Preut. Courant. Brief. 1 Geld. 1852. J 113. Erscheint mit Ausnahme des Montags täglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige Zeile oder deren Raum berechnel. Paderborn, Sonntag, den 12. September 1852. Viertelj. Abonn.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstalten in Preuss. 1 Thir 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. Jahrg. 89%8. bez. u. G. p. P P. 9. G. strigen Schaaf= und erangebracht und von sesz günstige Resultat er Ruf desselben sich skäufer, sondern auch vell in Paderdorn. en schinen, in der lechenden sle ich, besondere neigten Abnadme chen für ½ Maß ½ Sgr., und für edr. itz in Paderborn, önigestraße. e stebt eine an1. Oltober ab Exped. d. Bl. von W. CrüPadervorn und prräthig: cht =Tabellen; n, des Kornund des echnung Monate und Thir.; 6 mit steigenden der Thir. und en Tabellen. e rstelle nengesangvere soll möglichst nigen Künstien wünschen, Ende Sepidr. ich bemerten, angprobe im hieher komRalinger #tt. Die amerikanischen Parteien. II. ** Paderborn, 11. September. Nichts liegt amerikanischen Parteien fremder, als bloße Ideale und erhabene Grunosätze auf ihre Fabnen zu schreiben. Gewiß werden auch sie von dohen Wünschen bewegt, welche mehr oder minder klar über die Gegenwart hinausgehen, abe: sie verwandeln sich bei ihnen sofort in praktische, scharf formulirte Forderungen, welche unmittelbar auf die nächste Gegenwart passen und in dieser auch durchzusetzen sind. Man appellirt fortwährend zwar an die Gerechtigkeit und Heilsamkeit bessen, was man erstrebt, für das ganze Volk, aber die Hauptsache ist, jedem einzelnen Bürger jedesmal schwarz auf weiß den Vortheil zu beweisen, den eine Partei ihm bringen will, und ihn dadurch für sich zu gewinnen. Deshalb bekämpfen sich die amerikanischen Parteien nicht mit Phrasen und staatsrechtlichen Ideen und Beweisen, sondern sie rücken einander mit Forderungen zu Leibe, welche ohne Weiteres auf den politischen Vortheil losgehen. Eine Partei, welche ihre Wünsche nicht von vorn herein so bestimmt und entschieden, wie einen Gesetzentwurf, vorlegte, wurde gar nicht berücksichtigt werden. So giedi es auch in den Vereinigten Staaten eine sehr große Anzadl von Anbängern der sozialen Ideen. Sie versuchten sofort durch Ansiedelungen und Assoziationen, welche auf die Grundsätze gemeinschaftlicher Arbeit und gemeinschaftlichen Gewinns gegründet sind, die Vortrefflichkeit ihrer Lehre handgreiflich varzulegen,— das aber blieben immer nur einzelne Versuche, während es ihnen darauf ankam, idren Grundsätzen im ganzen Volke Eingang zu verschaffen. Sie setzten sich als ihr Ziel, den ganzen durgerlichen Zustand der Nation zu reformiren, desbalb nannten sie sich Nationalretormer. Nun flagen sie aber nicht damit an, lange Bücher zu schreiben und die Phrasen von Aufhebung des Eigenthums, von der Tprannei des Kapitals, von der Ausgleichung zwischen Arm und Reich u. s. w. unter die Leute zu bringen; denn raruich hätten sie die einen nur dange und verwirrt, und bei den andern sich selbst lächerlich gemacht. Sie suchten vielmehr unter ihren Jocen solche heraus, welche sie als prattische Vorschläge geben konnten, die sofort auf ihr Land anwendbar waren. Drei Foreerungen waren es vornehmlich, welche sie aufstellten. 1. Jeder, der Neubeden wirklich bebaut, soll 160 Acker unentgeldlich haben. 2. Keinem Manne sollen Schulden halber die letzten 40 Acker, das nothwendige Gerätbe und Vieb genommen werden. 3. Der Unterricht in allen höheren und niederen Schulen sell frei sein. Weil sie durch die ersten beiden Sätze dem wirklichen Bebauer een Boden frei halten wollen, werden sie auch Freisoiler, Freidodenmänner, genannt, und sind nicht mit den Abotitionisten, welche den Boden nur von der Negersklaverei frei haben wellen, zu erwechseln: denn die Aufhebung der Ein Ausflug in die Moldau. II. Am Tage unserer Abreise von Czernowitz schien uns das Glück günstiger als bei unserm Eiuzuge in das Weichbilo der Stadt. Es war ein freunklicher Frühlingstag, die Sonne leuchtete in voller Pracht, die Welt mit ihren Strahlen verschwenderisch über schüttend. In wenigen Stunden waren wir in Synoutz, dem letzten Bukowinger Grenzorte, angelangt, und nun begannen die Formalitäten beim Aus= und Eintritte, die gar viele Zeit in Anspruch nahmen. Von der österreichischen Seite darf Alles zollfrei in die Moldan eingeführt werden, zum Vortheile der österreichischen Industrie, die in dem von Fabriken entblößten Lande reiche Absatzquellen findet, und zu nicht geringerm Vortheile für mich, weil ich unsere Effekten keiner Visitation zu unterwerfen hatte, und das Visiren des Passes mit einer höchst anerkennungswerthen Raschheit vor sich ging. Dech dies war erst das Präludium, und wir batten bis zum Finale noch manche Schranken zu überspringen, manches Thor zu passiren. Ich spreche dier nicht figürlich, denn wir waren wirklich von dem Grenzlande nicht allein durch Barrieren, sondern geradezu durch Schloß und Riegel abgesperrt. Zuerst hielt unser Wagen vor einem schwarzgelben Thore, das sich vor uns öffucte, damit wir vor einem zweiten blau=weiß angestrichenen Halt machen konnten. Der Raum, der beide Thore trennt, ist kaum eine Elle breit, und man sineet sich auf diesem neutralen Boden so unbequem, daß, wie man im wirklichen Leben das Verü fniß fühlt, einer Partei anzugehören, man sich auch hier ordentlich darnach sehnt, der Neutralität zu entsagen und in den Verband des fremden Landes, wenn auch nur für kurze Zeit, einzutreten. Endlich knarrt auch das zweite Thor in seinen Angeln, ein moldauischer Beamter in russischer Uniform giebt das Zeichen zum Uebertritte und wir athmen moldauische Luft. Unser Wagen hielt vor einem kleinen unansehnlichen hölzernen Häuechen, weiches nicht mehr und nicht weniger als das moldautSklaverei ist den Freesoilers nur eine Nebenfrage. Die Antirenkers im Staate Newpork hängen nur äußerlich mit ihnen zusammen; diese sino die Nachkommen der ersten Ansiedler, welche von den großen Grundbesitzern Boden in Anbau überkamen gegen eine jährliche Rente; sie bebaupteten, durch Zahlung der Rente sei der Bodenwerth längst bezahlt und weigerten daber die fernere Zablung. In einigen Staaten sind die Nationalreformer mit obigen Forderungen dereits durchgedrungen; sobald als dies gescheven war, machten sie sich an die Aufstellung anderer Sätze bezüglich der Hypotbekenbanken, der progressiven Einkommensteuer u. s. w. Wie gelang es dieser Partei, welche noch vor wenigen Jahren nur aus ärmeren Leuten bestand und so klein war, daß sie kaum bemerkt wurde, in so weniger Zeit durchzudringen? Das allgemeine Wahlrecht gab razu die Mittel an die Hand. Die Natienalreformer suchten in jeder größeren Stadt einige Genossen zu vereinigen; das erste war, Artikel zu schreiben und in großern Zeitungen einzukaufen; dann scpossen sie Gelo und Arbeit zusammen, um seldst ein Blätichen zu gründen; sobald ihre Zabl und Mittel es irgend erlaubten, besoldeten sie dafür einen ständigen Redakteur, trugen ihre Blätter um ber, und sorgten, daß sie möglichst in's Publicum kamen. Gewonnen war schon viel, sodalo überhaupt nur erst Notiz von ihnen genommen wurde. Bei der nächsten Stadt=, Staats=, oder Unions=Wabl traten sie sofort als geschlessene Partei auf. Sie stellten ein paar Grundsätze, wie die odigen, an die Spite ihres Blattes und darunter eine Liste von Personen, als ihre eigenen Kandidaten. Nur den letzteren gaben sie ihre Stimmen. Bald berechneten die einen oder die andern der größern Parteien, über wieviel Stimmen eie Nationalreformer oder Freesoilers zu gebieten hätten; eine solche geschlossene Zahl konnte den Ausschlag geben; man trat in Unterhandlungen mit ihnen, und die Nationalreformer verpflichteten sich, fur die Kandidatenliste jener Partei zu stimmen. kalls einer dieser„Kandidaten sich vorder verpflichtete, einen oder den andern ihrer Grundsätze, ganz oder doch theilweise, als Antrag in die gesetzgebende Versammlung einzubringen, oder wenn er eingebracht würde, zu unterstützen. Später, als diese junge Partei sich verstärkte setzte sie es schon durch, daß eine größere Partei ihre Listr zwei oder drei der Nationalreformer berübernahm, wogegen diese nun auch für die übrigen Kandidaten jener Partei stimmten. So erlangten sie es, daß ihre Forderungen in den gesetzgebenden Versammlungen, darauf in den Zeitungen, und endlich im ganzen Lande erörtert wurden; die Folge war, daß eine große Menge, welche sonst gar nicht damit bekannt geworden wäre, ihnen nun zuströmte. Jetzi steht eine der wichtigsten Präsidentenwahlen bevor; wofur sich der Sieg entscheidet, ist keineswegs schon vorherzuseben. Die Nationalreformer hüten sich daher, schon jetzt mit einer Partei zu kompromittiren. Sie