X 39 Erscheint täglich. Vierteljährlicher Abonnements=Preis 2#. 25 c Audeif Mosse: Adin, Berlin, Breslau, Chemnitz. Hambung, Magdeburg, München, Nürnberg, Straßkurg t.#., Stuttgart, Zärich uc. Haasenstein& Vogler: KAn, Berlin, Basel, Breiten, Danzig, Erfurt, Geuf, Hannover, Lüdeck, Mannheim, Metz. Wien 2c. S. L. Co.: Frankfurt am Main, Berlin, Amsterdam, Paris 2r. Juvalidendank: Berlin, Drosden. ##eipzig. Th. Dietrich& Co.: Cassel, Frankfurt a. M. verbunden mit dem Insertionsdie einspaltige## ebühren eile oder deren Dortmunder Anzeiger Sonntags=Beilage:„Fur Haus und zof“, Blätter für Land=, Garten= und Hauswirtschaft. Anzeigen= Annahme: Adolf Steiner: Hamburg. u. Kolef: C. Marowsty: Minden. Carl Schüfsler: * Sclotte: Bremen. W. Thienes: Elderfeld. Thisson: Barmen. Bernh. Arndt: Berlin. Jukius Barck& Co.: Halle a. Saale. D. Frenz: Matne, Leo Frank: Köln. Joh. Roothaar: Hamburg. Rotten &am Co.: Wien. G. D. Baedecker: Essen. S. Dutzi Hagen. R. Wichelhofen: Iserlohn. Witten: C..Krügen. N 358 (Erstes Blatt.) Sonnabend, den 31. Dezember 1881. 54. Jahrgang. Abonnements-Einladung. Mit dem 1. Januar 1882 tritt die„Dortmunder Zeitung“ in ihren fünfundfünfzigsten Jahrgang. Wie in all diesen Jahren wird sie auch in der Zukunft stets entschieden den liberalen Gedanken vertreten und in völliger Unabhängigkeit nach jeder Seite bin die Dinge in freisinnigster amten, die Regierung bei den Wahlen zu unterstützen, n Me Ogermunder Loitung“ in um sich ein Urteil darüber zu bilden, i welcher Weise In. Die„Dortmunder Zeitung“ ist hier Sonne und Wind gleichmäßig veeilt sind. Den zeigt offenbar, daß er dem, was der Reichsnzler über e Frage geäußert und die meininger Reerung auch zur Geltung gebracht hat, die gebührende ufmerksamkeit gewidmet und das richtige Verständs entgegengebracht hat. Ohne für heute untersucht zu wollen, in wie weit sich eine solche Einmischung i die städtische Selbstverwaltung durch das staatliche Aufsichtsrecht motiviren läßt, genügt der Hinweis auf die Erklärun gen des Herrn v. Puttkamer über die flicht der Be Weise behandeln weitaus das verbreitetste Blatt Westfalen, das nicht allein im Stadt= und Landkreise Dortmund fast Haus für Haus gelesen wird, sondern auch in zahlreichen Exemplaren weit über seinen engeren Bezirk hinauskommt. Wir werden uns bemühen, die wichtigen politischen, provinziellen, lokalen und Handelsnachrichten so interessant als möglich zu bringen und namentlich Sorge kragen, die Reichstags= und LandtagsVerhandlungen in größtmöglichster Ausführlichkeit hier Sonne und Wind gleichmäßig veeilt sind. Den Behörden, welche die Pflicht haben sien, ein konser vatives Wahlresultat nach Kräften hezeizuführen, soll das Recht zustehen, sich die Wählerlisn zu verschaffen, dagegen Parteien, welche nicht in di glücklichen Lage sind, Mitglieder von Behörden in iren Wahlkomitees zu haben, sollen sie versagt werder Vergleicht man mit dieser Verfügung die Liberalitä mit welcher beispielsweise der berliner Magistrat dem konservativen Wahlkomitee Abschriften der Lister erteilt hat und die Ungenirtheit, mit welcher berline Polizeibeamte diese Listen auf Antrag des konservaven Komitees einer Prüfung unterzogen haben, so echeint die Wirkung einer solchen Verfügung ganz honders deutlich und Das hat Pius IX. jährlich mehrere male gethan, indem Neubearbeitung des Gesetzes vorliegt, so wird die von er gleichzeitig auf Italien und Deutschland losschlug, den liberalen Parteien in der Angelegenheit beabsichtigte aber seine Worte blieben schließlich völlig eindruckslos. Initiative jedenfalls dem Einwande nicht begegnen, daß Leo XIII. hat die Taktik gewechselt, indem er Deutsch= ses zur Zeit noch an den notwendigsten Grundlagen für land nicht mehr öffentlich insultirt, vielmehr lediglich eine Regelung dieser Materie fehle. gegen Italien Zeter schreit und die Hoffnung auf.. Ausland. kommen läßt, als interessire sich die Regierung des Paris, 28. Dezbr.[Gambeita.] Zwei Dinge deutschen Reichs für die„Wiederherstellung der Würde!.——— des Papsttums“. Unsere offiziöse Presse aber tritt dem nicht nur nicht entgegen, sondern protegirt gewissermaßen den Gedanken einer internationalen Regelung zu veröffentlichen, wie auch immer mehr für spannen= klar. Wäre auch für Berlin eie solche Bestimmung des, gediegenes Feuilleton zu sorgen. Unsere oftg., Hicheralen keine Hiften rhalten, wogegen die landwirtschaftliche Beilage bringt für Stadt und Land stets wertvolles Material. Die hohe, stets wachsende Auflage der„Dortmunder Zeitung" macht sie zum wirksamsten Anzeigen=Organ der ganzen Gegend also die Liberalen keine Listen erhalten, wogegen die Polizei in der Lage gewesen wre, solche zu erlangen und wohl unbedenklich dieses fr die Wahlen durchaus schätzbare Material dem konserveiven Wahlkomitee ebenso zur Verfügung gestellt haben wrde, wie das zum Zweck der Anfechtung liberaler Wahln geschehen ist“ Ferner err Neee. schreibt die„Nat.=Ztg.“: Es ist nicht abzusehen, wie so Die Bedeutung unserer Zeitung ist jet wieder lsten, sotzern sie nur an alledarum nachluchenden Verdadurch anerkannt, daß gerichtlicherseits beschlossen sonen gegen Erstattung der kosten stattfindet, zur„mißist, die Eintragungen im Firmen- und Hausr. bräuchlichen oder ungesetzthen Einwirkung“ auf die Register vom nächsten Jahre ab hier am Platze Wahlen führen könme. De Beschaffung solcher Listen sind es, um die sich in Frankreich mehr als je alles dreht und für die täglich und stündlich gearbeitet wird: die nächste Präsidentenwahl und die Abrechnung mit egelung dem deutschen Reiche. Die Besetzung aller in diesen der Stellung der Kurie. Waß unser Verhältnis zu beiden Punkten einflußreichen Stellen sind äußerst lehrItalien hierbei empfindlich leiden muß, liegt auf der reich nicht bloß für Frankreich. Gambetta schafft sich Hand. Die„Nc. A..“ wundert sich heute anscheinend im Auswärtigen Amte, im Kriegsministerium, in der darüber, daß französische Zeitungen, und zwar solche, Diplomatie einen Stab von Werkzeugen, die in ihr welche in dem Rufe stehen,„von einflußreichen fran Nichts zurückfallen, wenn er die Hand von ihnen abzösischen Staatsmännern inspirirt zu werden“, Artikel zieht, die aber in seiner Hand zu allem dienlich sind bringen, denen man die Absicht anmerkt,„Deutschland und erwas davon haben! Die dritte Republik steht und Italien zu verdächtigen“.„Wir unterlassen es“, in derselben Periode wie die zweite unter Louis Naposo sagt das ministerielle Organ,„diese Artikel zu kom= leons Präsidentschaft. Saint Arnaud und Miribel mentiren; wir verzichten darauf, sie zu widerlegen“. bilden eine schon oft gezogene Parallele; den Morny Uns scheint vielmehr, ein Kommentar und eine Wider= harte Gambetta bisher noch gesucht: ob er ihn jetzt legung wären gerade sehr erwünscht, und zwar nicht gefunden hat? Herr Weiß ist alles, nur kein Charakter, im französischen Interesse, sondern im Interesse der aber er hat Ehrgeiz, eine große Rolle zu spielen, und öffentlichen Meinung in Deutschland, welche über die Grundsätze zu haben, an ein Sittengesetz zu glauben deutscherseits anscheinend aufgeworfene„Papstfrage mit Recht sich zu beruhigen anfängt. Es dürfte, wenn die Dinge in diesem Fahrwasser weiter gehen, angezeigt erscheinen, unsere Politik gegenüber Italien und der Kurie zum Gegenstand einer Interpellation im Reichstage zu machen, damit man etwaigen falschen Schätzungen derselben öffentlich entgegentreten kann. Wiederwahl Grevys hängt von der Zusammensetzung [Die Maigesetze] In dem letzteg Ministerrat des Parlaments ab. Um den Senat zu seinem ern mairimmungen gebenen Werkzeuge zu machen, betreibt Gambetta die enatsreform; demselben Zwecke soll in der Depuoder gar an gerechte Vergeltung zu denken, ist niemals Sache derjenigen Naturen gewesen, deren glänzendstes Urbild Talleyrand war. Aber wird Gambetta Ende 1885 siegreich aus dem Wahlkampfe gegen Grevy hervorgehen? Am 30. Januar 1886 ist Grevys Präsidentschaft abgelaufen: die Wahl Gambettas oder die durch die„Dortmunder Zeitung“ zu erlassen. Dortmund, im Dezember 1881. Die Expedition der„Dortmunder Zeitung“. L. Krüger. ist ein von allen Parteien ingewandtes Mittel, um eine möglichst starke Wahlbeteligung herbeizuführen, die sicherlich im allgemeinen Iuteresse liegt. Wie die Angemessenheit der Anordung des Herrn Regierungspräsidenten Steinmann z bestreiten ist, so scheint andererseits seine Berechtigng, den Magistraten die Verabfolgung von Abschriftei der Wählerlisten zu untersagen, sehr— zweifelhet. [Der preußische land tag] wird, wie wir hören, sind, entgegen anderen Mitteilungen, nur Bestimmungen über die nächsten Arbeiten des Reichstages, die Berufung des Landtages und die ihm zunächst zugehenden Vorlagen getroffen worden. Wenn anderweit mitgeteilt wird, daß im Kultusministerium bereits verschiedene Vorlagen bez. Abänderung der Maigesetze ausgearbeitet würden, so ist dies völlig irrtümlich. Es wird wiederholt versichert, daß auf dem einschlägigen Gebiete lediglich die Erneuerung des immerhin etwas modifizirten Juli=Gesetzes vorbereitet werde. Ob weitere Vorlagen auf kirchenpolitischem Gebiete folgen würden, sei jetzt noch nicht abzusehen. Uebrigens wird man mit den Landtagsarbeiten genau so vorgehen, wie zährige Arrrschuft ürre Fenntrein gesicherr umd vor mit jenen des Reichstages: man wird zunächst den deren Ablauf steht dann als Wahrscheinlichkeit die Ertirtenkammer die Listenabstimmung dienen. Gambetta weiß, daß nun seine Popularität im abnehmenden Viertel steht. Er braucht eine Claque, er braucht Wahlagenten in der Provinz, und er weiß, daß man mit den Franzosen, auch wenn sie murren und meutern, eine Zeitlang machen kann, was man will, wenn man die richtigen Treiber hat. Um sich die Wahl zu sichern, muß Gambetta alles aufbieten, sich bis zum Januar 1886 im Amte zu halten; wird er dann gewählt, so hat er sich eine gesetzmäßig unanfechtbare elfDeutschland. Berlin, 28. Dez.[Feldmesser.] Ueber die am Sonnabend, den.. Januar, zusammentreten. Die „egenwärtigen Aussichten des Feldmesserberufs bringt Publikation der königlchen Einberufungsordre steht undie heutige„Deutsche Bauzeitung“ einen beachtenswer= mittelbar bevor. Mei nimmt an, daß der Landtag ten Artikel. Auf eine Anfrage, ob bei der Landes= 3 bis 4 Monate brauhen wird, um die Geschäfte zu melioration Feldmesser, die einen kulturtechnischen Lehr= erledigen. gang durchgemacht haben, angestellt werden, ward dem[Unterrichts=Gsetz.] Die von einigen Blättern Fragesteller geantwortet, es sei von dem Ministerium gebrachte Mitteilung, daß der Kultusminister beabsichfür Landwirtschaft der Bescheid erteilt, daß Feldmesser tige, in der nächsten Zeit ein Unterrichts=Gesetz vorzubei der Landesmelioration überhaupt nicht angestellt legen, entbehrt der Begründung; die Regierung ist der dürfte sich sofort nach Wiedereröffnung der parlamenwerden, jedoch bei der Auswahl geeigneter geometrischer Ansicht, daß ein Unerrichtsgesetz nicht erlassen werden tarischen Arbeiten, also unmittelbar nach dem 9. JaHülfskräfte zur Beschaffung technischer Vorarbeiten für könne, bevor die in den 6 östlichen Provinzen geltende nuar, wenn die betreffenden Abgeordneten wieder in derartige Meliorationen die Bezirksregierungen nicht Verwaltungsgesetzgbung in der ganzen Monarchie ein= Berlin eingetroffen sind— die jährige Herrschaft über Frankreich gesichert und vor # deren Ablauf steht dann als Wahrscheinlichkeit die ErStaatshaushaltsetat mit allem Zubehör vorlegen und nennung auf Lebenszeit. In parlamentarischen Kreisen während der Beratung desselben Zeit gewinnen, sich ist von diesen Aussichten für die Zukunft bereits vielüber weitere Arbeiten von nicht rein finanziellem fach die Rede, wie wir aus einer heutigen Andeutung Inhalt, wie es die jedenfalls vorzulegenden Eisenbahn= des Soleil erfahren, und dies ist der Grund, weshalb entwürfe doch sind, schlüssig zu machen. Tn— Min**„ Berlin, 29. Dez.[Das Reichstagsgebäude.] Die Kommission aus Bundesrats= und Reichstagsmit gliedern, welche auf grund der Parlamentsbauvorlage vom Reichstag und Bundesrat gewählt worden ist, beschränkt seien. Ein an den Finanzminister gerichtetes geführt sein wird Gesuch eines Feldmessers um Einstellung als Katastersupernumerar ist dahin beschieden worden, daß die Berufung dieser letzteren, soweit sie erforderlich wird, aus der Reihe der hiefür notirten Anwärter erfolgt, durch die Anzahl der letzteren das Bedürfnis voraussichtlich auf längere Zeit gedeckt und daher die Liste der Kataster=Supernumerariats=Anwärter bis auf weiteres geschlossen sei. Hierbei ist zu bemerken, daß der Anwärter nach seiner Einberufung zunächst gegen sehr geringe Akkordsätze bei den Kataster=Neumessungen, dann als Supernumerar bei einer Regierung unentgeltlich arbeiten muß und bis zu seiner Anstellung als Katasterkontrolleur mindestens acht bis zehn Jahre vergehen. Die Möglichkeit, sich als Privat=Feldmesser eine Existenz zu gründen, ist besonders dadurch wesentlich erschwert, daß es einerseits zur Zeit an ausreichender Arbeit mangelt, andernteils seitens des Finanz= ministers den Kataster=Kontrolleuren die Ausführung jeder, auch der umfangreichsten Privatarbeit gestattet ist. Einer solchen Konkurrenz muß natürlich die der Privat=Feldmesser erliegen. Dazu kommt, daß die zur Ausführung der meisten geometrischen Arbeiten nötige Einsicht in die Katasterkarten und Bücher dem Privatwie bekannt, nur bis zum 7. Januar— an ihre AufBerlin, 29. Dezember.