eseierte Sängerinnen und zulein Schloß aus Coeln tragen die Solo=Parthien ifest zu begünstigen. ehen: abl der Gäste, en Feste. des Ober=Kirchenratt=s, eine neue Predigerstelle gers auf der Hollinde, en, ist mit der größten men worden. Da bis 2 nach der hiefigen MünAnstrengungen der Pregeistige Bedürfniß des durch den neuen Prediohnen wird, abgeholfen 1g, daß bei dem anerder die Landleute auch m Gottesdienste zu komwo man daran denkt, der Gedanke erst allgeittes Hülfe die nöthliß wie so für das geir hiesigen Landbevölkerößtentheils ihren Erso ist der glückliche Erder auch das Fürstenfür hiesige Gegend; ifeln, als immer mehr wächst, der Wunsch darauf ankam, den elcher ihm Linnen aus verkauft, gegen den(R. P. Z.) well in Paderborn. n rbeiten. nete Wege=RepaUnterforsts Neuenrweg von 48 Rusen und mit einer cke zu versehen; distritt Brandholz, bachtruthen Steine 1, zu zerkleinern sellen des Weges stweg im Distrilt Sandebeck mit i8; und selbst im Distrikt achtruthen Steine d. Mts. Uhr, nerzeichneten an verdungen wer1852. r öblirte Zimmer käbere in der ragen. deke 5000 Thlru. rankirte Offer= Ruhr, poste ing ist wieder d's ung Pferdes ilen. Auflage. gr. Paderborn. m Ganzen, lippstadt. N 131. Erscheint mit Ausnahme des Mentags tüglich Inserale werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige Zeile oder deren Raum berechnel. Paderborn, Sonntag, den 5. September 1852. Viertelj. Aonn.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstallen in Preuss. 1 Thlr 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. r A. 5r Der Zoll= und Handels=Vertrag mit Oesterreich. Paberdorn, 4. Sepibr. Handelsvertrag ist eine Uebereinkunft zweier Staaten, gewisse Waaren beider Länder zu einem geringeren Zoll die Grenze passiren zu lassen, als dieselben Waaren zu entrichten haben, wenn sie aus eritten Ländern kemmen. Weil wir nicht einsehen, warum eine Maßregel, die gegenüber dem einen Lande zweckmäßig ist, nicht auch gegenüber Allen Ländern gut sein sollte, so sind wir überhaupt gegen Handelsverträge. Denn so gut es vortheilhast für uns sein mag, wenn wir den Zoll auf die meisten Waaren, welche von Oesterreich in den Zollverein importirt werden, so weit herabsetzen, daß er der Zourasse am meisten einträgt, so gut können wir dieß auch annehmen, In Beziehung auf Waaren aus allen Ländern der Erde; wir werden uns dabei nur besser stehen und brauchen dazu keinen besonderen Handelsvertrag Trotz dieser, von der Wissenschaft längst festgestellten Ansicht, heben wir doch ni hts gegen einen Handelsvertrag mit Oesterreich, weil er immerhin schon eine Erleichterung des Veriedrs gewährt und den Markt erweitert. Preußen hat den Abschluß eines solchen Zoll= und Handels=Vertrags zugesagt auf Grund des Wiener Entwurfes, aber mit sorgfältiger Ausmärzung aller Stellen, welche sich auf die Zolleinigung mit Oesterreich beziehen, vornehmlich aber des Artikels 4, A., welcher Tarisänderungen des einen Zollgebietes von der Zustimmung der Staaten des andern abhängig macht. Diese Vorsicht kann natürlich nur unsere vollkommene Billigung erhalten. Wir müssen aber darauf aufmerksam machen, daß Preußen in diesem Sinne entschieden vorschreiten muß bei dem Wiederabschluß des Zollvereinsvertrags selbst, wenn es nicht dennoch in die Falle gerathen will, welche ihm der so eben erwähnte gestrichene Paragraph stellt. Denn wenn im neuen Zollvereinsvertrage die Bestimmung stehen bleibt, daß eine Veränderung des Tarifs nur durch Stimmenmehrheit zu Stande gebracht werden kann, so ist Oesterreichs Wille durch Baiern allein schon so vollständig vertreten, daß seine Pläue dei Verwirklichung immer näher rücken. Wenn Preußen daher seine eigene Unabhängigkeit im Ernste am Herzen liegt,— und wie sollte sie es nicht— so bleidt ihm kein anderer und zugleich auch sicherer Weg übrig, als der Handelspolitik entschieden zu folgen, welche England, Holland, Diemont, Amerika, bereits mit so glänzenden Resultaten eingeschlagen baben. Darurch allein sichert Preußen sich vor den Suprematiegelüsten Oesterreichs. Es muß also ernstlich eine Herabsetzung des Tarifs erstreben. Das Beharren auf dem jetzigen Tarise genügt nicht. Die Beidehaltung der dieberigen Sätze desselben führt uns in ein immer schrofferes Schupzzolljpstem, also Oesterreich immer mehr in die Arme, da dieses durch das Aufgeben des Prohibitiv systems schon einen so gewaltigen Schritt dem Zollverein entgegengemacht hat, daß die Differinzen cer beiren Tarise gar nicht mehr sehr erbeblich sind und Oesterreich im Nothfolle zu weiteren Conzessienen in dieser Hinsicht sich derbeilassen würde. Wenn es Preußen am Ende bleß auf Tariffragen ankommen ließe, so würde es gegen den Eintritt Oesterreichs in den Zouverein, d. b. die österreichische Suprematie, am Ende gar keinen erbeblichen Einwand mehr aufstellen können. Es muß dader eine Scheidewand mittelst des Prinzips stellen, v. d. es muß das Prinzip des freien Verkehrs durch die That anerkennen. Auf dem bieherigen Wege kommen wir, wie bemerkt, immer tiefer ins Schutzollsystem dinein. Denn wenn der Tarif auf den Sätzen bleidt, wie sie seit 15 Jahren bestehen, so beeibi der Zoll zwar nominell verselbe, allein faktisch wird er immer böber; weil mit den verbesserten Verkehrsmitteln, vervollkommneten Maschinen, dem vermehrten Kapital die Produktionsko= sten immer geringer, die Preise der Waaren felglich immer billiger werden müssen, das Verhältniß des Zolles zum Preise der Waaren also steigt. Allein nicht bloß im Interesse der Selbsterhaltung Preußens, dessen Beruf mit dem nationalen Interesse der deutschen Nation so innig verwachsen ist, liegt es, den angedeuteten Weg einzuschlagen, sondern auch das materielle Wohl erheischt dringene, endlich mit einem System zu brechen, welches das Kapital immer mehr den naturwüchsigen Beschäftigungen entzieht und Treibhausindustrien zuwendet, welche doch von keinem Anderen bezahlt werden, als von den inlänvischen Consumenten selbst. Die„Zeit“ hat neulich bemerkt, man könne nur allmälig sich vom Schutzzollsystem abwenden, damit die in Treidhäusern angelegten Kapitalien Zeit hattru, auf naturwüchsige Industrieen überzusiedeln. Wir fragen aber, wie ist das möglich bei einem System, in welchem täglich die Zahl der Runkelrübenzuckerfabrikanten wächst, welche das Kapital an sich ziehen, das der Leinenindustrie entgeht. Ee ist unter den Kapitalisten Mode geworden, ihre Kapitole auf Rübenzuckerspekulationen zu werfen, weil sie, auch wenn sie nichts von der Sache verstehen, in 10 Jahren Kapital und Zinsen zurück haben. Unbegreiflich wäre en, wenn der Regierung eine solche Thatsache unbekannt geblieben wäre. Uns sind sogar Runkelrübenfabriken genannt worden, welche in fünf Jahren ihr Kapital schon— aus dem Gewinne wieder erhalten gatten. Nun sragen wir, welche andere Industrie kann sich einer gleichen Rentabilität rühmen? Wer muß es aber bezahlen! Die übersteischen Colonien, England, Amerika? Nein, wir Einwohner des Zollvereine, welche Zucker consumiren. Verdient eine solche Industrie ein verartiges Almosen, welches nur Kapitalisten in die Tasche fließt, während die tautenejährige Leinenindustrie dahin schmachtet aus Mangel an Kapital, weil dieses, selbst bei uns in Westfalen, in die Rübenfabriken zu fließen beginnt. Denn es ist eine nicht mehr zu leugnende Thaisache, daß eie deutsche Leinenindustrie von der englischen durch die mit großem Kapital errichtete Masch'e nenspinverei auf dem Weltmarkte überflügelt worden ist. all Vereine zur Beförverung des Handgespinnstee können uns nichte mehr delten; es ist gerade, als wenn die Kutscher und Fuhrleute Vereine gegen die Eisenbahnen gründen wollten. Jelänger diese sich gegen Letztere sträuben, je länzer sie zögern, eine andere Beschäftigung zu suchen, ersto sicherer gehen sie zu Grunde. Unserer Leinenindustrie kann nur das Maschigeugespinnst aufbeisen. Dazu ist aberKapitäl nötdig und zwar viel Kapital; denn die inzwischen angelegten Spinnerejen in Westfalen nehmen vorzüglich, trot idres guten Gespinnstes, nur deshalb nicht den gewünschten Fortgang, weil nicht mit den angemessenen Summen Kupitals angefangen worden ist, und dadurch die Produktionskosten im Verhältnisse böder zu steben kommen, als die der irischen Spinnereien. Hätte man die westfälischen Spinnereien stätt mit Hunderttauseno Thalern mit eben so viel Millionen Thalern angeligt, so würden sie gewin gedeihen. Wie ist das aber möglich, wenn die vom Almosen des Publikums lebende Rübenzuckerfabrikation alles Kapital an sich ziebt, wenn die Letztere durch eiven übermäßigen Zoll vor dem Colonialzucker so geschützt ist, daß dieser