des Gewinnes unter die lieder der Direktion babesoldet; der Verwalst und von der General= rhält eine Tantieme von des Verwaltungsrathes, der Stadt, die übrigen gl. Regierung zu Minir, jetzt Hr. RegierungsEinsicht nehmen und seinem Ermessen berunz als Kaufmann Leiwelches aus Handgeder Grafschaft Ravenspohnen. Um das Handnur von solchen Weften mit der Verpflichunn zu verweben, und eser Verpflichtung treu sch sei, auch den Hanso kann die Generalten. Der Verein soll egenüber dem Maschigeben, Tausende von igen dumpfen Hütten der Verein ist hervorsuch Geschäftskenntnißz 1, ohne die Aussichten uben auch gern, daß daher, welche sie maherausstellen, ob das überhaupt noch mit ksamkeit des Vereins Interhalt von so viejährigen Provinzialein neues Haspelhung desselben auch r bedrängten Spines dann nur praktiell in Paderborn. Galhoser er. beabsichtigt sein Nähe des Schaubeschäftslocale geim Wesipbälischen halber, mit, nach ar, zu verkaufen. neu erbauet, im Mitte und am nthält 30, größen großen Saal zeräumige Küche, für 15 Pferde, Bequemlichkeiten, des Kaufpreien bleiben, und rihschaft bis zur pi. Der vorig wegen eignet eis zur Handroßartigen GeI auf frankirte 1852. Commissionär. achtung. Morte Echthaurige Winteretend verpachmit dem Beiß der große und die dalogründe eine gewähren. Sept. 1852. erborn ist zu gabe Verken R 150. Erscheint mit Ausnuhme des Montags tüglich. Inserate werden mat 1 Sgr. die 4 spaltige Zeile oder deren Raum berechnel. rborn, Dienstag, den 21. September 1852. Viertelj. Abonb.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postenstalten in Preuse. 9 Thlr 15 Sgr.; in dbrigen Deutschlens 1 Thlr. 22½ Sgr. 5r Jahrg. Bestellungen auf die Westfälische Zei. tung für das nächste, mit dem 1. Oktober beginnende, Quartal werden baldigst erbeten, auswärts durch die Deutschland. * Paderborn, 20. Sept. Preußen hat die Verhandlungen in der Zollvereinsfrage mit den Staaten der Coaliton abgebrochen. Indem es somit that, was es seiner Selbsterhaltung und seiner Würde schuldig war, wird es in diesem Schritte der Zustimmung aller Parteien im Lande gewiß sein. Am 17. hat eine Sitzung der Zollkonserenz stattgefunden, zu welcher nur die Bevollmächtigten der Staaten eingeladen waren, die der Erklärung Preußens vom 30. v. M. beigestimmt hatten. Wir werden nun wahrscheinlich seben, daß in der Coalition selbst die Spaltung ausdricht. Fürs Erste lassen wir die verschiedenen Nachrichten folgen. Die N. Dr. Zig., welcher die Nachricht zuerst zuging, meldet vom 17.:„Das Gouvernement hat den energischen Eutschluß gefaßt, keine Verhandlungen mit der Koalition zu pflegen. Heute Mittag dat eine Sitzung der Zollkonferenz stattgefunden, zu welcher nu: die Bevollmächtigten von Hannover, Oldenburg, Braunschweig und den Thüringschen Staaten eingeladen sind, und es ist diesen, wie wir hören mitgetheilt worden, daß Preußen nun blos noch mit ihnen verhandeln, dabei aber natürlich an allen den Verpflichtungen auf das Eutschiedenste festhalten würde, die es durch den Septembervertrag eingegangen hat. Das C. B. schreidt: Die gestern von Preußen veranlaßte Conferenz von Zolvereinebevollmächtigten, so weit dieselben die thüringschen, anbaltinischen Länder, Hannover, Oldenburg und Braunschweig vertreten, brachte preußischer Seits die Erklärung, daß Preußen in Gemäßheit seiner Erklärung v. 30. v. M. zunächst nur mit den Staaten, deren Bevollmächtigte es eingeluden, verhandetn könne. Eine Ausschließung verzentgen Staaten, die noch nachträglich jener Erklärung zustimmen, wurde nicht angedeutet, vielmehr dürfte noch jedem derselden der Zutritt offen stehen, sobald er nämlich der Feststellung vom 30. v. M. beitritt. Hiernach rectifiziren sich die thatsächlichen Mittheilungen der N. Dr. Zig.— Die Coalitionsstaaten können sich durch eine einfache Erklärung noch immer anschließen.— Der Eindruck, den die preuß. Erklärung auf die in der gestrigen Conferenz anwesenden Bevollmächtigten gemacht hat, war ein entschieden günstiger. Nicht minder bat in Berlin die diesseitige Entschiedenheit die freudigste Billigung gesunden. Die biesigen Vertreter auswärtiger Regierungen haben meist noch gestern den Inhalt der preuß. Erklärung an ihre resp. Regierungen telegraphirt.— Am 18., Mittags 12 Uhr, sand zu Berlin eine Sitzung des Staatsministeriums statt.— Ueber die Beratbungen der Koalition in München sehlen heute nähere Minheilungen, man erfährt nur, daß der sächsische Minister, Herr von Beust, sofort nach seiner Ankunst in Ein Ausflug in die Moldau. IV. Am andern Tage verließen wir in aller Früh Botuschan, nachdem unser freundlicher Russe im Wirthshause die Rechnung berichtigt und die Größe derselben, trotzdem wir die ganze Zeit bei meinem ärztlichen Freunde gespeist, mit einer gewissen Verlegenheit damit entschuloigte, daß die kleinern Städte in dieser Beziehung noch sehr zurück sind und man in der Hauptstadt um vieles billiger lebe. Gegen diese Behauptung konnte ich für den Augenblick natürlich nichts einwenden, ich hatte aber in Jassy nur zu oft Gelegenheit, zu meinem Nachthelle von der geringen Stichhaltigkeit derselben mich zu überzeugen. Wir hatten noch eine starke Tagereise nach Jassy, und Andrej Jakowlewitsch meinte, wir könnten, wenn wir unsere Pferde etwas anstreugten, noch heute hinkommen; in der Nähe der Hauptstadt kann man ohne Gefahr auch ein Paar Stunden in die Nacht hineinfahren. Indessen mußten wir in der Mittagsstunde während der größten Tageshitze etwas rasten, unseren Thieren Ruhe gönnen und uns selbst etwas restauriren. Wir haben bis Jassy keine Stadt mehr zu passiren, belehrte uns unser Reisegefährte, und wir werden demnach in diesem auf offener Straße stehenden Wirthshause unsere Mittagsstation halten. Das sogenannte Wirtshaus glich freilich mehr einem galizischen Maierhofe, der sich von einer Bauernhütte nur durch seine Größe und seine weitläufigen Nebengebäude unterscheidet. Das ländliche Hotel war schlicht und recht mit Stroh gedeckt, die Einfahrt in den Hof durch massenhafte Düngerhaufen erschwert; ein etwas baufälliges Gerüste aus mit Lehm zusammengeklebiem Weidengesiechte destend, stellte die Stallung für Pferde, Horn= und Borstenvieh vor, der Eingang in das Hauptgebäude ruhte auf zwei bölzernen Säulen, die sich gar keiner Ordnung einreihen ließen. Doch trotz dieser pomphaften Außenseite mußten wir uns bescheiden bücken, um ohne München mit dem bairischen Minister, Herrn von der Pfordten, eine längere Unterredung hatte und sich hierauf der Letztere zu dem König begab. Die Koalition zählt in sich drei Richtungen, eine versöhnliche und vermittelnde, welche Baden und Würtemberg repräsentirt, eine der Zogerung ergebene, welche in Sachsen ihren Stützpunkt findet, und eine dem Bruch mit dem Zollverein geneigie, welche in Baiern und Kurbessen ihre Vorkämpfer Hat. Der„V. Z.“ schreidt man aus Wien: „Von den Koalitionsstaaten sind es nur drei, Baiern und eie beiden Hessen, welche bestimmte Verpflichtungen Oesterreich gegenüber eingegangen sind und welche, wie man hier wenigsten nunmehr mir Sicherheit annehmen zu dürsen meint— die Axt der Auflösung an den Zollverein zu legen entschlossen sind. Man vernimmt aus sehr guter Quelle, daß ras ganze Manöver der Koalition so angelegt ist, um Preußens Gedule zu erschöpfen und dieses zur Jnitiative der Auflösung des Zollvereins zu drängen. Ist dieser Akt erst erfolgt, dann wird sicherem Vernehmen nach das Wiener Kadinet ie Sache der Zolleinigung selbstthätig in die Haud nehmen und es steht eine Note an sämmtliche europäische Kabinette zu gewärtigen, und zwar in dem Sinne, daß die europäische Rude durchaus von der endlichen Einigung der deutschen materiellen und politischen Interessen unter Oesterreichs Vortritt abbängig sei. Dies ist der Kardinalpunkt der österreichischen Politik, von welchem in keiner Weise abgewichen werden wird.“ Die„Kass. Zig. giebt zu, daß der in Wien aufgestellte Taris=Entwurf nicht so beschlossen sei, daß an demselben gar nicht mehr geändert werden dürfte.