enageichicten Sammtoch an gutem Willen aues Wleltwunder zu g. de hier in der evanDos geibuntge und für die von nahe Gestrrdaer, Pastor Worden über die d giebt“ und Vastor Acher erangelüchen Naume ger wanche etiche Centorent tun groß war, in der nicht, die hier gewerrsamtit gehürt lichsten Weteer beII in Paderbern. daß ein Ragdeburger Feutigt ist und dort nten der Geselleressirt, gern abellschaft hat nie eselben so geordsehr verachtet sie werden könnten, denblungsmete ottmann. erkauf. ter. en und der ut der Erden #e, Vol. XV. elenduchs des due Rücksicht en und Reur össentlichen lich der Geseie, Biehe, m auf im von 158 zufolge der gungen im wittagc halber subrungsbezirk von Hör„, ohnsern III. 3. sener in mn Buchüber die eschlechtsch: sein leche lung 5 über en, die nenermund eter. 00.— n der Buche WesfälscheZeitung. N 160. Erscheint mit Ausnahme des Montags täglich.# Paderborn.. sis Viertelj. Abonn.-Preis in Poderbern 1 Thlr. Inserate werden mit 1 Sgr. die A spaltige Zeile— 4li T a Soeta b 4050.. 7½ Sar.; bei allen Postanstalten in Preuss. 1 Thlr oder deren Raum berechnei.. Samstag, den 2. Oktober 1852. 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. 5r Bestellungen auf die Westfälische Zeitung für das vierte, mit dem 1. Oktober beginnende, Quartal werden baldigst erbeten, auswärts durch die Post. Vierteljährl. Abonnementspreis mit Einschluß des Stempels: in Paderborn 1 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf., auswärts bei al. leu preuß. Postanstalten mit Einschluß des Porto's 1 Thlr. 15 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf. G. Rheinisch=Westfälische Industrie= und Gewerbeausstellung zu Düsseldorf. I. Wer den wucht'gen Hammer schwingt, Wer im Felde mäht die Rebren, Wer ins Mark der Erde dringt, Weid und Kinder zu ernähren; Wer stroman den Nachen zieht, Wer bei Woll' und Werg und Flachse Hinterm Webestuhl sich mubt, Daf sein blonder Junge wachse.— Jedem Ehre, Jedem Preis! Ehre jeder Hand voll Schwielen! Ehre jedem Tropsen Schweiß, Der in Hutten fällt und Muhlen! Ehre jeder nassen Stirn Hinterm Pfluge!— doch auch dessen, Der mit Schädel und mit Hien Hungernd pflügt, sei nicht vergessen! Es ist kein gleichgiltiger Zufall, wo sich die demerkenswertden Gegenstände unsern Augen darbieten. Der Ort der Handlung und des Leidens, wie im Drama, ist auch bier nicht odne alle Bedeutung; vielleicht räumen Sie mir später dessen Wichtigkeit ein.— Wir sino lange umher gewandelt. Dao Glockenläuten und Orgelspielen oder besser gesagt: Orgelklimpern hat Sie so gut wie mich betäubt und ermüdet. Benupen wir die Restauration, und lassen einige Augenblicke die Menschen an uns im tollsten, bunten Gewüble vorüberziehen und geben wir unsern eigenen Ideen Aucienz. Der Bogengang hier, unter dem wir nun bebaglich unsern dampfende Kaffee schlürsen, den uns die mildthätige, freundliche Kellnerin gereicht hat, der Ort hier, von wo aus wir unsere Cigarrendampfwolken ungestraft in die Caffee= und Cigartenleere Welt hinaussenden dürfen, seben Sie, das sind noch ächte, unverfätschte Stücke jenes„alten Schlosses,“ wo die Mür ze war; der Flügel dier ist neu erdaut und der Thurm vor mehleren Jahren restaurirt. Die rheinischen Stände sollten sich darin versammeln und der Bau hat der Start 10,000 der Provinz 20,000 und dem König sogar 30,000 Tbir. gekostet. Kurz vor 1848 war alles fertig geworden, als der Tourm und die Säle und die Stände überflüssig geworden waren. Jetzt freilich hat sich das wieder geändert, und die * „Bela“ (Fortsetzung.) — Dann tritt ein junges Mädchn und ein Bursche in die Mitte und fangen da an einander in Versen zuzusingen, was ihnen grade in den Kopf kommt, und die übrigen fallen im Cborus ein. Plötzlich schritt die jüngste Tochter unseres Wirtbes, ein Mädchen von sechszehn Jahren, auf ihn zu, und sang ihm... wie soll ich doch sagen?... sang ihm eine Art von Kompliment zu. „Erinnern Sie sich noch dessen, was sie sang?“ fragte ich. — Ja, ich glaube es war ungefähr so: „Wohl anzusehn, fürwahr, sind unsere jungen Dschigiten, Und ihre Kaftane mit Silber ausgenähr, Doch schmucker noch als sie ist dieser junge Russenbeld, In purem Golde blißt sein reichbetreßter Waffenrock. Wie eine Pappel steht er zwischen ihnen prächtig da, In unserm Garten leider wächst sie nicht und blüht sie nicht.“ — Als sie von uns zurücktrat, raunte ich Gregori Alerandro= witsch eben ins Ohr:„Nun, wie gefällt Ihnen die?“—„Wunderdur, wunderbar!“ antwortete er:„wie heißt sie?“—„Sie wird Bela genannt“ entgegnete ich. — Und wahrlich, sie war schön: hoch und schlank, und hatte schwarze Angen wie die der Berggemse, mit denen sie einem bis in die Seele hineinblickte. Petschorin verwandte, in Gedanken versunken, kein Auge von ihr, und auch sie blickte öfter verstohlen nach ihm hin. Indessen war Petschorin nicht der einzige, der die liebliche Fürstin mu Wohlgefallen betrachtete, aus einem Winkel des Zimmers blickten sie zwei bewegungslose, glutvolle Augen an. Ich sah genauer zu, wer es war, und erkannte meinen alten Bekannten Küeditsch. Er war, wissen Sie, eigentlich weder einer von den friedlichen, noch von den nichtfriedlichen. Es ruhte wohl mancher Vereacht auf ihm, ob er gleich nie bei einem Unfug war betroffen werden. Er brachte uns öfters Schafe in die Festung zum VerStände tagen wieder ganz im Stillen im Regierungsgebäude. Die andere Seite dort unten hängt mit dem Theil des alten Schlosses zusammen, wo die Kunstausstellungen sioe, z. B. die Scharow'sche„Hölle, Fegfeuer und Paradies“ und das Gallatische Leichenbegängniß der hingerichteten„Egmont und Horn,“ die beide so viel Fremde hierbergezogen daben, nämlich die Bilder. Hier ist auch der Rest der Gemäldesammlung, den der gute Kurfürst Karl Theovor bei seiner Flucht vor den Franzosen hier gelassen hat. Die besten Bilder freilich sind in München. Auch die neu angelegte Gemäldegallerie befindet sich daselbst. Da sind auch die Lebr= und Lernsäle für die Herrn Künstler, die noch nicht aus den Verpuppungen hervorgekrochen sine, oder denen die Prosessorenmütter noch nicht das allein Schwimmen zutrauen. Da ist auch der Antikensaal mit Gppsabgüssen aus dem heidnischen Griechenland, das so göttliche Menschen bervorbrachte; aber er ist leider seit einiger Zeit verschlossen, dieser thönerne Himmel, die Götter sind seit einiger Zeit reparirt worden, und wir können nur verstehlen von Außen durch die Fensterscheiben zuweilen hineinseben und die Gestalten der Götterbilder erin belauschen. Da ist auch die stärtische oder königliche Bibliothek, und der Hof, wo der Kurfürst Johann Wilbelm in Marmor ausgebauen steht, und eie Jakobe von Baden spuken geht. Das hängt Alles ganz eng zusammen, wie unter ein und demselden Dache. Sie lächeln ziemlich ungläubig über das„Spuken gehen.“ Zwar bin ich über den Ort nicht so ganz im Reinen; aber das Faktum ist über allen Zweifel erbaben, ist ein historisches Fakium. Die Hauptwache, die nun leer stebt, ist nahrbei, und mancher ehrliche Schilderer hat die kopflose Dame vort um Mitternacht vorübergehen sehen, und jedesmal folgte ihr send und schneidend ein eisiger Nordwind eurch die Lüfte Haben wir denn nicht Alle solche kopflose Erscheinungen erlebt, bei deren Vorübergehen es auch wie ein schneidender eisiger Nordwind uns eurch die Herzen fuhr?— Die arme Jakobe von Baden! Hier ist vielle#cht die Stelle, wo sie zuerst den zierlichen Fuß auf den Boden ihrer neuen Heimath nieversetzte. Hier stand vielleicht ihr Shegemahl, der steinerne Kurfürst Johann Wilhelm und hob sie galank und zärtlich vom Pferde und drückte sie voll inbrünstiger Liebe mit seinen verden, steisen Armen an seine heftig klopfende, knochige Brust, und daneben stand ihre Schwägerin Spbille, mit dem scheuen, verstellten Blick, ihr heuchlerisch freundlich die Willkommenhauc bietend. Aus jenem Fenster sah die Arme vielleicht zuerst den Grasen Phillipp v. Manderscheid, der sie erlösen sollte aus des Leides und der Seeie Qualen. Dort sahen sie sich vielleicht zum erstenmale ohne Zeugen und daneden lauschte die falsche Schwägerin. Es ist eine traurige Geschichte. Damals wurde Jakobe für eine heimliche Ketzerin gehalten, und als sie eines Morgens mit abgeschnittenem Kopfe im Bette gefunden wurde, begrub man sie ohne alles Gepränge in der Lambertuskirche, und weder der Jurfürst noch das Volk trug greßes Leid um sie. Jetzt liegt sie prächtig in der Jesuitenkirche degraben, gehört wie der„Malkasten“ und die„Neanderhöhl=“ unter die„Sehenswürdigkeiten“ der guten kauf und war immer sehr billig damit, ließ aber niemals mit sich handeln; was er forderte, mußte man geben, denn eher hätte er sich in Stücke hauen lassen, als das Geringste von seinem Preise abzulassen. Das Gerücht ging von ihm, daß er sich jenseits des Kubauk mit den Abreken, einem feindlichen räuberischen Völkerstamme, herumtrieb, und die Wahrheit zu gestehen, sah er auch ganz darnach aus, kurz, trocken, breitschulierig, eine rechte Räubergestalt.. Aber gewankt, gewandt wie der Teufel! Sein Beschmet") war immer zerrissen und mit Flicken besetzt, aber sein Gewehr mit Silber ausgelegt; sein Pferd war in der ganzen Kabarda berühmt,— und wahrhaftig ein schöneres Thier kann man sich gar nicht denken. Nicht umsonst beneideten ihn alle Raubreiter darum, und bemühten sich mehr als einmal es ihm wegzustehlen, was ihnen indessen nicht gelang. Ich sehe dies edle Thier ordentlich ver mir stehen: schwarz wie Pech, Füße wie Saiten, und Augen nicht schlechter als Bela's Augen. Und was für eine Kraft! Fünfzig Werst in vollem Trabe, dabei war es so zahm, daß et wie ein Hund hinter seinem Herrn drein lief; sogar seine Stimme kannte es! Und wie oft geschah es, daß er es gar nicht anband. So ein rechtes Räuderpferd!... — An diesem Abeno war Kasbitsch finstrer als sonst, und ich bemerkte, daß er unter dem Beschmet ein Panzerhemd an hatte.