nicht meor concurriren kann, obgleich bei ihm eie Natur, Boden und Sonne den größten Theit der Arbeit übernommen haben, also einen großen Theil der Provuktionskosten umsonst tragen. Es ist wahrlich die döchste Zei., daß diesem Uebelstande abgebolfen wird, denn sonst zieht sich noch alles dispenidte Kapital in die Treidhäuser, unser Zustand wird immer künstlicher und proht dann bei irgend einer Krists, auf keinem naturwüchsigen Fundamente radeno, das Land bis in sein Fundament u erschüttern, einen allgemeinen Bankrutt vorzubereiten. Währich, es ist Zeit, daß derjenige Staat, mit dessen Existeur da# nationale, geistige und materielle Wohl des deutschen Bolkes so junig verwachsen ist, einem so verderblichen Systeme entschieden den Rücken kehre. Diese Betrachtungen werden zunächst berücksichtigt werden müssen, wenn es darauf arkommt, das Stimmenverdältniß seßzusetzen, welches im wieder errichteten Zollverein R#attfinden soll. Wenn die Stimmeneinhelligkeit beibedalten wird, so da# Oesterreich, wie schon bemerkt, an dem einzigen Baiern einen Stützpunkt, der alle Bemühungen Preußens vereiteln kann, weil durch die bloße Weigerung Einer Stimme, den jetzigen Tarif herabzusetzen, der Letztere im Lauf der Zeit sich dem österreichischen immer mehr nähert. Wie werden zur geeigneten Zeit mit bestimmten Vorschlägen hervorzutreten und erlauben. Dentschland. * Berlin, 3. Sept. Der Ministerpräsibent hat hente den Ein Ausflug in die Moldau.*) Der Himmel war grau gefärbt, der Regen goß in Strömen herunter, mein nicht leicht bepackter Wagen wurde von den wohlgenährten Pferden, die dem Prinzipe des langsamen Fortschritts huldigten, auf der bergigen Straße, die in die Hauptstadt der Bukowina führte, mit schwerer Mühe fortgezogen, und die Räder desselben glitten auf der vom Regen und Kothe schlüpfrigen schiefen Fläche zwei Schritte vor= und wenigstens einen rückwärts. Ich war nahe daran, die Geduld zu verlieren; meine Frau, die mich auf diesem so romantisch begonnenen Ausfluge begleitete, hatte vermöge ihrer weiblichen Anrechte keine zu verlieren und spernte den Kutscher immerfort zur Eile an. Er aber setzte als echter Ruthene, ihren weitläufigen Argumenten von der Nothweneigkeit zeitig in Czernowitz anzulangen, mit der größten Ruhe nichts als die Versicherung entgegen, daß der Weg grundschlecht sei. Endlich hielt der Wagen vor dem Hotel de Moldavie, und der beknopfte Stock des Schweizers erschien als rettender Anker, der uns aus dem Regen= und Kothmeere in den sichern Hafen brachte. Aber zu unserem Schrecken blieb der wohldestallte Portier, der sonst bei Annäherung eines Reisewagens eine magnetische Anziehungskraft zu der Glockenschrur in den Fingern verspürte, ruhig stehen, und statt des für müde Reisende so wohlthuenden Glockentones, der unsere Ankunft meldete, hörte ich die verhängnißvollen Worte:„Alle Zimmer sind bereits besetzt und Sie werden wohl nirgenes Unterkunft finden, denn heute hat der Petermarkt begonnen und alle Gasthöfe sind überfüllt.“ Der Portier im Hotel de Moldavie hatte nur zu wahr gesprochen. Ich lief, vom Regen triefend, von Gasthof zu Gasthof, mich kurch die Zeue, die auf dem Rathhausplatze aufgestellt waren, durch die Menge der Käufer und Verkäufer aus Ost und West drängend; ich klopfie vergebens an alle Gasthausthüren, es wurde mir nicht aufgetban. Wir mußten bei einer befreundeten Familie einsprechen und idie Gastfreundschaft in Anspruch nehmen. Auch hier war die gewohnte Ordnung vor dem Geräusche des Jahrmarktes entfloben; das Haus war in ein Waarenmagazin umgewandelt, und viele Wohnparteten waren ausgewandert, um ihre Zimmer an Fremde gegen enorme *) Aus dem Wiener Lieyd. Miethpreise zu überlassen. Wir wurden indessen mit offenen Armen empfangen, denn die Bukowina grenzt an den Osten, und die ortentalischen Sitten sind unter den Bewohnern, sie mögen Autochionen oder Fremde sein, ganz heimisch. Schon die eigenthümliche Bauart der meisten Häuser und die innere Einrichtung derselben erinnerte uns an die Nähe des Orients, der seine Wachposten gleichsam bis hierber vorgeschoben, und denen von der Civilisation des Westens ein Halt zugerrufen worden. Auch das Haus unseres Gastfreundes besaß keinen Eingang in der Fronte, sondern man mußte, wie das in Czernowitz schon Sitte ist, einen Hof passiren, von da in einen lichten Corridor gelangen und von dort erst die eigentlichen Wohnzimmer betreten. Hier gab es wieder eine Männer= und Frauenabtheilung, die wohl mit der ersten communicirte, aber wo die weiblichen Mitglieder schon in einer gewissen, an die Isolirung eines Harems mahnenden Absonderung lebten. Es fehlt auf diese Weise den Czernowitzer Gesellschaftskreisen eben so die deutsche Gemüthlichkeit, wie die Neigung der Polen zu galanten und geräuschvollen Festen, und die Karten bilden hier einzig und allein die fatalistischen Pole, welche die Menschen anziehen und zusammenhalten. Der Hausherr ließ mir keine Zeit zu weitern Betrachtungen; meine Frau wurde im Gynäceum untergebracht und ich mußte mit ihm hinaus auf den Markt, wo er seine Geschäfte besorgen und zugleich mich das, wie er versicherte, seltene Schauspiel eines Jahrmarktes im Osten des Kaiserreiches genießen lassen wollte. Seich einen Aublick bietet Ihnen kein Brünner Markt und keine deutsche Messe, betheuerte mein Cicerone, der für sein Geburtsland scwärmte, das seiner Ansicht nach das Kaiserthum erst abrunde. Das bunte Gemenge so männigfaltiger Trachten, die wiederum ganz eigenthümliche Physionomien elnrahmien, die Unzahl von Fremden aus den Gränzländern; die Juden, Polen, Armenter, Meidauer, Russen, die Huzuten, die in ihren ziegelrothen Hosen und kurzen Jacken von derselben Barde, mit ihren auf den Rücken der kleinen Pferde befestigten Holzwaaren vom Gebirge heruntergekommen waren, und all' das Gebrause und Gesumme der heftig gestikulirenden und lebhaft conversirenden und feilschenden Käufer und Verkäufer von Erzeugnissen der heimischen und fremden Industrie, von rohen Produtten und Kunstwerken ausländischer Fabriken, von Hornvleh und Pferden, bot in der That einen interessanten Anblick, den eben deswegen kein anderer Marklplatz darbieten konnte. Ich war aber nicht nach Czernowitz gekommen den Petermarkt zu besuchen, sondern um von da in die Moldau zu gehen, und überließ also meinen Freund ganz ruhig seinen Geschäften und seiner Bewunderung alles Nationalen, um die nöthigen Vordertitungen zu unserer, für den künftigen Tag festgesetzten Abreise zu treffen. Balo war Alles besorgt und zu guter Letzt trat ich noch in die einzige Buchhandlung Czernonitz's, die eigentlich nur Zilial einer Lemberger ist, um mir irge:d ein Hanobuch für Reisende, eine Arr Gespräche oder dergleichen etwas zur Verständigung in dem für mich freinden Lande und in der mir wenig bekannten moldauischen Sprache zu verschaffen. Ich fand nichts vorräthig als eine theoretisch=practische Grammatik der datoromanischen Sprache,(das ist der moldauischen oder walachischen, wie der Verfasser selbst zur Vordeugung jeder Verwechslung bemerkt), bearbeiter von Theoktist Blazewez, einem Spirktual des griechtsch=ortientalischen Bukowinder Diocesan=Seminariums, also einem Mitgliede der Geistlichkent, die, wie ich schon anderswo bemerkte, in der Bukowina gleichsam das Monopol der Bildung desitzt. u une 2. Nach darse zurückgelehrt, wa indrser meine Ar nicht wandger thätig gewesen, und den Wagen mit den nöthigen Esvorräthen für die an Naturerzeugnissen veiche, aber in der edien Culinarkunft sehr zurückstehende Moldau bepacken ließ, wollte ich zum Beschfusse des Tagewerkes die der Grammalik angehängten Gespräche(Cialoguri studtren, was mir um so leichter war, als das Alphabei mit unbedeutenden Modisieationen russisch war und die Sprache seitzst an besten eine flavoromanische genannt werden kennte, well sie fast ausschließlich aus metamorphosikken, flavischen und romanischen lecten besteht. Es war aber im Buche des Schicksals anders verzeschnet, denn es versammekte sich del unsierm Hausherrn,„theils uns zu theils in Folge des Zusammenstusses von Bekannten aus der Umgegend während des Marktes, gegen Abend eine ziemlich große Gesellschaft, die, wunderdar genug, wie auf ein Commandowert sich in zwei Abtheilungen sonderte, sso, daß die Damen den Salon, bse Herren die Rebenzimmer pccupirten.“ Es wurde nicht gelanzt, semit fehlte der eiltzige, gebräuchliche Anknüpfungepunkt wil dem schönen Geschlechte. griechischen Gesandten S. M. dem Könige in Senssouei vergestellt und wurde zur Tafel gezogen.