„Aber— sagt hierauf das Blatt— das Prinztp, aus welchem der Tarif floß, darf nicht abgeändert werden, denn dieß würde gegen das Uebereinkommen imSchlußprotokoll verstoßen." Das heißt mit andern Worten, das Prinzip wird Preußen oktropirt, nur andere, gegen das Prinzip nicht verstoßende Abäuderungen sollen ihm gestattet sein. Die N. Dr. Z. läßt sch über den entschiedenen Schritt der Regierung felgendermaßen vernehmen. Der entschiedene Schritt ist geschehen, und Niemand kann die entschossene That unseres Cabinete mit größerer Freude begrüßen als wir, die wir uns lange danach gesehnt, der kurzsichtigen Pfiffigkeit und sich selbst verstrickenden Intrigue der österreichischen Diplomatie prinziviell und konsequent entgegentreten zu können. Abgebrochen, und damit ein dicker Strich durch die Rechnung, welche immer noch auf die endliche Nachgiebigkeit Preußens callulirte; abgebrochen, und damit die Intriguanten so vieler Deutscher Höfe vor eine Alternative gestellt, wo persönliche Gereiztheit und kleinliche selbstsüchlige Zwecke den Interessen und Sympathieen der Völker Rede und Antwort geben müssen; abgebrochen, und damit dem Oesterreichischen Cabinet der dandgreifliche Beweis geliefert, daß Preußen nicht gesonnen ist, mit Sachsen und Baiern Pagendienste in Wien zu thun, oder sich zum Colporteur der österreichischen geldweriben Lumpen herzugeben. Preußens Haushalt ist geordnet genug, daß wir keiner Andern bedürfen, und Preußens Macht wird von uns nicht so unterschätzt, daß wir auch nur einen Augenblick stutzen könnten, die„Fahnen, uater Kopfdeulen ins Vorhaus und von da in ein großes, leeres Zimmer zu gelangen, das für Passagiere bestimmt, zu ihrer Bequemlichkeit nichts als einen weißen Eichentisch und eine langmächtige und enorm breite Holzpritsche aufwies, welche mit einem Strohsacke und einer grobwollenen Decke verschen, sich als stattliche Ottomane präsentirte. Der Gastwirih war zum Glücke ein eingewanderter Russe, ein verabschiedeter Soldat, der in frühern glücklichern Tagen ein ehrenwerthes Mitglied der russischen Ocrupationsarmee gewesen. Ich unterhielt mich mit dem Alten, der sich, wie er mir versicherte, im Lande sehr behaglich fühle, und sich um so weniger in seine Heimath zurücksehne, als die Leute hier so rechtgläubig, wie in Rußland und dabei um vieles dummer wären. Der alte Bogdan Jakimowitsch erzählte mit einem gewissen Stolze von der Ehrfurcht, die man in der Moldau für die Russen hege, wie er diesem Umstande seine Heirath mit einer wohlhabenden Tochter des Landes verdanke, die idm Hof und Grund als Mitgift gebracht, wie er sich zum Danke dafür Mühr gegeben, die moldauische Sprache zu erlernen, die doch im Grunde nichts anders als„porusski na wuworoi“(ein umgekehrtes Russisch) sei, und wie er hoffe und wünsche in seinen alten Tagen der Czar aller Reußen als Herrscher der Moldau und aller Walachen mit einem donnernden Hurrah zu begrüßen. Das Auftragen der bestellten Speisen durch seine für eine reiche Partie ziemtich hübsche Ehehälfte unterdrach den Erguß seines häuslichen Glückes und seines politischen Glaubensbeken###isses, das ihm ein freudiges„choroscho, Bratetz, choroscho“(schön, Bruber, schön) von Seiten unseres Begleiters mit Accompagnement eines tüchtigen Schlages auf die Schulter eintrug. Nach eingenommenem Male, das wir mit dem leichten, moldautschen Weine, der nur etwas über einen Piaster dir Oka(brei polnische Pfund oder 1,5873 Litres) kosteie, gewürzt hatten, setzten wir auf das Drängen unsetes Freundes, der nech heute durchaut denen der Verrath bei Mollwitz flegte,“ mit frohem Muthe von Neuem zu entsalten. Freilich dürfen wir uns dabei nicht der Täuschung hingeben; als od mit dem formellen Abbruch der Berhandlungen die Gefahr beseitige sch denn wenn auch ein guter Aufang das Schwerste ist— nur ein gutes Ende krönt das Werk, and Oesterreich wird die Hände nicht in den Schooß legen. Seien wir daher wohl auf unserer Hut: nur ein konsequentes energisches Fortschreiten auf dem hetretinen Wege, nur eine Politik, welche in den Prinzivien nicht allein der handelspolitischen, sondern der ganzen Politik des Oesterreichischen Cabinets sowohl nach Innen als nach Außen diametral entgegengesetzt ist, nur eine sosche Politsk, eine soiche aber auch gewiß, wird die Wirtung baben, das begonnene Werk siegreich hinauszuführen und Preußen als den Vorkäms pfer der wahren Freiheit in Deutschland zur Gettung und Anerkennung zu bringen. Darmstädter Coatition und Oesterreichische Zoll=Einigung, Deutsches Koiserihum, neuer Schleßscher Krieg und was man sonst noch in Wien füe Teäume haben mag: sie werden dann dald Richts medr sein, als eine interessante Spulgeschichte, und nicht lange wird die Zeit auf sich warten lassen, wo ein oden der aukere Deutsche Siaat vor der verzehrenden Liebe Oesterreichs sich wieder unter eie Flügel des Dreußischen Aelers retten wir d. Musere und aller Preußischen Datrioten Pflicht aber ist eo, vor dem Ernste der Sination alle persönlichen, wie Vortei=Rücksichten uud Zwecke verstummen zu lassen, der Gefahr und Aufgabe des Augendlicke wie ein Mann gegenüber zu treten, und dim Oesterreichischen Cadinet den schlagenden Beweis zu liefern, doß freie Liede und Treue doch mnoch fester dält, als eiserne Klammern. Berlin, 17. Sept. Der heutige Staats=Anzeiger rnthält felgende Allerdöchste Ordre vom 1. Septemder 1852— vetressend die Dienstvergehen der nicht richterlichen Beamten: Auf den Bericht des Staats=Ministeriums vom 26. August d. J. will, Ich zum Präßidenten des nach 55. 24 und 29 bes Oriepet voen Bb. B#i=2. S. ge bibmameilettlnn doses für die Dienstvergehen der nicht richterlichen Bramien den Chef=Dräsidenten des Ober=Tridunals, Siaats= Minister Müdler, und zu Mitgliedern desselben: 1) den Direkter im Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten Oesterreich, 2) den Obertribunals=Ratt Zetinach, 3) den Ober=Tridunals=Raih Karl Acoipt Witte, 4) den Ober=Tridunals=Raih Höpner, 5) den Gebeimen Ober=Finanz=Rath von Könen I., 6) den Ober=Tridunals= Rath Reinike, 7) den Geheimen Ober=Regierungs=Rai# Dr. Brüggemann, 8) den Geheimen Ober=Justiz=Rath Dr. von der Dagen, 9) den Wirkl. Geh. Kriegoraih Fleck, 10) den Ged. Regierungs=Ratt Dr. Scherer, auf die drei Jahre vom 1. Sept. 1852 bis zum 1. Sept. 1855 hierdurch erneunen. Sanssonei, den 1. Sept. 1852. Friedrich Wilbelm. v. Mauteuffel. v. d. Heydt. Simons. v. Westphalen. 8. Seeschbing. — Unsere kürzlich gegebene Notiz, daß vor der vierten Abtheilung des Kriminalgerichts über ein im Jahre 1848 erschienenes Buch von Gutkow verhandelt und die Entscheidung Jassy erreichen wollte, unsere Reise fort, die kein neues Interesse dot, indem die Gegend fast dieselden Landschaftsbilder wie am vorigen Tage, nur mit geringen Abwechslungen zeigte. Wir ließen Nachmittags unsere Wagen auf der Straße halten, um ein etwas abwärts gelegenes Zigennerlager zu besuchen. Diese räthfelhaften Abkömmlinge des geheimnißvollen Indiens, die wahrscheinlich Tamarlans Invasionen mit Ende des vierzehnten Jahrbunderts nach Europa brachten, kamen im Jahre 1417 unter Alerandr dem Gütigen in die Moldau. Sie werden in Staats=, Kirchen= und Privat=Zigeuner eingetheilt. Es gebt nach den letzten, natürlich nur halbwegs richtigen stattstischen Daien im Lande nicht weniger als 4163 Familien Scaats=, 3535 Kirchen= und 4500 Familien Privatzigeuner. Die beiden ersteren sind sekt dem Jahre 1844 frei, die Privatzigenner sind noch immer Sclaven und können wie jedes andere Eigenthum verkauft oder vererbt werden. Ein großer Theil der sreien Zigeuner führt ein Nomadenleben, wandert unter dem Namen Lezasch(Nomaden) von Dorf zu Derf, und ernährt sich von Schmiedearbeiten und Diebstahl. Auch sind sie Lingurart (Löfflfabrikanten) und verfertigen allerband Holzgerätbe, oder Bärenführer(Ursari) und Roßläuscher. Unter den Privatzigennern befinden sich schon viele Ansässige(Watraschi, von Warra, Herd), die ihre Grundherren in gewissen Handwerken unterrichten lossen, also Schneider, Maurer, Köche und Bardiere sind, auch zugleich Ackerbau treiben, so daß sie größtentheils ihren ursprünglichen Charakter eingebüßt und sich mit den Moldauern assimilirt haben. Wir batten aber das Gluck, ein Zizeunerlager echter, von der Civilisation unberührt gebliebener, also vagabnneirender Lejasch vor uns zu sehen, mit ihren wilden, braunen Gesichtern, ibren fast nackten, in lange Tuchlappen oder hie und da in gestoblene, h##ld zu kurze bald zu weite Kleider gehüllten Leibern, ibren mit arricékiem Putze herausstaffirten Frauen, unter denen sich manche wahrsagende alte Syhille mit einer Rembrandsphyfiognochte, und wenn auch keine ausgesetzt worden wäre, ist dahin zu berichtigen, daß die bebezeichnete Schrift„Vergangene Tage“ in diesem Jahre erschien und einen Wiederaddruck der im Jahre 1835 verbetenen Wally enthält, ein Buch, das jetzt wohl nur noch den Sammler von Kuriesttäten interessiren dürsck. So viel wir wissen, ist dasselbe außerdem nirgends in Deutschland mit Beschlag belegt worden, seitdem die neue Auflage der in den Zeiten der Censur verboten gewesenen Schriften des sog.