genen Woche, wenig Preise sind jedoch den Markt gebracht geren Preisen abzugünstig sind. Seit inden mehrere VerReell ord. Brasilbestehen in 8500 zu 3% a 4½ Laguayra= zu 4 a ist seßt und sand hend seit acht Ta11⅞ a 17 M., von ca. 390 K. und ca. 1000 S. elber 13 a 15°“. 0, Bahia=, brausend guten Abzug. =Melis und Rasa 3, seine Holl. Tagen in gutem reisen Käufer gezen ist aus erder fortlausende Gest worden. jedoch nur mäan. zu 3 /1. f. k. in Auktion zu aillon 16. Inheute mit klindesselben Rerechlel zpfolge d) jetzt eingePaderborn. 9 Steinheim 1853 pachter d. J. berden. ch vor dem nzusehen. 552. W. Crübern und 6: esen. stellung Preu„Di50. der Taxie= el. gern verDas herung rgt. ia. lng. N151. Erscheint mit Ausnahme des Montags täglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige oder deren Raum berechnei. 1 Paderborn, Mittwoch, den 22. September 1852. 1 Vierteß. Abonn.-Preis in Poderbern 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstalten in Preuse. 1 Thlr 15 Sgr.; in abrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. Hr Jahrg. Bestellungen auf die Westfälische Zeitung für das nächste, mit dem 1. Okto ber beginnende, Quartal werden baldigst erbeten, auswärts durch die Post. Der Sklave der Zukunft. X Paderborn, 21. September. Die Wissenschaft emancipirt das Menschengeschlecht von Aberglo hen und Vorurtheil, welche dasselbe mit Knechtschaft, Finsternitz, Entbebrung, Entsittlichung und allen Uebeln heimgesucht hatten. Der Sklave der Zukunft wird die Maschine sein. Vor 25 Jahren wurde die erste Locomotive versucht und heute durchbraust sie zwei Welttheile, diese Thatsache genügt, um darzuthun, daß ein neues Zeitalter angebrochen ist. Noch nie hat das Menschengeschlecht in einer so kurzen Epoche eine solche Masse von geistigen und materiellen Gütern gewonnen. Vor 25 Jahren erfanden König und Bauer in Würzburg die Schnellpresse. Vorher mußte die Times bei 20,000 Adonneuten zehnmal gesetzt und auf 20 Pressen gebruckt werden, um die Auflage in 10 Stunden fertig zu bringen bei einem ganz mäßigen Formate.— Heute wird sie einmal gesetzt und st bei 50,000 Auflage und einem viermal größeren Umsang in 4 Stunden gedruckt. Auf der einen Seite der Schnellpresse rollt die Walze mit dem unendlichen Papier, auf der anderen Seite fällt die Times Rummer für Nummer schon gefalzt heraus. Nachdem das Papier auf beiden Seiten bedruckt, wird es von der Maschine selbst in die einzelnen Exemplare zerschnitten und dann von der Falzmaschine in Empfang genommen. So werden 12,000 Exemplare in der Stunde gedruckt. Ja allen Zweigen der Industrie ist der Menschengeist bestrebt, sich so die Kräfte der Natur dienstbar zu machen. Victor Meunier, ein Mann, welcher tiefe Gelehrsamkeit mit Phantasie und einem für den Fortschritt der Menschheit glühenden Herzen verbindet, hat es sich schon seit mehreren Jahren zur Aufgabe gemacht, alle neuen Entreckungen der Wissenschaft, alle Erfindungen im Maschinenwesen genau zu verfolgen. In Girardin's„Presse“ erstattet er von Zeit zu Zeit über das Resultat seiner Beobachtungen Bericht und läßt uns die Zukunft in einem glänzenden Zauber=Spiegel sehen. Wir greifen aus einem dieser Berichte Folgendes heraus. Nachdem er die Rechenmaschine erwähnt und eine neue Erfindung, den Windmesser und Windanzeiger beschrieben dat, fährt er Folgendermaßen fort: Wenn die Anwendung der Maschinen eine solche Ausdehnung gewinnt, was wird das Ergebniß davon sein? Sie fangen an den Gelehrten dieselben Dienste zu leisten, die sie den Arbeitern leisten, sie werden den Geist befreien, wie sie schon den Leib zu befreien begonnen haben. Der Gelehrte war oft genbthigt, sich mit niedrigen, seinem Geiste wenig entsprechenden Beschäftigungen abzugeben; solche untergeordnete Arbeiten wird er künftig durch Maschinen verrichten lassen. Der Anemograph, den wir eben kennen gelernt, ist ein schönes Bei1X1 Wüstenleben.*) I. Krieg unter den Tribus der Sabara. Ist eine Karawane geplündert, sind Weiber einer Tribu insultirt worden, hat man einer Tridu Wasser oder Weideplätze streitig gemacht, so sind das Beleidigungen, die nicht durch einen bloßen Raubzug, eine Razzie, eder durch einen Ueberfall zum Morden, Techha, gerächt werden können. Solch ein Greigniß kränkt die Ehre der ganzen Tribu, daber versammeln sich die Führer derselben und beschließen einen vollständigen Krieg gegen den Stamm, von welden die Belchigeng endgegangen. Die einzelnen Tribus sind gewöhnlich noch zu einem sogenannten Sof, einer Verbrüderung, verbunden, die durch gleiche Interessen, gleiche Sympathien natürlech befestigt, zu gemeinsamem Schutz und Trutz, besteht und deren einzelne Stämme verpflichtet sind, im Falle eines Krieges des einen verbündeten Stammes mit einem nicht zu demselben Sof gehörigen einen beträchtlichen Contingent zu stellen. Daher schreiben die Häupter der beleidigten Tribu an alle verbündeten Scheichs und rufen sie zum Beistande an, der ihnen auch niemals verweigert wird. Aber diese Verbündeten sind fern, sie *) Weungleich die Eroberung Algiers schon seit zwanzig Jahrin datirt, so sind wir doch erst in neuerer Zeit zu genauerer Kenntnet der Sitten jener Völkerstämme gekommen, die mit dem Nomadenleben den wilden und hochherzigen Sinn der Ritterlichkeit bewahrt haben, aus welchem einst unsere abendländische Chevalerie entsprossen ist. Der Araber der Wüste ist von dem Araber im Trull, dem Bewobnern fester Städte, so verschieden, wie im Mittelalter der Ritter vom Krämer der Städte. spiel, nicht minder die Rechenmaschine. Die Erfindungen dieser Art sind für die Menschheit ein Zuwachs an Geist, eine Vermedrung idrer Kräfte, für die einzelnen Menschen eine Verlängerung des Lebens. Es giebt zwei Aufgaben, welche sich gegenseitig erganzen, und welche die Wissenschaft neben einander und mit einander zu fördern bat. Einerseits hat sie der Intelligenz neue Hülfsmittel zu schaffen, und wir haben eben geseden, daß sie sich damit beschäftigt; andererseits hat sie die Menschen von den reinmechanischen Arbeiten zu befreien und auch dadurch noch die intellektuellen Kräfte des Menschengeschlechts zu vermebren. Neue Erfindungen, welche auf diesen Zweck sich bezieben, sind neuerdings in großer Anzahl gemacht worden. Die wichtigsten dürften folgende sein; 1) Eine Maschine, welche Ziegel macht— volle und hoble — Dachziegel und Röhrenziegel, erfunden von Randell und Saunders. Der Arbeiter hat nichte weiter zu tbun, als der Maschine die Erde zu liefern und die geformten Stücke wegzunehmen. Die Einrichtung ist diese: Mittelst einer Schrautenpresse wird der Lehm in eine ihm die Form gebende Oeffnung hineingedrängt und— geformt herauskommend— ven einem sich in fortwährender Thätigkeit befindenden Messer abgeschnitten. Durch eine Kraft von 2 Pferden in Bewegung gesetzt, schafft diese Maschine in einer Stunde 1000 Ziegel over 1080 Röhrenziegel von 5 Centimeter. 2) Eine von Seneschall erdachte Maschine ist im Stande, das, was die Nähterinnen eine überwendliche Nabt nennen, zu machen. Die beiden Ränder der Zeugstücke, die man zusammennäben will, werden auf dem Rande eines über zwei Walzen ausgespannten Leinwandstückes befestigt und durch dasselbe, da es zugleich mit den sich drehenden Walzen sich bewegt, dahin gebracht, wo die Nadel in Thätigkeit ist. Die mit Zwirn versehene Nakel wird durch zwei Zangen geführt, die abwechselnd die Nadel bei dem einen oder dem andern Ende erfassen. Sobald die Spitze der Nadel in das Zeug eingedrungen ist, öffnet sich die erste Zange und hebt sich über die Ravel dinüber, die dann durch die zweite Zange vorwärtsgetrieden wird. In dem Augenblick, wo die Nadel% ihrer Länge durch das Zeug dindurchgebracht hat, wird sie wieder von der ersten Zange ergriffen und ganz hindurchgezogen; die zweite Zange öffnet sich nämlich zur rechten Zeit und wird so gehoben, daß sie die hindurchgegangene Nadel wieder saßt und dieselbe, in Verbindung mit der ersten Zange(welche die Radel am anderen Ende auch noch festhält), über den Rand der Zeugstücke hinüber in ihre erste Stellung zurückbringt. 3) Wine und Ashmead, zu Hartford in Connecticut, haben einen„automatischen Goldschläger“ geschaffen. Die Einrichtung ist folgende: Auf einer Platte von gestähltem Eisen liegt ein eiserner Rahmen mit hölzernem Boden; in diesen legt man das Packet Goldschlägerbäuichen und Gold hinein, welches man schlagen will. Der Hamner wird eben so, wie der Hammer in den Eisenbütten, in Bewegung gesetzt. 