[Der Antrag Windt= gabe machen. Dieselbe besteht darin, möglichst rasch horst.] Die„Na.=Zeit.“ schreibt: Der„Germania“ alle Vorbereitungen zu treffen, daß der Bau selbst in erzählt ihren Leern, man warne liberalerseits,„bei Angriff genommen werden kann. Die Platzfrage ist Leibe nicht auf enen Antrag des Abgeordneten Windi=sentschieden; es kommt jetzt im wesentlichen auf die Bauhorst sich einzulasen, denn man wisse nicht, wohin die frage an, welche zugleich praktischer und künstlerischer Natur Wege dieses schhuen Politikers führten.“ Damit stellt ist. In Architektenkreisen macht sich(in der„Deutschen das klerikale Batt denn doch den Respekt der Libe= Bauzeitung") der Wunsch geltend, daß eine neue Konralen vor der„Schlauheit“ des Herrn Windthorst ein kurrenz ausgeschrieben werden möge, an der alle ArchiMan ist auf liberaler Seite der tekten, nicht blos die preisgekrönten Sieger der ersten Feldmesser immer mehr erschwert wird. Berlin, 28. Dez.[Bremen.] Die Verhandlungen wegen des Zollanschlusses von Bremen, über welche fast täglich Mitteilungen gemacht werden, stehen durchaus noch auf demselben Standpunkte, wie vor etlichen Wochen, d. h. sie sind über die Vorbereitungen noch nicht hinweggekommen. Die Regierung geht mit den Zollanschlußfragen durchaus planmäßig vor; sie will zunächst die hamburger Zollanschlußfrage zum Abschluß gebracht wissen, bevor sie die Angelegenheit wegen des Zollanschlusses der Unterelbe auf die Tagesordnung setzt. Erst wenn man hiermit zu stande ge— zu den Zollanschluß von wenig zu groß dar. Ansicht, daß es am wenigsten mit der Aufhebung des Gesetzes vom 14. Mai 1874— einerlei, wie man über den Inhalt desselben denken mag— jetzt eilig sei, da dieses Gesetz seit Jahren nicht angewendet worden und seine Anwendung unter den gegenwärtigen Verhältnissen durcheus nicht zu erwarten ist. Unter diesen Umständen kinn das Vorgehen des Herrn Windthorst lediglich taktische Zwecke haben, die zu fördern für die Liberalm um so weniger angezeigt ist, da allerdings sehr verschiedene Absichten dabei im Spiele sein können. Berlin, 28. Dez.[Die Stellung der Kurie.] In der„Germania“ liegt heute der Wortlaut der telegraphisch bereits im Auszuge gemeldeten Weihnachtsansprache des Papstes an die Kardinäle vor. Derselbe kann nur den ersten Eindruck der Rede bekräftigen. Leo XIII. gewöhnt sich immer mehr an oratorische Ergüsse, welche denen seines Vorgängers *— rLETL 0 Gnas Aao kommen, wird man überhaupt an den Zo schwer keichstages schwer Bremen herantreten, und es ist unschwer zu beurteilen, daß es dazu in dieser Session des Rei lich kommen dürfte. [Auch eine Wahlbeeinflussung.] Der„Voss. Zeitung" wird aus dem Regierungsbezirk Gumbinnen folgende Verfügung des dortigen Regierungspräsidenten mitgeteilt:„Zur Vermeidung einer mißbräuchlichen resp. ungesetzlichen Einwirkung auf die bevorstehenden Reichstagswahlen nehme ich hierdurch Veranlassung, sämtlichen Magistraten des Regierungsbezirks die Verabfolgung der diesen Wahlen zu grunde zu legenden Verzeichnisse der Wähler im Original oder in Abschrift, die letztere namentlich auch nicht gegen Entrichtung von mitees, pollt Kopialien, an Privatpersonen, Wahlkomitees, ische Vereine oder andere Gesuchsteller, welche nicht zu den öffentlichen Behörden gehören, hiermit ausdrücklich zu untersagen; vielmehr sind alle nicht von Behörden ausgehenden Anträge auf Mitteilung der Wahlverzeichnisse im Original oder in Abschrift ausnahmlos zurückzuweisen. Der Regierungs=Präsident. gez. Steinmann.“ Die„Voss. Ztg.“ bemerkt dazu:„Dieses Interesse, was Herr Steinmann der Unabhängigk it der Wahlen widmet, Konkurrenz von 1872, teilnehmen sollen. Wir halten, und hierin dürfte eine große Anzahl der Mitglieder der Kommission mit uns übereinstimmen, die Erfüllung dieses Wunsches für wenig angemessen. Es wäre ganz unausbleiblich, daß durch eine solche umfassende Konkurrenz der Bau selbst, d. h. die endliche, überaus dringende Erledigung einer nationalen Frage, abermals mindestens auf ein Jahr, vielleicht aber noch weit länger hinausgeschoben würde. Das widerspricht aber— abgesehen von denen, welche dem Parlamentsbau überhaupt feindlich gegenüberstehen— dem Wunsche aller beteiligten und maßgebenden Kreise. Es wäre die Einleitung einer neuen Verschleppungsperiode, und diese unter allen Umständen zu vermeiden, ja unmöglich zu machen, wird die Hauptaufgabe der Kommission sein. Es ist das auch vor allen Dingen der Wunsch unseres Kaisers, dessen stetiger Teilnahme und regem Interesse er ee( Wetgungers an der politisch wie künstlerisch überaus wichtigen BauPius IX. immer ähnlicher werden. Aber der jetzige angelegenheit wir vor allem die jetzige glückliche Lösung Papst ist ein kluger und kaltblütiger Mann, während der Platzfrage verdanken und welcher eine neue Hinsein Vorgänger ein Fanatiker war, und in diesem ausschiebung des Baues ins Ungewisse sicherlich nicht Unterschiede liegt die Bedeutung, welche man den po= zugeben wird. Möchte der so rasch und energisch anlitisch wohl überlegten öffentlichen Ansprachen Leos XIII. gegriffene und künstlerisch so wohlgelungene Zeughausbeizumessen hat. Wenn Leo XIII. politisch aus völlio umbau in vieler Hinsicht ein Vorbild für den Parlaungenügenden Anlässen so spricht, wie bei der Weih= mentsbau werden. Wenige glaubten, als 1877 jener nachtsgratulation, so bafirt diese leidenschaftliche Sprech= großartige Um= und Ausbau begann, hoffen zu dürfen, weise auf politischer Berechnung, welche sich auf die daß der greise Monarch die Einweihung desselben noch unglücklich zerrütteten Parteiverhältnisse in Italien und erleben würde, und dennoch war es dem Kaiser beauf die Stellung des deutschen Kanzlers stützt. Es ist schieden, diesen Tag zu feiern. Möge der kaiserliche bei der jüngsten Kanonisation in Rom absolut nichts Herr auch noch die Prachthallen des neuen Parlaments passirt, was den kirchlichen Akt gefährdet hätte—ss in kein Schmd. han n trotzdem schlägt der Papst aus dieser Aff wie s. Z. aus den— doch nur durch wir dieser Verhältnisse wenigstens kurz gedenken wollten. Aber was macht Grevy? Er kauft Weinberge, baut Gartenmauern, pflanzt Bäume und jagt Hasen; es hat indes den Anschein, daß er noch mehr thut; seine Freunde behaupten sogar, es werde jetzt das Rätselspiel zwischen dem, der still und langsam aber sicher geht, und dem, der alle Augenblicke Seitensprünge macht, Geschrei erhebt und Trumpf schreit, aufgeführt. Bricht das Kabinett Gambetta vor 1886 zusammen, so ist Grevys Wiederwahl so gut wie gesichert; Gambettas Laufbahn bis dahin ist also ein Eiertanz, und das erklärt viel für die jetzigen Ernennungen und es wird viel für die nächsten Jahre erklären. * Konstantinopel, 29. Dezember.[Die Delegirten der Bondholders] versammelten sich gestern zum letzten Male und nahmen, nachdem sie das Protokoll der Konvention unterzeichnet und die aufrichtige Mitwirkung der Pforte konstatirt hatten, offiziell von den indirekten Steuern Besitz, welche sie bis zum 14. März der gegenwärtigen Administration überantworteten Hierauf trennte sich die Versammlung. Der englische Delegirte Bourke ist gestern bereits abgereist.— Der durch den Untergang des französischen Dampfers„Provence“ verursachte Schaden wird einschließlich des Schiffes auf 5 Millionen Frcs. geschätzt, von denen 3 Millionen auf die Ladung entfallen. Dortmund, 31. Dez.[Die Provinzial=SteuerDirektion] macht bekannt(s. Inseratenteil), daß die Vollziehungsbeamten nur nach Maßgabe des ihnen erteilten schriftlichen Auftrages zur Empfangnahme von Geldern ermächtigt sind. Dem Publikum steht bei Zahlungsleistung das Recht zu, die Vorzeigung des schriftlichen Auftrages zu verlangen. Zahlungen von Beträgen, zu deren Erhebung der Beamte nicht berechtigt war, werden als rechtsgültige Zahlung nicht angesehen und müssen solche Beträge daher bei etwaigen Unterschlagungen seitens untreuer Beamte: nochmals gezahlt werden. :[Der Gesangverein Westphalia, welcher unte den zahlreichen hiefigen Gesangvereinen ehrenvolle Stellmreinnimmt, feiert am Neujahrstage im Saale des Rheinische Hofes ein Kränzchen, zu welchen gegen Zahlung eines ai ringen Eotrees auch Nichtmitglieder Zutritt haben. Di Feier, welche um 4 Uhr beginnt, besteht in Konzert der be kann'en Neppschen Kapelle aus Hörde, Gesangvorträgen un Ball. :[Das Neujahranschieden,I welches fast in jeder ahre Unglücksfälle im Gefolge hat, wird von der hiesige blizeibehörde leut Bekanntmachung aufs strengste verboten ie Beamten haben ausdrückliche Weisung, jeden Uebertretungsfall zur Anzeige zu bringen. : Selbstmord.] Gestern vormittag machte im nörd lichen Stadtteile ein 60jähriger Arbeiter seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Der Lebensmüde, welcher verheirate ist, hatte noch bis gegen 10 Uhr gearbeitet. bekasse Dorstfeld=Bri statte. Nur die Freihen der Presse, dort Teum.PrrsthrToe Wene W—— sprechungen ihre Ansicht zu äußern, wie sie ja auch in so lange erhält, als 90jähriger Greis betreten würde allen katholischen Ländern besteht, ist von der italie=[Unfallversicherungs=Gesetz.] Wie berichtet nischen Regierung selbstverständlich nicht in Frage wird, ist die angekündigte Umarbeitung des Unfallgestellt worden. Das würde natürlich der Fall sein, versicherungsgesetzes in Angriff genommen. Es scheint wenn der Papst weltlicher Souverän von Rom wäre, also, daß man die Resultate der Berufsstatistik doch denn alsdann würde es überhaupt keine Preßfreiheit nicht als notwendige Voraussetzung dieses Gesetzes beund überhaupt keine politische Freiheit geben, eben so trachtet. Ueber die Haltung, welche die Regierung den wenig wie Religionsfreiheit, und die protestantischen wesentlichsten dabei in betracht kommenden Streitfragen Kirchen und Schulen— dieses Hauptärgernis der gegenüber einnimmt, ist wenig Klarheit vorhanden, und Kurie— würden sofort wieder verschwinden müssen, man weiß nicht, welche Erwartungen man an die VerDeshalb eben reklamirt Leo XIII. seine weltliche Herr= sprechung knüpfen darf, daß die Umarbeitung auf schaft und erklärt den jetzigen Zustand für unverträglich grundder vorjährigen Reichstags=Verhandlungen er= mit der Freiheit und Wirde des heiligen Stuhles. folgen solle. Wenn in der That die Möglichkeit einer nicht lange, als dieselben auch schon mit dem Wirte Strei ter 5 Dorst ##cke.] Aus den Rechnungsabschluß ersehen wir, wie nützlich der Verein für seine Mitglieder ist, indem seit dem fünfjährigen Bestehen über 1600 A in Steubefällen an die Angehörigen ausbezahlt sind und noch 1500# Vermögen vorhanden ist. n letzten Jahre wurde die Vereinskasse stark in Anspruch genommen; es find elf Sterbefälle eingetreten, trotzdem hat die Kasse aus den laufenden Beiträgen noch einen kleinen Ueberschuß. Wir können allen, welche im Todesfalle ihrn Familie eine materielle Hülfe gewähren wollen, nur raten, dem Vereine beizutreten. e[Sachbeschädigung.— Diebstähle.] Am vor end kehrten. Arbeiter der Union in der frühe jetzt Sehres'chen Herberge an der Dorstfelder ustande noch ein. Es dauert gestrigen Abend kehrten# Kromberg, jetzt Sehres'ch Brücke im angetrunkenen Zust A * hinzugerntenen Hofe der an der fremder Mann fellgen# Werte von 15 4 entwerdet wollte. Er wurde der Polizeibehörde übergeben. einigen Abenden hat man von einem Fuhrwerke Vornstraße, während der Führer Selbe blicke ohne Aufsicht gelassen, einen die 10 irte er mit der zu Dieser so unschuldig Kenntnis der Vorgesetzten des Po# brauerei ein boten und führte gegen ihn eine Anklage wegen Gekupfernes Kohr zum bührenüberhebung herbei. Glücklicherweise hatte der und damit verschwinden Strafrichter über die Handlung des Wurstfreundes und ede übergeben.— Vor den Wurstzipfel selbst folgende milde Ansicht: Zum dastelbe far einige Anger Thatbestande des Bergehens der Ueberhebung von Gesen Kors, der mit Fleisch bühres gehört die rechttwidrige Erhebung von Steuern, Tage, Messen au., Ritteilungen für Bost= und für um Sendungen noch allen Teilen der Erde, PorioEinnahme= und Ausgabe Tabellen, Zins=BerechnungsWechselstempel=Tarif; der Kalender ist elegant in kaliko gebunden und mit Tasche und Bleikift versehen Für Hausfrauin bietet obengenannte Verlagshandlung Fleisch selbe Weise hat man am Abende vorher auch auf derselben berechtigte Beamte und die Nichtablieserung des rechts Torfen. Die konz.„ komponirte und in prächt Straße von einem Milchfuhrwerk eine Büchse mit 10 Litern widrig erhobenen an die öffentliche Kasse. Aus dieser guder wugeieite eine Sras.. e Patenders ent Milch entwendet. ausdrücklichen Hervorhebung und namentlichen Bezeich grncksein eine Produktentasel für jeden Monat. Minden, 28. Dez.