72 u. ). lg 8 nut. ädt. * se Uhr. iw 12. Jahrgang 12. Jahrgang. MEE“4 Oie H auen, Plgtzock kirez * Ne 83 Teleph.Anschl (dte Herford Engersod Ne 83 Teleph. Anschl. N6 9 Diese Zettung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerande 1,25 Mart bei Postbestellung kommt das Bestellgeld binzu Sonnabend, 11. Januar. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Vetitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. 1902 (7 über und 1g. on ten. P: * des nann Zweites Blatt. Amtliche Anzeigen für den Kreis Herford. iuar, le des öpker) #ag , wor Miten. unter sen 50 170a ind. 1. — I. le im Jahre 1882 im hiesigen Stadtbezirk geborenen, serner die zwar auswärts geborenen, aber hier wohnenden oder sich aufhaltenden männlichen Personen werden auf Grund des§ 57 der Deutschen Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 hierdurch aufaefordert, sich in der Zeit vom 15. Jannar bis zum 1. Febrnar 1902, während der Vormittags=Dienststunden behufs Aufnahme in die Rekrutierungs=Stammrolle auf dem Hauptbüreau(Elisabethstraße Nr. 9, Zimmer Nr. 5) anzumelden. Die gleiche Aufforderung ergeht an alle sich hier aushaltenden oder hier ortsangehörigen Personen der früheren Jahrgänge, welche ihrer Miliärpflicht noch nicht genüg oder noch keine endgültige Entscheidung über ihr Militär=Verhältnis erhalten haben, gleichviel ob dieselben hier oder auswärts zeboren sind. Die auswärts geborenen Personen des Jahrganges 1882 haben ihren Geburtsschein, ausgestellt von dem zuständigen Standesamt, alle früher geborenen ihren Losungsschein oder ihren Gestellungsbefehl vorzulegen. Sind Militärpflichtige zur Zeit abwesend oder durch Krankheit u. s. w. am persönlichen Erscheinen verhindert, so haben ihre Eltern, Vormünder, Brod=, Lehr= oder Fabrikherren die Verpflichtung, sie zur Stammrolle anzumelden. Wer die vorgeschriebenen Meldungen zur Stammrolle unterläßt, wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen Militärpflichtigen, deren Eltern auf Grund häuslicher Verhältnisse reklamieren zu können glauben, dies bei der Meldung gleich anzuzeigen haben. Die Reklamationen werden demnach in einem besouderen dem Beteiligten noch näher bekannt zu machenden Termin amtlich und unentgeltlich auf dem Hauptbureau aufgenommen. Zu diesem Zweck haben sich die Eltern schon jetzt mit ihren und den Geburtsseinen sämtlicher Kinder mit Ausnahme des Mililtätpflichtigen zu versehen, damtt sie dieselben als Beweisstücke bei Aufnahme der Reklamation sofort vorlegen können. Ebenso sind sonstige Zeugnisse usw., welche zur Begründung der Reklamation dienen könneo, als Beweisstücke mit zu Stelle zur bringen. Familienglieder, auf deren Erwerbsunfähigkeit es bei der Beurteilung der Reklamation ankommt, müssen in dem MusterungsTermine mit erscheinen und sich daselbst erforderlichenfalls einer militärärztlichen Untersuchung unterzieden. Herford, den 30 Dezember 1901. Der Magistrat. Busse. 2 7 100 □ 8 9 52 G— 87 Seös 8 G □ S S IS— 0O-U, . 1—00 Feuermeldeanlage. Die städtische Feuermeldeanlage ist vom 1. Januar d. Is in der Weise eingerichtet, daß wir entsprechend den bisheriger Feuermeldestellen, die nachstehend verzeichneten Fernsprechsteller ausgewählt haben, deren Eigentümer sich bereit erklärt haben uns ihre Anlage als Feuermeldestelle zur Verfügung zu stellen 1. Kaufmann August Uflerbäumer, Centralhotel. 2. Hotelbesitzer Rorig. 9. Schlachter Stuke, Gänsemarkt. Gastwirt Winkelmann, Lübberthor. 2 Apotheker Dr. Aschoff, Neustädter Apotheke. : W w e. B r i n k m a n n, R e n n t h o r. 8 S##tion der Strafanstalten, hierselbst. gtützenberg, Wirt Hoppe. u„ öürermeister Brandt, Saustraße, Firma Gresselu. Eßmann. G. tiscm che##ien Stellen sind seitens der Post direkt mit der „ verhun den..nd der Nacht und an Sonn= und Feier###, Sonst iun stets jede Fernsprechanlage als Feuermeldestelle benutzt und der Ausbruch eines Feuers direkt der Polizeiverwaltung telephonisch mitgeteilt werden. Herford, den 4. Januar 1902. Die Polizeiverwaltung. V.: Busse. 1774 — Soc Zwangsversteigerung. Auf Antrag des Verwalters in dem Konkarsverfahren über das Vermögen des Fabrikanten Louis Leutz in Dermold soll der in Detmold belegene, im Grundbuche von Detmold, Bd. 29 Bl. 1431 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Fabrikanten Louis Leutz in Detmold eingetragenr„Hoschiht, ngrghg die Parzellen 7, 8, 9, 10, 11 und 159/(1)133 des Kld.. 21 zu 35.89 ar mit den Gebäuden: D Nr. 25 am 28. Januar 1902, vormittags 11 durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Zimmer Nr. 5 versteigert werden. 215m Die Grundstücke liegen in unmittelbarer Nähe des Güterbahnhofes an einer projektierten Straße, es befindet sich auf denselben ein Wohn= und Fabrikgebäude und eine durchschnittliche 6pf. Wasserkraft. Es wird daselbst Stuhlfabrikation und Holzschneiderei mit Dampf= und Wasserkrast betrieben.— Detmold, 12. Dezember 1901. Fürstliches Amtsgericht II. Ueber Prämien an Bahnaufsichtsbeamte, welche Unfälle verhütet haben unter Berücksichtigung der Strecke Altenbeken=Neuenbeken. (Nachdruck verboten.) Vor einigen Tagen las ich in einer Berliner Zeitung, daß der Herr Eisenbahnminister einen erheblichen Betrag für Prämien ausgeworfen habe für Beamte, welche ein EisenbahnUnglück verhütet haben. Ich habe dieses freudig begrüßt, denn diesen Leuten liegt es ja fast ausschließlich ob, Unfälle # verhüten und sie vermögen in erster Linie die Bahnverwältung auf Mängel und Mißstände aufmerksam zu machen, welche Gefahren herbeiführen können. Manches würde verhütet worden sein, wenn man die eingesehenen Mängel auch immer gewürdigt und beseitigt hätte,— vielleicht auch das Unglück bei Neuenbeken. Folgende Mitteilungen aus einem Gespräche, welches ich bei Erhebungen über die Ursache dieses letzten Eisenbahn=Unglücks mit einem alten Bahnwärter an dieser Stelle hatte, möge als Illustration dazu dienen, zugleich auch zeigen, wie bisher verhütete Unfälle belohnt wurden. Der alte Beamte teilte mir im Laufe des Gespräches über dieses Unglück mit, daß er diese Strecke lange bewacht habe, fast 50 Jahre im Bahndienste gewesen sei, seit dem 8. Juli in Ruhestand versetzt und vom 1. April d. I. pensioniert werde. Er wohnt in der Nähe der Unfallstelle in einem kleinen Diensthause an der Bahn. Ein zweites Diensthäuschen gerade an der Unfallstelle steht leer— weil die Bahnverwaltung es nicht für nötig hält, dieses noch zu besetzen. Von den beiden weiter auseinander gerückten Blockstationen ist die Unfallstelle bei den großen Kurven der Bahn und dem vorgeschobenen Schierenberge selbst bei klarem Wetter nicht zu sehen. Der Bahnwärter teilte mir mit, daß er zu Verbandzwecken fast seinen ganzen Vorrat an Hemden 2c. und auch den größten Teil seiner Heuernte als Lager für die Verwundeten geliefert habe.— Auf eine Bemerkung, daß ihm doch dieses jedenfalls ersetzt werde, erzählte er mit wehmütig schmerzlichem Lächeln von einer Unterredung mit dem Bahnmeister.—„Sie haben ja auch Heu zu der Unfallstelle geliefert?"—„Ja!“—„Wie viel war das wohl, einen halben Zentner:—„Herr Bahnmeister, darüber würde ich nicht sprechen, wenn Sie es aber wissen wollen, so will ich Ihnen sagen, daß von meinem ganzen Vorrat, bestehend aus 37 Bund, noch 12 vorhanden sind, das übrige habe ich dorthin geliefert.“—„Zeigen Sie mal einige Bund!“ —„So!“— ab. Man sollte glauben, daß der alte Beamte bei einem solchen Werke der Barmherzigkeit doch eine etwas rücksichtsvollere Behandlung verdient hätte! Er hat doch nicht geliefert, um ein Geschäft zu machen und wäre eine Untersuchung darüber mit ihm überflüssig gewesen! Aber entschädigt werden muß der Mann, weil er sonst in Notlage gerät. Einer weiteren Frage meinerseits:„Hier sind, wie ich gehört habe, schon oft Gefährdungen der Züge durch aufgelaufenes Vieh vorgekommen“ konnte er schlecht ausweichen und er berichtete darüber folgenden Fall:„Noch im letzten Sommer sei eine Kuh— im Drange eines zu erwartenden „freudigen Ereignisses“ aus der Weide ausgebrochen und auf den Bahnkörper gedrungen(einige hundert Meter von der Unfallstelle) und dort, neben dem Geleise liegend, habe sie jenes abwarten wollen. Er habe dieses gesehen und zunächst einen Personenzug langsam vorbei fahren lassen. Dann habe er sich schnell einen Knecht zu Hilfe geholt, um das Tier zu entfernen. Es sei aber mit der Entfernung nicht einverstanden gewesen und sei wütend auf sie eingedrungen und habe gestoßen, daß der Knecht den Bahndamm heruntergeflogen wäre. Dann kamen drei zusammengekoppelte Schiebemaschinen. Sie mußten halten und mit Hülfe der darauf befindlichen o Personen gelang es endlich— nicht ohne Stöße— den Strick des Tieres zu fassen, um einen Puffer einer Maschine zu binden und so langsam fahrend an einem Uebergange der Bahn das Tier zu entfernen.— Als Belohnung erhielt der Bahwarrer— 3 Mk. Einen gleichen Betrag mußte der Besitzer des Tieres als Strafe bezahlen! Eine weitere Mitteilung des allmählich redselig gewor, denen Alten dürfte auch noch von Interesse sein: Ich habe schon viel erlebt, habe manches Unglück verhüten können und bin in meiner langen Dienstzeit niemals bestraft oder gerüg worden. Gott hat mich geleitet, manche Gefahr rechtzeitig zu erkennen, ich hatte dann keine Ruhe und wurde zum Absuchen der Strecke angetrieben. Auch dieses Unglück hatte ich vorher geahnt; aber ich bin außer Dienst, es geht mich nichts mehr an. Vor Jahren kamen öfter Schienenbrüche vor. Auf den großen Viadukt schienen mir einige Schienen nicht ganz echt. Um sie zu beobachten und die verdächtigen finden zu können, brachte ich mit Draht eine kleine Vorrichtung und Merkzeichen an dieselben an. Eines Nachts 11 Uhr im Winter wurde ich vor Unruhe fortgetrieben und ging zum Viadukt. Mit einem Stocke fühlte ich im tiefen Schnee meine Vorrichtung und fand einen Schienenbruch in Länge von 38 cm. Bald kam ein Kourierzug an. Ich ließ ihn halten. Auf die Frage des Zugführers, was denn los sei, zeigte ich ihm den Bruch. Erstaunt fragte er: Wie konnten Sie denn das in der Nacht und im tiefen Schnee entdecken? Ich zeigte ihm meine Vorrichtung. Er lobte meinen Pflichteifer und sagte, daß der Minister für Verhütung solcher Unfälle Prämien bis 300 Mk. zahle.— Der Bahnmeister sagte mir später, daß ich 60—100 Mk. Prämie zu erwarten habe. bekam 10 Mk.— Wer vermöchte ohne Schaudern zu denken, wenn der entgleiste Schnellzug, die Brüstung des Viadukts durchbrechend, von diesem in die Tiefe hinabgestürzt wäre!. L. Zeitgemäße Betrachtungen. —(Nachdr. verb.) * Allerlei Unbill. Nicht jede Zeit ist tadellos,— und immer giebt es Klagen.— Oft hat der Mensch, das ist sein Loos— viel Unbill zu ertragen,— und reich an Unbill ist sogar— der sonst so milde Januar,— er kargt mit Schnee und Eise— in ungewohnter Weise.— Er that wie Falb es prophezeit— und sender„ruchte“ Grüße— und Unbill durch die Feuchtigkeit,— zumal durch nasse Füße.— Der Winter bleibt nur auf den Höh'n,— im Thale läßt er sich nicht sehn,— dort giebt es Regenlachen— und sonstge seltne Sachen.— So hat, wie selten mild und weich— das neue Jahr begonnen,— es zeigt sich äußerst wasserreich— und füllt die Regentonnen.— Hochwasser giebt es überall,— für'n Januar ein seltner Fall,— so müh'n sich selbst die Wellen— den Eismann kalt zu stellen!— O Januar, o Januar, wo bleibt der Pelzverkäufer?— Vergessen hast du ganz und gar— dte vielen Schlittschuhläufer!— Sie tragen mit Erbitterung— die Unbill deiner Witterung— ist auch kein Glied erfroren,— so reißt's in Zahn und Ohren.— Zu frohem Thun ist sonst bereit— der wechselreiche Jänner, — doch spornt er auch zur Thätigkeit— des Werktags ernste Männer.— Der Kaufmann zieht jetzt die Bilanz,— stellt fest ob Rückgang ob Avance— und ob in alter Güte— der Handel wieder blühte.— Doch hat er keinen Ueberschuß, — hat Alles sich gehoben,— dann macht ihm die Bilanz Verdruß,— er kann die Zeit nicht loben. Vom letzten Jahr und seinem Krach— wirkt noch so manche Unbill nach, — das ist sehr unersprießlich und macht uns leicht verdrießlich.— An Unbill giebt es vielerlei— im deutschen Sprach=Bereiche,— in Böhmen macht der Czech Geschrei— und sinnt auf neue Streiche.— In Polen ist es auch nicht still,— der deutsche Mann der Frieden will— hat jetzt von illen Seiten— die Unzuträglichkeiten.— Verdruß und Unbill hier und da,— es wird gesorgt für Jeden!— Der Brite hats in Afrika— und Chamberlain durchs Reden.— Auch Kitchener findet's wenig nett,— er hat viel Unbill durch Dewet!