Teleph. Anschl. Persord,Enuerwubor5 Teleph. Anschl. Ne 12 Diese Zeitung erscheint am Abenb jeden Wochentages. Thonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mar' bei Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu Mittwoch, 15. Januar. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeyuhansen and Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. 1902 fikation allein für die Berufung an eine Universität maßgebend sein dürfte. Welcher Konfession und welcher politischen Richtung der zu Berufende angehört, dürfte niemals in Frage kommen. Die Berufung Spahns, die wohl niemand, die Regierung ausgeschlossen, Freude bereitet habe, sei darum tadelnswert gewesen, weil dabei einem Hochschullehrer ein Zwang auferlegt werde. Das sei der von Mommsen und Anderen gerügte Mangel an Voraussetzungslosigkeit, der den Anlaß zu den Professorenadressen gegeben habe. An Spahn trete die unerfüllte Forderung heran, katholische und brandenburgischpreußische Anschauung in Einklang zu bringen. Abg. Müller=Meiningen erklärt sich gegen jeden Protektionismus in der Wissenschaft. Die Einführung der Konfessionellität in der Wissenschaft wäre deren Totengräber. Abg. Gradnauer(Soz) hielt die Richtigkeit der Hunnenbriefe trotz der Ausführungen des Reichskanzlers und des Kriegsministers aufrecht. Abg. Dr. Stockmann(Rp.) nahm den Verbandsvorstand der Kriegervereine gegen die ihm neulich vom Abg. Liebermann v. Sonnenberg gemachten Vorwürfe in Schutz. Letzterer hielt die Richtigkeit seiner Ausführungen aufrecht und verteidigte auch den Teil seiner kürzlich gehaltenen Rede, gegen den sich der Reichskanzler gewandt hatte. Dieser habe wohl deutlich genug für die Engländer gesprochen; er, Redner, habe aber den Empfindungen der Deutschen derberen Ausdruck verschaffen müssen. Dafür habe ihn die Presse freilich ungerecht und unangemesseu behandelt. Einzelne Klagen dieses Redners über ungenügenden Schutz der Deutschen im Auslande wurden vom Staatssekretär Freiherr v. Richthofen zurückgewiesen, während Staatssekretär Graf Posadowsky im Anschluß an eine Bemerkung des Abg. Schlumberger die Fürsorge für die jugendlichen gewerblichen Arbeiter den bürgerlichen Parteien zusprach. Zum Schluß hielt der Abg. Fürst Radziwill die neulich von ihm dem Abg. Dr. Sattler gegenüber gemachte Aeußerung aufrecht.„ Nun endlich konnte die erste Beratung des Etats geschlossen werden. Der größere Teil des Etats wurde an die Budgetkommission verwiesen. Heute stehen Interpellationen auf der Tagesordnung. Die Fortsetzung der Polenfrage im Abgeordnetenhause. Die gestrige Sitzung des Abgeordnetenhauses eröffnete Vizepräsident Dr Krause um 1¼ Uhr. Auf der Tagesordnung stand die Fortsetzung der Besprechung der Interpellationen des Abg. Hobrecht betr. den Schutz des Deutschtums in den Ostmarken und des Abg. v. Jazdzewski betr. die Vorgänge in i. Sieg(natl.) betonte, daß seine Partei eine Politik der Versöhnung befolgen wolle, aber leider ließen es die volnischen Führer an versöhnlichem Geiste fehlen und namentlich sorge die polnische Presse dafür, daß die große polnische Bewegung jedes Maß überschreite. Gerechtigkeit gebe es bei den Polen nicht; wo sie die Macht hätten, gngen site ggch, gegen die deutschen Katholiken vor. Er bedauere, daß der Minister präsident eine Aenderung der Schulvorschriften habe eintreten lassen. Eine Ohrfeige am geeigneten Platz könne nicht schaven. Solche Zustände, wie in Galizien herrschten, dürften bei uns viemals einreißen. Redner gab schließlich druck, daß die in Angriff genommenen Maßnahmen gegen die Polen nicht wieder an Geldmangel scheitern Abg. v. Tiedemann(fre.) bedauerte, daß die Regierungspolitik gegen die Polen nicht immer eine stetige gewesen sei; die Courtoisie, mit anfänglich behandelt habe, habe lediglich Undank gefunden: Die deutsche Unterrichtssprache habe Jahre lang auch bei dem Religionsunterricht Anwendung gefunden, ohne daß dieser Zustand zu Klagen Anlaß gegeben hätte. Mit der Auffassung des Abg. Fritzen, daß der Wunsch des Vaters für den Sprachgebrauch beim Religionsunterricht maßgebend sein solle, könne er sich nicht einverstanden erklären. Maßgebend müsse die Schulordnung sein. Die Ansiedelungskommission könne sehr wirksam sein, wenn sie ihre Thätigkeit mehr dezentralisiere. Im Uebrigen freue er sich, daß man wieder einmal mit fester Zuversicht auf die Regierung blicken könne. Abg. v. Czarlinski(Pole) bat, die Dinge nicht zu leicht oder zu humoristisch aufzufassen. An vielen Reibungen sei nur der H.=K.=T.=Verein schuld.(Ministerpräsident Graf Bülow erscheint im Saale.) Dieser Verein trete jetzt sehr übermütig auf, weil die Regierung ihn begünstige. Der Ministerpräsident müsse über den Parteien stehen und nicht zu Gunsten einer Bevölkerungsschicht agitieren. Redner führte Beispiele für die angebliche Unterdrückung der Polen an und zieh die Regierung des Verfassungsbruchs. Minister des Innern Freiherr von Hammerstet Pastmstef antschiaden zunück indem er auf die GeAmtliche für den Kreis Herford. Auf Antrag des Verwalters in dem Konkursverfahren über das Vermögen des Cigarrenfabrikanten Christian Figge zu Dreyen soll das in der Gemarkung Enger, Gemeindebezirk Dreyen, belegene, im Grundbuche von Dreyen, Band 3, Blatt 37(Grundsteuermutterrolle Art. Nr. 149) zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Cigarrenfabrikanten Christian Figge zu Enger Nr. 218 eingetragene Grundstück Flur 1 Nr. 688/253 2c., im Dreiersiele, Hofraum, 10 ar 31 qm groß am 25, Jannar 1902, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an Gerichtsstelle, Zimmer No. 16, versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 1. November 1901 in das Grundbuch eingetragen. 5571 Herford, den 14. November 1901. Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Hiddenhausen(Gemeindebezirk Eilshausen) belegenen, im Grundbuche von Eilshausen, Band 1, Blatt 13(Grundsteuermuttervolle Art. Nr. 31, Gebäudesteuerrolle Nr. 14) zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Witwe Lindkämper, Anna Marie Ilsabein geb. Brinkmann, Nr. 14 zu Eilshausen in fortgesetzter Gütergemeinschaft mit ihren Kindern Johanne Margarethe Elise, Johanne Marie Luise, Wilhelm, Friederike und Heinrich, eingetragenen Grundstücke, Flur 3 Nr. 614/199, aufm. Hofe, Hofraum mit Wohnhaus Nr. 14 und Remise, 4 ar 41 qm groß, Nutzungswert 90 Mk., Flur 3 Nr. 667/201, am Hofe, Acker, 20 ar 35 gm groß, Reinertrag: 2,87 Thaler, Flur 3 Nr. 668/201, am Hofe, Hausgarten, 25 ar 53 gm groß, Flur 3 Nr. 908, die Masch, Chaussee, 6 gm groß, Flur 3 Nr. 934/216, Leinkamp, Acker, 34 ar 5 gm groß, Reinertrag: 2,13 Thaler am 17. März 1902, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in der Wohnung der Schuldverin zu Eiishausen Nr. 14 versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 24. Dezember 1901 in das Grundbuch eingetragen. Herford, den 6. Januar 1902. 