[Ausschmückung der Aula, nung derjenigen öffentlichen Fälle, in betreff deren das 1, Damen Kalender“ pro 1882 a 2 4 In de man seine Freude an derlei Erheiterungs= und Zeestreuungs mitteschen sich noch zu erhalten verstanden, sind auch seinem Sprößling, dem Kalender, vollauf eigen. Originell und reichhaltig dem Inhalt nach dietet das höchst elegant und aumutig ausgestattete Büchlein zahlreiche Humoresken, komische EE RE PL. Anekdoten, Witze, Scherze und dazu eine Auswahl wohlges hübsche Neuigkeit, genannt„Küchen=Kalender“ lungener lustiger Illustrationen. Der„Schalk=Kalender", 2 4) An Korm eines unrein: Dalenders enthält dem ein vollständiges, sauber in Rot= und Schwarzdruck ausgeführtes Kalendarium nicht mangelt, dem durch Aufügung illustrirter Witze und Scheizizenen ein humoristischer Anstrich verlieben wird, darf zuversichtlich auf eine freundliche Aufnahme in den weitesten Kreisen rechnen. Ein sehr mäßiger Preis(#.—) wird zur Förderung der Verbreitung wesentlich beitragen. Vorrätig in der C. L. Krügerschen Buchhandlung in Dortmund, Westenhellweg 43. ält — Kunstoerein] Auf Aurgung unsers stüheren Bergehen verüdt werden kann, folgt daß eine Aug. Iaur, unganter Austatung— zweisarbign Druck und Oberbürgermeisters Herrn Geüning hat bekanntlich f..Idebnung der Strafvorschriften auf Erheben=.. Peen: Eindand mit Goldschnitt— bietet der 16 Bogen der damalige Kultusminister Dr. Falk aus einem ihm zur hnung der Strafvorschrifteg, auf Erhevung von an=unfende Kalender vielseitigen und brauchbaren Inhalt, Verfügung stebenden Fonds zka. 60.000.-4 zur künstlerischen deren Leisungen, welche nicht zu den genannten ge= als 18. Kalender, Kalendarium, Tabellin für Einnahme Ausschmückung der Aula unseres neuen Gymnesiums guren, ausgeschlossen ist. Dies muß auch für solche und isgabe, Blätter für Familien=Notizen, und auch der bewilligt. Zu demselden Zweck sind durch Privatsamm= chulle gerten, wo diese andern Gegenstände an Stelle unterktende Teil des Buches hat durch zwei hübsche Nolungen 5000 A aufgebracht worden. Für diese Gesamt= der wirklich schuldigen Abgaben oder Gebühren ver- veiten Mila Lumi“ und„Gali“ seine entsprechende Besumme kann gewiß schon sehr bedeutendes geleistet werden. langt und gegeben sind, da auch hier etwas anderes####lchung gesunden. Die als Titelbild beigegebenen, in Zunächst haben Künstler aus Berlin mit Ausführung der als das im Gesetz bezeichnete geleistet ist. und derienige, ge“ hergestellten Vortraus Ihre. Eenigl. Hoheiten des komplizirten Stuckarbeiten begonnen und dieselben eifrig welchem die Leistung abverlangt wird, sofort zu:. granprten Gustav von Schweden und Norwegen und der gesördert. Den Happtschmuck stellt, nach der„Okn. Zig.“, kennen vermag, daß eg sich nicht unmitesog.. sin Bittoria, geborne Peinzessin von Baden, verProsissor Paul Thumann in Berlin her: zwei große Wand= triedigungr nas.n. es nah nicht, u. mittelbar um Be=ldienen a. besonderen chmuck des Kalenders hervorzehoben gemälde, von denen das eine in der fiegreichen Rückkehr ar friedigung der öffentlichen Kasse, sondern um eine ver- zu werde. nims zu seinen Volksgenossen die Ueberwindung der Fremd= sönliche Leistung an den Verlangenden handelt. Außer= Sämthe Kalender und Notizbücher sind in der E. L. herrschaft durch die Germanen, das andere in der Taufe dem muß das rechtswidria Erhobene zur Ablieferungügersen Buchhandlung in Dortmund, Westenhellweg Wittekinds den Sieg des Christentums über das Heidentum an die öffentliche Kasse seiner Natur nach überhaupt““.— zlaven allegorisch darstellen wird. Die sämtlichen Arbeiten werden, geeignet sein. Das Gesetz findet keine Anwendung.] Dhugeher der illustrirten humoristischen Wochenda das Kuliusministerium sast die ganzen Kosten trägt, von wenn Gegenstände erhoben sind, bei denen eine solche g. Sei.g ur.: Ernst Eckstein, dat soeden im Verlage von demselben geleitet und überwacht.— Es hat sich hierselbst Ablieferung nicht in Frage kommen kann und ein Stisch“: Thiel# Leipzig den zweiten Jahrgang des„Schalt ein Kunstverein gebildet, welcher, wie dies von Städten!Murch nimmt keine zsfentliche Gauie..ehlmuau— sattede, für das Jabr l4 unserer Provinz in Mänster, Dortmund und Vielefeld mit: uimmt keine öffentliche Kasse in Zahlung. Erfolg geschehen ist, regelmäßige Gemälde=Ausstellungen und Verlosungen zu veranstalten und dadurch der Kunst eine Stütze zu werden gedenkt. Die Beteiligung der gebildeten Kreise ist eine recht erfreuliche. Essen, 27. Dez.[Mäuseplage.] Die„Ess. Bztg.“ schreidt:„Auch hier macht sich die Mäuseplage in hohem Grade fühlbar. Die Mäuse fressen die Saatkörner dermaßen auf, daß sich die Winterfrucht sehr lücken haft gestellt hat. Auch die Forstleute klagen über diese Tiere; sie zerstdren die Eichelsaaten, und deshalb muß im kommenden Frühjahr trotz der so hohen Samenpreise die Eichelsaat wieder auf das neue vorgenommen werden. Mülheim a. Rh., 28. Dezember.[Von seinen Leiden erlöst.] Der unglückliche Kutscher der Pferdebahn, welcher am 7. ds. Mts. auf dem Eisenbahn= Uebergang der Bergisch=Märkischen Bahn zwis en Deutz und Mülheim bei der Zertrümmerung eines Pferdebahnwagens durch einen Eiserbahnzug sehr schwere Verletzungen davon trug, wurde gestern vormittag durch den Tod von seinen Leiden erlöst Trier, 27. Dez.[Ertrunken] Infolge des leichten Frostes war der Mattheiser Weiher gestern mit einer dünnen Eisdecke bedeckt. In jugendlichem Uebermut wagie sich nachmittags gegen 3 Uhr de 15jährige Anton Lorsche aus Heiligenkreuz auf das Eis und erreichte auch * Wursch. Nicht möcht ich einst begraben sein, Wenn Lenz und Leben frisch erblüht, Nicht in des Sommers Sonnenschein, Wenn rot am Strauch die Rose glüt. Auch möcht ich nicht von hinnen gehn Einst in die tiefe Grabesnacht, Wenn gelb im Feld die Aehren stehn, Der Wald in Herbstes Farbenpracht. Getragen möcht ich sein hinaus, Gesenket in die Totengruft, Im wildsten Wirtersturmes Braus, Wenn Schnee verdüstert Erd und Luft. Wenn kahl der Baum die Zweige streckt, Wie klagend, in des Himmels Grau, Wenn alles Leben weggeschreckt Der starre Frost aus Wald und Au. Winn nicht zu unterscheiden mehr Von Dunket Licht und Tag von Nacht, Wenn recht ein Totenwetter wär— Dann schlief es wohl sich still und sacht! " das Jahr 1882 erscheinen lassen Die zahlreichen Funde, die sich der„Schalk“ bei seinem noch jugendlichen ter überall zu erwerben gewußt, verdankt er der Entfaltun eines durchweg gesunden Humors, oft schnei diger und schefer Satire, eines artigen Witzes und nicht zum mindestener vortrefflichen, sehr ergötzlichen Illustrationen von der Hand gewandter Künstler. Diese Vor üge, welche dem„Saalk“ den Weg gebahnt in alle Kreise, wo „„ i n d e r T h a t die Mitte des Weihers; dort brach das Eis und der Knabe! Gewerbe, Handel und Verkehr verfank vor den Augen seiner Gefährten, die alsbald die!* Dortmund. 28 Desember ISchAf„ Kunde davon nach Heiligenkreuz brachten. Oßgleich sich Leute Der Auftrieb bestand aus 309 Stück Windnieh 99 zur Unglücksstätte aufm chten, um den Knaben zu retten, Schweinen, 218 Kälbern, Mas Mtrt:.;.".2 Deustanabe 2. di. Behse. Iit zud. beutae der Lacsteo, glct gerz,=23c, Padan Heiligenkreuz, unternahm es, die Leiche Die Preise erfuhren trotzdem keine wesentliche Aushalt, ebenfalls aus des Ertrunkenen aus dem Weiher he auszuholen, und gab seinen Entschluß nicht auf, obgleich er von verschiedenen Seiten eindringlich auf die damit verbundine große Gefahr aufmerksam gemacht wurde. Nachdem er seine Oberkleider abgelegt, machte er sich ans Werk aber schon nach 10 bis Die Preise erfuhren trotzdem keine wesentliche Aufbesserung Für 1. Qual. wurden K 59—62, für 2. Qual. A 53 bis 58, für dritte Qual.## 45—52 per 50 Kilo Schlachigewicht bezahlt. Schweine waren etwas angenehmer. Die Zufuhren waren nicht so bedeutend als erwaitn wurden 12 Schritten brach unter ihm das Eis. Aller Warnungsrufe groetete Lanschweine 4 Ka.59 pr. 50 Klo Sbendgewicht mit 20 Proz. Tara. Kälber waren in guten Qualitäten schwach Todes=wzeige. Heute morgen Uhr starb nach kurzem Leiden infol: einer Lungenentzündung mein lieber, guter Mann, unser guter sater. Schwager und Schwiegershn, der Kaufmann Heinr. Rusemeyer “ i m A l t e r v o n 4) J a l e n Um stille Teilnahm bitten Dortmund, 30. Dez. 881 Die trauernde Gattin nebst Kindr. Die Beerdigung findeMMontag, morgens 9½ Uhr, vom Sterbehause, auf dem Berge Nr. 11. aus statt. 12 597 Bekanntmachung. Wegen Räumung des Grundbuchamts finden die Auflassungen am Mittwoch, 4. Januar und Donnerstag, 5. Jannar 1382 nicht statt. Dortmund, den 28. Dezember 1881.— nechl fr. Bekanntmachung. Absatz 2 der Allerhöchsten Verordnung vom 7. September•79 er## Verwaltungs twangsverfahren wegen Beitreibung von Geldbeträgen sind die Vollziehungsbeamten nur nach Maßgabe des ihnen erteilten schriftlichen Auftrages zur Empfangnahme von Geldern ermächtigt; ebenso dürfen 4e T# Ausgeichung von Kostenrechnungen Zahlungen nur nach Inhalt ihres schriftlichen Auftrages entgegennehmen Den Kostenpflchtigen steht nach§ 19 derselben Verordnung das Recht zu, die Vorzeigung des vorbezeichneten schriftlichen Auftrages zu verlangen. Auf diese Bestimmungen wird das beteiligte Publikum mit dem Bemerken aufmerksam gemacht, daß die an Vollziehungsbeamte geleisteten Zahlungen von Beträgen, zu deren Erhebung denselben die Berechtigung fehlt, als richtsgültige Zahlungen nicht anzusehen sind und solche Beträge daher bei etwaigen Unterschlagungen seitens untreuer Beamte von den Kostenpflichtigen nochmals gezahlt warden müssen. Mürster, 15. Dezember 1881. Der Provinzial=Steuer Direktor. In Vertreiung: von Helmolt. sich vielmehr dis zur Mitte des Weihers vor; dort versank auch er. Versuche, wieder empor zu kommen, blieben ohne Erfolg, bald versagten ihm die Kräfte und auch er ertrank. Gegen 5 Uhr wurden, nachdem man aus St. Medard einen Nachen herheigeschafft, beide Leichen aus dem Wasser genommen. Der jung. Biesdorf hinterläßt, der„Tr..“ zufolge, eine Frau und ein kleines Kind. Gerichtliche Entscheidungen. Kassel 22. Dezember.[Verurteilte Brandvertreten und mußten hierfür denn auch hohe Preise angelegt werden. Geringere Ware fand wenig Beachtung. Bezahlt wurden je nach Qualität 45—60# pr. 1 Pid. Schlacht#1# wicht. Nächster Schlachtviehmarkt Dienstag, den 3. Januar. Sandwehr= W Dortmund, 29. Dez.[Die Bedeutung des „Cit“] an Offerten, Marktberichten u. s. w. Auf Anfrage teilen wir mit, daß dieses aus dem telegraphischen Verkehr Englands stammende, erst daselbst, jetzt aber auch bei uns in die kaufmännische Briessprache übergegangene Wort bei Preisnotirungen die Bedeutung hat:„netto Cassa, gegen Zur Teilnahme des Kameraden minder Berein. der Beerigung stifter.] Nach dreitägiger Verhandlung gelangte heute Rechnung und Connossament, frei an Bord geliefert.“ Die vor dem hiesigen Schwurgericht ein Aufsehen erregender Engländer drücken dies aus: nat dach against Inwaine— Brandstiftungsprozeß zum Abschluß, der auch weitere Kreise inter süiren dürfte. Aus dem bei Karlshafen gelegenen Städtchen Helmarshausen, in welchem in kurzer Zeit zehn größere Brände ausgebrochen sind, standen unter der Anklage der vorsätzlichen Brandstiftung fünf Personen vor dem Schwurgericht. Darunter sogar der Vize=Bürgermeister des Städtchens, Karl net cash against invoice and bill ef lading, frco on bord,“ und haben nun, der Kürze wegen, aus den Anfangsbuchstaben der Worte cash, invoice, frco=(Cassa, Rechnung, frei) jenes allgemein verständliche auch bei Offerten nach hier durchaus übliche„Cik“ geschaffen, wodurch große Summen im Depeschenverkehr erspart werden und dessen Bedeutung in England gesetzlich anerkannt ist Auch unsere deutschen und die holländischen Hafenplätze den Ausdruck———.„„„ Karl Cames tritt der Verein am Sonntag, norgens 9 Uhr, beim Oterst Heiuekamp an. :2 602" Der Vorstand. Bochumer 4proz. StadtBbligationen. in Westfalen hat besufs Tilgung ihrer sämtschen Bekanntmachung. Am 3. Januar 1882, morgens 9½3 Uhr KomKurl haben sich den Ausdruck angeeignet und es bedeutet eif anfangend, wird der Verkauf der Naa Kaiser, ein bisher gut beleumundeter und sehr gut Anvers, cif Hamburg, Biemen, Whitehaven 2c. sonach: netto laßsache der verstordenen Witw. Mosesituirter Mann von 53 Jahren, ferner noch ein Stein= Cassa, gegen Connossament, frei an Vord des Sch ffes am Steinberg, in dem Hause Wüsteni arbeiter Mantel, und als Hauptangeklagter der Stein= bei„““ genannten Ort geliefert..: hof 7 hier, fortgesetzi „„„ K a s s n a n 3 0 O., T# 4 m i.! Z u r V e r s t e i g e r u n g k o m m e n n o c h: Mehrere vollständige Betten nebst Bettstellen, Sofas, Kommoden, Tische, Stühle, Spiegel, Bilder, goldene Uhrkette u. s. w. Dortmund, den 28. Dez. 1881. Lennings, 12 5821 Gerichts=Vollzieber. arbeiter Ludwig Köster, sowie weiter dessen Frau und Stieftochter. Köster befand sich im Jahre 1879 in zerrütteten Vermögensverhältnissen, weshalb er sein hoch versichertes Besitztum ansteckte, wodurch er eine ziemliche Summe Brandkassengelder erhielt. Da alles gut ablief, trieb er es von da an eigentCastrop, 30. Dez.