Die Zahl der die den hat dadurch an und für die Gastzuverlässigen Quelle likum sehe e e des nächsten Monach dem früheren stunden zurückgelegt m, daß sie Morgens nds 7 Uhr daselbst on Cöln Morgens achmittags zwischen von dem römischen r Erfahrung, nieeurgit amari alizuch jetzt noch in 1 als es hieß, die r F r e u d e d i e F ü l l e; enbahn so frei ist, nach welchem die irre, 30,000 indelt sich die Freudurch den kleinen e als möglich davon zu legen, #lt werden, komme 1, daß durch SteiAbgaben manche wählen werden, urch für die Blei, d e r D r u c k v e r in Unglück kömmt Das zeigt sich kassen= Defekten= Rihlr. 17 Szr. sektanten soll bei und so wird man ickgreifen. Fällt aber nichts weden Altar der müssen. Wahreinigemal rühmmann gelang es, li entsprungenen i. Gegenwärtig nes eben so bewo ein Rendezin Paderborn. ng. 7. Juli d. J. 1049) zufolge, und den Läng der preufien, dem nördnien 2c. et v. den Eisenbabfertigung dar: nach Belngen bis zur hein.; den Vereich den beiden gal, Gibral= bia, Malta, pel 2c.: Inntmachung am gemacht, und OrdEinschränBesörderung den bis zum fe.), ferner n. die für ssaten und wie WaaPfd. Sterl. mmen wer852. Westfälische Zeitung. N 151. Erscheint mit Ausnahme des Montags täglich. Paderborn. Vierteij. Abona.-Preis in Paderborn 1 Thlr. Inserate werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige Zeile#„ Perteratee„0 7½ Sgr.; bei allen Postenstalten in Preuss. 1 Thlr oder deren Raum berechnei. Mittwoch, den 29. September 1852. 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. Jahrg — sell. Bestellungen auf die Westfälische Zei tung für das nächste, mit dem 1. Oktober beginnende, Quartal werden baldigst erbeten, auswärts durch die Post. Vierteljährl. Abonnementspreis mit Einschluß des Stempels: in Paderborn 1 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf., auswärts bei allen preuß. Postanstalten mit Einschluß des Porto's 1 Thlr. 15 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr. 92 Sar. 6 Pf. Das Complott und der Kaiser. 6 Paderborn, 28. September. Der Credit kann so billig, als möglich werden, der Zinefuß des Kapitals kann dis auf 2 Prozent, wie in Helland, und vielleicht noch tiefer sinken, aber er kann ebenso wenig unentgeldlich werken, wie man, um ein kürzlich erwähntes Beispiel zu gebrauchen, Schofe so verereln kann, raß sie keine Köpfe, und Schweine, daß sie keine Beine medr haben. Prouevon aber wollte der„unentgeldlichen Creeit“, und deshalb war er unpraktisch, wie vernichtend auch seine Critit alle Parteien in ihrer Blöße hinstellte. Noch Manchen wird er auch in seinem letzten Werke unpraktisch erscheinen, ra sein Urtheil sich nicht nach kurzen Jabreespannen richtet, sondern in den Fußstapfen der Jahrbunderte dabinschreitet, allein geschichtlich ist das Horescop, welches er Ludwig Napoleon aus dem Schicksal seines Onkels stellt, so tief gedacht, daß man von der Aehnlichkeit Beider überrascht wird. L. Napoleon mag zu der Parodie, die er von der Geschichte seines Onkels macht, ein oder zwei Jahrzehnte vom Schicksal bewilligt erdalten, in dieselben Fehler verfallend, steht ihm aber auch dasseide Ende mit nicht geringerer Gewißheit bevor. Prouthon stellt nehmlich an die Spitze auer seiner Betrachtungen die tiefgedachte Wahrbeit, daß es nicht einzelne Menschen und deren bloße Willensäußerungen sind, welche die Geschichte machen, sondern Prinzipien. Ob ein Mann, dem das Schicksal einen hohen Posten in dem Weltorama eingeräumt, zum Wohlthäter und Reformator oder zum Herostrates werde, dae hängt davon ab, od er das Prinzip begriffen hat, welches die Lebensderingung seiner Zeit ist. Denn, sagt unser genialer, merkwürdigerweise fast gänzlich unbekannter, Dichter Deeg in einer Poesie auf den alten Napoleon: Wer des Schicksals Doppelgänger Die erstaunten Volker schreckt, Der ist halb dem Tod verfallen, Dessen Grab ist aufgedeckt. „„„* Daß er nur ein willenloses Werkzeug sei der finst'ren Macht, Wird vom immer eifersücht'gen Strengen Schicksal er bewacht. X1 Wüstenleben. I. Kriea unter den Tribus der Sahara. (Fortsetzung.) Nunst ehen die Reiter der beiden Tribu sich gegenüber; die Frauen, die sich hinter ihnen befinden, sind bereit, durch Zurufen und Beifall die Kämpfenden anzufeuern, das Fußvolk, das als Reserve benutzt wird, ist zugleich zu itrem Schutze da. Der Kampf beginnt damit, daß kleine Streispitets von zehn bis fünfzehn Reitern dem Feinde in die Flanke zu fallen oder ihn zu umgeben suchen.— Die Führer bleiben an der Spitze einer compakten Masse im Cemrum. Nun belebt sich bald die Sceue; die verwegensten und am besten bertttenen jungen Reiter stürzen von Kampfesmuth und Blutbegler getrieben vorwärts. Sie schlagen ihre Burnus so zurück, daß ihre Köpfe ohne Bedeckung sind, stimmen Kriegslieder an und befeuern sich zum Kampfe. „Wo seid Ihr, deren Geliebten schön sind? Denn beute kämpfen die Krieger unter den Augen ihrer Schwestern. Wer sprach zu den Scheichs von Ruhm und Tapferkeit? Heut rühmt nicht die Zunge, sondern Arbeit den Mann. Vorwärts, ihr Söhne des Pulvers! Seht, dort stehen die Söhne von Juden! In ihrem Blut soll unser Säbel sich satt trinken, ihre Schätze wollen wir unsern Weibern schenken. Zum Schwimmen,") ihr Jünglinge, auf zum Schwimmen! Die Kugeln tödten nicht, nur das Geschick ist es, das tödtet!“ Durch solche Rufe, entflammen sich die Reiter, sie lassen ihre Pferde sich bäumen und schießen die Flinten los; alle ihre Mienen sind herausfordernd und mit der ihnen eigenthümlichen Wildheit zucken sie die Säbel und greifen damit den Feind on. *) Das Reiten im vollen Resseslauf wird von den Beduinen Schwim= men gen.innt. Wenn in trotz'gem Widerspruche Eig'ne Bahnen hin er brauf't, In's Genick dann fährt ihm eine Unerbittlich harte Faust, Reißt ihm von den Schultern plötzlich Das geliebene Gewand Schleudert dann den stolzen Knaben Kleinen Gegnern in die Hand! Prourbon weist aus der Geschichte des alten Napolcon schlageno nach, raß sein Streben nur ca von Erfeig gekrönt war, wo er auf den großen Prinzipien des vorigen Jabibundert fußte, daß er aber elend zu Grunde giug, wo er dem Prinzip. dem er entsprungen, untreu wurde, oder gar in Reatiion machte. Denn Monarchieen, wie Republiten, Antokraticen, wie Demokraticen verdanken ihr Dasein nicht dem Willen einzelner Menschen, sondern einem geschichtlich nothweneigen Prinzip. Die in der Autorität fußende legitime Monarchte mussen die Bonaparte den Bourbonen überlassen; ihr Prinziv ist, sagt Pioueben, an die Stelle der Autorität den Staat auf die öionomische Wissenschaft zu bauen(wovon man in Preußen seit eem Anfang dieses Jahrbunderts einen Versuch gemacht, der tretz seiner Unvollkommenbeit glanzende Früchte getragen bat, denn die ratienelle Burcaukratie ist nichts anders, als die Anwendung der Wissenschaft auf den Staat an der Stelle der bierarchischen oder seudalen Autorität) Als Napelcon dieß verkannte und seinen Sitz statt durch den Ruhm seiner Thaten und das Genie seiner Organisation auf eie Unterdrückung jeder Freiheit und die Orirath mit der Kaiserstochter befestigen wollte, ra endeie er auf Helena— unbeweint. Prouohon bat auch dem Nessen mit seltenem Freimuth die Alternative gestellt. Allein dieser scheint schon von dem Verhäugniß ergriffen, den schlimmen Theil erwäbst zu daben. Richt solche Maßregeln abmt er nach, welchen seine Familie ihr Dasein verdankt, sondern diejenigen, durch welche der Gründer verselben unterging. Es ware ein wunderbarer Zufall, wenn es bloß ein Zutall wäre, raß wie der Krönung des Onkeis, so duch der Krönung des Nessen ein Höllenmaschinencomplott voranging. Auffallend bleidt jedenfalis die Nachricht des„Paps“, daß der Polizei=Minister„von Pacis aus:(!) schon seit einiger Zeit das in Marseille nun aufgebobene Complott beobachtet babe. Warum wurde die Entecckung denn gerade auf diesen eigenthümlichen Mement aufgespart? Am Abend seiner Tage bat Napoleon seine Fehler eingeseben und bereut.„Das spanische Geschwür“, rief er aus, „und die österreichische Heirath waren mein Ruin!“ Die Erfahrungen des Onkels scheinen für den Neffen aber umsonst gemacht zu sein. Dieser Meinung ist auch die Times, welche L. Bonaparte's Rede in Lvon einer sehr herben Kritik unterzieht. Der Ausbruck namentlich„Reiterstatuen sind bieher nur legitimen Souveränen errichtet worden“ zieht mit Recht ihren bitteren Tacel auf sich berab.