sich hin und ruhte so sanft, als ob er den ganzen Tag über seine Rinderheerden gewartet, seine Schmetterlinge aufgespannt und seine Käfer aufgespießt habe. Schon am frühen Morgen des nächsten Tages war er wieder unterwegs, weil ihm der rechte Flügel mit seinen unübersichtlichen Kopjen Sorge machte. Er ritt weit herum und zuerst auf den großen Spionkop, wo eine Menge Leichen englischer Soldaten lagen. Dann kam er zu den Deutschen. „Guten Morgen, meine Herren!" begrüßte er sie. „Guten Morgen, Herr Kamerad“, antwortete der Stabsoffizier und schüttelte dem Polen die Hand. „Nun, wie ist es Ihnen ergangen?“ „Ganz gut. Wir haben in der Nacht einen kleinen Angriff zu bestehen gehabt, der uns leider zwei Kameraden raubte, Herrn von Bommersheim und Herrn von Brüsewitz.“ „So? Das thut mir aber unendlich leid.“ „Ja, die beiden Herren haben ihre Schuld, die sie in der Heimath auf sich geladen haben, wie ehrliche Soldaten gesühnt. Brüsewitz ist durch einen Schuß in den Kopf direkt todt, und Bommersheim starb vor einer Stunde. Der arme Teufel wollte mir immer und immer etwas gestehen, aber er konnte nicht mehr sprechen, er war zu matt, und wenn er Athem holen wollte, pfiff es aus seiner Lungenwunde wie aus einem zerstochenen Blasebalg. Ich fragte ihn, ob er sein Gewissen entlasten wolle, da nickte er. Da sagte ich ihm, er solle doch sprechen, ich würde alles aufschreiben. Ob er ein Unrecht gethan habe, fragte ich weiter, da nickte er sehr heftig und sehr leidenschaftlich, er wollte sprechen, er bewegte auch die Lippen, aber es war nichts zu verstehen. Schließlich preßte ich ihm einen Bleistift in die Hand, schob ihm meine Brieftasche unter und hier, sehen Sie, was er geschrieben hat. Es ist fast nicht zum lesen, denn der Tod führte schon selber den Stift.“ Krolikowsky nahm das Blatt an sich und las die Worte: „Rieneck unschuldig.“ Er war tief betroffen und murmelte vor sich hin: „Das kann nur unser Rieneck sein.“ Unser Rieneck?“ fragte der Stabsoffizier.„Wieso? Es ist jedenfalls der Graf Woldemar Rieneck, der in einem Falschspielerprozeß eine nicht unbedeutende Rolle spielte, sich dann aber den Gerichten durch die Flucht entzog. Kommen Sie her, Krolikowsky, da sehen Sie unsere Buren mit Spaten, wir wollen unsern Freunden den letzten Dienst erweisen und ihnen ein ehrliches Soldatengrab schaufeln.“ Sie gingen hin, wo unter einer hohen Akazie die beiden deutschen Edelleute friedlich nebeneinander lagen. Nun knieten sie bei den Leichen nieder und nahmen aus ihren Taschen alles, was sie darin vorfanden, Brieftasche, die übliche Postkarte mit dem letzten Gruß, die jeder zu sich steckt, bevor er ins Feuer geht, und die wie ein Heiligthum gehalten und von den überlebenden Kameraden befördert wird. Krolikowsky untersuchte die Taschen des gefallenen Bommerheim genau uno zog aus seiner Joppe unter dem Patronengürtel eine Brieftasche hervor, durch die das tödtliche Geschoß durchgeschlagen und dann den Weg in die Brust des Todten gefunden hatte. Es wurde alles, von dem man glaubte, daß es für die Angehörigen der Todten Werth hätte, bei Seite gelegt, dann schaufelte man ein tiefes Grab, bedeckte die Gesichter der Leichen mit ihren Taschentüchern, damit die Erde nicht direkt darauf fiel, hüllte sie dann in ihre Friesmäntel und schüttete mit einem kurzen Gebet die Gräber wieder zu. Danach wurden die Sachen untersucht, und Krolikowsky fand zu seiner Ueberraschung, daß der Gefallene nicht Bommersheim, sondern von Selbold geheißen habe. In der Brieftasche fanden sich neben vielem anderen auch ein Schriftstück, das ein offenes Bekenntniß des unglücklichen Falschspielers über seine mit Fuchs begangene That enthielt. Darin war Rienecks hochherziges Einspringen für den Prinzen hervorgehoben, und der nunmehr Todte schloß mit einer rührenden Bitte um Verzeihung und um Uebergabe seines Bekenntnisses an den Geschädigten. Krolikowsky besprach die Angelegenheit mit dem Stabsoffizier, der erst eine gewisse Entrüstung nicht unterdrücken konnte, dann aber doch wie segnend die Hand auf die frischen Gräber legte. Fortsetz Bunfolgt. Danksagung. 514a Allen denen, die das letzte Geleit unserm lieben Sohne und Bruder gegeben haben und für die vielen Kranzspenden, insbesondere dem Herrn Pastor Oetting für die trostreichen Worte am Grabe, dem Gesangverein Lyra und dem Jünglingsverein zu Stiftberg sprechen wir unsern tiefgefühlten Dank aus. Die Familie Ellersiek. Zur Karneval-Saisen Beilage zur Deutschen Dorf=Zeitung. Amtlicher Anzeiger der Königlichen Ansiedelungskommission für die Provinzen Westpreußen und posen. 1902. — I Anfragen Ansiedelungslustiger über die Ansiedelungsbedingungen, Lage, Preis und Bodenbeschaffenheit der einzelnen Güter, Reiseweg und sonstiges sind zu richten an die „Königliche Ansiedelungskommission zu Posen, die darauf nähere Auskunft erteilt. Amtlicher Teil. Die Erleichterungen für den Eigentumserwerb, die dem Käufer einer Ansiedlerstelle von der Königlichen Ansiedelungskommission gewährt werden, sind folgende: 1. Der Grund und Boden braucht nicht mit Kapital bezahlt zu werden, sondern wird gegen eine jährliche Rente von höchstens 3 pCt. der fiskalischen Selbstlosten zu Eigentum überlassen. 2. Zum Aufbau der Gebäude und zur Beschaffung des Inventars muß der Erwerber das festgesetzte Vermögen selbst besitzen, doch können ihm unter Umständen dazu tilgbare Darlehen(sogenannte Ergänzungsdarlehen) bis zum Höchstbetlage von ¼ des nachgewiesenen eigenen Vermögens zu 3½ Prozent Zinsen gewährt werden. 3. Vor der Rentenzahlung werden 1 bis 3 Freijahre gewährt. 4. Der zuziehende Ansiedler wird mit seinem Umzugsgute von der nächsten Bahnstation unentgeltlich mit Gutsgespann abgeholt und in vorhandenen Gutsgebäuden vorläufig untergebracht. 9. Beim Aufbau und bei der ersten Bestellung hilft die fiskalische Gutsverwaltung ihm, soweit nötig, durch unentgeltliche Gespannleistungen; Baumaterialien, namentlich Ziegelund Feldsteine, werden zu billigem Selbstkostenpreise überlassen. Wer nicht selbst aufbauen will, kann auch fertige Gehöfte gegen Zahlung der Selbstkosten übernehmen. Der Ansiedler, der im ersten Jahre wegen des Gehöftbaues noch nicht selbst ernten kann, erhält bis zur ersten Ernte— abgesehen vom Saatgut— Mund= und Wirtschaftsvorrat für sich, seine Familie und sein Vieh nach den dafür erlassenen äheren Bestimmungen unentgeltlich. Bei Uebernahme der 7 geden Ernte gelten die bezügl. Vereinbarungen. dun# ssung von Obstbäumen für die neuen Stellen erfolgt ge. Ansiedelungskommission unter Uebernahme von Ausiarleichterung der öffentlichen Lasten werden den neuen Wert#ergemeinden unentgeltlich Grundstücke überwiesen, deren Soweit I 5 Prozent der aufgeteilten Gutsfläche beträgt. Kirchen d Ansiedelungskommission die Erbauung neuer forder:" Schulen aus Anlaß der Besiedelung für erStaate getug#####; werden die erstmaligen Baukosten vom Sohnrey, die das g“ die kleine Schrift„Bauernland“ von Heinrich Einsendung von ungswesen zutreffend schildert und gegen Wohl nerstr. Neue Auslegung. Die Herrschaft Rombschin, bestehend aus dem Rittergute Rombschin mit dem Vorwerk Au gustenhof und den Nebengütern Mrowinictz, Neudorf und Kozlonka, sowie das in unmittelbarem Zusammenhange mit Rombschin gelegene Bauergrundstück Kozlonka und das Mühlenetablissement Rudamühle in Größe von zusammen rund 2599 ha, ist zur Besiedelung in 60 Stellen von verschiedener Größe ausgelegt. Das Hauptgut Rombschin ist Eisenbahnstation der Linie Rogasen—Inowrazlaw, hat eine Postagentur, ist von der Kreisstadt Wongrowitz 9, von dem Flecken Leckno 7 und von dem Städtchen Mietschisko, welches Bahnstation der projektierten Eisenbahnlinie Posen-Janowitz—Bromberg werden soll, 6 km entfernt, während das Vauerngrundstück Kozlonka und die Rudamühle etwa 1 km von dem in Aussicht genommenen Bahnhofe Mietschisko entfernt liegt. Der Boden der Feldmark besteht zumeist aus einem leichten aber tragfähigen Sandboden. Zwischen dem Gutshofe Rombschin und dem Vörwerk Augustenhof legt sich der bessere Boden an, welcher vorherrschend aus tiefgründigem sandigem Lehm mit Uebergang zum lehmigen Sand auf Lehm= und Mergeluntergrund besteht. Die drainagebedürftigen Flächen sind drainiert. Die Kosten der Drainage sind in den Anrechnungswerten enthalten. Das Wiesenverhältnis ist ein günstiges. Mehr als ein Viertel der gesamten Fläche ist mit Holz bestanden. Eine dreiklassige Schule befindet sich in Rombschin; eine weitere evangelische Schule soll in Kozlonka oder Rudamühle errichtet werden. Die evangelische Kirche befindet sich in Wongrowitz, 9 km Landweg und Eisenbahnverbindung. Christlich-vaterländischer Männerverein. Am Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 6 Uhr, im evangelischen Vereinshause: Geburtstagsfeier Majestät des Kaisers, bestehend aus Festansprache(Herr Kantor Wilke), gemeinsamen Gesängen, Vorträgen des Posaunenchors und des gemischten Chors, Deklamation und Aufführung des patriotischen Festspiels: „Veteranentrene“. ir Vaul R. Lehnhard. st einem Familiengliede freien Zutritt; Pfg. Eintrittsgeld. 