— Daß doch der kühne Streiter— nicht mürbe wird Ernst Heiter. Gefährliche Untersuchungenat den klugen wilder Tiere hat der englische Forscher Dr. Lindsay Johnson nunmehr zum Abschluß gebracht. Es handelt sich für ihn zunächst darum, festzustellen, ob Affen den als„gelber Fleck" bekannten besonderen Fleck in der Netzhaut besitzen. Bei seinen Untersuchungen in Menagerien fand er nun zu seiner Ueberraschung, daß alle Affen ebenso wie der Mensch jenen Fleck besitzen, aber daß er bei jeder Gattung swechselte. Er folgte dieser Spur und entdeckte, daß jede Familie der Säugetiere ihre besondere deutliche Erscheinung im Auge hat, sodaß, wenn man die hintere Wand des Auges mit einem Augenspiegel und Licht untersucht, man nicht nur die Familie, sondern auch das Genus des Tieres erkennen kann. Nunmehr untersuchte er systematisch alle Tiere in den Zoologischen Gärten zu London, Antwerpen, Amsterdam und anderen großen Städten; als Ergebnisz seiner Riesenarbeit fand er viele neue und auffallende Thatsachen. Die verschiedenen Entdeckungen, die Dr. Johnson gemacht hat, sind in den Ber handlungsberichten der„Royal Society" zu finden. Allgemein interessanter ist jedoch besonders seine Untersuchungsmethode. Aer ke. Guer der Dier ue fier uihe inr uch er dunkelt werden und der Forscher neben dem Tier, hinter dessen Kopf sich eine Lampe befand, sitzen und durch den Augenspiegel in einer Entfernung von einem halben Zoll von dem Auge des Tieres seine Beobachtungen anstellen, und dies manchmal zwei Stunden lang. Im ganzen beschäftigte er sich mit jedem Tier acht bis sechzehn Stunden. Er untersuchte die Augen von etwa 1000 Tieren und machte Zeichnungen von etwa 250. Bei den größeren Tieren mußte natürlich die Bewegungsfreiheit aufgehoben werden. So wurden die Elefanten gefesselt. Ueber die Bären wurden acht Fuß lange Säcke gezogen und sie dann mit Seilen festgebunden; die geschlossenen Enden der Säcke wurden mit einem Messer aufgeschlitzt, und wenn Meister Petz seinen Kopf vorstreckte, bekam er einen Maulkorb und wurde zur Augenuntersuchung auf den Tisch gehoben. Bei Löwen, Leoparden, Tigern und großen Katzen konnten keine Maulkörbe gebraucht werden, da sie die Tiere tötlich erschreckten; der Forscher mußte sich daher an Menagerien wenden, in denen die Tiere weniger wild waren Er fand es ratsam, den Tieren den Bart abzuschneiden, da bei einer Berührung desselben während der Untersuchung die Bestien zuschnappten. Dr. Johnson und seine Assistenten waren unerschöpflich in ihren Hilfsmitteln. Einige Vögel wurden dazu gebracht, ihre Schnäbel in große Korken zu stoßen; die Wassertiere mußten sehr sorgfältig behandelt werden, damit sie nicht stickten. Die Boa constrictor und die Tigerschlange wurden in Säcke geworfen und ihre Köpfe aus den Säcken heraus von Wärtern gehalten, während über Wölfe, Biber, Robben unb Seelöwen Netze geworfen wurden, sodaß die Tiere sich in den Maschen verstrickten. Chloroform wurde nicht gebraucht. Geduld und Schmeicheleien machten bei den meisten Tieren den Gebrauch von künstlichen Mitteln zur Beunruhigung unnötig, und nur bei größeren Tieren wurden Netze, Seile und Säcke angewandt. Dr. Johnsohn beschäftigt sich jetzt mit der Ausarbeitung der Ergebnisse seiner Untersuchungen. Am Hochzeitstage spurlos verschwunden ist aus Landsberg a. W. ein Briefträger von außerhalb, der mit der Tochter einer Handwerkerfamilie soeben den Bund fürs Leben geschlossen hatte. Nachdem die Hochzeitsgesellschaft aus der Kirche in das Haus der Eltern der jungen Frau zurückgekehrt war und man mit dem Essen beginnen wollte, entfernte sich der junge Ehemann und ist nicht wiedergekommen. Die angestellten Nachforschungen, auch Anfragen bei seiner vorgesetzten Behörde, haben noch keinerlei Aufklärung über den rätselhaften Vorgang herbeigeführt. Die junge Frau ist vor Kummer schwer erkrankt. Ein Eifersuchtsdrama wird aus St. Etienne gemeldet. Nach einer heftigen Eifersuchtsszene hat der dortige Konditor Tantole seine Fcau durch einen Revolverschuß getötet und die Leiche im Backofen verbrannt. Danach verübte er Selbstmord. Schneestürme. Aus Graz swird gemeldet: Auf der Bahnstrecke Vordernberg=Eisenerz wurde wegen Schneeverwehungen der ganze Verkehr eingestellt. Ein Mörder gesucht. Die pfälzische Regierung setzt auf die Entdeckung des Mörders der Kindergärtnerin Belser eine Belohnung von 2000 Mk., die Zuckerfabrik eine solche von 500 Mk. Dringend vedächtig wurde gestern in Sinsheim a. Elsenz der Hausbursche Johann Ziegler aus Mühlbach in der Oberpfalz verhaftet, der am Tage vor der That die Arbeit in der Zuckerfabrik aufgegeben hatte. Verurteilt wegen Zugentgleisung. Das Hirschberger Schwurgericht verurteilte den 21jährigen Kutscher Wilhelm Frentzel, der auf der Strecke Warmbrunn=Hermsdorf zwei Personenzüge zum Entgleisen gebracht hatte, zu drei Jahren Zuchthaus. Thalsperren im Harze. Die braunschweigische Regierung wird im kommenden Frühjahr neue Vorarbeiten für die Errichtuug von Thalsperren im Gebiet der Oker und ihrer Nebenflüsse vornehmen lassen. Es sollen sieben solcher Thalsperren mit einem Kostenaufwande von 15 Millionen Mark errichtet werden. Brand einer Gerberei. Wie aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, brannte gestern früh die Gerberei Remy in Herborn fast gänzlich nieder. Der Schaden beläuft sich auf 100000 Mk. Schrecklicher Irrtum. Der Metzgergeselle Ziller, Mannheim, stieß irrtümlich einer verheirateten Frau, die er für seine Geliebte gehalten, das Fleischermesser in die Brust und durchschnitt sich dann den Hals. Frühling im Winter. In der Krim herrscht warmes sonniges Wetter; die Felder sind mit einem grünen Teppich der Wintersaaten bedeckt. Es blühen die Veilchen und einige Feldblumen; die Kospen der Rosen, des Flieders und der Mandelbäume erschließen sich. Vron-Anzeigen werden in einem Familienblatte, wie dies die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ ist, besonders beachtet und so empfiehlt es sich, auch die Geburts=, Verlobungs=, Vermählungs= und Todes=Anzeigen der im ganzen Kreise Herford sehr beachteten„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ zu überweisen. Wie die Völker schlafen. Da wir durchschnittlich den dritten Teil unseres ganzen Lebens im Bett verbringen, schreibt die englische Zeitschrift„Health“, ist es nicht befremdend, daß viel Mühe, Sorgfalt und Geld für unsere Schlafstätten aufgewendet werden. In England ist das ungesunde Federbett durch die gesundere Matratze verdrängt worden, die auch in Amerika herrscht. Französische Betten sind wegen ihrer Härte berühmt, und deutsche Betten sind so lächerlich kurz, daß Ausländer oft zu lang für sie sind(!). Viele norwegische Betten werden aus Nischen herausgezogen. In Südund Mittelamerika herrscht die Hängematte. Die Indianer Guyanas flechten sehr schöne Hängematten aus Gras und färben sie hübsch. Die Japaner liegen auf Matten, die auf dem Fußboden ausgebreitet sind und auf einem steifen, unbequemen hölzernen Kopfpfühl. Der Europäer würde Jahre brauchen, um sich an dieses Material zu gewöhnen. Die Chinesen benutzen niedrige, oft künstlerisch geschnitzte Bettstellen. Ihre Matratzen und Bettdecken sind aus Matten gemacht. Im Winter ziehen sie schwere, mit Baumwolle wattierte Kleider an, in denen sie schlafen. Von allen Völkern sind die Neger am leichtesten in Bezug auf Schlafstätten zu befriedigen. Ein afrikanischer Neger kann sich wie ein wildes Tier überall zusammenrollen. Lustiges Allerlei. Durchschaut. Ella:„Ob mein ehemaliger Bräutigam auch die Schmuckgegenstände zurückverlangen wrd, die er mir geschenkt hat?!“— Emma:„Wenn er sie nicht zurückverlangt, dann schick' sie ihm nur ohne Weiteres retour... dann sind sie nicht echt!“ Genügend. A.:„Neulich traf ich den Huber— der hat wirklich kein einziges Haar mehr auf dem Kopf'!“— B.„Gunz lichtig—. der gebraucht schon jahrelang keinen Kamm mehr! Es genügt vollkommen, wenn seine Frau oder das Dienstmädchen ihm in der Frühe die Platte ein wenig mit abstaubt!“ Aus der guten alten Zeit! Hauptmann(Bierbrauer):„Huber, warum gehst D' denn so verzwickt?"— Gemeiner:„Weil i' Bauchweh hab' auf Dei' gestrig's Bier!“ Fürs Album. Sei hoch beseligt oder leide,— Das Herz bedarf ein zweites Herz. Geteilte Freud' ist doppelte Freude, Geteilter Schmerz ist halber Schmerz. Thiedge. um Treue. Ein Roman aus Transvaal von Ferdinand Runkel. 20. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) Im Hauptquartier fand eine herzliche Begrüßung zwischen dem Kommandanten und Cronje statt, wobei es zwar nicht ohne gut gemeinte Grobheiten von Seiten des Oberfeldherrn abging, die jedoch von dem Untergebenen dem Führer nicht besonders angerechnet wurden. Cronje, von dem seine besten Bekannten sagen, er besitze das Auge des Falken für die Stellung des Feindes und die Witterung des Schakals für seine Schwächen, ist ein Mann von rauhen, ungelenken, fast bäuerischen Sitten. Er ist abstoßend und finster, aber ein Soldat von ungeheurer Energie, hinreißendem persönlichen Muth und einer Vaterlandsliebe und Treue, wie sie höchst selten gefunden werden. Rieneck, der dem Oberfeldherrn nun vorgestellt wurde, fühlte ein wenig Unbehagen, als der finstere Blick des Gewaltigen auf ihm ruhte. Beide saßen in dem Augenblick zu Pferde und Cronje ritt ohne ein Wort zu sagen etwas abseits und winkte dann mit einer eigenthümlichen Fingerbewegung wie man sie oft bei Moltke bemerkte, den Kommandanten und seinen Adjutanten zu sich heran. In kurzen, knappen Worten, die fast beleidigend klangen, informirte er sich über Rienecks Persönlichkeit. „Sie waren deutscher Offizier, Mijnheer?“ „Jawohl, General.“ „Und warum haben Sie Ihr Vaterland und Ihr Metier verlassen?“ „Frage ihn das nicht, Cronje“, legte sich jetzt Pieter van t'Hoff ins Mittel,„laß Dir daran genügen, daß ich mit meiner Ehre und meinem Kopf für meines Adjutanten Ehrlichkeit hafte.“ „Das genügt mir, Miinheer.“ Ich habe für Sie einen Auftrag, den ich für wichtig genug halte, um ihn zu gleicher Zeit als eine Auszeichnung für Sie zu schätzen. Vorher aber muß ich Sie mit der Kriegslage bekannt machen. Sitzen wir ab, Mijnheers und nehmen Sie Ihre Karten zur Hand.“ Der General sprang gewandt vom Pferde, alle zogen ihre Karten aus der Tasche, und Cronje stieß aus seiner kurzen englischen Pfeife mächtige Rauchwolken in die heiße, glühende Luft. „Also hören Sie, Mijnheer: Unsere Patrouillen haben uns gemeldet, daß Lord Methuen mit seiner gesammten Macht, die ihm zur Verfügung steht, die Offensive ergriffen, ohne sich vorher informirt zu haben, wie wir stehen und wie stark wir sind.“ „Es handelt sich also um eine zwangsweise Rekognoseirung des englischen Generals?“ „Jawohl, so fasse ich das auch auf.“ „Warum aber setzt er dann seine gesammten Kräfte ein, wo die Lösung doch einfach durch eine geschickte Offizierspatrouille hätte erreicht werden können.“ „Das weiß ich nicht, Mijnheer, ich weiß nur, daß der Feind einen schweren Fehler gemacht hat, den wir pflichtmaßig ausnützen müssen, und weil Sie gerade von der Offizierpatrouille sprechen, so habe ich Sie dazu ausersehen, mit einigen#unserer jungen Leute so weit vorzureiten, als Sie irgend können, sich aber immer so zu bewegen, daß Sie jederzeit an der Bahn eine telegraphische Station zur Verfügung haben. Ich will über alles schnell und ausgiebig unterrichtet sein, was sich im Vorgelände zuträgt, und ich bevollmächtige Sie, jede Ihnen begegnende Patrouille im schnellsten Tempo mit Ihren Meldungen an mich abzusenden. Sind Sie muthig, Miinheer?