„Seit den Tagen, sogt das Weltblatt, wo Caliguia sein Pfero zum Consui machte, oder seitdem die Herrschaft über das Persische Reich durch das Wiebern eines Rosses entschieden wurde, hat dieser edle Vierfüßler nie so viel für eine Dpnastie getban, als der Gaul Indessen retirirt eines der Heere und beginnt sich bis zu den Kameelen zuruckzuziehen, auf denen die Frauen sitzen; nun beben auf beiden Seiten die Rufe der Weiber an; dort hört man Jauchzen und Freudengeschrei, bier Wuth und beleidigende Schimpfwörter und Bitten, um die erschütterte Standhaftigkeit der Männer oder Brüder wieder herzustellen. „Ha, seht doch die prahlerischei. Krieger! An Festen und Hochzeiten reiten sie mit blanken Sporen und bunten Kleidern und wissen des Hochmuihs kein Ende! Nun aber fliehen sie und lassen ihre Weiber hülflos! O Juden, Söhne von Juden, steigt ab von Euren Pferden, daß wir uns darauf setzen, Ihr aber sollt nicht Männer mehr heißen. O über die Feiglinge, mag Gett sie verdammen!“ Bei solchen Reden erwacht der Grimm der Besiegten wieder, sie machen einen letzten Versuch, unterstützt von den Fußkämpfern setzen sie sich wieder fest, werfen den Feind zurück bis mitten unter seine Weiber, und statt des Lobes und Jubels von vorhin gehen diese nun ihrerseits auch zu Tadel und Schmähungen über, bis das Gefecht wieder auf eas Terrain sich zieht, welches zwischen den Frauen der beiden Tritus liegt. Der Kampf mit allen seinen Abwechselungen und Ueberraschungen ist sehr erbittert gewesen; eine der beiden Parteien hat die meisten Verwundeten und Todten, vielleicht sind auch wohl die tapfersten ihrer Führer gefallen, und so ergreift sie denn die Flucht trotz Bitten und Ermahnungen der wenigen energischen Männer, welche sich zu verdoppeln suchen, um die Ihrigen wieder zum Siege zu d. igen. Aber vergebene rusen sie::„Giebt es Männer unter Euch oder nicht? Haltet Eure Seeien fest! Wern Ihr flicht, wird man Eure Frauen rauden und Richts als Schmach Euer Lohn sein!— Sterbt wenigstens! dann heißt es doch nicht: sie sind gefloben. Versucht zu sterben, so rettet Ihr Ener Leben!“ Aber vergebens! Der Schrecken hat schon zu sehr um sich gegriffen. von Lvon. Das Pferd des Darius wieberte ihn auf den Thron, aber das von Napoleon bat den 18. Brümaire und den 2. December ausgestrichen und eine ganze Dpnastie legitimirt. Solche Dinge kann ein Pferd vollbringen und dazu noch ein Pferd von Stein. Ist es nicht sehr sonderbar, daß ein Mann, welcher den Befehl über eine große Armee und die unbestrittene Heirschergewalt über eines der schönsten Länder der Welt hat, es für der Mühze werth bält, seine Gewalt auf so miserabte Vorwände zu stützen? Giedt sich der Präsident wirklich der Vermuthung hin, daß der Name„Napolcon“, welcher ihn auf seinen Sit erdeden hat, der ihn zu allem Dem gemacht hat, was er jetzt ist, den Zauber, welchen er über die Seele des französischen Bauern ausubt, so jämmerlichen, wenn auch mit Pomp aufgezählten, Ni.benumständen verdankt? Setzt er es wirklich auf Rechnung der schaamlosen und erzwungenen Wahlen zum Consul aud Kaiser, der Salbung durch die Hänre des Pabstes, der Veibindung mit dem Hause Oesterreich, der Freundschaft mit den Kaisern Alexander und Franz, daß der Name„Napoleon“ immer noch den gewaltigen Klang hat, der jedes Franzosen Herz bochaufschlagen macht in Triumph und Begeisterung? Gewiß der Verfasser der„Idées napoléoniennes“*) muß wissen, daß solcher Tribut gezablt wird dem überragenden Genie, ren glänzenden Waffentbaten, dem Ruhme, welcher die Einbildungskraft gefangen nimmt, wenn er auch den ruhigen Verstand nicht steis defriedigt,— und daß vieser Tribut noch herzücher und einstimmiger gezollt worden wäre, wenn nicht der Cvarat= ter des großen Mannes defleckt worden wäre durch jene unwürdige Schwäche, welche der Neffe so ängstlich nachat mi und zur Schau trägt. In Wahrhett, keine Begebenheit hätte sich dem Ruse des alten Napoleon verhängnißvoller erweisen kennen, so viet vazu beitragen können, die Lorberren, die er gewonnen, zu vernichten, als daß ein Mann zur Herrschaft gelangte, welcher, ineem er seinen Namen trägt und seine Hanolungen nachahmt, das Seinige oazu beiträgt, der Weit zu zeigen, wie viele Kleinlichkeit in so großen Ereignissen liegt, wie viel Schwüche in dervorragenden Charakteren, u. wie ri#l Thorheit in erfolgreichen Unternehmungen. Wie falsch auch das Lob, eine setvile Zuhörerschaft ist stets bereit eine schlecht verdiente Eulogie zu beklatschen, wenn sie von den Lippen der Gewalt kommt. Die Geschichte wird verwegen umgekhrt und Thatsachen entstellt, ohne die Möglichkeit, sie zu berichtigen, und Alles was noch zu Gunsten der Stizze gesagt werden kann, welche er, der jüngere Napoleon von seinem Onkel entworfen, ist, raß sie nicht salscher und trügerischer ist, ale die Rechenschaft, welche er von sich selbst ablegt.„Der Kaiser, sagt sein Nesse, zerstörte das alte Regime, indem er Alles, was gut in demselden war, wieder herstellte, und den Segnungen der Revotution überall den Triumpf verschaffte!“ Napolcon behielt, vorr stellte vielmehr wieder her vieles von dem Pomp und den Eitetkeiten des alten Regime's— eine endlose Musterkarte von Staatsbeamten, plebezischem Adel, eine oreinäre Nachatzmung des Hofteremoniell's; aber die besseren Seiten des alten Regime— die Lopalität, die Treue stellte *) Eine Schrift Ludwig Napoleons. Nun kommen wahrhaft hochberzige und rührende Auftritte vor: der angesehenste Führer stürzt sich aus Verzweiflung, besiegt zu sein, in das Getümmel, um den Tod zu finden; aber er wird von jüngeren Leuten umzingelt, die ihn bitten sich zurückzuziehen.„Du bist unser Vater, sagen sie, was wiro aus uns, wenn wir dich verlicren? An uns ist es, zu sterben, denn wir wollen nicht leben wie eine Heerde ohne Hirten!“ Einige Krieger versuchen noch Stand zu halten, aber die allgemeine Flucht reißt sie mit sich fort. Da nun ein Jeder sieht, daß Alles verloren ist, so sucht er nur das Theuerste, was er hat, zu retten; man nimmt so viel Terrain als möglich nach rückwärts und nur von Zeit zu Zeit wendet man sich um, Front zu machen gegen den verfolgenden Feind. Mitunker ändert aber auch eine verzweifelte Tollkühnbeit die Lage der Dinge.— So war einst Rissa Bei=el=Schertf, ein Knabe von 14 Jahren mit seiner Tribu forrgeritten, um einen Angriff zurückzuschlagen, den der derühmte Sy=el=Dschedio teikete. Die Leute von Arbäa wichen zurück und ergriffen die Flucht; da warf ihnen der Knabe sich entgegen und rief: „Wie? Ihr wollt Männer sein und habt Furcht? Ihr seid mit Pulver erzogen und wißt nicht en anzawenden? Habt Ihr etwa derhalb Eure Stuten so gepflegt, daß sie Euch zur Flucht dienen sollen?" 120„771137 zn Mt N 70 Hn Die Anderen schrieen unaushörlich: Dschrdid, Dschedid kommt! Dschebid ist ein einzelner Mensch, rief der Knabe, und vor dem wolltet Ihr flichen? Seht den furchtbaren Krieger an, vor dem Hunderte fliehen, ein Knabe soll seinem Siegestaufe ein Ende machen!“ Und Aissa sprengt vorwärts. Er gelangt bis hin zu dem tapferen Krieger; dieser siebt sich nicht vor; denn was hätte er von rinem Kinde zu fürchten gehabe? Aber der Knade wirft sich ihm um den Hals, verläßt sein Pferd, hält Dschedid mit eem einen A er nicht wieder her. Rapoleon opferte eine Generation seiner Landsleute, nicht um die Segnungen der Revolution zu verbreiten, sondern um sie aus dem Gerächtniß zu streichen und sich und seine Königspilze in die Geaossenschaft jener alten Monarchen zu bringen, welche in den Staub getreten. Aber als er ftel, lebte das alte Regime wieder auf und mit ihm erwachte der revolutionäre Geist wieder zum Leben, welcher heute noch die Meinungen der französischen Gesellschaft tbeilt. L. Napoleon sagt, was ihn selbst betriffs, daß er, als ein treuer Diener seines Laades, nur ein Ziel dabe— die Herstellung des Friedens. Wir dören gerne, daß sich in dieser Hinsicht die Ansichten des Präsidenten von denen seines Ontels unterscheiden, und daß, während der Erstere Frankreich die Segnungen der Revolution eurch eine Reihe endloser Kriege und Conscriptionen gab, der Letzterr ihm die Woblidaten der zweiten Revolution durch eine entgegengesetzte Politik schenten will. Wir geben es zu, ein treuer Diener seines Landes kann nicht weniger thun, aber so gerne wir auch des Präsicent Versicherungen der Treue glauben möchten, die Thatsachen laden wenig dazu ein. War er ein treuer Diener seines Landes, als er nach dem Fiaslo von Straßburg das Attentat von Boulogne in Begleitung des zah nen Adlers's machte? War er treu der Versassung die er 1848 beschworen? und ist er treu seinem eigenen Machwerk von 1851, wenn er öffentlich zugiebi, daß er jetzt zwischen Beibehaltung des Titels Präsident und der Kaiserwürde schwankt?