haben vielmehr zu Pitts*) Wie neulich die Köln. Zig. in dem von uns angeführten Leitartikel tbat. Anm. der Red. sche Zollamt vorstellte, wo ich also unsere Pässe wieder zu visiren und unsere Effekten zu visitiren lassen hatte. Von meiner Jugend her bewahrte ich noch einen groten Respekt vor Zollämtern überhaupt, und besonders erinnere ich mich noch recht lebhaft der schrecklichen Angst, die mir das erste Mal das russische Zollamt(Tomozna) einflößte, obgleich ich in dessen nächster Nähe gevoren und erzogen worden bin. Doch mit den Illusionen meiner Jugenejahre sind auch di. Schreckbilder dieser Zeit verschwunden, und ich warf einen recht sorglosen Blick auf das uuscheinbare Haus, das mich, weil es von Soldaten und Zollbeamten in russischer Uniform umgeben war, ordentlich wie eine alte Erinuerung anheimelte. Ich war daher in meiner Täuschung befangen und höchlich überrascht, als mir der Paßleamte, den ich russisch anstrach, eine völlig unverständliche Pbrase in's Gesicht warf, die er, als ich ihn deutsch und französisch anredete, mit einem etwas ärgerlichen Tone wiederholte, wobei das Wort moldowineschte(moldauisch) immer zu hören war. Das war's ja eben was ich nicht verstand; ich sah mich daher nach allen Seiten um einen Dolmetscher um und fand ihn in der Person eines polnisch gekleideten Juden, der sich mir als einen der Agenten des Pächters der Wamma(Ein= und Ausfuhrzoll) vorstellte, und mir seine Dienste zur Verständigung mit den moldauischen Paßbeamten aubot. Nun ging Alles rasch vor sich, mein Paß wurde gehörig visirt und eingetragen, aber wie ich ihn in Empfang nehmen wollte, zog ihn der vorsichtige Beamte schnell zurück, die Hand mit einem so deutlichen Geberdenspiele hinhaltend, gaß ich keines Commentars des jüdischen Zollagenten bedurfte, um zu begreifen, daß er für seine freilich nicht allzugroße Mühe honorirt sein wollte. Ich ließ also mit der einen Hand fünf Piaster(zwei Zwanziger) in die seine gleiten und griff mit der andern nach meinem Passe, dessen Visa ic e#rlich bezahlt hatte. Doch wiederum zeg der Beamte, der das Geld rubig eingesteckt hatte und wieder holt das Wort zufrieden in deutscher Sprache verauswürgte, das Reisedocument zurück, und ich blickte ganz verdutzt auf meinem Verburg ebenfalls einen Konvent gehalten, die Grundsätze, welche sie nunmehr an der Zeit halten, in klaren Sätzen aufgestellt, und einen eigenen Präsiventschafts= und VicepräsidentschafteKandtoaten aufgestellt. Sie wissen wohl, daß sie noch zu schwach sind, diese für sich allein durchzubringen, aber sie erreichen zweierlei: sie locken das Auge des ganzen Landes auf sich und ihre Bestrebungen, zeigen wie viele ihrer sins, und raß sie bereits angesehene Männer als eigene Kandidaten aufstellen können,— cann aber können sie rubig'abwarten, welche Partei schließlich mit ihnen, als einer schon bedeutenden und geschlossenen Zadl, einen Vertrag eingeben will. Kompromisse dieser Art werden häusig noch in der eilften Stunde abgeschlessen, und es bezeichnet den geschickten Parteiführer, durch einen solchen oder äbnlichen Streich die Gegner aus der Fassung zu bringen. Die Künste und Betrügercien, weiche überhaupt fast jede Partei in den Wablkämpfen in den Vereinigten Staaten gebraucht, sind ebenso schlau ausgedacht als greßartig. Von der Aufregung, welche einige Zeit vor und in den Wobltagen herrscht, macht man sich ancerwärts gar keinen Begriff. Die ganze Start, das ganze Land ist im Fieder, jede Parlei ein dis in's Kleinste organisirtes Heer, der Wablplatz ein Schachfeld, auf welchem rurch die verwegendsten Züge die eine Partei die andere mait setzt oder sich selbst stürzt. Ist das Resultat bekannt, so kommt noch ei. kurzer rauschender Triumphzug mit allem erdenklichen Speit und Gelächter auf Unkosten der Besiegten,— und dann wird is auf einmal wieder so still und friedlich, als wäre gar nichts vorgefallen, jeder eilt an seine Geschäfte une bringt rurch verdorpelte Anstrengung die verlorene Zeit wieder ein. Die geschlagene Partei rentt aber nicht daran, jetzt murblos oder gar empfindlich zu werden,— das letztere würde ern recht lächerlich erscheinen. Sie berechnet ruhig, welche Fedler sie gemacht, welche neue Hebel sie anzusetzen, an welche neue Persönlichleit sie sich zu wenden habe, und im nächsten Jadie erscheint sie wieder, geharnischt vom Kopf bis zu den Fugen. Diesar jebhofte Parteikampf hat manches Wieerwärtige. 1n. seinem Gefolge läuft vielerlei Unsirtliches einder,— aber die Amerikaner sagen: er erhalte die Säfte des Volkes in gesunder Bewegung, und sie hätten sich bisber nur gut dabei gestanden. An Parteidaß aber denken sie nicht, den überlassen sie den Böltern, welche weniger politisch gebildet sind. Deutschland. C.B. Berlin, 9. Sept. Der Konslikt, welcher zwischen bannoverscven und dänischen Soldaten wegen des Singens des Liedes„Schleswig=Holstein meerumschlungen; jüngst entstanden und welchen man mit Recht in Hannover Acht rudig hinnehmen wollte soll Heffnung baden##arurch gesühnt zu werden, daß Dänemark auf diplomatischem Wege sein Beoauein über den Vorfall ausspricht und für die Folgezeit Vorbeugungen gegen solche Unannehmlichkeiten zu treffen verheißt.— Zu einer Bestrafung beiheiligter eänischer Soloaten soll man für diesen Fall in Kopenhagen nicht geneigt sein.— mittler, der mit einem schlauen Lächeln auf das Buch wies, in welches mein Paß eingetragen worden und das noch eine leere Rubrik hatte, die ich nach der Auseinandersetzung meines Mentors mie dem Worte zufrieden ausfüllen sollte, was so viel bedeutete, als daß ich beim Visiren des Passes keiner Art von Unannehmlichkeit oder Geleerpressung ausgesetzt gewesen sei. Was war nun zu thun? Das Geld war bereits in die Tiefen der Beinkleidertaschen des Beamten versenkt, der Paß befand sich noch in seinen Händen; ich war über die lange Zögerung ungeduldig geworden und die Stimme meiner Frau die im Wagen geblieben und indessen die Kefser abpacken ließ, hatte mich bereits wiederholt gerusen. Auch lehrte mich ein Blick auf die bagere Gestalt und die fadenscheinige Uniform des Zollbeamten, daß die moldauische Regierung ihn wohl vor der Versuchung gewarnt, aber nicht durch einen guten Gehalt bewahrt; ich schrieb also mein Zufrieden unter das der vielen Reisenden, die vor mir gleichfalls auf diese Weise ihre Unzufriedenheit ausgedrückt, und gratulirte mir im Stillen zur ersten Erfahrung, die ich auf moldauischem Boden von der Authenzicität offizieller Ausweise gemacht hatte. Ueber die Handlanger der Wamma hatte ich mich nicht zu beklagen. Es gebührt von den ein= und auszuführenden Waaren ein Zoll von fünf Procent des Werthes. Unsere Effekten wurden aber, und wenn auch Lurusartikel darunter waren, unter die Rubrik:„Zum eigenen Gebrauche,“ gesetzt und passirten alse alle zoll: frei. Meine Frau lamentirte freilich gewaitig, daß man ihr die Kleider zerknittere und alle Schachteln derangire, doch gestand sie hernach bei ruhigem Gemüthe, daß sie auf eine größere gefaßt gewesen, und dieses, winn auch nachträgliche Gestärdnin einer an der empfindlichsten Seite berührten Krauenscele kann gewiß als der sicherste Beleg für die Artigkeit der moldauischen Wammatrabanten gelten. Es war ungefähr um die Mittagsstunde, als wir in dem ersten molcanischen Grenzstädichen Mihaileny anlangten, der größte Or, — Wenn wir gestern meldeten, daß von einer Absicht Dannovers verlaute, schon zum 1. Jinuar k. J. eie Voreinführung der höheren Tarissätze für gewisse im Septembervertrage näher bezeichnete Actikel anzuordnen, so werden wir heute durch eine zuverlässige Mittheilung in den Stand gesetzt, diese Angabe auf Vorbereitungen zu beschränken, welche fur den Fall einer günstigen Lösung der Zellvereinsrinerenz von der hannöverschen Zinanzverwaltung sivon jetzt getroffen werden. Insofern eine solche rechtzeitig zu Stande kommt, beabsichtigt Hannover, wie man uns versichert, sich nichi an den 1. März k. J. ale den spätesten Termin, dis zu welchem die Eingungs=Abgaben nach den dem Vertrage beigefügten Tarif zur Erbebung kommen müssen, zu binden. — Ein Lustspiel der Prinzessin von Sachsen,„eie Grundsätze“, kommt in Kurzem bei der hiesigen Hofbühne zu Auffübrung. — Es ist in Anregung gekommen, daß nachdem in der Provinz Posen selbst die Geistlichkeit Gaben für die eurch die Cholera am meisten beimgesuchten Orte sammelt, diesen Weg zur Unterstützung des Großberzogtbum auch in andern Provinzen einzuschlagen. Es in übrigens bervorzuheben, daß in Pesen auch seitens der Bebörden Aufforderungen zu Unterstützungen ersolgt sine, die erfteuliche Resultate hatten. — Veranlassung zu der letzten Konsiskation der N. Pr. Zig. ist, wie wir hören, eine Stelle des Leitartikels gewesen. — Aus Würtemberg