“ „Ich weiß es nicht, General, ich weiß nur eins: daß, wenn man mir befiehlt, in die feindliche Stellung hineinDie„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ ist für den Kreis Herford das wirksamste Insertionsorgon. Was sind Bacterien? Was ist antiseptisch? (Fortsetzung.) Die allgütige Vorsehung hat die Existenz und das Fortkommen vieler Spaltpilze durch eine wunderbare Einrichtung auf ewige Zeiten gesichert. Ist nämlich der Nährboden, auf dem die Spaltpilze leben, erschöpft, so bilden viele Arten aus ihrem Zellenleibe sogenannte Sporen(10 z. B. Milzbrandsporen). Das sind kleine Körner von enormer Widerstandskraft gegen alle möglichen Einflüsse, wie Hitze, Kälte, Trockenheit u. s. w., denen die Mutterpilze sonst unterliegen würden. Auf dieser Einrichtung der Sporenbildung beruht die Leichtigkeit der Verschleppung keimfähiger Spaltpilze und ihre enorme Vermehrung und Verbreitung. Nur wenige Arten von Krankheits=Spaltpilzen scheinen sich in der Luft lange lebensfähig halten zu können. Die Luftspaltpilze sind in der Regel harmlose Gesellen. Die meisten Krankheits=Erreger werden direkt von einem Menschen auf den anderen übertragen, und zwar am häufigsten durch kleine Speichelspritzer, die beim Räuspern, Husten, Sprechen, Niesen in die umgebende Luft verspritzt und direlt von der Mundhöhlen= und Nasenschleimyaut benachbarter Mitmenschen aufgenommen werden. Unter den Krank= 9. Sareinen heiten, die vorzugsweise ihre Verbreitung solchen Speichelspritzer verdanken, sind in erster Linie zu nennen: Influenza, Diphtheritis, Lungenentzündung, Tuberkulose, Aussatz, Pest, wahrscheinlich auch Scharlach und Masern. Solche infektiöse Speichelspritzer sind besonders aus unsauberen, ungepflegten Mundhöhlen zu erwarten. Ein unsauberer Mund ist— nicht oft genug kann das wiederholt werden— ein Eldorado für eine üppige Spaltpilzflora, ein geradezu ideales Brutnest für allerhand Mikroorganismen. Hier ist so ungefähr Alles vorhanden, was der Gelehrte, der Spaltpilze zu wissenschaftlichen Zwecken züchten will, in einem Bacterien-Brutofen künstlich erzeugen muß. Hier ist die um Brüten nötige Temperatur (37° C), hier ist Feuchtigkeit, hier sind organische Stoffe(Speisereste), die den Spaltpilzen als Nahrung dienen. Schade, daß weder Sitten noch Gesetze unsaubere Mund o höhlen im volksgesundheitlichen Interesse verbieten. Hoffentlich kommt es noch einmal dahin. Inzwischen empfehle ich als Prinzip f“ der Selbsthilfe: Menschen mit unsausauberen Mundhöhlen halte man sich 3 Schritt vom Leibe. 10. Milzbrand-Sporen Freilich geht das nicht immer. Wir müssen uns deshalb darauf einrichten, auch gegen die nicht abzuhaltenden Spaltpilze so gut wie möglich anzukämpfen. Das ist wenigstens insofern einfach, als— abgesehen von Wunden— nur ein Hauptthor in das Körperinnere führt: die Mund= und Rachenhöhle. Wir müssen unsere Mundhöhle so präparieren, daß diese Schmarotzer sich nicht darin entwickeln können. Das geschieht auf zweierlei Weise. 1) Entweder man vernichtet sie direkt durch scharfe, spaltpilztötende chemische Mittel(Antiseptica), oder man verdirbt ihnen den Nährboden und giebt sie dem Hungertode preis. Beide Verfahren nennt man antiseptisch. Verfahren I, welches zwar das einfachste wäre, ist im menschlichen Körper nur in beschränktem Maaße anwendbar, weil die meisten Stoffe, die die Spaltpilze vernichten, auch die lebenden Zellen unseres Körpers abtöten, also die Schleimhaut schädigen oder aber die Zähne angreisen. Das hieße den Teufel durch Beelzebub austreiben. Trotzdem enthalten zahlreiche antiseptische Mundwässer des Handels derartige schädliche Stoffe. Ein Unfug, dem gesteuer werden sollte. Bleibt Verfahren 2: Verdecben des Nährbodens, Aushungern der Schmarotzer. Dazu sind verschiedene Maßnahmen möglich, weil die Schmarotzer verschiedene Nährboden wählen. Viele Keime, z. B. der Erreger der Zahncaries(Zahnfäule) gedeihen nur auf Speiseresten und produzieren daraus die den Zähnen so schädlichen Mundsäuren. Andere Schädlinge, und darunter vorzugsweise die gefährlichen Krankheits=Errezer, halten sich am liebsten auf Absonderungen einer krankhaft veränderten Mundschleimhaut auf. Daraus folgt: a) die Speisereste und Absonderungen der Mundschleimhaut müssen (durch Zahnstocher, Zahnbürste und Spülungen) entfernt werden; b) hohle Zähne, deren Inhalt der geeigneiste Nährboden für viele Batterien ist, soll man beim Zahnarzte füllen lassen; c) die Entwickelung der Spaltpilze selbst muß mit chemischen Mitteln, die aber im Munde absolut keinen Schaden anrichten dürfen, verhindert werden. Bei den oben angedeuteten komplizierten Verhältnissen im Munde eignen sich nur sehr wenige chemische Stoffe zu diesem Zwecke. Die meisten Antiseptica sind für die Mundhöhle unbrauchbar, weil sie die Zahnsubstanz auflösen. Andere greifen die Zähne zwar nicht an, ätzen aber die Mundschleimhaut und begünstigen dadurch das Wachsen der Spaltpilze erst recht. Wieder Andere sind allgemein giftig. Neuere Forschungen haben ergeben, daß besonders zwei Stoffe hinreichend antiseptisch wirken und dabei weder Schleimhaut noch Zähne irgendwie nachteilig beeinflussen: Einfaches Kochsalz und das Mundwasser Odol. Odol ziehe ich wegen seines Wohlgeschmackes und auch deshalb vor, weil es nach dem Mundspülen die ganze Mundhöhle mit einer gleichmäßigen, antiseptischen Schicht überzieht und didurch die Schleimhaut noch eine Zeit lang als Nährboden für übertragene KrankheitsKeime ungeeignet macht. Es ist zweifellos das gegenwärtig zweckmäßigste Mundwasser für den täglichen Gebrauch. 230a]. Dr. med. W. Ganser-Wien. Der nächste Arlikel erscheint am Sonntag, den 19. Januar. 11 ann Dein Schild Iufamie.“ en, weil ick erte 1 Uhr sige Station. n mit allen anständig ert haben!“ d, daß Dich inn ich eine n!“ rant führt): Dir denn ie Gnädige uns fortandte!“ hsel! Sind chießt, hat zureiten, daß ich das chue, ohne mit der Wimper zu zuren. Wenn Sie mich ganz genau kennen lernen wollen, so liegt mein Charakter in drei mir von meiner Jugend angewöhnten Grundsätzen, die ich nie und nimmer verleugnen werde.“ Ueber das eiserne Gesicht des Generals zuckte ein gemüthliches Lächeln und einen Augenblick konnte man sehen, daß der gewaltige Kriegsherr doch auch am Lagerfeuer der gemüthliche treuherzige Bur sein konnte, als den ihn seine meraden und Freunde in Friedenszeiten schätzten. „Sie machen mich neugierig, Miinheer, auf Ihre undsätze." „Nun denn, mein General: Ich betrüge nie eine Frau, weigere nie Satisfaktion und ergebe mich nie.“ „Na, auf die drei Grundsätze können Sie es wagen. eter, Du bleibst bei mir. Damit aber einer der würdigen 1 t'Hoffs die Ehre des großen Auftrages, den ich augencklich vergeben habe, theilt, soll Dein Joris mit Mijnheer Rieneck reiten.“ „Ich danke Dir, alter Freund, im Namen meines hnes.“ „Wann befehlen Sie, General, daß ich reite?“ „Sobald Sie können.“ „Das heißt sofort.“ „Ja, für einen jungen tüchtigen Reiter ist der heutige arsch keine Anstrengung. Ich werde jetzt die Männer für Patrouille befehlen, dann können Sie zu einem kleinen nbiß mein Gast sein und dann erwarte ich, daß Sie Ihr ichtlager heute Abend am Modderflusse aufschlagen. Aber lten Sie die Augen offen und suchen Sie vor allen Dingen morgigen Tage die Station Belmont zu erreichen, Methuen irschirt ohne Gepäck und ohne Train.“ „Welche Nachrichten, mein General, haben Sie von den itrouillen über die Stellung des Feindes?“ „Wir wissen nur“, antwortete Cronje,„daß Methuen f einer Nothbrücke den Oranjefluß überschritten hat.“ „Dann müßte ich eigentlich heute Nacht in Belmont n, aber fünfzig Kilometer kann ich kaum noch reiten.“ „Sie können thun und lassen, was Sie wollen, Graf, ie haben jetzt Ihren Befehl und Sie wissen, daß derartige efehle stets nur ganz generell gegeben werden können. Ueber e Einzelheiten müssen Sie selbst entscheiden, wenn Sie an rt und Stelle sind.“ „Zu Befehl, mein General.“ Während der kurzen Zeit, die Cronje mit Pieter van Hoff und Rieneck im Zelt saß, enthüllte sich der General in einer ganz anderen Seite. Er legte alles Schroffe und instere ab, war gemüthlich und heiter, ja oft sogar würzte n kerniger Witz das karge und kurze Mahl. Kurz war es eshalb, weil schon nach einer Viertelstunde ein Veldcornetsistent hereintrat und meldete, daß die für die Patrouille ienecks bestimmten Männer gesattelt hätten. „Dann darf ich Sie auch nicht länger hier zurückhalten, kiinheer, reiten Sie mit Gott, und bringen Sie uns Nachchten soviel Sie können.“ Rieneck verließ mit einer straffen militärischen Verbeuung den General, van k'Hoff stand auf, drückte ihm fest die and und flüsterte ihm zu: „Wachen Sie über meinen Jüngsten, Rieneck, Sie wissen, tein Liebstes reitet an Ihrer Seite.“ Es war ein seltsam feierlicher Augenblick, in dem der sater dem Gastfreunde das Leben seines Sohnes auf die deele band, und als er dann den jungen frischen Studenten marmte und ihm segnend die Hand auf den Scheitel legte, in weihend für den ernsten Tanz mit dem verhaßten Erbeind. Joris' weiblich schönes Gesicht glühte vor Muth und segeisterung, er umarmte Rieneck in der Freude des ersten Liedersehens und dann sagte er, zu dem Vater gewandt: „Einmal hat mich Woldemar aus den Zähnen und krallen des Löwen gerettet, und ich fühle mich an seiner Seite uch im Kampf mit dem englischen Löwen vollkommen sicher.“ „Lieber Freund“, begann Rieneck, als die Beiden an der Spitze ihrer Patrouillen ritten,„Du wirst mir sehr von köthen sein im Verkehr mit den Kameraden, da ich doch des dolländischen nicht mächtig bin.“ „O versuche doch nur einmal Deine Befehle plattdeutsch ! geben, Du wirst sehen, unsere Brüder verstehen Dich vorüglich und führen alles aus.“ Rieneck ließ es darauf ankommen und begann in seinem Platt zu reden: „Zwei von Ihnen, Mijnheers, gute Reiter, bitte ich u mir!" Die Buren sahen sich einen Augenblick an, verstanden ider das Platt sofort, und zwei ältere Männer ritten in Urzem Trabe an die Seite des Patrouillenführers. .„Setzen Sie sich in Galopp, Kameraden und reite Sie etwa tausend Meter vor uns, am Modderfluß bleibe die stehen, bis die Patrouille nachkommt. Was auf der ##ce passirt, meldet mir einer von Ihnen sofort. We Patrouillen Ihnen entgegenkommt, soll Ihne Hun##ift über alles geben, was er vom Feind erkundet ha ##s, Miinheers, Caracho!“ in Gar einem stummen Wink setzten sich die beiden Reite die Eisont und verschwanden bald hinter einer Anhöhe, in di S#bahn tief eingeschnitten war. einem Klu# Rieneck auch der Patrouille, die bisher au dann geritten war, sich möglichst weit auszudehne F. manun jeder seine richtige Stellung erreicht hatte A#rach die Dunkelheit herein, und Rieneck sal sich geno####### seine Patrouille mehr zusammen zu ziehen, so daß die##.#. J.auf Rufweite einander in der Nähe hatter und vollstandis in der Hand des Führes blieben. Mar erreichte dann noch, bevor die Nacht vollständig einbrach, di am, Modderfluß, stationirte Spitzenvedette, die ihrerseits nu melden konnte, daß vorübergehende Vatrouillen bei Anbruck des Abends Beltg######### englischen Lager gesehen haber wollten. Um Da zpgrschuu###st, wurde bei der Modderriver station der Fluß überschritten und nun ging man in ge strecktem Trab an der Eisenbahn entlang, bis man nach Ver lauf von drei Stunden g#e der Station Honeynestkloof in einen tiefen Wald kam. Ringsum herrschte undurchdringlich Dunkelheit. Rieneck und Joris trabten ihrer Patrouille voraus mit scharf anstehenden Zügeln als plötzlich Jakir zu stutzen anfing. Hinter einem Baum hervor trat plötzlick ein riesiger Bur, die Mauserbüchse im Anschlag und rief laut „Halt! hier kommt Niemand durch öhne die Parole. Geb also die Parole, Mijnheer." Rieneck parirte sein Pferd und antwortete kurz: „Stahl und Stein." „Gras und Grein“, tönte es zurück.„Grüß Gott, meir Bruder", antwortete der Bur, warf die Büchse um die Schulter, kam an das Pferd heran und reichte Rieneck die Hand. „Sagt, mein Bruder, warum haltet Ihr hier die Wache nach unserm Rücken?" „Wir können nicht wissen, was aus dem Rücken kommt, der Wald ist ziemlich dicht, Honeynestkloof ist eine sehr unübersichtliche Schlucht= und Felspartie, sodaß wir nach jeder Richtung hin gefaßt sein müssen, und die englischen Panzerzüge gleiten so geräuschlos über das Eisen, daß wir unsere Augen auch nach dem Rücken der Stellung offen halten müssen.“ „Wie stark seid Ihr?“ „Etwa dreißig Büchsen, Bruder.“ „Was wißt Ihr vom Feind?“ „Der Feind hat heute früh den Oranjefluß überschritten und sich über die Höhen in der Richtung auf Witte Putts in Marsch gesetzt. Unsere Patrouillen haben ihn ständig in Athem gehalten, wir wollten die verfluchten Rothröcke nicht zur Ruhe kommen lassen, sondern ihnen den Schlaf versalzen, zumal die Schafsköpfe bei Tag schlafen und bei Nacht marschiren.“ „Sie marschiren bei Nacht? Das ist wichtig, Bruder!“ „Jawohl! Und wenn Ihr noch einige zwanzig englische Meilen nach Süden hinunter geritten seid, werdet Ihr schon von unsern Patrouillen erfahren, daß Tommy Atkins schon auf Belmont heran ist.“ „Danke Euch, Kamerad. Gute Nacht.“ Ehe er das Pferd wandte, rief er Joris heran:„Joris, schreibe doch folgende Meldung, die wir von der Station an den General telegraphiren wollen.“ Joris nahm die Meldekarten zur Hand und der junge Couperus, der gleichfalls mit in der Patrouille war, zündete ein Windlicht an. „Ich diktire der Sicherheit halber englisch, Joris, schreibe Du holländisch und reite dann nach der Station und sorge für das richtige Abgehen der Meldungen. Bist Du bereit?“ „Jawohl, Woldemar, diktire.