477a Der Vorstand. s-Gymnasium Herford. 27. d. Mro., 11 Uhr, eburtstages Sr. Majestät des ein Festaktus statt. Hierzu beSchüler und Freunde der Anstalt erar 1902. 5224 direktor: Prof. Dr. Windel. fts- und Realschule. Montag, den 27. d. Mts., um ittfindenden lät des Kaisers der Schule, sowie die Eltern unserer en. 540a Der Direktor: Dr. Droysen. r Krieger-Verein. sfeier Sr. Majestät des n 26. d. M., beim Kameraden en 3 Uhr im Vereinslokal. n 5136 Der Vorstand. Restaurant Preisschießen. e.. 7 sehr wertvolle Preise. ein Die Unternehmer. eutscher Verein andelsleute u. Verufs=Inleressenten am 5274 Januar, beginnend abends 8 Uhr, ggartens sein tungs=Fest, agsfeier Sr. Majestät des Kaisers and Königs. r werden hierdurch freundl. eingeladen. Festkarten findet am Sonnabend, den s von 3—5 Uhr im Vereinslokale ter, Unter den Linden, statt. Der Vorstand. A.: Johannes Dupré-Dübbers. 1. Schriftführer. 44 Nr. der Stelle Ungefähre Größe Jährliche Rente pro Hektar Mk. Erforderliches und nachzuweisendes Gesamtvermögen— einschl. Anzahlung— Mk. Mitverkaufte Gebi de. Aus dem in Spalte 4 angeg#onen Betrage sind die mit der Stelle käuflich erworbenen Gebäude zu bezahlen. 2. 4. ziehen ist. delungskommtn sinv zu richten an die Königl. siedelungstommesston in Posen(Mühlenstr. 12a). An4 5 6 8 9 10 11 12 13 21,70 19,70 19,70 21.— 17,80 18.20 15,60 23 50 12,60 23 30 28,10 27,40 25,90 20.46 21,58 21,14 20,°8 22,11 19,3 21.25 19.53 19.25 19,99 15,86 15,37 18.45 8 000 7 500 7.500 8 000 7 000 7000 6 000 8 500 4 500 S 000 S 000 8 000 8 000 ½ Scheune, 1 Schafstall. Stull, Speicher, Scheune. 1 Schafstall m. Häckselkammer, Scheune. Inspektorhaus, Stall, Scheune. ord. fer. ar: erin Akten rdt. kannt Uhr. aison. zerlin hrt. ing. geben. Alles Nähere.„Kahfeld 6. Noltina, Gobfeld. Stätte=Verkauf Eine in der Altstädter Feldmark h#Lene schöne Besitzung besteaus einem Wohnhaus lank rca 10 Scheffelsagt Ackeraüns.##l umziehungshalber unter Nauu den Bedingungen durch meine Amittlung verkauft werden. I####nin hierzu findet am 29. bein. a" d. J., nachmittags 4 Uhr dies Gastwirt Breder, Elverstatt. verdissen, im Januar 1902. " G. L i n n e n b r ü g g e r. 500 Ordens=Dekorationen: Hans Oestreich, Bielefeld Overnstraße 37. 500 S ce Gemeinde. Sonntag, den 26. d. M morgens 8½ Uhr: ottesdienst in der reformierten Kirche. 5344 Hülsenfrüchte als ganz vorzüglich weichkochend, empfiehlt billigst. 489a Kunkel, Bügelstr. 4. la. Harzkäse (vorzüglich durchgohren) 4 Stück 10 Pfg. 509 Heinrich Nolting. la. Harzkäse empfiehlt (fett und vilant) 489a B. Kunkel, Bügelstr: Zöglings-Abteilung. Laut Beschluß der Hauptversammlung vom 9. d. M. das Turnen der Zöglinge Mittwoch, sondern jeden abend statt und beginnt pünkrlich um 8½ Uhr abends. Neuanmeldungen werden auch daselbst entgegen genommen 428a Der Turnrat. Wer Stelle sucht verlange die Alg. Vakanzen=Liste, Mannheim. Sensations=Novität! Die strengen Herren. Luspiel in 3 Akten von Oskar Blumenthal und G. Kadelburg. Direktion. Kriegerverein Schweicheln. Kaisers *Geburtstags-Feier Sonntag, 20. Januar, nachmittags 4 Uhr, bei Wirt Klömker. 502a Turngemeinde Herford (e. V.). Sonntag, den 20. d. Mts., abends 8½ Uhr: Fest=Kommers zu Ehren des Geburtstages Majestät des Kaisers und Königs im Vereinslokale Fr. Biermann, wozu die Mitglieder und Freunde de Vereins hierdurch eingeladen werden. Der Curnrat. 5394 Hiddenhausen. Sonntag den 20. d. M. feiert der Männer=Gesangverein Kaisers=Geburtstag im Saale des Herrn Wirt Biermann durch Tanz. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein(498a Der Vorstand. Für Sattler und Polsterer. Polsterhede liefern jedes Quantum zu billigen Tagespreisen. Proben zu Diensten. 5234 Davidsohn& Bad Oeynhausen. Der heutigen Auflage unserer Zeitung liegt„Neues Bauernland Nr. 1 bei. 5364 Aus Provinz und Nac It Oeynhausen, 23. Jan. Sck der gestrigen Sitzung kamen noch folg Verhandlung: Der Pächter Bruno D. Unfug begangen haben, daß er von der „Zum Pavillon“ Biergläser auf die Str sollte. Er mußte wegen Mangel an Be werden.— Der Tabaksreisende Franken Tabaksreisenden M. zu Bremen Privatkle erhoben. M. hatte Widerklage erhoben. gegen M. auf 200 Mk. bzw. 20 Tag langte Freisprechung.— Der Ziegeleiver Dehme ist angeschuldigt, von April bis Leute unter 16 Jahren über 10 Stunden Die„Herforder Z Treue um Tr Ein Roman aus Transvaal von Fer Nr. der Stelle mann, Fritz Hamspohn, Oberleutnant, Wilh. Weiß, Unterleutnant, Heinr. Brüggemann, Fahnenträger, sowie Aug. Kronsbein und Heinrich Gehring, Fahnenbegleiter. Der Kassierer wurde nicht umgewählt. Das Schützenfest findet am 5., 6. und 7. Juli bei Deuker statt. Wie der Oberst mitteilte, will Herr Deuker einen Scheibenstand erbauen lassen. Die Einnahme schließt mit 1168,72 Mk., die Ausgabe mit 1035,30 Mk. ab, so daß ein Ueberschuß von 133,42 Mk. verbleibt. Der Oberst schloß die Versammlung mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Maj. den Kaiser. -tt Enger, 23. Jan. Konsumv Sonntag, nachmittags 3 Uhr, findet Generalversammlung des hiesigen Konst Restaurant hier statt. Die Tagesordnur Revisionsbericht und 2. Festsetzung rest von dem Lagerhalter zu leistenden Kauti =e Hiddenhausen, 23. Jan.— ein. Am Mittwoch fand im Saale Wortmann die Generalversammlung de für das Kirchspiel Hiddenhausen statt. öffnete die Versammlung um 9 Uhr und Ueberblick über die Thätigkeit des Vereit Darauf wurde dem Kassierer Entlastu Schriftführer erhielt das Wort zu einem gab in demselben eine Uebersicht über de Ziegenzucht und gedachte der Männer, u Wort und That die Ziegenzuchtbestrebun Im weiteren Verlaufe seines Vortrages z Gesichtspunkten die Prämiierung der Zie erfolgt, und durch welche Merkzeichen Alter der Ziegen Gewißheit verschaffen k beschlossen, eine Ziegenversicherung für eins ins Leben zu rufen. Eine Versam dung einer solchen, wird Ende Februar * Bünde, 23. Jan. Zum Une den bereits gemeldeten Unglücksfall des Mickmack wird dem Tgbl. noch berichtet, Unglück beim Abspringen von der Maschi rigen Nebelwetters entstanden ist. M. 1 das Geleise, wo ihm ein Arm und Be fahren wurden, so daß der Bedauernsn Unfall ins Bünder Krankenhaus tran Lebensgefahr schwebt. Dr. Fix legte ar ersten Notverband an. M. stand kurz# #s Löhne, 23. Jan. Für die Generalversammlung des Rauchklubs 5 Mk. für notleidende Burenfamilien ei Beträge werden gern von der Redaktion nommen. * Blotho, 23. Jan. Todesfal ist Frau Amtmann Brüggenschmidt, welc leicht erkrankt war, plötzlich an Herzläh Verstorbene erreichte ein Alter von nur falls wird die Beisetzung der Leiche in schen Familiengruft in Bochum stattfinde wofür er 50 Mk. Geldstrafe bzw. 5 Tage Haft erhielt.— Der vorbestrafte Tischler Gustav R. zu Hannover wird beschuldigt, am 16. August 1901 den Schaffner Ludwig Schnekendick zu Hameln auf dem Bahnhofe Löhne beleidigt zu haben. Es wurde auf 15 Mk. Geldstrafe bzw. 3 Tage Haft erkannt. — Aus der Haft vorgeführt wurde sodann der Friseurgehilfe Abraham R. aus Hamburg, dem zur Last gelegt wird, am 6. Januar dem Viehhändler Vorreuter einen Ueberzieher entwendet zu haben. Das Urteil lautete auf 3 Wochen Gefängnis, wovon eine Woche für die Untersuchungshaft angerechnet ist. — Der Arbeiter Heinrich Th. zu Mellbergen sollte dadurch * L u s t i g e s A l l e r l e i. B o s h a f t. C o m m i s v o y a g e u r: „Ist heute in ihrem Neste was los?— Gastwirt:„Im Volksbildungsverein ein Vortrag, der Sie gewiß interessieren wird.“ — Commis voyageur:„Worüber?“— Gastwirt:„Ueber moderne Flugtechnik.“ Das Neueste. Nachtwächter(der nachts einen Studenten auf dem Trottoir liegend findet):„Stehen Sie doch auf, was thun Sie denn hier?"—„Ich... ich... nehme ein Mondbad.“ 01 □ und „** Ungefähre Größe ha 2. Jährliche Rente pro ha Mk. 19.50 21 90 22,50 18,70 18,70 10,90 4.20 7.40 5,90 20,30 18,10 15.— 13,90 13,30 12,50 13,90 13.90 13.40 11,70 12,60 12,90 10,90 12.10 13.60 12,20 13,40 510.— 4.40 0,40 0.90 0.30 2522 34,70 29.40 25.— 11.40 17,50 18,90 13.60 14,40 5,50 75,10 4.80 6,70 1.— 69.30 15.— 15,95 19,83 18.50 19,11 33.— 34,93 37,13 35,72 33.— 24 53 27,50 34,38 .— 30,94 35,72 30.50 33.— 28,88 27.50 23.85 22.5 28,38 30.25 30.25 26,13 24,75 14,21 eric 88,50 Erforderliches und nachzuweisendes Gesamtvermögen— einschl. Anzahlung— Mr. Mitverkanfte Gebäude. Aus dem in Spalte 4 angegebenin Betrage sind die mit der Stelle käuflich erworbenen Gebäude zu bezahlen. 4. 