12. Jahrgang ∆ Eitung Hir: X n Teleph. Anschl N 83 Teleph. Anschl. N II Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich prönumerando 1,25 Mark bei Postbestellung kommi das Bestellgeld hinzu Dienstag, 21. Januar. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. 1902 Autliche Anzeigen für den Kreis Hersor n den evangelischen Volksschulen hierselbst sind bis zum 1. April 1902 zu besetzen: 1. mehrere Lehrerstellen. Grundgehalt. 1300 M. Alterszulage.. 160„ Mietsentschädigung 340„ (für Unverheiratete) 140„ 2. eine Lehrerinstelle. Grundgehalt.. 1000 Mk. Alterszulage 110„ Mietsentschädigung 160„ Meldungen sind bis zum 1. Februar einzureichen. Herford, den 12. Januar 1902. 461a Der Magistrat: Quentin. lassen. Das ist mein Ideal. Aber wie groß ist die Zahl der Wicken unter dem Weizen! Wie viele haben ihr Land und Volk verläugnet und werden in ihrem eigenen Interesse fortfahren, so zu handeln. Das darf uns aber noch nicht entmutigen. Laßt uns ausharren im Glauben und uns unserer Stellung würdig erweisen. Hochgeehrter Freund, es thut mir leid, daß wir einander nicht sehen können, mein Gebet ist aber, daß der Herr Eure Zusammenkunft mit dem kommandierenden General Botha und dem Hauptkommandanten de Wet segnen möge. Er leite Eure Gedanken und Beratungen mit seinem Geiste. Sein Name sei gepriesen in Ehren! Mit Grüßen an Hauptkommandanten de Wet und alle Bekannten und mit Segenswünschen für Euer Ehren Euer gehorsamer Diener und Bruder S. W. Burger.“ Die Ausstellung der Radfahrkarten für das Jahr 1902 erO folgt im Polizeibureau Rathaus 2 Zimmer Nr. 1 und zuur während der Vormittagsdienststunden. Die Gebühren für ze# Karte betragen für das taufende Jahr 20 PfaHerford, den 14. Januar 1902. 3950 Die Polizei=Verwaltung: I. V.: Busse. Schalk Burgers Brief. Dieser Tage wurde bekanntlich in London ein neues Blaubuch über den Krieg veröffentlicht, dem wir(nach der „Westminster Gozette“) eine Stelle im Wortlaute entnehmen. Folgender Brief des stellvertretenden Staatspräsidenten Schalk Burger an den Prasidenten Steijn wird nämlich großes Interesse erregen, trotzdem er bereits fast zehn Monate alt ist. Er ist aus Tautesberg vom 21. März 1901 datiert. Burger schreibt: „Werter Herr und Bruder im Elend! Durch die Güte des Herrn sind wir noch im Lande der Lebenden, und ich hoffe, daß Euch dies in Gesundheit erreicht. Mit großer Trauer bin ich von dem Verlust benachrichtigt worden, den der Tod des stellvertretenden HauptII Kommandanten P. Botha und anderer braver Bürger ver#ursacht hat, und ebenso davon, daß Eure Invasion in die 1 Kapkolonie mißglückte. Auch wir haben in der letzten Zeit ## viel gelitten und viel verloren. Unsere Lage wird täglich ernster und wir haben mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Alle menschliche Hilfe, auf die wir bisher vertrauten, hat sich als ein gebrochenes Rohr erwiesen. Europa schweigt, und der Feind fährt fort, unser Volk mit seiner großen Macht zu vernichten. Die Not und die Qual mit ansehen zu müssen, welche Tausende von unschuldigen und wehrlosen Frauen und Kindern erleiden, ist qualvoll genug, um Engel weinen zu machen, aber der Gedanke an die Hunderte, , die ihr kostbares Leben schon dahingegeben haben oder die zu Krüppeln wurden, ist doppelt hart. Die Frage ist, was müssen wir und was können wir thun? Sollen wir und # können wir den Kampf fortsetzen? Ich bete Tag und Nacht zu dem Herrn in dieser Beziehung um Weisheit und Licht und bitte ihn, daß er uns nicht in die Sünde fallen lasse, gegen seinen Willen zu fehlen, daß er uns aber auch davor bewahren möge, den Glauben zu verlieren. Wenn wir überzeugt sind, daß unsere letzten Hilfsquellen erschöpft sind, daß unsere letzte Starke gebrochen ist, dann müssen wir uns beugen und uns der Macht des Feindes ausliefern, wie bitter dieser Kelch auch für uns sein mag. Ich kann aber heute noch richt diesen.vorschlagen. Meine Hoffnung und mein Vertrauen gehen######n wir erlöst und gerettet werden. Die Opfer an Menschenleben, die Gebete und das Elend sind zu groß gewesen, als daß unsere Hoffnungen und Erwartungen richt gekrönt werden sollten. Wie Ihr selbst aus der Korrespondenz zwischen Lord Kitchener und dem kommandierenden General Botha ersehe, werdet, werden keine Bedingungen erwähnt, die uns in irgend einer Weise entgegen kämen, und deshalb bleibe ich bei dem Entschlusse, wenn es kotwendig ist, uns bedingungslos zu ergeben, wovor uns aber, das glaube ich sicher, Gott bewahren wird. Nein. vir wollen unsere Nation unbefleckt erhalten, wir wollen keine Lunst vom Feinde annehmen, damit die Kluft, die uns durch Fühere Kriege und den jetzigen grausamen Krieg getrennt hat. Lestehen bleibt und sich noch erweitert. Wo ein Willen ist, da findet sich auch ein Weg, und wenn wir nicht verbannt E#rrden, so können wir mit Anspannung unserer Kräfte Komitees bilden, mit Hülfe von Liebesgaben aus Europa unser Land and Volk wieder aufbauen, um unsere Sprache und Religion * K. fördern, unsere Kinder zu erziehen, unsern unterdrückten Nationalgeist lebendig zu erhalten und wieder aufleben zu Zur Tagesgeschichte. Deutschland. Die ungerechtfertigte Verhaftung des Kaufmanns Kuhlenkampf in Elberfeld. Im Abgeordnetenhause erfolgte gestern auch die Verlesung der Interpellation des Aba. v. Knapp betr. die ungerechtfertigte Verhaftung des Kaufmanns G. Kuhlenkampf in Elverfeld. Nachdem Justizminister Schönstedt sich zur sofortigen Beantwortung bereit erklärt, schilderte Abg. v. Knapp(natl.) in der Begründung der Interpellation den Hergang. Auf Veranlassung des Staatsanwalts in NeuRuppin ließ der Untersuchungsrichter in Elberfeld den dortigen Kaufmann Kuhlenkampf wegen einer angeblichen Schwindelei von 10 Mk., der er sich im Jahre 1900 in Neu=Ruppin schuldig gemacht haben sollte, verhaften. Der Thäter