330a Königliches Amtsgericht. Die Arbeiten der Zoltarifkommission. " Die Zolltarifkommission des Reichstages begann vorgestern S. Anwesenheit der Staatssekretäre Grafen von Posadowsky, ###ern von Richthofen, Freiherrn von Thielmann, von Podund des Handelsministers Möller die Beratung des Lstefftagesetzes. Vom§ 1 wurde außer dem bereits zurück9 mn Absatz 2(Minimalsätze des Getreides) auch der Nahm dem sozialdemokratischen Antrag auf Aufhebung Nuzrungsmittelzölle zurückgestellt. Eine lebhafte Debatte Sma über den Absatz 3 des§ 1, der lautet: Auf die Erzeugnisse der deutschen Zollausschüsse finden die vertragsmäßigen H°l#befreiungen und Zollermäßigungen Anwendung, soweit nicht der Bundesrat Ausnahmen vorschreibt. Den Erzeugnissen, Deutscher Kosonien und Schutzgebiete können die vertragsmäßigen Zollbefreiungen und Zollermäßigungen durch Beschluß des Bundesrates eingeräumt werden. Dieser Absatz 3 wird angenommen, jedoch wird hinter dem Worte„vorschreibt“ ein von den Sozialdemokraten beantragter und von Posadowsky und Thielmann gebilligter Satz eingeschaltet, slach dem die getroffenen Ausnahmen dem Reichstage sofort oder bei dem nächsten Zusammentreten mitzuteilen und außer Kraff zu setzen sind, wenn der Reichstag dem nicht zustimmt. Eine vorher von den Sozialdemokraten vorgeschlagene Fassung des Absatzes 3. nach der auf die Erzeugnisse der Zollausschüst; der Kolonien und Schutzgebiete die vertragsmäßigen Zollbefretungen und Zollermäßigungen ausnahmslos anzuwenden sind und Waren aus Deutschland in die deutschen Kolonien und Schutzgebiete zollfrei eingehen, wurde abgelehnt. Im Lauf: der Debaite erklärte Posadowsky, die verbündeten Regierungen seien bemüht, einen Zollkrieg so lange wie möglich zu vermeiden; sollte aber trotzdem einmal die Notwendigkeit eines Zollkrieges einEeten, so seien sie auch gesonnen, ihn mit allen ihnen zukehenden Mitteln zu führen. Dies sei der Zweck der im Absatz 3 vorgesehenen Bestimmung, bei der es sich nur um Zeiten der äußersten Not handle. Ferner erklärte Posadowsky, der Kommission würden die von ihr gewünschten Drucksachen, namentlich die Produktionsstatistik des wirtschaftlichen Ausschusses zugehen. In der gestrigen Sitzung hat der Obstruktionsrummel bereits begonnen. Die ganze Sitzung ward ausgefüllt durch Debatten über einen vom Abg. Bebel beantragten§ la und die fortlaufend von den Sozialdemokraten und Freisinnigen dazu eingebrachten weiteren Anträge. Der Bebelsche Antrag will die zollfreie Einfuhr ausländischer Waren, wenn die gleichartigen Waren von deutschen Verkaufs=Vereinigungen (Syndikaten, Trusts, Kartellen u. s. w.) im Auslande billiger verkauft werden, als im Inlande. Nachdem Abg. Molkenbuhr diesen Antrag begründet und Frhr. v. Heyl Bedenken dagegen geäußert hat, bringt der Vorsitzende v. Kardorff einen Antrag auf Schluß der Debatte zur sofortigen Abstimmung. Es kommt zu einer erregten Szene, da die Sozialdemokraten energisch gegen dieses Verfahren protestieren, während Abg. v. Kardorff sich jede Einmischung in seine Geschäftsführung ebenso energisch verbittet. Unterdessen hat Abg. Stadthagen einen den Bedenken des Frhrn. v. Heyl Rechnung tragenden neuen Antrag eingebracht und Abg. Fischbeck beantragt Einsetzung einer gemischten Kommission aus Mitgliedern der Regierung und des Reichstags zur Untersuchung der geschäftlichen Thätigkeit der Verkaufsvereinigungen. Ueber diesen Antrag entspinnt sich eine längere Debatte. Unterdessen ist ein Antrag des Abg. Singer eingelaufen, wonach Schlußanträge der Unterstützung von 5 Kommissionsmitgliedern bedürfen. Nachdem alle diese Anträge beraten und abgelehnt worden sind, begründet Abg. Stadthagen einen neuen gegen die Petroleum= und Kohlensyndikate gerichteten Antrag, zu welchem alsbald mehrere freisinnige Unteranträge einlaufen. An der Debatte beteiligt sich auch Staatssekretär Graf Posadowsky, welcher mitteilt, daß die Regierung außerordentlich umfangreiches Material über Kartelle gesammelt habe. Sofort beantragt Abg. Singer, daß dieses Material der Kommission vorgelegt werden möge. Hierüber kommt es zu einer langen Debatte, in der über alles Mögliche geredet wird und an der sich neben freisinnigen und sozialdemokratischen Abgeordneten auch die Abgg. Spahn und Beumer beteiligen; auch laufen noch etliche weitere Anträge ein, über welche gleichfalls verhandelt wird. Schließlich werden alle Anträge abgelehnt, der Antrag Singer auf Vorlegung des Regierungsmaterials über Kartelle gegen 10 Stimmen, da außer den Sozialdemokraten und Freisinnigen auch die Abgg. Beumer und v. Heyl dafür stimmen. Zur Tagesgeschichte. Das Ende der Etatsdebatte im Reichstag. Der Reichstag widmete gestern einen sechsten Tag der Etatsberatung. Die Erörterungen begannen gleich weitabliegend vom eigentlichen Gegenstande, indem Abg. Dr. Sattler (nat.=lib.) gegenüber den Ausführungen des polnischen Abg. Fürsten Radziwill seine Ausführungen vom Dezember über die ruthenischen Schulverhältnisse voll aufrecht erhielt. Sodann wandte er sich gegen die Ausfährungen des Abg. Dr. Bachem über die Berechtzgung und den Wert historischer Forschungen von katholischen Professoren. Er wies die Form der Ausführungen Bachems mit dem Bemerken zurück, daß dessen ans Rabulistische streifende Darlegungen dem als leichtgläubig bekannten Abgeordneten Bebel imponiert hätten. Abg. Bachem erklärte, die„Abschüttelung der Voraussetzungslosigkeit der Wissenschaft" durch Herrn Sattler sei ihm sehr wertvoll. Es sei ganz geschickt von diesem, daß er sich von der veralteten Mode abkehre. Einig seien sie Beide darin, daß für Professorenberufungen nur die wissenschaftliche Tüchtigkeit ausschlaggebend sein solle. Spahn überrage an wissenschaftlicher Tüchtigkeit die große Mehrzahl der anderen Geschichtsforscher. Der Widerstand, den seiner Zeit die katholische Kirche gegen Galiläi geleistet habe, sei nichts Anderes gewesen, als der Kampf gegen eine damals neue Weltanschauung, der auch von Galiläis Fachgenossen geführt wurde. Abg. Wetterlé(Els.) führte die geringe Zahl katholischer Studenten an der Straßburger Universität darauf zuruck, daß diese als eine Vorburg des Protestantismus gelte. Abg. Schlumberger(Hospitant der Nationalliberalen) stellte fest, daß sich einheimische Katholiken und Protestanten in gleicher Weise von der Strißburger Universität fernhalten, und nahm dann die Syndikate obwohl er selbst Großverbraucher von Kohlen und Petroleum sei, energisch in Schutz. Abg. Dr. Schrader(fr. Vp.) griff die Frage der Berufung des Professors Spahn nach Straßburg wieder auf. Obenan stellte er den Satz, daß die wissenschaftliche Quali schichte der betreffenden Verfassungsstelle einging. Deutsch sei die allgemeine Schulsprache und solle es bleiben. Dem Gedanken an die Wiederaufrichtung eines großpolnischen Reiches werde die Regierung überall entgegentreten. Es gelte für sie, die höchsten nationalen Güter zu verteidigen. Abg. Kopsch(fr. Vp.) erklärte, seine Partei sei damit einverstanden, daß die gemischtsprachigen Landesteile preußisch blieben. Nicht einverstanden sei sie aber mit der Richtung der Polenpolitik von 1885. Auch er erkenne die Notwendigkeit an, daß die Polen deutsch lernen. Diese Forderung scheitere aber oft an der Unzulänglichkeit der Schulen und der schlechten Besoldung der Lehrer. Die Vorgänge in Wreschen seien betrübend. Besser als der Stock helfe die Einwirkung auf den Vater. 5 h Abg. Glowacki(Ctr.) brachte Beschwerden über den Religionsunterricht in Schlesien vor, sowie darüber, daß Lehrer als Spione Geistlichen gegenüber dienen sollten. Kultusminister Dr. Studt bestritt, daß eine derartige Verwendung der Lehrer erfolge, und erklärte, er würde eine solche nicht billigen. Hierauf wurde die weitere Erörterung auf Mittwoch 1 Uhr vertagt. Zur Arbeiterversicherung. Im Reichstage haben die Abgg. Bassermann(nl.), Dr. Hitze(Z.) und Rösicke(b. k. F.) zum Etat für das Reichsamt des Innern eine Resolution betr. die Arbeiterversicherung eingebracht. Die Burensammlung des Alldeutschen Verbandes. Die Burensammlung des Alldeutschen Verbandes hat bereits die erfreuliche Höhe von 410 159 Mk. erreicht, wovon 296 660 Mk. für Unterstützungszwecke bereits verwendet bezw. bewilligt worden sind, sodaß noch 113499 Mk. für Unterstützungen zur Verfügung stehen. In Anbetracht der großen Not und der noch unabsehbaren Dauer des Krieges sind weitere Spenden sehr erwünscht. Gegenwärtig widmet sich der Verband hauptsächlich der Linderung der Not in den Konzentrationslagern, wobei ihm seine Mitglieder in Südafrika, durchaus angesehene Deutsche, als Vertrauensmänner behilflich sind. In Bezug auf die Verwendung der Spenden hat der Alldeutsche Verband nunmehr eine mehr als zweijährige Praxis hinter sich, und es ist ihm immer gelungen, das Geld zweckentsprechend an die wirklich Notleidenden zu bringen. Durch die Ausweisungen aus Transvaal und die Rückkehr zahlreicher deutscher Mitkämpfer hat er auch Gelegenheit gehabt, die deutschen Opfer des Burenkrieges entsprechend zu bedenken. Gegenwärtig gilt aber seine Thätigkeit fast ausschließlich den unglücklichen Opfern in den Konzentrationslagern. Weitere Gaben sind zu richten an die Redaktion der„Herforder Zeitung" oder an die Geschäftsstelle des Alldeutschen Verbandes z. H. des Herrn H. P. Fischer, Berlin W 35, Lützowstr. 