“ Deutschland. C.B. Berlin, 27. Sept. Sr. Maj. der König treffen beute Nachmittag 3 Uhr in Sanesouei ein und werden dort von den übrigen Ministern empfangen, deren Vortrag sie entgegennehmen und darauf sofert ihre Reise nach Moskau antreien.— — Zur richtigen Beurtheilung des momentanen Standes der Dinge in der Zollangelegentdeit ist hervorzubeben, daß bie jetzt die Antwort der Coalitiansstaaten auf die preuß. Erklärung vom 30. v. M., welche in München vereinbart worden, dier noch nicht übergeben ist. — Der bekannte ehemalige badische Staateminister Hr. v. Blittersdorf ist mit seinem Sohne hier anwesend. — Das Unwohlsein unseres Gesandten in Paris, des Grasen v. Haßfeldt, soll leider von der Art sein, daß derselbe fortdauernd seinen Geschäften nicht mehr wird vorstehen können und daß seinen Wünschen, sich in das Privatleben“ zurückzuziehen, wird nachgegeben werden müssen. Zur Zeit werden die Geschäfte der Gesandtschaft von dem Grasen Braudenburg, einem Sohne des verewigten Ministerpräsidenten, wahrgenommen. — Im Auftrage des Ministerii des Innern sind die sämmilichen im Bereiche der Polizeiverwaltung ergangenen Ministerial=Verfügungen gesammelt worden. Dieselben werden als eine zur Ergänzung des eritten Theiles des Strafgesetzduches dienende Sammlung in Kurzem veröffentlicht werden. — In Folge der Verordnung über die Bildung der Ersten Kammer und in Rücksicht auf die Ausführung derselben werden von den resp. Bezirksregierungen durch die Landrathsämter die Aufstellung nicht dles des Verzeichnisses der 30 böchstbesteuerten Einwohner des Kreises, sondern auch die Aufstellung eines zweiten Verzeichnisses derjenigen 20 Personen, welche demnächst die höchsten direkten Steuern zahlen, veranlaßt. — Die N. Pr. Z. meldet: Die Rückäußerung der Coalitions=Regierungen auf die Preußische Erklärung vom 30. Aug. ist, wenn auch noch nicht offiziell übergeben, doch bereits zur Kenntnuß der diesseingen Regierung gelangt. Dieselbe befleißigt sich augenscheinlich einer versödnlichen Sprache, bält aber der Sache nach fast in allem Wesentlichen an dem seitherigen Staudpunkt der Darmstädter Verbündeten fest. Namentlich besteht die Weigerung einer unbedingten Erneuerung der Vereinsverträge auf 12 Jahre fort, während zugleich in Bezug auf die Annahme des in Wien aufgestellten Taris= Entwurfs Anforderungen gestellt werden, deren Erfüllung lediglich eine Steigerung des Schutzzoll=Systeme mit sich bringen und den vollswirthschaftlichen Interessen Noredeutschlanes unabsehdaren Schoden zusügen müßte. Im hiesigen Ministerium des Auswärtigen baben vorgestern und gestern über den Indalt der Rückäußerung und über die in der Zollfrage nunmehr zu umschlungen und sucht mit der andern Hand ihn mit seinem Messer zu durchbohren. Dschedid, über solche Kühnheit bestürzt, seiner Bewezungen nicht mächtig, sucht umsonst sich loszumachen, er behält nicht Kaltblütigkeit genug, um die Stiche des Knaben zu pariren. Endlich findet er kein anderes Mittel, sich loszuwinden, als daß er sich vom Pferde fallen läßt, um Aissa mit seinem Körper zu zerschmettern. Aber dieser hat dem auszuweichen gewußt, er schwingt sich auf des Pferd des gefürchteten Scheichs und kehrt mit demselben als Trophäe zu seiner Trivu zurück, wo die ältesten Reiter erröthen müssen überden Augenblick des Schreckens und der Wuthlosigkett, dem ein Knabe zu widerstehen wußte.: Wenn der Sieger dem Besiegten nicht goldene Brücken bäute, könnte er ihn vollständig ruiniren, aber die Lust zum Plündern ist vorwaltend, er zerstreut sich und denkt nur auf Geute; vort wird ein Zußkämpfer beraubt, hier ein gestürzter Reiter, der Eine führt ein Pferd, der Andere einen Regersklaven mit sich fort. In der allgemeinen Verwirrung gelingt es dann den Tapfersten der befiegten Tribu ihre Weiber, mitunter sogar ihre Habe zu retten. Nach der Plünderung denken die Sieger endlich an die Heimkehr; die Reiter decken den Rücken des Zuges, für den Fall die Besiegten noch einen Angriff versuchen wollten. Am ersten und den deiden folgenden Tagen wird gewöhnlich bis zum Anbruch der Nacht marschirt, um die Beute nur erst in gehörige Entfernung von ihren ehemaligen Eigenthümern zu bringen. (Fortsetzung felgt.) tbuenden Schritte zwischen den betreffenden Ministern unter Zuziebung mehrerer Räthe, so wie der Preuß. Commissarien Beratdungen stattgesunden, und es sollen, ohne die offizielle Uebergabe der Coalitions= Erklärung abzuwarten, bereits der Sachlage entsprechende desinitive Beschlüsse gesaßt worden sein. Wie die Dinge liegen, kann naturgemäß eine mildere Tonart in der gegnerischen Aeußerung nicht den Effekt haben, Preußen zu Concessionen zu vermögen, welche den Deutschen Norden im Voraus an ganz unübersehbare Verpflichtungen binden würden. — Der Minister Herr v. Raumer ist heute Nachmittag nach Sanssouci besoblen, um Sr. Maj. dem Könige Vortrag zu halten.— Von Radowitz ist nach Erfurt von dier abgereist. — Wir hören, daß der Brandenburgische Landtag auf Veranlassung der in dem Entwurfe der Provinzial=Ordnung, welchen die Regierung ihm vorgelegt bat enthaltenen Bestimmung, nach welcher künftig die ständischen und administrativen Landes=Eintheilungen zusammen follen sollen, sich mit der Frage beschäftigt, ob nicht die Altmark und die Kreise Dramburg und Schievelbein, welche geschichtlich und noch jetzt in ständischer Beziehung zur Mark Brandenburg gebören, auch in Beziebung auf die Verwaltung und die Justiz wieder mit der Mark Brandenburg zu vereinigen sine. Wie wichtig die Aufrechtbaltung geschichtlicher Landes=Eintbeilungen ist, wird durch die Thatsache anschaulich, daß in Frankreich die ungeschichtliche und willürliche Ospartements=Eintbeilung die Reibe von Revolutionen begann, die das Land in seine jetzige schimpfliche Knechtschaft geführt hat. — Kaulbach und der Belgische Maler Gallait wurden am 23 d. M. zur Königl. Tafel in Sanssouci befohlen. Der Letztere reist heute von hier nach Wien ab. — Professor Gervinus aus Heidelberg wird von Anfang Oktober an hier einen längeren Aufenthalt nehmen, um die hiesige Königl. Bibliotbek auszubeuten. Bromberg, 25. Sept. Am verflossenen Mittwoch, als sich das 5. Kürassier=Regiment auf seinem Marsche nach Gubrau und Umgegeno in der Näde von Schwetz befand, ergriff den Regimenis=Commandeur, Obersten Korsey, ein Cholera=Anfall. Man eilte, idn nach Schwetz zu bringen und Medicamentr anzuwenden; aber die Cholera datte bereits ihren Höheprnkt erreicht, und der Genannte erlag ihr binnen 4 Stunden. Ven Schwetz wurde derselbe nun per Eisenbahn hierder befördert und heut Nachmittag 4 Uhr vom Ganison= Lazareth aus zur Rube bestattet.(N. Pr. Z.) Düsseldorf, 27. Sept. Der Prinz Murat nerst Gemahlin und Gefolge ist heute dier eingetroffen. Der Prinz gedenkt, wie es heißt, hier längere Zeit bei seinem hohen Verwandien, dem Fürsten von Hobenzellern=Sigmaringen, zu verweilen. Die Mutter des Letzteren war bekanntlich die am 19. Jan. 1847 verstordene Prinzessin Antoinette Murat. Frankfurt a. M., 23. Sert. Mehrere heute Morgen in Bornbeim vorgenommene Verdaftungen haben deßhalb Aufseben erregt, weil die Verdafteten einer seit einigen Jahren daselbst unter dem Titel„Kinder Gottes“ existirenden religtös=politischen Gesellschaft angehören. Dem Vernehmen nach fanden die Verbastungen statt behufs Vollziehung einer gegen die betreffenden Personen erkannten Polizeistrafe wegen unddrerdietiger in einer Eingabe gebrauchten Auserücke gegen die Staate= bebörde. Das Haupt der„Kinder Gottes“ soll ernt nach nigem passiven Wieerstand festgenommen sein. Wiesbaden, 25. Sept. Am gestrigen Tage vurde die Schlußsitzung der deutschen Naturforscher und Aerzte mit einem Vortrage des Prof. Dr. Zenneck von Stungart über ein neues System der Naturwissenschaften eröffnet. Darauf theilte Prof. Nees von Esenbeck einen Auszug von Gedanken mit, wezu ihn die neuesten evioemischen Bewegungen im Norden veranlaßt baben und schleß seinen Vortrag mit der Versicherung, daß die 29. Versammlung in Wiesbaden für die Academie eine so tiese Bereutung gehabt dabe, daß er seinen Daak eafür nicht auszusprechen vermöge. Pros. Dr. Roßmäßler von Leipzig rerete über eine Erweiterung des naturwissenichaftlichen Vereinslebens im Volte rurch Bildung von Vereinen und Sammlungen. Pros. Braun aus Berlin schloß mit einer Apostiophe auf den Geist der freien Forschung, der, je freier er ist, von allem Verurtbeil und aller Selestsucht, um so geeigneter ist, in allen seinen Richtungen sich selbst zu erkennen und brüderlich alle verwandten Richtungen der naturforschenden Thätigkeit zu verbinden und zu einem Ziele zu füdren. Der Geist der freien Forschung und allgemeinen Verbrüderung wissenschaftlicher Thätigkeit lebe doch.