11. 11. Jahrgang. Teleph. Anschl. Lecherford Enger Bad Oe' Rieg es cree c Teleph. Anschl. Diese Zeitung erscheint am Abend jeden Wochentages. Ahannementspreis pierteljährlich pränumerando 1.25 Mark, Abon.### Postbestellung kommt das Bestellgeld hinzu. Mittwoch, 7. August. Inserate werden bis spätestens vorm. 11 Uhr erbeten. Preis der einspaltigen Petitzeile für Stadt und Kreis Herford, Oeynhausen und Amt Rehme 10 Pfg., sonst 15 Pfg. hT 1nd S. h id entlung t 0 F 5 9 3on fiehlt ting. Zum Tode der Kaiserin Friedrich. Landestrauer. Berlin. 6. Aug.(Reichsanzeiger.) Nach dem reciement vom 7. Oktober 1797 sind in den sämtlichen Kirchen des Landes die Glocken vierzehn Tage lang, des Mittag von zwölf bis eins zu läuten. Der„Statsmzeiger“ veröfentlicht enen koniglich. Sriaß betr. die Landestrauer. Während der ersten= Wvocher rragen die höheren Zivibeamten zur Uniform beflorte Ach bnicke bezw., Epauleten, Agrassen und Kordons, besarztes Porteper, Flor um den linken Oberarm, dunsle. Beinkleide uud weiße Handschuhe. Bei offiziellen Veranlasunge die borgenannten Beamten in Zivilkleidung erscheinen, trag bieselben während der ersten 4 Wochen schwarze Beinkleider schwarzwollene Westen, schwarze Handschuhe und einen Flor um den linken Oberarm: in den letzten Wochen schwarze Beinkleider, schwarzseidene Westen, graue Handschuhe. All übrigen Zivilbeamten trauern mit einem Flor um den Oberanm 44480 Behufs Bewachung des Schlosses Srhrioy sgetfrgf. sind ganz außergewöhnliche militärische Maßnahmen gerro worden. Ein Telegramm berichtet hierzu: Cronberg, 5. Aug. Neben der bereits gemeldeten Bedeckung des Schlosses, die von einer Kompagnie der Achtziger durchgeführt wird, sind zwei Schwadronen Bockenheimer Husaren zur Stelle. Eine davon ist beständig auf Wache und streift durch die bewaldete Umgebung des Schlosses. Auch in der heutigen Nacht finden Paronillenritte statt, da das Kaiserpogr. Ipzschen Hombzrg und Friedrichshof fast auschließlich das Waldgekitet, des Taunus passiert. So sollen die Kavallerie=Patrouillen Agenscheinlich zur Sicherung der Wege dienen. Auß ist die Gendarmerie und ein Kommando von Kriminal schutzleuten ständig auf Posten. Die Beisetzung. Berlin, 6. Aug. Für die Beisetzung der Kaiserin Friedrich ist zur Zeit der Tag noch nicht bestimmt, jedoch eh vereits fest, daß die Trauerfeierlichkeiten in Friedrichs" wogehalten werden, und daß die Leiche dort einstweilen aufgebahrt wird. Unmittelbar vor der Beisetzung erfolgt die esenrung von Kronberg nach Station Wildpark und von da im Zuge durch den Park von Sanssouci nach dem Deatt“ soleum bei der Friedenskirche in Potsdam, wo die Tote nleutet ihrem Gemahl die letzte Ruhestätte findet. Absage des Kaisers und des Kronprinzen. Berlin, 6. Ang. Der Besuch des Kaisers in Halle am 26. d. M. aus Anlaß der Enthüllung des dort errichteten Denkmals für Kaiser Wilhelm I. ist wegen Ablebens der Kaiserin Friedrich ebenfalls aufgegeben worden. Mit seiner Vertretung hat der Kaiser seinen zweitältesten Sohn, den Prinzen Eitel Friedrich, beauftragt. Indessen plant die Stadtverwaltung die Enthüllung bis nach Ablauf der Trauerzeit 31, e Zeben,„denn es ist der allgemeine Wunsch der Hatzst hat. an dan 2; der als Herrscher noch nie in Halle Der Kronpri z eszngsseier teilnehnen zu sehen. logenkonaresses mit guute dem Komite des internationalen Friebdrich bebindert sei, den gilfolge Ablebens der Kaserin Heicdaich, behindert Vv, den Rougriß versnlich zu eöiften und am Montag den best mn Pahause beizuwoöhnen. Beileidstelegramme sandten u. a. auch der Papst sowie der Präsident von Frankreich.“ G. auch der# Die Krankheit der Kaiserin Friedrich. Der Name der Krankheit, der die Kaiserin erlegen ist wurde seither in den ärztlichen Bülletins mit keinem Marte genannt. Den mit den Verhältnissen vertrauten Eisen war es, schon seit längerem bekant, daß das Geit.2. Eert Kaiserin ein unheilbares sei. Es war em schleichen der Nierenthebs, dessen am Ende immer tötliche Wirkung die gunst der Aerzte wohl aufhalten, aber nicht beseitigen kann. Seit nahen einem Jahre war eine Verschlimmerung des Leidens eingetreten, welches sich zeitweise stärker bemerkbar machte, und seit Wochen schon neigte sich das Leben der Kaiserin Friedrich langsam zum End. Zur Tagesgeschichte. Ankunft der„Gero“ vor Helgoland. Empfang des Feldmarschalls Grafen Waldersee kann unter den veränderten Umständen naturgemäß auch nur em stiller sein. Weder der Kaiser noch der KronPrinz Wilhelm können jetzt den aus China Heimkehrenden vegrußen, der nun wieder deutsches Land vor Augen hat. Der Kaiser wird sich vielmehr durch den kommandierenden General des 11. Armeekorps, General=Adjutanten v. Wittich vertreten lassen. Es liegt noch folgendes Telegramm vor: Helgoland, 6. Aug. Die„Gera“ mit dem Grafen Waldersee an Bord kam heute 10 Uhr 30 Minuten vor Helgoland an. Man sah an Land die Flaggen auf halbmast gehißt und erhielt den Tod der Kaiserin Friedrich signalisiert. Infolge dessen herrscht über den Empfang der „Gera“ momentan völlige Ungewißheit. Dem Grafen Waldersee ist, wie ein Berliner Blatt zu berichten weiß, eine besondere persönliche Ehrung seitens des Kaisers zugedacht. Er soll in den erblichen Fürstenstand erhoben werden. Bestätigung bleibt abzuwarten. Bekanntlich ist die Ehe des Feldmarschalls kinderlos. Die Gräfin Waldersee trifft heute zur Begrüßung ihres Gemahls in Hamburg ein. Zum Fleischschangesetz. Wie der„Deutsche Schlachtvieh=Verkehr" vernimmt, sollen die Ausführungsbestimmungen zum Fleischschaugesetz alles mit Vorsäure, schwefliger Säure, schweflig= und unterschwefligsauren Salzen, ebenso wie alles mit Farbstoffen irgend welcher Art behandelte Fleisch für zum Genuß untauglich erklären. Damit wäre die soviel umstrittene Verwendung von Meat=PreserveSalz und das Färben von Wurst unbedingt verboten. Der Ausgang der Wirren in China. Deutsch=französische Höflichkeiten. Der „Ostasiatische Lloyd“ berichtet:„S. M. kleine Kreuzer„Irene“ und„Gefion" haben in Tsingtau den Heimatswimpel gesetzt und die Heimreise angetreten. Beide liefen zunächst noch Wusung an. Von da ist S. M. S.