e den Kindern In ver Uerwepinung cht zu sich seiber ver sich— ein delt sich in einen reie Geschöpfe von ung des Majoré um ihre Tochter, um zu besuchen. Tagen wegen Eriden nach Berlin Die Regelung iden, in welchen cher zu den Gesre, daleigt, unund allerlei Hyman die Steuer Landgemelohe oden einer böWer in der 7. brt bis zur 12. lt von der Anuch der abgevatinteresse im von diosen in die Höchstsenemeinen Weble ehren. Gründe chen wir nichts fachen Stimmbesier eine Effentverdienstvollen dieselbe nicht Paderdorn. lang, 20“ Abbruch. ange,% u. beschlagene schöne, TauDe Stage 9 Dielea. wagen, mit n Gggeumine : ränke. Bettund anbere den. Leipzig. stichen in n T e r t e Druckbo= int seit r. Rhein. monatl. ggge36. Lie= her die katheestfälische Zeitung. 201. ##scheint mit Ausnahme des Montags täglich Inserate werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige Zeile oder deren Raum berechnet. Paderbornman„ Vierteij. Zbonn.-Preis in Paderhorn 1 Thlr. * o o m.“ 1.— 1 0 1 7 ½ S g r.; b e i a l l e n P o s t a n s t a l t e n i n P r e u s s. 1 T h l r Samstag, den 20. November 1852. 15 Sgr.; im üörigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. 5r Jahrg, per. Die Revolution in den La Platastaaten. C Paderborn, 19. Nov. Erst wenige Monate sind verflossen seitdem der Besieger des grausamen Rosas, General Urquiza, seinen Staatsstreich ala Napoleon ausgeführt hatte; und schon glaubte man, er hätte, in der Foige mit einer Reihe wirklich nützlicher Maaßregeln, wie z. B. die Eröffnung der großen südamerikanischen Ströme für den Welthandel, sich die Zuneigung des Volkes erworben und #r seiner Stillung sich befestigt, als die Kunde einer neuen Revolution über den atlantischen Ocean dringt. Ein eigenes Schicksal haben doch diese romanischen Colonien, nicht weniger, wie ihr Mutterland, daß sie nie zu einem geordneten,r das Gedeihen der Industrie, des Handels und der Wissenscaft so nothwendigen, Zustande kommen können. Wie Dem sei, die Diktatur, auch wenn sie reformatorisch, ist einmal verbaßt, und so hat das neue Ereigniß in BuenosApres große Freude erregt. Es wurde gleichsam als die Befreiung des Landes angesehen und mit den lebhaftesten Demonstrationen begrüßt. Federalisten und Unitarier, die beiden schraff einander gegenüberstehenden Parteien haben sich brüberlich die Hand gereicht. Doch wird diese Einigkeit nicht lange dauern. Für den Anfang gelang das Unternehmen indessen außerordentlich leicht. Die alte, von Urquiza aufgelöste, Repcäsentantenkammer wurde sogleich wieder einberufen. Sie versammelte sich am 12. Sept. Morgens und nachdem sie die Bewegung sanktionirt, wählte sie zum Gouverneur der Provinz den General Pinto, welcher seinerseits den Dr. Alsina zum Hauptminister machte. Nach der Einsetzung der Regierung beschäftigte sich die Repräsentantenkammer damit, die Stellung von Buenos=Apres gegenüber den anderen Staaten der Consederation und des Auslandes zu regeln. Zu dem Ende wurde zuerst ein langes Manifest verabsaßt, in welchem die Beschwerden von Buenos= Aptes gigen die Dictatur des Gen ral Urquiza auseinandergesetzt. End. Außerdem erhielt die Kammer eine Vorlage der Rezierung über die Freigebung der Flußschifffahrt, welche Maßregel demnach aufrecht erhalten werden soll. In dem Manifeste wurde Urquiza derselben Grausamkeiten beschuldigt, wie Rosas früder von Diesem: er habe z. B. nach der Schlacht von Casaros 200 Gefangene niederbauen und mehr als 4000 Bürger nach Entrerios deportiren lassen, er habe den össentlichen Schatz geplündert u. s. w. Das Aktenstück schließt, wie immer, mit den beiligsten Versicherungen, energisch an dem Wobl des Landes zu arbeiten. Ob diese neue Ordnung der Dinge wohlthätiger sein wird, mag die Folge zeigen. Jedenfalls int es erwünscht, daß das Land„ohne Blutvergießen“ von dem Diktater sich befreit hat. Urquizas Antwort, als er die Bewegung erfuhr, rechtfertigt indessen die Beschuldigungen der erwähnten Proklamation nicht; denn sie war ebenso klug, wie nodel: Er bevaure zwar, daß Buenos=Ayres eine Separatstellung im Staateubunde einParis amüsirt sich. (Aus Jules Lecomte's Courrier de Paris im Feuilleton der Independance belge.) Nie hat man, ausgenommen in der Fest=, Einkaufs= und Visitenwoche, die den 1. Januar umgiebt, ein solches Treiben erlebt, wie es seit einem Monat die Straßen von Paris erfüllt. Die finanzielle Statistik der Straßenfuhrwerke muß abenteuerliche Ziffern ausweisen. Unter dem System Macadam, das jetzt auf allen großen Linten herrscht, ist es ein schwieriges, ja est ein fast gefährliches Ding geworden, über du von einer ununterbrochenen Reihe von Wagen jeder Art durchfurezten Straßen zu kommen. An den Ecken häufen sich die Equipagen Fiaker, Omnibus und Karren dermaßen, raß man nicht mehr in Caris, sondern in dem Menschengewühl Londons, in Charing=Ern, bei der Bank, in Orford=Street, in Piccadilly zu sein glaubt. Und natürlich; denn jeder der ehedem seine Geschäste zu Fuß durch den Straßenkoth ablief, octroyirt sich jetzt die Annehmlichkeiten des Fiacre und die Reize des kleinen Coupe. Man belastet sein Lebensbudget mit 2 Franes stündlich, um rascher und weniger müde anzukommen. Mit dem ambulanten Wohlstand hält der Kleiderlurus Schritt. Man sieht jetzt Leute täglich neu behandschuht, die vor noch nicht langer Zeit im Winter keine andern Haneschuh hatten als ihre Taschen. Gesirnißtes Leder ist die Bekleidung aller Füße. Die Palctots stretzen von Sammt und Atlas. Man siebt Manschetten an Leuten die vordem oft kein Hemde batten. Die Magazine entfalten den unerhörtesten Lurus. Die Geschäfte in manchen Autikein scheinen das Unmöglichste möglich zu machen? Man hal goldgestickte Kaschmirs, zu 10,000 Frs. das Metre, feil und es finden sich Frauen die sie nehmen. Japan Vasen, so groß wie die größten Fleischtöpfe kauft die halbe Welt; Börsenspekulanten, gestern undekannte Subjecte ohne Mittel, fast nackt, beme reiche Personagen, sind im Besitz von tausend wertbvollen Dingen, von denen man kaum begreift, wie sie in ihr Logis kommen. Die Agiotage ist's, die alle diese Mirakel und Metamorphosen bewirkt. genommen habe, werde aber, da persönliche Herrschsucht ihm fremd sei und ihm nur das Wohl der Nation am Herzen liege, keinen Tropfen Blut vergießen lassen, sondern erkenne die neue Ordnung an, und beglaubige den Ueberbringer dieser Antwort, Don Bacz, als bevollmächtigten Unterdändter in Buenos=Apres.“ Urquiza zog nach diesem Entschlusse die Truppen zurück und jetzt sigurirt er noch als Oberbaupt des ganzen Staatenbundes, wofür ihm sein Benehmen gegenüber Buenos=Apres, wenn auch nicht mehr Macht, so doch mehr Vertrauen muß erweckt haben und das ist die Hauptsache für einen georeneten Zustand der Dinge, wie er für jenes paradiesische Land nach den Greuelthaten des General Rosas zu wünschen ist. Die argentinischen Republiken zädlen auf ibren 40,000 Quadratmeilen zwar erst 2,300,000 Einwohner und die Ausfuhr bat 4 Millionen Thaler kaum überstiegen; allein der unermeßliche Reichtbum des Bodens macht es für den Welthandel zu einem Gegenstand von bobem Interesse, ob eine tprannische Militärberrschaft dort existirt, oder eine weise Regierung, welche dem Verkehr neue Badnen eröffnet und die Schranken entfernt, die der industriellen Entwicklung des Landes entgegenstehen. Bei der großartigen Entwicklung Nordamerika'e, von welchem wir Morgen sprechen werden, ist es serner nicht unwichtig, welche Stellung die Consereration zwischen der nordamerikanischen Union und Europa in der Zulunft einnebnen wird. —0 Deutschland. * Berlin, 18. Nov. Aus Neuenburg tiht die Nachricht hier ein, daß am 15. die ordentiiche Sttzung des Großen=Ralbes begonnen dat. als Vorlage für denselben wurden u. A. Mittheilungen der Regierung von großer Wichtigkeit