[Zeche Viktor.] Dem uns vor: liegenden Geschäftsberichte entnehmen wir nachstehendes: Im verflossenen Jahre stellte sich die Förderung auf 2244 387 Ztr., wovon 2011 200 Ztr. im Esenbahndebit, 76 170 Ztr. im Landdebit abgesetzt wurden. Der Selbstverbrauch betrug 152 566 Ztr., die Wasserzuflüsse belaufen sich augenblicklich auf zka. 95 Kbf. Was die Bauten über Tage lich als ein Gewerbe, sich Besitzern, die in anscheinend anbelangt, so ist ein Ventilator angelegt, ein Anbau an das mißlichen Vermögensverhältnissen sich befanden, als Kesselhaus, ein großes Wasserhaltungsgebäude, ein Lokomo Retter in der Not zu erweisen, indem er wiederholt"]% ung zwei Beamtenwohnhäuser ausgeführt und sich erbot, ihnen ihre Gebäulichkeiten anzuzünden. Die inrechend erweisert word a den Göiderung ent nog urer Sune völig michtligen wiesen derartige An= sebgelausenen Jahre sichergebende Sinnahme von 646 18786=4 Die Stadt Bochum älteren Schulden eine Mark 3560 000 1880 emittirt, welche mit.nur u..„ Die Kupons, sowie die ausgelosten Stücke sind außer in Bochum noch in Berlin und Köln spetinfrei zahlbar. .. von diesen Obligationen werden hiermit Mark 1500 000 zum Kurse von #g erklusive Stückzinsen in Abschnitten von 2000, 1000, 500 und 200 zur Zeichnun aufgelegt und zwar erfolgt die Subskription: in Bochum bei Herrn Hermann Schüler, „ Köln,„, der Kölnischen Wechsler- und missions-Bank, in Dortmund bei dem Dortmunder BankVerein am 3. und 4. Januar 1882 in den üblichen Geschäftsstunden. 12 598 Echter pariser Malz. Extrakt, MineralquellHustenkaramels u. KakaoThee. Alleiniges Genußmittel von Maria Benno 5—"— von Donat 1671.— Schutz=Marke Berlin, im roten Schlosse, ggenüber dem köngl. Schlosse. Allein echtes Rezept, Garantie u. Anerkennung. Laut einem Gutachten der höchsten Medizinal=Behörde in Deutschland ist erbieten entrüstet zurück, wie unbestritten erbracht wurde. entspricht einem Durchschnittserlös von 28,80 M pro 100 Ztr.! C—-MET Kaiser und Mantel jedoch konnten diesen verlockenden Nach dem Rechnungsabschluß für 1880 beträgt die Gesammt HUIZ=Verraut Versuchungen nicht widernehen. Der Vizebürgermeister ausgabe 854 240.91-4. von welcher Summe 140 955.37#„.# Kaiser hatte nämlich für schweres Geld eine neue Scheune auf Neubau und Neuanschaffungen und 713 285 54 K auf gm Selilkwoch 11. Januar K. ausbauen lassen, die ihm in keiner Ecke recht war, den Betrieb entfallen. Am 1. Jaruar d. J. verblieb ein vormittags 10 Uhr Außerdem hatte er sie zu 1800 Thaler versichert, obwohl er nur 800 Thaler daran verbaut hatte. Das Zur Tilgung dieser Schuld samie zur.ßtreitunn gute Beschan xeizte ihn also und er schloß mit Kösters ten Anlagen dat der Grubenvorstand nach Autorsation den Pakt, so daß dieser gegen Zahlung von 200 Mletzten Generalversammlung eine 5prozentige Anleihe von ihm die Scheune ansteckte. Wie gesagt, so gethan. 1 000 000 aufgenommen, deren Rückzahlung mit 10 ProAlles lief glatt ab; wie gewöhnlich, wurde die Ent=zeut Aufschlag mit dem 1. Januar 1886 zu erfolgen hat sehungsursache nicht ermitielt und die Brandkassen= und In der dieser Tage in Essen stattgehabten Gewerkenversamm: Zersicherungsgelder prompt ausgezahlt. Darauf erbot luing wurden die aus dem„Brudenvorstande autscheidenden noch zu deckender Saldo von 695 410.12 K. in welcher anfangend, sollen im Forstreviere KapSumme Guthaben der Bankiers mit 683 171 K figuriren. spenverg. Forstort„Sudholz“: 260 Rmtr. Buchen=Scheitund Knüppelholz und 1800 St. Buchen=Pollwellen, zum meistbietenden Verkaufe ausgesetzt werden. Anfang am lünener Fußwege. Cappenberg, 27. Dezember 1881. Der Rentmeister: 12 579 Hintze gay Lage der Gesetzgebung ein strafrechtliches Einschreiten gegen mein alleiniges D außmittel Maria Benno von Donat nicht angängig Tritt allgemeine Schwäche hinzu, so versäume man nicht, einen wissenschaftlich gebildeten Arzt zu kon#ultiren. Fortwährend frisch mit Gebrauchsanweisung in französischer, enguscher, spanischer und deutscher Sprache in billigster Packung und Engrosden Konditoreien der Herren v. d. Heide, Westenhellwege 64a, Wilh. Wencker, Brückstraße 5.[11 572 Für eine Zeche Dortmund wird in der Nähe von ein junger Mann als Herren Friedrich Grillo, E. Schürenberg wiedergewählt. Waldhausen und Wilhelm Köster, das Mantelsche Wohnhaus für zehn r aler(!) anzustecken, was dieser zufrieden war. Das us brannte ab, die Untersuchung förderte nichts Litterarisches * Tage und die Versicherungs=Gelder wurden auch— Kalender 1832. Shesmafa—is1#.“. I. der prompt, ausgezahlt.„Da sielen einige Monate nach Ende zu und wiedernm benutzen wir dof, gern v# Ge, hr durch Zufall dem Gerichte Briefe in die Hände, legenheit, unsere Leser auf die uns vorliegenden, seit Jahren A. Bälss an feine Rran has Dall.,kaux.. Gn.n Iani ant konl. Lmmm 1 611..„„"— Geuten Materialien= Verwalter gesucht. Offerten unter Z. K. W. 312 599 werden an die Expedition dieser Zeitung erbeten Wer liefert gebrannte 50: bis 100 000 hart Haus=Verkauf. Ein Schreiber Am Samstag, 7. Jannar 1552, wird dum 1. Janvor„.; grsacht. Bellers, 12536 Gerichtsvollzieber. Thaler gleich bezahlt, nicht aber Kaiser die 200.] Bezeichnung der Festtage, Buß= und Bettage im deutschen u. 18 Fuß Länge. 13 Fuß Breite, sowie Köster wollte nun nach Amerika flüchten und mahnie Reich— Messen, Jahrmärkte 2c., für jeden Tag Raum zu 60 Cnadrat=Ruten Gartenland, Kaiser um seinen Verbrecherlohn. Mantel war geständig, die andern beiden ncht. Nachdem die Geschworenen die sämtlichen Schuldfragen mit Ausschluß mildernder Umstände bejaht, wurde Köster zu 15, Kaiser zu 5 und Mantel zu 4 Jahren Zuchthaus, Aberkennung der Ehrenrechte, je 1000 2 Geldbuße und Polizeiaufsicht verurteilt. Die beiden Frauen wurden von der Beihülfe freigesprochen. Wegen eines Wurstzivfels.] Bei Ablieferung einer Postsendung in einem höchst geschmackvoll eingeeichteten und appetitlich duftenden Schlächterladen erzriff den Postboten ein solches Gelüste nach einem Stück einer Wurst, daß er an Stelle der ihm zustehenden bebühren von 5 s sich ein Endchen Wurst für 10 3 Notizen, im Anhange eine Menge nützlicher, für den Geschäftsmann sogar unentbehrlicher Aufschlüsse über den Postund Telegraphen=Verkehr, Porto= und Depeschen- Tarife Verzeichnis der deutschen und fremden Konsulate, ferner ein vollständiges, nach amtlichen Mitteilungen zusammengestelltes Berzeichnis der deutschen Amtsgerichte mit Angabe aller dabei sungirenden Rechtsanwälte und sonstigen Parteien=Vertreter, und Berichtsvollzieher, ferner Angabe der öffentlich meistbietend verkaufen Asseln, den 23. Dezember 1881. 12432 Reuhaus. 1 bis 2 tüchtige Feuerschmiede Schlosser für Maschinen und Blecharbeit gesucht. 12 601i Bochumer Eisenhütte Heintzmann& Dreyer, Bochum. Knaben finden dauernde Beschästigung in der Tabakfabrik von... 912 560 Heinr. Strunck, —. Angabe der für Fördertbebe und Maschinenteile— Seuer sampstraße 9. Advokaten in bedeutenderen ausländischen Orten, Verzeichnis werden gegen guten Lohn und dauernde Sattlerlehrling gesucht. der Bankhäuser und Spediteure des In= und Auslandes, Arbeit zu engogiren gesucht. Gute Zeug= 12 587 Oftenhellweg 11 und neueste Verkeorskarte von nine ersoiderlich f12 575 Ein Nachmittagsmädchen Mittel=Europa. I Ben wem, sagt die Exp gesucht. RGestmall 47 8 Der Rotiz=Kalender“(Preis 1& 50 4) gute] Krankheitsbalder zin Diens hält auf 28 Bogen handlichen Taschen=Formats pro Tagsmädchen auf sofort gesucht. eine Seite Raum zu Rotizen, ferner Bezeichnung der Mos“., 9610 Kuhstraße 22. Ein in der Küche und allen häusl. Arbeiten erfahrenes Mädchen zum 1. Febr. gesucht.# Beteastr. 29. FeldbrandZiegelsteine und zu welchem Preise franko Aplerbeck? Offerten besorgt die Exped. d. Ztg. unter A. W 12589. 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Speisezeitel u Rezepte sind von dem bewährten gastronomischen Mitaditer des„Gerliner Fremdenblattes“, Herrn E. Köppen, Offener Sprechsaal. (Far Artikel unter dieser Rubrik ist die Redaktion dem Publikum gegenüber nicht verantwortlich.) In dem Theaterzettel am Donnerstag, den 29. ds.., las mai bei den„Preisen der Plätze" u..: Sch lerbillete kosten 60 4; als nun kurz vor Beginn der Vorstellung von vielen Schülerinnen und Schülern diese Billete unter Hinzählung dieses Preises verlangt wurden, bemerkte Herr Direktor Pollak, der Preis sei nicht 60 sondern 80 K und ließ sich unter ausdrücklichem Hinweis auf den in dem Theaterzettel bekannt gemachten Preis nicht von seiner Forderung abbringen, bemerkte darauf nur, es sei das eben ein Drucksehler. Einsender ist nun zwar der Ansicht, daß ein derartiger Drucksehler bei einem Theaterzettel nicht vorkommen darf; ist derselbe aber wirklich gemacht, so ist es nur Pflicht und Schuldigkeit des Theater= Unternehmers, den, wen, auch irrtümlich bekannt gemachten Preis zu akzeptiren; durch die Unkulanz, mit welcher dieser berechtigte Ansproch abgelehnt wurde, erwirbt sich derselbe sicherlich keine Gönner. Konstatirt muß werden, daß vielen Schülerinnen, welche sich nur mit den erforderlichen 60 4 für das Billet versehen hatten, die Unannehmlichkeit erwuchs, den weiten Weg nach dem Theater unverrichteter Sache oder nochmals nach Hause machen mußten, um sich die fehlenden. 20 4 nachzuholen Berantwortlicher Redakteur Rudolf Versen in Dortmund am gers 2 * ung bestimmt am 27. Apr Triersche obrigkeitlich genehmigte PrämiegLotterie. Erster Hauptgewinn: Ein Goldbarren 25000 Mark. Zweiter Hauptgewinn: Ein Goldbarren 15000„ Dritter Hauptgewinn: Ein Silberbarren 10000„ Vorstehende Gewinne haben genau den baren Geldwert. Ferner: Ein Brillantschmuck....... 6000 M Eine Salon-Einrichtung 5000 Eine voliständige Ausstattung in Leinen.... 4000 Eine vollständige Einrichtung in Silber. 4000 Durch die Gold- und Silberbarren Bargewinmk constigen wertvollen vielen Gewinne, wie auch darch den geringen Lospre'“hat die T dter sche Lotterte von allen derartigen Lotterien die grösste Gewinn Chance. Das Los kostet nur 2 Mark. Die 400 Lose dieser Lotterie sind nur noch kurze Zeit zu aben in der Expedition der„Dortmundg Zeitung.“ Abonnements Einladung auf die Hagener Zeitung. Wir erlauben uns hiermit zu zahlreichem Aboi,ument auf das mit dem 1 Januar 1882 beginnende 1. Quartal einzuleden. Die„Hagener Zeitung", welche einen entschieden liberalen Stanspunkt ver##t, erscheint täglich in großem Zeitungsformat mit Aust ahme des Vontags. — Sonntags wird ein Unterhaltungsblatt beigegebin.— Abonnementspreis 2½ Mark pro Quartal; die„Hagener Leiturg“ ist demnach eines der billigsten aller in der Provinz W stfalen täglich erscheinenden Blätter. „ Ingalt: Populär geschriebene Leitartikel,— eine sorgsältig zu sammengestellte Uebersicht der Tages Begebenheiten(berliner Oeiginal= Korrespondenzen, darunter solche aus der Feder ines bekannten fortschrittlichen Parlamentariers),— reichliche Lok#l= ind Provinzial=Nachrichten, darunter zahlreiche Orig.=Korresp,— Industrie, Handel und Verkehr,— Vermischtes.— Land= u. Volkswirtschaftliches,— sponnendes Feuilleton(Original=Novellen der belie testen modernen Schriftsteller.) — Die Reichs= und Landtagsverhandlungen bringt die „Hagener Zeitung" in ausführlichen übersichtlichen Auszügen. Die„Hagener Zeitung" erhält die wichtigsten Nachrichten tele graphisch und bringt diese in der den Nachmittag erscheinenden Nummer gleichzeitig mit den größeren Blättern zur Kenntnis ihrer Leser Nach Ausmärts wird die Zeitung mit den Nachmittagszügen versandt. Gleichzeitig wird hiermit die„Hagerex Zeitung“ zu Inseraten aller Art empfohlen; die Auflage derselben hat im vergangenen Jahre wiederum eine bedeutende Steigerung erfahrer und beträgt jetzt über 5500 Exemplare. Die„Hagener Zeitung“ ist nicht nur für Kreis Hagen, dessen verbreitetstes Blatt sie ist, das wirksamste In„ nsorgan, sondern die Wirksamkeit ihrer Inserate erstreckt sich au us die Nachbarkreise, namentlich die Kreise Altena und Iserlohn wilchen sie za. 1000 Abonnenten zählt Insertionsgebühren pr. Tetitzeile 15 4. Hagen, im Dezember 1881. Especkition der Bagener Seitung: Gustev Buz. Preußische Reuten-Versicherungs-Anstalt. Wom 2. Januar 1882 ab werden die Renten für das Jahr 1881 gegen die mit Lebensattest versehenen fälligen Kupons auf meinem Büreau ausgezahlt. Dortmund, den 29. Dezember 1881. Hermann Mummenhoff, 12577 Viktoriastraße Nr. 24. die Oereinsbank in Berlin, (Aktien=Gesellschaft,) Grundkapital: 30 Millionen Mark, hiervon emittir und vollbezahlt: . 6 Millionen Mark, übernimmts die Besorgung des An= u. Verkaufs börsengängiger Wertpapiere zum offiziellen Tageskurs der berliner Börse, sowie die Ausführung sonstiger bank= und börsengeschäftlicher Ordres, u. a. auch die Ausführung von Börsen=Zeitgeschäften. Die von der Bark in Ansatz gebrochte Provision bet ägt auf ban'oder börsengeschäftliche Umsätze ein Zehntel Prozent. Die Kontrolle der Verlosungen, die Einholung neuer Kuponsbogen, sowie die Einziehung von Zinskupons, Dividendenscheinen und ausgelosten Stücken, soweit letztere hier oder an größeren Bankplätzen zahlbar find, wird für die Kunden der Bank kostenfrei besorgt. Verwertung von in fremder Mänze zahlbaren Kupons bei resp. einige Zeit vor Verfall zum jeweiligen Börsen=Kurse. Darlehne auf Eörsengängige Wertpapiere werden zu—7 Proz. per annum gewährt. Föchentlich—2¼ Bogen mit vielen prachtvollen Illustrationen. Vierteljihrlich 1 K 60 4, mithin der Bozen nur zirka 6 4. ## wur mit dem 1. Jannar 883 beginn nde dreißigste Jahrgang wird an interessanten Erzählungen „Dr keimliche Gasl“ von Robert Byr, Tellinz“ von Karl Theodor Schultz.