— — In diesen Tagen werden sich dier in Gerlin die OberPräsieznten mehrerer Provinzen einsinden, um mit dem Ministerium Rücksprache über mehre Gegenstände zu nehmen, welche auf den beverstehenden Provinziallaurtagen zur Verhandlung kommen sollen.(R. Z.) — Die Aeresen, welche von katholischer Seite gegen die Ministeriswerfügungen wegen des Besuchs auswärtiger katholischer Lebranstalten an den König gerichtet werden, derufen sich auf die Verfassung und auf ein Ministerial=Restript vom 25. Februar 1851, durch welches das früher angeordnete Verdot für aufgehoben erklärt wurde. Das General=Vitariatsamt des Bischoss Arnoldi von Trier zeigte in Folge dieses Reseripts allen Dechanten der Dibzese an, daß fernerdin der Aufnahme eines katbolischen Geistlichen, der zim Preußischen Staateverbande gedört, in den Kuratklerus einer Diözese oder der Berusung desselben zu irgend einem geistlichen Amte nicht mehr wegen des Umstandes hindernd entgegen getreten werden solle, raß verselbe ausländische Bildungsanstalten besucht oder im Auslande die Weihen erbalten dat. Das General=VitariateAmt erklärt nun, es habe jenes Reskript vornehmlich auf den Besuch des Collegium germanicum und der Lehranstalten der Propaganda zu Rom Bezug gehabt, und bat demgemäß die Geistlichen anweisen lassen, die katholischen Theologen auf Anfragen zu bescheiden.(C. G.) * Arolsen, 25. Aug. Ein außerordentlicher Landtag ist aus dem 27. September zusommenberufen; die Wadl der Wahlmänner findet am 9., die der Abgeordneten am 20. September statt. Koblenz, 2. Sept. Vor einigen Tagen hat sich auf dem Rheine wiederum ein sehr beklagenswerider Unfall und zwar in der Näbe der St. Goarer Bank zugetragen, indem das Dampsdoot„Joseph Müller“ der Düsseldoiser Gesellschaft gegen ein in der Fabrt gleichfalls begriffenes Segeldoot in dem schwierigen Fabrwasser anrannte. Indem nämlich der Segelschiffer, um den Stoß einigermaßen abzuwehren, nach der bedrohten Stelle mit dem Korksacke hineilte, ergreist ihn das Dampfboot und schleuderte ihn zwischen die zwei Schiffe ine Wasser, wo er zerquetscht seinen Too sand. Der Verunglückte ist Vater von sieben Kindern.— Der Brückenmeister, Herr Gilgenberger, an der diesigen Rdeinbrücke, welcher bei der Anwesenheit Ihrer Majestäten der Kaiserin von Rußland und unseres Königs auf Stolzenfels die Ueberfahrt der allerhöchsten Eerrschaften auf Gendeln von Capellen nach Niederlahn= stein leitete, erhielt dieser Tage von Ihrer Majestät der Kaiserin, durch Vermittelung Ihrer königl. Hoheit der Prinzessin von Preutzen eine werthvolle goldene Uhr nebst Gehänge zum Geschenk.— Als vor einigen Tagen in dem benachbarten Orte Vallendar ein achtbares Ebepaar aus dem Bürgerstande seine goldene Hochzeit feierte, wurde es durch einen schönen silbernen Pokal und ein weridvelles silberdeschlagenes Gebeiduch seitens der Frau Prinzessin von Preußen überrascht.— Gestern sind hier die Landwehrpioniere zur Abhaltung der Uedung zusammen getreten. Kauten, 2. Sepi. Seit mehreren Wochen macht hier und in der Umgegend der plöszlich erfolgte Too einer jungen Frau am Tage ihrer Hochzeit vieles Aufsehen und gab dem auftauchenden Gerüchte einer stattgehabten Arsenikvergistung so viel Gewicht, daß die Bebörden sich zu einer Ausgrabung und vorschriftsmäßigen Odouktion der Leiche veranlaßt geseden baben. Als Resultat derselben soll sich denn auch der Thatbestand einer Vergiftung ergeben haben und sind die betreffenden Verhandlungen dem Meoizinal=Collegium zu Codlenz zur weiteren gutachtlichen Neußcrung übersandt worden. Von einer weiteren Untersuchung verlautet jedoch noch nichts Bestimmies.(Düfs. Z.) Altona, 31. Aug. Der„kleine Krieg“ auf der Elbe zwischen Dänemark und Deutschland wird noch immer forigesetzt. So kann es heute wiederum vor, daß das hier stattonirte Wachtschiff erei von Hamburg nach dem Hannoverschen fahrende Dampfboote anhalten und beilegen ließ, weil auf denselben„Schleswig=Holstein“ gesungen wurde. Der diesige Polizeimeister Eiaterath Schrader und der Commandant Oberstlirutenant eu Plat erschienen in Person auf dem Wachtschiffe; oie Fabrzeuge wurden einstweilen wieder losgelassen, nachdem die Capitäne erklärt hatten, daß sie über das Verhalten ihrer Passagiere— es waren einberufene hannoversche Soldaten— keine Gewalt besäßen.(H. R.) Holstein, 1. Sept. Dem an der Mündung des Kieler Meerdusens gelegenen Fort Friedrichsort ist noch ein herberes Schicksal als selbst der Feste Rendsburg zugedacht. Sämmtliche Wälle desselben sollen dem Boden gleichgemacht und der On zu einem Badeplatz umgewandelt werden. Dieses seltsame Vorbaben hat die Conturen eines bloßen Plaus bereite überschritten. Der vortige Gastwirth hat auch bereits um seine Coneessionirung zur Errichtung von Badeanstalten in Kopenbagen nachgesucht. Die kleine Meereofeste, wädrend der Revolution ein Hauptbepot unserer Waffenkraft und dann später in der Interimsperiode noch immer von einigen Compag= nien besetzt, hat jetzt nicht mehr als 36 militärische Insassen, die von einem Hauptmann defebligt sind. Zur Ausfüdrung Ich zeizte nicht nach dem Ruhme eines Reformators der Bukowinger guten Gesellschaft, blieb also gleich den andern in bescheidener Eurfernung von dem Lppigen Damenkranze, der hier wie zur Ausstellung prangte, um lietz mich willig zu einem Preferancespiele engagiren, welches hier das illustrirte genannt wird. Die Etymologie dieses Betwortes habe ich noch nicht ergründet, und ich weiß noch nicht, od es der in der großen Welt diesem jon illustre geschenkten Gunst, oder dem Umstande, daß die Spielenden mit ihrem verblüfften Gesichtern gar zu oft den Figuren der illustrirten Blätter ähnlich schen, dieses Eputheton verdankt. obgerachten Zeistörungswerks aber werden binnen Kurzem noch 1500—2000 Mann neuer Mannschaften erwartet. Der Umstand, daß das Fort, welches vom jenseitigen User nur 2500 Ellen entfernt ist, wohl das Einlaufen nördlicher Kriegsschiffe, aber nicht das Vordriugen südlicher Landarmeen abhalten kann, scheint den Plan in Kopendagen zur Reise gebracht zu baben. Hierzu kommt freilich noch, daß mit Rendsdurg auch Frierrichsort fallen muß.„Ohne beide Festungen“ hörten wir dänische Militärs äußern,„wäre nach der Schlacht von Idstedt die schleswig=holsteinische Revolution zu Ende gewesen, unsere Festungen aber sind die Inseln.“ Mit der Schleifung beider festen Plätze werden Deutschlands Nordgrenzen dis Magdeburg bloßgestellt.(W Z.) Hamburg, 1. Sept., Abends 6½ Uhr. Vor einer holden Stunde ist bier wieder eine große Feuersdrunst in der Näbe des Pferdemarkts ausgebrochen. Nach Einigen soll eine Tischlerwerkstätte in der Rosenstraße, nach Andern ein Speicher in der Breitenstraße in Flammen steben.(W. Z.) — 2. Sept. Gestern Abend gegen 6 Uhr brach wiederum hier eine bedeutende Feuersbrunst aus, die erst nach einer vollen Stunde gelöscht werden konnte. Es brannte in der durch ein Brand von 1842 eingeäscherten und seitdem erst wieder aufgebauten Rosenstraße, in der Nähe des Pferdemarkts und des Thalia=Theaters, bei einem Tischler. Die Höfe der Rosenstraße sind meist eng und daber schwer zugänglich, weshalb erst nach großer Anstrengung dem Feuer Einbalt gethan werden konnte.— Etwa eine Stunde nach Bewältigung dieses Brandes vernahm man vom Dafen der wiederholte Kanonensalven. Es waren dies die Salutschüsse, die zu Ehren der Großfürstin Katbarina von Rußland, Gemahlin dee Herzogs Georg von Mecklenburg=Streliß abgefeuert wurden. Die Großfürstin befindet sich mit ihrem Gemadle auf der Rückreise nach Petersburg. Das sie in Kiel aufnehmende russische Kriegsdampf; s c h i f f i s t b e r e i t s d a s e l b s t a n g e l a n g t.— E i l f t a u s e n d S t ü c k O b ligationen der Hamburger Prämien= Anleihe von 1846 à 100 Mt. Banco Nominal=Kapital, deren Ueberlassung per Submission vor etwa 14 Tagen ourch die Kammern angekündigt werden war, sind den Herren L. B. Meper(Kommissionogeschäft mit Staatspapieren u. s. w.) und Sanne(Wechselmakler), dem Vernehmen nach zu 110½. und Andern zu 111 à 111½ Mt. zugeschlogen worden. Dieselben müssen sofort 10 Mi. Banco für jede Odligation, also 110,000 Mk. Banco abschreiden.— Ein Kuriosum, das zu der guten Mystisikation zu gebören scheint, obgleich es bestimmt versichert wird, theilen die„Au. Nachr.“ mit. Der Besitzer eines der biesigen zadlreichen Tanzetablissements, die unter dem Namen Union du beau monde, Festino siciliano u. s. w. insbesondere von Fremdem besucht werden, nämlich der E#nenthümer des Natienalhotels, Ploth jun., soll am 31. August zu dem stellvertreienden Polizeiderrn, Senator Blumenthal, beschieden worden sein. Derselbe eröffnete ihm, daß er einen Brief von dem diesigen Repräsentanten Sr. haytischen Majestät erhalten. in welchem dieser sich varüber beschwert, daß Ploth haptische Feste ankündigt und bei der Annoneirung derfelben sich verletzender Ausdrücke gegen den kaiserl. haptischen Hof bedient habe. Zugleich sei im Falle der Nichtbeachtung dieser Reklamation mit Repressalien gegen die auf Hapti lebenden Hamburger gedroht worden. Ein hübscher Sieff für Ihren Kladderadatsch!