bört man, daß der König noch immer mit dem Auftreten seines Ministeriums nicht ganz einverstanden ist und daß er den Coalitionestaat gegenüber eine Separatstellung eingenemmen wissen will. — Am 18. v. Mio. bat eine ausgerehnte Vertheilung von Denkmünzen des Hobenzellernschen Hausordens an die Besatzung der Festung Luxemburg stattgefunden. Es sind eiwa 150 Denkmünzen an solche Offiziere, Unteroffiziere und Seldaten zur Vertheilung gekommen, welche nach dem Ordensstatut vom 23. August v. J. auf dieselbe Anspruch haben. — Ueber die Differenzen im Ministerium enthält die„Deutsche Bolksballe“ Mittheilungen von hier, nach denen is nicht unwahrscheinlich ware, daß noch im Laufe dieses Herbstes die Herren v. Westphalen und v. Raumer auescheinen wurden. Die katholische Frage, in der Herr v. Manteuffel anderer Ansicht, als eie genannten Herren Minister sei, wäre nach derselben Corresponeenz nicht odne Einfluß auf eiese Angelegenheit. — Stimmen die Entschließungen der Coalitione=Staaten mit den Aeußerungen ihrer publicistischen Organe überein, so stebt auf die Preußische Erklärung vom 30. August keine der Forteauer des Zollvereins günstige Antwort zu erwarten. (N. Dr. 3.) —(C. B.) Berlin, 10. Septb. Die Nachrichten, welche sich in der diesigen National= u. der Breslauer Zeitung finden und die in bestimmter Weise aussprechen, daß man in Wien durch die preuß. Erklärung in der Zollfrage nicht befriedigt worden sei, scheinen auf sehr gutem Grunde zu wurzeln. — Den in Westfalen stattfindenden Truppen= Manövern werden Se. Königl. Hoheit der Prinz von Preußen, wie wir hören, nicht mehr beiwodnen. — Der Reise des Prinz=Regenten von Baden nach Wien soll eie Absicht nicht fern liegen, vort in der Zellfrage an böchster Stelle selbst Bedenken gegen die Auffassungen geltend zu machen, welche die Frage so zuspitzen, daß sie zu einem Lossagen von Oesterreich oder von Preußen führt. — Wir hören, daß-die Ernennung des Herrn von Senft Pilsach zum Oberpräsisenten der Provinz Pommern nunmehr wirklich bevorstebe. In Breslau circuliren, der„Neuen Oderzeitung“ zufolge, Petitionen, welche an den König gerichtet sind und unter Hinweis auf die neuesten Maßnahmen, namentlich das„Jesuttenediet“ vom 16. Juli, den„verfassungsmäßig“ wie„landesgesetzlich; zugesicherten Schug in der„ungebindert freien Re. ligionsüdung der Katboliken im Königreich Preußen“ anrufen. Im Wesentlichen stimmen diese Petitionen mit dem Inbalt derer überein, welche in Paverborn und Münster gesertigt wurden. Diese Petitionen soll noch ein Promemoria verstärken, welches der Careinal=Fürsttisckof von Breslau für den König verfaßt und demselben nunmehr zu überreichen die Absicht haben soll. Dem Vernehmen nach soll es zwischen dem Kirchenfürsten und den Ministern des Innern und des Cultus zu einem eben so bedeutenden als bedeutsamen Conflikt gelommen sein, dessen Beilezung durch jenes Promemoria versucht wird. Köln, 7. Sepid. Heute Morgen fand eine General=Versammlung des Schaaffbausenschen Bankvereins statt, bei der es lebdafte Debatten gad. Früber war nämlich an die Altionäre Lit. B. keine Gewinnstoividende ausbezahlt worden, da dieses nicht stattfinden konnte, bevor die Aktien L.it. A., für weiche der Staat die Garantie übernommen hatte, nicht amortisirt worden waren. Diese Amortisation bat nunmehr stattgefunden; jedoch war die Direktion eemungeachtet nicht geneigt, den Gesammtgewinn, der sich mit dem des lausenden Jahree auf 300.000 Tbir. belaufen dürste, auszuzadlen. Als ein Grund wurde angeführt, daß der Gewinn zumeist in eine Zeit im Distrikte Dorohei, nach Jassy der volkreichste unter den 13 Kreisen des Ländchens. Die Straßen waren ziemlich leer, in Zolge der starken Sonnenhitze trocken, abei an verschiedenen Punkten kleine Pfützen sichtbar, die Häuser meistens von Holz, mit Höfen umgeben, so, daß nur die diese umgebenden Planklu auf die Straße blickten. Mihalleny gehört zu den wohlhabenderen Städichen des Landes und treibt einen ziemlich lebhaften Transitohandel wegen seiner Lage an der Grenze und wegen der Nähe des Seretb, der als die wichtigste Wasserader von dier angefangen, die Moldau der Länge nach durchschneidet, und von der Suczawa, der Bistritza und andern kleinern Flüssen angeschwellt, sich bei Galatz in die Donau ergießt, nachdem er dieser Stadt das Bauholz aus den Gebirgen zugeführt hat. (Schluß folgt.) falle, in der die Amortisation noch nicht stattgefunden hatte. Wehl mit Recht wurde dngegen eingewendet, daß jener Grund, nachdem der Staat aller Garantie factisch entbungen sei allen Halt verloren habe. Es wurde dagegen nachträglich bervorgeboben, daß man eines bedeutenden Reservesonos für alle Evenzualitäten bedürse. Die Mehrzabl der Anwesenden war demungeachtet für die Dividende, die Minderzahl aber vertrat die meisten Aktien, so daß nach der Aktienzabl ¾ der Stimmen sich gegen die Austbeilung der Dividende erklärten. Viele Aktionäre konnten nicht mitstimmen, weil sie sich nicht zeitig genug vorder in der durch die Statuten bestimmten Frist angemeldet hatten. Man tadelt es, daß razu keine öffentlichen Aufforderungen ergangen waren.(F. Pstz.) Fleusburg. Anfang Sept. Die„Hamb. Nachr.“ schreiben: In diesen Tagen sind 6 bis 8 junge Leute aus Steerup in Angeln, zum Theil Söhne bemittelter Landteute, die in einem Wirtbebause gesungen— aber, wie allemein verscher wiro, nicht„Schlcewia=Holstein“— von dem Hardeevogt Schack verurtbeilt worden, nicht, wie früder in ähnlichen Fällen gebräuchlich, zu einer Gelestrafe und einigen Tagen Wasser und Bros, sondern dazu, an einen Pfabl gebunden eurchgeprügelt zu werden, welche Strafe denn auch wirklich an idnen vollzogen worden ist. Nur einer, den der Popsikus Esmarch in Fleneburg zu schwach erklärte, um die Prügelstrafe ausbalten zu können, ist zu Wasser und Broo begnadigt. Der Herr Hardesvogt haben bei dieser Gelegenbeit geäußert, aus Geldund Kerkerstrafen mache man sich ja eoch nichts, earum müsse zu schärferen Mitteln gegriffen werden. Wir haben Anstand genommen diesen Att danischer Rechtepflege in Schleswig zu veröffentlichen, bis wir jetzt in dänischen Blättern selber im Wesentlichen denselben bestätigt finden. Frankfurt, 6. Sept. In Bezug auf den gegenwärtigen Stand der Unterbandulngen über die Absendung einer Sachverständigen=Commission von Seiten deutscher Staaten nach Surinam haben wir von zuverlässiger Seite näbere Mittdeilung erbalten. Es bätte die nied##cläneiche Regierung den Wunsch geäußert, daß eine aus erei Mitgliedern gebildete Commission nach Suriaam gesendet werden möge, um über alle auf die Anlegung von Colonien in diesem Lande bezüglichen Fragen Bericht zu erstatten. Zu dieser Commission sollte Baiern einen Arzt, Würtemberg einen Ackerbaukundigen. 9#6 Großberzogthum Baden einen Bergbauverständigen aboidnen. Die nieverländische Regierung begie und begt noch immer die bestimmte Erwartung, daß ein unparteiischer Bericht einer solchen Commission ganz geeignet sein wrree, einen nicht geringen Theit der Auswanderung aus Deutschland nach Surmam hinzuwenden. Die baierische Regierung lebnte idrer Sei## eine Beiheiligung an der Bildung der Sachverständigen=Commission ab. Es wurde hierauf von Seiten eer Niederlande an die beiden übrigen Regierungen die Einlarung gerichtet, auch das dritte ärztliche Mitglied der Commission ernennen zu wollen. Die Regierungen Würtembergs und Badens haben sich nun bereit erklärt, der an sie ergangenen Einladung in der Art zu entsprechen, däß sie zu einer solchen Sendung geeignete Persönlichkeiten bezeichnen würden, so daß es der nleverländischen Regierung überlassen bleide, mit den ihr bezeichneten Individuen selbst die erforderlichen Uebereinkünfte abzuschließen. Die Dauer der Mission der drei Sachverständigen soll vorläufi, auf 2 Jahre bestimmt werden. Auße; einem jährlichen Gebalte von 2400 G. für jeden der Sachverständigen wird ihnen nicht nur völlig freie Hin= und Rückreise bewilligt, sondern auch die Bestreitung aller Kosten idres Aufenthaltes in Surinam von Seiten der niederläadischen Regierung zugesichert.(k. Z) Stuttgart, 9. September. Der König bat für die durch Gewutterschaden verunglückten Gemeinden des Lances 1000 Gulden aus der k. Privattasse angewiesen. München, 7. Sept. Es ist neuerdings wieder mehrsach gegen Subalternosfiziere wegen Schulden und charatterwidtigen Benchmens mit Entlassung eingeschritten und zugleich verfügt worden, daß rieselben, auch die mit Sustentationsbeitrag entlassenen, ihre Offizierpatente abzugeben haben, um einen etwaigen Mißbrauch verselben unmöglich zu machen. Es scheint, daß die letztere Verfügung veranlaßt wurde, indem frühere nur entlassene Offiziere die noch in ihren Händen befindlichen Patente dazu benutzt haben, sich Credit zu verschaffen. (Schw. M.) Wien, 7. Sept. Die letzte von Preußen in der Berliner Zoüconferenz abgegebene Erklärung schreibt man der F. Postz. dat ihrem Inhalt nach in unsern maßgebenden Kreisen nicht befrierigt. — Am 4. d. M. bat in der Dreifaltigkeitskirche zu Innsbruck die Feier der Seligsprechung des Pater Clarer, Priester der Gesellschaft Jesu, stattgesunden. Diese Feier war auch zugleich eine Danksagungsandacht für die vielen Gnaden, welche Gon der Gesellschaft Jesu zukommen ließ.