—„Becht und Tiede“ von Levin Schücking, denen sich mehrere kleinere ssselnd: Novellen anschließen werden, wie„Zwischen Vater und Sohn“ von E. del bregro,„Erkannt“ vn A. Burchard, u. a m. Aus der Zahl der bmnächst erscheinenden belehrenden und unterhaltenden Artikel heben wir vorläufig hervor:„Mohammed und ein Werk“ von Johannes Scherr,„Der belgische Klerus und die Schule" von Danneyl,„Zum huvertjährigen Geburtstage Friedrich Fröbels“ von Wichard Lange,„Die woderne höhere Bildungekrankheit" von einem bewährten Schulmanne,„Die Herrschaft des fränzösischen Geistes" von Rudolf Elcho,„Das neu Wien“ von Balduin Groller,„Der Stavellauf des größten deutschen Kauffahrteischiffes“ von einem Sochmständigen,„Bilder aus dem stillen Oceon“ von O. Finsch, die Fortsetzungen von „Ug. die Erde“ mit Illustationen von Rudolf Eronau, sovis zahleiche andere Beiträge von Wilhelm Goldbaum, Woldem, Kaden, Carus Sterne, Rud. v. Gottschall, Kalthoff, K. Stieler u. s. w. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Ule Buchhabdlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Wegen Aufgabe eines meiner Geschäfte gänzlicher Ausverkauf in Mainfakturwaren und Herren=Garderobe 2c. 12 5411 Gottfr. 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Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Französischer, englischer und deutscher Unterricht ür Kinder und Erwachsene wird erteilt durch eine geprüfte, erfahrene Lehrerin Oltwa. 124811 Ein gepräster Philologe, der mehrere Jahre im Auslande war, erteilt engischen und französischen Unterricht. Adresse zu erfragen in der Exp. d. Ztg. 112 595 Terzerole, Revolver, 2c empfiehlt 912 505 Mart. Matzmann, I. Kampstraße 60. 11mal prämiirt. Ehhneh 1579 London und Franksurt a. M. Neuheit! Liebes Diastase=Extrakt, Verdauungsextrakt für stärkemehlhaltige Speisen. Dieses wohlschmecknde Präparat, aus dem gekeimten und getrockneten Gerstenkorn durch sorgsame Maischung gewonnen, im Vakuum eingedampft und deher das Eiweiß und die gesomte aktive Diastase des Keimlings enthaltend, hat die Eigenschaft, Mehlspeisen jeder Art bei gleichzeitigem Genufse sehr schnell löslich d. i. aufnahmefähig zu machen. 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Seefisch=Handlung Lütgenbruckntraße 7. 1 Mädchen Näheres in der Expeo. 912 565 Etablissement L. Fränkel. Mein Ausverkauf dauert(is zum 1. Januar fort dahin bleiben die Ausverkaufspreise bestehen Stadttheater in Dortmund. 12 591 Sonntag, 1. Januar 1332, nachmittags 3½ Uhr, Zu ermäßigten Preisen: Rattenfänger von Hameln. Abend=Vorstellung 7½ Uhr: Novität! Novität! Gastspiel des Frl. Zlaski, erste Operettensängerin vom Thalia=Theater zu Köln. 12 486 Fränkel. Donna Juanita. Weihnachts-Oratorium nach Worten der hl. Schrift für Soli, gemischten Chor und von H. Fidelie Müller. Aufführung mit lebenden Bildern. Sonntag, den 1. Januar 1882, im grossen Kühnschen Saale. Anfang präzise 6 Uhr avenos. Kassavreis: 1. Platz 2,00 K, 2. Platz 1,50, 3. Plotz (Gallcrie) 1,00 A. 212521 Im Vorverkauf: 1. Platz 1,75 J. 2. Plotz 1 25 4. 3. Platz 0,75 M. Karten sind zu haben in den Buchhandlungen von C. L. Krüger, Gebr. Lensing und C. Doll, sowie in den Zigarrenhandlungen von A. Schmidt, B. Asemann, F. Schlüter und abends an der Kasse. Der Text wird für 10 4 an der Kosse verabreicht. Das Komitee. Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. Gegündet 1836. Komische Oper von Suppé à la Boccaccio. Fredenbaum. (Wintergarten.) Der im Jahre 1882 an die mit Anspruch au Dividende Versicherten zu verteilende Gewinn für 1877 Sonntag, 1. Jan.(Neujahrstag); stellt sich auf Mk. 519000, die Prämiensumme ler Tellnahmeberechtigten beträgt Mk. 1 730000 Die hier- o nach zu verteilende Dividende von 30 Proz. win den Berechtigten auf ihre Im Jahre 1882 zu leisten#n##en 2S den Prämien in Anrechnung gebracht..i.amiaa EPSUNTTTOT Die Dividende pro 1883 beträgt vorassichtlich 30 Proz. der 1878 gezehlten Prämien, der Giesenkirchenschen Kapesle " 1884„„ 31„„ 1879„„ Entree 30.E Anfang 3 Uhr. " 1885„„ 32„„ 1880„„ Die Gesellschaft schlieest jede Art von Lebenversicherungen gegen feste urd billige Prämien. Aus-I Kronenhurg steuer- und Leibrenten-Versicherungen verden nter den güngligsten Bedingungen effektuirt. Versren-.: Sountag, den 1. Sandar vr: bee 19.27 Personen mit..... Nk. 100 036 101 Vers.Summe Grosses und Mk. 114778 jährl. Rente. Garantie-Kapital Ende 1880 Berlin, den 27 Dezember 1881 Mk 27897660. 12 578 I. C. Zierau, Dortmund, Friedhof Nr. 14. Haupt-Agentur der chemischen WaschAnstalt u. Dampf-Färberei VON PENSELER& DUPONT, Hannover, Etablissement ersten Ranges zur chemischen Reinigung jeder Art Bamen- u. HerrenGarderobe unzertrennt und mit vollem Besatze. Wiederherstellung verregneter oder durch Druck beschädigter Sammet-Mäntel und Jaquetts. Färberei à Ressort für seidene Kleider, Sammet und seidene Stoffe. Farderei für Damen- u. Herren-Garderobe, Mödelstosse, Jedern etc. etc., in modernen Jarden. 332 Agentur bei Herin J. Peuckmann, Westenhellweg 126 Direktion der Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellsc. ift. Weitere Auskunft wird gern erteilt, auch werdenAnträge auf Versicherungen ertgegengenomnen von L. Siebert, General-Agent in Dortmund, Th. Schumann: Dortmund, Wilh. Baumeister in Hombruch C. Saatmann in Schwerte. Soeben traf bei uns ein: Humboldt. Monatsschrift für die gesanten Naturwissenschaften. Herausgegeben von Tr. G. Krebs. Preis pro Heft 1 Mark.— Januir Heft liegt zur gefl. Ansicht bereit. Abonnements nimmt entgegen und besorgt pinktlich die C. L. Krügersche Buchhandlung. KONZERT 12 426 Für Ziegelei=Besitzer Brennöfen sog. Ringöfen, 2 2 S 5 welche bei geringstem Kohlenverbrauch(zka. 3½ Zent. Stein=### 2= kohlen per Mille) gleichmäßzig hartgebra nte, reinfarbige, schmauch 0 freie und klangvolle Ware, liefern, erstellt Unterz. Langjährige##—. — Spezialität, Garantie für Haltbarkeit und Betriebs=Resultat, * Referenzen über Oesen, welche sich langjährig bewährt haben. W. Eckardt, Ingenieur, Dortmund. des gesamten Orchester Vereins. Anfang 3 Uhr. 12 585i Entree Wenkers Konzert=Saal 16. Münsterstraße 16. Heute, Samstag, den 31. Dez.: Grosse Extra-Vorstellun Auftreten des vorzüglichen nastikers M. Terelly und der C. spiel=Virtuofin Little Carry“ Auftrete= sämtlicher inzagirter Künf. Anfang 8 Uhr.— Ende 11 Uhr. Morgen, Sonntag, 1. Jan. 1832: Erstes Gastspiel des sensationellen Künstler=Trios Broothers Mellor in ihren bis jetzt unübertroffenen Leistungen. 12 586 heschäftsbücher. Den Herren Kaufleuten und Industriellen empfehle ich mein Lager fertiger Geschäftsbücher der Fabrik ven Weiß& Zimmer in.=Gladbach; Bücher nach beronderer Vorschrift, welche nicht am Lager sind, besoroe ich prompt zu Des Fabrikat genannter Firme wurde auf der Düfseldorfer Ausstellung mit einer Staatsmedaille prämiirt, und garantiere ich solideste und eleganteste Ausführung.„ O H. A. Stolle, Reinoldistr. 3 Theodor Rosenstock, Bankgeschäft, Berlin., Französischestrasse 40/41. 9533 An- und Verkauf von Ellecten p. Cansa auf Zeit und Prämie zu ½% Provision. Spesenfreie aller Lospapiere. Anfragen von auswärts finden soforUue Erledisuns. R. Landfermann& Co., Wissstr. 8. Dortmund. Wissstr. 8. 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Knallbonbons, Ballorden empfieblt billigst 68 A. W. Korff. Markt 13. Wißstraße 4. Ein Sora zu verkausen. I. Kampftraße 35, 2 Treppen 2. Winterfest am ersten Neujahrstage im Kölnischen Hofe: abends 6 Uhr. 12.576. Der Verstand. Gesangverein Westphalia. Am Reujahrstage feiret obiger Verein im Saale des Rheinischen Hofes sein diesjähriges Kränzchen, verbunden mit Konzert, Gesangvorträgen und Ansang nachmittags 4 Uhr. Karten zu ermäßigten Preisen sind im Ververkauf in den Zigarrenhandlungen von J. Schilling, B. Asemann und im Vereinslokal bei Herrn Voedt, Westenheswes, zu haben. 12•96 Der Vorstand. Johannisburg, Huckarder Wäldchen. Neujehr: Grosser Ball. Stammseidel Wilh. Lesief, Schw. Brüderstr. 6(am Markt). Bedecken der Seidel mit Blatten, Namen 2c. wird bestens besorgt. 9505 Am Sylvener= Abend un Neujabrstag findet bei mir Konzert statt. Anfang am Sylvester=Abend 7 Uhr, am Neujahrstag 3 Uhr. Entree frei. F. Schäfer. 12 559 Heiligergarten und Düppelstraßen=Ecke. Hin gut whaltenet eini plättirtes eschirr abzugeben 912 588 Ostenhellweg 11. Ein Hundzugelausen, Dogge, schwarz, gegen Erstattung der Kosten abzuholen in Oespel bei i Wirt Rob. Borowsky. Unserm Freunde Adolf Heuser unsern besten Dark! Hä hät unzählige Tulpen Bier geschonken, wir hätt se mett Freuden drunken. 3 A.., H.., H.., H. N. Evangelischer Gottesdiens. Sonnabend(Sylvester): Petri=Rikolai. Abendgottesdienst 7 Uhr: Passor Steinhoff (Unter Mitwirkung des Vereins für Kirchenmusik). Lonisen=Hospital. Nachmittags 4 Uhr: Pastor Prümer Neujahrstag. Sonntag, den 1. Jonuar. Reinoldi. Morgens 10 Uhr: Pestor Fluhme. Nachmittags 2 Uhr: Pastor Wiehe. Petri Rikolai. Morgens 10 Uhr: Nastor Brockhaus. Amtswoche: Pastor Steinhoff. Marien. (In der Reinoldikirche) Morgens 8½ Uhr: Pastor Hornung. Ev.=Lutherische Baumstraße Nr. 9. Sonntag den 1. Januar, morg. 10 Uhr: Gottesdienst. Katholischer in der Krimkapelle. Sonntag, am Neujahrstage, mor 10 Uhr: Messe und Predigt. Druck nod Verlag von C. T. Reug:rI1 Oer###nd 9 * 401 verbunden rscheint täglich. ## icher Abonnements=Preis 2 4 25 d lau. Ehem gen: Aunahme: 1. Berlin, Breslau. Aünchen, Nürnberg, —edein# P ur cnt den 54 Dortmunder Anzeiger ags=Beilage:„Für Haus und Hof“, Blätter für Land=, Garten= und Hauswirtschaft. Insertions: Geb####ren die einspaltige Petitzeile oder deren Adolf Steiner: C. Maro : .w; Minden,„Fog, Schhflier:9 6. Schlotte: Bremen. 19. Thienes: Elderseld. Thisson: Barmen. Bernh. Arndt: Berlin. Barck& Co.: Halle a. Saale. D. Frenz: Leo Frank: Köln. Joh. Noothaar: Hamburg, & Co.: Wien. G. D. Baedecker: Shle. Hagen. R. Wichelhofen: Iserlohn. Witten: E U 358. Sonnabend, den 31. Dezember 1881. 54. Jahrgang. Fröhliche Weihnachten. Novelle von Fritz Dannemarn. diur Laost dr gag,.P i. ai. eite ie hermniste Mhisea i hen Aige Ktenen un he. bein Sschurs.28.;, Dr Hesenung ud aiek dens Won daze Kraidt ur hahe“ iin Pe fl danne 24 lichen goege:.„———„„ Blutverlust hatten ihn der Besinnung beraubt. Wie sich nach sorgfältiger Untersuchung bald herausstellte, war ich nicht verwundet und der stechende Schmerz nur Folge meiner fieberhaften Gemütsbewegung in jenem Schwigend und in mich gekehrt schritt Behausung zu, wo ich alles in der größten Bestärzung durcheinander lausen sah. Die Kunde von dem Duell hatte sich wie ein Lauffeuer durchs ganze Haus verbreitet und ich sah meinen Vater, mit unru ,iger Miene mich erwartend, Als ich übe die Hausflur schritt, börte ich einen unterdrückten Schrei und bemerkte Helenen, welche bleich und nitternd am Geländer der Küchentreppe sich hielt. Ich fühlte eine leise Regung der Freude, des Triumphes mein Herz durchbeben und wäre gewiß ihr entgegengeeilt, hatte ich nicht im selben Augenblicke die Stimme meines Vaters laut und heftig nach mir rufen hören. Verwirrt sprang ich die Treppe hinauf und befand mich nun meinem Vater „Du machst mir schöne Geschichten!“ redete mein Vater barsch und in verweisendem Tone mich an.„Jagst da dem Grafen sans fagon eine blaue Bohne in die — und ich weiß von allem nichts.— Wie ich höre, soll das fatale Fräulein die Veranlassung zum Hader gegeben haben. Du weißt, wen ich meine!— Wie ist es damit, Es ist alles, wie und was Sie zu meinen belieben“, erwiderte ich kurzweg. Die Röte der Unzufriedenheit stieg mir ins Gesicht; mir mißfiel zum ersten male der rauhe, i emetman Mafera etwas # nellte mich meinem Gegner mit verschränkten Armen Lomam sfer dernd gegenüber, und sogte endlich, indem ich vernich bemühte, meine Aufregung zu bekämpfen, dro#### hm:„Die Absicht Ihres Bleibens war also, mich zu verleimden, mit kaltem Lächeln das Ehrgefühl eines schmachen, hülsosen Weihes zu vertenen:— Ein Weib, das sich ehre und liebe um seiner Tugend willen, unterstanden T. sich zu beleidigen! Was hindert mich, daß ich Sie gicht f. ter noch züchtige, wie Sie es verdienen! “ Si werden mir heute noch Genugthuung geben, blutige Aoumat nung!