— Dieselben„Alt. Nachr.“ melden, daß am 31. August, nachdem die am 1. Sept. in Kraft getretenen Tarifveränderungen, resp. Zollerhöhungen für die Herzogtbümer bekannt geworden, noch übee 1 Mill. Pfo., hauptsächlich Rohzucker, per Eisenbahn in die Herzogthümer expedirt worden seien.(N. 3.) Leipzig, 2. Sept. In Volkmarsdorf verunglückte vorgestern der Fuhrmann eines Kohlenwagens, indem er von seinem Wagen, auf welchem er vermuthlich eingeschlafen war, herabstürzte und ihm die Räder gerabe über den Hals gingen; an Rettung war nicht mehr zu denken.— Die diesigen Künstler, Componisten, Maler, Literaten und Schauspieler beabsichtigen, nach Art des Vereins„Bergwerk“ in Stuttgart, eine Gesellschaft unter dem Namen Musenhalle zu bilden.— Mit den gestern auf der Leipzig=Dresoner Eisenbahn um 7 Uhr Abends abgegangeuen Güterzuge sind die ersten nach Chemniz bestimmten Güter in einem bekränzten Wagen abgefertigt worden.(D. A. Z.) 31. August. Die„Triester Zeitung“ bringt ein Schreiben aus Konstantinopel, wonach der ehemalige Großvezier Reschid Pascha und Ali Pascha wieder in ihre früheren Stellungen eintreten sollen. — Durch die Feuersbrünfte sind über 5000 Familien obnachlos geworden, 3000 haben keine Wohnung gefunden und auf Befehl der Regierung sind zu ihrem Gebrauch Zeite aufgeschlagen worden. In Norianopel hat das Feuer einen Schaden von 4 Millionen Piaster angerichtet. — Mau erwartet einen kaiserlichen Ferman zu abermaliger Herabsetzung des Münzencourses. — Nachrichten aus Sprien zufolge hat die Bande des Häuptlings Abourrahman richtig die Stadt Hebron überfallen und ausgeplündert.(B. Psz.) Wien, 1. Sept. Die noch allwöchentlich erscheinende Liste der kriegsgerichtlichen Verurtbeilungen ruft den Wienern den Belagerungszustand immer, wieder ins Gerächtniß zurück. Die letzt erschienene Liste enthält meist Fälle, in denen geringfügige Strafen wegen„Wachebeleidigung, Renitenz und Beleioigung der Behörden“ erkannt wurden. Der Verlogsbuchdändler Friedrich Manz wurde wegen„Mitschuld an der Veröffentlichung einer aufreizenden Druckschrift; zu 10tägigem ProfosenArreßt verurtbeilt. — Der„D. Aug. Zig.“ schreibt man aus österreichisch Schiesten: Alle unsere zahlreichen Sicherdeitsbebörden, Gensd'armerie und Zinanzwache, haben Auftrag erhalten, Jagd zu machen auf eine besondere Art von Schuupstüchern, die aus dem Ausland eingeschmuggelt sind, und nach dem ersten Waschen ihre ursprüngliche Farde verlieren, worauf dann Manifeste und Proklamationen der revolutionären Prepaganda sichtbar werden sollen(?). — Vor der Verordnung, vorläufig die Preßangelegenheiten in den lembardisch=venetianischen Provinzen in statu quo zu lassen, ist man abgegangen, und das neue Preßgesetz wird auch dort am 1. Sept. in Wirksamkeit treten. — Vor einigen Tagen ist, dem„Llopo“ zusolge, zwischen Frankreich und Braunschweig ein Vertrag zum Schutze literarischen Eigentbums abgeschlossen worden, der vollständig dem bereits mit Hannover vereinbarten Vertrage entspeicht. Ansland. Schweiz. Bern, 31. August. Die Assisen des Mittellandes haben ihre Sitzungen geschlossen. Diese Sitzungsperiode, die vier Wochen gedauert hat, war eine sehr fruchtbare, denn das Gericht hat jeden Tag von Morgens 8 bis Abends 9, ja bis 11 Uhr gesessen. Die Zahl der angeschuleigten belief sich auf 83. Das meiste Interesse erweckten die Verhandlungen über eine des Kindesmords angeklagte Mutter. Diese unglückliche Frau war von ihrem Mann, einem baierischen Pfälzer, verlassen worden. Ihre Eltern, biesige Handwerksleute, wollten sie und ihre zwei Kinder nicht bei sich behalten, und sie entschloß sich, nach einem harten Auftritt im elterlichen Hause, wo man ihr die Thüre wies, sich und ihr jüngstes 2½ jähriges Kind mit Kohlendampf zu tödten. Sie begad sich in ein Wirthshaus, forderte eine Stube und, um dieselbe zu erwärmen, Kohlen. Am Morgen sprengte man die Thür und fand das Kind todt; die Mutter wurde wieder zum Leben gebracht und des wissentlichen, mit Vorbedacht unternommenen Kindesmordes angeklagt. Nach den äußerst interessanten Verhören, welche eine düstere Nachtseite unserer socialen Zustände öffneten, erklärten sie die Geschworenen des wissentlichen Mordes unter mildernden Umständen schuldig, und das Gericht verurtheilte sie zu fünf Jahren Zuchthaus.(8. P.) Italien. Lombardei. Wie man uns aus Mantua schreibt sind die Urtbeile der politisch Angeklagten aus der Gesellschaft des Todes gesällt und dem F. M. Grafen Radetzky zur Unterzeichnung der Vollziehungs=Clausel vorgelegt worden. Die Urtheile lauten wegen Hochverrath auf den Tod. — Rom, 23. August. Seit mehreren Tagen athmen unsere Geldleute mit schwerem beklommenen Herzen. Denn es gebt das Gerücht, die Regierung beabsichtige das von ihr ausgegedene älteste Papiergeld nicht unbedeutend herabzusetzen. Frankreim.—“ Paris, 2. August. Wie gesterr, so ist auch heute von hier nichts zu melden. Statt positiver Nachrichten theilen wir folgende[Stelle des von uns erwähnten inter=ssanten Artikels Girardin's gegen Granier aus Cassagnac mit: „Wenn das Gesetz vom 31. Mai(wodurch das allgemeine Stimmrecht beseitigt wurde) nicht votirt oder abgeschafft worden wäre, wer giebt Ihnen, mein Herr, das Recht zu denken und zu sagen, daß die allgemeinen Wahlen vom 9. Mai 1852 eine allgemeine Plünderung und Erwürgung geworden wären? Die französische Nation ist also eine Nation von Feiglingen, eine Nation von Plünderern und Erwürgern? Wollte man auch zugeben, daß alle nach dem 2. Dezemder Deportirten und Eingesperrten, deren Zahl sich auf 10,000 beläuft, Plünderer und Erwürger waren, gab es nicht auf der anderen Seite der Wagschale 10 Millionen Wähler, die sich weder ausplündern, noch erwürgen ließen? Was konnten 10,000 gegen 10 Millionen“ und diese Annahme wäre eine schmähende Hypothese, welche die Geschichte abzuurtheiten hat, wenn sie erörtern wird, wer diese Deportirten und Vertriebenen waren, worunter sich die Geuerale Bedeau, Changarnier, Lamorciere und Leslo definden. Ich spreche nicht von Vicior Hugo, dem Sie so viel verdanken.“) Sie begnügen sich nicht damit, 10,000 Ihrer Mitbürger zu insultiren, Sie insultiren zugleich 21,759 Gensdarmen und 400,000 Solraten. War das etwa nicht eine hinreichende Macht, um dem Gesetze Achtung zu verschaffen? Wenn diese bewaffnete Macht am 2. Dezember genügend war, als eine allgemeine oder theilweise Weigerung mutzuwirken von Seiten der Gerichte und der Verwaltung vorauszusehen war, wie hätte sie am 9. Mai 1852 nicht hingereicht. Warum sollte an diesem Tage, da man Alles, Konstitution, Gesetz und Magistratur für sich hatte, die Gefahr größer sein, als am 2. Dezember 1851, wo man Alles gegen sich hatte und die Magistratur scheuen mußte, die in Bourges und Verfailles Barbes, Blanqui, Guinard und Ledru Rollin verurtheilt hat? Sie, der Sie jetzt auf den Bänken des gesetzgebenden Körpers und an der Tafel des Generalraths sitzen, Sie sagen, Sie wagen es zu sagen, daß die Konstitution von 1848 Frankreich zu einem Sosteme der Plünderung und des allgemeinen Würgens geführt hat! Sie haben gelogen, mein Herr! Und ich nicht allein, sondern die Wahlen vom 10. Dezember 1848, vom 13. Mai 1849 und alle Wablen von 1849, 50 und 51 strafen Sie Lügen. Wer hat am 10. Dezember 1848 geplündert und gewürgt? Wer am 13. Mai 1849? Und wer sind Sie denn, mein Herr, um das allgemeine Stimmrecht so zu schmähen. Muß man Sie daran crinnern, daß, wenn Sie Deputirter und Generalrath sind, Sie es nur durch das allgemeine Stimmrecht sind? Muß man Sie doran erinnern, daß, wenn der Neffe des Kaisers im Jahre 1848 nach Frankreich kommen konnte, daß, wenn er 1852 Staatsoberhaupt ist, er nur durch den Eigensinn des allgemeinen Stimmrechts zurückberufen und von der unermeßlichen Majorität derselben Nation gewählt wurde, die Sie sich nicht scheuen, vor Europa als eine Nation der Plünderer und Würger zu bezeichnen? Schande über das Journal, das sich das„Paps“(Land) nenat und so Frankreich verleumden kann!" — Gestern und heute sind die ersten telegraphischen Verkehrsversuche zwischen Paris und Wien über Straßburg gemacht worden und sehr befrieeigend ausgefallen. Zwei Stunden nach dem Schluß der Börse in Wien waren die Course hier bekannt, und dubei war die Depesche in Straßburg noch fast um eine Stunde verspätet worden. —* Paris, 2. Sept. Der Moniteur erklärt, daß die Franzosen Rom nicht verlassen werden; folglich werden auch die Oesterreicher im Kaiserstaat bleiben. — Der Correspondent des Morning Advertiser ist jetzt ausge*) Wie sich unsere Leser erinnern werden, kam Granier als armer Teufel aus der Gascogne nach Paris, wurde von V. Hugo dem Hungertoo entrissen und emporgehoben, den er zum Dank später schmachvoll angriff. wiesen Gher deutsch reiche( Gr Manck Dicke Buln Gilde schieden thätige Aehnli derer## selbst?