„jungen Deutsch= land“ sich wieder in ungebinderten: Verkehr besinden.(R.=Z.) — Das Bank=Direkterium bewirkte heute Vormittag 10 Uhr in Gegenwart des Minister=Präsidenten den gesetzlichen Haupt=Abschluß. — Die Saar= und Mosel=Zeitung schreibt aus Trier wie folgt: Der General v. Wedell ist von seiner Reise nach Brüssel und dem Haag zurückgekehrt unduhat in beiden Orten an döchster Stelle die gebührende Aufnahme gefunden. Aus bester Quelle wissen wir, daß die Unterredungen über die Eisendahn von Brüssel nach Trier ein Haupegegenstand der Mission war und daß dieselbe von beiden Mächten als unbedingt notdwendig anerkannt wurde. Belgien ist im Bau begriffen, obwohl es für den Augenblick langsam voranschreitet: jedoch sind die desinitiven Versicherungen gegeben, daß, wenn die ganze Linie von Preußen und dem Großberzogtdum anerkannt, votir! und negocürt ist, Belgien setnen Theil dis an die Luxemburger Grenze in zwei Jahren beendigt haben will. In wenigen Tagen erscheinen die Direktoren der Great=Luxembourg=Company in Luxemburg selbst, um den Theil der Fortsetzung der Arloner Bahn durch's Großberzogthum mit dem dortigen Gouvernement festzustellen und den Bau zu unternehmen. Dreußen hat seinerseits noch vor wenig Tagen in einer Antwort an das Hochwald=Comite gesagt, daß wegen Anlegung einer Eisenbadn von Luxemburg über Trier zur Saarbrücker Eisenbahn zwar eine desinitive Beschlußnahme noch nicht erfolgt ist, für die vorgeschlagene Richtung über den Hochwald und durch das Bliesthal mit Berührung von Zerf, Looheim, St. Wendel und Ottweiler jedoch eine Aussicht nicht eröffnet werden könne. Ferner ist von glaudwürdiger Seite versichert worden, daß der Eisenbahn=Bau=Inspektor Hädner vom Ministerium angewiesen sei, schon mit Beginn des nächsten Baujahres eine auf der Saarbrücker=Berdacher Bahn ersparte namhafte Summe sofert zum Ban der Saarbrücken=Trierer Bahn zu verwenden. — Recklenburg hat eine Unterhandlung wegen des Anschlusset an einen mit Dreußen abzuschließenden Zollverein vertagt, wie das C. B. meldet, theils wegen der Crisis, in welcher der Zollverein selbst schwebt, theils wegen des Wieerstandes der ständischen Partei. Vor Allem soll es die Branntweinsteuer sein, deren Einführung die nächste Folge von Mecklenburgs Beitritt zum Zollverein sein wurde, welche den großen Grundbesitz vereinigt hat, um den Absichten der Regierung in Hinsicht auf den Auschluß eutgegen zu wirken. Es ist von einem Kompromiß die Rede, welcher im Lause der Vorberathungen, die schon vor einiger Zeit abgebrochen sind, versucht wurde. Die Regierung, heißt es, sei zu Garantien in Bezug auf idre an das Steuerbewilligungsrecht der Stände zu stellenden Forderungen und zur Beschränkuag der letzteren bereit gewesen, weil sie durch die von dem Auschluß zu erwartende Zolleinnahme den Ausfall an den innern Sieuern decken zu können erwarten durfte. Es verlautet indeß nichts von einem Resultate dieser Verhandlungen. — Bekanntlich hat der Oderkirchenrath vor längerer Zeit dem Könige eine Denkschrift über die Vermehrung der Dotation der evangelischen Kirche in Preußen überreicht und dieselbe veröffentlichen lassen. Ein Hauptabschnit in dieser Denkschrift betrifft die Vergleichung der Einnahmen der evangelischen Kirche mit denjenigen Mitteln, üder welche die katdolische Kirche in Preußen zu gedieten dat. Von Seiten der katbolischen Prälaten ist eine Widerlegung dieses Theiles der Denkschrift beadsichtigt worden. Bei der Versammlung der Bischöfe, welche in Köln im vorigen Monate konferirten, ist, wie das„C. B.“ mittheilt, auch dieser Gegenstand zur Sprache gebracht worden. Es wurde jedoch von einem gemeinschaftlichen Handeln in dieser Angelegenbeit Abstand zu nehmen beschlossen, und war man der Ansicht, daß Jedem überlassen bleiden möge, die angemessen erscheinenden Schritte zur Beleuchtung jener Denkschrift zu thun. Wie man nun vernimmt, wird von der Breslauer Kirchenbebörde eine solche Beleuchtung verössentlicht werden. Als Verfasser derselben wird der Rath Rintel, der in der geheimen Kanzlei des Fürstbischofs angestellt ist, bezeichnet. — Grußerm Vernehmen nach soll, wie das„C. B.“ berichtet, Hoffnung vorhanden sein, daß die von Mecklenburg versuchten Verhandlungen mit unserer Regierung wegen Zurücknahme der nur dem Priaziv der Gegenseitigkeit entsprungenen Verfügung, die den längeren Aufenthalt von mecklenburger Unterthauen in Dreußen unmöglich macht, Erfolg haben. Es kann jedenfalls darauf gerechnet werden, daß man diesseite die Verfügung nur zurücknehmen wird, wenn man mecklendurgischer Seits edenfalls die Erschwerung, welche dem Aufenthalt von Preußen in jeuem Lande gemacht werden, abstellt. Esmeralden, doch frische, Jugendliche südliche Gestalten befanden, wie man ihnen in den Volksbildern von Murillo begegnet. Ein Theil der Zigeunerknaben und Mädchen aller Altersstufen lief auf den Rasenpartien des waldigen Terrains, wo die Zelte aufgeschlagen waren, schreiend, färmend und Purzelbäume schlagend, umher, während andere gleich kleinen Dämonen den Kessel umringten, der auf einem Riesendreifuße über einem lustigen Feuer stand, und um den zwei alte Zizeunerinnen, die auf dem Blocksberge zur Walz rgisnacht als respektable Heren figuriren konnten, mit großen Rührlöfsein bewaffnet, sich zu schaffen machten, abwechselnd die hald flüssige, halb feste Masse, die nach dem Geflüster unseres Freundes Feösche, Katzen und Kaninchen enthielt, umrührten und kosteten. (Schluß folgt.) — Die in diesen Tagen erschienene Rang= und Quartierliste der preußischen Armee für 1852 enthält für die Marine einen besonderen Abschnitt. Als Oder=Befchlshaber sämmtlicher Kriegsfahrzeuge ist der Gen.=Lieutenant Prinz Wilhelm Adal= bert von Preußen k. H., als Commodort Hr. Schroeder, und als Capitän zur See, mit dem Range eines Obersten in der Armee, Hr. Donner, aufgeführt. Dann folgen 3 Lieutenante zur See 1. Klasse mit dem Range eines Hauptmanns in der Armee, ferner die Auxiliar=Offiziere, 3 Zeug=Hauptleute, ein Marine=Guditeur, 3 Aerzte, 1. und 2. Klasse, 3 Zahlmeister 1. und 2. Klasse, 6 Unterzahlmeister, ferger das Seebataillon (in Schwinemünde) mit seinem Commandeur Major Burchardt und dem übrigen Personale. — Im Auftrage gewerblicher Vereine in Preußen hat als nationalökonomischer Schriftsteller bekannte Dr. Toegel Bapern bereist und bei der eben erfolgten Rückkehr nur die erfreulichsten Versicherungen von der entschiedensten Andänglichkeit der daprischen Bevölkerung, so wie des Beamtenstandes an die Sache des Zollvereins geben können; die Taktik des Hrn. v. d. Pfordten findet überall dort ihre verdiente Würdigung. Die offiziellen Blätter, namentlich die Neue Münchener Zeitung, geben schlechterdings die öffentliche Meinung nicht wieder, ihre Ansichten sind lediglich die Gedanken eines Staatsmannes, der für seine Pläne Anhang nur in den Ultramontanen und in einigen Schildträgern aus den. anderen Staaten der Coalition findet; ihre Beharrlichkeit dürfte zweiselhaft werden, wenn die Zollvereinssache in eine ernste Phase tritt. — Der Geh. Regierungsrath Scherer ist von seiner Urlaubsreise dier wieder eingetroffen und hat sein Decernat im Ministerium des Innern bereits übernommen. — Das System unserer Staats=Telegraphen hat in diesem Augenblick durch die neuen bei demselben getroffenen Einrichtungen eine Vollkommenheit erlangt, durch welche es zu dem vorzüglichsten aller Systeme erhoben wird, und durch welche es namentlich das englische System weit übertrifft. Die oberirdischen Drathleitungen sind in kurzer Zeit auf allen Stationen beendigt, und es hören dann die vielfachen Störungen, welche bei den unterirdischen Leitungen niemals zu vermeiden sino, für immer auf, da sich bei den oberirdischen Leitungen jere Unterbrechung sofort erkennen läßt; überdies werden jetzt alle Leitungen doppelt und dreifach angelegt, so daß bei einer Häufung von Depeschen, wie solche gerade in wichtigen Augenblicken und auf den wichtigsten Stationen vorzukommen pflegt, auch zur Roth doppelt gearbeitet werden kann. Die früheren Zeiger=Telegraphen sind jetzt auf den Staats- Telegraphen überall verschwunden, da sie zu iangsam arbeiten, und troß der Anwendung sehr starker elektrischer Batterieen den elektrischen Strom nur etwa 10 Meilen weit leiten, so daß eine Meuge von Zwischenstationen mit einer jedesmaligen Unterdrechung nöthig werden. Man bedient sich jetzt überall der sogenannten amerikanischen Telegraphen, welche die Depesche sofort auf einen Papierstreifen ohne Ende in bestimmten aus Dunkten und Strichen zusammengesetzten Zeichen abdrucken und bei welchen sich der. Telegraphist nicht um den Gang des Apparats zu kümmern und nicht jedes Zeichen ängstlich zu beodachten braucht, da die Maschine ganz von selbst alle Zeichen korrekt wiedergiedt. Ueberdies ist die Construktion dieser Apparate viel einfacher, als die der Zeiger=Telegraphen und man entdeckt sofort jede Unregelmäßigkeit im Mechanismus. Der Hauptvorzug dieser letzteren Apparate besteht eber darin, daß solche schon durch eine geringe elektrische Kraft bewegt werden und den elektrischen Strom daher ohne alle Unterbrechung hunderte von Meilen fortpflanzen. Man hat in diesen Tagen bereits das überraschende Resultat gewonnen, daß man von Berlin direkt ohne alle Zwischen=Siationen nach Wien hin und zurück telegraphirt hat und man wird in wenigen Tagen ein gleiches Resuttat direkt zwischen Berlin und Brüssel erzielen. Auch zur Verbütung der vielfachen Störungen, welche der Blitz auf den Drathleitungen herdeigeführt hat, hat man jetzt höchst zweckmäßige Blitzadleiter erfunden, welche bei den meisten Stationshäusern bereits angebracht sind.