“ stammelte er außer sich und bleich wie #####— auf der Stelle, wenns beliebt“, erwiderte is zmieden den Zähnen und stürzte dem Gartenhaufe zu, in nu ne Waffen und Jagdgeräte einem Burschen zum Buten= übergeben waren. Der Graf folgte mir schweigend , Wir luden jeder eigenhändig ein paar Pistolen, befahl meinem Burschen, sofort anzuspannen und Im'n der Nähe wohnenden Arzt heebeizuholen. Insbesondre schärfte ich ihm ein, seinen Weg. ohne m errgen, durchs hintere Gartenthor zu nehmen und uns seine nkunft durch einen lauten Pfiff zu signalisiren. Bursche versprach pünktliche Erfüllung des ihm gemos een Auftrages und flog eiligst von dannen. zwischen wählten wir zum Kampfplatz ein von hobem ce ümgebenes, verstecktes Terrain, prüften und wechselten uns re Wasfen und stellten uns auf eine Distanz von etwa zwang Schritten einander gegenüber. erwarteten wir schweigend das Signal des P• worauf— nach Uebereinkunft— unsere Schüsse mir ins Gesichr; mir mpseer ge—. sollten. hofmeisternde Ton meines Vaters. war ein stiller Sommerabend; durch die dunkeln)„Nimm Dich in Acht, Junge“, fuhr e glitzerte das Gold der sinkenden Sonne und nur kordialeven Tane kart trage in Zukunft De len vernahm man aus der Ferne das melancholische te von den Weiden heimkehrender Herden. #ein Zorn war verraucht, zuweilen überschlich mich tein heute noch aus dem Haust. dr ein leisehl Beben, wenn in der Bocven Vowent, Hutz, ihe.4 Wort mehe sagen, oder sie brschlingt Einen nicht, aber eine fieberhafte Aufregung war es, fast mit den verfluchten schwarzen Pechkugeln, die sie im ##V. glaubte, wenn der Abonu). die Hunieln„Zeden Sie in etwas respektvollremn Tone von Fräulein ened sche., Bick auf meinen Geguer, der mit zusanmene er mit sgräichlicher Miene seine Zigare zum Feuster gepreiten Lippen an einem Baume lehnte und mich mit hinaus warf. hnkenden Zugen betrachtete. Beim Anblick meines Gegners nicht das Wort einer Anrede zu finden. Bevor ich aber wieder zu mir selber kam, erhob sie sich langsam und sagte mit zitternder Stimme:„Ich bitte Sie, Herr Baron, Ihr Leben nicht wieder in solcher Weise, wie heute, aufs Spiel zu setzen!— Das war entsetzlich! Ich fand keine Erwiderung. „Nach diesem Vorfalle“, fuhr sie nachdenkend und traurig fort,„darf ich nicht länger in Ihrem Haben Sie die Güte, meinem Wunsche auf sofortige Entlassung bei Ihrem Herrn Vater das Wort zu reden;— ich setze mein ganzes Vertrauen auf Sie!“ „Sie wollen fort?!" stammelte ich, wie vom Donner gerührt, ergriff ihre kleinen Hände und sah sie mit einem Blicke an, aus welchem die ganze Verzweiflung meiner Liebe „Eine leichte Röte flog über ihr bleiches Gesicht und ihre Hände zitterten in den meinigen. „Ich begreise wohl, daß Sie uns verlassen müssen, Ba inn Gel sagte ich traurig und niedergeschlagen,„wissen Sie aber auch schon, wie sich von morgen ab Ihre Zukunft geSie seufzte leise und sagte dann refignirt:„Unsere Zurief ich erschroken,„Sie wollen uns verlassen wünschel“ erwiderte, sie mit gepreßten Tone,„dringen Sie nicht weiter in mich „Ich müßte Sie nicht so unaussprechlich lieben, wenn diese Worte mich beruhigen könnten!“ sagte ich, krampfhaft ihre Hände umklammernd und düster vor mich hinstarrend. Ich gedenke, Europa zu verlassen und mich nach NewYork einzuschissen, wo ich entfernte Verwandte und Freunde habe“, erwiderte sie hastig und mit abgewandtem Gesicht. Diese Worte beraubten mich aller Fassung.„O mein **— fast bewußtlos vor ihr in „Vater!“ erwiderte ich plötzlich weich, indem ich flehend seine Hand ergriff,„Vater! ich fühle es mit jedem Tage mehr und mehr, daß nur Helenens Nähe mich glücklich macht, daß eine Trennung von ihr mich töten würde. Ich bitte Sie flehentlich, ihrem Wunsche auf sofortige Entlassung auf grund des bindenden Kontraktes keine Folge zu geben! Helene gedenkt nach Amerika auszuwandern, und dann, ater,— bin ich ein verlorener Mensch!“ „Narrheiten!“ erwiderte finster mein Vater,„ich bin Deines überspannten Lieb shandels lange müde! Das führt zu nichts Gutem! Du so##st Dir die Dirne aus dem Kopfe schlagen— und damit Holla!“ er zog heftig den Schellenzug, der nach der Küche jührte, und nach wenigen Minuten trat Helene ins Zimmer. Mein Herz stand stille,— ich ahnte mit einem male die rücksichtslose Absicht meines Vaters. „Ich höre so eben, daß Sie aus Ihrem Dienstverhältnis bei uns auszutreten wünschen!“ sagte mein Vater, ohne mich eines Blickes zu würdigen, kurz zu Helenen. Ich wünsche es je eher, je lieber!“ flüsterte sie, kaum vernehmbar, und warf einen Blick auf mich, der mir das „Gut!“ erwiderte mein Vater lakonisch,„ich werde Ihn sogleich den Gehalt für das laufende Jahr auszahlen lassen, und Sie können dann meinetwegen schon morgen Ihre große Reise antreten!“ Er machte eine gnädige Handbewegung 1 4# hnen und Helene empfahl sich mit einer stummen Verbeugung, ohne ein Wort des Abschiedes zu wagen. Helene!“ schrie ich, außer mir vor Schmerz und Demütigung und stürzte halb bewußtlos der Thüre zu. Mein Vater aber vertrat mir plötzlich den Weg und seine Finger umklammerten eisern meine Rechte. „Knabe!“ murmelte er mit zorniger, aber gedämpfter Stimme,„es ist nun genug des Possenspieles! Ich wiederbole Dir, baß ich es müde bin, dem kapage, e e git äg.. ig wmir nachgerade: Pot1!“ stammelte ich und sank fast bewußtlos vor ihr in versagen, ue deus ues un dien Hast, Ste u uut, uedeg##.## is ine bslen Sialung dert san und feirlich, und mais Blicke waßen sch furchdles mein Haupt umrkammerten und ihre Thränen mein Antlitz lchrt meine Ruhe und Kaltblütigkeit plözlsi, zurück. 3ch gedarte ohne Aufregung der widerlichen Szene, in unse Zweikampf veranlaßt hatte. Ich ging Jogar Stil soweit, meine Handlungsweise von allen Seiten zu belei sten und zu prüfen. Hatte ich Helenen nicht noch schäptlicher beleidigt, als mein leichtfertiger Freund! Hatte ich kmit ein moralisches Recht, ihn wie einen, Schulhube zu zechtigen?— Aber bereute ich mein rohes Benehmen benz nitt in tiesster Seele? Rief die Erinnerung daran nicht jedesmal den größten Abscheu gegen meine damalige Ganisungsweise in mir hervor!— Ja, ich hatte ein Recht, ihu n züchtigen,— weil ich sie liebte, weil der leidenhaft lose, selbstgefällige Ton der Rede meines Gegners mir zenüge bewiesen hatte, daß er nichts als ein hinter „Bube!“ schrie mein Vater, aufs höchste —==-— bestimmten Ton „Da,—— nun, weil ichs so will!“ schrie ich in zoi niger Ungeduld mit dem Fuße stampfeno. Mein Vater lächelte spöttisch über gein leidenschaftliches Gebahren. Nach einer kleinen Pause sagte er leichthin: „Du bist wohl ein klein wenig verliebt in das raffinirte Stumstntichen b 1 „Wenn Sie es einmal wissen,—— ja!“ erwiderte ich de— aud griger Zeitvertreibl“ meinte er, langsan an seinen Zähnen stochernd.„Ich habe durchaus nichts dagegen!— Laß Dich nur nicht ganz ausrupfen und mach mir die Geschichte vicht gar zu bunt— sonst muß ich am ende doch noch mein Veto dazwischen wettern. Verstehst Du mich?— ich spaße nicht!“ Wir W#ie gereizt durch den ungewöhnlich festen und bestimmten Ton meiner Entgegnung,„Du wagst es, mir enstlich zu trotzen? ich habe Dir wohl zu lange die Zügel schießen lassen!?“ er riß eine seiner langen Reitpeitschen von der Wand und schritt mit zornsprühenden Augen auf mich zu. Ich stand wie eine Bildsäule iom gegenüber, ich fühlte, wie mir das Blut aus den Wangen wich,— aber ein männlicher Trutz zuckte durch meine Brust und meine Blicke hefteten sich fast durchbohrend auf das marmorne Antlitz meines Vaters zur tenüge bewiesen hatte, daß er nichts als ein hinter:, Ich kehrte ihm, auf das tiefste verletzt, den Rücken und Uistias und abgeseimter Verführer war..— schlug im Davoneilen die Thüre so heftig hinter mir zu, Rlittea meine Hoffnungen auf Helenens Zuneigung daß die Fensterscheiben klirrten;— ich hörte meinen Dater diesen Narfall nicht für immer einen Todesstoß! durch, diesen Vorfall nicht für immer einen Jodsthoh: laut auflachen Konne ste mir den Verlust ihres mokehlosen gtzf“, erger Mir brannte der Kopf; ich sah und hörte nichts weiter Perzeien! Konnte sie em anderes Gefübt, als bos de. Auf meinem Zimmer angelangt, warf ich mich in meinen wuriüghebenden Kült, der tiersten Verachtung für wich Vus. Bengnzg Belt, und verbrachte Prastias! tod uud gesltl uier beit Achen Aer. Vb: Honsten Belhsin und Ziehoien.—. Siebe. bei bielem Thränen aus meinen Augen und allmählich fühlte ich die * Mine Baus zag sch krampihaft zusammen bei diesen. 211.25. Last von meinem Herzen schwinden. Dann Gedaren und ich warf einen tsig, bes vnou.iP serithinte sprang ich von meinen Lager auf und eille hinaus in Hassef auf den Grafen. In demselben Augenblick ertönte sor baug ud weitin gellend das verbängnisvolle Sional. 39— alz ich denselbea bis zum Ende durchstrichen hatte, lab nunen Gegner langsam dvt.,„9“ erpepen v, an, grblickte ich auf einer abgelegenen Terrasse eine weidliche Ich erob die meinige sicher und schnel, zielte einen Wro;../4. Sie lehnte, mir den Rücken zutehrend, auf der ment— und unsere Schüsse heien, vu vteiche, Bein, Bug Bank und Karrte regungslos in den aufgehenden Mond. Ss empfand einen stechenden Schmerz in meiner Siuse 2c erkannt, Helenen und blieb Aberascht stehen; ic fahlte, benetzten.— in seliger Verzückung blickte ich zu ihr empor und sah ihre dunklen Augen mit dem Ausdrucke innigster Leidenschaft und Hingebung auf mich gericg..... Ich schlang meine Arme um ihren Nacken und zog das geliedte Antlitz zu mir herab. Meine Lippen hingen selig an ihrem Munde und ohne Widerstreben gab sie sich meinen gseie i oden.), Kammeste ic, trunken vor Wonne und Entzücken;„Sie lieben mich, Helene— und wour.r Ting umee . Lei Prlisgt chaus ilshlat ie unien dunons ur hoshadz, eiulengekespgeihse sernhgtene en. ach:„Meine Liebe kann nicht gehorchen, ich vermag nicht mehr, ihr zu gebieten, und Sie werden's nicht wagen, mich deshalb zu züchtigen. Ich bin kein Knabe— ich bin ein Mann!“ sagte ich energisch und furchtlos zu ihm aufblickend. Kaum waren diese wenigen Worte meinem Munde entflohen, als die Reitpeitsche auf meinen stolzen Nacken herabIch hätte niemals gewagt, meinem Vater mich thätlich zu widersetzen, aber diese unwürdige Behandlung empörte mein erbittertes Ehrgefühl derart, daß ich ihm, ehe er noch zum zweiten Male ausholen konnte, mit einer raschen Wendung die Peitsche entriß, sie auf meinen Knien zerbrach und die Stücke durchs offene Fenster in den Hof warf. „Man züchtigt Knaben, nicht aber Männer!“ sagte ich, gewaltsam meine Aufregung bemeisternd.„Ich ehre Ihren Willen, Ihre Autorität, wo es sein muß;— aber Helenen werde ich nicht aufgeben, ich werde sie trotz Ihres Einpruches zur Gemahln machen.“ Mein Vater stand erst, sprachlos vor Wut und Erstaunen, wir von einander scheiden!“ flüsterte sie unre.„. brechenden Thränen. Nach diesen Worten entwand sie sich „Verlasse mich- 5t] Riamer werbe ich meiner Liebe entsagen! Glaube meinem Schwure, Helene; werde mein Weib!— mein heißgeliebtes, angebetetes Weib Gedenken Sie Ihres Vaters!“ erwiderte sie, mir haftig ins Wort fallend,„und leben Sie wohl!“ setzte sie mit erRo einmal jühlte ich ihre bebenden Lippen auf meiner Stirn, dann aber eilte sie, ohne sich umzuwenden, in das Ich folzte ihr in einer unbeschreiblichen Aufregung und stürmte, als sie mir den Zutritt zu ihrem Zimmer verwehrte, sofort auf das Zimmer meines Vaters Er warf mir einen fin mater meinen.. mir einen finstern Blick zu und setzte schweigend seine Wanderung durchs Zimmer fort. Es war mir nicht möglch, alle die glühenden Wünsche und Bitten, mit denen ich sein Herz zu bestürmen gedachr, lange in erklärende Worte zu kleiden und so teilte ich ihm denn ohne weiteres Helenens Vorhaben, uns zu verlassen, mit Ein zufriedenes Lächeln glitt über das ver Antlitz meines Vaters..de Vog.— 1 bebe,„utpz; lichen Schmähungen über Helene, deren Einstuß er wahre rod sein, wenn ich iur den Lautpaß oeben konn!, unter, I..u. maisn rebellsches Wesen zuschreiben wochte. brach er wich damisch,——4, hamiti“ gxwiderte ich„Glaubst Du“, schrie er endlich,„daß ich mein VerIch aber bin nicht einverstanden damit!: erwiverte i9, an eine raffinirte Kammerzofe, welche es sich partout zenn oone! Mein Vater stand erst, sprachlos vor Wut und Erstaunen, tit. wie angewurzelt, dann aver schien ihm mein kalter, unbeugverdüsterte samer Widerstand zu imponiren, denn die ganze Schale ich will seines Zornes ergoß sich mit einem Male in leidenschaftK a.. n i o n H i n d u ß s o m a h r. 17 Prinzessin Schnee. Roman von M. Widdern. die Ladenthür hatte sich, während sie Emmy ihren Bes eid gegeben, zum zweiten mal an diesem Morgen iet und jetzt stand hinter dem marmorbedeckten nur wenige Schritte von Emmy entfernt, emn bo schlanker Herr in den vierziger Jahren, dessen morgen habe ich sie aber noch ganz bestimmt erwarten, vielleicht sogar im Laufe des heutigen iges.“ Das ist mir außerordentlich lieb, und Sie könnten mir da recht gefällig sein, Fräulein“, sagte er immer noch in unverkennbarer Aufregung.„Wollen Sie Fräulein von Boiling sagen— der Chefredakteur der Illustrirten Zeitung ließe sie höflichst ersuchen, in den nächsten Tagen in seinem Bureau zu erscheinen?“ Und sann in Verlegenheit die Hand Mademoiselles mit der einen berührend, setzte er hastig hinzu:„Können Sie Wenn es sein mus, wie das Grab=, erwiderte E u frappurt an dem feinen Gesichtchen Emmy von #ek nas hängen blieben. * Womit kann ich dienen, mein Herr? I die hatte die Frage wiederholt, nachdem Emmy sich eiverburgen verheugung enther(GL. ade arzot ange die Verläuferin, doch wohl ein wenigerstaunt über das arte de, wden er in Böchsten Grade ereopt, Bbd.1= Aechaune Gehoahren des ühr ganz fperaden Herrn. „Feislen von VolngV, Wodemohel, Leteihtz ene Fanshzighalengte,„Legen Se dos, in bite u. trotz das Haarptächen aus der Hand—-och nicht., Gelde, das Ihr Prinzipal für das Haar bestimar dier schen doa Sbensenustut bun bu..— usch. dher, ar Btüste ier Aschich ut den 5 der wfolge seitur Ledenschasft zum Trunk auf)o unger,„lassen Sie das funge Mädchen um Gottes se wene rarhte.. h auf Willen nicht ahnen, daß dieser Schein von einem anSschee ir Seitt stor ünoe upemscht at esten...