“ „Meldung von der Offizierpatrouille Rieneck. Nördlich der Honeynestkloofstation, zehn ein halb Uhr nachts. Fand die Eisenbahn vom Feinde frei. Meldungen von Patrouillen, die aus dem Süden kommen, lassen die Vermuthung als sicher erscheinen, daß der Feind im Vormarsch gegen Kimberley heute Nacht noch Witte Puttsstation erreicht. Ich dirigire die in der Kloof befindliche Feldwache nach dem KaffernKopje, um Feldbefestigungen anzulegen und rathe, diese Höhen mit etwa fünfhundert Mann und etwas Artillerie zu armiren. Ich biwakire bei Honeynestkloof, wo mich Befehle bis vier Uhr früh treffen. Um diese Zeit reite ich in südwestlicher Richtung auf die Station Gras Pan, wo mich Befehle zunächst erreichen. Rendez=vous in Gras Pan zwischen sechs und sieben. Um sieben Uhr Abmarsch nach Belmont, wo ich zwischen acht und neun eintreffe. Reite dann, wenn kein weiterer Befehl kommt, auf Witte Putts.“ Und nun wandte er sich nach dem Burenposten, der inzwischen auch seine Kamemeraden herangerufen hatte und fragte ihn:„Sagt mir, Kamerad, wo liegt Eure Feldwache?“ „In der Kloof, mein Bruder.“ „So gebt mir einen Mann mit, der mich dorthin geleitet, wir wollen dort biwakiren. Joris, Du kommst hierher zurück, und der Posten wird Dir den Weg nach der Kloof zeigen, wo wir uns zu dem weiteren Vormarsch ausruhen wollen.“ „Was habt Ihr für einen Befehl, Bruder? Ihr seid ein Deutscher, nicht wahr?“ „Jawohl, mein Bruder, ich bin ein deutscher Offizier. Ich habe Befehle vom General, mit meiner Patrouille bis in die Avantgarde des Feindes hineinzureiten. Ich will Eure Feldwache nach dem Kaffern Kopje schicken, um dort Schützengräben auszuheben, es genügt, daß hier in der Kloof eine Patrouille bleibt.“ „Man sieht doch, was ein deutscher Offizier ist, Kamerad. Ihr hattet recht, der Meinung bin ich auch gewesen, habe mich auch ausgesprochen, aber unser Feldcornet hält die Kloof für viel zu wichtig, um sie aufzugeben.“ „Wollt Ihr mich jetzt hinbringen?“ fragte Rieneck weiter. „Jawohl, Kamerad, aber erst wollen wir unsere Pfeifen wieder anzünden, damit man sich die Nase wärmen kann, denn es ist immer noch recht kühl in der Nacht.“ Während man noch den Hufschlaag des abreitenden Joris hörte, setzte sich die Patrouille und ein Mann vom Posten in Bewegung, um nach einigen Minuten die Feldwache in der Kloof zu erreichen. Herzliche Begrüßung auf beiden Seiten, dann wurde abgesattelt, der Veldcornet goß neues Wasser auf den Thee, die Patrouille trank und legte sich dann schlafen. Rieneck hatte sich eben in seinen langen Friesmantel gehüllt und war im Zelt zur Ruhe gegangen, als Joris zurückkam und ihn weckte. „Was hast Du denn, mein Jungchen, wo bist Du denn solange gewesen?“ „Ach, der Veldcornet am Apparat befahl mir zu warten, es könne ja der Fall sein, daß der General noch einen Befehl zu ertheilen habe. Das ist nun auch in der That der Fall gewesen, ich bringe hier den neuen Befehl.“ Trotzdem Rieneck vor Müdigkeit fast die Augen zufielen, denn er war den ganzen verflossenen Tag in Sonne, Staub und Hitze im Sattel gewesen, war er doch zu viel Soldat, um einem Befehl seines Generals gegenüber nicht sofort jede Müdigkeit und Schwäche abzuschütteln. Er setzte sich auf und übernahm die Depesche, die er erbrach und bei der schwachen Zeltlaterne las. Sofort wurde auch der Veldcornet, der mit im Zelte schlief, wach, reckte sich empor und griff vor allen Dingen nach der Pfeife, die er in Brand setzte. „Lesen Sie vor, Mijnheer, was der General befiehlt.“ „Gewiß mit Freuden, Kapitän", antwortete Rieneck. „Ich sende von hier die angeforderten fünfhundert Mann und zwei Geschütze sofort ab. Die Leute dürften um drei Uhr Honeynestkloof passiren. Lassen Sie sich von der Truppe aufnehmen und armiren Sie das Kaffern Kopje. Geben Sie aber einem Angriff der Engländer nach, thun Sie ihnen soviel als möglich Abbruch und ziehen Sie sich dann zurück.“ Damit legten sich die beiden älteren Soldaten von Neuem zum Schlaf nieder und auch Joris kroch sehr schnell in seine Friesdecke und schlief ein. Vier Stunden konnte man ja immer behaglich die Glieder strecken, und dann hieß es wieder auf und dem Feind entgegen. 20. Kapitel. Ein Veldcornet ritt früh zwischen drei und vier Uhr in die Kloof und fragte laut nach Mifnheer von Rieneck. Erwurde nach dem Zelt des Feldwachkommandeurs verwiesen und weckte mit einem Holloh die drei Schläfer. „Auf, meine Brüder! Gesattelt und zu Pferd! Miinheer von Rieneck, man kennt den Deutschen sofort zwischen zwei Buren heraus. Ich begrüße Sie und bringe Ihnen den Befehl vom General mit uns bis zum Kaffern Kopje vorzumarschiren und sich unserer zu bedienen, um die Feldbéfestigungen nach Ihrem Gutdünken anzülegen.“ „Ich bin sofort bereit, Mifnheer.“ „So eilig ist es nicht, wir haben abgesattelt und sind gerade beim Tränken und Füttern. Wir wollen immerhin eine Stunde Pause machen, denn wir haben ja nichts zu verlieren, da die Engländer bei Tag nicht marschiren. Sie können also ruhig Ihr Frühstück einnehmen, und zwar in aller Ruhe. Was wir jetzt versäumten, holen wir im Marsch durch einen scharfen Trab schnell wieder ein.“ „Sollen wir mitmarschiren?" fragte der Feldwachkommandeur. „Nein, der Posten hier soll die Verbindung zwischen dem Kaffern Kopje und dem Hauptquartier aufrecht erhalten, ich denke mir, der General meint in Relaisform" Fortsetzung folgt. Louis Steinhauer, Marmor= und Granitwaren=Fabrik mit Dampfbetrieb, Osnabrück, Verkaufsfilialen in: Aurich, Herford i. W., Bünde i. W. und Dissen. Grabdenkmäler und Grabeinfassungen „„„„ Säulen, Kamine, Spülsteine Wandbekleivon schwarzem schwedischem Granit, Shenit, Carrara=Marmor, belgischem Granit und Sandstein Marmorarbeiten jeglicher Art. für das Baufach für das Möbelfach als: Waschtisch=Aufsätze und=Platten, Tresen=, Tisch= und Consolplatten, Bonbonplatten, das Wivbersuch Gerbertafeln, Billardplatten, Mörser u. s. w. 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Städtische Volksbibliothek. Bücherwechsel: Bürgerschule Erdgeschoß, Sonntag, mittags von 11½ bis 12½ Uhr. Ausgabetage: 12. und 26. Januar, Oeffentsiche Lesehalle. (Im Nebengebäude der neuen Bürgerschule.) Von Sonntag, den 27. Oktober ab alle Sonn= und Festtage geöffnet von 3—8 Uhr.) Städtisches Museum f. Alterthümer. Mittwochs von 2 Uhr bis zur Dunkelheit unentgeltlich, sonft jederzeit gegen Zahlung von 25 Pfa a Person geöffnet. Oeffentlicher 48 Arbeits-Nachweis auf der Herberge(täglich, unent geltlich für Arbeitnehmer, für Ar beitgeber 25 Pfg. Gebühr). Ver mittelung von Arbeits-Angebot und Arbeitsnachfrage. Vermitte lung des Verkehrs mit dem Haupt arbeitsnachweis in Bielefeld. Ober völker 300j0 hatte, De tü un hal sich La hei so de jed un sic un de ei gr Ur ha G de st f# vr 9 E. F er er 11 he h ergä End bera Wu Plet Zun wiel t 6. e. en er ei. h. 12. Jahrgang GTEN 12. Jahrgang. A0 Teleph.Anschl. PersUTD ERELBuDG5 Teleph. Anschl. Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Abonnementspreis vierteljährlich pränumerando 1,25 Mark bei Postbestellung kommt das Bestellgeld binzu Sonnabend, 11. Januar. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Petitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. er n. s6 enind 98= te. 60. Hk. bei 2in ng der lten genwie m. hm. ZwiAntion. ad en. m. achm achm (mit hek. sonn12½ le. uen ktober se de mer. s zu sonft 5 Pfg. Amtliche### Anzeigen für den Kreis Herford. Verding. Die Ausführung der Erd=, Böschungs= und Chauherungsarbeiten für den Ausbau der 340 m langen Wasserstraße vom Dorse zur Haltestelle Gohfeld soll öffentlich vergeben werden. Preisabgaben f. d. lsdem. fertiger Arbeit oder für die ganze Strecke sind bis zu dem auf 256a Sonnabend, den 18. d. Mts., vormittags 11 Uhr anberaumten Termin bei der unterzeichneten Verwaltung, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei einzureichen. Die Pläne pp. liegen während der Dienststunden zur Einsicht offen. Herford, den 10. Januar 1902. Die Kreis=Chaussee=Verwaltung. 2em Kolonialwarenhändler Herrn Wilh. Schröder hierselbst, Ahmserstraße Nr. 26, ist eine amtliche Verkaufsstelle für Postwertzeichen übertragen worden. 251a Herford, den 10. Januar 1902. Kaiserliches Postamt. Heimes. Der Zusammenschluß der Landeskirchen. Aus Gotha, 9. Januar, wird geschrieben: Der Regierungsverweser hielt gestern, nachdem ihm Geh. Oberschulrat Dr. v. Bamberg namens der evangelischen BeLölkerung des Herzogtums für den erhebenden Festakt zum 300jährigen Geburtstag Herzog Ernst des Frommen gedankt hatte, folgende Ansprache: Meine Herren! Indem ich Ihnen meinen freundlichsten Dank für Ihre freundliche Kundgebung ausspreche, nehme ich die Gelegenheit wahr, auf einige bedeutsame Irrtümer hinzuweisen, die in der öffentlichen Erörterung unserer schönen Gedächtnisfeier hervorgetreten sind. Vielfach hat hierbei die Auffassung Ausdruck gefunden, es handele sich um eine Verschmelzung der einzelnen evangelischen Landeskirchen unseres deutschen Vaterlandes zu einer Einheit in Glauben und Lehre. Man hat dabei übersehen, daß sowohl Se. Majestät der Kaiser wie auch ich nur von Schaffung einer solchen Gemeinschaft gesprochen haben, die den Bekenninisstand und die inneren Einrichtungen einer seden unserer Landeskirchen in ihrer Selbständigkeit gänzlich eiüherührt läßt. Vielfach ist aber auch die unrichtige Ansicht zu Tage getreten, daß es sich um eine neue, bisher unbekannte Bewegung handle, deren Aufnahme innerhalb der bestehenden landeskirchlichen Vertretungen noch zweifelhaft sei. Es ist dabei übersehen worden, daß die Frage Zusammenschlusses der Landeskirchen für bestimmt beunste Zwecke schon seit langer Zeit eingehend erwogen hander der Litteratur wie auf großen Versammlungen begrößt, worden ist, daß insbesondere die Synoden des big. Teils unserer evangelischen Landeskirchen sich mit bundgedanken einer solchen Einigung längst einvere— erklärt haben. Die Schwierigkeiten der Durchhasfe Mace gie hinzuweisen gewiß berechtigt ist, sind in S##nung# beachtet und gewürdigt worden, so daß die ### bestimmte Thatsachen gegründet ist, daß im a. miz% freien Entschließung deutscher evangelischer Fürsten mit den Wünschen des protestantischen Volkes das ersehnte Hiel Freichbar sein wird. Im Geiste voller Anerkennung der„Bleichberechtigung gegenüber Andersgläubigen und der Duldsamkeit gegen die einzelnen Richtungen innerhalb unserer eigenen Kirchengemeinschaft werden Sie, das hoffe ich von Herzen, mit mir diesem Ziele zustreben. Es ist in der That sehr dankenswert, daß durch diese ergänzenden Ausführungen mannigfachen Mißverständnissen ein Ende gemacht wird. zur Tagesgeschichte. Deutschland. Vom Reichstag. Zuschußanleihe zur Deckung der laufenden Ausgaben den Grundsätzen einer soliden Finanzwirtschaft nicht entspreche. Der Redner gedachte auch der Angriffe Chamberlains auf die deutsche Armee und dankte dem Reichskanzler für deren Zurückweisung, die aber früher hätte erfolgen sollen. Der Abg. Dr. v. Dziembowsky=Pomian, der den Versuch unternahm, die polnischen Angelegenheiten im Reichstage vorzubringen, wurde vom Staatssekretär Grafen Posadowsky auf das preußische Abgeordnetenhaus verwiesen. Aba. Liebermann v. Sonnenberg(Antis.) hatte zunächst den ganzen Reichstag für sich, als er die mangelnde Fürsorge für unsere Kriegsinvaliden beklagte. Bald aber sprang er zu seinem Fcaktionsprogramm über, tadelte die von einem hessischen Richter hervorgehobene Glaubwürdigkeit der Juden, beklagte die Herrn Krupp in Venezuela geliehene Reichshülfe und erging sich in maßlosen Angriffen auf den englischen Minister Chamberlain, wofür er einen Ordnungsruf eryielt. Reichskanzler Graf Bülow gab der Hoffnung Ausdruck, es werde sich im Reichstag nicht die Gewohnheit einbürgern, fremde Minister zu beschimpfen. Zu einer antienglischen Politik nach dem Rezepte des Vorredners lasse er sich nicht verleiten, wie denn überhaupt der Staatsmann sich nicht durch Volksversammlungen und Reselutionen imponieren lasse. Abg. Oertel(Bund der Landwirte): Der Postetat sei ungünstig; im Wesentlichen sei dies durch eine dringend notwendige Berücksichtigung des in Bezug auf Fernsprecher bisher stiefmütterlich behandelten flachen Landes bedingt. Den Engländern gönne er den vom Reichskanzler genügend gekennzeichneten Herrn Chamberlain Es spricht noch Abg. Liebermann, er habe sich mit Bewußtsein dem Ordnungsruf ausgesetzt, damit endlich diese Worte gehört würden, wo sie gehört werden müßten.