(N. Z.) — Ucber den Fortschritt der Bauten am Semmering sind Berichte eingelaufen, welche die Beeneigung des Baues binnen einem Juhre in Aussicht stellen. Der Bahnbetrieb wird wahrscheinlich im August 1853 zur Feier des Geburtstags des Kaisers eröffnet werden. Der Viarutt über den Aoliggraben ist bereits eingewöldt. Dasselbe wiro bei dem kleinen Viarukte zwischen den beiden Tunnels nächstens der Fall sein. Wien, 8. September. Die heutige„Wiener Ztg.“ enthält einen Erlaß des Finanzministeriums vom 4. September d. J., betreffend die Eröffnung eines fünsprocentigen Staatsanlebens von 80 Mill. Gulden C. M. Dasselbe wird am 9. Septbr. im Wege der freiwilligen Einziehung eröffnet und am 18. d. geschlossen. Dasselbe wird mit 15 Millionen zu Zahlungen an dem laut Vertrag vom 3. Febr. d. J. in 71¼ Mill. zusammengezogenen, inzurischen auf 70 Mill. verminderten Schuldenreste an die Nationalbank, mit 25 Mill. zur ferneren Verminderung des Papiergeldumlaufs, mit 20 Mill. zu Eisenbahnbauten und Vermehrung von Eisenbahn=Betriebs= mitteln, mit dem Reste zu den allgemeinen Staatserfordernissen des Verwaltungsjahres 1853 verwandt. Das Anlrhen wird zu 95.pC1. kontrabirt, die auszugebenden Staats=Schuldverschreibungen lauten auf 100, 500, 1000, 5000 und 10,000 fl. C. M., sind auf den Ueberbringer ausgestellt, und haben halbjährliche Coupons, welche am 1. Mai und 1. November mit jedesmal 2¼. pCt. fällig sind. Auf Verlangen werden ste auch nominell über beliebige Beträge über 100 fl. ausgestellt. Die Zinsen werden bei der Universal=StaatsSchuldenkasse oder bei den Filial=Kreditskassen der Kronländer, oder auch, auf Verlangen, nach dem Tagestouise auf Wien bei M. A. v. Rotbschild und Söhnen in Frankfurt a. M., oder bei Gebrüder v. Rothschild in Paris, oder bei N. M. Rothschild und Söhnen in London bezahlt. Bei der Einzeichnung oder auch später bis 1. Juli 1853 können die Inhaber der 5 pCt. Schuldverschrribungen dieselben gegen 2 Schuleverschreibungen, die auf den koppelten Betrag lauten, umtauschen, müssen jedoch in diesem Falle eine Prämie von 2½ fl. C. M. baar für jedes Hundert des Nominalbetrages der 5 pCt. Obligationen zahlen. Vom 1. November 1853 beginnt eine jährliche Tilgung von 1 pCt. des fünfprocentigen Anlebens durch Rückkauf, so fern der Börsencours das Pari nicht übersteigt. geringste Betrag, zu dem man zeichnen kann, ist 1000 fl.; wer ½ Million oder mehr zeichnet, erhält eine Provision von 1 pCt., welche bei Einzahlung der am 30. Oktober d. J. verfallenden Rate angerechnet wird. Im Falle die Einzeichnungen 80 Millionen überschreiten, findet eine Reduktion aller Zahlungen statt. Bei der Zeichnung ist eine Kaution von 10 pCt. des auf die gezeichnete Summe baar einzuzablenden Betrages zu leisten; dieselbe wird baar oder in österr. in Conv.=Münze verzinelichen Staatsschuldverschreibungen, in Partialbypothekar=Anweisungen oder endlich in Papieren der Anleben von 1834 und 1839 geleistet: die in Staatsschuld=Verschreibungen erlegte Kaution muß jeroch bis zum 15. Dezember d I. gegen baares Geld umgewechselt werden, widrigenfalls sie bö senmäßig veräußert u. der Erlos als Aerar=Auttion behandelt wird. Erreicht dieselbe jedoch nicht den nothwendigen Betrag, so ist er bei der nächsten Eir zahlung zu ergänzen, widrigenfalls er dem Aerar verfällt und jeder Anspruch des Zeichners aus dem Anleben erlischt. Die Betheilgungserklärung nebst der Kaution, ist in Wien bei der Centralkasse der Nationalbank, in den Kronländern bei den Landeshaupt= und den Filialkassen der Notionalbank einzuliefern. In Zahlung werden angenommen Banknoten, Reichsschitzscheine und Anweisungen auf die ungarischen Laudeseinkünfte, 3 pCt.=Kassenanweisungn und ausgelooste, schon fällige Odligationen der Anlehen von 1834 und 1839. Die Einzahlungen gescheben in 10 Theilbeträgen, und zwar, da die Kaution einen solchen Theilbetrag bildet, in folgenden Raten: am 30. Oktober und 1. December 1852, am 1. Februar, 1. März, 1. April, 2. Mai, 15. Juni, 1. August und 15. September 1853. Die Einzahlungen werden immer so abgerundet, daß sie auf enrch 100 tbeilbare Beträge lauten. Jedes= mal bei der folgenden Einzahlung werden die Schuldverschreibungen für die verbergehende eingerechnet. Die Kaution gilt, sobald sie in Baar geschieht oder in Baar umgewandelt wird, als Theilzahlung. Die Zinsen à 5 pEt. laufen von dem Tage der Einzahlung oder der Vaarumwandlung der Kautionen. Wer eine Rate in der festgesetzten Frist nicht leistet, verliert den Anspruch bezüglich jeder noch nicht verfauenen Rate, und die Kaution fällt dem Staatsschatz zu. (Nat. Zig.) Auslan d. Schweiz.— Als eine besondere Merkwürdigkeit führen unsere Zeitungen an, daß der Wirtb zu„Löwen“, in Weggis, am süewestlichen Ufer des Rigi, dem König von Schweden für Beherbergung 2c. nur eine Rechnung von 20 Fr.(9 fl. 20 kr.) gemacht habe.— Ueber dem Grabräuber Galli(nicht Gall) erfährt man, daß er in St. Maria am 19. August der Beerdigung des jungen Mädchens als Zuschauer beiwohnte. In dem Wirtbshause, wo er eingekehrt war, hatte er geäußert, bei ihm zu Hause, in Veltlin, würde diese in wenigen Stunden ausgegraben werden. Das leitete den Verdacht der Grabschändung gleich auf ihn. Man sandte einen Landjäger nach seiner Wohnung in Cieris. Als Galli sah, daß er verhaftet werden sollte, gab er ein paar Obrringe und zwei Ringe beraus. Er wurde abgeführt, ins Verbör genommen und gestand, zuerst habe er die Obr= und Fingerringe, sodann die Schürze und das Kleid von Orleans genommen; bieraus habe er alles wieder zugedeck. Seine Arbeit währte von 10 bis 11 Uhr Nachts. Er begab sich wieder zurück nach Cierfs, versteckte sein Paket und legte sich auf dem Heu schlafen.„Er habe nicht geglaubt, sagte er, ein Verbrechen zu begehen, auch in seinem Leben noch nichts entwendet, aber er habe gedacht, das Gold nütze in der Erde niemand. Der Betrag des Entwendeten beläuft sich laut amt.cher Schätzung nicht ganz auf zwei Louisd'or. Italien.— Turin, 2. Sept. Alexander Dumas ist nah Rom abgereist. —. Palermo, 23. August. Der Samitätsrath hat wegen der in Preußen grassirenden Cholera Quarantänemaßrezeln für nach dem 1. August aus preußischen Seehafen ausgelaufene Schiffe angeordnet. Frankreich* Paris 9. Septhr. Der legitimistische„Corsar“ ist, nachdem er nach zweimonatlicher Suspension drei Mal wieder erschienen war, durch ein Decret des Präsicenten heute ganz verboten worden. Die Ursache dazu soll ein einfaches Wortspiel mit einem lateinischen Ausdrucke gewesen sein. Die„Georg Sane“ hai mit ihrem Recensenten Jules Lecomte einen Krieg angefangen in einem Briese, der von Grebbeiten strotzt. Die Oekonomisten halten mergen ihr Monatsbankett, an welchem der Graf von Cavour Theil nehmen wird. Die Polizeistrafen wegen Beleidigung des Präsidenten kommen sehr bäufig vor. Meistens werden solche von Leuten der unteren Classe ausgestoßen. Im Park von St. Cloud sind bei der letzten Jagd, die Louis Bonaparte veranstaltet hatte, 400 Stück Wild erlegt worden. Louis Bonapartes Hofstaat ist nun im Stande, nachdem er eine große Anzahl neuer Bedienten angeschafft hat. Es wird eine Sammiung der militärischen Correspondenzen des Kaisers Napolcon veranstaltet, welche 60— 80 Bände stark werden soll. Großes Aufsehen macht die Verhaftung einer böhmischen Gräfin wegen Verdacht des Kinesmords. Sie war Wittwe und hatte sich den größten Ausschweifungen dingegeben, so daß sie zuletzt bis in die unteru Schichten der Gesellschaft gestiegen war. Der Lord Lonconderry halte mit einem Pariser Weinbändler den Vertrag gemacht, für 20,000 Franken Wein ebensoviel Steinkohlen aus seinem hatte die K dieser kürzli Franken ver wenden, um Großbr durch sein Denkmal sich lung der Ha storden. Se denn seine S unentbehrlich Die Times Irland, den daß Irland a nämlich kein Mördern sei, Die Deutscher natürlich Wöl eine Uniform wäre, ließe er der Schreiber und sich vorst proben. München. ihrer wissenscha dien im Hause Duprel betreibe nehmen gezeigt, sche Sicherheite — Der art Metres tief ist, Wasser. Es b verschiedenen S bohren will,## Dasselbe soll; Heizen der Zim: — Auf der erlebten wir Pas spiel. Es war schen Falster, E regnicht, als es ob Holzwerk in uns glaubten im Mit Grausen geblickten, die Trün selben herumtreib war von Laaland nem Seemann na selbst seine Brau sich gegen Wind breiten Klappen u boot weder geseber Schiffe aus nicht Maschine gerieth, ging eine geraume tergelassen werden tung nach den bei lichen abstieß, bat zulegen; der Boot der Kapitän konnt erhalten und versa selben noch aufzuft mann zu uns an B seinen Kopf einen scheinlich von dem für denselben eine ziemlich reichlich auf piläns wurde blos — In Breslau Handpfeide die Ve An der engsten Ste entgegen, weshalb er verbeilassen möchten. Frachtwragen passirte derb nach den Pferd# vorsprangen, das P Seitensprung machte, chen, sihr tiefen un kam, daß es mit d# schlug und dadurch ter das Pferd zu lieg eines der Handpferde lon sich außer Stande scher des Frachtwagen# rem zur Antwort:„ werth“, und setzte bier gung. 