hieß aber Keulenkamp und war brünett, während Herr Kuhlenkampf blond sei. Bei seiner Vernehmung auf der Elberfelder Kriminalpolizei habe Herr K. mit Leichtigkeit nachgewiesen, daß er der Gesuchte nicht sei, am 2. Januar sei er aber in seiner Wohnung von Kriminalbeamten verhastet und trotz eines kranken Fußes zum Amtsrichter geführt worden, der ihm dann in Gegenwart der Frau Amtsrichter vernahm. Auf die Einwendungen des Herrn K. habe der Richter nicht gehört, obwohl es leicht gewesen wäre, den Irrtum aus den früheren Akten festzustellen. Nach der Vernehmung sei K. visitiert und gebadet worden, man habe ihm ein Sträflingshemd angezogen und ihm eigene Beköstigung verweigert. Auch die sonstige Behandlung sei eine übermäßig schroffe gewesen, auch nachdem das erlösende Telegramm eingetroffen war. Der Redner erwähnte dann noch eines ganz ähnlichen Falles Kremer in Elberfeld, sowie des Falles Bredenbeck in Dortmund. Solche Fälle erbitterten und beunruhigten die Bevölkerung und erschütterten das Vertrauen in die Rechtspflege. Justizminister Schönstedt schied zunächst den Fall Kremer aus, der auf einer reinen Namensverwechselung beruhe. Der Fall Kuhlenkampf sei doch ein wenig anders gewesen, als ihn die„Elberfelder Zeitung“ dargestellt habe. Ein Mann namens Kulenkamp(nicht Keulenkamp) hatte in NeuRuppin mehrere alleinstehende Damen um Geldbeträge angebettelt und betrogen, so daß ein Steckbrief hinter ihm erlassen wurde. Darauf sei von Elberfeld gemeldet worden, dort wohne ein aus Bosnien gebürtiger Kaufmann Kuhlenkampf, auf den das Signalement ungefähr paßte. Auf die eingesandte Photographie erklärten drei neu=ruppiner Damen, er könne es wohl gewesen sein.(Heiterkeit.) Darauf habe Neu=Ruppin die Verhaftungsordre gesandt. Nun habe das Unglück seinen Lauf genommen. Als am 2. Januar Kuhlenkampf vorgeführt wurde, sei der zuständige Amtsrichter nicht anwesend gewesen, sondern ein jüngerer Richter. Seine Frau durfte er natürlich bei der Vernehmung nicht zugegen sein lassen. K. konnte sich nicht ausreichend legittmieren, er wurde ins Arresthaus gebracht, nachdem der Richter den Beamten jede Rücksicht empfohlen hatte. Das Telegramm sei erst abends 7 Uhr bestellt worden. Das Bedenkliche sei die Meldung gewesen, der K. wolle nicht identisch sein mit dem Gesuchten, da hätte man genauere Recherchen anstellen sollen. Es sei Uebereifer oder Mangel an Erfahrung gewesen. K. habe in der Sache aber starte Indolenz bewiesen, er habe sie leicht genommen. Er hätte sich gleich anfangs mit einer Beschwerde nach Neu=Ruppin wenden müssen. Den betreffenden Beamten sei natürlich sein (des Ministers) Auffassung mitgeteilt worden. Wolle man solche Vorkommnisse verhüten, müsse man das ganze Untersuchungsverfahren umgestalten. Die bestehenden Gesetze seien in diesem Falle nicht verletzt worden. Die Vorschriften über die Behandlung der Untersuchungsgefangenen genügten, wenn sie nur befolgt würden. Irrtümer könnten überall vorkommen. Minister des Innern Freiherr v. Hammerstein gab in höherem Maße als der Justizminister die Schuld der Beamten zu. Er habe ihnen seine scharfe Mißbilligung über die Behandlung des Herrn Kuhlenkampf im Gefängnis ausgesprochen.(Beifall links.) Der Beireffende heiße aber Kulenkampff, ohne h und mit zwei f.(Heiterkeit.) Untersuchungsgefangene sollten selbstverständlich besser behandelt werden als Strafgefangene, auch müßten Unterschiede zwischen Vagabonden und unbescholtenen Leuten gemacht werden. Die Gefängnisbeamten hätten wegen der Ueberfüllung der Gefängnisse eine schwere Aufgabe. So sei es auch in Elberfeld. Der Oberbeamte habe allerdings seine Schuldigkeit nicht gethan und sei deshalb bestraft worden. Die körperliche Reinigung könne aus Gesundheitsrücksichten nicht erlassen werden, dagegen brauchte K. nicht die Gefängniskleidung anlegen. Der Hilfswärter, der dies veranlaßt habe, sei entlassen worden. Das gröbste Versehen sei die Versagung der Beköstigung gewesen, denn es sei in der Nähe des Gefängnisses ein guter Gasthof. Die übrigen Beschwerden K's seien unbegründet, ohne Erlaubnis des Richters dürfe er sich keine Erleichterungen verschaffen. Das Abgeordnetenhaus möge die Mittel gewähren zur vollständigen Trennung der Untersuchungsgefängnisse von den Strafgefängnissen und zur Verbesserung der Stellung der Gefängnisbeamten. Er schließe mit dem Ausdruck des Bedauerns für die dem ehrenwerten Herrn Kulenkampff widerfahrene Unbill. (Beifall.) Auf Antrag des Aba. Kirsch(Centr.) beschloß das Haus die Besprechung der Interpellation. Abg. Marx(Centr.) schilderte den Fall kritisch in seiner Eigenschaft als Landrichter in Elberfeld. Die Gefängnisse dieser Stadt seien außerordentlich überfüllt, die Gerichte überlastet. Der Amtsrichter habe hinsichtlich der Verhaftung korrekt gehandelt, nur nicht hinsichtlich der Anwesenheit seiner Frau, aber es war kein Warteraum für sie vorhanden. K. habe erklärt, daß er nicht beweisen könne, daß er nicht der Gesuchte sei, und konnte auch sein Alibi bezüglich Neu=Ruppin nicht nachweisen. Die Zeitungen hätten die Sache zu sehr aufgebauscht. Gerade der Leiter der Gefängnisverwaltung in Elberfeld sei als humaner und praktischer Mann bekannt. Die Regierung solle vor allen Dingen die Mittel zu Gefängnisneubauten bewilligen, sodann aber auch die Entschädigung unschuldig Verurteilter in Erwägung ziehen. Der Schutz der persönlichen Freiheit müsse in Preußen unter allen Umständen gewahrt werden. Abg. Schmidt=Elberfeld(fr. Volksp) bedauerte, daß der Justizminister nicht zugegeben habe, es läge ein Versehen der Justiz vor. Die Richter hätten den Kuhlenkampf seine Schuld nachweisen müssen, nicht dieser den Richtern seine Unschuld. Die Gefängnisverhältnisse in Elberfeld seien unter aller Kritik. fehle eine einheitliche Organisation der Gefängnisse und