bezeichnet, jedoch obne näbcrr Angabe verselben. Zu den übrigen Gegenständen der Verhanslung gehört das Burgel für 1852 und die Eisenbahn=Angelegenbeit. In Neu=Verpommern, wo Ockanntloch ewech gemeines Recht gilt klagte unlängst ein junges Märchen gegen ihren Verlodten zuf Vollziehung der Ebe. Der Beklagte hatte als Grund seiner Weigerung, sie zu beirathen, hauptsächlich den Umstand augegeben, daß sie von einem Käufmann, mit dem sie, nebst seiner Frau, eines Abenes nach Hause gefahren, vor dem Auesteigen aus dem Wagen sich habe umarmen und lüssen lassen und dadurch einer Untreue, oder wenigstens des Verdachtes verselben, schuleig geworden sei. Der erste Richter wice deshalb die Klägerin ab, der zweite verurtbeilte dagegen den Beklagten, die Klägerin dinnen 14 Tagen zu beirathen. Dagegen legte der Verklagte das Rechtemittel der Revisien ein und das Obertribunal hat den Fall in folgender Weise entschieden. Auf Grund zweier Zeugenaussagen nahm es für erwiesen an, daß die Klägerin von dem Kaufmann umarmt und gelüßt worden sei, hielt sie deehalb unter allen Uwständen für verpflichtet, alle andern Rücksichten, naMan nennt mir rasch gewonnene Reichthümer, die alle Welt und zumeist die Glücklichen selbst in Staunen setzen. Der Commis eines Wechselagenten, der vielleicht im Unglücksfall mehr als Geld riskirt hatte, hatte in drei Tagen 175,000 Frs. gewonnen. Er verdank's der St. Germain=Eisenbahn. Der glückliche Bursche lief die ganze Nacht wie ein Verrückter in den Chamrs elysees umher, erzählte allen Soldaten auf den Posten sein Glück und bot ihnen seine Börse an, so daß er verdächtig wurde und ein Offizier von der Runde ihn festnehmen ließ. Er brachte vierundzwanzig Stunden in der Polizeipräsecttur zu; als er hinlänglich bewiesen hatte, daß er mit keinen Mill äroccupationsgedanken oder sonstigen Anwerbungen umginge, ließ man ihn laufen mit dem Rath, ein bischen im Tellhaus von Charenton sich umzusehen, bis sein Fieber vorüber. Sein Bruder kam auf den glücklichen Gedanken, ihn dem Magnet dir Börsenplatzes zu entziehen und wohlemballirt nach Italien, der einzigen Rettung gegen das Tollhaus, zu schicken. Dort wird er den Frühling erwarten und nicht eher wieder sichtbar werden, als bis man seine Fonds fern von allen Prämien, Reports und„fins couiants“ sicher placirt hat. Solche Beispiele von Freigiebigkeit der mehr als blinden Göttin ließen sich ins Unendliche vervielfältigen. Für Leute die keinen Heller haben, ist es ohne Zweifel noch sehr schwer etwas Silber zu gewinnen, wer aber ein wenig hat, kann viel gewinnen, und wer viel hat, gewinnt zu viel. Letzere, die zu viel haben, machen übrigens gerade kein großes Aufbeben davon, und die Zeit ist vorüber, wo ein Journal die Namen aller Reichen in Paris zu drucken wagte. Jetzt beneidet man sie höchstens, denuncirt sie aber nicht. Die Mittel, durch welche man diese Summen gewiunt duse Vermögen schafft, fangen fieilich an etwas zu frappiren und gar sehr an Law und seinen Missisipplschwindel zu erinnern. Ein Schwarm Leute kauft aufs Geratbewohl gleichviel was und gleichviel von wem; sie sind sicher zu gewinnen, gleichviel wie viel, denn seit 2 bis 3 Monaten steigt Alles. Es ist eine Fluth ohne Gbbe. Sie kaufen heute und verkaufen morgen, die einizige Malics bestetzt nur darin, mentlich gegen die Gattin und die Familie des Kaufmanns, geringer zu achten, als die gegen thren Verlobten, und auf der Stelle die erforderlichen Schritte zu thun, um den letztern von idrer Schulslosigkeit an jenen Oandlungen zu überzeugen. Da die Klägerin jenen Vorfall verschwiegen bade, ja so gar denselben in Abrede stellte, ebwodl er doch als erwiesen zu erachten sei, so liege allerdings ein nicht ungegründeter Verdacht gegen ihre Sittenstrenge vor und könne ihr Verlobter um so weniger zur Eingebung der Ebe verrflichtet sein, als nach den Vorschriften des gemeinen Rechis der Rücktritt von den Ehegelöbnisse nicht an bestimret formulirte Grüade gebunden sei, sondern nur einen vernünftigen Grund (caufa rationalie) erfordere, welcher letztere unter das richterliche Ermessen falle. Aus diesen Gründen wies der oberste Gerichtsbof die Klägerin ab und fand auch keine Veranlassung, auf die nebenliegenden Fragen weiter einzugeden. — Zu den bei der Bundesversammlung noch schwebenden Verfassungsfragen gedört auch die von Seiten dem Fürsten von Hohenlobe, als Grafen v. Gleichen und Inhaber der gröflichen Kurie in der gotbaischen Landschaft, und von Seiten der Ritterschaft erbobene Beschwerde wegen„verfassungswiorigen Aufbebens der landschaftlichen Verfassung des Herzogthums Gotha und wegen rechtswidriger Entziehung der Kuriatrechte.“ Diese Klage wird wahrs peinlich, wie man vem„H. C.“ schreidt, dinnen Kurzem G genstand von Verhanklungen im Schoße der Bundesversammlung werden, deren Ausgang indessen nicht sodalo bevorsteht. Muthmaflich gelangt zunächst an die Herzegl. Regierung eine Aufferderung, überbaupt Erläuterungen über rie neue Versassung zu geben, dann wird wohl die Reklamation err gegenwärtigen Beschwerdeführer zur Sprache kommen und hierauf wadrscheinliche eist vie zweite Frage, ob die Aufhebung der vermaligen Verfassung eem Art. 56. der Wiener Schluß=Akte zuwider geschehen 19, eröriert und entschieden werden. — Eine Korresp. der„Pos. Zto“ gibt über den Unglückefall auf der Ostbahn eine unsere bisherigen Mittheilungen ergänzeade Schilderung. Ee wird Tarin die Steecke zwischen Czerwinet and Pelptin Jangegeben, D# ras Uglück grschebin, und bestättgt, daß der Zuz in einer Oöhe ven 15 Fuß vom Eisenbabn Planum veruntergestürzt ist.„Der Besemeiive, die sich tief in die Erde#ineingevohrt hat, so das sie kaum sichtbar sein sell, folgten der Tender, der Oepäckwagen, Postwagen und außerdem 3 Personen= und ein Güt rwagen. Sämmtliche Wagen sind mehr oder weniger zertrümmert. Meuschenieben sino bei der Katastropde drei erlorin gegangen: es sind der Zugführer, der Wagenschmierer—eiese beiden wurden zerquetscht— und der Heizer, der am ganzen Körper verdrübt war. Der Lokomotivführer soll un beid u Armea sei gefährlich beschävigt werden sein. Die Passagiere, etwa 30 an der Zahl, uund senstigen Personen, brißt es, sind, abgesehen von verschiedenen und wohl auch erheblicden Kontustonen, mit dem Schrecken davongekommen. Der den Zug begleitende Postsekretär rettete sein Leden dadurch, daß man Gete haben muß heute zu bezahlen was man morgen mit Interessen wiederbekommt. Wundern wird es nicht wenn ich sage, daß die meisten dieser Missisippier auch nicht das Mindeste von dem Geschäft verstehen, dem sie sich auf ein oder zwei Tage associiren, um dann die Hausse einzuscharren. Dieser Tage hörte ich ungefähr folgendes Gespräch in einer Gruppe: „Ich möchte 100 Aktien Meuzaia!“ „Da sind sie, zu 140 Frs. Können Sie Guadalquivir brauchen?“ „Ich habe verkauft. Ich habe 200 Krystallpalast zu tiefern.“ „Ich habe nur 150 Graissesoe!“ „Ich nehme sie. Wollen Sie Herseranges?“ „Ich ziehe Docks a 275 vo..“ „was denken Sie? Morgen werden sie im Parkett cotirt. Der Kaiser nimmt 2000 Aktien a 298, in Betracht, daß seine Regierung der Compagnie die Einzegistrirungskosten für ihre Grundstucke erläßt. Hier ist Cohin a 850, Maberky a...“ „Ich nehme sie!“ schreit ein neuer Ankkmmling, ohne zu wissen wovon man spricht. Einer dieser Speculanten hatte sich eben für 400,000 Frs. verpflichtet. Die Börse schließt, ein Wechselcommis begegnet ihm. „Sie da!— ruft er— was für ein Dings da ist denn das Guadalqutvir, wovon ich eben 200 Aktien verkauft habe?“ „O, eine Schwefelmine!“ „Sok... Ich dachte es wärr ein bolländischer Kluß.“ „Was bätte man damit anfangen sollen? Um ihn in Aktien umzusetzen, bätte man ihn auf Flaschen ziehen müssen!“ „Und Monzaia?“ 1:7 T „Das ist eine Bataille in Algerien. 