4) Zwei Maschinen zum Schneiden der Steinkohlen in den Koblengruben, die auch zur Herausschaffung des Thons, des Schiefers und anderer weicher Steinarten gebraucht werden können, sind von Waring erfunden. Die Einschnitte werden durch zwei auf einer horizontalen Welle angebrachte gezähnte können vor acht Tagen nicht eintreffen und die Führer benutzen diese Zeit, Rath zu halten, die Rüstungen zu überwachen und den Kampfesmuth der Ihrigen durch Proklamationen anzufenern. „Wisset, ihr Sklaven Gottes, heißt es in solchen Aufrufen gewöhnlich, daß wir Rache zu nehmen haben an der Trivu der Bemi N. N. für die und die Beleidigung. Drum legt euren Pferden die Eisen auf, nehmt Vorräthe auf vierzehn Tage, vergeßt weder Roggen noch Gerste, noch Chreleha(gedörrtes Fleisch) noch Butter; aber nicht blos für euch selbst nehmt mu, sondern auch noch soviel um reichlich Gastfreundschaft üben zu können gegen die Tribus, welche uns im Kampfe beistehen werden. Befehlt euren schönsten Weibern, sich bereit zu halten mit ihren schönsten Gewändern, ihrem herrlichsten Schmuck, auf daß sie die Kameele besteigen, die mit den prächtigsten Palatins beladen sein sollen. Denn es handelt sich dier um unsres Stammes Ehre, es ist ein Nif(point d'honneur). Haltet eure Waffen in gutem Zustande, verseht euch mit Pulver und seid am bestimmten Tage an dem Orte, den wir zum Zusammentreffen bestimmt haben. Jeder Reiter, der eine Stute besitzt,*) und nicht kommt, jeder Fußkämpfer, der gesund ist und ein Gewehr hat und daheimbleibt, werden bestraft: der eistere mit einer Buße von Freißig, der letztere mit einer Buße von zehn Schafen.“ Ist die Zeit zum Aufbruch gekommen, dann übergeben die Scheichs die Heerden, Zelte und Habseligkeiten der Trivu den erfabrensten der zurückbleidenden Greise zur Obhut, die zugleich die Aufsiche zu *) Die Araber der Wüste bedienen sich zum Kampfe und zu anstrengenden Reiten fast nur der Stuten, weil diese nicht wiehern, gewöhnlich mehr aushalten und nicht so virler Nahrung bedürfen als die Hrngste. Räder hervorgebracht. Das Gestell, auf welchem die Welle mit den zwei Rädern ruht, trägt Stüble für die Arbeiter; diese dürfen also nicht mehr, wie sonst, liegend arbeiten. Die Maschine wird von den Arbeitern mittelst Kurdeln in Bewegung gesetzt. Die Erfahrung hat bewiesen, daß eine Tenne Steinkohlen auf diesem mechanischen Wege für 90 Centimes gewonnen wird, während die Kosten, wenn man sie durch Menschenhände verausschlagen läßt, 1 Fr. 60 C. betragen. 5) Die Maschine, durch welche die Btäner der Zeitschrift: „Illustraded London Nems“, sodald sie aus der Truckerpresse hervorgeben, zusammengelegt werden, has folgende Einrichtung. Jedes Blatt kömmt unter eine geradlieige Scheide mit aufund niedergehender Bewegung; diese Scheide saltet, indem sie sich niederbewegt, das Blatt in der Mitte, so daß die beiden Hälften auf einander zu liegen kommen, und führt die so gebildete Falte zwischen ein Paar Rollen; zwischen diese Rollen durchgeführt, wird das Blatt zwischen zwei Reihen von„Bäudern ohne Ende“ auf die Art wieder sortgetragen, daß es in der richtigen Lage(um die zweite Falte wieder mitten durch und rechtwinkelig mit der ersten Falte zu erhalten) bei einem zweiten„Falter“ und einem zweiten Paar Rollen ankömmt. Der Erfinder dieser Maschine iß Birchall. 6) Marriott dat eine Maschine angefertigt, welche im Stande ist, trockene Stoffe, wie Cichorie, Seufmedl, Schuupftebak, Kartoffelmehl u. dergl. zu verpacken. Man hat der Maschine nur den zu Vrpackenden Stoff, Papier und die Bewegung zu geden, so verrichtet Ge Alles wao nbidig ist: sie nimmt von dem Stoff, so viel als zu dem Dacket nötdig ist; sie schneidet ein Stück Papier ab, saltet es in der Mitte, destreicht seine Ränder mit Kleister, legt es zusammen, so daß die Ränder auf einander fallen und ein Sack entsteht; diesen Sack legi sie in eine Form, füllt ihn mit dem vorher abgemessenen Sieff. schlägt das Papier oben an der Oeffnung um, und das Patket ist fertig. Es fehlt blos noch die Etikette; auch die macht die Maschine; je, sie thut mehr, sie druckt die Etiketten selbst, sie zerschneidet sie, de bestreicht sie mit Kleister und bringt sie auf die Dackete. Zuletzt schafft die auch noch das fertige Patlei auf Bändern oder Leinwand„ohne Ende“ beiseite. 7) Die von Guillaume erfundene Stempel=Maschine drückt einen Stemvel aufs Papier, indem man den Fuß auf das zu ihr gebörige Dedal setzt. Und während das geschieht, verseben Rollen, den bei der Buchdruckerei gebrauchten ähnlich, sich mit Schwärze. Zieht man den Fuß zurück, so steigt der Stempel wieder in die Höhe, und die Rollen theilen ihm Schwärze mit. 8) Der Stempel=Maschine sehr nahe stebend ist die Maschine, welche Register oder Bücher mit Seitenzablen und viere mit Nummern versiebt. Eo gieni zwei Einrichtungen für sie; die eine ist von Waterlow, die andere von Schlesinger erfunden. 9) Newion ist dem Steinschneider mit einer Maschine zu Hülfe gekommen. Seine Maschine schneidet und stellt den Stein, den man ihr übergiebt. Da der Stein an sehr vielen Punkten zugleich in Angriff genommen wird, so erbeitet die Maschine mit einer sehr großen Schnelligkeit. 10) Walther hat für die Tischler eine Maschine zum Zusammenfügen der Hölzer erfunden. Dieselbe erfordert keine führen haben über die Weiber, Kinder und Hirten, die nicht mitziehen..311281 Der Feind indessen bielbt auch nicht ohne seine Vorbereitungen; abgeseben davon, daß er in Folge seiner beleidigenden Handlungen einen Angriff erwarten mußte, hat er durch Reisende, Freunde, Verwandte, die er bei der beleidigten Teibu hat, Kunde bekommen von den Rüstungen der Gegner. Auch er schreibt eilig an seinen Soi, seine Verbündeten, brings Herrden, Zeite und sonstiges Eigenthum an einen Ort, der für sicher gehalten wird. Aus Furcht vor Ueberfall wählt man ein für die Vertheidigung günstiges Terrain und wartet die Ereignisse in solcher Stellung ab. Die andere Trihu het sich gesammelt, am Tage vor dem Aufbruche kommen die Zübrer der Verbündeten herbei und leisten in Gegenwart der Maradus auf das Buch des heiligen Sidi AbdAllah folgenden Eid: „Dlr schrirmn, a Heunde bet de Mohrbeit des hellienn SdtAbd=Allad, daß wir Brücer von ench sind, daß wir sein wollen ein einziges Gewehr, daß, wenn wir Kerden, es durch dasselbe Schwert geschiehes. Kost und en Sage wir werder ans Tage lommen, wolt in der Nacht, wir kommen in der Nacht!“ Nachdem man, den Stunde erschtenen sein Roß, läßt auf Kamerken seine Weider Signal. iuc zus sic„Wertschzung boicht) n die gane Urseneünt er Spgench geestenbeichliet seigercker Mepeet andzchrechet. Ist dam die#ehlumte schlenen, ir brifechgt der Wche der zenger Otrenigrtg läßt auf Kamerken seine Weider folgen und giedt das tn s1e Wpnia Wh immd 7 m besondere bewegende Kraft; sie wird durch den Fuß des Handwerkers in Bewegung gesetzt und arbeitet mit einer Genauigkeit, welche bei der Arbeit mit der Oand nicht zu erreichen ist. Man gewinnt übereiet auch noch die Hälfte der Zei. 11) Browu dat eine Maschine geliefert, mit der man Eisen viel rascher als mit dem dister gebräuchlichen Hammer walzen und ausprägen kann. Sie derarf nur einer Ueberwachung ihrer Erbeit, während der Eisenhammer einen geschickten Schmied, manchmal auch zwei, erfordert. Man sieht, daß bis jetzt der Mensch seine wahre Stellung noch nicht eingenommen hat, und daß eine neue Welt, eine neue Menschheit im Anzuge ist. Durch die Wissenschaften, deren Anwendung die Naturkräfte dem Menschen dienstbar macht, is es eine unleugbare Thatsache geworden, daß der Mensch nicht immer zu den rein mechanischen Arbeiten verdammt ist, zu Arbeiten, die seiner unwürdig sine, ra zu idrer Berrichtung die bewußtlose Kraft von Automaten ausreichend ist. Unser Jahrdundert macht ein im Alterihum ironisch ausgesprochenes Wort des Zweifels zu einem vollkommen wahren Wort siegreicher Seldstarwißheit, das Wort des Aristeieles:„Der Mensch wird glücklich sein, wenn der Pflug und das Weverschiff von selbst gehen werden.“ Deutschleud. * Berlin, 20. Sept. Nach den neuesten Nachrichten aus München scheinen die Staaten der Coalition, gestützt auf Oesterreich, welches schon lange über einen Staatestreich brütet, deu es als fait accompli auftischen möchte, nicht nachgeben, den Bruch des Zellvereins vielmehr herbeiführen zu wollen. Wir können uns also doppelt gratutiren, daß Preußen endlich abgebrochen hat, weil es sonst dätte ausschen müssen, als sei es von Baiern und seinen Verdündeten vor die Thüre gestoßen. Auch die R. Münchener Zeitung sagt, daß die„Darmstäoter Berbündeten unter allen Umstäaren auf die Gleichzeitigkeit der Verhandlungen mit Oesterreich, wit jenen über Erneuerung und Erweiterung des Zollvereins und auf Gleichzeitigkeit des Abschlusses beider Verträge bestehen müssen.“„Wir glauben nicht zu irren,“ fährt rasselde effizielle Blatt fort,„wenn wir unsere Meinung dahin aussprechen, daß in diesem Sinne auch die eollektive Antwort der Darmstädter Verbündeten auf die preuß. Eeklärung vom 30. August ausfallen dürfte.