— Abends war wieder Festibeater mit„Gottsched und Gellert“ und zum Schlusse der acht Festtage Reunionsball im Kurhause.— Heute früd kehrten die meisten Gäste nach Nore u. Ost, Süo u. West in die Heimatb mit unauslöschlichen Erinnerungen zurück.(8. J.) Verden, 25. Sept. Gestern Abend 7 Uhr traf der König von Preußen unter dem Namen eines Grafen Zollern hier ein und stieg im Hotel de Hannoore ab. Nachrem Sr. Majestät die Tafel— zu der die Generäle v. Hodenberg und Wyneken, der Oberst v. Dachenhausen und der Oberstlieutenant v. Sichart zugezogen waren— aufgeboden hatten, ließen dieselben sämmtliche Herren in einen Vorsaal treten, befadlen dem Aejutanten die Thüren schließen und bewachen zu lassen, und bielten dann mit den Offizieren und den eigenen Begleitern eine mehr als halbstündige gebeime Besprechung. Diesen Morgen besichtigte der König den diesigen Dom, reiste dann gegen 7 Uhr mit einem Extrazug über Bremen nach Olcenburg, und kommt Morgen Abeno hierder zurück. In der Begleitung des Königs befindet sich unter Andern auch der Graf von Nostit, eine geschichtliche Persönlichkeit. Darmstadt, 26. Septdr. Die Einberufung unseres seit dem 1. Juli v. J. vertagten Landtags ist erfolgt; die Kammern treten am 29. Sept. wieder zusammen.(3. Pstz.) Kassel, 24 Sepib. Neulich machte man bier einen interessanten Fund. Ein biesiger, der extremen rothen Partei angeböriger Tischler, welcher nach Amerika auswandern wollte, und jetzt auf der Reise dahin begrisfen ist, ließ seine Möbeln und sonstigen Effekten zum öffentlichen Verkauf ausbieten, und zu diesem Behuf in Ermangelung einer andern Unterkunft in den hiesigen an der Mauer der Start vor dem bolländischen Thor befindlichen, den Turnern gebörigen, mit einem Gitter versehenen Turnplatz bringen. Wäbrend der Auktion fand sich auch ein an der Wand stebender Schrank vor, den man ebenfalls für Eigenthum des Tischlers ansab, und deshalb mitverkaufte. Als verselbe jedoch hinweggetragen werden sollte, konnte dies wegen des schweren Gewichts besselben nicht geschehen, der Schraak mußte deshalb geöffnet werden, und siebe da, als man denselben aufbrach, kamen 35 Stück Muoketen zum Vorschein, welche darin vermutblich bei der Entwaffnung von den Turnern versteckt worden waren. Der Schrank war seuerfest, außen von Holz und innen durchgebends mit Blech beschlagen. Die Musketen wurden natürlich segleich in Beschlag genommen. — Die Einzeichnungen auf das eröffnete Staatsanlehen“ von 1½ Millionen nehmen Fortgang. Am dritten Tag waren bereits 800,000 Thlr. gezeichnet, und jetzt sind wohl die Zeichnungen beendigt. Ein hiesiges Bankierhaus hat sich mit 168.000 Thirn, berheiligt.(8. Pstz.) Coburg, 23. Sept. Heute hat unser Justizkollegium den vormaligen Redakteur der dier erschienenen„Neuen Deutschen Dorfzeitung." Feodor Streit, zu vier Monaten Gefängniß und in die Untersuchungskosten verurtheilt. Veranlassung zu der vom hiesigen Staatsanwalte gegen Streit erhobenen und auf Majestätsdeleidigung lautenden Anklage hat ein vor längerer Zeit in dem von Streit redigirten Blatte entbaltener Artitel:„Die Zuchtruthe Deutschlands“ gegeben, in dem der Staatsanwalt mehre Angriffe auf die deutschen Regenten nachwies.(Fr. I.) Aus Baden, 22. Septdr. Bei unsern Nachbarn, den Franzosen, die wegen schlechter Behandlung der Pferde bekannt sine, und wo bei Märschen die Hälfte der Cavallerie immer mit gedrückten Pferden zu Fuße nachhinken mußte, hat man in neuerer Zeit, um bei den auf dem Marsche befindlichen Cavallerie=Regimentern den steis mit so vielen unangenedmen Folgen verbundenen Pferde=Druck zu vermeiden, das einfache Mittel angewendet, daß die betreffenden Truppentheile die Distance von einer Marschstation zur anderen jederzeit, wo es die Oertlichkeiten nur zulassen, im kurzen Trabe zurücklegen müssen. Ein in Colmar seit Kurzem stationirtes Lancier=Regiment hatte in dieser Weise seinen weiten Marsch zurückgelegt und führte kein einziges marodes Pferd mit sich. Ans Würtemberg, 25. Sept. Es ist eben im Gange, in unserem Lande eine Gesellschaft unter dem Namen:„Würtembergische Handelsgesellschaft in Stuttgart,“ mit einem Aktienkapital von mindestens 100,000 fl., zu bilden, in der Absicht, den Absatz der wurtembergischen Gewerdeerzeugnisse außer Landes zu fördern.(F. Postzig.) Nienburg, 26. Sept. Gestern Abend 9 Uhr brach in dem Hintergebäure des Kaufmanns Keitel dierselbst, an der Leinstraße belegen, Feuer aus, das sich bald mit großer Schnelligkeit auf das Vorderbaus ausbehnte, dann das Nachbarhaus ergriff und dasselde bald gänzlich in Asche legte. Erst als das Feuer auch das letzte Haus am Leinthor, des Lobgerber Meper, so eben erst vom Obergerichtsanwalt Oppermann aus Hopa bezogen, ergreifen wollte, ward man desselben Herr, wenigstens weitern Fortschritt hemmend. Indeß dat die unausgesetzte Thängkeit am ganzen heutigen Tage noch nicht vermocht, das Feuer gänzlich zu rämpfen. Der gestrigen Windstille und der thätigsten Hülfe Auswärtiger(namentlich der Spritze von Eple) und der hiesigen Garnison ist die im Ganzen rasche Löschung zu danken. Im Keitelschen Hintergebäude befand sich eine größere Brennerei und bedeutende Spiritus= vorräthe. Das biesige Proletariat zeigte sich wieder in seiner ganzen Robheut, Unlust, tdätige Hülfe zu leisten, Lust, die Reiter zu spielen.(3. f. R.) München, 24. Sept. Im Befinden des Ministerpräsiventen ist wieder eine Besserung eingetreten.— Die dier beschlossene Antwort auf die Erklärung der preußischen Regierung wire, wie ich böre, heute oder morgen in einer Sitzung des Zollcongresses in Berlin übergeben werden. Wien, 25. Sept. Die Speuersche Zeitung ist für den ganzen Umfang der österr. Monarchie verboten worden. — Es ist viel die Rede davon, schreibt man der„Schlef Ztg.,“ daß irgend ein legislativer Akt der Reise des Kaisers nach Kroatien vorausgeben werde. Der fertigen Gesetze ist eine große Menge.— Zwischen den Kabinetten von Wien u. Berlin herrscht, wie diesige Blätter wissen wollen, jetzt ein lebhafter Oepeschenwechsel, der mit der in Frankreich schwebenden Kaiserfrage im Zusammenbange steben soll. In dieser Beziebung sei man in beiden Kabinetten vollstäneig einig, und es seien für allfällige Eventualitäten die bestimmtesten Verabredungen getroffen.— Wädrend der letzten Anwesenheit des Kaisers in Schöndrunn wurden 8 dem Handwerkerstande angehörige junge Leute, weil sie es versäumten, den Kaiser zu grüßen, arretirt und durch 10 Toge in Untersuchungshaft gehalten. Das Kriegsgericht hat seitdem 3 der Angeschuldigten als Ausländer entlassen, die übrigen jedoch, als Landessöhne, noch zu 10tägigem Arrest in Eisen verurtbeilt.— Die „Pester Zig.“ publizirt wieder ein auf den Too durch Pulver und Blei lautendes und bereits vollzogenes Urtheil des Militairstandgerichts gegen einen Räuder. Auslaud. Schweiz.— Bern, 23. Septbr. Uebereinstimmende Berichte melden, daß, während es in den Niecerungen der gan, zen Schweiz surchtbaren Alpenregionen war. Reisen hard, Furka, von dem schö ter den derni litten; hier wesen. Der amtlich berschwemmun zur Deckung belaufen sich reicht wurden. besonders im gen Ueberschwe Frankreich Abend in Mai empfangen word schrei vielleicht Wir wollen: zigen Berichte. Cheilen. Die letzt Seit eint Gesellschaft auf Sie hatte ein### schlossen. Die 6 Complottes ause „Sylvan Blot mit Sorgfalt des „Da die Fabr setzten sich mebre ziemlich schnell r 4 Kanonen; ind 28 Stücke wurte Orten aufbewahr Local finden kon schworenen beschä welcher natürlich Präsident vordeik. Etage eines Haus der Nacht vor A wollten. Einige Vorhaben ab: ein ganzes Häuschen dessen ersten Stod aufgestellt werden faßt. Im Augen der Verschworenen er ist da verhaftet ihrer Wohnung, Gegenwart sich re lizei hat also Alle llzeibericht der Er# nähere Nachrichten und der Independe machen, welches he enlürbe,— guteme Die„Presse“ in nun auch die Pres sie seut 9 Monatel gerusen.— Man glaubt an — Patis, 21. Prinz=Präsident#### Königs beider Sici Pariser Börse v Belgien.