(Dr. Z.) — Die Verfügung Sr. Maj. des Königs, läßt sogar die F. Dostz. sich schreiben, wodurch eine größerr Einheit in der Leitung der Staatsangelegenheiten hergestellt wird, hat im Allgemeinen, namentlich unter den gegenwärtigen Umständen, wo die dem preußischen Staate drohenden Gefahren eine einheitliche Leitung unseres Staatswesens gebieterisch erheischen, einen günstigen Eindruck gemacht. — Großes Interesse erregen im gegenwärtigen Augenblicke die gesammelten und eben erschienenen Schriften des Generals v. Radowitz, deren zweiter Band die Geschichte der nationalen Bewegung Deutschlands vom Beginn der frankfurter NationalVersammlung bis zum Anfange des erfurter Parlaments darstellt. Der so eben„reactivirte“ Staatsmann spricht sich darin mit Freimuih über die weltgeschichtliche Bedeutung der ganzen Bewegung aus, erkennt in ihr nur den ersten Akt eines gewaltigen Hergangs, dem noch manche andere bis zur endlichen Peripetie folgen werden, und gibt nicht undeutlich zu verstehen, welches Unheil die Nichtbeachtung der nationalen Sehnsucht des Volkes und deren Niederhaltung durch Polizeigewalt in Gefolge haben müsse. Die gegenwärtige traurige, fast trostlose Lage der Angelegenheiten des Zollvereins, eine böse Consequenz des Tages von Olmütz, für dessen Fortwirken noch gar nicht das Ende abzuseben ist. macht dier in fast allen Kreisen der Gemütder um so empfänglicher für bedenkliche Rückdlicke und dange Ahnungen dieser Art. Preußen wird nicht untergehen; aber wann und wie wird die„endliche Peripctie“ eintreten? Niemand weiß es zu sagen! Auffallend aber ist es, wie in den letzten Tagen selbst der„N. Dr. Z.“ Angst geworden zu sein scheint, und wie sie jetzt wiederbolt mit liberalen Leitartikeln debutirt. In ihrem jungsten lehnt auch sie sich— mit ähnlichen Worten, wie Hr. v. Rarowitz—. gegen die Ueberschätzung der politischen Polizei auf und schließt:„Das Bequemste mag allereings das Polizeiregiment sein, doch hat es daneben die Schattenseite, daß es auch das kürzeste zu sein pflegt, und wir freuen uns deßhalb um so mehr, wenn man in Preußen je länger desto mehr zu der Erkenntniß gelangt, daß die Wege, welche die österreichische Regierung wandelt, nicht diejenigen sind, auf denen ein Volk groß und start wird, und daß wir sehr irre gehen würden, wenn wir uns durch das Irrlicht momentaner scheinbarer Resultate täuschen ließen.“ Es wird uns lieb sein, wenn wir in den nächsten preußischen Staatsakten recht viel von dieser wiederkehrenden„Erkenntniß“. werden wahrnehmen können.(K. Z.) Erfurt, 12. Sept. Gestern mit Beginn des Tages wurde ein hiesiger angesebener und wohlhabender Bürger und Weißgerbermeister von Polizeikommissarien aus seiner Wohnung geholt und zur Haft gebracht. Wie man erfährt, ist diese Verhaftung durch den dringenden Verdacht veranlaßt worden, daß der Verhaftete an einem Raubmorde Theil genommen habe, der vor etwa zehn Jahren an einer alten alleinwohnenden Wittwe verübt wurde. Die Untersuchungen über dieses Verbrechen hatten zu keiner Entoeckung geführt, bis in neuester Zeit durch das Bekenntniß eines Züchtlings in der Strafanstalt zu Halle, der sich dem Tode nahe fühlte, der Verdacht auf den hiesigen Gerbermeister gelenkt wurde.(L. Z.) 99 Düsseldorf, 18. Sept. Die Agitation der Kölner Kapitalisten für Herstellung einer direkten Eisendohnverbindung zwischen Crefeld und Köln hat endlich auch die hiesigen Disponenten über größere Gelomittel aus ihrer bisherigen Gleichgültigkeit geweckt. Ein provisorisches Komite hat sich für die Erbauung einer Düsseldorf=Crefelder Eisenbahn seit einigen Tagen gebildet, in dessen erster Sitzung ziemlich bedeutende Beträge gezeichnet wurden. Die Aktien sollen auf 100 Thlr. jede lauten und dies Anlagekapital ist bei dem überaus günstigen Terrain auf nur 500,000 Thlr. veranschlagt. Schon am folgenden Tage haben sich hies. Bürger bei dem Unternehmen betheiligt, und heute schon ist eine Teputation nach Berlin abgereist, um die baldige Ertheilung der Concession zur Begründung der Aktiengesellschaft und zum Baue der Bahn zu erwirken.— Die hiesige Industrie= und Gewerbeausstellung, die seit Deckung ihrer Kosten und der ihr zugesicherten Fortdauer neden dem einberufenen Landtage ihre Eintrittspreise von 10 auf 5 Sgr. ermäßigt hat, wird noch immer von Einheimischen, wie Auswärtigen stark besucht und der Zufluß von Frewden war seit vielen Jahren nicht so lebhaft hierber als im gegenwärtigen. Erfreulich und anerkennenswerth ist, daß das Ausstellungscomite den Beschluß gefaßt und ohne Publikation bereits zur Ausführung bringt, allen fremden, durchreisenden Dauswerkern und Arbeitern den unentgeldlichen Besuch der Ausstellung zu gestatten und so den Hervordringern aller eieser Sehenswürdigkeiten die Möglichkeit gewährt, die Freude des Anblicks dieser beredten Zeugnisse menschlicher Kunst und menschlichen Fleißes in einer ziemlich vollstäneigen Uebersicht zu genießen.— Köln, 17. Septdr. Gestern Abend brannte die vor dem Ebrentbore gelegene große chemische Fabrik des Herrn Pd. Traine dis auf den Grund nieder. Dieselbe war erst vor 3 Jahren erbaut worden. An ein Löschen des Feuers war um so weniger zu denken, oa sich das Feuer der im Keller befindlichen sehr brennbaren Vorräthe von Harz, Pech, Theer u. s. w. bemächtigt hatte. Dem Vernehmen nach war Alles versichert.(K. Z.) — Erzbischof von Paris, Mons. Sibour, ist in Begleitung der beiden Generalvicare Herten Sibour und Bautain hier eingetroffen und bei Sr. Eminenz abgestiegen.(D. V.) — Dem Communistencomplott ist in der nächsten Oktober= Assise der Termin bestimmt, doch hat sich seit einigen Tagen das Gerücht verbreitet, daß diesmal ein Gnadenact dem Verfahren zuvorkommen werde; am nächsten Geburtstag des Königs soll nämlich eine allgemeine politische Amnestie veröffentlicht werden. Inwiefern das Gerücht Geund hat, lassen wir dadingestellt.(Fr. Pz.) Storkow, 14. Sept. Heute früh ist der Prediger in Selchow bei Storkow, L. P. W. Lütkemüller, durch den Censistorialratb Bachmann aus Berlin plötzlich von seinem Amt suependirt worden. Es war derselbe eden im Begriff von der vielbesprochenen Schrift:„Unser Zustand von dem Tode bie zur Auferstebung; Gespräch zwischen zwei preußischen evangelischen Geistlichen. Ein Fragexunkt zwischen der protestantischen und katholischen Kirche“, welche kürzlich bei Reclam in Leipzig erschienen war, eine zweite Auflage vorzubereiten. Man bringt die gedachte hier viel Aufsehen erregende Maßregel mit dem Erscheinen der vorbezeichneten Schrift in Verbindung. Hamburg, 18. Sept. Gestern Mittag wurde das Erkenntniß in dem am Mittwoch verbandetten Preßprozesse gegen den Redakteur und Verleger der Reform, Herrn J. F. Richter wegen des in genanntem Blatte abgebildeten Lustbollons publizirt, und dadurch der Angeklagte in Gemäßheit der Paragraphen 2, 15 und 17 des Preßgesetzes in eine, innerbalb acht Tagen bei Strafe der Exekution zu erlegende Gelobuße von 75 Mk. Kri. und in die Prozeßkosten verurtheilt, auch zur unentgeltlichen Veröffentlichung des Erkenntnisses durch das nächste oder nächstfolgende Blatt der„Reform“ verpflichtet; da die in dem inkriminirten Blatte der„Reform“ erschienene Karrikatur ersichtlich darauf berechnet und auch geeignet sei, die befreundeten fünf Großmächte und insbesondere den gegenwärtigen Präsidenten der französischen Republik zu verdöhnen. (Hamd. Nachr.) Hannover, 15. Sept. Zwischen der diesigen und der königl. spanischen Regierung ist die Gleichstellung der hannoverschen und spanischen Schiffe in Beziedung auf die in den Häfen beider Länder zu entrichtenden Hafen= une Schifffahrtsabgaben verabredet worden.