“ Die Lage der Dinge beginnt also endlich doch ernst zu werden. Preußen ist im Interesse seiner Selt sterhaltung willen mehr als je darauf dingewiesem seinen ursprünglichen Beruf wieder getreu zu werden, der Staat der Bildung zu sein, welcher Wissenschaft und Freideit keschützt und einen Kern bildet, um welchen sich früher oder später die deutsche Retion gruppiren muß. Die ersten Schritte in dieser beneidenswertden Aufgabe sind geschehen. Hahre man fort, lasse man namentlich das Recht wieder an die Stelle der Gewalt, die Gerichte an die Stelle der Polizei treten, wofür sogar die Kreuzzeitung sich ausspricht, kurz sei Preußen der Träger der Civilisation und der wahren auf die Wissenschaft gegründeten Volkswirth= schaft, rann dat es Oesterreich mit seinen hochfahrenden Plänen wenig zu fürchten.:. — Es mag interessant sein mit der Thatsache der Reaktidirung des General v. Radowitz, welche man von gewisser Seite zu hintertreiben suchte, folgende Stelle aus dessen neuestem Buche zu vergleichen:„Das deutsche Volk wird noch ferner umberzieben müssen in der Wüste, ede es das gelobte Land seiner nationalen Einbeit erreicht. Daß es gelingen könne, die drutsche Bewegung wieder rubig in den Tooesschlaf vor 1848, in die ungebundenen Willensäußerungen von 39 Regierungen zu versenken, glaubte wohl im Mai 1849 Niemand. luch jett, wo die äußere Erscheinung dafür zu sprechen scheint, glauben wir es nicht. Deutschland bedarf Preußen und Preuhen bedarf Deutschlonos; das ist die große Wohrheit, die jedes kommende Jahr in helleres Licht setzen wird, aller vorübergehenden Verdunkelung unerachtet. Das entschiedenste Interesse der gesetzlichen monardischen Ordaung in Deutschland fordert es, aus dem bloß äußeren Bundesverhältniß heraus zu einem bundesstaatlichen Verbande zu gelangen. Wir wiederholen 46 Angesichts alles Dessen, was seit anderthalb Jahren gescheben und in genauester vorurtheilslosester Beirachtung aller Erfahrungen der Gegenwart; nur auf diesem Wege ist die Revolution wirklich zu schließen, nur auf ihm eine dauernde Ordnung für Deutschland zu gründen. Jedes andere Verfabren, wie viel augenblickliche Vortheile es auch verheißen mag steigert nur die Gesohren der Zukunft. Das sind die Dämme, die den Strdmungen nicht die natürlichen und heilsamen Bahneu anweisen, sondern ste Kauen und zu größerer Verdeerung anspannen! Preuten kann nichte ohne Deutschland vollbringen, Oesterreich nichts mit Deutschtand. Daher möge er gegenwärtig noch so fern strben vom Ziele, die Zeit wiro naden wo es den von der Geschichte überkommenen Beruf'schlicht und mutbig zu erfüllen dat.“ * Berlin, 21. Sept.(Abends.) Nach dem so eben ausgebenen gut unterrichtrten Cer.=Bureau wird Preußen alsbald die weiteren Verhandlungen mit Hannover, Oldenburg und den thäringschen Staaten fortführen. Soaktiions=Staaten können erst wieder Theil nehmen, wenn sie sich der preußischen Erklärung vom 30. v. Mis. völlig anschließen. Des Corr.=Bureau meldet ferner: „Privatbriefen aus München zu Folge war bis zum 18. unter den Coalitiousstaaten eine einmüthige Antworts=Erklärung nicht zu Stande gekommen und war die Hoffnung dies zu erreichen etwas berabgestimmt worden. Baiern versicht wie wir auch in frühern Mittheilungen bereits dargelegt haben, eige bestimmt gegen die preuß. Erklärung vom 30. v. M. gerichtete Antwort, deren Entwurf bereits mit dem Wiener Cabinet vereinbart worden ist und zu dessen Aufrechthaltung man so ziemlich bestimmt engagirt ist. Von Interesse ist, daß Sachsen, soweit unsere Nachrichten gehen, in München sich ziemlich unbestimmt hält, und daß eine Uebereinstimmung mit Baiern nur Seitens Nassaus und der beiden Hessen obwaltet. Die Position Badens und Würtembergs ist eine von uns schon mehrfach als versöhnlich charakterisirte. Es wird abzuwarten sein, ob die Coalition in der Coalition, ob die Herren Pfordten— Hassenpflug wirklich durchdringen. Wie nach München, so müssen sich bei der gegenwärtigen Sachlags auch die Blicke nach Hannover richten, denn wie in München bemüht„Zusammenzuhalten“ so ist die österreichische Azitation, Hannover bemüht„Loszutrennen“, denn die österreichische Partbei in Hannover deducirt die Unverbindlichkeit des Septembervertrags für den Fall, daß Glieder des Zollvereins von diesem sich trennten. — Der Unterstaatssekretatr im landwirthschaftlichen Ministerium, Hr. Bode, ist, wie die Zeitungen melden, nach Graditz abgegangen. Dem Vernehmen nach steht eine Inspektion des Graritzer Gestüts bevor. — Es ist davon die Rede, daß die Regierung der Vereinigten Staaten Unterhandlungen wegen Herabsetzung der Eingangszölle auf verschiedene Artikel mit dem Zellverein deabsichtige. — Der König hat besehlen, daß Seitens der Armee für den verstorbenen Herzog von Wellington eine dreitägige Trauer angelegt werde. Der Herzog war preuß. Felemarschall seit 1818 und Ches des 28. Jusanterie=Regiments. — Die-N. Pr. Z.= beschwert sich darüber, daß die von ihr zuerst gebrachte Nachricht von dem Bruche Preußens mit der Coalition, von einigen Zeitungen als zu weit gehend bezeichnet wurde.„Weiß man nicht, sagt sie, oder will man nicht wissen, welchen Eindruck es nach Außen machen muß, wenn eine inspirirte Presse den Schein verbreitet, als sei das Preußische Gouvernement bereits über seine eigene Festigkeit erschrocken? Glücklicherweise wissen wir dies mal genau, daß wir für die bewußte Betise nicht das Ministerium verantwortlich machen dürsen. In der Sache selbst indeß werden derartige Manover schwerlich noch Eiwas andern; die Geschichte selbst hat eine innere Nethwendigkeit, und kein Pieußischer Minister, selbst wenn ihm por Entschlessenbeit die Kniee zitterten, dars es wagen, heute noch an eine Nachgiedigkeit gegen Oesterreich auch nur zu denken. Die Mitglieder der Coalition aber, sie haben mit der Preußischen Erklärung ausgehört Mitglieder der Zouconferenz zu sein, können auch selbs, wenn sie inzwischen anderen Sinnes geworden sein sollten, nicht wieder eintreten, es sei denn, daß sie zuver auf gebührendes Anmelden in eine. Verbandlung auß erhalb der Conferenz den Preußischen Standpunkt undedingt als den ihrigen anerkannt und augenemmen hätten. — Gestern Mittag traten die bei der Zoll=Conserenz betbeitigten Minister, deren detressende Räthe und die diesseitigen Bevollmächtigten in einer Sitzung zusammen. — Aus Köln wird berichtet, daß die baldige Besetzung der Stelle des ersten Präsidenten des dertigen Appellations=Gerichtshofes ein wahres Bedürfniß für die Rbeinprovinz sei. — Der Geh. Rath Professor Dr. Stahl ist vorgestern aus Bremen hier wieder eingetroffen. Derselbe ist mit den Geh. Rätben Brüggemann und Scherer in die Staatsministerial=Commission derufen worden, welche über die Veränderungen, deren die Versassung etwa bedürftig ist, beratben soll. — Der evangelische Bischof D. Neanver hat, wie wir vernehmen, wegen vorgerückten Alters um Entlassung aus seinem Amt als General= Superintendent der Provinz Brandenburg gebeten. — Der Landtag der Provinz Posen ist nicht gestern eröffnet, sondern in Rücksicht aus die dort herrschende Cholera noch auf unbestimmte Zeit hinaus geschoben worden. 18. Sept. Gestern Abend hatten wir hier das in dieser Jahresheit— noch vor dem Cxiniritt des Herbstes— gewiß selten vorgekommene Schauspiel eines schönglänzenden Nordlichts. Mainz, 19. Sept. Die Versammlung der deutschen Alterthums= und Geschichtsvereine ist nur beendet. Es batten sich dazu nicht weniger als 178 Freunde geschichtlicher Forschung eingefunden.— Der erste Tag, Donnerstaz der 16., war lediglich der Entwerfung der Statuten für einen Geesammtverein aller deutschen Geschichts= und Alterthumsvereine geroidmet, der sich die Abgeordneten der Einzelvereine, unter Zuziehung der Herren Habel, v. Quast und v. Rufseß, mit beharrlicher Thätigkeit bis in die späteste Abendzeit unterzogen. Freitags und Sainstags früh fanden die Sitzungen der Sectionen statt, deren drei(zebildet worden waren: für Geschichtsforschung und die historischen Hülfswissenschoften, für mittelalterliche Kunst und für Archäologie der heidnisch= germanischen Vorzeit. Darauf folgle Samstag um 11 Uhr die Schlußsitzung, in der die Resultate der in den Sectionen gepflogenen Unterhandlungen und Besprechungen zu nochmailiger Erörterung und Annahme gelangten. Als Ort für die nächste Versammlung, welche in der ersten Hälfte des Monats Septeinber 1853 abgebalten werden soll, wurde von den vorgeschlagenen drei Städten Wiesbaden, Nürnberg und Hildesheim— Rürnberg gerpählt. Heute findet von Seiten der noch anwesenden Gäste und vieler Mainzer Damen und eine Dampfschifffahrt nach dem historisch merkwürdigen Oppenheim statt.(8. J.) Hanau, 19. Sept. Die seither auf den Rathhäusern der Ortschaften unserer Provinz aufbewahrten Waffen und Fahnen der Ortsbürger werden soeben sämmtlich hierher gebracht, um dann zusammen von hier aus nach Kassel transportirt und dort aufbewahrt zu werden.