1840 forcirte die französische Armer den Pas Tentah de Monzaia, und um diese schöne Action zu verherrlichen, offerirt man jetzt Aktien.“ „Ah!— Ich babe auch 200 Krystallpalast gekauft.“ (Schluß folgt.) daß er sich bei der ersten Echwankung der Länge nach auf den Fußboden warf und glücklicherweise eurch eie Polster eines umfallenden Studles gedeckt wurde. Der Postwagen ist mit einer ungebeuren Bebemenz in den Gepäckwagen h#aeingeschleudert worden: die eiserne Rückwand des Gepäckwagene zerdorst wie Glas. Edenso flogen die hinten und vorn an den Waggeus besindlichen eisernen Duner in die verschiedenen eisernen Rückwänre, als wenn diese aus To, gesormt gewesen wären.“ — Der Prosessor Dr. Guerike zu Halle ist, nach einer längeren Differenz zwischen ihm und dem Paster Wolff zu Magdeburg, aus der separirten altlutberischen Gemeinde auspetreten; er erklärt öffentlich, daß er in derselben nicht diejenige christliche Demuth fände, welche er fordere. Das Berliner Obertribunal hat in einem Erkenntniß die Zulässigkeit von Zwangemaßregeln gegen Zeitungsre#acteure und Literaten zur Benennung der Quellen aus gesprochen, aus der ihre Nachrichten geschöpft haben. — Auf der Ostbodn ist gestern, Mittwech Abend, leider ein erneuerter Unglücksfall vorgekommen. Ein Güterzug von Braunsbera, der nach Steitin geben sollte, ist in Filedne verunglückt. Eine Maschine und ungefähr 10 Wagen wurden zertrümmert. Meuschenleben sino glücklicherweise nicht zu deklagen. Selbst der Maschinist, der die Lokomotive führte, soll sich gerettet haben. Der Unfall ist durch einen Zusammenstoß zweier Züge entstanden. Der von Schönlanke eintreffende Zug begegnete dem von Filehne in Abgang begesteam. 82 28 868 50 — In den Etatsangelegenheiten ist namentlich in Betreff des Kriegsministerivms eine völlige Uebereinstimmung de# Ministerraths erfolgt.— Was eie Bildung der 1. Kammer betriffi, so steht die Ernennung durch den König fest. In Betreff der 2. Kammer erneuert das C. B. eie Nachricht, daß eie Regierung das Princip der Interessenvertretung zur Geltung zu bringen wünsche. Die praktische Wiedereinfütrung des Staatsraths soll bis zur vollendeten Versassungsrevision verschoben werden.— Im 4. Wadldezirk ist an Küdne's Stelle Reg. R. a. D. Mathis in die 2. Kammer gewählt worden. Vom Handelsministerium ist eine schleunige öffentliche Mittheilung interessanter Nachrichten über Handel und Verkihr angeorenet.— Dr. besucht in höberem Auftrage die Gesängnisse und Strafanstalten der Manarchie. — Nächstens soll eine neue periodische Zeitschrift„Protestantische Monateblätter“ hier erscheinen.— Das C. B. meldet, die sächsische Regierung deabsichtige, die koalitionsfriedliche Presse in der Zollfrage zum Schweigen zu bringen.— Der Trauergotteodienst für Wellington sand beute Morgen in der Garnisonskirche Katt.— Nach der N. Pr. Z. ist die Fortsetzung der Ostbahn vor Waldenberg nach Küstrin bereits beschlossen und nur noch in Frage, oo dieselbe von da eirekt nach Verlin oder nur bis Frankfurt a. v. O. geführt werden soll. * Iserlohn, 18. Nov. Großes Besremden muß ein Antrag diesiger Industrieller erregen, der auf den Erlaß eines Gesetzes, detreffend den Schut der Muster für Bronzewagren, gerichtet ist. Die deutschen Muster siod bekanntlich nicht die geschmackvollsten. Dieselben werden bei fast allen InduPrieansstellungen gezadelt. Beibessert l5anen die werden gerade bleß durch Concurrenz, welche den Erfindungsgeiß der Meuschen anregt. Durch den Schug wird dieser Ersadungsund Speculationsgeist nur noch mehr erschlafft und ein solches Gesez würde alse das Gegentheil von dem bewirken, wos man beadsichtigt. Aus dem Bentheim'schen, 16. Nov. Man hört aus zuverläsüiger Quelle, daß der Orden der Jesuiten dem Fürsten von Bentheim eine Summe von 100,000 Fl. für das ebemalige Rugustinerklester Freuswegen, in der Nähe der Stadt Norddorn gelegen, geboten habe; der Antrag sei nicht abgewiesen, sondern in Unterbandlung gebracht. Schom früher soll der Augustinerorden ähnliche Absichten gedabt haden.(Z.f.R.) Hannover, 17. Nov. Der Bieleselder Tongreß soll in der That den Beschluß gesaßt haben, auf Festhalten am September=Vertrage selbst dann zu besteben, wenn dis' andern deutschen Mittelstaaten nicht in die preußische Zell=Union eintreten. Wie man sagt, habe Stüre hauptsächlich diese Entscheidung befürwortet.(O. C.) — Der weimarsche Concertmeister Joachim, welcher im letzten Concert im Hostheater mitwirkte, ist an Hellmesbergers Cielle engagirt.(H. Pr.) Hamburz, 11. Koodr. Einen Beweis großartizen und seltenen Muthes hat in den legten Tagen der Capitän des englischen Schraubendampfschiffes„Archimedee“ abgelegt. Genanntes Schiff, dessen Rumpf von Eisen ist, fährt regelmäßig zwischen vier und Hull und gehört zu den von der Eld=HumSr=Dappsschiffahriegesellschaft in Zahrt gesetzten Schiffen. Der„Archimedes“ verließ Hull am vergangenen Sonntag, defrachtet mit Baumwolle, Manfakturwaaren 2c. Bereits am Montag entdeckte man Neuer im Raume unter den hier massenhaft ausgestapelten Waaren. Der Capitän traf sofort die geeignetsten Anstalten zur Erstickung der Flammen, sah aber sehr dass ein, daß alle Müde vergeblich sei. Mitten auf der Nordsee, odne Aussicht auf irgend welche Hülse, blieb nichte übrig, als sich dem Schicksal zu ergeben. Der Raum ward so gut wie möglich fost luftdicht verschlossen, die Cojüte mußte jedoch wegen der starken Hite geräumt und verlassen werden. So schwamm der Koloß, dessen Maschinen glücklicherweise in gutem Gang blieben, brennend über das weite Meer, erreichte glücklich die Mündung der Elbe, und konnte sogar bis an die hleßige Landungsbrücke herauskommen. Die legten Stunden freilich litten namentlich eie im Maschinenraum beschäftigten Arbeiter furchiber. Heizend an einem Höllenofen, drannte unter ihren Füßen die Gluth einer zweiten Hölle. Im Hafen angekommen, setzte man das breunende Fahrzeug auf den Hammerbroek, um es zu löschen. Seche Spriten daben einen ganzen Tag zu ihun gehabt, ehe die mit furchtdarer Heftigkeit aus dem Raum emporschlagenden Flammen bewältigt werden konnten. Ueder die Entstchungsursache des Feuers hat man nur Verwutbungen.(Fr. Postz.) Rendsburg, 14. Nov. Die Demolirung des Kronenwerks geht dis heut noch immer von statten und wöchentlich liest man Anzeigen über zu haltende Auktionen der Materialien; so ist wieder zu Ende dieses Monats eine solche angekündigt, in der allein achthunderttausend gute Mauersteine verkauft werden sollen.(R. Z.) Frankfurt, 18. Nov. Heute Vormittag, am Bestattungstag des verstorbenen Herzogs v. Wellington fand in dessen Eigenschaft als königl. preußischer Felomarschall, in der reformirten Kirche und in der katbolischen Domkirche für die hier stebenden königl. preußischen Truppen ein feierlicher Trauergottesoienst stan.(Fr. Postz.) — Ein diesiger Lehrer ist wegen einer am Todestage Robert Blums gebaltenen Rede ausgewiesrn worden, auch soll eine damals erfolgte Aufsteckung einer schwarzen Fahne Gegenstand„umfassender Untersuchungen“ geworden sein. Weimar, 12. Nov. Am 7. November hat sich die diesige deutsch=katholische Gemeinde, nachdem sie noch einen Gote tesvienst gehalten hatte, aufgelöst.(F. P.) Ulm, 12. Nov. Heute Vormittag wurde der hiesige Arbeiterbildungsverein aufgelöst. Als Grund der Auflösung wurde unter Anderm auch angegeben, daß er zweimal(in frühern Jahren) eine Blumsfeier gebalten habe. Vorstand, Schriftführer und Bibliothekar, drei hier in Arbeit stehende Gesellen, sind zugleich ausgewiesen worden.(F. P.) München. Das Ministerium hat den Gemeinden anempfohlen, Getreidemagazine zu errichten. Diese Maßregel ist schon in den 30er Jahren von einem bekannten Oppositions= führer beantragt worden. Wien, 16. Nov. Das Gerücht, der Kaiser werde einen Besuch am preuß. Hose abstatten, welches seinen Weg aus einem hannoverschen Blatte über Berlin nach Wien sand, ist unbegründet.