„Irene" am Donnerstag früh nach Amoy gegangen, um dort wieder einmal die deutsche Flagge zu zeigen. Von Amoy geht die Fahrt nach Saigon. Es ist im höchsten Grade bezeichnend, wie neuerdings auch im amtlichen Verkehr zwischen Deutschland und Frankreich der geradezu herzlich kameradschaftliche Ton zum Ausdruck kommt, den man täglich bei den deutschen und französischen Soldaten beobachten kann. Wir berichteten letzte Woche erst, daß der französische Kreuzer„Surprise" Tsingtau einen Besuch abgestattet hat, nachdem im November v. I. das französische Kanonenboot„Décidée" und das Torpedoboot„Tacou" dort angelaufen waren. Der Empfang, der den Offizieren und Mannschaften der„Surprise" in Tsingtau zu teil geworden ist, war ungemein herzlich. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir annehmen, daß der Besuch der„Irene" in Saigon als Erwiderung desjenigen der„Surprise" in Kiautschau zu betrachten und das wesentlich für die Förderung der deutsch=französischen Annäherung anzusehen ist. Soweit wir uns zu entsinnen vermögen, war das letzte deutsche Schiff, das Saigon anlief, S. M. Kreuzer„Prinzeß Wilhelm“, der auf der Heimreise vor nunmehr zwei Jahren die französische Kolonie aufgesucht hat und dessen Kommandant, damals Fregattenkapitän Truppel, und Offiziere von einem sehr warmen Empfang zu berichten wußten. Von Saigon aus geht die Fahrt der„Irene" dann nach Singapore, wo sie die„Gefion“ treffen soll. Die„Gefion", die nach siebenjährigem Dienst zur Reparatur nach Hause muß, verläßt am Samstag Wusung und läuft unterwegs für kurze Zeit Futschau an. Von Singapore fahren dann beide Schiffe zusammen und zwar zunächst nach Penang. Die dortigen Deutschen hatten, wie wir erfahren, sich vor kurzem direkt an den Kaiser gewandt und gebeten, daß die deutsche Kriegsflagge in diesem englischen Hafen, in dem hervorragende deutsche Interessen vorherrschen, wieder einmal gezeigt wird. Es dürfte zum letzten Male geschehen sein, als vor etwas mehr als zwei Jahren der„Iltis“ nach Ostasien kam. Damals war es nur ein Kanonenboot, jetzt sollen zwei stattliche Kreuzer, dem Wunsche der Deutschen folgend, Penang anlaufen. Auch von Penang aus werden „Irene" und„Gefion“ gemeinsam weiter segeln und zwar nach Colombo und den Seychellen. Ende August dürften sie den Suezkanal passieren und nach kurzem Aufenthalt im Mittelmeer in der zweiten Hälfte des September wieder in der Heimat eintreffen.“ Zum Burenkrieg. Buren auf portugiesischem Gebiete. Korrespondent schreibt: Die Buren haben nach den bisherigen Nachrichten einen Streifzug in portugiesisches Gebiet gemacht. Es sollen ungefähr 500 Mann sein. Der Zweck ist augenscheinlich der, sich mit Lebensmitteln zu versorgen, die dort noch reichlich zu haben sind. Gleichzeitig dürfte man auch persönlich seinen Dank dafür abstatten, daß Portugal so entschieden seine Neutralität aufrecht erhielt, als es den Engländern erlaubte, Truppen durch portugiesisches Gebiet über Beira nach Transvaal zur Bekämpfung der Buren zu senden. Die Kolonialverwaltung hat den Buren genau 144 Mann entgegengesandt, so meldet der Korrespondent der „Daily Mail“. Was die da sollen, ist rätselhaft, denn die portugiesischen Soldaten sind noch viel schlechter, als die englischen. Die Buren werden die portugiesische Abteilung einfach „links liegen lassen“, wie sie es so oft unter Dewet gemacht haben. Uebrigens sind die Buren die unbestrittenen Herren im östlichen Transvaal und haben sich in Ermelo und Umgegend häuslich eingerichtet. Das ist ein ganz hübsches Resultat, wenn man bedenkt, daß dieser Distrikt schon mindestens 20 mal von Buren„gereinigt" und von allen Nahrungsmitteln und Vieh entblößt wurde.“ Ein verheimlichter Erfolg der Buren. Man schreibt des Weiteren aus London: Es ist ja bereits zur Genüge bekannt, daß die Buren ihren Proviant, Gewehre und Munition von den Engländern beziehen und dadurch der Sorge überhoben sind, sich den Kopf zu zerbrechen, woher sie Ersatz für die von den Engländern erbeuteten Kriegsmaterialien hernehmen sollen. Es ist aber wenig bekannt geworden, daß die Buren auch Bargeld erbeutet haben. Kommandant Scheepers hat es fertig gebracht, von der„Standard Bank of South Afrika“, die eine Filiale in Murraysburg hat, bei der Einnahme der Stadt eine hübsche Summe Geldes zu erbeuten, über deren Höhe sich die englischen Blätter ausschweigen. Infolgedessen hat die Bank viele Filialen in der Kolonie geschlossen und wird sie vor Beendigung des Krieges nicht wieder eröffnen. Westfalen und Nachbarprovinzen. (Mitteilungen von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden auf Wunsch honoriert.) 7. August. * Zur Ausführung des Fürsorge=ErziehungsGesetzes haben die Landräte an die Ortspolizeibehörden eine Verfügung erlassen, deren Inhalt allgemeines Interesse beanspruchen dürfte. Zunächst wird darauf hingewiesen, daß die Heranziehung der unterhaltungspflichtigen Angehörigen zur Leistung angemessener Beiträge von großer sozialer Bedeutung sei, damit nicht etwa die Absicht Raum gewinne, das Gesetz als Mittel zur Befreiung von allen Kosten und Mühen der Kindererziehung zu mißbrauchen. Da das Verwaltungs=Zwangsverfahren in Verbindung mit der Lohnbeschlagnahme ein wirksames und schleuniges Vorgehen sichert, wird eine solche Heranziehung der Angehörigen bei zutreffender und ausreichender Auskunftserteilung der örtlichen Behörden in viel weiteren und erfolgreicherem Maße als bisher Platz greifen können. Auf einem Formular, das bei Unterbringung eines Kindes in Fürsorge=Erziehung auszufüllen ist, haben die Ortspolizeibehörden genau die Vermögens=, Erwerbs= und Lohnverhältnisse der Unterhaltungspflichtigen anzugeben, sich auch über die Beitragsfähigkeit zu äußern. Auch bei vorläufiger Unterbringung auf Grund von§ 5 des Fürsorge=Gesetzes soll die Vermittelung des Landesdirektors in Anspruch genommen werden, um einen unliebsamen und für den Zögling leicht nachteiligen späteren Wechsel der Erziehungsstelle zu vermeiden. Die Ortspolizeibehörden werden dringend ersucht, alle Feststellungen in Fürsorge=Erziehungssachen mit außerordentlicher Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt zu treffen, damit Uebereilungen in der Verhängung, aber auch in der Aufhebung der Fürsorge=Erziehung vermieden werden. Gerade in letzterer Hinsicht ist zu beachten, daß alle wohlklingenden Zusicherungen der Angehörigen sich nur zu häufig später als falsche Vorspiegelungen herausstellen, bei denen es darauf abgesehen war, durch Wiedererlangung