6 041 7137 8 663 6 633 6 000 5 500 3 000 4 000 3 500 8 000 7000 6 000 6 000 6 000 5 500 6 000 6 000 6 000 5 500 5 500 5 500 5 000 5 500 6 000 5 500 6000 182 776 (Rombschin) rennerei 2 200 Armenstelle Wohnhaus. 17,90 17,49 13.42 14.13 27.50 18.31 21,78 16,61 13,94 (Ruda 10.73 Mü 8 549 7 800 8 258 7·011 5 000 6 000 6 798 5 448 5 776 ie2 14 6 674 Krug(Ruda) 19,88 10.47 1.27 3 500 15 690 16 422 Schafstall. Wohnhaus. ½ Scheune. Restgut, Gutshaus, Küchengebäude, Wohnhaus, Stall u. Schuppen, Molkerei mit Anbau, Inspektorwohnhaus, Speicher, Scheune, Scheune, Pferdestall, Hühnerst., Pumpe(b. d. Molk.), Pumpe(Pferbestall), Wohnhaus, Forsthaus. Vorlänfig unvergebbar, Wohnhaus. Scheune. Pferdestall, Viehstall. Wohnhaus. Scheune. Inspektorhaus mit Stallanbau. Insthaus, Schweinestall, Stall. Insthaus, Stall. Vorläufig unvergebbar. Wohnbaus mit Anbau, Küche, Scheune, Pferdestall, Schmiede, Keller. Veribusg unnemebbar. Anmerkung. Es kostet ungefähr die Fahrt nach Station Rombschin von Stettin über Rogasen " Frankfurt a. O.„ Posen=Rogasen Berlin Magdeburg S ge annover Minden Breslau Posen Frankfurt a. O.=Posen=Rogasen Berl.=Frankf. a. O. Posen=Rogasen Guben=Posen=Pogasen Berl.=Frankf. a. O.=Posen=Rogasen Hann.=Berl.=Frankf. a. O,=Rogasen Posen=Rogasen 10.60 Mk. 10,10„ 13,40 19.40 18,50 23,40 26,00 7.60 9,70„ 3,00„ 4. Kl. 5,20 Mk. 5,00 6,00„ 9.60„ 9.20 11,60 13,00 3,70„ 4,80„ 1,40„ Rogasen Bei Benutzung der 3. Wagenklasse sind auf weitere Strecken Rückfahrkarten von mehrtägiger Gültigkeit in Gebrauch, wedurch sich die Kosten noch erheblich ermäßigen. Die Erwerber von Ansiedlerstellen ohne Gebäude erhalten drei, diejenigen, welche Stellen mir Gebäuden erwriben, ein bis zwei Freijahre. Anfragen sind zu richten an die fiskalische Gutsverwaltung Rombschin oder an die Königliche Ansiedelungskommission in Posen. Besichtigung der Ansiedelung jederzeit möglich. Vorherige Mitteilung an den Gutsverwalter erwünscht. liegen zur Zeit die größtenteil 31. 32. 37. Fortsetzung. So wurde der ganze Tag mir eine fecht ausgefüllt. Die Engländer gingen zogen sich zurück, sammelten Kräfte und vor, um wieder zurückgeschlagen zu tauchten wie aus der Erde gewachsen auf kop rothe Röcke auf, und nun überschü: von dieser überhöhenden Stellung aus detachement mit vernichtendem Feuer Europäer aber waren weit entfernt, sich lassen. Sie deckten sich und hörten schießen, bis die Engländer zum Stur tollem Lauf den großen Kop herunter wurde geschossen mit großer Ruhe und 1 keit. Viele erreichten das kleine Quer kopjen von dem großen Kop trennte, n lebend, sondern sie schossen in gewal herab, um nicht wieder aufzustehen. Al bemerkte, daß die Flankenstellung Burge schwand es von seiner Stellung, um.. e#####erichteschwenkung auf einem Hügel aufzufahren, der das Querthal abschloß, in dem die Engländer stürmten. Sofort begann die Maschinerie zu spielen, und die Engländer ließen nun von den Kopjen ab und wandten sich gegen das Maximgeschütz. Das verstanden die Buren aber falsch, Krolikowsky zog seinen riesigen Säbel und nun ging es, nachdem ein furchtbares Feuer eröffnet war, zum Angriff vor, dem die schon geschwächten und durch das Laufen außer Athem gelangten englischen Soldaten nicht standhielten, sie gingen einfach zurück. Es wurde in aller Ruhe weiter geschossen, bis die Nacht hereinbrach und Krolikowsky sich dann zum General begeben mußte, um die Befehle für den nächsten Tag zu erhalten. Dort erfuhr er, daß der Feind auf allen Punkten zurückgeworfen sei und sich weit hinter dem Tugelaufer gelagert habe. Schalk Burger lud den Veldcornet ein, bei 33. Sumowo(Strasburg), stellen, wovon 17 noch Zur Besiedelung im ganzen 70 Güter mit 1800 Stellen aus, ils sofort, zum Teil erst dann abgebbar sind, wenn die Gebäude für den Betrieb der Gutswirkschaft entbehrlich werden. Eine größere Anzahl von Stellen ist noch verkäuflich auf folgenden Gütern(die eingeklammerten Worte hinter den Gutsnamen bedeuten den Kreis, in dem das Gut liegt— die folgende Zahl die Gesamtgröße des Gutes in ha=4 Morgen): (Fortsetzung). Caystochleb(Brisen), rund 1000 ha, wovon jetzt nur 426 ha in 26 Stellen zur Vergebung kommen. Davon 21 Stellen bereits vergeben. Acker in guter Kultur, Wiesen reichlich vorhanden. Schule wird eingerichtet, Kirche in der 2½ km entfernten Stadt Briesen. Nach der nächsten Eisenbahnstation Briesen 5 km. Stadt und Bahnhof Briesen sind durch elektrische Bahn verbunden. Dembowalonka(Briesen), 2197 ha. Von 99 ausgelegten Stellen sind 45 unbegeben. Acker ist in guter Kultur, durchweg kleefähig, und soweit nötig, drainiert. Nächste Eisenbahnstation ist Briesen, eine Postagentur ist am Orte. Kirche und Schule wird neu erbaut. Einrichtung einer Genossenschaftsbrennerei geplant. Feldmark wird von 2 Chausseen durchschnitten 624 ha. Kürzlich in 27 Ansiedler= e Reren unbegeben, ausgelegt, liegt ½ km Chaussee von der Eisenbahnstation Noymowo, 14 km Chaussee oder 8 km Eisenbahn von der Kreis= und Garnisonstadt Strasburg mit Markt= und Gerichtsort, 15 km von dem durch große Viehmärkte berühmten Marktflecken und Eisenbahnknotenpunkt Jablonowo entfernt. Acker in guter Kultur, ist, soweit nötig, drainiert und zum Anbau von Zuckerrüben und aller Feldfrüchte geeignet. Schule am Orte, Kirche in der Ansiedlergemeinde, Griewenhof 6 km. An da. Gut grenzen die Ansiedelungsgüter Klein=Summe und Konojad. 34. Waldau(Schwetz) 611 ha, von 39 ausgelegten Stellen sind 4 verkauft. Verkehrslage sehr günstig, 2 km Chaussce von der Bahnstation Prust, 18 km Chaussee von der mit einer Zuckerfabrik versehenen Kreisstadt Schwetz, 25 km von der 50000 Einwohner zählenden Garnisonstadt Bromberg entfernt. Schule am Ort, Kirche wird in diesem Jahre erbaut, fiskalische Ziegelei in dem angrenzenden Gute Prust. Nur 2 km entfernt befindet sich die Genossenschaftsmolkerei in der Ansiedelung Brachlin. Guter rotkleefähiger abdrainierter Boden. 35. Wolitz(Schubin) ca. 3200 Morgen. Ausgelegt in 28 Stellen verschiedener Größe, wovon 10 verkauft. Sicherer, tragbarer Mittelboden mit zahlreichen Wiesenflächen. Verkehrslage recht günstig, da das Gut unmittelbar an der schiffbaren Netze— einer der verkehrsreichsten Wasserstraßen Ostdentschlands— liegt. Eigene Verladestelle vorhanden. Kirche in dem lebhaften Marktstädtchen Bartschin(¼ Std.) Schule wird auf Staatskosten neu errichtet werden. Nur wenige Stellen sind noch abzugeben auf folgenden fast fertig besiedelten Gütern: Alswede(Schroda) 1 Stelle, Ulanowo (Gnesen) 2 Stellen, Wilcza(Jarotschin) 3 Stellen, Dominowo (Schroda) 4 Stellen, Miloslawitz(Wongrowitz) 1 Stelle, Ziemnitz (Kosten) 5 Stellen, Gora(Posen West) 3 Stellen, Branitz(Schweß) 5 Stellen, Oschnau(Znin) 4 Stellen, Laskirch=Gontsch=Hohenau (Znin) 8 Stellen, Rynsk(Briesen) 6 Stellen, Branitz(Schwetz) 6 Stellen. — Die Ansiedelungslustigen werden auf die oben bezeichneten zur Ansiedelung ausliegenden ca. 1800 Ansiedlerstellen verschiedener Größe aufmerksam gemacht. Außer den zur Besiedelung bereits ausliegenden Gütern— vergleiche die Bekanntmachungen im„Neuen Bauernland“— werden noch im Laufe dieses Jahres fölgende fiskalische Güter zur Besiedelung ausgelegt. Summe: 8 363 ha Die Durchschnittsansiedlerstellen zu 17 ha gerechnet, demnach rund 500 Stellen neu zur Besiedelung ausaGanzen also ca. 2300 Stellen mit obigen 1800. werden ausgelegt; im Krugverpachtung. Die neu ausgebaute Krugstelle in der deutsch=katholischen Ansiedelung Schondorf, Kreis Wreschen, Post= und Eisenbahnstation Miloslaw, mit rund 13.10 ha Land, Wohnhaus und Wirtschaftsgebäuden soll auf 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Die Uebernahme kann sogleich geschehen. Die Ansiedelung Schondorf liegt 4 kn von der Stadt Miloslaw und 11 kn von der Kreisstadt Wreschen entfernt. Zur Uebernahme sind mindestens 5000 Mk. erforderlich. Das Mindestgebot beträgt für die ersten 3 Jahre 1200 Mk., dann 1300 Mk. jährlich. Für die Zeit vom 1. Janr. bis 31. März 1902 sollen jedoch nur 200 Mk. Pacht gezahlt werden. Von dem nachgewiesenen Vermögen werden mindestens 1300 Mk. als Kaution und 200 Mk. als Pachtschilling für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1901 einbehalten, der Rest wird dem Pächter zur Beschaffung des lebenden und todten Inventars zurückgezahlt. Acheln höten wöllle, pfiss es aus seiner Lungenwünbe wie aus einem zerstochenen Blasebalg. Ich fragte ihn, ob er sein Gewissen entlasten wolle, da nickte er. Da sagte ich ihm, er solle doch sprechen, ich würde alles aufschreiben. Ob er ein Unrecht gethan habe, fragte ich weiter, da nickte er sehr heftig und sehr leidenschaftlich, er wollte sprechen, er bewegte auch die Lippen, aber es war nichts zu verstehen. Schließlich preßte ich ihm einen Bleistift in die Hand, schob ihm meine Brieftasche unter und hier, sehen Sie, was er geschrieben hat. Es ist fast nicht zum lesen, denn der Tod führte schon selber den Stift.