— Die letzte Rundreise des Kaisers im Lande hat noch jetzt eine gute Frucht getragen. Es sind jetzt aus den Kommitatsarresten zu Oedenburg, Zala, Napp=Kalo, Bekes und Ganaca, und Neusohl, mit gleichzeitiger erneuerter Berücksichtigung von Sträflingen in den Gefängnissen zu Debreezin, Arar, Großwardein und Kecskemet, im Ganzen 100 ihren ungebörigen wiedergegeben worden. Die„Wuner Zeitung“ publizirt ein gegen Ernst Molteni aus Mailand,„welcher bei gesetzlich erbobenem Thatbestande zunächst beanzeig ist, als Hauptmann der 4. Kompagnie des Sternau'schen Mobilgarde=Batallione an dem bewaffneten Aufruhre im Oktober 1848 sich betheiligt, mit Ueberschreitung des ihm bewilligten Urlaubes, nach Bewältigung des Aufruhrs am 4. November 1848 aber Wien verlassen zu haben, ohne seit dieser Zeit femals mehr zu seinem Regimente zurückzuledren“ ein kriegsrechtlich gesälltes, auf achtjährigen Festungsarrest lautendes Kontumazial=Erkenntniß.(N. Z.)Ausland. Schweiz.— Bern, 15. Nov. Das Tagesgespräch ist hier die Verdrennung des Grimselspitals und das bierbei begangene Verbrechen. Das Hospiz gebört der Landschaft Haoli und von ihr hatte es der Wirth Zybach in Pacht. Dieser Mann, dessen Dachtzeit nächstens abgelaufen ist, hat sich in seiner Stellung als Grimselwirth bedeutende Reichtbümer und im ganzen Thal von Mepriagen bis zum Gebirgspasse ein großes Ansehen und unbedingten Einfluß erworben; er war der Magnat der Gegend. Alle Oberländer gelten als schlaue und verschlagene Leute; wenn aber um dos Neujahr Wirth Zybach seine Besuche in den Stäcten machte und Liebessteuern sammelte, um aus denselben arme Reisende beberbergen zu können, so blickte aus seinen kleinen blinzelnden Augen mehr als Schlauheit; hinter der frommen, Demuth beuchelnden Miene lauerte die Bosheit und das böse Gewissen. An dem Verbrechen scheinen außer ihm betheiligt zu sein: der Sohn und drei Knechte. Er hatte, bevor das Haus in Brand gerietb, alle Mobilien, 70 Roßhaarmatratzen, viele Fässer mit Wein, selbst die Glasfenster theils in einer Scheune neben dem Spital, theils unter Mist in Sicherheit gebracht; es sino sogar Kisten gefunden worden, die aus dem Getäfel des abgebrannten Gedäudes verfertigt waren. In der Nacht vom 6. auf den 7. v. ging ein heftiger Föhnwind, auf den in der Rezel um diese Jahreszeit ein starter Schneefall folgt. Es war nur ein Knecht in dieser Nacht oben auf der Grimsel. — Es unterliegt daher keinem Zweifel mehr, daß das Grimselspital von dem Wirth Zybach seibst, oder wenigstens auf sein Mitwissen von seinem Knecht in Brand gesteckt worden. In einer Scheune, die nicht weit vom Hause steht, fanden sich, wohl verpackt, alle Mobilien und 70 Roßbaarmatrazen vor. Zybach hatte gehofft, noch in der Nacht, in der das Haus angezündet wurde, werde auf den heftigen Südwind, wie gewöhnlich, Schnee folgen und die Wege ungangbar machen; das Wetter wurde jedoch heiter, und Tags darauf entdeckten die Behörden das Verbreden. Zybach stürzte sich, als er Alles entdeckt sah, in den See neben dem Spital, wurde aber lebend herausgeholt und sitzt nun mit seinem Sohn und drei Knechten im Gefängniß. Zelgende Umstände, die indeß noch nicht amtlich constatirt siad, aber als wahr erzählt werden, sino geeignet, noch andere Befürchtungen über frühere Verbrechen zu begen. Die ersten Männer, welche an der Braucstäte erschienen und einzelne Mobilien im Versteck fanden, waren aus dem Dorse Guttannen. Es war bekannt, daß sie in der Scheune, wo die meisten Sachen verborgen waren, übernachten wollten. Da soll Zydachs Sohn, der als ein verwegener Bursche geschildert wird, mit einem Knecht von Meiringen nach der Grimsel gegangen, aber in Guttannen angehalten und ihnen ein Fäßchen Dulver abgenommen worden sein. Man Iuckoft voran die Vermutdung, oaß die Brandstifter den Vorsat gebadt, die Scheune in die Luft zu sprengen. Ein Schulobeweis liegt ferner darin, daß Zybach den Odmannen von Guttaunen 1000 Kronen(2500 Franken alter Währung) bet, wenn sie schweigen und den Verdacht der Brandstiftung beseitigen wollten. Das Traurige in dieser Sache, die weit über die Grenzrn der Schweiz Theilnahme erregen wird, liegt in der Stellung Zybachs, dem seit vielen Jahren eine große Zahl Reisende Gut und Leben anvertrauten. Es ist noch nicht Zeit, alle die schauderhaften Gerüchte über andere dem Zybach und seinen Genossen zur Last gelegten Verbrechen mitzutheilen. Wir wollen eie Untersuchung abwarten. Der große Ratb von Solothurn hat gestern die Cencession der Eisenbahn in östlicher und westlicher Richtung der englischen Gesellschaft Fex Henderson und Comp. mit großer Medrheit ertheilt, dabei aber die Richtung von Olten nach Basel vorbehatten. Dieselbe englische Gesellschaft ist in Genf zum Bau der Bahn von Genf gegen Morges=Yverden ermächtigt und der Gesellschaftsfones auf 60 Millienen Br,(zu Actien a 500 Fr.) festgestellt worden. — Der Grimselwirth Zybach hat bereits in der Veruntersuchung das ihm zur Last gelegte Verbrechen der Braudstiftung eingestanden. Viele Tausend Reisende aus allen Ländern der Erde, die gewieß bei der Erinnerung an ihren Aufenthalt auf der Grimsel zugleich auch an das scheinbar offene und treuherzige Benchmen des„Vaters Zybach“ denken, werden bei dieser Nachricht erschrecken, wenn sie erwägen, welcher Handlungen ein Maan fäbig ist, der eine solche That begeben konnte. Von Mund zu Mund geht heute in der Star: die Erzählung von dem traurigen Ende zweier reicher Engländer und eines Franzosen, die vor zwei Jahren in der letzten Nacht ihres Lebens auf der Grimsel übernachteten und von da an sourlos verschwunden waren. In ein eben so tiefes Dunkel ist der Too dreier anderer Reisenden gehüllt, die vor mehreren Jahren von drr Grimsel über Wallis nach dem Griesgleischer reisten und niemals wieder geseden worden sind. Irreich nicht, so waren diesen Reisende zwei Brüder Leonard aus Paris, und ein Dr. Woblsahrt aus Frankfurt a. M. Schon spricht man allgemein davon, es werde sich die Untersuchung auch über diese Thatsachen ausdehnen müssen. Es ist schwer an solche Verbrechen zu glauben, und vorsichtig soll man sein Urtheil zurückhalten, bis die Gerichte gesprochen haben; allein ich berichte Ihnen, wovon dier Jedermann redet. — Das Project einer Thann=Nancy=Eisenbahn macht Fortschritte und die zum Bau nothwendigen Summen sollen unterzeichnet sein. Die Deputation von den ersten Häusern des Oberrheins ist gegenwärtig in Paris; mit ihr concurriren um das Concessionsgesuch die Paris=Straßburger und die Mühlhausen=Thanner Gesellschaft. Richt minder interessant für Basel ist die von französischen Blättern gebrachte Nachricht, daß eine andere Gesellschaft ein Concessionsbegehren zingegeben, um von Belfort nach Troyes zu bauen. Es wäre das eine noch geradere Linie nach Paris, welche mit der bisherigen großen Heerstraße ungefähr zusammentreffen würde. Frankreich.