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Erreicht o ist er bei der dem Aerar verInleben erlischt. Wien bei der bei den Landesiefern. eichsschitzscheine , 3 pCt.=Kastionen der An#escheben in 10 en Theilbetrag Oecember 1852, uni, 1. August den immer so lauten. Jedes= verschreibungen , s o b a l e s i e i n Theilzahlung. nzahlung oder ie in der festlich jeder noch tagtsschatz zu. (Nat. Zig.) it führen unWeggis, am n für Beherkr.) gemacht erfährt man, des jungen sause, wo er in Veltlin, Das leitete Man sandte Galli sah, brringe und r genommen sodann die aus habe er bis 11 Uhr eisteckte sein chi geglaubt, unoch nichts r Erde nieut amt.cher ias ist nah egen der in nach dem Schiffe ansche„CorMal wieganz verrtspiel mit es Lecomte ten strotzt. n welchem 1 kommen r unteren die Louis en n er eine enzen des start wern Gräsin hatte sich tt bis in ndler den einkohlen aus seinem Bergwerke in England zu liefern. Der Weinhändler hatte die Kohlen für nicht gut genug befunden und den Lord, als dieser kürzlich nach Paris kam, wegen einer Forderung von 10,000 Franken verhaften lassen. Loudonderry mußte sich an Rothschild wenden, um das Geld zu deponiren. Großbritannien.—* London, 8. Sept. Porter, der durch sein Werk, ihe progress of the nation, ein unvergängliches Denkmal sich gesetzt hat, und als Vorstand der statistischen Abtheilung der Handelskammer sich unschätzbares Verdienst erwarb, ist gestorven. Sein Verlust wird so bald nicht wieder ersetzt werden; denn seine Statistik von England ist für die Wissenschaft nahezu unentbehrlich geworden. Die Times hat heute zwei sehr grobe Leitartikel, den einen über Irland, den anderen über die Deutschen. In dem ersteren sagt sie, daß Irland an seinem Unglück selbst Schuld sei, daß in das Land nämlich kein Kapital sich ziehen könne, so lange es ein Land von Mördern sei, wo der Mord mit zu den Sitten des Landes gehörte. Die Deutschen werden eine Heerde von Schaafen genannt, über die natürlich Wölf: kommen müßten; denn wo ein frommer Deutscher eine Uniform sehe, wenn es auch nur die eines Postcondukteurs wäre, ließe er sich geduldig durchprügeln. Wir wünschten nur, daß der Schreiber dieser Aufsatzes eines Tages nach Westfalen käme und sich vorstellte, um diese Lammgeduld an„sich selbst“ zu erproben. Vermischtes. München. Die jungen Egpptier, welche seit einigen Jahren zu ihrer wissenschaftlichen Ausbildung sich bier befanden und ihre Studien im Hause und unter der Leitung des k. Advokaten Frhru. v. Duprel betreiben, haben in letzterer Zeit ein so unbotmäßiges Benehmen gezeigt, daß Hr. v. Duprel genöthigt wurde, eine militärische Sicherheitswache zu sich ins Haus zu nehmen. — Der artesische Brunnen in Grenelle, der bekanntlich 600 Metres tief ist, liefert zu allen Jabreszeiten 30 Grade warmes Wasser. Es bat sich nun eine Gesellschaft gebildet, welche in den verschiedenen Stadtvierteln von Paris 1000 Metres tiefe Brunnen bohren will, deren Wasser 70 bis 80 Grad Wärme haben soll. Dasselbe soll zu billigen Bädern, Waschanstalten und selbst zum Heizen der Zimmer verwendet werden. — Auf der Rückreise von Kopenhagen nach Kiel am 25. d. erlebten wir Passagiere auf der„Diana“ ein herzerschütterndes Schauspiel. Es war gegen 2 Uhr Nachmittags, wir befanden uns zwischen Falster, Seeland und Laaland, das Wetter war trübe und regnicht, als es plötzlich unter dem Schiffe zu krachen begann, als ob Holzwerk in das Rad der Maschine geratben sei. Manche von uns glaubten im ersten Augenblick, das Schiff selbst ginge zu Grunde. Mit Grausen gewahrten wir, als wir auf der Lecseite über Bord blickten, die Trümmer eines Bootes und zwei Männer zwischen denselben herumtreiden, die jämmerlich um Hülse riefen. Das Boot war von Laaland gekommen, ein Schiffskapitän wollte sich von einem Seemann nach Secland in selbigem übersetzen lassen, um daselbst seine Braut zu besuchen. Die beiden Seeleute hatten, um sich gegen Wind und Regen zu schützen ihre gefirnißten Hüte mit breiten Klappen um den Kopf zusammengezogen, hatten das Dampfboot weder geseben, noch gebört, bis ihr Boot, das auch von unserm Schiffe aus nicht bemerkt worden war, plötzlich unter das Rad der Maschine gerieth, das solches in tausend Stücke zerschellte. Es verging eine geraume Weile, bis ein Boot vom Dampfschiffe heruntergelassen werden konnte, und als solches mit drei Mann zur Rettung nach den beiden mit den starken Wellen kämpfenden Unglücklichen abstieß, hatte es bis zu ihnen eine ziemliche Strecke zurückzulegen; der Bootführer wurde glücklich aus den Wellen gerettet, der Kapitän konnte sich aber zuletzt nicht mehr über dem Wasser erbalten und versank vor unsern Augen. Alle Bemühungen, denselben noch aufzufinden, waren vergeblich. Als der gerettete Seemann zu uns an Bord gebracht wurde, bemerkten wir mitten über seinen Kopf einen von Haaren entblößten blutigen Streifen, wahrscheinlich von dem Rade des Dampfschiffes herrübrend. Es wurde für denselben eine Collekte unter den Passagieren veranstaltet, die ziemlich reichlich ausfiel. Von den Sachen des verunglückten Kapiläns wurde blos eine lederne verschlossene Hutschachtel geborgen. — In Breslau ritt am 1. d. M., Abends, ein Postillion zwei Handpfeide die Vorwerkestraße emlang nach der Posthalterei zu. An der engsten Stelle der Straße kamen ihm mehrere Frachtfuhren entgegen, weshalb er den Kutschern zuries, daß sie anhalten und ibn verbeilassen möchten. Dies geschab auch; als er aber den letzten Frachtwragen passirte, bieb der Kutscher desselben mit der Peitsche so derb nach den Pferden des Postillons, daß die Handpferde sofort vorsprangen, das Pferd aber, auf dem der Postillion saß, einen Seitensprung machte, wobei dasselbe dem Rande des dort befindlichen, sihr tiefen und mit Schlamm angefüllten Grabens so nabe kam, daß es mit drn Hinterfüßen binabglitt, sich demnächst überschlug und dadurch den Reiter in den Morast drückte, so daß er unter das Pferd zu liegen kam. Gleichzeitig wurde auch hierdurch noch eines der Handpferde in den Graben hinabgezogen. Da der Postillon sich außer Stande fühlte, sich selbst zu heifen, rief er dem Kutscher des Frachtwagens zu, ihm aufzubelfen, erhielt aber von Letzterem zur Antwort:„schade für Deine Pferde, meine Fracht ist mehr werth“, und setzte hierauf ganz gemürblich sein Gespann in Bewegung. Glücklicherweise kam bald darauf der Wiegemeister der Oberschlesischen Eisenbabn vorüber, welcher mit Hilfe eines Schmiedemeisters dem Postillion, den der Schlamm und die Pferde bereits dem Tode nabe gebracht hatten, unter den Pserden hervorhalsen und ihn aus dem Graben berauszogen. Die Pferde nurden demnächst mit Hilfe mehrer binzugekommenen Personen mit Stricken förmlich aus dem Graben gewunden. Glücklicher Weise aber hatte weder der Reiter, noch die Pferde Schaden genommen. Die Fuhrleute waren, wie sich später herausstellte, aus Neisse. — Die Einkünfte des türkischen Reiches betragen jetzt 750 Mill. Piaster(etwa 46 Mill. Thir.) Die Ausgaben stehen der Einnahme fast gleich. Die Einkünfte werden aufgebracht durch 220 Mill. Grundsteuer, eben so viel Einkommensteuer, 40 Mill. Kopfsteuer der Nichtmuselmänner, 85 Mill. Einsubrzoll, 30 Mill.