der älter und darum arbeitsfähiger gewordenen Kinder ihre eigenen wirt, schaftlichen Verhältnisse aufzubessern, ganz unbekümmert um das Wohl der Kinder. = Was nicht alles verlangt wird! Diese Worte tamen mir, so schreibt man uns, unwillkürlich in den Sinn, als ich gestern einen dem„Kreisblatt" eingesandten Artikel las, in welcher der Abtragung des Luttenbergs das Wort geredet wird und zwar zur Schaffung wertvollen Bauterrains oben auf Stift Berg. Offenbar steht irgend ein Interessent hinter diesem Artikel, um auf diese Weise seine Grundstücke im Wert zu steigern. Dabei wird der betreffende Einsender noch polemisch; er wünscht nämlich die Abtragung des Luttenbergs, um somit„Herford mit dem Kaiser Friedrich=Denkmal zu verschonen". Selbst diejenigen, welche Kaiser Friedrich vom politischen Standpunkte im Leben fern gestanden haben, müssen meines Erachtens— so heißt es in der uns gewordenen Zuschrift weiter— diese Sprache doch entschieden verurteilen. Diese Tonart berührte am gestrigen Tage um so peinlicher, als jeder Deutsche durch das Ableben der Kaiserin Friedrich besonders auch an den edlen Dulder erinnert wird, dem man hier eine so schöne Ehrung bereiten will, was auch die auswärtige Presse— und zwar nicht etwa nur die freisinnige— voll und ganz anerkennt. Wenn nun auch noch diejenigen, die sich für das Zustandekommen des Kaiser Friedrich=Denkmals interessieren, als einige„wenige Hundert Herforder" bezeichnet werden, so muß einem Blatte, das so etwas ohne Bemerkung abdruckt, die Verantwortung hierfür überlassen werden. Jedenfalls ist der Kreis der Verehrer und Freunde Kaiser Friedrichs ein weit größerer; aber dies nur nebenbei, denn durch die wiederholt erfolgte Veröffentlichung der Namen von Spendern für das Denkmal„unsers Fritz“ ist ja zur Genüge bewiesen, daß schon jetzt die angegebene Zahl überschritten ist. Und dabei steht diese Denkmalsbewegung doch noch in ihren Anfängen. * Wegen des Ablebens der Kaiserin Friedrich haben unsere staatlichen, städtischen und Kreis=Gebäude halbstock geflaggt. 1 Der Landestrauer wegen müssen die bereits angekündigten Konzerte ausfallen; siehe auch die landrätliche Bekanntmachung unter Rubrik„Amtliche Anzeigen". 9—— Die Herforder Turngemeinde beruft für morgen abend ihre nächste Hauptversammlung ein. Die höchst wichtige Tagesordnung kommt im Inseratenteile der vorliegenden Nummer u. Bl. zur Bekanntgabe. *∆ Mindener Artillerie, die auf dem Rückmarsch nach ihrer Garnison begriffen ist, kommt heute in Herford sowie in Schweicheln, Eilshausen, Hiddenhausen, Exter, Solterwisch, ferner in Bustedt, bei Löhne, in Salzuflen und Schötmar ins Quartier. Die Truppen kommen von den Schießübungen in der Senne. □ Ergiebigen Regen hat endlich der gestrige Nachmittag gebracht. Unter den im Westen Deutschlands niedergegangenen Regenmengen waren die zu Herford gemessenen mit 10 mm die höchsten. 1 Feuer. Heute nacht um 12½ Uhr verkündeten die Feuerglocken den Ausbruch eines Schadenfeuers. Es brannte das Besitztum des Kleinhändlers F. C. Kropp, Credenstr. 22. Die Feuerwehr war bald zur Stelle und gelang es nach kurzer Zeit, das Feuer zu dämpfen. Das Feuer ist auf einer Bodenkammer zum Ausbruch gekommen, auf welche Weise, ist jedoch nicht ermittelt worden. Es wird zwar Brandstiftung vermutet, doch fehlen bisher jegliche Beweise. Es ist nur der Dachstuhl beschädigt worden. Das Haus ist versichert. * à Vom Feuerlärm erwacht war auch in der vergangenen Nacht die in der Credenstraße wohnende Frau des früheren Werkmeisters van den Bulk, welche seit einiger Zeit leidend war. Leider sollte es das letzte Mal sein, daß sie bei ihrem Manne, der ebenfalls anwesend war, weilen konnte. Die schon sehr bejahrte Frau war nämlich vor Schreck sehr erregt und mußte, da sie umzufallen drohte, nach dem Sofa gebracht werden. Nachdem sie noch einen Trunk Wasser, nach welchem Frau B. verlangt hatte, genommen, schlief sie sitzend im Sofa ein. Der Tod war unerwartet eingetreten. Belohnung. Einem Mühlenbesitzer hierselbst ist eine Karre im Werte von 60 Mk. abhanden gekommen. Auf die Erlangung des Diebes setzt der Bestohlene eine Belohnung von 10 Mk. = Im Krankenzimmer. Das beste und einfachste Mittel zur Lustreinigung im Krankenzimmer ist unstreitig das öftere und längere, nach Umständen auch das beständige Offenhalten der Fenster, am zweckmäßigsten von oberen Flügeln. Das frühere Abschließen von jedem Zutritt der frischen Luft ist eine veraltete und verkehrte Maßregel, der wohl kein Arzt mehr huldigt; weiß er doch, daß frische, gesunde Luft oft ein besseres Heilmittel ist, als alle Arznei. Daß man den Kranken durch Zudecken und auf jede andere Weise gegen Luftzug so viel als möglich schützen muß, versteht sich von selbst. Um schnell alle verdorbene Luft zu entfernen, beobachtet man folgendes Verfahren: Nachdem man den Kranken vor Luftzug sicher gestellt hat, öffne man das Fenster, gieße auf eine vorher heiß gemachte, eiserne Schaufel etwas guten Essig, und gehe damit mehrere Male im Zimmer auf und ab. Der Geruch, der sich dabei entwickelt, ist in Verbindung mit der frischen Luft für die meisten Kranken sehr angenehm und erfrischend. Will man mit anderen Stoffen in Krankenzimmern räuchern, so muß es stets bei geöffneten Fenstern geschehen, denn Räuchermittel allein zerstören nicht die verdorbene Luft, sie verdecken nur für einige Zeit die üblen Gerüche. = Eintagsfliegen. Der Monat August bringt ein seltenes Tierchen zur Welt: die Eintagsfliege. Was ihr an Lebensdauer feblt, ersetzt ihre millionenköpfige Menge. Sie hat ferner die Eigentümlichkeit, daß unter tausend Männchen immer nur wenige Weibchen vorhanden sind. * Enger, 6. Aug. Daß gegen Bienen= oder Wespenstiche Salzwasser ein recht heilsames Mittel ist, dürfte nicht überall bekannt sein. Die guten Wirkungen desselben zu erproben aber hatte vor einigen Tagen ein Reisender Gelegenheit, dem beim Trinken eine Wespe in den Mund gekommen war und ihn in die Zunge gestochen hatte, sodaß diese stark anschwoll und den Betreffenden in die dringendste Erstickungsgefahr brachte. In Folge raschen Einflößens von Salzwasser ließ die Geschwulst alsbald nach, sodaß der Reisende nach kurzer Zeit jeder Gefahr überhoben war. Zur eventuellen Anwendung bei ähnlichen Fällen sei das Mittel hier empfohlen. * Spenge, 