(H. Z.) Mün übrigens sich bereit Staatene ein Ausein auch Baiel reichischen len, so soll schon beden sich bereits schließen. an zu glau in seinem teugruppen stituirt werd — Genei einer kriegen noch stattsink sen beiden si dert. Auch penübungen General Für den noch met dieser militär gen, Pferde wie denn üb gastfreundlicht Wien, 11 Stationen der virgeben ik, sei der Wille geschrieben un den. Das ne werden. Uebe nichts.— Dez ein, von wo er veröffentlichter die zwischen Ozügigkeit bei geschen Oesterreig schlossen worden, nach Oesterreich baierischen und Grenzverketzre, leichterungen zu vention wird nd Versuchs der Fa urtheilten Josef verrathe kriegsrei ten Jobann v. 2 Die Prinzessin Prinzessin Albrech sten Jncegaite i# gereist.— Das Hain in Wien Angaben: Im Ja reichischen Staaten dagegen schieden a dreimat so Biele! in Böhmen 429, katholischen Kirche fanden 25 Uebertri in Ober=Oesterreich Kirche, in Steierm. und 5 aus, im Kü Kirche— statt. Rücktritte vom Kath Tirol keine Rücktritte Schlesien traten zuri hinzu 1; in Dalme bei der Beginn des höhung der Wohnun —* 17. Sept. Herrlichkeit sind über entsprechen die Zahle gestern waren erst 17 weit von 80. — Der Kaiser Ofen abgereist und, Ofen 14. Septbr., m Wohlsein am Pesther — Durch eine alle nach in Croatien der Lreifardiger Fahnen a neben jenen Fahnen, u sammtvaterlandes zeige zuräumen ist, nur, de zweifardige Zahnen mit dürfen.(Dr.) 2 Ungarn.— Von Welt spricht jetzt von der lunke in Kaschau, wo ein die alsdann von Bewaffne und grausem niedergemeße mächtigen. Wer hätte vor Ober=Ungarns erwartet, de Seine and Themse vermut Es würde auch nicht so Mähre gläubig aufnehmen, lern haarklein erzählt würd genau bezeichnet werden, un ließt:„Das Besein, doch hat es kürzeste zu sein mehr, wenn man ikenntniß gelangt, egierung wandelt, oß und start wird, wir uns durch täuschen ließen.“ ichsten preußischen den„Erkenntniß“. des Tages wurZürger und Weißder Wodnung geri, ist diese Verlaßt worden, daß genommen habe, alleinwohnenden über dieses Verbis in neuester n der Strafan, der Verdacht (L. Z.) ion der Kölner dohnverbindung e hiesigen Dispoherigen Gleichhat sich für die senbabn seit ng ziemlich beien sollen auf il ist bei dem 0 Thlr. versich dies. Bürschon ist eine ige Ertheilung chaft und zum ndustrie= und und der ihr Landtage ihre at, wird noch k besucht und nicht so lebund anerkeneschluß gefaßt bringt, allen tern den unund so den die Möglichten Zeugnisse iner ziemlich die vor dem Herrn Pb. r erst vor 3 re war um Keller befindTheer u. s. Alles versiBegleitung zutain hier V.) n Oktober= gen Tagen dem Ver1g des Köveröffentlassen wir rediger in ) d e n C e n inem Amt iff von der Tode bis n evangeprotestantiReclam in iten. Man ßregel mit ndung. das Eresse gegen s. Richter ons puber Darainnerbalb Gelobuße eilt, auch durch das pflichtet; rschienene gnei sei, n gegenrhöhnen. achr.) und der bannoin den fffahrtsMünchen, 16. Sept. Wenn man den Nachrichten, die übrigens aus guter Quelle stammen, trauen darf, so haben sich bereits bei den Konferenzen der Minister der koalirten Staaten Symptome einer beträchtlichen Spannung gezeigt, die ein Auseinanderfallen der Koalition erwarten lassen. Sollten auch Baiern und die beiden Hessen ihre Reigung, dem österreichischen Einflusse nachzugeben, fürs erste nicht aufgeben wollen, so soll doch Sachsen durch die geführten Unterhandlungen schon bedenklicher geworden sein, und Baden und Würtemberg sich bereits geneigter zeigen, sich an Preußen wieder anzuschließen. Wie die Sachen augenblicklich liegen, sängt man an zu glauben, daß der Zollverein, wenn auch vielleicht nicht in seinem ganzen Umfange, doch in der Mehrheit seiner Staateugruppen in Verbindung mit dem Steuerverein werde rekonstituirt werden.(Nat. Z.) — Generalmajor v. Kailbronner und Oberst Heß haben einer kriegsministeriellen Eutschließung zufolge den bei Pesth noch stattfindenden Corpsmanövern beizuwohnen. Außer diesen beiden sind noch fünf andere Stabsoffiziere dorthin beordert. Auch die demnächst dahier stattfindenden größeren Truppenübungen ziehen fremde Militärs herbei. Der österreichische General Fürst Taxis ist bereits bier angekommen, und es werden noch mehrere auswärtige Offiziere erwartet. Denjenigen dieser militärischen Gäste, welche, um den Bewegungen zu folgen, Pferde wünschen, werden solche zur Verfügung gestellt, wie denn überhaupt von Seite des Kriegsministeriums die gastfreundlichsten Vorkehrungen getroffen sind.(E. M.) Wien, 16. Sept. Die„Triester Ztg.“ erfährt, daß die Stationen der südlichen Staatsbahn, deren Bau noch nicht virgeben ik, nun ebenfalls berücksichtigt werden sollen, denn es sei der Wille des Kaisers, daß die Arbeiten dalemöglichst ausgeschrieben und aufs schleunigste der Vollendung zugeführt werden. Das neuc Anlehen wird zum Theil bierzu verwendet werden. Ueber das Letztere verlautet in hiesigen Blättern nichts.— Der Prinzregent von Baden traf am 13. in Prag ein, von wo er am 14. eirekt nach Pesth weiter reiste.— Ein veröffentlichter Erlaß des Ministeriums des Aeußern betrifft die zwischen Oesterreich und Preußen vereinbarte volle Freizügigkeit bei gegenseitigen Vermögens=Expertationen.— Zwischen Oesterreich und Baiern ist ein Uebereinkommen abgeschlossen worden, in Betreff der paßamtlichen Behandlung der nach Oesterreich und beziehungsweise nach Baiern reisenden baierischen und österreichischen Angehörigen, durch welches dem Grenzverkehzre, wie es bei Preußen jüngst der Fall war, Erleichterungen zu Theil werden. Die Veröffentlichung der Konveution wird nächstens erfolgen.— Der Kaiser bat dem wegen Versuchs der Falschwerbung zu zehnjähriger Schanzarbeit verurtheilten Josef Kowlesyz und dem wegen Theilnahme am Hochverrathe kriegsrechtlich zu 15jähriger Festungsstrafe verurtheilten Jobann v. Medvecziy den Rest der Strafe erlassen.— Die Prinzessin Marie Anna der Niederlande(geschiedene Prinzessin Albrecht von Preußen) hielt sich 14 Tage im strengsten Jacognite hier auf und ist vorgestern nach Italien abgereist.— Das statistische Handbuch des Ministerial=Sckretäre Hain in Wien enthält unter Anderm folgende interessante Angaben: Im Jahre 1850 traten in den gesammten österreichischen Staaten zum Katholizismus über 254 Personen; dagegen schieden aus der katholischen Kirche 688; also fast dreimat so Biele! Und zwar traten aus der katholischen Kirche in Böhmen 429, hinzu 102. In Mähren schieden aus der katholischen Kirche 100, hinzu 47. In Nieder=Oesterreich fanden 25 Uebertritte zur und 89 von der katholischen Kirche, in Ober=Oesterreich sanden 4 zu und 15 aus der katholischen Kirche, in Steiermark 2 zu und 14 aus, in Kärithen 3 zu und 5 aus, im Küstenlande 4 zu und 8 aus der katbolischen Kirche— statt. In Salzburg und Galizien kamen keine Rücktritte vom Katholiszismus vor, ragegen 2 Uebertritte; in Tirol keine Rücktritte, dagegen 15 Uebertritte; in Oesterreichisch= Schlesien traten zurück 21 und 18 hinzu; in Krain zurück 3, hinzu 1; in Dalmatien zurück 22, hinzu 18.— Wien ist bei der Beginn des Herbstquartals von einer abermaligen Erhöhuug der Wohnungsmietden bedroht. —* 17. Sept. Während die österreichischen Blätter voll Herrlichkeit sind über den„erfreulichen Fortgang des Anlehens“, entsprechen die Zahlen nicht so sehr diesem Jubel, denn bis gestern waren erit 17 Millionen unterzeichnet. Das ist noch weit von 80. — Der Kaiser ist gestern Mittag von Schönbrunn nach Ofen abgereist und, wie eine telegraphische Depesche aus Ofen 14. Septbr., meldet, am selben Tage Abends im besten Wohlsein am Pesther Bahnhofe angelangt.(Lpz. Z.) *— D u r c h e i n e a l l e r b ö c h s t e E n t s c h l i e ß u n g i s t d e m V e r n e h m e n nach in Croatien der seit dem Jahr 1848 übliche Gebrauch Treifarbiger Fahnen abgestellt und angeordne: worden, daß neben jenen Fahnen, welche die kaiserlichen Farben des Gesammtvaterlandes zeigen, und welchen überall der Vorrang einzuräumen ist, nur, den diplomatischen Anordnungen gemäß, zweifardige Zahnen mit den Landesfarben angebracht werden dürfen.(Dr.) Ausland. Ungarn.