— „Nicht umsonst hat er dies Panzerhemd an,“ dachte ich, ger führt gewiß irgend was im Schilde.“ — Es war schwül in der Hütte, und ich trat hinaus, mich an der Luft zu erfrischen. Nacht lag schon auf din Bergen und Rebel strich an den Felsklüften hin. — Ich ließ mir einfallen, mich unter das Wetterdach zu begeben, a unsere Pferde standen, um nachzusehen, ob sie Zutter hätten, und weil überdies Vorsicht nie schaden kann: ich hatte ein herrliches Pferd mit, und schon mehr als Ein Rebardinzer hatte e# *) Kurzes enganliegendes Unterkleid der tatarischen Bölkerschaften. Stadt Düsséldorf, mehrere Schriftsteller haben aus ihrem Schicksale und ihren Leiden Trauerspiele für das Theater gemacht, und das Volk hat bei der Darstellung schon oft einen reichlichen Thränenzoll ihrem Andenken geweiht, Die Spbille, idre Schwägerin ist aber bald darauf nach Bapern gereist, und der Kurfürst hat noch lange gelebt und regiert und die Siadt verschönert. Dieser Ort, einst der Sitz der Intrigue, der Kabale, der Verfolgungssucht, des Verbrechens sogar, dann die Werkstätte für bildende Kunst und eine Art Aspl für die Wissenschaft, jegt bat ihn das Leben selbst mit Allem, was es von dem äglichen, stündlichen Kampfe mit den Elementen befreit, mit allen Entdeckungen und Erfindungen zur Sicherbeit, Bequemlichkeit und Verschönerung des Lebens, mit Allem, was das Leden des Menschen eist zu einem menschlichen Leben erbebi, in Besitz genommen. Kunst, Wissenschaft, Industrie und Gewerbe sino hier, wenn auch nicht vollstäneig oder in ihrer ganzen Ausdehnung, oder wenn auch nur vorübergehene, unter einem Dache vereinigt. Der Zufall, der Mangel an andern Räumlichkeiten mag wohl dahin geführt haben, gerabe diesen Ort für die Industrie= und Gewerdeausstellung zu wählen; ader die Wahl selbst ist für mich nicht ohne Bedeutung. (Schluß folgt.) 5e41 Deutschlaud. * Berlin, 29. Septbe. Die Antwort der Coalitions= staaten is noch nicht abgegeben und die Vermaihung nimmt überhand, daß wenn jeue auch in der Form persöhnlich, roch im Wesen diese immer noch ein Nachgeben Preußens hessen. Da indessen viese Staaten durchaus keine Anstalten zu einem Zollsonverbunde treffen und Sachsen, so wie Würtemberg und Baden durchaus die Absicht nicht haben, aus dem Zellverein zu treten, so muß man glauben, daß die Coalitionsstaaten nur Manöper machen, um durch Temporisiren vielleicht Preuten eine schwache Seite abzugewinnen. Wir werden daher, die etwas Destnitives verlautet, unsere Leser mit den ewigen Gerüchten verschonen. — Rach einer Mittheilung aus Frankfurt a. k. O. hat der König vorgestern in dieser Stadt übernachtet und dieselbe gestern früh zur Weiterreise nach Görlitz verlassen. In Saussouci wird der König und die Königin zu moigen erwartet. Ueber den Aufenthalt des Königs in Frankfurt a. d. O. zu dem in der vorigen Woche bei Kunersdorf stat gehabten Manöver der 5. Division des 3. Aimee=Korps erhält dad„K B.“ aus autbeatischer Quelle noch folgende Mittheilung:„An der Grenze des Startgediets hatte eine Deputation der stäotischen Behörcen, aus dem Bürgermeister, Regierungsrath Diper, dem Stactältesten Strahl und dem Regierungs=Bauratd Christ bestehend, um die Erlaubniß nachgesucht, sich verabschieden zu kürfen und die Stadt der fernern Gnade dec Königs zu empfehlen. De. Bürgermeister sprach dem Könige den Dank der Stadt für den Besuch aus und schloß mit der Versicherung:„Die Stadt werde such der landesväterlichen Gnade wurwohlgefällig ins Auge gefaßt, und dabei ausgerufen: Jakschi tschek, ischek jakscht!“) — Ich ducke mich längst des Plankenzaunes hin, und plötzlich hör' ich Stimmen; die eine Stimme erkannte ich sogleich: das war der Wildfang Asamat, der Sohn unseres Wirthes; die andere sprach seltener und leiser.„Wovon schwatzen die de wobl?“ dachte ich: „doch wohl nicht gar von meinem Pferde?“ Da kauerte ich mich bei dem Zaune nieder, und sing an zu herchen, bemüht, daß kein einziges Wort mir entginge. Doch der Lärm der Gesänge und das Gewirr der Stimmen, die aus der Hütte herausschallten, verschlaugen bisweilen das mir so interessante Gespräch. —„Du hast ein herrliches Pferd!“ sagte Asamat,„wär ich Hire im Hause und hätte eine Heerde von dreihundert Stuten, so gäoe ich wohl die Hälfte für Deinen Renner, Kasvitsch!“ — Ata, Kasvitsch! dachte ich und erinnerte mich des Panzerhemdes. —„Ja,“ antwortete Kasbitsch nach einigem Schweigen,„in der ganzen Kabarda findet man kein solches. Einstmals,— das war senseus des Tereks— zog ich mit den Abreken aus, russische Pferdehrerden wegzunehmen; es glückte uns nicht, und wir wurden versprengt, der eine dahin, der andere dorthin. Hinter mir her waren vier Kosaken; schon hörte ich das Geschrei der Giauren und vor mir war ein dichter Wald. Da duckte ich mich in den Sattel, übergab mich dem Allabz und zum ersteumal im Leben deleizigte ich das erd durch einen Schlag mit der Peitsche. Wie ein Vogel Kreifte es zwischen den Zweigen dahin, scharfe Stechpflanzen zerrissen m ine Kleidung, dürre Aeste von Zwergrüstern schlugen mir im Besiche herum. Mein Pferd setzte üder die Baumstumpfe und riß mit der Brust das Gesträuch auseinander. Ich hätte besser geihan das Pferd am Saume des Waldes laufen zu lassen, mich selbst aber zu Zuß im Walde zu verstecken, es that mir aber leid mich von ihm *) Worte des Beisalls in talarischer Sprache. 24 die * dig zu machen suchen durch eignes Wachsthum und Erziehung der ihrer Obbut anvertrauten Jugend in der Treue und dem Geborsam gegen den König und Herrn von Gettes Gnaden“. Schon nach dem ersten Sage der Ansprache unterbrach der König den Sprechenden mit den Worten:„Ich dabe Idnen viel zu danken für alle Liede und Aufmerksamkeit, die Sie für mich gehabt haben. Es ist mir sehr wedl bei Ihnen gewesen. Ich liebe diese Stadt sehr!“ Nach dem Schluffe der Ansprache des Bürgermeisters erwiderte der Röuig:„Das erwarte ich von Ihnen! Aber es ist auch recht eringend uötdig. Es ist entsetzlich, die böse Saat zu sehen, welche in den letzten Jahren aufgekeimt ist. Obne solche Gesinnungen, wie Sie eben aussprachen, ist dieselde nicht zu überwinden und zu vernichten, denn sie is furchtbar.“ An der Tafel zu Hoben=Jebsar, einem Gute des Herrn v. Burgsdorf, an weicher die Rittergniedesitzer und königlichen Generalpächter des Kreises Ledus, so wie die Vertreter der Städie= und Landgemeinden auf dem Kreistage Theil nahmen, erwiderte der König nach einem vom Grasen Hardenberg zu Neu=Harsenberg ausgebrachten Toaste: „Ich trinke auf das Wohl der Stände dieses Kreises und Landes. Möge noch hundert und zweihundert Jahre das glückliche Verhältniß zwischen König und Volk bestehen, wie es, Gott sei DOank, gegenwärtig der Fall ist.“ — Der Zuschauer der„K. Pr. Z.“ erzählt:„Eine eigenthümliche Nachricht kursirt durch die Stadi. Das Publikum erinnert sich des vielbesprochenen Raudmord=Prezesses gegen den Postillen Schall wegen Ermordung des Biehhändlers Ebermann, und daß die Isentität des bei Charlottenburg aufgefundenen, zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leichname mit der Person des vermißten Edermann von dem Beztheidiger des Angeklagten Kark angesochten wurde. Vor zwe Tagen nun soll dieser Ebermann lebend und in bestem Wohlsein in einer Tabagie in der Mittelstraße mit zwei Begleitern gesehen und von dem Wirth, der den Evermann aus früherer Zeit der kanate, wiedererkannt worden sein. Leider wurd: eie fragliche Person nicht sestgedalten, sondern erst später der Behörde Anzeige gemacht. Es sino sofort die ubidigen Schritte geschehen, um der Wahrheit auf den Grund zu kommen.— Vorläusig scheint die Sache ziemlich unglaublich und dürste leicht auf einer Verwechselung deruhen.