(8. J.) Leipzig, 16. Sept. Vom 1. bis 15. Sept. wurden von hier aus auf der Magdeburg=Leipziger Eisenbahn 704 Auswanderer nach Amerika befördert, davon gingen über Bremen 546 Persogen, incl. 87 Kinder, über Hamburg 140 Personen incl. 32 Kinder, über Harburg 18 Personen, inel. 6 Kinder. Frankfurt, 17. Sept. Die Fortsetzung der allgemeinen Situng des deutschen Apotbeker=Vereins fand heute 11 Uhr statt und wurde nach 2 Uhr geschlossen. Man dielt sich im Wesentlichen an das von der Direktion festgesetzte Programm. Erster Gegenstand war Mittheilung über Erfabrungen über das Chloroform. Merk aus Darmstadt gab interessante Beodachtungen über Zersetzung desselben an, die von Anderen bestätigt wurden. Es wurde vielsach über diesen Gegenstand gesprochen und der Beschluß gefaßt, einzelne Collegen zu bezeichnen, welche sich mit diesem wichtigen Gegenstand speciell befassen sollen. Dr. Mohr aus Coblenz sprach über eine Mognesia= und Phosphorsäure=Bereitung, dann über eine neue sehr interessante Pulverwaschine, die er selbst construirt und aufgestellt hatte; eurch Mechaniker Rüdel in Coblenz ward sie angefertigt. Weiter wurde discutirt über Gefährlichkeit der grünen Tapeten, insofern sie Arsenikfarden enthalten. Ee wurden durch viele der Anwesenden Fälle erzählt, die von sehr nachtheiligen Folgen waren.— Ueber den Handel mit Geheimmitteln wurden vielfache Klagen geführt, weil die meisten der Anwesenden derin eine bedeulende Geeipt#schtigung des Apethekerstandes finden und weil außerdem dor Publikum bedeutend betrogen wird. Es wurde z. G. ein Stück Pflaster vorgezeigt, das ein Dr. Krüst in der Schweiz gegen Grüche verkauft um den Preis von drei Gulden, was jeder Apotbeker um 24— 30 kr. liesern kann u. ogl. mehr. Bei dieser Gelegenbeit wurde eine Verordnung der großb. dadischen Regierung mugetbeilt, nach welcher sie den Verkauf aller Geheimmittel bei Strafe verdietet. Alle sprachen den Wurso aus, diese Verordnung möge in allen Ländern Deutschlands Geltung erbalten.— Dem Bericht von gestern ist nech nachzutragen, daß burch Apetbekergehülfen und Lehrlinge zwei Preisfragen gelöst wurden. Die Preise besteden in Gele, Medaillen und Büchern und wirken in bohem Grade anregend auf die pharmacentische Jugend.— Am Schlusse der Sitzung wurkt noch der Versammlungsort der sürreutschen Vereinsabtheilung fürs nächste Jahr bestimmt und einstimmig Nürnberg gewäblt. — In den beiden Sitzungen zeigte sich ras regste Interesse der Theilnebmer für Wissenschaft und Praxis und wir sind überzeugt, daß die große Mehrzahl verselben in hohem Grade befriedigt war. Meisenheim, 16. Sept. Der Verein der Gustav=Arolph= Stiftung des landgr. bessischen Oberamts Meisenheim feierte bier sein Jadresfest. Luxemburg, 16. Sept. Der Stattbalter Prinz Heinrich der Nieverlande wird die Session der Ständeversammlung des Großberzogthumes Luxemburg am nächsten 5. Oct. in Person eröffnen. München, 16. Sept. Heute hat, wie die„Allg. Zig.“ schreibt, eine Zusammenkunft der Bevollmächtigten der Darmstäcter Verbündeten(zu denen noch Herr von Biegeleben von Darmstaet sich eingefunden dat) stattgefunden. Ueber die Erklärung an Preußen, die dier beschlossen werden soll, äußert sich ein bekannter Correspondent der„Neuesten Nachrichten.“ dieselbe werde wobl in Berlin nicht defriedigen; Oesterreich habe seine Opferbereitwilligkeit dargetban, die Darmstärter Verbündeten hätten ebenfalls alle erdenklichen Schritte zur Annäberung und Vermittelung zwischen Preußen und Oesterreich geihan, so viel nur die Ehre und die Selbstständigkeit der verbündeten Regierungen erlaubte, aber von den in Wien übernommenen Verpflichtungen könnten sie nicht abgehen.„Die Darmstädter Uebereinkunft hat einen eigenthümlichen Standpunkt der Mittelstaaten klar gemacht, nämlich, daß in diesem verbündeten Staatenkörper nicht blos eine Bereutung für die handelspolitischen Interessen sich äußert, sondern daß auch die Elemente einer dritten Macht in ihm liegen, wodurch für Deutschland die Gefabren eines möglichen Dualismus abgewendet werden.“— Wie die Zoll= und Handelsfrage in diesem Momente steht, so bürfte die daldige Schlußäußerung der Darmstädter Verbündeten der preußischen Regierung klar machen, daß man an der Erklärung vom 21. August festhält, und an einen Abfall oder Spaltung unter den verbündeten 7 Regierungen nicht zu denken sei. Der Würzd. Z. schreibt man: Nach allen Anzeichen zu schließen, werden wichtige, vielleicht entscheidende Beschlüsse gefoßt werden; gewiß ist, daß derartige Beschlüsse beantrage sind. Man glaubt, daß der Congreß bis morgen beendet sein wird. Die gestern gemeldete Herabsetzung des Mainzolls on der kurh. Zollstätte Hanau bezieht sich, wie wir aus dem Regierungsblatte Nr. 43 ersehen, nur auf Getreide und Hülsenfrüchte. Wien, 16. Sept. Franz Schuselka, der im Frühjahr bekanntlich aus Wien ausgewiesen wurde und seitdem in Gainfarn bei Wien lebte, hat jetzt das Recht, in Wien zu leben, zurück erhalten, nachdem er zuletzt erklärt hatte, sich lieber einer kriegsgerichtlichen Untersuchung unterwerfen zu wollen, als länger eine polizeiliche Maßregel zu ertragen, die ihn zum geistigen Zugrunregeben verurtheile. Die nächste Folge davon ist, daß ein bis jetzt verbotenes Stück seiner Frau(in Dresden schon mehrmals mit Beifall gegeben) nächstens im Theater an der Wien aufgeführt werden wird. Vorläufig wird übrigens Schuselka, wie wir hören, noch in Gainfarn wohnen bleiben. — Dem Vernehmen nach hat der Kaiser angeordnet, daß die Zahl der bestehenden Cavallerie=Regimenter um zwei vermehrt werden soll. Es werden ein italienisches und ein serbisches Lanzenregiment errichtet werden. — Eine telegr. Dep. der Wiener Ztg. meldelt, daß der Kaiser am 17. sämmtliche Cavallerieregimenter und Batterieen besichtigt hat. Das Regenwetter verhindert aber die Truppenübungen. — Ueber das neue Anlehen liegen uns eine Reihe von Nachrichten vor, welche sich schwer vereinbaren lassen. Man ziebt nämlich zu, daß die Subskrivtion in Wien hinter den Erwartungen und namentlich hinter den Zistern zurückbleibt, welche schon vor einigen Tagen gemeldet wurden. Bis zum 15. waren nur 6½ Mill. angemeldet. Dennoch behaupter man, Grund zu der Annahme zu baben, daß man einer übervollen Zeichnung des ganzen Anlehens entgegensehen dürfte Die Munizipalität in Tiest zeichnete eine Million Gulden Die Subscriptionen vom Auslande treffen„sehr verspätel“ ein Man hält es für zweifelles, raß dieser Anleihe von 80 Mill' bald eine neue für das Ausland folgen werde.— — Die heutige„Wiener Zeitung“ enthält folgendes:„Die bis 8 Uhr Abenes zusammengestellten Daten lassen kaum einen Zweifel übrig, eaß die auf ras Anlehen gezeichneten Beträge die Summe von 80 Mill. übersteigen werden.— In Beige der vom Gemeinderatde eröffneten Subskription sine am Raidhause für das neue Staatsanleben 9,065,900 fl. gezeichnet worden. Außerdem beibeiligt sich eie Kommane an demselben aus dem eigenen Vermögen noch mit einem Betrag von 300,000 fl., welcher wird.“ Schwei strömt der 3 läßt eine ve Abend 9 Uh bei Gümmen die Sense un Basel, 18 det:„Wir si erscheinen 1 seit 1817 nich ser gesetzt, un sern diese kurz mitzutbeilen.“ — Die öst. den Tessinischer und dieser hat seinem eigenen drängt worden, halten würden. den geladenen a##f Soldini zu dann ein Zeiche nach einer Stur werd: bild komi dere, fiel der m Rache.“ Der V paritätische Lan Anfeindungen d# von Zänglingen verbundene Schu Mailand, 15. offizielles Blatt, mont nahe bevor Institutionen Piein offenes Schr. Frankreich der Reise L. Bon schrei:„es lebe eingezogen ist. 2 Fröschen erinnert, Kaiserthum naht im Constitutionnel fen lätt, in welche Im 4. Wahlbe wählen. Am Todestag 2 Die am Gasröh zu 3 Jahren Gesä Man sagt, daß Somplott aufsgehobe Tuilerien gelegt un Die Börse ist lei aktien stark. Die Präfekten so waffen auf, bei Ver als offizielle Beschi Reise des Präsidente der Bauern, womit Großbritanni Herzog ist steis noch und Publikum beschä aus der Erde und d unterhalten, werden Privatleben Wellingt Stoffe mittheilen. Interessant dürfte der Lebensweise des zu diesem Zwecke stell ein ganz besonders ei Aufmerksamkert, kaum die englischen Jeurnal Stahlfedern u. dgl. mn gestatiet, so schickte er — Seine geistige Thä brochen. Treu seiner gut gemacht, dann mach sondern las und studirt unterrichten vollte. E Ertegeminsstertums ze Geduld, den Debatten Kopfe zu lauschen, was Ktrenzung gekostet haben vor seinem Tode war e missionsbericht über die zustudren, um sich ein iberaus mäßig und in seiner Umgebung lebte wunderung versagte, und Dieser beklagte sich oft gab, seine Kunßt zu zeig wöhnlichen Rinderbrater. französischen Cottelets un hen. Mein Herr, pflegte mern, mag ein tüchtiger gutes Diner, sagt er:„ tes vor, sagt er auch:„ noch viel zum Heldenthun Beit. Es bestand aus e einzigen kleinen barten, m mit sich führte. Bekannt sich verwunderte, wie der 6 nicht breit genug sei, „Wenn man sich auf sein ist's Zeit zum Aufstehen“ halb sieben Uhr Morgens tion des Rasirens noch al eine feste, leserliche Hand, Viele hielten ihn für eine ###Schtigung di# e Dutii#um beStück Pflaster ; g e g e n B r ü c h e jeder Apotbeker Bei dieser Ge##ischen Regiealler Geheim= 1 W u r s o a u s, tschlands Gelnech nachzutrazwei Preisfraelr, Medaillen regend auf die Sitzung wurkt reinsabtheilung nberg gewäblt. regste Interesse und wir sind hohem Grade ustav=Arolph= nheim feierte rinz Heinrich sammlung des s. in Person „Allz. Zig.