“ Krolikowsky nahm das Blatt an sich und las die Worte: „Rieneck unschuldig.“ Er war tief betroffen und murmelte vor sich hin: „Das kann nur unser Rieneck sein.“ Unser Rieneck?“ fragte der Stabsoffizier.„Wieso? Es wieder zu. Danach wurden die Sachen untersucht, und Krolikowsky fand zu seiner Ueberraschung, daß der Gefallene nicht Bommersheim, sondern von Selbold geheißen habe. In der Brieftasche fanden sich neben vielem anderen auch ein Schriftstück, das ein offenes Bekenntniß des unglücklichen Falschspielers über seine mit Fuchs begangene That enthielt. Darin war Rienecks hochherziges Einspringen für den Prinzen hervorgehoben, und der nunmehr Todte schloß mit einer rührenden Bitte um Verzeihung und um Uebergabe seines Bekenntnisses an den Geschädigten. Krolikowsky besprach die Angelegenheit mit dem Stabsoffizier, der erst eine gewisse Entrüstung nicht unterdrücken konnte, dann aber doch wie segnend die Hand auf die frischen Gräber legte. Fortsetz bunfolgt. Danksagung. 514a Allen denen, die das letzte Geleit unserm lieben Sohne und Bruder gegeben haben und für die vielen Kranzspenden, insbesondere dem Herrn Pastor Oetting für die trostreichen Worte am Grabe, dem Gesangverein Lyra und dem Jünglingsverein zu Stiftberg sprechen wir unsern tiefgefühlten Dank aus. Die Familie Ellersiek. #dten, de sich einmal Kreijahre. wandten, der gie Fzlich em junger Westsale zu seinem alten Ver Zur: Karneval-Saisens Bewerber müssen der katholischen Konfession angehören. Nähere Auskunft erteilt der stellvertretende Gutsverwalter Gabriel in Schondorf, an den sich auch Bewerber behufs Besichtigung des Pachtobjekts wenden wollen. Bewerbungsgesuche sind im verschlossenen Convert mit der Aufschrift„Krug Schondorf“ an die Königliche AnsiedelungsKommission zu Posen, Mühlenßraste 12 a, einzusenden. Richtamtlicher Ceil. Wohin? Die Leute, welche sich entschlossen haben, als Ansiedler nach Posen oder Westpreußen zu gehen, wissen oft nicht recht, wohin sie am besten ziehen sollen. Bringt doch schon dieses Blatt, das„Neue Bauern=Land", jedesmal die Ankündigung, daß eine sehr große Anzahl von Landstellen, gegenwärtig an zweitausend, abgebbar ist. Selbst dann, wenn der Ansiedelungslustige ungemeldet persönlich kömmt, um sich einmal etwas anzusehen, ist er oft nicht besser, sondern manchmal schlimmer daran, als vorher; denn wer die Wahl hat, hat die Qual, und es ist gar nicht selten, daß dann solche Leute, die allzuviel zu wählen haben, darüber zu keinem Entschlusse kommen, oder daß sie einen Entschluß allemal sofort wieder bereuen. Gewiß ist es für Jeden ratsam, sich zuvor hier gut umzusehen und sorgsam zu wählen; das muß aber auf rechte Weise, und nicht blindlings, oder auf eine einseitige Veranlassung hin geschehen. Zunächst muß sich der Ansiedelungslustige selbst ganz klar darüber sein, was er denn eigentlich will und wie weit seine Mittel und Kräfte reichen. Wer also von Hause aus gewöhnt ist, auf leichterem, sandigen Boden zu wirtschaften, wäre thöricht, sich hier die Güter mit schwerem Boden anzusehen; wer gern Zuckerrüben baut, hat nichts auf den Sandgütern zu suchen; wer gern näher an einer Stadt wirtschaftet, wenn es auch mehr kostet, soll nicht auf solche Güter, die weit ab liegen, die aber doch vielleicht viel vorteilhafter sind. Ein gewichtiges Wort haben natürlich auch Frau und Freundschaft da mit zu sprechen.„Wo Schwaben sind, da fliegen Schwaben zu“ bemerkte treffend ein Württemberger aus einer der älteren prächtigen Ansiedelungsgemeinden, in deren Nähe sich immer mehr Württemberger aus der Verwandtschaft und Freundschaft der früher Gekommenen niederlassen. Das gilt im gleichen Maße von den Westfalen, den Hessen, Hannoveranern, Pommern, Sachsen und allen anderen in der Ansiedelung vertretenen deutschen Volksstämmen; man setzt sich gern landsmannschaftlich zusammen, weil man sich dann leichter eingewöhnt. Dazwischen können ja immer einige Andere sitzen; das ist sogar recht gut, denn da kann eines vom anderen immer recht viel lernen. Im Uebrigen kommt es auf das stammverwandte Zusammenwohnen wirklich soviel nicht an; es giebt Gemeinden, wo beinahe jede Familie aus einer anderen deutschen Ecke gekommen ist, und sie leben doch einträchtig und friedsam beieinander; wer sich da hart thut, das ist nur der Herr Lehrer, denn jedes der Kinder spricht im Anfang eine andere Mundart, solange bis sie richtig deutsch können. Gerade aber an den Kindern, die sich überaus rasch und gut in den Schulen aneinander gewöhnen und die hier überhaupt in den Ansiedelungen vorzüglich gedeihen, sieht man so recht, daß es auf die Nachbarschaft von Verwandten und Landsleuten gar nicht so sehr ankommt. Die Hauptsache ist eine richtige Landstelle. Um diese nun zu finden und sich nicht lange mit unnützem Reisen und Suchen abquälen zu müssen, ist es ratsam, sich, bevor man nach Posen reist, brieflich um Auskunft an die Königl. Ansiedelungskommission in Posen zu wenden; die kgl. Kommission wird dann dem Anfragenden gern Auskunft geben, sie schickt ihm auch einen gedruckten Fragebogen, aus dessen BeantVortung dann sogleich ersichtlich ist, was für eine Stelle der Ansragende braucht. Kommt er dann selbst hierher, so wird ihm gleich s„sagt, wohin er am besten reisen muß, und die Herren Verwalter #betreffenden Güter sind dann zu jeder Auskunft bei der Stellensiedekztuguns, gern bereit. Es ist aber natürlich auch jedem Anins A.9Zlustigen unbenommen, sich gleich mit einer Gutsverwaltung ausa###men zu setzen und erst dann, wenn er eine Stelle sich hat, zur kgl. Ansiedelungskommission zum Abschlusse zu ompfehlon wir: Christlich-vaterländischer Männerverein. Am Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 6 Uhr, im evangelischen Vereinshause: Geburtstagsfeier des Kaisers, bestehend aus Festansprache(Herr Kantor Wilke), gemeinsamen Gesängen, Vorträgen des Posaunenchors und des gemischten Chors, Deklamation und Aufführung des patriotischen Festspiels: —„Veteranentreue“. Paul R. Lehnhard. ebst einem Familiengliede freien Zutritt; ) P f g. E i n t r i t t s g e l d. 4 7 7 6 such einmaf#s#:# Ansiedler auf einer hübschen Stelle sitzt, und will dies und das iniedelungen aus der Nähe besehen, sich auch über denn das mitsenau erkundigen. Er fragt nun natürlich auch, was Alte, der den## Freijahren für eine Bewandtnis habe. Der Hause hat.:clk im Nacken uno zwei erwachsene Töchter im heiraten: die B., das sei eben mal so mit dem freien und Jahre lang besinngg; nähmen sich immer Stellen, wo sie sich drei gleich im ersten### könnten, was aber ein fixer Kerl, der heiratete mit einem Jahre a.: Antwortete der Junge, er getraust versprach ihm Zäukommen, wenn man ihm nur helfen möchte. wanchnol dach beise, drek Peseshe ui gasente der Sueh, S Bei den Freijahren in der Ansiedelung handelt es sich nun darum, ein Gut zu freien, und das will immer eine noch größere Ausstattung als eine junge Frau. Es giebt Stellen, die so viele Vorteile bieten, so günstig liegen und so billig sind, daß sie ein Freijahr überhaupt nicht brauchen; wieder andere erhalten eines, oder zwei und drei Freijahre. Das will besagen, daß der Ansiedler, der eine königliche Stelle mit drei Freijahren übernimmt, für die ersten drei Jahre ihrer Bewirtschaftung keinen Pfennig Rente an die Ansiedelungskommission zu zahlen braucht, also für diese Zeit die Stelle ganz umsonst hat. Angenommen also, ein solcher Ansiedler würde jetzt im zeitigen Frühjahr— März und April— auf einem der zur Besiedelung fertigen Güter eine Stelle sich auswählen die ihm nach Lage, Boden und Nachbarschaft gefiele, so bekommt er an dem Tage, wo ihm die Stelle bei der Ansiedelungskommission zugeschrieben wird, auch das Anrecht auf die für die Stelle im Voraus bestimmten Freijahre. Das erste Freijahr zählt nun eigentlich sechsfach; denn nicht nur, daß keine Rente gezayir zu werden braucht, wird auch noch die ganze Stelle von dem Ansiedelungsverwalter, also auf Kosten der kgl. Ansiedelungskommission, richtig und gut geackert, gedüngt und so angebaut, wie es der neue Ansiedler haben will. Der Ansiedler bekommt also, wenn er im Mai oder Juni aufzieht und sich seinen neuen Hof einrichtet oder aufbaut, auf seinem Lande gleich soundsoviel Roggen, Gerste, Hafer, Klee, Kartoffeln, Rüben u. s. w., und Alles was er davon erntet, ist sein Eigentum, dafür hat er an die Komm sion gar nichts extra zu bezahlen, er braucht es auch später nicht an die Kommission rückzugewähren. Für's zweite und dritte Freijahr,— wo eben eine Stelle 2 oder 3 Freijahre hat— muß er sich natürlich die AckerBestellung und=Besamung selbst besorgen; aber er braucht dann für sein Land doch auch keine Rente zu bezahlen und das bedeutet schon einen schönen Gewinn. Es ist die Regel, daß der Ansiedler, der seine Freijahre richtig benutzt und das, was er in denselben erübrigt, sparsam und gur zu Rate hält, sich für alle kommenden Jahre auch gut durchwirtschaftet; wer freilich den Pfennig nicht ehrt, der ist auch bei uns— in der Ansiedelung— den Thaler nicht wert.