—“ Paris, 17. Nov. Nach einer telegraph. Depesche der Independance vom 18. veröffentlicht der Moniteur an diesem Morgen das Decret, welches vom 1. Dezember an den Bestand der Armee, mit Einschluß der Truppen in Afrika und des Ocupationscoips in Rom, auf 370,000 Mank redueirt. Das ist eine Verminderung des Heeres um 30,000 Monn. Ist diese Reduktion auch nicht so umfassend, um erhebliche Ersparnisse zu machen und kommt sie einer haben Maaßregel gleich, so ist sie doch eine merkwürdige Antwort auf die Maniseste der Flüchtlinge. Es ist eine Erscheinung, welche deren Zukunft zu einer wenig versprechenden macht, daß die Erilirten den auf die Bourdonengemachten Satz:„Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen“ stets von Neuem zu bewahrheiten scheinen. Die Manifeste von Jersev und London haben L. Bonaparte nur genützt; denn eine Partei, welche den Meucheldmord offen predigt, hat keine Zukunft mehr. Es scheint fast, als ob das Eril und die Verzweiflung diese früher intelligenten Männer wahnsinnig gemacht hätten, denn die „hestigen“(wir nehmen die gelindeste Bezeichnung) Ausdrücke, deren sie sich bedient haben, schaden nur ihrer eigenen Sache, diese Schimpfworte fallen nur auf sie selbst zurück. Wo eine Partei sich nicht durch praktische Weisheit, Edelmuth und Geisteshoheit vor den übrigen auszeichnet, da kehrt ihr die Nation den Rücken. Die französischen Flüchtlinge haben sich selbst gerichtet. Wenn die Parteien in Frankreich, welche sie zu vertreien vorgeben, sich nicht von ihnen lossagen, so sind auch sie zu Grunde gerichtet. Es müssen neue Parteien sich bilden; denn von solchen ist keine Verbesserung der Verhältnisse zu erwarten. L Napolcon ist durch diese Demonstrationen unberechenbar in seiner Stellung befestigt worden. Dieß ist nicht mehr zu leugnen, welche Fehler und Schattenseiten ihm sonst auch ankleben mogen. Bei dem jetzigen Stande der Dinge scheint L. Napolcon wirklich der einzig brauchbare Führer zu sein, denn die der anderen Parteien sind abgenutzt. Daß er unter solchen Umständen aber, abgesehen von dem Umstande, daß er die Gewalt in Händen hat, eine große Masse des Volkes für sich gewinnen muß, ist natürlich; denn die Masse folgt dem besten Führer. Es ist daber vorauszusehen, daß der Napoleonide bei der nächsten Wahl eine größere Majorität erhalten wird, als bei der vorigen, denn die Maßregeln der Regierung waren bei beiden Veranlassungen dieselben. Wir sind gewiß die Letzten, denen der Vorwurf einer Sympathie für L. Bonaparte gemacht werden könnte, allein bei den entsetzlichen Fehlern seiner Gegner und seiner eigenen Klugheit läßt es sich nicht läugnen, daß die Chancen einer Dauer seiner Herrschaft immer größer werden. Die Regierung weiß diese günstige Siluation auch recht wohl auszubeuten, indem der Moniteur heute das Manifest Chamborks kritisirt, das der Flüchtlinge nur mit einigen Worten abfertigend. Der Hauptgedanke des Moniteur geht darauf hinaus, daß sowohl die Bourbonen, als die Demagogen die Volkssouveränität leugnen; während Napoleon seine Herrschaft auf den Willen der Nation stütze. L. Napolcon wird diese Behauptung allerdings sehr leicht, da er die Mehrbeit des Volkes für sich hat; allein wir sind überzeugt, daß er sich, wenn es anders wäre, auch mit einer Minderheit begnügen würde, Herrschaft ist fl stellung in der und Hugo Cap stiegen sind. In der Nach Hafen von Tit gescheitert sind. verunglückt. D Großbrit nale berichten stellte Paradebei des Invalidenhe e sten Lüstre# itenwände eine Trophäe## Fahnen, unter ist. In der# Standarter B nach der Kapell Räumen muß der Kapelle sind Tageslicht voll? silbernen Kandel nicht mehr Helle die ostindischen schen zu lassen. hadier in rother auf. Dieser 11 Raum ist durche artig unter der in säulenartigen zeigt einen We Grün und SilbStelle, auf der ein goldgewirkter darauf ist mit se mit Vergoldung der Bahre hängt auf der vom Ho länder voll hera Piedestale vor, d stäbe und Orden land, Portugal, dem 9. und 10. Fahne, während mit den Schilden stehen. 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Der Moniteur geht zum Beweise seiner Aufstellung in der Geschichte zurück und sucht nachzuweisen, daß Pivin und Hugo Capet nur durch den Velkswillen auf den Thron gestiegen sind. In der Nacht vom 20. auf den 21. Okt. war ein Sturm am Hafen von Taipolis, durch welchen unter 28 Schiffen 22 am Ufer gescheitert sind. Doch sind nur 4 Seeleute, darunter zwei Europder verunglückt. Der Schaden wird auf 1,600,000 Franken geschätzt. Großbritannien.— London, 17. November. Die Journale berichten über das in der Halle des Chelsea=Hospitals aufgestellte Paradebett des Herzogs von Wellington: Vom Nordeingange des Invalidenhauses gelangt der Besucher in einen langen achlecktgen Vorsaal, der mit schwarzem Tuch behängt und durch einen umslorten Lüstre spärlich beleuchtet ist. In der Mitte jeder der 8 Seitenwände hängk ein Ahnenschild und dem Eingang gegenüber eine Trophäe von 30 verwitterten, zerschossenen und zerrissenen Fahnen, unter denen manche bedeutungsvolle geschichtliche Reliquie ist. In der Mitte ist das königl. Wappen und darüber die k. Staudarte. Von der Mitte des Vorsaals führt ein Gang links nach der Kapelle, ein Gang rechts nach der Halle. Zu beiden Räumen muß man eine kurze Treppe hinaufsteigen. Die Fenster der Kapelle sind schwarz verhängt und schließen das(ohnehin trübe) Tageslicht vollständig aus; nur wenige Wachskerzen in riesigen sildernen Kandelabern stehen den Kreuzgang entlang und verbreiten nicht mehr Helle, als nöthig ist, um die französischen Adler und die ostindischen Fahnen, so wie andere Stegesdenkmale des Herzogs schen zu lassen. An der Schwelle hält ein staattlicher Garde=Grehadier in rother Uniform Wache. Steigen wir jetzt zur Halle hinauf. Dieser 118 Fuß lange, 38 Fuß breite und 49 Fuß hohe Raum ist durchaus mit schwarzer Draperie behangen, die sich zeltartig unter der Decke wölbt, und an den Wänden alle sechs Schritt in säulenartigen Falten niederfällt; jede der so gebildeten Rischen zeigt einen Wellingion'schen Ahnenschild, mit Lorbeerkränzen in Grün und Silber umgeben. Die Bühne am oberen Ende der Stelle, auf der die sterblichen Ueberreste des Herzogs ruhen, deckt ein goldgewirkter Teppich; die 9 Fuß lange und 4 Fuß hohe Bahre darauf ist mit schwarzem Sammet bekleidet; der Sarg darüber ist mit Vergoldung und rothem Sammet reich verziert. Am Ende der Bahre hängt ein Riesen=Strauß von Sternen und Orden, obenauf der vom Hosenband. Um die Bahre läuft ein silbernes Geländer voll heraldischer Devisen, und von demselben springen 10 Piedestale vor, deren 8 auf schwarzsammtnen Kissen die Marschallstäbe und Orden von Großbritannien, Hannover, Oesterreich, Holland, Portugal, Spanien, Preußen und Rußland tragen. Auf dem 9. und 10. Piedestal ragt des Herzogs eigene Standarte und Fahne, während an allen Piedestalen 2 Fuß hohe goldene Löwen mit den Schilden und Bannern der 8 aufgezählten Staaten gelehnt stehen. Das Himmelbert über dem Sarg reicht bis an die Decke, und ist eben so reich ausgestattet, wie geschmackvoll ersonnen. Beleuchtet ist die Halle durch 54 silberne Armleuchter, die in vier langen Reihen, zwei auf jeder Längenseite der Halle, stehen; die Leuchter sind 7 Zuß hoch, und auf diesen mehr als Grenadierhoben Silversäulen brennen 7 Fuß hohe, 3 Zoll dicke Wachskerzen. Da die Leuchter selbst auf hohen Gestellen stehen, solz fälltg das Licht aus einer Höhe von 17 bis 18 Fuß nieder, und verbreitet eine gleichmäßige, aber gedämpfte Helle. Um den Katafalk sind außerdem 12 prachtvolle silberne Kandelaber, mit fünf Armen jeder, aufgestellt, so daß die Lichtmasse dort größer als im genzen übrigen Saale scheint. Die Hauptzierde dieser Trauerhalle ist jedoch der lebendige Staffage. An dem Kaiafalk sitzen 9 Leidtragende, großentbeils Garde=Offiziere; an den Seitenwänden aber laufen nieerige Bretterbühnen hin, an denen die stattlichsten Männer der Garde, unbeweglich wie Bildsäulen, mit gesenkten Waffen die Todtenwacht halten. — Der Schatzkanzler Disraeli hat sehr aufmerksame Leser seiner Reden unter seinen Brüdern von der Feder. Der Globe druckt einen Theit se ner Lobrede auf den Herzog von Weilingion neben einer entsprechend großen Stelle aus der Denkrede ab, welche Thiers im Jahre 1820 auf den Marschall Gouvion de Se. Cyr Lielt, und die 1848 im Mornig Chronikle übersetzf erschien. Und siehe da! Disraeli hat dem französischen Geschichtschreiber eine ganze pisode Abhandlung über die eigenthümliche Combination geistiger Anlagen, die den großen Feldherrn machen, getreulichst entlebnt. Die Nebenphrafen sind zuweilen etwas breit geschlagen, aber die Argumente, die Bilder, die Antithesen und Schlagworte sind rein abgeschrieben.