85 B. Zum Burenkrieg. Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Johannesburg berichtet: Der Streitmacht des Generals Bruce Hamilton gelang es, bis auf drei Meilen an Louis Botha heranzukommen, welcher auf einem Wagen in der Nacht zum 11. d. Mts. entkam. Die Truppen, welche vorher einen langen Marsch gemacht hatten, verfolgten Botha sieben Meilen weit, bis die Pferde erschöpft waren. 32 Buren wurden gefangen genommen. Herforder Kreis=Nachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen un werden auf Wunsch honoriert.) 15. Januar. Städtische elektrische Zentrale. Herr F. Bokelmann unterbreitete dem Magistrat bereits ein„Programm zum Elektrizitätswerk für die Stadt Herford mit einer Kurventafel nach graphischer Methode über den zu erwartenden Einzel= und den Gesamt=Konsum", welchem in etwa 2 Wochen der„Erläuterungsbericht, Kostenanschlag und die Rentabilitätsberechnung“ folgen sollen. Das Programm bezeichnet den Platz für die Zentrale bei Peper als günstig und fordert bei Treue um Ein Roman aus Transvaal von Ferdinand Runkel. 29. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) „Ich bitte Euch, meine Brüder“, sagte Rieneck zur Einleitung,„hört mir genau zu, damit Ihr alle über die Bewegungen des Feindes orientirt seid, denn eine gute Patrouille muß drei Dinge vor allem stets wissen und im Schlaf darüber Auskunft geben können. Das ist: Stellung und Stärke des Feindes, das Gelände zwischen ihr und dem Feind und ihre rückwärtige Verbindung nach der absendenden Stelle. Nun Joris, lies vor.“ Joris ließ die Zügel auf den Hals seines Pferdes fallen und nahm die Meldekarte, um vorzulesen: „Der Feind ist heute Nacht von seinem Lager aufgebrochen und hat sich in der Richtung auf Gras Pan in Marsch gesetzt. Die neunte Brigade steht in der Avantgarde. Ich bleibe zur Beobachtung auf meinem Posten. Wie mir scheint, beabsichtigt Lord Methuen das Kaffern Kopje im Osten zu umgehen.“ Es ereignete sich nun im Allgemeinen nichts mehr. Rieneck blieb mit seiner Patrouille immer gedeckt durch Buschwerk und Höhen dem vorstoßenden Feind zur Seite. Ein Angriff wurde nicht gemacht. Plötzlich vernahm Rieneck in der Richtung des feindlichen Vormarsches heftiges Artilleriefeuer, verbunden mit dem Rollen und Sausen des Schützenfeuers. „Das muß bei Gras Pan sein“, wandte er sich an Joris, der an seiner Seite ritt,„und ein guter Soldat marschirt in der Richtung des Feuers. Sporen in die Seite, meine Brüder! und Marsch, marsch nach dem Gefecht!“ In scharfem Trab erreichte die Patrouille Gras Pan, und dort wurde Rieneck freundschaftlich von dem deutschen Major Albrecht, der hier ein Detachement von etwa 1500 Mann kommandirte, begrüßt. Major Albrecht freute sich, einen Deutschen zu finden und erging sich in lauten lebhaften Erinnerungen an die schönen Zeiten, die er bei der Gardefeldartillerie durchgemacht hat. Der alte Feldsoldat der der Annahme einer normalen Wasserkraft bei Peper von 80 P. F. als Resevekraft eine Gasmaschine(Leuchtgas) von 100 P. F. ** In der Volksbibliothek hat sich der Besuch sehr gehoben. Am Ausgabetage vor Weihnachten wurden derselben über 550 Bücher entnommen; auch am Sonntag nach Weihnachten und am ersten Ausgabetage im neuen Jahre wurde diese Höhe nahezu erreicht. = Ulmenpflanzung am Alten Markt. Hierzu wird uns mitgeteilt, daß das starke Stutzen der Bäume nicht erfolgt, um— vor allem für die Anwohner— mehr Licht und Luft zu schaffen, sondern im Gegenteil, um eine Stärkung des Baumwuchses zu erzielen. Bereits seit Jahren kränkelten die Bäume und waren sehr licht und dürftig, ja ein Eingehen war zu befürchten. Lediglich durch starken Schnitt ist eine Kräftigung und eine schönere, bessere Form der Bäume zu erzielen. Mit der Beanstandung der Handelskammerwhl im Kreise Herford beschäftigte sich gestern die Handelskammer zu Bielefeld. Wie wir erfahren, wurde nach längerer Diskussion die Wahl einstimmig für giltig erklärt: anwesend waren 16 Handelskammermitglieder. Die Herren Gustav Bertelsmann und Hugo Rempel zu Bielefeld wurden zum ersten bezw. zweiten Vorsitzenden der Kaumer wiedergewählt. * Theater. Hermann Sudermanns„Johannisfeuer“ hatte gestern unser Theater bis auf den letzten Platz zu füllen vermocht. Der Name Sudermann besitzt eben hohen Klang.— Ein neuer Sudermann, aber kein besserer; schön in manchen Einzelheiten, aber verfehlt im ganzen; viel versprechend in der ersten Hälfte, völlig versagend in der zweiten — das ist„Johannisfeuer“. Der dem Schauspiel, das mit Gewaltstragik arbeitet, zu Grunde liegende„Thatbestand“ ist bald erzählt: Der erste Akt führt uns in das Haus des Gutsbesitzers Vogelreuter, dessen Tochter Trude mit seinem Neffen Georg verlobt ist und ihn in vier Tagen heiraten soll. Dieser erste Akt mit der Schilderung des behaglichen ostpreußischen Landlebens ist dem Dichter meisterhaft gelungen, sie erweckt in uns ebenfalls sofort ein wohliges Behagen und wir erwarten etwas besonders gutes, da sich Sudermann hier auf dem Boden seiner Heimat bewegt. Die hohen Erwartungen werden noch verstärkt durch die Ahnung von einer bestehenden Liebe zwischen dem Bräutigam Georg und der Pflegeschwester seiner Braut, dem„Heimchen“, das als guter Hausgeist überall unentbehrlich ist. Diese Liebe schwebt wie eine schwüle Gewitterstimmung über dem Ganzen und wir erwarten mit Spannung die Katastrophe. Die Spannung verstärkt sich im zweiten Akt, wo Georg, den Vogelreuter nach dem Selbstmorde des bankerotten Vaters erziehen ließ, von Heimchen, die als Kind vom Wege aufgelesen in das Haus kam, gebeten wird, sie mit ihrer Mutter zusammenzuführen. Diese Begegnung findet statt und Heimchen erkennt mit Entsetzen, daß in diesem verworfenen Weibe jedes Muttergefühl erstickt ist. Der dritte Akt spielt am Abend des Johannistages, die Johannisfeuer auf den Anhöhen brennen und die Familie sitzt bei der Bowle zusammen. Der junge, erst kürzlich Seelsorger gewordene Hilfsprediger Haffke soll eine etwas heidnisch andenauchte halten, erklärt aber, daß er nicht dazu imstande sei. Nun steht Georg auf und bringt das innere Motiv des ganzen Stückes in wenigen Sätzen zum Ausdruck:„Ein Funken Heidentum schwält in uns allen. Er hat von alten Germanenzeiten her die Jahrtausende überdauert. Einmal im Jahre da flammt er boch auf und dann heißt er— Johannisfeuer. Einmal im Jahre ist Freinacht... da streicht über den Forst weg das wilde Heer— da erwachen in unserm Herzen die wilden Wünsche, die das Leben nicht erfüllt hat und— wohlverstanden— nicht erfüllen durfte... Einmal im Jahre ist Freinacht, und was dort lodert, wißt ihr, was das ist? Das sind die Gespenster unserer ertöteten Wünsche, das ist das rote Gefieder der Paradiesvögel, die uns davonflogen, weil sich unsere Hand allzu lässig über ihnen schloß. — Das ist das alte Chaos, das Heidentum in uns...