“ Paderborn, 1. Sept. Auch heute hat der Berliner Zug den Anschluß verfehlt, so daß uns die Don vom 30. fehlt. Die Ursache der Verspätung ist uns noch nicht bekannt. Kassel, 29. Sept. Die Direktion der Friedr.=Wild. Nordbahn hat beim Ministerium des Innern die Einführung von Meilen=Billeten für solche Reisenden beantragt, welche ohne Billete im Zuge detrossen werden, und die Genehmigung idres Vorschlags erlangt, so doß vom 1. October an die neuen BeKimmungen schon in Kraft treten. Hannover, 29. Sepi. Auf der Bremer Bohn bot ein Unsall Katizefunden, über den ich idnen nach den Erzählungen von Zeugen und Sachverständigen Folgendes mittheilen kann. Der Aahaltepunkt zu Linsburg liegt auf einer Andöbe, was, wie sich bei dieser Gelegebeit gezeigt, keine sehr zweckmößige Anlage ist. Ein Redengeleis, das in die Fahrspur einmündet, dat nur nach der südöstlichen Seite zu eine Weiche, nach der Nienburger Seite zu läuft das Redengeleis odne Weiche in das Fahrgeleis: man kann alse von der hannoverschen Seite aus nur in das Nebengeleis einfahren, nachdem die Weichen gezogen sine, wohl aber an der andern Seite ohne Weiteres wieder ausfadren. In diesem Nevengtleis nun Kanden gestern gegen 11 Uhr zwei oder drei Packwagen, in welchen Torf geladen werden sollte. Dieselben sollen, nachdem der Bahnwärter das Sigual zur Ankunft des Zuges erhalten und gegeben, noch im Redengeleis gestenden haben; ob aber nach Vorschrifs defestigt, ist bis jegt noch nicht ermittelt. Dabei zu treunen. Und der Prophet belohnte wich. Einige Kugeln sausten über meinem Kopf dahin, ich hörte schon die heißverfolgenden Kosaken dicht hinter mir... Plötzlich gähnt vor mir eine tiefe Wasserschlucht; mein Renner stutzte— und sprang. Seine Hinierhufe glitten von dem jenseitigen Uferrande ab, und er hing an den Vorherfüßen; ich warf die Zügel weg, und flog in die Schlucht hinab; dies reticte mein Pferd: es sprang hinauf. Die Kosaken sahen alles mit an, doch keiner von ihnen ließ sich hinab, mich zu suchen, sie dachten wodl, ich müsse den Hals gebrochen haben, und ich hörte, wie sie sich in Bewegung setzten, mein Pferd aufzufangen. Das Blut Kockte mir im Herzen, ich kroch im tiefen Grase längs der Schlucht hervor.— ich sehe: der Wald war zu Ende, einige Kosaken reiten aus ihm auf die Haide heraus, und siehe! mein Karagös sprengt gerade auf sie los; alle warfen sich mit Geschrei hinter ihm her; lange, lange verfolgten sie ihn, besonders einer war zxeimal nahe daron, ihm die Schlinge über den Hals zu wersen; erbebte, senkte die Augen, und sing an zu beten. Nach einigen Asgrbilärn röche ich de wicher— und sehe bei wiin Gumget fliegt mit wehendem Schweise, dem freien Winde gleich, daherz die Glauren Ztaggeen schlepren DA dor wei dioter den andern, anf den abgequälten Pferden durch die Steppe. Beim Allah! es ist wahr, es ist wahrhaftig wahr! Bis zur sokten Nache saß ich in meiner Schlucht. Plößlich, was denkst Du wohl, Asamat“ in der Itasterniß bör ich, des am Rande der Schlucht ein Pferd läuft, schnaudt, wiehert und mit den Hufen auf die Erde sampft; ich ertenste die Ollume weines Borogié, bei wer ur, wiin Geffhrte! ... Von der Zeit an blieden wir unzertrennlich. Und man konnte hören, wie er mit der Hand den glatten Hals seiuet Neuuers seuft Upfte, bhen er he errichiedene zutche Debranungen gel. —„Deun 16 der derde ven dauserd Stten gäte! sogte Asamat,„ich würde sie Dir ganz für Deinen Karagös hingeben!“ Jei. 18 gll hn ulbt beite; anbweree Bachtsch zeiche (Fortsetzung folgt.) ist zur Sprache gekommen, daß die Eisenbahndirektion zwar verlangt, daß solche in Rebengeleisen stehende Wogen befestigt werden; allein(mindestens auf den kleinern Stationen) kein Material zu solchen Besestigungen und Hemmungen hergiebt, die Arbeiter müssen vielmehr Holzscheite, Steine und dergl. nedmen und solche vor die Wagen legen. Die fraglichen Wagen in Linsburg sind nun, während der Bahnwärter das Signal gegeben und, die Ankunft des Zugs erwartend, ins Haus zurückgekehrt war, durch den heftigen Ok=Süt=Oß=Wine, welcher gerade die Bahn bestrich, aus dem Redengelais ins Haupigeleis getrieben. Als der Bahnwärter bei Herankunft des Zuges dieses zuerst bemerkt, giebt er sogleich das Zeichen der Gefahr und winkt dem Lokomotivführer zurück. Dieser hat das Zeichen auch gesehen und verstanden, denn er dremste sofort und öffnete sämmtliche Dampfventile. Allein der Zug, der sehr lang und mit Auswanderern stark besetzt war, drauste mit offenbar zu großer Schnelligkeit der Hahrt über den Bahnbos, dem Ort der Gefohr zu. Bei dem Zusammenstoß wurde der Locomotivführer, der sich an einer Stange in die Höhe geschwungen hatte, weit sorigeschleudert. Er hat indeß keine starke Verletzung erhalten und konnte nach Bremen weiter fahren. Der Gehülfe dagegen wurde nach der andern Seite kopfüber auf das Genick geschleudert und lag wie leblos da, die Maschine stürzte auf die Scite, und wüthete mit vernichtender Kraft gegen sich selbst. Das Holzwerk sing auch zu brennen an und brannte gänzlich auf. Der nächste Packwagen thürmte sich gegen den Tender. Ein darin besindlicher Aufseher mußte etwa ½ Stunde in seinem Gesängniß sitzen ohne das man öffnen konnte. Die im Gekeis stehenden Packwagen wurden zertrümmert und 20 Fuß weit zur Seite geschleudert. Von den Passagieren wark nlemand stärker beschädigt, als daß einige wenige mit den Köpfen aneinander stießen. In dem letzten Wagen wurde der Stoß kaum wahrgenommen. Der Zug hielt, nachdem eine Keite gerissen war, im Nu. Die Dassagiere stürzten nach allen Seiten aus dem Wagen. Ein Auswanderer schlug dem für toct valiegenden Lokomonvführergehülfen eine Ader. Eine Hülfsmaschine aus Nienburg kam halb und beförderte einen Theil der Dassagiere. Auf der Mitte der Strecke zwischen Linsburg und Riendurg kam ihr der Bremer Zug entgegin, der mit Mühe zum Halten gebracht wurde. Eine Unvorsichtigkeit ohne Gleichen, die zum Glück gut ablief. Der Bremer Zug mußte nun zutückfahren. Die Schiene, auf welcher die Lokomotive sich silbst den Tod gab, war krumm gebegen wie ein Fiedeldogen. Der verungluckte Gedülfe, an dessen Aufkommen man zweifel, deißt Brand und ist ein Bruder des vor medreren Jahren bei Sürerdurg so gräßlich verbrannten Lokomotivführire. Die Eisenbahnverhiaeung war erst zum legten Zug wieber dergestellt. Eine Ktreuge Untersuchuag ist eingeleitet. — 30. Sept. Die neuen Gerichtedöse werden morgen im ganzen Lande in feierlicher Weise durch k. Commissarien inKtallirt werden. Bei dem Obergericht diesiger Stadt wird das durch den Drn. Minister Winothorst selbst gescheden. (3. f. Norde.) Baden. 27. Sept. Ich kann aus unserer oderen Landesgegend und aus dem Elsaß theilweise als Zeuge der Jamwerseinen, welche das Hochwasser dieses Monate vorten veranlaßt hat, berichten. Auf unserer Seite war der Wasserstand auch sehr bech, und Orte wie z. B. Willenweier u. a. Kanden faß ganz im Wasser. Da aber bei uns kein Dammdurchbruch statgesunden, war kein Strom da, der so veiherrend wie im Elsaß hätte einwirken können. Der einzige Ort, der ziemlich gelitten, ist Kedl; der Damm, der zur Brucke führte, wurde so vollständig sortgerissen, daß jegt vorten eine kleine Schiffbrücke die Verbindung hergestelle. Aus dem grohen Faschinendau diesseits riß das Wasser alle Steine heraus und verschüttete einen großen Theil des Hasens. Die zwei Hasengebäude legen wie Kartenhäuser zusammengedrückt auf dem Boden und lassen kaum noch erkennen, daß ein Gebäude dagestanden. Das Wasser ging die zur Mute des Ortes, wo es im Durchströmen nach der Kinzig die Straße auswublte und das Eck eines Hauses mitnahm. Ohne die angestreugteste Arbeit und Erdödung des Dammes wäre wahrscheinlich die ganze hintere Straße ein Opfer der Willen geworden. Aber duß in nichts im Veigleich mit Jenseits, namentlich einige Stunden oberdald Straßburg. In Rheinau, Wittenweier gegenüber, brach ein Damm, und die verdeerenden Fluiden rissen zwanzig Häuser zusammen. Der Schaden ist um so beträchtlicher und wehethnender, als die Bewohner verselben alle idre Wintervorräche Darin unterzebracht hatten, und bei der Schnelligkeit der einströmenden Wasser keine Zeit mehr hatten, eiwas zu retten. Eine Meuge Familien ist nun obrachlos, und als ich vor einigen Tagen in Straßburg war, wurden siwa 50—60 Kinder jener Eltern nach Straßburg gebracht, die einstweilen im Spital unterkommen, dis es ihren Eltern wieder gelungen sein wire, sich ein neues Obdach zu gründen. Die Roih ist dadurch allentbalben sehr groß, und der Präsekt fuhr im ganzen detroffenen Bezirke umber, um Gele, Kleider und Nahrungsmittel unter die Berürftigen zu vertheilen. Fast die ganze Garnison war thätig, und namenilich muß man hier der Leute vom Fach, der Vonionnitis, gedeulen, ohne deren angestreugte Thätigkeit und Aufopferung sicherlich viele Meusch=nleben jegt zu betlagen wären. Odgleich das Waser im Fallen degriffen