—. uue und un Hrem Selieskeunten, uahen Bäcen grichtet, dos sept velhy, vor„itjichen Sie se glarben, das prüchtige Haar würe die Summe weich ein shihet Hay— IV. u. emer2,.1 tagl Soe og, Lus ihe besändigen i— und uch enmal, cemten 1 sat der ihn betahe kur, wochtr, Erzu schwigen Sier, setzte er bringend Hiugn,„denken Sie nit lese übrirender Stimme:„dad Ihnen Frdu=]I2.; Stand der unglücklichen fungen Dame, der kein es mitleidig, Almosen verträgt.“ Illust irten Zeitung", einem Journal, das sich in der selletristischen Welt und bei dem lesenden Publikum des besten Rufes erfreute... Das junge Mädchen hatte übrigens nächst der Freude über die unerwartet große Summe, die man ihr für das Haar verabfolgt, ebhaftes Erstaunen empfunden, als Mademoiselle sich am Morgen des nächsten Tages ihres sonstigen Auftrags entledigte— dann ward ihr jedoch plötzlich alles klar und sehr freudig bewegt und von tausend süßen Hoffnungen erfüllt, machte sie sich auf den Weg nach dem Redaktionsbureau. Man hatte sie dort schon erdas dem wartet und führte sie sofort in das Allerheiligste zu hüflos und arm in der dem Chefredakteur, der sie mit ausgesuchter Höflichkeit, ihn, dem lieblichen Kinde 6. ihn ermärmte. mit üun de Rud Badausele, Dr..#.# mls. us Sie had, nein Heuxsr Madenasele — denr nuach die anig beteo Waödchen ie. vutrg, die belen Thrkaen in die Angen.„wie uird Thränen in die Augen,„ e Gabe zu statten kommen!“ Wie schwer mußte die Sorge ums tägliche Brot auf diesen jungen Schultern liegen. Es schmerzte ihn, daß der Weg, den er ihr zeigen wollte, sie zum geistigen Proletariat führen würde— bei allem, was sie schaffte, lauerte ja im Hintergrunde zuerst der Gedanke: es ist um den Hunger zu stillen und mir und der Mutter das Dach über dem Kopf zu erhalten.— Er atmete tief auf, unwillkürlich trat vor seinen Geist eine Zen, wo auch er die Feder geführt hatte nur fürs täglich *— kennen geler Brot, ganze Elend kennen gelernt, solchem Wege droht, wenn er dann ersuchte das Lokal, die Herzensgüte zur Not sein. Und wie mung dieses Mädchen ist, traten eines solchen Schmuckes zu entäußern!“ dem Teur—. Er hatte des offene Päckchen in die Hand, genom:„Bitte, spre en, nun hrertaüge Ae Ba-o. beie us ait ue#e ie. iues bligen u dns ir deur. gritet. 2 Hee,#.#e.#4., Wahg, wwer weyr. I. un sich gesteckt“, meinte sie, und fragte sich nur Merkwürdiges darauf stehen mag— und wissen möchte ich auch, welche Absichten er eigentlich mit Komut die funge Daue bter Verder)“ fragtel iv. bo.:„itagsstauade des nächten Tages funden Die Verkhnserin verneinte, setzte aber gleich darauf wir kmumg in dem Redaktionsbureau der #, wo auch er das das dem Neuling auf solchem##g.###ttte —— in der Welt steht! fast gerente es Kinde da gerade diese Existenz geund was sie innerlich für ihn erwärmte, mi päter= zeigt zu haben— aver er wollte ihr ig ratend und lichem Wohlwollen empfing. Nach einigen gleichgül= helfend igen Worten nahm er dann plötzlich ein Blättchen von wohlthuenden Wense.....— Jukach hatte während all der trüben Gedanken, die ihre Worte elb easen ger ich. ve mischrsich sohae scernnesen. und de is ie ohe gertieh. Be F aes ucs e sealch aez ee anikh Al bsch sen, schsesen sche. war. so hatte sie so hochfliegende Hoff= an eine Novelle zum Beispiel! zwischenein bringen Sie poetisch talentirt war, 19 Jeutr N.,7— Tiz,.— Ggt) ir aver wohl noch mehr von den Poesieen, deren in das Blstichen in der Hand des Redakteurs, einge ich da schon m Hünden habe.— Waos ichsagen wvenn nun dos Bichtchen u. ver Hog.., vergandte, wolle, das dar, er dentete mit der Hand auf das lad. dem Friuley Ihre Gabe zu Raten kommen r. Idat se bocz g.—,1g, w Duen, Hanzt uen Lebentsgerisene, Hlat aus Emups, Hest, Takgntrtre 19 un e ue ud bon odeisg ue hur Gchante ae de ustich eangsehen serihersn, a Sod userhgse, Viez. Sschenen. „# euchte Und wie der Gedanke ihr so urploßlich eingeyerehe########## wie„Was ich träume“ geradezu der„teilet, da vor ihm. Und immer mehr erseite Züge, bis es plötzlich wie in lichter zu nde in da ernsten schönen Mannesantihz auf ur * die junge Dame öster hierher?“ fragte ihr war, leuchtete es freudig auf in den ernsten großen a# und meinen Sie“, sagte sie leise, zagend, rührend — uch mir mut— dem bischen Tal eine „daß man wir meine Geistesprodukte mit Geld be= U,“ d r. vn Liuhf. Seine Auuen ruhten mitleidig auf„Sie sche dem Jugendleide nd schön. Sind Sie sendleid“ wie„Was ich träume“ geradezu übrigens zufrieden, mein e, aber das Geschäftliche biete?“ ellen Freunde „Wie ich Ihnen danke“, sagte sie herzlich. Armes Kind!“ Seine Angen ruhten mitleidig auf„Sie schenken mir so viel Teilnahme, wein Herr, 16 blassen Gesicht unter dem schwarzen Schleier. weiß wirklich nicht, womit ich ne verdiene!"(F..) meith Bater mein Baker ch protestiren gegen Junge?— Sott unterbrach ich ihn ernst und ert kein ändert Jota an „Halten Sie ein, Vater energisch;„halten Sie ein! meinem Gutschlusse!“ „Kein Jota!“ stammelte er erbleichend und erhob seine Hand wie zum Fluche zegen mich:„Go zieh denn mit ihr hinaus in die neue Welt, ich halte Dich nicht! Geh, teile mit ihr das Brot des Elendes und erweiche es mit Thräuen schweigend nie wieder höre von Dir!— Fort stieß die Thüre weit offen und bedeutete mir mit herrischer Geberde, mich zu entfernen. Keine Macht der Erde hätte mich in diesem Augenblicke dazu vermocht, meinem Vater gute Worte zu geben. Mein leidenschaftlicher Stolz war auf das Tiefste verletzt und verließ ich das Zimmer, welches ich von da ab betreten sollte. Auf meinem Zimme: angelangt, barg ich mein fiederglühendes Haupt in die Kissen meines Bettes und verbrachte so, vor demselben, zuhelos und angekleidet, die lange Nacht. Ich konnte und wollte nicht nachdenken über das Vorgegefallen:, und nur das Bild Helenens schwebte vor meinen phantastischen Träumen. Endlich ward es Tag.— Ich hörte einen Wagen über das Pflaster unseres Hofes dahin rollen und stürzte, von einer ungewissen Ahnung getrieben, aus Fenster.— Da sah ich Helene in dem mit Koffern bepackten wagen schon davoneilen; sie winkte mit ihrem Tuche mir Abschiedsgrüße zu und ihre Augen schienen vom Weinen gerötet. Halb von Sinnen, stürzte ich hinunter auf len Hof und erkundigte mich, welchen Weg sie genommen; dann eilte ich wieder auf mein Zimmer, raffte meine damals gerade nicht unbedeutende Barschaft, sowie die notwendigsten Reiseeffekten zusammen, und wenige Stunden später hatte ich die Heimat im Rücken, fest entschlossen, nie wiedr dahin zurückzukehren. Am selben Abend noch traf ich mit Helene zusammen und beschwor sie mit Thränen, die Meine zu werden. Sie bot alles auf, mich zur Rückkehr zu meinem Vater zu bewegen; endlich aber, als sie sah, daß ihre Bitten und Vorstellungen nicht meinen Entschluß zu ändern vermochten, fiegte die Liebe, weinend sank sie an meine Brust und wir schwuren uns ewige Treue. Wenige Tage später, noch ehe wir uns einzuschiffen hatten, war sie mein Weib und wenige Wochen darauf erreichten wir glücklich und wohlbehalten New=York. Wir richteten unsern Haushalt sparsam und einfach ein und es gelang mir in kurzer Zeit eine Verwalterstelle auf einem Landgute unweit New=York zu erhalten. Dort führen wir nun ein stilles, zufriedenes Leben, zufriedener, als ich es jemals gelebt habe, und nur das Andenken an meinen Vater vermag zuweilen einen trüben Schatten auf unsere glücklichen Flitterwochen zu werfen Ich habe nichts weiter hinzuzufügen,— Du weißt nun alles, Jakod!— Lies diese Zeilen oft und widme uns ein freundliches, liebevolles Andenken. Ich hoffe, Du wirst es nunmehr Deinen fernen Freunden gewiß nicht versagen!—“ Hier endete der Brief. Jakob seufzte tief auf und blickte mit nachdenkender Miene vor sich hin.„Sott l nke alles zum besten!“ murmelte er leise und seine Hände falteten sich unwilltürlich über dem Briefe. Es war ihm nicht mehr möglich, die Bilder und Gestalten der alten Zeit, welche durch das Lesen jenes Briefes in ihm lebendig geworden waren, aus seiner Seele zu verbannen, und immer tiefer zogen sie ihn hinein in den magischen Zauberkreis seiner Thräume. Allmählich schlossen sich seine Augen und er schlummerte ein, froh und beseligt, gleich einem Kinde, dem man eine schöne Geschichte erzählt hat. * Unterdes plagte den alten Major die heftigste Ungeduld und Langeweile; wie oft hatte er nicht heute abend schon an der Schelle gerissen, aber Jakob kam gar nicht wieder Er fühlte sich stets so einsam, so verlassen, wenn Jakob nicht da war; dann kamen so seltsame Gedanken und fatale Erinnerungen über ihn, und heute abend insbesondere hatten sie ihm die eiserne Brust zusammengeschnürt und ihn Spießruten laufen lassen, ohne Aufhören. Am ende stellte sich auch noch sein lästigster Besuch, das miserable Podagra ein und er wetterte und tobte aus allen Tonarten. Dabei war ihm das Feuer im Kamin unter der Hand ausgebrannt, er fand es kalt und untröstlich im Zimmer. Endlich griff er nach seinem Krückstock und humpelte ustend und schimpfend die lange Treppe hinauf nach dem immer Jakobs. „Der alte Seebär wird hinter dem warmen Ofen liegen und schnarchen!“ brummte er, die Thür öffnend, und trat überrascht in das hellerleuchtete Zimmer seines treuen Dieners. Da saß denn der alte Jakob lächelnd und mit gefaltelen Händen unter dem flimmernden Weihnachtsbaum— und schlief.— Der Brief seines jungen Herrn hatte sich über die Kniee hinabgeschoben und fiel eben zur Erde. Der Major betrachtete das rührende Bild eine Zeit lang schweigend und in sich gekehrt. Dann fielen seine Blicke auf den offenen Brief, den er mit einer Miene der Ueberraschung vom Boden aufhol und sich damit, als er die Hand seines Sohnes eikannte, schweigend, fast ängstlich entfernte, als fürchte er, der Schlafende könne plötzlich erwachen und das Schreiben, welches er doch um jeden Preis zu lesen wünschte, wieder von ihm zurückfordern. * Es war Mitternacht, als plötzlich vom Zimmer des Majors her ein lauter, gellender Schrei durch die stillen Räume des Hauses dranz. Jakob erwachte und rieb sich verwundert die schlastrunkenen Augen. Die Lichter auf dem Weihnachtsbaum waren dem Erlöschen nahe und Jakob konnte sich nicht mehr recht entsinnen, wie spät es wohl sei. „Die Geisterstunde muß wohl noch nicht vorüber sein!“ murmelte er, sich bekreuzigend, und neigte ängstlich lauan die Ritzen der Thüre.— Richtig! da ein seltsames Leben in dem sonst schend sein Ohr an war mit einem male iin. immer so stillen Hause, die Thüren knarrten ab und zu, er vernahm das Geräusch fremder Tritte und Stimmen im unteren Saale. Jetzt hörte er sogar den alten Herrn laut und gellend seinen Namen rufen. Jakob erschrak heftig;— sollten am ende Spitzbuben oder wohl gar Mörder—! Hastig riß er eine der stets geladenen Pistolen von der Wand und schob sie in seinen Leibgürtel, dann bewaffnete er sich mit den beiden verrosteten Rapieren und eilte so im Dunkeln dem Zimmer seines Herrn zu.— Er blieb einen Augenblick lauschend vor der Thür stehen; es war toten: Kille im Zimmer; die durch die Spalten der Thüre ingenden breiten Lichtstreisen bewiesen, daß es da drinnen ganz außergewöhnlich hell erleuchtet sein mußte. „Am ende haben sie alles in Brand gesteckt,— o, mein Gott“,— mit diesen Worten stieß Jakob mit seinen Rapieren die nur angelehnte Thür plötzlich auf,—— aber überrascht blieb er auf der Schwel. des Zimmers stehen, die drohenden Waffen entfielen seinen zitternden Händen. Ein schöner, junger Mann mit vollem, dunklem Barte kiete zu den Füßen des alten Majors, auf dessen Schoße ein kleiner, schwarzlockiger Knabe saß. Der Major wurde nicht müde, ihn zu betrachten und zu küssen, dabei liefen ihm die hellen Thränen am Schnurrbarte herunter. An seiner Seite saß mit strahlenden Augen eine schlanke, junge se sah so glücklich, so zufrieden aus, weil ihr der gar herzliche, liebevolle Worte zuflüsterte. Der is Dame; sie alte Herr Mann Nack! junge Mann ergriff dann jedesmal die Händ Majors und preßte sie inbrünstig an seine Lippen desmal die Hände des alten „KTNT, noch immer schweigend und regungslos an der Thür Kand. Jakob, mein alter, treuer Jakob!“ schrie er, hastig ringend und umarmte den heftig zitternden Greis; Seele, kennst Du mich denn nicht mehr?“ „Ach, der junge Herr— und seine lieb. Frau!“ jubelte Jokov plötzlich laut auf und Thränen der Freude strömten aus seinen Augen.„O, Sott sei Lob und Dank, daß Sie Der junge akoh und!“ krausköpfigen der alte Major empfing ihn mit offenen Nemen. „Sieh, Jakod! und das ist mein Junge!— betracht ihn Dir recht genau!— da hast Du ihn!— nicht wahr, ein prächtiger Kerl!“ lachte er fröhlich Jakoo vermochte kein Wort mehr zu reden vor Freude und Ueberraschung; er trug den pausbackigen Jungen im Zimmer herum und lief endlich mit ihm auf sein Dachstübcheu hinauf. Dort steckte er neue Wachskerzen auf den Christbaum— der Kleine mußte sie anzünden und unter seinem Jubelgeschrei kehrte Jakob mit dem hellstrahlenden Christbaum in das Zimmer der nun wieder glücklich vereinten Familie zurück. „Wir find gekommen, wie Diebe in der Nacht, und als Du Deinen Christbaum kauftest, waren wir längst ins unbewachte Haus geschlüpft!