“ eine Ge erkannt Beitrag macht; gründen von der vielleich welchem welt gei des gro Schwier brochene beit und bewogen die Peri chen sor zuzuschre seiner T sem Zeit sein gan bensten hervorget gefährlich die Schri ein alter in früher Der 9 worauf d — De Clune ist Caution Rußl allein sind jetzt der# Auf Karn die Leichen und dem Namentlich Türke Differenz schas zum — Die nach, aus! Pfortenerta schüsse von bei der brit * Ame 21. v. M. telegr. Dev len Zusam: am Morger rend eines Atlantie w die wahre 9 Schrecken g Kapitän ver setzte seinen chen, obgleie der AnstrenMeilen von Feuer am konnte. 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Assisen des Mittellandes sitzungsperiode, die vier stbare, denn das Gericht 9, ja bis 11 Uhr geef sich auf 83. Das über eine des Kindesse Frau war von ihrem worden. Ihre Eltern, zwei Kinder nicht bei sem harten Auftritt im sich und ihr jüngodten. Sie begad sich ), um dieselbe zu ern die Thür und fand m Leben gebracht und nen Kindesmordes anören, welche eine düeten, erklärten sie die nildernden Umständen fünf Jahren Zuchtus Mantua schreibt der Gesellschaft des 9 zur Unterzeichnung Urtheile lauten wegen athmen unsere Denn es gebt das ausgegedene älteste Wie gesterr, so ist ositiver Nachrichten ihnten inter=ssuanten ic mit: aülgemeine Simmworden wäre, wer ind zu sagen, daß allgemeine Plünfranzösische Nation on Plünderern und nach dem 2. Desich auf 10,000 nicht auf der an, die sich weder ien 10,000 gegen ähende Hypothese, rörtern wird, wer ster sich die Geo definden. Ich erdanken.“) Sie er zu insultiren, 100,000 Solraum dem Gesetze icht am 2. Deweise Weigerung Altung vorauszugereicht. Waiion, Gesetz und als am 2. Deie Magistratur bes, Blanqui, Sie jetzt auf Tafel des Gedaß die Kon* Plünderung haben gelogen, vom 10. Devon 1849, bezemnber 1848 Und wer sind so zu schmäie Deputirter eine Stimmin der Reffe konnte, daß, Eigensinn des inermeßlichen nicht scheuen, ürger zu beapé“(Land) Verkehrsicht worden dem Schluß d#lbei war verspätet Franzosen esterreicher tt ausgeanier als V. Hugo im Dank wiesen worden. Die bonapartistischen Blätter folgen jetzt Alle im Chor dem Moniteur und schreiben die Haltung der englischen und deutschen Zeitungen dem Neide über„die jetzige Größe Frankreiche(!!)“ zu. Großbritannien.—* London, 2. Sept. Die Stadt Manchester hat bei Gelegenheit der Anwesenheit von Charles Dickens und seines Bruders in Bankett gegeben, welchem auch Bulwer beiwohnte und u. a. folgendes über die SchriftstellerGilde sprach:„Bei Gelegenheit einer dramatischen Unterhaltung verschiedener Schriftsteller auf meinem Landgute zum Besten eines wohlthätigen Zweckes warf einer die Frage auf„warum man nicht Aehnliches für notbleidende Schriftsteller thun könne“, und ein anderer sagte:„warum nicht zum bleibenden Gedeihen der Literatur selbst?“ Auf diese Weise entstand unter allgemeinem Enthusiasmus eine Gesellschaft, welche es sich zur Aufgabe machte 1) älteren, anerkannten Schriftstellern, ein Jahrgeld zu geven, wozu Jeder einen Beitrag zu liefern habe,— Bulwer hat ein Lustspiel dafür gemacht;— ein Jeder das Beste das er vermocht, um einen Fond zu gründen,— und 2) um solchen jungen Talenten aufzuhelfen, welche von der Noth gedrückt, Gefahr laufen unterzugeben, während sie, vielleicht nur zwei Jahre unterstützt, ein Werk zu Tage fördern, mit welchem sie selbst geborgen sind, und auch noch der Mit= und Nachwelt genützt haben.„In solch' einer Crifis in dem Leben Schillers, des großen deutschen Poeten, in einer Zeit, wo von Sorgen und Schwierigkeiten gebeugt, diese große Genius Gefahr lief mit gebrochenen Nerven erdrückt zu werden von der rohesten Sklavenarbeit und sein ganzer Charakter in Mißanthropie zu versauern drohte, bewogen ihn zwei fremde Edelleute einen kleinen Jahresgehalt für die Periode von drei Jahren anzunehmen. Den Folgen einer solchen sorgenlosen Unabhängigkeit hat man den günstigen Umschwung zuzuschreiben, welchen sein Genius genommen hat in der Richtung seiner Talente und seiner Ansichten über die Menschheit. Von diesem Zeitpunkte an widmete er nicht allein seinen Genius sondern sein ganzes Bewußtsein seiner Kunst, und wurde einer der erhabensten und moralischsten Schriftsteller, welche die modernen Zeiten hervorgebracht haben, anstatt, wie sein erstes Werk drohte, einer der gefährlichsten und revolutionärsten zu werden.— So entstand also die Schriftsteller=Gilde. Das Wort Gilde gebrauchten wir, weil es ein alter angelsächsischer Namen für jene Assiociationen ist, die auch in früheren Zeiten so viel Gutes gestiftet haben.“ Der Mavor von Manchester trank auf das Wohl von Dickens, worauf dieser in wenigen heizlichen Wurten dankte. — Der Prozeß gegen die katholischen Geistlichen Bourke und Clune ist wirklich eingeleitet; sie haben in Sechs=Meilen=Brücke Caution von 200 Pfund St. für ihr Erscheinen hinterlegt. Rußzland. Warschau, 27. August. In den hiesigen Spitälern allein sind über 5000 Menschen gestorben und die Zahl aller bie jetzt der Seuche Erlegenen mag sich wohl auf 20,000(7) belaufen. Auf Karren, Frachtwagen, Britschen und wie nur möglich, fuhr man die Leichen nach den Kirchhöfen und auf dem Powonzker Kirchhofe und dem jüdischen sind zum Grabgraben Sappeure hindeordert. Namentlich wüthet die Seuche schrecklich unter den Juden. Türket. Konstantinopel, 21. August. Anläßlich der Lösung der Differenz wegen Tripolis ist Nurri Pascha an die Stelle Izzet Paschas zum Gouverneur von Tripolis ernannt worden. — Die brittische Corvette„Modest“ wollte, dem Vernehmen nach, aus Witterungsursachen die Dardanellen ohne die erforderliche Pfortenerlaudniß passiren; es wurden dieserhalb zwei Kanonenschüsse von dem Fort gegen sie abgefeuert. Der Commandant habei der britischen Gesandschaft Beschwerde erhoben. * Amerika. Der Dämpfer Pacifie bringt Nachrichten bis zum 21. v. M. aus New=York, nebst 600,000 Dollar Fracht. Eine telegr. Depesche aus Baltimore vom 20. meldet den verhängnißvollen Zusammenstoß zweier Dampfschiffe auf dem Eriesee bei Buffalo am Morgen desselben Tages. Der Dämpfer Atlantic stieß während eines dichten Nebels auf den Schleppdampfer Agdenburg. Der Atlantic war meist von Norwegischen Auswanderern besetzt, welche die wahre Natur der Gefahr nicht sofort erkennend, in so großen Schrecken gerietben, daß Einige derselben über Bord sprangen. Der Kapitän versuchte das Vertrauen wieder herzustellen und das Schiff setzte seinen Weg fort in der Hoffnung noch einen Hafen zu erreichen, obgleich es ein bedeutendes Leck botte. Es schöpfte aber trotz der Anstrengungen der Mannschaft so bedeutend Wasser, daß es 2 Meilen von dem Orte des Zusammenstoßes so rasch sank, daß das Feuer am Kessel ausgelöscht wurde und das Schiff nicht mehr fort konnte. Die Emigranten, welche kein Wort von dem verstanden, was ibnen gesagt wurde, vermehrten die Verwirrung und den Schrecken der Scene. Die Cajüttenpassagiere und Alle eicjenigen, denen man sich verständlich machen konnte, wurden von dem Capitän und Offizieren ermahnt in der Cajütte zu bleiben und sich mit Stühlen, Kissen, Betten und ähnlichem Patent=Lebensrettungsapparat zu verseben, welcher sie über dem Wasser erhalten könne. Einc große Anzahl hingegen, welche den Kopf verlor, oder den Rath nicht verstand, stürzte über Bord zu gewissem Tod. Um 1½ sank der Dämpfer unter dem wildesten Schreckensgeschrei. Der Schleppdampfer war hingegen im Fahrwasser des Atlantic geblieben und seine Mannschaft that Alles, was in ihren Kräften lag, um die Hunderte von Menschen zu retten, welche mit den Wogen kämpften. Der Nebel binderte diese Anstrengungen sehr, aber doch wurden 150 gerettet. Die Letzten derselben waren der Sekretär des Dampfers und der erste Ingenieur. Der Stern des Schiffes ragte noch eewas an der Oberfläche des Wassers heraus; und daran bielten sich Viele festgeklammert. Anter dem Geschrei der Passagiere wurde auch die Stimme eines kleinen Knaben gehört, welcher nicht weit davon an ein Seil sich haltend und zu sich selbst redend, rief: „O, ich kann nicht länger! Wenn Papa hier wäre, würde er mir helfen.