“ der Darmegeleben von leber die Ersoll, äußert Nachrichten,“ Oesterreich Darmstäcter ritte zur AnOesterreich gkeit der verWien überen.„Die den Standin diesem ng für die i auch die odurch für mus abgeage in diee ßerung der klar man festhält, hündeten 7 seichen zu schlüsse gentragt sind. sein wird. an der m RegieHülsenihjahr bein Gainzu leben, lieber eiollen, als ihn zum ge davon in Dresm Theasig wird wohnen tet, daß wei verein serdaß der atterieen ruppen= be von Man ter den sckbleibt, is zum hauptet er Aber. dürfte bulden ## ein Miv * „De um eiBeträge Feige Ratdeichnet selben 0.000 fl., welcher aus der rückständigen Grundablssungsreute entnommen wird.“ Ausland. Schweiz.— Bern, 17. Sept. Seit beinahe drei Tagen strömt der Regen in unaufhörlichen Güssen vom Himmel herab und läßt eine verheerende Ueberschwemmung befürchten. Der gestern Abend 9 Uhr von bier nach Freiburg abgegangeue Postwagen mußte bei Gümmenen umkehren und kam um 3 Uhr wieder hier an, weil die Sense und Saane die Gegend überschwemmt haben. Basel, 18. Sept. Ein Extrablättchen der„Baseler Zlz.“ meldet:„Wir sind für heure in die Unmöglichkeit gesetzt, unser Blatt erscheinen zu lassen: In Folge des Steigens des Rheines, wie es seit 1817 nicht mehr der Fall war, ist unsere Druckerei unter Wasser gesetzt, und wir können daher weiter nichts thun, als unsern Lesern diese kurze Anzeige, die in einer andern Offizin gedruckt wird, mitzutbeilen.“ — Die österreichischen Behörden haben den Mörder des bekannten Tessinischer Rationalraths Soleini, Bernasconi, ausgeliefert, und dieser hat vor dem Richter das Geständniß abgelegt, er sei von seinem eigenen Vater zum Morde Soldini's mit dem Bedeuten gedrängt worden, daß sie im Falle des Gelingens 12,000 Lire erhalten würden. Am verhängnißvollen Abend habe der Vater ihm den geladenen Stutzer mit dem Auftrag übergeben, am Beinhaus a##f Soldini zu warten; er wolle ins Kaffeehaus gehen und ihm dann ein Zeichen geben, wann jener komme. So sei es geschehen; nach einer Stunde Wartens habe der Vater ihm gemeldet, Soldini werd: bild kommen; er kam, und während er seine Cigarre anzündere, fiel der meuchlerische Schuß und mit ihm„das Opfer der Rache.“ Der Vater des Mörders ist ebenfalls verhaftet.— Die paritätische Landesschule in Graubündten erfreut sich, trotz aller Anfeindungen der böbern Geistlichkeit, eines zahlreichen Besuches von Jünglingen beider Confessionen; ebense das mit jener Anstalt verbundene Schullehrerscminar. Mailand, 15. Sept. Die„Bilancia,“ ein österreichisches halboffizielles Blatt, meldet aus Turin: Ein 2. December sei für Piemont nahe bevorstehend. Louis Napolcon sei den gegenwärtigen Institutionen Piements abgeneigt; es circulire hierüber in Turin ein offenes Schreiben des Grasen von Cavour. Fraukreig.—* Paris, 19. Sept. Auch heute ist von der Reise L. Bonapartes nichts Anderes zu melden, als das Geschrei:„es lebe der Kaiser,“ unter welchem er nun auch in Lyon eingezogen ist. Man wird unwillkürlich an die Fabel von den Fröschen erinnert, welche sich von Zeus einen König erbaten. Das Kaiserthum naht nun auch mit so raschen Schritten, daß Dr. Veron im Constitutionnel bereits heute seinen Kaiserartikel von Stapel laufen läßt, in welchem er ein Kaiserreich des Friedens verkündigt. Im 4. Wahlbezirk von Paris beabsichtigt man Proudhon zu wählen. Am Todestag Wellingtons erschien kein Engländer im Theater. Die am Gasröhrencomplott Betheiligten sind mit 5 Monaten bie zu 3 Jahren Gesängniß bestraft worden. Man sagt, daß bei dem Balle der Damen der Halle wirklich ein Complott aufgehoben, Verhaftungen gemacht, Feuer zweimal in die Tuilerien gelegt und zweimal wieder gelöscht worden sei. Die Börse ist lebhaft, besonders die Nachfrage nach Eisenbahnaktien stark. Die Präfekten fordern wiederholt um Ablieferung aller Kriegswaffen auf, bei Vermeidung harter Strafen. Sonst nichts Neues, als offizielle Beschreibungen der kemmandirten Festlichkeiten auf der Reise des Präsidenten und des offiziellen oder freiwilligen Jubels der Bauern, womit wir unsere Leser verschonen wollen. Großbritannien.—* London, 19. Sept. Der eiserne Herzog ist steis noch der einzige Gegenstand, mit dem sich Presse und Publikum beschäftigen. Die Biographien wachsen wie Pilze aus der Erde und die Ancktoden, welche ein halbes Jahrhundert unterhalten, werden jetzt in Messe aufgetragen. Einiges über das Privatleben Wellingtons müssen auch wir aus dem massenhaften Stoffe mittheilen. Interessant dürfte es in diesem Moment bloß sein, etwas von der Lebensweise des Herzogs in den letzten Jahren zu erfahren, und zu diesem Zwecke stellen wir folgende Notizen zusammen. Er war ein ganz besonders eifriger Zeitungsleser, und Nichts entging seiner Aufmerksamkert, kaum je eine Anzeige unter den Vielen, mit denen die englischen Journale gesegnet sind. Fand er dann etwas Neucs, Stahlfedern u. dgl. mit irgend einer angerühmten Verbesserung ausgestatiet, so schickte er gleich darnach, und unterzog es einer Probe — Seine geistige Thätigkeit war durch sein Alter wenig unterbrochen. Treu seiner oft geäußerten Marime: Willst du Etwas gut gemacht, dann mache es selbst— verließ er sich nie auf Andere, sondern las und studirte selbst, wenn er sich über einen Gegenstand unterrichten wollte. Er hatte Ausdauer genug, alle Berichte des Kriegsministeriums zu untersuchen, er hatte, wie selten ein Anderer, Geduld, den Debatten im Oberhause stundenlang mit vorgebeugtem Kopfe zu lauschen, was ihm, da er harthörig war, nicht wenig Anstrengung gekostet haben mochte. Und noch in den letzten Wochen vor seinem Tode war er damit beschäftigt, den voluminösen Commissionebericht über die Verwaltung der Orforder Universität durchzustudiren, um sich ein eigenes Urtheil bilden zu können. Er war iberaus mäßig und in seiner Levensweise soldatisch einfach. In seiner Umgebung lebte nar ein Mensch, der ihm hartnäckig Bewunderung versagte, und dieser Eine war sein Koch, ein Franzose. Dieser beklagte sich oft bitter, daß ihm sein Herr keine Gelegenheit gab, seine Kunßt zu zeigen. Der Herzog war stupid genug, gewöhnlichen Rinderbrater und barbarischen Pudding den zartesten französischen Cottelets und den phantasiereichsten Ragouts verzuziehen. Mein Herr, pflegte der vernachlässigte Kochkünstler zu jammern, mag ein tüchtiger General sein, aber— koch' ich ihm ein gutes Diner, sagt er:„Das war gut“, und setze ich ihm ein schlechtes vor, sagt er auch:„Das war gut“. Solchen Naturen fehlt noch viel zum Heldenthume.— Einfach wie seine Kost, war sein Beit. Es bestand aus einer schmalen Roßhaarmarraze und einem einzigen kleinen barten, mit Leder überzogenen Kissen, das er überall mit sich führte. Bekannt ist es, daß einmal einer seiner Freunde sich verwunderte, wie der Herzog nur in einem Bette schlafen könne, s nicht breit genug sei, raß er sich darauf umwenden könne. „Wenn man sich auf seinem Bette umwendit, bemerkte der Herzog, ist's Zeit zum Aufstehen.“— Er war Sommer und Winier um halb sieben Uhr Morgens auf den Beinen, verrichtete die Operation des Rasirens noch an seinem Todestage eigenhändig, schrieb eine feste, leserliche Hand, und hatte ein ungeschwächtes Gedächtniß. Viele hielten ihn für einen durchaus schlechten Oekonomen; Viele für einen Geizhals. Er war Keines von Belden. Seine Gäter, die er von der Dankbarkeit der englischen Nation zum Geschenke erhalten hatte, wurdeu jederzeit musterhaft verwaltet; seine Rechnungen wurden am Ende jeder Woche ausgeglichen; sein Haushalt war militärisch pünktlich geordnet. Dabei that er viel Gutes ohne Ostentation, und ein besonderes Rocktäschchen war immer voll von neugeprägten Schillingen für die Straßenjungen, die ihn und seine glänzenden Schillinge ganz besonders in Ehren hielten. Vom Kriegsministerium ist gestern der Befehl an alle Regimentscommandanten ergangen, für den Herzog v. Wellington volle Trauer anzulegen. — Die Lebensweise des Herzogs v. Wellington truig bis zu seinem Tode den Charakter spartanischer Einfachheit. Auch als Premier= Minister ging er von seinen früheren, dem Krieger wohl anstehenden Gewohnheiten nicht ab. Sein Lager war eine über ein eisernes Feldbett gebreitete Matraze; er stand regelmäßig um 7 Uhr auf, frühstückte um 8 U. und ging dann sofort an die Staatsgeschäfte. Er war der Schrecken der Faulenzer von Downing Streei Einstmals, als ihm mehrere im Finanz=Ministerium arbeitende Beamte vorstellten, eine gewisse von ihm angeordnete Methode, die Rechnungen zu führen, sei unpraktisch, war seine kurze Antwort:„Auch gut! wenn ihr nicht damit fertig zu werden wißt, so muß ich euch wohl ein halbes Dutzend Feldwebel herschicken; die werden schon damit zurecht kommen.