(jetzt 40 Mill.) Tridut Aegyptens, durch 5 Mill. Tribut der DonauFürstenthümer und durch 150 Mill. indirckter Steuern. Die Ausgaben bestehen in der Civilliste des Sultans von 75 Mill. Piaster, den Civillisten der Sulkana Wittwe und der verbeiralbeten Schwestern des Sultans 8 Mill. 40,000 Piastern, Kosten der Armee 300 Mill., der Klotte 37,500,000, an Kriegs=Material 30 Mill. und Verwaltung 195 Mill.; dann an verschiedenen Ausgaben, wie Unterhaltung der Moscheen, Unterricht 2c. 84,400,000, was zusammen 730,300,000 Piaster ergiebt. — Die Mormonen nannten ihren Staat einstweilen noch ein „Territorium“, Distrikt; der Kongieß bai nach dem Namen des eingebornen Indianerstammes die Bezeichnung Utab gewählt und die Cran u so bestimmt: im Westen Kalisornien, im Norden das Territorium Oregon, im Osten und Süden die Wasserscheide des Colorado. In dem diesjährigen Staatshandbuche von Amerika ist von Utah noch nicht viel zu lesen; Brigham Young ist als Gouverneur genannt, Samuel Brandebury als Oberrichter, Seih Blair als Staatsanwalt. Wenn die Bevölierung auf 60,000 gestiegen ist, wird das Territorium, gleichsam der Staatenfötus, als Staat anerkannt und giebt einen Stern mehr, den zweiundereißigsten in das Banner der Republik. Der Zeitpunkt wird bald eintreten; denn die Kirche zählt jetzt schon 300,000 Bekenner und von allen Enden der Welt strömen sie nach der Salzserstadt zusammrn. Den meisten Zuwachs erbalten sie aus England, und aus England den meisten aus den Fabrikdistrikten, und aus Wales. In Liveipool ist eine eigene Mormonen=Agentur. Missionäre sind in allen Welttheilen thätig. Nach den letzten Nachrichten gedeiht die Niederlassung am Salzsee gleich allen andern, welche die Mormonen gegründet. Die Häuser wachsen aus der Erde, das Land umher, dem es an regelmäßiger Bewässerung fehlt, ist bereits mit einem vollständigen Netz von Kanälen bedeckt, wie die Lombardei und einst die Ebenen von Granada, vor Herstellung der ehristlichen Autorität. Das erste öffentliche Gebäude war ein Badebaus über einer vortrefflichen Schwefelquelle, das zweite die Presse, das dritte eine Schule. Für einen neuen Tempel ist in der Mitte der Stadt ein hochgelegener Platz reservirt. Fast keine Woche vergeht, wo nicht die newyorker Zeitungen Danksagungen von Reisenden enthalten, die in der Mormonenstadt Gastfreundschaft und liebreiche Pflege gefunden. Neuerdings hat die Sekte sich gegen den Kongreß erboten, wenn die Union die Diagonal=Eisenbahn bis an die Gränze von Utab fübren wolle, ihrerseits die Fortsetzung bis nach San Francisco zu übernehmen, eine Strecke, länger als die pieußische Ostbahn und mit unendlich mehr Terrainschwierigkeiten.(N. Ztg.) Aus Südaustralien berichtet ein in Arelaide ansässiger Deutscher der Spenerschen Ztg. Folgendes: Im Oktober waren die „Ballarat Diggings“ in Victoria eröffnet und schon während dieses Monats hatten viele Hunderte, hauptsächlich Arbeiter, Adelaide verlassen, um dorthin zu zieben. Im November wurden die Nachrichten immer glänzender, die Berichte von Meunt Alerander übertrafen Alles, was nur je von Californien erzählt worden war und fanden hier nur zu günstige Aufnahme. Es waren jetzt nicht nur brodlose Arbeiter, die der Lockung des Goldes folgten, nein Handwerker, die guten Verdienst hatten, Kaufleute und ihre Gebülfen, Beamte des Gouvernements, Alle wurden von dem gleichen Schwindel ergriffen und so begann diese beispiellose Auswanderung, die innerhalb 4 Monaten mehr als die Hälfte der erwachsenen männlichen Bevölkerung sortführte und die andere Hälfte größtentheite in Elend und Bankerott zurückließ. Aller Credit war vernichtet, Niemand hatte Lust sich auf irgend ein Geschäft einzulassen, Jeder suchte nur seine ausstehenden Forderungen einzucassiren und seine Angelegenheiten zu ordnen, um so bald als möglich dem allgemeinen Zuge zu folgen. Es blieben thatsächlich nur diejenigen zurück, die entweder durch ihre Geschäfte gezwungen waren, hier zu bleiden, oder die keine Mittel zur Reise hatten.— Es ist nicht zu läugnen, daß die Nachrichten, die im Laufe des November und darüber von den neuen Diggings am Mount Alerander kamen, wohl geeignet waren, selbst Leuten von ruhiger und kalter Ueberlegung die Köpfe zu verdrehen. Die Zeitungen sowohl, wie alle Privatbriefe, stimmten darin(berein, daß das Glück zwar seine Gaben ungleich vertbeile, daß aber ein reichlicher Lohn Jedem gewiß sei, der nur Beharrlichkeit und Ausdauer habe. Allerdings, heißt es, seien Viele, nachdem sie einige Tage vergeblich gesucht, entmutdigt zurückgekehrt; aber, wer sich nicht abschrecken lasse, der finde auch früher oder später den goldenon Preis. Die Lebensart wurde als sehr beschwerlich geschildert; in der Asche gebackenes Brod(Damper), schlechter Thee und frisch geschlachtetes Hamm=lfleisch waren die einzigen für bohe Preise zu erlangenden Lebensmittel; die Wenigsten hatten Zelte und schliefen unter freiem Himmel oder in nothdürftig von Zweigen errichteten Hütten, dem Regen und der Kälte ausgesetzt. Die Arbeit war sehr bart, vorzüglich wenn die Erde, die den kostbaren Stoff entbielt, in Säcken oft ziemlich weit zum Wasser getragen werden mußte.— Von Deutschen waren Anfangs hauptsächlich junge Leute, die hier keine Beschäftigung hatten und viele Handwerker, namentlich Bauhandwerker, für welche die Aussichten hier schlecht waren, fortgegangen. Ende Dezember brachte ein Schiff von Melbourne etwa 60 Goldgräber, darunter 5 Deutsche, zurück. Sie wurden natürlich mit außerordentlicher Neugierde empfangen. Keiner kam ohne Gold zurück; ich glaube nicht, daß ein Einziger darunter war, der weniger als 3 Unzen(2½ Pfd.) mitbrachte und doch batten sie meist nicht mehr als 14 Tage oder 3 Wochen gearbeitet. Aber was war der Grund ihrer Rückkehr? Einige hatten die Arbeit nicht länger aushalten können, andere waren in Folge der fast ungenießbaren Lebensmittel und des schlechten Wassers krank geworden und wollten sich hier erholen. Außerdem aber erzählten sie, daß das Wasser zum Waschen aufinge auszugehen und daß bild Hunderte und Tausende die Diggings verlassen würden. Der kleine Bach(Creek), an welchem entlang etwa 30 englische Meilen weit das Gold gewaschen wurde, fließt sonst das ganze Jahre hindurch, aber sein Bett war verstopft durch die ungeheueren Massen von Erde, die täglich hinein gewaschen wurden; selbst das Trinkwasser sing an spärlich zu werden. Einige besonders Glückliche hatten Stellen gefunden, wo das Gold in größeren Stücken so bäufig war, daß sie es mit Messern aus dem Lehm herauspickten, ohne Wasser zu brauchen. Der Anblick des mitgebrachten Goldes und diese, wenn auch nur theilweise günstigen Nachtichten, vergrößerten die dier 1 rschende Aufregung. Es ist obne die geringste Uebertreibung, wenn ich sage, daß ich wäbrend dieser Tage in der ganzen Stadt über keinen anderen Gegenstand, als die Diggings, habe sprechen boren; es war ganz unmöglich, die Aufmerksamkeit oder Theilnahme auf irgend etwas Anderes lenken zu wollen. Die Politik, die so lange alle Gemütber deherrscht hatte, wurde vernachlässigt. Handelsgeschäfte wurden gar nicht gemacht. — Der Docent der Landwirthschaftelehre, Hölbing in Wien eröffnet eine Pränumeration auf die Hußev'sche(amerikanische) Mäbemaschine mit den sich ale notdwendig gezeigten Berbesserungen. Diese Verbesserungen bestehen insbesendere davin, daß: 1) keine gewehnlich vorkommende Unebenheit des. Ackers, als: Dünger Schollen, Hurchen 2c. die beim Mäben hinderlich werden; 2) daß stets mit der ganzen Breite der Maschine gearbeitet wird; 3) die Maschine nach Belieben und mit Leichtigkeit linke und rechts gelenkt und eden so umgewendet wereen kann; ferner 4) das abgeschnittene Getraide von der Maschine selbst auf das Gleichmäßigste, ohne die geringste Verletzung und zwar nicht hinter, sondern zur Seite der Maschine abgelegt wird; so wie endlich 5) daß ohne Vormähen an jeder Seite des Feldes angefangen, und ohne im Bogen schneiden zu müssen, ein Gang neden dem andern im Hin= und Zurückmähen angeschlossen werden kann; nebst noch mehreren anderen nach den hiesigen Lokalverhältnissen erforderlichen zweckmäßigen Abänderunzen in der Bespannung, Lenkung der Pferde, Instandhaltung der Maschine u. s. w. Der Preis einer solchen Maschine ist auf 350 Gulden Conv. Münze festgesetzt, wovon 100 fl. gleich bei der Bestellung, dann weitere 100 fl. bei der Empfangnahme der Maschine zu erlegen sind, der Rest mit 150 fl. aber dann gezahlt wird, nachdem die Maschine in Ganz gebracht und 10 Joch zur Zusriedenheit des Eigenthümers damit gemäht sind. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 10. Sepidr. Wechsel-Course. 1 Preuz. Courane. Berlin, vom 10. Septdr. 1852. 1 Brief. 1 Geld. 1427 1422 132¼ 151% 6 23¼ W7 101% 9% 99½ 18 56 16 1187 Fraukfurt, den 10. Sepidr. 1852. Oesterr. 5 Metallig. in Silder dei. 95 P. Osterr. 5% Metallique 7=" 81½ P. 80“ esw. 81 b. 4½%= m 72%%% bez. ¾ G. desgl. 4% 65 P. desgl. 1% 16% 9. Kurbessische 40 Thlr. Loose. 34 ¾/8 P. Friedr. Wildelm Norddahn exel. Zinsen 49% P. Spanische 3% exel. Zins. 45% P. Geldeon Badische 35 Fl. Loos 38½ v. ½ G. F e. Köln, den 10. September 1852. Marktbericht. Vaderborn, den 11. Sepidr. Weizen(der dreuß. Schefft 2 Tvi 8 Sg. Roggen 2 Thlr.— Sgr. Gerste 1 Thi. 15 Se. Haser Tbl. 22½ Sg. Kartosseln Thl. 17 Sg. Erdsen— Thl.— Eg. Linsen 2 Thir. 16 Sgr. Bohnen 1 Thir. 20 Sgr. Butter a Pfd. 6 Sgr. 3 7 Heu pr. Ctr. à 110, Pfund 17½ Sgr. Strod, vr. Schock u 1210 K 5 Thlr.— Sgr.