„Wäbrend der Schatzkanzler noch im Sprechen begriffen war“— fügt der Globe boshaft hinzu—,„muß mehr als Einem seiner Hörer die studirte Zistelstimme, der feile Gleißglanz seiner Rhetorik, und die völlige Abwesenheit jener ursprünglichen Gemuthwärme überrascht haben, die, wie man denken sollte, dem Lobradner Wellingtons ungeheißen über die Lippen strömen mußte. Felix opportunitate mortis! Dem Herzog war es wenigstens gegennt, die Schmach nicht selbst anhören zu müssen. Ostindien und China. Der vorherrschende Gegenstand der Effentlichen Aufmerksamkeit in Ostindien ist, wie sich von selbst versteht, noch immer der Krieg mit Birma. Während es Anfungs den Anschein hatte, als wolle man sich mit Rangun begnügen, um es zu einem Stapelplatze für britischen Handel zu machen, giebt es jetzt schon Leute, die selbst Prome nicht als die letzte Grenze der neuen Eroberungen ansehen wollen. Halbe Maßrezeln sagen sie, nürden nur zu einer Erneuerung des Kriegs in kurzer Frist und zu verdoppelten Auslagen führen; ja es sei zu fürchten, daß was man jetzt versäume von den Amcrikanern, die auf der Lauer ständen, benutzt werden würde. Was Pegu betrifft, so ist seine Einverleibung so gut als beschlossen, und man erwartet wohl nur das Ergebniß der Expedition nach Prome, um die darauf bezüglichen Maßregeln zu treffen. Die Ernennung eines Gouverneurs für die birmanisch=indischen Provinzen wird nicht lange auf sich warten lassen und bald dürfte sich dann auch der elekirische Telegraph von Calcutta nach Prome erstrecken. W.s die Birmanen betrifft, so haben sie den Gedanken an Widerstand noch ke neswegs aufgegeben. Sie wollen nicht nur in Prome Stand hatten, sondern suchen sich auch Rangun wieder zu nähern, von wo ihre Vorposten kaum 20 Meilen entfernt sind. Daß sie Aules auf ibrem Wege verwüsten, überrascht weniger als wenn man bört, daß auch die Briten, abgesehen von den Steuern, welche sie auflegen, und die große Unzufriedenbeit verursachen, muthwillige Zerstörungen üben und selbst die dem Glauben der Bewohner beiligen Gebäude nicht schonen, was eine Ausnahme von ihrer sonst befolgten Klugheitsregel bildet. Eine geord#ete Verwaltung wird „esen Uebelständen ein Ende machen, sie ist um so dringlicher, als man durch den neuen Länderzuwachs in nöhere Beziebungen nicht nur zu Siam, welchem der an Birma anstoßende Vasallenstaat Zimmay sich anzuschließen beabsichtigt, sondern auch zu Cbina geräth. Bummo, zwischen Ava und Prome in der Mitte gelegen, ist nämlich nur zehn Meilen von der chincsischen Grenze entfernt, und wird, wenn die Schifffahrt auf dem Jrawar#y bis zu diesem Punkie frei erklärt wird, jedenfalls ein Knotenpunkt des britisch=chinesischen Verkehrs in dieser Richtung bilden. Daß der Hof von Ava sich in großer Berwirrung befindet, kann man den Berichten glauben. Da Se. goldfüßige Majestät seinen Zorn nicht an den Engländern auslassen konnte, so hat er die beiden Gouverneure von Rangun, die sich wahrscheinlich nichts Anderes zu Schulden kommen ließen, als allzu genaue Befolgung seiner Befehle— desavouirt, d. h. sammt ihren Familien hinrichten lassen. Das System der Quiescirung scheint man in Birma noch nicht zu kennen. Wie thöricht und hoffnungslos übrigens der Trotz des Feindes ist, kann man beurtheilen, wenn man die Streitkräfte mißt, welche ihm auf den Leid rücken. Bei Rangun befanden sich am 26. Sept. drei k. Kriegsschiffe, zwei Dampfer der ostind. Compagnie und 17 Tmusportschiffe; In Irawaddy acht Dampfei, 2 Schooner und 5 Transportschiffe, in Bassein ein Dampfer sammt einem Transportschiffe, im Peguflusse eine Brigg und in Martaban ein Dampfer. Daß es aber auch an Geld nicht fehlen wird, geht aus einer Bemerkung des„Frund of India“ hervor, welcher meint, der immer steigende Ertrag des Opiumhandels sei allein hinreichend, die Kriegskosten zu decken.— Däs 38. Regiment, das sich bekanntlich nicht nach Birma einschiffen lassen wollte, ist zur Strafe nach der ungesundesten Station von ganz Ostindien, nach Dacca, versetzt, und jetzt liegt es sast bis zum letzten Mann im Spital. Singapore ersreut sich eines zunehmenden Aufschwungs. Die Einfuhr hat sich 1851—52 gegen das Vorjahr um 393,034 Rupien, nämlich auf 31¼ Millionen R. gehoben, während die Ausfuhr von 25½ auf ca. 27½ Mill. R. stieg. Unter den Einfuhrartikeln dürste künftig auch ein Stoff vorkommen, dessen vermehrter Import nach England vor einiger Zeit zu sehr bedenklichen Vermuihungen Anlaß gab, nämlich Strychnin, von dem man damals sagte, daß es dazu benutzt werde, dem Biere eine gewisse„angenehme“ Bitterkeit zu verleihen. In der That hatte es aber eine ganz andere Bestimmung, denn ses wurde wieder nach Südafrika ausgeführt, wo man Löwen, Tiger und andere Wüstenbewohner damit fülterte, deren Häute man mit möglichster Schonung seiner eignen sich zuzueignen wünschte. Zu einem ähnlichen Zweck soll es nun auch in Singapore verwendet werden, wo die Polizei keinen hartnäckigeren Gegner hat als den gefräßigen Königsiger. Was die Pekinger Hofzeitung meldet, ist selbst für den Fall, daß Tien=Teh, das Haupt der Insurgenten in den Südprovinzen, wirklich den Kopf verloren, hinreichend, um den Beweis zu kiefern, daß der Aufstand noch nicht unterdrückt ist. So enthält z. B. der chinesische Moniteur ein Dekret an das Zinanzministerium, welches arüber berathen soll, wie dem Bicekönig von Hu=pitz am leichiesten die Summe von 300,000 Taels zugeschickt werden könne, die er braucht, um die Kosten des Truppenaufgedots ggegen die Rebellen von Kwangsi zu bestreiten. Ferner besiehlt der Sohn des Himmele, daß keine Truppen aus der Provinz Kweichu gezogen werden sollen, so lange nicht die Rebellen über die Grenze derselben getrieben sind. Es verlautet sogar, daß sich in der Provinz ein neuer Krouprätendent gezeigt habe, der das laufende Jahr schon als das erste der Dynastie der Ming-Meng=Duen bezeichne. In Hongkong ist das dem Könige von Siam gehörige Schiff „Scepferd“ angekommen, an dessen Bord sich der Adjunkt des für den Hof von Peking bestimmten Botschafters befindet. Die englische Faktorei in Bangkok(Siam) wird für den Gebrauch des britischen Gesandten Sir Jumes Brooke, eingerichtet, der nächstens dor erwartet wird.(Tr. Z.) * Amerika. Die Majorität an Stimmen, welche Franklin Pierce erhalten, hat ihres Gleichen nicht seit Gründung der Union. Pierce hat für sich 27 Staaten und 246 Stimmen; Scott nur 42 Stimmen von 4 Staaten, nämlich Massachussets, Vermom, Kentuky, Tenessee. Der neue Staatssekretair Everitt ist verschiedene Male Congreßmitglied gewesen, Gouverneur von Massachussets und Gesandter in England. Er hat auch literärischen Ruf und ist Präsideut der Universität Cambridge gewesen. — Der Neu.=York=Herald berichtet, gegen 100 Fischerbarken von Neu=Schottland, die durch widrige Winde bei Port Hood festgehalten wurden, seien von Capitän Campbell, dem Commandeur des britischen Kriegsdampfers Devastation confiscirt worden, weil sie unter falschem Register ausgelaufen. Die anderen, deren Papiere regelrecht waren, wurden nicht belästigt, bis auf eine Barke, die sich aber ans britische Wachtschiff nicht weiter kehrte und in die See stach. Die Regierung hat, wie sie diese Nachrichten empfing, sogleich den Regierungs=Anwalt mit Capitän Seymour nach Pori Hood abgesandt, um die Sache zu untersuchen. — Aus der Havannah haben wir Nachrichten vom 27, Oktbr. Dieselben lauten wieersprechend. Nach Einigen war man noch zu keinem Verständniß gekommen, nach Anderen hatten die cubanischen Behörden dem Dampfer Crescent Cty gestattet, zu landen, wofern Capitän Porter und der Zahlmeister Smith nicht das Schiff verließen. — Die pariser Patrie enthält Folgendes über die Ereignisse am La Plata:„Dem Vernehmen nach melden Depeschen, die beute in Paris eingelausen sind, daß General Urquiza, dessen Sache man für verloren hielt, mit seinem Heere zurückgekehrt war und Buenos Ayres belagerte. Man glaubte, die Stadt sei geneigt, sich ihm zu unterwerfen.