“ Das half. Wir wollen hier noch einen Zug aus dem Leben des Herzogs hervorheben, der uns eine der liebens würdigen Seiten seines Charakters enthüllt. Bekanntlich wer der Herzog im Jahre 1830 so unpopulär, daß er Gefahr lief, vom Pöbel in Stücke gerissen zu werden. In eben diesem Jahre wollte der neue König William IV. einem City=Feste in Guildball beiwohnen; auch Wellington gehörte zu den Geladenen. Nachrichten, welche dem Ministerium zugegangen waren, bewogen dasselbe jedoch, dem Könige den Rath zu ertheilen, sich nicht nach Guildhall zu begeben. Der Herzog nahm gleichfalls die Einladung nicht an und fand sich außerdem veranlaßt, den Graben des Tower unter Wasser zu setzen und Vorkehrungen zur Vertheidigung dieser alten Festung zu treffen. Als später das Ministerium seines Benehmens halber scharf getadelt wurde, sagte Wellington zu Sir W. Knigbion:„Ich würde nach Guildhall gegangen sein, wenn das Gesetz im Stande gewesen wäre, mich zu schützen. Dies war jedoch nicht der Fall. Fünizig Dragoner hätten genügt; allein das wären doch immer Soldaten gewesen. Wenn das Feuern einmal begann, wer konnte sagen, wann es aufhören würde? Ein Schuldiger wäre vielleicht gefallen, und zehn Unschuldige wären getödtet worden. Wäre es weise, wäre es menschlich gewesen, um einer elenden, prahlerischen Drobung willen, oder um dem Lande während einiger Stunden ein Bißchen Angst zu ersparen, die Möglichkeit eines solchen Unglücks herbei zu führen? Die Sache ist jetzt vorüber, und in einer oder zwei Wochen wird kein Mensch mehr davon sprechen.“ — Der älteste überlebende Kriegscamerad des Herzogs von Wellington ist ein Sergeant James Mayoß, der in Camden Toyon (einer Vorstadt Lonkons) seine Pension von 2 S. 6 D. täglich verzeln. Er hat alle Kriege des Herzogs in Ostindien mitgemacht und bezieht auch seinen Ruhesold von der ostind. Compagnie seit dem Jahre 1816, ist 1760 geboren und daher 93 Jahre alt. — Durch den Tod des Herzogs von Wellington ist eine große Anzahl von Stellen und Titeln, mit welchen der Perstordene bikleidet war, erledigt. Es ist bekannt, mit wie vieten, zum größten Theile sehr einträglichen Ehren die Daukbarkeit der brittschen Nation die von dem Herzoge seinem Vaterlande geleisteten Dienste belohnt hatte. Unter den Stellen, welche er so lange Zeit innegehabt, ist eine besonders, deren neue Besetzung vornehmlich von großer Wichtigkeit ist; es ist dieß die Stelle eines Oberbefehlshabers des britischen Heeres. Von den Personen, von welchen in den p##litischen Kreisen für dieses hobe Amt die Rede ist, sind die bedeutendsten der Prinz Albert, der Königin Gemahl, der Herzog von Cambridge und Lord Hardwige, ehemaliger Generalgouverneu von Ostindien. Man nimmt fast allgemein aus vielfachen politischen Gründen an, daß die Wahl der Regierung auf Lord Hardwige fallen dürfte. Der Prinz von Wales, der präsumtive Thronerbe, wird, wie es heißt, den nächsten Winter in Nizza zubringen. Die Gesundheit des jungen Prinzen ist zwar nicht in besorglicher Weise angegriffen, sill jedoch durch ein milderes und weniger feuchtes Klima wieder nehr gekräftigt werden. Rußland.— St. Petersburg, 10. Sept. Ge. Maj. der Kaiser verlieben dem k. preußischen Generallieutenant v. Schreckenstein den weißen Adlerorden.— Die neuesten Nachrichten vom Kaukasus berichten von kleinen Scharmützeln, welche in Dagbestan stattgefunden haben. Von russischer Seite befehligte der Major Lasarew, der von Major Jichancw unterstützt ward. Die ausgeführten Bewegungen endigten, ohne wesentliche Erfolge herbeizuführen, mit dem Verluste von 8 Tobten und 7 Verwundeten. Börsen=Course der Staatspapier# ncb Actien. Berlin, lden 20. Septhr. — Das Juliheft der schaft und Literatur“ ent deutschen Wörterbuchs der Vermischtes. „Allgemeinen Monatsschrift für Wissenhält eine Anzeige des ersten Heftes des Gebrüder Grimm.„Wer die sinnvolle Lebendigkein Geimmscher Zusammenstellungen noch nicht kennt," sagt der Verfasser des Aufsatzes,„der mag sie jetzt an der Auswahl und der Anordnung der Belegstellen bewundern und erfahren.“ Der Gehalt eines Wortes erscheint danach beinabe unerschöpflich, indem der Sinn in jedem Beispiel gleichsam von Neuem hervorbricht, balb'so, bald anders gewendet und beleuchtet. Mag die ältere Sprache an äußerem Reichthum der unsrigen überlegen sein, so ist diese jener voraus an innerer Beweglichkeit, in der Entwicklung rascher Abfälle der Bedeutung und in mannichfaltiger Vertheilung von Licht und Schatten. Hier nun ist auch der Fähigkeit jedes einzelnen, der sich unserer Sprache bedient, und ihrer Fortbildung das weiteste Feld eröffnet. Duchläuft man die Reibe der Beispiele, so erkennt man leicht, wie ungleich selbst von den Meistern, Götbe allein ausgenommen, der Inbalt der Sprache entwickelt und ihre Schätze ausgebrutet; die Meister selbst aber treten in der Zusammenstellung ie nach ihrer Eigenthümlichkeit lebeneiger vor Augen. Bringt das Wörterduch ein Gebot, so ist es dies, daß wir in der UedereinKimmung mit den bleidenden, in der Natur unserer Sprache begründeten Gesetzen die wabre Freiheit ihres Gebrauchs erringen. Darum weist er auf die Quellen hin, aus denen Görde und seine Zeitgenossen einst ihr Leben wieder erfrischten und die uns immerfort denselden Dienst leisten können, die Mundarten und die eigene Geschichte der Sprache.“ ar S i Freiw. Anl. N. Pr., Sch.=Vr. dito von 1852 St=Sc.=Sch. Bank=Anthl. Prämiensch. d. Seeh. à 50 Nach=D=EAkt. Vergisch=Mri. desgl. Prior. desgl. II. Serie Cöin=Mindner deggl. Prior. deogl. II. E. Düssel.=Elbers. desgl. desgl. Prinz Wilhelm rier. rior Wechsel Berlin, Ceur vom# 20. Sepil dr. 1852. Preut. Brief. Ceuroat. Geld. Amsterdam.. 250 Fl. dito„„„ 250 Fl. Hamburg 300 Mf. dito„„„ 300 Mi. London. 6— 1 Lot. Paris„„„„ 300 Fr. Wien im 20 Fl. Jus„ 130 F1. Augsburg. 150 Fl. Breslau„ 100 Thir. Leipzig in Courant im 14 Thlr. Hus n Wt.# 100 Thlr. Franksurt a/M. südd. W. 100 Fl. Petersburg. n 100 SRbl. Kurz. 2 Mi. Kurz. 2 Mi. 3 Mi. 2 Mi. 2 Mi. 2 Mi. 2 Mi. STage. 2 Mi. 2 Mi. 3Woch. 143 142½ 152% 151% 87% 56 22 108½ 142¼ 151¾ 6 23 ⅜ 80% 87 ½ 101% 99¼ 997 49 Frankfurt, den 20. Septdr. 1852. Oesterr. 5 Metallig. in Silder bei R. Osterr. 5% Metallique besgl. 4½/7. desal. 4% desgl. 1% Kurdessische 40 Thir. Loose Friedr. Wilbelm Nordbahn exel. Zinsen Spauische 3¾ 4 Badische 35 Fl. 94% k. u. G. 82½ ¾ b. 73⅞ ½ b. u. G. 65¼ P. 7, b. 16% P. 34¾ 9. 34 G. 47 b. 46 3/ 2—5-47. b. u.(fl. 38% P. Zins. Loose G.el.d x.onrce. Köln, ven 20. Sepnmbrr 1832. Briese. Geld. Preuß. Frdor Aust. Pistolen Ropelrane der po1.106. St. 5 Fr.=Stücke Briese Geld. 1,15, 9 6.24. 6,24, Berlin, den 20. Sepihr. Spirltus loce ohne Haß 24 Thir. verk. „ mit Haß pr. September 2 4½ a ¼ a ½ Thir., vrik., 23¼ Nr. 23½ G. r.=Oktober 21¾ a ¼/ „ 70 Septdr.=Oktoder 21¾ a ½ Thlr. verkauft, 24 3/8 Gr., „ Oktober= November=20 Thle. Br., 19¾ bez. 19½ G. Pov.=Dezbr. 19¼ Thlr. Br., 19 G. April=Mai 19¼ Thir. bez. und Vr., 19½ a% G. Marktbericht. Herdecke, den 20. Sept. Weizen die Sorte 2 Thlr. 15 Tar. 2ie Sorte 2 Thir. 10 Sgr. Zte Sorte 2 Thir. 6 Sg. Roggen 11e Sorte 2 Thu. 7 Ser. Die Sorte 2 Thlr. 2 Sgr. 31e Soin 1 Thir. 25 Ser. Gerte ite Borte 1 Thh, 19 Sgr. 216 Sorte 1 Tdlr. 13 Sg. Zte Sorte 4 Thir, 10 Sgr. Haser 1te Sorte.—Thir. 24 Sg. 2ie Serte —Tdir. 23 Sar. Zte Sorte— Thie. 21 Sar, Schwarzbrod a 11 Pf. 6 Sar. 9 M. Saatreggen 2 Thir. 14 Sgr. 118S 0 n07 uaiN. 91 912 Hambung, dmn 17. Sept. Wochenbericht. Häute. Bei gänzlichem Mangel an passender Waare in erster Hand dürfte die jetzt pr.„Ida u. Emmas von Buenos Apres angebrachte Zufuhr einen guten Markt tressen. Verkäufe: 20.45 Buenes Apres= und 7266 Ris., Verratd in erster Hande es. 26,200 Burnos Apros= and Montevideo=, 1600 Rio Grands=, 1100 iv. ges. Dernamhucs=, und Brafll=, 7000 v. d. Westküste Amerikas und Wesind., 23,600 St. und 217 B. Ostind. und Afrikan., 1 1,100 ger. Buenos Apres=, Montevideo= und Rio=, zusammen ca. 70,600 St. und 217•8. Farbehölzer. Die br dieser Woche ringetrossenen Zusudren besteden in 33.000 W Dominge=Blau=, 20.00 a Cuba=Geld= 420.000 am Lima=Reih u. 10.000.ap Pimes=Lepen=Roide Fämmliche Vortvien liegen noch unverkauft in den Schiffen; von feilderen Importen sind dagegen 300,000&a Logung=Campeche= und 250,800 W Doming2-Blau= zu bestehenden Preisen in die zweite Hand übergeganzen: Der Abzug für diese Gattung schetat etwas lebdaster werden zu wollen. Für Enda= und Tampieo=Gelts besteht viels.itige Broge; unser Markt ist aber spätlich damit verseben.