“ Ein Mann aus Illinois, ein schöner starker Bursche, warf sosort ein langes Seil aus und erwischte den Knaben, als er im Begriff war zu sinken. Er hielt ihn eine Zeit lung und rief nach dem genannten Secretär Givan, um ihn abzulösen, oa er durch die Last deinabe erschöpft war. Givan machte den Versuch, aber vergebens. In diesem Augenblick kam das Bot des Dampfschleppers, bis an den Rand mit geretteten Passagieren beladen vorbei und (ivan rief es an, um den Jungen zu retten. Der erste Maat des Atlantic sprang ins Wasser und holle den Knaden ins Boot. So ward er gerettet. Der kleine Junge war mit seinem Onkel gewesen, der ertrunken. Das nächste Boot holte den Schiffssecretär, den Ingenieur und den Illinoiser. 200 Personen sollen aber ertrunken sein. Unter den Vermißten ist der Name der Frau Cornwell, eine Schwester Elihu Burritt's. Aus Neubraunschweig melden Nachrichten, daß die Fundybat gänzlich von amerikanischen Fischern gesäubert sei. In Halisar ging das Gerücht, daß der englische Kriegsdampfer„Verwüstung“ wieder 4 Schiffe weggenommen und nach Charlettctown gebracht habe. Ein Brief aus Boston sagt, daß Commodore Perry mit seinem Kriegsdampfer Mississippi nach New=Yoik zurückkehren werde, um am 1. Sept. nuch Japan abzusegeln. Der Washingtoner Correspondent des New=Yorker=Herald schreibt, daß das Comittee für auswärtige Angelegenbeiten es nicht für angemessen halte jetzt seiner Seits einen Schritt in der Fischereian= gelegenheit zu thun, in der Meinung, daß es die Pflicht des Präsidenten sei, die Initiative zu ergreifen und nach dem Beispiele Washingtons seine Ansichren dem Congreß vorzulegen.„Es sei daher höchst wahrscheinlich, daß die englische Regierung nächstens ein „Ultimatum“ erhalten werde.“ Der Correspondent meint, daß noch ein ernstlicher Conflickt entstehen könne, wenn England auf der schroffesten Auslegung des Vertrags(drei Meilen von dem von Landspitze zu Landspitze gezogenen imaginäre Striche) bleibt; denn der Senat muß Angesichts der englischen Flotte dem Drängen der nördlichen Bevölkerung nachgeben und wenn England nicht vor„einem Einsall in Canada“ die Sache ordnet, so möchte es den Nachtheil haben. Die Sprache des New=Yorker Courier ist versöhnlicher. Er meint die Angelegenheit müsse bald friedlich beigelegt sein, weil der Sinn der amerikanischen Bevölkerung für den Frieden gestimmt sei. Etwas heftiger ist der Herald, welcher den Bemerkungen seines Correspondenten beipflichtet. Am klarsten beleuchtet die Angelegenbeit übrigens das Journal of Commerce, welches den Amerikanern die Meinung zu benehmen sucht, als hätten die Engländer eine neue Gewaltthat verübt, da der Bruch des Vertrags mehr auf Seite der Fischer sein möchte — Dieselbe Zeitung bebauptel, die Ueberschreitungen der Verträge durch französische Fischer sei noch größer, als die von amerikanischen und der englische Admiral Seymour vollkommen berechtigt gegen diese einzuschreiten. In Beziehung auf die Sandwichinseln theilt das J. of commerce folgendes interessante Gerücht mit:„Der Präsident hat ohne Zweifel vom König der Sandwichsinseln irgend einen Vorschlag erhalten in Beziehung auf die Uebertragung der Souveränctät dieser Inseln auf die Vereinigten Staaten. Andeutungen darüber sind uns aus öffentlichen und Privat=Quellen zugegangen. Die Californischen Senatoren bebaupten das Faktum ganz bestimmt. Am 12. Juni lehnte der Präsident das Verlangen des Staats ab eine Insormation üider diesen Gegenstand zu ertheilen. Heute hat er die Antwort auf eine ähnliche Frage abgelehnt. Es ist offendar, daß der Gegenstand in irgend einer Gestalt unter der Berathung der Regierung liegt. Seward hat die Frage wieder durch den Vorschlag angeregt, daß der Präsident eine Commission nach den Sandwichsinseln schicken solle um die Angelegenheit zu untersuchen, in wiefern es angemessen sei, davon Besitz zu ergreifen. In der nächsten Session wird eine Commission ohne Zweifel darüber Bericht erstatten und der Congreß wird sich entscheiden müssen, denn die Eingebornen vermindern sich rasch und an ihrr Stelle iritt ein Gemisch von verschiedenen Zungen. Die zegenwärtigen Autoritäten können sich nicht mehr lange halten und die Inseln können in die Hände einer fremden Macht fallen, wenn nicht die Regierung der Vereinigten Staaten friedlich davon Besitz ergreift. Es mögen vielleicht Unterbandlungen mit anderen Mächten oder ähnliche Rücksichten vorwalten, welche den Präsidenten hindern, sich in die Karten sehen zu lassen.— In Utica und Troja haben verheerende Feuer gewüthet. Ein Massenmreting der Whigs von Pensylvanien zu Harrisburg hat gänzlich Fiasko gemacht.— Die Union=Convention von Georgien hat Webster zum Whig=Candidaten aufgestellt. In Beziedung auf die Lobos=Guanoinseln veröffentlicht das Boston Journal einen Brief von Webster und Graham, woraus hervorgeht, daß der Commandant des amerikanischen Geschwaders im stillen Meere schon im Juni Befehl erhalten hat, diejenigen Bürger zu beschützen, welche dort Guano holen wollten.. Auf Haytt hat nun auch Faustin I. den Schutzzoll eingeführt. Von Harannah werden zahlreiche Verhaftungen von Creolen(eingebornen Europäern) gemeldet, worunter auch Weiber. Munition und Waffen sind entdeckt worden, und Raub und Mord nimmt überhand. 500 Neger sind kürzlich aus Afrika in Ortigosa gelandet worden. Vermischtes. — Ein Engländer ließ sein Leben in einer Lebensversicherungsgesellschaft für die Summe von 20,000 Pfd. Sterl.(130,000 Thlr.) versichern, die nach seinem Tode seiner Frau zukommen sollten. Nachdem er sein bedeutendes Vermögen so ziemlich durchgebracht, begab er sich auf eine philosophische Reise durch Deutschland. Seine Frau ließ er in London und nahm nur einen Bedienten mit. Eines Tages ritten beide auf der Straße hin; der Herr beschäftigte sich mit unangenehmen Gedanken, der Bediente dachte an ganz andere Dinge und nicht an sein Pferd, das stolperte; der arme Teufel wurde hinunter geworfen und brach den Hals. Dieser Unfall brachte den Engländer auf einen kostlichen Einfall; er nahm die Kleidung als Bedienter, zog diesem die seinige an und eilte nun in den nächsten Ort zum Richter, wo er das Unglück seines angeblichen Herrn erzählte. Die Obrigkeit ließ den Leichnam aufheben und bestätigte den Todesfall, welcher der Wittwe gemeldet wurde, die der Engländer aber in einem Briefe von seiner List benachrichtigte und sie nach Newyork beschied, wohin sie sich auch begab, nachdem sie sich von der Lebensversicherungsgesellschaft die 20 kaufend Pfd. Sterl. hatte auszahlen lassen.(H. A. u. B.) — Der vom Missionsverein zu Berlin nach China gesandte Missionär Neumann hat es, da er sich nicht länger auf Hongkong und die nächst gelegenen Küstendörfer beschränken wollte, für nöthig gehalten, sich äußerlich in einen Chinesen umzuwandeln und einen chinesischen Namen— Man=sin=chang— anzunihmen. Ueber den Akt der Verwandlung schreibt er folgendes:„Der Schritt von dem Einen zum Andern, ach, er ward mir schwer. Doch da war kein Ausweg als zu verstummen vor dem Scheerer wie ein Schaaf, und die Augen schließend überließ ich mich des Meisters Händen, der meine Erscheinung umbilden sollte. Unter seinem scharfen Messer rollten bald die langen, über ein Jahr lang gewachsenen Locken zur Erde herab, und nachdem er eine halbe Stunde lang mit seinem Messer nichts verschonend, auf Kopf, Hals und Gesicht umbergeklatzt— selbst die Ohren wurden nicht verschont von außen und innen, so weit wie möglich, sogar über die Augenlieder fuhr sein Messer hin— da stand ich endlich auf mit dem verhaßten, anderthalb Ellen langen Zopf vom Scheitel herad. Nun legte ich die europäische Kleidung ab und die chinesische an. Bald stand ich da, ein seidenes Käppchen mit einem rothen Knopf oden auf dem Haupte,— dann die Makwa, ein braunseidenes Oberkleid mit weiten, aber kurzen Aermeln; umer dieser das lange blauseidene Ober= kleid, was bis auf die Füße herabhängt; unter diesem für den oberen Theil Jacken, für den unteren braunseidene Beinkleider, oben durch einen grünserdenen Gürtel festgebunden. Endlich noch die einen guten Zoll bohen, schwarzseidenen Schuhe. Das ist mein guter Anzug. Zum Ausgehen über Land dient mir ein schlechterer.