6. Aug. Der schwarze Nachtschatten kommt im gegenwärtigen Monat zur Reife, vor dessen giftigen, den Blau= oder Heidelbeeren sehr ähnlichen Beeren nicht dringend genug gewarnt werden muß. Der Nachtschatten ist auf Schutthaufen und öden Plätzen zu finden und daher besonders Kindern leicht zugänglich. Der Genuß dieser schwarzen Früchte kann den Tod zur Folge haben, auf jeden Fall aber wird man davon betäubt und schwer krank. * Ennigloh, 6. Aug. Unberechtigtes Fischen. Zur Anzeige gelangten mehrere Personen wegen unberechtigten Fischens mittelst Anwendung schädlicher Stoffe in der Else. * Dünne, 6. Aug. Schiedsmannswahl. Unsere Gemeindevertretung wählte auf die Dauer von 3 Jahren Herrn Lehrer Huxol zum Schiedsmann und Herrn Kolon Hofemeyer Nr. 10 zum Stellvertreter. * Hunnebrock, 6. Aug. Streit. Am Sonnabend abend gerieten die Zigarrenarbeiter Ellermann und Niemeyer von hier infolge Wortwechsel in Streit und wurde der zuständige Polizeibeamte zu Hilfe geholt. Der Beamte forderte die Streitenden mehrere Male vergeblich auf, auseinanderzugehen und war schließlich gezwungen, als einer der Streitenden auf ihn zusprang, von seiner Waffe Gebrauch zu machen. * Werffen, 6. Aug. Schiedsmannswahl. Für die nächsten 3 Jahre wurde Herr Kolon Kasper Claus Nr. 6 als Schiedsmann und Herr Kolon Kasper Wippersteg als dessen Stellvertreter von der Gemeinde=Verwaltung einstimmig wiedergewählt. Muccum, 6. Aug. Schiedsmannswahl. Für die nächsten 3 Jahre wurde Herr Lehrer Westermeyer zum Schiedsmann und Herr Kolon Höke Nr. 15 als dessen Stellvertreter von der Gemeindevertretung gewählt. * Löhne, 6. Aug. Ein steckbrieflich Verfolgter. Verhaftet und dem Amte zugeführt wurde durch den Wachtmeister Bredemeyer der Schlossergeselle K., welcher sich bei seinen Angehörigen in Gohfeld besuchsweise aufhielt. K. wurde schon seit 1898 von der Königl. Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen Hausfriedensbruchs steckbrieflich verfolgt. * Oeynhausen, 7. Aug. Feuer. Das Wohnhaus des Neubauers Burre zu Niederbecksen(Kappenberg) wurde gestern abend durch Feuer total zerstört. Haus und fahrende Habe sind versichert. * Schötmar, 6. Aug. Feuer. Am Sonnabend morgen brannte das Haus des Herrn Gast in Knetterheide bei Schötmar bis auf den Grund nieder. Das Feuer bei einem Fuder Korn, welches auf der Hausdiele stand, gefangen. * Minden, 6. Aug. Kreis=Sparkasse—.„Pus station“. Ein netter Witz ist dem hiesigen Postamte unb sichtigter Weise unterlaufen. Durch die Einrichtung, daß Fernsprechgebühr jetzt entweder in einer Pauschsumme oder einer Grundgebühr und Berechnung der einzelnen Gespe entrichtet werden kann, hat ein Umnummerieren der einze Anschlüsse stattgefunden. So ist es gekommen, daß die## Verzeichnisse unter Nr. 24 aufführen„Pumpstation", in lichkeit aber die Kreis=Sparkasse hier die Nr. 24 hat. Fre kann man auch da pumpen, aber Wasser ists nicht. * Meinerzhagen, 6. Aug. Riesenhöhle. 2 Sauerland ist besonders reich an Höhlen, von denen die kannteste die Dechenhöhle ist; neben dieser existieren aber## viele, die noch nicht genügend erforscht sind, jedoch der naueren Untersuchung wohl wert sind. So erstreckt sich z unter der ganzen Stadt Meinerzhagen eine Höhle, welche ungeheueres Gewölbe bildet. Namentlich die dortige Kit steht auf einer nicht starken Decke dieses Felsengewölbes.# dem Vorhandensein dieser Höhle erhielten die dortigen wohner im Jahre 1771 Kenntnis, indem man beim Brunn graben auf dieselbe stieß. Damals ist sie aber nicht ges untersucht worden. Nachdem dann im Jahre 1894, Meinerzhagen zum großen Teil abbrannte, der Sauerländi Gebirgsverein ergebnislose Nachforschungen anstellen ließ, man jetzt beim Ausschachten eines Kellers auf eine g## Felsspalte gestoßen, in der man einen Zugang zu der Hö zu erblicken glaubte. Weitere Nachforschungen sollen angest werden. * Köln, 6. Aug. Unkrepierte Granate. Ein Unterossizier vom 5. Fußartillerie=Regiment(Karlsruhe), auf seiner Stube eine unkrepierte Granate zerschlagen wol wurden durch die daraufhin erfolgende Explosion beide Häl abgerissen. Außerdem erlitt er so schwere Verletzungen am Un leibe, daß er verstarb. Vermischtes. Eine amtliche Auslassung über die Entdeckn Kochs. Zu den Ausführungen Professor Robert Kochsk die Uebertragung der Tuberkulose von Bieh auf Mensch schreibt die ministerielle„Berl. Korr.“: Die Ergebnisse Kochschen Untersuchungen waren den Reichs= und Stac behörden nicht unbekannt, schon anfangs Juli beschäftigte auf Anregung Kochs, der selbst eine Nachprüfung seiner gaben wünschte, eine vom Gesundheitsamte zu diesem einberufene Kommission mit der vorliegenden Frage. wurde dabei die allgemeine Notwendigkeit anerkannt, die diesen Punkt gerichteten Forschungen in größerem Maßste in Angriff zu nehmen. Ein entsprechender Versuchsplan wur ausgearbeitet. Natürlich bedingen derartige Versuche erhebliKosten, weil mit größeren Haustieren, wie Rindern, Scha und Schweinen, oder mit schwierig zu beschaffenden kleine Tieren, wie Affen, gearbeitet werden muß. Hierin ist ab zum Teil der Grund zu suchen, weshalb solche Untersuchung früher unterblieben. Nachdem nunmehr von Koch fell Zweifel geäußert wurden, wird durch Heranziehung groß# Tiere ein abschließendes Urteil zu erstreben sein. Schon jes da Maßnahmen gegenüber der Verbreitung d' Tuberkelbazillen durch Milch und Milchprodukte# ändern, liegt jedoch kein Grund vor, zum vielleicht mehrere Jahre vergehen, bevor die Versuche endgill abgeschlossen sind. Es darf nicht vergessen werden, daß ei der wichtigsten Maßregeln in dem Kampfe gegen die Al breitung der Tuberkulose unter dem Rindvieh und Schwein die Verhütung von Verschleppung lebender Tuberkelbazill mit Molkereiabfällen dastellt. Die Molkereien werden a künftig im Interesse der Produzenten für die Beseitigung dies Gefahr durch Erhitzung der Milch in geeigneten Apparatt schon aus veterinären Gründen sorgen müssen, ebenso kas den Konsumenten nicht dringend genug geraten werden, di Fall Ramsau. Kriminal=Roman von F. Eduard Pflüger. 2. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) Aber der Gefragte ronnte schon keine Ankwort mehr geben. Er winkte ab und sank dann in Ohnmacht. Helena stand tief erschreckt und beobächtete die Situation. Ramsau klingelte nach dem Diener, der auch sofort eintrat und ihm half seinen ohnmächtigen Herrn auf dem Divan zu betten. Er knöpfte ihm die Cravatte los und öffnete den Kragen. Helena reichte ihm ihr Eau de Cologne-Fläschchen, das Ramsau instinktiv über das Gesicht des Ohnmächtigen ausgoß, der dann auch sofort die Augen aufschlug und kaum hörbar flüsterte: Mir ist sehr übel, Ramsau.“ „Franz,“ sagte dieser jetzt zu dem Diener,„fahren Sie so schnell wie möglich zu dem Sanitätsrath und bringen Sie ihn sogleich hier her. Herrn von Scheiblingen sei plötzlich sehr schlecht geworden.“ „Helena, nach Hause,“ ließ sich der Kranke jetzt wieder hören. „Nein, Schwager Rechti, ich bleibe bei Dir.“ Der Kranke aber wurde unwillig und schien sich aufzuregen, worauf Ramsau seiner Braut erklärte, Sie müsse, sobald der Arzt gekommen, mit ihm nach Hause fahren. Scheiblingen, der die leise geflüsterten Worte verstanden hatte, nickte zustimmend und schloß die Augen. Noch keine Viertelstunde, da war der Sanitätsrath im Zimmer. Er untersuchte sofort den Kranken und erklärte, daß das Uebel wohl von einem verdorbenen Magen herrühren müsse. Er könne aber zunächst nicht sagen, ob nicht ein schwerer Typhus im Anzuge sei, und der Kranke müsse unter allen Umständen so schnell als möglich nach Hause. Lassen Sie mich noch ein wenig hier liegen, und vor allen Dingen das Kind weg.“ Nein, unter keinen Umständen, Herr von Scheiblingen, Sie fahren sofort nach Hause. Wo haben Sie denn den Abend zugebracht," fragte der Arzt jetzt Ramsau. „Wir waren im Königlichen Theater, Herr Sanitätsrath.“ Aha, die ungewöhnliche Aufreauna der Premiere, ich versteye.... Hätten Sie vielleicht die Kraft, Herr von Scheiblingen, ein Glas Champagner zu trinken.“ Der Kranke nickte müde, worauf der gut geschulte Diener sofort eine Flasche aus dem Eise nahm und sie entrorrte. Der Sanitätsrath goß sich erst ein Glas ein, um Geschmack und Temperatur zu prüfen, und reichte dann ein anderes dem Kranken. Er unterstützte ihm den Kopf, sodaß Scheiblingen schluckweise das ganze Glas leerte. Sofort aber wurde er um einen Schatten blasser, krümmte sich scheinbar in Krämpfen, warf sich auf die Seite, und ehe noch Jemand zur Hilfe springen konnte, erfolgte ein heftiges Erbrechen. Darauf wurde der Kranke merkich ruhiger, die Blässe verschwand von dem Gesicht. Er schloß die Augen und ruhige Athemzüge verkündeten, daß er eingeschlummert war. Der Arzt saß neben dem Divan und fühlte den Puls des Schlafenden, wobei er befriedigend nickte. „Es scheint weiter nichts zu sein. Lassen wir ihn eine Viertelstunde ruhen, und bringen Sie ihn dann nach Hause, lieber Graf, ich sehe in einer Stunde noch einmal nach. Inzwischen lassen Sie zu allem Ueberfluß noch ein kleines Receptchen machen, das ihn ganz auf den Damm bringen wird. Es ist nichts Gefährliches. Damit nickte er den Umstehenden freundlich zu und winkte dem Diener, der ihn im Coupé wieder nach Hause brachte. Inzwischen schlug Scheiblingen die Augen auf, blickte sich verwundert um, und fragte, was mit ihm geschehen sei. „Es ist Ihnen offenbar sehr übel gewesen, Schwager,“ erklärte Ramsau. „So, aber jetzt fühle ich mich wieder ganz wohl, aber möchtet ihr nicht zu Ende soupiren?.. Da entdeckte er die Spuren seines Unwohlseins, und mit müdem Lächeln fuhr er fort: In dieser Umgebung möchte Euch wohl das Soupiren vergehen.“„ „Wir wollen nach Hause gehen, Rechti, wenn es Dir recht ist.“ „Gewiß, wie Du willst, mein Kind.“ Der Geschäftsführer des Restaurants, der herzu gekommen war, erklärte sofort, er werde nach dem Wagen sehen. Lassen Sie nur,“ warf Scheiblingen ein ich möchte ein Stürkchen zu Fuß gehen, die kühle Abendluft wird erfrischen.“ „Fühlen Sie sich denn stark genug?“ „Oh ja, mein lieber Ramsau. Ein kleiner Katzenjammel wirft mich noch nicht um.“ „Sagen Sie, bitte, meinem Kutscher, er möge vorau# fahren.“ Und nun wandte er sich an den Geschäftsführer. „Das Coupé ist gar nicht hier," antwortete der Angeredet „es bringt den Sanitätsrath nach Hause. „Den habt Ihr ja auch holen lassen. Ich danke Ihnen Ramsau, daß sie sich so um mich bemüht haben.“. Er reichte dem Grafen die Hand, die dieser freundschaftlich schüttelte. „Dann soll er langsam nachkommen.“ Damit verließen die Drei das Restaurant. Ramsat führte an einem Arm Helen, während Scheiblingen sich leich auf seinen andern stützte. Es war etwa dreiviertel zwölf, als man in der Villa is der Finkenstraße ankam. Dort verabschiedete sich Ramsau, abel Scheiblingen hielt ihn einen Augenblick fest. Sie sollen nicht den langen Weg zurücklaufen, men Lieber. Da kommt schon unser Wagen heran. Franz bringe Sie den Herrn Grafen nach Hause.“ Noch ein freundlicher Händedruck, ein flüchtiger Kuß zwischen den Verlobten, und Ramsau rollte davon. „Ist Dir wieder ganz gut, Rechti?“ „Gewiß, mein Kind, ganz gut.“ Plötzlich wurde ein Fenster der Villa geöffnet, aus der ein brennendes Streichholz in den Garten fiel.„. „Was ist denn das?“ fragte Helena,„das kam aus Deine“ Zimmer, alles ist doch längst zu Bett. Das sieht ja aus, an ob Jemand von den Domestiken ein Zeichen nach der Straß gegeben hätte.“ 80 „Oder als ob uns ein Einbrecher einen Besuch gemach habe,“ fügte Scheiblingen hinzu, und griff aufgeregt nach hinteren Tasche seines Beinkleides, wo er stets einen kleine sechsschüssigen amerikanischen Revolver trug. „Um Gotteswillen, Rechti, wenn das wäre.“ (Fortsetzung folgt.) Milch vor dem Genuß wie bisher gründlich ab zukochen, um auch Erkrankungen durch andere m Milch unter Umständen enthaltene ansteckende Keime vorzubeugen. In. Explosion an Bord des Küstendampfers„Aegir“. Während der Schießübungen in der Außenföhrde erfolgte, Nachrichten aus Kiel zufolge, an Bord des Küstendampfers „Aegir“ eine Explosion. Als mittags kurze Zeit nach dem Loswerfen der Boje der erste Backbordkessel bedient werden sollte und zu diesem Zweck die Feuerthür geöffnet wurde, drang infolge Reißens einiger Rohre eine Stichflamme in den Heizraum, verletzte die Feuermeistersmagte, Petermann und Held, den Oberheizer Kuhn, sowie die weizer Schnidt und erlach. Die Genannten, bis auf Gerlach, welcher nicht lazaretkrank ist, wurden ins Garnisonlazaret geschafft. Das Befinden sämtlicher Verletzten ist gur. Feuer in der Berliner Landwirtschaftlichen Hochschule. Gestern mittag brach in der landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin Feuer aus, das auf den Dachstuhl beschränkt wurde. Nachmittags um 3 Uhr war die Gefahr für das Gebäude und das Museum beseitigt. Sünde der Krankenpflegerin. Eine junge Krankenpflegerin, die 18jährige Emma W., stand jetzt in ihrer Ordenstracht vor dem Berliner Schöffengericht, um sich wegen Diebstahls zu verantworten. Unter Thränen gab sie zu, daß sie sich in einer augenblicklichen schwachen Anwandlung vergessen habe. Ihre Oberin habe iyr verziehen, sie dürfe im Dienste bleiben, nun moge das Gericht auch Milde walten lassen. Das Kind eines Blumenhändlers, das sie gepflegt, sei gestorben. Die Mutter hatte mehrere Kleinigkeiten, die das Kind besonders gern gehabt, mit in den Sarg gelegt, sie klten mit der kleinen Leiche in die Gruft gesenkt werden. ie Angertagte hante diese Sachen in einem unbewachten Augenblick wieder hrxgusgenommen und sich angeeignet. Sie wußte selbst nicht, was sie damit anfangen sollte. Die That Gerichtshaf var.“ evor der Sarg geschlossen wurde. Der Staatsanm... die Angeklagte nach dem Antrage des Der Vorsitzend, 31, Ir. Gesingnistrafe von drei Tagen. anzurufen de nde iet der Verurteilten, die Gnade des Kaisers Gun.— seumpf mit Zigeunern. Aus dem im Kreise Oalich gelegenen Orte Titz wird gemeldet, daß es dort zu dliem regelrechten scharfen Gefecht zwischen den Dorfbewohnern und einer etwa dreißig Wagen umfassenden Zigeunerkarawane gekommen ist. Vier Zigeunerinnen hatten eine allein in ihrem Laden anwesende Frau eines Fleischers überfallen und beraubt. Als die Einwohner die Bande vertreiben wollten, senerte“ die Zigenner aus ihren Wagen heraus Revolverschüse auf die Menge, wobei ein elfjähriges Mädchen getroffen wurde. Diese That gab Veranlassung dazu, daß sich fast die gesamte Einwohnerschaft des Dorfes bewaffnete und die inzwischen flüchtende Bande bis Jülich verfolgte, wo die Gendarmerie 12 Wagen beschlagnahmte und fast alle Zigeuner und Zigeunerinnen erhaftete. Im Besitze der Landstreicher fand man Revolver, Dolchmesser und Pulvervorräte vor. Glitzschlag. Aus Laurahütte wird gemeldet: Die S#rsmannsfrau Sophie Achtellick und deren 13jährige Schwester, se vom Felde heimkehrten, wurden vom Blitz getroffen und er Stelle getötet. In den letzten drei Monaten sind in Schlesien nahezu 30 Menschen vom Blitz erschlagen worden. neuer Luftschiff=Motor. Aus Paris wird Renard bart: Bei dem für das Lustschiff des Obersten wichtsm;.“ Motor wurde das bisher unerreichte GeDer ans lt. von vier Kilogramm pro Pferdekraft erzielt. arbeiter## dieses Motors ist Renards langjähriger Mitaus J. das(Ungarn) legte eine Zigennerbande ein Feuer a...8 ihr der Aufenthalt nicht gestattet wurde, eingehschert; sechs mentg sich griff. Das halbe Dorf ist sind verbranngchen, darunter ein 70jähriger Greis, Die große Hitze herrscht, hat dort eine neue S# der letzten Zeit in London zum Bal, ladet man sich jett in ergeusen. Wie sonft zu nächtlicher Spazierfahr#" vornehmen Gesellschaft Wagen besitzt, erscheint im Hansam.““ Wer keinen eigenen und dann gebt die SLondoner zweiräbrige da alle Wirtahäkuker u.3 Ghzschger.. 20 Mitternacht durch die, sind, totenstillen gx und Geschäfte nach halb Zwölf geschlossen in dem Hause eineg“ London, um mit einem Souper Die Stadtr Teilnehmer zu enden. Beamten nicht mehr 5.;9g° ist bankerott. Sie kann ihre borgen. Die Straßen##### und niemand will ihr Geld Pflaster bleibt unausgebeg#en nicht mehr gereinigt, das Bürgermeister sagt, an diesem die Brücken verfallen. Der reichen Steuerzahler schuld, welche 3.211n Zustande seien die seien. Die Steuerzahler aber mein weg Steuerhinterzieher Politiker, welche die Aemter innehaben.aß die hungrigen stohlen hätten. Dazu kommt, daß e die Stadt arm gealter Zeit datierenden Freibrief darin perßinz 1—c seinen aus Scheilz„zu machen. Die Stadt darf nic“ ist, namhafte stens 5 Prozent des eingeschätzten Wertes zu9* als höchEigentums borgen. Chieagos fundierte Schne““ steuerbaren as eaier 2lach eicise Shsch an lche e göglich erscheint, eine gründliche Steuerreform schier unis Politiker haben ein Interesse, daran, daß alle„Iubahnen. bleibe, und da sie diejenigen sind, welche die G#### Men so. bleibt eben alles beim Alten..“ die Gesetze machen, Handel und Verkehr.— 6. Aug. Produktenbörse. Aus Amari die ursautesch lagen heute, bessere Rotierungen vor, welche Ursache waren, daß auch hier Weizen etwa 1 Mek. anzog. Das Geschäft in dieser Brotfrucht, wie in Roggen, lag aber sehr still. Rogaen war gegen gestern ziemlich unverändert, russische Offerten lagen zwar vor, wurden aber wegen Unrentabilität fast garnicht gehandelt. Das Mehlgeschäft war ziemlich still, Preise unverandert. Hafer wurde in alter Ware lebhaft begehrt; die Angebote in neuem Hafer stießen infolge der Verschiedenheit der Qualität und der dadurch bedingten Preise auf große Zurückhaltung der Käufer. Mais lag fest und etwa 1 Mk. höher. Rüböl geschäftslos: Spiritus ohne Notiz. Berlin, 3. Aug. Heu und Stroh. Richtstroh 6,65—7,32 Mk., Heu 5,60—7,60 Mk. Course der Berliner Börse. Mitgeteilt von der Westf.-Lippischen Vereinsbank, Akt.-Ges Herford, 6. August 1901. 92.25 3% Preuss. Consols 3½%„„ 101,40 3% Deutsche Reichsanleihe 92,10 3½%„„ 101.40 3% Westf. Prov.-Anl. 88.75 3½%„„ 98.40 4%„„ 103.— 4% Bielef. Stadtanleihe 103.— 4% Hamb. HypothekenPfandbriefe 1900 98.— 4% Rhein. Westf. Bodenkred.-Pfandbriefe 1905 98.— 4% Meining. Hypoth.98.— 191,30 Pfandbriefe 1900 Deutsche Bank-Akt. Dresdener Credit-Anstalt Disc. Commandit-Akt. 171,25 Gelsenkirchener Bergw.Aktien 159,75 Hibernia Bergw.-Aktien 149,90 Harpener dto. 148,50 Harb.-Wien. Gummi-Akt. 270.25 Phönix Bergw.-Aktien 130,00 Kumer. Electricitäts-Ges.—.