— Heute Fortsetzung der Beratung. In der Zolltarifkommission wurde ein Antrag Spahn eingebracht, der verlangt, daß der Mehrertrag der Zölle zur Versicherung der Witwen und Waisen verwendet werden soll. Bund der Landwirte. Die diesjährige Generalversammlung des Bundes der Landwirte findet voraussichtlich am Montag, den 10. Februar, in Berlin statt. Amerikareise auf der„Hohenzollern“. Die Kaiseryacht„Hohenzollern“ wird in Kiel für eine zehnwöchige Amerikareise eines noch ungenannten Vertreters des Kaisers ausgerüstet. Die Abfahrt erfolgt in allernächster Zeit. Kein Ankauf des Gelsenkirchener Bergwerks. Angesichts der Blättermeldungen über den Ankauf der Gelsenkirchener Bergwerks=Aktiengesellschaft durch den preußischen Staat ist die offiziöse„Nordd. Allg. Ztg.“ zu der Erklärung ermächtigt, daß über einen solchen Ankauf weder verhandelt worden ist noch verhandelt wird. Die Pflichtstunden der Oberlehrer. Nach einer Verfügung des Kultusministers ist in Aussicht genommen, die Pflichtstunden der Oberlehrer mit einem Besoldungsdienstalter von mindestens 12 Jahren auf 22 Stunden wöchentlich festzusetzen. Die Neuerung soll vom 1. April 1903 in Kraft treten. Vermehrung der Eisenbahnbauten. Um dem Druck, der gegenwärtig aus dem wirschaftlichen Leben lastet, nach Kräften entgegenzuwirken, hat der Minister der öffentlichen Arbeiten die Eisenbahndirektionen veranlaßt, die Bauthätigkeit der Eisenbahnverwaltung thunlichst zu erhöhen. Vielfach wird der Baubeginn trotz der bereitstehenden Mittel dadurch hinausgeschoben, daß die landespolizeiliche Prüfung oder das Enteignungsverfahren nicht zeitig abgeschlossen werden können. Die Oberpräsidenten und die Regierungspräsidenten sind ersucht worden, mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß durch die thunlichst schnelle Abwicklung derartiger Verhandlungen der Minister in seinen Bestrebungen überall unterstützt wird. Auch wird in gleicher Absicht auf die Städte und die sonstigen Selbstverwaltungskörperschaften dahin einzuwirken sein, daß sie die mit der Eisenbahnverwaltung zu führenden Verhandlungen über die Vorbedingungen der Bauausführungen thunlichst beschleunigen. 48 Ar In seiner gestrigen Sitzung setzte der Reichstag die Etatsberatung fort. Abe Bassermann(n.) bezeichnete als den Wuns= Pg.— Sreunde, daß die zweite Lesung mehr in das nusch seiner Breun.,„getkommission verlegt werden möchte. Sechechen ke kea den ie hasck sce beichaihe u: wiederspiegele, äußerte er die Ansicht, daß die Aufnahme einer Die französischen Lokomotiv=Bestellungen in Deutschland. Angesichts der Zeitungsangriffe wegen der Bestellung von Lokomotiven in Deutschland schreibt der Vorsitzende der französischen Ostbahn im Pariser„Matin“, er habe nicht 30, Hierzu zweites Blatt und Illustriertes Sonntagsblatt. sondern nur 20 Maschinen in Dentschland gekauft. Gleichzeitig habe er bei Creusot 30 Maschinen bestellt und für jede 12 500 Francs mehr bewilligt als für die ganz gleichwertigen deutschen Maschinen. Er habe also aus Vaterlandsliebe dem französischen Werke einen Reingewinn von 375000 Mk. geschenkt.— Ein gutes Zeugnis für die Vaterlandsliebe des Ostbahndirektors, noch mehr aber für die Leistungen der deutschen Industrie! Eine Würdigung der Buren aus englischer Feder. Der Widerstand der Buren und ihre in letzter Zeit bekundete erneute Thätigkeit regt eine englische Wochenschrift zu einigen Betrachtungen an, die erfreulicherweise erkennen lassen, daß die englische Presse denn doch nicht ganz dem Jingotum verfallen ist. Es heißt in dem betreffenden Artikel: „Was immer über die letzten Ereignisse in Südafrika gedacht und ausgesprochen werden mag, es ist sicher, daß wir keine Beschwerde darob zu führen berechtigt sind, daß die Buren uns aus dem Wege laufen und einen offenen Kampf scheuen. Nach der Schätzung Lord Kitcheners sind die gesamten Burenkommandos nicht mehr als 8000 Mann stark, während unsere Truppen sich auf etwa 200000 Mann beziffern. Die Art und Weise, wie die Buren letzthin fochten und auch weiterhin fechten, steht einzig da. Anstatt eine bloße„Bande von Marodeuren" zu sein— wie die absurde Phrase Lord Roberts nach seiner Rückkehr und in der Erklärung, daß der Krieg jetzt„vorüber“ sei, lautete — haben sie gezeigt, daß sie doch disziplinierte Soldaten und derart organisiert sind, daß sie mit Leichtigkeit unsere tüchtigsten Offiziere überlisten und übertreffen. Sie greifen unsere bestgewählten und befestigten Schanzgräben und Positionen an, werfen unsere besten Truppen mit größtem Schneid aus diesen heraus. Eine der blutigsten Katastrophen, die sich seit den Tagen von Spionskop zugetragen, haben wir im dritten Jahre des Krieges sich wiederholen sehen. Das sollte den blinden Kümmelspaltern zu denken geben, die sich als die Fergen des Reichsschiffes aufspielen. Um es in wenigen Worten zu sagen: Die Buren schlagen uns, obgleich wir ihnen m Verhältnis von 25 zu 1 überlegen sind. Das mag man in Dutzenden von Kombinationen verschiedenartig ausdrücken; ableugnen kann man die Thatsache nicht.“ Zum Burenkrieg. Ein Bloemfonteiner Telegramm des Londoner„Daily Mail“ besagt, daß britischerseits ungewöhnliche Anstrengungen gemacht werden, de Wets Streitkraft zu zertrümmern. Die Kolonnen, die gegen diesen Burenführer vorgehen, mehren sich täglich. Das Gelände im Nordosten des Oranjestaats, wo sich de Wet befindet, begünstige aber dessen Taktik, seine Streitkraft zu zerstreuen und dann wieder zusammenzuziehen. Gleichwohl hoffe man, ihn diesmal(!) in die Enge zu treiben. Gestern fand in Brüssel unter dem Vorsitze des Staatsrats Fischer von Transvaal eine lange Beratung der Burenführer statt. Herforder Kreis=Nachrichten. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) Herford, 11. Januar. 8 Freiwillige Wohlthätigkeit. Dem Vernehmen nach hat der verstorbene Rektor Weber testamentarisch 2000 Mk, der Stadt Herford zu wohlthätigen Zwecken überwiesen. — Die Landwirtschaftskammer in Münster beabsichtigt für das Ravensberger Land in Herford eine Filiale ihres großen Lagers in landwirtschaftlichen Maschinen— ev. später verbunden mit einer Reparaturwerkstatt— einzurichten und verhandelt mit der Stadt über Anmietung des großen Spinnsaals im Erdgeschoß der früheren Schönfeldschen Fabrik. Dieserhalb weilte hier gestern der General=Sekretär der Kammer, Herr Oekonomierat Dr. Schleh aus Münster. Gesundheitszustand der städtischen Armen. Derselbe war nach dem Bericht der Armen=Aerzte, Herren Dr. Lange und Budde, auch im 4. Quartal 1901 ein günstiger, infolgedessen wenig ärztliche Behandlung und geringe Benutzung der Apotheken in Anwendung kam. Epidemische und endemische Krankheiten sind nicht beobachtet und schwerere ärztliche Eingriffe waren nicht erforderlich. KKaiser Friedrich=Denkmal. Durch das von der „Concordia“ zum Besten dieses Denkmals gegebene Konzert konnte immerhin noch nach Abzug der nicht geringen Unkosten, welche, wir man uns schreibt, den auf dem Schützenhofe veranstalteten Festlichkeiten erwachsen, der Betrag von 50 Mk. dem Denkmalfonds überwiesen werden. Bei dieser Gelegenheit sei noch bemerkt, daß die hübsche Dekoration im Saale, Aufstellung der Büste Kaiser Friedrichs inmitten von Lorbeerbäumen sowie Anbringung von Gutrlanden, von Herrn Gärtner Meyer unentgeltlich geschaffen worden war. ** Aus Hameln wird gemeldet: Durch große Majorität des Bürgervorsteherkollegiums wurde der Gymnasial= etat entsprechend erhöht und hierdurch die Wahl des Direktors Windel gesichert. * Ablösung von Erhpachtkanons 2c. betreffend. Man schreibt uns: Eine eigentümliche Erscheinung in hiesiger Gegend ist es, daß noch immer eine große Anzahl von Erbpachtkanons, Weinkäufen und dergleichen Reallasten nicht abgelöst sind. Man sollte annehmen, daß die Verpflichteten bei den Vorteilen, die sie durch die Ablösung haben, längst den Ablösungsantrag gestellt hätten. Abgesehen von den an Kirchen, Pfarren, Schulen und milde Stiftungen zu leistenden Abgaben erfolgt die Ablösung zum 20fachen Betrage durch Kapitalzahlung. Hat z. B. jemand jährlich 30 Mark Kanon zu zahlen, so beträgt das Ablöse=Kapital 600 Mark, welches man zu 4% ohne Mühe anleihen kann. Die Zinsen betragen dann 24 Mark pro Jahr, mithin sind 6 Mark gespart. Die Ablösung der an die Kirchen pp. zu leistenden Abgaben erfolgt auf Antrag der Verpflichteten zum 25fachen Betrage. Der Jahreswert erhöht sich in diesem Falle um eine Kleinigkeit, aber der Verpflichtete amortisiert seine Schuld in 56 1/12 Jahr, welche bei Nichtablösung in alle Ewigkeit weiter bestehen bliebe. Die entstehenden Kosten sind so geringfügig, daß sie kaum zu rechnen sind.— In ihrem eigenen Interesse sollten alle Verpflichteten die Ablösung ihrer Reallasten möglichst bald beantragen. Die Anträge müssen bei der hiesigen Königlichen Spezial=Kommission angebracht werden. * Im nächsten Volksunterhaltungsabend, der für Sonntag, den 19. d. Mts. ansteht, wird Herr Rektor Decius einen Vortrag über seine in früheren Jahren erfolgte Reise nach Norwegen und Schweden halten. Das Programm für diesen Unterhaltungsabend werden noch Vorträge der „Liedertafel" sowie des Herrn Kaufmann Johannis Matthias (Hornsoli) in angenehmer Weise bereichern. Zum Winterfest der Schützengesellschaft, das morgen stattfindet, kommt heute das diesbezügliche Inserat nochmals zur Veröffentlichung. *9—6 In der Hauptversammlung der Herforder Turngemeinde kam auch ein Schreiben des Herrn Engelbert Schönfeld zur Verlesung, in dem sich derselbe für die ihm zu seinem 70. Geburtstage auch von der Turngemeinde gewordenen Glückwünsche bedankte. Der 2. Vorsitzende, Herr Georg Seeger, brachte darauf auf Herrn E. Schönfeld, als den Ehrenvorsitzenden der Turngemeinde, ein dreifaches Gut Heil! aus, in das freudigst eingestimmt wurde. * Fauna. Regen Besuch wies die gestrige Versammlung auf, in welcher wichtige Vereinsangelegenheiten zur Sprache kamen; namentlich handelte es sich um die Besprechung von Maßnahmen, die zu ergreifen sind, um das Vereinsinteresse sowie vor allem auch das Interesse an der rationellen Geflügelzucht im Kreise Herford neu zu beleben. Der Meinungsaustausch war ein recht anregender. Weiteres über diese Angelegenheit soll in der in 14 Tagen abzuhaltenden Generalversammlung, in der auch die Vorstandswahl stattfindet, erfolgen. Der„Fauna“ geören etwa 80 Mitglieder an. ** Im christlich=vaterländischen Männerverein findet morgen abend von 6 Uhr ab ein Vortrags= und Unterhalt ungsabend statt. ** Die Bürgervereinigung beruft für Montag ihre nächste Versammlung ein. *½ Im Theater kommt morgen das Schauspiel „Die Blinde von Paris“ zur Aufführung. Die Musik wird wieder von der Düngelschen Kapelle ausgeführt. *— SEudermanns„Johannisfeuer". Als nächste Novität gelangt im Theater bekanntlich am Dienstag Sudermann's Aufsehen erregendes Werk:„Johannisfeuer" zur einmaligen Aufführung. Das„Berliner Tageblatt“ schrieb gelegentlich der ersten Aufführung am Lessingtheater: Hermann Sudermann hat gestern an der Stätte seiner ersten großen Erfolge mit seinem neuesten Schauspiel„Johannisfeuer“ einen glänzenden unbestrittenen Sieg davongetragen. Die Charaktere sind scharf beobachtet und mit ungemeiner Kunst dargestellt. Völlig gefangen nimmt die zarte und märchenhafte Stimmung, die über dem Ganzen liegt. Das ausverkaufte Haus folgte mit dem größten Interesse der Aufführung bis zum Schluß, und rief nach jedem Akt den Dichter unter stürmischen Beifallsrufen vor die Rampe. Es ist tiefe Poesie und zarte Stimmung in dem Schauspiel verkörpert, Vorzüge die dem Stück dauernd einen Kreis von Verehrern sichern.“ Auch hier wird „Johannisfeuer“ das größte Interesse erwecken, und sieht man der Premiere aufs lebhafteste entgegen. 1. Schankstellen. Ende des vergangenen Jahres wurden in Herford gezählt: 13 Gastwirtschaften, 71 Schenkwirtschaften, 17 Kleinhandlungen mit Branntwein, 12 Wirtschaften mit Kaffeeausschank; zusammen also 113 Schankstellen. . Ein arges Mißgeschick passierte gestern einem jungen Mädchen, das in einer hiesigen Wäschefabrik Näharbeit abgeliefert hatte, indem dasselbe das Portemonnaie mit dem soeben erhaltenen Verdienste von ca. 20 Mk. verlor. Glücklicherweise hatte ein Polizeibeamter das Portemonnaie gesunden, so daß der Eigentümerin dasselbe heute zu ihrer großen Freude wieder zugestellt wirden konnte. In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Blumenkohl St. 40 bis 50 Pfg., Butter Pfd. 1—10 Mk., Eier Pfd. 70—80 Pfg., Wurzeln 1 Bd. 10 J, Sellerie 10 J, Zwiebeln 2 Pfd. 15 J, Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80 J, Hammelfleisch 60—65 J), Nierenfett 30—50 z, Porree Bd. 5 J., Rotkohl p. Kopf 20—30 Pfg., Wirsing 15—20 J. Weißkohl 10 bis 20 3. Steckrüben St. 5 Pfg., Spinat 20 I. Aepfel Pfd. 10—20 z, Kohlrabi Bund 10 Pfg., Weintrauben Pfd. 60—70 Pfg., Wallnüsse 30—40 Pfg., Rosenkohl Pfd. 30 Pfg., Braunkohl 5 St. 10 Pfg., Schellfische Pfd. 25 Pfg. = Herringhausen, 10. Jan. Beerdigung. Unter reger Beteiligung wurde heute einer der ältesten Mitglieder unserer Gemeinde, Herr Neubauer Hermann Heinrich Kartelmeyer, zur letzten Ruhe bestattet. Der Kriegerverein von Enger und Umgegend, dessen langjähriges Mitglied der Verstorbene gewesen, erwies ihm ebenfalls das letzte Geleite. Als Teilnehmer an den Feldzügen wurden über dem Grabe des Verblichenen die üblichen Ehrensalven abgegeben. 