—„Freijahre“— fragt doch einmal, liebe Leute, wo solche so, wie hier bei der kgl. Ansiedelungskommission in Posen, etwa noch gewährt werden; die Frage wird wohl vergeblich sein. Die alten Leute. Man sagt gemeiniglich, der deutsche Bauernstand sei überschuldet und müsse notwendig daran früher oder später zu Grunde gehen. Die Ursache suchen einige in der schlechten Wirtschaftsweise, andere in einer unsparsamen Lebensführung, oder in den harten Steuern und Umlagen, oder in den geringen Preisen bei hohen Löhnen, und wohl auch in den starken Gutsbelastungen bei Erbteilung, Geschwisterabfindung und Leibgedinge für die alten Leute. Es mögen alle diese Dinge bei der zunehmenden Verschuldung zusammengewirkt haben und das eine mehr, das andere weniger, je nach den besonderen Verhältnissen, heute noch am Niedergange arbeiten. Ich kann mich aber aus einer recht vielseitigen Kenntnis der bäuerlichen Verhältnisse des deutschen Reiches der Ueberzeugung nicht entschlagen, daß die drei zuletzt genannten: Erbteilung, Geschwisterabfindung und Leibgedinge, durch ihre zu starke Belastung des Hofes die Wurzel alles Uebels sind. Denn wo diese drei sich nicht wie eine geile Mistel dem Aste angesetzt haben, da ist er auch heute noch frisch und gesund, und wo sie schmarotzen, da stirbt er ab— oder er ist bereits abgestorben, auch wenn die Hypothekenzinsen noch„regelmäßig“ eingehen. Erbteilung und Geschwisterabfindung können nun in den staatlichen Ansiedelungen der Ostmark, Gottlob!, nicht gefährlich werden; die eigenartigen fürsorglichen Bestimmungen, welche für die staatlichen Rentenstellen maßgebend sind, verhindern jede zu weit gehende hypothekarische Belastung; die Stelle bleibt unter allen Umständen leistungsfähig und fällt im äußersten Falle an die Ansiedelungskommission zurück, um nach der Säuberung wieder in sichere Hände zu gelangen. Aber das Leibgedinge! Wohl kann auch dagegen von der Kommission Einspruch erhoben und der gerichtliche Eintrag desselben, oder auch eine private Vereinbarung zwischen Eltern und Kindern, auf grund des Rentenguts=Vertrags einfach untersagt werden. Das will man aber nicht gern; zuviel regieren tangt nichts, man muß auch etwas der Einsicht und dem guten Willen der Leute überlassen. Und thatsächlich geht es auch ohne Leibgedinge=Vertrag oft recht gut, ja in der Regel sehr viel besser, als mit demselben. Es ist eine eigene Sache mit den alten Leuten auf dem Bauernhofe; auf dem einen gelten sie für eine große Last, auf dem andern für einen großen Segen, je nachdem die jungen Wirtsleute das vierte Gebot vergessen haben, oder sich dessen noch erinnern. Das vierte Gebot— ich schreibe es für die, die es vergessen haben,— lautet bekanntlich:„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß es dir wohlgehe und du lange lebest auf Erden.“.— Ich meine, wer dieses Gebot weiß und sich vorhält, der bedarf keines Leibgedinge=Vertrags mit seinen Eltern und von dem werden die alten Leute auch keinen verlangen. Der Vorstand. s-Gymnasium u Herford. 27. d. Mlo., 11 Uhr, beburtstages Sr. Majestät des ein Festaktus statt. Hierzu beSchüler und Freunde der Anstalt eruar 1902. Direktor: Prof. Dr. Windel. 5224 E □ afts- und Realschule. Montag, den 27. d. Mts., um tattfindenden 5 Geburtstages stät des Kaisers der Schule, sowie die Eltern unserer den 540a Der Direktor: Dr. Droysen. er Krieger-Verein zu 26. d. M., beim Kameraden A. ten 3 Uhr im Vereinslokal. an 513a Der Vorstand. Restauraut igerhof Preisschießen. ie.. 7 sehr wertvolle Preise. ein Die Unternehmer. eutscher Verein itz: am 5274 Januar, beginnend abends 8 Uhr, rggartens sein tungs=Fest, agsfeier Sr. Majestät des Kaisers und Königs. r werden hierdurch freundl. eingeladen. Festkarten findet am Sonnabend, den s von 3—5 Uhr im Vereinslokale ner, Unter den Linden, statt. Der A.: Johannes Dupré-Dübbers. 1. Schriftführer. geven. 2924 Alles Nähere 6. Noltina, Gobfeld. Stätte=Verkauf ..#1# in der Altstädter Feldmark h. Tene schöne Besitzung besteund.„ aus einem Wohnhaus land#ac“ 10 Scheffelsagt Ackergüns“U umziehungshalber unter Bedingungen durch meine Tmittlung verkauft werden. Janz: bierzu findet am 29. beim„. d. J., nachmittags 4 Uhr diße Hastwirt Breder, Elver290 Verdissen, im Januar 1902. G. Linnenbrügger. Ssserten, 5061 Ordens=Dekorationen: Hans Oestreich, Bielefeld Obernstraße 37. Sonntag, den 26. d morgens 8½ Uhr: in der reformierten Kirche. 5344 empfichlt Gernrich Kölling. Hülsen früchte als ganz vorzüglich weichkochend, empfiehlt billigst. 489a B. Kunkel, Bügelstr. 4. la. Harzkäse (vorzüglich durchgohren) 4 Stück 10 Pfg. 509 Heinrich Nolting. la. Harzkäse empfiehlt (fett und vilant) 489a B. Kunkel, Bügelstr: Brrioto st. B. Zöglings-Abteilung. Laut Beschluß der Hauptversammlung vom 9. d. M. findet das Turnen der Zöglinge nicht Mittwoch, sondern jeden Sonnabend statt und beginnt pünkrlich um 8½ Uhr abends. Neuanmeldungen werden auch daselbst entgegen genommen 428a Der Turnrat. ord. ger. nar: erin Akten rdt. kannt Uhr. aison. Berlin hrt. ing. Turngemeinde Herford (e. V.). Sonntag, den 26. d. Mts., abends 8½ Uhr: Fest=Kommers im Vereinslokale Fr Ziermann wozu die Mitglieder und Freunde des Vereins hierdurch eingeladen werden. Der Curnrat. 5304 Wer Stelle sucht verlange die Alg. Vakanzen=Liste, Mannheiw. Sensations=Novität! Die strengen Herren. Luspiel in 3 Akten von Oskar Blumenthal und G. Kadelburg. Die Direktion. Kriegerverein Schweicheln. Kaisers *Geburtstags-Feier Sonntag, 26. Januar, nachmittags 4 Uhr, bei Wirt Klömker. 5024 Hiddenhausen. Sonntag den 26. d. M. feiert der Männer=Gesangverein Kaisers=Geburtstag n S a a l e d e s H e r r n W i r t Biermann durch Tanz. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein(498a Der Vorstand. Für Sattler und Polsterer. Polsterhede liefern jedes Quantum zu billigen Tagespreisen. Proben zu Diensten. 523a Davidsohn& Oftwald, Bad Oeynhausen. Der heunigen Auflage unserer Zeitung liegt„Neues Bauernland Nr. 1 bei. 5364 mann, Fritz Hamspohn, Oberleutnant, Wilh. Weiß, Unterleutnant, Heinr. Brüggemann, Fahnenträger, sowie Aug. Kronsbein und Heinrich Gehring, Fahnenbegleiter. Der Kassierer wurde nicht umgewählt. Das Schützenfest findet am 5., 6. und 7. Juli bei Deuker statt. Wie der Oberst mitteilte, will Herr Deuker einen Scheibenstand erbauen lassen. Die Einnahme schließt mit 1168,72 Mk., die Ausgabe mit 1035,30 Mk. ab, so daß ein Ueberschuß von 133,42 Mk. verbleibt. Der Oberst schloß die Versammlung mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Maj. den Kaiser. -tt Enger, 23. Jan. Konsumv Sonntag, nachmittags 3 Uhr, findet Generalversammlung des hiesigen Konst Restaurant hier statt. Die Tagesordnun Revisionsbericht und 2. Festsetzung rest von dem Lagerhalter zu leistenden Kauti =e Hiddenhausen, 23. Jan. ein. Am Mittwoch fand im Saale Wortmann die Generalversammlung de für das Kirchspiel Hiddenhausen statt. öffnete die Versammlung um 9 Uhr und Ueberblick über die Thätigkeit des Vereit Darauf wurde dem Kassierer Entlastu Schriftführer erhielt das Wort zu einem gab in demselben eine Uebersicht über de Ziegenzucht und gedachte der Männer, n Wort und That die Ziegenzuchtbestrebun Im weiteren Verlaufe seines Vortrages z Gesichtspunkten die Prämiierung der Zie erfolgt, und durch welche Merkzeichen Alter der Ziegen Gewißheit verschaffen k beschlossen, eine Ziegenversicherung für eins ins Leben zu rufen. Eine Versam dung einer solchen, wird Ende Februar * Bünde, 23. Jan. Zum Unc den bereits gemeldeten Unglücksfall des Mickmack wird dem Tgbl. noch berichtet, Unglück beim Abspringen von der Maschi rigen Nebelwetters entstanden ist. M. das Geleise, wo ihm ein Arm und Be fahren wurden, so daß der Bedauernsy Unfall ins Bünder Krankenhaus trat Lebensgefahr schwebt. Dr. Fix legte ar ersten Notverband an. M. stand kurz: s Löhne, 23. Jan. Für die Generalversammlung des Rauchklubs 5 Mk. für notleidende Burenfamilien ei Beträge werden gern von der Redaktion nommen. * Blotho, 23. Jan. Todesfal ist Frau Amtmann Brüggenschmidt, welleicht erkrankt war, plötzlich an Herzläh Verstorbene erreichte ein Alter von nur falls wird die Beisetzung der Leiche ir schen Familiengruft in Bochum stattfind Aus Provinz und Nac lt Oeynhausen, 23. Jan. Sd der gestrigen Sitzung kamen noch folg Verhandlung: Der Pächter Bruno D. Unfug begangen haben, daß er von der „Zum Pavillon“ Biergläser auf die Sti sollte. Er mußte wegen Mangel an Be werden.