„Nottrungen: Blaubelz, Compeche= 3¾ 4, Domingo- 2% 4 2½; Gelbe, Tampseo= 3% K 4, Portories= 2 6 2½; Roth=, Pernambues= 65 à 70, Bimas=Javan= 2½ a 9½ Costarica= oder Lima= 7½ 4 9½, Sandel= 3½. 4 3½ Mi. Jadigo. Von Bengal=, Madras= und Guauimala= Is Mehreres gekauft; Preise unverändett fest.1 m CocbenilIk. Kürzlich direkt zugesübrte Bera Cruz= sud in andere Hände ätergegangen. Der Marki ist, für diesen Pritses soßt. 4.1 7 Oel. Für Rüböl wurden in dieser Woche samentlich auf vorlizgende Termine höhere Preise angelegt; leco bedang 20 l 24 Mt. pr. Oel. wurde 21 S 22 bezablt, Mai 21 4 22 Mk. aud Oon 1853 22 Mr Br. und Geld. Gestern war kord 20 Mk. pr! Okt. 21 à 22 Me. Mai loco is 20 Mk. Lieferung 19 4 20 Ml. dewilligt.“.— Hanföl sand zu 21 Mk. Nehmer.— Von 1 ma Palmöl sind ca. 280,000 S zu geheim gedaltenen Preisen verkauft.— Cesosaußöl beiebte sich im Abzuge. Einige Zufudren krafen wieder va and i schönes Cochta= in Bässern von cu. 300 W zu 25 Mi. Bes. pu. 100# zu baben. Auch umm voner ded ringeren Sorte Ercosnutöl ist einiges vorrätdig, welches zwar nicht gau so weiß von Garde wie das Cochin= fällt, aber besonders viel Reit und Stearin enthält und zu 23 a 24 Ml. Bro. zu baben ist. Von Vat#### maiso trafen ea. 46,000 W ein, die noch nicht gelandet sind.— Terpeutinöl. Die nächsten Zufahren von Newvork sind größtentheils auf Lieferung verkauft, der Preis bleibt daber sehr sest 26 Mk. Beo. in l.co. (Schluß folgt.) * Peovinzial=Zeitung. * Paderborn, 21. Sept. Das Gewölbe des kleinen Viadukts bei Altenbeken ist dereits geschlossen und soll die Feierlichkeit der letzten Schlußsteineinsetzung Ende dieser Woche erfolgen. Die P.obefahrten auf der Bahnstrecke von hier nach Neuenbeken, welche bei einer Steigung von 1 pCt. in kunstvollen Schlangenwindungen sich hinzieht, werden täglich mehrmals wiederholt und wird sowohl mit dem Plan, als mit der techatschen Ausführung des Baues die größte Zufriedenheit bezeugt. — Das Westfälische Kirchenblatt sagt:„Wie uns aus angeblich uter Quelle versichert wird, hat Se. Majestät der König von dem ardinal=Fürstdisches ein Gutachten erbeten in Betreff der durch eie bekannten Erlasse herbeigeführten Entwicklungen.“ Münster, 19. Septhr. Man erwartetet hier in den nächsten Tagen die sichste General=Versammlung der katbolischen Vereine Deutschlands. Außer den Bischöfen von Fulda, Mainz und Paderborn haben auch die Herren Hofraitz Buß und Frhr. v. Andlaw aus Freiburg, Domcapitular Lenning und Regens des dischöflichen Priester=Seminars Mousang, so wie Prof. Dr. Riffel aus Mainz, die beiden Brüder E. und F. Michelis aus Luremburg und Padervorn, Leg.=Rath Dr. Lieber aus Camberg, der Stifter der Gesellen=Vereine, Domvicar Kolping aus Köln, Frhr. Wilderich von Krtieler, Privaldocent Dr. Clemens aus Bonn, Stadtkaplan Engel aus Fulda, Prof. Gelshoru aus Amelunren, Bibliothekar Laurent aus Aachen, Rettor Dr. Perger aus Gaesdonk u. v. A. Zusagen ertheilt und sind theilweise bereits hier eingetroffen. H Hamm, 20. Septdr. Gestern traf, mit drm Nachmittagszuge von Düsselrorf kommend, Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oldenburg unter dem Ramen eines Grafen von Güldenstein bier ein, übernachtete mit Gesolge im Hotel London, und setzte heute Mittags seine Reise nach Hannover fort. In der Nacht vom 18. auf den 19. d. M. wurden dem Kaufmann B. aus S., welcher mit einem Pafsagier Abends 9 Uhr von Dortmund angekommen war, und im Gasthofe zum Prinzen von Preußen an der Eisenbahn mit Letzterem in einem und demselben Zimmer übernachtet hatte, alle Baarschaften und Effekten entwendet. Der Freund, der mit ihm das Schlafgemach getheilt hatte, war Morgens nicht mehr anzutreffen. Den Bemühungen der Polizei ist es bis jetzt nicht gelungen, den Unbekannten zu ermitteln, oder den Thäter zu entdecken. Dem pensionirten Hauptmann v. B. sind aus einem Schrarke 3 bis 400 Thlr. in baarem Gelde entwendet worden. Der Diebstahl soll in das zweite Viertel des laufenden Monats fallen, ohne daß der Zeitpunkt genauer angegeben werden Könnte. Der Dieb muß genaue Lokal=Kenntnisse besessen oder sich erworben haben. * Detmold, 19. Sept. Da mich ein Geschäft hierber geführt hatte, so ergriff ich die Gelegenbeit, den fürstlichen Marstall zubesuchen. Ich war von der Anzahl und Schönheit der Pferde überrascht und habe dieselben durchgängig schöner gefunden, als z. B. in dem königlichen Marstall zu München. Jo hatte schon viel von der Sennerrace gehört, welche wild in den Wäldern herumläuft, aber doch waren meine Erwartungen übertroffen. Deshalb wird es mir vergönnt sein, mein Bedauern darüber auszusprechen, daß diese Zucht vernachlässigt wird und am Ende unterzugehen droht. Der Hauptbeschäler nämlis,, ein englischer Vollblutrenner, Brother to Rostrum“, oder wie er heißt, ist nicht geeignet, die Race kräftig fortzupflanzen oder noch zu veredeln und dadurch entsteht in dem Lande ein Vorurtheil gegen die englischen Vollblutbeschäler überhaupt, und zwar mit Unrecht. Die englischen Volldlutpferde müssen nämlich in zwei Kategorien getheilt worden; in solche, welche nur für die Rennbahn gezüchtet werden und in solche, die für den Privatgebrauch und die Züchtung bestimmt sind. Bei den ersteren kommt es darauf an, diesenigen Eigenschaften besonders hervorstechend zu machen und auszubilden, welche ein Pferd befäbigen auf einer kurzen Strecke von“. Meile die größtmögliche Schnelligkeit zu entfalten. Die Fohlen werden mit übermäßigem Futter aufgezogen und schon im zweiten Jahre geritten, ja auf der Rennbahn gebraucht. Dadurch werden schmale Thiere mit langen Beinen und Hälsen, dünnen Gliedern, wahren Windhundleibern, kurz Carrikaturen von Pferden herangezogen, welche dem von den englischen Rennbahnen geforderten Zwecken vollkommen entsprechen, d. b. auf eine Strecke von ½ Meile unter allen Pferden der Erde die größte Schnelligkeit erreichen, aber zu größeren Strapazen weniger geeignei sind. In England jagt man für die Züchrung der Rennpferde zugleich nach solchen Beschälern, welche im Rennen gefiegt haben. Da diese aber dann erst 4—5jährig sind, und die Erbfehler sich erst in späteren Jahren zeigen, so wird die Race verschlechtert. In England und Deutschland bat man in neuester Zeit dieß eingesehen und ist bemübt die Vollblutzüchtung weniger nach den Erfordernissen der Rennbahn zu bemessen, oder vielmehr die Vollblutrace ohne Rücksicht auf jene selbstständig fortzupflanzen, indem man vorzugsweise auf die Schönheit und edle Ebenmäßigleit des Baues sieht. Wir sehen daher jetzt auch in Deutschland an vielen Orten Vollbluthengste, die alle guten Eigenschaften der Rempfeade besitzen, aber durch kräftigeren Bau, breite u. tiefe Brust, breite Hüften und starkes Knochenmaß, sich weit vollkommener zu Beschälern eignen. Ein solches Vollblutpferd habe ich hier vermißt, denn der„Rostrum“ gebört der Klasse der Renner an, welche nur im Stande sind unter den Züchtern ein Vorurtheil gegen das englische Vollblutpferd überhaupt hervorzurusen und zwar zum Nachtheil der Pferdezucht. X Detmold, 20. Sept. Am Freitag Morgen lief ein einem hiesigen Lieutenant geböriger Jagdbund in den neben der Mainberger Chaussee gelegenen, zu der Meierei Johanettenthal gehörigen Kuhkamp. Der Hund, der wahrscheinlich seinem Herrn, der am Morgen früh verreist, nachgelaufen war, legte sich am User der Werie in der Weide nieder. Dort sah ien der Kuhhirt, der davon sofort Anzeige bei dem Pächter der Meierei machte, mit dem Bemerken, der Hund sei toll. Dieser erschien dann mit dem Gewehr und schoß den Hund. Das arme Thier, schwer verwundet, batte noch so viel Kraft, die Werre zu durchschwimmen und die Mauer des Zuchtbauses zu erreichen, wo es niedersiek. Hier erhielt er einen zweiten Schuß, der ihn aber niedt tödtete. Er raßfte sich nochmals auf und durchschwamm die Bade=Anstalt, wo er, unsädig sich mit den zerschossenen Beinen weiter zu regen, am Ufer Gegen blied. Hier fand ihn in diesem Zustande der bei der Badeanstalt angestellte Unteroffizier L.