— beute zusammengetr die Wahlprüfungen Bureau wieder. D eine Mittheilung a Greßbritann Kriegsschiff der We dampfer— ist an Seine Länge beträgt Tonnengehalt 3153 Dampfmaschinerie## Dänemark. Telegraphendratzte fort. In nächster fere Stadt gezogen *— Durch koi. Provinztalständerer Termin für die 8 1853 bezeichnet. Rußland.— ist in voriger Wod abgereiß; auch der dorthin degeden. Wechl Berlin, vom Amsterdam dite Hamburg dite London Paris Wien im 20 Fl. Fuß Augsdurg Breslau Leipzig in Courant im Thlr. Fuß Frankfurt aM. südd. Petersburg. Frau Oesterr. 5 Metallig. in Osterr. 5% Metalligu des gl. 4½% man hier einen intein rothen Partei anauswandern wollte, , ließ seine Möbeln kauf ausbieten, und ndern Unterkunft in ir dem bolländischen mit einem Gitter er Auktion fand sich vor, den man ebennd deshalb mitverserden sollte, konnte en nicht geschehen, und siebe da, als lusketen zum Vorwaffnung von den ant war feuerfest, nit Blech beschlasleich in Beschlag dte Staatsanlehen“ dritten Tag watt sind wohl die haus hat sich mit ustizkollegium den Neuen Deutschen aten Gefängniß Veranlassung zu erhobenen und it ein vor längeentbaltener Ar, in dem der Regenten nachNochbarn, den Pferde bekannt avallerie immer te, hat man in #efindlichen Caunangenedmen 1, das einfache ntheile die Dierzeit, wo es de zurücklegen Lancier=Rearsch zurückgesich. n im Gange, imen:„Würnit einem Ak1, in der Abugnisse außer lhr brach in elbst, an der roßer SchnelNachbarhaus " Erst als s Lohgerder ermann aus selben Herr, hat die unich nicht verigen Winenentlich der ie im Ganntergebäude Spiritus= r in seiner Lust, die inisterpräsie dier beRegierung itzung des st für den en. *„Schlef 6 Kaisers Besetze ist Wien u. jetzt ein ch schweIn dieser nig, und Veradheit des inde aukaiser zu haft gesuldigten Landes— Die Pulver 5 Milide Ber gan zen Schweiz beinabe drei Tage anhaltend regnete und die surchtbaren Wasserverbeerungen verursachte, in den vöberen Alpenregionen schönes und meist belles und sonniges Wetter war. Reisende, welche in diesen Tagen die hoben Pässe Gothard, Furka, Grimsel, Splüngen, Gemmi überstiegen, erzäblen von dem schönsten Himmel und der herrlichsten Aussicht. Unter den bernischen Amtsbezirken hat Saanen am meisten gelitten; hier ist seit 1778 keine solche Ueberschwemmung gewesen. Der amtlich ermittelte Gesammtschaden der letztjährigen Ueberschwemmungen im Kanton Bern beträgt 849,000 Fr.; die zur Deckung desselben geleisteten Staats= und Privatbeiträge belaufen sich auf 44,000 Fr., welche den Beschärigten verabreicht wurden. Von allen Seiten verlangt jetzt das Landvolk besonders im Seeland Correction der Gewässer, damit künftigen Ueberschwemmungen nach Möglichkeit vorgebeugt werde. Frankreich.—“ Paris, 26. Sept. L. Bonaparte ist gestern Abend in Marseille angekommen und mit obligatem Kaiserruf empfangen worden. Wegen des entdeckten Camplottes war das Geschrei vielleicht auch etwas größer, als sonst. Wir wollen uns vor der Hand noch darauf beschränken, die einzigen Berichte, welche über die Höllenmaschine bekannt sind, mitzukheilen. Die letzte telegraphische Depesche des Polizeiministers lautet: „Seit einiger Zeit war der Polizeimmnister einer gebeimen Gesellschaft auf der Spur, deren Zweck jeden Tag offenbarer wurde. Sie hatte ein Attentat auf das Leben des Prinz=Präsidenten beschlossen. Die Stadt Marseille war für die Ausführung dieses Complottes ausersehen.„. „Sylvan Blot, Generalinspektor des Polizeiministeriums, folgte mit Sorgfalt dessen Entwicklung und Fortgang.“ „Da die Fabrikation einer Höllenmaschine beschlossen worden war, setzten sich mehrere Verschworene an's Werk und die Maschine wurde ziemlich schnell vollendet. Sie bestand aus 250 Flintenläufen und 4 Kanonen; inkem das Ganze sich in 28 Bündel theilte. Diese 28 Stücke wurken der größeren Vorsicht wegen, in 28 verschiedenen Orten ausbewahrt, bis zu dem Augenblick, wo man ein passendes Local finden konnte, um die Maschine auszurichten. Die Verschworenen beschäftigten sich hierauf mit der Wahl dieses Ortes, welcher natürlich an einer Stelle sich befinden sollie, an welcher der Präsident vordeikommen mupte. Ihre Wadl fiel zuerst auf die erste Etage eines Hauses der Rue d' Air, wohin sie die Maschine in der Nacht vor Ankunft des Präsidenten in Marseille hinschaffen wollten. Einige Zweifel der Verschworenen hielten sie von diesem Vorhaben ab; eine zweite Wahl wurde getroffen. Es war ein ganzes Häuschen auf derselben Straße, welches gemietbet und in dessen ersten Stock mit 3 Fenstern in der Front die Höllenmaschine aufgestellt werden sollte. In diesem Local wurden sie nun abgefaßt. Im Augenblick, wo man sich derselben bemächtigte, war einer der Verschwerenen in dem Hause seltst, wo die Höllenmaschine war; er ist da verhaftet worden und die anderen(ungefähr 12) sind in ihrer Wohnung, oder an verschiedenen Orten, wo die Polizei ihrer Gegenwart sich versichert hatte, festgenommen worden.— Die Polizet hat also Alles genau vorausgewußt. Wir können diesen Polizeibericht der Crnik des Leser's überlassen und wollen erst noch nätzere Nachrichten abwarten, ehr wir gleich den Pariser Blättern und der Independance unserer Entrüstung über ein Attentat Luft machen, welches hunderte von Unschuldigen— wenn es ausgeführt wurde,— zusammengemetzelt bätte“— Die„Presse“ knüpft daran die zeitgemäße Betrachtung, ob denn nun auch die Presse, die sonst immer an allem Schuld gewesen, da sie seut 9 Monaten unterdrückt, auch die Höllenmaschine hervorgerusen.— Man glaubt an eine baldige Freilassung Abdel-Kader's. — Paris, 27. Septbr. Nach Berichten aus Marseille ist der Prinz=Präsident daselbst von Abgesandten des Pabstes und des Königs beider Sicilten begrüßt worden. Pariser Börse vom 27. 4 1/2% F. 104, 30: 3% F. 77, 90. Belgien.— Brüssel, 27. Sept. Die belgischen Kammern sind beute zusammengetreten. Die Repräsencanten= Kammer beendigte die Wahlprüfungen bis auf eine; der Senat wählte das vorige Bureau wieder. Der Minister des Innern kündigte für morgen eine Mittheilung an. Großbritannien.— London, 21. Septhr. Das größte Kriegsschiff der Welt, Windsor Castle getauft,— ein Schraubendampfer— ist am Dienstag in Pembroke vom Staiel gelaufen. Seine Länge beträgt 278 Fuß 6 Zoll, die Breite 60 Fuß 1 Zoll. Tonnengehalt 3153 Tons. Diese schwimmende Festung hat eine Dampfmaschinerie von 700 Pferdekraft und führt 146 Kanonen. Dänemark.— Kopenhagen, 24. Sept. Die Legung des Telegraphendratzts zwischen Helsingör und hier schreitet rasch fort. In nächster Woche wird dieselbe wohl schon durch unsere Stadt gezogen werden. — Durch igl. Patent werden die Wablen zur schleswigschen Provinztalstäaderersammtung angeordnet und als äußerster Termin für die Beendigung derselben das Ende des Januars 1853 bezeichnet. Rußzland.— St. Petersburg, 18. Septb. Der Kaiser ist in voriger Woche zu den Manövern im süelichen Rußland abgereist; auch der preußische General von Wrangel hat sich dorthin degeden. Wechsel- Course. Berlin, vom 27. Septdr. 1852. Amsterdem dito„„ Hamburg dite London Paris Wien im 20 Fl. Fuß Augsburg Preslan Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuß Frankfurt a/M. südd. W. Petersburg. Frankfurt, Oesterr. 5 Metallig. in Süber Osterr. 5% Metallique desgl. 4½% Preuß. Brief. Courant. Geld. 250 Fl. 250 Fl. 300 Mf. 300 Mt. 1 Let. 300 Fr. 150 81. 150 81. 100 Thlr. 100 Thlr. 100 81. 100 SRtl. den 27. Sepidr. 1852. bei R. 94½ P. 82¼ P.% G. 73%% b. 142½ 80% 87½ 101% 901 927 99¼ 56 16 107¼ desgl. 4½ 65% P. desgl. 1% 16⅜ G. Kurbessische 40 Thlr. Loose 34% P. ¼ b. ½ G. Friedr. Wilbelm Norodahn erel. Zinsen 45% 45 b. u. G. Spanische 3% excl. Zins. 46 36 ¼ d. Badische 35 Fl. Loose 38½ P. Geldcoure. Köln, den 27. September 1852. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 27. Septbr. Freiw. Anl. N. Pr. Sch.=Vr. dito von 1852 St=Sch.=Sch. Bank=Antbl. Prämiensch. d. Seeh. à 50 Aach= D=E Akt. E gisch=Mrk. desgl. Prior. desgl. II. Serie Cöln-Mindner desgl. Prior. desgl. II. E. Düssel.=Elbers. desgl. Prior. desgl. Prior. Prinz Wilhelm 31. 4½ 4½ 3½ 3½ 5 5 3½ 4½ 5 4 5 Br. 1 Gid.[3s.1 Br.] Gld Berlin, den 25. Septdr. Spirltus leco ohne Faß 24¾ Thir. verk. „ mit Faß 24½ a 24 ¾ Thlr. bez., 25 Br., 21¼ G. „ pr. Septemder dito. „ Septdr.=Oktober 22¾ a 22¼ Thlr. verk., 22½ Br. u. G. „ Oktober=Nevember 20% Thlr. bez., u. Br., 20½ G. „ Nov.=Oezdr. 