— Der Tabaksreisende Franken Tabaksreisenden M. zu Bremen Privatkl erhoben. M. hatte Widerklage erhoben gegen M. auf 200 Mk. bzw. 20 Tac langte Freisprechung.— Der Ziegeleive Dehme ist angeschuldigt, von April bis Leute unter 16 Jahren über 10 Stunden Die„Herforder Z Treue um Tr Ein Roman aus Transvaal von Fei 37. Fortsetzung. So wurde der ganze Tag mir ein fecht ausgefüllt. Die Engländer gingen zogen sich zurück, sammelten Kräfte und vor, um wieder zurückgeschlagen zu tauchten wie aus der Erde gewachsen au kop rothe Röcke auf, und nun überschü von dieser überhöhenden Stellung aus detachement mit vernichtendem Feuer Europäer aber waren weit entfernt, sic lassen. Sie deckten sich und hörten schießen, bis die Engländer zum Stu tollem Lauf den großen Kop herunte wurde geschossen mit großer Ruhe und keit. Viele erreichten das kleine Quer kopjen von dem großen Kop trennte, n lebend, sondern sie schossen in gewa herab, um nicht wieder aufzustehen. A bemerkte, daß die Flankenstellung Burg schwand es von seiner Stellung, um mir einer# schwenkung auf einem Hügel aufzufahren, der das Querthal abschloß, in dem die Engländer stürmten. Sofort begann die Maschinerie zu spielen, und die Engländer ließen nun von den Kopjen ab und wandten sich gegen das Maximgeschütz. Das verstanden die Buren aber falsch, Krolikowsky zog seinen riesigen Säbel und nun ging es, nachdem ein furchtbares Feuer eröffnet war, zum Angriff vor, dem die schon geschwächten und durch das Laufen außer Athem gelangten englischen Soldaten nicht standhielten, sie gingen einfach zurück. Es wurde in aller Ruhe weiter geschossen, bis die Nacht hereinbrach und Krolikowsky sich dann zum General begeben mußte, um die Befehle für den nächsten Tag zu erhalten. Dort erfuhr er, daß der Feind auf allen Punkten zurückgeworfen sei und sich weit hinter dem Tugelaufer gelagert habe. Schalk Burger lud den Veldcornet ein, bei wofür er 50 Mk. Geldstrafe bzw. 5 Tage Haft erhielt.— Der vorbestrafte Tischler Gustav R. zu Hannover wird beschuldigt, am 16. August 1901 den Schaffner Ludwig Schnekendick zu Hameln auf dem Bahnhofe Löhne beleidigt zu haben. Es wurde auf 15 Mk. Geldstrafe bzw. 3 Tage Haft erkannt. — Aus der Haft vorgeführt wurde sodann der Friseurgehilfe Abraham R. aus Hamburg, dem zur Last gelegt wird, am 6. Januar dem Viehhändler Vorreuter einen Ueberzieher entwendet zu haben. Das Urteil lautete auf 3 Wochen Gefängnis, wovon eine Woche für die Untersuchungshaft angerechnet ist. — Der Arbeiter Heinrich Th. zu Mellbergen sollte dadurch * Lustiges Allerlei. Boshaft. Commis voyageur: „Ist heute in ihrem Neste was los?— Gastwirt:„Im Volksbildungsverein ein Vortrag, der Sie gewiß interessieren wird.“ — Commis voyageur:„Worüber?“— Gastwirt:„Ueber moderne Flugtechnik.“ Das Neueste. Nachtwächter(der nachts einen Studenten auf dem Trottoir liegend findet):„Stehen Sie doch auf, was thun Sie denn hier?"—„Ich... ich... nehme ein Mondbad.“ Handel und 97 SIn G...„*" 4"- L * In den Ansiedelungen sind die alten Leute wie ein großer göttlicher Segen, wo immer sie noch mithelfen. So viele kleine Arbeit in Haus und Hof und Garten, um die sich die jungen Leute und ihre Kinder gar nicht annehmen können, werden von den Alten gern und gut verrichtet; geschieht's nicht, so gehts ja wohl auch ohnedem, aber es geht gewiß auf die Dauer nicht gut. Wo man in unseren Ansiedler=Dörfern an einem ganz besonders freundlichen und ordentlichen Hofe, an einem gut gepflegten Garten, an so recht wohlthuenden Zeichen der Ordnung und des Gedeihens vorbei kommt, kann man immer mit Sicherheit darauf schließen, daß da der Segen der alten Leute— ohne Leibgedinge— darauf ruht. So ist es denn auch klar, daß der Zuwanderer, der sich hier ansiedeln will, nicht etwa seine alten Leute zuhause, in der alten Heimat, lassen sondern sie mitbringen soll, wenn sie nur wollen. Platz und Arbeit und zu leben findet sich hier genug, und daß es ihnen auch hier gefällt— ja dafür müssen eben die Kinder sorgen, wie es ihre Pflicht ist:„auf daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden“. Kundschafter. Bevor die Israeliten in's gelobte Land zogen, sandten sie Kundschafter dahin aus, damit sie sicher erführen, ob sich die Fahrt und Wagnis auch verlohne. Zwei derselben brachten aus Kanaan eine Weintraube mit, die so groß und schwer war, daß sie dieselbe zu zweit an einem Stabe auf der Schulter tragen mußten. Das war dem Volke so merkwürdig und wirkte so überzeugend, daß die Eroberung des reichgesegneten Landes beschlossen und uns die Erzählung davon bis auf diesen und den fernesten Tag bewahrt worden ist. Kundschafter haben wir nun hier in den deutschen Ansiedelungen der Ostmark auch nicht selten; sie können da allerdings keine kananäischen Weintrauben mitnehmen, nur daß sie von einem württembergischen oder badischen Ansiedler von deren Rebstöcken recht gure frühe Tafeltrauben, wie sie z. B. in der hessischen Wetterau auch nicht besser wachsen, sich für zuhause geben lassen wollten. Ein solcher Württemberger hat aus seinem kleinen Weingarten im Posen'schen voriges Jahr für über zweihundert Mark Tafeltrauben in der Stadt verkauft. Aber Aepfel— Erd= und andere Aepfel — wie überhaupt Obst= und Feldfrüchte aller Art, gedeihen in den Ansiedelungen so vorzüglich, daß die Proben davon auch harte Zweifler von der Fruchtbarkeit des ostdeutschen gelobten Landes überzeugen müssen. Insbesondere gehören Zuckerrüben und Kartoffeln, die unter dem sonnenreichen Himmel des Ostens gewachsen sind, mit zu dem Besten dieser Art, was die deutsche Erde erzeugt. Im Allgemeinen haben auch die Kundschaster den Ansiedelungen immer recht viele neue Leute zugeführt; nur das letzte Jahr mit seiner Dürre und Mißernte war da nicht günstig; es wird wohl aber auch in Kanaan nicht alle Jahre Milch und Honig geflossen sein.— von West= und Süddeutschland weiß ich das für gewiß. Hoffentlich werden die kommenden Erntejahre wieder, nach der Regel, fruchtbar und gut. Dann braucht es aber auch gar keine Kundschafter, wie es denn überhaupt immer besser ist, mit eigenen Augen zu sehen.„Selbst ist der Mann“— und die Frau; gewöhnlich kommt nur der Mann, um sich in den Ansiedelungen und nach einer Landstelle umzusehen. Viel besser aber wäre, wenn die Frau immer mit käme, denn vier Augen sehen mehr als zwei, und manche spätere Unzufriedenheit wäre leicht zu vermeiden, wenn sich auch die Frau bei der Auswahl einer Stelle mit ihrem Rat und ihren Wünschen beteiligen würde. Die Reise und der Aufenthalt kostet ja nicht ewig viel und nimmt auch nicht viel Zeit in Anspruch, wenn man sich nur vorher bei der Königl. Ansiedelungskommission in Posen brieflich genau erkundigt hat. Ansehen, ordentlich ansehen, sollten sich Mann und Frau die neue Stelle, bevor sie dieselbe nehmen! Das ist ja der große, gar nicht hoch genug zu schätzende Vorzug der ostdeutschen Ansiedelung, daß es dem Ansiedler möglich ist, sich vorher umzusehen, bevor er dahin auswandert; er weiß schon vorher sicher und genau, was er hier finden wird. Die Landflüchtigen, die über das Meer nach fernen, fremden Ländern auswandern, wissen es nicht, was sie dort finden werden und wie es ihnen dort ergehen wird. Ja, sie können selbst dem gedrückten und geschriebenen Lob jener fremden Länder niemals vertrauen, wie bittere Erfahrungen genug beweisen; ich würde mich selbst von zwei Kundschaftern mit einer großen Weintraube aus einem überseeischen Lande noch nicht ganz von dessen Vortrefflichkeit überzeugen lassen. Oftmals hängen so große Trauben für kleine Leute viel zu hoch; satt kann man davon und vom Ansehen auch nicht werden, das wird man sicherer in Posen und Westpreußen auf deutschem Grunde. Ihr Bestes. Es war in der Franzosenzeit anno 1806. Nach der Schlacht bei Jena, wo Preußen besiegt worden war, fühlten sich die Parlewu ganz als unbeschränkte Herren Deutschlands und handelten auch darnach. Nichts war vor ihnen sicher, auch nicht in den mit Frankreich verbündeten deutschen Staaten; sie haben dort ebenso gemaust, wie in den unverbündeten. Bei den Großeltern meiner Frau wurden von den einquartierten Franzosen die Kinder mit Todstechen bedroht, wenn nicht gleich Alles hergegeben würde; sie haben auch Alles mitgenommen, sogar die Vorhänge von den Fenstern schnitten sie ab und packten sie ein. Auf dem einsam gelegenen Gute meiner Großeltern haben französische Marodeure in einem Tage alles ausgeraubt, es blieb rein nichts in Haus und Hof, und was nicht fortzuschleppen war, wurde zertreten, zerschlagen, ekelhaft besudelt, oder verbrannt; ein Vermögen von achtzehntausend Thalern ging so an einem Tage verloren, und damals gab es nach dem Kriege