ist, sind die tiefer gelegenen Flächen noch alle eavon bedickt, und wer den Münster in Straßdurg und denachdarte Höhen bestiegen, mußte sich überzeugen, wie ausgebedut das Ueherschwemmungegebiet diecßmal gewesen. Ohue Schaden zu thun, war in Mannheim der Rhein 10 Huß über Mutel, also 1 Fuß höher als im vorigen Jahre, und Rand bis in den Lagerräumen, wie jenseits in Lucwigshafen. Obgleich noch hoch, ist er doch bereits um 5 Zuß gefallen. Das seit dem Requinoctium mit Nordoß eingetretene günstige Wetter hat die Einbringung des Oehmdgrases begünstigt, so daß jezt fast alles zu Hause ist. Wie ee mit den Spätkartoffeln steben wird, wissen wir noch nicht, fügen aber bei, daß man hier bei uns wenig schlechte wahrnimmt. Aus dem Wiesenthale, 18. Sept. Eine nicht unerfreuliche Entdeckung, nicht bles für unsere Gegend, sondern für das ganze Land wurde in jüngster Zeit gemacht. An dem Waldorte: Neuenweg, am Belchen gelegen, im Bezirksamt Schopfheim, erhebt sich ein hoher Berg, Spitzkopf genannt, der schon im Jahre 1712 und in jüngster Zeit wieder den Ort zu verschüttten droht. Durch die gütige Vorsorge unserer Regierung wurde ein Kredit bewilligt, um einen Stollen in den Berg zu treiben, damit das Wasser, welches den Bruch des Berges bereits verursacht hatte, eine entsprechende naturgemäße Ableitung erhalte, und auf diese Weise die Gefahr abgewendet werde. Die Arbeit selbst hat unter der Leitung des Hru. Bergraths Hug von Kandern begonnen und der Stollen ist bereits 82 Fuß in den Berg hineingetrieden. In einer Länge von etwa 60 Fuß zeigten sich Spuren von Anthrazit(Stangenkohlen), welcher von da an immer mächtiger und fester wird, und dis jetzt auf 3 Fuß ansteigt. Es erscheint nunmehr dieser als Uebergang zu einem Steinkohlenlager und sprechen die Techniker stark die Vermuthung aus, daß hier in nicht geringem Maße Steinkohlen gewonnen werden dürften. Die Ausbeute wird von einem Schmidt in Neuenweg zum Kohlenfeuer benußt und von demselben die Qualität derselben über die der Holzkobler erhoben. Harburg, 28. Sept. Die Herren Kaufmann Brammer und Advokat Matthäi sind als Derntirte heute von hier nach Berlin abgereist, um den Bevollmächtigten der betreffenden Regierungen die von einer großen Anzahl zu dem Handels= und Gewerbestande gebörigen hiesigen Bürger; unterzeichnete Denkschrift über den Harburger Freihafen zu überreichen. Wir wünschen zwar den besten Erfolg dieser Bemühungen, da die meisten Geschäfte in Harburg sehr darunter leiden werden, wenn der Freihasen aufdört und die Stadt in den Grenzbezirk eintritt, allein wir fürchten, daß die jetzigen Bemühungen Harburgs, sich den Freihafen zu erhalten, leider verspätet sind. Man hat es früher an der nötdigen Energie fehlen lassen und wird schwerlich im Stande sein das Versäumte nachzuholen. (Zig. s. N.) Aus dem Schleswigschen, 28. Sept. Nachdem vorgestern General v. Bülow in Fleusbung angekommen war und cas Generatkommande im Herzogthum Schleswig übernommen hatte, ist gestern sein Vorgänger im Amt, Generallieutenant von Krogh, zur Uebernahme des Generalkommando's in den Herzogthümern Holstein und Lauenburg(an des verstordenen Generals v. Bardenfleih Stelle) von Fleusburg nach Rendoburg abgegang. u. Auf Alsen lausen adenteuerliche Gerüchte und zwor bei den Dänischgesinnten wie bei den Deutschgesinnten um. Ich würde derselben keine Erwähnung thun, wenn sich nicht der Volksglaude in idnen ausspräche. Diesen Gerüchten zufolge soll König Frieerich VII. bei Eröffnung des dänischen Reichstags am 4. Oktoder seierlich abdanken, der Erdprinz Ferdinano edenfalls auf die Krone verzichten und diese sofort auf den Prinzen Christian von Glücksburg, den in London zum Thronfolger ausersedenen Candidaten, übergehen. Es soll eine allgemeine Amnestie erlassen werden und auch der Herzog von Augustenburg seine Guter wieder erhalten. Mit dem letztgedachten Gerücht wird auch hier und da die in den Unterdonelungen wegen des Verkaufs der Augustenburger Güter eingetretene Stockung in Verbindung gebracht; wädrend man von andern Seiten hört, daß diese Stockung von der Weigerung des Herzogs, den Ankauf seiner Güter durch die dänische Regierung als einen Akt der Gnade anzuerkennen, berrüdre. (Wes. Z.) Stuttgart, 27, Sept. Heute fand auf dem obern Museum die ausgeschriebene Besprechung verjenigen statt, welche sich für die Errichtung eines Exporthauses unter der Firma „Wurtembergische Handelsgesellschaft in Stungart“ interessiren. Eiwa 80 Personen dalten sich eingefundem Zuerst wurde ein provisoriiches Comite gewäblt, dann wurde die Zeichnung von Attien begonnen(gezeichnet waren bereits 103) und ging ziemlich gut. Wie wir hören, sind jetzt etwa 40,000 fl. gezeichnei.(Fr. J.) München, 26. Sept. Die Regierung von Oberbaiern hat sich eurch eas Ueberhandnehmen der Rauferzesse und schweren Körperverletzungen zur Anordnung geschärfter Maßregeln veranlaßt gesehen. Unter Anderm verfügt sie, daß während des Laufs einer Ktrafrechtlichen oder polizeilichen Untersuchung wegen Körperletzungen oder Rauferzesse, sofern solche im Wirtdshause oder deim Nachhausegeben vorgefallen, für die betreffende Gemeinde alle Tanzmusiken und Freinächte azu sistiren sind; raß gegen alle bei solchen Exzessen Beiheiligten das Verbot des Wutbshausbesuchs auf angemessene Zeit ausgesprochen und dies auf deren Kosten in allen Wirthohäusern der Umgegend angeschlagen und daß Judividuen, welche wiederholt wegen Rauferzesses oder Körperverlezung schuldig besunden worden, nach vorausgegangener Wornung im nächsten Falle in das ZwangsArbeitshaus eingeschafft werden sollen.— In Zweibrücken hat sich der Kaufmann Teutsch aus Edenkoben, der in Coninmaciam wegen seiner Theilnahme an den pfälzischen Ereignissen im Jahre 1849 zum Tode verurtheilt ist, freiwillig zur Haft gestellt. Wien, 27. Sept. Es taucht wieder das Gerücht auf, Radetzty deabsichtige son Entlassungsgesuch zu erneuen, um den Abend seines Ledens auf der Villa bei Laibach zu geniehen.— Die aus dem Lager bei Palota kommenden telegr. Deveschen, welche dis gestern Abend 9 Uhr vatiren, melden Nichts weiter, als von Besuchen, die der Kaiser gemacht und entgegenommen hat.— In Krakau kam der erste Cholerasall am 19. vor ul ben und 5 gen Aus der Matterhorns ist ney, bekannt al verunglückt. E# retten, war per den Maiterhorng tten, verfolgten 9250 Fuß überm Wallis führt. spalt. Sehr gew im Fallen mit se finstern Abgrund er seinem Begleite die mitgeführten bis zu Wolf, er jedoch diese W rief:„Es ist nie Abgrund. Sein Wohnungen am an den Ort des 1 in den Gletschersp# der bisher senkrech eine Fackel wurde lassen, und es fand wieder senkrecht m## des Unglücklichen ße Rath von Wal für Waffenlieferun Abzahlung bestimn macht ertheilt, um zu unterhandeln. — Bern, 27. 6 vor einem halben Schweizerbund. T den wird, steht fest, welches die erforde treffen soll. Frankreich. gcnigen wrl hnen dennoch zug rekte Berichte mir telegr. Depeschen se deleien, welche ent entehren, je nach di sind direkte Briefe siasmus in etwaß a Wahrscheinlichkeit fl und dem Benehmen sammenhängt. Nac als Sanguiniker, hat tion, auf welchen ei ankommt, vollständi len Leuten von einig auch angehörten. 2 Ihnen sage, sind au Proklamation des# del einmal durchgem Augen aufgehen. — aus Ironie. 3 Kaiserarmee mit ib Avantgarde des Kai daß sie viele Baue d.r Mitte befindet sich buldigt und auch hie nun dazu in Erwäg unabhängiger Gesinn gar nicht auf der R welche überhaupt in denn in Frankreich#### vom Augenblick in B den getragen, den kr Juden,— so könnte rungsdepeschen schilder sen wärr, Allein esi Bourges, Nevers, in jener oben aufgezählte den Beamten und ma völkerung von Lyon war die Hälfte der H herrschte ein verhäng gar nicht wohl geword nicht so wohl stylifirt hot. Es läßt sich aus der sichere Saluß zieh gen Kriegszustand, alf fabelhaftes Glück begür irgend ein Unglück bei Sie dürfen namentl dem beurtheilen, was tungen lesen; selbst nicht genau genug unte desjenigen Theils des sal Frankreichs entschiel Wir kommen hier a darüber, weil ich vorau den Thatsachen in Ken wie Manche hier davon halte mich noch eines u# dumm und schlecht. „Man hat sich vor Mar dem auch sei; jedenfalle selisamer daß man lange enen ertappt; denn es fangen genommen word gerade, wie gerufen kom wo auch dem Onkel slamation des Kaiserreid Ue Nachahmungen des des Oehmdgrases ist. Wie es mit noch nicht, fügen blechte wahrnimmt. Eine nicht une Gegend, sondern gemacht. An dem im Bezirksamt genannt, der t wieder den Ort rsorge unserer Ren Stollen in den s den Bruch des sende nalurgemübe Gefahr abgewenLeitung des Hra. der Stollen ist In einer Länge ntbrezit(Stapr und fester wird, nunmehr dieser ud sprechen die in nicht gerinsten. Die Ausum Koblenfeuer en über die der sann Brammer von hier nach betreffenden ReHandels= und eichnete