“ Und dann, in der Johannisnacht, da flammt es auf zwischen den beiden„Notstandskindern". Hrimchen, versteht die Worte des Geliebten und die Beiden vereinigt sodann die Johannisschon 1870 vorm Feinde gestanden, hat seine FreistaatArtillerie vorzüglich im Stand und die sechs Geschütze mit den zwei Maximkanonen richteten unter der neunten englischen Brigade eine furchtbare Verwüstung an. Kommandant d'Olivry aber wollte, nachdem er die ankommende Avantgarde mit furchtbarem Feuer überschüttet, den Rückzug befehlen, als südlich vom Kaffern Kopje, das die beiden Veldcornets inzwischen wieder besetzt hatten, Feuer hörbar wurde, Offenbar griffen die fünfhundert Buren die englischen Trains an, mit denen sie voraussichtlich leicht fertig werden konnten, da diese Nachhut nur von der durch Nachtmärsche und das letzte Gefecht höchst erschöpften Garde gedeckt, waren. Lord Methuen trat nun sofort zu einer Umgehung der Stellung an. Er beorderte eine Rechts= und Linksüberflügelung der feindlichen Position. Da entschied sich denn auch Albrecht zum Zurückgehen, und als die Engländer die Stellung forcirt hatten, fanden sie wie auf dem Kaffern Kopje das Nest leer und erhielten von der nächsten Bodenwelle erneutes Feuer. Da erachtete es der General für besser, den Vorstoß für heute aufzugeben und bei Gras Pan ein Lager zu beziehen. Wiederum aber waren beinahe dreihundert Mann außer Gefecht gesetzt, während die Buren kaum einunddreißig Todte zählten. Als Rieneck am Abend mit Albrecht und d'Olivry am Lagerfeuer von Honeynestkloof plauderte, war natürlich das Hauptthema der Unterhaltung die gegenwärtige Kriegslage. Man hielt es für ausgeschlossen, daß die Engländer im Stande wären, Kimberley zu entsetzen, und d'Olivry, ein Mann von vorzüglicher Belesenheit und Bildung, meinte, Cronje sei wie Fabius Cunctator veranlagt und weiche dem Feind unter fortwährenden Plänkeleien, die ihn ermüdeten und schwächten, aus, bis er ihn auf dem entscheidenden Punkt habe, wo er mit Erfolg die Schlacht anbieten könne, und das sei am Modderfluß. Gelingt es ihm auch da noch nicht, dem Gegner den Vormarsch ein für alle Mal zu versalzen, so gäbe die wuchtige Querhöhe von Spyfontein einen herrlichen Festungswall ab, über den keine Katze hinüberkommen könne. Die Nacht auf den sechsundzwanzigsten verging ohne Zwischenfall. Die Buren wußten ja nun, daß der englische nacht in sündhafter Leidenschaft. Diese Liebesszene ist die erste große Enttäuschung des Stückes; sie ist viel zu breit ausgesponnen und besitzt garnicht das Feuer und die Kraft, die man von Sudermann erwarten durfte. Heimchen begeht Verrat an der Pflegeschwester und stiehlt ihr den Geliebten; aber selbst wenn wir annehmen, sie hätte durch ihre eigene Liebe ein Recht darauf— wie begründet sie ihr Thun? „Meine Mutier stiehlt— ich stehle auch!“ Schon an sich verwerflich, klingt dieser Satz hier geradezu banal. Was geschieht aber nun? Georg löst doch das Verlöbnis mit Trude, bekennt die Wahrheit und zieht die Konsequenzen?— O nein, weit gefehlt! Im letzten Akt beginnt eine ganz erstaunliche Balanzierkunst des sündigen Paares, das fortwährend hin und her schwankt, ob es seine Schuld mutig eingestehen oder verschweigen soll. Der Held, der vorher stets so kraftvoll redete, zeigt sich hier recht wenig heldenhaft. Endlich entschließen sie sich, eine Stunde vor der Trauung, Herrn Vogelreuter alles zu bekennen; Georg bittet denselben schon um die Unterredung. Da plötzlich hört Heimchen das Geschrei ihrer verworfenen Mutter, die vom Gendarmen beim Diebstahl ertappt und fortgeführt wird, und nun sagt sie nein! Ich gehe weit fort, nach Berlin; heirate Du Deine Trude und werde glücklich! Und Georg?— Er thut es! Georg begiebt sich mit der Braut und deren Eltern auf das Standesamt, während das Heimchen, das großmütig entsagt hatte, vor Schmerz zusammenbricht. So schließt die„weinerliche Komödie", wie die Franzosen im 18. Jahrhundert diese Art treffend zu bezeichnen pflegten.— Die Darstellung war sehr gut. Besonders verdient Frl. Weinberger erwähnt zu werden; diese wußte ihrer Rolle als „Heimchen“ Leben, Seele und Glaubwürdigkeit einzuflößen. Herrn Direktor Zwenger sei noch dafür gedankt, daß er es unternahm, uns auch mit dieser Sudermannschen Novität bekannt zu machen.— Die nächste Vorstellung am Donnerstag bringt das stets gern gesehene Schönthan=Kadelburgsche Lustspel„Der Herr Senator“. Hoffentlich wird auch diese Aufführung viele Besucher finden; darf man doch bei dem jetzigen Ensemble stets auf einen angenehmen Theaterabend sicher rechnen. Die Donnerstags=Vorstellung gewinnt noch dadurch an Interesse, daß der neu engagierte 1. Liebhaber Herr Papé die Rolle des Mittelbach verkörpern wird. Als zweite bedeutende Novität werden:„Die strengen Herren“ dem Publikum demnächst ihre Aufwartung machen. Dieses Lustspiel hat bereits einen Siegerzug über alle Hof= und Stadttheater gemacht und wurde allerwärts mit jubelndem Beifall aufgenommen. Otto Ernst effektvolle Komödie: „Flachsmann als Erzieher“ geht nächsten Dienstag in Szene. Man sieht, die Direktion bietet alles auf, ein abwechselndes, genußreiches Repertoir zu schaffen. zs Künstlerkonzert. Wie wir erfahren, beabsichtigen * Herr und Frau Professor Sahla(Violine und Gesang), sowie Frau Odenwaldt(Klavier) am Sonnabend, 25. d. Mts., im Saale des„Weinklubs“ ein Konzert zu geben. Es wird uns also ein großer Kunstgenuß geboten werden, auf den wir schon jetzt aufmerksam machen. Näheres über das Programm 2c. werden wir demnächst bringen. ** In Piepers Restaurant ist von heute ab die 27 Jahre alte, 1 m große„Prinzeß Helena", das Wunder der Märchenwelt, zu sehen. ** Ein Bärenschießen findet laut Inserat in der vorliegenden Nummer u. Bl. am nächsten Sonntag in Winkelmanns Lokal statt; wie man uns noch mitteilt, kann der Bär täglich bis Sonntag in dem betr. Lokal besichtigt werden. ** Vom Wetter. Seit gestern ist schwaches Frostwetter eingetreten; nachmittags 4 Uhr ging ein Schneeschauer hernieder. Da der Barometerstand ein außergewöhnlich hoher ist, dürfte das Frostwetter noch weiter anhalten. *+ Hastentlassung. Die Ehefrau des Fabrikanten Kiko von hier, die im Verdachte stand, den Versuch, ihren Mann zu vergiften, gemacht zu haben, und die deshalb seit Ende November 1901 sich im hiesigen Gerichtsgefängnis in Untersuchungshaft befand, ist gestern nachmittag aus der Haft entlassen. r Für die Laufbahn als ingenieur bei Maschinen= oder Werkstätten-Inspektionen sowie als maschmentechnischer Eisenbahnsekretär dürfen General die Dunkelheit dazu benützte, um einen erneuten Vordruck zu wagen. Sie wußten auch, daß dies nur sehr langsam vor sich gehen könnte, denn überall in der Flanke des Feindes schwärmten die Burenreiter und beunruhigten jeden Augenblick das ermattete, erschöpfte und durch die vielen Angriffe nervös gemachte Detachement Seiner Excellenz. Methuen hatte alles Gepäck ablegen lassen, die Soldaten marschirten nur mit Brot= und Patronenbeutel, und so kam es, daß das Detachement Seiner Excellenz oft den Lagerplatz mit dem Anbruch der heißen Tageszeit erreichte, aber seine Trains weit hinter sich gelassen hatte. Es dauerte meist bis zum Abend, ehe der arme Tommy Atkins einen Happen zu essen bekam, was auch nicht besonders zur Stärkung der Kriegsfertigkeit beitrug. Cronje hatte den Befehl gegeben, alle Detachements, die verfügbar wären, auf den Modder= und Rietfluß zusammenzuziehen und diese unter allen Umständen zu halten. Schon am 27. November trafen englische