keine Entschädigung. So führten sich die ruhmreichen Eroberer überall auf; der Ruf des Schreckens ging mit und vor ihnen. Darum entstand auch in der Residenzstadt eines französisch= deutschen Bundesfürsten damals keine geringe Aufregung, als mehrere französische Regimenter zur Einquartierung angesagt wurden; die Bürgerfamilien wollten alle flüchten, in den Wald, auf die Berge, nur fort aus dem Bereiche des gewaltthätigen Raubgesindels. Zur Beruhigung der Bürgerschaft ließ der Fürst austrommeln, daß Jeder sein Bestes in die festen Keller des Residenzschlosses zur sicheren Aufbewahrung bringen könne; er wolle als französischer Bundesfürst persönlich für die Sicherheit sorgen und bürgen. Nun brachten auch Alle ihre Familiensachen, ihr Geld, ihre Schmucksachen und Wertpapiere in die Schloßkeller(haben auch später, als die „Verbündeten“ fort waren, alles richtig wieder bekommen); der Schrecken war aber vielen Leuten dermaßen in die Glieder gefahren, daß sie das merkwürdigste und unvernünftigste Zeug in den Schloßkellern aufgehoben haben wollten. So brachte denn auch eine reiche alte Jungfer, die sehr viel Geld und Kostbarkeiten zuhause, liegen hatte, zum Schlosse als ihr Bestes nichts als eine große Hutschachtel; darin lag zu unterst ihr neuer grünseidener Hut und auf dem Hut lag die alte Katze der Demoiselle(zu jener Zeit wollte jede Jungfrau nur noch Demoasell genannt werden). Es ist leider nicht bekannt geworden, ob Hut und Katze im Schloßkeller aufbewahrt worden sind, denn die Geschichte, wie sie noch heute im Munde der alten Leute jener Residenzstadt lebt, und die buchstäblich wahr ist, schließt damit ab. Nun ist ja dem deutschen Reiche anno 1870/71 eine neue Franzosenzeit bescheert worden und mit mir wird so mancher Andere damals in Frankreich sich der Unbill, die in den Notjahren 1806 bis 1813 unsere Voreltern erduldeten, erinnert haben, nicht um es die Franzosen entgelten zu lassen, sondern um ihnen zu zeigen, daß wir Deutschen doch bessere Soldaten und Menschen sind. Ob aber darum die Parlewu, wenn es ihnen— was Gott gnädig verhüte — gelänge noch einmal als Sieger zu uns zu kommen, besser hausen und weniger mausen würden, als ihre großen Vorfahren, ist mir doch zweifelhaft. Jedenfalls werden wir gut thun, unser Pulver trocken zu halten, namentlich hier im Osten, im Ansiedelungsgebiete, wo die Große Nation so aufrichtige Verehrer bei den Polen von jeher gefunden hat. Damit diese Freundschaft in Zeiten der Unruhe dem deutschen Reiche nicht unbequem werde, soll ja auch die Ostmark besser und mit besseren Deutschen besiedelt werden:„Zur Stärkung des deutschen Elements gegen polonisirende Bestrebungen“, wie es im Ansiedelungsgesetze vom 26. Avril 1886 verständlich genug heißt. Es versteht sich deshalb von selbst, daß als Ansiedler nur Leute von unzweifelhaft deutscher Herkunft und von zuverlässig deutscher Gesinnung bei der Königl. Kommission ankommen können. Anrüchiges und Anbrüchiges findet da keinen Platz; es giebt Königl. Stellen grundsätzlich nur für ehrenhafte deutsche Leute. Darum gewöhnen sich auch die Ansiedler hier auch so rasch und so gut ein, leben so friedlich beieinander und fühlen sich schon nach wenigen Jahren hier ganz wie zu Hause. Alte Erinnerungenkannman freilich nicht los werden; das wäre kein guter Mensch, der in der neuen Heimat jemals vergessen wollte, was ihm die alte und die Zeiten der Kindheit und Jugend an Liebe und Leid gebracht haben. Diese lieben Erinnerungen sollen und müssen aus der alten Heimat mit dem Hausrat und Wirtschaftsgerät, das jeder verständige Ansiedler von zuhause für seine neue Stelle mitbringt, nach der Ansiedelung kommen; wie es denn in unserem schönen Liede heißt,„Und Liebe die folgt ihm und geht ihm zur Hand, so wird ihm zur Heimat das ferneste Land.“— Nun kanns ja nicht schaden, wenn die Ansiedlerfrau oder=Demoiselle in der Hutschachtel auch von zuhause die Katze mitbringt. Hauptsache aber ist, daß bei allem anderen die Ansiedlerfamilie auch habe Gottvertrauen, Arbeitsfreude und— ihr Bestes:— ein treues deutsches Herz. Wem es aber vielleicht etwas ungemütlich dünken möchte, gegenwärtig nach Westpreußen oder Posen auszuwindern, weil sich die Polen den Deutschen unfreundlich zeigen, dem sei doch aus der kerndeutschen Rede des preußischen Ministerpräsidenten Graf von Bülow— aus der Landtagssitzung vom 13. Januar 190°— hier nur der Schlußsatz in Erinnerung gebracht:„Das Land, das uns die Vorsehung gewährt hat als Entschädigung für andere Verluste, das Land, dessen wirtschaftliche und kulturelle Ueberwachung, dessen Wiedergewinnung und Verschmelzung mit dem Deutschtum der schönsté Ruhmestitel der preußischen Könige ist, diesen unseren Besitzstand werden wir festhalten und ausbauen mit allen Mitteln, eingedenk des Wortes: Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen! Für die Redaktion verantwortlich Oekonomierat Dr. Ludloff in Posen.— Druck: Spezialdruckerei für Massenauflagen Adolf Allmers, Vare! in Oldenbürg. Athel hoten wollle, pfiss es aus seiner Lungenwunlde wie aus einem zerstochenen Blasebalg. Ich fragte ihn, ob er sein Gewissen entlasten wolle, da nickte er. Da sagte ich ihm, er solle doch sprechen, ich würde alles aufschreiben. Ob er ein Unrecht gethan habe, fragte ich weiter, da nickte er sehr heftig und sehr leidenschaftlich, er wollte sprechen, er bewegte auch die Lippen, aber es war nichts zu verstehen. Schließlich preßte ich ihm einen Bleistift in die Hand, schob ihm meine Brieftasche unter und hier, sehen Sie, was er geschrieben hat. Es ist fast nicht zum lesen, denn der Tod führte schon selber den Stift.“ Krolikowsky nahm das Blatt an sich und las die Worte: „Rieneck unschuldig.“ Er war tief betroffen und murmelte vor sich hin: „Das kann nur unser Rieneck sein.“ Unser Rieneck?“ fragte der Stabsoffizier.„Wieso? Es wieder zu. Danach wurden die Sachen untersucht, und Krolikowsky fand zu seiner Ueberraschung, daß der Gefallene nicht Bommersheim, sondern von Selbold geheißen habe. In der Brieftasche fanden sich neben vielem anderen auch ein Schriftstück, das ein offenes Bekenntniß des unglücklichen Falschspielers über seine mit Fuchs begangene That enthielt. Darin war Rienecks hochherziges Einspringen für den Prinzen hervorgehoben, und der nunmehr Todte schloß mit einer rührenden Bitte um Verzeihung und um Uebergabe seines Bekenntnisses an den Geschädigten. Krolikowsky besprach die Angelegenheit mit dem Stabsoffizier, der erst eine gewisse Entrüstung nicht unterdrücken konnte, dann aber doch wie segnend die Hand auf die frischen Gräber legte. Fortsetz Bunfolgt. ur: lksd.“ moStudoch hme d handelten auch in den mit Frankct ebenso gemaust, iner Frau wurden iit Todstechen be2; sie haben auch Fenstern schnitten ien Gute meiner n Tage alles ausid was nicht fortekelhaft besudelt, end Thalernging nach dem Kriege treichen Eroberer vor ihnen. Darum izösisch= deutschen als mehrere franagt wurden; die d, auf die Berge, lubgesindels. Zur ustrommeln, daß idenzschlosses zur als französischer ind bürgen. Nun hre Schmucksachen ch später, als die bekommen); der Glieder gefahren, ug in den Schloßin auch eine reiche n zuhause liegen eine große Hutener Hut und auf r Z e i t w o l l t e j e d e Es ist leider nicht teller aufbewahrt tte im Munde der stäblich wahr ist, eine neue Franmancher Andere otjahren 1806 bis i, nicht um es die iu zeigen, daß wir sind. Ob aber gnädig verhüte nen, besser hausen sorfahren, ist mir trocken zu halten, te, wo die Große in jeher gefunden uhe dem deutschen stmark besser und Stärkung des Bestrebungen“, verständlich genug nsiedler nur Leute verlässig deutscher nen können. An; e s g i e b t K ö n i g l. Leute. Darum geh und so gut ein, hon nach wenigen werden; das wäre s vergessen wollte, Jugend an Liebe ungen sollen und Wirtschaftsgerät, seine neue Stelle s denn in unserem eht ihm zur Hand, Kun kanns ja nicht in der Hutschachtel je aber ist, daß bei sottvertrauen, Aritsches Herz. dünken möchte, gebindern, weil sich n sei doch aus der sidenten Graf von nuar 1902— hier das Land, das uns r andere Verluste, verwachung, dessen Deutschtum der diesen unseren Beallen Mitteln, einsätern hast, erwirb Oldenbürg. Krolinicht in der chriftFalschDarin n herihrenkenntstabsrücken rischen nfolgt. Danksagung. 514a Allen denen, die das letzte Geleit unserm lieben Sohne und Bruder gegeben haben und für die vielen Kranzspenden, insbesondere dem Herrn Pastor Oetting für die trostreichen Worte am Grabe, dem Gesangverein Lyra und dem Jünglingsverein zu Stiftberg sprechen wir unsern tiefgefühlten Dank aus. Die Familie Ellersiek. Wohnungen Zugelaufen 41 [Wer eine Wohnung zu ver mieten hat ooer mieten will, Inseriere dies in der sehr beachteten Verforder Zeitung für Stadt u. Land.) Junger Mann erhält Kost und Logis. kleine Wohnung von 2 Räumen zu vermieten Ein kleines Haus 5 bis 8 Räumen wird zum 1. April d. J. zu mieten gesucht. 