des Strafvollzugs. Seitdem Schulen für Schutzleute eingeführt worden seien, behandeln diese die Leute besser. Dann ergreift Minister Freiherr v. Hammerstein zur Erwiderung das Wort. Emheitliche Grundsätze über die Behandlung in den Gefängnissen fehlten in Preußen nicht, nur auf die Beobachtung derselben durch die Beamten komme es an. Der Fall Bredenbeck gehöre nicht hierher; auch sei Bredenbeck kein höher gebildeter Redakteur, sondern ein mann und Sitzredakteur, der allerdings nur wegen Preßver gehens verurteilt worden war. Abg. Rewoldt(freit.) meinte, die Elberfelder Gerichte seien doch nicht ganz schuldlos; auch hätte man auf die Stimmung und das Gebahren eines Mannes Rücksicht nehmen sollen, der sich unschuldig fühlte. Der Untersuchungsrichter Jerkens müßte wissen, wie die Verhältnisse der dortigen Gefängnisse seien. Die persönliche Freiheit sei ein kostbares Gut. Abg. Wolf(freis. Vgg.) bedauerte ebenfalls, daß man sich so leicht darüber hinwegsetze, unbescholtene Bürger ihrer Freiheit zu berauben. Eine Grausamkeit sei es, Untersuchungsgefangene ohne Weiteres zu fesseln. Nachdem Justizminister Schönstedt kurz einige Mißverständnisse seiner Rede aufgeklärt hatte, schloß die Besprechung. Der Gesetzentwurf betr. die Einführung einer Schonzeit für das schottische Moorhuhn wurde in erster und zweiter Lesung in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen, desal. der Gesetzentwurf betr. eine Jagdordnung in den hohenzollernschen Landen. Damit war die Tagesordnung erledigt. Heute wird das Provinzialdotationsgesetz beraten. DieVerurteilung Chamberlains im Reichstage. Wie der Abg. Liebermann von Sonnenberg mitteilt, sind thm für seine bekannte Verurteilung Chamberlains im Reichstage bis jetzt schon über 500 Zustimmungsbriefe, Telegramme und Postkarten zugegangen, die etwa 6—8000 Unterschriften enthalten. Für Einschränkung der Duelle. Dem Reichstage ist eine Petition des Professors Dr. Medem in Greifswald zugegangen, die mit Rücksicht auf die jüngsten Duelle Interesse beansprucht. Danach soll u. a. die bisherige Straflosigkeit der Kartellträger— sobald sie sich ernstlich bemüht haben, einen Zweikampf zu verhindern— sowie die Straflosigkeit der Aerzte und Zeugen fortfallen, wenn der Zweikampf früher als drei Monate nach der Forderung ausgefochten wird. Der Antragsteller will der Sitte entgegentreten, Pistolenduelle in höchster Eile zu erledigen. Zur Duellfrage. Auf dem Kommers alter Burschenschafter, der am Sonnabend bei Kroll in Berlin stattfand, hielt der Vorsitzende, Staatsanwaltschaftsrat Cuny, eine Rede, in der er sich folgendermaßen für die Beibehaltung des Duells aussprach: „Die alten Feinde der Burschenschaft sind auch die Feinde des ritterlichen Zweikampfes; wir halten fest an der alten deutschen Sitte unserer Altvorderen, die ihre Lust hatten am Waffenspiel, wir wollen den Schläger nicht tragen nur zum Kommers oder gar zu Prozessionen, wir wollen ihn schwingen in fröhlichem Kampse. Und wenn wir auch dafür sorgen wollen, daß kein Mißbrauch geschieht, und daß in immer zahlreicheren Fällen nicht zur Pistole, sondern zum blanken Säbel gegriffen wird, so wollen wir uns doch auch heute dazu bekennen, daß es viele Ehrenhändel giebt, die gar keine andere Lösung zulassen, als den Gang mit den Waffen. Und darum lassen Sie die Philisterwelt auch Sturm laufen gegen die Mensur, wir halten fest an ihr als einem Erziehungsmittel(l) sonder gleichen.“ Mit einem Hoch auf den Kaiser, der über die Mensur ebenso denke, wie die Burschenschafter, und auf das kaiserliche Haus, schloß der Redner unter jubelndem Beifall. Falsche Nachricht über den Erzbischof von Posen. Der Geheimsekretär des Erzbischofs in Posen Lukowski läßt den Blättern eine Berichtigung zugehen, worin er erklärt, daß die Nachricht von einem Rundschreiben des Erzbischofs an den polnischen Klerus über dessen Verhalten in der Sprachenfrage überhaupt und folglich auch alle ausgeführten Punkte dieses Schreibens von Anfang bis zu Ende erfunden seien. Zum Vereinsrecht. Die Abgg. Bassermann(nl.), Hitze(Zir.), Pachnicke (frs. Vg.) und Rösicke=Dessau(lib.) haben im Reichstag den Antrag eingebracht, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, baldmöglichst einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den die landesgesetzlichen Bestimmungen aufgehoben werden, die der Teilnahme von Frauen an sozialpolitischen Bestrebungen in Vereinen und Versammlungen entgegenstehen. Zum Burenkrieg. Neue Kämpfe. Bei der Einnahme einer Stellung der Buren mit dem Bajonett in der Nähe von Griquatown wurden ein englischer Major und 4 Mann getötet, 5 Mann schwer verletzt. Scheepers erschossen. Der vielgenannte jüngst ge fangene Burenkommandant Scheepers wurde laut Meldung aus Graaf=Reinet jetzt erschossen. Das Urteil war von Kitchener bestätigt. Aus China Der Londoner„Standard“ meldet aus Schanghai: Nach glaubwürdigen Berichten aus Peking wurde Tungfuhsiang am 15. Januar in Schensia, Provinz Kansu, im Yamen des Gouverneurs hingerichtet. Herforder Kreis=Nachrichten. Herford, 21. Januar. □ Städtische elektrische Zentrale. Die Firma Bokelmann u. Kuhlo hat den Vertrag mit der Stadt vom 21./12. v. J. nunmehr in der ursprünglichen Fassung genehmigt, was wir unseren Lesern unter Bezugnahme auf die Verhandlungen der letzten Stadtverordneten=Sitzung mitteilen. Damit ist zwischen der Firma und der Stadt wegen des Absatzes von elektrischem Strom für Kraft und Beleuchtung endgültig Frieden geschlossen, gleichzeitig auch entschieden, daß Herr F. Bokelmann Projektierung und Bauleitung des städt. Werkes übernimmt. Die Arbeiten sollen nunmehr möglichst beschleunigt werden. zweite Hälfte des Winters dürfte voraussichtlich ebenfalls einen milden Verlauf mit Regen und Wind nehmen, obwohl dem Februar nichts Gutes zuzutrauen