Denkrreichen. Wir ingen, da die eiden werden, den GrenzbeVemühangen verspätel sind. len lassen und 1crsten. tg. f. N.) Tachdem vorneu war und ig übernomBenerallienteumando's in des verstornsburg nach vor bei den Ich würde der Volkszufolge soll Reichelage Ferdinano ri auf den um Thron= eine a1ler Herzag Mit dem den Unger Güter rend man r Weigee dänische errüdre. Bes. Z.) ern Mu, w e l c h e ir Firma teressiren. urde ein ung von ng ziem. gezeicherbaiern d schweaßregeln bährend suchung Pirtde. treffenflad: Verbot n und nd anRaufnach sange. rücken soniuignise 8 zur auf, um entelegr. ilden und asall s g ig Wechlt. gee Vv. D Talhan k- chchchiechler= ehrthe I. TI. Ee Sche) Lie berch die Sschähe. zis uu u Peic hebie. che. enin e en am 19. vor und sind seitdem 14 Personen erkrankt, 4 gestorben und 5 genesen. Ausland. Aus der Schweiz, 28. September. Auf dem Gletscher des Mattethorns ist am 2. d. M. ein Piemontese, Wolf von Gressoney, bekannt als einer der rüstigsten und muthigsten Bergsteiger, verunglückt. Er siel in einen Gletscherspalt und alles, ihn zu retten, war vergebens. Wolf ging mit Ricolaus Biler über den Maiterhorngletscher, in der gewöhnlichen selpst mit Schlitien verfolgten Richtung, welche an der St. Theodulsschanze, 9250 Fuß überm Meere, vorüber aus dim Teurnanchethal nach Wallis führt. Auf dieser Wanderung siel er in einen Gletscherspalt. Sehr gewandt und stark von Körper, konnte er sich jedoch im Fallen mit seinem Stocke halten; in der Art, daß er über dem finstern Abgrund hängen blieb. In dieser schrecklichen Lage rief er seinem Begleiter zu, ihm die drei Seile zuzuwerfen, an welchen die mitgeführten Ziegen gebui den waren. Diese reichten jedoch nicht bis zu Wolf, er bat deßhalb, andere Seile zu bolen; kaum hatte er jedoch diese Worte ausgesprochen, so glitt sein Stock aus, er rief:„Es ist nicht mehr Zeit, bete für mich!" und fuhr in den Abgrund. Sein Gefährte eilte sechs Stunden weit in die nächsten Wohnungen am Fuße des Monte Rosa. Sechszehn Männer kamen an den Ert des Unfalls. Einer wurde ungefähr 70 Klafter tief in den Gletscherspalt hinabgelassen; hier angekommen, fand er daß der bisher senkrechte Spatt in einer schiefen Ebene sich forisetze; eine Fackel wurde an einem Seil weiter über diese Ebene hinabgelassen, und es fand sich, daß ungefähr 50 Klafter weiter der Spalt wieder senkrecht ward. Weitere Bemühungen zur Wiederauffindung des Unglücklichen mußten deshalb aufgegeben werden.— Der große Rath von Wallis hat die sardinische Schuld(etwa 100,000 Fr. für Waffenlieferungen an den Sonderbund) anerkannt u. die Art der Abzahlung bestimmt. Dem Staatsrath hat er unbedingte Vollmacht ertheilt, um über die Erbauung einer Eisenbahn in Wallis zu unterhandeln. — Bern, 27. Sept. Der 6. März 1853 ist der Jahrestag des vor einem halben Jahrtausend erfolten Eintritts von Bern in den Schweizerbund. Daß dieser Tag in geziemender Weise gefeiert werden wird, steht fest, auch hat man den Plan, ein Comite zu bilden, welches die erforderlichen Einleitungen zu einer großartigen Feier treffen soll. Fraukreiw.—*“ Paris, 29. Septbr. Ich habe lange geschwiegen, weil außer den telegr. Berichten der Regierung, die ihnen dennoch zugekommen sein werden, nichts zu melden und direkte Berichte mir noch nicht zu Gesichte gekommen waren. Die telegr. Depeschen selbst sind die ekelhafte Wiederholung von Lobhudeleien, welche entweder die Regierung oder das französische Volk entehren, je nach dem ob sie wahr oder falsch. Erst von Marseille sind direkte Briefe mir zu Gesichte gekommen, welche den Enthusiasmus in etwas andetem Lichte zeigen, aber doch zugleich die größte Wahrscheinlichkeit für sich haben, weil sie mit der Natur der Dinge und dem Benehmen jedes Volkes bei ähnlichen Veranlassungen zusammenhängt. Nach dem Brief eines Mannes der nichts weniger, als Sanguiniker, hat L. Bonaparte bei demjenigen Theile der Nation, auf welchen es überhaupt bei der Entscheidung des Schicksals ankommt, vollständig Fiasko gemacht; ich meine nebmlich bei allen Leuten von einigem Charakter, welcher politischer Meinung sie auch angehörten. Aber trotzdem, Sie werden staunen, wenn ich es Ihnen sage, sind auch die Meisten unzer ihnen für die baldmögliche Proklamation des Kaiserthums, weil sie glauben, daß der Schwindel einmal durchgemacht werden müsse, bis dem dummen Volke die Augen aufgehen. Manche rufen deshalb auch„vive l'empereur!“ — aus Ironie. Ihnen gezenüber stehen die alten Invaliden der Kaiserarmee mit ihren Familien und Verwandten. Daß diese die Avantgarde des Kaisergeschreis bilden, versteht sich von selbst und daß sie viele Bauern mit sich ziehen, ist nicht zu leugnen. In d.r Mitte befindet sich jene gedankenlose Masse, welche stets der„Gewalt“ buldigt und auch hier in den Vordergrund sithz drängt. Wenn man nun dazu in Erwägung zieht, daß alle Leute von Charakter und unabhängiger Gesinnung sich zurückziehen, daß also alle diejenigen gar nicht auf der Route des Präsidenten zum Vorschein kommen, welche überhaupt in der Politik in Anschlag zu bringen sind,— denn in Frankreich sind die Führer Alles; die Massen werden nur vom Augenblick in Bewegung gesetzt, wenn sie heute auf den Händen getragen, den kreuzigen sie schon morgen, wie einst die alten Juden,— so könnte selbst der Enthusiasmus, wie ihn die Regierungsdepeschen schildern, nicht mehr verwundern; wenn dem so gewesen wäre, Allein es ist dem nicht so gewesen. L. Napoleon hat in Bourges, Nevers, in Loon, in Marseille Fiasko gemacht. Außer jener oben aufgezählten Kategorie von Leuten, den alten Invaliden, den Beamten und manchen bezablten Schreiern war z. B. die Bevölkerung von Lyon sehr kühl. Nachts, wo illuminirt werden sollte, war die Hälfte der Häuser mit verschlossenen Läden versehen. Es herrschte ein verhängnißvolles Schweigen und L. Napoleon soll es gar nicht wohl geworden sein. Deshalb soll auch seine Rede lange nicht so wohl stylifirt gelautet haben, als sie der Moniteur gebracht hot. Es läßt sich aus dem ganzen Verhalten aller respectablen Leute der sichere Saluß ziehen, daß L. Bonaparte sich nur durch den jetzigen Kriegszustand, also mit Gnwalt halten kann, so lange ihn sein fabelhaftes Glück begünstigt, daß er aber verlassen ist, so wie ihn irgend ein Unglück betrifft. Sie dürfen namentlich Paris und seine Stimmung nicht nach dem beurtheilen, was Sie in den französischen oder belgischen Zeitungen lesen; selbst die englischen, wenn auch unabhängig, sind nicht genau genug unterrichtet mit dem, was im innersten Gemuth desjenigen Theils des Volkes vor sich geht, von welchem das Schicksal Frankreichs entschieden zu werden pflegt. Wir kommen hier auf die Höllenmaschine. Ich schrieb noch nichts karüber, weil ich voraussetzte, daß Sie auf telegr. Wege früher von den Thatsachen in Kenntniß gesetzt würden. Errathen Sie vielleicht, wie Manche hier davon sprechen. Wohlverstanden, ich selbst enthalte mich noch eines Urtbeils. Die Sache ist möglich, wenn auch dumm und schlecht. Aber hier sieht man seltsame Grimassen. „Man hat sich vor Marseille gefürchtet, et pour cela Ia farce!“ Wie dem auch sei; jedenfalls ist der Polizelbericht wirklich sehr seltsam, seltsamer daß man lange vorher Alles gewußt hat und dann doch nur enen ertappt; denn es ist nur Ein Mann bei der Maschine selbst gefangen genommen worden; am seltsamsten aber, Tdaß die Geschichte gerade, wie gerufen kommt, in der Zeit, wo man sie braucht, und wo auch dem Onkel eine ähnliche Höllenmaschine die Proslamation des Kaiserreichs erleichterte, wenn auch die erstere, wie „Ue Nachahmungen des Neffen nu.r blind fungirte, noch nicht wirklich los gegangen war. Dieß scheint aber der ganzen Roste des Neffen bestimmt zu sein, Stoff und Schauspieler sind dieselben, aber der Onkel spielte das Drama als Tragödic, der Reffe als Komödle. Ueber das Complott erfährt man daher sehr wenig Neues. Der Appellhof von Air scheint darüber entscheiden zu sollen. Von den Inculpirten soll Einer Gaillard(!), der Andere Böcker heinen. Ersteren hat man nicht erwischt. Beide waren in dem Hause, als die Polizei erschien. Sie löschten sofort das Licht aus und verschwanden. Gaillard stieg, so sagt man, in einen Brunnen hinab, welcher mit dem benachbarten Hause in Verdindung steht; der Andere, minder verwegen, wollte durch die Hinterthüre entfliehen und fiel den Polizeioienern in die Hände. Gaillard's konnte man bis her noch nicht habhaft werden. Der Eine soll Uhrmacher, der Andere Schmied sein. Die Zeichnung der Maschine wird in der nächsten Nummer der Illustrations erscheinen. Etwas weiteres ist über das Complott noch nicht zu melden, als daß es eben das letzte Hinderniß zur Proklamation des Kaiserthums wegräumt, das alle Parteien wünschen: und zwar die Bonapartisten aus dem erklärlichen Grunde des persönlichen Interesses, die