's Enger, 10. Jan. Stadtverordnetensitzung. In dieser Sitzung wurde folgendes beschlossen: 1. Die mit einem Einkommen bis zu 300 Mk. veranlagten Persenen sollen bis zum 31. März 1903 von der Besteuerung ausgeschlossen sein. Die Knechte und Dienstmägde sollen fernerhin zur Steuer herangezogen werden. 2. Für 1902 werden an Kommunalsteuern erhoben: 180% der Einkommensteuer und 200% der Real= und Betriebssteuer. 3. Beschlußfassung über Auflassung der Wegeteile am Pflegehause wird bis zum Ausbau des Weges ausgesetzt. 4. Der Ankauf des Vorreuter'schen Gartens wurde nunmehr definitiv beschlossen, falls der Kreisausschuß die Genehmigung erteilt. Das nicht zum Chausseebau verwandte Grundstück soll zum Verkauf gestellt werden, evtl. soll dasselbe in zwei Teilen verkauft werden. 5. Schadenersatzansprüche Diekmann werden einstweilen abgelehnt. estellungen auf die„Herforder Zeitung für Stadt und Land“ werden täglich von allen Briefträgern, den Kaiserlichen Postanstalten, unseren Boten, sowie in unseren Agenturen entgegengenommen. =m Enger, 10. Jan. Feuerwehrfest. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr beschloß in der letzten Sitzung, am 16. Februar ein Fest zu feiern. Es sollen Konzert und theatralische Aufführungen mit nachfolgendem Ball veranstaltet werden. Zur Teilnahme an diesem Fest werden die sämtlichen Wehren des Amtes Enger eingeladen werden. r Enger, 10. Jan. Patriotischer Männer= Gesangverein. In der am Mittwoch stattgefundenen Generalversammlung des Patriotischen Männer=Gesangvereins wurdenssämtliche Vorstandsmitglieder durch Akklamation wiedergewäht. =i. Enger, 19. Jan. Landwirtschaftlicher Verein. Morgen findet im Vereinslokale bei C. Brüggemann hier eine Generalversammlung dieses Vereins statt. e Enger, 10. Jan. Neue Filiale. Die Firma Louis Steinhauer=Osnabrück lieferte schon längere Jahre viele Denkmäler nach hier sehr schön und billig; sie wird deshalb jetzt eine Filiale hier errichten. Die Firma ist sehr leistungsfähig, da sie 80 Arbeiter beschäftigt. ** Enger, 11. Jan. Betreffs des angeblichen Vorfalls im Warteraum des hiesigen Bahnhofs, von wo ein Zigarrenarbeiter wegen ungebührlichen Benehmens hätte entfernt werden müssen, teilt uns die Direktion der Kleinbahn mit, daß diese Nachricht den Thatsachen nicht entspricht. (Wir müssen unsere Herren Mitarbeiter wiederholt bitten, uns nur Thatsächliches mitzuteilen, da uns mit der Mitteilung von falschen Nachrichten nicht gedient ist. Anm. der Red.) = Dreyen, 10. Jan. Wegesache. Schlechte Stellen auf dem Kommunalwege von hier nach Hücker=Aschen sollen in einer Länge von 100 lfd. Meter und bei einer Bahnbreite von 3 Meter in Packlage gesetzt werden und soll die Fertigstellung bis zum 1. Oktober erfolgen. =i. Besenkamp, 10. Jan, Blutvergiftung. Am Sylvesterabend wurde der Bäcker und Wirt Nobel hier von einem Hunde in die Hand gebissen. Die dadurch entstandene geringfügige Wunde wurde nicht ernst genommen. Es stellten sich jedoch bald nachher heftige Schmerzen ein, infolgedessen ein Arzt herbeigeholt wurde. Dieser konstatierte Blutvergiftung und nahm Operationen am Arme vor. * Bünde, 11. Jan. Menagerie. Zur Zeit giebt hier auf dem Marktplatze die Menagerie der Geschwister Berg aus Herford Vorstellungen. m Löhne, 10. Jan. Behufs Entgegennahme der Anmeldungen zur Stammrolle hat das hiesige Amt folgende Termine anberaumt: 20. d. Mts. beim Wirt Horstkotte hier von 8½—10 Uhr für die Gemeinde Gohfeld, von 10—11 Uhr für Löhne; 21. d. Mts. ebendaselbst von 8½—10 Uhr für Mennighüffen und Beck=Uhlenburg, von 10—11 Uhr für Obernbeck; 22. d. Mts. beim Wirt BruneKirchlengern von 8—9½ Uhr für Kirchlengern, Häver, Quernheim und von 9½—10½ Uhr für Stift Quernheim, Klosterbauerschaft und Rehmerloh. Die Mili ärpflichtigen des Jahrgangs 1882, welche nicht im hiesigen Amte geboren sind, haben einen standesamtlichen Geburtsschein, diejenigen früherer Jahrgänge den Losungsschein vorzulegen. * Gahfeld. 10. Jan. Die Freiwillige Feuerwehr hier beabsichtigt, das diesjährige Kaisergeburtstagsfest am 26. Januar in den Räumen des Restaurants Rosenthal zu Mellbergen zu feiern. * Vlotho. 10 Jan. Viehmarkt. Der gestrige Viehmarkt war gut besucht, sowie der Auftrieb in Borstenvieh ein lebhafter; gehandelt wurde in dieser Viehgattung flott. Bezahlt wurden für das Paar 6=Wochenferkel durchschnittlich 20—30 M. Einzelne Stangen im Alter von 3—4 Monaten kosteten 25—36 Mk. Der Handel in Rindvieh war bei mäßigem Antrieb mittelmäßig. Milchende resp. milchwerdende Ware war ziemlich hoch im Preise. Aus Provinz und Nachbarstaaten. * Oeynhansen, 10. Jan. Erfolgreiche Berufung. Der Schlossermeister Wilhelm Volimann von hier war vom hiesigen Schöffengericht wegen Beamtenbeleidigung zu einer Geldstrafe von 200 Mk. verurteilt worden und hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Die Strafkammer setzte die Strafe auf 100 Mk. ev. 20 Tage Haft herab. n Detmold, 9. Jan. Zu dem bekannten Regenten=Prozesse des Grafen Erich zur LippeWeißenfels gegen den Grafregenten und dessen Brüder ist gestern das Urteil beim hies. Landgericht gesprochen. Es wurde dahin erkannt, daß die Mitglieder der Biesterfelder Speziallinie seit 1884 nicht mehr berechtigt zum Empfang der Rente seien, da der Beweis der freiherrlichen Abstammung der Modeste von Unruh nicht zu führen ist. In Folge dessen ist der Regent und Graf Leopold zur Rückzahlung der seit 1884 erhaltenen Rente, soweit Graf Erichs Anteil in Frage kommt, verurteilt. Bezüglich des letzteren hat sich das Gericht für zuständig erklärt, da Graf Leopold seinen Wohnsitz in Meinberg hat. Die Verhandlung gegen die anderen Brüder des Regenten wurde ausgesetzt, da noch geprüft werden soll, ob das hiesige Landgericht zuständig ist. Auch die Kammer wurde verurteilt, die Rente an den Grafen Erich auszuzahlen. Sie hatte sich bekanntlich auf den Standpunkt gestellt, daß sie nur an den jeweiligen Chef der Linien auszuzahlen habe, mit den einzelnen Mitgliedern der Linie aber keine direkte Berührung habe. Das Landgericht hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß jedes rentenberechtigtes Mitglied seinen Anteil direkt von der Kammer verlangen könne. Nach den früher ergangenen Urteilen hat der Spruch des Landgerichts bez. der Rentenberechtigung der Mitglieder der Biesterfelder Linie nicht überrascht.§ 18 des Brüdervergleichs verlangt zur Successionsfähigkeit in's Paragium freiherrlichen Stand der Mutter, dieses ist bezw. der Modeste augenblicklich nicht nachzuweisen. Wenn also§ 18 noch giltig ist, so sind die Mitglieder der Biesterfelder Linie nicht rentenberechtigt. Bezüglich der Rückzahlung der seit 1884 erhaltenen Rente dürfte sich das Oberlandgericht Celle auf einen anderen Standpunkt stellen, da die Gelder im besten Glauben empfangen und verausgabt sind. Da jedenfalls versucht werden wird, dieses Urteil wiederum gegen die Thronfolgefähigkeit der Biesterfelder Linie auszunutzen, so sei nochmals ausdrücklich betont, daß das Schiedsgericht die Gültigkeit des§ 18 nicht geprüft hat, da der Brüdervergleich keinesfalls für die Thronfolge in Frage käme und es sehr wohl möglich sei, daß für Rentenberechtigung 2c. strengere Abmachungen in den einzelnen Linien getroffen würden. Für die Thronfolge genüge die Abstammung aus einer Ehe, in der die Mutter aus altadliger, wenn auch nicht freiherrlicher Familie stamme. Lüdenscheid, 6. Jan. Freiwillig zurückgerehrt. Gestern ist der kürzlich von hier verschwundene Agent Fransing, über dessen Vermögen und Lagerbestand inzwischen der Konkurs eröffnet wurde, auf Ladung des Konkursverwalters freiwillig zurückgekehrt. Die Thatsache, daß Fr. nicht verhaftet wurde, läßt darauf schließen, daß die Gerüchte über seine Veruntreuungen zum mindestens stark übertrieben waren. Wie verlautet, kann er z. B. im Falle Nippeloh schriftlich beweisen, daß ihm über eine Summe von 3000 Mk. freies Verfügungsrecht zusteht. Wie sich die übrigen Fälle verhalten und was bei der ganzen Sache herauskommt, wird erst die nähere Untersuchung lehren. * Köln, 10. Jan. Zugentgleisung. Der um 11 Uhr hier fällige Schnellzug ist heute vormittag in Raunheim bei Mainz mit einer Maschine entgleist. Von Mainz ging ein Personenzug zur We terbeförderung der Passagiere nach Köln ab. * Aachen, 10. Jan. Schlachtung mittels elektrischen Stromes. Der Direktor der hiesigen Baugesellschaft für elektrische Anlagen hat ein Verfahren betreffend die Schlachtung mittelst des elektrischen Stromes erfunden und patentieren lassen. Nach diesem Verfahren wird der Strom durch das Maul des Tieres in das Gehirn und das Rückenmark bis zum Schwanzende geleitet, wobei das Tier in einem ganz kleinen Bruchteil einer Sekunde betäubt und dann getötet wird. Die von dem Direktor des hiesigen städtischen Schluchthofes in die Wege geleiteten Probeschlachtungen haben ein günstiges Resultat ergeben. Litterarisches. * Jubiläums-aurgang der„Gartenlaube“— so betitelt sich der neue 50. Jahrgang der verbreitetsten deutschen Familienzeitschrift, und die vielen Hunderttausende von Lesern und Freunden derselben werden mit besonderer Spannung den Gaben entgegensehen, die dieser Jahrgang ihnen bieten wird. Die sorgfältigen Vorbereitungen, die dem Jubiläums=Jahrgange zu teil geworden sind, bürgen dafür, daß er all die Vorzüge, welche den früheren Jahrgängen zu ihrer außerordentlichen Beliebtheit verhalfen, in noch höherem Maße als diese aufweisen wird und daß die Leser keine Nummer des Blattes ohne geistigen Gewinn aus der Hand legen werden. Den neuen Jahrgang eröffnen zwei fesselnde Arbeiten der erzählenden Litteratur:„Sette Oldenroths Liebe", Roman von W. Heimburg, und„Sommerseele“, Novelle von Helene Böhlau. Gediegener Inhalt und schöne Ausstattung werden dem Inbiläums=Jahrgang der„Gartenlaube“ einen Ehrenplatz in der deutschen Zeitschriftenwelt sichern. Eingesandt. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Geehrte Redaktion. In der gestrigen Nummer Ihres geschätzten Blattes beschwert sich ein Leser von Stift Berg, daß der Ausbruch des Uffelmeier'schen Schadenfeuers nicht in üblicher Weise durch Anstoßen der Sturmglocke, sondern durch Schwingen derselben gemeldet sei. Mich, dem für das richtige Läuten Verantwortlichen, trifft kein Verschulden, da nicht ich, sondern die am Turmdach beschäftigten Dachdecker das Feuersignal gegeben haben. Als ich den Irrtum bemerkte und einsah, daß ein nochmaliges richtiges Läuten nur neue Unruhe hervorrufen würde, ist sofort die übliche Feuermeldung erfolgt. Steinmeier, Küster. (Es sollte wohl auch nicht in dem gestrigen Eingesandt direkt den Herrn Küster ein Vorwurf treffen, sondern der betr. Einsender wollte jedenfalls nur eine richtige Handhabung der Signalgebung veranlassen, weil dies im allgemeinen Interesse liegt. Die Red.) Briefkasten der Redaktion. R. Die Notiz„Sozialpolitisches" bringen in der nächsten Nummer. wir Meteorologische Station Witterungsbericht vom 11. Januar Höchste Temperatur des Vortages: 6.20. Niedr. Temperatur in der Nacht: 6,30. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 8,0°. 11„„: 4,80 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 752,9 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 0,6 mm Wind: Schwacher SW. Wetter: Trübe und regnerisch. Wetter. S Zierdurch erlaube mir meinen verehrten Geschäftsfreunden mitmtellen, daß ich mein... 243a S Drogen- und Chemikalien=Engros=Geschäft in den im Garten meiner Besitzung gelegenen Neubau ver## ## legte und spreche die höfliche Bitte aus, das mir bisher geschenkte Verirauen auch fernerhin bewahren zu wollen S Adolf Müller, Cheuiler, Hermaunstr. 4. S Hermann Wittland& Sohn Gottesdienste der Baptisten=Gemeinde Herford Am Gange Nr. 3. Vorm. 10 Uhr: Predigt. Nachm. 1½„ Sonntagsschule. Nachm. 