ist. Ein Merkzeichen für die voraussichtliche Witterung bildet für die Forstleute die Lage der Käferlarven in dem Erdboden, die bei einem voraussichtlich starken Frost sich tief in die Erde verkriechen. In diesem Jahre nehmen jedoch die Engerlinge eine auffällig hohe Lage ein. Sie werden schon mit einem Spatenstiche freigelegt. estellungen auf die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ werden täglich von allen Briefträgern, den Kaiserlichen Postanstalten, unseren Boten, sowie in unseren Agenturen entgegengenommen. * D i e M a l e r=, G l a s e r= u n d L a c k i e r e r= I n n u n g hielt gestern abend unter dem Vorsitz des Herrn Obermeister Schael in Geilkers Lokal eine gut besuchte Generalversammlung ab. Der Vorsitzende und der Kassierer wurden wiedergewählt; als Beisitzer ging Herr Aug. Meier als gewählt hervor. Zu Rechnungsrevisoren wurden die Herren Aug. Zimmermann und Aschentrup berufen. ** Vereinsnachrichten. Der Landwirtschaftliche Lokalverein beruft für morgen nachmittag 2½ Uhr seine nächste Versammlung nach Görges Hotel ein. Die Tagesordnung wurde bereits gestern im Inseratenteil veröffentlicht.— Die Generalversammlung der„Huuna" behufs Neuwahl des Vorstandes u. s. w. findet am Freitag abend ebenfalls in Görges Hotel statt. “ Warendiebstähle. In einer hiesigen Chokoladen= fabrik wurden in der letzten Zeit verschiedentlich Zuckerwaren und Glasfiguren usw. entwendet. Gestern wurde der Dieb in einem in der Fabrik beschäftigten Arbeiter entlarvt. Eine bei demselben vorgenommene Haussuchung war nicht ohne Erfolg.— Ferner wurde in einer anderen Zuckerwarenfabrik im Kellergange ein Block von 5 Pfund Chokolade aufgefunden, den eine ungetreue Arbeiterin dahin gebracht hatte, um ihn in einem günstigen Moment mit nach Hause zu nehmen. 20. Jan. Burensache: Heute sind wiederum 51 Mk. baar vom Stammtisch des Hotels Herzog Wittekind(Inhaber W. Schierholz) an den Präsidenten Paul Krüger in Oranienlust bei Utrecht abgesandt worden mit folgenden Begleitworten: Für die tapferen notleidenden Buren aus innigster Anteilnahme. Möge Euer Hoheit endlich die Sonne des Friedens und der Freiheit scheinen und dem treuen Volke beschieden sein, unter Euer Hoheit zielbewußter Führung wieder froh und glücklich zu werden. In Ehrerbietung Stammtisch Herzog Wittekind. Auf den vor einigen Tagen an den Präsidenten Krüger vom Kegelverein„Wittekind" abgesandten Geldbetrag ist vom Kabinettchef des Präsidenten folgende trauerumränderte, briefliche Danksagung eingegangen: Dem Kegelverein„Wittekind“ Enger(Westf.) beehre ich mich im Auftrag des Herrn Staatspräsidenten der südafrikanischen Republik den Empfang zu bestätigen Ihrec gefl. Postanweisung zu Gunsten seiner bedrängten Landsleute, und habe ich Ihrem Verein des Präsidenten herzlichsten Dank für die edle Gabe zu übermitteln. Hochachtungsvoll C. Wroeschoten, Kabinettchef. i Enger. 19. Jan. Kaisers Geburtstagsfeier. Am nächsten Sonntag feiert der hiesige Kriegerverein den Geburtstag Sr. Majestät im Pörtnerschen Saale durch theatralische Aufführungen und Ball. Eine gleiche Feier veranstaltet an demselben Tage der Landwehr= und Reserve=Verein im Vereinslokal(Brüggemann). — Enger, 20. Jan. Fahnenband. Dem hiesigen Kriegerverein wurde gestern vom Herrn Amtmann Dr. Goecke das von Sr. Majestät verliehene seidene schwarzweiße Fahnenband anläßlich des 25jährigen Bestehens des Vereins in kurzen, ernsten Worten überreicht, worauf der Vereinsvorsitzende mit Dankesworten erwiderte. An Se. Majestät wurde ein Dankesund Huldigungstelegramm abgesandt. i. Enger, 20. Jan. Fundsache. Auf dem Polizeibureau sind als gefunden angemeldet: 1 Paar leinene Manschetten, 3 leinene Stehkragen und 5 Bund schwarzes Wollgarn. h Hiddenhausen, 19. Jan. Ueberfall. Gestern morgen wurde der Holzschuhmacher D. aus Kirchlengern im Hiddenhauser Bruche von 2 Strolchen angehalten, welche jedoch, als D. sich zur Gegenwehr bereit machte, diesen ruhig seines Weges ziehen ließen. * Bünde, 21. Jan. Beraubung von Bahnsendungen. Die hiesige Ztg. schreibt: Von Herford wird die Mitteilung gebeacht, daß auf der Strecke wiederholt Waren entwendet worden seien. Von hier aus kann mitgeteilt werden, daß eine von Bünde nach Bielefeld als Gepäckstück aufgegebene Reisetasche nicht rechtzeitig in Bielefeld ausgehändigt werden konnte, daß sie sich später als erbrochen erwies, daß aber nur ein Paar Glaceehandschuhe, welche obenauf lagen, entwendet waren. ** Bustedt, 20. Jan. Feuer. Gestern abend brannte hier das Mietshaus des Kolon Höcke bis auf den Grund nieder. Das Gebäude war vom Zigarrenarbeiter Landwehr und Witwe Kammann bewohnt. Die letztere hatte nichts von ihrer Habe, die jedoch größtenteils gerettet werden konnte, versichert. An der Brandstätte waren auch die Wehren von Hunnebrock und Hiddenhausen anwesend. * Blotho, 20. Jan. Verschiedenes. In Bethel verstarb am Mittwoch abend der Landgerichtspräsident a. D. Geheimer Oberjustizrat Sack, bis zum Jahre 1899 Präsident des Landgerichts in Frankfurt a. d. O. In den letzten Jahren lebte er als juristischer Beirat des Pastors v. Bodelschwingh in Bethel, des Gründers und Leiters der dortigen Anstalten. Gleichzeitig versah Präsident Sack die Geschäfte eines Amtmanns für die Ortschaft Bethel; er wurde am 25. September 1830 zu Vlotho als Sohn des Kreisgerichtsrats Karl Sack geboren. Seine erste Thätigkeit hatte er in Minden, wo ihm durch den Superintendenten Schmalenbach seine Gemahlin, eine geborene Richter angetraut wurde.