Kavalleriepatrouillen an den Flußübergängen ein, einige waren sogar so verwegen, daß sie ein Vordringen über den Fluß versuchten. Die Eisenbahnbrücke bei der Modder Riverstation fanden sie zerstört, entdeckten aber östlich von der Brücke zwei passirbare Furten, die freilich jetzt, wo der Fluß sehr angeschwollen und reißend war, unter dem wirksamen Feuer der Buren schwer zu nehmen schienen. Am Morgen des 28. November traf Cronje aber an der Modder Riverstation ein, wo auch Rieneck mit der Meldung, daß die englische Marinebrigade bereits im Vormarsch auf dem Fluß sei, mit seinem General zusammenkam. Cronje ließ seine Buren sofort in ihre Stellungen einrücken. Mit vorgebogenen Flanken, wie es das Ufer des Flußes naturgemäß gebot, besetzte er im Westen den Lauf des Modder, im Osten den des Rietflusses. Die schwere Artillerie stand auf einem überhöhenden Kopje hinter der Eisenbahnbrücke, während er beide Flügel noch besonders durch Artillerie verstärkte. Rieneck, der neben dem General bei der schweren Artillerie hielt, sah, daß die Entwickelung des Feindes sich hauptsächlich , a u f K l i p d r i f t k o n z e n t r i r t e, d e n n d o r t w a r f ü r d e n E n g l ä n d e r der beste Uehergang über den Fluß. Fertsetzung folgt. nur solche Bewerber angenommen werden, welche die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Militärdienst erworben sowie mindestens zwei Jahre in einem Maschinenbauhandwerk oder in einer Eisenbahn=Hauptwerkstätte praktisch und mit gutem Erfolge gearbeitet haben, welche ferner das Reifezeugnis einer anerkannten Preußischen Höheren Maschinen= Lnt E.nn W aGenim.(ü. hen Mierima retteten find: Schiffer Otto Eisenhardt aus Geestemünde, Steuermann H Leesorge aus Westrhauderfehn, Koch H. HölperBarßel. Die Namen der Verunglückten sind noch nicht festgestellt. Der Maschinist hinterläßt eine Frau mit sieben unmündigen Kindern. Schweres Schachtunglück. Aus Brüx, 14. Jan. rM 9.: S heit wahrnehmen, dem Reichskanzler Grafen Bülow zu antworten, so daß neue Zwischenfalle möglich sind. Paris, 15. Jan. Mit sichtlichem Behagen tritt die französische Presse den Zwischenfall Bülow=Chamberlain breit. „Figaro" prophezeit zwar keinen förmlichen Abbruch der deutsch=enalischen Beziehungen. aber doch eine diplomatische 5 0 S 9 K — □ 9 □ □ 2 9 — S. 8 9 82 —* □ 95 "— — 21: " 2 — . AfS 40 9 ene Ae 4 A bsch 175 1 73 B □ 7 □ —. □ kännerchor Gerh Chicago einzuicht durchstürmten tbanchu und entnicht gelungen, i zu finden. Diea kamen hier auf hen den Gegnern vor. Viele Perattler, org Bese, entin, 1 Gebrenberg Atelier. ünstlicher Psatz ohne Entg von Wurzel. e, Brücken- u. nenarbeit. ieren, Zahnrationen. Mäder, Am Gange 4, ohnung des Herrn r. Nolting. 51m Honig hem. rein) 3124 Pfg. 6 Pfd. 3 Mk. nrich Noiting. sd. 15 Pfg. 3134 inrich Nolting. annhauer gepr Masseur nstrasse 1. 54 ahnen. s ke. Hannover. Villig, bequem! □ Zuvorkommende aufmerksame Bedienung, Reparaturen prompt und billig. 3050 n. Saucen, Gemüse, ebenso Magat's Kraftsuppen und zuillon=Kapseln. Steis den bei 324 Hagemann, od. Kattenbracker, dewigervr. 8. fliebhaber Zeugnis und etwas Etwerb eines Grundwelchem Konzession Offerten mit Rück777 an die Exp. [3206 le sucht verlange die wien=Liste. n!— Anzeigen! nden durch das r Greisblatt manchen Orten des über ohner zählenden Kreises Halle in Westfalen fast Haus für Haus gelesen wird, vorteilhafte und 3577 billige Verbreitung. (Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt der Firma Lanz=Mannheim bei. schichte der betreffenden Verfassungsstelle einging. Deutsch sei die allgemeine Schulsprache und solle es bleiben. Dem Gedanken an die Wiederaufrichtung eines großpolnischen Reiches werde die Regierung überall entgegentreten. Es gelte für sie, die höchsten nationalen Güter zu verteidigen. Abg. Kopsch(fr. Vp.) erklärte, seine Partei sei damit einverstanden, daß die gemic OandestnI. unm der Annahme einer normalen Wasserkraft bei Peper von 80 P. F. als Resevekraft eine Gasmaschine(Leuchtgas) von 100 P. F. ** In der Volksbibliothek hat sich der Besuch sehr gehoben. Am Ausgabetage vor Weihnachten wurden derselben über 550 Bücher entnommen; auch am Sonntag nach Weihund am erhten Mudaahetane im nonen Jahre murde nacht in sündhafter Leidenschaft. Diese Liebesszene ist die erste große Enttäuschung des Stückes; sie ist viel zu breit ausgesponnen und besitzt garnicht das Feuer und die Kraft, die man von Sudermann erwarten durfte. Heimchen begeht Verrat an der Pflegeschwester und stiehlt ihr den Geliebten; aber selbst wenn wir annehmen, sie hätte durch ihre eigene Liehe ein Recht darauf— mie hearündet sie ihr Thun? nur rech sow oder gute eine blieben. Nicht einverstande Polenpolitik von 188.. A an, daß die Polen deutsch aber oft an der Unzulängli Besoldung der Lehrer. Di trübend. Besser als der E Abg. Glowacki(C Religionsunterricht in Schle als Spione Geistlichen gegen Dr. Studt bestritt, daß ein erfolge, und erklärte, er wi Hierauf wurde die wei vertagt. Zur Arbei Im Reichstage haben Hitze(Z.) und Rösicke(b. amt des Innern eine Reso eingebracht. Die Burensammlu Die Burensammlung bereits die erfreuliche 296 660 Mk. für Unterstüt bewilligt worden sind, sod stützungen zur Verfügung Not und der noch unabs weitere Spenden sehr erwü Verband hauptsächlich der trationslagern, wobei ihm durchaus angesehene Deutsc sind. In Bezug auf die Alldeutsche Verband nunme hinter sich, und es ist ihm entsprechend an die wirklich die Ausweisungen aus Tra deutscher Mitkäwpfer hat deutschen Opfer des Bure Gegenwärtig gilt aber sein unglücklichen Opfern in d Gaben sind zu richten Zeitung" oder an die Ges bandes z. H. des Herrn Lützowstr. 85 B. Zum Ein Telegramm Lord richtet: Der Streitmacht de es, bis auf drei Meilen welcher auf einem Wage entkam. Die Truppen, we gemacht hatten, verfolgten Pferde erschöpft waren. nommen. Herforder (Mitteilungen von allgemeinem werden an Städtische e Bokelmann unterbreitete den zum Elektrizitätswerk für d tafel nach graphischer M Einzel- und den Gesamt=Ko der„Erläuterungsbericht, K berechnung“ folgen sollen. Platz für die Zentrale bei Treue Ein Roman aus Transv 29. Fortsetzung. „Ich bitte Euch, mein leitung,„hört mir genau wegungen des Feindes Patrouille muß drei Din Schlaf darüber Auskunft und Stärke des Feindes, Feind und ihre rückwärtig Stelle. Nun Joris, lies v Joris ließ die Zügel und nahm die Meldekarte „Der Feind ist heut brochen und hat sich in der gesetzt. Die neunte Brig bleibe zur Beobachtung au beabsichtigt Lord Methuer umgehen.“ Es ereignete sich nu Rieneck blieb mit seiner Pr werk und Höhen dem vo Angriff wurde nicht gem der Richtung des feindlich feuer, verbunden mit dem feuers. „Das muß bei Gras der an seiner Seite ritt,„ der Richtung des Feuers. und Marsch, marsch nach! ündng rn.. 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Major Albrecht freute sich, einen Deutschen zu finden und erging sich in lauten lebhaften Erinnerungen an die schönen Zeiten, die er bei der Gardefeldartillerie durchgemacht hat. Der alte Feldsoldat der habe, wo er mit Erfolg die Schlacht anbieten könne, und das sei am Modderfluß. Gelingt es ihm auch da noch nicht, dem Gegner den Vormarsch ein für alle Mal zu versalzen, so gäbe die wuchtige Querhöhe von Spyfontein einen herrlichen Festungswall ab, über den keine Katze hinüberkommen könne. Die Nacht auf den sechsundzwanzigsten verging ohne Zwischenfall. Die Buren wußten ja nun, daß der englische Die schwere Artillerie stand auf einem überhöhenden Kopje hinter der Eisenbahnbrücke, während er beide Flügel noch besonders durch Artillerie verstärkte. Rieneck, der neben dem General bei der schweren Artillerie hielt, sah, daß die Entwickelung des Feindes sich hauptsächlich auf Klipdrift konzentrirte, denn dort war für den Engländer der beste Uebergang über den Fluß. Fortsetzung folgt. nur solche Bewerber angenommen werden, welche die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Militärdienst erworben sowie mindestens zwei Jahre in einem Maschinenbauhandwerk oder in einer Eisenbahn=Hauptwerkstätte praktisch und mit gutem Erfolge gearbeitet haben, welche ferner das Reifezeugnis einer anerkannten Preußischen Höheren Maschinen# mm.