3„ Predigt. Mittwoch abends 8½ Uhr: Gebetstunde.(522m Pr. Vojahr. Aufbewahren! Pecher& Co., Herford Aufbewahren! Bürgervereinigung. Montag, den 13. Jaunar, abends 8½ Uhr, erein lversammlung. zesordnung: icht und Abrechnung des Vorstandes. ag einer Eingobe ar er wegen der Unterin Westtalen (Geschäftsinhaber: Theodor Weihe.) Neue Bahnhofstraße Nr. 20 in unmittelbarer Nähe des Haupt=Bahnhofes. Garantie für Neuheit und allerbeste Reinigung! Streng reeue ud anerkannt billige Bezugsquelle für garantiert neue Gänsefedern, Gänsedaunen, Schwanenfedern, Schwanendaunen, Polarfedern, Polardaunen sowie für alle anderen Sorten Bettfedern und Daunen in bester, unübertroffener Reinigung! Aus unserm reichhaltigen Lager empfehlen wir folgende beliebte und im Gebrauch bewährte Sorten: Gute neue Bettfedern à 80 Pfg. und 1 M. per Pfund. Gute, reelle, haltbare Ware; für Gesindebetten und Unterbetten geeignet. Prima Bettfedern à 1 M. 25 Pfg. und 1 M. 40 Pfg. per Pfund. 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M DSBTP SE SNOSRSSSSE8 8% 8 83 8 86 8 S nScechce 9 Sg- G Ha., B6.,—e8 Pgogße SSgegns 75 D- S SgS- GESSSSBSEE SOSSEGSG SBSS 53a 2B Sr S. 5 58 8 5SSS m 5 S 5g e e ees BSSES BSASNSS SRSgE SSSGMS LUS PSS SUS B6SSSS S on 1 90 S588S □100 OO O 8101 FI-P• S. e-Jss — □6 □ □ □ WOOCO - c E 00 0 SAF S•g 10 18 Sectun S0 ###08 28,00% □ — 25 B 2 9—* 0 9 L 88 Re u0“SSH SSESE G—5 □□ 10 SoS 1.. 82, SG Pche Psch SOMPPOS 9% •0 o o COOR en ue ONN-S TEMOOID SOSSSSGS TES 888 Geer- Cin □0 10 L Se S e K — i 00 ##SD Siesiach ecden 2c# "OCO O## OO 0 S ee gue.g Sc s Sg —.— C SS M Ucrr 1 S n ngn FOORE SA-OErar 8 Se EGESSE S 6 88 P8885 S Soer“ C SSBae o SO So 988 9 5 • SenSSS— DDr □) 60 S# 0 0 Siem 20 * oos UVaßoS in □ 859n SSgss SS 06, S0 OO 8T0 DNON 0—— PB ece ers 8 5 SS □0 Sa-8e SSRUSEG 5Seb o— 19 SPC“ 2 SLOSO #PHO OSE S 8 88 0 DD∆ IFOTT Hos 87 5 O FI Benr.8 81 8% 5 OIF-OO O -PDMIDE-S 8 8 9 ——— 89. 1 0 SECLDOS G. Snn e. gg m B m BSSSSS SSEEE BSSUS S8SDE S8GSSS SSSSNc 1993388 DSBAG — 0 O— Scoc OESOGD O IOSS Hr dic% 5S,Car-J eSepoig 5SoOE8 OBE8S ee ue gur. W“ L oZo S88SE SURSUS SUSSS 8 8 88123 KKaiser Friedrich=Denkmal. Durch das von der „Concordia“ zum Besten dieses Denkmals gegebene Konzert konnte immerhin noch nach Abzug der nicht geringen Unkosten, welche, wir man uns schreibt, den auf dem Schützenhofe veranstalteten Festlichkeiten erwachsen, der Betrag von 50 Mk. dem Denkmalfonds überwiesen werden. Bei dieser Gelegenheit sei noch bemerkt, daß die hübsche Dekoration im Saale, Aufstellung der Büste Kaiser Friedrichs inmitten von Lorbeerbäumen sowie Anbringung von Gutrlanden, von Herrn Gärtner Meyer unentgeltlich geschaffen worden war. ** Aus Hameln wird gemeldet: Durch große Majorität des Bürgervorsteherkollegiums wurde der Gymnasial= etat entsprechend erhöht und hierdurch die Wahl des Direktors Windel gesichert. * Ablösung von Erbpachtkanons 2c. betreffend. Man schreibt uns: Eine eigentümliche Erscheinung in hiesiger Gegend ist es, daß noch immer eine große Anzahl von Erbpachtkanons, Weinkäufen und dergleichen Reallasten nicht abgelöst sind. Man sollte annehmen, daß die Verpflichteten bei den Vorteilen, die sie durch die Ablösung haben, längst den Ablösungsantrag gestellt hätten. Abgesehen von den an Kirchen, Pfarren, Schulen und milde Stiftungen zu leistenden Abgaben erfolgt die Ablösung zum 20fachen Betrage durch Kapitalzahlung. Hat z. B. jemand jährlich 30 Mark Kanon zu zahlen, so beträgt das Ablöse=Kapital 600 Mark, welches man zu 4% ohne Mühe anleihen kann. Die Zinsen betragen dann 24 Mark pro Jahr, mithin sind 6 Mark gespart. Die Ablösung der an die Kirchen pp. zu leistenden Abgaben erfolgt auf Antrag der Verpflichteten zum 25fachen Betrage. Der Jahreswert erhöht sich in diesem Falle um eine Kleinigkeit, aber der Verpflichtete amortisiert seine Schuld in 56 1/12 Jahr, welche bei Nichtablösung in alle Ewigkeit weiter bestehen bliebe. Die entstehenden Kosten sind so geringfügig, daß sie kaum zu rechnen sind.— In ihrem eigenen Interesse sollten alle Verpflichteten die Ablösung ihrer Reallasten möglichst bald beantragen. Die Anträge müssen bei der hiesigen Königlichen Spezial=Kommission angebracht werden. *½ Im nächsten Volksunterhaltungsabend, der für Sonntag, den 19. d. Mts. ansteht, wird Herr Rektor Decius einen Vortrag über seine in früheren Jahren erfolgte Reise nach Norwegen und Schweden halten. Das Programm für diesen Unterhaltungsabend werden noch Vorträge der „Liedertafel" sowie des Herrn Kaufmann Johannis Matthias (Hornsoli) in angenehmer Weise bereichern. * Zum Winterfest der Schützengesellschaft, das morgen stattfindet, kommt heute das diesbezügliche Inserat nochmals zur Veröffentlichung. * In der Hauptversammlung der Herforder Turngemeinde kam auch ein Schreiben des Herrn Engelbert Schönfeld zur Verlesung, in dem sich derselbe für die ihm zu seinem 70. Geburtstage auch von der Turngemeinde gewordenen Glückwünsche bedankte. Der 2. Vorsitzende, Herr Georg Seeger, brachte darauf auf Herrn E. Schönfeld, als den Ehrenvorsitzenden der Turngemeinde, ein dreifaches Gut Heil! aus, in das freudigst eingestimmt wurde. * Fauna. Regen Besuch wies die gestrige Versammlung auf, in welcher wichtige Vereinsangelegenheiten zur Sprache kamen; namentlich handelte es sich um die Besprechung von Maßnahmen, die zu ergreifen sind, um das Vereinsinteresse sowie vor allem auch das Interesse an der rationellen Geflügelzucht im Kreise Herford neu zu beleben. Der Meinungsaustausch war ein recht anregender. Weiteres über diese Angelegenheit soll in der in 14 Tagen abzuhaltenden Generalversammlung, in der auch die Vorstandswahl stattfindet, erfolgen. Der„Fauna“ geören etwa 80 Mitglieder an. ** Im christlich vaterländischen Männerverein findet morgen abend von 6 Uhr ab ein Vortrags= und Unterhalt ungsabend statt. ** Die Bürgervereinigung beruft für Montag ihre nächste Versammlung ein. Im Theater kommt morgen das Schauspiel „Die Blinde von Paris“ zur Aufführung. Die Musik wird wieder von der Düngelschen Kapelle ausgeführt. *— Sudermanns„Johannisfeuer". Als nächste Novität gelangt im Theater bekanntlich am Dienstag Sudermann's Aufsehen erregendes Werk:„Johannisfeuer" zur einmaligen Aufführung. Das„Berliner Tageblatt“ schrieb gelegentlich der ersten Aufführung am Lessingtheater: Hermann Sudermann hat gestern an der Stätte seiner ersten großen Erfolge mit seinem neuesten Schauspiel„Johannisfeuer“ einen glänzenden unbestrittenen Sieg davongetragen. Die sind scharf beobachtet und mit ungemeiner Kunst dargestellt. Völlig gefangen nimmt die zarte und märchenhafte Stimmung, die über dem Ganzen liegt. Das ausverkaufte Haus folgte mit dem größten Interesse der Aufführung bis zum Schluß, und rief nach jedem Akt den Dichter unter stürmischen Beifallsrusen vor die Rampe. Es ist tiefe Poesie und zarte Stimmung in dem Schauspiel verkörpert, Vorzüge die dem Stück dauernd einen Kreis von Verehrern sichern.“ Auch hier wird „Johannisfeuer“ das größte Interesse erwecken, und sieht man der Premiere aufs lebhafteste entgegen. . Schankstellen. Ende des vergangenen Jahres wurden in Herford gezählt: 13 Gastwirtschaften, 71 Schenkwirtschaften,'7 Kleinhandlungen mit Branntwein, 12 Wirtschaften mit Kaffeeausschank; zusammen also 113 Schankstellen. . Ein arges Mißgeschick passierte gestern einem tungen Mädchen, das in einer hiesigen Wäschefabrik Näharbeit abgeliefert hatte, indem dasselbe das Portemonnaie mit dem soeben erhaltenen Verdienste von ca. 20 Mk. verlor. Glücklicherweise hatte ein Polizeibeamter das Portemonnaie gesunden, so daß der Eigentümerin dasselbe heute zu ihrer großen Freude wieder zugestellt wirden konnte. In den Markthallen stellten sich heute die Preise der Produkte wie folgt: Blumenkohl St. 40 bis 50 Pfg., Butter Pfd. 1—10 Mk., Eier Pfd. 70—80 Pfg., Wurzeln 1 Bd. 10 c. Sellerie 10 c, Zwiebeln 2 Pfd. 15 J, Rindfleisch 60—65 Pfg., Schweinefleisch 70—80„, Hammelfleisch 60—65 J), Nierenfett 30—50 3, Porree Bd. 5 J., Rotkohl p. Kopf 20—30 Pfg., Wirsing 15—20 J. Weißkohl 10 bis 20 J, Steckrüben St. 5 Pfg., Spinat 20 Aepfel Pfd. 10—20 5, Kohlrabi Bund 10 Pfg., Weintrauben Pfd. 60—70 Pfg., Wallnüsse 30—40 Pfg., Rosenkohl Pfd. 30 Pfg., Braunkohl 5 St. 10 Pfg., Schellfische Pfd. 25 Pfg. Herringhausen, 10. Jan. Beerdigung. Unter reger Beteiligung wurde heute einer der ältesten Mitglieder unserer Gemeinde, Herr Neubauer Hermann Heinrich Kartelmeyer, zur letzten Ruhe bestattet. Der Kriegerverein von Enger und Umgegend, dessen langjähriges Mitglied der Verstorbene gewesen, erwies ihm ebenfalls das letzte Geleite. Als Teilnehmer an den Feldzügen wurden über dem Grabe des Verblichenen die üblichen Ehrensalven abgegeben. P 4R 1∆ GEA gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Die Strafkammer setzte die Strafe auf 100 Mk. ev. 20 Tage Haft herab. n Detmold, 9. Jan. Zu dem bekannten Regenten=Prozesse des Grafen Erich zur LippeWeißenfels gegen den Grafregenten und dessen Brüder ist gestern das Urteil beim hies. Landgericht gesprochen. Es wurde dahin erkannt, daß die Mitglieder der Biesterfelder Speziallinie seit 1884 nicht mehr berechtigt zum Empfang der Rente seien, da der Beweis der freiherrlichen Abstammung der Modeste von Unruh nicht zu führen ist. In Folge dessen ist der Regent und Graf Leopold zur Rückzahlung der seit 1884 erhaltenen Rente, soweit Graf Erichs Anteil in Frage kommt, verurteilt. Bezüglich des letzteren hat sich das Gericht für zuständig erklärt, da Graf Leopold seinen Wohnsitz in Meinberg hat. Die Verhandlung gegen die anderen Brüder San Uahsala imee, enekascht he vam anhcditt marban II Reichhaltiges Lager in garantiert federdichtem, echtfarbigem Bettbarchent, Bettsatin, Daunenköper ec. sowie in bunt karrierten Bettbezug-Stoffen. Füllung der Betten bei persönlichem Besuche in wenigen Minuten! Größtes Lager in fertig genähten Inlets!! Fertig genähte Bettstücke. Sogenannte Inlets oder Einschüttungen für Oberbetten, Unterbetten, Pfühle, Kopfkissen 2c. liefern wir in beliebiger Größe und hergestellt aus anerkannt guten, federdichten, echtfarbigen Stoffen, für deren langjährige Haltbarkeit garantiert wird. Billigste Preise! Die Füllung der Betten geschieht in wenigen Minuten in Gegenwart und ganz nach Vorschrift des Käufers mit den ausgewählten Sorten, denn auch Alle gangbaren Inlet-Grössen sind stets fertig genäht vorrätig. Fertig gefüllte Betten liefern wir in großer Auswahl! Nach auswärts wird die reichhaltige Spezial-Preisliste über fertig gefüllte Betten nebst Bettfedern- und Stoff-Proben auf Wunsch gern umsonst und portofrei versandt. Bei persönlichem Besuche geschieht die Füllung der Betten in Gegenwart des Käufers in wenigen Minuten. Alle gangbaren Inlet-Grössen sind stets fertig genäht vorrätig. Anerkannte Vorzüge unserer Betten sind: Garantie: für völlig ausreichendes Längen- und Breitenmass! Garantie: für sorgfältige, dauerhafte Arbeit!(Doppelte Nähte aus bestem Garn.) Garantie: für Verwendung nur neuer, bestgereinigter, haltbarer Federn und Daunen Garantie: für der Grösse entsprechende, reichliche Füllung! Garantie: für dem Preise entsprechende Haltbarkeit! Verkaufs=Bedingungen. Der Verkauf geschieht nur gegen Barzahlung. Der Versandt nach auswärts geschieht nur gegen Nachnahme oder gegen vorherige Einsendung des Betrages. Etwa Nichtgefallendes wira umdetauscht oder bereitwilligst auf unsere Kosten zurückgenommen. Daher ist für den Käufer jedes Risiko ausgeschlossen. Man beachte dieserhalb auch die Versandtbedingungen in unseren Preislisten. Unsere Geschäftslokale sind geöffnet von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 7 Uhr nachmittags. An Sonntagen und allen christlichen Feiertagen ist unser Geschäft geschlossen. Pecher& Co. HHerteru, Hale (Geschäftsinhaber: Theodor Weihe.) Nr. 20, in unmittelbarer Nähe des Haupt=Bahnhofes. haben einen standesamtlichen Geburtsschein, diejenigen früherer Jahrgänge den Losungsschein vorzulegen. * Gahfeld. 10. Jan. Die Freiwillige Feuerwehr hier beabsichtigt, das diesjährige Kaisergeburtstagsfest am 26. Januar in den Räumen des Restaurants Rosenthal zu Mellbergen zu feiern. * Vlotho, 10 Jan. Viehmarkt. Der gestrige Viehmarkt war gut besucht, sowie der Auftrieb in Borstenvieh ein lebhafter; gehandelt wurde in dieser Viehgattung flott. Bezahlt wurden für das Paar 6=Wochenferkel durchschnittlich 20—30 M. Einzelne Stangen im Alter von 3—4 Monaten kosteten 25—36 Mk. Der Handel in Rindvieh war bei mäßigem Antrieb mittelmäßig. Milchende resp. milchwerdende Ware war ziemlich hoch im Preise. Provinz und Nachbarstaaten. * Oeynhausen, 10. Jan. Erfolgreiche Berufung. Der Schlossermeister Wilhelm Voltmann von hier war vom hiesigen Schöffengericht wegen Beamtenbeleidigung zu einer Geldstrafe von 200 Mk. verurteilt worden und hatte bilauns=Fuhrgung der„GartenläudeEinen Ehrenbius deutschen Zeitschriftenwelt sichern. Eingesandt. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Geehrte Redaktion. In der gestrigen Nummer Ihres geschätzten Blattes beschwert sich ein Leser von Stift Berg, daß der Ausbruch des Uffelmeier'schen Schadenfeuers nicht in üblicher Weise durch Anstoßen der Sturmglocke, sondern durch Schwingen derselben gemeldet sei. Mich, dem für das richtige Läuten Verantwortlichen, trifft kein Verschulden, da nicht ich, sondern die am Turmdach beschäftigten Dachdecker das Feuersignal gegeben haben. Als ich den Irrtum bemerkte und einsah, daß ein nochmaliges richtiges Läuten nur neue Unruhe hervorrufen würde, ist sofort die übliche Feuermeldung erfolgt. Steinmeier, Küster. (Es sollte wohl auch nicht in dem gestrigen Eingesandt direkt den Herrn Küster ein Vorwurf treffen, sondern der betr. Einsender wollte jedenfalls nur eine richtige Handhabung der Signalgebung veranlassen, weil dies im allgemeinen Interesse liegt. Die Red.) DOooO ∆00000 OOOOO S —O GUS— Dt 2 Je aron- Sen 9 0 FUS88 FOIOPRT-□ S . 8 S.SSAE C 41 S• 110 G. Seer 890DOOILO . □□0 00 Sone Sop S * gee“ ga G 8 ene e-Tc ee S 8. 38-SSES S 00 %% S 910 010 Daalc 1 S 88 6 11S 5 -E— 8PeS 901 00 □O7 920 0 —.— UATDSTOT Sac 61 A 20 Briefkasten der Redaktion. R. Die Notiz„Sozialpolitisches" bringen wir in der nächsten Nummer. Meteorologische Station Herford. Witterungsbericht vom 11. Januar Höchste Temperatur des Vortages: 6.20. Niedr. Temperatur in der Nacht: 6,30. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 8,0°. 11„„: 4,80 Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 752,9 mm. Tägliche Niederschlagshöhe: 0.6 mm Wind: Schwacher SW. Wetter: Trübe und regnerisch. Wetter. 12. Jan. Bei schwachen südwestlichen Winden vorherrschend bewölkt, trübe und regnerisch; zeitweise geringe Aufklärung. Telegrammr and Telephonische Meldungen. Jesuitengesetz. Berlin, 11. Jan. Wie es heißt, wird außer Preußen auch die bayrische Regierung nicht dem vom Reichstag gefaßten Beschluß betreffend die Aufhebung des Jesuitengesetzes heitreten. Konferenz von Burenführern. Brüssel, 11. Jan. Ueber die stattgehabte Konferenz der Burenführer wird auf das Bestimmteste behauptet, die Burenführer hätten sich bereit erklärt, statt der völligen Unabhängigkeit die Autonomie anzunehmen. Burenkommandant Clark sei beanftragt worden, dies der englischen Regierung mitzuteilen. Die Unrnhen in Spanien. Barcelona, 11. Jan. Hier ist die Arbeit wieder völlig aufgenommen worden. In Saragossa ist die Ruhe wieder hergestellt orgsame Mütter! Die Pflege der Haut bei Kindern, besonders im zartesten Säuglingsalter, sollte eine Hauptaufgabe jeder Mutter sein, denn hiervon hängt in vielen Fällen das Gedeihen und die Gesund# heit unserer lieben Kleinen ab. Von größter Wichtigkeit ist es, eine milde, reizlose Seife anzuwenden, welche die Thätigkeit der Haut fordert, sie geschmeidig macht, vor Wundsein und Aufspringen schützt, überhaupt in vielen Fällen Hautleiden verhütet und beseitigt. Da nun hervorragende Aerzte die„Patent=Myrrholin=Seife“, als die beste Kinderseife erklärten, liegt es im Interesse einer jeden Mutter, nur diese Seife für den täglichen Gebrauch zu nehmen. Ueberall, auch in den Apotheken erhältlich.(531m Bei Erkältungen, wie Husten=, Heiserkeit, Ka tarrh, Hals-Brust= und Lungen leiden, Keuchhusten usw. gebrauche man mit vollem Vertrauen den seit 35 Jahren unübertroffer und einzig bewährten, dabei hoch köstlichen. 424h Rheinischen Trauben-Brust-Honig echt unter Garantie bei Wilh. Epseloh, Markt=Drogerie. Verantwortlicher Redakteur: Paul Sattler, für den Inseratenteil verantwortlich: Georg Bese, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. Redaktionn.(nedition Brüderstraße 21, am Gebrenberg]. la. Honig (chem. rein) teganten emaillierten 10 Eimern mit Tellerdeckel 21. 3 Mk. 5.25 Mt. Heinrich Rolting. 9500 Mr chere Hishten Zoszaodler gesucht. Genzum 1. * ErnhOff 7 an die Err d. gegen Apri ert. unt. F. M. delikat im Geschmack, per Bid M. 1.10 in ganzen Ex 257a] Wilhelm Biermamn Asthma Rheumatismus, Gicht, Gliederreißen Hüftweh, Seitenstechen, Brust= un Rückenschmerzen, Insluenza 2c. werden durch Eucalia(garant. reines austral. Eucalyptusöl) sicher geheist. vervorragend bewährt. Hausmittel, Schwindler mischen das echte Oel mit billigen, werthlosen Flüssigkeiten, sicht. 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Karthäuser, Credenstraße 34. 238a Gottesdienste der Baptisten=Gemeinde, Herford Am Gange Nr. 3. Vorm. 10 Uhr: Predigt. Nachm. 1½„ Sonntagsschule. Nachm. 3„ Predigt. Mittwoch abends 8½ Uhr: Gebetstunde.(522m Dr. Bojahr. Bürgervereinigung. Montag, den 13. Jaunar, abends 8½ Uhr, im Bürgerverein Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresvericht und Abrechnung 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Besprechung einer Eingobe ar den Minister wegen der Unterführung. 4. Stadtverordnetenwehlen. 5. Unsere neuen Stauanlagen u. das Elektrizitäts=Werk. 6. Verschiedenes. 224a Unsere Mitgleder werden dringend ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Anmeldungen können bei jedem Mitgliede, sowie beim Wirt Herrn Dierker bewirkt werden. Jadresbeitrag Mk. 1.— Krieger=Verein in Herford. Diejenigen Kameraden, welche der Allgemeinen Herforder Witwen=Kasse angehören, haben für das Rechnungsjahr 1902 eine Vergütung von zwei Mark zu beanspruchen, die bei unserm Rechnungsführer, Kamerad Herzog gegen Vorzeigung der Quittungsbücher in Empfang geuommen werden kann. 139a Der Vorstand 15—18000 Mark zu 4% per gleich und April auf sichere Hypothek an erster Stelle zu leihen gesucht. Ganzer Wert 36—40000 Mk. Schriftliche Offerten an die Exp. d. Ztg. u. Nr 220a erb. Auktion. Montag, d. 13. Jannar 1902, werde ich im früher Henschelschen Hause, Credenstr., mittags 1 Uhr die Auktion fortsetzen. Außerdem kommen zur Versteigerung: 222a Kinderbettstelle mit Matratze, 2 Kinder=Arbeitspulte, Wringmaschine, Ledersopha, sowie mehrere amerikanische Oefen u. s. w. Karl Strelo, Agentur und Kommissionsgeschäft. Katzenfelle mehrf. preisgekrönt. Aerztlich empfohlen bei Rheumatismus, Asthma, Gicht etc. von Mt. 2,— an echt bei Arthur Platz, 232a Düsseldorf 20. K. Kund zum Ziehen zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Zta. unter 235e; Größeres Kavital Teilen von M. 3000 bis 5000 zu 4 ½% Zinsen auf erste Hypothek ausgeliehen. Offerten unter Chiffre S S 250 an die Expd. dieser Ztg. erbeten. 2294 Secheobeek # Kierdurch erlaube mir meinen verehrten Geschäftsfreunden mitmt#llen, daßz ich mein..: 243a - und Chemikalienin den im Garten meiner Besitzung gelegenen Neubau ver legte und spreche die höfliche Bitte aus, das mir bisher ge# legte und„Preche die hoftiche Bulle aus, das mir 9 schenkte Verirauen auch fernerhin bewahren zu wollen Adolf Müller, Cheuiker, Hermaunstr. 4. 2 Hermann Wittland& Sohn en gros Holzhandlung en detail Herford i. W. Pernsprecher No. 356 empfehlen billigst Harzer und Thüringer Buuholz nach Liste, besägtes und beschlagenes nord. Kantholz, Dachlatten, Spalierlatten. 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Vertr.: Ernst Reinkensmeier, Schulstraße Gerlouih Omoacnc Bioo-O·ODDA Huu„-OOHSSASE ar S 1 28-Jowöt 1 c4 801 81... ## S — □OaOO MT-O 2 S98 SSS S8SSS8 SUSSE 8 0„or- Sass ol- adc o0OO RO GoS SIIHCLE-SZOCOS OSSSS □ O Ss 0 001 W.— oo mPeCoooron 6OF 338 oonocoro MonSPPFSS bbeb 4.25. 6 65c be G ee e äc 5 5e 5 äcgäses 35g 88 0SES C GSE S 8SS 8 SS 88H, BaS 10OO oPag. crAegg W % Goe Ogros Si FT GS 2S%„— egt-srooch aE NG„ Suo„. nog. Sa Cochenane S D#ics 9450— 9 5 Te OO O- Um 2000 ME%SOETES 953 e. 8558. 86 6 3 6 56 56 SHH MA—„"** HPoE S O So DOAS So S 36 6 8 S. S ac 535 S m S m. S. ee Soof’ba o1 100100000 010D 11D 5 S O SES 99m 1n e iee #oo## cee . FOFE — S SESST E S E SCSS S Sg Oe Uc M 81 Sc% 000 Soco- Slood rar-3 R0dloe S e gmc.. 6200 O C 00cc 58Som Koc Sool SO MSa Feiie 007 □□ JOooJcO. #ch GOoL Pn. Sre *109 1*□ RO 00 CO. a0 F-PK U MD a ane 8 . S. 5 • 5 Rr S S 8 58210 8 IXO 1 7 S •D E □ cer □— asasS Oche ASoOOD SOc S S2 GZUE-SGUSOE 11% 8us 83US L##en 10. ng S Se 0* S Sg Se BAASSLES So.e. 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Januar 1902. Wohnungen er eine Wohnung zu vermieten hat ooer mieten will, inseriere dies in der sehr beachteten Herforder Zeitung für Stadt u. Land.) Wohnungen sofort oder später, können fortwährend angemeldet werden. Ferdinand Mattis, Wohnungsnachweis, 163a Lübberstraße 23. von 3 Räumen im inneren Stadtteil im Preise von 140 Mk. ist am 1. April 1902 an ein kinderloses Ehepaar zu vermieten. Nachzfr. in d. Expd. d. Ztg. unt. Nr. 2230 Abgeschlossene Etage von 5 Räumen nebst Zubehör per 1. April zu vermieten. Gasthof zur Hansabrücke. 236a A. Schulze. 1 Wohnung von 3 Räumen an ruhige Leute zum 1. April zu vermieten. 669m Comthurstr. 15 Zum 1. April oder früher ist Bäckerstraße 28 die II. Etage an ruhige Mieter zu vermieten. 228a) Wwe. Weinberg. Eine freundliche Wohnung von 6—7 Räumen mit Gartenland ist im ganzen oder geteilt sofort oder zum 1. April 1902 zu vermieten. Bünderstraße 382, Nähe des Bahnhofs. 1594 Wohnung, in der II. Etage an der Höckerstraße, bestehend aus 4 Wohnräumen, Küche, 2 MansardenZimmern, Keller rc., ist zum 1. April d. J. zu vermieten. 182a C. Matzmann. Freundl. Wohnung von 5 Räumen mit Zubehör zum 1. April zu vermieten. 1081 Nachzufragen in der Exped. d. Zia. uns. Nr 150. Eine Wohnung von 4 Räumen zum 1. April zu vermieten. 150a Elisabethstraße 1. Möbl. Zimmer für 1. Febr. oder später gesucht. Offern mit ungef. Angabe des Preises, d. mündl. näher bestimmt werden kann, unter Nr. 136m an d. Exn d. Zta. erbeten Anst. junger Mann sucht baldigst einfach möbliertes Zimmer möglichst in der Nähe des Bahnhofs. Gef. Anerb. unter A. R. 20 an die Expedition dies. Itg. 240a Eine Wohnung von 5 Räumen ist fortzugshalber zum. April auf der Radewig zu vermieten. Preis 220 Ulk. Mäheres in der Expedition. 249a Eine Wohnung von 4 Räumen sucht zum. April Beamter ohne Kinder. Gefl. Off. mit Dreisangabe unter Z. an die Expedition erbeten. 2640 Eine Wohnung von 3—4 Räumen zum Dreise von 50—55 Chlr. zum 1. 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" Ball für Herren..... 1,50„ „ Hall für Damen..... 1.—„ Einheimische, die nicht Mitglied unserer Gesellschaft sind, haben keinen Zutritt. Die Musik wird von der Herforder Kapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Düngel ausgeführt.—(115a Herford, den 4. Januar 1902. Der Vorstand der Schützengesellschaft. Restaurant„Jägerhof. 46 Grosses Preisschisssen. verkaufen. Ein Wohnhaus massiv zweistöckig, gewölbte Keller, 10 große Wohnräume in den Etagen, 3 im Dachgeschoß enthalten. Grunstück 50 Ruten groß. 2601 Ein Wohnhaus mossiv 1½3 stöckig 7 Räume im Edgeschoß, 8 im Dachgeschoß enthaltend, 4 Stallungen und gewölbte Keller vorhanden. Grundstück ca. 60 Ruten graß. Ein Bauplatz, ca. 35 Ruten groß alles unmittelbar an der Stadt belegen. Nähere Auskunft durch Georg Werner. 16 Hotels, Restaurams, 20 Wirtschaften zu vernachten oder zu verkaufen. L. Fischer, Striehlstr. 1 8. Hannover. 2424 Gut erhaltenes Pedal=Pianino preiswert zu verkaufen durch Th. Mann& Co., Piano=Fabrik, Bielefeld. 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Johannisfeuer Die Direktion. geste geset Brockmanns Berggarten. Sonntag, 12. Januar: Theatralische Abend-Taterhalfugg, oder keine der 15 krutt ich mein Goh Bahn Men Beck Ober Lirch Häve Quer Stift Klost Rehn ausgeführt von Mitgliedern des Klub Freundschaft, wozu ergebenst einladet 1990] F. Brockmann. a. Tafel-Honig per Pfd. 55 Pfg., 6 Pfd. für 3 M. 257a] Wilhelm Biermann. zur weser oder des sind, die 1 Losu 11000 3SSH BOOROADS 50 00. 590 g1 — 10 Soh nS PNSSS 1 S8SOE GeSd, So###,#gg SSEF SSSES SBRSDIESESSNSESOSSSSESEBSESEPEBE SESESSESE,SSOE S F.g SHDgSS EE S 30 * Sett gemä oder # * 55 So .a O G Ss „OOHO. □ 8 W G o me LCSOSCO OOTLOOSNESo ### SES SEES ScoS SSCESSM LS S S988Sa. Sc Ssge Prce — TÖUS O. Leg Og SeSpSon# S#,#Og. m S Pes1ec 5 EiO Seg SS1C 80 3 GSSSSSMS CE O S 8 2 K SEELN E POGME MSNESSS 97 r Joc ESCFEUgSgGRGG 23 PoxngE Aes K 0.— r S SRSS SSE 75 88• 1 9c D S GOASOTFeSmm. 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