1 Huhn aufgefangen. Abzuholen in der Mittelstädter Mühle. 517a Verloren Karaloher Armband auf Stiftberg verloren. Abzugeben in der Expedition dies. Zeitung. 520a. Holz=Verkauf. Sonnabend, 1. Februar, nachmittags 2 Uhr, werden ia großen Kampe: 55 Haufen dickes BuchenBrennholz 532a an den Meistbietenden gegen Kredit verkauft. Wraße II, den 24. Jan. 1902. Sd. Pahmeyer. Ia. Schnippelbohnen, „ Brechbohnen, „ Sauerkraut, 489 selbst eingemacht empfieblt B. Kunkel, Bügelstr. 4. 1 Frisches 529a empfiehlt H. Oetzmann, Roßschlachter. Bei Husten u. Heiserkeit 4331 benütze nur reiner „Kropp’s Tustol“ Fenchelhonig, vorzüglich bei Stickhusten d. Kinder echt a Fl. Mk. 1.— bei Wilhelm Epseloh, Markt-Drogerie E STRICHATZUMGERE D) FAUTOTTPIEN-CAIANOS •— SEEREOTPIEN.) ## Carl Kinds Bielefeld. Obernstn 22: Hlographische-u. kumstgewerb!:“ KE. Sraviranstalt D enseracher a# Gebr. Lehmanns Sodener=, Eucalyptus= und rass. Knöterich=Caramellen anerkannte Linderungsmittel bei Husten u. Heiserkeit, ferner die beliebten Kola- und Tropon-Caramellen a Pack 10 und 20 Pfo. steis zu kaben bei 5254 teis 9 Wilh. Mosel in Löhne am Bahnhof. Katzenfelle mehrf. preisgekrönt. Aerztlich empfohlen bei Rheumatismus, Astbma, Gicht etc. von Mk. 2,— an echt bei Arthur Platz, 322a Düsse dorf 20. Hofverkäuse. Besitzung 37 Morgen groß *„„„ ** 25„: Letztere besonders geeignet zur Gärtnerei und Federpiebzucht, Besitzungen in nächster Nähe bei. Oeynhausen, auch, sind noch mehrere Bauplätze billig abzugeben. 2924 6 Molting, Gobfeld. Stätte=Verkauf „Eine in der Altstädter Feldmark #gene schöne Besitzung besteaus einem Wohnhaus lans#rca 10 Scheffelsaat Ackeraüns.[## umziehungshalber unter Nauu Xen Bedingungen durch meine Tcmittlung verkauft werden. Sermin hierzu findet am 29. d. J., nachmittags 4 Uhr dis“ Gastwirt Breder, ElverVerstraße statt. 2925 Verdissen, im Januar 1902. G. Linnenbrügger. Auf dem Koch'schen Schtldkampe am Renntbor sind noch einige Stücke Land zu vermieten Näheres zu erfahren bei. 510a W. Kern, Bergeithorwall. Spezialgeschäft für Uniformmützen, Militär= und BeamtenEffekten, 506 Ordens=Dekorationen: Hans Oestreich, Bielefeld Obernstraße 37. Gemeinde. Sonntag, den 26. d. M., morgens 8½ Uhr: Gottesdienst in der reformierten Kirche. 5344 6 Zur Karneval-Saisen empfehlen wir: Seidene Herren=Masken Stück 25 Pfg, Seidene Damen=Masten„ 22„ schuhe Paar von 3y„ an, vfe„„ 30„„ u. Silber=Lahnband Mir. v. 2„„ Schellen— Flitter— Münzen— Fächer — Gold- und Silber=Spitze— Tarlatan — Sammt in allen E.& M. Becher, Herford, 475a Herford, Bäckerstraße 23. Bäckerstraße 23. Nur gute Qualitäten! Analitäten! uG esonders eachtenswert! Ausverkauf wollene und baumwollene Damen= u. Kinder=Strümpfe, Kravatten, Herren=Wäsche, der Rest von Damen= u. Kinder=Wäsche zu auffallend billigen Preisen. Fr. Simon. 533a Berliner Kaufhaus Hermann Heimann Gehrenberg. Zu Maskenbällen empfehle: Satin in allen Farben Meter 30 Pfg. Atlas in allen Farben Meter 50 Pfg. Sammet in allen Farben Meter 75 Pfg. Tarlatan mit Gold u. Silber Meter 20 Pfg. Gold- und Silber-Borden, 10 Meter, Stück 15, 25, 30 Pfg. Ball-Strümpfe in allen Farben Paar20 Pfg. Ball-Handschuhe für Herren und Damen Paar 30, 50, 75 Pfg. Plitter, Münzen, 5194 Schellen, Sterne u. s. w. u. s. w. Feinstes Delikateß=Sauerkraut à Pfd. 7 Pfg. 508a empfiehlt Heinrich Rolting. Hülsenfrüchte als ganz vorzüglich weichkochend, empfiehlt billigst. 489a B. Kunkel, Bügelstr. 4. la. Harzkäse (vorzüglich durchgohren) 4 Stück 10 Pfg. 509 Heinrich Nolting. la. Harzkäse (fett und vilant) empfiehlt.. ans-sse? B. Kunkel, Bügelstr Turngemeinde Herford se. B. Zöglings-Abteilung. Laut Beschluß der Hauptversammlung vom 9. d. M. findet das Turnen der Zöglinge nicht Mittwoch, sondern jeden Sonnabend statt und beginnt pünktlich um 8½ Uhr abends. Neuanmeldungen werden auch daselbst entgegen genommen 428a Der Turnrat. Christlich-vaterländischer Männerverein. Am Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 6 Uhr, im evangelischen Vereinshause: Geburtstagsfeier Majestät des Kaisers, bestehend aus Festansprache(Herr Kantor Wilke), gemeinsamen Gesängen, Vorträgen des Posaunenchors und des gemischten Chors, Deklamation und Aufführung des patriotischen Festspiels: von Paul R. Lehnhard. Mitglieder haben nebst einem Familiengliede freien Zutritt; Nichtmitglieder zahlen 30 Pfg. Eintrittsgeld. 477a Der Vorstand. Friedrichs-Gymnasium zu Herford. Montag, den 27. d. Mts., 11 findet zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs ein Festaktus statt. Hierzu beehrt sich die Eltern der Schüler und Freunde der Anstalt ergebenst einzuladen Herford, 23. Januar 1902. 5220 Der Gymnasial=Direktor: Prof. Dr. Windel. Landwirtschafts- und Realschule. Zu der am nächsten Montag, den 27. d. Mts., um 9½ Uhr, in der Aula stattfindenden Feier des Geburtstages Hr. Majestät des Kaisers beehrt sich, alle Freunde der Schule, sowie die Eltern unserer Schüler ergebenst einzuladen: 5404 Der Direktor: Dr. Droysen. Stiftberger Krieger=Verein Die Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Kaisers findet am Sonntag, den 26. d. M., beim Kameraden A. Tiemeyer statt. Antreten 3 Uhr im Vereinslokal. Es ladet ergebenst ein 513a Der Vorstand. Preisschießen. □ Anfang einer neuen Serie. Es ladet freundlichst ein 7 sehr wertvolle Preise. Die Unternehmer. Mitteldeutscher Verein reisender Schausteller, Handelsleute u. Verufs=Inleressenten : H e r f o r d, Obiger Verein feiert am Sonnabend, den 25. Januar, beginnens abends 8 Uh., in den Räumen des Verggartens sein 7. Stiftungs=Fest, verbunden mit Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Freunde und Gönner werden hierdurch freundl. eingeladen. Die Ausgabe der Festkarten findet am Sonnabend, den 25. Januar, nachmittags von 3—5 Uhr im Vereinslokale des Herrn Heinr. Kemner, Unter den Linden, statt. Der Vorstand. I. A.: Johannes Dupré-Dübbers. 1. Schriftführer. Wer Stelle sucht verlange die Aug. Vakanzen=Liste, Mannheim. In Bürger=Verein. Direktion: Josef Zwenger. Sonntag, d. 26. Januar — Großer Erfolg.— Die Löwenbändigerin von Paris. Pariser Volksdrama in 4 Akten (7 Bildern) von Willhardt. Preise der Plätze wie bekannt Kassenöffnung 7 Uhr. 535a Anfang 8 Uhr. In Vorbereitung: Größter Schlager der Saison. Am Berlinertheater in Berlin über 100 Mal aufgeführt. Nur einmalige Aufführung. Sensations=Nopität! Die strengen Herren. Luspiel in 3 Akten von Oskar Blumenthal und G. Kadelburg. Die Direktion. Turnoemeinde Herford (e. V.). Sonntag, den 26. d. Mts., abends 8½ Uhr: Fest=Kommers zu Ehren des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs im Vereinslokale Fr. Biermann, wozu die Mitglieder und Freunde des Vereins hierdurch eingeladen werden. 589 Der Curnrat. Kriegerverein Schweicheln. Kaisers *Geburtstags-Feier Sonntag, 26. Januar, nachmittags 4 Uhr, bei Wirt Krömker. 5024 Hiddenhausen. Sonntag den 26. d. M feiert der Männer=Gesangverein Kaisers=Geburtstag im Saale des Herrn Wirt Biermann durch Tanz. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein(498a Vorstand. Für Sattler und Polsterer. Polsterhede liefern jedes Quantum zu billigen Tagespreisen. Proben zu Diensten. 523a Davidsohn& Oftwald, Bad Oeynhausen. Der heutigen Auflage unserer Zeitung liegt„Neues Bauernland Gelegenheitskauf Unerreicht billig. Mit meinen verwandten Firmen kaufte große Warenposten zu bisher nicht gekannt billigen Preisen und gebe dieselben, um meiner werten Kundschaft Gelegenheit zu geben, wirklich gute Qualitäten enorm billig einzukaufen, fast zum Einkaufspreise Hemdentuch, per Mtr. 8, 12, 14 bis 40 J Nessel, 75 u. 80 Ctm. breit, per Mtr. 18. 20, 24 c Hemdencöper, gute Qualität, p. Mtr. 20,25,30 c Hemdenflanell, bug, per Mtr. 22, 25,28, 35 c) Negligé Barchend, waschecht, p. Mtr. 24,30, 35% Bettkattune u. Satins,— 20 ax# schönste Muster, waschecht, per Mir S0. 80, 50, 555% Bettsiamosen, 10 Mx 30 35 wuschecht, per Meter, 80, 85, 30, 55 Biber-Getttücher, 30, 50, 80, 100, 125 c häöbsar d er dier wpischecht, per Meter 25, 30, 35 4 Zur Konfirmation. 1 Kleid, 6 Mtr., schwarz, Mohair, 3 6% 1 Kleid, 6 Mtr., schwarz Crepe, 5 1 Kleit, 6 Mtr., schwarz Cheviot, 6# 1 Kleid, 6 Mtr., schwarz Fantasie, 8, 9, 10„ ab. Schürzen=Druck 120 Ctm. breit per Meter 48 c hübsche Streifen 1 Kleid, 6 Mtr., farbig Cheviot, Budlikk. 3 60 Ae 1 Kleid, 6 Mtr. Beige, Bars 5, 6, 8 4 Konfirmanden=Röcke und Corsets in großer Auswahl enorm billig. vHerren=Paletots, zu und unter Einkaufspreis. Sämtliche Damen= und Mädchen-Konfektion zu jedem annehmbaren Preise. Warenhaus Hermann Herzfeld, Herlord 9