— Von der ungarischen Grenze, 12. Sept. Alle Welt spricht jetzt von der entsetzlichen Entdeckung einer Blutspelunke in Kaschau, wo ein junges Mädchen Männer an sich kockte, die alsdann von Bewaffneten in einer kleinen Kammer überfallen und grausam niedergemetzelt wurden, um sich deren Habe zu bemächtigen. Wer hätte von der netten und eleganten Hauptstadt Ober=Ungarns erwartet, daß sie Verbrechen, wie sie nur an der Seine and Themse vermuthet werden, in ibrem Schoße bergen könne? Es würde auch nicht so leicht Jemand die wunderbar klingende Mähre gläubig aufnehmen, wenn nicht die Sache in Pesther Blättern haarklein erzählt würde, wobei der Ort und die Personen zu genau bezeichnet werden, um eine Täuschung voraussetzen zu konnen. Sieben Männer sind binnen etlichen Wochen in Kaschau spurlos verschwunden, ohne daß irgend Irmand darüber hätte Auskunft ertheilen können, bis die Polizei die Mördergrube entdeckte, die Zeugen der That auffand und die Mordkuechte festnehmen ließ. Die Oberungarische Zeitung, welche von einem Regierungssecretär redigirt wird, soll demnächst einen Auszug aus den Verhörsprotokollen enthalten, aus denen die Umrisse des grausenhaften Verbrechens, in authentischer Fassung hervortreten werden, um damit alle romanhaften Ausschmückungen und erdichteten Episoden niederzuschmettern.(Br. Z.) Aus der Schweiz, 17. Sept. Die Grenzberichtigung von Seite der eidgenössischen und österreichischen Abgeordneten bat ihren uten Fortgang, Besichtigt sind die streitigen Punkte in Martinsruck, Münsterthal, Poschiavo und Castasegna. Gegenwärtig besinden sich die Commissäre auf Besichtigung des Bal di Lei, eines Seitenthals von Avers, das auf den einen Karten als bündnerisches, auf andern als österreichisches Gebiet bezeichnet ist. Laut dem„Alpenboten“ wäre dieses Stück Erde gegenwärtig, so zu sagen, herre ilos; den natürlichen Grenzen nach wäre es aber graubündnerisch, indem es zum Flußgebiet des Hinterheins gehört. Die ansehnlichst estreitige Strecke ist die zwischen Martinsbruck und Finstermünz; sie zählt 10 bis 12 Stunden in Umfang, und ist reich an Waldungen und Weiden. Zufolge der, wie es scheint, begründeten Ansprüche Graubündens, befindet sich die alte Tirolerstraße bei Finstermünz(bekanntlich wird gegenwärtig weiter oben am Berge eine neue gebaut) noch auf Bündner Gebiet. — Der Zuschauer der Kreuzzeitung(Nr. 271 vom 18. Sept.) berichtet aus einem Briefe, den die Hansa mittheilt, der„deutsche Freibeits=Demagoge“, Fr. Hecker wohnte unweit Cincinnati, halte 20 Sclaven, die er mit viehischer Grausamkeit behandle, und werde dafür von Deutschen und Amerikanern gehaßt und verachtet. Der Zuschauer unterläßt nicht, sich diese Notiz zu Nutz zu machen und ihr die Moral anzuhängen;„Wieder ein neuer Beweis für ein alte Wahrheit.“ Zufälliger Weise wohnt Hecker aber nicht bei Cincinnati, sondern bei St. Louis(Illinois); und sind weder Illinois noch Ohio sclavenhaltende Staaten.— Belaien.— Brüssel, 16. Septbr. Die„Emanzipation“ meldet:„Wenn wir gut unterrichtet sind, so sind unsere Beziehungen zu Frankreich noch nicht desinitio auf den Fuß eines herzlichen Einverstägdnisses geregelt. Neue Schwierigkeiten sollen sich demnächst erheben.“ Dazu bemerkt die„Independence:" Allerdings haben sich in diesen Tagen durchaus unerwartete Schwierigkeiten erboben und zu noch thäntg fortgesetzten Verhandlungen Anlaß gegevenz“ aber sie will, daß davon nicht gesprochen werde. —.* Brüssel, 18. September. Der Finanzminister FrereOrban hat die begehrte Entlassung erhalten und Liedts ist an seine Stelle getreten. Ueber die Ursache dieser Aenderung sagt der Moniteur, es bätte sich zwischen dem Finanz= minister und seinen Collegen eine Meinungsverschiedenheit über den Handelsveetrag mit Frankreich herausgestellt. Die Kammern sind auf den 27. d. Mts. einberufen. — Der literarische Vertrag, Frucht langer und mühsamer Unterhandlungen, schien jede Debatte beendigt zu haben, da von beiden contrahirenden Seiten erklärt wurde, daß dieser internationale Artikel als ein Pfand für fernere freundliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu betrachten sei. Frankreich, ohne selbst die Ratification dieses Vertrages abzuwarten, macht jetzt neue Ansprüche und verlangt, daß der für uns so unvortheilhafte Vertrag von 1845 wieder in Kraft treten müßte, und das in so gebieterisch drobenden Ausdrücken, die Jedem unbegreiflich sind. Das belgische Cabiner hat diesen Forderungen wirerstanden, aber doch, um bis zu Ende den Beweis seines guten Willens zu geben, angeboten, die Unterhandlungen wieder aufzunehmen. Es soll zu diesem Endzwecke bereits Vorschläge gemacht haben, welche indeß von der französischen Regierung nicht angenommen worden sind. Von beiden Seiten ist man daber in gespanntester Erwartung der Dinge, die da kommen werden. Man sagt, daß die Notifieation von Frankreich gewisse Drohungen enthält, in dem Falle, daß man den Wünschen der französischen Regierung nicht entsprechen wird.(K. J.) Frankreiw.—* Paris, 18. Sept. Da, wie es in Metz geschehen ist, die Einwohner mit der Trommel aufmerksam gemacht werden, Petitionen für das Kaiserthum zu unterzeichnen, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß L. Bonaparte die gewünschte Anzahl Willensäußerungen bekommt, denen er dann, wie er gesagt hat,„folgen“ kann. Aehnliche Anstalten scheint man im Süden getroffen zu haben, wobei man bei dem traurigen Geisteszustande der Bauern nur zu leichtes Spiel hatie und daher lassen sich alle Depeschen über die Reise L. Bonaparte's nach dem Süden in die Worte zusammenfassen: vire Lempereur! Alle übrigen Beschreibungen sind Umschreibungen dieser Worte. So wälzt sich denn das Kaiserthum, schreibt ein Correspondent der Independaner, wie eine Lawine heran.— — Ein Theil der Mittelmeer=Klotte(das Linienschiff Valmy, die Dampf=Fregatte Mogador und das Dampfboote Lo Grondeur), unter dem Oberbefehle des Contie=Admirals Jaquinot, ist von Palermo aus nach Tunis abgesandt worden. Die Nachricht von dem Auslaufen der türkischen Flotte harte die sofortige Absendung diesesz bereits in Tunis angekommenen Geschwaders veransaßt. Der Rest der Mittelmeer=Flotte wirk am 20. in Toulon ankommen. Icalten.— Florenz, 8. Sept. Bei dem Dörfchen San Rassor stel zwischen den Grafen Medem und Kalergis ein Pistolenduell vor, in welchem Ersterer todt auf dem Platze blieb. — Mailand, 13. Sept. Der bevorstehende Beitritt der Herzogthümer Parma und Modena zu einem italienisch=österreichischen Zollverein ist nicht so unbedeutend, als es für den ersten Augenblick scheint. Es sind einmal auf einem Territorium von 220 Quadratmeilen nahe an 900,000 Seelen und sodann dehnt sich die neue Zolllinie bis zum mittelländischen Meere, Massa und Carrara aus. Dadurch wied Piemont von der Vervindung mit MittelItalien abgeschnitten, und die österreichische Zollgrenze führt naunterbrochen von dem einen Meere der Halbinsel zum anderen. Wer möchte verkennen, daß in diesem Umstande zugleich eihee volltische Tragweite liegt? — Genua, 9. Septbr. Die Reise des Generals Antonint von Paris nach Ncapel verdient Aufmerksamkeit. Der Grund derselben ist der Artikel des„Constitutionnel“ über den Herzog von Parma, der, so unerheblich an und für sich, wichtige Folgen haben könnte, da General Anionini gerade in dem Augenblick in Ncapel ankommen wird, wo so bedeutende russische Diplomaten(Die Grafen Nesselrode, Butenieff and Ehreptowisch; außer diesen find auf dem Weg dahin: der österreichische General v. Martini, der neapolitanische Gesandte in Turin, Ritter Vinc. Namirez, und Graf Bozella, Erminister von Toocana) daselbst versammelt sind und vielleicht ein Allianzvertrag zwischen Rußland und der neapolttanischen Regierung abgeschlossen wird. Auch karf nicht übersehen werden, daß der Herzeg von Parma Schwiggersohn der Herzogin von Berry und Nesse König Fereinands ist. Als General Antonini den beleidigenden Arlikel gelesen hatte, begab er sich sogleich klagend zum Prinz=Präsidenten nach St. Cloud, der sich den„Constitutionnel“ dringen ließ und dann die Unterdrückung desselben anbefahl. Maupas und Drouhn de Lhuys, die bei diesem Blatte betheitigt sind, machten Gegenvorstellungen und erlangten endlich Gnade für Dr. Veron unter der Bedingung einer vollständigen Zurücknahme. General Antonini war damit um so weniger zufrieden, als eben erst der Viceadmiral La Sufse den freundlichsten Empfang beim König gefunden hatte. Er reiste ab, um sich mündlich über die Sache zu benehmen. Die Sendung des Generals de Cotte, eines besonderen Vertrauten Ludwlg Napoleons, nach Rom beweist, daß Frankreich großen Werth darauf legt, im Herzen Italiens ein Truppencorp# zu besitzen; auch werden die Citadellen von Civitavecchia mit neuen starken Festungswerken versehen. Die Beziehungen zu Sardinien werden täglich freundlicher; man erweist dem Präsidenten tausend kleiue Aufmerksamkeiten, visirt keine Pässe nach Frankreich, um zu verhindern, daß keiner der Unzufriedenen die Grenze überschreite und die Feste störe, verweist 1500 Flüchtlinge ins Innere und läßt sie überwachen, kurz man benimmt sich so, daß man bereits im Scherz sagt, Sardinien sei die Vorhut Frankreichs in Jialien. Die Manöver bei Marengo werden drei Tage dauern, vom 13. bis 15. September. 