— Bankdiscont 3½% Tendenz: fest. Standesamtsnachrichten für den Kreis Herford. Amt (Nachrichten vom 15. bis Ende Juli 1901.) Geburten: Ein Sohn dem Bierverleger Heinrich Altemeier=Ennigloh, Zigarrenarbeiter Friedrich Könker=Bünde, Kistenbekleber Friedrich Meier=Spradow, Tischlermeister Gottlieb Saeger=Werffen, Kistenbekleber August Breitenkamp=Bünde, Heuerling Heinrich Maschmeier=Steinlacke, Schuhmachermeister Albert Diestelhorst=Bünde, Ackergehülfe Friedrich Jösting=Ahle, Fabrikarbeiter Wilhelm Koch=Bünde, Bäcker Wilhelm MeierSüdlengern, Zigarrenarbeiter August Wölker=Ennigloh, Kolon und Kleinhändler Friedrich Breßer=Südlengern, Zigarrenarbeiter Wilhelm Schmidt=Südlengern, Dienstknecht Ernst BiermannBünde, Arbeiter Heinrich Kuhlmann=Holsen, Musiklehrer Adolf Schulz=Bünde, Stellmacher Wilhelm Püße=Ennigloh, Handelsmann Heinrich Bringewatt=Spradow, Zigarrenarbeiter Hermann Linke-Südlengern, Kistenbekleber Philipp Steinkamp=Ennigloh, Kaufmann Johann Kreiß-Bünde, Hülfsbremser Ludwig Vothkrecht=Ennigloh. Eine Tochter: dem Bäcker Wilhelm Mathias=Dünne, Metzger Carl Maag=Hüffen, Maurer Wilhelm Möller=Ennigloh, Zigarrensortierer Friedrich Schneider=Bünde, Kistenbekleber Wilhelm Kaufmann=Ennigloh, Heuerling Friedrich Schleef=Ahle, Fabrikarbeiter Heinrich Meyer=Ennigloh, Musiker Theodor Kramer=Bünde. Ebeschließungen: Zigarrenarbeiter Carl WiedemannEnnigloh mit Witwe Marie Brüning geb. Lefhalm=Ostkilver, Bahnwärter Hermann Meier=Spradow mit Witwe Schade geb. Köster=Hüffen, Zigarrenarbeiter August Schnittker=Bünde mit Zigarrenarbeiterin Anna Schulte=Südlengern, Handarbeiter August Obend erhabighorst=Muccum mit Witwe Niederfranke geb. Klüter=Muccum. Sterbefälle: Anna Marie Luise Gerling, 4 Mon. Holsen, Anna Friederike Gerling, 4 Mon., Holsen, Ehefrau Emil Zimmermann geb. Weber, 28 Jahre, Bünde, Witwe Goldstein geb. Lamkemeier, 77 Jahre, Ennigloh, Wilhelm Hermann Meier, 20 Stunden, Südlengern, Schäfer Johann Friedrich Böker, 65 Jahre, Bünde, Margarethe Lucie Elfriede Hollmann, 4 Mon., Bünde, Friedrich Hermann Carl Miller, 3 Mon., Ennigloh, Handarbeiter Friedr. Wilh. Ellermann. 50 Jahre, Hüffen, Ehefrau Hermann Kröger geb. Dammeier, 33 Jahre, Ahle, Marie Johanne Tiemann, 2 Jahre, Südlengern, Hermann Wilhelm Caspar Meyer, 1 Mon. Holsen, Anna Catherine Luise Tönsing, 10 Mon., Holsen, Witwe Röhr geb. Wilmsmann, 80 Jahre, Dünne. Telegramue and Telephonische Meldungen. Zum Ableben der Kaiserin Friedrich. Cronberg, 7. Aug. Es ist nunmehr sicher, daß die Leichenfeier in Cronberg eine öffentliche sein wird. Der Kaiser hat verfügt, daß die Leiche in die hiesige evangelische Stadtkirche überführt werde. Die Leiche wird dann am 13. d. M. nach Potsdam zur Ueberführung in die Friedenskirche geleitet. Dort findet die feierliche Beisetzung am 14. d. Mts. statt. Cronberg, 7. Aug. Das Kaiserpaar und der Kronprinz verweilten gestern zwei Stunden im hiesigen Schloß und kehrten dann nach Homburg zurück. Cronberg, 7. Aug. Die Eröffnung des eigentlichen Testaments der Kaiserin Friedrich, soweit vermögensrechtliche Bestimmungen in Frage kommen, ist für den 5. September vorgesehen. Unmittelbar nach der Leichenfeier in Cronberg reist das Kaiserpaar mit dem Kronprinzen nach Berlin. Der Kaiser ist gefaßt, leidet jedoch unter sehr großer Abspannung. Das Hauspersonal erklärte, daß der Ausdruck des Antlitzes der Verstorbenen ein zufriedener sei. Der Kaiser hat den Aerzten, sowie dem Hauspersonal gegenüber seine Genugthuung ausgesprochen über die Diskretion, mit der das Leiden der Kaiserin Friedrich nach außen behandelt wurde. 4— m Posen, 7. Aug. Wie verlautet, wiro an der Beisetzung der Kaiserin Friedrich am 14. d. Mts. das ganze 2. Leib=Husaren=Regiment, dessen Chef die Kaiserin Friedrich war, teilnehmen. London, 7. Aug. König Eduard tritt heute die Fahrt nach Cronberg an. Zum Kaisermanöver Berlin, 7. Aug. Das Kaisermanöver mit sämtlichen Veranstaltungen bleibt unverändert. Es steht auch die Andeutschen Kronprinzen und des Königs von Württemberg sowie des Lord Roberts, der von 4 Offizieren begleitet sein wird, bestimmt fest. Außerdem trifft der englische Kriegsminister Brodrick ein. Zum neuen Zolltarif. Königsberg, 7. Aug. Der„Allg. Ztg.“ zufolge wies der russische Finanzminister Witte seinen Bevollmächtigten in Deutschland an, die Vorarbeiten für den Handelsvertrag einzustellen. Die Rückkehr der Chinakrieger. Bremerhaveu, 7. Aug. Der Dampfer„Arkadia“ mit 630 Rekonvaleszenten aus China an Bord ist um 1 Uhr auf der Weser eingetroffen. An Bord befinden sich alle wohl. Zum Befinden Crispis. Rom, 7. Aug. Im Befinden Crispis ist abermals eine so schlimme Wendung eingetreten, daß stündlich der Tod erwartet wird. Die Verwendung von Kaffern im Burenkriege. London, 7. Aug. Nach einer Brüsseler Depesche des „Daily Mail“ werde der Transvaalgesandte Dr. Leyds eine Protestnote gegen die Verwendung von Kaffern in Südafrika seitens Lord Kitcheners an alle Mächte, auch an England, senden. Kitchener schwer erkrankt. London, 7. Aug. Wie aus Pretoria gemeldet wird, soll Lord Kitchener sehr leidend sein. Er mußte auch die Reise nach Kapstadt zur Begrüßung des auf einer Weltreise befindlichen englischen Thronfolgerpaares aufgeben. Pretoria, 7. Aug. Ueber den Verlauf der Krankheit des englischen Oberbefehlshabers, Lord Kitchener, werden nur sehr dunkle Auskünfte gegeben. Es wird jedoch versichert, Lord Kitchener habe im Gefecht eine schwere Verwundung erhalten. Pretoria, 7. Aug. Lord Kitchener ist so schwer erkrankt, daß er so bald wie möglich nach England zurückkehren wird bezw. zurückgebracht werden muß. Meteorologische Station Witterungsbericht vom 7. August. Höchste Temperatur des Vortages: 16,7. Niedr. Temperatur in der Nacht: 12,3. Temperatur um 7 Uhr vorm.: 14,2. „11„„: 18,6. Luftdruck um 7 Uhr vorm.: 750,0. Tägliche Niederschlagshöhe in mm: 4,9. Wind: NV. Himmel: Bewölk. Wetter. 8. August. Vorherrschend bewölkt und trübe; zeitweise heiter mit mäßigen nordwestlichen Winden. Leichte Regenfälle wahrscheinlig, Jamilien-Nachrichten. Geboren 1 Sohn: Herrn Obergärtner Staß zu Oeynhausen. Verlobt: Frl. Bertha Jordan mit Herrn Pfarrer Eugen Albers zu Bielefeld=Herne. Gestorben: Herr Jobst Fretthold(69 Jahre) zu Ennigloh. Frau Charlotte Nauß geb. Coesfeld(81 Jahre) zu Bielefeld. Söhnchen Otto des Herrn Aug. Wortmann zu Detmold. Verantwortlicher Redakteur: Raul Sattler, für den Inseratenteil verantwortlich: Herm. Gravenhorst, Druck und Verlag: Christian Quentin, sämtlich in Herford. n Brüderstraße 21 am Gehrenberg] Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, vorige Nacht 1 Uhr unser heissgeliebtes Töchterchen Hildegard im zarten Alter von 3 Monaten, nach kurzem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen, was wir Freunden und Bekannten schmerzerfüllt mit der Bitte um stille Teilnahme anzeigen. Herford, den 7. August 1901. August Cordsmeier und Frau. Die Beerdigung findet Sonnabend morgen in der Stille statt. 