(ä hen Werimester. retteten find: Schiffer Otto Eisenhardt aus Geestemünde, Steuermann H Leesorge aus Westrhauderfehn, Koch H. HölperBarßel. Die Namen der Verunglückten sind noch nicht festgestellt. Der Maschinist hinterläßt eine Frau mit sieben unmündigen Kindern. Schweres Schachtunglück. Aus Brüx, 14. Jan. —NVUET CV E En( heit wahrnehmen, dem Reichskanzler Grafen Bülow zu antworten, so daß neue Zwischenfälle möglich sind. Paris, 15. Jan. Mit sichtlichem Behagen tritt die französische Presse den Zwischenfall Bülow=Chamberlain breit. „Figaro" prophezeit zwar keinen förmlichen Abbruch der deutsch=enalischen Beziehungen, aber doch eine diplomatische Ae POLATON U Szuec 0 W Peisuuie S u u M-sS01L) wepsod D Wene o N•aes W Ue uenid H UIO Rutn p Hint in homhe HoMssem pun- Spspp Tu ut T W Wus-ugn Wig a Ho n Sop**** i p e n Su g Kogun Suneu Dui n Wogg Wos, Seosiiprs W Seosiprs Su Wen SuniseMe Sp JuniieMie nnn Juse r Msu-sse pu-Hstu *** D e b u n e W P s psut- e SuniseMe Spn imenegssnig p Hin p Wogu ienessnig p Wii p Sue u e Toin Weste **** H p e r Wg Ppsng W aiun We Wg e Wg-ns Vehssipeg W p p Uosig r Waed Dep To- We 916 unuuog Pauo ∆ 0 IPHOOL 08 X7 X7 Ib X7 W un ssuiieg esiia un Rnguee S nren U Soupeid Mr u ZpI Hetn D USSLMA Sind u Oe Su A SingssS 93 Jefeyy.sag Hopy Jeuddor i JJ InN•V ut Wn Zipos Srilche• ZOuo-N MIMZO•Sn 9601APUV 11 zuen 1s01 1000 Sesuneig d leun e Wpnig Peppic HoluneA T. ·8 ur Hehns 1 *** P e i e g gne Sbeiden Uo OGV Telplulneg Wogen " 5 I I I• 9 Wng W Mdsuen 810. 2) 1g 3 e 10 Punng aeer * 1 s 1 1 9 8 9 0) -Wni Satg Ku n Ze Louls ssted 4•T S Sipuemten pun Siemussung AO-Ss1SNDU M beim vierten Versache gelung es, zwei Munn, und deim fünften Versuche, den dritten Mann ins Boot zu bekommen wobei letzteres viel Wasser übernahm. Die Schiffbrüchigen, welche fünf Tage ic#r Takelage zugebracht hatten, waren ast erstarrt. G####eren total erschöpst und außerdem waren onen Hände P#7X.E, e erfroren, weshalb man sie sofort mittelst einer.2csa ins Krankenhaus beförderte. Die Gegegen ga gene g 0 Pinel! Zuvorkommende aufmerksame Bedienung, Reparaturen prompt und billig. Heinrich. kännerchor„Gerh Chicago einzuicht durchstürmten tbanchu und entermißt. nicht gelungen, i z u f i n d e n. D i e a kamen hier auf hen den Gegnern vor. Viele Perattler, org Bese, entin, 1 Gebrenberg „Atelier. ünstlicher Psa tz ohne Entg von Wurzel. e, Brücken- u. nenarbeit. ieren, Zahnrationen. Mäder, Am Gange 4, ohnung des Herrn r. Nolting. 51m Honig sem. rein) 312a Pfg. 6 Pfd. 3 Mk. nrich Nolting. sd. 15 Pfg. 3134 nrich Nolting. annhauer gepr Masseur nstrasse 1. 54 ahnen. s ke. Hannover. 305a Ce n, Saucen, Gemüse, ebenso Maggi's GeKraftsuppen und buillon=Kapseln. Steis den bei 324 Hagemann, od. Kattenbracker, dewigerstr. 8 kliebhaber Zeugnis und etwas Erwerb eines Grundwelchem Konzession Offerten mit Rück777 an die Exp. 180 le sucht verlange die n!— Anzeigen! nden durch das r Kreisblau manchen Orten des über 30uod emwohner zählenden Kreises Halle in Westfalen fast Haus für Haus gelesen wird, vorteilhafte und 3577 billige Verbreitung. (Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt der Firma Heinrich Lanz=Mannheim bei. schichte der betreffenden Verfassungsstelle einging. Deutsch sei die allgemeine Schulsprache und solle es bleiben. Dem Gedanken an die Wiederaufrichtung eines großpolnischen Reiches werde die Regierung überall entgegentreten. Es gelte für sie, die höchsten nationalen Güter zu verteidigen. Abg. Kopsch(fr. Vp.) erklärte, seine Pasin k einverstanden, daß die gemisc 9—### blieben. Nicht einverstande Polenpolitik von 1885. A an, daß die Polen deutsch aber oft an der Unzulängli Besoldung der Lehrer. Di 1 trübend. Besser als der E Vater. Abg. Glowacki(C Religionsunterricht in Schle als Spione Geistlichen gegen Dr. Studt bestritt, daß ein erfolge, und erklärte, er wi Hierauf wurde die wei vertagt. Zur Arbei Im Reichstage haben Hitze(Z.) und Rösicke(b. amt des Innern eine Reso eingebracht. Die Burensammlu Die Burensammlung bereits die erfreuliche Höhe 296 660 Mk. für Unterstüt bewilligt worden sind, sod stützungen zur Verfügung! Not und der noch unabs weitere Spenden sehr erwü Verband hauptsächlich der trationslagern, wobei ihm durchaus angesehene Deutsc sind. In Bezug auf die Alldeutsche Verband nunme hinter sich, und es ist ihm entsprechend an die wirklich die Ausweisungen aus Tra deutscher Mitkäwpfer hat deutschen Opfer des Bure Gegenwärtig gilt aber sein unglücklichen Opfern in d Gaben sind zu richten Zeitung" oder an die Ges bandes z. H. des Herrn Lützowstr. 85 B. Zum Ein Telegramm Lord richtet: Der Streitmacht d es, bis auf drei Meilen welcher auf einem Wage entkam. Die Truppen, we gemacht hatten, verfolgten Pferde erschöpft waren. nommen. Herforder (Mitteilungen von allgemeinem werden an Städtische e Bokelmann unterbreitete der zum Elektrizitätswerk für tafel nach graphischer M Einzel= und den Gesamt=Ko der„Erläuterungsbericht, K berechnung“ folgen sollen. Platz für die Zentrale bei Treue Ein Roman aus Transv 29. Fortsetzung. „Ich bitte Euch, mein leitung,„hört mir genau wegungen des Feindes Patrouille muß drei Din Schlaf darüber Auskunft und Stärke des Feindes, Feind und ihre rückwärtig Stelle. Nun Joris, liesr Joris ließ die Zügel und nahm die Meldekarte „Der Feind ist heut brochen und hat sich in der gesetzt. Die neunte Brig bleibe zur Beobachtung au beabsichtigt Lord Methuer umgehen.“ Es ereignete sich nu Rieneck blieb mit seiner P. werk und Höhen dem vo Angriff wurde nicht gem der Richtung des feindlick feuer, verbunden mit dem feuers. „Das muß bei Gras der an seiner Seite ritt, der Richtung des Feuers. und Marsch, marsch nach In scharfem Trab erreichte die Patrouille Gras Pan, und dort wurde Rieneck freundschaftlich von dem deutschen Major Albrecht, der hier ein Detachement von etwa 1500 Mann kommandirte, begrüßt. Major Albrecht freute sich, einen Deutschen zu finden und erging sich in lauten lebhaften Erinnerungen an die schönen Zeiten, die er bei der Gardefeldartillerie durchgemacht hat. Der alte Feldsoldat der der Annahme einer normalen Wasserkraft bei Peper von 80 P. F. als Resevekraft eine Gasmaschine(Leuchtgas) von 100 P. F. ** In der Volksbibliothek hat sich der Besuch sehr gehoben. Am Ausgabetage vor Weihnachten wurden derselben über 550 Rücher entnommen: auch am Sonntag nach Weihnacht in sündhafter Leidenschaft. Diese Liebesszene ist die erste große Enttäuschung des Stückes; sie ist viel zu breit ausgesponnen und besitzt garnicht das Feuer und die Kraft, die man von Sudermann erwarten durfte. Heimchen begeht Verrat an der Pflegeschwester und stiehlt ihr den Geliebten; aber selbst wenn wir annehmen, sie hätte durch ihre eigene Grnar f. ihn Thun 2 habe, wo er mit Erfolg die Schlacht anbieten könne, und das sei am Modderfluß. Gelingt es ihm auch da noch nicht, dem Gegner den Vormarsch ein für alle Mal zu versalzen, so gäbe die wuchtige Querhöhe von Spyfontein einen herrlichen Festungswall ab, über den keine Katze hinüberkommen könne. Die Nacht auf den sechsundzwanzigsten verging