— Zur Aufbringung des Gemeindedefizits, welches rund 66000 Mk. beträgt, soll ein Zuschlag von 140 Proz. zu der Einkommen= und 185 Proz. zu den Realsteuern erhoben werden. Provinz und Nachbarstaaten. * Werl, 20. Jan. Tötliche Verletzung durch eine Peitsche. Daß man mit einer Peitsche einen tötlich verletzen kann, mußte der Schieferdecker Christian Röttger von hier erfahren. Freitag nachmittag wurde er bei Abfuhr von Holz von einem Fuhrmann mit der Peitsche über den Kopf geschlagen, woran der Bedauernswerte schon in der folgenden Nacht starb. * Dortmund, 20. Jan. Im Kampfe zwischen drei Wilderern und zwei Förstern wurde in Menden ein Wilderer durch einen Schuß in den Kopf getötet. * Münster, 20. Jan. Ketteler=Denkmal. Für den in China gefallenen Gesandten Freiherrn v. Ketteler wird im hiesigen Schloßgarten ein Ehrengrab errichtet werden. Zu diesem Zwecke hatte sich ein Komitee gebildet und bereits dem Berliner Bildhauer Hidding einen Auftrag zur Ausführung Die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ ist für den Kreis Herford das wirksamste Insertionsorgan. Treue um Treue. Ein Roman aus Transvaal von Ferdinand Runkel. 34. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) Nach dieser Depesche vergingen noch einige Wochen, bis der Brief in die Hände des Fürsten Birkenau gelangte. Als aber alles vorbereitet war, sagte Birkenau eines Morgens der schönen Villa auf dem Diebel Mokattam Valet und bereitete sich zur Abreise nach dem Süden vor. Er war gewöhnt, stets mit einer großen Karawane seine Expedition auszuführen, und vor allem begleitete ihn eine Anzahl gedienter deutscher Soldaten, die mit vorzüglichen Waffen ausgestattet und auch sichere Schützen waren. Sechs an der Zahl schienen ihm genügend, gegen alle Angriffe, die von den Völkern der von ihm bereisten Gegenden gemacht werden konnten. Er mochte aber, trotzdem sein Schwager ihm möglichste Eile aufgetragen hatte, nicht so ohne weiteres seinen Plan, die Provinz des Mahdi aufzusuchen und zu erforschen, schießen lassen, denn es war ja auf dem westlichen Kriegsschauplatz in Südafrika ziemlich Ruhe eingetreten, und wenn Rieneck an seiner Wunde starb, so konnte er ebenso gut drei Wochen früher als später sterben, er konnte auch schon, ehe das Telegramm des Fürsten Ermfried ihn erreicht hatte, dem Leben auf dieser schönen Welt für immer Lebewohl gesagt haben. Trotzdem Beatrix in ihn drang, doch einfach das Schiff zu besteigen und von Suez nach der Delagoa Bai zu fahren, war der Geograph und Forscher in ihm stärker als der galante Ehemann, er blieb fest, und eines Morgens brach die Karawane auf. Sie wurde zunächst in den Eisenbahnzug verladen, mit dem man bis Girgeh fuhr. Von dort hatte der Fürst zwei Nildampfer gemiethet, auf denen man bis in die Gegend von Korosko vordrang. Von da wollte er immer am Rande der egyptischen Grenze, aber doch so tief in die nubische Wüste hinein vordringen, daß er eventuell schon mit dem ersten Mahdistenposten zusammenkam. Im Allgemeinen hatte man ihm davon sehr abgerathen, denn die Derwische, die zur Zeit wieder sehr im Vortheil sind und gerade infolge des südafrikanischen Krieges immer kleine Vorstöße gegen die englischen Pösten unternehmen, machen keinen Unterschied zwischen den Weißen, die in ihre Nähe kommen, sie halten alle für Eindringlinge, fassen sie ab und schleppen sie mit in die Wüste, um sie entweder einem qualvollen Tode zu weihen oder in langer Gefangenschaft zu halten. Der Fürst aber war, wie jeder Forscher, außerordentlich muthig und fürchtete sich nicht vor den Derwischen. Trotzdem hatte die Regierung eine große Sorge, und sie ließ von Zeit zu Zeit eine Offizierspatrouille ihrer Kameelreiter in die Wüste vorstoßen, um sich von dem Wohlergehen des Fürsten zu überzeugen, denn es wäre der Regierung höchst unangenehm gewesen, wenn der deutsche Fürst Unannehmlichkeiten gehabt haben würde. Beatrix, die auf ihrem so beauem als möglich ausgestatteten Kameel dahinritt, nahm alle Mühseligkeiten der Reise gern auf sich, denn sie wußte ja, daß jeder Schritt ihres Reitthieres sie dem Manne näher brachte, der tief in ihrem Herzen immer noch die erste Stelle einnahm. Sie war freilich viel zu gut erzogen, um daran zu denken, daß diese Liebe jemals belohnt werden könnte, aber ihr Herz trieb sie dennoch, Woldemar, der aus Liebe zu ihr sein Bestes geopfert hatte, die Befreiung von dem moralischen Druck, unter dem er jetzt leben mußte, zu bringen. Die Karawane, die außer den sechs deutschen Soldaten noch aus einem deutschen Arzt und einem deutschen Offizier bestand, war auf Befehl der Regierung außerdem noch von drei eingeborenen Soldaten begleitet worden, die im Falle eines Angriffes die Reisenden über die Art und Weise des Wüstengefechts unterrichten sollten. Außerdem war noch ein Dolmetscher, Abu ben Hassan, dabei, der geläufig englisch, arabisch und koptisch sprach. Man war schon den ganzen vorigen Tag tief in die Wüste eingedrungen und hatte die Grenze über fünfzig Kilometer hinter sich gelassen. Auch jetzt ritt man rüstig weiter nach Südosten und immer tiefer in die steinige, bergige Wüste hinein, die hie und da von Düinenketten Sandes unterbrochen war. Man hielt die Karawanenstraße nach Berber fest und hoffte bald auf den Nil zu stoßen. Plötzlich tauchte am Horizont zwischen den Klivven und Dünen eine andere Karawane auf. Beatrix machte den Fürsten darauf aufmerksam und bewunderte die militärische Haltung, mit der die seltsamen Gestalten, die mit weißem, flatterndem Leinen bekleidet waren, auf ihren Kameelen saßen. Der Fürst wiederum rief den Dolmetscher zu sich heran, der bei dem Anblick der Karawane tief erblaßte und dem das Blut so sehr aus dem gebräunten Gesicht wich, daß seine Lippen eine fahlblaue Färbung annahmen. M „Was ist Ihnen denn, Abu?“ „Mein Fürst, die Derwische. „Oho, das ist ja sehr angenehm, da kann ich sie ja studieren.