— vi. Brod 8 K 6 Sgr. 6 Pf. Witten, den 9. Sepide. Weizen 2 Thr. 17 Szr.— Pf. Roggen 2 Thir. 6 Sgr.— Pf. Gerste 1 Thir. 18 Sgr.— Pf. Haser — Thir. 24 Sgr.— Pf. Buchzweizen 2 Thir.— Sor.— Pf. Erdsen 2 Thlr. 18 Ser.— Pf. Bohnen 2 Thlr. 15 Sgr.— Pf. Rapsamen 3 Thlr.— Szr.—Pf. Rüdsamen 2 Thir. 15 Sar. Pf. Kartossel. — Thie. 20 Sgr.— Pf. Butter 6 Ser. 6 Pf. Heu vr. Ceniner 20 Sgr. Ps. Stroh pr. Schock 5 Thlr.— Sgr.— Pf. Neuß, den 11. Sept. Weizen nach Qualität 2 Thlr. 2 Ser. bis 2 Thlr. 10 Sg. Roggen 1 Thlr. 22 Sg. bis 1 Thl. 28 Sg. Winergerste 1 Thlr. 12 Sg. Som.= 1 Thlr. 12 Sg., Buchweizen 1 2d'. 18 Ser. Hafer— Thir. 22 Sgr. Erdsen— Thir.— Sa. Rübsaamen 3 Thl. 3 Sgr. Kartoffeln— Thlr. 16 Sgr. Heu pr. Ctr.— Thl. 20 Sar. Stroy v. Schock 4 Thlr. 5 Ser. Ein Schwarzbcod von 13 Pfd. 8 Sgr. 4 Pf. Neus, den 11. Sept. Kleiner Samen 2 Tdir. 25 Sa. Rühsl rer Ohm 282 Pfd. ohne Zaß 28 Thir. 15 Ser. dito per Mai— Thlr. dito per Oktober 29 Thir.— Sgr. Leinöi per Odm— Thle.— Sgr. Rübluchen per 1000 Stück Stampf 32 Tpl. Preßzkuchen, per 2000 Dfund 27 Tdir. Leinkuchen v. 2000 Pfund 54 Tdir. Branntwein, per Oom zu 123 Quart zu 47%(ohne Maklergeld.) 15 Thir. 10 Sgr. Gereinigtes Oel 29 Thir. 15 Ser. Getreide und Rüböl odne erheblichen Umsatz. Provinzial=Zeitung. 1t Minden, 10. Sept. Die unterm 8. Juni c. gemachte Mittheilung, Nr. 72 der Westf. Zig. wurde gestern Nachmittag auf hiesigem Kreis=Kerichte öffentlich verbaudelt. Das Fuhrwerk gehörte dem Gutshesitzer Seidell zu Rodenbeck, und war außrr dem Knecht als Führer des Fuhrwerks und einiger biesiger an den Auflauf beibeiligten Einwohnern, der Schwiegersohn des Seitell, Kaufmann Ernst Vogeler ven her, wegen Wirensetz= lichkeit zr. Seitens des Polizei-Lientenant Rese angeklagt. Der Knecht wurde nachdem ihm bewiesen, daß zum Kuallen mit der Peitsche zur Warnung der Passanten auf der Straße keine Ursache gewesen war, zu 5 Rihlr. Geld= oder 5 Tage Gefängnißstrafe und ogeler wegen Auleitung des Knechis zum wiederbolten Knallen mit der Peitsche zu 10 Ribl. Geld= oder 10 Tage Gesängnißstrafe verurtheilt. Die übrigen, als an den Auflauf betheilig“. Angeklagten wurden, weil die Aufforderung des Polizei=Lieutenants Rose, auseinander zu gehen, nicht in gesetzlicher Form geschehen sein soll, ganz freigenochen. * Wibhebadessen, 10. Sepir. Am diesigen Viadukt sind heute wieder zwei Arbeiter verunglückt. Sie stürztrn von der höchsten Gtage in die Tiefe. Aus der Mark. 9. Sept. Das Presekt einer Eisenbahn=Verbinrung zwischen den Stärten Soest und Dorimund rurch den Hellweg üder Unna, Königsdorn, Werl ist jetzt so weit gesichert, kaß, nachtem des Königs Mojestät die Cencession zu dieser für die ganze Gegene so äußerst wichtigen Bahn ertheilt haben, nur noch ein Theil der erserderlichen Geldmittel beschafft zu werden braucht. Das bestedende Komite, an ressen Spitze sich die Bürgermeisten der Stäcte Seest, Dertmunk, Werl und aller Landgemeinden, der Lankratb von Beckum=Delffe, so wir viele Nobilitäten der Kreise Soest= Dortmund gestellt und sich um das Unternehmen sihr verdien! gemacht haben, wendet sich zetzt in einem Aufrufe an den Gemeinsinn der Bewodner des Hellwegs und spricht die zuversichtliche Erwartung aue, daß die Leiter seiner zahlreichen und großartigen industriellen Etablissements ihre Lage und ihren Vortheil erlengen werden. Die Baukosten der Bahn belaufen sich nach den vorliegenden Anschlägen auf böchstens 275,000 Thir. pro Meile. Der Hellweg, welchen die Bahn fast der ganzen Länge nach durchschneidet, ist eine der woblbabenrsten und fruchtreichsten Getreidegegenden Deutschlands und reich an gewerblichen Etablissements jeglicher Art. Bereutende Salinen. große Eisenwerke, reichbaitige Keblenlager werden der Bahn eine greße Meuge von Teansvortgegenständen zuführen.— Nirgends in Eurova uinden sich auf so kleinem Raum die vier nothwendigsten Elimente des Lebene: Korn, Salz, Steintohlen und Eisen, in so reichem Maße zusammengerrängt als hier. Zuccm ist die Bahn ein äußerst wichtiges Glied der greßen Vertehrsstraße, welche von den atlantischen Häfen über Aachen, Düsselderf, Dortmund, Soest, Kassel, Erfurt in das Herz von Deutschland und auf rem nächsten Wege nach Leipzig. Breslau, Wien u. s. w. führt. Die Stadt Dortmund wird namentlich durch die Köln=Mindener, Bergisch=Märkische und Westsälische Bahn der Centralpunkt eines großartigen Verkehrs werden, um so mehr, wenn man erwägt, daß schon jetzt vielseitig an eine dirckte Verbindung mit der Hauptstadt Münster und der Nordsee geracht wird. Unter diesen äußerst günstigen Verdältnissen stebt zu erwarten, daß sich nicht nur die Steinkedlengewerkschaften und Kapitalisten hiesiger Gegend, sondern auch die Geldmänner des benachdarten bergischen Landes und dis Rbeins an diesem rentadlen und gesicherten Unternehmen eurch Aktienzeichnungen krästigst beiheiligen und so das greße schon lange erstrebte Werk fördern werden. (Düss. Z1g.) * Bielefeld, 10. Sept.(Verbesserung des Flachsbaues.) Wit theilen das Pretokoll der dahier am 9. August im Ravensberger Hofe stattgehabten Versammlung der Handelskammer mit, welches wir s. Z. versprochen haben, indem wir dieses Unternehmen zugleich freudig begrüßen, welches gewiß mehr Segen stiftet, als eine Gesellschaft, welche auf künstliche Weise das Handgespinnst zu erhalten sucht. In Gemäßbeit des Beschlusses der Versammilung vom 28. Juli v. J. hatte der unterzeichnete Vorsitzende der Handelskammer zu Bielefeld auf heute eine Versammiung zur Beratbung der Mittel und Wege zur Besörderung und Verdestrung des Flachsdaues und zur Einfübrung einer besseren Flachebereitung derusen. Es waren dazu die Verstände und Mitglieder der landwirthschaftlichen Vereine der Kreise Minden, Bieleseld, Hersord und Halle, die Mitglieder und Stellvertreter der Handelskammer, die Mitglieder der Kemmission zur Verwaltung des Gnadensonds zur Besörderung der Leinenmanusaktur u. s. w. eingeladen, und eiwa 80 Personen erschienen, unter denen sich Herr Regierungsrath Bitter Seitens der Königlichen Reg erung zu Minden und der Direktor des Minden Ravenebergischen landwirtbschaftlichen Hauptvereine, Herr Landrath von Borries aus Herford bejanden Vor Beginn der Berathungen wurden den Anwesenden 3 Maschinen vorgezeigt: 1. Einé Oand=Brechmaschine, aus 4 über und neben einander liegenden gesurchten Walzen bestehend. Dieselbe ist durch die Kommission des Gnadenfonds von dem Vereine für Land= und Forstwirthschaft in Brannschweig bezegen. 2. Eine Handmaschine, construirt und geliefert von dem Herrn Fabrikanten Matd. Bückler in Dülken. 3. Die aus Irland bezogene Robinsonsche Maschine zur Reinigung des Leinsamens. Mit diesen Maschienen wurden zur Prüfung ihrer Wirksamleit. Prodeversuche gemacht. Der Flachsbereiter Ollerdisen brach und schwang aus ersteren Maschinen eine kleine Quantität Flachs, auf letzterer wurde etwa ein halber Scheffel Leinsamen gereinigt. Die Leistungen der Brech= und Schwingmaschine befriedigten vellkemmen und ihre allgemeine Einführung und Anwendung erschien den Anwesenden, soweit die gemachten Versuche zu einem Urtheile berechtigten, zweckmäßig und wünschenswertd. Die Robinsonsche Maschine gessel sehr durch ihre Konstruktion. Es zeigte sich aber, daß der Leinsamen, wenn auch sonst leicht und vollständig gereinigt, nicht ganz frei ven den aulerkleinsten Unkrant= Samenkörnern wurde. Die Anwesenden urtbeilten d### der, daß dieß nicht ein Febler der Konstruktion, sondern lediglich eine Folge zu großer Weite des seinsten Siedes sei. In jedem Lande und jeder Gegend müßten die Siebe, oder doch der feinste Sied nach dem Umfange der UnkrautSamenkö ner eingerichtet werden, welche daselbst vorkommen. Auch sei der gemachte kleine Versuch nichtsgeeignet, die nach dem Ansehen viel versprechende Maschine zu prüsen und dader nicht maßgebend, weil ihre Wirksamkeit durch mancherlei bedingt sei, was bei dem angestellten kurzen Versuche nicht beachtet werden konnte, als z. B. richtige Stellung und angemessene Bewegung der Maschine, richtiges Ausschütten des Samens u. s. w. Man müsse die Maschine erst ordentlich ausprodiren, ebe man über ihre Eigenschaften und ihren Wertd gründlich urtheilen könne. (Fortsetzung folgt.) Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderdorn. (Ein großblättriger Stuben=Epheu an eleganE iem Spalier von 4° Breite und 8' Höbe mit und auch ohne einen darin aufgehängten messingenen Bogelbauer steht Umzugsbalder zum Dreiauf. Zu erfragen in der Exped. d. Zeilang. und Garten=Verkauf bei Münster. Am Dienstag d. 14. Sept. c. Nachmittags 5 Uhr, soll das in der Bauersch. Geist vor Azioii Tdor sud. Nr. Cat. 101 der Sägemüble gegenüber belegene Wohn=, Nebeahaue und der dabinter gelegene große Garten an den Meistdietenden an Ort und Stelle verkauft werden. Der Zuschlag wird unbedingt im Termine erfolgen. Das Ganze eignet sich besonders zu einer Gärtnerei, Wirthschaft sowie auch zur Privatwohnung. II. 2. Große Auktion. Künftigen Montag, als den 1316 dieses Monats, 2 Uhr, sollen am Dune=Viarukt bei Neuenbeken 22 starke Arbeitspferde, mehrere Geschirre, 12 Stück nech in gutem Zustanre befindliche vierzöllige Wagen, 1 Ackerwagen mit Ernteleitern, bei den Unternebmera Pallavicini& Lang= nickel meistbielend gegen gleich baare Zablung vertauft werden. IV. 4. Rhein-Dampfschiffahrt. Düsseldorfer Gesellschaft. Tägliche Abfahrten von der Landungsbrücke zu Deutz: um 5 Uhr 25 Min. Morg.(von Cöln um 5¼ Uhr Morgens bis Frankfurt) Mannheim in einem Tage, * 1"—„ Nachmittags, im Auschluß an die ersten Züge von Münster, Paderborn Hamm, Dortmund u. s. v. die Coblenz, „ 9„ 30 Min. Abends, im Anschluß an den um 9 Uhr Abends von Berlin in Deutz eintreffenden Zug und in Bonn im Anschluß an den um 10 Uhr Abends in Deut eintrefsenden Schnellzug von Berlin, mittelst des um 10¾ Uhr Abende von Cöln nach Bonn gehenden Zuges, dis Mannbeim. Von Bonn fährt außerdem ein Boot um 11 Uhr Morgens, nach Ankunft des Zuges 10 Uhr Morgens von Cöln, dis Mainz. Von Düsseldorf nach Rotterdam(London) Monlag, Mitwwoch, Donnerstag und Samstag, um 12 Uhr Nachts. Düsseldorf, 1. Juli 1852. Die Direktion. Zur Nachricht. Nachdem medrere Tabackesabrikanten es vortheilhast gefunden, die Etiquette unserer Geschnittenen Varinasblätter pr. Pfund 12 Sgr. nachzumachen, seden wir uns veranlaßt, bitrmit bekannt zu machen, daß wir direkte Zusendung dieser Sorte Taback Herrn Hermann Hesse in Paderborn machen, jedenfalls also in dieser Handlung die geschnittenen Barinas=Blätter u 12 Sgr. pr. Dsund ächt, als aus unserer Fabrik entnommen, verkauft werden. Berlin, im September 1852. Calmus& Co. Tabackssabrikanten. Bei W. Cruwell in Paderborn ist zu haben: La Rérolution Sociale Demontrée Par Le Coup D’état Du 2. Décembre. Par P. J. Proudhon. Troisième Edition. Prix 1 Thlr. II. 1. Bekanntmachung. Vem 1. September d. J. ab sind für den preußischen internen Postverkedr folgende veräncerte Bestimmungen in Kraft getreten: Das Porto für Vorschriftsmäßig aufgelieferte gebruckte Sendungen unter Kreuzband oder Schleife beträgt, wenn selche gleich bei der Auf gabe frankirt werden, im preußischen Post=Bezirse künftig ohne Unterschied der Entfernung ½ Ser. für je ein Zoll-Loih(exel.) Für rekommandirte Sendungen dieser Art kommt das Por1o, außer der Recommandatiens=Gebühr von 2 Sgr., nach demselden Saße zur Erbedung. Für vorschriftsmäßig verpackte Sendungen von Waarenproben oder Mustern wird für je 2 Zoll=Loid(exel.) das einfache Brief=Porto nach der Entfernung die zum Maximum des sechefachen Brief=Porto's, und nicht ferner, wie dieber, die Hälfte des gewöhnlichen BriefPorto's für die über 2 Loth schweren Sendungen, erboben. Für rekommaneirte Proven=Sendungen gilt gleichfalls die vorstchende für rekommandirte Kreuzband=Sendungen gegebene Vorschrift. Für die Bestellung von Zeitungen und Journalen durch die Lanobriefträger wird das Dopvelte des für die Bestellung solcher Gegenstände im Orte der Pestanstalt zu zahlenden Bestellgeides berechnet, nämlich: 1) wenn die Zeitungen 2c. nur zwei= oder dreimal bestellt werken, 24 Sar. für jeder Exemplar jährlich; 2) wenn solche mehr mals, aber nicht öfter ale einmal täglich bestellt werden, 1 Tdlr. 10 Sgr. für jedes Exemplar jährlich; 3) wenn soldde täglich zweimal bestellt werden, 2 Tdlr. für jedes Exemplar jährlich; 4) für die Gesetz=Sammlung, die Amisblätter und für solche veriorische Schriften, welche wöchentlich nur einmal bestellt werden, jäh rlich 10 Sgr. für jedes Exemplar. Das Bestellgeld für Zeitungen ist vierteljährlich im voraus zu bezablen. An Orten, wo eine besondere SiartpostEinrichtung nicht besteht, müssen die Postanstalten undetlarirte Briese zur Bestellung im Orte oder zur Abgade an den abbolenden Adressaten für dieselbe Gebühr annehmen, welche für die Stadtvostbriese festgesetzt worden ist. Für die expresse Bestellung eines Pakete bis zum Gewichte von 5 Pfund mit dem dazu gebörigen Briefe wiro das Doppelte der Gebühr entrichtet, welche für die expresse Bestellung von Briefen gezablt wird. Bei schwereren Senrungen wird nur die Adresse, nicht aber das Pakei, eurch den expressen Boten bestellt. Die Bestellung von Paketen, so wie von Aeressen zu Paketen, Gelescheinen und Scheinen zu rekommandirten Briefen nach Orten, weselbst sich keine Post=Anstalt befindet, die aber von durchgebenden Posten berührt werden, kann nicht ferner durch die Begleiter oder Postillone jener Pesten, sondern lediglich durch die Lankbriefträger erfolgen. Für baare Einzablungen betragen die Gebühren, welche außer eim Posto erhoben werden, für jeden Thaler oder Theil eine: Thalers ½ Sgr., als Minimum aber 1 Sgr. Berlin, den 7. September 1852. General=Post= Amt. Schmückert. Am Dienstag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Kasernenhofe zu Lippstadt circa 54 ausrangirte Königl. Dienstpferde gegen gleich daare Bezahlung ösfentlich meistbietend verkauft werden. K.=O. Brackwede, den 10. Sept. 1852. Für den deurlaubten Kommandeur Herzog v. Württemberg, Major, aggr. dem 8. Husaren=Regiment. Real= u. ProvinzialGewerbeschule zu Münster. Mit dem Beginne des neuen Schuljahres, Anfangs October d. I., wird mit dem Anschlusse der obern Klasse die hiesige Prov.= Gewerbeschule vollständig. Die Anstalt ist nach dem allgemeinen Organ.=Plane vom 5. Juni 1850 eingerichtet und bat tbeils die Ausbildung von Baubaudwerkern, Mechantkern, Techrikern und Chemikern, theile auch die Vorbereitung für den Eintritt in das Königl. Gewerde=Institut zu Berlin zur Aufgabe. Die Realschule, welche sich seit der kurzen Zeit idres Bestebens schon eines ausgebreiteten Rufes nach Außen zu erfreuen dat, wird im Herbste die Klasse Sekunda und damit den Unterricht in der englischen Sprache anschließen. Ein tüchtiges Ledrerpersonol, eine reiche Sammlung von pbysikalischen, chemischen, Zeichnen= und Modellir=Apparaten und andern Unterrichtemitteln, so wie der Umstand, daß auswärtige Schüler unter sehr vortheilhasten Bedingungen untergebracht werden können, und auch außerhalb der Schule eine sorgfältige Urberwachung genießen, dürfte die hiesigen Anstalten ganz besonders empfeblenswerih machen. Ausführliche Mittbeilungen ertheilt der Direktor Herr Dr. Schellen. Münster d. 1. August 1852. Das Kuratorium. III. 3. Cöln- Münster Vieh-Versicherungs-Verein concessionirt von Se. Majestät dem Könige. Dieser Verein auf Gegenseitigkeit mit sesten Prämien, ohne Nachzahlung berubend, versichert Pferde, Maultdiere, Esel, Rindvieb, Schaaft, Ziegen und Schweine gegen die Unfälle, welche durch jeden natürlichen und zufälligen Tod und durch jede Krankbeit oder sonstigen Umstank, welche das Töcten bei den Pferden, Maulthieren, und Eseln und das Schlachten bei den andern Thieraatiungen wegen gänzlicher Unbrauchbarkeit nöthig machen, herbeigeführt werden. Nähere Auskunft ertbeilen bereitwilligst die untengenannten Agenten des Vereine: Die Kreis=Agenten Henze in Salzkot en. H. Rösener in Paderborn. Der Haupt=Agent F. W. Franke. Druck und Verlag von Wild. Crüvell in Paderdorn. N1. Die Aus In regelo ibren WedeHavre oder um Deutsche, über den Oc ren. Alle# Kurzsichtigen auf die untla rerischer Anzei böse Dinge. verhältnisse de Kapital, sie s beitskräfte unt den: Manche des ununterdr zu registriren keit zu wünsch sirt haben, der die geeignetsten lungsländer au zu erhalten, sei überflüsüg und der Nationalité Ist doch auch in Brasilien au in Centealameri# Deutschland i Vorzügen und ten und in alle schen entstehen. Gefahr entnation lich heimathliche etwas anderer# Landsleuten in fremden Staates, haben. Wie rei, Westialen, die in ausgewandert sin westlichen Erchäl kann man sich al Meinung vor den hat, und vielleicht absichtlich verschli# Gründe einzugebe nannten Proletari andere Welt ilel oberflächlichen Nac die sich daran knu vermridlich. Es zuzädlen, was von manchen Gegenden henden Zustanden Ein Es versteht sich. Galizien und der Bu der einträglichsten Ge sich das sehr wenig Mittagssiesta bielten, des Hauses bot uns, schränkenden Gastzimn Beudoir an, das ich ges Sträuben annahn blement unseres Abste Alles durchmustern, u daß hier der ortentalis die Besitzerin eine Jul Ich ging ins Gastz dem Kutscher einzuschä denn die Bewohner der Herumstreicher par esc kerer Chrlichkeit. Ein mit beschäftigt war, eir die in kleinrussischer S und wendete sich in zu „Ich weiß nicht, ob der Fall ist, so erlaube der Moldau mit seinem andern cultivirten Staa „In diesem Falle ist ich dem Fremden gleichf „Es sind aber eben? nommee gebracht," erhie