ohne Zwischenfall. Die Buren wußten ja nun, daß der englische Weften Ven Tauf des Möbbeh— Die schwere Artillerie stand auf einem überhöhenden Kopje hinter der Eisenbahnbrücke, während er beide Flugel noch besonders durch Artillerie verstärkte. Rieneck, der neben dem General bei der schweren Artillerie hielt, sah, daß die Entwickelung des Feindes sich hauptsächlich auf Klipdrift konzentrirte, denn dort war für den Engländer der beste Uehergang über den Fluß. Fertsetzung folgt. C Sit nur solche Bewerber angenommen werden, welche die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Militärdienst erworben sowie mindestens zwei Jahre in einem Maschinenbauhandwerk oder in einer Eisenbahn=Hauptwerkstätte praktisch und mit gutem Erfolge gearbeitet haben, welche ferner das Reifezeugnis einer anerkannten Preußischen Höheren Maschinen= e besitzen. Bei der Annahme für den Werkmeistersind diejenigen Bewerber vorzugsweise zu berücksichtigen, neben der vorgeschriebenen handwerksmäßigen Ausund praktischen Beschäftigung in Werkstätten das ugnis der anerkannten Preußischen Maschinenbauschulen Zu diesen in Preußen anerkannten Lehranstalten geuch die Königlichen Vereinigten Maschinenchulen zu Dortmund. die hauptsächlich die Ausvon Maschinen= und Elektrotechnikern sowie von Beeamten für die Privatindustrie bezwecken. Betreffs des #s ihrer neuen Lehrkurse im Frühjahr 1902 verweisen die Anzeige in der heutigen Nummer. Enger, 14. Jan. Landwirtschaftlicher n. Die jetzt stattgehabte Generalversammlung war gut Der Verein zählt jetzt 82 Mitglieder. Vereinnahmt im vergangenen Jahre 621,94 Mk., verausgabt 85 Mk., so daß ein Kassenbestand von 25,01 Mk. ver— Zinsbar belegt sind 596,93 Mk. Die Umwahl des Indes hatte folgendes Ergebnis: Vorsitzender Stadtkassennt Jürging, Stellvertreter Kolon Schwidde in Siele, führer Ackersmann und Rendant H. Beimfohr=Enger, ingsführer Gärtner Kamp=Enger; Vorstandsmitglieder i: Kolon Stranghöner=Herringhausen, Kolon Coringhausen, Kolon„Stute=Pödinghausen, Kolon Gödeckeramp, Kolon Dallmann=Dreyen, Kolon Jürging Nr. 15 „enger, Kolon Brockmeyer=Siele, Kolon Stute=Steinbeck, Dreckmann=Belke.— zu Deputierten des Kreisvereins n gewählt: Kolon Schwidde=Siele und Kolon Jürgingenger.— An freiwilligen Beiträgen für die Buren 18 Mk. zusammengebracht. n Dreyen, 14. Jan. Bestätigung. Die Wahl errn Kolons Meyer zu Eißen zum Gemeinde=Vorsteher * Herrn Landrat genehmigt. it Bünde, 14. Jan. Für die Buren. Am nächsten ag, nachmittags 5 Uhr, veranstaltet der hiesige Marineunter Mitwirkung des Bünder Quartetts(Violine, Cello und Klavier) eine Wohlthätigkeits=Vorstellung zum der Buren und zwar im großen Saale des Stadt8. Eunigloh, 14. Jan. Markt. Am nächsten Freindet hier wieder Markt statt. 3 Goyfeld, 14. Jan. Landankauf. Wie wir kaufte Herr Kolon Tiemann eine Besitzung von ca. 50 in von Gut Haus Gohfeld. Provinz und Nachbarstaaten. Hamburg, 14. Jan. Der Kopf abgerissen. beim Bahnbau angestellten Schachtmeister Köppel, welcher vormittag die Grundmauer eines abgerissenen Hauses skünzplatz mit Pulver sprengen wollte, wurde infolge Unvorsichtigkeit der Kopf glatt abgerissen. Witten, 12. Jan. Ein großes Straßenunglück entstand gestern nachmittag bei dem Postamt eldanz. Auf der Fahrt von Langendreer nach Bommern in der Kurve bei der Brauerei Dönhoff der dem srwagen beigegebene Anhängewagen um. Von den 21 nen des Anhängewagens sind nach dem Bericht der kenbahndirektion 3 Personen erheblich und 7 nur unerverletzt. Aachen, 14. Jan. Konkurs und Selbstmord. Amtsgericht eröffnet heute den Konkurs über das VerI der hiesigen alten Speditionsfirma Neuhausen u. sen. Der Gechäftsinhaber wurde gestern nachmittag in 7 nahe gelegenen Dorfe tot aufgefunden. Man vermutet stmord. Ueber den Untergang des Bremer Fischvsers„Sekundant“ und die schrecklichen Leiden der sung dieses Schiffes wird noch berichtet: Das Fahrzeug Januar, 4 Uhr morgens, die Geeste verlassen, Trunsbüttel zu dampfer, und zwar über das Wattenund-ie Sände der Elbmündung, so daß es einen Lootsen dem, Erreichen der Elbmündung nicht nehmen konnte. n 7½ Uhr strandete das Schiff auf einer Sandbank hen Weser und Elbe. Nachdem der zweite Maschinist Aussetzen eines Bootes von einer Sturzsee über Bord *“„# und den Tod in den Wellen gefunden hatte, gau## übrigen 9 Mann in die Takelage. Ein Heizer evensaus beim Bootaussetzen so schwer verletzt worden, er###s, eines Taues ins Fockwant hochgezogen und bun#erden mußte. Er starb jedoch bald darauf und danz. F tus über Boro. Die Nachlebenden setzten eine G#des und hißten später ein großes Laken als Not“...52#### wrden diese Zeichen infolge der stürmischen nirgends bemerkt, selbst von Neuwerk aus nicht, und sowenig v. Prübergehenden Fahrzeugen, deren die armen ffbrüchigen einige vorüberziehen sahen. Unaussprechlich ere Tage kamen. Erst am 12. Januar, am Sonntag, ein rettendes Boot in die Nähe des Wracks, ein Werk Zufalls. Inzarschen war aber die Mehrzahl der acht in Masten sitzenden Minn, von Wahnvorstellungen einigt. insolge hr furchtbaren Erschöpfung über Bord len und ertrunken. Es ist ein Wunder, daß drei Mann furchtbaren Qualén überstanden haben. Das Rettungs, w e l c h e s s i e b a r g, w a r v o m T o n n e n l e g e r„ N e u w e r k" a u s ndt, der zufällig in die Nähe des Wracks gekommen war. heftige Brandung beim Wrack machte es sehr schwierig, Schiffbrüchigen aus ihrer gefährlichen Lage zu befreien. # beim vierten Versuche gelang es, zwei Mann, und beim sunsten Versuche, den dritten Mann ins Boot zu bekommen, wobei letzteres viel„Wasser übernahm. Die Schiffbrüchigen, welche fünf Tage schner Takelage zugebracht hatten, waren last erstarrt. E####veren total erschöpst und außerdem waren Hände P###### e erfroren, weshalb man sie sofort mittelst einer segen gelus Krankenhaus beförderte. Die Geretteten find: Schiffer Otto Eisenhardt aus Geestemünde, Steuermann H Leesorge aus Westrhauderfehn, Koch H. HölperBarßel. Die Namen der Verunglückten sind noch nicht festgestellt. Der Maschinist hinterläßt eine Frau mit sieben unmündigen Kindern. Schweres Schachtunglück. Aus Brüx, 14. Jan. meldet der Telegraph folgende furchtbare Nachricht: Gegen Mittag ist ein Wassereinbruch in den Jupiterschacht erfolgt. Von den 116 Mann der Belegschaft werden 43 vermißt, darunter der Betriebsleiter Ingenieur Seemann und zwei Aussichtsbeamte. Der Schacht ist wegen des hohen Wasserstandes vor heute abend nicht zugänglich. Ueber das Schicksal der im Schachte Eingeschlossenen ist zur Zeit nichts Bestimmtes bekannt. Mordprozeß. Das Schwurgericht des Berliner Landgerichts II verurteilte gestern den Arbeiter Albert Jänicke wegen Mordes, schweren Raubes und Körperverletzung, verübt an der Dachdeckersfrau Rühlicke, zum Tode, 4 Jahren Gefängnis und dauerndem Ehrverlust Der mitangeklagte Arbeiter Arthur Steinke wurde wegen Beihilfe zum qualifizierten Raube, Begünstigung und Hehlerei zu 6 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust auf die gleiche Dauer verurteilt. Handel und Berlin, 11. Jan. Heu und Stroh. Richtstroh 6/82—7,50 Mk., Heu 620—8,60 Mi. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 15. Januar. Höchste Temperatur des Vortages: 2,60. Niedr. Temperatur in der Nacht:—3,30. Temperatur um 7 Uhr vorm.:—3,3°. „„11„„:—0,5% Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 772,3 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 0,6 mm Wind: Schwacher SO. Himmel: Bewölkt. Telegramur and Telephonische Meldangen. England und Deutschland. London, 15. Jan. Hier verlautet bestimmt, Chamberlain werde anläßlich der Adreßdebatte im Parlament die Gelegenheit wahrnehmen, dem Reichskanzler Grafen Bülow zu antworten, so daß neue Zwischenfalle möglich sind. Paris, 15. Jan. Mit sichtlichem Behagen tritt die französische Presse den Zwischenfall Bülow=Chamberlain breit. „Figaro" prophezeit zwar keinen förmlichen Abbruch der deutsch=englischen Beziehungen, aber doch eine diplomatische Krisis, die ernst werden könnte. Die Amerikareise des Prinzen Heinrich. Chicago, 15. Jan. Der deutsche Männerchor„Germania" beschloß, den Prinzen Heinrich nach Chicago einzuladen. Ein großer Empfang ist geplant. Zum Burenkrieg. Ladybrand, 15. Jan. Gegen Mitternacht durchstürmten 25 Buren zu Pferde die Blockstation Thabanchu und entkamen. 43 Bergleute noch immer vermißt. Brüx, 12. Jan. Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, eine Spur von den 43 vermißten Bergleuten zu finden. Dieselben gelten als rettungslos verloren. Tumulte in Sofia. Sofia, 15. Jan. In den letzten Tagen kamen hier auf den Straßen blutige Zusammenstöße zwischen den Gegnern und Anhängern des mazedonischen Komitees vor. Viele Personen wurden schwer verletzt. Beste für Fl. Odol— Mk. 1.50 „ 0.85 Verantwortlicher Redakteur: Baul Sattler, für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. Redaktionn.“ nedition Brüderstraße 21, am Gehrenberg Riesen=Stiefel= u. A Franz Müller, Herford. Bäckerstraße 33 am Altenmarkt Bäckerstraße 33. Größtes bedeutendstes u. billigstes Schuh-Haus Hertords u. Umgegend. Müllers Schuhwaren sind die billigsten Müllers„„„ besten Müllers„„„ reellsten Müllers„„„ dauerhaftesten Müllers„„„ bequemsten Müllers„„„ elegantesten Für die gute Haltbarkeit meiner Zahn-Atelier. Künstlicher Zahnersatz ohne Entfernung von Wurzel. Stiftzähne, Brücken- u. Kronenarbeit. Plombieren, Zahnoperationen. Gust. Mäder, Herford, Am Gange 4, frühere Wohnung des Herrn Dr. Nolting. 51m a. (chem. rein) 312a a Psd. 60 Pfg. 6 Pfd. 3 Mk. Heinrich Nolting. Eingemachte Schnippelbohnen a Pfd. 15 Pfg. 3134 Heinrich Nolting. H. Dannhauer ärztlich gepr Masseur Steinstrasse 1. 5411 Rein cke. Hannover. Prattisch, billig, bequem! bürgt das langjährige Renommee meiner Firma Zuvorkommende aufmerksame Bedienung, Reparaturen prompt und billig. e der Supppen, Salate usw, ebenso Maggt's Gemüse= und Kraftsuppen und Maagl's Bouillon=Kapseln. Steis frisch zu haben bei 328 Hagemann, Inb.: Theod. Kattenbracker, Radewigerstr. 8 Kaufliebhaber mit gutem Zeugnis und etwas Geld zum Erwerb eines Grundstücks, auf welchem Konzession erteilt wird. Offerten mit Rückporto Nr. 777 an die Exp. d. Btg.(320a Wer Stelle sucht verlonge die Aha Paranen=Liste, Mannbeim. # Anzeigen!— Anzeigen! finden durch das Kaller Kreisblatt„ welches in manchen Orten des über 30000 Einwohner zählenden Kreises Halle in Westfalen fast Haus für Haus gelesen wird, vorteilhafte und... 3577 # billige Verbreitung. (ader heutigen Gesamtauflage * liegt ein Prospekt der Firma Heinrich Lanz=Mannheim bei. Sohpungens er eine Wohnung zu verder eine Wohnung zu vermieten hat ooer mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Freundl. Wohnung, 4 Räume nebst Speisekammer per sofort oder zu April, die zweite Wohnung von 5 Räumen nebst Zubehör zu April abzugeben. Diebrocker=Wesselstraße 6, 195a] Nähe des Bahnhofs. Eine abgeschlossene 2. Etage, bestehend aus 5 Räumen nebst Zubehör, ist per 1. April zu vermieten. 309a Radewigerstr. 7. Wohnung, in der II. Etage an der Höckerstraße, bestehend aus 4 Wohnräumen, Küche, 2 MansardenZimmern, Keller rc., ist zum 1. April d. J. zu vermieten. 182a C. Matzmann. Eine freundliche Wohnung von 6 Räumen mit allen Zubehör zum 1. April zu vermieten. Wo sagt unt. 276a d. Exv. Gesucht eine Wohnung von zirka 5 Räumen im Mittelpunkt der Stadt im Preise von 200—300 Mark. Zu erfr. unter 274a in d. Exp. 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Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs findet am 27. d. Ms., nachmittags 2 Uhr, im Hotel Rhode ein Festessen statt. Diejenigen Herren, welehe an derselben teil zu nehmen wünschen, wollen ihre Namen bis zum 23. d. Ms., abends entweder in die im Hotel Rhode offenliegende Liste, oder in diejenige, welche in der Stadt zirkuliert, eintragen 311a Das Komitee. Stadttheater in Herford. Bürger=Verein. Direktion: Josef Zwenger. Donnerstag, 16. Januar: Auf vielfachen Wunsch: Der Nerr Seaator. niekiston und Ristenteile jeder Art für Bahn, Dost und Export. Kleine Kisten für Seifen, Zucker etc. Holzwolle, Crockenrahmen, Flaschentransportkasten etc. empfiehlt billigst 519a] C. J. Becker, Dampfsäge- u. Kistenfabrik, Köln-Nippes. 3. Volksunterhaltungs-Abend am Sonntag, den 19. Januar 1902, nachmittags 4 Uhr, im grossen Saale des Schützenhofos. PROGRAM M. I. Teil. 1. Mein Lied(Liedertafel) v. Uthmann. 2. a. Jung Werners Abschiedslied aus der Oper:„Der Trompeter von Säkkingen“ v. Victor E. Nessler. b. Ich bitt’ euch, liebe Vögelein v. Gumpert Soli für Trompete mit Klavierbegleitung(Herr Johannes Matthias und Herr Stallmann) 3. Postillons Abschied(Liedertafel) v Uthmann. 4. a. Das Grab auf der Haide v. W. Heiser. b. 0 schöne Zeit, o selge Zeit v. Carl Götze. Soli für Trompete mit Klavierbegleitung(Herr Johannes Matthias und Herr Stallmann), II. Teil. „Ins Land der Mitternachtssonne“(Vortrag mit Lichtbildern) Herr Rektor Decius. 5. Kassenöffnung 3 Uhr. Preise im Vorverkauf 15 Pfennig, an der Kasse 20 Pfennig. Eintrittskarten im Vorverkauf in den Zigarrenhandlungen der Herren Wessel, Dustmann und Tremel zu haben. Kindern unter 10 Jahren ist der Besuch nicht gestattet. Die Kommission. 275a Aufderheide, R. Böckelmann, Bolles, Bremer, Decius, Degen, Detering I, Dresing, Dücker, Essmann, Formel, Koch, Köhle, Knobloch, Limbach, Meier, Menckhoff, Modersohn, Menge, Niermann, Quentin, Quentin, Rathert sen., Redecker, Schengberg, Schmalhorst, Schmidt, Schröder, Siebert, Siepe, Stickdorn, Weingarten, Weiss, Windel, Wittenbreder, Zeyas. Gewerbe=Verein in Herford. 6. Versammlung: Freitag, den 17. Januar er., abends 8 Uhr im Theatersaale des Bürger=Vereins. Tagesordnung: Vortrag über: Malerische Wanderungen an den deutschen Wasserstraßen mit Berücksichtigung der Kanäle. Erläutert durch etwa 100 Lichtbilder. Herr Jeus Lützen, Dozent aus Berlin. Die Damen der Mitglieder sind willkommen. Der Vorstand: 329a.. F. Burgtorf. Kaufmännischer Verein Herford. Zu der diesjährigen Theatersaison haben wir wiederum eine Anzahl Billets für unsere Mitglieder erworben und sind dieselben bei unserm Vorstandsmitgliede, Herrn F. W. Pankoke, Gehrenberg 16, zu nachstehenden Preisen zu haben: Parquett.. 0,60 Mk. Parquett=Loge 1,—„ 1. Rang.. 1,25„ 307a en Der Vorstand. Buxtehude b. Hamburg. Malerschule 1901 wied. höchAusselchnungen, grösste Fachschule für Dekorations maler. Pregramm frei. # ste1 Fach Jurs.„ köch-∆ VTnserer lieben Frau Otto Bellmann ein herzliches Lebewohl und Glückauf zur Reise nach Hunger. Die Apfeltortenesser. Soseese Schauspiel in 3 Akten von Schönthan u. Kadelburg. Preise der Plätze wie bekannt. Musik von der Kapelle des städt. Musikdir. Herrn Düngel. Kassenöffnung 7½ Uhr. 325a Anfang 8½ Uhr.? In Vorbereitung: Größter Schlager der Saison. Am Berlinertheater in Berlin über 100 Mal mit außerordent= lichem Beifall aufgeführt. Nur einmaligesAufführung. 2 Die strengen Herren. Ferner: Novität— Platz den Frauen.# Die Direktion. a 9 An Sonutag nachmittag 4½ Uh Bärenschiesen. s Liste zum Einzeichnen liegt bei mir auf. Zum Besuch ladet ergebenst## ein E. 10 de Ru ric w sp de an di Wer Leibschnerz hat und Wurm verschi, iht, 1694 Ist Schuld, hlun er vor Schmer: 1## vergehsich I1 Verlangen den ausdrücklich#### Wurms Ma Ferts#ctor. inkensmeier sraße 18. E Vertr.: Erl