Legitimisten und Orleanisten, weil sie an die Wiederholung in Allem glauben und in dem Kaiserthum eine Anbahnung zum Königthum sehen. Die Republikaner, weil sie der Ueberzeugung sind, daß den Bauern der Kaiserschwindel doch einmal aus dem Kopfe getrieben werden müsse und daß dazu Niemand tauglicher sei, als L. Bonaparte. Inzwischen bereitet sick im Stillen eine vollständige Reorganisation der Partei vor. Die Leute fangen an ihre Fehler einzuschen. Proudhon's und V. Hugo's Buch in vielen Tausenden verbreitet, haben viel mehr gewirkt, als alle Zeitungen unter der vollkommensten Preßfreiheit, ener sichtend, Dieser begeisternd. Das ist eben die Strafe der Unterdrückung der Freiheit, daß diese einen Ausweg sucht, wo sie viel gefährlicher wird. Die Wirksamkeit der Journile war durch die tägliche Gewohnheit so gering geworden, daß von ihnen für die Verbesserung wenig zu erwarten war. Am meisten Einfluß hatte noch Girardin. Allein jetzt, wo jedes freie Wort unterdrückt ist, regen die geheimen Schriften zum Nachdenken auf, machen das Volk sichtlich stärker, so daß man sich eines Tages wundern wird. Daß es den Bonapartisten selbst nicht so wohl zu Mutbe ist, als sie thun, beweist ihre erhitzte Fantasie. Sie schreiben das Complott einer Gesellschaft„der Rächer“ zu; einige Blätter gehen noch weiter und werfen den Verdacht auf die republikanische Partei, andere auf die Legitimisten; während solche Attentate, wenn sie wahr sind, doch steis nur von einzelnen hirnverbrannten Fanatikern ausgeben. Wie dem auch sei, das Kaiserthum ist sertig, wie ich Ihnen schon vor dieser Reise des Präsidenten geschrieben, und es werden die Vorbereitungen eine nach der anderen so gemacht werden, daß die Sache an einem bistorischen Tage im Dezember fertig wird. Sofort nach der Ruckkehr des Präsidenten, wofür man hier in Paris schon Feierlichkeiten meditirt, welche sonst nur Triumphatoren und Helden, gekrönten Häuptern zu ganz außerordentlichen Gelegenheiten zu Theil geworden sind, und welche man jetzt einem Manne an den Gole wirit, weicher noch nichts gebhon hot, um se zu verdienen nach der Rückkehr L. Napolcons also wird sofort der Senat zu= menberufen werden, um das Kaiserreich zu votiren, dessen migung dann dem Volke unterbreitet werden wird. Wir also noch Ende dieses Monats einen solchen Beschluß erwarten. Vorher wird noch der größte Theil der Senatoren dem. Präsidenten entgegenreisen, um ihm zum Erfolg seiner Reise zu grazuliren. Die Gerüchte, weche dem Kaiserthum aber vopausgehen, sind keineswegs den Hoffnungen des Volkes entsprechend. Es heißt nehmlich, alle Zeitungen sollen unterdrückt und nur drei noch geduldet werden: das Journal de!'Empire, der Moniteur und eine Abendzeitung. Ein abenteuerliches Gerücht verdrängt übrigens das andere. Die offizielle Zeitung von Savoien erzählt, der Pabst habe, um der doppelten Nothwendigkeit, den neuen Kaiser zu salben oder nicht anzuerkennen, unter dem Vorwande einer Erholungsfahrt auf dem Meere, den Versuch gemacht, Zuflucht beim König von Neapel zu suchen, da die österreichischen Besitzungen zu weit entfernt; allein ein französischer Dampfer(Kapitän Olivier) habe wahrscheinlich einen Wink erhalten und sei dem Schiffe des heitigen Baters so nahe gefolgt, daß dieser vorzog, sich auf eine einfache Spazierfahrt auf dem Meere zu beschränken. Diese Ente ist aber fast zu groß für das Mittelmeer. Von solcher Größe gedeihen sie nur in den amerikanischen Gewässern. L. Napoleon thut übrigens sein Möglichstes, um sich des guten Willens der Geistlichkeit zu versichern. Die Marseiller Zeitungen berichten nämlich, daß er 2,500,000 Fr. für die Wiederherstellung der Katbedrale bewilligt habe. Die Pariser Wahlen, welche dieser Tage stattgefunden haben, sind natürlich zu Gunsten der Regierung ausgefallen, da alle anderen Parteien sich der Abstimmung enthalten haden. Seit 1789 erinnert man sich keiner so geringen Anzahl von Wählern. Trotz der Höllenmaschine, welche, wie man denken sollte, die Schaar der Regierung zu den äußersten Kraftanstrengungen der Stimme hätte veranlassen müssen, war der Empfang in Marseille nicht der zehnte Theil von dem, was die Regierungs=Zeitungen uns melden. Sowohl aus Privatbriefen als aus dem Munde eines Bekannten, der aus Italien kommend den ganzen Hokus—Pokus in Marfeille bis zur Einschiffung des Präsidenten nach Toulon mit angesehen hat, erfahre ich, daß die Menge von Neugierigen zwar ziemlich groß, aber nichts weniger als enthustastisch gewesen sei. lllein da Jeder verbaftet wurde, der die Republik leben ließ, wie dieß in dieser fabelhaftesten der Republiken schon seit Jahren geschiebt, so hörte man natürlich nur:„es lebe der Kaiser!“ In der Umgebung dis Präsidenten merkte man es sogar und ein Offizier sagt, daß er in Toulouse auch nichts besseres erwarte, desto mehr aber in Bordeaux. Wir wollen sehen. Allein auf all dieses Hochgeschrei, das jeder anderen Nation höchst kindisch erscheinen muß, kommt ja nichts an. Die Ereignisse wandeln dieses wandelbare Volk in 24 Stunden. Ueber das Complott eircurliren auch in Marseille mehr Gerüchte, als Wahres. Nach jenen sollen sogar 60 Personen verhaftet sein, darunter einige Italiener, L. Vonaparte, sagt man, habe die Nachricht von der Höllenmaschine mit seiner gewöhnlichen Kaltblütigkeit aufgenomnen. Er durchritt Marseille auf demselben prachtvollen Vollblutpferde, welches er seit der Revüe vom 10. Mai so oft reitei und welches ihn auf der ganzen Reise nachgeführt wurde. Die Escorte von Marseille aber, die ihn begleitete, war für eine Stadt von 180,000 Einwohnern sehr gering, nämlich nur 20 Personen. Junge weiß gekleidete Mädchen reichten ihm auf der Präsektur Blumen dar. Es waren aber darunter eben so viele Fremde, als Marseillerinnen besonders sielen eine Grivchts und zwei munderhübsche Engländerinnen auf. Auch die Zahl dieser Damen war im Verhältniß schwach. Unter den auf der Präfektur vorgestellten Personen bemerkte man einen Prälaten des päbstlichen Hofes, San Margano, früher Nuncius in Belgien und einen Adjutanten des Königs von Rcapel, welche ausdrücklich geschickt waren, um den Präsidenten zu begrüßen, an: nl Telegraphische Depeschen aus Teulen melden, daß Napoleon Revüe über die Truppen auf dem Märzfelde abgehasten hat. Diese schrieen natürlich„es lebe der Kaiser.“ Viele Fremde seten da, und Alles in festlichem Aufzuge. Morgen soll Vonaparte sich nach Am begeben. Heute hat er noch einem Ball beigewohm, wo er mit solchem egisetzlichen Beifoll aufgenommen worden sei, daß den Regierungsdepeschen sogar die Worte fohlen, um ihn zu beschreiben. Nach dem Morning Heralt, der die Höllenmalchine den Sozialisten zuschreibt, ist dieselbe in einem Keller gefunden worden. Gaillard sei ein Buchdruckerlehrling und der andere ein Deutscher, Namens Becker. Mehr als 100 Individuen seien verhaftet worden, lauter earagirte Sozialisten. Die Maschine sei der von Zieschi fast ähnlich. Das schreibt des Organ des englischen Ministeriums, dessen Zinanzminister Disraeli selbst früher sozialistischer Schriftsteller war. Anders die Times, welche ich soehen in die Hand bekomme. Sie ist über die Meinung, welche man hier im Stillen richtet. Sie hegt großes Mißtrauen gegen die Urheber des Am letzten Sounzag ist ein Tedeum für L. Vonapan worden. —* Paris, 30. Sept. Nach einer telegraphischen Independance hat L. Napoleon gestern um 7 Uhr Toulon auf dem Riesendampfer„Napoleon“ verlassen und sich nach Marseille zurückbegeben, um seine Reise auf der Eisenbahn fortzusetzen. In St. Etienne hat man die Individuen Gaillard, Goldarbeiter, und Loriet, Kupferschmied, welche des Marseiller Complotis verdächug sind, verhaftet. Gaillard ist geständig. Pariser örse vom 30. 4 ½% F. 104, 20; 3% 8. 76, 15. Großbritannten.—* London, 29. September. Webster zieht sich in der Frage mit den Lobos. inseln zurück. Er bei den dem amerikanischen Commobere im stillen Ocean gegebenen Befehl, amerikanische Schiffe, die Guano holen wollen, zu beschützen, zurückgenommen und bezeichnet die von einem gewissen Jeweit unternommene, von uns erwähnte Guaneerpedition mit 20 Schiffen,— als einem Privatkrieg, das heißt Seckand.#n ntoate u1 fa’dtinng IA1.1 nnt Die Times läßt heute in Bezug auf die Marseiller Höllenmaschine den Verdacht durchblicken, daß die Polizei wohl noch genauer, als ür vorgiebt, damit bekannt gewesen. —. In Bezug auf den kürzlich angeordneten Fremden=Census auf der Insel Jersep, schreibt man dem Chroniele, daß diese Maßreges nicht sowohl auf Veranlassung der französischen Regierung gegen die dort lebenden Flüchtlinge, els vielmehr gegen die französische Regierung selbst eingeleitet worden sei. Man traute nämlich dem Präsidenten den Wahnsinn zu, in Ermangelung von etwas Besserem, einen Handstreich auf Jersey zu unternehmen. Man wollte in der letzten Zeit verdächtige Subjekte, Spione, Emissäre und dgl. ab= und zufahren gesehen haben, und namentlich dieser Gäste wegen solle der Census angeordnet sein. Das alles klingt sehr unwahrscheinlich, aber auffallend ist es, daß die französische Regierung seit einiger Zeit statt„ies Isies de In Manche“, wie es immer: üblich war,„ies Isles Normandes“ auf Pässe und offizielle Aktenstücke schreidt.