“ Die Kameelreiter schienen aber mit dem Studieren nicht recht einverstanden zu sein, denn als sie die Karawane bemerkten, wandten sie sich ihr gerade zu und setzten ihre Wüstenthiere in Trab. Auf ein seltsames Signal, das aus einer Trompete gegeben schien, marschirten sie auf wie ein Zug Kavallerie und schienen sich vollkommen zum Gefecht.. vorzubereiten. Jetzt erst sah der Fürst ein, daß die Kameelreiter durchaus nicht in friedlicher Absicht gekommen waren, und sofort bedeutete einer der egyptischen Soldaten, man müsse absteigen und sich zur Vertheidigung vorbereiten. Von dem umherliegenden Geröll und Klippen bauten die Soldaten mit möglichster Schnelligkeit eine kleine Felsenmauer auf, hinter der sich die guten Schützen einbauten. Der Fürst brachte die Kameele und seine junge Gemahlin hinter einem Felsen in Sicherheit und eilte dann in die vorderste Linie, wo die drei Sudansoldaten im Verein mit der deutschen Bedeckung das Feuer auf die anreitenden Derwische eröffneten. Diese waren auf einem halben Kilometer nah, schienen sich aber gar nicht besonders zu beeilen, da sie wohl der festen Ueberzeugung waren, die Beute könne ihnen jetzt nicht mehr entgehen. Die meisten stiegen nicht einmal ab, sondern schossen mit ihren langen Gewehren von den Kameelen, und die Kugeln schlugen, wenn auch wirkungslos, vorn und hinten auf den kleinen Felshügel ein. Trotzdem hatte man sich noch keineswegs der Befürchtung hingegeben, von dem überlegenen Feind besiegt zu werden. Aber nun trat ein Ereigniß ein, was Alle mit dem Ernst der Lage vertraut machte Der eines vorläufigen Entwurfes gegeben. Dieser Entwurf ist jetzt fertiggestellt und hat die Billigung des Kaisers und die Anerkennung der Frau von Ketteler gefunden. Das Denkmal ist ein 16 Meter hoher aus Felsen gehauener Obelisk mit einem Bronzerelief des Verewigten, umgeben von Boxerfahnen. Auf der Spitze des Obelisken erhebt sich die Gestalt des heiligen Michael. An den Seitenflächen und der Hinterwand des Obelisken sind ebenfalls Reliefs in Aussicht genommen, darunter das bekannte Bild des Kaisers:„Völker Europas, wahret Eure heiligsten Güter.“ * Münster, 20. Jan. Mordversuch. Bei Lütkenbeck, eine Viertelstunde von der hiesigen Stadtgrenze, wurde ein Milchmädchen sterbend aufgefunden. Es liegt ein Mordversuch vor. Der Thäter ist unbekannt. * Wipperfürth, 20. Jan. Spinnereibrand. Gestern früh kurz nach Mitternacht ist die Wollgarnspinnerei von Wwe. Jos. Drecker u. Söhne G. m. b. H. hier gänzlich abgebrannt. Vermischtes. Bei dem vorgestrigen Ordensfeste sind nach der Zählung der„Kreuzztg.“ 2448 Orden und Ehrenzeichen verliehen worden, darunter am häufigsten der Rothe Adler=Orden, nämlich 1133 mal. Der Kconen=Orden ist 417 mal verliehen, der hohenzollernsche Haus=Orden 35 mal und das Allgemeine Ehrenzeichen 862 mal. Kyffhäuser=Denkmal. Die Schulden des von den Kriegervereinen gestifteten Kyffhäuserdenkmals belaufen sich zur Zeit immer noch auf 87000 Mk. An diesem Geburtstage des Kaisers sollen nun, wie schon an früheren, Sammlungen veranstaltet werden, durch die man die Schuld zu decken hofft. Durch Kohlenoxydgas vergistet. In dem Hause des Kaufmanns Kasimir Schmidt in Obermoschel wurden dessen Frau, 4 Kinder und die Magd durch Kohlenoxydgas vergiftet aufgefunden. Schmidt wurde als der absichtlichen Vergistung verdächtig in Haft genommen. Brand des Hoftheaters in Stuttgart. Gestern nacht war Feuer im Dachstock des königlichen Hoftheaters ausgebrochen, das teils niederbrannte. Die Vorstellungen des Hoftheaters werden zunächst im königlichen Wilhelma=Theater fortgesetzt; außerdem wird ein provisorischer Theaterbau hergestellt werden. Die Künstler haben große Verluste an persönlichem Eigentum erlitten. Als Ursache des Feuers wird Kurzschluß angenommen. Das Gebäude, das um anderthalb Millionen versichert ist, war 1811 durch den Umbau eines Lusthauses entstanden. Selbstmord eines Geschwisterpaares. Der zwölfjährige Wilhelm Netzke in Kolberg und seine vierzehnjährige Schwester haben sich, angeblich aus Furcht vor Strafe, in die Persante gestürzt und sind ertrunken. Eingesandt. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Der Artikel in der vorgestrigen Nummer, den Brand beim Kolon Rieso in Schwarzeumoor betreffend, ist nicht ganz den Thatsachen entsprechend. Bei den Rettungsarbeiten hat eine Feuerwehr von Schwarzenmoor und Falkendiek nicht mitgewirkt. Wohl befand sich die Spritze aus Schwarzenmoor auf der Brandstelle. Die vorhandenen Schläuche waren aber sehr defekt und auch nicht hinreichend lang, sodaß sich der Gendarm Bredemeyer aus Löhne veranlaßt sah, das herumkehende Publikum anzuhalten, Wasser mittelst Eimern aus dem nahen Teiche in die Spritze zu schaffen. Die freiw. Feuerwehr von Bahnhof Löhne und auch diejenige von Gohfeld— andere Paren auf der Brandstätte nicht erschienen— haben durch ihr Hatkräftiges Eingreifen ein weiteres Umsichgreifen des Feuers in anerkennungswerter Weise zu verhüten gewußt, sodaß die ehr bedrohten Nebengebäude vom Feuer verschont blieben. Löhne, 18. Januar. Fr. Briefkasten der Redaktion. Die Springer Duellaffaire. Da Falkenhagen entLegen den Duellbestimmungen vor dem Kommando„drei“ Skscossen haben soll, so dürfte die Verhaftung auch auf Grund des§ 207 des Str. G.=B. erfolgt sein; dieser lautet: Ist eine Tötung oder Körperverletzung mittels vorsetzlicher Uebertretung vereinbarter oder hergebrachter Regeln des Zweikampfes bewirkt worden, so ist der Uebertreter, sofern nicht nach den vorstehenden Bestimmungen eine härtere Strafe erwirkt ist, nach den allgemeinen Vorschriften über das Verbrechen der Tötung oder Körperverletzung zu bestrafen. Nach Euger. Auch in unserer dortigen Agentur kann täglich die Bestellung auf die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ erfolgen. Course der Berliner Börse. Mitgeteilt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges Herford, 20. Januar 1902. 3% 3½% 3%% Preuss Consols 90150 „„ 101,60 eutsche Reichsanleihe 90.50 3½%„„ 101,60 3% Westf. Prov.-Anl. 88.