20 Tdlr. bez., u. Br., 19% a 20 G. „ April=Mai 20 Thlr. bez., Br. u. G. Marktbericht. Herdecke, den 27. Sept. Weizen lie Sorte 2 Thlr. 15 Sgr. 24e Sorte 2 Thir. 11 Sgr. Ite Sorte 2 Thir. 7 Sg. Reggen lie Sorte 2 Tdu. 7 Sgr. Die Sorte 2 Thn. 2 Sgr. 3te Sorte 1 Tdir. 26 Sgr. Gerste ite Sorte 1 Thli. 18 Sgr. 21e Sorte 1 Tdlr. 13 Sg. Zie Sorte 1 Tdir. 11 Sgr. Haser lie Sorte—Tbir. 25 Sg. 2ie Sorte —Tdir. 24 Sgr. Zie Sorte— Thie. 23 Sgr. Schwarzbrod= 11 Pj. 6 Sgr. 9 Pj. Saatroggen 2 Thlr. 20 Sgr. Hamburg, den 24. Sept. Wochenberich:.(Schluß.) Farbezölzer. Zugefuhrt sind in den letzten acht Tagen 124,000 S Domingo=Biau= und 12,000 K Vimas=Japan=Rott=, die noch unbegeben sind; von Bremen herangebiachte verschiedene kleine Parthien Blau=, Geld= und Roidiransitiren. Mit Blauholz ist es etwas fester, der Vorrath von Laguna=Campeche= in erster Hand ist geräumt und wird diese Gattung von Eignern jest auf 4 Mr. gehalten: die Forderungen für Deminzo= in schoner Qualität sind edenfalls eiwas hoher gestellt, die oden erwähnte Parthie soll nicht unter 2½. Mk. abgegeben werden. Mit Gelb= geht es in den besseren Qualitäten sehr zu Ende und die kurzlich anc ekommenen 20,000& Cuda= gingen dieser Tage zu 6½ Mi. in zweite Oand über. Indige. Ein sehr lebhaftes Geschäft hat in Folge der ungünstigen Nachrichten von Calcutta rder die zur erwartende Einte stattgesunden. Fast Alles in erster Hand hier bisher lagernde von Bengal=, Madras= und Spanischem in Seronen ist zu hoheren Preisen begeben; bei steigenden Wertden finden sortwährend Umsätze statt und ohne erhedlichen Aranz ist nichts zu haben. Cochenille. Es stellt sich etwas mehr Kauflust ein, der Umsatz ist jedoch nich: bereutend. In heutiger Auction über 4 B. Teuerisse- bezahlte man 7 a 46 f. Gewurze. Fur Cassia lignea bleibt anhaltend Frage; es sind wieder 500 K. zu 2 f. aus erster Hand verkauft; auch haben die unlängst direkt importirten 127 K. stores Netmer gefunden, wodurch die Forderungen in zweiter Hand etwas hoher gestellt wurden; lignea 13 f., flores 17 f..— Ingder wenig angebeten.— Für Macis=Bluthen und Nussen wie auch für Neiken bleibt der Abzug gut.— Von Pfeffer ist nur sehr kleine Auswahl am Markt, Batavia= und Sumatra= 3 a 3¾ f.— Piment ist wieder eiwas hoher bezahlt; wir notiren 5 ¾ à 5⅞ f., wozu heute ein lebhafter Umsatz stattsand.— Für Malabar= Cardamon hat sich Spekulation eingesteut, die sich aber san ausschließlich auf run. de Waare beschränkte, wovon ca. 50 K. umgesetzt und mit 30 a 34 h. nach Qualität bezahlt wurden. Fruchte. Corinthen haden sich bei einigen Ankäusen zum Versand ziemlich fest im Werth behauptet; neue Zante= sind 25 à 26 Mk. notirt. — Smyrna Rosinen wurden nur kei Kleinigkeiten für den augenblicklichen T. darf genommen, neue 11¾ a 12 Mk.— Bei vorgekommenem Begehr hat man Sieil. und Port. Mandeln etwas höher bezahlen müssen, von Barbarice ist noch gute Auswahl vorhanden; Notirungen; Sieil. und Provence= 45 à 46 Port. und Lissad. 43 a 44, Barbarice= 33 34, bittere Sieil. 50, do. Barbarice= 34 Mk. Für Cacao erhält sich bei mäßiger Frage unausgesetzt eine günstige Meinung; es sind dieser Tage 1000 S. Para= angedracht. Nottrungen: Caracas= 6 à 9 Guapaquil= 4 à 5 Maranham= und Para= 2 a 3 Oomingo= 2 a 3 Bahia= 2 à 3 6 Metalle. Blei wenig Vorrath; für 1ma Harzer ist 11 Mk. bezablt englisches in Rollen 13, in Blöcken 12¾ Mr. zu notiren.— Für Auofer zeigt sich noch immer viel Begehr: die pr. Schiff„Rena= von Valparaiso zugefuhrten ca 30,000 E Pern= in Blocken sanden zu 60 Mt easch Nehmer; von altem Schisse sind ca. 14,000 W zu 12 f. begeden. Zinn unverändert; Banca= ist 9 à 10 f. begeden. Zink. Das Geschäft bleibt sehr lebhaft und seit den in uns. Dienstags=Bericht erwahnten Abschlüssen von 6000 Ctr= lcso zu 10 a 11 Mf. 5500 Ctr. tece dis Oet. zu 10 Mk. 10 f. à 10 Mr. 11 f. 4000 Crr. Lieserung zu 10 Mt. und 2000 Ctr. Frühjahrs=Lieserung zu 11 Ml. sind zu serner Joheren Preisen noch zum Abschluß gekommen: 18,500 Crr. lces, schreimmend und pr. Okt., Nov. zu 10 a 11 Mr., und 14000 Ctr. Frubzahr= Abladung zu 11 a 11 1/16 Mt. Der Totalumsatz vieser Woche deläuft sich demnach auf 50,000 Ctr. Wolle. Obgleich das Geschäst im Allgemeinen nicht lebhaft ist u. von Bließ- nur einige Parthieen zu cn. 20 c 21 g. abgegeben wurden, hat in verschiedenen Sorten geringer Wollen in letzter Zeit ziemlich dedeutender Umsatz stattgefunden. Unser Getreidemarkt blieb heute, bei fester Haltung der Inhaber, ruhig.— Weizen in leco wenig Vorrath; alter 123 126—129 130 F Wabrener und Märkscher mit 119 Rt. Ert., und neuer 131 132 75 Märkscher u. Lüchewer mit 123 à 124 Rid. Ert. per. Last bezahlt. Ab Ostküste Helsteine wird 129 130 F pr. Oktober zu 93 Rthl. Beo. und ab Restock 131 F zu 99 Ribl. Beo. pr. Lst. vergedens erlassen. pr. Frübjahr sind nur ab Helstein Anstellungen, 130 S zu 96 Rth. Beo pr. Last.— Rocken gui preishaltend: in loco Ruß. mit 84 Rthl. Cir. stischer mit 96 a 102 Rihl. Crt. pr. Last. bezahlt. Bremen, den 27. Sept. Wachenbericht. Tadake. Nordamerikanische. Verkauft sind: 55 Fässer Ohio, braun und couleurig, 60„ Marpland, braun und scrubsartig, 12„ Pirginy, ord., gut ord. und ord. mittel fett, 203„ Stengel, Birginy, ord., mittel u. sein, 208„ Kentuky, abgeschrieben. Lager: 470 F. Marpland, 39 F. Virginz, 788 F. Keutucky, 83 J. Stengel. Westindische und südamerikanische, Von dem jüngst zugeführten Columbia in Blättern gingen bei Ankunst sofort 2527 Pck. zu den bislang dafür angelegten Preisen in die zweite Hand über. Von Havana(Cab.) sind 84 Seronen mittel Deckblatt und Einlage umgesetzt und außerdem noch in Auktion verkauft 19 Ser. von 23 bis 63 Gr. durchschnittlich ea. 36 3/ Gr. Die angebrachten 658 Colli Esmeralda fanden zu gutem Preise sofortige Beachtung; serner wurden noch begeben: 631 Ser. Domingo, sein und mittel Deckblatt und 198 Pck. Porterica in Blättern. Vorräthe erster Hand bestehen in ca. 240 Ser. Havana(Cad.), ca. 1250 Ser. Cuba, ca. 6000 Ser. Domingo, ca. 250 Kisten Seedleat cn. 5850 Pck. Portorico in Blättern, ca. 5900 Kd. Varinas in Rollen, ca. 700 Kd. Barinas in Blättern, ca. 2075 Pck. Columbia in Blättern, ca. 150 Dck. Columdia in Rollen, ca. 250 Pck. Brasil in Blättern, ca. 175 Kst. Florida. Kaffee ohne Aenderung bei sesten Preisen; für reell sarbige Brasil zeigte sich Frage, der Berarf kennte jedoch wegen Mangel an Vorratb in erster Hand nur theilweise aus der zweiten Oand befriedigt werden Der kürzlich zugeführte Angosturg sand rasch Nehmer und wurden für einige Partieen Havana, von einem alten Lager herstammend, gute Preise bewilligt. Der Umsatz bestand in: 1000 Säcke Angostura zu 9 a 10 Gr. 200„ Demingo zu 8¾ a 9 Gr. 100 Ballen Batavia und Java zu 9a 10 Gr. 63 Orhost Jamaica, 17„ 375 Balleu alter Havana. Zucker, roher. Verkauft: 35 Kst. seiner blonder Havana zu 5% Gr. Reis. Das Geschäft in diesem Artikel blieb auch in dieser Weche, bei anhaltender günstiger Meinung, ziemlich delebt und bestand der Umsatz aue: 627/1, 23 Fässern Caroliner zu 4% Ridl. für alte und 5½ bis 5% Rtdl. für neue Waare, und 2000 Ballen ostindischer zu bestebenden Preisen. Färbewaaren. Campeche Blauholz war aach in dieser Woche wieder sehr begehrt, und wurde die Ladung per Neptun von Laguna, ca. 890m. /W. prompt an ein Haus begeben; außerdem wurden 50m./28 Campeche Blau=, 20m./W., Lima Rothholz und 300 Säcke Valzimore Quereitron vom Lager gekauft. Cuda Gelbholz gefragt, aber ohne Vorrath in erster Hand. Gewürze. Pfeffer ohne Vorrath in erster Oand und sind 200) Säcke zu sesten Preisen aus der zweien Hand gekauft. Heringe. Von Schottischen trafen 200 Tonnen ein, aelche tbeils vor Ankunft und gleich nach Landung prompt Käufer sanden. (Schluß folgt.) Provinzial=Zeitung. * Paberborn, 28. Sept. Zu dem gestern mitgetheilten Vorfall der drei Passagiere, welche mit Extrapost hier anlamen, wegen gewissen Verdachts an der Weiterreise aber verhindert wurden, können wir heute berichten, daß es drei Arbeiter aus Lichtenau waren. Bei dem angestellten Verhör hat sich ergeben, daß nur einer verselben die Extrapost in Lichtenau bestellt und die andern beiden als Gesellschafter mitgenommen hat, nachdem er sie vorher mit Speise und Trank tüchtig traktirt. Bei diesem einen haben sich 30 Thlr. vorgefunden, und da sich derselbe über deren rechtlichen Erwerd in verschiedene Widersprüche verwickelt hat, so hält man ibn einstweilen in sicherem Gewahrsam, die andern beiden sind nach Lichtenau entlassen. * Münster, den 27. Septbr. Die provinzialständische Versammlung von Westfalen ist um 8 Tage verlängert worden, nachdem die zu den Sitzungen angesetzten 3 Wochen beinahe verstrichen waren. Von den Regierungsvorlagen sind'zur Erledigung gelangt:„Der Entwurf einer Städteordnung für