— Kurz darauf kam der Kuhdint hier an, um das Thier abzuholen und einzuscharren; dem widersetzte sich der Unteroffizier jedoch. Der Kuhhirt schlug den Hund aber vollende todt. Tags darauf fand dann Seitens mehrerer Offiziere ein Besichtigung desselben stott; der Eigenthüner wandte sich schriftlich an den Herrn C., den Pächter der Meierei, um die Sache in Süte abzumachen, widrigenfalls er klagbar würde. Auf diesen Brief soil keine Antwort erfolgt sein und ist man, salls die Sache wirklich vor Gericht kömmt, höchst gespannt auf den Rusgang verseiden. Es soll nämlich früher eine Bekanntmachung im Kuhkampe defindlich gewesen sein, wornach den Herren Hunden das Spatzierengehen im selben bei Strafe verboten ist. Ob diese Strafe nun in sofortiger Erschießung besteht, vermag ich nicht zu sagen!— Der Umstand, Herr C. habe nach der Anzeige des Kuhhirten, dem eine foiche Unwissenbeit nicht einmal zu Gute gehalten werden könnte, den Hund für toll gehalten, dürfte ihn wohl nicht entschutdigen; der Hund#ng am Wasser; und ein toller Hund ist bekanntlich wasserschen. Verantwortlicher Redakteur: W. Cräwetl in Poderdorn. 2 Thaler Belohnung. Am vorigen Donnerstag Mittags ist auf dem Wege vom Löffelmann'schen Gasthose zum Bahndose eine gestickte Cigarrendose in Pferdehaarstoff verloren gegangen. Wer dieselbe gefunden und in der Expedition der Wests. Zig. abliefert, erhält eine Belohnung von 2 Thira. Paderdorn, den 21. Sept. 1852. Westfälische Eisenbahn. In Folge höherer Snordnung wird für die diesseitige Eisenbahn vom 1sten November d. J. ab ein neuer Tarif für den Personen=, Fracht= und Eilgut=Verkedr in Kraft treten. Die Abänderungen, welche eingeführt werden, sind folgende: Das Personengeld wird für die lie Klasse von 6 Sgr. auf 6½ Sor. "" Ilte„* 4„" 4½ "„ Illie„* 3„ 3½per Meile erdöht. Die IV. Wagenklasse wird ganz fortfallen. Zwischen sämmtlichen Stationen werden zu ¾ des Terissapes Persoul= Karten für Hin= und Rückfahrt ausgegeben, mit der Maaßgabe jedech, daß dieselben nur für den Tag, an welchem sie ausgegeben, Gültigkeit haben. Für den Güter=Traussort wird der Frachisatz bei der lten Klasse Abtheilung A auf 2¼ Pfrunig Klasse lten„„ B• 2 lten O* 3 *" Iten„„ D„ 3½ pro Crntner und Meile gestrigert. Der Tarissatz für die Güter UIter bleibt unverändert. Wir setzen das Publikum von diesen Abänderungen mit dem Bemerken in Kenntniß, daß die vollständigen Tarise dinnen Kurzem in den Dienstlokalen der Einnehmer resp. GüterExpedienten unserer Lämmtlichen Stationen käuflich zu haben##in werden. Paperdorn, am 20. Septbr. 1852. Königliche Direktion der Eisenbahn. Cür einen ersahrenen Silbeuarbeiter: 0 Gebülfen ist in Münster eine dauernde Coneition offen. Zu erfragen bei drr Expedition dieses Blattes in Münster und Paderborn Joraelitisches Knaben- Institut Den geehrien Eltern und Vormündern die ergebene Anzeige, daß ich mein Institut vergrößert und von nun an Knaben verschiedenen liers bei mir Aufnahme finden, zur vollkommenen wissenschaftlichen Ausbildung, vorzüglich für das kaufmännische Facd, wie überhaupt für das praktische Leden. Es erhalten dieselben in meinem Hause: Kost, Logis nedst Wäsche. Auf gefällige Aufragen din ich gern bereit nähere Auskunst zu ertheilen. Auch ist diese zu erhalten in dew Pensionat der Fräulein Vathan zu Paderdorn. A. Dinkelspiel, Lehrer und Prediger U. 2.—. in Menden bei Iserlohn. S Die Rhein= und RuhrZeitung wird auch in dem nächsten Quartal täglich. mit Ausnahme des Montags und der hohen Festtage, erscheinen und fortwäbrend sich bestreben, ihren Abonnenten alle wichtigen Tagesereignisse auf das Rascheste milzutbeilen. Durch eine sorgfältige und umsichtige Redaktion wird sie die Anerkennung, welche ihr in weiten Kreisen zu Theil geworden ist, immer meyr zu rechtfertigen suchen, und darf dabei zuversichtlich beffen, in treuem Festhalten ihrer bisberigen Richtung, die Zahl ihrer Freunde fortdauernd zu erhalten und zu vermehren. Insertionen aller Art— welche pro Garmond=Zeile oder deren Raum mit 1 Sgr. berechnet werden— finden durch die Rhein= und Ruhrzeitung eine große Verbreitung, namentlich in den gewerbreichsten Gegenden Rheinlands u. Westphalens. Der Abonnementspreis der Rbein= und Ruhr=Zeitung beträgt vierteljährlich— in din Expeditionen zu Duisburg und Müblbeim a. k. Ruhr— 1 Tdir., bei allen Königl. Postämtern: 4 Thlr. 5 Sgr. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen. Duisburg, im Sept. 1852. Verlag der Rhein= und Ruhr=Zeitung, Rieten. Dachbedeckungen von Als zweckmäßiges Material für Dachbedeckung ist der Asphalt=Filz besonders zu empfote len; derselde ist in Rollen von beliediger Länge zu haben und kann auf bloße Lotten zmagelt werden, ist daber in der Anwendung billiger, wie alle Materialien, bei welchen Bordverschalung erforderlich ist, er ist ein schlechter Wärmeleiter, unbedingt dicht, sotid und hattbar und seine Anwendung so einfach, daß selbst ein Hanslanger vollkommen im Stande ist, ein Filzdach anzufertigen. Das Genauere ist aus der Gebrauchsanweisung zu ersehen. Feruer empfehle ich mein Lager von: Natürlichem Asphalt aus den Gruben von Val=de=Traver9 Lobsaan ap; Limmer. Bestem Mineral= oder Asphalttheer. Aspbaltplatten von ächtem Aephalt, zu Isolirschichten. Flüssigem Asphalt in Krügen, zur Trockenlegung feuchter Wände, durchaus zuverlässig. Asvhaltvavier in Rollen, zu gleichem Zwecke bei geringeren Feuchtigkeit. Marmor=Cement zu Verzierungen, blendend weiß und mattweiß. Patent=Portland=Cement, Fabrikat Robins& Comp., wovon sich ebenfalls Niederlagen in den wiederbolt bekannt gemachten Hauptstädten Rheinlands und Westfalens, in Paderborn bei F. W. Kölling, sowie Süddeutschlands definden und worüber die specielle Gebrauchs=Anweisung bei mir und meinen auswärtigen Beanstragten ebenfalls zu haben ist. Köln, im September 1852. II. 1. J. Simonis. Auswanderern im nördlichen Deutschland empfiehlt sich zur Vermittelung zuverlässiger Ueberfahrtsverträge nach Nordamerika u. s. w. und ertheilt auf brieflich freie Anfragen kostenfreie Auskunft: Die Agentur G. A. Wundermann& Söhne in Antwerven. Daß die Fahrten von Antwerpen aus, welches den Reisenden so viele örtliche Vortheite und Annehmlichkeiten darbietet, im Vergleich zu Biemen, wo der Ausw. noch erst Bremerhafen und die stürmische Nordsee zu passiren hat, ungleich näber und ungefährlicher sind, braucht wol kaum bemerkt zu werden. Wie oft wurden nicht schon jene Schiffe nach Norwegen verschlagen und mußten dann in noch gefährlicherer Richtung England umschissen!— Auch laborirt Autwerpen nicht mehr, wie früher, an so vielen Mißbräuchen, welche dem Betruge freies Spiel ließen, indem gegenwärtig das Ausw. Geschäft mehr in soliden Händen beruhet. Nur hüte man sich vor so mancherlei Zwischenagenten und Auforinglingen! Man erreicht viel sicherer und rascher seinen Zweck, wenn man sich direkt bieher wendet. Auch folge man genau den ertheilten Vorschriften. Von Köln aus genießt der Ausw. eine bebeutende Preisermäßigung auf der Eisenbabn.— Größere Gesellschaften thun wohl, einem aus ihrer Mitte den Briefwechsel mit uns zu übertragen, um das Geschäft zu vereinfachen und vortdeilhafter für sich zu stellen. (In der Exped. dieser Zeit. können die näheren Ueberfahrts=Bedingungen gegen eine geringe Gebühr eingesehen werden.) Bestellungen auf das täglich zwei Mal erscheinende, mit dem Unterhaltungsblatte„Die daskalia“ begleitete Frankfurter Journal für das mit dem 1. Okt. beginnende vierte Quartal nehmen alle Postämter Deutschlands, der Schweiz nur Beigiens an. Vierteljährlicher Preis innerbalb des fürstl. Tburn und Taxisschen Postverwaltungsbezirkes 2 fl. 30 kr, außerhalb desselben 2 fl. 40 kr. exel. gesetzlich bestehender Stempel= und Bestellgedühren. R1s Bestel tung für ber begil erbeten. Wie bereits worden, gedör Methode des mit dem Spai die Erde gelod des Bodens v# ßerer Zugang ger und umfan Fläche; se meh desto leichter de reich underübrt, gere Zeit Pflug Luft allein geni Brachliegenlassen vorzugeweise da Resuliate, welch sind dem Landm Brache folgte, gen mehr. Wü lichen Entwässer: daß die Luft ein wäre unzweifelbo Einwirkung der die Draius für tigkeit. Sie kön tende Menge von so äußerst schärli völlig zu vernicht Wasser gefüllten derselben zulassen. Indeß reicht da weiß, nicht auf jei vorzubringen. Ee theile aus der Alt noch bei weitem be — bewuß: oder u vorzugsweise des Dünger par excelle tender Bichstand p Bodensläche notbwe sich gezwungen, ein briagen, daß man unterwirft oder es terstoffe den Dung produziet nich: San sten Prozente des u Was vor allem wir Amoniakgehalt im Ein#2 Eine Zigeunero# auf den Boden ge schliefen Im Scha gelungenen Dieosta ufsehen als wir chen Besuche gewöl sie beobachtet würd den Naturkindern, dautisch einige Frage des Kauderwel verkehrten, und au klangen. Meine# funden, die ihr au Reisefährten überla wiedenzugeben, und nen zu setzen. Eir porären Colonie ab geuner mit ihren D hette durch seinen lassen, der auf die wiclten am. die S wurden bei Seite ae chen Gesang erschalle gewissen Hormowie si deuen die Mütter al— Druck und Verlag von Wilh. Crswell in Paderdern.