“ Wie viel hieran wahr ist, müssen wir abwarten. ermischtes. — Ein Leitartikel der letzten Nummer der Preußischen Wedrzeitung„Das Kaiserreich ist der Friede“ macht viel Aufmerksamkeit. Der Schluß desselben lautet:„Unter den jetzigen Verhältnissen, veren geringe Stabilität Niemand läuznen kann, weil die Geschichte den Beweis der Wankelmütdigkeit liefert, und weil man weiß, daß Louis Napoleon nur dadurch gestiegen ist, deß er consequent die Schwächen des sonverainen Volkes beuutz,— eo bintergangen hat, weil ferner, und darauf lege ich den Accent, die Armee ihn zu der Höhe poussirt hat, auf welche er zu steigen im Begriff ist,— weil die Armee das junge, neugeborene Koiserreich in ihrem Schooße trägt,— darum kann dieses kein Träger des Kriedens sein. Der Armee ist mi Aussicht auf Ruhm geschmeichelt worden,— immer mit Hinweisung auf die glorreichen Thaten der alten Kaiser=Armer; bei den Milikär=Banquets ist aus dem Schaum des Champagners der beräufcbendt Geiß des Ruhmes in die Köpf der kriegslustigen Offiziere gestiegen, und aus der glühend ersehnten Soldaten=Glorie erhov sich der Flügelschlag des Zjungen Adlers. (Nur daraus und nicht aus den Wabl=Urnen mit 7 oder 8 Millienen Stimmen— denn was ist Volkswahl?— Blendwerk!) Her klirrten die Schwerter des Geschichte machenden Waffenkörpers, und b im betäubenden Lärmen der Waffen ließen sich leicht die berühmten Deciekte schreiden, und unter demselben Lärmen krönt sich der ehrgeizige Reffe des Advokatensohnes, dessen Gente und Glück es gemacht haben, daß Ersterer nach einem halben Jahrhundert die Legitimität als ein Recht beansprucht. Dieses Recht ist ein Recht, so lange die Gewalt es dazu stempelt. Will er es durchführen, so muß er seldst das Glück der Waffen versuchen, und er wird es thun, um nicht den Boden zu verlieren, welcher das Fundament seines Thrones tragen soll. Mit dem Kaiserreich kehren auch die verbannten Generale wieder, und mit Herzogshüten versöhnt man die Beleidigten auf den Blutfeldern der Schlachten. Das Kaiserreich ist nah! Wer ist es, der es im weißen Gewande des Friedens siehl?— Sollte der Purpur sich nicht echt färben wollen im Blute, das vergossen werden wird um die gevanche vour Waterloo?— Darum, ihr bleichen Gesellen des Friedens um jeden Preis, wird euch der Wiederschein der aufgehenden Schlachtensonne die Wangen röthen, ehe ihr es denukt, und wieder wird die Geschichte es einst der Enkeln sagen müssen, daß Wenige im Preußen=Lager wach und vereit waren, um dem reißenden Strome der stürmenden Kaisergewalt bei rechter Zeit Sturmdrecher entgegenzustellen.“ — In- San Franzisro liebt man Stiergefechte ganz eigener Art. Wenn ein tüchtiger grauer Bär, der oft seine 12—1406 Bfund wiegt, eingefangen ist, so läßt man ihn seine Kraft an einem Scer erproben. Beide Kämpfer werden an einer starken reata (einem aus reher Rindshaut geflochtenen Stricke, der auch als lazo dienk) so zusammengebunden, daß nur ein Spiekraum von etwa 14 Schritt zwischen ionen bleibt. Der Kampf zieht sich oft sehr in die Länge, denn der Stier weiß edenso geschickt den Tatzen seines zottigen Gegners als dieser den Hörnern jenes auszuweichen. Gelingt es Meister Braun, sich an den Stier festzuklammern, ehne daß der Stier ihm mit den Hörnern den Bauch aufgerissen, so ist der Sieg inm gewih. Die Presse in San Franzisco hat diese Art Schauspiele wiederbolt scharf getadelt, weniger jedoch wegen ihrer Grausamkeit als weil sie des Sonntags stattfinden. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 18 Nevember. Wechsel- Course. Berlin, vom 18. November 1852. Amsterban—. Preut. Brief. . 250 fl. dite—„"—„ 230 gl. umburg„ 300 Mt. bito—„„ 300 Mt. London„„ 1-Lot. Parie—... en 300 Fr. Wien im 20 Fl. Bas 150 Jl. Augsburg„ 130 Fl. Breslau—.„ 100 Thlr. Leipzig in Ceprant im 14 Teir########## 100 Thlr. Franksurt####. södd. W. 100 Fl. Peiersburg.„„ 100 SRtl. . Kurz. 2 Mi. 3 Mr. 2 Wr. 2 Mr. 2 Mi. 2 Mr. 8Tage. 2 Mi. 2 Mi. 3Woch. Courant.“ Geld. 113 1129 152 1 15 17 6 221 80“ 67 101⅞ 99 91% 99 56 22 105% Geldcours. Köln, vin 18. November 1852.“ Frankfurt, den 12. November 1852. Ocserr. 5% Metallig. in Süber bei. N., 95 ½/8½ 9. u. G Osterr. 5% Mezastigur ud müschoel 6. à beegl. 4 1% Jb mss## 72½ P.% G. 28569 87.1„ 63¾-46. desat. 3%„ 38½ 2. Kurbessische 40 Thlr. Loose 72711# 34¾ 9. Griede ege Bad 416e. dr. Wühelm Norddadn epel. Zinsen 44¼ nische 37, exel. Ziul.„4l, u. in 45½ P. ische 35 81. Loose 1 IT. 3/s10 36¼ 9.12 6. ½ Marktbericht. Wirten, den 18. Nevemder. Weizen 2 Thr. 38 Egr.— Pf. Roggen 2 Tdir. 4 Sar.— Pf. Gerste 1 Thir. 17 Sgr.— Pf. Daser — Tdir. 26 Sgr.— Pf. Buchweizen 1 Thu. 24 Ggr.— Pf. Erdsen 2 Tdir. 15 Gar.— Pf. Bohnen 2 Thlr.— Szr.— Pf. Rapsam. 3 Thir.— Sar.—Pf. Rübsamen 2 Thlr. 22 Ser. 6 Pf. Nartessel Thir. 26 Ser.— Pf. Butter 7 Szr.— Pf. Heu dr. Ceutner 20 Sgr. Pf. Strod pr. Schock 3 Thir. 15 Egr.— Pf. nzial=Zeitung. 1t Minden, 18. Roobe. Seit einigen Tagen hat sich der biesige Kaufmann Eruard Weddigen unsichtbar gemacht; es wird eine heimliche Blucht, mit Bankrutt verbunden, gemuthmaßt. Die Betrügerei scheint jetzt Mode zu werden. In dem nahe gelegenen Dorfe Leieln wohnte ein Bremser, welcher mit seiner Famille einen fü: seinen Stand zu großen Aufwand machte, so daß er den Anschein gewann, ein woblhabender Mann zu sein. Vor einiger Zeit bemerkte nun der Hauswirth desselben, daß die FensterRoleaur seit zwei Tagen herabgelassen waren, da ihm dies etwas merkwürdig vorkommt und er auch die Thüren verschlossen findet, so steigt er durch ein offenstehendes Schlafzimmerfenster in die Wohnung, weraaf er das Rist leer und auf dem Tische einen Brief findet, worin ihm der Entflohene einladet, seine nicht unbedeutende Forderung an Miethe 2c. von Amerika abzuholen. Nach mebreren hier umlaufenden Gerüchten soll jener hier tüchtig geborgt und anständige Schulden hinterlassen haben. & Salzuflen, 17. Novdr. Unser Städtchen bot seit einigen Tagen ein Bild der größten Aufregung dar. Es fand eine Neuwahl der Stadtverordneten statt, und von allen Parteien wurde gewählt, was das Zeug halten wollte. Allerdings handelte es sich dabei auch um nicht unwichtige Interessen der Stadt. Unser Wahlgesetz beruht auf durchaus demokratischen Prinzipien, doch wurde dies von den Leuten so aufgefaßt, als ob nun kein gebildeter oder vermögender Mann in das Colleziam gewählt werden kürfe. Die Stadtverordneten waren daber eine Reibe von Jahren dindurch nur aus den untern Schichten der Bevölkerung ennommen worden, so daß der Versammlung wirklich alle Int zigenz abging und nur zu oft gutgemeinte Beschlüsse zum Schaden der Start ausschlugen. Klüger geworden, hat sich dieß Mal die Majorität der Börger auf drei Männer vereinigt, welchen neben der erforderlichen Einsicht auch eine wünschenswertbe Gesinnung nicht abgebe. An eine Wahl im eigentlich reaktionären Sinne ist bei uns selbstredend nicht zu denken. Verantwortlicher Redakteur W. Crüwell in Badecdorn. Köln=Mindener=Eisenbahn. Fahr=Plan für die Personenzüge vom 15. Novbr. c. ab. I. In der Richtung von Deutz nach Minden. II. In der Richtunz von Minden nach Vom 15. November c. ab sind zwischen Dresden und Deutz und zwischen Berlin und Deutz äglich Courier= und Schnellzüge eingerichtet. Die Courier= züge, mit dene ausschließlich Habrgäste I. und U. Wagen=Classe, Reisegepäck und Hunde besördert werden, gehen von Dresden Morgens um 4 Uhr, van Berlin Morgens um 7 Uhr 30 Minuten und von Deutz Morgens um 6 Uhr 30 Miauten ab, und