— Von dem englischen Schriftsteller Paget, der sich nach Dreoden zurückgezogen hatte und dessen Papiere kürzlich von der dortigen Polizei weggenommen worden waren, ist die Meldung an seine biesigen Freunde gekommen, daß er trot aller Bemöhungen seine Papiere noch nicht zurück erhalten habe. Fordes, der englische Gesandte in Dresden, hat vom sächsischen Minister des Auswärtigen eine Zuschrift erhalten, worin gesagt ist, daß Paget des Briefwechsels mit Kossuth verdächtig sei. Die Pelizei scheint hier falsch berichtet zu sein; denn Paget theilte Kossuths Ansichten wider während des ungarischen Krieges, noch nach Beendigung desselben, und hielt sich von ihm und seiner Partei während seices Aufentbaltes in England ganz fern. Die Bürger von Manchester hielten gestern ein Meeting unter dem Vorsitze des Mayors und unter den Auspicten von Lord Ellesmere, des Bischofs von Manchester u. s. w. und beschlossen, dem Herzog von Wellington ein Denkmal zu setzen.— Für den 9. November ist ein großes Preihändler=Banket in Manchester angesagt, bei dem alle Parteihäupter erscheinen werden, um Beschlüsse über die weitere Durchführung der Freihandels=Prinzipien zu fassen. Frankfurt, den 30. Sepidr. 1852. Oesterr. 5 Metallig. in Silber bei N. 94½ P. Osterr. 5% Metallique 82½ 82 b. 1 941261 besgt. 41/17," uun 73 ½# 73 T besgl. 1% uz, 9. Kurbessische 40 Tdlr. Leest.—. 34½ B. ½ B.sinne ronne Friedr. Wilbelm Nordbahs eret. Zinsen 45½ P. Spanische 3% excl. Zins. 467 5/10%% b. „alfa. ds k. o.-7 Badische 35 Fl. Loose Köln, den 30. Sepiemeber 1852. Briese. Geld. Briefe. Geld. Preuß. Frd'or Ausl. Pistolen Nanoleeneidor Dol. 100. St. 5 Fr.=Stücke 5.20 5,16, 9 1.10.7 91.5,16, 3 e A.8. 5,20,— Franz. Kridis. Brad. Artdir. 25 Fr.=Stücke Lipke=Ster! 1,10, 5 Witten, den 36. Semdr. Weizen 2 Lhr. 15 Sze.— Pf. Rogzen 2 Thlr. 7 Gar.— Pf. Gerste 1 Thlr. 17 Ser.— Pf. Oaser 1.17. 1.16, 1,16, 9 6.22, 6,24, 20 Sar. Pf. Strod pr. per Pid. 6 Sgr. 6 Pf.: Schock 6 Thir.— Sgr.— Ps. Butter Vermischtes. — Auf der im Bau begriffenen Eisenbahn zwischen Boston und Troy i ein Berg, grnann:„Hoosai“ zu zurchtunneln, der aus iner festen Felsart besteht. Die Banunternedmer sind auf die Idee zekommen, dies vermittelst eines riesenhaften Steinbohrers herzustelltigem Ra en. Ein Räderwerk in gewaltigem Rahmen setzt einen eisernen 2. ii. 214.— Anferfääßem i breleube Bewrenna SoAf ur eer wiest wunes wülrtlagars zu wur eruer# mit einer vorderen Bohrspitze ven fünf Zell im Durchmesser. Um denselben Schaft drebt sich ein Rad von fünfundzwanzig Fuß Durchmesser, mit Schneldewertzeugen in der Gestalt von Rollen versehen, die gleichzettig mu dem Centrum=Bohrer eine kreisförmige Rinne in des Gestein schuetden. Wenn die Maschine tief genug eingedrungen, wird sie zurückgrzogen, und der durch den Kreitschnitt von der Seheuwoptundung gelöste Thellt des Heisens burch Balver, das iu abllieens Bchrieb- engetrect uih, andgreng anddie Brümwer feidgeschost. Dde Pobrachet dassont denn don Deuen, ioden der Rehne des Dürck lunder nochhrich und vonder Velbertgergeng imme wiebe rötotes denget wich. Dies und die Würgschaftung des Schunes, die mn Schwierigkeiten verbunden ist, Büden die Unvolkkommenheiten Dr Prozedav. Außerdem Atten die zuerst an dim grohen Rart engebrachten Schueigrwrchenge burch den Jeuerstein, mit dem das Geseio vurchsetzt ist. Sie sind aber durch eine verbesserte Ard erschzt worden, dei der dicfer Redetstand weggtfellen, wnr die Doumtrrachest stüle in ktoe Gengen un iu gühicer Andgeng und bie ommnsehr Bechteitgeng Versuchs sein. Das große Rad macht in der Mmute fünf sechs Umdrebungen, und des Vordringen in den Stein dicser Zeit deträgt ein Sechzehatei bis ein Achtel eines Zolles. Der so entstehende Tunnel besteht natürlich bles in einer kreidrunden Bthrmd pet die odun Gntschetng n enen Bomumgeriite uis giches Zoihede dunch Benichenband geiccben. Znur 10 aber dei Weitem des Hauptwerk durch die Maschine gethan. — Hannover. Ein eigenthümlicher Diedstahlsfall hat hier kürz. lich viel von sich reden gemacht. Ja Linden Karb vor etwa zwei Jahren eine geringe Erau, welche die letzteren Johre nur von Unterstützungen und milden Spenden, zu deren Einsammeln sie ihren Diche züge616 einzigen Sohn sehr geschickt abgerichtet, gelede hatte. mein für aum gehaltene Frau übergab jedoch schon auf drm Sterbelager, kurz vor dem Verscheiden, ihrem Sohne ein Ortarnis von 100 Dmpeisenichtn, ul urnn Otmn, bd u whrn tlettotennig sorgfältig verbergen und je Nirmandem, selbst nicht seinem Vormunde, etwas davon sagen solle. Der Sohn kam bald darauf zu einem Handwerker in Hannover in die Ledre, und bewahrte mit dem Geheimniß seines Schatzes denselben richtig zwei Jahre kung im Grunde seines Koffers. Kurz vor dem diesjährigen Frrischießen haue er jedoch in einem schwachen Augenblicke gegen zwei seiner Lamrroden seis Oehetund andgeianden. Dbefe heiten unn nichts Eülgrree zu shan, ols die 206 Lou##t'ers zu mansen und, nachzufgehen kassen. Ihr ande, hehtemische dem sie sich für einen Theil des Geldes auf dem Schleßen weidlich amösirt, mit dem Reste zur Fortsetzung ihrer Bergnüglichkeiten vach Hemburg zu begeben. Bald darauf gewahrte der ehematige Kapitalist statt des bisherigen Schates in seinem Koffer eine leere Stelle; unn lief er natürlich zur Polizei. Es siel derselben nun uch souer, in ipgrnlichen bennmrihern Vertübtmelterichnechern in Hambung auf die Spur zu kommen. Sie wurden gefaße und hierher transportirt. Von der ganzen Summe fand man nur noch 29 Deppel=Loutsd'ers bei ihnen. Wie stott diese Burschen in Hamburg geledi, beweist, daß sie z. B. dert in einem öffentlichen dausfe 15 bd Ssunden on 50 Thle, heiten enfge Begrs ziet drunad malrichetnich dier wirnhe Uhtraticht Orbenttugg(Haun Bellett.) Paris, Hr. Strardin erzählt in der„Presse“ Folgendes: Freitag den 24. Septrmber 1852 fuhr ein Mann, unerschutterlich festsehen auf den Trür dor Damfgescme, mit einen Luschale lon in die Höhe, der die Gestalt eines ungeheuren Wallsisches hatte. Dieses Luftschiff war mir einem Mast versehen und hatte ein Segel, baeihe ols Eiruernder diente. Oleser Kulten der Aftschifffohrt deiht Heury Giffard. Er ist ein junger Ingenieur, den kein Opfer, keine Täuschung, keine Gesahr entmuthigen konnte, der sich durch nichts von dieser gewagten Unternehmzung abbringen ließ, bei der ihn nur zwei Freunde, die ehemaligen Schüler der Centralschule, David und Sciama, Ingenteurs, unterstützten. Er fuhr von dem Hippodrom aus in die Luft. Es war ein schönes, dramatisches Schauspiel, diesen Soldaten der Idee zu sehen, der mit jener Unerschrockenheit, welche die Erfindung dem Erfinder mittheilt, der Gefahr, vielleicht dem Tode die Stirne bot, denn in dem Augendicke, wo ich diese Zeilen schreibe, weiß ich noch nicht, ob das Herabsteigen aus der Lust ohne Unfall vor sich gehen konnte, und wie es stattfand.— Girardin stellt mehrere Beirachtungen über das Problem, welches Henry Giffard zu lösen versucht, die lenlbare Luftschiffahrt, an, er erzählt, wie Giffard auf Schulden hin seine Erfindung zu verwirklichen sucht, und sagt: warum eröffnet die Regierung, welche oft an einem Besttage eine Million für Gypsstatuen und Dekorationen ausgiebt, nicht einen Credit von einer Million für die Lösung des Prodlems der Luftschiffabri? Giedt es für Frankreich eine wichtigere Lösung? Die Dampfschiffahrt zur See hat alle relativen Eristenzbedingungen der Insel Großbritannien Europa gegenüber geändert. Was England vor 50 Jahren gegen Frankreich unternehmen konnte, kann es nicht mehr wagen, ohne sich den furchtbaren Repressalien einer Landung außuschen, weiche Lonton des Schickfol Vonendagens fürchten ließe. Die Dampfschiffahrt in der Luft kann auf gleiche Weise alle Beziehungen zu der Kontinentalmacht Rußland ändern. Man begreift sonach, daß an dem Tage alle Kriegscombinationen verändert sein werden, an welchem man anstatt mit gewissen Geschossen zu wirkrn, sie nunmehr aus der Luft mitten in ein Infanterie=Viereck hinabfallen zu lassen braucht. Diesem Artikel folgt eine Erzählung Giffards selbst. Es gehr darans hervor, daß ein Theil des Problems in so fern gelöst ist, als die Brauchbarkeit eines oblongen wollkichttruigen Hollend, du ein enfhribende Hamzftage schine mitnimmt, durch die That bewiesen ist. Giffard konnte auf seiner Fohrt seine Dampfagschtne nicht anwenden, weil die Aimssphäre so stürmisch war, daß der verhälmnißmäßig zu kleine rat zu brechen drohte, was degreiflich den Tod für den kühnen Erpertmentator zu Folge gehabt haben würde. Proniazhol=Zeitung. # Kreisen, 28. Sept. Unsere Landstände sind heute wieder entlassen, nachdem dieselben den Akt der Huldigung vollzegen und der Staatsregierung eine sechsmonatliche Frist zu Beordeitung neuer Gesetzesvorlagen verwilligt haben. Wie man hört, hat der Fürst bes gegenwürige Minsherium beötiigt, aud der unter den vorieen Regiment ausgetretenen Zinanzminister Severin reackivirk.