die Provinz Westfalen, der Entwurf eines Gesetzes für diese Provinz zur Erleichterung der Erbaltung des ländlichen Grundeigenthums in den Familien der Besitzer, der Entwurf eines Gesetzes wegen Einführung gesetzlicher Haspelmaße in der Provinz Westfalen und die Vorlage wegen der Wahl der Mitglieder der nach dem Gesetze betreffend die Einführung einer Klassen= und classisieirten Einkommensteuer zu bildenden Bezirks=Commission. Die Gesetzentwürfe wegen Erlaß einer Städteordnung, sowie in Betreff der Erhaltung des ländlichen Grundeigenthums in den Familien der Besitzer, sind im Wesentlichen von der Majorität der Versammlung angenommen worden. Bei dem Entwurfe eines Gesetzes wegen Regelung des Haspelmaße hat sich die Versammlung dahin ausgesprochen, daß es genügend erscheine, wenn mit Aufhebung der Verordnung vom 14. Juli 1843 wegen Einführung eines gleichen Haspelmaßes die Bestimmungen der Maß= und Gewichtordnung vom 16. Mai 1816 wieder hergestellt werden. Eventucll ist der Gesetz=Eutwurf mit einer unwesentlichen Abänderung angenommen. Außer den Regierungs=Vorlagen dat sich die Versammtung mit den Angelegenbeiten der Provinzialanstalten zu Bepningbausen, Geseke und Marsberg befaßt. Dieselbe wird nunmehr zur Beratbung der Gesetzesentwürfe wegen Wiederherstellung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen vom 31. Oktober 1841, mit den den gegenwärtigen Verhältnissen und Bedürfnissen entsprechenden Abänderungen und Ergänzungen, sowie wegen Erlaß einer Kreis= und Provinzialordnung übergehen.„ 5 Hamm, 28. Sepibr. Vor einiger Zeit setzte ich Sie von der Verübung eines abscheulichen Verbrechens in Kenntnitz, indem ein Schneidergeselle Namens Willmanns aus dem benachbartin Kirchspiel Mark, welcher bei einem hiesigen Meister arbeitete, seinem Schlafkameraden Nachts, während dieser schlief, ein Glas mit Vitriol=Oel ins Gesicht goß, in der Absicht, ihn dadurch unfäbig zu machen, seine Stelle beizubehalten, und dann in dieselbe einzurück n. Obgleich er bei seiner ersten Vernehmung das Verbrechen eingestan den, auch die schädlichen Wirkungen vorher gekannt batte, so läugnete er doch gestern vor hiesigem Schwurgericht hartnäckig; es wurde aber dessen ungeachtet von den Geschworenen das„Schuldig“ über ihn ausgesprochen, und er, obgleich erst 18 Jahre alt, demgemäß vom Gerichtsbofe zu einer 8jährigen Zuchthausstrafe verurtheilt. Der Beschädigte befindet sich in einem bemuleidenswerthen Zustande, indem er des Augenlichts fast beraubt und sein Gesicht ganz verunstaltet ist. Morgen früh komnt der Specht'sche Vatermordsprozeß zur Verhandlung. In dicser Sache wird der App.=Ger.=Raih Voswinkel dem Schwurgericht poäsidiren. Der in der Nacht vom 25.— 26. d. aus der hiesigen Strafanstalt entsprungene, höchst gefährtiche, zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilte Verbrecher Röseler, ist bis jetzi nock nicht wieder ergriffen. Dies Subzekt machte früher die Umgegend von Padervorn unsicher und wurde bei seiner ersten Verhaftung in einem Walde bei Lichtenau überrascht. Einem hiesigen Kaufmanne wurde auf seine Communal=SteuerReklamation von der landräthlichen Bebörde ablehnender Bescheid, und dieser dadurch motivirt:„daß die Vermehrung des GesammtEinkommens um 50 Rthir. von der Veranlagungs=Commission angenommen sei, eine Annahme, welche bei dem eingezogenen Leben, welches Reklamant mit seiner nur aus 3 Personen bestebenden Familie führe, nicht unwahrscheinlich sei.“ Hiernach wäre also die Annabme nichr unwahrscheinlich, wenn gleich dieselbe faktisch ist. Wie abweichend die Besteucrungs=Prinzivien sind, gebi aus der Thatsache hervor, daß nach einer früheren Ministerial=Verordnung bei der Veranlagung der Klassensteuer insbesondere der äußere Aufwand des zu Besteuernden als Anhaltspunkt dienen, und die Steigerung in der Steuer nach dem Grade desselben bemessen werden soll. Bei dem Reklamanten ist das Gegentbeil als Prinzip angenommen. Weil er ein eingezogenes Leoen füyrt, keinen Aufwand macht, so macht er Ersparungen, und durch diese wird sein besteuertes Einkommen also verm het. Dieser Grundsatz ist a priori ohne Zweifel der richtige, und wäre es zu wünschen, daß consequent daran festgebalten würde. Der sparsame Mann ist die beste Finanzquelle des Staats und der Gemeinde. I. Witten. Im September. Es ist eine in vielfacher Beziehung erfreuliche Erscheinung, wenn solide Geschäfte dem störenden Einflusse widriger Zeitereignisse in würdiger Weise zu widerstehen im Stande sind. So mußten auf der hier in der Nähe liegenden, vorzüglichen Glashütte der Herren M. zu Er. vor einigen Jahren in Folge der gewaltigen Absatz=Störungen viele Arbeiter in ihren Arbeitsstunden beschränkt werden. Es lag sehr nabe, daß eieselben damals über das beharrliche Festhalten ihrer Fabrikherren an den bisherigen guten Preisen, wodurch die Erwerbung neuer Absatz=Quellen verhindert wurde, klagten. Den als richtig erkannten Grundsätzen getreu, daß es einem Arbeiter besser ist, irgend eine Arbeit eine Zeit lang gar nicht mehr zu haben, als dieselbe später lange Zeit ohne eigentlichen Verdienst verrichten zu müssen, und dem, daß gute Waare zu ihrer Zeit immer wieder gesucht wird, setzten die HH. M. lieber für viele Tausende von Thlrn, ihres zerbrechlichen Fabrikates auf Lager, als daß sie dasselbe unter Preis verkaufen. Dafür haben die Arbeiter jetzt die Freude und Beschämung, daß Absatz und Arbeit wieder vellauf da sind, so daß ein zweiter Ofen in Betrieb gesetzt und ein neues Streckhaus erbaut werden muß. Möchten alle Arbeitgeber nach solchen Grundsätzen handeln und lieber einige Zeit mit ihren Arbeitern leiden, als denselben in bösen Zeitläuften die Preise für spätere gute Jahre mit zu verderben. Dazu gehört außer einigen äußeren Mitteln freilich auch das Bestreben und die Fähigkeit, stets gutes Fabrikat zu liefern; wie ich denn auch in den vorigen Jahren von einem untreu gewordenen Kunden der hiesigen Glasfabrik die Aeußerung börte:„Ich bekomme anderwärts mein gewöhnliches Glas billiger; will ich aber etwas Vorzügliches haben, so wende ich mich jedesmal doch nach Er. bei Witten.“ — Wie fast überall, werden auch in hiesiger Gegend von den Landleuten die Abdecker meist noch als Thier=Aerzte benutzt. Nun fielen seit dem vor. Frühjahre in der Gegend von Dortmund und in der zum hiesigen Gensd#armerie=Bezirke gehörigen Gemeinde Rüdinghausen kurz hintereinander mehrere junge, kräftige Pferde, deren Krankheit unbekannt blieb, so z. B. bei einem Landwirtbe in Rüdinghausen, dem ein altes Pferd gestürzt war, nach wenigen Tagen ein anderes 5jähriges von 100 Thlr. Werth, in Berghofen ein Köhrhengst im Werthe von mindestens 200 Thirn. u. s. w. Die Ablederung geschah wie zufällig jedesmal von demselben Abdecker, der sich stets herbei zu machen wußte und dann zu seiner Hülfe einen fremden Menschen bei sich führte. Aus die Bemerkung einer Magd, daß in vorstehendem Doppel=Falle der Fremde bei seiner ersten Anwesenheit vor dem gesunden Pferde der mit der Hand durch die Krippe gestrichen und demselben vielleicht etwas binein getban habe, verfolgte ein pflichteifriger Gensd'arm die Spuren des Verdachtes und brachte bald heraus, daß derselbe Mensch hier und in Dortmund in der Apotheke vergebens nach Arsenik gefragt, nachber aber ein solches Gift dennoch besessen und Jemandem vorgezeigt bade. Durch eirckte Anzeige bei dem königl. Staats-Anwalie zu Dortmund wurde bewirkt, daß endlich, als man, in Folge vieler gebeimen Nachforschungen, der Sache schon ziemlich siter war, ein gefallenes Pferd, bei dem jene verdächtigen Menschen vorher auch gewesen waren, gleich untersucht wurde, und es stellte sich nun eine Vergiftung durch Arsenik als sicher beraus.— Die Bosewichter sollen dercits in Verwadrsam gebracht sein und wird das Resultat der Verhandlungen über ihr Treiben seiner Zeit mitgetbeilt werden. So wen bis jetzt ermittelt ist, sollen in diesem Jahre gigen 17 junge Pferde, im Gesammt-Wertbe von 1500 bis 2000 Thirn., zu Grunde gerichtet sein und das blos deßbalb, damit die Ucbeltbäter Fell und Feit derselben bekommen konnten!— Mochte dieser Vorsall zugleich auch eine ernstliche Warnung vor der Quacksalberei überhaupt sein, aus welcher für Meusch und Vich noch nie Gutes hervorzegangen ist!— Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderdorn. Hülferuf!! Von einem schweren Brandunglück ist die ohnebin schon so bedrängte Stadt Duderstadt beimgesucht worden; 108 Wohnhäuser nebst 162 Nebengebäuden und Scheunen sind durch eine am Abende des 19. d. Mis ausgebrochene Feuers= brunst binnen wenigen Stunden in Raub der Flammen geworden, die St. Cpriaci=Kirche, ein prächtiges Bauwerk des XIV. Jahrhunderts, stebt nur noch da als ein schauriger Trümmerhausen. 140 Familien sind obdachlos geworden, ihre gesammten Vorräthe, welche sie für den nabenden Winter eingeerntet hatten, liegen im Schutt begraben!— Wiewohl sich das Unglück in seinem ganzen Umfange noch nicht ermitteln läßt, so kann doch nur mit Hülse von Außen dem unerweßlichen Elende wirksam begegnet werden. Das unterzeichnete Hülfe=Comite richtet deshalb an alleMenschenfreunde nab und sern die eben so vertrouensvolle als inständige Bitte, die Roth der unglücklichen Abgedrannten lindern zu wollen. Die milden Gaben wolle man an den Magistrat der Stadt Duderstadt oder an das unterzeichnete Hülfs=Comite gelangen lassen. In dem zuversichtlichen Vertrauen auf den freilich oft genug in Anspruch genommenen, aber eben so est auch bewährten Wohllbätigkeitssinn aller Menschenfreunde blicken wir mit weniger schwerem Herzen auf das Unglück, welches uns umgiebt. Duderstadt, den 23. Sept. 1852. Das Hülfe=Comite. Baring, Lieut. a. D. Beckmann, Metgermeister. Billert, Fabrikant. Döring, Gastwirth. Feßler, Dr. jur. Gebrich, Pastor. Guttermann, Senator. C. Guttermann, Occonem. Hacketbal, Cämmerer. L. v. Hagen, Amtsrichter. A. Hesse, Occonom. L. Hesse, Senator. v. Hinüder, Amtmann. ran, Bürgermeister. Kasten, Gastwirtd. Kleinschmidt, Fabrikant. Koch, Dr. mer. Ledne, Retar. Meincke, Postsecre= tär. Franz Merick, Schubmacherweister., Neuß, AmtsAuditor. J. Rolie, Occonom. G. Schaberick, Kaufmann, Schmiß, Steuereinnehmer. Seiters Dr., bischöst. Commissar. Ein junger Hühnerbund, braun, mit weißen Flecken, draunem Behange, langharig, auf den Namen „Hektor“ hörene, ist am Sonntag Nachmittag entlaufen; wer ihn bringt, erdält eine Belohnung. Wo? sagt die Exped. r. Zig. Paderborn, den 28. Sepidr. 1852. Grei tüchtige und zuverlässige Schneidergesellen finden lohnende und dauernde Beschäftigung deim Schneidermeister Pape in der Grube. Paderbern, den 28. Sept. 1852. Die Goldleisten=Fabrik von Herrmann Farr in Berlin empfieblt ihr Lager in allen Sorten sauber vergeldeter Radm= und Tapetenleisten, Gareinenstangen, Knöpfen, Quasten und Ringen, so wie rehen und vergoldeten Verzierungen zum Einlegen in Leisten und Rahmen zu den billigsten Fabritpreisen. Vergoldete Verzierungen schon von 1½ Tdir. an à 100 Fuß. Musterkarten und Preis=Courante gralis. Cöln=Münster Vieh= u. gel=Versicherungsverein. In Folge Uebereinkunst mit der Wobllöblichen Direktion der Ehin=Künster Versicherungevereins, habe ich die Verwaltung der Haupt=Agentur für diese Anstalt niedergelegt, und ist unterm beutigen Datum dieses Geschäft auf Herrn Wild. Reiff hierselbst übergegangen. Münster, am 20. September 1852. W. Tourneau. Unter Bezugnahme auf obige Annonce ersuche ich die Mitglieder des Cöln=Münster Versicherungs=Vereins der Provinz Westfalen sich in allen den Verein betreffenden Angelegenheiten an mich zu wenden. Mänster, am 20. Septen.eer 1851. Reiff. Retendurg Nro. 23. Die neueste Berliner Morgenzeitung „Die Zeit“. kostet trotz der zu entrichtenden Zeitungssteuer auswärts bei allen PostAemtern nur 283/ Sar.(einschließlich Steuer und Porto), wird aber nicht allein in demselben Umfange wie bisher erscheinen, sondern ein noch reichhaltigeres Material bieten. Die in überraschender Weise steigende Theilnahme, welche unsere Zeitung, sowohl wegen ihrer durchaus preußischen Haltung, als auch wegen ihres mannigfachen und reichhaltigen Stoffes, hier in Berlin und auswärts gefunden hat, läßt uns die Bitte aussprechen, die Bestellungen auf die„Zeit“ möglichst zu beschleunigen, damit die Auflage zeitig genug bestimmt werden kann. Die E xpedition. Scharren=Straße Nr. 21. So eben ist angekommen und in der Buchhandlung von W. Crüwell in Paderborn zu haben: Vaterländische Geschichte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, von Dr. Eduard Duller. I. Band. 1. Heft. gr. 8. geh. 96 Seiten. Preis 30 kr. oder 9 Sgr. Frankfurt a. M. Verkag von Meidinger Sohn& Cie. Das Werk ersceint in Zeiträumen von 4 bis 6 Wochen in 20 bis 25 Lieferungen gleichen Umfangs und Preises. Wir sichern unter Verbindlichkeit der Zurücknahme die feste Einhaltung eeie Anfend g. Wir bieten hiermit dem deutschen Volke in schöner; des Gegenstandes würdiger Ausstattung den Beginn eines ächt vaterländischen Werkes, welches es sich zur Aufgabe macht, das ganze reiche Leden unseres deutschen Volkes und seinen dohen Beruf in Klarbeit und Wärme zur Anschauung zu bringen. Duller's hingebende Liede für's Volk, der sittliche Ernst, welcher ion beledi, seine Gabe, die Thatsachen der Geschichte im Lichte der Iree darzustellen und seine Kraft, die Gemüther für die Wahrheit zu begeistern,— diese Eigenschaften, welche ein wahrhaft volksthümlicher Geschichtsschreiber besitzen muß, sino bereits aus Dutler's früberer gedrängterer Geschichte des deutschen Volkes allbekannt. In ausgefuhrter Darstellung tritt nun dieses sein neues vaterländisches Geschichtewerk, die Frucht jabrelangen Forscheifleißes und gereifter Erfahrung vor's Voik, und wir glauben, daß es ein ächtes Manneswerk, mit sittlicher Kraft und fester Zuversicht das Volk erfüllend und erbedens, nationale Bereutung und den Werth einer sintlichen That bat. Alle, denen das Vaterland tbruer und die Pflege des Nationalgefüdls heilige Pflicht ist, verweisen wir auf das Werk selbst und auf den eemselben vorgedruckten Plan. I1 5. (Ein anständiges, 24 Jahre altes Märchen, E von achtbarer Familie, sucht eine Stelle als Stutze der Hausfrau, sei es in einem Gasthose oder in einer großen Privathaushaltung. Auf Salair wird gar nicht gesehen, vielmehr ist man auf Verlangen bereit, eine daare Zugabe zu gewähren. Näderes bei dem Arreßund Commissions=Bureau von J. H. Schmitz zu Paverbern, Marktplatz Nr. 31. Real- und Prov.-GewerbeSchule zu Münster. Das neue Schuljahr beginnt für die beiden Anstalten am 1. Okioder mit der Präfung der neu aufzunehmenden Schüler. Die Aumeldungen werden vom 27. Sept. an von dem Unterzeichneten entgegengenommen, der zu jeder weiteren Auskunft besonders auch wegen Unterbringung von auswärtigen Schülern gerne bereit ist. Münster, den 25. September 1852. Der Tirektor Dr. Schellen. (Tin Lanrgut, wo möglich im Kreise PaderS born ocer doch in einem der angrenzenden Kreise, wird von einem zahlungsfädigen Octonomen gesucht, durch das Adriß= und Commissions= Bureau von J. H. Schmit zu Pacerdorn, Morkiplotz Nr. 31. Eine Auewabl großer, seiner Lithauer Pferde, Reit= und Cbaisenpferde stehen dier vom 1. Otteber d. J. 8 Tage lang zum Verkauf. Dribura, den 26. Sept. 1852. Humberg& Comp. Anzeige. Meinen zu Barmen am Markte, im frequentesten Theile der Start, gelegenen Gastdof mit Brauerei, worin seit vielen Jahren eine Wirtbschaft mit gutem Erfolge betrieben worden ist, din ich Willens, entweder mit oder ohne Wirtbschafts= und Brau=Utensilien, unter günstigen Bedingungen zu vermiethen oder auch zu verkaufen und kann der Wirtbschaftsbetricb beliebig sofort angetreten werden. Barmen, den 23. Sept. 1852. Wittwe Joh. Pet. Brögelmann. * Druck und Verlag von Wild. Crüwell in Paderdorn.: Re 15 Bestell tung für ber begin erbeten, Vierte 1 Thlr. 7 len preuf des Port gen Deut Es ist auf die Handarbeit kraft beeinträch schinen die Urs Ansichten haben schon vermocht, Die Wissens einzelnen Mens stügt, hat das so wie durch d liger und dieses Ppramide der Consumtion so schine noch viel her. Wir habe Buchdruckerkunst dert Mal mehr gab, wir haben Zwischenveriode schreiber setzen mit allen Mash vermehrt sich die baben schließlich beitslohn, al Bedauptung wol far heute von welche in den le# daß man bei der Mangel an Ar Soichen aus der spricht. Wir sol uns bei dieser# es eigentlich ein scharfem, unermü schäftigung zu ve das Publikum ste cder Industri Arbeitskraft Krieg u Bei dieser Art 3 sicht für die gefange und Gesinnung der es sich zur Ehrensa Juwelen und sonsti beeifern, sich sogar, beraubt hat, wieder In der Wüste m man schneidet keine verstümmeln; ist, da wic sie davon komn seltenen Beispiele vo lich von solchen Per als Mörder theurer baben. Es sind sol dern Akte der Blutn Bei der Räckkehr hörten Jubel empfan Reihen auf, durch w in regelmäßigen Int# die jungen Leute wie bestürmt einander in die bundesgenössischen auf, welche diese für Reiter der Bundesge rov oder einen Geg