18,000 Mann nehmen an diesem Scheinkriege Theil: 5 Brigaden Fußvolk, 5 Regimenter Reiterei, 9 Batterien Geschütz, 3 Schützenbataillone, 1 Regiment Sappeure und eine Abtheilung Brückeamannschaft.(A. B.) Großbritannien.—* London, 18. Sept. Der einzige Stoff, mit dem man sich beschäftigt, ist noch Wellingten. Dessen ältester Sohn Marquis de Douro ist von Badenbaden angelangt. — Ueber die Art Beerdigung wird die Eröffnung des Testaments und der Wille der Königin abgewartet.— In Herford wird seit vorgestern ein großes Musikfest gefeiert, dessen Ertrag für die Armen der Grafschaft bestimmt ist. Jonische Inseln.— Corfu, 10. Sept. Am 4. d. ward eine Botschaft des Lord=Obercommissärs an die gesetzebende Versammlung veröffentlicht, worin er die vou ihm heantragten Modisikationen der Verfassung näher erörtert. Zwei schwebende Fragen müßten vor Allem gelöset werden: nämlich die Uebertragung der obersten Polizeigewalt an die Person des jeweiligen Lord=Oderkommissärs und die Regelung der Presse. Erstere fortzuüden sei er vom Kolonialamte zu London autorisirt; das derzeit gäitige Preßgesetz habe sich gegen die Ausschreitungen der Presse durchaus unzureichend gezeigk. Es wird daher verlangt, daß für jedes Journal eine Kaution von 100 Pfd. erlegt oder Bürgschaft für 150 Psd. geleistet werde; die Befugniß zur Herausgabe eines Blattes so zu beschränken, da die Erfahrung gelehrt bade, daß die Rrdacteure derzeit den uniersten Volksschichten angehören; im bürgerlichen Gesetzbuche set eine besondere Bestimung esnzuschalten, wonach Jodrrnann, de buach Reden oder Eünsten sem Ungfersam gegen das Gesetz Andere verleitet, zur Rerkerstrafe nach Umständen und zu einer Geldbuße von 5 bis 50 Pfd. veruutheilt werden soll; bei straffälligen Staatsdienern oder Geistlichen sollen die Strafen verdoppelt werden. Sobald diese Anordnungen votirt und sanctionirt sein werden, werde der Lord=Oberkemmissär seine außerordentlichen Vollmachten niederlegen und Niemand werde einer anderen Gerichtsbarkeit, als der ordentlichen unterzogen werden, den Fall eines Aufstandes jedoch ausdrücklich ausgenommen.. Vermischtes. — Ein Engländer, so erzählt die„Freim. Sachs.=Zig.“, wollte kürzlich auf der sächsisch=höhmischen Bahn die sächsische Schweiz durchreisen. Sein Unstern will, daß die Eckplätze des Coupes besetzt sind und er mit einem Mittelplatze, auf welchen man von den Schönheiten der Gegend fast gar nichts sieht, sich begnügen muß. Oberhalb Pirna, wo die Gegend anfängt interessant, zu werden, erfaßt ihn der unwiderstehliche Drang, eine freie Aussicht zu zewinnen. Er sucht und findet. Mitten in der Decke des Coupes gewahrt er die runde Oessnung, durch welche des Abends die den Wagen erlruchtende Lampe herabgelassen wird; der Deckel desselben ist locker, er hebt ihn ab, trirt auf die Sitze, steckt den Kopf durch das Loch und erfreut sich der unumschränktesten Aussicht. Aber— o Mißgeschick, als er in Btscha die erwas unbequeme Stellung verlassen will, versagt den Kept, der so glatt durch das Lampenloch geschlüpft war, bartnackig den Rückweg, beld sträubt sich das Kinn und bald das Ohr; der arme Gefangene muß, einen ganzen Waggon am Halse, noch die Station bis Rathen fahren und erst den vereinigten Bemühungen zweier Schaffner, die von oben stopfen, und zweier Pussagiere, die von unten ziehen, gelingt es, dem Reisenden die Freiheit wieder zu geben. — Emanuel Geibel, der sich vor wenigen Tagen mit Frl. Trummer in Lübeck verheirathete, kam am Sonnabend mit seiner jungen Gattin nach Hamburg, um deren in Epe###f gobnende Verwandte zu besuchen. Das junge Ehepacr setzte Vereits selne Reise nach Berlin und München fort. Als Ziel derselben hörten wir Italien nennen, woselbst die Neuvermädlten den Winer zuzubringen gedenken. Die junge Frau ist noch nicht siebenzehn Jahre alt. Zu Toulon ward dieser Tage ein junget Matrose zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtbeilt, weil er sämmtliche Mannschaft seines Schiffes durch Vergiftilot dir Spects#udioöringen versucht baiig Schnelle Anwendung der geeigneten Mittel hatte dieselbe jevoch gerentel.“ 1., 8 1.3 gangta R un ai natet gel1 lu1 J — Madrid, 5. Sept. Den Veneral=Cepitänen von Andalusien ist die Weisung zugegangen, ihre Provinzen in Belagerungs=Bustand zu stellen, wenn die doit immer mehr um sich greifenden Räubereien dies erheischten. Zwei Regimenter=-Infanierie und ein Regiment Kavallerit sind aus Catalonien und Castilien dortsein aufgebrochen, um mit den in Andalusien dereite stehrnden Truppen und Guardias Civiles gemeinschaftlich zu operiren. Diese treiden jetzt weit mehr Unfüg, als in den goldenen Tagen des berüchtigten Jose Maria; weder Posten noch Eilwagen sind sicher und selbst Zuß gänger werden von den Räubern beraubt und erschlagen. Am traurigsten sieht es in der Provinz Ronda aus, die mit ihren Schluchten und Höhlen den Banditen der sicherste Schlupfwinkel ist. Andalusien dietet uns jetzt das Schauspiel, daß ungefähr 10,000 M. Truppen gegen 200 Räuder zu Felde zieben müssen. Selbf. der Herzog von Montpensier, der neulich incognito nach Sevilla gereist war, lief große Gefahr, von den Räubern ausgefangen zu werden, als er nach San Lucas zurückfuhr. Die Banditen hatten kurz vorher einen mit Extrapost reisenden Engländer rein ausgeplündert und dann erschossen. Der Herzog sah den Unglücklichen noch in seinem Blute schwimmen; Postillon und Kammerdiener waren an der Wagendeichsel festgebunden. Gelbceurs. Köln, den 18. September 1852. Briese. Geld. Briese. Geld. Preuß. Erd'er Ausl. Pistolen Napoleoneor Hol. 10G. St. 5 Fr.=Stücke Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 18. Sepidr. Amsterdam bite Hamburg dito London Paris Wien im 20 Fl. Juß Augsburg Breslau Leipzig in Courant im 14 Tdir. Fuß Franksurt a/M. südd. W. Petersburg. Frankfurt, den 18. Sepibr. 1852. Oesterr. 5 Metallig. in Silber bei R. Osterr. 5% Metallique besgl. 4 1/17. besgl. 4% beggl. 1% Kurbessische 40 Tdir. Loose 95 G. 82 P. 73% 9. 65½ P. 16⅞ P. 34% P. 7 G. Friedr. Wildelm Nordbahn exel. Zinsen 49 P. 48½ G. Spazische 37% epel. Zios. 46 P. 45% Badische 35 Fl. Loo 38½ 9. ¼ Berlin, den 18. Septdr. Spiritus loco ohne Haß 24 a 23% Thlr. verk. „ mit Faß pr. Septemder 23½ a ¼ a ½ Thlr. verk., 23¾ Br. 23½ G. „ Septdr.=Oktober 21¾ a ½ Thlr. verkauft, 21¾ Br., 21 ¼ „ Oktober=November 20 Thlr. Br., 19¾ bez. 19½ G. „ Nov.=Dezbr. 19½ Thlr. Br., 19 G. „ April=Mai 19¾ Thlr. bez. und Br., 19½ a ¾ G. Hamburg, den 17. Sept. Wochenbericht. An unserm Waarenmarkt fand im Allgemeinen ein ruhiges, hauptsächlich auf den Bedarf begründetes Geschäst sitt, nur in Zink war der Umsatz bei steigenden Preisen besonders animirt. Der Getreidemarkt is sehr seß. Diskonte 2¾ a 3%. Cassee. Unser Markt war im Laufe der vergangenen Woche, wenig belebt, indem sich keine erbedliche Kauflust zeigte; die Preise sind jedoch sehr fest, da andererseits von Eignern sehr wenig an den Markt gebracht wird u. dieselben keinenfalls geneigt scheinen, zu willigeren Preisen abzugeben, zumal die Berichte von Holland anhaltend günstig sind. Seit gestern macht sich etwas mehr Leden fübldar und sanden mehrere Vertdien zu festen, aber nicht böheren Preisen Käufer. Reell ord. Brasilist 3 a 4 f. zu notiren. Die Verkäuse seit 8 Tagen bestehen in 8500 S. Brasil= zu 3½ a 4% 6., 1400 S. Domingo= zu 3⅞ a 4½ f., 300 S. do. deschäd. zu 3½ a 4 h. und 1500 S. Laguayra= zu 4## 5% f. Zucker. Die Stimmung des Marktes für rohen ist seßt und sand zu unveränderten Preisen ein guter Umsatz Katt, bestehend seit acht Tagen in ca. 800 K. braunem und geldem Havana= zu 11½ a 17 Mr., der schwimmenden, bereits herangekommenen, Ladung von ca. 390 K. braunem Badia= pr.„Runo,= 100 Kd. Batavia- und ca. 1000 S. braunem Ostind. und Pernambuco.