— Die Hoffnung unseres Jagd- und Forstpersonals auf Wiederkehr jener schönen Zeit, wo das Land einen großen Wildpark bildete und die Grünröcke sich der besondern Gunst des Fürsten zu erfreuen hatten, scheint sich nicht verwirklichen zu wollen, denn Diana soll sich dem Fürsten seither abhold erwiesen haben und derselbe nicht geneigt sein, dem edlen Weidwerk seine Vorliebe zuzuwenden. Der Gemeinderach bei und mit einer neum Zwurtöschndung beschenkt, die schon lange als Bedürfniß erkannt, freudig begrüßt wird. Weniger aber ist dies mit der neu errichteten höhern Börgerschule der Fall. Man hoffte, daß durch diese Anstatt dem eigentlichen Bürger= oder Mittelstande ein besserer Schulunterricht verschafft werden solle; wenige hiesige Handwerker werken aber ein Schulgeld von 12 bezw. 20 Thlr. jährlich für ein Kind aufzubringen vermögen und daher nach wie vor ihre Kinder in die jetzige mangelhafte Stadtschule schicken müssen. Als eine wesentliche Verbesserung der Schulverhältnisse kann daher diese neue Einrichtung nicht wohl bezeichnet werden. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderdern. (Ein gewandter Bursche von 16— 18 Jab. ren, welcher sich auf Aulwertung und Bedienung versteht, also schon angelernt sein muß, sindet auf einem Gute in der Näde von Daderdorn eine gute Stede. Das Nähere erfährt man in der Experition d. Zig. Nothwendiger Verkauf. Prad=bbrichts=ommissien zu Pichein. Dbe aus folgrober Ornetbücker Zlur 3 Parzell=Nr. 169. „ 5„„ 4, „ 6„ 198, „ 8„ 145, 55, 162, 148/2. „ 9„ 7,98, mn dem Wodndause Nr. 64 und 10 11 12 13 14 15 16 * * * * 336, 20, 96, 66, 122. 2, 245. 137.185, 453 457, 484, 160. bestehende Besigung des Gastwirih Ferdinand Rintelen zu Nieheim, abgeschätzt auf 5295 Thir., zufolge der nebst Owp.=Schein und Beeingungen in der Registratur einzusebenden Taxe, soll am 11. Februer 1853 Gormittage 9 Uhr an erdentlicher Gerichtosteke subhastiri werden. Alle unbekannte Realprätendenten werden aufgefordert, sich bei Vermeidung der Präeinson spätestens in diesem Terwine zu uhleen. VI. 4. Win Edictalladung. Belgrbe Otrüngshrituge: 1. des Franz Gledde aus Peckelebeim vom 3. November 1840 über 100 Thir. Darlehn für den Kaufmann Ratban Mosee Beiler dos, woike Scholbun sein Oraupvermögen verpföndet hat: 2. des Johann Christeph Cxessohann zu Oerlingdansen vom 14. Fodr. 1815 über 300 Thir. Derlehn für Johann Heinrich Kötter zu Riederlistiagen, wofür ein Haus und Garten an Johann Chrisoph Rolte und Simon Koiser sowie 3 Gart Land in der tiefen Bache spreiell verpfändet find, und Auertenntaiß vom 21. Bebr. 1842: 3. des Müller Heinrich Gocke zu Cördecke vom 11. Ottober 1820 über 100 Thlr. für Meyer Braudenstein zu Hämme, wofür 2 Morgen Land im Bühnerdagen an Witwe Wiedrmeper und Ferd. Dierkes sowie 4 Morgen bei der Müdle des 2c. Gocken Richter Oerentval und am Wege belegen verpfändet flod; 4. der Wilne Heinrich Gecke zu Cörbecke vom 13. Juli 1029 über 100 Tdir. Capital zu Gunsen#pes Salomon Brandenkein in Hümme,##ofür die Vordermüble bei Cordecke, eine 1 1, Morgen große Wiese und die 2 Morgen große s. g. Mühlenwiese, in der Nähe jener Mähle bölggen, verpsändet Gnd; 5. die Schenkungs= resp. Cesstens=Urkunde vom 4. Juni 1824, wonach Meper Brandenstein zu Hämme seinem Sodne Salomon Braudenstein 100 Tdlr. Capitalschulo des Heinrich Gocke zu Cörbecke aus der Obligation vom 11. Ottober 1820 übertragen hat; 6. die Schrloverschreitung des Franz Gehier zu Niesen vom 28. Juli 1824 über 130 Thir. für Johann Kroeger das., wosür 2 Morgen Land auf dem Hüfel in der Hegge an Franz Schulze und Heinr. Stolte und 5 Quart Land das. an Jobann Becker und Joh. Michels belegen, verpfändet sind; 7. die Schuleverschreidung dee Philipp Wiemers zu Menne zu Gunsten des Minorennen Joseph Wiemers zu Wardurg über ein Capitab von 20 Thl. datirt vom 20 Jaunar 1823, worin der Schuldner sein Wodnhaus nebst daran belegenen Garten und eine Moige beim heiligen Hause an Conze belegen verpfändet dat; 8. die Schuloverschreibung des Pbilipy Wiemers zu Menne vom 28 August 1838 zx.Gunsten der Erben Freigräf Bönrich zu arburg über ein Capital von 55 Thl. wofür Schulener sein Wohnbaus nebst Garten, ½ Huse dem Domainen=Fiekus deuerpflichtig, ¼ Huse Land und Wiesewache in der Manner Felemark und ¼ Hufe im Feld Busdorf belegen, verpfändet hat; 9. die Auseigandersagungeurtansen vom 15. Fedouar 1830, 10. Juni und 19. Decemder 1836, worin den Geschwistern Rocus zu Maarode 1009 Tbl. 7 Sgr. 6 Pf. verschrieden und und weiche auf dem Orunevermögen des Johann Tedde zu Maurode eingetragen slehen, woron jedoch 443 Thl. bereits gelösche#ind; 10. der Uebertrag zwischen Jobann Troß zu Rösebeck und dem Bernhard Trest das. vom 9. Januer 1821, werin jedem der Gebrüder Chrisopd, Ignaz, Lurwig, Frauz und Johann Trost 50 Thlr. und jeder der Geschwister Maria Catdarine, Anna Maria, Lotichen und Therese Trost 60 Thir. Abeikat verschrieben worden, welche auf die Realitäten des Berndard Trost eingetragen wurden; 11. die Schichtungsurkunde der Wittwe Anton Rolte zu Nörde vom 15. Fedr. 1822, worin jedem der Vorkinder Catbarina Maria, Heinrich, Eva Moria, Sopdia, Wilhelm, Maria Rosa Nolie 281 Tdlr. 17 Ggr. 9 Pf. Abeikat, eingetragen auf das Genndvermögen der Wittwe Nolte, ausgesegt worden; 12. das rechtskräftige Erkenntniß hiesigen Gerichts vom 10. Augus 1846, wonach Abraham Fischel zu Rimöeck an den Ferdinand Redermann daselbst 8 Thir. 21 Sgr. 9 Pf. nebst Zinsen und Kosten, und das Zahlungsmancat vom 4. April 1846, wonach Ersterer an Letzieren 12 Thir. 26 Sgr. nebst Kosten zu sordern hat, welche auf das Grundvermögen des Schuldners eingetregen steben, nebst angesiegeltem Hypotbekenscheine; 13. das notarielle Cautionsbokument vom 29. März 1830 wonach zu Gunsten der Rösebecker Schäfereiderechtigten Johann Knaup & Cons., der Schäfer Johann Klades zu Rosedeck eine Caution von 400 Thir. bestellt hat, welche auf sein Wehnhaus nebst Garten, an Anton Müller und Joh. Quiter in Rösebeck belegen, eingetragen worden; sind verloren gegangen. Alle diejenigen, welche als Eigentbümer, Cessionarien, Pfand= oder sonstige Briefinhaber Ansprüche an eiese Dokumente zu haben vermeinen, werden aufgefordert, diese in term. den 29. November c. Morgens 10 Uhr vor dem Deputirten Herrn Referendar Scheid anzumelden, widrigenfalls sie damit prätludirt, idnen ein ewiges Stillschweigen auferlegt auch eie Urkunden amortisirt werden sollen. Densenigen, welche sich eines Gevollmächtigten beeienen wollen, werden die diesigen Rechisanwalte Biermann, Deuso und Jostizräche Oraen und Evers nambast gemacht. Warbung, den 2. August 1852. Königl. Kreisgericht. Abtheilung I. WBeinghrinen — Geschwefelten RadirGummi das Stück zu 6 Pf., 8 Pf., 9 Pf. und 1 Sgr. empfiehlt W. Crüwell. Concessionirtes, praktisches Handlungsinstitut von A. zu Köln am Rbein, Aposteinkloster Nr. 6. Der Zweck dieser im 16. Jahre bestehenden Anstalt ist, ihre Zöglinge praktisch für das kaufmännische Fach vorzubereiten und idnen die bierge seibwrutige, aügeatin wisenschsttiche Ausbildung zu gebeu, mit besonderer Rücksicht auf das Examen zum Eintrin in den einjährigen freiwilligen Militärdierst. Lebrgels: Erster Cursas.. Thlr. 6—) per Vordereitungs=Cursus„ 3 15) Monat. Pensionäre zahlen für Kost und Wohnung, einschließlich Lehrgele, Tdir. 200 per Johr in vierteijähriger Vorausbezadlung. Das neue Schuljahr beginnt ven 7. Ottober v. J. Der ausfährliche Prospekius ist zu haben bei dem Vorsteher J. Ochs. Aposteinkloster Nr. 6. in Köln, Empfehlung! Mein Lager von allen Sorten Weberrietben. sowobl von Nohr als aucd von Stadtstäben, besindet sich für Paverdern und Umgegend bei Herrn Kaufmann Johana Peters daselbst. Drensteinfurt, den 24. Septdr. 1852. Der Riethnacher Georg Koch. Hierauf mich beziebend, empfeble ich die Arbeiten des Herrn Koch zur geneigten Abnahme bestens, da sie durch Billigkeit, richtiges Maaß und dauerhafte Anfertigung vom besten spanischen Rohr sich ganz besonders auszeichnen. Joh. Mühlenstraße in Paderdorn. In den Buchhandlungen von W. Crüwell und I. Wesener in Paderborn und A. L. Rilter in Soest ist vorräthig: 5 Der Mann von Welt und feinen Sitten. Von Friedrich von Sydow. Zweite Auflage. Preis 15 Sg Drucsk und Beslag von WIIg. 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