“ — London. Ein tragisches Ereigniß von wunderbarer Natur traf jüngst die irisch sprechenden Arran=Inseln vor der GalwayBay, als ob das Schicksal hier am Weststrande Irlands vor den Augen der Welt die Keltenrace auch im Kleinen darstellen wollte. Montag Morgen den 16. August 1852 standen 15 Männer auf einem Kliff auf einer der Arran=Inseln und fischten mit ihren Leinen, als plötzlich bei stillem und ruhigem Wetter eine Woge der atlantischen See kam, die über das Kliff brach und sie alle in die Tiefe hinabschlang. Keiner ward gerettet. Viele von ihnen haben zahlreiche Familien in Armuth nachgelassen. Diese Woge ist auch für den Forscher bedeutungsvoll. — Madrid, 23. Aug. Vor einizen Tagen erschien der König auf dem Balkon des Palastes in der Granja. Es war ihm peinlich, die Schildwache, so lange er(der König) da war, mit präsentirtem Gewehr dastehen zu sehen, und er rief ihr daher zu: „Jäger, du kannst das Gewehr absetzen!" Der Soldat blieb indeß unbeweglich stehen. Der König sah ihn noch einmal an sagte: „Ich habe dir aber gesagt, daß du das Gewehr absetzen kannst.“ „Senor“, antwortete der Soldat, ohne sich weiter irre machen zu lassen,„ich stehe hier vor dem König und habe den Befehl, vor idm das Gewehr zu präsentiren, ich darf es also nicht absetzen.“ Der König entfernte sich hierauf, von der Disciplin und dem guten Geist ces schönen Corps überzeugt, das jeden Tag neue Beweise von dem Eiser seines Chefs und seiner Offiziere giebi. — In Brighion stellte die schottische Royal Patrioiie Society mit einer neu erfundenen Art von Seerettungs=Werkzeugen glückliche Versuche an. Bei ziemlich rauber See und hohen Wogen sah man eine Anzahl Schiffer, mit einem Schwimmgürtel um den Leid und einer Matraze unter dem Arm, in einen Kahn steigen, den sie am Ende des weit in die See hinausgehenden Landungsdammes vor Anker legten. Auf ein gegebenes Zeichen sprangen sie alle ins Wasser; einige breiteten die Matraze aus und kegten sich varauf wie auf ein Sopha, andere beuutten sie wie einen Kabn, noch andere rollten sie zusammen, setzten sich rittlings darauf und tummelten sich wie Triione in der See herum. Diese Uebungen dauerten eine volle halbe Stunde, die kecken Schwimmer bewegten sich mit großer Leichtigkeit und beplätscherten einander, zum Ergötzen der Zuschauer auf dem Damme, wie übermütdige Buben im Bade — Man ist in diesem Augenblick in England mit der Anfertigung von Drahtseilen zu elektrischen unterseeischen Telegraphen deschäftigt, und zwar zur Verbindung zwischen Harwich und dem Haag, zwischen Dover und Ostende, Kopenbagen und dem Bestlande Dänemarks, Port Patrik u. Donaghadee, Toulouse und Algier. Diese unterseeischen Telegraphen sollen noch alle in diesem Jahre gelegt werden. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 3. Sepidr. 3s. Br. 1 Gio. 31.1 Br. 1 6919 stig und man bezahlte namentlich Berlin=Andalter, Köln=Mindener un auch Mecklenburger höher als gestern. Fonds begehrt und fest. Preußische und ausländisch Wechsel-Course. Berlin, vom 3. Septhr. 1852. Preutz. Brief. Courant. Geld. Amsterdam„ dito Hamburg dito London„ Paris„ Wien im 20 Gl. Fuß Augsburg Breslau Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuß in Frankfurt a/M. südd. W. Petersburg. Frauffurt, den 3. Sepibr, 1852. 94¾ 9. 81½ P. 73½ bez. 72⅞ 65% P. 16¾ p. 34% 9.% G. 17 G. Oesterr. 5 Metallig. in Silber bei R. Osterr. 5% Metalligue beogl. 4½% desgl. 4%8inn al zimaE desgl. 1% I. 164 Kurbessische 40 Thlr. Loose—.— 96 7/8 D. Jso V7, Friedr. Wildelm Nordbahn exel. Zinsen 50⅛ P. 49⅞ G. Spanische 3% exel. Zins. 16117PuI) 45 7/16 p. ½ bez. 7/6 G. Badische 35 F1. Loose uu 4 Mu. 2111 38% v. ½ G. Geldeoure. Köln, don 3. September 1852. Briefe. 1 Gelv. Briefe. Geld. Preuß. Frd'or Ausl. Pistolen Napoleons'der Hol. 106. St. 5 Fr.=Stücke 1,16, 9 6,22, 6.24, 6: FO• wir slls des den sten und In sind and ngen 1 etzte al i 8 n6. am arf uch 01 err„" em S Marktbericht. Vaderborn, den 4. Sepidr. Weizen(der preuß. Schessel 2 Thl 6 Sa. Roggen 2 Xdn.— Sgr. Gerste 1 Thl. 14 Sg. Haser Tdl. 24 Sg. Kartosseln Thl. 19 Sg. Erbsen 2 Thl. 8 Sg. Linsen— Thir.— Sgr. Bohnen 2 Thlr.— Sar. Butter a Psd. 6 Sgr.— Pf. Heu pr. Ctr. à 110.Psund 17½ Sar. Strod, vr. Schock a 1200 fl — Thir.— Ggr.— Ps. Brod 8 K 6 Sgi. 6 Pf. Neuß, den 3. Sept. Weizen nach Qualität 2 Thlr. 10 Sar. bis 2 Thir. 14 Sg. Roggen 1 Thlr. 24 Sg. dis 1 Thl. 28 Sg. Wintergerste 1 Thir. 12 Sg. Som.= 1 Thlr. 12 Sg., Buchweizen 1 Thl. 18 Sei. Haser 1 Tdlz. Ber. Erdsen— Thir.— Sa. Rübsaamen 3 Thl. 2 Shr. Kartoffeln— Thir. 17 Sgr. Heu vr. Ctr.— Thir. 20 Sgr. Stroh v. Schock 8 Thir. 5 Sgi. Ein Schwarzbrod von 13 Pfd. 8 Sgr. 4 Pf. Neus, den 3. Sept. Kleiner Samen 2 Thir. 25 Sa. Rüdöl per Ohm 282 Pfd. odne Zaß 28 Thir. 15 Sgr. dito per Mai— Thir. dite per Oktober 29 Thir.— Sgr. Leinöl per Odm— Tdir.— Sgr. Rübluchen per 1000 Stück Stampf 32 Thl. Pretzkuchen, per 2000 Pfund 27 Tdir. Leinkuchen v. 2000 Pfund 56 Tdir. Branntwein, per Odm zu 123 Quart zu 47%(ohne Maklergeld.) 15 Thir. 10 Sgr. Gereinigtes Oel 29 Tble. 15 Sgr. Getreide und Rüböl noch sortwährend mit weuigem Handel. Provinzial=Zeitung. ° Paverdern, 4. Septb. Zu dem morgen beginnenden Provinztal=Landtag ist von hier der Herr Justizrath Wichmann zum Abgeordneten und Herr Wachstuchfabrikant Ahlmeyer zom Stellvertreter gewählt worden. 1 Düsseldorf, 31. August. Bei der Mannichfeitigkeit der Gegenstände in der rheinisch=westsälischen Industrieausstellung ist es außerordentlich schwierig einen umsansenden, erschopfenden und grundlichen Bericht über die Industrieerzeugnisse Westfalens zu bringen. Es wird fast ratbsamer sein, den Bericht der Sachverständigen abzuwarten. Indessen kann mich diese Schwierigkeit doch nicht hindern hie und da, gleichsam wie in eine Lotterse, einen Griff zu thun. Heute sielen mir zwei Gegenstände in die Augen, auf derenpraktischen Werth ich noch besonders aufmerksam gemacht wurde: ein neuer Kochbeerd mit Wasserkessel, Bratpfanne und Backplatten, von Schmiedemeister Caspar Schmidt in Soest, welcher seiner unbeschwerlichen Transportabilität halber sehr zu empfehlen sein möchte. Außerdem zeichnet sich ein Dampfapparat unter der Firma: Zinnund Messinggießerei von H. Bitter in Bielefeld wegen seiner neuen und zweckmäßigen Einrichtungen aus. Zu diesen Letzteren hört hauptsächlich die Vorrichtung mit gespannten Dämpfen zu arbeiten, welche durch Anbringung messingener Verschraubungen, Ventilen und sonstiger Einrichtungen hergestellt ist. An der Seite des Ofens befindet sich ein Trockenschrank, welcher durch erwärmte Luft und unmittelbare Ofenwärme erhitzt wird. Auch hatte ich Gelegenheit mehrere Atteste über derartige Apparate, mit besonderer Beziehung auf die Einrichtung der gespannten Dämpfe zu lesen, und scheint der Apparat überhaupt zweckmäßig für Apotheker. Ueberhaupt hat Bielefeld unter den Städten Westfalens am meisten geliefert(besonders scheint sich die Hemdenfabrikation sehr erweitert zu haben, was gewiß ein sehr ertwicklungsfähiger Industrie= zweig ist); denn nicht weniger als 15 Firmen sind auf der Ausstellung vertreten, als da sind: I. Bausi, Liqueurfabrikant und Kaufmann in Bielefeld. Liqueure und Essenzen, als: Marasquino, feiner Anisette, seiner Curacao, seiner Rosen, seiner Banille, Huile de fleurs d'Orange, Eau de Neyau rouge, Goldwasser, English Bitter, feiner Magenbitter, Ananas=Punsch=Extract, Punsch=Ertract von Rum, Punsch=Ertract von Arac, Maitrank=Essenz. H. Bitter, Zinn= und Messing=Gießerei in Bieleseld. Ein großer Dampfapparat zu pharmaceutischem Gebrauch. Gebr. Bozi und Comp. auf der Flachsspinnerei Vorwärts bei Bielefeld. Flachsgarn Nro. 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50, 60 und 70. Heedengarn Nro. 20, 30 und 40. Carl Colbrunn, Fabrikant in Bielefeld. 12 Stück Leinen, 3 Dutzend leinene Hemden. Heinrich Effertz, Fabrikant und Eisenhändler in Bieleseld. 1 Kochapparzt von selbst entworfener neuester Construktion. F. Eilers, Portefeuille=Fabrikant in Bielefeld. Eruis= und Portefeuilles verschiedener Art. August Geweke, Messing= und Blecharbeiter in Bielefeld. 1 Messing=Kaffee=Maschine mit Dreifuß, getriebene Arbeit aus freier Hand, 1 Messing=Schaufelhalter mit Zange, Schüte, Stöker, Besen, Bürste und Schaufel, 1 Apotbeker=Spirüus=Lampe in Messing, 1 lakirte Wassertonne mit Schale für Wirthschaftslokale, 1 lakirte Hängelampe mit Messing= Flaschenzug, 1 polirter Gewürzkasten von englischem Glanzblech. Goldbeck und Comp. in Bielefeld, Fabrikant. Ein Stück Leinen Nro. 4390 aus Maschinengarn, 4767, 4793 und 4768 aus Handgespinnst, drei Ellen breu. Louis August Heidsieck in Belefeld, Fabrikant. 4 Stück verschiedene Qualitäten Leinen ¾, 4 Dutzend verschiedene Quali= täten Taschentücher in% und% br., ein Damastgedeck für 18 Personen mit Servietten, ein Dutzend Damasthandtücher abgepaßt im Rande, ein Dutzend Drellhandtücher, abgepaßt im Rande, ein Dutzend gebleichte Dessert=Servietten in Franzen, ein Stück ¼% grau und weiße Kaffee=Servietten. 