trefsen in Dresden Nachts 1 Uhr, in Berlin Abends 9 Uhr 20 Minuten und in Deuß Abends 10 Uhr ein. Die Schnellzüge, welche ausschließlich Fahrgäste I., UI. u. II. Wagentfasse, Reisegepäck und Hunde befördern, gehen von Dresden Abends 6 Uhr, von Berlin Abends 10 Uhr Personal=Karten sind für die — Der um 11 Uhr Vormittags von Deut abgehende Personenzug steht in direktem An Berlin, Leipzig und Dreocen abgehenden Zug. III. Ruhrorter Abfahrt von Oberhausen: 7 Uhr Morgens, 2 Uhr 20 Minnten Nachmittags, 6 Uhr 40 Minuten Abenes; Ankunft in Ruhroet: 7 Uhr 20 Minuten Morgens, 2 Uhr 40 Minuten Nachmittags, 7 Uhr Abends; III. 2.: I. Köln, am 14. November 1852. und von Deutz Abends 8 Uhr ab, und treffen in Dresden Nachmittags 5 Uhr 30 Minuten, in Berlin Nachmittags 1 Uhr 10 Minuten und in Deutz Nachmittags 4 Uhr ein. Auf der Köln=Mindener Eisenbahn halten die Courierzüge an den Stationen Düsseldorf, Duisdurg(in der Richtung von Minden nach Deutz), Oberbausen, Dortmund, Hamm, Güterslob und Bielefeld(in der Richtung von Deuz nach Minden); die Schnellzüge in beiden Richtungen an den Courierzug=Stationen und in Essen, außerdem in der Richtung von Minden nach Druß auch in Bad Oeynhausen(Rehme) und Hersord.— Die neuen Tacife sind aus den Stationen ausgehängt.— zier= und Schnellzüge nicht gültig. an den um 8 Uhr 15 Minuten Abends von Minden nach Bremen, Hamburg, Braunschweig, Zweigbahn. Abfahrt von Rubrort: 12 Uhr 35 Minuten Mittags, 5 Uhr 10 Minuten und 8 Uhr 10 Min. Abenes; Ankunft in Oberhausen: 12 Uhr 55 Minuten Mittags, 5 Uhr 30 Minuten und 8 Uhr 30 Min. Abends. Die Direction. Heute, Sonnabend den 20. d. M. Abends 8 Uhr Harmonie=Musik im Saale des Gastwirth Löffelmann. Pfundbärme oder Preßheefe ohne Prennerei. In meiner Pfundheefenfabrik fabricire ich seit mehreren Jahren mit dem besten Erfolg eine schöne, kräftige, weiße Pfundbärme aus einem Stoffe, der in Brauereien sehr billig zu baben ist, ja östers als fast wertbles verworsen wird, auch kann selbige in jedem beliedigen Lokale fabricirt werden, und kostet das Pfund nicht mehr, mit sämmtlichen Unkosten, als einen Silbergroschen. Zur Anlage einer Fabrit is nicht mehr erforderlich, els 20 bis 25 Thaler.—— Indem ich für dis oben genaunten Vortheile garantire, din ich bereit, meide Erfindung eie nem unternehmenden Manne mitzutheilen; ich verlange nur erst dann ein Houorar, wenn sich ein Jeder von der Wahrheit der Sache öberzeugt dat, Atteste der achtbarsten Autoritäten liegen zur Einsicht vor. Proden gratis. Berlin, den 15. November 1852. Albert Lehmann. Heefenfabrikant Schieß=Gasse Nr. 15. UI. 1. Samstag, den 20. v., vollständiges Abendessen, 4 Coupart 10 Sgr., wozu mrgedenst einAng. Enler, Weinhandlung. II. 2. Holzverkauf. An Montag den 22. d. M. Vormittags 9 Uhr, sollen im Harterbolze, Schlag Obrdienz, 100 Haufen Buchen Stangenholz zum Verkaufe ausgebeten werden. (Dne Wohnung, bestebend aus 1 großen und 2 kleinen, ganz, zum Theil, oder garnicht möblirten Zimmern, in freundlicher Lage wird sogleich zu miethen gesucht. Die Exped. sagt B (a dem schönsten und lebdaftesten Theile hieO siger Stadt ist in einem Hause eine, für jedes Geschäft geeignete Wohnung par terre und eine 2 Treppen hobe sehr elegante und bequeme Wohnung auf den ersten April nächsten Jahres zu beziehen. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. IV. 4. (ie heute erfolgte glückliche Entbindung meiner Frau von einem gesunden Mädchen k hre ich mich hiermit und statt besonderer Meldung Freunden und Bekannten anzuzeigen. Brakel, 18. November 1852. May Kreisrichter Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die bürgerliche Beglaubigung der Oeburten, Oeirathen und Sterdefälle unter den Jnden dem Herrn Gerichts=Assesser Risse, wohnhaft Westernstraße Nr. 206, kommissarisch übertragen ist. Paderborn, 11. Nov. 1852. Königliches Kreis=Gericht. Wex. Papp In der Buchbandlung vor Wilh. Crüwell in Paderborn ist zu haben: Leischner's Vollständige Anleitung zur geschmackvollen und eleganten Anfertigung aller Arten von - und Galanteriearbeiten, als Toiletten, Etuis, Arbeitstaschen und Körbchen, Bilderrahmen, Wandkörbe, Häuser, Festungen, Thurm=, Basen und einer Menge anderer Gegenstände, nebst einer gründlichen Anweisung zur Fabrikation der Cartons nach den neuesten Methoden und Modellen, ingleichen zur Pappen= und Spielkarten=Fabrikation und der Verfertigung der gauffrirten, satinirten und vergoldeten Papiere, der Firnisse und der brillantesten Verzierungen. Dritte um 4 Bogen vermehrte Auflage. Mit 10 Tafeln Abbild. 1 Thlr. Bei den fortgeschrittenen Verbesserungen in obigen Gewerbszweigen mußte es, bei der nöihig gewordenen neuen Auflage, als wesentliche Aufgabe erscheinen, das Veraltete auszuscheiden und durch Neues, Zeitgemäßes zu ersetzen. Der Verfasser hat dieser Aufgabe bestens zu entsprechen gesucht, und ist überzeugt, daß jeder nach seiner Anleitung arbeitende Gewerdsmann und Dillettant seine Mübe durch gelungene und leichtverkäufliche Arbeit belohnt sehen und manchte Neue, Brauchdare finden wird. (er Breanholzbedarf des unterzeichneten Ap, pellationsgerichts für den Winter 18 3 3/8 bestehend in 50 Klaftern, Buchen Scheieibolz, soll an den Mindestfordernden, Jedoch mit Vorbehalt der Auswahl unter den Licitanten, in dem auf den 1. Dez. d. J. Vormittags 11 Uhr im Geschäftslokal des Appellationsgerichte vor dem Herrn Kanzlei=Nath Stuve angesetzten Termine verdungen werden. Die Bedingungen können täglich im Büreau I. eingesehen werden. Paderborn, 6. Nov. 1852. Königliches Appellations=Gericht. Lange. II. 2. reundlich meublirte Zimmer zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exp. Vorzüglich gute„ Siegellacke, das Pfund à 4 Sgr., 10 Sgr., 12½ Szr., 17½ Sgr., 1 Thir. 5 Sgr. und 2 Thir.; die Stange à; 1 Sgr., 2 Sgr., 3 und 4 Sgr. sind zu haben bei W. Crüwell. Mehrere neue Sorten Stahlfedern, das Gros zu 5 Sgr., 10 Sgr., 12 Sgr., 15 Sgr., 18 Sgr., 20 Sgr., 24 Sgr., 1 Thlr. 10 Sgr., sowie auch Federhalter das Dutz zu 5, 6 und 8 Sgr. sind zu haben bei W. Crüwell. 12.0 3 N 202. 1 ü Der Franklin Pierczum Präsioenten Das ober dotte 9# tät erhalten würd noch keinem Präß ben 27 Staaten 4. Staaten mit 4 Pertei, welcher de Jahre an der Spinach in überwieger von Nordamerika. einzelnen Staaten zu ihr bekennen sie ihr besteht die Ma endlich das Staatt für die nächste Zul riktirt, trägt den daraus werden die sich zu schöpfen gen irren, wenn sie ant deiblichen Entwicklu ralischen Rückwirku: ben davon, daß ein giebt es noch viele Hoffrungen für un versetzen. Vor alle Nordamerika mit de gemein, als den Na 1848 in Europa m amerikanische aber## dängen die Parteien stete prattische Zwed lo wird sie wenig## Wblg Präsident ist. gen ist es nicht eine am Rader sind. D kraten Freidändler; Centralgewalt, die 7 commundlen und pro fürchten jeden Confli tik: die Demotraten staattichen Größe der amerikas von Schutzz die Ausfuhr und Ei: 25 Millionen auf 50 Pirree ohne Zweifel beantragen. Der ma durch gewinnt, wird wirken. So viel kan mebe nicht. Denn d# ameriko“ an den europ nicht weiter erstrecken, zwar sein, daß die 9 77 (Aus Jules Lecomte Des ist eine ungeber t und wohln künftig 2• baut#nd wohin—, Sie türkische Anleibe?“ „Rein, Saperlot! Die elten Turdan von Mu zurüs! Aber ich habe gedie..“ „Sie verwechseln's mit das aber nicht Geld gem wird Ihnen wie Gold sei gehört dem Zinkweiß. A Sie... Sie wissen So „Eine Eisenbahn?“ „Neta, ein Neger!“ Darauf macht sich unst verkauft er alle diese Acti kennt, und kauft sich ande das schon Monate und da Onobertiquidation hat un bracht. Früber war er C Jrtzt pretegirt er Clara, Metten al pari von Allem Neubehandschuhten. Was sind die Ursachen ven Vermögen, geschaffen leden. Es ist die Geschi Druck und Verlag von Wild. Crävell in Paderdorn.