— 3½%„„ 98.70 4%„„ 104.— 4% Bielef. Stadtanleihe 102,50 4% Hamb. HypothekenPfandbriefe 1900 98,75 4% Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 99.50 4% Meining. Hypoth.Pfandbriefe 1900 99 50 Deutsche Bank-Akt. 207,60 Dresdener Credit-Anstalt—.— Disc. Commandit-Akt. 186 70 Gelsenkirchener Bergw.Aktien 172,50 Hibernia Bergw.-Aktien 162.25 Harpener dto. 164,90 Harb.-Wien. Gummi-Akt 310.— Phönix Bergw.-Aktien 14090 Kumer. Electricitäts-Ges.—.— Bankdiscont 3½% Tendenz: fest. Familien=Nachrichten. Verlobt: Sophie Rosenwald mit Ismar Cohn Reißner in Bünde=Berlin. Gestorven: Kohlenhändler August Brindöpke, 68 Jahre, in Schildesche. Verwaltungssekretär a. D. Karl Schaefer, 61 Jahre, in Bielefeld. Fritz Paul, 56 Jahre, in Lemgo. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 21. Januar Höchste Temperatur des Vortages: 6,20. Niedr. Temperatur in der Nacht: 6,10 Temperatur um 7 Uhr vorm.: 7,0°. 11„ 7.40 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 758,2 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 8,2 mm Wind: Lebhafter SW. Wetter: Trübe und regnerisch. 22. Jan. Bei mäßigen südwestlichen Winden vorherrschend trübe; zeitweise Niederschläge wahrscheinlich. Telegrammr und Telephonische Meldunges. Abänderung der Landtagswahlbezirke. Berlin, 21. Jan. Die Freisinnigen brachten im Landtage wieder den Antrag auf Abänderung der Landtagswahlbezirke ein gemäß der in den letzten 40 Jahren eingetretenen Verschiebung der Bevölkerung. Professor Ziemssen: München, 21. Jan. Der bekannte Professor Dr. von Ziemssen ist hier heute nacht gestorben. Seeschlacht zwischen Amerikanern und Insurgenten. New York, 21. Jan. Im Hafen von Panama fand eine Seeschlacht statt. Die Insurgenten erzwangen die Landung. General Alban, der Befehlshaber der Regierungstruppen, wurde getötet. Zwei Schiffe der Regierung und drei Insurgentenschiffe sind teilweise beschädigt bzw. gesunken. Zum Burentrieg. Die Erschießung Scheepers. Brüssel, 21. Jan. Die Erschießung des Kommandanten Scheepers ruft in Burenkreisen große Entrüstung hervor und wird als gemeiner Mord bezeichnet. Die Friedensverhandlungen sind sofort abgebrochen worden. Botha wird nunmehr Befehl zu blutigen Repressalien geben. Wollfahrt nach Jerusalem. Rom, 21. Jan. Die Königin=Witwe Marguerita unternimmt Ostern eine Wallfahrt nach dem Heiligen Grabe in Jerusalem. gigg.. den Soldaten sank plötzlich in die Kniee, machts eine aud?chumliche Bewegung und schlug dann mit dem Kopf ed Felsstück auf, das ihn bisher vor den Schüssen der gliedse“ gesichert hatte. Die erste Kugel, die einem Mitgesch. Karawane den Tod brachte, war in ihre Reihen einArgber: setz, sich der Führer der Derwische, ein riesiger den Angroisenen außerordentlich schnellen Kameel vor wenig hob 5e Hertrabte und sie anfeuerte, vorzugehen. Ein auf den Scha###### den Kopf und schlug mit seiner Büchse oder er hattg." aver entweder war sein Blut unruhig reagirte garnig Ertfernung falsch geschätzt, der Araber deutschen Bealg!gu den Schuß. Inzwischen war einer der Sand niedergestreg.“ ffen und hatte sich lautlos in den nübischen Sonne#### un unter den glühenden Strahlen der Lumer näher uns u von seinem Vaterlande zu verscheiden. beran. Zner größerer Ruhe rückte das Vereigenthümliche S und regelmäßig gefeuert, aber dasggre zig Entferg Flimmern der Wüste und die Täuschung über v.- entfernungen, ließen die Kugeln nutzlos in den Sand auspreuen. Schon sah man die langen Speere der Derwische#er muhaug unteln, us endlich dem Fürsten gelang, eine oseset..ledanischen Bestien vom Kameel zu schießen. Noch würbe numter rüstig gefeuert, und jetzt hatte man auch C77919/18 aß gge.##„da sank ein Kameel in die Kniee und that, als ob es sich behaglich im Sande schlafenlegen wollte, erstarrte aber sehr bald und streckte die Beine lang von sich. Es war alles vergebens. Die Derwische rückten immer näher, ihre Kugeln schlugen jetzt sicherer zwischen das Geröll ein, und als der Fürst sich gerade vorbog, um noch einmal auf den Scheik zu schießen, erhielt er eine Kugel in die Seite, die ihn kampfunfähig machte. Der Arzt sprang schnell hinzu: „Wo sind Sie getroffen, Hoheit?“ Er beugte sich über ihn, um ihn zu verbinden, stürzte aber durch den Kopf geschossen lautlos und sofort todt neben dem Gebieter hin und kollerte die Geröllwand hinunter, gerade zu Füßen des ersten Kameels, das jetzt die Stellung erreicht hatte. Nun standen die noch übrigen Soldaten auf und überschütteten die Ankommenden mit einem vernichtenden Schnellfeuer. Aber auch das war vergebens, denn über die Leichen ihrer Gefallenen hinweg stürzten die Derwische den Hügel hinan, und wer nicht sofort die Gewehre niederlegte, erhielt einen Speerstoß in die Brust, von dem er nicht mehr aufstand. Mit großer Schnelligkeit wurden die Kameele und Vorräthe der Karawane zusammengetrieben, und als man Beatrix entdeckte, erhob sich ein wildes Freudengeheul. In weniger als einer halben Stunde seit dem Ankommen der Mahdisten waren die unglücklichen Europäer und die beiden egyptischen Soldaten auf ihren Kameelen festgebunden, und in weit ausgreifendem Trab bewegte sich der Zug in die Wüste hinein. Beatrix ritt an der Seite ihres Gemahls, und man hatte ihr alle möglichen Erleichterungen gewährt. Man ließ ihr das bequem gesattelte Kameel, band sie auch nicht fest, weil man ihrer ja doch sicher zu sein glaubte. Fürst Harro Beowulf litt entsetzlich. Während des Gefechts hatte er seinen Tropenhelm verloren, und die fanatischen Bestien hatten ihm nicht gestattet, ihn wieder aufzuheben. So ritt er unter der brennenden Sonne, mit der schmerzenden Wunde in der Seite, ohne Kopfbedeckung in rasendem Trab vorwärts, bis sich Beatrix an den Scheik, den schönen, schwarzbärtigen Araber wandte, man möge doch ihrem Gatten etwas zum Schutze um den Kopf