6 Stück verschiedene Muster fertiger Herrenhemden. H. Redecker, Schlossermeister und Techniker des Königl. Aichungs=Amtes in Bielefeld. Ein eiserner seuerfester Geldschrank. 1 Dezimal=Waage von 16 Cinr. Tragfähigkeit, 1 englische Balancir=Wauge. H. A. Reckmann und Söhne in Bielefeld, Fabrikanten. Ein Sortiment von Leinen. Rempel und Comp. u. Bielefeld, Leinen=, Drell= und Damastfabrikanten. 20 Stück Leinen% breit und 60 Ellen köln. lang, 20 Dutzend Sacktücher in verschiedenen Größen. 8 Dutzend fertige Herrenhemden. Rolf und Comp. in Bielefeld, Mühlenbesitzen. Proben von Mühlenfabrikaten aller Art, als: Mehl, Gries, Schroot, Grütze, Kleien 2c. Velhagen und Klasing, Buchhandlung in Bielefeld. Drei Bände einer Polyglottenbibel. A. H. C. Westermann Söhne in Bielefeld, Leinwandfabrikanten. 8 Stück weiße Leinen, 2 Stück graue Leineu, 4 Dutzend Battist=Tücher, 8 Damast=Tafeltücher mit den dazu gehorigen Servietten, 2 Drell=Tafeltücher mit dazu gehörigen Servietten, 2 Dutzeno Damast=Handtücher, 8 Stück Drell=Handtücher, 3 Stück Drell, 5 Stück Drell, 5 Damast-Tafeltücher a 96 [1 Fuß, 3 Damast=Tafeltücher a 144 1] Fuß, 3 Drell=Tafeltücher 96 s1 Fuß, 3 Damast=Servietten a 25 s) Fuß. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderborn. Cardinal=Essenz aus grünen Dommeranzen bereitet, in frischer Füllung wieder eingetroffen bei W. Kölling. Bekanntmachung Das in hiesiger Stadt auf der Königsstraße belegene bislang von dem Kaufmann Herrn M. Fiechtbeim bewodnte Haus der Minorennen Joseph Ludowict wird mit dem 31. Dezember c. miethlos. Dasseibe soll in termino den 9. September c. Morgens 10 Uhr an erreatlicher Gerichtestelle anderweit vermielbet werden. Das Haus eignet sich zu einem jeden Geschäfte, dietet auch zweien Familien geräumige und bequeme Wohnungen. Die Bediagungen können beim Vormunde Herrn Staoisecretair Scheid eingesehen werden, und ist dieser gern bereit, das Haus und dessen innere Einrichtung vorzuzeigen und weitere Auskunft zu ertheilen. Brakel, den 30. August 1852. Königl. Kreis=Gerichts=Commission. Il. 2. In unterzeichneter Buchhandlung ist wieder vorräthig: * Dr. L. Gründliche Anweisung die Krankheiten des Pferdes zu erkennen und zu heilen. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. Preis gebunden 24 Ser. W. Crüwell in Paderborn. Cebrlingsstellen mit freier Station in einer Colonial=Wagren= Handlung, oder einem Brau= und Back= Geschäfte oder einer BuchHandlung für junge Leute von guter Herkunft mit Gymnasialdildung und Kenntniß neuerer Sprachen werden durch des Adret= und Commissions=Bureau von J. H. Schmis in Paderborn Markt=Platz Nr. 31 gesucht. in faßt neues, zweckmäßig eingerichtetes und im guten daulichen Zustande sich befindendes auf der Lindenstraße vor der Stadt Delbrück belegenes Colenats=Gebäude ist zum Abbruch zu verkaufen. Abresse: an das Commissions= und Abrehe Bureau von J. H. Schmit in Paderdorn Markt=Platz Nr. 31. in Mann, in dem Verwaltungs=Fache bewandert, der von dochgestellten Personen aufs beste empfohlen wird, u. eine Caution zu stellen vermag, sucht unter den bescheidensten Ansprüchen eine Stelle ale Rentmeister, Rendank, Secretair oder dergl. Darauf Restectirende wellen sich melden an das Adr. u. C. Bureau von J. H: Schmit zu Paderdorn Markt=Platz Nr. 31. Feinste Bauille= und GewürzChokolade aus der Fabrik von H. Wesener in Nieheim steis vorräthig bei F. W. Kölling. Ein in hiesiger Stadt für ein Bäcker114 geschäft sehr gelegenes Haus, worin A#### Lobiges Geschäft seit mehreren Jahren mit Vortbeil betrieben, stebt unter sehr günstigen Bedingungen zzu verkaufen. Nähere Aus kunft ertheilt auf portofreie Anfragen A. Lemin, Commissionair. Münster, den 2. Sepidr. 1852. Garten= und Häuserverkauf. Der Metzger F. Wevghold beabsichtigt wegen Wohnungs=Veränderung seine ihm gehörigen Häuser, ale: a) das am Ende der Herrenstraße sub No. cat. 225 der Martini=Laischaft belegene geräumige und sehr gut eingerichtete Haupthaus nebst Stallung und neu erbauetem Hinterbaus mit Einfabrt; b) das sub No. cat. 224 daselbst gelegene Nebenbaus und c) seinen unmittelbar vor dem NeubrückenTdore beim Kötter Heim sud Flur 14 Nro. 410 belegenen, 47 Ruthen 83 Fuß großen Garten am Dienstag, den 7. September c., Nachmittags 3 Uhr im Hause des Commissionairs G. Lemin(Kirchderrengasse Nro. 188), bei welchem die Beringungen eingesehen werden können, össentlich meistdietend zu verkaufen. Ersteres Haus eignet sich besonders zum Kleinbandel, welcher bereite früher 30— 40 Jahre darin betrieben worden. Zwei Drittel des Kaufpreises können darauf steben bleiden und kann der Zuschlag in termino erfolgen. Münker, den 17. August 1852. Bei W. Crüwell in Paderborn ist steie verrättig: Prozeßvollmachten v. Buch 5 Sgr., p. Stück 4 Pf. In Schlösser= Lehrling wird gesucht durch das Aeretz= und Commissions=Bureau von J. H. Schmis Markt=Plaz. Nr. 31. Rhein-Dampfschiffahrt. Düsseldorfer Gesellschaft. Tägliche Abfahrten von der Landungsbrücke zu Deutz: um 5 Uhr 25 Min. Morg.(von Cöln um 5½ Uhr Morgens bis Frankfurt) Maunheim in einem Tage, . 1"—„ Nachmittags, im Anschluß an die ersten Züge von Munster, Paderborn, Hamm, Dortmund u. s. w. dis Cobleuz, . 9" 30 Min. Abends, im Anschluß an den um 9 Uhr Abends von Berlin in Deutz eintreffenden Zug und in Bonn im Anschluß an den um 10 Uhr Abends in Deutz eintrefsenden Schnellzug von Berlin, mittelst des um 10¾ Uhr Abends von Cöln nach Bonn gehenden Zuges, bis Mannheim. Von Bonn fährt außerdem ein Boot um 11 Uhr Morgens, nach Ankunft des Zuges 10 Uhr Morgens von Cöln, dis Mainz. Von Düsseldorf nach Rotterdam(London) Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag, um 12 Uhr Nachts. Düsseldorf. 1. Juli 1852. Die Direktion. in junges Märchen, von guter Herkunft wünscht das Kochen und die Hauswirtbschaft gegen Zadlung von: 50 Thlr. grünklich zu erlernen und sucht durch das Adreß= und Commissions=Bureau von J. H. Schmit Marktplatz Nr. 31. Stelle. ine betagte Köchin, welche in allen bäuslichen Arbeiten erfahren ist, sucht Stelle. Näberes durch das Adreß= und Commissione= Bureau von J. H. Schmis, Markt=Platz Nr. 31. ine sehr gute Kochmaschine steht unter an nehmbaren Bedingungen zu verkaufen. Das Näbere erfährt man auf dem Arerß= und Commissions= Bureau von J. H Schmit, Markt=Platz Nr. 31. Verding von Wegebau=Arbeiten. Nachstebend näher bezeichnete Wege=Reparaturen, als: 1., im Forstdistrikte Helle, Unterforsts Neuenbeken, einen Holzabfubrweg von 48 Ruthen Länge zu reguliren und mit einer 9 Zoll starken Steindecke zu verseben; 2., für den Forstweg im Distrikt Brandholz, Unterforsts Buke, 10 Schachtrutben Steine zu brechen, anzuliefern, zu zerkleinern und die schadbasten Stellen des Weges damit auszubessern; 3., deegl. wie vor, den Forstweg im Distrikt Bärenbruch, Unterforsts Sandebeck mit 20 Schachtrutben Steine; und 4., desgl. den Folstweg daselbst im Distrikt Glasdütte, mit 30 Schachtruthen Steine auszubessern; sollen den 8. d. Nachmittags 3 Uhr, in dem Geschäftslokale des Unterzeichneten an den Mineestforeernden öffentlich verdungen werden. Durbeke, den 3. Septbr. 1852. Der Oberförster Rintelen. Auswanderern im nördlichen Deutschland empfiehlt sich zur Vermittelung zuverlässiger Ueberfahrtsverträge nach Nordamerika u. s. w. und ertheilt auf brieflich freie Anfragen kostenfreie Auskunft: Die Agentur G. A. Wundermann& Söhne in Antwerpen. Daß die Fahrten von Antwerpen aus, welches den Reisenden so viele örtliche Vortheile und Annehmlichteiten pardietet, im Vergleich zu Bremen, wo der Ausw. noch erst Bremerhafen und die stürmische Nordsee zu passiren hat, ungleich näber und ungefährlicher sind, draucht wol kaum bemerkt zu werden. Wie oft wurden nicht schon jene Schisse nach Norwegen verschlagen und mußten dann in noch gefährlicherer Richtung England umschiffen!— Auch laborirt Antwerpen nicht mehr, wie früher, an so vielen Mißbräuchen, welche dem Betruge freies Spiel ließen, indem gegenwärtig das Ausw. Geschäft mehr in soliden Händen berubet. Nur hüte man sich vor so mancherlei Zwischenagenten und Auforinglingen! Man erreicht viel sicherer und rascher seinen Zweck, wenn man sich direkt hieher-wendet. Auch folge man genau den ertheilten Vorschriften. Von Köln aus genießt der Ausw. eine bedeutende Preisermäßigung auf der Eisenbahn.— Größere Gesellschaften ihun wohl, einem aus ihrer Mitte den Brieswechsel mit uns zu übertragen, um das Geschäft zu vereinfachen und vortheithafter für sich zu stellen. (In der Exped. dieser Zeit. können die näheren Ueberfahrts=Bedingungen gegen eine geringe Gebühr eingesehen werden.) V. 2. Druck und Verlag von Wild. Cräwell in Poderdern..