95g E Bremen-Neu lork entbeder direct oder via Soulhampton Cherbourg Bremen-Balhmore Bremen- Galveston Bremen-Brasilien Via Anlwerpen, Oporto, Leixoes. Bremen- La Plalz : via Anlwerpen, Sauthamplon, Coruna ert. Villagarcia, Vigo Bremen- Ostasien Bremen- Auslralien Genua-New York via Gibraltar NAHERE AUSKUNFT ERTHEILT: In Herford: Max Horstmann. „ Bielefeld: G. W. Schmidt, Brüderstrasse. „ Schötmar: Ernst Imker. 670 Pastor Felle s Heilgeise beglaubigter Vertreter: Rich. Krommes. 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Der Landrat: von Borries. 85h Bekanntmachung. Bei dem von Nr. 2 des alten nach Nr. 7 des neuen Genossenschafts=Registers übertragenen Kirchspiel Hiddenhausen'er Spar- und Darlehnskassenverein, e. G. m. u. H. zu Eilshausen ist heute eingetragen: „An Stelle des verstorbenen Vorstandsmitgliedes Fritz Dedert Nr. 5 Eilshausen ist der Kantor August Schwagmeyer zu Hiddenhausen zum Vereinsvorsteher gewählt." 89y Herford, 1. August 1901. Königliches Amtsgericht. Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts zu Herford. Bei der unter Nr. 260 des Firmenregisters eingetragenen Firma„Borgelt" in Barrdüttingdorf ist am 2. August 1901 eingetragen: Das Geschäft ist unter unveränderter Firma auf den Gastwirt und Kaufmann Hermann Heinrich Borgelt Nr. 57 Barrdüttingdorf übergegangen Die Firma ist sodann nach Nr. 279 des Handelsreeisers, A.t. A übertrogen. Gleichzeitig ist alsdann in unser Handelsregister, Abt. A unter Nr. 279 die Firma:„M. Borgelt" in Barrdüttingdorf und als deren Inhaber der Gastwirt und Kaufmann Hermann Heinrich Borgelt zu Bardüttingdorf eingetragen. 98h Influenza(Brustseuche) unter dem Pferdebestande des Fabrikanten Steffen hier ist erloschen. Herford, 5. Argust 1901. Der Landrat: v. Borries. Weinessig, Essigsprit, Bieressig, Speiseessig, Essigessenz empfiehlt billigst 93 Heinrich Nolting. Steuer= und SchulgeldErhebung. Die Hebetermine zur Zahlung der pro 2. Quartal des Rechnungsjahres 1901 fälligen Staats=, Gemeinde= und Kirchensteuern sowie Schulgelder und Beiträge zur Westfälischen Provinzial= Feuer=Societät sinden vom 1 bis 15. August d. Is., vormittags von 8 bis 12½ Uhr statt. Wir machen hierauf mit dem Bemerken aufmerksam, daß Steuerflichtigen, welche nicht längere Zei auf Abfertigung im Kassenlokal warten wollen, empfohlen wird, schon in den ersten Tagen zu zahlen, da erfahrungsgemäß je näher der Ablauf der Hebetermine heranrückt, der Zudrang zur Kasse immer größer wird. Herford, 30. Juli 1901. Kämmerei=Kasse 1fnur dem Schweinebestande * des Heuerlings Stranghöner in Elverdissen(bei Kolon Dallmann) ist die Rotlauf seuche ausgebrochen. Die Gehöftfperre ist verhängt. Herford, 5. August 1901. Der Amtmann: r. der Sculenburg. Turn-Gemeinde Herford Donnerstag, 8 August, abends 9 Uhr: Hauptversammlung Zu verkaufen! Herford: a) Eine schöne Tesitzung an der Diebrockerstr. mit Obstgarten, welche sich als Bauplatz verwenden läßt.— Preis 36000 Mk, Anzahlung nach Uebereinkunft. b) Ein Geschäftshaus an der Steinstraße mit Garten, Preis Mk. 20,000, Anzahlung Mk. 5000. ) E i n H a u s a n d e r n e u e n Bahnhofstr., sehr geeignet zu einem Geschäftshause.— Preis 30000 Mk., Anzahlung nach Uebereinkunft. d) Ein Haus mit etwa 120 1 Ruten großen Obst= und Gemüsegarten Elverdisserstr. belegen. Preis 22500 Mk., beliebige Anzahlung. e) Ein Haus auf der Radewig, mit großer Werkstatt. Preis 25000 Mk., Anzahlung mäßig. Eine Besitzung an der Bielefelderstraße mit schönem Garten, zu sehr mäßigem Preise. g) Im Zentrum der Stadt eine größere Besitzung mit schönem Garten, für Rentner sehr geeignet. Bad Oeynhausen. h) Ein großes zum Teil neues Haus(mit schönem Garten.) Die Berechtigung zur Ausübung der Gastwirtschaft kann übertragen werden.— Sehr preiswert. i) Eine Villa in allerbester Lage nachweislich sehr rentabel, zu sehr mäßigem Preise. Bünde. k) Ein Haus, woein seit langen Jahren eine Bäckerei, Wirtschaft und Colonialwaren= Geschäft mit bestem Erfolg betrieben wurde, in allerbester Lage.— Bei geringer Anzahlung. C. H. Tödtmann, Fernsprecher Nr. 70. im Vereinslokale. Tagesordnung 1. Wittekindbergfest. 2. Stiftungsfest. 3. Aufnahmen. 4. Eingänge. Der Turnrat. 90h Verkauf von Baugeräten. Auf Station Lengerich i. W. sollen 1500 m Hilfsgeleise aus 14 kg. m schweren Stahlschienen, auf schweren Stahlschwellen verschraubt, hierzu 50 eiserne weite 750 mm. verkauft werden. 64h Reflektanten werden gebeten, sich am 9. Ang. wegen Besichtigung auf Stadt=Bahnhof Lengerich einzufinden oder sich schriftlich an den Unterzeichneten zu wenden. Harthun, Bauführer, Lengerich Nr. 5:; Wasserperle Erprobte, porös-wasserdichte Imprägnirung Schützt bei Regen vor Durchnässung. Hindert in keiner Weise die Transpiration. Verändert weder Griff noch Aussehen der stoffe oder Kleidungsstücke. mit„Wasserperte“ werden alle Arten Bekleidungsstoffe, sowie auch fertige Kleidungsstücke (fertige Damen-Kleider und Jaquettes ausgenommen), ohne irgendwie zu leiden, in kürzester Frist porös-wasserdicht ausgerüstet. Annahmestelle: Hermann Bracmer No. 2 Gehrenberg No. 2 Herford. 36 Zweimal wöchentlich wird Herford Gelegenheit gegeben, in Englisch und Französisch zu lernen. 87h Lehrer der betref. Nationalität 70 Schüler in Osnabrück. Damen und Herren erhalten nähere Auskunft durch Stanley Holman Direktor, Sprach Institut Osnabrück 72. Grossestrasse 72. Größte Auswahl in[94h Einmachetöpfen und billigst bei Heinrich Nolting. Rennstr. la. neuen Incarnatklee (russischer Klee) empfiehlt billigst[92h Nolting, Samenh. Die Beleidigung gegen meine Schwester nehme ich hiermit rü und erkläre sie und ihre Famitie für ehrenhaft. 615 Beter Maag, Nr. 12 Stedefreund eig Donnerstag, 8. August, vormittags 9 Uh., werde ich in Neustädter=Feldmark Nr. 152(Kattenschlink) 3 Scheffelsaat Hafer öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. 786 Herford, 6. August 1901. Hartwig, Gerichtsvollzieber. Empfehle echt Schweizer Uhren S Fabrikate: sac echt silberne Herren Uhren von 12 Mk, an Nickel-Herren=Uhren von 6 Mk. an, goldene von 18 Mk. an Regulateure v.15 Mk. an, Tacer von 2 Mk. an. Für jede bei mir gekaufte Uhr, l iste 2 Jahre schriftl. Garantie. Wilh. Höwener, vorm. L. Höwener, Gegr. 1877. zic Bäckerstr 14. 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