“ sagte der Baron lachend zu Jakob, indem er den Christbaum mitten auf den Tisch stellte und seiner jungen Frau einen zärtlichen Blick zuwarf. „Und ich glaubte, es spuke im Fause“, meinte Jakob kopfschüttelnd.„Ich glaubte immer den Geist der seligen Baronin dicht vor mir herwandeln zu hör!“ „Er war es! er war bei mir den ganzen Abend!“ flüsterte der alte Major der jungen Frau leise ins Ohr.„Der Geist meiner Seligen hat Euch mein Herz erschlossen. Er zeigte mir den Brief, der mir die Augen öffnete über Dich, Du armes, verkanntes Kind!— O, ich habe viel, unendlich viel gut zu machen!— Kannst Du mir verzeden, Helene?“ e junge Frau drückte ihm mit überströmenden Augen schwei send die Hand. „Es gibt keine Geister, Jakob!“ lachte der junge Baron, „und wenn es deren gegeben hat, so werden sie nunn ehr wohl Ruhe haben! Meinst Du nicht auch?— Heute ist heiliger Abend— für uns aber wieder einmal fröhliche Weihnachten!“ „und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“ flüsterte Jakob mit stillgefalteten Händen. Osnabrück, 29. Dez.[Gegen die Trunksucht.] Für den Amtsbezirk Osnabrück ist mit Genehmigung der Landdrostei eine Polizeiverordnung erlassen, welche verbietet, Branntwein zum unmittelbaren Genuß zu verabreichen an: 1. Angetrunkene, 2. Armenhäusler, 8. Schwachsinnige, 4 notorische, von der Obrigkeit den Wirten namhaft gemachte Trunkenbolde, 5. Unerwachsene(unter 16 Jahren), 6. Schüler, 7. Handwerkslehrlinge. Den ersten der diei Kategorien darf überhaupt kein Branntwein verkauft werden. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 4 oder mit verhältnismäßiger Haft geahndet. Wirten, welche sich selbst dem Trunke ergeben oder ihr Gewerbe zur Förderung der Völlerei mißbrauchen, wird nach der Reichsgewerbeordnung die Konzession entzogen werden. Gerichtliche Entscheidungen. Frankfurt, 21. Dezember.[Land glericht.] Zivilkammer III. Heute spielte vor dem hiesigen Gerichtshof ein Prozeß, der für alle Beamte, welche in ähnliche Lage kommen, von Bedeutung ist. Kläger ist der am 1. Januar 1881 pensionirte Obertelegraphist Grave in Bockenheim, der deshalb klagte, weil ihm nur 32 Jahre 4 Monate und 23 Tage bei Bemessung seines Ruhegehaltes berechnet wurden und nicht 33 Jahre, d. h. weil ihm das Jahr 1866 als Kriegsjahr nicht doppelt angerechnet worden ist. Beklagter ist der deutsche Reichsfiskus(Post). Grave gehörte zu denjenigen Beamten der früheren preußischen Telegraphenstation, die am 16. Juni 1866 durch königl. baierische Truppen geschlossen und deren Beamte das Gebiet der Freien Stadt Frankfurt verlassen mußten. Zur Begründung seiner Klage auf Zuerkennung von 4 3/80 seines Diensteinkommens als Ruhegehalt wurde angeführt, daß im Kriege von 1866 Franksurt zu den Feinden Preußens gehörte, mithin sei das Gebiet desselben bei Ausbruch des Krieges bis zum Schluß des Friedens Feindesland gewesen, und die am 16. Juni 1866 durch feindliche Truppen, nämlich königlich baierische Truppen, bewirkte Schließung der bis dahin bestandenen Telegraphenstation sei im Kriegszustande erfolgt. Der deutsche Reichsfiskus wandte ein: Nach dem allerhöchsten Erlaß vom 11. Februar 1875 sei der Feldzug des Jahres 1866 nur denjenigen in den Zivil= oder Militärdienst des Reichs eingetretenen Offizieren und Beamten, welche bei Truppen der in jenem Jahre im Kriege befindlich gewesenen deutschen Staaten gestanden haben, als Kriegsjahr anzurechnen, sofern dieselben an einem Gefecht teil genommen oder behufs Ausführung von Operationen zu kriegerischen Zwecken die Grenze ihres damäligen Heimatlandes verlassen. Kläger habe lediglich im Dienstverhältnis zur Ortstelegraphenbehörde gestanden und einem mobilen Truppenkorps niemals angehört, habe weder bei Truppen, die im Jahre 1866 im Kriege gewesen, gestanden, noch an einem Gefechte teil genommen. Die Stadt Frankfurt habe auch im Jahre 1866 keinen Krieg mit Preußen geführt(!), indem weder eine Kriegserklärung zwischen den beteiligten beiden Staaten erfolgt sei, noch auch die frankfurter Heeresmacht auf irgend welche kriegerische Operation sich eingelassen habe. Der Gerichtshof erkannte nach Vernehmung von Zeugen zu Recht, daß das Jahr 1866 dem Kläger als Kriegsjahr anzurechnen und 4⅜0 seines Gehaltes auszuzahlen seien. Die Frage, sagt das Urteil, ob im Jahre 1866 zwischen Frankfurt und Preußen Krieg geführt worden sei, könne unbeantwortet bleiben, und habe der Gerichtshof keinen Anlaß, sich in Widerspruch zu setzen mit dem, was geschichtlich feststehe. Es könne ferner nicht zweifelhaft sein, daß der Kläger im Laufe des Krieges seinen Heimatsstaat Pueußen überschritten habe und zwar zu kriegerischen Zwecken. Es stehe fest, daß Kläger der preußischen Telegraphenstation dahier angehört habe, welche nach dem Einrücken baierischer Truppen geschlossen wurde. Der Gerichtshof glaubte annehmen zu dürfen, daß die hiesige Telegraphenstation, in welcher Kläger thätig gewesen, kriegerischen Zwecken gedient habe, zumal jede Benutzung derselben durch Private ausgeschlussen gewesen sei. Das Jahr 1866 sei deshalb dem Kläger doppelt zu rechnen. Verantwortlicher Redakteur: Rudolf Versen in Dortmuno. Nach übereinstimmenden Urteilen und Gutachten mehrerer medizinischen Fachzeitschriften und vieler prakischen Aerzte haben sich die von Apotheker Rich. Brandt dargestellten Schweizerpillen, infolge der umfassendsten damit angestellten Versuche als eines der zuverlässigsten Heilmittel bei Verdauungsstörungen und deren Folgekrankheiten, wie: Verstopfung, Plähungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Blutandrang, Hirzklopfen, Leber= und Gallenleiden, Hämorrhoiden, Blutarmut(Gleichsucht) rc aufs glänzendste bewährt; ste haben ferner auch den großen Vorteil vor vielen anderen ähnlichen Mitteln voraus, daß sie wilde wirken, die kranken Organe nicht erschlaffen, sondern stärken und absolut unschädlich sind. Der billige Preis ermöglicht auch dem weniger Bemittelten den Ankauf dieses wahrhaften Volksmittels. Die echten Schweizerpillen sind in Blechdosen, 50 Pillen für 1# und kleinen Versuchsschachteln, 15 Pillen für 35 4, welche all Etiquette das weiße Schweizerkreuz mit dem Namenszug Rich. Brandt im roten Felde tragen verpackt, in den meisten Apotheken, in Münster I..: Lövenapotheke, Essen: Löwenapotheke, Minden: Fabersche Apotheke, Köln: Einhornapotheke. Aachen: Löwenapotheke. Remscheid: Adlerapotheke. Lippstadt: Einhornapotheke. Wadersloh: Apotheker Libeau vorrätig, woselbst auch die ausführlichen Prospekte mit den äratlichen Aufsätzen soder Besprechungen gratis erhältlich sind. 272 erungs=Patent. Die im Grundbuche von Dortmund, Band 28, Blatt 70, aus den des Bergmanns Dietrich Eickmann hier eingetragenen, jetzt desser Friederike geb. Bleuke und deren Kinder Pauline, Amanda, Adele und Heuriette Eickmann hier gehörigen Grundstücke, Flur 23, Nr. 1545/133 1544/188, Steuergemeinde Dortmund, nebst aufstehenden Gebäuden(Sunder weg Nr. 60), insgesamt vermessen zur Größe von 3 Are 68 Quadr.=Meter, sollen Wege der Zwangsvollstreckung auf Antrag eines Gläubigers am 31. Januar k.., vormittags 9½ Uhr am hiefigen Amtsgericht, Zimmer 27, versteigert werden. Der für die Gebäudesteuer ermittelte käulichkeiten beträgt 225 Die von den Bietern auf agt! Aus tzungswert der aufstehenden Verlangen zu hinterlegende Bietungskaurton szug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift der Grundbuchtabelle un die etwa noch.— den etwa noch eingehenden Abschätzungen und anderen, die Grundstücke betreffen, Nachweisungen sind(ebenso wie die gestellten Kaufbedingungen) in richtsschreiberei III. einzusehen. Alle diejenigen, welche Eigentum oder anderweite, zur Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, ar Realrechte auf die zur Zwangsversteigerung stehenden Re haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeid oder im Versteigerungstermine, spätestens aber Urt ils anzumelden. Das Urteil über die Erteilung des Zu am 7. Februar k. an der hiefigen Gerichtsstelle verkündet wer. Dortmund, den 16. November 1881. rschluß. 11 12228 Königliches Amtsgericht. Die im Grundbuche von Dortmund, Band 38, Blatt 21, Band 9, Artikel 10, Band 1, Artikel 36, auf den Namen Dortmund eingetragenen Grundstücke, 1206, 1205, 1207 Mobilaro Am Mittwoch den 4. Jan. morgens 10 Uhr aufe werden infolge Verzuges im schen Saale: 5 Beltstellen mit 3 feine Petten. n und mahagoni Kon Kleiderschränke, Fische, 1 Kauseuse mit 2 Jaut 1 Chaiselongue, 1 Sofa, 1 gelservante, 1 de 1maßao +* ziessel etc. erc. gegen Bar verkauft.#2 Dortmund, den 20. Dez. 18/1 Sonnensch in Beste stückreiche Hausbrandkohlen liefern pr. Ztr. à 45 4 frei anz Zwangsversteigerungs-Patent. bs Bantruchuns Daniel Kold.l aug. Csog&a. Mengend Zechenmaß garantirt. Ferner Knabbel=, Stück= u. Ruß sowie Kotes und Brenntol; zum billigsten Preise.### Nr. 1191/10, Flur 12, Nr 829, 830 230 Steuergemeinde Dort9 242 mund mit aufstehenden Gebäulichkeiten, Münsterstraße 35, 22, Steinsplatz 1 und Heimstraße 5, 1 und 3, und das im Grundbuche von Barop, Band 2. Blatt 55, auf den Namen desselben eingetragene Grundstück, Flur 3, Nr. 796/109, Steuergemeinde Barop, mit aufstehenden Gebäulichkeiten, insgesamt vermessen zur Größe#.————"— eines Slänbigerg in Wete bei Abnahme von 33 am 28. März k.., vormittags 9 Uhr, Liefere beste stückreiche Hausbrandkohle * am hiesigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 27. versteigert werden. Der für die Gebäudesteuer ermittelte Nutzungswert der aufstehenden Gebäulichkeiten beträgt 1470 K. resp. 1200 M. resp. 1185 M. resp. 825 M. resp 540 M, resp. 1074 M. resp. 540 M. Die von den Bietern auf Verlangen zu hinterlegende Bietungskaution beträgt 3675 M. rei 3000 M, resp. 2863 S, resp. 2063 M. resp. 1350. resp 2685 M. resp. 1350 M Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift der Grundbuchblattes und die etwa noch eingehenden Abschätzungen und anderen, die Grundstücke betreffenden Nachweisungen sind(ebenso wie die gestellten Kaufbedingungen) in unserer Gerichtsschreiberei Abteilung III. einzusehen. Alle diejenigen, welche Eigentum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Zwangsversteigerung stehenden Realitäten geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Ausschließung vor oder im Versteigerungstermine, spätestens aber bis zum Erlaß des Ausschluß: Urteils anzumelden. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlages soll am 31. März k.., vormittags 11 Uhr, an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Dortmund, den 23. November 1881. 73 und Romberg's Zeitschrift für prakt. Baukunst pr. Jahrg. 15 A Allgemeine deutsche polytechnische Zeitung 4,50 m Illustrirter Anzeiger für Papiergeld. Jahrgang 3 m Allgemeine Zeitung des Indenthums 3 z Illustrirte Chronik der Zeit. à Hest 020 m eitschrift für Bauhandwerker 2,50 2 Polytechnisches Journal. Jahrgang 36 zu Leipziger Illustrirte Zeitung 6 a Journal der Uhrmacherkunst 2 u Der Metallarbeiter. Pro Quartal 3,50 M Illustrirte Jagd=Zeitung pr. Semester 3 2 Allgemeine Tischler=Zeitung 3 3 Hohmann's Wegweiser. Jahrgang 0,75 M Deutsche Blätter. Pro Quartal 1,50 M Berliner klinische Wochenschrift 6 m Fliegende Blätter. Semester.70 M Westermann's Menatshefte 4 M Musikalische Welt. à Heft 0,50 M Neue Musik=Zeitung.80 z Gewerbehalle. à Lieferung 1,50 M Deutsches Familienblatt 1,60 M Plattdütsche Husfründ 1 M Buch für Alle. à Heft 0,30 M Der Salon. à Heft 1 M Der Naturforscher 4 m Roman=Zeitung 3,50 M Modentelegraph 1,75 N Turn=Zeitung 1,50 Globus. Sem. 12 Modenvost 1 A Beobachter 2,50 M Der Schalk 2,50 A Gaea. à Heft 1 A Europa 6 M Isis 1,50 M Daheim 2 m Kosmos 6 M Die Natur 4 M Der Bazar 2,50 M Modenwelt 1,25 M Die Coiffure 3 A Deutsches Heim 1 M Gartenlaube 1,60 M Das neue Blatt 1,60 M Illustr. Familienztg. 1,30 M Deutsche Volksschule 1 M Deutsche Schulzeitung 1,50 M Deutsche Bauzeitung 3 u Die geriederte Welt 3 2 Der Bierbrauer. Semester 4,50 2 Vom Fels zum Meer. à Hest 1 A Kaufmännische Blätter. Pr. Qu. 1 M Der Waidmann. Pro Quartal 3 M Deutsche Nevue von Fleischer 6 3 Illustrirte Welr. a Heft 0,30 M Neue deutsche Jagdzeitung. Pr. Qu. 2,50 M Deutsche Romanbibliothek 2 M Sonntagsblatt von Ruppins 1,25 M Universal= Moden= Zeitung 4 2 Freie deutsche Schul=Reitung 1,50 M Illustrirte Frauen=Zeitung 2,50 A Europäische Moden=Zeitung.40 M Alte und neue Welt. à Heft 0,25 2 Bäcker= und Conditor= Zeitung 2,25 22 Bibliothek der Unterhaltung. à Band geb. 0,75 2 Zeitung für die elegante Welt 2 2 Deutsches Maler=Journal. à Lieferung 6 A Blätter für literarische Unterhaltung 7,50 M Illustrirte landwirthschaftliche Zeitung 2,50 M Bestellungen auf nebenstehende Journale Zeitschriften pro 1. Quartal 1882 werden angenommen und prompt besorgt von der Krüger'schen Buchh. in Dortmund. C. L. 22" 9.0 „„" 11" 4 4 franko Haus. Für richtiges Mare vi garantirt. 15 Bestellungen nehmen entgegen: Wirt Hernekamp, Brückstraßt. " Bilstein, Wüstenhof, " Balster, Ostenhellweg, " Dieckmann, Brüdermee H. Hunecke, Weißenburg, zu technischen ZE ohne jegt. Säutem Talg 1 dem Patent v Ingei W. Gellhorn, H. 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