geben. Der Scheik schüttelte mit einem teuflischen Lächeln den Kopf und antwortete in gebrochenem Englisch, daß sei ja nicht nöthig, der Mann sei verwundet, und da man die ganze Nacht, die sehr kalt werden würde, zu reiten habe, werde er wohl kaum den Morgen erleben. Der Fürst, der dies verstanden hatte, griff jetzti Tasche, zog einen kleinen Revolver hervor, den er, ohne oaß die Derwische es bemerkten, seiner Gattin überreichte. „Hier, Beatrix, nun hast Du Leben und Tod in Deiner Hand; ehe man Dir Qualen bereitet, folge mir. Dann reichte er ihr noch seine Brieftasche, die das unglückliche Weib schnell verbarg. Fortsetzung folgt. Magen-Leiden Bei Darm=Leiden wird Durchfall Hausens Kasseler Rleichsuch Haler-Kalao Bleichsucht 1125 als hervorragend leicht verdauliches Kräftigungsmittel von mehr als 10000 Aerzten ständig verordnet. Nur echt in blauen Cartons a 1.— Mk., niemals lose. 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Mar Horn Für Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf Magenschmerzen, schwere Verdanung oder Verschleimung ugezogen haber, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügiche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs- u. Blutreinigungsmittel, der Mübert Ullrichsche Kräuter=Wein. Dieser Kräuter=Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter=Wein beseitigt alle Störungen in den Blutgeätzen, reinigt das Blut von allen verdorbenen trankmachenden Stoffen und wirk fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter=Weines werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also aicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen veralteten Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie BeklemStuhlverstopfung mung, Kolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter=Wein rasch u. gelind beseitigt. Kräuter=Wein behebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Krieger- und Kameradschaftl. Verein& Herford. Die Geburtstagsfeier Sr. Majestät Kaisers und Königs findet am Sonntag, den 26. Januar 1902, auf dem Schützenhofe durch sta t. Konzert und Ball Anfang punktlich 8 Uhr abends. des Hageres, bleiches Aussehen, sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber, Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. KräuterWein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. KräuterWein steigert den Appetit, fördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. ist zu haben in Flaschen à# 1,25 u. 175, in Herford, Salzuflen, Vlotho, Enger, Bünde, Jöllenbeck. Spenge, Schildesche, Heepen, Oeynhausen, Mennigyuffen, Schötmar, Lemgo, Hohenhausen, Varenholz, Lage, Brackwede, Werther, Melle, Riemsloh, Neuenkirchen, Borgholzhausen, Halle i. W., Bielefeld usw. in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisea nach allen Orten Deutschlands porto= und kistefrei. Mindestquatum im Engrosversand sind also 3 Flaschen. # Vor Nachahmungen wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich[291f1 Hubert Ullrich'schen Kräuter-Wein. Mein Kräuter=Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandteile sind: Malagawein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerik. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa 10,0. . Z u t r i t t z u d i e s e r F e i e r h a b e n d i e M i t g l i e d e r m i t ihren Frauen, Bräuten, unverheirateten Söhnen und Töchtern über 16 Jahre, soweit solche zum Hausstande der Mitglieder gehören. Die Ausgabe der Festkarten erfolgt am Sonntag, den 26. Januar, vormittags von 11½ bis 1 Uhr, in der Turnhalle des Herrn Aecker. ## Orden und Ehrenzeichen bezw. Vereinsschleifen sind anzulegen. Ohne Karte wird Niemand zugelassen. * Die Vorstände. Zu obiger Festlichkeit sind die Räume des Schützenhofes den besagten Vereinen überlassen. 470a Der Oberst: Köster. # Turngemeinde Herford. In unserer am 9. d. Mts. stottgefundenen Neuwahl bezw. Wiederwahl des Turnrates erhielten wir folgendes Resultat: M. Becher, 1. Gemeindewart, G. Seeger, 2.„ W. Westerhaus, 1. Turnwart, A. Tremel, 2.„ A. Oberschachsiek, Schriftwart, H. Lange, Kassenwart, I. Weingarten, Gerätewart,(459a H. Rühl, 1. Beisitzer mit der Funktion eines 3. Turnwarts W. Opitz, 2. Beisitzer mit der Funktion eines 2. Gerätewarts, welches wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringen. vrngemeinde Herford. Herford, Freitag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, im Saale des Weinklubs: Konzert von und Herrn und Frau Professor Sahla (Violine und Sopran) Frau Elisabeth Odenwaldt(Klavier). Turngemeinde Herford se. B. Zöglings-Abtailung. Laut Beschluß der Hauptversammlung vom 9. d. M. findet das Turnen der Zöglinge nicht Mittwoch, sondern jeden Sounabend statt und beginnt pünktlich um 8½ Uhr abends. Neuanmeldungen werden auch daselbst entgegen genommen 428a Der Turnrat. Stiftberger Sterbekassen=Verein. am Sonntag, den 2. Febr. er., nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal H. Schröder Wwe., Stiftberg. Tagesordnung. 1. Von 3—4 Uhr: Hebung rückständiger Beiträge, hiernach: 2. Jahres= und Kassenbericht. 3. Umwahl des Vorstandes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 445a Der Vorstand. Kreutzer Sonate-Beethoven.— Violinsonate G-dur-Grieg.— Arie der Susanne aus FigaroMozart.— Violinsoli von Bach, Svendsen, Hubay.— Klaviersoli von Chopin.— Lieder von Franz, Sahla etc. Eintrittskarten im Vorverkauf à 1,50 Mk., Schülerkarten à 1 Mk. in der Buchhandlung des Herrn W. Menckhoff. Kassenpreis 2 Mk., Schülerkarten 1,25 Mk. 378a Mittwoch, den 22. d. M., vormittags 8 Uhr: Verkauf minderwertigen Schweinefleisches. 4667 Fahnen.= Reinecke, Hannover. Grottensteine emfipehlt 3684 M. Grundmann, Plattemühle bei Vlotho Wer schnell und billigst Stellung finden will, verlange der Postkarre die„D sche Vakanzeupost“ in gen. 680