“ Notirungen: Havana= brauner 11½ a 13 3/8, gelber 13 a 15“. sein gelder und blonder 15⅞ a 17⅞, weißer 17 a 20, Bahia=, brauner 11 1/16 a 14, weißer 1 4 7/16 8 17 1/10 M. Reffinirter findet zu fest bedaupteten Preisen anhaltend guten Abzug. Notirungen: hiesige Raffinade 3 a 3%, do. Damps=Melis und Rasfinade 2 a 3¼. Holl. Melis und Lumpen(gehackt) 2 a 3, seine Holl. und Belg. Melis und Raffinade 27/8 a 3½ f. Reis. Caroliua= blieb auch in den verflossenen S Tagen in gutem Begehr und mögen ungefähr 200 T. zu früheren Preisen Käufer gesunden haben, Von ben verschiedenen Ostind. Gattungen ist aus erder Hand nichts an den Markt gebracht; für das täglich fortlausende Geschäft sind ca. 800 S. zu bestehenden Preisen verwendet worden. Baumwolle. Der Markt ist sehr fest, die Umsätze jedoch nur mäig. Die Verkäufe besteben in ca. 65 B. Nordamerikan. zu 3 1¾6 f. 400 P. Lagnapra= zu 5 a 5¼ und 21 B. Nordamerik. in Auktion zu 5 a 5% f. (Schluß felgt.) Provinzial=Zeitung. 11 Rinden, 18. Sept. Das 1. und 2. Bataillon 16. Iufanterie=Regiments rückten nach beendigtem Manöver heute mit klingendem Spiel hier ein und hat das Füsilier=Bataillon desselben Regiments den Allerböchsten Orts befohlenen Garnisonwechsel zufolge, den bisberigen Garnisonsort des Letztern(Bielefeld) jetzt eingenommen. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderborn. Sonnabend, den 25. d. M. AAn des Morgens 9 Uhr, sellen auf dem Neuen Platze zu Münster circa 39 ausrangirte Königliche Dienstpferde des 4. Cuirassier=Regiments gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend verkauft werden. Concessionirtes, praktisches Handlungsinstitut von A. Ochs, zu Köln am Rhein, Apostelnkloster Nr. 6. Der Zweck dieser im 16. Jahre bestehenden Anstalt ist, ihre Zöglinge praktisch für das kaufmännische Fach vorzubereiten und idnen die bierzu notbweudige, allgemein= wissenschaftliche Ausbildung zu geben, mit besonderer Rücksicht auf das Examen zum Eintritt in den einjährigen freiwilligen Militärdienst. Ledrgeld: Erster Cursus.. Thir. 6—) per Vorbereitungs=Cursus= 3 15) Monat. Pensionäre zahlen für Kost und Wohnung, einschließlich Ledrgele, Thir. 200 per Jahr in vierteljähriger Vorausbezadlung. Das neue Schuljahr beginnt den 7. Olt ober d. J. Der ausführliche Prospeitus ist zu haben bei dem Vorsteher Apostelnkloster Nr. 6. Köln, den 13. Sept. 1852. Bei W. Crüwell in Paderborn ist wieder vorräthig: Die Lehre vom mündllichen Vortrgge Benedix. Thir. 10 Sgr. nachung. 23. d. M. Morgens er Wohnung des Kaufbst 4 Ktarte Pferde und und 6 Zoll össentlich Septb. 1852. , Auct. Commissar. Gemälde-Versteigerung. Am künftigen Mittwoch, den 22. Septemder, Vormittags 10 Uhr, wird Unterzeichneter circa 30 werthvelle Oelgemäldei, sämmtlich in schönen Barockrahmen, össentlich an den Meistdietenden verkaufen. Die Auktion findet statt im Café Leyckes auf der Friedrichsstraße dabier, woselbst auch die zu versteigernden Gemälde am Montag und Dienstag den 20. und 21. September, von 10 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittogs, zur Ansicht ausgestellt sein werden. Crefeld. Scheidges. A—5000 Pfund bestes Speck, schwere Waare, empfehle ich zu billigen Preisen. Paderdorn, 20. Sept. 1852. J. Butterweck. Nothwendiger Verkaus. Gerichts=Commission Erwitte. Die dem Gutsbesitzer Wildelm Schlüter, gen. Schulte, zu Weitede zugehörigen Grundstücke: a) der Steuergemeinde Hoinkhausen, Flur I, Nr. 6, 8, 9, 10, 18, 24, 25, 26, 27 nebst Gebäuden, 28 29 nebst Gebäuden 30, 31, 68, 71, 80, 87, 89, 100, 102. 104, 107, 115, 117, 118, 122, 125. 133, 138, 139, 142. 148, 151, 152, 153, 154, 155, 156, 157, 158, 161, II. 10, 40, 46, 92. 96, 98a, 110. 112, 126, 128. 131, 133, 185, 186, III. 24, 28, VIII. 26, 27, I. 19. 20, 119 VIII. 213, 217, XV. 51. I. 57, II. 111, VIII. 149. 251, 66, 81, 82, 83, 84. 85, 87, 86. b) Steuergemeinde Menzel, Flur VII, 11, 33, 40, 58, 45. 45, nebst Schafhude und Pirchgerechtigkeit, abgeschätzt auf 15,047 Thlr. 1 Sgr. 9 Pf. zufolge der nebst den Bedingungen in unserer Rezistratur einzusehenden Taxe, sollen am 22. December 1852 Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichisstelle sudbastirt werden. Der Vernard Schlüter aus Weilede und der Relchior Schiller aus Hoinlhausen, resp. deren Erben werden aufgefordert, sich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in diesem Termine zu meiden. Geschwefelten RadirGummi das Stück zu 6 Pf., 8 Pf., 9 Pf. und 1 Sgr. empfiehlt W. Crüwell in Paderdorn. Für einen ersabrenen Silberarbeiter0 Gehülfen ist in Münster eine dauernde Condition offen. Zu erfragen bei der Expedition dieses Blattes in Münster und Padervorn. Verkauf eines Gasthoses in Münster. Herr Gastwirch Krapp beabsichtigt sein hierselbst am Markte, in der Näbe des Schauspielbauses und der weisten Geschäftslocale gelegenes dreistöckiges Haus„zum Westphälischen Hofe“ genannt, veränderungshalber, mit, nach Umständen auch odne Inventar, zu vertaufen. Dasselbe, vor einigen Jahren neu erbauet, im besten Zustande, liegt in der Mitte und am lebdaftesten Theile der Stadt, entbält 30, größtentheils elegante Zimmer, einen großen Saal und 2 kleine Salone, schöne geräumige Küche, vorzügliche Keller, Stallung für 15 Pferde, sonstige große Räume und Bequemlichkeiten, wie auch Gasbeleuchtung. 2/ des Kauspreisesz können zu 4% Zinsen steven bleiben, und wird die darin geführte Gastwirtdschaft bis zur Uebergabe unverändert fortgesetzt. Der vortheilhaften Lage und Einrichtung wegen eignet sich das Haus zugleich besonders zur Handlung und zum Betriede jedes großartigen Geschäfts. Nähere Auskunft ertheilt auf Fankirte Anfragen Münster, den 16. Septbr. 1852. U. 2.* G. Meyer, Commissionär. Bekanntmachung Die städtische Ziegelei zu Steinheim wird mit dem Ablauf des Jahres 1853 pachtlos und soll am Donnerstag, den 14. Oktober d. I. Vormittags 10 Uhr, anderweit, meistbietend verpachtet werden. Die Pachtbedingungen sind auch vor dem Termine bei dem Unterzeichneten einzusehen. Steinheim, den 13. Septbr. 1852. Der Bürgermeister Vahle. In den Buchbandlungen von W. Crüwell und I. Wesener in Paverdern und A. L. Ritter in Soest ist vorräthig: Gesetz über das Postwesen, vom 4. Juni 1852. nebst Reglement und Zusammenstellung der Bestimmungen über den Preußischen Posttarif, vom 1. Juli 1852. Amtliche Ausgabe. Preis 4 Sgr. Bestellungen auf das täglich zwei Mal erscheinende, mit dem Unterhaltungsblatte„Didaskalia“ begleitete Frankfurter Journal für das mit dem 1. Okt. beginnende vierte Quartal nehmen alle Postämter Deutschlands, der Schweiz und Belgiens an. Vierteljährlicher Preis innerhalb des fürstl. Thurn und Taxisschen Postverwaltungsbezirkes 2 fl. 30 Kr., außerhalb deselben 2 fl. 19 kr. exel. gesetzlich bestehender Stempel= und Bestellgebühren. Versicherung der Erndten in Scheunen und Schobern so wie des Viebe, der ackerwirthschaftlichen Geräthe und Gebäure gewährt die von uns vertretene Feuer=Versicherungs=Gesellsoatt Colonia gegen feste, mäßige Prämie. Das Nähere wird, auf gefällige Aufrage, prompt mitgetheilt und das zur Ordnung der Versicherung Ersorderliche sorgfältig von uns so wie durch die bekannten Herrn Special=Agenten besorgt. Bielefeld im August 1852.. Die Hauptagenten der Colonia. I. 3. Velhagen und Klasing. Druck und Verlag von Wilh. Crsvell in Paderdorn. * N151 Bestellu tung für d ber beginn erbeten, au Die Wissen Aberglo den und Fiusternitz, Entbel gesucht hatten. 2 sein. Vor 25 Jahren heute durchbraust um darzuthun, do nie hat das Menst solche Masse von Vor 25 Jahren die Schnellpresse. neuten zehnmal ges um die Auflage in ganz mäßigen Forn ist bei 50,000 Aufl in 4 Stunden gedr presse rollt die Wal anderen Seite fällt salzt heraus. Nach wird es von der### zerschnitten und dan nommen. So werde druckt. Jr ollen Zpeigen sich so die Kräfte der Bictor Meunier, e Phantasie und einem henden Herzen verbin ren zur Aufgabe gem schaft, alle Erfindung gen. In Girardin's über das Resultat sein die Zukunft in einem greifen aus einem dies er die Rechenmasch den Windmesser fährt er Folgendermaße Wenn die Anwendut nung gewinnt, was wi gen an den Gelehrten Arbeitern leisten, sie in den Leib zu befreien begenbthigt, sich mit niedi den Beschäftigungen abz wird er künftig durch### mograph, den wir eben Le1 Krieg unter### Ist eine Karawane gepld worden, hat man einer Tr macht, so sind das Beleid Raubzug, eine Razzie, ede Techha, gerächt werden kön der ganzen Trivu, daber ve betchlichen einen veilsttnntg den die Beichigeng andge: De eingeinrs Tribus fod Sof, einer Verbrüderung,## zeihe Spepeihser nachelicch Trutz, besteht und deren einz eines Krieges des einen verbi demselben Sof gehörigen ein Daher schreiben die Häupt bündeten Scheichs und rufen niemals verweigert wird.## *) Weungleich die Eroberu rin datirt, so sind wir doch Leuntneg der Sitten jener Wi Nomadenleben den wilden und bewahrt haben, aus welchem e entsprossen ist. Der Araber Trull, dem Bewobnern fester alter der Ritter vom Krämer